Jobs mit hohem

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Jobs mit hohem
Foto: Thomas Cook
TO U R I S M U SW I RTS C H A F T
Jobs mit hohem
Fernwehfaktor
Arbeiten, wo andere Urlaub machen? Auch wenn die wenigsten Mitarbeiter in der Tourismuswirtschaft
tatsächlich an fernen, exotischen Orten tätig sind, übt die Branche nach wie vor eine große Anziehungskraft auf Absolventen aus. Das Geschäft mit den „schönsten Wochen des Jahres“ bietet eine ganze Reihe
von Einstiegsmöglichkeiten.
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Branchenreport: Tourismuswirtschaft
ÜBER 116 MILLIONEN GÄSTE aus dem In- und Ausland verbrachten im Jahr 2004 insgesamt 339 Millionen Nächte in deutschen
Hotels und Pensionen. Die Fußballweltmeisterschaft, die dieses Jahr
auf deutschem Boden stattfindet, wird den Touristenstrom noch einmal vergrößern: Eine Vielzahl von ausländischen Fans, die sich die
Spiele ansehen wollen, wird erwartet. Die Deutsche Zentrale für Tourismus rechnet mit insgesamt fünf Millionen Übernachtungen und einem zusätzlichen Umsatz in der Tourismuswirtschaft von bis zu drei
Milliarden Euro.
Spezielle WM-Reisen werden jedoch von den Reisebüros kaum
angeboten. Das liegt vor allem daran, dass die Reiseveranstalter in
ihren Übernachtungspaketen keine Tickets integrieren dürfen. Neckermann zum Beispiel, eine Marke der Thomas Cook AG, hat zwar
einen Hotelkatalog für Übernachtungen zur Fußball-WM aufgelegt,
doch auch hier müssen sich die Fans selbst um die Tickets kümmern.
„Die Ticketvergabe erfolgt ausschließlich über das Organisationskomittee FIFA WM 2006“, erklärt Michaela Rathmann, die beim Organisationskomittee für den Bereich Tourismus und Unterbringung
zuständig ist.
Trotzdem sind viele Köpfe und Hände mit touristischen Aufgaben
rund um die WM 2006 beschäftigt: Hotels und Gastronomie stocken
ihre Servicemannschaften auf, Souvenirverkäufer decken sich mit
Andenken ein, Sicherheitskräfte für die Stadien werden eingestellt.
Die wenigsten Jobs rund um die Weltmeisterschaft werden jedoch für
Akademiker oder Neueinsteiger angeboten: Häufig werden ungelernte Kräfte angeheuert, oder innerhalb der Firmen werden Mitarbeiter für spezielle WM-Aufgaben freigestellt.
Ein Absolvent, der es geschafft hat, die WM für ein paar Monate
zu seinem täglichen Geschäft zu machen, ist Steffen Straub von der
Deutschen Bahn AG. Der Diplom-Kaufmann arbeitet gemeinsam mit
sieben weiteren Kollegen in einem Kernprojektteam, das sich seit
Ende 2004 speziell mit dem Thema Fußballweltmeisterschaft befasst.
„Die Bahn ist einerseits nationaler Förderer der WM 2006, andererseits aber auch ,natürlicher Partner‘“, erklärt der 33-Jährige. „Denn
auch wenn wir nicht Sponsoringpartner wären, hätten wir durch die
Beförderung der WM-Gäste trotzdem eine Menge mit dem Großereignis zu tun.“ Das Projektteam des Konzernmarketings versteht sich
als Koordinator und „Antreiber“ für fünf Teilprojekte, die die Deutsche
Bahn speziell für die WM aufgelegt hat: Infrastruktur und Sicherheit,
Personenverkehr, Transport und Logistik, Kommunikation sowie
Cross Selling und Services. Steffen Straub, der seit 2001 im Konzernmarketing der Deutschen Bahn arbeitet, koordiniert die Bereiche
Logistik und Marketingkommunikation. Was er machen wird, wenn
die WM vorbei ist? „Dann stehen schon wieder andere große Projekte
an, wie ich sie schon vor meiner Zeit im Projektteam bearbeitet habe,
zum Beispiel die Organisation von Eröffnungsveranstaltungen für
neue Großbahnhöfe.“
Deutsche sind Reiseweltmeister
Ob Bahn, Bus, Auto oder Flugzeug – die Deutschen waren auch im
Jahre 2004 wieder Reiseweltmeister: 48,1 Millionen Menschen sind
mindestens vier Tage auf Reisen gegangen und haben dabei 120,2
Milliarden Euro ausgegeben, so der Deutsche Tourismusverband. Von
