Protest weitet sich aus Einen Sommer lang Kunst

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Protest weitet sich aus Einen Sommer lang Kunst
GZA/PP 8048 Zürich
80. Jahrgang
Donnerstag, 19. Juni 2014
Nr. 25
Erscheint 1-mal wöchentlich, am Donnerstag Herausgeber: Lokalinfo AG, Buckhauserstrasse 11, 8048 Zürich Verlag Tel. 044 913 53 33, Fax 044 910 87 72 www.lokalinfo.ch
Kunst oder Stolperstein? «Transpositions» der Lausanner Künstlerin Annaïk Lou Pitteloud auf dem Tessinerplatz setzt sich mit der Frage der sozialen Distanz im öffentlichen Raum auseinander.
Foto: mai.
Einen Sommer lang Kunst-Open-Air
Das vierte Kunst-Open-Air
«Gasträume» ist eröffnet.
Einen Sommer lang werden
an 16 Standorten in der
Innenstadt, Zürich West
und neu auch in Altstetten
17 Kunstprojekte gezeigt.
Lisa Maire
Die Intervention von Annaïk Lou Pitteloud auf dem Tessinerplatz besteht
aus einer bedruckten Metalltafel auf
einem Betonsockel und zeigt eine grafische Umsetzung von soziologischen
Studien über Nähe und Distanz im öffentlichen Raum. Die Ausstellungsmacher sehen darin einen wertvollen
Beitrag zur Debatte um öffentlichen
Raum und den viel zitierten «Dichtestress». Händler und Besucher am
Markttag auf dem Tessinerplatz stehen dem Projekt eher hilflos gegenüber. Sie nehmen den kleinen Betonsockel – verärgert oder lachend – vor
allem als «Stolperstein» oder als
«Blödsinn wie der Hafenkran» wahr,
ergab eine kleine Umfrage.
Eines steht fest: Die Kunstprojekte,
ausgewählt von der städtischen Arbeitsgruppe für Kunst im öffentlichen
Raum (AG Kiör), fordern die Betrachter heraus. Wer die künstlerische Idee
hinter den Installationen verstehen
will, muss sich die Zeit nehmen, die
zugehörigen Infotafeln zu studieren.
Bei der Ausstellung «Gasträume» geht
es jedoch nicht um Dekoration, um
Verschönerung der jeweiligen Standorte. Es gehe vielmehr, so Christoph
Doswald, Vorsitzender der AG Kiör,
an der Vernissage, «um eine Auseinandersetzung mit unserem Lebensraum, um Kunst, die über die Stadt
nachdenkt». Und dabei auch Stoff für
neue Geschichten liefert, neue Blickwinkel eröffnet. Manche der Installationen wurden eigens für ihre jeweiligen Standorte konzipiert – ob im historischen Kontext der Innenstadt oder
in den Entwicklungsgebieten von Zürich West und Altstetten.
«Gasträume» – eine Initiative der
AG Kiör zusammen mit städtischen
Galerien und Off-Spaces – stösst von
Jahr zu Jahr auf grösseres Interesse
und wurde deshalb kontinuierlich
ausgeweitet. Gestartet war das
Kunst-Openair im Sommer 2010 mit
lediglich fünf Projekten.
Fotobericht Seite 5
Timo Naumann als Vertreter des Elternrats Schulhaus Falletsche und Sekundarlehrer Ronny Brunner im Gespräch mit Stadtrat Raphael Golta
Foto: zvg.
(v.l.). Thema: Die unerwünschte GZ-Verlegung.
Protest weitet sich aus
Für den jetzigen Standort
des GZ Leimbachs wurden
innert Tagen 500 Unterschriften gesammelt. Doch
kommen sie nicht zu spät?
«Es war eine freundliche Stimmung
aber aufgrund der Aussagen von
Stadtrat Raphael Golta, schätzen wir
die Erfolgschancen als gering ein»,
sagt Ronny Brunner gegenüber «Zürich 2». Er nimmt Bezug auf die 500
innert einer Woche gesammelten Unterschriften und deren Übergabe vor
acht Tagen vor dem Rathaus. «Offensichtlich wurden die entscheidenden
Personen im Vorfeld bereits sehr einseitig informiert und es wurde schon
viel abgesprochen», ist der Leimbacher überzeugt. Laut eigenen Anga-
ben bedauern die Petitionäre, dass
die Quartierbevölkerung und Nutzer
nicht zu einem früheren Zeitpunkt in
den Dialog mit einbezogen wurden.
Sie finden das Vorgehen der angeblichen «Schlüsselpersonen» nicht korrekt. Immerhin sei es nun möglich,
dass eine Vertretung der Kritiker an
eine der nächsten Kommissionssitzungen eingeladen wird. Laut Brunner hat vor allem Gemeinderat Pawel
Silberring (SP) dazu beigetragen,
dass diese Annäherung stattfindet.
Der Zeitplan ist eng, weil der Umzugsentscheid des GZ Leimbach ins
Ladenzentrum Mittelleimbach im Gemeinderat schon kurz nach den Sommerferien gefällt werden soll. (ls.)
«Kurz nachgefragt» bei Christian Hablützel, Geschäftsführer Zürcher Gemeinschaftszentren: Seite 3
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Kommt bald 365-Tage-Restaurant in der Mythenquai-Badi?
Lorenz Steinmann
Der hartnäckige und «Zürich 2»-Lesern als Umbaukritiker der Badi Mythenquai bekannte Stephan Lerch hat
ein interessantes Konzept erarbeitet
für eine 365-Tage-Strandbar im
«Mythenquai» und «als Bonus», wie
er sagt, den Bau zweier Beachvolley-
ballfelder. Lerch ist überzeugt, mit
der Idee einer Strandbar ein grosses
Bedürfnis der Bevölkerung abzudecken. «Am rechten Zürichseeufer hat
es ein grosses Gastroangebot, auf der
Wollishofer Seite fast nichts», betont
er. «Mega cool», sagt darauf angesprochen Rolf Hiltl. «Als Stadtzürcher
Bürger und Seeuferjogger finde ich
auch, dass offensichtlich etwas fehlt»,
sagt Hiltl, der hier neuerdings die
Gastronomie betreibt. Er besteht freilich darauf, die Aussage nur als Privatperson und nicht als jetziger Restaurateur vor Ort gemacht zu haben.
Hiltl sorgte im Frühjahr Schlagzeilen,
weil er der Stadt einen Pachtzins für
das neu erstellte Restaurant von jähr-
lich gut 100 000 Franken bot. Er bekam den Zuschlag und wirtet seit einigen Wochen mit gutem Erfolg;
auch, weil er die Metzgerei Keller
vom Manesseplatz ins Boot geholt
hat. Dass Hiltl gewillt ist, etwas zu
verdienen, zeigt seine Promotion für
die bessere Ausnutzung seines neuen
Restaurants.
Fortsetzung Seite 5
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Eine neue Leiterin
Eine humanitäre Tradition
Eine spannende Erscheinung
Monika Otter, die neue Leiterin des Alterszentrums Mittelleimbach, stellte sich dem Quartier mit einem sympathischen
Brunch vor. Otter ist Nachfolgerin von Hans Lüthi, der pensioniert wurde.
Seite 5
Das Flüchtlingsthema scheint die Zürcher Bevölkerung nicht
kaltzulassen, sind doch alle angebotenen Führungen bereits
im Vorfeld ausgebucht. Die erste Exkursion fand am 14. Juni
in Adliswil statt.
Seite 11
Am Sonntag findet die Züri Metzgete zum 100sten Mal statt.
Wir bringen darum Auszüge aus der Neuerscheinung «ZüriMetzgete. 100x Meisterschaft von Zürich – der Radklassiker».
Herausgeber ist der Radfahrer-Verein Zürich RVZ. Seite 16
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Stadt Zürich
Nr. 25
19. Juni 2014
AKTUELL
Todesangst aus heiterem Himmel
Die Journalistin Silvia
Aeschbach litt jahrzehntelang unter Panikattacken –
die erinnerungswürdigste
während eines Interviews
mit Leonardo DiCaprio.
Nun hat sie über ihr Leiden
ein Buch geschrieben.
Preisverwöhnt: Tänzer des Alvin Ailey American Dance Theater.
Foto: zvg.
Legendäres und eine Premiere
Das weltberühmte Alvin Ailey American Dance Theater
kommt nach Zürich.
Das Programm, das in Zürich zu sehen sein wird, gewährt Einblick in
das breite choreografische Spektrum
der Company: vom berühmtesten
Werk «Revelations» (1960) des Gründers Alvin Ailey selbst über die Kreation «In/Side» (2008) des künstlerischen Leiters Robert Battle und «Grace» von Ronald K. Brown (1999) bis
hin zum aufregenden Werk «Home»
(2011) des jungen Hip-Hop-Choreografen Rennie Harris, das erstmals in
der Schweiz zu sehen sein wird.
Robert Battle, seit drei Jahren
künstlerischer Leiter des 1958 gegründeten Alvin Ailey American
Dance Theater, ist es gelungen, die
über 30 herausragenden Tänzerpersönlichkeiten des Ensembles in eine
neue Richtung zu führen, ohne dabei
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Wettbewerb
Lokalinfo verlost 2x 2 Tickets für
die Premiere der Alvin Ailey Tanzshow am 8. Juli, 19.30 Uhr im
Theater 11. Wer an der Verlosung
teilnehmen will, schickt bis 24. Juni eine Mail mit Betreffzeile «Alvin
Ailey» und vollständiger Adresse
an [email protected].
Keine Korrespondenz über den Wettbewerb.Rechtsweg ausgeschlossen.
den Ursprung der Company zu vergessen. Seine Auswahl neuer Choreografien sowie seine behutsame Neubewertung des Erbes Alvin Aileys rufen international sowohl beim Publikum als auch bei der Kritik Begeisterung hervor. (pd./mai.)
Theater 11, Thurgauerstr. 7, 8050 Zürich.
8. bis 13. Juli, Di–Fr jeweils 19.30 Uhr, Sa
14 Uhr und 19.30 Uhr, So 14 Uhr.
Panikattacken kommen meist aus
heiterem
Himmel.
Herzrasen,
Schwindel, Zittern, Atemnot – Todesangst. Die Journalistin Silvia Aeschbach (geb. 1960) war knapp 17, als
sie ihre erste Panikattacke erlebte
und felsenfest davon überzeugt war,
dass sie diese nicht überleben würde.
Mit viel Humor und einer gehörigen
Portion Selbstironie schildert die Autorin, wie sie an den immer wiederkehrenden Attacken fast verzweifelte,
was für eine Erlösung es war, als sie
– unzählige Attacken, tausend kleine
Tode und viele Jahre später erst –
endlich eine Diagnose und einen Namen für ihre Krankheit erhielt, wie
sie mit ihrer Angststörung leben lernte und an ihr auch wachsen konnte.
Silvia Aeschbachs Buch «Leonardo DiCaprio trifft keine Schuld»
weckt Verständnis für ein oft unterschätztes Leiden, es macht Betroffenen Mut, zeigt auf, wie man mit der
Furcht umgehen kann, und ist
gleichzeitig eine ebenso unterhaltsame wie packende Lektüre. Eine wilde Achterbahnfahrt durch ein Leben
mit
himmelhoch
jauchzenden
Glücksgefühlen und entsetzlichen
Ängsten, mit verrückten Erlebnissen
und vergeblichen Therapieversuchen, mit Panikattacken in den unpassendsten Momenten. In einer
Live-Sendung am Radio zum Beispiel. Im Flugzeug. Vor laufender
Kamera. Mitten in einem RobbieWilliams-Konzert. Oder aber im selben Raum mit dem Hollywoodstar
Leonardo DiCaprio. (pd./mai.)
Wettbewerb
Lokalinfo verlost 5 Exemplare von Silvia
Aeschbachs
«Leonardo DiCaprio trifft keine Schuld». Um
am Wettbewerb
teilzunehmen,
bis 24. Juni eine Mail mit Betreffzeile «Buch DiCaprio» und vollständiger Adresse
senden an [email protected]
oder eine Postkarte an:
Lokalinfo AG
Buchwettbewerb «DiCaprio»
Buckhauserstr. 11, 8048 Zürich
Keine Korrespondenz über den Wettbewerb. Rechtsweg ausgeschlossen.
Silvia Aeschbach, «Leonardo DiCaprio
trifft keine Schuld». Wörterseh Verlag
2014, 208 Seiten, Klappenbroschur. ISBN:
978-3-03763-049-5.
Veloprüfung während Unterrichtszeit
Bis 27. Juni finden
in verschiedenen Quartieren
Veloprüfungen statt. Fast
alle Fünftklässler in der
Stadt Zürich nehmen teil.
Die 68. Veloprüfung findet erstmals
flächendeckend während der Unterrichtszeit statt. Dies führt dazu, dass
neu praktisch alle der über 2500
Schülerinnen und Schüler die Velo-
prüfung absolvieren werden. Bis anhin fand die Prüfung jeweils am
Samstag in der Freizeit statt, was eine Teilnahmequote von lediglich 50
Prozent zur Folge hatte. «Uns ist die
Verkehrssicherheit der Schülerinnen
und Schüler ein Anliegen. Daher ist
es wichtig, dass möglichst alle Schulkinder die Veloprüfung absolvieren»,
betont Stadtrat Gerold Lauber.
Zusätzlich wurde die Schulung im
Bereich «Toter Winkel» verstärkt. Zu
diesem Zweck steht seit letztem Jahr
permanent ein Lastwagen auf dem
Gelände der Verkehrsschulungsanlage Aubrugg. So wird es möglich, den
Kindern auf eindrückliche Weise zu
demonstrieren, wie gross die toten
Winkel rund um einen Lastwagen
sind.
Die Veloprüfungen sind an folgenden Orten: 19. Juni Albisrieden, 20.
Juni Wollishofen, 23. Juni Zürichberg, 24. Juni Altstetten, 25. Juni
Aussersihl, 26. Juni Seebach, 27. Juni Unterstrass. (pd./pm.)
AKTUELL
Zürich 2
Nr. 25
19. Juni 2014
AUF
EIN WORT
IN KÜRZE
Baby-Ambulanz
Eine speziell geschulte Transportequipe des Kinderspitals Zürich
verlegt pro Jahr rund 200 kranke
Früh- und Neugeborene per Ambulanz aus anderen Kliniken ins
Kispi. Das dazu verwendete
Fahrzeug ist in die Jahre gekommen. Die Stiftung «Chance für
das kritisch kranke Kind» stellt
dem Kispi dank Spendern nun eine topmoderne neue «Baby-Ambulanz» zur Verfügung, welche
am 17. Juni eingeweiht wird.
Spendenparlament
An seiner 16. Parlamentssitzung
hatte das Zürcher Spendenparlament über zehn Projekte und einen beantragten Betrag von
104 000 Franken zu beraten. Zur
Verfügung standen 95 000 Franken – die Debatte verlangte also
Entscheidungen.
Beschlossen
wurde die Vergabe von 90 000
Franken .für integrative und soziokulturelle Aktivitäten
Stadtspital Waid
Mit dem Jahresbericht 2014 legt
das Zürcher Stadtspital Waid ein
positives Ergebnis vor. Im Jahr
2013 behandelte das Stadtspital
Waid 9434 Patientinnen und Patienten stationär; eine Steigerung
um 255 Fälle im Vergleich zum
Vorjahr. Gleichzeitig konnte die
Leistung auch im ambulanten Bereich um 1532 Fälle gesteigert
werden und erreichte die Zahl
von 37 126 ambulanten Patientinnen oder Patienten. Der Aufwand
konnte von 20,2 auf 7,5 Millionen
Franken reduziert werden.
