Jahresbericht des DHV 2010

Transcription

Jahresbericht des DHV 2010
Inhaltsverzeichnis
Vorworte
DHV-Präsident Dr. Gerd Müller
DHV-Geschäftsführer Markus Schneid
1.
Der DHV stellt sich vor
1.1
1.2
1.3
1.4
1.5
1.6
1.7
1.8
2.
Zahlen-Daten-Fakten
Organigramm
Präsidium
Ehrenmitglieder
Mitglieder
Ausschüsse
1.6.1 Ausschuss für Begriffsbestimmungen, Standardsierung,
Prädikatisierung
1.6.2 Ausschuss für Finanzen und Strukturen
1.6.3 Ausschuss für Sozialrecht
1.6.4 Ausschuss für Wissenschaft, Forschung und Entwicklung
1.6.5 Ausschuss für Europa-Angelegenheiten
1.6.6 Ausschuss für PR und Kommunikation
1.6.7 Ausschuss für See- und Seeheilbäder
Interessensgemeinschaften unter dem Dach des DHV
1.7.1 IG Kompaktkuren
1.7.2 IG Park im Kurort
1.7.3 IG Kur- und Bädermuseen
Bundesgeschäftsstelle in Berlin
05
06
07
08
09
11
12
13
14
17
18
20
21
22
23
24
Heilbäder und Kurorte
2.1
2.2
2.3
3.
03
04
Gäste- und Übernachtungszahlen in den deutschen
Heilbädern und Kurorten 1999 bis 2009
Erstes Halbjahr 2010 – inkl. Veränderungen zum
Vorjahreszeitraum
Fallzahlen kurörtliche Maßnahmen
25
26
26
Aus den Mitgliedsverbänden
3.1
3.2
3.3
3.4
3.5
3.6
3.7
3.8
3.9
3.10
3.11
3.12
3.13
Heilbäderverband Baden-Württemberg e. V.
Bayerischer Heilbäder-Verband e. V.
Brandenburgischer Kurorte- und Bäderverband e. V.
Hessischer Heilbäderverband e. V.
Bäderverband Mecklenburg-Vorpommern e. V.
Heilbäderverband Niedersachsen e. V.
Nordrhein-Westfälischer Heilbäderverband e. V.
Tourismus- und Heilbäderverband Rheinland-Pfalz e. V. /
Sektion Heilbäder und Kurorte
Heilbäder- und Kurorteverband Sachsen-Anhalt e. V.
Heilbäderverband Schleswig-Holstein e. V.
Thüringer Heilbäderverband e. V.
Vereinigung für Bäder- und Klimakunde e. V.
Verband Deutscher Badeärzte e. V.
Jahresbericht 2010
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-1-
4.
Bisherige Maßnahmen und Erfolge
Der DHV von November 2009 bis Oktober 2010
4.1
4.2
4.3
4.4
4.5
4.6
4.7
4.8
5.
Verbandsarbeit
4.1.1 Mitgliederversammlung am 24. Oktober 2010
in Garmisch-Partenkirchen
4.1.2 Thematische/Politische Arbeit
Veranstaltungen
4.2.1 Erstes Parlamentarisches Frühstück
4.2.2 8. Deutscher Walking-Tag in Heilbädern und Kurorten
Laufende Projekte / Kooperationen
4.3.1 Kooperationsvereinbarung mit der DZT
4.3.2 Imagekampagne für DIE KUR
4.3.3 DTV-Forschungsprojekt Innovativer Gesundheitstourismus
Gütesiegel des DHV
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
4.5.1 Pressearbeit
4.5.2 DHV-Homepage
4.5.3 Messeauftritte
4.5.4 Weitere Projekte
4.5.5 Ausblick
Publikationen
Finanzen
Mitgliedschaften / Kooperationen
Termine 2011
Herausgeber
Deutscher Heilbäderverband e. V. (DHV)
Reinhardtstraße 46
10117 Berlin
Telefon 030 / 246 369 2-0
Telefax 030 / 246 369 229
[email protected]
www.deutscher-heilbaederverband.de
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Verantwortlich für den Inhalt:
Markus Schneid, Geschäftsführer
Gesamtkoordination:
Kathi Mende, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Texte:
Markus Schneid, Kathi Mende, Jan-Peter Ramdohr,
Vorstände der Mitgliedsverbände, IG Vorsitzende,
Ausschuss-Vorsitzende (bei jeweiligen Texten namentlich benannt)
Fotos:
Deutscher Heilbäderverband e. V.
Grafik Umschlag:
VALENTUM Kommunikation, Berlin
Redaktionsschluss:
30. September 2010
-2-
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41
Jahresbericht 2010
Sehr geehrte Damen und Herren,
ein ereignisreiches Jahr liegt hinter uns. Mit der fast 120 Jahre
zurückreichenden Tradition ist der Deutsche Heilbäderverband e. V.
die wichtigste Organisation sowohl im Kur- und Bäderwesen als auch
im Bereich des Gesundheits- und Wellnesstourismus.
Von verschiedenen Seiten wurde mir im zurückliegenden Jahr die Frage gestellt: Sind die
deutschen Heilbäder und Kurorte noch konkurrenzfähig? Diese Frage beantworte ich mit
einem klaren Ja! Die deutschen Heilbäder und Kurorte sind nicht nur traditionelle Anbieter
auf dem Gesundheitsmarkt, sondern auch innovative Gesundheitskompetenzzentren mit
einem umfassenden Leistungsangebot. Der hohe Qualitätsstandard, ortsgebundene Kur- und
Heilmittel sowie Kur-/Badearzt-Praxen und Kliniken mit speziellen kurörtlichen
Kompetenzen und Erfahrungen sind die Grundlagen für das weltweit einmalige
Kurortesystem. Tourismus können viele, ganzheitliche Kur und Heilmittel können nur wir.
Prävention ist das Thema, welches in verschiedenen Ebenen intensiv diskutiert wird. Die
Bundesregierung beabsichtigt eine Präventionsstrategie unter Einbeziehung und Ausbau
bewährter Ansätze und Strukturen zu erarbeiten. Die Heilbäder und Kurorte leisten
hervorragendes in diesem Bereich, sind diese doch seit jeher der Prävention verpflichtet.
Wir werden uns in die Erarbeitung dieser Strategie mit gezielten Vorschlägen einbringen.
Dieser Jahresbericht gibt Ihnen einen Einblick in die Arbeit des DHV und deren Mitglieder im
vergangenen Jahr. Sie werden feststellen, dass es unser Bestreben ist, auf Bewährtem
aufzubauen aber vor allem neue Projekte anzustoßen, um wieder im Bewusstsein von Politik,
Behörden, Krankenkassen, Ärzteschaft und vor allem Verbrauchern fest verankert und
positiv besetzt zu sein.
Ihr Dr. Gerd Müller
Präsident Deutscher Heilbäderverband e. V.
Jahresbericht 2010
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Sehr geehrte Damen und Herren,
nach meinem ersten Jahr als Geschäftsführer unseres Deutschen
Heilbäderverbandes e. V. kann ich von einer großen Bandbreite an
Themen berichten, mit denen wir uns hier in Berlin, in den
Mitgliedsverbänden und Orten beschäftigt haben.
Wir stehen nach der erfolgten Bestandsaufnahme vor einer Vielzahl an klassischen und auch
neuen Themen, die Sie diesem Jahresbericht entnehmen können. Diese Themen gilt es mit
der verkleinerten Mannschaft zu bearbeiten. Vieles haben wir in der kurzen Zeit angestoßen,
vieles angeboten, aber noch nicht alles zur Zufriedenheit in der zur Verfügung stehenden
Zeit erledigen können. Dabei verstehen wir uns als Ihre Servicestelle für die zahlreichen
Anfragen und Anstöße aus den Mitgliedsverbänden und deren Mitgliedern, als Kontakt zur
Politik sowie zu Behörden und anderen Verbänden und für die Zuarbeit für unsere
ehrenamtlichen Gremien.
Allen diesen Anforderungen und Erwartungen immer gerecht zu werden, ist unser Ziel,
wenngleich es unter den gegebenen Rahmenbedingungen leider nicht immer gelingen kann.
Ich danke für die Unterstützung aus den Reihen der Präsidiumsmitglieder, der
Ausschussmitglieder der Mitglieder der Arbeitsgruppen und Interessensgemeinschaften, den
Geschäftsführern der Mitgliedsverbände sowie zahlreichen Akteuren in den Orten, die
immer wieder Impulse gegeben haben, und meiner Mannschaft in Berlin und Bonn. Weitere
wichtige Signale kamen aber auch von Seiten der Politik, von Ministerien, Verbänden und
Unternehmen. Sie gilt es ebenfalls aufzunehmen und zu diskutieren.
Nochmals ein herzliches Dankeschön und auf weiterhin gute Zusammenarbeit!
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Markus Schneid
Geschäftsführer des Deutschen Heilbäderverbandes e. V.
-4-
Jahresbericht 2010
1. Der DHV stellt sich vor
1.1 Zahlen – Daten – Fakten
Der DHV hat eine fast 120 Jahre zurückreichende Tradition und ist eine der wichtigsten
Organisationen im Bereich des Kur- und Bäderwesens sowie im Gesundheits- und Wellnesstourismus.
Gründung
Mitglieder
23. April 1892 in Leipzig unter dem Namen „Allgemeiner Deutscher
Bäderverband“ - Seit 1999 „Deutscher Heilbäderverband e. V.“
-
11 Heilbäderverbände der Bundesländer mit insgesamt ca. 300
Heilbädern und Kurorten als Mitglieder
Verband Deutscher Badeärzte e. V. mit ca. 600 Mitgliedern
Vereinigung für Bäder- und Klimakunde e. V. mit ca. 200 Mitgliedern
Gremien
Mitgliederversammlung, Präsidium, Geschäftsführendes Präsidium, 8 ständige
Ausschüsse, verschiedene Arbeitsgemeinschaften zu aktuellen Themen
Deutsche
Bädertage
Alljährlich, unterbrochen durch Kriegsjahre
Erster Deutscher Bädertag: 7. und 8. Oktober 1892 in Bad Kösen
Publikationen
-
Aufgaben
Die Kur in Deutschland
Deutscher Bäderkalender (erstmals 1921, seit 2005 auf CD-Rom)
Verschiedene Broschüren zu Spezialthemen (Begriffsbestimmungen,
spezielle Therapieformen)
Verschiedene Flyer zur Information der Kurgäste
Mit dem Umzug nach Berlin und dem Neuanfang eines jungen und motivierten
Teams im Herzen des Regierungsviertels widmet sich der DHV der Interessensvertretung der Mitgliedsverbände und deren Mitglieder in den Bereichen
und Funktionen
- Gesundheits-, Tourismus- und Sozialpolitik
- Behörden und Sozialversicherungsträger
- Öffentlichkeits- und Pressearbeit
- Verbände und Organisationen
und den Aufgaben der
- Förderung des deutschen Bäderwesens
- Erhaltung der natürlichen Heilmittel des Bodens, des Meeres und des
Klimas
- Unterstützung der bäderwirtschaftlichen und -wissenschaftlichen
Institutionen
- Entwicklung und Sicherung von bundeseinheitlichen Qualitäts- und
Prädikatisierungsstandards
- Förderung der Forschung und Wissenschaft
- Förderung von Aus-, Fort- und Weiterbildung
Es ist das Bestreben des DHV, durch Zusammenarbeit mit den Kosten- und
Leistungsträgern die langfristige Existenz der deutschen Heilbäder und
Kurorte zu sichern und weiterhin zu fördern.
Internetpräsenz
B2B: www.deutscher-heilbaederverband.de
Ab Oktober 2010 B2C: www.die-neue-kur.de
Integriert sind www.wellness-im-kurort.info
www.praevention-im-kurort.de
www.park-im-kurort.de
Jahresbericht 2010
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1.2 Organigramm
Deutscher Heilbäderverband e.V.
Organisationsstruktur
Bundesgeschäftsstelle:
Präsidium:
Reinhardtstraße 46, 10117 Berlin
Tel.: 030 / 2463692-0
Fax: 030 / 246369229
www.deutscher-heilbaederverband.de
E-Mail: [email protected]
Geschäftsführer: Markus Schneid
Vorstand:
Präsident:
Dr. Gerd Müller, MdB
Vizepräsidenten: Senator e. h. Prof. Rudolf Forcher,
Schatzmeister:
Bürgermeister a.D. Bad Waldsee
Hans-Jürgen Kütbach, Bürgermeister Bad Bramstedt
Bernhard Schönau, Bürgermeister Bad Langensalza
9 Vertreter aus den Heilbäderverbänden der Bundesländer
je 1 Vertreter aus den weiteren Mitgliedsverbänden
Mitgliedsverbände:
Heilbäderverband Baden-Württemberg e.V.
Bayerischer Heilbäder-Verband e.V.
Brandenburgischer Kurorte- und Bäderverband e.V.
Hessischer Heilbäderverband e.V
Bäderverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.
Heilbäderverband Niedersachsen e.V.
Nordrhein-Westfälischer Heilbäderverband e.V.
Sektion Heilbäder und Kurorte Rheinland-Pfalz/Saarland
im Tourismus- und Heilbäderverband Rheinland-Pfalz e.V.
Heilbäder- und Kurorteverband Sachsen-Anhalt e.V.
Heilbäderverband Schleswig-Holstein e.V.
Thüringer Heilbäderverband e.V.
Vereinigung für Bäder- und Klimakunde e.V.
Verband Deutscher Badeärzte e.V.
Ausschüsse:
Ausschuss für Begriffsbestimmungen, Standardisierung, Prädikatisierung
Ausschuss für Finanzen und Strukturen
Ausschuss für Sozialrecht
Ausschuss für Wissenschaft, Forschung und Entwicklung
Ausschuss für Europa-Angelegenheiten
Ausschuss für Wirtschaft
Ausschuss für Seeheil- und Seebäder
Ausschuss für PR und Kommunikation
Stand: März 2010
1.3 Präsidium
Präsident
Dr. Gerd Müller,
Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für
Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, MdB
Vizepräsident
Senator e. h. Prof. Rudolf Forcher,
Heilbäderverband Baden-Württemberg e. V.,
Bürgermeister a.D. und Kurdirektor a.D. Bad Waldsee
Vizepräsident
Hans-Jürgen Kütbach,
Heilbäderverband Schleswig Holstein e. V.,
Bürgermeister Bad Bramstedt
Schatzmeister
Bernhard Schönau,
Thüringer Heilbäderverband e. V.,
Bürgermeister Bad Langensalza
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Jahresbericht 2010
Klaus Holetschek,
Bayerischer Heilbäder-Verband e. V.,
Bürgermeister Bad Wörishofen
Axel Walter,
Brandenburgischer Kurorte- und Bäderverband e. V.,
Geschäftsführer Bad Saarow Kur GmbH
Ronald Gundlach,
Hessischer Heilbäderverband e.V.,
Bürgermeister a.D. und Geschäftsführer der WerratalTherme Bad SoodenAllendorf
Andreas Kuhn,
Bäderverband Mecklenburg-Vorpommern e. V.,
Bürgermeister Zingst
Heinz Hermann Blome,
Heilbäderverband Niedersachsen e. V.,
Kurdirektor Bad Pyrmont
Rolf von Bloh,
Nordrhein-Westfälischer Heilbäderverband e. V.,
Kurdirektor Bad Sassendorf
Dr. Hans-Ulrich Tappe,
Sektion Heilbäder und Kurorte im Tourismus- und Heilbäderverband
Rheinland-Pfalz e. V.,
Kurdirektor Bad Neuenahr
Jahresbericht 2010
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Gert Sauer,
Heilbäder- und Kurorteverband Sachsen-Anhalt e. V.,
Bürgermeister Bad Suderode
Dr. med. Arno Wenemoser,
Verband Deutscher Badeärzte e. V., Bad Füssing
Prof. Dr. Dr. Dipl.-Phys. Jürgen Kleinschmidt,
Vereinigung Bäder und Klimakunde e. V.,
Leiter der Forschungsaußenstellen des IMBK, München
Ehrenpräsident
Prof. Dr. med. Dr. h.c. Manfred Steinbach,
Grafschaft
Sitzungen des Präsidiums
24.10.2009 Garmisch-Partenkirchen (MV) | 29.01.2010 Berlin | 16.06.2010 Berlin
Sitzungen des Geschäftsführenden Präsidiums
23.10.2009 Garmisch-Partenkirchen (MV) | 17.12.2009 Berlin | 08.06.2010 Berlin | 16.09.2010 Berlin
1. 4 Ehrenmitglieder
Karl Benke, Plochingen
Marita Radermacher, Bonn
Herbert Rütten, Bad Neuenahr-Ahrweiler
Prof. Dr. Gert Michel, Dannenberg (Elbe)
Hans Gustav Wagener, Aerzen-Reinerbeck
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Hans-Joachim Bindszus, Bad Salzuflen
Walter Rundler, Bad Kissingen
Antonius Weber, Königstein/Taunus
Günter Grote, Büsum
Jahresbericht 2010
1.5 Mitglieder
Landesheilbäderverbände
Heilbäderverband Baden-Württemberg
Württemberg e. V.
Esslinger Straße 8 | 70182 Stuttgart
www.heilbaeder-bw.de
Tel. 0711 / 2184576 | Fax 0711 / 2184578
E-Mail: [email protected]
Präsident: Bürgermeister a. D. und Kurdirektor
urdirektor a. D.
Senator e. h. Prof. Rudolflf Forcher, Bad Waldsee
Geschäftsführung: Arne Mellert
Brandenburgischer
Kurorte- und Bäderverband e. V.
Am Kurpark 1 | 15526 Bad Saarow
www.kurorte-land-brandenburg.de
Tel. 033631 / 868001| Fax 033631 / 868002
E-Mail: [email protected]
Bayerischer Heilbäder-Verband
Verband e. V.
Rathausstraße 6-8 | 94072 Bad Füssing
www.gesundes-bayern.de
Tel. 08531 / 975590 | Fax 08531 / 21367
E-Mail: [email protected]
Präsident: Bürgermeister Klaus Holetschek, Bad Wörishofen
Geschäftsführung:: Rudolf Weinberger
Hessischer Heilbäderverband e. V.
Le Cannet-Rocheville-Straße 1| 61462 Königstein im Taunus
www.hessischer-heilbaederverband.de
heilbaederverband.de
Tel. 06174 / 92650 | Fax 06174 / 23648
E-Mail: [email protected]
heilbaeder.de
Präsident: Geschäftsführer Axel Walter, Bad Saarow
Geschäftsführung: Annett Kowohl-Puschmann
Puschmann
Präsident: Bürgermeister a. D. und Geschäftsführer Ronald
Gundlach, Bad Sooden-Allendorf
Geschäftsführung: Almut Boller
Bäderverband Mecklenburg-Vorpommern
Vorpommern e.V.
Rostocker Straße 3 | 18181 Graal-Müritz
Müritz
www.baederverband.m-vp.de
Heilbäderverband Niedersachsen e. V.
Unter den Eichen 23 | 26160 Bad Zwischenahn
www.baederland-niedersachsen.de
Tel. 038206 / 78850 | Fax 038206 / 78851
E-Mail: [email protected]
Tel. 04403 / 58689 | Fax 04403 / 61490
E-Mail: [email protected]
niedersachsen.de
Präsident: Bürgermeister Andreas Kuhn, Ostseeheilbad
Zingst
Geschäftsführung: Marianne Düsterhöft
Präsident: Kurdirektor Heinz-Hermann
Hermann Blome, Staatsbad
Pyrmont
Geschäftsführung: Kurdirektor Peter Schulze
Nordrhein-Westfälischer
Westfälischer Heilbäderverband e.V.
Kölner Straße 13 | 53902 Bad Münstereifel
www.nrw-heilbaeder.de
Tourismus- u. Heilbäderverband Rheinland-Pfalz
e.V. / Sektion Heilbäder und Kurorte
Postfach 200563 | 56005 Koblenz
www.ichzeit.info
Tel. 02253 / 544688 |Fax
Fax 02253 / 544690
E-Mail: [email protected]
Präsident: Kurdirektor Rolf von Bloh, Bad Sassendorf
Geschäftsführung: Hans-Joachim
Joachim Bädorf
Tel. 0261 / 915200 | Fax 0261 / 9152040
E-Mail: [email protected]
Präsidenten: Bürgermeister Andreas Ludwig, Bad Kreuznach
stv. Vorstand: Kurdirektor
urdirektor Dr. Hans-Ulrich
Hans
Tappe, Bad
Neuenahr-Ahrweiler
Geschäftsführung:: Dr. Achim Schloemer
Jahresbericht 2010
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urorteverband Sachsen-Anhalt
Sachsen
e.V.
Heilbäder- u. Kurorteverband
Rathausplatz 2 | 06507 Bad Suderode
www.kuren-sachsen-anhalt.de
Heilbäderverband Schleswig-Holstein
Holstein e. V.
Holtenauer Straße 99 | 24105 Kiel
www.heilbaederverband-sh.de
Tel. 039485 / 610029 | Fax 039485 / 94999
E-Mail: [email protected]
Tel. 0431 / 2108838 | Fax 0431 / 2108839
E-Mail: [email protected]
sh.de
Geschäftsführender Vorsitzender:
Bürgermeister Gert Sauer, Bad Suderode
Präsident: Bürgermeister Hans-Jürgen
Jürgen Kütbach, Bad
Bramstedt
Projektmanagement: Jürgen Kulp
Thüringer Heilbäderverband e. V.
Böhmenstraße 4 | 99947 Bad Langensalza
www.heilbaeder-thueringen.de
Tel. 03603 / 893347 | Fax 03603 / 893880
E-Mail: [email protected]
Präsident: Bürgermeister Bernhard Schönau, Bad
Langensalza
Geschäftsführung: Dorit Frank
Fachverbände
Vereinigung für Bäder- und Klimakunde e. V.
c/o Eugen-Keidel-Bad Mineral-Thermalbad
Thermalbad Freiburg
An den Heilquellen 4 | 79111 Freiburg i. Br.
www.abc-vbk.org
Verband Deutscher Badeärzte e. V.