den Ausgaben blieben knapp die Hälfte im Inland. Nicht zu vergessen ist beim „Inlandstourismus“ auch der Geschäftsreiseverkehr, der
für den Tourismus in Deutschland ein wichtiges Standbein ist. Dazu
Petra Hedorfer, Vorsitzende des Vorstandes der Deutschen Zentrale
für Tourismus e.V.: „Deutschland ist weltweit Messestandort Nummer eins und auch bei den Tagungen und Kongressen in Europa auf
Platz eins, weltweit hinter den USA auf Rang zwei.“
Beliebte Urlaubsformen (Marktpotenzial 2005-2007)
Angaben in Prozent
Konsumentenumfrage: Interesse an bestimmten Urlaubsformen
in den nächsten 3 Jahren
44
31
17
All-Inclusive
Städtereisen
Kur
im Urlaub
Quelle: Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen
16
Wellness
12
12
Kulturreise
Kreuzfahrt
Mehrfachnennungen waren möglich
Die Tourismuswirtschaft 2004
Beschäftigte:
2,8 Millionen, davon zirka 1 Million im Gastgewerbe
Umsatz Tourismusindustrie gesamt:
140 Milliarden Euro (+ 2,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr)
Umsatz der Reiseveranstalter:
19 Milliarden Euro (+ 5,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr)
Anzahl der Fluggäste bei deutschen Fluggesellschaften:
154,4 Millionen (+ 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr)
Quelle: Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft, Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit
Mehr als zwei Drittel des Urlaubs wurde jedoch im Ausland verbracht. „Damit hat sich der internationale Tourismus nach zwei
schwächeren Jahren eindrucksvoll als Wachstumsbranche zurückgemeldet”, berichtete Hans-Peter Muntzke von der Dresdner Bank, die
jährlich auf der Touristikmesse CMT in Stuttgart ihre Reiseanalyse
vorstellt.
In den achtziger und neunziger Jahren hatte die Touristikindustrie
ihren bisherigen Höhepunkt und wuchs in manchen Jahren doppelt
so schnell wie das Bruttoinlandsprodukt. Doch die goldenen Zeiten
sind vorbei: Terrorismus, Naturkatastrophen, politische Unruhen,
Krankheiten wie SARS und nicht zuletzt die wirtschaftliche Unsicherheit der Bürger haben dazu geführt, dass die Touristikunternehmen den Gürtel enger schnallen mussten. Neue Angebote sind
nötig, um der Branche wieder Aufschwung zu geben.
30 Tourismusexperten aus 13 Ländern gingen daher im vergangenen Jahr auf die Suche nach dem Tourismus von morgen. Die Erkenntnisse aus dem Workshop, der vom Institut für Strukturpolitik
und Wirtschaftsförderung (ISW) durchgeführt wurde: Neue Trends ergeben sich vor allem durch ein verändertes Freizeitverhalten, eine zunehmende Individualisierung, die demografische Entwicklung, das
heißt ein zunehmend älteres Klientel und ein wachsendes Gesundheitsbewusstsein. Petra Hedorfer, Vorsitzende des Vorstandes der
Deutschen Zentrale für Tourismus e.V., stellt neben dem WellnessTrend auch ein gesteigertes Interesse an Kultur fest: „Dies spiegelt
sich vor allem im starken Wachstum bei Städte- und Event-Reisen
wider.“ Die Experten der ISW-Studie konstatieren, dass die Branchevertreter, wollen sie erfolgreich agieren, auf diese gesellschaftlichen
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Branchenreport: Tourismuswirtschaft
Entwicklung der Reisevermittlungsumsätze
in Mrd. Euro
Gesamtumsatz
1995
2002
2003
2004
21,7
22,0
19,9
20,6
davon:
Business Travel
Privatkundengeschäft
5,5
6,9
6,4
6,7
16,2
15,1
13,5
13,9
Quelle: Rewe-Marktforschung
Berufsfelder im Trend
Traveldesigner
Individuelle Reisen statt Urlaub von der Stange: Traveldesigner entwerfen nach Absprache mit den Kunden maßgeschneiderte Reisearrangements. Ganz nach Wunsch buchen
sie Flüge, Hotels und Mietwagen, organisieren Ausflüge oder eine Betreuung vor Ort. Sie
kreieren individuelle Erlebnis- und Shoppingtouren, Kultur- und Strandurlaub, oder sie bereiten Incentive-Reisen für Unternehmen vor. Voraussetzungen sind Organisationsgeschick
und Einfühlungsvermögen, um auf die Wünsche der Kunden eingehen zu können.
