faszination - Schweizer Jäger

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faszination - Schweizer Jäger
Schweizer
Das aktuelle
Monatsmagazin
für den Jäger
Nr. 7 Juli 2010
95. Jahrgang
Fr. 9.80 (inkl. MWST)
ISSN 0036-8016
Entlebucher
Jäger sorgen
für Verkehrssicherheit 22
Krebs
bei Tieren
30
Heym SR30 46
Interview:
Marcel Moser
Ein Geschenk
an die Jäger 24
FASZINATION
BLATTJAGD
6
Das neue Geovid HD.
Der Orientierungsprofi
in Premium-Ausstattung.
Als erster Optikspezialist hat Leica vor etwa 30 Jahren
einen Laserentfernungsmesser in ein Hochleistungsfernglas integriert und damit einen bis heute unerreichten Massstab gesetzt. Jetzt hat das Geovid
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2560 Nidau / www.leica-camera.ch
IMPRESSUM
ISSN 0036-8016
Publikationsorgan für
JagdSchweiz
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Schweizerischer Patentjäger- und
Wildschutzverband SPW
Sekretariat:
Editorial
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Schweizer Niederlaufhund- und
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Der Grüne Bruch
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Erstens kommt es anders und
zweitens als man denkt...
Foto: Peter Vonow
Schweizerischer Laufhundclub
Wenn Sie mich vor drei Monaten gefragt
hätten, ob ich je in die jagdpolitische
Verbandsarbeit einsteigen würde, dann
hätte ich geantwortet: Sicher nicht! Jagd war für mich bis vor kurzem das, was
es auch für die meisten von Ihnen ist: die schönste Nebensache der Welt, kurz
eine Leidenschaft, der ich auf der Bündner Hochjagd und als Revierjäger im
Vorarlberg seit Jahrzehnten schon nachgehe.
Heute sieht das alles etwas anders aus. Vor kurzem sind gleich zwei jagdpolitische Mandatsangebote an mich herangetragen worden und so kam es, dass
innert weniger Wochen aus dem passionierten Jäger auch ein überzeugter eidgenössischer Jagdpolitiker geworden ist. Als SPW-Präsident und als Vorstandsmitglied des Dachverbandes JagdSchweiz bin ich quasi über Nacht in eine Welt
katapultiert worden, die mir natürlich keineswegs fremd ist, wo es aber nicht um
Freizeitbeschäftigung, sondern um fachlich fundierte Verbandsarbeit geht.
Ich habe die beiden Mandate gerne übernommen, weil ich überzeugt bin, dass
die politische Tätigkeit zugunsten der Jagd intensiviert werden muss. Wir brauchen auch auf eidgenössischer Ebene Fürsprecher, die sich mit Herzblut und
Fachwissen in die aktuellen Debatten einschalten.
Zuoberst auf meiner Prioritätenliste steht die Öffentlichkeitsarbeit, das heisst
die Kommunikation mit allen jagdrelevanten Zielgruppen. An entsprechenden
Themen besteht kein Mangel. Fast immer geht es um hochemotionale Fragen
wie beispielsweise die Problematik der Grossraubtiere oder – ganz aktuell – die
Auseinandersetzungen über die kommende Volksabstimmung über die Initiative
«Schutz vor Waffengewalt». Gerade bei dieser Thematik müssen wir Jägerinnen
und Jäger jetzt klar und deutlich Farbe bekennen und alles unternehmen, damit
diese Initiative – wie es auch der Bundesrat empfiehlt – abgelehnt wird. Dabei
ist es wichtig, dass wir den Hebel auf ganz verschiedenen Ebenen ansetzen, angefangen vom dörflichen Stammtisch bis hinauf ins sogenannte «Bundesbern».
Es ist klar, dass ich selbst das genau so praktizieren werde.
Ein konkretes Beispiel guter Informationsarbeit war für mich der Weiterbildungstag «Jagd und Öffentlichkeitsarbeit», der im April in Landquart stattgefunden hat. Dort hat der Bündner Kantonale Patentjäger-Verband eine Fachtagung organisiert mit interessanten Fachvorträgen und Diskussionsrunden.
Der Anlass ist professionell vorbereitet und durchgeführt worden – nicht zuletzt
unter Beizug von externen Fachleuten. Es ist sehr empfehlenswert, auch Nichtjägerinnen und Nichtjäger als Dialogpartner einzubeziehen, denn diese Personen sind besonders glaubwürdige Botschafter in der Öffentlichkeit. So oder so
danke ich Ihnen allen, die mit beherztem Sachverstand diese eminent wichtige
Überzeugungsarbeit leisten. Es gibt viel zu tun – also packen wir es an!
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Titelbild:
Sommerzeit
Foto: Markus P. Stähli
Tarzisius Caviezel, FDP-Nationalrat, Davos
Präsident Schweizerischer Patentjäger- und Wildschutzverband SPW
Vorstandsmitglied des Dachverbandes JagdSchweiz
Schweizer Jäger 7/2010
3
6
Monatsthema
Die Gunst des
Augenblicks
Die Blattjagd auf den
Rehbock ist in der Schweiz,
bedingt durch verschiedene Gesetze und unterschiedliche Jagdzeiten,
keine verbreitete Jagdart.
Das soll uns aber nicht
daran hindern, den Profis
über die Schulter zu
schauen.
Wildkunde
Krebs bei Tieren
Tumore, also Geschwülste,
treten bei Tieren an der
Haut sowie in sämtlichen
Geweben und Organen
immer wieder auf, werden
aber besonders in Innenorganen häufig übersehen.
Univ. Doz. Dr. Armin Deutz
und Dr. med. vet. Heini
Hofmann gehen darauf ein.
4
Schweizer Jäger 7/2010
30
46
INHALT
Jagd & Wild
Monatsthema
Wildkunde
6
30
Waffen & Ausrüstung
Ausrüstung
African King
Bei Geradezugrepetierern denken die meisten
Jäger an ein bestimmtes Modell. Aber wie überall im
Leben, haben auch andere Mütter schöne Töchter.
Neuheiten für den Jäger
African King
Jägermarkt
45
46
79
Jäger & Hund
CAC-Laufhundeschau
26
Staupe – vergessene Krankheit 28
Lebensraum
Sichere Verkehrswege für Wildtiere
Die Jäger der Gemeinde Entlebuch haben in
vorbildlicher Weise und mit eigenen
finanziellen Mitteln ein Projekt mit Wildwarngeräten
gestartet.
22
Jagdspektrum
Veranstaltungen
Satire
Leserjagdreise
Lebensraum
Interview
Jagdschiessen
Randschrote
Jagdgeschichten
Jägersprache
Bund und Kantone
Kapitale Trophäen
Fehlschuss
Sonne, Mond, Solunar
Blattschuss
Abschied
Literatur
Ausland
Schnappschuss
Wettbewerb
16
16
18
19
24
38
44
50
52
54
57
58
62
69
72
73
74
76
82
Vorschau 8/2010
s Neue Serie: Trophäen richtig
behandeln, 1. Teil
s Bald Grauhörnchen in der
Schweiz?
Schweizer Jäger 7/2010
5
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Schweizer Jäger 7/2010
Foto: Helge Schulz
Monatsthema
DIE GUNST
DES AUGENBLICKS
Die Blattjagd auf den Rehbock ist in der Schweiz, bedingt durch
verschiedene Gesetze und unterschiedliche Jagdzeiten, keine
verbreitete Jagdart. Wer einmal dabei war, der wird sich aber
kaum von der Faszination lossagen können. Was aber bewegt
den Bock zu springen und wie blattet man richtig? Mehr über
die Blattjagd und das Rehwild in der Brunft wird Ihnen hier von
verschiedenen Autoren dargestellt.
Schweizer Jäger 7/2010
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IM R AUSCH
DER HORMONE
Die Blattjagd auf den Rehbock ist eine der spannendsten Jagdarten. Aber
warum genau springt ein Bock eigentlich aufs Blatt und verlässt dabei auch
sein wohlgehütetes Territorium? Wie ist das überhaupt mit der verbreiteten Meinung, der Bock sei während der Brunft ganz besonders standorttreu? Was ist mit den suchenden Böcken? Und wer sucht wirklich wen?
Wildbiologin und Rehwildexpertin Gundula Thor beleuchtet Vorder- und
Hintergründiges.
Von Gundula Thor
Anfang Mai hatte ich ihn bereits einmal für anderthalb Stunden im Leuchtpunkt-Absehen
meines Diavari. Ich sass abends
auf einer Leiter am Rand einer
fast kreisförmigen Lichtung, die
dem Borkenkäfer zuzuschreiben,
oder, aus Sicht des Waldjägers
auf Rehwild, zu verdanken war.
Nach einer halben Stunde sah ich
ganz am anderen Ende der Lichtung auf etwa 150 Meter Entfernung ein Stück Rehwild aus dem
dahinter liegenden Altholz austreten. Ich äugte durchs Glas und
sah, dass es ein für diesen Pirschbezirk mit seinen kargen Böden
und grossen Dickungskomplexen
recht starker Bock war. Genau genommen der stärkste, den ich dort
bis dato je in Anblick bekommen
hatte. Keineswegs ein Medaillenbock, natürlich, aber als reiner
Waldjäger in solch einem – landschaftlich durchaus reizvollen –
Gebiet wird man da bescheiden.
Blick aus dem
Ich koche auch jeden Knopfer ab
und freue mich über die ErinneBlattstand: Im
rung an das Jagderlebnis. Aber
Randbereich der
ehrlicherweise muss ich schon sakleinen, im Anschluss an den Alt- gen, dass dieser Bock mein Blut
ein bisschen mehr als sonst in
holzbestand zu
erkennenden Lich- Wallung brachte.
Nur: Er stand auf einer kleinen
tung im HinterBöschung vor dem Altholz und
grund, die etwa
200 Meter entfernt äste beschaulich an einem Holunist, hatte der Bock derbusch. Es war für mein Dafür-
halten kein ausreichender Kugelfang vorhanden. Also richtete ich
mich so gut es ging im Anschlag
auf der (unbequemen) Leiter ein
und wartete darauf, dass er ein
paar Schritte nach vorn und hinunter tun würde, bis der Erdwall
einen sicheren Kugelfang bot. Und
ich wartete und wartete. Der Bock
äste mal links, mal rechts, mal
drehte er sich um in die entgegengesetzte Richtung, aber er tat mir
um nichts in der Welt den Gefallen, von seinem hohen Ross herabzusteigen. Langsam begann
mir der rechte Arm einzuschlafen.
Also setzte ich den Repetierer vorsichtig ab, machte ein paar langsame isometrische Übungen mit der
rechten Hand und ging wieder in
Foto: G.Thor
Gut gedeckte Kanzel als Blattstand
(Rückseite mit Einstieg): Hier spielte
sich das geschilderte Blattjagderlebnis der Autorin am 26. Juli 2009 ab.
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Schweizer Jäger 7/2010
Foto: G.Thor
seinen Einstand.
Foto: G.Thor
Monatsthema
Blattzeit:
Von rechts hinten sprang der Bock
rasant aufs Blatt, wendete – vom
Schützen aus gesehen – scharf nach links
und ... Fortsetzung siehe nächste Seite.
Die Nerven verloren
Also blattete ich von nun an
auf Teufel komm raus. Und zwar
inklusive Sprengfiep und dessen
Steigerung, dem Angstgeschrei.
Ziemlich laut und penetrant.
Wieder und wieder. Um 21 Uhr
schickte ich meinem Mann ein
sms: «Er springt nicht. Ich glaube,
wir können abbaumen.» Als Antwort kam zurück: «Gerade Geiss
gesehen.» Gut, also noch abwarten, es war ja noch ausreichend
Büchsenlicht. In diesem Moment
sah ich im linken Augenwinkel
etwa 30 Meter entfernt eine Geiss
über eine Rückegasse huschen.
Das war die Gelegenheit! Noch
einmal schnell heftiges Angstgeschrei – und schon sprang, nein,
raste der Bock direkt auf mich
zu. Er hatte die Nerven verloren!
Flugs legte ich das Glas ab, ging
drückjagdgewohnt in Anschlag,
etwa 20 Meter vor meiner Kanzel schlug der Bock einen rechtwinkligen Haken in Richtung auf
die Geiss von zuvor, ich schreck-
Die Deutsch-Langhaar Hellschimmelhündin der Autorin
beim Bringselverweisen (hier
an einem anderen
Bock).
Ein braver Bock. Das (frontal betrachtet
lyraförmige) Gehörn hat für diesen
bayerischen Pirschbezirk mit seinen
kargen Böden und grossen Dickungskomplexen recht starke Stangen, eine
passable Höhe und eine ganz
ordentliche Vereckung.
Foto: G.Thor
Zu früh?
Am 26. Juli baumte ich gegen
19 Uhr auf einer Kanzel in der
Nähe der Leiter bei gutem Wind
auf. Ich hatte vor, bestenfalls ein
paarmal ganz vorsichtig zu fiepen, denn es war ja noch recht
früh in der Rehwildbrunft. Und
wie immer wollte ich bis zum
ersten Fiep zunächst einmal eine
halbe Stunde warten. Natürlich
hatte ich meine Aufmerksamkeit
vornehmlich in Richtung des guten Bocks gerichtet. Und tatsächlich: Gegen halb acht nahm ich in
etwa 180 bis 200 Metern Entfernung eine Bewegung wahr. Langsam hob ich mein zehnfaches
Glas ans Auge, das ich seit meinen Rehwildprojekten, bei denen
es ja darauf ankommt, die Zahlen auf Lauschermarken auch auf
Um halb neun war klar, dass
mir nur noch vielleicht eine halbe bis dreiviertel Stunde bleiben
würde, bis mir die Zeit (und der
Bock) davonlaufen und das Büchsenlicht schwinden würden. Also
entschloss ich mich, alles auf eine
Karte zu setzen und mal so richtig zum Blattangriff überzugehen.
Sollte ich den Bock damit verblatten, würde ich es halt nächstes Jahr wieder probieren und hoffen, dass er das Erlebnis bis dahin
wieder vergessen haben oder sich
im Testosteronrausch selbst vergessen würde.
weite Entfernung ablesen zu können, nicht mehr missen möchte.
Durch eine schmale, glücklicherweise zufällig vorhandene Lücke
zwischen zwei starken Fichtenstämmen konnte ich, inmitten von
Buchenverjüngung und Sträuchern am Rand der kleinen Lichtung, gerade so den Wildkörper
spitz von vorn ausmachen. Das
Glas wanderte zwischen die Lauscher: Es war der Bock vom Mai!
Und fast haargenau an der gleichen Stelle wie bei der Erstbeobachtung. Unverkennbar in diesem Fall durch die Gehörnform
und – für dieses Revier – ungewöhnliche Stärke. Ich hatte im
Mai ja lange genug Zeit gehabt,
ihn mir ganz genau anzuschauen…
Ich schickte meinem Mann,
der auf einer weit entfernten Leiter ansass, ein kurzes sms: «Gerade den Bock vom Mai gesehen.
Also nicht erlegt oder überfahren.
Grosse Freude!»
Ich machte mich bereit und
fiepte einmal ganz vorsichtig,
zaghaft und schmachtend. Dann
nahm ich wieder das Glas zur
Hand. Der Bock knabberte unbeeindruckt an den Trieben eines
Strauchs. Nach einer Viertelstunde probierte ich es noch einmal.
Der Bock äste seelenruhig weiter.
Mittlerweile hatte er sich ein kleines Stück fortbewegt, und zwischen dem Altholz sah ich nur
noch Hinterziemer und Hinterläufe. Wohl doch noch zu früh zum
Blatten, dachte ich. Ich wartete eine halbe Stunde. Inzwischen
war der Bock ganz aus meinem
Gesichtsfeld verschwunden.
Foto: G.Thor
Anschlag. Es begann zu dämmern.
Da schickte der Bock sich an, gemächlich nach vorne zu ziehen.
Noch vier Schritte, noch drei…
Plötzlich kam auf der Forststrasse links vom Bock ein Auto gefahren, der Bock sicherte, schlug
um und weg war er. Im Auto sass
mein Mann mit einem Jagdfreund
von uns, der am nächsten Morgen
sehr zeitig wieder abreisen musste,
und deshalb hatten die Jungs beschlossen, mich etwas vor der Zeit
abzuholen. Ich gestehe, ich hätte vor Ärger meinen Hut aufessen
können.
Danach sass ich noch mehrmals, jedoch im Hinblick auf die
spätere Blattjagd auch wiederum
nicht allzu oft, auf diesen Bock
an. Aber er war wie vom Erdboden verschluckt.
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Schweizer Jäger 7/2010
Foto: Helge Schulz
Von Sinnen
Die Rufjagd ist immer eine der
aufregendsten und anspruchsvollsten Jagdarten. Selten jedoch
nimmt sie einen derart rasanten
Verlauf wie bei einem Rehbock,
der aufs Blatt springt. Warum genau tut er das eigentlich?
Ein Bock wittert eine beschlagbereite Geiss, deren Eisprung (Östrus) naht, bereits mehrere Tage zuvor über Hunderte von Metern, ja
manchmal sogar kilometerweit.
Er saugt die Pheromone im Harn
der Geiss durch den Windfang und
den leicht geöffneten Äser regelrecht ein. Über die Schleimhäute gelangen sie zum so genannten
Jacobsonschen Organ. Das sind
mit Riechschleimhaut ausgekleidete, winzige schlauchartige Gebilde zwischen Mund- und Nasenhöhle.
Dieses Sinnesorgan ist interessant. Es besitzt besonders viele Rezeptoren zur Aufnahme von
ganz bestimmten, artspezifischen
Duftstoffen. Es bündelt die Geruchsreize und leitet sie als Signale ans Gehirn weiter. Evolutionsbiologisch betrachtet handelt
es sich um eine sehr alte Struktur, die dem Sichfinden der Geschlechtspartner diente und bei
manchen heutigen Tierarten recht
hoch entwickelt sein kann. Bei
den Reptilien ist es zum Beispiel
das Hauptgeruchsorgan. Auch bei
vielen Säugetieren findet man diesen sensiblen Geruchsempfänger.
Zum Beispiel ist er beim Schalenwild und bei anderen Huftie-
Rehböcke wittern
und vernehmen
eine beschlagbereite Geiss ebenso wie das Blatten
des Jägers über
weite Distanzen.
Foto: Helge Schulz
Monatsthema
te, er verhoffte, ich schoss und er
tauchte ab in eine Buchenverjüngung.
Ich hyperventilierte heftig, das
muss ich zugeben. Mit leicht tatterigen Fingern tippte ich ein sms
an meinen Mann: «Bock liegt vermutlich.» 20 Minuten später fanden wir am Anschuss kräftig Lungenschweiss, und so holten wir
meine Deutsch-Langhaar-Hündin Elsie, um ihr und uns das Vergnügen des Bringselverweisens
in die Buchenverjüngung zu gönnen. 30 Meter hatte ihn das Adrenalin noch gepusht, wobei die
Böcke auf der Blattjagd ja häufig
noch sehr viel weiter abgehen.
ren angelegt, wobei manche Arten
wie zum Beispiel Rot-, Gams-,
Stein- und Muffelwild oder das
Pferd mit stark hochgestülpter
Oberlippe ausgeprägt flehmen,
um dieses Organ noch besser mit
Geruchsmolekülen beliefern zu
können. Bei den Menschenaffen
und beim Menschen fehlt davon
jede Spur. Offenbar hat es sich
dort (leider?) zurückgebildet.
Wenn der Rehbock sich nun
den verlockenden Duft des ewig
Weiblichen sozusagen «reinzieht» und auf dem Lecker zergehen lässt, wird dem Gehirn
via Riechschleimhaut bevorstehend Erfreuliches gemeldet. Das
Gehirn reagiert blitzartig und
veranlasst eine vermehrte Ausschüttung des männlichen Geschlechtshormons
Testosteron
(wir kennen die genauen Abläufe spätestens seit Woody Allens
grandiosem Film «Was Sie schon
immer über Sex wissen wollten»).
Unter der Wirkung des folgenden
Hormonstosses lässt der Bock
jegliche Vorsicht und Vernunft
fahren. (Erkennen wir da vielleicht menschliche Züge?)
Das Gleiche gilt, wenn der
Bock durch akustische Signale
von der Beschlagsbereitschaft einer Geiss erfährt. Dazu dient die
ganze Palette der Lautäusserungen von brunftigen weiblichen
Rehen. Und das macht sich der
Blattjäger zunutze, indem er diese
typischen Laute der Geiss nachahmt. Steigert sich das Liebesspiel und lässt die Geiss gar das
Angstgeschrei vernehmen, alarmiert dies alle territorialen Böcke
in Hörweite (und auch nicht selten Trittbrettfahrer, die im Fachjargon Beischlaferschleicher oder
Satelliten genannt werden). Wenn
sie nicht gerade selbst zu stark mit
einer Geiss oder einem Schmalreh beschäftigt oder abgebrunftet
sind, werden sie sachte bis stürmisch zustehen und nachschauen,
ob der freche Rivale vielleicht in
die Flucht zu schlagen oder ohne
Aufwand ein Schäferstündchen
abzustauben ist. Und jeder erfahrene Blattjäger weiss: Manchmal steht ein Bock aus sehr weiter
Entfernung zu; denn sein Gehör
ist so ausgezeichnet, dass er das
Fiepen einer Geiss oder eines Jägers über sehr grosse Distanzen
vernimmt.
Stabil oder mobil?
Es geht also bei der Blattjagd
darum, einen Bock (im besten
Fall vielleicht einen älteren, territorialen) von dort, wo er sich
gerade befindet, weg- und zum
Blattstand hinzulocken. Zwar
sind die Grenzen der Territorien,
obwohl die Karten jedes Jahr neu
gemischt werden, insgesamt recht
stabil und die Böcke zeigen sich
verhältnismässig standorttreu.
Das hat aber nichts damit zu tun,
dass sie ihr Territorium nicht unter bestimmten Umständen zeitweise verlassen würden. Das sind
zwei Paar Stiefel, die aber häufig
miteinander verwechselt werden.
Für Rehwild gibt es während
der Brunft verschiedene Gründe,
zu ziehen, zu trollen, zu flüchten oder – zu springen. Ob ein
Rehbock zum Beispiel ins Territorium eines anderen Bocks
eindringt, um sich an einer feindlichen Übernahme zu versuchen;
ob er von einem physisch oder
mental stärkeren Geschlechtsgenossen in die Flucht geschlagen
Nächtliche Ausflüge
Halten wir also noch einmal
fest: Rehböcke unternehmen
während der Blattzeit in der Tat
Abstecher aus ihren Territorien.
Nichtsdestotrotz hält sich – teilweise auch noch in der neueren
Literatur über Rehwild – hartnäckig die Meinung, dass der Rehbock gerade während der Blattzeit
ganz besonders standorttreu sei
und gleichsam an der Scholle klebe. Vielleicht liegt dies vor allem
daran, dass es gar nicht so einfach
ist, die Böcke bei ihren Ausflügen
auch wirklich zu erwischen, und
dass zudem der Lebensraum eine
gewisse Rolle spielt.
Zwei Beispiele: In einem meiner Rehwildforschungsreviere,
das in einem grossen, relativ geschlossenen Waldgebiet lag, wurden zwei von drei Ausflügen von
Senderrehen aus ihren Sommerstreifgebieten im Juni und nicht
im Hochsommer unternommen.
Dazu passt die Erkenntnis, dass
die meisten Rehe im Juni überfahren werden, gefolgt von einem
weiteren, aber meist etwas kleineren Unfallpeak während der Rehbrunft. Der erste Peak im Juni ist
der Abwanderung von Jährlingen
und Schmalrehen zu schulden, die
von ihrer Muttergeiss abgeschlagen wurden. Und der zweite dem
«regen Brunfttreiben», also den
vermehrten Bewegungen männlicher und weiblicher Rehe von
Mitte Juli bis Mitte August (im
Hochgebirge jeweils etwa ein bis
zwei Wochen später).
In einem anderen meiner
Untersuchungsgebiete hingegen,
einem Mix aus Feld und Wald,
konnte ich Folgendes nachweisen:
Rehböcke mit Senderhalsbändern
unternahmen während der Blattzeit (bevorzugt nächtliche) Ausflüge aus ihren Territorien hinaus
Nicht der Bock
entscheidet, ob
es zum Beschlag
kommt, sondern
die Geiss trifft
nach neuesten
Erkenntnissen
die Wahl.
Wildbiologin und
Rehwildexpertin
Gundula Thor ist
unseren Lesern bereits aus zahlreichen
Beiträgen bekannt.
Sie ist passionierte Blattjägerin und
schreibt in der Schweiz exklusiv für den
«Schweizer Jäger».
Schweizer Jäger 7/2010
11
Monatsthema
Foto: Stefan Meyers
und manchmal regelrecht herumgescheucht wird; ob er auf echte oder vermeintliche Brunftgeräusche zusteht – oder ob er eine
Brunftpartnerin sucht: Im Sommer ist ganz schön was los beim
Rehwild! Aber wir reden hier nur
immer von «ihm». Was ist denn
mit «ihr»?
Damit sind wir gleich bei der
nächsten Frage: Was ist jetzt mit
dem Suchen? Sucht der Bock die
Geiss (auf und aus) – oder umgekehrt? Nach neueren Erkenntnissen sind es die Geissen, die in
der Brunft losziehen, die Auswahl
treffen und entscheiden, welcher
Bock sie beschlagen darf. Das
hat zum Beispiel mein Kollege
John Linnell aus Norwegen sehr
gut beschrieben (siehe «Schweizer Jäger» Nr. 9, 2007: «Der Rehbock ist ein echter Kavalier»).
Ja, aber wie passt da der mit
tiefem Haupt suchende Bock ins
Bild, der die Fährte einer beschlagbereiten Geiss professionell ausarbeitet wie ein guter Schweisshund die Rotfährte? Nun, zuerst
einmal wird der territoriale Bock
natürlich schon versuchen, so lange wie möglich im sicheren Hafen
seines Reviers zu bleiben. Aber
wenn dann nichts kommt? Dann
würde er womöglich etwas verpassen! Also lässt er sich, wenn
er die Duftwolke einer beschlagbereiten Geiss aus der Entfernung
aufschnappt, dazu hinreissen, dem
Lockruf der Pheromone zu folgen
und diese Geiss gezielt zu suchen.
«Erst zog sie ihn, dann sank er
hin», gewissermassen.
in die Getreidefelder. Dabei verliessen sie ihre durch Ortungen
bestätigten Sommerstreifgebiete,
die sich in einem Waldstück inmitten der Feldflur befanden und
in deren Kernzonen ihre Territorien lagen. Auf diesen Ausflügen
entfernten sie sich zwischen 500
Metern und knapp über drei Kilometer von ihren Einständen.
Der Nachweis gelang im Rahmen von 24-Stunden-Ortungen,
bei denen jedes Senderreh alle
zwei Stunden gepeilt wurde. Da
es sich um kurzzeitige punktuelle Ausnahmestandorte handelte,
wurden sie von mir als «Exkursionen» gewertet.
Ein kleines Rechenexempel:
Die Streifgebiete von Rehwild bei
uns in heimischer Wildbahn sind
nicht gerade riesig: Je nach Rehwilddichte rangieren sie im Sommer in der Regel zwischen knapp
zehn und rund 40 (in Ausnahmefällen bis 60) Hektar. Wenn wir
nun als Beispiel eine mittlere Fläche von 25 Hektar nehmen, wobei
sie sehr häufig kleiner ist, entspräche dies nur einem Quadrat von
500x500 Metern. Das Territorium
eines Bocks liegt innerhalb seines
Sommerstreifgebiets und ist noch
kleiner. Plausibel, dass während
der Brunft die Grenzen auch mal
überschritten werden…
Ist ja eigentlich auch einleuchtend: Folgt ein Rehbock einer
brunftigen Geiss, die auf der Suche nach dem zukünftigen Vater
ihrer Kinder zufällig in «Riechweite» seines Territoriums vorbeikommt, wird er im Rausch der
Hormone nur dann an der Grenze
seines eigenen Territoriums haltmachen, wenn ein stärkerer Nachbar ihn merkt und ihm Einhalt gebietet. Sonst würde ja die ganze
Blattjagd nicht funktionieren, die
auf dem gleichen Prinzip «Und
ewig lockt das Weib» beruht.
■
BLATTEN
Monatsthema
WIE DER
PROFI
12
Schweizer Jäger 7/2010
Foto: Werner Nagel
Blattzeit, das magische Wort, das jedem passionierten Rehwildjäger den Puls höher schlagen lässt. Suchende und treibende
Böcke drängen den Weidmann ins Revier, um sein Glück auf den
Brunftbock zu versuchen. Jeder hat so seine eigene Strategie, sei
es wann, wo, wie und mit was für einem Instrument geblattet
wird.
Von Klaus Demmel
Zum ersten Punkt: Ich bin der Überzeugung, dass jeder Jäger mit Einfühlungsvermögen – damit meine ich,
dass er sich in die Stimmungslagen
des Wildes hineinversetzen kann – die
Blattjagd ohne grosse Mühe erlernen
kann. Natürlich ist noch kein Meister
vom Himmel gefallen, aber bekanntlich macht die «Erfahrung den Meister».
Zum zweiten Punkt: Diejenigen mit
der Einstellung «entweder passt’s, oder
halt nicht» überlassen vieles dem Zufall. Den Grund dafür kennen aber die
wenigsten. Alljährlich bin ich in den
verschiedensten Revieren zur Blattjagd unterwegs und stelle immer wieder unter Beweis, dass die guten Strecken keine Zufallserfolge, sondern
kontinuierliche Erfolge einer sorgfältig vorbereiteten und durchgeführten
Jagd sind.
Grundvoraussetzungen
Eine erfolgreiche Blattjagd setzt einen gewissen Grad an Planung und
Vorbereitung voraus. Diese beginnt
schon im zeitigen Frühjahr. Dabei
wird alles irgendwie für die Blattjagd
Interessante notiert. Wo finde ich z.B.
vermehrt Fegestellen? Bestätigte Rehböcke werden notiert – auch Zufallsbegegnungen, denn gerade diese geraten häufig in Vergessenheit. An all
diesen Stellen lohnt sich später ein
Versuch zu blatten.
Weiter notiere ich jagdliche Einrichtungen, die zur Blattjagd mit ein-
Wer erfolgreich blatten will, ist gut beraten,
die Jagd sorgfältig zu planen.
bezogen werden können. Wo sollte ein
Blattstand errichtet werden? Wo genügt ein Schirm? Wo befinden sich
natürliche Blattstände wie Holzpolter,
Buschgruppen oder offene Feldscheunen. Aus dem Ganzen ergibt sich ein
Konzept, das sich von Jahr zu Jahr verbessert. Auch sollte das Üben mit dem
Blattinstrument nicht vergessen werden, denn wer während des Jahres regelmässig übt, ist zur Blattzeit gut gerüstet.
Nun könnte die Blattzeit kommen,
doch da tauchen schon die nächsten
Fragen auf.
Wo, wann und wie soll ich Blatten? Wohl dem, der sich schon frühzeitig mit diesen Themen beschäftigt
und sich dementsprechend darauf vorbereitet.
Wo blatten?
Im Wald sind dunkle Bereiche wie
schattige Altholzbestände mit niedrigem Bewuchs immer erfolgversprechend. Ein Abstand von achtzig bis
hundert Meter zum Einstand ist dabei ideal. Im Feld herrschen andere
Bedingungen, dort sind die Böcke bei
Sonnenschein nur schwer zu bewegen.
Deshalb nutze ich dort grundsätzlich
die frühen Morgen- bzw. die späten
Abendstunden. Natürlich kann nicht
nur vom Boden, sondern auch vom
Hochsitz aus geblattet werden. Dabei
müssen wir eines immer beachten: niemals Böcke auf kürzere Distanzen von
erhöhter Warte aus anblatten, denn jeder Rehbock weiss natürlich, dass die
Ricken und Schmalrehe nicht von den
Bäumen «pfeifen». Wird dagegen ge-
TRANSIT
Seit vielen Jahren führe ich alljährlich zahlreiche Jagdgäste aus aller Herren Länder zur Blattjagd, dabei
sind Strecken von zwanzig bis dreissig Rehböcken in wenigen Tagen keine Seltenheit. Solche Strecken ergeben sich nicht von alleine, es steckt
schon etwas mehr dahinter.
Bei den Blattjagd-Seminaren, die
ich in Deutschland und auch über die
Landesgrenzen hinaus bis in die Weiten Sibiriens abhalte, herrscht immer
ein reger Meinungsaustausch. Dabei
haben sich zwei Meinungen in den
Köpfen der Jäger festgesetzt:
U Richtiges Blatten ist eine grosse
Kunst.
U Wenn es passt, springen die Böcke
und wenn nicht, dann springen sie
einfach nicht.
Freie Sicht für den
sicheren Schuss.
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Monatsthema
nügend Abstand zum Einstand
eingehalten, bietet die erhöhte
Warte nur Vorteile. Ich selber benutze gerne transportable Schirme, so bin ich flexibel und vom
Wind unabhängig.
Wann blatten?
Vom Datum her gibt es zwei
erfolgversprechende
Zeiten:
Brunfteingang und Brunftausgang. Brunfteingang ist etwa die
Zeit vom 25. bis 28. Juli. Dann
sind die Böcke noch in guter Kondition und reagieren sehr gut. Darauf folgen in der Regel vier bis
fünf Tage mit eher spärlichem Erfolg.
Am 2. August beginnt die zweite Phase: der Brunftausgang. Die
Brunft hält bis etwa zum 15. August an und flacht dann rasch ab.
In raueren Gegenden beginnt die
Brunft später, denn der Brunftbeginn hängt unmittelbar mit dem
Setztermin der Ricken zusammen. Je später die Kitze gesetzt
werden, desto später beginnt auch
die Brunft. Um welche Uhrzeit
geblattet wird, hängt stark von
der Witterung ab. Bei bedecktem
Himmel und nicht all zu grosser
Hitze oder gar bei regnerischem
Wetter kann den ganzen Tag über
erfolgreich geblattet werden. Bei
Hitzeperioden sollten dagegen
unbedingt die frühen Morgenund die späteren Abendstunden
genutzt werden.
Wie blatten?
Nachdem wir je nach Wind
und Tageszeit den Blattstand ausgewählt und bezogen haben, sollte unbedingt eine Wartezeit von
zehn bis fünfzehn Minuten ein-
14
Schweizer Jäger 7/2010
Ein schnell aufgebautes Tarnnetz
bietet dem Jäger
gerade in Altholzbeständen eine
gute Deckung.
Auf dem freien
Feld kann auch
eine Strohballe
als Deckung dienen.
Das Blatten
verspricht auch
bei anderen
Rehwildarten
Erfolg, wie hier
bei einem Sibirier.
oder Pialaut des weiblichen brunftigen Stückes. Sitzt der Bock sehr
müde und abgebrunftet im Lager,
kostet es schon etwas mehr Mühe,
ihn auf die Läufe zu bekommen.
Hier müssen wir das Ganze schon
etwas aggressiver angehen, um
dem Bock die Anwesenheit eines Rivalen in seinem Territorium glaubhaft zu machen.
Wenn der Bock bei einem weiblichen Stück steht, gelingt es häufig, die Ricke samt Bock mit dem
Kitzfiep oder Kitzklagelaut zum
Zustehen zu bringen.
gehalten werden. So kehrt in der
Umgebung wieder etwas Ruhe
ein. Danach beginnen wir mit den
ersten Fiepserien. Nun zeigt sich,
wer Zuhause fleissig geübt hat
und den Umgang mit dem Blattinstrument beherrscht.
Die einzelnen Blattserien sowie die dazwischenliegenden
Pausen hier zu beschreiben, wäre
sehr schwierig. Diese sind auf
der bei mir erhältlichen Audio
CD «Blatten mit Klaus Demmel»
oder noch besser auf der neuen
DVD «Blattjagd mit Klaus Demmel» genau beschrieben und im
Einzelnen akustisch vorgeführt.
Wichtig ist, dass verschiedene Serien durchgespielt werden, denn
der Bock kann sich in verschiedenen Situationen befinden und reagiert auf den der Situation entsprechenden Laut.
Ist der Bock alleine auf der Suche, genügt häufig schon der Fiep
Fazit
Zwei Dinge lege ich den Jägerinnen und Jägern immer ans
Herz:
U Lassen Sie sich auf dem Blattstand genügend Zeit. Vierzig
Minuten bis zu einer Stunde
sind das absolute Muss, gerade
weil die Blattjagd auch den älteren, heimlichen Böcken gilt.
U Machen Sie sich keine Gedanken, wenn einmal ein schräger Ton entsteht. Ein paar falsche Töne machen wirklich
nichts kaputt. Nehmen Sie sich
ein Herz und lassen Sie Ihrem
Gefühl freien Lauf. Stellen
Sie sich einfach vor, Sie seien
das Schmalreh, das nach dem
Bock ruft, oder die Ricke, der
der Bock an der Schürze hängt.
Dann sind Sie auf dem richtigen
Weg. Auf monoton, einsilbig,
und gar langweilig vorgetragene Blattserien wird der erfahrene Bock nicht hereinfallen.
Mit welchem Instrument geblattet wird, bleibt letztendlich jedem selbst überlassen. Ich selber
blatte seit vielen Jahren mit dem
von mir entwickelten «Rottumtaler Rehblatter», der mit Sicherheit
einen Grossteil zu den guten Erfolgen beiträgt.
Eines noch zum Schluss: Sollte der Erfolg einmal ausbleiben,
geben Sie nicht auf. Schon am
nächsten Tag kann es wieder ganz
anders sein. Die Blattjagd bietet
Ihnen immer wieder schöne und
spannende Erlebnisse, die keiner in seinem Jägerleben missen
sollte!
■
7./8. August 2010
Brienzer Jagdschiessen
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Schweizer Jäger 7/2010
15
Veranstaltungen
Veranstaltungen
Ausstellungen Ausflüge
7. August
2. Walliser Jägertag im
Berg- & Schneesportcenter
in Brig/Gamsen
13./14. August
Jäger-Treff bei MenziSport, Filzbach
Fr 14–22, Sa 8.30–16 Uhr
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26. August
Vernissage in Bitsch VS
mit Tierbildern
von Josefine Studer
mit Weindegustation von
Vins des Chevaliers
19 Uhr im Restaurant Z’Matt
Die Ausstellung kann bis
Mitte 2011 im Restaurant
besucht werden.
16
Schweizer Jäger 7/2010
4./5. September
C-Hunting
Regionalmesse für Jagd,
Fischerei und Outdoor
Markthalle, 4900 Langenthal
09.00–18.00 Uhr
9.–10. Oktober
18. Europameisterschaft
der Laufhunde
in Martigny
Natur-Museum Luzern
Kasernenplatz 6, 6003 Luzern
041 228 54 11
Sonderausstellung
Dauer bis 31. Oktober:
Biodiversität: Die Vielfalt
des Lebens. Eine Ausstellung
des Forums Biodiversität und
der Naturhistorischen Museen
Bern und Genf.
Öffnungszeiten:
Di–So 10–17 Uhr, Mo
geschlossen, geöffnet an
Feiertagen
www.naturmuseum.ch
Waffenmuseum Suhl
täglich von 10.00–18.00 Uhr
[email protected]
0049 36 81 74 22 18
Naturama, das Aargauer
Naturmuseum
Bahnhofplatz, Aarau
Öffnungszeiten: täglich
ausser Montag 10–17 Uhr
Führungen auf Anfrage
24. November:
Heckenpflegekurs mit
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Der Kurs über ökologische
Aspekte, Sicherheitshinweise,
gesetzliche Rahmenbedingungen der Heckenpflege. Die
rationelle Heckenpflege mit
Maschinen wird vorgeführt
und deren Resultat mit konventionellen Methoden
verglichen. Anmeldung:
Thomas Baumann, Naturama
Tel. 062 832 72 87,
[email protected]
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Schweiz. Nationalpark
Zernez
Auskunft:
Tel. 081 856 83 78
Fax 081 856 17 40
Agenda Natur
Aktuelle Zusammenstellung
aller Anlässe und Tagesprogramm unter:
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veranstaltungskalender
Naturkundemuseum
mit Wildlife-Show
in Bad Säckingen am
Hochrhein
Neu: Modernes Schiesskino
und Nutzungsmöglichkeit
des Konferenzraumes durch
Jagdgesellschaften
Öffnungszeiten:
Montag–Freitag 14–18 Uhr
Samstag/Sonntag 10–16 Uhr
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Natur- und Tierpark Goldau
Parkstrasse 40
Telefon 041 859 06 06
www.tierpark.ch
Täglich geöffnet
1. April bis 31. Oktober:
Mo–Fr 9–18 Uhr, Sa/So 9–19 Uhr
1. November bis 31.März:
täglich 9–17 Uhr
Schweizer Museum für Wild
und Jagd
Schloss Landshut
3427 Utzenstorf BE
Saison 2010:
9. Mai bis 17. Oktober
Sonderausstellung 2010:
«Mit Grossraubtieren leben –
Herausforderung und Chance»
Abendführungen
(19.30–20.30 Uhr):
26. August: Raubtieren auf der Spur
... mit Tourenski und ferngesteuertem
Infrarotgewehr. «Anschauungsunterricht» zur Sonderausstellung mit
Andreas Ryser, Wildbiologe KORA,
Bern.
30. September: Was Sie schon immer
über die Jagd wissen wollten. Was
stimmt wirklich und was gehört
ins Reich der Legende? In einer
angeregten Diskussionsrunde
erfahren Sie mehr. Marianne
Blankenhorn, Bibliothekarin Schweiz.
Jagdbibliothek, und Hansjörg
Blankenhorn, Biologe, a. Eidg. Jagdinspektor, Säriswil.
