OELMÜHLE HAMBURG AG - ADM Hamburg Aktiengesellschaft

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OELMÜHLE HAMBURG AG - ADM Hamburg Aktiengesellschaft
O E L M Ü H L E H A M B U R G AG
Eine Gesellschaft der
Gruppe
GESCHÄFTSBERICHT 2005/2006
AUF EINEN BLICK
KONZERN
AKTIENGESELLSCHAFT
IFRS
HGB
2005/2006
2004/2005
2005/2006
2004/2005
3,533
3,210
3,533
3,207
1.497,617
1.343,305
1.264,465
1.063,049
Gezeichnetes Kapital
19,143
19,143
19,143
19,143
Rücklagen
32,532
37,043
22,069
22,069
Bilanzsumme
418,612
355,018
348,797
274,088
Sachanlagen
143,517
139,152
39,653
33,402
Finanzanlagen/Beteiligungen
509
4,393
51,171
49,297
Umlaufvermögen/
kurzfristige Vermögenswerte
268,233
204,473
257,518
191,024
Investitionen
(ohne Zugänge aus Anwachsung)
19,235
12,590
10,761
6,237
Abschreibungen
(ohne Zugänge aus Anwachsung)
14,340
17,328
5,818
6,082
Gewinn nach Steuern
79,652
32,345
84,417
26,510
Personalkosten
38,791
39,701
20,224
18,577
563
543
326
276
Saatenverarbeitung in Mio to
Werte in Mio Euro
Umsatz
Zahl der Mitarbeiter
AUFSICHTSRAT
Dr. Klaus-Peter Hopp, Kaufmann, Hamburg
Vorsitzender
Mark Zenuk, Kaufmann, Hamburg
stellv.Vorsitzender
(ab 15. November 2005)
Kevin Burgard, Kaufmann, Hamburg
stellv.Vorsitzender
(bis 15. November 2005)
Thomas Schlomm,Wentorf
( als Arbeitnehmervertreter)
VORSTAND
Jens Kaß, Kaufmann, Hamburg
Joseph Daniel Taets, Kaufmann, Schenefeld
6
INHALT
Aufsichtsrat und Vorstand
6
Konzernlagebericht und Lagebericht der Oelmühle Hamburg AG
8
Bilanz der AG
20
Entwicklung des Anlagevermögens der AG
22
Gewinn- und Verlustrechnung der AG
24
Anhang der Oelmühle Hamburg AG
26
Bestätigungsvermerk
32
Konzern-Bilanz
34
Entwicklung des Anlagevermögens des Konzerns (1. April 2005/31. März 2006)
36
Entwicklung des Anlagevermögens des Konzerns (1. April 2004/31. März 2005)
38
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
40
Konzern-Kapitalflussrechnung
41
Entwicklung des Eigenkapitals des Konzerns
42
Konzernanhang der Oelmühle Hamburg AG
43
Primäre Segmentberichterstattung des Konzerns 2005/2006
62
Sekundäre Segmentberichterstattung des Konzerns 2005/2006
62
Rückstellungsspiegel
63
Bestätigungsvermerk
64
Bericht des Aufsichtsrats
65
7
KONZERNLAGEBERICHT
UND
LAGEBERICHT
FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2005/2006
DER OELMÜHLE HAMBURG AG
ÜBERBLICK
Der Konzern Oelmühle Hamburg AG blickt auf
ein außergewöhnlich erfolgreiches Jahr zurück.
Die Umsatzerlöse im Konzern gem. IFRS stiegen
um 11% gegenüber dem Vorjahresniveau (EUR
1,343 Milliarden) auf EUR 1,498 Milliarden.
Der hauptsächliche Grund für diese Steigerung
ist sowohl in der größeren Ölsaatenverarbeitung
zu finden, 3,5 Mio. to (+ 10%), als auch in einer
gestiegenen Verarbeitung in der Ölraffinerie
und der Biodieselanlage. Das Preisniveau ist im
Wesentlichen als stabil anzusehen.
Der aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrages an die ADM Beteiligungsgesellschaft
abgeführte Gewinn von EUR 84,4 Mio. lag über
dem Vorjahr und bildete damit einen neuen
Rekord.
Alle Abteilungen haben zu diesem positiven
Ergebnis beigetragen.
Während die Sojaverarbeitungsmarge weiterhin
als leidlich zu bezeichnen ist, hat sich der positive
Margen-Trend bei der Rapssaatverarbeitung und
auch in der Biodieselproduktion fortgesetzt.
Die Oelmühle Hamburg Aktiengesellschaft ist
durch ihre vertikale Integration stärker denn je
ein Bindeglied zwischen Landwirtschaft und
Konsum.
Seit Gründung bzw. Akquisition sind die
Oelmühle Hamburg Aktiengesellschaft und ihre
Tochtergesellschaften tätig in den Bereichen
Ölsaatenverarbeitung, deren Beschaffung, Transport, Lagerung und Vertrieb der Koppelprodukte
Schrot (als Proteinträger für die Landwirtschaft)
und pflanzliche Öle.
Der Konzernabschluss der Oelmühle Hamburg
AG wurde gem. zurzeit geltenden IFRSRichtlinien erstellt. Zum Zwecke der Generierung
von Vorjahresvergleichszahlen wurde ebenfalls
eine IFRS-Konzernbilanz zum 31.03.2005 abgeleitet. Die Vorjahresvergleichszahlen für die
Gewinn- und Verlustrechnung basieren auf dem
Zeitraum zwischen der IFRS-Eröffnungsbilanz
zum 31.03.2004 und der Folgebilanz zum
31.03.2005. Details zu Unterschieden zwischen
HGB- und IFRS-Zahlen sind im Konzern-Anhang
detailliert beschrieben. Für den Lagebericht bleibt
festzuhalten, dass die sehr stark monetäre
Ausrichtung des Geschäftes der Oelmühle die
Anzahl und die Auswirkungen von HGB- und
IFRS-Differenzen in Grenzen hält.
Somit ergibt sich gemäß IFRS ein Konzernrohergebnis von EUR 172,8 Mio. (Vorjahr: 92,4).
Der Jahresüberschuss nach Abzug des Anteils
anderer Gesellschafter beläuft sich auf EUR 79,4
Mio. gegenüber EUR 31,7 Mio. des vorangegangenen Geschäftsjahrs 2004/2005. Zum besseren
Vergleich beziehen sich beide Jahresergebnisse
auf gemäß IFRS ermittelten Werten.
Die Einzelergebnisse der Tochtergesellschaften
sind im Rahmen der Konsolidierung hierin enthalten.
8
DIE ÖLMÜHLE UND IHR MARKT
Die klassische Verwendung von pflanzlichem Öl
für Ernährungszwecke rückte speziell im vergangenen Berichtsjahr gegenüber dem Einsatz
im chemisch-technischen Bereich etwas mehr in
den Hintergrund, wobei speziell der Einsatz von
Rüböl im Biodieselbereich weiter boomt.
Die starke Nachfrage der nachwachsenden
Rohstoffe für diesen Bereich wirkte sich auch in
dieser Berichtsperiode stabilisierend auf die
Saatverarbeitungsanlagen aus, wobei man in der
Rapssaatverarbeitung nahezu von einer Vollauslastung sprechen kann.
Die Ertragslage wird maßgeblich von den
Entwicklungen auf den internationalen Agrarmärkten sowie durch den Grad der Kapazitätsauslastung der Produktionsanlagen bestimmt.
Was in der vorangehenden Berichtsperiode
(2004/2005) bereits begann, setzte sich in diesem
Geschäftsjahr weiter fort: Das bei der Sicherung
des Eiweißbedarfs nachgefragte Schrot bringt die
Ölmühlenindustrie beim Verkauf des „Kuppel-
produktes“ Öl zunehmend nicht mehr in die
Bedrängnis, dieses unter Preisdruck zu exportieren, sondern es der höheren Wertschöpfungskette
in der Verwendung als nachwachsender Treibstoff
zuzuführen.
Die Oelmühle Hamburg AG versteht sich weiterhin schwerpunktmäßig als Lieferant hochwertiger
Lebens- und Futtermittelrohstoffe.
• Der Eiweiß-Veredlungsbereich
Unsere 50% - Beteiligung der Oelmühle Hamburg
Aktiengesellschaft an der im Eiweißbereich
tätigen Firma:
HAMLET PROTEIN A/S *, in Horsens, Dänemark
(Sojaeiweiß für Tieraufzucht) ermöglichen den
Einsatz unserer Sojaprodukte in diesen Bereichen.
* wie
Jedoch nimmt die Umesterung von pflanzlichen
Ölen zu Biodiesel, produziert in den beiden
Anlagen in Hamburg und Leer, an Bedeutung zu.
Der anhaltende Trend zur Verwendung von
Pflanzenöl auch im technischen- bzw. energetischen
Bereich durch chemische Umesterungsanlagen
sind als Alternative zu den Speiseölraffinerien
nicht zu übersehen.
Weiterhin ist und bleibt die Basis für die Tätigkeit
der Oelmühle Hamburg Aktiengesellschaft die
Saatverarbeitung im Extraktionsbetrieb in
Hamburg.
Folgende Aktivitäten sind in unserer funktionierenden vertikalen Integrationskette zu finden:
• Das Umschlags- und Lagergeschäft
von Ölsaaten und Getreide in Hamburg, Rostock
und Magdeburg - Rothensee. Es liefert die Logistik
für die eingehenden Saaten und ausgehenden
Produkte.
• Die Öl- und Fett-Veredelung
Sie verarbeitet die anfallenden Öle und Fette zu
Spezialprodukten für die Nahrungsmittelindustrie
im Werk Noblee & Thörl.
• Die oleochemische Verwendung
zur technischen Verwendung für die chemische
Industrie und als Treibstoff in den Biodieselanlagen in Hamburg und Leer.
Als Absatzinstrumente für das anfallende Öl bilden
diese Anlagen eine fundamentale Voraussetzung
für die Auslastung der Extraktionsanlagen.
im Bericht dargelegt, wurde dieser Anteil
zum 01.01.2006 veräußert.
Unserem Geschäftsmodell entsprechend wurden
für die IFRS Segmentberichterstattung folgende
Segmente definiert:
1. Ölmühle und
2. Weiterverarbeitung.
Das Segment “Ölmühle” deckt die klassische
Tätigkeit der Oelmühle Hamburg AG in Form
von Beschaffungslogistik (inklusive der vorgelagerten Silo-Gesellschaften), der Saatenextraktion
und der Raffination ab.
Wie bereits oben dargelegt, gewinnen weitere
und damit höherwertige Veredelungspraktiken
immer mehr an Bedeutung. Diese Veredelungsbereiche in Form von Öl- und Fett-Veredelung
sowie die Produktion von Biodiesel und Glycerin
bilden das zweite Segment “Weiterverarbeitung”.
Wie aus der Segmentberichterstattung zu ersehen ist, trägt das Segment “Weiterverarbeitung”
mit zum Unternehmenserfolg bei.
UMSTRUKTURIERUNG
Durch den Austritt ihres persönlich haftenden
Gesellschafters (Verschmelzung auf Oelmühle
Hamburg AG) ist die bisherige Oelmühle Leer
Connemann GmbH & Co.KG, Leer, Ende 2005
der Oelmühle Hamburg AG angewachsen.
Die Anwachsung erfolgte im Wege der
Gesamtrechtsnachfolge. Eine Veränderung im
Personalbestand hat nicht stattgefunden.
Unser Werk in Leer firmiert nunmehr als
Oelmühle Hamburg AG – Werk Leer und ist
9
unverändert im Bereich der Biodiesel- und
Glycerinproduktion tätig.
Diese Umstrukturierung hat auf die Konzernberichtserstattung im Vergleich zum Vorjahr
keine Auswirkungen. Für den Einzelabschluss
erhöhte sich die Bilanzsumme um EUR 16,3 Mio.
sowie die Umsatzerlöse um EUR 95,5 Mio.
ROHWARENVERSORGUNG
DES BEREICHES ÖLMÜHLE
Auf der Getreideseite der EU 25 im vergangenen
Wirtschaftsjahr verringerte sich die Anbaufläche
um 2,1% und auch die Erntemenge des vorangegangenen Rekordjahres wurde um 11,6% (256
Mio.to/ Vorjahr 290 Mio.to) verfehlt.
Nach der Rekordernte 2004 (20,1 Mio.to) verfehlten die EU 25 Ölsaatenerzeuger dieses
Ergebnis nur knapp (- 0,8%) und konnten mit
19,97 Mio.to wiederum ein überdurchschnittliches
Ergebnis vorweisen.
Rapssaat ist weiterhin mit Abstand die bedeutendste europäische Ölsaat und konnte ihre
Erntemenge sogar um 0,7% steigern auf 15,3
Mio.to.
Dieses reichhaltige Angebot war neben der
Rapsölnachfrage ein Hauptgrund für die überaus
gute Auslastung unserer Weichsaatenextraktion
in Hamburg.
Zu beachten war und bleibt die ständig steigende
europäische Rapssaatverarbeitung.
Nach dem Rekordanstieg von + 24% im Jahr
2004 (12,8 Mio.to) hat die EU 25 die
Verarbeitungsrekordmarke auf über 14 Mio.to
geradezu katapultiert.
Experten erwarten einen weiteren starken
Anstieg im westlichen Europa, also dort wo die
Biodieselnachfrage am stärksten ist.
Trotz einer geringeren Rapssaatproduktion der
EU-Anrainerstaaten und mehrerer angrenzender
Bundesländer, konnte sich der VerarbeitungsStandort Hamburg gut behaupten.
(Quelle der Erntezahlen: ZMP)
10
Die Weltsojabohnenernte hat zwar zugelegt,
jedoch mussten die hohen Ernteerwartungen,
speziell in Südamerika, deutlich revidiert werden.
Betrachtet man die Steigerung auf das produktbezogene Wirtschaftsjahr Oktober/September
für Sojabohnen, so ergibt sich eine prozentuale
Weltproduktionssteigerung von nahezu 20%.
Größer als 20% ist dabei allein die Steigerung in
den 5 größten Exportländern.
Die Versorgungslage für die Ölmühle war ausreichend und die für die Verarbeitung notwendigen
Schiffsankünfte kontinuierlich.
Die Sojaverarbeitung konnte gemäß dem gesamteuropäischen Trend leicht gesteigert werden.
Der konstante Absatz von Protein-Schroten in
Europa ist als gegeben zu bezeichnen.
Den Hauptgrund für eine größere Sojabohnenverarbeitung kann man in der verstärkten
Nachfrage nach NON GMO Sojaöl im
Lebensmittelsektor, aber auch im stärkeren
Bedarf an Sojaöl generell im Energiesektor sehen.
A) LOGISTIK
Zum Konzern Oelmühle Hamburg AG gehören
folgende Umschlagsbetriebe:
Neuhof Hafengesellschaft m.b.H.
(Beteiligung 74,9%)
mit Anlagen in Hamburg-Neuhof und Rostock
Per 1. Juli 2005 hat die Oelmühle Hamburg AG
die restlichen 25,1% von ihrem Partner, der sich
ganz auf seine Industriebeteiligungen konzentrieren
will, übernommen.
Somit ergibt sich seit oben genanntem Datum
folgender Besitzstand:
Neuhof Hafengesellschaft m.b.H.
(Beteiligung 100%)
mit Anlagen in Hamburg-Neuhof und Rostock
Silo P. Kruse Betriebs -GmbH & Co. KG
(Beteiligung der Neuhof Hafengesellschaft m.b.H.
51% )
Silo Rothensee GmbH & Co. KG,
Magdeburg-Rothensee (Beteiligung 100%)
LAGEBERICHT:
Nach der Rekordernte 2004 und der wiederum
positiv ausgefallenen Getreideernte 2005 füllten
sich schnell die Interventionsbestände und die
EU Getreide-Versorgungsbilanz konnte nur
durch signifikante Exporte ausgeglichen werden.
Besonders Weizen aber auch Gerste hat die
EU-Kommission im Laufe des Wirtschaftsjahres
aus der Intervention ausgeschrieben. Durch den
Export in Drittländer und den Transfer in das von
Dürre geschädigte Spanien wurden somit größere
Bestandsmengen abgebaut, wodurch auch unsere
Silobetriebe in Rostock, Magdeburg-Rothensee
und Silo P. Kruse in Hamburg profitierten.
Sind zu Beginn des Jahres noch vereinzelt zeitliche
Lücken bei den Schiffsankünften genutzt worden,
um einen Reparaturstau abzuarbeiten, so ist in der
Folgezeit von einer kontinuierlichen Auslastung
zu sprechen.
Aufgrund der logistischen Nähe der Neuhof
Hafengesellschaft zur Ölmühle, hat sich die
erhöhte Saatenverarbeitung als auch der verstärkte Bedarf der Biodieselanlage an Öl deutlich
sichtbar in der verbesserten Löschauslastung
dargestellt.
Neben dem erhöhten Umschlag an Getreide
haben sich für das Silo Rothensee weiterhin die
verbesserten Rapssaat- und Schrotumschlagsleistungen positiv auf das Jahresergebnis ausgewirkt.
B) DIE BETEILIGUNGSGESELLSCHAFTEN /
EIWEIßVEREDLUNG
Während des letzten Berichtsjahres bekräftigte
unser Joint Venture Partner verstärkt sein
Interesse an der Übernahme unserer 50%
Anteile an Hamlet A/S.
Diese Übernahme wurde rückwirkend per
01.01. 2006 vollzogen.
Aus dem Verkauf der Anteile wurde sowohl im
Einzelabschluss als auch im IFRS - Konzernabschluss ein Ertrag realisiert.
ROHWARENVERSORGUNG
DES BEREICHES
WEITERVERARBEITUNG
Trotz gestiegener Nachfrage, sowohl aus dem
Ernährungssektor als auch aus dem NON Food
Bereich - speziell der Energieseite -, ist Palmöl
aufgrund des weiter bestehenden großen Preisvorteils ausreichend und ohne Lieferengpässe am
Markt zur Verfügung gewesen. Davon profitierte
die Rohwarenversorgung in der Öl- und FettVeredlung (Noblee & Thörl GmbH).
Die Konzernfabrik war gut ausgelastet und konnte
den positiven Trend des Vorjahres fortsetzen.
Unter dem Einfluss einer temporären sehr starken
Ölnachfrage konnte die Rohwarenbeschaffung
ohne negative Beeinträchtigung der täglichen
Biodieselproduktion gestaltet werden.
Speziell in der letzten Hälfte unseres Wirtschaftsjahres konnten durch verstärkte Importe von
Rapsöl, größtenteils aus den EU Produktionsstätten von ADM, die Nachfrage just in time
befriedigt werden.
In diesem Bereich war in den ersten 9 Monaten
des Berichtsjahres nur noch die Firma Hamlet
Protein A/S als 50%ige Tochter der Oelmühle
Hamburg AG tätig.
Hamlet A/S liefert enzymatisch aufgeschlossenes
Sojaeiweiß für die Tieraufzucht.
Eine bessere Auslastung der zwei Jahre zuvor
erweiterten Produktion brachte Hamlet A/S, wie
vom Management erwartet, wieder in die Gewinnzone.