Wohnraum
Vertreter von Verbänden, Parteien, sozialen und kirchlichen Organisationen haben sich zum Komitee «Ja zur Förderung des
preisgünstigen Wohnraums» zusammengeschlossen. Sie setzen
sich für die am 4. September
2013 vom Kantonsrat beschlossene Änderung des Planungs- und
Baugesetzes (PBG) ein, über die
am 28. September 2014 kantonal
abgestimmt wird.
Gute Noten
Die Zürcher Listenspitäler verfügen über gut qualifiziertes Personal und können in der Regel eine
zeitgerechte Versorgung durch
spezialisiertes Fachpersonal gewährleisten: Dieses erfreuliche
Ergebnis hat die Überprüfung der
Qualitätsanforderungen an die
Spitäler mit kantonalem Leistungsauftrag ergeben.
Ungültigerklärung
Der Stadtrat beantragt dem Gemeinderat, die Einzelinitiative
von Alfred Müller betreffend
Schutz der Baumallee an der
Freudenbergstrasse für ungültig
zu erklären. Grund: Mit einer
Einzelinitiative könne nur etwas
verlangt werden, das dem fakultativen oder dem obligatorischen
Referendum unterstehe. Diese
Voraussetzung sei hier nicht erfüllt, weil der Stadtrat sowohl für
das Projekt als auch für die Finanzen zuständig sei.
Lorenz Steinmann
Die geplante Verlegung des Gemeinschaftszentrums
Leimbach
ist eine hochemotionale Angelegenheit – zumindest für viele alteingesessene Leimbacher. Fast
wie beim Fussball redet jeder mit
und hat eine Meinung, auch wenn
weit und breit keine eigenen Kinder oder Enkelkinder da sind.
Oder ist schon das eine falsche
Annahme, dass ein GZ vor allem
Grössere Geschichte: Die «Zweckentfremdung» im Camping Wollishofen.
Foto: ls.
Kein Ja, kein Nein
Camping Wollishofen: Keine
Seesicht für «Normalsterbliche»
Ein Leserbrief im «Zürich
2» zeigte die Situation im
Camping Wollishofen auf.
Der «Blick am Abend»
nahm das Thema auf.
Seraina Bernet
Jedes Jahr genoss Familie Heusser
aus Wollishofen ein Wochenende im
Camping «Fischers Fritz»: «Cool war
das, ein Zelt mit Seesicht, ein lauer
Frühsommerabend, über dem glatten
See die spiegelnden Lichter der Stadt
bewundern, den leisen Wellen lauschend in den Schlaf abtauchen –
einfach herrlich!», schreibt Urs Heusser in einem Leserbrief, den «Zürich
2» am 5. Juni abdruckte. Seit vier
Jahren sei jedoch eine Veränderung
spürbar. Zuerst wurden zwei Hotelzelte zu 150.– die Nacht aufgestellt,
nun stehen zwölf mondäne Zelte direkt am Seeufer.» Die Stammgäste
sind enttäuscht, denn «Normalsterbliche» können nur noch in der zweiten und dritten Reihe campen. «Ich
schäme mich als Zürcher für alle
Camper, die aus aller Welt anreisen,
um den Platz so vorzufinden»,
schreibt Heusser weiter.
Nun hat «Blick am Abend» den
Leserbrief aufgenommen. Pächter
Michel Péclard versteht die Aufregung nicht, wie die Pendlerzeitung
berichtet. «Ich bin erstaunt und ein
wenig enttäuscht.»
Die Hotelzelte habe man aufgestellt, um für Touristen attraktiv zu
sein. Dies erfolgreich, denn seit vier
Jahren seien die Besucherzahlen angestiegen. Péclard ist sich bewusst,
dass die alten Gäste es früher gemütlicher fanden, gute Stellplätze finde
man zwischen den Zelten aber genug: «Die schönsten Stellen haben
wir bewusst offen gelassen», ist der
Gastronom überzeugt. Er wirtet auch
in der Pumpstation, im Schober und
im Langenberg.
BRENNPUNKT VERLEGUNG GZ LEIMBACH: KURZ NACHGEFRAGT
«Der Umzug ist ein Ja zum Standort Leimbach»
Erstmals nimmt Christian
Hablützel, Geschäftsführer
der Zürcher Gemeinschaftszentren, detailliert Stellung
zur Kritik aus Leimbach gegen die Verlegung des GZ.
Christian Hablützel, was entgegnen
Sie den Vorbehalten gegen die Züglete – konkret
«die verlorengehende Idylle» und
«der Zwang, die
Kinder nun in einem kalten Ladenzentrum aufwachsen zu lassen»?
Die Kinder werden nicht in einem
kalten Ladenzentrum aufwachsen
müssen. Es befindet sich dort das
Leimbacher Hallenbad, und das geplante GZ – über 70 Prozent der gesamten Nutzfläche wären dann Gemeinschaftseirichtungen
für
das
Quartier. Ferner sind dort der Coop,
eine Apotheke, ein Friseur und allenfalls ein Schlüsseldienst. Ausserdem
steht auch ein gestaltbarer Aussen-
Einige Zahlen
Das GZ Leimbach soll für die Jahre 2015–2018 jährlich mit einem
leistungsorientierten Maximalbetrag von Fr. 765 383.– unterstützt
werden. Der grösste Teil davon
beinhaltet der Betriebsbeitrag
von Fr. 737 991.– pro Jahr. Weil
das GZ am neuen Standort Räumlichkeiten von der Genossenschaft
Zurlinden mietet, wird eine
Marktmiete verrechnet, die mit
jährlich 289 591 Franken einiges
höher ist als bisher bei neu nur
673 gegenüber bisher 940 m2.
Der Spielplatz soll erhalten bleiben, betont Hablützel.
raum für Spielplatz und Begegnung
zur Verfügung.
Konkret zu den Kosten. Wie viel wird gespart bei der geplanten Züglete?
Der geplante Umzug ist ein Ja zum
Standort Leimbach, die Stadt investiert dann jährlich Fr. 54 735.– mehr
in die Soziokultur in Leimbach (inkl.
Teilnutzung durch das GZ am alten
Standort). Am neu geplanten, besser
erreichbaren Standort könnten wir
unseren Auftrag, für alle Quartierbewohnerinnen und Bewohner da sein,
noch besser erfüllen.
Welche Angebote bleiben an jetzigen
Standort?
Am alten Standort bleiben sicher der
Pizzaofen, der Spielplatz und Raum
für Aktivitäten mit Kindern. Am neuen Standort ist ein vollwertiger GZBetrieb geplant – das steht auch so in
der Weisung des Stadtrats.
Das jetzige Gelände gehört ja der Stadt
und nicht der Genossenschaft Zurlinden,
was immer wieder kolportiert wurde.
Was sind die Pläne für den jetzigen
Standort, falls die Züglete klappt?
Foto: zvg.
Die Stiftung Zürcher Gemeinschaftszentren betreibt die 17 GZ für die
Stadt Zürich. Zur weiteren Verwendung von städtischen Liegenschaften
können wir uns nicht äussern.
für Kinder und ihre Eltern da sein
soll? Laut Leitbild sind die 17
Zürcher
Gemeinschaftszentren
(GZ) soziokulturelle Einrichtungen
für die Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt Zürich. Also für
Jung und Alt. Gerade dieser Aspekt würde für eine Verlegung ins
Ladenzentrum sprechen – neben
das Alterszentrum Mittelleimbach. Freilich ist offen, wie fest so
eine staatlich verordnete Nähe
zwischen
Generationen
auch
wirklich geschätzt würde. Unbestritten ist, dass die GZ-Verlegung
dem Ladenzentrum mehr Betrieb
einhauchen würde. Unbestritten
ist zudem, dass die 50-jährigen
Pavillons am jetzigen Standort in
die Jahre gekommen sind. Es
fragt sich nur, ob die geplante
Umnutzung zu Schulräumen (wie
sie das um 1965 schon einmal
waren!) nicht sowieso sehr viel
kostet. Als Steuerzahler erscheint
mir wichtig, dass bei einer allfälligen GZ-Umnutzung sofort eine
Neuvermietung aller bisherigen
Räumlichkeiten am Rebenweg 6
stattfindet. Denn sonst legt die
Stadt Zürich die Mietkosten von
289 591 Franken jährlich drauf,
die künftig der Genossenschaft
Zurlinden abzuliefern sind – wenn
die Züglete ins Ladenzentrum
vom Gemeinderat wirklich abgesegnet wird. Apropos: Die unter
www.leimbach-zh.ch aufgeschaltete Weisung des Stadtrates zur
Gemeinderatsabstimmung
lässt
ein wenig Stirnrunzeln aufkommen. Denn darin wird das Entwicklungsgebiet Manegg inkl. des
grossen prognostizierten Bevölkerungszuwachs Leimbach zugeordnet. Dabei gehört Greencity Manegg immer noch zu Wollishofen.
Es ist ein kleiner, aber feiner Fehler, der für mich symptomatisch
ist für die Kommunikation rund
um die geplante GZ-Züglete.
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Die bisherige Kommunikation seitens
der GZ-Leitung wird im Quartier kritisiert und die Dialogbereitschaft vermisst. Wie wollen Sie da Abhilfe schaffen?
Der GZ-Leitung wird zu Unrecht
mangelnde Kommunikations- oder
Dialogbereitschaft unterstellt. Sie informiert Besucherinnen und Besucher seit Langem persönlich im GZ.
Für die politische Kommunikation
und für den Dialog mit der Öffentlichkeit liegt die Federführung beim Sozialdepartement und bei der Geschäftsleitung der Stiftung Zürcher Gemeinschaftszentren. Sachgerechte Informationen haben bereits im Januar
(«Zürich 2», Nr. 3, «Zürich 2» Nr. 14)
und an diversen Infoveranstaltungen
und
Informationsgesprächen
im
Quartier stattgefunden. (ls.)
Das Interview wurde schriftlich geführt.
3
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Stadt Zürich
Nr. 25
19. Juni 2014
AKTUELL
ZÜRCHER GALERIEN
Die Zürcher Galerien luden am
14./15. Juni zum Contemporary Art
Weekend. Wer sich für zeitgenössische Kunst interessiert, hatte die
Wahl zwischen 42 verschiedenen Adressen, um sich inspirieren zu lassen.
Auch die Türen der Galerie Katz
Contemporary an der Talstrasse 83
standen am Sonntag offen. Zurzeit
(und noch bis 27. Juli) sind dort unter dem Titel «The Dipping Game»
Objekte und Installationen von Martina von Meyenburg ausgestellt. Gele-
genheit, die aufstrebende Zürcher
Künstlerin kennenzulernen, bietet
sich auch bei einem «Panel Talk» zur
Ausstellung. Das Gespräch mit Martina von Meyenburg, dem bekannten
Künstler und Designer Rolf Sachs
und der Philosoph Georg Kohler, findet am Donnerstag, 3. Juli, 19.30
Uhr, im «Dolder Grand» statt. Wegen
beschränkter Platzzahl wird um Anmeldung bis 26. Juni gebeten an [email protected] oder Tel.
044 212 22 00. (mai.)
So viele weisse Kittel gab es wohl noch nie an einer Tramhaltestelle: Gesundheitsvorsteherin Claudia Nielsen
zusammen mit Spitaldirektor Erwin Carigiet (2. von rechts), Andreas Zollinger, Medizinischer Direktor (rechts),
Fotos: Lisa Maire
und weiteren leitenden Ärzten bei der Einweihung des Triemli-Trams.
Zuhören ist gesund
Das Stadtspital Triemli will der Bevölkerung
in
Gesundheitsfragen
auch ausserhalb des Spitals zur Seite stehen: Am Dienstag ist im Beisein von Stadträtin Claudia Nielsen
als Ehrengast das «Triemli-Tram»
eingeweiht worden.
Das besonders gestaltete Tram,
eine von den Kaderärzten des
Triemlispitals auf die Beine gestellte
und finanzierte Initiative, wird während sechs Monaten auf den städtischen Gleisen unterwegs sein. Gemäss dem Motto «Zuhören ist gut
für die Gesundheit» können die
Fahrgäste persönliche Geschichten
von Patientinnen und Patienten erfahren – entweder, indem sie diese
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(zum Teil amüsanten und immer gut
endenden) Geschichten aus dem
Stadtspital in der aufliegenden Faltbroschüre lesen, oder sie sich mittels QR-Code erzählen lassen. Von
September bis November sind zudem mehrere Sonderfahrten mit
Kurzvorträgen von Triemli-Experten
zu verschiedenen Gesundheitsthemen geplant.
«Schön, so eine Crew zu haben,
die sich mit Leib und Seele für die
Patienten und für das Spital einsetzt», bedankte sich Spitaldirektor
Erwin Carigiet für das Geschenk der
Ärzteschaft, die für ihr Projekt eine
sechstellige Summe in die Hand genommen hat. (mai.)
Blick in die Ausstellung «The Dipping Game» bei Katz Contemporary. F.: mai.
Freie Plätze in den Ferienkursen
Stadträtin Claudia Nielsen hat kürzlich (nach einem Velounfall) persönlich eine Woche lang die Qualität des Triemlispitals «getestet».
In der ersten und fünften Sommerferienwoche finden verschiedenste Ferienkurse statt. Noch gibt es einige
freie Plätze. In der ersten Woche gibt
es für Schülerinnen und Schüler der
Oberstufe noch die Möglichkeit, im
Mountainbike-Kurs dabei zu sein,
und für die fünfte Woche werden immer noch Anmeldungen für das Fun
& Action Camp entgegengenommen.
Auch im Dance-Camp, im Basketball
Ladies Camp und bei Zumba for Kids
sind die Kontingente noch nicht ausgeschöpft. Die Elternbeiträge zu den
Lagerkosten richten sich nach dem
Familieneinkommen. (zk.)
Informationen und
www.sportamt.ch.
Anmeldung
unter
Zürich 2
AKTUELL
Alles, was Recht ist
Hans Suter
365-Tage-Restaurant?
Fortsetzung von Seite 1
Das ist legitim und war fast voraussehbar. Denn den hohen Pachtzins
mit einem reinen Sommerbetrieb zu
amortisieren ist, ist schwierig, wie
Branchenkenner attestieren. Darum
wirbt Hiltl vorerst damit, man könne
«nach der Schliessung des Badbetriebes um 20 Uhr das Restaurant von
April bis Oktober für einen privaten
Anlass ab 20 Personen buchen». Für
Patrick Müller, Leiter Badeanlagen
bei der Stadt ist die Idee eines Ganzjahresbetriebs neu: «Ich habe keine
Informationen, dass das Restaurant
im Strandbad Mythenquai künftig
das ganze Jahr geöffnet sein sollte.
Meines Wissens ist dies zonenrechtlich auch nicht möglich», sagt er.