Öffnungszeiten:
Di–Sa 14–17 Uhr; Sonntage sowie
Auffahrt (13. Mai):
10–17 Uhr; Montags sowie
Pfingstmontag (24. Mai),
1. August (Nationalfeiertag) und Eidg.
Bettag (19. September) geschlossen
Bündner Naturmuseum
Masanserstrasse 31, Chur
Telefon 081 257 28 41
Rendez-vous am Mittag
jeweils von 12.30–13.30 Uhr:
15. September:
Einfach Spitze; Führung durch die
aktuelle Ausstellung mit Flurin
Camenisch, Museumspädagoge.
Öffnungszeiten:
Di–So 10–17 Uhr
Mo geschlossen
www.naturmuseum.gr.ch
Wildpark Peter und Paul
Kirchlistrasse 92, St. Gallen
Telefon 071 244 51 13
www.wildpark-peterundpaul.ch
Der Wildpark ist bei freiem Eintritt
7 Tage in der Woche geöffnet. Hunde
sind an der kurzen Leine zu führen!
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genug für alles, was der Jäger in den Bergen
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innovative Details bei maximalem Tragekomfort. Selbstverständlich passt die TakeDown
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Naturmuseum Thurgau
Freie Strasse 26, Frauenfeld
Telefon 052 724 22 19
[email protected]
Öffnungszeiten:
Di–Sa 14–17 Uhr,
So 12–17 Uhr
Alpengarten Schynige Platte
Öffnungszeiten:
täglich 08.30 bis 18.00 Uhr
www.alpengarten.ch
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Bergrucksack
CHF 299,–
Naturhistorisches
Museum
der Burgergemeinde Bern
Öffnungszeiten: Mo 14–17 Uhr,
Di/Do/Fr 9–17 Uhr, Mi 9–18 Uhr,
Sa/So 10–17 Uhr.
Monte Generoso
Der ideale Ferienausflug ins Tessin:
Begleitete Besuche der Bärenhöhle auf
dem Monte Generoso.
Auskunft erteilt:
Ristorante Monte Generoso,
Telefon 091 649 77 22
Pro Natura Zentrum Champ-Pittet,
Yverdon-les-Bains
Ausstellungen und Naturlehr pfade.
Informationen:
Tel. 024 426 93 41
www.pronatura.ch/champ-pittet
Schweiz. Vogelwarte
Sempach
Vögel sehen und hören: In der
neuen Ausstellung sind die Vögel
der Vogelwarte-Sammlung nach
Lebensräumen gruppiert; ihre Stimmen
können an Ort und Stelle gehört
werden.
Gruppen und Schulen bieten wir
spezielle Führungen an. Auskunft und
Vorbestellung von Führungen:
Tel. 041 462 97 00
Fax 041 462 97 10
Aussenstelle Wallis:
Natur-Zentrum, Salgesch,
Tel. 027 456 88 56
Der besondere Clou: das Waidschutzcape.
Es wird am Tragesystem angeklippt und das
Wild mit dem roten Gurtsystem festgezurrt. Die
Kapuze schützt Kopf und Nacken des Jägers.
Das Waidschutzcape ist abwaschbar und wird
nach dem Trocknen wieder im äußeren Deckelfach des Rucksacks verstaut. Das Waidschutzcape ist auch einzeln für CHF 69,– erhältlich.
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Weitere Informationen und Fachhändler-Info:
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Veranstaltungen
Jagdhornbläser
Hubertusmessen
22. August
10.00 Uhr
Jägermesse
Kreckelareal, Herisau
Die Jagdhornbläsergruppe
Waldkauz AR freut sich auf
viele Besucher
31. Oktober
09.30 Uhr
Jägergottesdienst
in der reformierten Kirche
Vordemwald
mit den Jagdhornbläsern
Freiwild/Wiggertal
29. August
10.30 Uhr
Ökumenischer
Waldgottesdienst
Rotchrüz-Waldhütte,
5417 Untersiggenthal
Jagdhornbläser SonatES
6. November
19.15 Uhr
Hubertusfeier
in der Pfarrkirche St. Agatha
Neudorf LU
musikalisch begleitet durch
die Jagdhornbläser Diana
Willisau; mit Theologe Franz
Meyer, Willisau;
anschliessend herbstabendlicher Jägerapéro für alle
26. September
11.00 Uhr
Ökumenischer
Waldgottesdienst
Gehren, 5018 Erlinsbach
Jagdhornbläser SonatES
30. Oktober
17.15 Uhr
Jägermesse
Besammlung beim Hotel
Bad, Schwarzsee
Die Jägermesse findet bei trockenem Wetter unter freiem
Himmel statt. Sie wird von
den Jagdhornbläsern der Diana Sense Oberland umrahmt.
14. November
10.00 Uhr
Gottesdienst
Michaelskirche Meiringen
Musikalische Umrahmung
mit Jagdhornbläser/
Jägerchörli Oberhasli,
Obwaldner Jagdhornbläser
Leserjagdreise 2010:
Wieder nach Ungarn!
Auch die diesjährige Leserjagdreise des «Schweizer Jäger» führt nach den vier vergangenen, sehr erfolgreichen
Drückjagden nach Ungarn.
Reisetermin
4.–8. Dezember 2010
Flugreise mit Bustransfers.
Die bekannt guten Wildbestände Ungarns, eine bewährte Organisation und angenehme Unterkünfte bieten beste
Voraussetzungen für eine er-
Anmeldeschluss:
4. September 2010
Beispiele: Bei 13 Jägern und 49 Stück
Wild EUR 2650.– pro Jäger, bei 13 Jägern und 58 Stück Wild EUR 2844.– pro
Jäger.
Immer inkl. Keiler, egal wie stark.
Detaillierte Preisangaben auf Anfrage.
Kosten pro Teilnehmer:
Die Vorauszahlung von CHF 3000.–
ist bis spätestens am 6. Juni 2010 zu
leisten. Die definitive Endabrechnung findet nach der Rückreise in der
Schweiz statt.
Streckenabhängige Berechnungsgrundlage inkl. UK+VP, Jagdkarte etc.
Leistungen
Ungarische Jagdeinladung; Ungarische
Jagdkarte inkl. Jagdversicherung; 4 Tage
UK+VP im DZ 1. Klasse; 3 Tage Drückjagd, 3–4 Treiben/Tag; 3 Tage Standgebühren, alle Revierfahrten; Fehlschüsse inkl.; Feldpräparation (abkochen) der
Trophäen; Abwicklung sämtlicher Zoll-
18
Schweizer Jäger 7/2010
Der hohe Wildbestand lässt auf eine gute Strecke hoffen.
folgreiche Drückjagd mit gefreuter Strecke.
Die 3-tägige Drückjagd 2010
der Leserreise des «Schweizer Jäger» findet im wildreichsten, 11 500 ha grossen
Revierteil der 9 Revierteile
der staatlichen Forstverwaltung BEFAG AG mit insgesamt 66 000 ha bejagbarer Fläche im Komitat Veszprem statt.
Die Jahrestrecke in diesem Revierteil beträgt u.a. jährlich ca.
250 Stück Rotwild und um die
350 Stück Schwarzwild; nicht
selten werden bei Einzeljagden
auch Rothirsche mit über 10
kg Geweihgewicht erlegt. Der
zahlenmässig etwas schwächere Damwildbestand erweitert
noch die Jagdmöglichkeiten.
Drückjagden haben eine
lange Tradition bei der BEFAG Forstverwaltung und sind
bekannt für gute Strecken. Tagesstrecken mit um die ca. 12
bis 18 Stück Wild, oft auch
mehr, in freier Wildbahn, sind
absolut realistisch.
Das moderne Jagdhaus verfügt momentan über 5 Doppelzimmer 1. Klasse; bis 10
Personen Unterkunft im Jagdhaus. Weitere Jagdteilnehmer
werden im Nebenbau in zwei
Doppelzimmern und gemeinsamem Badezimmer einquartiert. Im Sommer 2010 sind
zwei zusätzliche Doppelzimmer als Bauvorhaben geplant.
Wenn bis zum Reisetermin
fertig, Unterkunft aller Gruppenteilnehmer im Jagdhaus.
formalitäten; Buchungs- und Organisationsgebühren; persönliche Betreuung
durch VEPAR Jagdreisen vor Ort; inkl. aller Abschüsse von Schwarz- und Kahlwild; Keiler egal wie stark.
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Reiseanmeldungen und die entsprechende Zimmerbelegung werden
nach Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt. Nach Eingang der Anmeldung erhalten Sie einen Jagdvertrag, einen Einzahlungsschein sowie weitere
Reiseunterlagen und Infos.
Nicht im Preis inbegriffen
Flugreise inkl. aller Transfers CHF 350.–
bis 550.–; Getränke; Trophäenbewertung Keiler EUR 35.–/Stk.; Veterinärbescheinigung EUR 7.–/Stk. Wild;
Trophäenspedition von Keiler und Bachen CHF 17.–/Satz; zusätzlich erwünschte und erhaltene Dienstleistungen; Trinkgelder.
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mitten im Revier.
Anmeldung, Infos und Auskünfte
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«Lassen Sie sich nicht täuschen» heisst der neuste Aufklärungsflyer der Liga für Zeckenkranke Schweiz und des
Borreliose und FSME Bund
Deutschland e.V. Im Flyer finden Sie Wissenswertes über
Borreliose, deren Symptome
und die FSME (FrühsommerMeningoenzephalitis).
Der
Flyer ist in Drogerien, Apotheken und Coop Bau + Hobby-Verkaufsstellen erhältlich
oder kann direkt bei der Liga
für Zeckenkranke Schweiz bezogen werden.
Zecken – Lassen Sie sich
nicht täuschen
Eine Impfung gegen Zecken
gibt es nicht. Die Impfung
schützt vor dem FSME-Virus,
nicht vor Zecken und nicht vor
der am häufigsten übertragenen Krankheit, der Borreliose. Ebenfalls gibt es keine Zeckenrisikokarten. Die meisten
veröffentlichten Karten zeigen die FSME-Risikogebiete.
Zecken sind flächendeckend
in der ganzen Schweiz unterhalb etwa 1500 m ü. M. anzutreffen. Überall, wo es Zecken
gibt, besteht das Risiko einer
Borrelieninfektion.
Das Risiko an einer Borreliose zu erkranken kann minimiert werden, indem man Zeckenbiotope meidet, sich mit
bedeckender Kleidung vor
Zeckenstichen schützt, sich
am Abend absucht, Zecken
korrekt entfernt und Symptome frühzeitig erkennt. Besonders heimtückisch kann die
Krankheit sein, wenn sich Beschwerden erst Monate oder
Jahre nach dem Zeckenstich
bemerkbar machen und niemand mehr an eine mögliche
Borreliose denkt. Die Borreli-
SIE SICH NICHT TÄUSCHEN !
ose ist in den meisten Fällen
heilbar, wenn sie früh erkannt
und korrekt mit Antibiotika
behandelt wird. Wenn die
Diagnose und Therapie der
Borreliose erst im späteren
Stadium erfolgt, kann eine
komplette Heilung schwierig
oder gar unmöglich werden.
Zecken-Borreliose
wesentlich häufiger als bisher angenommen
Die Gefahr, die von den
Zecken ausgeht, wird unterschätzt. Die Lyme-BorrelioseErkrankungen in der Schweiz
sind bis vier Mal höher als bisher offiziell angenommen.
Infektionen mit der heimtückischen Lyme-Borreliose sind drei- bis viermal häufiger als angenommen. Dies
geht aus einem Bericht hervor, der im Bulletin 22/10 des
Bundesamtes für Gesundheit
(BAG) veröffentlicht wurde.
Im Meldejahr 2008 ergab die
Hochrechnung rund 12’000
Fälle aufgrund der im Sentinella-Meldesystem erhobenen
Borreliose-Erkrankungen. Im
2009 waren es 8900 Erkrankungen. Bisher wurden die
Neuerkrankungen vom BAG
auf lediglich 3000 Fälle geschätzt.
Lyme-Borreliose ist eine Infektionskrankheit. Sie kann jedes Organ, das Nervensystem,
die Gelenke und das Gewebe
befallen. Im Gegensatz zu der
ebenfalls durch Zecken hervorgerufenenen FSME-Hirnhautentzündung gibt es gegen
die Borreliose keine Impfung.
Sie ist mit Antibiotika behandelbar, wenn sie bei entsprechenden Symptomen frühzeitig erkannt wird. Man sollte
Zeckenbefall vermeiden, sich
Im Flyer finden
Sie Wissenswertes über
Borreliose,
deren Symptome und die
FSME (FrühsommerMeningoenzephalitis)
absuchen, allfällige Zecken
rasch entfernen und auf Symptome achten. Die Borreliose ist
heimtückisch, weil die Wanderröte als typisches Zeichen
im Frühstadium nicht bei allen
Erkrankten auftritt. Die Beschwerden der späteren Stadien können sich erst nach Wochen, Monaten oder gar Jahren
bemerkbar machen. Die Borreliose in späteren Stadien ist
schwierig zu diagnostizieren,
unter anderem aufgrund der
unzuverlässigen AntikörperTests.
Borreliose-Betroffene, die
sich an die Liga für Zeckenkranke Schweiz und die Ge-
sprächspartner/innen
der
Selbsthilfegruppen wenden,
beklagen hauptsächlich eine
schlechte medizinische Versorgung. Diejenigen, die nicht diagnostiziert werden oder nach
der Therapie nicht gesunden,
leiden vor allem unter massiven körperlichen, geistigen
und psychischen Leistungseinbussen sowie chronischen
Schmerzen. Hinzu kommt
häufig das Unverständnis des
persönlichen Umfelds, des behandelnden Arztes sowie der
Versicherungen für die Leiden
der Betroffenen.
Bestellungen an Liga für Zeckenkranke Schweiz:
[email protected] oder Tel. 076/ 394 25 58
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Schweizer Jäger 7/2010
19
Lebensraum
Zecken –
L ASSEN
Lebensraum
Erfolgreiche
AUSWILDERUNG
VON BARTGEIERN
in den Schweizer Nordalpen
Am Sonntag, 13. Juni 2010, wurden drei Bartgeier-Küken – Sardona, Kira
und Ingenius – vom Natur- und Tierpark Goldau ins St.Gallische Calfeisental gebracht. An diesem historischen Ort, im eidgenössischen Jagdbanngebiet Graue Hörner, startete mit dieser Aktion die Wiederansiedlung
von Bartgeiern in den Schweizer Nordalpen. Ziel dieses Projektes ist das
Zurückbringen dieser Tierart in den ursprünglichen Lebensraum und die
Sicherung der alpenweiten Population.
Text und Fotos: Markus P. Stähli
Vor bald 100 Jahren wurde im
eidgenössischen Jagdbanngebiet
Graue Hörner bereits einmal Geschichte geschrieben. Nach mehreren Fehlversuchen konnte am 8.
Mai 1911, dank grossem Einsatz
von Naturschützern und Jägern,
der Alpensteinbock in den Alpen
20
Schweizer Jäger 7/2010
wieder definitiv angesiedelt werden. Das damals überaus ehrgeizige Projekt war von Erfolg gekrönt. Heute besiedelt wieder ein
Bestand von rund 40 000 Tieren
den gesamten Alpenbogen.
Ähnlich erfolgreich soll die
Wiederansiedlung des Bartgeiers in Europa verlaufen. Um den
dauerhaften Erfolg des länderübergreifenden Vorhabens abzusi-
chern, muss die genetische Basis
der Wildpopulation vergrössert
und die flächige Besiedlung gefördert werden. Mit diesem Ziel
vor Augen, will die Stiftung Pro
Bartgeier in den kommenden Jahren jährlich zwei bis drei Bartgeier
auswildern. Der Startschuss hiezu
fiel Mitte Juni im St.Gallischen
Calfeisental. Drei junge Bartgeier
– Kira aus Tschechien, Ingenius
aus Spanien und Sardona aus dem
Natur- und Tierpark Arth Goldau
– wurden in einem noch nahezu
unberührten Tal des Jagdbanngebietes Graue Hörner in eine Felsnische gebracht. Dort werden sie
in den kommenden Wochen von
einem Team von Wildbiologen
und Wildhütern beobachtet und
gefüttert, bis sie im Sommer ausfliegen und lernen, selbständig
Futter zu finden.
Das Calfeisental im St.Galler
Oberland verfügt über grosse
Wildtierbestände.
Alpensteinbock, Gämse und Hirsch sind
hier heimisch. Dies erleichtert
den Bartgeiern, die hauptsächlich
von Knochen verendeter Tiere leben, die Nahrungssuche.
Der Bartgeier wurde bis vor wenigen Jahrzehnten erbarmungslos
verfolgt und schlussendlich ausgerottet. Mit seiner Flügelspannweite von beinahe drei Metern
und seinen leuchtend roten Augen hatte er der Bergbevölkerung
grossen Schrecken eingejagt. Als
«Lämmergeier» verschrien, wurde alles daran gesetzt, dem grossen Greif den Garaus zu machen.
Heute schlägt dem wunderbaren
Vogel kaum mehr Kritik entgegen. Der Bartgeier hat sich vielmehr zu einem europaweiten
Symbol des Naturschutzes und
zu einem Sympathieträger entwickelt.
Seit dem Jahr 1987 wurden in
den Alpen 160 junge Bartgeier
Ein Freudentag für Jürg Paul Müller,
Präsident der Stiftung Pro Bartgeier.
Dr. Daniel Hegglin, Geschäftsführer
Stiftung Pro Bartgeier, erläutert den
Ablauf der Auswilderung.
Einer Karawane
gleich werden
die Bartgeier
Richtung Horst
in ihre neue
Heimat im
Calfeisental
getragen.
ausgewildert. Erste Teilpopulationen im Raum Engadin und in
Hochsavoyen sowie dem angrenzenden Wallis vermögen sich zu
behaupten. Die Hoffnung ist
gross, dass die jungen Bartgeier
Kira, Ingenius und Sardona einst
in die Nordschweiz zurück kehren und den Grundstein für eine
neue Generation von Bartgeiern
legen werden.
Über die Streifzüge der jungen
Bartgeier, die mit einem kleinen
Sender markiert werden, wird in
den kommenden Monaten regelmässig berichtet: www.bartgeier.
ch/streifzuege.
■
Der Publikumsaufmarsch war überwältigend.
Schweizer Jäger 7/2010
21
Foto: Rolf Giger
Lebensraum
Eine Vielzahl von überfahrenem Wild erscheint in keiner Statistik.
Auch Wildtiere brauchen SICHERE
(VERKEHRS-)WEGE
Über 300 Rehe fallen allein im Kanton Luzern jährlich dem Strassenverkehr
zum Opfer, schweizweit sind es sogar weit über 8000 Stück Rehwild. Ebenso viele Füchse und gegen 500 Hasen ergänzen, neben anderen Tieren, die
traurige Bilanz. Aufgrund dieser Tatsache haben sich die in der Gemeinde
Entlebuch ansässigen Jagdgesellschaften in vorbildlicher Weise dem Problem angenommen und ein Projekt mit Wildwarngeräten gestartet.
Jährlich sterben
auf den Schweizer
Strassen über 8000
Rehe und gegen
500 Hirsche einen
qualvollen Tod.
22
Schweizer Jäger 7/2010
Ein lauer Sommerabend, Menschen in ihren Autos auf der späten Heimkehr. Und plötzlich passierts! Ein zuvor äsendes Reh
springt unvermittelt von der Wiese über die Fahrbahn zum nahen
Waldrand. Ein Abbremsen oder
das Ausweichen vor dem Wild ist
meistens aussichtslos. Der Zusammenstoss kann nicht mehr
vermieden werden und die Folgen sind meistens fatal. Die Autoinsassen schockiert, das Auto
schwer beschädigt, das Reh liegt
tot in einer Blutlache am Stras-
senrand. Der Jagdaufseher der
örtlichen Jagdgesellschaft rückt
aus, erstellt ein Schadenprotokoll
und muss schlussendlich das verletzte Tier erlösen oder das verendete Wild in der Kadaversammelstelle entsorgen. Das jede Stunde
in der Schweiz.
Wildwarner zur Prävention
Im Kanton Luzern fallen jährlich über 300 Rehe dem Strassenund Bahnverkehr zum Opfer. Dabei entstehen oft grosse Sach- und
Personenschäden, nicht zu reden
von den Qualen, welche die verletzten Tiere erleiden. Die meisten Wildunfälle ereignen sich in
der Morgen- und Abenddämmerung, überwiegend im Bereich
der Wildwechsel. Wo diese über
die Strasse führen oder wo Strassen Äsungs- und Rückzugsgebiete des Wildes zerschneiden, bestehen die grössten Gefahrenstellen
für Wildunfälle.
Um die Zahl der Wildunfälle zu
verringern, sind in den letzten Jahren schweizweit auf den Strassen
Versuche und Tests mit optischakustischen Wildwarngeräten mit
moderner Solartechnologie durchgeführt worden. Diese Pilotprojekte haben ergeben, dass auf diesen
mit Wildwarnern versehenen Strassenabschnitten die Wildunfälle um
über 80% reduziert werden konnten. Die Wildwarngeräte werden in
regelmässigen Abständen an den
Rückseiten von Strassenpfosten
angebracht. Das Licht des Autoscheinwerfers wird von der Reflektionsfläche ins Gelände umgeleitet und löst zusätzlich ein kurzes
akustisches Signal aus. Das Gerät
spricht nicht nur den Sehsinn, sondern auch den Hörsinn des Wildes
an. Der Lichtblitz und der hohe
Piepston werden vom Wild wahrgenommen, es verhofft vor dem
Überqueren der Strasse und entgeht so dem Strassentod.
Das Anbringen
eines von der
Firma Grubatec AG
in Kaltbrunn
vertriebenen,
mit Solarstrom
versorgten,
optisch-akustischen
Wildwarngerätes.
Lebensraum
Was ist nach einem
Wildunfall zu tun?
U anhalten
U Pannenlicht einschalten
U Unfallstelle mit Pannendreieck sichern
U Notrufnummer 117 alarmieren
U genauen Unfallort melden
U auf den Wildhüter warten
U er erstellt ein Schadenprotokoll
Der Wildhüter rückt zu jeder Tages- und Nachtzeit aus. Die Teilkaskoversicherung übernimmt
die Schäden bei Wildunfällen
nur, wenn der Unfall korrekt gemeldet wurde, resp. ein Unfallprotokoll vorliegt. Wer angefahrenes Wild nicht meldet, macht
sich zudem strafbar.
Jägerschaft finanziert
Warngeräte
Angesichts der hohen Fallwildraten in der Gemeinde Entlebuch,
vor allem auf der Kantonsstrasse
Entlebuch – Ebnet – Schwanderholz, haben sich die Jagdgesellschaften Ebnet-Rengg, Dorf-Alpeliegg und Entlenmatt-Rotbach
entschlossen, ein grösseres Projekt mit Wildwarngeräten zu starten. Auf eigene Initiative und mit
persönlichem finanziellem Engagement hat sich die Jägerschaft
für die Anschaffung von 20 Wildwarngeräten entschlossen. Diese
werden nun in den nächsten Tagen auf den Strecken der Kantonsstrasse Entlebuch – Ebnet
– Schwanderholz, auf der Glaubenbergstrasse Entlebuch – Finsterwald – Gfellen, auf dem Strassenabschnitt Rengg – Farnbühl
sowie entlang der SBB-Linie installiert. So hofft die Jägerschaft
auf eine markante Reduzierung
der Wildunfälle.
FM
■
Interview mit Wildhüter Pirmin Brun
haben Bedauern mit dem schwer
verletzten oder meist getöteten
Wild.
Wie viele Wildunfälle ereignen
sich im Revier Ebnet – Rengg?
Jährlich ereignen sich auf Strasse und Bahn 6–10 Wildunfälle
mit Rehen und eine recht grosse
Zahl mit Füchsen und Dachsen.
Was triffst du auf dem Unfallplatz an?
Die Automobilisten sind schockiert, kümmern sich um den
meist grossen Autoschaden und
Was ist von deiner Seite auf dem
Unfallplatz zu tun?
Ich probiere die Automobilisten zuerst zu beruhigen, sichere die Unfallstelle ab, gebe dem
meist schwer verletzten Wild
den Fangschuss, fülle anschliessend das Unfallprotokoll aus und
entsorge das verunfallte Wild.
Kann ein verunfalltes Reh noch
verwertet werden?
Meistens ist das Wildbret dermassen zerquetscht und verletzt,
dass eine Zufuhr in die Kadaversammelstelle notwenig ist.
Schweizer Jäger 7/2010
23
Interview
Zum Geburtstag
EIN GESCHENK
AN DIE JÄGER
Der Wildmaler Marcel Moser feiert im nächsten Jahr seinen 80. Geburtstag. Der «Schweizer Jäger» hat ihn an seinem Wohnort im Berner Jura
besucht. Im nachfolgenden Interview blicken wir auf sein Lebenswerk zurück.
«Schweizer Jäger»: Herr Moser, vor 33 Jahren haben Sie beschlossen, sich beruflich der Malerei zu verschreiben. Gab es
«Ich nutzte meine Freizeit, um
Tiere zu beobachten, zu zeichnen und
zu malen.»
Momente, wo Sie den Schritt in
die Selbstständigkeit bereut haben?
Marcel Moser: Nie! Seit frühester Kindheit war ich von Tieren fasziniert. Während meiner Tätigkeit als Feinmechaniker
nutzte ich die Freizeit, um Tiere
zu beobachten, zu zeichnen und
zu malen.
Was gab für Sie den Ausschlag,
Ihren ursprünglichen Beruf zu
verlassen?
Zunehmend fanden Jäger und
Naturfreunde Gefallen an meinen Bildern. Ich wurde vermehrt
angefragt, ob ich ein Bild malen würde. Die vielen Aufträge
liessen sich mit dem Beruf nicht
mehr vereinbaren. Das Hobby
wurde zum Beruf.
Sie malen vorwiegend auf Holz.
Bringt das Material einen speziellen Vorteil in der Malerei?
Holz ist Natur und meine Bilder sind die Natur. Da liegt es
24
Schweizer Jäger 7/2010
nahe, das eine mit dem anderen
zu verbinden. Die Holzplatten
stelle ich selber her und bearbeite den Grund, um sie zu bemalen.
Die Baumrinde bildet einen natürlichen Abschluss und die Bilder müssen nicht mehr gerahmt
werden. Meine Kundinnen und
Kunden sind naturverbunden und
können meine Bilder dort platzieren, wo sie sich aufhalten und
wohl fühlen.
Ihre Wildtiersujets (Wild, Vögel) in ihrer natürlichen Umgebung sind mit einer hervorragenden Finesse dargestellt, kein
Detail ist dem Zufall überlassen.
Marcel Moser in seinem Atelier vor dem Original des Kalender-Titelbildes.
Der Künstler Marcel Moser wird 80
Schatten und Licht haben je- ten immer wieder nach dem
weils eine ganz besondere Be- nächsten Kalender. Mein
deutung. Wo haben Sie ihre Sohn ermunterte mich, zum
Technik erlernt?
bevorstehenden 80. GeburtsMeine Technik habe ich tag im Jahr 2011 nochmals
mir selber angeeignet und einen Kalender herauszugesie in den vielen Jahrzehn- «Alle Bilder entstehen
ten
laufend
in meinem Kopf,
verbessert. Ich
arbeite nicht meiner Vorstellungskraft.»
nach Vorlagen.
Alle Bilder entstehen in mei- ben. Ich stimmte dem zu und
nem Kopf, meiner Fantasie, widme den Jubiläums-Kalenmeiner Vorstellungskraft.
der als Geschenk an die Jäger
und Naturfreunde.
Eine karge WüstenlandSeit vielen Jahren trifft
schaft mit einer Karawane,
die Oase und die schroffen man den Wildmaler Moser an
Felsen zieren eine Wand in den unterschiedlichsten VerIhrem Wohnzimmer. Wo ha- anstaltungen.
Anfänglich haben mir
ben Sie diese Eindrücke gesammelt?
Freunde in ihren Lokalitäten
Erst viel später, nach- (Restaurants) die Gelegendem ich meine Landschaft
«Man trifft mich an diversen
gemalt hatte,
Fellmärkten
bereiste ich
in der ganzen Schweiz.»
eine Wüste.
Ein Missionar, welcher mich zu Hause heit geboten, eines oder mehbesuchte, glaubte genau die rere Bilder zu präsentieren.
festgehaltene Situation erfah- Man trifft mich auch an diversen Fellmärkten in der ganzen
ren zu haben.
Schweiz.
Herr Moser, Sie haben
Marcel Moser, wir danschon viele Kunstkalender ken Ihnen für Ihr kulturelles
produziert. Wie kam es dazu? Schaffen zu Gunsten von Jagd
Der Engadiner Unterneh- und Natur. Zum Geburtstag
mer und Jäger Renato Testa dürfen wir noch nicht graermutigte mich 1985 zu mei- tulieren, aber wir wünschen
nem ersten Kalender, diesem Ihnen alles Gute und hoffen,
dass Sie uns auch zum 90.
folgten weitere mit Erfolg.
Geburtstag wieder mit einem
Im August 1996 stand in Jubiläumsgeschenk überraeinem Inserat geschrieben: schen dürfen.
«Letzte Ausgabe». Nun soll
es 2011 doch wieder einen
«Moser-Kalender» geben.
Warum?
Meine gute Gesundheit
und die anhaltende FreuWeitere Infos finden Sie auf der Website: www.
de an der Malerei geben mir
wildmaler-moser.ch. Dort können Sie auch seinen
die Möglichkeit dazu. Viele Jubiläumskalender 2011 bestellen, der im Spätsommer
Freunde meiner Bilder frag- erscheinen wird.
JUBILÄUMSKALENDER 2011
Reproduktionen
nach Original-Gemälden (47x34 cm)
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Jäger und Naturfreunde!
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Expl. Jubiläums-Kalender 2011
Vorname:
Adresse:
PLZ/Ort:
Datum:
Unterschrift:
Talon senden an: Marcel Moser, Les Côtes 6, 2735 Bévilard
Telefon 032 492 14 04
[email protected]
Lieb und gut – aber AM GLÜCKLICHSTEN
Hund
In der Markthalle Langenthal führte die Regionalgruppe Mittelland des Schweizerischen Laufhundeclubs die
diesjährige CAC-Laufhundeschau durch. Aus allen Landesteilen und sogar aus dem
Ausland fanden sich Züchter/
innen und Besitzer/innen der
verschiedenen Laufhunderassen mit insgesamt 127 Tieren
ein.
Der Schweizerische Laufhundeclub SLC besteht aus sieben Regionalgruppen, welche
die traditionelle Ausstellung
turnusgemäss durchführen.
Präsident der Regionalgruppe Mittelland, welche die
Ausstellung 2010 organisiert
Im Schosse der Familie fühlen sie sich wohl.
Berner Laufhunde, Ring 1
Nr. Art R/H Name
Los Nr.
Besitzer
Resultat
Welpenklasse (3–6 Monate)
1 BE R Coral
CLP/BRH/558 Fuhrer Marianne, Langnau i.E.
v.v. 1
2 BE H Czari
CLP/BRH/566 van Vlodrop Annelies, NL Brunssum v.v. 1
3 BE H Candida
CLP/BRH/562 Mensikova Radana, CZ Dvur Kralove v.v. 2
Jugendklasse (9–18 Monate)
4 BE H Dipsy
679882
5 BE H Finet
681362
7 BE H Farah
681361
6 BE H Bregje
CLP/BRH/550
Brumana Giovanni, Cannobbio
s.g. 2
Müller Roger, Bonaduz
s.g. 3
Krähenbühl Anton, La Ferrière
s.g. 4
Mensikova Radana, CZ Dvur Kralove v. 1 CAC
Zwischenklasse (15–24 Monate)
9 BE R Bouclier
678771
8 BE R Cantu
673151
Cina Rinaldo, Salgesch
Carlo Bono, Faido
s.g. 2
v. 1 CAC
Offene Klasse (ab 15 Monate)
16 BE H Dolly
660887
17 BE H Desy
660886
13 BE R Alabastr
CLP/BRH/468
12 BE R Elik
660729
14 BE H Cloe
673157
10 BE R Daro
660883
15 BE H Blossom
2740365
11 BE R Cliff
621662
19 BE H Akkie
2679935
18 BE H Erla
660737
Gianola Loris, Bidogno
Gianola Cristian, Piandera
Mensikova Radana, CZ Dvur Kralove
Lötscher Hans, Marbach
Brumana Giovanni, Cannobbio
Lepori Mario,Villa Luganese
van Vlodrop Annelies, NL Brunssum
Müller Roger, Bonaduz
Varonier Roger, Varen
Böbner Josef, Schüpfheim
fehlt
s.g.
s.g. 4
v. 1 CAC
v. 1 CAC
v. 2 RES. CAC
v. 2 RES. CAC
v. 3
v. 3
v. 4
Schwyzer Laufhunde, Ring 3
Nr. Art R/H Name
Los Nr.
Besitzer
Resultat
Jüngstenklasse (6–9 Monate)
86 SZ H Fjell‘s Trojka 686413
Inderbitzin Augustin, Ried-Muotathal v.
Jugendklasse (9–18 Monate)
87 SZ R Amareto
683108
88 SZ H Civa
680930
Vouillamoz Georges, Isérables
Brunold Ueli, Maladers
Offene Klasse (ab 15 Monate)
126 SZ R Boy
662470
90 SZ H Candy
670773
89 SZ R Coram
670772
91 SZ H Ariana
651230
92 SZ H Fjell II
669828
Zweifel Armin, Allenwinden
s.g. 2
Reynaud Michel, Chav.-s.-Orsonnes s.g. 3
Sunier Willy,Villariaz
v. 1
Emmenegger Franz, Hasle
v. 1 CAC
Inderbitzin Augustin, Ried-Muotathal v. 2 RES. CAC
Gebrauchshundeklasse (ab 15 Monate)
94 SZ H Dena
613737
Scheidegger Roland, Deitingen
93 SZ R Ben
657631
Müller Thomas,Walchwil
26
Schweizer Jäger 7/2010
s.g. 1
v. 1
s.g. 1
v. 1 CAC
Jura Laufhunde, Ring 2
Nr. Art R/H Name
Los Nr.
hat, ist Hubert Kölliker aus
Rohrbach. Er freute sich sehr,
nebst Gästen und Ehrengästen
über 130 Züchterinnen, Züchter, Besitzerinnen und Besitzer von Laufhunden begrüssen
zu dürfen. Aus allen Landesteilen, aber auch aus Frankreich, Deutschland, Holland
und aus der Tschechei haben
sie den Weg nach Langenthal
gefunden. Die grosse Beteiligung dürfte – abgesehen davon, dass der Anlass überaus beliebt ist – nicht zuletzt
auf das zentral gelegene Langenthal, die zahlreichen Parkmöglichkeiten
unmittelbar
neben dem Ausstellungsgebäude und die ideale Infra-
Besitzer
Resultat
Jüngstenklasse (6–9 Monate)
20 JU R Nanu
686151
21 JU R Nedo
686152
Spiniello Vincenzo, Roggwil
Spiniello Vincenzo, Roggwil
v.v.
vsp.
Jugendklasse (9–18 Monate)
24 JU H Cindy
A08983
22 JU R Benjamin
680919
23 JU R Filou (Floyd) 681352
25 JU H Chira
680587
26 JU H Cora
A08984
27 JU H Carla
A08981
Rouiller Jean-Charles, Dorénaz
Fux Hermann, Embd
Hurni Ernst, Fully
Calörtscher Balz, Ilanz
Bourdin Cédric, Euseigne
Rausis Fabienne, St. Maurice
s.g.4
v. 1
v. 2
v. 2
v. 3
v.1
Zwischenklasse (15–24 Monate)
28 JU H Fiona
677402
Baumann Hannes,Wikon
fehlt
Offene Klasse (ab 15 Monate)
30 JU R Boris
675729
31 JU R Bruno
670897
33 JU R Fero
672830
34 JU R Bandit
674770
35 JU H Flocke
670907
37 JU H Barone
674776
39 JU H Dalli 6 BR.J. 017296648 187
40 JU H Fiona
672833
32 JU R Fisto
669442
36 JU H Mara
666864
38 JU H Filah
659930
127 JU R Baloo
675726
41 JU H Pula
639341
123 JU R Nero
674772
29 JU R Faruk
677398
42 JU H Anne
661180
Favaretto Francesco, Bévilard
Berger Annemarie, Embd
Röösli Gregor, Hasle
Willemin Germain, Boecourt
Bürgi Roland, Signau
Jungo Beat, Cerneux-Péquignot»
Willemin Denis, Moutier
Furger Stefan, Chur
Cadruvi Josef, Schluein
Huguelet Denis,Tavannes
Danuser Ronny, St. Margrethenberg
Jolidon Philippe, Crémines
Wyss Peter, Langenthal
Hurni Daniel, Hünenberg
Bärtschi Jean, Crémines
Krähenbühl Anton, La Ferrière
s.g.
s.g.
s.g.
s.g.
s.g.
s.g.
s.g.
s.g.
v. 1
v. 1
v. 2
v. 2
v. 3
v. 3
v. 4
v. 4
Gebrauchshundeklasse (ab 15 Monate)
48 JU H Aika
A08124
45 JU R Drack
670099
50 JU H Asta
661181
44 JU R Max
666861
49 JU H Aura
661182
43 JU R Fynn
659927
46 JU H Fiamma
659929
47 JU H Evita
635940
Vouillamoz Georges, Isérables
Fankhauser Alfred,Thörigen
Josty Linard, Ftan
Maillat Stéphane, Rebeuvelier
Schorta Adrian, Zernez
Raschle Markus, Rothenthurn
Derungs Bruno, Zizers
Enkerli Silvio, Untervaz
fehlt
v. 1 CAC
v. 1 CAC
v. 2 RES.CAC
v. 2 RES.CAC
v. 3
v. 3
v. 4
Championsklasse (ab 15 Monate)
51 JU H Kyra
632398
Joye Pascal,Tramelan
v. 1 CAC
Veteranenklasse (ab 8 Jahren)
52 JU H Sybelle
609385
Dubois François, St. Maurice
v. CAC Vet.
struktur in der Markthalle zurückzuführen sein.
Einerseits bietet die Ausstellung den Züchtern Gelegenheit, die Resultate ihrer Arbeit zu vergleichen und
sie der Öffentlichkeit vorzuführen. Anderseits ist es aber
auch eine bewährte Plattform
für den Gedankenaustausch
mit Gleichgesinnten. Da spielen selbst Sprachbarrieren
keine Rolle – irgendwie kann
sich jeder behelfen, sonst hat
es zahlreiche «Übersetzer» in
der Nähe.
Vielversprechende
Jugendklasse
Insgesamt 127 Tiere wurden gezeigt, wobei die Luzerner-, die Berner- und die JuraLaufhunde besonders stark
vertreten waren.
Die Unterschiede in den
Farbschlägen, in der Haltung,
Formwert und Schönheit der
Tiere waren teilweise markant.
Obwohl die Besitzer vor allem
an den jagdlichen Qualitäten
und am einwandfreien Charakter ihrer Hunde interessiert
sind, lagen Freude und Enttäuschung über die Bewertungen
zuweilen doch nahe beieinander. Insgesamt konnten die Experten jedoch zahlreiche «vor-
züglich» aussprechen. Das
heisst, die Hunde wurden in
ausgezeichneter Verfassung
vorgeführt und zeigten ein nahezu einwandfreies rassetypisches Verhalten und Wesen
sowie ein sehr schönes, ausgeglichenes Exterieur. Besonders
verheissungsvoll präsentierten
sich die Welpen-/Jugendklassen, in welchen die meisten
Tiere mit einem «vielversprechend» qualifiziert wurden.
Nebst dem Exterieur und
der Harmonie in der Gesamterscheinung wird bei der Bewertung streng auf die Farbschläge geachtet, damit die
Reinzucht erhalten bleibt.
Jagd- und Familienhund in
einem
Kein Jäger möchte das Geläute seines Laufhundes oder
von seinen Laufhunden missen, wenn diese durch Felder
und Wälder treiben; für ihn ist
dies während der Jagdzeit das
schönste «Geräusch». Zuhause jedoch sind Laufhunde die
besten Familienfreunde, treu
und in der Regel auch überaus
kinderfreundlich.
Seit 40 Jahren besitzt beispielsweise der Eriswiler Jäger Werner Röthlisberger
Laufhunde, meistens Schwyzer Laufhunde; jahrzehntelang
hat er selbst solche gezüchtet.
Zurzeit besitzt er noch eine
Rangliste Zuchtgruppenwettbewerb (9 Zuchtgruppen)
Luzerner Laufhunde, Ring 3
Nr. Art R/H Name
Los Nr.
Besitzer
Resultat
Welpenklasse (3–6 Monate)
119 LU R Cesar
688375
53 LU H Cheyenne 688377
Oberli Adolf, Bergün-Preda
Duschen Adriana & Leo, Zernez
v.v.
v.v.
Jugendklasse (9–18 Monate)
54 LU H Banja
681168
55 LU H Chica
684114
56 LU H Aisha
681171
Schatt Josef, Euthal
Stadelmann Urs, Entlebuch
Gut Franz,Wikon
s.g.
s.g.
v.
Offene Klasse (ab 15 Monate)
70 LU H Chiara
670312
72 LU H Arla
659897
74 LU H Bryden
655857
59 LU R Urs
682046
65 LU R Aron
647581
69 LU H Brisca
672241
71 LU H Cilia
670313
73 LU H Dora
666673
76 LU H Sina
660896
122 LU H Pesi
250269602-403953
124 LU R Ackim
651579
57 LU R Fero
671889
60 LU R Cino
650966
61 LU R Baron
655853
63 LU R Alfonso
08/155 0034
64 LU R Basco
655854
66 LU R Amos
668658
75 LU H Dinka
666672
77 LU H Binta
655856
78 LU H Blum
660599
84 LU R Arcos
660592
121 LU R Deli
670194
125 LU R Falko
671887
62 LU R Adonis
08/155 0033
67 LU H Fiona
671891
58 LU R Cliff
670311
68 LU H Franca
671892
Deplazes Reto, Felsberg
Cetrangolo Vittorio,Viganello
Felder Philipp, Sörenberg
Mathier Philipp, Salgesch
Fuhrer Peter, Langnau i.E.
