Heft 75 - Freie Waldorfschule Engelberg

Transcription

Heft 75 - Freie Waldorfschule Engelberg
Herbst 2003 Heft 75
M ITTEILUNGEN
INHALT
Vorwort
Gedicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1
Vorstellungen
Klasse 1a . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2
Klasse 1b . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3
Hans-Peter-Engler . . . . . . . . . . . . . . . . . . .4
Sabine Kleinheins . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .5
Christiane Jost . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6
Andrea Kiss . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6
Gabriele Mathwig . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .7
Maie Gabele . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .8
Veränderungen im Schuljahr 2003 / 2004
Zugänge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .8
Veränderungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .9
Vorstand . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .10
Schulabschlüsse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .11
Nachruf
Hans Christof Valentien . . . . . . . . . . . . . .12
Dr. med. Günther Hessenbruch . . . . . . . .14
Klassenspiele
Die Welle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .16
The Wedding at Ghostmoor Castle . . . . . .20
Till Eulenspiegel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .24
Hohn der Angst . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .26
Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui . .28
Beschreibung der Schulabschlüsse . . . . . . . . .30
Der Musik-LK in Wien . . . . . . . . . . . . . . .31
Die MITTEILUNGEN werden von der Freien
Waldorfschule Engelberg unentgeltlich herausgegeben für Eltern und Freunde der Schule. Sie
können jedoch die Finanzierung des Heftes mit
einer Spende unterstützen.
Für den Inhalt tragen die Autoren die Verantwortung.
Anschrift:
E-Mail:
Hompage:
Konto:
5 025 949
Kreissparkasse Schorndorf
BLZ 602 500 10
Redaktion:
Carmen Burke (E)
Hermann Giesser (E)
Sigfried Häußer (L)
Thomas Heller (E)
Bernhard Jährling (L)
Dietrich Schneider (eL)
Harry Schröder (L)
Margy Walter (E)
Hermann Giesser (E)
Thomas Heller (E)
Bernhard Jährling (L)
Dietrich Schneider (eL)
Bernhard Jährling (L)
Harry Schröder (L)
Layout:
Klassenfahrt
nach Bielsko-Biala . . . . . . . . . . . . . . . . . .34
„Faust“-Workshop am Goetheanum . . . . .38
Polen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .40
Allgemeines zu Klassenfahrten . . . . . . . . .41
Segel-Klassenfahrt . . . . . . . . . . . . . . . . . .42
Aus dem Schulleben
Michaeli-Tagung . . . . . . . . . . . . . . . . . . .48
Schulverein der Magdalenenschule . . . . .52
Plastizieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .53
Zirkus Ratatouille . . . . . . . . . . . . . . . . . . .54
Qualitätssicherung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .56
Kindergarten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .60
Buchbesprechung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .61
Herbstgedicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .63
Werbung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .64
Chronik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .68
Freie Waldorfschule Engelberg
Rudolf Steiner Weg 4
73650 Winterbach
Tel: 07181 / 704-0
Fax: 07181 / 704-222
[email protected]
www.engelberg.net
Werbung:
Titelbild:
Albert Prothmann
Klassenfahrt ehemalige 8a
Abkürzungen: Lehrer (L)
Eltern (E)
Schüler (S)
Mitarbeiter (M)
Ehemalige (eL, eE, eS)
Druck:
Auflage:
Greiserduck, Rastatt
2500
FOR A BEGINNER IN THE SCHOOL OF LIFE
When I was just a little boy
and still all eyes and still all ears,
The earth-world was a constant joy
and sunshine swept away my tears.
Now I am old I stay at home,
and hardly see or hear, it seems.
I catch some past or present poem
or dream about far future dreams.
FÜR ERSTKLÄSSLER IN DER LEBENSSCHULE
Da ich ein kleiner Knabe war,
war ich ganz Auge und ganz Ohr,
die Welt war mir ein offenes Tor,
es war mir manches offenbar.
Da ich nun alt, such’ ich den Raum,
denn ich schlecht seh’n und hören kann,
und mancherlei Gedicht ersann,
und träum’ noch manchen Zukunftstraum.
Rex Raab
Schularchitekt
im September 2003
1
VORSTELLUNGEN
Klasse 1A · Herr Engler
1 Jule Weiß 2 Aliena Horvath 3 Daniel Spielberger 4 Johannes Heinkelein
5 Annica Richter 6 Yaël Spinner 7 Manuel Mathwig 8 Freya Strebel 9 Simon Kubica
10 Jan Henryk Walendy 11 Joshua Molfenter 12 Sarah Grotkasten 13 Joshua Wilhelm
14 Sophie Haid 15 Merlin Horvath 16 Deborah Burkardsmaier 17 Ole Rapp
18 Regina Hüttig 19 Aisha Erdes 20 Vivien-Lisa Rippe 21 Joshua Grosan
22 Florian Hildenbrand 23 Leonard Brandstetter 24 Jonas Wirth 25 Nana Buhl
26 Laurenz Fehlbier 27 Rubath Stilz 28 Rebecca Bück 29 Sophia Eßer 30 Simon Hoffmann
31 Gabriel Palatini 32 Pascal Dincsoy 33 Ruben Spielmann 34 Johannes Scherr
35 Felix Gogl 36 Carl-Magnus Friede Nicht auf dem Bild: Lina Kuhnle
2
VORSTELLUNGEN
Klasse 1B · Frau Kleinheins
1 Julian Gutt 2 Merija Gühring 3 Isabelle Friedrich 4 Cosima Kächele 5 Jennifer Bernhardt
6 Jonathan Waller 7 Janis Kuhnle 8 Tobias Betz 9 Noëmi Rammelt 10 Gabriel Freese
11 Marvin Mühlberger 12 Konrad Illenberger 13 Marcel Remmele 14 Colin Kube
15 Oliver Jörg 16 Janis Wittmann 17 Jonah Florek 18 Helen Bulant 19 Vanessa Kästle
20 Julia Walter 21 Leonie Braun 22 Lara Krauss 23 Lea Gabele 24 Levan Stülpnagel
25 Samanta Scherz 26 Lukas Albrecht 27 Elisabeth Hessenbruch 28 Victoria-Luise Scheible
29 Swantje Hoffmann 30 Sara Geßner 31 Franziska Söhnchen 32 Jeffrey Gee
33 Johannes Schmidt Nicht auf dem Bild: Paul Heukeshoven
3
VORSTELLUNGEN
Hans-Peter Engler
Klassenlehrer 1a
Lieber Engelberg!
Stell dir vor, sie wollen schon wieder, dass ich
mich dir vorstelle! Zum dritten Mal!
Nun denn: Geboren an Johanni im GoetheJahr kam ich nach Studium, Referendariat und
langjähriger Arbeit mit Wildtieren im Zoo
– nicht die schlechteste Vorbereitung –
vor 15 Jahren als Englischlehrer hierher.
Nach einem Jahr übernahm ich eine Klassenführung (8 Jahre), dann eine sechsjährige
und habe jetzt meine dritte begonnen.
Im Nebenfach unterrichte ich Englisch in der
eigenen und in einer fünften Klasse.
Da ich, seit ich denken kann, unter einer
schweren Allergie gegen jede Art von Dünkel
und Dogma leide, versuche ich mich weitest
gehend auf die Arbeit mit Kindern (früher Tieren), die beides nicht kennen, zu konzentrieren, was, ich weiß es, lieber Engelberg, von
meiner Umgebung zuweilen durchaus kritisch
gesehen wird.
In den letzten Jahren habe ich mich außer
von Rudolf Steiner besonders gern von
Büchern und Vorträgen von Wilfrid Jaensch
zu neuen, belebenden Gedanken inspirieren
lassen. Er ist Mitarbeiter am Waldorf-Seminar
4
in Berlin und am Freien Studienprojekt in
Dornach und hat sich anlässlich des Erscheinens seines ersten Buches im Verlag am
Goetheanum seiner Leserschaft in eigenem
Interview u.a. mit diesen Sätzen vorgestellt,
die mir bemerkenswert erscheinen:
„...es ist gar nicht selbstverständlich, dass sich
jemand als Erwachsener niederbeugt und einem Kind die Hand gibt und fragt: „Wie geht
es dir?“ Bereits diese Geste ist für mich schon
ziemlich viel, das ist praktizierte Anthroposophie, ganz egal, ob der Betreffende je Steiner
gelesen hat oder nicht.“
(Das Goetheanum, 45/1998, S. 664)
Mit Freude über die Kinder, die ich neu unterrichten darf und Dankbarkeit gegenüber
den Eltern, die ihre Kinder der Schule anvertraut haben, schaue ich den kommenden Jahren mit wachsender Zuversicht entgegen.
VORSTELLUNGEN
Sabine Kleinheins
Klassenlehrerin 1b
Rückblick
Als ich im August 1987 mit 32 Jahren nach
Winterbach zog, um am Engelberg zu arbeiten, brachte ich zwei Söhne im Alter von 7
und 5 Jahren mit. Ich hatte in Berlin mein Studium für das Lehramt an Gymnasien mit den
Fächern Deutsch und Französisch absolviert
und nach dem Referendariat mit dem Zweiten Staatsexamen abgeschlossen und hatte –
ebenfalls in Berlin – das berufsbegleitende
Lehrerseminar für Waldorflehrer besucht. So
gerüstet begann ich nun auf dem Engelberg,
meinen Berufswunsch zu verwirklichen. Solange die eigenen Kinder klein waren, bot mir
die Arbeit in der Oberstufe eine willkommene Abwechslung von der Tätigkeit als Alleinerziehende. Schon damals keimte der
Wunsch, einmal Klassenlehrerin zu werden –
ich verschob dies jedoch auf später: „wenn
ich einmal groß bin“.
Mein Examen kam mir auch innerhalb der
Waldorfschule zugute, da ich hiermit Abiturprüfungen abnehmen konnte. Später übernahm ich außerdem Klassen im Fach Deutsch
zur Vorbereitung auf den Realschulabschluss
und leitete diese Prüfung kommissarisch als
Vorsitzende.
Während dieser Zeit führte ich mit Herrn
Schafarschik zusammen eine Klasse als Klassenbetreuer und erlebte dabei zum ersten
Mal, wie intensiv und interessant die Begegnung mit Schülern ist, wenn man als Klassenbetreuer arbeitet und dadurch in engerem
Kontakt mit seinen Schülern steht. Darüber
hinaus lernte ich nun sämtliche Aufgaben einer Klassenführung kennen. Gleichzeitig
wuchsen meine Kinder heran und es zog mich
nun zum Ausgleich immer stärker zu den jüngeren Klassen. Als ich 1994 zum ersten Mal
eine erste Klasse in Französisch unterrichten
konnte, glaubte ich mich am Ziel meiner
Wünsche. Seither durfte ich einige erste oder
zweite Klassen bis zur Mittelstufe oder darüber hinaus unterrichtend begleiten. Inzwischen gebe ich Kurse zum Französischunterricht der Unterstufe am Lehrerseminar in Stuttgart.
Mit der Zeit wuchs mein Wunsch, selbst Klassenlehrerin zu werden und eine eigene Klasse zu führen. Dieser Zeitpunkt ist nun gekommen, denn meine eigenen Kinder sind
aus dem Haus, so dass ich meine Kraft ganz
der neuen Aufgabe widmen kann – und
größer werde ich auch nicht mehr.
5
VORSTELLUNGEN
Andrea Kiss
Turnen
Christiane Jost
Klassenlehrerin 2b
Meine Wege in die Waldorfpädagogik waren
einerseits verwickelt, andererseits aber auch
recht gerade. Mit meiner Geburt in Danzig
bekam ich durch meinen Vater, der als katholischer Theologe emsig Rudolf Steiner studierte, die Anthroposophie mit in die Wiege
gelegt. Dennoch dauerte es fast 40 Jahre, bis
ich am Waldorfseminar in Mannheim landete. Dazwischen lagen dann recht ereignis- und
erfahrungsreiche Jahre: der frühe Tod des Vaters, die Übersiedlung nach Deutschland, Abitur, Studium der Sozialpädagogik, Tätigkeit
als PTA, Ehe u.a.m..
Schließlich führte mich Geburt und Tod meines Sohnes Jonathan, der mit vier Jahren an
einer Fehleinschätzung seiner hydrozephalen
Krankheit starb, wieder auf die Pfade der
Pädagogik. Ich spürte, dass ich in meinem Leben noch etwas Sinnvolleres und für die Kinder Helfendes machen wollte. So entschloss
ich mich für die Waldorfpädagogik. Schwerpunkte in der Ausbildung in Mannheim war
neben dem Klassenlehrer die Heilpädagogik
und Musik.
So freue ich mich sehr, dass es sich doch noch
gefügt hat, dass ich an der Engelberger Schule mitwirken darf.
6
Ich heiße Andrea Kiss und wurde vor 34 Jahre in einer Großstadt in Ungarn geboren. Ich
bin Mutter von zwei Kindern, meine Tochter
Lili ist 9 1/2 und Kitti 8 Jahre alt.
In meiner Heimatstadt, wo ich aufgewachsen
bin und die Schule besucht habe, studierte
ich nach dem Abitur an der Pädagogischen
Hochschule für das Lehramt die Fächer Biologie und Sport.
Um die deutsche Sprache zu erlernen und
auch aus Abenteuerlust ... (neue Länder, Kulturen kennen zu lernen) kam ich vor elf Jahre mit meinem Ehemann nach Friedrichshafen
zum Bodensee, wo wir über 9 Jahre lebten.
Durch den Sport, wie Leichtathletik und
Handball, den ich in der Zeit noch selber aktiv betrieben habe, bekam ich sehr schnell
den Zugang zu den Menschen und fing an als
Übungsleiterin in einem Sportverein Kinderund Jugendgruppen zu betreuen. Außerdem
habe ich für Erwachsene Präventiv- und Rehabilitationskurse geleitet und auch als Studioleiterin in einem Sportzentrum gearbeitet.
Nachdem wir vor zwei Jahren nach Ludwigsburg umgezogen sind, ergab sich die Möglichkeit ein Vollzeitstudium am Seminar für
Waldorfpädagogik in Stuttgart zu beginnen.
Anschließend habe ich mich an der Engelberger Waldorfschule beworben.
VORSTELLUNGEN
Gabriele Mathwig
Sachbearbeiterin in der Verwaltung
Meine Lebensgestaltung begann von 47 Jahren in Ellwangen. Später sind wir, d. h. meine
Eltern, meine Schwester und ich, nach Aalen
gezogen, wo ich auch meine gesamte Schulzeit verbrachte.
Auch in meiner kfm. Ausbildungszeit hielt es
mich noch in Aalen. Einige Zeit arbeitete ich
bei der Dt. Bundesbahn, machte dort eine
Zusatzausbildung und sammelte erste Berufserfahrungen.
Mein Leben stellte sich nach
diesen geruhsamen Jahren
völlig auf den Kopf. Nach einer Urlaubsreise nach Ecuador erfüllte ich mir den lang
ersehnten Wunsch nach
Südamerika zu gehen.
Zunächst wollte ich für ein
Jahr Erfahrungen in Ecuador
sammeln. Aus einem Jahr
wurden dann fünf sehr intensive, erfahrungsreiche und lebendige Jahre. Bis heute pflege ich aus dieser Zeit intensive Kontakte. In der ersten Zeit jobbte ich um
das Sprachstudium zu finanzieren. Nach Abschluß dieses Studiums arbeitete ich bei der
Firma Siemens in Quito und führte dort das
Geschäftsleitungssekretariat.
In fünf Jahren geschieht viel und ich ging mit
einer völlig anderen Sichtweise zurück nach
Deutschland. Diese Jahre haben mich sehr
geprägt, sie brachten mir u. a. mehr Gelassenheit und Wachsamkeit für Kulturen und
Werte.
Nach dieser Zeit landete ich zunächst wieder
in Aalen und arbeitete bei der Firma Zeiss.
Dort lernte ich auch meinen Mann kennen,
der aus Hamburg stammt. Wir entschlossen
uns in Deutschlands Mitte, in Kassel, zu leben und fanden dort auch beide interessante
Tätigkeiten. Nach fünf Jahren Kassel bot sich
für meinen Mann eine neue berufliche Herausforderung in Stuttgart, die er gerne annehmen wollte. Bis zur Geburt unserer Tochter arbeitete ich bei der Firma Leitz in Stuttgart
und führte dort das Sekretariat für den neu
bestellten Geschäftsführer.
Eine Folge unseres Umzuges war, dass wir ein
optimal ausbaufähiges 250
Jahre altes Bauernhaus in Plüderhausen fanden, das wir
nun schon viele Jahre in Eigenleistung nach ökologischen Gesichtspunkten umbauen.
In dieser Zeit wurde unsere
Tochter geboren und ein völlig neues „Wachstum“ begann für uns alle. Bestrebt, als
Mutter möglichst „richtige
Wege“ zu gehen, besuchte
ich ein Gordon-Familientraining-Seminar. Inspiriert von
diesen Inhalten machte ich
die Trainerausbildung und führte Gordon-Kurse durch.
Als nach weiteren 4 Jahren unser Sohn zur
Welt kam, war unser Kleeblatt vollständig.
Beide Kinder besuchen die Waldorfschule
und wir sind sehr glücklich über diese Entscheidung.
Ich freue mich, nach meiner familiären Pause von Frau Stürzl in ihr breitgefächertes und
interessantes Aufgabengebiet, das von der
Schulmaterialausgabe bis zur Prüfungsabwicklung der unterschiedlichen Abschlüsse
reicht, eingearbeitet zu werden. Bis zur Beendigung der Altersteilzeit teilen sich Frau
Stürzl und ich die Arbeiten. Ich danke ihr sowie dem Verwaltungsteam für die hilfreiche
und geduldige Unterstützung.
7
VORSTELLUNGEN
Maie Gabele
Neues Mitglied im Vertrauenskreis
Jahrgang 1967 (E,eS)
Tel.: 07181/46387
Mit 12 Jahren kam ich
als Schülerin
an den Engelberg, weil
meine Mutter eine Stelle als Lehrerin angenommen
hatte. Als
Stadtkind
(geboren
und aufgewachsen in
Karlsruhe,
zur Schule
gegangen in Pforzheim) habe ich den Verlust
meiner alten Umgebung schnell überwunden
und mich in der ländlichen Umgebung des
Engelberg bald sehr wohl gefühlt. Viel dazu
beigetragen hat meine Klassenlehrerin Frau
Vetter, die uns mit großem Einsatz und eindrucksvollem Unterricht durch die Mittelstufe geführt hat. Nach dem Abitur hatte ich erst
einmal genug vom Landleben und arbeitete
für ein Jahr als Au-Pair in Paris.
Zurück im Ländle studierte ich an der PHLudwigsburg Kunst, textiles Werken, Deutsch
und Erziehungswissenschaften. Im Unichor
Stuttgart lernte ich meinen Mann kennen und
noch vor dem Staatsexamen stellte unsere erste Tochter mein Studium eindrucksvoll vom
Kopf auf die Füße. Nach dem Examen vergrößerte sich unsere Familie noch um zwei
Töchter. Nun gab es zu Hause viel zu tun und
ich lernte den Kindergarten und die Schule
am Engelberg bald aus Elternperspektive kennen. Unsere Töchter sind 10, 7 und 4 Jahre
alt und besuchen zur Zeit die 1. Klasse und
die 5. Klasse und den Kindergarten.
Ich habe erlebt, wie viel Einsatz und Engagement für einen solchen Schulorganismus nötig
sind. Dass es dabei zu Konflikten und Missverständnissen kommt ist unvermeidlich, und
im Gespräch zu bleiben nicht immer einfach.
Wenn wir durch unsere Arbeit im Vertrauenskreis dazu beitragen können, immer wieder aufeinander zuzugehen, macht die Aufgabe, vor der ich großen Respekt habe, Sinn.
Zugänge im Schuljahr 2003 / 2004
Zum neuen Schuljahr begrüßen wir sehr herzlich:
Frau Christiane Jost. Sie hat die 2b (vormals
Frau Thiele) übernommen.
Frau Susanne Bock. Sie ist wiedergekommen,
um im Fach Französisch auszuhelfen.
Frau Andrea Kiss ist unsere neue Sportlehrerin.
Frau Andrea Berlin-Zinkhahn arbeitet im Therapiebereich.
8
Zwei neue Heileurythmistinnen im Anerkennungsjahr, Frau Hedwig Armstorfer und Frau
Tatjana Ermolaeva, unterstützen unsere Therapiearbeit.
Im Kindergarten sind Frau Katja Schille und
Frau Inka Kurras als Anerkennungspraktikantinnen gekommen, und Frau Gesine Bertz –
Anerkennungspraktikantin im letzten Jahr –
ist nun als Zweitkraft bei uns angestellt.
Frau Gabriele Mathwig arbeitet sich seit den
VORSTELLUNGEN
Osterferien in der Verwaltung in das Aufgabengebiet von Frau Stürzl ein.
Frank Weixler unterstützt seit Mai als Zivi das
Team der Schulmensa. Ebenfalls als Zivis helfen Fabian Beutler, Martin Stoffel und Marc
Weinlaeder den Hausmeistern und Tilmann
Silber im Schulgarten.
Wir wünschen allen neuen Kollegen und Mitarbeitern alles Gute und hoffen, dass sie sich
bei uns wohlfühlen werden.
Margrit Blome (L)
Veränderungen im Bereich der
Lehrer, Erzieher und Mitarbeiter
Der Generationswechsel hat sich seit letztem
Jahr fortgesetzt, und so sind viele Persönlichkeiten zu nennen, die verabschiedet wurden
und ihre Arbeit an der Schule beendet haben:
Frau Marta Böhringer-Szantai war Assistenzlehrerin für ein Jahr.
Herr Martin Burgenmeister hatte im letzten
Schuljahr den Grundkurs Religion für die Abiturienten übernommen; im neuen Abitur ab
2004 wird das Fach Religion nicht mehr angeboten. Seine hochgeschätzte, aktive Mitarbeit im Eltern-Lehrer-Kreis wird er hoffentlich
fortsetzen können.
Herr Reinhard Drengenberg geht teilweise in
Ruhestand: Er behält noch eine Klasse in Englisch.
Unsere Eurythmie-Lehrer, Frau Heike und
Herr Michael Hailer, werden nun an der Waldorfschule Würzburg weiterhin Eurythmie unterrichten.
Frau Annette Bürkle-Isbert hat die Vertretung
als Klassenlehrerin in der Klasse 6b von Frau
Loch beendet.
Frau Gabriele Hermann-Kächele beendete
ihren Auftrag in Musik.
Herr Christian Kleinheins hatte eine Vertretung in der Schreinerei übernommen.
Herr Christian Klöcker war ein Jahr Lehrer mit
Teilauftrag in der Mittelstufe und hat jetzt einen vollen Lehrauftrag an der Oberstufe in
Kirchheim/Teck.
Herr Friedwart Kurras war mehr als 32 Jahre
Lehrer an unserer Schule für Naturwissenschaften und später für Schreinern. Die Schule verdankt ihm einen ungeheuren Einsatz für
die Planung und Errichtung des Neubaus.
Frau Julia Loch ist Mutter geworden und hat
ihre 6. Klasse etwas früher abgegeben.
Herr Volker Rohde, Lehrer in der Schreinerei, geht jetzt an die Meisterschule.
Frau Petra Scheib hat sich in der Verwaltung
ein Jahr lang für uns bemüht, Geldmittel aufzutreiben; mit ihren verschiedenen Initiativen war sie durchaus erfolgreich.
Herr Dieter Schwartz hat sich nach seinen
zahlreichen und initiativen musikalischen Aktivitäten überraschend kurzfristig zu einer Ausbildung zum Klassenlehrer in Witten-Annen
entschlossen. Wir trauern – trotz Mitfreude
über seine Ziele.
Nachdem sie ein Jahr lang erneut Klassenlehrerin bei uns gewesen ist (in Klasse 1b) hat
Frau Berit Thiele die Initiative ergriffen, an die
Waldorfschule Nairobi nach Afrika zu gehen:
ein mutiger Entschluss, zu dem wir ihr von
Herzen alles Gute wünschen!
Frau Birgit Vaihinger-Wahler wechselte – zu
unserem großen Bedauern – an das BurgGymnasium Schorndorf, wo sie neben Sport
auch ihr zweites Fach Biologie unterrichten
kann.
Ihr Praktikum in der Heileurythmie beendeten
Frau Rena Meyer und Herr Matthias Müller.
Im Kindergarten beendeten ihre Erziehertätigkeit Frau Isabelle Eklund sowie die Vorpraktikantinnen Franziska Heilig, Jasmin Helfrich und Sarah Schmidt.
In solch einer kurzen Auflistung ist eine den
Leistungen entsprechende Würdigung der ein9
VORSTELLUNGEN
zelnen Persönlichkeiten gar nicht möglich; sie
alle haben ihr Bestes gegeben und das Schulleben an wichtiger Stelle bereichert: Wir danken ihnen herzlich für ihren Einsatz und wünschen ihnen für ihre weiteren Tätigkeiten Freude und gutes Gelingen.
Georg Stülpnagel (eL)
Der Vorstand
des Engelberger Schulvereins
Seit 22.05.03 ist der neue Vorstand im Amt.
Von links nach rechts sehen Sie:
1) Rainer Isbert, 44 Jahre, Lehrer für Naturwissenschaft und Mathematik. Mitglied der
Schulführungskonferenz. Vater von 2 Kindern
in Schule und Kindergarten. Seit 13 Jahren als
Lehrer an unserer Schule.
