Erfahrungsbericht Sokrates
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Erfahrungsbericht Sokrates
Erfahrungsbericht Auslandssemester (WS 04/05) an der National University of Irleand, Galway (NUIG) Thomas Kreuzler Planungen im Vorfeld: Die Bewerbung richtet man an das Admissions-Office der National University of Ireland . Neben einem sog. „Up-to-date-orginal-transcript“ (eine Auflistung der bisher erbrachten Leistungen, die man sich mittlerweile an den MUCK-Terminals ausdrucken kann) sind den Bewerbungsunterlagen auch der Immatrikulationsausweis des laufenden Semesters der UNI-Würzburg und ein Formular mit der gewünschten Fächerkombination beizulegen. Weitere Informationen hierzu sind online unter „http://www.nuigalway.ie/admissions/“ zugänglich. Des Weiteren muss man angeben, ob man ein oder 2 Semester an der NUIG studieren will. Ist man sich nicht sicher, macht es Sinn, sich anfangs nur für ein Semester anzumelden – man kann später noch verlängern. Man muß sich auch im Klaren darüber sein, dass pro Semester knapp 2000 EUR Studiengebühren an die Uni zu entrichten sind. Ich habe für das Wintersemester von September bis Dezember 2004 (die Semester sind in Irland zeitlich anders strukturiert als in Deutschland) Förderung durch Auslandsbafög erhalten. Das Amt für Auslandsbafög in Köln hat mir auch die Übernahme der Studiengebühren bewilligt. Die Bewerbung an die NUIG sowie fürs Auslandsbafög frühzeitig einzureichen (4-6 Monate vor Semesterbeginn) empfehle ich dringend, da es bei der Bearbeitung durchaus zu Verzögerungen kommen kann. Anreise: Möglichst früh anreisen (Mitte-Ende August fürs WS) um noch ein geeignetes Zimmer zu bekommen, wenn man nicht schon einen Platz im Wohnheim hat. Um erschwingliche Flugtickets zu bekommen, sollte man in jedem Fall schon sehr zeitig buchen. Die günstigsten Flüge gibt es bei Ryanair (http://www.ryanair.com). Der Flieger geht von Frankfurt/Hahn nach Shannon. Die Anreise mit Ryanair hat neben den unschlagbar günstigen Tickets aber auch einen Nachteil. Derzeit wird Shannon nur Samstags angeflogen und zur Ankunftszeit fahren keine Busse mehr nach Galway (der letzte fährt so gegen 19Uhr). Für eine Übernachtung in Hotels oder B&B´s in Shannon sollte man frühzeitig buchen. Ich habe meine erste Nacht in der Empfangshalle des Flughafens verbracht. Am Sonntag morgen bin ich dann mit dem ersten Bus nach Galway gefahren (fährt direkt vor dem Flughafenausgang ab, ca. 2 Stunden Fahrzeit). Man hat übrigens die Wahl zwischen zwei Busgesellschaften, Citylink (http://www.citylink.ie) und Bus-Éireann (http://www.buseireann.ie). Bei beiden können die Fahrkarten schon von Deutschland aus gebucht werden. Wenn man innerhalb von vier Wochen (z.B. über Weihnachten) zwischen Galway und Shannon hin und zurück fährt, ist eine Hin- und Rückfahrkarte günstiger. Eine ebenfalls nicht überteuerte und deswegen interessante Alternative zu Ryanair ist derzeit Hapag Lloyd (http://www.hlx.com). Hier gibt es zwei Vorteile gegenüber Ryanair. Zum einen ist bei der von HLX geflogenen Route Stuttgart-Dublin (ab Frühjahr 2005 auch Shannon) der Abreiseflughafen näher gelegen. Andererseits sind im Vergleich zu Ryanair 5 kg mehr Gepäck, also 20 kg, erlaubt. Für eine Zuzahlung von 25 € kann man außerdem noch mal ein Gepäckstück bis 30kg mitnehmen - gerade bei der Rückreise oft dringend erforderlich (bei Ryanair gibt es so was nicht, pro Kilo Übergepäck habe ich 7 € bezahlt). Tipp: Das Handgepäck wird bei HLX nicht gewogen, solange man die Maße einhält, kann man also da auch noch einiges reinpacken. Die ersten Tage & Wohnungssuche: Im Voraus kann man nur die Zimmer in den Studentendörfern buchen. Es gibt das Corrib Village (Nähe Uni, schon etwas älter, aber Zimmer sind in Ordnung) und das Dunaras (etwas weiter weg, ca. 25min zu Fuß zur Uni), welches ziemlich neu ist und sehr schöne Appartements plus kostenlosen Internetzugang hat. Beide Möglichkeiten haben allerdings den großen Nachteil, dass sie extrem teuer sind - zu teuer meiner Meinung nach. Die Mieten liegen bei um die 90-110€ pro Woche (!), wenn man ein Einzelzimmer haben möchte. Außerdem haben Freunde von mir einiges bemängelt: schlechte Waschmöglichkeiten (von sechs Waschmaschinen waren lange Zeit vier kaputt), keine Übernachtungsgäste, Zimmerkontrollen. Es gibt wohl noch einige kleinere Studentendörfer, von denen ich aber nichts gehört habe. Da es schwierig ist, private Zimmer schon von Deutschland aus anzumieten, verbringt man die ersten Nächte am besten in einem Hostel und startet dann von da aus die Wohnungssuche. Dies hat den Vorteil, dass man schon mal andere Visiting Students trifft und erste Kontakte knüpfen kann. Das Hostel solltest du auf jeden Fall im Voraus buchen, denn der Andrang ist extrem. Ich hab im Kinlay House genächtigt (Nähe Bus-Station, am Eyer Square). Ebenfalls sehr zu empfehlen ist Sleepzone. Die Nacht in einem Gruppenraum kostet um die 15 EUR. Neben Frühstück sind auch PCs für den Netzzugang (sehr von Vorteil für die Recherche nach geeigneten Zimmern) im Preis inbegriffen. Das Geld der vorreservierten Nächte bekommt man zurück, falls man früher auszieht. Die Wohnungsvermittlung in der Uni (Accomodation Office im Quadrangle, dem alten Verwaltungsgebäude der Uni) legt mehrmals täglich Listen mit Wohnungsanzeigen aus (auch online zugänglich) und bemüht sich auch, den Studenten zu helfen. Außerdem kommt jeden Mittwoch um 14 Uhr der Wohnungsteil des Galway Advertisers heraus. Das Gebäude befindet sich direkt am Eyre Square und ist wegen der meterlangen Menschenschlange am Eingang nicht zu übersehen. Man sollte sich frühzeitig anstellen (auch hier kann man auf die Onlinevariante zurückgreifen: http://www.galwayadvertiser.ie). Die Wohnungssituation in Galway ist nicht so rosig, aber nach knapp einer Woche hatten die meisten, die ich im Hostel kennen gelernt habe eine geeignete Bleibe gefunden. Ein-Zimmer-Wohnungen gibt es so gut wie nicht, eigentlich nur WG-Zimmer. Für die Vermieter ist es am komfortabelsten, wenn sie ihre Wohnungen gleich komplett an eine dafür geeignete Anzahl von Leuten übergeben können. Deswegen klappt es auch am besten, wenn man sich zu einer entsprechenden Gruppe zusammenfindet, bevor man auf eine Wohnungsanzeige reagiert. Bei privaten Zimmern muss man mit Mieten zwischen 55 € (Twinroom mit zwei Leuten pro Zimmer) bis zu etwa 80 € (Einzelzimmer) pro Woche (!) rechnen. Ich habe in Gleann Dara gewohnt und für ein Einzelzimmer in einer Fünfer-WG 70 € pro Woche gezahlt. Kosten für Strom, Öl, TV... müssen meist extra bezahlt werden, daher sich vor der Vertragsunterschrift (wenn es einen gibt, ist nicht immer der Fall) informieren. In der Regel muss auch eine Kaution von ca. 300€ entrichtet werden, die man beim Auszug aber wiederbekommt. Die Miete wird üblicherweise bar bezahlt, entweder einmal im Monat oder alle zwei Wochen. Achtet aber auf jeden Fall auf Schimmel in den Häusern und Zimmern: da Galway am Meer liegt und es viel regnet kann es leicht zu Schimmel kommen. Wohnt man nicht direkt in der Stadtmitte, lohnt es sich ein Fahrrad zu kaufen (auch da der Bus ziemlich teuer ist). Fahrräder gibt es bei Europa Bikes (gegenüber