Small is beautiful – aber nicht beim Bier!

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Small is beautiful – aber nicht beim Bier!
Ausgabe 2 / 2005
D A S
J O U R N A L
IN DIESER AUSGABE
„Falstaff“-Bierfest . . . . . . . . . . . . . Seite 2
Am 1. Juli 2005 findet im Schlossbräu das
traditionelle „Falstaff“-Bierfest statt: Was
Sie schon immer über Bier wissen wollten.
F Ü R
D E N
B I E R- G E N I E S S E R
●
W W W . B I E R I G . A T
Small is beautiful –
aber nicht beim Bier!
Wissen Sie, welche Aufgabe ein Bierkellner in den vorigen Jahrhunderten hatte? Er war nicht nur derjenige, der den Gästen das Bier kredenzte, sondern war die kompetente Person, der die Bierpflege, Bierkultur und die Auswahl des Bieres oblag.
von KR Herbert Pristl
Brandauer’s zum Genießen . . Seite 3
Liton Saha verwöhnt die Gäste im Schlossbräu mit seiner ganz speziellen Kochkunst.
Er beherrscht die österreichische Küche
genauso gut wie die internationale.
Leichtigkeit und Lebensfreude
Frühlingsgefühle . . . . . . . . . . . . . . . Seite 4
Eine Wetterbeschwörung: Der vergangene
Winter war lang und kalt. Uwe Bergmann,
Geschäftsführer im Schlossbräu, hofft auf
einen langen, warmen Frühling und Sommer.
Carpe Diem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 5
»Tina« arbeitet im Bierhaus nicht nur als
Kellnerin. Bald wird ihr Arbeitsplatz zur
Kunstgalerie: Ihre großformatigen, expressiven Bilder werden im Lokal zu sehen sein.
Die Liesinger Brauerei und das Brauerei-Restaurant sind mittlerweilen Legende und die dort entstandene Marke
"Kaiser Bier" wurde in das Markenportfolio der Brau Union, als größte Fassbiermarke erfolgreich etabliert.
Ein paar Kilometer weiter vom Liesinger Platz, Richtung Mauer hat die Brau
Union Österreich die Partnerschaft mit
Thomas Brandauer initiiert, der nun das
Erbe der Institution des großen Bierwirtshauses angetreten und den alten
Gemäuern des ehemaligen Park Cafe
Mauer neues Leben eingehaucht hat.
Das Modell der großen Bierhäuser von
einst hat er erfolgreich in die Jetzt-Zeit
transferiert. Was dem Trend "Small is
beautiful" ganz und gar nicht entspricht
und einiges an Mut und Unternehmergeist voraussetzt.
VOM EINKAUF bis zum gezapften Krug
Bier war er alleine für den Gerstensaft
verantwortlich. Bei den damaligen, sehr
instabilen Bierqualitäten kein einfacher
Job – manchmal sogar gefährlich. Kennen die Wiener doch beim Bier wenig
Spass. Dabei hatten jene Gasthäuser,
mit den fähigeren Bierkellnern eindeutig die Nase vorn und ihre Schankräume und Biergärten mit Gästen voll.
Sie können davon ausgehen, dass es
sich nicht um kleine, versteckte Lokale
handelte, sondern um große, schmucke
Etablissements mit Biergärten, deren
Dimension so manchen Gastronomen
von heute bleich werden lässt.
Wie zum Beispiel die Liesinger Brauhausrestauration, angeschlossen an die
damalige Brauerei Liesing. Das Bierwirtshaus des 19. Jahrhunderts, in das
ganz Wien und Umgebung pilgerte und
dessen Garten 6.000 bierdurstigen Gästen Platz und Erholung bot, war nur eines der vielen gepflegten Großrestaurationen in Wien.
Alte Ansichten zeugen von hochwertiger Ausstattung und bester Gastlichkeit.
Unter blühenden Kastanienbäumen ließ
Herbert Pristl, Verkaufsdirektor Brau Union Österreich
man sich Bier und feine Speisen auf
weiß gedeckten Tischen servieren. Und:
Das Lokal war immer randvoll mit
Gästen gefüllt.
Kein verzopftes altes Klischee, sondern
zeitgemäße, gelebte Bierkultur trifft man
in allen Brandauer'schen Bierwirtshäusern. Leichtigkeit und Lebensfreude dominieren. Die Bierkellner haben's freilich
auch ein wenig leichter als früher und
müssen den Volkszorn aufgrund mangelnder Bierqualität nicht mehr fürchten.
Die Biere werden ab Brauerei in hervorragenden Qualitäten und in den verschiedensten Sorten braufrisch geliefert,
perfekt gepflegt und gekonnt gezapft.
Genießen Sie einen hoffentlich heißen
und bierfreundlichen Sommer in einem
der einladenden Gastgärten.
Ich wünsche Ihnen ein herzliches Prost!
Grill- und Mittagsbuffet im Bierhaus
Bei schönem Wetter wird ab 1. Mai gegrillt
Grillbuffet: ab 1. Mai, tägl. 17–2230 Uhr, Pro Person Euro
10,90, Kinder bis 12 Jahre Euro 7,50
Mittagsbuffet: Mo–Fr 1130 –15 Uhr*, Pro Person Euro 6,90
Kinder bis 12 Jahre Euro 5,- (Kinder unter 5 Jahre gratis)
*Gratisparken von 11–15 Uhr in der Tiefgarage im Haus
Ausgabe 2 / 2005
Das Journal für den Bier-Genießer
E D I T O R I A L
Bier – ein Königstrank
Foto: Weinwurm
Kosmos Bier. Am 1. Juli 2005 findet im Schlossbräu das bereits traditionelle „Falstaff-Bierfest“ statt: Was Sie schon immer über Bier
wissen wollten.
von Christa Eder
Thomas Brandauer,
Gastronom
Sehr verehrte Gäste,
geschätzte Mitarbeiter,
liebe Freunde!
Dieses Mal ist es für mich besonders
angenehm ein paar Zeilen zu schreiben,
da ich mich zur Zeit auf Urlaub im wunderschönen Thailand befinde – und dieses Land für mich so etwas wie der
Inbegriff von Gastfreundschaft und
Lebensfreude ist. Immer wieder ist die
Freundlichkeit zu den Gästen auch bei
unseren Mitarbeitergesprächen ein dominantes Thema. Es ist faszinierend,
was ein Lächeln, ein freundlicher Blick,
ein herzlicher Gruß oder eine kleine
Geste der Aufmerksamkeit bewirken
können. Sie schaffen eine Wohligkeit
und Wärme, ein Sich-zu-Hause-Fühlen
und lassen uns über Kleinigkeiten souverän hinwegsehen. Das Ganze ist noch
dazu gratis, aber keineswegs umsonst.
