Hebamme Sage-femme Levatrice Spendrera Hebamme Sage

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Hebamme Sage-femme Levatrice Spendrera Hebamme Sage
Titel_09_11
30.8.2011
10:50 Uhr
Seite 1
Hebamme
Sage-femme
Levatrice
Spendrera
9/2011
Hebammen im Spital
Les sages-femmes hospitalières
US_Seite_2_bis_4
29.8.2011
15:07 Uhr
Seite 2
Schön, was diese Babypflege
alles hat. Beruhigend, was nicht.
SANFTE CALENDULA-PFLEGE FÜR BABY UND KIND,
NATÜRLICH VON WELEDA. Die Haut der Kleinsten ist fünfmal dünner als
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und Pflanzenauszüge aus kontrolliert biologischem Anbau verwendet. Die Pflege
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Inhaltsstoffen auf Mineralölbasis. Und wird auch bei empfindlicher Haut hervorragend vertragen. Mehr Informationen unter www.weleda.ch
Inhalt_01
30.8.2011
10:53 Uhr
Seite 1
Inhalt
Contenu
Ausgabe 9 Hebammen im Spital
Geschäftsstelle/Secrétariat central
Rosenweg 25C, CH-3000 Bern 23
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www.hebamme.ch
www.sage-femme.ch
Offizielle Zeitschrift des
Schweizerischen Hebammenverbandes
Journal officiel de la Fédération suisse
des sages-femmes
Giornale ufficiale della Federazione
svizzera delle levatrici
Revista uffiziala da la Federaziun svizra
da las spendreras
109. Jahrgang/109e année
Erscheinungsweise: 11 Mal im Jahr
(Juli/August Doppelausgabe)
Parution: 11 éditions par année
(numero double juillet/août)
Impressum
Herausgeberin/éditeur
Schweizerischer Hebammenverband (SHV)
Fédération suisse des sages-femmes (FSSF)
Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht
unbedingt die Meinung des SHV wieder.
Nachdruck nur mit Genehmigung der Redaktion.
Les articles signés ne reflètent pas forcément
l’opinion de la FSSF. Toute reproduction est soumise
à autorisation de la rédaction.
Redaktion/rédaction
Deutschsprachige Redaktion und
verantwortlicher Redaktor:
Wolfgang Wettstein, Geschäftsstelle SHV,
Rosenweg 25 C, CH-3000 Bern 23
Tel. +41 (0)31 331 35 20, Fax +41 (0)31 332 76 19
[email protected]
Rédaction de langue française
Josianne Bodart Senn, Chemin du Bochet 4a,
CH-1196 Gland, tél. +41 (0)22 364 24 66,
portable +41 (0)79 755 45 38,
[email protected]
Redaktioneller Beirat
Inge Loos (il), Sue Brailey (sb), Zuzka Hofstetter (zh),
Lisa Mees-Liechti (lml), Lorraine Gagnaux (lg)
Josée Bernard Delorme (jbd), Edith de Bock-Antonier (ea)
Beraterin Hebammenforschung
Prof. Dr. Ans Luyben, Chur
2
4
Wolfgang Wettstein, Bern
Aktuelle Situation der Hebammen im Spital
Clara Bucher, Zürich
7
Jahresabonnement/Abonnement annuel
Nichtmitglieder/Non-membres
Fr. 109.–
inkl. 2,5% MWST/TVA
Ausland/Etranger
Fr. 140.–
Einzelnummer/Prix du numéro
Fr. 13.20
inkl. 2,5% MWST/TVA + Porto
Das Abonnement verlängert sich um ein weiteres Jahr,
wenn es nicht bis zum 31. Oktober des laufenden
Jahres schriftlich beim SHV gekündigt wird.
L’abonnement est automatiquement renouvéle pour
un an s’il n’est pas résilié par écrit auprès de la FSSF
au 31 octobre de l’année en cours.
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Geltenwilenstrasse 8a, CH-9001 St. Gallen
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Druck/Impression
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WEMF-beglaubigt
ISSN 1662-5862
Umfrage «Hebammenbegleitete Schwangerenbetreuung
in Schweizer Spitälern»
Ans Luyben, Bern
8
Warum werden manche Männer Väter, andere nicht?
Diana Baumgarten, Zürich
10
Diversity im Gesundheitsbereich
Rebekka Ehret, Basel
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ICM-Delegiertenversammlung, Durban, Juni 2011
Zuzka Hofstetter, Aeschi bei Spiez
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19
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28
45
Bücher
Verband
Sektionen
Fortbildung SHV
Stellenangebote
Thema der Ausgabe 10:
Neue geburtshilfliche Versorgungsmodelle in der Schweiz
Erscheinungsdatum: Anfang Oktober 2011
Édition 9 Les sages-femmes hospitalières
32
34
Actualité
Editorial
Edith de Bock-Antonier, Grimentz
L’accompagnement global de la naissance
Jocelyne Bonnet, Saint Julien en Genevois (F)
Catherine Citherlet, Genève
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Vers une nouvelle unité gérée par les sages-femmes
Françoise Maillefer, La Tour-de-Peilz
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Motiver l’allaitement à l’hôpital: pas si facile…
Maria-Teresa Adjaho, La Conversion
40
Quel accompagnement à la sortie de l’hôpital?
Lucia Floris, Genève
Graziella Parachini, Genève
Fotos: Titelbild und Seiten 5/6/34/35/37/38
David Nydegger, Bern/© SHV
Layout/graphisme
Tygraline AG, Bern, Rosmarie Kerschbaumer
Aktuell
Editorial
41
Résumé
Article en allemand de Clara Bucher, Zurich
Questionnaire écrit sur la prise en charge des femmes enceintes par
les sages-femmes accompagnatrices dans les hôpitaux suisses
42
Mosaïque
Echos du 29ème Congrès ICM, Durban, juin 2011
Traduction en français du rapport UNFPA
43
19
27
28
45
Livres
Fédération
Sections
Formation FSSF
Offres d’emploi
Thème de l’édition 10:
Nouveaux modèles obstétricaux en Suisse
Parution: début octobre 2011
Hebamme.ch
Sage-femme.ch
9/2011
1
Aktuell_S02_03
31.8.2011
7:03 Uhr
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Aktuell
Für Hebammen in Äthiopien
Studie der Universität Basel
Sponsorenlauf, Samstag,
17. September 2011, Bern
Stress der Mutter erhöht das
Krankheitsrisiko des Kindes
women’s hope Schweiz veranstaltet einen Sponsorenlauf zu
Gunsten von Hebammenausbildungen in Äthiopien. Hebammen, Kinder und alle, die
Spass daran haben, sind dazu
eingeladen. Der Anlass steht
unter dem Patronat von Edith
Olibet, Direktorin für Bildung,
Soziales und Sport der Stadt
Bern und wird mit der Berner
Fachhochschule Gesundheit
und der Frauenklinik des Inselspitals Bern veranstaltet.
Mehr Informationen unter:
www.womenshope.ch/aktivwerden/hebammenlauf/
Sind Mütter während der
Schwangerschaft starkem Stress
ausgesetzt, kann sich das auf
die Entwicklung des Fötus auswirken. Aber welche Folgen
hat der Stress für die spätere
Gesundheit des Kindes? Dieser
Frage gingen Forschende an
der Fakultät für Psychologie
der Universität Basel nach. Dr.
Marion Tegethoff und PD Dr.
Gunther Meinlschmidt haben
nun in Kooperation mit Kollegen aus Basel, Los Angeles
und Aarhus die Daten von
mehr als 75 000 schwangeren
Frauen aus Dänemark ausgewertet und die Gesundheit ihrer Kinder in den ersten zehn
Lebensjahren untersucht.
Die Forschenden stellten fest,
dass Kinder von Müttern, die
während der Schwangerschaft
etwa im Beruf starkem Stress
ausgesetzt waren, ein höheres
Risiko für verschiedene Erkrankungen aufwiesen als die Kinder von ungestressten Schwangeren. So steigt zum Beispiel
das Risiko für Erkrankungen der
Atmungsorgane, der Haut und
Schwangerschaftsabbrüche 2010 in der Schweiz
Rückgang bei Jugendlichen
Im Jahr 2010 wurden in der
Schweiz 11 092 Schwangerschaftsabbrüche gemeldet. 4%
davon betrafen im Ausland
wohnhafte Frauen. Werden nur
die Frauen mit Wohnsitz in der
Schweiz (96%) berücksichtigt,
ergibt sich eine Rate von 6,8
Abbrüchen pro 1000 Frauen
im Alter zwischen 15 und 44
Jahren. Seit 2004 ist die Zahl
der Schwangerschaftsabbrüche
insgesamt konstant geblieben,
bei Jugendlichen hingegen
geht sie kontinuierlich zurück.
Diese Ergebnisse stammen aus
der Statistik des Schwangerschaftsabbruchs, die jährlich vom
Bundesamt für Statistik (BFS)
veröffentlicht wird.
Mehr Informationen unter:
www.bfs.admin.ch>themen>gesundheit
... und in Deutschland
Die Zahl der Abtreibungen
in Deutschland ist im Jahr
2010 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nahezu gleich
geblieben. Im vergangenen
Jahr wurden rund 110 400
Schwangerschaftsabbrüche in
Deutschland gemeldet, das
waren 0,2% weniger als 2009,
wie das Statistische Bundes-
2
Hebamme.ch
9/2011
Sage-femme.ch
amt in Wiesbaden im März
dieses Jahres mitteilte. Knapp
drei Viertel der Frauen, die
2010 Abtreibungen durchführen liessen, waren zwischen
18 und 34 Jahren alt, 15%
zwischen 35 und 39 Jahren.
Fast 8% der Frauen waren 40
Jahre und älter. Bei den Minderjährigen lag der Anteil bei
4%. Mehr als 97% der gemeldeten Schwangerschaftsabbrüche erfolgten nach der Beratungsregelung. Medizinische
und kriminologische Massnahmen waren in weniger als 3%
der Fälle der Grund für den
Abbruch. Die Eingriffe erfolgten dem Statistikamt zufolge
überwiegend ambulant, rund
79% in gynäkologischen Praxen und knapp 19% im Krankenhaus. Im vierten Quartal
2010 wurden rund 26 700
Schwangerschaftsabbrüche gemeldet, das sind rund 0,6%
weniger als im vierten Quartal
2009.
©
dapd/aerzteblatt.de
des Verdauungssystems. Emotionale Probleme der Mutter
während der Schwangerschaft
wie Ängstlichkeit oder niedergeschlagene Stimmung hatten
hingegen kaum einen Einfluss
auf die Gesundheit des Kindes.
Diese Befunde geben erstmals
einen breiten Überblick über
mögliche gesundheitliche Folgen von Stress während der
Schwangerschaft für den Nachwuchs und weisen darauf hin,
dass Alltagsstress während der
Schwangerschaft ein frühes
Risiko für die Gesundheit des
Kindes darstellen könnte.
Die Ergebnisse können Anhaltspunkte für die Verbesserung der kindlichen Gesundheit geben, sei es durch Investitionen in die Stressreduktion
während der Schwangerschaft
oder in die Vorsorge bei potenziell gefährdeten Kindern.
Mehr Informationen unter:
http://ehp03.niehs.nih.gov
«Environmental Health Perspectives», a
peer-reviewed open access journal published by the National Institutes of Environmental Health Sciences.
Hilfe für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber
Schwanger am Arbeitsplatz –
mamagenda
mamagenda ist eine benutzerfreundliche digitale Agenda, jederzeit im Internet abrufbar.
Das Arbeitsinstrument unterstützt Vorgesetzte bei der Begleitung der Mitarbeiterin durch
die Phasen Schwangerschaft,
Mutterschaftsurlaub bis hin zum
erfolgreichen Wiedereinstieg ins
Berufsleben. mamagenda kommt
allen zugute. Der Arbeitgeber
findet sich dank mamagenda
besser in den Gesetzesvorlagen
zurecht und kann die wertvolle
Berufserfahrung und das Fachwissen seiner Mitarbeiterin erhalten. Der werdenden Mutter
fällt es dank Planung und Dialog
leichter, für sie wichtige Ent-
scheide zu treffen. Dank dieser
Unterstützung am Arbeitsplatz
kann sie sich zusammen mit ihrem Partner unbesorgter der Familie widmen.
Mehr Informationen unter:
www.mamagenda.ch
Aktuell_S02_03
31.8.2011
7:03 Uhr
Seite 3
Kaiserschnitt
Normale Geburt soll mehr Anerkennung erfahren
Neues Forschungsprojekt an
der ZHAW, Winterthur
Medizinische Interventionen
häufig unnötig
Kaiserschnittgeburten: Häufigkeit, Gründe und Konsequenzen. Cesarean Section: Incidents, Indications and Consequences. Eine Literaturübersicht im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit (BAG),
Bern.
Projektbeginn: Mai 2011.
«Die physiologische Geburt,
die umgangssprachlich oft als
normale Geburt bezeichnet
wird, muss in Deutschland
wieder eine grössere gesellschaftliche Anerkennung und
Bedeutung erfahren. Es ist
nachweislich so, dass eine physiologische Geburt bei gesunden Schwangeren und Gebärenden gefördert wird, wenn
die Frauen im Kreissaal ausschliesslich von Hebammen betreut werden. Die Betreuung
durch Hebammen wirkt sich
positiv auf die Gesundheit und
das Wohlbefinden von Mutter
und Kind aus. Hierdurch werden medizinische Interventionen signifikant seltener eingesetzt», sagte Prof. Dr. Nicola
Bauer, Autorin der Dissertation mit dem Titel «Das Versorgungskonzept Hebammenkreissaal und die möglichen
Auswirkungen auf Gesundheit
und Wohlbefinden von Mutter
und Kind» im Juni 2011 in
Bochum.
Darin belegt Nicola Bauer, dass
sich gesunde Schwangere, die
während der Geburt von Hebammen in einem Hebammenkreissaal im klinischen Setting
betreut werden, nachweisbar
seltener medizinische Interventionen oder einen Kaiserschnitt erhalten, dass sie im
Geburtsverlauf häufiger ihre
Position wechseln und häufiger eine alternative Geburtsposition zur Geburt ihres Kindes einnehmen. «Die Hälfte
der Schwangeren in meiner
Im Auftrags des BAG werden
anhand der Literaturreview
vier Fragen untersucht:
1. Wie stellt sich der Kaiserschnitt in der Schweiz, im
Vergleich zu Referenzländern, dar?
2. Welche Faktoren begrün-
den die Zunahmen der Kaiserschnittgeburten?
3.Welches sind die gesundheitlichen Konsequenzen für
Mutter und Kind?
4.Was bedeutet die zunehmende Kaiserschnittquote
für das Gesundheitssystem?
Projektleiterin ist Dr. Claudia
König, Leiterin Forschung &
Entwicklung Hebammen, Institut für Hebammen, ZAHW.
Unterstützt wird sie durch das
Projektteam: Ursula Greuter,
Rahle Gügler und Dr. Jessica
Pehlke-Milde.
Mehr Informationen unter:
www.gesundheit.zhaw.ch
Hebammenmangel in Entwicklungsländern
State of the Worlds Midwifery
2011, Studie der UNFPA
«Delivering Health, Saving Lifes» macht auf den dramatischen Mangel an Hebammen
in vielen armen Ländern der
Welt aufmerksam.
Der Bericht wurde vom Bevölkerungsfonds der Vereinten
Nationen (UNFPA) in Auftrag
gegeben, und im Rahmen des
29. Internationalen Hebammenkongresses des ICM (International Confederation of Midwives) in Durban im Juni dieses
Jahres vorgestellt.
Mehr Informationen unter:
www.unfpa.org/sowmy/
resources/en/index.htm
Der Bericht steht in Englisch,
Französisch und Spanisch zur
Verfügung.
Weitere Links:
www.midwives2011.org
www.internationalmidwives.org
Studie, die im Hebammenkreissaal betreut werden, erleben eine interventionsfreie Geburt, also eine physiologische
Geburt. In der Vergleichsgruppe im ärztlich geleiteten Kreissaal waren es nur 22,6 Prozent», erläutert Bauer.
In ihrer Doktorarbeit untersuchte Nicola Bauer das in Deutschland neue Versorgungskonzept
Hebammenkreissaal anhand einer Studie. Hierbei wurden
die Auswirkungen des Versorgungskonzeptes Hebammenkreissaal im Vergleich zum üblichen, ärztlich geleiteten Kreissaalmodell verglichen. Frauen
der Hebammenkreissaal-Gruppe haben deutlich häufiger
spontan geboren und eine signifikant niedrigere Kaiserschnittrate als Frauen in der Arztkreissaal-Gruppe. Auch beim Stillen
gab es nachweislich Unterschiede in den beiden Gruppen: Von Hebammen betreute
Frauen stillen häufiger. 72,8
Prozent der Frauen in der Hebammenkreissaal-Gruppe stillten noch acht Wochen nach
der Geburt ihr Kind ausschliesslich. In der Kontrollgruppe waren es nur 47,4 Prozent. Der
Gesundheitsstatus des Neugeborenen wies direkt nach der
Geburt keine signifikanten Unterschiede auf.
Mehr Informationen unter:
www.hs-gesundheit.de
(Hochschule für Gesundheit,
Bochum)
Gewalt in Institutionen der Geburtshilfe
Während sich Politikerinnen
und Politiker vor allem Sorgen
über die zukünftige Finanzierbarkeit geburtshilflicher Massnahmen machen, wird einem
Thema wenig oder keine Aufmerksamkeit geschenkt: die
respektlose Behandlung von
Frauen in Institution der
Schwangerenbetreuung und
der Geburtshilfe. Dieser Bericht, nur in Englisch verfügbar, füllt diese Lücke.
Exploring Evidence for Disrespect and Abuse in FacilityBased Childbirth. Report of a
Landscape Analysis.
Diana Bowser, Sc.D., M.P.H.
Kathleen Hill, M.D., USAIDTRAction Project.
Harvard School of Public
Health University Research Co.,
LLC, September 20, 2010.
Mehr Informationen und Bericht in Englisch als PDF unter:
http://www.hsph.harvard.edu
/departments/global-healthand-population
Hebamme.ch
Sage-femme.ch
9/2011
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Dossier_dt_S04_18
30.8.2011
11:05 Uhr
Seite 4
Dossier
Editorial
Liebe Leserin, lieber Leser
Am 30. August dieses Jahres fand in Bern
die erste gesamtschweizerische Konferenz der leitenden Hebammen in Spitälern statt. Der
SHV hatte eingeladen, um
mit ihnen Themen aus den
Bereichen Berufspolitik,
Ausbildung und Berufskompetenz zu diskutieren. Rund
80 Hebammen waren der
Einladung gefolgt. Der SHV
präsentierte sein Positionspapier zur Einführung der DRG und die Auswertung
der Umfrage zu den möglichen Auswirkungen der Fallpauschalen auf die
Arbeit der Hebammen im Spital. Weiter
informierte der SHV die Teilnehmerinnen
über die politischen Vorstösse zur ambulanten Wochenbettbetreuung und über
den nationalen Signaltag des Gesundheitspersonals vom 22. September 2011.
Der Zentralvorstand informierte sich
über die Situation bzw. anstehende
Fragen und Herausforderungen für die
Spitalhebammen, denn, zur Stärkung
der Hebammenarbeit und für die Sicherung und Förderung einer qualitativ
guten Geburtshilfe ist es sehr wichtig,
den gegenseitigen Austausch zu fördern
und koordiniert Entwicklungen zu
beobachten, um adäquat darauf
reagieren zu können.
Ans Luyben und ihre Kolleginnen sind
zur Zeit mit der Auswertung ihrer
schriftlichen Befragung zur hebammenbegleiteten Schwangerenbetreuung in
Schweizer Spitälern beschäftigt. Ziel
des Projekts war die Erfassung von
Modellen der begleiteten Schwangerenbetreuung in Spitälern und die
Auswirkungen, die sie auf das Befinden
und die Gesundheit der Schwangeren
haben. Mit den Resultaten ist im Laufe
des kommenden Jahres zu rechnen und
wir werden ausführlich darüber berichten.
Rebekka Ehret nimmt sich in ihrem Beitrag dem Thema Diversity (Vielfalt) an.
Vor dem Hintergrund des heute weit
reichenden Organisationswandels in
Institutionen der klinischen und sozialen
Arbeit – als auch im Spitalbereich –
sind viele Berufsgruppen vom allgemeinen Wertewandel, den veränderten
Geschlechterrollen und neuen Generationenmodellen gefordert. Daher sind
neue Formen der Arbeitsplanung und
-durchführung gefragt.
Wolfgang Wettstein
Redaktor Hebamme.ch
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Hebamme.ch
9/2011 Sage-femme.ch
Spitalhebammen
Aktuelle Situation d
Die Hebamme im Spital bewegt sich in einem sich stark verändernden
Arbeitsumfeld: sie erlebt die Entwicklungen in der Geburtsmedizin ganz
unmittelbar, arbeitet in einem interprofessionellen Team und hat es mit
Frauen zu tun, deren Mutterschaft geprägt ist von soziokulturellem
Wandel. Statt sich in einem verklärten Berufsbild zu verlieren, steht die
Hebamme heute da als kompetente Fachfrau.
Kompetenzen und Arbeitsumfeld der Hebammen
allein aufgrund des CTG fahrlässig. Besondere Zurückhaltung ist deshalb heute
zu üben im Umgang mit CTG-Interpretationen «auf dem Trockenen», am Bildschirm im Arbeitsraum der Hebammen,
weit weg vom wirklichen Geburtsgeschehen.
Haben die Kompetenzen der Hebammen im Spital sich verändert? Ich behaupte, in den letzten 20 Jahren nicht
grundlegend. Auch ich wollte in der Hebammenausbildung Ende der 1980er Jahre
im Spital Geburten selbstständig leiten. Geburtshilfe und
Die Realität lehrte mich eines besseren:
Geburtsmedizin
Offiziell ist im Spital bei jeder Geburt ein
Verändert haben sich die Geburtshilfe
Arzt mit involviert. Wer die Geburt leitet
ist jedoch meistens nicht festgelegt. Da- bzw. die Geburtsmedizin. Dank Entwickmals wie heute wird die Arbeitsteilung lung und Fortschritt in der Medizin kommen viele neue diagnostische
zwischen Hebamme und Arzt
und therapeutische Intervenunterschiedlich streng intertionen zur Anwendung. Zupretiert. In einzelnen Betrieverlässige und rasche Resulben ist öffentlich bekannt,
tate werden sowohl von der
dass die Geburtsleitung bei
schwangeren Frau als auch
der Hebamme sein kann, z.B.
vom Fachpersonal erwartet,
bei der Hebammengeburt in
nichts soll dem Zufall oder der
der Berner UniversitätsfrauNatur überlassen werden. Die
enklinik, oft aber übernimmt
Tendenz, den Verlauf einer
die Hebamme die Geburtsleitung, weil die Zusammenar- Clara Bucher, Hebamme Schwangerschaft möglichst engbeit zwischen Ärzteschaft und mit langjähriger Berufserfah- maschig zu kontrollieren und
rung in verschiedenen KaderHebammen vertrauensvoll und positionen. Seit 2010 am zu steuern führt zu einer drasoffen ist.
UniversitätsSpital Zürich ver- tischen Zunahme medizinischer
Verändert haben sich so- antwortlich für die Führung Eingriffe, deren häufiger, rouPflege und Hebammen
tinemässiger Einsatz oft zu
wohl das Arbeitsumfeld als der
des Medizinbereichs Frau –
auch die Arbeitsinstrumente. Kind mit rund 350 Mitarbei- wenig hinterfragt wird, auch
wenn heute der Anspruch beComputertechnik ist auch in terinnen.
steht, evidenzbasierte Medizin
den Gebärabteilungen nicht [email protected]
www.usz.ch
zu betreiben. So sind zum Beimehr wegzudenken. Statt uns
mit meterlangen CTG-Papierstreifen her- spiel Ultraschalluntersuchungen aus dem
umzuschlagen scrollen wir am Bildschirm heutigen geburtshilflichen Alltag nicht
hin und her. Dies war zu Beginn gewöh- mehr wegzudenken. Schätzen wir desnungsbedürftig, die Interpretation des halb das Kindsgewicht nicht mehr mit den
CTG ist jedoch dieselbe geblieben. Es Leopold‘schen Handgriffen? Eigentlich
braucht nach wie vor vertiefte Fach- haben wir Hebammen diese Kompekenntnisse und Erfahrung und ohne tenz…
Mit der heutigen Geburtsmedizin haben
die Erfassung der Gesamtsituation der
schwangeren Frau wäre eine Intervention sich die Grenzen des Machbaren verscho-
Dossier_dt_S04_18
30.8.2011
11:05 Uhr
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n der Hebammen im Spital
ben. Das kann grad im Spitalalltag zu sehr
belastenden Situationen führen: Bei der
einen schwangeren Frau wird mit einem
heiklen operativen Eingriff versucht, eine
Frühgeburt zu vermeiden und dem Kind
einen möglichst guten Start ins Leben zu
ermöglichen. Bei einer anderen Frau mit
ähnlicher Diagnose wird jedoch ein später
Schwangerschaftsabbruch eingeleitet. Da
wird von der Hebamme eine wertfreie,
empathische Haltung verlangt. Die Hebamme muss sehr belastbar sein und rasch
in diesen äusserst unterschiedlichen Situationen überlegt handeln können.
24-Stunden-Betrieb
Eine besondere Herausforderung im
Spital ist der Betrieb rund um die Uhr. Die
Hebamme wird nach 81/2 Stunden von
Kolleginnen abgelöst. Meistens ist ihre
Arbeit mit einer Frau/einem Paar in ihrer
Schicht nicht abgeschlossen. Das heisst,
Situation und Verlauf müssen möglichst
umfassend und für alle verständlich dokumentiert sein, damit ihre Kollegin die
Arbeit weiterführen kann. Eine Standardisierung der Dokumentation ist unerlässlich.
Die Abteilungsleiterin hat die anspruchsvolle Aufgabe, den Arbeitsplan
zu erstellen. Einerseits muss sie mit adäquaten Personen (z.B. Ausbildung, Fähigkeiten, Erfahrung) den betrieblichen Anforderungen zur rechten Zeit (Tag-, Spät-,
Nachtdienst) und am rechten Ort (Gebärabteilung, Wochenbett etc.) gerecht werden. Andererseits muss sie jeder Mitarbeiterin – unter Berücksichtigung individueller Freizeitwünsche und den arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen – einen
angemessenen Arbeitsrhythmus gewähren.
Fotos dieser Ausgabe
Die Fotos dieser Ausgabe zeigen die Neue
Frauenklinik Luzern des Luzerner Kantonsspitals. Der SHV dankt Corinne Spillmann,
Leiterin Pflegedienst, und Prof. Bernhard
Schuessler, Chefarzt der Neuen Frauenklinik,
für die freundliche Unterstützung. Die Neue
Frauenklinik als Zentrumsklinik sorgt mit
ihren Leistungen für die medizinische Grundversorgung (Gynäkologie und Geburtshilfe)
der Frauen des Kantons Luzern.
Informationen unter: www.luks.ch/standorte/
luzern/kliniken/frauenklinik.html
Hebamme.ch
Sage-femme.ch
9/2011
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Dossier_dt_S04_18
30.8.2011
11:06 Uhr
Seite 6
sammenarbeit ein offenes, vertrauensvolles Betriebsklima. Dazu braucht es einen
respektvollen Umgang sowohl unter den
Vorgesetzten als auch im interprofessionellen Team.
Pflege und Hebammen
Im Spital gehören die Hebammen in
der Regel zum Pflegedienst. Sie haben
die gleichen Anstellungsbedingungen,
die gleichen Schichtzulagen, der Lohn ist
ähnlich (auf dieses Thema gehe ich in diesem Beitrag nicht besonders ein). Und
trotzdem ist da ein grundlegender Unterschied, der mich als Vertreterin dieser relativ kleinen Berufsgruppe immer wieder
dazu herausfordert, dafür einzustehen,
dass die Hebammenarbeit nicht unter der
Pflege subsumiert wird. Es gibt durchaus
einen Bereich der Hebammenarbeit, der
mit dem der Pflege deckungsgleich ist.
Insbesondere bei Frauen mit Risiken,
Komplikationen oder schweren Nebendiagnosen, die länger hospitalisiert sind,
übernimmt die Hebamme die Rolle der
Pflegefachfrau oder wird sinnvollerweise
von einer Pflegefachfrau abgelöst. Der
Kern der Hebammenarbeit ist jedoch die
Betreuung von Frauen mit physiologischer Schwangerschaft und Geburt. Dieser Auftrag ist spezifisch und kann von
einer Pflegefachfrau nicht übernommen
werden. Die Definition der Hebamme be-
Haben Sie schon einmal den Versuch
unternommen, eine Teamsitzung in einem
24-Stunden-Betrieb einzuberufen? Es ist
nicht möglich, alle Mitarbeiterinnen gleichzeitig an einen Tisch zu bringen, ein Teil
des Teams ist immer entweder an der Arbeit oder in der Erholung vor oder nach
einem Arbeitseinsatz. Teamentwicklungsprozesse dauern deshalb immer viel länger als in anderen Institutionen und Unternehmen.
Zusammenarbeit zwischen
Hebammen und Ärzteschaft, mehr als eine
Zweckgemeinschaft?