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19. Juni 2014
5
Monika Otter ist die neue Leiterin
des Alterszentrums Mittelleimbach
SUTERS SATIRE
Hugo hatte unbekümmert einen
Strauch gepflanzt, was Grunder, sein
Nachbar, beanstandete. Das Gesetz
schreibe vor, dass der Abstand zum
Nachbargrundstück mindestens 60
Zentimeter betragen müsse und die
Pflanze nicht höher als 120 Zentimeter wachsen dürfe, ausser der Nachbar gäbe ihm schriftlich das Recht
dazu, näher zu pflanzen und den
Strauch höher als 120 Zentimeter zu
wachsen zu lassen. Hugo hatte aber
schlecht gemessen. Der Abstand seiner Pflanze zum Nachbargrundstück
betrug nur 45 Zentimeter. Das beanstandete der Nachbar mit Recht. Hugo machte ihn darauf aufmerksam,
dass sein Lebhag auch höher als 120
Zentimeter sei. Worauf Grunder
meinte, Sie können gerne auf mein
Grundstück kommen, um das nachzumessen. Das sind mindestens 150
Zentimeter, sagte Hugo. Das können
Sie gar nicht beurteilen, mein Niveau
ist eben höher, konterte Grunder.
Wie meinen Sie das, fragte Hugo. Wie
ich es sage, entgegnete Grunder. Ich
habe laut StGB ein Recht darauf,
nicht beleidigt zu werden, sagte Hugo. Ich habe Sie ja gar nicht beleidigt!
Sie sagten, ich sei dumm, empörte
sich Hugo. Das hab ich nicht gesagt,
rechtfertigte sich Grunder. Jedenfalls
dümmer, sagte Hugo. Wie kommen
Sie darauf? Sie sprachen doch von
ihrem höheren Niveau, im Gegensatz
zu meinem. Vom Niveau des Grundstücks war die Rede, und sollten die
Äste Ihres Strauches in mein Grundstück ragen, werde ich vom Kapprecht Gebrauch machen, drohte
Grunder. Hüten Sie sich, irgendwas
zu kappen, sonst werde ich mich mal
erkundigen, ob Sie das Recht haben,
Nr. 25
Monika Otter, die neue Leiterin des Alterszentrums
Mittelleimbach, stellte sich
dem Quartier mit einem
sympathischen Brunch vor.
Hans Suter.
zvg.
die Höhe Ihres Gestrüpps von Ihrem
höherem Niveau aus zu bestimmen.
Und überhaupt, wie haben Sie die 45
Zentimeter Abstand gemessen, von
Ihnen aus ist gar nicht einsehbar, wie
gross der Abstand ist zwischen meinem Strauch und Ihrem Grundstück.
Ich habe den Verdacht, dass Sie während meiner Ferien mein Grundstück
betreten haben, um den Abstand zu
messen. Alles, was Recht ist, meinte
Grunder, wenn Sie diese Verdächtigung nicht zurücknehmen, werde ich
vom Recht Gebrauch machen, Sie der
üblen Nachrede einzuklagen. Nur zu,
sagte Hugo, dann werde ich mich
einmal nach dem Wegrecht erkundigen, von dem Sie seit Jahren Gebrauch machen, obwohl es, wie ich
vermute, längst abgelaufen ist. Ob
man nicht vernünftig miteinander reden könne, meinte Grunder, um das
Wegrecht bangend, denn würde er
das verlieren, müsste er immer,
wenn er von zu Haus fortginge oder
nach Hause käme, einen grossen
Umweg machen. Wie jedes Recht,
kann auch ein Wegrecht obsolet werden, belehrte Hugo. So einfach ist das
denn auch nicht, sagte Grunder, denn
wir leben schliesslich in einem
Rechtsstaat. Da sind wir ausnahmsweise gleicher Meinung, sagte Hugo.
Hans Suter ist Satiriker und wohnt in Adliswil.
Was? Begrüssungsbrunch. Wann?
Leider schon vorbei. Wo? Alterszentrum Mittelleimbach. Bei strahlendem Wetter und einer grossartigen
Stimmung, die nur noch durch das
überaus reichhaltige Brunchbuffet
übertroffen wurde. Das Alterszentrum Mittelleimbach, unter der neuen
Leitung von Monika Otter, lud am
vergangenen Sonntag die Quartierbevölkerung zu einem Anlass ein, der
seinesgleichen sucht. Eine hoch motivierte Crew verwöhnte die anwesenden Gäste und Bewohnenden des
Zentrums mit allerlei feinen Köstlichkeiten, die auf einem guten Brunchbuffet nicht fehlen dürfen. Dem
Schreibenden läuft das Wasser noch
immer im Mund zusammen beim
Verfassen dieses Artikels.
Monika Otter ist die Nachfolgerin von Hans Lüthi.
Eine charmante Gastgeberin
Für Monika Otter, Nachfolgerin des
pensionierten Hans Lüthi, war es unter diesen Voraussetzungen ein leichtes, sich den Anwesenden vorzustellen, und das Alterszentrum inmitten
des «schönsten Quartiers» von Zürich
zu repräsentieren, wie sie erklärte.
Sie erwies sich als eine sehr charmante, aufgestellte Gastgeberin, die
mit ihrer gewinnenden Art ein herzliches Willkommen signalisierte. Die
fleissigen, wieselflinken und ebenfalls
aufgestellten Serviceverantwortlichen
und die grossen Künstler in der Küche dürfen an diesem Tag nicht unerwähnt bleiben. Sie haben doch mit
Die grossen Künstlerinnen und Künstler in der Küche.
ihrem Einsatz hauptsächlich zum guten Gelingen beigetragen. Einen ganz
grossen Dank an dieser Stelle. Auch
einen Dank an die Adresse der zahlreichen freiwilligen Mitarbeitenden
im Alterszentrum Mitteleimbach, die
eine wertvolle Unterstützung und
Entlastung für Personal gebracht haben. Ich bin überzeugt, dass solche
Nach 5:0-Sieg 3. Rang gefestigt
Bei idealem Fussballwetter wurde
am Sonntag auf dem Sportplatz Sonnau das letzte Saisonheimspiel des
FCW ausgetragen. Der Gegner war
Mitaufsteiger FC Srbija Zürich. Für
beide Teams ging es darum, ihre
Platzierungen zu bestätigen. Beide
Mannschaften gingen das Spiel kontrolliert an, mit zunehmender Spieldauer begannen die Spieler des FCW,
das Zepter in die Hand zu nehmen.
Es blieb vorerst bei einigen gut herausgespielten Chancen für die Wollishofer Spitzen, bis Verteidiger Sodano
in der 17. Minute einen durch Cavaliere hereingespielten Eckball per
Kopfstoss zum 1:0 verwertete. Die
Serben versuchten vehement, das
Spiel zu drehen, agierten aber unentschlossen. Im Gegensatz dazu erhöhte der FCW nach einem sehenswerten Durchspiel via Reto Schwendener
in der 28.Minute durch Luis Muino
auf 2:0. Das Resultat war dann
gleichzeitig der Halbzeitstand, es entsprach den gezeigten Leistungen. Die
zweite Halbzeit brachte ein kurzes
Aufbäumen der aufgrund ihres Tabellenplatzes enttäuschenden Gäste
vom Juchhof. Doch bereits sechs Minuten nach dem Anpfiff der zweiten
Halbzeit erhöhte Wollishofen durch
Muino auf 3:0. Das Spiel war gelaufen. Die an sich faire Partie wurde
nun förmlich abgespult. Die Gastgeber gaben sich keine Blösse mehr.
Nach einem Lattenknaller von Cavaliere in der 73. Minute erhöhte der
flinke Mussadi kurz danach auf 4:0.
Den Schlusspunkt setzte Mauro Bindi
mit einem Freistoss um die Mauer
herum zum auch in dieser Höhe verdienten 5:0-Sieg.
«Finale» in Horgen
Der FCW gastiert am Sonntag,
22. Juni, um 14 Uhr auf der Sportanlage Waldegg gegen die Mannschaft
des FC Horgen. Dort geht es darum,
mit einem Punktegewinn den 3. Tabellenplatz definitiv zu sichern. Es
wäre die beste Platzierung der
1. Mannschaft des FCW seit dem Bestehen des Vereins. (eing.)
Fotos: zvg.
Anlässe dazu beitragen, eine eventuelle Schwellenangst, ein Alterszentrum zu betreten, zu beseitigen und
Abwechslung in den Alltag der Bewohnenden bringen. Es war günstig,
genüsslich, gemütlich, gut – und wir
hoffen auf eine Wiederholung im
nächsten Jahr.
Hansruedi Gurtner
Blues along the
Mississippi and the Sihl
Das Blueskonzert von Mitte Mai in
der ref. Kirche Adliswil war ein
Grosserfolg. Nun präsentieren die
Initianten dieser Session eine LiveCD dazu. Es sind ausgewählte Songs
darauf zu hören, also nicht das ganze
Konzert. Auf der CD findet man Musiker wie Max Stenz, Larissa Baumann, Marc Bühler mit der Band um
Bernie Corrodi, von Kareen and Lonesome Riders. Am Albisstrassenfest
vom Sonntag sind die Song zu hören,
im Minizelt an der Florastrasse, hinter der Migros und in der Nähe der
Feuerwehr und Classic Cars. (e.)
www.berniecorrodi.ch
6
Stadt Zürich
Nr. 25
19. Juni 2014
AKTUELL
Publireportage
PJZ: «Irreführung der Stimmbürger»
Die Kantonspolizei bleibt
vorläufig in der Kaserne.
Grund ist der grössere Flächenbedarf fürs geplante
Polizei- und Justizzentrum.
Kasernenwiese, Militärkaserne und Zeughäuser werden
wie vorgesehen frei.
Pia Meier
Das Team des ersten Migros-Bio-Take-away im HB.
Foto: zvg.
Erstmals «Bio» für unterwegs
Premiere: Der erste
Migros-Bio-Take-away
im Hauptbahnhof Zürich
ist in Betrieb.
Der neue, 40 Quadratmeter grosse Migros Bio-Take-away befindet
sich in der Halle Landesmuseum
beim Abgang zum Gleis 41/42 und
zur neuen Passage Gessnerallee.
Vergangene Woche öffnete im Hauptbahnhof Zürich der erste Migros-BioTake-away der Schweiz. Das Angebot
ist vergleichbar mit einem herkömmlichen Take-away mit kalten und warmen Speisen sowie Getränken – mit
dem Unterschied, dass sämtliche Produkte in Bio-Qualität angeboten werden. Speziell ausgebaut ist das Angebot an Säften (unter anderem diverse
Smoothies) und Salaten.
Weitere Migros-Läden
Nebst dem neuen Bio-Take-away unter der Leitung von Alexander Diehl
ist die Migros Zürich im Hauptbahnhof mit einer Migros-Filiale und einem herkömmlichen Take-away vertreten. (pd./pm.)
Migros-Bio-Take-away im HB Zürich beim
Eckpunkt Halle Landesmuseum und neuer
Passage Gessnerallee. Täglich geöffnet von
6 bis 22 Uhr
«Der Flächenbedarf der Abteilungen
und Einrichtungen, die ins neue Polizei- und Justizzentrum ziehen, liegt
höher als bisher geplant.» Dies teilte
der Regierungsrat des Kantons Zürich vergangene Woche mit. Er hat
deshalb beschlossen, dass bis auf
Weiteres die Kantonspolizei die Polizeikaserne belegt hält. «Damit kann
der Mehrflächenbedarf von Polizei
und Justiz sichergestellt werden.»
Gleichzeitig werde das PJZ-Projekt so
optimiert, dass später modular Erweiterungen möglich sind. Die verschiedenen Anpassungen und Leistungserweiterungen hätten sich im
Laufe der Projektplanung und insbesondere des politischen Genehmigungsprozesses ergeben, so der Regierungsrat.
Durch eine Projektoptimierung
am PJZ kann – unter Einhaltung des
bewilligten Objektkredites – rund ein
Fünftel der zusätzlich benötigten
5000 Quadratmeter Hauptnutzfläche
gewonnen werden, teilt der Regierungsrat mit. Das aktualisierte PJZProjekt wird mit fünf Obergeschossen
erstellt, das Gebäudevolumen ent-
Die Planung des Polizei- und Justizzentrums sorgt für Ärger.
spricht nach wie vor dem Bauprojekt
von 2010.
Die Kasernenwiese und die Anlagen der Militärkaserne mit den Zeughäusern werden für andere Zwecke
freigestellt.
Viel Unmut
Die Parteien reagieren mit Unmut
und Unverständnis. Die GLP 4 und 5
verurteilt das Vorgehen des Regierungsrats auf Schärfste. «Dass jetzt
bloss drei Jahre nach der letzten Abstimmung plötzlich ein erhöhter
Platzbedarf existiert, zeugt von Inkompetenz in der Planung oder bewusster Irreführung der Zürcher.»
Das Kasernenareal müsse zügig der
Bevölkerung zur Nutzung freigegeben
werden und das Beteiligungsverfahren «Zukunft Kasernenareal Zürich»
wieder aufgenommen werden.
Die SP Stadt und Kanton Zürich
nimmt mit Verärgerung zur Kenntnis, dass der Regierungsrat die Polizeikaserne belegt halten will. «Dieses
Vorgehen widerspricht den Volksentscheiden von 2003 und 2011, die einen Neubau des PJZ und eine öffentliche Nutzung des gesamten Kaser-
Foto: zvg.
nenareals verlangten. Die SP verlangt, dass die vom Volk gemachten
Versprechen eingehalten werden,
und fordert den Regierungsrat auf,
sich nun endlich und zügig an die
Planung zur Umnutzung des Kasernenareals und insbesondere der Polizeikaserne zu machen.
Auch die Grünen Kanton Zürich
ärgern sich. Sie hätten das PJZ bekämpft, weil weder der Standort
noch die Wirtschaftlichkeit des Projekts überzeugten. «Die Grünen erwarten endlich ein Projekt über die
Zukunft der Kaserne, damit wenigstens dieser Teil der Versprechungen
eingehalten wird.»
Die SVP bezeichnet das PJZ als Irreführung des Stimmbürgers. Offensichtlich wollten auch gewisse Teile
der Polizei gar nicht aus ihrem alten
Standort ausziehen. «Die SVP verlangt, dass sämtliche Polizeieinheiten
in das PJZ zu verlegen sind. «Mit
dem Entscheid des Regierungsrats,
das vom Volk beschlossene Gesetz
teilweise nicht umsetzen, ist man in
der Frage des Justiz- und Polizeizentrums praktisch wieder auf Feld 1 angekommen», so die SVP.
Ein Sportfest für die ganze Zürcher Bevölkerung
Rund 1400 Athleten und
Athletinnen aus 50 Ländern
werden an den Leichtathletik-Europameisterschaften
in Zürich (vom 12. bis 17.
August) mit WeltklasseLeistungen begeistern.
Der Grossevent weist Dimensionen
auf, die für die Schweiz und die Stadt
Zürich in vielerlei Hinsicht einzigartig
sind. 1400 Athletinnen und Athleten
aus ganz Europa werden im Stadion
Letzigrund sowie bei den Geher- und
Marathonwettkämpfen in der Zürcher Innenstadt am Start sein. Insgesamt stehen nicht weniger als 47 Medaillenentscheidungen auf dem Programm. Vielseitige, hochstehende
Wettkämpfe, packende und spannende Duelle und viele Emotionen sind
bei dieser Ausgangslage garantiert.
Eine attraktive Plattform, um Zürich
und die Schweiz im besten Licht zu
präsentieren, bieten die beiden Marathonrennen, die am Samstag, 16.
August (Frauen), und Sonntag, 17.