Einer, auf den diese Freundlichkeit stets
zutraf, geht mit Ende Juni in Pension:
Kommerzialrat Herbert Pristl, Verkaufsdirektor der Brauerei Schwechat.
Herbert Pristl hat sein Geschäft von der
viel zitierten Pike auf gelernt und immer
ein offenes Ohr für unsere Probleme
und Wünsche gehabt. Ohne seine
Weitsicht und sein Vertrauen wäre so
manche Entwicklung, die unsere
„Brandauer“-Betriebe
genommen
haben, nicht möglich gewesen. Ich
hatte die Ehre, mit ihm auch einen überaus angenehmen persönlichen Kontakt
pflegen zu dürfen.
Lieber Herbert, ich weiß, dass Du dich
schon sehr auf geruhsamere Zeiten
freust. Es ist schön, dass Du dir Deine
Gesundheit durch Sport – aber auch
durch regelmäßigen Bierkonsum! –
erhalten hast und nun endlich viel Zeit
mit Deiner Frau verbringen kannst.
Ich möchte mich auf diesem Wege für
all das bedanken, was durch Dich möglich wurde.
Mit bierigen Grüßen
Thomas Brandauer
2
BIER IST NICHT nur ein alkohol- und
kohlensäurehaltiges Getränk. Die Internet-Suchmaschine Google findet das
Wort „Bier“ sechseinhalb Millionen Mal,
seit Jahrtausenden bedeutet Bier auch
Trinkkultur. Dabei gilt der Ursprung des
Wortes als nicht gesichert – vermutlich
stammt es vom Lateinischen „biber“
(Trank). Bier kannte man bereits im mesopotamischen Raum, bei den Römern
wurde Bier „Cervisia“, nach der Göttin
met hier, geist- und phantasieanregend,
holder Bock, das beste Bier.“
Der Kosmos Bier wird nun am 1. Juli im
Schlossbräu erneut vermessen: Im Rahmen des „Falstaff-Bierfests“, das nunmehr bereits zum dritten Mal in den
„Brandauer“-Betrieben stattfindet, wird
der Garten des Hietzinger Lokals ab 19
Uhr zum Ort der Bierkultur. Durch die
faszinierende Welt des Bieres führen
die Experten der zahlreich teilnehmenden Brauerei-Betriebe, die das „Festival
des Biers“ zugleich ausrichten. Wieder
einmal Ehrengast im Schlossbräu: „Standard“-Redakteur und „Bierpapst“ Conrad Seidl, dessen „Bier-Katechismus“ in
Buchform erst unlängst bei Zsolnay erschienen ist. Untertitel des Werks: „Was
Sie schon immer über Bier wissen wollten.“ Auch im Schlossbräu wird Seidl bei
der jüngsten Ausgabe des Bier-Festivals.
viel Wissenswertes über sein langjähriges Lieblings- und Leibthema verraten.
Ein Standard beim „Falstaff-Bierfest“ ist
natürlich längst das üppige Buffet.
Eine Live-Band sorgt für Stimmung im
Garten. Bierige Überraschungen sind somit garantiert.
Infos: Falstaff Bierfest. 1. Juli, ab 19 Uhr.
Ort: Schlossbräu. Preis: 25,- Euro pro
Person. Reservierungen nimmt unser
Team vom Schlossbräu gerne entgegen.
der Feldfrüchte, genannt. Im Mittelalter
etablierte sich in Klosterbrauereien bereits ein regelrechter Brauereibetrieb –
bis heute ist Bier eines der beliebtesten
alkoholischen
Erfrischungsgetränke
überhaupt.
Bier war auch stets Thema der Dichter
und Denker. Bereits Shakespeare, der
in „Heinrich IV“ den drastischen BierLiebhaber Falstaff auftreten lässt, erkannte: „Denn eine Kanne Bier – das ist
ein Königstrank.“ Der Poet Heinrich
Heine war ebenfalls entzückt: „So schäu-
Rauchzeichen
Dicke Luft: Rauchern wird seit einigen Jahren systematisch der Kampf
angesagt – dabei wären Kompromisse gefragt. Ein Vermittlungsversuch.
von Thomas Brandauer
ICH KANN MICH noch gut an das Frühstückszimmer in der Pension meiner
Eltern erinnern, in dem bereits ab neun
Uhr morgens dichte Rauchschwaden
über den Tischen hingen – die Zigarette
nach dem morgendlichen Kaffee war
obligat. „Nichtraucherschutz“ war damals ein noch unbekanntes Wort; dennoch platzierte meine Mutter bereits vor
zehn Jahren ein kleines Schild an der
Gastzimmertür: „Werte Gäste! Wir bitten
Sie, während des Frühstücks bis zehn
Uhr nicht zu rauchen.“
Dies ist lange her. In vielen Ländern der
Erde wurde dem Rauchen mittlerweile
der Kampf angesagt – wie etwa in den
USA oder in weiten Teilen Asiens. Auch
in Europa darf seit geraumer Zeit nicht
mehr überall und immer geraucht werden: In öffentlichen Gebäuden wie
Bahnhöfen, Flughäfen oder Schulen
herrscht Rauchverbot. Nur in Gasthäusern, Kaffeehäusern, Bars und Pubs
war die „Marlborowelt“ noch in Ordnung. Bis Irland und Italien ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie
verhängten – und damit die Gemeinschaft der Raucher ordentlich durcheinander wirbelte. Ausgerechnet Irland:
Wer kann einen Whiskey ohne Qualm
wirklich genießen? Und Italien, wo die
Bambinis, bevor sie überhaupt „Mama“
sagen, bereits den Namen einer Zigarettenmarke aussprechen können!
Den Raucherinnen und Rauchern in
Österreich wird noch eine Schonfrist
gewährt. Die Wirte werden dazu aufgefordert, bis Ende 2005 Nichtraucherzonen für die Gäste einzurichten – um
derart einer noch strengeren Reglementierung zu entgehen. Selbstverständlich
ist uns die Gesundheit und das Wohlbefinden unserer Gäste wichtig – in
allen drei Betrieben existieren seit geraumer Zeit ausgedehnte Nichtraucherbereiche; auch unsere Personaltische
sind rauchfreie Zonen. Es ist durchaus
denkbar, dass auch hierzulande in einigen Jahren das Rauchen in der Öffentlichkeit nahezu verboten ist.