Die Arbeit im Spital ist von der Zusammenarbeit zwischen Hebammen und
Ärzteschaft geprägt. Auch diese hat sich
meines Erachtens im Laufe der letzten
Jahrzehnte nicht verändert. Die Zusammenarbeit ist für eine optimale Versorgung von Mutter und Kind ausseror-
6
Hebamme.ch
9/2011
Sage-femme.ch
dentlich wichtig. Sie findet im Alltag laufend statt, entsprechend störungsanfällig kann sie sein. In einem Spital kommen
die unterschiedlichsten Menschen zusammen. Sie haben gemeinsam einen
Auftrag zu erledigen, sind jedoch vielleicht unsicher, weil sie neu in diesem Betrieb sind, oder unter Druck, weil sie in
einem neuen Fachgebiet arbeiten und an
ihre Grenzen stossen. Die Zusammenarbeit ist stark geprägt von der Betriebskultur des Spitals, diese ist wiederum von
Schlüsselpersonen, Chefärzte und Leitende Hebammen, geprägt. Ebenfalls
mit hinein spielen Rollenbilder und Stereotypen: Mann, Frau, Akademiker/in,
Nicht-Akademiker/in, um nur ein paar
wenige zu nennen. Hierarchische Strukturen und damit einhergehende vermeintliche Abhängigkeiten können zu
Missverständnissen und Fehlverhalten
führen, die grad in einer geburtshilflich
heiklen Situation rasch eskalieren können. Deshalb ist die Basis einer guten Zu-
Erste
gesamtschweizerische
Konferenz der leitenden
Hebammen in Spitälern
Am 30. August 2011 fand in Bern
die erste Konferenz der leitenden
Hebammen in Spitälern statt. Der
Zentralvorstand hatte eingeladen, um
mit ihnen verschiedene Themen aus
der Berufspolitik, Ausbildung und
Berufskompetenzen zu diskutieren.
Gerade im Spitalbereich stehen in
den kommenden Monaten und Jahren Veränderungen an, die zu neuen
Fragen und Diskussionen führen werden. Es ist für die Stärkung der Hebammenarbeit und für die Sicherung
und Förderung einer qualitativ guten
Geburtshilfe wichtig, den gegenseitigen Austausch zu fördern und koordiniert die Entwicklungen zu beobachten, um adäquat darauf reagieren
zu können.
Liliane Maury Pasquier,
Präsidentin SHV
Dossier_dt_S04_18
30.8.2011
11:06 Uhr
steht. Wir brauchen uns nicht über die
Abgrenzung zur Pflege zu definieren.
Kinderkriegen heute
Schwanger zu sein und Kinderkriegen
ist im Kontext allgemeiner gesellschaftlicher Entwicklungen zu betrachten. Traditionelle Familienmuster sind schon lange aufgebrochen. Mit den soziokulturellen Veränderungen leben Familien sehr
auf sich gestellt. Ein soziales Netz ist oft
nur bedingt vorhanden. Insbesondere bei
Familien mit Migrationshintergrund ist
die Isolation noch viel ausgeprägter.
Schwangere Frauen sind sehr verunsichert, weil sie nicht wissen, was in der
neuen Lebenssituation mit dem Kind auf
sie zukommt. Sie erleben im Alltag keine
anderen Mütter, die ihnen Vorbild sein
könnten.
Dazu kommt, dass heute die Möglichkeit besteht, sich mit einer Flut von Informationen rund um die Mutterschaft einzudecken. Es besteht der Anspruch, möglichst gut Bescheid zu wissen, um Schwangerschaft und Geburt möglichst intensiv
zu erleben und, wie auch sonst im Leben,
selbstbestimmt Entscheidungen zu treffen. Die eigene Betroffenheit erschwert je-
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doch eine gewisse Distanz zu all diesen
Fachinformationen. Statt sich sicherer zu
fühlen nimmt die Verunsicherung zu.
Die Frauen sind auf präzise, gezielte
Beratung angewiesen.
Da sehe ich die grösste Veränderung
für uns Hebammen. Wie können wir die
Frau so beraten und begleiten, dass sie
sich in ihrer Situation zurechtfindet, sie
ihre Ressourcen mobilisieren kann um mit
Kind und Familie eine zufriedene Einheit
zu bilden? Dies verlangt von den Hebammen eine sehr rasche Auffassungsgabe,
um die individuelle Situation der Frau zu
erfassen und eine hohe Sozialkompetenz, um mit der Frau eine vertrauensvolle Beziehung aufzubauen und sie in
kurzer Zeit gezielt zu beraten.
Fazit
Wir brauchen starke Spitalhebammen:
• die sich in diesem veränderten Arbeitsumfeld leicht bewegen, die kompetent
mit den technischen Mitteln umgehen,
die gerne in einem Team arbeiten, die
konstruktive Auseinandersetzung mit
den Vorgesetzten und der Ärzteschaft
suchen und gerne unregelmässig arbeiten.
• die sich für die soziokulturellen Veränderungen interessieren, über hohe
kommunikative Fähigkeiten verfügen,
die individuell und doch qualitativ (betriebs-)standardisiert mit den Frauen
und deren Familien arbeiten.
Wir brauchen starke Hebammen
in Kaderpositionen:
• die sich auf allen Hierarchiestufen für
die Kompetenzen der Hebammen einsetzen und in der Zusammenarbeit mit
der Ärzteschaft ein respektvolles Arbeitsklima prägen.
• die sich auf allen Hierarchiestufen für
eine optimale Betreuung von Mutter
und Kind einsetzen, sich für eine kongruente Betreuung vor, während und
nach dem Spitalaufenthalt einsetzen.
• die mit und neben der Pflege die Hebammenarbeit sichtbar machen und die
Fachentwicklung vorantreiben.
왗
Schriftliche Umfrage zur hebammenbegleiteten
Schwangerenbetreuung in Schweizer Spitälern
Ruth Niederreiter, Ans Luyben, Barbara Kaiser,
Antoinette Conca-Zeller, Brigit Schindler
Zusammenarbeit von Forschung und Entwicklung
Hebammen im Fachbereich Gesundheit der Berner
Fachhochschule mit der Haute Ecole de Santé,
Genève
Ans Luyben, Bern
Hintergrund
Aus Evaluationen von hebammenbegleiteten
Betreuungsmodellen sind positive Auswirkungen auf die Gesundheit der Frau und ihrer
Familie während der Schwangerschaft, der
Geburt und im Wochenbett bekannt. Schwangere Frauen, die vor allem von Hebammen betreut werden, hatten u.a. ein vermindertes
Risiko auf eine Hospitalisation während der
Schwangerschaft, Schmerzmitteleinsatz unter
der Geburt und eine erhöhte Chance auf eine
vaginale Geburt. Bis jetzt ist aber noch wenig
bekannt über die Begleitung durch Hebammen während der Schwangerschaftsbetreu-
ung in Schweizer Spitälern. Eine Hebammenexpertin initiierte deshalb eine landesweite
Umfrage.
Ziel
Erfassung von Modellen der hebammenbegleiteten Schwangerschaftsbetreuung bzw.
-vorsorge, inklusive Beleghebammensystem,
in Schweizer Spitälern
Vorgehen
Schriftliche Umfrage mit einem strukturierten
Fragebogen in Deutsch und Französisch. Der
Fragebogen wurde im März 2011 per Post an
124 leitende Hebammen verschickt.
Resultate
Das Interesse an der Umfrage war gross. Insgesamt wurden fast 70% (87) ausgefüllten
Fragebögen zurückgeschickt; 65 aus der
Deutschschweiz, 17 aus der Westschweiz und
5 aus der italienischsprachigen Schweiz. Die
erste Verarbeitung zeigt, dass in den Spitälern
eine Vielzahl von hebammenbegleiteten Be-
treuungsmodellen angeboten werden, die bis
jetzt kaum erfasst wurden. Weitere Resultate
der Umfrage werden im Frühjahr 2012 erwartet.
Die Resultate aus dieser Umfrage ergänzen die
Informationen aus dem Forschungsprojekt der
Berner Fachhochschule zur «Wirksamkeit der
Betreuung auf die Gesundheit rund um die
Geburt aus Sicht der Frauen in der Schweiz».
Das Projekt hat zum Ziel, ein Instrument zur
Erfassung der Wirksamkeit der Betreuung und
Qualität der Gesundheit während dieser Zeit
für den Schweizerischen Kontext zu entwickeln. Anschliessend wird dieses Instrument in
einer Pilot-Studie in Interviews mit Frauen
zirka ein Jahr nach der Geburt ihrer Kinder
getestet.
Projektbeginn: 1. Februar 2011
Projektende: 30. November 2012
MatHER-ch.ch
https://projektdatenbank.bfh.ch/default.aspx
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Fokus
Vaterschaft heute
«Warum werden manche Männer
Väter, andere nicht?»
Üblicherweise wird die Frage «Möchtest Du später mal Kinder?» häufig an Frauen gerichtet. Dabei wäre es genauso
wichtig, auch Männern diese Frage zu stellen. Denn auch sie müssen sich darüber klar werden, ob sie sich auf das
Abenteuer Vatersein einlassen oder lieber kinderlos bleiben wollen.
Die Forschung zu Familiengründung konstellationen bündeln: auf eine lange
und Kinderlosigkeit konzentrierte sich Bildungsphase folgt ein entsprechend
lange Zeit ausschliesslich auf Frauen. Erst kleines Zeitfenster für Familiengründung.
im Zuge der Diskussion um sinkende Ge- Zudem sind in dieser Gruppe oft beide
burtenraten und die Zunahme kinder- Partner sehr berufsorientiert, was die
loser Paare gerieten auch die Männer in paarinternen Aushandlungsprozesse um
den Blick. Dabei zeigte sich folgendes: Familiengründung und Arbeitsteilung verEinerseits gibt es eine steigende Zahl von schärfen kann.
Männern, die sich mehr als bislang üblich
um ihre Kinder kümmern wollen. Ande- Kinder oder keine? –
rerseits gibt es eine wachsende Zahl von
Der Prozess des
Männern, die sich ausdrücklich gegen
Kinder entscheiden bzw. deren Leben so «Paratwerdens»
Entgegen der landläufigen Vorstellung,
verläuft, dass sie letztlich keine Kinder
Männer könnten bis ins hohe Alter Vater
bekommen.
Über eine zahlenmässige Abfrage der werden, haben auch sie ein subjektives
gewünschten Familiengrösse hinaus gibt Zeitfenster für Elternschaft. Jenseits der
es – zumal in der Schweiz – über die ge- 45 zum ersten Mal Vater zu werden, ist
nauen Ursachen und Hintergründe eines für die meisten Männer nicht vorstellbar
«Kinderwunsches» bei Männern oder und auch statistisch gesehen ein eher seltenes Ereignis. Umso wicheben einer gewünschten Kintiger ist die Auseinandersetderlosigkeit, bisher kaum Erzung mit Fragen wie «Möchte
kenntnisse. Bei der Beantworich mal Kinder und wenn ja,
tung der Frage, warum denn
wann ist der richtige Zeitnun manche Männer Väter
punkt? Was bedeutet es für
werden, andere nicht, interesmich, Vater zu werden? Was
sierte uns daher, wie Männer
sind die Konsequenzen? Was
Familiengründungsprozesse
für ein Vater will ich sein?»
subjektiv erleben und verarWie sich anhand der Interbeiten, welche Ansprüche sie
Baumgarten,
views
deutlich gezeigt hat,
an sich selbst sowie ihre Vater- Diana
M.A. promoviert am Zenschaft stellen und in welcher trum Gender Studies kann der Prozess des VaterWeise diese mit gesellschaft- (ZGS) der Universität Ba- werdens vielschichtig und
lichen Rahmenbedingungen sel. Ihr Forschungsschwer- komplex sein. Wenn Vaterpunkt liegt im Bereich
verknüpft sind bzw. in Konflikt Familie, Familiengründung schaft nicht das Produkt einer
Unachtsamkeit ist, beginnt
geraten.
und Elternschaft, wobei
Die Erweiterung des Blick- ihr besonderes Interesse dieser Prozess meist weit vor
jeweils den Vätern gilt.
dem Zeitpunkt der Zeugung
feldes auf Männer verspricht,
ein vollständigeres Bild der Entstehung des Kindes. Von dem zukünftigen Vater
von Elternschaft bzw. deren Ausbleiben erfordert er die Herausbildung einer inneren und äusseren Bereitschaft, das Abendzu erhalten.
Zur Beantwortung unserer Fragen haben teuer Vaterschaft tatsächlich einzugehen.
Dieses «Paratwerden» um dann «parat
wir 60 teilnarrative, biografisch orientierte Interviews mit Schweizer Akademi- zu sein» kann ganz Unterschiedliches
kern in drei Altersgruppen geführt. Je zu und zum Teil auch Widersprüchliches begleichen Teilen mit Vätern und mit Kin- deuten. Je nachdem, wie sich ein Mann
derlosen. Hintergrund für die Konzentra- entsprechend seiner biografischen wie
tion auf Akademiker war die Annahme, beruflichen Lage «parat» fühlt, kann der
dass sich bei ihnen wesentliche Problem- Prozess des «Paratwerdens» vergleichs-
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weise unkompliziert oder auch sehr
schwierig verlaufen. Zudem muss sich die
Auseinandersetzung mit inneren Befindlichkeiten und äusseren Strukturen keineswegs vollständig bewusst vollziehen.
Bei ungeplanten Schwangerschaften
besteht die Notwendigkeit, sich nachträglich mit der Bereitschaft, Vater zu
werden, auseinanderzusetzen und quasi
nachholend «parat zu werden».
Wesentlich ist jedoch die Auseinandersetzung mit den eigenen Erwartungen,
Ängsten, Unsicherheiten, Hoffnungen
und Wünschen im Zusammenhang mit
Vaterschaft. Dabei spielt die Frage nach
den eigenen fürsorglichen und erzieherischen Kompetenzen eine wesentliche
Rolle, denn gerade dort fühlen sich Männer oft (noch) unsicher.
Und, neben der Herstellung einer Bereitschaft für Vaterschaft, kann der Prozess auch dazu führen, dass eine Vaterschaft bewusst ausgeschlossen wird
(inklusive einer anschliessend vorgenommenen Vasektomie).
Vorstellungen von Männlichkeit und Vaterschaft
haben Einfluss auf
Familiengründung
Ein wesentlicher Bestandteil des «Paratwerdens» ist die Auseinandersetzung
mit Fragen, die die eigenen Vorstellungen
und Praxen von Vaterschaft und Männlichkeit betreffen.
So kann z.B. die Vorstellung, später
einmal der Familienernährer sein zu müssen, verunsichernd wirken. Die Last der
Verantwortung und der Zwang zu einer
erfolgreichen beruflichen Karriere, trotz
immer unsicherer werdender Arbeitsverhältnisse, kann zu einem Entscheid gegen Kinder führen bzw. im Falle einer
Familiengründung erhebliche (An-)Spannungen zur Folge haben.
Nebst der nach wie vor bestehenden
Anforderung an Männer, der Ernährer
sein zu müssen, hat sich aber das Ideal
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eines «guten Vaters» deutlich verändert.
Dieser soll heute Familie als wichtigsten
Bestandteil seines Lebens begreifen und
eine enge Beziehung zu seinen Kindern
aufbauen. Das sich daraus ergebende
Dilemma, ein «emotional involvierter,
präsenter Ernährervater» sein zu wollen
bzw. zu sollen, führt vermehrt zu einem
männlichen Vereinbarkeitsproblem. Anders als bei Frauen, bei denen in der Regel Familie mit Beruf vereinbart werden
muss, liegt das Problem für Männer umgekehrt in der Vereinbarkeit von Beruf
mit Familie.
Dabei gibt es zunehmend Männer, die
versuchen, sowohl die wirtschaftliche als
auch die Verantwortung für die Fürsorge
der Kinder partnerschaftlich zu teilen. Einige
der von uns befragten Männer hatten es
im Vorfeld der Familiengründung regelrecht zur Bedingung gemacht, nur dann
Vater werden zu wollen, wenn sie sich
auch im grösseren Umfang um das Kind
kümmern können und nicht allein für das
Familieneinkommen zuständig sind.
Neuer Umgang von
Männern mit Generativität?
Zusammenfassend lässt sich ein grösserer Grad an Bewusstheit über die eigene
Generativität bei Männern feststellen.
Dies ist insofern neu, als dass dieses Thema bisher primär weiblich konnotiert
war. Zwar gehörten auch schon bisher
«einen Beruf und eine Familie haben»
zum Bild eines erwachsenen Mannes dazu, dies beinhaltete jedoch nicht notwendig ein eigenes Bedürfnis nach einem
Kind.
Unsere Studie zeigt auch, dass heute
beide Formen nebeneinander existieren.
Zum einen fanden wir Männer mit einem
Kinderwunsch, der auf ein Kind als unmittelbares Gegenüber und eine enge
Beziehung zu ihm zielt. Gleichzeitig kann
das Vorhandensein eines Kinderwunsches aber auch «Familienwunsch» bedeuten. Unsere Interviews zeigen, dass
ein Teil der Männer zwar keinen eigenen
Kinderwunsch hat, sehr wohl jedoch
Familie haben will. Damit ist eher die
«Lebensform Familie» gemeint, die sowohl die Frau als auch die Kinder beinhaltet.
Je ausdrücklicher ein Mann einen eigenen Kinder- bzw. Familienwunsch formuliert, desto unkomplizierter stellt sich das
Vaterwerden für ihn dar.
Wenn Männer zukünftig ihre mögliche
Vaterschaft tatsächlich stärker zu einem
eigenen und bewusst zu gestaltenden
Thema machen, könnte dies zweierlei
nach sich ziehen: Einerseits könnte es in
der Konsequenz zu einem Anstieg eige-
Foto: Phanpaporn Worarat
ner, von der Partnerin unabhängiger Kinderwünsche von Männern (auch vermehrt von schwulen Männern) führen.
Andererseits ist auch die Zunahme bewusst gewählter Kinderlosigkeit möglich.
Eine denkbare Folge hiervon wäre die
weiter zunehmende Spaltung der Gesellschaft in Männer (und Frauen) mit und
solche ohne Kinder. Die Richtung zukünftiger Entwicklungen hängt nicht zuletzt
davon ab, ob und wie sehr in Zukunft
Männer verstärkt Anstrengungen unternehmen werden, die angesichts ihrer veränderten Arbeits- und Lebensvorstellungen notwendigen Entwicklungen durchzusetzen. Das könnte zu wachsenden
gemeinsamen gesellschaftspolitischen
Anstrengungen von Männern und Frauen
führen, die sich ein Leben mit Kindern
wünschen.
왗
Weiterführende Literatur:
Baumgarten D., Kassner K., Maihofer A., Wehner, N. (2011); Warum werden manche Männer Väter, andere nicht? Männlichkeit und
Kinderwunsch. In: Walter H., Eickhorst A.:
Das Väter-Handbuch. Theorie, Forschung,
Praxis. Frankfurt a.M.: Psychosozial Verlag (im
Druck).
Helfferich C., Klindworth H. & Kruse J. (2005):
Männerleben. Studie zu Lebensläufen und
Familienplanung – Vertiefungsbericht, herausgegeben durch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Köln.
Jurczyk K., Lange A. (Hg.) (2009): Vaterwerden
und Vatersein heute. Neue W: Bertelsmann
Stiftung.
Maihofer A., Baumgarten D., Kassner K. & Wehner N. (2010): Familiengründung und Kinderlosigkeit bei Männern. Bedingungen von Vaterschaft heute im Spannungsfeld zwischen
alten und neuen Männlichkeitsnormen, ZGS
Diskussionspapier, Zentrum Gender Studies,
Basel. online verfügbar unter: http://genderstudies.unibas.ch/forschung/forschungsprojekte/vaterschaft-heute/
Mühling T., Rost H. (Hg.) (2007): Väter im Blickpunkt. Perspektiven der Familienforschung,
Opladen & Farmington Hills: Verlag Barbara
Budrich.
Dieser Artikel beruht auf den gemeinsam mit
Prof. Dr. Andrea Maihofer, Dr. Nina Wehner und
dipl. Soz. Karsten Kassner verfassten Aufsätzen
und Berichten über die Ergebnisse des Forschungsprojekts, das von Mai 2007 bis Juli 2010
am ZGS durchgeführt wurde.
E-Mail: [email protected]
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Vielfalt am Arbeitsplatz
Diversity – Schlüsselbegriff für den
kompetenten Umgang mit Vielfalt im
In vielen Feldern der klinischen und sozialen Arbeit gibt es heute einen weit reichenden Organisationswandel.
Zahlreiche Berufsgruppen sehen sich neben den Bevölkerungsentwicklungen gefordert vom allgemeinen Wertewandel, den veränderten Geschlechterrollen und neuen Generationenmodellen. Neue Formen der Arbeitsplanung
und -durchführung sind gefragt. Gesellschaftliche und wirtschaftliche Prozesse sind globalisiert; und mit ihnen
haben sich auch neue Hierarchien entwickelt und etabliert. Ein positiver Zugang ist mehr den je gefragt am
Arbeitsplatz und im Berufsalltag hinsichtlich des Umgangs mit Vielfalt.
Zwei grundsätzlich
verschiedene Zugänge
zu Diversity
Im Umgang mit Vielfalt kann man grob
zwei Zugänge beobachten. Der erste Zugang kommt tendenziell eher aus der Privatwirtschaft. Im Zuge der Globalisierung
stellen sich die Unternehmen auf neue
Märkte ein oder möchten solche für sich
neu erschliessen. Um neuen Marktbedürfnissen zu entsprechen, versucht man
die «Kultur» potenzieller Konsumentinnen und Konsumenten zu ergründen.
Auf der anderen Seite zeigen Bevölkerungsentwicklungen, dass sich in Zukunft
die Zusammensetzung von Abteilungen
und Arbeitsteams verändern wird; ein innovativer und reibungsloser Umgang innerhalb vielfältiger, interkultureller Teams
soll möglichen Konflikten präventiv entgegenwirken und eine reibungslose Zusammenarbeit sichern. In diesem ertragsorientierten, privatwirtschaftlich ausgerichteten Zugang werden Unterschiede
in der Regel als gegeben, fix und konstant wahrgenommen.
Der zweite Zugang kommt eher aus
der Gleichstellungs- und Integrationspolitik und findet eher Anwendung in staatlichen Verwaltungen, öffentlichen Institutionen und Nichtprofitorganisationen.
Oft entspringt dieser Typ einem Anspruch
der Anerkennung auf Differenz, der Förderung von Minderheiten und den Forderungen der Antidiskriminierung. Die
Konzepte, die hier zu mehr Gerechtigkeit
am Arbeitsplatz und zu sensibler Klienten- und Klientinnenorientierung führen
sollen, haben eher eine theoretische Basis, die besagt, dass Unterschiede nicht
fix und gegeben sind, sondern je nach
Situation und Kontext als Unterscheidun-
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wir die Tatsache hin, dass sich
selbst grosse Themen wie Gerechtigkeit, Gleichbehandlung,
Chancengleichheit oder Emanzipation ökonomisieren lassen
sollen und dass sich die ÜberDer Begriff Diversity
windung von Diskriminierung
Wenn Diversity übersetzt
nicht mehr wegen ihr selbst
wird, dann mit Vielfalt, Diverlohnt, sondern weil sie sich
sität, Mannigfaltigkeit oder
auszahlt. Die Banalität des
Verschiedenartigkeit, wobei Rebekka Ehret ist Dozen- Ökonomischen zeigt sich beidamit nicht unbedingt viel an tin- und Projektleiterin im Be- spielsweise darin, dass die
Klärung gewonnen ist. Es reich Migration und Integra- fundamentale Angestelltenuntion und Studienleiterin für
geht immer um anders und den Masterstudiengang «Ma- zufriedenheit in den Kliniken
gleich, Vielfältiges und Ein- naging Diversity» an der erst dann zum Politikum wird,
heitliches, um Trennen und Hochschule Luzern – Soziale wenn hohe Fluktuationen und
Arbeit. Sie ist zudem LehrbeVerbinden. Wir haben also mit auftragte am Institut für So- frühzeitigen Pensionierungen
«Diversity» noch keinen Inhalt ziologie der Universität Basel unverhältnismässig teuer zu
gegeben, sondern eher Hin- (NDS Conflict Analysis and stehen kommen, und dass in
weise auf Konzepte, die in Management) für den Be- der Sozialen Arbeit Tätige im
reich Interkulturelle Konflikte.
den Zusammensetzungen mit E-Mail: [email protected] Bereich «case-management»
Managing oder Management
ausgebildet werden, weil der
zeigen, dass es unterschiedliche Umgangs- einst aktive, unterstützende Staat ein
möglichkeiten mit Vielfalt gibt (vergl. dazu eher aktivierender, auf Anreiz setzender
auch Hafen und Gretler Heusser 2008: geworden ist und sie nun ihre Klienten
229–230).
und Klienten verwalten und – auch hier –
In der folgenden Darstellung soll auf- managen müssen. Im Zusammenhang
gezeigt werden, wie Diversity im Ge- mit Diversity passiert etwas, das dazu
sundheitswesen verstanden und positiv passt. Der Diversity-Begriff und damit
genutzt werden könnte und wo sich da- einhergehend Konzepte wie Diversitybei auch tückische Fallen befinden.
Management, Diversity-Marketing, Diversity-Initiative etc.
gen innerhalb eines Rahmens
gemacht werden, der durch
gewisse Machtpositionen geprägt ist.
Diversity zwischen ökonomischen und emanzipatorischen Erwägungen
Lehren aus der Diskussion
um Geschlecht
Die Einrichtungen des Gesundheitsund Sozialwesens sowie generell die medizinischen und sozialen Arbeitsfelder
haben in den letzten Jahren einen drastischen «economic turn» oder auf Deutsch
eine drastische ökonomische Wende erfahren. Relativ selbstverständlich nehmen
Aus den theoretisch fundierten Feminismusdiskussionen und den Entwicklungen von Gleichstellungspolitik und Gender Mainstreaming haben wir gelernt,
dass Männer und Frauen zwar in den
meisten Fällen über den Körper als solche
erkennbar sind, aber dass gleichzeitig im
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n
lt im Gesundheitsbereich
Alltag ständig Geschlecht sozial hergestellt wird (doing gender). Es gibt «das»
universell gültige und in allen Lebenslagen anerkannte Verständnis von Geschlecht nicht. Das soziale Geschlecht
bleibt ein Konstrukt, das sich auch unter
dem Diversity-Aspekt nicht auflösen darf.
Wichtige Impulse dazu kamen aus den
Frauenbewegungen ausserhalb von Europa oder den USA.
Die Gleichheit der anderen
Wie an der Diskussion um Geschlecht
aufgezeigt besteht das Risiko, dass durch
die «eingeredete» Einheit der Frauen (ich
als Frau spreche für alle Frauen) ein vergleichbares Hegemonialverhältnis entsteht, wie dasjenige, von dem «wir Frauen» uns befreien wollen. Die Lehre aus
der Problematisierung von Herstellung
von (Geschlechter)-Differenz heisst also
in Weiterführung des oben genannten
Sachverhalts, dass es «die» Differenz,
«das» andere, «das» Besondere» nicht
gibt, sondern dass Differenz – ganz egal
welcher Gestalt – immer gesellschaftlich
und unter gewissen Hegemonialverhältnissen hergestellt und aufrechterhalten
wird. Die Ökonomin Gertraude Krell
unterstreicht z.B. in ihren Texten, dass ohne Vielfaltsmanagement die dominante
Gruppe eine Organisation implizit oder
explizit prägt und plädiert deshalb für die
«Vernunftehe» von Gender Mainstreaming und Diversity Management und
zwar unter pragmatischen Gesichtspunkten, da sie Gemeinsamkeiten haben und
kombiniert werden können.
Die Grundsätze der Nichtdiskriminierung beziehen sich auf die unterdessen
rechtlich gebotene Maxime, dass niemand aufgrund der Herkunft, der Rasse,
des Geschlechts, des Alters, der Sprache,
der sozialen Stellung, der Lebensform,
der religiösen, weltanschaulichen oder
politischen Überzeugung oder wegen
einer körperlichen, geistigen oder psychischen Behinderung diskriminiert werden
darf (aus Art. 8 der Schweizerischen Bundesverfassung). Diese Grundsätze müssen deshalb so explizit genannt werden,
weil sie zu den Fundamenten des liberalen Rechtsstaates gehören und weil es
niemals mehr passieren darf, dass Individuen aufgrund einer kollektivistischen
Identitätszuschreibung stigmatisiert, ausgeschlossen oder gar verfolgt werden. Im
Alltag funktionieren meist viel diffusere
und implizit gemachte Ausschlussmechanismen, deren wir uns oft gar nicht bewusst sind. Am Beispiel der Migration
lässt sich schön zeigen, dass schon aufgrund der rechtlich-politischen Grundbedingung die Migranten und Migranten
ihres Status als Subjekt beraubt sind.
Automatisch werden sie als Gruppe definiert: Niedergelassene, Asylsuchende, Drittstaatsangehörige, Sans-Papiers, etc.
Diversity im Zusammenhang mit Migration
Das «Anderssein» der anderen (der
Frauen, der Homosexuellen, der Angehörigen von Minoritätengruppen, aber
auch der Migranten und Migrantinnen,
der Behinderten, etc) ist also immer als
eine Kategorisierung in einem bestimmten sozialen Zusammenhang zu sehen;
auch diese «konstruierte» Kategorie wird
unter ganz bestimmten Machtverhältnissen geschaffen und am Leben erhalten.
Dass dieser Mechanismus nicht zuletzt
dem Ausschluss der «anderen» bei wichtigen Bestimmungen, Entwicklungen oder
Kommunikationsvorgängen zudient und
der Machterhaltung der «eigenen», diskursbestimmenden Gruppe, zeigt sich
besonders deutlich bei der Verwendung
von Kultur im Umgang mit Migrantinnen
und Migranten. Dabei handelt es sich um
die Dimension Kultur, die im Diversitykontext meist als Herkunftskultur das
heisst als national oder ethnisch geprägte
Kultur verstanden wird.