Elisabethstr. 7a | 32545 Bad Oeynhausen
www.badeaerzteverband.de
Tel. 05731 / 21203 | Fax 05731 / 260880
E-Mail: [email protected]
Tel. 0761 / 490590 | Fax 0761 / 4905970
E-Mail: [email protected]
Vorsitzender: Dr. Arno Wenemoser
Stv. Vorsitzender: Prof. Dr. Dr. Jürgen Kleinschmidt
Geschäftsführung:: Prokurist/Betriebsleiter Herbert Renn
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Jahresbericht 2010
1.6 Ausschüsse
1.6.1 Ausschuss für Begriffsbestimmungen, Standardisierung, Prädikatisierung
Ausschussvorsitz:
Konstituierende Sitzung:
Mitglieder:
Hans-Joachim Bädorf (Nordrhein-Westfalen)
18.06.1999, Baden-Baden
Heilbäderverband Baden-Württemberg e. V.
Bayerischer Heilbäder-Verband e. V.
Brandenburgischer Kurorte- und Bäderverband e. V.
Hessischer Heilbäderverband e. V.
Bäderverband Mecklenburg-Vorpommern e. V.
Heilbäderverband Niedersachsen e. V.
Nordrhein-Westfälischer Heilbäderverband e. V.
Tourismus- und Heilbäderverband Rheinland-Pfalz e. V.
Heilbäder- und Kurorteverband Sachsen-Anhalt e. V.
Heilbäderverband Schleswig-Holstein e. V.
Thüringer Heilbäderverband e. V.
Vereinigung für Bäder- und Klimakunde e. V.
Verband Deutscher Badeärzte e. V.
Prof. Rudolf Forcher, Bad Waldsee
Maximilian Hillmeier, Bad Hindelang
n.n.
Ronald Gundlach, Bad Sooden-Allendorf
Marianne Düsterhöft, HBV
Christina Degener, HBV
Hans-Joachim Bädorf, HBV
Dankwart Neufurth, Bad Marienberg
Gert Sauer, Bad Suderode
Hans-Jürgen Kütbach, Bad Bramstedt
Jörg Hanf, Bad Sulza
Dr. Kurt von Storch | Dr. Lorenz Eichinger | Prof.
Dr. Dr. Jürgen Kleinschmidt | Prof. Dr. Horst
Kußmaul | Prof. Dr. Angela Schuh | Reinhard Petry
| Prof. Dr. Christoph Gutenbrunner
Dr. Wolfgang Bäckerling | Dr. Dieter Staupendahl
Im Berichtszeitraum hat sich der Ausschuss für Begriffsbestimmungen des DHV zum einen weiterhin
intensiv um die Begleitung der Umsetzung seiner von der letzten Delegiertenversammlung
bestätigten Beschlüsse zur Thematik der nebeneinander zulässigen Lufthygiene-Messmethoden
gekümmert. Dies wird auch in der kommenden Zeit ein ständiger Beratungspunkt bleiben.
Eine solche Aussage ist anscheinend auch von dem Problemfeld der Einordnung unserer
ortsgebundenen Heilmittel nach dem Arzneimittelgesetz und nicht nach dem Medizinproduktegesetz
zu treffen. Nachdem über die Arbeit der dazu von Präsidium und Ausschuss eingerichteten
„Taskforce“ eine positive Novellierung des Arzneimittelgesetzes erreicht und die geplante
zwangsweise Festlegung der ortsgebundenen Heilmittel entweder auf den Fertigarzneimittelbegriff
oder alternativ auf den des Medizinproduktes verhindert werden konnte, hat sich die Problematik
zwischenzeitlich nämlich wieder ins Grundsätzliche verlagert. Die grundsätzliche Frage der
Einordnung wurde durch unseren Teilerfolg offenkundig aus Sicht mancher Zulassungsbehörden in
den Bundesländern trotz aller Aussagen in den Materialien des angesprochenen
Gesetzgebungsverfahrens nicht eindeutig zu Gunsten des Arzneimittelgesetzes beantwortet.
Gegenteilige behördliche Bestrebungen werden mancherorts wieder forciert. Deswegen hat die
erwähnte „Taskforce“ ihre Arbeit erneut wieder aufgenommen und treibt sie zurzeit in Gesprächen
auf vielen verschiedenen Ebenen mit allen denkbaren beteiligten Akteuren voran.
Im Ausschuss für Begriffsbestimmungen ist es nach langer Befassung mit der Materie auch gelungen,
eine handhabbare Festlegung für die Ausweisung von Terrainkurwegen in prädikatisierten Heilbädern
und Kurorten zu erreichen. Diese Ausweitung wird auch Gegenstand der Beratungen der
Delegiertenversammlung in Heringsdorf sein. Dabei wird die gestufte und - bei Berücksichtigung aller
notwendigen medizinischen Implikationen – kommunenfreundliche Handhabung, auf die sich der
Ausschuss nach Anhörung der besonders berührten Bädersparten festgelegt hat, sicherlich in ihren
positiven Auswirkungen deutlich werden.
Auch die Badearztthematik war - neben vielen anderen, hier nicht anzuführenden Detailfragen erneut Beratungsgegenstand im Ausschuss für Begriffsbestimmungen und wird es, ausgehend von
Jahresbericht 2010
- 11 -
Vorlagen schon für Garmisch-Partenkirchen, die nochmals bekräftigt wurden, auf der jetzt
anstehenden Delegiertenversammlung sein.
Für die Zukunft bemüht sich der Ausschuss schließlich um ein handhabbares Instrumentarium, das
helfen soll, an ihn gerichtete Bitten, Nachfragen, aber auch Erwartungen zu folgenden Themata zu
erfüllen:
1. Die Ausweisung einer übersichtlicheren und praktikableren Gliederung der
Begriffsbestimmungen
2. Ihre Fortschreibung in überschaubarer Form mit klarer Absetzung zu einem Fußnotenkatalog
3. Die Erarbeitung kurz gefasster Checklisten, die interessierten Orten und Beteiligten über die
Anforderungen an die einzelnen Prädikate anhand gegeben werden können
4. Die davon ausgehende Fortschreibung der Kommentierung der Begriffsbestimmungen, die
sich noch auf dem Stand von Herbst 2005 befindet.
Der Ausschuss wirbt in diesem Zusammenhang um die Unterstützung aller Interessenten, damit
gerade dieser nach außen wirkende Teil der Ausschussarbeit und der darauf bezogene, öffentliche
Auftritt des DHV weiter optimiert werden kann.
(Hans-Joachim Bädorf)
1.6.2 Ausschuss für Finanzen und Strukturen
Ausschussvorsitz:
Konstituierende Sitzung:
Mitglieder:
Dr. Uwe Schneider (Sachsen) bis 31.12.2009
Sepp Höfer (Bayern) seit 26.04.2010
09.06.1999, Frankfurt
Heilbäderverband Baden-Württemberg e. V.
Bayerischer Heilbäder-Verband e. V.
Brandenburgischer Kurorte- und Bäderverband e. V.
Hessischer Heilbäderverband e. V.
Bäderverband Mecklenburg-Vorpommern e. V.
Heilbäderverband Niedersachsen e. V.
Nordrhein-Westfälischer Heilbäderverband e. V.
Tourismus- und Heilbäderverband Rheinland-Pfalz e. V.
Heilbäder- und Kurorteverband Sachsen-Anhalt e. V.
Heilbäderverband Schleswig-Holstein e. V.
Thüringer Heilbäderverband e. V.
Vereinigung für Bäder- und Klimakunde e. V.
Verband Deutscher Badeärzte e. V.
Walter Klumpp, Bad Dürrheim
Sepp Höfer, Bad Feilnbach
Dietrich Gappa, Bad Wilsnack
Lothar Büttner, Bad Soden-Salmünster
Dr. Berndt Kuntze, Graal-Müritz
Eugen Eiden, Bad Iburg
Wilfried Stephan, Bad Salzuflen
Werner Klöckner, Daun
Gert Sauer, Bad Suderode
Hans-Jürgen Kütbach, Bad Bramstedt
Bernhard Schönau, Bad Langensalza
Herbert Renn
n.n.
Der Vorsitzende Dr. Uwe Schneider führte den Ausschuss mehr als acht Jahre lang mit großem
Engagement und Sachverstand bis zum Austritt Sachsens aus dem DHV. Damit entfiel leider auch die
Stimme Sachsens in diesem Ausschuss. Für diesen großen ehrenamtlichen Einsatz für den Deutschen
Heilbäderverband gebührt Herrn Dr. Schneider unser aller Dank.
Der Vorsitz blieb bis zur gemeinsamen Tagung der Ausschüsse Ende April in Berlin Spandau vakant.
In dieser Sitzung diskutierten die Mitglieder über die künftigen Aufgaben des Ausschusses. Einhellig
kam man zum Ergebnis, dass es als sinnvoll erachtet wird, die beiden Ausschüsse Finanzen und
Strukturen sowie Wirtschaft zusammenzulegen. Vor diesem Hintergrund erklärte sich Kurdirektor
Sepp Höfer dazu bereit, den Ausschuss-Vorsitz zunächst bis zum Bädertag in Heringsdorf zu
übernehmen. Die Mitglieder wählten Herrn Höfer einstimmig zum Vorsitzenden des Ausschusses. Im
Rahmen der Ausschuss-Sitzungen auf Usedom sollen offiziell die beiden Ausschüsse zusammengeführt
und ein Vorsitzender gewählt werden. Hauptthema der Sitzung war jedoch die angespannte
Finanzsituation des Verbandes und mögliche Lösungsansätze. Beitragserhöhungen, möglicherweise
gekoppelt an einen neutralen Index, die Wiedereinführung einer Marketingumlage sowie eine
mögliche Änderung der Fälligkeitstermine für die Mitgliedsbeiträge wurden intensiv diskutiert. Die
Gründung einer DHV-Service-GmbH wurde begrüßt, jedoch müssen sowohl finanzielle als auch
personelle Ressourcen dafür vorhanden sein. Die in der Sitzung angesprochenen Themen wurden bei
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Jahresbericht 2010
einem gemeinsamen Treffen des Ausschussvorsitzenden Höfer mit Schatzmeister Schönau und
Geschäftsführer Schneid in Bad Langensalza im Hinblick auf die Planungen für den Haushalt 2011
erörtert.
(Markus Schneid, DHV-Geschäftsführer)
1.6.3 Ausschuss für Sozialrecht
Ausschussvorsitz:
Konstituierende Sitzung:
Mitglieder:
Prof. Rudolf Forcher (Baden-Württemberg)
09.06.1999, Frankfurt
Heilbäderverband Baden-Württemberg e. V.
Bayerischer Heilbäder-Verband e. V.
Brandenburgischer Kurorte- und Bäderverband e. V.
Hessischer Heilbäderverband e. V.
Bäderverband Mecklenburg-Vorpommern e. V.
Heilbäderverband Niedersachsen e. V.
Nordrhein-Westfälischer Heilbäderverband e. V.
Tourismus- und Heilbäderverband Rheinland-Pfalz e. V.
Heilbäder- und Kurorteverband Sachsen-Anhalt e. V.
Heilbäderverband Schleswig-Holstein e. V.
Thüringer Heilbäderverband e. V.
Vereinigung für Bäder- und Klimakunde e. V.
Verband Deutscher Badeärzte e. V.
Prof. Rudolf Forcher, Bad Waldsee
Karl Zettl sen., Bad Gögging
Kurt Stroß, Templin
Frank Hix, Bad Sooden-Allendorf
Rainer Grimm
Klaus Kinast, Bad Bentheim
Rolf von Bloh. Bad Sassendorf
Rainer Mertel †
Dr. Hannelore Thieß
Mareike Stöcken, HBV
Ingrid Münch
Dr. Dieter Staupendahl
n.n.
Ständiger Gesprächskreis DHV/DRV Bund
Bei der Ausschusssitzung mit der Deutschen Rentenversicherung Bund wurde vereinbart, einen
ständigen Gesprächskreis zu bilden. Analog der regionalen Struktur der DRV Bund sollen ihm fünf +
zwei Mitglieder und der Vorsitzende, zusammen also acht Mitglieder angehören. Leider erfolgte die
Meldung an die Geschäftsstelle nur sehr zögerlich. Inzwischen ist ein benanntes Mitglied verstorben,
so dass ein Ersatzvertreter gemeldet werden musste. Dies ist inzwischen erfolgt. Somit kann nun für
den Spätherbst ein Termin vereinbart werden.
Gespräch bei Bundesgesundheitsminister
Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler empfing das Präsidium des DHV zu einem Gespräch.
Zentrales Thema war die auch den Ausschuss für Sozialrecht berührende Prävention in den
Heilbädern und Kurorten.
Sitzung beim GKV Spitzenverband am 07.09.2010
An der gemeinsamen Sitzung war der GKV-Spitzenverband durch das Vorstandsmitglied Gernot
Kiefer und die Abteilungs- bzw. Referatsleiter Dr. Monika Kücking (Abt. Gesundheit), Dr. Manfred
Partsch (Abt. Ambulante Versorgung) und Christian Quellmalz (Abt. Arznei- und Heilmittel)
vertreten. Zeitweise nahm auch unser Präsident Dr. Gerd Müller teil.
Aktuell war der wenige Tage vor der Sitzung vom GKV-Spitzenverband verfasste neue
Präventionsleitfaden und seine Auswirkungen auf die Angebote der Heilbäder und Kurorte.
Gravierend sind die künftig zu genehmigende „Ausnahme“ für wohnortferne Maßnahmen und der
Schwerpunkt der betrieblichen Gesundheitsförderung auf Angebote im Betrieb.
Weitere Gesprächsthemen waren u. a.
die Bewilligungspraxis von Vorsorgeleistungen nach § 23,2 und 4 des SGB V und die noch
ausstehende, gesetzlich vorgeschriebene Statistik über Anträge, Bewilligungen und
Ablehnungen
die Qualitätssicherung und die Durchführung von Vorsorgemaßnahmen im Ausland
die unbefriedigende Patientensteuerung zum Unterlaufen des Wunsch- und Wahlrechts
Jahresbericht 2010
- 13 -
die Heilmittelerbringung und Vergütungen sowie die Sole-Photo-Therapie
die Unterstützung des GKV-Spitzenverbandes bei der Sicherstellung der ambulanten
badeärztlichen Versorgung
die restriktive Haltung von Kassen bei der Bewilligung von Eltern-Kind-Kuren
die Zuweisung geriatrischer Patienten in die medizinische Reha
Das Gespräch fand in angenehm-verständnisvoller Atmosphäre statt. Eine weitere Kontaktpflege in
regelmäßigen Abständen wurde vereinbart.
(Prof. Rudolf Forcher)
1.6.4 Ausschuss für Wissenschaft, Forschung und Entwicklung
Ausschussvorsitz:
Konstituierende Sitzung:
Mitglieder:
Prof. Dr. Christoph Gutenbrunner, Hannover
10.10.1999, Bad Saarow
Heilbäderverband Baden-Württemberg e. V.
Bayerischer Heilbäder-Verband e. V.
Brandenburgischer Kurorte- und Bäderverband e. V.
Hessischer Heilbäderverband e. V.
Bäderverband Mecklenburg-Vorpommern e. V.
Heilbäderverband Niedersachsen e. V.
Nordrhein-Westfälischer Heilbäderverband e. V.
Tourismus- und Heilbäderverband Rheinland-Pfalz e. V.
Heilbäder- und Kurorteverband Sachsen-Anhalt e. V.
Heilbäderverband Schleswig-Holstein e. V.
Thüringer Heilbäderverband e. V.
Vereinigung für Bäder- und Klimakunde e. V.
Verband Deutscher Badeärzte e. V.
PD Dr. Bernd Hartmann †
Prof. Dr. Dr. Jürgen Kleinschmidt
n.n.
Dietmar Broj, Bad Schwalbach
n.n.
Christina Degener, HBV
Wolfgang Diekmann, Bad Meinberg
n.n.
Siegfried Scholz, Kurdirektor a. D.
Prof. Dr. Carsten Stick
n.n.
Dr. Lorenz Eichinger | Herbert Renn | Prof. Dr.
Christoph Gutenbrunner | Prof. Dr. Angela
Schuh | Dr. Andrea Herch | Prof. Dr. Albrecht
Falkenbach | Prof. Dr. Ulrich Hüttmann | Prof.
Dr. Gert Michel | Prof. Dr. Olaf Michel |
Dr. Kurt von Storch
n.n
Im Zentrum der Ausschussarbeit stand die Entwicklung einer Forschungsstrategie für den
Deutschen Heilbäderverband. Diese ist von großer Bedeutung, da ein wesentliches
Alleinstellungsmerkmal Deutscher Heilbäder und Kurorte ihre spezifische medizinische
Kompetenz darstellt. Hierauf fußt auch der Wettbewerbsvorteil für medizinische WellnessAngebote. Wie in allen medizinischen Bereichen sind auch die kurörtlichen Interventionen
wissenschaftlich zu begründen und zwar nach den Kriterien‚ Wirksamkeit, Unbedenklichkeit und
Wirtschaftlichkeit. Dies ist sowohl für die Kassenfinanzierung als auch für die Finanzierung im
privaten Bereich unabdingbar. Ohne solche wissenschaftlichen Nachweise, d.h. durch das Fehlen
von Forschung wird die Balneologie und Medizinische Klimatologie ins Abseits geraten und
komplett aus der deutschen Medizinlandschaft verschwinden. Darüber hinaus ist zu befürchten,
dass die stationäre wohnortferne Rehabilitation zurückgehen wird. Daher besteht auch hier die
Gefahr, dass ohne weitere Forschung der Anteil an medizinischen Interventionen im Kurort
weiter sinken wird. Auch dieser Trend geht zu Lasten der Kompetenzzuweisung im Bereich der
Medizin, die zweifelsohne eine USP darstellt. Aus diesen und weiteren Gründen ist der
Ausschuss Wissenschaft, Forschung und Entwicklung davon überzeugt, dass eine kontinuierliche
vorwärts gerichtete medizinisch balneologische Forschung für den Erhalt und die Entwicklung
der Kurorte essentiell ist.
Auf dem Weg zu einer wissenschaftlichen Fundierung der Kurortmedizin wurden folgende
Schritte in Angriff genommen:
- 14 -
Jahresbericht 2010
1. Systematische Erfassung des Forschungsbedarfes durch Literaturrecherche und
Expertenbefragung (hierzu wurde ein Antrag auf Finanzierung beim Präsidium des
Deutschen Heilbäderverband gestellt)
2. Internationale Begriffsdefinitionen. Hierzu wurde eine Publikation im Journal
Rehabilitation Medicine eingereicht
3. Publikationsstrategie für wissenschaftliche Ergebnisse:
a) wissenschaftliche Primärpublikation (Wissenschaftler)
b) Verbandsinterne Sekundärpublikation (durch fachgerechte Aufarbeitung der
wissenschaftlichen Ergebnisse
c) Öffentliche Tertiärverwertung (durch PR-Fachleute)
4. Besonderer Schwerpunkt lag auf der Entwicklung einer Forschungsstrategie für den
Deutschen Heilbäderverband
Forschungsstrategie des Deutschen Heilbäderverbandes
In der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts war die balneologische Forschung in Europa
(vielleicht auch weltweit) führend. Es gab eine Reihe universitäre Forschungsinstitute (München,
Freiburg, Bad Nauheim, Kiel, Marburg u.a.) sowie zwei Zentralinstitute in der DGR (Bad Elster,
Heiligendamm). Im Jahre 2010 bestanden lediglich zwei Universitätsinstitute, wobei die Professur
eines Institutes eingespart worden ist. Darüber hinaus existiert ein aktives außeruniversitäres
Institut, das privat organisiert ist. Die Zahl der Publikationen ist extrem zurück gegangen. Es
finden sich lediglich vereinzelte Publikationen zu verschiedenen Themen der Balneologie. Dem
gegenüber entwickelt sich die balneologische Forschung in Europa mit einem deutlich positiven
Trend. So steigt die Zahl klinischer (auch prospektiv randomisierter) Studien in deutlichem
Maße. Sie stammen überwiegend aus der Türkei, Ungarn sowie aus Frankreich. Darüber hinaus
gibt es eine Reihe von Arbeiten aus der Grundlagenforschung (z. B. aus Italien). Frankreich und
Italien haben systematische Konzepte zur Forschungsförderung entwickelt und im Falle
Frankreichs bereits erfolgreich umgesetzt. In Ungarn befindet sich ein neues Zentralinstitut für
balneologische Forschung in Gründung. Die balneologische Forschung in der Türkei ist
traditionell an den Universitäten gut verankert. Da Deutschland derzeit keine systematische
Forschungsförderung im Bereich der Balneologie und medizinischen Klimatologie besitzt, ist die
deutsche Forschung dabei den Anschluss zu verlieren. Dies zeigt sich auch darin, dass auf dem
internationalen Kongress für Balneologie und medizinische Klimatologie in Paris in diesem Jahr
lediglich ein deutscher Fachvertreter mit drei Vorträgen anwesend war. Im Vergleich hierzu war
die Zahl der Vorträge aus Frankreich (41), Spain (21), Ungarn (13) und der Türkei (8) deutlich
höher.