10
2) Alexander Dreher, 35 Jahre, Bankkaufmann, Vater von 4 Kindern, zwei an unserer
Schule.
3) Hermann Giesser, 42 Jahre, Dipl.-Ing, Tech.
Geschäftsführer, Vater von 3 Kindern an unserer Schule.
4) Dr. Sigrid Reich, 47 Jahre, Diplombiologin,
Lehrerin für Chemie und Biologie.
Mitglied der Schulführungskonferenz. Mutter
von 2 Kindern an unserer Schule. Seit 7 Jahren als Lehrerin an unserer Schule.
5) Sibylle Nock-Maier, Vorstandsvorsitzende.
47 Jahre, Landwirtschaftsmeisterin, Fremdsprachenkorrespondentin, z.Zt. Hausfrau,
Mutter von 4 Kindern, davon 2 noch an unserer Schule
6) Thomas Bück, 45 Jahre, Dipl.-Ing., Leiter
eines Bauingenieurbüros, Vater von 2 Kindern
an unserer Schule.
nicht im Bild:
Daniel Kemter, 39 Jahre, Lehrer für Mathematik, Physik und Informatik, Vater von 4 Kindern in Schule und Kindergarten. Seit 4 Jahren
als Lehrer an unserer Schule.
SCHULABSCHLÜSSE
Im Jahr 2003 haben folgende Schülerinnen und Schüler
die Prüfung bestanden
Hauptschulabschluss
David Schwegler
Sarah Bauer
Melanie Aigner
Sebastian Heilig
Angelika Herzog
Felix Jirka
Fabian Kaufmann
Lisa Kempel
Johannes KIose
Robin Liskamm
Nick Mammel
Jan Manheimer
Elena Mann
Lukas Möhner
Johanna Neher
Felix Schumann
Felix Stohlmann
Elena Weis
Benjamin Winkler
Thoralf Kersten
Benjamin Klopp
Johanna Manz
Julia Reicherter
Nadine Schieber
Georg Schnabel
Matthias Schramm
Daniel Spieth
Melanie Urban
Katharina Weiß
Teresa Leidinger
Annika-Kristin Menne
Shoko Miyaji
Brighid Möller
Anna Mücke
Stefanie Neuffer
Matthias Rößiger
Achim Schäfer-Stradowsky
Anke Schullerus
Jana Schumann
Hannah Schwegler
Bertram Thomaß
Abraham Ursch
Magdalena Vaudrin
Ingo Walter
Moritz Wilke
Realschulabschluss
Moritz Anton
Marlina Bischoff
Lena Bürkle
Lena Denzer
Simon Ehmann
Lena Galagorri
Jill Geiger
Fachhochschulreife
Stefanie Auwärter
Aniela Bez
Martin Bräuning
Max Dittmann
Cordula Hof
Hella Immler
Abitur
Natascha Altena
Katharina Batsching
Nadja Berger
Anna-Lena Hauser
Anne Heller
Julia Herbrik
Johannes Kirchgeßner
Isabell Koch
Daniel Kreutter
Jonathan Krieger
11
NACHRUF
Hans Christof Valentien
13. März 1927 – 19. April 2003
Hans Christof Valentien kam 1971 als Mathematiklehrer für die Oberstufe an den Engelberg. Bis 1990 unterrichtete er mit Begeisterung sein geliebtes Fach. Mathematisches
Denken bestimmte sein ganzes Leben. Sein
besonderes Anliegen war es, dass die Schüler
durch die Beschäftigung mit der Mathematik ihr Denken beweglich machten. Über das
Handwerkszeug des Rechnens hinaus stellte
er immer wieder die weiterführende Frage,
wie wir zu den mathematischen Gesetzmäßigkeiten kommen, welcher Weg beschritten werden muss, damit eine gesicherte Erkenntnis zustande kommt. Die Regel ist
das Endprodukt dieses Weges. Besonders in
der Geometrie der obersten Klassen machte
er die Schüler damit vertraut, dass es neben
12
der „alten“ euklidischen Geometrie, die darauf ausgerichtet war und ist die Erde „erdvermessend” (geo-metrisch) zu erfassen, eine
„neuere“ Geometrie gibt, die nicht auf fest
gewordenen Formen der Dinge mit festen
geometrischen Formen fußt, auf festen Längen und rechtem Winkel. Hans Christof Valentiens Anliegen war es, bewusstseinsmäßig
von diesen festen Elementen wegzukommen.
Die „neuere”, die projektive Geometrie sucht
nicht die Begrenzung, sondern sie rechnet mit
dem „Unendlich-Fernen”. Aus der Bewegung
entsteht die Form, die in den sich wandelnden Erscheinungen sichtbar wird. Für Hans
Christof Valentien war da ein Ausspruch Rudolf Steiners impulsierend, der einmal sagte:
„Nicht das Bewegte geht aus dem Ruhenden,
NACHRUF
das Ruhende geht ursprünglich aus dem Bewegten hervor.” In einem Aufsatz der „Engelberger Mitteilungen” vom April 1974, Heft
10, hat er ausführlich darüber geschrieben.
Wenn Hans Christof Valentien die Schüler an
das mathematische Denken heranführte, kam
aber auch die andere Seite in ihm zum Tragen: der Heilpädagoge. Diese Seite hat er aus
seinem Leben vor der Engelberger Zeit mitgebracht. Mehr als 10 Jahre verbrachte er in
Camphill in Schottland, als das Heim noch
unter der Leitung von Karl König stand. Dort
hat er eine Klasse von Kindern mit den unterschiedlichsten Behinderungen geführt. Hier
lernte er sich ganz auf die Möglichkeiten von
Menschen einzustellen, deren Denken und
Fühlen sich nicht in den vorgegebenen Normen bewegt. Diese Erfahrungen kamen seinem Unterricht an unserer Schule zugute. Die
gedanklichen Höhenflüge – das war die eine
Seite seines Unterrichts. Auf der anderen Seite gehörte sein Herz den Schülern, die es mit
der Mathematik nicht so leicht hatten, die
sich aber nach ihren besten Kräften darum
bemühten. Sie zu fördern war ihm dabei ein
besonderes Anliegen.
Nach seiner Pensionierung widmete er sich
vorwiegend mathematisch-astronomischen
Berechnungen, die sich besonders mit den
Planetenbahnen beschäftigten. Er war auf dem
Weg, vorhandene Bahnunstimmigkeiten zu
lösen. Diese Arbeit konnte durch die beginnende Krankheit nicht zuende geführt werden.
Wirkliche Mathematik führt immer zur Philosophie. Das anthroposophische Studium hat
er ein Leben lang intensiv betrieben. Dabei
war ein Grundwerk Rudolf Steiners, das ihn
fast täglich begleitete, die „Philosophie der
Freiheit”.
Wenn ich auf die mit Hans Christof Valentien
verbrachte Zeit und die gemeinsame Arbeit
zurückblicke, dann sehe ich einen Freund vor
mir, dessen Geist immer wieder die Bewegung nach dem Unendlichen suchte. Intensive Gespräche bis tief in die Nacht hinein
mit den Schülern auf einer Klassenreise ins
Land der Katharer in den Pyrenäen zeugten
von einer tiefen religiösen Weltsicht, für die
der freie und persönlich bewusste Zugang zur
jenseitigen Welt Lebensgrundlage war. Das
Zusammenspiel von Endlichem und Unendlichem war ihm eine Realität, um die sein
Denken und sein anthroposophisches Studium kreisten. Er hat diesen Zusammenhang
einmal so formuliert: „Allgemein kann man
sagen, dass alle uns gewohnte Regelmäßigkeit von Raumformen durch die Wirklichkeit
des Unendlichfernen bedingt wird.” Das heißt
aber: Das Unendlichferne ist gleichzeitig hier,
indem es das Hier formt. Dass das für ihn real
war, konnte ich in den letzten Gesprächen
mit ihm deutlich erleben. Während sein Körper schwach war und bewegungslos liegen
musste, konnte sein Geist in den Momenten
des Gesprächs wach und klar das leibfreie
Sein umkreisen. Er war da dem Ursprung, der
Ursprungsbewegung für das Ruhende ganz
nah.
Dietrich Schneider (eL)
13
NACHRUF
Dr. med. Günther Hessenbruch
18. Mai 1927 – 30. Juli 2003
Dr. Hessenbruch war unser erster Schularzt.
Er eröffnete seine anthroposophische Arztpraxis in Winterbach, als es in unserer Schule keine 300 Schüler und weniger als 20 Lehrer gab. Noch heute erzählt man sich von der
ländlichen Idylle und dem familiären Schulbetrieb. Das sollte bald anders werden. Zwischen 1966 und 1980 wuchs die Schülerzahl
um das Dreifache, das Kollegium erweiterte
sich um das Vierfache. Dafür wurden die beiden großen Gebäude mit Turnhalle und Holzbau errichtet, die zwei volle Klassenzüge beherbergen.
14
Was Dr. Hessenbruch neben der Arbeit in seiner mehr als vollen Arztpraxis an Zeit und
Kraft übrig blieb, steckte er in den Aufbau des
Therapie- und Förderbereiches an unserer
Schule. So etwas war an Waldorfschulen noch
wenig verbreitet. Es handelte sich also um Pionierarbeit, die er, wie alle Einsätze für die
Schule, ehrenamtlich leistete. Mittwoch für
Mittwoch besprach man sich unter Heileurythmisten und Heilpädagogen, welche Art
von Förderung für ein vorher gründlich besprochenes Kind in Frage komme. Unterrichtsbesuche und der enge Kontakt zum Klas-
NACHRUF
senlehrer gehörten dazu wie das Studium anthroposophischer Menschenkunde.
Ebenso wie die Schüler- und Elternzahl wuchs
auch die Zahl der Patienten, die eine ganzheitliche medizinische Behandlung wünschten. So eröffnete Dr. Spielberger im Remstal
eine weitere Praxis.
Es entstanden Waldorfschulen in Göppingen,
Esslingen und Schwäbisch Gmünd. Das rasche Anwachsen der Schulbewegung brachte auch mancherlei Probleme mit sich, wie
die Integration neuer Kollegen und die Einführung der neuen Eltern in die Waldorfpädagogik. Gelingt die Durchdringung aller
erziehenden Persönlichkeiten mit der spirituellen Substanz der Waldorfschule oder bleibt
das Wachstum ein rein Äußerliches?
Für eine vertiefte Erkenntnis der Menschenkunde aus der Sicht des Arztes hat sich Dr.
Hessenbruch jahrzehntelang eingesetzt und
im Eltern-Lehrer-Arbeitskreis, den er mit aus
der Taufe hob, die Arbeit an pädagogischen
Vorträgen Steiners geleitet. Als Schularzt und
Schülervater hat Dr. Hessenbruch die Entwicklung unserer Schule mit großem Interesse verfolgt und so weit es ihm neben seiner
vollen Arztpraxis überhaupt möglich war, aktiv mitgestaltet. Da er aber nicht unterrichtete, durfte er, nach damaliger Regelung, an der
Schulführungskonferenz, wo über die zukünftige Gestalt der Schule entschieden wurde,
nicht teilnehmen. Das war für ihn, dem die
Schule ebenso am Herzen lag wie seine Patienten, besonders bitter.
Günther Hessenbruch war Idealist, das heißt,
er machte Ideen zu Idealen, nämlich zu Lebenszielen, die er nach Möglichkeit zu verwirklichen suchte. Diese Einstellung setzte er
bei allen voraus, denen die ganzheitliche Entwicklung von Kindern anvertraut war. Das war
ein Anspruch, der nicht immer leicht, manchmal gar nicht zu erfüllen war. So sehr man
seinen Einsatz für die Schule schätzte und die
unbedingte Treue zu allen übernommenen
Aufgaben bewunderte, z. B. die jahrelange
oder auch jahrzehntelange medizinische Begleitung chronisch kranker Patienten, so fühlten sich einige Kollegiumsmitglieder in ihren
besten Absichten doch unverstanden oder
verkannt. Beruhte das vielleicht auf Gegenseitigkeit? 1989 kam es zur Trennung. Damit
ging eine der bewegtesten Zeiten der Freien
Waldorfschule Engelberg zu Ende, die Dr.
Hessenbruch, ihr erster Schularzt, wesentlich
mitgeprägt hat.
Als ich ihn zwei Wochen vor seinem Tode
besuchte, ergriff mich die Jugendlichkeit seines Gesichtsausdruckes und das geistige Feuer in seinen Augen.
Beim Abschied fragte ich, ob ich noch etwas
für ihn tun könne. Da flüsterte er, mit einem
verschmitzten Lächeln: “Ich bin wunschlos
glücklich!”
Diese Stimmung verbreitete er auch unter seinen Angehörigen bei seinem Hingang.
Der Engelberg hat mit ihm einen wirklichen
Freund verloren.
Jürgen Moos (eL)
15
KLASSENSPIELE
„Die Welle“
Klassenspiel der ehemaligen Klasse 9b
Zur Inszenierung
Vom Beginn der Proben an rollte eine gewaltige Begeisterungswelle durch die Klasse
und erfasste alle Beteiligten. Die gesamte Probenzeit war gekennzeichnet von Einsatzfreude und großer Motivation, da es offenbar gelungen war für diese 9. Klasse genau das richtige Theaterstück ausfindig zu machen. Der
einzige Nachteil, der uns viel Kopfschmerzen
bereitete, war die geringe Anzahl der Rollen,
so dass man zahlreiche Dreifachbesetzungen
vornehmen musste.
Im Laufe der Jahre habe ich schon sehr viele
Klassenspiele an unserer Schule einstudieren
dürfen und es war mir immer ein großes Anliegen, sprachlich wertvolle Dramen auszuwählen, also Stücke mit einem poetisch-dichterischen Sprachduktus. Hier entsprach „Die
Welle“ nicht meiner Idealvorstellung, denn
R.Tritt hat sein Stück wohl bewusst in einfachster Alltagssprache geschrieben bzw. sogar
oft im flachen, floskelhaften Jugendjargon.
Das machte aber nun die Arbeit an der Sprache nicht viel leichter, da ja trotzdem laut und
deutlich und vor allem Hochdeutsch gesprochen werden musste!!!
Die „Welle“ ergreift Schüler einer amerikanischen High-School-Klasse, also spielen die
meisten Szenen auch im Klassenzimmer.
Das bedeutet, dass viele Schüler auch als Rolle „Schüler“ darstellen mussten! Man denke
bloß nicht, dass das so einfach war! Im Gegenteil! Man darf ja nicht sich selbst darstellen,
sondern musste als 15-Jähriger einen bestimmten Charakter bzw. einen Typ verkörpern, so wie es die Rolle eben erforderte. Zudem kam noch die Schwierigkeit hinzu, dauernd in der Schulbank sitzen zu müssen, ohne
äußerlich viel agieren zu dürfen. Das erforderte unglaubliche Aufmerksamkeit, Wachheit und Geduld beim Proben. In dieser Beziehung hatte es der agierende Lehrer, der ja
alle Fäden in der Hand hielt, wesentlich einfacher, obwohl auf ihn fast ein Drittel des gesamten Textes entfiel. Eine hervorragende
Leistung der beiden Hauptdarsteller übrigens!
Zuerst erschien mir das Stück in der Anlage
recht übersichtlich und relativ einfach im Aufbau zu sein. Wir entschieden uns gemeinsam
mit den Bühnenbildnern, einen Bühnenaufbau zu schaffen, der ein nahtloses Ineinandergreifen der Szenen möglich machen würde, also eine Inszenierung ohne störende Umbaupausen. Besonders gegen Ende der dreimonatigen Probenzeit erwies sich dies als
große Herausforderung, sowohl für den Regisseur als auch für die Darsteller. Aber ich
glaube, dass vor allem dadurch die Steigerung
der Dramatik auf den Höhepunkt hin so wirkungsvoll werden konnte.
Es war eine harmonische, freudige Gemeinschaftsleistung aller Beteiligten und ich bin
dankbar, dass ich mit dieser Klasse arbeiten
durfte und dass das Ergebnis unserer
Bemühungen so gut überzeugen konnte.
Sieglinde Kurras (L)
16
KLASSENSPIELE
Unterwegs zur Aufführung der Welle
Der Klasse passte eigentlich schon sehr früh
ihr Stück; das, was die Schüler wollten, und
das, was sie ihren Lehrern nach brauchten,
bewegte sich in eine Richtung. Frau Kurras
hatte bereits im Herbst „Die Welle“ ins Spiel
gebracht, nachdem eine erste Anregung von
Frau Brücher ausgegangen war. Ich war
zunächst nicht glücklich mit diesem Vorschlag.
Mir erschien eine Übernahme dieser amerikanischen Sichtweise ein zu simpler Umgang
mit der Frage nach dem Verhältnis von Jugend und Totalitarismus. Auch die Kollegen,
erfahrener und bekannter mit der Klasse, meldeten Bedenken an: Die Sprache wäre zu
konform, sie wirke nicht gestaltend.
So begab ich mich längere Zeit auf die Suche,
durchaus nach einer ähnlichen Problematik.
Allerdings scheiterten die Bemühungen zumeist an meinen Vorgaben, wie z.B. der Be-
setzung: Es war mir wichtig, dass möglichst
alle spielen konnten und dass es keine zu
großen Rollenunterschiede geben sollte (zuletzt schied leider auch „Ab heute heißt du
Sara“ aus - die echte Geschichte eines heranwachsenden, jüdischen Mädchens während
der NS-Zeit in Berlin; zu aufwendig, zu komplex ...). Mit den ersten Proben zerstreute die
Klasse dann aber die gehegten Zweifel, indem sie überraschenderweise eine Herausforderung annahm und sich ihr gewachsen
zeigte. Die Schüler nutzten nämlich schnell
die Chance der nicht-sprachlichen Ausdrucksqualitäten der „Welle“, ohne dabei deren Versatzstücke nur als Comic-Blasen zu
handhaben. Das Thema war ihnen wichtig.
Dies war schon in unserer mitunter anstrengenden Geschichtsepoche im Januar zuvor
deutlich geworden. Bei der Behandlung des
17
KLASSENSPIELE
Dritten Reichs holte sich die Klasse zum
Schluss wieder die notwendige Luft für eine
ungewohnte Sensibilisierung.
So hatte sich „Die Welle“ in diesem Prozess
relativ klar herauskristallisiert. Es fehlte nicht
nur an wirklichen Alternativen; die Klasse hatte sich auch deutlich dafür ausgesprochen.
Nachdem wir die Rollen verteilt hatten, ging
es in der ersten Probenzeit, die ich leitete,
vorrangig um eine Einführung in die Schulklassenszenen und eine allgemeine Textsicherung. Die Motivation in den Besetzungsgruppen war nicht unbedingt gleich; auffällig
war aber auch, dass die Coolness, mit der sich
die Schüler quasi selbst spielten, kaum je auf
Kosten des ernsten Grundzuges ging. Das hielt
18
die Klasse eigentlich während der gesamten
Stückerarbeitung durch; die Schüler spielten
es echt: jung, leichtsinnig, verführt und sie
waren gerade darin selbstkritisch, ohne mit
dem Finger zu zeigen. Diesen Schwebezustand bewunderte ich bis zur letzten Aufführung und ich glaube, dass unter anderem
auch ihre aufgeschlossene Klassengemeinschaft dabei gefestigt wurde. Die entscheidende und mühevolle Theaterarbeit, eine professionelle Regie, das Anpassen der Rollen
etc. wurde dann von Frau Kurras übernommen. Ihrem formenden Einfluss hat es die
Klasse zu verdanken, dass sie ihr Potential realisieren konnte.
Christian Klöcker (L)
KLASSENSPIELE
Schüleräußerungen zu „Die Welle“
Mein erster Eindruck von unserem Klassenspiel „Die Welle“ war anfangs nicht berauschend, aber gegen Ende hat es mir immer
mehr Spaß gemacht. Bei den Aufführungen
waren einige sehr aufgeregt. Frau Kurras, die
mit uns das Stück einstudiert hat, hat das sehr
gut gemacht.
Friedrich Schulz (S)
Als wir im Religionsunterricht der 8. Klasse
das Buch „Die Welle“ lasen, gefiel uns das
Thema gleich. Als es dann so weit war, ein
Klassenspiel auszusuchen, schlug unsere Lehrerin gleich vor, ob wir nicht „Die Welle“ spielen wollen. Als wir uns dann noch zwischen
drei anderen Theaterstücken für „Die Welle“
entschieden hatten, ging es los. Die Rollen
wurden verteilt und wir fingen an zu proben.
Als unser Aufführtermin immer näher rückte
und wir noch nicht weit genug waren, mussten wir ihn dann verschieben. Unsere Generalprobe verlief ziemlich chaotisch, doch die
Aufführung verlief bis auf ein paar Kleinigkeiten ziemlich gut und das Stück fand Gefallen.
Theresa Schmid (S)
Während den Proben für unser Theaterstück
„Die Welle“ waren die Proben natürlich einige Mal genial und ein anderes Mal wiederum so schlecht, dass man am liebsten die
ganze Aufführung hingeschmissen hätte. Doch
als man dann endlich auf der Bühne stand,
war aller Ärger vergessen, auch die Aufregung
war plötzlich wie weggeblasen und es machte mir sogar richtig Spaß dem Publikum unser Stück nahe zu bringen.
Hannah Schüttke (S)
Kurz vor den Ferien schauten wir uns den Film
„Die Welle“ an, die Geschichte, die wir als
Klassenspiel vorgeführt hatten. Uns war allen
klar (nicht aus Eitelkeit), dass wir um einiges
besser gespielt hatten als die Schauspieler vom
Film. Uns verblüffte, wie der Filmtext runtergeleiert war. Allen wurde bewusst, dass wir
die Begeisterung nur deswegen so gut rüberbrachten, weil Frau Kurras viele Stunden in
uns investiert hatte und uns geholfen hat lebendig zu wirken. Ich finde, trotz unangenehmer Zwischenfälle und Fehlern, dass die
ganze Klasse den Stoff und die Warnung der
Geschichte sehr gut meisterte.
Johannes Schmid (S)
19
KLASSENSPIELE
„The Wedding at Ghostmoor Castle“
Englischspiel der ehemaligen Klasse 5b (Haller)
Vor über 30 Jahren schrieb der Schweizer Waldorflehrer Beat Brodbeck ein Englischspiel
für seine Klasse. Inzwischen ist es fast zum Klassiker geworden, vereint es doch Spannung
und Humor mit viel Alltagssprache, etwas Klamauk und einer winzigen Prise Romantik.
Ein wahres Kunststück!
Die Klasse 5b (Haller) hat es mit ihrem Englischlehrer Peter Morris gewagt, „The Wedding
at Ghostmoor Castle“ auf die Bühne zu bringen. Mit tatkräftiger Hilfe von Eltern und Kollegen fanden die Aufführungen kurz vor Schuljahresende, am 19. Juli 2003, im Kleinen
Saal statt.
Und so sah es im Einzelnen aus:
Brian: „I'd like to have a ring - for a lady.“
Mrs Goldfinger:„Oh, I see. Is it for a young lady?“
Mrs Happydale macht sich Sorgen.
Zwei Touristen im Dorf Ghostmoor
Mr Cleverbrain und Mr. Smarthead
20
KLASSENSPIELE
Mrs Candymouth:
„Sie haben's bestimmt noch nicht erfahren …“
Julie admires her new ring
Even Mr Smarthead enjoys dancing!
21
KLASSENSPIELE
Even the cook sees a ghost!
Baker's wife: „As long as the policeman
stays, I'm not afraid!“
„Get out of the way, you idiots!
Ghosts behind us!“
Lady Emily: „Brian! Follow me to the
land of ghosts! Uuuuuuh!“
22
KLASSENSPIELE
Julie and Brian at the wedding party
Lady Beryl, who started all the
problems
The bakers meet Lady Victoria.
Mr McPhantom: „Gold? Brilliant!“
23
KLASSENSPIELE
Chor- und Orchester-Konzert ,
„Till Eulenspiegel“ der ehemaligen Klasse 5 a
Es ist Sonntag, der 13. Juli 2003, 16 Uhr. Auf
der Bühne im großen Saal unserer Schule soll
ein Nachmittagskonzert stattfinden, rechts sind
Stühle, links Podeste in unterschiedlicher
Höhe zu sehen. Im ersten Teil dieses Konzertes will die damalige Klasse 5 a unter der
Leitung ihres Musiklehrers, Herrn Maresch,
ein Werk über „Till Eulenspiegel“ mit Orchester und Chor zu Gehör bringen. Im zweiten
Teil wird das Werk von Carl Orff „Carmina
Burana“ aufgeführt.
Wenn man bedenkt, dass der Musikunterricht
an unserer Schule zu den Fächern gehört, die
nur zwei Stunden pro Woche zur Verfügung
haben, kann man sich fragen, was da wohl
geboten werden könne. Wenn man dazu
noch weiß, dass in unserer 5. Klasse nur eine
Unterrichtsstunde in Musik mit allen Schülern
24
stattfindet, in der anderen Stunde die halbe
Klasse Chorunterricht hat, kann man nochmals
die Frage haben, was da wohl zu hören sein
wird.