Gadient Robert, Domat/Ems
Sulser Sandro, Ausserferrera
Schöpfer Alfred,Wiggen
Erni Otto, Felsberg
Delmenico Sergio, Novaggio
Grandjean Bertrand, Romainmôtier
Truog Hansruedi, Tschiertschen
Emmenegger Pius,Wiggen
Leuenberger Werner, Melchnau
Rampp Simon, D Deisenhausen»
Seiler Walter, Rüti
Veragut Urs,Thusis
Emmenegger Hans, Schüpfheim
Fallegger Remo, Sörenberg
Ruggero Tuena, Li Curt
Angerer Beat, Davos Dorf
Delmenico Sergio, Novaggio
Berry Hans, 7411 Sils i. Domleschg
Schweizer Gerhard, D Darmstadt
Isenring Emil, Fuldera
Roffler Franz, Felsberg
Schreiber Christian, Summaprada
fehlt
fehlt
gen.
s.g.
s.g.
s.g.
s.g.
s.g.
s.g.
s.g.
s.g.
v.
v.
v.
v.
v.
v.
v.
v.
v.
v.
v.
v.
v. CAC
v. CAC
v. RES.CAC
v. RES.CAC
Gebrauchshundeklasse (ab 15 Monate)
80 LU R Benno
06/155 0027
81 LU H Sira
629213
83 LU H Mira
05/155 0022
79 LU R Ayko
660593
82 LU H Diana
629067
120 LU R Daly
629063
Glas Norman, D Augsburg
Isepponi Ilario, Le Prese
Ziegler Claudia, D Landsberg a.L.
Ettinger Peter, Davos Platz
Duschen Adriana & Leo, Zernez
Oberli Adolf, Bergün-Preda
g.
s.g.
s.g.
v. CAC
v. CAC
v. RES.CAC
Championsklasse (ab 15 Monate)
85 LU H Eika
629190
Jäger Walter, Domat/Ems
v. CAC
1. Luzerner Laufhunde vom Weisshorn
Züchter: Jäger Walter, Domat/Ems
2. Berner Laufhunde de la Ressega Nuova
Züchter: Brumana Giovanni, Cannobbio
3. Jura Laufhunde Du Vion
Züchter: Huguelet Denis,Tavannes
4. Jura Laufhunde des Rotchets
Züchter: Lovis Vital, F-Lajoux
5. Berner Niederlaufhunde vom Grundli
Züchter: Kuster Fredy, Pfeffikon
6. Luzerner Laufhunde vom Luegwäldli
Züchter: Küng Jakob, Reidermoos
7. Luzerner Laufhunde vom Spiertossen
Züchter: Emmenegger Hans, Schüpfheim
8. Jura Laufhunde von Runggaletsch
Züchter: Keller Fritz,Trimmis
9. Jura Laufhunde du Bois-Noir
Züchter: Dubois François, St-Maurice
Schweizer Niederlaufhunde und Dachsbracken, Ring 5
Nr. Art R/H Kl. Name
Los Nr. Besitzer
Resultat
Berner Niederlaufhunde
96 BE H ZK Nela Netty
100 BE H GK Bessy
97 BE R ZK Nando Nepo
98 BE R OK Larko
99 BE H OK Asta
102 BE R VK Janko
104 BE H VK Iarda
101 BE R VK Arbo
103 BE H VK Brenda
95 BE H WK Amy
674677
628862
674676
652368
663033
608959
610844
A05610
569361
A09374
Luzerner Niederlaufhunde
105 LU H OK Birka
A08479 Krähenbühl Margrit, Schaffhausen
v. 1 CAC
Schwyzer Niederlaufhunde
106 SZ R OK Nero
109 SZ H OK Iusha
107 SZ R OK Quinto
108 SZ H OK Queen
641262
640327
668512
661548
Kellenberger Thomas, Brig-Glis
Dasen Uschi+Lorenz,Täuffelen
Schmid Ruth, Deitingen
Schmidt Reinhard, Belp
v. 1 CAC
v. 1 CAC
v. 2 CAC
v. 2 RES.CAC
Dachsbracken
110 DB H JK
112 DB R OK
113 DB R OK
114 DB H OK
117 DB H GK
118 DB H VK
111 DB H JK
680844
668648
672707
639084
627465
566754
683582
Rieder Kathrin, Laupersdorf
Wäfler Beatrice, Laupersdorf
Stoll Christoph, Röschenz
Ryffel Rosmarie+Jürg,Trimmis
Gut Franz,Wikon
Ryffel Jürg,Trimmis
Fehlmann Gertrud, Grüt
fehlt
oB
v. 1 CAC
v. 1 CAC
v. 1 CAC
v. 1 CAC
v. 1 CAC
Jugend
v. 2 RES. CAC
v. 3
115 DB H
116 DB H
Ella
Dasty
Axel
Branca
Cindy
Arla
Asta
GK Arpa
GK Blanka
Kuster Fredy, Pfeffikon
Kuster Fredy, Pfeffikon
Müller Fadri, Scuol
Berbier Albert, Embrach
Wyttenbach Friedrich, Cham
Hess Adolf, Rüttenen
Fritsch Christina, Mörigen
Ragonesi Sylvia,Wyssachen
Kuster Fredy, Pfeffikon
Wyttenbach Larissa, Cham
618198 Holliger Peter, Gontenschwil
654559 Steinmann Rudolf, Haslen
v. 1
v. 1
v. 1 CAC
v. 1 CAC
v. 1 CAC
v. 1 CAC Vet.
v. 1 CAC Vet.
v. 2 CAC Vet.
v. 2 CAC Vet.
v.v. 1 Welpensieger
Schweizer Jäger 7/2010
27
Hund
BEIM JAGEN
Hund
Die Staupe – eine
vergessene Krankheit
Die Experten bei der Bewertung.
Hündin, die er im Wallis gekauft hat. «Wenn das Grosskind nach Hause kommt, erhält
zuerst der Hund ein Küsschen, erst nachher der Grossätti», schmunzelte er. Werner
Röthlisberger ist heute Ehrenmitglied des Schweizer Laufhunde-Clubs, Regionalgruppe
Mittelland. Ähnlich äusserte
sich Jürg Ryffel aus dem bündnerischen Trimmis, ein sehr
erfolgreicher DachsbrackenZüchter: «Laufhunde sind die
liebsten, besten und treusten
Hunde die es gibt – aber sie
müssen auf die Jagd können;
nur dann sind sie glücklich»,
sagte er.
Schluss des Anlasses bildete am Nachmittag der Zucht-
gruppenwettbewerb, bei welchem mindestens drei Hunde
aus der selben Stammfamilie
miteinander vorgeführt wurden. Bei der Bewertung ging
es insbesondere um das ausgeglichene Erscheinungsbild
der Gruppe. Den ersten Rang
sicherte sich Walter Jäger aus
Domat/Ems mit seinen Luzerner Laufhunden.
Für das delikate Mittagessen in der Markthalle sorgte einmal mehr und souverän
der Rohrbacher WasserbüffelClub.
Liselotte Jost-Zürcher
Stolze Hundebesitzer bei der Preisverleihung.
28
Schweizer Jäger 7/2010
In Jägerkreisen ist eine gewisse Unsicherheit bemerkbar, seit in der Schweiz einige
Fälle von Staupe bei Füchsen
festgestellt worden sind. Um
dieser Unsicherheit entgegenzuwirken, hier einige Eckdaten zur Staupeerkrankung:
Bei der Staupe (Canine
Distemper, Stuttgarter Hundeseuche oder Carésche Krankheit) handelt es sich um eine
Viruserkrankung (Morbillivirus aus der Unterfamilie Paramyxoviren), verwandt mit
dem menschlichen Masernvirus. Empfängliche Tierarten sind vor allem Marderartige (Steinmarder, Baummarder,
Dachs, Iltis, Wiesel etc.), Hundeartige (Fuchs, Hund). In
Deutschland kam es zudem zu
einem Ausbruch in der Robbenpopulation an der Nordsee. Der Verdacht, dass es sich
bei der Multiplen Sklerose des
Menschen um eine Form der
Staupenerkrankung handelt,
konnte bisher nicht bestätigt
werden.
Die Ansteckung erfolgt
durch Ausscheidungen von
kranken bzw. «gesunden»
Tieren (Speichel, Kot, Urin).
Die Infektion erfolgt durch
die Luft bzw. die Aufnahme von erregerhaltigem Material durch den Mund. Eine
Übertragung durch Kleider,
Hände oder Fressgeschirr ist
zwar möglich, aber von geringer Bedeutung. Die Inkubationszeit beträgt 3–6 Tage.
Die Viren befallen neben dem
Lymphgewebe vorzugsweise
die Schleimhäute der Atemwege, der Verdauungs-, Harnund
Fortpflanzungsorgane.
Daneben können auch die Augen und das Nervengewebe befallen werden. Ab dem 8. Tag
nach Kontakt mit dem Erreger
sind alle Ausscheidungen ansteckend.
Krankheitsverlauf
Die Symptome können sich
stark unterscheiden. Entscheidend sind das Alter des Tieres, der Ort der hauptsächlichen Virusvermehrung und
der generelle Gesundheitszustand des Tieres. Die erste
Phase der Erkrankung ist gekennzeichnet durch einen Fieberschub, bedingt durch die
Vermehrung des Erregers und
der beginnenden Immunantwort. Diese Phase kann symptomlos verlaufen oder sich in
einer leichten Allgemeinstörung äussern. Durchfall und
Augenentzündungen, Appetitlosigkeit und Mattheit sind in
dieser Phase ebenfalls häufige Symptome. Kann sich das
Immunsystem des Tieres nicht
gegen den Virus wehren, ist
eine Schädigung der befallenen Organe die Folge. Bei einer massiven Schädigung der
betroffenen Organe kann es zu
deren Ausfall und in seltenen
Fällen zu plötzlichen Todesfällen kommen.
In der zweiten Phase werden die geschädigten Gewebe häufig von Bakterien besiedelt und können so dem Tier
zusätzlich massiven Schaden
zufügen. Den schwersten Verlauf sieht man bei schlecht
bzw. ungeimpften Tieren oder
Tieren, die einem zusätzlichen
Stress ausgesetzt sind (Zahnwechsel, sozialer Stress, oder
durch andere Krankheiten geschwächte Tiere).
Am häufigsten findet man
bei erkrankten Tieren den Befall der Atmungsorgane. Husten, Nasenausfluss und Lungenentzündung sowie nasser
bis eitriger Nasenausfluss aufgrund der Entzündung des
Nasen- und Rachenraumes.
Atembeschwerden und feuchter Husten können diesen Verlauf begleiten. Daneben kann
es auch alleine bzw. zusammen mit den obenerwähnten
Beschwerden zum Befall des
Verdauungstraktes kommen.
Dieser Verlauf ist geprägt
durch vorübergehendes Erbrechen, Durchfall und Appetitlosigkeit. Zusammen mit diesen
beiden Verläufen oder nach
deren Abklingen kann es zu
Augenentzündungen kommen,
die bis zum Erblinden führen
können. Ist auch das Nerven-
därer bakterieller Erkrankungen. Einen wirksamen Impfschutz erreicht man durch
eine korrekte Grundimmunisierung und je nach Impfstoff
einer entsprechenden Wiederholung. Bei hohem Infektionsdruck empfiehlt es sich, eine
jährliche Impfung vorzunehmen. Ihr Tierarzt informiert
Sie gerne über das geeignete
Vorgehen und den geeigneten
Impfstoff.
Dr. med. vet. Thomas
Fuchs, VLJ, Ohmstal
Hund
gewebe befallen, hat das Tier
Kaukrämpfe, Schluckstörungen oder epileptische Anfälle. Selbstverstümmelung kann
ebenfalls beobachtet werden.
Selten kommt es zu bläschenartigen Hautveränderungen.
Typisch nach einer überstandenen Staupeinfektion sind
Zahnschmelzveränderungen
und eine verdickte Haut im
Bereich der Ballen.
Bei erkrankten Tieren beschränkt sich die Therapie auf
die Milderung der Symptome
und die Bekämpfung sekun-
«UM DAS WESENTLICHE ZU ERKENNEN –
MUSS MAN DAS UNWESENTLICHE VERGESSEN.»
Foto: Jolanda Giger
Kaum ein Sport stellt so hohe Anforderung an die Ausrüstung wie die Jagd. Anstrengende und schweisstreibende Aktivitäten wechseln sich mit Wartezeiten
ab. Ein Zusammenspiel von kalt und warm - von schnell und langsam - von nass
und trocken. Eine Formel auf diese Gegensätze zu finden - das ist unser Ehrgeiz.
Deshalb verwenden wir nur die neusten Technologien der Textil-Technik und
kombinieren sie mit über 30 Jahren Erfahrung aus der Bündner Hochwildjagd.
Das Resultat sind kompromisslose Produkte auf technisch hohem Niveau. Aber
wir wissen auch: Jäger ist man das ganze Jahr. Also muss unsere Bekleidung
auch schön sein.
Ein wirksamer Impfschutz gegen die Staupe ist bei Jagdgebrauchshunden
zwingend nötig.
Herzliche Gratulation
Schweiz. Niederlaufhund- und Dachsbracken-Club
Wir gratulieren den Mitgliedern zum Geburtstag
Juli
Zum 70.
Zum 71.
Zum 72.
Zum 77.
Zum 78.
Zum 88.
Zum 90.
Urs Jucker, Illnau (13.)
Kurt Rothenberger, Weesen (19.)
Hermann Wigger, Sörenberg (4.)
Josef Keller, Kriens (25.)
Willi Strübin, Maisprach (6.)
Josef Waller, Büron (13.)
Josef Gschwend, Küsnacht (27.)
Albert Müller, Uitikon Waldegg (6.)
Emil Grüninger, Littau (3.)
Präsident SNLC: Fredy Kuster, Gräbackerstrasse 117, 5735 Pfeffikon, Tel. 062 771 82 01
Sekretariat SNLC: Gertrud Fehlmann, Forchenmattweg 4, 8624 Grüt, Tel. 044 932 29 74
Zuchtwart: Samuel Kaderli, Kreuzfeldstrasse 44, 4932 Lotzwil, Tel. 062 922 16 87
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ADELBODEN, ROESTI SPORT - ALTSTÄTTEN SG, BÜCHEL WAFFEN UND OUTDOOR GMBH - BELLINZONA, GROSSI SPORT AG - BRIG-GLIS, BERG - UND SCHNEESPORTCENTER - BÜRGLEN, IMHOLZSPORT AG - ENTLEBUCH-EBNET, FELDER JAGDSPORT - FILZBACH, MENZI SPORT - ILANZ, MENZLI
SPORT - KLOSTERS, ANDRIST SPORT - KONOLFINGEN, BERGER SCHUHE & SPORT - LOCARNO,
BELOTTI SPORT & MODE - LUGANO, CASARMI SA - LUNGERN, WAFFENWERKSTATT MING - MARTIGNY, MAISON DU CHASSEUR - MÜNSTER, BACHER SPORT - MUOTATHAL, GWERDER SPORT
MÜSTAIR, GROND SPORT - POSCHIAVO, SALA SPORT S.A. - SAAS-GRUND, FUN SPORT - SATTEL,
SPORTSHOP AM GLEIS - SAVOGNIN, BANANAS - SCHATTDORF, EPP BRUNO SPORT - SCUOL, BERGSPORT SESVENNA - SION, DAYER G. ARMES SA - SPIEZ, FISCHEREI+JAGDZEIT BEDARF - ST. MORITZ,
HAUS DES JÄGERS - TRIMMIS, VALI SPORT AG - WEISSBAD, DÖRIG SPORT AG - WILER, KILY-SPORT
ZERMATT, BAYARD SPORT & FASHION - ZOFINGEN, WILDI WAFFEN AG - ZUOZ, WILLY SPORT SA
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Schweizer Jäger 7/2010
29
Wildkunde
AUCH TIERE
Bild: ABT/AWT
erkranken an
30
KREBS
Wir kennen den Krebs vor allem als Geissel der Menschheit,
die zunehmend bedrohliche Formen angenommen hat.Tatsächlich sind aber schon bei prähistorischen Hominiden vor über
500 000 Jahren bösartige Knochentumore nachgewiesen worden. Und dennoch war der Mensch der Erste nicht auf dieser
Erde, der an Krebs erkrankte.
Schweizer Jäger 5/2010
Vergleiche sind schwierig
Krebs ist auch heute nicht auf
den Menschen beschränkt, sondern im ganzen Tierreich verbreitet. Nicht nur bei allen Wirbeltieren, ob Haus- oder Wildtier,
können Geschwülste auftreten,
sondern selbst bei niederen Tieren wie Insekten und Mollusken;
allerdings sind Differenzierungsstörungen in deren Gewebe nicht
unbedingt den Tumoren im Sinne
der Wirbeltierpathologie gleichzusetzen.
Will man das Vorkommen von
Krebs bei Mensch und Tier vergleichen, stellt man fest, dass
dies kaum möglich ist. Während
die menschliche Krebsforschung
über riesiges Datenmaterial verfügt sowohl bezüglich Krebsarten
und deren Trends als auch – innerhalb einer Population – hinsichtlich Anzahl der an Krebs Erkrankten (Morbidität) als auch der daran
Verstorbenen (Mortalität), muss
man sich beim Tier meist mit approximativen Angaben begnügen.
Internationale Klassifikation
Das kommt nicht etwa daher,
weil die veterinärmedizinische
Krebsforschung unseriöser arbeiten täte, sondern weil beim Tier
ganz andere Gegebenheiten vorliegen. Bei Lebewesen in der freien
Wildbahn bedeutet Krebs, gleich
wie bei andern Krankheiten, verkürzte Lebenserwartung oder rasches Gefressenwerden. Dadurch
wird die Statistik von der Natur
selber verdunkelt. Und bei Zootieren werden Neoplasien zwar statistisch erfasst, doch ist eine In-
terpretation schwierig, da es sich
immer um wenig aussagekräftige
Minipopulationen handelt.
Etwas besser steht es um die
Übersicht bezüglich Krebserkrankungen bei den Haustieren;
denn hier nahmen statistische Erfassungen in Deutschland, England und Frankreich schon 1899
ihren Anfang. Wertvolle Erkenntnisse erbrachte auch ein 1961 in
Kalifornien installiertes Tumorregister, das vor allem Hunde und
Katzen erfasste. Bemühungen
der Weltgesundheitsorganisation
(WHO) führten 1974 schliesslich
zur Schaffung einer internationalen Klassifikation der Tumore bei
Haustieren.
Vorab Hund und Katze
So ist es denn heute möglich,
einigermassen zuverlässige Aussagen über das Verhalten von tierlichen Spontantumoren zu machen.
Die statistische Erfassung jedoch
ist auch jetzt noch mit erheblichen
Unsicherheiten behaftet, und die
Krebsmortalität kann schon deshalb nur annähernd abgeschätzt
Bedingt gutartiger
Hirntumor
beim Hund (Oligodendrogliom).
Bösartiger Tumor
im Schultergelenk eines Hundes
(Chondrosarkom).
werden, weil bei ungünstiger Prognose einer Tumorkrankheit, zumal
wenn sie mit Schmerzen verbunden ist, die Haustiere meist euthanasiert und die Nutztiere geschlachtet werden.
Generell lässt sich sagen, dass
unter den Haustieren Neoplasien am häufigsten bei Hund und
Katze vorkommen. Dann folgen,
mit Abstand, Rind und Pferd. Bei
den Kleinen Wiederkäuern, das
heisst Schaf und Ziege, aber auch
bei Schweinen sind Tumorerkrankungen dagegen selten. Dieser
markante Unterschied zwischen
Heim- und Nutztieren erklärt sich
nicht zuletzt mit der viel kürzeren
Lebensdauer der letzteren, was insofern eine Proportionalität zum
Menschen ergibt, als auch hier parallel zur gestiegenen Lebenserwartung die Krebsrate zugenommen hat.
Wildtiere leben risikoärmer
Die Erfahrung lehrt, dass sowohl endogene, das heisst körpereigene, als auch exogene, also
umweltbedingte Faktoren krebsbegünstigend sein können. Zu den
ersteren zählen Lebensalter, Rassendisposition, verwandtschaftliche und geschlechtsspezifische
Veranlagung sowie die Neigung
zum Auftreten multipler Primärtumore. Äussere, zivilisationsbedingte Faktoren wie chemische und physikalische Einflüsse
spielen im Tierreich eine kleinere
Rolle als beim Menschen.
Dass Krebserkrankungen beim
Tier insgesamt weniger zahlreich
sind als beim Menschen, hängt
aber auch damit zusammen, dass
Tiere, zumal jene in freier Wildbahn, «vernünftiger» und dadurch
«gesünder» leben, indem sie manSchweizer Jäger 5/2010
31
Wildkunde
Bild: ABT/AWT
Bild: VPZ
Anhand von Fossilfunden konnte nämlich nachgewiesen werden,
dass bereits bei Dinosauriern vor
mehr als 65 Millionen Jahren
bösartige Knochengeschwülste
vorkamen. Dass nach solch langer Zeit lediglich Tumore (Neoplasien) am Skelett nachgewiesen
werden konnten, versteht sich von
selbst, da der Zahn der Zeit vom
Weichteilgewebe nichts mehr übrig liess. Prähistorische Krebsforschung kann sich also nur in engen Grenzen bewegen.
Vor Jahrmillionen,
zur Zeit der Schachtelhalmgewächse,
als Dinosaurier und
andere Urtiere die
Erde noch in Abwesenheit des Menschen bevölkerten,
da gab es offensichtlich schon
Krebserkrankungen,
wobei Tumore nur
im Knochenskelett
nachgewiesen
werden können, da
der Zahn der Zeit
von den Weichteilen
nichts übrig
gelassen hat.
Bild: VPZ
Von Heini Hofmann
che Schadeinwirkung menschlicher Zivilisation wie Rauchen,
Fehlernährung oder kanzerogene
Berufsrisiken nicht kennen und
sich, obschon sie auch ganz gerne mal sonnenbaden, gegen direkte Bestrahlung besser schützen –
mit Haaren und Federn.
Problemhafte Statistik
Im Fokus der Forschung stehen primär die Haustiere: Da nur
ein kleiner Teil dieser Tierpatienten nach dem Ableben einer Sektion unterzogen wird und weil die
landwirtschaftlichen Nutztiere
zur Schlachtbank geführt werden,
bevor sie krebsgefährdetes, höheres Alter erreichen, bleibt eine veterinärmedizinische Geschwulststatistik notgedrungen vor allem
auf Hund und Katze beschränkt.
Aber selbst eine alters- und
rassebezogene Tumoranalyse bei
Hunden ist, wie eine Untersuchung aus der Veterinärpathologie
der Universität Zürich belegt, problematisch. Denn im Verlauf einer
Langzeitstatistik steigt das Durchschnittsalter der Vierbeiner – ähnlich wie bei uns Menschen – an,
da Haltung, Fütterung und Krankheitsvorsorge Fortschritte machen.
Zudem kommen über die Jahre
immer wieder andere Rassen in
Mode, womit Vergleichswerte illusorisch werden. Immerhin, einiges
lässt sich dennoch herauslesen.
Markante Unterschiede
Die Organverteilung der Tumoren sowohl bei Hund und Kat-
32
Schweizer Jäger 5/2010
ze als auch bei anderen Haustieren weist – im Vergleich zu den
Gegebenheiten beim Menschen
– grundlegende Unterschiede
auf. So spielen beispielsweise die
beim Menschen so bedeutungsvollen primären bösartigen Tumoren von Lunge, Dick- und Mastdarm, Magen, Vorsteherdrüse
(Prostata), Gebärmutter und Eierstöcken beim Haustier nur eine
untergeordnete Rolle.
Lediglich bei den bösartigen Neubildungen der Brustdrüse (Gesäuge, Mamma) und des
blutbildenden beziehungsweise
Lymphdrüsengewebes
besteht
eine gewisse Übereinstimmung
bezüglich Häufigkeit.
Artbezogene Phänomene
Für den Hund besagt eine Studie der Veterinärpathologie der
Universität Giessen D, dass bei
den zur Untersuchung eingesandten
Operationspräparaten
die Gesäuge- und Hauttumore
zusammen mit über 80 Prozent
überwiegen, während die bei Sektionen gefundenen Geschwülste vorab das lymphatische Gewebe (20 Prozent) betreffen, gefolgt
von Verdauungsapparat (speziell
Maulhöhle), Gesäuge und Drüsen mit innerer Sekretion (besonders Schilddrüse).
Bei der Katze dominieren Tumore des lymphatischen Gewebes
deutlich vor solchen der Haut (Fibrosarkome), des Gesäuges, des
Verdauungsapparates und jenen
im Kopfbereich (speziell Nase und
Bild: ABT/AWT
Bild: ABT/AWT
Wildkunde
Landwirtschaftliche Nutztiere werden in der Regel geschlachtet, bevor sie ein
krebsgefährdetes Alter erreicht haben; dies betrifft Rind, Schaf, Ziege und besonders das Schwein, aber auch das Wirtschaftsgeflügel.
Beim Hund erwiesen sich in einer
repräsentativen
Studie mehr als
zwei Drittel aller
Geschwülste als
gutartig, bei der
Katze dagegen ein
ebensolcher Prozentsatz als bösartig.
Maulhöhle). Beim Rind sind es
vornehmlich Geschwülste des
lymphatischen Gewebes, des Auges (Krebsauge) sowie von Haut
und Penis (Papillome), beim Pferd
solche der Haut (Papillome, Sarkoide), des Auges (Plattenepithelkarzinom) und des Penis (Papillom und Plattenepithelkarzinom).
Unterschied Hund/Katze
Eine repräsentative Untersuchung an Hunden und Katzen in
Kalifornien in den 1960er-Jahren ergab dort – bezogen auf je
100 000 Tiere – jährlich über 1000
Tumorfälle bei Hunden, aber nur
knapp 200 bei Katzen. Dabei erwiesen sich beim Hund mehr als
zwei Drittel aller Geschwülste
als gutartig, bei der Katze dagegen ein ebensolcher Prozentsatz
als bösartig.
Dieser frappante Unterschied
erklärt sich einerseits mit dem
verbreiteten Vorkommen der Katzenleukose als der häufigsten,
Neoplasien erzeugenden Krankheit dieser Spezies, und andererseits mit der fast ausschliesslichen
Krebs-Terminologie
Onkologie
= die Lehre von den Geschwülsten
Geschwulst
= umschriebene, abnormale Zellwucherung
Synonyme
= Blastom, Gewächs, Neubildung, Neoplasie,
Tumor (Krebs = bösartiger Tumor)
Entstehung
= epithelial (Karzinom, Ademon, Adenokarzinom); mesenchymal (Sarkom);
pigmentbildend (Melanom)
Benigne Tumore
= gutartige Neubildungen: langsames,
expansives Wachstum (Kapselbildung)
Maligne Tumore
= bösartige Geschwülste: schnelles, infiltratives
Wachstum (Metastasenbildung)
Metastasierung
= Verschleppung von Tumorzellen via Lymphe
(Karzinom) oder über die Blutbahn (Sarkom).
HH
Nutztiere vor Krebsalter tot
Krebs tritt bei Tieren in allen
Altersstufen auf, vermehrt jedoch
bei älteren Individuen. So liegt
die grösste Tumorhäufigkeit bei
Hund und Katze zwischen 6. und
14., bei Pferd und Rind zwischen
5. und 13. Lebensjahr, also bereits im betagten Alter. Die Rate
von Gesäugetumoren bei Hund
und Katze steigt unentwegt bis
zum Alter von rund einem Dutzend Jahren, um dann wieder abzunehmen. Ein Phänomen notabene, das mit den Beobachtungen
am Menschen übereinstimmt: Die
Sterberate der an Karzinomen erkrankten Menschen ist am grössten im fortgeschrittenen Alter; im
Greisenalter sinkt sie wieder ab.
Verständlich also, dass Geschwülste bei Hund, Katze und
auch Pferd häufiger auftreten als
vergleichsweise bei Rind, Schaf,
Ziege und insbesondere Schwein.
Denn letzteren ist als Nutztieren ein weniger langes Leben
beschieden; sie sterben zu jung,
um an Krebs zu erkranken. Deshalb hinkt ein statistischer Vergleich mit dem Menschen. Allerdings gibt es auch Tumoren, die
häufiger bei Jungtieren entstehen, wie beispielsweise das Papillom (Warzen, Zottengeschwulst)
beim Rind, oder jene Neoplasien,
die im Zusammenhang mit Katzenleukose auftreten.
Rassetypisch oder familiär
Verschiedene Tumore sind rassetypisch, so beispielsweise Osteosarkome in den langen Röhrenknochen grosser Hunderassen, Melanome in der Haut von Schimmeln
oder Mastzellentumoren bei Boxer,
Boston Terrier, Englischem Bullterrier und Bulldogge. Rassen mit
geringer Behaarung oder Pigmentmangel (Höhenfleckvieh, weisse
Angoraziegen) neigen zu Plattenepithelkarzinomen der Haut.
Für gewisse Geschwulstarten
ist auch eine familiäre Disposition nachgewiesen, so etwa für das
Nierenkarzinom beim Deutschen
Schäferhund. Soweit bekannt,
sind lediglich Nachkommen der
Paarung «Jutta von Colonia Agrippina» und «Fred zu den sieben
Faulen» betroffen. Weitere Beispiele sind die bösartige Histiozytose beim Berner Sennenhund,
das Osteosarkom beim Bernhardiner oder die Lymphatische Leukose beim Rind, eine neoplastische Wucherung von Blutzellen.
Geschlechtsspezifisch
Das häufigere Auftreten von
Geschwülsten in Organen, die in
Bau und Funktion bei Männchen
und Weibchen gleich sind, lässt
zudem auf Geschlechtsdisposition
bestimmter Tumore schliessen.
So erkranken Rüden bis zehnmal
häufiger an Perianaldrüsentumor
als Hündinnen, während letztere wesentlich öfter Lipome aufweisen als männliche Tiere. Kater wiederum leiden häufiger an
Leukose als Kätzinnen, notabene
weil sie mit ihrer Lebensweise ein
erhöhtes Infektrisiko eingehen.
Nicht nur Wirbeltiere werden von
Krebs befallen;
dieses Phänomen
geht durchs
ganze Tierreich;
sogar Krebse –
nomen est omen!
– bleiben nicht
verschont.
Krebs erzeugende Viren
Von Bedeutung beim Tier sind
auch durch verschiedene Tumorviren erzeugte Krebsarten, wie beispielsweise die durch ein Herpesvirus hervorgerufene, tumoröse
Form der Marekschen Krankheit
der Hühner oder die virusbedingte Leukose der Rinder und Schafe (die komischerweise bei Ziegen klinisch nicht manifest wird)
sowie jene der Katzen und Hühner. Solcher Nutztierkrebs verursacht neben tierlichem Leiden
auch massive Kostenfolgen.
Krebserkrankungen
spielen
also auch beim Tier eine wichtige Rolle, sind aber in vielerlei Hinsicht nicht vergleichbar
mit dem Krebsleiden beim Menschen. Während sie vom Jäger
beim Wildtier nur selten beobachtet werden, stellen sie beim Nutztier für die Gesellschaft vor allem
einen wirtschaftlichen Faktor dar,
und bei den uns näherstehenden
Haus- und Heimtieren sind sie,
abgesehen vom Leiden fürs Tier
selber, auch für die Tierhalter indirekt schmerzlich. Dies führt,
auf Wunsch der Tierbesitzer, zu
immer aufwändigerer Krebstherapie auch beim Tier, was bereits
zu kritischen Fragen geführt hat.
Umgekehrt erlebt der Jäger, wie
hart die Natur beim Wildtier die
Krebsproblematik löst.
■
Schweizer Jäger 5/2010
33
Wildkunde
Eine ganz besondere genetische Veranlagung für das Auftreten multipler Primärtumore – vor
allem im Bereich des männlichen
und weiblichen Geschlechtsapparates – scheint der Boxer zu haben. Denn bis zu zehn verschiedene Primärtumore wurden allein
bei einem Einzelindividuum dieser Rasse beschrieben!
Bild: ABT/AWT
Bild: ABT/AWT
Bösartigkeit der Mammatumore.
Doch gleich wie beim Menschen
sind auch beim Tier die eigentlichen Ursachen der Geschwulstentstehung (Kanzerogenese) noch
mit vielen Fragezeichen behaftet.
Auch Wildtiere jeglicher Art können,
wenn auch weniger
zahlreich als dies bei
Menschen der Fall
ist, an Tumoren erkranken. Doch eine
statistische Erfassung ist nicht möglich, da kranke Wildtiere unbemerkt
sterben oder gefressen werden.
Tumore, also Geschwülste, treten bei Wildtieren an der Haut sowie in
sämtlichen Geweben und Organen immer wieder auf, werden aber besonders in Innenorganen häufig übersehen. Mittlerweile gibt es Berichte über
die Zunahme von tumorösen Erkrankungen bei Wildtieren, so z.B. von Fibropapillomen bei Rehen in Osteuropa oder allgemein von Tumoren bei
Wildtieren in Nordamerika. Univ. Doz. Dr. Armin Deutz schildert in diesem Beitrag einige interessante Fälle.
Die Bilder unten
zeigen einen
Tumor am Äser
eines Rehbockes.
Bild unten rechts
zeigt einen
Hodentumor
mit ca. 10-fach
vergrössertem
Hoden bei einem
Gamsbock.
Ein Tumor zeichnet sich durch
ein von Organisation und Gliederung des Organismus unabhängiges Wachstum sowie Wuchern eines Gewebes durch starke oder
schrankenlose Zellvermehrung
(«Krebs») ohne Funktion für den
Gesamtorganismus aus. Die dabei
entstehenden Gewebe haben meist
Ähnlichkeit mit dem Ausgangsgewebe. Tumore sind von knotenförmiger Gestalt oder wachsen
diffus ins Gewebe ein. Gutartige Geschwülste verdrängen ihre
Umgebung, bösartige brechen
zerstörend in Gewebe bzw. Organe ein. Über Blut- oder Lymphstrom können sie streuen und
Tochtergeschwülste (Metastasen)
ausbilden. Eine Tumordiagnose
34
ten Kunststoffen sowie deren Abbauprodukten (z.B. synthetische
Monomere), verantwortlich gemacht.
Tumore bei Wildtieren, die in
den letzten 20 Jahren im Sektionsgut des Autors vorkamen,
waren überwiegend Fibrome und
Papillome, seltener Fibrosarkome, Osteosarkome, Lymphome,
Liposarkome, Seminome sowie
ein Gallengangskarzinom. Die
histologischen Diagnosen in diesem Fallbericht stammen von Dr.
Zoltan Bago, AGES Mödling.
Aus wildbrethygienischer Sicht
sind Stücke mit Geschwülsten,
falls sie abgekommen sind bzw.
Geschwülste zahlreich oder verteilt in inneren Organen oder in
der Muskulatur vorkommen, untauglich. Geringgradigere Veränderungen gelten auf alle Fäl-
2
3
Foto: Sepp Mayr
1
(Ausgangsgewebe und Art des
Tumors?, gutartig/bösartig?) ist
nur durch eine histologische Untersuchung (feingewebliche Beurteilung von Gewebsschnitten
mittels Mikroskop) möglich. Tumore können in unterschiedlichster Ausprägung bei sämtlichen
Wildtieren auftreten. Von heimischen Wildtieren liegen die häufigsten Berichte über Geschwülste bei Rehwild vor.
In aktuellen nordamerikanischen Studien wird von einer Zunahme von Tumorerkrankungen
bei Wildtieren berichtet und dafür einerseits die Übertragbarkeit (viral bedingte Tumore) mancher Tumorarten und andererseits
Umweltfaktoren wie die sogenannt «plastic pollution», also
eine Verschmutzung der Umwelt
mit Unmengen von verschiedens-
Schweizer Jäger 7/2010
Foto: A. Deutz
Von Univ. Doz. Dr. Armin Deutz
Foto: Sepp Mayr
Wildkunde
TUMORE («Krebs»)
BEI WILDTIEREN
Foto: Ch. Miller
Papillome am Äser eines
Rehbockes (Abb. 1, 2)
Dieser Tumor wurde bereits am
lebenden Stück festgestellt. Nach
der Erlegung zeigten sich am Unterkiefer blumenkohlartige derbe Knoten und Verdrängung der
Schneidezähne durch den Tumor.
Infolge eingespiesster Äsungspartikel kam es sekundär zu einer
massiven Zahnfleischentzündung.
Der Rehbock war in der Äsungsaufnahme massiv behindert.
Papillome sind durch Viren
bedingte, warzen- oder blumenkohlartige, gutartige Geschwülste
(«Warzen»), die an der äusseren
Haut, den Läufen, in der Speiseröhre oder im Pansen auftreten
können. Fibrome sind ebenfalls
gutartig, entwickeln sich aus Zellen und Fasern des Bindegewebes
und sind meist kugelig, scharf be-
Foto: A. Deutz
7
grenzt mit weisser Schnittfläche.
Fibrosarkome sind bösartig.
Papillome wurden bisher bei
Rindern (besonders bei Jungrindern), Gams- und Stein-, seltener bei Rot-, Dam- und Rehwild
sowie bei Hasen und Wildkaninchen nachgewiesen. Die Übertragung erfolgt über kleine Wunden
(z.B. durch Harschschnee), Insektenstiche, direkten Kontakt oder
auch bei Salzlecken. Krankheitserscheinungen treten hauptsächlich im Winter bei ungünstigen
Witterungsverhältnissen, Nahrungsmangel oder Massierungen des Wildes auf engem Raum
auf und können die Nahrungsaufnahme behindern (Papillomatose
im Äserbereich, an der Zunge, in
der Speiseröhre oder im Vormagensystem) oder zu Bewegungsstörungen (Papillomatose an den
Läufen) führen. Bei milderem
Verlauf kann Papillomatose wieder abheilen. Erkrankte Tiere
sollten dennoch, allein schon aus
Gründen des Tierschutzes und der
Minimierung der Infektionsgefahr für weitere Tiere, erlegt werden. Im vorliegenden Fall kann
davon ausgegangen werden, dass
eine Heilung nicht mehr stattgefunden hätte und das Stück verhungert wäre.
8
Foto: A. Deutz
Oben links:
Papillome oder
Fibrome bei
einem Rehbock.
Oben: Fibro
(sarko)me (?) bei
einem Rehbock.
Oben rechts:
Tumor am Haupt
mit Metastasen
in der Leber.
Unten links:
Bindegewebszellentumor an Trägeransatz/Seitenbrust eines
Rehbockes.
Unten: Bösartiger
Tumor am Vorderlauf eines
Rehbockes.
Unten rechts:
Liposarkom in
Rehniere (links
gesunde Niere).
Hodentumor Gamsbock (Abb. 3)
Als weiteres Beispiel sei ein
Hodentumor (Seminom) bei einem Gamsbock angeführt. Der
stark vergrösserte Hoden wog
210 Gramm, der zweite, gesunde
Hoden lediglich 20 Gramm. Der
Gamsbock war weder abgekommen noch schlecht verfärbt, obwohl der Tumor starke Schmerzen verursacht haben dürfte.
Massive Papillomatose bei
Rehböcken (Abb. 4, 5)
Bei den abgebildeten tennisball- bis nahezu kindskopfgrossen Tumoren an den Hinterläufen
eines ca. 5-jährigen Rehbockes,
der Mitte Juni stark abgekommen (11 kg aufgebrochen) und
schlecht verfärbt erlegt wurde
und von dem keine feingewebliche Untersuchung vorliegt, handelt es sich vermutlich um Papillome oder Fibrome.
Sarkom am Haupt und in
der Leber (Abb. 6)
Diese ca. 10-jährige Rehgeiss
wurde festliegend mit einem
Fangschuss erlöst. Vorerst auffällig war eine kinderfaustgrosse Umfangsvermehrung an der
linken Kopfseite, die sich nach
der histologischen Untersuchung
als schlecht differenziertes, fa-
9
Foto: A. Deutz
le als Auffälligkeiten, weshalb
das Stück durch ein Fleischuntersuchungsorgan zu untersuchen
ist, falls eine Verwertung als Lebensmittel erwogen wird. Ebenfalls kann von einer Untauglichkeit ausgegangen werden, wenn
die Veränderungen Ekel erregend
sind. Das Wildbret der hier vorgestellten Fälle war selbstverständlich nicht für den menschlichen
Verzehr geeignet.
5
Foto: A. Deutz
Foto: A. Deutz
4
6
Schweizer Jäger 7/2010
35
serreiches Sarkom erwies. Sarkome sind bösartige Tumore, die
zu frühzeitiger Metastasierung,
meist über die Blutbahn neigen.
Im Zuge der Sektion waren zahlreiche speckige kastanien- bis
kinderfaustgrosse Knoten in der
Leber feststellbar, die in der histologischen Untersuchung einen
ähnlichen Zellaufbau zeigten wie
der Tumor am Kopf – es ist davon
auszugehen, dass es sich in der
Leber um Metastasen handelt.
Kopfgrosses Fibrosarkom
bei einem Rehbock (Abb. 7)
Dieser Fallbericht handelt von
einem 8-jährigen Rehbock mit
einer kopfgrossen Umfangsvermehrung am Trägeransatz und
an der Seitenbrust. Dieser Tumor
war ein Fibrosarkom (Bindegewebszellengeschwulst) mit oberflächlicher Geschwürsbildung.
Fibrosarkome dagegen sind
bösartig, haben oft eine «bunte»
Schnittfläche, neigen zur Metastasierung und werden in den letzten
Jahren in Mittel- und Osteuropa
vermehrt bei Rehwild nachgewiesen. Auch bei Fibromen wird
eine Übertragbarkeit von Tier zu
Tier diskutiert. Da diese Tumore
i.d.R. immer weiter wachsen und
im Körper streuen können (Metastasen), ist im fortgeschrittenen
Stadium mit einem Kümmern und
letztlich mit einem Verenden nach
Monaten zu rechnen.