von der Kathedrale). Achtung, auf jeden Fall probefahren und versuchen zu handeln (Durchschnittspreise liegen bei 50-80 €). Neue Fahrräder kann man auf Anfrage dort nach einem Semester für ca. den halben Preis wieder verkaufen. Ein gutes Schloss ist ebenfalls ein absolutes Muss! Am besten ein paar Zentimeter dick, sonst wird es durchgeschnitten. Einigen meiner Bekannten wurde das Fahrrad oder Teile davon gestohlen, teilweise sogar mitten am Tag an der Uni. Eine (vergleichsweise günstigere) Alternative zu Europa Bikes sind private Verkäufer. Oft hängen Zettel in der Uni aus oder es gibt Anzeigen im Galway Advertiser. Studium & Uni: Am Freitag vor Vorlesungsbeginn war für die International Students eine Einführungsveranstaltung, der sog. Orientation Day, an der Uni. Im Anschluß an etliche Begrüßungsreden und der Ausgabe von jeder Menge Infomaterial (Vorlesungsverzeichnis usw.) bestand die Möglichkeit, sich die Uni zeigen zu lassen. Am Samstag gab es eine Stadtführung und in den ersten Wochen gibt es auch immer wieder Führungen durch die Bibliothek der NUIG. Wer Kurse anderen Fakultäten besuchen will, macht sich am besten schon vor Unibeginn schlau, wer dort der Ansprechpartner ist. Ebenfalls am Orientation Day werden Zeit und Ort der Einschreibung bekannt gegeben. Man kann im Departement of Political Science and Sociology prinzipiell so viele Veranstaltungen (Vorlesungen und Seminare) besuchen wie man möchte. Allerdings muss man eine Vorauswahl treffen und die gewünschten Veranstaltungen nach persönlich zugemessener Priorität geordnet (die wichtigste zuerst) auf eine Liste eintragen, die man am Tag der Einschreibung dem Institutsleiter überreicht. Möchte man ein bestimmtes Seminar auf jeden Fall haben, sollte man an diesem Tag schon sehr früh (mindestens 2 Stunden vorher!) erscheinen und sich in die (bereits da schon) lange Schlange einreihen. Bei großem Andrang kann es durchaus sein, dass die Kapazität bestimmter Veranstaltungen recht schnell erreicht ist. Aber jeder Student bekommt irgendwo einen Platz und die Seminare werden meist doppelt, also im Winter- und Sommersemester, angeboten. Über das aktuelle Angebot an Veranstaltungen könnt ihr euch schon vorab auf der Institutshomepage (http://www.nuigalway.ie/soc/) informieren. Ich habe neben den Vorlesungen und Seminaren in Soziologie bzw. Politik auch Veranstaltungen im English Department und einen Übersetzungskurs im German Department (Deutsch-Englisch) besucht. Die Leistungsfeststellung erfolgt in den meisten Fällen in Form von Essays (Mid-Term und am Semesterende) und durch Written-Assignments die semesterbegleitend regelmäßig einzureichen sind. Die Kurse beginnen meist zehn Minuten nach der vollen Stunde und dauern bis zur nächsten vollen Stunde, was die Veranstaltungen recht verdaulich macht. Am Anfang sind ein paar Verständnisschwierigkeiten normal, darauf wird auch in der Einführung immer wieder hingewiesen. Die Dozenten sind meist sehr nett und hilfsbereit und haben sich sehr um uns Gaststudenten bemüht. Allerdings sind nicht alle Kurse auch für ausländische Studenten zugänglich. Skripten werden vereinzelt direkt von den Departments verkauft (zu ziemlich hohen Preisen). Irisch (Gälisch)-Anfängerkurse ohne Abschlussprüfungen werden auch angeboten. Als Erasmusstudent erhält man zu Anfang jedes Semesters ein Formular, in welches man die Kurse, die man belegen will, einträgt. Dieses muss innerhalb von zwei Wochen nach Semesterbeginn abgegeben werden. Durch die „Zweiwochenfrist“ kann man sich viele Kurse zunächst ansehen, um dann zu entscheiden, ob man