Die Entwicklung elektronischer Musikinstrumente in

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Die Entwicklung elektronischer Musikinstrumente in
Leuphana Universität Lüneburg
Angewandte Kulturwissenschaften
Fach Musik
Die Entwicklung elektronischer Musikinstrumente
am STEIM (Studio für elektro-instrumentale Musik)
in Amsterdam seit 1969
Magisterarbeit
von Andreas Otto
[email protected]
April 2008
Erstgutachter: Prof. Dr. Rolf Großmann
Zweitgutachter: Prof. Dr. Uwe Seifert (Universität Köln)
Inhalt:
1. Einleitung
1.1 Was ist STEIM?
S. 1
1.2 Zum Begriff des elektronischen Musikinstruments
S. 2
1.2.1 Technische Medien und elektronische Musikinstrumente S. 3
1.2.2 Interaktive Kunst und elektronische Musikinstrumente S. 10
1.3 Zur Struktur und Quellenlage dieser Arbeit
S. 13
2. Historischer Überblick, erster Teil
2.1 Die Gründung des STEIM 1967-1969
2.2 Arbeiten aus den 1970er Jahren
S. 14
S. 18
3. Überblick: Die Struktur des STEIM
3.1 Personalliste 1969-2007
3.2 STEIM als öffentlich geförderte Stiftung
3.3 Vorstandsmitglieder 1969-2007
S. 23
S. 25
S. 26
4. Instrumenten-Entwicklung 1: Analoge Klangerzeugung
4.1 Rob van de Poel: Black Box System
4.1.1 Kees van Zelst: Ogenblik
4.2 Michel Waisvisz: Crackle Instrumente
S. 27
S. 30
S. 31
5. Instrumenten-Entwicklung 2: Controller, „Alternative Interfaces“
5.1 STEIM Sensor-Lab
5.1.1 Michel Waisvisz: The Hands
5.1.1.1 Midi Conductor
5.1.2 Michel Waisvisz: The Web
5.1.3 Laetitia Sonami: Lady’s Glove
5.1.4 Ray Edgar: Sweatstick
5.2 STEIMs Touch-Philosophie
5.3 STEIMs Touch-Ausstellung
S. 37
S. 43
S. 47
S. 48
S. 49
S. 51
S. 53
S. 57
6. Historischer Überblick, zweiter Teil
6.1 STEIMs Artist in Residence – Programm 6.2 STEIMs Künstlerische Gastdirektoren
S. 60
S. 60
7. Instrumenten-Entwicklung 3: Software
7.1 Kommentar zum Begriff des virtuellen Musikinstruments
7.2 Frühe Software-Entwicklungen (1986-94)
7.3 MIDI-Software: Lick Machine, Deviator
7.4 Audio-Software: LiSa
7.5 Sensor-Mapping Software: JunXion und das OIK Projekt
7.5.1 Kristina Andersen: Ensemble
7.6 Video-Software: BigEye und Image/ine
7.6.1 Tom Demeyer: videobasierte Installationen
in STEIMs Touch-Ausstellung
S. 64
S. 65
S. 67
S. 69
S. 72
S. 74
S. 75
S. 78
8. Schlussbetrachtung
8.1 Ausblick auf zukünftige Forschungs- und Arbeitsfelder
8.1.1 Michel Waisvisz: Energetica - Strom aus Muskelkraft
8.2 Zusammenfassende Betrachtung der STEIM-Entwicklungen
S. 79
S. 80
S. 82
9. Verwendete Literatur
S. 85
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10. Appendix
10.1 Liste von STEIM-Projekten
10.2 Liste von STEIM Konzerten
10.3 Liste von STEIM Artists-In-Residence
S. 92
S.137
S.154
1.1 Was ist STEIM?
1. Einleitung
1.1 Was ist STEIM?
Mitten in Amsterdam liegt das STEIM, das Studio für elektro-instrumentale Musik,
dessen Forschungen und Entwicklungen sich der instrumentalen, improvisierten und
performativen Komposition und Aufführung elektronischer Musik widmen. Es blickt
heute, im April 2008, auf eine fast 40jährige Tradition zurück, in der eine internationale
Szene von Komponisten, Musikern, Performern, Medienkünstlern und DJs dabei unterstützt wird, individuelle Konzepte für ihre musikalisch-künstlerische Arbeit zu ersinnen
und eigene Instrumente zu bauen. Durch die jahrelangen Erfahrungen im Bereich des
Entwurfs von elektronischen Musikinstrumenten kann diese von Künstlern geführte
Institution wertvolles Wissen kommunizieren und technische Assistenz sowie Arbeitsraum anbieten. Klangsteuerung wird hier immer als ein zeitkritischer, im Moment der
Komposition oder Improvisation entstehender Prozess verstanden, der dem Ansatz klassischer Tonstudios gegenübersteht, die mit Tonband oder Computersystemen Klänge
montieren und prozessieren, ohne dass das Ergebnis zwangsläufig sofort hörbar sei. Der
möglichst unmittelbare und körperbasierte Ansatz stellt das instrumentale Paradigma
des STEIM dar, das in dieser Form einzigartig ist. Die theoretischen Schlüsselkonzepte
dahinter lesen sich auf der Website des STEIM als ein „creative misuse of high-tech“ und
ein „human approach to technology“1, also ein experimenteller, häufig antikonventioneller Umgang mit Musiktechnologie, der die individuellen Fähigkeiten des Musikers als
körperlich präsentem Performer mit maschinellen und programmgesteuerten Technologien zusammenführt. Dieser Ansatz hat in der Geschichte des Studios zu Pionierleistungen im Bereich von Instrumenten- und Interfacedesign geführt. Die wesentlichen und
einflussreichsten Entwicklungen, die das STEIM seit seiner Gründung im Jahr 1969 hervorgebracht hat, stellt diese vorliegende Arbeit vor und ordnet sie konzeptionell ein.
Die künstlerische Leitung des STEIM wählt gegenwärtig jährlich rund 60 inter-
nationale Künstler aus, die als Artists-in-Residence durch Bereitstellung eines Studios,
Unterkunft im eigenen Gästehaus und mit technischer und konzeptioneller Assistenz
bei ihrer Arbeit unterstützt werden. Zusätzlich dient der größte der drei Studioräume
als Konzertsaal, in dem regelmäßig Konzerte dieser Künstler und gelegentlich auch von
externen Gästen aufgeführt werden. Seit 1986 residiert das STEIM in einem großen Gebäudekomplex in der Achtergracht im südlichen Teil des Grachtengürtels, in dem sowohl die Büro- und Verwaltungsräume als auch die eigene Werkstatt für Hardware-Entwicklung Platz haben. Die Tatsache, dass alle diese unterschiedlichen Aktivitäten und
Bereiche einschließlich des Gästehauses unter einem Dach auf überschaubarem Terrain
im pittoresken Umfeld des Amsterdamer Stadtzentrums versammelt sind, ist eine nicht
zu unterschätzende Qualität dieser Institution. Sie ermöglicht die Kommunikation und
Vernetzung hier zusammengeführter Künstler und Techniker, die mitunter weit über die
jeweiligen projektbasierten Kooperationen hinausweisen.
1 www.steim.org/steim/info.html - Zugriff am 10.10.2007 (Hervorhebungen d. Verf.).
1
1.2 Zum Begriff des elektronischen Musikinstruments
1.2 Zum Begriff des elektronischen Musikinstruments
Elektronische Musikinstrumente stellen den Fokus der STEIM-Forschungen dar, der
dem Studio seinen Namen verleiht. Dass die von Musikern, Künstlern und Komponisten entworfenen elektronischen und teils multimedialen Konfigurationen als Musikinstrumente bezeichnet werden, ist nicht selbstverständlich und setzt einen aktuellen
Instrumentenbegriff voraus.
Ein möglicher Blick auf die Entwicklung und die Eigenschaften elektronischer
Musikinstrumente nimmt die Perspektive der Geschichte elektronischer Klangerzeu-
gung ein, die im Zuge der künstlerischen Nutzung technologischer Mittel seit Beginn
des 20. Jahrhunderts fortgeschrieben wird.2 Die Relevanz der technischen Medien und
ihrer Fähigkeit, Klang- und Steuerdaten zu übertragen, aufzuzeichnen, zu verändern
und wiederzugeben ist in diesem Ansatz der rote Faden, anhand dessen sich elektronische Musikinstrumente klassifizieren lassen können. Dies geschieht unter der Feststellung von Differenzen und Gemeinsamkeiten mit traditionellen, mechanischen Instru-
menten, deren Merkmale sich in erneuerter Form auch in ihren elektronischen Vertretern
manifestieren.
Aus einem anderem Blickwinkel lassen sich elektronische Musikinstrumente im
Kontext der künstlerischen Interaktivität betrachten, also dem dialogischen Verhältnis
zwischen Mensch und medialem System, das seine Wurzeln weniger in der Musikgeschichte als in einigen Formen gesellschaftsorientierter Kunst hat. Es findet zahlreiche
Ausprägungen im Gebiet der Interaktiven Medienkunst. Traditionen wie die partizipativen Kunstformen der 1950er und 60er Jahre oder die Grundsätze der Kybernetik und
der mit ihr assoziierten Kunst bieten und schaffen Möglichkeiten, einen Aktionsrahmen
für den aktiven Besucher oder Benutzer eines Kunstwerks zu erzeugen, der durch die
direkte Einflussnahme instrumentalen Charakter enthalten kann. Dieses Verständnis ist
vor allem in Hinsicht auf die neueren Entwicklungen elektronischer Instrumente frucht-
bar, da der Begriff der Interaktivität, so wie er hier angewendet wird, speziell auf digital
vermittelte Systeme Bezug nimmt.3 Der Anwender in einem digital-interaktiven Setting
kann als Instrumentalist interpretiert werden, sobald das System Klang produziert, als
auditives Feedback in Echtzeit.
Für die Charakterisierung der bei STEIM hervorgebrachten Arbeiten sind diese
beiden Perspektiven wichtig, die sich gegenseitig ergänzen und theoretische Schnittmengen bilden. Die Arbeit mit performativen Formen elektronischer Musikpraxis seit
Ende der 1960er schließt einerseits an die Traditionen elektronischer Klangerzeugung an
und verbindet diese mit den instrumentalen Einflüssen der in STEIMs Gründungsjahren
besonders lebhaften Amsterdamer Jazzszene. Andererseits zielt die spezielle Beschäftigung mit neuartigen Steuerungsmöglichkeiten und Echtzeitkontrolle medial-musikalischer Vorgänge auf eine Untersuchung der wechselhaften Einflussnahmen von Instrumentalisten und Musiktechnologie, wie sie auch im Feld Interaktiver Kunst diskutiert
wird.
2 vgl. z.B. Ruschkowski, André (1998): Elektronische Klänge und musikalische Entdeckungen.
3 vgl.: Dinkla, Söke (1997): Pioniere Interaktiver Kunst. S. 10.
2
1.2.1 Der Einfluss technischer Medien auf elektronische Musikinstrumente
1.2.1 Der Einfluss technischer Medien auf elektronische
Musikinstrumente
Der Terminus elektro-instrumental als Etikett für die musikalisch-konzeptionelle Ausrichtung im Namen des Studios lässt zunächst die Tradition der instrumentalen Live-Elektronik assoziieren, die sich seit Ende der 1950er Jahre als performative Erweiterung der
sogenannten Lautsprecherkonzerte etabliert hat. Es werden die im Tonstudio vorproduzierten elektronischen Klänge nicht mehr als vollgültige Interpretation eines Werkes gesehen, das auf Tonband seine Form gefunden hat, sondern als „Zuspielband“ bezeichnet
und als Teil der Aufführung verstanden, die ein Instrumentalist vervollständigt. Dabei
geht das vorkomponierte Material mit dem live gespielten traditionellen Instrument eine
Symbiose ein, die nicht als Begleitung im Sinne eines Playback-Konzert missverstanden
werden soll: Die Einbindung physischer, instrumentaler Aktivitäten in das elektronische
Konzert trägt vielmehr dem Missverhältnis Rechnung, das zwischen der in klassisch-
feudaler Tradition als Konzert bezeichneten Situation und dem durch den mit Schlag-
worten wie dem „Verschwinden des Körpers“ verbundenen Wandel des Werkbegriffs
in der Musik des 20. Jahrhunderts entstanden ist. Im Begriff des Lautsprecherkonzerts ist
dieser Widerspruch eingefangen.4 Hier verschwindet der Interpret des Werkes in den
Medien der Musikwiedergabe und von instrumentalem Handeln kann beim Abspielen
eines Tonbandes nicht die Rede sein - trotzdem bleibt das Aufführen eines medienmusikalischen Werks an den Konzertsaal gekoppelt, in welchem allerdings kein Musiker
mehr auftritt. In dieser pointierten Situation wird deutlich, wie die Eigenschaften technischer Medien in der Musik die Bedingung des Körpers als Quelle der instrumentalen
Klangerzeugung obsolet werden lassen können.
Die Fähigkeiten, Klangdaten zu übertragen, sie zu speichern und abzuspielen,
lassen in den phonographischen Medien des vergangenen Jahrhunderts (Phonograph,
Grammophon, Tonband, digitale Speicher) musikalische Ereignisse in Apparaten abrufbar machen, auf Knopfdruck oder automatisiert. Auch die elektronische Klangsynthese, die neben der Generierung auch die Verarbeitung und Verstärkung von Klängen
beinhaltet, entfernt die Gestaltung eines musikalisches Ereignisses von seiner kausalen
Gebundenheit an das Physische. Gleichzeitig lässt die Möglichkeit, auch musikalische
Steuerdaten zu speichern, quasi-automatische Instrumente entstehen wie Player-Pia-
nos, Musikautomaten oder den Leierkasten, bei denen die Spielanweisungen auf eine
Lochwalze/-scheibe gespeichert sind und in denen auch sehr komplexe Stücke so für
den Laien per Drehkurbel abspielbar werden. Das traditionelle Ideal eines virtuosen Instrumentalisten wird so konterkariert und schließlich in der elektronischen Musikpraxis
und -theorie häufig als überflüssig oder anachronistisch markiert.
Wichtig für das elektro-instrumentale Paradigma des STEIM ist die Auffassung,
dass der Einsatz elektronischer Medien in der Musik nicht einseitig zu einem Verschwinden des Körperlichen und zur Redundanz von Bühnenpräsenz führt. Den direkten Dialog zwischen körperlicher Performanz und elektronischer Klangerzeugung propagiert
4 vgl.: Großmann, Rolf (2008): Verschlafener Medienwandel. Das Dispositiv als musikwissenschaftliches Theoriemodell. S. 8f.
3
1.2.1 Der Einfluss technischer Medien auf elektronische Musikinstrumente
das STEIM seit seiner Gründung. In allen in dieser Arbeit vorgestellten Forschungs- und
Entwicklungsprojekten, die individuelle Musikinstrumente zur Aufführung und Komposition elektronischer Musik hervorgebracht haben, kann dieser Leitfaden festgestellt
werden. Im Aktionsfeld des STEIM erscheinen die traditionellen Grundbedingungen
instrumentalen Handelns - physische Aktivität und Klanggenerierung in Echtzeit - als
vielversprechende Parameter speziell für die elektronische Musikpraxis. Betrachtet man
zum Beispiel Mediendispositive rund um die Schallplatte, so ist in ihnen die Dialektik von Reproduktion und Produktion angelegt5, die ein Spannungsfeld zwischen dem
möglichst unverfälschten Abspielen von Tonaufnahmen mit HiFi-Plattenspielern und
dem virtuosen, physischen und direkten Umgang mit demselben Medium im Scratchen
der von Ulf Poschardt als „DJ-Culture“ bezeichneten Musikkultur eröffnet.6 Man kann
hier nicht von einer eindimensionalen Entkörperlichung in der Musikpraxis sprechen,
die durch die Option des Speicherns und Abspielens von Klangereignissen verursacht
wird. Durch aktive kulturelle Nutzung der automatisierenden Technologie kann die
Rolle des körperlich involvierten Interpreten oder Improvisierenden erneut zentral für
die aus ihr entstehenden musikalischen Artefakte werden.
Die musikwissenschaftliche Sicht auf den historischen Zeitpfeil der Forschung
und Entwicklung sowie die musikalische Praxis elektronischer Musikinstrumenten
führt als frühe Referenz die visionären theoretischen Forderungen des Pianisten und
Komponisten Feruccio Busoni an, der schon im Jahr 1907 formulierte:
„Plötzlich, eines Tages, schien es mir klar geworden: daß die Entfaltung der Tonkunst an
unseren Musikinstrumenten scheitert. [...] Die Instrumente sind an ihren Umfang, ihre
Klangart und ihre Aufführungsmöglichkeiten festgekettet, und ihre hundert Ketten müssen den Schaffenwollenden mitfesseln.“7
Zum einen zeigt sich hier Busonis Vorstellung von musikalischer Innovation, die durch
den Entwurf neuartiger Instrumente ermöglicht wird. Zum anderen vertritt er die Auffassung, dass das klingende Ergebnis kompositorischer Ideen maßgeblich von der Be-
schaffenheit des verwendeten Instrumentariums abhängt und dass dieses somit am
kompositorischen Schaffen Teil hat.
Unter dem Paradigma der Erweiterung des musikalischen Wortschatzes und der
Exploration neuartiger, elektronischer Klänge enstanden zu Beginn des 20. Jahrhunderts
zahlreiche instrumentale Entwicklungen. Für die mikrotonalen Visionen Busonis schien
diesem die Entwicklung des Telharmoniums des amerikanischen Erfinders Thaddeus
Cahill wegweisend8, das im Jahr 1900 Sinusgeneratoren im additiven Syntheseverfahren frequenzgenau ansteuern konnte und als der Beginn der Epoche des elektronischen
Instrumentenbaus beschrieben wird.9 1920 entwickelt der Russe Lev Termen das Ätherophon,
auch Theremin genannt, das durch seine außergewöhnliche Spielweise berühmt
geworden ist: Der Musiker bewegt seine Hände im Umfeld einer Antenne, wodurch
5 Klages, Thorsten (2002): Musik in den (Re-)Produktionsmedien.
6 Poschardt Ulf (1995): DJ Culture.
7 Busoni, Ferruccio (1973): Entwurf einer neuen Ästhetik der Tonkunst. S.33.
8 vgl.: ebd., S. 41.
9 vgl.: Ruschkowski, (1998). S.18.
4
1.2.1 Der Einfluss technischer Medien auf elektronische Musikinstrumente
sich die Kapazität eines Kondensators verändert und hörbare Kombinationstöne aus
zwei sich überlagernden hochfrequenten Schwingungen entstehen.10 STEIM bezieht sich
auf die historische Relevanz dieses frühen gestisch und berührungslos angesteuerten
Musikinstruments, indem ein Nachbau des Theremins in der eigenen Touch-Ausstellung
11
erscheint, in der ansonsten ausschließlich STEIM-Instrumentarium zum öffentlichen
Ausprobieren präsentiert wird. Das Theremin gilt als konzeptioneller Vorläufer der elek-
tronischen Instrumente, bei denen die Spielweise zentral ist und die innovativ sind im
Sinne eines nicht offensichtlich vorhandenen Vorbilds aus dem Bereich traditioneller Instrumente. STEIMs Projekte wie die Crackle-Instrumente oder experimentelle gestische
Controller12 stehen in der Tradition dieses wegweisenden analogen Instruments.
Es soll im Folgenden der historische Übergang zum multimedialen, elektronischen Instrument skizziert werden, aus dem Blickwinkel der dafür entscheidenden Aspekte des
musiktechnologischen Fortschritts.
Die Fähigkeit, Musik aufzuzeichnen und zeitversetzt wiederzugeben, hat den
Umgang mit ihr seit der Erfindung der Phonographie zum Ende des 19. Jahrhunderts
maßgeblich beeinflusst. Das Grammophon ermöglichte das Abspielen von Musik im eigenen Haus, die zuvor nur durch den Besuch eines Konzertsaals erlebt werden konnte -
neben dem damit verbundenen Start der marktorientierten Distribution von Tonträgern
kam es so vor allem zu einem individuellen, privaten und amateurhaften Kontakt mit
Musik.
Wer zu Hause Musik hören wollte, war vor der Erfindung des Grammophons
auf das damals populäre Piano in den eigenen vier Wänden angewiesen gewesen, oder
- als Übergang zum medialen Hören und Musizieren - auf die Reproduktion von Mu-
sik mittels gespeicherter Steuerdaten auf Walzen in Verbindung mit der mechanischen
Klangerzeugung in Musikautomaten. Das Grammophon und die dazugehörigen Schellackplatten erlauben schließlich einen spontanen Zugriff auf reproduzierbare Konzerter-
lebnisse. Selbst wenn es noch für viele Jahrzehnte eher als Möbelstück und Abspielgerät
denn als Musikinstrument verstanden wurde, war in ihm doch schon die Instrumentenhaftigkeit als aktive Gestaltungskomponente angelegt, die sich neben den oben erwähn-
ten virtuosen Formen der DJ-Culture (ab Mitte der 1970er) schon früh in den RitzschriftExperimenten von Lazlo Moholy-Nagy und Paul Hindemith zeigte (1920-30er)13, sowie
in den Tonstudio-Experimenten der Musique Concrète (ab 1949), deren Protagonisten
zunächst mit Endlosrillen experimentierten, bevor sie sich dem leichter zu montierenden Tonband zuwandten.14
Elektromechanische Tonaufnahme und Wiedergabeverfahren, wie sie sich zu
Beginn des 20. Jh. in Form von Mikrofonen und Lautsprechern als Verbesserung des
mechanischen Aufnahmeverfahrens entwickelten, sind auch ein essentieller Einfluss für
10 vgl.: ebd. S. 23ff.
11 vgl.: Kapitel 5.3: STEIMs Touch-Ausstellung.
12 vgl. Kapitel 4.2: Michel Waisvisz: Crackle Instrumente und Kapitel 5.1: STEIM SensorLab .
13 vgl.: Moholy-Nagy, Lázló (1991): Produktion-Reproduktion. Ausstellungskatalog der Documenta und Museum
Fridericianum GmbH. S. 295.
14 vgl.: Holmes, Thom (2002): Electronic and Experimental Music. S77ff.
5
1.2.1 Der Einfluss technischer Medien auf elektronische Musikinstrumente
die elektronische Musikproduktion. Da sie als Aufnahme- und Abbildmedien heute alltäglich und omnipräsent sind, werden Mikrofone und Lautsprecher häufig als neutral,
abbildend oder transparent imaginiert, und ihre Effekte auf die musikalischen Ereignisse erscheinen nahezu unsichtbar.15 Dennoch bleiben sie - auch im digitalen Zeitalter
- die Eingangs- und Ausgangspunkte vieler elektronischer Kompositionen, Improvisationen, Aufzeichungen und Konzerte. Den gestalterischen Einfluss, den diese Medien
ausüben, thematisieren z.B. Kompositionen wie John Cages „Cartridge Music“ (1960,
für Performer und Kontaktmikrofone) oder Steve Reichs „Pendulum Music“ (1967, für
über Lautsprechermembranen schwingende Mikrofone). Diese Werke zeigen, dass auch
Mikrofone und Lautsprecher instrumentalen Charakter erhalten können.
Eine Technologie, die den Instrumentenbegriff essentiell erweiterte, da sie nicht
mehr auf die Bedingungen physikalischer Akustik angewiesen war, war die anhand von
Telharmonium und Theremin bereits erwähnte elektronische Klangsynthese. Die Umsetzung der Vorstellung, dass sich Klang aus kleinsten Bestandteilen zusammensetzen
lassen kann (in der additiven Synthese), oder als obertonreiches Gemisch von elektronischen Schaltkreisen gefiltert und moduliert werden kann (in der subtraktiven Syn-
these), ließ den Synthesizer als verbreitetes Musikinstrument reüssieren, der zunächst
zur Mimesis traditionell-instrumentaler Töne vorgesehen war16, aber sehr bald seine dahingehenden Unzulänglichkeiten und entsprechend eigenen Qualitäten offenbarte. Das
Prinzip der Spannungsteuerung verlieh der modularen Maschine instrumentale, direkte
Spielbarkeit, die sich durch den MiniMoog Synthesizer (1971) rasant verbreitete. Dessen
Keyboard-Interface in der Tradition des Spieltisches zur Anwahl der Tonhöhen in Kombination mit Drehknöpfen zur Klangmodulation hat sich als Standard durchgesetzt. Es
ermöglichte einen vertrauteren Zugang zum Instrument als es die modularen Synthesizer der früheren Generation (z.B. der Firmen RCA, EMS, Arp) mit ihren Steckmatrix-
Interfaces oder das experimentelle Zugbandsystem der Ondes Martenot konnten. Alle
Synthesizer machen eine Eigenschaft eines elektronischen Instruments deutlich, nämlich
den Einfluss, den dessen Steuerelement, das Interface, auf das musikalische Ergebnis
und die Qualität des Instruments hat. Der kommerziell erfolgreiche Minimoog17 transportierte durch die Rekursion auf das Spielgefühl eines Pianos oder einer Orgel ein eingeführtes Interface mit chromatischer Stimmung massenwirksam in das Feld der neuen
elektronischen Musikinstrumente.
Das gesamte Tonstudio als Ort, an dem diese und weitere Technologien zusam-
menkommen, wurde z.B. vom Musiker und Komponisten Brian Eno ebenfalls als Instrument bezeichnet, das es Musikern ermögliche, die Techniken des Overdubs und der
Postproduktion von Tonaufnahmen in den Kompositionsprozess mit einzubeziehen.18
Speziell in den Formen der jamaikanischen Dubmusik fanden diese Techniken in den
15 vgl.: Théberge, Paul (2001): “Plugged In”. Technology and Popular Music. S.4.
16 z.B. in den Ondes Martenot (1928), einem Instrument des Entwicklers Maurice Martenot, das zunächst dem
ökonomischen Gedanken folgte, Klangfarben von Orchesterinstrumenten durch einen Apparat zu ersetzen. Vgl.:
Ruschkowski (1998), S.48.
17 In den Jahren seiner Produktion (1970-1981) wurde der Minimoog 12000 Mal verkauft. Vgl.: Ruschkowski (1998),
S.116.
18 vgl.: Théberge, Paul (2001): „Plugged In”. Technology and Popular Music. S. 11.
6
1.2.1 Der Einfluss technischer Medien auf elektronische Musikinstrumente
1960er Jahren ihre Anwendung. Hier löste sich die Unterscheidung von Techniker, Musiker und Komponist entscheidend auf.
Im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts setzte sich schließlich die Digitalisierung
durch und erneuerte wiederum das Paradigma der Tonaufzeichung und -wiedergabe, da
der Klang nun als diskret adressierbare Wertetabelle im Speicher des Computer vorliegt
und programmgesteuert wiedergegeben werden kann. Für die Kommunikation und
Steuerung von elektronischen Musikinstrumenten etablierte sich 1983 das MIDI-Protokoll, welches das Prinzip der Spannungssteuerung weitgehend ersetzte und Steuerdaten kopier- und speicherbar machte. Das Musical Instrument Digital Interface-Protokoll
trägt seinen Instrumentenbezug bereits im Namen. Diese elektronischen Instrumente,
die vom MIDI-Protokoll Gebrauch machen, enthalten Computer, die durch den MIDICode adressiert werden. So etablierten sich digitale Instrumente, lange bevor sich Computer als Allround-Maschinen mit individuell gestaltbarer Software in Studios und als
Laptops auf Bühnen denken ließen.
Wie lassen sich nun elektronische Musikinstrumente als instrumentale Kategorie
definieren? Die traditionelle Einordnung von Instrumenten in Bezug auf ihre Klangerzeugung einerseits und die Spielweise andererseits eröffnet die Erweiterung um eine ergänzende Perspektive, die diese als modulare und multidimensionale Konfigurationen
versteht.
Die historische Terminologie von Sachs / von Hornbostel19 differenziert mecha-
nische Musikinstrumente nach der Art ihrer Klangerzeugung: Es existieren nach dieser
Klassifikation Idiophone (Selbstklinger, z.B. die Triangel), Chordophone (Saitenklinger,
z.B. Streicher und Zupfinstrumente), Membranophone (Fellklinger, z.B. Trommeln),
­Aerophone (Luftklinger, z.B. Blasinstrumente und Orgelpfeifen) und Elektrophone (diese stehen hier pauschal für alle Formen elektronischer Klangerzeugung). Aus der Per-
spektive der Klangerzeugung wären also alle elektronischen Instrumente der einzelnen
Gattung der Elektrophone zuzuordnen, was hier als wenig Erkenntnis versprechende
Verallgemeinerung erscheint. Was die Spielweise angeht, lassen sich Instrumente traditionell in Tasten-, Zupf-, Schlag-, Blas- und Streichinstrumente einteilen. Abgesehen
von dem Verständnis des Eingabeteils eines Musikinstruments als einem Element mit
eigenständiger Qualität ist auch dieser Ansatz auf die Betrachtung traditioneller, mechanischer Musikinstrumente beschränkt. Elektronische Instrumente verursachen hier ei-
nen grundlegenden Paradigmenwechsel. Der unmittelbare, sogenannte Echtzeit-Zugriff
auf die Klänge, der bei einem mechanischen Musikinstruments selbstverständlich ist,
muss beispielsweise im Computer erst programmiert werden. Durch die Programmsteuerung ist das musikalische Ergebnis auf vielfältige Weise in einem eigenen, automatisierbaren Prozess formbar und stellt so neue instrumentale Möglichkeiten bereit. Der
traditionellen Auffassung eines Instruments, die sich nach obiger Klassifikation auf die
physische Erzeugung des Klanges und die Art der Spieltechnik konzentriert, steht heute
ein Verständnis von elektronischen Musikinstrumenten gegenüber, die medial verschaltete Einzelteile mit eigenen Konzepten sind. Sie nutzen zum einen die gleichzeitigen
19 vgl.: Eggebrecht, Hans-Heinrich (1984): Meyers Taschenlexikon Musik in drei Bänden. S.109.
7
1.2.1 Der Einfluss technischer Medien auf elektronische Musikinstrumente
Eigenschaften von Medien als Reproduktions- und Produktionsmittel von Musik, zum
anderen werden sie durch die Eingaben in Interfaces gesteuert, die einen Datenstrom
generieren, der formalisiert und musikalisch interpretiert wird.
Das Konzept elektronischer Instrumente sollte also ihre vieldimensionale Mo-
dularität mitdenken, die sich aus Eingabeteil, Klangerzeugung und Klangausgabe zusammensetzt (mit jeweils zwischenliegenden Vermittlungen und Wandlungen). Dieser
Ansatz findet sich in Benjamin Schmidt-Rhaesas Weiterführung der traditionellen Klassifikationen.20 Aufbauend auf den oben erwähnten klassischen Differenzierungen der
Klangerzeugung und der Spielweise beschreibt er in seinem Entwurf einer eigenen Systematik das Instrument entlang einer Nomenklatur aus der elektronischen Datenverar-
beitung, dem sogenannten EVA-Prinzip: Eingabe – Verarbeitung – Ausgabe.21 Zwischen
diesen drei Elementen liegen zusätzlich Über­tragungswege, die sie gestaltend miteinander verbinden. In einem Beispiel, das auf traditionelle Instrumente zurückgreift, vergleicht er die Mechanik eines Cembalos mit der ausgearbeiteten Hammermechanik ei-
nes Klaviers. Beim Cembalo ist der Zusammenhang zwischen der physischen Aktion
am Spieltisch und der Klangerzeugung durch die angerissene Saite (die Verarbeitung,
die zur Klangerzeugung führt) sehr direkt - so direkt, dass man sich die modellhafte
Dreiteilung dieses Instruments nur als Gedankenspiel vorführen kann.22 Die Mechanik
eines Klaviers besteht aus einem schon wesentlich komplizierteren Hebelsystem. Durch
die mechanische Vermittlung der Eingabekraft wird eine Abbildung der pianotypischen
Anschlagsdynamik möglich, so dass man hier die Elemente der physischen Eingabe, ihrer Verarbeitung und der Klangerzeugung durch die Saite modellhaft isoliert betrachten
kann.
Die Funktion des Musikinstruments erscheint hier ganz allgemein als die Ver-
bindung von Eingabeaktivität und Ausgabe von Klang am Instrument. Das gilt generell
für traditionelle und mediale Instrumente, wobei zu ergänzen ist, dass das Moment der
Eingabe sich auf physische Aktivität bezieht und das der Ausgabe auf Klänge in Echtzeit.
Wird ein elektronischer Klangerzeuger verwendet, so ist die Schaffung von Relationen
zwischen den Eingabeaktionen des Instrumentalisten, deren Verarbeitung und der Anwendung auf das Klangergebnis essentiell für die Konzeption und Funktionalität des
gesamten Instruments. Während beim traditionellen, mechanischen Instrument eine
einheitliche, unmittelbare Spielerfahrung vorherrscht, ist das Spiel mit einem elektronischen Instrument von der Vorstellung aufeinander folgender, vermittelter Prozesse
gekennzeichnet, die Echtzeitrelation muss erzeugt werden. Der Komponist, Hardware-
Entwickler und Performer Nicolas Collins, der seit Ende der 1980er Jahre eng mit STEIM
assoziiert ist, nennt diese die modellhafte Aufteilung des Instruments in mehrere Elemente eine sonic chain:
20 vgl.: Schmidt-Rhaesa, Benjamin (2003): Die Entwicklung analoger elektronischer Musikinstrumente. Insbesondere
S.71ff.
21 ebd.: S.80ff.
22 Noch einleuchtender ist hier vielleicht das Beispiel der Harfe, bei der die physische Eingabe und die Klangerzeugung in der instrumentalen Konzeption nicht getrennt betrachtet werden können.
8
1.2.1 Der Einfluss technischer Medien auf elektronische Musikinstrumente
„The physics of plucked strings and vibrating reeds has been overtaken by electronic manipulation of every link in the sonic chain that stretches between finger and ear.“23
Das elektronische Instrument wird hier prinzipiell in Relation zur physischen Präsenz
des Musikers gestellt, der die Eingabe mit den Fingern tätigt und die Ausgabe mit den
Ohren wahrnimmt, als Parallele zur Spielweise traditioneller Instrumente. Körperliche
Aktivität taucht so als Bedingung für instrumentales Handeln auf. Dieser Blick auf das
Physische ist typisch für die performative Orientierung im Bereich der instrumentalen
Eigenentwicklungen des STEIM und unterstreicht die These, dass elektronische Medien
den Körper in der Musik nicht einseitig redundant werden lassen. Zur Tatsache, dass
seit Mitte der 1980er Jahre Computer in Musikinstrumente integriert werden oder auch
direkt als solche bezeichnet werden, bemerkt Collins weiter:
„Inserting a computer [...] opens up the musical instrument – previously thought of as
the self-contained final link between player and sound – to incorporate any stage of the
industrial chain of music production [...]. MIDI [...] divided the musical instrument and its
manufacturing into three distinct parts: controllers, software, and sound modules“24
Die von Schmidt-Rhaesa aus dem Bereich der Datenverarbeitung entlehnte Trias „Eingabe-Verarbeitung-Ausgabe“ für alle elektronischen Instrumente wird durch Collins
speziell in Bezug auf digitale Instrumente präzisiert. In dem Moment, in dem der Computer in die Konfiguration eintritt, erfolgt demnach eine Aufteilung der Konzeption des
Instruments in folgende drei Einheiten:
•
•
Controller/ Interfaces (Eingabe der Daten)
formalisierte Software-Interpretationen (Verarbeitung: Digitalisierung und Software-Mapping)
•
Sound-Module (Klangerzeugung und -ausgabe durch z.B. Klangsynthese oder Ansteuerung phonographischer Daten)
Als eigentliches Ausgabemodul hinter der Klangerzeugung könnte hier noch der vierte
Baustein des Verstärkers und Lautsprechers separat erwähnt werden, der allerdings in
Collins konzeptueller Aufteilung nicht einzeln erscheint. Er wird im Soundmodul als
generatives Element mitgedacht.
Diese Elemente, die Collins dergestalt für das computerbasierte MIDI-Instru-
ment formuliert, können, wenn man sie modellhaft als einzelne Teile mit jeweils eige-
nen Strategien betrachtet, als Markierungen für STEIMs Geschichte der elektronischen
Instrumentenentwicklung interpretiert werden. Da das digitale Instrument, wie oben
zitiert, alle Epochen der industrialisierten Musikproduktion in sich vereint, lassen sich
vom heutigen Standpunkt aus die historischen STEIM-Entwicklungen an dessen Elementen veranschaulichen. Diese Ordnung wird im Rückblick auf die Entwicklungen
angewendet und ist somit kein Konzept, das sich historisch begründet. Die Aufteilung
23 Collins, Nicolas (1993): Exploded view: The musical instrument at twilight. S.1.
24 ebd., S.4
9
1.2.2 Interaktive Kunst und elektronische Musikinstrumente
hilft aber, einen gezielten Blick auf bestimmte Projekte in drei verschieden Epochen zu
gewinnen: In historisch chronologischer Reihenfolge richtet STEIM seine Aufmerksam-
keit in den 1970er Jahren auf Soundmodule in Form analoger Klangerzeugung, gefolgt
von den Jahren, in denen zusätzlich Controller, Sensoren und andere real-world-inputs
als Eingabeelemente an Musikinstrumenten Zentrum der Forschung sind. Seit Mitte der
1980er Jahre wird am STEIM an Software-Entwicklungen geforscht, im Sinne von Interpretation und Modifikation von MIDI- und Eingabedaten auf Programmbasis. Die
Entwicklung von Software reicht neben diesen Mapping-Programmen auch in den Be-
reich des Sound-Moduls, wenn man z.B. den Software-Sampler LiSa betrachtet, der in
Echtzeit mit aufgezeichnetem Klangmaterial und Live-Audioinput spielen lässt. In den
letzten Jahren ist die Arbeit mit Software zentral in STEIM Projekten, unterstützt durch
die Tatsache, dass der größte Teil der dort aktiven Musiker und Komponisten mit dem
eigenen Laptop arbeitet. Es wird aber bis heute sowohl an innovativen Controllern als
auch an Technologien der Klangerzeugung geforscht.
Die modellhafte Aufteilung der vorliegenden Arbeit in diese drei Forschungsbe-
reiche soll sie nicht voneinander separieren. Ein elektronisches Musikinstrument ohne
einen Eingabeteil, Verarbeitungsprozess oder Klangerzeugung ist nicht vorstellbar. In
jeder der Instrumentenentwicklungen sind alle diese Elemente zu finden.
1.2.2 Interaktive Kunst und elektronische Musikinstrumente
„As is commonly perceived, the relationship between a human operator and a machine is
such that the machine is a tool, an instrument of the composer’s desires. Implicit [...] is the
sovereignity of the composer. [...], [but] the composer is as much a tool as the tool itself.“25
Der Begriff der Interaktiven Kunst hat sich im Jahr 1990 etabliert, nachdem das Linzer
Ars Electronica Festival die so betitelte Kategorie in seinen Wettbewerb aufgenommen
hat.26 Söke Dinkla beschreibt Interaktivität im Kunstfeld als ein kontrovers diskutier-
tes Sujet und verwendet den Terminus in ihrem Buch, das die Pionierarbeiten dieser
digital-medial vermittelten Kunstform vorstellt als „das Wechselspiel zwischen Mensch
und Computersystem in Echtzeit“.27 Das Material der künstlerischen Anwendungen eines solchen interaktiven Konzepts ist demnach „der automatisierte Dialog zwischen Pro-
gramm und Anwender.“28 Die historischen Wurzeln dieser Interaktiven Kunst, in der der
Besucher oder Betrachter eines Kunstwerks zum Benutzer oder eben Anwender erhoben
wird, gehen weit in die Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts zurück, in der als wesent-
liche Paradigmenwechsel einerseits die Aktivierung des Rezipienten und andererseits die
Verschränkung von künstlerischen und technologisch-wissenschaftlichen Disziplinen (wie oben
für den Bereich der musikalischen technischen Medien beschrieben) aufzuspüren sind.