36
Hirsch mit
Fibromen (Verdachtsdiagnose).
Rechts: Tumor
angeschnitten.
Foto: Klaus Bliem
Knochentumor Rehbock (Abb. 8)
Dieser Fall betrifft einen Tumor am linken Vorderlauf eines
Rehbockes, erlegt am 31. August 2008, Gewicht aufgebrochen nur mehr 11,5 kg. Der Bock
wurde bereits Mitte Mai mit einer
Schwellung am linken Vorderlauf
beobachtet. Bei dem fast kindskopfgrossen Tumor handelt es
sich um ein bösartiges Osteosarkom. Im Tumor fanden sich Blutungen, Nekrosen (abgestorbenes
Gewebe) und eine hochgradige
Osteolyse (Auflösung von Knochen).
Liposarkom in Rehniere (Abb. 9)
Ein Liposarkom ist eine seltene bösartige Geschwulst des Fettgewebes, welches meist in der
Bauchhöhle lokalisiert ist. Im gegenständlichen Falle betraf der
Tumor die linke Niere einer Rehgeiss, die stark abgekommen einen Fangschuss erhielt.
Malignes Lymphom, Rehgeiss.
14
«Tumorhirsch» aus Südtirol
(Abb. 10, 11, 12)
Vorliegender Fall samt Bildern
wurde dem Verfasser von Förster
Klaus Bliem aus Südtirol zugesandt. Es betrifft einen am 2. September 2009, im Revier Schlanders (Vintschgau), auf ca. 2300
m Seehöhe als Hegeabschuss erlegten 8- bis 10-jährigen Hirsch,
der nicht abgekommen war, aber
zahlreiche Geschwülste aufwies.
Foto: Klaus Bliem
13
Schweizer Jäger 7/2010
12
Foto: Klaus Bliem
Foto: Klaus Bliem
11
Foto: A. Deutz
Wildkunde
10
Zwei Jahre davor wurde in diesem
Gebiet ein Hirsch mit ähnlichen
Symptomen gesichtet, aber nicht
erlegt, er dürfte verendet sein.
Bei den abgebildeten Zubildungen handelt es sich vermutlich um Fibrome oder weniger
wahrscheinlich um Papillome.
Eine exakte Diagnose wäre nur
über eine histologische Untersuchung möglich gewesen.
Bösartiges Lymphom am Haupt
einer Rehgeiss (Abb. 13, 14)
Diese 3-jährige Rehgeiss wurde Ende September 2009 wegen
einer deutlichen Schwellung am
Haupt erlegt (Steiermark/Österreich). Im Bereich des linken Augenbogens war bei der Sektion
eine kinderfaustgrosse, derbe,
an der Schnittfläche grauweisse,
speckige Umfangsvermehrung
feststellbar. Das linke Auge zeigte eine deutliche Linsentrübung,
an den rechten Augenlidern einige kleinere Knoten. Histologisch
handelte es sich nach dem Zellbild um ein mässig differenziertes
malignes (bösartiges) Lymphom
mit Infiltration in die Lindbindehaut und die Hornhaut. Ein Lymphom ist ein Tumorgeschehen,
das von lymphatischen Geweben
(wie Lymphknoten, Rachenmandeln, Milz) ausgeht.
Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass Tumorleiden bei Wildtieren keine ganz seltenen Ausnahmeerscheinungen
sind, dass sie häufig aber nicht als
Tumor angesehen oder übersehen
werden. Damit gehen wertvolle Informationen über die Wildtiergesundheit und auch über die
Funktion der Wildtiere als «Umweltindikatoren» verloren.
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Schweizer Jäger 7/2010
37
Jagdschiessen
Jagdschiessen
Daten 2010
Jagdschiessanlage
Mattmark Saas-Almagell
Jeden Dienstag und Freitag
ab 18.00 Uhr
Übungsschiessen auf
laufenden Keiler,
Rollhasen, Kipphasen,
Tontauben und Gams
Kontaktadresse:
Karl Venetz, Saas-Grund
Tel. 079 511 85 47
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Jagdschiessanlage
Mattwald
Schrotkurs und
Kugelschiessen nach
Anmeldung an Heinz Gruber,
079 221 19 07, 027 956 19 07
Bei extremen Witterungsverhältnissen bleibt die
Schiessanlage geschlossen.
Jagdschiessanlage
Oberboden Zumdorf,
Hospental
Übungsschiessen für
Jedermann jeden Mittwoch
ab 17.00 Uhr
Kontakt:
Peter Schmid, Hotel Rössli,
Hospental am Gotthard,
Tel. 041 887 13 76
Fax 041 887 02 82
Andreas Schmid,
Rest. zum Dörfli,
Zumdorf, Hospental,
Tel. 041 887 01 32
[email protected]
www.zumdoerfli.ch
Jagdhof Felder
Entlebuch
Jagd- und Sportwaffen –
Schiesszentrum – Schiessschule
Die Innenschiessanlage ist
während der Geschäftszeit
geöffnet. Di–Fr: 8.00–12.00
und 13.30 –18.00 Uhr, Sa
9.00–15.00 durchgehend,
Do Abendverkauf bis 20.30
Uhr, Mo geschlossen
9. Juli
Übungsschiessen
16.30–19.30 Uhr
St.Gallischer Jägerverein
Hubertus; Jagdschiessanlage
Erlenholz, Wittenbach
www.jagd-sg.ch/hubertus
38
Schweizer Jäger 7/2010
ohne Gewähr
9. Juli
17.30–19.30 Uhr
Oberwalliser Jagdschiessverein, Schiesscenter Riedertal, Visp – Kontakt: 079
609 31 20, oberwalliser.jagd
[email protected]
10. Juli
Übungsschiessen
14.00–17.00 Uhr
St.Gallischer Jägerverein
Hubertus; Jagdschiessanlage
Erlenholz, Wittenbach
www.jagd-sg.ch/hubertus
10. Juli
13.30–16.00 Uhr
Oberwalliser Jagdschiessverein, Schiesscenter Riedertal, Visp – Kontakt: 079
609 31 20, oberwalliser.jagd
[email protected]
12. Juli
Kugel reserviert PJV
17.30–20.00 Uhr
Nur Schrotübung
17.30–20.00 Uhr
www.jagdschuetzen-berken.ch
15. Juli
Trainingsschiessen
18.00–20.00 Uhr
Jagdschiessanlage Standel
www.urnerjaegerverein.ch
16. Juli
Übungsschiessen
16.30–19.30 Uhr
St.Gallischer Jägerverein
Hubertus; Jagdschiessanlage
Erlenholz, Wittenbach
www.jagd-sg.ch/hubertus
16. Juli
Training Kugel + Schrot
18.30–20.00 Uhr
Jagdschiessanlage Mattwald
Auskunft: 079 221 19 07
Jagdverein Hubertus,
St. Niklausen
16. Juli
17.30–19.30 Uhr
Oberwalliser Jagdschiessverein, Schiesscenter Riedertal, Visp
Kontakt: 079 609 31 20,
oberwalliser.jagdschiess
[email protected]
17. Juli
13.30–16.00 Uhr
Oberwalliser Jagdschiessverein, Schiesscenter Riedertal, Visp
Kontakt: 079 609 31 20,
oberwalliser.jagdschiess
[email protected]
22. Juli
Trainingsschiessen
18.00–20.00 Uhr
Jagdschiessanlage Standel
www.urnerjaegerverein.ch
23. Juli
Übungsschiessen
16.30–19.30 Uhr
St.Gallischer Jägerverein
Hubertus; Jagdschiessanlage
Erlenholz, Wittenbach
www.jagd-sg.ch/hubertus
23. Juli
17.30–19.30 Uhr
Oberwalliser Jagdschiessverein, Schiesscenter Riedertal, Visp
Kontakt: 079 609 31 20,
oberwalliser.jagdschiess
[email protected]
24. Juli
Übungsschiessen
08.00–12.00 Uhr
St.Gallischer Jägerverein
Hubertus; Jagdschiessanlage
Erlenholz, Wittenbach
www.jagd-sg.ch/hubertus
24. Juli
Übungsschiessen
13.30–18.00 Uhr
Jägerverein des Seebezirks,
Diana du Lac
24. Juli
13.30–16.00 Uhr
Oberwalliser Jagdschiessverein, Schiesscenter Riedertal, Visp
Kontakt: 079 609 31 20,
oberwalliser.jagdschiess
[email protected]
An Schiessen mit blauem Punkt
● kann die Schiessnadel erworben werden. Auskünfte über die
Schiessnadel und Bestellungen:
Verlag Schweizer Jäger, PF 261,
8840 Einsiedeln, Telefon 055
418 43 43, Fax 055 418 43 44,
[email protected]
Die Schiessnadel an
Hut oder Kittel ist das
sichtbare Zeichen
des weidgerechten
Jägers, dass er auch
seine Waffe beherrscht.
Die Nadel trägt Jahrzahl und das Logo
von JagdSchweiz. Sie kann an den bezeichneten Jagdschiessen erworben
werden. Bestellungen der Schiessnadel (es werden nur Sammelbestellungen für Schiessanlässe ausgeführt)
sind so früh als möglich zu richten an
Verlag Schweizer Jäger, Pf. 261, 8840
Einsiedeln, Tel. 055 418 43 43, Fax
055 418 43 44, E-Mail: kontakt@
schweizerjaeger.ch, wo auch jede gewünschte Auskunft erhältlich ist.
24./25. Juli
● 24. Urschner Jagdschiessen 2010 im
Oberboden, Zumdorf
Jagdschiessanlage zwischen
Hospental und Realp
Kontakt:
Peter Schmid, Hotel Rössli,
Hospental am Gotthard,
Tel. 041 887 13 76
Fax 041 887 02 82
Andreas Schmid,
Rest. zum Dörfli,
Zumdorf, Hospental,
Tel. 041 887 01 32
[email protected]
www.zumdoerfli.ch
29. Juli
Trainingsschiessen
08.30–12.00 Uhr
Jagdschiessanlage Standel
www.urnerjaegerverein.ch
30. Juli
Übungsschiessen
16.30–19.30 Uhr
St.Gallischer Jägerverein
Hubertus; Jagdschiessanlage
Erlenholz, Wittenbach
www.jagd-sg.ch/hubertus
30. Juli
17.30–19.30 Uhr
Oberwalliser Jagdschiessverein, Schiesscenter Riedertal, Visp
Kontakt: 079 609 31 20,
oberwalliser.jagdschiess
[email protected]
31. Juli
08.00–17.30 Uhr
Jagdschiessen/
Tontaubenmatch
Oberwalliser Jagdschiessverein, Schiesscenter Riedertal, Visp – Kontakt: 079
609 31 20, oberwalliser.jagd
[email protected]
5. August
Trainingsschiessen /
Seniorenschiessen
15.00–20.00 Uhr
Jagdschiessanlage Standel
www.urnerjaegerverein.ch
7./8. August
10. Internationaler Jagdparcours (Jubiläumsschiessen)
Schanielatobel, Küblis
(siehe auch Seite 42)
6. August
Training Kugel + Schrot
18.30–20.00 Uhr
Jagdschiessanlage Mattwald
Auskunft: 079 221 19 07
Jagdverein Hubertus,
St. Niklausen
6. August
Übungsschiessen
16.30–19.30 Uhr
St.Gallischer Jägerverein
Hubertus; Jagdschiessanlage
Erlenholz, Wittenbach
www.jagd-sg.ch/hubertus
6. August
17.30–19.30 Uhr
Kugel und Schrot
Oberwalliser Jagdschiessverein, Schiesscenter Riedertal, Visp
Kontakt: 079 609 31 20,
oberwalliser.jagdschiess
[email protected]
7. August
Jagdschiessen Grün Bruch
13.00–16.00 Uhr
Jagdschiessanlage Standel
www.urnerjaegerverein.ch
7. August
Jagdschiessverein Gampel
17.30–20.00 Uhr
7. August
Jagdparcours Jagdschützen
Interlaken (Jagdschiessen)
Jagdparcours 100 Tauben,
letzte Standblattausgabe
11.00 Uhr, Teilnehmerzahl:
36 (nach Datum der Anmeldung), Preis Fr. 130.–,Verpflegung im Beizli, Training
möglich am Donnerstag,
5. August, ab 17.30 Uhr
Kontakt: Ferdinand Gertsch,
079 431 54 68
www.jagdschuetzen-interlaken.ch
9. August
Kugel reserviert PJV
17.30–20.00 Uhr
Nur Schrotübung
17.30–20.00 Uhr
www.jagdschuetzen-berken.ch
9. August
17.30–19.30 Uhr
Kugel und Schrot
Oberwalliser Jagdschiessverein, Schiesscenter Riedertal, Visp
Kontakt: 079 609 31 20,
oberwalliser.jagdschiess
[email protected]
11. August
Letztes Training, Kugel
18.30–20.00 Uhr
Jagdschiessanlage Mattwald
Auskunft: 079 221 19 07
Jagdverein Hubertus,
St. Niklausen
12. August
Trainingsschiessen
18.00–20.00 Uhr
Jagdschiessanlage Standel
www.urnerjaegerverein.ch
13. August
Übungsschiessen
16.30–19.30 Uhr
St.Gallischer Jägerverein
Hubertus; Jagdschiessanlage
Erlenholz, Wittenbach
www.jagd-sg.ch/hubertus
13. August
17.30–19.30 Uhr
Kugel und Schrot
Oberwalliser Jagdschiessverein, Schiesscenter Riedertal, Visp
Kontakt: 079 609 31 20,
oberwalliser.jagdschiess
[email protected]
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Jagdschiessen
7. August
13.30–16.00 Uhr
Kugel und Schrot
Oberwalliser Jagdschiessverein, Schiesscenter Riedertal, Visp
Kontakt: 079 609 31 20,
oberwalliser.jagdschiess
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14. August
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Oberwalliser Jagdschiessverein, Schiesscenter Riedertal, Visp
Kontakt: 079 609 31 20,
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14. August
Jagdschiessverein Gampel
17.30–20.00 Uhr
14. August
Übungsschiessen
13.30–18.00 Uhr
Jägerverein des Seebezirks,
Diana du Lac
16. August
17.30–19.30 Uhr
Kugel und Schrot
Oberwalliser Jagdschiessverein, Schiesscenter Riedertal, Visp
Kontakt: 079 609 31 20,
oberwalliser.jagdschiess
[email protected]
14. August
Trainingsschiessen
08.30–12.00 Uhr
Jagdschiessanlage Standel
www.urnerjaegerverein.ch
19. August
Trainingsschiessen
18.00–20.00 Uhr
Jagdschiessanlage Standel
www.urnerjaegerverein.ch
14. August
13.30–16.00 Uhr
Kugel und Schrot
Oberwalliser Jagdschiessverein, Schiesscenter Riedertal, Visp – Kontakt: 079
609 31 20, oberwalliser.jagd
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20. August
Übungsschiessen
16.30–19.30 Uhr
St.Gallischer Jägerverein
Hubertus; Jagdschiessanlage
Erlenholz, Wittenbach
www.jagd-sg.ch/hubertus
Schweizer Jäger 7/2010
39
Jagdschiessen
20. August
17.30–19.30 Uhr
nur Kugel
Oberwalliser Jagdschiessverein, Schiesscenter Riedertal, Visp – Kontakt: 079
609 31 20, oberwalliser.jagd
[email protected]
21. August
● Diana Jagdschiessen
Kugel + Schrot
08.00–17.00 Uhr
Jagdschiessanlage Mattwald
Auskunft: 079 221 19 07
Jagdverein Hubertus,
St. Niklausen
21. August
Übungstag
13.00–18.00 Uhr
www.jagdschuetzen-berken.ch
21. August
13.30–16.00 Uhr
Kugel und Schrot
Oberwalliser Jagdschiessverein, Schiesscenter Riedertal, Visp
Kontakt: 079 609 31 20,
oberwalliser.jagdschiess
[email protected]
27.–29. August
Walliser Kantonales Jagdschiessen in 1890 St. Maurice
28. August
Übungsschiessen
14.00–17.00 Uhr
St.Gallischer Jägerverein
Hubertus; Jagdschiessanlage
Erlenholz, Wittenbach
www.jagd-sg.ch/hubertus
28. August
Rebeschiessen
13.30–18.00 Uhr
Jägerverein des Seebezirks,
Diana du Lac
Praxisgerechte
Jagdvorbereitung
28. August
Einschiessen Jagdgewehre
Kugel+Schrot
08.00–12.00, 13.30–17.00 Uhr
Jagdschiessanlage Mattwald
Auskunft: 079 221 19 07
Jagdverein Hubertus,
St. Niklausen
Veranstaltungen des Berner Jägerverbandes
28./29. August
Entlebucher Jagdschiessen
Gfellen – Praxisnahes
Jagdschiessen mit Kugel und
Schrot
21./22. August
6. Walliser Jagdparcours in
Oberwald (Gerental)
Sa 13–18, So 8–17 Uhr
Organisator: Diana Goms
Kontakt: Adrian Imwinkelried,
3904 Naters, 079 608 08 77
29. August
Jagdparcours
Jagdschützen Berken
08.30–17.00 Uhr
Auskunft bei F. Gertsch,
Tel. 062 961 25 04 oder
www.jagdschuetzen-berken.ch
25. August
Parcours-Training
17.30–20.00 Uhr
Kugelübung
17.30–20.00 Uhr
www.jagdschuetzen-berken.ch
30. August
17.30–19.30 Uhr
Kugel und Schrot
Oberwalliser Jagdschiessverein, Schiesscenter Riedertal, Visp – Kontakt: 079
609 31 20, oberwalliser.jagd
[email protected]
25. August
Übungsschiessen
17.30–20.30 Uhr
Jägerverein des Seebezirks,
Diana du Lac
26. August
Trainingsschiessen
18.00–20.00 Uhr
Jagdschiessanlage Standel
www.urnerjaegerverein.ch
27. August
Übungsschiessen
16.30–19.30 Uhr
St.Gallischer Jägerverein
Hubertus; Jagdschiessanlage
Erlenholz, Wittenbach
www.jagd-sg.ch/hubertus
40
Schweizer Jäger 7/2010
31. August
17.30–19.30 Uhr
nur Kugel
Oberwalliser Jagdschiessverein, Schiesscenter Riedertal, Visp – Kontakt: 079
609 31 20, oberwalliser.jagd
[email protected]
1. September
17.30–19.30 Uhr
nur Kugel
Oberwalliser Jagdschiessverein, Schiesscenter Riedertal, Visp – Kontakt: 079
609 31 20, oberwalliser.jagd
[email protected]
Pirsch am Sustenpass
28./29. August 2010
Samstag 08.00–19.00 Uhr
Sonntag 08.00–17.00 Uhr
Schiessplatz ab Hotel Steingletscher (3863 Sustenpass,
Berner Seite) signalisiert.
Auskunft: 079 222 40 04
(OK, R. Rohrbach).
Pirsch Rouchgrat
6./7. August 2010
Freitag 14.00–19.00 Uhr
Samstag 08.00–12.00 Uhr
13.00–17.00 Uhr
Schiessplatz ab 3538 Röthenbach i. E. signalisiert.
Auskunft: 079 235 43 43
(OK, F. Catocchia).
Die praxisgerechte Jagdvorbereitung für verantwortungsbewusste Jägerinnen und Jäger!
Zusätzlich zu den Pirschgängen stehen wiederum die Anlagen
für den Schrotschuss zur Verfügung (Rollhasen/Wurftauben).
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!
2. September
Trainingsschiessen
18.00–20.00 Uhr
Jagdschiessanlage Standel
www.urnerjaegerverein.ch
3. September
● Übungsschiessen
im Stand Zollhaus,
Diana Sense
17.00–20.00 Uhr
Kugel und Schrot,
Einschiessen der Jagdstutzer
3. September
Übungsschiessen
16.30–19.30 Uhr
St.Gallischer Jägerverein
Hubertus; Jagdschiessanlage
Erlenholz, Wittenbach
www.jagd-sg.ch/hubertus
3. September
Jagdschiessverein Gampel
17.30–20.00 Uhr
4. September
Jagdschiessverein Gampel
17.30–20.00 Uhr
4. September
10.00–12.00 Uhr: Brennecke+ Schrotschussbilder (Anmeldung erwünscht)
14.00–17.00 Uhr:
Übungsschiessen
St.Gallischer Jägerverein
Hubertus; Jagdschiessanlage
Erlenholz, Wittenbach
www.jagd-sg.ch/hubertus
4. September
Einschiessen Jagdgewehre
08.00–12.00 Uhr:
Kugel + Schrot,
ab 13.30 Uhr nur Kugel
Jagdschiessanlage Mattwald
Auskunft: 079 221 19 07
Jagdverein Hubertus,
St. Niklausen
6. September
Kugel reserviert PJV
17.30–20.00 Uhr
Nur Schrotübung
17.30–20.00 Uhr
www.jagdschuetzen-berken.ch
6. September
17.30–19.30 Uhr
Kugel und Schrot
Oberwalliser Jagdschiessverein, Schiesscenter Riedertal, Visp
Kontakt: 079 609 31 20,
oberwalliser.jagdschiess
[email protected]
11. September
13.30–16.00 Uhr
Kugel und Schrot
Oberwalliser Jagdschiessverein, Schiesscenter Riedertal, Visp
Kontakt: 079 609 31 20,
oberwalliser.jagdschiess
[email protected]
7. September
17.30–19.30 Uhr
nur Kugel
Oberwalliser Jagdschiessverein, Schiesscenter Riedertal, Visp
Kontakt: 079 609 31 20,
oberwalliser.jagdschiess
[email protected]
15. September
Übungsschiessen
17.30–20.30 Uhr
Jägerverein des Seebezirks,
Diana du Lac
8. September
17.30–19.30 Uhr
nur Kugel
Oberwalliser Jagdschiessverein, Schiesscenter Riedertal, Visp
Kontakt: 079 609 31 20,
oberwalliser.jagdschiess
[email protected]
10. September
Jagdschiessverein Gampel
17.30–20.00 Uhr
10. September
Übungsschiessen
16.30–19.30 Uhr
St.Gallischer Jägerverein
Hubertus; Jagdschiessanlage
Erlenholz, Wittenbach
www.jagd-sg.ch/hubertus
10. September
17.30–19.30 Uhr
Kugel und Schrot
Oberwalliser Jagdschiessverein, Schiesscenter Riedertal, Visp
Kontakt: 079 609 31 20,
oberwalliser.jagdschiess
[email protected]
11. September
Einschiessen Jagdgewehre
08.00–12.00 Uhr:
Kugel + Schrot,
ab 13.30 Uhr nur Kugel
Jagdschiessanlage Mattwald
Auskunft: 079 221 19 07
Jagdverein Hubertus,
St. Niklausen
NEU
Ab Juli im Handel
17. September
Übungsschiessen
16.30–19.30 Uhr
St.Gallischer Jägerverein
Hubertus; Jagdschiessanlage
Erlenholz, Wittenbach
www.jagd-sg.ch/hubertus
18. September
Übungstag
13.00–18.00 Uhr
www.jagdschuetzen-berken.ch
18. September
Übungsschiessen
13.30–18.00 Uhr
Jägerverein des Seebezirks,
Diana du Lac
18. September
Übungsschiessen
14.00–17.00 Uhr
St.Gallischer Jägerverein
Hubertus; Jagdschiessanlage
Erlenholz, Wittenbach
www.jagd-sg.ch/hubertus
24. September
Übungsschiessen
16.30–19.30 Uhr
St.Gallischer Jägerverein
Hubertus; Jagdschiessanlage
Erlenholz, Wittenbach
www.jagd-sg.ch/hubertus
Die 10.3x60 R GR SPEZIAL
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30. September
Trainingsschiessen
18.00–20.00 Uhr
Jagdschiessanlage Standel
www.urnerjaegerverein.ch
1. Oktober
17.00–19.00 Uhr
Kugel und Schrot
Oberwalliser Jagdschiessverein, Schiesscenter Riedertal, Visp
Kontakt: 079 609 31 20,
oberwalliser.jagdschiess
[email protected]
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Die bewährten10.3x60 R Teilmantel und Kegelspitz
Patronen gibt es neu mit verbessertem Geschosssitz.
Jetzt mit Crimprille: RWS 10.3x60 R Kegelspitz und Teilmantel
RWS - Die Munition entscheidet.
Importeur: Glaser Handels AG
www.glaser-handels.ch
Jagdschiessen
2. Oktober
13.30–16.00 Uhr
nur Kugel
Oberwalliser Jagdschiessverein, Schiesscenter Riedertal, Visp
Kontakt: 079 609 31 20,
oberwalliser.jagdschiess
[email protected]
16. Oktober
13.30–16.00 Uhr
Kugel und Schrot
Oberwalliser Jagdschiessverein, Schiesscenter Riedertal, Visp
Kontakt: 079 609 31 20,
oberwalliser.jagdschiess
[email protected]
4. Oktober
17.00–19.00 Uhr
Kugel und Schrot
Oberwalliser Jagdschiessverein, Schiesscenter Riedertal, Visp
Kontakt: 079 609 31 20,
oberwalliser.jagdschiess
[email protected]
18. Oktober
17.00–19.00 Uhr
Kugel und Schrot
Oberwalliser Jagdschiessverein, Schiesscenter Riedertal, Visp
Kontakt: 079 609 31 20,
oberwalliser.jagdschiess
[email protected]
7. Oktober
Trainingsschiessen
17.30–19.00 Uhr
Jagdschiessanlage Standel
www.urnerjaegerverein.ch
22. Oktober
17.00–19.00 Uhr
Kugel und Schrot
Oberwalliser Jagdschiessverein, Schiesscenter Riedertal, Visp
Kontakt: 079 609 31 20,
oberwalliser.jagdschiess
[email protected]
8. Oktober
17.00–19.00 Uhr
Kugel und Schrot
Oberwalliser Jagdschiessverein, Schiesscenter Riedertal, Visp
Kontakt: 079 609 31 20,
oberwalliser.jagdschiess
[email protected]
9. Oktober
13.30–16.00 Uhr
Kugel und Schrot
Oberwalliser Jagdschiessverein, Schiesscenter Riedertal, Visp
Kontakt: 079 609 31 20,
oberwalliser.jagdschiess
[email protected]
11. Oktober
17.00–19.00 Uhr
Kugel und Schrot
Oberwalliser Jagdschiessverein, Schiesscenter Riedertal, Visp
Kontakt: 079 609 31 20,
oberwalliser.jagdschiess
[email protected]
15. Oktober
17.00–19.00 Uhr
Kugel und Schrot
Oberwalliser Jagdschiessverein, Schiesscenter Riedertal, Visp
Kontakt: 079 609 31 20,
oberwalliser.jagdschiess
[email protected]
42
Schweizer Jäger 7/2010
31. Oktober
100 Taubenmatch
Jagdschützen Berken
08.30–17.00 Uhr
Auskunft bei F. Gertsch,
Tel. 062 961 25 04 oder
www.jagdschuetzen-berken.ch
31. Oktober
Kugelübung
09.00–12.00 Uhr
www.jagdschutzen-berken.ch
31. Oktober
Hubertusschiessen
10.00–12.00 Uhr,
13.00–16.00 Uhr
Jagdschiessanlage Standel
www.urnerjaegerverein.ch
6. November
Hubertusschiessen
10–12, 14–16 Uhr
Schiessplatz Alpnach
20. November
Goldener Fuchs
Jagdschützen Berken
12.30–17.00 Uhr
Auskunft bei F. Gertsch,
Tel. 062 961 25 04 oder
www.jagdschuetzen-berken.ch
Jubiläumsjagdschiessen
Schaniela 2010, Küblis
Dieses Jahr feiern wir das
zehnjährige Jubiläum des Internationalen Jagdparcoursschiessens Schaniela. Zu
diesem Anlass haben wir verschiedene Neuerungen und Attraktionen vorbereitet. Generell möchten wir bis 47 Punkte
Preise abgeben. An Stelle der
Erinnerungsgabe für jeden
Schützen/in möchten wir je am
Samstag und Sonntag noch 15
Preise im Einzelwert von mindestens Fr. 100.– an die noch
verbleibenden Schützen durch
Zufallstreffer auslosen.
Für das Jubiläumsjagdschiessen führen wir eine Jubiläumswertung ein. Die zehn
besten Schützen auf die Gamsund Keilerscheibe in 100erWertung erhalten eine Naturalgabe im Einzelwert von
mindestens Fr. 100.–.
Die Preise müssen bei der
Preisverteilung gegen Vorweisen des Kartendoppels abgeholt werden. Es werden keine
Preise nachgesandt.
Das weitere Rahmenprogramm am Samstag beinhaltet Tanz und Unterhaltung mit
DJ Tedy aus Grüsch und am
Sonntag Tanz und Unterhaltung mit dem Steinwand-Echo
aus Vorarlberg.
Wir würden uns sehr freuen, möglichst viele Jagdschützen im Schaniela begrüssen zu
dürfen.
Das OK Schaniela
Stand
Im Schanielatobel in Küblis wurde im Jahre 2001 der
Jagdparcours erstellt. Verteilt
auf eine Strecke von gut einem
Kilometer wird auf fünf verschiedene Scheiben (Sius Ascor) geschossen. Der Gamsbock, die Keilerscheibe, den
laufenden Hirsch, den Fuchs
und den Rehbock. Die Distanzen und die Stellungen wechseln sich ab. Diese praxisbezogene Anlage garantiert eine
Chancengleichheit für alle Jäger.
Jagdschiessen
Am Wochenende des 7./8.
August 2010 findet auf dieser
Anlage das zehnte internationale Jagdschiessen statt (Jubiläumsjagdschiessen). Waffen
ab Kaliber 222 sind zugelassen. Zu diesem Anlass laden
wir Sie herzlich ein.
Im Schanielatobel erwartet
Sie eine moderne Schiessanlage. Für Ihr leibliches Wohl
wird unser «Küchenchef» besorgt sein. Die Sektionen Madrisa und Prättigau hoffen,
recht viele Schützinnen und
Schützen in Küblis willkommen heissen zu dürfen.
Kontaktadresse: Jakob Dönz, Haus Valpun, 7243 Pany,
Telefon 081 332 34 81, 079 437 46 64.
7. und 8. Mai 2010 im Selgis
Muotathal
Woran liegt es,
dass einfach nicht mehr
Mitglieder des Vereins daran
teilnehmen? Denn gerade mal
92 Schützen von 230 Mitgliedern benützten die günstige
Gelegenheit, um zugleich den
erforderlichen Schiessnachweis zu erfüllen. An den Preisen kanns nicht liegen, denn
jeder Teilnehmer bekam einen
Sofortpreis, und für die ersten
70 standen Preise zum Abholen bereit, die den Einsatz von
Fr. 35.– deutlich überstiegen.
Das gleiche, bewährte Team
um OKP Markus Raschle leistete auch bei der sechsten
Durchführung hervorragende
Arbeit, um den Teilnehmern
einen gemütlichen und unfallfreien Anlass zu bieten.
Deutlich bessere Resultate
Nachdem letztes Jahr gerade mal 24 Teilnehmer 100 und
mehr Punkte erzielten, waren
es heuer genau deren 30, die
diese magische Zahl erreichten. Dies vielleicht auch dank
der tollen Trainingsmöglichkeiten auf der Schiessanlage
Selgis. Während die Gämse
auf 100 Meter aufgelegt keine
grossen Schwierigkeiten bot,
tat dies der dreiteilige Kipphase in 35 Metern Entfernung
schon eher. Doch die eigentliche Entscheidung brachte
auch in diesem Jahr der laufende Keiler auf 50 Meter, der
trotz deutlich besseren Resultaten zu einigen «Kopfschüttlern» führte.
Gewonnen wurde die Meisterschaft schliesslich von Gerold Imhof mit sehr guten 117
Punkten, dicht gefolgt von Armin Truttmann jun. mit 116
sowie Mike Reichlin mit 115
und August Imhof (s’Predigers
Güschtl) mit 114 Punkten.
Eine weitere Knacknuss bildete der Glücksstich mit dem
einen Schuss (ohne Probe)
auf den sitzenden Fuchs stehend angestrichen, was mehr
oder weniger gut von allen ge-
meistert wurde. Und hier gewann dank Altersvorteil (das
Alter kommt bekanntlich vor
Schönheit!?) ein «Profi», nämlich Paul Betschart vom Steinerberg mit einem 98er-Tiefschuss vor Bruno Föhn von
Muotathal mit der gleichen
Punktzahl. Pauli durfte einen
«Jambum» von über 6 Kilo
mit nach Hause nehmen und
wird demnächst wohl nicht an
Hungers leiden.
Nach dem Absenden und
der musikalischen Unterhal-
tung benützten einige noch
die günstige Gelegenheit, um
etwas länger im gemütlichen
Selgis-Restaurant zu verweilen. Vom OK war übrigens zu
vernehmen, dass vermutlich
nächstes Jahr ein Spezialpreis
für den ältesten Teilnehmer abgegeben wird, vielleicht bringt
ja das die erhoffte Steigerung
an Schützen?
OK Vereinsschiessen
PJVHS 2010
Markus Raschle, OKP
Aus der Rangliste
Gerold Imhof, Muotathal, 117; Armin Truttmann
(85), Steinerberg, 116; Michael Reichlin, Morschach,
115; Augustin Imhof, Ried (Muotathal), 114; Stefan
Gwerder, Muotathal, 112; Philipp Lüönd, Sattel, 112;
Pius Suter, Illgau, 111; Beat Henseler, Goldau, 111;
Kurt Imhof, Ried (Muotathal), 109; Marc Truttmann,
Steinerberg, 109; Bruno Föhn, Muotathal, 108; Peter
Schön, Allenwinden, 108; Markus Betschart, Muotathal,
107; Armin Laimbacher, Schwyz, 107; Kurt Karrer, Freienbach, 105; Ruedi Suter (Ehrenpräsi), Muotathal, 104;
Christian Ulrich, Brunnen, 104; Edgar Marty, Rothenthurm, 104; Marcel Ziswiler, Arth, 104.
Jäger schossen
das «Obligatorische»
6. Schwyzer Kantonale
Jagdmeisterschaft vom
4./5. Juni 2010 im Selgis,
(Ried) Muotathal
Auch bei der sechsten Austragung blieb man dem bisherigen Programm treu, entsprechend dem Schiessnachweis,
den die Jäger jährlich zu erfüllen haben. Da keine Probeschüsse erlaubt waren, bleibt
das Maximum von 80 Punkten ein weiterhin erstrebenswertes Ziel. Während die fünf
Schüsse auf die Gämsscheibe, sitzend angestrichen, eher
weniger selektionierten, taten
es die fünf Schrotschüsse auf
den Klapphasen dafür umso
mehr. Ob die deutlich besseren Hasenresultate wirklich
der «neuen» Schrotmunition
zuzuschreiben waren, darüber
liess sich trefflich am Stammtisch diskutieren.
Immerhin 160 Jäger versuchten entweder als Sieger
oder durch die zwei Losentscheide zu einem zusätzlichen
Abschuss einer Gämse oder
eines Rehes zu kommen. Wie
die letzten Jahre üblich, wurde dem Sieger sowie zwei
weiteren Teilnehmern für die
laufende Jagdsaison ein zusätzlicher «Lebendpreis» zu-
Ruedi Suter, OKP, Edi Brugger und Claudine Winter (vl).
gesprochen, welche durch
Losentscheid mittels Standblatt ermittelt wurden. Diese
sehr willkommene Geste verdanken wir Regierungsrat Andreas Barraud und der Amtsvorsteherin Claudine Winter.
Die einmalige und ideal
stationierte Schiessanlage im
Selgis bot jedenfalls die besten Voraussetzungen, um einen weiteren, gesellschaftlichen Jäger-Anlass unfallfrei
und zu aller Zufriedenheit
durchzuführen. Gewinner des
Wanderpreises, eines Steinbockgehörns, sowie eines Lebendpreises wurde schliesslich Edi Brugger von Schwyz
mit ausgezeichneten 77 Punkten. Franz Ruoss, Buttikon,
und Armin Späni jun., Rothenthurm, mussten sich mit ihren
ebenfalls 77 Punkten mit Platz
zwei und drei begnügen, da
zuerst das bessere Hasenresultat und dann das höhere Alter
entschied.
Anschliessend ans Absenden schritt Claudine Winter
zur Ziehung der zwei Lebendpreise, auf die – unabhängig
vom Schiessresultat – jeder
Teilnehmer hoffen durfte. Die
glücklichen Gewinner der zwei
Lebendpreise hiessen: Erwin
Schweizer Jäger 7/2010
43
Jagdschiessen
6. Vereinsschiessen des
Patentjägervereins Hubertus Schwyz
Jagdschiessen
Suter und Josef Betschart, beide wohnhaft im Muotathal.
Am OK mit dem Schwyzer
Kantonalen Patentjägerverband, dem Jagd- und Sportschützenverein Selgis sowie
dem Amt für Natur, Jagd und
Fischerei wird sich vermutlich nichts ändern. Hingegen
wird sich der bisherige OKP
und Vizepräsident des SKPJV,
Ruedi Suter, aus der Verantwortung ziehen und einem
Nachfolger Platz machen. rs
Auszug aus der Rangliste:
Edi Brugger, Schwyz, 77/47/30; Franz Ruoss,
Buttikon, 77/50/27; Armin Späni (72), Rothenthurm,
77/50/27; Irene Mächler, Schübelbach, 76/48/28;
Josef Mächler, Vorderthal, 76/50/26; Josef Betschart, Muotathal, 75/48/27; Johannes Bissig, Steinen,
75/49/26; Franz Immoos, Morschach, 75/50/25; Toni
Reichmuth, Unteriberg, 74/47/27; Arthur Meister,
Seewen, 74/48/26; Armin Späni (44), Rothenthurm,
74/49/25;Werner Laimbacher, Sattel, 74/49/25; Markus Betschart, Muotathal, 74/50/24; Alfred Theiler,
Balterswil, 73/48/25; Fredi Späni, Sattel, 73/49/24;
Erwin Suter, Muotathal, 73/50/23.
Ein Berner
auf dem Podest
Jagdschützen Bern: Grand
Prix mit Spitzenresultaten
Der Trap-Wettkampf «Grand
Prix de Berne» im Bergfeld
bei Hinterkappelen BE erlebte
hochstehenden Schiesssport.
Besonders erfreulich war aus
Sicht des organisierenden
Jagdschiessclub Bern JSB der
zweite Rang des Clubmitglieds
Eric Weiermann in einem internationalen Spitzenfeld.
Der vom JSB verantwortliche Michael Wasescha zeigte sich vollauf zufrieden: «International
hervorragende
Topresultate, viele Zuschauer, ein Berner auf dem Podest,
einigermassen gutes Schiess-
wetter, ein reibungsloser Ablauf – was will man mehr!»
Einen eindrücklichen Sieg
im 54-köpfigen Feld feierte
der Franzose Hervé Boivin,
der von 200 möglichen Wurfscheiben deren 190 traf. Für
den Höhepunkt aus Schweizer
Sicht sorgte das JSB-Mitglied
Eric Weiermann aus Zollikofen mit dem zweiten Rang
(181 Tauben).
Die Rangliste
1. Hervé Boivin, F, 190; 2. Eric Weyermann, SUI,
181; 3. Marco Cervetti, ITA, 180; 4. Giuseppe Neri, ITA,
179; 5. Joan Vidella, POR, 177; 6. Cadry Genena, USA,
175; 7. Laurent Calmelet, F, 175; 8. José Ferreira, POR,
175; 9. Matteo Tallarini, ITA, 172; 10. Maxime Mottet
jun., BEL, 172; 11. Roman Bischoff, SUI, 171.
2. Kombimatch
von Berken
Am 5. Mai führten die
Berkener Jagdschützen den
2. Kombimatch von Berken
durch. Dieser Match bestand
aus 50 Scheiben auf dem Jagdparcours und 50 Trap-Tontauben. Dies wurde durch die
eher geringe Beteiligung ermöglicht. Der Gabentempel
bestand aus Barpreisen (60%
der Stichgelder).
Der Tagessieger heisst
Ruedi Meyer aus Langenthal
mit 82 Treffern von total 100!
Herzlichen Dank allen Teilnehmern und Gratulation den
44
Schweizer Jäger 7/2010
Gewinnern! Besten Dank auch
allen Sponsoren, Inserenten
und Mithelfern.
Fritz Gertsch
Rangliste
Kat. Senioren & Veteranen: 1. Ruedi
Meyer, Langenthal, 82; 2. Rudolf Graber, Niederönz,
80; 3. Toni Fritschi, Reigoldswil, 74; 4. Arthur Bieri,
Herzogenbuchsee, 72; 5. Roli Langenstein, Engelberg,
71; 6. Urs Rotzetter, Aarwangen, 71; 7. Urs Schnell,
Wahlen, 69; 8. Claudio Arnold, Silenen, 69; 9. Thomas
Fink, Welschenrohr, 65; 10. Patrice Sommer, Kleindietwil, 65; 11. Michael Wüthrich, Bützberg, 59; 12.
Alois Schnell sen., Wahlen, 53; 13. Fritz Gertsch, Herzogenbuchsee, 49.
Randschrote
Frage: Seit nun mehr als 30
Jahren führe ich auf der Jagd
und auf dem Stand eine Bockflinte. Ich muss nun feststellen, dass meine Trefferquote
immer schlechter wird. An der
Sehkraft liegt es nicht, wie ein
Besuch beim Augenarzt zeigte,
und meine Reflexe sind nach
wie vor gut bis sehr gut. Woran kann es liegen?
Es wäre wohl möglich, dass
Sie dem Schaft entwachsen
sind. Die im Laufe der Zeit gemütlicher werdenden Proportionen des Schützen, vor allem
im Wangen- und Schulterbereich, fordern schliesslich ihren
Tribut und eine Flinte die jahrelang dorthin schoss, wohin
der Schütze blickte, entwickelt
«plötzlich» ein Eigenleben:
– Die Schränkung des Schaftes wird zu gering: Fehlschüsse links vorbei (bei
Rechtsanschlag). Die häufigste Ursache in diesem Zusammenhang.