Um die andere oder den anderen in der
kulturellen Andershaftigkeit zu erkennen, ist es sinnvoll sich der eigenen Lebenswelt und ihrer Vielgestalt bewusst
zu werden. Denn jeder Mensch vereint in
sich vielfältigste, zum Teil auch widersprüchliche und brüchige soziokulturelle
Wertesysteme. Dies macht die Komplexität einer Persönlichkeit, eines Verhaltens und dessen Unvorhersehbarkeit aus.
Versuche ich also immer wieder von der
Prämisse der Unvorhersehbarkeit auszu-
gehen und mein Gegenüber (Klientin,
Klienten, Patientin, Patienten) als normalund nicht übersozialisiert zu deuten,
dann schreibe ich ihm nämlich auch die
Fähigkeit zu, sein Verhalten, seine Werteund Normvorstellung zu reflektieren, und
gehe ebenso davon aus, dass er sich gegebenenfalls dazu äussern kann.
Diversitykompetenz
Um Diversity im Sinne einer Erhöhung
der Chance für einen strukturellen Wandel und als Kompetenzerweiterung umzusetzen, mögen drei Leitlinien wegweisend sein.
Erstens gilt es einen klaren ressourcenorientierten Ansatz zu verfolgen. Wir
haben gesehen, dass mit Diversity-Programmen sehr viel Geld gemacht werden
kann. Hier darf keine prestigeträchtige
Imagepflege oder -verbesserung mit grossen und aufwendigen Programmen betrieben werden, die faktisch keine Veränderung bringen. In vielen Arbeitsfeldern
gibt es eigene Initiativen in der passenden Richtung, bestehende Errungenschaften, Ideen und Ressourcen (Personal, Projekte, Institutionen, Organisationen, Erfahrungen, etc.), auf die aufzubauen ist. Oft kann das Potenzial der
durch Vielfalt gekennzeichneten Belegschaft wirkungsvoll genutzt und dadurch
wertgeschätzt und honoriert werden.
Zweitens sollten in erster Linie die
strukturellen Barrieren und Reglementierungen innerhalb der Institutionen identifiziert werden, die den gleichberechtigten Zugang für alle nichtmännlichen,
nichtheterosexuellen, nichtchristlichen,
nichtdeutschsprachigen, nichtbehinderten Personen ohne Migrationshintergrund jenseits des mittleren Alters zu begehrten Gütern und interessanten Positionen behindern. Da – wie wir gesehen
haben – viele Ausschlussmechanismen
ganz subtil und unbewusst funktionieren
und zudem denjenigen, die in einer Position stehen, etwas zu verändern, verborgen bleiben, lohnt es sich, immer wieder
nach den determinierenden Verhältnissen zu fragen, sie auf ihr Wirken hin zu
hinterfragen und sie dann gegebenenfalls neu zu gestalten.
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Drittens kann bei jeder einzuführenden
Massnahme überprüft werden, ob die explizit gemachten oder die implizit angenommenen Unterschiede zwischen gleich
und anders aufgrund essentialistischer
Differenzansätze («wir, die Normalen»
und «die, die anders sind und bleiben»)
durchgeführt werden. Hier lohnt es sich
auf eine Kultur der «Unterscheidungen,
nicht Unterschiede» (Krell) hinzuarbeiten, und Unterschiede nicht als gegebene
Grössen zu akzeptieren.
Abschluss
Zum Schluss sei zu betonen, dass Fachpersonen, die in klinischen und sozialmedizinischen Arbeitsfeldern tätig sind,
neben ihrer fachlichen eine weitere, ganz
spezifische Anforderung an ihre Profession erleben. Sie haben es immer mit
Menschen zu tun, die sich als Individuen
auszeichnen und denen sie sich auch als
Individuen zuwenden. Die Zuwendung
spielt sich jedoch in einem institutionellen
Rahmen ab, in dem Kategorien und kollektive Zuschreibungen spielen, ja spielen
müssen, damit die Institution oder die Organisation funktioniert. Sie haben es also
mit einer sozialen Realität zu tun, die so
komplex ist, dass es oft sinnvoll ist, diese
Komplexität zu reduzieren und in Kategorien zu denken und somit bedürfnisgerechte Handlungsmöglichkeiten abzuleiten. Damit haben sie es wieder mit
Gruppen und Gruppenzugehörigkeiten
zu tun. Sie arbeiten dann in der Tat
mit HIV-Positiven, mit Migrantinnen, Erwerbslosen, Behinderten, etc. wollen
aber dadurch den oder die einzelne nicht
abstempeln oder gar auf das HIV-PositvSein, das Migrantinnen-Sein, etc. reduzieren, denn der einzelne setzt sich erfahrungsgemäss aus vielfältigen Zugehörigkeiten zusammen. Diese Tatsache
macht den feinen, doch bedeutenden
Unterschied zu einem Ansatz, der vor
allem zu Wettbewerbsvorteile verhelfen
soll. In den hier genannten Arbeitsfeldern
befinden wir uns immer in einer Machtungleichheitssituation, in der das Ziel
des Empowerment als Erhöhung der
Selbstdefinitions- und Handlungskompetenz des Gegenübers dazugehört. In der
Auseinandersetzung mit den «anderen»
geht diese grundlegende Rahmung definiert durch Machtasymmetrie auf gesellschaftlicher, institutioneller und interpersonellen Ebene oft in Vergessenheit und
wird durch eine Überhöhung der angenommenen kollektiven kulturellen Unterschiede ersetzt. Zu diesem gängigen Prozess des «anders machen» stellt der hier
vorgeschlagene Diversityzugang stellt eine
Alternative dar.
왗
Literaturverzeichnis
Ehret R. (2009). Die Kulturfalle. Plädoyer für
einen sorgsamen Umgang mit Kultur. In: Golsabahi, Solmaz et al. (Hrsg.). Jeder ist weltweit ein Fremder. Beiträge zum 2. Kongress
des DTPPP in Wien 2008. (S. 47–55). VWB
Verlag für Wissenschaft und Bildung Berlin.
Hafen M. & Gretler, Heusser S. (2008). Diversity
Management – Mittel zur Anti-Diskriminierung, neoliberales Phänomen oder alter Wein
in neuen Schläuchen? Gruppendynamik und
Organisationsberatung, 39(1), S. 225–237.
Krell G. (2009). Gender und Diversity: Eine «Vernunftehe» – Plädoyer für vielfältige Verbindungen. In Andresen S., Koreuber M. & Lüdke
D. (Hrsg.), Gender und Diversity: Albtraum
oder Traumpaar? Interdisziplinärer Dialog zur
«Modernisierung» von Geschlechter und
Gleichstellungspolitik. (S.133–153). Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften.
Purschert P. (2007). Diversity Management: Mehr
Gewinn durch weniger Diskriminierung? Von
der Differenz im Umgang mit Differenzen.
Femina Politica 1. Von Gender zu Diversity
Politics? (S. 88–96). Berlin: Femina Politica.
Wicker H-R. (1996). Von der komplexen Kultur
zur kulturellen Komplexität. In Wicker, HansRudolf et al. (Hrsg.). Das Fremde in der
Gesellschaft. Migration, Ethnizität und Staat
(S. 373–392). Zürich: Seismo.
Literaturtipp
Eicke M. & Zeugin B. (2007). Transkulturell handeln – Vielfalt gestalten. Zur Bedeutung der
transkulturellen Kompetenzen in einer Gesellschaft der Diversität. Luzern: Caritas Verlag.
Der SHV dankt Rebekka Ehret und der Redaktion
der Zeitschrift «soziale medizin. Die Zeitschrift im
Gesundheits- und Sozialwesen» für den Nachdruck dieses (gekürzten) Artikels.
www.sozialemedizin.ch
für die Säuglingspflege
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Mosaik
Hebammenkongress in Durban, Juni 2011
Bericht über die
ICM-Delegiertenversammlung
Im Vorfeld des 29. Internationalen Hebammenkongresses des ICM – der International Confederation of
Midwives – die vom 20. bis 23. Juni 2011 in Durban stattfand und an dem rund 3000 Hebammen teilnahmen,
wurde die ICM-Delegiertenversammlung durchgeführt. Der Schweizerische Hebammenverband war durch
Zuzka Hofstetter, ICM- und EMA-Delegierte des SHV, und Marianne Indergand, SHV-Vizepräsidentin, vertreten.
Von Wolfgang Wettstein, Redaktor
Hebamme.ch, gekürzte Version des
Berichts von Zuzka Hofstetter über die
Delegiertenversammlung vom 14. bis
17. Juni 2011 zu Handen des SHVZentralvorstands.
Die Teilnehmenden vertraten 63 Hebammenverbände aus 53 Ländern. Anwesend waren während den vier Tagen die
12 Mitglieder des ICM-Vorstands. 21
neue Mitglieder hat die ICM seit dem
letzten Kongress vor drei Jahren dazugewonnen. Zwei Mitgliederverbände wurden jedoch suspendiert: Rumänien, weil
der Hebammenverband aufgelöst wurde,
und Aserbaidschan, weil seit Jahren kein
Kontakt mehr besteht.
Erster Tag
Jedes ICM-Vorstandsmitglied (Member
of the Board) repräsentiert eine Weltregion und berichtete über die Aktivitäten
der vergangen drei Jahre. Dabei werden
über unterschiedliche Schwerpunkte,
Schwierigkeiten und Erfolge in den Regionen und einzelnen Ländern präsentiert. Nachfolgend einige Themen:
«Die im Gespräch spürbare Lebensenergie und -freude, der Frauenpower, als auch der Berufsstolz unserer
Berufskolleginnen aus Mali hat mich
sehr berührt. Die Freude und die Kraft
der «Sages-Femmes du Mali» war mit
ihnen und ihren farbenreichen Kleidern in Durban allgegenwärtig und
verlieh dem ICM-Kongress eine aussergewöhnliche Atmosphäre!
Katharina Tritten Schwarz, Bern
»
• Zu wenig Hebammen: weltweit klagen
viele Länder darüber. Trotz guter Ausbildung und vielen interessierten Frauen, sind Anstellungen rar und Weiterbildungen für diplomierte Hebammen
oft nicht vorhanden, so z.B. in Dänemark;
• Hebammen, die bald in Pension gehen,
werden nicht ersetzt, so z.B. in Schweden;
• Viele Hebammen haben wenig Kompetenzen und der Wissensstand über aktuelle Entwicklungen im Beruf ist tief,
so z.B. in Russland (66 000 Hebammen);
• Schlechte Kommunikation/mangelnde
Kooperation und kein Geld für die Gesundheitsberufe in Westafrika;
• Wegen der Wirtschaftskrise haben
mehrere europäische Hebammenverbände keine Delegierten geschickt.
Und auch aus der südamerikanischen
Region sind nur wenige Hebammen anwesend;
• In Griechenland wandern Hebammen
ab und die Löhne wurden unlängst um
20 Prozent gekürzt;
• Region Asien/Südpazifik: diese Region
ist derart gross, dass das Geld nicht
reicht, um sich zwischen den Kongressen persönlich zu treffen und sich zu
unterstützen;
• Viele asiatische Länder haben eine
neue starke Frauenbewegung und dabei entstehen neue Netzwerke.
• Das Internet mit all seinen Angeboten
von Skype, Facebook bis Twitter wird
vermehrt und erfolgreich genutzt.
Zweiter Tag
Agneta Bridges, ICM-Geschäftsführerin,
berichtet über die ICM-Ziele, was seit
dem letzten Kongress erreicht wurde und
welche Veränderungen in der ICM-Geschäftsstelle in Den Haag zwischenzeitlich vorgenommen wurden.
ICM-Präsidentin Bridget Lynch
Die ICM-Website wird laufende verbessert, viele Informationen werden nun
sehr schnell aufdatiert und können von
Hebammen und Interessierten aus aller
Welt abgerufen und genutzt werden. Ein
«ICM-Journal» ist entstanden, das vor
allem neue Erkenntnisse und hebammenrelevante Berichte publiziert und sich
als kooperatives/interaktives Organ zwischen Hebammen weltweit versteht.
Zurzeit laufende Projekte sind u.a.:
• ICM und UNFPA (United Nation Fund
for Population Activities) Hebammen
Projekte, v.a. in afrikanischen Ländern
• Twinning-Projekt zwischen dem Niederländischer Hebammenverband (KNOV)
und den Hebammen in Sierra Leone
• Unterstützungsprogramm in Georgien
• Regionale Entwicklungsprogramme für
Hebammenverbände/Hebammenausbildung
• Stärkung einzelner Hebammenverbände weltweit
• Unterstützung/Teilnahme an verschiedenen nationalen Hebammenkongressen, z.B. am 50-Jahr-Jubiläum in Belgien
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«Als Teil des ZHAW-Teams nahm ich
sprechungen im geschützten Rahmen
am Kongress in Durban teil. Die Eröff- ab. Was in einem Land wie den USA
nungszeremonie war geprägt von der (Rechtssprechung)
bestimmt
ein
Farbigkeit und Spontaneität der afrika- Schritt in die richtige Richtung ist. Bei
nischen Kulturen! Es war ein wunder- uns in der Schweiz kenne ich diese Fallbarer und würdiger Empfang für die besprechungen auch aus eigener Erüber 3000 Hebammen aus aller Welt. fahrung. Diese Intervisionen scheinen
Die Eröffnungsrede der amtierenden hüben wie drüben ein wirkungsvolles
ICM-Präsidentin Bridget Lynch war mit- und akzeptiertes Instrument zur Quareissend und hat den Saal
litätssicherung zu sein.
zum ersten Mal vibrieren
Nachdenklich machte
lassen.
mich die Veranstaltung
Der ganze Kongress
zum Thema «Father’s
war ausgezeichnet orgaView». Asa Premberg
nisiert und der Wille war
aus Schweden stellte ihre
spürbar, den Hebammen
Studie zum Thema «Firsteinen
unvergesslichen
time Father’s Experience
Kongress zu ermöglichen
of Childbirth» vor. Sie
– was in meinem Falle geinterviewte die Väter. Für
lungen ist!
die Väter war es sehr
Das Kongressprogramm
schlimm, wenn die Hebwar sehr reichhaltig und Petra Graf Heule
amme die Frau unter der
es war eine Herausforderung eine stim- Geburt untersuchte und mit dieser
mige Auswahl zu treffen. Es fanden Handlung die Schmerzen bei der Frau
meist sechs bis sieben Veranstaltungen verstärkte. Deshalb möchte ich hier an
parallel statt, die einen bestimmten dieser Stelle ihre Schlussfolgerung
Schwerpunkt behandelten. Ich ver- nicht vorenthalten: «Be careful with
suchte eine möglichst breite Auswahl the father».
Anschliessend eröffnete Mary Gorret
zu treffen und konzentrierte mich aus
Referate aus anderen Kontinenten. Musoke aus Uganda ihr Referat, mit der
Mich interessierte vor allem der inter- rethorischen Frage, die ein ganz andenationale Kontext und dazu habe mir res Männerthema aufzeigte: «Glauben
dann unterschiedliche Themenschwer- Sie, ich wäre hier am ICM, wenn mein
punkte ausgesucht. Die Referate aus Mann es mir nicht erlaubt hätte?» Aber
den unterschiedlichen Ländern anzu- auch sie befragte Männer für ihre Forhören war sehr faszinierend. Anbei schungsarbeit. Ihre Ergebnisse waren –
meine persönlichen High Lights aus für mich als europäische Hebamme –
schockierend. Sie berichtete, dass 80
dem prall gefüllten Kongresskalender.
Dass die Bildung der Schlüssel zur Prozent der von ihr befragten Männer
Senkung der teilweise sehr hohen Kin- nicht wussten, was bei einer Geburt
der/Müttersterblichkeit ist, wurde aus passiert. 80 Prozent der befragten Frauunterschiedlichen Blickwinkeln beleuch- en fanden es wichtig, die Männer zu
tet. Aus Indien berichtete Sureta Sama informieren und miteinzubeziehen wäh(New Dehli) eindrücklich über die Heb- rend der Geburt.
ammenausbildung.
Das war nur ein kleiner Einblick in das
Karen Hays aus Washington (School volle Kongressprogramm.
of Nursing) (USA) präsentierte ihre ErDer Kongress war ein unvergessliches
gebnisse zum Thema «Qualitätssiche- und inspirierendes Erlebnis, das ich
rung bei den registrierten frei prakti- mein ganzes Hebammenleben nicht
zierenden Hebammen im Staate Was- mehr vergessen werde.
Petra Graf Heule, Winterthur
hington». Seit 2004 halten die frei
praktizierenden Hebammen Fallbe-
»
• Unterstützung/Teilnahme an Projekten/
Veranstaltungen wie: Women Deliver
Global Conference (Washington DC,
Juni 2010)
Ressort-Gruppen
Drei wichtige Ressort-/Arbeitsgruppen
haben in den vergangenen drei Jahren
Grundlagepapiere erarbeitet, die als Eck-
14
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Sage-femme.ch
pfeiler der Umsetzung der ICM-Verbandsziele dienen
• Education Standing Committee => seit
2008 «wiederbelebt» mit fünf Schwerpunkten:
1. Programmplanung für den jeweiligen
ICM-Kongress
2. Networking
3. Hebammenausbildung anpassen,
verbessern; Praxisorte ausloten,
anbieten, vernetzen
4. Kompetenzen und Standards
ausarbeiten
5. Sichere Mutterschaft: Ziele dazu
unterstützen
• Regulation Standing Committee =>
entstand aus dem Wunsch den Begriff
«Hebamme» zu schützen und eine
Regelung durch Hebammen auszuarbeiten, bevor es andere tun;
• Research Standing Committee => neu
organisiert im Jahr 2009, Zusammenarbeit mit der SPPC (Scientific Committee), alle eingehenden Studien für den
ICM Kongress werden beurteilt. Es ist
ein Netz von 108 Mitgliedern entstanden und eine tolle Zusammenarbeit
weltweit wurde möglich.
Folgende Papiere wurden der Delegiertenversammlung zur Diskussion und Abstimmung vorgelegt:
• Essential Competencies for Basic Midwifery Practice (essenzielle, also grundlegende Kompetenzen für die Hebammenausübung). Dies beinhaltet eine
Beschreibung, also keine Ratschläge,
was eine ausgebildete Hebamme ist,
tut und welches Auftreten von ihr erwartet wird;
• Global Standards of Midwifery Regulation (Grundsätzliches für die Bewilligung
und Registrierung einer Hebamme). Eine
durch Hebammen definierte Regulierung gibt Kraft, verpflichtet und schützt
gleichzeitig die Konsumenten und ermöglicht Transparenz nach aussen;
• Global Standards for Midwifery Education (Globale Ausbildungs-Standards).
Dritter Tag
Am dritten Tag wurden neue Positionspapiere vorgestellt:
1. Richtlinien für eine physiologische
(abwartende) Betreuung der Plazentarphase
Dieses Dokument entstand aus Diskussionen der letzten beiden ICM-Delegiertenversammlungen. Die Physiologie muss
von Hebammen wieder vermehrt Gewicht bekommen. Das Papier formuliert
aufgrund von evidenzbasierten Studien
das korrekte Management der Plazentarphase. In der Plazentarphase ist die Blutungsgefahr und somit die Mortalitätsrate der Frauen sehr hoch, vor allem in
Ländern, in denen wenig Mittel (Medikamente) zur Verfügung stehen. Mit diesem Wissen können Hebammen die Mortalitätsrate senken, eines der Ziele, das
von ICM und WHO verfolgt wird.
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2. Obstetric Fistula
Ein für europäische Hebammen eher wenig bekanntes Problem, das bei vielen
afrikanischen Frauen sehr verbreitet ist.
Mali verzeichnet 600 neue Fälle jedes
Jahr. Die Prävention als auch Behandlung
ist schwierig und es braucht eine bessere
Aufklärung der Bevölkerung, eine bessere
Ausbildung der Hebammen und eine
übergreifende Betreuungskoordination.
3. Midwifery-led care
Eine von Hebammen geführte Betreuung
von Schwangern, Gebärenden und Wöchnerinnen ist wenig verbreitet und stösst
auf reges Interesse. Die ICM will die
Autonomie der Hebamme, gemäss der
Hebammendefinition, der Statements
und Guidelines, durch dieses Positionspapier stärken. Verbände sollen ermutigt
werden ihre Hebammen in der Ausübung
ihrer Kompetenzen zu stärken.
Wahlen:
Frances Day Stark wird mit 76 Prozent als
neue ICM-Präsidentin für drei Jahre gewählt.
Marian Van Huis (mit 92 Prozent gewählt) wird für weitere drei Jahre als Kassierin gewählt und die ICM-Finanzen betreuen.
Vierter Tag
Strategische Planung von ICM für die
kommenden drei Jahren
Die Delegierten werden aufgefordert
neue Zielsetzungen für die Exekutive anhand von klaren Vorgaben und mit Hilfe
der Ziele der vergangenen drei Jahre zu
erarbeiten.
Im Jahr 2008 wurde die ICM-Strategie
überarbeitet, neu formuliert und war
sehr zielorientiert. Es geht darum, zu beurteilen, wo ICM steht, was erreicht wurde, wo es noch mehr Aktivitäten und
Massnahmen braucht und welche bestehenden Ziele durch neue und aktuellere
ersetzt werden können.
Folgende Fragen werden gestellt:
1. Was hat die ICM erreicht? Welche Ziele
konnten realisiert werden und in welcher Reihenfolge sollten sie weiterhin
berücksichtigt werden?
2. Ausrichtung für die Zukunft: Prioritäten setzen der diskutierten Punkte.
Kommen neue Ziele hinzu? Was sind
die Erwartungen an die ICM? Was sollte
erreicht werden? Hat die ICM dazu die
nötigen Ressourcen? Was kann verbessert werden?
3. Welche Partnerschaften sollte die ICM
eingehen? Wo kann noch mehr erreicht werden? Welche Sponsoren
sind erfolgversprechend?
Zuzka Hofstetter und Marianne Indergand-Erni
«Weltoffen, wir kommen von überall
her, zuerst hunderte, dann tausende
Hebammen! Wir diskutieren bis ins
kleinste Detail, es ist uns wichtig, voller Kraft und Emotionen, wir spüren
es, sind überwältigt, es ist wirklich so,
Tag für Tag.
Es gibt so viele Angebote, überall
zieht es einem hin, doch nur das eine
geht in dieser Stunde ... Freundschaften erneuern, neu beginnen, Verbindungen knüpfen, Begegnungen wertschätzen, sich wohl fühlen, aufblühen, teilen, die gemeinsame Kraft
spüren, vielleicht das erste Mal, vielleicht schon x-mal, einfach schwimmen auf den Wellen der Verbundenheit, wie das Meer die Kontinente
durch sein Element der Sinnlichkeit
und Kraft verbindet.
Geben und Nehmen, gestärkt werden und stärken, neue Horizonte erblicken, neue Ressourcen entdecken,
fast atemlos, ein Abenteuer.
Die grosse weite Welt spüren, auch
die Begrenzung, ob noch während
Wir zwei Schweizer Delegierten (Zuzka
Hofstetter und Marianne IndergandErni), hatten den Auftrag mit den Französich sprechenden Kolleginnen aus Afrika, Kanada und Belgien die Fragen zu
diskutieren, zu beantworten und auf
Papier zu bringen. Das war eine sehr lebhafte interkulturelle Diskussion und Auseinandersetzung, eine echte Herausforderung! (3 Std.)
Bridget Lynch, die Präsidentin, fasste
am Schluss aufgrund der erarbeiteten
Papiere der verschieden Arbeitsgruppen
zusammen: Sie lassen sich in vier Richtungsaufträge zusammenfassen:
1. Advocacy (Sponsoren/Finanzierungsstrategien, Stärkung der Leitenden,
des Kongresses , beim Heimflug oder
dann zu Hause in der kleinen
Schweiz, was nun? Sich besinnen, die
vielen inneren Geschenke annehmen,
von den Erlebnissen zehren und weitergeben. Von anderen schwer nachvollziehbar, was da an Emotionen
stattgefunden hat, doch wir strahlen
es aus, ohne Worte, wie die Mutter
nach der Geburt, in ihrem Hormonsturm, der auf andere überspringt,
fasziniert, erquickt und so unbeschreiblich bleibt.
Nimmt es uns/mir nicht übel ... unsere Emotionen, unsere neuen Flügel
gar, sie möchten andere, euch erreichen, euch teilhaben lassen, euch
berühren, damit ihr Lust verspürt
2014 nach Prag zum nächsten Hebammenkongress zu reisen, um selber
zu entdecken und zu finden ...
Seid also nachsichtig und erfreut
über die begeisterten Schweizer Hebammen, die in Durban waren ...
Zuzka Hofstetter,
Aeschi bei Spiez
»
finanzielle Stabilität von ICM, regionale Konferenzen, Partnerschaftliche
Zusammenarbeit etc.);
2. Vernetzung und globale Information
der neuen Dokumente (GAP-Analysis,
Zusammenarbeit mit Politikern, gleiche Stimme, Visionen und Implementation vorantreiben, vernachlässigte
Regionen weiterentwickeln, usw.);
3. Forschung und Praxis und Implementierung (Hebammenforschung weiterhin unterstützen, Informationssammlung und Austausch fördern);
4. Kommunikation (innerhalb und ausserhalb von Regionen, innerhalb des
ICM, Transparenz fördern, Zusammenarbeit mit anderen BetreuungspartHebamme.ch
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nern (Hilfspersonal) fördern sowie
einen eigentlich Kommunikationsplan
für ICM entwickeln).
Alle an den Wänden hängenden Dokumente werden fotografiert und aufgeschrieben und dann analysiert und zusammengefasst. Im November 2011 werden die Punkte besprochen, ein Strategieplan wird entwickelt und an alle
Delegierten bis Ende dieses Jahres verschickt. Es sollte also möglich sein im
Sommer 2012 mit einem neuen Strategieplan zu beginnen.
Diese neuen Schwerpunkte werden in
die bestehenden Objektive integriert. Um
die Ziele zu erreichen wird die Exekutive
selber neue Wege suchen und beschreiten.
Das Schweizer Team am Hebammenmarsch vom 18. Juni in Durban
«
Eine der bestorganisierten ICM-Kongresse, die ich besucht habe. Es herrschte eine tolle Stimmung, insbesondere durch die Beiträge der Afrikanerinnen, für die dieser Kongress sehr wichtig war um damit besser sichtbar zu werden. Gut organisierte soziale Veranstaltungen, u.a. die «African Night», hohe
Qualität des wissenschaftliches Programm, das auch sehr viel Ideen für Praxis,
Ausbildung und Forschung hergab. Ein schönes Land, eine interessante Stadt
mit ihrer gemischten Bevölkerung (Afrikanisch, Indisch, Englisch/Europäisch)
mit guten Ausflugmöglichkeiten, die leider durch die begrenzte Sicherheit limitiert wird.
Ans Luyben, Chur
»
Bewerbung für den
ICM-Kongress 2017
Die Hebammeverbände aus Kanada, aus Indonesien und aus Indien präsentieren sich,
beschreiben die Kapazitäten und Ressourcen den nächsten ICM-Kongress zu organisieren. Die Mehrheit der Delegierten (54
왗
Prozent) entscheidet sich für Kanada.
Hinweis der Redaktion: der vollständige
Bericht von Zuzka Hofstetter kann an der
SHV-Geschäftsstelle eingesehen werden.
Büchertipps
Daniel Agustoni
Craniosacral-Therapie für Kinder
Grundlagen und Praxis ganzheitlicher Heilung und Gesundheit
2008, 400 S., Abb., CHF 49.–
Kösel Verlag München
In der Welt der ganzheitlichen
Behandlungsmethoden hat die
Craniosacral-Therapie langsam
aber sicher ihren Platz gefunden.
Der Autor dieses Buchs hat zuvor
ein Standardwerk («CraniosacralRhythmus») veröffentlicht, ist
Gründer eines Instituts und gibt
seine Kenntnisse in Kursen weiter. Seit vielen Jahren arbeitet er
mit Babys und Kindern. Wichtig
ist ihm die innere Haltung des
«Heilens»: seine Haltung ist positiv, und er vertraut auf die Selbstheilungskräfte seines Gegenübers.
16
Hebamme.ch
9/2011
Sage-femme.ch
Durch feine Berührungen erkennt der Therapeut bestehende
Unregelmässigkeiten im Energiefluss und hilft, diese zu beseitigen. Seit den 1980-Jahren wird
die Methode bei Erwachsenen
mit Erfolg angewendet – heikler
ist ihr Einsatz bei Babys und
Kleinkindern. Das Buch, das als
Standard-Lehrbuch für Therapeuten gilt, wird die Methode
auf fast 400 Seiten ausführlich
vorgestellt. In fünf Teilen geht
der Autor auf viele Themen ein:
Was ist, was will, was kann die
Craniosacral-Therapie? Wie hat
sich diese Therapieform entwickelt? Was kann sie tun bei
Empfängnis, Schwangerschaft,
Entwicklung und Bindung des
Ungeborenen, Geburt, Entwicklung des Babys, Kindes und jungen Erwachsenen? Dazu gehören immer theoretische Abhandlungen zu den einzelnen
Themen. In zwei Kapiteln werden
Theorie und Praxis der Therapie
bei Kindern eingehend dargestellt. Einige Behandlungsbeispiele, das Glossar und die Literaturhinweise runden das Werk ab.
Ich bin überzeugt, dass dieses
Fachbuch Grundlagen und Fachwissen vermittelt und interessierten Fachleuten nur empfohlen
werden kann.
Margrit Heller
Pflegefachfrau und Hebamme
Dossier_dt_S04_18
30.8.2011
11:06 Uhr
Seite 17
Christa Herzog-Isler
Mauro – Yes, he can!