dort auch wirklich einen Schein machen will. Bleibt mit Euren Koordinatoren bzw. Professoren an der Heimatuni auf jeden Fall in Kontakt, um Anrechnungsfragen schnell klären zu können. An der NUIG ist eine sogenannte “study week“ üblich. Das ist immer die Woche nach dem Ende der Vorlesungen und ist zur Vorbereitung auf die Prüfungen gedacht. Während der “study-week“ war die Bibliothek um eine Stunde länger geöffnet, und man muss schon morgens hingehen, wenn man noch einen Platz zum Lernen ergattern möchte. Die Prüfungszeit bestand aus den letzten beiden Wochen vor Weihnachten Die Prüfungstermine waren an der Uni ein etwas heikles Thema. Die Uni versucht zwar die Termine so schnell wie möglich zu veröffentlichen, aber man hat schon Glück, wenn die endgültigen Termine drei bis vier Wochen vorher feststehen. Es kann auch durchaus vorkommen, daß in der “study week“ noch mal alle oder einzelne Prüfungstermine geändert werden. Man kann sich etwa zwei Wochen vor Vorlesungsende im Internet einen persönlichen Prüfungsplan herunterladen. Alte Klausuren findet man entweder im Internet oder direkt bei der Student’s Union. In den Prüfungsraum darf man nichts mitnehmen, keine Taschen, keine Federmäppchen, keine Handys. Es ist also am besten, wenn man das alles erst gar nicht mitbringt, auch wegen der Diebstahlgefahr. Allerdings den Studentenausweis nicht vergessen - und natürlich ein zweisprachiges Wörterbuch. Die Bibliothek ist an der NUIG in der Regel Montag - Freitag von 9-22 Uhr geöffnet, Samstags nur bis 13Uhr. In etwa die gleichen Zeiten gelten für die Computerräume. Einen Email-Account und ein Computerpasswort bekommt man automatisch mit der Einschreibung. Alternativ gibt es viele Internetcafés in der Innenstadt. Ausdrucken an der Uni ist auch kein Problem, kostet aber € 0.08 pro Seite. Man kann den Druckaccount in der Bibliothek aufladen. Zu bemängeln ist die im Verhältnis zur Würzburger Bibliothek doch recht schlechte Ausstattung: Es wird nicht zwischen Präsenz- und Leihbibliothek unterschieden, d.h. viele Bücher sind, auch wenn mehreren Ausgaben vorhanden sind, fast nicht zu bekommen. Auch die Buchauswahl pro Fachbereich ist eher begrenzt und man kann nur maximal 5 Bücher zugleich ausleihen, was arbeiten im gewohnten Stil einer wissenschaftlichen Hausarbeit eigentlich fast unmöglich macht. Für ein oder zwei Semester kann man sich aber trotzdem ganz gut damit arrangieren. Im sogenannten “Desk Reserve“ Bereich der Bib finden sich häufig bereits bestimmte die Veranstaltung betreffende Bücher. Alle Schriften aus dem “Desk Reserve“Bereich können nur einige Stunden oder gar nicht ausgeliehen werden. Freizeit & Kultur: Die Uni bietet zu Beginn des Semesters einen Societies’ Day und einen Clubs’ Day an, an denen sich alle Clubs (Sport) und Societys vorstellen. Das Angebot ist sehr umfassend und man sollte es auch nützen, es macht sehr viel Spaß. Die International Students Society (ISS) ist sehr zu empfehlen: Sie unternimmt verschiedene Ausflüge quer durch Irland. Ich bin mit nach Cork und Belfast gefahren (je ca. 50-60 € für ein WE) und es war spitze, auch um andere Internationals kennen zu lernen. Die Mitgliedsgebühr beträgt pro Club/ Society und pro Semester 1-3 €. Galway als Studentenstadt (ca. 75.000 Einwohner, davon mehr als 10.000 Studenten) ist für ihr Nachtleben bekannt. Es gibt unzählige Pubs, die auch unter der Woche fast immer randvoll sind. Viele davon bieten regelmäßig Entertainment in Form von Livebands und kompensieren damit die stolzen Bierpreise von 3,20 – 4 Euro. Die Pubs schließen in der Regel um