– Die Senkung wird zu gering:
Fehlschüsse hoch.
– Der Schaft wird zu lang:
Fehlschüsse tief aufgrund
der Proportionsveränderung
im Schulterbereich (eher
seltener).
Ein Flintenschütze, der um
diese Zusammenhänge weiss,
überprüft dann eben, ob noch
alles passt. Er ergreift die
Flinte, wählt sich ein Ziel etwas oberhalb der Augenhöhe, schliesst beide Augen und
schlägt zügig und bequem an.
Augen öffnen. Schiene zentriert? Ziel erfasst? – Wunderbar! Falls nicht, ist wohl eine
sanfte Korrektur des Schaftes bei einem fähigen Schäfter
sinnvoll. Die Flinte soll sich
nämlich dem Schützen anpassen und nicht umgekehrt!
Unter dieser Rubrik beantwortet der
Flintenschiesslehrer Markus-Urs Felder
auch Ihre Fragen über alles, was mit
dem Flintenschiessen zusammenhängt.
Richten Sie die Frage(n) an die Redaktion oder direkt an Markus-Urs Felder,
Alte Schäferei, 8590 Romanshorn, www.
flintenakademie.ch
Frage: Ein Freund machte mich auf dem Stand darauf
aufmerksam, dass ich mich
nach etwa 50 Schuss vor der
Schussabgabe zu verkrampfen beginne und sich der Lauf
dabei nach unten bewegt. Ich
war mir dessen nicht bewusst
und führte die jeweils ausbleibenden Treffer auf mangelnde Konzentration zurück. Was
kann Abhilfe schaffen?
Sie beschreiben klassische
Symptome des «Muckens».
Die beste Kur ist zweifellos,
mal einen Monat Pause einzulegen. In dieser Ruhezeit sind
Übungen auf fiktive Ziele mit
Abschlagpatronen und Konzentration auf eine einwandfreie Technik zu empfehlen.
Vor der Wiederaufnahme des
scharfen Schiessens sollten
Abzugswiderstände (nicht zu
hart, nicht zu weich) sowie –
mein Steckenpferd – die Passform des Schaftes überprüft
werden. Weiche Patronen sind
auch hier zunächst ein Muss.
Ein Rückstossdämpfer wäre
eventuell zu empfehlen. Diese
Ratschläge hören sich etwas
gestelzt an, das Problem jedoch sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Gelingt es nämlich nicht,
des Muckens Herr zu werden,
wird der betroffene Schütze
die Flinte über kurz oder lang
im Korn oder am Nagel deponieren.
Zur Erinnerung:
Die Nomenklatur des Schaftes.
Der Rottumtaler-Rehblatter ist ein Universal-Rehwildlocker, der über Jahre aus der
Praxis heraus entwickelt wurde. Der Rottumtaler verfügt
über einmalige Eigenschaften,
die bei der Blattjagd von enormer Wichtigkeit sind.
Der Rottumtaler-Rehblatter wird in über vierzig verschiedenen Arbeitsgängen in
reiner Handarbeit aus Rehgeweih hergestellt. Optisch ist
jedes Stück ein Unikat, aber
nicht die Optik zählt, sondern
die Praxistauglichkeit. So
wurde aus gutem Grunde das
Rehgeweih als Material gewählt, denn mit diesem natürlichen Klangkörper ist es möglich, weiche, täuschend echte
Laute nachzuahmen.
zum lauten, aggressiv-gequält
klingenden Geschrei zu modulieren.
Weiter zeichnet sich der
Rottumtaler-Rehblatter durch
seine Bedienungsfreundlichkeit aus.
Durch die enormen Erfolge
erfreut sich der RottumtalerRehblatter in der Jägerschaft
mittlerweile grösster Beliebtheit.
Audio-CD: Blattjagd mit Klaus Demmel. Fim-DVD:
Blattjagd mit Klaus Demmel. Weitere Infos: www.
klaus-demmel.de (Produkte)
Vertrieb: Rottumtaler-Wildlocker, Klaus Demmel,
Tristolzerweg 52, 88416 Bellamont, Tel. 07358 1278,
Fax 07358 9243015, www.klaus-demmel.de
Preise: Rottumtaler-Rehblatter 43.00 Euro
zzgl. Versand. CD «Blattjagd mit Klaus Demmel»
14,00 Euro zzgl. Versand. DVD «Blattjagd mit Klaus
Demmel», 24,90 Euro zzgl. Versand
Weiter ist der RottumtalerRehblatter absolut nicht feuchtigkeitsempfindlich. Wer kennt
es nicht, ein wenig Spucke
oder ein paar Regentropfen
und das Blattinstrument versagt. Dies kommt gerade bei
Blattinstrumenten aus Holz
sehr häufig vor, so aber nicht
beim Rottumtaler-Rehblatter.
Durch die angebrachte Umhängekordel ist das Blattinstrument am richtigen Platz
und somit immer griffbereit.
Ebenso schützt ein Lederetui das Mundstück vor Verschmutzung.
Durch den fein abgestimmten technischen Aufbau ist es
möglich, alle Laute vom Kitzfiep bis hin zum Geschrei
nachzuahmen. Der Rottumtaler-Rehblatter ist mit einem
Mundstück mit nur einem
Luftkanal gearbeitet. Denn
nur so ist es möglich, die verschiedenen Laute, von einem
zarten, weichen Fiep bis hin
Die Aufnahmen zu der
spektakulären Bergjagd-Dokumentation mit Schiessversuchen entstanden im Sommer
2009 in den Allgäuer Alpen.
Uralt sind unter Jägern die
Diskussionen über den richtigen Haltepunkt beim Schuss
im Gebirge. Blaser wollte es
genau wissen und startete einen umfangreichen Schiessversuch unter praxisnahen Bedingungen.
Einer der renommiertesten
österreichischen Naturfilmer,
Otmar Penker, konnte von
Blaser gewonnen werden, dieses umfangreiche Projekt auf
Film zu bannen.
Otmar Penker, der zuletzt
mit der international erfolgreichen Dokumentation über
das Rotwild «Prinz der Alpen»
Furore machte, gelang in seinem neusten Werk, die BlaserVersuchsreihe mit spannenden
Jagdszenen zu verknüpfen.
Der Film zeigt anhand praktischer Schiessversuche eindrücklich, wie sich bei steilem
Bergauf- oder Bergabschuss
die Treffpunktlage verändert
und dürfte manch hartnäckig
Ausrüstung
Gerüstet zur Blattzeit
Bergauf, bergab
Rottumtaler-Rehblatter Der Schuss im Gebirge
verfochtene Theorie in Frage
stellen. Daneben brilliert der
Film mit einmaligen und atemberaubenden Landschafts- und
Wildaufnahmen. Der Film ist
ein rundum gelungenes Meisterwerk, der sich auch hervorragend als Geschenk eignet.
Der neue Film in der Edition Blaser entstand in Zusammenarbeit mit Swarovski Optik. Die Spieldauer beträgt 43
Minuten.
Die neue Blaser DVD «Bergauf, bergab – Der
Schuss im Gebirge» ist ab sofort über den Fachhandel
erhältlich. Empfohlener Verkaufspreis: CHF 60.–.
Neu mit dabei im
«Schweizer Jäger»-Team:
Dr. Frank B. Metzner
Dr. Frank B. Metzner (39)
ist seit über zwei Jahrzehnten eng mit der Natur, der
Jagd und Waffen verbunden.
Auch in der Kampfsportszene ist Frank Metzner kein Unbekannter, war er doch in den
80er-Jahren Deutscher Meister
in verschiedenen KampfsportDisziplinen.
Heute ist der leidenschaftliche Jäger beruflich als Polizeiund Sportausbilder tätig sowie
Sachverständiger für Schusswaffen und freier Autor. Seine Bücher über das Schiessen
und die Fotografie gelten als
Standardwerke. Er wird nun
auch in unserem Fachmagazin, neben Markus-Urs Felder und Peter Grieder, in
unregelmässiger Folge Artikel über Waffen, jagdliche Ausrüstung und die Auslandsjagd publizieren.
Wir freuen uns, in der Person von Dr. Frank B. Metzner einen weiteren versierten
Autor gefunden zu haben,
der exklusiv in der Schweiz
für unsere Zeitschrift arbeitet.
Die Redaktion
Schweizer Jäger 7/2010
45
Ausrüstung
AFRICAN KING
Bei Geradezugrepetierern denken die meisten Jäger an ein bestimmtes Modell. Aber wie überall im Leben, haben auch andere Mütter schöne Töchter… In diesem Fall handelt es sich
dabei um eine Einzelanfertigung des innovativen SR30 aus dem
Hause Heym.
Die zerlegte Heym SR30
mit Sonderausstattung.
46
Schweizer Jäger 7/2010
Die Traditionsfirma Heym aus
Gleichamberg/Deutschland kann
auf eine über 140-jährige Firmengeschichte zurückblicken und fertigt die SR30-Büchse seit 1998.
Orientiert an Biathlongewehren
entwickelte Peter Fortner Mitte
der 1990er-Jahre ein Geradezugrepetiersystem, mit Verriegelung
im Hülsenkopf durch Kugellagerkugeln und mit patentierter
Spanntechnik, die über einen horizontal schwenkbaren Kammergriff betätigt wird.
Der Repetiervorgang ist leichtgängig und kann weitgehend geräuscharm erfolgen: Nach dem
Einführen des geladenen Magazins einfach den waagerecht abstehenden Kammerstängel zurückziehen und wieder gefühlvoll
nach vorne zum ersten Einrastpunkt schieben. Schon ist ohne
Drehbewegung
durchgeladen,
der Verschluss verriegelt, aber
nicht gespannt. Erst ein weiterer
Druck nach vorn auf den Stängel
zum zweiten Einrastpunkt spannt
die Waffe. Eine Zündung der Patrone bei nicht ganz verriegeltem
Verschluss ist somit ausgeschlossen.
Auf dem System wurde eine
Picatinny Rail mit einem Schmidt & Bender
3–12x50 Klassik montiert.
Die Waffe ist jetzt feuerbereit.
Bei schnellen Schussfolgen lassen
sich dank aufpreispflichtig poliertem, butterweichem Schlossgang
beide Schritte zügig und in einer flüssigen Bewegung kombinieren.
Um die Waffe zu entspannen,
wird lediglich der Kammergriff
wieder bis zum ersten fühlbaren
Einrasten wenige Zentimeter zurückgenommen.
Ein mechanischer Ausstosser
à la 98er sorgt in Verbindung mit
einer federbelasteten Auszieherkralle für zuverlässigen Hülsenauswurf. Um die Funktionssicherheit auch unter ungewöhnlichen
Situationen zu testen, schoss ich,
wie bei Militärtests üblich, mehrere Magazine auf dem Rücken
und dann auf der Seite liegend,
so dass die Waffe auch «verkehrtherum», in ungewöhnlichen Winkeln repetieren und funktionieren
musste. Das geschah mal schnell,
dann bewusst langsam. Alle Überprüfungen bestand die Waffe mit
Bravour, es kam zu keinen Zuführungsstörungen.
Eine zusätzliche Kammerhebelsperre hinter dem Repetierstängel sorgt dafür, dass beim
Tragen die Waffe nicht unbeabsichtigt geöffnet oder gespannt
werden kann (z.B. durch Hängenbleiben an Ästen).
Mit etwas Übung kann man
sich in einer Bewegung die Kammersperre entsichern, die Waffe
über den Kammergriff spannen
und in den Anschlag gehen. Mit
Trockentraining und effektiven
Schiessstandbesuchen lässt sich
in kurzer Zeit ein stresssicheres
Handling erreichen.
Sicheres Verschlusssystem
für die raue Praxis
Da in letzter Zeit, vor allem im
Internet, immer wieder die Frage
nach der Sicherheit von Geradezugrepetierern aufkommt, habe
ich mich rigoros über die Sicherheit der Waffe informiert. Zwei
staatliche Stellen mit Sachverständigen für Schusswaffen erklärten nach eingehender Überprüfung das System der Heym SR
30 als konstruktiv sicher.
Die absolut spielfreie Schaftrückenverstellung ist mit
wenigen Handgriffen auf die richtige Schützenhöhe verstellbar.
Schweizer Jäger 7/2010
47
Ausrüstung
Text und Bilder:
Dr. Frank B. Metzner
Ausrüstung
Das liegt u. a. daran, dass die
sechs gehärteten Kugellagerkugeln der SR30 nicht in eine flache Ringnut nahe dem Laufende verriegeln, wie bei ähnlichen
Konstruktionen, sondern in ebenfalls sechs konkave (also negativ
kugelschalige) Ausnehmungen in
der Laufhülse, die weiter vorn situiert und tiefer sind.
Die Verriegelungsaufnahmen
werden im Laufe der Hülsenfertigung geprägt und gehärtet. Zudem
bieten die sechs Kugelsegmente
dem Gasaufprall auch kaum Angriffsfläche, anders als z. B. die
Spreizkrallen eines Radialbundverschlusses. Die sechs gehärteten Kugellagerkugeln werden
durch ein seinerseits gehärtetes
Steuerstück im Inneren des Verschlusszylinders nach aussen gedrückt und arretiert. Die Arretierung des Steuerstücks geschieht
durch den Kammerhebel, zudem
wirkt die Schlagfeder einer frontalen Beaufschlagung entgegen.
Der Konstrukteur Fortner hält das
für mehr als ausreichend.
Für den absoluten worst case
hat die SR30 noch eine einzelne
rechtsseitige Gasentlastungsbohrung.
Ich habe mehrere Versuchsreihen überprüfen können, bei dem
die Heym SR30 über 10 000 bar
Spitzengasdruck standhielt, den
Test lediglich mit Hülsendurchbläser und leichten Verformungen
quittierte, aber ohne dass der Verschluss nur einen Millimeter nach
hinten ging. Fast 8000 verkaufte
Waffen ohne einen Schadensfall
bestätigen diese Laborangaben in
der rauen Jagdpraxis.
Abzug und Visierung
Der Kombiabzug der Waffe hat ungestochen eine trocke-
48
Schweizer Jäger 7/2010
Oben: Die SR30
zeichnet sich
auch durch eine
hervorragende
Balance aus.
Oben rechts:
Die SR30 auf dem
Arbeitstisch. Der
Schaft ist noch
unbearbeitet.
ne Charakteristik. Ausgelöst wird
der Schlagbolzen bei einem sowohl schnell- als auch präzisionsschusstauglichen Zeigefingerdruck von 1300 Gramm. Wählt
man den justierbaren Rückstecher, reduziert sich das Abzugsgewicht auf werksseitig eingestellte 350 Gramm. Dieser sollte
allerdings bei einer Auslandsjagd
nur mit Bedacht, z. B. für gezielte
Schüsse, mit ausreichendem Zeitfaktor, auf grosse Entfernungen,
gewählt werden.
Die vorliegende Waffe hat einen
52 cm langen und 18 mm dicken
Lauf (Heavy Line), den Heym als
einer der wenigen Hersteller auch
selber fertigt. Gerade weil er etwas
schwerer ist, liegt er in Kombination mit dem Schaft sehr ausgewogen und schell im Anschlag.
Die Waffe hat ein Safarikorn
auf einem Ringkornsattel, der
direkt mit dem Laufende abschliesst, um eine grösstmögliche Visierlinie zu erreichen, eine
klassische V-Kimme mit nachträglich eingearbeitetem weissem
Orientierungsstrich zur schnellen
Zielerfassung, ein zylindrischschlanker Ringriemenbügel am
Lauf und ein Riemenbügelfuss
im Hinterschaft eingelassen. Alles ist sehr praxistauglich, beinhaltet das Safarifeeling und kostet
bei Heym ca. 450 CHF Aufpreis.
Verstellbarer Schaftrücken
Auch der Schaft wurde speziell für die Bedürfnisse im afrikanischen Busch konzipiert.
Der klassische, gerade Safarischaft ist ideal für den schnellen
Schuss über die offene Visierung.
Problematisch wird dann meist
der Schuss mit aufgesetztem Zielfernrohr, da dazu der Hals/Kopf
Technik auf einen Blick:
Waffe:
Heym SR 30 mit Sonderausstattung
Waffenart:
Geradezugrepetierer in Ganzstahl
Kaliber:
9,3 x 62 mm
Weitere Kaliber:
Normalkaliber von .22-250 Remington bis 9,3 x 62
Grosskaliber von 6,5 x 68 bis .375 Ruger
Abzug:
Kombiabzug, auch Flintenabzug möglich
Magazin:
Einsteckmagazin für 3 bis 5 Patronen, je nach Kaliber
Sicherung:
Handspanner
Schaft:
Nussbaumölschaft, Ebenholzabschluss am Vorderschaft, selektive
Fischhaut, höhenverstellbarer gerader Rücken, Backe, eingelassene
Riemenbügelöse, Gummischaftkappe mit Einlage
Lauf:
Kaltgehämmerter 52-cm-Lauf aus hauseigener Fertigung,
Wechselläufe in anderen Kalibern sind möglich
Visierung:
Korn mit weisser Perle, justierbare Kimme in Schmetterlingsform im
V-Ausschnitt mit Mittelstrich, Picantinny-Rail zur Aufnahme von Optiken,
Lampen und Zubehör
Zieloptik:
Schmidt und Bender, 3–12x50 Klassik, Absehen L7, mit Schnellverstellung
für die Höhe
Lauflänge:
52 cm Sonderlänge, ansonsten 58 cm bei Normal- und 61 cm bei
Magnumkalibern, Wunschlängen von 30 bis 70 cm sind machbar
Waffenlänge:
106 cm
Gesamtgewicht:
3,48 kg ohne ZF und 4,21 kg mit ZF (inkl. Montage)
Schussleistung:
5 Schuss auf 100 Meter: RWS TMR 21 cm, RWS Uni Classic 24 mm
Preis:
Waffe 3826 Euro (CHF 5300)
ZF 1820 Euro (Durchschnittspreise Internet, inkl. ASV, CHF 2520)
Montagesystem und Zielhilfen
Sicherlich wird es auf puristische Jäger ungewöhnlich wirken,
was sich aber bei einem Selbstversuch schnell relativiert. Bei
den Testreihen zu der Präzisionsüberprüfung der African King
machten über ein Dutzend Jäger
der Nachbarstände von dem Angebot auf Trockenanschläge Gebrauch und waren abschliessend
von dieser technischen Lösung
überzeugt.
Auf dem System ist plan und
mit 6 Inbusschrauben eine Pica-
Vorteile:
– Innovative Technik
– stimmiges Gesamtkonzept
– beste Verarbeitung
– sicher durch Handspannung
– hervorragender Abzug
– weicher Schlossgang
– sehr gute Schussleistung
– Kaliberwechselmöglichkeit
– praxisorientierte offene Visierung
– wiederholgenaue Montage
– sehr gute Balance
– ideales Gewicht für eine Afrikawaffe
Nachteile:
– hoher Fertigungsaufwand, da Teile von
mehreren Zulieferern
– kein 5-Schuss-Magazin erhältlich
– keine Magazinsperre
tinny Rail montiert, auf der dann
wiederum verschiedene Optiken
(Zielfernrohr, Rotlichtreflexvisier,
pp.) oder auch ein Scoutlight für
die Auslandsjagd befestigt werden.
Für den vorliegenden Test ist das
ein Schmidt & Bender 3–12x50
Klassik, welches mit einer Recknagel-Aufkippmontage mit 9,5
mm hohem Polyform-Klemmhebel absolut wiederholgenau und
zudem blitzschnell montierbar ist.
Einfach die planstellbaren Hebel
mit einem leichten Daumendruck
umlegen und das ZF ist unten. Gerade beim Zugehen auf erlegtes
Wild oder bei der Schussabgabe
im Nahbereich ist das sehr praktisch, da so das Sichtfeld vergrössert und Kimme und Korn schnell
genutzt werden kann.
Das Schmidt & Bender hat
das beleuchtete Absehen L7 sowie eine Absehen-Schnellverstellung (ASV) für die Höhe, welche
gerade bei dem sehr effektiven,
aber nicht für seine gestreckte
Flugbahn bekannte 9,3x62 ideal
ist. Die Schnellverstellung in der
Höhe und Seite bietet S & B für
alle seine ZFs an, macht jedoch
dafür in Deutschland (im Gegensatz zu den englischsprachigen Ländern), kaum Werbung.
Damit sollen, internen Gerüchten nach, die traditionsbewussten
deutschen Jäger nicht verärgert
werden. Unabhängig von dem
Brauchtum ist das Schnellverstellen sehr nützlich, da mit wenigen
Klicks die abgemessene Entfernung zum Ziel eingestellt ist und
dann Fleck gehalten werden kann.
Das althergebrachte und manchmal doch sehr ungenaue «drüberhalten» entfällt damit.
Der Präzisionstest erfolgte bei
diesem Repetierer auf 100 Meter,
nach drei Probe- und Setzschüssen, aus dem warmen Lauf, aufgelegt, am Schiesstisch. Mit der
TMR von RWS (18,5 gr. Geschossgewicht bei 609 Meter/Sekunde) erzielte ich ein 21-mmSchussbild, mit der extra harten
Uni Classic von RWS (19,0 gr.
Geschossgewicht bei 680 Meter/
Sekunde) eine Treffergruppe von
24 mm, welches rund 40 cm weiter rechts oben von der TMR lag.
Somit ist das Trefferbild für
jagdliche Aspekte aussergewöhnlich gut, die klassische Winkelminute (MOA) von unter 29 mm gehalten.
Die Heym SR 30 konnte in diesem Test überzeugen, sie vereint
klassische Elemente mit moderner und sicherer Technik. Diese Büchse mit der erstklassigen
Funktion und dem guten PreisLeistungs-Verhältnis wird sicherlich ihre Liebhaber finden.
■
Das universelle
Kaliber 9.3x62
ist auch für
kräftigere Wildarten geeignet.
Schweizer Jäger 7/2010
49
Ausrüstung
verrenkt werden muss. Mit dem
verstellbaren Schaftrücken ist das
Schnee von gestern, da der präzise Schuss mit dem ZF bei dieser
Waffe mit der individuell einstellbaren Wagenanlage, bei aufrechter Hals- und Kopfhaltung, bequem möglich ist.
Heym hat dazu den Schaft nach
Kundenvermessung aus Wurzelholz der Klasse 6 auf Mass gefertigt, die italienische Schaftmanufaktur Paretti hat mit ihrem
Präzisionsmaschinenpark
das
exakte Ausschneiden des Schaftrückens vorgenommen und den
Verstellmechanismus eingesetzt.
Dabei wurde mit grösstmöglicher Präzision gearbeitet, die
beiden Endbereiche sind absolut
deckungsgleich, von dem zusammengehörigen Holz der Schaftbacke fehlen nur wenige Millimeter.
Das aus acht Hauptteilen bestehende System 2000 ist leider nur
in matt gestrahltem Metallfinish
erhältlich, so dass es noch mit keramikbasierendem Cerakote von
der Firma Waffenbeschichtung
Nord oberflächenveredelt wurde.
Ein jagdpraktischer Nutzwert ergibt sich hieraus nicht, wohl aber
ist das dunkle Gesamtfinish der
Waffe so durchgehend erhalten.
Der verstellbare Schaftrücken
ist bis zu 2 mm nach unten und
bis zu 12 mm nach oben verstellbar, der vertikale Verstellbereich
liegt bis zu je 6 mm. Mit dem passenden Schlüssel ist das Rückenteil mit wenigen Handgriffen verstellt. Im Gegensatz zu anderen
bekannten Lösungen sind alle
Teile absolut spielfrei, nichts wackelt, alles ist eine feste Einheit.
Jagdgeschichten
SARDONA-
JÄGER
Eine Geschichte aus dem Sarganserland
Ganz zuhinterst im Calfeisental, eineinhalb Marschstunden hinter der Walsersiedlung
St. Martin, liegt die Alp Sardona. Nicht ganz durch Zufall erhielt Viktor, ein Jäger aus dem
Unterland, die Möglichkeit,
in diesem Tal, wo der Hirsch
heimlich seine Fährten zieht,
der Gams auf den Grasbändern äst und hoch auf den Gräten das Steinwild wechselt, zu
jagen. Vor allem die Gämsen
hatten es ihm angetan.
Eines Tages traf Viktor einen alten Wildhüter, welcher
dieses Tal, die Bewohner, das
Wild, die Wechsel und die Einstände wie seinen Hosensack
kannte. Er hatte viel erlebt und
zudem die Gabe, spannend
und unterhaltsam zugleich zu
erzählen – wobei die Grenzen
zwischen Erlebtem und Jägerlatein oft fliessend waren.
Aber es gab nicht nur unheimliche Geister und Gestalten in seinen Geschichten von
der Sardona, sondern auch
gute Feen und Elfen. Eines Tages will er mit eigenen Augen
im Plattenseeli eine Elfe beim
Baden gesehen haben. In dem
Moment aber, als er den Feldstecher vor die Augen nahm,
um die Elfe etwas genauer zu
spiegeln, sei diese verschwunden gewesen und er habe sie
50
Schweizer Jäger 7/2010
nie wieder gesehen. Und diese
Elfen würden sich manchmal
auch in einen Menschen oder
gar in ein Tier verwandeln,
wusste er zu berichten. Viktor,
weniger abergläubisch, war
sich nicht sicher, ob er diese
Erscheinung von Franky einem Schluck zuviel Roten zuschreiben sollte, oder ob es
sich einfach um eine Touristin
handelte, welche sich im See
abgekühlt hatte.
Wochen später fanden Norbert und Viktor nach einer
Pirsch auf die Trossegg den
Weg in die Sardona-Alp. Es
war so richtiges Postkartenwetter und die meisten Gäste taten sich auf den tannigen
Holzbänken an den Tischen
vor der Alphütte nieder und
liessen sich draussen im Freien bedienen. Maria, die Wirtin, hatte Verstärkung im Service durch eine tüchtige und
freundliche Serviererin mit
dunklen, glänzenden Augen
erhalten.
Ein andermal pirschten
Norbert und Viktor im Plattental auf Gams. Diese brachten sich jedoch rechtzeitig auf
der anderen Seite des Plattenbachs im Schongebiet in Sicherheit. So stiegen die zwei
Jäger höher und höher, bis sie
in der Chrazeri wieder Gams
in Anblick bekamen. Schliesslich gelang es den beiden, auf
Schussdistanz heranzukommen, was im weiten, offenen
Bergkessel nicht einfach war,
und Viktor konnte einen guten Gamsbock erlegen. Nachdem der Gams geborgen, runter getragen und versorgt war,
kehrten die Jäger noch in der
Sardona-Alp ein, um sich zu
stärken. Das Wetter hatte inzwischen umgeschlagen und
so nahmen die beiden in der
Hütte am gemütlichen Familientisch Platz. Bedient wurden sie wieder von der freundlichen Serviertochter Elfi.
Da nicht allzu viele Gäste da
waren, blieb Zeit zu einem
Schwätzchen.
Für einen anderen Jagdtag änderte Norbert die Jagdstrategie, und so hiess es bereits am Sonntagnachmittag,
auf in die SAC-Hütte Sardona. Das Wetter war unfreundlich und ein kalter Wind vom
Sardona-Gletscher trieb den
Regen waagrecht vor sich her
und den Jägern ins Gesicht.
Sie waren an jenem Abend
die einzigen zwei Gäste auf
der SAC-Hütte. Nachdem die
Kleider über dem Ofen getrocknet waren, wurde die
Stimmung schon gemütlicher.
Dafür nahm der Wind zu und
entwickelte sich in der Nacht
zu einem orkanartigen Sturm.
Wenn es nur nicht die ganze
Hütte mitsamt uns Jägern über
die Felswand ob der Bärenfalle runterbläst, dachte mal der
eine, bald der andere, wenn sie
erwachten, weil der Sturm gar
unheimlich an der Hütte rüttelte. Kein Wunder, wenn einem
die alten Geschichten, in denen die armen Seelen, welche
keine Ruhe fanden und sich
dann eben in solchen Nächten
herumtrieben, durch den Kopf
gingen. Wenn das Morgen so
weiterstürmt, wird mit Anblick
nicht viel los sein, dachte Viktor, drehte sich im Schlafsack
auf die andere Seite und versuchte wieder einzuschlafen.
Glücklicherweise
hatte
sich der Sturm gelegt, als die
beiden – es war noch dunkel
draussen – sich mit Kaffee
und Alpkäse stärkten. Danach
machten sie sich auf die Pirsch
Richtung Sardona-Gletscher
und bekamen auch schon bald
einen braven Bock in Anblick.
Den gingen sie an und Viktor
konnte ihn bald darauf, grad
unterhalb des Sardona-Gletschers, erlegen.
Beim Aufstieg, während
dem Viktor kein Auge von dem
Schwarzen liess, hatte Norbert
auf einem Grat einen Steinbock ausgemacht. Vielleicht
ist es sogar der Alte, welcher
nicht mehr gut auf den Läufen
ist. Den will ich mir etwas genauer aus der Nähe «aaluege»,
meinte Norbert. Du kannst inzwischen schon deinen Gams
bis zur SAC-Hütte runter tragen und dort treffen wir uns
dann wieder. Nachdem Norbert auf den Grat über dem
Steinbock gestiegen war und
den Alten bestätigen konnte,
war auch er gegen Mittag wieder bei der SAC-Hütte. Von da
rief er den Wildhüter an. Während dem Mittagsaser und
Verwarmen besprachen die
beiden das weitere Vorgehen –
wenn. Nach gut einer Stunde
kam der Rückruf des Wildhüters und der Alte war als Hegeabschuss freigegeben. Das
ist deine Chance und eine solche kommt nicht sobald wieder, meinte Norbert grosszügig zu Viktor, nur müssen wir
halt nochmals da hinauf und
deutete zum Grat. Viktor nick-
wildjäger auf dreizehneinhalb
Jahre schätzte.
Nach dem Aufbrechen
ging’s relativ ring über die steilen Grashalden runter, das Tragen über die Runsen und Bäche dann schon weniger und
der Transport über die hintere Melchi schien fast endlos.
Schliesslich hatten sie doch
Steinbock und Gams unten auf
der Sardona-Alp. Die Strecke
und die glücklichen Jäger wurden noch kurz vor der Dämmerung im Bild festgehalten und
mit einem kleinen Schluck
aus dem Flachmann gefeiert.
Alle Achtung, dass ihr den Alten ganz runtergeschafft habt,
meinte ein Wirt in Vättis, wo
sich die beiden Jäger stärkten.
Grad zart wird der nicht mehr
sein. Der Wildhüter gab ihm
am anderen Tag tatsächlich
dreizehneinhalb Jahre. Trotzdem schmeckten die Steinbockschüblig, dem Erlebnis
entsprechend, einmalig.
An einem Morgen im Herbst
desselben Jahres kamen die
zwei früh um halb sechs in
der Dunkelheit an der Alphütte auf dem Weg zum Morgenansitz auf Hirsch vorbei. Der
einzige Anblick, den Viktor
vom Ansitz auf dem Damenhochsitz hatte, war Bartli, der
Senn, welcher kurz vor Tagesanbruch bergauf gegen die
Rothusböden stapfte, um dort
Zäune umzulegen.
Nach dem Hellwerden begaben sich die zwei Bergjäger auf Gamspirsch, Viktor
durch die Tüfelsrus und Norbert über das Schafälpli Richtung Sardona Krazeri. Als Viktor in einer Felsnische eine
Verschnaufpause einlegte und
dann nach einer kleinen Stärkung den steinigen Hang über
ihm nach Wild abspiegelte, hatte er plötzlich auf etwa
fünfzig Gänge eine zierliche
Gamsgeiss vor sich. Er wollte
sie vor dem Schuss noch genau ansprechen, nahm dazu
den Feldstecher und betrachtete sie ganz genau.
Die Geiss schaute ihn ebenfalls direkt und irgendwie vertraut an. Etwas war nicht wie
sonst. Die Gämse hatte nicht
die waagrechten, geissenartigen Pupillen, sondern dunkle,
runde glänzende Augen. Den
Jäger überkam ein seltsames
inneres Schauern und er brachte es nicht fertig, abzudrücken.
Stimmte es etwa doch, dass
sich Elfen manchmal auch in
Tiere verwandelten?
Als Norbert später nach
dem Zusammentreffen zu Viktor meinte, er müsse doch mindestens Anblick auf Gams gehabt haben, sagte dieser nur
lakonisch, Anblick schon, aber
nicht zum Schuss gekommen.
Sonst denkt der noch, ich spinne, sagte er wortlos zu sich
selbst, und war fast sicher, entweder verhext oder irgendwie
verzaubert zu sein.
Mitte November haben sich
die zwei Jäger spontan entschieden, nochmals in die Sardona zu gehen, wobei sie mit
föhnigen Aufhellungen gerechnet haben.
In der Nacht war es klar und
der einzigartige Sternenhimmel im Calfeisental versprach
gutes Jagdwetter. Am Morgen
war es dann allerdings bedeckt.
Norbert und Viktor pirschten
zuerst auf Hirsch und hoch
über dem Gamserälpli standen
Gämsen. Für die beiden bedeutete dies, gut knietief Schnee
stampfen. Gegen 10 Uhr hatte Vik dann trotz Schneege-
stöber Weidmannsheil und die
alte Gamsgeiss rutschte den
Hang runter, ihnen bis vor die
Füsse. Für die Bergung und
den Transport bei Regen bis
St. Martin benötigten sie noch
gut zwei Stunden. Durchnässt,
aber dennoch zufrieden, feierten sie einen würdigen Abschluss der Sardona-Jagdsaison bei einem Gamspfeffer.
Ein langer, schneereicher
Winter brachte fast ein halbes Jahr Ruhe in die Sardona und Distanz zwischen der
Jagd, den Menschen und dem
Erlebten.
So freuten sich im Frühjahr wieder alle auf die Sardona und auf die Jäger wartete einige Revierarbeit zur
Vorbereitung der kommenden
Herbstjagd. Norbert hatte einen Ansitzplatz ausgemacht
und dort bauten er und Viktor
im Sommer bei meist strahlendem Wetter an mehreren Wochenenden einen überdachten
Ansitz mit Ausblick in drei
Richtungen. Diana schien zufrieden mit dem Werk, denn
sie gewährte Viktor das Weidmannsheil, von diesem Ansitz
aus seinen ersten Hirsch in der
Sardona zu erlegen.
Natürlich kehrten die Jäger
des öfteren in der Sardona-Alp
ein. Dass dies ein Geheimtipp
ist, nicht zuletzt wegen den
feinen Hirschsalsiz und dem
würzigen Alpkäse, das haben
mittlerweile auch viele Bergsteiger, Wanderer und sogar
Biker entdeckt und die Jäger
haben gelernt, damit zu leben.
Paul V. Bürer, Gossau
Anmerkung: Übereinstimmungen oder Ähnlichkeiten mit
Namen und tatsächlichen Begebenheiten sind rein zufällig.
Glücklicher
Gamsjäger.
Ein braver Hirsch
aus der Sardona.
Schweizer Jäger 7/2010
51
Jagdgeschichten
te nur ob dieser unerwarteten
Gelegenheit und die beiden
machten sich bei immer noch
leichtem Regen wieder an den
Aufstieg.
Durch einen Lawinenzug
kamen sie auf gut zweihundert Schritt an den Steinbock
heran, welcher immer noch
an derselben Stelle auf dem
Grat im Lager war. Die Jäger
richteten sich ein, Norbert mit
dem Spektiv und Viktor mit
dem Gewehr auf dem Rucksack. Dann das lange Warten, denn Norbert hatte seinem Jagdfreund eingeschärft,
ja erst zu schiessen, wenn der
Bock aufgestanden sei und mit
allen vier Läufen diesseits des
Grats stehe. Auf der Hinterseite ging’s nämlich an die 300
Meter fast senkrecht runter
und der Bock wäre hoffnungslos verloren gewesen.
Nach einer halben Ewigkeit, so schien es Viktor, erhob sich der Alte aus dem Lager und äste ganz bedächtig
ein paar Gräser auf dem Grat.
Es war ein majestätischer Anblick, obwohl der Bock nicht
mehr gut auf den Läufen war
und den nächsten Winter kaum
mehr überlebt hätte. Nach fast
nochmals so langer Zeit war er
endlich mit allen 4 Läufen auf
der Seite der Jäger. Norbert
war auch bereit für den Fall,
dass der Bock nicht im Feuer
liegen sollte, aber er liess Viktor den Vortritt. Dieser liess
fliegen und der Alte kippte auf
die richtige Seite des Grats
und regte sich nicht mehr.
Nach einem freundschaftlichen Weidmannsheil und einem freudigen Weidmannsdank stiegen die beiden Jäger
hinauf zum Bock, welchen
Norbert als erfahrener Stein-
BIBER UND
MURMELTIER
Biber
Früher spielte die Jagd auf die
zwei interessanten Nager eine
grosse Rolle. Angesichts
steigender Besätze rückt
auch der Biber wieder in den
Fokus des Jäger-Interesses.
Unsere Fachsprache
berücksichtigt beide.
Text und Bilder: Birte Keil
Biber
Lange Zeit war «Meister Bockert» bei uns fast ausgestorben. Er zählt trotz kräftiger Besatzzunahme (noch) nicht zu den
jagdbaren Arten. Auch wenn der
Biber eher nachtaktiv ist, seine
Anwesenheit ist schnell zu entdecken: Wenn er auf Äsung geht,
seiner Äsung nachgeht, hinterlässt er Stümpfe und Reste von
Weichhölzern und Sträuchern,
die er mit seinen meisselartigen,
scharfen Stemmern (Nagezähnen) (ab-)schneidet, abhaut und
meist an Ort und Stelle Rinde und
Zweige äst. Bei grösseren Stämmen (auch mal Harthölzern), die
er zum Wohnungs- oder Dammbau verwendet, spricht man auch
von umhauen.
52
Schweizer Jäger 7/2010
(Biber-)Kelle,
Schwanz, Zagel
Lauscher
(neu: Gehöre)
Seher
Nase
Stemmer
Hände
Murmeltier
Das tagaktive Murmeltier
(Mankei, Munk, Murmele) lebt
meist oberhalb der Baumgrenze
in Kolonien (Sippen). Sie entfernen sich nie weit von ihren Bauen,
die je nach Funktion verschieden
viele Einfahrten, Röhren oder
Kessel haben. In einem grösseren
(und auch tieferen) Bau hält die
Sippe ihren sechsmonatigen Winterschlaf, nachdem ein genügend
grosser Kessel durch (Ein-)Heuen, Heu machen, ausgepolstert
und die Röhre mit einem Zapfen
(dicke Erd- und Pflanzenschicht)
Murmel
(Mankei, Munk, Murmele)
Kopf
Gehör
Seher
Nase
Bär
Äser
Grandeln
Katze
Balg (Schwartl)
Affe
Hinterbranten
verschlossen
(zugeschlagen)
wurde. Zum Sichern macht das
Murmel häufig ein Manderl (Kegel). Schöpft es Verdacht, pfeift
es (Mankeipfiff), und alle flüchten in die Baue. Wenn sie auf die
Weide (auf Äsung) gehen, sich
äsen, rutschen sie (bewegen sich
langsam). Wird das Murmel nach
dem Sonnenbaden hoch, steht
auf, streckt es die Läufe.
Zur Ranzzeit (Bärzeit) gibt
es viele von Murren (Drohen)
begleitete Raufereien, vor allem
wenn ein fremder (Murmel-)Bär
Vorderbranten
auftaucht. Die Katz (Mütterin,
Muttei) gibt in dieser Zeit tatsächlich katzenartige Laute von
sich. Sie geht 35 Tage trächtig
und setzt (neuer: bringt) bis zu
vier Affen im Mutterbau.
Bejagt werden Murmel auf
Ansitz und Pirsch bzw. Mankeipassen (Anstehen am Bau). Das
erlegte Murmel wird abgebalgt.
Das früher zu Heilzwecken allgemein begehrte Murmelfett
(Schmalz) ist auch heute noch in
Gebrauch. Das Wildbret erdelt,
schmeckt erdig.
■
Schweizer Jäger 7/2010
53
Jägersprache
In unseren Breitengraden haben die meisten Biber einen Bau
in eine Uferböschung gegraben,
seltener errichten sie hier eine der
bekannten (Biber-)Burgen, die
in einem Gewässer über die Oberfläche hinaus ragen. Früher unterschied man deshalb (angeblich an
der Qualität des Balges sichtbar)
Baubiber, angeblich einzeln lebend, und Republikbiber (Republikaner), die in grösseren
Gruppen eine Burg bauten und
bewohnten.
Am Wasserrand sieht man ihre
Ein- und Ausstiege. Durch das
Nachschleifen des Schwanzes,
der (Biber-)Kelle, Zagel, erhalten seine Geschleife (Pässe) ihre
typische Prägung. In Ruhe steigt
er ins Wasser, beunruhigt fährt
oder fällt er hinein. Biber brunften, das Weibchen bringt Junge.
Wegen seines wertvollen Balges und des noch wertvolleren
Bibergeils (alte aspirinhaltige
Arznei) wurde er fast völlig ausgerottet. Letzteres ist ein Drüsensekret der Geilsäcke (Castoren- oder Castoreum-Säcke), die
getrocknet hoch gehandelt wurden. Man jagte ihn mit Biberhunden in möglichst klares Wasser,
um ihn dort mit der dreizackigen
Bibergabel zu stechen (Biberstich). Der erlegte Biber wird
gestreift. Das Wildbret gibt
einen geschätzten Braten
ab, wobei die Kelle als besonderer
Leckerbissen gilt.
Als «Fisch» durfte
er auch zur Fastenzeit
genossen werden!
Der Bundesrat muss gegenüber der Berner Konvention
einen Vorbehalt in Bezug auf
die Regulierung des Wolfes
anmelden. Dies hat der Ständerat mit 18 zu 13 Stimmen
beschlossen. Das Signal aus
dem Parlament für einen pragmatischen Umgang mit Grossraubtieren und damit zu einer
sinnvollen Revision der eidgenössischen Jagdverordnung
kann deutlicher nicht sein:
weg vom einseitigen Ansatz
des Artenschutzes, hin zum
modernen Wildtiermanagement.