25 Jenkinson, Tom (2004). S.1.
26 vgl. Dinkla (1997): S.15f.
Häufig wird synonym von „Interaktiver Medienkunst“ gesprochen, was aber durch Dinklas Definition des Computerbezugs in allen Formen der aktuellen Interaktiven Kunst tautologisch ist.
27 ebd. S. 16 (Kursivierung im Original).
28 ebd. S. 41 (Kursivierung im Original).
10
1.2.2 Interaktive Kunst und elektronische Musikinstrumente
Diese beiden Merkmale lassen sich in Konfigurationen, die als elektronische Mu-
sikinstrumente bezeichnet werden, wiederfinden - vor allem in den jüngeren Projek-
ten, die auf Computertechnologie basieren. Bei STEIM forschen und arbeiten Techniker,
Mechaniker und Programmierer gemeinsam mit Künstlern und Musikern, um medial
vermittelte Situationen zu schaffen, in denen der in Dinklas Definition „Anwender“ genannte Akteur als Instrumentalist auftritt. Damit das funtioniert, muss der Dialog zwi-
schen dem Programmteil des Instruments und dem Anwender / dem Instrumentalisten
auditiv vermittelt sein, was den output des Systems angeht - so entsteht Musik in Echt-
zeit, ganz wie bei einem traditionellen Instrument. Welche Klänge aus dieser instrumentalen Konfiguration entstehen, ist dann abhängig von der physischen Eingabe des
Instrumentalisten am Interface der Konfiguration (hier erscheint erneut die Modularität des elektronischen Instruments in Eingabeteil, Verarbeitung und Klangerzeugung),
ebenfalls wie beim traditionellen Instrument. Das Interface ist jener spezifische Teil der
interaktiven Konzeption, an der der Anwender aktiv ist. Da es sich um einen Dialog
handelt, bedingen sich der in- und output des Systems gegenseitig, es entsteht ein Kreislauf des Empfangens und Agierens, der in der Geschichte der Kunst- und Computerwissenschaft, so etwa in den Grundsätzen der Kybernetik von Norbert Wiener29, als Rückkopplungsprinzip beschrieben worden ist.
Die Annäherung von Kunst und Technologie im 20. Jahrhundert, wie sie in die-
sem Kapitel skizziert wird, findet z.B. in der kybernetischen und reaktiven Kunst ab den
1950er Jahren zu einer fruchtbaren Verbindung, die grundlegende ästhetische Voraussetzungen auch für das Verständnis von elektronischen und digitalen Musikinstrumenten
liefert. Die wechselseitige, medial vermittelte Einflussnahme von technologischer Konfiguration und deren Umgebung bzw. individuell agierenden Benutzern ist ein Prinzip, das auch in Konzepte multimedialer Instrumente miteinfließt. So kooperierte der
Künstler Nicholas Schöffer in den 1950er Jahren mit dem Techniker François Terny im
Philips NatLab Studio in Eindhoven30, um eine der ersten kybernetischen Skulpturen zu
erschaffen: Die beweglichen, roboterähnlichen CYSP (ein Akronym für Cybernetic Spa-
tiodynamics) reagieren per Sensorik auf Umwelteinflüsse wie Licht und Geräusch und
werden in einer Tanz-Performance mit Maurice Béjart 1956 erstmals vorgestellt.31
In Konzepten wie John Cages indeterminacy, Nam June Paiks participation oder
dem Begriff des offenen Kunstwerks, wie ihn der Semiotiker Umberto Eco geprägt hat,
erläutert sich ein Kunstverständnis, das den geschlossenen, oft als gleichsam autoritär
empfundenen Werkcharakter dem Kunstwert der Situation und spontanen Kommunikation unterordnet und das den Besucher oder Bespieler eines Kunstwerks als dessen
29 vgl.: Wiener, Norbert (1968, OA 1948): Kybernetik. Regelung und Nachrichtenübertragung in Lebewesen und
Maschine.
30 Die Arbeiten im Philips Studio sind für die Entwicklung niederländischer Kunst- und Musikkultur essentiell. Die
Liaison von Musikern, Wissenschaftlern und Technikern fördert u.a. Komponisten wie Dick Raaymakers, Tom
Dissevelt und Edgar Varèse. Der sich dort begründende Erfolg der elektronischen Musik der Niederlande ist eine
Grundlage für die Errichtung des Sonologie-Instituts und schließlich auch für die Gründung des STEIM. Vgl.: Alcedo Coenen (o.J.): Nederlands Elektro-Akoestisch Repertoirecentrum.
Online unter: www.donemus.nl/near/alcedo_en.php - Zugriff am 01.02.2008.
31 vgl.: Goodman (1987): Digital Visions. Computer and Art. S.136f.
11
1.2.2 Interaktive Kunst und elektronische Musikinstrumente
konstitutiven Part begreift. Söke Dinkla verortet die Anfänge dieser Umdeutung bei
Max Ernsts dadaistischen Exponaten aus dem Jahr 1920, die den Betrachter zum Benutzen einer ebenfalls ausgestellten Axt auffordern, falls diesem das Werk nicht gefalle. Die
als aktiv definierte Rolle des Betrachters ist Teil des Kunstwerks, das sich somit entautorisiert und entauratisiert. Über Marcel Duchamps provokante Hinterfragung des Ausstellungskontextes und der damit verbundenen Öffnung der Kunst für Außer-Künstlerisches führt diese Entwicklung auf dem Gebiet der Musik zu zahlreichen Arbeiten
von John Cage, der das ready-made-Konzept Duchamps auf klanglicher Ebene fortführt.
Cages Involvierung des Alltäglichen, quasi Gefundenen in seine Inszenierungen thematisiert auch die Beteiligung und intellektuelle Aktivität der rezipierenden Personen und
entwirft Situationen, die von Unbestimmtheit gekennzeichnet sind und erst durch die
Realisierung im sozial-medialen Kontext ihre jeweilige Form erhalten.32 An dieser sozial-
medialen ästhetischen Schnittstelle33 bildet sich allmählich der Begriff der Interaktivität,
wie Dinkla ihn für die Interaktive Kunst verwendet.
„Während weder Cage noch Kaprow [Allan Kaprow, ein wesentlicher Gestalter der Happening-Bewegung, z.B. durch sein Werk 18 Happenings in 6 Parts, New York 1959, Anm.
d. Verf.] vollständig auf schriftliche oder verbale Anweisungen verzichten, gibt es in der
Interaktiven Kunst (im Idealfall) keine expliziten Anweisungen. Unbestimmtheit und Offenheit entstehen nicht durch möglichst vage Anweisungen, sondern dadurch, daß das
Regelsystem ins Computerprogramm verlagert wird. Die Handlungsanweisungen des
Happenings werden somit an das System delegiert und automatisiert.“34
Interaktivität bezeichnet hier partizipative, multimediale Werke in Form von Installationen und environments, deren Konfiguration einen Computer enthält, der komplexe
Berechnungen zur Vermittlung von In- und Output durchführen kann. Die Technologie
ermöglicht so eine aktive Beteiligung des Nutzers im Sinne eines künstlerischen, rückgekoppelten Regelkreises. Strukturell sind solche Kunstformen deutlich mit den multimedialen Musikinstrumenten verknüpft, wie sie auch bei STEIM entwickelt werden - auch
dort wird mit digitalen Konzepten kommuniziert, die Musik produzieren.
Als Beispiel für eine Installation Interaktiver Kunst, die musikinstrumentalen
Charakter enthält, soll die einflussreiche Arbeit Very Nervous System (seit 1986) von David Rokeby erwähnt werden. Es setzt zwei Apple2-Computer ein, um die Videodaten
von drei grob auflösenden, selbstgebauten Kameras zu verarbeiten und Synthesizer oder
Sampler mit diesen Daten anzusteuern. Der Anwender steht im Raum, wird gefilmt und
erfährt direktes auditives Feedback auf seine Gesten durch das System. Der Installationsraum wird also ebenso wie der technisch-mediale Raum exploriert, was Rokeby selber
als künstlerisches Handeln beobachtet, das durch Ausprobieren, Lernen und versuch32 John Cage wird das erste sog. Happening zugeschrieben, das er 1952 bei einem Event am Black Mountain College
aufführte. Die Beteiligten sind bei diesen frühen Werken Cages im Gegensatz zu anderen Happening-Konzepten
nicht das Publikum sondern die Aufführenden, deren Handlungsfreiraum maximiert wird. Vgl.: Brüninghaus-Knubel/ Dinkla (Hg.) (1997): InterAct! Schlüsselwerke Interaktiver Kunst. S.11.
33 In den Sozialwissenschaften ist von Interaktion die Rede, wenn Wechselbeziehungen zwischen Handlungen
beschrieben werden. Der Begriff wurde in den 1960ern aus der Computerwissenschaft adaptiert, wo er für digitale
Kommunikationsmodelle in Echtzeit stand. Vgl.: Dinkla (1997): Pioniere Interaktiver Kunst. S.14ff.
34 Dinkla (1997), S. 41.
12
1.2.2 Interaktive Kunst und elektronische Musikinstrumente
tes Befehlen gekennzeichnet ist.35 Wie es die theoretische Perspektive, es handele sich
hier um einen Dialog zwischen Anwender und Programm, nahelegt, wird der Klang in
dieser speziellen Form eines elektronischen Musikinstruments aus dem Kunstfeld nicht
durch die Vorstellung einer autorisierten Kontrolle durch den Instrumentalisten erzeugt,
sondern im Wechselspiel, in einem dafür optimierten Konzept.36
Die im vorigen Abschnitt festgestellten grundlegenden Merkmale für ein elektronisches
Musikinstrument lassen sich auch mit dem Modell des Instruments im Kontext der Interaktiven Kunst verbinden. Neben der Echtzeitklangerzeugung ist die physische Eingabeaktivität des Musikers essentiell für musikinstrumentales Handeln. Diese Bedingungen sind keine hinreichenden, um ein Instrument als solches zu definieren, und sie
reichen sicherlich nicht aus, um ein Objekt als ein solches zu klassifizieren oder nicht,
aber sie helfen, um die im Folgenden vorgestellten Entwicklungen von anderen Interfacestrategien zu unterscheiden, die nicht auf der Direktheit von Physikalität und Echtzeit basieren.
1.3 Zur Struktur und Quellenlage dieser Arbeit
Die Geschichte des STEIM wurde bis heute noch nicht umfassend recherchiert. Abgesehen von einem kurzen Abriss von Hugh Davies37 und Konzert- und Ausstellungskatalo-
gen liegen keine publizierten Quellen vor, die die geschichtliche Entwicklung des STEIM
zusammenfassen. Es war also nötig und hilfreich, durch zwei Forschungsaufenthalte
vor Ort Informationen über die am STEIM in den letzten fast 40 Jahren durchgeführten
Projekte zu sammeln. Im Archiv des STEIM liegen Pressemeldungen, Programmhefte,
Studioberichte, Anträge, Ausstellungskataloge, Projekt-Bewerbungen und Festivalbroschüren vor, ebenso Text-, Bild-, Audio- und Videomaterial über vergangene Forschungs-
und Entwicklungsprojekte, Konzerte und Festivals. Leider sind diese Archivierungen
nicht lückenlos und vollständig geführt worden, so dass vor allem über die frühen Jahre
(bis in die 1980er), nur wenige Quellen zur Verfügung stehen. Erst ab 1989 wurden die
jährlichen Berichte sorgfältig archiviert, die über die stattgefundenen Projekte, Konzerte und Forschungsarbeiten informieren. Sie dienen als Basis für die Förderungsanträge
der Stiftung. Einige Jahresberichte aus den 1970er Jahren konnten ebenfalls gefunden
werden, sie dokumentieren allerdings hauptsächlich die Werkstattarbeiten. Alle Daten
dieser Jahresberichte wurden während zweier Forschungsaufenthalte vom Verfasser erfasst und durch weitere Recherchen ergänzt.. Die dabei entstandenen Listen bieten einen
35 Rokeby, David. Zit. nach Großmann (1995): Sechs Thesen zu musikalischen Interfaces. S. 161.
36 Betrachtet man Interaktive Kunst unter dem Aspekt der Kontrolle, so zeigt sich das kontroverse Potenzial, das
solchen Installationen innewohnt: Wird die Kontrolle auf der Seite des Anwenders gesehen, lässt sie die Erweiterung
von künstlerischer Freiheit und Delegierung von Funktionen assoziieren. Betrachtet man das Computersystem als
kontrollierend, kommt das Moment der Überwachung und die drohende Entfremdung durch Technologie ins Spiel.
Der Titel für Rokebys „Very Nervous System“ ist in dieser Hinsicht klug gewählt, da hier nicht klar ist, ob wirklich das
Computer-System gemeint ist, das nervös, unsicher und somit quasi vermenschlicht ist - oder der Anwender, der vom
Programm beobachtet und prozessiert wird und so die eigene Nervosität erfährt.
37 Davies, Hugh (1996): A Short History of STEIM.
13
2.1 Die Gründung des STEIM 1967-1969
Überblick über STEIMs Forschungs- und Entwicklungsprojekte, künstlerische Projekte,
Konzerte und die als Artists-in-Residence unterstützten Künstler und Musiker. Sie befin-
den sich im Appendix dieser Arbeit.
Nico Bes hat der bei der Digitalisierung alter Medienquellen sowie Übersetzun-
gen und Fragen zu Details einzelner Projekte große Unterstützung geleistet. Er arbeitet
seit 1971 als Studiotechniker und logistischer Koordinator am STEIM und konnte in Gesprächen viel Wertvolles ergänzen. Mit ihm wurden ebenso wie mit dem künstlerischen
Direktor Michel Waisvisz, dem gegenwärtigen Gastdirektor Takuro Mizuta Lippit, dem
Softwareentwickler Frank Baldé und dem Komponisten Kees van Zelst qualitative Interviews38 durchgeführt, die für die Forschungsarbeit als Primärquellen dienen und als
Audiomaterial (teilweise transkribiert) beim Verfasser vorliegen.
Die Datenmenge, welche die Forschung über STEIMs Geschichte bereitstellt,
wird in dieser Arbeit zur exemplarischen Darstellung einiger signifikanter Projekte
reduziert. Zu nahezu jedem einzelnen Instrument und Projekt erscheint die sinnvolle
und vielversprechende Möglichkeit, sich tiefergehend mit dessen Konzeption und Um-
setzung wissenschaftlich zu beschäftigen. Für die den Elementen des elektronischen
Musikinstruments folgenden drei modellhaften Einteilungen der knapp 40jährigen Geschichte des STEIM werden jeweils einige Instrumente hervorgehoben. Die umfassende
Liste der Projekte, Konzerte und Künstler im Anhang vervollständigt diese Beispiele in
stichpunktartiger Form. Den Kontext der künstlerischen Aktivitäten erläutern die historischen Überblickskapitel.
2. Historischer Überblick, erster Teil
2.1 Die Gründung des STEIM 1967-1969
Ende der 1960er Jahre formiert sich aus dem von Aufbruch und Umbruch gekennzeichneten Umfeld der Amsterdamer politisch aktiven Musikszene eine Gruppe von Kompo-
nisten, die alle ehemalige Schüler von Kees van Baaren am Königlichen Konservatorium
in Den Haag sind. Misha Mengelberg, Louis Andriessen, Peter Schat, Dick Raaymakers,
Konrad Boehmer, Jan van Vlijmen und Reinbert de Leeuw finden 1967 zusammen, um
gegen den konservativen, etablierten Konzertbetrieb zu protestieren und gemeinsame
Kompositionen und Improvisationskonzerte zu organisieren, die sie „Politische Demonstrationskonzerte“ nennen.39 Im Sigma Center auf dem Amsterdamer Kloveniersburgwal
richten sie sich ein Studio ein, in dem sie mit elektronischem Instrumentarium experimentieren, insbesondere mit den Verstärkungsmöglichkeiten durch Kontaktmikrofone.
Dieses Studio trägt seit spätestens 1968 den Namen „Studio voor elektro-instrumentale
muziek“ - kurz STEIM. Dort wird u.a. eine Serie von Skulpturen nach Entwürfen von
38 Die Interviews sind auf den Kriterien für qualitative Befragungen angelegt, wie sie in: Bork, Jürgen/ Döring Nicola (Hg.): Forschungsmethoden und Evaluation. Berlin 2002. S. 308 ff. definiert werden.
39 Bes, Nico: STEIM-Timeline (o.J.), STEIM Archiv
14
2.1 Die Gründung des STEIM 1967-1969
Peter Schat entwickelt, deren metallene Elemente durch Kontaktmikrofonie abgenommen werden und deren Signale durch eine eingebaute Schaltkonsole vom Instrumentalisten mischbar sind. Diese Artaudofoon genannte Entwicklung40 ist eines der ersten
Performance-Instrumente aus dem Feld der Arbeitsgruppe, die STEIM im Februar 1969
offiziell als Stiftung gründet.41 Als erste öffentliche Performance, die bereits mit dem
Namen STEIM in Verbindung steht und diesen nach außen kommuniziert, gilt Jan van
Vlijmens „Interpolations“ für Orchester und Live-Elektronik von 1968.42
Die Aktivitäten der Gruppe sind sowohl musikalischer als auch politischer Art.
Sie setzen sich engagiert dafür ein, dass der italienische Komponist und Dirigent Bruno
Maderna als Gastdirigent am Amsterdamer Concertgebouw verpflichtet wird, nachdem
dieser Peter Schats Oper „Labyrinth“ beim Holland Festival 1966 aufgeführt hat43 - seine
Berufung ist für das traditionelle Orchester eine Revolution. Das Orchester soll außerdem eine Demokratisierung erfahren und das eigene Programm mitgestalten dürfen.
Die Mittel zur Durchsetzung dieser kulturpolitischen Erneuerungen sind gekennzeichnet von den holländischen Spielarten der internationalen Fluxus-Bewegung,44 die sich
in spontanen Happenings und Aktionskonzerten äußert und aus deren Tradition das in
den 70er Jahren verbreitete Musiktheater entsteht. Nachdem der Orchestervorstand eine
amerikanische PR-Kampagne für die niederländische Fluglinie KLM unterstützt hatte,
stört die Gruppe mit lärmendem Spielzeug ausgerüstet eine Aufführung eines Konzertes von Johann-Joachim Quantz im Concertgebouw, um ihre Meinung sowohl zur Kampagne als auch zur in ihren Ohren unzeitgemäßen Aufführung eines Flötenkonzerts aus
dem 18. Jh. kundzutun. Sie geben spontane, uneingeladene Improvisationskonzerte in
den Büros des Flugkonzerns und auch im Concertgebouw selbst, was schließlich sogar
zu ihrer kurzzeitigen Arrestierung führt.45 Hier wird deutlich, dass das situative Moment, das bis heute für die live-orientierte künstlerische Arbeit STEIMs essentiell ist, auf
einer historischen Tradition steht, die aus dem Kunstfeld kommt. Die Idee der „Totalen
Kunst“, die sich in Europa und Amerika in den 1960ern insbesondere in Happenings
und Aktionskunst manifestiert, hat das Ziel, Kunst und Außer-Künstliches nicht nur zu
verbinden, sondern ganz grundlegend die aktuellen musikalischen, gesellschaftlichen
und politischen Fragen mit künstlerischen Mitteln anzugehen.
In dieses Bild passt die Tatsache, dass die Komponisten auch in der vitalen Jazz-
szene Amsterdams aktiv sind. Allen voran der Jazzpianist Mengelberg; er gründet 1966
mit dem Schlagzeuger Han Bennink und dem Saxofonisten Willem Breuker den „In-
stant Composers Pool“, eine Improvisationsgruppe, die die speziellen niederländischen
Formen des teils improvisierten Musiktheaters ausprägt und 1967 das Jazz-Plattenlabel
40 Eine Skulptur der „Artaudofoon“-Serie ist heute im Foyer des STEIM als permanentes Ausstellungsobjekt aufgestellt. Sie wurde vom Künstler Frans de Boer Lichtveld angefertigt.
41 vgl.: Stichting Statuten, STEIM Archiv. Als Gründungsdatum der Stiftung ist der 27.02.1969 angegeben.
42 http://users.pandora.be/stichtinglogos/lb/0005/lb0005kon.html - Zugriff am 09.08.2007
43 vgl.: Whitehead, Kevin (1998): New Dutch Swing. S. 39.
44 vgl. Davies (1996) S.32: Misha Mengelberg, Louis Andriessen und Peter Schat gründeten gemeinsam mit u.a.
Willem de Ridder die „Mood Engineering Society“, die zahlreiche Happenings und Improvisations-Events aufführte
und einen wichtigen Bestandteil des nordeuropäischen Fluxus ausmachte.
45 vgl.: ebd. S. 69f.
15
2.1 Die Gründung des STEIM 1967-1969
ICP hervorbringt. Durch
die Selbstständigkeit eines eigenen Labels können die Veröffentlichungen
der Szene unabhängig von
den Vorgaben der Industrie gewählt und gestaltet
werden, und es dient als
Markenname, der eine hö-
here Medienpräsenz und
Bild 01: Die Komponisten und Autoren der Oper „Reconstructie“: v.l.n.r.:
Hugo Claus, Louis Andriessen, Misha Mengelberg, Reinbert de Leeuw, Peter
Schat, Harry Mulisch, Jan van Vlijmen.
Quelle: Muziek Aktueel. STEIM - Studio voor elektro-instrumentale muziek.
Den Haag 1986. S.10
die Verbesserung der Auftrittsituationen
erzielt.46
Der Begriff des Instant
Composing geht von Mengelberg aus, dessen für die
Arbeiten STEIMs bis heute wesentliche Vorstellung der Verschmelzung von improvisierter und komponierter Musik im Moment der Aufführung hier einen einprägsamen
Namen erhält. Die Forderungen nach musikalischen Neuerungen, einem erweiterten
Musikverständnis und nach Performance, Aktion und Improvisation lassen Fluxus,
Neue Musik und Jazz in Amsterdam zu einer gemeinsamen Szene verschmelzen. Louis
Andriessen beschreibt die musikalisch-politische Symbiose:
„At that time it was very clear that my generation of composers and jazz musicians were
really close together, in seeing what music had to do with politics, and how we needed to
change the government’s attitude about spending money on art and music.“47
Das Geld, das die Musiker sich vom Staat als Unterstützung erkämpfen, wird in politi-
sche Konzerte und Konzertreihen investiert, wie z.B. „Musicians for Vietnam“,48 welche
die Concertgebouw-Cellistin Edith Neumann initiiert, die „Inclusive Concerts“, deren
Initiatoren (u.a Mengelberg) bei freiem Eintritt und kontinuierlich ein- und ausgehendem Publikum gute Gagen für maximal 20-minütige Konzerte zahlt, bis das gewährte
Geld ausgegeben ist (die Konzertreihe existiert von Ende der 1960er bis Mai 1972),49 oder
die durch vier holländische Städte tourende Reihe der oben erwähnten „Politischen Demonstrationskonzerte“.
STEIM wächst aus dieser Szene, als das Geld für öffentlich finanzierte Experi-
mentalmusik und -kunst schon fließt und die Aktionen, Kampagnen und Revolutionen
der Arbeitsgruppe sich im Musikbetrieb bemerkbar machen: Das Kultusministerium, die
Stadt Amsterdam oder öffentliche Radiosender wie VPRO vergeben Kompositionsaufträge und Förderungen.50 So entsteht im Auftrag der Niederländischen Oper die Kom46 vgl.: Jost, Ekkehard (1987). Europas Jazz 1960-80. S.345ff.
47 Louis Andriessen, zit. nach: Whitehead (1998) S. 66.
48 ein neunstündiges Konzert unterschiedlichster Stilistiken (1968) (vgl.: Whitehead 1998, S.66) Es ist gleichzeitig das
erste Konzert im „Frasacti“-Theater, seitdem einer der zentralen Veranstaltungsorte in Amsterdam.
49 vgl.: Whitehead (1998) S. 66f.
50 vgl: ebd. S.67.
16
2.1 Die Gründung des STEIM 1967-1969
position „Reconstructie“ als kollektive Oper der Arbeitsgruppe mit den Schriftstellern
Harry Mulisch und Hugo Claus, die im Juni 1969 beim Holland Festival uraufgeführt
wird und welche das Leben von Che Guevara als Adaption des Librettos zu Mozarts
„Don Giovanni“ thematisiert. Sie verbindet Rezitative, Bühnenbild, Bildprojektionen
und elektro-instrumentale Musik in einer Form, die Davies mit dem Schlagwort „Multimedia-Oper“ bezeichnet.51 Die Technologie, die für die Aufführung angeschafft wird
(Kontaktmikrofone, Verstärker, PA-Systeme, tragbare Live-Elektronik und Keyboards)52
geht später in den Fundus des frisch gegründeten STEIM über. So können die Mitglieder
des Studio-Treffpunkts auf dem Kloveniersburgwal Ressourcen und Technologie weiter
bündeln und haben einen Ort zur Verfügung, an dem Musiker, Künstler und spezialisierte Techniker zusammenkommen und kooperieren. Im Zuge des Kompositionsauftrages von „Reconstructie“ wird das Studio als Stiftung gegründet, um als Rechtsperson
Förderungen von öffentlicher Hand beantragen zu können und der Arbeitsgruppe ein
Budget bereitzustellen, mit dem sie die räumliche und technologische Grundausstattung
anschaffen kann. Nach einem umtriebigen Jahrzehnt der ästhetischen Auflehnung gilt
in den Niederlanden experimentelle Musik schließlich als eine zentrale Kunstform von
allgemeinem Interesse, die staatliche Subvention verdient. Im Anschluss an die Aufführung der Oper zieht das Studio in ein größeres Gebäude auf dem Prinseneiland, westlich
des Amsterdamer Hauptbahnhofs am Fluss IJ gelegen.
Misha Mengelberg bemerkt rückblickend zu „Reconstructie“, dass die Oper kein
gemeinsamer musikalischer oder politischer Sprechakt der Arbeitsgruppe war. Ein ein-
heitlicher Stil der fünf Komponisten kann in seinen Augen nicht ausgemacht werden,
da ein solches Profil in der Gruppe nicht existierte. „They wanted us to have a forum for
[...] what we wanted. But [...] we didn‘t stand for anything.“53 Umso erstaunlicher ist es, dass
die laut Mengelberg so uneindeutigen Motivationen der Gründungs-Komponisten, die
„für nichts Bestimmtes standen“ im historischen Rückblick bis heute im STEIM-Profil zu
finden sind. Selbst wenn sich keiner der Gründer mit Ausnahme von Raaymakers auf
elektronische Kompositions- und Aufführungspraxis spezialisiert hat,54 so spiegelt sich
doch der Geist der Performances und Improvisationen in den stets auf Bühnenpräsenz
und direkten Kontakt (zwischen Musiker und Technologie sowie zwischen Musikern
und Zuhörern) gerichteten STEIM-Projekten und -Entwicklungen, wie sie als grundle-
gende Ausrichtung für ein elektronisches Studio bis heute einzigartig ist. Mit Mitteln des
Instituts für Sonologie, das aus Ressourcen des Philips Studios in Eindhoven gegründet
wurde und das damals in Utrecht angesiedelt war (mittlerweile, noch immer sehr eng
mit STEIM verknüpft, im Konservatorium in Den Haag) wird die Ausstattung des Studios ermöglicht.55 Da der Fokus der Ausstattung immer schon auf der Live-Aufführung
liegt, ist die Mobilität und modulare Konfiguration des Instrumentariums zentral für die
Konzeption.
51 vgl.: Davies (1996) S. 32.
52 vgl.: ebd.
53 Mengelberg, zit. nach Whitehead (1998), S. 71.
54 vgl.: Davies (1996). S. 33.
55 vgl. ebd. S.32f.
17
2.2 Arbeiten aus den 1970er Jahren
„Sound Synthesis Equipment such as oscillators and noise generators were not included
at first in order to make a distinction from the
classical tape studio.“56
schreibt der seit 1971 am STEIM arbeitende Studiotechniker Nico Bes rückblickend
über die anfängliche Ausstattung in einer
Broschüre anlässlich einer STEIM-Ausstellung von 1986. Stattdessen stehen Musikern und Komponisten Mikrofone (insbesondere Kontaktmikrofone) bereit, deren
Signal direkt durch Mischpulte, klangver-
arbeitende analoge Modulatoren wie Filter,
Envelope Follower, Tape Recorder, Verstärker und Lautsprecher prozessiert werden
kann.57 Das Studio dient zur Improvisation
Bild 02: Das erste STEIM Studio auf dem Prinseneiland in Amsterdam 1971. (v.l.n.r.: Francis Balaguer,
Nico Bes, Peter Schat). Quelle: Muziek Aktueel. STEIM
- Studio voor elektro-instrumentale muziek. Den Haag
1986. S.10.
mit Musiktechnologie und ermutigt zur
Forschung an eigenen Bühneninstrumenten.
2.2 Arbeiten aus den 1970er Jahren
Der Schwerpunkt der musikalischen Forschungen liegt in den 1970er Jahren auf der
musikalischen Anwendung des Prinzips der Spannungssteuerung. Eigene Klangkonsolen, die mobil und dezentral einsetzbar sind, stellen die ersten musiktechnologischen
Entwicklungen des STEIM nach der Gründung dar. Sie münden im Black Box System58,
einem umfangreichen, spezialisierten Modularsystem, das zur Verarbeitung von Audio-
signalen sowohl im Studio als auch auf der Bühne konzipiert wird und das in seiner
Baukastenstruktur für externe Projekte ebenso dient wie für Kompositionen und Konzerte im STEIM. Es wird ab 1971 vom Musiker und Techniker Rob van de Poel initiiert.
Kontinuierliche Studioarbeit wird in den ersten Jahren aufgrund der unsteten Präsenz
des Equipments erschwert, stattdessen werden mit den jeweils vorhandenen Geräten
verschiedenartige Performances und Aufführungen unterstützt, von kleinen Musik-
theater-Produktionen und Festivals (u.a. im Stedelijk Museum und im Shaffy Theater)
bis zu z.B. Luigi Nonos aufwändigen Live-Elektronik-Konzerten beim Holland Festival
1970. In den 1970er Jahren bilden sich einige Ensemble am STEIM, die sich „STEIM-
Quartett“59 (Peter Schat, Rob van de Poel, Polo de Maas, William York) oder „STEIMEnsemble“ nennen. Peter Schat wird 1971 STEIMs erster Künstlerischer Leiter, die Ar56 Bes, Nico (1986), S. 8.
57 vgl.: ebd.
58 siehe für eine detaillierte Beschreibung Kapitel 4.1: Rob van de Poel: Black Box System
59 Das STEIM-Quartett wird ab 1974 von Van de Poel unter dem Namen „Silver String“ weitergeführt.
18
2.2 Arbeiten aus den 1970er Jahren
beitsgruppe rund um die Gründer von „Reconstructie“ erweitert sich bald auf 30-50
Mitglieder60, und Misha Mengelberg bietet Kurse unter dem Titel „Jugend und Musik“
an. Das Studio wird dafür vom Prinseneiland zugunsten eines zentraleren Standorts
und mehr Arbeitsfläche 1972 an den Groenburgwal verlegt, wo es für 14 Jahre besteht,
bis es schließlich 1986 an seinen heutigen Platz an der Achtergracht wechselt. Für Peter
Schats Komposition „To You“ (1972) stellt das Team des STEIM aufwändige, zwei Meter
hohe Kreisel her, die als Klangquellen dienen und von einem Ensemble mit elektrifizierten Instrumenten begleitet werden. In der Folge der Kostspieligkeit dieser Aufführung
entsteht eine Debatte über den Schwerpunkt des Studios, der bis dahin parallel sowohl
auf derlei individueller, teils elitärer Forschung an spezialisierter Hardware als auch
andererseits auf der Idee von hierarchiefreier Versorgung einer offenen Szene mit Musiktechnologie liegt. In deren Verlauf entzweit sich die Arbeitsgruppe, speziell Schat und
Mengelberg finden keinen Kompromiss. Schat verlässt seinen Posten als Künstlerischer
Leiter, und die Organisation fällt der erneuerten und erweiterten Arbeitsgruppe zu, die
diskussionsreich und stets vor dem Hintergrund der Frage nach politischer Relevanz
ihre Entscheidungen für STEIMs Aktivitäten trifft. Durch den Rückzug des Initiators der
„To You“-Produktion fällt die richtungsweisende Entscheidung, ein Studio zu führen,
das persönliche Projekte zwar unterstützt, dabei aber die Prämisse der Gemeinnützigkeit im Sinne einer Einbindung in den gegenwärtigen Musikkontext nicht aus den Augen verliert. Schat gründet daraufhin die mobile Konzertbühne „The Electronic Circus“,
die durch Aufführungen mit elektro-instrumentaler Musik - teilweise in speziellen Kinderkonzerten - erfolgreich ist und wenn auch nicht strukturell, so doch konzeptionell
gerade im Rückblick immer noch mit STEIMs experimenteller und performativer Arbeit
assoziiert ist.61
Die regelmäßig von STEIM veranstalteten Konzerte der bis heute in wechseln-
den Formen bestehenden Reihe „Konzerte im eigenen Haus“ finden offiziell erst ab 1976
statt, in einem der beiden am Groenburgwal vorhandenen Arbeitsräume. Zuvor gibt
es zahlreiche einzeln organisierte Konzerte im freien Umfeld des neugegründeten Studios. Darin präsentieren sich sowohl Komponisten und Musiker, die am STEIM arbeiten als auch Gäste von außerhalb, deren Schaffen mit dem von STEIM konzeptionell in
Verbindung steht. In den 1970ern sind dies hauptsächlich multimediale Musiktheatervorführungen. Bis heute werden in dieser Form regelmäßig Konzerte veranstaltet, seit
dem großen Umzug in die Achtergracht 1986 finden jährlich ca. zwölf davon im eigenen
Haus statt.
Die zentralen Interessen der Arbeit am STEIM in den 1970ern sind die Fragen
nach der politischen Relevanz von Musik, nach dem Verhältnis zwischen Komponist
und Techniker und nach dem Live-Einsatz spannungsgesteuerter elektronischer In-
strumente.62 Ein Schwerpunkt liegt außerdem auf der Entwicklung von multimedialen
Klangobjekten und Installationen (von Misha Mengelberg, Hugo Timmer, Victor Wentink u.a.) und der konzertanten Verknüpfung von elektronischer Musik und Bildpro60 vgl.: Davies (1996) S. 34.
61 vgl.: Nico Bes im Interview mit dem Verf., 31.07.2007.
62 vgl.: Davies (1996), S.33.
19
2.2 Arbeiten aus den 1970er Jahren
jektionen (von Victor Wentink, Tony van Campen und Dick Borstlap); der intermediale
Ansatz, der in „Reconstructie“ formgebend gewesen ist, prägt das Schaffen am STEIM
weiterhin.
Michel Waisvisz beginnt ab 1973, fest am STEIM zu arbeiten. Der 1949 gebore-
ne Komponist und Musiker findet über seinen Mentor Dick Raaymakers den Kontakt
zu dem Studio. Er ist von Anfang an sehr stark involviert und gestaltet das Profil des
STEIM wesentlich mit. Ab 1981 nimmt er den Posten des Künstlerischen Leiters nach
der Zeit der locker geführten leitenden Arbeitsgruppe auf und hält ihn bis heute, begleitet von wechselnden Gastdirektoren. Seine über mehrere Jahre andauernden Forschungen am Crackle-Projekt initiiert Waisvisz Anfang der 1970er gemeinsam mit dem
Techniker-Team des STEIM. Es präzisiert durch die Entwicklung seiner selbstgebauten,
tonal unstabilen Synthesizer, die durch den direkten Hautkontakt des Musikers mit dem
elektronischen Schaltkreis gespielt werden, die ästhetische Ausrichtung, auf die STEIMs
elektro-instrumentale Forschung sich seitdem konzentriert: hin zu konkreten, individuellen und performativ zu bedienenden elektronischen Musikinstrumenten für den Bühnen- und Studioeinsatz.
Die Crackle-Instrumente63 unterschieden sich von gängigen zeitgenössischen
Synthesizern durch die Direktheit, mit der der Musiker sie spielt, indem auf das standardisierte Keyboard-Interface verzichtet wird. Kleinste Druckausübungen und Bewegun-
gen der Finger auf der stromleitenden Oberfläche finden ihre unmittelbare klangliche
Umsetzung ohne Zeitverlust oder mechanische Verzögerung. Durch die Berührungssteuerung kann der Körper des Instrumentalisten als physikalisch widerständiger Teil
im elektronischen Schaltkreis des Instruments betrachtet werden. Das Spiel ist intuitiv
zu erlernen, d.h. durch Zuhören bei der Improvisation und nicht durch logische, visuell
geleitete Annäherung, wie es bei der Arbeit mit den Oberflächen klanggenerierender
Apparate häufig der Fall ist. Damit prägt Waisvisz schon wenige Jahre nach der Grün-
dung wesentliche Paradigmen des STEIM erstmals in einem Instrument aus, die dort für
die Entwicklung elektronischer Musikinstrumente bis heute aktuell sind. Die Prinzipien
der möglichst unmittelbaren Klangsteuerung in Verbindung mit direkter Umsetzung
performativer Gesten, die die CrackleBox in ihrer charmant beschränkten Klangästhetik
beinhaltet, stehen Pate für viele der in der weiteren Geschichte STEIMs gebauten Instru-
mente. Die Touch-Philosophie64 formuliert 25 Jahre später in essayistischer Form diese
Ansprüche an individuelle elektronische Instrumente als STEIMs konzeptionelles Credo
in Bezug auf Interaktivitätskonzepte. Die Frage nach der politischen Bedeutung von experimenteller Musik tritt langsam in den Hintergrund, wenn man den Vergleich zu ihrer Brisanz und Allgegenwärtigkeit in den Gründungszeiten ziehen will. Seit Waisvisz‘
frühen Arbeiten ist STEIMs Selbstverständnis als Entwicklungslabor maßgeschneiderter
Musiktechnik zentral, das sich gegen die Massentrends aufgreifenden Entwicklungen
63 siehe für eine detaillierte Beschreibung Kapitel 4.2: Michel Waisvisz: Crackle-Instrumente.
64 Norman/ Waisvisz/ Ryan (1998). Die Touch-Philosophie beschreibt die Vorstellung, dass der ideale vieldimensionale Aktionsrraum zwischen Musiker und Instrument eine notwendige mental und physisch erfahrbare Direktheit
enthält, gerade in Bezug auf digitale instrumentale Konfigurationen. Siehe hierzu: Kapitel 5.1, STEIMs TouchPhilosophie.
