Roskopf Miniatur Modelle

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Roskopf Miniatur Modelle
Roskopf Miniatur Modelle
Teil I Chronologie
Text und Fotos Helmut Hillebrand (wenn nicht anders erwähnt)
Roskopfmodelle dürften den meisten Modellfahrzeugsammlern auch heute noch ein Begriff sein.
Wikingsammler werden sich sofort die Nostalgie-Serie
erinnern, die 1994 unter dem Roskopflogo in den
Wikingkatalog auf genommen wurde und bis 1999 im
Angebot war. Es handelte sich um Modelle von
Fahrzeugen aus den 1920er und 1930er Jahre und den
Büssing BS 16.
Doch die Geschichte beginnt viel früher. Schon als
10jähriger antwortet Marcel Roskopf dem Lehrer auf die
Frage was er später einmal werden möchte:
Spielzeugfabrikant. Das war 1938. Er war schon damals
Wikingsammler. Im Jahre 1955 setzt Marcel Roskopf den
lang gehegten Traum in die Tat um und gründet die Firma
RMM; Roskopf Miniatur-Modelle, zunächst als Nebenerwerb.
Seinen sichern Job beim Berliner Senat gibt er dafür ein
Jahr später auf, und widmet sich fortan nur noch den
Modellen. Auch als Roskopf selbst Modellfahrzeuge
produziert bleibt er im Herzen noch ein Sammler. Seine
Leidenschaft für die kleinen Autos verlosch nie, und so
tragen
Roskopf-Modelle
auch
immer
seine
unverwechselbare Handschrift. Marcel Roskopf baut die
Modelle die ihm gefielen. Dabei beobachtet er aber
gleichzeitig was die „Anderen“ machten: Ich pfusche nicht
gerne anderen Leuten ins Handwerk“. Weil er auch Kontakt zu Friedrich Peltzer hat, und nicht in
Konkurrenz zu Wiking treten will, fragte er ob Pelzer die Absicht hätte auch Militärmodelle zu
produzieren. Dieser verneint vehement und so beginnt Roskopf Militärmodelle nach dem Vorbild
der neugegründeten Bundeswehr sowie „Panzertypen aus aller Welt“ herzustellen. Daneben gab
es auch mehrere Jahre Pferdefuhrwerke und –Kutschen. Einige von ihnen waren danach noch im
Programm der Fa. Preiser zu finden und trugen noch immer das RMM-Logo auf der Unterseite.
Zivile Fahrzeuge bringt Roskopf erst nach Friedrich Peltzers Tod auf den Markt. 1994 verkauft
Marcel Roskopf seine Firma an die Sieperwerke (Wiking u. Siku). Die Militärserie wird eingestellt,
die Nostalgieserie noch bis 1999 weitergeführt bis auch sie aus dem Programm genommen wird.
Militärmodelle
Die ersten Militärmodelle M 48 (Bundeswehr), Centurion (GB) und SU 152 (SU)
EBR75 und AMX 13(F),
Borgward Kübelwagen,
Faun 10t
Pferdefuhrwerke
Auszüge aus einem Roskopf-Sonderprospekt
Roskopfuhrwerke wurden in den USA von BOYD-Models vertrieben
Zivilmodelle ab 1982 im Maßstab 1/87
Als Marcel Roskopf die ersten Zivilmodelle auf dem Markt bringt, orientiert er sich an
zeitgenössischen Fahrzeugen aus der Schweiz und Frankreich. Mit den Saurermodellen wird der
HO-Sektor um eine neue Marke bereichert.
erste Zivilmodelle, Saurer D290/330 als Frontlenker und Normallenker (Hauber)
Mercedes Benz mit M-Fahrerhaus
Nostalgieserie
Nostalgieserie: Mercedes L5 (1928) und (1931)
Magirus Ausflugsbus
Büssing BS 16 mit Unterflurmotor, noch heute bei Wiking im Programm
Tanksattelzug Büssing BS 16 (1998), ohne Unterflurmotor, mittlerweile mit Wikingrädern
ausgestattet. Die Zugmaschine bleibt noch im Wikingprogramm, der Tanksattelauflieger
leider nicht mehr.
Der Bericht über Roskopf wird in mehreren Teilen fortgesetzt. Im Teil II mit einer genaueren
Betrachtung der Militärmodelle, gefolgt von den Zivilmodellen und einem Special über
Hubschrauber und Flugzeuge
Ausführliche Biographien zu Marcel Roskopf und seiner Firma kann man im Internet nachlesen:
http://www.wagnerpoint.de/frankwagner/artikel/artsonst/artroskopf/art_roskopf.html
http://www.saurertruck.ch/Marcel%20Roskopf.htm
http://87thscale.info/roskopf.htm
http://www.eifelbahn.de/mbkat/mobakat/roskopf.htm
http://www.werners-minitank-modelle.de.vu/ über die linke Indexleiste „Kataloge“ aufrufen
Roskopf-Miniatur-Modelle
Teil 2: Militärmodelle
von Helmut Hillebrand (Text und Fotos)
Mit seiner neu gegründeten Firma, RMM, stellt Marcel Roskopf 1955 die ersten
Militärmodelle her und stößt damit in eine wahre Marktlücke. Scheinbar haben
viele Modell-Liebhaber und –Sammler genau darauf gewartet, denn die Serie
wird ein großer Erfolg. Fast 40 Jahre bleiben die Militärmodelle für Roskopf das
wichtigste Standbein.
Die ersten Modellfahrzeuge sind die Panzer M48
und M 47 der neu gegründeten Bundeswehr, der
"Centurion" der Britischen Armee, der russische
T-34. und die deutsche Eigenentwicklung, der Ford
Dreitonner, von. der Truppe liebevoll als
"Natoziege" bezeichnet wird
Abb. 1: Ford Dreitonner
Abb. 2: Die ersten RMM-Panzer: M47 Patton, M48 Patton II, Centurion, T34-85
Die Modellpalette wird stetig erweitert. Schließlich umfasst das Militärprogramm ca. 120 Artikel. Allein die Bundeswehrmodelle haben daran einen
Anteil von etwa 60%; den Rest bilden Panzer aus aller Welt. Maßstäblich sollen
die Modelle zur Modellbahn-Spurweite HO passen; tatsächlich entsprechen die
Modelle aber dem Maßstab 1:100.
Da Roskopf bestrebt ist alle Fahrzeuge der Bundeswehr ins Modell umzusetzen,
bleiben kaum Wünsche offen. Die Vielfalt ist enorm groß. Sie umfasst alle
Arten von Ketten- und Rad-Panzer, Geschütze, LKW´s, Geländewagen,
Pioniergeräte, Helikopter und Flugzeuge. Imposant ist das mächtige
Amphibienfahrzeug „BARC“, gebaut für Landemanöver an der Küste. Neue
Fahrzeuge finden rasch Einzug in das Modellprogramm. Roskopf behält aber
auch die ausländischen Streitkräfte im Blick und bringt immer wieder neue
Panzer aus diesem Segment auf den Markt.