Der Bundesrat hatte bei Unterzeichnung der Berner Konvention im Jahr 1979 kei-
CH
Erschwerte Viehwirtschaft
in den Alpen
Wie Fournier ausführte, sind heute in der Schweiz
nicht mehr nur vereinzelt Wöl-
Jäger bliesen ins Horn,
schossen und feierten
Eidgenössisches Bläserschiessen, Kantonales Jagdschiessen und 1. Kantonale
Hegeschau
An den drei Jagdveranstaltungen gab es nur Gewinner.
Die Hinterländer Weidmänner waren treffsicher, doch der
Erstrangierte beim Kantonalen
kam aus Zofingen und beim
Eidgenössischen gingen Einzel- und Gruppensieg an die
Ostschweiz.
Die KIGRO Grosswangen
und das Schloss Wyher Ettiswil waren Treffpunkt der Jäger
und Jagdfreunde. Gleich drei
Anlässe brachten die Organisatoren unter dem Präsidium
von Heinz Herzog unter einen
(Jäger-)Hut. Die Jagdschützen
Grosswangen, die Jagdhornbläser Hinterland und Revierjagd Luzern, Sektion Hinterland, taten sich zusammen und
schnürten ein Multipack. Und
die Organisation war hervorragend, trotz miserablen Wet-
54
nen Vorbehalt zum streng
geschützten Wolf angebracht.
Damals waren die Wölfe noch
weit weg von der Schweizer
Grenze. Seither haben sich die
Rahmenbedingungen
drastisch geändert: der Wolf ist
heute keine gefährdete Art
mehr. Die apenninisch-alpine
Wolfspopulation ist lebensfähig. Deshalb sind die Rahmenbedingungen gegeben, um die
Wolfspopulation wenn nötig
zu regulieren.
zum Wohl des Grossraubtiers
selbst, weil die Akzeptanz für
seine Anwesenheit dadurch
markant verbessert wird», so
Jean-René Fournier in der Debatte im Ständerat. Fournier
wurde in seinem Begehren von
den Ständeräten Christoffel
Brändli und Teo Maissen (beide GR) sowie von This Jenny
(GL) unterstützt.
Vorgängig hatte JagdSchweiz-Präsident Hanspeter
Egli mit den Jägern im Bundesparlament das Dossier
«Grossraubtiere» im Hinblick
auf die Revision der Jagdverordnung besprochen. Das
Argumentarium von JagdSchweiz für die Regulierung
von Grossraubtieren war den
Mitgliedern des Ständerates
übergeben worden.
JagdSchweiz
Schweizer Jäger 7/2010
ters zu Beginn am Samstagmorgen.
Das Kompliment kommt
von Beat Bridel, Obmann der
Jagdgesellschaft
Adligenswil: «Der Anlass ist sehr gut
organisiert. Dazu trägt auch
die optimal in die Landschaft
eingebettete
Schiessanlage
bei. Man könnte es nicht besser machen». Er nahm gleich
an beiden Wettbewerben teil,
am Kantonalen Jagdschiessen
und am Eidgenössischen Bläserschiessen.
Der erste Schuss zählt
Das Programm des Kantonalen Jagdschiessens, das alle
zwei Jahre zur Austragung gelangt und von einer andern
Sektion, von RevierJagd Luzern, durchgeführt wird, ist auf
die Praxis ausgerichtet. Es gibt
keine Probeschüsse und dies
gibt es auch in der freien Wildbahn nicht. Der erste Schuss
muss das «angesprochene»
Tier zur Strecke bringen. Das
haben die Teilnehmerinnen
und Teilnehmer bewiesen.
Genau 50 liessen sich mit
der Kugel vier Mal eine Zehn
schreiben, Distanz 100 Meter auf Rehbock, Überläufer,
Gamsbock und den sitzenden
Fuchs.
Auch das Programm mit
Schrot war anspruchsvoll:
Tontauben an- und abfliegend
sechs Schuss, laufender Hase
(dreiteilig) rechts und links
je vier Schuss und Rollhase
sechs Schuss. Mit 109 Punkten
setzten sich Christian Rudin
aus Zofingen und der Ettiswiler Pius Vonwyl an die Spitze
der Rangliste. Sie verloren je
einen Punkt. Rudin liess beim
Hasen von rechts kommend einen Punkt liegen und Vonwyl
Foto: H. Büttiker
Bund und Kantone
Erfolg für Jean-René Fournier im Ständerat:
Bundesrat muss Wolfsregulierung
durchsetzen
fe unterwegs, sondern auch
bereits Meuten. Mit seinen
Raubzügen sorgen die Wölfe vor allem in den Berggebieten für viel Schaden. Die
Präsenz des Wolfes hat die
Bedingungen für die Viehwirtschaft erschwert und verteuert. Mancherorts wird deswegen darüber diskutiert, die
Alpbewirtschaftung aufzugeben. Die teuren Schutzmassnahmen, die zudem wegen aggressiver Herdenschutzhunde
in Konflikt mit dem Tourismus
stehen, haben sich im steilen
Berggebiet nicht bewährt.
Ständerat Fournier wollte mit seiner Motion erreichen, dass die Schweiz dieselben Möglichkeiten erhalten
soll wie andere elf Unterzeichnerstaaten der Berner Konvention mit Wolfspräsenz auch:
die Möglichkeit, den Wolf bei
Schäden an landwirtschaftlichen Nutztieren oder an Wildtieren zu regulieren. «Die Lockerung des Schutzes für den
Wolf ist nicht zuletzt auch
Beat Bridel, Luzern, liess sich vier Mal einen Zehner schreiben.
Treffsichere Bläser
Gleich neun Teilnehmer haben in drei Passen mit je fünf
Schüssen mit der Kugelbüchse, Distanz 100 Meter, das
Maximum von 150 Punkten
erreicht. Die Zahl der Mouchen und das höhere Alter
entschieden über die Rangierung. Meister im Kugelschiessen wurde Franz Felder, Entlebuch – wie schon vor zwei
Jahren – vor Ruedi Komminoth, Bad-Ragaz, und Hubert
Fischer, Grosswangen.
Im Flintenschiessen auf
den laufenden Hasen zeigte
Foto: H. Büttiker
Das 20. Eidgenössische
Bläserschiessen
Am Samstag-Mittag wechselte das Programm. Das Eidgenössische Bläserschiessen
begann. Die Wettvorträge Blasen wurden im Garten des
Wasserschlosses Wyher ausgetragen. Die Bewertung erfolgte durch die drei Juroren Lars
Magnus, Prof. Arnold Heidwolf und Lorenzo Civatti nach
den Kriterien Notengerechtigkeit, Rhythmus, Tonreinheit
und Gestaltung.
«Man hört es nach den ersten vier Tönen bereits, wie der
Vortrag zu bewerten ist. Das
Niveau der Teilnehmenden ist
recht hoch und hat sogar fast
Profiqualität», bemerkte Civatti.
Die höchsten Wertungspunkte erzielte der Willisauer René Wigger. Mit minimem
Abstand folgte Hermann Studer, jun., Escholzmatt, der vor
zwei Jahren gewonnen hatte.
Den dritten Platz belegte der
Maienfelder Sascha Wenk.
Anton Zemp, Escholzmatt, beim Wettvortrag.
Prächtiger Gabentempel
Sowohl für die Teilnehmenden am Luzerner Kantonalen,
als auch jenen am Eidgenössischen stand ein prächtiger Gabentempel zur Verfügung. Gar
fertig montierte Hochsitze
standen für Gruppenerste bereit. Statt Kranzabzeichen gab
es am Kantonalen ein persönlich graviertes Sackmesser.
Positive Bilanz
Beim Absenden am Sonntagabend, pünktlich zur festgesetzten Zeit, konnte OKPräsident Heinz Herzog eine
positive Bilanz ziehen. «Ich
bin glücklich, dass wir diese beiden bedeutenden Anlässe unfallfrei und ohne jegliche
Komplikationen durchführen
konnten.» Er dankte der KIGRO Grosswangen für das
OK-Präsident Heinz Herzog, Jagdverwalter Josef Muggli und Walter Steffen,
Präsident RevierJagd Luzern, strecken die Köpfe zusammen.
55
Bund und Kantone
kassierte neben drei Zehnern
mit der Kugel eine Neun. Er
war gleichzeitig verantwortlicher Schützenmeister im OK
und wurde mit seinem Resultat kantonaler Jagdschützenmeister. Auf dem dritten Rang
folgte der Buttisholzer Benno
Kunz, als Verantwortlicher für
das Schiessen im Verband RevierJagd Luzern. Überhaupt
dominierten die Hinterländer
das Geschehen, wie die Rangliste zeigt. Auch die Gruppenrangliste wird von der Jagdgesellschaft Grosswangen-Ost
angeführt.
grosszügige Überlassen des
Areals, den Sponsoren, Gönnern und Jagdfreunden für die
Unterstützung. Der grösste
Dank ging an die rund 80 Mitarbeitenden für ihren beispielhaften Einsatz.
Auch Christian Schmassmann, Arlesheim, als Präsident
der Jagdhornbläser Schweiz,
fand nur lobende Worte für
den Anlass.
Der Marbacher Hans Lötscher, Bläserobmann von
RevierJagd Luzern, gab gleich
einen praktischen Hinweis zur
Pflege des Jagdhornblasens
und sagte: «Wo das Handy
nicht hinkommt, hört man das
Jagdsignal. Beim Erklingen
von Jagdhörnern bleiben die
Leute stehen und halten inne.
Das sind gute Gründe, diese
Jagdkultur zu pflegen».
Abgerundet wurde die Veranstaltung mit der ersten kantonalen Hegeschau. Eine
grosse Anzahl besonderer
Trophäen wurden präsentiert,
vom Perückenbock, zum ungeraden Zehnender-Rehbock bis
zum Ebersecker-Hirsch, dem
die linke Stange abgeknickt
war. Dies regte zu angeregten
Gesprächen unter den Nimroden und Besuchern an.
Aber auch sonst war es ein
Anlass zum Geniessen und
zum Feiern unter Gleichgesinnten, wie Walter Steffen,
Nottwil, Präsident von Revier
Jagd Luzern, treffend bemerkte. «Das Schiessen gehört zum
jagdlichen Handwerk und das
Jagdhornblasen übt Brückenfunktion zwischen der Jägerschaft und der nichtjagenden
Bevölkerung aus.»
Hermann Büttiker
Foto: H. Büttiker
Foto: H. Büttiker
Konzentration und eine ruhige Hand sind gefragt.
sich ein ähnliches Bild. In drei
Passen à fünf Schuss waren
drei Schützen gleichauf mit je
84 Punkten und alle drei wiesen gleich viele Volltreffer auf.
Auch hier entschied das Alter.
Zum Meister im Schrotschiessen wurde Ossy Just,
Maienfeld, ausgerufen vor Pius
Bättig, Ufhusen, und Hermann
Studer, jun., Escholzmatt.
Gesamtsieger in allen drei
Disziplinen – Blasen, Kugelund Schrotschiessen – wurde
Albert Winkler, Mastrils, vor
Hermann Studer, Escholzmatt,
und Ruedi Komminoth, BadRagaz. Der Gruppensieg ging
an die «Sargansländer Jagdhornbläser». Auf Platz zwei
etablierten sich die gastgebenden «Jagdhornbläser Luzerner
Hinterland 1» vor den «Berner
Parforcehornbläsern».
CIC-Literaturpreis ging in
die Schweiz
Markus P. Stähli ist unseren Lesern als Autor und Naturfotograf bestens bekannt,
werden seine Texte und Bilder
doch regelmässig im «Schweizer Jäger» publiziert. Sein sehr
erfolgreiches Buch «Rothirsch
– Auf der Fährte des Geweihten» erhielt von der Jury des
CIC, des Internationalen Rates zur Erhaltung des Wildes
und der Jagd, den diesjährigen CIC-Literaturpreis zugesprochen.
Über Jahre hat sich Markus
P. Stähli auf die Fährte des Geweihten, des Rothirsches, gesetzt. Entstanden sind hervorragende Bilder aus der freien
Wildbahn, die das Leben des
meist sehr heimlich lebenden
Rothirsches eindrucksvoll näher bringen. Dank seiner eindringlichen, intimen Bildersprache und mit gut verständlichen
Texten ist es dem Autor gelungen, Faszination und Bewunderung für die grösste Wildtierart
im mitteleuropäischen Raum
zu wecken.
Markus P. Stähli erhielt bereits Anfang Mai, anlässlich
der 57. CIC-Generalversammlung im kroatischen Dubrovnik, diesen begehrten Preis
aus den Händen der Präsidentin der Literatur-Jury, M. Fürstin zu Stolberg-Wernigerode,
überreicht.
In feierlichem Rahmen
wurde das überaus lesenswerte Buch und die Arbeit des Autors durch die international besetzte Jury gelobt und durch
die Auszeichnung gewürdigt.
Der «Schweizer Jäger» gratuliert dem Gewinner auch zur
bestandenen Jagdprüfung und
wünscht ihm für die Zukunft
ein kräftiges Weidmannsheil
und weiterhin viel Anblick.
Kurt Gansner
Die Gesellschaft «Schweizer Museum für Wild und
Jagd» lud am 22. Mai 2010
zu ihrer Generalversammlung
aufs Schloss Landshut ein.
Aus allen Teilen der Schweiz
reisten die Mitglieder zur Versammlung und zum anschliessenden Aser an. Der amtierende Präsident Sébastien
Baumann wurde einstimmig
auch für eine weitere Amtsperiode bestätigt. Der Vorstand
wird nun nach dem Rücktritt von Werner Siegenthaler, welcher für seine geleisteten Dienste die Ehrenmedaille
erhielt, durch die langjährige Bibliothekarin Marianne
Blankenhorn ergänzt. Die Gesellschaft ist bestrebt, das romantische Schloss mit dem
grossen Park und vor allem
das Jagdmuseum zukünftig einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen. Dazu wird
die Homepage des Museums
und der Bibliothek ab Sommer
2010 über die eingängigen Adressen www.jagdmuseum.ch
und www.jagdbibliothek.ch
abrufbar sein, jeweils auch in
der französischen und italienischen Variante. Die momentan noch gültige HomepageDomain (www.jagdschweiz.
ch) wird an den gleichnamigen Dachverband der Schweizer Jägerinnen und Jäger abgetreten.
Als Gastkanton fungierte in diesem Jahr der Kanton
Graubünden. Der spannende
Vortrag «Hirschjagd – braucht
Engagement» von Dr. Georg J.
Brosi, Vorsteher Amt für Jagd
und Fischerei Graubünden,
und die musikalischen Darbietungen der Jagdhornbläsergruppe Falknis bereicherten
den Anlass ebenso wie die vorzügliche Verköstigung durch
die Schlossküche.
Nina Hemmi
Foto: Kurt Gansner
Markus P. Stähli
bei der Übergabe
des Literaturpreises durch
M. Fürstin zu Stolberg-Wernigerode.
Foto: CIC / JMAH van Vredenburch
Bund und Kantone
Grosse Auszeichnung Generalversammlung
für Markus P. Stähli im Schloss Landshut
Die Jagdhornbläser Falknis aus Maienfeld überbringen musikalische Grüsse.
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56
Schweizer Jäger 7/2010
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Lettre de la
Romandie
Wer im Juni und Juli Zeit
findet, neben den hundert plus
Matches an der Fussball-WM
in Südafrika auch in den Seiten des «Schweizer Jäger» zu
blättern, ist ein echter Jäger.
Wenn Sie diese Ausgabe zur
Hand nehmen, kennen wir den
Weltmeister.
Im Übrigen, Saure GurkenZeit für die Nimrode? Mitnichten. Man schaue sich bloss
die Veranstaltungskalender der
diversen Jäger-Sektionen von
Brig bis Romanshorn an. Da
gibt’s für jeden etwas.
Jede(n). Das kann man
wohl behaupten und der Beweis folgt auf dem Fuss. In
der Waadt versammeln sich
die Jäger-Kandidaten jeweils
vor dem eigentlichen Jägerexamen zu einem Treff, wo
unter Anleitung von Experten
und Helfern eine Fiktiv-Prüfung durchgeführt wird.
Am Morgen die theoretischen Fragen auf dem Papier,
anschliessend eine Besprechung mit dem Prüfungsobmann. Dann geht es hinaus
in Feld und Wald, wo sich die
Kandidat/innen mit supponierten Jagdsituationen auseinandersetzen müssen. Gute, sinnvolle Übungen sind das. Nach
Abschluss der Praktika wird
noch stundenlang diskutiert,
gefragt und geantwortet, bei
Speis und Trank, versteht sich.
Man befindet sich ja schliesslich in der Westschweiz.
Die «Biodiversität» der
Teilnehmer ist erstaunlich.
Unter den 43 Kandidaten befinden sich: Veterinäre, Linienpiloten,
Bankdirektoren,
Landwirte, Notare, Büroangestellte, Fabrikarbeiter, Mechaniker, Garagiers, Studenten
und Lehrlinge, Lehrer, Berufsfischer, Krankenschwestern, Weinbauern, Elektriker,
Eisenbahner, Architekten, Advokaten, Vertreter und Informatiker. Alle duzen sich.
Gehen Sie mal auf einen
Golfplatz und schauen sich
dort um. Asoziale Monokultur.
Freuen wir uns, bei der ersten
Gruppe mitzutun. Bei den Jä-
VD
GE
NE
JU
gern, juhui, da geht es lustig
zu und her.
Wildschwein auf der
Autobahn
Auf der A-1 bei Lausanne,
so berichtet die Tageszeitung
Le Matin, verirrte sich kürzlich eine brave Sau. Niemand
weiss, was das Wildtier dazu
bewog, sich gerade auf diesem stark befahrenen Autobahnteilstück zu tummeln.
Offensichtlich von der Rotte
abgespalten, trabte das Säuli
unbeirrt dem Autobahnkreuz
Villars-Sainte-Croix zu. Keine gute Idee, denn dort ist der
Verkehr auch an einem Samstagmorgen dicht und stetig.
Es kam wie es kommen musste. Zwar versuchte die von einem Automo-
bilisten alarmierte Polizei,
dem Schwarzrock einen Ausgang zu verschaffen, indes,
das Schwein schien am gewählten Weg plötzlich Gefallen zu finden. Schlussendlich
wurde sogar der Verkehr umgeleitet. Dem avisierten Wildhüter blieb keine andere Wahl,
als dem Wildschwein die Kugel anzutragen. Der Sprecher
der Autobahnpolizei dazu lakonisch: «Das Tier stellte eine
zu grosse Gefahr dar».
Der Kadaver wurde zur Untersuchung ins Veterinär-Medizinische Institut überführt.
Dauerthema Wolf
Fünfzehn bis zwanzig Wölfe sollen sich mittlerweile also
auf schweizerischem Hoheitsgebiet tummeln. In welchem
anderen Land der Welt können
die Säckelmeister von Staates
wegen so mit dem Geldbeutel
rasseln? Denn den Schafzüchtern, den professionellen wie
den hobby-mässigen, winken
bereits neue Prämien, um dem
dreisten Wolf im Sinne von
geeigneten Abwehrmassnahmen die Stirn zu bieten. 500
Schweizer Franken pro neu
angeschafften Wachhund, plus
1000 Franken pro Jahr an die
Kosten für Futter und Pflege.
Nüd schlächt, das. Eine andere, ebenso sinnvolle Methode wäre vielleicht einmal die
Überprüfung der HausschafBestände in den einzelnen
Kantonen. In Neuseeland (wo
es Platz hat) zählt man mehr
Schafe als Einwohner. Sind
wir in der Schweiz auch bald
so weit?
Den August-Brief darf ich
Ihnen, liebe Leser/innen, mit
dem Segen von Chefredaktor Kurt Gansner aus Kanada
schicken. Ich freue mich darauf.
[email protected]
Kapitale Trophäen
Rehbock
Gross ist die Freude, wenn
ein Bock mit kapitalen Trophäen erlegt werden kann, wohlwissend, dass Hegeabschüsse für die Entwicklung einer
Population von grosser Bedeutung sind. Der «Schweizer
Jäger» bietet den Service der
Trophäenbewertung weiterhin
an. Mit Ruedi Suter, Muotathal, und Röbi Nigg, Gersau,
konnten dafür zwei anerkannte Juroren gewonnen werden.
Damit die Bewertung transparent wird und die Leserschaft
daraus lernen kann, publizieren wir jeweils das Bewertungsblatt mit Foto.
Wenn Sie eine Trophäe bewerten lassen wollen, schicken
Sie diese gut verpackt und
eingeschrieben an: Ruedi Suter, Schützenstrasse 5, 6436
Muotathal.
Notieren Sie neben Ihrem
Namen diejenigen Angaben,
die Sie auf dem Bewertungsblatt erwähnt haben wollen.
Bei grossen Trophäen und
Vollpräparaten vereinbaren Sie
mit Ruedi Suter einen Termin
(Tel. 041 830 22 59). Eine Bewertung inkl. Rücksendung
der Trophäe und detailliertes
Bewertungsblatt mit Foto kostet Fr. 40.–. Bitte diesen Betrag beilegen. Die Veröffentlichung im «Schweizer Jäger»
geschieht nach der Reihenfolge der Eingänge.
Erleger: Gebhard Krapf, Engelburg SG
Datum: 30. Mai 2009
Messung
Stangenlänge
Durchschnitt
Faktor
Punkte
links
rechts
22.7 cm
22.2
x 0.5
11.100
21.7 cm
Gewicht
380.3 g
x 0.1
38.030
Gehörnvolumen
178.1 ccm
x 0.3
53.430
Auslage
13.7 cm
61.7%
4.000
Beim Gewicht wurden 10 g wegen zu grossem Schädel abgezogen
Farbe
0–4 P.
2.000
Perlung
0–4 P.
2.500
Rosen
0–4 P.
3.000
Spitzen der Enden
0–2 P.
1.500
Regelmässigkeit und Güte
0–5 P.
5.000
Abzüge
0–5 P.
1.000
Gesamtsumme
119.560
Schweizer Jäger 7/2010
57
Bund und Kantone
FR
AI
Bund und Kantone
HV 2010 des
Patentjägervereins
Am Vorabend zu Auffahrt
hielt der kantonale Patentjägerverein I. Rh. im Restaurant
Alpenrose, Wasserauen, seine jährliche Hauptversammlung ab. Die anwesenden Jäger
wählten Arno Schönenberger zum Kassier. Hans-Martin Schmid wird der Standeskommission als Vertreter in
die kantonalen Jagdkommission vorgeschlagen.
Präsident Sepp Koller begrüsste eine Jägerin und 51
Jäger zur Hauptversammlung
2010. Der Einladung gefolgt
waren aber auch einige Gäste:
Bauherr Stefan Sutter, Jagdverwalter Alfred Moser, Dr.
Marco Giacometti, Geschäftsführer der Dachorganisation
JagdSchweiz, Nina Hemmi
und Kurt Gansner, Chefredaktor der Zeitschrift «Schweizer
Jäger».
Nach sechs Jahren als Kassier gab Bruno Inauen seinen
Rücktritt aus dem Vorstand.
An seiner Stelle wählte die
Versammlung neu Arno Schönenberger in den Vorstand.
Während 19 Jahren vertrat
Fritz Enzler die Jägerschaft in
der kantonalen Jagdkommission. Der Patentjägerverein
empfiehlt der Standeskommission Hans-Martin Schmid zur
Wahl. Die restlichen Mitglieder des Vorstandes, die Rechnungsrevisoren und die Vertreter des Patentjägervereins
in der kantonalen Jagdkom-
mission wurden ohne Gegenstimme für ein weiteres Jahr
bestätigt.
Jagdverwalter Alfred Moser
blickte zurück auf die vergangene Jagd und orientierte über
den geplanten Abschuss für
die Jagd 2010. Der Jagdverwalter zeigte die Kriterien auf,
welche in die Jagdplanung einfliessen: Berücksichtigt werden die Vorgaben des Bundes
(Vollzugshilfe Wald – Wild),
die Jagdstrecke des Vorjahres, die Anzahl des Fallwilds,
das Ergebnis der Wildzählung,
die Altersstruktur im Bestand,
die Konstitution des Wildes,
die Verteilung im Verbreitungsgebiet. Ziel der Jagd ist
eine nachhaltige Nutzung des
Wildbestandes.
Mit 101 Rehböcken und 88
Geissen wurde die Abschussplanung 2009 zu 94% erfüllt.
Als Fallwild wurden 93 Rehe
gezählt, wobei vermehrt Rehe
dem Verkehr zum Opfer fallen. Der Rehbestand weist
eine gute Struktur auf, für die
Jagd 2010 werden jedem Jäger zwei Rehe zugeteilt. 2009
wurden auf der ordentlichen
Jagd 14 Stück Rotwild gestreckt. Die Nachjagd wurde
erstmals in zwei Perioden unterteilt: eine erste Jagd im Anschluss an die Niederwildjagd,
und eine zweite bei geschlossener Schneedecke. Hierbei
wurden 12 Hirsche erlegt. In
den vergangenen Jahren hat
sich gezeigt, dass der alleinige Abschuss von Rotwild
das Problem der Wildschäden nicht lösen kann. Für eine
längerfristige Verbesserung
der Wildschadenproblematik müssen Jagd, Tourismus,
Wald- und Landwirtschaft gemeinsam den Lebensraum der
Hirsche verbessern. Bei einem
Bestand von etwa 44 Stück im
Frühling sieht die Abschussplanung 2010 eine leichte Reduktion des Bestandes vor.
Im Weissbachtal wird ein Abschuss von mindestens 24 Tieren verlangt, der Abschuss im
Raum Eggerstanden ist frei.
Sorgen bereitete in den
letzten Jahren das Gamswild.
Der Bestand war im Winter
2007/2008 um die Hälfte regelrecht eingebrochen. Bei der
Gamszählung im vergangenen
Herbst konnte ein leichter Zuwachs festgestellt werden. Zu-
versichtlich stimmt der hohe
Anteil an Kitzen und Jährlingen, was auf die gute Konstitution der führenden Geissen
schliessen lässt. Der Abschussplan sieht einen schonenden
Eingriff und den leichten Zuwachs des Gamsbestandes
vor. An Stelle der Kitze werden heuer acht Jährlingsgämse freigegeben.
Am Ende der Hauptversammlung bedankte sich Bauherr Stefan Sutter für die Einladung, Marco Giacometti
überbrachte die besten Grüsse von JagdSchweiz und wies
auf die kommende Initiative
zum Waffenrecht hin und deren Bedeutung für die Jägerschaft. Nach zwei Stunden
schloss der Präsident Sepp
Koller die Hauptversammlung
und führte zum geselligen Teil
des Abends über.
Vorstand PJV I.Rh.
Missliebiges und Negatives finden Sie unter diesem Titel.
Entsprechende Kurzmeldungen aus dem Leserkreis publizieren wir an dieser Stelle.
Motorräder im Wald
Fehlschuss
Seitdem neben Luchsen auch Motorradfahrer
von der Fotofalle aufgenommen werden, wird im Wald
am Jurasüdfuss ein altes Problem neu aufgerollt:
die Querfeldein-Fahrer auf zwei Rädern.
Derweil sind Förster und Jäger um die friedliche
Koexistenz zwischen Natur und Mensch besorgt.
Zumindest im Selzacher Wald scheint dieser Friede
im Motorenlärm erstickt und von Pneuspuren
einer weiteren Personengruppe überrollt zu werden.
Motorradfahrer sind es, die trotz Fahrverbot ihren
Platz im Wald einfordern und nun die Gemüter
erhitzen. Das betroffene Gebiet: Selzach-Stallflue mit
975 ha. Doch Jäger Mario Schneider präzisiert:
«Die Problematik illegaler Motorradfahrer ist
revierübergreifend und verursacht erhebliche Schäden.»
Der neue und der bisherige Kassier: links Arno Schönenberger,
rechts Bruno Inauen.
58
Schweizer Jäger 7/2010
Quelle: Solothurner Zeitung
GL
Am 12. Juni 2010 führte der
Glarner Jagdverein sein traditionelles «Munggenschiessen»
für Mitglieder ab dem 60. Altersjahr, Veteranen und Ehrenmitglieder durch (6 Schüsse auf das kleine Kopfziel der
«Munggenscheibe», Distanz
100 m, 5er-Wertung, Mouche
plus 0,1 Punkte).
Brillanter Sieger mit dem
Maximum von 30,6 Punkten wurde Kurt Landolt, Näfels. Daneben gab es, wie der
nachstehende Ranglistenauszug zeigt, eine Reihe weiterer
Glanzresultate:
GR
1. Kurt Landolt, Näfels, 30,6; 2. Manfred Bertini, Engi, 30,5; 3. Hans Blumer, Engi, 30,4; 4. Hanspeter Apolloni, Bissegg, 30,4 (ausser Konkurrenz); 5.
Albin Fischli, Näfels, 30,3; 6. Hans Oeler, Ennenda,
30,2; 7. Alfred Oswald, Näfels, 29,2; 8. Fritz Trümpi, Ennenda, 29,2.
Herzliche Gratulation! Wie
man sieht, haben «Munggen»
im Kanton Glarus wahrlich
kein leichtes Leben…!
Der Glarner Jagdverein
dankt den 23 Teilnehmenden
für ihre Vereinstreue und allen
Helferinnen und Helfern für
ihren Einsatz.
Alexander Kubli, Präsident,
Glarner Jagdverein
170 neue
Jagdberechtigte
Jägerbrevetierung in Thusis
vom 4. Juni 2010
Die «Jägerbrevetierung»,
organisiert durch den Bündner Kantonalen Patentjägerverband, wird in Thusis zur
Tradition. Das Amt für Jagd
und Fischerei, vertreten durch
den noch amtierenden obersten Jagdherrn Regierungsrat
Stefan Engler, den Jagdinspektor Dr. Jürg Brosi und den
Verantwortlichen der Jagdprüfungen, Gian Fadri Largiadèr,
übergaben einer Vielzahl von
Jungjägern das begehrte «grü-
ne Büchlein», welches berechtigt, das Jagdpatent zu lösen.
Die Resultate der theoretischen Jagdprüfung 2010
Geprüfte Kandidaten: 210.
Nicht bestanden: 40. Neue
Jagdberechtigte im 2010: 170.
(Unter der Anzahl «nicht bestanden» befinden sich auch
jene, die nur einen Teil der
Prüfung, also entweder die
Schiessprüfung oder nur die
theoretische Prüfung, bestanden haben.)
Auffallend ist die zuneh-
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Schweizer Jäger 7/2010
59
Bund und Kantone
Munggenschiessen 2010
Bund und Kantone
mende Anzahl Frauen, die die
Jagdprüfung – und zwar erfolgreich – absolvieren.
Wie Regierungsrat Stefan
Engler erwähnte, ist wohl die
Prüfung bestanden, aber es
gibt für die Jungjägerinnen
und Jungjäger in der Praxis
noch sehr viel zu lernen. Hitzköpfe sowie Jägerinnen und
Jäger mit «lockerem» Finger
sind nicht gefragt. Jägerinnen
und Jäger sind die, die sich das
ganze Jahr um das Wohl aller
wildlebenden Lebewesen und
deren Biotope kümmern!
Besten Dank an die organisierende Sektion Traversina,
an Regierungsrat Stefan Engler, an Dr. Jürg Brosi und Gian
Fadri Largiadèr!
Topfi
Biodiversität:
Ein Erfolgsrezept
der Natur
Der «Silberne Bruch» –
Orden zum Schutz von Wald,
Wild und Flur und zur Förderung von weidgerechtem Jagen
– führte am 11./12. Juni 2010
ein Seminar zum Thema «Biodiversität – ein Erfolgsrezept
der Natur» auf der Alp Flix
durch. Daran nahmen neben
Mitgliedern des «Silbernen
Bruchs» auch eine Vielzahl
von Jägerinnen und Jägern aus
Frankreich, Deutschland, Österreich, Liechtenstein und der
Schweiz teil. Namhafte Referenten, darunter Dr. Jürg Paul
Müller, ehemaliger Direktor
des Bündner Naturmuseums,
Dr. Jürg Brosi, Vorsteher Amt
für Jagd und Fischerei Graubünden, Forstingenieur Ulrich Bühler vom Amt für Wald
Graubünden sowie verschiedene Forscher konnten für die
Tagung gewonnen werden.
Die Alp Flix wird seit dem
Jahre 2000 auf seine Biodiversität wissenschaftlich untersucht und bietet eine grosse
biologische Vielfalt. Deshalb
wurde bewusst die Alp Flix für
dieses Seminar ausgewählt.
Projekt «Schatzinsel Alp Flix
– Biodiversität im alpinen
Raum»
Am 3. Juni 2000 wurde
auf der Alp Flix der 2. GEOTag der Artenvielfalt durchgeführt. 74 Wissenschafterinnen und Wissenschafter aus
Schweizer Naturmuseen, Forschungsinstituten und Universitäten versuchten auf Anregung der Zeitschrift GEO und
unter der Leitung des Bündner Naturmuseums innerhalb
von 24 Stunden möglichst viele Tier- und Pflanzenarten zu
finden. Sie stellten 2092 Arten
fest, davon drei, welche noch
nicht beschrieben worden wa-
Unterhaltsames Warten auf den Abmarsch zu den Posten.
60
Schweizer Jäger 7/2010
ren. Damit konnte im Gebirge
eine unerwartet hohe Artenzahl nachgewiesen werden.
Als Nachfolgeprojekt zum
GEO-Tag gründeten die Gemeinde Sur, die Zeitschrift
GEO und die Firma RICOLA
die Stiftung «Schatzinsel Alp
Flix», welche die Erforschung
des alpinen Lebensraumes
zum Ziel hat. Das Bündner
Naturmuseum übernahm mit
Unterstützung des Naturhistorischen Museums Basel die
wissenschaftliche Leitung des
Projektes. Weitere Informationen sind unter www.schatzinselalpflix.ch zu finden.
auch Seminare wie dieses auf
der Alp Flix durch.
Das Ziel dieses Seminars
warf einen Überblick über die
Artenvielfalt in der freien Natur am Beispiel der Alp Flix
zu vermitteln. Feusi erinnerte
in diesem Zusammenhang an
den Mitbegründer des Ordens,
Eugen Wyler, der einmal sagte: «Die beste Wegbereiterin
aus den dunklen Mächten und
Trieben des Jagens herauszukommen und die wahrhaft
befreiende Grösse des Weidwerks zu erlangen, ist die Ehrfurcht vor allem, was um mich
lebt.»
Freitag, 11. Juni 2010
Referat von Dr. Jürg Brosi
zum Thema Biodiversität
Was ist Biodiversität?
(Eine Zusammenfassung)
Eine wachsende Menschheit beansprucht immer mehr
Platz, immer mehr Fläche und
fordert dauerndes Wachstum.
Wir übernutzen unseren Planeten zum Nachteil der Vielfalt und ohne Rücksicht auf
begrenzte Ressourcen. Weltweit wird seit Jahren ein markanter Verlust an Biodiversität
festgestellt. Die Schweiz wollte zwar den Biodiversitätsverlust bis zum Jahre 2010 stoppen. Dieses Ziel hat sie aber
wie andere europäische Staaten deutlich verfehlt. Die bisherigen Bemühungen zur Erhaltung oder gar Förderung
der Naturvielfalt genügen offensichtlich nicht. Im Gegenteil, es geht immer weiter
bergab. Das Jahr 2010 wurde
zum UNO-Jahr der Biodiversität erklärt. Der Bundesrat lässt
gegenwärtig eine Biodiversi-
Eröffnungsreferat des
Regionalobmannes GL/GR
Ferdinand Feusi
«Der Silberne Bruch»-Orden wurde 1955 von Deutschen und Schweizern gegründet. Die Idee des Ordens
fusste, 10 Jahre nach Ende des
zerstörenden zweiten Weltkrieges, in der Erkenntnis «der
Sorge der Weiterentwicklung
der weidgerechten Jagd und
um die Erhaltung eines ausgewogenen, zahlenmässig verantwortbaren Wildbestandes
über die Landesgrenzen hinweg in einer sich explosionsartig entwickelnden Industriegesellschaft». Bereits bei
der Gründung bekannte sich
der Orden zum «Dienen an
der Natur». So unterstützt der
«Silberne Bruch» auch Naturprojekte wie das Aussetzen
von Bartgeiern, die Bekämpfung der Gamsblindheit und
anderes mehr. Er führt aber
Aufmerksame Gruppe beim Posten «Spinnen auf der Alp Flix».
Die Leistungen und die Bedeutung der Biodiversität
Biodiversität garantiert die
Kreisläufe der Erde. Es betrifft
unsere Luft, Sauerstoff/ Kohlendioxyd, die Fruchtbarkeit
unserer Böden, unsere Nahrung, unser Trinkwasser, Wald,
Landwirtschaft, unsere Umwelt, letztendlich auch unser
Leben. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, aber vermutlich gerade deshalb bisher ohne
Strategie und entsprechende
Sachplanung. Wir Schweizer
leben so, als ob wir vier Erden
hätten. Oder mit anderen Worten, unser Lebensstandard erfordert die vierfache Biokapazität der Schweiz.
Wo liegen denn die Defizite?
Deutlich sichtbar fressen
sich Siedlungsgebiete, Industrieanlagen und Verkehrsträger immer weiter in ehemalige Grünflächen, vor allem im
Mittelland. In der Schweiz verbauen wir nach wie vor jede
Sekunde einen Quadratmeter
Land. Die landwirtschaftliche
Produktivität zwingt zu einer
intensiven Nutzung der Böden, ökologische Einöden sind
die Folge. Gewässer sind weitgehend begradigt und bewegen
sich gezwungenermassen zwischen den sie begrenzenden
Wuhrbauten. Dazu kommt die
Beeinträchtigung durch die
intensive Landschaftsnutzung
im Berggebiet. Die Alpen sind
das am intensivsten genutzte Gebirge auf der Welt. Es ist
aber weniger die Frage dass
wir das tun, sondern wie wir
das tun. Kein Zweifel, es besteht Handlungsbedarf.
Ökostrom und Biolandwirtschaft – reicht das nicht?
Trotz vielen guten Ansätzen, beispielsweise die Bemühungen zur Revitalisierung der
Gewässer, die Summe der bisherigen Bemühungen reicht
nicht einmal aus, den Negativtrend zu verflachen, geschweige denn zu stoppen. Eine rasant
wachsende Weltbevölkerung
braucht dringend Rezepte, um
einen drohenden Kollaps der
Natur zu vermeiden. Modernes Öko-Engineering bietet
durchaus Lösungsansätze für
einen verträglicheren Umgang
mit der Natur. Wir brauchen
aber eine neue Strategie, eine
radikale Richtungsänderung,
was den Umgang mit der Natur anbelangt. Letztendlich
leistet aber wohl die Bewusstseinsförderung wohl den wichtigeren Beitrag als technische
Lösungsansätze. Immer mehr
Menschen, die auf einem begrenzten Planeten immer mehr
konsumieren wollen – das geht
schon heute nicht mehr auf.
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ERGONOMISCH
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Bund und Kantone
tätsstrategie für die Schweiz
ausarbeiten.
Entscheidend
wird allerdings sein, was die
Politik mit dem Vorschlag zu
einer neuen Biodiversitätsstrategie macht und wie wir daraus abgeleitete Massnahmen
umsetzen.
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Die Erhaltung der Biodiversität ist nicht nur Sache des
Naturschutzes, sondern eine
Aufgabe die uns alle angeht.
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Der Regionalleiter des Silbernen Bruchs Glarus/Graubünden,
Ferdinand Feusi.
Schweizer Jäger 7/2010
61
Bund und Kantone
rin, die Gesellschaft von der
Bedeutung und Notwendigkeit stabiler Umweltleistungen
zu überzeugen. Wir brauchen
eine Biodiversitätsstrategie,
die den Negativtrend stoppt.
Massnahmen sind in erster
Priorität dort gefragt, wo sie
am meisten Wirkung erzielen.
Es braucht weitsichtige politische Entscheide, um ökologisch relevante Änderungen
zur Förderung der Biodiversität in der Raumplanung, Landund Forstwirtschaft, aber auch
in der Wirtschaft, Tourismus
und Bildung zu erreichen.
Eine neue Biodiversitätsstrategie wird allerdings erst dann
Wirkung zeigen, wenn konkrete daraus abgeleitete Massnahmen real umgesetzt werden.
Auf Ebene Bund, Kantone und
Gemeinden. Biodiversität geht
uns alle an. Es geht um die Zukunft unserer Umwelt und damit um uns alle.
Biodiversität im Wald geht
uns alle an
Ulrich Bühler, Amt für Wald
Graubünden
«Der Wald spielt für die Artenvielfalt eine Schlüsselrolle.
Forstdienste und Waldeigentümer sind sich dieser Verantwortung bewusst. Dementsprechend gross ist der Wille,
die Biodiversität im Wald auf
allen Ebenen zu fördern.»
Ulrich Bühler nannte die
verschiedenen Ansprüche an
den Wald: Schutz vor Naturgefahren,
Holzproduktion,
Natur- und Landschaftsschutz,
Wild und Jagd, Erholung und
Tourismus, Landwirdschaft
und Weide. Im Waldentwicklungsplan (WEP) sind die Abwägungen enthalten. So sind
in den einzelnen Objektblättern des WEP NaturschutzGebiete wie «ohne geplante
Bewirtschaftung», Flachmoore, Naturwaldreservate, Weidewald, Auerhuhnlebensräume
und Gebiete mit besonderen
Naturschutzzielen verbindlich aufgeführt. Für regionale Aufgaben werden Spezialisten für Naturgefahren,
Schutzbauten, Erschliessung
und Naturschutz eingesetzt.
Diese hätten die Aufgabe, in
Zusammenarbeit eine «nachhaltige Bewirtschaftung» und
Sonne Mond Solunar
Aufgang
Untergang
Aufgang
Untergang
16.
17.
18.
19.
20.
21.
22.