Für die Entwicklung eines Deutschen Programms zur Förderung der balneologischen Forschung
könnte das französische Modell „AFRETH“ zum Vorbild genommen werden, wobei
selbstverständlich aufgrund der nationalen Gegebenheiten ein eigenes Modell entwickelt werden
muss. Die AFRET (Association Frances pour la Recherche Thermal) wurde im November 2004
gegründet. Gründungsmitglieder waren die Kurorte (L’association national des maires des
communes thermales), die wissenschaftliche Fachgesellschaft (La Federation Thermal et Climatic
de France) sowie die zuständige Gesundheitsbehörde (Le Consil national des Exploitants
thermeaux). Ziel des Modells war die Förderung der wissenschaftlichen Forschung auf dem
Gebiet der Kurortwissenschaft, wobei ein Schwerpunkt auf der medizinischen Forschung liegen
sollte. Dabei sollten die Wirkungen und die Wirksamkeit hoch qualifizierter medizinischer
Leistungen überprüft werden. Hierzu konnten Projektanträge von Wissenschaftlern bzw.
Forschergruppen eingereicht werden. Sie wurden durch ein unabhängiges Gremium geprüft, das
vorher die Prüfungskriterien ausführlich und eindeutig dargelegt hat. Der Etat für
Forschungsprojekte beträgt 1 – 1,5 Mio. Euro pro Jahr und wird über eine Abgabe von 1 Euro
pro Kurgast finanziert. Von 2005 bis 2007 wurden 60 Projekte eingereicht, von denen 16
finanziert werden konnten. Der Gesamtumfang der Förderung in diesem Zeitraum betrug 3,2
Mio. Euro. Erste wissenschaftliche Ergebnisse wurden Ende 2008 veröffentlicht, die eindeutige
Jahresbericht 2010
- 15 -
positive Wirkungen der Kurbehandlung bei einigen Indikationen gezeigt haben. Das Projekt wird
fortgesetzt. Über eine Internationalisierung wird derzeit diskutiert. Als „Nebenprodukt“
entstanden im Rahmen des Modells einige weitere wichtige Publikationen, z. B. ein Weißbuch
über die Bedeutung der Kurortmedizin im öffentlichen Gesundheitswesen, das im Februar 2008
aufgrund wissenschaftlicher Daten veröffentlicht wurde. Darüber hinaus hat die AFRETH eine
sehr informative Web-Seite, in der die Projektpläne sowie Projektergebnisse kontinuierlich
dargestellt werden. Darüber hinaus werden parallel öffentlichkeitswirksame Zusammenfassungen
der Studien publiziert.
Für Deutschland könnte ein entsprechendes Modell aufgebaut werden. Empfohlen wird die
Bildung eines Verbundes aus dem Deutschen Heilbäderverband und von wissenschaftlichen
Fachgesellschaften unter Einbeziehung des Bundesministeriums für Forschung oder für
Gesundheit. Darüber hinaus sollten die regionalen Bäderverbände eingebunden werden.
Empfohlen wird die Bildung einer unabhängigen wissenschaftlichen Jury, z. B. nach dem Muster
der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt. Gefördert werden Einzelforschungsanträge
oder (optimaler) Forschungsverbünde, die prospektive kontrollierte Studien zur Wirksamkeit
kurorttherapeutischer Maßnahmen durchführen oder aber systematische Projektentwicklungen
mit wissenschaftlicher Methodik vornehmen. Die Finanzierung könnte über einen
Forschungsbeitrag von 1 Cent pro Übernachtung in deutschen Heilbädern und Kurorten
erfolgen. In Verhandlungen sollte versucht werden, eine Co-Finanzierung durch die
Bundesregierung zu erreichen. Hierdurch könnten ca. 4 Mio. Euro für einen zweijährigen
Zeitraum bereit gestellt werden, aus dem ein bis zwei Forschungsverbünde mit je fünf bis acht
Projekten finanzierbar wären.
Um ein solches Projekt zu verwirklichen, ist es notwendig, dass der Deutsche Heilbäderverband
eine Forschungsstrategie für sich definiert und die Inhalte festlegt. Darüber hinaus ist es
notwendig, die Unabdingbarkeit von Forschung innerhalb des Verbandes zu kommunizieren und
eine Bereitschaft der Mitarbeit aller Heilbäder und Kurorte herzustellen. Darüber hinaus müssen
die Forschungspolitik vom Thema überzeugt werden und Finanzierungspläne erarbeitet werden.
Erste Schritte hierzu wurden in einem gemeinsamen Gespräch des Präsidenten des Deutschen
Heilbäderbandes, des Geschäftsführers sowie des Vorsitzenden des Ausschusses Wissenschaft,
Forschung und Entwicklung abgesteckt und durch den Präsidenten des Heilbäderverbandes auf
höchster politischer Ebene angesprochen.
Für die internationale Forschung ist es notwendig, die wissenschaftlichen Begriffe international
zu definieren. Dies ist im Bereich der Balneologie bisher nicht geschehen. Nach mehrjähriger
Arbeit wurde im internationalen Rahmen unter Erstautorschaft des Vorsitzenden des
Ausschusses für Wissenschaft, Forschung und Entwicklung nunmehr ein Vorschlag für eine
internationale Begriffsdefinition publiziert. Es ist davon auszugehen, dass durch diese Publikation
der internationale Forschungsstandard gehoben werden kann. Insbesondere wird diese
Definition in Zukunft eine Optimierung von Metaanalyen sein. Darüber hinaus ist neu, dass das
spezifische Setting der Kurorte und ihrer Bedeutsamkeit für Gesundheit und Funktionsfähigkeit
dargelegt wurde. Hierzu ist ein weiteres Projekt geplant.
Weitere Arbeiten des Ausschusses wurden als Beiträge zu anderen Ausschüsse geleistet, z. B.
zur Weiterentwicklung der Begriffsbestimmungen zur Frage der Messung der Luftqualität in
Heilbädern und Kurorten sowie zur Diskussion des Forschungsbedarfes in den Bereichen
Toxikologische Grenzwerte, Epidemiologie und technische Fragen. .
Als konkrete Arbeitsschritte werden empfohlen:
1. Finanzierung des Projektes zur systematischen Entwicklung des Forschungsbedarfes
durch den Deutschen Heilbäderverband
- 16 -
Jahresbericht 2010
2. Erarbeitung eines Projektplanes für die Klassifizierung der gesundheits- und
funktionsrelevanten Kontextfaktoren in Heilbädern und Kurorten
3. Umsetzung der Publikationsstrategie
4. Erarbeitung und Umsetzung der Forschungsstrategie gemeinsam mit dem Vorstand des
Deutschen Heilbäderverbandes
(Univ.-Prof. Dr. med. Christoph Gutenbrunner)
1.6.5 Ausschuss für Europa-Angelegenheiten
Ausschussvorsitz:
Konstituierende Sitzung:
Mitglieder:
Gunter Sauer (Bayern)
26.03.1999, Bad Mergentheim
Heilbäderverband Baden-Württemberg e. V.
Bayerischer Heilbäder-Verband e. V.
Brandenburgischer Kurorte- und Bäderverband e. V.
Hessischer Heilbäderverband e. V.
Bäderverband Mecklenburg-Vorpommern e. V.
Heilbäderverband Niedersachsen e. V.
Nordrhein-Westfälischer Heilbäderverband e. V.
Tourismus- und Heilbäderverband Rheinland-Pfalz e. V.
Heilbäder- und Kurorteverband Sachsen-Anhalt e. V.
Heilbäderverband Schleswig-Holstein e. V.
Thüringer Heilbäderverband e. V.
Vereinigung für Bäder- und Klimakunde e. V.
Verband Deutscher Badeärzte e. V.
Dr. Ekkehart Meroth, Bad Krozingen
Gunter Sauer, Bad Kissingen
Rolf-Dietrich Dammann, Buckow
Markus Schäfer, Bad Endbach
Dr. Karin Lehmann, Kaiserbäder Insel Usedom
Peter Schulze, Bad Zwischenahn
August Großmann, Bad Senkelteich
Harald Bratz, Bad Bergzabern
Siegfried Scholz, Kurdirektor a. D.
Hans-Jürgen Kütbach, Bad Bramstedt
Johannes Hertwig, Bad Sulza
Dr. Kurt von Storch
Dr. Arno Wennemoser
1. Klausur DHV und EHV in Aachen am 17. und 18. Januar 2010
Der DHV hat sich auf Vorschlag des Ausschusses dazu entschieden, die Weiterentwicklung des EHV
aktiv mitzugestalten. Im Rahmen der Nachbereitung der Klausurtagung in Aachen sollen im jährlichen
Rhythmus die Entwicklungen des EHV überprüft werden. Von dem Erfolg dieses Prozesses sollte der
DHV langfristig auch seine Mitgliedschaft abhängig machen. Maßstab ist eine Steigerung der Effizienz
und die langfristige personelle Absicherung der Arbeit des EHV.
2. Hauptversammlung des EHV im Mai 2010 in Bad Felix / Rumänien
Im Vorfeld der Hauptversammlung, in der Vorstandssitzung des EHV wurde eine Liste von
Forderungen und Wünschen des DHV für die Arbeit des EHV eingespeist. Abstimmungsrelevantes
Thema der Hauptversammlung des EHV war u. a. der Haushalt des EHV. Hier stehen im laufenden
Haushaltsjahr 2010 Mitgliedsbeiträge aus Griechenland, Litauen, Rumänien, Serbien, Ungarn und
Portugal aus. Das Haushaltsjahr 2009 schließt unter Einbeziehung der Einnahmen und Ausgaben aus
EUROPESPA, des Verlustes aus dem Jahr 2008 in Höhe von 6007,28 € und der im Jahr 2010
erfolgten Beitragszahlungen in Höhe von 3.900,00 € mit einem Gesamtverlust in Höhe von 5.543,03
€ ab. Der griechische Heilbäderverband wird mit Ablauf des Jahres 2010 aus dem EHV
ausgeschlossen, falls bis dahin keine Lösung in der unerledigten Beitragsfrage (ausstehende Beiträge
seit 2006 in Höhe von 27.790,00 €) erfolgt ist. Beschlossen wurde zudem die Aufnahme der
Federterme Italien als EHV-Mitglied ab 01.07.2010.
3. Gründung der EHV-Peloid-Sektion
Am 8. Februar 2010 wurde die EHV-Peloid-Sektion als eigenständige Abteilung unter dem Dach des
EHV in Bad Schwalbach gegründet. Als Vorsitzender wurden auf der Hauptversammlung des EHV der
General Manager von Lazné Belhorad, Dr. Theodor Stofira (CZ), und als Geschäftsführer
Kurdirektor Deddo Lehmann aus Bad Schmiedeberg bestätigt. Weitere Mitglieder sind aufgerufen,
bei der Sektion mitzuarbeiten.
Jahresbericht 2010
- 17 -
4. Geplante Gründung und Aufbau einer ESPA-Academy
Gegenstand
ist die Gründung einer europaweiten Akademie, die Fort- und
Weiterbildungsmaßnahmen zu kur- und gesundheitsrelevanten Themen sowie z. B. auch Sprachkurse
für heilbäderrelevante und touristische Themen anbietet. Es ist daran gedacht, dass diese Maßnahmen
dann von Partnern in den jeweiligen Ländern in Lizenz durchgeführt werden. Die Hochschule
Fresenius in Idstein und die Universität Breda (NL) haben als Partner zugesagt. Die einzelnen
Mitgliedsstaaten sind aufgerufen, sich mit einem festgelegten Zusatzbeitrag an der
Anschubfinanzierung der Akademie zu beteiligen. Der Ausschuss wird über eine Empfehlung noch
beraten.
5. Treffen am 28. Mai 2010 mit dem VDB in Bad Oeynhausen
Man hat sich darauf verständigt, das Kurorteprinzip als wissenschaftliches Konzept in Abgrenzung zu
dem einrichtungsbezogenen Qualitätssiegel Europespamed gemeinsam auf europäischer Ebene besser
zur Darstellung zu bringen. Zur Problematik der Auslandskuren soll ein gemeinsames Positionspapier
entwickelt und veröffentlicht werden. Was die Aktivitäten des EHV insgesamt betrifft, sieht der VDB
noch eine deutliche Diskrepanz zur Meinungsbildung des Ausschusses. Es wird aber eine gemeinsame
intensivere Überprüfung und Beurteilung der Aktivitäten des EHV angestrebt.
(Gunter Sauer)
1.6.6 Ausschuss für PR/Kommunikation
Ausschussvorsitz:
Konstituierende Sitzung:
Mitglieder:
Markus Keller (Baden-Württemberg) bis 31.12.2009
Almut Boller (Hessen) seit 26.04.2010
14.06.2007, Kassel
Heilbäderverband Baden-Württemberg e. V.
Bayerischer Heilbäder-Verband e. V.
Brandenburgischer Kurorte- und Bäderverband e. V.
Hessischer Heilbäderverband e. V.
Bäderverband Mecklenburg-Vorpommern e. V.
Heilbäderverband Niedersachsen e. V.
Nordrhein-Westfälischer Heilbäderverband e. V.
Tourismus- und Heilbäderverband Rheinland-Pfalz e. V.
Heilbäder- und Kurorteverband Sachsen-Anhalt e. V.
Heilbäderverband Schleswig-Holstein e. V.
Thüringer Heilbäderverband e. V.
Vereinigung für Bäder- und Klimakunde e. V.
Verband Deutscher Badeärzte e. V.
n.n.
Andrea Schallenkammer, Bad Brückenau
Julia Kahl, Burg / Spreewald
Almut Boller, Königstein im Taunus
Monika Maria Schillinger, Zinnowitz
Birgit Rehse, Bad Bevensen
Rüdiger Strenger, Brilon
Heike Zimmermann. Bad Neuenahr-Ahrweiler
Ines Grimm-Hübner, Blankenburg
Jürgen Kulp
Dorit Frank
n.n.
Prof. Dr. Dieter Heimann, Kappeln-Ellenberg
Zeit ist Veränderung: Galten noch vor einigen Jahren „Kur und Gesundheit“ als angestaubt und
waren„nur für die Alten interessant“, steht heute der Wandel bevor. „Kur“, das ist ein Lebensgefühl;
das ist Heimat und das sind Werte, die wieder vermittelt werden wollen. „Kur“, das ist unsere
eigentliche Tradition, unabhängig davon, wie die Kur finanziert wird und wie lange sie dauert. Und
nimmt man es genau, sind die viel beschriebenen Mega-Trends wie „Wellness“ und „Medical
Wellness“ ein Teil der Kur.
In seiner Sitzung am 23. Oktober 2009 sprach der Ausschuss für PR & Kommunikation die
Empfehlung aus, die Marke „DIE KUR“ zu modernisieren und mit neuem Leben zu füllen. Ziel ist es,
dass sich jedes Mitglied mit der Marke identifizieren kann und sie dementsprechend nutzt. „Kuren“
können nur in Kurorten stattfinden. Darüber hinaus benötigen Heilbäder und Kurorte einen
strategischen Anknüpfungspunkt, der sie von anderen Städten und Gemeinden abhebt. So ist es
möglich, die Bedeutung der Prädikatisierung nach innen und nach außen zu verdeutlichen. Diese
wichtige Aufgabe kann nur „DIE KUR“ übernehmen.
- 18 -
Jahresbericht 2010
Ein Schritt zurück in die Zukunft
Warum also Trends hinterher laufen, wenn wir doch selbst noch immer die Trendsetter sind. Aus
diesem Grund hat sich der Ausschuss für PR und Kommunikation des Deutschen
Heilbäderverbandes im Frühjahr 2010 in einem Workshop sehr ausführlich mit der „KUR“ befasst.
Unter Leitung der Valentum Kommunikation ist es einem sehr kreativen Ausschuss gelungen,
innerhalb eines Tages ein Konzept zu entwickeln, wie „DIE KUR“ neu vermarktet werden kann. Von
wegen angestaubt: „DIE KUR“ erhielt Attribute wie Kultur, Gesundheit, Genuss, Erlebnis,
Lebensgefühl, Gesellschaft, Wertigkeit, Lebensfreude . . . um nur einige Aspekte zu nennen.
Nach diesem Workshop und Auswahl einer Werbeagentur ist es in kürzester Zeit gelungen, eine
Imagekampagne zu gestalten, die rechtzeitig zum Themenjahr der DZT – also im Herbst 2010 –
startet.
Für die pfiffige und einfach sympathische Kampagne zeichnet die Agentur Salzkommunikation, Berlin,
verantwortlich. Das Unternehmen hat sich gegen 25 Mitbewerber aus ganz Deutschland
durchgesetzt.
Die Dringlichkeit für die Aktion ist bewusst: So haben die Landesverbände für die Kampagne
Sondermittel von insgesamt 75.000 Euro zur Verfügung gestellt. Dies ist in wirtschaftlich turbulenten
Zeiten ein deutliches Signal, wofür der Ausschuss herzlich dankt.
Ziel ist es nun, die Marke „Die Kur“ mit Inhalten zu füllen und wieder positiv im Bewusstsein der
Bevölkerung zu verankern. Neben den Anzeigentiteln ist an eine PR-Aktion und die Weitergabe des
Logos und der Anzeigenmotive an alle Partner gedacht.
Es geht weiter
In einer weiteren Sitzung Anfang September 2010 hat sich der Ausschuss für PR & Kommunikation
mit der Einführung eines deutschlandweiten Buchungsportals befasst. Bisher haben die Heilbäder und
Kurorte entweder selbst Marken gebildet (und werden dementsprechend gebucht) oder sind über
die Destinationen zu finden. Mit dem Start der Imagekampagne wird jedoch ein Interesse generiert,
das (noch) nicht in die richtigen Bahnen gelenkt werden kann. Die logische Konsequenz aus der
Imagekampagne ist daher die Einrichtung eines Buchungsportals. Dafür hat sich der Ausschuss
Vertreter von Eberl-Online mit zehn weiteren Partnern eines bundesweiten Netzwerkes eingeladen.
Hier wird sicherlich noch die eine oder andere Hürde zu nehmen sein, dennoch ist es nach der
Imagekampagne das wichtigste Projekt des Ausschusses. Dem potentiellen Gast muss es ermöglicht
werden, schnell und bequem auf Angebote zuzugreifen. Nur so kann gewährleistet sein, dass der
Buchungswunsch auch in den Heilbädern und Kurorten ankommt.
DZT-Themenjahr
Als einen wichtigen Beitrag zur Profilierung der Heilbäder und Kurorte in Europa und der Welt
erachtet der Ausschuss das DZT-Themenjahr „Gesundheit und Wellness“. 53 hochprädikatisierte
Orte stehen für das vielfältige Angebot und die hohe medizinische Kompetenz in Deutschland. Diese
Aktion ermöglicht vielen Partnern den Eintritt in den ausländischen Markt und gibt wichtige neue
Impulse.
Darüber hinaus befasste sich der Ausschuss mit weiteren Themen wie dem DTV-Projekt
„Innovativer Gesundheitstourismus“, Umstrukturierung der Internet-Seiten oder die Broschüre „Kur
in Deutschland“.
Der Ausschuss wird seit 26. April 2010 von Almut Boller geleitet, stellvertretender AusschussVorsitzender ist Jürgen Kulp.
Der Ausschuss für PR & Kommunikation dankt Markus Schneid, seinem Team und besonders Kathi
Mende für die vertrauensvolle und sehr gute Zusammenarbeit sowie Umsetzung der Projekte.
(Almut Boller)
Jahresbericht 2010
- 19 -
1.6.7 Ausschuss für See- und Seeheilbäder
Ausschussvorsitz:
Konstituierende Sitzung:
Mitglieder:
Dr. Karin Lehmann (Mecklenburg-Vorpommern)
10.06.09, Hamburg
Die Struktur wird auf der Sitzung im Oktober 2010 festgelegt.
Der Ausschuss Seebäder und Seeheilbäder hat es im vergangenen Jahr geschafft, sich nach einer
mehrjährigen Ruhepause wieder neu zu konstituieren – zwar noch recht bescheiden und vorsichtig,
aber voller Optimismus und Zuversicht. Das geschah am 10. Juni 2009. Seitdem tagte der Ausschuss
drei Mal und führte punktuell Gespräche mit Vertretern der Seebäder und Seeheilbäder, die
seinerzeit beim Deutschen Heilbäderverband die Kündigung eingereicht hatten.
Einig war man sich, dass in der Vergangenheit der Stellenwert der Seeheil- und Seebäder in der
Arbeit des Deutschen Heilbäderverbandes eine untergeordnete Rolle spielte, besonders was die
Vermarktung der Thalassotherapie betraf. Dass die Seebädersparte als ein unverzichtbarer Eckpfeiler
in der Gemeinschaft der deutschen Heilbäder und Kurorte gesehen wird, ist erklärtes Ziel der
Mitglieder.
Als ersten Schritt galt es, eine Festlegung zur Vorgehens- und Arbeitsweise des Ausschusses
vorzunehmen. In einem Themenpapier (Vorschläge dazu wurden von den einzelnen Seeheilbädern
und Seebädern eingereicht) wurden folgende erste Schwerpunktaufgaben festgelegt:
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
Aktuelle Übersicht aller deutschen See- und Seeheilbäder der Nord- und Ostsee
See- und Seeheilbäder als moderne Gesundheitstourismusorte
Gesundheitsprävention an Nord- und Ostsee (Indikationsbezogene Besonderheiten/
Unterschiede)
Thalassotherapie:
- Qualitätsanforderungen/ Qualitätskriterien
- sog. Rankingliste bester Thalassoorte
- Kerntherapie der Nord- und Ostsee
Anerkennung der naturkundlichen Heilmittel und Einführung eines vergleichbaren
Vergütungssystems
Badearztproblematik
Wirkungsvolle Vermarktung der Seeheilbäder und Seebäder (IMAGE) – Bündelung der
Marketingaktivitäten
Vorschlag: Durchführung eines Spartenkongresses der Nord- und Ostseeanrainer
Wusste man in den vergangenen Jahren nicht recht, wie die Reise dieses Ausschusses weitergehen
soll, heißt das Fazit heute: Neustart und alle Kraft zu bündeln. Wie sagte Shakespeare so schön:
„Bereit sein ist alles“.