Abb. 3: Die Loepard_Generation: Leo 1
Leo 1A2
Leo 1A 3
Leo A1
Leo 2
Abb. 4: VW Iltis
DKW F91 „Munga“ (RMM) DKW-Munga (Wiking) VW 181 „Kübel“
Bei dem VW-Kübel handelt es sich um ein Wiking-Modell, welches von RMM vertrieben wurde
Abb. 5: Daimler Benz Unimogs: S 404 B
dto Pritsche
Unimog U 1300L Prische
Abb. 6: Ford 3t „Nato-Ziege“, DB LG 315/46 5 t, Faun L 908/54 VA 10 t, MAN mil 8 x 8 N4540
Abb. 7: Amphibienfahrzeug BARC (USA)
Abb. 8: Ehemalige Deutsche Wehrmacht: Tiger 1 E, Panter, Vierlingsflakpanzer Wirbelwind,
Halbkettenfahrzeug 3 t, Kettenkrad mit Leichtgeschütz LG II
Abb. 9: Vorserie auch bei RMM: Schützenpanzer Marder, ohne- und mit seitlicher Schürze.
Das Modell ohne Schürze wurde in keinem Katalog geführt
BTR-ZPU 2 Zwillingsflak
Spähpanzer Luchs
BTR 60 Schützenpanzer
EBR 75 A, Jagdpanzer
EBR 45 R, Panzerspähwagen
Transportpanzer Fuchs
Abb. 10: Rad-Panzer verschiedener Streitkräfte
Abb. 11: Bausatz der NIKE-AJAX Rakete
Seine Modelle entwickelt Roskopf selbst, übergibt aber den Formenbau und das
Spritzen der Einzelteile an Fremdfirmen. Versuche die Formen selbst
herzustellen waren nicht Erfolg versprechend. Der Zusammenbau der Modelle
wird an Heimarbeiter vergeben. Das Verpacken und der Versand geschehen
wieder im eigenen Haus.
RMM vermeidet aufwändige Verpackungen. Anfangs werden die Modelle in
Pappschachteln angeboten, später wird auf Blisterpackungen umgestellt, was
dem Fachhandel das Anbieten im Laden einfacher macht. Auch der Kunde kann
das Angebot viel leichter überblicken. So bleiben auch die Preise erschwinglich,
was besonders für junge Sammler erfreulich ist, die dafür ihr Taschengeld
aufwenden müssen.
Abb. 12: frühe Papp-Verpackung und die späteren Blisterpackungen
Modell oder Spielzeug?
Beide Kriterien sind zutreffend. Roskopfmodelle sind gut detaillierte Miniaturen.
Einigen Fahrzeugen werden noch Zurüstteile und Abziehbilder beigelegt, womit
sie sich noch weiter aufpeppen lassen.
Abb. 13:
Detailarbeit am gesamten Fahrzeug.
"Hilfsfahrwerk“ für Kettenfahrzeuge
Sie eignen sich hervorragend zur Ausschmückung von Modelleisenbahnen oder
zur Gestaltung von Dioramen.
Manche Sammler stellen sich ganze Panzerbrigaden zusammen. Genau das ist
auch im Sinne von Marcel Roskopf.
Abb. 14: "Motorpool" eines leidenschaftlichen Sammlers
Abb. 15: Anleitung aus dem RMM-Typenbuch für die Zusammenstellung einer Panzerbrigade
Beim Blick in Roskopfkataloge der 70er und 80er Jahre fallen sofort Fotos von
liebevoll gestalteten Dioramen ins Auge. Hier zeigt Marcel Roskopf wird wie
sich seine Modelle in Szene setzen lassen. Sei es das Auslegen einer
Biberbrücke oder das Verlassen einer Luftlandeeinheit aus einem Helikopter.
Brückenlegepanzer Biber
Abb. 16
Abb. 17: Fähre
Abb. 18: MAN Mit Faltschwimmbrücke und Boot. Erweiterungsset: 2 Faltschwimmbrücken
Abb. 19: Transporthubschrauber Sikorsky CH 53 D
Faun
KRAKA (Kraftkarren)
Hierzu wird auch eine reiche Palette von Zubehör angeboten, wie Feldküche,
Schlauchboote, Figuren, Bunker und dergleichen. Dank vieler funktioneller
Bauteile lassen sich die unterschiedlichsten Manöver- oder Gefechtsszenen
nachstellen.
Abb. 20: Zubehör
Modell oder Spielzeug? Modellspielwaren ist wohl die zutreffendste
Bezeichnung, und Marcel Roskopf hätte sich sicherlich über jeden Buben
gefreut der mit seinen Modellen noch richtig spielt.
RMM-Kataloge
Abb. 21
Abb. 22
Abb. 23: Prospekt 1966
Das Typenbuch
Viele Sammler tragen nicht einfach nur Modelle zusammen, sie interessieren
sich meist auch für die Vorbilder. Marcel Roskopf scheint das zu wissen und
bietet dafür ein kleines Typenbuch an in dem Militärfahrzeuge und militärisches
Gerät beschrieben werden, jeweils mit Foto und den technischen Daten. Es ist
im handlichen A 6 Format gehalten und ein interessantes Nachschlagewerk.
Hier zeigt sich besonders wie intensiv sich Roskopf auch mit den Vorbildern
beschäftigt hat.
Abb. 24: Roskopf Typenbuch
Das Manöverspiel Stratik.
Eine ganz andere Art der Beschäftigung mit den Militärmodellen bietet Roskopf
mit dem Manöverspiel „Stratik“. Es enthält einen Spielplan, einen
Spezialwürfel, Wirkungszähler und Manöverkennzeichen. Zusätzlich werden
noch 3 Fahrzeuge und eine Soldatenfigur benötigt. Auch hier ist der Aufwand
ist gering.
Abb. 25: Spielplan zum Manöverspiel STRATIK
Marcel Roskopf war sicherlich viel beschäftigt. Dennoch nahm er sich die Zeit
Briefe von Sammlern zu beantworten, wie das abgebildete Schreiben zeigt:
Rückseite
Zu Schluss noch einen Blick auf Hans Jürgens original verpackte Modelle
Abb. 26
Mit dem Verkauf von RMM an die Sieper-Werke, im Jahre 1994, endet die Ära
der Roskopf-Militärmodelle.
Teil III wird sich mit Fuhrwerken und Pferdekutschen befassen.
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Vielen Dank an Hans-Jürgen Furchtmann, der mir einen intensiven Einblick in
seine Sammlung gestattete, seine Roskopfmodelle zum Fotografieren zur
Verfügung stellte und für seine fachliche Beratung.
Abbildungen aus RMM-Prospekten mit freundlicher Genehmigung der WikingModellbau GmbH & Co. KG, Lüdenscheid
Roskopf-Miniatur-Modelle (RMM)
Teil 3: Pferdefuhrwerke und -kutschen
von Helmut Hillebrand (Text und Fotos, wenn nicht anders erwähnt)
Anfangs produziert Roskopf neben den Militärmodellen auch Pferdefuhrwerke
und -Kutschen. Bei Recherchen über Marcel Roskopf und die Geschichte der
Roskopf-Modelle stößt man auf widersprüchliche Aussagen über die genauen
Anfänge. Deutschsprachigen Quellen zu Folge waren Militärmodelle die ersten,
von Roskopf gefertigten Miniaturen, denen dann bald Fuhrwerke und Kutschen
folgten. Auf einigen englischsprachigen Web-Seiten ist jedoch zu lesen,
Roskopf habe die Produktion mit "horse-drawn carriages", also Pferdewagen
begonnen und sich später den
Militärmodellen zugewandt.