Ich rauche mit Leidenschaft. Zugleich
ist es mir aber auch ein Anliegen, in den
„Brandauer“-Betrieben für ein harmonisches und friedliches Nebeneinander
von Rauchern und Nichtrauchern zu
sorgen.
■
Ausgabe 2 / 2005
Das Journal für den Bier-Genießer
DIE GESCHICHTE DES SPARGELS
UNSER REZEPT
Junger Trieb
Spargel leitet sich vom Griechischen „Asparagos“ ab und bedeutet
„junger Trieb“. Heute ist der Spargel als Kulturpflanze in vielen
Ländern beheimatet und wird überall als Delikatesse sehr geschätzt.
ER WÄCHST in den Farben grün und
weiß in den Regionen Süd- und Mitteleuropas, Algeriens und Nordwestasiens.
Ideale Voraussetzungen für den Anbau
sind gemäßigte Temperaturen, geschützte Lagen und trockene Böden. Die Geschichte des Spargels reicht bis 400 v.
Chr. zurück. Damals wurde Spargel in
China, Persien und Griechenland als
Heilpflanze verwendet. Auch die alten
Ägypter schätzten Spargel außerordentlich – und bezeichneten diese Gemüsesorte sogar als „Götterspeise“. Spargel
war auch bei den Römern beliebt, in
wohlhabenden Haushalten wurde das
stangenförmige Gemüse gern als Vor-
In dieser Ausgabe des „Bierigen Blattls“
präsentiert uns Liton Saha, Küchenchef
in Brandauer’s Schlossbräu, eines seiner
Lieblingsrezepte.
speise verzehrt – aus jener Zeit stammt
auch eine frühe Anleitung zum Spargelanbau im Garten. Mitte des 13. Jahrhunderts sorgten die Römer schließlich dafür,
dass Spargel auch in Mitteleuropa bekannt wurde – wenn auch anfangs eher
als Arzneimittel. Zu Beginn des 17. Jahrhundert hielt der Spargel Einzug in die
europäischen Fürstenhäuser. Mit der
Geburtsstunde des Bleichspargels (18.
Jahrhundert) begann der Siegeszug des
Spargelanbaus – seit damals wird jener
„Asparagos“ als Edelgemüse angebaut. ■
Von Liton kreiert, für Sie serviert!
»Black & White«
Der Kochkünstler
Meister aller Klassen: Seit 2001 verwöhnt Liton Saha die Gäste im
„Schlossbräu“ mit seiner ganz speziellen Kochkunst. Er beherrscht
die österreichische Küche genauso gut wie die internationale.
LITON SAHA ist ein Meister der internationalen Küche und ein Spezialist der diversen Kochschulen: Er brilliert sowohl
in der feurig-scharfen Küchentradition
seiner Heimat als auch bei den süßen
österreichischen Nachspeisenklassikern.
Saha wurde 1964 in Bangladesh geboren. Bereits in jungen Jahren war sein
Lieblingsort die Küche seiner Mutter,
das Mysterium des Kochens faszinierte
ihn: Die diverse Zutaten im großen, rußigen Topf ergaben wunderlicherweise
stets Köstlichkeiten. Die so abwechslungsreiche wie köstliche asiatische
Küche beherrscht Saha also aus dem
Effeff; die internationale, zumal europäische Kochtradition erlernte er schließlich in der Schweiz, wo er seine Ausbildung zum Koch absolvierte.
Seit 1989 lebt und kocht Saha nun in
Wien. Seine bisherigen Arbeitsadressen
entsprechen einer Galerie großer Namen: Hotel Ambassador, Luftburg, Hotel
Mailbergerhof, Otto oder Siebensternbräu. Im Schlossbräu steht er seit 2001
am Herd. Und hier sorgt Saha, der immer mit Hochleistungsenergie und Kreativität kocht, auch dafür, dass in Hietzing
EINKAUFSLISTE
Zutaten für 2 Personen
Rindergeschnetzeltes:
250g Rinderfiletspitzen
3 EL Öl
4 EL Rotwein
60 ml Bratensaft
Weiße Sauce:
125 ml Schlagobers
125 ml Klare Suppe
2 EL Topfen
40g frischer, fein geriebener
Parmesan
1 kleine Knoblauchzehe
Salz, Pfeffer
Liton Saha
regelmäßig die große weite Welt Einzug
hält, zumindest was das Essen betrifft.
Eine für ihn typische Kreation ist z.B.
Apfel-Tomatensuppe mit Basilikum Tempura, gegrilltes Steinbuttfilet auf Paprikaschaum mit Schrimps-Lauchgemüse als
Hauptgang und zum Abschluss eine
exotische Dessertvariation.
Minispieße:
1 kleine Rote Zwiebel (ca.100g)
12 Stück Cocktailparadeiser
2 Holzspieße
Spargelreis :
1 Säckchen Basmatireis
1/2 Bund grüner Spargel
2 EL Zucker
1 EL Olivenöl
Ilona Harviscakova, Restaurantleiterin im „Bierhaus“
DIE WEINEMPFEHLUNG ZU DIESEM GERICHT
Zweigelt 2000
Eine WEINEMPFEHLUNG von Franz Oberhauser
Die rote Rebsorte wurde im Jahre 1922 an der Weinbauschule in Klosterneuburg von Dr. Fritz Zweigelt (1888-1964) aus den Sorten St. Laurent x
Blaufränkisch gekreuzt.
Der Zweigelt ist ein typisch österreichischer Rotwein (9% der Gesamtrebfläche). Tiefdunkles Rubingranat, in der Nase nach Erdbeer und
Kirschen. Am Gaumen freundliche Zwetschkenfrucht, Schokoschmelz
im Abgang. Ein harmonischer und gut gerundeter Wein. Besonders passend zu dunklem Fleisch- wie den Rinderfiletspitzen beim Brandauer.
WEINBAU OBERHAUSER
Herrengasse 28
7311 Neckenmarkt
Tel: +43(0)2610/43612
[email protected]
Rindergeschnetzeltes mit Spargelreis
und Paradeiser-Zwiebel-Minispieße
Weiße Sauce:
Obers mit Suppe und Topfen gut verrühren
und aufkochen. Sauce vom Feuer nehmen.