Reiseleiter für mobilitätseingeschränkte Menschen
Speziell ausgebildete Reiseleiter sorgen dafür, dass auch ältere und behinderte Menschen
ihren Urlaub genießen können. Sie wählen im Vorfeld spezielle Hotels oder Ausflugsformen
aus, die den Bedürfnissen ihrer Kunden – die zum Beispiel im Rollstuhl sitzen und breitere Türen benötigen – entgegenkommen. Sie kümmern sich zum Beispiel um besondere
Diätwünsche, vermitteln Kontakt zu Ärzten und Apotheken vor Ort, organisieren den Gepäcktransport und betreuen ihre Kunden während des gesamten Urlaubs. Sie müssen
nicht nur die Zielorte gut kennen, sondern auch medizinische und pflegerische Kenntnisse
nachweisen können.
Fachkraft für Geschäftsreisen
Immer mehr Unternehmen legen die Organisation ihrer Geschäftsreisen in professionelle
Hände. Fachkräfte für Business Travel Management organisieren Flüge, den Transfer,
Mietwagen, Hotels oder Konferenzräume für die Unternehmensmitarbeiter. Sie verhandeln
mit den Dienstleistern über verbilligte Firmentarife, besorgen Visa oder erledigen weitere
Einreiseformalitäten. Dabei arbeiten sie stets eng mit ihren Unternehmenskunden zusammen. Verhandlungsgeschick und Organisationstalent sind gefragt.
Trends reagieren müssen. Für die Mitarbeiter wird Kundenanalyse,
-beratung und -betreuung zunehmend von Bedeutung sein. Auch gilt
es Marketing- und Verkaufsstrategien immer besser zu entwickeln
und auf die individuellen Wünsche auszurichten.
aufs Reisen reicht jedoch nicht aus, um in der Tourismusbranche Fuß
zu fassen“, betont Manuela Dittmann. Denn der Großteil der Arbeit
werde vom Schreibtisch aus erledigt. Der Kontakt zu fremden Kulturen und die internationale Zusammenarbeit seien jedoch weiterhin
die häufigsten Motive von Hochschulabsolventen, sich in der Touristik zu bewerben.
Die Branche bietet Betätigungsfelder für Absolventen vieler Fachrichtungen. Gern gesehen sind Betriebswirtschaftler, die bereits während ihres Studiums einen Schwerpunkt auf Tourismus oder Marketing gelegt haben. Sie sind aufgrund ihrer Ausbildung vielfältig einsetzbar: in Produktmanagement, Werbung oder Marketing, aber auch
im Controlling und in der Personalabteilung – denn wie alle anderen
Unternehmen brauchen auch Touristikkonzerne, ebenso wie mittelständische Firmen Mitarbeiter für ihre zentralen Funktionen.
Im Gegensatz zu vielen anderen Wirtschaftsbranchen sind auch
Geisteswissenschaftler in der Tourismusbranche gut aufgehoben. Bei
dem Touristikkonzern TUI zum Beispiel durchlaufen Kulturwissenschaftler – wie alle anderen Einsteiger auch – ein Traineeprogramm
und haben anschließend die Möglichkeit, in den verschiedensten Bereichen eingesetzt zu werden: „Im Produktmanagement etwa konzipieren sie neue Reisen und dazugehörige Kataloge, oder sie reisen in
die Zielländer der TUI, um dort im Umweltmanagement zu arbeiten“,
erklärt Melanie Elgert vom Management Development. Das bedeutet
zum Beispiel, dass TUI-Mitarbeiter ihre Vertragspartner, wie Hotels
oder Touranbieter, auf ihre Umweltschutzmaßnahmen hin überprüfen.
Bei Veranstaltern von Studien-, oder Sprachreisen arbeiten häufig Sprach- und Literaturwissenschaftler, Ethnologen, Kunsthistoriker, Archäologen und Geisteswissenschaftler als Reise- oder Kursleiter. „Da sich Sprachwissenschaftler während ihres Studiums nicht
nur mit der Sprache, sondern auch der Kultur der jeweiligen Länder
beschäftigt haben, sind sie besonders gut dafür geeignet, Reisegruppen durchs Land zu führen“, so Dr. Klaus Dietsch, Sprecher der
Unternehmensgruppe Studiosus. Manchmal sind auch Quereinsteiger, die eine besondere Vorliebe für ein Land hegen und eventuell
bereits lange dort leben oder gelebt haben, als Reiseleiter zu finden –
sowohl mit als auch ohne Studienabschluss. Das gilt auch für das
Segment Reiseliteratur. Geistes- oder Sprachwissenschaftler betätigen sich als Autoren oder Lektoren für Verlage, die sich auf Reiseführer spezialisiert oder eine eigene Sparte für Reiseliteratur haben.