Sechsunddreißig Schüler der damaligen Klasse 5 a betreten die Bühne (zwei Schüler fehlen an diesem Nachmittag) und setzen sich
auf ihre Plätze im Orchester. Jeder wird sein
Instrument spielen. der eine seit wenigen Wochen, der andere ein Jahr, wieder ein anderer
zwei Jahre. Für jeden Schüler hat Herr
Maresch eine entsprechende Stimme geschrieben. Ein größerer Teil der Schüler hat
die Flöte zur Hand. Das Konzert beginnt und
die Schüler erzählen instrumental mit freudiger Teilnahme die Geschichte des „Till Eulenspiegel“. Kann es sein, dass ein geübtes
Ohr hört, dass hier Schüler mitwirken, die erst
KLASSENSPIELE
kurze Zeit ihr Instrument spielen? Nach zwei
Sätzen stellt sich die Klasse zum Chor auf und
erzählt nun singend die Geschichte von
„Till Eulenspiegel“ weiter.
wieder „Durchhänger“ gab oder schwierige
Passagen mehrmals hintereinander geübt
werden mussten. Diese begeisternde Atmosphäre befruchtete Schüler und Lehrer.
Sicherlich ist einiges von der Begeisterung der
Kinder in den Saal übergangen, denn der lang
anhaltende Applaus und die freudige Resonanz, die von vielen Zuschauern hinterher zu
erfahren war, hat dies zum Ausdruck gebracht.
Als Klassenlehrer dieser Klasse ist man ja vielleicht nicht ganz objektiv, ich möchte aber
dennoch sagen, dass ich mich sehr gefreut
habe.
Jedoch: Kann man – selbst von einem Waldorflehrer – erwarten, dass er solcherart Projekte in verschiedenen Klassen mit einem derartigen Aufwand an Kraft und Zeit leisten soll?
Diese Frage ist natürlich mit einem eindeutigen „Nein!“ zu beantworten.
Nun ist zu klären, wie es zu diesem erfolgreichen Auftritt kommen konnte. An der Generalprobe am Samstagnachmittag im Pflegeheim
Winterbach kann es alleine nicht gelegen haben. Auch diese Menschen waren vom musikalischen Auftritt der Kinder sehr angetan.
Der Grund ist der große Einsatz von Herrn
Maresch, der in den Einzelstunden mit jeweils
der halben Klasse die Lieder anlegte und das
ganze Werk dann über Wochen hinweg im
Hauptunterricht während des Rhytmischen
Teils zusammenführte. Die Kinder arbeiteten
mit Hingabe mit, auch wenn es hin und
Was ist aber möglich, um solche musikalischen Projekte weiterhin zu starten? Die Schule steckt in ihrer „Sparzwangsjacke“ und kann
zusätzliche Musiker-Kräfte nicht finanzieren.
Findet man vielleicht Menschen, die da finanziell helfen können?
Es könnte ja sein, dass der eine oder andere
Zuhörer, der an jenem 13. Juli die 5. Klasse
erlebt hat (natürlich gehört auch das klassenübergreifende Projekt der „Carmina Burana“ zu diesem Themenkomplex), nun das
Musikleben auf dem Engelberg finanziell unterstützen möchte! Unsere Kinder werden es
Ihnen danken!
Rolf Deiß (L)
25
KLASSENSPIELE
„Hohn der Angst“ von Dario Fo
Klassenspiel der 12b
Verfügung
hatten,
nämlich
4 Wochen, kamen bis zum Schluss
nicht alle Schüler zu den Proben,
(Stadion hatte eben Priorität).Da diese Schüler auch keine Konsequenzen
zu erwarten hatten, änderte sich diese Haltung bis zur Aufführung nicht.
Die jedoch, die zuverlässig zu jeder
Probe erschienen waren und manchmal auch umsonst, hatten dann auch
bald keine Lust mehr.
Endlich war es soweit: Das von den meisten
heiß ersehnte 12. Klass-Spiel stand an! Nachdem einige Stücke im Deutschunterricht vorgestellt worden waren, einigten wir uns
schließlich auf „Hohn der Angst“, eine italienische Verwechselungskomödie von Dario
Fo, dem 1997 der Nobelpreis für Literatur
verliehen wurde. Hohn der Angst spielt in den
1980igern, einer politisch sehr unruhigen Zeit
in Italien. Es handelt von dem Fiat-Chef
Agnelli, dem aus Versehen das Gesicht eines
seiner Arbeiter (Antonio) verpasst wurde. Daraufhin kommt es wegen der zwei existierenden Antonios zu Verwirrungen, vorallem bei
Antonios geschiedener Frau Rosa
und bei der Polizei, die Antonio
verdächtigt, Agnelli entführt zu haben, da letzterer unauffindbar ist.
Die Rollenverteilung fand kurz vor
den Sommerferien statt. Die
Hauptrollen fingen schon in der
letzten Ferienwoche an zu proben,
zu der Zeit trafen sich bereits die
Gruppen für Kulissenbau und Kostüme. Die anfängliche Euphorie
ließ jedoch sehr bald nach: Obwohl wir nur sehr wenig Zeit zur
26
Bei den Kostümen, geleitet von Frau
Guereiro, lief es anfangs relativ gut, doch auch
hier dauerte es wochenlang, bis alle ihre Kostüme besorgt hatten, da die Kostümkammer
für unsere Zwecke nicht sehr viel zu bieten
hatte. Zudem hatte jeder eine andere Vorstellung, was die Kostüme betraf. (Glücklicherweise erklärte sich Frau Jost bereit, uns
im wahrsten Sinne des Wortes ihren Kleiderschrank zur Verfügung zu stellen!! Hier
nochmals vielen Dank.)
Für die Kulissen, unter der Leitung von Herrn
Laue und Frau Locher, legten sich einige
Schüler mächtig ins Zeug und waren oft bis
nachts in der Schule. Zusätzlich mussten wir
KLASSENSPIELE
einen unserer wenigen schulfreien Samstage
opfern, um die Kulissen und die Möbel zu
streichen, was aber Spaß gemacht hat.
Insgesamt war die Probenzeit sehr stressig,
alle waren angespannt und ein paarmal gab
es auch richtig Streit, einige hätten am liebsten ihre Rolle hingeschmissen, doch dank
der Bäckerei Hetzinger, Wasserkocher und
Stereo-Anlage, die in den Pausen in voller
Lautstärke lief, konnte man auch diese Zeit
in unserem 2. Zuhause, dem Großen Saal,
einigermaßen überleben. Eine Woche vor der
Aufführung, eine Katastrophe: Einige Szenen
waren fast noch nie geprobt worden, vor allem
die technisch komplizierteren Dinge wie die
Krankenhaus-Crashs, die Bewegung der Möbel und die Musikeinsätze klappten überhaupt
nicht. Auch das laute und deutliche Sprechen
auf der Großen Bühne fiel den meisten
schwer. Auch die letzte Woche sah nicht viel
versprechend aus. Die Hauptprobe war keine
Hauptprobe und selbst die Generalprobe lief
nicht ohne Unterbrechungen ab. Hätten wir
die Aufführung einen Tag früher gehabt: Es
hätte nicht geklappt!!!
Dann die 1. Aufführung, Freitag-Abend: Wir
waren erstaunt, wieviel und wieoft die Leute
lachten, über Dinge, die wir während der Proben nie lustig gefunden hatten. Unsere größte Sorge, dass die Pointen und Witze nicht
rüberkommen würden, war unbegründet. Wir
und viele Lehrer, die den Verlauf miterlebt
hatten, waren begeistert, da wir nie erwartet
hätten, wieviel Anklang das doch recht kritische Stück fand. Auch Samstag war ähnlich
gut und selbst die gefürchtete Schüleraufführung war ein Erfolg. Der Höhepunkt war
wohl die Szene, als Rosa versucht, ihrem
Antonio gefüllten Schweinsfuß mit dem
Fleischwolf zu füttern.
Ich glaub, obwohl es extrem anstrengend war
und sicher nicht wenige fast die Nerven verloren hätten, lief es eigentlich ganz gut, zumindest die Aufführungen, und trotz allem
haben wir uns alle in gewisser Weise mit dem
Stück und dessen Charakteren verbunden.
Persönlich hätte ich mehr soziales Engagement erwartet, sowohl von einigen Schülern
als auch von gewissen Lehrern. Unser
Klassenspiel hat unsere Klassengemeinschaft
nicht gerade gestärkt.
Zu guter Letzt noch ein großer Dank an all
diejenigen, die soviel Freizeit in unser Klassenspiel investiert haben: Herrn Bode und
Frau Jost für die Einstudierung des Stückes,
Herrn Laue und Frau Locher für den Kulissenbau, Frau Guerreiro für die Kostüme,
Herrn Jäschke, Marco Ongaro, Alexander
Hussung, Benjamin Säurig, Albert Gellert und
Philipp und Stefan Groenewald für die
Beleuchtung.
Phyllis Bussler (S)
27
KLASSENSPIELE
„Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui“ von Bertholt Brecht
Klassenspiel der Klasse 12a
Reaktionen auf das Spiel aus der 11. Klasse
„Das Stück wirft zeitlose Fragen auf, denn jeder muss selbst entscheiden, wie er auf die
Gewaltfrage antwortet.“
„Die Musik passte sehr gut, denn sie schaffte
Atmosphäre und unterstrich das Handlungsgeschehen auf der Bühne.“
„Die durch einen Laptop mit angeschlossenem Beamer auf das Bühnenportal projizierten Schriftzüge
waren eine große Hilfe, das Stück
zu verstehen.“
„Ich muss bekennen, dass ich mich
zu wenig mit den Hintergründen
des Werkes befasst habe, als dass
ich es wirklich verstanden habe.“
„Man merkte, dass viel Arbeit in allem steckte. Die Bühnenbilder waren stimmig, teilweise genial realisiert, technisch revolutionär.“
28
KLASSENSPIELE
„Mich beeindruckte besonders, wie die Spieler in ihre Rolle eintauchten und diese interpretierten. Man hatte das Gefühl, die ganze
Klasse gab ihr Bestes.“
„Ich fand das Spiel genial, auch wenn ich den
Inhalt nicht ganz verstanden habe. Von den
Kulissen, über die Musik, den eingeblendeten Spruchbänder und wie die Schüler gespielt haben, das war gekonnt dargestellt. Man
hat sich fast wie im Kino, nein sogar „echt“
gefühlt.“
„Es war, soweit ich weiß, das erste Realitätsspiel, das heißt mit echt rauchenden Zigarren, echten Pistolen, echten Bierkrügen.“
„Das Stück war zu keiner Zeit langweilig, ja
steigerte sich zum Schluss hin systematisch.
Es war zu jeder Zeit interessant.“
Anmerkung der Redaktion:
Leider ging uns erst nach Redaktionsschluß ein Artikel der Schüler
der 12a zu. Dieser Artikel kann über das Internet:
www.engelberg.net abgerufen werden.
29
SCHULABSCHLÜSSE
Beschreibung der Schulabschlüsse
an der Freien Waldorfschule Engelberg
Hauptschulabschluss
Eigentlich kein eigenständiger Abschluss unserer Schule, die ja eine zwölfjährige Ausbildung vorsieht.
Dennoch kann dieser ab Ende der 9. Klasse angestrebt werden, wenn die Lernleistungen des Schülers
diesen Abschluss als sinnvoll erachten lassen.
Realschulabschluss
In der 12. Klasse ist die Ablegung des Realschulabschlusses möglich. Die besondere Konzeption
unserer Schule lässt ihn erst zu diesem Zeitpunkt zu. Dadurch räumt sie den betroffenen Schülern
aber andererseits die Möglichkeit ein, bis zum Ende der 11. Klasse mit den anderen Schülern gemeinsam zu lernen und weiterhin von den praktischen- und somit auch berufsvorbereitenden- Unterrichtsfächern unserer Schule zu profitieren (z.B. von den handwerklich orientierten Fächern des
praktisch-künstlerischen Unterrichts). Der bestandene Realschulabschluss ermöglicht auch die Aufnahme in die Fachhochschulreife-Klasse. Allerdings müssen hierfür bestimmte Zeugnisnoten in den
schriftlichen Fächern (Deutsch, Mathematik und Englisch) erreicht werden und das Fachhochschulreife-Kollegium muss die Aussicht auf das erfolgreiche Bewältigen eines höheren Abschlusses als
günstig beurteilen.
Fachhochschulreife (FHR)
Ein Abschluss nach der 12. Klasse, den nur noch einige Waldorfschulen anbieten. Die Schüler erhalten nach erfolgreich abgelegter Prüfung ein Zeugnis, welches sie – über die Qualifikationen und
beruflichen Chancen des Realschulabschlusses hinaus – zum Studium an einer Fachhochschule befähigt. Zwingend erforderlich ist hierfür allerdings ein anschließendes praktisches Jahr: Nur auf diese Weise ist die allgemeine Anerkennung dieses Abschlusses gewährleistet. Derzeit wird auf Landesebene angestrebt, dass die Kultusministerkonferenz das Fachhochschulreifezeugnis bundesweit
zum Studium anerkennt.
Abitur
Es wird am Ende der 13. Klasse abgelegt und bestätigt die allgemeine Hochschulreife (baden-württembergisches Zentralabitur). Die Einführung der neuen gymnasialen Oberstufe hatte natürlich auch Änderungen
unserer Prüfungsmodalitäten zur Folge. So gibt es seit diesem Schuljahr für die Schüler keine Möglichkeit mehr,
zwischen dem intensiven Lernen im Leistungskurs und dem moderateren Arbeiten im Grundkurs zu wählen.
Alle Schüler müssen sich nun im Prinzip den gleichen Anforderungen stellen.
Schriftlich geprüft werden die drei Kernkompetenzfächer Deutsch, Mathematik und Englisch, weiterhin
das vom Schüler gewählte Profilfach (Biologie oder Musik).
Mündliche Einzelprüfungen erfolgen für alle Schüler in Geschichte und Französisch. Für die Fächer Chemie
und Kunstgeschichte gilt die neue Form der Hospitationsprüfung.
Außerdem können besondere Lernleistungen in die Abiturnote mit einfließen, so die Jahresarbeiten oder
das Seminarfach der 12.Klasse. Hier entscheidet der Schüler selbst, ob eine Anrechnung erfolgen soll.
Im Prinzip ist durch das neue Abitur der Stundenplan des Schülers relativ fest bestimmt und lässt ihm weniger
Raum für eigene Schwerpunktsetzung als früher.
Eine einzige Alternative in der Wahl der Prüfungsfächer bietet unsere Schule allerdings doch an: So dürfen
sich naturwissenschaftlich interessierte Schüler ab der 12. Klasse für das Fach Biologie entscheiden, während
ihre musisch begabten Mitschüler stattdessen Musik belegen können.
30
SCHULABSCHLÜSSE
Der Musik-LK in Wien: Begegnung mit Musik und Juschu
Nachdem wir im Unterricht so oft über Wien
gesprochen hatten, über Beethoven, Haydn
und Schubert, über die Wiener Klassik und
Wiener Schule und besonders über die Urheber unserer Abitur-Sternchenthemen Bruckner und Mozart, entschlossen wir uns dazu,
leinsdorf (in welcher man uns freundlicherweise kostenlose Beherbergung ermöglichte),
der Besuch der Wiener Sehenswürdigkeiten:
Schloss Schönbrunn und Stephansdom, das
Entdecken der schönen, blauen Donau, des
grünen Wienerwalds und des farben-
Musik-LK in Wien mit Juschu (rechts außen)
diese musikalische Stadt selbst zu besuchen.
Wir, das waren: Die Schülerinnen und Schüler
des Abitur-Musikleistungskurses der Freien
Waldorfschule Engelberg und ich, ihr Lehrer.
Also steuerten wir unseren Schulbus zu Beginn der letzten Pfingstferien in Richtung
Wien.
Um schnell zum Wesentlichen zu kommen
sei hier nun alles für uns eigentlich Periphere, aber dennoch Schöne oder Notwendige,
in knapper Form aufgelistet: das angenehme
Übernachten in der Waldorfschule Pötz-
strotzenden Hundertwasserhauses, das Bestaunen von Jugendstil und Sezession und das
neugierige, die Geruchsnerven betörende Erleben des fast schon orientalisch anmutenden
Naschmarkts.
All dies war sehr, sehr eindrucksvoll. Aber unser eigentliches Interesse galt natürlich der
Musik.
Ein Konzert im Musikverein brachte schließlich
die erhoffte musikalische Beute: Tschaikowskys Violinkonzert D-Dur (von der Solistin auf
31
SCHULABSCHLÜSSE
einer Stradivari gespielt) und anschließend
Mahlers mächtige 5. Sinfonie standen auf dem
Programm. Bei letzterem Werk waren wir uns
alle darüber einig, dass man es eigentlich nur
hier im Wiener Musikverein richtig und authentisch aufführen könne. Allzu sehr schien
sich dieses Tongemälde mit seinen Ornamenten und Ranken, seinen Variationen und
Natureindrücken untrennbar mit dem Jugendstil dieses Bauwerks zu vereinigen.
Ein weiterer musikalischer Höhepunkt war
der Besuch der Wiener Musikhochschule, welche seit kurzer Zeit in einem neuen, sehr ansprechenden Gebäude residiert. Hier wurden
wir von dem Wiener Kompositionsprofessor
Ivan Eröd durch die Räumlichkeiten geführt
und in seinem Gefolge durften wir sogar unvermittelt in den Unterricht hineinplatzen.
Zum Beispiel bei der Kammersängerin Marjana Lipovsek (eine weltbekannte Wagnerinterpretin), wo wir auf diese Weise den Ablauf
einer zu übenden Opern-Szene störten (aber
natürlich sehr ehrfurchterfüllt!).
Wenn ich an dieser Stelle mit dem Aufzählen
unserer musikalischen Aktivitäten abbreche
und mich einem weiteren, aufregenden Geschehen zuwende, so soll dies nicht darüber
hinweg täuschen, dass wir unser eigentliches
Interesse, wie bereits erwähnt, der Musik widmeten. Schließlich waren wir als Musik-LK auf
Reisen.
Dennoch gilt es nun endlich, von einem
außergewöhnlichen Treffen zu berichten, das
man nicht alle Tage erlebt und das, zumindest in der Anfangsphase unserer Reiseplanung, noch gar nicht vorhersehbar war.
Die Wurzel dieses Ereignisses lag in einem
Kompositionsprojekt, welchem wir uns
während einer unserer Musikepochen stellten und welches die Musik des XX. Jahrhunderts zum Inhalt hatte.
32
Natürlich kommt man bei einem solchen Vorhaben mit dem klanglichen Experimentieren
und Improvisieren auf dem eigenen Instrument in Berührung. Und auf diese Weise entstand eine klang- und geräuschvolle Komposition, die wir auch anlässlich eines Konzertes aufführten. Dieses Werk hatte ein kritisches Gedicht als Grundlage. In diesem ging es
um das Schicksal eines jüdischen Jungen, genannt Juschu, der zusammen mit seinem Vater aus dem Krakauer Ghetto in das KZ Buchenwald deportiert wurde. Diese entsetzliche, wahre Begebenheit geschah im Jahr
1942, Juschu war damals drei Jahre alt. Das
Kind konnte in Buchenwald nur deshalb überleben, weil ihn einige tapfere Gefangene unter Lebensgefahr vor der SA in der Kleiderkammer versteckten, hier hielten sich die Aufseher wegen der Läuseplage nicht gern auf.
Übrigens stammt einer dieser Lebensretter aus
unserer unmittelbaren Umgebung: Willi Bleicher, der frühere Bezirksleiter der IG Metall
in Baden-Württemberg, der für diese mutige
Tat im Jahr 1978 von der Internationalen Liga
für Menschenrechte mit der Carl-von-Ossietzky-Medaille ausgezeichnet wurde und
dem die Ehre zuteil wurde, auf dem Berg des
Gedenkens in Jerusalem einen Baum pflanzen zu dürfen (nicht viele Deutsche erhielten
diese Auszeichnung!).
Juschu konnte das Lager nach der Befreiung
durch die Amerikaner im Mai 1945 zusammen mit seinem Vater wieder verlassen.
Die Geschichte des Buchenwalder Kindes
wurde später von Bruno Apitz in seinem Buch
„Nackt unter Wölfen“ als Roman veröffentlicht und daraufhin unter dem Buchtitel sogar auch verfilmt und rief internationales Interesse und Anteilnahme hervor.
Durch Zufall, der sich eigentlich erst wenige
Tage vor Reisebeginn einstellte, erfuhren wir,
dass der heute vierundsechzigjährige Juschu
derzeit in Wien lebt. Wir hatten während un-
SCHULABSCHLÜSSE
seres Komponierens so viel über das Buchenwaldkind geredet, über sein Ergehen diskutiert und uns mit seiner Geschichte verbunden, dass wir beschlossen, mit Juschu in
Verbindung zu treten.
Dies erwies sich als gar nicht so einfach, denn
die Belagerung durch die Medien in den letzten Jahren trieb ihn offensichtlich zu eher
scheuem und zurückhaltendem Umgang mit
all denen, die sich für seine Vergangenheit interessierten. Aber schließlich gelang es uns
doch noch, ein Treffen mit Juschu zu vereinbaren.
Dieses fand gleich am Tag unserer Anreise
statt. Juschu hatte sich angesichts des schönen Wetters als Treffpunkt eine Gartenwirtschaft ausgesucht.
des Lagerlebens preiszugeben pflegte, schon
oft der Lüge bezichtigt und ihm vorgeworfen,
dass man sich an solch frühkindliche Geschehnisse kaum ungetrübt erinnern könne.
Seither sage er also nichts mehr, wenn er nach
seiner Buchenwaldzeit gefragt werde.
Diese Haltung galt es zu respektieren.
Dennoch war die Begegnung mit Juschu sehr
eindrucksvoll und hat uns hinterher auch noch
über die musikalischen Eindrücke hinaus so
manchen Gesprächsstoff geliefert. Und sie hat
sicherlich auch dazu verholfen, dass sich diese Wienfahrt auf intensive Weise von einer
gewöhnlichen touristischen Unternehmung
abhob.
Harry Schröder (L)
Hier saßen wir also nun zusammen mit Juschu und wir erzählten ihm von unserer Komposition, von unserer Schule und von all dem,
was uns an seiner Geschichte betroffen machte. Auf diese Weise kamen wir zu einem facettenreichen Gespräch, das sich vornehmlich um Judentum, Geschichte und Politik
drehte. Er zeigte uns einige Fotos, von seinem
Vater und auch von Willi Bleicher, dem er bis
zu dessen Tod im Jahr 1981 eng verbunden
war. Und wir erfuhren von seinem heutigen,
uneigennützigen Engagement für die Nachkommen ehemals Verfolgter des NS-Staates,
der Juden und der Roma, und von seinen musikalischen Veranstaltungen, die das Gedenken
an die Opfer der Nazi-Zeit und die damit verbundene Mahnung aufrecht erhalten sollen.
Nur eines erzählte er uns nicht, und genau
dies hätte uns natürlich am meisten interessiert: nämlich seine eigene, kindliche Erinnerung an die schreckliche Zeit des KZ-Aufenthalts.
Juschu entgegnete, man habe ihn in einer Zeit,
als er durchaus noch seine eigene Sichtweise
33
KLASSENFAHRT
Klassenfahrt nach Bielsko-Biala
ehemalige Klasse 12a
Zur Planung einer Klassenfahrt
Die Klassenfahrt am Ende des zwölften Schuljahres ist in der Regel die letzte Möglichkeit,
als Klassengemeinschaft eine größere Unternehmung durchzuführen. Will man diesen
Abschluss der gemeinsamen Schulzeit nun
aber als wirkliche Gemeinschaft feiern und
nicht zur reinen Pflichtveranstaltung verkommen lassen, so bedeutet das für die Planung,
dass ein Projekt gefunden werden muss, mit
dem sich jeder in der Klasse identifizieren
.... nun gut, sagen wir: arrangieren kann. Auch
wenn diese Überlegungen nicht unbedingt
auf den kleinsten gemeinsamen Nenner hinauslaufen müssen, so ist dieser in der Regel
doch schnell gefunden: Ab in den Süden,
... Beine hochlegen und, na ja, für die ganz
Eifrigen noch ein bisschen Kunst, damit sich
das Ganze als Kulturreise tarnen lässt.
Doch nicht so an unserer Schule! Den blauäugig auf ihrem Recht auf Faulheit bestehenden
Schülern der zwölften Klassen tönt aus dem
Lehrerkollegium seit ein paar Jahren ein entschiedenes „So nicht!“ entgegen. Zu den üblichen Meinungsverschiedenheiten innerhalb
der Klasse aufgrund der unterschiedlichen
Interessen kommt seitdem folgendes
erschwerend hinzu: Ein ordentliches, von der
Lehrerkonferenz anerkanntes Projekt soll es
sein, das natürlich gewissen Ansprüchen an
den sozialen und/oder kulturellen Austausch
mit den Menschen in dem zu bereisenden
Land genügen muss.
Dies stellt, zumindest in Bezug auf unsere Klasse, ein (fast) unlösbares Problem dar. Schließlich muss ein solches Projekt nicht nur
gefunden, sondern auch noch geplant und
gemeinsam durchgeführt werden. Konkret
bedeutete das Diskussionen, die sich vom Anfang des zwölften Schuljahres bis kurz vor den
Abfahrtstermin hinzogen. Das Ziel war dabei
34
noch das geringste Problem, da Herr Isbert,
unser Klassenbetreuer, schon recht früh Verbindungen mit der Skola Waldorfska in
Bielsko-Biala in Polen aufgenommen hatte.