20
2.2 Arbeiten aus den 1970er Jahren
der Industrie artikuliert. Gerade das (vom Hersteller bei Garantie-Verlust untersagte)
Öffnen und Manipulieren von Hardware in Verbindung mit der Akzeptanz unperfekter,
fehlerbehafteter, häufig als Lo-Fi benannter Klangästhetik ist eine Positionierung gegen
den Mainstream, die im Überblick über die Projekte der 40jährigen Geschichte einwandfrei mit den künstlerischen Auflehnungen der Gründer in den 1960er Jahren zu vereinbaren ist. Jedoch hat sich die universelle politische Dimension dezent zurückgezogen.
Die Strategie der individuellen, zur künstlerischen Nutzung bestimmten Konfiguration
verbreiteter Technologie ist auch im frühen Umgang mit PC-Technologie, bei den ersten
STEIM MIDI-Controllern, die einen Akzent gegen das industrielle Primat der KeyboardInterfaces darstellen und in personalisierten Software-Entwürfen zu finden.
Ende der 1970er Jahre beginnen STEIMs erste Arbeiten mit Computern und di-
gitaler Technologie. Im Rahmen einer Sonderförderung für das Projekt Mobilodrom des
Komponisten Michael Fahres wird 1978 ein PDP11 Computer angeschafft, der für eine
mobile Soundstation dient, deren musikalische Parameter in Abhängigkeit von Lichtintensität, Windstärke, Geräuschpegel und Temperatur gesteuert werden. Neben theoretischen Studien ist Angel Core von Ludwig Wisch und dem Dormu Tanztheater ein weiteres Projekt, in dem dieser Computer durch sensorischen Input Klänge hör- und formbar
macht, bei dem mit Hilfe eines von Darius Clynes geschriebenen Programms die Muskelspannungen eines Tänzers digitalisiert werden.65 Für den PDP11 gibt es kaum Audiosoftware; im Betriebssystem ist jedoch das einfache Kompositionsprogramm „PLAY“
integriert sowie der Compiler „Fortran VI“. Aufgrund seiner offeneren Systemstruktur
wird bald darauf ein Apple II Computer gekauft, für den bei STEIM eigene Wandlerkarten gebaut und erste Versuche mit eigener Audio-Programmierung gemacht werden;
bis heute werden fast alle STEIM-Projekte auf Apple-Computern realisiert und STEIMs
Softwareentwicklungen existieren ausschließlich für das Apple-Betriebssystem66. In den
1980er Jahren arbeitet das Software-Team außerdem mit Atari Rechnern. Auf der eigenen Website beschreibt STEIM die Pionierarbeiten der internationalen Arbeitsgruppe
zu dieser Zeit, die aus den Komponisten George Lewis, Martin Bartlett, Joel Ryan und
Clarence Barlow bestand:
„The idea that a computer could be used live on stage was unknown at the time. In the
early days of the personal computer, writing music software at STEIM can best be compared to the work of computer hackers: the entire computer system had to be opened up and
deliberately rebuilt with music as the goal!“67
STEIM richtet für die Hardware- und Programmierarbeiten eine Werkstatt ein, die von
1983 bis 1991 durch Paul Spaanderman koordinert wird. Es wird an einem eigenen Standard für die Kommunikation von Computern und Musiktechnologie gearbeitet,68 der
jedoch durch die Entscheidung für die Verwendung des seit 1983 eingeführten MIDI65 vgl.: Bes (1986), S. 13f.
66 Auf der STEIM Website gibt es die aktuelle Software zu kaufen. Versionen für ältere Betriebssysteme stehen zum
kostenlosen Download frei. www.steim.org/steim/products.html - Zugriff am 29.07.2007
67 Spekle, Waisvisz (o.J.): STEIM. A Reconstruction. (http://www.steim.org/steim/texts.php?id=1 - Zugriff am
29.07.2007)
68 vgl.: Bes (1986), S.17
21
2.2 Arbeiten aus den 1970er Jahren
Standards überflüssig
wird.
1981 übernimmt Michel
Waisvisz
den
Posten des künstlerischen
Leiters
am
STEIM. In seiner Musiktheater-Produktion
De Slungels (dt. = Die
Lausbuben)
erschei-
nen Roboter-Puppen
Bild03: Keine Menschen musizieren, sondern ferngesteuerte, eigenwillige Roboter:
Ausschnitt des Plakats zur Uraufführung von De Slungels, 1981. Quelle: Plakat im
STEIM-Archiv
auf der Bühne, die
ausschließlich durch
Computer
gesteuert
werden. Es ist abgesehen von „Reconstructie“ das aufwändigste Entwicklungsprojekt
in STEIMs damaliger Geschichte.69 Das Stück wird beim Holland Festival 1981 uraufgeführt und setzt einen Akzent in STEIMs praktischen und theoretischen Forschungen
auf dem Gebiet des Mensch-Maschine-Verhältnisses.70 Das Studio liefert damit einen
Gegenpol zur Idee der menschlichen Kontrolle über Musiktechnologie, hin zur wechselseitigen Kommunikation mit Maschinen. Im internen Studiobericht von 1981 ist vom
„sklavischen Charakter“71 der konventionellen musikalischen Apparatur die Rede, deren kreative Qualitäten STEIM in seinen Forschungen zeigen möchte. Damit steht die
Arbeit in der konzeptionellen Tradition der bereits erwähnten kybernetischen CYSPSkulpturen von Nicolas Schöffer, obwohl diese nicht wie die Slungels schein-autark auf
der Bühne agierten, sondern als scheu programmierte Wesen in der Abwesenheit von
Tänzern und Geräuschen ihre Kinetik entfalteten.
Es kommt zu immer mehr Anfragen internationaler Musiker, die interaktive Ele-
mente in ihre Arbeit einbringen und die Möglichkeiten, die MIDI zur Kommunikation
mit digitaler Technologie bereitstellt, nutzen wollen. So entsteht - wiederum prototypisch für viele weitere STEIM-Projekte - als dessen zweites großes Entwicklungsprojekt Waisvisz‘ MIDI-Controller The Hands,72 bei dem mittels Schaltern und Sensoren die
physischen Aktionen des Musikers in detaillierte musikalische Ereignisse übersetzt werden. Seine beiden Werke „Touch Monkeys“ (1985) und „The Archaic Symphony“ (1987)
werden international erfolgreich aufgeführt und verbinden ein einfaches, einleuchtendes Performancekonzept mit großem musikalischen und ästhetischen Gespür. Durch
die Möglichkeit, in STEIMs Studios und der Werkstatt Unterstützung bei Forschungen
im Bereich der Echtzeit-Klangsteuerung und der innovativen Verwendung des neuen
MIDI-Standards zu erhalten, entsteht im Laufe der 1980er Jahre ein immer größeres internationalen Interesses an der Nutzung des Studios.
69 vgl.: STEIM Jaarverslag (1981), „Slungels“. S.3
70 vgl.: ebd.
71 ebd.: Inleiding. S.2
72 siehe Kapitel 3.1.1: Michel Waisvisz: The Hands
22
3.1 Personalliste 1969-2007
3. Struktur des STEIM
3.1 Personalliste 1969-2007
Es werden in diesem Kapitel alle Personen genannt, die am STEIM seit seiner Gründung gearbeitet haben, soweit sich die Namen im Archiv finden ließen. Die jeweilige
Relevanz und detaillierten Funktionen einiger wichtiger Leiter und Mitarbeiter werden
hier nicht erläutert, stattdessen soll diese Auflistung als Überblick in Listenform über
alle auf regelmäßiger Basis mit dem STEIM involvierten Personen dienen, vergleichbar
mit den im Appendix kompilierten Daten über Projekte, Konzerte und Künstler. Da die
Struktur des Studios bis heute nicht streng hierarchisch angelegt ist, kommt es vor, dass
Mitarbeiter des Sekreteriats an der Konzeption und Durchführung von Ausstellungen
künstlerischen Werken über eine rein administrative Funktion hinaus beteiligt sind, dass
Techniker auf künstlerische Prozesse Einfluss nehmen oder dass z.B. Praktikanten entscheidende Beiträge zur Entwicklung von Soft- und Hardware leisten. Daher sind in die
Aufzählung alle Personalfunktionen eingeschlossen. Durch die wesentlichen Veränderungen der Räumlichkeiten und die strukturelle Neuausrichtung durch den regelmäßigen Künstlerischen Leiter Waisvisz und dessen Gastdirektoren teilt sich die Auflistung
in die Zeit vor und nach dem Jahr 1986.
1969-1986: Studios Prinseneiland und Groenburgwal
Auf die Jahre nach der inoffiziellen Gründung 1967 und der Formung der Stiftungsstruktur 1969 folgte eine Orientierungsphase, in der sich das Profil des STEIM in intensiver Diskussion langsam ausbildet. Diese fand vor allem in der wechselnd besetzten
Beratungsgruppe statt, die sich aus den nach ihrer Auflösung verbliebenen Komponisten der „Reconstructie“-Gruppe von 1969 bildet, erweitert durch niederländische
und internationale Komponisten. Sie entscheiden über die grundlegende Auswahl und
Ausrichtung der STEIM-Projekte auf einer politisch-künstlerisch motivierten Basis. Die
Besetzung der Gruppe wechselt kontinuierlich. Eine regelmäßige, stetig strukturierte
Führung, künstlerisch oder administrativ, gibt es nicht, bevor Michel Waisvisz 1981 die
künstlerische Leitung übernimmt.
Gründer:
1969: Misha Mengelberg, Louis Andriessen, Peter Schat, Jan van Vlijmen, Reinbert de Leeuw, Dick
Raaymakers, Konrad Boehmer
Künstlerischer Leitung:
Peter Schat, 1971-72
Künstlerische beratende Arbeitsgruppe (wechselnde Besetzung), 1970er Jahre: Misha Mengelberg, Louis
Andriessen, Michel Waisvisz, Victor Wentinck, Gilius van Bergeijk, Huib Emmer, Dick Raaymakers
Michel Waisvisz, seit 1981
Organisatorische Leitung:
Peter Bennink, 1972-75
Finanzdirektor:
Johannes Witteman 1969-72
23
3.1 Personalliste 1969-2007
Sekretariat:
Amy Mengelberg, ca. 1975-1981; Gabrie Latinga, 1981-1990
Studio- und Hauskoordination, logistische Planung:
Nico Bes, seit 1971; Hayo Den Boeft, 1983-92
Techniker in Studio und Werkstatt:
Jan Herrmann Verpoorten, 1969-1971; Nico Bes, seit 1971; Rob van de Poel, 1971-80; Wim Wansink, 1971-72;
Paul Godschalk, ca. 1981-84; Paul Hogeweg, ca.1981-84; Hans Venmans, ca 1984-87; Hayo Den Boeft, 198392; Aad te Bokkel, ca. 1980-83
Werkstattkoordination:
Johan den Biggelaar, 1972-88; Paul Spaanderman, 1983-91
Ab 1986: Studio Achtergracht
Seit dem Umzug in die mit über 1000 qm wesentlich geräumigeren Gebäude an der
Achtergracht bildete sich eine stärkere Unterteilung der zuvor nicht deutlich getrennten
Aufgabenfelder des STEIM in die Bereiche Künstlerische Leitung, Büro und Studio- und
Werkstattarbeiten aus. Die Entscheidungen über die Durchführung von STEIM-Projekten werden aus einer ästhetisch-künstlerischen Position getroffen, die sich in knapp 20
Jahren ausgeprägt hat. Um diese Position flexibel zu gestalten, wird die Stelle des Künstlerischen Gastdirektors auf Zeit einberufen, die aus unterschiedlichen ästhetischen Feldern besetzt wird. Dass die Durchführung aller unterschiedlichen Arbeitsbereiche unter
einem Dach stattfindet, ermöglicht einen dicht vernetzten Arbeitsalltag.
Künstlerischer Direktor:
Michel Waisvisz: seit 1981
Künstlerische Gastdirektoren:
George Lewis, Joel Ryan, Clarence Barlow, 1985 - ca. 1990 (als Vorläufer des offiziellen Co-Direktoren
Programms, und Übergang aus der Struktur der Arbeitsgruppe der 1970er); Nicolas Collins, 1992-1995;
Steina Vasulka, 1996-1997; Sally Jane Norman, 1998-2000; Daniel Schorno und Netochka Nezvanova, 2002;
Daniel Schorno, 2003-2004; Jan St. Werner, 2004-2006; Takuro Mizuta Lippit, Mazen Kerbaj und Atau Tanaka,
2006-2008; Tarek Atoui, Tina Blaine und Takuro Mizuta Lippit, seit 2008.
ergänzend zu den Gastdirektoren: Künstlerischer Rat (2001):
Netochka Nezvanova, Kaffe Matthews, Yannis Kyriakides, Michel Waisvisz, Joel Ryan, Daniel Schorno, Sher
Doruff und Roland Spekle
Projekt-Koordinatoren:
Joel Ryan, 1986-1995; Frank Baldé, 1995-2001; Robert van Heumen, seit 2001; Daniel Schorno, seit 2004
wissenschaftlicher Berater für Forschungsprojekte:
Joel Ryan: seit 1992
Konzert-Kurator:
Roland Spekle: 1999-2006
Konzertplanung und -organisation:
Ruud Backx: 1998 (Touch-Festival) - 2000; die Konzertplanung ist außerdem eine Hauptaufgabe der
Künstlerischen Gastdirektoren.
Studio- und Hauskoordinator, logistische Planung:
Nico Bes: seit 1971; Hayo den Boeft: bis 1992
24
3.2 STEIM als öffentlich geförderte Stiftung
Werkstatt-Koordinator:
Paul Spaanderman: 1983-1991; Frank Baldé: seit 1994
Techniker in Studio und Werkstatt:
Nico Bes, seit 1971; Hayo Den Boeft, 1983-92; Rob Keijzer, 1993; Ray Edgar, 1994-1997; Daniel Schorno, seit
1997; Peter Cost, 1987-1992; Bob van Baarda, 1992-1995; Jorgen Brinkman, seit 1995; René Wassenburg, 20012007
Software Entwickler:
Frank Baldé, seit 1986 (verantwortlich für den Software-Vertrieb seit 2001); Peter Cost, 1987-1992; Tom
Demeyer, 1988-2000 (verantwortlich für den Software-Vertrieb 1995-2000)
Praktikanten:
Sukandar Kartadinata, 1993-1994; Michiel Helsloot, 1997-1998; Marc Meyer, 1998; René Wassenburg, 2000;
Thomas Boonstoppel, 2002; Anne-Marie Skriver Hansen, 2003; Dan Overholt, 2003-2004; Cees Taal, 2004;
Toine Heuvelmans, 2004-2005; Tim Walther, 2005; Dirk Volman, 2005; Takuro Mizuta Lippit, 2005-2006; Tim
Walther, 2005-2006; Tim Grooneboom, 2006; Saskia Dedembach, 2006-07
Finanzverwaltung:
Martin Steins, 1983-2006; Joukje Stienstra, 1990-1995
Bürokräfte:
Gabrie Latinga, ca. 1980-1990; Anita Janssen, 1990-1992; Saskia Sjollema, 1992-1995; Joukje Stienstra, 19951997; Jelbrich de Vries, 1995-1997; Hellen Drooger, 1996-2000; Ramona Silva, 1997-2000; Tracy Slack, seit
2000; Kirsten Drooger, 2001-05; Erika Combée, seit 2001; Griet Baelus, 2002-2006; Yula Altchouler, 2006;
Minouk Konstapel, seit 2007
Webmaster:
Ray Edgar, 1995-1997; Lara van Druten, 1997-1999; Robert van Heumen, seit 2001
3.2 STEIM als öffentlich geförderte Stiftung
Die Stiftung Stichting STEIM besteht seit dem 27. Februar 1969. Diese Rechtsform wurde
gewählt, um als nichtgewerbliche juristische Person zu existieren und somit öffentliche
Gelder beantragen zu können. Die Subventionen kommen zum größten Teil aus dem
niederländischen Kultusministerium Ministerie voor Onderwijs, Cultuur en Wetenschap
und von der Stadt Amsterdam. Außerdem kann das STEIM projektbezogene Unterstützung von Kulturfördereinrichtungen wie z.B. Mondriaan oder Gaudeamus beantragen.
Die staatlich gewährten Fördergelder werden generell in vierjährigen Etappen gewährt,
dem sogenannten Kunstenplan. 18 Monate vor Ende eines laufenden Kunstenplans muss
der Antrag für die kommende Periode vorliegen, der detaillierte inhaltliche Angaben
und Kalkulationen zur Rechtfertigung des gewünschten Budgets erfordert. Dies stellt
für eine künstlerische Forschungseinrichtung wie STEIM eine problematische Herausforderung dar, da die Arbeit, die immer sehr eng an aktuellen technologischen Entwicklungen agiert und die Möglichkeiten, diese für musikalische Zwecke zu adaptieren, sich
nicht leicht auf fünf Jahre im Voraus planen lässt. Diese mitunter quasi Hellsichtigkeit
erfordernde Aufgabe der Antragserstellung fällt dem Vorstand der Stiftung zu, der aus
ehrenamtlich arbeitenden Mitgliedern des nationalen und internationalen kulturellen
Schaffens besteht. In enger Zusammenarbeit mit dem Künstlerischen Leiter Michel Waisvisz für die künstlerisch-inhaltlichen Fragen und in Absprache mit der Buchhaltung/ Finanzplanung des STEIM für die konkrete Budgetierung formuliert der Vorstand diesen
25
3.2 STEIM als öffentlich geförderte Stiftung
Antrag an das Ministerium und an die Stadt Amsterdam. Beim Vorstand liegt außerdem
die juristische Verantwortung der Stiftung. Die Ausgaben des STEIM werden von einem
externen Finanzbüro überprüft und in einem Jahresbericht an die Geldgeber kommuni-
ziert. Eine eindeutige Transparenz über die Verwendung der Zuwendungen liegt vor,
da zum Mai jeden Jahres ein Bericht über die künstlerischen und Forschungsergebnisse
sowie Konzerttätigkeiten und Kooperationen des abgelaufenen Jahres präsentiert wird.
Die Gelder werden zwar im Kunstenplan für vier Jahre zugesagt, jedoch per annum einzeln vergeben, was auch einen erneuten jährlichen formalen Antrag erfordert.
Im Jahr 2006 hat die Stiftung STEIM vom Ministerium 513.000€ erhalten (25% des vierjährigen Kunstenplans) und von der Stadt Amsterdam 67.000€. Das Geld der Stadt wird
vorwiegend für die Konzertserie im eigenen Haus verwendet. Eine Summe von 60.000€
bringt das STEIM 2006 durch den Verkauf von Hard- und Software und Honorare für
Workshops und die Touch-Ausstellung auf, so dass man feststellen kann, dass das STEIM
gegenwärtig ca. 90% seiner Mittel aus öffentlichen Quellen erhält.
3.3 Vorstandsmitglieder der Stiftung STEIM 1969-2007
Vorstand bei der Stiftungsgründung am 27. Februar 1969:
Arien van der Staay, I. N. Sniijders, Prof. H. Mol, Drs. F de Vries, J.L. Witteman, Jan Odé, Peter Schat
Vorsitzende:
Rudolf Koopmans, 1977-85; Jan Knopper, 1985-1991; Frans de Ruiter, 1992-99; Marleen Stikker, 1999-2005
Schriftführer:
Konrad Boehmer, 1981-1991; Dirk Groenenveld, seit 1991 (Schatzmeister seit 2005)
Schatzmeister:
Henri Augusteijn 1980-2003
Mitglieder:73
Jan van Vlijmen, 1970er; Konrad Boehmer, 1970er; Annemieke Gerritsma,1970er; Louis Andriessen, 1970er;
Dick Raaymakers, 1978-86; Tom Hokken, 1978-86; Josine van Droffelaar, 1981-84; Inge van der Vlies, 1983-84;
Peter Ingelse, 1985- ca.’87; Sytze Smit, 1986-1991; Judith Cahen, 1987-1991; Frans Saris, 1989-1991; Pieter
van der Veen, 1991-94; Felix Visser, seit 1991; Simon Emmerson, 1992-2003; Tod Machover, 1992-2003; Jean
Baptiste Barrière, 1992-96; William Forsythe, 1997-2003; David Wessel, 1997-2003; Dick Rijken, seit 2005
73 Für die Zeit von der Gründung bis zum Ende der 1970er Jahre dient das Interview mit Michel Waisvisz des Verfassers (27.08.2007) als Quelle ohne exakte Jahresangabe, erst ab dann liegen schriftliche Daten über die Vorstandsmitglieder im STEIM Archiv vor.
26
4.1 Rob van de Poel: Black Box System
4. Instrumente, erster Teil: analoge Klangerzeugung
4.1 Rob van de Poel: Black Box System
Das erste große elektro-instrumentale Forschungs- und Entwicklungsprojekt des STEIM
beginnt 1971 und wird bis ca. 1979 fortgeführt. STEIM hat kurz zuvor kommerzielle mo-
dulare Synthesizer gekauft (ein Moog System und einen EMS VCS374), deren Bedienung
keinen befriedigenden Live-Einsatz zulässt, insbe­sondere, wenn man mit diesem Instrument mit mehreren Musikern parallel zu agieren versucht, wie es in den 1970ern in den
in Amster­dam verbreiteten Formen des Musiktheaters häufig der Fall ist. Die industriell
gefertigten, fest verschraubten Klangerzeuger sind für den Studiobetrieb gemacht und
nicht für den dezentralen Gebrauch auf dem Podium. STEIM entwickelt also ein eigenes
Modularsystem, dessen einzelne Elemente sich entnehmen lassen und, mit Kabelverlängerungen versehen, räumlich getrennte Aktionen zahlreicher Musiker am selben Instrument möglich machen. Ebenso können einzelne Elemente des Systems alleinstehend
als Klangprozessoren verwen­det werden, ohne dass der Musiker das gesamte System
mit auf die Bühne nehmen muss. Da die einzelnen Module, deren äußeres Design an
das der Moog-Systeme angelehnt ist, kom­pakte schwarze Kisten sind, tauft man das
System schlicht Zwarte Dozen, es wird aber hauptsächlich unter seinem englischen Namen Black Box System bekannt. Entworfen hat es Rob van de Poel, der bei STEIM als
Techniker arbeitet und gleichzeitig aktiver Musiker ist. Der Techniker Nico Bes erläutert,
dass Rob van de Poel der Erfinder mit einer künstlerischen Vision des Systems gewesen
sei, während er selbst und Stefan Willenburg hauptsächlich die ausführenden Arbeiten
übernommen haben.75
Als Rahmen für die insgesamt 16 verschiedenen Module in mehrfacher Ausführung werden metallene, sehr stabile Konsolen angefertigt, in denen maximal acht Module zusammengeschaltet werden können. Am einen Ende des Rahmens befindet sich die Stromversorgung, gespeist vom externen Transformator, am anderen eine Steckmatrix, welche die
Verbindun­gen zwischen den Modulen schaltet. Neben grundlegenden Audiomodulen
wie Oszillatoren, Filtern, Hüllkurvengeneratoren und Verstärkern besteht das System
vor allem aus Technolo­gie, deren Anspruch es ist, die Prinzipien der analogen Spannungssteuerung umfassend auszunutzen. Diese kontinuierliche Spannungsveränderungen zwischen -5 und 5 Volt dienen zur Modulation der Audiosignalwege und können
komplex prozessiert und untereinander verschaltet werden. Der Großteil der Elemente
des Black Box System besteht aus CV-Prozessoren (CV = control voltage, engl. für Spannungssteuerung). Sind mehrere Elemente in einem Metallrahmen miteinander verbunden, können die Signalwege der Steuerspannungen und Audiowege über die Steckma-
trix gesetzt werden, für den dezentralen Einsatz gibt es außerdem die Möglichkeit, die
Verschaltungen direkt über lange Klinkenkabel zu realisieren. Zusätzlich zu diesem CV-
Prinzip nutzt das Black Box System ein weiteres Steuerprinzip, das am STEIM entwickelt wurde und das eine sehr einfache Vorform der später eingeführten MIDI-Steue­rung
74 Dieser 1969 von der britischen Firma EMS (Electronic Music Studios) entwickelte Synthesizer wird häufig mit
dem Spitznamen „Putney“ bezeichnet, auch in Zitaten dieser Arbeit.
75 vgl.: Nico Bes im Interview mit dem Autor, 31.07.2007
27
4.1 Rob van de Poel: Black Box System
darstellt: das Select System. Hier
wird das Senden und Empfan-
gen von Steuerspannun­gen auf
zwei Werte reduziert, die nied-
rigste (-5 Volt) und die höchste
(5 Volt) der im CV-System zur
Verfügung stehenden Spannun-
gen. Damit können mit analoger
Technologie binäre, logisch ver-
knüpfte Steuerbefehle gesendet
werden, durch die 5 Pole des
Select-Anschlusses in 5Bit-Auf-
Bild 04: Das BlackBoxSystem (1975). Zwei Einheiten der modular
verschaltbaren Elemente im Metallrahmen mit externem Netzteil, so
wie sie heute im STEIM Archiv stehen. Foto: Andreas Otto.
lösung, also 32 verschiedenen
Zuständen.
Die Black Boxes sind:
1. Oscillator
Der Schwingungsgenerator ist umschaltbar zwischen tonaler Frequenzerzeugung und LFO-Betrieb, also
der Generierung langsam schwingender Steuerspannungen. Um die Stabilität und Stimmgenauigkeit des
Oszillators unter verschiedenen äußeren Bedingungen zu gewährleisten, hat STEIM einen Temperatursensor
und eine Heizung in das Modul eingebaut. Neben der CV-Steuerung der Frequenzausgabe kann diese auch
über das große, mittige Rad eingestellt werden. Als interessantes Interface-Detail ist hier eine Klaviatur im
Halbkreis um das Rad aufgezeichnet, die von C-1 bis C4 reicht - so lässt sich die Tonhöhe auch ohne das
Wissen um Hertz-Zahlen oder Spannungswerte einfach und stufenlos anwählen. Es stehen zwei weitere
Drehregler zur Verfügung, mit denen sich die Wellenform der Schwingung und der Anteil an addierten
Obertönen festlegen lässt.
2. Dual VCO / LFO (= Voltage Controlled Oscillator, Low Frequency Oscillator)
Ein weiterer, sehr ähnlich aufgebauter Schwingungsgenerator mit zwei Oszillatoren.
3. VC Filter (= Voltage Controlled Filter)
Zum Eingreifen in das Obertonspektrum eines Klanges können klassische verschiedene Filtertypen eingestellt werden (Low-Pass, Hi-Pass, Bandpass und Bandsperre). Nico Bes erinnert sich: „This is a very sharp,
low internal noise, high quality filter which I have rarely seen elsewhere. We were very proud of it.“76
4. Envelope Generator
Um dynamische Verläufe in ein Audio- oder Steuerpannungssignal zu bringen, stehen hier vier Regler zur
Verfügung, die eine Attack-Decay-Sustain-Release Hüllkurve generieren.
5. Dual VCA (= Voltage Controlled Amplifier)
Dieser Verstärker beeinflusst die Ausgangslautstärke eines zweikanaligen Audiosignals. Als einzige
Bedienele­mente gibt es zwei Fader, deren Wert auf eine anliegenden CV-Wert addiert werden kann.
6. Produktmodulator
dient zur Multiplikation zweier Audiosignale.
7. Phase Shifter
Mit diesem Modul kann die Phasenlage einer Audioschwingung verändert werden.
76 Nico Bes im Interview mit dem Verf., 31.07.2007.
28
4.1 Rob van de Poel: Black Box System
8. CV-Source
Von dieser Quelle für Steuerspannungen gibt
es zwei verschiedene Modelle. Eines stellt die
Spannung mit einem Drehknopf ein und kann
über ein zusätzliches Fußpedal getriggert werden, das andere verfügt über zwei Fader, um
zwei verschiedene Werte auszugeben.
9. Shifter
Um mit dem industriellen Standard einiger
Synthesizersysteme kompatibel zu sein, die
Steuerspannungen von 0 bis +10 Volt verarbeiten, können in diesem Modul 5 Volt addiert oder
subtrahiert werden.
10. CV Amplifier
zur Multiplikation von Steuerspannungen. Der
Drehregler rastet auf der Neutralstellung mit
dem Faktor 1 ein.
11. Comparator
Bild 05: Detail des BlackBoxSystems, verschiedene OszillatorModule und die Steckmatrix. Foto: Andreas Otto.
dient für einfache logische Operationen mit
Steuerspannungen, die Output in Abhängigkeit
vom CV- Input und dem Status des Select
Systems generieren.
12. Trappelaar
erzeugt 6-stufige Hüllkurven für Steuerspannungen (ähnlich dem Envelope Generator)
13. Frequency to CV Converter
Modul zur Erkennung von am Input anliegenden Frequenzen, anhand derer ein CV-Signal erzeugt wird.
Problematisch dabei ist, dass die Technologie Nebengeräusche und tonale Frequenzen nicht separieren kann
(was für das Ohr unkompliziert ist) und so nur fehlerhaft funktioniert, wenn das Inputsignal komplexer
ist als eine Sinusschwingung. Nico Bes kommentiert dazu: „It didn’t really work. It is still a hell of a job
to do a good frequency analysis.“77 Das Modul dient vorwiegend dem experimentellen Einsatz, um aus
Audiosignalen mehr oder weniger zufällige Steuerdaten abzuleiten.
14. Envelope Follower
hiermit wird ein CV-Signal aus den Lautstärkeverläufen einer Audioquelle generiert.
15. Dual Inverter
dient zur zweikanaligen Umkehrung eines CV-Signals, die durch das Select-System automatisiert werden
kann.
16. Sample and Hold
mit diesem Modul kann manuell in Schwingungsverläufe im CV-System eingegriffen werden, indem ein
bestimmter Wert (z.B. der einer kontinuierlich schwingenden LFO-Quelle) für eine bestimmte Zeitspanne
festgehalten wird. Mit vier Radio-Buttons werden die Positionen innerhalb des Schwingungsverlaufes gewählt, an der Werte gesampelt werden können. Schwingungsverläufe können so komplexer und lebendiger
gestaltet werden. Auch hier dient das Select System zur Automation.
Das Black Box System ist als erste große instrumentale Entwicklung des STEIMs ein
Versuch, dem Bereich der zeitgenössischen analogen Klangerzeugung eine wesentlich
neue, in der Aufführung erfahrbare Dimension zu verleihen. Betrachtet man das In-
77 Nico Bes im Interview mit dem Verf., 31.07.2007.
29
4.1.1 Kees van Zelst: Ogenblik
strument aus dem Blickwinkel des nach Schmidt-Rhaesa einleitend für elektronische
Musikinstrumente vorgestellten E-V-A Prinzips, so ist hier vor allem die Verarbeitung
und Ausgabe konzeptuell entscheidend. Als Eingabe in das System dienen Klangquellen
und Aktionen am simplen Interface der verschiedenen Boxen. Diese können durch die
verschiedenen Module komplex geformt werden. Dabei lässt die Tatsache, dass mehre-
re Instrumentalisten synchron und dezentral mit dem System musizieren können, das
Black Box System ideal für die echtzeitorientierten Kompositionen und Improvisationen
am STEIM in den 1970ern erscheinen. Die Automationen, die das spannungsbasierte
Select System ermöglicht, sind ein Vorgriff auf die Optionen, die durch die Verarbeitung
von Steuer- und Klangdaten durch digitale Prozesse in späteren Projekten angewendet
werden wird.
4.1.1 Kees van Zelst: Ogenblik
Seit 1975 arbeitet der Komponist Kees van Zelst am STEIM und erforscht die musika-
lischen Einsatzmöglichkeiten des Black Box System und die gestalterische Verwendung
von Tape-Recordern. Diese für den Schlagzeuger und Pianisten neuartige Expedition in
die Bereiche der elektro-instrumentalen Musik ist zunächst von seiner musiktherapeutischen Arbeit motiviert, der Fokus verschiebt sich aber schon bald auf den Live-Einsatz
des Black Box System in Tanzperformances und als Prozessor für sein Schlagzeugspiel.78
Sein über mehrere Jahre andauerndes Projekt „Ogenblik“ (seit Ende der 1970er) zeichnet sich durch die Verwendung von Fotozellen-Sensoren aus, die CV-Daten anhand der
Bewegungen von Tänzern generieren und den Klang live gespielter Instrumente durch
die Module des Black Box System bearbeiten. Es ist eines der ersten Sensorprojekte, die
überhaupt am STEIM realisiert worden sind. Kees van Zelst erläutert seine zugrundeliegende Idee:
„In many supermarkets in these days, i could see the doors opening automatically, which
is natural to­day, but then it really made me wonder: wow, there is a sensor, an electronic
eye in the door which notices that i move, and then something happens! I wanted to use
this in a musical sense.“79
Die hier beschriebene Technologie eines Schalters, der zwei Zustände anhand von Bewe­
gungsdaten ausgeben kann, um die Tür zu öffnen oder zu schließen, erweist sich bald als
unzureichend für die musikali­schen Zwecke der Tanzperformance. Mit Unterstützung
des STEIM-Technikers Paul Hogeweg wird ein 8-Kanal-System entwickelt, das aus den
Daten der Lichtsensoren konti­nuierliche Spannungen zwischen –5V und 5V erzeugen
kann. Diese Steuerspannung liegt als Modulationsquelle an den Elementen des Black
Box Systems an, hauptsächlich setzt Van Zelst den Produkt­modulator und mehreren Instanzen von Filtern ein. Durch die Fähigkeit der Sensoren, auf Helligkeit zu reagieren,
können sowohl die räumlichen Bewegungen der Tänzer in Abhängig­keit einer Lichtquelle als auch Farbinformationen verarbeitet werden.
78 vgl.: Kees van Zelst im Interview mit dem Verf., 15.08.2007.
79 vgl.: ebd.
30
4.2 Michel Waisvisz: Crackle Instrumente
„One of the dancers had a suit which was created as a patchwork of all different shades of
colours from black to white. His slight movement in front of the sensor would affect the
system very much, that was fantastic!“80
Nach mehreren erfolgreichen Aufführungen der Performance wandelt van Zelst das
Ogenblik-System in eine Installation um, bei der die Sensoren auf die Besucher reagieren
und so schon früh eine interaktive Wahrnehmung des Ausstellungsraums ermöglichen.
Sie wird bei den STEIM-Ausstellungen in Rom 1984 und in Den Haag 1986 ausgestellt.
Mit Ausnahme eines im späteren Projektverlauf von Paul von Goudoever geschriebenen
Computerprogramms, das als Mappingsoftware für die Sensordaten dient, ist Ogenblik
eine Arbeit mit ausschließlich analoger Technologie. Sie verknüpft STEIMs Forschungen der 1970er an den Anwendungen der CV-Prinzpien mit der sensorisch vermittelten
Performanz einer Konzert- oder Ausstellungssituation, wie sie ab Mitte der 1980er Jahre
in den Fokus der STEIM-Arbeiten rückt. Die Arbeit steht in der Tradition von John Ca-
ges offener Komposition Variations V, bei der Tänzer kapazitative Antennen (wie beim
Theremin), Lichtschranken und Lichtsensoren beeinflussen und so Klangereignisse auslösen. Jene wurde mit einer Choreographie von Merce Cunningham und Videoprojektionen von Stan Van der Beek und Nam Jun Paik bereits 1965 uraufgeführt.
Ogenblik stellt eine konzeptionelle Grundlage für die Forschung an der Video-to-
MIDI Software BigEye dar, die zu Beginn der 1990er Jahre von Tom Demeyer am STEIM
entworfen wird. Diese ermöglicht die Kommunikation mit Klangerzeugern anhand von
Daten, die aus Videobildern gewonnen werden. Gemeinsam ist beiden Ansätzen die
berührungslose, optisch vermittelte musikalische Steuerung.
Als Schlagzeuger arbeitet Kees van Zelst außerdem intensiv mit dem Modul „en-
velope follower“ des Black Box System. Die CV-Werte, die aus den Lautstärkeverläufen
seines Spiels auf Glocken und Perkussion erzeugt werden, steuern Prozesse im Synthesizersystem. Auch diese Arbeit inspiriert eine spätere Software-Entwicklung: Deviator
von Frank Baldé wird 1992 für Kees van Zelst programmiert und von zahlreichen anderen Künstlern genutzt. Das Programm generiert zeitliche Verläufe aus einzelnen MIDIBefehlen eines Drum-Triggermoduls nach dem Vorbild seiner Arbeit mit dem „envelope
follower“, bei dem aus Klängen mit langer Ausschwingphase komplexe Steuerdaten abgeleitet werden.81
4.2 Michel Waisvisz: Crackle Instrumente
Zwei Jahre, nachdem mit dem Entwurf und Bau des Black Box System begonnen wurde,
bittet der damals 24jährige Michel Waisvisz STEIM im Jahr 1973 um Unterstützung für
sein Crackle-Projekt. Er war schon von Beginn an mit der STEIM-Arbeitsgruppe asso-
ziiert, insbesondere mit Dick Raaymakers, der ihm schon Mitte der 1960er Jahre als eine
80 ebd.
81 vgl.: Kees van Zelst im Interview mit dem Verf., 15.08.2007.
31
4.2 Michel Waisvisz: Crackle Instrumente
Art Mentor Zugang zu den Tonstudios im Konservatorium in Den Haag verschafft82,
wo er mit Kurzwellenradios, modifizierten Schaltkreisen und Tonbandmaschinen experimentiert. Dort entsteht auch das elektronisches Musikinstrument Tape Puller bei dem
mit Hand- und Fußeinsatz Tonbänder am Tonkopf entlang geführt werden.83 Waisvisz
war 1969 Mitwirkender bei den technisch-musikalischen Vorbereitungen der Oper „Reconstructie“ und Mitglied des „Instant Composers Pool“ um Willem Breuker und Misha
Mengelberg.84 Sein eigenes Forschungsprojekt, das bis Ende der 1970er andauert und
dessen populärstes Produkt - die CrackleBox - bis heute am STEIM gebaut und verkauft
wird, steht in deutlichem Kontrast zur Forschung und musikalischen Praxis rund um
das Black Box System. Während jenes vorwiegend als akkurates, präzises und logisches
Synthesizersystem innovativ für das gemeinsame Musizieren und Bühnenperformances
konzipiert ist, nähert sich die Crackle-Forschung der elektronischen Klangerzeugung
mit intuitiver, experimenteller und manuell-performativer Motivation, zugeschniten auf
den einzelnen Musiker. Unberechenbarkeit und spontane, unvorhersagbare Klangergebnisse sind Teil des Konzepts von diesen Instrumenten, deren oszillative Stromkreise
durch den Körper des Performers geschlossen werden.
„By patching the different parts of the circuit through my - conductive - fingers and hands
I became the thinking wet part of an electronic circuit and i started seeing my skin as a
patchable cable, potentiometer and condensator.“85
Die in der Einleitung dieser Arbeit für elektronische Musikinstrumente formulierte Modularität der Eingabe, deren Verarbeitung und der Klangerzeugung ist hier durch das
Verschmelzen der körperlichen Aktionen des Musikers mit dem Oszillator nicht mehr
einwandfrei zu beobachten. Die Crackle-Instrumente stellen somit unter den elektronischen Instrumenten durch ihre unvermittelte Spielweise eine Ausnahme dar, die sie
gerade dadurch im traditionellen Sinne instrumental erscheinen lassen, wenn man die
oben erwähnten echtzeitlichen Klangergebnisse und die physische Aktivität des Musikers als Kriterien dafür heranzieht.