Parmesan einrühren, mit Salz, Pfeffer und
zerdrücktem Knoblauch würzen und mit
einem Stabmixer aufschlagen.
Rindergeschnetzeltes:
Fleisch in ca. 3cm große Stücke schneiden. Salzen, pfeffern und in heißem Öl
rundum anbraten. Aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen.
Bratrückstand mit Wein ablöschen, einkochen, mit Bratensaft aufgießen und
aufkochen. Fleisch beifügen, kurz ziehen
lassen.
Paradeiser-Zwiebel-Minispieße:
Holzspieße halbieren, rote Zwiebel vierteln und in Schichten zerteilen. Zwiebelstücke in Salzwasser kurz überkochen.
Abseihen, abschrecken und gut abtropfen lassen. Cocktailparadeiser waschen.
Zwiebelstücke und Paradeiser abwechselnd auf die Spieße stecken, mit Salz
und Pfeffer würzen. Spieße in wenig Öl
rundum braten.
Spargelreis:
1 Säckchen Basmatireis ca.10 Minuten
kochen und abtropfen lassen. Vorgekochten grünen Spargel (mit 2l Wasser, 2
EL Zucker, 2 EL Salz und etwas Butter
kochen) in ca.1 cm lange Stücke schneiden, in Olivenöl kurz anbraten und Reis
dazu geben. Durchmischen und mit Salz
und Pfeffer würzen.
Beim Anrichten den Reis auf das obere
Drittel des Tellers legen. Mit der heißen
weißen Sauce auf dem verbleibenden Teller
einen Spiegel ziehen und das im Bratensaft durchgezogene Fleisch mittig platzieren und mit Minispießen dekorieren.
Gutes Gelingen wünscht Liton Saha
3
Ausgabe 2 / 2005
Das Journal für den Bier-Genießer
Wenn Englein reisen
Wettkampf auf der Piste, Après-Ski auf der Terrasse: Stefan Wagenbichler, Restaurantleiter „Schlossbräu“ und „Bierhaus“, berichtet
vom 2. Brandauer’s Schitag.
DAS WETTER wird sich weisen, wenn
Englein reisen – Anfang März bewahrheitete sich dieses Sprichwort: Die
Wettervorhersage prophezeite Regen
und Sturm. Der zum zweiten Mal veranstaltete Brandauer’s Schitag stand anfangs unter keinem gutem Stern.
Trotzdem machten sich – nach einem
Frühstück im Schlossbräu – 40 schibegeisterte Stammgäste und Mitarbeiter
auf den Weg zum Stuhleck. Bereits
während der Hinfahrt zerriss aber die
Wolkendecke – und die Sonne brach
durch.
Herrliche Schneeverhältnisse sorgten für
wunderbares Pistenvergnügen. Nach-
mittags fand dann unsere „Schimeisterschaft“ statt. Ein Bewerb, bei dem aber
keine Konkurrenten aufeinander trafen,
sondern Freunde: Sämtliche Teilnehmer wurden von den zahlreich mitgereisten Fans lautstark angefeuert – so
nimmt es auch nicht wunder, dass an
diesem Märznachmittag beachtliche
sportliche Leistungen erzielt wurden.
Die nächsten Höhepunkte der SchiReise: Après-Ski auf der Terrasse des
Schieferhofs, frühlingshafte Sonne, das
eine oder das andere Bier, die eine oder
die andere Runde Schnaps.
Gerhard Hainzl, der beste Buschauffeur
der Welt, brachte uns am Abend dann
wie immer sicher zurück ins Schlossbräu. Dieser wunderbare Tag endete
mit einem Fass Hausbier, einem herrlich
knusprigen Spanferkel und einer feierlichen Siegerehrung, bei der sich unsere
Schihelden mit ihren gut gefüllten Pokalen zuprosteten.
■
Die Ergebnisse
Kinder
1. Benjamin BRANDAUER
2. Anna SIEBENHAAR
3. Dominik BACHMANN
44,18
45,03
Damen
1. Gabi BATELKA
2. Viktoria REDL
3. Katrin HARTMANN
33,81
39,05
41,35
Herren
1. Stefan WAGENBICHLER
2. Christian DJERDJEV
3. Werner STRÖBL
27,92
30,24
30,52
Snowboard
1. Christof SCHNEIDER
2. David MAIER
3. Alexander STOLTEN
39,11
42,11
55,08
Durchschnittszeit (40,80)
1. Thomas HAUBENBERGER
2. Traude HABERMANN
3. Thomas EHART
39,64
43,73
37,52
Frühlingsgefühle
Eine Wetterbeschwörung: Der vergangene Winter war lang und kalt.
Uwe Bergmann, Geschäftsführer im „Schlossbräu“, hofft auf einen
langen, warmen Frühling und Sommer.
WAS FÜR EIN WINTER! Da muss
nicht mehr, wie gut ein Bier
man ja missmutig werden! Der
schmecken kann. Oder Spareviele Schnee, die eiskalten Winribs, verköstigt im Freien! Endde. Und erst diese unglaubliche,
lich gibt es auch wieder Leben
durch und durch gehende Kälauf den Straßen, in den
te. Viel zu lange gedauert hat
Grätzln. Die Menschen hasten
dieser Winter sowieso. Und je
winterbedingt nicht mehr
länger er andauerte, desto mehr
durch die Gegend, die meiverging einem die Lust auf ei- Uwe Bergmann
sten schlendern einher, schaunen Schneespaziergang. Im
en in die Auslagen, plaudern
Dezember, in der Adventzeit konnte miteinander. Müßiggang in der Großman wenigstens einen Abstecher zum stadt: sich treiben lassen, sich hin und
Punschstand machen – was aber tun wieder irgendwo hinsetzten, die Menwährend der endlosen Monate Jänner schen beobachten und ihnen nachund Februar?
blicken, ein wenig träumen. Wer im
Frühling dagegen, was für ein Gefühl! Frühling oder Sommer durch die Stadt
Die ersten wärmenden Sonnenstrahlen! spaziert, wird dieses Bild vor sich haEndlich machen Spaziergänge wieder ben: An allen Ecken, auf den meisten
Sinn – der Reihe nach sperren nun die Plätzen der Stadt laden Schani- und
Gast- und Schanigärten langsam wieder Gastgärten den Flaneur zum Verweilen
auf. Frühling: Man wusste ja schon gar ein und beleben die Szenerie.
4
Der Schanigarten ist eine typische Errungenschaft des Wiener Kaffeehauses
– und ebenso alt wie dieses selbst.