Andere Verfasser wiederum
halten dieses Segment offensichtlich für unbedeutend und
erwähnen es mit keiner Silbe.
Hier dürfen die Fuhrwerke
freilich nicht fehlen.
Das Sortiment an Kutschen
Abb. 1, Typisches RMM-Fuhrwerk
und Fuhrwerken ist recht
abwechslungsreich. Ein Sonderprospekt zeigt etwa 20 verschiedene Modelle.
Größenmäßig entsprechen sie dem HO-Maßstab. Obwohl sie Rollachsen
besitzen, sind sie zum Spielen ungeeignet, sondern reine Standmodelle.
Roskopf hat hauptsächlich Modelleisenbahner im Blick, welche die Modelle zur
Ausgestaltung ihrer Modellbahnanlagen verwenden können. Für den neu
entstehenden N-Markt bietet Roskopf auch einige Modelle im Maßstab 1:160
an.
Abb. 2, Auszug aus dem RMM-Katalog 1966
Abb. 3 und 4:
Sonderprospekt
der Pferdewagen.
Abb. 5, Auszug aus dem Roskopf-Prospekt "Miniautos 1 zu 160"
Abb. 6 und 7,Plattenwagen, Kutsche, Farmerwagen, Holzwagen jeweils mit Pferdegespann
Kleine Bildergalerie
von Fuhrwerken aus
dem RMM-Programm.
Alle Pferde sind
handbemalt, die
Wagen meist einfach
gestaltet, einzelne
jedoch auch recht
aufwändig.
Abb. 8, Bierkutsche
Die Verbindung von Pferd und Wagen lohnt einer näheren Betrachtung:
Die Pferdepaare werden durch eine Drahtöse miteinander verbunden (Abb. 9),
durch welche die Deichsel durchgesteckt wird (Abb. 10 und 11).
Abb. 9
Abb. 10
Abb. 11, Deichselaufnahme am Pferdgespann.
Der Wechsel.
Die Produktion der Fuhrwerke wechselt später zu Preiser, wo einige Modelle
noch immer das RMM-Logo auf der Unterseite tragen. Preiser übernimmt nur
die Wagen und stattet die Gespanne mit eigenen Pferden aus. Sie sind etwas
kleiner, filigraner und wirken in ihrer Erscheinung lebendiger.
Abb. 12,RMM-Logo am Preisermodell
Abb. 13, Vergleich: gegenüber den Pferden von Preiser (links) wirken jene von Roskopf
(rechts) etwas plumper und behäbiger
Abb. 14
Von vorn betrachtet wird der
Unterschied noch deutlicher.
Beide Modelle, links Preiser,
rechts Roskopf, wurden
nebeneinander stehend
fotografiert.
Abb. 15, Preiser-Fuhrwerk und -Pferdedroschke
Außer Pferden werden auch Ochsen
als Zugtiere verwendet wie das neben
stehende Foto zeigt. Ferner erhält das
Gespann eine Plane als Tiefziehteil.
Anders als bei Roskopf sind bei den
Preisergespannen Zugtiere und
Deichsel mit einander verklebt und
bilden eine unlösbare Einheit
Abb. 16, Ochsengespann (Foto Kurt Richter)
Abb. 17, feste Verbindung von Pferd und Wagen bei Preiser
Sammlerstücke
RMM-Fuhrwerke finden auch Abnehmer in Sammlerkreisen. Noch heute werden
originalverpackte Pferdewagen bei Internetauktionen angeboten.
Abb. 18, Postkutsche
Abb. 19, 20 und 21, Sammlerstücke in Originalblisterpackung: Farmerwagen, Ackerwagen und
Jauchewagen (Fotos Kurt Richter)
Auf dem Nordamerikanischen Markt wurden Fuhrwerke von Roskopf durch
"Boyd-Models" (heute nicht mehr existent) vertrieben. Das zeigt dass der
Modellbauer Marcel Roskopf auch Geschäftsmann war und viele Vertriebswege
nutzte.
Abb. 22, Modell für den US-Markt (Foto Eric Kersbergen)
Teil IV wird sich mit Zivilmodellen befassen.
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Abbildungen aus RMM-Prospekten mit freundlicher Genehmigung der WikingModellbau GmbH & Co. KG, Lüdenscheid
Roskopf-Miniatur-Modelle
Teil 4: Zivilmodelle
von Helmut Hillebrand (Text und Fotos)
Das Jahr 1982 läutet bei Roskopf eine neue Ära ein. Eine neue Serie ziviler, internationaler
Nutzfahrzeugmodelle wird vorgestellt. Vorbilder für die neue Modellserie sind zeitgenössische
LKWs der Schweiz und Frankreichs. Die Modelle erscheinen jetzt im korrekten HO-Maßstab
1:87. Seiner Zusage an Friedrich Pelzer, nur Militärmodelle zu produzieren bleibt Marcel
Roskopf bis dahin treu; die neuen Zivilmodelle kommen erst nach dem Tode des WikingGründers auf den Markt.
Das Neuheitenblatt 1982 kündet die Einführung der Zivilmodelle an
Erfreulich für LKW-Fans ist, dass Roskopf sich Nutzfahrzeugmarken widmet die andere Modellautohersteller
nicht im Programm haben. Erster Schwerpunkt sind Modelle der Fa. Saurer aus dem schweizerischen
Arbon. Eine Besonderheit stellen die 4-achs-Fahrgestelle dar, wie sie in den 80ger Jahren in der Schweiz
häufig anzutreffen sind, bei uns jedoch nicht. Möglich macht diese Achsanordnung das in der Schweiz zul.
Gesamtgewicht von 32t. für Motorfahrzeuge. Vorbildgerecht wird im Modell die geringere Fahrzeugbreite von
2,3m (Passstraßen) umgesetzt, statt üblicherweise 2,5m.
Saurer D 290 / 330, Frontlenker mit Fernfahrer- und Nahverkehrs-Fahrerhaus
Die Präsentation neuer Modelle lassen das anfänglich recht überschaubare Angebot schnell anwachsen.
Wie im Automobilbau, nutzt auch Roskopf ein "Baukastensystem": Es gibt 5 Standardfahrgestelle worauf alle
Saurer Frontlenkermodelle aufgebaut sind. Die späteren Mercedes Benz Modelle mit M-Fahrerkabine
erhalten das gleiche Chassis
Standardfahrgestelle: 2-Achser, 3-Achser, 4-Achser (lang, mittel kurz) Sattelzugmaschinen
(Fernfahrer- und kurze Fahrerkabine)
Gleichzeitig werden verschiedene Aufbauten entwickelt die mit den Chassis kombiniert werden
können. So lassen sich nun etliche Modellvarianten verwirklichen und es entsteht ein
abwechslungsreiches Angebot.
(Fotomontage)
Der Zusammenbau der Modelle geschieht mittels Stecksysthem, auf Kleber wird verzichtet.
Wer sein Modell supern, umgestalten oder beispielsweise mit einer Fahrerfigur ausstatten will,
kann es vorsichtig zerlegen ohne Gefahr zu laufen dass Teile beschädigt werden.
Zerlegtes Saurermodell. Bohrungen im Chassis zur Aufnahme der einzelnen Baugruppen.