Klassischer Berufseinstieg
Baukasten-Urlaub oder alles inklusive
Pauschalreisen und Baukastensysteme sind die beiden Reisevarianten, die derzeit am häufigsten vermarktet werden. Bei ersteren erwirbt der Kunde ein komplett geschnürtes Paket, in dem alles enthalten ist: der Flug, das Hotel, die Verpflegung, eventuell auch ein
Mietwagen oder organisierte Ausflüge. Da jedoch immer mehr Kunden ihren Urlaub individuell gestalten wollen, geht der Trend zum
Baukastensystem, bei dem die Reisenden sich ihren Urlaub selbst zusammenstellen können.
Ein klassischer Individualreiseanbieter ist der Reiseveranstalter
Dertour, der zur Unternehmensgruppe des Rewe-Konzerns gehört.
Die neuen Reisebausteine werden in den Produktmanagement-Fachabteilungen entwickelt. „Die Produktmanager kaufen zum Beispiel
Hotel- und Mietwagenkontingente in den Urlaubsländern ein, verhandeln mit den Anbietern vor Ort über Wellness-Pakete oder Golfkurse und aktualisieren dadurch beständig ihr Angebot“, erklärt
Manuela Dittmann, Bereichsleiterin Personal und Organisation. Hin
und wieder fliegen die Mitarbeiter auch ins Ausland und entscheiden
zum Beispiel, welches Hotel ins Programm aufgenommen wird. „Lust
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Einstiegsmöglichkeiten gibt es für Absolventen also allemal – manchmal muss man als Akademiker jedoch ein wenig nach einer Nische suchen. Denn der klassische Berufseinstieg ist noch immer die Ausbildung: Reiseverkehrs-, Hotel- und Luftverkehrskaufleute, Hotel- und Restaurantfachleute, Köche und Berufskraftfahrer sind die gängigsten
Ausbildungsberufe der Branche, die weitgehend mittelständisch geprägt ist. 190.000 Restaurants und Gaststätten, 54.000 Hotels und
Pensionen, knapp 20.000 Reisebüros und -agenturen und 6.000 Busunternehmen beschäftigen vorwiegend Auszubildende, die sich im
Unternehmen hocharbeiten und eventuell an einer Berufsakademie studieren, und ungelernte Kräfte. Bessere Chancen haben Absolventen
daher bei den Großen der Branche: TUI, Rewe Touristik und Thomas
Cook sind die drei Riesen, die für Berufseinsteiger interessant sind –
aber natürlich auch nur begrenzte Kapazitäten für Neueinsteiger haben.
Eine Alternative sind vielleicht Reedereibetriebe. Wen es in die weite
Ferne zieht, kann versuchen, zum Beispiel beim Unternehmen Aida
Cruises anzufangen, bekannt durch seine Clubschiffe. Auf solch einem
Schiff arbeiten auch eine ganze Reihe von Akademikern. „Für den Deckund Maschinenbetrieb benötigen wir zum Beispiel Elektrotechniker,
Branchenreport: Tourismuswirtschaft
Einstellungspraxis: Tourismuswirtschaft
Unternehmen
In welchem Bereich
ist das Unternehmen
tätig?
Einstellungsbedarf
an Hochschulabsolventen pro Jahr
Bereiche, in denen
Hochschulabsolventen arbeiten könnten
Öger Tours GmbH
Sportallee 4
22335 Hamburg
Tel. 0 40/3 20 01-0
http://www.oeger.de
Tourismus/
Reiseveranstalter
eher gering, neue
Marketing, Vertrieb,
Stellen sind in absehControlling, Produktbarer Zeit nicht geplant management
Aida Cruises
Am Strande 3d
18055 Rostock
Tel. 03 81/4 44-0
http://www.aida.de
Seereisen, Hochsee-,
gering
Kreuzfahrten, Reederei
und Reiseveranstalter
FTI Frosch Touristik GmbH
Friedenstraße 32
81671 München
Tel. 0 89/25 25 -0
http://www.fti.de
Reiseveranstalter/
Touristik
DER Deutsches Reisebüro
GmbH & Co. OHG
Emil-von-Behring Straße 6
60439 Frankfurt/Main
Tel. 0 69/95 88 00
http://www.der.de
Gesuchte Absolventen Einstellungskriterien
(Fachrichtungen,
Studienabschlüsse)
Einstiegsprogramme
Einstiegsgehalt
Praktika,
Diplomarbeiten
BachelorAbsolventen
hängt von der
Gesamtqualifikation
und Persönlichkeit
der Bewerber ab
sehr gute FremdsprachenkenntDirekteinstieg
nisse, Selbstständigkeit, Eigeninitiative, Belastbarkeit, Flexibilität,
Teamorientierung, gute
kommunikative Fähigkeiten
k.A.