Zu Hause mit Spalte geboren – Stillen auf besondere Art
DVD – 25 Min., in Deutsch,
Französisch, Italienisch,
Spanisch und Englisch
Idee, Kamera, Text und Produktion 2010: Christa Herzog-Isler,
Ernährungsfachfrau für Kinder
mit einer Lippen- und Gaumenspalte, Still- und Laktationsberaterin IBCLC.
Zum Preis von CHF 70.– oder
Euro 55.– zu bestellen unter:
www.lkgstillen.ch
Mauro wurde mit einer LippenKiefer-Gaumenspalte zuhause geboren. Allein der Ort seiner Geburt
ist einzigartig und für viele Ärzte,
Hebammen, Pflegefachkräfte und
Eltern nicht vorstellbar. War diese
Entscheidung mutig? War sie gar
gefährlich? Im zweiten Teil des Filmes wird der Weg zu diesem Entscheid im Rahmen eines pränatalen Beratungsgespräches im Luzerner Spaltzentrum aufgezeigt.
Mich hat dieses Gespräch sehr beeindruckt. Johannes Kuttenberger, Kiefer-, Mund- und Gesichtschirurg im Luzerner Spaltzentrum,
geht ruhig und gelassen auf die
Fragen der Eltern ein und gibt
ihnen die notwendigen Informationen um eine informierte Entscheidung treffen zu können. Die
Eltern werden ermutigt, ihren
Wunsch, das Kind zuhause zur
Welt zu bringen in die Realität umzusetzen. Die notwendigen Abklärungen zeigten, dass es keinen
Grund gibt ihrem Wunsch nicht zu
entsprechen. Johannes Kuttenberger weiss, dass dies eine aussergewöhnliche Entscheidung ist.
In der Regel werden Kinder mit
einer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte
in der Frauenklinik geboren und
danach in der Kinderklinik betreut.
Häufig werden Eltern und Kind
hierfür erst mal getrennt. Vielerorts ist es nach wie vor nicht üblich, dass eine Mutter und ein Kind
mit einer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte «Rooming in» machen können.
Mauro wurde zuhause geboren
und von der Still- und Laktationsberaterin (IBCLC), Christa Herzog,
von Anfang an, nebst der Betreuung durch die Hebamme Regula
Schmid, intensiv begleitet. Der
Verlauf der Ernährung und Entwicklung von Mauro bis ins zweite Lebensjahr wird in eindrücklichen Szenen gezeigt. Daneben
werden grundlegende Informationen – Fakten, die Frau und Mann
wissen sollten eingeblendet. Das
praktische Vorgehen, Brustmas-
sage, manuelles Kolostrum gewinnen und die verschiedenen Möglichkeiten wie die Muttermilch verabreicht werden kann, sind für
Fachpersonal und Eltern lehrreich,
anschaulich präsentiert und nachvollziehbar erklärt.
Für viele Eltern ist die Auseinandersetzung mit der «Behinderung» ihres Kindes durch die Lippen-Kiefer-Gaumenspalte mit grossen Schwierigkeiten verbunden.
Eindrücklich wird geschildert und
gezeigt wie ein Gaumenabdruck
erstellt wird, danach eine Gaumenplatte angefertigt wird und
wie diese zu handhaben ist. Mauros Entwicklung des Gaumens
wird weiterhin regelmässig kontrolliert, seine Entwicklung entspricht nun den gleichaltrigen Kindern. Mauro geniesst neben der
Beikost das Stillen mit seinem persönlichen Klickton. Die anfänglichen Mühen sowie der Einsatz
von Mauro und seinen hoch motivierten Eltern werden belohnt.
Auch die Sprachentwicklung verläuft ohne Probleme. Mauro lernt
zu sprechen ohne zu näseln.
Der Film hat mich sehr berührt. Er
eignet sich ausgezeichnet im klinischen Setting zum Einsatz im Bereich Aufklärung, Beratung und
praktischen Anleitungen. Zudem
kann der Film in der Schwangerenberatung, Hebammensprechstunde, im Wochenbett und auch
bei der Nachsorge eingesetzt werden. Zur Weiterbildung von medizinischem Fachpersonal liefert der
Film praxisrelevante Informationen und Anleitungen und sollte
meines Erachtens im Bereich Hebammen, Pflegefachkräften, Stillund LaktationsberaterInnen, Gynäkologen und Kinderärzte eingesetzt werden. Durch die Wahl der
ermutigenden Sprache und einer
ausgesprochen angenehmen Vertonung empfand ich den Film sehr
motivierend und anregend.
Brigitte Benkert,
BSN, IBCLC, Suhr
U. Ziegenhain, S. Gebauer, B. Ziesel
Lernprogramm Baby-Lesen
DVD, Übungsfilme für Hebammen, Kinderärzte, Kinderkrankenschwestern und Sozialberufe,
Infoheft Thieme, Hippokrates
Verlag, Stuttgart, 2010, 64 S.,
CHF 50.90, Euro 29.95
Was ist Feinfühligkeit? Wie erkenne und fördere ich als Fachperson die Feinfühligkeit der
Eltern? Durch die Beobachtung
des Verhaltens zwischen Eltern
und Säugling können die betreuenden Fachpersonen erkennen,
wie feinfühlig die Eltern auf die
Bedürfnisse ihres Kindes reagieren. In 17 Filmbeispielen wird die
Beobachtung geschult, indem
dort unterschiedliche Verhaltensweisen der Eltern in Alltagssituationen gezeigt werden. 11
Übungsfilme ermöglichen eine
Selbstkontrolle der eigenen Einschätzung am PC.
In weiteren vier Filmbeispielen
werden unterschiedliche Möglichkeiten der Kommunikation
mit den Eltern gezeigt.
Nebst diesen Filmen zeigt das
Infoheft genaue Möglichkeiten
zur Einschätzung von Feinzeichen. Dem Infoheft liegt eine
Tabelle bei, in der Feinzeichen
des Kindes in verschiedenen
Situationen beschrieben werden. So kann zum Beispiel ein
Säugling, wenn er offen und
aufmerksam ist, den Kopf zur
Bezugsperson wenden. Ist er jedoch zeitweise belastet und kann
sich selbst regulieren, tut er das
indem er sich selbst an etwas festhält (Kleidung) oder die Hände in
den Mund nimmt oder die Hände
zusammenfaltet.
Ist der Säugling jedoch sehr belastet und kann sich nicht mehr
alleine regulieren, machen sich
folgende Feinzeichen bemerkbar: Starkes überstrecken, abwenden und abdrehen oder mit den
Armen rudern, den Arm/die Hand
der Bezugsperson wegdrücken
oder körperliches Erstarren.
Das Buch bringt auf 64 Seiten
eine eindrückliche und überzeugende Darstellung, die Beziehung zwischen Säugling und
Eltern zum Thema Feinfühligkeit
auf den Punkt. Das Kapitel «Kommunikation mit den Eltern» ist
spannend, leider aber etwas kurz.
Ziel des Buches ist eine frühe Gesundheitsförderung durch eine
gelingende alltägliche Eltern-KindInteraktion.
Annegret Meyer Zurfluh,
Hebamme, Castrisch
Hebamme.ch
Sage-femme.ch
9/2011
17
Seite 18
s :WEIFACHE %INSTELLBARKEIT FàR STETS OPTIMALE %RGEBNISSE
s %INSTELLBARE 6AKUUM UND 3AUGZYKLEN GEWËHRLEISTEN
PERSÚNLICHEN +OMFORT
&àR "ERUFSTËTIGE GEEIGNET
s %FFEKTIV FàR VOLL BERUFSTËTIGE -àTTER
s $OPPELTES 0UMPEN REDUZIERT DIE 0UMPZEIT
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30.8.2011
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s $OUBLE AJUSTEMENT POUR LES MEILLEURS RÏSULTATS
Ì CHAQUE FOIS
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wichtig in den ersten Lebensmonaten.
Wenn sich der Rücken runden kann
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Dies unterstützt die gesunde
Entwicklung der Hüftgelenke.
Gleichzeitig wird das Gewicht
des Kopfes besser verteilt, was
einer Abflachung des Hinterkopfes
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Innenteil_S19_31
30.8.2011
11:09 Uhr
Seite 19
Schweizerischer Hebammenverband SHV / Fédération suisse des sages-femmes FSSF / Federazione svizzera delle levatrici FSL / Federaziun svizra da las spendreras FSS
SHV/FSSF
Präsidentin/Présidente
Liliane Maury Pasquier, SHV,
Rosenweg 25 C, CH-3000 Bern 23
S e k t i o n e n /S e c t i o n s
Aargau-Solothurn
Priska Meier-Steffen, Ausserrainstr. 22,
4703 Kestenholz, Tel. 062 396 17 28
[email protected]
Daniela Hari, Solothurnerstrasse 53,
4702 Oensingen, Tel. 078 625 54 43
[email protected]
Bas-Valais
Daniela Sintado, Rue de Lausanne 24,
1950 Sion, tél. 079 471 41 60
[email protected]
Beide Basel (BL/BS)
Sandra Aeby, Hechtweg 31,
4052 Basel, Tel. 061 693 31 71
[email protected]
Regina Burkhardt, Ostenbergstr. 3,
4410 Liestal, Tel. 061 322 33 64
[email protected]
Bern
vakant
[email protected]
Fribourg
Daniela Vetter, Rte des Muguets 3,
1484 Aumont, tél. 026 660 12 34
[email protected]
Genève
Béatrice Van der Schueren,
13, chemin du Signal, 1233 Bernex
tél. 022 757 29 10, 079 328 86 77
[email protected] ou
[email protected]
Oberwallis
Ruth Karlen, Mühlackerstr. 26a,
3930 Visp, Tel. 027 945 15 56
[email protected]
Priska Andenmatten, Weingartenweg 4,
3930 Visp, Tel. 027 946 29 88
[email protected]
Ostschweiz
(SG/TG/AR/AI/GR)
Madeleine Grüninger, Weidenhofstr. 3,
9323 Steinach, Tel. 071 440 18 88,
079 238 40 78
[email protected]
Schwyz
Christine Fässler-Kamm, Chappelihof 26,
8863 Buttikon, Tel. 055 445 21 54,
079 733 18 48
[email protected]
Marie-Gabrielle von Weber, Urenmatt,
6432 Rickenbach, Tel. 041 811 13 26,
079 516 08 59
[email protected]
Ticino
Federazione Svizzera delle Levatrici
Sezione Ticino c/o Claudia Berta,
6746 Lavorgo
[email protected]
Vaud-Neuchâtel-Jura (VD/NE/JU)
Fabienne Rime, Route du Martoret 5,
1870 Monthey, tél. 079 654 64 71
[email protected]
Zentralschweiz
(LU/NW/OW/UR/ZG)
Esther Waser-Christen, Melchtalerstr. 31,
Postfach 438, 6064 Kern
Tel. 041 661 09 93
[email protected]
Susanne Leu, Untere Gründlistrasse 20,
6055 Alpnach, Tel. 071 440 25 14
[email protected]
Zürich und Umgebung (ZH/GL/SH)
Claudia Putscher, Tösstalstr. 10,
8492 Wila, Tel. 052 385 55 67
[email protected]
Nancy Bellwald-Pedegai, Katharina Sulzer,
Platz 10, 8400 Winterthur
Tel. 052 203 26 11
[email protected]
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Neue Statuten
auf der SHV-Website
aufgeschaltet
Les nouveaux statuts
sur le site internet
de la FSSF
Die an der Delegiertenversammlung 2011 vom
Mai in Freiburg verabschiedeten neuen Statuten
sind als PDF in der Rubrik «Verband» aufgeschaltet. Auf die wichtigsten Neuerungen wurde
in der Ausgabe 7/8 der Hebamme.ch bereits hingewiesen.
SHV-Geschäftsstelle
Les statuts approuvés à l’assemblée des déléguées 2011 à Fribourg sont à disposition en format pdf sous la rubrique «Fédération». Les principales nouveautés ont déjà été présentées dans
l’édition 7/8 de Sage-femme.ch.
Secrétariat général FSSF
SHV-Leitbild
An der Delegiertenversammlung 2010 wurden in einem
«World-Café» Anliegen, Bedürfnisse und Vorstellungen
bezüglich der Verbandsentwicklung diskutiert und aufgenommen, in dem die Delegierten
alternierend in zufällig zusam-
mengesetzten Gruppen zu verschiedenen berufspolitischen
Fragen Stellung nahmen. Die
Resultate wurden in das SHVLeitbild aufgenommen. Nach
der Vernehmlassung in den
Sektionen hat der Zentralvorstand der Delegiertenversamm-
lung vom 12. Mai 2011 das Leitbild zur Genehmigung unterbreitet. Die Delegierten haben
es einstimmig verabschiedet
(Leitbild siehe Seite 24).
Liliane Maury Pasquier,
Präsidentin SHV
développement de la FSSF, et
prendre position sur diverses
questions touchant la politique
professionnelle. Les résultats
ont été intégrés dans la charte
de la FSSF. Après consultation
des sections, le comité central a
soumis la charte au vote de
l’assemblée des déléguées du
12 mai 2011. Elle a été acceptée
à l’unanimité (La charte de la
FSSF voir page 25).
Liliane Maury Pasquier,
présidente FSSF
Charte FSSF
Lors d’un World Café qui s’est
tenu lors de l’Assemblée des déléguées 2010, les déléguées, réunies en petits groupes constitués de façon aléatoire, ont pu
faire part de leurs préoccupations, besoins et idées quant au
Ombudsstelle für Kundinnen der
frei praktizierenden Hebammen (fpH)
Seit 1. September 2010 hat
Gabriela Meister-Vogt, Rechtsanwältin und Mediatorin, die
Funktion der SHV-Ombudsfrau
inne. Aus diesem Grund wurden sämtliche Dokumente
(sowohl für Hebammen als auch
für Eltern) überarbeitet und aktualisiert. Sie sind unter folgenden Links zu finden:
www.hebamme.ch (Informationen für Hebammen: Bereich für
Mitglieder, Rubrik fpH Qualität)
www.hebamme.ch/de/elt/
ombud/
(Informationen für Eltern)
Ella Benninger,
Qualitätsbeauftragte fpH
Service des plaintes pour les clientes des
sages-femmes indépendantes (sfi)
Depuis le 1er septembre 2010,
Gabriela Meister-Vogt, avocate
et médiatrice, s’occupe du service des plaintes de la FSSF. Pour
cette raison, touts les documents (pour les sages-femmes
et les parents) ont été revus et
adaptés.
Vous les trouverez sous les liens
suivants:
www.sage-femme.ch (informations pour les sages-femmes:
domaine pour les membres,
rubrique sfi qualité) www.sagefemme.ch/de/elt/ombud/
(informations pour les parents)
Ella Benninger,
chargée de qualité sfi
Hebamme.ch
Sage-femme.ch
9/2011
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SHV/FSSF
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Prix Isabelle Sauvin 2012
Prix Isabelle Sauvin 2012
Zum Gedenken an die im Dezember 1999 verstorbene frei
praktizierende Genfer Hebamme Isabelle Sauvin vergibt der
SHV 2012 zum vierten Mal den
«Prix Isabelle Sauvin» für SHVQualitätszirkelarbeiten und Guidelines. Isabelle Sauvin hat sich
für den SHV und die Anliegen
der frei praktizierenden Hebammen (fpH) ausserordentlich eingesetzt. Die Preise in der Höhe
von je CHF 1500.– werden an
der Delegiertenversammlung
2012 verliehen.
Informationen und Teilnahmebedingungen sind auf der SHVWebsite in der Rubrik «Bereich
für Mitglieder» unter fpH Qualität zu finden.
En souvenir d’Isabelle Sauvin,
sage-femme indépendante genevoise décédée en 1999, la
FSSF remettra pour la quatrième
fois le «Prix Isabelle Sauvin»
pour récompenser deux travaux
de cercles de qualité et de guidelines FSSF. Isabelle Sauvin
s’était beaucoup investie au sein
de la FSSF en faveur du développement des activités des
sages-femmes indépendantes
(sfi). Les prix, d’un montant de
CHF 1500.– chacun, seront remis dans le cadre de l’assemblée
des déléguées 2012.
Vous trouverez des informations
concernant ce prix et les conditions de participation sous la
rubrique «domaine pour les
membres», sous sfi qualité.
Bitte senden Sie Ihre Arbeit bis
zum 30. November 2011 in drei
Exemplaren an:
Ella Benninger
Qualitätsbeauftragte fpH
Schweizerischer
Hebammenverband
Rosenweg 25C
3000 Bern 23
Bei Fragen wenden Sie sich
bitte an:
[email protected]
Der SHV freut sich auf viele
interessante Arbeiten.
Ella Benninger,
Qualitätsbeauftragte fpH
Prière d’envoyer votre travail
jusqu’au 30 novembre 2011, en
trois exemplaires, à l’adresse de:
Ella Benninger
Chargée de qualité FSSF
Fédération suisse
des sages-femmes
Rosenweg 25C
3000 Berne 23
Pour toutes questions, prière de
vous adresser à:
[email protected]
La FSSF se réjouit d’avance de
l’intérêt de vos travaux.
Ella Benninger,
chargée de qualité FSSF
Routinemässiges Toxoplasmose-Screening während
der Schwangerschaft nicht mehr gerechtfertigt
Weil routinemässige Screeninguntersuchungen während der
Schwangerschaft wissenschaftlich nicht mehr gerechtfertigt
sind, werden die ToxoplasmoseLaboruntersuchungen ab 1. Juli
2011 nur noch bei klinischem
Verdacht bezahlt. Deshalb wurden die Toxoplasmose-Laboruntersuchungen für die Ärzte
mit der Limitation «nur bei klinischem Verdacht auf Toxoplasmose» versehen und die in
der Hebammen-Liste enthaltenen Toxoplasmose-Laboruntersuchungen gestrichen. Die Umsetzung dieser Neuerung wird
schwierig sein, weil die Frauen
sich an diese Untersuchung
gewöhnt haben und kaum ver-
stehen, dass sie plötzlich nicht
mehr notwendig sein soll.
Wichtig ist deshalb, dass die
Frauen von professioneller Seite
informiert werden.
Weitere Informationen unter:
Änderungen Analysenliste
www.bag.admin.ch/themen/
krankenversicherung/
(Tarife und Preise, Analysenliste)
Informationen Toxoplasmose
www.bag.admin.ch/themen/
medizin/ (Infektionskrankheiten
A–Z, Toxoplasmose)
Doris Güttinger,
SHV-Geschäftsführerin
Fin du dépistage systématique de la toxoplasmose
chez les femmes enceintes
Comme les tests systématiques
ne sont plus recommandés pendant la grossesse, les examens
de laboratoire pour le dépistage
de la toxoplasmose ne seront
plus remboursés qu’en cas de
suspicion clinique à partir du 1er
juillet 2011. C’est pourquoi les
examens de laboratoire pour la
toxoplasmose sont maintenant
20
Hebamme.ch
9/2011
Sage-femme.ch
accompagnés de la mention
«limitation: uniquement lors de
suspicion clinique de toxoplasmose» pour les médecins et
ont, par ailleurs, été retirés de la
liste des examens pouvant être
demandés par les sages-femmes. Cette nouvelle pratique
sera difficile à mettre en œuvre
car les femmes se sont habi-
tuées à ces examens et auront
de la peine à comprendre pourquoi ils ne seraient tout à coup
plus nécessaires. Il est donc important de bien veiller à l’information des femmes par les professionnel(le)s.
Plus d’informations sous:
Modifications de la liste d’ana-
lyses www.bag.admin.ch/themen
/krankenversicherung/
(tarifs et prix, liste des analyses)
Informations toxoplasmose
www.bag.admin.ch/themen/
medizin/ (maladies infectueuses
A-Z, toxoplasmose)
Doris Güttinger,
secrétaire générale de la FSSF
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SHV/FSSF
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Erste gesamtschweizerische Konferenz der leitenden Hebammen
in den Spitälern
Am 30. August 2011 fand in
Bern die erste Konferenz der leitenden Hebammen statt. Der
SHV-Zentralvorstand hatte sie
eingeladen, um mit ihnen verschiedene Themen im Bereich
Berufspolitik, Ausbildung und
Berufskompetenzen zu diskutieren. Gerade im Spitalbereich
stehen in den kommenden Monaten und Jahren Veränderungen an, die auch zu neuen Fra-
gen und Diskussionen führen
werden. Es ist für die Stärkung
der Hebammenarbeit und für
die Sicherung und Förderung einer qualitativ guten Geburtshilfe
wichtig, den gegenseitigen Aus-
tausch zu fördern und koordiniert die Entwicklungen zu beobachten, um adäquat darauf
reagieren zu können.
Liliane Maury Pasquier,
Präsidentin SHV
Première conférence des sages-femmes cheffes en Suisse
La première conférence des
sages-femmes cheffes de service a eu lieu le 30 août 2011 à
Berne. Le comité central avait
invité les sages-femmes exerçant des fonctions dirigeantes
dans les hôpitaux pour discuter
avec elles de divers thèmes
concernant la politique professionnelle, la formation et les
compétences des sages-femmes. Dans le domaine hospitalier, justement, divers développements se produiront dans les
prochains mois et années. Les
changements à venir vont cer-
tainement conduire à de nouvelles interrogations et susciter
des discussions. Pour renforcer
l’activité des sages-femmes et
pour assurer et promouvoir une
obstétrique de qualité, il est important d’encourager les échanges de part et d’autre et d’ob-
server les développements à venir de manière coordonnée afin
de pouvoir y réagir au mieux.
Liliane Maury Pasquier,
présidente FSSF
An der Sitzung vom 10. Juni 2011 hat der SHV-Zentralvorstand …
– das erste Mal in der neuen Zusammensetzung getagt und
dabei die Zuständigkeiten der
ZV-Mitglieder neu verteilt. Die
Übersicht ist auf der SHVWebsite im Bereich für Mitglieder unter Verband aufgeschaltet.
– die Delegiertenversammlung
und den Jahreskongress 2011
in Freiburg ausgewertet.
– entschieden, dass der SHV die
Kündigung der Mitgliedschaft
beim Schweizerischen Ver-
band der Berufsorganisationen im Gesundheitswesen
(SVBG) zurückzieht und die
Vor- und Nachteile der Mitgliedschaft in einem Jahr nochmals evaluiert.
– zur Kenntnis genommen, dass
die Schweiz. Gesellschaft für
Geburtshilfe (SGGG), die
Schweiz. Gesellschaft für Pädiatrie (SGP) und die Schweiz.
Gesellschaft für Neonatologie
(SGN) mit dem SHV einig sind,
dass es eine Informationsbro-
schüre zum Thema Kaiserschnitt braucht.
– die Umsetzung des Positionspapiers Tarifverhandlungen,
welches an der Delegiertenversammlung vorgestellt wurde, diskutiert und in die Wege
geleitet.
– entschieden, die Mitglieder
der Kommission für soziale
Sicherheit und Gesundheit des
Nationalrates (NR) aufzufordern, auf das im neuen Gesetzesentwurf vorgesehene mög-
liche Impfobligatorium zu verzichten.
– die Stellungnahme zum Gegenentwurf zur Volksinitiative
«Ja zur Hausarztmedizin» und
die Stellungnahme zu BabyNes der Firma Nestlé verabschiedet.
Liliane Maury Pasquier,
Präsidentin SHV
Lors de sa séance du 10 juin 2011, le Comité central
de la FSSF a…
– réparti les diverses responsabilités parmi ses membres, réunis pour la première fois dans
la nouvelle composition du
Comité.
– tiré le bilan de l’Assemblée
des déléguées et du Congrès
2011 à Fribourg.
– décidé que la FSSF ne démissionnerait pas de la Fédération
suisse des associations professionnelles du domaine de la
santé (FSAS) et réévaluerait
dans un an les avantages et
désavantages d’être membre
de l’organisation en s’y impliquant davantage d’ici là.
– constaté que la FSSF, la Société suisse d’obstétrique (SSO),
la Société suisse de pédiatrie
(SSP) et la Société suisse de
néonatologie (SSN) sont unanimes sur la nécessité d’une
brochure d’information autour
des césariennes et qu’elles
vont donc entreprendre les
travaux nécessaires pour la
réaliser.
– discuté et initié la mise en
oeuvre de la prise de position
sur les négociations tarifaires,
présentée à l’Assemblée des
déléguées.
– décidé d’inviter les membres
de la Commission pour la sécurité sociale et la santé publi-
que du Conseil national à renoncer à l’obligation de vacciner prévue dans le nouveau
projet de loi.
– approuvé les prises de position sur le contre-projet à
l’initiative populaire «Oui à la
médecine de famille» et sur
BabyNes de Nestlé.
Liliane Maury Pasquier,
présidente FSSF
Hebamme.ch
Sage-femme.ch
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SHV/FSSF
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Zuzka Hofstetter – 6 Jahre ICM-, EMA- und EFNNMA-Delegierte des SHV
Der SHV verabschiedet Zuzka Hofstetter
Von 2005 bis 2011 hatte Zuzka
Hofstetter als SHV-Delegierte
die internationalen Kontakte
gepflegt und dabei an den ICMKongressen in Glasgow (Grossbritannien) und Durban (Südafrika) teilgenommen. Für ihren
engagierten Austausch mit den
Hebammen in der ganzen Welt,
ihren grossen Einsatz, verbun-
den mit ihrer exzellenten
Sprachkompetenz, bedankt sich
der SHV bei Zuzka Hofstetter
ganz herzlich.
Das Mandat «Internationale
Kontakte» wird neu vom Zentralvorstand übernommen. Marianne Indergand-Erni (SHVVizepräsidentin) und Miriam
Wille-Grämiger
(ZV-Mitglied)
werden die Aufgaben von Zuzka Hofstetter übernehmen. Ich
wünsche ihnen viel Freude bei
dieser spannenden Aufgabe.
Der SHV ist Mitglied bei folgenden internationalen Organisationen:
• Confederation of Midwives
(ICM)
• European Midwives Association (EMA)
• European Forum National
Nursing & Midwifery Associations (EFNNMA).
Liliane Maury Pasquier,
Präsidentin SHV
Zuzka Hostetter, déléguée de la FSSF pendant 6 ans à l’ICM, l’EMA et l’EFNNMA
La FSSF prend congé de Zuzka Hofstetter en tant que déléguée
internationale
De 2005 à 2011, Zuzka Hofstetter a assuré les contacts internationaux comme représentante
de la FSSF et a participé, à ce
titre, aux Congrès de l’ICM de
Glasgow (Grande-Bretagne) et
de Durban (Afrique du Sud). La
FSSF remercie de tout cœur Zuzka Hofstetter pour les échanges
qu’elle a su développer avec des
sages-femmes du monde entier
ainsi que pour son grand engagement dans cette activité, notamment grâce à sa grande compétence en plusieurs langues.
Le mandat «contacts internationaux» sera repris par le comité
central, qui sera représenté par
Marianne Indergand-Erni (viceprésidente FSSF) et Miriam
Wille-Grämiger (membre du CC).
Je leur souhaite beaucoup de
plaisir dans cette activité passionnante.
La FSSF est membre des organisations internationales suivantes:
• International Confederation
of Midwives (ICM)
• European Midwives Association (EMA)
• European Forum national
Nursing & Midwifery Associations (EFNNMA).
Liliane Maury Pasquier,
présidente FSSF
Nein zur Volksinitiative «Abtreibungsfinanzierung
ist Privatsache»
Der Schweizerische Hebammenverband (SHV) lehnt die
Volksinitiative zur Abschaffung der Zahlungspflicht der
Krankenkassen bei Schwangerschaftsabbrüchen ab.
Der Entscheid für oder gegen
einen Schwangerschaftsabbruch
ist Privatsache der Frau oder des
Paares. Aufgabe des Gesundheitswesens ist es, sicherzustellen, dass dieser freie Entscheid
unabhängig von Finanzierungsfragen möglich ist und dass
die durchgeführten Schwangerschaftsabbrüche von hoher medizinischer Qualität sind und
unter entsprechender Begleitung
der Frau bzw. des Paares stattfinden. Der SHV lehnt darum die
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Hebamme.ch
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Sage-femme.ch
Volksinitiative «Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache» aus
folgenden Gründen ab.
• Keine Gefährdung sozial
schwacher Frauen: Wird der
Schwangerschaftsabbruch
nicht mehr durch die obligatorische Krankenversicherung
bezahlt, so ist dies besonders
für sozial und finanziell
schwache Frauen ein Problem,
weil sie sich den Eingriff nicht
leisten können.
• Dieser Entscheid ist Privatsache: Entgegen der Argumentation der Initianten ist
der SHV der Meinung, dass
nicht die Finanzierung sondern die Entscheidung für
oder gegen eine Schwangerschaft Privatsache ist. Nie-
mand anders kann diesen Entscheid fällen als die betroffene
Frau bzw. das betroffene Paar.
• Für die Garantie einer seriösen
medizinischen Behandlung und
Beratung: Wer die Finanzierung des Schwangerschaftsabbruches aus dem Katalog
der Pflichtleistungen der obligatorischen Krankenversicherung streicht, nimmt in Kauf,
dass Frauen unseriöse Billigangebote wahrnehmen und
ihre Gesundheit gefährden.
• Es geht nicht um die Kosten:
Schwangerschaftsabbrüche
machen nur ungefähr ein Promille der Gesundheitskosten
aus. Die Argumentation der
Initianten mit der Senkung der
Gesundheitskosten ist des-
halb unlauter und verdeckt
deren wahre Absichten, die
Bevormundung der Frau und
des Paares bei ihrer Entscheidung.
• Krankenversicherung für alle:
Die obligatorische Krankenkasse ist ein solidarisches System, bei dem alle mittragen –
auch wenn wir die meisten
Eingriffe und Therapien, für
die wir bezahlen, nie selber
beanspruchen werden.
Für die freie Entscheidung und
eine hohe medizinische Qualität
ist die Krankenkassenfinanzierung der Schwangerschaftsabbrüche unerlässlich.