Für den Großteil der Klasse war unser östliches Nachbarland, das wir meistenteils nur
von der Landkarte und aus Vorurteilen kannten, zwar nicht gerade erste Wahl, aber
mangels konkreter Alternativen hielt sich der
Protest doch in Grenzen. Bald wurde jedoch
deutlich, dass an der dortigen Waldorfschule
keine Renovierungsarbeiten auf uns warteten,
wie es zunächst geheißen hatte. Wir einigten
uns darauf, einen Projektnachmittag mit Kindern zu veranstalten, an dem wir der dortigen Bevölkerung die Besonderheiten der
Waldorfschule mit Hilfe verschiedener Workshops nahe bringen wollten. Dieser löbliche
Vorsatz genügte aber den hohen Ansprüchen
an ein Projekt zum kulturellen Austausch noch
nicht, weshalb nach endlosen (meist jedoch
fruchtlosen) Diskussionen und vielen Unstimmigkeiten mehr oder weniger über die
Köpfe der uneinsichtigen Schüler hinweg entschieden wurde, unsere polnischen Freunde
zusätzlich auch noch mit unserem Eurythmieabschluss zu beglücken.
Die Anreise
So kam es, dass wir am Montag, den
14. Juli 2003 in Begleitung von Frau Mothes,
Frau Buschkühl, Frau Stollwerk und Herrn
Isbert nach Polen aufbrachen. Den Bus teilten wir uns im Übrigen mit unserer Parallelklasse, da diese sich zur gleichen Zeit ebenfalls nach Südpolen gezogen fühlte. Nach 14
Stunden kurzweiliger Fahrt, auf der nur die
unerwartete Einreisegebühr an der Grenze
und die polnischen Autobahnen mit z.T. hoher Reliefintensität für leichte Verstimmung
sorgten, lieferten wir die Parallelklasse gegen
Organisationsstrukturen
der
Freien Waldorfschule Engelberg
Organe der Schule
Organe des Schulvereins
Organe im Umfeld der Schule
Stand: Oktober 2003
Beilage der Mitteilungen Heft 75 Herbst 2003
Inhalt
Organe der Schule
Arbeitskreis „Neue Eltern“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .5
Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6
Aufnahmegremium . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .4
Bibliotheksgremium . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .5
Eltern-Erzieherinnen-Kreis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .5
Fachkonferenzen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .4
Initiativkreis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3
Oberstufenkonferenz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3
Pädagogische Konferenz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3
Qualitätskoordinatoren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .4
Redaktionskreis „14 Tage“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6
Redaktionskreis Mitteilungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6
Schulführungskonferenz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3
Technische Konferenz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3
Kernzeitbetreuung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6
Organe des Schulvereins
Arbeitskreis Neubauküche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .12
Beirat . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .8
Deputatskreis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .11
Eltern-Lehrer-Kreis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .10
Elternbeitragsgremium . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .12
Gehaltsgremium . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .12
Geschäftsführung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .9
Küchen-Initiative . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .12
Mitgliederversammlung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .8
Vertrauenskreis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .11
Vorstand . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .8
Organe im Umfeld der Schule
Arbeitskreis für Waldorfschulen im Ausland . . . . . . . . . . . . .14
Biologisch-dynamische Kleingärtnergruppe Engelberg . . . . . .14
Freundeskreis Ehemaliger Engelberger . . . . . . . . . . . . . . . . .15
Martinsmarkt-Initiativkreis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .14
Veranstaltungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .16
2
ORGANE DER SCHULE
Organe der Schule
Schulführungskonferenz (SFK)
Die SFK leitet die Schule. Sie berät und beschließt sämtliche Angelegenheiten, die mit Personal- und Strukturfragen der Schule zu tun haben. Sie erteilt den Arbeitskreisen und Gremien ihre Mandate.
Leitung:
Initiativkreis (INI-Kreis)
Tagung:
Jeden 2. Montag, 16.15 bis ~ 19.30 Uhr
Mitglieder:
Prinzipiell alle Kollegiumsmitglieder nach Beendigung der Probezeit, die
bereit sind, die Verantwortung der Schulführung mitzutragen; außerdem
zwei berufene Elternvertreter(innen): z.Zt. Hartmut Weiß
Initiativkreis (INI-Kreis)
Die Mitglieder des INI-Kreises werden von der SFK benannt. Sie bereiten die SFK vor und leiten sie. Im Bedarfsfall hat der INI-Kreis in der Zeit zwischen den Schulführungskonferenzen Entscheidungsvollmacht.
Leitung:
Frank Hussung (L) 0 71 81 - 704 308
Gesine Brücher (L) 0 71 81 - 4 43 81
Tagung:
Jeden 2. Mittwoch, 16.05 Uhr
Mitglieder:
Karl-Hellmuth Eymann (L) 0 71 81 - 704 233
Ute Graf (L) 0 71 81 - 704 252
Marianne Muschter (L) 0 71 81 - 94 56 80
Patrick Petitjean (L) 0 71 53 - 4 29 97
und die Mitglieder der Geschäftsführung.
Pädagogische Konferenz (PK)
Die PK dient der gemeinsamen pädagogischen Arbeit und ihrer menschenkundlichen Vertiefung.
Leitung:
Ursula Lukas (L) 0 71 81 - 7 78 53
Stefan Möhner (L) 0 71 81 - 704 256
Albert Prothmann (L) 0 70 22 - 97 72 35
Eva Schmunk (L) 0 71 81 - 32 06
Tagung:
Donnerstags, von 17.05 - 18.00 Uhr
Mitglieder:
Alle Kollegiumsmitglieder
Technische Konferenz (TK)
Die TK dient der Information, Beratung und Beschlußfassung über organisatorische Fragen.
Leitung:
Wie bei der PK.
Tagung:
Donnerstags, 18.00 - 19.00 Uhr
Mitglieder:
alle Kollegiumsmitglieder
Oberstufenkonferenz (ObStK)
Sie berät über die pädagogischen Angelegenheiten der Oberstufe und hat dafür von der SFK
das Mandat erhalten.
Leitung:
Dr. Heinrich Kruckelmann (L) 0 71 81 - 4 16 77
Tagung:
Jeden 2. Montag, 16.15 - 18.00 Uhr (im Wechsel mit der SFK)
Mitglieder:
Alle Oberstufenkolleginnen und -kollegen
3
ORGANE DER SCHULE
Fachkonferenzen
Jedes Kollegiumsmitglied ist Mitglied in einem Fachkreis. Die Fachkreise erhalten ihre Mandate
von der SFK. Sie beraten und geben kollegiale Hilfestellung in fachlichen Fragen und treffen
eine Vorauswahl bei Bewerbungen. Außerdem obliegt den Fachkonferenzen die Deputatsverteilung auf die einzelnen Kollegen in Absprache mit dem Deputatskreis. Derzeit gibt es
folgende Fachkreise:
- Biologie/Chemie
- Deutsch/Geschichte/Kunstgeschichte
- Englisch
- Eurythmie
- Französisch
- Handarbeit
- Kernzeit
- Kindergarten
- Klassenlehrer (1.-6.)
- Küche
- Mathematik/Physik
- Mittelstufenlehrer (7.-9.) - Musik
- Praktisch-Künstlerischer-Unterricht (PKU)
- Religion
- Sport
- Therapie
- Verwaltung
Tagung:
Donnerstags, 16.00 - 17.00 Uhr bzw. nach Absprache;
die Religionslehrer tagen freitags nach Absprache.
Qualitätskoordinatoren
Die Qualitätskoordinatoren sind von der Schulführungskonferenz beauftragt das eingeleitete
Qualitätssicherungsverfahren zu begleiten.
Ansprechpartner: Michael Zimmer (L) 0 71 81 - 704 305
Tagung:
Bei Bedarf
Mitglieder:
Oliver Haller (L) 0 71 81 - 7 53 30
Walter Schmid (M) 0 71 81 - 704 215
Margy Walter (E) 0 71 53 - 5 14 74
Siegfried Häußer (L) 0 71 95 - 91 00 38
Aufnahmegremium
Das Aufnahmegremium führt die Aufnahmegespräche für die kommenden 1. Klassen durch.
Leitung:
Rosemarie Knorr (L) 0 71 81 - 7 46 01
Tagung:
Nach Absprache
Mitglieder:
Godja Andersen (L) 0 71 81 - 704 261
Bernhard Jährling (L) 0 71 81 - 30 07
Sabine Kreßler (L) 0 71 81 - 704 217
Hildegard Mothes (L) 0 71 81 - 4 46 51
Patrick Petitjean (L) 0 71 53 - 4 29 97
Eva Schmunk (L) 0 71 81 - 32 06
Michael Zimmer (L) 0 71 81 - 704 305
Aufnahme von Quereinsteigern in die Unterstufe - Koordination:
Brgitte Schlageter-Jährling (M) 0 71 81 - 30 07
Aufnahme von Quereinsteigern in die Mittelstufe - Koordination:
Beate von Ribbeck (L) 0 71 81 - 25 30 90
Aufnahme von Quereinsteigern in die Oberstufe:
erfolgt direkt durch das jeweilige Klassenkollegium
4
ORGANE DER SCHULE
Arbeitskreis „Neue Eltern”
Durchführung der Informationsveranstaltungen für die Eltern der kommenden 1. Klassen.
Planung und Leitung:
Gesine Brücher (L) 0 71 81 - 4 43 81
Rosemarie Knorr (L) 0 71 81 - 7 46 01
Mitglieder aus der Elternschaft: Simone Satorius (E) 0 71 81 - 4 48 71
Brigitte Schlageter-Jährling (M) 0 71 81 - 30 07
Tagung:
nach Absprache
Eltern-Erzieherinnen-Kreis (EEK)
Der EEK begleitet und fördert alle Belange des Kindergartens in beratender und vermittelnder Weise. Der EEK wird von der SFK ein Mandat erhalten.
Ansprechpartner:
Annette Bürkle-Isbert (E) 0 71 51 - 90 97 44
Daniela Illenberger (E) 0 71 51 - 99 65 55
Gisela Keck (K) 0 71 95 - 6 59 73
Birgit Klotz (K) 0 71 81 - 4 26 41
Tagung:
In der Regel alle 4 Wochen, mittwochs um 20.15 Uhr:
Termine in 2004: 14.01., 04.02., 03.03., 31.03., 05.05., 09.06.
Mitglieder:
Zur Mitarbeit sind grundsätzlich alle Erzieherinnen und alle
Eltern eingeladen.
Bibliotheksgremium
Leitung:
Georg Stülpnagel (L) 07181-704 254
Tagung:
Bei Bedarf
Mitglieder:
Wolfgang Altemüller (eL), Ulrike Betti (L), Peter Bone (L) Hermann Kefer (M),
Dr. Heinrich Kruckelmann (L), Helmut Meyndt (L), Albert Roche (L),
Walter Schafarschik (L), Dietrich Schneider (L), Yvonne Streiff (L).
Die Bibliothek ist – fast – eine reine Lehrerbibliothek, weil Herr Kefer sie nur an drei Vormittagen pro Woche betreuen kann. Die Benutzer müssen sorgfältig eingeführt und für Rückgabemahnungen im Hause erreichbar sein. Es gibt Ausnahmen. – Der Katalog wird zur Zeit auf
Computer umgestellt, ein besonderes Programm ist in Arbeit. Die einheitliche Beschilderung
der Regale muß noch durchgeführt werden. Wir haben bereits etwa 16.000 Bände signiert
und katalogisiert.
„Der Laden“
Öffnungszeiten:
Täglich von 9 - 13 und 15 - 18 Uhr
Mittwoch und Samstag von 8.30 - 13 Uhr
Montags geschlossen
Naturkost
Kurze Straße 6
71332 Waiblingen
Telefon 0 71 51 / 56 15 18
ORGANE DER SCHULE
Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit
Der Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit hat sein Mandat von der SFK. Er vertritt die Schule in der
Öffentlichkeit. Den Redaktionskreisen „Mitteilungen” und „14-Tage” erteilt er die Mandate.
Tagung:
Bei Bedarf
Mitglieder:
Wolf Altemüller (eL) 0 71 81 - 7 26 95
Gesine Brücher (L) 0 71 81 - 4 43 81
Marion Denzer (K) 0 71 81 - 4 11 93
Sabine Kleinheins (L) 0 71 81 - 4 36 13
Wolfgang Reinecker (E) 0 71 81 - 60 52 00
Walter Schmid (M) 0 71 81 - 704 215
Kriemhilde Stürzl (M) 0 71 81 - 704 214
Victoria Waltl (E) 0 71 81 - 4 23 16
Redaktionskreis „14-Tage”
Zwei Teams erarbeiten abwechselnd das „14-Tage”-Blatt. Das Blatt ist ein Informationsinstrument, das im 14-Tage-Rhythmus über die aktuellen, kurzfristigen Geschehnisse innerhalb
und im weiteren Umfeld der Schule berichtet. Der Seitenumfang ist jeweils zwischen 4 und
8 DIN A5 Seiten.
Tagung:
14-tägig
Mitglieder:
Bernd Attinger (E), Gabriele Falkenstein (E), Anita Hieber (E)
Jürgen Kittsteiner (E), Hartmut Weiß (E)
Redaktionskreis Mitteilungen
Zwei Mal im Jahr werden die Mitteilungen herausgegeben. In ihnen erfolgt eine Rückschau auf
die wichtigsten Schulereignisse. Das Herbstheft dient darüber hinaus der Information im Schulzusammenhang, während in der Frühjahrsausgabe jeweils ein Schwerpunktthema herausgestellt wird.
Tagung:
Bei Bedarf
Mitglieder:
Carmen Burke (E), Hermann Giesser (E),
Siegfried Häußer (L), Thomas Heller (E), Dietrich Schneider (eL),
Harry Schröder, Margy Walter (E)
Kernzeitbetreuung (Verlässliche Grundschule)
Im Rahmen der „verlässlichen” Grundschule bietet die Freie Waldorfschule Engelberg ein Betreuungsangebot für Kinder der 1. – 4. Klasse an:
Montag bis Freitag von 11.30 – 13.30 Uhr. Dadurch ist – anschließend an die Unterrichtszeit – für diese Kinder eine durchgehende Betreuung bis 13.30 Uhr gewährleistet.
Die pädagogische Betreuung umfasst künstlerisches und handwerkliches Gestalten, Bewegungsspiele und vor allem Möglichkeiten zum freien Spiel. Das gemeinsame Mittagessen (Salat, hauptgericht, Nachtisch, Getränk) findet in der jeweiligen Gruppe statt.
Der Unkostenbeitrag beträgt monatlich je Kind 13, – Euro. Pro Mahlzeit kommen 2,80 Euro
hinzu. Die Kosten werden monatlich abgerechnet.
Zur Zeit bestehen 4 Gruppen. Die Anzahl der Plätze ist begrenzt. Sowie ihr Kind aufgenommen werden kann, erhalten sie eine schriftliche Benachrichtigung.
Infomaterial und Anmeldeformulare sind bei Frau Krieger erhältlich.
Tel.:
07181 – 704 0
oder
07181 – 704 271
6
Galagorri
Orthopädie-Schuhtechnik
Ihr Partner für Fußgesundheit
· Orthopädische Einlagen nach Maß
oder Gipsmodell
· Orthopädische Schuhzurichtungen
· Orthopädische Sporteinlagen
· Orthopädische Maßschuhe, Innenschuhe
und Fußorthesen
· Elektronische Fußdruckmessung
· Diabetesadaptierte Fußbettungen
· Kompressionsstrümpfe und Bandagen
Hafenmarkt 13 73728 Esslingen
Telefon 07 11/3 10 86 30
Telefax 07 11/3 10 86 31
Gönnen Sie Ihren Füßen Schuhe von
FinnComfort. Sie sind herrlich
bequem, besitzen eine
fußgerechte Passform
und die wunderbaren,
auswechselbaren
Fußbettungen
zum Entspannen
und Vitalisieren.
Modell Linz
für Damen und Herren
DAS SCHUHAUS
HAFENMARKT 13 • ESSLINGEN • TEL. 07 11 / 35 36 07
Made in Germany
ORGANE DES SCHULVEREINS
ORGANE DES ENGELBERGER SCHULVEREINS
Mitgliederversammlung (§6 der Engelberger Schulvereinssatzung)
Der Mitgliederversammlung obliegt die Willensbildung in grundsätzlichen und besonders
wichtigen Vereinsfragen. Die ordentliche Mitgliederversammlung wird mindestens einmal im
Geschäftsjahr vom Vorstand einberufen.
Beirat (§7 der Engelberger Schulvereinssatzung)
Der Beirat wird vom Vorstand über alle wichtigen Angelegenheiten des Vereins informiert
und angehört.
Leitung:
Kerstin Lilienfein (L) 0 71 53 - 61 51 93
Tagung:
Mindestens 4 x im Schuljahr
Mitglieder:
Alle wichtigen Gremien der Schulgemeinschaft, insbesondere der ElternLehrer-Kreis, entsenden Vertreter in den Beirat, welcher aus mindestens 10
Persönlichkeiten bestehen sollte; der Eltern-Lehrer-Kreis befindet darüber,
welche Gremien Vertreter entsenden.
Brigitte Schlageter-Jährling (E) 0 71 81 - 30 07
Brigitte Schlageter-Jährling (E) 0 71 81 - 30 07
Petra Schrayßhuen(E) 0 71 81 - 29 52
Jörg Müller (E) 0 71 53 - 2 68 08
Alexandra Hüttig (L) 0 71 81 - 25 60 80
Gabriele Petitjean (K) 0 71 53 - 4 29 97
Franziska Illichmann (M) 0 71 81 - 4 44 00
Karl-Hellmuth Eymann (L) 0 71 81 - 704 233
Kerstin Lilienfein (L) 0 71 53 - 61 51 93
Leonore Völker (E) 07 11 - 36 43 52
Hartmut Nolte (M) 0 71 81 - 704 284
Margy Walter (E) 0 71 53 - 5 49 33
n.n.
n.n.
Arbeitskreis „Neue Eltern”
Beitragsgremium
Eltern-Lehrer-Kreis
Eltern-Lehrer-Kreis
FEE
Kindergarten
Küche
Lehrerkollegium
Lehrerkollegium
Martinsmarkt-Initiativkreis
Mitarbeiter
Redaktionskreis Mitteilungen
Öffentlichkeitskreis
„14 Tage”-Blatt
Vorstand (§8 der Engelberger Schulvereinssatzung)
Der Vorstand leitet den Verein und verwaltet das Vereinsvermögen im Rahmen des Vereinsrechts und unter Beachtung der Grund- und Schulordnung. Er setzt die rechtlichen und wirtschaftlichen Ziele und arbeitet eng mit der Geschäftsführung zusammen. Er wird von der Mitgliederversammlung auf Vorschlag des Beirats bestellt.
Tagung:
In der Regel jeden 2. Mittwoch, 18.30 Uhr
Vorsitz:
Sybille Nock-Maier (E) 0 71 51 - 66 07 20
Mitglieder:
Thomas Bück (E) 0 71 53 - 94 52 70
Alexander Dreher (E) 0 71 81 - 25 85 86
Hermann Giesser (E) 0 71 95 - 17 43 51
Rainer Isbert (L) 0 71 51 - 90 97 44
Daniel Kemter (L) 0 71 81 - 99 40 82
Dr. Sigrid Reich (L) 0 71 81 - 7 22 73
8
ORGANE DES SCHULVEREINS
Geschäftsführung (GF) - (§9 der Engelberger Schulvereinssatzung)
Der Vorstand beauftragt einen Wirtschaftsfachmann, die Führung der laufenden Geschäfte gemeinsam mit 2 oder 3 vom Kollegium bestimmten Lehrerinnen und Lehrern wahrzunehmen.
Die Mitglieder des Lehrerkollegiums arbeiten für ca. 3 Jahre in der Geschäftsführung mit.
Hauptamtlicher Geschäftsführer:
Walter Schmid (M) 0 71 81 - 704 215
Tagung:
Freitags, 11.45 Uhr
Mitglieder:
Martin Schmidt (L) 0 71 81 - 60 57 92
Verwaltung
Waltraud Bachofer (M) 0 71 81 - 704 212
Kriemhilde Stuerzl (M) 0 71 81 - 704 214
Hannelore Süpfle (M) 0 71 81 - 704 213
Ute Villwock (M) 0 71 81 - 704 211
Gabriele Mathwig (M) 0 71 81 - 704 214
Schulsekretariat Silke Krieger (M) 0 71 81 - 704 0
Giessers Messerlädle
Fabrikverkauf
Messer,Taschenmesser,
Tafelbesteck,
Scheren
Wir erwarten Sie am Do. 16.00 bis 18.30 Uhr
Fr. 15.00 bis 18.000 Uhr und
Sa. 10.00 bis 12.00 Uhr.
In Winnenden, Waiblinger Str. 7 (B14)
ORGANE DES SCHULVEREINS
Eltern-Lehrer-Kreis (ELK) - (§10 der Engelberger Schulvereinssatzung)
Leitung – Vorbereitungskreis des ELK:
Martin Burgenmeister (E) 0 71 83 - 35 12
Peter Bounin (E) 0 71 53 - 95 83 93
Bernhard Jährling (L) 0 71 81 - 30 07
Constanze Merzbach (E) 0 71 95 - 29 80
Achim von Sporschill (E) 0 71 51 - 7 58 89
Tagung:
Freitags, etwa alle 3 Wochen um 20.15 Uhr
Mitglieder:
Beteiligen kann sich jedes Mitglied des Schulvereins, das zur Mitarbeit
bereit ist. Jede Klasse sollte vertreten sein.
Wer sich für die Schule als Ganzes engagieren möchte, dem bietet sich insbesondere der Eltern-Lehrer-Kreis an. Wie der Name sagt, treffen sich im ELK Eltern - möglichst aus allen Klassen – und einige Lehrerinnen und Lehrer. Wie die einzelnen Klassen vertreten sind, regeln
sie selbst (meist eher durch Absprache als durch Wahl).
Der Eltern-Lehrer-Kreis dient dem Austausch zwischen Eltern und Lehrern bei all denjenigen
Fragen, die über den Bereich des persönlichen Gespräches hinausgehen. Hier können alle
Themen besprochen werden, die nicht nur innerhalb einer Klasse, sondern für die Schulgemeinschaft wichtig sind. Der Kreis ist daher in erster Linie ein Forum der Meinungsbildung
an unserer Schule – manchmal auch mit lebendigen Diskussionen. Die behandelten Themen
werden aus Vorschlägen ausgewählt, die im Eltern-Lehrer-Kreis gemacht werden oder die von
außerhalb an ihn herangetragen werden. In der letzten Zeit waren dies vor allem die Qualitätsentwicklung, die Samstagsfrage (frei oder nicht?), die Reformen in Mittelstufe und Oberstufe, die Beteiligung der Eltern im Schulganzen.
Die Zusammenkünfte werden von einer Gruppe regelmäßig mitarbeitender Eltern und Lehrer
vorbereitet, die dabei auch überlegt, wer für ein bestimmtes Thema zum Referieren angesprochen werden kann. Bei einzelnen Themen geht es nur um Information, bei anderen hingegen ist auch die Meinungsbildung wichtig; und manchmal wird auch eine Empfehlung abgegeben, so z.B. in der Diskussion um die Regelung des Rauchens auf dem Schulgelände. Begonnen werden die Abende mit einer kurzgefaßten Arbeit an einem Text, der in Beziehung
zur Waldorf-Pädagogik steht. Darauf folgt ein Bericht über wichtige Ereignisse in der Schule
oder auch über Ereignisse außerhalb, die für die Schule wichtig sind, gegebenenfalls gefolgt
von einer Vorstellung einer neuen Lehrerpersönlichkeit. Von den Informations- und Diskussionsthemen wird eines ausführlich besprochen und – falls die Zeit reicht – ein weiteres Thema weniger ausführlich diskutiert. Dazu kommen noch Informationen über Veranstaltungen usw.
Satzungsmäßig hat der Eltern-Lehrer-Kreis folgende Aufgaben: Er wählt die Mitglieder des Beirates, er wählt jedes Jahr die Mitglieder des Vertrauenskreises und nimmt mindestens einen Bericht des Vertrauenskreises über seine Arbeit entgegen; er beschließt in gemeinsamer Sitzung
mit dem Martinsmarkt-Arbeitskreis über die Verteilung des Erlöses des Martinsmarktes. Außerdem gehört er zu denjenigen Gremien, die der Beirat anhören muß, bevor er der Mitgliederversammlung seinen Vorschlag des neu zu wählenden Vorstandes präsentiert.
Der Eltern-Lehrer-Kreis lebt von der Mitarbeit der Menschen an unserer Schule. Je größer die
Zahl derjenigen, die sich regelmäßig beteiligen, ist, desto besser ist das für die Information
und Meinungsbildung innerhalb der Schule. Für die Mitwirkung von Eltern in der Schule ist der
ELK eine wertvolle Gesprächsebene. Eltern und Lehrer sind darum herzlich eingeladen, zum
Eltern-Lehrer-Kreis zu kommen und regelmäßig mitzuarbeiten oder bei interessierenden Themen dabeizusein.
10
ORGANE DES SCHULVEREINS
Vertrauenskreis
Der Vertrauenskreis vermittelt bei Problemfällen und zwischenmenschlichen Konflikten. Bei
Abmeldungen von Schülerinnen und Schülern wird von ihm bei den Eltern um die Hintergründe nachgefragt. Er wird vom ELK gewählt.