August (Männer), stattfinden. Für die
Läufer und Läuferinnen bildet der
hartnäckige Aufstieg zur ETH-Polyterrasse das «Pièce de Resistance»
des vier Mal zu bewältigenden Rundkurses durch Innenstadt und entlang
des Seebeckens. Die selektive Strecke
mit Start und Ziel beim Bürkliplatz
bietet Stoff für spezielle Geschichten.
Eine Geschichte mit Viktor Röthlin in
der Hauptrolle? «Diese Strecke bietet
taktischen Spielraum. Ich glaube, sie
liegt mir», sagte der amtierende Europameister. Röthlin wird an der
Heim-EM den letzten Marathon seiner Karriere bestreiten.
Neben den sportlichen Höhenflügen umrahmen viele kulturelle Highlights den Grossevent. Am 12. August
findet die grosse Eröffnungsfeier
nach der ersten Abendsession im
Stadion Letzigrund statt. An der multimedialen Show treten unter anderem DJ Bobo, Hochseilartist Freddy
Nock und die finnischen Erfolgsrocker von «Sunrise Avenue» auf. An
den übrigen EM-Tagen kommt das
Stadionpublikum jeden Abend in den
Genuss einer zehnminütigen Ab-
Ticketverlosung
Exklusiv an die Bevölkerung der
Stadt Zürich – als Gastgeberin der
Leichtathletik Europameisterschaften – verschenkt die Host City Zürich insgesamt 500 Tickets für die
erste Morning-Session am Dienstag, 12. August. Um an der Verlosung teilzunehmen, einfach auf
www.sportamt.ch den Wettbewerbstalon ausfüllen – und mit etwas Glück ist man live dabei,
wenn in Zürich einmal mehr Weltklasse-Sport geboten wird. Die
Verlosung läuft vom 16. Juni bis
16. Juli. (pd./mai.)
schlussshow mit Schweizer Musikern, ehe am Sonntag die grosse
Schluss-Zeremonie steigt – mit
Künstlern wie Marc Sway, Trauffer
oder Eliana Burki.
Neben dem Stadion Letzigrund
wird der Sechseläutenplatz zum «Place to be» während der Europameisterschaften – nicht nur für Sportfans.
Das City Festival der EM auf dem
Sechseläutenplatz soll nicht nur die
Schweiz als Gastgeberland präsentieren. Es soll auch eine attraktive Begegnungszone mit Sommerfest-Charakter für die einheimische Bevölkerung sowie die in- und ausländischen
Gäste werden. Im Zentrum des City
Festivals steht das House of Switzerland von Präsenz Schweiz. Im Rahmen des City Festivals ermöglicht der
Kanton Zürich den Gästen zudem ein
einzigartiges Spektakel.
Am Zürcher Opernhaus werden
zwischen dem 9. und 17. August jeden Abend zweimal (um 22 Uhr und
23.15 Uhr) dreidimensionale Videoprojektionsshows gezeigt. (pd./mai.)
Weitere Infos und Ticketbestellungen unter www.zuerich2014.ch.
ANZEIGEN
Stadt Zürich verliert
einen Kantonsratssitz
Dem Wahlkreis Dielsdorf stehen in
der Amtsdauer 2015–2019 neu 11
statt bisher 10 Sitze im Kantonsrat
zu. Umgekehrt können die Stimmberechtigten der Stadtzürcher Kreise 1
und 2 nur noch 4 statt 5 Kantonsrätinnen und Kantonsräte ins Ratshaus
entsenden. Das ist das Resultat der
neuen Sitzverteilung für den Kantonsrat, welche die Direktion der Justiz und des Innern gestützt auf jüngste Bevölkerungszahlen festgelegt hat.
Der Zürcher Kantonsrat zählt 180
Mitglieder. Die Zuteilung erfolgt aufgrund der Gesamtbevölkerung. (pd.)
Stadt Zürich
AKTUELL
Nr. 25
19. Juni 2014
7
AKTUELLES VOM HAUSEIGENTÜMERVERBAND
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Verkehrswert und Höchstpreis –
was ist der Unterschied?
Bundesrätin Doris Leuthard, ZVV-Direktor Franz Kagerbauer (l) und Regierungsrat Ernst Stocker bei der offiziellen Eröffnung.
Die Durchmesserlinie interessierte
Jung und Alt.
Fotos: pm.
Für die Zukunft der Bahn
Nach sieben Jahren Bauzeit nahmen
die SBB und der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) den ersten Teil der
Durchmesserlinie in Betrieb. Am vergangenen Wochenende fanden die
Eröffnungsfeierlichkeiten statt. Am
vergangenen Donnerstag traf sich die
Prominenz – unter ihnen Bundesrätin
Doris Leuthard, Regierungsrat Ernst
Stocker,
Stadtpräsidentin
Corine
Mauch SBB-CEO Andreas Meyer, alt
Bundesräte, weitere Regierungs- und
Stadträte sowie zahlreiche Politiker
und Beteiligte – zu einer Extrafahrt
durch den Weinbergtunnel in den
Bahnhof Löwenstrasse.
Alle Interessierten konnten am
Samstag im sogenannten Tunnelturbo durch den Weinbergtunnel nach
Oerlikon und wieder zurückfahren.
Ein besonderes Erlebnis für Tausende von grossen und kleinen Eisenbahnfans. Aber auch die neuen Geschäfte in der hellen und grosszügigen Einkaufspassage Gessnerallee
stiessen auf Interesse.
Das Generationenbauwerk bringt
den Fahrgästen einige Vorteile, wie
die SBB festhält. Sie profitieren von
kürzeren Reisezeiten, zusätzlichen
Verbindungen und mehr Sitzplätzen.
Rechtzeitig zu diesem Anlass haben
die SBB und Peter Krebs ein Buch im
AS-Verlag Zürich herausgegeben:
«Durchmesserlinie – Das Wunder von
Zürich».
Der zweite Teil der Durchmesserlinie, für den Fernverkehr, wird im
Dezember 2015 eröffnet. (pm.)
Immer wieder machen Meldungen
die Runde, dass an bestimmten Lagen Immobilien zu Spitzenpreisen
verkauft wurden. Sind diese Häuser
denn auch tatsächlich so viel Geld
Wert?
Nun, der Verkehrswert einer Immobilie entspricht nicht dem absoluten Höchstpreis eines einzelnen, besonders interessierten Käufers. Unter
dem Verkehrswert wird der mittlere
Preis verstanden, zu dem Grundstücke gleicher oder ähnlicher Grösse,
Lage und Beschaffenheit in der betreffenden Gegend unter normalen
Verhältnissen verkauft werden können. Dieser Wert ist keine feste Grösse, sondern eine persönliche Vorstellung aufgrund von individuellen
Wertfaktoren. Der Verkehrswert einer Immobilie entspricht daher dem
für eine typische Käufergruppe akzeptablen Höchstpreis. Der tatsächlich bezahlte Preis kann davon abweichen, wenn ein Käufer bereit ist,
mehr zu zahlen als alle anderen.
Wollen Sie mehr über den Verkehrswert Ihrer Immobilie erfahren?
CLIENTIS ZÜRCHER REGIONALBANK
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Sparen für später mit vielen Vorteilen schon jetzt
beginnt ab dem Jahr, in welchem das
25. Altersjahr erreicht wird, und endet mit der Pensionierung. Voraussichtlich werden diese beiden Säulen
nicht genügen, um nach der Pensionierung den gewohnten Lebensstandard beibehalten zu können. Deshalb
sollte jeder zusätzlich sicheres Sparkapital bilden, dafür eignet sich die
dritte, private Säule: ein Vorsorgekonto 3a.
Steuern sparen ...
Daniel Kräutli ist Leiter der Filiale
Zürich bei der Clientis Zürcher
Regionalbank.
Unsere Altersvorsorge basiert auf
drei Säulen: auf der AHV, sie bildet
die erste beziehungsweise staatliche
Säule und ist für alle niedergelassenen Personen obligatorisch. Die berufliche Vorsorge, besser bekannt als
«Pensionskasse», bildet die zweite
Säule, darin werden alle Personen
versichert, die in einem Angestelltenverhältnis sind. Diese zweite Säule
Mit dem Vorsorgekonto Säule 3a lassen sich gleich mehrere Vorteile
kombinieren: Geld zum Vorzugszins,
mehrfach Steuern sparen, von der
spesenfreien Kontoführung profitieren und gleichzeitig eine hohe Flexibilität bezüglich der einbezahlten
Mittel erhalten. Da die Einzahlungen
auf ein Vorsorgekonto bis zum gesetzlichen Maximalbetrag vom Erwerbseinkommen abgezogen werden
können, reduziert sich die Steuerlast
umgehend. Sind bei Ehepartnern
bzw. registrierten Partnern beide erwerbstätig, kann jeder von ihnen mit
einem eigenen Vorsorgekonto diesen
Abzug geltend machen. Zudem sind
die Zinserträge aus diesem Sparkapital einkommens- und verrechnungssteuerbefreit. Und kommt es erst im
Alter zur Auszahlung, wird eine reduzierte Kapitalbesteuerung wirksam.
Das Kapital auf dem Vorsorgekonto ist, obwohl es bei Ihrer Bank sicher aufgehoben ist, für dessen Inhaber keinesfalls blockiert. Das Sparkapital kann jederzeit zur Finanzierung
von Wohneigentum, bei der Aufnahme einer selbstständigen Erwerbstätigkeit oder einem Wegzug aus der
Schweiz bezogen werden.
... und Geld verdienen
Doch auch wer sich für das Sparen
bis zum Alter oder mindestens mit einem mehrjährigen Anlagehorizont
entscheidet, muss sein Vorsorgekapital nicht «untätig» auf dem Konto
parkiert lassen. Nebst der klassischen Sparvariante bietet Ihre Bank
mit der Wertschriftenlösung eine Alternative mit attraktivem Renditepo-
tenzial an, das entsprechend dem jeweilig individuellen Anlegerprofil
ausgeschöpft werden kann. Das angesparte Vorsorgekapital kann, als
Ganzes oder nur ein Teil davon, in
Wertschriftenanlagen investiert werden. Dafür stehen sorgfältig zusammengestellte
unterschiedliche
Fonds-Varianten zur Auswahl. Je
nach Gewichtung respektive Grösse
des Aktien- und Fremdwährungsanteils wachsen die Ertragschancen.
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Ihr Kundenberater, Ihre Kundenberaterin ein für Sie individuelles Anlageprofil aufgrund Ihrer persönlichen
Risikofähigkeit und Ihrer Risikoneigung und evaluiert eine attraktive
Wertschriftenlösung innerhalb des
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noch mehr aus Ihrer Vorsorge zu
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Expertisen, Hauseigentümerverband
Zürich
Hauseigentümerverband Zürich, Albisstrasse 28, 8038 Zürich, Telefon 044 487
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Doris Fiala verlässt
Aids-Hilfe
FDP-Nationalrätin Doris Fiala tritt
per 9. Dezember als Präsidentin der
Aids-Hilfe Schweiz zurück, wie die
Organisation mitteilt. Fiala hatte das
Präsidium im Jahr 2012 übernommen. Damals befand sich die krisengeschüttelte Aids-Hilfe in einem desolaten finanziellen Zustand. Fiala trat
mit dem Versprechen an, die Organisation innerhalb von weniger als drei
Jahren «gesund» einer Nachfolge
übergeben zu wollen. Dies war seinerzeit auch von der Zewo gefordert
worden; Fundraising im grossen Stil
durch die Präsidentin sollte nicht länger als drei Jahre toleriert werden.
Laut Communiqué hat sie diese
Mission erfüllt. Es ist es ihr gelungen,
auf der Geschäftsstelle eine Million
Franken einzusparen und über neu
generierte Gelder von Sponsoren und
Gönnern eine weitere Million hereinzuholen. Im 2012 war Fiala in die
Schlagzeilen geraten, weil sie einen
Lohn von 50 000 Franken erhalten
sollte. Seit einem Jahr hat sie auf ihren Lohn verzichtet, weil die Sanierung der Geschäftsstelle mit Entlassungen verbunden war. (pd./pm.)
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❏ Fahrzeuge
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Strasse:
PLZ/Ort:
Telefon:
❏ Wohnungen
❏ Möbel/Antiquitäten
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Zürich 2
Nr. 25
19. Juni 2014
Zürich 2
KULTUR
«Untitled (Zurich Lake and Tower)» des bekannten US-Künstlers Sam Falls auf dem Maagplatz ist wetterbedingten Veränderungsprozessen ausgesetzt und steht damit im Kontrast zur planvoll gestalteten Umgebung
von Zürich West.
Fotos: Lisa Maire
Nr. 25
19. Juni 2014
9
«Desire» der italienischen Künstlerin Monica Bonvicini (aus spiegelndem
Edelstahl) auf dem Turbinenplatz setzt sich mit den Verführungsstrategien
der allseits präsenten Werbung im Stadtraum auseinander.
Zu Gast im
Kunstraum Stadt
«Gasträume», Kunst auf öffentlichen
Plätzen Zürichs, dauert bis Mitte September. Zur Ausstellung gehören neben den eigentlichen «Gasträumen»
in der Innenstadt, Zürich West und
Altstetten auch «Special Guests» wie
die Luginbühl-Plastik auf dem Altstetterplatz, kuratierte Projekte im Rie-
terpark, auf der Wipkinger Terrasse
oder im Alten Botanischen Garten –
und natürlich «Zürich Transit Maritim» mit dem Hafenkran am Limmatquai. (mai.)
Mehr Infos über die Ausstellung und Anmeldung für die angebotenen Führungen:
www.stadt-zuerich.ch/gastraeume.
«Stage of Meditation»: Die gefällige begehbare «Holzschale» des chinesischen Künstlers Qiu Anxiong auf der Sigi-Feigel-Terrasse nimmt Bezug
auf die Reizüberflutung in der Stadt. Im Innern des «Meditationsraums»
stehend ist man zwar nicht vom Verkehrslärm der Gessnerallee abgeschirmt, dafür geht der Blick automatisch hinauf in eine beruhigende
Baumwipfel- und Wolkenlandschaft.
«Battlefield #101, Bikes» des Genfers Jérôme Leuba rund um den Steinfelsplatz irritiert mit kaputten Velos – kleinen Schandflecken im aufgeräumten Zürich, die normalerweise von der Stadtreinigung zügig entfernt werden. Übrigens: Mehrere der ursprünglich sechs Veloskelette
sind bereits verschwunden.
«Stylit», unerreichbare Brunnenpumpe auf dem Vulkanplatz: Der
österreichische Bildhauer Michael
Kienzer setzt mit feiner Ironie Alltagsmobiliar neu zusammen.
«5 Worlds, 12 Benches» auf dem Paradeplatz besteht aus zwei Bankreihen, auf die man sich auch setzen darf. Geschaffen hat sie der kalifornische Konzeptkünstler Matt Mullican. Ihre grafische Gestaltung – Piktogramme und andere ordnungsschaffende Zeichen – thematisiert das Bedürfnis nach Orientierung an stark frequentierten Orten.
Eine Performance um die Naturkräfte des Wassers
Des Weiteren hat Andrea Bátorfi
Livetanz mit dem seit seinen Workshops im Zürcher Tanzhaus hier bekannten ungarischen Tänzers Krisztián Gergye in die Performance integriert, der als Darmasiswa-Schüler
die Tradition des alten indonesischen
Tanzes mit dem Modern Dance zu einer eigenen Körpersprache und in
verschiedenen Choreografien entwickelt hat. Inzwischen geniesst Gergye
in der internationalen Tanzszene
grosse Anerkennung.