Bereits im 18. Jahrhundert stellte der
Kaffeesieder Giovanni Taroni Tische
und Stühle vor sein Cafe am Graben,
um den Gästen die Möglichkeit zu geben, ihre Getränke im Freien einzunehmen. Diese Innovation war ein voller
Erfolg. Innerhalb weniger Jahre ahmten
die meisten Kaffeesieder den „Garten“
ihres findigen Kollegen nach. Später kamen dann die so genannten „Pretercafes“ in Mode – dort traf sich das elegante Wien, dort lustwandelten die adeligen Herren und Damen, dort spielte
regelmäßig die Musik.
Woher der Name „Schanigarten“ kommt,
ist bis heute ungeklärt. Der Anekdote
nach ist „Schani“ die Verbalhornung
von „Jean“ (deutsch: Hans). Der Schani
war und ist heute noch jener Lehrling,
der für die Kellner und speziell für den
Ober Hilfsdienste zu verrichten hat.
Und irgendwann soll, so geht jedenfalls
die Anekdote, ein Kaffeehausbesitzer
zu seinem Lehrling gesagt haben: „Schani, trag den Garten ausse!“ Besagter
Schani trug daraufhin Sessel, Tische und
Blumenkisten hinaus, arrangierte das
Ganze – fertig war der Schanigarten.
Viele machen es heute noch genau so.
Am Abend werden die Tische und Stühle aufeinander gestapelt, die Blumenkästen ins Lokal getragen und am nächsten Tag, in aller Früh, wird der Garten
wieder aufgebaut.
Frühling und Sommer, hoffentlich werden sie schöne, warme Höhepunkte
des Jahres! Hoffentlich dauern Frühling
und Sommer lang, sehr lang, denn
General Winter wird wieder früh genug
einmarschieren.
■
Ausgabe 2 / 2005
Das Journal für den Bier-Genießer
»Carpe Diem«
hat seit damals immer wieder jähe, überraschende Wendungen genommen.
In Hartberg, Steiermark, baute sie sich
eine neue Existenz auf, 1993 übersie-
»Tina« im Bierhaus Mauer
DREI ANLÄUFE, einer dramatischer als
der andere, unternahm Valentina Varga,
bis sie schließlich in Österreich ihre neue
Heimat fand. Ende 1989 versuchte sie,
hochschwanger, in tiefer Nacht über die
ungarische Grenze nach Österreich zu
gelangen. Erst der dritte Versuch klappte, zweimal wurde sie zurück in ihr rumänisches Heimatdorf geschickt, zurück
zu ihrer großen Familie. „Fürchterlich
war, am Boden zu robben und keine
zwei Meter von mir entfernt Soldaten zu
wissen. Ich habe gehört, wie die Soldaten das Gewehr durchgeladen haben“,
erinnert sich Valentina an die wohl dramatischsten Stunden ihres bisherigen
Lebens. Valentina ist 1967 geboren, so
schnell und so unumkehrbar gealtert
wie während der Nächte der Fluchtversuche ist sie nachher nie mehr. Ihr Leben
delt sie, Sohn Thomas ist vier Jahre alt,
nach Wien. Hier arbeitete sie im
Verkauf und in etlichen Gastbetrieben.
Im Bierhaus ist Valentina, die so introvertiert wie offen, so neugierig auf andere wie einzelgängerisch ist, seit einem Jahr als Kellnerin. Ein fiktives,
durchaus denkbares Frage-AntwortSpiel: Ist Valentina eine freundliche,
fleißige, fixe Kellnerin? Eindeutig, ja.
Abenteuerlust, Rebellion, kann sie damit etwas anfangen? Selbstverständlich!
Den Morgen nimmt sie eher verschlafen
in Angriff, den restlichen Tag über ist
sie eine durchaus redselige Kollegin –
stimmt das? Selbstverständlich! „Mein
Lebensmotto: ‚Carpe Diem‘. Ich möchte
nicht im Gestern, nicht im Morgen leben. Ich lebe im Heute.“
Die bislang letzte Kehrtwendung in ihrem Leben, diesmal eine kuriose: Lange
Zeit löste Valentina mit Leidenschaft
Kreuzworträtsel. Eines Tages im Jahr
2001 war aber Schluss damit, und zwar
endgültig: Valentina hatte die letzten
➡
Unsere Mitarbeiter stellen sich vor: Valentina Varga arbeitet im Bierhaus nicht nur als Kellnerin. Bald wird ihr Arbeitsplatz zur Kunstgalerie: Ihre großformatigen, expressiven Bilder, die sie seit einigen
Jahren malt, werden im Lokal zu sehen sein.
Ein Porträt von Brigitte Valent
»Tina« mit 10 Jahren in Rumänien
freien Felder ihrer in rumänischer
Sprache gehaltenen Rätselhefte vollgekritzelt, kein Nachschub mehr. Also verlegte sie sich kurzerhand auf eine neue
Tätigkeit: Seit damals malt sie Bilder,
ziemlich wunderbare Bilder, auf denen
sie Geschichten erzählt. Oft sind es
Geschichten, die von ihren Erlebnissen
handeln, von ihren kuriosen, traurigen,
fürchterlichen, lustigen. Ihr Arbeitsplatz
wird alsbald zur Galerie: Im Bierhaus
werden im Sommer ihre Bilder zu sehen sein.
■
S e i n e r z e i t…
… der „Bierige“ in RudolfsheimFünfhaus war einst eine so genannte „Stehweinhalle“. Die Geschichte des Lokals reicht bis
1912 zurück. Stefan Wagenbichler,
Restaurantleiter „Bierhaus“ und
„Schlossbräu“, weiß mehr.
Man traf sich am Tag der Weinanlieferung,
direkt am Gehsteig: Wenn das Weinfuhrwerk, von zwei mächtigen Rössern gezogen, eintraf, war das erste „Vierterl“ gratis.
Die gesamte Lieferung bestand aus zwei je
800 Liter fassenden Holzfässern Weißwein
aus dem Weinviertel sowie Rotwein aus
dem Burgenland. Und direkt vom Fuhrwerk
herunter wurde auch der erste „Hauerwein“ an die Weinkenner verschenkt.