(Dr. Karin Lehmann)
- 20 -
Jahresbericht 2010
1.7 Interessensgemeinschaften unter dem Dach des DHV
1.7.1 IG Kompaktkuren
Die Interessengemeinschaft Kompaktkuren wurde 2002 in Kassel gegründet. Unter dem Vorsitz von
Heinz-Gustav Wagener, Kurdirektor a.D. und geistigem Vater der Kompaktkur, schlossen sich
Kurorte und Kliniken, die Kompaktkuren durchführen, zusammen. Ziel war und ist es, diese Kurform
zu vermarkten bzw. bekannter zu machen.
Seit dieser Zeit entstand in jedem Jahr ein Flyer mit den angebotenen Indikationen,
Ansprechpartnern und Daten zur Durchführung dieser gruppenspezifischen Kurform (Termine usw.).
Der Flyer wurde über einen Kooperationspartner und Mitglied der Interessengemeinschaft
gemeinsam mit dem Bäderkalender verschickt. Öffentlichkeitsarbeit auf allen Ebenen stand ebenfalls
immer im Vordergrund. Zu diesen Aktivitäten zählten unter anderem die Veröffentlichung von
zahlreichen Presseartikeln, Anzeigenschaltungen, Telefonaktionen und vereinzelte Messeauftritte.
Informationen sowohl schriftlich als auch persönlich über die Kompaktkuren werden an
Krankenkassen und Ärzte gestreut. Öffentlichkeitsarbeit für die Kompaktkur steht im Vordergrund
der Arbeit des Vorstandes, u.a. auch im Deutschen Heilbäderverband und in den Landesverbänden.
Dazu fand bereits im Januar 2010 ein Gespräch mit dem Geschäftsführer des DHV in Berlin statt und
wurde seit diesem Zeitpunkt kontinuierlich vertieft.
Seit 2009 vermarktet sich die Interessengemeinschaft über eine bundesweite Buchungshotline, die
nicht nur die Interessierten berät, sondern in allen Orten Buchungen vornehmen kann. Parallel dazu
wurde eine bundesweite Kampagne in Krankenkassen durchgeführt, um den neuen Katalog und die
Kompaktkur zu bewerben. Im neuen Katalog sind nicht nur die Mitglieder mit einer Übersicht ihrer
Kompaktkuren
enthalten,
sondern
analog
eines
Reisekataloges
werden
die
Beherbergungsmöglichkeiten ebenso vorgestellt wie der Kurort bzw. das Heilbad an sich. Im
DERTOUR-Reisekatalog 2009/2010 waren ausgewählte Orte mit Kompaktkuren vertreten und somit
bestand die Möglichkeit, die Kompaktkur über Reisebüros zu buchen.
Am 11.11.2009 fand im Haus der Bundespressekonferenz in Berlin eine Pressekonferenz zum Thema
Kompaktkuren statt. Rund 8.000 Journalisten und Medien, insbesondere aus dem Bereich Gesundheit
und Krankenkassen wurden durch die beauftragte Agentur darüber informiert und eingeladen. Das
Interesse der Medienvertreter spiegelte sich nicht nur in der Teilnahme an dieser Pressekonferenz
wieder, sondern vor allem in Interviewanfragen und Nutzung des virtuellen Press-Rooms.
Am 26. und 27.05.2010 fand eine zweitägige Roadshow in Essen statt. An diesen Tagen konnten sich
Interessierte an die Vertreter der Kurorte, die direkt vor Ort waren bzw. an Mitglieder des
Vorstandes wenden. Parallel dazu fand eine ärztliche Fortbildungsveranstaltung in der VHS Essen
statt, um interessierte Ärzte und Krankenkassenvertreter über die Möglichkeiten der Kompaktkuren
zu informieren. Da die Veranstaltung sehr gut angenommen wurde, ist für 2011 eine Fortführung
geplant.
Am 13.11.2010 finden die Naturheiltage in Bad Pyrmont statt, auch dort ist eine Präsentation mit
Vertretern der Interessengemeinschaft geplant.
Seit der letzten Mitgliederversammlung 2010 setzt sich der Vorstand wie folgt zusammen: Ines
Grimm-Hübner (Blankenburg/Harz), Wolfgang Diekmann (Staatsbad Meinberg), Wilfried Stephan
(Bad Salzuflen) und Heinz-Gustav Wagener. Kontakt über Ines Grimm-Hübner Tel.: 03944 3619-441
(Ines Grimm-Hübner)
Jahresbericht 2010
- 21 -
1.7.2 Interessensgemeinschaft Park im Kurort
Aktive Mitglieder
Die gemeinsam ausgearbeiteten Vereinbarungen über die Zusammenarbeit in der IG Park im Kurort
haben zu einer Stabilisierung der Gruppe geführt. Nun können wir uns im Wesentlichen auf
zukünftige Projekte konzentrieren. Die Gruppe ist gut aufgestellt und freut sich, auch neue Mitglieder
in der IG begrüßen zu können. Als erste „Neu-Mitglieder“ haben wir Ende 2009 Bad Reichenhall und
Blankenburg in unsere Runde aufgenommen!
Bad Kissingen
Bad Salzelmen / Schönebeck
Bad Mergentheim
Bad Reichenhall
Bad Schmiedeberg
Bad Pyrmont
Bad Salzuflen
Bad Zwischenahn
Bad Elster / Bad Brambach
Bad Rappenau
Blankenburg
Bad Bevensen
Bad Sassendorf
Bad Wildbad
Aktivitäten
Die Mitgliedschaft der IG im Gartennetz Deutschland hat es uns wieder ermöglicht, die Mitgliedsorte
auf „gärtnerischen Plattformen“ kostengünstig zu präsentieren. Wir waren auf der Grünen Woche in
Berlin wie auch an zwei Terminen auf der Bundesgartenschau in Schwerin vertreten. Die IG ist davon
überzeugt, dass wir uns hier richtig positionieren, um den garten- und parkinteressierten Touristen
auf unsere wertvollen Kurparks aufmerksam zu machen.
Koordinationsaufgaben
Zu unserer Freude ist der Deutsche Heilbäderverband auch weiterhin bereit, die Arbeit der IG zu
begleiten. Das betrifft unter der neuen Führung nicht nur die Organisation der Treffen und die
Betreuung des Internet-Auftrittes. Zukünftig werden alle Kontakte über den DHV laufen. Ebenso
erfolgt hier die Verwaltung der Mitgliedsbeiträge.
Neue CI
Bereits 2009 haben wir intensiv an einer neuen CI gearbeitet. Im letzten Jahr konnten wir von einem
Workshop mit der Agentur Stockwerk II berichten. Da der Deutsche Heilbäderverband in diesem
Jahr hier auch tätig werden wollte, haben wir mit der Auftragsvergabe jedoch noch den dort
laufenden Wettbewerb abgewartet. Die IG schloss sich der Kampagne des DHV an. Im September
2010 erhielten wir nun von der Agentur Salzkommunikation – den Auftragnehmer des DHV – die
Entwürfe für eine Imagekampagne der Kurparks. Diese wurden bei unserem zweiten Treffen in 2010
in Bad Mergentheim intensiv diskutiert und von der Agentur unseren Wünschen entsprechend
überarbeitet. Das neue Logo der IG:
Es sind nun verschiedene Maßnahmen zuer Umsetzung geplant. Im ersten Schritt soll ein Faltblatt
(mit Vorstellung der einzelnen Orte mit einer Karte) sowie ein Flyer (als allgemeiner Image-Flyer)
aufgelegt werden. Für alle Mitglieder soll ein Rollup produziert werden. Im nächsten Schritt soll die
Anpassung und Modernisierung der Internet-Seite www.park-im-kurort.de erfolgen.
- 22 -
Jahresbericht 2010
Erfahrungsaustausch
Die IG bleibt ihrer Philosophie treu, die Projektarbeit mit Erfahrungsaustausch in den Mitgliedsorten
zu verbinden. In diesem Jahr haben wir die Mitgliedsorte Bad Sassendorf im Juni und Bad
Mergentheim im September besucht. In beiden Orten erhielten wir durch die den jeweiligen Park
betreuenden Landschaftsarchitekten detailliertes Hintergrundwissen über die Parkanlagen. Natürlich
konnten wir bei gemeinsamen Rundgängen durch die Kurparks intensiv auch gärtnerisch
„fachsimpeln“.
Ausblick auf 2011
a) Fotowettbewerb
Neben der Erstellung der CI ist es der Gruppe wichtig, die Öffentlichkeit zu erreichen. Durch die
altersübergreifend immer stärkere Präsenz der digitalen Fotografie haben wir einen Fotowettbewerb
für die Kurparks der IG entwickelt. Im Startjahr überlassen wir den Inhalt der eingereichten Fotos
ganz der Kreativität des Fotografen. Gerne möchten wir diesen Wettbewerb als regelmäßiges
Projekt initiieren, ab 2011 dann mit jährlich wechselndem Motto. Beginn ist der 1. Oktober 2010.
Die entsprechenden Plakatentwürfe wurden durch die Agentur Salzkommunikation erarbeitet.
b) Berliner Woche
Voraussichtlich werden wir wieder die Gelegenheit haben, die Kurparks der IG am Stand des
Gartennetz Deutschland zu präsentieren.
c) Bundesgartenschau Koblenz
Gleiches gilt für die Bundesgartenschau. Hier ist das Gartennetz Deutschland noch am Verhandeln.
Die Mitglieder der IG haben sich für eine Teilnahme ausgesprochen.
d) Aktion „Lust am Garten“
Die Mitglieder der IG haben sich zum Ziel gesetzt, mit gesundheitsorientierten Aktionen unter dem
Motto „Aufblühen im Park“ an der bundesweiten Aktion des Gartennetz Deutschland teilzunehmen.
e) Visionen
Die Menge der Ideen für die weitere Arbeit der IG ist unerschöpflich. Als eine dieser Visionen wollen
wir an einem Wettbewerb für die Kurparks in Deutschland arbeiten. Vielleicht können wir diesen ja
bereits für 2012 ausloben.
(Die Sprecher der IG)
1.6.3 IG Kur-und Bädermuseen
Die IG Kur- und Bädermuseen versteht sich als Zusammenschluss aller am Thema „Geschichte und
Kultur des Bade-, Kur- und Bäderwesens“ Interessierten, vor allem der damit beschäftigten hauptund ehrenamtlich betonten Museen in Deutschland, ist aber auch für Einzelpersonen aus der
Forschung und interessierten Kolleginnen und Kollegen aus dem benachbarten Ausland offen.
Selbstverständlich für die Mitglieder ist sich gegenseitig bei Ausleihen usw. zu unterstützen, auf
jeweils für das Partnermuseum interessante Themen, Ankaufsangebote u. ä. hinzuweisen. Als
Vernetzungsstelle zum gegenseitigen Informationsaustausch haben sich die Museen Bad Pyrmont, Bad
Salzuflen und Bad Schwalbach zusammengeschlossen.
Jahresbericht 2010
- 23 -
1. 7 Bundesgeschäftsstelle
schäftsstelle in Berlin
Geschäftsführung
Markus Schneid
Geschäftsführer
Telefon 030 / 246 369 2-11
markus.schneid@dhv
[email protected]
Team
Diplom-Wirtschaftsjurist
Wirtschaftsjurist (FH)
Jan-Peter
Peter Ramdohr
Diplom-Betriebswirtin
Betriebswirtin (BA)
Kathi Mende
Referent für GrundsatzangelegenGrundsatzangelegen
heiten
Referentin für PressePresse
Öffentlichkeitsarbeit
Telefon 030 / 246
24 369 2-14
jan-peter.ramdohr@dhv
[email protected]
Telefon 030 / 246 369 2-13
kathi.mende@dhv
[email protected]
Soziologin (M.A.))
Anne Trunschke
Renate Salz
Assistentin der Geschäftsführung
Buchhaltung und Personal
Telefon 030 / 246 369 21-2
anne.trunschke
[email protected]
Telefon 0228 / 28 04 19 33
renate.salz@dhv
[email protected]
Diplom-Betriebswirtin
Betriebswirtin (BA)
Jana Kühl, (geb.
geb. Rahmfeld)
Rahmfeld
Assistentin der Geschäftsführung
seit Oktober 2010 in Mutterschutz
mit anschließender Elternzeit
- 24 -
Jahresbericht 2010
und
2. Heilbäder und Kurorte
Die wirtschaftliche Bedeutung der über 300 deutschen Heilbäder und Kurorte nimmt zu. Im
vergangenen Jahr belief sich der erreichte Umsatz auf etwa 30 Milliarden Euro mit leicht steigender
Tendenz. Derzeit sind rund 400.000 Beschäftigte direkt und indirekt im Kur- und Bäderwesen in
Deutschland tätig.
2.1 Gäste und Übernachtungszahlen in den deutschen Heilbädern und Kurorten
1999 bis 2009
2009 meldeten die deutschen Heilbäder und Kurorte die Ankunft von über 19,5 Mio. Gästen (2008:
19,3 Mio.) und verzeichneten ca. 102,7 Mio. Übernachtungen (2008: 102,5 Mio.). Dabei verringerte
sich die durchschnittliche Aufenthaltsdauer von 5,30 Tagen im Vorjahr auf 5,26 Tage im Jahr 2009.
Die Übernachtungen in den Heilbädern und Kurorten machen rund ein Drittel der touristischen
Übernachtungen in Deutschland aus.
Angesichts der durch die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise bedingten, teils massiven
Umsatzeinbrüche in anderen Branchen erscheint die Situation der Heilbäder und Kurorte relativ
stabil.
Ankünfte
1999
2000
2001
2002
2003
2004
2005
2006
2007
2008
2009
Veränderungen
2009/1999
absolut
2009/1999 in %
Veränderungen
2009/2008
absolut
2009/2008 in %
Mineral- und
Moorheilbäder
5.700.857
6.099.605
6.234.372
6.129.399
6.109.789
6.203.661
6.240.972
6.476.794
7.074.296
7.197.065
7.199.068
Heilklimatische
Kurorte
3.312.442
3.534.588
3.336.014
3.250.651
3.263.893
3.277.010
3.453.527
3.458.627
3.427.895
3.503.279
3.231.745
Seeheil- und
Seebäder
4.788.909
5.064.124
5.265.106
5.361.952
5.787.913
5.698.489
5.848.652
6.044.625
6.347.201
6.504.031
6.621.158
Kneippheilbäder
Kneippkurorte
1.837.148
1.970.475
2.048.659
1.982.853
1.968.095
2.035.355
2.080.592
2.084.582
2.104.294
2.126.503
2.471.037
+1.498.211
+26,28
-80.697
-2,44
+1.832.249
+38,26
+633.889
+34,50
+3.883.652
+24,83
+2.003
+0,03
-271.534
-7,75
+117.127
+1,80
+344.534
+16,20
+192.130
+0,99
39.238.947
41.549.361
42.428.162
41.386.590
39.776.697
38.199.403
37.558.002
37.803.750
40.033.548
40.559.449
40.312.697
17.534.352
18.296.507
17.735.221
16.620.781
16.273.802
15.579.112
15.885.869
15.548.249
15.215.876
15.430.868
13.702.697
31.342.372
33.141.168
34.303.796
34.502.403
35.737.856
34.585.938
34.164.653
34.476.478
36.193.943
36.395.097
36.829.389
10.347.391
10.840.043
11.174.754
10.544.937
10.282.473
10.186.191
10.081.114
9.917.500
9.882.162
10.146.448
11.890.365
98.463.062
103.827.079
105.641.933
103.054.711
102.070.828
98.550.644
97.689.638
97.745.977
101.325.529
102.531.862
102.735.148
+1.073.750
+2,74
-3.831.655
-21,85
+5.487.017
+17,51
1.542.974
14,91
+4.272.086
+4,34
-246.752
-0,61
-1.728.171
-11,20
+434.292
+1,19
+1.743.917
+17,19
+203.286
+0,20
GESAMT
15.639.356
16.668.792
16.884.151
16.724.855
17.129.690
17.214.515
17.623.743
18.064.628
18.953.686
19.330.878
19.523.008
Übernachtungen
1999
2000
2001
2002
2003
2004
2005
2006
2007
2008
2009
Veränderungen
2009/1999
absolut
2009/1999 in %
Veränderungen
2009/2008
absolut
2009/2008 in %
Jahresbericht 2010
- 25 -
Aufenthaltsdauer (Nächte)
1999
Mineral- und
Moorheilbäder
6,88
Heilklimatische
Kurorte
5,29
Seeheil- und
Seebäder
6,54
Kneippheilbäder
Kneippkurorte
5,63
2000
6,81
5,18
6,54
5,50
6,23
2001
6,81
5,32
6,52
5,45
6,26
2002
6,75
5,11
6,43
5,32
6,16
2003
6,51
4,99
6,17
5,22
5,96
2004
6,16
4,75
6,07
5,00
5,72
2005
6,02
4,60
5,84
4,85
5,54
2006
5,84
4,50
5,70
4,76
5,41
2007
5,66
4,44
5,70
4,70
5,35
2008
5,64
4,40
5,60
4,77
5,30
2009
5,60
4,24
5,56
4,81
5,26
GESAMT
6,30
Quelle: Deutscher Heilbäderverband e.V., Berlin, nach den jeweiligen zeitnahen Jahresmeldungen (Arbeitsstatistik 1.3 inklusive Seebäder;
ohne Camping) der Beherbergungsstatistik des Statistischen Bundesamtes, Februar 2010.
Anmerkung: Bei den ausgewiesenen prozentualen Veränderungen handelt es sich um Rechenwerte auf Grund der jähr-lichen Angaben
des DESTATIS. Die Werte können von den langfristig vom DESTATIS veröffentlichten Margen abweichen, da die Statistischen Landesämter
bis zu 3 Jahre lang die ursprünglich gemeldeten Daten korrigieren können (Rückkorrektur). Diese veränderten Grundzahlen werden nicht
veröffentlicht, jedoch nachträglich verwaltungsintern in die Zeitreihen einbezogen.
Deutscher Heilbäderverband e.V., Berlin / Ramdohr / März 2010
2.2 Erstes Halbjahr 2010 – inkl. Veränderungen zum Vorjahreszeitraum
Mineralund
Moorheilbäder
2010/
2009
in %
Heilklimatische
Kurorte
2010/
2009
in %
Seeheil- und
Seebäder
2010/
2009
in %
Kneippheilbäder
Kneippkurorte
2010/
2009
in %
GESAMT
absolut
2010/
2009
in %
Ankünfte
Bundesrepublik
Deutschland
Anderer Wohnsitz
3.194.623
1,8
1.340.416
3,7
3.097.646
-3,3
1.048.680
-0,7
8.681.365
0,2
459.227
13,9
288.349
5,8
97.625
4,3
127.161
9,4
972.362
11,4
2010 absolut
3.653.850
3,2
1.628.765
4,1
3.195.271
-3,3
1.175.841
0,3
9.653.727
1,2
Übernachtungen
Bundesrepublik
Deutschland
Anderer Wohnsitz
18.678.507
-0,1
5.641.614
0,6
15.528.984
-3,7
5.210.902
0,0
4.560.007
-0,9
1.094.429
12,5
870.410
4,3
288.319
3,3
402.997
-2,5
2.656.155
7,9
2010 absolut
19.772.936
0,5
6.512.024
1,1
15.817.303
-3,6
5.613.899
-0,2
47.716.162
-0,5
Aufenthaltsdauer
(Nächte)
Bundesrepublik
Deutschland
Anderer Wohnsitz
5,80
4,20
5,00
0,0
5,00
5,00
-0,9
2,40
3,00
3,00
0,0
3,20
2,90
-2,6
2010 absolut
5,40
4,00
5,00
0,0
4,80
4,80
-1,0
Quelle: Deutscher Heilbäderverband e.V., nach den jeweiligen zeitnahen Meldungen (Arbeitsstatistik 1.4 inklusive Seebäder; inkl. Camping)
der Beherbergungsstatistik des Statistischen Bundesamtes, Juli 2009.
Deutscher Heilbäderverband e.V., KM / Oktober 2010
2.3 Fallzahlen kurorttherapeutische Maßnahmen 2001 bis 2008
Die wirtschaftliche Situation in den Heilbädern und Kurorten bleibt dennoch angespannt. Betrachtet
man die Fallzahlen der kurorttherapeutischen Maßnahmen, wird deutlich, dass insbesondere die
Gesetzlichen Krankenkassen immer weniger Kuren genehmigen. Daneben verschärft die
Vermarktung von Kuren im europäischen Ausland durch die Krankenkassen die Lage der deutschen
Heilbäder und Kurorte. (siehe www.deutscher-heilbaederverband.de)
- 26 -
Jahresbericht 2010
3. Aus den Mitgliedsverbänden
3.1 Heilbäderverband Baden-Württemberg e. V.
Präsident:
Geschäftsführung:
Senator e.h., Prof. Rudolf Forcher,
Bürgermeister a. D. und Kurdirektor a. D.
Arne Mellert
Fakten
- Mitglieder: 48
- Marken: WELLNESS STARS, MEDICAL WELLNESS STARS,
- TOPfit-JOBfit?, Laufzentren Baden-Württemberg
Gästezahlen 2009
Durch die Finanzkrise 2009 wurde der Höhenflug in den vergangenen Jahren im Tourismus in BadenWürttemberg gestoppt. Mit vergleichsweise geringen Rückgängen konnten die Heilbäder und
Kurorte einen Stabilisierungsbeitrag im Tourismusgeschehen leisten. Während die
Übernachtungszahlen in Baden-Württemberg insgesamt um 2,8 Prozentpunkte hinter denen des
Vorjahres lagen, verzeichneten die Heilbäder und Kurorte nur einen Rückgang von 1,9 Prozent. Die
Kneippkurorte haben 2009 sogar mit einem Plus bei den Ankünften und Übernachtungen
abgeschlossen. Stabilisierend wirkten sich vor allem die steigenden Ankünfte und Übernachtungen
ausländischer Gäste aus. Besonders die Kneipp- und Heilklimatischen Kurorte aber auch die
Vorsorge- und Rehabilitationskliniken profitierten vom Gästezuwachs. Die höchsten
Übernachtungszuwächse bei ausländischen Gästen verzeichneten die Heilbäder und Kurorte bei den
französischen (plus 8 Prozent) und den österreichischen (plus 5,7 Prozent) Nachbarn. Damit
verdrängten die Franzosen die Niederländer erstmals auf den dritten Platz bei den TOP 10 der
Auslandsgäste. Spitzenreiter blieb die Schweiz.