Auf Niederländisch heißt das Projekt Kraak-Project, was ihm neben dem laut-
malerischen Titel die für die 70er Jahre typische politische Referenz gibt, denn kraak be-
zeichnet in Amsterdam bis heute die antikon­ventionelle Szene der Hausbesetzer. Ins
Deutsche lässt sich der Begriff crackle als „bersten, krachen, knistern“ übersetzen.
Auf seiner Webseite berichtet Waisvisz, dass er schon als Jugendlicher gemein-
sam mit seinem Bruder am Kurzwellenempfänger seines Vaters musikalisch experimentierte, indem sie das Gehäuse öffneten, mit den Kabelverbindungen spielten und
Kontakte mit den Fingern berührten. „The little electrical shocks were nice and the changes
in the sound were exciting and magic mind-openers.“86 kommentiert er diese initiierenden
82 „[Dick Raaymakers] literally gave me a key to the backdoor of the studio, and I could go there without inscribing
myself in the school - which was very good because they did not teach very useful stuff for me.“ (Michel Waisvisz im
Interview mit dem Verfasser, 27.08.2007).
83 vgl.: Krefeld, Volker (1990): A Hand in the Web: An Interview with Michel Waisvisz.
84 vgl.: Whitehead (1998), S. 95.
85 Waisvisz, Michel (2004): Crackle History. Online unter: www.crackle.org/CrackleBox.htm, Zugriff am 27.07.2007
86 Waisvisz 2004 (www.crackle.org/CrackleBox.htm, Zugriff am 05.08.2007)
32
4.2 Michel Waisvisz: Crackle Instrumente
Begegnungen mit den Phäno­menen
der sound-music,87 die ohne Notation
und Speicherung direkt in Interak-
tion mit dem Instrument geschieht
und eine wesentliche Grundlage
der später am STEIM formulierten
Touch-Philosophie ist. Die Brüder
entfernen außerdem den Spieltisch
des familiären Klaviers, um das
Instrument direkt mit den Fingern
Bild06: der mit einem Crackle-Circuit modifizierte Putney VCS3
Synthesizer von Michel Waisvisz, 1973. Copyright: Michel
Waisvisz. Quelle: STEIM-Archiv.
spielen zu können.88 Zusammen mit
Geert Hamelberg entwirft Michel
Waisvisz schon Ende der 60er Jahre
im Studio des Konservatoriums in Den Haag einen crackle circuit,89 einen berührbaren,
batteriebetriebenen Stromkreis als Teil eines Oszillators, der im Gegensatz zu den üblichen zeitgenössischen Synthesizern nicht dem Ideal der Stimmstabilität folgt. Somit las-
sen sich sehr kleine Unterschiede in Fingerdruck und Position sowie Hautfeuchtigkeit
und auch Umgebungseinflüsse auf das Klangergebnis abbilden, ohne dieses eindeutig
zu kontrollieren.
„The great advantage was that by intuitively Touching the electronics one could learn to
play this new instrument without having to have schematic knowledge about the circuitry
- very much like a traditio­nal music instrument. It could be learned by playing by ear and
developing experience and ma­nual / mental skills instead of having to dive into a world of
logic, functions, interaction schemes, elect­ronic circuit theory and mathematical synthesis
methods. One could play an electronic instrument in direct relation to the immediate musical pleasure of performed sound.“ 90
Anfang der 1970er Jahre wendet Waisvisz dieses Prinzip der direkten manuellen Steuerung auf den Modularsynthesizer EMS VCS3 an, der häufig mit seinem Spitznamen als
Putney bezeichnet wird. Die Kontakte, die hinter der Bedienfläche des ohne Keyboard
konzipierten modularen Klangerzeugers liegen, verbindet er mit Platinen, deren leitende Oberfläche er als neues Interface außen an den Synthesizer lötet. Diese Form des
Instrumentenbaus, die in amateurhafter Manier ohne industriellen und kommerziellen
Hintergrund Elektrotechnik zu musikalischen Zielen (um)baut, umgestaltet oder manipuliert nennt sich circuit bending und geht auf den amerikanischen Erfinder und Musiker
Reed Ghazala zurück.91 STEIM ist mit der sich darum ausbildenden Szene seit seiner
Gründung verbunden und veranstaltet in der jüngeren Geschichte auch circuit bending-
87 so nennt Waisvisz die Kategorie seiner Kompositionen, vgl.: Waisvisz 2004 (www.crackle.org/CrackleBox.htm,
Zugriff am 05.08.2007)
67 Michel Waisvisz im Interview mit dem Verfasser, 27.08.2007
89 vgl.: ebd
90 ebd.
91 Einen historischen Überblick über die Circuit-Bending Tradition und praxisorientierte Hinweise gibt: Ghazala,
Reed (2005): Circuit Bending - Build Your Own Alien Instruments.
33
4.2 Michel Waisvisz: Crackle Instrumente
Workshops.92 Insbesondere durch die Ar-
beit von Nicolas Collins am STEIM, der
selbst in dieser Szene aktiv ist, wird die-
ses analoge Hardware-Hacking in den
90er Jahren am STEIM erneut fokussiert.
In seinem aktuellen Buch „Handmade
Electronic Music“ mit Anleitungen für
selbstgebaute Lo-Fi Instrumente widmet
Collins ein Kapitel berührbaren SchaltBild07: erste Edition der CrackleBox von 1975. Copyright:
Michel Waisvisz, Quelle: www.crackle.org/cracklebox.htm
Instrumentenform.
93
kreisen und benennt die CrackleBox des
STEIM als populären Archetyp dieser
Durch die Unvorhersehbarkeit des klangli­chen Ergebnisses und
durch die Akzeptanz der eigenen, vom traditionellen Standpunkt aus als fehlerbehaftet
bezeichneten Qualität ihrer technologischen Konfiguration gelten Crackle-Instrumente
heute außerdem als analoge Vorläufer der als glitch paraphrasierten Phänomene der
Fehlerästhetik in elektronischer Musik.94
Mit dem modifizierten EMS-VCS3-Synthesizer, auch Crackle-Putney genannt,
geht Michel Waisvisz auf Europa-Tournee und bemerkt bald, dass er einen eigenen
Synthe­sizer benötigt, den er von Grund auf selbst entwerfen kann und der seinen speziellen künstlerischen Visionen nachkommt. Für die technische Unterstützung zur professionellen Umsetzung dieses Plans fragt er bei STEIM an, dessen Team von Technikern
(Peter Beyls, Nico Bes and Johan den Biggelaar) ihm daraufhin für viele Jahre bei der
Forschung an seinem umfangreichen Projekt hilft.
Zunächst entsteht so im Jahr 1975 als erstes jemals von STEIM veröffentlichtes
instrumentales Produkt die CrackleBox, ein Miniatur-Synthesizer, batteriebetrieben und
mit eingebautem Lautsprecher, dessen berührbare Kontakte außen auf der als Gehäuse
dienenden Zigarrenkiste angebracht sind und deren Anordnung an den Kopf einer Gi-
tarre erinnert. In den 70er Jahren verkaufte STEIM 4000 Exemplare der CrackleBox, zum
Selbstkostenpreis von ca. 30 Gulden, diese erste Auflage sind heute Sammlerstücke. Die
große Nachfrage hat zu ihrer Neuauflage 2003 geführt, gegenwärtig (Ende 2007) wird
die dritte Edition verkauft. Der Taschenklangerzeuger wird so zum verbreiteten Aushängeschild für STEIMs direkten, perfomativen Umgang mit elektronischer Livemusik.
Die CrackleBox war und ist ein Gadget, welches das dahinterliegende Prinzip effektiv kommuniziert. Als ausgereiftes Bühneninstrument, das den unmobilen präparierten
EMS-VCS3 ersetzen soll, arbeitet Waisvisz ebenfalls 1975 den CrackleSynth aus.
92 geleitet von u.a. Nicolas Collins, Dan Overholt und Daniel Schorno.
93 vgl. Collins 2006 S. 59-63. „Touch circuits had been employed in the expressive keyboard controllers of maverick
synthesizer designers Donald Buchla in 1965 an Serge Tcherepnin in the early 70s, but the CrackleBox was the first
mass-produced electronic musical instrument that incorporated the player’s skin [...] in a sound-generating circuit.“
94 Vgl.: Cascone, Kim (2000): The Aesthetics of Failure. „Post Digital“ Tendencies in Contemporary Computer
Musik.
34
4.2 Michel Waisvisz: Crackle Instrumente
„The Putney was too big. I wanted that
same idea, but using dedicated hardware. I wanted a synthesi­zer you could
carry with you like a normal instrument
and that made really wild electronic
sounds.“95
Zusätzlich
zu
drei
berührbaren
Crackle-Oszillatoren enthält dieser
gleichfalls batteriebetriebene Synthesizer 12 Druckknöpfe, die stabi-
le Tonhöhen ausgeben und welche
durch Dreh-Potis frei gestimmt werden können. Mit diesem SynthesiBild08: CrackleSynth, links der Lautsprecher, rechts der batteriebetriebene Synthesizer mit Tragegriff, Crackle-Oberfläche und
einzeln stimmbaren Tasten. Foto: Andreas Otto.
zer tritt Michel Waisvisz bis heute
auf. Das einem Kontrollparadigma
entgegenstehende
Klangergebnis,
das die Finger des Musikers auf der
CrackleBox produzieren, wird beim CrackleSynth in tonale Bahnen gelenkt - wenn der
Musiker es will.
„For me the CrackleSynth is still the most balanced instrument because it allows you to
be precise and melodic if you want – in the limitations of an analogue synth of course –
but also you can gradually move into more chaotic sounds... it’s something you have to
master.“96
Bevor Waisvisz die Entschei­dung trifft, seine Musik aussschließlich auf der Bühne zu präsentieren, entstehen 1976/77 Live-Aufnahmen mit dem CrackleSynth, die das Jazzlabel
SAJ 1978 veröffent­licht.97 Zuvor wirkte Waisvisz mit seinem CracklePutney Synthesizer
bei zwei Einspielungen von Steve Lacy mit.98 2005 folgt eine Compilation von Liveaufnahmen und alten Veröffentlichungen durch das Kölner Elektronika-Label Sonig, für das
Waisvisz allerdings keine neuen Einspie­lungen macht.99
STEIM organisiert ab 1975 einige lokale und auch internationale Ausstellungen
in Frankreich und Schweden mit Instrumenten und Installationen, die alle auf dem
Crackle-Prinzip basieren. Diese Objekte behandeln das Konzept der berührbaren musikalischen Schaltkreise in metaphorischer Form. Es gibt z.B. ein Gästebuch, ein Fahrrad, Besteck und ein Teeservice100 - allesamt elektrifizierte Gegenstände, denen eine bestimmte alltägliche Handhabung eingeschrieben ist, die sich in dieser Ausstellung in
improvisierte Musik verwandelt. Hier stellt STEIM diverse Prototypen der CrackleBox
95 Michel Waisvisz im Interview mit Kevin Whitehead. Zit. nach Whitehead (1998), S. 95.
96 Michel Waisvisz im Interview mit dem Verf., 27.08.2007
97 vgl.: Whitehead (1998), S.99.
98 Diese Aufnahmen mit Steve Lacy sind: „Saxophone Special“, Emanem Records (1971), mit Derek Bailey und vier
Saxophonisten; „Lumps“, ICP (1974), mit Maarten Altena und Han Bennink. Vgl.: Whitehead (1998), S.99
99 Die Compilation alter Aufnahmen mit dem Titel „Michel Waisvisz. In Tune“ ist 2005 erschienen.
www.sonig.com/main/mw/disco.php - Zugriff am 06.08.2007.
100 vgl.: Notiz zur Budgetplanung der „Nieuwe Kraaktentoonstelling“ (dt.: Neue Crackle-Ausstellung), STEIMArchiv, ca. 1976.
35
4.2 Michel Waisvisz: Crackle Instrumente
öffentlich vor. Als besondere Qualität der Austellungen stellt Waisvisz
heraus, dass die Entwicklung dieser
Instrumente von den Beobachtungen
ihrer experimentellen Benutzung inspiriert wurden.
„The whole idea of STEIM as a practical
laboratory started there – involving audiences and especially children as betatesters and researchers.“101
Dass die CrackleBox ein so erfolgreiches Produkt geworden ist, hängt
Bild09: Crackle-Teeservice als Teil der Crackle-Ausstellung in
den 70er Jahren.
Copyright: Michel Waisvisz. Quelle:www.crackle.org/Touch
vielleicht von einer solchen benutzungsorientierten Entwicklung ab,
welche die in den Ausstellungen be-
obachteten Reaktionen und spontanen Spielweisen der Besucher einbezieht.
Neben den oben genannten Exponaten präsentiert STEIM ein Bett für zwei Personen,
deren Bewegung auf dem Laken in Verbindung mit Körperkontakt verschiedene Klänge
generiert, außerdem eine installative Kuckucksuhr, deren Pendel einen Stromkreis und
einen Lautsprecher mit leitender Oberfläche berührt. Sobald der Stromkreis mit einem
Schlägel, der die Membran trifft, geschlossen wird, entsteht eine Rückkopplung ihrer
mechanischen Bewegung mit dem Intervall der Kontakte, was zu trommelwirbelartigen
Klangergebnissen führt.102 In der aktuellen STEIM Touch-Austellung, die dieses Ausstellungsprinzip fortsetzt, finden sich neben zahlreichen interaktiven Computerinstallationen und -instrumenten noch immer eine CrackleBox, sowie die CrackleStage für zwei
Personen, die mit nackten Füßen auf Kontakten stehend sich gegenseitig berühren und so
Klänge erzeugen können. Die CrackleBox
als das bekannteste Instrument aus der
Familie der Crackle-Instrumente gehört
ebenso wie das Black Box System zur Ka-
tegorie der Klangerzeuger, die STEIM entwickelt hat. Während letzteres allerdings
auf die Verarbeitung und die Formung
der Klangsynthese seinen Schwerpunkt
legt, geht es beim Ansatz der CrackleBox
konzeptuell um die besondere physischdirekte und nur schwer kontrollierbare
Steuerung, die hier im wahren Sinn in
Bild 10: Kinder beim Spielen mit dem Crackle-Teeservice.
Kontakt mit der Klangerzeugung steht.
Copyright: Michel Waisvisz. Quelle:www.crackle.org/Touch
101 Michel Waisvisz im Interview mit dem Verf., 27.08.2007
102 vgl.: ebd.
36
5.1 STEIM SensorLab
5. Instrumente, zweiter Teil: Controller, „Alternative Interfaces“
5.1 STEIM SensorLab
„When Midi came, I suddenly thought: If we can make a little box that takes sensor inputs
and translates that into Midi-Codes then we can make any kind of approach in interaction
with a Midi-Synthesizer.“103
Die STEIM-Forschungen in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre konzentrieren sich auf
die kompositorischen Möglichkeiten, die das seit 1983 etablierte MIDI-Protokoll bietet.
Während der Spieltisch als Fortführung der Spieltradition der Orgel sowohl fest eingebaut in den meisten analogen Synthesizern als auch als Standardkeyboard zur externen
Steuerung von unterschiedlichsten digitalen Klangerzeugern vorherrschend ist, bildet
sich ein Trend, Controller zu entwerfen, welche die speziellen Möglichkeiten der elektronischen Klangsteuerung jenseits dieses industriell massenhaft verbreiteten Interfaces
ausloten.
Aus technologischer Perspektive ist ein gewöhnliches MIDI-Keyboard eine An-
sammlung von Schaltern und Drucksensoren, deren Datenstrom jeweils einer Tonhöhe
und der dazugehörigen Anschlagsstärke zugeordnet wird. Die von diesen Schaltern und
Sensoren des Keyboards erzeugten analogen Daten werden intern in digitale MIDI-Daten gewandelt und können mit einem Soundmodul verkabelt werden, das diese standardisierten Daten schließlich in Klänge umsetzt. Um solche und viele weitere Sensoren in-
dividuellen musikalischen Strategien anzupassen und sie nicht in der Konstellation der
schwarzen und weißen Tasten zu nutzen, die auf die chromatische Stimmung angewendet werden und stets die Spieltradition von Piano und Orgel in die digitalen Musikinstrumente transportiert, treten zahlreiche Komponisten an STEIM heran, um Unterstützung bei der Entwicklung eigener Lösungen zu erhalten. Sensoren aus unterschiedlichen
technologischen Bereichen wie z.B. Licht-, Temperatur- und Windkraftmessung, Magnetfeldbestimmung oder Distanz- und Positionsberechnung können musikalisch und
künstlerisch eingesetzt werden. Dafür müssen die sensorisch erzeugten analogen Daten
zunächst digitalisiert und dann durch die Programmierung des MIDI-Codes auf musikalische Parameter im sogenannten „Mapping“ angewendet werden. Durch die Gewinnung kontinuierlicher und akzentuierter Daten aus musikalischen performativen
Körperbewegungen, aber auch aus Einflüssen der Umgebung des Musikers entsteht die
Idee, alle möglichen Ansätze zur Interaktion mit einem MIDI-Synthesizer auszuschöp-
fen, wie Michel Waisvisz im obigen Zitat sagt. Interessant ist hier die Vokabel Interaktion,
für die er nicht die geläufigen kybernetischen Begriffe Kontrolle oder Steuerung verwendet. Die Übermittlung kompositorischer Ideen an eine Maschine schafft eben ein dialogisches Verhältnis zwischen dem Anwender und dem Computersystem104, das über ein
eindimensionales Kontrollparadigma hinausgeht, in dem der Benutzer die Vorstellung
haben könnte, Befehle zu übermitteln und vom System ausführen zu lassen. STEIM wird
103 Michel Waisvisz im Interview mit dem Verf., 27.08.2007.
104 Dieses Verständnis eines dialogischen Verhältnisses erläutert das einleitende Kapitel 1.2.2: Interaktive Kunst und
elektronische Musikinstrumente.
37
5.1 STEIM SensorLab
1998 den Begriff Touch für diese Form
von Interaktion formulieren, was am
Ende dieses Kapitels genauer ausgeführt wird.
Das Bild der Musiktechnologie, die
am Klangergebnis aktiv beteiligt ist
und keine dem Komponisten oder
Musiker untergeordnete Rolle spielt,
ist implizit in den allermeisten bei
STEIM realisierten Instrumentalprojekten mit Sensortechnik und – allgemeiner - dem Experimentieren mit
Technologie zu musikalischen Zwecken.
Bis 1990 entstehen zahlreiche individuelle Projekte, um musikalische
Daten aus sensorischen Interfaces
abzuleiten. Anton Dijkgraaf entwickelt beispielsweise die Instrumente
Elektronische Conga und De Staaf,
Bild 11: Wikke ´t Hooft vom Performance-Trio BMBCon
beim Verkabeln des SensorLabs. Foto: André Hoekzema.
Quelle: STEIM Archiv
bei denen perkussive Schläge und
Ultraschalldaten digitalisiert werden
(1985). Von Martin Spanjaard stammt
der interaktive Ball Adelbrecht, der auf Bewegung und Beschleunigung durch eingebaute Lautsprecher klanglich reagiert (1984-85). Cristiaan Bastiaanse erstellt eine interaktive Installationsarbeit Nara Tape auf Basis von Wärme- und Bewegungssensoren.
Das berühmteste und aufwändigste unter diesen Interfaces ist The Hands von Michel
Waisvisz (seit 1984), das verschiedene Sensoren direkt an den Händen des Musikers in
einem Controllerpaar bündelt; es wird im folgenden Abschnitt vorgestellt. Auch werden in einigen Projekten traditionelle Musikinstrumente mit Sensoren ausgestattet, um
deren Ausdrucksmöglichkeiten digital zu erweitern: Jon Rose modifiziert seine Geige
und Geigenbogen mit Ultraschallsystemen, während George Lewis und David Behrman
das Spiel auf einer afrikanischen Mbira von einem Computer sensorisch erfassen lassen
(alle 1985). Michael Barker steuert Synthesizer mit Sensoren, die an seine Bassblockflöte
angebracht sind, und Nicolas Collins baut eine 150 Jahre alte Concertina (eine akkordeonähnliches Instrument) zwecks MIDI-Datengewinnung um (beide 1989).
Es wird deutlich, dass STEIM ab Mitte der 1980er Jahre viele sich ähnelnde
Projekte unterstützt hat, die den Interface-Baustein thematisieren und erforschen, der
als Digital-Analog-Wandler zwischen die performativ erzeugten Sensordaten und die
elektronische Klangerzeugung geschaltet wird. Eine universelle Lösung, die von vielen
Künstlern genutzt werden kann, so dass sich Erfahrungen und Ergebnisse austauschen
lassen, wird von STEIMs Technikern und Programmierern 1990 vorgestellt.
38
5.1 STEIM SensorLab
Aufbauend auf den Ergebnissen der aufgezählten Forschungen schafft STEIM ein serienmäßiges „realworld-to-midi-interface“105 und gibt ihm den Namen SensorLab. Peter
Cost ist hauptverantwortlich für das Hardwarekonzept, während Tom Demeyer die dazugehörige Software entwickelt. Die Forschungen an The Hands sind dabei von wesentlichem Einfluss, da sie als STEIMs hauseigenes Projekt sehr intensiv betrieben werden
und von Anfang an auf eine portable, individuell zu konfigurierende Hardwarelösung
für die Digitalisierung von Michel Waisvisz gestischem Spiel zielen. Auf seiner Webseite
spricht Waisvisz schon bei der ersten Version von The Hands (1984-1989) vom SensorLab
als Mini-Computer, der für die Datenwandlung und das Mapping verantwortlich sei:
„To translate the sensor information in a musical way into MIDI-codes a small computer
is worn on the back of the performer. This computer ‚The SensorLab‘ is programmable so
that for each work a unique relationship between the performers gestures and the musical
output can be programmed.“106
Der Text ist allerdings rückblickend verfasst worden und unterstreicht somit, dass die
erst ab 1990 offiziell in den STEIM-Jahresberichten als SensorLab bezeichneten Forschungen und Entwicklungen für The Hands schon Jahre zuvor prototypisch angewendet wurden. Die Veröffentlichung und der Verkauf der Hardware für einen Stückpreis
von 2500 Gulden (ca. 1100€) findet allerdings erst ab 1990 statt.
Das SensorLab besteht aus dem eigentlichen Mini-Computer mit CPU und Analog-Di-
gital Convertern und einem externen Netzteil, das sowohl den Computer als auch die
Sensoren mit Spannung versorgt und etwas größer und deutlich schwerer ist als der
Computer selbst.
Analoge Inputs
32 analoge Inputs stehen zur Verfügung, um kontinuierliche Spannungsänderungen zu messen und zu digitalisieren. Die maximalen Werte liegen zwischen -8 und +8 Volt. Da die Inputs nicht gegen eine Überspannung
geschützt sind, ist der aktive Bereich auf -7 bis +7 Volt beschränkt, um Beschädigungen zu vermeiden, die
allerdings nicht auftreten, wenn man ausschließlich die dem SensorLab eigene Stromversorgung nutzt. Ab
der Version von 1993 kann das SensorLab auch einen MIDI-Input verarbeiten, außerdem wird die Auflösung
des Inputs von 8Bit auf 16Bit verfeinert.
Key Scan Matrix
Durch diese Matrix von 8 Inputs und 8 Outputs ist zusätzlich das Einlesen einfacher Schalter möglich, die
jeweils nur zwei Zustände übermitteln. Da jeder Input („ScanRead“ genannt) auf 8 Outputs („ScanLine“)
geroutet werden kann, sind 64 solcher Abfragen möglich, die z.B. für Drum-Pads oder Trigger-Impulse aus
einem Envelope-Follower angewendet werden können.
Ultraschall
Das Ultraschallssystem des SensorLab besteht aus 2 Output-Lines, die jeweils vier Ultraschallsignale aussenden können (Transmitter) und zwei Input-Lines, die je einen externen Verstärker und einen EnvelopeFollower benötigen, um das eintreffende Signal zur digitalen Signalverarbeitung zu formen (Receiver). Die
Distanzmessung mit Ultraschall funktioniert folgendermaßen: Die CPU des SensorLab sendet ein 40KHzSignal, das vom Transmitter in ein für Menschen nicht hörbares Klangsignal gewandelt wird und mit
Schallgeschwindigkeit den Receiver erreicht. Dort wird es wieder in ein elektrisches Signal gewandelt und
105 STEIM Jahresbericht 1990, S.6.
106 vgl.: http://www.crackle.org/The%20Hands%201984.htm - Zugriff am 05.10.2007.
39
5.1 STEIM SensorLab
erreicht die CPU, welche die zeitliche Verzögerung zwischen Aussenden und Empfangen des Signals misst.
Es können so Distanzänderungen bis zu 0,3 mm gemessen und in MIDI-Daten ausgegeben werden.
Display
Ein kleines visuelles Display ist am SensorLab angebracht, um optional einfache Statusinformationen anzuzeigen.
Die Software, mit der der Benutzer des SensorLab die Datenwandlung anpassen kann,
nennt der Programmierer Tom Demeyer Spider, weil sich damit der Metapher eines
Spinnennetzes folgend Verknüpfungen zwischen den eingehenden Sensordaten und ihrer musikalischen Zuordnung und Ausgabe erstellen lassen. Sie wird mit der Hardware
zusammen verkauft und kann deren Verhalten über einen Macintosh-Computer editieren. Obwohl das SensorLab über ein kleines Display verfügt, kann die Software nur
mit einem externen Computer angepasst werden. Ist ein Setup konfiguriert, bleibt es im
SensorLab gespeichert, bis es durch ein neues Spider-Patch überschrieben wird. Das Pro-
gramm läuft allerdings nicht sehr stabil und muss häufig durch Updates erneuert wer-
den.107 Es zeichnet sich auch nicht durch Bedienerfreundlichkeit aus und hat manchen
Musiker in langwierigen Programmierungen beschäftigt, bevor die MIDI-Daten nach
Wunsch generiert werden konnten. Eine dialektische Eigenschaft der computerbasierten
Improvisation, wie STEIM sie als Zweck für seine digitalen Instrumente propagiert, ist
das mitunter zeitaufwändige Vorbereiten in logischen, abstrahierenden Umgebungen,
das aufgrund mangelnder Echtzeit-Handlungsfähigkeit nicht als instrumentaler Aktionsraum gilt, bevor die künstlerischen und musikalischen Ergebnisse durch direkte Interaktion erzeugt werden können. Um eine Spielsituation zu kreieren, in der der Musiker unmittelbar interagieren kann, muss zuvor die Konfiguration exakt durchdacht und
technologisch zuverlässig präpariert worden sein. Das SensorLab ist weltweit das erste
sensor-to-midi-System, das serienmäßig hergestellt wird und findet Anwendung in vielen
einflussreichen Projekten, von denen einige in diesem Kapitel vorgestellt werden. Vergleichbare Systeme wie z.B. das in Kooperation mit dem IRCAM in Paris108 entwickelte
Modell Eobody der Firma Eowave erscheinen ab Ende der 1990er Jahre109 und lassen
sich meist durch mitgelieferte patches der verbreiteten modularen Programmierumgebungen Max/MSP oder Pure Data editieren. Diese umgehen so das Problem, ein aut-
arkes Programm wie Spider für die Anpassung der Hardware zu schreiben zu müssen,
weil die kostenlos verfügbaren, stabil laufenden runtimes dieser Programme (eine limitierte Version der Programmierumgebung, in der existente Konfigurationen ausgeführt,
aber nicht weiter umprogrammiert werden können) die patches einfach einbinden. Auch
STEIM forscht Ende der 90er daran, Spider durch ein Max/MSP Patch zu ersetzen, was
107 vgl.: Frank Baldé im Interview mit dem Verf., 07.08.2007
108 Das bei IRCAM entwicklete AtoMIC-Interface dient als Grundlage für das Eobody
109 Als Sensor-to-MIDI Interfaces erscheinen ab Ende der 1990er außerdem der I-Cube und das MiniDig der Firma
Infusion Systems, der MIDICreator der Universität York (GB), das KitPAiA der US-amerikanischen Firma PAiA Electronics, die MIDIBox der Firma Notam (Norwegen), das MidiTron von Eroktronix (USA) sowie die Pocket Electronics der
deutschen Firma Doepfer. Vgl.: Mirada./ Wanderley (Hg.) (2006): New Digital Musical Instruments. Control and
Interaction Beyond the Keyboard. S. 162.
40
5.1 STEIM SensorLab
sich aber als kompliziert und unprak-
tikabel erweist, da das SensorLab von
Anfang an auf die eigene Software
ausgerichtet ist.110
Um die Jahrtausendwende gibt es
zwar intensive Bemühungen, einen
Nachfolger mit dem Namen SensorLab
vII
herauszubringen, der sich
direkt per USB mit dem Rechner
verbinden lassen und nur noch 500
Gulden (ca. 230€) kosten soll, aber
dieses Projekt kommt über die Pla-
nungsphase nicht heraus. Spätestens
mit dem OIK-Projekt, das die Sensoren und deren Übertragungswege in
Gamecontrollern nutzt und der EntBild 12: serienmäßig produziertes SensorLab, ab 1990. Foto:
André Hoekzema. Quelle: STEIM Archiv
wicklung der Sensor-Mapping Soft-
ware JunXion (beide ab 2003) wird
das SensorLab als eigenständiges Ge-
rät im Umfeld der Laptopkultur überflüssig und folglich nicht weiterentwickelt. War
der Minicomputer noch im Jahrzehnt zuvor revolutionär und unersetzliches Pionierprodukt in vielen experimentellen Controllerprojekten und interaktiven Konfigurationen,
so kann nun durch Laptop, eine Wandler-Hardware und entsprechende Software wie
junXion
eine mindestens so effektive und kostengünstigere Aufstellung erreicht wer-
den. Die Sensordaten werden hierbei über den USB-Bus eingelesen und in musikalische
Steuerdaten gewandelt. Als Quelle dienen z.B. die erwähnten Gamecontroller oder auch
Interfaces aus der Office-Peripherie wie Maus, Tastatur oder Touchscreen. Sensoren
können an das STEIM JunXion-Board angeschlossen werden, ein sich im Moment noch
in der Betatestphase befindliches USB-Board, das die Stromversorgung und Digitalisierung der Sensordaten übernimmt und in der Tradition des SensorLab auch zwei Ultraschallkanäle enthält.111
Seit 1990 sind am STEIM über 250 Projekte oder künstlerische Orientierungsar-
beiten mit dem SensorLab realisiert worden oder erwähnen es zumindest als Baustein
in ihrer Projektbeschreibung. Es gilt prinzipiell, dass bei allen Projekten, die das SensorLab
einsetzen, der konzeptionelle Schwerpunkt auf dem Eingabeteil des elektroni-
schen Musikinstruments liegt. Die Sensorkonstellationen dienen als Interfaces, deren
Datenstrom formalisiert, interpretiert und dann in Klang gewandelt und ausgegeben
wird. Für diese Formen von Controllern hat sich der Terminus „Gestische Controller“
etabliert, wobei dieser ein weites Diskussionsfeld eröffnet, das die ohnehin umfangrei110 vgl.: Frank Baldé im Interview mit dem Verf., 07.08.2007.
111 Vergleichbare Sensor-Boards, die Daten über den USB-Bus eines Computers lesbar machen, sind das PhidgetInterface oder das Arduino-Board. Vgl.: Kim, Jin Hyun (2008): Embodiment in interaktiven Musik- und Medienperformances – unter besonderer Berücksichtigung medientheoretischer und kognitionswissenschaftlicher Perspektiven.
41
5.1 STEIM SensorLab
chen Konnotationen des Begriffs der Geste in den Sprach- und Kommunikationswissen-
schaften auf die Frage der Art und Qualität musikalischer Gesten zuspitzt.112 Gestische
Controller können prinzipiell alle Interfaces sein, die körperliche Performanz als Input
in einem algorithmischen Steuerungsprozess nutzen. Auf welche Weise sie das tun und
mit welchen qualitativen Unterschieden, ist eine weitere Frage. Der Terminus umfasst
jedenfalls in seiner aktuellen Verwendung eine große Bandbreite von Controllern, die
sich sinnvoll kategorisieren lassen, indem man sie auf ihre Referenzen zu traditionellen
Musikinstrumenten untersucht. So treffen Eduardo Miranda und Marcelo Wanderley in
ihrem Buch „New Digital Musical Instruments. Control and Interaction Beyond the Keyboard“
eine Hauptunterscheidung zwischen „Instrumenten-inspirierten Interfaces“ und „Alternativen Interfaces“.113
In der ersten Kategorie sind neben kommerziellen Controllern, die sich an das eingeführte Spielgefühl mechanischer Instrumente anlehnen114, vor allem die Gruppe der „Erweiterten Musikinstrumente“115 ergiebig für die Abgrenzung zu weiteren instrumenta-
len Interfaces. Beispiele für diese Art von Entwicklungen in der Geschichte des STEIM
sind: Jon Rose: Hyperstring (ab 1986), Frances-Marie Uitti: Cello-Erweiterungen, ohne
Titel (ca. ab 1990) Steina Vasulka: Geigenbogen-Interface, ohne Titel (ab 1996), Michael
Barker: Basblokfluit (ab 1989), Nicolas Collins: Midi Concertina (ab 1989), Miya Masaoka: Koto-Monster (ab 1996) und Pascal Boudreault: Midi-Saxophon (2005).
Die Kategorie der „Alternativen Interfaces“ beinhaltet nach Miranda und Wan-
derley Unterkategorien wie die der „Instrumentale Alltagsgegenstände“: Hier handelt
es sich um ein ähnliches Konzept wie bei den „Erweiterten Musikinstrumente“, mit dem
Unterschied, dass Gegenstände mit Sensoren präpariert werden, denen ein nicht-musikalischer Gebrauch eingeschrieben ist und der erst durch die technologische Erweiterung musikalisch-künstlerisch interpretiert wird. Bei STEIM sind einige Projekte dieser
Art durchgeführt worden, die an der Grenze zwischen instrumentalem und installativem
Interface liegt, so z.B.: Marie Goyette: Tap-Schoenen (ab 1992; dt.: Tanzschuhe), Jon Rose:
Badminton Rackets (1995) und Alison Isadora/ Jan Bas Bollen: MIDI-Waschmaschine
Hoofdwas (1996).
112 Es geht hierbei nicht um musikalische Gesten im Sinn von rein klanglichen Phänomenen innerhalb einer Komposition sondern um die Formen und ihre möglichen Bedeutungen von Körpermotorik an musikalischen Interfaces.
Vgl. die Beiträge von Cadoz/ Wanderley („Gesture - Music“) und Iazzetta („Meaning in Musical Gesture“) in Wanderley, Marcelo M./ Battier, Marc (Hg.) (2000): Trends in Gestural Control of Music.
113 Miranda/ Wanderley (2006). New Digital Musical Instruments. Control and Interaction Beyond the Keyboard. S.
27ff.
114 Miranda/ Wanderley nennen diese Gruppe von kommerziellen Controllern „Instrumenten-Imitate“. Ein
populäres Beispiel sind die EWI (Electronic Wind Instruments) der Firma Akai, die durch Instrumente mit Blasdrucksensoren und Tasten das originäre Spiel von Klarinettisten und Saxofonisten für die algorithmische Klangsteuerung
verfügbar machen. (Ebd. S. 26f).
115 Die Kategorie der „Erweiterten Musikinstrumente“ bezeichnet die Kombination von algorithmischer Klangsteuerung und -synthese mit den präparierten Klangkörpern von traditionellen Instrumenten, deren Eigenschaften
der mechanischen Klangerzeugung beibehalten werden. Der Begriff geht zurück auf die seit 1986 durch Tod Machover am MIT (Boston, USA) entwickelten „Hyper Instruments“ oder „Extended Instruments“. Vgl.: Kim, Jin Hyun
(2006): Musik - Interface - Körper. S.40f.
42
5.1.1 Michel Waisvisz: The Hands
Schließlich sind weitere Untergruppen der „Alternativen Interfaces“ sogenannte
„Touch-“ und „Expanded-Range-Controller“.116 Diese Formen stellen den größten Teil der
bei STEIM entwickelten Instrumente dar, es liegt sogar nahe, dass der Begriff des „Touch-
controllers“ von STEIMs ebenso betitelter Attitüde gegenüber Interaktion inspiriert ist.117
Es geht hier um eigenständige, individuelle Interfaces, deren Form vornehmlich durch
die Konfiguration der Sensortechnologie bestimmt ist und deren Spielweise grundlegend neu erlernt wird. Prinzipiell stellen „Alternative Musikinterfaces“ laut Jin Hyun
Kim die Frage nach dem Mangel an Expressivität bei digitalen Instrumenten im Vergleich zu ihren traditionellen Vorläufern.
„Als Modell expressiver Musikinstrumente gilt das mechanisch-akustische Musikinstrument, das eine durch den physikalischen Mechanismus festgelegte Transformation von
Gesten in Klang ermöglicht und daher die Expressivität von Makro- und Mikrogesten auf
musikalische Gestaltung transparent überträgt. Anders als mechanisch-akustische Musikinstrumente bringen alternative Musikinterfaces keine direkte Übertragung der motorisch
gesteuerten Expressivität mit sich, da die motorische Energie über die Umwandlung physikalischer Energie in Elektrizität durch Sensoren und über die digitale Konvertierung analoger Elektrizität als digitaler Code übertragen wird.“118
Die wichtigsten Beispiele für die STEIM-Entwicklungen im Bereich der „Touch-“ und
„Expanded-Range-Controller“ werden im Folgenden vorgestellt: Michel Waisvisz: The
Hands (ab 1984), Midi-Conductor (1990) und The Web (ab 1989), Laetitia Sonami: Lady‘s
Glove (ab 1991) und Ray Edgar: Sweatstick (ab 1991).
5.1.1 Michel Waisvisz: The Hands
„Even the most recently developed electronic music-keyboards provide rather poor translation of the rich information generated by hand/arm gestures and finger movements/
pressures. Experiments undertaken within the last 3 years at STEIM have shown that a
multi-sensor control device seems to be the appropiate approach.“119
Schon 1984, ein Jahr nach der Einführung des MIDI-Protokolls, baut Michel Waisvisz
einen experimentellen Controller für diesen neuen musikalischen Standard. Die For-
schung an The Hands setzt die von Waisvisz ab 1973 am STEIM begonnene Arbeit mit
116 Folgende Definitionen für Untergruppierungen der „Alternativen Controller“ formulieren Miranda/ Wanderley mit Bezug auf Axel Mulders (1998) Doktorarbeit „Design of Virtual Three-dimensional Instruments for Sound
Control.“:
„Touch controllers: alternate controllers that still require the performer to touch a physical control surface. These
control surfaces can be mobile or fixed in space. This class of controllers provides a haptic representation to the
performer.
Expanded-range controllers: alternate controllers that may require physical contact in a limited form or that do
not require physical contact but have a limited range of effective gestures; that is, the performer can always „escape“
the control surface (make movements without musical consequence)“. (Miranda/ Wanderley (2005) S. 31f.)
117 Mulder erwähnt STEIMs Arbeiten, ohne auf Details einzugehen, als konstitutiv für die Kategorie der „Alternativen Controller“. Vgl. Mulder (1998), S.11. STEIMs Begriff des „Touch“ wird am Ende dieses Kapitels erläutert.