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ABSATZMÄRKTE DER ÖLMÜHLE
EINLEITUNG
Selten zuvor, im Vergleich zur vergangenen
Berichtsperiode, haben aktuelle Trends gezeigt,
dass die hiesigen Verbraucher-wenn auch maßvollbereit sind, mehr Geld auszugeben für Produkte,
die einen Mehrwert haben.
Konträr dazu zeigt es sich, dass viele Produkte
dort gekauft werden, wo sie am billigsten angeboten werden.
Nimmt man dann noch den fiskalpolitischen- und
mittlerweile mehr und mehr auch den fossilen
Energieeinfluss dazu, wird aufgezeigt, wie schwer
es sich aktuell darstellt, sich auf eine Strategie
festzulegen.Also eine zukünftige Marktentwicklung
‘zu lesen’.
Die anhaltende Konjunkturflaute hemmte in der
ersten Hälfte des Berichtsjahres weiter den
Konsum, während sich in der zweiten Hälfte das
allgemeine Geschäftsklima in Deutschland verbesserte und man im Frühjahr 2006 sogar von
einem kräftigen Aufschwung spricht.
Sicherlich profitierte hierbei die hiesige Wirtschaft
sowohl von der anhaltenden konjunkturellen
Erholung des Euroraumes, als auch von der ebenfalls weiter zügig expandierenden Weltwirtschaft.
Unsere Ölmühlenbranche profitierte dabei speziell
vom ausreichenden Rohwarenangebot als auch
von der stetig wachsenden Nachfrage an nachwachsenden Rohstoffen.
ÖLSCHROTE
Trotz der erhöhten Produktion hat sich Rapsschrot als erstaunlich preisstabil gezeigt.
Bei einem Preis von EUR 100,-- /Mto und einer
Jahresfluktuation von +/- 10% stieg die Akzeptanz
in der Mischfutterindustrie zu Lasten anderer
mittelproteinhaltiger Ölschrote.
Da das Rapsschrot seinen größten Abnehmer im
Milchkuhsektor hat, dürfte die leichte Zunahme
des Viehbestandes als auch die nahezu gleich
große Zunahme beim Milchabsatz (jeweils um ca.
1%) eine fördernde Wirkung hinterlassen haben.
Trotz anhaltender Diskussion um die Vogelgrippe
auf Grund immer wieder neuer aufkommender
Fälle, ist sowohl der Geflügelfleischverzehr als
auch der gesamte Fleischverzehr in Deutschland
im Jahre 2005 auf 61,1 kg pro Bundesbürger
gestiegen (Vorjahr 60,7 kg).
12
Wird bei der Vogelgrippe speziell Sojaschrot
beeinträchtigt, so konnte auch dieser Markt auf
ein Berichtsjahr zurückblicken, das preislich nur
eine geringe Schwankungsbreite zwischen den
niedrigsten Preisen und dem Jahreshoch von
maximal EUR 30,--/to offerierte.
Uns sind speziell durch aggressives südamerikanisches Schrotmarketing Verkaufsanteile in
küstennahen Regionen (via Importsilos) verloren
gegangen. Der Import von Sojaschrot in die EU
25 nahm um knapp 2% zu und pendelte sich bei
ca. 23 Mio. to ein.
Allerdings konnten wir unsere Absatzmengen
kompensieren in inländischen Regionen, wo die
eingeführte LKW Straßenmaut bzw. Schifffahrtprobleme auf Rhein und Mosel negative Auswirkungen auf importiertes Schrot hatten.
Die kontinuierliche Versorgung mit Rohware,
sowohl bei Rapssaat als auch bei den Sojabohnen, leistete ebenso einen positiven Beitrag
zum Ergebnis wie auch der positive Witterungseinfluss bei beiden Rohwaren, der zu einer guten
Qualität beitrug.
Die treibende Kraft im Berichtszeitraum war das
Pflanzenöl.
Die Rallye der fossilen Rohölpreise, getrieben
von Ölbörsenspekulationen, bei denen Fonds und
Großinvestoren auf das massivste mit Ölkontrakten jonglierten, pushten den Barrelpreis stets
auf neue Allzeit-Höchstwerte.
Startend mit ca. 55 US Dollar/Barrel zu Beginn
unseres Wirtschaftsjahres Anfang April 2005,
wurden die Zeiten des billigen Rohöls quasi als
unwiederbringlich erklärt.
Zwar schwächte sich der Bedarf der beiden
Verbrauchsgiganten USA und China im zweiten
Halbjahr 2005 wieder etwas ab, jedoch war mit
Indien ein neuer Großverbraucher bereits am
Markt.
Die Hurricans Rita und Katrina ließen die Preise
im Sommer weiter steigen, und mit Ende unseres
Berichtszeitraums Ende März 2006 schlossen wir
dann unsere 12. Monatsperiode mit einem BarrelPreis von 66 US Dollar ab. Dies entspricht einem
prozentualen Anstieg von 20% !
Rapsöl hat sich auf Grund der enormen Nachfrage aus dem Energiesektor, aber auch durch das
weiter gestiegene Interesse der Lebensmittelbranche international verteuert.
Auf ein Niveau von 742,-- US Dollar/Mto. stieg
der Preis im Berichtsjahr für rohes Rapsöl, was
eine prozentuale Steigerung von ca. 13% gegenüber dem Vorjahr bedeutete.
Berücksichtigt man den Anstieg des Dollarkurses
noch dazu (1,2130 per 31.3.2006,Vorjahr: 1,2950),
so musste der europäische Verbraucher in Euros
gerechnet sogar fast 23% für sein rohes Rapsöl
mehr bezahlen.
Obwohl der Einsatz von Rapsöl im Bereich der
Nachwachsenden Rohstoffe boomt, bleibt genügend Menge übrig für den menschlichen
Verzehr. Die Nachfrage nach raffiniertem Rapsöl
durch die privaten Haushalte im Speisesektor
nahm um 1,6% zu. (Quelle: ZMP/CMA)
Die Oelmühle Hamburg AG hat sich dieser
verstärkten Nachfrage gestellt und im Markt,
hauptsächlich aus der EU, Öl zugekauft und
dieses über eine verbesserte Ausnutzung ihrer
Raffinationsanlagen an den Markt gebracht.
Mittlerweile wird in Fachkreisen die Verwendung
des Rapsöls in Deutschland auf knapp über 60%
im Bereich der technischen Öle (inklusive Treibstoffe) geschätzt.Weniger als 40% glaubt man als
Einsatz im Speise-/Nahrungsöle Sektor abzusetzen. (Quelle BLE/ZMP)
In diesem Bereich gewinnen das wieder preislich
attraktivere Sonnenblumenöl als auch Palmölprodukte an Bedeutung.
Sojaöl erfreute sich einer sehr starken Nachfrage seit dem Frühsommer 2005, speziell aus
dem Energiesektor. Sojaöl ist neben dem Palmöl
die preisgünstigste Alternative auf dem Ölsektor.
War der Preisabschlag am Ende des vorangegangenen Berichtsjahres noch bei 77 EUR/Mto.
im Vergleich zum teureren Rapsöl, so setzte das
Rapsöl sich in diesem Wirtschaftsjahr weiter ab
und erreichte eine Prämie zum Sojaöl von 168
EUR/Mto. im März 2006.
Dieser Discount war das beste Marketing für
Sojaöl und verhalf ihm dadurch zu einem größeren
Margenanteil gegenüber dem Schrot bei der
Sojabohnenverarbeitung.
Vergleicht man für die Kalenderjahre die Angebots- und Nachfragestatistik für die 8 wichtigsten
Öle in der EU 25, wird die zunehmende Wichtigkeit des Imports klar. Die Verbrauchssteigerung
bei diesen Ölen zwischen den Jahren 2004 und
2005 beträgt 1,7 Mio. to und wird getragen von
einer Produktionssteigerung um 0,8 Mio./Mto,
jedoch hauptsächlich durch einen höheren Import
in Höhe von 1,1 Mio./Mto.
ABSATZMÄRKTE
DER WEITERVERARBEITUNG
Nach rasantem Absatzwachstum der letzten
Jahre, konnte Biodiesel auch im vergangenen
Jahr seine Entwicklung fortsetzen.
Wir sehen unser abgelaufenes Geschäftsjahr als
Ausnahmejahr in diesem Segment mit starken
positiven Einflüssen, sowohl für die Rapssaatverarbeitung als auch für die Öl-Raffination.
Der bereits schon erwähnte Preis-Boom bei den
Kraftstoffen ließ die Nachfrage nach Biodiesel
so kräftig steigen, dass es im Herbst 2005 im
bundesdeutschen Markt regional sogar zu Lieferengpässen kam.
Als positiver Umstand darf es zu werten sein,
dass die Inbetriebnahme unserer zweiten
Biodiesel - Produktionsanlage in Hamburg genau
in diese Zeit fiel und wir von einer Vollauslastung
unserer Anlagen in Leer und Hamburg sprechen
dürfen.
Biodiesel hat sich als unverzichtbarer Bestandteil
im Kraftstoffmix etabliert!
Zeitnah nach der Bundestagswahl im Herbst 2005
bestätigte sich, dass auch die neue Regierungskoalition zu dieser regenerativen Energie steht.
Die Veröffentlichung des Koalitionspapiers im
November 2005 brachte dann Unruhe in den
Markt.
Eine mögliche Aufhebung der Steuerbegünstigung
für Biokraftstoffe zum 1. August 2006 sorgte für
große Verunsicherung über einen längeren Zeitraum und ließ den Markt für Biodiesel zu einem
Spot Markt werden, in dem sich die Kunden nur
kurzfristig mit Ware eindeckten.
13
FINANZLAGE
Diese Unruhe ließ erkennen, wie abhängig die
Biokraftstoffhersteller doch von politischen
Strömungen sind.
Die Existenz dieser Industrie basiert auf der
Steuerbegünstigung für Biokraftstoffe und lässt
sich durch ein mandatives Blending, also der
Zwangsbeimischung von Biodiesel (B 5) zum
fossilen Diesel, allein nicht regeln.
Wichtig ist, dass auch die Vermarktung von
reinem Biodiesel (B 100) - der Verkauf direkt an
die großen Endverbraucher z.B. Speditionen und
LKW Flottenbetreiber - bestehen bleibt.
Die Finanzierung des Handelsgeschäfts der
Oelmühle Hamburg AG und ihrer Tochtergesellschaften wird zur Zeit fast ausschließlich
durch verbundene Unternehmen sichergestellt.
In geringem Umfang bestehende Bankverbindlichkeiten werden sukzessive abgebaut.
Investitionen konnten vollständig aus dem eigenen
Cash Flow gedeckt werden. Liquiditätsrisiken
sind auf Grund der Finanzierungsstruktur derzeit
nicht ersichtlich.
Noblee & Thörl hat den positiven Trend des
vorangegangenen Wirtschaftsjahres im Nahrungsmittelbereich fortsetzen können.
Lieferengpässe im Markt und eine verspätete
Fertigstellung der neuen internationalen Palmölraffinerien im niederländisch- /deutschen Nordseebereich verhalfen temporär zu verbesserten
Margen, die unsere Konzerntochter nutzen
konnte.
Zur Erweiterung der Produktpalette und gleichzeitiger Intensivierung der Produktion im
Nahrungsmittelfokus hat „Noblee“ eine Kakaobutterersatzlinie erfolgreich in Betrieb genommen.
Nach wie vor ist für eine positive Ertragslage
einer Ölmühle eine hohe Auslastung ein ganz
entscheidender Faktor.
Diese Aussage gilt Segment übergreifend.
VERMÖGENS -, FINANZ -
UND
ERTRAGSLAGE
VERMÖGENSLAGE
Neben stichtagsbezogenen Änderungen wie
z.B. in den Bereichen Vorräte, IntercompanyVerbindlichkeiten oder Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen, sind folgende
wesentliche Änderungen der Vermögenslage
eingetreten:
Das Sachanlagevermögen erhöhte sich durch die
Erweiterung der Produktionskapazitäten im
Bereich Biodiesel.
Die Ausweitung des Geschäfts mit Biodiesel
führte zu einer Verschiebung innerhalb der
bestehenden Kundenstruktur. Die im Bereich Biodiesel üblichen längeren Zahlungsziele, führten
zu einem erhöhten Bestand an offenen Posten
zum 31.3.2006.
14
ERTRAGSLAGE
Die deutliche Steigerung der Verarbeitungsmengen (+10%) bei gleichzeitig verbesserten
Schlaglöhnen führte zu einem überproportionalen
Anstieg des Rohergebnisses.
Gegenläufig machte sich insbesondere eine
Erhöhung der Frachtkosten bemerkbar, welche
auf einen gestiegenen Anteil der CIF-Lieferungen
zurückzuführen ist.
Die Konzernumlagen der Muttergesellschaft der
Oelmühle, sowie von verbundenen Unternehmen,
stiegen auf Grund der Zentralisierung von
Serviceleistungen deutlich an.
Gegenläufig verminderten sich im Konzern die
Personalaufwendungen.
Bezogen auf den Einzelabschluss gemäß HGB der
Oelmühle Hamburg AG ist ein Rückgang der
Erträge aus Beteiligungen zu verzeichnen. Dieses
ist im Wesentlichen bedingt durch die zu Beginn
des Geschäftsjahres erfolgten Anwachsung der
Oelmühle Leer Connemann GmbH & Co. KG
auf die AG, sowie auf Grund der um 65% gestiegenen Ausschüttungen der Neuhof Hafengesellschaft m.b.H.
Der Anstieg der Personalaufwendungen in der
AG ist im Wesentlichen auf die Anwachsung der
Oelmühle Leer Connemann GmbH & Co. KG,
sowie auf Neueinstellungen u. a. im Rahmen der
Ausweitung der Produktionskapazitäten der
Biodieselanlage zurückzuführen.
Absicherungen im Commodity-Bereich dienen
primär der Mengen-, als auch der MargenSicherung. Devisentermingeschäfte dienen der
Minimierung von Wechsel-Kursschwankungen
bezogen auf die Funktionalwährung.
MITARBEITER
Im Berichtsjahr beschäftigte die Oelmühle
Hamburg im Konzern 551 Mitarbeiter, davon 515
in den Werken in Hamburg und 17 Auszubildende.
Unser Dank und unsere Anerkennung gilt wie
immer speziell unseren Mitarbeitern. Das gute
wirtschaftliche Ergebnis, mit dem der Konzern
Oelmühle Hamburg das Wirtschaftsjahr
2005/2006 abschließen konnte, ist in erheblichem
Maße durch ihre Flexibilität und ihren tatkräftigen
Einsatz ermöglicht worden.
Ein weiterer Dank geht an den Betriebsrat für
die konstruktive Zusammenarbeit mit dem
Vorstand.
RISIKEN UND RISIKO-MANAGEMENT
Die Oelmühle Hamburg AG als international
tätiges Unternehmen ist im Rahmen seiner
gewöhnlichen Geschäftstätigkeiten Währungsund Commodity-Risiken ausgesetzt.
Die Unternehmenspolitik des ADM-Konzerns ist
die Begrenzung dieser Risiken durch ein systematisches Risiko-Management. Als Instrumente
dienen vor allem Devisentermingeschäfte und
Commodity-Termingeschäfte.
Die Oelmühle Hamburg AG begegnet diesen
Risiken durch das umfassende ADM RisikoManagement, das in unsere Aufbau- und Ablauforganisation integriert ist.
Eine immer größer werdende Bedeutung nimmt
mittlerweile auch die Terminabsicherung der zum
Betreiben der Ölmühle benötigten Energiemengen
ein, die ebenfalls zur Absicherung der Margen
zählen.
Bezüglich der Sicherungsgeschäfte bestehen
Vertragsverhältnisse mit verschiedenen Unternehmen aus dem ADM-Konzern, die sich auf die
Durchführung von Sicherungs - Geschäften
spezialisiert haben. Somit wird die Oelmühle
Hamburg AG in die konzernweiten Sicherungsaktivitäten einbezogen. Die Durchführung der
Sicherungsgeschäfte erfolgt dann primär im SojaBereich über die Chicago Board of Trade
(CBOT) und im Raps-Bereich über die MATIF.
Als weiteres wichtiges Risiko ergibt sich im
Finanzbereich das Kreditausfallrisiko.
Für das Kreditrisiko bestehen Kreditversicherungen.
Allen operativen Risiken wird begegnet durch
Qualitätssicherungssysteme, Schulung und
Weiterbildung der Mitarbeiter, regelmäßige
Wartung der Anlagen und den Abschluss geeigneter Versicherungen.
Risiken aus dem rechtlichen Umfeld stehen unter
ständiger Beobachtung. Die Wirksamkeit wird
regelmäßig durch die Revisionsabteilung des
ADM-Konzerns überprüft. Ein enger Kontakt zu
den Verbänden der einzelnen Betätigungsfelder
soll helfen, frühzeitig Risiken zu erkennen und im
konstruktiven Dialog die Rahmenbedingungen
mitzugestalten.
Die ADM-Konzernunternehmen unterliegen
einem strikten Risiko-Management. Handlungsrahmen, Verantwortlichkeiten und Kontrollen
sind in internen Richtlinien verbindlich festgelegt.
Finanzinstrumente dürfen demnach grundsätzlich
nicht zu Spekulationszwecken eingesetzt werden,
sondern dienen der Absicherung von Risiken im
Zusammenhang mit dem operativen Geschäft.
15
NICHT
FINANZIELLE
LEISTUNGSINDIKATOREN
Nicht finanzielle Leistungsindikatoren wie Humankapital, Kundenstamm und Lieferantenbeziehungen
stellen auch für die Unternehmen der Oelmühle
Hamburg Einflussfaktoren für den Erfolg der
Unternehmen dar. Die wesentlichen Einflussfaktoren auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind jedoch die erzielbaren Schlaglöhne,
die Erntemengen sowie die Auslastung der
Produktionsstätten.
ZUKUNFT
BIODIESELS AUF
DER
KIPPE ?
Nach monatelangem Gerangel um die zukünftigen
Pläne der Bundesregierung zwecks Besteuerung
regenerativer Kraftstoffe, scheint nach erzielter
Einigung der großen Koalition die nahe Zukunft
der Biokraftstoffe zunächst gesichert.
Der dabei gefundene steuerliche Kompromiss
bietet allerdings nur eine temporäre Zukunftsperspektive.
Mit der weiteren steuerlichen Förderung von
Biodiesel in Reinform über das Jahr 2009 hinaus,
muss eine Grundvoraussetzung für eine positive
Weiterentwicklung geschaffen werden.
STRATEGIE
DER
VERMARKTUNGSVIELFALT WIRD WEITER
AUSBLICK
VERFOLGT
Für die Oelmühle Hamburg AG entwickelt sich
der europäische Binnenmarkt immer weiter zum
zentralen Fokus bei der Vermarktung unserer
Produkte.
Hierbei spielt der deutsche Markt, speziell durch
das Biodiesel - Marketing, die führende Rolle.