Seit Novemnber 2001 setzt sich der Verkrauenskreis aus folgenden Personen zusammen, die
sich im Frühsommer 2003 zur Wiederwahl stellen werden:
Aus der Lehrerschaft (von der Schulführungskonferenz vorgeschlagen):
Ulrike Betti
0 71 81 - 2 57 97 40
Sebastian Junghans
01 72 - 7 14 34 76
Eva Schmunk
0 71 81 - 32 06
Ilse Williams
0 71 44 - 9 23 63
Aus der Elternschaft (vom Eltern-Lehrer-Kreis gewählt):
Maie Gabele
0 71 81 463 87
Sonja Haupt
0 71 53 - 7 16 73
Anne Oesterle-Kuhn
0 71 51 - 6 28 45
Fritz Rapp
01 60 - 8 46 56 98
Aus der Mandatsbeschreibung des Vertrauenskreis:
„Unser Schulorganismus lebt vom gegenseitigen Verständnis und der guten Zusammenarbeit
seiner Glieder. Wo es Konflikte gibt, verstummt oft das persönliche Gespräch zwischen den Beteiligten. Sie brauchen einen Vermittler, manchmal sind auch mehrere Personen nötig. Jedes
Mitglied des Vertrauenskreises ist bereit für Eltern, Lehrer und auch Schüler als Vermittler und
Ansprechpartner zu dienen. Wir handeln dabei in eigener Verantwortung mit dem einzigen
Ziel: das gegenseitige Verständnis und die Zusammenarbeit im Schulorganismus zu fördern.
Der Vertrauenskreis (VK) versteht sich als Vermittlungsorgan:
a)nach Aufforderung in Konfliktfällen;
b)zur Übermittlung wichtiger Informationen über Probleme zwischen Elternschaft und Kollegium in beiden Richtungen.“
Deputatskreis
Der Deputatskreis hat sein Mandat von der SFK erhalten. Er verschafft sich einen Überblick über
die Deputate der Kollegen und legt der SFK Empfehlungen vor.
Leitung: Geschäftsführer 0 71 81 - 704 215
Tagung: Bei Bedarf
Mitglieder: Wolfgang Bühler (L) 07181 - 98 91 50
Wolfgang Kersten (L) 0 71 81 - 704 257
Peter Morris (L) 0 71 81 - 6 91 31
Eva Schmunk (L) 0 71 81 - 32 06
Maria Schulz (L) 0 71 81 - 704 279
Yvonne Streiff (L) 0711- 632444
11
ORGANE DES SCHULVEREINS
Elternbeitragsgremium
Das Elternbeitragsgremium führt auf der Grundlage der Beitragsordnung die Finanzgespräche
mit den Eltern.
Leitung:
Geschäftsführer 0 71 81 - 704 215
Tagung:
Bei Bedarf
Mitglieder:
Susanne Giesser (E) 0 71 95 - 17 43 51
Hans-Dieter Kainzbauer-Hilbert (E) 0 71 81 - 7 50 86
Lutz Scharf-Martini (E) 0 71 81 - 7 23 22
Gabriele Kauber (E) 0 71 95 - 29 80
Brigitte Schlageter-Jährling (M) 0 71 81 - 30 07
Silke Ziegler (E) 0 71 81 - 25 54 44
Ute Villwock (M) 0 71 53 - 94 42 10
Gehaltsgremium
Das Gehaltsgremium entscheidet auf der Grundlage der Gehaltsordnung über finanzielle Beihilfen an Mitarbeiter.
Leitung:
Geschäftsführer 0 71 81 - 704 215
Tagung:
Bei Bedarf
Mitglieder:
Margrit Blome (L) 0 71 81 - 4 59 10
Wolfgang Bühler (L) 0 71 81 - 98 91 50
Küchen-Initiative
Franziska Illichmann und Stefanie Mirk sind Angestellte der Schule. Franziska Illichmann hat
die verantwortliche Schulküchenleitung. Stefanie Mirk ist Mitarbeiterin in der Schulmensa.
Unterstützt werden sie durch teilzeit- und ehrenamtlich beschäftigte Mütter. Es gilt zu planen,
zu kalkulieren, auszuführen, zu aktualisieren, aufzuräumen – alle Arbeiten rund um’s Mittagsmahl, das den denkenden und künstlerisch arbeitenden Schülern, Lehrern, und Gästen
am Nachmittag die nötige Schwungkraft zum Weiterlernen geben möchte, zu bewältigen.
Leitung:
Franziska Illichmann (M) 0 71 81 - 4 44 00
Mitarbeiterin: Stefanie Mirk (M) 0 71 81 - 48 15 49
Arbeit:
Montag bis Freitag vo 8 Uhr bis 16 Uhr mit wechselnder Besetzung
Arbeitskreis Neubauküche
Der Arbeitskreis Neubauküche betreut und organisiert die Benutzung der Küche im Neubau.
Der Schlüssel für die Neubauküche kann nach Absprache mit Frau Kittsteiner ( 0 71 81 - 36 79
oder 01 60 - 96 74 63 08 ) oder Frau Rekow ( 0 71 81 - 25 91 59 ) bei Frau Süpfle in der Verwaltung abgeholt werden.
Koordination der Küchenbenutzung (Küchenplan):
Marika Kittsteiner (E) 0 71 81 - 36 79 oder 0160 - 96 74 63 08
oder
Heidi Rekow (E) 0 71 81 - 25 91 59
12
N & M NATUR UND MANAGEMENT GMBH
Naturkost Trautner
... im Einklang mit der Natur
Wir bieten Ihnen ein umfangreiches Sortiment an Demeter- und Biolandprodukten, sowie Produkten aus kontrolliert-biologischem Anbau.
Wir führen im Bereich Körperpflege und Kosmetik u.a. Weleda, Wala
sowie Biokosma, Logona und Speick.
Unsere Öffnungszeiten sind im Laden ...
Winterbach
Mo, Di, Do
08.00 bis 12.30 Uhr
und
14.30 bis 18.00 Uhr
Mi
08.00 bis 12.30 Uhr
Fr
08.00 bis 18.00 Uhr
Sa
08.00 bis 12.30 Uhr
Westergasse 6, 73650 Winterbach, 07181 44304
N & M NATUR UND MANAGEMENT GMBH
Schwalbenstr. 16
73650 Winterbach
Telefon: 07181 7 52 58 und 0171 6544724
Fax: 07181 48 16 50
e-Mail: [email protected]
ORGANE IM UMFELD DER SCHULE
Organe im Umfeld der Freien Waldorfschule Engelberg
Biologisch-dynamische Kleingärtnergruppe Engelberg
Gemeinsame Arbeit in Theorie und Praxis an den geisteswissenschaftlichen Grundlagen der biologisch-dynamischen Wirtschaftsweise.
Leitung:
Karl-Hellmuth Eymann (L) 0 71 81 - 704 233
Fritz Manteufel (eM) 0 71 81 - 704 218
Peter Schlegel (eE) 0 71 81 - 7 21 38
Tagung:
Am 2. Dienstag eines jeden Monats um 20 Uhr im Gartenbauraum von
Karl-Hellmuth Eymann (neben dem Stall)
Mitglieder:
Alle interessierten Eltern und Lehrer
Martinsmarkt-Initiativkreis (MM)
Der MM organisiert und bereitet den Martinsmarkt vor.
Leitung:
Rolf Deiß (L) 0 71 51 - 60 31 83
Tagung:
Bei Bedarf
Mitglieder:
Elternvertreter aus den Klassen.
In den Martinsmarkt-Richtlinien heißt es unter Punkt 2:
„Der Martinsmarkt-Arbeitskreis ist voll verantwortlich für Organisation und ordnungsgemäßen Ablauf und hat die hierzu notwendige Entscheidungsbefugnis. Alle Initiativen,
Vorschläge, Veränderungen, Ideen usw. sind mit dem Martinsmarkt-Arbeitskreis abzuklären, um die Koordination im Gesamtgefüge des Marktes zu gewährleisten.”
Mit dieser Aufgabenstellung beschäftigt sich der Arbeitskreis an 5 bis 8 Terminen über das
Jahr verteilt. Dazu ist es sehr hilfreich und erleichtert die Arbeit sehr, wenn aus jeder Klasse ein
Vertreter bei den Sitzungen anwesend ist.
Ein besonderes Anliegen des Arbeitskreises ist es, ein ausgewogenes Warenangebot zu bekommen, wobei der Anteil der Kommissionsware möglichst klein gehalten werden soll. Das bedeutet jedoch, dass in den Klassen (Schüler und Eltern) noch viel mehr gewerkelt und gebastelt werden sollte. Ein weiteres Anliegen ist, besondere Aktivitäten zu bekommen. Dabei sei
an die Weltausstellung über Waldorfpädagogik oder an die wunderschöne und wertvolle
Turmalinausstellung in den letzten Jahren erinnert. Der Arbeitskreis freut sich über jede Anregung, so dass dieses große Schulfest immer wieder mit attraktiven Angeboten noch schöner und interessanter werden kann.
Gerne möchten wir mit diesem kurzen Einblick in unsere Arbeit Eltern zur Mitarbeit ermutigen, denn es sind längst nicht alle Klassen ausreichend im Martinsmarkt-Arbeitskreis vertreten.
Arbeitskreis für Waldorfschulen im Ausland
(Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners)
Der Arbeitskreis unterstützt und fördert Waldorfschulen im Ausland und ist um Kulturaustausch
bemüht. Besomdere Beziehungen bestehen zu den Lehrerseminaren in Peru und Estland.
Tagung:
Bei Bedarf
Mitglieder:
Heide Vetter (L) 0 71 81 - 43 450
Karl-Hellmuth Eymann (L), Bettina Helfer (L), Gabi Herb (L), Martin Schmidt (L),
Rex Raab (Schularchitekt), Dieter und Petra Schrayshuen (E),
Frank Zimmermann (eE)
14
ORGANE IM UMFELD DER SCHULE
Freundeskreis Ehemaliger Engelberger e.V. (FEE)
Der Freundeskreis Ehemaliger Engelberger will vor allem Kontakte zwischen ehemaligen und
jetzigen Schülern knüpfen, z.B. durch alljährliche Berufsinfotage für die Schüler der Oberstufe. Im Ehemaligen-Café am Martinsmarkt können sich alle Ehemaligen treffen und austauschen. Außerdem unterstützt FEE u.a. Unterrichts-Projekte an der Schule und organisiert
kulturelle Veranstaltungen. Neue Mitglieder sind jederzeit willkommen!
Vorstand:
Matthias Prinz, Martin Pillwein, Dietrich Schneider, Klaus-Werner Kroll
Kontakt:
FEE e.V.
c/o Freie Waldorfschule Engelberg
Rudolf-Steiner-Weg 4
73650 Winterbach
Tel.:
07 11 - 9 31 95 75
Fax:
07 11 - 9 31 95 76
E-Mail: [email protected]
Restaurieren
&
Dekorieren
Einrichten
A
E
ANTIQUITÄTEN & EINRICHTUNG
• fachger. restaurierte Antiquitäten
• Landhaustische in verschiedenen
Holzarten & Größen
• int. Möbelkollektionen
• Polster und Decostoffe
• Vincent Sheppard Lloyd Loom Collektion
• Sonderanfertigungen in eigener Werkstatt
Nadia & Michael
Heukeshoven
Bahnhofstraße 93
70736 Fellbach
0711 / 5 10 93 39
15
VERANSTALTUNGEN
Veranstaltungen
Herbst 2003
2003
Nov. 15.
16.
26.
30.
Martinsmarkt
Martinsmarkt
Feier zum Totengedenken
Führung durch die Schule
(14.00 bis 18.00 Uhr)
(13.00 bis 17.00 Uhr)
(20.15)
(16.00 Uhr)
Dez. 20. Oberuferer Paradeis- und Christgeburtspiel (19.00 Uhr)
21. Oberuferer Paradeisspiel
(16.00 Uhr) ab der 3. Klasse
Oberuferer Christgeburtspiel
(Einlass 17.00 Uhr) ab 6 Jahre
aktuelle Termine und Veranstaltungen
finden Sie im Internet:
www.engelberg.net
Ferien und einzelne schulfreie Tage
(Stand 05.02.2003)
für das Schuljahr 2003/2004
Fr 31.10.2003 Sa 22.11.2003
Sa 06.12.2003
Sa 20.12.2003 Di 06.01.2004
Sa 31.01.2004
Sa 21.02.2004 Sa 20.03.2004
Sa 03.04.2004 Sa 01.05.2004
Sa 15.05.2004 Do 10.06.2004
Sa 03.07.2004
Sa 17.07.2004
Do 29.07.2004 -
16
Sa 08.11.2003
Schulfreier Samstag
Schulfreier Samstag
Mo 05.01.2004
Heilige Drei Könige
Schulfreier Samstag
Sa 28.02.2004
Schulfreier Samstag
Sa 17.04.2004
Tag der Arbeit
Sa 05.06.2004
Fronleichnam
Schulfreier Samstag
Schulfreier Samstag
Sa 11.09.2004
Herbstferien 2003
(Lehrertagung)
Weihnachtsferien 2003/04
Fastnachtsferien 2004
Osterferien 2004
Pfingstferien 2004
Sommerferien 2004
KLASSENFAHRT
23.00 Uhr in ihrem Luxusdomizil ab und fuhren noch gut anderthalb Stunden bis zu unserer (im positiven Sinne!) bescheidenen Unterkunft in der Waldorfschule in Bielsko-Biala.
Die Schule befindet sich am Südrand der Stadt
in einem schönen, relativ alten Gebäude mit
wohl recht bewegter Geschichte.
Verköstigung im „Club Gaia“
Was unsere Mahlzeiten betraf, hatten wir das
unwahrscheinliche Glück, dass sich direkt neben unser Schule der „Club Gaia“ (bei uns
„Erd-Club“ genannt) befand, der von einer
Gruppe politisch sehr engagierter Leute geleitet wird. Wie uns einer der Leiter dieses
Clubs in einem Diavortrag mit großer Begeisterung berichtete, bilden diese Leute eine Bewegung, die mit allerlei Aktionen und „Events“
gegen Rassismus, Umweltzerstörung usw. öffentliche Aufmerksamkeit zu erregen und die
Politik zum Handeln zu zwingen versucht.
Der Idealismus dieser Menschen kam zum
Leidwesen einiger in unserer Klasse auch in
dem Essen zum Ausdruck, das wir dort bekamen, denn dieses war zwar gut zubereitet,
aber rein vegetarisch. So war niemand wirklich
böse darüber, dass wir uns an ein paar Tagen
dann doch selbst in der Stadt versorgen mussten, zumal die Preise für Lebensmittel in Polen im Vergleich zu unseren Verhältnissen
doch mehr als günstig sind. Wer bei unseren
Streifzügen durch die Stadt zu faul war, um
selber zu suchen, was er brauchte, der konnte sich außerdem nützliche Tipps bei
Alexandra einholen, einer überaus freundlichen Studentin, die uns auf unseren Ausflügen begleitete, um bei der Verständigung zwischen uns und ihren Landsleuten mitzuhelfen.
Eurythmie auf polnischen Bühnen
Schon die Proben für unsere zwei geplanten
Eurythmieaufführungen gestalteten sich recht
schwierig, da uns in der dortigen Schule nur
ein vergleichsweise kleiner Raum zur Verfügung stand. Als wir uns dann aber mit den
polnischen Bühnen vertraut machen konnten, mussten wir zugeben, dass das im Grunde nur von Vorteil war. Diese erwiesen sich
nämlich als so klein, dass man beim Ausbreiten der Arme fast schon acht geben musste,
nicht die Hände beiderseits zwischen den Kulissen verschwinden zu lassen.
Die erste Aufführung, die uns freundlicherweise durch die Organisatoren der Parallelklasse ermöglicht worden war, fand denn auch
aufgrund der beschriebenen räumlichen Gegebenheiten vor der Bühne statt. Die Sorge,
dass dadurch der Platz für die Zuschauer zu
sehr beschränkt würde, stellte sich leider als
völlig unbegründet heraus. Zwar traf irgendwann mit großer Verspätung und in ausgelassener Ferienstimmung (die auf uns so gar
nicht übergreifen wollte)unsere Parallelklasse
ein, die einheimische Bevölkerung aber ließ
sich genauso wenig blicken wie der Bürgermeister der Ortschaft, der unserem Kommen
angeblich mit so großer Begeisterung entgegengefiebert hatte. So brachen wir die Aufführung denn irgendwann ab, da sich der Unterhaltungswert für das vorhandene Publikum
offensichtlich in engen Grenzen hielt. Eine
kleine Entschädigung für die missglückte Aufführung war das gemeinsame Grillen am
Abend auf dem „Anwesen“ der Parallelklasse, wenn auch die polnischen Würste nicht
unbedingt unseren Geschmack trafen, ganz
im Gegenteil zu anderen Spezialitäten der
polnischen Küche. Das lag daran, dass diese
Würstchen fast ausschließlich aus dem wohl
wichtigsten Grundnahrungsmittel in Polen bestanden, nämlich aus Fett.
Erfolgreicher war glücklicherweise die Aufführung im Theater von Bielsko-Biala am Freitag Abend, so dass sie einen versöhnlichen
Abschluss unserer Eurythmie-Karriere darstellte. Der Saal, der ca. 100 Leute fassen
konnte, war gut zur Hälfte voll, und, was noch
wichtiger war: Nicht nur unsere Freunde vom
35
KLASSENFAHRT
„Club Gaia“ zeigten sich begeistert, sondern
selbst einige Kinder waren so beeindruckt,
dass sie die Aufführung mit großen Augen und
offenen Mündern verfolgten!
Der Projektnachmittag
Am Freitagnachmittag fand vor der Aufführung
in Bielsko-Biala in einem Gebäude direkt neben dem Theater der andere Teil unseres Projektes statt. In einem Raum hatten wir eine
Ausstellung aufgebaut, in der aus jedem Schuljahr der Waldorfschulzeit etwas zu finden war.
Bilder u.ä. aus den unteren Klassen konnte
die dortige Waldorfschule selbst zur Verfügung stellen, da sie bisher aber nicht über die
sechste Klasse hinausgeht, hatten wir für die
Schuljahre ab der siebten Klasse aufwärts
eigene Epochenhefte und Werke aus den
PKU-Fächern mitgebracht. Zusätzlich hatten
wir große Plakate mit dem „Waldorflehrplan“
für jedes Schuljahr aufgehängt, die zwar leider in deutscher Sprache verfasst und somit
für die meisten Besucher völlig unverständlich waren, aber dennoch ein recht gutes Bild
abgaben (und doch wenigstens für uns sehr
informativ waren).
Parallel zu dieser Ausstellung fanden unsere
Workshops mit den polnischen Kindern statt,
die wie auch die Ausstellung erfreulicherweise weit besser besucht waren als befürchtet.
In drei verschiedenen Gruppen wurden
Jonglierbälle gebastelt und anschließend das
Jonglieren geübt, mit Wasserfarben gemalt
und liebevoll kleine Tierchen aus Ton geformt.
Nicht nur die Kinder waren mit großem Eifer
bei der Sache, auch die Eltern zeigten ehrliches Interesse, einige nahmen selbst gern an
den Workshops teil. Erstaunlich war dieses
große Interesse an unserer Präsentation in erster Linie deshalb, weil die Waldorfschule in
Polen im Prinzip völlig unbekannt ist, denn
schließlich gibt es außer der „unsrigen“ im
ganzen Land nur noch eine weitere, und zwar
in Warschau.
36
Unsere Ausflüge
Das aus meiner Sicht wohl eindrücklichste Erlebnis unserer Polenfahrt war die Besichtigung
des Konzentrationslagers Auschwitz. Während
der mehrstündigen Führung durch das Stammlager und das ein paar Kilometer entfernt liegende Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau
konnte jeder einen Eindruck von dem bekommen, was hier im Zweiten Weltkrieg geschehen ist. Die Gespräche erstarben rasch,
und die bedrückte Stimmung war jedem ins
Gesicht geschrieben. Von einem „Grauen“ zu
sprechen ist gerade im Zusammenhang mit
Auschwitz sicherlich nicht übertrieben, denn
wer während dem Gang durch das Lager in
Verbindung mit der Schilderung der Ereignisse noch eine gewisse innere Distanz aufrechterhalten kann, den wird es spätestens
dann überkommen, wenn er wie wir am Ende
der Besichtigung bei schönstem Wetter von
den in geradezu unwirklich schöner Umgebung liegenden Krematorien über die sogenannte „Rampe“ zurück zum Ausgang des
Lagers geht.
Unser zweiter Ausflug, den wir gemeinsam
mit der Klasse 12b unternehmen konnten,
führte uns nach Krakau. Einige Stunden hatten
wir Zeit, in kleinen Grüppchen durch die Stadt
zu streifen, um uns die Sehenswürdigkeiten
anzuschauen und uns nach preiswerten Einkaufsmöglichkeiten umzusehen. Langweilig
dürfte es dabei niemandem geworden sein,
vielmehr hätte man sich noch etwas mehr Zeit
gewünscht, um sich wenigstens die interessantesten Punkte der Stadt in Ruhe ansehen
zu können. Es ist schwer zu sagen, was den
besonderen Reiz von Krakau ausmacht, aber
vielleicht ist es zu einem gewissen Anteil das
unbestimmte Gefühl, das einen bei der Betrachtung verschiedener Stellen der Stadt beschleichen kann, etwas Bekanntes und doch
Fremdartiges vor sich zu haben.
KLASSENFAHRT
Eine Reise wert
Wenn sich auch das ein oder andere unserer
Vorurteil über Polen bestätigt haben mag, was
beispielsweise schlechte Straßen und heruntergekommene Häuserfassaden in vielen Städten betrifft, so hat doch auch das für manch einen seine angenehmen Seiten (war da nicht
was mit Alkohol und Zigaretten zu Niedrigstpreisen?), und außerdem verblassen die weniger schönen Eindrücke ganz und gar vor den
schönen Seiten dieses Landes, zu denen nicht
zuletzt die überaus große Gastfreundlichkeit
seiner Bewohner gehört.
Uns wird diese Klassenfahrt mit Sicherheit in
bester Erinnerung bleiben, denn wir hatten
die Möglichkeit, uns ein Bild zu machen von
einem Land, dem wir im Allgemeinen viel zu
wenig Beachtung schenken. Das Wetter nämlich war so gut, dass es auch in Italien nicht
besser hätte sein können, was wir insbesondere auf der Rückfahrt feststellen konnten, als
die Klimaanlage unseres Busses vor den Strapazen der polnischen Autobahnen kapitulierte
und ihren Geist aufgab. Und die Städte, Sehenswürdigkeiten, Land und Leute haben uns
so beeindruckt, dass wir nur jedem versichern
können: Polen ist allemal eine Reise wert!
Michael Bauer (S)
Es wird neu aufgebaut:
Wolle / Seide Unterwäsche
Die Stütze
Der besondere Laden
auch fürs Kind
Unser weiteres Angebot:
Käthe Kruse Puppen
Bücher
Kunstkarten
Holzspielzeug
Babypflege
Seidentücher
und mehr
73650 Winterbach, Brunnengasse 3
(in der Nähe des Marktplatzes)
Telefon: 07181-76541
Öffnungszeiten:
Montag bis Samstag 9.00 – 12.30 Uhr
Dienstag und Freitag Nachmittag 15.00 – 18.00 Uhr
37
KLASSENFAHRT
„Faust“-Workshop am Goetheanum
Klassenfahrt der ehemaligen Klassen 12a und 12b nach Dornach
Zwölf Jahre Waldorfschule und noch nie im
Goetheanum gewesen? Das kann doch nicht
sein!!! Um diese Bildungslücke zu füllen,
machten wir uns am Freitag, den 23.05.2003
in Richtung Dornach auf. Mit dabei waren die
beiden 12. Klassen und all diejenigen Lehrer,
die sich im Kampf um die letzten freien Plätze erfolgreich durchgesetzt hatten. Die Idee
zu dieser Unternehmung kam von Herrn
Häusser und Herrn Schad, die, inspiriert von
der Faust-Epoche, eine Möglichkeit suchten,
diese Thematik weiter zu vertiefen, wofür sich
der zweitägige Faust-Workshop am Goetheanum bestens eignete.
Nach vier Stunden Busfahrt kamen wir endlich
im „Mekka der Anthroposophen“ an, beeindruckt und ein wenig sprachlos vom Anblick,
der sich uns dort bot: Häuser in den unglaublichsten Formen, und Menschen, die
mehr oder weniger durch die Gegend
„schwebten“. Das etwas farblos wirkende
Goetheanum weckte in uns Waldorfschülern
sofort das Bedürfnis, Pinsel und Farbeimer in
die Hand zu nehmen und unserer Kreativität
freien Lauf zu lassen, woran wir jedoch gehindert wurden.
Nach der Begrüßung ging es gleich weiter zum
Mittagessen, welches geschmacklich stark an
die Schulküche erinnerte und so heimische
Gefühle bei uns weckte. Noch ganz geschafft
vom Schneiden der Pizza, die wir mit vereinten Kräften dann noch klein bekommen
hatten, bezogen wir unser Quartier im Holzhaus. Später folgte der Faust-Workshop, dem
eine Demonstration der Szenen „Straße“ und
„Studierzimmer“ vorausging. Vor allem die
verschiedenen Ansätze der Interpretation
(Faust als berechnender Wissenschaftler oder
doch eher als naiver Liebhaber?) veranschaulichten uns, welche Ideen, Überlegungen
und Gedanken hinter einem Drama wie
38
„Faust“ stehen können. Im folgenden Workshop teilten wir uns in vier Gruppen auf, wobei sich zwei mit der Schauspielerei (die Verkörperung des Bösen bzw. Darstellung der ersten Begegnung Fausts mit Gretchen) beschäftigten. In der dritten Gruppe wurde
erläutert und selbst ausprobiert, wie man Hexen eurythmisch darstellt, die vierte befasste
sich mit der Bühnentechnik des Goetheanums.