118 Kim, Jin Hyun (2006): Musik - Interface - Körper. Inszenierungen des Körperlichen in digitalen Musikpraxen,
S.42.
119 Waisvisz (1985): The Hands, a set of remote MIDI-controllers, S.1.
43
5.1.1 Michel Waisvisz: The Hands
den Crackle-Instrumenten in der
Sphäre des Digitalen konzeptionell fort, was die direkte Spielsituation betrifft. Die möglichst
detailreiche Umsetzung filigra-
ner körperlicher Bewegungen in
Klang war schon bei den berührbaren elektronischen Schaltkreisen im Wortsinn Leit-Prinzip.
„I felt that ‚sound music‘ needed appropriate ‚finger boards‘: like refined
sliders, navigation wheels, rudders,
sensitive high resolution controllers. Interfaces that could translate human musical Touch
and gesture into the sound world in a more continuous and dedicated way.“120,
Bild 13: The Hands, aktuelle Version aus dem Jahr 2005. Copyright:
Michel Waisvisz. Quelle: www.crackle.org/instruments
schreibt Waisvisz als Ausblick über die zukünftigen Entwicklungen in der Tradition
seiner Crackle-Instrumente. Digitale musikalische Anwendungen wird erst spät am
STEIM in die Forschungen einbezogen121, da sie aufgrund der frühen geringen Prozessorleistungen nur sehr begrenzt zu ausdrücklich instrumentalen Zwecken genutzt werden konnten. Instrumentale Computermusik setzt die Berechnung von Steuerdaten oder
Klangsynthese in Echtzeit voraus - dies bedeutet im Computer eine nicht bemerkbare
zeitliche Verzögerung zwischen der Eingabe der Steuerdaten und ihrer Prozessierung
und Ausgabe. Musikalische Berechnungen wurden im Computer bis dahin zumeist zeitversetzt durchgeführt, also ohne direkte hörbare Ergebnisse während der kompositori-
schen Arbeit, um eine akzeptable Klangqualität zu erzielen - das war für STEIM nicht
interessant. Das MIDI-Protokoll schließt 1983 diese Latenz-Lücke zwischen Klangerzeugern und dem Computer auf der Ebene der Steuerdaten (oder verlagert die Problematik der Zeitverzögerung durch Berechnungen in den Bereich von Millisekunden),
bevor die Prozessoren leistungsstark genug werden, um eigene Klangberechnungen di-
rekt durchzuführen. Das erste prototypische Exemplar von The Hands besteht aus zwei
Holzplatten mit Sensoren, die durch Klettbänder an die Handflächen gebunden werden.
Michel Waisvisz hat zwar mit der Unterstützung vieler Techniker (hauptsächlich Johan
den Biggelaar, Wim Rijnsburger und Bert Bongers) an der Entwicklung zweier weiterer
Versionen von The Hands gearbeitet, betont aber, dass die Konfiguration des Prototyps
von 1984 bis heute im Wesentlichen Bestand hat, was das zugrundeliegende Konzept
120 Waisvisz (2004): Crackle History. www.crackle.org/CrackleBox.htm - Zugriff am 05.08.2007.
121 Mit der Einschätzung, dass STEIM sich erst spät dem Computer zuwendet, soll darauf hingewiesen werden, dass
sich das Studio durch seinen speziell instrumentalen Ansatz nicht für die frühen computerbasierten Möglichkeiten der
Partitursysnthese interessiert, wie sie beispielsweise durch Lejaren Hiller in der ILLIAC Suite schon 1955 realisiert
worden ist. 1969, Im Gründungsjahr des STEIM, stellt Max Matthews seine ausgereifte, seit den 1950ern entwickelte
musikalische Programmiersprache „MUSIC V“ vor, die der Vorläufer der verbreiteten Programmierung Max/MSP
ist und einfache digitale Klangsynthese möglich macht (vgl.: Ruschkowski 1998, S. 266ff). Matthews selber bezeichnet
sein Computerprogramm als Instrument (vgl.: Kim (2006), S.40). Es spielt aber keine wesentliche Rolle in STEIMs
früher Agenda. In Bezug auf die Anwendungen des neuen digitalen MIDI Protokolls leistet STEIM ab 1983 für die
Computermusik die hier beschriebenen Pionierleistungen.
44
5.1.1 Michel Waisvisz: The Hands
betrifft. Im Jahr 1989 entsteht die erste Weiterentwicklung, bei der die Hände des Mu-
sikers durch hölzerne Rahmen fassen (siehe Bild 13) und so stabiler mit den Sensoren
verbunden sind. Außerdem ist die Verdrahtung komplett überarbeitet worden und die
MIDI-Daten werden durch das ab 1990 serienmäßige SensorLab mit der dazugehöri-
gen Spider-Software generiert. Der aktuelle Controller, den Waisvisz auf seiner Website
mit einem Foto vom Stand des Jahres 2005 vorstellt122, hat an jeder Hand zusätzlich ein
Miniatur-Kondensatormikrofon, um während der Performance Klänge und Geräusche
zu sampeln - ein Verfahren, das sich gerade in der Improvisation mit STEIMs LiSa Software anbietet. Die quecksilberbasierten Tilt-Sensoren werden außerdem angesichts der
Gefahr des Austretens von Flüssigkeit bei Beschädigung durch moderne Tiltsensoren
ersetzt, die aus einer beweglichen, umschlossenen Metallkugel bestehen, welche durch
Bewegungen Kontakte schließt.123
Die technischen Bestandteile des Prototyps von The Hands (1984) in Verbindung mit den
musikalischen Funktionen, die Waisvisz im Yamaha DX7 und TX7 Synthesizer steuert,
sind die folgenden:
Schalter zur Wahl von Tonhöhen
Je 12 Schaltertasten an beiden „Hands“, in drei Viererreihen. Sie geben Tonhöhen als Note-on und Note-off
MIDI-Befehle innerhalb einer Oktave aus.
Sustain-Schalter
Ein weiterer Schalter aktiviert die Sustain-Funktion, also die Möglichkeit, Töne beim Loslassen einer
Schaltertaste ausklingen zu lassen.
Tilt-Schalter zur Wahl der Oktaven
Vier Quecksilber-Tiltsensoren sind unter jeder der „Hands“ auf einer gewölbten Oberfläche angebracht.
Sie schalten sich ein oder aus, wenn die Controller in eine Richtung gedreht werden. Durch die konische
Positionierung können durch Drehung der Hand mehrere Sensoren gleichzeitig angeschaltet sein. Die resultierenden Kombinationen werden auf die Transposition der Tonhöhen angewendet, so dass ein Tonumfang
von acht Oktaven entsteht.
Ultraschall-Sensor zur Wahl der Anschlagsdynamik
Die linke Hand sendet ein Ultraschallsignal in Richtung der rechten, die einen Ultraschallempfänger besitzt. Die Distanz der Hände wird durch den Vergleich des ausgesendeten Ultraschallpulses mit seiner
Verzögerung errechnet, was sehr exakt funktioniert. Die entstehenden Daten werden auf die Anschlagsstärke
(0-127) der MIDI-Noten gemappt.
Schalter zur MIDI-Kanal- und Programmwahl
An der linken Hand sind drei Druckknöpfe angebracht, mit denen der MIDI-Kanal (bis zu drei gleichzeitig)
angewählt wird. Die rechte Hand enthält an dieser Stelle zwei Schalter, mit denen durch die verfügbaren
Programme des gewählten Kanals navigiert werden kann.
Potentiometer zur Tonhöhenänderung
Am Daumen jeder Hand ist ein Drehknopf angebracht, der mit der Pitchbend-Funktion verknüpft ist, um
stufenlose Tonhöhenveränderungen zu spielen.
Schalter zur Aktivierung des „Scratch-Mode“
Ein weiterer Schalter dient dazu, das Mapping des Ultraschallsensors zu variieren. Ist er angeschaltet, wird
122 www.crackle.org/TheHands.htm - Zugriff am 16.10.2007.
123 vgl.: Michel Waisvisz im Interview mit dem Verf. 27.08.2007, Zur Funktionsweise aktueller Tilt-Sensorik vgl.:
www.arduino.cc/en/Tutorial/TiltSensor - Zugriff am 07.04.2008.
45
5.1.1 Michel Waisvisz: The Hands
für jede neue Anschlagsstärke, die durch die Änderung der Handentfernung generiert wird, ein neuer NoteOn-Befehl mit der neuen Anschlagsdynamik für alle gedrückten Schaltertasten erzeugt. Durch die hohe
Frequenz der Ultraschall-Datenabfrage, die 1000 Mal pro Sekunde den Wert abfragt, können so sehr schnell
hintereinander gleiche Noten in verschiedener Dynamik gespielt werden, was Waisvisz den „Scratch-Mode“
nennt.
Analog-to-MIDI Converter
Bevor das SensorLab bei STEIM entworfen und ab 1990 serienmäßig gebaut wird, um Sensordaten zu
digitalisieren und in MIDI-Code zu
übersetzen, dient ein individuell angefertigtes Mikroprozessor-Board diesem
Zweck. Es besteht aus einem Rockwell
6511 Prozessor, drei EPROMS, die den
Programmcode enthalten, einer SystemClock und der Stromversorgung für
die Controller. Das MIDI-Interface
wird über einen der vier 8-Bit Ports des
Prozessors angesteuert, der zu diesem
Zweck umprogrammiert worden ist.
Da die Hardware von The Hands
also seit fast 25 Jahren nahezu
unverändert ist, kann Waisvisz
auf eine lange eigene SpieltradiBild 14: Michel Waisvisz bei einem Kinderkonzert in der Stuttgarter
Staatsoper 2001. Foto: Frank Baldé. Quelle: STEIM-Archiv.
tion zurückblicken.
„Technically seen I haven’t changed The Hands because I really wanted to be able to learn
to play them. In terms of software we [Waisvisz und das Team von STEIM-Technikern,
Anm. d. Verf.] have experimented with new relationships between gestures and sound and
data output, but also there I am quite conservative, because I want them to become second
nature.“124
Die wesentlichen strategischen Veränderungen von The Hands entstehen im Laufe der
Jahre beim programmgesteuerten Interpretieren der sensorischen Daten: neben der Spider-Software,
die das Mapping übernimmt, spielt hier die Software LickMachine von
Frank Baldé eine entscheidende Rolle, um über die musikalische Beziehung von Gesten
und Klangergebnissen zu entscheiden. Als Klangerzeuger verwendete Waisvisz den
Yamaha DX7 bzw. TX7 Synthesizer, die auf der FM-Synthese basieren. Der TX7 wird
ohne Keyboard produziert und reagiert im Gegensatz zum DX7 nicht mit fatalen „System
Overload“-Meldungen, wenn der „Scratch Mode“ von The Hands 1000 MIDI-Messages
pro Sekunde produziert.125 Da die FM-Synthese durch die wechselseitige Modulation
von Frequenzen deutliche und direkte Klangunterschiede schon bei geringen Parameterverschiebungen erzeugt, ist diese Syntheseform ideal für den gestischen Controller,
der so schon mit kleinen Bewegungen für das Publikum einleuchtende musikalische
Aktionen aufführt.126
Das erste Konzert mit The Hands, das „Beat Concert“, findet 1984 im Concert-
gebouw Amsterdam statt. Es folgen die international aufgeführten Werke „Touch Mon124 Michel Waisvisz im Interview mit dem Verf., 27.08.2007.
125 vgl.: Frank Baldé im Interview mit dem Verf., 07.08.2007.
126 „I use the insensitive keys to trigger events and then, with the sonar links I shape the sound. I would play a note and then work on the
modulation depth of the FM-Synthesizer.“ (Michel Waisvisz im Interview mit dem Verf., 27.08.2007).
46
5.1.1 Michel Waisvisz: The Hands
keys“ (1986) und „The Archaic Symphony“ (1989). Ab Beginn der 1990er Jahre arbeitet
Michel Waisvisz mit computerbasierter Klangspeicherung und -wiedergabe, um die
Möglichkeiten des Live-Sampling zu erforschen, zunächst mit der Software Sam, die
er als Vorläufer zu LiSa gemeinsam mit Frank Baldé entwickelt. Die Möglichkeit, programmgesteuert auf aufgenommenes und live eingegebenes Audiomaterial zuzugreifen
und es zu prozessieren, birgt für Waisvisz enormes ästhetisches Potential, was sich in
zahlreichen Konzerten zeigt, die direkt aus den auf der Bühne und aus dem Publikum
aufgenommenen Geräuschen bestehen (z.B. das Kinderkonzert „Hande Handele“, 1993;
„Spirit of the Digital Djembé“, 1997; „Operation LiSa“, 1997). Die Option des unmittelbar improvisiert gesteuerten Live-Samplings öffnet die Tür zu zahlreichen Kooperationen mit anderen Instrumentalisten wie z.B. Laurie Anderson und DJ Spooky.127
5.1.1.1 MIDI Conductor
The Hands ist der persönliche Controller von Michel Waisvisz, der für seine speziellen
musikalischen Ansprüche entworfen und gebaut worden ist. Gerade durch die schwierige Spielbarkeit der komplizierten, über Jahre erlernten Techniken, die teilweise verschiedene gestische Aktionen konditional verknüpfen128, wäre eine serienmäßige Fertigung als Kopie dieses konkreten individuellen Interfaces nur bedingt zu vermarkten
gewesen. Viele Entscheidungen zur Hardwarekonstellation von The Hands sind dem
von Waisvisz gewählten komplexen Softwaremapping in Spider, LickMachine und LiSa
geschuldet. Zwar stellt STEIM 1986 ein Controllerpaar zusammen mit den Klangerzeugern Yamaha TX7 für ein Tanzprojekt von William Forsythe her und verkauft es an
die Frankfurter Oper für den Preis von 15.000 DM129; eine weitere Produktion von The
Hands, die über diese durch persönlichen Kontakt entstandene hinausgeht, hat es aber
nicht gegeben.130 Im Jahr 1990 häufen sich jedoch die Anfragen, The Hands für andere
Musiker und Komponisten als STEIM-Produkt verfügbar zu machen, als Musterbeispiel
für einen ausgearbeiteten gestischen Controller, der mit dem frisch veröffentlichten SensorLab
zusammenarbeitet. Insbesondere für Studenten des Konservatoriums in Den
Haag soll das Interface in der Lehre eingesetzt werden, sowohl als technisches Anschau-
ungsobjekt als auch als zu erlernendes Musikinstrument. Dafür wird gemeinsam mit
dem dortigen Studiengang Sonologie der Midi Conductor entworfen, der eine simplifizierte Version von The Hands mit weniger Optionen und unspezifischer Ergonomie ist.
Sechs Paare dieses Controllers stellt STEIM her. Der Name stammt von der Metapher
des Dirigierens eines Orchesters, was ebenso wie das Spiel mit diesem Controller durch
Arm-, Hand- und Fingerbewegungen geschieht, die ihre direkte musikalische Umsetzung erfahren. In STEIMs Touch-Ausstellung, die seit 1998 international unterwegs ist,
um STEIM-Instrumentarium zu präsentieren, befindet sich auch ein Midi Conductor.
127 vgl.: Krefeld, Volker: Biography of Michel Waisvisz. (http://www.crackle.org/short%20biography.htm - Zugriff
am 20.11.2007)
128 vgl.: Michel Waisvisz im Interview mit dem Verf., 27.08.2007.
129 Briefkommunikation und Rechnung zur Transaktion im STEIM Archiv belegen dies.
130 Der persönliche Kontakt mit William Forsythe besteht durch gemeinsame Projekte, insbesondere durch Joel
Ryan. Forsythe wird 1997 auch in den STEIM-Vorstand eintreten.
47
5.1.2 Michel Waisvisz: The Web
Das Interface wird häufig als eigenständiges STEIM-Instrument vorgestellt, und die Tatsache, dass es sich hier um eine als Zweitprodukt konzipierte Variation von Waisvisz
originärem, in langjähriger Forschung hervorgebrachtem Controller handelt, wird dabei
mitunter übersehen.131
5.1.2 Michel Waisvisz: The Web
Bevor der Begriff des „Web“ als Kurzform für
das world wide web des Internet in den alltäglichen Sprachgebrauch einzieht, entwirft Mi-
chel Waisvisz ein musikalisches Interface mit
diesem Titel, das er 1989 in Marseille erstmalig
vorführt.132 Die Metapher des Netzes bezieht
sich hier auf das verwobene Zusammenlaufen
von acht Fäden in einem Rahmen, in welchen
die Hand des Performers greifen und somit mit
einer einzigen Aktion die Spannung jedes der
Fäden an ihrer Aufhängung verändern kann.
Die an der Aufhängung auftretenden ZugBild 15: Detail des Controllers The Web von 1990.
Foto: André Hoekzema. Quelle: STEIM Archiv.
kräfte werden durch Hall-Effektsensoren, die
Schwankungen von Magnetfeldern messen, in
kontinuierliche musikalische Steuerdaten ge-
wandelt. Die Sensordaten übersetzt das SensorLab in MIDI-Daten. Sobald auf einen Teil
des Netzes Druck ausgeübt wird, entstehen auch an anderen Stellen davon abhängige
Daten. Diese vieldimensionale Steuerung durch einen gestischen Controller sieht Waisvisz als geeignetes Mittel, um Klangfarben (engl.: timbre) zu manipulieren.
„Timbre has continuously changing patterns. Because of the rather simplistic way synthesizers have been designed until now, we were forced to manipulate the timbres by single parameters [...]. Now that we can apply digital signal processing to sound synthesis,
it‘s easier to manipulate an electronically generated timbre through a complex pattern of
inputs.“133
Im Gegensatz zu The Hands ist The Web weniger ein Instrument, mit dem Waisvisz
auftritt und komponiert. Es dient als Modell für eine komplexe Ausführung eines Controllers, der die differenzierte, simultane Manipulation musikalischer Parameter ermöglicht. Es ist Teil zahlreicher künstlerischer Experimente und wird in STEIM-Projekten
mit jeweils aktueller Software sowohl in der Audio- als auch in der Videobearbeitung
ausprobiert. Einen dauerhaften Platz findet The Web in STEIMs Austellungen, wo es
131 vgl.: Piringer (2001), S.105.
132 vgl.: Krefeld (1990), S.28.
133 ebd., S.30.
48
5.1.3 Laetitia Sonami: Lady’s Glove
mit den Funktionen eines Mischpultes verknüpft wird, die so mit
einer Hand auf intuitive Weise
geregelt werden können. The Web
existiert in verschiedenen Grö-
ßen, vom kleinen, mit einer Hand
oder einem Finger zu spielenden
Interface, auch SmallWeb oder
Belly-Web genannt, das zusätz-
lich Fader und Schalter integriert,
bis hin zu einer großen Version,
in die man sich mit dem ganzen
Körper einbringt und die als musikalisch ereignisreiches Spielgerät speziell Kinder innerhalb der
Touch-Ausstellungen einlädt. Das
Konzept des Controllers stammt
von Waisvisz in Kooperation
Bild 16: Belly Web (1996) mit zusätzlichen Fadern und Tasten.
Foto: Michel Waisvisz. Quelle: www.crackle.org/instruments.php
mit dem Institut für Sonologie in
Den Haag, der damit neben den
­Crackle-Instrumenten und The
Hands ein drittes Instrument entwirft, das die Fokussierung der STEIM-Instrumente auf
performative, intuitiv-körpergeleitete Momente statt auf vorwiegend mentale Konzepte
illustriert.
„At STEIM the intelligence of the body, for example: the knowledge of the fingers or lips is
considered musically as important as the ‚brain-knowledge‘.“134
Die Hardware baut STEIMs Feinmechaniker Jorgen Brinkman, der das Interface bei Konzerten und Produktionen mit seinem Trance-Projekt „Seven Seas“ einsetzt. Gegenwärtig
entwickelt er eine Kombination aus The Web und dem analogen Vocoder Synton221, um
letzteren bei Konzerten und DJ-Sets im Clubkontext als komplex zu spielenden Effekt
zu verwenden.
5.1.3 Laetitia Sonami: Lady’s Glove
Im Jahr 1991 baut Laetitia Sonami die erste Version ihres Handschuh-Interfaces, das sie
für eine Performance gemeinsam mit Paul de Marinis135 entwirft. An einem gewöhnlichen Haushalts-Gummihandschuh sind fünf Hall-Effektsensoren angebracht, welche
die Stärke des Magneten messen, den Sonami in der anderen Hand hält. Die Sensordaten
134 Infotext über STEIM auf der eigenen Webseite. www.steim.org/steim/info.html - Zugriff am 20.10.2007.
135 Die Performance heißt „Mechanization Takes Command“ und wird beim Ars Electronica Festival 1991 uraufgeführt.
49
5.1.3 Laetitia Sonami: Lady’s Glove
werden von einem dafür konfigurierten Forth-Board136
in MIDI übersetzt und an verschiedene Synthesizer
und Sampler geschickt.137 Das Sensor-Lab verwendet
die Musikerin ab der zweiten Version des Interfaces,
das mittlerweile schon seine fünfte Revision erfahren hat. Gemeinsam mit Bert Bongers, der auch bei
The Hands mitgewirkt hat, arbeitet sie bei STEIM
den Lady‘s Glove aus, der in der aktuellen Form zehn
Kontakt-Schalter, fünf Hall-Effektsensoren, einen
Tilt-Sensor, drei Beschleunigungs-Sensoren, zwei Ultraschall-Sensoren, vier Dehnungs-Sensoren, je einen
Druck- und Lichtsensor und drei LED-Lämpchen für
einfaches visuelles Feedback besitzt. Der prototypische Gummihandschuh ist inzwischen durch einen
Bild 17: Laetitia Sonami und der
Lady‘s Glove. Foto: Mark Esthes.
Quelle: www.otherminds.org
schwarzen ­Lycrahandschuh ersetzt worden. Auf ihrer Webseite erwähnt Sonami, dass dieser neue, armlange Handschuh in ihrer Geburtsstadt Paris angefer-
tigt wurde , was den modischen Distinktionswillen dieses Interfaces unterstreicht, das
138
nicht nur durch technische Perfektion und ausgearbeitetes Mapping auffällt, sondern
ebenso durch die ansprechende, stilbewusste Konzeption und Präsentation des Instruments.
„This is for me the ultimate instrument in dealing with expressivity in electronic music - if
you move one finger, everything else moves. It‘s multiple controls to multiple variables in
sound.“139
Wie auch Michel Waisvisz‘ Controller hat dieses Interfacekonzept den Vorteil, dass die
körperliche Performanz keinen externen Referenzpunkt benötigt, da der Controller direkt am Körper der Musikerin befestigt ist. Finger- und Armbewegungen, deren Geschwindigkeiten, Drehungen und Muskelkräfte können so auf direkte und für den Zuschauer unmittelbare Weise in das Audio- und Videosystem eingegeben werden, das
Sonami in ihren Aufführungen bespielt, was die im obigen Zitat beschriebene multidimensionale Expressivität ermöglicht. Dabei ist die Bearbeitung ihrer verstärkten und
live aufgezeichneten Stimme ein zentrales ästhetisches Element. Die Kombination von
Rezitation, Improvisation und körperlich-instrumentalem Spiel mit digital-phonographischem Material erzeugt durch den Controller, der weniger als zu manipulierendes
Gerät sondern vielmehr als immersiv gesteuerter Teil des Körpers der Musikerin erscheint, eine präsente instrumentale Situation.
136 Das Forth-Board ist eine Computerhardware, auf der die 1969 von Charles Moore entwickelte Open-Source
Programmiersprache Forth läuft, die gleichzeitig das Betriebssystem und die Entwicklungsumgebung bezeichnet. Vgl.:
www.forth-ev.de - Zugriff am 08.04.2007.
137 vgl.: www.sonami.net/lady5.html - Zugriff am 31.10.2007.
138 vgl.: ebd.
139 Sonami, Laetitia. Zit. nach. Piringer (2001), S.50.
50
5.1.4 Ray Edgar: Sweatstick
19: Jorgen Brinkmann passt die Sensoren des Gloves in
Bild
STEIMs Werkstatt an. Foto: Andreas Otto
Bild 18: Franziska Baumann mit Glove und
dem SensorLab vor einem Konzert an der
HKB Bern 2008. Foto: Andreas Otto
Ein ganz ähnliches Konzept verfolgt die Schwei-
zer Künstlerin Franziska Baumann, die ebenfalls
einen sensorischen Handschuh bei STEIM ent-
worfen hat. Als Sängerin verwendet sie das Interface, um computerbasierte Bearbeitungen ihrer Stimme aufzuführen. Das Projekt beginnt im Jahr 2001 unter Mithilfe von
STEIMs Hardware-Techniker Jorgen Brinkmann und ist damit eine der jüngeren Entwicklungen am STEIM, die noch auf dem SensorLab basieren. Für ihre gestische Steuerung der musikalischen Parameter kommen Biegesensoren an den Fingern, ein Ultraschallsender mit zwei Empfängern (am Fuß und am Gürtel) sowie zweidimensionale
Beschleunigungsmessung zum Einsatz. Die Kontakt-Schalter, die Laetitia Sonami direkt
am Handschuh angebracht hat, werden auch in Baumanns Instrument eingesetzt. Sie
dienen unter anderem zum Umschalten von Voreinstellungen. Baumann hat dafür ein
bewegliches switchboard in ihre Konfiguration integriert, das sie in der Mikrofonhand
direkt am Mikrofon hält.
5.1.4 Ray Edgar: Sweatstick
„The Sweatstick is an attempt to make electronic music a physical experience. Less intellectual, more impulsive and expressive and sexy!“140
Das Anliegen, physische Anstrengung mit der logischen Welt der elektronischen Musik
zu verbinden, ist bei diesem Instrument von Ray Edgar schon im Namen Programm.
Der Titel Sweatstick lässt eine schweißtreibende Performance assoziieren, während das
Instrument selber die Aura eines Fitness- oder Kraftsportgerätes umgibt. Geht es bei den
oben vorgestellten alternativen Musikinterfaces um die möglichst direkte Umsetzung
von Hand- und Fingerbewegungen in Musik, so wählt der Musiker im Spiel mit diesem
140 Ray Edgar, E-Mail an den Verf. vom 12.09.2007.
51
5.1.4 Ray Edgar: Sweatstick
Interface den Weg eines geschickten Kraftaufwandes, um Daten
und Parameter zu erzeugen, die zum Klangergebnis führen.
Zeitgleich mit Laetitia Sonamis Entwicklung beginnt Ray
Edgar 1991 mit dem Bau des Stabcontrollers, der mit zwei
beweglich gelagerten Handgriffen festgehalten wird
und in der Mitte eine Stahlfeder aufweist, die die
Biegung des Stabes zulässt. Diese Biegung wird
in drei Richtungen mit Halleffekt-Sensoren gemessen und von Edgar in den meisten Fällen
auf zentrale Funktionen wie Lautstärke oder
Pitchbending gemappt wird. Der Winkel, in
dem der Stab gebeugt wird, erhält so eine
entscheidende gestalterische Funktion.141 An
den beiden Handgriffen befinden sich neben
den Schaltern, um Noten zu spielen - ähn-
lich wie bei The Hands - auch Drucksensoren
(die Edgar aus dem Keyboard eines Yamaha
Bild 20: Ray Edgar mit Sweatstick, auf dem Rücken
trägt er das SensorLab, in dem die erzeugten Daten
in MIDI gewandelt werden. Foto: André Hoekzema
Quelle: STEIM Archiv.
MIDI-Noten verwendet.
142
DX7 Synthesizers ausgebaut hat) und Ul-
traschallsensoren zur Distanzmessung. Die
Distanz der Hände wird hauptsächlich als
Anschlagsstärke auf die gerade gespielten
Schließlich wird die Drehung der Handgriffe auf der Stabach-
se durch ein Potentiometer erfasst und auf die Transposition der Noten angewendet. Um
den kontinuierlichen Datenstrom zu unterbrechen, der aus den ständigen kleinen Bewegungen und Drehungen jedes der Handgriffe kommt, können diese verriegelt werden,
so dass sie in einer bestimmten Position einrasten und ausschließlich der Beugung der
Stahlfeder noch eine gestalterische Funktion zukommt. Von Beginn an nutzt Edgar das
SensorLab für den Sweatstick, um MIDI-Daten zu generieren. Die Software wird noch
nicht mit Spider geschrieben, da sich dieses Programm zum Zeitpunkt der Entwicklung
noch in der Testphase befindet; Frank Baldé berät Ray Edgar bei der Programmierung.143
Bei der Herstellung und Konzeption der Hardware erhält Edgar Unterstützung von Bert
Bongers, der auch schon bei The Hands als Instrumentenbauer assistiert hat.
Mittlerweile hat der Sweatstick schon die fünfte Revision erfahren, was die Er-
gonomie und Robustheit angeht, die beschriebenen Prinzipien gelten aber für alle Versionen des Interfaces. 1992 entsteht der erste Teil der „Flexonica“-Performance, mit der
Edgar weltweit auftritt, 1993 folgt „Flexonica II“. Dabei werden unter Verwendung der
STEIM-Software Lick Machine improvisierte und vorprogrammierte musikalische Ele-
mente kombiniert. Die Tatsache, dass beim ersten STEIM Touch-Festival im Jahr 1998
sowohl The Hands als auch dem Lady‘s Glove und dem Sweatstick eigene Konzerte gewidmet werden, unterstreicht die Relevanz, die diese drei Controller für das Profil des
141 vgl.: ebd.
142 vgl.: ebd.
143 vgl.: STEIM Jaarverslag (1989).
52
5.2 STEIMs Touch-Philosophie
Studios besitzen. Die internationale Aufmerksamkeit, die diese Instrumenten generie-
ren, lässt STEIM zu Beginn der 90er Jahre zu einem renommierten Ort für personalisierte
elektronische Musikinstrumente werden.
5.2 STEIMs Touch-Philosophie
Die Touch-Philosophie kann als STEIMs Kommentar zu den Diskussionen um den Begriff der Interaktivität in Kunst und Musik gelesen werden, der losgelöst von konkreten instrumentalen Beispielen den performativen Ansatz theoretisch verdeutlicht, den
STEIM für die Schnittstellen zwischen medialen Konfigurationen und menschlichem
Handeln verfolgt. Die bei STEIM entwickelten elektronischen Musikinstrumente sind
als interaktive Systeme zu verstehen, im Sinne des dialogischen Verhältnisses von Anwender und Computerprogramm, wie es in Kapitel 1 dieser Arbeit beschrieben wurde,
und welches die instrumentalen Merkmale der physischen Eingabe und des auditiven
Echtzeit-Feedbacks beschreibt. Dieses dialogische Modell von Interaktivität funktioniert
laut Rolf Großmann, „wenn mit einem Konzept kommuniziert wird, das in einer Folge
solcher Aktionen [physischer Aktion und technischer Reaktion, Anm. d. Verf.] einen differenzierten Aktionsraum öffnet.“144 Dies gilt für die Arbeiten am STEIM für die computerbasierten Forschungen und Entwicklungen rund um das seit 1990 bestehende SensorLab, da sie, wie in diesem Kapitel beschrieben, körperliche Aktionen sensorisch erfassen
und in Klang als einen weiteren, den Musiker wiederum beeinflussenden Aktionsraum
übersetzen. Die Forschung an für Improvisationen optimierten Interfaces unterstreicht
die bedeutende Wechselwirkung zwischen diesen parallelen Aktionsfeldern. Das SensorLab
wird 1990 vorgestellt, in dem Jahr, als das Linzer Festival „Ars Electronica“ die
Kategorie „Interaktive Kunst“ in sein Wettbewerbsprogramm einführt und sich der Terminus in der Folge in der bildenden Kunst diskussionsreich etabliert.145
Der Essay „Touchstone“ wird anlässlich der ersten Touch-Ausstellung STEIMs im
Jahr 1998 gemeinsam von Michel Waisvisz, der damaligen Künstlerischen Gastdirektorin Sally Jane Norman und Joel Ryan verfasst. Der Text beschreibt die Dialektik interaktiver Systeme zwischen künstlerischer und aufklärerischer Befreiungsleistung und gleich-
zeitigen Beschränkungen146, unter konsequenter Vermeidung des von unterschiedlichen
Disziplinen in den 1990ern inflationär verwendeten Begriffs der Interaktivität - die Vokabel Touch bezeichnet STEIMs Interpretation von künstlerischer Interaktivität zwischen
Mensch und Computersystem, die besonderes Augenmerk auf die nicht-obsolete Rolle
des Körpers in elektronischer und digitaler Kultur legt.
„With the advent of digital tools [...] gestural expression is amplified, and theatrical conventions of presence and immediacy are stretched by networks. But the same technological
extensions that take us beyond previous corporeal limits perversely narrow our movement
range.“147
144 Großmann (1995), S. 161
145 vgl.: Dinkla (1997), S. 15f.
146 vgl. ebd. S. 7.
147 Norman, Ryan, Waisvisz (1998): Touchstone. S.39.
53
Zunächst ist hier formuliert, dass Digitaltechnologie eine Ausweitung und Verstärkung
der körperlichen Ausdrucksmöglichkeiten möglich macht, im Sinne der Betrachtung
von Medien als Erweiterungen des Körpers, wie sie der Medientheoretiker Marshall
McLuhan geprägt hat.148 Vergleicht man elektronische und digitale Musikinstrumente
mit ihren mechanischen Vorläufern, so fällt auf, dass es eine Erweiterung der Freiheiten
im Umgang mit musikalischen Parametern gegeben hat, die traditionell instrumentenund körperspezifisch begrenzt sind. Wie laut ein Musiker spielt, hängt seit der Option
der elektronischen Verstärkung nicht mehr vom Klangkörper des Instruments und der
Intensität der physischen Aktivität ab sondern von der Kapazität und Einstellung des
Geräts. Bei computerbasierten Systemen, um die es in Interaktions-Diskursen primär
geht, kommt die Algorithmisierung und Automatisation von Prozessen hinzu, die komplexe Parameter-Manipulation zulassen, um deren instrumentale Handhabung sich die
Fragestellung der Touch-Philosophie dreht. Wie man sich als Musiker in dem Aktions-
raum der digital produzierten Musik überhaupt artikulieren kann, hängt maßgeblich
vom Interface ab. Mit der in Officeumgebungen alltäglichen Computerperipherie und
dem Standardinterface MIDI-Keyboard für Musikanwendungen lässt sich, so stellt der
Text fest, musikalische Kreativität nur defizitär ausdrücken. Die Beschränkungen der
physischen Eingabegeräte können durch Programmsteuerung mit der Intention ausgeglichen werden, dass die Software die mangelhafte körperlich-performative Steuerung
unhörbar macht. Ihre Einstellung gegenüber solchen Formen von musikalischen Aufführungen149, deren minimale Performanz vom klingenden Ergebnis entkoppelt ist, illustrieren die Autoren mit dem Bild des Märchens „Des Kaisers neue Kleider“ von Hans
Christian Andersen. In diesem bemerkt der Herrscher vor Selbstverblendung und Lob-
rufen seines Volkes nicht, dass die gepriesenen neuen Kleider gar nicht existieren und er
sich in einer peinlich entblößten Situation befindet.
„How we evolve in the digital-physical world essentially depends on our dealings with
keyboards, mice, joysticks, and Touchscreens. [...] Deceptive terminology exalts this trivial
physical activity of computer-bound humans: the operational [...] metaphors in cyberspace
have us pointing, searching, surfing, flying and grabbing data [...].
Thus, like the emperor with no clothes, screen athletes are praised in all their ponderous
immobility and the delights of real movement are [...] overridden“150
Die Touch-Philosophie fordert nicht primär neue und innovative Interfaces. Diese Forderung ist eine offene Prämisse und STEIMs Arbeitsgrundlage seit der Gründung des
Studios. Vielmehr propagiert sie ein spezielles, reflektiertes Bewusstsein in der Benutzung jeglicher Eingabegeräte, mit denen ein Musiker mit digitalen musikalischen Anwendungen kommuniziert.
Hier setzt die zentrale These des Touch-Gedankens an, indem sie die den tradi-
tionellen Instrumenten natürlich eingeschriebene Direktheit für neue, computerbasierte
148 vgl.: McLuhan (1995): Die Magischen Kanäle. Understanding Media.
149 Ein Beispiel für ein Ungleichgewicht zwischen minimaler Performanz und programmgesteuerter Klangerzeugung
ist das stereotype Phänomen des Laptopkonzerts, in dem ein Musiker fast unbewegt und für den Zuschauer nicht
nachvollziehbar Klänge aus seiner Software-Umgebung abruft. Vgl.: Großmann (2006):Die Spitze des Eisbergs. S.5ff.
150 Norman, Ryan, Waisvisz (1998), S.39.
54
5.2 STEIMs Touch-Philosophie
Instrumente verheißt. Direkt soll die Beziehung zwischen körperlichen Gesten, musikalischen Ideen und klingendem Ergebnis sein als ein Zusammendenken von geistiger
und performativer Tätigkeit des Ausführenden einerseits und dem Zusammenführen
dieser Aktionen mit der simultan entstehenden Musik andererseits. Diese in digitaler
Aufführungskultur von den Autoren untersuchte Klammer kann durch das Exponieren
der Anstrengung geschlossen werden, die den Aufwand an Konzentration und physischer Arbeit des Musikers verbildlicht. Erneut wird hierfür die traditionelle Instrumental- und Gesangskultur betrachtet:
„A singer’s effort in reaching a particular note is precisely what gives that note its beauty
and expressiveness. The effort that it takes and the risk of missing that note forms the metaphor for something that is both indescribable and the essence of music“151
Der ästhetische und konzeptionelle Begriff des effort, der Anstrengung, ist wichtig für
sämtliche Forschungen und Entwicklungen STEIMs und kann auch rückblickend auf
nahezu alle Projekte und Instrumente des Studios angewendet werden.152 Bei der Grün-
dung 1969 ist die Abgrenzung zu zeitgenössischen Tonbandstudios identitätsstiftend,
welche die Möglichkeiten der elektronischen Klangerzeugung und -speicherung nicht
für instrumentale Bühnenmusik sondern für Tonbandkompositionen und Lautsprecherkonzerte einsetzen, bei denen die kreative Arbeit des Komponisten sich von der ausführenden Arbeit des assistierenden Technikers scheidet.153 Der musikalische effort tritt bei
solchen musikalischen Formen in ihrer performativen Qualität deutlich in den Hintergrund. Dieser Tendenz in der elektroakustischen Musik tritt STEIM durch sein für den
modularen und kommunikativen Bühneinsatz konzipiertes Black Box System und deutlicher noch durch die direkt per physische Berührung klingenden Crackle-Instrumente
von Beginn an entgegen.
Für die künstlerische Entwicklung von Interfaces bedeutet das Bewusstsein, dass
effort zentral für musikalische Qualität ist, einen Gegenpol zum Ideal eines möglichst
ergonomischen Controllers, wie es z.B. der Entwickler des tragbaren, für alltägliche Umgebungen als Freizeitinstrument entworfenen Bento-Box vor Augen und Ohren hat. Motohide Hatanaka, der Leiter dieses an der Stanford Universität durchgeführten Projekts,
stellt es auf der Konferenz New Instruments for Musical Expression in Montreal 2003 vor,
indem er die Bequemlichkeit und Unkompliziertheit des intuitiven Spiels betont, die
zugleich die musikalischen Ausdrucksmöglichkeiten ausschöpfen soll.