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SHV/FSSF
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Non à l’initiative populaire «Financer l’avortement
est une affaire privée»
La Fédération suisse des
sages-femmes (FSSF) rejette
l’initiative populaire visant à
supprimer la prise en charge
des interruptions de grossesse
par l’assurance-maladie obligatoire.
Le choix pour ou contre une interruption de grossesse est une
affaire privée de la femme ou du
couple. Le devoir du système de
santé est de s’assurer que ce
libre choix soit possible indépendamment de questions financières, qu’une haute qualité
médicale des interruptions de
grossesse soit garantie et que
ces interventions se fassent avec
un accompagnement adéquat
de la femme/du couple. La FSSF
rejette de ce fait l’initiative populaire «Financer l’avortement
est une affaire privée» pour les
raisons suivantes:
• Pas de mise en péril des femmes socialement défavorisées:
si l’interruption de grossesse
n’est plus prise en charge par
l’assurance obligatoire, ce sera un problème pour les femmes socialement et financièrement défavorisées, car elles ne
pourront plus se payer l’intervention.
• Cette décision est une affaire
privée: contrairement à l’argumentation des initiants, la Fédération suisse des sagesfemmes est d’avis que ce n’est
pas le financement, mais bien
le choix pour ou contre une
grossesse qui est une affaire
privée. Personne d’autre que
la femme, respectivement le
couple concerné, ne peut
prendre cette décision.
• Pour garantir une prise en
charge médicale sérieuse et
un conseil approprié: celui qui
veut rayer le financement de
l’interruption de grossesse de
la liste des prestations de l’assurance-maladie obligatoire,
doit se rendre compte que les
femmes mettront leur santé
en danger en ayant recours à
des offres d’intervention bon
marché et peu sérieuses.
• Il ne s’agit pas de coûts: les
interruptions de grossesse ne
représentent qu’1‰ des coûts
de la santé. L’argumentation
des initiants est de ce fait déloyale et cache leurs véritables
intentions, à savoir la mise
sous tutelle de la femme/du
couple concernant leur décision.
• Une assurance-maladie pour
tous: la caisse-maladie obligatoire est un système solidaire,
auquel nous contribuons –
tous et toutes – même si nous
n’exigeons pas de profiter
personnellement de la plupart
des interventions et des thérapies pour lesquelles nous payons.
Un financement par les caissesmaladie est impératif pour garantir le libre choix et une haute
qualité médicale.
Jubilarinnen des SHV/Jubilées de la FSSF
Der SHV gratuliert folgenden Mitgliedern herzlich zum 25-jährigen Jubiläum und bedankt sich für die langjährige Mitgliedschaft.
La FSSF félicite chaleureusement les membres suivantes à l’occasion de leurs 25 ans de Fédération et les remercie de leur fidélité
Name/Nom
Vorname/Prénom
Sektion/Section
Name/Nom
Vorname/Prénom
Sektion/Section
Affolter-Bader
Bänziger-Vogel
Rosmarie
Vreni
Blättler-Göldi
Bortis-Eyer
Castaing
De Carli-Bräm
Yvonne
Anny
Brigitte
Barbara
Löliger Ursenbacher
Massaro-Bratschi
Mikeler Knaack
Monney Hunkeler
Neuenschwander-Stiefel
Portmann
Agathe
Edith
Lucia
Marie-Claude
Andrea
Ursula
Engel-Graeser
Gaby
Gardiol
Gualbino
Häfeli-Grossniklaus
Charlotte
Cosimina
Käthi
Häusler
Haymoz Gemperle
Susanna
Isabelle
Hensler
Huber-Barth
Imbach-Schärli
Kirchen
Kondert
Kornmaier-Zink
Kunz
Madlene
Sonja
Luzia
Andrea
Birgit
Elisabeth
Susanne
Beide Basel/Les Deux-Bâle
Zürich u. Umgebung/
Zurich et environs
Ostschweiz/Suisse orientale
Oberwallis/Haut-Valais
Vaud-Neuchâtel-Jura
Zürich u. Umgebung/
Zurich et environs
Aargau-Solothurn/
Argovie-Soleure
Vaud-Neuchâtel-Jura
Vaud-Neuchâtel-Jura
Zürich u. Umgebung/
Zurich et environs
Beide Basel/Les Deux-Bâle
Zürich u. Umgebung/
Zurich et environs
Zentralschweiz/Suisse centrale
Bern/Berne
Zentralschweiz/Suisse centrale
Bern/Berne
Ostschweiz/Suisse orientale
Ostschweiz/Suisse orientale
Beide Basel/Les Deux-Bâle
Reinhard-Jaggi
Rohner
Ruf Heller
Sägesser-Müller
Schiess Brunner
Schoch
Stäheli
Studer-Hochuli
Suter-Hofmann
Taboubi-Jost
Thalmeyr
Villars-Mercier
Wälchli
Walther-Müller
Elisabeth
Anna Maria
Barbara
Therese
Elisabeth
Eva
Heidi
Maja
Franziska
Zou
Marie-Claire
Hélène
Susanne
Ruth
Werren-May
Zimmermann-Steiger
Brigitte
Carmen
Bern
Beide Basel/Les Deux-Bâle
Beide Basel/Les Deux-Bâle
Freiburg/Fribourg
Bern/Berne
Zürich u. Umgebung/
Zurich et environs
Bern/Berne
Zentralschweiz/Suisse centrale
Zentralschweiz/Suisse centrale
Zentralschweiz/Suisse centrale
Zentralschweiz/Suisse centrale
Ostschweiz/Suisse orientale
Bern/Berne
Bern/Berne
Beide Basel/Les Deux-Bâle
Vaud-Neuchâtel-Jura
Vaud-Neuchâtel-Jura
Vaud-Neuchâtel-Jura
Beide Basel/Les Deux-Bâle
Zürich u. Umgebung/
Zurich et environs
Bern/Berne
Zentralschweiz/Suisse centrale
Hinweis der Geschäftsstelle
Note du secrétariat central
Die in der Ausgabe 7– 8 2011 verdankten Jubilarinnen hatten an
der SHV-Delegiertenversammlung in Freiburg teilgenommen.
Nachfolgend die komplette Liste der Jubilarinnen mit der Bitte das
Versehen zu entschuldigen.
Les jubilées remerciées dans l’édition 7– 8 2011 ont pris part à
l’Assemblée des Déléguées FSSF à Fribourg. Ci-dessus, vous en
trouverez la liste complète. Veuillez nous excuser de cet oubli.
Hebamme.ch
Sage-femme.ch
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SHV/FSSF
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Leitbild SHV 2011
Der Schweizerische Hebammenverband (SHV) ist der Berufsverband der Hebammen in der Schweiz. Mit der Gründung im
Jahr 1894 ist er der älteste Berufsverband für Frauen. Er zählt rund 2600 Mitglieder und vertritt die Interessen der angestellten und frei praktizierenden Hebammen1. Der SHV verfügt über professionelle Strukturen, kommuniziert aktiv nach
innen und aussen, und setzt sich mit seinem engagierten Zentralvorstand und der kompetenten Geschäftsstelle für die Anliegen der Hebammen in der Schweiz ein.
Mission
Die im SHV zusammengeschlossenen Hebammen setzen sich
für einen unabhängigen, qualitativ hochstehenden und attraktiven Hebammenberuf ein.
Weiter setzen sie sich gemeinsam dafür ein, dass der SHV in
der Öffentlichkeit wahrgenommen wird und unterstützen ihn
bei der Realisierung seiner Ziele.
Vision
Der SHV ist bei all seinen Aktivitäten bestrebt, die folgende Vision
zu einer gesundheits- und gesellschaftspolitischen Selbstverständlichkeit werden zu lassen:
1. Jede Frau hat eine Hebamme.
Die Hebamme ist die primäre
Bezugsperson jeder Frau während der Mutterschaft – vom
Beginn der Schwangerschaft bis
zum Ende der Stillzeit.
2. Die Frau ist autonom und kann
für sich selbst entscheiden.
Jede Frau soll sich während der
gesamten Zeit der Mutterschaft –
basierend auf klaren Informationen – selbst entscheiden können,
wie und durch wen die Schwangerschaftsbetreuung
erfolgt,
welche Untersuchungen und
Tests durchgeführt werden, wie
und wo die Geburt stattfindet
und wie die Betreuung in der Zeit
nach der Geburt gestaltet wird.
Die Hebamme stellt der Frau Informationen zur Verfügung, die
sie dazu befähigen, autonom zu
entscheiden. Sie setzt sich zudem
dafür ein, dass alle Fachpersonen
dies gleich tun.
3. Die Hebamme ist eine
unabhängige Expertin,
die vernetzt arbeitet.
Die Hebamme bietet während
der gesamten Mutterschaft eine
umfassende Betreuung an und
unterstützt und fördert dabei
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Hebamme.ch
9/2011
Sage-femme.ch
deren natürlichen Verlauf. Bei
Risiken arbeitet sie mit Ärztinnen und Ärzten sowie weiteren
Fachpersonen zusammen.
4. Die Hebamme setzt sich in
der Schweiz und anderswo
für Frauen und Familien ein.
Die Hebamme ist im Rahmen
des öffentlichen Gesundheitswesens tätig und achtet besonders auf die Qualität ihrer
Leistungen, auf die Gesundheitsförderung und die Prävention und auf ein sinnvolles Kosten-Nutzen-Verhältnis.
Sie kennt die Lebensumstände
und die Bedürfnisse von Frauen
und Familien in der Schweiz und
international und tut ihr Möglichstes, damit die Würde von
Frauen und Kindern noch stärker respektiert wird.
Leitsätze
Werte
Für den SHV steht der Mensch
im Mittelpunkt, wobei Achtung, Respekt, Vertrauen und
die Würde aller Mitglieder der
Gesellschaft die fundamentalen
Grundwerte darstellen.
Der SHV setzt sich für eine nachhaltige Entwicklung in menschlicher, professioneller, sozialer
und ökologischer Hinsicht ein.
Kultur
Der SHV steht für eine offene
und transparente Kommunikation mit den Mitgliedern, den
Mitarbeitenden und dem Umfeld
und pflegt einen aktiven Austausch basierend auf gegenseitigem Respekt und Akzeptanz.
Der SHV ruft seine Mitglieder auf,
sich als qualifizierte und kompetente Fachexpertinnen und als
Schlüsselpersonen für Prävention
und Gesundheitsförderung während der gesamten Phase der
Mutterschaft zu positionieren.
Der SHV arbeitet mit Sponsoringpartnern zusammen, die sich für
Familien- und Frauenanliegen einsetzen und die Ideale und Kompetenzen der Hebammen unterstützen, wobei ethisch-moralische Aspekte höher gewichtet
werden als wirtschaftliche Interessen.
Berufspolitik
Der SHV unterstützt die Hebammen gesamtschweizerisch in
fachlichen und berufspolitischen
Belangen. Er engagiert sich sowohl für die in Praxen, Geburtshäusern und Spitälern tätigen
Hebammen als auch für die frei
praktizierenden Hebammen. Der
SHV steht ein für die Erhaltung
und Anerkennung des natürlichen Verlaufs der Schwangerschaft, der Geburt, des Wochenbetts und der Stillzeit.
Er setzt sich für die kontinuierliche, zukunftsgerichtete Weiterentwicklung des Hebammenberufs ein und vertritt das Berufsbild
aktiv nach aussen.
Der SHV engagiert sich in Zusammenarbeit mit den Fachhochschulen für eine qualitativ hochstehende Ausbildung. Er sorgt für
Fort- und Weiterbildung und organisiert den einmal jährlich stattfindenden gesamtschweizerischen
Kongress.
Der SHV berät und unterstützt
seine Mitglieder bei der persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung wie Spezialisierungen,
Anerkennung von Diplomen und
der Forschung und erstellt Richtlinien zur Qualitätssicherung für
die frei praktizierenden Hebammen.
Der SHV beteiligt sich aktiv an politischen Prozessen und Entscheidungen, die sowohl direkt mit
dem Hebammenberuf in Verbindung stehen als auch bei Themen, die das Umfeld des Berufes
betreffen. Er nimmt dazu Einsitz
in Arbeitsgruppen und Entscheidgremien. Er sorgt für Tarife, die
der Verantwortung, den Kompetenzen und der Ausbildung der
frei praktizierenden Hebammen
entsprechen und engagiert sich
in Lohnfragen sowie für faire Arbeitsbedingungen der angestellten Hebammen.
Der SHV fördert und pflegt den
Kontakt zu verwandten Berufsverbänden und nationalen und
internationalen Organisationen,
die in unmittelbarem Zusammenhang mit Mutterschaft stehen. Er
unterstützt seine Mitglieder bei
der interdisziplinären Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen.
Strukturen
und Finanzen
Der SHV ist der Dachverband der
regionalen Sektionen. Die Sektionen vertreten die Hebammeninteressen auf Kantons- und Gemeindeebene und führen lokale
Projekte durch.
Der SHV bindet seine Mitglieder
in die Verbandsarbeit ein und
sorgt damit dafür, dass sich in Zukunft engagierte Kandidatinnen
für wichtige Verbandsaufgaben
finden lassen.
Der SHV ist sich seiner Rolle als
verantwortungsvolle Arbeitgeberin bewusst. Er bietet seinen
Mitarbeitenden die Möglichkeit
zur beruflichen Entwicklung.
Alle Organe sind sich in ihren Entscheidungen der Verantwortung
für einen ausgeglichenen finanziellen Haushalt bewusst und berücksichtigen die Auswirkungen
auf die Ressourcen des SHV.
Bern, 12. Mai 2011,
Delegiertenversammlung
1
Mit der weiblichen Personenbezeichnung ist immer auch die männliche gemeint.
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SHV/FSSF
V e r b a n d s n a c h r i c h t e n /N o u v e l l e s d e l a F é d é r a t i o n
Charte FSSF 2011
La Fédération suisse des sages-femmes (FSSF) est l’association professionnelle des sages-femmes en Suisse. Fondée en 1894,
la FSSF est la plus ancienne organisation professionnelle pour femmes. Elle compte environ 2600 membres et représente les
intérêts des sages-femmes salariées et indépendantes1. La FSSF dispose de structures professionnelles. Elle communique activement tant à l’intérieur qu’à l’extérieur et fait valoir, avec un comité central engagé et un secrétariat général compétent,
les préoccupations des sages-femmes.
Mission
Les sages-femmes membres de
la FSSF œuvrent en faveur d’une
profession indépendante, attractive et de haute qualité. Elles
veillent de plus à la reconnaissance de la FSSF et la soutiennent dans la réalisation de ses
objectifs.
Vision
La FSSF s’engage, jour après
jour, dans toutes ses activités,
pour que les principes suivants
soient ou deviennent des évidences:
1. A chaque femme, une sagefemme.
La sage-femme est la personne
de référence de la femme tout
au long de la maternité, du début de la grossesse à la fin de
l’allaitement.
2. La femme, une personne
autonome qui se détermine
en connaissance de cause.
Tout au long de la maternité,
chaque femme doit pouvoir effectuer des choix éclairés, que ce
soit notamment sur le type de
suivi pendant la grossesse, les
examens effectués, le mode et
le lieu d’accouchement ou l’accompagnement des premiers
temps de la vie. La sage-femme
dispense toutes les informations
nécessaires à la prise de décision
autonome de la femme. Elle
s’engage également pour que
tous les acteurs de la maternité
fassent de même.
3. La sage-femme, une professionnelle autonome et
sachant travailler en réseau.
La sage-femme accompagne et
soutient, de manière autonome,
la physiologie. Elle collabore, en
cas de pathologie et chaque fois
que cela s’avère nécessaire, avec
les médecins et les autres inter-
venant(e)s potentiel(le)s (physiothérapeutes, infirmièr(e)s, naturopathes, etc.).
4. La sage-femme, une personne
engagée pour les femmes
et les familles, en Suisse
et ailleurs.
La sage-femme inscrit son activité dans le cadre plus général
de la santé publique, en tenant
particulièrement compte de la
qualité, de la prévention et de la
promotion de la santé ainsi que
de l’adéquation entre les moyens utilisés et le but recherché.
Elle est informée de ce qui se
passe et qui concerne les femmes et les familles, en Suisse et
ailleurs dans le monde, et elle
fait tout son possible pour que
la dignité des femmes et des enfants soit toujours mieux reconnue.
Principes de référence
Valeurs
La FSSF place l’être humain au
centre de ses préoccupations,
basées sur les valeurs fondamentales que sont l’attention, le
respect, la confiance et la dignité de tous les membres de la
société.
La FSSF s’engage pour le développement durable, du point de
vue humain, social, professionnel et écologique.
Culture institutionnelle
La FSSF développe une communication ouverte et transparente
avec ses membres, ses collaboratrices et son environnement
et entretient un échange actif,
dans le respect et l’acceptation
réciproques.
La FSSF incite ses membres à se
positionner, tout au long de la
maternité, comme expertes qualifiées et compétentes, et comme personnes de référence en
matière de prévention et de promotion de la santé.
La FSSF collabore avec des sponsors qui s’engagent en faveur
des besoins des familles et des
femmes, qui soutiennent les
idéaux et les compétences des
sages-femmes et qui privilégient les aspects éthiques et
moraux plutôt que les intérêts
économiques.
Politique professionnelle
La FSSF soutient les sagesfemmes de toute la Suisse dans
les domaines spécialisés et la politique professionnelle. Elle s’engage aussi bien pour les sagesfemmes actives en cabinet, en
maison de naissance et en hôpital que pour les sages-femmes
indépendantes. La FSSF est garante du maintien et de la reconnaissance du déroulement naturel de la grossesse, de l’accouchement, du post-partum et de
l’allaitement.
Elle défend le développement
constant et tourné vers l’avenir
de la profession de sage-femme
dont elle défend activement
l’image à l’extérieur.
La FSSF s’engage, avec les hautes écoles spécialisées, en faveur
d’une formation d’excellence.
Elle veille à une offre en formation permanente et continue. Et
organise chaque année le congrès suisse.
La FSSF conseille et soutient ses
membres dans leur développement personnel et professionnel,
telles que les spécialisations, la
reconnaissance des diplômes et
la recherche. Elle établit des
directives permettant d’assurer
la qualité des prestations des
sages-femmes indépendantes.
La FSSF participe activement aux
décisions politiques ayant un
rapport direct avec la profession
de sage-femme, ainsi qu’avec
des thématiques qui touchent à
l’environnement de la profession. Dans ce but, elle siège dans
des groupes de travail et des organes de décision. Elle veille à ce
que les tarifs des sages-femmes
indépendantes correspondent à
leurs responsabilités, leurs compétences et leur formation et
s’engage pour des salaires et des
conditions de travail équitables
des sages-femmes employées.
La FSSF encourage et privilégie
les contacts avec d’autres associations professionnelles et organisations nationales et internationales ayant un lien direct avec
la maternité. Elle soutient ses
membres dans leur collaboration
interdisciplinaire avec d’autres
groupes professionnels.
Structures et finances
La FSSF est l’organisation faîtière des sections régionales. Les
sections défendent les intérêts
des sages-femmes aux niveaux
cantonal et communal et mènent à bien les projets locaux. La
FSSF associe ses membres à son
activité afin de motiver de futures candidates engagées pour
des tâches associatives importantes.
La FSSF est consciente de sa
responsabilité en tant qu’employeuse. Elle offre à ses collaboratrices la possibilité de se
développer sur le plan professionnel.
Tous les organes veillent à
prendre des décisions responsables afin d’assurer la gestion
équilibrée des comptes en fonction des ressources de la FSSF.
Berne, le 12 mai 2011,
Assemblée des déléguées
1
Le féminin utilisé pour la désignation
des personnes s’applique indifféremment aux sexes féminin et masculin.
Hebamme.ch
Sage-femme.ch
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Gesundheit
Institut für
Hebammen
Mit einem CAS zu neuen Kompetenzen
Weiterbildung heisst Schritt halten mit beruflichen Herausforderungen und wissenschaftlichen Erkenntnissen.
Ab 2012 bietet das Institut für Hebammen der ZHAW das erste CAS (Certificate of Advanced Studies) an.
Das CAS beinhaltet vertieftes und neues Wissen zu den Themen Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett.
Neben einem Pflichtmodul sind spezifische Module entsprechend den persönlichen Interessen und der beruflichen Tätigkeit wählbar.
In der Folge sind weitere CAS und das Angebot eines MAS (Master of Advanced Studies) in Midwifery geplant.
Der MAS in Midwifery erfordert 60 ECTS, die sich zusammensetzen aus drei CAS sowie einer Masterarbeit mit je 15 ETCS.
Weitere Infos: Regula Hauser, Leiterin Weiterbildung, Telefon 058 934 64 76, [email protected], www.gesundheit.zhaw.ch
Zürcher Fachhochschule
Short Courses in International Health
The Swiss Tropical and Public Health Institute (Swiss TPH), an
associated institute of the University of Basel, offers a range of
academic accredited courses for health professionals who wish to
prepare themselves to work in global/international health. All courses encourage a student-centred learning approach. The courses
are taught in English.
Upcoming
Health Care and Management in
Tropical Countries (HCMTC)
March 12 – June 15, 2012 at Swiss TPH, Basel/Switzerland
The course aims at introducing a range of skills and knowledge
needed to work as public health professionals in resource poor
settings taking into consideration the national, international and
global policies and strategies. The course is accredited by the
University of Basel and the European Network for Education in
International Health as core module for the Master in International
Health.
Contents: Social science concepts and methods, epidemiology,
statistic, reproductive and child health, tropical medicine, laboratory practice, intercultural communication, management strategies.
Course fee: CHF 7000.–
For information and application forms:
Swiss TPH
Telefon +41 61 284 82 34
Course Secretariat
Fax
+41 61 284 81 06
P.O. Box
CH-4002 Basel / Switzerland
Email: [email protected]
For further courses and detailed information
http://www.swisstph.ch/teaching.html
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Sektionen
Sections
S e k t i o n s n a c h r i c h t e n /C o m m u n i c a t i o n s d e s s e c t i o n s
Fribourg
Aargau –
Solothurn
Tessin
026 660 12 34
078 625 54 43
062 396 17 28
Neumitglieder:
Fernandez Adela, Aarau, 2010,
Bern; Geiser Martina, Aarau,
2006, Zürich
Nouveau membre:
Ignjatovic Sonja, Kerzers, 2006,
Genève
Neumitglied:
Zschokke Sarah, Minusio, 2005,
Lausanne
Genève
Vaud – Neuchâtel –
Jura
022 733 51 12
Bern
Neumitglieder:
Brechbühl Sophie, Bern; Eberhart
Anna, Bern; Hornung Carolin,
Bern; Ettlin Stefanie, Bern;
Studentinnen an der BFH;
Weissenberger Jasmin,
Winterthur, 2008, Ulm DE
091 647 07 58
Nouveau membre:
Albin Méline, Gaillard FR, 2009,
Genève
Ostschweiz
021 903 38 57
021 653 86 32
Zürich
und Umgebung
052 385 55 67
052 203 26 11
Neumitglieder:
Heeper Olivia, Adliswil;
Kopp Valentina, Winterthur;
Oehen Evelyne, Winterthur;
Studentinnen an der ZHAW;
Keller Maximiliane, Zürich, 2010,
Münster DE; Widmer Yvonne,
Zürich, 2007, Bern
Nouveaux membres:
Chennouf Fatiha, Lausanne,
1975, Alger, Algerien; Van de
Hel Anne-Marie, Clarens, 1985,
Bordeaux FR
071 440 18 88
Neumitglied:
Eigenmann Karin, St. Gallen,
2007, St. Gallen
Beide Basel BL/BS
061 693 31 71
061 322 33 64
Zentralschweiz
041 661 09 93
071 440 25 14
Neumitglied:
Wyniger-Furrer Anna, Emmenbrücke, 1982, Luzern
Neumitglied:
Boutellier Yvonne, Pratteln,
2008, Karlsruhe DE
Voranzeige
Herbstversammlung/Hebammenlandschaft Zentralschweiz 2011
am 7.11.2011 um 19.30 Uhr
im Restaurant Adler in
Emmenbrücke
Begleitung von Familien mit ihrem sterbenden oder toten Neugeborenen
Die Zeit nach der Geburt
Die Wochenbettzeit nach der
Geburt eines sterbenden oder
toten Kindes stellt besondere
Anforderungen an die begleitenden Fachpersonen. Der Körper der Mutter zeigt deutliche
Spuren der Geburt und der
Mutterschaft. Elter und Geschwister suchen nach Möglich-
keiten, die verbleibende Zeit mit
dem sterbenden Kind zu gestalten.
Zielgruppen
terberatung. Voraussetzung für
die Teilnahme: Besuch des Basiskurses. Arbeitsmethoden: Inputreferate, Gruppenarbeit, Fallbeispiele von Teilnehmenden.
Pflegefachfrauen, Hebammen
und Ärztinnen und Ärzte aus
Geburtshilfe, Neonatologie, Kinder-Spitex und Mütter- und Vä-
Kursleitung: Franziska Maurer,
Leiterin Fachstelle FpK, Hebamme und Dozentin.
Datum und Ort: Freitag, 14.
Oktober 2011, 9.30 Uhr bis
17.00 Uhr, Bern.
Angaben zum Kursort folgen
mit der Anmeldebestätigung.
Anmeldung und Informationen
unter: www.fpk.ch oder
Tel. 031 333 33 60.
Hebamme.ch
Sage-femme.ch
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Fortbildung SHV
Formation FSSF
Kursorganisation:
Bildungsbeauftragte Deutschschweiz Marianne Luder-Jufer, Huttwilstrasse 55, 4932 Lotzwil
Telefon 062 922 15 45, E-Mail: [email protected]
Anmeldungen für Kurse des SHV: Schriftlich an die Geschäftsstelle des SHV in Bern
Sie finden das ganze Kursprogramm unter www.hebamme.ch
Eindrücke aus dem Fachmodul Geburtsvorbereitung
Prüfungstage: Freitag/Samstag, 17. und 18. Juni 2011
Auch dieses Jahr haben 12 Hebammen das SHV-Fachmodul
«Geburtsvorbereitung» erfolgreich abgeschlossen. Während
zwei Prüfungstagen setzten die
Absolventinnen des Fachmoduls in Probelektionen das Gelernte um. Die Kreativität der
Kursleiterinnen bei der Themenwahl sowie die methodisch-didaktische Vielfalt trugen wesentlich dazu bei, dass wir abwechslungsreiche und spannende Tage
erleben durften. Die Absolven-
tinnen des Fachmoduls erlebten
sich in verschiedenen Rollen, als
Kursleiterin, als Kursteilnehmerin oder als Beobachterin mit
der Aufgabe eine konstruktive
Rückmeldung zu geben.
Wir gratulieren allen Teilnehmerinnen herzlich zur Zertifizierung und wünschen viel Freude
bei der Arbeit als Kursleiterin!
Marianne Luder,
Bildungsbeauftragte SHV
Fortbildungsangebot 2011
Kursnummer und -themen
Datum/Kursort
DozentIn
33
Atemarbeit in der Geburtshilfe
Fr/Sa, 21./22. 10. 2011
Stilli bei Brugg
Giovanna Caflisch Allemann
Hebamme, Körper- und Atemtherapeutin
35
Warzenschoner, Brusthütchen & Co.
Fr, 28. 10. 2011
Olten
Therese Röthlisberger
Stillberaterin IBCIC
37
CranioSacral-Therapie für Hebammen
Aufbaukurs
Fr bis So, 28.–30. 10. 2011
Stilli bei Brugg
Dr. rer.nat. Silvia Kalbitz
Heilpraktikerin, CranioSacral-Therapeutin
38
Homöopathie Schwangerschaft,
Geburt, Wochenbett und Säugling
Mo bis Mi, 21.–23. 11. 2011
Zürich
Heidi Grollmann, Homöopathin SHI, Ausbildnerin
Regula Bucher, Hebamme, Homöopathin SkHZ
39
Rückbildungsgymnastik im Wasser
Mo bis Mi, 12.–16. 12. 2011
Bad Ramsach
Anna-Maria Kalasek, Hebamme, Geburtsvorbreitung und
Rückbildungsgymnastik, Kursleiterin
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Hebamme.ch
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Sage-femme.ch
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Fortbildung SHV
Formation FSSF
Organisation des cours de la FSSF:
Chargée de la formation Suisse romande et Tessin, Valentine Jaquier-Roduner, En Champ Didon 134,
1740 Neyruz, tél. 026 477 07 44, e-mail: [email protected]
Inscriptions aux cours de la FSSF: Secrétariat central de la FSSF à Berne, par écrit
Vous trouverez le programme complet des cours sur www.sage-femme.ch
Cours 22 et 26/2011
PAN, cours de suite et d’approfondissement
Vous avez suivi la formation
«PAN: approche globale» ou
vous donnez des cours de préparation à la naissance (PAN)
depuis quelque temps et avez
envie de nouveaux outils pédagogiques?
Ces deux cours, «PAN : mouvement et pédagogie» et «PAN: un
alliage entre philosophie obstétricale et démarche pédagogique», sont l’idéal pour compléter la palette de vos offres.
Le premier, animé par Michèle
Gosse, est axé sur l’approche
corporelle. Michèle estime que
«c’est en pratiquant les exercices sur soi-même que nous
comprenons mieux comment
les expliquer». Durant les deux
jours avec elle, vous allez appro-
fondir le travail corporel dans les
exercices utilisés lors des cours
donnés en PAN tout en tenant
compte des connaissances et
des expériences des participantes.
Le deuxième, animé par Josée
Bernard Delorme, vous permet
d’acquérir une démarche pédagogique en PAN en utilisant des
méthodes pédagogiques actives
et en comprenant les différentes
stratégies d’enseignement et la
psychologie cognitive. De plus,
vous saurez parfaitement accompagner le couple dans son
projet de naissance.