Praktika im Bereich
Marketing/Vertrieb
möglich, in der Regel
für ein halbes Jahr;
Diplomarbeiten eher
schwer zu realisieren
unter anderem Nautik,
Technik, BWL
(Tourismus, Marketing),
Mediendesign,
Medienwissenschaften,
Informatik
erfolgreich absolviertes Studium
k.A.
mit Schwerpunkt im gesuchten
Bereich, mehrjährige Berufserfahrung, überzeugende Persönlichkeit,
Ausstrahlung, eine gesunde Portion
Optimismus und Durchsetzungsvermögen, Teamfähigkeit, Ziel- und
Ergebnisorientierung, gewünschte
Zusatzqualifikationen: Praktika,
Auslandspraktika, Sprachen
Mitarbeiterebene:
23.000-31.000
Euro,
Managerebene:
31.000-45.000
Euro
Praktikum möglich
ja, bieten auch
nach Vordiplom, an
Ausbildungen mit
Bord nur in Verbindung BA-Abschluss an
eines Nautik-/ oder
Schiffsbetriebstechnikstudiums; Diplomarbeiten möglich, werden
vor allem an Partnerunis/-FHs vergeben:
FH Bad Honnef, Angell
Akademie Freiburg,
FH Seefahrt Wismar
geringer Bedarf an
Produktbereich,
Hochschulabsolventen, Finanzbereich, Vertrieb,
Schwerpunkt liegt auf Marketing etc.
Ausbildung zum
Reiseverkehrskaufmann
BWL oder andere
Fachrichtung mit
Schwerpunkt Tourismus
praktische Ausbildung
(Lehre, Praktika etc.)
Direkteinstieg
k.A.
Praktika und Diplomarbeiten nur selten
möglich
generell ja, aber
lieber mit
praktischer
Ausbildung
Reiseveranstalter
jährlich unterschiedlich,
richtet sich nach der
Geschäftsentwicklung
und der Fluktuation
BWL mit Schwerpunkt
Tourismus
hohe Lernbereitschaft, Teamund Kommunikationsfähigkeit,
Fremdsprachenkenntnisse,
IT-Affinität, Praktika
Traineeprogramm
und Direkteinstieg
je nach Einstiegsposition zwischen
2.200 und 2.400
Euro im Monat
beides möglich
bisher wenig
Erfahrung
Deutsche Bahn AG
Nachwuchsgewinnung/
Hochschulmarketing
Lennéstraße 5
10875 Berlin
Tel. 0 30/2 97-6 0118
http://www.db.de
Transport/Logistik
zirka 25 Stellen pro Jahr Unternehmensbereich/ BWL mit entsprechenVorstandsressort
den VertiefungsrichtunPersonenverkehr
gen, Verkehrswirtschaft,
Wirtschaftsgeographie
guter bis sehr guter Studienabschluss, qualifizierte Praktika,
außeruniversitäres Engagement,
Kommunikations- und
Teamfähigkeit, analytisches
Denken, Eigeninitiative, Mobilität
Traineeprogramm, marktüblich; wird
Einstiegsprogramm erst nach
für Bachelor
bestandendem
Auswahlverfahren
kommuniziert
beides möglich;
Angebote auf
http://www.db.de/
karriere
haben ein Einstiegsprogramm
für BachelorAbsolventen
Autobahn Tank & Rast GmbH
Andreas-Hermes-Straße 7–9
53175 Bonn
Tel. 02 28/9 22-0
http://www.tank.rast.de
Services und Dienstso gut wie kein Bedarf
leistungen auf den
Autobahnen in Deutschland: Tankstellen,
Raststätten, Hotels
Controlling, Finanzbuchhaltung, Personal,
Rechtsabteilung
BWL, Jura
gute fachliche Qualifikation, hohe
Einsatzbereitschaft, Flexibilität,
Team- und Kooperationsfähigkeit,
hohes Kommunikationsvermögen,
Verantwortungsbereitschaft
Direkteinstieg mit
internem
Einarbeitungsprogramm und
Coaching
k.A.