Heute Donnerstag findet
um 20.30 Uhr auf dem
Zwingliplatz beim Grossmünster eine vielschichtige
Performance statt.
Die ungarische Künstlerin Andrea
Bátorfi (1967 geboren in Budapest)
setzt sich seit Jahren mit der Wandlungsfähigkeit des Wassers auseinander und hat dies in Fotosequenzen
künstlerisch digital bearbeitet. Zu
diesen Fotoserien entstanden Videos,
in denen es vor allem um den Strukturwechsel des Wassers und die unbändige Energie dieses Urelements
geht.
Um eine multimediale Performance zu realisieren, hat die Künstlerin den Zürcher Musiker Matthias
Müller mit seiner von ihm entwickelten Sensor Augmented Bass Clarinet
«SABRe» eingeladen, die mit verschiedenen Sensoren ausgestattet ist,
mit denen ein Computer gesteuert
Eine Reise ins Ich
Der Zwingliplatz beim Grossmünster wird zur künstlerischen Bühne.
werden kann. Mit der SABRe steht
zum ersten Mal ein Musikinstrument
der Kunstwelt zur Verfügung, mit
dem eine direkte Verbindung zwischen akustischer Musik und der digitalen Welt geschaffen werden kann.
Der Musiker auf der Bühne kann diese direkt mit seinem Instrument steuern und auf diese Weise die elektro-
zvg.
nische Musik spontan in einen musikalischen Kontext stellen. Die Entwicklung dieses Instruments wurde
ermöglicht durch ein vom Schweizerischen Nationalfonds unterstütztes
Forschungsprojekt des Institutes for
Computer Music and Sound Technology (ICST) der Zürcher Hochschule
der Künste (ZHdK).
In den Videos werden die Naturkräfte
des Wassers in starke Szenen transformiert, die unser Fassungsvermögen sprengen und die man nur durch
das «innere Auge», also das Unbewusste, wahrnehmen kann. Daher
stellen die Filmsequenzen in Begleitung von Livemusik und Livetanz eine Reise in unser unerklärliches Inneres dar. (pd.)
www.andersenfineart.com
Frauen verändern
die Bestattungskultur
Im Friedhof Forum an der Aemtlerstrasse 149 im Kreis 3 referiert Reiner Sörries, Direktor des Museums
für Sepulkralkultur in Kassel, zum
Thema «Der weibliche Anteil an der
Kultur des Sterbens». Der Anlass ist
gratis und beginnt am 26. Juni um
18.30 Uhr. Platzzahl beschränkt, Anmeldung an E-Mail: friedhofforum@
zuerich.ch.
Die Hospizbewegung
Während die Frauen im Mittelalter
die tragende Säule der Bestattungskultur waren, wurde die Bestattung
in der Neuzeit eine Domäne der Männer. Mit Beginn der Hospizbewegung
kehrte das weibliche Element in die
Sterbekultur zurück. Sterbeforscherinnen, Künstlerinnen sowie Bestatterinnen und Trauerhelferinnen setzten und setzen neue Impulse. Wie sie
die Bestattungskultur veränderten, ist
Thema dieses Vortrags. Das Friedhofsforum ist mit dem 72er-Bus bestens erreichbar. (eing.)
10
Zürich 2
Nr. 25
AKTUELL/ MARKTPLATZ
19. Juni 2014
Unser Toni
Kamil Krejci
«Was der Bauer
nicht kennt, frisst
er nicht.» Aber
nur wenn er etwas doof ist. Hätte
er
dieses
Sprichwort
in
der zweiten Hälfte des sechzehnten Jahrhunderts
konsequent angewendet, wäre
die Kartoffel heuKamil Krejci.
te nicht das weltweit wichtigste Nahrungsmittel der
Welt. Der Bauer, und ein jeder auf
unserem Erdenball, tut gut daran
sich «Neuem» nicht zu verschliessen.
Jedes Kind wird von seinen Eltern
angehalten, sich Dingen, Gepflogenheiten, dem Wissen, verschiedener
Fertigkeiten und der Entwicklung des
Lebens nicht zu verschliessen, sondern diese anzunehmen, zu erlernen
und zu verbessern. Die Kinder danken es ihren Eltern, indem sie ihnen
KAMILS KOLUMNE
später den Computer installieren,
den Fernseher programmieren oder
auch nur den Ticketautomaten erklären. Verweigert sich der Bauer, oder
sonst ein Vertreter der Menschheit,
allem Neuen, ist er heute – und war
er es auch früher – dem Untergang
geweiht.
Selbst in der Tierwelt und im
Pflanzenreich sind alle Lebewesen
stets bestrebt, sich auf Änderungen
einzustellen, sich diesen zu stellen
und sich durch die Anpassung daran
ihr Leben zu verbessern. Alle Erfahrungen, Traditionen, alles Bewährte
deswegen zu vergessen und zu negieren, wäre ebenso töricht, wie sämtliches Neue zu verbannen.
Oftmals basiert das Neue ja auf
Althergebrachtem. Der Biobauer tut
ja eigentlich nichts anderes, als sich
auf seine frühesten Wurzeln zu besinnen und dies Wissen mit heutiger
Offenheit zu nutzen. Jeder vernünftige heutige Tierhalter stellt sich seinen schutzbedürftigen Kreaturen auf
Augenhöhe entgegen. Arbeiter werden nicht mehr ausgebeutet, es gibt
keine Sklaverei mehr, keine Kinderarbeit. Keine Frau wird mehr diskriminiert, geschweige denn als Hexe
verbrannt. Wobei, in verschiedenen
Tierfabriken dieser Welt ist der Blick
auf Augenhöhe etwas schwierig. Wir
tragen Kleider, welche von Kindern
gefertigt worden sind, Sklaverei findet nicht nur in Bergwerken und der
Langstrasse statt, das Verbrennen
der Frauen wird heute lieber durch
Vergewaltigen und Aufhängen ersetzt.
Vielleicht wollte uns der gute Toni
ja mit seinen verqueren Aussagen
bloss vor Augen führen, dass es mit
dem gesunden Verstand in der heutigen Welt leider eben doch noch nicht
so weit ist. Vielleicht. Vielleicht haben
seine menschenverachtenden Aussagen bezüglich Homosexueller, Alleinerziehender und allein lebender Menschen einen aufrührerischen und rebellischen Hintergrund. Aber eventuell verhält es sich beim guten Toni
doch bloss so wie beim dummen
Bauern, der die dicksten Kartoffeln
hat. Einfalt und Dummheit sterben
eben nicht aus.
Lebende Hausisolation
Kamil Krejci wohnt und arbeitet in Adliswil. Er schreibt jede Woche fürs «Zürich
2». Er äussert hier seine private Meinung.
«Wo doch die Vögel überall nisten», schreibt uns «Zürich 2»-Leser Peter
Seide. Er hat das wirklich gelungene Foto an der isolierten Hausfassade
am David-Hess-Weg in Wollishofen aufgenommen. Für diesen netten
Beitrag danken wir gerne! (zh2.)
Leserfoto: P. Seidel
Zürich 2
AKTUELL
Nr. 25
19. Juni 2014
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EN PASSANT MIT JEANNETTE GERBER
«Das unwürdige Leben der abgewiesenen Asylsuchenden»
Jeannette Gerber
Die UN-Vollversammlung hat den 20.
Juni zum Weltflüchtlingstag erklärt.
Der Weltflüchtlingstag ist den Flüchtlingen, Asylsuchenden, Vertriebenen
und Staatenlosen gewidmet, um ihre
Hoffnungen und Sehnsüchte nach einem besseren Leben zu würdigen. In
diesem Zusammenhang haben die
Hilfsorganisationen AOZ (Fachorganisation zur Förderung sozialer und
beruflicher Integration), Caritas (internationales Hilfswerk für soziale
Gerechtigkeit und gegen Armut),
Heks (Hilfswerk der Evangelischen
Kirchen Schweiz) und SAH (Schweizerisches Arbeiterhilfswerk) Exkursionen zur Besichtigung der Unterkünfte von Asylsuchenden und abgewiesenen Asylsuchenden im Raum
Zürich eingeladen.
Das Flüchtlingsthema scheint die
Zürcher Bevölkerung nicht kaltzulassen, sind doch alle angebotenen Führungen bereits im Vorfeld ausgebucht. Die Teilnehmerzahl ist auf 30
Personen beschränkt. Die erste Exkursion fand am 14. Juni statt; auf
dieser Tour durch Adliswil bekamen
die TeilnehmerInnen Einblick in das
heutige Nothilfezentrum für abgewiesene Asylsuchende und das ehemalige Internierungslager von 1944 («Zürich 2» hat darüber berichtet).
In der zweiten Tour werden das
Zentrum Juch in Altstetten und die
Lagerorte aus dem Zweiten Weltkrieg
in Uitikon gezeigt.
Christian Sieber (Historiker).
Warten ... worauf? Ein Rundgang ergab einen Einblick in das Adliswiler Nothilfezentrum.
Indirekten Einblick ins Leben der Bewohner gewähren Mylène Nicklaus
Fotos: Jeannette Gerber
(l.) und Kathrin Stutz.
Keine Seele da
Eigentlich wurde ein realitätsnaher
Einblick versprochen, doch im Notfallzentrum war praktisch keine Seele
zu erblicken, was ja auch verständlich ist. Sicher wurden die Bewohner
informiert, dass Neugierige, oder sagen wir Interessierte, zu Besuch
kommen würden. Mylène Nicklaus,
Regionalleiterin HEKS, und Kathrin
Stutz, Leiterin Zürcher Beratungsstelle für Asylsuchende, haben uns den
Alltag der Abgewiesenen und die Unterbringung anhand von Fotos gezeigt. Auch durften die Container-Baracken nicht betreten werden. Wir
haben lediglich den fast menschenleeren Hof von aussen sehen dürfen.
Also von einem echten Einblick kann
kaum die Rede sein. Die Führung mit
den Erklärungen zum Asylwesen allgemein, der Erläuterung der Rechte
und Pflichten der Nothilfebezüger
LESERBRIEF
Gratulation ...
... zur Redaktoren-Kolumne vom 5.
Juni über den Schliessungs-Skandal
um das Medizinhistorische Museum!
Es ist schon immer wieder erstaunlich was sich gewisse Politiker erlauben (können) und wie lange es dauert
(oder überhaupt nie), bis die entsprechenden Seilschaften und Netzwerke
auffliegen. Prof. Mörgeli greift man
wegen seiner konservativen Haltung
an, und andere Nullen und Lügner
werden gar nicht angetastet!! Hallo,
wo sind wir hier eigentlich – vielleicht liegt die berühmte «Bananenrepublik» viel näher als es uns lieb ist
... Seldwyla sind wir ja schon (Hafenkran, Sechseläutenplatz, Prime Tower etc. und dann meinen, mit solchen
Witzen sei man Grossstadt), eher
Gernegross und denkverhindert!
Christoph Stuker, 8038 Zürich
war trotzdem aufschlussreich. Auch
hatte der Historiker Christian Sieber
mit seinem Wissen über die Unterbringung und Betreuung der Flüchtlinge anno 1944 in der ehemaligen
Seidenstoffweberei von Adliswil Interessantes zu berichten.
Was heisst «Nothilfe»? Rechtmässig abgewiesene Asylsuchende müssen die Schweiz verlassen. Der grösste Teil davon bleibt hier trotz des An-
gebots von finanzieller Starthilfe in
ihrem Heimatland. Der meisten bleiben ohne irgendeine Perspektive, in
Armut. Die Nothilfe umfasst einen
kleinen Geldbetrag für Nahrung, die
Kollektivunterkunft in den Baracken,
Kleider und medizinische Hilfe. Die
Kinder dürfen weiterhin die Schule
besuchen. Die finanzielle Nothilfe beträgt 8.50 Franken täglich für Erwachsene, 5 Franken für Kinder. So
beschloss es das Schweizer Stimmvolk 2008. Wer keinen Asylgrund geltend machen kann, soll das Land
baldmöglichst verlassen. Auch ist für
die Abgewiesenen keine religiöse Betreuung vorgesehen, denn sie sollten
sich hier so wenig wie möglich integrieren. Doch trotzdem bleiben sie,
denn wahrscheinlich ist die Aussicht
auf eine Rückkehr in ihr Heimatland
so hoffnungslos, dass sie es vorziehen, hier im Zentrum «dahinzuvegetieren» – man kann das Leben im
Nothilfezentrum kaum anders beschreiben. Sie dürfen nicht arbeiten,
ihre einzige Beschäftigung scheint
das Warten, Warten auf ein Wunder,
das nicht eintrifft, Warten auf eine
Änderung ihres Status, die kaum zu
erwarten ist, Warten auf die Ausschaffung ...
Ein stimmiges Zitat
Um die Situation dieser Menschen
ein bisschen zu illustrieren, möchte
ich folgende Worte von Antonio Guterres
(Flüchtlingshochkommissar)
zitieren: «Alles hinter sich zu lassen,
was einem lieb und teuer war, bedeutet, sich in einer unsicheren Zukunft wiederzufinden, in einer fremden Umgebung. Stellen Sie sich vor,
welchen Mut es erfordert, mit der
Aussicht fertig zu werden, Monate,
Jahre, womöglich ein ganzes Leben
im Exil verbringen zu müssen.»
Weitere Touren: Freitag, 20. Juni, 14 Uhr,
Tour 1, Treffpunkt S4-Haltestelle Sihlau,
Adliswil. Samstag, 21. Juni, 14 Uhr, Tour
2, Treffpunkt am Vulkanplatz beim Bahnhof Altstetten (Endstation Tram 4). Die
Führungen sind gratis und dauern von 14
bis 17.30 Uhr. Wettergerechte Kleidung
und gutes Schuhwerk werden empfohlen.
Anmeldung unter www.gefluechtet.ch
oder per E-Mail an [email protected].
Mit 100 Spiegeln das Licht vom Himmel holen
Die Künstlerin Helen Haupt
fängt am Tag nach der
Sommersonnenwende das
Licht mit 100 Spiegeln ein
und lässt den Kirchenraum
der Kirche Enge in neuem
Glanz erstrahlen.
Elisabeth Oakeshott
Spiegel sollen die Sonnenwende noch verstärken.
Publireportage
Alles wieder Bahnhof?
Das ehemalige Glas 1 in Adliswil
heisst wieder Bahnhof Restaurant
Café. Die neuen Pächter haben nicht
nur den Namen, sondern auch die
Einrichtung geändert. Neben einer
gemütlichen Terrasse lädt auch die
Bar am Abend zum Verweilen ein.
Seit dem 1. Februar ist auch wieder
die Küche offen, mit feinen Schweizer
und italienischen Spezialitäten. Zudem werden auch alle WM-Spiele live
auf vier Fernsehern übertragen. Am
Albisstrassen-Fest war das Restau-
Neu eingerichtet und mit neuem
Namen: Das Restaurant Café Bahnhof in Adliswil. Hier werden auch
die WM-Spiele gezeigt.
Foto: zvg.
rant mit einem Grill- und Bierstand
auch vertreten, was auf regen Anklang stiess. (pd.)