Michèle Gosse, physiologiste,
enseignante en travail corporel
et formatrice dans des écoles de
professions de la santé. Elle co-
anime depuis plus de vingt ans
des cours de PAN avec des
sages-femmes et pratique l’accompagnement périnatal en
haptonomie.
Josée Bernard Delorme, sagefemme, accompagnante à la
naissance, titulaire d’une maîtrise universitaire en pédagogie
des sciences de la santé.
Renseignements et inscription
jusqu’au 11 octobre 2011 pour
le cours 22:
www.sage-femme.ch
11–12 novembre 2011 de 9h à
17h, Vevey.
Renseignements et inscription
jusqu’au 16 novembre 2011
pour le cours 26:
www.sage-femme.ch.
16 –17 décembre de 9h à 17h,
Vevey.
Formations organisées par la
FSSF, en partenariat avec la
HEdS-Genève
Cours 23/2011
Sage-femme indépendante: les aspects administratifs
et comptables
J’ai eu la chance de faire la
connaissance d’une spécialiste
en finances et comptabilité, qui
est sensible aux soucis des
sages-femmes indépendantes.
En s’installant comme indépendantes, nous disposons des
outils liés à notre pratique professionnelle. En revanche, nous
n’avons souvent aucune idée du
monde financier. Si nous
n’avons pas d’employés, la
comptabilité est très simple à apprendre et nous n’avons pas forcément besoin d’un comptable
pour la tenue des comptes et
leur bouclement en fin d’année.
A la fin de cette journée animée
par Madame Baudin, vous disposerez des outils qui vous per-
mettront de présenter une
comptabilité de votre activité
comme sage-femme indépendante auprès des instances officielles telles que l’administration fiscale, l’AVS, etc.
Myriam Baudin, spécialiste en
finances et comptabilité avec
brevet fédéral, administratrice
d’une fiduciaire.
Renseignements et inscription
jusqu’au 22 octobre 2011:
www.sage-femme.ch.
22 novembre 2011 de 9h à 17h,
Lausanne.
Formation organisée par la FSSF,
en partenariat avec la HEdS-Genève.
Importante per le colleghe ticinesi
La formazione di Michèle Gosse del 15 e 16 settembre sul pianto del bebè avrà luogo nei locali di Erna Bordoli a Bellinzona e non a Lugano come inizialmente previsto. Il corso sarà dato in lingua francese. Per una ragione evidente di
costi, non abbiamo previsto una traduzione simultanea. Anna Fossati che lo accompagnerà, potrà aiutare, con delle traduzioni puntuali, le colleghe che non capiscono.
Hebamme.ch
Sage-femme.ch
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Alles für die Hebamme!!!
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Anatomie, Schwangerschaft, Geburt,
Neugeborene, Stillen, Matten, etc..
..Praxisbedarf:
Doppler, CTGs, Diagnostik, Notfall,
Instrumente, Waagen, Taschen, etc..
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Krankenpflege, Reanimation, etc..
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Committed To Your Success
Universitätslehrgang
Master of Science
in Midwifery
Der Universitätslehrgang „Midwifery“ startet am 24. Oktober 2011
bereits zum fünften Mal an der Donau-Universität Krems. Ziel dieses
berufsbegleitenden Lehrgangs ist die Verbindung von traditionellem Hebammenwissen und persönlicher Erfahrung mit modernen
Managementmethoden und wissenschaftlicher Arbeit.
Der Universitätslehrgang dauert vier Semester und richtet sich an
Hebammen und Geburtshelfer mit mehrjähriger Berufserfahrung, die
sich auf Führungsaufgaben in Einrichtungen des Gesundheitswesens
vorbereiten oder als selbstständige UnternehmerInnen tätig werden
wollen.
à Lutry/Lausanne dès le 17 sept. 2011
Renseignements, programme des cours et
inscriptions :
www.crh-homeopathie.ch
[email protected]
tél. : 021 791 39 46
fax : 021 791 47 38
Gottlob Kurz GmbH
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D-6 5207 Wiesbaden
Hin terber gstraß e 14
Tel. +49-611-1899019, Fax -9505980
E-Mail: [email protected]
Internet: www.Gottlob-Kurz.de
Hebammen-Ausrüstungen
Hebammentaschen
Säuglingswaagen
Geburtshilfliche Instrumente
Beatmungsgeräte für Neugeborene
Fetale Ultraschallgeräte
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(Médecins, dentistes, pharmaciens, vétérinaires,
sages-femmes et infirmières)
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E-Mail: [email protected]
www.donau-uni.ac.at/midwifery
Actuel_S32_33
30.8.2011
11:11 Uhr
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Actualité
Nouvelle association romande de sages-femmes indépendantes
«Esprit Sage-Femme» au Paléo à Nyon
Créée en novembre 2010, à
l’initiative de sept sages-femmes indépendantes désireuses
de transmettre leur savoir ancestral à la famille, aux couples désirant être acteurs de
leur grossesse et de leur accouchement, «Esprit Sagefemme» (ESF) a pour but d’accompagner les futurs parents
dans le cadre d’un suivi global,
de la conception jusqu’après
la naissance.
En juillet dernier, un stand ESF
était installé au cœur du Festival Paléo et a connu un très
grand succès malgré les conditions météorologiques difficiles. Il avait pour mission de
répondre aux besoins des
3500 festivalières potentielles
en phase avec la maternité, y
compris d’assurer la sécurité
médicale et émotionnelle en
cas d’urgence obstétricale. Les
jeunes mères y trouvaient un
lieu calme à l’abri du vent et
des regards pour allaiter, tirer
leur lait ou changer leurs enfants. Elles pouvaient prendre
connaissance et tester les divers langes jetables bio au
papier maïs et lingettes au colostrum de vaches de fermes
biodynamiques Demeter – pour
ne donner qu’un exemple – des
nouveautés alternatives en faveur de l’hygiène, de la santé et
de l’environnement.
Les passants de tout âge – autant les dames que les messieurs – étaient très intéressés
par les multiples buts et actions de l’association ESF, notamment le bien-fondé du
slogan «Pour chaque femme,
une sage-femme». Sans parler
de toutes les sages-femmes
qui sont passées et recevaient
gracieusement leur première
Film documentaire
La Grange Rouge – L’histoire d’une naissance
La jeune réalisatrice suisse Laurence
Stajic a suivi un couple dans son projet d’accouchement à la maison de
naissance La Grange Rouge à Grens
(VD). Ce film (avril 2011, 30 minutes) très pudique permet de mieux
comprendre la démarche des couples souhaitant accoucher naturellement et dans un cadre plus intime
qu’en milieu hospitalier. Il donne une
occasion de bien percevoir les multiples facettes du métier de sagefemme indépendante.
Prix: CHF 20.–, plus frais de port.
Commande par mail à: [email protected]
Ou par téléphone au +41 22 362 0 372
Ecovalise. Plus de 500 flyers
d’information ont été distribués. De nombreux contacts
ont été échangés. Enfin, nous
avons constaté un intérêt soutenu des collègues travaillant
sur toutes les zones frontalières pour notre action en
cours avec la France sur le respect de l’application des accords bilatéraux.
Francine Janet-Moreillon
Suisse romande
Rencontres bisannuelles des responsables de maternité
Pour mieux coordonner leur
effort face aux enjeux qui attendent les maternités dès
2012, les responsables de maternités de la Suisse romande
ont décidé de se rencontrer
deux fois par année.
La première séance a eu lieu à
Lausanne le 17 juin 2011. Huit
responsables étaient présentes. La richesse incontestable
des échanges a permis de relever une source d’informa-
tions utiles à chacune lors des
négociations avec les directions. Les thèmes suivants ont
été abordés: l’intégration des
nouvelles diplômées sagesfemmes; la préparation à l’arrivée de nouveaux professionnels.
Une réflexion sur les effectifs –
qui tienne compte du niveau
des maternités – a également
été abordée sous l’angle clinique et économique. Une pro-
position d’impliquer la FSSF
dans cette réflexion a été souhaitée.
L’intégration des nouveaux
professionnels tels que les
ASSC ‹assistant(e)s en soins et
santé communautaire› dans
les maternités soulève quelques craintes, mais des opportunités ont été spécifiées.
Différentes options ont été
envisagées, en fonction des
orientations stratégiques des
directions d’hôpitaux. La prochaine rencontre aura lieu en
novembre 2011. Un point est
d’ores et déjà à l’ordre du jour:
il concerne l’incidence des
DRG dans les maternités.
Pour le groupe des
responsables de maternité
romande,Catherine Citherlet
Pour l’année 2010
11 092 interruptions de grossesse en Suisse
4% d'entre elles concernent
des femmes résidant à l'étranger. Pour les 96% de femmes
domiciliées en Suisse, cela correspond à un taux de 6,8 interruptions pour 1000 femmes
âgées entre 15 et 44 ans. Depuis 2004, le taux d'interruptions de grossesse reste globalement stable, mais il diminue
32
Hebamme.ch
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Sage-femme.ch
régulièrement chez les adolescentes.
Pour les 15-19 ans, le taux d’interruptions de grossesse pour
1000 femmes est passé de 5,5
interventions en 2007 à 4,5
en 2010. Les naissances de
mères adolescentes deviennent
de moins en moins fréquentes.
Les 20–24 ans constituent la
tranche d’âge chez qui les interruptions de grossesse sont
les plus fréquentes. Elles sont
10,4 sur 1000 à avoir recouru à
une interruption de grossesse
en 2010, ce qui représente
23% de toutes les interventions. Ce taux diminue ensuite
régulièrement avec l’âge. En
2010, la moitié des interrup-
tions de grossesse effectuées
par des femmes résidant en
Suisse et dont la nationalité est
connue concernent des femmes de nationalité étrangère,
ce qui représente un taux de
10,8 pour 1000 contre 4,3 parmi les Suissesses.
Source: Office fédéral de la statistique,
communiqué de presse du 5. 7. 2011
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www.mamagenda.ch
Forfaits par cas (DRG)
Un échéancier convivial
et gratuit
Pas d’Influence
«mamagenda» est un échéancier digital convivial, gratuit,
disponible en tout temps sur internet. Il a pour but de conseiller les employées enceintes
et de permettre aux employeurs
de conserver les compétences
de leur personnel féminin. Accessible à distance, l’outil reste
valable durant le congé maternité et jusqu’au retour au travail. Le site donne des conseils
pratiques aux femmes pour les
aider à concilier famille et vie
professionnelle. Il aborde notamment la question de l’annonce d’une grossesse au travail, la gestion de tensions dans
une équipe liées à cet état ainsi
que des questions de santé,
comme à partir de quand il est
interdit de travailler debout.
Pour la future mère, il est en
outre plus facile de prendre les
décisions importantes qui s’imposent grâce à la planification
et au dialogue.
«mamagenda» fonctionne depuis fin juin 2011. Susanne
Clauss a représenté la FSSF
dans le groupe d’accompagnement qui a conçu, supervisé et
peaufiné cet outil informatique.
Voir aussi: Sage-femme.ch,
9/2010, Focus, 35–36
Naissances en Suisse en 2010
L’âge moyen des nouvelles
mères est supérieur à 30 ans
En 2010, 80 300 enfants sont
nés, soit une progression de
2,6% (+ 2000). Les femmes de
moins de 30 ans mettent moins
d’enfants au monde tandis que
les femmes de 35 ans ou plus
ont davantage de bébés. Ce
changement de comportement, qui consiste à avoir des
enfants plus tardivement, a
pour conséquence l’augmentation continue de l’âge moyen
de la mère à la naissance de son
premier enfant. En 2010, il est,
pour la première fois, supérieur
à 30 ans (30,2 ans contre 28,9
ans en 2001).
Le nombre moyen d’enfants par
femme augmente également,
passant de 1,50 en 2009 à 1,54
en 2010. Il se situait à 1,38 enfant par femme en 2001. Il reste toutefois encore nettement
inférieur aux 2,1 nécessaires au
remplacement des générations.
Les femmes de nationalité
étrangère continuent à mettre
au monde davantage d’enfants, soit 1,91 enfant par femme en 2010, contre 1,82 en
2009. Le nombre moyen d’enfants par femme de nationalité
suisse augmente également
pour atteindre 1,42 en 2010,
alors qu’il était de 1,40 en
2009.
Le nombre de naissances hors
mariage continue d’augmenter
pour se monter à 14 900 en
2010. Elles ont augmenté de
6,6% entre 2009 et 2010 et
ont pratiquement doublé en 10
ans. Leur proportion dans l’ensemble des naissances vivantes
continue également de progresser (18,6% en 2010 contre
17,9% en 2009). Comparée à
la moyenne de l’Union européenne (37% en 2009), la Suisse affiche toutefois encore un
taux de naissances hors mariage relativement bas.
Avec la progression du nombre
de naissances hors mariage, on
observe également une hausse
du nombre de reconnaissances
d’enfants par le père. En effet,
15 000 reconnaissances ont été
comptabilisées en 2010 contre
14 000 l’année précédente, soit
une hausse de 7% (+1000). La
majorité de ces reconnaissances (98,5%) sont effectuées sur
déclaration volontaire du père.
Source: Office fédéral de la statistique,
communiqué de presse du 30. 6. 2011
Une nouvelle étude de l’Observatoire suisse de la santé
(Obsan) arrive à la conclusion que les forfaits par cas (DRG)
déjà introduits dans certains hôpitaux suisses n’ont pas eu
d’effet négatif sur la qualité de la prise en charge: la crainte
de voir les patients sortir trop tôt de l’hôpital et le nombre
de réhospitalisations augmenter en raison du système des
forfaits par cas ne s’est pas confirmée. Ces résultats sont
d’autant plus importants que les forfaits par cas seront
étendus à l’ensemble des hôpitaux de Suisse au début de
2012.
Le but de cette étude de l’Obsan était de déterminer si un
système de facturation basé sur
des forfaits par cas a, en soi,
une influence sur la durée des
séjours à l’hôpital et sur la probabilité de réhospitalisation.
Les forfaits par cas DRG
n’ont pas d’influence sur
la durée d’hospitalisation
Les résultats montrent que la
durée moyenne de séjour dans
les hôpitaux de soins aigus n’a
cessé de se raccourcir ces dernières années: de 8,7 jours en
2001, elle est passée à 7,4 jours
en 2008, ce qui représente une
baisse de 15%. Il ressort aujourd’hui de l’étude de l’Obsan
que ce raccourcissement des
séjours n’est pas dû à l’introduction des forfaits par cas
DRG. La diminution de la durée
moyenne des séjours n’est pas
plus marquée dans les hôpitaux
qui utilisent déjà les forfaits par
cas DRG que dans les autres. La
raison pour laquelle cette du-
rée diminue tient aujourd’hui
bien plus au recours à des
formes et à des processus de
traitement plus efficients.
La probabilité de réhospitalisation n’a pas changé
En plus de la durée des séjours,
l’Obsan s’est penché dans cette étude sur la question de savoir si l’introduction des forfaits
par cas a eu une influence sur
la probabilité de devoir retourner à l’hôpital après une hospitalisation. Ce risque peut augmenter si les hôpitaux font sortir trop tôt les personnes hospitalisées pour des questions de
coût. Il s’avère que la probabilité pour une personne d’être
réhospitalisée dans les 30 jours
suivant sa sortie de l’hôpital n’a
pas changé ces dernières années: en moyenne, 10% environ des patients ont dû être réhospitalisés dans le mois suivant leur sortie de l’hôpital.
Source: Communiqué de presse Obsan,
21. 6. 2011
Haute école spécialisée de sciences appliquées (Zurich)
Une revue de littérature
sur les césariennes
Sur mandat de l’Office fédéral
de la santé publique, l’équipe
Recherche & Développement
de l’Institut des sages-femmes
s’est lancée en mai 2011 dans
une revue de la littérature traitant des césariennes. En arrière-fond de cette étude, on
trouve les taux de césariennes
toujours en augmentation
ainsi que diverses comparaisons internationales. L’étude
se concentre sur les raisons de
ces augmentations ainsi que
sur les conséquences pour les
mères, les enfants et le système de santé. En outre, le
projet indiquera les pistes de
recherche et les développements possibles.
Voir aussi (en allemand et en
anglais):
www.zhaw.ch/fileadmin/php_
includes/popup/projekt-detail.php?projektnr=1280
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Dossier
Editorial
Hôpitaux universitaires de Genève (HUG)
Voici un numéro très rafraîchissant et
très motivant. Nous pouvons voir que
les deux centres universitaires de Suisse
romande – CHUV et HUG
– innovent dans le sens de
l’essence même du métier
de sage-femme, et ce sur
différents plans: prise en
charge personnalisée par
un seul «soignant référent» désigné pour chaque situation,
unité gérée par les sages-femmes
elles-mêmes au sein même de l’hôpital, suivi global par une sage-femme
connue, recherche d’une cohérence
dans le discours sur l’allaitement
et dans le savoir-être durant l’accompagnement précoce, etc.
L’accompagnement g
Avec un peu de chance, leur expérience
essaimera l’une ou l’autre de ces
innovations dans chacune maternité
de Suisse romande. Chacun ou chacune
pourra se nourrir de ces exemples
et proposer de nouvelles façons de
fonctionner pour le bien des femmes
et des bébés que nous suivons.
L’implication des sages-femmes hospitalières dans le renouvellement de
leurs pratiques est importante. Néanmoins, le changement en milieu hospitalier n’est pas toujours facile à faire,
car la vision des différents intervenants
n’est pas toujours identique. Du coup,
la marge de manœuvre des sagesfemmes hospitalières pour favoriser
la physiologie est souvent très faible.
C’est pourquoi ce que nos collègues
de Lausanne et de Genève ont pu faire
est magnifique et encourageant. De
part ces articles, nous pouvons voir
que rien n’est impossible si la motivation et l’esprit d’équipe sont bien là.
Je vous encourage à nous donner
votre avis sur ces nouveautés et je
vous souhaite un bel été indien.
Edith de Bock
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L’accompagnement global de la naissance peut-il devenir une véritable
aventure en milieu universitaire? Depuis février 2011, aux Hôpitaux
Universitaires de Genève (HUG), huit sages-femmes ont bien voulu relever
ce défi dans une structure imposante, puisqu’elle est la plus grande
maternité de Suisse.
Les femmes souhaitent connaître les
professionnelles qui vont les accoucher
(Wiegers, 2009). Cette demande est
compréhensible lorsque l’on considère
qu’à Genève entre 6 et 21 sages-femmes
(moyenne: 10,86) peuvent intervenir auprès d’une patiente (Delieutraz, 2003).
Ceci est un facteur anxiogène ayant une
influence sur le vécu de l’accouchement
(Green, Renfrew, & Curtis, 2000; Lavender, Walkinshaw, & Walton, 1999). C’est
pourquoi, nous avons débuté un projet
d’accompagnement global de la naissance
aux HUG, dont le but était de diminuer le
nombre d’intervenants.
A la Maternité des HUG, la plupart des
sages-femmes change d’unité chaque
année grâce au tournus qui permet de
garder un éventail de compétences le
plus large possible du prénatal au postpartum. Les cadres sages-femmes ont
œuvré depuis fort longtemps en faveur
d’une ouverture de consultations prénatales sages-femmes avec la mise en place
d’une documentation clinique commune
aux sages-femmes et obstétriciens.
Jocelyne Bonnet, sage-femme spécialiste clinique,
HUG1
Catherine Citherlet, responsable des soins, HUG
La nouvelle responsable de Soins en
Maternité, Catherine Citherlet, a mis en
évidence la prépondérance des structures
mises en place pour les situations à haut
risque face au peu de projets en faveur
du maintien de la physiologie lors d’une
naissance. Le concept de «sage-femme
référente» est appliqué en obstétrique
depuis plusieurs années, mais il est réservé
à des situations spécifiques comme dans
les suivis des patientes clandestines au
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nt global de la naissance
sein de l’Unité mobile de soins communautaires ou des consultations psychosociales. Il est vrai qu’en milieu universitaire, nous avons davantage tendance à
nous perfectionner dans la complexité.
Un soignant référent
par situation
Fin 2009, l’actualisation du cahier des
charges de la sage-femme 2009 nous a
donné l’occasion de passer à l’action. Ce
projet d’accompagnement global prend
forme dans un milieu hospitalier où de
nombreux concepts de soins s’entrecroisent. Notamment, la volonté de la direction des soins des HUG d’instaurer un soignant référent par situation et la globalité de la prise en charge sage-femme
mère-bébé de jour comme de nuit.
Une revue de la littérature nous a
conduits à la politique de périnatalité
Québec 2008–2018 qui décrit les interventions obstétricales selon trois axes:
pertinence, sécurité et humanité. «En
bref: L’accouchement est un processus
physiologique naturel qui n’exige pas
d’intervention particulière pour la majorité des femmes. Les interventions obstétricales doivent être pratiquées au regard
de leur pertinence pour la santé de la mère et de l’enfant, et limitées aux cas où
elles sont nécessaires. (...) Parmi les services offerts par les sages-femmes: développer un plan prévoyant que les sagesfemmes soient en mesure d’assurer le
suivi prénatal et d’assister l’accouchement de 10% des femmes enceintes».
(Ministère de la santé et des services sociaux, 2008).
Ce projet d’accompagnement global a
permis à des sages-femmes de participer
à toutes les étapes de la description des
objectifs jusqu’à l’exercice de leur pratique. Les sages-femmes impliquées ont
des fonctions différentes et complémentaires: pratique, clinique, gestion, sans
oublier une chargée qualité, Lucia Floris,
pour l’évaluation du projet.
1
Employée comme sage-femme, puis en tant que spécialiste clinique, j’ai connu plusieurs organisations de
travail en 27 ans au sein du même établissement. Ce
projet-pilote me touche plus particulièrement puisque
j’ai animé un groupe de sages-femmes qui a travaillé à
mettre sur pied ce projet pendant une année pour qu’il
voie le jour.
Le projet
d’accompagnement global
Ce projet a débuté en février 2011.
Sous délégation du médecin chef de service, Professeur Olivier Irion, nous avons
proposé un accompagnement sage-femme interne à la Maternité, du début de la
grossesse à la sortie du post-partum. L’information, qui est donnée aux patientes
dès le recrutement, précise les critères
d’inclusion, le principal étant que la grossesse soit classée dans la catégorie des
grossesses à bas risque. Le souhait de la
patiente à intégrer ce suivi ainsi que son
engagement à participer au cours de préparation à la naissance et à la parentalité
sont également pris en compte lors du recrutement.
Le groupe fait le choix de poursuivre
son accompagnement pendant toute la
phase de travail même si la pathologie
survient. La particularité de ce projet est
l’absence d’intervention du médecin
dans le processus physiologique de la
naissance. Toutefois, sa présence en salle
d’accouchement permet de ne pas transférer la patiente, si une complication survient.
Premier bilan
Nous sommes en phase pilote.
Quelque 70 femmes ont déjà bénéficié
de cet accompagnement global. Les premiers problèmes rencontrés sont liés à
des délais trop courts entre le premier
contact et l’accouchement, ce qui rend
difficile la mise en place du soutien souhaité.
C’est pourquoi nous travaillons actuellement à la diffusion de ce nouveau modèle de suivi sage-femme ainsi qu’au
mode de recrutement: brochure d’information destinée au public, site du département, article «La Maternité innove avec
un suivi personnalisé» (Tribune de Genève
du 21 mars 2011) et, plus récemment,
émission «Minimag» (Télévision Suisse
Romande, du 3 juin 2011).
Outre l’accompagnement proprement
dit, les activités des sages-femmes de
cette équipe comprennent la diffusion du
projet et le recrutement des patientes. Le
point délicat est de trouver un équilibre
entre toutes ces activités à échelonner sur
l’année.
L’expérience menée jusqu’ici nous permet d’affirmer que notre projet a de multiples répercussions:
• sur les futurs parents qui ont enfin un
nom de référence du début à la fin de
leur parcours;
• sur les autres sages-femmes qui s’interrogent quant au bien-fondé de dispenser certaines prestations;
• sur les cadres médicaux et sagesfemmes qui gèrent d’autres équipes.
C’est un véritable élan qui est ressenti de
part et d’autre, avec tout ce que cela
comporte de curiosité et de perplexité,
mêlés au dynamisme inconditionnel des
huit sages-femmes!
Photos de cette édition
Les photos ont été prises à la nouvelle Clinique des femmes de l’Hôpital cantonal de Lucerne. La FSSF remercie Corinne Spillmann,
directrice des soins, et le Prof. Bernhard
Schuessler, médecin chef de la nouvelle Clinique des femmes pour leur soutien amical.
En tant que structure centrale, la nouvelle
Clinique des femmes offre aux femmes du
canton de Lucerne des prestations de soins
de base (gynécologie et accouchements).
www.luks.ch/standorte/luzern/kliniken/
frauenklinik.html
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Accompagnement «global»
Que comprend-t-il?
– Une rencontre mensuelle entre
l’équipe au complet et les couples
répondant aux critères d’inclusion
de cet accompagnement
– Une possibilité de joindre une sagefemme de l’équipe 24h/24 par téléphone
– Un suivi de la grossesse à la consultation prénatale par la même sagefemme identifiée par les futurs
parents comme leur sage-femme
référente
– Une préparation à la naissance et à
la parentalité, réalisée par une ou
deux des huit sages-femmes de
l’équipe
– Un suivi en salle d’accouchement
par cette même équipe
– Un suivi ponctuel aux femmes hospitalisées au prénatal ou au postpartum
– La sortie avec une organisation du
suivi à domicile par les sages-femmes indépendantes
Perspectives
Nous serons en mesure de présenter
des résultats plus objectifs lors du
5ème Congrès mondial des infirmiers
et infirmières de l’espace francophone
(SIDIIEF) à Genève du 20 au 24 mai
2012 – «Des pratiques cliniques novatrices, optimiser les compétences professionnelles». Pour évaluer ce projet,
des indicateurs sur le processus de démarrage du projet lui-même ainsi que
sur des critères obstétricaux et de satis왗
faction seront pris en compte.
Références
Delieutraz J. (2003). Continuité des soins en obstétrique. Mémoire de certification de la formation continue certifiante en management.
Inédit. Hôpitaux Universitaire de Genève.
Green J., Renfrew M., & Curtis P. (2000). Continuity of carer: what matters to women? A review of the evidence. Midwifery, 16,
186–196.
Lavender T., Walkinshaw S. A., & Walton I.
(1999). A prospective study of women’s
views of factors contributing to a positive
birth experience. Midwifery, 15 (1), 40–46.
Wiegers T. (2009). The quality of maternity care
services as experienced by women in the
Netherlands. BMC Pregnancy and Childbirth,
9 (1), 18.
Direction des communications du ministère de la
Santé et des Services sociaux du Québec
(2008). Politique de périnatalité, un projet
porteur de vie, 29. Version électronique:
www.msss.gouv.qc.ca section Documentation, rubrique Publications.
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Centre Hospitalier Universitaire Vaudois (CHUV)
Vers une nouvelle
unité gérée par des
sages-femmes
Depuis octobre 2010, des professionnels de la Maternité du CHUV à Lausanne
– sages-femmes et médecins – mènent une réflexion visant à créer une structure complémentaire au sein du Département de Gynécologie et Obstétrique.
Cette nouvelle unité serait gérée par les sages-femmes, pour le suivi et
l’accompagnement de la grossesse, de l’accouchement et du post-partum lors
de situations physiologiques s’inspirant des «Midwife Led Units» (MLU).
Le projet est né grâce à la
néfice soit toujours démontré.
rencontre de quelques sagesEn 1996 déjà, l’OMS publiait
femmes hospitalières et à leur
des recommandations concervolonté de penser la naissance
nant le diagnostic du travail, la
«autrement», avec des obstérupture artificielle des memtriciens partageant la même
branes, l’utilisation d’ocytoréflexion et soucieux d’étayer
ciques, le nombre de touchers
l’offre en accompagnement
vaginaux pendant le travail
lors de la grossesse et de l’acainsi que le monitorage éleccouchement. Le projet est soutronique du fœtus. Ces recomtenu par la direction du dépar- Françoise Maillefer,
mandations allaient dans le
infirmière sage-femme,
tement.
sens d’une utilisation plus resresponsable du projet
L’idée de créer une structure
trictive de ces éléments.
différente repose sur la conviction que,
La croissance de la médicalisation s’est
dans ce domaine, on peut faire bien – et poursuivie en dépit de ces recommandapeut-être mieux – en appréhendant les tions. Les prises de position d’instances
choses de manière différente. Une telle professionnelles reconnues n’ont pas
vision trouve écho chez les femmes elles- suffi à diminuer l’écart entre les pratiques
mêmes, dans la recherche et la littératu- obstétricales actuelles et l’évidence.
re ainsi qu’auprès des responsables poliLa surveillance médico-technique du
tiques de santé.
travail et de l’accouchement a dépassé
La conception qu’ont les femmes de la depuis longtemps son point d’efficacité
naissance et leur perception de l’expé- optimale. L’augmentation récente du
rience de l’accouchement dépend large- taux de césariennes n’est pas associée à
ment de la culture médicale et sociale. des bénéfices en termes de santé, mais
Proposer un nouveau modèle dans un contribue désormais à l’augmentation
hôpital universitaire permet d’assurer la des taux de morbidité-mortalité et a des
sécurité et la légitimité scientifique, non effets délétères sur la relation mamanseulement pour les femmes et leur famille, bébé à court terme avec des séquelles
mais aussi pour les professionnels de émotionnelles possibles chez la mère.
l’obstétrique qui, à leur tour, transmetDe nombreuses recherches ont démontront des représentations différentes de tré que les structures de soins maternels
celles qui reposent sur la peur et le risque. gérées par les sages-femmes conduisent
à de meilleures issues maternelles et néonatales que les structures traditionnelles
Les constats
et augmentent la satisfaction des femDans les pays industrialisés, l’hôpital mes tout en diminuant les coûts.
est devenu le lieu privilégié où la plupart
Dans ces modèles de soin, on assiste à
des femmes donnent naissance à leur en- un transfert de responsabilité du médecin
fant. Parallèlement, les interventions mé- à la sage-femme pour la surveillance de la
dicales ont augmenté sans que leur bé- grossesse normale et de l’accouchement
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physiologique. Les sages-femmes sont
formées pour respecter, identifier et encourager le processus physiologique de la
grossesse et de l’accouchement tout en
sachant reconnaître les déviations de la
norme.