Gästezahlen 2010 – eine Tendenz
Ein positiver Verlauf der Gästezahlen kennzeichnet das erste Halbjahr 2010. Die Gästeankünfte in
unseren Heilbädern und Kurorten stiegen um 2,3 %. Bei den Übernachtungen wurde die
Vergleichsmarke um 0,2 % unterschritten. Dies ist im Rückgang der Ankünfte um 0,8 und bei den
Übernachtungen um 0,6 % bei den Vorsorge- und Rehabilitationskliniken begründet. Als wichtigster
Auslandsquellmarkt bestätigte sich erneut die Schweiz mit fast 200 000 Gästeübernachtungen, gefolgt
von Frankreich mit 75 000 und die Niederlande mit 67 000 Übernachtungen.
Strategische Marktbearbeitung
2009 stimmte der Landtag von Baden-Württemberg einer neuen Tourismuskonzeption zu. Parallel
dazu wurde eine Bäderkonzeption 2020 verabschiedet. Sie wurde mit unserem Verband und seinen
Mitgliedern erarbeitet. Die enthaltenen 20 Pilotprojekte werden in den kommenden Jahren Zug um
Zug umgesetzt und sich ergebenen Marktveränderungen angepasst. Die Umsetzung erfolgt mit
finanzieller Unterstützung des Wirtschaftsministeriums durch die HKM Heilbäder und Kurorte
Marketing GmbH Baden-Württemberg, einer 100%igen Tochter unseres Verbandes.
Als wichtigste Pilotprojekte werden seit 2009 umgesetzt:
1. Weiterentwicklung der 1999 eingeführten Marke TOPfit-JOBfit? zum Thema betriebliche
Gesundheitsvorsorge.
Jahresbericht 2010
- 27 -
2. Seniorenwirtschaft:
Entwicklung
und
Vertrieb
von
zielgruppenspezifischen
Präventionsangeboten unter dem Aspekt eines Komforttourismus und unter
Berücksichtigung der demographischen Entwicklung.
3. Erstmalige Teilnahme an der Tour de Ländle 2010 des SWR. Sie machte nur in
höherprädikatisierten Kurorten und Heilbädern Station. Dies ermöglichte eine gezielte
Ansprache von über 3.000 Freizeitradlern mit Präventionsangeboten.
4. Vorbereitung der Teilnahme am Automobilsommer 2011 unter dem Aspekt „Gesünder
fahren – entspannter ankommen“.
5. Durchführung des Reha-Tag 2010 unter dem Thema: „Rechtzeitig Handeln – REHA schafft
Perspektiven“ in Kooperation mit der BWKG und dem VPKA.
6. Ausbau der Qualitätssiegel Wellness Stars und Medical Wellness Stars.
(Arne Mellert)
3.2 Bayerischer Heilbäder-Verband e. V.
Präsident:
Geschäftsführung:
Klaus Holetschek,
Bürgermeister Bad Wörishofen
Rudolf Weinberger,
Kurdirektor Bad Füssing
Die bayerischen Heilbäder und Kurorte sind im ländlichen Raum unverzichtbar, wenn es um
Arbeitsplätze und wirtschaftliche Entwicklung geht. Dies hob auch Staatsminister Dr. Markus Söder
anlässlich des 63. Bayerischen Heilbädertages am 9. und 10. November 2009 in Bayreuth hervor. Der
Bayerische Heilbäder-Verband fordert dennoch weitere finanzielle Hilfen für die Heilbäder und
Kurorte, um in den Orten die Infrastruktur konkurrenzfähig halten zu können – gerade im Vergleich
mit anderen europäischen Ländern.
Aufgrund der finanziell immer enger werdenden Spielräume wird es zukünftig extrem schwierig
werden, den § 23 Abs. 2 SGB V als Pflichtleistung im Gesetz zu verankern.
Im Rahmen der Klausurtagung Anfang Februar 2010 in Berlin wurde seitens des Bundesministeriums
für Gesundheit versichert, dass das Thema Kur auch in Zukunft einen hohen Stellenwert haben wird
und dass man bereit ist, Maßnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit für die Kur mitzutragen. Die
geforderten Maßnahmen der Qualitätssicherung sind sicher wichtig, machen aber nur Sinn, wenn die
Kur weiterhin in der Sozialversicherung existiert. Neben allen anderen Begrifflichkeiten sollten die
Heilbäder und Kurorte wieder selbstbewusst mit dem Begriff „Kur“ umgehen. Von der
Imagekampagne des Deutschen Heilbäderverbandes werden auch die bayerischen Heilbäder und
Kurorte profitieren.
Die Bad Endorfer Tage am 18. und 19. März 2010 standen unter dem Motto „Innovationen für
Heilbäder und Kurorte“. So informierte beispielsweise Claudia Gilles, Geschäftsführerin des
Deutschen Tourismusverbandes über das Projekt „Innovativer Gesundheitstourismus in
Deutschland“. Im April 2010 konnte der Bayerische Heilbäder-Verband mit dem ehemaligen
Geschäftsführer der Olympiabewerbung München 2018 und der Bayern Tourismus Marketing
GmbH, Richard Adam, einen Berater gewinnen, der dabei helfen soll, Innovationen für die Mitglieder
zu entwickeln und weitere Netzwerke zu knüpfen. Dabei geht es auch darum, Partner aus der
Wirtschaft zu finden, die eine Vervielfältigung der Werbung ermöglichen.
Die Tatsache, dass die Kur letztendlich Kosten sparen hilft, sollte in den Diskussionen um die
Gesundheitspolitik Anlass genug sein, die Kur als Prävention wirklich wieder ernst zu nehmen.
- 28 -
Jahresbericht 2010
Gerade der Milieuwechsel im Rahmen einer wohnortfernen Kurmaßnahme ermöglicht eine
nachhaltige Lebensstiländerung.
Die bayerischen Heilbäder und Kurorte sind ein bedeutender Faktor der Gesundheitswirtschaft:
Rund 30 Prozent der touristischen Übernachtungen in Bayern werden in den Heilbädern und
Kurorten erbracht, für über
ber 100.000 Menschen die Arbeitsplätze gesichert und 3,2 Milliarden Euro
Umsatz erwirtschaftet. Gesundheit ist der Megatrend schlechthin. Prävention aber auch
demographische Entwicklung zeigen, dass die Menschen bereit sind, in ihre Gesundheit zu
investieren,
en, um ihre Lebensqualität im Alter zu erhalten.
(Rudolf Weinberger / Claudia Hofer)
3.3 Brandenburgischer KurorteKurorte und Bäderverband e. V.
Präsident:
Geschäftsführung:
Axel Walter,
Geschäftsführer
eschäftsführer Bad Saarow Kur GmbH
Annett Kowohl-Puschmann
Park
Bad Wilsnack – Der Karthane-Park
An alten Traditionen hält man im Kurort Bad Wilsnack nicht fest, sondern entwickelt dem neuen
Gesundheitsbewusstsein unserer Tage entsprechend passende Angebote für die Erholungssuchenden.
Daher entstand die Idee für einen neuen Kurpark. Als modernes Wahrzeichen
Wahrzeichen für Bad Wilsnack
bietet der am 05. Mai 2010 feierlich eingeweihte Park gesundheitsorientierte und sanfte
Erholungsmöglichkeiten im Einklang mit den Kurangeboten der KMG Elbtalklinik, des KMG
Kurmittelhauses und der Kristall KurKur und Gradier-Therme.
Der neue Kurpark, genannt Karthane-Park,
Karthane
erstreckt sich auf einem Areal von 7 ha. Er wurde bereits
im November 2009 mit dem Spielraumpreis auf der Internationalen Messe für Freiraum, SportSport und
Bäderanlagen in Köln ausgezeichnet.
Er gliedert sich in dreii Gärten, die durch zahlreiche Bezüge miteinander in Verbindung stehen: der
Kurgarten, der Naturgarten und der Freizeitgarten. Der Kurgarten erstreckt sich angrenzend an das
Areal der Kristall Kur- und Gradier-Therme.
Gradier Therme. Westlich daran schließt sich der Naturgarten
Natur
an, südlich
der Bahnlinie der Freizeitgarten.
Der Kurort Burg schaltet ab
Kultur und Gesundheit sind die Megatrends, denen sich auch der „Staatlich anerkannte Ort mit
Heilquellen-Kurbetrieb“
Kurbetrieb“ Burg (Spreewald) stellt. Die natürlichen Gegebenheiten des Spreewaldes und
die heilende Wirkung der Spreewälder Thermalsole bieten dafür die idealen Voraussetzungen.
Voraussetzungen
Unter dem Slogan „Burg im Spreewald …natürlich abschalten“ wurde deshalb ein neuartiges
gesundheitstouristisches Programm entwickelt. Ziel ist es,
es, beim Gast in wenigen Tagen einen
maximalen Erholungseffekt zu erreichen und ihm Impulse zu vermitteln, wie er dem Stress auch im
Alltagsleben entgegen wirken kann.
Eigens für dieses Programm vom Spreehafen kreiert der „Kahn der Sinne“. In entspannter Haltung auf
Liegesäcken im Spreewaldkahn ruhend, kann der Gast den Spreewald mit allen Sinnen genießen: das
Blau des Himmels, das Grün der Bäume, das Zwitschern der Vögel, das Surren der Libellen, das
Plätschern das Wassers, wenn der Kahn ruhig
ruhig dahin gleitet. Was gibt es Schöneres, um die Freude an
der Natur und den Genuss am Leben wieder zu entdecken.
Mit der „Spreewälder Entspannungswoche“ unterbreitet der Kurort Burg ein hochwertiges und
innovatives Angebot der Gesundheitsförderung, verbunden
verbunden mit traditionellen und regionalen
Elementen. Damit ist Burg bestens gerüstet für das Themenjahr 2011 der Deutschen Zentrale für
Tourismus unter dem Titel „Gesundheitsurlaub & Wellness in Deutschland“.
Jahresbericht 2010
- 29 -
Aus Belzig wird Bad Belzig
Nach der Schließung der SteinTherme zum Zweck der umfänglichen Sanierung Anfang Mai 2009 war
der Ehrgeiz der Stadt geweckt, zur geplanten Wiedereröffnung noch vor dem Jahreswechsel 2009
auch das höchste Kurortprädikat - nämlich die Ernennung von Belzig zum Heilbad zu erreichen. Mitte
Oktober dann hielt sich der Landesfachbeirat zur Überprüfung des Realisierungsstandes in Belzig auf,
um auf Basis der Ergebnisse der Überprüfung sein endgültiges Votum abzugeben.
Im Rahmen der Klausurtagung des Brandenburgischen Kurorte- und Bäderverbandes am 18.
November in Belzig erhielt Bürgermeisterin Hannelore Klabunde die freudige Nachricht, dass Belzig
am 5. Dezember 2009 die staatliche Anerkennung zum Thermalsole-Heilbad erhalten wird.
Bad Saarow - erfüllt die Qualitätsvereinbarungen gemäß § 137 d. Abs 3 SGB V
Die Saarow Therme hat das Qualitätssiegel „ServiceQualität Deutschland“ der Stufe III bis August
2011 erfolgreich verteidigt.
Das "Q" ist das Siegel für Servicequalität in Deutschland und ist darüber hinaus Europaweit bekannt.
Es ist ein dreistufiges innerbetriebliches Qualitätsmanagementsystem, das auf Dienstleistungsbetriebe
rund um die touristische Servicekette ausgerichtet ist. Die Gäste von heute wissen - Service macht
den Unterschied!
Bereits im März 2009 wurde der Bad Saarow Kur GmbH auf der Internationalen Tourismus Börse
das Zertifikat DIN EN ISO 9001:2008 übergeben. Damit war die Voraussetzung zur Qualifizierung
zum ServiceQ der Stufe III geschaffen.
Die SaarowTherme ist damit das erste Thermalbad im Land Brandenburg mit weltweit anerkannten
Qualitätsstandards nach DIN EN ISO 9001:2008 und erfüllt bereits jetzt die Qualitätsvereinbarungen
für ambulante Vorsorgeleistungen im Kurort gemäß § 137 d. Abs 3 SGB V.
(Annett Kowohl-Puschmann)
3.4 Hessischer Heilbäderverband e. V.
Präsident:
Geschäftsführung:
Ronald Gundlach,
Bürgermeister a. D.
Geschäftsführer Werratal-Therme Bad Sooden-Allendorf
Almut Boller,
Geschäftsführerin Königstein im Taunus
Für den Hessischen Heilbäderverband war das Jahr 2009 außergewöhnlich spannend. Vieles ist
geschehen, einiges war zu erwarten und manches überraschte uns dann doch.
Für den Hessischen Heilbäderverband brachte das Jahr 2009 einen Umzug mit sich. Mit dem
beruflichen Wechsel von Geschäftsführerin Almut Boller zog auch die Geschäftstelle an einen ihr
bekannten Ort. Seit September 2009 laufen die Fäden für das Hessische Bäderwesen in Königstein im
Taunus zusammen. Der Heilklimatische Kurort ist idealer Ausgangspunkt für die vielen spannenden
Pläne, die der Heilbäderverband schmiedet.
Nach dem Umzug warteten große Projekte auf die Geschäftsstelle. Der Beihefter in der Zeitschrift
„DB mobil“ sowie die Sonderbeilagen in der Frankfurter Rundschau und der Frankfurter Allgemeinen
Zeitung erschienen erstmals in der Werbelinie der Hessischen Heilbäder und Kurorte. Nur so ist es
möglich, die Stärken der Gesundheitszentren nachzuzeichnen und ein für Bürger und Gäste
nachvollziehbares Profil zu bilden. Mit der Freizeitkarte, die im Frühjahr 2010 erschienen ist, wird es
weiterhin gelingen, den Markt weiter positiv zu beeinflussen. Umgesetzt werden konnten diese
Aktionen aufgrund der Sondermittel, die das Land Hessen in 2009 zur Verfügung gestellt hat.
- 30 -
Jahresbericht 2010
Mit diesen Projekten begann für die Hessischen Heilbäder und Kurorte auch die Rückbesinnung auf
ihre reichen Traditionen. So weist die Freizeitkarte ausdrücklich die „kurspezifischen Highlights“ auf.
Kurparke, Kurhäuser, Terrainkurwege oder auch das außergewöhnliche kulturelle Angebot sind für
Gäste und Bürger aus Nah und Fern Ausflugsziele der Spitzenklasse. Das Alleinstellungsmerkmal
unserer Heilbäder und Kurorte sind die natürlichen Heilmittel. Auch sie werden von nun an
verstärkt in das Marketing-Konzept eingearbeitet.
Der 7. Hessische Bädertag im März 2010 hat sich deshalb der Thematik „Mythos Kur“ verschrieben.
Gemeinsam mit unseren Partnern wollen wir die Traditionen aufspüren und ihnen neues Leben
geben. Hessens Heilbäder und Kurorte erhalten ihren Glanz zurück. Von großer Bedeutung ist für
den Hessischen Heilbäderverband ein hohes Maß an Eigenständigkeit. Nur so wird es gelingen, die
Heilbäder und Kurorte zukunftsfähig zu gestalten, eine Marke zu bilden und sie im Markt zu
positionieren.
Ganz besonders freuen wir uns, dass wir bei dem 7. Hessischen Bädertag Bad Hersfeld begrüßen
können! Das Heilbad ist seit 1. Januar 2010 wieder Mitglied in unserem Verband und macht uns so
wieder nahezu komplett.
Die Ankünfte und Übernachtungen haben sich auch in 2009 weiter positiv entwickelt.
Im Vergleich zu 2008 wurden 224.576 Ankünfte und 440.457 Übernachtungen mehr gezählt. Der
positive Trend setzte in 2005 ein und führte in 2009 erstmals seit vielen, vielen Jahren zu über 9,4
Millionen Übernachtungen. Über 27 Prozent der Übernachtungen in Hessen finden in den Heilbädern
und Kurorten statt. Damit sind die Gesundheitsoasen – auch wenn man es auf den ersten Blick nicht
glauben mag – dynamische Wirtschaftszentren und ein wichtiges Standbein des Tourismus in Hessen.
Alles in allem gesehen hat sich der Hessische Heilbäderverband viel vorgenommen und wir dürfen
sicher sein: Es bleibt spannend!
(Almut Boller)
3.5 Bäderverband Mecklenburg-Vorpommern e V.
Präsident:
Geschäftsführung:
Andreas Kuhn,
Bürgermeister Ostseeheilbad Zingst
Marianne Düsterhöft
Betrachtet der Bäderverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. den zurückliegenden Zeitraum seiner
Arbeit vom letzten 105. Deutschen Bädertag 2009 in Garmisch-Partenkirchen bis zum 106.
Deutschen Bädertag 2010 in den Kaiserbädern der Insel Usedom, ist festzustellen, wie arbeitsreich
und intensiv der Verband in diesem Zeitraum agierte.
Mit einem kurzen Auszug möchten wir einen kleinen Einblick in die Verbandsarbeit geben:
-
Als Projektpartner ist der Bäderverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. in folgende Projekte
involviert:
• Projekt der Küstenunion Deutschland (EUCC – Projekt RADOST) im Rahmen eines
Projektes des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) „Klimawandel in
Regionen zukunftsfähig gestalten“ – Regionale Anpassungsstrategien für die deutsche
Ostseeküste (Zeitraum 2009 – 2014);
• Bundesprojekt „Q2 – Ausbildungsoffensive Dienstleistungsqualität“ mit unterschiedlichen
Bildungseinrichtungen (Zeitraum 2009 – 2012)
Jahresbericht 2010
- 31 -
•
•
•
Landesprojekt „Qualitätsstandards im Medical Wellness in Mecklenburg-Vorpommern“
(Zeitraum 2009 – 2010)
Landesprojekt „Vermarktung stationärer Reha- Leistungen in Mecklenburg-Vorpommern“
(Zeitraum 2009 – 2011)
Zurzeit arbeitet der Bäderverband M-V e.V. sehr intensiv an dem ihm übertragenen
Landesprojekt „Konkreter Anpassungsbedarf der Kur- und Erholungsorte in
Mecklenburg-Vorpommern an den demographischen Wandel unter Berücksichtigung
von ganzjährigen Mehrgenerationsangeboten“. (Zeitraum 2010 – 2011)
Involvierte Projektpartner sind: das Ostseebad Heringsdorf, mit seinen Ortsteilen Bansin und
Ahlbeck, das Ostseeheilbad Graal-Müritz und der Erholungsort Feldberger Seenlandschaft.
Sie stehen beispielgebend für viele andere Kur- und Erholungsorte in MecklenburgVorpommern und sogar in Deutschland. Nicht nur die weitere Entwicklung wird
herauskristallisiert, sondern es werden Mittel und Wege aufgezeigt, um auf die
Veränderungen, bedingt durch den demographischen Wandel, rechtzeitig Einfluss zu nehmen.
-
In enger Kooperation mit dem Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. und anderen
Partnern arbeitet der Bäderverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. an einem Leitfaden für
den Gesundheitstourismus Mecklenburg-Vorpommerns. Außerdem wurde extra für
Mecklenburg-Vorpommern eine Kosmetikserie entwickelt. Sie enthält u. a. ortsgebundene
Heilmittel des Landes und wird gemeinsam in den Markt eingeführt.
-
Desweiteren war der Bäderverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. in diesem Jahr in die
Fortschreibung der Tourismuskonzeption 2015 des Landes eingebunden. Sie wurde bereits
veröffentlicht. Gleichfalls ist er in die Fortschreibung des Masterplans für Gesundheitswirtschaft
M-V 2020 involviert.
-
Auf einem sehr gut besuchten Parlamentarischen Abend in der Landesvertretung
Mecklenburg-Vorpommern, in Berlin, der vom Verband organisiert wurde, nahm unter anderem
der Präsident des Deutschen Heilbäderverbandes e.V., Dr. Gerd Müller mit den Mitarbeitern
der Geschäftsstelle teil. An diesem Abend präsentierte der Bäderverband MecklenburgVorpommern e.V. sein neues Bäderbuch. Gleichfalls nutzte er die Chance, in einer
Gesprächsrunde über das Thema „Qualität im Gesundheitstourismus“ mit Fachleuten und
Parlamentariern zu diskutieren.
-
In einer Kick-Off Veranstaltung zum Projekt „Vermarktung stationärer Reha- Leistungen in
Mecklenburg-Vorpommern“ mit den Reha- Einrichtungen des Landes stellte der Bäderverband
Mecklenburg-Vorpommern e.V. das Konzept für das von ihm neu zu erarbeitende
Therapiebuch Mecklenburg-Vorpommern vor. Dieses Therapiebuch erschien im September
2010.
-
Der Bädertag Mecklenburg-Vorpommerns und die Mitgliederversammlung des Bäderverbandes
Mecklenburg-Vorpommerns e.V. fanden am 12. und 13. November 2009, im Erholungsort
Sassnitz statt. Die Stadt Sassnitz strebt den Status eines Kreideheilbades an.
-
Die Mitgliederversammlung des Bäderverbandes Mecklenburg-Vorpommerns e.V., findet in
diesem Jahr anlässlich des 106. Deutschen Bädertages, ebenfalls in den Drei Kaiserbädern der
Insel Usedom statt.
-
Gemeinsam mit den Kaiserbädern der Insel Usedom und dem Rehaverbund Usedom wurde der
diesjährige 15. Tag der Kur in Mecklenburg-Vorpommern begangen. Tausende Besucher
konnten sich an diesem Tag in angenehmer Umgebung des Seeheilbades Heringsdorf, an den
Ständen der unterschiedlichsten Anbieter über Gesunderhaltung, Prävention und Rehabilitation
in Mecklenburg-Vorpommern informieren.