Im gleichen Maße wie der außereuropäische
Export von Ölüberschussmengen durch den
steigenden EU 25 Verbrauch im Energie Sektor
abnahm, nimmt der Import von Ölen und Fetten
zu.
Auch hierbei spielt die Verwendung dieser flüssigen
Produkte im Energiebereich eine zentrale Rolle.
Die EU hat sich, schnellen Schrittes, zu einem
Nettoimporteur in diesem Bereich entwickelt.
Der Standort Hamburg erweist sich weiter als
‘richtige Wahl’ und lädt auch zukünftig zu weiteren
Konzerninvestitionen ein.
Sowohl auf der Beschaffungsseite als auch auf der
Vermarktungsseite war und bleibt die Oelmühle
Hamburg AG auch weiterhin eng verbunden mit
der Land- und Ernährungswirtschaft.
Die jedoch sich schnell entwickelnde Nachfrage
nach Biodiesel als CO 2 - neutralen Energieträger
aber auch die direkte Nutzung von hochwertigem
Pflanzenöl und -fett in diesem Bereich ergibt
einen neuen immer größer werdenden Marketingbaustein.
Die Oelmühle Hamburg AG hat diesen Trend
früh erkannt und wird sich dem verstärkten
Bedarf stellen, der sich homogen in der vertikalen
Struktur unseres Unternehmens wieder findet.
Den auf uns zukommenden qualitativen
Anforderungen und Innovationen auf dem
Ernährungssektor stellen wir uns gut gerüstet
durch die Forschungs- und Entwicklungsabteilung
und mit Hilfe des ‘Research and Development’
Centers unseres Mutterkonzerns Archer Daniels
Midland (ADM) in Decatur, Illinois.
Ob eine für die Produkte unseres Lebensmittelkunden maßgerecht zugeschnittene Öl-/Fettkomposition oder Öle und Fette mit keinem
bzw. niedrigem Gehalt an Fettsäuren –
Wir haben die Antwort darauf.
LEICHT VERBESSERTES WIRTSCHAFTSKLIMA
Was sich bereits als zartes Pflänzchen zu erkennen
gab, setzt sich temporär gemäß mehreren Wirtschaftsforschungsinstituten weiter positiv fort.
Die Binnenkonjunktur nimmt zu, angetrieben
durch die europäische - aber speziell durch die
Weltwirtschaftskonjunktur.
Einzig die anhaltenden Debatten um weitere
Steuer- und Abgabenerhöhungen in Deutschland
zur Konsolidierung der Finanzen bremst die
hiesige Entwicklung.
16
DES
REICHLICHES ANGEBOT - STARKE NACHFRAGE
Betrachtet man die Ernteaussichten in Europa, so
darf die Angebotssituation unter Berücksichtigung
des bisherigen Wetterverlaufs und der bestehenden
Überhänge aus der Vorjahresernte sowohl für
Getreide als auch für Ölsaaten als ‘gut’ bezeichnet
werden.
Marktexperten erwarten für das kommende
Rapswirtschaftsjahr eine EU 25 Ernte von bis zu
15,8 Mio.to bei gleichzeitigem Anstieg der
EU 25 Verarbeitungskapazitäten auf knapp über
16 Mio.to!
Wir sehen uns auch hier als Ölmühle gut gerüstet
und wohl platziert im globalen Beschaffungsnetzwerk von ADM.
Jedoch betrachten wir mit Skepsis den
drastischen Anstieg von Verarbeitungskapazitäten,
auch und speziell im Bereich der dezentralen
Anlagen in Deutschland.
Dieses ungesunde schnelle Wachstum im hiesigen
Markt aber auch in anderen Ländern Europas,
basierend auf dem Biodieselboom, fördert leider
auch sogenannte Luftschlösser zu Tage.
Gehen wir zurzeit noch von einem Produktionsangebot bei Biodiesel von ca. 2,3 Mio. Mto. per
Ende 2005 aus, so werden wir unter Berücksichtigung aller geplanten bzw. sich im Bau
befindenden Anlagen zum Ende des Jahres 2006
eine Produktionskapazität von weit über
3 Mio. Mto. erwarten können!
Die Preisschere zwischen fossilem Diesel und
Biodiesel öffnet sich weiter und Differenzen von
20 Eurocent pro Liter ab Raffinerie sind keine
Seltenheit.
Die Biodieselverarbeitungsmarge wird unter
Druck geraten.
Auch bei der Sojabohnenverarbeitung sehen wir
ein ähnliches Szenario auf uns zukommen.
Im, durch die Politik, stark absatzorientierten und
auch subventionierten Argentinien entstehen
weitere Großanlagen bzw. bestehende Verarbeitungsbetriebe werden stark vergrößert.
Mittlerweile ist Argentinien auf dem bestenWege
Netto-Importeur für Sojabohnen zu werden. Und
das bei einem Land, das auf Grund der limitierten
eigenen Population für den Export produziert.
Weiterhin stark im Absatz-Fokus steht das
politisch aber vor allem ökonomisch starke und
verlässliche Europa.
Das gilt sowohl für das Protein als auch für das
Öl - und demnächst wahrscheinlich auch für den
speziell auf Deutschland fokussierten Biodiesel
(Sojamethylester).
Europa ist und bleibt Importeur von Sojaschrot.
Die Frage, die uns zunächst für das nächste Jahr
beschäftigt, ist die Vermarktung des Eiweißträgers.
Die aktuell rückläufigen Bestandsgrößen bei
Tieren in Deutschland lassen, wie schon zuvor
beschrieben, die Mischfutterherstellung zurückgehen. Nicht weniger interessant ist jedoch der
preisliche Unterschied zwischen dem im Proteingehalt höherwertigen Sojaschrot und den so
genannten Mittelproteinen, zu denen auch Rapsschrot gehört.
Auch die Rapssaat-Verabeitungsmarge der ‘neuen
Ernte’ gerät wegen der großen RohwarenNachfrage seitens der Ölmühlen zusehends
unter Druck.
Hatte Rapsschrot im letzten Jahr durch die
günstigen Preise das Interesse auf seiner Seite,
so dürfte bei steigender Rapssaatproduktion
ohne eine deutliche Preiskorrektur vom Sojaschrot kein Umdenken der Käufer stattfinden.
Hinzu kommt es auf Grund der höheren Verarbeitungszahlen zu einem verstärkten Angebot
an Mittelproteinen,das auf eine weiter stagnierende,
möglicherweise rückläufige Mischfutterherstellung
trifft. Hier ist Innovation bei der Absatzförderung
gefragt, die wir zusammen mit dem Verband
Deutscher Ölmühlen betreiben.
Die energetische Verwendung wird auch hier
intensiv geprüft.
Sojaöl bleibt ein interessantes Rohmaterial für
die Energieseite. Für alle Käufer auf der Lebensmittelseite wird Sojaöl eine interessante preisliche
Alternative zu allen anderen Ölen und Fetten
darstellen, wenn der Mut gefasst wird, den
Endverbrauchern im Ladenregal die Wahl zu
lassen, ob sie ein gekennzeichnetes GVO Produkt
kaufen möchten oder ein teureres nicht GVO
Öl/Fett.
.
17
STABILER UMSCHLAG
ABSCHLUSS STATEMENT
Eine gute Auslastung der Oelmühle garantiert
dem Umschlagsbetrieb Neuhof Hafengesellschaft
m.b.H. (NHG) eine gute Basisauslastung.
Durch unseren erweiterten Absatz-Mix und die
Einbindung in das globale Beschaffungs- und Marktrisikonetz von ADM fühlen wir uns wohl positioniert und für die nahe Zukunft gut vorbereitet.
Da wir eine Verschiebung des Rapssaat-Warenstromes erwarten müssen - neue Inlandsölmühlen
in den umliegenden Bundesländern entstehen wird dies womöglich auch eine Verschiebung im
Transportmittel-Mix mit sich bringen.
Eine verstärkte Anlieferung über das Wasser ist
zu erwarten und sollte sich positiv für NHG auswirken.
Unsere Silobetriebe, die sich mit dem Getreideumschlag beschäftigen, sollten aufgrund der
Marktlage keinen Umsatzeinbruch befürchten.
Trotz unseres Wissens um die nicht geringer
werdende fiskalpolitische Abhängigkeit, die
weiter steigenden Qualitätsansprüche bei den
Produkten und dem Bewusstsein, dass wir jedes
Jahr über witterungsabhängige Ernten sprechen,
die lange noch nicht ‘eingefahren’ sind, blickt die
Oelmühle Hamburg AG weiter positiv auf das
kommende Wirtschaftsjahr.
Eine exaktere Ergebnisprognose ist aufgrund der
oben skizzierten Abhängigkeit von den Ernten
nicht möglich.
Schwierig wird es womöglich jedoch für unser
Inlandssilo in Magdeburg im Bereich der Ölsaaten
durch eben schon genannte Marktveränderungen.
Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach
dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten
sind, liegen nicht vor.
ENERGIE
Die Ölmühle ist ein sehr stark Energie konsumierendes Unternehmen.
Die Abhängigkeit unserer Verarbeitungsmarge
von den Preisanstiegen fossiler Rohstoffe wie
Öl und Gas sind in den letzten 2 Jahren stark
gestiegen.
Wir sind, wie bereits berichtet, diese Entwicklung
berücksichtigend mit dem Aufbau eines RisikoManagements entgegengetreten.
Weiterhin wird darüber nachgedacht, den Energiemix so zu gestalten, dass eine totale Abhängigkeit
von einem fossilen Rohstoff in Zukunft nicht mehr
gegeben ist.
Deswegen sind Kalkulationen angestellt und
auch bereits Gespräche sowohl intern als auch
mit Dritten über den möglichen Bau eines Biomassekraftwerkes angegangen worden.
18
Hamburg im August 2006
Der Vorstand
JAHRESABSCHLUSS
DER OELMÜHLE
HAMBURG AG
GESCHÄFTSJAHR
2005/2006
Eine Gesellschaft der
Gruppe
OELMÜHLE HAMBURG AKTIENGESELLSCHAFT, HAMBURG
JAHRESABSCHLUSS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR
VOM 1. APRIL 2005 BIS ZUM 31. MÄRZ 2006
BILANZ
AKTIVA
31.3.2006
Anhang
EUR
EUR
31.3.2005
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten einschl. der Bauten auf
fremden Grundstücken
Technische Anlagen und Maschinen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen
Beteiligungen
38.620,74
49.373,00
13.024.340,48
24.880.619,95
867.409,99
880.957,81
39.653.328,23
10.015.103,29
16.977.374,97
1.187.256,27
5.221.854,72
33.401.589,25
50.734.469,93
436.131,97
51.170.601,90
47.361.363,15
1.935.355,83
49.296.718,98
82.747.681,23
90.862.550,87
Umlaufvermögen
Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
Fertige Erzeugnisse und Waren
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Forderungen gegen verbundene Unternehmen
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
Sonstige Vermögensgegenstände
Kassenbestand,
Guthaben bei Kreditinstituten
(6)
(7)
77.937.748,28
25.362.380,43
103.300.128,71
62.702.743,35
12.162.127,47
74.864.870,82
64.822.533,54
81.628.409,27
30.330.301,72
77.502.862,00
0,00
7.030.334,44
153.481.277,25
443.419,66
7.614.193,78
115.890.777,16
736.829,45
257.518.235,41
268.835,86
191.024.483,84
416.213,50
348.796.999,78
170.819,98
145.320,15
316.140,13
274.088.305,20
Rechnungsabgrenzungsposten
Disagio
Andere Abgrenzungsposten
20
144.539,98
271.673,52
PASSIVA
31.3.2006
Anhang
EUR
EUR
31.3.2005
EUR
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital
Kapitalrücklage
Gewinnrücklagen
Gesetzliche Rücklage
Andere Gewinnrücklagen
(8)
19.142.768,03
21.012.853,54
19.142.768,03
21.012.853,54
175.249,73
880.917,05
1.056.166,78
41.211.788,35
175.249,73
880.917,05
1.056.166,78
41.211.788,35
8.945.074,87
4.871.977,00
172.640,97
3.441.586,18
8.486.204,15
Rückstellungen
Rückstellungen für Pensionen
Steuerrückstellungen
Sonstige Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
-davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr:
(9)
(10)
5.221.769,00
222.069,44
3.501.236,43
(11)
4.794.747,01
7.222.188,90
11.935.454,34
273.788.023,26
10.653.305,19
201.393.712,88
0,00
458.220,90
4.662.884,83
EUR 1.054.122,01 ( Vorjahr: EUR 2.427.441,73 )-
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
Sonstige Verbindlichkeiten
-davon aus Steuern: EUR 6.935.369,46 (Vorjahr: EUR 2.868.567,69)-davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 0,00
8.121.911,95
(Vorjahr: EUR 227.399,33)-
298.640.136,56
224.390.312,70
348.796.999,78
274.088.305,20
21
OELMÜHLE HAMBURG AKTIENGESELLSCHAFT, HAMBURG
JAHRESABSCHLUSS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR
VOM 1. APRIL 2005 BIS ZUM 31. MÄRZ 2006
ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS
Immaterielle
Vermögensgegenstände
EDV - Software
EUR
Sachanlagen
Grundstücke
und
Bauten einschl.
der Bauten
auf fremden
Grundstücken
EUR
Technische
Anlagen und
Maschinen
EUR
Andere
Anlagen,
Betriebs- und
Geschäftsausstattung
EUR
Anschaffungs- und
Herstellungskosten
Stand 1.April 2005
416.868,02
47.219.857,57
166.374.408,85
5.199.425,31
0,00
6.652.683,49
25.215.369,00
833.021,48
Zugänge
26.296,97
5.800,00
318.069,45
440.770,98
Abgänge
60.214,76
1.603.260,84
3.004.286,03
1.654.988,64
Umbuchungen
11.761,48
2.612.656,25
11.656.821,97
66.902,74
394.711,71
54.887.736,47
200.560.383,24
4.885.131,87
367.495,02
37.204.754,28
149.397.033,88
4.012.169,04
0,00
5.183.273,22
24.172.223,50
515.822,03
Abschreibungen des Geschäftsjahres
31.039,06
1.078.629,30
5.114.588,07
657.902,51
Abgänge
42.443,11
1.603.260,81
3.004.082,16
1.168.171,70
0,00
0,00
0,00
0,00
356.090,97
41.863.395,99
175.679.763,29
4.017.721,88
31.März 2006
38.620,74
13.024.340,48
24.880.619,95
867.409,99
31. März 2005
49.373,00
10.015.103,29
16.977.374,97
1.187.256,27
Zugänge aufgrund Anwachsung
Stand 31.März 2006
Abschreibungen
Stand 1.April 2005
Zugänge aufgrund Anwachsung
Umbuchungen
Stand 31.März 2006
Buchwerte
22
Geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau
EUR
Gesamt
EUR
Gesamt
Finanzanlagen
EUR
Anteile an
verbundenen
Unternehmen
EUR
Beteiligungen
EUR
Gesamt
EUR
5.221.854,72
224.015.546,45
224.432.414,47
63.749.600,62
4.439.764,75
68.189.365,37
37.437,99
32.738.511,96
32.738.511,96
0,00
0,00
0,00
9.969.807,54
10.734.447,97
10.760.744,94
6.609.835,00
0,00
6.609.835,00
0,00
6.262.535,51
6.322.750,27
3.625.524,60
1.275.149,68
4.900.674,28
-14.348.142,44
-11.761,48
0,00
2.196.657,94
-2.196.657,94
0,00
880.957,81
261.214.209,39
261.608.921,10
68.930.568,96
967.957,13
69.898.526,09
0,00
190.613.957,20
190.981.452,22
16.388.237,47
2.504.408,92
18.892.646,39
0,00
29.871.318,75
29.871.318,75
0,00
0,00
0,00
0,00
6.851.119,88
6.882.158,94
0,00
0,00
0,00
0,00
5.775.514,67
5.817.957,78
164.722,20
0,00
164.722,20
0,00
0,00
0,00
1.972.583,76
-1.972.583,76
0,00
0,00
221.560.881,16
221.916.972,13
18.196.099,03
531.825,16
18.727.924,19
880.957,81
39.653.328,23
39.691.948,97
50.734.469,93
436.131,97
51.170.601,90
5.221.854,72
33.401.589,25
33.450.962,25
47.361.363,15
1.935.355,83
49.296.718,98
23
OELMÜHLE HAMBURG AKTIENGESELLSCHAFT, HAMBURG
JAHRESABSCHLUSS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR
VOM 1. APRIL 2005 BIS ZUM 31. MÄRZ 2006
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Anhang
Umsatzerlöse
Veränderung des Bestands an fertigen Erzeugnissen
Sonstige betriebliche Erträge
Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren
(13)
Rohergebnis
Personalaufwand
Löhne und Gehälter
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung
-davon für Altersversorgung: EUR 845.200,79 (Vorjahr: EUR 472.234,43)
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Erträge aus Beteiligungen
-davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 6.330.373,74 (Vorjahr: EUR 15.300.867,95)
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
-davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 828.205,32 (Vorjahr: EUR 701.436,76)
Abschreibungen auf Finanzanlagen
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
-davon an verbundene Unternehmen: EUR 3.820.428,75 (Vorjahr: EUR 4.157.465,68)
(14)
(14)
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Sonstige Steuern
Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne
Jahresüberschuss
24
(15)
(16)
2005/2006
EUR
2004/2005
EUR
EUR
EUR
1.264.465.429,50
12.626.406,05
8.049.538,76
1.063.048.791,11
-5.196.157,88
755.875,67
-1.098.062.132,36
-980.234.455,78
187.079.241,95
78.374.053,12
-16.225.563,12
-3.998.818,21
-15.107.081,53
-3.470.002,12
-20.224.381,33
-18.577.083,65
-6.882.158,94
-31.761.248,66
-6.082.444,98
-27.060.840,91
6.330.373,74
1.990.693,62
837.339,39
15.300.867,95
1.290.526,80
720.717,63
0,00
-4.153.066,82
-350.000,00
-4.576.860,28
133.216.792,95
-48.686.233,00
-113.572,02
-84.416.987,93
39.038.935,68
-12.426.483,09
-102.305,39
-26.510.147,20
0,00
0,00
25
OELMÜHLE HAMBURG AKTIENGESELLSCHAFT, HAMBURG
ANHANG
FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2005/2006
(1) Rechtliche Grundlage
Der Jahresabschluss der Oelmühle Hamburg
Aktiengesellschaft, Hamburg, zum 31. März 2006
wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes aufgestellt.
Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.
Saatenverarbeitung erfolgt nach der Rückrechnungsmethode. Für weiterverarbeitete Öle
und Fette wird im Konzern die Restwertmethode angewendet.
(2) Anteilsbesitz der
Oelmühle Hamburg Aktiengesellschaft,
Hamburg
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
sind zu Nennwerten angesetzt.
Oelmühle Hamburg Aktiengesellschaft, Hamburg,
hat die Angaben über den Anteilsbesitz in einer
gesonderten Aufstellung des Anteilsbesitzes
gemacht, die beim Handelsregister in Hamburg
hinterlegt wird.
(3) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu
Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige
lineare Abschreibungen, bewertet.
Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungsoder Herstellungskosten unter Berücksichtigung
planmäßiger degressiver bzw. linearer Abschreibungen entsprechend den steuerlich höchstzulässigen Beträgen bewertet. Soweit erforderlich,
werden bei Anlagegegenständen außerplanmäßige
Abschreibungen vorgenommen.
Anteile an verbundenen Unternehmen und
Beteiligungen sind mit den ursprünglichen
Anschaffungskosten abzüglich außerplanmäßiger
Abschreibungen angesetzt.
Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder
Herstellungskosten bzw. zu niedrigeren Börsenoder Marktpreisen angesetzt. Die Ermittlung der
Herstellungskosten für Kuppelprodukte aus der
26
Allgemeine Verwaltungskosten bleiben außer
Ansatz.
Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt.
Dem allgemeinen Ausfallrisiko für Forderungen
wird durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen sind gemäß § 6a EStG nach versicherungsmathematischen Berechnungen unter
Zugrundelegung eines Zinssatzes von 6% und den
Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck
erfasst. Die mittelbare Verpflichtung gegenüber
der Unterstützungskasse wird in Höhe der
beabsichtigten, steuerlich zulässigen Zuwendungsbeträge abzüglich bereits geleisteter Zahlungen
des Trägerunternehmens ausgewiesen.
Die übrigen Rückstellungen sind so bemessen,
dass sie allen erkennbaren Risiken Rechnung
tragen.
Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt.
(4) Währungsumrechnung
Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder
Währung werden mit dem Kurs zum Stichtag
bewertet. Verluste aus Kursänderungen werden
berücksichtigt.
ANGABEN
ZUR
BILANZ
(5) Anwachsung Oelmühle Leer
Connemann GmbH & Co. KG, Leer
(6) Forderungen gegen verbundene
Unternehmen
Zum 1. April 2005 erfolgte eine Verschmelzung
zwischen der Verwaltungsgesellschaft Oelmühle
Leer Connemann GmbH, Leer, und der Oelmühle
Hamburg, indem die Erstere ihr gesamtes
Vermögen als Ganzes mit allen Rechten und
Pflichten auf die Letztere im Wege der Verschmelzung durch Aufnahme übertragen hat. Als
Folge ist die Oelmühle Leer Connemann GmbH
& Co. KG, Leer, deren alleinige Komplementärin
die Verwaltungsgesellschaft Oelmühle Leer
Connemann GmbH, Leer, war, erloschen und ihr
Vermögen als Ganzes ist der Oelmühle Hamburg
angewachsen.
Von den Forderungen gegen verbundene
Unternehmen der Oelmühle Hamburg Aktiengesellschaft unterliegt ein Betrag von TEUR 73.833
(Vj.:TEUR 70.240) der laufenden Verrechnung und
wird voraussichtlich im kommenden Geschäftsjahr
nicht zahlungswirksam.
Aufgrund der oben genannten Anwachsung ist
die Vergleichbarkeit zum Vorjahr eingeschränkt.
Durch die zum 1.April 2005 erfolgte Anwachsung
der Oelmühle Leer Connemann GmbH & Co.
KG, Leer, wurde die Bilanz der Oelmühle
Hamburg Aktiengesellschaft, Hamburg, wie folgt
beeinflusst:
Aktiva
Sachanlagen
Vorräte
Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen
Übrige Aktiva
TEUR
2.867
4.639
8.598
224
16.328
Passiva
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen
Übrige Passiva
TEUR
(7) Sonstige Vermögensgegenstände
Unter diesem Posten sind zum 31. März 2006
in Höhe von TEUR 4.094 (Vj.: TEUR 3.468)
Beträge für Vermögensgegenstände ausgewiesen,
die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag
entstehen. Hierbei handelt es sich um das
aktivierte Deckungskapital aus Rückdeckungsversicherungen. Die übrigen Vermögensgegenstände
haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
(8) Gezeichnetes Kapital
Das Grundkapital der Oelmühle Hamburg Aktiengesellschaft, Hamburg, beträgt zum 31. März 2006
EUR 19.142.768,03. Es ist eingeteilt in 748.800
auf den Inhaber lautende Stückaktien.
Die ADM Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg,
hält an der Oelmühle Hamburg Aktiengesellschaft,
Hamburg, eine Mehrheitsbeteiligung. Im Juli 1996
hat die Oelmühle Hamburg Aktiengesellschaft,
Hamburg, mit der ADM Beteiligungsgesellschaft
mbH als herrschendem Unternehmen einen
Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag
abgeschlossen.
2.300
649
842
3.791
(9) Rückstellungen für Pensionen
Es handelt sich hierbei um Verpflichtungen aus
Direktzusagen.
27
(12) Haftungsverhältnisse,
sonstige finanzielle Verpflichtungen
O ELMÜHLE H AMBURG AG
Die Oelmühle Hamburg Aktiengesellschaft,
Hamburg, ist Träger der Unterstützungskasse
Belegschafts- Unterstützungseinrichtung GmbH
der Oelmühle Hamburg Aktiengesellschaft,
Hamburg. Für die mittelbaren Verpflichtungen
hieraus ergibt sich im Vergleich der unter
Zugrundelegung der Richttafeln 2005 G von Prof.
Dr. K. Heubeck entsprechend § 6a EStG errechneten Teilwerte der zukünftigen Leistungen der
Unterstützungskasse zu ihrem Kassenvermögen
für die Oelmühle Hamburg Aktiengesellschaft,
Hamburg, ein Fehlbetrag von TEUR 746.
(10) Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen enthalten im
Wesentlichen Beträge für ausstehende Rechnungen
und Personalaufwendungen.
Die Rückstellung für Altersteilzeit wurde unter
Berücksichtigung der Aufstockungsbeträge bei
Vertragsabschluss ermittelt, während im Vorjahr
diese Rückstellung unter Annahme einer ratierlichen Zuführung gebildet wurde. Unter Berücksichtigung potentieller Anspruchsberechtigter
ergäbe sich eine um TEUR 609 (Vj.: TEUR 149)
höhere Rückstellung.
(11) Verbindlichkeiten
Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind am 31. März 2006 TEUR 4.795
(Vj.: TEUR 7.222) durch Grundpfandrechte
gesichert.
Verbindlichkeiten der Oelmühle Hamburg
Aktiengesellschaft, Hamburg, gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 1.054 haben eine
Restlaufzeit bis zu einem Jahr.
Die übrigen Verbindlichkeiten haben sämtlich
eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.
28
Haftungsverhältnisse
Bürgschaften
Sicherheiten für
fremde
Verbindlichkeiten
Sonstige finanzielle
Verpflichtungen
Jährliche
Verpflichtungen aus
Miet-, Pacht- und
Leasing-Verträgen
Bestellobligo
Anlagevermögen
31.3.2006
TEUR
31.3.2005
TEUR
467
594
2.045
2.045
2.512
2.639
112
102
2.329
391
2.441
493
Die wesentlichen Miet-, Pacht- und Leasingverträge haben eine Laufzeit von bis zu drei
Jahren. Lediglich ein wesentlicher Pachtvertrag
eine Laufzeit bis 2017.
ANGABEN ZUR GEWINNVERLUSTRECHNUNG
UND
Die Oelmühle Hamburg Aktiengesellschaft,
Hamburg, ist im Bereich der Nahrungs - und
Futtermittelindustrie tätig. Sie befasst sich mit
der Beschaffung, der Verarbeitung und dem
Vertrieb von Ölsaaten, Fettstoffen und Futtermitteln. Darüber hinaus wird Rapsöl zu Biodiesel
verarbeitet.
(16) Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne
(13) Umsatzerlöse
O E L M Ü H L E H A M B U R G AG
2005/2006
TEUR
2004/2005
TEUR
Inland
949.587
755.637
Ausland
314.878
307.412
1.264.465
1.063.049
Warenverkäufe
1.264.203
1.061.850
Dienstleistungen
184
932
Sonstige
78
267
1.264.465
1.063.049
Der Gewinn der Oelmühle Hamburg Aktiengesellschaft, Hamburg, wurde aufgrund eines im
Juli 1996 abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrags an ADM Beteiligungsgesellschaft mbH
abgeführt.
(17) Periodenfremde Erträge und
Aufwendungen
Periodenfremde Erträge und Aufwendungen in
wesentlichem Umfang wurden nicht verzeichnet.
(18) Honorar des Abschlussprüfers
Im Geschäftsjahr 2005/2006 hatte die Oelmühle
Hamburg
Aktiengesellschaft,
Hamburg,
Aufwendungen für Honorare des Abschlussprüfers für Zwecke der Jahresabschlussprüfung
in Höhe von TEUR 159 und für Steuerberatungsund sonstige Leistungen in Höhe von TEUR 22.
(14) Zinsen
Die Zinserträge von verbundenen Unternehmen
betrugen im Geschäftsjahr EUR 828.205,32
(Vj.: EUR 701.436,76).
Die Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen betrugen bei der Oelmühle Hamburg
Aktiengesellschaft, Hamburg, EUR 3.820.428,75
(Vj.: EUR 4.157.465,68).
(15) Steuern vom Einkommen und vom
Ertrag
Die ADM Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg,
als Organträger belastet die Oelmühle Hamburg
gemäß einer Vereinbarung vom 1. Dezember 1997
für das Geschäftsjahr 2005/2006 mit Körperschaft- und Gewerbeertragsteuer in Höhe von
EUR 49.952.325,00 (Vj.: EUR 11.917.800,00) , die
in dieser Position enthalten sind.
(19) Angaben zu den derivativen
Finanzinstrumenten
Die Oelmühle Hamburg AG als international
tätiges Unternehmen ist im Rahmen seiner
gewöhnlichen Geschäftstätigkeiten Währungsund Commodity-Risiken ausgesetzt.
Die Unternehmenspolitik des ADM-Konzerns
sieht die Begrenzung dieser Risiken durch ein
systematisches Risiko-Management vor. Als
Instrumente dienen vor allem Devisentermingeschäfte und Commodity-Termingeschäfte.
Die ADM-Konzernunternehmen unterliegen
einem strikten Risiko-Management.
Handlungsrahmen, Verantwortlichkeiten und
Kontrollen sind in internen Richtlinien verbindlich
festgelegt. Finanzinstrumente dürfen demnach
grundsätzlich nicht zu Spekulationszwecken eingesetzt werden, sondern dienen der Absicherung
von Risiken im Zusammenhang mit dem operativen
Geschäft.
29
Absicherungen im Commodity-Bereich dienen
primär der Mengen-, als auch der MargenSicherung. Devisentermingeschäfte dienen der
Minimierung von Wechselkursschwankungen
bezogen auf die Funktionalwährung.
Bezüglich der Sicherungsgeschäfte bestehen
Vertragsverhältnisse mit verschiedenen Unternehmen aus dem ADM-Konzern, die sich auf die
Durchführung von Sicherungsgeschäften spezialisiert haben. Somit wird die Oelmühle Hamburg
AG in die konzernweiten Sicherungsaktivitäten
einbezogen. Die Durchführung der Sicherungsgeschäfte erfolgt dann primär im Soja-Bereich
über die Chicago Board of Trade (CBOT) und im
Raps-Bereich über die MATIF.
Am Bilanzstichtag wurden die Derivatgeschäfte
wie folgt bewertet:
Somit lässt sich aus einem negativen Marktwert
der Derivate kein Drohverlustpotential zum
Stichtag ausmachen. Zum 31. März 2006 ergab
sich für die Oelmühle Hamburg Aktiengesellschaft,
Hamburg, unter Berücksichtigung des gesamten
Engagements ein unrealisierter Gewinn.
Die Oelmühle Hamburg Aktiengesellschaft,
Hamburg, ist im Deutschen Emissionshandelsregister bei der Deutschen Emissionshandelsstelle des Umweltbundesamts registriert. Der
Bestand der zugeteilten Emissionsrechte zum
31. März 2006 wurde mit dem Börsenpreis am
EEX Spotmarkt der European Energy Exchange
AG, Leipzig, bewertet und beträgt TEUR 4.665.
Die Bilanzierung der Emissionsrechte erfolgte
zum Erinnerungswert von EUR 1,00 und lag
damit unter dem Börsenpreis.
31.3.2006
Nominalwert
TEUR
Marktwert
TEUR
56.486
+2.781
CommodityTermingeschäfte (CBOT)
617.004
+1.030
(20) Aufgliederung der Arbeitnehmerzahl
nach Gruppen
CommodityTermingeschäfte (MATIF)
10.381
+188
Die nachfolgende Tabelle zeigt die durchschnittliche
Zahl der Arbeitnehmer:
Devisentermingeschäfte
SONSTIGE ANGABEN
Gesamt
Die Ermittlung der Marktwerte erfolgt unter
Anwendung der Markt-to-Market-Methode unter
Berücksichtigung stichtagsbezogener Forward
Rates.
In der Ölmühlen-Branche ist die Betrachtung der
Derivate lediglich im Zusammenhang mit dem
Gesamtengagement bestehend aus einer Vielzahl
von Grund- und Sicherungsgeschäften möglich.
30
2005/2006
2004/2005
Gewerbliche
Arbeitnehmer
159
149
Angestellte
153
115
14
12
326
276
Auszubildende
(21) Angaben zu Organen der Gesellschaft
Gesamtbezüge des Vorstands und Aufsichtsrats
sowie ehemaliger Vorstandsmitglieder und Hinterbliebener:
Herr Taets erhält für seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied keine Vergütung.
Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird für Herrn Kaß die
Angabe zu den Gesamtbezügen des Vorstands
unterlassen.
Die Pensionen an ausgeschiedene Vorstandsmitglieder sowie die Hinterbliebenen früherer Vorstandsmitglieder beliefen sich auf EUR 482.300,49.
Die Rückstellung für Pensionsverpflichtungen
gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern bzw.
ihren Hinterbliebenen beträgt zum 31. März 2006
EUR 4.251.097,00.
Die Aufwendungen für Vergütungen an den Aufsichtsrat betrugen im Geschäftsjahr 2005/2006
EUR 8.180,75.
Mitglied des Aufsichtsrats:
- Alfred C.Toepfer International G.m.b.H., Hamburg
- Olivex Ltd. , Israel
- Olivex Industries Ltd. , Israel
- J. Cegla Co. Ltd. , Israel
Thomas Schlomm, Chemikant,Wentorf
(als Arbeitnehmervertreter)
(23) Mutterunternehmen gemäß § 285
Nr. 14 HGB
Die Oelmühle Hamburg Aktiengesellschaft,
Hamburg, wird in den Konzernabschluss der
Archer Daniels Midland Company, Decatur,
Illinois/USA, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen
aufstellt. Der Konzernabschluss mit Geschäftsbericht ist am Sitz dieser Gesellschaft erhältlich
und wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.
(22) Organe der Gesellschaft
(24) Corporate Governance
VORSTAND:
Jens Kaß, Kaufmann, Hamburg
Joseph Daniel Taets, Schenefeld,
President European Crushing and Refinery
Division, Archer Daniels Midland Company,
Decatur, USA
Der Vorstand und der Aufsichtsrat haben die
Entsprechenserklärung gemäß § 161 Aktiengesetz
im Mai 2006 abgegeben. Die Erklärung wurde im
elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht
und zum Handelsregister eingereicht.
AUFSICHTSRAT:
Dr. Klaus-Peter Hopp, Hamburg, Corporate
Counsel Europe, - Vorsitzender - ,ADM European
Management Holding GmbH, Hamburg
Mark Zenuk, Hamburg, President ADM Europe,
(ab 15. November 2005)
- stellvertretender Vorsitzender Kevin Burgard, Hamburg, Group Vice President,
Archer Daniels Midland Company, Decatur, USA
(bis 15. November 2005)
- stellvertretender Vorsitzender -,
Hamburg, den 18. August 2006
Der Vorstand
Jens Kaß
Joseph Daniel Taets
31
BESTÄTIGUNGSVERMERK
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang
- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht, der mit dem Konzernlage-bericht
zusammengefasst wurde, der Oelmühle Hamburg Aktiengesellschaft, Hamburg,
für das Geschäftsjahr vom 1.April 2005 bis 31. März 2006 geprüft.
Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen
handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der
Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung
eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den
Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom
Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen,
dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss
unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht
vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit
hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden
die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld
der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der
Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems
sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend
auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten
Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie
die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere
Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht
der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang
mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft
und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hamburg, den 18. August 2006
ERNST & YOUNG AG
WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT
Schlüschen
Wirtschaftsprüfer
32
El Tayeb
Wirtschaftsprüferin
KONZERN - JAHRESABSCHLUSS
DER
OELMÜHLE HAMBURG AG
Eine Gesellschaft der
Gruppe
GESCHÄFTSJAHR 2005/2006
OELMÜHLE HAMBURG AKTIENGESELLSCHAFT, HAMBURG
KONZERNABSCHLUSS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR
VOM 1. APRIL 2005 BIS ZUM 31. MÄRZ 2006
KONZERN-BILANZ
AKTIVA
KonzernAnhang
31.3.2006
EUR
EUR
31.3.2005
EUR
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte
Sachanlagen
At Equity bilanzierte Beteiligungen/Sonstige Beteiligungen
Latente Steuern
(5)
(5)
(7)
(11)
90.297,45
143.517.464,80
508.953,11
6.262.303,46
150.379.018,81
72.923,86
139.152.314,50
4.392.537,56
6.927.708,93
150.545.484,85
268.233.011,59
418.612.030,40
112.769.855,32
57.411.964,00
33.879.333,00
411.698,70
204.472.851,02
355.018.335,87
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
34
(8)
(9)
(9, 21)
(10)
156.474.067,23
85.734.819,42
24.997.434,49
1.026.690,45
PASSIVA
KonzernAnhang
31.3.2006
EUR
EUR
31.3.2005
EUR
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital
Rücklagen
Eigenkapital der Aktionäre der Oelmühle Hamburg AG
(12)
(13)
19.142.768,03
32.532.154,22
51.674.922,25
Anteile anderer Gesellschafter
(14)
18.705,44
19.142.768,03
37.042.965,74
56.185.733,77
51.693.627,69
4.293.806,35
60.479.540,12
49.157.917,16
7.701.450,15
22.791.393,68
20.927.406,36
51.420.250,19
317.760.485,55
418.612.030,40
200.762.999,09
24.455.956,16
1.749.402,56
1.056.328,18
15.093.859,57
243.118.545,56
355.018.335,87
Langfristige Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten
Rückstellungen
Latente Steuern
(15)
(16)
(11)
5.748.465,51
24.154.134,78
19.255.316,87
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Rückstellungen
Steuerverbindlichkeiten
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
(17)
(18)
(19)
(20)
(19, 21)
268.994.078,34
26.418.668,08
1.650.564,82
7.710.925,91
12.986.248,40
35
OELMÜHLE HAMBURG AKTIENGESELLSCHAFT, HAMBURG
KONZERNABSCHLUSS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR
VOM 1. APRIL 2005 BIS ZUM 31. MÄRZ 2006
ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS DES KONZERNS
Immaterielle
Vermögensgegenstände
Sachanlagen
EDV - Software
EUR
Grundstücke
und
Bauten einschl.