Die Saurer Modellreihe wird um ein weiteres
Modell erweitert, dem Normallenker. Ein
Hauben-Lkw, der vorzugsweise im
Baustellenbetrieb und als Kommunalfahrzeug
Verwendung findet. Er erhält ein eigenes
vorbildgerechtes Fahrgestell.
(Foto www.saurer.li)
Einige Saurermodelle erscheinen mit dem Schriftzug der Fa. Berna. Die Bernawerke waren in
den 1970er Jahren peu à peu von Saurer übernommen worden. Bis
zur Aufgabe der Nutzfahrzeug-produktion bei Saurer 1982, konnte
die Berna-Kundschaft jeden Typ auch mit dem Bären-Signet und
Berna-Schriftzug bestellen
Zu den Solofahrzeugen gesellen sich auch Sattel- und Lastzüge, und ein Oldie von 1951. Auch
Busse dürfen nicht fehlen.
1984 wird die Serie ziviler Nutzfahrzeuge durch Fahrzeugmodelle von Mercedes-Benz erweitert. Für
Roskopf naheliegend, wegen des Zusammenschlusses der Firmen Saurer, FBW und Mercedes zur
Nutzfahrzeugbau Arbon-Wetzikon (NAW). Die Mercedes-Modelle erhalten das "M-Fahrerhaus" (mittel-langes
Fahrerhaus). Sie werden auf die gleichen 2, 3 und 4-Achsfahrgestelle aufgebaut wie die Saurermodelle. Für
Sattelzugmaschinen wird ein vorbildgerechtes Chassis entwickelt. Als weiteres Baumuster erscheint 1987der
Mercedes Benz 814, ein Leicht-LKW mit Kippführerhaus.
Fester Bestandteil des Modellprogramms
sind Baustellenfahrzeuge Roskopf
beschränkt sich allerdings auf
Kippfahrzeuge.
Farbenfrohe Kollektion von Baustellenfahrzeugen
Die Franzosen kommen
Ab 1985 werden französische LKW-Modelle der Fahrzeugmarken Renault und Berliet ins
Programm aufgenommen. Wie ihre Schweizer Kollegen erscheinen auch sie in landestypischen
Ausführungen. Während der Berliet GAK 5 und der Renault R 170 mit Doppelkabine neu auf
dem HO-Modellautomarkt sind, hat das große Fernfahrerführerhaus vom Renault R 310 – R
370 ein Pendant bei Herpa, möglicherweise eine Parallelentwicklung.
Renault R 310 – 370
Bei einigen Modellen der Frankreichserie ist die Beschreibung auf dem Papier-einleger der
Verpackung in französischer Sprache verfasst
Renault R 310 mit "französischem" Papiereinleger in der Verpackung
Berliet TCK 8 Sattelzug mit Zurüstteilen und Wasserschiebebild
Der Renault R 170 Doppelkabine mit Kabelleger zeugt vom Enthusiasmus Marcel Roskopfs
immer wieder etwas Besonderes zu schaffen. Der Berliet GAK 5 ist dagegen ein völlig
unspektakuläres Fahrzeug, ein leichter Allerwelts-Lkw wie man ihn in Frankreich in den 70er
und 80er Jahren in vielen Hinterhöfen antreffen konnte, und das macht auch dieses Modell zu
etwas Besonderem.
Die Sattelauflieger
Für Pritschen- und Kofferauflieger werden 4 Fahrgestelltypen gefertigt, dazu gibt es einen
großen Tanksattelauflieger und einen Sattelauflieger mit Kippmulde.
Typ 1
Typ 2,
aus Typ 1 entwickelt
jedoch mit 3-Achsaggregat
Typ 3
Die Aufnahme des
Königsbolzens ist
variabel (Pfeil), zwecks
Anpassen an die
Sattelzugmaschine
Typ-4,
nur als Kofferauflieger,
unter Verwendung des
Aufbaus der langen 4Achs-Lkw-Chassis
Kipp-Sattelauflieger
Tanksattelauflieger,
wahlweise mit 2- und
3-Achs-Aggregat und
erstaunlich filigraner
Details.
Für die Bahnverladung (Huckepackverkehr) wird ein einzelner Sattelauflieger mit Chassis vom
"Typ 3" angeboten. Zur Einhaltung des Lichtraumprofils, wichtig für Tunnel-durchfahrten, weist
das Verdeck auf der Oberseite zwei "Dachschrägen" auf
Der Kippsattelzug und der große Tanksattelauflieger sind zweifellos besondere Leckerbissen
und zeugen von der hohen Modellbaukunst aus dem Hause Roskopf.
Nach dem endgültigen Ende der Roskopf-Miniatur-Modelle, 1999, erleben beide Auflieger noch
ein Gastspiel bei Brekina. Dort dürfen sie hinter (Brekina) eigenen Zugmaschinen noch ihren
Dienst verrichten.
Feuerwehr
Ein beliebtes Thema bei Sammlern sowie
Modellbauern bilden Feuerwehrmodelle. Das
weiß auch Marcel Roskopf und bringt eine
Vielzahl von Blaulichtmodellen heraus. Nahezu
alle
Fahrzeugtypen
finden
sich
im
Feuerwehrprogramm
wieder,
wie
ein
Katalogausschnitt von 1989 zeigt
Berliet-Feuerwehrmodell
Der Büssing BS 16
Ein absolutes Highlight stellt
zweifellos das Modell des
Büssing BS16 dar, der in 2
Varianten produziert wurde:
einem Sattelschlepper mit
2achsiger-Zugmaschine
sowie ein klassischer
Fernverkehrs Lastzug, mit
zweiachsigem Zugfahrzeug
und dreiachsigem
Anhänger. Besonderheit des
LKWs war zweifellos der für
Modellvarianten des Büssing BS 16
die Büssing
Frontlenkerfahrzeuge charakteristische Unterflurmotor die liebevoll gestaltete Plane mit
Faltenwurf und das filigrane Anhängerfahrgestell mit Luftfederung.
Es sind die einzigen Roskopfmodelle welche bis heute von Wiking weiter produziert werden.
2003 reiht Wiking beide BS16 Varianten, also Sattelzug und Lastzug, unter der Hauptnummer
849 in sein Programm der klassischen Modelle ein.
Die Führerhäuser des Lastzuges mit Unterflurmotor
bekommen allerdings ein kleines Facelifting und
tragen zunächst den Schriftzug MAN-Büssing, so wie
das Original, nachdem 1971 Büssing mehrheitlich
von MAN übernommen wurde. 2005 ändert Wiking
die Frontpartie des Fahrerhauses wieder. Ab der
Modellnummer 84904 (Spedition Wandt) tragen die
Fahrerhäuser Lastzuges wieder den alleinigen
Fahrerhäuser im Vergleich, links.
Büssing-Schriftzug. Bei der Sattelzugmaschine bleibt
Roskopf, rechts Wiking
der Büssing-Schriftzug unverändert.
Abb. Xx Wikingmodell des Büssing BS 16, mit "altem Fahrerhaus (Sondermodell
Modellbahn 2008 in Köln)
Allein
dieses
Modell wäre schon eine ausführliche und separate Betrachtung hier im Online-Magazin wert.