23.
24.
25.
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27.
28.
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30.
31.
05.47
05.48
05.49
05.50
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05.53
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06.00
06.01
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21.16
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22.47
23.31
23.54
00.21
00.52
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01.30
02.16
03.10
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10.37
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05.21
00.19
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02.24
03.12
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04.48
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03.16
04.01
04.46
11.25
06.06
06.58
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09.26
10.14
11.01
11.48
06.23
07.09
07.55
08.41
09.26
10.11
10.56
17.37
12.44
13.37
14.01
14.51
15.39
16.27
17.14
18.01
12.58
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14.06
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15.36
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17.07
23.49
18.31
19.24
20.15
21.04
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22.40
23.27
—
18.46
19.32
20.17
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22.31
23.17
August
So
1.
Mo
2.
Di
3.
Mi
4.
Do
5.
Fr
6.
Sa
7.
So
8.
Mo
9.
Di 10.
Mi 11.
Do 12.
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Sa 14.
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06.05
06.06
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20.55
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20.50
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20.47
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00.05
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12.45
13.52
15.00
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19.02
19.43
20.16
20.44
21.09
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21.58
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05.32
00.29
01.18
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03.24
04.18
05.13
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01.18
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06.18
07.06
07.55
08.46
09.39
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06.08
07.05
08.02
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22.24
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—
Juli
Fr
Sa
So
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
Solunarzeiten: Die fettgedruckten Zeiten erstrecken sich auf einen Zeitraum von 2½ Stunden, während die normal gedruckten Zeiten ungefähr 1½ Stunden
andauern. Die Solunarzeiten sind Beisszeiten der Fische, können aber auch für den Jagderfolg günstig sein. Entsprechenden Rückmeldungen sehen wir mit Interesse
entgegen.
Die Redaktion
62
Schweizer Jäger 7/2010
die Walderhaltung zu fördern.
Es werden z.B. Naturwaldreservate mit Altholzinseln geschaffen. Diese dienen dem
Erhalt des Lebensraumes verschiedener Vogelarten u.a. für
den Dreizehenspecht und den
Weissrückenspecht. In Graubünden würden auch Massnahmen zu Gunsten des Auerhuhns ausgeführt, da dieses
spezielle Biotope um zu überleben braucht. Der Wald ist ein
wichtiger Rückzugsort für viele bedrohte Arten auf der roten
Liste und damit Hort der Biodiversität. Eine fachmännische
Waldpflege kommt auch der
Artenvielfalt im Wald zugute.
(Mehr über die Waldentwicklungspläne im Kanton GR unter www.wald.gr.ch)
Samstag, 12. Juni 2010
Folgende Themen wurden vor Ort auf der Alp Flix
(Projekt «Schatzinsel Alp Flix
– Biodiversität im alpinen
Raum») behandelt:
– Lebensräume und ihre Nutzung (Dr. Jürg Paul Müller,
Victoria Spinas)
– Muscheln
und
Schnecken auf der Alp Flix (Ueli
Schneppat, Museumspräparator, BNM, Chur)
– Über 100 Spinnenarten (Dr.
Christian Kropf, Naturhist.
Museum Bern)
– Von der Dungmücke zum
Apollofalter (Marion Schmid,
dipl. Zoologin, BNM, Chur
– Von Schneemäusen und Alpenspitzmäusen (Christian
Gümpel, dipl. Zoologe, Tübingen)
– Benthos in einheimischen
Gewässern (Johannes Ortlepp, Büro Hydra, Konstanz
– Landwirtschaft und Alpbetrieb im Berggebiet (Dr. Jürg
Paul Müller, Chur, Alfons
Cotti, Landwirt Alp Flix)
– Frühlingsflora (Regula Ott,
dipl Umwelt-Natw., Parc
Ela)
– Ornithologie, von Einheimischen und Zugezogenen
(Silvana Signorell, St. Moritz, Linda Minder)
– Biodiversität – auch ein Thema für den Waldbau (Forstingenieur Edi Taverna, Tiefencastel)
Mit viel Einsatz und Wissen
wurden die Teilnehmer von
Der Bär, der aus dem Süden
nach Graubünden eingewandert ist, hat im Unterengadin
vier Schafe gerissen. Davon
habe er ein Schaf ganz aufgefressen, zwei weitere teilweise, wie das Bündner Amt für
Jagd und Fischerei mitteilt.
Schneckenforscher Ueli Schneppat mit seinen Utensilien.
dinand Feusi, Dr. Jürg Brosi,
Jakob Felix, Arthur Decurtins und Robert Brunold, Ordensmitglieder «Der silberne Bruch», sowie Alfons Cotti
und Victoria Spinas, Bewirtschafter eines Teils der Alp
Flix.
Ein spezieller Dank gebührt
Dr. Jürg Paul Müller und seinem wissenschaftlichen Team
für ihre Wissensvermittlung
über die biologische Vielfalt
auf der Alp Flix.
ToPfi
Bär im Val Müstair
gesichtet
Ende Juni hat ein Kantonspolizist im Val Müstair
einen Bären auf einer Entfernung von 170 Metern gesichtet. Die Beobachtung ist
glaubwürdig und passt zu den
verschiedenen Meldungen aus
dem Südtirol, wonach sich
in den letzten Tagen ein Bär
von Süden her allmählich der
Schweizergrenze genähert haben soll. Die Identität des Bären steht noch nicht fest. Bis
jetzt konnte die sofort herbeigerufene Wildhut keine konkreten Spuren oder indirekte
Nachweise sichern.
Neuer
Bärenerlebnisweg
in S-charl eröffnet
Das erneute Auftauchen eines Braunbären im Münstertal zeigt, dass die Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Bär
von grosser Bedeutung ist.
Am Sonntag, 27. Juni, übergab der WWF, der Schweizerische Nationalpark (SNP)
und die Engadin Scuol Tourismus AG (ESTAG) den neuen
Bärenerlebnisweg «Senda da
l’uors – Ein bärenstarkes Erlebnis» dem Publikum. Die
Eröffnungsfeier mit zahlreichen Attraktionen fand beim
Bären- und Bergbaumuseum
Schmelzra in S-charl statt. An
neun interaktiven Stationen erfuhren grosse und kleine Bärenfreunde alles Wissenswerte
über den Braunbären.
Gut 100 Jahre nachdem
der letzte ursprüngliche Bär
der Schweiz bei S-charl erlegt
worden war, wanderte 2005
das Bärenmännchen JJ2 alias Lumpaz aus dem Trentino
in die Nationalparkregion ein.
Dies gab für den WWF den
Anstoss, im Gebiet des rätischen Dreiecks die Bärenplattform Ursina (www.ursina.org)
zu gründen. Ziel der Plattform
ist es, länderübergreifend konkrete Lösungsmöglichkeiten
für das Zusammenleben von
Bär und Mensch zu entwickeln. Kernthemen bilden dabei die Öffentlichkeitsarbeit,
Bienen- und Herdenschutz sowie das Abfallmanagement.
Themenwege für die breite
Öffentlichkeit
Bereits 2009 wurden in
der Val Müstair Themenwege
Im Val Müstair wurden in
den letzten Jahren verschiedene Aktivitäten unternommen,
um allfällige Konflikte mit
einwandernden Bären zu minimieren. So werden umgehend
die Abfallbehälter entlang der
Kantonsstrasse durch bärensichere Modelle ersetzt. Die
Landwirte und Bienenzüchter wurden kurzfristig über die
neue Beobachtung informiert.
Amt für Jagd und Fischerei
Graubünden
Foto: Kurt Gansner
den einzelnen Fachreferenten
über die wissenschaftlichen
Methoden und deren Ergebnisse informiert. Einzelne Arten der Flora und Fauna konnten vor Ort betrachtet werden.
Wer weiss schon, dass auf der
Alp Flix bis auf 2 500 m ü.M.
kleine Muscheln in den Bächen vorkommen, dass es auch
bis auf diese Höhe verschiedene Mausarten gibt? Die Teilnehmer waren sich allesamt
einig: «Das Seminar war ein
voller Erfolg!»
Der Dank gilt den Verantwortlichen des Seminars: Fer-
Zum Problem werde das Raubtier aber nicht. Die gerissenen
Schafe würden dem Besitzer
von Bund und Kanton ersetzt.
Die Schafherde, die ohne Hirt
und Herdenschutzhund auf
der Alp weidete, wurde inzwischen ins Tal getrieben.
Schweizer Jäger 7/2010
63
Bund und Kantone
Bündner Bär
reisst vier Schafe
LU
lemlose Anbindung an den öffentlichen Verkehr. Der Weg
endet nach knapp 2 Stunden
beim Museum Schmelzra, wo
zur idealen Ergänzung die Bärenausstellung des Nationalparks besucht oder im Freigelände mit dem Bärenspiel auf
lustvolle Weise das persönliche Bärenwissen getestet werden kann.
Dank tatkräftiger Unterstützung der Gemeinde Scuol, deren Werkgruppe die gesam-
te Infrastruktur aufbaute und
dem finanziellen Engagement
des Bündner Kantonalen Patentjäger Verbands sowie weiteren Sponsoren konnte das
Projekt umgesetzt werden.
Zusätzlicher virtueller
Bärenpfad
Nebst dem handfesten Bärenpfad in S-charl bieten
WWF und SNP auf der Strecke Lü/Süsom Give–S-charl
ab diesem Sommer auch einen
virtuellen Bärenpfad an. Die
Inhalte sind als Download für
das iPhone erhältlich (www.
nationalpark.ch).
Alle Bärenangebote in der
Nationalparkregion sind zusammen mit detaillierten Angaben und Kartenausschnitten
in der neuen Broschüre «Wandern mit dem Bären» zusammengefasst. Die Broschüre
ist erhältlich bei den Gästeinformationsstellen oder beim
WWF Schweiz www.wwf.ch.
Hegen und Pflegen ist die Saat –
Jagen die Ernte
grosses Anliegen ist uns, der
heranwachsenden Jugend die
Zusammenhänge von Wild,
Wald und Jagd aufzuzeigen
und Verständnis zu wecken.
Den Waldbesitzern und Landwirten wollen wir mit einem
feinen Nachtessen und gemütlichem Beisammensein Dank
sagen für die gute Zusammenarbeit in der vergangenen
Pachtperiode und Goodwill
schaffen für die bereits begonnene», sagte Josef Kaufmann,
Aktuar und PR-Verantwortlicher der JG Altishofen.
Bereits waren Schülerinnen
und Schüler mit Lehr- und Begleitpersonen unterwegs. Obwohl das Wetter an diesem
Freitagmorgen, 18. Juni, nicht
einladend war, herrschte eine
aufgeräumte Stimmung. Viel
Interessantes gab es zu sehen
und zu hören. Der Inhalt des
Lernwagens von Revierjagd
Luzern mit Tierpräparaten
gab besten Anschauungsunterricht. Wie gejagt wird und
die Hunde als Jagdhelfer eingesetzt werden, war ein weiteres Thema. Beim Ausarbeiten einer Schweissfährte nach
Wildunfall staunten die Kinder. Und nachdem auch die
Wettbewerbsfragen gelöst waren – der Sieger/die Siegerin
pro Klasse ist zu einem Jagdtag eingeladen – meinte Samuel (1. Klasse): «Am besten
haben mir die Hunde gefallen. Vielleicht werde ich auch
einmal Jäger». Jolande Hauri,
Begleitperson bei den Kinder-
gärtnern: «Ich bin erstaunt von
der Arbeit mit den Hunden auf
der Schweissfährte. Auch beeindruckt mich die Ethik der
Jäger im Umgang mit Wild
beim Bejagen und bei der
Hege. Die Organisation und
Präsentation des Lernparcours
ist hervorragend».
Das Revier Altishofen umfasst 835 ha, davon 320 ha
Wald. Zwölf Jäger (10 Pächter, 1 Jagdaufseher, 1 Dauergast) üben das Weidwerk
aus. Obmann ist Anton Hügi,
Jagdleiter Peter Erni, Aktuar
Josef Kaufmann, Jagdaufseher Franz Hodel.
Hermann Büttiker
Foto: Hermann Büttiker
Die Jagdgesellschaft Altishofen machte mit diesem Leitsatz Öffentlichkeitsarbeit. 132
Schülerinnen und Schülern
wurden Jagd und Wild näher
gebracht und rund 170 Waldund Landbesitzer, Mitglieder
der Behörden und Vertreter der
Nachbarreviere zum Nachtessen und gemütlichem Beisammensein eingeladen.
«Es ist Zufall, dass der Tag
der Öffentlichkeitsarbeit, den
wir ein Mal pro Jagdpachtperiode durchführen, mit dem
UNO-Jahr der Biodiversität
zusammenfällt. Das Wort bedeutet die Vielfalt des Lebens,
will heissen der Ökosysteme,
der Arten und der Gene. Uns
geht es um die Zusammenarbeit auf allen Stufen. Ein
Josef Kaufmann: «Es geht uns
vor allem um eine gute Zusammenarbeit.»
Foto: Hermann Büttiker
Bund und Kantone
zum Braunbären eröffnet. Die
«Senda da l’uors – Ein bärenstarkes Erlebnis» in S-charl
bildet nun den krönenden Abschluss dieser Reihe. An neun
interaktiven Stationen können
Erwachsene und Kinder mit
allen Sinnen erleben, wie es
sich anfühlt, ein Bär zu sein.
Praktische Tipps erläutern,
wie man sich in einem Bärengebiet verhalten sollte. Die
neue Postauto-Haltestelle Ravitschana erlaubt eine prob-
64
Schweizer Jäger 7/2010
Unterricht im Wald
mit Jagdleiter Peter Erni.
SG
Bund und Kantone
38 Jäger/innen
bestehen Jagdprüfung
Praxisgerechte
Jagdvorbereitung
Alexander Arnold, Obmann Jägerprüfungskommission, Guido Ackermann, Leiter Amt für Natur, Jagd und Fischerei, und Willi Enderli, Revierjagd St.Gallen
(vlnr) gratulieren einem Kandidaten zur bestandenen Jägerprüfung.
Drei Frauen und 43 Männer
traten dieses Jahr zur St.Galler
Jägerprüfung an. Nach den drei
Prüfungstagen erhielten am
vergangenen Freitag 38 neue
Jägerinnen und Jäger den grünen Jagdfähigkeitsausweis.
46 Kandidatinnen und Kandidaten stellten in der vergangenen Woche in Salez ihr theoretisches Wissen rund um die
Jagd unter Beweis. Drei davon
traten zur Nachprüfung in jenen
Fächern an, in denen sie 2009
nicht reüssieren konnten. Die
mündlichen Prüfungen in den
fünf Fächern dauerten jeweils
25 Minuten und umfassten Fragen zu den Themen Jagdrecht,
Jagdpolitik, Jagd- und Lebensräume, Waffenkunde, Wildkunde, Hundewesen, Hygiene
und Krankheiten. 38 Geprüften konnte Guido Ackermann
vom Amt für Natur, Jagd und
Fischerei an der Prüfungsfeier
im Landwirtschaftlichen Zentrum Salez den Jagdfähigkeitsausweis überreichen. Sechs
Kandidaten müssen im nächsten Jahr zu Nachprüfungen antreten. Zwei Kandidaten bestanden nicht.
Verantwortung für
Biodiversität
An der Prüfungsfeier im
landwirtschaftlichen
Zentrum Salez waren nur zufriedene und fröhliche Gesichter
auszumachen. Die Kandidatinnen und Kandidaten freu-
ten sich über ihren Erfolg und
die Prüfungsexperten über das
Lob, das sie von den Geprüften für die Durchführung der
Prüfungen erhielten. Guido
Ackermann, Leiter des Amtes
für Natur, Jagd und Fischerei,
bedankte sich für die geleistete Arbeit.
Ins Zentrum seiner Ansprache stellte der Amtsleiter die
Erhaltung der Biodiversität.
Er betonte, Jägerinnen und Jäger seien der Biodiversität verpflichtet, und zwar auch dann
noch, wenn das Wort längst
wieder aus den Schlagzeilen
verschwunden sei. Als frisch
ausgebildete «Jungjäger» verfügten die Absolventinnen und
Absolventen über ein ebenso
vielfältiges wie aktuelles Wissen. Dieses gelte es nun praktisch anzuwenden. Gleichzeitig appellierte der Amtsleiter
an die älteren Jäger und Jägerinnen, ihre Erfahrungen mit
dem Nachwuchs zu teilen. Er
wünsche sich, dass die verschiedenen Generationen einander respektierten und voneinander profitierten, sagte
Guido Ackermann. Die Verantwortung für die Artenvielfalt müsse von allen getragen
werden.
Veranstaltungen des Berner Jägerverbandes
Pirsch am Sustenpass
Pirsch Rouchgrat
28./29. August 2010
Samstag 08.00 –19.00 Uhr
Sonntag 08.00 –17.00 Uhr
Schiessplatz ab Hotel Steingletscher (3863 Sustenpass,
Berner Seite) signalisiert.
Auskunft: 079 222 40 04
(OK, R. Rohrbach).
6./7. August 2010
Freitag
14.00 –19.00 Uhr
Samstag 08.00 –12.00 Uhr
13.00 –17.00 Uhr
Schiessplatz ab 3538 Röthenbach im Emmental signalisiert.
Auskunft: 079 235 43 43
(OK, F. Catocchia).
Zusätzlich zu den Pirschgängen stehen wiederum die Anlagen für
den Schrotschuss zur Verfügung (Rollhasen/Wurftauben).
Jagdinspektorat des Kantons Bern
Mit etwas Glück gewinnen
Sie als Teilnehmer an einem/
beiden der Pirschgänge…
einen STEYR MANNLICHER Repetierer
Modell Pro Hunter Kal. .30-06
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Gespendet von
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3800 Interlaken, Telefon 033 822 86 81
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Arbeit und Weiterbildung
Willi Enderli, Vertreter des
kantonalen Jägerverbandes
Revierjagd St. Gallen, überbrachte Glückwünsche und lud
Schweizer Jäger 7/2010
65
Erste Prüfungsexpertin im
Kanton
An der diesjährigen Jägerprüfung stand neben 14 männlichen Kollegen erstmals auch
eine Prüfungsexpertin im Einsatz. Barbara Hubschmid wur-
de dieses Jahr in die kantonale
Jägerprüfungskommission gewählt. Ihr Prüfungsfach umfasste Fragen zu Jagdrecht,
Jagdpolitik und Öffentlichkeitsarbeit. Sie habe sich geehrt gefühlt, als sie vom Jägerverein Hubertus als neue
Prüfungsexpertin vorgeschlagen worden sei, sagte sie.
Bei ihrer neuen Aufgabe
konnte Barbara Hubschmid
von ihrer juristischen Ausbildung und ihren Erfahrungen in
der Erwachsenenbildung profitieren. Sie bescheinigt den
von ihr geprüften Jägerprüfungskandidaten eine seriöse
Vorbereitung. «Fast alle haben
diese Prüfungen sehr ernst genommen». Sie habe darauf geachtet, verständliche praxisbezogene Fragen zu stellen,
sagte die Juristin. Vor drei Jahren legte Barbara Hubschmid
selber die St. Galler Jägerprüfung ab, nachdem sie bei ihren Einsätzen als Treiberin die
Jagd kennen- und schätzengelernt hatte.
Medienmitteilung der
Staatskanzlei SG
Jäger sollten mit
Traditionen brechen
Der versierte österreichische Rotwild-Kenner Bruno Hespeler und der «höchste St.Galler Jäger», Amtsleiter
Guido Ackermann, diskutierten
bei der Werdenberger Jägervereinigung das Zusammenleben
von Rotwild, Jagd und Forst im
gleichen Lebensraum. Neue
Ruhezonen könnten eine bessere Verteilung bringen.
«Das Rotwild kennt seine
Jäger», sagte Bruno Hespeler,
versierter Jagdexperte aus dem
österreichischen Bad Bleiberg,
vor versammelter Werdenberger Jägervereinigung kürzlich
im st.gallischen Buchs, «das
ist eine hochsensible Wildart,
die hat ein gutes Gedächtnis.»
Also was ist zu tun?
Hespeler sagt auch: «Jäger
sind in erster Linie Heger».
Und: «Jäger wollen einen
dauerhaften Bestand». Aber
braucht es ein buchhalterisches Gleichgewicht? Hespe-
66
Schweizer Jäger 7/2010
lers Theorie ist: Die Wilddichte ist relativ, sicher sei nur, dass
das Rotwild zunehme. Und, so
monieren der Forst und grosse
Waldbesitzer, Rotwild verursacht Schälschäden. Hespeler
weiss, dass steigende Schäden
sinkender politischer Rückhalt
bedeuten. Das Thema sei seit
Jahrzehnten aktuell, die Esche
ist stark betroffen, die Weisstanne auch, «aber das Waldbild im Ganzen ist gut», sagt
Hespeler. Er will das Rotwild
deshalb besser verteilen, aber
er habe kein sicheres Rezept,
«denn gerade Rudeltiere lassen
sich nicht so einfach umverteilen, aber in einer geschlossenen Waldstruktur leben kleinere Rudel.» Die Jagd schränke
das Rotwild ein.
Ruhezonen könnten Veränderungen bringen
Also sind temporäre Ruhezonen eine Lösung? Gui-
Foto: Reto Neurauter
Bund und Kantone
die erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen ein, sich
stetig weiterzubilden. Mitgliedern von Jägervereinen stehe ein umfassendes Weiterbildungsangebot zur Verfügung,
erklärte er und warb damit für
einen Vereinsbeitritt.
Ebenfalls Werbung betrieb
Niklaus Hardegger, Obmann
der Jagdgesellschaft Sennwald-Süd, als er die frischgebackenen Jägerinnen und Jäger zu einem Hege-Arbeitstag
in seinem Revier einlud. Als
Dank stellte er eine gemeinsame Jagd in Aussicht. Hardegger führte damit ein Angebot
weiter, das im vergangenen
Jahr bei den Jungjägern auf
grosses Echo gestossen war.
Umrahmt wurde der feierliche Anlass von der Jagdhornbläsergruppe Schlaufüchse.
do Ackermann, Leiter Amt
für Natur, Jagd und Fischerei
des Kantons St.Gallen, jedenfalls könnte sich dies durchaus
vorstellen, «aber wir müssen
den Jagddruck in Randgebieten grundsätzlich verringern»,
und für Hespeler ist eine längere Jagdzeit nur kontraproduktiv. Jäger sehen da aber
ein Problem: Das Werdenberg
habe kleine Jagdgebiete, und
darin noch Ruhezonen einrichten. Obs denn grad 500 ha sein
müssen?
Hespeler verneint, es können auch 50 oder 100 sein,
vielleicht ja gar über mehrere Jagdgebiete hinweg, «was
dann ja auch grössere Ruhezonen geben würde.»
Füttern nur in höchster Not
In Sachen Fütterung sind
sich Hespeler und Ackermann
fast einig. Der Jagdexperte aus
Österreich meint, Notfütterung
sei wohl richtig, und der Amtsleiter aus der Schweiz möchte
sie eigentlich ganz aufheben:
«Im Sarganserland ist das so,
und wir machen gute Erfahrungen.» Wildlebende Huftiere sollen grundsätzlich nicht
gefüttert werden, so Hespeler. Für Ackermann braucht es
aber zudem mehr: die Lebensraumaufwertung im Tal, eine
Sanierung der Wildtierkorridore und gezielte Aufwertungsmassnahmen in Randgebieten.
Und dass eine gute Fütterung Waldschäden verhindere «ist Humbug», sagt Hespeler, «höchste Schälschäden hat
man in der Umgebung der Futterstellen festgestellt.»
Mit Traditionen brechen
Kann die Jägerschaft das
Problem lösen, bis es passt,
fragt er sich. Es sei schwierig, Patentlösung gebe es kei-
In vielem einig, was
das Rotwild
im Werdenberg
betrifft: Guido
Ackermann, (links),
und Bruno Hespeler, in angeregtem
Gespräch.
ne. Aber er fordert von der
Jägerschaft, dass sie Traditionen über Bord wirft, Bejagungen verändert, plant, wann wer
wo ansitzt, und so das Rotwild durch Unregelmässigkeiten «täuscht», bei äsenden
Rudeln zum Beispiel abseits
stehende Tiere und bei ziehenden Rudeln die hinteren Tiere schiesst. Er weiss aber, dass
der Jagddruck auch in Zukunft
zunimmt.
Er ist aber der Ansicht, dass
man in Randgebieten zurückhaltend sein, im Kerngebiet
nach einer optimalen Strategie suchen sollte. Jäger sollten sein wie der Luchs: hinterlistig und jeden Tag woanders
auf der Jagd… Und ein Trugschluss sei es auch, dass mehr
Jäger noch mehr Wild schiessen würden.
Gute Lösung in Graubünden
Am Ende hatte niemand
das Patentrezept. Für Hannes Jenny vom Bündner Amt
für Jagd und Fischerei sind
Wildruhezonen, Wildschutzgebiete, Wildasyle und Jagdbanngebiete eine gute Lösung. Wald und Weide seien
in der Schweiz frei zugänglich. «Dieses Recht kann im
Kanton Graubünden durch
Wildruhezonen, Naturschonzonen, Wald-Wild-Schongebiete etc., eingeschränkt werden, um Konflikte zwischen
Mensch, Tier und Umwelt zu
lösen», so Jenny, Wildschutzgebiete (auch als Wildasyle oder Jagdbanngebiete bezeichnet) dagegen seien von
der Regierung festgelegte Gebiete mit totalem (allgemeine
Wildschutzgebiete) oder partiellem (Hochjagdasyle, Hasenasyle etc.) Jagdverbot. «Sie
sind ein wichtiges Mittel der
Jagdplanung», so Jenny.
Reto Neurauter
Hegeeinsatz
der Diana Brig
im Rahmen des internationalen Jahres
der biologischen Vielfalt
Die Generalversammlung
der UNO hat am 20. Dezember 2006 das Jahr 2010 zum
Internationalen Jahr der biologischen Vielfalt (IJB) erklärt.
Die Vollversammlung der
Vereinten Nationen möchte
mit dem IJB die Bedeutung
der biologischen Vielfalt sowie die Folgen ihres Verlustes – auch für das menschliche
Wohlergehen und die globale
wirtschaftliche Entwicklung
stärker in das politische und
öffentliche Bewusstsein rücken.
Die Diana Brig setzte sich
mit dem diesjährigen Hegeeinsatz ebenfalls aktiv für den
Nachgefragt
Christian Theler, 43-jährig, Jäger,
Hilfswildhüter und Revierförster
im Forstrevier Massa, ist der erste
Walliser, der sich zum Ranger ausbilden liess.
Was ist ein Ranger und was
hat dich veranlasst, diese Ausbildung zu absolvieren?
Der Druck auf die Natur und Kulturlandschaften
hat zugenommen. Die meisten Menschen haben das Bedürfnis, sich draussen zu
erholen. Es zieht sie in die
Erhalt der biologischen Vielfalt ein.
Im Gebiet «Mattalpji»
oberhalb von Termen wurden
mit Wald-Wild-Massnahmen
u.a. Äsungsflächen für das
heimische Rot- und Rehwild
geschaffen und damit gleichzeitig der Lebensraum für
Raufusshühner, Waldameisen,
Hasen und Spechte aufgewertet.
Warum werden Gebiete
gepflegt?
Die natürliche Vegetation
in Berglagen war ursprünglich Tannen- oder Fichtenwald. Unsere Vorfahren haben
diese Wälder auf verschiedene
Arten genutzt und so entstanden Wiesen, Äcker und Felder.
Berge, auf Wiesen, an Seen
und in die Wälder. Gleichzeitig hat das Verständnis für
die Natur abgenommen. Es
fehlen Kenntnisse für ökologische Zusammenhänge und
für die Bedürfnisse von Tierund Pflanzenarten. In diesem Spannungsfeld arbeiten Ranger. Sie wirken als
Vermittler zwischen Mensch
und Natur und setzen sich
als «Schiedsrichter» dafür
ein, dass Regeln eingehalten
werden – zum Beispiel in Naturschutzgebieten. Im Weiteren liegt dem Ranger die Sensibilisierung der Bevölkerung
für die Erhaltung der Naturund Kulturlandschaft am Herzen.
Am Bildungszentrum Wald
in Lyss habe ich während eines Jahres an 13 Blockveranstaltungen zu je 2 Tagen
teilgenommen.
Zusätzlich
fanden 2 Intensivwochen
statt. Zur Ausbildung gehört
eine schriftliche Diplomarbeit mit Präsentation, sowie
eine mündliche und schriftliche Prüfung über die gelernte
Theorie. Meine Diplomarbeit
schrieb ich über die Aufwertung des Amphibienlaichgebietes «Lüsga» von nationaler
Bedeutung auf der Belalp.
Manche Waldlichtung diente gerade in unserem Berggebiet als überlebenswichtige
Alpweide. Mit veränderter Lebensweise und dadurch abnehmender Kleinviehhaltung holt
sich der Wald die ursprünglichen Gebiete wieder zurück.
Man spricht von Verbuschung
(Sukzession). Um diese Verwaldungen aufzuhalten, haben
wir im «Mattalpji» Jungbäume
entfernt.
Welche Alternativen gibt es
zu dieser Pflege?
Die Beweidung mit Rindern, Schafen oder Ziegen
kann eine andere Möglichkeit
sein. Aber die Beweidung ist
vor allem in grossen, unwegsamen Gebieten sehr aufwändig. Die Gebiete müssen eingezäunt und die Tiere rund um
die Uhr, vor Ausbrechern und
vor Eindringlingen bewacht
werden.
Als Förster und Jäger sehe
ich nicht nur den Wald, sondern die gesamte Landschaft
und die dazugehörigen Lebensräume. Ebenfalls die Kulturlandschaften, welche unsere Vorfahren zum Überleben
geschaffen haben. Um diese Werte zu erhalten und zu
schützen, habe ich mich entschlossen, die Ausbildung
zum Ranger zu absolvieren.
Wie kamst du zur Jagd und
was macht dir besondere Freude daran? Was ist dein bisher
eindrücklichstes, schönstes
Jagd- und Naturerlebnis?
In unserer Familie hat die
Jagd einen grossen Stellenwert. Schon mein Grossvater
und Vater waren leidenschaftliche Jäger. Somit war klar,
dass auch wir fünf Brüder und
eine Schwester in den Bann
der Jagd gezogen wurden.
Das Besondere an der Jagd
ist für mich das Verstehen des
Wildes. Sei es im Winter- oder
Sommereinstand, während den
Wanderungen, in der Brunft
oder während der Jagd.
Für mich die eindrücklichsten Jagderlebnisse waren,
als ich als Jugendlicher meinen Vater auf die Jagd begleiten durfte.
Die schweisstreibende Arbeit machte durstig und hungrig. Das Küchenteam verwöhnte die Jägerschar
nach getaner Arbeit mit einer köstlichen Minestra. Einstimmig wurde
die bewährte Equipe beauftragt, für
den nächsten Hegetag wiederum
die Verpflegung sicherzustellen.
Das Leben im Baum fängt
erst an, wenn der Baum tot
ist
Der Jäger als «Diverser
Denker und Handler» war die
Leitidee des Hegetages der Diana Brig. Anlässlich der BeWie siehst du die Zukunft
der Jagd?
Vor allem für die Regulierung der Schalenwildbestände
wird die Jagd auch in Zukunft
sehr wichtig sein. Meiner Ansicht nach sollte das Schalenwild in den Wintereinstandsgebieten markiert werden,
damit man ihre Wanderrouten
und den Aufenthalt im Sommer und während der Jagdzeit
aufzeigen kann. Dementsprechend können die Probleme
(Wildschäden), welche im
Winter entstehen, mit den Jägern während der offiziellen
Jagd gelöst werden.
Dein Wunsch / Kritik an die
Jäger?
Mehr Respekt und Würde gegenüber den anderen Jägern, aber auch gegenüber
dem Tier. Beispiel: Bei Fotos
sollte das Tier im Mittelpunkt
sein, der Jäger gehört in den
Hintergrund.
Dein Leitsatz / Schlussgedanke?
Am Ende des Jägerlebens
angekommen, zählen nicht die
Grösse und Menge der Hörner
und Knochen, sondern die Geschichten und Legenden.
Schweizer Jäger 7/2010
67
Bund und Kantone
VS
Bund und Kantone
grüssung erläuterte Christian
Theler, Hilfswildhüter, Förster und Ranger, fachkundig
und verständlich den Begriff
Biodiversität. Der Fussmarsch
zum Mattalpji wurde durch
die interessanten und lehrreichen Ausführungen zu einem
unvergesslichen Erlebnis.
Christian Theler erläuterte
den Einfluss der Waldbewirtschaftung auf die Biodiversität. Zudem informierte er die
Teilnehmer über den Nutzen
von Totholz im Wald, den speziellen Lebensraum der Raufusshühner und über die Errichtung eines Ansitzplatzes.
Im verwaldeten Gebiet
Mattalpji wurden vorgängig,
durch die Forstgruppe Brigerberg/Ganter, unter der Leitung von Revierförster Martin
Schmidhalter und Wildhüter
Josef Theler, Jungbäume gefällt. Durch das Offenhalten
von Teilflächen entsteht ein
Mosaik aus freien Flächen und
Bäumen, das vielen Tieren
optimale Lebensbedingungen
bietet. Auch lichtbedürftige
Pflanzenarten werden dadurch
gefördert. Die Biotopvernetzung hängt damit eng zusam-
Nach der Arbeit stellte man sich zum «Familienfoto» auf.
men. Dadurch können die Individuen von einem Biotop
ins andere wandern, so dass
der für die Arterhaltung wichtige Genaustausch stattfinden
kann. Mit diesem Hegeeinsatz
haben die angehenden und «alten» Jäger der Diana Brig einen sinnvollen und wertvollen
Beitrag für die einheimische
Fauna und Flora geleistet.
Jean-Louis Borter,
Hegeausbildner Diana Brig
Sinnvoller 3. Hegetag
der Diana Leuk
Der 3. Hegetag der Diana Leuk wurde in diesem Jahr
durch die Jäger der Ortsgruppe Varen-Leukerbad organisiert. Am Samstag, 29. Mai
2010, fanden sich 28 Jäger
und Jungjäger/innen pünktlich
um 07.30 Uhr am vereinbarten
Jungjäger und Jäger bei der Arbeit.
68
Schweizer Jäger 7/2010
Treffpunkt ein. Noch nie konnte bisher an einem Hegetag der
Diana Leuk eine solch beeindruckende Anzahl Jäger und
Jungjäger/innen begrüsst werden. Nach einem kurzen Willkommensgruss und der Erklärung des Tagesablaufs machten
«Wenn der Wind des Wandels
weht, bauen die einen
Schutzmauern und die anderen
Windmühlen»
Claudia Schreen aus Horgen ZH war im
Rahmen ihrer Jungjägerausbildung am
Hegetag anwesend. Die Verkaufsleiterin
hat sich genau solche Tage von der Jagdausbildung erhofft. In einer tollen Gruppe etwas Sinnvolles für Natur und Tier
zu machen, dabei wieder einiges kennen
und verstehen zu lernen. Natürlich darf
an solchen Anlässen das gemütliche Beisammensein mit einem Glas Wein nicht
fehlen.
Seit einigen Jahren besitzt sie mit ihrem Mann ein Ferienhaus im Goms. Dadurch
hat sich ihr Blickwinkel zur Natur nochmals verändert. Sie hat die Natur intensiver
kennen und schätzen gelernt. Die Jagdausbildung ist für sie eine Horizonterweiterung und hilft ihr die Lebens- und Verhaltensweise von Alpentieren zu verstehen.
Tiere aus der Nähe zu beobachten, ist für sie das eindrücklichste Erlebnis.
Sie denkt, es ist höchste Zeit, mit der und für die Natur zu leben, damit auch unsere Nachkommen diese Schönheiten erleben können.
sich die Jäger und Jungjäger/
innen auf zu den Arbeitsplätzen im «Pieruwald» in Varen
sowie nach «Foljeret» in Leukerbad.
Durch die ausgezeichneten Vorbereitungsarbeiten der
Gruppenchefs Aschi Rychen,
Dolf Roten, Alois Allet und
Raphael Grichting konnten
die Jäger und Jungjäger/innen direkt mit den vorgesehenen Arbeiten beginnen. Auf
Nach getaner Arbeit.
den jeweiligen Arbeitsplätzen wurden verschiedene, seit
Jahrzehnten verfallene und
nicht mehr benötigte Weidezäune und Stacheldrähte entfernt sowie anschliessend auf
der Deponie in Varen gelagert. Mit grossem Einsatz aller Beteiligten wurde diese
Arbeit ausgeführt. Die Jäger
und Jungjäger/innen wurden
durch die beiden Wildhüter
Dolf Roten und Thomas Imbo-
dem Dorfplatz in Varen zu einem von der Gemeinde offerierten Aperitif ein. Eine Delegation der Jagdhornbläser
Pfynwald umrahmte diesen
mit musikalischen Einlagen.
Anschliessend wurde durch
das Team um Roger Varonier
ein ausgezeichnetes Raclette
serviert, mit welchem dieser
voll und ganz sinnvolle und
gelungene 3. Hegetag der Diana Leuk abgeschlossen wurde.
An dieser Stelle sei allen,
welche zu diesem guten Gelingen des 3. Hegetages der Diana Leuk beigetragen haben,
herzlich gedankt.
Weidmannsdank und Weidmannsgruss.
Adrian Zumstein,
Ortsgruppe Varen-Leukerbad
Vortragsreihe
der Diana Brig
mit Philippe Volery
Wildbrethygiene:
Die fachgerechte Verwertung
von einheimischem Wild
Vortragsreihen bieten interessierten Besuchern Informationen und lehrreiche Einblicke in Themenschwerpunkte.
Mit Philippe Volery (s. Kästchen) verpflichtete die Diana
Brig einen ausgezeichneten
Referenten zum Thema Wildbretverwertung.
Die Schweizer Bevölkerung konsumiert zunehmend
Wildbret. Doch stammen weniger als 20% aus einheimischer Jagd. Jedes Jahr werden
in der Schweiz 70’000 Stück
Schalenwild sowie mehr als
100’000 Vögel erlegt. Dies
ergibt ca. eintausend Tonnen,
wobei ungefähr die Hälfte von
den Familien der Jäger und
Freunden verzehrt wird. Die
Nachfrage nach Wildfleisch
stieg in den letzten Jahren stetig und es dürften 2009 an die
5000 Tonnen importiert worden sein.
Wer ist Philippe Volery?
Philippe Volery stammt aus Flamatt
und schuf sich in den Jägerkreisen
als Buchautor und Fachreferent einen Namen.
Sein berufliches und steckenpferdliches Palmares sprengt den Rahmen
des Gewöhnlichen. PhilippeVolery ist
Berufsschullehrer, dipl. Küchenchef,
Restaurateur, Fleischkontrolleur, Autor von Fachbüchern, Fachreferent
über die Wildbretverwertung, Verantwortlicher für die Jungjägerausbildung im Kanton Freiburg, 30 Jahre Jäger, 25 Jahre Vorstandsmitglied in
verschiedenen Jagdverbänden, sitzt
im Stiftungsrat der Stiftung Naturland und bekleidet zur Zeit das Amt
als Sekretär des Schweizerischen Patent- und Wildschutzverbandes.
Hund rettete Jäger das Leben
Blattschuss
Mit Schnittwunden an Beinen und am Gesäss
wurde ein Jäger der Jagdgesellschaft Wessenberg im
Kantonsspital Baden eingeliefert, nachdem ihn
eine Wildsau schwer verletzt hatte. Nach dem
Wildsau-Angriff gehe es ihm schon besser, sagte der
Döttinger gegenüber der Aargauer Zeitung. Er selber
wolle gar nicht unbedingt in die Zeitung. Denn:
Wem der Jagdaufseher zu verdanken hat, dass er noch
am Leben ist, das weiss er: «Mein Hund Ayk hat
mir wohl das Leben gerettet.»
Was war passiert? An einem Maimorgen bot die Polizei
den Jagdaufseher auf, nachdem in Villigen eine
Wildsau bei einem Zusammenstoss mit einem Auto
verletzt wurde. Der Jäger sollte das verletzte Tier suchen.
Zusammen mit seinem kleinen dreijährigen
Münsterländer Rüden Ayk machte er sich auf eine
reguläre Nachsuche. Nach kurzer Zeit entdeckte der
Hund die Wildsau in einem Weizenfeld. Dann kam es
zum folgenschweren Zusammenprall: Noch bevor
der Jäger den schweren Keiler von seinem Leiden
erlösen konnte, sei die Wildsau auf den Jäger losgestürmt.
Erst räumte das 80 Kilogramm schwere Tier den
kleinen Hund aus dem Weg. «Ayk flog in hohem Bogen
weg», erinnert sich der Döttinger im Spitalbett.
Dann rannte der Keiler den Mann um. «Er hat mich zu
Boden geworfen und gleich wieder angegriffen»,
so das Opfer. Er ist überzeugt: «Die hätte mich fertig
gemacht.» Doch die Wildsau rechnete nicht mit dem
kleinen Ayk. Der mutige Rüde schnappte sich die Wildsau
von hinten und knöpfte sich das Riesentier vor, bis
der Angreifer ins Weizenfeld flüchtete. Der schwer
verletzte Jäger konnte sich aus eigener Kraft an die
nächste Strasse schleppen und selbstständig die
Ambulanz rufen. Kurz bevor er das Bewusstsein verlor,
gelang es ihm zudem, seine stark blutenden Beine
abzubinden. Schliesslich brachte die Ambulanz den
Jagdaufseher ins Spital, wo seine Schnittwunden
genäht wurden. Sein tapferer Hund Ayk blieb wie durch
ein Wunder unverletzt.
Übrigens: Die verletzte Wildsau wurde später von
einem Jagdkollegen erlegt.
Quelle: Aargauer Zeitung / MLZ; 2010-05-21
Nachfolgend einige Auszüge aus dem Vortrag von Philippe Volery.