Im Inneren der Stehweinhalle trafen tagtäglich Bürgermeister auf Sekretäre, Land-
wirte auf Knechte; jeder gönnte sich – und
dem anderen – ein gutes Glas. Entlang der
Wände saß man auf durchgehend hölzernen Sitzbänken. Die halbvollen Gläser stellte man sicherheitshalber auf das
Wandbord hinter sich – damit es
nicht vom Sitznachbar ausgetrunken wurde. „Stehweinhalle“, der
ursprüngliche Name für das Lokal,
in dem vor acht Jahren der
„Bierige“ seine Pforten geöffnet
hat, hat damit zu tun: Viele Gäste
blieben wegen des mitunter forsch
betriebenen Flüssigkeitsdiebstahls
gern mit dem Glas in der Hand
stehen.
1937 erwarb Ferdinand Reinwein
sen. die Lokalität – und erweiterte
das Angebot um hausgemachte Blut- und
Leberwürste. Reinwein war gelernter
Fleischhauer. Deshalb legte er auch großen
Wert darauf, höchstpersönlich im
Schlachthof St. Marx die diversen Zutaten
einzukaufen – und diese anschließend einmal pro Woche zur besten „Blunzen“
Wiens zu verarbeiten. Frischer ging’s
bereits damals nicht! Dienstag war
Blunzentag, und der Rekord war eine zehn
Meter lange Blunzenwarteschlange! Es
wurde nun natürlich auch frisch gezapftes
Bier angeboten. Der Wirt beglückte seine
Gäste öfters mit Schnupftabak: herzhaftes
Niesen, tränende Augen und rinnende Nasen waren an der
Tagesordnung. Reinwein begrüßte jeden neu eintreffenden
Gast auch gern mit einem lautstarken „Grüß Gott!“ Die Weinhalle des Fleischermeisters erhielt deshalb auch den Beinamen „Zum schreienden Wirt“.
Heute erinnert im „Bierigen“ die
große Weinpresse aus dem 16.
Jahrhundert, ein Geschenk des
Stiftes Göttweig, an das historische Lokal im 15. Bezirk. Das
markante Wahrzeichen, das sich seit
Gründung der „Stehweinhalle“ hier befindet, ist heute Teil der Schank.
■
5
Ausgabe 2 / 2005
Das Journal für den Bier-Genießer
Stammgäste erzählen...
R Ä T S E L E C K E
Spürst du die Aufregung?
Zwei Krüge
Liebeserklärungen an die Liebe, zusammen getragen von Elisabeth Zuser
D
ein Glück liegt jederzeit für dich bereit, es wird in deine Hände gelegt.
Gibt acht auf all das Glück, das du hast
und kümmere dich darum. Hüte es wie
einen Schatz, es wird dann immer bei dir
bleiben und dich erfreuen. Es ist immer
für dich da. Du brauchst es nur anzunehmen, du brauchst es nur zu erkennen!
Du musst ihm auch nicht ständig hinterher laufen. Lade dich auf mit Glück, mit
Lebensfreude.
Dreh dich um – und da ist Liebe. Überall kannst du sie sehen, dieser Satz ist
Wahrheit, sieh hin und erkenne sie in
allen Menschen, Tieren und, gerade
jetzt, in der Natur.
Es ist Frühling. Mit wie viel Liebe bilden
sich die Blüten an den Bäumen und
Sträuchern! Wie sie sich langsam heraus
trauen und die Welt aufs Neue sehen
wollen, Jahr für Jahr. Wie es duftet nach
Neubeginn und Lebensfreude, spürst
WUSSTEN SIE…
du die Aufregung – all das ist Liebe!
Öffne deine Augen für die Liebe auf
diesem wundervollen Planeten, sie ist
für dich da. Nimm diese Liebe an, sie
kostet dich nichts.
Die Erde zählt auf dich, gib acht auf sie
wie auf deinen Augapfel, sie ist heilig
und du darfst auf ihr leben. Zerstöre sie
nicht, du bekommst die Kraft, die du
brauchst von ihr – und sie beschützt
dich wie einst die Mutter in ihrem
Schoß. Dreh dich um, überall ist Liebe:
Lade dich auf an der wundervollen
Natur, lass dir die Sonne aufs Gesicht
scheinen und spüre, wie sie dich wärmt,
wie sie dir Kraft gibt.
Sei glücklich hier auf Erden, die Zeit ist
kostbar.
Lebe und denke nicht an morgen, sei
einfach du selbst und steh zu dir. Mach
aus kleinen Problemen keine großen,
lawinenartigen, die dann auf dich zurol-
len und dich überschütten.
Wenn du glücklich bist, wird die Freude,
die Liebe auf dich zurollen und auch das
kannst du nicht stoppen, das ist das
Gesetz von Ursache und Wirkung.
Fang jetzt an zu leben, es ist nie zu spät.
Mach das, was du schon immer machen
wolltest, trau dich und lebe.
Vergiss auch nicht auf deine Mitmenschen und hilf mit, ihre Träume zu verwirklichen. Sie brauchen dich genauso
wie du sie brauchst, und freuen sich
über deine Zufriedenheit. Fangt an miteinander zu leben – nicht gegeneinander. Geh du einen Schritt auf deine
Feinde zu und gib du ihnen die Hand
zum Frieden.
Lebe und denke nicht an morgen, denn
du musst im Jetzt leben, wer weiß, was
die Zukunft bringt. Ich weiß es nicht.
Dies sind meine Gedanken. Ich denke,
ich liege nicht ganz falsch damit. Ich
weiß: Es ist nicht einfach, sich an diese
Wünsche und Ideen zu halten, aber jeder noch so kleine Schritt in deren Richtung ist wertvoll.
■
Knifflige Fragen
1. Wer sich 1889 in Mayerling erschoss?
■ Wenn schwimmen schlank macht,
was machen Blauwale falsch?
■ Leben Verheiratete länger oder
kommt ihnen das nur so vor?
2. Wie ein Kirchenbau heißt, dessen Mittelschiff höher als seine Seitenschiffe ist?
■ Wenn Maisöl aus Mais gemacht wird,
wie sieht es mit Babyöl aus?
■ Mit welcher Geschwindigkeit breitet
sich das Dunkel aus?
a) Zentralbau
b) Basilika
■ Wenn Superkleber wirklich überall
klebt, warum dann nicht auf der
Innenseite der Tube?
■ Wenn ein Schizophrener mit
Selbstmord droht, kann er wegen
Geiselnahme verurteilt werden?
■ Warum ist nie besetzt, wenn man eine falsche Nummer wählt?
■ Wenn Schildermacher streiken, wer
beschreibt ihre Schilder?
■ Warum muss man für den Besuch
beim Hellseher einen Termin haben?