- 32 -
Jahresbericht 2010
-
Als Initiator zur Reaktivierung des Ausschusses Seeheilbäder und Seebäder des Deutschen
Heilbäderverbandes e.V. bringt sich der Bäderverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. aktiv
über die Ausschussvorsitzende Frau Dr. Karin Lehmann (stellv. Kurdirektorin der Kaiserbäder
Insel Usedom) ein.
-
Zunehmend spielt die Badearztproblematik, wie in ganz Deutschland, auch in MecklenburgVorpommern eine besonders prekäre Rolle. (Badearztmangel, Überalterung der Badeärzte)
-
Es ist nicht zu verstehen, dass nach 20 Jahren Wiedervereinigung noch keine Anpassung der
Honorare für physiotherapeutische Leistungen und Leistungen mit Abgabe der
ortsgebundenen Heilmittel an das Niveau der alten Bundesländer angepasst wurden.
Diesbezüglich ist der Deutsche Heilbäderverband e.V. gefragt. Ein einheitliches
Vergütungssystem muss angestrebt werden.
-
Nach Auffassung der Mitglieder des Bäderverbandes M-V e.V. ist eine gute Kooperation mit
touristischen Verbänden sinnvoll, doch dieses sollte bei klarer Kompetenzabgrenzung
geschehen. Dass der Deutsche Heilbäderverband e.V. in das Projekt des Deutschen
Tourismusverbandes e.V. eingebunden ist, wird von Mecklenburg-Vorpommern sehr begrüßt.
-
Auch aufgrund der aktiven Arbeit des Deutschen Heilbäderverbandes e.V., nun mit Sitz der
Geschäftsstelle in Berlin, konnte der Bäderverband M-V e.V. seinen Stellenwert bei seinen
Mitgliedern festigen und Mitglieder zurückgewinnen.
(Marianne Düsterhöft)
3.6 Heilbäderverband Niedersachsen e. V.
Präsident:
Geschäftsführung:
Heinz-Hermann Blome,
Kurdirektor Staatsbad Pyrmont
Peter Schulze,
Kurdirektor Bad Zwischenahn
Christina Degener,
stv. Geschäftsführerin
Seit dem Jahr 2005 organisiert, koordiniert und begleitet der Heilbäderverband Niedersachsen über
seine Service-Agentur fachmännisch die Überprüfung der staatlichen Anerkennungen
(Prädikatisierung) aller niedersächsischen Heilbäder und Kurorte. Etwa 40 von 54
hochprädikatisierten Orten haben Ihre Rezertifizierung bereits erfolgreich absolviert. In der
niedersächsischen Kurortverordnung ist hierfür eine Frist zur Neuzertifizierung bis zum 31.
Dezember 2010 vorgesehen. Das Land Niedersachsen verfolgt damit konsequent das Ziel, die
Qualität im Gesundheitstourismus auch mittel- bis langfristig zu stärken. Im nationalen und
internationalen Wettbewerb lassen sich Erfolge insbesondere über hohe Qualitätsstandards erzielen.
Als logische Konsequenz entwickelt der Heilbäderverband momentan ein Konzept zur
marketingmäßigen Umsetzung der Generierung von Umsätzen und zur Verbesserung der
Marktposition aus Qualitätsverbesserungen infolge der Prädikatisierung. Hierfür werden
Kooperationen und Netzwerke gebildet und Zertifizierungen implementiert, um die bisherigen
Erfolge auszuweiten. Zwischen dem reinen Tourismus und dem Bereich Gesundheit sollen
systematische Verbindungen geschaffen werden. Diese beinhalten fachmännische Beratungen, die
Bildung von relevanten Netzwerken, den weiteren Ausbau der Kooperation mit der
Landesmarketing-Gesellschaft und die Implementierung des Qualitätssiegels "Wellness Stars".
Jahresbericht 2010
- 33 -
Im Rahmen der Kommunikationsstrategie soll den Kunden die erreichte Qualitätssteigerung der
niedersächsischen Heilbäder und Kurorte transparent gemacht werden und damit der Absatz der
hochwertigen Gesundheitsangebote in den Orten gesteigert und in der Folge zusätzliche
Dienstleistungsangebote erzeugt werden. Die Kernkompetenzen sollen dabei weiter
herausgearbeitet und in den Mittelpunkt gestellt werden.
Der Heilbäderverband Niedersachsen hat im Jahr 2008 über eine Satzungsänderung seine Struktur
dahingehend verändert, dass auch Luftkurorte und Erholungsorte bzw. Küstenbadeorte Mitglieder
werden können. Der Verband hat seitdem kontinuierlich die Anzahl seiner Mitglieder auf inzwischen
30 Mitglieder ausgeweitet. Diese positive Entwicklung soll über die Qualitätsoffensive fortgesetzt
werden. Mittelfristig sollen alle gesundheitstouristischen Aktivitäten im Verband gebündelt und
fachmännisch begleitet werden.
(Heinz-Hermann Blome)
3.7 Nordrhein-Westfälischer Heilbäderverband e. V.
Präsident:
Geschäftsführung:
Rolf von Bloh,
Kurdirektor Bad Sassendorf
Hans-Joachim Bädorf
Der NRW HBV hat im Berichtszeitraum zum einen die Umsetzung des Ende 2007 beschlossenen
neuen nordrhein-westfälischen Kurortegesetzes intensiv begleitet und über seine Mitarbeit im die
Prädikatisierung von Orten entscheidend vorbereitenden Landesfachbeirat ein positives Feedback zu
dem von ihm maßgeblich beeinflussten, neuen Gesetzeswerk aufnehmen und weitergeben können.
Eine rege Nachfrage ist in diesem Zusammenhang bezogen auf die Anerkennung von Örtlichkeiten
zur Anwendung der Speläotherapie zu verzeichnen.
Fortgesetzt hat der Landesheilbäderverband im Sinne der betroffenen Mitgliedsbetriebe ebenfalls
seine Arbeit zur Einordnung ortsgebundener Heilmittel nach dem Arzneimittelgesetz und nicht nach
dem Medizinproduktegesetz, eine Problematik, für die in der Vergangenheit von unserem Bundesland
aus das gesamte Bäderwesen sensibilisiert wurde. Hier gibt es fortwährende Schwierigkeiten mit
zuständigen Landesmittelbehörden, die weiterhin Beratungsaufwand nach sich ziehen.
Weiterhin begleitet wurde auch die Umsetzung des Teils des touristischen Masterplanes NRW, der
für das nordhein-westfälische Bäderwesen wichtig ist. Was gesundheitstouristische Entwicklungen
anbetrifft, so hat sich die Gesundheitsagentur NRW als Tochter des NRW HBV nachhaltig in einen
Prozess der Fokussierung von Kompetenzen mit eingebracht, eine Arbeit, die sicherlich während der
kommenden Jahre fortzusetzen sein wird, um Meinungsführerschaft und Innovationskraft weiterhin
behaupten zu können. Dabei wird es sich im Sinne gewonnener Handlungsfreiheit positiv auswirken,
dass das steuerlich zuvor problematische Verhältnis von Gesundheitsagentur und Heilbäderverband
nach intensiver Beratung - auch durch externen Sachverstand – über entsprechend beschlossene
Satzungsänderungen und deren Umsetzung einer Bereinigung zugeführt werden kann.
Fortgesetzt gelebt wurde in NRW auch das in unserem Bundesland zuerst von den badenwürttembergischen Kollegen übernommene Format der WellnessStars und MedicalWellnessStars.
Darauf bezogen zeigen sich zum einen positive Effekte im direkten Austausch mit der Ebene der
Leistungserbringer. Zum anderen erweist sich, dass die Einführung des Siegels für Aufmerksamkeit in
den entsprechenden Branchenkreisen unseres Bundeslandes gesorgt hat und dass dem NRWHeilbäderverband auf diese Weise neue Gesprächs-, aber auch Tätigkeitsfelder erschlossen wurden.
Diese Entwicklung soll Kontinuität erhalten.
(Hans-Joachim Bädorf)
- 34 -
Jahresbericht 2010
3.8 Tourimus- und Heilbäderverband Rheinland-Pfalz e. V.
Sektion Heilbäder und Kurorte
Präsident:
stv. Vorstand:
Geschäftsführung:
Andreas Ludwig,
Bürgermeister Bad Kreuznach
Dr. Hans-Ulrich Tappe,
Kurdirektor Bad Neuenahr-Ahrweiler
Dr. Achim Schloemer
Jeannette Dornbusch, Projektmanagerin IchZeit
Übernachtungen und Ankünfte 2009
Die 21 Heilbäder und Kurorte konnten dem Jahr der Finanzkrise trotzen und ihre Gästeankünfte und
Übernachtungen auf hohem Niveau halten. Die rheinland-pfälzischen und saarländischen Heilbäder
und Kurorte konnten in den Beherbergungsbetrieben mit mehr als neun Betten (ohne Camping) 3,57
Millionen Übernachtungen mit 854.000 Ankünften verzeichnen.
Neuausrichtung des Gesundheitstourismus – Einführung der Marke IchZeit
Seit Mai 2009 positioniert sich der Gesundheitstourismus in Rheinland-Pfalz unter der Marke „
IchZeit Rheinland-Pfalz“. Im Vordergrund dieser Neuausrichtung steht die Prävention. Im
Präventionsdreieck, bestehend aus den Segmenten Bewegung, Ernährung und Entspannung
konzentriert sich Rheinland-Pfalz in besonderer Weise auf das Segment Entspannung. Mentale
Aspekte sind bei der Prävention und dem gesundheitstouristischen Reisen auf dem Vormarsch.
Die IchZeit Rheinland-Pfalz beinhaltet nicht nur eine Marketingplattform. Es umfasst eine
grundlegende Marktforschung, ein Produkt- und Qualitätskonzept sowie ein darauf aufbauendes
Marketing- und Vertriebskonzept. Durch das Konzept entsteht für die Anbieter im Land
(Wellnesshotellerie, Heilbäder & Kurorte, medizinisch qualifizierten Einzelanbietern) ein weites Feld
der Angebotsentwicklung in den drei Bereichen „Entschleuniung“, „Wellness“ und „Medical
Wellness“.
Das einzigartige und innovative Konzept überzeugte im November 2009 unter anderem die Jury des
Deutschen Tourismuspreises und gehörte zu den Nominierten.
Ideenwettbewerb für Heilbäder- und Kurorte
Damit Rheinland-Pfalz sich auch weiterhin erfolgreich auf dem Tourismusmarkt behaupten kann,
kommt es darauf an, sich auf die Themen und Märkte zu konzentrieren, bei denen das Bundesland
besonders wettbewerbsfähig ist. Die Tourismusstrategie 2015 macht die Bereiche Wandern,
Radtourismus, Wein und Gesundheitstourismus zu Schwerpunktthemen. Im November 2008 hatte
Wirtschaftsminister Hendrik Hering für den Schwerpunkt Gesundheitstourismus den
Ideenwettbewerb für Heilbäder und Kurorte in Rheinland-Pfalz ausgelobt.
Die fünf ausgewählten Sieger:
Bad Bertrich, Daun, Manderscheid mit „Gesundheitslandschaft Vulkaneifel – Lust auf
Gesundheit, Natur und Leben“
Bad Kreuznach, Bad Münster am Stein Ebernburg mit „Gesundheitspark Salinental“
Bad Sobernheim mit „FelkeVitalGarten“
Bad Neuenahr mit „Fließende Energie“
Bernkastel-Kues mit “Vino-Sanitas – Im Wein ist Gesundheit“
Die fünf ausgewählten Sieger haben im Laufe des Jahres einen detaillierten Masterplan zur Umsetzung
und Finanzierung der zukunftsweisenden Ideenpapiere erarbeitet. Dies stellt die Grundlage dar, um
eine Förderung der Maßnahmen zu gewährleisten.
(Dr. Achim Schloemer / Jeanette Dornbusch)
Jahresbericht 2010
- 35 -
3.10 Heilbäder- und Kurorteverband Sachsen-Anhalt e. V.
Geschäftsführender Vorsitzender:
Gert Sauer,
Bürgermeister Bad Suderode
Der HKV Sachsen-Anhalt erarbeitet jährlich zwei vom Wirtschaftsministerium geförderte Projekte.
Während des Berichtszeitraumes wurde der aktuelle Image- und Angebotskatalog, sowie das Projekt
„ Gesund älter werden in Sachsen-Anhalt“ entwickelt.
Mit diesen Materialien waren wir auf der Grünen Woche, der Messe „Reisen“ in Hamburg und auf
der ITB in Berlin. Außerdem wurden wir auf weiteren nationalen und internationalen Messen zum
Teil von Partnern vertreten.
Einen wesentlichen Teil unserer täglichen Arbeit nimmt der Versand dieser Broschüren in Anspruch.
Wir versenden ihn in großen Stückzahlen an Krankenkassen, Krankenhäuser, Arztpraxen,
Reisebüros, Tourismusinformationen und anderen Partnern. Einzelexemplare versenden wir
tagtäglich auf Nachfrage.
Höhepunkte im zurückliegenden Jahr waren der Deutsche Walkingtag, der Harzer Gesundheitstag in
Bad Suderode und der Bädertag Sachsen-Anhalt in Bad Kösen.
Gleichzeitig beging der HKV auf diesem Bädertag seinen 20. Jahrestag.
Gäste zum diesjährigen Bädertag waren u. a. der Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, Herr
Pleye und der Geschäftsführer des DHV, Herr Schneid.
Gegenwärtig laufen die Arbeiten für die neue Image- und Angebotsbroschüre 2011 auf Hochtouren.
(Gert Sauer)
Der Geschäftsführende Vorsitzende, Gert Sauer bei der
Begrüßung der Mitglieder. Rechts neben ihm Staatssekretär Pleye.
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Jahresbericht 2010
3.10 Heilbäderverband Schleswig-Holstein
Präsident:
Projektmanager:
Hans-Jürgen Kütbach,
Bürgermeister Bad Bramstedt
Jürgen Kulp
Die letzten zwei Monate des Jahres 2009 standen für den Heilbäderverband Schleswig-Holstein ganz
im Zeichen der innovativen Neuausrichtung der Verbandsarbeit. Nach dem Umzug in ein passendes
Büro wurden letzte Vorbereitungen für den Start des Kompetenzzentrum Gesundheitstourismus und
die personelle Neubesetzung der HBV-Geschäftsstelle eingeleitet. Mit guten bis sehr guten
Gästezahlen im Marktsegment Gesundheitstourismus in 2009 machte sich bei den Kurorten und
Heilbädern Schleswig-Holsteins trotz erster Hinweise auf zu erwartende finanzpolitische
Schwierigkeiten verhaltener Optimismus für die Saison 2010 breit.
Nach der Verabschiedung von Mareike Stöcken nach drei erfolgreichen Jahren als Leiterin der HBVGeschäftsstelle in Kiel Ende Januar 2010 konnte der Vorsitzende Hans-Jürgen Kütbach im Februar
mit Diplom-Volkswirt Jürgen Kulp und Gesundheitswissenschaftlerin Jacqueline Wilde zwei
ausgewiesene Experten als Projektteam für das Kompetenzzentrum Gesundheitstourismus
vorstellen.
Mit dem hochwertigen Imagemagazin „meer.gesundheit*“ als Medium zur Darstellung der aktuellen
gesundheitstouristischen Strukturen und innovativen Kernkompetenzen in Schleswig-Holstein wurde
in Zusammenarbeit mit der Landestourismusagentur TASH ein ehrgeiziges Projekt fristgerecht zum
30. Juni 2010 umgesetzt. Zusammen mit dem Qualitätshandbuch aus 2008 und dem Praxishandbuch
aus 2009 konnte der HBV seinen Mitgliedern und den Partnern des Kompetenzzentrums ein
weiteres Instrument zur Entwicklung und Vermarktung hochwertiger präventionsorientierter
Gesundheitsreisen an die Hand geben.
Am attraktiven Auslandsmarketingpaket im Rahmen der Kampagne des DHV und der DZT zum
Gesundheitsjahr 2011 können sich erstmals nach langer Zeit wieder drei Destinationen aus
Schleswig-Holstein im internationalen Wettbewerb präsentieren. In einer informativen Broschüre in
sechs Sprachen und weiteren elf internationalen Web-Portalen stehen Damp (Thalasso), Bad
Bramstedt (Peloide) und das See- und Schwefelbad St. Peter-Ording (Reizklima) für hochwertige
gesundheits- und kurtouristische Angebote aus dem Norden Deutschlands.
Die Marketing- und Vertriebsunterstützung des Kompetenzzentrum Gesundheitstourismus mit
seinen vielfältigen Vor-Ort-Aktivitäten zeigt erste Wirkung. Neben der intensiven Betreuung der
bereits vorhandenen Partner und Mitglieder werden mit einer großen Zahl an Interessenten aus dem
Klinik- und Hotelsektor intensive Kooperationsgespräche mit dem Ziel geführt, gemeinsam neue
präventionsorientiere Reiseangebote zu entwickeln.
Die HBV-Mitgliederversammlung im Ostseeheilbad Großenbrode im Juli 2010 unterstützt mit
richtungsweisenden Beschlüssen den Weg des HBV hin zu mehr dienstleistungs- und
kundenorientierte Verbandsarbeit und bestätigt den Nutzen der verbesserten Einbindung SchleswigHolsteins in die Strukturen des Deutschen Heilbäderverbandes.
Jahresbericht 2010
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Auf dem DTV-Zukunftskongress Innovativer Gesundheitstourismus im Schleswig-Holsteinischen Bad
Segeberg, einer von neun Veranstaltungen deutschlandweit, diskutierten Experten aus Politik,
Tourismus und Wirtschaft aus den vier norddeutschen Bundesländern über Strategien und Potentiale
im wachsenden Gesundheitsreisesektor.
Ab September 2010 übernimmt mit Verena Nöhr eine neue Kollegin die HBV-Mitgliederbetreuung,
die Administration der Internetportale und die Sacharbeit zur Unterstützung des Vorstandes.
(Jürgen Kulp)
3.11 Thüringer Heilbäderverband e. V.
Präsident:
Geschäftsführung:
Bernhard Schönau,
Bürgermeister Bad Langensalza
Dorit Frank
Als anerkannte und nach dem Thüringer Kurortegesetz prädikatisierte Orte leisten die Heilbäder
und Kurorte einen herausragenden Beitrag zur Gesundheitsversorgung der Menschen. Neben der
klassischen, von den gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen finanzierten,
Gesundheitsversorgung bewegen sie sich zunehmend auf dem Markt der Gesundheitsvorsorge, der
die eigenfinanzierte Kur und Gesundheitsurlaub mit einem modernen Präventionsangebot umfasst.
Nur hier werden gesunde Ernährung, Bewegung, Schönheits-, und Körperpflege unter fachgerechter,
medizinischer Aufsicht kombiniert.
Auch im Thüringer Tourismus schlägt sich dieser neue Gesundheitstrend nieder, wofür eine
steigende Nachfrage nach Wellness- und Gesundheitsreisen spricht.
Zudem stellt das Thüringer Kur- und Heilbäderwesen mit 3,1 Millionen Übernachtungen im Jahr
2009 und über 12.000 im Gesundheitstourismus direkt Beschäftigten einen bedeutenden
Wirtschaftsfaktor dar.
Dem Thüringer Heilbäderverband e.V. (THBV) gehören an:
• Mineral- und Moorheilbäder: 8
• Heilklimatische Kurorte: 2
• Kneippkurorte: 1
• Luftkurorte: 2
• Orte mit Heilquellenkurbetrieb: 3
• eine Kur- und Tourismus GmbH
• und ein Mutter-Kind-Kurheim
Auf folgende Schwerpunktaufgaben hat sich die Verbandsarbeit konzentriert:
Marketing
- Gemeinsames Marketing mit der Landesmarketinggesellschaft – Thüringer Tourismus GmbH
(Messeauftritte, Leserserviceaktionen, Image-Kampagne)
- Herausgabe einer neuen Imagebroschüre „Hinein ins Wohlbefinden“,
- Präsentation der Ausstellung (K)Urlaub in Thüringen in den Mitgliedsorten
- Durchführung eines Parlamentarischen Gesundheitsfrühstücks im Thüringer Landtag
- Thüringer Gesundheitsherbst – Fit durch den Herbst, aktiv im Herbst: in den Mitgliedsorten
finden Aktionen rund um das Thema Gesundheit und Prävention statt
Mitarbeit in Gremien:
- Thüringer Landesfachausschuss für Kur- und Bäderwesen (der Ausschuss ist beim Thüringer
Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Technologie angesiedelt)
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Jahresbericht 2010
- Als Trägerorganisation der Initiative Q-ServiceQualität
Q
lität in Thüringen unterstützt der THBV die
Initiative einer nachhaltigen und kontinuierlichen Verbesserung der Servicequalität von
Dienstleistern.
- THBV ist in die Erarbeitung einer neuen Tourismuskonzeption für Thüringen eingebunden, die
Ende 2010 vorliegen wird. Auftraggeber ist das Thüringer
Th
Ministerium für Wirtschaft, Arbeit
und Technologie.
Ausblick:
In Auswertung des Projektes „Strategie für die Heilbäderwirtschaft in Thüringen“ sind in zwölf
Mitgliedsorten des THBV die Kurortentwicklungskonzepte überarbeitet und aktualisiert worden. Die
Ergebnisse fließen nun in ein Gutachten zu strategischen
strategischen Ausrichtung des THBV ein, das vom
Thüringer Wirtschaftsministerium gefördert wird. Das
as Ergebnis liegt im Herbst 2010 vor.