Praktika möglich in fast bisher keine
allen Bereich, vor allem Erfahrungen
Marketing; Diplomarbeit
möglich in Marketing,
Controlling, IT, Personal
Unternehmensgruppe
Studiosus
(Studiosus/Marco Polo Reisen)
Riesstraße 25
80992 München
Tel. 0 89/5 00 60-0
http://www.studiosus.de
Reisveranstalter im
Tourismus, Segment
Studien- und
Erlebnisreisen
2–4 Absolventen
pro Jahr
Produktmanagement,
bei Bedarf auch
Vertrieb/Marketing
Touristik oder
Hotellerie, aber auch
Generalisten
erste Erfahrungen bei einem
Reiseveranstalter, Sprachkenntnisse je nach Einsatzgebiet und
Auslandserfahrung.
Direkteinstieg
k.A.
pro Semester ein
FH-Student im zweiten
Praxissemester;
Diplomarbeiten nur in
sehr begrenztem Maße
auch Absolventen
mit BachelorAbschluss sind
willkommen
Ameropa-Reisen GmbH
Hewlett-Packard-Straße 4
61352 Bad Homburg
Tel. 0 6172/109-0
http://www.ameropa.de
Reiseveranstalter
Bedarf relativ gering
(3 Absolventen im
letzten Jahr)
Touristik, Marketing,
EDV, Rechnungswesen
Betriebswirtschaft mit
Schwerpunkt Touristik,
Marketing, EDV und
Rechnungswesen
gute fachliche Qualifikation, hohe
Einsatzbereitschaft, Flexibilität,
Team- und Kooperationsfähigkeit,
hohes Kommunikationsvermögen,
Verantwortungsbereitschaft
„on the job“
zirka 28.00033.000 Euro
beides begrenzt
möglich
interessant; bilden
selbst in Zusammenarbeit mit der
Berufsakademie
„accadis“ in Bad
Homburg zum
Bachelor of Arts
International
Business Administration (B.A.) aus
TUI AG
Karl-Wiechert-Allee 4
30625 Hannover
Tel. 0511/5 66-0
http://www.tui.de
Touristik/Logistik
12-15 Trainees pro Jahr, Controlling, FinanzBWL und Touristik,
Direkteinstieg: nach
management, Personal, aber auch KulturwissenBedarf
Marketing und Touristik schaften, Psychologie,
Jura etc. nach Bedarf
Engagement, Begeisterungsfähigkeit, unternehmerisches Denkvermögen, Kundenorientierung,
Innovationsfähigkeit, interaktive
Kompetenzen, sehr gutes Examen
in angemessener Studiendauer,
fließende Kenntnisse in zwei
Fremdsprachen, Praxiserfahrung,
Auslandserfahrung
Direkteinstieg,
Traineeprogramm
Traineeprogramm:
zirka 36.000 Euro
im Jahr,
Direkteinstieg:
nach Qualifikation
beides möglich
ja, für Traineeprogramm und
Direkteinstieg
Marketing, Sales,
Revenue Management,
Administration &
Finance, Human
Resources Services,
Corporate Communications, Operations
Produktmanagement,
Controlling, Finanzund Rechnungswesen,
Marketing
Foto: Archiv Möller Medien
Wirtschaftswissenschaften mit dem
Schwerpunkt Tourismus, Vorkenntnisse als
Reiseverkehrskauffrau/
-mann sind von Vorteil
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Branchenreport: Tourismuswirtschaft
Marktanteile der größten deutschen Reiseveranstalter
nach dem Umsatz (2004)
übrige
17,8 %
FTI
3,4 %
TUI Deutschland
28,2 %
Öger
4,4 %
Alltours
7,1 %
Rewe-Touristik
19,1 %
Thomas Cook
20,0 %
Quelle: FVW International
Schiffsbetriebs- und Umwelttechniker“, erklärt Flottenpersonalleiter
Tino Hensel. Im Gastbereich werden für die Administration und für die
Zahlmeisterei Absolventen mit Schwerpunkt Hotellerie beziehungsweise
Rechnungswesen eingesetzt. Für das Landprogramm sind Touristiker
zuständig, und im Wellnessbereich arbeiten unter anderem Physiotherapeuten.
Die Schiffsbesatzung ist vier bis sechs Monate an Bord und hat anschließend zwei Monate Urlaub. „Das ist vor allem etwas für junge Leute
mit Mut zum Abenteuer“, so Tino Hensel. Nach zwei bis drei Jahren wechseln einige der Mitarbeiter in die Zentrale der Aida Cruises in Rostock,
um eine Führungsposition zu übernehmen. Oft arbeiten sie dort in ähnlichen Bereichen, denn alle Funktionen vom Schiff werden nochmals an
Land besetzt: Der Schiffsbetrieb etwa wird vom Büro aus überwacht, die
Lieferungen für die Hotellerie von Land aus gesteuert. „Da wir ein Reederei- und ein Tourismusunternehmen in einem sind, ergeben sich für
Absolventen vielfältige Möglichkeiten“, so der Personalleiter.