der Bauten
auf fremden
Grundstücken
EUR
Technische
Anlagen und
Maschinen
EUR
Andere
Anlagen,
Betriebs- und
Geschäftsausstattung
EUR
Anschaffungs- und
Herstellungskosten
Stand 1.April 2005
444.659,37
138.333.296,57
319.875.896,78
9.861.470,80
Zugänge
27.778,33
2.377.682,61
1.621.586,90
744.439,86
Abgänge
22.156,30
1.533.264,17
3.388.394,55
1.476.616,75
0,00
2.629.791,09
16.598.446,03
33.904,32
450.281,40
141.807.506,10
334.707.535,16
9.163.198,24
371.735,51
81.533.037,38
263.763.430,99
-5.112.729,80
0,00
0,00
0,00
0,00
Abschreibungen des Geschäftsjahres
10.404,94
1.772.372,96
9.514.741,05
3.042.461,99
Abgänge
22.156,30
1.728.667,29
3.119.181,82
1.038.189,72
359.984,15
81.576.743,04
270.158.990,21
-3.108.457,54
31.März 2006
90.297,25
60.230.763,06
64.548.544,94
12.271.655,78
31. März 2005
72.923,86
56.800.259,19
56.112.465,79
14.974.200,60
Umbuchungen
Stand 31.März 2006
Abschreibungen
Stand 1. April 2005
Zuschreibungen
Stand 31.März 2006
Buchwerte
36
Geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau
EUR
Gesamt
EUR
Gesamt
At Equity bilanzierte Beteiligungen/
Sonstige Beteiligungen
EUR
Beteiligungen an
assoziierten
Unternehmen
EUR
Sonstige
Beteiligungen
EUR
Gesamt
EUR
11.265.388,91
479.336.053,06
479.780.712,43
4.877.106,04
47.256,55
4.924.362,59
14.463.253,73
19.206.963,11
19.234.741,44
0,00
25.564,59
25.564,59
0,00
6.398.275,47
6.420.431,77
3.909.149,04
0,00
3.909.149,04
-19.262.141,44
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
6.466.501,20
492.144.740,69
492.595.022,09
967.957,00
72.821,14
1.040.778,14
0,00
340.183.738,56
340.555.474,07
531.825,03
0,00
531.825,03
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
14.329.575,99
14.339.980,93
0,00
0,00
0,00
0,00
5.886.038,83
5.908.195,13
0,00
0,00
0,00
0,00
348.627.275,71
348.987.259,86
531.825,03
0,00
531.825,03
6.466.501,20
143.517.464,98
143.607.762,23
436.131,97
72.821,14
508.953,11
11.265.388,91
139.152.314,49
139.225.238,35
4.345.281,01
47.256,55
4.392.537,56
37
OELMÜHLE HAMBURG AKTIENGESELLSCHAFT, HAMBURG
KONZERNABSCHLUSS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR
VOM 1. APRIL 2004 BIS ZUM 31. MÄRZ 2005
ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS DES KONZERNS
Immaterielle
Vermögensgegenstände
EDV - Software
EUR
Sachanlagen
Grundstücke
und
Bauten einschl.
der Bauten
auf fremden
Grundstücken
EUR
Technische
Anlagen und
Maschinen
EUR
Andere
Anlagen,
Betriebs- und
Geschäftsausstattung
EUR
Anschaffungs- und
Herstellungskosten
Stand 1.April 2004
408.806,56
137.874.735,05
316.326.413,62
9.434.858,77
Zugänge
38.413,11
325.669,03
1.391.394,30
686.171,69
Abgänge
16.238,30
34.731,18
1.038.813,62
440.835,64
Umbuchungen
13.678,00
167.623,67
3.196.902,48
181.275,98
444.659,37
138.333.296,57
319.875.896,78
9.861.470,80
296.801,19
78.835.662,77
251.503.948,34
-5.502.267,02
0,00
0,00
616.890,22
0,00
Abschreibungen des Geschäftsjahres
91.173,12
2.714.002,83
13.727.451,71
794.941,36
Abgänge
16.238,80
16.628,22
851.078,84
405.404,14
371.735,51
81.533.037,38
263.763.430,99
-5.112.729,80
72.923,86
56.800.259,19
56.112.465,79
14.974.200,60
112.005,37
59.039.072,28
64.822.465,28
14.937.125,79
Stand 31.März 2005
Abschreibungen
Stand 1. April 2004
Zuschreibungen
Stand 31.März 2005
Buchwerte
31.März 2005
31. März 2004
38
Geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau
EUR
Gesamt
EUR
Gesamt
Finanzanlagen
EUR
Beteiligungen an
assoziierten
Unternehmen
EUR
Sonstige
Beteiligungen
EUR
Gesamt
EUR
4.676.088,48
468.312.095,92
468.720.902,48
4.381.150,00
47.256,55
4.428.406,55
10.148.780,56
12.552.015,58
12.590.428,69
646.187,17
0,00
646.187,17
0,00
1.514.380,44
1.530.618,74
150.231,00
0,00
150.231,00
-3.559.480,13
-13.678,00
0,00
0,00
0,00
0,00
11.265.388,91
479.336.053,06
479.780.712,43
4.877.106,17
47.256,55
4.924.362,72
0,00
324.837.344,09
325.134.145,28
531.825,16
0,00
531.825,16
0,00
616.890,22
616.890,22
0,00
0,00
0,00
0,00
17.236.395,90
17.327.569,02
0,00
0,00
0,00
0,00
1.273.111,20
1.289.350,00
0,00
0,00
0,00
0,00
340.183.738,57
340.555.474,08
531.825,16
0,00
531.825,16
11.265.388,91
139.152.314,49
139.225.238,35
4.345.281,01
47.256,55
4.392.537,56
4.676.088,48
143.474.751,83
143.586.757,20
3.849.324,84
47.256,55
3.896.581,39
39
OELMÜHLE HAMBURG AKTIENGESELLSCHAFT, HAMBURG
KONZERNABSCHLUSS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR
VOM 1. APRIL 2005 BIS ZUM 31. MÄRZ 2006
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
KonzernAnhang
Umsatzerlöse
Herstellungskosten der zur
Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen
1.497.616.698,11
1.343.305.129,09
(24)
-1.324.775.442,24
-1.250.821.755,82
172.841.255,87
92.483.373,27
-21.404.644,60
-18.350.632,43
1.964.047,11
-876.360,05
-19.453.574,82
-15.370.386,00
2.575.571,96
-1.475.696,55
134.173.665,90
58.759.287,86
3.078.384,30
78.445,83
-5.300.563,08
-92.836,79
303.790,40
-4.895.561,46
-2.143.732,95
-4.684.607,85
132.029.932,95
-52.377.463,90
54.074.680,01
-21.729.365,02
79.652.469,05
32.345.314,99
(25)
(26)
(27)
(28)
Ergebnis aus der betrieblichen Tätigkeit
Beteiligungsergebnis
Zinserträge
ZInsaufwendungen
(29)
(30)
(30)
Finanzergebnis
Ergebnis vor Steuern
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
(31)
Jahresüberschuss
40
2004/2005
TEUR
(23)
Bruttoergebnis vom Umsatz
Vertriebskosten
Allgemeine Verwaltungskosten
Sonstige betriebliche Erträge
Sonstige betriebliche Aufwendungen
2005/2006
TEUR
davon: Anteile anderer Gesellschafter
davon: Anteile der Aktionäre der Oelmühle Hamburg AG
(33)
222.060,92
79.430.408,13
652.920,70
31.692.394,29
Ergebnis je Aktie (in EUR)
(35)
106,37 EUR
43,20 EUR
OELMÜHLE HAMBURG AKTIENGESELLSCHAFT, HAMBURG
KONZERNABSCHLUSS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR
VOM 1. APRIL 2005 BIS ZUM 31. MÄRZ 2006
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG
2005/2006
TEUR
2004/2005
TEUR
79.652
32.345
14.340
1.363
-1.007
94.349
16.833
-3.678
2.684
48.184
-43.704
-28.323
8.882
1.963
4.547
37.713
2.074
-5.347
-5.841
13.832
5.295
58.197
0
-16.870
334
0
-12.593
122
-6.562
-26
4.386
-18.738
-2.802
-400
68
-15.605
-84.417
-221
-1.953
68.231
-18.360
-26.510
-676
-3.888
-11.513
-42.587
615
412
1.027
5
407
412
Laufende Geschäftstätigkeit
Jahresüberschuss
Ab-/Zuschreibungen zu Sachanlagen,
Immaterielle Vermögenswerte und Finanzanlagen
Auflösung/Zuführung zu langfristigen Rückstellungen
Auflösung/Zuführung Abgrenzung für latente Steuern
Cash Flow
Abnahme/Zunahme der Vorräte
Abnahme/Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Abnahme/Zunahme sonstiger kurzfristiger Vermögenswerte
Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Zunahme/Abnahme anderer kurzfristiger Verbindlichkeiten
Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit
Investitionstätigkeit
Erlöse aus Sachanlageabgängen
Investionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens
Auszahlungen aus dem Erwerb von konsolidierten Unternehmen
und sonstigen Geschäftseinheiten
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit
Finanzierungstätigkeit
Gewinnabführung der Oelmühle Hamburg
Gezahlte Dividenden
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten
Veränderung von kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten
Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit
Erhöhung/Verminderung der flüssigen Mittel
Flüssige Mittel am Anfang des Geschäftsjahres
Flüssige Mittel am Ende des Geschäftsjahres
41
OELMÜHLE HAMBURG AKTIENGESELLSCHAFT, HAMBURG
KONZERNABSCHLUSS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR
VOM 1. APRIL 2005 BIS ZUM 31. MÄRZ 2006
ENTWICKLUNG DES EIGENKAPITALS DES KONZERNS
R Ü C K L AG E N
Stand 1.April 2004
Dividenden und Entnahmen
Konzernjahresüberschuss
Gewinnabführung
Stand 31.März 2005 / 1. April 2005
Dividenden und Entnahmen
Erwerb Anteile
außenstehender Gesellschafter
Zugang durch in Vorjahren
mit den Rücklagen verrechneten
Unterschiedsbeträge für im Geschäftsjahr
veräußerte Anteile an assoziierten
Unternehmen
Konzernjahresüberschuss
Gewinnabführung
Stand 31.März 2006
42
Gezeichnetes
Kapital
TEUR
Kapitalrücklage
TEUR
Andere
Rücklagen
TEUR
Anteile
anderer
Gesellschafter
TEUR
Gesamt
TEUR
19.143
21.205
10.655
4.316
55.319
-675
653
21.205
31.692
-26.510
15.837
4.294
-675
32.345
-26.510
60.479
-221
-221
-4.276
-4.276
19.143
19.143
21.205
476
79.430
-84.417
11.326
222
19
476
79.652
-84.417
51.693
OELMÜHLE HAMBURG AKTIENGESELLSCHAFT, HAMBURG
KONZERN-ANHANG
FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. APRIL 2005 BIS ZUM 31. MÄRZ 2006
(1) Rechtliche Grundlage
Der Konzernabschluss der Oelmühle Hamburg
Aktiengesellschaft (Oelmühle Hamburg) ist in
Anwendung von § 315a HGB erstmalig in Übereinstimmung mit den International Financial
Reporting Standards (IFRS) des International
Accounting Standards Board (IASB) und den
Interpretationen des International Financial
Reporting Interpretations Committee (IFRIC)
aufgestellt. Es wurden die für das Geschäftsjahr
2005/2006 verbindlichen Standards angewandt.
Der Konzernabschluss umfasst neben der
Konzern-Bilanz sowie der Konzern- Gewinnund Verlustrechnung als weitere Bestandteile die
Entwicklung des Eigenkapitals, die KonzernKapitalflussrechnung und den Konzern-Anhang.
Das Geschäftsjahr umfasst den Zeitraum 1.April
bis 31. März.
Die Vorjahreszahlen sind nach den gleichen
Grundsätzen ermittelt worden.
Die Konzernwährung ist Euro. Die im Konzernabschluss verwendete Abkürzung TEUR entspricht
1.000 EUR. Hierdurch kann es zu Rundungsdifferenzen von TEUR 1 kommen. Des Weiteren
wird die Abkürzung TDKK verwendet und entspricht 1.000 DKK (Dänische Kronen).
Die Oelmühle Hamburg ist eine eingetragene
Aktiengesellschaft deutschen Rechts mit Sitz in
Hamburg/Deutschland, Nippoldstrasse 117.
Die Oelmühle Hamburg AG ist über ihre Mehrheitsgesellschafterin, der ADM Beteiligungsgesellschaft mbH, ein mit den zum Konzern der
Archer Daniels Midland Company, Decatur,
Illinois/USA, gehörenden Unternehmen verbundenes Unternehmen.
Der Sitz der ADM Beteiligungsgesellschaft mbH
ist Hamburg.
Die Oelmühle Hamburg AG und die übrigen in
den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind im Bereich der Nahrungs- und
Futtermittelindustrie tätig. Sie befassen sich mit
der Beschaffung, dem Transport, der Lagerung,
der Verarbeitung und dem Vertrieb von Ölsaaten,
Fettstoffen und Futtermitteln. Darüber hinaus
wird Rapsöl zu Biodiesel weiterverarbeitet.
(2) Erstmalige Anwendung der IFRS
Die Oelmühle Hamburg hat auf den 1.April 2004
(Zeitpunkt des Übergangs auf IFRS) eine
Eröffnungsbilanz nach den Vorschriften des IFRS
aufgestellt. Dabei wurden für den Konzern im
Wesentlichen folgende Anpassungen an die nach
den Vorschriften des HGB erstellte KonzernBilanz zum 31. März 2004 bzw. 31. März 2005
vorgenommen:
31. März 2004
Auswirkungen
des
Übergangs
auf IFRS
HGB
IFRS
TEUR
TEUR
TEUR
99.223
44.363
143.586
124.928
1.150
-10.239
873
114.689
2.023
40.096
15.223
55.319
12.013
3.089
15.102
1.560
0
0
1.586
10.065
21.874
3.146
10.065
21.874
Vermögenswerte
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Sachanlagen
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Vorräte
Latente Steuern
Eigenkapital und
Verbindlichkeiten
Eigenkapital
LANGFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN
Pensionsrückstellungen*
Rückstellungen
für Altersteilzeit **
Latente Steuern
KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN
*
inkl. Saldierung mit im Einzelabschluss aktiviertem Deckungskapital
**
im HGB-Konzernabschluss Bestandteil der sonstigen Rückstellungen
43
VORRÄTE
31. März 2005
Auswirkungen
des
Übergangs
HGB
auf IFRS
IFRS
TEUR
TEUR
TEUR
99.642
39.510
139.152
110.474
0
2.296
6.928
112.770
6.928
0
8.030
8.030
39.083
21.397
60.480
12.533
6.773
19.306
Vermögenswerte
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Sachanlagen
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Vorräte
Latente Steuern
Sonstige finanzielle
Vermögensgegenstände
Eigenkapital und
Verbindlichkeiten
Eigenkapital
UND
SONSTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE
Die abweichende Bewertung der Vorräte erfolgte
aufgrund der für die IFRS-Rechnungslegung nicht
zu berücksichtigenden Abwertung der Vorräte
auf den niedrigeren Marktpreis auf dem Beschaffungsmarkt.
Darüber hinaus wurden Kontrakte mit derivatem
Charakter mit ihrem Marktwert (‘fair value’) am
Bilanzstichtag erfasst. Es handelt sich hierbei im
Soja-Bereich über die Chicago Board of Trade
(CBOT) und im Raps-Bereich über die MATIF
abgewickelte Kontrakte. Entsprechendes gilt für
Devisenterminkontrakte. Der Ausweis erfolgt
unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten (März
2004) bzw. sonstigen finanziellen Vermögenswerten (März 2005).
LANGFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN
Pensionsrückstellungen*
Rückstellungen
für Altersteilzeit **
Latente Steuern
LATENTE STEUERN
1.338
0
0
2.148
20.927
8.175
3.486
20.927
8.175
*
inkl. Saldierung mit im Einzelabschluss aktiviertem Deckungskapital
**
im HGB-Konzernabschluss Bestandteil der sonstigen Rückstellungen
Die für die IFRS-Rechnungslegung gem. IAS 12
ausgewiesenen latenten Steuern beziehen sich
auf nicht permanente Bilanzierungsunterschiede
(temporary differences) zwischen den Werten in
der Steuerbilanz und den Werten gem. IFRS.
Erläuterungen zur Überleitungsrechnung
zum Eigenkapital
Der für die Ermittlung zu Grunde gelegte Steuersatz beträgt 40 % und entspricht damit der
durchschnittlich erwarteten zukünftigen Steuersatzbelastung.
KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN
SACHANLAGEN
Die abweichende Bilanzierung der Sachanlagen
ergibt sich zum einen aus der gem. IAS 23 möglichen Aktivierung von Fremdkapitalzinsen und
zum anderen aus der Rücknahme von steuerlichen
Sonderabschreibungen in Vorjahren, welche für
die IFRS - Rechnungslegung nicht vorgesehen ist.
Im Anlagevermögen wurden die für die Ermittlung
der Abschreibungen zu Grunde liegenden
Nutzungsdauern, abweichend von den steuerlichen
AfA-Tabellen, den erwarteten wirtschaftlichen
Nutzungsdauern angepasst.
44
Neben der Berücksichtigung dieser temporary
differences wurden auch latente Steuern auf
vorhandene Verlustvorträge aktiviert. Es wird
davon ausgegangen, dass die Verlustvorträge
steueraufwandsmindernd genutzt werden können.
EIGENKAPITAL
Der Unterschiedsbetrag zwischen der Bilanzierung
gem. HGB und gem. IFRS ergibt sich aus der
Summe aller einzelnen Unterschiedsbeträge. Der
Unterschiedsbetrag wird in den Rücklagen erfasst.
PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN UND
RÜCKSTELLUNGEN FÜR ALTERSTEILZEIT
(3) Konsolidierungskreis
Die Ermittlung der Rückstellungen zum 31. März
2004 erfolgte für IFRS gem. versicherungsmathematischen Gutachten der beratenden
Aktuare Rüss, Dr. Zimmermann & Partner,
Hamburg, auf der Basis der jeweils geltenden
Vorschriften.
Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren
(Projected-Unit-Credit-Method) unter Berücksichtigung künftiger Gehaltsentwicklungen gem.
IAS 19 (Employee Benefits).
Die nach den Vorschriften der IFRS aufgestellte
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum
vom 1.April 2004 bis zum 31. März 2005 ermittelt
einen um TEUR 6.109 gestiegenen Periodenerfolg
des Konzerns vor Gewinnabführung und Anteilen
fremder Gesellschafter, als die für den gleichen
Zeitraum nach den Vorschriften des HGB aufgestellte Gewinn- und Verlustrechnung.