Das Phantom
Viel Rätselraten gibt es um die Existenz des Saurer 5 C-H Möbelwagen, wie im Roskopf-Katalog
von 1988 als Modellnummer 487 abgebildet. Nachfragen in Sammlerkreisen wer
möglicherweise dieses Modell besitzt bleiben ergebnislos. Von einem Mitglied des Saurer-Clubs
Schweiz, selbst im Besitz eines Handmusters, ist zu erfahren, dass es sich bei dem
Katalogmodell um ein Handmuster handelt, da das Modell bei Roskopf nie in Produktion ging.
Ausschnitt aus dem Katalog 1988
Exponat eines Sammlers aus Zürich.
(Foto www.saurer.l)i
Beim Vergleich beider Modelle fällt die unterschiedliche Dachform und das verschieden
gestaltete Firmenlogo auf. Ebenso weichen die vorderen Kotflügel farblich von einander ab.
Daraus ist zu schließen, dass es mehrere Handmuster geben muss.
Nostalgie
Mit Einführung der Nostalgieserie 1988 fügt
Roskopf seinem Zivilprogramm ein neues
Sammelgebiet hinzu: Miniaturen von Fahrzeugen
1920er und 1930er Jahre aus Deutschland. Auch
hat Roskopf verschiedene Aufbauten und
Anhänger parat, sodass durch Mixen von
Fahrgestellen und Aufbauten, und dem jährlichen
Wechsel von Farben und Bedruckungen binnen
Mercedes L 5 (931)
weniger Jahre eine stattliche Anzahl
Modellvarianten zusammenkommt. Auch der Post-Museums-Shop lässt einige RoskopfNostalgie-Serien auflegen.
Mercedes L 5 (1928)
der
hier
FBW Alpenpostwagen (1923)
Nach der Übernahme der Fa. RMM durch Wiking im Jahre 1994 erfährt das Modellprogramm
eine kräftige Straffung. Die Modellsparte ziviler internationaler Lkws, wie auch die Militärserie
wird eingestellt. Allein die Nostalgieserie, einige "Blaulichtmodelle",der Büssing BS 16, einige
historische Flugzeuge, ein gepanzertes Polizeifahrzeug werden noch bis 1999 angeboten, bevor
sie endgültig aus dem Programm genommen werden. Sie werden unter dem Roskopflabel im
Wikingkatalog geführt.
Roskopfmodelle im Wikingkatalog
Mercedes Benz Veteranen von Roskopf und Wiking (Mitte)
Verpackung
Bescheiden gestaltet Roskopf die
Verpackungen in Form von KlarsichtStülpschachteln mit Papiereinleger.
Dieser enthält außer dem
Firmenname, der Modellnummer und
Bezeichnung eine technische
Beschreibung des Modellvorbildes.
Führerhäuser und Aufbauten werden
zum Schutz mit kleinen
Schaumstoffklötzchen abgepolstert.
Nach dem Wechsel zu den Sieper-Werken werden wikingtypische Podestpackungen auch für
Roskopf-Miniaturen verwendet.
–
Kataloge
Bis auf wenige Ausnahmen druckt Roskopf seine Kataloge farbig. Dabei werden die Modelle vor
einer Modellkulisse in Szene gesetzt, anfangs noch etwas primitiv. Mit dem neuen Label
werden die Modelle vor neutralem Hintergrund gezeigt
Das Nummernsystem
Die Vergabe der Modellnummern folgt keinem bestimmten oder erkennbaren System,
jedenfalls nicht in der Weise wie es z. B. der Wikingsammler kennt.
Bei Einführung der zivilen Lkw-Modellserie
erhalten diese 400er Nummern. Schweizer
Spezialmodelle sollen laut Angabe in einem
Katalog von 1984 eine 500er Nummerierung
zugewiesen bekommen, was aber so nicht
praktiziert wurde, wie der Vergleich dreier
Tankwagenmodelle zeigt.
Unbedruckte, zur Selbstgestaltung gedachte Fahrzeuge werden mit 600er Nummer geführt,
aber auch (ohne ersichtlichen Grund) ein Mercedes 814 Möbelwagen
Blaulichtmodelle, eigentlich ein eigenes Sammelgebiet darstellend und Frankreichmodelle
laufen ebenfalls unter 400er Nummern
700er Nummern bekommt eine kleine Serie von Mercedes-Sattelschlepper mit Werbeaufschrift,
sowie der Renault R170 Doppelkabine mit Kabelauslegeanhänger;
800er Nummern ein gepanzerte Grenzschutz- und Polizeifahrzeuge und eine 1000er
Nummerierung erhält die Nostalgieserie bei ihrer Einführung.
1992 erfolgt eine Neuordnung des Nummernsystems:
200-Nostalgie, PKW und Lieferwagen
300-Nostalgie, LKWs
400-zeitgenössische Nutzfahrzeuge (Büssing, MB 814, Renault S, MB Kipper+Schwerlast)
500-Blaulichtmodelle
600-vakant
700-zeitgenössische Nutzfahrzeuge (Renault R -, Berliet und MB-Speditionsfahrzeuge)
800-zeitgenössische Nutzfahrzeuge (Saurer)
900-Flugzeuge und Helikopter
Manches Modell muss nun mit 2 verschiedenen Nummern archiviert werden.
Kunstprojekt "Albert und Anita"
Anfang der 80er Jahre beauftragt die Schweizer MIGROSGenossenschaft, den Schweizer Künstler Andy Wildi einen ihrer
neuesten Saurer-Sattelschlepper frei zu gestalten. Statt der
Standardbeschriftung wollte man etwas Besonderes. Von der Idee
begeistert, macht sich Andy Wildi in seinem Atelier ans Werk. Das
Ergebnis ist "Albert & Anita". Am 27 Januar 1983 stellt Wildy seine
Arbeit der Öffentlichkeit vor. Auf dem Badener Cordulaplatz wird der
Sattelschlepper enthüllt. Publikum und Medien sind von dem
farbenfrohen, extravaganten Aussehen gleichermaßen begeistert.
Nicht so die Straßenzulassungsbehörde. Dort befürchtet man, dass
ein so auffällig bemaltes Fahrzeug andere Verkehrsteilnehmer
ablenken
könne
und
versagt
dem
rollenden
Viele Schablonen werden für die Spritzarbeiten
benötigt.(Foto A. Wildi)
Andy Wildi, 1949 in Baden
geboren, besuchte die Kunstgewerbeschulen Zürich (F+F)
und Basel, danach arbeitete er
als freier Künstler in Baden.
Seit 1984 lebt er in Novaggio
(Tessin).
http://www.casatiramisu.ch/
Kunstwerk die Zulassung. "Albert & Anita" ein
Sicherheitsrisiko also? Nach nur wenigen Wochen
muss es jedenfalls wieder abgelaugt werden und
erhält die übliche MIGROS-Lackierung. Die
Namen Albert und Anita sind übrigens keine
"Erfindungen" des Künstlers, sondern dem
Schauspieler Albert Freuler und seiner Freundin
Anita Pfau nachempfunden.
Andy Wildis rollendes Kunstwerk vor malerischer Kulisse (Foto A. Wildi)
Das Kunstwerk im Modell
Marcel Roskopf lässt Andy Wildis Kunstwerk im Modell weiterleben und setzt ihm damit quasi
ein Denkmal. 1984 bringt Roskopf einen aufwändig bedruckten, dem Vorbild entsprechenden
Koffersattelzug heraus, mit Saurer-Zugmaschine in authentischer Farbgebung. Das Modell wird
in limitierter Stückzahl von 6000 produziert.