„The general goal of the project was to develop a device that contains maximum musical
expressiveness in a limited size while assuring ease an comfort of performance. [...] Compact handheld musical devices take advantage of being free from physical constraints seen
in acoustic instruments.“154
151 ebd., S.40.
152 vgl. auch: Ryan, Joel (1992a): Effort and Expression.
153 „The problem in too much music in the 60s and 70s was precisely a loss of trust in hands and ears.“ (Norman,
Ryan, Waisvisz 1998, S. 40)
154 Hatanaka 2003, S. 77f.
55
5.2 STEIMs Touch-Philosophie
In diesem Kommentar kommt die Auffassung zum Vorschein, dass durch die Freiheiten,
die individuelle Hardware-Konfigurationen und Software-Mappings bieten, sich Instru-
mente entwerfen lassen können, die zwar nicht mehr die Hindernisse enthalten, die bei
traditionellen Instrumenten nur durch zeitintensives Üben zu guten musikalischen Ergebnissen führen lassen - durch ein idealisiertes ergonomisches Design des Interfaces
lässt sich in dieser Vorstellung ein solches instrumental-musikalisches Ergebnis schnell
und intuitiv erreichen. Die mit STEIMs Unterstützung entworfenen Controller haben
jedoch nicht zum Ziel, möglichst widerstandsarm als Vermittler musikalischer Ideen zu
dienen. Gerade durch das Implementieren von physischen Widerständigkeiten in Interfaces wie z.B. dem Sweatstick entsteht das für Musiker und Publikum belebende ästhetische Moment, das STEIM unter der hier beschriebenen Philosophie zusammenfasst.
Musikalisch belebend meint in diesem Zusammenhang das Verständnis von Technologie, die nicht als transparentes, quasi unsichtbares Vermittlungsorgan fungiert, son-
dern die nicht ohne eine gestalterische Rolle in Bezug auf künstlerische Inspiration, ihre
Umsetzung und das klingende Ergebnis gedacht werden kann. Das bedeutet nicht, dass
die STEIM-Instrumente nicht auch auf Aspekte wie ihre Bedienbarkeit und Anpassung
an die Physiognomie des Musikers achten. Die Eigenschaften der Hard- und Software
verschwinden dabei aber in der Konzeption niemals in der sonic chain, die sich zwischen
Fingern und Ohren des Musikers erstreckt, wie Nicolas Collins sie traditionsbewusst für
das Modell elektronischer Musikinstrumente zugrundelegt.155 Das Motiv der Berührung
als Metapher für interaktive Steuerungsstrategien birgt die Implikation, dass sie einseitig oder wechselseitig geschehen und wahrgenommen werden kann. So wie z.B. beim
Händedruck zweier Menschen nicht eindeutig ist, wer wen berührt und wo die Grenzen
zwischen Aktion und Reaktion liegen, so wird auch die Kommunikation an der Mensch-
Maschine-Schnittstelle mit dieser anthropomorphen Metapher als eine mehrdimensionale charakterisiert.
Die Perspektive der Touch-Philosophie umfasst sowohl die technologische Ver-
mittlung analoger und digitaler Daten zwischen den einzelnen Modulen elektronischer
Musikinstrumente als auch die mentale und physische Verfasstheit des Interpreten. Die
Präsenz eines Musikers, seine Konzentration und das Erleben der investierten Anstrengung im Dienst der musikalischen Qualität der Aufführungs- oder Kompositionssitua-
tion ist für STEIM bei allen Entwicklungsprojekten zentral. So kommt es, dass STEIM
auf seiner Website den eigenen Forschungsansatz als „human approach to technology“ und
neben dem Paradebeispiel der CrackleBox sogar die Software LiSa als „tangible electronic
device“ beschreibt.156 Die Essenz der performativen Präsenz lässt sich in der Aufführung
der Seiltänzerin Laure Pique aufspüren, die während des Touch-Festivals 1998 mit einem bei STEIM entwickelten Körpersensor-Projekt auftritt:
„[We are] tracking her small incidental movements rather than her actual steps. When the
‚noise’ of her efforts to maintain her balance is translated into [...] sound, the audience dramatically rediscovers the instability of the tightrope. We cross the rope with our ears.“157
155 vgl.: Collins 1998, siehe auch Kap. 1.2 dieser Arbeit: Zum Begriff des elektronischen Musikinstruments.
156 vgl.: www.steim.org/steim/info.html (Zugriff am 10.10.2007).
157 Norman/ Ryan/ Waisvisz (1998), S.41.
56
5.3 STEIMs Touch-Ausstellung
Aktuell setzt STEIM diese theoretischen Überlegungen durch Waisvisz‘ Forschungsprojekt Energetica fort, bei dem der Begriff des effort auf die physischen Anstrengungen des
Musikers verallgemeinert und weitergedacht wird. Der elektrische Strom, der für die
Aufführung elektronischer Musik nötig ist, soll nicht länger als gegebene Energie aus
dem kommunalen Netz genommen werden, sondern mit Hilfe von modernen Dynamos
durch die Muskelkraft der beteiligten Akteure erzeugt werden, was verschiedene ästhetische, politische, ökologische und soziale Implikationen thematisiert.158
5.3 STEIMs Touch-Ausstellung
Für das Touch-Festival, das im Dezember 1998 erstmalig veranstaltet wird, organisiert
STEIM ein interdisziplinäres Symposium mit Komponisten, Tänzern, Puppenspielern,
Neurophysiologen und Philosophen, welches das Konzertprogramm ergänzt.159 Zu-
sätzlich findet im Frascatitheater im Zentrum Amsterdams die erste Touch-Ausstellung
statt, die 16 Instrumente und Installationen präsentiert, die aus STEIMs Entwicklungs-
geschichte stammen oder speziell für die Ausstellung konzipiert worden sind. Der seit
der Entwicklung der CrackleBox im Jahr 1975 essentielle Leitgedanke STEIMs, dass
elektronische Musik in direkter Berührung gespielt werden kann, soll in der mit ­„Please
do Touch!“ überschriebenen Ausstellung instrumentaler Musiktechnologie
erfahrbar
werden.
Speziell für Kinder gilt diese Einladung, die teils prototypischen
Instrumente spielerisch zu testen,
was für STEIM interessante Rück-
meldungen über die Qualität und
Benutzungsweisen der eigenen
Bild 21: Kinder in der Touch-Ausstellung in der Stuttgarter Staatsoper 2001, mit dem DansOmatiek Interface, einer großén version
des WEB. Foto: Frank Baldé. Quelle STEIM-Archiv.
Produkte liefert.
„Children are not impressed by how
many megabyte of memory there is, and they are impolite, impatient, and bored very easily. They are ready to play, whereas their parents are often afraid to touch, afraid not to
understand.“160
Michel Waisvisz betont häufig die Einbeziehung der Erfahrungen mit „Kindern als
Betatestern“161, die auf unkomplizierte Weise durch das Beobachten ihres Spiels mit
STEIM-Instrumenten gewonnen werden. Präsentationen von STEIM-Instrumenten hat es
schon seit STEIMs Gründung gegeben. In den 1970ern mit einer speziellen Crackle-Aus-
stellung beispielsweise, bei internationalen Präsentationen wie der STEIM-Ausstellung
in Rom 1984, oder durch Peter Schats „Electronic Circus“ (nicht mehr direkt mit STEIM
verknüpft aber noch in dem gleichen Geist), der nach dessen Weggang von STEIM 1972
158 Dem „Energetica“-Ansatz widmet sich das Kapitel 8.2 dieser Arbeit.
159 zur Übersicht über den Inhalt des Symposiums und des Konzertprogramms siehe Appendix 10.2: Liste von
STEIM Konzerten
160 Michel Waisvisz im Interview mit dem Verf., 27.08.2007.
161 ebd.
57
5.3 STEIMs Touch-Ausstellung
mit spielerisch erfahrbaren elektronischen Instrumenten durch die Niederlande und Europa tourte. Die Touch-Ausstellung wird seit 1998 international nachgefragt, dient als
publikumswirksames Resümée der eigenen Forschungs- und Entwicklungsarbeit und
wird mittlerweile hauptsächlich durch den Softwareentwickler Frank Baldé betreut. Außer ihm haben die erste Ausstellung von 1998 Michel Waisvisz, Tom Demeyer, Jorgen
Brinkman, Skip Goes, Bert Bongers, Steina Vasulka und Dorothée Meddens entworfen
und umgesetzt. Sie besteht bei ihrer Premiere aus folgenden Exponaten:162
Het Wonderklavier (The Magic Organ):
Keyboard mit haptisch gestalteten Tasten, die verschiedene, damit symbolisch verknüpfte Klänge triggern.
Het Kantorgel (The Office Organ):
Ein Office-PC, dessen gewöhnliche Interface-Peripherie Klänge abspielt, aufnimmt und prozessiert.
De bezingbare Tijdspiegel (The Offbeat Mystery Mirror):
Ein Videoprozessor, dessen Output sich durch Audiosignale steuern lässt. (siehe Kapitel 7.6.1: videobasierte
Installationen)
Het Dieren Symfonie Web (The Animal Symphony Web):
Anwendung des Web-Controllers von Michel Waisvisz, in dem mehrdimensionale Aktionen durch
Handbewegung in einem Netz-Interface ausgelöst werden können. Damit wird ein virtuelles Mischpult
gesteuert, durch das Samples von Tieraufnahmen absgepielt werden.
De Babbelhoorns (The Babblephones):
Zwei Telefonhörer, die die eingegeben Audiosignale prozessiert wiedergeben, was durch die Metapher des
Telefons besonders ungewöhnlich erscheint, da der Benutzer von dem Interface die möglichst naturgetreue
Übermittlung von Sprache erwartet.
De Tastdozen (The Touch Boxes):
Die Besucher stecken die Hände in einen Würfel, in dem Gegenstände ertastet werden können, die Klänge
auslösen. Die Installation von Pauline van Westveen fokussiert auf die Erfahrung des Hörens und Berührens
ohne den visuellen Sinn zu benutzen.
De Elektrische BabySpiegel (The Electronic Baby Mirror):
Eine Puppe mit Sensoren und Mikrofon steuert die audiovisuelle Prozessierung des Bildes des Benutzers
mit der Babypuppe. Das Videobild wird durch die Übermittlung von Gesten wie Streicheln, Schütteln und
auch lautes Sprechen gesteuert. Außerdem imitiert die Installation das Gesprochene wie ein lebendiges
Kind. Interaktivität wird hier anhand einer Metapher präsentiert, die jeder als einen sensiblen Aktionsraum
wahrnimmt.
De Kraakdozen (The CrackleBoxes):
Durch Fingerberührung spielbare Mini-Synthesizer (siehe 4.2: Michel Waisvisz: Crackle Instrumente)
De Geluiersstoel (The Super Sonic Chair):
Ein Stuhl-Interface mit einem Gamecontroller als Eingabegerät. Anstatt der für Videopiele üblichen visuellen
Rückmeldung des Systems wird hier nur über Vibrationen, Bewegungen und vor allem Klangwiedergabe
mit dem Benutzer kommuniziert.
De Beboptafel (The Bebop Table):
Videointerface, das Jazzmusik in Abhängigkeit von der Positionierung kleiner Musikermodelle auf einer
Glasoberfläche abspielt. (siehe 7.6.1: videobasierte Installationen)
Het Kraakpieppodium (The Crackle Stage):
Installation für zwei Personen, die aus der Reihe der Crackle-Instrumente in den 70er Jahren hervorgeht.
162 vgl.: Katalog zur STEIM Touch-Ausstellung (1998), S. 33-36 (engl. Übersetzungen im Original).
58
5.3 STEIMs Touch-Ausstellung
Die Benutzer stehen barfuß auf einer kleinen Holzbühne mit offenliegenden Kontakten und schließen durch
Berührung miteinander den Stromkreis eines Oszillators.
Het Open Terrarium (The Open Terrarium):
Kontemplative Installation von Laetitia Sonami. Gummihandschuhe bewegen sich pflanzen- oder tierähnlich in einem nicht zugänglichen Terrarium und werden von klanggesteuerten Mini-Motoren reguliert. Als
Input dient eine Komposition von Sonami. Die Installation ist nicht berühr- und spielbar, sondern soll zum
Reflektieren über die menschliche Hand einladen.
MIDI Conductor
Bedienungsfreundliche, in Hochschulen eingesetzte Variante des gestischen Controllers The Hands von
Michel Waisvisz. (siehe 5.1.1.1: MIDI Conductor)
Het Kleine Web (The SmallWeb):
Der kleine Prototyp des Web-Controllers soll der multidimensionalen Interface-Erfahrung dienen und ist
mit einem Sysnthesizer verbunden. Die dazugehörige Anleitung im Katalog lautet, nicht zu denken und zu
sehen, was man tut, sondern nur zu fühlen und zu hören.163
De DansOmatiek (The DanceOmatic):
Begehbares Tanzinterface auf Basis der The Web-Technologie, in dem man durch Ziehen an herabhängenden Seilen die Geschwindigkeit und Intensität eines Technotracks steuern kann
Theremin:
Nachbau des 1920 von Lew Termen erbauten Synthesizers, der die Historizität der bei STEIM entwickelten
gestischen Controller reflektiert.
Die aktuelle Touch-Ausstellung trägt den aufwändigen niederländischen Titel Steims
Elektronischemuziekinstrumentententoonstelling (dt.: STEIMs Ausstellung elektronischer
Musikinstrumente) und beinhaltet neben einigen der hier aufgeführten Exponate neuere Entwicklungen, wie den Headbanger, einen mit Tilt-Sensor erweiterten Kopfhörer,
der einen Beat in Abghängigkeit von rhythmischen Kopfbewegungen verändert. Der
Soundscratcher stellt die Scratchfunktion von The Hands aus, indem Klänge durch die
Distanzmessung von Armbewegungen moduliert werden können, wenn der Besucher
zwei konische Holzgriffe in die Hände nimmt, die Ultraschallsensoren enthalten. Ein
Touchscreen zeigt Fotos verschiedener Komponisten und Klangkünstler, deren Musik
per Fingerzeig ineinander verwoben werden kann. Schließlich gibt es eine sensorisch
erweiterte Schneekugel, die klanglich auf die Schüttelbewegungen reagiert, für die das
Objekt konzipiert ist - von der prozessierten Wiedergabe eines Weihnachtsliedes bis hin
zu zersplitterndem Glas.
163 vgl.: Katalog zur STEIM Touch-Ausstellung (1998), S. 36.
59
6.1 STEIMs Artists-in-Residence Programm
6. Historischer Überblick, zweiter Teil
6.1 STEIMs Artists-in-Residence Programm
Nachdem STEIM durch Kontakte und Zusammenarbeit mit v.a. US-amerikanischen
Künstlern und Musikern aus dem Bereich der experimentellen elektronischen Livemu-
sik ab Beginn der 1980er Jahre ein breites Renomée erlangt hat, bringt das 1985 ins Leben
gerufene Artists-in-Residence-Programm zahlreiche Kooperationen mit internationalen
Komponisten hervor. Einen vollständigen Überblick aller Künstler, die seitdem im Rahmen des Programms bei STEIM gearbeitet haben, listet der Appendix 10.3 auf.
Im Gästehaus des STEIM können sich gleichzeitig bis zu vier Künstler eine ein-
fach eingerichtete, durch einige gemeinsame Wohnräume zur Kommunikation anregende Unterkunft teilen. Es liegt auf der Rückseite des Hauptgebäudes. Die drei neuen Studios und drei weitere Ateliers stehen internationalen Gastkünstlern für eine bestimmte
Zeitspanne für konkrete Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zur Verfügung. Dabei
werden verschiedene Ideen unterstützt, die mit dem elektro-instrumentalen und performance-orientierten Ansatz STEIMs zusammenhängen. Die ersten Künstler, die bei
STEIM als Gastkomponisten residieren, sind Clarence Barlow, Joel Ryan und George
Lewis, die daraufhin über mehrere Jahre in Entwicklungsprojekten mit dem Studio in
Verbindung stehen. 1990 nutzen bereits 13 internationale Künstler die Hilfe STEIMs bei
ihrer Arbeit, im Laufe der Jahre steigt die Zahl der Gastkünstler stetig an, seit Ende der
1990er sind es jährlich rund 30 Musiker und Künstler, die auf STEIMs Einladung nach
Amsterdam reisen. Parallel zu den Artists-in-Residence Projekten werden in den STEIM-
Studios und der Werkstatt die internen instrumentalen Hard- und Software-Entwicklungen verfolgt. Viele lokale Künstler, häufig assoziiert mit den Studiengängen Sonologie oder Bild-und-Ton des Konservatoriums in Den Haag, arbeiten bei STEIM an ihren
Forschungen und Entwicklungen. Auch für Tonaufnahmen oder CD-Produktionen verschiedenster musikalischer Genres werden die Einrichtungen zur Verfügung gestellt, so
dass sich die Summe aller pro Jahr durchgeführter Forschungsprojekte und Produktionen (Artists-in-Residence und lokale Projekte) ab 1990 auf ca. 50 beläuft. Seit 2000 sind es
über 70 Künstler, die STEIM jährlich unterstützt.
6.2 STEIMs Künstlerische Gastdirektoren
Neben der Assistenz durch die Bereitstellung von Know-How bei der Konfiguration von
Hardware und Software legt STEIM Wert auf die Reflektion im Gespräch mit den Künstlern im Sinne eines Überblickens der historischen und ästhetischen Dimension und der
Relevanz der jeweils durchgeführten Projekte, sei es in persönlichen Gesprächen (bei Bewerbungen oder projektbegleitend) oder externen Vorträgen, Workshops und Keynotes
zum Thema elektro-instrumentale Praxis. Der Komponist und Geisteswissenschaftler
Joel Ryan ist 1986 zu STEIM gestossen und arbeitet bis heute dort, parallel zu seiner
Dozententätigkeit im Studiengang Sonologie am Konservatorium in Den Haag. Neben
seiner Forschungsarbeit an DSP-Programmumgebungen (DSP = digital signal processing)
und Entwicklung für Algorithmen für musikalische Anwendungen koordiniert er ge60
6.2 STEIMs Künstlerische Gastdirektoren
meinsam mit dem Künstlerischen Leiter Waisvisz die zu unterstützenden Projekte und
wird in den Jahresberichten der 1990er Jahre als Projekt-Mentor und wissenschaftlicher
Berater für Forschungsprojekte vorgestellt.164 Leider sind die Ergebnisse dieser internen Analysen, Bewerbungsgespräche und Konzerteinführungen kaum dokumentiert
worden. Ryans Posten eines zweiten projektbetreuenden STEIM-Mitarbeiters führt zur
Etablierung der weiteren, ständig und wechselnd besetzten Position des Künstlerischen
Gastdirektors, den der amerikanische Komponist und Hardware-Entwickler Nicolas
Collins von 1992-1995 erstmalig besetzt, um das Artists-in-Residence Programm weiter
auszubauen und es für einige Jahre gemeinsam mit Waisvisz und Ryan zu betreuen.
Um bei der Arbeit über den spürichwörtlichen Tellerrand hinauszuschauen und um offen zu sein für aktuelle Einflüsse und Veränderungen, dient seitdem das Konzept des
Künstlerischen Gastdirektors als Strategie, um STEIMs Verbindungen zu verschiedenen
zeitgenössischen künstlerischen Strömungen lebendig zu halten.
„STEIM has always tried to be open to the most varied of scenes, from street culture to the
culture of academic composers. STEIM avoids becoming a kind of hotchpotch by gladly
allowing its laboratory to be taken over for a few years by a distinct ‚scene‘, and then ensuring the transition to the following group of pioneers.“165
Nach Nicolas Collins hat STEIM folgende Künstlerische Gastdirektoren eingeladen: die
Video-Pionierin und Programmiererin Steina Vasulka, den Komponisten und Entwick-
ler Daniel Schorno, die Künstlerinnen Sally Jane Norman und Netochka Nezvanova,
den Musiker Jan St. Werner und die beiden Entwickler- und Musiker-Trios Takuro Mizuta Lippit/ Atau Tanaka/ Mazen Kerbaj sowie Takuro Mizuta Lippit/ Tina Blaine/
Tarek Atoui.
Durch die Zusammenarbeit mit Nicolas Collins wird der Kontakt zur amerikani-
schen elektroinstrumentalen Musikszene vertieft. Collins organisiert zahlreiche circuitbending Workshops und forscht am Gebrauch von Alltagstechnologie zu musikalischen
Zwecken. Mit seinen erweiterten Musikinstrumenten wie der Midi-Trombone oder der
Concertina tritt er auf internationalen Bühnen gleichsam als Botschafter STEIMs auf.
1993 findet unter seiner Mitwirkung die Jubiläumsschau „De zoetgevooisde Bliksem“
(dt.: der Blitz mit lieblicher Stimme)166 zum 25jährigen Bestehen STEIMs statt, das Konzerte und Installationen aus dem unmittelbaren STEIM-Umfeld als eine erste Retrospek-
tive im Amsterdamer Theater „De Balie“ zeigt und anschließend durch die Niederlande
tourt.167 Auch das Projekt „Stroomgeest“ (dt.: Stromgeist) wird durch Collins initiiert
und durchgeführt. Dafür arbeiten zahlreiche Medienkünstler und Musiker an Installationen, die in einem traditionellen Bauernhaus in Nord-Holland im Jahr 1996 ausgestellt
werden.
164 vgl. STEIM Jaarverslag (1990), S.7.
165 Spekle/ Waisvisz: STEIM. A Reconstructie. www.steim.org/steim/texts.php?id=1 - Zugriff am 29.07.2007
166 Der poetische Titel der Veranstaltung nimmt Bezug auf die Installation des damaligen STEIM-Technikers Bob
van Baarda, der eine 5m hohe Teslaspule ausstellt, die sehr hohe Spannungen durch Blitze entlädt.
167 siehe Appendix „Konzerte“ 1993 für das detaillierte Programm.
61
6.2 STEIMs Künstlerische Gastdirektoren
Im Zuge der Kooperation mit Steina Vasulka (1996-97) öffnet sich STEIM für eine
neue Szene von Video- und Medienkünstlern. Sie ist einerseits ausgebildete Violinistin,
die ihre Geige sensorisch erweitert und somit professionelle Erfahrung auf dem Gebiet
dieser in den 1990ern bei STEIM intensiv praktizierten Technologien hat. Andererseits ist
sie gemeinsam mit ihrem Ehemann Woody Vasulka als Videokünstlerin aktiv, so dass sie
die Erfahrungen, die STEIM auf der Ebene von Klangsteuerung und Audio-Processing
gesammelt hat, in der Entwicklung der Videosoftware Image/ine weiterführen kann.
Die Neuseeländerin Sally Jane Norman (1998-2000) organisiert das Touch-Festi-
val 1998 und etabliert STEIMs Kooperation mit dem internationalen Puppenspielerinstitut in Charleville-Mézières.168 Sie formuliert gemeinsam mit Michel Waisvisz und Joel
Ryan die oben beschriebene Touch-Philosophie, die 1998 STEIMs spezielle Attitüde zur
interaktiven Aufführungssituation elektronischer Musik formuliert.
Netochka Nezvanova ist die Autorin der Max/MSP-Externals „nato.0+55“, die
QuickTime-Video-Processing169 in der objektorientierten Programmierumgebung ermöglichen. Ihr Künstlername ist einem Roman von Dostojewski entlehnt und kann mit
„namenloser Niemand“ übersetzt werden. Die bewusste Identitätsverschleierung führt
dazu, dass die unter diesem Namen veröffentlichte Software und auch ihre zahlreichen
provokanten Postings in Foren zum Thema Musiksoftware mitunter einem Kollektiv
von Programmierern zugeschrieben werden, das mit dieser Inszenierung spielen möchte.170 Sie belegt den Posten des Künstlerischen Gastdirektors 2002 gemeinsam mit Daniel
Schorno, der als Softwareentwickler, Komponist und Musiker bis heute aktiv in die Organisation der STEIM-Aktivitäten einbezogen ist und aktuell als creative project adivisor
auf der Webseite geführt wird171, also einem Titel, der dem von Joel Ryan in den 80er
Jahren nahekommt.
In den Jahren, in denen Jan St. Werner Künstlerischer Gastdirektor ist, finden
immer mehr Musiker, Künstler und auch Publikum aus dem musikalischen Feld, das
STEIM „experimentellen Pop“ nennt172, den Weg in die Gebäude am Grachtengürtel. Die
Verbindung von innovativer musiktechnologischer (Klang-)Forschung und Performanz
im Rahmen von Clubkultur praktiziert Werner selber mit seiner Band „Mouse on Mars“.
Er organisiert unbestuhlte Konzerte (u.a. mit Jason Forrest, Schlammpeitziger, DJ Elephant Power, Adam Butler) und ein über mehrere Monate andauerndes Projekt mit dem
Titel NoiseRoom, einem Raum in STEIMs Studio 3, der für eine räumlich ungewöhnliche Hörerfahrung konzipiert und gebaut wird: in einem unregelmäßigen Konstrukt aus
schwarz-weißen Gittern, sich überlagernden Wänden und einer vom Programmierer Florian Grote entworfenen softwaregesteuerten Mehrkanalwiedergabe, durch die sich die
Raumpositionen der abgespielten Klänge ständig wandeln, werden speziell zu diesem
168 Die Kooperation mit Marionetten- und Puppenspielern ist für Waisvisz ein belebender Einfluss für das Verständnis der Präsenzschaffung in entkörperlichten Situationen. (vgl. Waisvisz im Interview mit dem Verf., 27.08.2007).
169 Quicktime ist der Name der standardisierten Medienarchitektur auf Apple-Betriebssystemen und wurde 1990
eingeführt.
170 Für einen Einblick in die Inszenierung des Charakters Netochka Nezvanova dient der Wikipedia-Artikel unter
http://en.wikipedia.org/wiki/Netochka_Nezvanova - Zugriff am 07.04.2008.
171 www.steim.org/steim/contact.html - Zugriff am 09.04.2008.
172 STEIM Jaarverslag (2006), S.6.
62
6.2 STEIMs Künstlerische Gastdirektoren
Zweck komponierte Werke gespielt. Das völlig ohne Live-Performances auskommende Projekt ist ein provokanter und neuartiger Impuls für das STEIM, der die Tradition
des Lautsprecherkonzerts in einer ungewöhnlichen Form neu erfahrbar macht. Der NoiseRoom wird auch auf dem internationalen Festival „5DaysOff“, das 2006 im MelkwegClub in Amsterdam stattfindet, aufgebaut. Im Jahr zuvor hatte Werner das Festival mit
einem Team an Künstlern und Musikern aus dem STEIM-Umfeld mit der Rauminstalla-
tion Noisecabin bereichert. Als gemeinsames Forschungs- und Entwicklungsprojekt von
Jan St. Werner, Frank Baldé und René Wassenburg entsteht außerdem ein instrumental
einsetzbarer Drumcomputer mit Live-Input, die MeshBox.
Mit dem von 2006 bis 2007 aktiven Trio der Künstlerischen Gastdirektoren, Taku-
ro Mizuta Lippit (Japan), Mazen Kerbaj (Libanon) und Atau Tanaka (Frankreich/USA/
Japan) agiert STEIM auf verschiedenen ästhetischen Feldern, die alle eng mit STEIMs
Geschichte verknüpft sind. Takuro Mizuta Lippit kommt aus dem aktiven künstlerischen Feld des Turntablism in der Hip-Hop-Tradition und entwickelt Hard- und Soft-
ware für seine innovativen Performances mit DJ-Plattenspieler, Mischpult und Laptop.
Er kuratiert die STEIM-Konzerte und legt dabei einen Schwerpunkt auf die DJ-Culture.
Der Improvisationsmusiker und als politischer Comiczeichner bekannt gewordene Mazen Kerbaj verfolgt das elektro-instrumentale Paradigma durch die Verbindung von live
performten mechanischen Instrumenten mit meist analogen elektronischen Bearbeitungen, wobei sein Schwerpunkt auf der innovativen mechanisch-instrumentalen Klanggestaltung liegt, die in Ensembles improvisiert wird. Atau Tanakas Arbeit ist auf Körper-
Sensorik und das Feld des Bio-Feedback spezialisiert173, er hat schon seit den 1990ern
Projekte u.a. am STEIM und am IRCAM in Paris verfolgt und ist ein Teil der Sensor Band
mit Zbigniew Karkowski und Edwin van der Heide. Durch seine langjährige Erfahrung
mit dem Bau von Interface-Hardware ist seine Präsenz außerdem ein wertvoller Einfluss
für die Technik- und Entwicklungsabteilung STEIMs.
Auch gegenwärtig formiert STEIMs Künstlerische Gastdirektion als Trio, des-
sen Funktion neuerdings als artistic advisors, also „künstlerische Ratgeber“ bezeichnet
wird. Es besteht neben Takuro Mizuta Lippit aus der amerikanischen Medienkünstlerin
Tina Blaine, die sich selbst generell als entertainment technology consultant bezeichnet174,
und dem Libanesen Tarek Atoui. Dieser ist aktiver Laptopmusiker und bietet Max/MSP
Workshops speziell für Kinder an, die so den spielerischen und direkten Umgang mit
musikgenerierenden Programmierumgebungen lernen können.
173 Tanaka arbeitet in den 1990er Jahren intensiv mit dem Biomuse-System, das Muskelspannungen, Augenbewegungen und Hirnströme musikalisch interpretiert. Es wurde 1989 von Hugh Lusted und Benjamin Knapp am Center
for Computer Research in Music and Acoustics (CCRMA, Stanford USA) entworfen. Vgl.: http://vismod.media.mit.
edu/tech-reports/TR-518/2.6.htm - Zugriff am 03.02.2008.
174 vgl.: Autobiografie von Tina Blaine auf ihrer Website: www.jamodrum.net/bio.html - Zugriff am 08.04.2008.
63
7.1 Kommentar zum Begriff des virtuellen Musikinstruments
7. Instrumenten-Entwicklung 3: Software
7.1 Kommentar zum Begriff des virtuellen Musikinstruments
Die Betrachtung von Musikinstrumenten, die als virtuell bezeichnet werden, also computerbasierten Klangerzeuger und -prozessoren, setzt ein Verständnis vom Computer
als kulturelles Produktionsmedium voraus. Diese Instrumente, die als alleinstehende
Software existieren oder sich als Plug-Ins in digitalen Produktionsumgebungen175 einbinden lassen können, haben sich in der letzten Dekade rasant verbreitet. Auffällig ist, dass
die Musikproduktion dadurch zwar einen Paradigmenwechsel erfahren hat, was die
Verfügbarkeit der Mittel angeht, dieser Wechsel auf musikalisch-ästhetischer Ebene aber
nur sehr bedingt die Qualitäten des digitalen Mediums ausnutzt. Das von Vilém Flusser
in dessen Aufsatz „Digitaler Schein“176 beschriebene ästhetische Potenzial, das die Natur
digitaler Medien177 birgt, prophezeit unendlich auszuschöpfende künstlerische Möglich-
keiten, die im Computer in Form von Synthese digitalisierter Partikel aktuell wird.178
Flusser spricht von „alternativen Welten“, die berechnet werden und nicht nur von der
„gegebenen Welt“179 ununterscheidbar werden in ihrer technologisch sich perfektionierenden Komputation, sondern darüber hinaus den Zugang zu einer grenzenlosen
Anzahl neuer Artefakte eröffnen. Anstatt aber diese derart beschriebenen Optionen des
Mediums Computer ästhetisch innovativ zu nutzen, lässt sich in den meisten kommerziellen Musikprogrammen die Tendenz aufspüren, sich vornehmlich durch Metaphern zu
vermitteln, die in der gegebenen Welt der analogen Klangerzeugung verhaftet sind. Das
prägt sich nicht nur in den oben genannten Sequencer-Programmen in Virtualisierungen
von Mischpult und Bandmaschinenstruktur aus, sondern geht soweit, dass viele solcher
virtueller Klangerzeuger in aufwändiger Simulation oder Emulation analoge Hardware
fotorealistisch auf dem Bildschirm abbilden.180 Für viele Benutzer erscheinen diese Formen praktisch und fortschrittlich, weil sie auf Bilder und Muster rekurrieren, die von
der Arbeit im Hardware-Studio bekannt sind und nun digital durch die Optionen der
Speicherbarkeit, Automatisierung und Reversibilität ergänzt werden. Aus STEIMs Perspektive sind diese Emulations-Phänomene jedoch rückschrittlich, da z.B. historische
Klangerzeuger, die mit ihrem Keyboard-Interface ohnehin vergleichsweise beschränkt
sind, sich im Zuge ihrer digitalen Wiedergeburt der instrumentalen, physischen Performanz noch weiter entziehen. Doch nicht nur im Bereich der virtuellen Synthesizer ist die
eigenständige Qualität digitaler Klangerzeugung eingeschränkt, auch Software-Sampler
dienen häufig in erster Linie der Nachahmung existenter, mechanischer Instrumente und
Klangkonzepte. Durch das Zugreifen auf umfangreiche Klangbibliotheken versuchen
175 z.B. in den Sequencerprogrammen Logic, Cubase, Nuendo oder Live.
176 Flusser (1991): Digitaler Schein.
177 Großmann (2003). S.59f: „Die Natur digitaler Medien ist das Raster (Folge gleichartiger adressierter Einzelelemente) und die Regel (die Vereinbarung wie sich ein Element definiert und was damit im Codierungs- bzw. Decodierungsprozess geschieht).“
178 vgl.: Flusser (1991), S.147f.
179 die Opposition „alternativ“-„gegeben“ benutzt Flusser als Interpretation des nur unscharf zu trennenden Begriffspaars „virtuell“–„real“.
180 z.B. die Produktionssoftware Reason der Firma Propellerheads, oder die Emulation des legendären MiniMoog Synthesizers von 1970 durch die Firma Arturia als minimoogV.
64
7.2 Frühe Software-Entwicklungen (1986-94)
Instrumente wie The Grand der Firma Steinberg, das Spielgefühl und den Klang eines
Konzertflügels zu imitieren, was in bestimmten musikalischen Anwendungen zumindest ökonomisch sinnvoll ist, das Potenzial digitaler elektronischer Musikinstrumente
aber keineswegs ausschöpft. Die wenigsten Anwendungen nutzen die Optionen, welche die samplegenaue, automatisierbare, programmgesteuerte Adressierung von digitalisiertem Klangmaterial bietet, jenseits der Mimesis traditioneller Vorbilder.
„Most software samplers, even today, are stupid playback machines. [...] LiSa was never
designed for imitation of sound sources.“181,
stellt der Programmierer Frank Baldé zu diesem Thema fest und betont damit, dass die
Softwareentwicklung am STEIM versucht, auf die dem Computer eigenen künstlerischen Qualitäten in Bezug auf instrumentales Spiel zu schauen. Betrachtet man die hier
enstandenen Anwendungen wie die frühen MIDI-Manipulationsprogramme, den Audioprozessor LiSa und die Mappingsoftware junXion, so fällt auf, dass sie alle weder in
ihrer Funktionalität noch in ihrem grafischen Design das virtuelle Instrument als eine
digitale Verdoppelung von bereits Existentem behandeln.
Der Begriff der Virtualität weist im alltäglichen Sprachgebrauch auf die paradoxe,
im Umgang mit dem Computer immer wieder neu aktualisierte Grenze zwischen Wirklichem und Scheinbarem hin, die digital vermittelt ist und in dem Oxymoron der „virtuellen Realität“ ihre begrifflichen Schwierigkeiten aufdeckt.182 Als wirklich wird die Er-
fahrung verstanden, die sich zum Beispiel beim Lernen in einem Flugsimulator einstellt.
Scheinbar ist hingegen bei einer solchen Situation der digital vermittelten Erfahrung das
körperliche Erleben, da im Ernstfall - im Beispiel der simulierte Flugzeugabsturz – die
Entrinnbarkeit des Systems den Verlust von Leben verhindert. Diese Eigenschaft der
uneigentlichen Körperlichkeit und Rücknehmbarkeit von Handlungen, die auch im Aktionsraum von virtuellen Musikinstrumenten gültig ist, stellt einen weiteren Aspekt dar,
der STEIMs kritische Position gegenüber dem Konzept von virtueller Musikproduktion
begründet. Denn körperliche Präsenz in möglichst weitreichender Konsequenz ist die
Bedingung für die in der Touch-Philosophie beschriebene instrumentale Qualität, die
der Musiker in Verbindung mit Technologie herstellen kann. Die Problematik des Begriffs des virtuellen Musikinstruments liegt hier in der Verschleierung der Herkunft des
erzeugten Klanges, der sich durch seine algorithmische Generierung und multimediale
Systemarchitektur der instrumentalen Formbarkeit zu entziehen scheint. Die Software,
die STEIM entwickelt und in seinen Entwicklungen anwendet, hat das Ziel, virtuelle
Instrumente als direkt spielbare Medienumgebungen zu etablieren.
7.2 Frühe Software-Entwicklungen (1986-94)
Der Programmierer Frank Baldé stößt 1985 zu STEIM und ist seit 1986 fest angestellt. Gemeinsam mit Tom Demeyer (1988-2000) ist er für die Software-Entwicklung zuständig.
181 Frank Baldé im Interview mit dem Verf., 07.08.2007.
182 vgl.: Warnke, Martin (2007), S.1.
65
7.2 Frühe Software-Entwicklungen (1986-94)
Joel Ryan und George Lewis, die als erste Künstler vom neuen Artists-in-Residence Programm profitieren, arbeiten in den 1980ern ebenfalls intensiv an der Entwicklung eige-
ner Software. Anfänglich wird auf Atari-, Apple- und Sinclair-Systemen programmiert,
vorwiegend unter Verwendung der Programmiersprache Forth. Der AtariST Computer
wurde mit serienmäßiger MIDI-Schnittstelle produziert und war einer der ersten erschwinglichen Computer für den verbreiteten musikalischen Einsatz. Seine mangelnde Weiterentwicklung führt dazu, dass STEIM diese anfangs so innovative ComputerPlattform verlässt und seit Anfang der 1990er Jahre ausschließlich mit Apple-Systemen
arbeitet.
Im Rahmen des für diese Arbeit geführten Interviews demonstriert Frank Bal-
dé auf dem heute noch einwandfrei funktionierenden Atari-System die frühen STEIMProgramme und kommentiert deren Entwicklung und Hintergründe. Ein frühes Atari-
Programm, das auch in STEIMs Ausstellungen präsentiert wird, ist Michel Waisvisz‘
Programm MousicomTree (1986), das er gemeinsam mit Joel Ryan programmiert hat.
Eine schematische Darstellung eines Baumes mit Stamm, Ästen und Blättern wird durch
Mouseover-Bewegungen zur Improvisationsumgebung, die MIDI-Daten generiert. Da
die Computermaus in den 1980er Jahren noch nicht als alltäglicher Gegen­stan­d wahr-
genommen wurde und alleine die grafische Interaktion mit einem Computer schon für
viele Besucher eine neuartige Erfahrung darstellte, war dieses aus heutiger Sicht simple
Instrument damals eine verblüffende multimediale Installation.
„Most people hadn’t seen a computer mouse before. We did exhibitions and an open air
installation with this instrument and they really liked it. We should show it again today
and see what they say.“183,
bemerkt Waisvisz rückblickend. Das klangliche Ergebnis (in Verbindung mit dem aktuellen Apple-Quicktime-Synthesizer) ist überraschend vielfältig, da das Programm die
MIDI-Daten in Abhängigkeit der relativen Bewegungen variiert, so dass einem grafischen Segment nicht immer der gleiche Klang zugeordnet wird.