Ces modèles sont centrés sur les besoins
de la femme et reposent sur la perception
que la majorité des grossesses et des accouchements se déroulent selon un processus physiologique. L’humanisation de
la naissance en est le point d’ancrage
avec, comme corollaire, l’auto-détermination de la femme. La philosophie sous-jacente repose non seulement sur la normalité, mais aussi sur la continuité de la prise
en charge et du suivi pendant l’accouchement par une sage-femme connue.
Le projet
En Suisse, 97% des femmes accouchent à l’hôpital, les autres choisissant les
maisons de naissance ou l’accouchement
à domicile. La structure offrira une alternative à la prise en charge en milieu hospitalier, avec une focalisation sur les besoins de la patiente, sur une diminution
des intervenants durant la grossesse, l’accouchement et le post-partum ainsi que
sur une prise en charge respectueuse de
la physiologie de la naissance dans un
contexte sécuritaire optimal. L’accent sera
également mis sur la communication
interprofessionnelle et l’homogénéité de
l’information donnée à la patiente et à sa
famille.
Concept «Midwife Led Units»
(MLU)
Un suivi global
par des
sages-femmes
• Promotion de la normalité lors de la
grossesse et de l’accouchement
• Femme au centre: respect de l’individualité, auto-détermination de la
femme, partenariat
• Continuité dans l’accompagnement:
diminution des intervenants
• Responsabilité dévolue à la
sage-femme
• Localisation: intra-hospitalière mais
géographiquement distincte
• Cadre sécuritaire: critères stricts
d’inclusion, d’exclusion, de transfert (proximité du plateau technique)
• Protocoles «evidence-based»
• Evaluation continue
La structure envisagée est une entité
géographiquement séparée du bloc d’accouchement, mais suffisamment proche
pour garantir un transfert rapide en lit.
L’unité fonctionne sous la responsabilité
de sages-femmes travaillant en équipe
distincte des autres unités. Les femmes
présentant une grossesse non compliquée et dont l’état de santé ne comporte
pas de facteurs de risque peuvent opter
pour ce suivi dès le début de la grossesse.
La mise en place de cette structure permettra de réinterroger les pratiques et
d’adapter les protocoles lors de situations
physiologiques. Actuellement, les équipes, les locaux, et certains protocoles de
prise en charge sont identiques lors de
grossesses et d’accouchements normaux
ou pathologiques.
Des guidelines sont en cours d’élaboration pour définir les critères d’inclusion,
d’exclusion et de transfert pour les patientes ainsi que pour la surveillance du
travail. Les soins donnés correspondent
aux pratiques «evidence-based». Les
sages-femmes travaillant dans cette unité
partagent une philosophie commune
d’accueil et de soins obstétricaux. Elles
bénéficient d’une formation initiale –
puis continue – spécifique.
Dans une perspective de valorisation
du projet, une réflexion doit être menée
afin de promouvoir cette approche auprès des femmes et d’en faciliter l’accès
aux femmes de toutes cultures et de
toutes conditions sociales.
Une démarche en
deux temps
permis la rédaction d’un argumentaire.
Ces éléments ont convaincu «Promotion
Santé Suisse» qui a accordé un soutien
financier au projet dans le cadre du
«Fonds des projets novateurs».
La mise sur pied d’une équipe de projet élargie a permis le démarrage de la
phase de réalisation, après une enquête
d’opportunité menée auprès des femmes
et auprès des professionnels.
Dans le but de créer un lien avec les parents ou les futurs parents, l’organisation
d’une «Soirée contact» a abouti à la création de l’association «Naît-sens». Celle-ci
vise à soutenir une approche différente
de la naissance et la création de la nouvelle unité à la Maternité du CHUV. En
diffusant ses idées vers d’autres parents
ou futurs parents, l’association contribuera à faire connaître cette autre vision
de la naissance à un plus large public.
L’enquête d’opportunité a révélé différents éléments utiles pour la poursuite de
notre travail. Ainsi, il apparaît que ce nouveau modèle est perçu de manière positive, autant par les professionnels médecins et sages-femmes que par les femmes. Des incertitudes et autres points
problématiques ont été mis en évidence
au travers des différentes investigations
menées dans un souci d’anticipation des
risques.
Actuellement, nous poursuivons notre
démarche avec la conviction qu’elle correspond aux besoins et aux souhaits
d’une partie de la population de femmes
que nous accompagnons et nous mettons tout en œuvre pour que cette nouvelle unité puisse voir le jour prochaine왗
ment!
Lors de l’étude préliminaire, une recherche de littérature, des visites de MLU
(voir encadré) à Londres et à Gênes ont
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Une histoire sans fin
Motiver l’allaitement à l’hôpital:
pas si facile...
Démarrer un allaitement satisfaisant n’est jamais facile. Quand une vingtaine de soignants gravitent autour de la
nouvelle accouchée, la cohérence de leur discours devient essentielle. La prise en charge de l’allaitement par les
sages-femmes se fait en équipe, ce qui constitue à la fois une richesse et une difficulté pour motiver à long terme.
L’auteure accompagne ces équipes qui, à leur tour, encouragent les débuts de chaque nouvelle aventure qu’est
l’allaitement.
Sage-femme infirmière cheffe de service
à la Maternité du Centre Hospitalier Universitaire Vaudois (CHUV) depuis plusieurs années, je suis à ce titre en charge
du Groupe Allaitement. Le CHUV accueille 2700 naissances par an. Le Département compte 30 lits au post-natal où la
durée moyenne d’hospitalisation est de
3 à 5 jours. L’équipe est composée de sages-femmes, d’infirmières sages-femmes
et d’infirmières. Nous disposons d’une
longue expérience en matière d’allaitement. Dès 1992, nous nous sommes interrogés sur notre pratique qui n’était pas
toujours adaptée à la mère et à l’enfant.
En 1994, nous avons mis en œuvre une
politique de l’allaitement [1] sous forme
d’un document qui regroupe nos idées et
reflète nos pratiques en la matière.
Nous savons que la réussite de l’allaitement est directement liée à la motivation
de la mère ainsi qu’à l’accompagnement
qui lui est offert pendant les premiers
jours de vie de son enfant. En Suisse, cette période se vit majoritairement à l’hôpital, un lieu qui doit donc permettre aux
familles de vivre pleinement cette expé-
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rience. L’allaitement n’est pas
périence comme personnelle et
un soin d’urgence. Nous avons
satisfaisante.
donc développé une organisaLa cohérence du discours des
tion souple de la journée: sompersonnes qui gravitent autour
meil, repas, visites ainsi que
de la mère pendant sa matersoins et surveillances doivent
nité accentuent sa motivation.
tenir compte des moments priA l’hôpital, la prise en charge
vilégiés d’intimité de la famille.
de l’allaitement par les sagesNos objectifs:
femmes se fait en équipe. C’est
• Individualiser la prise en charge Maria-Teresa Adjaho, à la fois une richesse et une difselon les besoins et attentes sage-femme ICS à la Mater- ficulté. La motivation individunité du CHUV, Lausanne
des patientes
elle des sages-femmes et celle
• Favoriser l’allaitement par un état d’es- de l’équipe sont un point déterminant
prit qui privilégie le calme et la confiance, mais qui, à lui seul, ne suffit pas à garanen évitant de rajouter des situations de tir le succès du soutien apporté à la mèstress.
re. Cette motivation doit être soutenue à
• Permettre à la mère de découvrir, ren- trois niveaux. Par le savoir des soignants
forcer et utiliser ses ressources grâce à qui consiste à comprendre la physiologie
l’écoute, à l’enseignement et au sou- de l’allaitement et les interactions mèretien apportés par l’équipe.
enfant en étant conscient des représen• Reconnaître la mère comme étant la tations imaginaires que l’allaitement suspersonne la plus apte à s’occuper de cite. Par le savoir-faire qui est la capacité
son nouveau-né.
à dispenser un accompagnement pra• Respecter le temps de mise en route tique, cohérent, efficace et respectueux
nécessaire à chaque patiente, faire en des compétences de la mère et de l’ensorte que toutes les mères qui décident fant. Par le savoir-être qui est la faculté
d’allaiter ou pas puissent vivre cette ex- permettant d’évaluer les enjeux de l’allaitement en termes de confort sensoriel,
émotionnel et affectif et qui donne à la
pratique son indispensable dimension
humaine.
Au cours des 3 à 4 jours d’hospitalisation suivant la naissance, la mère peut être
accompagnée par 4 ou 5 soignantes différentes par jour, soit jusqu’à 20 soignantes au total. Bien que toutes soient
compétentes et motivées, la question se
pose de savoir dans quelle mesure leurs
objectifs personnels sont en accord avec
ceux de l’équipe et/ou avec les valeurs de
l’institution [2].
A l’hôpital, les sages-femmes sont dans
une dynamique qui les oblige à l’intégration permanente des changements institutionnels en matière de soins, d’organisation, d’informatisation des systèmes de
gestion. Ces efforts se font souvent au
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détriment de ceux, plus axés sur le savoirêtre, qu’exige la mise en place de l’allaitement. L’accompagnement de l’allaitement ne se résume pas à un soin technique basé sur des connaissances scientifiques. Il demande la transmission d’un
savoir-faire aux dimensions plus larges et
suppose une vision qui inclut le respect
des valeurs personnelles des patientes et
de celles déclinées par l’institution. Le
vécu de la soignante y est impliqué à différents degrés.
Deux formes de communications interviennent dans l’accompagnement à l’allaitement: logique et analogique. La
communication logique utilise les symboles, les mots qui ont une signification claire à l’intérieur d’un groupe ethnique et
culturel bien déterminé. La communication analogique s’exprime à travers la communication non verbale: les gestes, l’expression du visage, la posture ainsi que
les inflexions et le rythme de la voix. Si la
communication logique peut être guidée
par la volonté, l’analogique échappe à
notre contrôle. De plus, dans le système
analogique, on ne peut pas «non-communiquer». Au côté d’une mère qui allaite, tant le silence que le regard de l’accompagnant transmettent l’assentiment,
l’approbation ou non.
Rien n’est jamais acquis
Nous demandons aux soignantes d’intégrer constamment les connaissances
scientifiques et le savoir issu de l’expérience des équipes. Simultanément, nous
attendons qu’elles privilégient l’empathie
envers leurs patientes.
Depuis quelques années, un changement de paradigme a été amorcé par la
Maternité. Les différentes équipes travaillent à une transformation de leur pratique qui passe par la clarification des
valeurs et des buts suivis [2, 3]. Cette évolution vise à aboutir à une pratique qui intègre le savoir-être: écoute, respect, partenariat, autonomie.
La sage-femme hospitalière doit s’interroger sur l’étendue de sa pratique. En
matière d’allaitement, elle doit à la fois
faciliter le changement et l’innovation,
faire évoluer les pratiques en mobilisant
les connaissances les plus récentes et privilégier la mère et l’enfant dans l’organisation hospitalière.
Dans un souci constant d’amélioration
de la qualité, les sages-femmes et infirmières cliniciennes de la Maternité du
CHUV nous aident à développer des protocoles et des pratiques basés sur les résultats de la recherche (ex.: alimentation
précoce et allaitement). Elles recherchent
des indicateurs et des méthodes qui nous
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aident à évaluer la qualité de nos
soins [3, 4]. Cependant, toutes les sagesfemmes hospitalières, quel que soit leur
rôle, doivent s’interroger. Quelle est la
composition et l’organisation de l’équipe
soignante d’aujourd’hui et de demain
(sage-femme, infirmière, consultante en
lactation, ASSC)? Comment intégrer les
rôles de chaque professionnel?
Nous vivons des contradictions. D’une
part, on connaît de mieux en mieux les répercussions à long terme de l’alimentation
des premiers jours de vie sur la qualité de
vie de l’adulte (obésité, allergies, problèmes gastro-intestinaux, maladies cardiovasculaires, diabète). On se pose des questions sur le choix du mode d’alimentation:
interfère-t-il sur ces facteurs de risque et,
si oui, dans quelle mesure? Les recherches
scientifiques nous permettent de formuler
des hypothèses sérieuses sur ces sujets et
de tirer quelques conclusions. D’autre
part, d’autres instances travaillent à rechercher des alternatives au lait maternel.
On mentionne des vaches transgéniques
porteuses de gènes humains et qui produisent du lait dont la composition s’approche de celui du lait maternel (Chine et
Argentine). On trouve sur Internet et Facebook des offres de dons de lait maternel et des incitations à l’échanger ou, le
plus souvent, à l’acheter à bon prix.
Du fait de cette multiplication des sources d’informations plus ou moins fiables
et compte tenu de l’évolution sociologique de nos communautés, il sera déterminant que les pères soient davantage
impliqués dans le projet de l’allaitement
en tant que projet parental et non pas
exclusivement maternel. Lentement certes, mais sûrement, ils sont en effet de
plus en plus actifs tout au long de la grossesse et jusqu’à la naissance de leur enfant. L’allaitement n’est pas seulement
une affaire de femmes et son salut passera, entre autres, par la compréhension
de ses enjeux qu’en acquerront, ou non,
les futurs pères et la valorisation qu’ils lui
accorderont aux yeux de leurs compagnes. Notre rôle est aussi de leur permettre de développer un regard positif et
bienveillant sur ce choix.
Perspectives futures
et projet en cours
• Philosophie de soins pour le Département de Gynécologie Obstétrique et
Génétique en accord avec les missions
et valeurs définies par le CHUV.
• Sorties précoces au post-partum et mise en place d’un soutien à l’allaitement
adapté et en lien avec le suivi à domicile. Le séjour d’une mère au post-partum ne représente plus le dernier mail-
Moyens mis en
œuvre
La Maternité du CHUV dispose:
• d’une consultation d’allaitement
tenue par des sages-femmes et des
consultantes en lactation qui offrent conseils personnalisés et soutien aux mères durant la grossesse
et après la naissance pendant toute
la période de la lactation. Elle est
ouverte, sur rendez-vous, le mardi
de 9h à 13h. Pour les femmes qui
ne peuvent pas se déplacer ou souhaitent poser une question simple,
une permanence téléphonique répond aux appels chaque jour ouvrable de 9h à 13h. Cette consultation, ouverte en septembre 2010,
complète l’offre existante pour toutes les mères ayant accouché au
CHUV ou non et qui ne bénéficient
pas du service régulier d’une sagefemme privée.
• d’un Groupe Allaitement permanent et actif dont le but est de promouvoir l’allaitement maternel à
travers des actions intra- et extrahospitalières telles que la révision
de protocoles, l’harmonisation des
pratiques professionnelles, les conférences, les manifestations, les expositions et l’information dispensées au public.
• du site internet du Département
de Gynécologie et Obstétrique
www.chuv/dgo.
• www.chuv/dgo. Plusieurs pages, qui
sont mises à jour régulièrement,
sont dédiées à l’allaitement. Ce site
(consulté 103000 fois en 2009) contient des informations qui s’adressent au public et aux professionnels.
• d’un Espace Allaitement à disposition 24h/24 pour toutes les collaboratrices du CHUV qui reprennent
leur activité professionnelle tout en
poursuivant l’allaitement.
lon de la chaîne: conception-grossessenaissance. De plus en plus souvent, il
s’avère un maillon, certes important
mais court, une étape tournée vers l’extérieur permettant, si les conditions s’y
prêtent, un retour précoce à domicile.
L’introduction et la mise en place de
l’allaitement doivent se conformer à
cette nouvelle donnée.
• Création d’une Unité de soins physiologiques gérée par les sages-femmes
pour accompagner la grossesse, l’accouchement et le post-partum.
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Focus
• Création d’un blog. Dans le cadre de
sa mission de service public, la Maternité du CHUV doit répondre aux
attentes des usagers. Ces attentes
sont polymorphes et évolutives. Un
blog internet constituera un outil de
communication avec et d’information pour la population; il permettra
de recueillir les questions, demandes,
souhaits et besoins et d’adapter nos
prestations en fonction.
Les progrès réalisés ces dernières
années dans le cadre de notre Maternité sont indéniables. Ils reflètent notre
capacité à évoluer professionnellement
et sur le plan des idées. Ils démontrent
notre aptitude à nous remettre en question. L’encouragement à l’allaitement
et l’accompagnement de sa mise en
place restent notre priorité. La difficulté réside cependant, pour nous, dans le
maintien d’une attitude positive et active malgré les nombreuses contraintes
organisationnelles. Nous devons aussi
tenir compte des nombreux préjugés
qui s’opposent encore à cette pratique
ainsi que des innovations à visée commerciale apparaissant dans les médias:
vaches produisant du lait humain, commercialisation de lait maternel par internet, capsules de lait maternisé, etc.
Les conséquences de l’allaitement
sont capitales tant pour la valeur relationnelle que pour la valeur nutritive
qu’il assure aux enfants du monde entier. Cependant, l’allaitement ne représente aucune plus-value économique
majeure pour les hôpitaux. Il ne permet
pas de retour sur investissement technologique ni n’offre de perspectives en
termes de recherche et développement. Au contraire, il exige davantage
de ressources humaines: présence,
temps, compétences. Savoir, savoirfaire et savoir-être ne sauraient s’improviser ni se quantifier.
Mon rôle est d’accompagner les
équipes pour leur permettre... d’accompagner au mieux les parents dans
la découverte de l’allaitement et sa mise en place si tel est leur choix. C’est
dans cet esprit que je m’efforce de garantir la qualité des soins en permettant à nos équipes de traduire dans leur
pratique la politique et les valeurs insti왗
tutionnelles.
Références
[1]
Politique de l’allaitement de la Maternité
du CHUV, CHUV, 1999.
[2]
Plan stratégique, CHUV, 2009–2013.
[3]
Plan de gouvernance clinique, Direction
générale, CHUV, 2010.
[4]
Cahier des charges des sages-femmes,
CHUV.
[5]
Cahier des charges des cliniciennes, CHUV.
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Enquête
Quel accompagnement
à la sortie de l’hôpital?
Dans un bilan fait en 2010, la Maternité des HUG a évalué la continuité
des soins entre le milieu hospitalier et le domicile. Il s’agissait de dégager
des pistes d’action concrètes et réalisables pour assurer une sortie du
post-partum de qualité.
Depuis quelques années, la durée moyenne du séjour en milieu hospitalier, et notamment à la Maternité, tend à se raccourcir.
D’après les statistiques institutionnelles, elle
se situe entre 3 et 5 jours.
La revue Cochrane de 2009 (Brown,
2009) et l’étude effectuée dans le cadre des
HUG (Boulvain, 2004) soulignent que la nécessité d’une hospitalisation de longue durée n’a pas été démontrée, à la condition
qu’un encadrement extrahospitalier soit assuré. Pour les situations physiologiques, une
sortie précoce (24–48 heures) ne présente
donc pas plus de risques pour la mère et son
enfant qu’un séjour hospitalier de 4–5 jours.
Toutefois, certaines études effectuées en
Ohio (Etats-Unis), ont mis en évidence une
hausse non négligeable de la morbidité, et
même de la mortalité néonatale, en cas de
sortie précoce, obligeant cet Etat à adopter
une législation imposant une hospitalisation
minimale de 48 heures et un suivi de minimum quatre jours à domicile par un soignant
formé. Suite à cette décision, les taux de réhospitalisation en raison d’ictère néonatal
ont passé de 0,78% à 0,47% et les consultations aux urgences pédiatriques ont baissé
de 10,4% à 8% (Cargill, 2007). Après la
naissance, les effets sur le nouveau-né d’une
hospitalisation raccourcie sont donc étroitement liés à la qualité du suivi post-natal.
La complexité de l’accompagnement lors
du post-partum a été relevée dans différentes études (McLachlan, 2008; Cargill,
2007). Pour les soignants, deux variables
sont à considérer dans la mise au point du
programme de santé: les temps d’adaptation de la femme à intégrer son nouveau rôle et les besoins propres à l’institution. Cette
discordance a souvent été relevée parmi les
problématiques spécifiques de l’accompagnement en Maternité (Forster, 2006). Une
autre difficulté évoquée par les soignants est
celle de réussir à concilier la grande quantité
d’informations à transmettre aux mères
pendant la courte période du post-partum
et l’état physique et émotionnel des accouchées, peu réceptives aux messages de prévention (Rayner, 2008).
Lucia Floris, sage-femme chargée de recherche
et qualité HUG, Genève
Graziella Parachini, sage-femme mandatée
sur ce projet HUG, Genève
Le but du travail réalisé était d’appréhender le problème dans toute sa complexité et
d’élaborer des pistes d’action concrètes et
réalisables sur l’accompagnement et les besoins des patientes pendant leur séjour à la
Maternité dans la situation donnée.
Méthode
Afin de réunir plusieurs sources d’information, des femmes ayant accouché à la
Maternité, de même que des soignants
exerçant dans l’institution, ont été invités
à donner leur avis. Pour les soins à domicile, des sages-femmes indépendantes et
des consultantes en lactation ont été
consultées ainsi que des médecins: pédiatres et gynécologues. De plus, des éléments quantitatifs ont apporté des données nécessaires pour mieux cerner le
problème et faire un bilan de la situation.
L’objectif final était l’élaboration de propositions d’amélioration.1
Résultats
L’analyse des différentes données de ce travail révèle que la prise en charge globale dans
les HUG est cohérente et de niveau comparable, voire meilleure, à ce que l’on trouve
dans des structures similaires ou dans
1
Ce travail a été possible grâce à la participation active
des mères aux focus groupes, à l’engagement des sagesfemmes indépendantes et à l’implication des soignant(e)s de la Maternité sollicité(e)s pour les interviews.
Nous adressons nos sincères remerciements à toutes et
à tous.
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d’autres pays (Datar, 2006). Nous avons pu
constater d’une part que les femmes étaient
satisfaites de leur séjour et des soins dispensés dans notre institution et, d’autre part, que
l’accompagnement reçu dès leur retour à domicile répondait à leur attente. Les femmes
ont souligné également le côté sécurisant de
ce soutien. Plusieurs études ont mis en évidence la satisfaction des femmes qui bénéficiaient d’un suivi extrahospitalier (Shaw,
2006). Pour les populations à risque (cadre
pathologique, mères jeunes, situations psycho-sociales complexes), un suivi rapproché à
domicile peut également renforcer le rôle parental de ces bénéficiaires (Shaw, 2006).
De leur côté, les soignants de la Maternité
ont montré une grande implication personnelle et professionnelle dans leur travail,
ainsi qu’une grande sensibilité envers les
femmes et leur famille. Toutefois, un sentiment d’impuissance et le manque de
moyens ont été soulignés dans certains propos recueillis, illustrant ainsi les difficultés de
la prise en charge au post-partum: «Tout le
monde travaille du mieux qu’il peut [...] il
faudrait renforcer la communication entre
les différents intervenants».
Recommandations pour
la pratique
Pour un séjour confortable, une information exhaustive et systématique pourrait être
dispensée aux patientes et aux partenaires
sur l’organisation du séjour à la Maternité.
Les séances post-partum devraient être réadaptées et leur contenu réajusté en fonction des besoins d’un séjour de courte durée.
Certaines informations dispensées par le
gynécologue pourraient y être incluses. Ces
rencontres, animées par une sage-femme,
pourraient avoir lieu tous les jours (en fin de
journée) avec la participation des pères.
Pour les transmissions, un plan de parentalité ou périnatalité permettrait d’adapter
les enseignements et les conseils de prévention au rythme des patientes et de leur
famille. Ce document pourrait faire partie
intégrante du parcours des patientes (itinéraire clinique) (NICE, 2006).
Les pères et la famille devraient être intégrés comme partenaires de soins. La Maternité pourrait adapter ses espaces aux besoins des familles et des femmes en bonne
santé. Une intégration complète des pères
dans l’accompagnement des mères et de
leur enfant est à envisager.
La problématique des unités insuffisamment dotées en personnel et la lourde charge de travail du post-partum ont été relevées
dans plusieurs études (Forster, 2006; Byrom,
왗
2010).
La bibliographie exhaustive peut être consultée
dans la rubrique News de notre site www.sagefemme.ch
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Clara Bucher
Situation actuelle
des sages-femmes
hospitalières
Le monde du travail hospitalier est en pleine mutation. Désormais, nous avons besoin de sages-femmes hospitalières qui:
• S’adaptent à un monde du travail changeant, savent de servir des nouvelles
technologies, travaillent volontiers en
équipes, cherchent à échanger de manière constructive avec leurs supérieurs
comme avec le corps médical, travaillent
volontiers de manière irrégulière.
• S’intéressent aux impacts socioculturels,
savent bien communiquer, travaillent «sur
mesure» avec les femmes et les familles
dans un souci de qualité systématique.
Il nous faut également des sages-femmes
cadres qui:
• Intègrent les compétences des sagesfemmes à tous les niveaux et soignent
un climat coopératif.
• Soutiennent une prise en charge optimale des mères et enfants durant leur
séjour à l’hôpital comme après celui-ci.
• Rendent visible le travail des sagesfemmes et favorisent le développement
professionnel.
Résumé de l’article en allemand de la page 7.
Questionnaire écrit sur la prise en charge
des femmes enceintes par les sages-femmes
accompagnatrices dans les hôpitaux suisses
Ruth Niederreiter, Ans Luyben, Barbara Kaiser, Antoinette Conca- Zeller, Brigit Schindler
Collaboration à «Forschung und Entwicklung Hebammen» (Recherche & Développement Sagesfemmes) du domaine Santé de la Haute école spécialisée de Berne avec la Haute Ecole de Santé,
Genève
Ans Luyben, Berne
Contexte
Des évaluations ont montré que les différents
modèles de prise en charge des sages-femmes
accompagnatrices ont des effets positifs sur la
santé des femmes – et celle de leur famille –
durant la grossesse, l’accouchement et le postpartum. Les femmes enceintes qui sont surtout suivies par des sages-femmes présentent
entre autres un risque amoindri d’hospitalisation durant la grossesse et d’administration
d’antidouleurs durant l’accouchement ainsi
qu’une chance plus élevée d’accoucher par
voie basse (Hatem et al. 2008). Jusqu’à présent, nous connaissions peu de choses au sujet de l’accompagnement par les sagesfemmes dans les consultations prénatales des
hôpitaux suisses. C’est pourquoi une experte
sage-femme a lancé un questionnaire pour
l’ensemble de la Suisse.
Objectifs
Elaboration de modèles de prise en charge
durant la grossesse par des sages-femmes
accompagnatrices, y compris par des sagesfemmes agréées, dans les hôpitaux suisses.
Procédure
Un questionnaire écrit avec des questions structurées (en allemand et en français) a été envoyé par
poste en mars 2011 à 124 sages-femmes cheffes.
Résultats
L’intérêt pour cette enquête fut grand. Au total,
presque 70% (87) des questionnaires ont été
remplis et retournés: 65 de Suisse alémanique,
17 de Suisse romande et 5 de Suisse italienne.
Les premières analyses montrent que des modèles variés de prise en charge par les sagesfemmes accompagnatrices sont offerts dans les
hôpitaux et qu’ils n’avaient pas encore été enregistrés jusqu’ici. D’autres résultats suivront au
printemps 2012.
Les résultats de cette enquête complètent les informations apportées par le projet de recherche
de la Haute école spécialisée de Berne «Wirksamkeit der Betreuung auf die Gesundheit rund um
die Geburt aus Sicht der Frauen in der Schweiz»
(Efficacité de la prise en charge sur la santé, dans
la période de la naissance et du point de vue des
femmes en Suisse). Ce projet avait pour but de développer dans le contexte suisse un instrument
pour mesurer l’efficacité de la prise en charge et
de la qualité de la santé durant cette période. Par
la suite, cet instrument sera testé dans un projet
pilote grâce à des interviews menés encore une
année après la naissance de l’enfant.
Début du projet: 1er février 2011.
Fin du projet: 30 novembre 2012
MatHER-ch.ch
https://projektdatenbank.bfh.ch/default.aspx
Hebamme.ch
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Mosaïque
Durban, juin 2011
Echos du 29ème Congrès ICM
Le Congrès international des sages-femmes – qui a lieu tous les 3 ans – s’est tenu pour la première fois sur sol
africain, dans une région qui connaît l’un des plus hauts taux de mortalité et de morbidité du monde: ce fut à la fois
un défi et une grande satisfaction pour les organisatrices de ce Congrès d’importance majeure. Une trentaine de
sages-femmes suisses se sont rendues à Durban (Afrique du Sud).
Pour plus de 3000 participantes, en provenance des 93 pays membres de l’ICM
(International Confederation of Midwives),
il ne s’agissait pas de faire du tourisme, mais
bien de se rencontrer pour continuer à promouvoir les Objectifs du Millénaire pour le
Développement (OMD) des gouvernements, en particulier ceux qui concernent
l’amélioration de la santé maternelle (OMD
5) et la réduction de la mortalité infantile
(OMD 4) au niveau mondial. Ces objectifs
devraient être atteints à l’horizon 2015!
La première semaine a été consacrée aux
séances des déléguées (chaque pays a deux
mandats). Les sages-femmes suisses
étaient représentées par Zuzka Hofstetter,
Aeschi/Spiez, déléguée ICM de la FSSF, et
de Marianne Indergand-Erni, Kerns, viceprésidente de la FSSF.