■ Warum gibt es kein Katzenfutter mit
Maus-Geschmack?
■ Wenn das Universum alles ist und
sich ausdehnt, wo dehnt es sich
dann rein?
■ Warum laufen Nasen, während Füße
riechen?
3. Was ein Ginko ist?
a) Laubbaum
b) Reptil
c) Insekt
d) Wurm
4. Wie das Gebirge entlang der südamerikanischen Westküste heißt?
a) Rocky Mountains c) Appalachen
b) Sierra Nevada d) Anden
5. Welche Gestalt der griechischen Mythologie seinen Vater tötete und die
Mutter heiratete?
a) Hyazinth
c) Kreon
b) Ödipus
d) Theseus
Auflösung:
■ Wenn es heute 0 Grad hat und morgen doppelt so kalt werden soll, wie
kalt wird es morgen?
■ Eine Thermoskanne hält im Winter
warm, und im Sommer kalt. Doch
woher weiß sie, wann Sommer und
wann Winter ist?
■ Bekommt man Geld zurück, wenn
das Taxi rückwärts fährt?
■ Wenn nichts an Teflon haftet, wieso
haftet es an der Pfanne?
■ Warum ist einsilbig dreisilbig?
■ Wieso hat eine 24-StundenTankstelle Tür-Schlösser?
■ Warum besteht Zitronenlimonade
größtenteils aus künstlichen Zutaten,
während in Geschirrspülmittel richtiger Zitronensaft drin ist?
■ Warum benutzt man für "Tödliche
Injektionen" in den U.S.A. sterilisierte
Spritzen/Nadeln?
1. a) Kronprinz Rudolf; 2. b) Basilika;
3. a) Laubbaum; 4. d) Anden; 5. b) Ödipus
Impressum: Herausgeber: Thomas Brandauer, Brandauer’s Bieriger, Schweglerstraße 37, 1150 Wien · Redaktion: Brigitte Valent · Mitarbeiter dieser Ausgabe:
Stefan Wagenbichler, Uwe Bergmann, Ilona Harviscakova, Christa Eder, Pamela Schneider · Fotos: Stefan Gergely, Haubenberger Thomas, Brau Union Österreich · Layout /
Graphik / DTP: kurt treiber | graphic design, Hernalser Hauptstraße 113/19, 1170 Wien · Druck: Prägunt Design, Schweglerstraße 26, 1150 Wien
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Lösung: Den 3-Liter-Krug füllen und in
den 5-Liter-Krug füllen. Dort passen noch
2 Liter hinein. Den 3-Liter-Krug erneut
füllen und den 5-Liter-Krug voll machen.
Im 3-Liter-Krug verbleibt somit noch 1
Liter. Den 5-Liter-Krug ausleeren und den
1-Liter-Inhalt des 3-Liter-Krugs in den 5Liter-Krug füllen. Den 3-Liter-Krug erneut
füllen und zum 1-Liter-Inhalt des 5-LiterKrug geben. Somit sind im 5-Liter-Krug
exakt 4 Liter Wein.
P.S.: Nach zwei Stunden vergeblichen
Mühens haben Klaus und Gerhard
beschlossen, doch beim Bier zu bleiben.
Vorlaute Klappe
a) Kronprinz Rudolf c) Georg Trakl
b) Ludwig II
d) Paul Celan
c) Kapelle
d) Hallenkirche
Im Keller eines Wirtshauses steht ein großes, offenes Weinfass. Aus diesem dürfen
sich Klaus und Gerhard vier Liter Wein
abfüllen. Ihnen stehen dazu zwei leere
Krüge von jeweils fünf respektive drei
Litern Inhalt zur Verfügung. Klaus und
Gerhard wollen vier Liter aus dem Weinfass schöpfen.
Wie stellen sie das an?
Klaus muss aufgrund seiner vorlauten
Klappe eine Wette einlösen. Und so startet er von Wien aus um punkt 6 Uhr morgens an einem Montag seinen Fußmarsch Richtung Tillmitsch. Er geht mal
langsam, mal schnell, ab und zu macht er
eine kurze Rast.
Um 19 Uhr sucht er sich ein Nachtquartier, um anderntags pünktlich um 6
Uhr aufzubrechen. Da er aber bemerkt,
dass der Weg nach Tillmitsch doch weiter
ist als gedacht (und er schon am ersten
Tag einen ordentlichen Muskelkater hat),
beschließt er, Dienstag früh den Rückweg
nach Wien anzutreten. Wiederum macht
er an verschiedenen Stellen Rast und
trifft um 19 Uhr in Wien ein.
Frage: Gibt es einen Ort, an dem Klaus
an beiden Tagen zur exakt gleichen Zeit
war?
Antwort: Ja
Stellen Sie sich vor, es handelt sich um
zwei Wanderer. Klaus geht am Montag
hin, und Gerhard geht am Dienstag
zurück. Dies könnte natürlich auch am
gleichen Tag passieren – dann muss es
einen Punkt geben, an dem sich die beiden treffen.
Ausgabe 2 / 2005
Das Journal für den Bier-Genießer
Max und Moritz
Eine Bubengeschichte von Wilhelm Busch
Wilhelm Busch wurde am 15. April 1832 in Widensahl bei Hannover
geboren. Er studierte zuerst Maschinenbau, anschließend wechselte
er an Kunstschulen in Düsseldorf, Antwerpen und München.
Busch war Mitarbeiter der Satirezeitungen »Fliegenden Blätter«
und »Münchner Bilderbogen«. Durch seine Bildergeschichten und
Gedichte erlangte er Weltberühmtheit. Er starb am 9. Januar 1908.
Erster Streich
Mancher gibt sich viele Müh'
Mit dem lieben Federvieh;
Einesteils der Eier wegen,
Welche diese Vögel legen;
Zweitens: Weil man dann und wann
Einen Braten essen kann;
Drittens aber nimmt man auch
Ihre Federn zum Gebrauch
In die Kissen und die Pfühle,
Denn man liegt nicht gerne kühle.
Seht, da ist die Witwe Bolte,
Die das auch nicht gerne wollte.
Ihrer Hühner waren drei
Und ein stolzer Hahn dabei.
Max und Moritz dachten nun:
Was ist hier jetzt wohl zu tun?
Ganz geschwinde, eins, zwei, drei,
Schneiden sie sich Brot entzwei,
In vier Teile, jedes Stück
Wie ein kleiner Finger dick.