Die wesentlichen Unterschiede betreffen die
folgenden Positionen:
Auswirkungen
des
Übergangs
auf IFRS
26.173
Abschreibungen auf Sachanlagen
-4.780
Wertberichtigung auf Vorräte
345
Fair Value Bewertung
derivative Einkaufskontrakte
20.220
Pensionsaufwand
-4.306
Zuführung zu
Rückstellungen für Altersteilzeit
-562
Latente Steuern
-4.808
unter Zinsaufwendungen
ausgewiesener Minderheitenanteil
außenstehender Gesellschafter
Silo P. Kruse Betriebs-GmbH & Co. KG
63
Jahresüberschuss nach IFRS
WESENTLICHE
EINBEZOGENE
UNTERNEHMEN
Noblee & Thörl GmbH, Hamburg
6.172
32.345
100% (K)
Oelmühle Leer Connemann GmbH & Co. KG, Leer * ) 100% (K)
Neuhof Hafengesellschaft m.b.H., Hamburg
100% (K)
Vj.: 74,9%
Silo P. Kruse Betriebs-GmbH & Co. KG, Hamburg
51% (K)
Oelmühle Rothensee GmbH & Co. KG, Magdeburg
100% (K)
Hamlet Protein A/S, Horsens, Dänemark
TEUR
Jahresüberschuss nach HGB
(vor Gewinnabführung)
Der Konzernabschluss umfasst die Gesellschaften,
an denen die Oelmühle Hamburg, direkt oder
indirekt, mehrheitlich beteiligt ist oder deren
Finanz- und Geschäftspolitik durch Oelmühle
Hamburg bestimmt wird. Die Veränderungen des
Konsolidierungskreises im Geschäftsjahr 2005/06
hatten keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage oder das Eigenkapital des Konzerns. Die Vergleichbarkeit mit
dem Vorjahr ist dadurch nicht beeinträchtigt.
50% (E)
(K) voll konsolidiert
(E) at equity konsolidiert
* ) Das Gesellschaftsvermögen ist zum 1. April 2005
der Oelmühle Hamburg AG angewachsen.
Die Aufstellung des vollständigen Anteilsbesitzes
des Oelmühle Hamburg Konzerns ist beim
Handelsregister Hamburg hinterlegt.
Assoziierte Unternehmen werden at Equity nach
der Buchwertmethode in den Konzernabschluss
einbezogen.
Die Einbeziehung der Hamlet Protein A/S,
Horsens, Dänemark, erfolgte auf der Basis von
Zwischenabschlüssen. Zum 1. März 2006 wurden
die Anteile an der Hamlet Protein A/S, Horsens,
Dänemark, veräußert.
45
(4) Konsolidierungsgrundsätze
Die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen erfolgt gemäß IFRS 3 („Business
Combinations“). Entsprechend IFRS 1.15 werden
die Vorschriften des IFRS 3 vor dem 1.April 2004
nicht angewendet.
Nach IFRS 3 sind sämtliche Unternehmenszusammenschlüsse nach der Erwerbsmethode
(‘purchase method’) zu bilanzieren, d. h. die
erworbenen Vermögenswerte und Schulden sind
zum beizulegenden Zeitwert (‘fair value’) anzusetzen. Der positive Unterschiedsbetrag
zwischen den Anschaffungskosten und dem
Anteil am Nettozeitwert wird als Geschäftsoder Firmenwert ausgewiesen und regelmäßig
einer Prüfung auf dessen Werthaltigkeit unterzogen. Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe
von TEUR 7.054, die vor dem 1. April 2004 entstanden sind, bleiben mit den Rücklagen verrechnet. Sie werden bei Wertminderung und
Endkonsolidierung gemäß den Bestimmungen
des IFRS 3.80 nicht ergebniswirksam behandelt.
Forderungen, Verbindlichkeiten, Rückstellungen,
Erträge und Aufwendungen sowie Ergebnisse
zwischen den konsolidierten Unternehmen
(„Zwischengewinne“) werden im Rahmen der
Konsolidierung eliminiert. Auf ergebniswirksame
Konsolidierungsvorgänge werden erforderliche
Steuerabgrenzungen vorgenommen.
Beteiligungen werden nach der Equity-Methode
einbezogen, wenn ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann (IAS 28 „Accounting for
Investments in Associates“). Dies ist grundsätzlich bei einem Stimmrechtsanteil von 20% bis 50%
der Fall („assoziierte Unternehmen“). Die Anschaffungskosten von nach der Equity-Methode
einbezogenen Beteiligungen werden unter
Berücksichtigung der Veränderung des Eigenkapitals fortgeführt.
Auf Konzernfremde entfallende Anteile am
Kapital, an den Rücklagen und am Gewinn werden
als „Ausgleichsposten für Anteile der anderen
Gesellschafter in Höhe ihres Anteils am Eigenkapital” passiviert.
46
Der Bilanzstichtag aller in den Konzernabschluss
einbezogenen Unternehmen ist identisch mit
dem Bilanzstichtag des Konzernabschlusses, mit
Ausnahme der Neuhof Hafengesellschaft m.b.H.,
Hamburg, der Silo P. Kruse Betriebs-GmbH
& Co. KG, Hamburg, sowie der Silo Betriebsgesellschaft mbH, Hamburg, deren Abschlussstichtag der 31. Dezember ist. Für die genannten
Gesellschaften werden Zwischenabschlüsse auf
den 31. März erstellt. Nach der vollständigen
Übernahme der Anteile an der Neuhof Hafengesellschaft m.b.H., Hamburg, wurde das
Geschäftsjahr dieser Gesellschaft dem Geschäftsjahr der Muttergesellschaft angepasst. Der
Zeitraum vom 1. Januar 2006 bis zum 31. März
2006 bildet ein Rumpfgeschäftsjahr. Der Kauf der
bis Dato von Dritten gehaltenen Anteile in Höhe
von 24,9 % erfolgte zu einem Kaufpreis in Höhe
von 6.500.000,-- EUR. Die Bezahlung erfolgt per
Banktransfer.
(5) Bilanzierungs- und
Bewertungsgrundsätze
Die Erstellung des Abschlusses erfolgt in Euro.
Die Jahresabschlüsse der Tochtergesellschaften
werden gemäß IAS 27 nach einheitlichen
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt und vollständig unter Berücksichtigung
der Posten, die der Konsolidierung bzw. der
Zwischenerfolgseliminierung unterliegen, in den
Konzernabschluss einbezogen.
Immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige
lineare Abschreibungen, bewertet.
Die Abschreibung Immaterieller Vermögenswerte erfolgt grundsätzlich über eine Nutzungsdauer zwischen drei und fünf Jahren.
Forschungskosten sind Kosten für eigenständige
und planmäßige Forschung mit der Absicht, neuwissenschaftliche oder technische Erkenntnisse
zu erlangen. Sie werden nach IAS 38 bei Anfall
sofort aufwandswirksam berücksichtigt. Entwicklungskosten umfassen Aufwendungen, die
dazu dienen, theoretische Erkenntnisse technisch
und kommerziell umzusetzen und sind zu
aktivieren, wenn bestimmte Voraussetzungen
erfüllt sind. Die Voraussetzungen zur Aktivierung
als Immaterielle Vermögenswerte gemäß IAS 38
hinsichtlich der technischen Realisierbarkeit der
Fertigstellung des Immateriellen Vermögenswertes sowie des voraussichtlichen künftigen
wirtschaftlichen Nutzens sind aufgrund der bis
zur tatsächlichen Umsetzung bestehenden
Risiken nicht vollständig erfüllt. Daher werden
auch Entwicklungskosten bei Anfall sofort aufwandswirksam erfasst.
Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungsoder Herstellungskosten unter Berücksichtigung
planmäßiger linearer oder degressiver Abschreibungen entsprechend den wirtschaftlichen
Nutzungsdauern bewertet.
Soweit erforderlich, werden als Ergebnis der
durchgeführten Impairment-Tests außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Der
Konzern beurteilt an jedem Bilanzstichtag, ob
Anzeichen für Wertminderungen bei Immateriellen
Vermögenswerten und Sachanlagen vorliegen. In
diesem Fall erfolgt die Durchführung eines Wertminderungstest in Übereinstimmung mit IAS 36
mittels Schätzung des erzielbaren Betrages. Der
erzielbare Betrag eines Vermögenswertes ist der
höhere der beiden Beträge aus beizulegendem
Zeitwert eines Vermögenswertes oder
Zahlungsmittel generierender Einheit abzüglich
Veräußerungskosten und Nutzungswert. Übersteigt der Buchwert den erzielbaren Betrag,
erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung auf
den erzielbaren Betrag. Sofern die Gründe für
die außerplanmäßige Abschreibung wieder entfallen, erfolgt eine Zuschreibung bis zu dem fortgeführten Buchwert, der sich ergeben würde,
wenn in den früheren Jahren keine außerplanmäßige Abschreibung erfasst worden wäre.
Reparaturkosten werden sofort als Aufwand
erfasst. Eine Aktivierung erfolgt nur, wenn diese
zu einer Erweiterung oder wesentlichen Verbesserung des jeweiligen Vermögensgegenstandes
geführt haben.
Fremdkapitalzinsen für Sachanlagen, die direkt
dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von
qualifizierten Vermögenswerten zurechenbar sind das sind Vermögenswerte, für die ein beträchtlicher
Zeitraum erforderlich ist, um sie in ihren beabsichtigten gebrauchsfähigen Zustand zu versetzen
- werden bis zu dem Zeitpunkt, an dem die
Vermögenswerte im Wesentlichen für ihre vorgesehene Nutzung fertig gestellt sind, zu den
Anschaffungskosten dieser Vermögenswerte hinzugerechnet. Der jeweilige Zinssatz wird aus den
marktüblichen Zinssätzen abgeleitet.
Alle sonstigen Fremdkapitalkosten werden in der
Periode, in der sie angefallen sind, erfolgswirksam
erfasst.
Die Sachanlagen werden unter Zugrundelegung
des tatsächlichen Werteverzehrs sowohl nach
der degressiven als auch nach der linearen
Methode abgeschrieben. Dabei werden die Abschreibung für jeden Teilbereich eines Vermögenswertes getrennt ermittelt, wenn diese Teile einen
wesentlichen Teil der Anschaffungskosten ausmachen (components approach).
Den planmäßigen Abschreibungen liegen im
Wesentlichen folgende Nutzungsdauern zu
Grunde :
Gebäude
Technische Anlagen
Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
20 - 40 Jahre
8 - 15 Jahre
4 -10 Jahre
47
Beteiligungen sind mit den ursprünglichen Anschaffungskosten ggf. abzüglich notwendiger
Wertberichtigungen angesetzt.
Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder
Herstellungskosten bzw. ggf. zu niedrigeren Börsenoder Marktpreisen angesetzt. Die Ermittlung der
Herstellungskosten für Kuppelprodukte aus der
Saatenverarbeitung erfolgt nach der Rückrechnungsmethode. Für weiterverarbeitete Öle und
Fette wird im Konzern die Restwertmethode
angewendet. Allgemeine Verwaltungskosten
bleiben außer Ansatz. Im Ergebnis sind die
Fertigwaren mit Saateneinkaufpreisen und den
Fertigungseinzel- und Fertigungsgemeinkosten
(inklusive Abschreibungen) bewertet. Die Rohwarenbewertung erfolgt zu Einstandspreisen
nach der Fifo - Methode. Eine Abwertung zum
Börsen- oder Marktpreis erfolgt nur im Falle
absehbarer Drohverluste im Absatzbereich.
Sonstige finanzielle Vermögenswerte im Sinne
von IAS 39 werden als finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertet werden, Darlehen und Forderungen, als bis zur Endfälligkeit gehaltene
Investitionen oder als zur Veräußerung verfügbare
finanzielle Vermögenswerte klassifiziert.
Bei dem erstmaligen Ansatz von finanziellen
Vermögenswerten werden diese zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Falle von
Finanzinvestitionen, für die keine erfolgwirksame
Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgt,
werden darüber hinaus Transaktionskosten einbezogen, die direkt dem Erwerb des finanziellen
Vermögenswerts zuzurechnen sind.
Der Konzern legt die Klassifizierung seiner finanziellen Vermögenswerte mit dem erstmaligen
Ansatz fest und überprüft diese Zuordnung am
Ende eines jeden Geschäftsjahres, soweit dies
zulässig und angemessen ist. Eine Zuordnung von
finanziellen Vermögenswerten in die Kategorie
48
‘bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen’
ist derzeit nicht erfolgt. Bei marktüblichen Käufen
und Verkäufen von finanziellen Vermögenswerten
erfolgt die Bilanzierung zum Handelstag. Marktübliche Käufe oder Verkäufe sind Käufe oder
Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten, die
die Lieferung von Vermögenswerten innerhalb
eines festgelegten Zeitraums vorschreiben.
Als finanzielle Vermögenswerte werden Anteile
an assoziierten Unternehmen, sonstige Beteiligungen, Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen sowie die sonstigen finanziellen Vermögenswerte bilanziert.
Finanzielle Vermögenswerte mit einer Laufzeit
von mehr als 12 Monaten werden als langfristige
finanzielle Vermögenswerte ausgewiesen.
Derivative Finanzinstrumente werden als zu
Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte klassifiziert. Eine Bilanzierung nach den
Grundsätzen des Hedge Accounting erfolgt
derzeit nicht. Die Bewertung derivativer Finanzinstrumente erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Gewinne oder Verluste der Veränderung
des Zeitwertes werden erfolgswirksam erfasst.
Anteile an assoziierten Unternehmen werden
zum Bilanzstichtag entsprechend IAS 28 außerplanmäßig abgeschrieben, wenn der erzielbare
Betrag aus der Beteiligung unter den Buchwert
gesunken ist. Eine Überprüfung der Werthaltigkeit
erfolgt, sofern konkrete Anhaltspunkte für Wertminderungen vorliegen.
Sonstige Beteiligungen werden als ‘veräußerbare
finanzielle Vermögenswerte’ (available for sale)
klassifiziert und mit den ursprünglichen Anschaffungskosten ggf. abzüglich außerplanmäßiger
Abschreibungen angesetzt, da notierte Marktpreise oder beizulegende Zeitwerte nicht
verfügbar sind bzw. nicht verlässlich bestimmt
werden können.
Latente Steueransprüche und Steuerverbindlichkeiten resultieren vor allem aus zeitlich
abweichenden Wertansätzen zwischen der
Konzernbilanz nach IFRS und der Steuerbilanz
der Einzelgesellschaften sowie aus Konsolidierungsvorgängen. Darüber hinaus werden aktive latente
Steuern auf Verlustvorträge gebildet, wenn es
wahrscheinlich ist, dass zukünftig zu versteuerndes
Einkommen gegen die Verlustvorträge verrechnet
werden kann.
Zum 31. März 2005 erfolgte die Bewertung auf
Grundlage der „Richttafeln 1998 für die
Pensionsversicherung“. Der sich gegenüber der
Berechnung auf Basis der Richttafeln 1998
ergebende Unterschiedsbetrag wurde im
Geschäftsjahr 2005/06 in voller Höhe erfolgswirksam berücksichtigt.
Versicherungsmathematische Gewinne und
Verluste werden im jeweiligen Geschäftsjahr
sofort erfolgswirksam berücksichtigt.
Die Ermittlung erfolgt nach der bilanzorientierten
Verbindlichkeitsmethode und beruht auf der Anwendung der zum Realisationszeitpunkt erwarteten Steuersätze. Diese basieren grundsätzlich
auf den am Bilanzstichtag gültigen gesetzlichen
Regelungen. Die Auswirkungen von Steuersatzänderungen auf latente Steuern werden mit
Verabschiedung der gesetzlichen Änderung
erfasst.
Sonstige Rückstellungen werden für ungewisse
Verbindlichkeiten und ggf. drohende Verluste aus
schwebenden Geschäften gebildet.
Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und
werden unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeit mit den nach bestmöglicher
Schätzung erforderlichen Beträgen angesetzt.
Eine Rückstellung wird dann ausgewiesen, wenn
eine gegenwärtige (gesetzliche oder faktische)
Verpflichtung aufgrund eines vergangenen
Ereignisses gegenüber einem Dritten besteht, die
Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme über
50% liegt und die Höhe der Verpflichtung hinreichend sicher geschätzt werden kann.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
sowie sonstige Forderungen werden der Kategorie Darlehen und Forderungen zugeordnet
und mit den fortgeführten Anschaffungskosten
angesetzt. Wertberichtigungen für mögliche
Ausfallrisiken werden gebildet, sofern spezifische
Informationen über einen Einzelwertberichtigungsbedarf vorliegen. Forderungen werden ausgebucht, wenn sie uneinbringlich sind.
Die Bilanzierung und Bewertung der
Pensionsrückstellungen erfolgte nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-UnitCredit-Method) unter Berücksichtigung künftiger
Gehaltsentwicklungen gemäß IAS 19 (Employee
Benefits). Die zukünftigen Verpflichtungen sind
zum 31. März 2006 unter Anwendung versicherungsmathematischer Verfahren auf der
Grundlage der „Richttafeln 2005 G für die
Pensionsversicherung“ von Prof. Dr. K. Heubeck
bewertet worden.
Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt.
Aufgrund der bestehenden Kündigungsrechte
der Kommanditisten der Silo P. Kruse BetriebsGmbH & Co. KG werden die auf diese Minderheitsgesellschafter entfallenden Anteile am
Nettovermögen gemäß IAS 32 unter den langfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen. Da
sich der Wert eines möglichen Rückzahlungsbetrages nicht verlässlich ermitteln lässt, wird für
Zwecke der Bewertung auf die anteiligen
Buchwerte des IFRS-Nettovermögens abgestellt.
Werterhöhungen werden als Zinsaufwand,
Wertminderungen als Zinsertrag in der Gewinnund Verlustrechnung erfasst.
49
LEASING
Die Oelmühle Hamburg und ihre Tochtergesellschaften haben verschiedene OperatingLeasingvereinbarungen abgeschlossen. Es handelt
sich dabei im Wesentlichen um Büromaschinen,
für die Standardleasingverträge abgeschlossen
wurden. Die wesentlichen Chancen und Risiken
verbleiben beim Leasinggeber bzw. die Leasingverträge haben eine untergeordnete Bedeutung.
Ebenfalls im Geschäftsjahr 2005/2006 erfolgte
der Verkauf der Anteile an der Hamlet Protein
A/S an den Joint-Venture-Partner. Der Ausgleich
des Verkaufpreises in Höhe von 54.000.000 DKK
erfolgte per Banktransfer am 1.März 2006.
(8) Vorräte
Die Vorräte gliedern sich wie folgt:
(6) Währungsumrechnung
In den Einzelabschlüssen der Gesellschaften
werden Forderungen und Verbindlichkeiten in
fremder Währung mit dem Umrechnungskurs
am Bilanzstichtag bewertet.
ANGABEN
ZUR
Hamlet Protein A/S
Bilanzsumme
Umsatzerlöse
Jahresüberschuss
31.12. 2005
31.12. 2004
TEUR
TEUR
TEUR
602
0
18
999
5.249
-870
TDKK
TDKK
TDKK
168.027
214.836
7.701
169.653
183.650
-422
Im Geschäftsjahr 2005/2006 wurden die vom
Joint-Venture-Partner gehaltenen 50%- Anteile
an der Edelsoja GmbH zu einem Preis von
47.500,-- EUR erworben. Die Bezahlung erfolgte
am 26. Mai 2005 per Banktransfer. Es wurden
keine Zahlungsmittel erworben.