Bahnhof Restaurant Café, Albisstrasse 10,
8134 Adliswil Tel. 043 343 06 06,
www.bahnhof-restaurant.ch Öffnungszeiten: Mo bis Fr 06.30 bis 23 Uhr, Sa + So
07.30 bis 23 Uhr.
Seit 2006 passiert in der Kirche Enge
zur Sommersonnenwende etwas Bemerkenswertes: Die Künstlerin Helen
Haupt beschäftigt sich mit den Eigenschaften des Lichts am längsten Tag
des Jahres und erforscht den daraus
resultierenden Einfluss auf den kreativen Prozess. Mehrere Jahre hintereinander hat sie im Stundentakt die
sich im Lauf des Tages und der Nacht
verändernden An- und Aussichten
der 24 Fensteröffnungen in der Kuppel der Kirche festgehalten. 2007 und
2008 waren es Momentaufnahmen,
die später zu einem ganzen Panorama zusammengefügt und in der Publikation «ZÜRICH PANORAMA» veröffentlicht wurden*. 2009 wurde der
Kirchturm mit einer Videoperformance zum Thema Rhythmus bespielt, und ab 2010 entstand eine Serie unter dem Titel «Horizonte», in
der sich der im Lauf der Stunden fast
unmerklich verschiebende Übergang
zwischen Himmel und Erde abzeich-
Fotos: eo.
Licht und die Weite der Kuppel lassen sich wiederfinden in der Reflexion der Spiegel. Das Licht des Kirchenraums wird gespeichert, gebündelt und weitergeleitet. Eine Verbindung lässt sich ahnen zwischen dem
soliden Raum unten und der leichtfüssigen, sich nach allen Seiten öffnenden Kuppel, von der wir wissen,
dass sie über dem Kirchenraum dem
Himmel entgegenstrebt, ohne dass
wir dies von unten direkt wahrnehmen.
Darbietungsort: Die Kirche Enge.
net. Das Licht findet seinen Ausdruck
in der Inspiration des Moments und
wird in monochromen Bildern unterschiedlicher Farben, als lineare Spiegelung der Weite, umgesetzt.
100 Spiegel werden leuchten
In diesem Jahr leuchten am 22. Juni
100 Spiegel in der Kirche Enge. Das
* Die Publikation kann man für
20 Franken bei der Künstlerin beziehen: [email protected].
IM RAUM DER KIRCHE: Installation im
Gottesdienst, Kirche Enge, Sonntag, 22.
Juni, 10.30 Uhr. Installation: Helen Haupt,
Predigt und Liturgie: Pfrn. Sonja Keller,
Orgel: Ueli Meldau.
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Stadt Zürich
Nr. 25
19. Juni 2014
AUTOMOBIL
Drei Zylinder für die ganze Kombi-Nation
Zeitlos elegantes Design,
keine Einschränkungen
beim Platzangebot, ein
spritziger Dreizylinderbenziner: Peugeot hat beim 308
SW die neuen Markenstärken fast perfekt kombiniert.
und garantiert beim weniger als 1,3
Tonnen leichten Kombi für sportliche
Dynamik. Diese kann man mit dem
neuen Sport-Modus noch verstärken:
Die Lenkung wird straffer, das Gaspedal reagiert direkter – und der
Dreizylinder tönt schön kernig. Ein
rundum angenehmer und passender
Motor für das französische Familienauto.
Lorenz Keller
Auch sehr sparsame Motoren
Seit der Lancierung letztes Jahr wurde der kompakte 308 mit Preisen
überhäuft. Das freut die in den letzten Jahren nicht gerade erfolgsverwöhnten Franzosen doppelt – ist
aber nicht ohne Risiko. Die Erwartungen sind bei jedem neuen Modell
noch etwas höher. Würden sie nicht
erfüllt, etwa weil die Franzosen in
der Euphorie zu viel wollen, wären
die gute Stimmung und das ansprechende Wachstum der Verkaufszahlen schnell wieder dahin.
Darum hat die Marke mit dem Löwenemblem für die Kombiversion
des 308 eigentlich ganz konservativ
geplant. Keine Experimente, dafür eine Reduktion aufs Wesentliche. Im
Vordergrund steht das Platzangebot:
Peugeot hat den Radstand verlängert
und das Auto um gesamthaft 33 Zentimeter gestreckt. Damit finden die
Passagiere auf der Rückbank richtig
gut Platz. Der Kofferraum ist bei voller Belegung ganze 610 Liter gross –
damit gehört der 308 zu den grössten
Kombis im Segment.
Umklappen? Mit einem Handgriff
Mit umgeklappter Rückbank stehen
1660 Liter zur Verfügung. Auf zwei
kleine, aber wichtige Details haben
die Konstrukteure geachtet: Die Sitze
lassen sich direkt vom Kofferraum
aus mit einem Handgriff umklappen
– und die Ladeebene ist schön eben.
Gross wirkt der 308 SW aber nur,
6 von 16 Punkten im Test.
Ein Lademeister aus einem Guss: Die Kombiversion des Peugeot 308 wirkt nicht besonders wuchtig, bietet
aber enorm viel Platz für vier oder fünf Personen und 610 Liter Gepäck.
Fotos: Lorenz Keller
Modell steht bei den Händlern
Typisch Peugeot: Die Instrumente liegen erhöht vorne an der Frontscheibe. Neu ist der rote Sportmodus.
wenn man drinsitzt. Das Design des
Kombis kaschiert das Volumen mit
steilen Flanken geschickt. Da wird
kein Raum für optische Spielereien
verschwendet, trotzdem wirkt der
Franzose elegant und wie aus einem
Guss. Wer beim Vorgänger den hohen Innenraum geschätzt hat, muss
jedoch mit sechs Zentimeter weniger
auskommen. Als Kompensation dient
das gigantische Glasdach mit 1,69
Quadratmetern Panoramasicht, das
in der Topversion inklusive ist, sonst
bescheidene 600 Franken extra kostet. Für den Vortrieb sorgt neu ein
Dreizylinderbenziner – sowohl beim
Kombi als auch beim Hatchback. Das
1,2-Liter-Triebwerk wird mit 110
oder 130 PS angeboten. Die stärkere
Variante ist dabei für die Kombi-Nation Schweiz sicher die beste Kombination und lässt den weiterhin angebotenen Vierzylinder mit 155 PS etwas alt aussehen – nicht nur weil der
1,6-Liter-Motor als einziger keine
Stopp-Start-Automatik hat. Der Dreizylinder wirkt nämlich richtig spritzig
Twizy schneidet
im Crashtest mässig ab
Der Euro-NCAP hat Mini-Elektroautos wie den Renault Twizy gegen die
Wand gefahren. Die Testergebnisse
sind ernüchternd.
Vier Leichtkraftfahrzeuge – oder
«Quadricycles», wie sie auch heissen
– wurden getestet. Der Elektro-Zweisitzer von Renault brachte es in dem
eigens für diese Fahrzeugkategorie
entwickelten – und nicht mit dem
Test für gewöhnliche Personenwagen
vergleichbaren – Crashtest auf die
besten, wenngleich bescheidenen Noten. Bei der Frontalkollision erzielte
er 6, beim Seitencrash 7 von 16 möglichen Punkten. Die Prüfer attestierten dem Twizy eine Karosserie, die
einiges vertragen könne. Die harte
Struktur erhöhe aber die Gefahr von
Halsverletzungen. Auch für Knie und
Oberschenkel besteht Verletzungsgefahr. Deutlich schlechter schnitten im
Frontalcrash das italienische Elektroauto Tazzari Zero (4 Punkte) und der
französische Ligier Ixo JS Line (2
Punkte) ab, bei denen die oberen
Gurtbefestigungen rissen, sodass der
Kopf der Dummys gegen das Lenkrad
prallte. Im Cup Car (2 Punkte) bohrte
sich das Lenkrad beim Aufprall in
den Oberkörper. (zb.)
Suzuki ist im Wallis
die Nummer 1
Der klassische Mini streckt
sich zum Fünftürer und
bietet damit endlich mehr
Platz auf der Rückbank.
Verkaufsstart für das neuste
Produkt der unter deutscher
Flagge segelnden Briten
ist im Oktober.
Im
Bereich
effiziente
4×4Antriebe setzen immer mehr
Walliserinnen und Walliser auf
Suzuki. Der japanische Kompaktwagenhersteller ist laut einer Erhebung per Ende April mit einem
Marktanteil von 10,1 Prozent die
gefragteste Automarke im Kanton
Wallis.
Marc Leutenegger
Countryman, Paceman, Clubman,
Coupé, Cabrio, Roadster – der gute
alte Hatchback-Mini ist längst kein
Einzelkind mehr, sondern Mitglied einer Grossfamilie. Gesteuert wird dieses Wachstum von Konzernmutter
BMW, wo die Diversifikationsfreude
derzeit nicht zu bremsen ist. Und
nun kommt also wieder ein neuer Mini, und eigentlich ja auf Ankündigung: der um 16 Zentimeter längere
und um 11 Zentimeter höhere Fünftürer. Mit ihm soll es im Mini endlich
eine vernünftige Rückbank geben.
7,2 Zentimeter hat der Radstand gegenüber der dreitürigen Variante zugelegt, und diese sollen laut Mini voll
und ganz dem Fond zugute kommen.
In Reihe zwei haben die Passagiere
zudem 1,5 Zentimeter mehr Kopfund 6,1 Zentimeter mehr Ellbogenfreiheit. Und auch das Gepäckfach
legt zu, um 67 auf 278 Liter.
Wird geräumiger: Der Mini nach dem Wachstumsschub.
Foto: zvg.
Zehn Millionen
Toyota produziert
Bei der Toyota-Produktionsstätte
in Kentucky ist das zehnmillionste Fahrzeug vom Band gelaufen.
Damit ist das Werk in Nordamerika die erste Produktionsstätte
ausserhalb Japans, die diesen
Meilenstein erreicht. Das Jubiläumsmodell ist wie das erste Modell, das im Jahr 1988 vom Band
lief, ein Toyota Camry.
Mit Honda
auf die Rennstrecke
Grosse Klappe und mehr Kofferraum: Der neue Mini kommt im Herbst.
Günstigvarianten folgen noch
Ab Serie rollt das neue Modell auf
15- oder 16-Zoll-Rädern, auf Wunsch
sind bis zu 18 Zoll möglich. Das Motorenangebot des knapp vier Meter
langen Mini reicht zunächst vom
Seit Anfang Juni steht der 308 SW
beim Händler. Die Preise starten bei
25 600 Franken. 60 Prozent der
Schweizer Kunden werden aus den
vier Ausstattungsvarianten eine der
zwei höheren wählen. Ein Kombi mit
130-PS-Benziner kostet dann 32 200
Franken und hat Alufelgen, Touchscreen-Navi, Klimaautomatik, Parksensoren und Sportsitze serienmässig
an Bord. Die Topversion mit 150-PSDiesel und Automatik steht für
40 400 Franken auf der Preisliste.
Dann müssen nicht mal Panoramadach, Abstandstempomat oder die
Ledersitze extra bezahlt werden.
AUTONEWS
Der Mini wird nun zum Maxi
Foto: zvg.
Ob man allerdings den vorbildlich
tiefen Verbrauch von 4,9 Liter Benzin
auf 100 Kilometer erreichen kann,
muss der Alltagstest zuerst beweisen.
Peugeot jedenfalls hat auf einer Rekordfahrt gar 2,85 Liter auf 100 Kilometer geschafft.
Auch mit dem 150 PS starken 2Liter-Diesel ist man agil unterwegs.
Daneben gibts noch die Sparvariante
mit 120 PS, die mit 3,3 Liter Diesel
auf 100 Kilometer auskommen soll.
Die zwei stärksten Triebwerke sind
neu mit einer 6-Gang-Automatik
kombinierbar. Da hat Peugeot deutliche Fortschritte gemacht: Sie schaltet
schnell und komfortabel, erhöht aber
den Verbrauch immer noch um 0,1
bis 0,2 Liter.
Cooper D mit 1,5-Liter-Dieselmotor
und 116 PS bis zum 192 PS starken
Cooper S mit 2,0-Liter-Motor.
Markteinführung ist am 25. Oktober. Bisher sind erst die deutschen
Preise bekannt, die bei umgerechnet
rund 25 500 Franken beginnen. Die
etwas günstigeren Einstiegsversionen
Mini One und Mini One D sollen später folgen.
Eine Rennstrecke selber erfahren: 200 Schweizer Besitzer eines
Honda Civic Type R bekommen
am 21./22. Juni die einzigartige
Gelegenheit, ihr Können auf der
berühmten Rennstrecke in SpaFrancorchamps zu testen. Anmeldung: www.typerspa.eu.
Stadt Zürich
Nr. 25
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13
ZÜRICH INSIDE
Ursula Litmanowitsch
E-Mail: [email protected]
Die Künstlerin «Rotraut» ist die Witwe von Yves Klein. Rotraut Klein-Moquay lebt heute in Phoenix/Arizona.
Haas-Brothers, Zwilllings-Künstlerduo aus Los Angeles, mit Raquel und
Jürg Marquard (Mitte) auf dem Objekt «Notorious B.E.D.»
Weltpremiere mit Kunstsammlern
und Hollywoodstars
Im Vorfeld der «Art Basel» fanden
am Sonntag in Zürich mit grossem
Aufgebot von Kunstsammlern, Wirtschaftsgrössen und Hollywoodstars
eine Weltpremiere und die Ausstellungseröffnung in der Galerie Gmurzynska am Paradeplatz statt.
In der 12. Auflage der von Gigi
Kracht lancierten «Art in The Park»
im Hotel Baur au Lac werden 30 in
patentiertem Yves-Klein-Blau gehaltenen Skulpturen der Venus von Milo
auf römischen Sockeln gezeigt. Ein
Projekt, das der weltberühmte Künstler zu Lebzeiten nicht mehr vollenden konnte.
Krystyna Gmurzynska und Mathias Rastorfer haben diese Schau
für «Art in the Park» möglich gemacht. Anwesend war auch Kleins
Witwe Rotraut (Rotraut Klein-Moquai). Ebenso die aus den USA angereiste Enkelin Seffa Klein. Parallel zu
der Yves-Klein-Installation zeigt «Rotraut», die Schwester von Georg
Uecker, neue Reliefs und Gemälde in
der Galerie Gmurzynska. Zu sehen
sind auch die neusten Objekte der
Multitalente Haas Brothers. Es ist
die erste, von Isabelle Bscher kuratierte Einzelausstellung der Zwillingsbrüder Simon und Nicolai aus Los
Angeles, die auch das Design für die
Versace-Home-Kollektion sowie das
Design für Louis Vuitton Schanghai
schufen. Hollywoodstar Mischa Barton war begeistert. Die Werke der ursprünglich
aus
Rottweil/BadenWürttemberg stammenden Künstler
wurden exklusiv für die Ausstellung
in Zürich sowie für die «Art Basel»
entworfen.
Monique Steiner-Worth und Dermatologieprofessor Ralph M. Trüeb.
Regisseur Stefan Haupt («Sagrada Familia») mit Hollywoodstar Mischa
Barton («O.C., California»; links) und Schauspielerin Cassandra Gava.
«Baur au Lac»-Hotelbesitzerfamilie Kracht. V.l.: Marquita,
Andrea, Gigi und Zamir Antonio.
Isabelle Bscher, Kuratorin der Ausstellung und Tochter von Galeriebesitzerin Krystyna Gmurzynska, auf einem Objekt der Haas-Brothers.