Es entstehen Ende der 1980er Jahre kleine Programme für individuelle künstle-
rische Projekte, wie eine simulierte Lichtsteuerung für Peter Schats Komposition „Toonclock“ (1986), die das zwölfstufige Tonsystem mit den zwölf Uhrzeiten des analogen
Zifferblatts in Verbindung setzt, geschrieben von Frank Baldé. Dieser entwirft außerdem
eine Software, um voreingestellte Klangprogramme auf dem Synthesizer Casio CZ-101
speicher- und abrufbar zu machen, die über die 32 internen Programmplätze hinausreichen. Ein weiteres Programm, das einer speziellen Performance gewidmet ist, heißt
Rhythmic Conductor (1987). Es handelt sich um eine Software, die Baldé für das Perkussionsensemble „Slagwerkgroep Den Haag“ entwickelt, um räumlich getrennte Instru-
mentalisten via Lichsignale zu „dirigieren“. Die Spieler geben vorbereitend in eine von
Baldé gestaltete grafische Benutzeroberfläche die Partituren von Iannis Xenakis‘ „Perse-
183 Michel Waisvisz im Interview mit dem Verfasser, 07.08.2007.
66
7.3 MIDI-Software: Lick Machine
phassa“ und Charles Ives‘ „Lifepulse“ ein, die während der Aufführung als Steuerung
der teilweise asynchronen Kombination verschiedener Metren reproduziert wird.
Deviator ist eine Software, die Ende der 1980er ebenfalls für den Atari ensteht
und bis heute nicht auf andere System portiert wurde. Das Programm wird auf Anfrage
des Schlagzeugers und Komponisten Kees van Zelst geschrieben, der aufbauend auf
seinen Arbeiten mit dem envelope follower-Modul aus STEIMs Black Box System mit einem Drum-to-MIDI-Modul der Firma Simmons experimentiert. Dieses kann in verschie-
denen Anschlagsstärken note-on- und note-off-Befehle aus seinem Spiel erzeugen. Um
jedoch längere zeitliche Verläufe in die Steuerung einzubinden - wie er sie in der Arbeit
mit dem Envelope Follower aus länger ausklingenden Geräuschen generieren konnte - bittet er Baldé, eine Möglichkeit zu entwickeln, aus diesen punktuellen MIDI-Daten einen
ganzen Datenstrom zu bilden, der an ein Soundmodul gesendet werden kann.184 Deviator,
(deutsch = der Umleiter) ist ein Effektprozessor für MIDI-Daten, die umgerechnet,
automatisiert und verzögert werden können. Die Tabellen- und Timerfunktionen von
Deviator sind in die Konzeption der aktuellen Software junXion eingeflossen.
Nachdem die Programmierer David Zicarelli und Joel Chadabe von einem kleinen Programm Baldés gehört haben, das ein Aufkommen von zeitlich schnell aufeinanderfolgenden MIDI-Daten im Zuge des The Hands-Projekts simuliert, treten sie mit ihm in
Kontakt. Für ihre Firma „Intelligent Music“ schreibt er das Atari-Programm MidiDraw,
das Musik durch die Erzeugung mausgesteuerter Grafiken auf dem Bildschirm generiert, indem es die Grafikdaten in MIDI-Daten wandelt, sie speichert und grafikgesteuerte Variationen erlaubt.185 Als dessen Weiterentwicklung zu einem umfangreicheren
Kompositionsprogramm mit dem gleichen Prinzip schreibt Baldé die Software Diablo,
die den Untertitel „A Gestural MIDI Controller“ trägt. Bevor das Programm jedoch veröffentlicht werden kann, geht die Firma 1990 bankrott. Diese grafisch basierten MIDI-
Kompositionsumgebungen sind keine direkten STEIM-Entwicklungen. Ihre Konzeption
hat jedoch deutliche Verbindungen zu STEIMs Forschung an elektronischen Live-Instrumenten, die gestisch gesteuert werden und die ihre Komplexität in Algorithmen aus-
prägen, welche in Echtzeit kontrollierbar sind. Die Zusammenarbeit mit Zicarelli und
dem Team von „Intelligent Music“ ist für Frank Baldé außerdem von entscheidender
Bedeutung, was die Inspiration zu grafischem Interface-Design für weitere Software-
Entwicklungen am STEIM betrifft.186 Im Folgenden werden jene Programme genauer
vorgestellt, die STEIM veröffentlicht hat und die somit keine ausschließlich individuellen Projekten gewidmeten Entwicklungen sind, sondern vielen Musikern und Künstlern
zur Verfügung stehen.
184 vgl.: Kees van Zelst im Interview mit dem Verf., 15.08.2007
185 Handbuch zu MidiDraw, Intelligent Music 1988, S.1.
186 vgl.: Frank Baldé im Interview mit dem Verf., 07.08.2007.
67
7.3 MIDI-Software: Lick Machine
7.3 MIDI-Software: Lick Machine, Deviator
Die bis heute andauernde Zusammenarbeit von Michel Waisvisz und Frank Baldé be-
ginnt 1986, als Waisvisz für seine Komposition „Touch Monkeys“ nach Möglichkeiten
sucht, eine Playbacksteuerung in die Aufführung zu integrieren.
„Michel was doing his „Touch Monkeys“, and what he wanted was - while he was performing on stage - also having a sort of accompaniment. The idea was that on a certain MIDI
channel he could start and stop these sequences and even do some manipulation of the
data. Based upon that, we were invited to go to San Francisco, and Michel presented a new
piece, called the „Archaic Symphony“. This needed much more computer power, and you
can say that on top of all the ideas which we had already had in early rehearsals of „Touch
Monkeys“ we finally came up with a program which we called the „Lick Machine“. This
was in 1987.“187
Die von Waisvisz‘ MIDI-Controller The Hands generierten Daten sollen also neben den
direkt aus dem Synthesizer Yamaha TX7 abgerufenen Klängen auch musikalische Ereig-
nisse auslösen können, die einen zeitlichen Verlauf haben und über die wiederum andere Ereignisse geschichtet werden können - eine Art live gesteuertes Playback. Dafür ent-
werfen die beiden Entwickler die Software Lick Machine, die es ermöglicht, mit einem
Knopfdruck kurze Sequenzen auszulösen, die - speziell als Gitarrenfiguren - im Jazzund Rockjargon licks genannt werden. Diese Abfolgen von MIDI-Noten und ControllerDaten können entweder aus der Library des Programms geladen werden, die einige
Phrasen bereithält, oder selbst eingespielt und gespeichert werden. Außergewöhnlich
an diesem Programm ist, dass es musikalische Techniken, die in den 1990ern vor allem
mit dem Sampler assosziiert sind - z.B. Loops, Transposition, Start- und Endpunktver-
schiebungen, Längenmodulation und Scratch-Effekte - in eine Umgebung überführt, die
ausschließlich MIDI-Daten prozessiert.188 Die instrumentalen Verfahren des Sampling
haben die rekursive Metaphorik von verbreiteten Interfaces wie dem Keyboard aufgebrochen, dessen Bedienelemente nicht mehr eindeutig mit den tonalen Resultaten zusammenhängen, die sie traditionell bezeichnen. Sie können als Ansammlung von Schaltern aufgefasst werden, die auch ganze Patterns, Phrasen oder eben Licks abrufen. Die
Lick Machine geht darüber noch hinaus, indem sie Möglichkeit des Prozessierens dieser
Kombinationen von MIDI-Events enthält, die durch MIDI-Controllerdaten gesteuert
werden. So gibt es beispielsweise die einfache und sehr effektive Option, in Abhängigkeit des Controller-Inputs die prozentuale Anzahl der gespielten Noten eines Licks zu
bestimmen, um Variationen zu erzeugen. Das Programm erlaubt ebenso die Erstellung
eines Makro-Licks, dessen enthaltene MIDI-Noten wiederum Auslöser für ganze Phrasen darstellen. Die Controllerdaten einer solchen Meta-Instanz können mehrere Licks
gleichzeitig mit einem bestimmten Parameter ansteuern. Für die Programmierung ist
187 Frank Baldé im Interview mit dem Verf. 07.08.2007.
188 vgl.: Anderton, Craig (1994): STEIM. In the Land of Alternative Controllers, S60f.
68
7.4 Audio-Software: LiSa
die Stabilität der Software aufgrund ihrer Bestimmung zum Live-Einsatz von höchster
Priorität.189
Nachdem Waisvisz das Programm ausführlich getestet hat, veröffentlicht STEIM
es zum Kaufpreis von 600 Gulden (ca. 270€), inklusive Handbuch. „We’ve seen the Lick
Machine as a professional programm which we were selling at a professional price“190 kommentiert Frank Baldé den Betrag, der für eine nichtkommerzielle, subventionierte Institution
wie das STEIM heute recht hoch erscheint. Er schätzt die Anzahl der verkauften Einheiten auf einige hundert Kopien. 1993 entsteht die letzte Version für den Atari, bevor
das Programm in das MacOS9 Betriebssystem übertragen wird, auf dem es bis heute
ausschließlich läuft, da eine Anpassung an MacOSX oder andere Betriebssysteme nicht
vorgesehen ist. Heute ist das Programm kostenlos auf der STEIM-Webseite herunterzuladen.191
7.4 Audio-Software: LiSa
Nachdem STEIM mit den Power-Processor-Computern der Firma Apple ausgestattet
ist, die leistungsstark genug sind, um hochaufgelöste Audiodaten in CD-Qualität zu
berechnen, beginnt ab 1995 die effektive Forschung an computergesteuerter Klangbe-
arbeitung in Echtzeit. Diese stellt die Basis für professionelle computerbasierte STEIMEntwicklungen für die direkte Arbeit mit digitalisierten Audiodaten bereit, während es
zuvor nur unfertige Experimente auf diesem Feld gegeben hat (für den AppleII Rechner
und eine externe DSP-Karte, die Audiodaten prozessieren konnte, wurde schon 1990
eine Software erstellt, die als Abkürzung für „Sampling“ den Namen Sam trägt. Dieses
Programm konnte nur zwei Stimmen gleichzeitig spielen, ließ nur einfache Bearbeitungen zu und lief recht unstabil, so dass Michel Waisvisz bei seinen Performances mit dem
System mehrere Backup-Instanzen des Programms laufen lassen musste). Durch die Er-
fahrungen der Forschung an Sam und zusätzlich dem Audioprogramm Jacob‘s Ladder,
das bis zu 10-minütige Klangverzögerungen ermöglicht, ist 1995 bereits eine Agenda
formuliert, in welcher Form STEIM die Möglichkeiten der qualitativ hochwertigen neu-
en Computersysteme nutzen möchte: Auf den Prototypen Sam folgt die Software LiSa,
in deren ebenfalls vermenschlichendem Namen das live vor das sampling gesetzt und
somit den Hauptfokus auf die Verarbeitung von während der Perfomance aufgenommenen Klängen verlegt. In konzeptueller Anlehnung an den Fairlight CMI-Sampler, den
Frank Baldé „the grandmother of all computer music instruments“192 nennt, wird ein flexibler
Zugang zu gespeicherten und live prozessierten Audiodaten geschaffen, der in einem
Heim- und Bürocomputer stattfinden kann. Das ist 1995 innovativ und auch bis heute
189 „With the makro-licks you could easily create MIDI-loops which would make the program freeze. That’s what we
absolutely had to avoid and it’s the reason why we allowed only one instance of these makro-events. If it were a studio
software it could have become even more complex.“ (Frank Baldé im Interview mit dem Verf., 07.08.2007)
190 ebd.
191 www.steim.org/steim/lick.html
192 Michel Waisvisz hat 1984 für einen Monat mit dem Fairlight CMI gearbeitet, um eine Komposition für das Holland Festival zu erstellen. (vgl.: Frank Baldé im Interview mit dem Verf. 07.08.2008).
69
7.4 Audio-Software: LiSa
Bild 22: Screenshot von LiSa. Der Sample-Buffer (rechts unten, hier mit einem Sample von der Festplatte) wird
durch unterschiedlich definierte Zonen (links oben) abgespielt, die sich per Mididaten (links unten) fernsteuern lassen.
eine Ausnahmeerscheinung, da die wenigsten aktuellen Softwaresampler die direkte musikalische Bearbeitung des Audio-Inputs als zentrale Strategie verfolgen.
„LiSa turns the Mac into a versatile audio sampling machine. [...] Its architecture gives you
direct access to the samples in memory, allowing much more sophisticated manipulation of
samples than is possible in traditional samplers, both hardware- and software-based.“193,
so die Beschreibung der Software aus Sicht ihrer Entwickler im LiSa-Handbuch. Das
Audiomaterial wird in einen Puffer gestreamt oder von Festplatte geladen, auf den LiSa
durch zones zugreift. In jeder dieser Zonen stehen diverse Algorithmen zur Verfügung,
die das Sample auf flexible Weise wiedergeben: Dessen Geschwindigkeit, Tonhöhe, Startund Endpunkt, Spielrichtung, Loopverhalten sind unabhängig voneinander anpassbar
und können zusätzlich mit Filtern und weiteren Effekten kombiniert werden.
Alle Parameter dieses experimentellen, gestalterischen Reproduktionsinstru-
mentes sind per MIDI steuerbar, so dass die Software als Programmteil von Entwicklungen verstanden wird, die in STEIMs „LiSa-Projekt“ durch individuell angepasste
MIDI-Controller zur Entwicklung eigener Instrumente vervollständigt wird; die allein-
stehende Software erfült noch nicht die Voraussetzungen zum Instrument nach STEIMs
Verständnis einer performativen Steuerung. Bei der Entwicklung von LiSa stehen die
musikalischen und dramatischen Qualitäten elektronischer Live-Musik im Mittelpunkt,
welche detailliert bis in die Mikrostrukturen des Klangs angepasst werden kann.194
Durch das sofortige Prozessieren des Live-Inputs sollen sich den Zuhörern die dahinterliegenden technologischen Prinzipien auf ästhetischer Ebene vermitteln können.195 Die-
se Transparenz in Bezug auf die musiktechnologischen Manipulationen macht Michel
Waisvisz 1997 in seinen internationalen Performances „The Voice Catcher of STEIM“
und „The Spirit of the Digital Djembé“ und „Hande Handele“ zum Programm. In die-
sen teilweise speziell für Kinder konzipierten Konzerten sampelt er deren Stimmen, um
sie direkt mit The Hands und LiSa zu bearbeiten. Die theatrale Aufführungspraxis der
193 LiSa v2.5, Handbuch von 2002, S.10.
194 vgl.: The LiSa Project. In: Waisvisz u.a.: STEIM Policy Plan 1997-2000. S.21.
195 ebd.
70
7.4 Audio-Software: LiSa
Softwaremanipulationen mithilfe seines gestischen Controllers lässt LiSa als Teil der
instrumentalen Konfiguration fungieren. Die frühen LiSa-Konzerte verbinden STEIMs
Strategie der körperlich-instrumentalen Aufführung von elektronischer Musik effektiv mit der musikalischen Vielfältigkeit, die Audioberechnungen Mitte der 1990er Jahre bieten können. Von Waisvisz‘ Vision performativer elektronischer Musik ausgehend
wird mit LiSa eine echtzeitfähige Software geschaffen, die - anders als sein persönlicher
Controller The Hands - öffentlich zugänglich gemacht und bis heute von Künstlern in
zahlreichen STEIM-Projekten genutzt und angepasst wird. Dabei liegt der Schwerpunkt
der Entwicklung immer auf dem kreativen Umgang mit Audiomaterial, wie ihn die programmgesteuerte Adressierung digitalisierter Daten ermöglicht, unter Akzeptanz der
Artefakte, die entstehen können, wenn die Klangbearbeitung keinem Abbildungsideal
folgt. Frank Baldé erläutert dazu:
„We’ve had this LiSa presentation at IRCAM in the mid 90s and there were people who
said: ‚This software is full of clicks and shows a bad sound quality.’ I was really upset and
worked for two weeks on improving the algorithms, making smooth transitions and avoiding harsh noises. When I proudly showed the result to Michel, he was shocked: ‚Where
is my sound?’ he asked. You see, LiSa was always based on the acceptance of accidental
sounds. Now it’s an option in the program to switch to ‚good’ sound quality or not.“196
Die STEIM Jahresberichte listen seit 1995 über 200 Projekte und Konzerte auf, die sich
zentral mit LiSa befassen. Für die modellhafte Konzeption elektronischer Musikinstrumente gilt LiSa sowohl als verarbeitendes Element als auch als Soundmodul. Die Softwa-
re erlaubt das detaillierte Mapping von eingehenden MIDI-Daten und steht mit dieser
Eigenschaft zwischen dem Eingabe-Interface und der Klangerzeugung des Instruments.
Durch die Ansteuerung, Prozessierung und Ausgabe aufgezeichneter Audiodaten fällt
dem Programm gleichzeitig die Aufgabe der Klanggenerierung zu. Viele Audioprogramme und virtuelle Instrumente sind heute auf diese Weise hybrid, da sie einerseits
zur Klangsynthese dienen und andererseits die formalisierte und automatisierbare Bearbeitung der vom Interface erzeugten Steuerdaten ermöglichen.
Ein beispielhaftes instrumentales Projekt, das LiSa als Klangerzeugungssoftware
einsetzt, ist die Meshbox von Jan St. Werner. Während seiner zweijährigen Tätigkeit als
Künstlerischer Gastdirektor entwirft er diese groovebox197, die einen innovativen Zugriff
auf die Parameter zur Steuerung des sequenzierten live aufgenommen Klangmaterials
bietet: Die Laufweite, also die subtilen Verschiebungen neben das quantisierte Raster
des Sequenzers, sind für jeden der acht steps einzeln einstellbar, was eine Besonderheit
des Instruments darstellt und ihr Konzept von den zahlreichen kommerziellen Angeboten auf dem Feld der rhythmusgenerierenden Maschinen abhebt. Ist ein Sample als Aus-
gangsmaterial aufgenommen (mit dem Mikrofon oder per Line-Eingang), lassen sich so
daraus Patterns formen, deren rhythmische Struktur feine Nuancierungen ermöglicht.
Jeder der steps, der einen per Hüllkurve definierten Auschnitt des Samples wiedergibt,
196 Frank Baldé im Interview mit dem Verf., 07.08.2007.
197 Zum Begriff der Groovebox als instrumental eingesetztem Drumcomputer, der in metastrukturell spielbaren
Sequenzen auf Samples und Klangsynthese zugreift vgl.: Bremer, Harm (2007): Grooveboxen im Techno-Liveact.
71
7.5 Sensor-Mapping Software: JunXion und das OIK-Projekt
kann außer dieser zeitlichen Bearbeitung hinsichtlich seiner Lautstärke und Transposition gesteuert werden. Außerdem stehen verschiedene Filtertypen zur Verfügung um ins
Frequenzspektrum des Samples einzugreifen. Das Instrument wird als Hardwareprojekt
konzipiert, basierend auf dem weiter unten vorgestellten Junxion-Board, kommt allerdings über die Realisierung mit einer kommerziellen MIDI-Faderbox (einem Steuerdaten generierenen Hardware-Interface mit Schiebereglern, Drehknöpfen und Schaltern)
nicht hinaus. In dieser provisorischen Form zeigt die Meshbox aber bereits das gestalterische Potenzial, das in der Software LiSa steckt, welches Werner mit seiner Band „Mouse
on Mars“ bei zahlreichen Konzerten einsetzt. Frank Baldé programmiert ein komple-
xes JunXion-Patch für den Musiker, um den MIDI-Controller und die dahinterliegenden
speziellen Spiel- und Steuerungsentwürfe mit LiSa zu verbinden.
7.5 Sensor-Mapping Software: JunXion und das OIK-Projekt
Bereits 1998 experimentiert der Programmierer Tom Demeyer mit dem Programm MidiJoy,
das Joystickdaten in MIDI-Code umwandelt und speziell für STEIMs Touch-Aus-
stellung 1998 entwickelt wird. Es wird nie kommerziell veröffentlicht, läuft bis heute nur
auf Mac OS8 und OS9 und wird aktuell auf der Webseite kostenlos als „prähistorische
Version von junXion“198 angeboten. Es basiert auf einem Apple-Script, das die Inputdaten in MIDI wandelt und wurde nur für einige interne STEIM Projekte genutzt.
Nachdem schon für einige Jahre mit diesen musikalischen Steuermöglichkeiten durch
Game-Controller experimentiert wurde, widmen sich STEIMs Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten ab 2002 explizit diesem Bereich. Im Rahmen des OIK-Projekts wird in-
dustrielle Computerspiel-Hardware geöffnet und einem sogenannten reverse engineering
unterzogen, um die genaue Funktionsweise zu analysieren und die Steuerdaten dieser
Hardware musikalisch verwertbar zu machen.199 OIK steht für Open-it!-Kit und bezeichnet das Hacking von kommerziellen Joysticks und Gamepads, die modifiziert und individuell erweitert werden. Diese industriell in enormer Quantität produzierten Game-
Controller stellen ein Set an Schaltern, Potentiometern und teilweise weiteren Sensoren
bereit, die in einem ergonomischen Produkt zusammenkommen, wie es Jahre zuvor am
STEIM noch selbst gebaut, konfiguriert und z.B. mit dem SensorLab verbunden werden
musste. Die Datenschnittstelle für diese Hardware ist der USB-Bus, mit dem seit Ende
der 1990er PCs und einige Spielkonsolen standardmäßig ausgestattet sind. STEIM arbeitet an einer Softwarelösung für die Künstler und Musiker, die Computerspiel-Controller
für ihre Performance einsetzen und direkt mit ihrem eigenen Rechner verbinden wollen.
2003 stellt STEIM die Sensor-to-MIDI Konvertierungsoftware junXion vor. Das große „X“
im Namen deutet darauf hin, dass es ausschließlich für das kurz zuvor veröffentlichte
Betriebssystem Mac OSX geschrieben wird. Das OIK-Projekt verfolgt in Verbindung mit
dieser Software die Idee, Spielehardware als eine Art Bausatz aufzufassen, mit deren
198 www.steim.org/steim/products.html - Zugriff am 21.08.2007.
199 insbesondere der Schaltplan eines Logitech Wireless-Controller wird durch STEIMs Hardwareentwickler Jorgen
Brinkman detailliert studiert, um ihn modifizieren zu können; ein „Thrustmaster“ Joystick wird außerdem als Breakoutbox umgebaut, um Sensoren anzuschließen. (vgl.: STEIM Jaarverslag 2003).
72
7.5 Sensor-Mapping Software: JunXion und das OIK-Projekt
Komponenten
geba-
stelt wird und deren
Daten sich im Computer individuell routen
und prozessieren lassen.
junXion
enthält viele
elementare Prinzipien
der STEIM-Programme
Deviator und MidiJoy,
wie etwa die Automatisierung und Prozessierung von SteuerdaBild 23: Screenshot von JunXion, links die Liste aller am USB Port erkannten
Eingabegeräte, die über die Patches auf MIDI oder OSC gemappt werden.
ten über sogenannte
tables und timer. Benut-
zerfreundlich und somit auch von unerfahrenen Programmierern zu bedienen ist die
Programmmatrix, mit der einzelne Sensorelemente des in der Liste verfügbaren USBInterfaces per drag and drop einem MIDI- oder OSC-Ereignis200 zugewiesen werden kön-
nen. Um auch selbst konfigurierte Sensoren mit junXion nutzen zu können, wie dies in
der Tradition des SensorLab bei vielen STEIM Projekten der Fall ist, entwickelt STEIM
das Junxion-board (zum Zeitpunkt des Verfassens dieser Arbeit noch in der Betatestpha-
se), an das sich analoge und digitale Sensoren anschließen lassen, deren Daten über den
USB-Port an den Computer und die Software geleitet werden. Die anfängliche Idee des
OIK-Projekts, zu diesem Zweck veränderte Computerspiel-Hardware zu verwenden,
wie einen als breakoutbox (eine über eine Datenleitung mit dem Rechner verbundene Box,
die Anschlüsse für Sensoren bereitstellt) umgebauten „Thrustmaster“-Joystick, weicht
der Strategie einer eigenen, kostengünstigen und reduzierten Hardwarelösung, die nach
dem Baukastenprinzip individuell konfiguriert werden kann.
Anfang 2007 veröffentlicht STEIM die aktuelle Version junXion v3, welche zusätz-
lich die Bluetooth-Schnittstelle des Computers einbindet, um z.B. vier Instanzen des präzisen gestischen, drahtlosen Game-Controllers „Wii-Remote“ der Firma Nintendo auslesen zu können, der Informationen über Drehung und Beschleunigung des Geräts in drei
Dimensionen übermittelt. Zum heutigen Zeitpunkt ist das Einbinden dieses Controllers
als populärer Trend zu bezeichnen, zahlreiche aktuelle Projekte, auch am STEIM, setzen
ihn zu musikalischen Zwecken ein.201
junXion v3
bietet auch die Möglichkeit, aus Au-
diosignalen Steuerdaten abzuleiten, indem Tonhöhe und Lautstärke anhand der schon
in Deviator und LiSa implementierten, aktualisierten Algorithmen zu pitch tracking und
envelope following analysiert werden können. Für 2008 sind zwei Weiterentwicklungen
200 OSC steht für Open Sound Control. Dieses Protokoll dient ähnlich wie der Midi-Standard zur Kommunikation
von computerbasierten Musikinstrumenten. OSC ist ein Netzwerkprotokoll und verfügt über eine höhere Auflösung
als Midi.
201 vgl.: Appendix 10.3, S.152. Im Sept. 2007 fand das „Wii-Meeting“ am STEIM statt, bei dem Künstler und Entwickler die instrumentalen Möglichkeiten des Controllers erprobten und vorstellten.
73
7.5.1 Kristina Andersen: Ensemble
geplant: zum einen die Unterstützung des Arduino-Boards, eines kostengünstigen, auf
Open-Source-Software basierten A-D-Wandlers für Sensoren.202 Dessen Einbindung widerspricht zwar dem Ziel der erfolgreichen Vermarktung des eigenen Junxion-Boards,
das für sehr ähnliche Zwecke gebaut wird, weist aber auf den Anspruch STEIMs hin,
seine Software kompatibel und möglichst universell zu halten - ein Ideal, welches aufgrund der relativen Unabhängigkeit der Institution vom Einkommen aus Hard- und
Softwareverkäufen erhalten werden kann. Außerdem ist die Implementierung eines
Video-Inputs in Planung, der Steuerdaten durch Objekt-Tracking generiert, so wie es die
Software-Entwicklungen BigEye und Imag/
ine
Ende der 90er ermöglicht haben (s.u.).
Für den Zeitpunkt der Veröffentlichung die-
ser umfangreich ausgestatteten Version von
JunXion gegen Ende des Jahres 2008 ist das
Verfassen eines Handbuchs geplant, das auf
exemplarischen Konfigurationsvorschlägen
aufbaut.
JunXion entwickelt sich vom Status des
Bild 24: Ein Junge probiert den Rock aus „Ensemble“.
Software-Nachfolgers des auslaufenden SensorLab
zu einem Produkt, das Qualitäten aus
unterschiedlichen
STEIM-Entwicklungen
vereint. Ebenso wie die Software LickMachine
ist es ein klassisches Mapping-Programm,
das die Funktion der Verarbeitung (im konzeptionellen Modell von Eingabe, Verarbeitung und Ausgabe des elektronischen Musikinstruments) übernimmt.
Bild 25: Detail des Rockes mit Beschleunigungssensor.
Beide Fotos: Copyright Kristina Andersen.
7.5.1 Kristina Andersen: Ensemble
Quelle: www.ensemble.lockergirl.com
Die dänische Künstlerin Kristina Andersen
hat die frühen Forschungsergebnisse des OIK-Projekts im Jahr 2003 in einer Arbeit zu-
sammengebracht, die Kleidungsstücke und Accessoires mit Sensoren versieht und so
deren spezifische Eigenschaften akustisch erfahrbar macht. Ensemble benutzt dieselbe
Technologie, die in drahtlosen Game-Controllern verbaut ist, um die Objekte eigenständig und ohne sichtbare Verkabelung zu gestalten, damit diese besonders Kinder zum
Anfassen, Experimentieren und Hinhören einladen. Weniger als die musikinstrumentale
Praxis betont das Projekt das interaktive Konzept des Umgangs mit den modifizierten
alltäglichen Gegenständen. Die klanglichen Ergebnisse der verschiedenen Konfigurationen sind dabei nicht die zentrale ästhetische Orientierung, sie dienen eher zur erweiterten auditiven Wahrnehmung des jeweiligen Aktionsraums. Es wird hier in den
202 Um die Daten des Arduino-Boards mit JunXion auslesen zu können, muss ein sog. Sketch auf das Board hochgeladen werden, das die Kompatibilität gewährleistet. Dieses Mini-Programm wird gerade erstellt. (Vgl.: Frank Baldé im
Interview mit dem Verf., 07.04.2008).
74
7.6 Video-Software: BigEye und Image/ine
exemplarischen Katalog der STEIM-Instrumente aufgenommen, weil Ensemble die technologischen Optionen, die Sensoren in Musikinstrumenten eröffnen, auf transparente
Weise im künstlerischen Kontext vorstellt und dabei den Hacking-Ansatz des OIK-Pro-
jekts veranschaulicht. Ähnlich wie bei den Objekten der Crackle-Ausstellungen Ende der
70er Jahre werden hier Gegenstände, zu denen eine gewohnheitsmäßige Handhabung
gehört, mit elektronischer Klangerzeugung verknüpft. Dass der Hut einen Tiltsensor er-
hält, der dessen Schräglage oder schwenkende Bewegungen misst, ist ein Konzept, das
berücksichtigt, welcher Umgang dem Kleidungsstück bereits eingeschrieben ist. Die Aktionen eines Kindes, das diesen Gegenstand zum ersten Mal berührt, sind in gewissem
Maß vorhersehbar und erlauben so ein entsprechendes Mapping der gestisch erzeugten
Daten. Zusätzlich wird der gemeinschaftliche Akt des Musizierens mitgedacht, so dass
der Name Ensemble sowohl als individuelle Kombination von spezieller Kleidung als
auch als eine Gruppe von Musikern verstanden werden kann.
„The position of a mans [sic] hat, the swoosh of a dress, the darkness of a ladies bag...
Ensemble is an exercise in listening and finding yourself in a complex sound field. It is an
exercise in listening to each other while playing together. Ensemble is a live soundpiece
played by the orchestra of those who dress up.“203
Durch den Einsatz von Sensortechnologie aus der Unterhaltungsindustrie können die
Erweiterungen der Kleidungsstücke sowohl drahtlos als auch kostengünstig umgesetzt
werden. Bei der Hard- und Softwareanpassung wird Andersen von Jorgen Brinkman,
Michel Waisvisz und Frank Baldé unterstützt. So wird neben dem erwähnten Hut mit
Tiltsensor eine Handtasche mit Lichtsensor bestückt, zwei Hosenträger erhalten je einen
Spannungssensor, die Ärmel zweier Herrensakkos einen Ultraschall-Distanzmesser, die
Spitze eines Regenschirms einen Drucksensor und schließlich wird die Drehbewegung
eines Rocksaumes per Beschleunigungssensor gemessen. Die erzeugten Daten empfängt
ein Apple-Computer per Funkverbindung, welche die modifizierten Game-Controller
bereitstellen. Im Rechner erfolgt das Mapping anhand der Software
schließend die Klangerzeugung durch LiSa.
junXion
und an-
Kristina Andersen tourt mit den Ensemble-Objekten seit 2003 durch internationa-
le Städte und gibt Workshops und Panels zur Erfahrung von Technologie durch und für
Kinder. Die Arbeit wird auf ihrer Website als work in progress204 bezeichnet und bis heute
ausgebaut.
7.6 Video-Software: BigEye und Image/ine
Nachdem STEIM ab 1990 durch die SensorLab-Projekte Pionierarbeit auf dem Gebiet
der sensorischen MIDI-Datengewinnung geleistet hat, kommt bald die Idee auf, auch
Bild- und Videodaten zu digitalisieren und zur musikalischen Steuerung per MIDI
203 Webseite von Kristina Andersen: www.ensemble.lockergirl.com - Zugriff am 12.11. 2007.
204 vgl.: ebd.
75
7.6 Video-Software: BigEye und Image/ine
einzusetzen. Dieser Gedanke ist nicht neu am STEIM, wie im Kapitel über das Black
Box System erwähnt, arbeitet z.B. Kees van Zelst Ende der 1970er mit Fotozellen, deren Datenstrom in Steuerspannungen für die analogen Klangerzeuger konvertiert wird,
was Pionierleistungen der New Yorker Musik- und Kunstszene um John Cage und die
Experiments-in-Art-and-Technology Gruppe (EAT) aufgreift.205 Ein berühmtes frühes
interaktives System, das Videodaten in Audiosteuerung wandelt, ist das einleitend im
Kontext des Musikinstruments aus Sicht der Medienkunsttradition erwähnte Very Nervous
System von David Rokeby, bei dem unter hohem Hardwareaufwand sehr präzise
die Bewegungen eines Gegenstandes, eines Menschen oder generell Bilddaten verfolgt
und analysiert werden können. Es wird auch am STEIM eingesetzt.206 Rokeby beginnt
bereits 1982 mit seinen Forschungen und stellt das System 1986 erstmals aus207, es wur-
de sehr einflussreich für viele künstlerische Arbeiten an der Schnittstelle von Bild und
Ton. Neuartig an dem durch Tom Demeyer realisierten BigEye Projekt ist, dass es eine
auf herkömmlichen Apple-PCs (ab Mac OS7) laufende Software darstellt, die durch individuelle Programmierung, sogenannte Skripte, angepasst werden kann und mit allen Quicktime-kompatiblen Videosystemen funktioniert. Die Bildanalyse erfolgt auf
der Basis von Farb- und Helligkeitsinformationen sowie selbstdefinierten Formen und
Referenzbildern. 1992 beginnen die Forschungen bei STEIM, und es werden erste Tests
mit der Betaversion durchgeführt, bis 1995 die erste Version veröffentlicht wird. Im Jahr
2000 erscheint das Update auf Version 2, die eine neue, stabilere Skriptsprache und einen Compiler enthält sowie ein verbessertes Objekt- und Bewegungstracking.208 Die er-
sten künstlerischen Arbeiten mit BigEye führen Fred Kolman (Multimedia-Performance
Kolman‘s Cube, 1992) und Yntse Vugts (Komposition Phonemain, gemeinsam mit Freddie Beckmans und Henk Jonkers, 1993) durch. Ray Edgar, der neben seiner Integration in den Entwicklungsprozess auch das Logo für die Software entwirft, erstellt die
Komposition Reaction. Phil Niblock entwirft 1995 eine BigEye Installation mit Kamera,
Lautsprecher und zwei Synthesizern (Modell Proteus 2500 der Firma E-Mu). Das analysierte Kamerabild zeigt eine Lautsprechermembran, auf der Wasser in Schwingung
versetzt wird, so dass sich eine konzeptionelle Feedbackschleife ergibt, da das Bild die
Synthesizer steuert, deren Output wiederum das Bild bestimmt. Weitere Komponisten,
Medienkünstler und Choreographen, die in den 1990er Jahren bei STEIM mit BigEye arbeiten sind u.a. Peter Beyls, Pascal Boudreault, Stephen Buchanan, Tony Buck, Art Clay,
Sher Doruff, Suguru Goto, Yolande Harris, Stuart Jones, Marko Kosnik, Masahiro Miwa,
Giovanna Natalini, Bob Ostertag & Richard Board, Laure Pique, Richard Povall, Matt
Rogalsky, Daniel Schorno, Laetitia Sonami, Atau Tanaka, Kees van Zelst, Martin Veasey,
Matt Wand und Gary James Williams.
205 vgl.: Davis, Douglas (1975): S. 89f.
206 Der Medienkünstler Tony Buck arbeitet 1993 am STEIM mit dem „Very Nervous System“, parallel zur Software-Entwicklung von BigEye.
207 vgl.: Dinkla (1997), S.150ff.
208 vgl: STEIM Jaarverslag (2000) STEIM-Archiv, S.7.
76
7.6 Video-Software: BigEye und Image/ine
Im Jahr 1996 entsteht als gemeinsames Projekt der Künstlerischen Gastdirektorin Steina Vasulka und dem Programmierer Tom Demeyer die erste Version des Videoprozes-
sors Image/ine. Ähnlich wie die Audiosoftware LiSa verfolgt Image/ine ein Konzept des
künstlerischen Sampling und Verarbeiten von direkt aufgenommenen und digitaliserten
Daten, jedoch auf der Basis von Videoinput, was noch höhere Anforderungen an die
Speicherkapazität und Prozessorleistung stellt, als es bei LiSa-basierten Audioberechnungen der Fall ist. Es ist die erste Software dieser Art für Heimcomputer und läuft
auf dem MacOS9 Betriebssystem. Zeitgenössische Video-Editierungsprogramme für
Heimcomputer wie z.B. Adobe Premiere benötigen viel Zeit um die Bildberechnungen
durchzuführen, was bei Image/ine in Echtzeit geschieht und der Software so einen instrumentalen Charakter verleiht, auch wenn es hier um visuelle und nicht um auditiven
Artefakte geht. Der Mitte der 1990er entstehende Trend, zu elektronischen Performances
oder zu Theaterproduktionen Live-Videobearbeitungen zu zeigen, wird durch die Entwicklung von Image/ine unterstützt und beschleunigt. Dass dabei die Videoqualität mit
einer Bildgröße von 320 X 240 Pixeln und einer Bildrate von 10 frames/s an heutigen
Standards gemessen mangelhaft war, beeinträchtigt nicht den neuartigen Charakter die-
ser Entwicklung, und die Beschränkungen werden auf der Webseite von Tom Demeyer
im Rückblick sogar als künstlerische Herausforderungen beschrieben:
„It nevertheless proved a point: artistic quality and stage guts made the lack of [...] image
quality of secondary interest; real time video manipulation could be done!“209
Als Inputs können laut dem Image/ine-Handbuch folgende Quellen eingelesen werden:
•
•
•
•
•
Video (Liveinput)
Video (gespeicherte Daten)
Text
digitalisierte Bilder
Pict-Dateien mit Alpha-Kanälen
Über die Computertastatur, über MIDI-Inputs oder durch automatisierte, auf Wunsch
zufallsbasierte dynamische Kontrollalgorithmen lassen sich die Parameter von Image/
ine
fernsteuern. Speziell durch die Einbindung des MIDI-Protokolls bietet sich hier die
Verbindung mit experimentellen MIDI-Controllern an, wodurch STEIM-Forschungen
aus der vorhergehenden Dekade implementiert werden können. So kommt es dazu,
dass ab 1996 nicht nur Video-, Tanz und Multimediakünstler verstärkt mit STEIM in
Kontakt treten, sondern dass auch Komponisten und Musiker mit der Prozessierung
von Videodaten experimentieren. Die ersten Projekte mit Image/ine sind 1996 die Generierung von Video mit Steina Vasulkas selbstgebautem Geigenbogen-Controller, der
durch Drucksensoren am Frosch, einem Teil des Bogengriffes, erweitert wird und die
Realisierung eines Projekts auf der Basis von Image/ine durch den Tänzer Marko Kosnik.