50
31.3.2005
81.582
2.126
69.766
3.000
91.106
2.943
18.721
0
156.474
112.770
BILANZ
(7) Angaben zu assoziierten Unternehmen
Edelsoja GmbH
Bilanzsumme
Umsatzerlöse
Jahresüberschuss
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
Unfertige Erzeugnisse
Fertige Erzeugnisse und Waren
Geleistete Anzahlungen
31.3.2006
(9) Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen sowie sonstige finanzielle
Vermögenswerte
Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände enthalten mit TEUR 14.579
(Vorjahr: TEUR 21.103) Forderungen gegen verbundene Unternehmen, die der laufenden Verrechnung unterliegen und voraussichtlich im
kommenden Geschäftsjahr im Wesentlichen
nicht zahlungswirksam werden.
(10) Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente
Unter dieser Position sind Guthaben bei
Kreditinstituten und Kassenbestände erfasst.Die
Veränderung gegenüber dem Vorjahr ist in der
Kapitalflussrechnung erfasst.
(11) Latente Steuern
(13) Rücklagen
Die latenten Steuern haben sich im Berichtsjahr
wie folgt entwickelt:
Zur Anpassung des Konzernbilanzgewinns an den
Bilanzgewinn der Oelmühle Hamburg AG wurden
im Geschäftsjahr TEUR 4.986 den Rücklagen des
Konzerns entnommen.
1.4.2005
TEUR
Aktive latente Steuern
Pensionsrückstellungen
Altersteilzeitrückstellungen
Sonstige
Verlustvorträge
Passive latente Steuern
Sachanlagen
Vorräte
Sonstige
Aufwand (-)/
Ertrag (+) 31.3.2006
TEUR
TEUR
4.398
859
964
706
6.927
610
-212
-571
-492
-665
5.008
647
393
214
6.262
-15.833
-4.130
-964
-20.927
259
449
964
1.672
+1.007
-15.574
-3.681
0
-19.255
Die bisher nicht mit aktiven latenten Steuern
belegten Verlustvorträge belaufen sich auf
TEUR 2.399 (Vorjahr:TEUR 2.196).
(12) Gezeichnetes Kapital
Das Grundkapital der Oelmühle Hamburg AG beträgt zum 31. März 2006 und zum 31. März 2005
jeweils EUR 19.142.768,03. Es ist eingeteilt in
748.800 auf den Inhaber lautende Stückaktien. Es
handelt sich hierbei seit der Hauptversammlung
am 6. Juli 1999 um nennbetragslose Stückaktien.
Die ADM Beteiligungsgesellschaft mbH,
Hamburg, hält an der Oelmühle Hamburg AG
eine Mehrheitsbeteiligung. Im Juli 1996 hat die
Oelmühle Hamburg AG mit der ADM Beteiligungsgesellschaft mbH als herrschendem Unternehmen
einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Die Minderheitsaktionäre
haben das Recht auf eine festgelegte jährliche
Ausgleichszahlung seitens der ADM Beteiligungsgesellschaft mbH.
(14) Ausgleichsposten für Anteile
der anderen Gesellschafter in Höhe
ihres Anteils am Eigenkapital
Der Posten betrifft den Anteil anderer
Gesellschafter am Eigenkapital (EUR 14.700) und
am Ergebnis (EUR 4.005,44 / Vj.: EUR 2.881,60)
der Silo Betriebsgesellschaft mbH. Die Neuhof
Hafengesellschaft m.b.H. wurde im Juli 2005 vollständig erworben. Die im Vorjahr ausgewiesenen
Minderheitenanteile wurden im Rahmen der
Vollkonsolidierung eliminiert (Anteil am Kapital:
EUR 4.197.161,83 / Anteil am Ergebnis: EUR
79.062,92).
(15) Langfristige Finanzverbindlichkeiten
Die langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten
beinhalten den langfristigen Teil von Darlehen
von Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von
mehr als einem Jahr. Von dem Gesamtbetrag
haben TEUR 4.623 (Vorjahr TEUR 5.657) eine
Restlaufzeit bis zu fünf Jahren und TEUR 1.125
(Vorjahr TEUR 1.916) eine Restlaufzeit von mehr
als fünf Jahren. Die Verbindlichkeiten sind - wie
im Vorjahr - vollständig durch Grundpfandrechte
gesichert. Die Verzinsung erfolgt zu marktüblichen
Zinssätzen.
(16) Langfristige Rückstellungen
Die Position enthält im Wesentlichen Rückstellungen für Pensionen sowie Rückstellungen
für Altersteilzeit.
Die Entwicklung wird in einem Rückstellungsspiegel erläutert, der diesem Anhang als Anlage
beigefügt ist.
51
Bei den Pensionsrückstellungen handelt es sich
um Verpflichtungen aus Direktzusagen sowie aus
mittelbaren Verpflichtungen im Rahmen der
Trägerschaft von Unterstützungskassen.
Die Berechnung der Pensionsverpflichtungen
berücksichtigt Marktzinssätze sowie Lohn/Gehaltsund Rententrends. Die Bewertung erfolgt unter folgenden Annahmen:
2005/2006
2004/2005
4,25%
2,00%
1,75%
0,5%
4,50%
2,00%
1,75%
0,5%
Abzinsungssatz
Lohn-/Gehaltstrend
Rententrend
Fluktuation
Der Gesamtaufwand für Versorgungszusagen
setzt sich wie folgt zusammen:
Laufender Dienstzeitaufwand
Zinsaufwand
Nachzuverrechnender
Dienstzeitaufwand
Realisierte versicherungsmathematische Verluste
Gesamtaufwand
für leistungsorientierte
Versorgungszusagen
2005/2006
2004/2005
TEUR
TEUR
370
1.378
281
1.458
49
140
1.620
3.417
4.057
5.936
Die Pensionsrückstellungen entwickelten sich
wie folgt:
31.3.2006
31.3.2005
TEUR
TEUR
31.564
370
1.378
27.370
281
1.458
49
-1.839
1.620
33.142
140
-1.742
4.057
31.564
Fondvermögen zum 1.4.
Erwartete Erträge des Fondvermögens
Pensionszahlungen
Zuwendungen der Trägerunternehmen
Fondvermögen zum 31.3.
12.258
295
664
534
12.423
12.268
356
660
294
12.258
Pensionsrückstellung zum 31.3.
20.719
19.306
Veränderung
des Anwartschaftsbarwertes
Anwartschaftsbarwert 1.4.
Dienstzeitaufwand
Zinsaufwand
Nachzuverrechnender
Dienstzeitaufwand
Pensionszahlungen
Versicherungsmathematische Verluste
Anwartschaftsbarwert 31.3.
Veränderung des Fondvermögens
52
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden im jeweiligen Geschäftsjahr sofort
ertragswirksam berücksichtigt. Somit entspricht
die Rückstellung der tatsächlichen Verpflichtung
am Bilanzstichtag. Die Erträge aus dem Fondvermögen entsprechen einer marktüblichen
Verzinsung.
(17) Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsvorgängen
innerhalb des europäischen ADM-Konzerns in
Höhe von TEUR 267.145 (Vorjahr:TEUR196.142).
(18) Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
Die Position beinhaltet, wie im Vorjahr, kurzfristige
Verbindlichkeiten aus erhaltenen Saaten sowie
bezogenen Leistungen.
(19) Kurzfristige Rückstellungen und
sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
Die Entwicklung und Zusammensetzung der
sonstigen Rückstellungen wird in einem Rückstellungsspiegel erläutert, der diesem Anhang als
Anlage beigefügt ist.
Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten enthalten mit TEUR 1.636 (Vj.:TEUR 1.370) Anteile
von Minderheiten am Nettovermögen der Silo P.
Kruse Betriebs-GmbH & Co. KG.
(20) Kurzfristige Steuerverbindlichkeiten
Der Ausweis betrifft wie im Vorjahr im
Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Umsatzsowie Einfuhrumsatzsteuer.
Die Kriterien für die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften (Hedge Accounting) werden nicht
erfüllt.
Bezüglich der Sicherungsgeschäfte bestehen
Vertragsverhältnisse mit verschiedenen Unternehmen aus dem ADM-Konzern, die sich auf die
Durchführung von Sicherungsgeschäften spezialisiert haben. Somit wird die Oelmühle Hamburg
AG in die konzernweiten Sicherungsaktivitäten
einbezogen. Die Durchführung der Sicherungsgeschäfte erfolgt dann primär im Soja-Bereich
über die Chicago Board of Trade (CBOT) und im
Raps-Bereich über die MATIF.
Zum Bilanzstichtag wurden die Derivatgeschäfte
im Vorjahresvergleich wie folgt bewertet:
31.3.2006
(21) Derivative Finanzinstrumente
Die Oelmühle Hamburg AG als international
tätigem Unternehmen ist im Rahmen seiner
gewöhnlichen Geschäftstätigkeiten insbesondere
in Verbindung mit dem Abschluss von Terminkontrakten über den Ein- und Verkauf von
Commodities den üblichen Marktpreis- und
Währungs-Risiken ausgesetzt.
Der Konzern verwendet derivative Finanzinstrumente, um sich gegen diese Risiken abzusichern. Zu den eingesetzten Instrumenten zählen
börsengehandelte Commodity-Termingeschäfte
sowie Devisentermingeschäfte. Die Bewertung
erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Die
Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgt
durch Vergleich mit entsprechenden stichtagsbezogenen Forward Rates. Gewinne oder Verluste
der Veränderung des Zeitwertes werden erfolgswirksam erfasst. Die Finanzinstrumente werden
als kurzfristige sonstige Vermögenswerte angesetzt, wenn der beizulegende Zeitwert positiv ist
bzw. als sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten,
wenn der beizulegende Zeitwert negativ ist.
Nominalwert
TEUR
Marktwert
TEUR
Devisentermingeschäfte
116.425
3.146
CommodityTermingeschäfte (CBOT)
617.004
1.030
CommodityTermingeschäfte (MATIF)
10.381
188
31.3.2005
Nominalwert
TEUR
Marktwert
TEUR
Devisentermingeschäfte
195.511
-8.563
CommodityTermingeschäfte (CBOT)
678.719
16.466
CommodityTermingeschäfte (MATIF)
7.105
127
53
Die positiven Zeitwerte der Derivate werden als
kurzfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte
und die negativen Zeitwerte unter den sonstigen
kurzfristigen Verbindlichkeiten bilanziert.
Die Oelmühle Hamburg Aktiengesellschaft,
Hamburg, sowie die Noblee & Thörl GmbH,
Hamburg, sind im Deutschen Emissionshandelsregister bei der Deutschen Emissionshandelsstelle des Umweltbundesamts registriert. Der
Bestand der zugeteilten Emissionsrechte zum
31. März 2006 wurde mit dem Börsenpreis am
EEX Spotmarkt der European Energy Exchange
AG, Leipzig, bewertet und beträgt TEUR 6.002.
Die Bilanzierung der Emissionsrechte erfolgte
zum Erinnerungswert von EUR 1,00 und lag
damit unter dem Börsenpreis.
(22) Haftungsverhältnisse,
sonstige finanzielle Verpflichtungen
Haftungsverhältnisse
Bürgschaften
Sicherheiten für
fremde
Verbindlichkeiten
31.3.2006
TEUR
31.3.2005
TEUR
0
402
4.499
4.499
4.499
4.901
Die wesentlichen Miet-, Pacht- und Leasingverträge haben eine Laufzeit bis zu drei Jahren.
Darüber hinaus besteht ein wesentlicher Pachtvertrag mit einer Laufzeit bis 2017.
Die Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten
betreffen Grundschulden, welche zu Gunsten
eines Pächters eingetragen wurden, der Gebäude
auf dem Grund und Boden eines Konzernunternehmens errichtet hat.
ANGABEN ZUR GEWINNVERLUSTRECHNUNG
UND
Die Oelmühle Hamburg AG und die übrigen in den
Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen
sind im Bereich der Nahrungs- und Futtermittelindustrie tätig. Sie befassen sich mit der
Beschaffung, dem Transport, der Lagerung, der
Verarbeitung und dem Vertrieb von Ölsaaten,
Fettstoffen und Futtermitteln. Darüber hinaus
wird Rapsöl zu Biodiesel weiterverarbeitet.
Die Ertragsrealisierung erfolgt zum Zeitpunkt
einer verlässlichen Bestimmbarkeit der Ertragshöhe. Die Bestimmbarkeit korrespondiert mit
dem Verlust der Verfügungsmacht und dem Zeitpunkt, in dem die Risiken und Chancen des
Eigentums auf den Käufer übergegangen sind.
(23) Umsatzerlöse
KONZERN
Sonstige finanzielle
Verpflichtungen
Verpflichtungen aus
Miet-, Pacht- und
Leasing-Verträgen
Bestellobligo
Anlagevermögen
54
Inland
Ausland
789
775
2.715
1.651
3.504
2.426
Warenverkäufe
Sonstige
2005/2006
TEUR
2004/2005
TEUR
1.182.624
314.993
934.557
408.748
1.497.617
1.343.305
1.387.927
109.690
1.336.488
6. 817
1.497.617
1.343.305
(24) Herstellungskosten
der zur Erzielung der Umsatzerlöse
erbrachten Leistungen
Dieser Posten umfasst die Kosten der umgesetzten selbst erstellten Erzeugnisse und die
Einstandskosten der verkauften Handelswaren.
Die Kosten der selbst erstellten Erzeugnisse
beinhalten neben den direkt zurechenbaren
Kosten wie Material-, Personal- und Energiekosten
auch die herstellungsbezogenen Gemeinkosten
einschließlich der Abschreibungen auf Produktionsanlagen.
In den Kosten der umgesetzten Leistungen sind
die erforderlichen Abwertungen auf Vorräte enthalten.
Die übrigen sonstigen Erträge enthalten u.a.
aperiodische Erträge und Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen zu Forderungen.
(25) Vertriebskosten
(29) Beteiligungsergebnis
Die Marketing- und Vertriebskosten enthalten
die Kosten für Marketing, Vertriebsorganisation
sowie Vertriebslogistik.
Das Beteiligungsergebnis entfällt mit TEUR 3.078
(Vorjahr: TEUR -94) auf Erträge aus assoziierten
Unternehmen sowie mit TEUR 1 (Vorjahr:TEUR 1)
auf sonstige Beteiligungserträge.
(28) Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen
enthalten neben Zuführungen zu den Wertberichtigungen auf Forderungen, Abfindungen an
ehemalige Mitarbeiter.
(26) Allgemeine Verwaltungskosten
Hier werden die Personal- und Sachkosten der
Verwaltung sowie die Kosten für externe Dienstleistungen ausgewiesen.
(30) Zinserträge und Zinsaufwendungen
KONZERN
(27) Sonstige betriebliche Erträge
Lizenzgebühren
Erträge aus Anlagenabgängen
Erstattungen Versicherungen
Erträge
- aus der Auflösung von sonstigen
kurzfristigen Verbindlichkeiten
- aus Kostenweiterbelastung
- aus Vermietung
Übrige sonstige Erträge
2005/2006
2004/2005
TEUR
TEUR
356
138
137
0
0
82
134
846
103
250
1.964
1.868
266
74
286
2.576
Zinserträge Dritte
Zinserträge ADM-Konzern
Zinsaufwand Dritte
Zinsaufwand ADM-Konzern
2005/2006
2004/2005
TEUR
TEUR
2
76
78
86
217
303
1.678
3.622
5.300
959
3.937
4.896
Der Zinsaufwand Dritte enthält TEUR 740
(Vorjahr: Zinserträge Dritte: TEUR 63) Anteile
am Gewinn der Silo P. Kruse Betriebs-GmbH &
Co. KG, welche auf Dritte entfallen.
55
(31) Steuern vom Einkommen und vom
Ertrag
Es werden unter den Steuern vom Einkommen
und vom Ertrag die gezahlten oder geschuldeten
Steuern auf Einkommen und Ertrag sowie die
latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen.
Darüber hinaus belastet die ADM Beteiligungsgesellschaft mbH als Organträger die Oelmühle
Hamburg gemäß einer Vereinbarung vom
1. Dezember 1997 mit Körperschaft- und
Gewerbeertragsteuer in Höhe von EUR 49.952
(Vorjahr: TEUR 11.918), die in dieser Position
enthalten sind.
Die Zusammensetzung des Ertragsteueraufwandes einschließlich der latenten Steuern stellt
sich wie folgt dar:
Ertragsteuern
Deutschland
Steuerumlagen
Latente Steuern
2005/2006
2004/2005
TEUR
TEUR
3.433
49.951
53.384
3.854
11.918
15.772
-1.007
52.377
5.957
21.729
Ergebnis vor
Ergebnisabführung und Ertragsteuern
Steuersatz in %
Zu erwartender Steueraufwand
Auswirkungen
nicht abziehbarer Betriebsausgaben
Auswirkungen steuerfreier Erträge
Sonstige Effekte
Tatsächlicher Steueraufwand
lt. Gewinn- und Verlustrechnung
Effektiver Steuersatz
2005/2006
2004/2005
TEUR
TEUR
132.770
40,0%
53.108
54.011
40,0%
21.604
271
-1.001
-1
125
0
0
52.377
39,4%
21.729
40,2%
Im laufenden Jahr und im Vorjahr resultierten
keine laufenden oder latenten Steuern aus Posten, die erfolgsneutral direkt mit dem Eigenkapital
verrechnet wurden.
(32) Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführte Gewinne
Der sich nach deutschen handelsrechtlichen
Grundsätzen ergebende Gewinn der Oelmühle
Hamburg AG wurde aufgrund eines im Juli 1996
abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrags an
ADM Beteiligungsgesellschaft mbH abgeführt.
(33) Minderheitenanteile am Ergebnis
In den Ertragsteuern sind - wie im Vorjahr- keine
Steuererstattungen oder Steuernachzahlungen
enthalten, die vergangenen Perioden zugerechnet
werden müssen.
Der tatsächliche Steueraufwand liegt bei einer
effektiven Steuerquote von 39,44% um TEUR
730 unter dem rechnerischen Steueraufwand.
Dabei wird für Zwecke der Überleitungsrechnung ein Konzernsteuersatz von 40,0% zugrunde
gelegt (Vorjahr: 40,0%).
Die Überleitung vom rechnerischen zum tatsächlichen Steueraufwand zeigt die folgende
Tabelle:
56
Vom Gewinn stehen anderen Gesellschaftern
TEUR 222 (Vorjahr:TEUR 653) zu.
(34) Sonstige Angaben zur Gewinn- und
Verlustrechnung
MATERIALAUFWAND
Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffe, bezogene Waren sowie bezogene
Leistungen betrugen TEUR 1.307.019 (Vorjahr:
TEUR 1.233.205).
PERSONALAUFWAND
Löhne und Gehälter
Soziale Abgaben
Aufwendungen für Altersversorgung
und für Unterstützung
2005/2006
2004/2005
TEUR
TEUR
29.833
5.784
28.360
5.593
3.174
38.791
5.748
39.701
Die Flüssigen Mittel enthalten Kassenbestände
und Guthaben bei Kreditinstituten.