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Zürich 2
Nr. 25
19. Juni 2014
Veranstaltungen & Freizeit
BUCHTIPP
Die PBZ-Bibliotheken (www.pbz.ch)
empfehlen:
Warum Liebe?
Elizabeth
Gilbert, Autorin des
Welterfolgs «Eat,
Pray, Love» entführt ihre Leser
in ihrem neuen
Roman ins 19.
Jahrhundert.
In
Amerika
herrscht Aufbruchstimmung, vieles wird erforscht, alte Ideale
durch neue Erkenntnisse abgelöst. Alma Whittaker, im Jahr
1800 in eine reiche Pflanzenhändler-Familie geboren, wächst
zu einer gebildeten, unabhängigen Frau heran. Ihre ganze Liebe
gehört der Natur. Ihre Studien begleiten die begabte Wissenschaftlerin ein Leben lang. Sie gelangt
zu revolutionären Einsichten.
Aber viele Fragen bleiben offen:
Fragen, die Alma umtreiben sind
zum Beispiel, warum wir uns
nach Liebe sehnen, warum Menschen sich selbstlos und uneigennützig für andere einsetzen –
oder eben nicht. Die Liebe zu einem ganz besonderen Mann zeigt
ihr, dass nicht alle Geheimnisse
des Lebens zu ergründen sind.
Elizabeth Gilbert. Das Wesen der Dinge und
der Liebe. Bloomsbury, 2013.
Alles verloren
Rafael Chirbes
gehört zu den
international bekanntesten Autoren Spaniens.
Sein neuster Roman «Am Ufer»
hat das Potenzial, dem Mittelmeer-Touristen die Ferienfreude
zu verderben: Er spielt nach dem
Platzen der Immobilienblase in
einem kleinen Küstenort in Spanien, ist Familiengeschichte und
Wirtschaftskrimi.
Die Spekulanten und Profiteure haben sich längst aus dem
Staub gemacht, geblieben sind
nur noch die Verlierer nach dem
grossen Boom. Einer von ihnen
ist Esteban, in jungen Jahren
Hippie mit grossen Träumen.
Sein Vater wollte ihn zum Künstler machen, der Sohn, nicht gerade ambitioniert, ist in der väterlichen (Kunst-)Schreinerei hängen
geblieben. Nun ist er schon siebzig. Der Vater dämmert hochbetagt und von einer Kolumbianerin
rund um die Uhr betreut, nur
noch vor sich hin. Erst als der Vater nicht mehr handlungsfähig
war, gelang es dem Sohn, ans Familienvermögen zu kommen und
es in eine Baufirma zu investieren
um sich – wie alle andern – am
Immobilienboom zu bereichern.
Aber es war schon zu spät: Die
Baufirma ist pleite, das Geld verloren. Esteban muss die Schreinerei schliessen, sein Personal
entlassen. Nicht einmal die Pflegerin des Vaters kann er mehr
bezahlen. Esteban ist Realist genug, zu begreifen, dass er alles
verloren hat und keine Hoffnung
besteht, dass sich nochmals alles
zum Besseren wenden könnte.
Rafael Chirbes. Am Ufer. Kunstmann, 2014
Was, wann, wo – Tipps für Anlässe in der Region
Jeden Montag und Mittwoch
Hatha Yoga in Wollishofen: Montag 9.30-11 Uhr im
ref. Kirchgemeindehaus, Hauriweg 17. Mittwoch
18.30-20 und 20.15-21.45 Uhr im Rhythmiksaal
des Zentrums für Gehör und Sprache, Frohalpstr.
78, Eingang Hauptgebäude, hinten links. Heidi
Risi. Diplom-Yogalehrerin YS/EYU, Balberstr. 62,
Tel. 044 481 86 08. www.pranava-yoga.ch.
Donnerstag, 19. Juni
19.30–21.00 «Kann die Wissenschaft den Hunger bekämpfen»: Gesprächsrunde mit Nina Buchmann
und Rupa Mukerji, Moderation: Martin Läubli.
Anmeldung erwünscht unter www.wir-essendie-welt.ch/events/anmeldung. Folium, Kalanderplatz 6.
20.30 Performance: Uraufführung. «Journey
Through The Inward Eye». Multimediales Kunstwerk von Andrea Bátorfi, 2014. Zwingliplatz.
Donnerstag, 26. Juni
18.00 Vernissage: «1/5 der Welt fehlt!!». Jürgen O.
Olbrich, Heini Gut, Alexander Meszmer/Reto Müller, Martin Schwarz. Ausstellung bis 11. Juli. Öffnungszeiten: Do und Fr 17 bis 20 Uhr, Sa 14 bis
17 Uhr. www.sihlquai55.ch. Sihlquai 55, Sihlquai
55.
20.00 SichtBar: Musik- und Gesangsdarbietungen
von Schülerinnen der Frauenmusikschule «Women in Music» und anderen Musikerinnen, die
ihre ersten oder zweiten Schritte auf der Bühne
machen wollen. Das Podium ist ein Projekt des
Serpent-Vereins, einer Non-Profit-Organisation,
die seit über 20 Jahren Musikerinnen der Zürcher Pop-, Rock-, Jazz- und alternativen Szene
unterstützt. Badenerstrasse 565.
18.00–19.00 Öffentliche Führung: «Feng-Shui –
modernes Geschwätz oder uralte Weisheit?». Mit
der Spezialistin Liliane Hidber. Chinagarten, Bellerivestrasse 138.
19.30–21.30 «Moral auf dem Teller?»: Gesprächsrunde mit Sonja Dänzer, Adrian Portmann, Andy
Schwarzenbach und Miges Baumann. Anmeldung
erwünscht unter www.wir-essen-die-welt.ch/
events/anmeldung. Folium, Kalanderplatz 6. Sihlcity.
Freitag, 4. Juli
19.30 Alabama Jazz Band: Reservationen unter 044
482 11 45. Bei schönem Wetter evtl. im Garten.
Restaurant Muggenbühl (Pavillon), Muggenbühlstrasse 15.
Samstag, 5. Juli
Samstag, 28. Juni
Samstag, 21. Juni
8.00–11.00 Leimbacher Wochenmarkt: Restaurant
Hüsli. Zürich-Leimbach
14.00 Werkführungen Moos: Anmeldung unter
www.stadt-zuerich.ch. Seewasserwerk Moos,
Zwängiweg.
17.00 2. Mittsommer-Chorfeuerwerk: Org.: Männerchor Zürich. 5 Europa-Cantat-Chöre in concert.
Eintritt frei, Kollekte zur Deckung der Unkosten.
Nach dem Konzert: Sandwich-Bar und Getränke-
8.00–11.00 Leimbacher Wochenmarkt: Restaurant
Hüsli.
10.00–20.00: Wasserfestival im Hardhof.
19.00 Krimi & Dinner: «Die gelbe Wand». Infos und
Reservation: www.leimbihof.ch oder 044 481 53
34. Leimbihof, Grossackerstrasse 121.
8.00–11.00 Leimbacher Wochenmarkt: Restaurant
Hüsli.
11.00–16.00 40 Jahre Entlisberg: Sommerfest mit
Musik, Unterhaltung und kulinarischen Leckereien. Saal, Cafeteria, Garten. Pflegezentrum Entlisberg, Paradiesstrasse 45.
Mittwoch, 9. Juli
Sonntag, 29. Juni
9.00–18.00: Wasserfestival im Hardhof.
Honduras vs. Schweiz
«Warm-up zum
Fussballspiel der
WM Honduras Schweiz» ist der
Flyer übertitelt.
Das ist durchaus
originell, denn a)
gehts um die
Qualifikation der
Schweizer Nati für den Achtelfinal
und b) tut ein bisschen Bewegung vor
dem TV-Schauen immer gut. «Wir
veranstalten ein Töggeli-Turnier und
brauchen DICH – zum Anfeuern und
Spielen!», heisst es in der Einladung
weiter. Anmeldung erforderlich für
die Teilnahme am Töggeli-Turnier bis
am 22. Juni bitte an romy.janson@
gmail.com. Gäste und Fans sind auch
ohne Anmeldung herzlich willkommen. Spielort: Kirchgemeindezentrum St. Franziskus, Jugendraum.
(eing.)
Donnerstag, 3. Juli
stände auf dem Kirchenvorplatz. Kirche auf der
Egg, Eggweg.
18.00 Werkführungen Moos: Anmeldung unter
www.stadt-zuerich.ch. Seewasserwerk Moos.
KIRCHEN
Reformierte Kirchgemeinde
Wollishofen
www.kirchewollishofen.ch
Donnerstag, 19. Juni
12.00 Mittagstisch für Primarschüler, Jugendraum Hauriweg
14.00 Seniorentreff: Spielnachmittag, Kirchgemeindehaus Kilchbergstrasse
Sonntag, 22. Juni
10.00 Gottesdienst mit Pfarrer
Walter Wickihalder. Taufsonntag.
Kollekte: Flüchtlingssammlung
HEKS, Alte Kirche. Anschliessend
Chilekafi
Montag, 23. Juni
19.00 Probe Kirchenchor, Kirchgemeindehaus Kilchbergstrasse
Dienstag, 24. Juni
20.00 Probe Gospel-Singers Wollishofen, Kirchgemeindehaus Kilchbergstrasse
Mittwoch, 25. Juni
19.15 Ökumenisches Nachtgebet
Alte Kirche
Pfarrei St. Franziskus
www.st-franziskus.ch
Samstag, 21. Juni 2014
ab 17.15 Beichtgelegenheit
18.00 Eucharistiefeier
Sonntag, 22. Juni 2014
9.30 Eucharistiefeier
11.15 Eucharistiefeier
17.30 Santa Messa in lingua
italiana
Kirche Enge
www.kirche-enge.ch
Sonntag, 22. Juni
10.30 Gottesdienst: Performance: Helen Haupt, Liturgie und Predigt: Pfarrerin Sonja Keller, mit Kinderhüeti
Dienstag, 24. Juni
12.00 bis 13.30 Mittagstisch mit
biblischen Geschichten für PrimarschülerInnen, Kirchgemeindehaus,
Bederstrasse 25
Chorproben Junge Kantorei Enge:
17.00 bis 18.00 Kinderchor; (1. bis
4. Klasse); 17.45 bis 18.45 Jugendchor 1 (5. Und 6. Klasse); 18.30 bis
19.30 Jugendchor 2 (Oberstufe)
Kirchgemeindehaus Bederstr. 25
Mehr Informationen:
www.kirche-enge.ch/kinderchor
www.kirche-enge.ch/jugendchor
Kontakt: Barbara und Ulrich Meldau, Tel. 044 781 25 25
9.00 bis 11.00 FrauenSache
Kirchgemeindehaus Bederstr. 25
Thema: Homöopathie in anderen
Kulturen, Referentin: Renata Hanselmann
Erscheint 1-mal wöchentlich, am Donnerstag
Auflage: 16’954 (Wemf beglaubigt)
Jahresabonnement: Fr. 90.–
Inserate: Fr. 1.50/mm-Spalte
Anzeigenschluss:
Freitagmorgen vor Erscheinen, 10 Uhr
Geschäftsleitung/Verlag:
Liliane Müggenburg
Redaktion: Lorenz Steinmann (ls.),
Tel. 079 660 28 59,
E-Mail: [email protected]
Redaktionelle Sonderthemen:
Pia Meier (pm.), Lisa Maire (mai.)
Ständige Mitarbeiter:
Bruno Lendenmann (bpl.), Beni Frenkel,
Marcus Weiss (mw.), Gabi Faerber (gf.),
Adriana Zilic (az.), Kamil Krejci (kam.)
Anzeigenverwaltung: Andrea Kehl,
Mayjoy Föhn, Tel. 044 913 53 33
Anzeigenverkauf:
Simona Demartis-Lüdi, Tel. 079 306 44 41
[email protected]
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Abonnementsdienst: Tel. 044 913 53 33,
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Zürich 2
Veranstaltungen & Freizeit
Klassischer Abend mit Gluck
und Haydn in der Tonhalle
Das Zürcher Kammerorchester mit dem Stardirigenten
Sir Roger Norrington, der
Mezzosopranistin MarieClaude Chappuis und den
Zürcher Sängerknaben lädt
zu einem klassischen Programm in die Tonhalle.
Der erste Teil des Abends ist «Orphée
et Euridice» gewidmet – einem der bekanntesten Werke des grossen deutschen Opernreformers Christoph Willibald Gluck. In seiner Vertonung des
griechischen Mythos’ begibt sich Orpheus auf eine abenteuerliche Reise in
die Unterwelt, um seine verstorbene
Geliebte Eurydike zurückzufordern.
Der zweite Teil des Abends widmet
sich Joseph Haydns Sinfonie Nr. 82 in
C-Dur. Die kraftvollste seiner «Pariser
Symphonien» verdankt ihren Beinamen «L’Ours» ihrem Final-Satz, zu
dem sich der Wiener Komponist vom
Tanz eines Bären inspirieren liess.
Dirigiert wird der Abend von Principal Conductor Sir Roger Norrington.
Der charmante, weltberühmte Brite
bleibt seinem humorvollen, publikumsnahen Stil auch im Alter von 80
Dirigent Sir Roger Norrington und
Sängerin Marie-Claude Chappuis.. Zvg.
Jahren treu. Gemeinsam mit dem Zürcher Kammerorchester und den Zürcher Sängerknaben begrüsst er Marie-Claude Chappuis. Die in Fribourg
geborene Mezzosporan-Sängerin tritt
regelmässig auf den renommiertesten
Bühnen Europas auf. (pd./ mai.)
Dienstag, 24. Juni, 19.30 Uhr, Tonhalle,
Grosser Saal.
Wettbewerb
Lokalinfo verlost 2x2 Karten für
das Konzert des Zürcher Kammerorchesters. Wer mitmachen
will, ruft am Freitag, 20. Juni,
von 14.00 bis 14.10 Uhr an unter:
Kispi lädt zum Kinderfest
Das alljährliche Kispi-Kinderfest ermöglicht es Kindern und ihren Eltern, die Welt eines Spitals mit Spiel
und Spass statt mit Angst zu erkunden. Kinder, Eltern, Jung und Alt:
Alle sind an der Steinwiesstrasse im
Quartier
Hottingen
willkommen.
Auch an der Ausgabe 2014 gibt es
Fest-Attraktionen wie Ponyreiten, allerlei Bastelmöglichkeiten sowie zahlreiche Posten, an denen Besuchern
auf kindergerechte Weise medizinisches Wissen vermittelt wird. Der Erlös aus dem Kinderfest kommt der
Pflegeberatung am Kinderspital zugute. «Diese sorgt während und nach
einem Spitalaufenthalt für eine optimale Betreuung von Patienten und
deren Familien», schreibt das Kispi.
Ikea half mit
2013 hat Ikea zusammen mit der
Eleonorenstiftung des Kispi das Programm «Kinder für Kinder» lanciert.
Mit dem Verkauf von Kindermenüs in
den
Ikea-Restaurants
wurden
100 000 Franken gesammelt, um die
renovationsbedürftigen Räumlichkeiten für Eltern, die nahe bei ihrem hospitalisierten Kind sein möchten, hell
und modern umzubauen. (pd.)
Telefon 044 913 53 96
Keine Korrespondenz über den Wettbewerb.Rechtsweg ausgeschlossen.
Das Kinderspital Zürich öffnet am Samstag, 21. Juni, von 12 bis 17 Uhr seine Türen für alle Interessierten.