(Dorit Frank)
3.12 Vereinigung für Bäder- und Klimakunde e. V.
Präsident:
Vize-Präsident:
Geschäftsführung:
Prof. Dr. Dr. Jürgen Kleinschmidt
Herbert Renn, Prokurist/Betriebsleiter
Die Vereinigung für Bäder- und Klimakunde e.V. (VBK) hat satzungsgemäß das Ziel, die Erkenntnisse
der Kurortwissenschaft zu sammeln, auszuwerten, zu präsentieren und weiterzuentwickeln. Das
geschieht im Austausch von Forschungsergebnissen zur ärztlichen und therapeutischen Anwendung in
der Bäderwirtschaft wie auch zu vielen nicht-medizinischen
nicht medizinischen kurortwissenschaftlichen Bereichen, dabei
in engem Kontakt mit den Verantwortlichen
Verantwortlichen für die Heilbäder und Kurorte. Die VBK initiiert,
kofinanziert und beteiligt sich inhaltlich an Symposien und Präsentationen. Weiterhin wirken ihre
Mitglieder bzw. Delegierten in Ausschüssen, in diversen Arbeitskreisen und im Präsidium des DHV
mit, weiterhin in DHV-Landesverbänden,
Landesverbänden, beim Verband Deutscher Badeärzte e. V. sowie in
verschiedenen wissenschaftlichen Gesellschaften.
Dabei versteht sich die Vereinigung für BäderBäder und Klimakunde als unabhängiges wissenschaftliches
Gewissen des Bäderwesens. Dazu ist gerade die interdisziplinäre Zusammensetzung der VBKVBK
Mitglieder mit deren breitem Erfahrungsbereich vorteilhaft, um innerverbandlich in durchaus auch
konträren Diskussionen zur vertieften Beurteilung von aktuellen wie auch grundsätzlichen
Aufgabenstellungen
stellungen im Bäderwesen zu kommen:
-
von der Quellentechnik bis hin zur Verankerung von Positionen im Heilmittelkatalog der
Krankenkassen,
von der Meteorologie bis zur angewandten Klimatherapie,
von Definitionen zur StrukturStruktur und Prozessqualität nicht nur in Kneipp-Kurorten
Kurorten und Heilbädern bis
zur Modellierung von Verfahren zur Qualitätssicherung,
von der Meerwasseraufbereitung bis zur systematisierten Thalassotherapie,
von der Peloidtypisierung bis zu Anwendungsformen in kurmedizinischen Bereichen wie auch
au
in
Wellnessabteilungen,
von der theoretischen Strukturierung der Artbezeichnungen bis zur formalrechtlichen
länderstaatlichen Anerkennung,
von Marketingkonzepten für Kurmittel bis zum Verfassen wissenschaftlicher Publikationen u. a. m.
Dazu sind aus der zurückliegenden Berichtsperiode – ohne Anspruch auf Vollständigkeit stichwortartig aufzulisten:
•
•
•
Seminar in Bad Pyrmont zum Einsatz von modernen Badeeinrichtungen in Kurmittelhäusern und
Wellnesszentren
Seminar zur Kurortmedizin in Bad Endorf zum Thema
Thema Wissenschaft in der Kurortmedizin
Frühjahrstagung der VBK-Arbeitsgemeinschaft
VBK Arbeitsgemeinschaft Naturwissenschaft und Technik in Bad
Zwischenahn
Jahresbericht 2010
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Klimatherapeutenkurs in Garmisch-Partenkirchen zur Anwendung klimatherapeutischer
Einrichtungen
Treffen mit japanischen Balneologen in Bad Wörishofen zur Darstellung des deutschen
Kursystems
Treffen in Baden-Baden mit der EHV-Präsidentin Dr. Lang zur Mitwirkung in europäischen
Projekten
Treffen mit Gesundheitspolitikern in Bad Wörishofen zum Problem Auslandskuren
Telefonkonferenzen zur Lösung der Badearztproblematik
Treffen mit Gesundheitspolitikern in Bad Hindelang anlässlich der Eröffnung einer dortigen LÜNStation
Treffen mit Vertretern des Gewerbeaufsichtsamts in Hannover zur AMG/MPG-Problematik
bevorstehend (22. bis 23.10.2010): Symposium Therapie mit Salz und Sole am Kurort in Bad Ischl
(Prof. Dr. Dr. Jürgen Kleinschmidt)
3.1.3 Verband Deutscher Badeärzte e. V.
Präsident:
Dr. Arno Wenemoser
Die jährliche Mitgliederversammlung des Verbandes Deutscher Badeärzte fand während der
Herbsttagung des DHV in Garmisch-Partenkirchen vom 22.10. bis 24.10.2009 statt.
Wesentliches Thema war u.a. die schrumpfende Zahl der Badeärzte in den Heilbädern und Kurorten
aufgrund deren Altersstruktur und der immer noch blockierenden Auswirkung der neuen (Muster)Weiterbildungsordnung für den badeärztlichen „Nachwuchs“.
Zum 113. Ärztetag vom 11. bis 14.5.2010 in Dresden wurde unser Antrag zur Abänderung der
(Muster)- WBO im Jahr 2009 rechtzeitig und formgerecht eingereicht. Der Antrag wurde von der
Bundesärztekammer nicht berücksichtigt.
Bezüglich des Themas Auslandskuren werden den deutschen Badeärzten und Kurorten massiv
„Badekuren“ entzogen (der Vorstand des VDB schätzt diesen Anteil auf über 50%). Aktuelle Zahlen
einiger Ersatzkassen (- siehe Bekanntgabe BMG 6/09) belegen dies.
Am 28.05.2010 fand zwischen Vertretern des Verbandes Deutscher Badeärzte und des Deutschen
Heilbäderverbandes wegen dringenden Diskussionsbedarfs bezüglich EHV und Auslandskuren ein
mäßig produktives Gespräch in Bad Oeynhausen statt. Der VDB und der DHV werden zukünftig
trotz noch bestehender Meinungsdiskrepanz in engerer Zusammenarbeit gemeinsame Lösungen zu
finden suchen.
Am 18.06.10 nahm der VDB zusammen mit dem DHV an einem Treffen mit Bundesminister Rösler
teil. Bezüglich des Stellenwertes der gesundheitlichen Prävention wurden der Kur und den Kurorten
leider in keiner Weise besondere Impulse zugesprochen.
Die nächste Mitgliederversammlung des Verbandes Deutscher Badeärzte findet am 9. Oktober 2010
im Rahmen des Deutschen Bädertages auf Usedom statt.
(Dr. Arno Wenemoser)
- 40 -
Jahresbericht 2010
4. Bisherige Maßnahmen und Erfolge
- Der DHV von November 2009 bis Oktober 2010 4.1 Verbandsarbeit
4.1.1 Mitgliederversammlung am 24. Oktober 2009 in Garmisch-Partenkirchen.
Ein großer Dank an die Gastgeber! DHV-Präsident Dr. Gerd Müller,
Garmisch-Partenkirchens 1. Bürgermeister Thomas Schmid, DHV-Vizepräsident
Hans-Jürgen Kütbach und DHV-Geschäftsführer Markus Schneid.
Folgende Beschlüsse wurden gefasst:
Haushaltsplan 2010
Formale Satzungsänderung zum Sitz des Verbandes
Neuregelung der Luftqualitätsgutachten: Ab dem 01.01.2010 sind die vier
Luftqulitätsmessverfahren (DHV-Standard-Modell von 1998, INMEKO
IModell, INMEKO II-Modell, INBEKO-Modell) gleichberechtigt und
unbegrenzt nebeneinander zulässig.
Neukonstituierung des Ausschusses für Seeheilbäder und Seebäder.
Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurde Hauptgeschäftsführer Bodo K. Scholz verabschiedet.
Nach acht Jahren Arbeit für den DHV schied er zum Jahresende 2009 aus dem Verband aus. Ein
großer Dank geht an dieser Stelle an Herrn Scholz für seine Verdienste und Leistungen.
4.1.2 Thematische/Politische Arbeit
• Positionierung von Themen in der Politik (Bps. Verankerung unserer ortsgebundenen
Heilmittel als Arzneimittel im Arzneimittelgesetz im Rahmen der 15. AMG-Novelle)
• Klärung des Verhältnisses zum EHV/ Unterstützung der Weiterentwicklung des EHV, damit
die Interessen der dt. Heilbäder und Kurorte auch europaweit aktiv vertreten werden
können
• Unterstützung des VDB bei der Abwendung der Badearztproblematik
• Beschluss zur Festlegung der Luftqualitätsgutachten in Kurorten (siehe Beschluss
Mitgliederversammlung am 24. Oktober 2009 in Garmisch-Partenkirchen)
• Stärkung der Anbindung der Seeheil- und Seebäder durch einen eigenen Ausschuss
• Die Qualitätsvereinbarungen nach §137d Abs.3 SGB V sind unterschrieben. Wir werden
unsere Mitgliedsorte bei der Umsetzung unterstützen
• Absenkung der Mehrwertsteuer für Hotellerieleistungen auf 7%, gemeinsam mit dem
DeHoGa
• Einbindung der Forderung nach Verbesserungen der Rahmenbedingungen für die Heilbäder
und Kurorte im Koalitionsvertrag
Jahresbericht 2010
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Februar 2010:
DHV-Präsident Dr. Gerd Müller im Gespräch mit
Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler über
die Bedeutung und zum Wert der Prävention, eine
der Säulen des Kur- und Bäderwesens.
22. März 2010:
Die Weiterentwicklung der Heilbäder und Kurorte
zu Gesundheitskompetenzzentren in Kooperation
mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und
Technologie war eines der Themen, die DHVPräsident Dr. Gerd Müller mit Ernst Burgbacher,
Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie und
Beauftragter der Bundesregierung für Mittelstand
und Tourismus, im März 2010 besprach.
27. März 2010:
Annette Widmann-Mauz, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium, traf
sich Mitte März zum Gespräch mit dem DHVPräsidenten Dr. Gerd Müller zum Schwerpunkt
Prävention. Ein enger Austausch wurde vereinbart.
16. Juni 2010:
Das DHV-Präsidium beim Gespräch mit Bundesgesundheitsminister Rösler: Der Paradigmenwechsel
in der Gesundheitspolitik ist notwendig - weg von der Finanzierung von Krankheit hin zu
Investitionen in Gesundheit. Durch Stärkung der Prävention können Milliarden an
Kosteneinsparungen im Gesundheitswesen erzielt werden. In dieser Grundüberzeugung sind sich
Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler und der DHV absolut einig. Dr. Müller übergab ein
Schreiben für weitere Themen des DHV mit dem BMG. Ein regelmäßiger Austausch auf Fachebene
wurde vereinbart.
- 42 -
Jahresbericht 2010
Weitere Politische Termine:
07.07.2010
27.04.2010
29.04.2010
06.05.2010
DHV-Präsident im Tourismus-Ausschuss des Deutschen Bundestages in Berlin,
Vorstellung der Aufgaben und Projekte des DHV
Präsentation des DHV und der Begriffsbestimmungen vor dem Bund-LänderAusschuss Tourismus in Essen (Herr Schneid | Herr Bädorf)
Besuch zweier Fachforen im Bundesministerium für Gesundheit und im
Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie in Berlin (Herr Ramdohr)
Arbeitsgespräch im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (Herr Schneid |
Frau Mende)
20.05.2010
07.06.2010
15.06.2010
23.09.2010
Gespräch mit Herrn Hirte, MdB, in Berlin (Dr. Müller)
Gespräch mit Herrn Paula, MdB (AG Tourismus SPD) in Berlin, Vorstellung der
Aufgaben und Projekte des DHV (Herr Schneid)
Gespräch mit Frau Marlene Mortler, MdB in Berlin (Dr. Müller)
Gespräch mit Vertretern des Bundesministerium für Gesundheit zur weiteren
Kooperation auf Arbeitsebene und Öffentlichkeitsarbeit (Herr Schneid | Frau Mende)
Termine mit Partnern:
09.11.2009
11.11.2009
Gespräch mit Frau Caspers-Merk, Präsidentin Kneipp-Bund e.V. Berlin (Dr. Müller)
Unterstützung der Pressekonferenz der IG Kompaktkuren in Berlin (Herr Schneid |
20.11.2009
26.11.2009
26.11.2009
09.12.2009
10.12.2009
14.12.2009
14.01.2010
21.04.2010
22.04.2010
Gespräch mit Herrn Tödter von der DZT (Herr Schneid)
Gespräch mit Frau Gilles vom DTV in Berlin (Herr Schneid)
Gesprächsrunde Service-Gesellschaft (Herr Schneid)
Barmer Hauptverwaltung in Wuppertal, Kooperation (Herr Schneid | Frau Mende)
Gespräch mit Frau Rennkamp vom Kneipp-Bund in Berlin (Herr Schneid | Herr Ramdohr)
Gespräch mit Frau Caspers-Merk, Präsidentin des Kneippbundes in Berlin (Dr. Müller)
Gespräch mit Herrn Fischer, Dt. Telekom - Kooperation, in Berlin (Herr Schneid)
Teilnahme an der Feier zum 60. Geburtstag des Müttergenesungswerks (Frau Rahmfeld)
Gespräch des Präsidenten, Vize-Präsidenten Kütbach und Präsidiumsmitglied Blome
mit der ARGE Seeheil- und Seebäder, Berlin (Herr Schneid)
Gespräch mit Frau Schilling vom Müttergenesungswerk zu Kooperationsmöglichkeiten, Berlin (Herr Schneid)
Teilnahme an der DTV-Zukunftskonferenz, Bad Sulza (Herr Schneid | Frau Mende)
Gespräch DEHOGA, HGF Frau Hartges, Berlin (Dr. Müller | Prof. Forcher | Herr Schneid)
Gespräch mit Herrn Tödter von der DZT, Berlin (Herr Schneid | Frau Mende)
Gespräch mit Frau Dr. Angele von der GVG, Berlin (Herr Schneid)
Frau Mende)
27.05.2010
15.06.2010
05.07.2010
01.09.2010
17.09.2010
Termine des Geschäftsführers
12.-13.11.2009 09. Landesbädertag Sachsen in Bad Muskau, der Austritt des sächsischen
Heilbäderverbandes wird beschlossen
19.11.2009
Gespräch mit Herrn Bienert von „Sehnsucht Deutschland“, Berlin
20.11.2009
Gespräch mit Frau Boller, GF Hessischer Heilbäderverband, Bad Königstein
21.11.2009
Gespräch mit Herrn Bädorf, Nordrhein-Westfälischer Heilbäderverband, Bad
Münstereifel
23.11.2009
Kurdirektorenseminar des DSFT, Berlin
24.11.2009
Treffen mit der IG Kur- und Bädermuseen, Berlin
03.12.2009
Parlamentarischer Abend des Bäderverbandes Mecklenburg-Vorpommern, Berlin
12.12.2009
Gespräch mit Herrn Holetschek
15.12.2009
Mitgliederversammlung des Heilbäderverbandes Nordrhein-Westfalen
16.12.2009
Gespräch mit Herrn Dohn von der JDH Service GmbH in Detmold, ServiceGesellschaft und Kooperation
16.12.2009
Gespräch mit Herrn Blome in Bad Pyrmont
17.-18.01.2010 Klausurtagung des Ausschusses für Europaangelegenheiten in Aachen
Jahresbericht 2010
- 43 -
19.01.2010
22.01.2010
22.01.2010
25.01.2010
Bad Schmiedeberg, Verleihung des ESPA Siegels
Gespräch mit Herrn Dr. Altschuh von MSD, München
Gespräch mit Life Kinetik, Wolfratshausen
Gespräch mit dem Bayerischen Heilbäderverband und der Bayern Tourismus
Marketing GmbH, München (MÜ)
27.01.2010
Gespräch mit Frau Rennkamp vom Kneipp-Bund, Berlin
27.01.2010
Gespräch mit Herrn Bädorf, GF NRW, und Dr. Müller, Berlin
27.01.2010
Gespräch mit Herrn Prof. Steinbach und Dr. Müller, Berlin
04.02.2010
Besichtigung von Heringsdorf als Austragungsort für den Bädertag 2010
14.02.2010
Arbeitstreffen der IG Kur-und Bädermuseen, Bad Kissingen
15.02.2010
Gespräch mit der Redaktion Ökotest, Frankfurt am Main
17.02.2010
Gespräch mit dem Raabeverlag, Berlin
23.02.2010
Sitzung der IG Kompaktkur, Berlin
25.-26.02.2010 Teilnahme am Bad Liebenzeller Führungsseminar
16.03.2010
Gespräch mit Herrn Dr. Nägele, Ulm, zu Heilbad und Kurort
17.03.2010
Gespräch mit Herrn Henn von Trenkwalder Medical Care und PKF, München, zu
Kooperationsmöglichkeiten
17.03.2010
Gespräch mit Herrn Overs von der Tegernsee Tourismus GmbH, Tegernsee
14.04.2010
Teilnahme an der DZT-Expertenrunde, Frankfurt (Schneid und Mende)
04.05.2010
Gespräch mit Dr. Thelen von der vbw, Berlin
10.05.2010
Gespräch mit Herrn Lehmann, KD, Bad Schmiedeberg, Berlin
17.05.2010
Besichtigungsprogramm in Bad Wörishofen, Arbeitsgespräch mit Klaus Holetschek
und Kurdirektor von Hohenegg, Vortrag zu den Qualitätsvereinbarungen
25.05.2010
Gespräch mit Herrn Schlüter zum Thema: Heilbad & Kurort, Berlin
26.05.2010
Gespräch mit Herrn Birmelin zu möglicher Kooperation, Berlin
28.05.2010
Gespräch Herr Kütbach und Herr Sauer mit dem Vorstand des VDB in Bad
Oeynhausen
07.06.2010
Gespräch mit Herrn Rottke, Vorsitzender der AG Naturwissenschaften und Technik
der VBK, Thema: Begriffsbestimmungen, Berlin
08.06.2010
Gespräch Präsident mit Ausschussvorsitzendem Wissenschaften, Prof.
Gutenbrunner, Berlin
10.06.2010
Task force AMG/MPG, Berlin
10.06.2010
Gespräch mit Herrn Heimann, Thema: VDB, Bundesärztekammer,
Weiterbildungsordnung
10.06.2010
Präsentation des Bäderlandes Bayerische Rhön, Berlin
21.06.2010
Gespräch mit Frau Kleineberg und Herrn Gerlach von der Präventionsakademie
Thüringen, Berlin
25.06.2010
DSFT-Trägerversammlung, Berlin
28.-29.06.2010 Rechnungsprüfung, Berlin
01./02.07.2010 Bädertag Sachsen-Anhalt, Bad Kösen
08.07.2010
Gespräch mit Herrn Dr. Hoffmann, BM Bad Bellingen Thema:
Energieversorgungsverträge und Lärmschutz, Berlin
08.07.2010
Gespräch mit Herrn Hüttenrauch von Eberl Online, Buchungsportal
23.07.2010
Gespräch mit Herrn Schrader vom DSFT, Berlin
28.07.2010
Gespräch mit Herrn Paul zum Thema: Zertifizierung, Berlin
05.08.2010
Gespräch mit Frau Hartges vom DEHOGA (SCHN), Berlin
30.08.2010
Gespräch mit Herrn Seiler und Herrn Flöttmann vom Flöttmannverlag, Berlin
02.09.2010
Gespräch mit Herrn Schladitz von La Mer zu möglichen Kooperationen, Berlin
09.09.2010
Gespräch mit Herrn Niepraschk von MAXVIS, Thema: Datenbank, Berlin
23.-24.09.2010 Mitgliederversammlung des Hessischen Heilbäderverbandes, Bad Orb
27.09.2010
Bädertag des Thüringer Heilbäderverbandes, Tabarz
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Jahresbericht 2010
Sonstige Termine:
22./23. 10.2009
05.11.2009
16./17.11.2009
13.01.2010
18.01.2010
31.01.2010
8. Europäischer Gesundheitskongress in München, Statement von Dr. Gerd Müller
Deutscher Tourismustag in Dresden (Frau Mende)
13. Tourismusgipfel, Berlin (Prof. Forcher)
GKV-Spitzenverband, Berlin (Herr Ramdohr)
Med in Germany, Berlin (Herr Ramdohr)
7. Internationale Spa & Wellness Kongress in Frankfurt, Referat von Prof. Steinbach .
Thema: „Spas in der Krise“
07.-09.02.2010 Klausurtagung des Bayerischen Heilbäderverbandes, Berlin
24.02.2010 2. Fachbeiratssitzung Innovativer Gesundheitstourismus, Köln (Prof. Forcher)
18.03.2010
Mitgliederversammlung der GEK (Prof. Forcher)
13.04.2010
Teilnahme am AK Medical Wellness, Köln (Herr Ramdohr)
22.04.2010
Teilnahme an der VBK-Tagung, Bad Pyrmont (Herr Ramdohr)
06.05.2010
Symposium Berlin, Initiative Demographie–Gesunde Arbeitswelt 2020 (Herr Ramdohr)
19.-20.05.2010 Auswertungstagung zur FUR-Reiseanalyse und Mitgliederversammlung (Frau Mende)
02.-03.06.2010 Branchenkonferenz in Warnemünde, DHV-Vizepräsident Hans-Jürgen Kütbach im
Gespräch mit DTV-Präsident Reinhard Meyer
03.06.2010
Verleihung des EDEN AWARDS im Bundesministerium für Wirtschaft und
Technologie (Frau Rahmfeld)
14.06.2010
Spreestadtforum Finanzierungsreform und Leistungsumfang: Die Bedeutung von
Innovationen, Berlin (Herr Ramdohr)
06.07.2010
1. Fachkongress Rehabilitationsforschung, Versorgungsmanagement (Herr Ramdohr)
21.07.2010
Task Force AMG/MPG in Hannover (Herr Ramdohr)
07.09.2010
Gespräch beim GKV-Spitzenverband +Sitzung des Ausschusses für Sozialrecht (Prof.