Parmi les nombreuses activités inscrites
au programme, signalons une marche de
5 km organisée à travers la ville de Durban,
avec le slogan «Les sages-femmes marchent pour les femmes du monde». Les or-
ganisations partenaires de l’ICM – telles
que l’OMS, l’UNFPA, l’UNICEF, la FIGO, la
Banque Mondiale etc. – ont soutenu cet
événement qui a été également relayé par
la presse.
En outre, un rapport – premier du genre
– sur la situation des sages-femmes dans le
monde entier (version originale en anglais:
www.stateoftheworldsmidwifery.org) a été
rendu public.
Témoignages
Participer à un congrès ICM est une expérience extraordinaire. Le Congrès 2011
était le premier en terre africaine: tout un
symbole.
Un des points majeurs que je retiens de
ce Congrès, c’est la volonté de trouver de
nouvelles stratégies dans la mise en œuvre
des Objectifs du Millénaire pour le Développement (OMD) et la réduction de la
mortalité materno-infantile dans le monde.
Autre point fort: le rapport phare sur les
sages-femmes du monde entier. C’est
l’œuvre de 30 partenaires internationaux
réalisée sous la direction du Dr Vincent Fauveau, du Fonds des Nations Unies pour la
Population (UNFPA). Il fournit de nombreux
indicateurs communs ainsi que les objectifs
escomptés d’ici 2015–2030. Ce rapport va
être un outil de travail extrêmement utile
pour tous les partenaires qui vont relever le
défi des OMD et du développement de la
profession de sage-femme.
Enfin, un des moyens que propose maintenant l’ICM, c’est le jumelage d’associations de sages-femmes de pays occidentaux avec des associations de sages-
femmes des pays émergeants. Une expérience pilote a été conduite avec succès
entre les sages-femmes des Pays-Bas et
celles du Sierra Leone. A Durban, il y avait
plus de 50 sages-femmes des deux pays et
c’était superbe de voir la complicité et l’engagement mutuel.
Ce fut donc une occasion magnifique –
et unique – pour trouver de nouvelles inspirations pour renforcer la profession de
sage-femme.
Yvonne Meyer, Lausanne
Dans un esprit cosmopolite, nous sommes venues de partout, d’abord par centaines, ensuite par milliers, nous les SAGESFEMMES! Nous avons discuté, jusque dans
les moindres détails, ce qui est important
pour nous. Avec force et émotion, nous
avons exprimé ce que nous ressentons jour
après jour, ce qui nous préoccupe, ce que
nous trouvons juste. Entre les multiples
offres, nous n’avons eu que l’embarras du
choix... Et puis, nous avons renoué les amitiés, nous en avons amorcé de nouvelles,
nous avons lié des contacts, nous avons soigné les rencontres. C’est un plaisir, un épanouissement, un partage, une sensation de
force commune. Peut-être pour la première
fois, peut-être pour la Xème fois, un véritable
bain dans les liens qui se tissent à travers les
continents pour donner sens et force à
notre communauté. Donner et prendre, se
renforcer et renforcer, entrevoir de nouveaux horizons et découvrir de nouvelles
ressources. Une aventure, presque à vous
couper le souffle. Ressentir le vaste monde,
mais aussi ses limites, même si après le
congrès, sur le chemin du retour ou après
à la maison dans notre minuscule Suisse,
on finit par se demander: Et maintenant?
Se demander ce que l’on va faire de tous
ces enrichissements intérieurs que l’on peut
tirer de telles expériences et comment les
transposer. Il est difficile de faire comprendre à d’autres les émotions que nous
avons vécues, mais elles rayonnent en
nous, sans que nous ayons à en parler,
comme nous apparaît une mère juste après
la naissance, quand elle vit ce déluge d’hormones qui la rend toute transformée, fascinante, rafraîchie, et en même temps tellement indescriptible. Ne m’en voulez pas –
ne nous en voulez pas – de telles émotions.
Et même de notre nouvel élan que nous
vous communiquons, que nous vous voulons vous faire partager et qui peut-être
vous perturbe. Nous voulons ainsi vous
donner l’envie d’en connaître d’autres, de
découvrir par vous-mêmes de telles expériences, en faisant le voyage à Prague en
2014 pour le prochain Congrès international des sages-femmes.
Soyez indulgente et réjouissez-vous de
l’enthousiasme des sages-femmes qui ont
fait cette année le voyage à Durban...
Zuzka Hofstetter, Aeschi bei Spiez
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Fonds des Nations Unies pour la population (UNFPA)
Il manque 350 000 sages-femmes
qualifiées
Accroître l’accès des femmes à des services de sage-femme de haute qualité est
devenu l’objet majeur des efforts déployés au niveau mondial pour concrétiser le droit de chaque femme aux meilleurs soins de santé possibles durant la
grossesse et l’accouchement. Une première étape consiste à évaluer la situation. C’est ce que révèle le dernier rapport de l’UNFPA. Une traduction en français existe. Elle est intitulée: «La pratique
de sage-femme dans le monde 2011 –
Naissances réussies, Vies sauvées».
Ce rapport est soutenu par 30 partenaires, dont la Suisse. Il offre la première
analyse globale des services de sage-fem-
me et des problèmes qui se posent dans
les pays où les besoins sont les plus
grands. Le rapport fournit de nouvelles
informations et données réunies dans 58
pays appartenant à toutes les régions du
monde. Son analyse confirme que le
monde manque d’environ 350 000
sages-femmes qualifiées – dont 112 000
dans les 38 pays les plus dépourvus
parmi ceux couverts par l’enquête – pour
répondre pleinement aux besoins des
femmes partout dans le monde. Le rapport étudie en profondeur un éventail de
problèmes concernant le renforcement
de cette main-d’œuvre essentielle du secteur sanitaire.
La traduction en français peut être
téléchargée sur: www.unfpa.org
Livres
Olivia Toja
R. Frydman et C. Schilte
Bientôt maman
La grossesse: de la conception
à la naissance
Le compagnon des 9 mois de votre grossesse
First, 205 p.
ISBN = 2-75400-140-9
Comme la plupart des guides de
grossesse, celui-ci se targue de
répondre aux «vraies» questions que toutes les femmes enceintes se posent. Sous la plume
d’une journaliste et d’une gynécologue, nous découvrons donc
des informations tant pratiques
que techniques.
Sa particularité? On y retrouve
Léna et Pauline, deux copines
enceintes qui vivent leur grossesse aussi différemment que
leurs caractères peuvent l’être!
Chaque thème est alors vu sous
l’angle de la «cool», de la «sereine» et de la «paniquée».
Ainsi, entre jeux de rôles, quiz,
tests, témoignages et autres, la
Hachette pratique, 2008,
335 p.
ISBN = 2-0123-7542-0
grossesse y est abordée de façon ludique et détendue.
Idéal à offrir à une copine novice et enceinte, qui a envie d’en
savoir un peu plus, tout en ne
se prenant pas la tête!
Elvire Sheikh-Enderli
Ecrit par le Prof. Frydman, chef
du service de gynéco-obstétrique d’un grand hôpital en France, et d’une journaliste spécialisée dans les thèmes de l’enfance, c’est un ouvrage austère.
Autant par sa forme que par
son fond! En effet, on s’adresse
aux futures mères sur un ton sec
et précis qu’aucune illustration
ne vient égayer! Il est à noter
qu’un petit chapitre de moins
de deux pages est consacré à la
sage-femme, où son rôle se
borne à une succession d’actes
techniques...
Ce propos concis et sans fioriture plaira sans doute à celles qui
recherchent une information
pointue. Il serait peut-être à regretter que la dimension humaine, inhérente quand même à
toute maternité, en soit absente.
Elvire Sheikh-Enderli
Hebamme.ch
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9/2011
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Dossier_fr_S34_44
30.8.2011
11:13 Uhr
Seite 44
PR-WERBUNG
Das Schweizer Familienunternehmen Topol AG hat sich insbesondere für Produkte im Bereich
Geburt und Säuglingspflege
einen Namen gemacht. Für das
Geburtszimmer bietet die Firma
die Gebärwanne GENEROSA쏐,
das Entbindungsbett AVE und
den Geburtsstuhl Vita an. Das
gefällige Design des AVE-Bettes
mit seinen abgerundeten Formen ohne scharfe Ecken, die einfache Bedienung und die leichte
und schnelle Reinigung gewährleisten Ruhe, Sicherheit und
Komfort für Hebamme und Gebärende. Der Vita-Geburtsstuhl
ergänzt oder ersetzt das AVEBett dort, wo wenig Platz vorhanden ist. Die Gebärwanne
GENEROSA쏐 ist Arbeitsinstrument
und Philosophie und bietet der
Gebärenden höchsten Komfort,
viel Bewegungsfreiheit, Sicherheit und entspricht den aktuellen
Anforderungen der Hygiene. Der
Dullstein-Gebärhocker und die
Produkte Multitrac und Variotrac
ermöglichen einen grossen Bewegungsfreiraum während des
Geburtsvorganges und unterstützen dadurch eine relativ schmerzfreie Geburt
Für die Neonatologie produziert Topol Säuglingsbadewannen in allen Farben, auch höhenverstellbare sowie fahrbare Wickelkommoden, mit oder ohne
Badewanne. Diese können optional mit Rea-Einrichtung und
Wärmelampe ausgerüstet werden. Wickeltisch-Abdeckungen
mit integrierten Waschtischen ergänzen die Ausstattung des
Säuglingszimmers. Das neue
Babybettchen mit absenkbaren
Seitenwänden gefällt durch sein
schlichtes Design. Für die Zeit
nach der Geburt bietet Topol
einen Stillsessel an, der insbesondere bei der Versorgung von
Frühgeborenen hervorragende
Unterstützung bietet.
Ein weiteres interessantes Produkt aus dem Hause Topol ist der
Wärmeschrank in verschiedenen
Abmessungen.
Zur Abrundung führt Topol den
Sella-Transport- und den Gynäkologie-Untersuchungsstuhl Gracie
von Borcad.
Topol AG
Sanitär-Medizintechnik
Aengermatte, 4936 Kleindietwil
Telefon 062 923 04 43
[email protected]
www.topol.ch
Direkt vom Hersteller
Produkte für «Mutter + Kind»
Mit den Produkten für Mutter + Kind haben
wir uns ein zweites Standbein geschaffen,
neben unseren Hauptartikeln für den Arztund Spitalbedarf. Als Kleinbetrieb sind wir
uns gewohnt, dass wir nur mit Flexibilität
und Spezialität, mit Kleinserien und ständigem Eingehen auf Kundenwünsche überleben können. So stehen bei all unseren Produkten nicht Aussehen, Modeeffekte usw.
oben auf der Liste, sondern Bequemlichkeit, Hautverträglichkeit, Alltagstauglichkeit.
Unsere Produkte wie Still-Bustier, Gwändli
für Neugeborene, Schwangerschaftsslip,
44
Hebamme.ch
9/2011
Sage-femme.ch
Hut, und Zipfelmütze sind daher
ganz bewusst aus Bio-Baumwolle
gefertigt. Selbst beim Gwändli,
welches wir in mehreren Farben
anbieten, setzen wir gezielt auf
100% Baumwolle.
Die positiven Rückmeldungen
unserer Kundschaft – Geburtshäuser,
freischaffende Hebammen, Private, Handelsbetriebe, die alle auf Naturfasern setzen
– bestärken uns auf dieser Linie. Der direkte
Kontakt und die enge Zusammenarbeit mit
unseren Kunden helfen uns Produkte zu
schaffen, die sich im Alltag bewähren.
Schauen Sie herein
auf unserer Homepage – www.tobler
-coag.ch – und verschaffen Sie sich ein erstes Bild
zu unserem Angebot. Rufen Sie uns
an, wenn Sie weitere Informationen wünschen oder verlangen Sie ein Muster!
TOBLER & CO. AG, Strickerei/Näherei
Sägholzstr. 11, 9038 Rehetobel
Telefon 071 877 13 32
[email protected]
Stellen_45_48
29.8.2011
15:23 Uhr
Seite 45
Bei uns sind Sie in besten Händen
Kantonsspital
Graubünden
Das Kantonsspital Graubünden erfüllt mit seinen acht Departementen auf vielen Spezialgebieten Zentrumsaufgaben für den ganzen Kanton Graubünden und ist zudem
für die erweiterte Grundversorgung der Spitalregion Churer Rheintal verantwortlich.
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Régie d’annonce
Ist ein Stellenwechsel ein Thema für Sie und suchen Sie eine Klinik mit guten
Rahmenbedingungen, wo eine professionelle Pflege gelebte Realität bedeutet?
KünzlerBachmann Medien AG
Für die Gebärabteilung suchen wir zur Ergänzung unseres Teams per sofort
oder nach Vereinbarung eine
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T 071 226 92 92 . F 071 226 92 93
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Anzeigenschluss für Stellenanzeigen:
Mittwoch, 14. September 2011
Dernier délai pour les offres d’emploi:
Mercredi, le 14 septembre 2011
dipl. Hebamme HF / FH
(Arbeitspensum 70 – 80%)
Hauptaufgaben
s &ACHKOMPETENTE (EBAMMENBETREUUNG IN ALLEN GEBURTSHILmICHEN 3ITUATIONEN
s &ÚRDERUNG UND 5NTERSTàTZUNG DES PHYSIOLOGISCHEN 'EBURTSPROZESSES
s )NDIVIDUELLE "ETREUUNG UND "EGLEITUNG DER %LTERN UND !NGEHÚRIGEN
Anforderungsprofil
s $IPLOM ALS (EBAMME (&&(
s &ÊHIGKEIT ZUR INDIVIDUELLEN "ETREUUNG DER 3CHWANGEREN 'EBÊRENDEN UND
IHREN !NGEHÚRIGEN
s "EREITSCHAFT ZUR KONSTRUKTIVEN :USAMMENARBEIT IM DISZIPLINÊREN UND
interdisziplinären Team
Unser Angebot
s 3ORGFÊLTIGE UND INDIVIDUELLE %INFàHRUNG IN DEN &ACHBEREICH
s &ACHBEZOGENES &ORTBILDUNGSPROGRAMM
s 6IELSEITIGES UND INTERESSANTES !UFGABENGEBIET
s -ITARBEIT IN EINEM ENGAGIERTEN UND MOTIVIERTEN 4EAM
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2EF.R INT Die führende Privatklinikgruppe setzt mit ihren 14 Privatkliniken, über 100 integrierten Kompetenzzentren und mehr als 50 spezialisierten Instituten
Standards. Erstklassige medizinische Leistungen und das Wohl des Menschen stehen für uns im Mittelpunkt.
In unserer privaten Belegarztklinik im Osten der Stadt St. Gallen erblicken mit einer stetig wachsenden Zahl gegenwärtig jährlich rund 850 Kinder
das Licht der Welt. Zur Angebotserweiterung unserer Gebärabteilung suchen wir Sie per 1. Juli 2011 oder nach Vereinbarung als
dipl. Hebamme 50 –100%
Vor, während und nach der Geburt begleiten Sie die werdenden Eltern mit ihrem Kind. Sie legen grossen Wert auf eine individuelle Betreuung und
sind sich selbstständiges arbeiten gewohnt. Von Vorteil bringen Sie bereits Berufserfahrungen mit, die sie ebenfalls mit Innovation ein- und umsetzen können. Als fachkompetente Hebamme arbeiten Sie im Gebärbereich sowie im Team der Wochenbettabteilung mit. Bei der Gestaltung des
Geburtsverlaufs haben Sie grosse Freiräume.
Die Information und Aufklärung der werdenden Eltern ist Ihnen besonders wichtig. Daher sind Sie bei unseren Informationsveranstaltungen auch
gerne Ansprechpartnerin. Sie stellen sich gerne neuen Herausforderungen, sind verantwortungsbewusst, belastbar, zuverlässig und einfühlsam.
Durch Ihre Flexibilität und Ihr persönliches Engagement sind Sie bereit Pikett-, Nacht- und Wochenenddienste zu leisten.
Wir bieten Ihnen einen attraktiven Arbeitsplatz mit positiven Arbeitsinhalten und guten Sozialleistungen.
Es erwartet Sie eine verantwortungsvolle und vielfältige Aufgabe in einem motivierten Hebammen-Team.
Konnten wir Ihr Interesse wecken? Für weitere Auskünfte steht Ihnen Frau Catharina Maissen, dipl. Hebamme Gebärabteilung, gerne zur Verfügung.
Ihre Bewerbungsunterlagen senden Sie bitte zu Handen des Personaldienstes.
Klinik Stephanshorn
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Wenn es um alles geht – Privatklinikgruppe Hirslanden
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29.8.2011
15:23 Uhr
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2 postes d’Assistant-e-s HES filière
Sage-femme à 100% chacun
Buts de la fonction:
Participer à l’enseignement et à la recherche et consacrer une partie du
temps d’activité à l’approfondissement de sa propre formation, notamment
par la participation à des cours post-grade.
(cf. art. 90 du projet de règlement fixant le statut du corps enseignant HES –
version 1ter – du 6 avril 2001) sur le plan de l’enseignement
Das Spital Schwyz mit privater Trägerschaft ist zuständig für die medizinische Grundversorgung der
Region und beschäftigt rund 500 Mitarbeitende.
Der Bereich Gynäkologie/Geburtshilfe betreut im
Belegarztsystem jährlich ca. 480 Geburten und gegen 400 gynäkologische Eingriffe.
Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir ab sofort oder nach Vereinbarung eine
Dipl. Hebamme HF / FH im
Rotationssystem 80 - 100 %
Zusammen mit einem kollegialen Team leisten Sie
als künftiges Teammitglied ganzheitliche betreuende und begleitende Geburtshilfe und Pflege im
Sinne unserer werdenden Eltern, Frauen und Neugeborenen.
Sie haben ein anerkanntes Hebammendiplom HF /
FH, bringen idealerweise Berufserfahrung mit,
sind belastbar und schätzen selbstständiges Arbeiten in einem familiären Team einer neuen Gebärstation. Sie verfügen über eine hohe Fach- und
Sozialkompetenz, sind kreativ, aufgeschlossen,
flexibel und bereit, als Hebamme innerhalb des
Rotationssystems im Turnus (ca. 3 Monate im
Jahr) auf der Wochenbett- und gynäkologischen
Station zu arbeiten.
Wir bieten Ihnen dafür eine interessante, vielseitige und anspruchsvolle Tätigkeit mit umfassender
Einarbeitung. Sehr selbstständiges Arbeiten in einem kleinem Team, individuelle interne und externe Weiterbildungsmöglichkeiten und angemessene Anstellungsbedingungen.
Möchten Sie mehr erfahren? Doris Item Schumacher, Leitende Hebamme, T 041 818 42 01 steht Ihnen für ergänzende Auskünfte selbstverständlich
gerne zur Verfügung.
Ihre schriftliche Bewerbung senden Sie bitte an:
Spital Schwyz · Personaldienst
Waldeggstrasse 10 · 6430 Schwyz
[email protected]
www.spital-schwyz.ch
DESCRIPTION DES TACHES A EXECUTER
Sur le plan de l’enseignement
• l’introduction des étudiants aux méthodes de travail;
• la conduite de travaux pratiques en laboratoire ou en atelier,
• l’assistance et le conseil aux étudiants;
• la correction de travaux et le contrôle des connaissances acquises;
• l’application des consignes de sécurité et le contrôle de leur observation
par les étudiants;
• la responsabilité du matériel et des instruments utilisés par lui-même et
les étudiants;
• l’émission d’avis et des suggestions sur les plans d’études,
les programmes et l’organisation des travaux pratiques
Sur le plan de la recherche
• la réalisation, de manière indépendante ou en groupe, d’études et/ou
d’expériences dans le cadre de projets de recherche;
• la recherche bibliographique et documentaire, l’étude et l’analyse de la
littérature spécialisée;
• l’interprétation des résultats, la rédaction de rapports et la
• participation à des présentations, publications ou expositions
Sur le plan de leur propre formation
• l’approfondissement des connaissances, notamment par des études
post-grade ou la conduite d’un projet de recherche personnel;
• l’objectif et la nature de ces activités sont fixés dans le contrat de travail
et représentent environ 25% du taux d’activité
Quels contacts le/la titulaire doit-il/elle établir et/ou entretenir?
Avec qui? Quelle en est la fréquence?
• Contacts fréquents avec étudiants, corps enseignant, direction,
entreprises, autres hautes écoles, associations professionnelles et
institutions sur le plan régional
Niveau de formation et d’expérience requis; importance de l’activité:
• être titulaire d’un diplôme d’une haute école (HES, EPF, université)
• l’assistant-e HES est un-e diplômé-e récent et n’a pas ou que très peu
d’expérience professionnelle
• le mandat d’assistant-e HES est limité à trois ans au maximum
• particularité du poste d’assistant-e HES: 25% du taux d’activité sont
consacrés à un projet de formation personnel et non rémunérés
• la HEdS adopte une politique de recrutement en faveur de l’égalité
Entrée en fonction: 1er septembre 2011 ou à convenir
Dépôt du dossier: Christiane SUTTER – Av. de Champel 47 – 1206 Genève
Demande de renseignements: [email protected]
Délai du dépôt: 10 août 2011
FÜNFLINGE,
GESUND UND
MUNTER.
Die Hebamme.ch und alles
rund um die Geburt.
Stellen- und Kommerzinserate
In guten Händen
KünzlerBachmann Medien AG
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[email protected] . www.kbmedien.ch
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15:23 Uhr
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Universitätsklinik für
Frauenheilkunde
Pränatalstation
sucht per 01.11.2011 oder n.V.
Hebamme
80 - 100 %
Als Universitätsspital decken wir das ganze Spektrum der Geburtshilfe und Feto-Maternalen Medizin ab. Für die Pränatalstation bedeutet dies die Betreuung von schwangeren Frauen, die wegen geburtshilflichen oder medizinischen Risiken oder
Komplikationen hospitalisiert sind. Der Schwerpunkt der Hebammenarbeit liegt in der individuellen Pflege der schwangeren
Frau, in der Ausführung von komplexen Überwachungen und Therapien und in der interdisziplinären Zusammenarbeit. Die
Station ist zudem Ausbildungsort für Hebammen.
Für diese vielseitige Aufgabe suchen wir eine belastbare Persönlichkeit, die mit Freude und Interesse die Herausforderung anpackt, das Tätigkeitsfeld der Hebamme mit schwangeren Frauen in komplexen pflegerischen Situationen professionell zu gestalten.
Sie verfügen über ein vertieftes Fachwissen, haben Berufserfahrung in der Schweiz und bringen gute Team- und Kommunikationsfähigkeiten mit.
Möchten Sie mehr erfahren? Weitere Auskünfte erteilt Ihnen gerne Sandra Wurz, Stationsleiterin Pflege,
Telefon 031 632 11 70
Bitte senden Sie Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen an das Inselspital, Direktion Personal, InselStellen,
Kennziffer 216/11, 3010 Bern oder [email protected]
www.insel.ch/stellen
Hebamme.ch
Sage-femme.ch
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15:23 Uhr
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Das Spital Einsiedeln ist ein Akutspital mit einer Notfallstation/
Ambulatorium und 49 Betten. Das Ärzteteam besteht aus Klinikärzten (Innere Medizin und Rheumatologie) und Belegärzten
(Orthopädie, Chirurgie, Traumatologie, ORL, Gynäkologie,
Geburtshilfe und Neurochirurgie) sowie mehreren Konsiliarärzten.
WILLKOMMEN IM KSW-TEAM
Am Kantonsspital Winterthur behandeln wir jährlich rund
130’000 Patientinnen und Patienten. Wir sind eines der zehn
grössten Spitäler der Schweiz. Mit 2’500 Mitarbeitenden und
530 Betten sichern wir die medizinische Grundversorgung für
die Einwohner der Spitalregion. Darüber hinaus bieten wir
Regionalspitälern Leistungen in der spezialisierten Medizin an.
Das Kantonsspital Winterthur erfüllt einen wichtigen Ausbildungsauftrag. Dank unserer «gesunden Grösse» und unserer
Führungsstruktur sind die Kommunikationswege kurz und klar.
Die Kultur der Zusammenarbeit hat einen hohen Stellenwert.
Für unsere Gebärabteilung mit über 1600 Geburten und rund
2500 Schwangerschaftskontrollen im Jahr suchen wir per sofort
oder nach Vereinbarung
dipl. Hebammen 80 – 100 %
Wir bieten eine fachgerechte und umfassende Schwangerschaftsund Geburtsbegleitung. Die einfühlsame und kompetente Betreuung von Mutter, Kind und Partner ist uns ein grosses Anliegen.
Wir sind von Unicef und WHO als stillfreundliche Geburtsklinik
zertifiziert und halten uns an die im Rahmen der Baby-FriendlyHospital-Initiative (BFHI) empfohlenen zehn Schritte zum
erfolgreichen Stillen.
Wir erwarten:
• Diplomausbildung als Hebamme HF/FH
• eine motivierte, flexible und teamfähige Persönlichkeit
• Freude und Bereitschaft, sich Neues anzueignen
Wir bieten:
• eine interessante, abwechslungsreiche und anspruchsvolle
Aufgabe
• eine sorgfältige Einarbeitung sowie zeitgemässe Anstellungsbedingungen
• selbständiges Arbeiten im Team
• Angebote zur internen und externen Fort- und Weiterbildung
Haben wir Ihr Interesse geweckt und sind Sie bereit für eine neue
Herausforderung?
Für unsere Gebärabteilung suchen wir per sofort oder nach Vereinbarung eine
Dipl. Hebamme 60-100%
Ihre Aufgaben beinhalten:
• individuelle, respektvolle und ganzheitliche Betreuung der
werdenden Eltern vor, während und nach der Geburt in
Zusammenarbeit mit den Fachärzten
• Mitarbeit auf der Wochenbett-/Gynäkologieabteilung mit
zusätzlich orthopädisch/chirurgischen Patienten
Wir erwarten von Ihnen:
• eine abgeschlossene Ausbildung zur Hebamme
• einige Jahre Erfahrung im Bereich Geburtshilfe
• hohe Sozial- und Fachkompetenz sowie hohes
Verantwortungsbewusstsein
• hohes Engagement sowie die Bereitschaft für Neues
• selbständige und eigenverantwortliche Arbeitsweise
• gute PC-Anwenderkenntnisse
Wir bieten Ihnen:
• eine interessante, vielseitige und anspruchsvolle Tätigkeit
• eine sehr natürliche Geburtshilfe
• ein aufgestelltes Team
• ein angenehmes Arbeitsklima
• zeitgemässe Anstellungsbedingungen
Haben wir Ihr Interesse geweckt? Für nähere Auskünfte wenden
Sie sich bitte an unsere Leiterin Pflegestation 1. Stock/GEBS, Frau
Sandra Steiger (Tel. 055 418 53 51). Ihre Unterlagen senden Sie
bitte an: Spital Einsiedeln, Personaldienst, Postfach 462, 8840
Einsiedeln. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!
IHR VERMÄCHTNIS
IST DIE ZUKUNFT
UNSERER PATIENTEN
Wenn Sie unsere Legatsbroschüre
bestellen möchten, rufen Sie
uns bitte an unter 0848 88 80 80.
Für weitere Fragen steht Ihnen Nicole Gutmann, Abteilungsleiterin Gebärabteilung, gerne zur Verfügung. Tel. 052 266 27 21,
E-Mail [email protected]
MSF, RUE DE LAUSANNE 78,
PF 116, 1211 GENÈVE 21
Ihre schriftliche Bewerbung senden Sie bitte an folgende Adresse
Kantonsspital Winterthur
Albert Jucker, Zentrale Personalrekrutierung
Brauerstrasse 15
8401 Winterthur
E-Mail [email protected]
WWW.MSF.CH | PK 12-100-2
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Hebamme.ch
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Sage-femme.ch
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29.8.2011
15:08 Uhr
Seite 3
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Für eine optimale Entwicklung der Knochen (Rachitisprophylaxe)
empfiehlt die Schweizerische Gesellschaft für Pädiatrie eine tägliche Zufuhr von 300-500 IE Vitamin D3 für Säuglinge und Kleinkinder, egal ob sie gestillt werden oder nicht, und dies zumindest
während dem 1. Lebensjahr.1)
Vitamin D3 Wild Öl: 1 Tropfen = 667 I.E. Vitamin D3
Vitamin D3 Wild Öl: enthält Vitamin D3 in öliger Lösung
Vitamin D3 Wild Öl: enthält als Lösungsmittel mittelkettige
Triglyceride ohne Allergierisiko
Zus: 1 Tropfen enthält 667 I.E. (16.7μg) Cholecalciferolum in öliger Basis (mittelkettige Triglyceride aus Kokosnuss- und Palmöl, nicht allergen). Ind:
Prophylaxe und Therapie der Rachitis, Osteomalazie, Vitamin-D-Mangel. Dos: Rachitis-Prophylaxe: 1 Tropfen/Tag, Rachitis-Therapie: 2-8 Tropfen, Osteomalzie: 2-8 Tropfen täglich. KI: Hypercalcämie, Hypercalciurie, kalziumhaltige Nierensteine, Sarcoidose, Pseudohypoparathyeroidismus. IA: Phenytoin und
Barbiturate, Thyazid-Diuretika, Herzglykoside. UW: in Folge von Überdosierungen. VK: D. Ausführliche Angaben entnehmen Sie bitte dem Arzneimittelkompendium.
1)
Empfehlungen für die Säuglingsernährung 2008, Paediatrica, 19, 19-21, 2008.
Dr. Wild & Co. AG, 4132 Muttenz www.wild-pharma.com
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29.8.2011
15:08 Uhr
für Elefanten
Seite 4
für Piranhas
für Nasenbären
für Neugierige
für Gelangweilte
für Kuschelige
für Hungrige
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... für Mütter, die auf
Individualität setzen!

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