Im Anschluss an den Workshop, der wohl sehr
interessant war, ließen wir uns Herrn Schad
zuliebe darauf ein, auf der großen Bühne des
Goetheanums die „Zuneigung“ des Faust zu
rezitieren, was auch mehr oder weniger klappte. Zum Abendessen trafen wir uns in der Jugendsektion. Danach ging es in den englischen Saal, wo die Einleitung zur Werkstattaufführung des „Faust“ stattfand. Doch gerade nach dieser vielversprechenden Einführung
waren wir von der Aufführung selbst etwas
enttäuscht. Gezeigt wurden die Szenen
„Walpurgisnacht“, „Kerker“ und „Anmutige
Gegend“. Vor allem in der Szene „Walpurgisnacht fiel uns die Konzentration aufgrund
der „eurythmischen Massen“ auf der Bühne
besonders schwer und wir verloren schnell
den Überblick.
Es folgte das „Kontrast-Programm“ in Form eines netten Abends auf der Ruine Dorneck,
wo wir es uns am Lagerfeuer gemütlich machten (wir bedauern übrigens, das vermutlich
mühsam zusammengesammelte Holz der
Dornacher Pfadfinder schamlos verheizt zu
haben...).
Nach der langen bzw. kurzen Nacht erschienen wir am nächsten Morgen doch noch etwas verschlafen zum Frühstück in der Jugendsektion. Doch das Müsli und der morgendliche Blick aufs Goetheanum ließen uns
KLASSENFAHRT
Dornach: Heizhaus
unsere Müdigkeit schnell vergessen. Anschließend teilten wir uns in drei Gruppen auf
und wir wurden durchs Goetheanum geführt,
wobei in allen Gruppen jeweils eigene
Schwerpunkte in Bezug auf die Betrachtung
gesetzt wurden (Architektur, Fensterbilder des
Großen Saals, Bühnentechnik).
Das darauf folgende Abschlussgespräch und
die Reflexion des Erlebten rundete unseren
Dornachausflug ab. Insgesamt waren die zwei
Tage wohl für jeden schön und interessant,
nicht nur wegen des Workshops, sondern
auch, weil es einfach eine gemeinsame
Unternehmung war.
Lena Handwerk (S)
39
KLASSENFAHRT
Eine Fahrt ins Ungewisse
Klassenfahrt der ehemaligen Klasse 12b nach Polen
Nach endlosen Diskussionen stand es fest, unsere Klasse verbringt ihre Abschlussfahrt in Polen. Wir meldeten diese Fahrt unter einem
sozialen Projekt an und konnten schließlich
vom 14. - 20. Juni nach Polen fahren. Genau hieß unser Ziel Siemianowice. Wir fuhren gemeinsam mit unserer Paralellklasse, die
ebenfalls ihre Abschlußfahrt in Polen verbrachte nach Siemianowice. Was wir wussten, als wir dort hinfuhren, war, dass wir in
einer Schule übernachten werden und dass
wir eine Landschaft gestalten sollten.
Als wir dort ankamen, wurde uns schnell bewusst, dass unsere Unterkunft wesentlich besser war, als wir es erwarteten. Die Schule hatte einen riesigen Garten und einen Pool, der
absolute Pluspunkt der Unterkunft. Wir durften jeden Abend in einem Restaurant essen
und auch unser Frühstück war sehr ausgiebig.
Zwischen den Mahlzeiten nahmen wir an diversen Empfängen teil, die wir besuchen mussten, was uns zum Teil nicht sehr erfreute und
die auch sehr fragwürdig waren.
Wir wurden gleich am ersten Tag mit einem
großen Empfang beglückt, bei dem uns viele
verschiedene Leute in Polen willkommen
hießen. Die meisten von ihnen hießen Professor oder Präsident. Auch bei den weiteren
Empfängen wurden uns Leute vorgestellt, mit
denen wir nicht so viel anfangen konnten. Wir
besuchten eine Sportplatzeinweihung, einen
deutsch-polnischen Soldatenfriedhof, eine
Sonderschule und in einem Restaurant wurden uns auch irgendwelche Menschen vorgestellt.
40
Nebenbei versuchten wir auch unser soziales
Projekt zu verwirklichen. Das sollte so aussehen: Wir sollten in einem Viertel von Siemianowice, wahrscheinlich der soziale Brennpunkt der Stadt, die Wohngegend der Menschen dort verbessern. Also legten wir unter
der Leitung zweier Österreicher, Bastel und
Wolfgang, einen Sportplatz und einen Spielplatz für Kinder an. Die Betonung liegt auf,
wir legten die ganze Sache an. Denn durch
die vielen Nebenveranstaltungen konnten wir
leider nicht genug Zeit finden, all das, was wir
uns vorgenommen hatten, auch so zu Ende
zu bringen. Wir standen dort in ständiger Begleitung von Maria, einer Polin, die dort in
Siemianowice wohnt. Sie inszenierte für uns
all die Nebenveranstaltungen.
Gegen Ende der Woche machte ein Teil unserer Klasse einen Ausflug nach Auschwitz.
Samstags machte die ganze Klasse noch einen Ausflug, zusammen mit unserer Paralellklasse, nach Krakau. Schlussendlich wissen
wir nicht genau, warum wir dort waren, nur
wegen dem sozialen Projekt kann es nicht gewesen sein. Aber im Großen und Ganzen hatte jeder dort seinen Spaß, ob es der Pool im
Garten war, die billigen Zigaretten und der
Alkohol, oder das letzte Mal mit der Klasse
weggefahren zu sein.
Lena Denzer (S)
KLASSENFAHRT
Allgemeines zu Klassenfahrten
Auf den Klassenfahrten versuchen wir Lehrer
und Lehrerinnen mit unserer anvertrauten
Klasse den Schulalltag mit dem Lebensalltag
altersgemäß näher in Berührung zu bringen.
Hier ist schon zu bemerken, dass unsere SchülerInnen jedes Mal sagen:
„Leider viel zu kurz, viel zu selten ....“
Im Laufe der Schuljahre fragt sich der Klassenlehrer oder -betreuer, was ist das Richtige
für diese Klasse ...? Je mehr man sich damit
befasst, will man sicherlich nicht nur in altbewährte Klischees verfallen und die Suche
nach dem Sinn, dem Wert wird nicht nur
schwieriger, auch spannender. Kinder/Jugendliche (ab dem 12./13. Lebensjahr aufwärts) entwickeln immer deutlicher die große
Sehnsucht nach Welterfahrungen. Zunächst
unbewusst fragen sie sich: Werde ich gebraucht, habe ich eine Aufgabe und welche?
Wie interessant ist die Welt, ist sie veränderbar und kann ich meine ureigensten „Träume“ und Ziele in ihr verwirklichen? Hier spürt
der junge Mensch in seinem Innern, die Zukunft verändern zu wollen. Aber schon treten die nächsten Fragen auf: was ist Freiheit,
kann ich sie erleben? Was bedeutet das Wort
Liebe? Lohnt es sich überhaupt etwas zu lernen, oder ist das höchste Ziel der Schulzeit
das Abitur? – Unsere Jugendlichen schauen
mit all den Fragen auf uns, wie wir mit diesen Fragen umgehen. Welche Möglichkeiten
eröffnet ihr uns neben unserem Schulalltag,
die anderen notwendigen Lebenserfahrungen
machen zu können?
Sowohl der Erwachsene als auch der Jugendliche sind schon stellenweise (oder gar mehr?)
überfordert. Täglich bricht eine Flut von Ereignissen, Problemen, Fragen und Fakten über
uns herein und wir haben große Mühen diese zu verarbeiten, um dann die eigentlichen
Lebensfragen, wie auch Lebensqualitäten wie
Freude, Ideen entwickeln, Idealismus und Begeisterungskraft zu entfalten. Eigentlich aber
liegt genau in diesem Komplex der Schlüssel,
die Antwort:
Nur in der Begegnung mit dem anderen und
die daraus resultierende Zusammenarbeit
kann der Mensch sowohl die gewordenen als
auch neue Lebensqualitäten verändern oder
entwickeln.
Das ist sicher die spannendste, die schwierigste Aufgabe zu lernen, wie schmerzhaft aber
auch wohltuend, bereichernd dieser Prozess
sein kann – ohne den anderen zu verletzen –!
Betrachtet sich der Jugendliche als ein werdendes Kaleidoskop, so blickt er auf so manchen „Glasstein“ gerne hin und kommt der
Antwort näher mit der Frage: Wer bin ich?
Was will ich? Was kann ich? Was ist meine
Aufgabe? Wo werde ich gebraucht?
B. Lievegoed sagt dazu:
Wer sich in dieser Lebensphase diese Fragen
nicht gestellt hat oder sie nicht gestellt bekommen hat – und sei es auch nur in der
Form, dass er darunter gelitten hat, die Antwort nicht sofort zu finden –, der hat den
Grund für das Erwachen der psychischen Seite seines Menschseins nicht gelegt und läuft
Gefahr, in der langen Phase der Lebensmitte
dem triebhaft-vitalen Bereich verhaftet zu bleiben und in1 ewig pubertierender Haltung zu
verharren.
Somit bietet sich besonders eine Klassenfahrt
den oben genannten Fragen wie Problemfeldern näher zu kommen geradezu an.
A. Prothmann (L)
1
B. Lievegoed, „Lebenskrise - Lebenschancen“, München 1992
41
KLASSENFAHRT
Segel-Klassenfahrt der (damaligen) 8a
14.-20. Juli 2003
Vom 14. -20. Juli letzten Schuljahres war die
Klasse 8a auf der Ostsee mit dem hochseeerprobten Segelschiff „Fridtjof Nansen“ auf Tour.
Schon vor der Fahrt beschäftigten uns viele
Fragen und Unsicherheiten: Bin ich seetauglich, wie schaffe ich es auf so engem Raum
zusammenzuleben, wie soll das gehen, da ich
nicht segelerfahren bin, ...? Doch je mehr wir
uns dem Unternehmen näherten, wurde uns
klar, dass wir auf dem Schiff (jeder auf seine
Art) gebraucht werden und uns gegenseitig
helfen.
Die Spannung ins Ungewisse war groß!
42
Angekommen auf dem Dreimast-Großstoppsegelschoner wurden wir von der jungen
Stammcrew und dem Kapitän Herrn Temme
seemännisch und herzlich mit dem obersten
Gebot begrüßt:
„Auf dem Schiff hat der Kapitän mit
seiner Mannschaft das Sagen,
auf dem Land eurer Lehrer!“
Die Mannschaft hatte bereits die Klasse in Vorder-Mitt- und Achterschiffsgruppen aufgeteilt
sowie auch die Backschaft (den Küchendienst).
Im Mittschiff befindet sich die Kombüse, in
der gekocht und gebacken wird. Weiter unten
ist die Messe und ein Thingraum in dem der
Kapitän nach Möglichkeit täglich zwei Stunden Schiffs- und Seekundeunterricht erteilt.
Hier sind auch die Kajüten. Im Vorderschiffs
ist der Ankerraum und daneben weitere Kajüten. Im Achterschiffs hat der Kapitän mit
Steuer- und Maschinenmann sein Domizil. In
der Nähe ist auch der Navigationsraum, wohl
der wichtigste Ort an Bord und als einziger
KLASSENFAHRT
auf modernen Stand gebracht: vom Radar
über Seefunk bis hin zu GPS ist alles vorhanden. Hier werden die Routen festgelegt, der
Kurs kontrolliert und über Seekarten gefachsimpelt. Ebenso wichtig ist hier das tägliche
Empfangen und Interpretieren des Seewetterberichts.
Neben den Tagdiensten gibt es auch nachts
die Ankerwache. So sind wir alle im wahrsten
Sinne rund um die Uhr beschäftigt und lernen damit das harte wie auch zeitweise das
angenehme Seemannsleben kennen. Manch
einer äußert leise sein Fernweh und die Freiheit der Welt zu erfahren. Natürlich nicht zu
vergessen die Seemannsprache, die wir uns
rasch einprägen müssen, um die Kommandos
zu verstehen bzw. sie entsprechend umzusetzen.
All das verlangt oft rasches und sicheres Handeln und das prägt auch den Gemeinschaftssinn. Nebenbei und doch sehr wichtig sei bemerkt: es herrscht kein Befehlston.
Der Kapitän mit seiner Mannschaft
führte, trieb nicht an.
Diese Atmosphäre war wohltuend für die Klasse. So kamen sich alle gewollt und ungewollt
sehr nahe und lernten sich nochmals auf andere Weise kennen und wie notwendig jeder
auf dem Schiff ist.
Staunen, Respekt wird der Stammcrew gezollt, die da oben im Mast bzw. an jedem
Groß- und Schonerbaum in einer Höhe von
20 und 30 m die Segel setzen. Aus sich selbst
heraus angespornt und dann unter fachmännischer Obhut, traut sich so manche/r
Schüler/in nacheinander hoch, um dort oben
Hand anzulegen aber auch die wunderbare
freie Sicht zu genießen und mal nach „unten“
blicken zu können. Bei dieser schwindelerregenden Höhe lernt so mancher neue Grenzen kennen bzw. sie zu überwinden. Wer Kapitän Temme kennt, weiß, was ihm ein Anliegen ist, nämlich dass aus dem durchschnittlichen Jugendlichen überdurchschnittliche Leistungen herauszulocken sind.
43
KLASSENFAHRT
All dies wird nicht ausgesprochen aber deutlich innerlich erlebbar für unsere Jugend.
Was gibt es Schöneres als strahlende,
glückliche Gesichter zu erleben, die
sich an oder über ihre Grenzen wagen
und wahrnehmen können!
Zuversicht und großes Vertrauen können hier
die Jugendlichen von Seiten des Kapitäns und
seiner Mannschaft verspüren.
Am Abend, wenn das Schiff vor Anker liegt
und die Arbeit – bis auf die Wache – ruht,
freut man sich, ins kühle Wasser zu springen.
All das, was man sich nicht nur sonst, sondern
besonders für eine Klassenfahrt wünscht, ist
erfüllt worden.
44
Wir danken allen, die es uns ermöglicht haben, die, die noch mal mehr lernen mussten
loszulassen und uns ihr Vertrauen mit auf den
Weg gaben, sei von Herzen Dank gesagt, an
Kapitän H. Temme mit seiner Mannschaft und
den Eltern.
Ein Wanderer
ist der Mensch von Anbeginn,
geboren auf dem Schiff,
getrieben vom Fluss der Zeit,
voller Staunen und Freude.
Matthew Arnold
Albert Prothmann (L)
KLASSENFAHRT
45
KLASSENFAHRT
Schülerstimmen der ehemaligen 8a
zur Segel-Klassenfahrt im Juli 2003
Die Klassenfahrt war gut für unsere Klassengemeinschaft. Sie hat im Allgemeinen die Klassensituation aufgelockert. Für eine Klassenfahrt finde ich segeln echt eine gute Idee. Das
Einzige was ich nicht so toll fand war die Hygiene. Aber sonst war alles echt cool. Leider
konnten wir nur einmal an Land, aber das Baden im Meer hat es wieder gut gemacht, obwohl das Wasser kalt war im Gegensatz zur
Lufttemperatur. Die Stimmung war super cool,
die Leute waren klasse „drauf“. Manchmal
hatte man den Eindruck, mit seinem Dienst
nicht gerade die beste Karte gezogen zu haben. Aber ich glaube, das gehört zum Schiffsleben dazu. Mir hat es trotzdem auf jeden Fall
gefallen.
Isabelle (S)
Tagesablauf
Morgens wurden wir um 7:30 von der Backschaft zum Frühstück geweckt. Die Backschaft
war bereits seit 6:00 Uhr auf.
Zum Frühstück gab es Brot, das oft von der
jeweiligen Nachtwache gebacken wurde. Ca.
um 8:00 Uhr mussten dann die Segel gesetzt
werden und die erste Gruppe zur Fahrwacht
wurde eingeteilt. Die Backschaft spülte ab
und begann das Mittagessen vorzubereiten.
Morgens, nach dem Segelsetzen musste erst
mal „Klarschiff“ gemacht werden. Dazu bekam jeder aus der Gruppe einen Bereich zugeteilt z.B. Wassergang, WC, Dusche, Things
...
Um 12:00 Uhr nach dem Essen wurde die
Fahrwacht abgelöst und konnte jetzt endlich
essen gehen.
Wir mussten je nach Ziel einige Manöver am
Tag fahren. Gegen 16:00 Uhr gab es Tee, Kaffee, Marmeladebrote und manchmal sogar
Kuchen, der von der Backschaft gebacken
wurde.
46
Gegen 20:00 Uhr suchten wir meistens einen
Ankerplatz und es gab Abendessen. In der
Nacht mussten zwei von uns jeweils 2 Stunden Ankerwache halten und im Hafen, Hafenwache. Bei der Nachtwache musste man
wenn wir ankerten die Position, den Wind
und den Tiefgang überprüfen. Wenn wir im
Hafen lagen, musste darauf geachtet werden,
dass kein Fremder an Bord kam.
Kai (S)
Als wir im Juli segeln waren, hatten wir viele
schöne Erlebnisse. Nach 7 Stunden lustiger
Fahrt die wir in einem Raucherabteil ohne
Klimaanlage verbringen mussten, sind wir in
Lübeck angekommen. Als wir dann auf dem
Schiff waren, waren wir schon gespannt wann
es los ging. Aber wir segelten erst am nächsten
Tag los. Jeden Morgen mussten wir Klarschiff
machen. Die Backschaft musste um 6:00 Uhr
aufstehen um das Frühstück zu bereiten. Die
Klasse wurde in drei Gruppen aufgeteilt und
diese waren für den Schonermast, Besanmast
und Großmast zuständig. Jede Gruppe musste
einmal am Tag Wache halten. In der Nacht
mussten sechs wach bleiben. Egal bei welchem Wetter. Die Woche ging schnell vorbei
und wir hatten viel Spaß.
Jasmin, Bianca, Katharina (S)
Da ich neu in der Klasse bin, war die Klassenfahrt sehr gut, weil ich alle besser kennenlernte. Jeden Morgen wurden wir zum
Klarschiffmachen eingeteilt. Es gab die Besanwache, Großwache und Schonerwache. Jeder musste Wache schieben. Es gab auch
Nacht- und Hafenwache. Wenn man Backschaft hatte, musste man um 6 Uhr aufstehen
und das Frühstück vorbereiten. Man hatte
auch Freizeit. Bis auf die Hygiene war alles in
allem sehr schön. Wer wollte, durfte auch in
KLASSENFAHRT
die Ostsee baden gehen. Schade war auch,
dass wir nur einmal in Rostock an Land gehen konnten. Trotzdem war unser fast einwöchiger Segeltörn richtig klasse.
Myriam (S)
Als wir auf der Fridjof ankamen, bestaunten
wir als erstes den Dreimaster. Sieben Tage in
dieser Enge zu leben war für die meisten ein
ganz neues Gefühl, an das man sich aber
schnell gewöhnte.
.... Jeden Tag wurde eine Gruppe zur Backschaft eingeteilt, die um 6 Uhr in der Früh
aufstehen musste, um das Frühstück vorzubereiten. Diese waren dann den gesamten
Tag für das Essen zuständig und waren vom
Wachdienst befreit. Sobald ein Signalton, der
auf dem ganzen Schiff zu hören war, ertönte, mussten sich außer der Backschaft alle auf
dem Achterdeck (ganz hinten) versammeln.
Dort bekamen wir Anweisungen, was dringend zu tun war. Meist wurde der Signalton
ausgelöst, wenn eine Wende zu fahren war
oder plötzlicher Sturm aufkam.
Man hatte aber auch entsprechend Freizeit,
wo wir es uns an Deck bequem machen
konnten. Was ich sehr oft tat, ich ging in die
Kabine bzw. Koje um mich einfach nur
zurückzuziehen oder zu schlafen. Natürlich
durften wir auch, wenn wir abends vor Anker lagen, schwimmen gehen. Die meisten
durften auch auf die hohen Masten steigen
und konnten das Gefühl der Freiheit erleben.
Am fünften Abend liefen wir im Rostocker
Hafen ein, in dem wir dann auch die ganze
Nach über vor Anker lagen. An diesem Abend
hatten wir Landgang und jeder durfte tun,
wozu er Lust hatte. Ich ging mit meinen Klassenkameraden zu McDonalds und an den
Strand, weil das Essen auf dem Schiff nicht
immer das Allerbeste war.
Gregor Reinecker (S)
Drei Monate später interviewten wir ein paar
Mitglieder der Stamm-Crew (d.h. Personen,
die schon länger auf dem Schiff sind und bleiben) in Berlin. Es kommt deutlich zum Vorschein, dass es dem Stamm mit uns gefallen
hat, weil wir nicht nur eine fleißige, sondern
auch eine soziale Klasse waren.
Vivi von der Stamm-Crew gab uns die mit auf
den Weg:
„Moin, Moin, Ihr Süßwasserpiraten. Ich habe
mir echt noch mal allet durch den Kope gehen lassen, und ick bin zu dem Entschluss gekommen, dass Ihr echt ‘ne lustige Klasse wart.“
Frei nach dem Motto:
„In Stunden, wo der Unsinn waltet sind die
Sorjen ausjeschaltet und sorgt es nicht det
heißt Jewinn, drum hat der Unsinn einen
Sinn.“
Statement von Trude:
„Es hat mir mit der Klasse sehr viel Spaß gemacht, sie war von Anfang an locker und
spontan. ... Ich habe mich auch gefreut, einige von euch wieder zu sehen und hoffe, dass
ich nächsten Sommer noch ein paar von euch
wiedersehen werde. Bis dann, macht’s gut!“
Und von Myrhia:
„Die Fahrt mit der Klasse war sehr lustig und
hat viel Spaß gemacht! Würde mich freuen,
wenn Ihr wiederkommt!“
Durch diese Aussagen sind wir uns ziemlich
sicher, dass es auf dem Schiff für uns, wie auch
für die Stamm-Crew, eine schöne, einzigartige Zeit war und wir mit Stolz sagen können:
„Wir waren als Klasse
auf der Fridjof Nansen.“
Hannah und Johanna (S)
47
AUS DEM SCHULLEBENX
Rückblick auf die Michaeli-Tagung
vom 26.-28. September 2003
Bereits im Januar fand eine Eltern-Lehrer-Therapeuten-Tagung mit pädagogisch-therapeutischem Schwerpunkt statt – mit gutem Zuspruch. Bei dieser Tagung konnte man in die
verschiedenen künstlerisch-therapeutischen
Angebote, die an unserer Schule gepflegt werden, hineinschnuppern – “Salutogenese“ –
Gesunderhaltung, indem Krankheit vorgebeugt wird, war das große Stichwort. Eine der
ganz positiven Erfahrungen an diesem Winterwochenende: Schön, wenn Lehrer, Erzieher und Eltern an einem Strang ziehen, gemeinsam an sich selbst arbeiten – sozusagen
frei nach dem Motto: „Gesunde Lehrer und
Eltern = gesunde Kinder“. Aus viel Begeisterung heraus entstand der Wunsch nach Fortsetzung solchen gemeinsamen Tuns und fiel
der Beschluß für einen Halbjahres-Rhythmus.
Die nächste Tagung wurde gleich für Michaeli geplant – ein kleiner Kreis von Lehrern,
Erzieherinnen und Eltern bestritt mit insgesamt 3 Treffen die Vorbereitungen. Die Mitarbeit in diesem Team hat viel Spaß gemacht.
U.a. gab uns das Flensburger Heft „Was die
Naturgeister uns sagen“ „michaelische“ Anregungen: Dass wir aufgefordert sind,
Michaelsimpulse ins Handeln umzusetzen,
dass Elementarwesen und Naturgeister wahrgenommen werden wollen und wir aufgefordert sind, mit ihnen in einer Richtung zu handeln.
Für mich war diese Tagung eine schöne Bestätigung unserer Vorbereitungen.
In Herrn Bettis Vortrag am Freitagabend fanden diese Gedanken Erweiterung: Der Individuationsprozess des einzelnen Menschen
wäre nicht möglich ohne die intensive Beschäftigung mit dem Materiellen. Doch die
Entwicklung ist zu stark in diesen materiellen
Bereich gegangen. Michael, als unser helfender Zeitgeist, der die Menschen aller Völker
48
zusammenführen, zur Verständigung beitragen und neue spirituelle Intelligenzkräfte anregen möchte, will das Geistige von der Fesselung an die Materie befreien. Er schaut den
Menschen mit der Frage an: „Wann erweckst
du denn dein Ewiges in dir?’’ Herr Betti entschlüsselte uns beeindruckend die von ihm
vorgetragenen gewaltigen Bilder aus der Apokalypse des Johannes, in welcher das Bild des
Michael im Kampf mit dem Drachen geschildert wird: Das Weib mit den Sonnenstrahlen
der Gefühlswärme und dem Sternenkranz des
sternenklaren Denkens stehend auf dem
Mond, die Schlacke, die tote Materie beherrschend. Der Sohn, Hirte aller Völker –
der selbstlose Wille, die Ichkraft des Menschen. Die Wüste: Ohne in die Einsamkeit zu
gehen, kann der Mensch nicht zur Individuation kommen. Der feuerrote Drache des einseitig Materiellen, der bloßen Egoität bis hin
zur menschenverachtenden Intellektualität –
in den Flammen der (neg.) Leidenschaft – die
Schuppen, der Panzer der Verhärtungen. Der
Vortrag schloß mit dem Zitat von Martin Luther-King:
Wo, wenn nicht hier!