Mitternacht. Lediglich die Nightclubs haben bis 2.30am geöffnet. Danach ist allerdings Schluß (sowohl werktags als auch am Wochenende). Um den Eintrittspreis für die Discos zu sparen, gibt es unter der Woche einige Pubs, in denen man Freistempel erhält. Ein paar Tipps: • • • • • • Die Student’s Bar am Campus: günstigere Preise, organisierte Treffen der ISS wie z.B. Karaoke King’s Head (Fußgängerzone): sonntags gegen mittag Jazz-Frühstück, abends spielen Bands Crane Bar (Sea Road): Atmosphäre, vor allem im 1. Stock! Roisin Dubh (Dominick Street): angeblich der traditionelle irische Musik und schönste Pub in Galway, fast jeden Abend Musik, von Coverbands bis traditionell Monroe’s: Nähe Roisin Dubh, leckere Pizza und gute Musik Clubs sind u.a. das G.P.O. oder das Cuba. Die meisten sind aber nur bedingt zu empfehlen: hohe Eintrittspreise, oft sehr junges Publikum (ziemlich overdressed) und eher schlechte Musik Das Town Theatre befindet sich am Ende der Eglington Street, im Winter gibt es dort auch Kinoabende (Programm besorgen!). Die Tourist Information ist das ganze Jahr geöffnet, so dass man sich dort immer über aktuelle Sachen informieren kann. Insgesamt hat Galway vier Theater, für jeden Geschmack ist was dabei. Das Kino bietet vergünstigte Eintrittspreise für Studenten, wenn man die Karten vor 18 Uhr kauft; trotzdem am besten eine halbe Stunde vor Beginn da sein, da meist freie Platzwahl ist. Über Festivals und sonstige kulturelle Veranstaltungen informiert man sich am besten in den gängigen Reiseführern oder im Internet. Sehenswürdigkeiten in der Umgebung (Trips werden oft von diversen Societies organisiert): • • • • Aran Islands (rüber mit Schiff oder Flugzeug) Burren Cliffs of Moher Connemara Nationalpark, Kylemore Abbey und Clifden Nützliches: Das Essen ist in Irland (wie fast alles andere auch) ziemlich teuer, und Irland ist nicht gerade bekannt für seine Küche. Die Highlights in Irland bzw. speziell Galway sind Fisch und Austern. Empfehlen kann ich auch das Front Doors, das Essen schmeckt gut und ist bezahlbar. Sandwiches sind die typische Zwischenmahlzeit, gibt es überall zu kaufen. Hier mal das Wards (gegenüber von der Uni) probieren, hat tolle SandwichKombinationen. Die Mensa ist von 10.00-11.30, von 12.00-15.00 und von 16.00 bis ca. 19.00 Uhr geöffnet. Dort gibt es auch eine Cafeteria, die noch etwas länger offen hat (tolle Tees, Cappucchino, Kaffee mit verschiedenen Flavours, unbedingt probieren). Das Essen in der Mensa ist Geschmackssache und variiert im Preis von ca. 2,50 € für Nudeln bis 4,50€ für Hauptgerichte mit Fleisch oder Fisch. Außerdem gibt es Suppen, eine Salatbar und Sandwiches. Einkaufen Etwas außerhalb des Stadtzentrums liegen verschiedene Einkaufsparks mit ihren Supermärkten (wie z.B. Tesco, Super Value, ALDI, Lidl oder Dunnes Stores) und diversen anderen Geschäften. Dunnes Stores und Tesco bieten Kundenkarten an (ähnlich wie bei uns das Payback-System); dies bietet sich an, wenn man dort öfter einkauft und zwei Semester dort ist. Bei den Produkten auf hauseigene Marken achten, da man da einiges sparen kann, und Basislebensmittel am besten bei Aldi oder Lidl kaufen (ist zwar teurer als bei uns aber im Vergleich immer noch billiger als andere Ketten). Samstags findet in der Innenstadt immer ein Wochenmarkt rund um die Kirche statt, sehr empfehlenswert für Käse aller Art, frische Bagels und Gemüse. Auch Kunsthandwerk und Schmuck wird dort verkauft. Wer für die Uni Bücher kaufen will oder muss, sollte unbedingt mal bei Charlie Byrnes (Middle Street) vorbeischauen. Dort gibt es ein großes