Roskopfmodell "Anita & Albert"
Teil V Import-, Exportmodellen, Auftragsarbeiten, Roskopfmodelle bei Fremdfirmen
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Abbildungen aus RMM-Prospekten mit freundlicher Genehmigung der Wiking-Modellbau GmbH & Co. KG,
Lüdenscheid
Roskopf-Miniatur-Modelle
Teil 5: "Sammelsurium"
von Helmut Hillebrand (Text)
Diese Folge beschäftigt sich mit Import- und Exportmodellen, Auftragsarbeiten, Exoten und
Modellen die auch im Sortiment anderer Anbieter zu finden sind.
Marcel Roskopf ist hauptsächlich Hersteller von Miniaturmodellen. Er bedient aber nicht nur
den heimischen und europäischen Markt. Über einen Partner gelangen Roskopf-Modelle auch
nach Nordamerika. Zum Erweitern der eigenen Angebotspalette werden aus Österreich Modelle
von Baumaschinen importiert. Mit Preiser kommt es mehrfach zur Zusammenarbeit und auch
Brekina wird mit Sattelauflieger beliefert.
Boyd-Models
Von 1968 bis 1972 exportiert Roskopf auch Modelle in die USA. Auf dem amerikanischen Markt
erscheinen sie allerdings nicht unter dem RMM-Logo, sondern als Boyd-Models. Aus dem
Roskopf-Repertoire werden Militärmodelle, Pferdefuhrwerke und Automodelle im N-Maßstab
über Boyd-Models vertrieben.
BOYD-Models,
einst in Californien ansässig, jedoch heute
nicht mehr bestehend, importierte Modelle
verschiedener Maßstäbe in die Vereinigten
Staaten und vermarktete sie dort auch. Eine
eigene Fertigung gab es offensichtlich nicht.
Die Verpackung der Modelle als "Boyd
Models" erfolgte schon beim Hersteller, wie
beispielsweise bei Roskopf in Deutschland.
Boyd Models existierte (etwa) von den 1960er
bis 1970er Jahren. Genauere
Datumsangaben waren trotz intensiver
Recherchen nicht in Erfahrung zu bringen.
Roskopf Exportmodelle (Fotos Kurt Richter)
Umex
In den 1960er Jahren übernimmt Roskopf den Alleinvertrieb von UMEX-Modellen für
Deutschland. UMEX, eine österreichische Firma, produziert von den 1960er bis 1980er Jahre
Plastik-Fertigmodelle von Baustellenfahrzeugen im Maßstab 1/87. Das Angebot ist recht
überschaubar und umfasst etwa ein dutzend Modelle. Eine große Farbauswahl gibt es ebenfalls
nicht. Fast alle Modelle werden in gelbem Kunststoff gespritzt, mit schwarzem Fahrwerk und
schwarzen Anbauteilen. Der mächtige "Euclid-Muldenkipper" und eine Tandemwalze gibt es in
oranger Farbe.
Umex-RMM-Prospekt 1966 (von Kurt Richter)
Umex Baumaschinen: Euclid Muldenkipper, Caterpillar Radlader, Hochkran
(Fotos Kurt Richter)
Nachdem Umex vom Markt verschwindet nimmt Roco 3 Caterpillarmodelle in sein MinitankProgramm auf.
Roskopf und Preiser
Die Verbindung von RMM und Preiser beginnt mit dem Wechsel der Produktion der
Pferdefuhrwerke zu Preiser, siehe Roskopfmodelle Teil 3, Ausgabe 9 vom Februar 2011. Es
folgten ein imposantes Löschfahrzeug für Flughäfen und ein Saurer LKW-Modell.
Das Faun Flugfeldlöschfahrzeug
1974 lässt die TOTAL Feuerschutz GmbH bei Roskopf ein 4-Achsiges Flugfeldtanklöschfahrzeug herstellen. Das Modell fungiert als Werbeträger für die "Interschutz" Messe in
Frankfurt, wo es an die
Besucher des TotalMessestandes verschenkt
wird.
In den Handel gelangt das
Modell allerdings über
Preiser. Die Herstellung
der Spritzgussteile erfolgt
indes weiter bei Roskopfs
"Haus-Spritzerei" Fischer.
Es entspricht dem damals
bei Roskopf noch üblichen
Maßstab von 1:100.
Spätere Preisermodelle
werden im HO-Maßstab
gefertigt.
Roskopf Werbemodell: Faun Flugfeldlöschfahrzeug
"TOTAL Sicherheit und Feuerschutz" (Foto Axel Hartung)
Saurer D 250 Zirkus Knie
Für sein Zirkusprogramm lässt Preiser von Roskopf
ein Saurermodell mit Kofferaufbau in der Ausführung
Zirkus "Knie" fertigen. Das Modell wird in einer
Podestschachtel geliefert. Auch wenn auf dem
gefalteten Pappeinleger "Original Preiser Modell HO"
zu lesen ist, verrät ein Blick unter das Fahrgestell die
tatsächliche Herkunft
Saurermodell für Preiser aus RMM Fertigung (Foto Hillebrand)
Roskopf und Brekina
Die Brekina Modellspielwaren GmbH bietet in den1990er Jahren Sattelzüge an, die mit
Roskopf-Aufliegern bestückt sind. Wunschgemäß werden sie ohne Räder geliefert, da Brekina
sie mit eigenen Teilen ausstattet. Der Kippsattel- und der Tankauflieger sind unifarben und
erhalten erst von Brekina ihre Beschriftung. Allein die Container sind bereits beschriftet, sowie
der einachsige Kofferauflieger "SNCF".
Brekina bezieht sämtliche RMM-Teile in einer einzigen großen Lieferung. Der Plan, die "MixedSattelzüge" über einem Zeitraum von etwa 3 Jahren abzusetzen, geht nicht auf. Noch bis zum
Jahr 2000 werden sie im Katalog angeboten. Das Experiment erfährt keine Wiederholung
Brekina
Roskopf
(Foto Thomas Nogens, www.altebrekina.de)
(Foto Hillebrand)
Mancher Sammler empfindet die Kombination des französischen Aufliegers mit einer
deutschen Zugmaschines als nicht stimmig,
da
freiliegende
Pumpenanschlüsse
in
Deutschland nicht zugelassen sind.
(Foto Thomas Nogens)
Tanksattel der französischen Marke
TRAILOR
(Foto Hillebrand)
(Foto Thomas Nogens)
Kataogbild
(Foto Thomas Nogens)
(Foto Thomas Nogens)
Katalogbild
(Foto Hillebrand)
Neben den großen Modellthemen wie Pferdefuhrwerken, Militär-, Zivil- und Nostalgiemodellen,
überrascht Roskopf auch mit einigen Exoten, die keiner Kategorie zugeordnet werden können,
wie einer Gleisstopfmaschine und einer Gummiradwalze.
Die Gleisstopfmaschine Plasser DUOMATIC 06-32L
interessierte mit Sicherheit auch den Modellbauer und –Sammler Marcel Roskopf persönlich.
Also wird sie produziert und 1966 ins Programm genommen.