GEMEINSCHAFTSZENTREN / QUARTIERVEREINE
GZ Leimbach
Rebenweg 6, 8041 Zürich
Telefon 044 482 57 09
Offene Holzwerkstatt/offene Töpferei:
Sa, 21. Juni, 14 bis 17.30 Uhr für
Kinder in Begleitung u. Erwachsene.
Bambushain: jeden Mi 14 bis 17 Uhr.
Kinderflohmarkt: Mi, 25. Juni, 14 bis
17 Uhr für Kinder ab Schulalter.
Sommeratelier: Fr, 27. Juni, 14 bis
17.30 Uhr für Kinder ab Schulalter
oder in Begleitung.
Wasserrutschen: Mi/Fr 16 bis 17 Uhr
Rutschspass auf der Blache.
Chrabbelgruppen: Di und Do 9.30 bis
11.30 Uhr, auch in den Schulferien.
GZ Wollishofen
GZ Neubühl
GZ Wollishofen, am See, Bachstr. 7
GZ Info-Drehscheibe, Albisstr. 25
GZ Neubühl, Erligatterweg 53
Telefon 043 243 11 37
www.gz-zh.ch, [email protected]
GZ am See, Bachstrasse 7
Wohlfühl- und Gesundheitstage: Sa/So,
21./22. Juni, 10 bis 17 Uhr.
Offener Werkwagen: Mi, 25. Juni, 14
bis 17.30 Uhr. Kinder unter 6 Jahren
in Begleitung.
GZ Neubühl, Erligatterweg 53
Pizzaabend: Mi, 25. Juni, ab 18 Uhr.
Anmeldung: Tel. 043 243 11 37 oder
[email protected].
Kinderhaus Entlisberg
Butzenstr. 49, 8038 Zürich
Telefon 044 488 10 11
E-Mail [email protected]
OFFENER BEREICH ENTLISBERG
STEP Schritt für Schritt als Eltern fit:
Neuer Kurs ab Mo, 8. Sept., 19 bis
21.15 Uhr im grossen Saal. Anmeldung erforderlich.
Freie Spielgruppenplätze: «Marienkäfer» Di/Do 8.30 bis 13.30; «Fischli»
Mi/Fr 14 bis 17; «Buechfinkli» Mo/Do
14.30 bis 17.30 Uhr.
Eltern-Café: Jeden Di 10.15 bis 11.15
Uhr im 2. OG oder im Garten.
Tanzgruppe für Kinder: Jeden Do (und
nicht am Sonntag, wie irrtümlich gemeldet) 16.15 bis 17.15 Uhr im grossen Saal für Kinder von 4 bis 7 Jahren. Anmeldung: 079 769 11 05.
Begleiteter Bewegungsraum: jeden Di
14.30 bis 16.30 Uhr im grossen Saal.
Sommerpause: 1. Juli bis 26. August.
OFFENER BEREICH SELNAU
Sihlamtstrasse 18, 8001 Zürich
PEKiP, Prager-Eltern-Kind-Programm:
Neuer Kurs ab Mi, 20. Aug., 8.45 bis
10.15 Uhr. Anmeldung erforderlich.
Quartiertreff Enge
Gablerstr. 20, 8002 Zürich
Tel. 044 201 60 64 www.quartiertreff.ch
Grillabend: Do, 19. Juni, 18 Uhr, Zutaten mitbringen!
Die Nachbarschaftshilfe ist im Treff: Mi,
25. Juni, 15 Uhr.
Vorschau: Sommerfest, 6. Juli.
Quartierverein Enge
www.enge.ch
Wochenmarkt auf dem Tessinerplatz
Jeden Donnerstag von 10.30 bis 19
Uhr.
QV Wollishofen
www.wollishofen-zh.ch
Ortsmuseum, Widmerstr. 8
Permanente Ausstellung: Wollishofen,
vom Bauerndorf zum Stadtquartier.
So 14 bis 16 Uhr. An Feiertagen und
während Schulferien geschlossen.
Theater PurPur
Grütlistr. 36, 8002 Zürich
Telefon 044 2013151
www.theater-purpur.ch
Theatralischer Workshop mit dem Museum Rietberg, ab 5 Jahren in Begleitung. Anmeldung mind. eine Woche
im Voraus unter 044 206 31 31. Sa,
21. Juni, 10 bis 16 Uhr.
ANZEIGEN
Die Wissenschaft und der Hunger
«Kann die Wissenschaft den
Hunger bekämpfen?» ist
das Thema einer Podiumsdiskussion heute Donnerstagabend im Sihlcity.
Heute Donnerstag von 19.30 bis 21
Uhr findet im Folium im Sihlcity eine
Veranstaltung statt. Thema: «Kann
die Wissenschaft den Hunger bekämpfen?» Weder die grüne Revolution noch die Gentechnologie haben
den Hunger beseitigt – noch immer
leiden über 800 Millionen Menschen
daran. Braucht es neue Wege in der
Agrarforschung? Oder hapert es
beim Transfer in die Praxis? Und vor
welche Herausforderungen stellt der
Klimawandel die Landwirtschaft? Ein
Gespräch mit Nina Buchmann, Professorin und Leiterin des World Food
System Centre an der ETH, Rupa Mukerji, Leiterin Beratungsdienste bei
Helvetas und Mitautorin des UNOWeltklimaberichts (IPCC Report); Moderation: Martin Läubli, Wissenschaftsjournalist «Tages-Anzeiger».
Reservationen: www.wir-essen-diewelt.ch/events/anmeldung. (eing.)
Nr. 25
19. Juni 2014
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Zürich 2
Nr. 25
19. Juni 2014
SPORT
Alles überlebt – bis Floyd Landis kam
Am Sonntag findet die
Züri Metzgete zum
100sten Mal statt. Wir
bringen darum Auszüge aus
der Neuerscheinung «Züri
Metzgete. 100x Meisterschaft von Zürich – der
Radklassiker». Die Autoren:
Martin Born, Walter Leibundgut, Peter Blattmann.
Herausgeber ist der Radfahrer-Verein Zürich RVZ.
Martin Born
In Russland wütete die Cholera, in
der Mongolei und Mandschurei die
Pest. In Washington wurde der Pilot
Claude Grahame-White verhaftet,
weil er mit seinem Doppeldecker auf
der Avenue vor dem Weissen Haus
landete.
In Paris trat die Seine über die
Ufer, in Hamburg wurde der FC St.
Pauli gegründet. In Zürich wurde das
Kunsthaus eröffnet, und der VeloClub Westfalen hatte Schulden. Die
Anzüge «aus feinstem Stoff», die sich
der Verein geleistet hatte, waren besser als die Zahlungsmoral der Mitglieder, die sie trugen. Nicht alle bezahlten, einige wurden deshalb ausgeschlossen und durften bei der Fahnenweihe nicht dabei sein. Man
schrieb das Jahr 1910.
Um Geld in die leere Kasse zu
bringen, verband man das Edle mit
dem Nützlichen und schrieb ein Rennen aus: die Meisterschaft von Zürich
(MVZ). Am 8. Mai hätte sie stattfinden sollen, doch da sich beim starken
Regen die Fahne nicht würdig weihen liess, wurde das Fest auf den 28.
Mai verschoben.
Start und Ziel war Schwamendingen. Der zweimal zu befahrene
Rundkurs führte über Uster, Pfäffikon, Töss und Tagelswangen zurück
nach Schwamendingen. 76 Fahrer
begaben sich im Nebel um fünf Uhr
früh auf die Strecke. Die schlechten
Strassen hatten Stürze und platte
Reifen zur Folge. Es war noch immer
früh am Morgen, als Trompetensignale den Sieger ankündigten: Paul
Suter. Der älteste der sechs Brüder
aus der Gränicher Rennfahrerfamilie
war erst 18. Im Jahr danach begann
seine 19-jährige Profikarriere, die
ihm einen Weltmeistertitel bei den
Stehern eintrug.
Eine grosse Geschichte
Nichts deutete darauf hin, dass an
diesem 28. Mai 1910 ein grosses
Rennen mit grosser Geschichte geboren wurde. Es dauerte vier Jahre bis
zur zweiten und weitere drei Jahre
bis zur dritten Meisterschaft von Zürich. Richtig los ging es erst, als sich
der aus dem VC Westfalen entstandene Racing Club mit der Radfahrer
Union und dem VC Adler zum Radfahrer-Verein Zürich zusammenschloss.
Von 1917 bis 2006 wurde das
Rennen ohne Unterbruch jedes Jahr
Immerhin im fünften Rang klassierte sich Fabian Cancellara 2006.
Wettbewerb
Die
«Lokalinfo»
verlost zusammen
mit
dem
RV Zürich
drei
Bücher «Züri-Metzgete,
100x
Meisterschaft von Zürich – der Radklassiker». Bitte rufen Sie am Freitag,
20. Juni, zwischen 14.30 und
14.35 Uhr folgende Nummer an:
Telefon 044 913 53 96
Über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist
ausgeschlossen.
durchgeführt. Weil es auf den Naturstrassen immer wieder zu Massenstürzen kam und viele Fahrer mit
blutenden Wunden das Ziel erreichten, erhielt die MVZ schon früh den
Namen Züri Metzgete («Das sieht ja
aus wie bei einer Metzgete», soll ein
Zuschauer gesagt haben; vielleicht
war es auch nur, weil sich die Fahrer
in diesem wichtigen Rennen nichts
schenkten).
Die Züri Metzgete überstand den
Schluss des Ersten und den ganzen
Zweiten Weltkrieg, sie überlebte
(dank Sepp Voegeli und dem «TagesAnzeiger»), als einer mit der Kasse
durchbrannte und sie vor dem Konkurs stand, sie ertrug es, als sie von
Serge Lang, dem «Weltcup-Papst»
des alpinen Skirennsports, zu einem
Abstecher nach Basel gezwungen
wurde, sie überstand eine Art deutsche «Besatzung» durch die Veranstalter des Hamburger-Weltcupren-
Das Buch zur 100. Austragung
der Züri Metzgete
Soeben erschienen ist das Jubiläumsbuch Züri-Metzgete. 100x
Meisterschaft von Zürich..
Teils unveröffentlichte Bilder
Erleben Sie auf 160 Seiten, was die
Züri Metzgete so speziell macht,
Details,
Geschichten,
Berichte,
Ranglisten und eine Vielzahl von
teilweise bisher unveröffentlichten
Bildern. Verkaufspreis Fr. 40.–;
Format 16,5 x 24 cm, in Leinen gebunden, mit Schutzumschlag. Das
Buch erhalten Sie an unserem Verkaufsstand an der Züri Metzgete in
Buchs, im Buchhandel oder per EMail: [email protected] (zuzüglich Versandkosten von Fr. 8.–,
mit Angabe der Anzahl Bücher und
Adresse).
nens. Start und Ziel verschoben sich
vom Sihlquai, zur Hardturmstrasse,
dann nach Oerlikon an die Birchstrasse, an die Wallisellenstrasse, auf
die offene Rennbahn und zum Utoquai am See.
Das Testosteron im Urin
Die Züri Metzgete kämpfte oft ums
Überleben und verzweifelt um Sponsoren, die Zahlen waren nicht immer
schwarz, die Köpfe dafür umso roter,
doch sie liess sich nicht unterkriegen
– bis Floyd Landis als Tour-deFrance-Sieger mit Testosteron im
Urin erwischt wurde. 2007 fiel die
Züri Metzgete aus.
Danach wollte sie nichts mehr mit
den Profis zu tun haben. Sie zügelte
nach Buchs, kehrte zurück zu Regensberger und Siglistorfer und wurde zum Rennen für die unseren Kategorien. Die Züri Metzgete gehörte von
Beginn weg zum Weltcup, ab 1970 zu
jenem für Marken-Mannschaften, der
1989, mit der grossen Reform von
Aufstieg zum legendären Regensberger (1957).
Fotos: zvg.
UCI-Präsident Hein Verbruggen, von
jenem für Einzelfahrer abgelöst wurde. Der Preis dafür war die Verlegung in den Monat August.
Alle grossen Namen
Die Metzgete war stets ein grosses
Rennen mit grossen Siegern: Heiri Suter (sechs Mal!), Max Bulla, Paul Egli,
Ferdy Kübler, Gino Bartali, Hugo Koblet, Franco Bitossi, Walter Godefroot, Roger de Vlaeminck, Freddy
Maertens, Francesco Moser, Didi
Thurau, Giuseppe Saronni, Phil Anderson, Johan Museeuw, Maurizio
Fondriest, Davide Rebellin, Paolo Bettini und als letzter Profi Samuel Sanchez, der spätere Olympiasieger von
Peking. Nur zu gern hätte Eddy
Merckx auch dazugehört. Er musste
sich damit begnügen, einem seiner
Helfer und besten Freunde, Roger
Swerts, zum Sieg verholfen zu haben.
Auch Jan Ullrich gewann das «Heimrennen», das er unbedingt gewinnen
wollte, nie. Er wurde viermal Zweiter.
Auch Ferdy Kübler, der «Adler von
Adliswil», gewann die Züri Metzgete – im Jahr 1943.
Start zur 100. Züri Metzgete am kommenden Sonntag in Buchs
Über 1000 Lizenzierte und Hobbyfahrer haben sich zur Jubiläumsausgabe der Züri Metzgete angemeldet. Der Radklassiker führt erneut
über die steilen Rampen auf den Regensberger und den Siglistorfer.
Start und Ziel ist in Buchs ZH. Die
ersten Fahrer starten schon um
7.30 Uhr. Das Elite-Feld ist um ca.
11.45 Uhr im Ziel.
Doch auch neben dem Rennen
wird viel geboten. Für Radsportler
besonders interessant sind die historischen Ausstellungen im Startund-Ziel-Gelände in Buchs. Organisator Franco Marvulli: «Zu sehen
sind unter anderem Fahrräder aus
den letzten 100 Jahren.» Speziell an
ANZEIGEN
diesen Fahr- und Rennrädern ist,
dass sie jeweils für einen bedeutenden Entwicklungsschritt stehen. Es
beginnt mit Rädern, die noch aus
Holz bestanden, und geht weiter
über die erste Nabenschaltung, die
erste Schaltung am Griff, die ersten
Räder mit Flachspeichen bis hin
zum hochmodernen Carbon-Rennrad. Nicht minder interessant ist die
zweite historische Ausstellung: Hier
sind die Original-Räder vergangener
Profis zu sehen: beispielsweise jene
von Jan Ulrich, Alex Zülle, Alberto
Contador, Mark Cavendish Marco
Pantani oder Miguel Indurain. Ganz
wichtig, so betont Marvulli: «Bei den
Rädern handelt es sich allesamt um
Originalräder. Es sind keine Replikas.» Ebenfalls im Sponsoren-Village werden alte Velos für Afrika gesammelt. Marvulli: «Wir sammeln
jegliche Art von Velos. Der Zustand
spielt keine Rolle, sie können auch
defekt sein.» Entgegengenommen
werden auch Velo-Ersatzteile. Die
Räder werden anschliessend in einer sozialen Institution in Bern wieder fahrzüchtig gemacht und über
ein Hilfsprojekt nach Afrika geschickt.
Wichtig für die Radportfans: Die
Schlussphase der Tour de Suisse
wird auf einer Grossleinwand übertragen. (ws.)
www.zueri-metzgete.ch