Nennenswerte wechselkursbedingte Änderungen
der Flüssigen Mittel haben sich nicht ergeben.
Die erhaltenen bzw. gezahlten Zinsen sowie die
Ertragsteuerzahlungen werden im Cashflow aus
der operativen Geschäftstätigkeit erfasst. Die in
diesem Betrag enthaltenen Werte ergeben sich
aus der folgenden Übersicht:
(35) Ergebnis je Aktie
Das Ergebnis je Aktie liegt bei 106,37 EUR
(Vorjahr: 43,20 EUR). Es wird entsprechend IAS
35 mittels Division des Jahresüberschusses vor
Fremdanteilen durch die durchschnittliche Anzahl
der Aktien berechnet.
Die Anzahl der ausgegebenen Aktien beträgt
748.800 Stück und hat sich im Berichtsjahr nicht
verändert. Da keine Finanzinstrumente ausstehen,
die in Aktien umgetauscht werden können, ist ein
verwässertes Ergebnis je Aktie nicht zu ermitteln.
(36) Kapitalflussrechnung
Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die
Flüssigen Mittel des Konzernabschlusses im
Laufe der Geschäftsjahre 2004/2005 und
2005/2006 durch Mittelzu-und abflüsse verändert
haben.
Entsprechend IAS 7 "Cash Flow Statements"
wird zwischen Zahlungsströmen aus betrieblicher
Tätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit
unterschieden.
Die Veränderungen der einzelnen Positionen sind
aus den Konzernbilanzen und den Konzerngewinn- und Verlustrechnungen abgeleitet. Dabei
werden die Cashflows aus der Investitions- und
Finanzierungstätigkeit zahlungsbezogen ermittelt.
Der Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit wird ausgehend vom jeweiligen
Jahresüberschuss indirekt abgeleitet.
Erhaltene Zinsen
Gezahlte Zinsen
Gezahlte Ertragsteuern
2005/2006
2004/2005
TEUR
TEUR
2
938
4.278
23
959
3.462
(37) Segmentberichterstattung
Die folgenden Segmentinformationen wurden
gemäß IAS 14 "Segment Reporting" erstellt. Die
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze der
Segmente entsprechen den oben dargestellten
Grundsätzen.
Der Oelmühle Hamburg Konzern hat zwei Geschäftsbereiche, die Segmente im Sinne des IAS 14
darstellen: Ölmühle und Weiterverarbeitung.
Die Geschäftsbereiche sind entsprechend der
entwickelten, hergestellten und vermarkteten
Produkte definiert und reflektieren die jeweilige
Organisationsstruktur. Die Darstellung spiegelt
die interne Berichterstattung und die bestehenden Risiko- und Ertragsquellen der jeweiligen
Aktivitäten wider.
Das Ölmühlesegment beinhaltet die klassischen
Funktionen einer Ölmühle. Dazu zählen ausgehend von den Silobetrieben, die in diesem
Segment die logistische Funktion übernehmen,
die Ölsaatenverarbeitungsanlagen.
In diesen Verarbeitungsanlagen werden die Saaten
in einem ersten Schritt zu Rohöl verarbeitet und
57
anschließend in weiteren Verarbeitungsschritten
zu raffinierten Ölprodukten veredelt. Die entstandenen Produkte werden, wie das dabei
anfallende Schrot, an die raffinatölverarbeitende
Industrie sowie die Futtermittelindustrie veräußert.
Neben der klassischen Tätigkeit einer Ölmühle
werden im Weiterverarbeitungssegment aus den
raffinierten Ölen hochveredelte Produkte wie
z. B. Biodiesel oder weiterverarbeitete Fette und
Öle, hergestellt, die dann an die entsprechenden
Abnehmer der jeweiligen Industriezweige veräußert werden.
Das Segmentvermögen umfasst die Summe der
Aktiva vermindert um laufende und latente
Steuerforderungen und zinstragende finanzielle
Vermögenswerte. Segmentschulden bestehen aus
Verbindlichkeiten und Rückstellungen abzüglich
laufender und latenter Steuern vom Einkommen
und vom Ertrag. Investitionen und Abschreibungen
beziehen sich auf Sachanlagen und Immaterielle
Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer.
Bei Transaktionen zwischen den Segmenten
werden marktübliche Preise zu Grunde gelegt.
Die Zuordnung der Segmentvermögenswerte
und der Segmentschulden erfolgt auf der Grundlage des entsprechend strukturierten Rechnungswesens.
somit als nahe stehende Unternehmen im Sinne
von IAS 24 – "Related Party Disclosures" anzusehen. Der Umfang der Geschäftsbeziehungen
der Oelmühle Hamburg und ihrer Tochterunternehmen zu den Unternehmen der nahe
stehenden Personen beschränkt sich auf Warenlieferungen und Dienstleistungsverträge. Die Geschäfte wurden zu marktüblichen Bedingungen
abgewickelt.
Daneben sind die Oelmühle Hamburg und ihre
Tochtergesellschaften in die europäische
Finanzierungsstruktur des Gesamtkonzerns
eingebunden.
Darüber hinaus werden zwischen dem Oelmühle
Hamburg Konzern und nicht konsolidierten
Gesellschaften sowie at equity bewerteten
Unternehmen in geringem Umfang Lieferungen
und Leistungen im Rahmen der normalen
Geschäftstätigkeit erbracht.
Die Salden und Transaktionen mit den nahe
stehenden Unternehmen ergeben sich wie folgt:
Forderungen an
nahe stehende Unternehmen
Verbindlichkeiten gegenüber
nahe stehenden Unternehmen
31.3.2006
31.3.2005
TEUR
TEUR
16.507
19.401
268.950
189.130
2005/2006
2004/2005
TEUR
TEUR
338.325
868.004
6.600
4.331
84.417
257.711
721.931
4.576
3.853
26.510
SONSTIGE ANGABEN
(38) Angaben über Beziehungen zu nahe
stehenden Unternehmen nach IAS 24
Die Oelmühle Hamburg AG ist über ihre
Mehrheitsgesellschafterin, der ADM Beteiligungsgesellschaft mbH, ein mit den zum Konzern der
Archer Daniels Midland Company, Decatur,
Illinois/USA, gehörenden Unternehmen verbundenes Unternehmen. Diese Unternehmen sind
58
Umsätze
Bezogene Waren
Bezogene Leistungen
Zinsaufwendungen
Gewinnabführungen
(39) Aufgliederung der Arbeitnehmerzahl
nach Gruppen
Davon mit der Muttergesellschaft
ADM Beteiligungsgesellschaft mbH:
Verbindlichkeiten
gegenüber ADM B
Bezogene Leistungen
Zinsaufwendungen
Gewinnabführungen
Die nachfolgende Tabelle zeigt die durchschnittliche
Zahl der Arbeitnehmer der einzelnen in den
Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen:
31.3.2006
31.3.2005
TEUR
TEUR
213.904
123.061
2005/2006
2004/2005
TEUR
TEUR
1.282
1.998
84.417
503
2.653
26.510
31.3.2006
31.3.2005
TEUR
TEUR
9.602
-
2005/2006
Umsätze
Bezogene Waren
Bezogene Leistungen
Oelmühle
Hamburg AG
159
153
14
326
276
Noblee & Thörl
GmbH
63
86
2
151
141
-
-
-
-
40
Neuhof Hafengesellschaft m.b.H.
48
13
1
62
60
Silo Rothensee
GmbH & Co. KG
6
3
-
9
10
Silo P. Kruse BetriebsGmbH & Co. KG
12
3
-
15
16
Konzern
288
258
17
563
543
Oelmühle Leer
Connemann
GmbH & Co .KG * )
Davon mit der obersten Muttergesellschaft
ADM Company, Decatur:
Verbindlichkeiten gegenüber
ADM Company, Decatur
Gesamt
Gewerbl. Angest. AuszuArbeit- Arbeit- bildende
2005/ 2004/
nehmer nehmer
2006 2005
2004/2005
TEUR
TEUR
2.179
3.969
3.217
1.420
19.894
2.705
Die
Geschäfte
mit
nahe
stehenden
Unternehmen werden zu marktüblichen
Konditionen abgeschlossen.
*
) Das Gesellschaftsvermögen ist zum 1. April 2005 der Oelmühle
Hamburg AG angewachsen.
(40) Angaben zu Organen der Gesellschaft
Gesamtbezüge des Vorstands und Aufsichtsrats
sowie ehemaliger Vorstandsmitglieder und
Hinterbliebener:
Die Bezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr
2005/2006 betragen TEUR 166 (Vorjahr: TEUR
462).
Die Pensionen an ausgeschiedene Vorstandsmitglieder sowie die Hinterbliebenen früherer
Vorstandsmitglieder beliefen sich auf TEUR 482
(Vorjahr:TEUR 331).
59
(42) Mutterunternehmen
gemäß § 285 Nr. 14 HGB
Die Rückstellung für Pensionsverpflichtungen
gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern bzw.
ihren Hinterbliebenen beträgt zum 31. März 2006
TEUR 8.135 (Vorjahr:TEUR 7.840).
Die Aufwendungen für Vergütungen an den Aufsichtsrat betrugen im Geschäftsjahr 2005/2006
TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 8). Es bestehen keine
Kredite an Mitglieder des Aufsichtsrats und des
Vorstands.
Die Oelmühle Hamburg AG wird in den
Konzernabschluss der Archer Daniels Midland
Company, Decatur, Illinois/USA, einbezogen, die
den Konzernabschluss für den größten Kreis von
Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss
mit Geschäftsbericht ist am Sitz dieser Gesellschaft erhältlich und wird im Bundesanzeiger
veröffentlicht.
(41) Organe der Gesellschaft
(43) Befreiung
nach §§ 264 (3) und 264b HGB
VORSTAND:
Jens Kaß, Kaufmann, Hamburg
Joseph Daniel Taets, Schenefeld,
President European Crushing and Refinery
Division, Archer Daniels Midland Company,
Decatur, USA
AUFSICHTSRAT:
Dr. Klaus-Peter Hopp, Hamburg,
Corporate Counsel Europe, Hamburg, - Vorsitzender - ,
ADM European Management Holding GmbH,
Hamburg
Mark Zenuk, Hamburg, President ADM Europe,
(ab 15. November 2005)
- stellvertretender Vorsitzender -,
Kevin Burgard, Hamburg, Group Vice President,
Archer Daniels Midland Company, Decatur, USA
(bis 15. November 2005)
- stellvertretender Vorsitzender MITGLIED DES AUFSICHTSRATS:
- Alfred C.Toepfer International G.m.b.H., Hamburg
- Olivex Ltd. , Israel
- Olivex Industries Ltd. , Israel
- J. Cegla Co. Ltd. , Israel
Thomas Schlomm, Chemikant,Wentorf
(als Arbeitnehmervertreter)
60
Die Noblee & Thörl GmbH, Hamburg, nimmt die
Befreiungsmöglichkeiten des § 264 (3) HGB in
Anspruch und verzichtet auf eine Prüfung des
Jahresabschlusses, sowie auf die Erstellung eines
Anhangs und eines Lageberichts.
Die folgenden Tochtergesellschaften machen von
den Vorschriften des § 264b HGB Gebrauch und
erstellen keinen Anhang und Lagebericht:
• Silo Rothensee GmbH & Co. KG
• Oelmühle Rothensee GmbH & Co. KG
• Silo P. Kruse Betriebs-GmbH & Co. KG
(44) Honorierung der Abschlussprüfer
Am 15. November 2005 hat die Hauptversammlung der Oelmühle Hamburg AG die Ernst
& Young AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,
Hamburg, für das Geschäftsjahr 2005/2006
gewählt. Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 159 (Vorjahr:TEUR 149).
Die Ernst & Young AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ist nicht mit Steuerberatungsleistungen beauftragt.
(45) Corporate Governance
Der Vorstand und der Aufsichtsrat haben die
Entsprechenserklärung gemäß § 161 Aktiengesetz
im Mai 2006 abgegeben. Die Erklärung wurde im
elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht
und zum Handelsregister eingereicht.
(46) Ereignisse nach dem
Abschlussstichtag
Der vorliegende Konzernabschluss soll in der
Aufsichtsratssitzung am 31. August 2006 vom
Aufsichtsrat genehmigt und zur Veröffentlichung
freigegeben werden.
Der Geschäftsverlauf 2006/2007 erfolgte bisher
entsprechend den positiven Erwartungen, ohne
dass besondere Ereignisse eingetreten sind.
Hamburg, den 18. August 2006
Der Vorstand
Jens Kaß
Joseph Daniel Taets
61
OELMÜHLE HAMBURG AKTIENGESELLSCHAFT, HAMBURG
SEGMENTBERICHTERSTATTUNG ZUM 31. MÄRZ 2006
PRIMÄRE SEGMENTBERICHTERSTATTUNG
KONZERN
ÖLMÜHLE
TEUR
WEITERVERARBEITUNG
TEUR
KONZERN
TEUR
2005/2006
2004/2005
2005/2006
2004/2005
2005/2006
2004/2005
934.667
926.336
562.950
416.969
1.497.617
1.343.305
71.869
31.281
65.382
27.385
137.251
58.666
Zinsergebnis
4.147
4.325
1.074
267
5.221
4.592
Abschreibungen auf Sach- und FInanzanlagen
8.440
9.437
5.900
7.396
14.340
16.833
Investitionen (ohne Finanzanlagen)
1.503
9.953
17.732
2.640
19.235
12.593
361
343
202
202
563
545
Segmentvermögen
246.805
196.876
171.807
149.958
418.612
346.834
Segmentschulden
256.828
193.880
110.090
100.659
366.918
294.539
Umsatzerlöse mit Dritten *)
Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsergebnis
Mitarbeiter im Jahesdurchschnitt
) Von den Umsatzerlösen des Segmentes Ölmühle entfielen 2005/2006: 205.020 TEUR / 2004/2005: 117.437 TEUR
auf Umsätze mit dem Segment Weiterverarbeitung. Diese Umsätze sind eliminiert.
*
OELMÜHLE HAMBURG AKTIENGESELLSCHAFT, HAMBURG
SEGMENTBERICHTERSTATTUNG ZUM 31. MÄRZ 2006
SEKUNDÄRE SEGMENTBERICHTERSTATTUNG
KONZERN
Umsatzerlöse Inland
Umsatzerlöse Ausland
Vermögen Inland
Vermögen Ausland
Investitionen Inland
Investitionen Ausland
62
2005/2006
TEUR
2004/2005
TEUR
1.067.481
430.136
934.557
408.748
418.612
0
346.834
0
19.235
0
12.593
0
OELMÜHLE HAMBURG AKTIENGESELLSCHAFT, HAMBURG
KONZERNABSCHLUSS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR
VOM 1. APRIL 2005 BIS ZUM 31. MÄRZ 2006
RÜCKSTELLUNGSSPIEGEL
Stand
1.4.2005
EUR
Verbrauch
EUR
Auflösungen
EUR
Zuführungen
EUR
Stand
31.3.2006
EUR
Rückstellungen für Pensionen
Altersteilzeit
19.305.808,68
3.485.585,00
117.734,00
643.614,73
0,00
0,00
1.530.819,20
593.270,63
20.718.893,88
3.435.240,90
Gesamt langfristige Rückstellungen
22.791.393,68
761.348,73
0,00
2.124.089,83
24.154.134,78
0,00
1.561.038,97
21.312,00
0,00
1.534.250,97
0,00
0,00
0,00
0,00
656.595,22
184.244,00
1.280,00
656.595,22
211.032,00
22.592,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
357.774,00
0,00
0,00
357.774,00
0,00
0,00
0,00
0,00
137.051,59
1.719.402,56
0,00
0,00
0,00
137.380,90
1.671.631,87
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
19.679,89
0,00
174.769,02
1.394.342,13
0,00
19.679,89
0,00
174.439,71
1.442.112,82
0,00
0,00
0,00
30.000,00
0,00
30.000,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
2.500,00
122.000,00
33.952,00
0,00
20.000,00
178.452,00
2.500,00
122.000,00
33.952,00
30.000,00
20.000,00
208.452,00
1.749.402,56
1.671.631,87
0,00
1.572.794,13
1.650.564,82
Steuerrückstellungen
GEWERBESTEUER
2006
2005
2004
KÖRPERSCHAFTSTEUER
2006
2005
2004
SOLIDARITÄTSZUSCHLAG
2006
2005
2004
Sonstige
Sonstige Rückstellungen
Jubiläumszuwendungen
Unterlassene Instandhaltung
Lagermanko
Begasungsrisiko
Quality Claim
63
BESTÄTIGUNGSVERMERK
Wir haben den von der Oelmühle Hamburg Aktiengesellschaft, Hamburg, aufgestellten
Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - und den Konzernlagebericht für
das Geschäftsjahr vom 1.April 2005 bis 31. März 2006 geprüft.
Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie
in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden
handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der
Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten
Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht
abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom
Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen,
dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss
unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den
Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich
auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche
und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt.
Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen
Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht
überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der
Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung
des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze
und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der
Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.
Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere
Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht
der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach
§ 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter
Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang
mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns
und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hamburg, den 18. August 2006
ERNST & YOUNG AG
WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT
Schlüschen
Wirtschaftsprüfer
64
El Tayeb
Wirtschaftsprüferin
BERICHT
DES
AUFSICHTSRATS
Der Aufsichtsrat wurde im vergangenen Jahr
durch den Vorstand über die Entwicklung der Geschäfte, die Lage des Unternehmens und wichtige
Fragen der Geschäftsführung laufend unterrichtet.
Im Geschäftsjahr 2005/2006 fanden vier
Aufsichtsratssitzungen statt, an denen auch der
Vorstand teilgenommen hat. An der Sitzung, in
welcher der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2004/2005 festgestellt wurde, war darüber
hinaus der Abschlussprüfer beteiligt.
Der Aufsichtsrat hat alle wichtigen Angelegenheiten der Gesellschaft mit dem Vorstand
beraten und an den Entscheidungen im Rahmen
der ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden
Aufgaben mitgewirkt.
Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr
2005/2006
sind
von
der
gewählten
Ernst & Young AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,
Hamburg, geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.
Der Aufsichtsrat hat von dem Prüfungsergebnis
Kenntnis genommen. Der Jahresabschluss, der
Lagebericht und die Ergebnisse der Abschlussprüfung wurden in der Bilanzsitzung in Gegenwart
des Abschlussprüfers besprochen. Nach dem
abschließenden Ergebnis seiner Prüfung stimmt
der Aufsichtsrat dem Jahresabschluss und dem
Lagebericht des Vorstands zu. Er hat den Jahresabschluss gebilligt, der damit festgestellt ist.
Hamburg, im Juni 2006
Der Aufsichtsrat
Dr. Klaus-Peter Hopp
Vorsitzender
65
IMPRESSUM
Gestaltung und Satz:Tanja Nittka und Claus Sautter, Berlin
Fotos (innen): Claus Sautter
Titelbild: Foto Kleinhempel, Hamburg
Druck: Druckerei in St. Pauli, Hamburg