Forcher | Herr Ramdohr)
16.07.2010
13.09.2010
04.-05.10.2010
05.10.2010
06.10.2010
Festveranstaltung Einweihung der sanierten Kursäle in Bad Königshofen (Prof. Forcher)
Gespräch mit VG Media, Berlin (Herr Schneid | Frau Trunschke)
14. Tourismusgipfel, Berlin (Prof. Forcher)
Roadshow EHV, Berlin
Beiratssitzung Innovativer Gesundheitstourismus DTV, Berlin (Prof. Forcher)
4.2 Veranstaltungen
4.2.1 Erstes Parlamentarisches Gesundheitsfrühstück im Bundestag in Berlin
Mehr als 60 Parlamentarier und Mitglieder der Ausschüsse für Gesundheit, Tourismus, Sport sowie
Wirtschaft und Technologie folgten der Einladung des DHV gemeinsam mit dem Kneipp-Bund zum
ersten Parlamentarischen Gesundheitsfrühstück „Gesund & Fit in den Tag“ im Deutschen Bundestag.
Kneipp-Bund-Präsidentin Marion Caspers-Merk und
DHV-Präsident Dr. Gerd Müller
Jahresbericht 2010
- 45 -
Die Präsidenten der beiden führenden Verbände, die sich aktiv für Prävention und
Gesundheitsförderung einsetzen, unterstrichen in Ihren Ansprachen vor insgesamt mehr als 100
Gästen die Bedeutung der Prävention als gesamtgesellschaftliche Aufgabe.
4.2.2 8. Deutscher Walking-Tag in Heilbädern und Kurorten
Mehr als 3.500 Teilnehmer konnten trotz des teilweise mäßigen Wetters deutschlandweit beim
8. Deutschen Walking-Tag in Heilbädern und Kurorten gezählt werden.
In allen 70 beteiligten Heilbädern und Kurorten stand das Nordic Walking im Mittelpunkt. Umrahmt
wurden die Veranstaltungen durch Angebote, wie Qi Gong, Yoga, Gymnastik, Ernährungs- und
Fitnessberatung. Einfallsreich waren die Ausrichter deutschlandweit. So boten z. B. Bad Buchau
(Baden-Württemberg) und Neualbenreuth Aqua-Nordic-Walking in den Thermen an und Bad Belzig
(Brandenburg) lud zum Yoga-Walking ein.
Insgesamt 100 Besucher nahmen trotz des Regens bei der Bundesauftaktveranstaltung in Hopfen am
See teil. DHV-Präsident Dr. Gerd Müller eröffnete gemeinsam mit Dr. Irene Epple-Waigel den
Walking-Tag.
„Walk on water“: DHV-Präsident Dr. Gerd Müller; Klaus Holetschek,
Präsident Bayerischer Heilbäder-Verband e. V.; Uschi Lax, 2. Bürgermeisterin
Füssen; Hubert Endhardt, stv. Landrat Ostallgäu; Stephan Stracke, MdB; Stefan
Fredlmeier, Tourismusdirektor Füssen
Mit dem Deutschen Walking-Tag in Heilbädern und Kurorten sollen zum einen möglichst viele
Menschen zu regelmäßiger Bewegung und gesunder Ernährung motiviert werden und außerdem
gezeigt werden, dass die Heilbäder moderne Gesundheitskompetenzzentren sind.
Der Deutsche Walking-Tag ist eine gemeinsame Aktion des Deutschen Heilbäderverbandes e. V. und
der BARMER GEK im Rahmen der Gesundheitsinitiative „Deutschland bewegt sich!“. Seit 2003
beteiligen sich jedes Jahr mehr als 70 Heilbäder und Kurorte an dieser Aktion. 38.500 Menschen
konnten bisher bei diesen Veranstaltungen zum Walking motiviert werden.
4.3 Laufende Projekte und Kooperationen
4.3.1 Kooperationsvereinbarung DZT-Themenjahr 2011
Der Megatrend Gesundheit ist ein potentieller Wachstumsmarkt für den Deutschlandtourismus. Die
deutschen Heilbäder und Kurorte bilden eine wichtige Säule für die Vermarktung des Themas im
Ausland. Die Kooperationsvereinbarung zwischen der DZT und dem DHV für das DZT-Themenjahr
2011 wurde im Rahmen der ITB 2010 unterzeichnet.
- 46 -
Jahresbericht 2010
DZT-Vorstandsvorsitzende Petra Hedorfer und DHV-Präsident
Dr. Gerd Müller bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung
(links: Armin Brysch, kaufmännischer Vorstand der DZT / rechts:
Markus Schneid, DHV-Geschäftsführer)
Ein erstes Projekt bildet eine gemeinsame Broschüre „Heilbäder und Kurorte in Deutschland“. Eine
mit allen Mitgliedsverbänden abgestimmte Expertenrunde hat gemeinsam mit der DZT thematische
Cluster gebildet und dafür die jeweiligen Leitkurorte für die Auslandsvermarktung definiert. Anhand
der Cluster werden den ausländischen Gästen die natürlichen, ortsgebunden Heilmittel und –
verfahren erläutert. Cluster sind: Mineral/Thermal | Peloide | Kneipp/Felke/Schroth | Heilklima |
Thalasso | Radon/Heilstollen. Die Leitkurorte werden in einer internationalen crossmedialen
Kampagne sowohl im Print- als auch im Onlinebereich aufbereitet. Basis der Kampagne ist die DZTBroschüre „Kurorte und Heilbäder in Deutschland“, die in den Sprachversionen Deutsch, Englisch,
Niederländisch, Russisch, Italienisch, Schwedisch und Französisch für den weltweiten Vertrieb
erscheint. Die Gesamtauflage beträgt 80.000 Exemplare. Auf elf internationalen Internetportalen der
DZT werden die Inhalte der Broschüre vertiefend dargestellt. Die Leitkurorte sind:
Mineral/Thermal
Baden-Baden (Baden-Württemberg)
Bad Dürrheim (Baden-Württemberg)
Badenweiler (Baden-Württemberg)
Bad Krozingen (Baden-Württemberg)
Bad Füssing (Bayern)
Bad Griesbach (Bayern)
Bad Kissingen (Bayern)
Bad Reichenhall (Bayern)
Bad Wiesee (Bayern)
Burg (Brandenburg)
Bad Arolsen (Hessen)
Bad Homburg v. d. Höhe (Hessen)
Bad Nauheim (Hessen)
Wiesbaden (Hessen)
Bad Bevensen (Niedersachsen)
Bad Harzburg (Niedersachsen)
Bad Driburg (Nordrhein-Westfalen)
Bad Salzuflen (Nordrhein-Westfalen)
Bad Sassendorf (Nordrhein-Westfalen)
Bad Neuenahr-Ahrweiler (Rheinland-Pfalz)
Bad Salzungen (Thüringen)
Peloide
Bad Waldsee (Baden-Württemberg)
Bad Tölz (Bayern)
Bad Saarow (Brandenburg)
Horn-Bad Meinberg (Nordrhein-Westfalen)
Bad Nenndorf (Niedersachsen)
Bad Pyrmont (Niedersachsen)
Bad Zwischenahn (Niedersachsen)
Bad Bramstedt (Schleswig-Holstein)
Heilklima
Berchtesgaden (Bayern)
Garmisch-Partenkirchen (Bayern)
Bad Hindelang (Bayern)
Oberstdorf (Bayern)
Königstein im Taunus (Hessen)
Winterberg (Nordrhein-Westfalen)
St. Peter Ording (Schleswig-Holstein)
Weiskirchen (Saarland)
Kneipp/Felke/Schroth
Überlingen (Baden-Württemberg)
Oberstaufen (Bayern)
Bad Wörishofen (Bayern)
Ostseebad Göhren (Mecklenburg-Vorpommern)
Bad Sobernheim (Rheinland-Pfalz)
Bad Schmiedeberg (Sachsen-Anhalt)
Thalasso
Boltenhagen (Mecklenburg-Vorpommern)
Graal-Müritz (Mecklenburg-Vorpommern)
Bad Doberan (Mecklenburg-Vorpommern)
Dreikaiserbäder Insel Usedom (MecklenburgVorpommern)
Heiligendamm (Mecklenburg-Vorpommern)
Warnemünde (Mecklenburg-Vorpommern)
Zingst (Mecklenburg-Vorpommern)
Damp (Schleswig-Holstein)
Heilstollen/Radon
Aalen (Baden-Württemberg)
Bad Kreuznach (Rheinland-Pfalz)
Jahresbericht 2010
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Weitere Projekte für das Themenjahr 2011:
Abstimmung zu Marktforschungsaktivitäten
Fachliche Beratung der DZT für die Vermarktung der Kurorte und Heilbäder
Gemeinsame touristische und zukunftsorientierte Produktentwicklung
Verlinkung der Internetseiten
Erarbeitung eines gemeinsamen crossmedialen Konzeptes für die Vermarktung von
Gesundheitsreisen
Umsetzung der Kampagne im Inland
Aktive Kommunikation über die Kooperation nach innen
Abgestimmte Pressearbeit zum Thema Gesundheitstourismus
Gemeinsame Pressekonferenz zur Kooperation
Jährliches Event zum Gesundheitsstandort Deutschland
Erstellung eines PR-Plans – regelmäßige nationale und internationale Veröffentlichungen
Erstellung einer gemeinsamen Pressemappe
Studienreise internationaler Multiplikatoren in Abstimmung mit DHV
4.3.1 Imagekampagne DIE KUR
Eine deutschlandweite, einfache, einprägsame, medienstarke Medienkampagne, so das klar
formulierte Ziel der Ausschreibung der Imagekampagne für die Kur in Deutschland. Das Image der
Kur soll modern, zeitgemäß und dynamisch (hipp) dargestellt werden – passend zu dem Wandel der
Kurorte und Heilbäder mit dem Ziel neue Zielgruppen anzusprechen. 26 Agenturen beteiligten sich
an der Ausschreibung des DHV. Mitte Juni wurde von den Mitgliedern des DHV-Ausschusses für PR
und Kommunikation eine Vorauswahl getroffen.
Am meisten überzeugte am Ende die Strategie von Salzkommunikation Berlin.
Als klare Kommunikationsziele sieht Salzkommunikation:
das Image entstauben,
neue Zielgruppen erreichen
„Die Kur“ als Qualitätsmerkmal etablieren
Auf Grund der vielfältigen Kurangebote, die nicht zwangsläufig zu einer Produktfamilie gehören,
sondern eigenständige Angebote und Marken sind, ist eine klassische Dachmarkenstrategie für „Die
Kur“ ungeeignet. Deshalb wird „Die Kur“ als Ingredient Brand, als qualitätsversprechende Marke
eingesetzt: „Die Kur“ wird positiv besetzt und durch verschiedene eigenständige Produkte ergänzt.
Dies verleiht den Heilbädern und Kurorten und deren Angeboten Sicherheit und Vertrauen.
Bekannte Ingredient Brands sind z. B. Intel inside und GoreTex.
Der Ansatz der Kampagne ist ein selbstironisches Spiel mit dem angestaubten Image der Kur. Die
Headlines werden im Kopf bleiben – bekannte musikalische Zitate preisen die schönsten Seiten einer
Kur an. Es werden Bildmotive gewählt, die mit Kur assoziiert werden. Ein Augenzwinkern vermittelt
Stärke und Souveränität. Dadurch wird ein hoher Aufmerksamkeits- und Sympathiewert erzielt.
Weitere Informationen ab Oktober 2010 unter www.die-neue-kur.de
4.3.3 Forschungsprojekt Innovativer Gesundheitstourismus
„Innovativer Gesundheitstourismus in Deutschland – Handlungsempfehlungen zur Entwicklung und
Implementierung erfolgreicher gesundheitstouristischer Angebote in Deutschland“, so der
Arbeitstitel des DTV-Projektes, welches fachlich und inhaltlich durch einen Beirat begleitet wird. Der
Fachbeirat setzt sich aus Vertreter/innen unterschiedlicher Disziplinen zusammen, damit eine
möglichst breit gefächerte fachliche und wissenschaftliche Unterstützung gewährleistet ist. Für diesen
- 48 -
Jahresbericht 2010
Fachbeirat sind von uns benannt worden DHV-Vizepräsident Prof. Rudolf Forcher sowie DHVGeschäftsführer Markus Schneid. Heilbäder und Kurorte sind aufgerufen, innovative Angebote
einzureichen, die durch den Fachbeirat erfasst und geprüft werden.
Die Ergebnisse der sog. Zukunftskonferenzen zeigen, dass rund 90 Prozent aller vom DTV
eingesammelten innovativen Beispiele aus dem Bereich unserer Heilbäder und Kurorte stammen.
Dies allein ist ein deutliches Zeichen dafür, dass für eine mögliche Fortführung oder
Weiterentwicklung dieses Projektes inhaltlich allein der DHV in Betracht kommen kann. Tourismus
können viele, Gesundheit können nur die Heilbäder und Kurorte.
4.4 Gütesiegel des DHV
PRÄVENTION IM KURORT® und WELLNESS IM KURORT® sind Gütesiegel des DHV, die
Präventions- bzw. Wellness-Angeboten in Heilbädern und Kurorten verliehen werden, die alle
geforderten Kernvorgaben erfüllen. Die Angebote richten sich vor allem an privatzahlende Gäste. Sie
schließen aber auch Angebote mit ein, die von den Krankenkassen im gesetzlich vorgegebenen
Rahmen gefördert werden.
•
•
Angebote WELLNESS IM KURORT: 136 Angebote in 31 Orten
Angebote PRÄVENTION IM KURORT: 58 Angebote in 20 Orten
2010 erhielten drei Angebote das Siegel PRÄVENTION IM KURORT®:
„Stoffwechsel“, ein Angebot des Staatsbad Nenndorf (Niedersachsen)
„Burn out nicht mit mir!“ und „Wirbelsäule in Balance“, zwei Angebote der Saline Bad Sassendorf
(Nordrhein-Westfalen)
4.5 Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
4.5.1 Pressearbeit
Die Pressearbeit des DHV wird stetig ausgebaut und richtete sich in 2010 vorwiegend an
Fachmedien. Es wurden Pressemeldungen zu gesundheits- und wirtschaftspolitischen Themen sowie
zu Veranstaltungsformaten, wie Walking-Tag verschickt.
Anfragen von Journalisten wurden in Zusammenarbeit mit den Mitgliedsverbänden und deren
Mitgliedern erfolgreich bearbeitet.
Mit Start der Imagekampagne ist geplant in 2011 ff., die Pressearbeit im Bereich Publikumsmedien
auszubauen, um das Thema Kur in der Öffentlichkeit entsprechend zu platzieren.
Neben Presseartikel bzw. -meldungen zu Gäste- und Übernachtungszahlen erschienen 2010
deutschlandweite Artikel und Berichte zu den Themen:
Wandel der Reiseziele
Staatliche Prädikate
Heilmittel und Heilverfahren
Renaissance der Kur
Heilbäder und Kurorte als Kompetenzzentren
Comeback Fango & Co.
Gütesiegel
Medical Wellness
8. Deutsche Walking-Tag
Der Walking-Tag wurde regional sehr stark in den Medien vor Ort, in den teilnehmenden Heilbädern
und Kurorten begleitetet.
Jahresbericht 2010
- 49 -
4.5.2 DHV-Homepage
Die bestehende DHV-Homepage ist eine reine Verbandsdarstellung und wird kontinuierlich
ausgebaut.
Statistik im ersten Halbjahr 2010:
12.734 Besucher
85.311 Seitenzugriffe
Mit Start der Imagekampagne wird es eine neue Homepage B2C geben: www.die-neue-kur.de Hier
finden potentielle Gäste alle Informationen zum Thema Kur.
4.5.3 Messeauftritte
In 2010 war der DHV mit einem Anschließermodul am DZT-Stand bei der ITB, der weltweit
führenden Fachmesse der internationalen Tourismuswirtschaft vertreten. Dieser erfolgreiche Auftritt
soll 2011 ausgebaut und um Veranstaltungsformate ergänzt werden.
Der DHV-Stand auf der ITB 2010
Bei den Hausärztetagen in Hamburg und Bad Sassendorf, organisiert vom Deutschen
Hausärzteverband e. V. sowie beim Zukunftsforum Langes Leben in Berlin wurde die DHVBroschüre DIE KUR IN DEUTSCHLAND ausgelegt.
4.5.4 Weitere Projekte
Organisation – Koordination – Betreuung von:
deutschlandweite Imagekampagne
DZT-Kooperation Themenjahr 2011
IG Park im Kurort
IG Kur- und Bädermuseen
Entwicklung
einer
deutschlandweiten
„Gesunder Urlaub in Deutschland“
Ausschuss PR und Kommunikation
Veranstaltungsformate
Online-Buchungsplattform
4.5.5 Ausblick
Im September 2010 fand in Berlin ein Workshop zur Entwicklung einer deutschlandweiten
innovativen Buchungsplattform für gesunden Urlaub in Deutschland statt. Diese Buchungsplattform
macht Qualitätsurlaub und gesunden Urlaub in Deutschland erstmals umfänglich sichtbar und
buchbar. Das Portal wird eine Anlaufstelle für alle Gesundheitsinteressierten bieten, einen
- 50 -
Jahresbericht 2010
einheitlichen Auftritt gewährleisten, sowie Umsätze über Buchungsmöglichkeiten erwirtschaften. Der
DHV wird dieses Projekt gemeinsam mit EBERL Online und deren Partner starten und die noch zu
gründende DHV-Servicegesellschaft wird diese betreiben.
Fortführung der Imagekampagne für Die neue Kur.
Die Veranstaltungsformate werden ab 2011 ausgebaut. So plant der DHV weitere
Lobbyveranstaltungen in Berlin, einen Strategieworkshop für das Kur- und Bäderwesen, eine
deutschlandweite Veranstaltung basierend auf dem Walking-Tag, einen Kur- und Bäderkongress etc.
Die DHV-Broschüren, wie DIE KUR IN DEUTSCHLAND und das Verbandsorgan Heilbad & Kurort
werden zielgruppenspezifisch neukonzipiert.
4.6 Publikationen
DIE KUR IN DEUTSCHLAND – Auflage: 30.000
Deutscher Bäderkalender (CD-ROM) – Auflage: 140.000
Fachbroschüren:
Begriffsbestimmungen (Stand: April 2005)
Begriffsbestimmungen kommentiert (Stand: Oktober 2005)
Leistungsbeschreibungen physikalische Therapie
Peloidtherapie
(Stand: 1998)
Thalassotherapie
(Stand: 1998)
Kneipptherapie
(Stand: 1999)
Heilkimatherapie
(Stand: 2000)
Wasser ist mehr
(Stand: 2001)
Handbücher / Leitfäden
Handbuch zur Vorbereitung zertifizierter Angebote: PRÄVENTION IM
KURORT ®
Handbuch zur Vorbereitung zertifizierter Angebote: WELLNESS IM
KURORT ®
4.7 Finanzen
Jahresergebnis
2006
Jahresergebnis
2007
Jahresergebnis
2008
Jahresergebnis
2009
Haushaltsansatz
2010
Einnahmen
Mitgliedsbeiträge
550.646,00 €
550.646,00 €
550.511,00 €
553.500,00 €
550.500,00 €
Sonstige Einnahmen
89.043,62 €
129.669,27 €
42.970,11 €
648.310,33 €
25.000,00 €
Entnahme Rücklagen
73.781,02 €
54.129,31 €
97.287,46 €
161.504,77 €
713.470,64 €
734.444,58 €
690.768,57 €
1.363.315,10 €
575.500,00 €
Personalkosten/Gesamtsumme
336.545,34 €
376.482,96 €
359.830,58 €
371.919,64 €
316.000,00 €
Sonstige Kosten
Hauptgeschäftsstelle
138.595,46 €
150.265,10 €
153.643,19 €
235.709,21 €
119.900,00 €
Sonstige Ausgaben
236.794,67 €
205.809,63 €
177.716,09 €
1.535,17 €
1.886,89 €
713.470,64 €
734.444,58 €
Summe aller Einnahmen
einschl. Rücklagenentnahme
-
€
Ausgaben
Zuführung Rücklagen
Summe aller Ausgaben
einschl. Rücklagenzuführung
- 421,29 €
690.768,57 €
Jahresbericht 2010
151.780,95 €
603.905,30 €
1.363.315,10 €
139.600,00 €
-
€
575.500,00 €
- 51 -
4.8 Mitgliedschaften / Kooperationen
Der DHV ist Mitglied von:
Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V., Bon
Deutsche Gesellschaft für Moor- und Torfkunde e.V. (DGMT), Hannover
Deutsche Gesellschaft für Physikalische Medizin und Rehabilitation e.V. (DGPMR),
Dresden
Deutsches Seminar für Tourismus e.V. (DSFT), Berlin
Deutsche Zentrale für Tourismus e.V. (DZT), Frankfurt/Main
Europäischer Heilbäderverband e.V. (EHV), Brüssel
F.U.R. Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen e.V., Kiel
Gesellschaft für Versicherungswissenschaft und –gestaltung e.V., Köln
Gütegemeinschaft Diät und Vollkost e.V., Düsseldorf
Viabono, Bergisch Gladbach
Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs e.V., Wettbewerbszentrale, Bad
Homburg v.d.H.
Bundesverband deutscher Pressesprecher e.V., Berlin
Der DHV ist Kooperationspartner von:
Deutsche Gesellschaft für das Badewesen e.V., Essen
Deutscher Tourismus Verband e.V., Bonn
IG Medien und GEMA
5. Termine
9. - 13. März 2011:
ITB Berlin
15. Mai 2011
9. Deutscher Walking-Tag in deutschen Heilbädern und Kurorten
Am finalen Konzept wird aktuell noch gearbeitet. Der Termin bleibt
bestehen, eine Neuausrichtung und weitere Kooperationen werden geprüft.
Im Rahmen der Mitgliederversammlung wird über künftige Bädertage und Mitgliederversammlungen
entschieden.
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Jahresbericht 2010