Wann, wenn nicht jetzt!
Wer, wenn nicht ich!
Wie, wenn nicht mit Liebe!
Ulrike Stilz (E)
Am Sonntag überraschten sechs Eurythmiekollegen die Tagungsteilnehmer mit der künstlerischen Darstellung eben dieses aphoristischen Textes von Martin Luther King. Anschließend folgte eine Ansprache von Herrn
Kersten zum Thema „Gehen, Sprechen, Denken“ in der Entwicklung des Kindes vor dem
Hintergrund der Kräfte des Christus, die in jedem Menschen leben, und der seines hel-
AUS DEM SCHULLEBEN
fenden Begleiters, des
Erzengels Michael –
ein ermutigender Auftakt für die letzte Gesprächsrunde in den
Arbeitsgruppen.
Im Folgenden kommen nun Teilnehmerinnen zu Wort –
Mögen Ihnen die Berichte Lust darauf machen, das nächste Mal selber Teilnehmer oder
Mitarbeitender zu sein. (geplant fürs Frühjahr).
„Will ich – Michaeli, das Fest des Willens“
In einer Zusammenstellung von Vortrag, Arbeitsgruppen, Plenumstreffen und Essenspausen widmeten sich die ca. 35 teilnehmenden Eltern und Lehrer den Fragen, Ideen,
Erfahrungen und Erkenntnissen rund um den
Willen. Sinnigerweise verlief die Tagung in
Struktur und Inhalt – wegen der kleinen Teilnehmerzahl – nicht so ganz nach dem Willen
der Planer. Das reichhaltige Angebot konnte
bei weitem nicht ausgeschöpft werden, und
doch gingen am Ende alle erfüllt, bereichert
und bewegt nach Hause.
Die die verschiedensten Arbeitsgruppen anbietenden Lehrer und Erzieherinnen zeigten
sich in jede Richtung flexibel, um eine neue,
sinnvolle, den Bedürfnissen der Anwesenden
entsprechende Kombination von theoretischen und praktischen, einmaligen und aufeinander aufbauenden Gruppen zu finden:
Dreistimmiges Singen mit Herrn Maresch,
Heileurythmie, Sprachgestaltung, Gesprächsgruppen.
Es bildete sich eine Gruppe, um sich unter
Leitung von Herrn Kersten mit den 12 Sinnen
zu befassen, flankiert von praktischem musikalischem Tun am Monochord und dem Widerspiegeln des Gedachten in der Eurythmie
(Herr Junghans). Wir vergegenwärtigten uns
(– wieder einmal – man kann es nicht oft genug!), wie wichtig es für eine gesunde Entwicklung des Kindes ist, die Ausbildung der
verschiedenen Sinne zu ihrer rechten Zeit und
in ihrer notwendigen Reihenfolge zuzulassen
und zu fördern. Wie wichtig es aber auch ist,
geschehene Versäumnisse auf eine konstruktive, freundliche Weise zu betrachten, um die
bestmögliche Hilfe in der Gegenwart zu leisten. Als ein alle mehr oder weniger bedrängend berührendes Thema kam auch der Umgang mit Fernsehen, Computer, Radio zur
Sprache, leider nur schlaglichtartig und so,
dass wohl jedem selbst offensichtlich wurde,
dass die meisten von uns Eltern keine ausgereifte Haltung diesem Thema gegenüber besitzen.
Ein kleiner feiner Kreis von helfenden Eltern
hatte die Pausengestaltung in die Hand genommen und mit geringstem Aufwand und
bescheidenen Mitteln die Treppe zum Raum
vor der Neubauküche und v. a. den Raum
49
AUS DEM SCHULLEBEN
selbst so unbeschreiblich stimmungsvoll geschmückt, dass alle erst mal sprachlos genossen und dann doch zu sehr intensiven Gesprächen in diesen Essenspausen angeregt
wurden.
Sonja Haupt (E)
Dem Thema „Gespräch“ näherten wir uns im
wortlosen Malen; wir kommunizierten ausschließlich durch Farbe und Form. So konnten
wir sehr ursprünglich den Anderen (und uns
selbst) erleben und ein gruppeneigenes
Ganzes entstehen lassen.
Michaeli Tagung „ICH WILL“
„Gesprächskultur –
Konfliktkultur – Zuhörkultur“:
Als drittes kamen wir zum aktiven Zuhören.
Die wohltuende Wirkung des (gegenseitigen)
Zuhörens wurde uns ans Herz gelegt und mit
einer kurzweilig-humorvollen Geschichte aus
„Momo“ unterstrichen.
Arbeitsgruppe Frau Denzer
Im Entstehen eines selbstbezogenen Netzwerkes (mittels einer Schnur, die jeden mit
jedem im Kreise verband) konnten wir unsere soziale Verantwortung bildlich vor uns sehen. Jeder von uns war wichtig als „Mithalter“ und „Mitgestalter“.
Es war eine gute Mischung aus eigenem Tun,
Gespräch, Austausch und Aufnehmen von
Darstellungen der Gruppenleiterin. Der Schritt
„ich will“ wurde zum bereichernden Erlebnis.
Beate Wolff (E)
Will ich,
Zur Eröffnung der Arbeitsstunden führte uns
Frau Denzer den Entwicklungsweg der
Menschheit von der uranfänglichen Gottverbundenheit über die Alten Kulturen bis zur
heutigen, oft materiell orientierten Vereinzelung. So konnten wir die Zeiterscheinungen
von Streit und Konflikt bis hin zu Zerstörungstrieb verstehen lernen. Der Punkt zur
Umkehr, zur Wiederverbindung mit dem
Göttlichen aus dem freien Willen der eigenen Persönlichkeit heraus erscheint uns gekommen. Auch im Umgang mit unserem Gegenüber sollten wir für ein verständnisvolles
Miteinander lernen, das Höhere, Göttliche in
ihm zu sehen.
Bleibt man bei äußerer Betrachtung des Anderen, führt dies schnell zu Abwehr und Verletzung.
Es wurde uns dargestellt, wie übersinnliche
und untersinnliche Wesenheiten großes Interesse an der menschlichen Entwicklung zeigen. Dadurch wurde deutlich, in welchem
Spannungsfeld sich der Mensch auf der Erde
befindet.
50
welch ein Aufruf! Aber natürlich will ich, –
das Geschenk dieser Eltern-Lehrer-Tagung annehmen, – will ich – mich für eines der Tagungsthemen entscheiden. Umgang mit Konflikten – wie oft schon habe ich mich in einem Konflikt inkompetent gefühlt, habe ich
mich über meine Fehler geärgert. Ja, ich will
mich mit diesem Thema auseinandersetzen
und mein Mann will es auch.
So sitzen wir also am Samstag Nachmittag mit
10 anderen Teilnehmern und Frau Denzer
(Erzieherin und Familienberaterin) zusammen,
um uns über das Wesen des Konflikts und seine Dynamik Gedanken zu machen.
Mit einem Spiel, bei dem uns ein Garnknäuel miteinander verbindet, erleben wir anschaulich das soziale Netz, das uns alle verbindet und hält und die Wirkung des Einzelnen auf das Ganze veranschaulicht. Wie ist
es wenn einer herausfällt ? Die Gruppe kann
ausgleichen, wenn aber mehrere herausfallen, hängt das Netz durch. Ausgehend von
AUS DEM SCHULLEBEN
dem Michaeli-Vortrag von Mario Betti am Vorabend erzählt uns Frau Denzer von dem
großen Ziel der Menschheit, den Planeten
Erde in Freiheit und durch Liebe zum Planeten der Liebe zu verwandeln und wie sich die
Gegenmächte Ahriman und Luzifer geopfert
haben, um uns ein Spannungsfeld zu bieten,
durch das wir erst zur Freiheit gelangen können.
Starke Erschütterungen in der äußeren Welt
sind nötig, um uns aus unserer Egoität und
dem materiellen Verhaftetsein zu erwecken.
Dabei dürfen wir auf die Hilfe und den Beistand Michaels vertrauen, der uns im 3. Jahrtausend bei unseren Entwicklung helfend beistehen wird. Er wird uns dabei im wesentlichen durch 3 Impulse anregen. Erkennen des
Göttlichen in jedem Menschen, Religionsfreiheit für jeden Menschen, die Möglichkeit,
über das Denken spitituelle Gegebenheiten
zu erfassen.
Dies hat besonders mit unserem Konfliktthema zu tun, die wirkliche, wahrhafte Menschenbegegnung von Wesenskern zu Wesenskern und das erfordert von uns eine gute,
genaue Wahrnehmung unseres Gegenübers.
Wir müssen lernen hinzusehen, wir müssen
lernen wirklich zuzuhören. Der Konflikt entsteht immer dort, wo sich bei einer Meinungsverschiedenheit (sachliche Ebene) unser Doppelgänger oder unser niederes Ich zu
Wort meldet und sich einmischt.
Anhand eines Fallbeispieles aus der Gruppe
erforschten wir den Weg in ein solches Konfliktknäuel, bei dem schnell klar wurde, dass
das Problem im Zwischenmenschlichen und
nicht in einer Sache liegt.
gänzen, wie auch immer. Das ganze wurde
am Schluss von jedem Einzelnem aus seiner
persönlichen Sicht kommentiert. Dabei wurden die verschiedenen Sichtweisen und Erlebnisse deutlich und es überraschte, wie verschieden wir die selben Vorgänge erlebten
und empfanden.
Danach sprachen wir über Übungen, die uns
schulen einander besser wahrzunehmen und
zuzuhören. Ein Text aus Michael Endes
„Momo“ über die Konfliktlösung durch
Momos gekonntes Zuhören rundete das Tagungsthema ab.
Natürlich waren die rund 4 Stunden noch lange nicht genug für dieses Thema, aber es war
eine gute und durch Frau Denzer sehr gekonnte Anregung sich näher auf das Thema
einzulassen und sich im Umgang mit Konflikten zu üben. Noch am selben Abend nahmen
wir uns das Buch von Friedrich Glasl „Selbsthilfe in Konflikten“ vor und wollen nun regelmäßig daran arbeiten. Ich denke, wir haben es hier mit einem Zukunftsthema des
Menschen zu tun und ich wünsche mir, dass
wir unser Bewusstsein dafür schärfen, wie wir
miteinander umgehen, damit unsere Kinder
in Familie und Schule Kompetenzen für die
Konfliktfähigkeit erwerben.
Ganz besonders erwähnen will ich noch die
schöne, liebevolle Dekoration, die uns in den
Pausen umgab, auch das ist ein wesentlicher
Beitrag für den Geschenkcharakter, den diese Tagung für mich hat und wofür wir uns bei
allen Beteiligten bedanken möchten.
Petra Schraysshuen (E)
Der Sonntagmorgen begann mit einem spannenden Kommunikationsspiel. Zu Dritt oder
zu Viert sollten wir – ohne zu sprechen – ein
Bild malen. Jeder nahm sich eine Farbe. Einer sollte das „Gespräch“ eröffnen, ein Anderer „antworten“, widersprechen oder er51
SCHULENTWICKLUNG
Guten Tag, darf ich vorstellen:
Schulverein der Magdalenenschule, Freie Förderschule e.V.
Wie wir entstanden sind und was wir wollen:
Ein kleines Mädchen, das nirgends so richtig
Platz fand in der bestehenden Schullandschaft,
war der aktuelle Anlass, sich wieder einmal
mit dem Thema Förderschule am Engelberg
auseinander zu setzen.
Es entstand ein „Initiativkreis Förderschule“,
der die Rahmenbedingungen eines solchen
Vorhabens abklopfte, sich informierte und
kundig machte.
So entwickelte sich sehr schnell das Bild, dass
eine Förderschule vor Ort zwar von vielen gewünscht wird, dass aber der große Schulorganismus der bestehenden Freien Waldorfschule nicht noch zusätzlich einen neuen Bereich sinnvoll würde eingliedern können. Die
Konsequenz daraus war die Überlegung, einen eigenen Verein zu gründen, der die Gründung einer Förderschule für besonders förderungsbedürftige Kinder anstrebt und sie vorbereitet, und später als ihr Rechts- und Wirtschaftsträger fungieren soll.
Und damit sind wir beim aktuellen Stand der
Dinge angekommen.
An Michaeli 2003 hat sich mit 15 Gründungsmitgliedern der „Schulverein der Magdalenenschule“, freie Förderschule e.V. gegründet. Z. Zt. wird die Eintragung ins Vereinsregister beantragt, auch die Feststellung
der Gemeinnützigkeit beim Finanzamt.
Ziel des Vereins ist es, zum Schuljahr 04/05
eine Förderschule zu gründen, für Kinder mit
Entwicklungsverzögerungen, Lernstörungen
und Lernbeeinträchtigungen, auch verbunden mit Verhaltensauffälligkeiten. (Ihr Förderbedarf muss in einem sonderpädagogischen Gutachten festgestellt werden).
Wir stellen uns eine Klassengröße von höchstens 12 Kindern vor, die von Sonderpädagogen/innen und Förderlehrer/innen betreut
werden.
52
Unsere Wunschvorstellung wäre, dass begleitend zum Unterricht verschiedene Therapiebereiche angeboten werden können, wie
etwa Heileurythmie, Sprachtherapie, Kunsttherapie usw.
Auch Elemente der Natur und Bauernhofpädagogik sollen eine wichtige Rolle spielen.
Wie nun ganz konkret die künftige Förderschule aussehen kann und wird, muss in der
folgenden Zeit erarbeitet werden.
Ganz sicher werden wir Sie zum geeigneten
Zeitpunkt darüber informieren. Aber halt, da
fällt mir ein, wie auch Sie zum Gelingen unseres Projektes, von dem mit Sicherheit viele
Menschen profitieren werden, beitragen können. Die staatliche Finanzierung einer neu gegründeten, freien Förderschule beginnt in der
Regel erst mit dem vierten Jahr des Bestehens
(Bewährungsaufstieg). In dieser Zeit müssen
wir ausschließlich privat finanzieren. Dabei
können Sie mit Ihrer Spende mithelfen. (s. u.)
Haben Sie Fragen, wollen Sie sich informieren, wenden Sie sich an einen der vier Vorstände!
Angelika Altemüller (eL)
Gisela Buland (E)
Christine Mücke (E)
Franziska Schäffel (E)
07181 72695
07151 981798
07181 880233
07181 63261
So wünschen wir uns, dass es uns gelingen
möge, eine Einrichtung zu schaffen, an der
Kinder „ihr zu Hause“ finden können, die es
in ihren bestehenden Klassen schwer haben
oder die noch so gar nicht richtig wissen, wo
sie denn hingehören.
Für den Verein Christine Mücke (E)
Bankverbindung: C. Mücke
KSK Waiblingen 602 500 10
Konto: 6208 716
AUS DEM SCHULLEBEN
Plastizieren,
oder anders gesagt: Ton formen.
Klingt eigentlich einfach. Klingt nach ,Ausprobieren ohne Risiko‘, nach simplem Kneten von Ton. Was es wirklich heißt, erfährt
man in der 10. oder spätestens in der 11. Klasse.
Aus einem Klotz Ton formt sich langsam eine
Form heraus, nach und nach entsteht ein klareres Bild.
Doch, am Beispiel des Kopfes, reicht es nicht
aus, einer Kugel, die den Kopf darstellen soll,
eine nasenähnliche Form ins Gesicht zu kleben oder ein paar Lippen aufzuklatschen.
Mit viel Geduld, Mühe, Einfühlungsvermögen, Kraft, auch psychischer Anstrengung, und
nicht zuletzt mit Liebe entsteht ein charakteristischer Kopf, ein einzigartiges Gesicht. Der
Gestalter verbindet sich mit diesem Kopf, die
einen mehr, die anderen weniger, doch eine
Verbindung zum Erschaffer dieses Stückes
Ton, der so einzigartig durch Bearbeitung geworden ist, ist niemals ganz zu leugnen.
Leider konnten ein paar Schüler dieser Schule das nicht erkennen. Ohne jeglichen Res-
pekt drangen sie in die Tonwerkstatt ein und
zerstörten mutwillig und bar jeden Gefühls
der Achtung die Tonstücke, mit welchen der
Besitzer so verbunden ist, in welche er so viel
Kraft gesteckt hat. Ein jedes Werkstück erzählt
seine eigene Geschichte. Ungeachtet all dessen schlugen die Zerstörer auf die noch weichen Köpfe ein, und schreckten auch nicht
davor zurück, ein schon fertiges Werk (eine
schwangere Frau) pervers zu demolieren. So
wenig Achtung und Respektlosigkeit ist
schockierend.
Geschichten sind zerstört, unwiederbringlich
ausgelöscht.
Ein Schlag ins Gesicht. Wie sehr doch dieser
Ausspruch hier stimmt ... Doch das wirkliche
Ausmaß versteht nur der, der ihn erhalten hat.
Und wer hat Ersatz für etwas, das unersetzlich ist?
Anne Koch (S)
53
AUS DEM SCHULLEBEN
Der Circus Ratatouille nahm im Herbst an
dem ersten Baden-Württembergischen Kinder- u. Jugendzirkusfestival vom 29.10.3.11.2002 in Mannheim teil.
Das Land feierte 2002 sein 50-jähriges Bestehen. In Baden-Württemberg gibt es zahlreiche Kinder- und Jugendzirkusschulen und
Mannheim ist bekannt für sein hohes jugendkulturelles Engagement im Bereich Zirkus.
Alle Zirkusgruppen in Baden-Württemberg
wurden im Vorfeld angeschrieben und aufgefordert, sich an dem Festival zu beteiligen.
Die Zirkusgruppen konnten sich mit einem
Video mit maximal vier Nummern bewerben.
Eine Jury mit sieben Juroren wählte aus den
Einsendungen die teilnehmenden Gruppen
landesweit nach der Qualität ihrer Nummern
aus, wobei auf eine möglichst große Vielfalt
der Darbietungen geachtet wurde.
Die Jury entschied sich für 11 Zirkusgruppen
und die drei Mannheimer Zirkusgruppen als
örtliche Veranstalter. Das Alter der Teilnehmerinnen und Teilnehmer lag zwischen 10
und 18 Jahren.
In einem großen Zirkuszelt, das fast 500 Besucher fassen konnte und im Durchmesser 24
Meter groß war, erhielten die teilnehmenden
54
Zirkusgruppen die Möglichkeit, ihre Nummern in 6 Vorstellungen dem Mannheimer
Publikum und Gästen aus ganz Baden-Württemberg vorzustellen. Über 3000 Zuschauer
haben die Vorstellungen gesehen und waren
von der Qualität und dem Enthusiasmus der
Artisten begeistert. An das große Zirkuszelt
war ein Gastronomiezelt angeschlossen, das
für die Zuschauer und Artisten gleichermaßen
als Geselligkeitstreff genutzt werden konnte.
Neben den Vorstellungen gehörten die Workshops zum Programm des Festivals. Dafür wurden professionelle Artisten engagiert, die mit
den jungen Menschen an zwei Vormittagen
trainierten. Das Laufen auf dem Drahtseil wurden ebenso angeboten wie das Üben auf dem
Schlappseil und das Vertikaltuch, also Techniken, die nicht an jeder Zirkusschule angeboten werden..
200 Kinder und Jugendliche sind in Mannheim zusammengekommen, um Zirkus erlebbar zu machen. Ihr Können, das sie dem
Publikum präsentierten, war nicht nur das Ergebnis oft jahrelangen Trainings, sondern auch
das Resultat des pädagogischen Geschicks der
Trainer.
Doch warum wird dies alles gemacht? Wie
passen „Zirkus“ und „Pädagogik“ zusammen?
AUS DEM SCHULLEBEN
Die schillernde und phantasievolle Welt des
Zirkus faszinierte Kinder und Erwachsene seit
jeher. Mit seinem Flair und seinem Hauch
von Exotik weckt der Zirkus die Neugier insbesondere von jungen Menschen. Die Motivation von Kindern und Jugendlichen, in verschiedene Rollen zu schlüpfen, Zirkuskünste
zu erlernen, diese vor einem Publikum zu zeigen und somit in die geheimnisvolle Zirkuswelt einzutauchen, ist daher besonders groß.
Das Können und die individuellen Fähigkeiten
der Kinder und Jugendlichen sind dabei die
Ausgangspunkte. Unter dem Prinzip der Freiwilligkeit werden diese in einer spielerischen
Form gefördert und weiterentwickelt. Egal ob
als Clown, Jongleur, Akrobat, Einradfahrer,
Seiltänzer, Trapezkünstler: Aufgrund der
großen Vielfalt der Zirkustechniken
findet jeder einen Platz im Zirkus, ob dick oder dünn,
klein oder groß, stark
oder schwach.
Ohne Leistungsdruck können
Kinder eigenen
Interessen
nachgehen,
nicht selten entdecken sie dabei verborgene
Fähigkeiten und
Talente. Gerade
auch für leistungsschwache und verhaltensauffällige Kinder und Jugendliche bietet der Zirkus so eine
Möglichkeit, sich Bestätigung und Anerkennung zu holen. Kooperation und gegenseitiges Vertrauen, werden in der Zirkusarbeit
ebenso gefördert wie Kreativität und Phantasie. Ohne Ausdauer Konzentration und Disziplin ist das Erlernen neuer Techniken nicht
möglich. Die Kinder und Jugendlichen erfahren ihre eigenen Grenzen und erweitern diese ständig bei immer schwerer und kompli-
zierter werdenden Tricks. Grob- und Feinmotorik werden ebenso wie das Gefühl für
den eigenen Körper geschult und entscheidend verbessert. Nicht zuletzt gewinnen die
jungen Artisten dadurch bedeutend an Selbstvertrauen, Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein.
In Baden-Württemberg gibt es ca. 40 Kinderund Jugendzirkusgruppen. Auf dem Festival
wurde einer Auswahl von diesen die Gelegenheit geboten, sich kennen zu lernen und
einmal mehr zu erfahren, dass Zirkus mit seinen Bewegungsangeboten eine attraktive und
kreative Freizeitgestaltung ist und keine
Schranken vor Alter, Geschlecht und körperlichen sowie ethnischen Unterschieden kennt.
Die beteiligten Kinder und Jugendlichen zeigten sich und dem begeisterten Publikum ihre
zirzensischen Fähigkeiten und konnten in
verschiedenen
Workshops viel
voneinander lernen. Das gemeinsame Training und die
gemeinsamen
Aufführungen
haben neue Impulse vermittelt
und die Motivation
für die weitere Arbeit
gestärkt und gefördert.
Auch unser Circus Ratatouille profitiert von solchen besonderen Ereignissen und
wird mit viel Elan und neuen Ideen das Training bis zu unserer Jahresaufführung gestalten.
Alle interessierten Schüler sind herzlich willkommen!
Anette King-Boeck (E)
für Circus Ratatouille Engelberger Manege e.V.
55
QUALITÄTSSICHERUNG
Schule und Qualitätsentwicklung
Schule lebt nicht allein von Lehrplänen! Entscheidend für die Entwicklung von Qualität im
Schulalltag ist die Arbeit an einem Leitbild als gemeinsamer Zielbeschreibung. Eine gute Schule entwickelt Teamstrukturen, die kollegiale Zusammenarbeit, gegenseitiges Wahrnehmen
und selbstkritisches Handeln fördern.
Die Schule der Zukunft ist weitgehend autonom!
Dies sind einige Kernthesen der aktuellen bildungspolitischen Debatte, die in allen führenden politischen Parteien zurzeit Anerkennung finden.
Autonomie und mehr Freiheit von Schule setzt gleichzeitig mehr Verantwortung aller Beteiligten
voraus.
Deshalb wird von politischer Seite vermehrt die Einführung von geeigneten Qualitätssicherungsverfahren zur Rechenschaftslegung gefordert.
Hiervon werden auch die Schulen in freier Trägerschaft in absehbarer Zeit betroffen sein.
Mit der Einführung des Qualitätsmanagements am Engelberg im Jahre 1999 war diese Entwicklung bereits absehbar. Wenngleich „Innere Entwicklung der Schule“ das zentrale Motiv zur
Qualitätsentwicklung darstellten, kann gesagt werden, dass durch die Zertifizierung nunmehr
die gesamte Einrichtung (Schule, Kindergarten, Kernzeitbetreuung, Mensa,) auf diese Anforderungen von Außen vorbereitet ist.
Walter Schmid
Standards, Absicherungen, Qualitätsdefinitionen gehören heute zum alltäglichen Sprachgebrauch und machen auch nicht vor den Schulen halt. ISO 9000 heißt das Zauberwort, für
viele Menschen aber eher eine Art Damoklesschwert, das über Gedeih und Verderb der
Zukunft einer Schule schwebt, das Lehrer und Schüler in die Unfreiheit von Klassifizierungen sperrt....
Die Freie Waldorfschule Engelberg hat es gewagt. Sie hat ein Qualitätsverfahren durchlaufen und steht kurz vor ihrer Zertifizierung nach ISO 9001.
Worum geht es bei ISO 9000?