Mobilisierte Touristen
Wie weit der Tourismusbegriff reicht, wird klar, wenn man einen Blick auf
die Mitgliederliste des Bundesverbands der Deutschen Tourismuswirtschaft wirft: Zahlreiche Messen und Flughäfen gehören ebenso dazu wie
zum Beispiel auch die Autobahn Tank & Rast GmbH. Das Unternehmen
betreibt über Pächter 338 Tankstellen und 382 Raststätten, einschließlich 51 Hotels, und zählt im Jahr über 500 Millionen Gäste. „Gerade zu
Ferienzeiten kommen eine Menge Touristen aus dem In- und Ausland zu
uns, die mit dem Auto auf Reisen sind“, berichtet Gertrud Pruß, Bereichsleiterin Personalmanagement. Im Sommer, zu Ostern und um
die Weihnachtszeit werden daher unter anderem spezielle Gastronomie-Aktionen vorbereitet. Die Marketingabteilung der Holding erarbeitet
eigene Gastronomie-Konzepte oder Kooperationen mit Markenunternehmen wie Barilla oder Burger King und bietet die Konzepte den Pächtern der Tank- und Rastanlagen an. „Für diese verantwortungsvollen Positionen im Marketing benötigen wir Professionals mit Berufserfahrung“,
so Gertrud Pruß. „Einsteiger mit einem wirtschaftswissenschaftlichen
Abschluss sind eher im Controlling tätig.“ Neben den Controllern in der
Zentrale beschäftigt die Tank & Rast auch so genannte Standort-Controller, die einen Teil ihrer Arbeit vor Ort auf den Rastanlagen leisten, wo
sie die Pächter in betriebswirtschaftlichen Fragen beraten.
Wer seinen Blick also etwas weiter schweifen lässt und auch andere
Touristikunternehmen etwa Verkehrsbetriebe wie Fluglinien, Reedereien, Bahn, Bus- und Mietwagenunternehmen in seine Stellensuche
einbezieht, wird sicherlich früher oder später seinen Traumjob in der
Tourismuswirtschaft finden. ■
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Aufbaustudiengänge (Auswahl)
Tourismusmanagement und Regionale Tourismusplanung
Der Masterstudiengang am Willy Scharnow-Institut für Tourismus an der Freien Universität Berlin ist ein einjähriger Ergänzungsstudiengang für Hochschulabsolventen aller
Fachrichtungen. Er vermittelt Kenntnisse in Betriebswirtschaft, Geographie sowie Geschichts- und Kulturwissenschaften.
http://www.fu-tourismus.de
Nachhaltiger Tourismus
Der Masterstudiengang der Fachhochschule Eberswalde verknüpft wirtschaftliche und
ökologische Fachgebiete und richtet sich vor allem an Absolventen von landschaftsbezogenen oder planerischen sowie wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Studiengängen.
http://www.fh-eberswalde.de/tour/
International Tourism Management
Der Masterstudiengang der Fachhochschule Heilbronn vermittelt Qualifikationen für das
ökonomische, soziale und ökologische Management in der Tourismusindustrie und richtet sich an Absolventen mit einem betriebswirtschaftlichen Studienabschluss.
http://www.fh-heilbronn.de/mitm/
Freizeit- und Tourismuswirtschaft
Das MBA-Fernstudium am RheinAhrCampus vermittelt betriebswirtschaftliche und
Managementkompetenzen, im zweiten Teil können sich die Studenten auf Freizeit- und
Tourismuswirtschaft konzentrieren.
http://www.rheinahrcampus.de/mba/
Eine Auflistung aller Studiengänge aus dem
Bereich Tourismus findet sich bei Futurista:
Internationaler Dachverband der Initiativen der Tourismusstudenten Futurista e.V.
c/o Fachhochschule Kempten
Immenstädter Straße 69
87435 Kempten
http://www.futurista.de
!nfo
BERUFEnet
Datenbank für Ausbildungs- und Tätigkeitsbeschreibungen
der Bundesagentur für Arbeit (Suchwort: Tourismus)
http://www.arbeitsagentur.de
KURS
Datenbank für Aus- und Weiterbildung
der Bundesagentur für Arbeit (Suchwort: Tourismus)
http://www.arbeitsagentur.de
Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft e.V. (BTW)
Am Weidendamm 1a
10117 Berlin
Tel. 0 30/72 62 54-0
http://www.btw.de
Deutscher Tourismusverband e.V.