Die rechtliche Seite
Grundsätzlich versteht man
unter hygienisch einwandfreiem Wildbret, dass sich das
Fleisch in einem genusstauglichen Zustand befindet. Der
Jäger als Konsument und Ver-
Über Positives und Vorbildliches wollen wir unter dieser Rubrik berichten.
Wir freuen uns über jede Kurzeinsendung!
Schweizer Jäger 7/2010
69
Bund und Kantone
den unterstützt. Während einer
verdienten morgendlichen Arbeitspause konnte die von der
Ortsgruppe mitgegebene Zwischenverpflegung eingenommen werden.
Die verfallenen, rostigen,
grösstenteils mit dem Terrain
verwachsenen und nicht mehr
verwendbaren Zäune und Stacheldrähte wurden mit dem
Einverständnis der jeweiligen
Eigentümer entfernt. Seit Jahrzehnten stellten diese eine Gefahr für das einheimische Wild
dar. Gelegentlich konnten sogar Wildtiere beobachtet werden, welche durch diese Zäune
Verletzungen erlitten. Die Jäger der Diana Leuk betätigten
sich durch deren Entfernen in
einer sinnvollen Art und Weise
zugunsten unseres Wildes als
Heger und Pfleger.
Nach getaner Arbeit fand
man sich gegen 13.00 Uhr auf
Bund und Kantone
sauberen und dafür geeigneten
Raum ausgeführt werden. Die
Kühlkette sollte während des
Verarbeitungsprozesses nicht
oder nur kurz unterbrochen
werden. Nach Möglichkeit
vermeiden, dass die Decke mit
dem gehäuteten Wildkörper in
Berührung kommt.
Die Jagdhornbläser Bortelhorn umrahmen den links stehenden Philippe Volery und neben ihm den Aktuar der
Diana Brig, Christian Ludi.
markter untersteht dem Tierseuchen-, Lebensmittel- und
Tierschutzgesetz. Demzufolge unterliegt beim Direktverkauf der Jäger als Lieferant
von Lebensmitteln der Produkthaftung.
Die Jagdmethode
Die Jagdart beeinflusst
die Wildbretqualität. Bei gehetztem, krankem oder angeschossenem Wild verzögert
sich die Fleischsäuerung, da
die benötigten Substanzen zur
Fleischreifung für die Bewältigung der Stresssituationen
teilweise aufgebraucht werden. Dies bewirkt ein schnelleres Verderben und somit eine
qualitative Einbusse des Fleisches.
Wo liegt der ideale Treffer?
Der Schuss sollte zur Folge
haben, dass er das Wild raschmöglichst tötet und der Sitz
der Kugel im Kammerbereich,
d.h. vor dem Zwerchfell sein
sollte. Der Kammertreffer verhindert im Gegensatz zum Magen- und Darmtreffer die Verunreinigung des Fleisches und
der besten Stücke. Das Aufbrechen muss umgehend erfolgen und der Tierkörper innert
kürzester Zeit der Kühlung zugeführt werden.
Das Aufbrechen
Die spätere Wildbretqualität hängt vielfach vom Sitz des
Schusses, der Arbeitshygiene
beim Aufbrechen und der Zeit
zwischen dem Erlegen und
Aufbrechen ab. Die Zeit zwischen Erlegen und Ausweiden
sollte kurz gehalten werden.
Die Untersuchung
Auffallenden Veränderungen bei den Organen und der
Muskulatur ist entsprechend
den Bestimmungen der Wildfleischverwertung unbedingt
ein Fleischkontrolleur beizuziehen. Diese Verantwortung
liegt beim Jäger.
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Die Reinigung
Das Abwischen von Verunreinigungen mit diversen Materialien ist zu vermeiden, da
Bakterien über den ganzen
Körper transportiert werden.
Das Tier sollte unbedingt mit
dem Kopf nach unten hängen,
um Pfützenbildungen in den
Körperhöhlen zu vermeiden.
Die besten Teile befinden sich
zudem im hinteren Bereich.
Grössere Verunreinigungen
sind mit dem Messer zu entfernen.
Die Kühlung
Durch ein unverzügliches
Aufbrechen wird die Kühlung
möglich. Der Wildkörper sollte hängend ausgekühlt werden.
Die Verarbeitung
Um zu garantieren, dass das
Wildbret auch am Schluss einwandfrei bleibt, empfiehlt sich
Folgendes zu beachten: Die
Verarbeitung muss in einem
JägerTool
Fr. 52.–
inkl. Versand
Scchweizer
hweizer
Verlag Schweizer Jäger
PF 261, 8840 Einsiedeln
[email protected]
Tel. 055 418 43 43, Fax 055 418 43 44
70
Schweizer Jäger 7/2010
Man lernt nie aus
Der Jäger wird durch Weiterbildung zum Spezialisten.
Weiterbildungskurse können
als Workshops in Zusammenarbeit mit den Ausbildungsverantwortlichen organisiert
werden. Diese sollten allen Jägern und nicht nur den Jungjägern zugänglich sein.
Die Jagd im Gebirge (Red.)
Verständlicherweise kann
aus zeitlichen (lange Transportwege) und terrainbedingten Gründen im Hochgebirge den Hygienemassnahmen
nicht immer vollständig nachgelebt werden. Zudem verzögert das amtlich vorgeschriebene Vorzeigen des erlegten
Stücks eine umgehende Zuführung in einen gekühlten
Raum. Wenn beim Aufbrechen
grössten Wert auf Hygiene gelegt wird, dürfte nicht alles –
aber schon viel erreicht worden sein.
Der Vortrag war verständlich vorgetragen, abwechslungsreich, interessant gestaltet und präsentiert. Die
Zuhörer wurden nicht mit unnötigen Informationen überladen. Zur Vertiefung des Gehörten ist sein Buch «Von der
Wildbahn auf den Teller» zu
empfehlen.
r.w.
Die Jäger der drei grössten Tal- und weiteren Gemeinden im Oberwallis standen seit
Jahren vor der Tatsache, keinen Schiessstand für ein alle
Bereiche abdeckendes jagdliches Übungsschiessen zu besitzen. Ein Neubau, irgendwo
in der Landschaft, kommt heute aus Gründen der Umweltverträglichkeit nicht mehr in
Frage. Sogar bestehende Anlagen können nicht mehr wie
einst ohne Einschränkungen
betrieben werden.
Im Zusammenhang mit dem
Bau der Autobahn hatte der
alte Schiessstand «Schwarzer
Graben» diesem zu weichen.
Man fand im Gebiet Riedertal bei Visp einen geeigneten
Trapuniversal-Jagdparcours-Anlage
Standort für eine neue 300-mAnlage.
Weshalb nicht zugleich
einen Jagdschiessstand
integrieren?
Mit viel Herzblut, «yes we
can» und zum Teil mit persönlichen finanziellen Engagements (Bürgschaften) stellte
sich eine Gruppe von Visionären hinter die Idee, einen solchen zu verwirklichen.
Der Werdegang verlief
über Jahre zäh und es bedurfte grosser Beharrlichkeit, das
Werk zu vollenden. Es dauerte vier Jahre, bis sich der modernste Schiessstand im Kanton vorstellen konnte.
Eingebettet in die Schiess-
anlage der örtlichen Schiessvereine mit 20 Scheiben auf
300 m, einem Kleinkaliberund Pistolenstand verfügt der
Jagdschiessverein Oberwallis
über 4 Scheiben auf Gäms und
Reh auf 150 m mit elektronischer Trefferanzeige auf Monitoren. Schrotschussanlagen
für den Jagdparcours, Trap
universal, Kipphasen, Laufenden Keiler und Rollhasen. Angegliedert für Schützen und
Besucher ist ein Gesellschaftsund Tagungsraum.
Schiessmöglichkeiten bieten sich jeweils vom Freitag
und Samstag vom März bis
zum November.
Der Schiessstand bietet nun
den Jägern und Nichtjägern
die Möglichkeit, sich im sportlichen Schiessen zu üben und
zu messen.
Sollte dereinst ein «Obligatorisches», auf welche Art und
Weise auch immer, zur Pflicht
eines Patentinhabers werden,
steht eine Anlage mit genügend Kapazitäten bereit.
Zugleich kann den Forderungen der nichtjagenden
Kreise nach kontrolliertem
Trainingsschiessen an einem
idealen und zentralen Standort im Oberwallis nachgelebt
werden.
r.w.
Tontaubenschiessen
Übersicht über die gesamten Anlagen.
Schweizer Jäger 7/2010
71
Bund und Kantone
Tag der offenen Tür in der modernsten
Jagdschiessanlage im Kanton Wallis
Theo Meierhans
Abschied
1936 – 2010
Wenn Theo Meierhans im
kleinen Revier Retschwil-Herlisberg als Obmann und Jagdleiter die Jagd eröffnet hatte, entging ihm nichts, bis der
Trieb abgeblasen wurde. Er
wusste, wo das Wild wechselte. Und er hatte klare Anweisungen erteilt. Die Hege des
Wildes war ihm ein Anliegen.
Die Jagd war Teil dieser Hege.
Die Lebensraumaufwertung
gehörte ebenfalls dazu. Er erstellte aufwändige Biotope
und schaffte Brutplätze und
Rückzugsgebiete für Fauna
und Flora. Wie konnte er sich
freuen, wenn sich ein braver
Bock zeigte oder wenn ein Iltis
in die Falle ging, der begutachtet, mit Ohrenmarke versehen
und wieder in die freie Wildbahn entlassen wurde oder der
seltene Kreuzschnabel und
andere Vogelarten wieder heimisch wurden und in den Hecken seines Biotops nisteten.
Theo kannte sein Revier und
was sich darin breitmachte.
Stunden um Stunden konnte er auf einem Hochsitz verharren, die Natur beobachten
oder einen daher schnürenden
Fuchs, einen hüpfenden Marder ins Visier nehmen. Am
Montag, 15. März 2010, bestieg er zum letzten Mal seine
Kanzel in Ufernähe des Baldeggersees. Hier ereilte ihn der
Schnitter Tod an dem für ihn
schönsten Ort, von dem er immer schwärmte: «In der Natur
ist man nie allein».
72
Schweizer Jäger 7/2010
Geboren wurde Theo am
8. Oktober 1936 in der idyllischen Landschaft Littauer
Berg, verlebte mit seinen vier
Geschwistern eine frohe Kindheit auf dem Rütihof und lernte, hart zu arbeiten. Er selber
erzählte in froher Runde nach
einem Jagdtag, wie er als Bub
mit seinem Geld, das er aus
Kaninchenverkauf und Mäusefang erspart hatte, von einem Knecht eine als Spazierstock getarnte Flinte kaufte,
Hasen schoss und im Dorf verkaufte. War das Jäger- oder sogar Wildererblut, das da in seinen Adern pulsierte? Nach der
landwirtschaftlichen Ausbildung übernahm er die elterliche Liegenschaft, modernisierte sie und entwickelte sie
zum Vorzeigebetrieb. Schon
bald wurde er auch Unternehmer und Geschäftsmann, zuerst als Forstunternehmer und
im Alter von 30 Jahren begann mit dem ersten Landkauf
in Engelberg eine unglaubliche Karriere als Generalunternehmer, in enger Zusammenarbeit mit einem Architekten
und einem Mitarbeiter für den
kaufmännischen Bereich. Dieses Gespann, das so gut harmonierte, hat Engelberg über
Jahrzehnte ein neues Gesicht
gegeben.
Die Rekrutenschule beim
Train machte den Anfang einer weiteren wichtigen Lebenslinie. Er kommandierte
als Hauptmann eine Trainkolonne, wurde Trainchef im
Regiment 29 und als Oberstleutnant in der 9. Division. Im
Militärdienst hat er viele lebenslange Freundschaften geknüpft. So lud er über 20 Jahre hinweg seine Freunde aus
dem Regimentsstab zu einem
Jagdtag in Retschwil ein. Er
entwickelte auch ein grosses
Interesse für Waffen. Aus dieser Passion ist bis heute eine
sehenswerte Sammlung ausgewählter, historischer und
moderner Ordonnanz- und
Jagdwaffen entstanden. Wäh-
rend 40 Jahren diente Theo
zudem in der Feuerwehr Littau-Berg, 30 Jahre als Kommandant. Er war zeitlebens ein
begeisterter Feuerwehrler und
unterstützte mit aller Kraft die
«Bergler» zum Schutz und Erhalt ihrer schönen Gehöfte.
Gleich am Tag nach dem
gelungenen Landkauf in Engelberg heiratete Theo Rösly Zihlmann, die Frau, die ihn
sein ganzes weiteres Leben begleitete. Sie hat ihn in allen Lebenslagen unterstützt, ihm die
Flügel frei gehalten und war
als Mutter seiner Söhne Thomas und Christoph und seiner
Töchter Karin und Alexandra
als Geschäftsfrau und als Gestalterin des Hofes eine wichtige Kraft. Seine Familie war
für Theo immer eine feste Basis seines Lebens.
Theo Meierhans war ein
leidenschaftlicher Jäger. Er zelebrierte die Jagd. Im Rettensteingebiet, wo er sein erstes
Revier gepachtet hatte, setzte er sich für die Wiederansiedlung des Steinwildes ein
und holte wertvolle Erfahrungen als Bergjäger. Dies kam
ihm dann bei Übernahme der
Gschnitzerjagd zu Gute. Sein
höchstes Anliegen war es, die
Reviere nicht auszubeuten,
sondern den Wildbestand zu
hegen und weiter zu beleben.
Die Geschichte vom kapitalen
Rehbock im Sanderstal, den
er Jahr für Jahr vom Älpli aus
beobachtete, bis er ihn nach etlichen Jahren erlegte, stark zurückgesetzt und geschwächt,
den kommenden harten Winter
kaum mehr überlebt hätte, ist
bezeichnend für sein Jagdverständnis. Doch er freute sich
an jeder Trophäe und er half
mit, den verlangten Abschuss
zu erfüllen. Seine Treffsicherheit war legendär. Theo pflegte auch ein freundschaftliches,
auf Vertrauen basierendes Verhältnis zu den Wildhütern, den
örtlichen Behörden und zur
Bevölkerung.
Lieber Theo, nun hast du
den letzten Wechsel angetreten, wirst uns nicht mehr von
deinen Jagderlebnissen erzählen, nicht mehr deine selbst
zubereiteten Forellenfilets, aus
deiner eigenen Zucht, servieren, nicht mehr deine Lieder
anstimmen. Wie oft hast du an
einem solchen Abend gesagt:
«S’Läbe esch doch rüüdig
schön!» Theo, du fehlst uns.
Namens deiner
Jagdkameraden
Hermann Büttiker
Hansruedi Würth
13. August 1941 – 11. März 2010
Am 11. März 2010 ist unser
Jagdkamerad Hansruedi Würth
verstorben – zwei Tage vor seiner Ehrung für die 50-jährige
Mitgliedschaft beim St. Gallischen Jägerverein Hubertus.
Eine unheilbare Krankheit hat
ihm keine Chance gelassen.
Ohne Klagen hat Hansruedi
die Krankheit tapfer und leise getragen. Wir haben einen
sehr geschätzten, liebenswürdigen Freund und Jagdkameraden verloren.
Durch seinen Vater kam
Hansruedi zum ersten Mal
mit der Jagd in Kontakt. Die
Schifffahrt, die Jagd und die
Liebe zur Natur waren für ihn
ein und alles. Hansruedi weidwerkte als Pächter im Revier
Kanal-Rhein. Die Niederwildjagd bedeutete ihm sehr viel.
All sein Bemühen galt einer
umsichtigen und schonungs-
Interessante Literatur
für den Jäger
Hennig, Die WaffenSachkunde-Prüfung in Frage und Antwort. blv; Fr.
35.–. Unentbehrlich für die Waffen-Prüfung! Die
Wa ff e n - S a c h kunde-Prüfung
bietet übersichtliche und gut
verständliche
Informationen nicht nur für die Prüfung,
sondern auch für langjährige
Sportschützen, Jäger oder Sicherheitsunternehmen sowie
Waffensammler.
Hosner/Obal, Raubwild
– Zeitgemässe Bejagung.
stv Stocker; Fr.
39.50. Für Revierinhaber und
Jäger wird es
zu einem Muss,
der
Bejagung
einzelner Raubwildarten einen höheren Stellenwert einzuräumen, um das
Gleichgewicht im Revier aufrecht zu erhalten. Daneben bekommen vor allem junge Jagdscheinbesitzer bei der Jagd auf
Raubwild eine der wenigen
Möglichkeiten, wertvolle Erfahrungen zu sammeln.
Angsten, Waffenrecht für
Jäger. Das Wichtigste für
alle Praktiker. 2.
Auflage. Rechtsstand 30.8.2009!
Neumann-Neudamm; Fr. 26.50.
Leicht verständlich bekommen
Sie Antwort auf alle waffenrechtlichen Fragen, die den
jagdlichen Alltag betreffen.
Neu: Inkl. Glossar zum schnellen Auffinden von Stichworten.
Kursch, Nordische Wälder – Weite Prärie. Jagderlebnisse in Nordamerika. Neumann-Neudamm; Fr. 34.50.
Faszinierende
Jagdschilderungen, brillante Bilder und
tiefsinnige Eindrücke hält dieses Buch für den
Leser bereit. Es
lädt zum Träu-
men ein, versorgt den lesenden Jäger jedoch zwischen
den Zeilen auch mit einer Fülle wissenswerter Informationen zu Wild und Jagd in den
nördlichen Jagdgründen.
Slotta, Mit der Flinte
unterwegs. Neumann-Neudamm; Fr. 34.50.
«Mit der Flinte
unterwegs» ist
ein bemerkenswertes
Buch.
Nicht nur Experten mit der Flinte, sondern auch anderweitig begeisterte Jäger wie auch
Liebhaber der Erzählkunst
werden es mit Freude lesen.
Solich, Wilder Genuss.
Neumann-Neudamm; Fr. 49.50.
Stephan Solich ist einer der
hoffnungsvollen
Nachwuchsköche des Genusslandes
Österreich. Sein zweites Buch zum
Thema Wild ist gleichzeitig
eine Liebeserklärung an die
Genüsse, die der Natur erwachsen, sowie an den guten
Geschmack.
Pfaffenbach/Dietz, Jetzt
wird’s wild. Neumann-Neudamm; Fr. 26.50.
Die Autoren tischen kulinarische Köstlichkeiten aus der
Wildküche auf. Das ideale
Kochbuch für die moderne Art
mit bewusst ausgesuchten Zutaten zu schlemmen.
Gautschi, Elchjägermeister Hans Kramer. Bilder eines Jägerlebens.
Neumann-Neudamm; Fr. 109.–.
Hans Kramer,
dessen Biographie dieses Buch
enthält, war ein
moralischer Mensch in unmoralischer Zeit. Seine Passion fürs Fotografieren findet
ihren Beleg in über 500 Abbildungen, welche nicht nur
den Naturfreund und Jäger in
eine Zeit des jagdlichen Aufbaus und der hegerischen Er-
folge entführen, sondern auch
dem geschichtlich Interessierten jene Epoche einmal abseits
des grossen Geschehens nahebringen, dort, wo die hoch
positionierten Jagdgäste aufs
charakterliche Mass reduziert
waren.
Deutsche Jäger-Zeitung.
1. Band 1883/1884. NeumannNeudamm; Fr. 119.–. Auf rund
800 Seiten bietet dieser hochwertige Nachdruck unterhaltsame Kurzweil und komprimiertes Wissen.
Busdorf, Wilddieberei
und Förstermorde. In 3
Bänden. Neumann-Neudamm;
je Bd. Fr. 34.50; Bd.1 ISBN
978-3-7888-1250-8; Bd. 2
ISBN 978-3-7888-1251-5; Bd.
3 ISBN 978-3-7888-1252-2.
Otto
Busdorf
war Chef eines
Sonderstabes,
der die Wilderei in Preussen
bekämpfen sollte. In den Jahren 1928 bis 1931 verfasste
er 3 Bücher, die authentische
Wildererfälle dokumentieren.
Diese dramatischen, blutrünstigen und brutalen Wildererfälle sind bis heute die umfassendste Dokumentation von
Wilderei in Deutschland und
belegen, mit welcher Grausamkeit sich Wilddiebe auf der
einen, und Jäger, Förster und
Polizei auf der anderen Seite
bekriegten.
Schnell, Der Hannoversche Jägerhof und sein
Umfeld. Eine
jagdliche Chronik. NeumannNeudamm; Fr.
129.–. Es ist das
ausserordentliche Verdienst
von Paul-Friedrich Schnell, in
einer umfassenden, authentischen Arbeit ein Gesamtbild
des Hannoverschen Jägerhofes und seines Umfeldes geschaffen zu haben.
Bezugsquellennachweis siehe 1. Seite «Jägermarkt»,
oben links.
Schweizer Jäger 7/2010
73
Literatur
vollen Jagd in der Rheinebene
mit über 24 Kilometer Fliessgewässer. In seinem Blockhaus, direkt am Rheintaler
Binnenkanal gelegen, konnte
er sich erholen, neue Kraft tanken und auch mit seinen Jagdkameraden mit einem Glas
Wein auf eine gute Kameradschaft anstossen.
Sein schönes Zuhause, direkt am Bodensee gelegen, hat
sicher dazu beigetragen, dass
das Herz von Hansruedi auch
für die Schifffahrt schlug.
Während vielen Jahren war
er als Bootsfahrlehrer tätig.
Als ruhiger, umsichtiger und
geschätzter Ausbildner führte
er unzählige Anwärter erfolgreich zum Schifffahrtspatent.
Mit der Gastronomie kam
Hansruedi schon früh in Kontakt. Zusammen mit seiner
Gattin Sonja führte er über
Jahre das Restaurant Paradiesli mit Bootsverleih und Seetankstelle in Altenrhein. Das
Restaurant, idyllisch und direkt am Wasser gelegen, wurde zu einem beliebten und von
den Gästen gerne besuchten
Treffpunkt.
Wir alle haben Hansruedi sehr geschätzt. Seine stille, ruhige und ausgeglichene Art hat uns stets gefallen
und ihm auch viele Freunde
gebracht. Hansruedi war ein
aufmerksamer und dankbarer Zuhörer. Bei Diskussionen
hat er erst dann eingegriffen,
wenn er mit guten Argumenten zur Klärung der Sache beitragen konnte. Die Aufmerksamkeit der Zuhörer war ihm
gewiss. Seine Meinung wurde geschätzt und fand Anerkennung.
Am 20. März hat eine grosse Trauerfamilie von Hansruedi Würth Abschied genommen. Zahlreiche Jägerinnen
und Jäger erwiesen ihm die
letzte Ehre. Die Abschiedsfeier wurde feierlich umrahmt
durch die Jagdhornbläsergruppe Schlau Fuchs.
Der Trauerfamilie entbieten wir unsere herzliche Anteilnahme.
Jagdgesellschaft
Kanal-Rhein
Karl Frei, Obmann
DE
Ausland
Bundesverband Jäger beisst Mann
Deutscher Berufsjäger beim Streit in Hand
Wildmeister Hermann Wolff
hauptamtlicher Geschäftsführer des Bundesverbandes
Deutscher Berufsjäger
Ab Juli 2010 werden die Geschäfte des Bundesverbandes
Deutscher Berufsjäger – der
Vereinigung der professionellen Jägerschaft Deutschlands
und deren Nachwuchs – hauptamtlich von Wildmeister Hermann Wolff geführt.
Zu den vordringlichsten
Aufgaben von Wildmeister
Wolff zählt u.a. die Umsetzung
der neuen Ausbildungsverordnung im Ausbildungsberuf
«Revierjäger/in», die am 1. August 2010 in Kraft treten wird,
sowie die Beratung und Betreuung der Verbandsmitglieder.
Wolff wird darüber hinaus
die Kontakte in allen jagdpolitischen Bereichen ausbauen und die inhaltliche Zusammenarbeit mit relevanten
Behörden, Verbänden, Institutionen und Sponsoren europaweit intensivieren.
Hermann Wolff, gebürtiger Westfale, ist ausgebildeter
Revierjäger. Er hat seine Prüfung zum Revierjagdmeister
1991 abgelegt und nimmt seit
2004 im Bundesverband die
Aufgaben des Ausbildungsbeauftragten wahr. In den letzten beiden Jahrzehnten hat er
bei den grossen Jagdverlagen
Deutschlands in unterschiedlichsten
kaufmännischen
Funktionen gearbeitet.
Seine besondere, jagdliche Passion gilt der Niederwildjagd mit seinen hervorragend abgeführten Weimaraner
Langhaar Vorstehhunden.
Geschäftsstelle des Bundesverbandes Deutscher Berufsjäger: Bundesverband Deutscher
Berufsjäger, Geschäftsstelle, Hindemithstrasse 26,
46282 Dorsten, Tel. 02362/607220, Fax 02362/
608882, Mobil 0170/6340126, [email protected],
www.revierjaeger.de
Kauz im Kamin
In Essen hat sich ein Waldkauz in einen Kaminofen verirrt. Unter mächtigem Getöse
und in einer Russwolke sauste
der Unglücksvogel durch den
Kamin und landete im Wohnzimmerofen eines Einfamilienhauses. Die erschreckte Familie
hatte bereits seit einigen Tagen
seltsame Geräusche gehört,
konnte diese aber nicht identifizieren. Glück für den Kauz: der
Ofen war bereits seit längerem
nicht mehr beheizt worden. Die
Feuerwehr rettete die Eule aus
ihrer misslichen Lage.
DK
Wildschwein liess
U-Bahn entgleisen
Beim Zusammenstoss einer
Hamburger U-Bahn mit einem Wildschwein ist ein Waggon entgleist. Alle Passagiere
blieben unverletzt. Kurz vor
einer Haltestelle war das Tier
vor einem Zug der Linie U 1
74
Schweizer Jäger 7/2010
auf die Schienen gelaufen. Es
entstand beträchtlicher Schaden. Die Strecke musste geraume Zeit gesperrt bleiben
und ein Ersatzverkehr eingerichtet werden.
Peter Bussmann
Die Nachricht «Hund beisst
Jäger» ist keine Zeile wert. «Jäger beisst Hund» wäre es eher.
Es gibt noch eine Steigerung:
«Jäger beisst Spaziergänger».
Eine tolle Nachricht. So passiert im Norden Deutschlands.
Ein 42-jähriger Spaziergänger
hatte einen 68 Jahre alten Jäger zur Rede gestellt, weil dieser mit seinem Wagen beinahe einen seiner beiden Hunde
überfahren hatte. Beide gerieten in Streit, bei dem der Jäger drohte, den Hunde-Mann
über den Haufen zu schiessen,
schlug ihn mit der Faust ins
Gesicht. Als der das abwehrte,
biss der Jäger ihn in die Hand.
Das brachte ihm reichlich Ärger ein. Die Polizei stellte in
der Wohnung des Jägers seine
Jagdwaffen und die Waffenbesitzkarte sicher.
Peter Bussmann
Immer mehr
Deutsche jagen
In Deutschland gab es 2008
rund 349 500 Jäger. Das sind
40 000 mehr als 1990. Im Vergleich mit anderen Ländern
gibt es in Deutschland aber
verhältnismässig wenig Jäger: Auf einen Jäger kommen
238 Einwohner. In Frankreich
sind es 49, in Finnland so-
gar 17. Laut einer Studie der
Uni Bremen sind die häufigsten Motive für die Jagd soziale Anerkennung, die notwendige Hege der Natur und der
Gegensatz zum Alltag.
Peter Bussmann
Ärger wegen
Wildschweinabschuss
beim Silvesterlauf
Trotz herannahender Sportler eines Silvestercrosslaufes wollte in Deutschland ein
Wildschwein partout nicht davon flüchten. Das animierte
einen Jäger, das Wildschwein
«wegen abnormen Verhaltens»
vor deren Augen zu erlegen.
Das brachte manchen auf die
Palme. Die Jäger betrachteten die Kritik «als Majestätsbeleidigung unwissender Laien». Ein Jäger kündigte auch
gleich an, nächstes Mal werde man halt seine Autos quer-
stellen, «um die Läufer vor
dem
tollwut-schweinepestrinderwahnsinn-hühnergrippeverdächtigen Vieh zu schützen». Süffisante Anmerkung
einer Zeitung: «Der Natur
wäre schon ein wenig geholfen, wenn so mancher Jäger
mit dem Mountainbike statt
mit seinem SUV an den Hochstand fahren würde.»
Peter Bussmann
Biker nach Kollision mit
Rehbock schwer verletzt
Nach dem Polizeibericht
war eine Kolonne Biker auf
der L 607 zwischen Malch
und Muggensturm unterwegs,
als plötzlich ein Rehbock
über die Strasse sprang und
mit dem Rad eines 46-Jährigen aus dem rheinland-pfälzischen Edenkoben kollidierte. Der Fahrer wurde von
seiner Maschine geschleudert
und prallte auf dem Grünstreifen gegen einen Grenzstein.
Er wurde so schwer verletzt,
dass er nach der Erstversorgung durch einen mit dem Rettungshubschrauber eingeflogenen Notarzt in eine Klinik
nach Karlsruhe geflogen werden musste. Der Bock wurde
vom Jagdpächter versorgt.
Zum Glück unverletzt
überstand ein Motorradfahrer in Brandenburg die
Überraschung seines Lebens.
Während einer beschaulichen Sonntagstour sprang ihm
auf der Dorfstrasse in Diehlo
plötzlich ein Reh auf den
Schoss. Trotz des Schreckens
konnte der Biker das Gleichgewicht halten und einen Sturz
vermeiden. Geistesgegenwärtig schubste er das Tier zurück
auf die Strasse. Wie die Polizei später feststellte, wurde es
wahrscheinlich bereits beim
Zusammenprall mit dem Motorrad getötet.
Dieter Kannengiesser
CA
Ausgesetzte
Elche «vermehrten
sich wie die Ratten»
Als man vor mehr als 100
Jahren je zwei Elchbullen und
-kühe auf Neufundland ansiedelte, wollte man der Jagd
Gutes tun, denn die KaribuBestände waren stark zurückgegangen. Heute hat das katastrophale Folgen. Die Elche
wurden zur Plage – mit schweren Folgen für die Natur. Die
Wälder Neufundlands können
sich kaum noch natürlich regenerieren. Die Elche verbeissen
die Jungbäume so stark, dass
sie eingehen. Inzwischen streifen schätzungsweise 120 000
bis 150 000 Elche durch Neufundland bis in die Strassen
der Hauptstadt St. John’s. Auf
einen Menschen kommen derzeit vier Elche.
Auf der Halbinsel Avalon
sind bis zu 50 Prozent der Tannen und Birken zerstört. Natürliche Feinde fehlen. 1930
war der letzte Wolf auf der In-
sel erlegt worden. Ein 30 Jahre
altes Gesetz schützt zudem die
Elchpopulation. Im berühmten Gros-Morne-Nationalpark
im Westen Neufundlands, der
zum
Unesco-Weltkulturerbe gehört, verschwinden die
Waldflächen, breiten sich offene verkarstete Grasflächen
aus, auf denen sich Pflanzen
wie Disteln verbreiten. Dort
leben derzeit sieben Elche pro
Hektar. Die sorgten dafür, dass
in den vergangenen Jahren nur
ein Viertel des Waldes nachwuchs. Dramatisch nennen das
Wissenschaftler. Jetzt will die
Parkbehörde bis zu 4000 der
rund 5000 dort lebenden Elche
zur Jagd freigeben. Neufundlands Regierung bewilligte
mehr als 2000 zusätzliche Abschussgenehmigungen, verlängerte die Jagdsaison im Herbst
um drei Wochen.
P.B.
Wildschwein
in Stadtwohnung
Italienische
Polizisten
staunten bei der Kontrolle einer Wohnung im italienischen
Genua nicht schlecht: In der
Wohnung hauste gemeinsam
mit zwei Pitbulls ein 150 Kilogramm schweres Wildschwein.
Nachbarn waren wegen merkwürdiger Geräusche aufmerksam geworden und hatten die
AT
Meldungen aus
Kärnten
Jäger stürzten auf der Jagd ab
Gleich zwei Jäger stürzten
nach Weihnachten in Kärnten
auf der Jagd ab. Ein 65-jähriger Jäger rutschte auf einer mit
Laub bedeckten Felsplatte aus,
stürzte 15 Meter in die Tiefe
und prallte gegen einen Baum.
Er zog sich Serienrippenbrüche und schwere innere Verletzungen zu. Mit Hilfe seines
Freundes konnte er zu dem in
der Nähe parkenden Auto gehen. Mit dem Rettungshubschrauber Airmed 1 wurde er
in das LKH Villach geflogen.
Der Hubschrauber musste am
gleichen Tag noch einen zweiten Jäger retten. Bei Spittal/
Drau stürzte ein 50 Jahre alter Jäger während der Jagd im
steilen Gelände und brach sich
das rechte Sprunggelenk.
SE
Carabinieri gerufen. Den Polizisten tischte der Wohnungsinhaber auf, dass er die Wildsau
bei sich aufgenommen habe,
weil sie in den Gebieten um die
Stadt nicht mehr sicher sei. Die
liessen sich aber davon nicht
überzeugen und sorgten dafür,
dass die Sau wieder ihre Freiheit bekam. Peter Bussmann
Jäger erschossen Rottweiler
und liessen Kadaver liegen
Angeblich waren zwei
Kärntner Jäger auf einer Nachsuche gewesen, als ein Rottweiler sie angegriffen habe. Aus
Notwehr wollen sie den Hund,
nur 100 Meter vom Haus des
Besitzers entfernt, erlegt haben. Den Kadaver liessen sie
mitten auf der Wiese liegen,
wo er erst eine Woche später
gefunden wurde. Den bekannten Hundehalter informierten
sie nicht. Das brachte ihnen
erheblichen Ärger ein. Sie erstatteten inzwischen Selbstanzeige. Tagelang lag der Hundekadaver noch dort, weil sich
Gemeinde, Hundehalter und
Jäger stritten, wer ihn entsorgen muss.
Peter Bussmann
Schweden:
Drama am Fluss
Beim Durchrinnen eines
Flusses sind in Schweden 200
Rentiere ertrunken. In Nordschweden hatte eine 3000
Tiere starke Herde einen zugefrorenen Fluss überqueren
wollen, als plötzlich das Eis
brach. 200 Tiere versanken
und ertranken. Üblicherweise überqueren Rentiere vereis-
te Flüsse, indem sie eine lange Reihe bilden und so das
Gewicht verteilen. Aus unbekannter Ursache machten die
vorne ziehenden Tiere auf halbem Wege plötzlich kehrt. Der
Belastung durch den Stau war
das Eis nicht gewachsen und
es kam zur Katastrophe.
Dieter Kannengiesser
Schweizer Jäger 7/2010
75
Ausland
Wild kontra
Motorradfahrer
IT
Schneehase
Schlechte Tarnung
Ursula Sprecher aus Grabs
sandte uns das schöne Foto
des Schneehasen und
fragt sich zu Recht,
inwieweit der Schneehase
wohl merkt, dass seine
Tarnung den Zweck nicht
erfüllt.
Vorwitzige Murmeltiere
Zwischenverpflegung
Walter Kehrli, begnadeter
Naturfotograf aus Meiringen,
sandte uns dieses lustige Bild
der vorwitzigen Murmeltiere.
Rätselraten
Frühlingsgefühle?
Ende April gelang
Marc Brantschen aus Randa
dieser Schnappschuss
und fragt sich: Körperpflege
oder Frühlingsgefühle?
76
Schweizer Jäger 7/2010
Verlorene Beute?
Seltsamer Fund
Schnappschuss
Vermutlich hat ein Adler das Murmeltier
aus den Fängen verloren und so kam es,
dass dieses in etwa zehn Metern Höhe
in einer Lärche hängen blieb. Die
spannende Aufnahme gelang Mario Prinz
im Samnauntal auf 1950 m ü.M.
Ob er den Sommer überlebt?
Unrat gehört fachmännisch entsorgt
Ebenfalls von Mario Prinz stammt das Foto
dieses kapitalen Bockes mit dem Nylonband
im Gehörn. Ob der abgebildete Bock
den Sommer überlebt, bleibt vorerst ein
Geheimnis der Natur.
Im Hirschgehege
Rothirsch nimmt
Vaterpflichten ernst
Gelungene Aufnahme
vom 15. Juni um 09.39 Uhr,
im Hirschgehege Steinlera,
von Arnold Riedo, Düdingen.
www.schweizerjaeger.ch
Schweizer
SchweizerJäger
Jäger7/2010
11/200877
3
Tierarzt
REHBOCK SPRINGT
GEISS IM APRIL
Text und Bilder in der letzten Ausgabe des «Schweizer
Jäger», Seite 80) haben zu verschiedenen Fragen in meinem
Bekanntenkreis geführt. Das
Verhalten der beiden Rehe ist
zwar auffällig, hat aber nicht,
wie verschiedentlich als Vermutung geäussert, mit einer
Organerkrankung der eindeutig hoch beschlagenen Geiss
oder gar deren Vergewaltigung
durch den Bock zu tun.
Aus der Fortpflanzungsphysiologie von Haus- und Labortieren ist bekannt, dass zur
Aufrechterhaltung einer Trächtigkeit das Hormon «Progesteron» nötig ist. Es wird bei einzelnen Tierarten, z.B. Rind,
Ziege, Schwein, Kaninchen,
Ratte und Maus während der
ganzen Trächtigkeitsdauer allein von einem oder mehreren
Gelbkörpern gebildet. Bei anderen – z.B. Pferd, Schaf, Katze, Meerschweinchen, aber
auch Reh – produziert ab einem bestimmten Zeitpunkt die
Gebärmutterschleimhaut, Plazenta, Progesteron und hält damit die Trächtigkeit aufrecht.
Diese Vorgänge werden zentral gesteuert und in Gang gehalten.
Im weiteren ist bekannt,
dass im Blut weiblicher Tiere
schon etliche Zeit vor der Geburt «Östrogene» und «Prostaglandine» vorhanden sind.
Sie bleiben aber ohne Wirkung, da das Progesteron die
Gebärmuttermuskulatur dagegen abschirmt. Untersuchungen haben ergeben, dass der
Antagonismus zwischen dem
in der Gebärmutterschleimhaut gebildete Prostaglandin
F2 und Progesteron das Ende
der Trächtigkeit beeinflusst.
Die eigentlichen geburtsauslösenden Signale gehen aber
vom Föten aus. Sie stimulieren in der Plazenta die Bildung
von Östrogen und Prostaglan-
din. Kurze Zeit vor der Geburt
wird nun die Prosteronsynthese gedrosselt, was zu einer Zunahme der Östrogene und damit auch der Prostaglandine
führt. Die Wirkung der Östrogene erhöht die Empfindlichkeit der Gebärmuttermuskulatur gegenüber mechanischen
Reizungen (durch den Fötus), was lokal die Freisetzung
von Prostaglandin und in der
Hirnanhangsdrüse von Oxytocin, dem eigentlichen Wehenhormon, bewirkt. Kurz vor der
Geburt oder schon in früheren
Trächtigkeitsstadien abgestorbene Früchte führen dadurch
zu ausbleibender Geburt oder
krankhaft verlängerter Trächtigkeit, dass eben diese mechanischen Reizungen durch
kindliche Bewegungen fehlen.
Diese nun auch im Blut der
abgebildeten Ricke vorhandenen Östrogene könnten allenfalls den Stehreflex ausgelöst
haben, der den Bock aufreiten
liess. Der Bauer nutzt solche
«Brunstverhalten» hochträchtiger Kühe für die Brunstbeobachtung. Es hat sich gezeigt,
dass diese sich zwar nicht bespringen lassen – typisches
Fragen an den Tierarzt
Unter dieser Rubrik gibt der
Tierarzt, Jäger und Jägerausbildner Franz-Joseph
Schawalder Auskunft auf Ihre
Fragen.
Richten Sie bitte die Fragen
direkt an:
Franz-Joseph Schawalder
Weidlistrasse 8, 9607 Mosnang
Vorbrunstverhalten – dafür
selber gerne aufreiten. Was
auch wieder zum Verhaltensablauf in der Vorbrunst gehört. Das ebenfalls erwähnte Treiben durch den Bock ist
damit erklärbar, dass durch die
Östrogenwirkung auch Pheromone, Sexuallockstoffe produziert und ausgeschieden
wurden, was zu Stimulation
des Bocks führte.
Ob der Bock ausschachtete und die Ricke auch wirklich
besprang, lässt sich weder aus
dem Text noch aus der Abbildung genau eruieren. Und ob
sich die von mir beim Haustier skizzierten Vorgänge auch
bei Wildtieren in genau dieser
Weise abspielen, das müssten
entsprechende Untersuchungen zeigen. Das Verhalten der
beiden Rehe ist zwar auffällig,
da für uns ungewohnt, aber
bestimmt nicht krankhaft oder
gar «abartig».
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„Auf Teststrecken im Wallis im Einsatz“...
Wildunfälle sind vermeidbar…
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1987 in den Alpen ausgewildert?
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Gewinnern!
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1 Jagdbuch, Wert Fr. 60.–; 1 JägerTool von Victorinox, Wert Fr. 52.–
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Senden Sie Ihre Antwort mit Angabe des Absenders bis zum
10. August 2010 an: Verlag Schweizer Jäger, «Der Experte», Postfach 261,
CH-8840 Einsiedeln, oder per E-Mail an: [email protected]
1 LED-Taschenlampe «Wild
Finder» mit grünem Licht:
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1 Jagdbuch: Ruedi Müller, Reinach.
1 JägerTool von Victorinox:
Fernando Imboden, Ried Brig.
Je 1 Taschenmesser Victorinox
«Waiter»: Erich Brülhart,Tentlingen; Fabian Bregy, Niedergestlen.
Die Gewinner/innen erhalten den Preis persönlich zugestellt. Wir danken fürs Mitmachen und
muntern Sie auf, die gestellten Wettbewerbsaufgaben weiterhin zu lösen!
Von der Teilnahme ausgeschlossen sind die Mitarbeiter/innen des Verlages, der Redaktion und der RG Annoncen und ihre Angehörigen.
Über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
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