Diese binden sie an Fäden,
Übers Kreuz, ein Stück an jeden,
Und verlegen sie, genau
In den Hof der guten Frau. –
Kaum hat dies der Hahn gesehen,
Fängt er auch schon an zu krähen:
Kikeriki! Kikikerikih!! -Tak, tak, tak! –
Da kommen sie.
Hahn und Hühner schlucken munter
jedes ein Stück Brot hinunter;
© Verlag J.F. Schreiber 1995
Aber als sie sich besinnen,
Konnte keines recht von hinnen.
In die Kreuz und in die Quer
Reißen sie sich hin und her,
Witwe Bolte in der Kammer
Hört im Bette diesen Jammer;
Ahnungsvoll tritt sie heraus,
Ach, was war das für ein Graus!
",Fließet aus dem Aug', ihr Tränen!
All mein Hoffen, all mein Sehnen,
Meines Lebens schönster Traum
Hängt an diesem Apfelbaum!'
Flattern auf und in die Höh',
Ach herrje, herrjemine!
Tiefbetrübt und sorgenschwer
Kriegt sie jetzt das Messer her,
Nimmt die Toten von den Strängen,
Daß sie so nicht länger hängen,
Ach, sie bleiben an dem langen,
Dürren Ast des Baumes hangen.
Und ihr Hals wird lang und länger,
Ihr Gesang wird bang und bänger.
jedes legt noch schnell ein Ei,
Und dann kommt der Tod herbei.
Und mit stummem Trauerblick
Kehrt sie in ihr Haus zurück.
–––––––––––––––––
Dieses war der erste Streich,
Doch der zweite folgt sogleich.
RÄTSELMÄRCHEN
GEBRÜDER GRIMM
QUIZ FÜR
HELLE KÖPFE!
Drei Frauen waren verwandelt in
Blumen, die auf dem Felde standen,
doch deren eine durfte des Nachts in
ihrem Hause sein.
Da sprach sie auf eine Zeit zu ihrem
Mann, als sich der Tag nahete und sie
wiederum zu ihren Gespielen auf das
Feld gehen und eine Blume werden
mußte, „so du heute vormittag kommst
und mich abbrichst, werde ich erlöst
und fürder bei dir bleiben;“ als dann
auch geschah.
Nun ist die Frage, wie sie ihr Mann
erkannt habe, so die Blumen ganz gleich
und ohne Unterschied waren.
1. Warum hebt der Storch ein Bein
wenn er sich ausruhen möchte?
a) Wenn er beide heben würde, fiele er
um…
b) Weil er dann leichter ist
Lösung:
„Dieweil sie die Nacht in ihrem Haus
und nicht auf dem Feld war, fiel der Tau
nicht auf sie als auf die andern zwei,
dabei sie der Mann erkannte.“
4. Dadurch, dass es ihn gibt, ist man im
Auto vor einem Blitzschlag ganz
sicher! Was ist gemeint?
a) der Antennen-Blitzableiter
b) der faradaysche Käfig
2. Wie ernährt sich die Fledermaus, die
man Vampir nennt?
a) Blut saugend oder
b) Fleisch fressend
3. Wie nennt man die Wissenschaft der
Erdkunde mit einem Fremdwort?
a) Biografie
b) Geografie
Auflösung: 1. a, 2. a, 3. b, 4. b
7
Ausgabe 2 / 2005
Das Journal für den Bier-Genießer
B R A N D A U E R ’ S
D A S
G A N Z E
8. Mai 2005
Muttertag bei Brandauer’s
1. Juli 2005
»Falstaff«-Bierfest im Schlossbräu ab 19 Uhr.
Reichhaltiges Buffet, verschiedenste Biersorten und Live-Musik für Euro 25,- pro Person.
Die Geschenkidee
Mittagsbuffet im Bierhaus*
Grillbuffet im Bierhaus
Mo–Fr 1130–15 Uhr
Pro Person Euro 6,90, Kinder bis 12
Jahre Euro 5,- (unter 5 Jahre gratis)
ab 1. Mai, tägl. 17–2230 Uhr
Pro Person Euro 10,90
Kinder bis 12 Jahre Euro 7,50
Schlafen bei Brandauer
Brandauer liegt im
Spargelbeet
Brandauer zückt den
Steirerhut
04.05. – 25.05.
Spargel, Spargel, Spargel, Spargel
07.09. – 21.09.
Herzhaftes aus dem Steirerland
Brandauer pirscht
sich an
Brandauer lässt die
Gänse raus
05.10. – 26.10.
Das Beste aus heimischen Wäldern
02.11. – 20.11.
Köstliches rund ums Martini-Gansl
Unser Hotelbetrieb im venezianischen
Renaissanceschlössel im Bierhaus Mauer
bietet ein ganz besonderes Ambiente.
Günstige Preise für Außergewöhnliches.
Brandauer hat immer
offen für Dich!
Brandauer hat immer
Platz für Dich!
Ob im Biedermeier-Festsaal oder unter
Kastanienbäumen. 1.000 Indoor- und 1.300
Outdoor Gartenplätze warten auf dich.
Brandauer’s Welt der Biere!
Bis zu acht offene Biersorten so wie eine
Auswahl an Flaschenbieren.
*Gratisparken in der Zeit von 11–15 Uhr in der Tiefgarage im Haus.
… und so findest Du uns:
1150 Wien
Schweglerstrasse 37
Tel. 789 66 06 · [email protected]
tägl. geöffnet von 10 bis 01 Uhr · kein Ruhetag
www.bierig.at
1130 Wien
Am Platz 5
Tel. 879 59 70 · [email protected]
tägl. geöffnet von 10 bis 01 Uhr · kein Ruhetag
www.bierig.at
1230 Wien
Gesslgasse 4
Tel. 887 45 67 · [email protected]
tägl. geöffnet von 10 bis 01 Uhr · kein Ruhetag
www.bierig.at
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Gutscheine vom Brandauer
einzulösen in einem der 3 Betriebe
Drei völlig unterschiedliche Lokaltypen einigt ein Konzept: Gutes Essen und Trinken zu
vernünftigen Preisen. Gastronomie mit Sympathie. 364 Tage im Jahr.
Feiern bei Brandauer
Vom Familienfest bis zur Firmenfeier (bis zu
600 Personen). Brandauer’s Betriebe bieten
kulinarische Köstlichkeiten und Ambiente
zum Wohlfühlen. Buffet- & Menüvorschläge
erhalten Sie bei unseren Mitarbeitern.
J A H R