Bertha-von-Suttner-Platz 13
53111 Bonn
Tel. 02 28/9 85 22-0
http://www.deutschertourismusverband.de
Fachverband für touristische Aus- und Weiterbildung e.V. (AJT)
Graurheindorfer Straße 73
53111 Bonn
Tel. 02 28/3 90 43 79
http://www.ajt-fachverband.de
Branchenreport: Tourismuswirtschaft
Foto: Privat
Praktisches Know-how
uni-Magazin im Gespräch mit Hans Doldi, Vizepräsident des Deutschen Reisebüro
und Reiseveranstalter Verbandes.
uni: Kaufleute für Tourismus und Freizeit, Reiseverkehrskaufleute – die Tourismusbranche ist stark ausbildungsgeprägt. Welche Chancen bieten sich für Akademiker?
Hans Doldi: Es hat in den vergangenen Jahren eine Menge Veränderungen in der Tourismuswirtschaft gegeben: Das Internet
hat an Bedeutung zugenommen, die Kunden werden anspruchsvoller, Reisebüros vernetzen sich untereinander – diesen Veränderungen muss man mit einer angepassten akademischen
Ausbildung Rechnung tragen.
Hochschulabsolventen finden Aufgaben bei großen Veranstaltern oder Fluggesellschaften. Diplom-Kaufleute sind häufig
weniger praxisbezogen, daher ist ein Praktikum, wie es Fachhochschulen vorschreiben, oder eine Ausbildung vor dem Studium auf jeden Fall von Vorteil.
uni: Welche Aufgaben ergeben sich für die künftigen
Bachelor- und Masterabsolventen?
Hans Doldi: Sie werden weniger in den Reisebüros zu finden
sein, sondern eher in größeren Ketten und Kooperationen von
Deutsche Seminar für Tourismus (DSFT) Berlin e.V.
http://www.dsft-berlin.de
Ökologischer Tourismus in Europa e.V. (Ö.T.E.)
Am Michaelshof 8–10
53177 Bonn
Tel. 02 28/35 90 08
http://www.oete.de
Verband Deutscher Kur- und Tourismus-Fachleute e.V. (VDKF)
Vor der Burg 1
38100 Braunschweig
Tel. 0 33 75/25 20 14
http://www.touristik-deutschland.de/vdkf/
Deutscher Hotel- und Gaststättenverband e.V. (DEHOGA Bundesverband)
Am Weidendamm 1A
10117 Berlin
Tel. 0 30/72 62 52-0
http://www.dehoga.de
Hotelverband Deutschland (IHA)
Am Weidendamm 1A
10117 Berlin
Tel. 0 30/5 90 09 96 90
http://www.hotellerie.de/home/page_sta_10.html
Reisebüros. Ihre Aufgaben werden zunehmend organisatorischer
Natur sein. Auch die Veranstalter bieten Aufgaben für Absolventen, zum Beispiel im Marketing oder auch als Traveldesigner – ein
schöner, neuer Begriff übrigens für eine Aufgabe, die es eigentlich schon lange gibt, nämlich Reisen individuell zusammenzustellen. Durch das Internet ergeben sich hier jedoch eine Reihe
neuer Möglichkeiten.
uni: Welche Qualifikationen – neben Sprach- und Landeskenntnissen – sind in der Branche besonders begehrt?
Hans Doldi: Wir brauchen den überdurchschnittlich intelligenten
Mitarbeiter, der sich in vielen Bereichen auskennt. Geografiekenntnisse sind eine Grundvoraussetzung. Darüber hinaus muss
er kommunikativ sein, mit EDV umgehen können und ein Verkaufstalent sein. Er muss mehr über die Länder wissen, als man
im Internet finden kann, und er sollte die Bedürfnisse des Kunden mit den Angeboten verbinden können. Dazu gehört auch eine
Portion psychologisches Denkvermögen.
Verband Deutsches Reisemanagement e.V. (VDR)
Darmstädter Landstraße 110
60598 Frankfurt/Main
Tel. 0 69/69 52 29 -0
http://www.vdr-service.de
Deutscher Reisebüro und Reiseveranstalter Verband e.V. (DRV)
Albrechtstraße 10
10117 Berlin
Tel. 0 30/2 84 06-0
http://www.drv.de
Deutsche Zentrale für Tourismus e.V. (DZT)
Beethovenstraße 69
60325 Frankfurt/Main
Tel. 0 69/9 74 64-0
http://www.dzt.de
Stellenmärkte für die Tourismusbranche
http://www.travelkarriere.de
http://www.wilbers-jobservice.de
http://www.fvw.de
uni
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