Sortiment an neuen und alten Bücher zu günstigen Preisen. Haushaltsprodukte gibt es oft billiger bei Mary’s of Galway (gegenüber Hauptpost). Handy Wenn möglich, auf jeden Fall deutschen Handyvertrag vorher kündigen, aussetzen oder auf die niedrigste Grundgebühr umsteigen und das Handy (ohne Sim-Lock) mit nach Irland nehmen. Bei Meteor, dem billigsten irischen Mobilfunkanbieter, kann man sich kostenlos eine SIM-Karte (Prepaid) holen, bekommt eine irische Nummer und zahlt 20 €, und das ist auch gleichzeitig Guthaben. Das Telefonieren ins deutsche Netz ist gar nicht soo teuer (ca. 30 Cent die Minute ins Festnetz, ca. 50 Cent in deutsche Handynetze), Die SMS nach Deutschland kosten nur 15 Cent. Jedes mal, wenn man für 20 € neu auflädt, hat man einen Monat lang alle SMS ins Meteornetz gratis (was praktisch ist, da sich so gut wie alle Internationals Meteorkarten holen). Und über die Meteor-Website (http://www.meteor.ie) kann man zusätzlich kostenlos SMS verschicken. Telefon In den meisten Häusern in Irland gibt es keinen Telefonanschluss, oder man kann nur angerufen werden, aber nicht selbst anrufen, außer man hat eine sogenannte International Calling Card, die man kaufen kann und dann einen PIN eingeben muss. Wir haben uns immer von Deutschland aus anrufen lassen, mit günstigen Vorwahlen (z.B. 01070 o.ä.) die man im Internet abfragen kann kostet das nur ca. 1-3 Cent die Minute! Konto Ich haben bei der Bank of Ireland (gibt’s auch in der Uni) ein irisches Konto eröffnet. Da die Überweisungen vom deutschen Bankkonto keine Gebühr kosten hat man einen Kostenvorteil. Man kann aber auch mittels seiner EC-Karte einfach direkt von seinem deutschen Konto abheben. Das kostet dann jeweils ca. 3 € Gebühr. Am besten vorher bei der Bank in Deutschland nach den genauen Gebühren fragen; bei manchen Banken kann man auch ein Auslandskonto eröffnen. Was unbedingt mitnehmen? Was man auf jeden Fall dabei haben sollte: Personalausweis, Bestätigungsschreiben der Universität Galway, Auslandskrankenschein(e), einige Passfotos für diverse Formulare, 1-2 Steckdosenadapter (kosten in Irland ca. 5 Euro pro Stück). Überlegenswert ist eine zusätzliche private Auslandskrankenversicherung mit Rücktransportmöglichkeit (gibt’s z.B. im Reisebüro, für knapp 150 EUR). Eine ärztliche Betreuung erhält man als Student an der Uni zwar kostenlos, Medikamente, Krankenhaus etc. muss man aber selbst bezahlen bzw. im Nachhinein über die Krankenkasse abrechnen. Mietwagen Wir haben mehrmals ein Auto bei der Budget-Autovermietung am Eyre Square gemietet und waren immer recht zufrieden. Kostenpunkt ca. 40-50 € pro Tag inkl. Versicherungen. Man sollte aber 23 sein und natürlich einen Führerschein dabei haben. Wetter Tja das Wetter ist in Irland so eine Sache. Eines vorneweg: Wer Regen hasst, sollte nicht nach Irland gehen. Ein Wetterumschwung braucht manchmal nur eine Viertelstunde, und man wird wirklich tropfnass. Einen Schirm könnt ihr getrost zu Hause lassen, den weht es weg. Aber ein guter Regenmantel plus eine Regenhose sind absolut lohnende Anschaffungen (wenn nicht gar ein Muss, gerade für Fahrradfahrer). Aber es gibt auch oft schöne und sonnenreiche Tage, auch im Winter. Abschließend kann ich nur sagen, dass ich eine wundervolle Zeit in Irland hatte und ich würde jederzeit wieder hingehen. Galway ist ein echt schönes Städtchen und die Iren sind ein freundliches Völkchen! Tipp: Versucht Euch trotz Studiererei und Sport genügend Zeit zu nehmen, auch viel vom Rest des Landes zu sehen, Irland ist einfach traumhaft. Enjoy the craic! Thomas Kreuzler, 20. April 2005