Gleisstopf- und Richtmaschine
ausgerüstet mit einem elektronischen
Strahlen-Nivelliergerät und mit einer
automatischen Richteinrichtung. 32
Stopfpickel ermöglichen das Stopfen
von zwei Schwellen gleichzeitig Ein
im konstanten Abstand vor der
Maschine herfahrendes StrahlenNivelliergerät übermittelt durch 3
Sender die Messwerte der
Gleisunebenheiten an die 3
Empfänger der Maschine, die dann
durch Richten der Schienen und
Unterstopfen der Schwellen mit
Schotter die erforderlichen
Korrekturen vornimmt. (Info:
www.eisenbahndienstfahrzeuge.de)
Gleisstopfmaschine mit ausgelegtem Strahlennivelliergerät (Foto H.-P. Nast)
Die Scheid Gummiradwalze,
Modellneuheit 1966, kann auch zu
den Exoten gezählt werden. Auch sie
lässt sicht in keine der Modellthemen
einordnen
Katalogausschnitt 1966
(Foto Kurt Richter)
Bastelecke
Marcel Roskopf will mit seinen Modellen nicht nur Sammler und Modelleisenbahner ansprechen.
Auch der Modellbau, sei es das Supern oder das Umbauen, liegt ihm am Herzen. Hierfür bietet
Roskopf Bastelzubehör an. Die Modelle sind so konstruiert, dass sie gut zerlegbar sind. Dank
eines ausgeklügelten Stecksystems kann auf Kleber verzichtet werden. So kann der Bastler
sein ein Modell zerlegen ohne Gefahr zu laufen dass Teile beschädigt werden
(Abb. aus Roskopfkatalogen)
Abziehbilderbogen Nr. 496 (Foto Peter Brahm)
und
Nr. 499
Ein von Peter Brahm gestaltetes Saurer-Modell (Foto Brahm)
So wird auch der Vefasser zum Basteln animiert:
"nacktes" Saurermodell mit
Abziehbilder, div. Kleinteilen
und etwas Farbe aufgepeppt
(Foto Hillebrand)
Lima-Roskopf-Mix,
Teile coloriert und mit
Abziehbilder aus Bogen Nr.
495 versehen, LimaFührerhaus (Fiat 160)gekürzt,
(Foto Hillebrand)
Etwas aufwändigerer Umbau eines Volvo F 88 Modells, unter Verwendung von Wiking,Kibri-, ESPEWE-, Herpa-Teilen, und viel Lackierarbeit. Allein das Aufliegerdecor stammt
von Roskopf. Reines Phantasiemodell, entstanden aus Resteverwertung. (Foto Hillebrand)
Einfache Bastelarbeit an einem Wikingmodell. Das Scaniaführerhaus muss einer
Roskopfkabine aus der Restekiste weichen. (Foto Hillebrand)
Wiking-Roskopf-Mix. Aufbauten und Führerhaus coloriert, Felgen überarbeitet. Hier sitzt
das Roskopf-Führerhaus auf einem MAN-Chassis. (Foto Hillebrand)
Teil VI wird sich mit Flugzeugen und Helikoptern befassen
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Abbildungen aus RMM-Prospekten mit freundlicher Genehmigung der Wiking-Modellbau GmbH & Co. KG,
Lüdenscheid
Roskopf-Miniatur-Modelle
Teil 6: Hubschrauber und Flugzeuge
von Hans-Jürgen Furchtmann (Text) und Fotos von Helmut Hillebrand
Dieser Teil befasst sich mit Hubschraubern, Fluggeräten und Flugzeugen
Zu den bekannten Roskopf-Miniatur-Modellen wurden auch Flugzeug- und Hubschraubermodelle im passenden Maßstab 1 :100 und 1 :87 mit in das Modellprogramm aufgenommen.
In logischer Folge zu den Militärmodellen wurden überwiegend Hubschrauber- und
Flugzeugtypen der Bundeswehr ausgewählt. Modelle anderer Staaten (Frankreich,
Großbritanien, ehem. UDSSR) des Bundergrenzschutzes, der Polizei und der Rettungsdienste
ergänzten das Angebot.
Ab wann die ersten Flugzeugmodelle bei Roskopf im Programm erschienen, ist nicht genau
nachvollziehbar. Im Faltprospekt von 1960 ist der Bausatz Nr. 111 mit der Flugabwehrrakete
„Nike-Ajax“ aufgeführt.
Im Zuge der Recherchen wurde auch mit Frau Roskopf telefonisch Kontakt aufgenommen. In
einem sehr freundlichen Gespräch konnte Sie aber leider keine Aussagen über den Formenbau
der Flugzeugmodelle geben. Der Formenbau, war wie bei den Militärmodellen, außer Haus
vergeben worden. Unterlagen darüber oder noch lebende Zeitzeugen konnte Sie auch nicht
nennen.
Aber Frau Roskopf fand es sehr bemerkenswert, dass wir uns mit der Fa. Roskopf und ihren
Modellschöpfungen für die interessierte Sammlergemeinschaft befassen.
Ob allerdings Formen von anderen Herstellern benutzt wurden oder ob andere Modellhersteller
für Roskopf tätig waren, lässt sich nur bei einigen wenigen Modellen nachweisen bzw.
vermuten.
Die Vergabe der Modellbestellnummern wurde anscheinend nicht chronologisch bestimmt,
sondern eher in die Modellnummerlücken nach dem Prospekt angepasst.
So wurden auch für das zivile Hubschraubermodell Bo 105 in verschiedenen Ausführungen
(Modellvariationen) die selbe Nummer 33 beibehalten: „ADAC“ gelb, „Katastrophenschutz“
orange
Die Bausätze sind in eine zweiteilige Pappschachtel, mit dem jeweiligen Modellaufdruck
versehen, verpackt. Den Schachtelboden bildet eine graues Pappunterteil. Die Kunststoffbauteile sind zusammen in Folie eingeschweißt eingelegt. Zur Baubeschreibung mit
Bemalungsvorschlägen wurden entsprechende (Abziehbilder) Decals beigefügt.
In dem Faltprospekt von 1975 sind ein Flugzeug und sieben Hubschraubermodelle als Bausätze
mit den entsprechenden Artikelnummern aufgeführt:
Nr. 40
Transportflugzeug Transall, (Superbausatz mit 83 Teilen,
Spannweite 40 cm)
Bild vom Revell-Bausatz
Nr. 24
Nr. 24B
Transporthubschrauber Sikorsky CH 53 D
Sikorsky CH 53 D (Fertigmodell in Blisterpackung)
Nr. 33
BO 105 ADAC Rettungshubschrauber
Nr. 34
BO 105 Panzerabwehr-Hubschrauber
Nr. 38
Nr. 39
Transporthubschrauber Puma
BO 105 Polizei-Hubschrauber
Nr. 41
Nr. 48
UH-1D leichter Transporthubschrauber (Neuheit)
BO 105 BGS- Hubschrauber
Im Faltprospekt 1975/2 wird unter der Nr. 52 der DFS 230 Lastensegler „Gotha“ als Neuheit
angeboten. Wie bereits bei den Panzerfahrzeugen, beginnt hier der Einstieg in historische
Weltkrieg II Modelle.