In den 80er Jahren wurde die DIN Norm ISO 9000 Familie entwickelt. ISO steht als Kürzel
für International Standard Organisation. Die Norm besteht aus einer Reihe von Regelwerken, die allgemeingültige Leitlinien und Empfehlungen zu Qualitätsmanagementsystemen
(QMS) gibt. Darunter sind „alle Tätigkeiten des Gesamtmanagements zu verstehen, die im
QMS die Qualitätspolitik, die Ziele und Verantwortungen festlegen sowie diese durch Mittel wie Qualitätsplanung, -lenkung, -sicherung und Qualitätsverbesserung verwirklichen.“
Vor drei Jahren wurde die ISO 9000 Familie vollständig überarbeitet, da sich die technische Sprache nicht für den sozialen „Dienstleistungsbereich“ eignete. Es wurden die elementaren Grundlagen für Qualitätsmanagementsysteme beschrieben, allerdings ohne Forderungen an die Qualitätsmanagementsysteme selbst festzulegen.
56
QUALITÄTSSICHERUNG
Das änderte sich bei ISO 9001, dem Verfahren, das mit der Zertifizierung der Waldorfschule Engelberg abschließt. Im Gegensatz zu der alten Norm vor 2000 werden hier dokumentierte Verfahren für sechs (statt vorher 20) Qualitätsmanagement-Elemente gefordert: Für Lenkung von Dokumenten, Lenkung von Qualitätsaufzeichnungen, interne Audits, Lenkung fehlerhafter Produkte, Korrekturmaßnahmen und Vorbeugemaßnahmen.
Manche dieser Begriffe hören sich im Zusammenhang mit einer Waldorfschule fremdartig
an. Aber hier setzt die Arbeit der Berater an. Die Begriffe werden mit Inhalten aus dem
schulischen Leben gefüllt. Allein die Aufzählung macht deutlich, dass es sich bei Qualitätsmanagement nicht um einen Spaziergang durch den Schulalltag handelt, etwas, was
sich an den Arbeitsalltag anhängen lässt, es geht um Bearbeitung und Einrichtung von verlässlichen Strukturen.
Ein weit verbreitetes Missverständnis ist die Ansicht, dass durch das Qualitätsmanagement
ein System von außen der Schule aufgedrückt wird, dem man sich beugen muss. Hier unterscheiden sich Schule und Industrie deutlich von einander. „In der Produktion muss garantiert sein, dass ein bestimmtes Blech immer drei Millimeter dick ist“, so Hilmar Dahlem,
„das lässt sich auf die Schule nicht übertragen, denn jede Schule macht ja Schule einer besonderen Qualität.“ Jede Lehrerkonferenz, jeder Elternabend sind bereits Teile natürlicher
Schulqualität, denn sie tragen immer dem Aspekt Rechnung: „Was wollen wir erreichen
und was erreichen wir schon?“
Im Spannungsfeld zwischen Ideal und Praxis liegt Konfliktpotential, denn das Ideal steht
immer viel höher, als es sich in der Praxis realisieren lässt. Das birgt zwei Gefahren in sich.
Man kann die Praxis immer schöner sehen als sie in Wirklichkeit ist – oder man bleibt immer nur in der Praxis hängen.
Die Schule muss sich immer fragen: „Das, was wir machen, messen wir nicht an einem abstrakten Qualitätsbegriff, sondern die Frage muss lauten: „Was ist für uns, Lehrer und Eltern, an unserer Schule Qualität? Was macht für uns eine gute Schule aus? Was wollen
wir?“
aus einem Artikel von Gise Kayser-Gantner in waldorf 12 (erschienen 24.10.2003)
57
QUALITÄTSSICHERUNG
Qualitätssicherung
Zertifizierungsauditoren im Hause – Oktober 2003
Für mich fing das 1999 an, als ich Mitglied des
Qualitätskoordinatorenkreises wurde, und bald
die intensive Leitbildarbeit begann, die dann
nach 1 1/2 Jahren unter Anleitung von der GAB
(Gesellschaft für Ausbildungsforschung und Berufsentwicklung, München) abgeschlossen wurde. Es folgte Moderatorentraining, regelmäßige
Sitzungen im Koordinatorenkreis („der Hüter
des Verfahrens“) und mit den aktiven Moderatoren der Fachkreise, die wichtige Kernarbeit
leisteten. Es gab auch mehrere Austauschtreffen mit anderen Schulen und Einrichtungen,
wobei wir am Engelberg immer „am meisten
voran“ schienen und im allgemein eine Vorreiterrolle spielten. Und in den letzten Monaten, als der Termin für die Zertifizierungsaudit
näher rückte, waren wir im Koordinatorenkreis
gefordert, die nötige Dokumentation zusammenzustellen und zu organisieren.
Auf jeden Fall waren es sehr viele Stunden, die
in dem Projekt „Qualitätsentwicklung und
-sicherung mit dem Ziel der Zertifizierung nach
ISO Norm“ investiert worden sind, und manchmal fragte ich mich schon, ob sich die Mühe
wirklich lohnt. Die eigentliche pädagogische
Arbeit unserer Schule findet doch im Klassenzimmer statt, sagte ich mir, oder draußen in
den Praktika, im gemeinsamen Tun wie beim
Klassenspiel oder in anderen Projekten. Da ist
die wirkliche „Qualität“ unserer Schule, nicht
in dem Berg von Bestimmungen und Protokollen. Aber es wurde mir mit der Zeit immer
klarer, dass die Vorteile von einem praktizierten Instrument zur Strukturierung der Zusammenarbeit, der gemeinsam gefassten Entschlüsse und der Sicherung der selbst ernannten Ziele ganz erheblich sind. In vielen Fällen
brachten die „Werkzeuge“ eine erleichternde
Klarheit und Transparenz in der schulischen
Arbeit.
Von großem Wert, auch von Anfang an als sol58
cher erkannt, ist die Art und Weise, wie unser
Lehrerkollegium sowieso ihre pädagogische
Zusammenarbeit und Entwicklung bereits in
Form von regelmäßigen Fachkreistreffen (meist
wöchentlich) seit langem organisiert hat. Diese
Gruppen sind dann auch gleichzeitig die erforderlichen „Qualitätszirkel“, die den Kern des
Qualitätsmanagements bilden und dessen Moderatoren sich auch regelmäßig treffen und
austauschen.
Trotzdem war teilweise Widerstand zu spüren,
sowie Frustration vor allem über die Forderungen zum schriftlichen Festhalten, die eher
als „Mehrarbeit“ statt als Hilfe angesehen wird.
Manchmal ist das auch tatsächlich so, nehme
ich an. Aber manchmal eben nicht, und das
weiß man vorher nicht. Immer wieder hörten
wir Koordinatoren auch davon, dass ursprüngliche Skepsis durch ein Gefühl der Klarheit und Arbeitserleichterung nach Erstellung
von z.B. spezifischen Handlungsleitlinien ersetzt worden war.
Seit diesem Schuljahr, nachdem wir Koordinatoren (eine jetzt etwas geschrumpfte Gruppe, die momentan aus 2 Lehrern, dem Geschäftsführer und mir als Elternmitglied besteht)
mutigerweise den Termin mit den Auditoren
auf Mitte Oktober festgelegt haben, ist die gemeinsame Anstrengung und der gute Wille in
der Schulgemeinschaft deutlich zu spüren gewesen. Und dann waren endlich am
15./16.Oktober die vier Auditoren im Hause.
Sie waren für 2 volle Tage gut beschäftigt: intensive Gespräche mit den Koordinatoren, Einsicht in die Dokumentation, Besuche im Kindergarten und Klassenzimmer, viele Einzelgespräche mit Lehrern aus jeder Klassenstufe und
fast jedem Fachkreis sowie mit den ganzen
Fachkreisen selber. Vom ersten Gespräch an
QUALITÄTSSICHERUNG
hatten wir ein gutes Gefühl. Drei von den Auditoren hatten selber einschlägige Waldorferfahrung, die Waldorfpädagogik war nichts
Fremdes für sie und sie wussten sehr wohl Bescheid, um was es bei uns geht. Wir mussten
nicht ständig „übersetzten“. Trotzdem war es
für alle Beteiligten absolutes Neuland! Wir sind
nämlich die allererste Schuleinrichtung, die so
weit in dem Zertifizierungsprozeß steht. Viele
andere Waldorfschulen und öffentliche Schulen sind dabei, ein Qualitätsmanagementsystem aufzubauen (teilweise als Auflage, teilweise
aus eigenem Antrieb), aber nach bisherigen Informationen ist keine bis jetzt von einer Zertifizierungsstelle geprüft. Einige Begriffe (z.B.
„Klient“ und „Produkt“) mussten auf eine
Schule umgemünzt werden oder etwas anders
interpretiert. Manche Dinge fielen ganz weg,
andere kamen dazu. Viele ISO-Punkte forderten eine neue Interpretation.
Faszinierend und auch aufbauend für uns im
Koordinatorenkreis war die Zusammenfassung
ihrer Eindrücke, die uns im eingehenden
Schlussgespräch mit den Auditoren mitgeteilt
wurde. Unter anderem erkannten und lobten
sie viele Stärken unserer Schule, wie zum Beispiel das außerordentliche Engagement der
Lehrer, unser hervorragendes Leitbild, das Bewusstsein bezüglich Qualitätsthemen, die ständige Reflexion, die Betonung von Dialog (über
Dokumentation!), die gewissenhafte und gut
etablierte Rückschau von geleisteter Arbeit
(Fachkonferenzen, Klassenkonferenzen, Therapiebereich), die gute Einbindung von Eltern
in verantwortlicher Mitarbeit, die gute Vernetzung der verschiedenen Fachkreisen, vor allem in Mittel- und Oberstufe. Vom Kindergartenbereich und seinem Selbstverständnis als
Nährboden der Schule waren sie auch sehr
angetan.
Bemängelt wurden einige eher formelle Sachen, die wir in Kürze nachreichen können,
sowie die Unbeliebtheit des Protokollierens.
Hilfreiche Empfehlungen bei organisatorischen
Fragen der Informationsübersicht wurden ausgesprochen und willig angenommen. Es gibt
einige Auflagen, die speziell in einem Jahr nachgeprüft werden, aber sie werden für uns wohl
keine großen Probleme sein.
Die Auditoren waren sich alle einig, dass die
Freie Waldorschule Engelberg eine „tolle Schule“ ist, die ihre Stärken gut zur Geltung bringt
und sich ihrer Schwächen bewusst ist; außerdem arbeitet sie ständig an Erneuerungen und
Verbesserungen.
Das Fazit: Wir sind zuversichtlich, dass eine
Empfehlung für eine Qualiäts-Zertifizierung
ausgesprochen wird. Die Endentscheidung wird
von einem unabhängigen Gremium gefällt, aber
dafür bildet die Empfehlung oder Nicht-Empfehlung die Grundlage. Das entsprechende Zertifikat hoffen wir vor Weihnachten in den Händen zu haben.
Qualitätssicherung und -entwicklung ist eine
kontinuierliche Arbeit, sie hört keineswegs mit
dem Erlangen eines Zertifikats auf, sondern
wird nur ab diesem Zeitpunk bescheinigt. Wie
wir diese Akkreditierung am besten nutzen
können, ist auch noch nicht ganz klar. Aber
eins ist sicher: wir haben einen Riesenvorteil
schon für uns, diese Arbeit im eigenen Hause
entwickelt und durchgeführt zu haben, statt
mit einer Auflage von draußen (z.B. vom Staat)
irgendwann in naher Zukunft konfrontiert zu
werden. Viele andere Schulen sehen auf uns
mit großem Interesse, vor allem andere Waldorfschulen. Ich bin stolz, dabei zu sein!
Margy Walter (E)
59
KINDERGARTEN
Ein Blick auf unseren Kindergarten
Unser Waldorfkindergarten ist, wie es nahe
liegt, seit seinem Beginn 1975 kontinuierlich
gewachsen. Und wer ihn unterdessen pflegend begleitet hat, konnte sicher unterschiedliche Entwicklungsphasen wahrnehmen,
wie bei einem Bäumchen, das abwechselnd
stärker in die Länge oder in die Breite wächst.
In den letzten vier, fünf Jahren stellte sich ja
immer deutlicher die Frage nach Erweiterung
unseres Angebotes durch die veränderten Verhältnisse in vielen Familien und die gesetzliche
Zusicherung von Kindergartenplätzen ab drei
Jahren.
Bekanntlich kam zur Gesamtgestalt – Elternseminar mit Krabbel- und Spielgruppen, geführt von Frau Ilse Schneider, vier Kindergartengruppen im eigenen Gebäude und die in
der Schule untergebrachte Altersgleiche Kindergartengruppe für Vorschulkinder – vor vier
Jahren eine neue Facette hinzu durch die altersgleiche Gruppe für Dreijährige, geführt
von Frau Hoffmann.
Die verlängerten Öffnungszeiten ermöglichten Eltern, die dies aus beruflichen Gründen
brauchten, das Betreutwerden ihrer Kinder
schon ab 7.15 Uhr und bis 13.15 Uhr. Hinzu kam das Angebot von Betreuungswochen
in den Ferien.
Wegen sehr vieler angemeldeter Kinder, die
u.a. durch die Belegung der freigewordenen
Plätze mit nachrückenden Geschwistern hätten leer ausgehen müssen, entschloss man
sich 2002/03 zur Eröffnung einer neuen Gruppe. Ohne das mutige In-die-Bresche-Springen einer Mutter mit geeigneter Qualifikation, Frau Isabelle Eklund, einerseits und einer
tatkräftigen Elternschar andererseits, besonders für den im „Neubau“ der Schule herzurichtenden Gruppenraum, hätte das aber unmöglich bewerkstelligt werden können.
60
Wie inzwischen wohl hinlänglich bekannt,
musste sich der Waldorfschulverein für dieses Schuljahr (2003/04) zu harschen Sparmaßnahmen in jeder „Fachschaft“ entschließen. Bei uns führte das zur Schließung
der „Altersgleichen Kindergartengruppe“, zum
Leidwesen vieler Interessenten. Die neueste
Kindergartengruppe befindet sich dadurch
noch alleine im Schulgebäude und hofft nun
auf ein zumindest kleines, ihr allein zuerkanntes Stückchen Spielwiese mit Gartenbeet.
Das deutliche Beschneiden unseres
„Bäumchens“ führte dazu, dass sich neue „Seitentriebe“ entwickelten:
Die Gruppe von Frau Klotz wurde zu einer
Mittagessens-Gruppe. Das bedeutet, dass ihre
Kinder zu einem aus der Schulküche geholten Mittagsmenü dableiben können, sei es regelmäßig oder fallweise (Abholzeiten um
12.00 oder um 13.15 Uhr).
Wer von den übrigen Kindern auch später abgeholt werden soll, kann in zwei verbleibenden Gruppen bis 12.30 oder 13.15 Uhr spielen.
Im Eltern-Erzieherinnen-Kreis entstanden, wird
übrigens seit diesem Schuljahr nun auch die
Idee eines besonderen Informationsblättchens
in die Tat umgesetzt: fleißige Eltern haben bereits die erste Nummer herausgegeben.
Friederike Ewert (L)
BÜCHER
Hans C. Huf
Mit Gottes Segen in die Hölle
Econ 2003 25,00 Euro
Die Schrecken des Dreißigjährigen Krieges
(1618-1648) beschreibt der Herausgeber
Hans-Christian Huf in seinem Buch.
Huf und andere Autoren schildern nicht nur
die historischen Fakten dieses äußerst blutigen Krieges, sondern zeichnen auch die Biografien von Menschen in dieser dunklen Epoche nach.
Dabei porträtieren die Autoren die zentralen
Personen der Kämpfe, wie den Kriegsherrn
Albrecht von Wallenstein, den Habsburger
Kaiser Ferdinand II. und den König Gustav II.
Adolf von Schweden.
Zudem gewährt das Werk Einblicke in den
Alltag der einfachen Soldaten. Ein Kapitel enthält Auszüge aus dem Tagebuch des Söldners
Peter Hagendorf. Im Dienst seiner Kriegsherren zog er von Schlacht zu Schlacht 25000
Kilometer quer durch Deutschland. Dabei
schildert er aus der Perspektive des Söldners
die Kämpfe um die Städte und die danach
folgenden Grausamkeiten bei den Plünderungen. Aber auch der Soldat Hagendorf wurde nicht verschont, denn der Krieg raubte ihm
sieben Kinder und seine erste Frau.
Einen zentralen Teil des Buches nimmt das
Leben des Feldherrn Wallenstein (1583-1634)
ein. Von seinem steilen Aufstieg bis zu seiner
Ermordung in der „Blutnacht von Eger“. Gezeichnet wird das Bild eines genialen Feldherrn, der zugleich ein skrupelloser Machtmensch und undurchschaubarer Intrigant war.
Buchbesprechungen: Carmen Burke (E)
61
BÜCHER
Mark Haddon
„Supergute Tage“ oder die sonder-
bare Welt des Christopher Boone
Blessing 2003 18,00 Euro
Der Hauptdarsteller in einem der populärsten
englischen Bücher auf dem aktuellen Markt
ist 15 Jahre, drei Monate und zwei Tage alt.
Er verlebt dem Titel gemäß „supergute Tage“
ebenso wie Tage, an denen er sich schreiend
oder stöhnend in Ecken verkriecht.
In seinem preisgekrönten Werk lässt Mark
Haddon den jungen Autisten Christopher Boone aus seiner sonderbaren Welt erzählen.
Obgleich es Christopher schwer fällt, komplizierte menschliche Gefühle und Stimmungen zu verstehen, versucht er, den Mörder
des Hundes aus der Nachbarschaft zu finden
und gerät dabei zwischen die Mühlen seiner
zerstrittenen Eltern und der für ihn fremden
modernen Welt.
Schmerzvoll reift er heran, naiv, neunmalklug
und anrührend mit Parallelen zu Dustin Hoffmanns „Rain man“ und dem Klassiker Holden Caulfield, dem „Fänger im Roggen“.
62
Jose Saramago
Die portugiesische Reise
Rowohlt 2003 24.90 Euro
Literaturnobelpreisträger Jose Saramago hat
die Welt der Parabeln verlassen und meldet
sich mit einem Reiseführer zurück. Einem Reiseführer? Nicht ganz.
In „Die portugiesische Reise“, seinem neuesten in deutscher Sprache erschienenen Werk,
lädt Saramago seine Leser zu einer Tour durch
seine Heimat, von Norden nach Süden, durch
die kleinen Dörfer und über die verstaubten
Straßen und über die verlassenen Friedhöfe
und großen Boulevards.
„Reisen ist eher eine Sache des Bewusstseins
als der Fortbewegung“, sagt Saramago, als er
sich aufmacht. Und sein Buch über Portugal,
sine Ansammlung schier zahlloser Geschichten
zwischen Nord und Süd, Ost und West,
gleicht tatsächlich einem Memorial für sein
Heimatland.
Buchbesprechungen: Carmen Burke (E)
Blätterfall
Der Herbstwald raschelt um mich her.
Ein unabsehbar Blättermeer
entperlt im Netz der Zweige.
Du aber dessen schweres Herz
mitklagen will den großen Schmerz –
sei stark und schweige!
Du lerne lächeln, wenn das Laub,
dem leichten Wind ein leichter Raub,
hinabschwankt und verschwindet.
Du weißt das just Vergänglichkeit
das Schwert, womit der Geist der Zeit
sich selber überwindet!
Christian Morgenstern
63
Haller’s Hoflädle
Erzeugnisse direkt vom Erzeuger aus kontrolliert biologischem Anbau
Äpfel knackig frisch von September - Juni
Hausmacher Dosenwurst
Getreide und Mehl
Holzofenbrot
Branntwein
Naturtrüber Apfelsaft
Traubensaft
Gemüse und Salate
Nudeln
Kartoffeln
Besonders zu empfehlen: unsere excellenten
Rot-, Weiß- und Schillerweine
Fax 07181/259991
Familie Haller, Im Brunnengarten 7, 73630 Rohrbronn,Telefon 07181/73637
Öffnungszeiten: Sa. 8 - 12 Uhr und nach Vereinbarung sowie auf dem
Öko-Bauernmarkt in Geradstetten an der Oberen Kelter Do. 15 - 18 Uhr
u
Praxis f r
Medizinische Fu pflege
u
und Ayurveda-Anwendungen
qualifiziert, individuell
u
u
u
u
u
u
Helga Seizer
Im Kloster 19
73099 Adelberg
Telefon (0 71 66) 12 83
Parkm glichkeiten vor dem Haus
u
u
u
Diabetiker Beratung
Behandlung eingewachsener
N gel
Nagelkorrekturspangen
Nagelprothesen
Entfernen von H hneraugen
und Dornwarzen
Mykose (Nagelpilz)
Problemfu behandlung
Manik re
Laseranwendungen
Spezielle Fu -, Bein- und
Entspannungsmassage
Energiearbeit
Buch und Spiel
Ingrid Bitterle
Bücher
Spielzeug
Kunstgewerbe
Alte Dorfstr. 41,
73773 Aichwald-Aichschieß
Tel: 07 11/36 41 61 Fax: 07 11/3 63 02 60
geöffnet:
Mo-Fr: 8.30-13.00 und 15.00-18.00
Mittwoch geschlossen
Samstag: 8.30-12.30
Diese Anzeige betrachte ich als Spende.
Ich habe selber die Freie Waldorfschule
Engelberg 13 Jahre besucht
und habe die Zeit in schöner Erinnerung.
Stephan Kaliss
Schorndorf Schulstraße 16
Backnang Uhlandstraße 9
Telefon 07181 / 2 41 49
Telefon 07191 / 6 87 16
Film bitte aus Archiv Heft 74
Fa. Ellwanger
•
g e z i e l t e
•
•
•
•
••••••••••••
• •• ••• • • ••••
• • • • •• • ••
• • ••• ••
sprechen Sie mit uns:
Redaktion „Mitteilungen“
Freie Waldorfschule Engelberg
Tel: 07181/704-0
[email protected]
www.engelberg.net
Umbau Dachgeschoss Landhausstraße
Andreas Heller:
Orginaldatei im Mac-Format,
liegt mit den Schriften im Verzeichnis
„Heller“ anbei!
Planen und Bauen Architektur und Holzbau
Andreas Heller Stiftsgrundhof 8, 71522 Backnang, Tel. 07191/970725
Kleine Engelberger Chronik
April - November 2003
Mai
Juni
Juli
Sept.
Okt.
Nov.
9./10.
Künstlerisches Wochenende für die Eltern der 1. Klassen
10.
Frühlingsball „Tanz in den Mai“ mit Live Musik
18.
Maifest
22.
Mitgliederversammlung des Engelberger Schulvereins e.V.
23.
Zirkus „Ratatouille auf Seefahrt“
[Pfingstferien 24.05. - 14.06.03]
27.-29. Klassenspiel 9b: „Die Welle“
05.
Gastspiel des Theatro Dimitri
12.
Waldorfabschlüsse Kl. 12a + 12b, Eurythmischer Waldorfabschluss
13.
Sommerkonzert 1: Till Eulenspiegel (Orchester, Chor, Soli der Kl. 5a)
Carmina Burana (Oberstufenchor + E/L-Chor)
Sommerkonzert 2: Junges Kammerorchester Engelberg / Cello-Orchester Engelberg
19.
Engl. Klassenspiel der 5b: „The Wedding at Ghostmore Castle“
[Sommerferien 24.07. - 06.09.03]
13.
Dozentenkonzert der Freien Musikschule Engelberg „Die neue Mitte“
26.-28. Eltern-Lehrer-Tagung „Will ich?“
03-05. Klassenspiel 12b: „Hohn der Angst“ von Dario Fo
14.
Gastaufführung: „ZILT“ Euritmie ensemble Den Haag
17.-19. Klassenspiel 12a: Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui“ von B. Brecht
25.
Klavierabend Grete Scherzer
[Herbstferien 31.10. - 08.11.03]
15./16. Martinsmarkt
26.
Feier zum Totengedenken (Veranstaltung der Anthroposophischen Gesellschaft)
Musikalischer
Partner der Waldorfschule
KUNST UND HANDWERK
Waldorfpuppen
für jedes Alter
Krippenfiguren
und vieles mehr
Für groß und klein
Puppenkurse nach
Absprache möglich
Lisa Künkele
Vogelsangstraße 37
73614 Schorndorf
Telefon 07181 / 72241
Hier wird geschreinert!
“sonnige” Möbel aus heimischen Hölzern
ausgereift, formschön und stabil
Heuweg 3, 73614 Schorndorf - Buhlbronn
Telefon 0 71 81 / 7 13 09
Fax 0 71 81 / 4 44 67
[email protected]
www.oneworld.de/haugholz
Stützpunkthändler
vormals
it
et m s
n
h
c
prei
zei
sge welt mberg
u
A
Um rtte
dem en-Wü
Bad

Similar documents

Vier Jahreszeiten – ein Schulgebäude, wir freuen uns über 10

Vier Jahreszeiten – ein Schulgebäude, wir freuen uns über 10 Berufung. Jeder hat sich mit großem Einsatz in die Entscheidungsfindungen eingebracht. Für mich als Baufachmann war es auch neu, notwendige Entscheidungen mal aus völlig anderen Blickwinkeln zu bet...

More information

WaldorfBote - Rudolf-Steiner

WaldorfBote - Rudolf-Steiner von Aktionen und Projekten präsentiert einen Motorradunfall schwer verletzt wurhaben, um das Budgetloch dieses Schul- de und seither in Rehabilitation ist: Thojahres zu verringern. Einen Rosenstrau...

More information