Bild DFS 230 Lastensegler „Gotha“
Bald folgte 1981 unter der Modellnummer 62 die „berühmte“ Messerschmitt Me 109.
Bild Me 109
Im Jahr 1979 erschien die Phantom F4 F ( Nr. 21) und der Hubschrauber CH -34 G auch als
Sikorsky S 58 ( Nr. 77) bezeichnet sowie im Jahre 1980 F-14 Tomcat (Nr. 83), F 15 Eagle (Nr.
84), Mig 25 Foxbat (Nr. 85) und Dornier Do 28 Skyversant (Nr. 86), Fotos nächste Seite.
Bild CH 34 G
Bild F 15
Bild MIG 25
Bild DO 28
Im Frühjahr 1981 wurde unter der Modellnummer 93 die Aufklärungsversion der Phantom F-4
als RF-4 E angeboten.
Als nächste Modelle erschienen:
Starfighter Nr. 22
Bild Starfighter
Me 109 Nr. 62 siehe Foto weiter oben
Alpha Jet Nr. 55
SA 341 Gazelle Nr. 57
Alouette II Nr. 56
Bild Alouette II
In der Nostalgie-Serie wurden nun Flugzeugklassiker als Modelle Junkers F13 und Udet
Flamingo kreiert. Auffallend ist hier zu bemerken, dass beide Flugzeuge nun im Massstab 1:87
produziert wurden.
Zum Schluss noch ein Wort zu der vermuteten Herkunft der Modellformen:
Transall, Alpha Jet, Alouette II, SA 330 Puma, SA 341 Gazelle können von ex Heller
stammen.
Eindeutig ist die Herkunft beim Sikorsky CH 34 G von Faller.
Bild Sikorsky CH 34 G mit Faller-Gravur
Beim Modell F 104G Starfighter scheint die Form von ex-Tamiya zu sein.
F14 und F 15 sowie MIG 25 könnten von ex Mannen sein.
Über die restlichen Modellflugzeuge, ihrer Herkunft oder Produktion war nichts heraus zu
finden.
Vielleicht kann unsere verehrte Leserschaft mehr über das eine oder andere Modell etwas
neues in Erfahrung bringen und uns zur weiteren Veröffentlichung zu Verfügung stellen.
Wir und andere Interessierte würden sich bestimmt darüber freuen.
Damit ist die Betrachtung der Roskopfmodelle abgeschlossen
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Abbildungen aus RMM-Prospekten mit freundlicher Genehmigung der Wiking-Modellbau GmbH
& Co. KG, Lüdenscheid
Roskopf-Miniatur-Modelle
Teil 7: "Nachschlag"
von Helmut Hillebrand (Text und Fotos)
Um die Geschichte der Roskopf Miniaturmodelle (RMM) erzählen zu können, habe ich viel
recherchiert, fotografiert, Schriftverkehr geführt und auch keine weite Wege zu anderen
Sammlern gescheut um persönliche Gespräche zu führen und deren Modelle abzulichten.
Mit dem 6. Teil glaubte ich dann das Thema abgeschlossen zu haben.
Doch, der Mensch lernt nie aus. Diese Erfahrung mache ich im Juni diesen Jahres bei
einem Treffen von Modellautosammlern. Ein "Kollege" präsentiert mir einige
Roskopfmodelle, dir mir bis dato unbekannt sind. Es handelt sich um eine kleine Serie
von 5 Militärfahrzeugen und ein ziviles Sauer-LKW-Modell.
Zur Erinnerung: 1994 verkauft Marcel Roskopf seine Firma an die Sieper-Werke, also
Wiking. Nur ein Teil des umfangreichen Roskopf-Sortimentes wird weiter produziert.
Dazu zählt die Nostalgieserie und einige ausgesuchte HO-Modelle. Sie werden unter dem
Roskopflabel ins Wikingprogramm eingereiht und noch bis 1999 angeboten. Dabei
werden auch die Verpackungen dem Wikingstandard angepasst. Die Produktion der
1:100 Militärmodelle und der zivilen HO-LKW-Serie wird jedoch eingestellt.
Die hier gezeigten Modelle stammen aus der Gruppe welche dem Rotstift zum Opfer
gefallen sind. Dennoch sind sie existent. Grund genug um ihre Herkunft genauer zu
beleuchten.
Die UN-Blauhelmfahrzeuge
Das Produktionsjahr der Modellfahrzeuge kann nicht eindeutig angegeben werden, da sie
noch von Roskopf hergestellt wurden. 1994 gehen sie dann in den Besitz von Wiking
über, wo sie auch ihre neue Verpackung erhalten. Neuer Firmenstandort ist jetzt Berlin.
Wiking stellt keine dieser Modelle selbst her, sondern vertreibt nur den von Roskopf
übernommenen Bestand. So lässt sich der Produktionszeitraum nur vage auf Anfang der
1990er Jahre einordnen. In ihrer ursprünglichen Ausführung als Bundeswehrfahrzeuge
kamen sie 1978 auf den Markt.
MAN 10to mit Verdeck
MAN 7to mit Verdeck
MAN 5to mit Verdeck
UN Transporter, Fuchs-Panzer
Unimog 1300L
Transparente Faltschachtel mit Podesteinleger aus Pappe wie man sie von Wiking kennt
Vergleich der Systeme:
Papiereinleger eines original Roskopfmodells aus dem Vertrieb von RMM
Pappeinleger der Roskopfmodelle aus dem Wiking-Vertrieb.
Das Saurermodell
Anlässlich des Jubiläums "25 Jahre Märklin-Vertriebs-AG der Schweiz", legt der
Modellbahnhersteller Märklin im Jahre 1998 die Zugpackung 28730 "Schweizer Güterzug"
auf. Dem Set, bestehend aus der Güterzuglokomotive "Krokodil" und 7 Waggons, liegt
ein LKW-Modell als Ladegut bei, welches von Wiking bezogen wird.
Passend zum Thema der Zugpackung handelt es sich um eine Miniatur des
schweizerischen Saurer D330. Nun sind Ladegutmodelle von Wiking nichts Neues. Dieses
Exemplar stellt indes aber eine Besonderheit dar:
Saurer-LKWs wurden nur von RMM hergestellt, und zwar von 1982 bis 1994. Im
Wikingsortiment tauchen sie nie auf. Das Modell ist auch kein Überbleibsel aus alter
Fertigung. Wo kommt es also her?
Wiking stellt es für Märklin aus einer überarbeiteten Roskopf-Form her und versieht es
mit eigenen Rädern. Das RMM-Logo, an der Unterseite des Fahrgestells bleibt allerdings
unverändert. Die verwendeten Farben und die Anmutung des Kunststoffes tragen die
typische Handschrift. Es ist tatsächlich ein Wikingmodell!
Modell mit Wiking-Genen.
Fahrerhaus – ozeanblau. Chassis –
hellbraunrot
Pritsche, Kotflügel, Kühlergrill – betongrau.
Wikingräder, zweiteilig mit 8-Lochfelgen,
12mm
RMM Prägung auf der Unterseite des Fahrgestells
Schließen möchte ich mit einem Aufruf an Wiking sich dieses schönen LKWs noch einmal
anzunehmen. Er wäre eine Bereicherung bei den Klassikern.
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Vielen Dank der Fa. Märklin und Wiking für ihre Informationen, sowie Kurt Richter für die
Modelle