209 http://www.image-ine.org (Zugriff am 12.10.2007).
77
7.6.1 Videobasierte Installationen in STEIMs Touch-Ausstellung
1997 schreibt der Künstler Sher Doruff ein Handbuch, und die erste Version der Software
wird veröffentlicht. Im Update vom Jahr 2000 kommt die Implementierung neuer plugins hinzu. Auch enthält diese Version eine überarbeitete Fernsteuerungs-Technik, welche
die MIDI-Steuerung um TCP- und UDP-Protokolle erweitert.
Signifikante STEIM-Projekte, die Ende der 90er Jahre Image/ine anwenden, sind
u.a.: Roberto Paci Dalos Kompositionen Scanning Bachanea und BAKXAI, Eleonoor van
Beusekoms Videoarbeit Acta est Fabula, sowie Jon Roses Performance The Rosenberg
Museum, in der er mit seiner midifizierten Violine Videos steuert (alle 1997). Auch ar-
beiten die Komponisten Atau Tanaka, Gene Carl, Renato Maselli, Laetitia Sonami und
Clay Chaplin intensiv mit dem Programm.210 Der Fernsehsender BBC/ Radio4 produziert 1998 ein Video mit Image/ine zur Vorstellung von interaktivem Digitalfernsehen in
Großbritannien.
Als Tom Demeyer STEIM im Jahr 2000 verlässt, beendet dies die Weiterentwick-
lung des Programms. Zur Unterstützung der Künstler, die intensiv mit Image/ine arbei-
ten, portiert er die Software dennoch auf das Mac OSX Betriebssystem und passt sie an
die deutlich gestiegenen Rechenleistungen aktueller Computer an. Das Programm mit
Namen ImX ist mittlerweile auf seiner Webseite211 kostenlos zum Download erhältlich,
die aktuelle Version 0.96 stammt von Ende 2006.
7.6.1 Tom Demeyer: Videobasierte Installationen in STEIMs TouchAusstellung
Der Bebop-Table ist eine in ihrer Bedienungsweise schnell einleuchtende interaktive In-
stallation, die seit 1996 in STEIMs Ausstellungen existiert und seit dem Touch-Festival
1998 regelmäßig präsentiert wird. Sie wird von Tom Demeyer anlässlich einer Ausstellung im Concertgebouw Amsterdam entworfen und wendet die Video-Tracking Softwa-
re BigEye auf Bebopmusik-Samples an, die durch bewegliche Objekte angesteuert wer-
den. Der Bebop-Table ist ein runder Holztisch mit einer Plexiglasplatte, die von unten
von einer Kamera gefilmt wird. Leuchtstoffröhren unter der Tischplatte gewährleisten
relativ konstante Lichtverhältnisse, damit die Kameradaten in verschiedenen Ausstellungsorten vergleichbar bleiben. Drei schwere, steinerne Modelle von Musikern (ein
Schlagzeuger, ein Pianist und ein Trompeter) können frei auf der Tischplatte bewegt
werden. Das ­BigEye System analysiert die Form der Objekte, kann so ihre Position, Bewegung und Geschwindigkeit einlesen und sendet MIDI-Daten, die anhand eines von
Tom Demeyer programmierten Scriptes an einen Sampler gesendet werden. Die Modelle sind mit Klängen der repräsentierten Instrumente verknüpft, so dass der Zusammenhang zwischen einer Aktion des Benutzers und dem Klangergebnis transparent ist.
Die Installation De
bezingbare tijdspiegel
entsteht ebenfalls 1996 im Rahmen der
Ausstellung im Concertgebouw. Wörtlich übersetzt bedeutet der Titel „Der Zeitspiegel,
den man ansingen kann“, häufig wird er auch einfach mit „Lachspiegel“ bezeichnet.
210 vgl.: Kapitel 10.1: Projekte (S.111ff) im Appendix dieser Arbeit für detaillierte Informationen zu Arbeiten mit
Image/Ine.
211 http://www.image-ine.org (Zugriff am 21.09.2007).
78
7.6.1 Videobasierte Installationen in STEIMs Touch-Ausstellung
Diese frühe Anwendung des Programms I­ mage/ine besteht aus einem Mikrofon, einer
Kamera und einer Videoprojektion. Der Besucher steht vor dem Mikrofon und sieht eine
Projektion seines Körpers vor sich, die in Abhängigkeit des Audio-Inputs in das System
visuelle Prozessierungen auslöst. Verschiedene Videoverzerrungen und Filter werden
durch die Geräusche angesteuert, die die gefilmte Person verursacht. Plötzliche, laute
Eingaben ermöglichen den Wechsel zwischen unterschiedlichen Voreinstellungen.
Bild 26: „De Bezingbare Tijdspiegel“ in einer Touch-Austellung von 2001 Foto: Frank Baldé, Quelle: STEIM-Archiv.
79
8.1 Ausblick auf zukünftige Forschungs- und Arbeitsfelder
8. Schlussbetrachtung
8.1 Ausblick auf zukünftige Forschungs- und Arbeitsfelder
Da das STEIM alle vier Jahre erneut vor der Herausforderung steht, die Relevanz seiner
Forschungs- und Entwicklungsarbeiten aufzuzeigen, um die Subventionen des niederländischen Kultusministeriums zu erhalten, sind Überlegungen über aktuelle Tendenzen und zukünftige Perspektiven omnipräsent in STEIMs künstlerischem Leitungsteam.
Generell stellt Michel Waisvisz fest, dass es 2007 an der Zeit sei, die Gemeinschaft der
mit STEIM assoziierten Künstler noch intensiver zu stärken und Ideen, die von vielen
auf unterschiedliche Weise bearbeitet werden, zu gemeinsamen Forschungsprojekten zu
bündeln. Durch das Konvergieren solcher Kompetenzen soll eine gemeinsame Sprache
einer kollaborativen Kreativität entstehen, die vielleicht mit der Phase vor der Entwicklung des SensorLab 1990 vergleichbar sein könnte. Damals hat die Arbeit an verschiedenen sensorischen Controller-Projekten bei STEIM zum Pionierprojekt eines von der
Szene ausgiebig genutzten Sensorwandlungs-Computers geführt.
„It is important that we work together with the same people for a longer period of time
who work with the same instruments – we’ve had a very long brainstorm period now now it’s time to distill what’s really there. [...] I’m looking out for a metaphor to illustrate
this, we could maybe call STEIM a ‚pressure cooker’“212
Durch das internationale mehrtägige Treffen, das STEIM unter dem Titel „Micro Jamboree“ Ende 2006 organisiert, wird die Strategie der verbesserten Kommunikation zwischen STEIM und seinen unterstützten Künstlern, aber auch zwischen den Künstlern
untereinander, zum ersten Mal bewusst umgesetzt. Der erste Tag der Konferenz beschäf-
tigt sich ausschließlich mit Perspektiven, welche die Software LiSa betreffen, mit panels,
Präsentationen und einem roundtable-Gespräch. Die anderen beiden Tage dienen dazu,
herausragende Projekte der vergangenen Jahre vorzustellen und zu diskutieren.
Diese Tendenz aufgreifend wird 2007 vom Gastdirektor Takuro Mizuta Lippit
die Möglichkeit einer öffentlichen Präsentation laufender, unfertiger STEIM Projekte
ins Leben gerufen, die open studio genannt wird. Sie hat das komplexe Ziel, die Vernet-
zung dieser künstlerischen Kompetenzen mit STEIMs Erfahrungen, den Ideen anderer
gleichzeitig anwesender Künstler und weiterer Szenen, die von außen dazu kommen, zu
verstärken. Die unterstützten künstlerischen Arbeiten sollen nicht bloß als interne, von
einander isolierte und in gewisser Weise private Projekte laufen, sondern ihre kreativen
verschränkungen ermöglichen.
The open studio is an attempt to create a platform for the resident artists to publically show
their STEIM work. The problem we have is that people come here for two weeks projects
and then they don’t have an outlet to present this work unless as a very informal inhouse
presentation. So I want to create an environment for our residents which is open to the public, with STEIM staff there, but also having the formal base to artistically interact with the
other artists – additionally to the subtle networking which is going on here anyway.213
212 Michel Waisvisz im Interview mit dem Verfasser, 27.08.2007.
213 Takuro Mizuta Lippit im Interview mit dem Verfasser, 01.09.2007.
80
8.1.1 Michel Waisvisz: Energetica - Strom aus Muskelkraft
Zusätzlich zu der Herstellung einer unmittelbaren Rückmeldung auf ihre Entwicklungen dient dieses Konzept den Künstlern zum Sammeln von Bühnen- und Performance-Erfahrung im frühen Stadium des Projektes - die Kommunikation von STEIMs
aufführungsorientiertem Ansatz an die Gastkünstler findet in der Aufforderung einer
öffentlichen Präsentation in der Entwicklungsphase eine geeignete Form. Weiterhin wer-
den die open studio-Veranstaltungen über die seit 2002 existierende STEIM-Mailingliste
rund 2000 Empfängern mitgeteilt, was einerseits weltweit über die aktuellen Projekte
im STEIM informiert und andererseits für die Künstler eine effektive szenespezifische
Kommunikation ihrer Arbeit ist.
Aber nicht nur der interne Austausch mit und zwischen Künstlern steht oben
auf der aktuellen Agenda, auch die internationale Rolle STEIMs wird weiter ausgebaut:
Als Austausch-Projekt ist für 2008 neben diversen Einladungen für Touch-Ausstellun-
gen eine Exkursion nach Japan geplant, wo Robert van Heumen, Takuro Mizuta Lippit,
Frank Baldé und Nicolas Collins für eine Woche Workshops, Konzerte und Panels an der
Tama University in Tokio geben werden.214
8.1.1 Michel Waisvisz: Energetica - Strom aus Muskelkraft
Das aktuelle Energetica-Forschungsprojekt erweitert den Gedanken des effort als der
Anstrengung oder des Aufwandes, die laut STEIMs Touch-Philosophie für die Erzeugung von live improvisierter Musik sichtbar und hörbar sein soll. Während es in den
Formulierungen rund um Touch darum geht, die Direktheit des Kontaktes zwischen den
physischen Aktionen des Musikers und dem Instrument auf körperlicher und mentaler
Ebene zu betonen, so konzentriert sich diese neue Forschungsrichtung des STEIM auf
den Aufwand der elektrischen Energie, die bei dem Spiel mit elektronischen Musikinstrumenten – auch denen des STEIM – als notwendig vorausgesetzt wird. Bis heute wurde diese Versorgung mit kommunaler Energie als Selbstverständlichkeit nicht weiter
hinterfragt. Die Vorstellung, dass der Strom, der benötigt wird, um ein System aus elektronischen Klangerzeugern und Verstärkern konzertant zu betreiben, aus der im Moment der Aufführung entstehenden Körperenergie gewonnen wird, enthält für Michel
Waisvisz sowohl musikalisch-ästhetische als auch soziale Bedeutungen.215
Wie auch die Touch-Philosophie schaut die darunterliegende Intention mit pro-
gressiver Motivation zurück auf die traditionellen, mechanischen Musikinstrumente,
denen nicht nur die Klanggestaltung in Echtzeit, wie sie STEIM für neue Instrumente
prinzipiell fordert, sondern ebenfalls die Energieerzeugung und -speicherung immanent ist. Als Beispiele gelten hier das Akkordeon und der Dudelsack.
In elektronischen Musikinstrumenten kann dieser Stromaufwand generell als
Vielzahl externer Quellen zu den jeweiligen Modulen aufgefasst werden. Die Versorgung
der einzelnen Bereiche des Instrumentes wie Eingabe, Wandlung und Klangerzeugung
214 vgl.: Mizuta Lippit, Takuro (2007): International Presentation Proposal: STEIM IN JAPAN 2008, Antrag an die
Mondriaan-Stiftung.
215 vgl.: Michel Waisvisz im Interview mit dem Verfasser, 27.08.2007.
81
8.1.1 Michel Waisvisz: Energetica - Strom aus Muskelkraft
und -verstärkung wird hier aber als allgemein und einheitlich konstitutiv verstanden,
so als bräuchte jedes elektronische Instrumenten-Setting nur eine einzige Stromversorgung. Dieses soll in Energetica-Instrumenten durch körperverbundene Stromgeneratoren wie z.B. Dynamos gespeist werden.
Die Zeitbeschränkung, die ein Batteriepuffer dem Instrumentalisten mit einer
solchen Konfiguration vorgibt, definiert den Moment und die Dauer einer Improvisation oder Aufführung als die Dauer der Funktionstüchtigkeit. Dieses ästhetische Moment
erhält so eine technologische Ausprägung. Der Leidensdruck eines Instrumentalisten
in einer Aufführung wird transparenter, da der Musiker seine Kraft nicht nur künstlerisch, sondern untrennbar damit verbunden auch zu dem grundlegenden Zweck aufbringen muss, die Aufführungssituation überhaupt zu schaffen und zu erhalten. Durch
Technologien wie Dynamos oder ähnliche Geräte, die kinetische in elektrische Energie
wandeln können, kann jedoch auch das Publikum in die Rolle des Stromerzeugers mit
einbezogen werden. Die durch Affekte wie Langeweile, Begeisterung, Abwesenheit oder
Neugier einsetzenden oder ausbleibenden Aktionen würden durch solche Konzertsituationen eine interessante ästhetische Umsetzung erfahren.
Energetica-Instrumente können an Orten gespielt werden, die keine Anbindung
an das kommunale Stromnetz haben, so dass mit ihnen spontanes, mobiles Musizieren
möglich ist, ganz nach dem Vorbild traditioneller Instrumente. Dadurch enthält der An-
satz eine weitere soziale Komponente, die das elektronische Instrumentarium z.B. in
strukturschwachen Gebieten nutzbar macht, wo der Aufwand und die Kosten, die beim
kommunalen Stromverbrauch anfallen, ein relevanter Faktor sind. Auch lässt es sich mit
lokal und persönlich erzeugter Energie unkompliziert draußen im öffentlichen Raum
musizieren, ein Ansatz, den STEIM bereits durch die tragbare - allerdings batteriebetriebene - CrackleBox in den 1970er Jahren förderte.
Versteht man die Forschung und Entwicklung im STEIM als generelles Bearbeiten der
Thematik der Anti-Entkörperlichung in elektronischer Musikproduktion, die den in
Automatierungen und Programmsteuerungen zu verschwinden drohenden Performer
zum künstlerischen Interagieren mit digitaler Technologie bringt, so scheint die Idee
hinter dem Energetica-Projekt noch eine Schicht tiefer zu graben, indem sie die latente Prämisse der Elektrizität hinter aller elektronischer Musik beleuchtet. Wenn zeitlich
entkoppelte künstlerische Aktionen als instrumental entfremdet und entfremdend eingeschätzt werden, so kann das Vertrauen auf ein basal konstitutives und omnipräsentes öffentliches Stromnetz eine selten bemerkte Abhängigkeit darstellen. Fällt der Strom
aus, sind die elektronischen Musikinstrumente untauglich. Wenn diese Abhängigkeit in
Frage gestellt und durch ihre Implementierung in instrumentale Entwicklungen individualisiert bearbeitet wird, können daraus zukünftig ästhetisch spannungsreiche künstlerische Felder entstehen.
82
8.2 Zusammenfassende Betrachtung der STEIM-Entwicklungen
8.2 Zusammenfassende Betrachtung der STEIM-Entwicklungen
In seiner fast 40jährigen Geschichte hat STEIM sich einen Status als einzigartiges Forschungs- und Entwicklungszentrum geschaffen, das den Fokus auf die Verbindung von
instrumentalen Aufführungssituationen und elektronischer Musik legt.
Gerade in Zeiten, in denen das Unbehagen über Laptop-Performances im Clubkontext
immer deutlicher wird, da es vom instrumentalen DJ-Setup lediglich die konzentrierte
Anwesenheit eines kryptisch agierenden Musikers übrigbehält216, steigt aktuell das Interesse vieler Musiker und DJs, im do-it-yourself-Verfahren eigene Instrumente für den
Bühneneinsatz zu entwerfen. Studiomusiker, die ihre Musik live aufführen möchten, erkennen heute die Notwendigkeit, im sogenannten liveact mehr zu bieten als die untransparente Performance mit dem virtuellen Tonstudio im eigenen Computer, wie es sich
seit Ende der 1990er zunehmend etabliert hat. Auffällig an der Geschichte des STEIM
ist, dass es diesen Trend schon in der Ära der analogen elektronischen Musikproduk-
tion gespürt und sich konsequent den instrumentalen Entwicklungen zugewendet hat,
die unmittelbare Klangergebnisse aus der physischen Aktivität des Musikers erzeugen.
Diese Instrumente sind hauptverantwortlich für die heutige internationale Reputation
des Studios.
Anders als z.B. bei den zwei Jahrzehnte zuvor gegründeten Studios für elek-
tronische Musik in Paris und Köln, die bei aller offen ausgetragenen Differenz beide
durch ihre in zeitaufwändiger technologischer Handarbeit hervorgebrachten Werke
bekannt und berühmt geworden sind, sind es bei STEIM die Instrumente selbst, nicht
die resultierenden Kompositionen, die das Profil der Institution bilden. Die Groupe de
Recherches Musicales (GRM) um Pierre Schaeffer in Paris und das Studio für Elektronische Musik um Herbert Eimert und Karlheinz Stockhausen am WDR in Köln arbeiteten
jeweils mit Tonbändern und anderen phonographischen Speichermedien, die bespielt,
kopiert, geschnitten, montiert und prozessiert wurden, um in einem Stück Musik mit
Werkcharakter zu münden, das erst am Ende des Arbeitsprozesses hörbar wurde. Erstere verwendeten dabei die Mikrofonaufnahmen lebensweltlicher Umgebungen in der sogenannten musique concrète als komplexes Ausgangsmaterial, während die Elektronische
Musik aus Köln die Synthese differenzierter Klänge aus abstrakten, elektronisch gene-
rierten Partikeln wie Impulsen und Sinustönen verfolgte. Beide Ansätze zeigen deutlich
ihr nicht-instrumentales Konzept, da die klingenden Ergebnisse nicht zeitgleich zu den
Aktivitäten an den musiktechnologischen Apparaten zu hören sind. Für das Jahr 1967,
als die STEIM-Arbeitsgruppe ihre ersten gemeinsamen Aktivitäten im Sigma-Center in
Amsterdam aufnahm, zählt Thom Holmes 19 einflussreiche internationale Studios217, die
sich der Produktion elektronischer Musik widmen. Keines von ihnen hat den entschie-
denen elektro-instrumentalen Fokus in dem Maß inne, wie STEIM ihn in den folgenden
Jahren entwickelte. Zwar gab es einflussreiche Instrumentenentwicklungen z.B. am San
Francisco Tape Music Center, wie die experimentellen Klangerzeuger Donald Buchlas
216 vgl.: Großmann (2007). Die Spitze des Eisbergs. Schlüsselfragen musikalischer Laptop-Kultur. S.7.
217 vgl.: Holmes (2002), S.87-90.
83
8.2 Zusammenfassende Betrachtung der STEIM-Entwicklungen
zu Beginn der 1960er Jahre218, diese Projekte waren aber nicht profilprägend für dieses
Studio, das seinen Schwerpunkt auf die kompositorische Studioarbeit mit dem Tonband
legt.219
Die Konzepte der elektronischen Musikinstrumente, die diese Arbeit exempla-
risch als Überblick über STEIMs Aktionsfelder der vergangenen 40 Jahre vorstellt, zeigen das Bestreben auf, den zeitlich entkoppelten Prozessen der Komposition und Aufführung elektronischer Werke in zeitgenössischen Studios einen Gegenpol zu verleihen,
indem das Komponieren und die Aufführung von Musik möglich wird, die, obwohl
elektronisch oder mit Digitaltechnologie generiert, unmittelbar und live erzeugt wird.
Diese Direktheit oder Echtzeit-Funktionsweise ist selbstverständlich für traditionel-
le mechanische Instrumente und muss im Feld der Musiktechnologie - teilweise unter
bewusstem Verzicht auf studiotypische Arbeitstechniken - künstlich angelegt werden.
Dabei fallen die Eigenschaften von physischer Eingabetätigkeit und auditivem output
in Echtzeit als Klammer um das Verständnis von traditionellem und elektronischem Instrument auf.
Die Montageverfahren, die die frühen Arbeiten mit dem Tonband prägten, kön-
nen erst zu dem Zeitpunkt umfassend instrumental umgesetzt werden, als die digitale Klangspeicherung und –wiedergabe so leistungssstark wird, dass MIDI-Controller
Sampler direkt ansteuern können, welche neben speziellen digitalen Prozessen das Audiomaterial schneiden, wiederholen, im Zeitverlauf umdrehen und verstärken können,
was Jahre zuvor nur in tagelanger Arbeit mit dem analogen Tonband möglich war. Das
erläutert, warum STEIM in den frühen Jahren kaum mit Tonbändern gearbeitet hat, sondern sich dem performativen Umgang mit Steuerspannungen und Oszillatoren widmete. Das Black Box System war der erste Schritt des Studios, sich von Jazz-, Improvi-
sations- und Happeningkultur beeinflusst als Studio für Live-Musik zu emanzipieren.
Das Synthesizersystem unterschied sich von vielen späteren STEIM-Entwicklungen
dadurch, dass es kein individuell zu meisterndes Instrument war, sondern eine parameterreiche Konfiguration von analogen Klangerzeugern und -modulatoren, die sich
durch die Flexibilität der Elemente besonders für die Bühnenanwendung eignete. Erst
mit der Erfindung der prägnanten Crackle-Instrumente wurde es deutlich ersichtlich,
wie STEIMs elektro-instrumentaler Ansatz sich von dem anderer Studios abhebt. Instrumente wie die CrackleBox oder der CrackleSynth, bzw. deren improvisatorisch an-
gelegten Konzert- und Ausstellungssituationen, kommunizierten die Ausrichtung der
STEIM-Forschungen, wie es andernorts fertig produzierte Werke auf Schallplatte oder
im Lautsprecherkonzert taten. Den Komponisten und aufführenden Musikern elektronischer Musik wurde durch diese berührbaren, performativ zu erlernenden Klanger218 vgl.: Ruschkowski (1998), S. 120ff. Donald Buchla entwickelt in San Francisco 1964 das „100 Series Modular
Electronic Music System“, das schon früh berührungsempfindliche Steuerelemente verwendet. Später baut er u.a. experimentelle Controller wie den berührungslosen „Lightning Controller“, mit dem er 1990 auch am STEIM arbeitet.
219 Dass die Verwendung von Tonband auch instrumentalen Charakter haben kann, zeigen z.B. die Konfigurationen
mit live spielbaren Tape-Loops, die Buchla am San Francisco Tape Music Center 1962/63 entwickelt (vgl: Ruschkowski 1998, S. 122). Dort arbeiten auch zwei Vertreter der sog. Minimal Music, Terry Riley und Steve Reich, die
ihre tonale und traditionell-instrumentale Musik aus dem Geist der elektronischen Medien wie dem Tonband heraus
entwickeln (vgl.: Götte 2000, S. 65 ff).
84
8.2 Zusammenfassende Betrachtung der STEIM-Entwicklungen
zeuger ein paradigmatisches, expressives Moment wieder zugetragen, das es vorher in
diesem Feld nicht gegeben hat.
Welche Qualitäten und spezifischen Eigenschaften diesen elektronischen Mu-
sikinstrumenten zukommen, sollte hier beschrieben werden, ohne damit einen Katalog
aufzustellen, der einer allgemeinen Definition des elektronischen Musikinstruments nahekäme. Es existieren keine eindeutigen, umfassenden Kriterien zur Definition von tra-
ditionellen oder aktuellen, multimedialen Musikinstrumenten, da das Verständnis, was
ein Musikinstrument sein kann, maßgeblich vom zeitgenössischen kulturellen Umfeld
abhängt. Im Begriff des (Medien-)Dispositivs ist diese Flexibilität mitgedacht, die von
den jeweiligen Nutzungs-, Situations- und Traditionseinschreibungen erzeugt wird.220
Wie sich die Verhältnisse zwischen den (musik-)instrumentalisierten Medien der Phonographie, der programmierbaren Klang- und Steuerungsgenerierung und den entstehenden musikalischen Strukturen verändern, ist eine weitere Frage, der vor dem Hintergrund der vorgestellten Entwicklungen nachgegangen werden kann.
Auch das Verhältnis dieser Phänomene zum menschlichen Körper in der heuti-
gen Musikpraxis erscheint hier relevant. Wie die musiktechnologischen Konfigurationen die musikalischen Aufführungspraxen der vergangenen Jahrhunderte fortführen
oder umdeuten ist ein weiteres Forschungsfeld, das insbesondere in Verbindung mit den
aktuellen Diskussionen um den Begriff des embodiment ins Blickfeld kommt. Dabei geht
es u.a. um die technische Modellierung des Körpers im Kontext der elektronischen und
algorithmischen Klangerzeugung und ihrer konzertanten Praxis. In dieser ist die Anwesenheit des physisch präsenten und aktiven Instrumentalisten nicht mehr als notwendig
gegeben und wird als Gegenstand der künstlichen Vermittlung verhandelt.221 Entsprechende Forschungen sind interdisziplinär angelegt und können in verschiedenen Bereichen wie Musikwissenschaft, Medienkunst, Medientheorie, Kognitionswissenschaften
oder human computer interaction (HCI) produktiv werden. Die bei STEIM entwickelten
Instrumente und das darum entstandene kulturelle Archiv der vergangenen 40 Jahre
wäre dafür ein geeigneter Forschungsgegenstand, da hier die künstlerischen und theoretischen Konzepte körperorientierter elektronischer Musikinstrumente in individuellen
Entwicklungen materialisiert wurden.
220 Vgl.: Großmann (2008): Verschlafener Medienwandel. Das Dispositiv als musikwissenschaftliches Theoriemodell.
221 Vgl.: Kim, Jin Hyun/ Seifert, Uwe (2006): Embodiment. The Body in Algorithmic Sound Generation. S. 9f.
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Vom Verfasser geführte Interviews (Audiomitschnitte liegen vor):
mit Nico Bes; 31.07.2007
mit Frank Baldé; 07.08.2007
mit Kees van Zelst; 15.08.2007
mit Michel Waisvisz; 07.08.2007 & 27.08.2007
mit Takuro Mizuta Lippit; 01.09.2007
92
10.1 Appendix: Projekte 1969-2006
10. Appendix
Die hier folgenden drei Auflistungen von STEIMs Aktivitäten sind zum größten Teil aus
den erst seit 1989 vollständig archivierten STEIM Jahresberichten gewonnen worden. Sie
geben einen Überblick über
1. Interne STEIM-Projekte (1969 – 2006)
2. STEIM-Konzerte / -Workshops /- Vorträge und -Ausstellungen (1989 – 2007) und
3. STEIMs Artists-in-Residence (1985-2007).
In den Jahresberichten werden sämtliche Aktivitäten des Studios wie Forschungs- und
Entwicklungsprojekte, künstlerische Arbeiten und Orientierungsarbeiten dokumentiert.
Alle früher datierten Angaben (1969-1989) basieren auf Archivmaterial, Interviews und
Gesprächen mit Künstlern und STEIM-Personal und einigen vereinzelten Jahres- und
Studioberichten der ersten Jahre. Diese Listen enthalten keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie sollen die Tätigkeiten am STEIM überblicksartig und in chronologischer Reihenfolge zusammenfassen. Die teilweise uneinheitliche Gliederung dieser Listen ist der
ebensolchen Indexierung in den STEIM Berichten geschuldet. So ist z.B. erst ab 1999
von „Orientierungsprojekten” die Rede, obwohl diese Form der zweckungebunden Forschung mit STEIM-Instrumentarium von Beginn an existiert. Das bedeutet, dass Orientierungsprojekte zuvor unter „künstlerische Projekte” oder „Forschung und Entwicklung” dokumentiert worden sind. Diese Strukturierung übernimmt die Auflistung. Die
Nationalitäten und Berufs-/Tätigkeitsbezeichnungen zu den Künstlern stammen aus
den Angaben des STEIM-Archivs oder wurden vereinzelt nachträglich recherchiert.
10.1 Projekte 1969-2006
1969-80
STEIM Entwicklungen und Produktionen
Misha Mengelberg, Louis Andriessen, Peter Schat, Jan van Vlijmen, Reinbert de Leeuw (in Zusammenarbeit mit
Konrad Boehmer und dem Institut für Sonologie in Den Haag) (NL)
Komponisten, STEIM-Arbeitsgruppe. Vorbereitung und Aufführung der Oper “Reconstructie” (1969). Gründung des
STEIM als Stiftung (Februar 1969). Erstellung von ca. 30 elektronischen Kompositionen durch Mitglieder der erweiterten
Arbeitsgruppe, bei denen politische Inhalte zentral sind.
(1969-71). Mitwirkung an zahlreichen Konzerten des Holland Festivals (1971-74).
Peter Schat (NL)
Komponist. Erstellung und Aufführung der Komposition “To You” für Ensemble, Live-Elektronik und 2m hohe Kreiseln mit
eingebauten Lautsprechern. (1971). Komposition “Hippothema”. Ein Blockflötist und ein Tonband werden durch einen der
ersten A-D Converter (STEIM-Entwicklung “Digital Gate”) einer Frequenzanalyse unterworfen und entsprechend einer
Formel verstärkt oder ausgeblendet. (1971).
Rob van de Poel (NL)
Musiker, Techniker, Entwickler. Entwicklung des STEIM - Black Box System (Zwarte Dozen), eines dezentral zu bedienenden modularen Analogsysnthesizers gemeinsam mit den STEIM-Technikern Nico Bes und Stefan Willenburg. Die
umfangreiche Spannungssteuerung wird durch ein Select System (einfaches digitales Steuerprinzip) ergänzt. (1971-78).
Philippa Cullen (AUS)
Choreographin. Erstellung von Tanzmatten-Interfaces (Synthesizer-Steuerung durch Bewegungssensoren) mit Unterstützung von STEIM-Technikern. (1972).
Kees van Zelst (NL)
Schlagzeuger, Komponist. Forschung mit Taperecordern und dem Black Box System (1975-80). Tanzprojekt mit der Tänzerin Beppie Blankert, die über Seile einen großen Joystick bewegt, der die Live-Prozessierung des Marimbas steuert.
(1979).
Michel Waisvisz (NL)
Musiker, Komponist, Entwickler: Crackle Projekt. Forschung und Bau von Objekten mit berührbaren Schaltkreisen, die
Oszillatoren durch Hautkontakt beeinflussen, mit technischer Unterstützung durch Nico Bes, Peter Beyls und Johan
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10.1 Appendix: Projekte 1969-2006
den Biggelaar. Herstellung und Verkauf von 4000 “Kraakdozen” (Crackle Boxes) (1975). Entwicklung des CrackleSynth
(1975). Internationale Ausstellungen und Konzerte. (1973-76).
Victor Wentink, Tony van Campen, Dick Borstlap (NL)
Komponisten. Zahlreiche Multimediaprojekte. Bildprojektionen in Kombination mit elektronischer Musik oder Klangobjekten. (1973-76).
Hugo Timner (NL)
Komponist, Medienküsntler. Projekt “De Blokken”. Ein leitfähiger, massiver, flacher Tisch dient als Untergrund für Anordnungen von hölzernen Würfeln (ca. 60x60x60cm). Diese sind mit Kontakten versehen und enthalten elektrische Widerstände, so dass der Tisch in Abhängigkeit der Würfel verschidenen Steuerspannungen ausgibt. Diese werden an das
Black Box System gesendet. (ca. 1975).
Misha Mengelberg (NL)
Komponist. Projekt “De Bal”. Ein schwarzer Gummiball umschließt ein Radio, dessen Sender in Abhängigkeit von der
Bewegung und Rotation des Balles angewählt und wiedergegeben werden (ca. 1975).
(o.A.), STEIM
Rotator. Vierkanal-Verräumlichungsapparat. Das Eingangssignal kann auf quadrophone Kreisbewegungen ausgegeben
werden, deren Geschwindigkeit stufenlos einstellbar ist. (ca. 1976)
(o.A.), STEIM
A-D/ D-A Wandler
Für den PDP11 Computer werden eigene Wandlerkarten hergestellt. (1978)
Victor Wentink (NL)
Installation “Eemnes”: große, solarbetriebene automatisierte Musikmaschinen (ca. 1978)
Dick Raajmakers (NL)
Komponist. Projekt “Grafische Methode II - De Fiets”, mit technischer Unterstützung durch Nico Bes.
40minütige Performance für einen Tänzer und ein Fahrrad, bei dem der Tänzer extrem langsame Bewegungen ausführt,
während das Fahrrad langsam über die Bühne gezogen wird. Die Körperprozesse werden durch Mikrophone in der
Nase und am Körper, Muskelspannungssensoren und Messung der Hautwiderstände analysiert. Die Sensordaten werden
durch eine eigens dafür entworfene Hardware in Steuerspannungen gewandelt und an den Putney VCS3 Synthesizer
gesendet. (1979)
Michael Fahres (D/ NL)
Komponist, Entwickler.
“Mobilodrom” wird in 6 Ländern aufgeführt. Ein PDP11 Computer wird auf ein Fahrzeug montiert und wandelt Daten der
physischen Umgebung (Windstärke, Temperatur etc) in musikalische Parameter. (1979)
Komposition “Minimal” für Bassklarinette und Elektronik (1979)
Shusaku Takeuchi (JAP)
Choreograf. Musik-/Tanzproduktion “Angel Core” Koppelung von Muskelspannung mit musikalischen Parametern.
(1979)
Gene Carl (USA)
Komponist. Komposition “Ouvert” für präparierten Kontrabass und Elektronik. (1979)
Daniel Brovzàk (o.A.)
Entwickler und Komponist. Kompositionen “Equinox” und “Chronologica”, bei denen die klanggestaltenden Möglichkeiten
von Taperecordern zentrales Konzept sind. (1979)
Sherwin Mark (o.A.)
Pianist und Komponist. Pianoprojekt. Der Rahmen eines Konzertflügels wird elektromagnetisch präpariert, wodurch die
Saiten zum Schwingen gebracht werden. (1979 ff)
1981-88
Interne STEIM-Projekte:
ohne Titel
Entwicklung einer Fernsteuerungs-Technologie für Tape-Recorder und -Player. (ab 1981)
The Hands
Beginn des Forschungs- und Entwicklungsprojektes für Michel Waisvisz’ Performance-Instrument, das über Schalter und
Sensoren Hand- und Armbewegungen in MIDI übersetzt (1984). Michel Waisvisz erstellt die international aufgeführten
Kompositionen “Beat Concert” (1984) “Touch Monkeys” (1986) und “Archaic Symphony” (1987).
De Slungels
Komposition von Michel Waisvisz. Musiktheateraufführung, ausschließlich mit computergesteuerten Puppen und Automaten. Beginn von STEIMs Auseinandersetzung mit dem Mensch-Maschine Verhältnis (1981).
MIDI-Interface
Bau eines MIDI-Interfaces für den Apple II Computer durch Johan den Biggelaar und Wim Rijnsburger (ab 1983).
STEIM-BURST-Generator
Projekt von Johan den Biggelaar, nach einer Idee von Walter Kaegi aus dem Institut für Sonologie in Den Haag. Bau
eines Soundgenerators (Controllable Waveform Generator) mit dem Ziel, menschliche Stimmen zu synthetisieren. Die
Technologie basiert ähnlich der Granularsynthese auf modulierbaren Mikro-Klangpartikeln, die “Bursts” genannt werden
(ab 1983).
Patchboards
Entwicklung von Patchboards zum Routing von analogen Signalen im Studio und für den Live-Einsatz (o. J.).
Envelope Processing Project
Forschung an dynamischer Signalbearbeitung durch Paul Godschalk (1985) in Zusammenhang mit Peter Cusacks GateScratcher
MIDI-Faderbox
Bau eines portablen MIDI-Controllers für Clarence Barlow, durch Paul Spaanderman und Tom Demeyer. Acht Endlosregler in Form von vertikalen Rädern mit Display. Option des Inputprozessing von eingehenden MIDI-Daten (o. J.).
Samba-Controller
Enwicklung eines MIDI-Controllers in Form eines Samba-Shakers durch Aad te Bokkel (o. J.).
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10.1 Appendix: Projekte 1969-2006
Forschungs- und Entwicklungsprojekte, künstlerische Arbeiten:
Kees van Zelst (NL)
Schlagzeuger und Komponist. Installation “Ogenblik” mit Fotozellen-Sensoren, zunächst als Tanzprojekt. Bewegungen
von Tänzern erzeugen Steuerspannungen und sind mit Soundmodulen des Black Box Systems verbunden, die instrumentalen Live-Input prozessieren. Später auch als Installation, Vorführung bei der STEIM-Ausstellung im Gemeentemuseum Den Haag 1986 (1980-86).
Diverse Perkussionsprojekte mit dem Envelope Follower des Black Box System und später der Software “Deviator”,
geschrieben von Frank Baldé.
Dick Hauser (NL)
Theaterregisseur und Schauspieler. Projekt “Drumautomaat” für die Theatergruppe “De Horde”, unterstützt durch Hans
Venmans und Paul Hogeweg. Ein Apple II Computer steuert die mechanischen Bewegungen von Sticks auf einem Schlagzeug, das um eine zentrale Achse herum aufgebaut wird.
Floris van Manen (NL)
Komponist und Programmierer. “De Specht”. Gemeinsames Projekt mit dem Schlagzeuger Han Bennink. Elektromagnetisches Fernsteuerungssystem, um ein Schlagzeug computergesteuert zu spielen (unter Verwendung Technologie aus
Dick Hausers Projekt “Drumautomaat”) und um umgekehrt Triggerdaten aus dem Spiel eines Schlagzeugers zu generieren (1981).
Entwicklung der Software “MIDIM”, das ein Klassifikationssystem bereitzustellen versucht, um aus Klängen neue Klänge
zu generieren. Arbeit mit dem STEIM-BURST-Generator und Walter Kaegis “VOSIM”-Programmsprache (Voice Simulation) (1983).
Jeanette Yanikian (o.A.)
Tänzerin / Musikerin. Musiktheater-Performance “Hart”, bei der ihre Fähigkeit, den Herzschlag zu kontrollieren sensorisch
abgenommen und musikalisch eingesetzt wird. Technische Unterstützung durch Nico Bes und Willem Hienekamp.
Felix Hess (NL)
Entwickler. “De Kikkers”, gemeinsames Projekt mit Paul Hogeweg. 40 Aluminiumboxen mit integriertem Mikrophon und
Lautsprechern, die aufeinander und auf Umweltgeräusche reagieren. Sie sollen das soziale Verhalten australischer Frösche nachahmen und werden mit Fieldrecordings von Froschstimmen bespielt (1983-86).
Späterer Titel “Kwaken en Tsijrpen” (STEIM Ausstellung 1986).
Wim Rijnsburger (NL)
Entwicklung einer MIDI-Sequencer Software (1984).
Clarence Barlow (USA/ D)
Komponist und Programmierer. Arbeit mit dem Marantz Pianocorder, einem “Vorsetzer”, der auf den Spieltisch eines
mechanisches Tasteninstrument montiert wird, um z.B. Steuerdaten für ein Klavier aufzunehmen und wiederzugeben.
Anpassung einer MIDI-Steuerungssoftware auf Barlows eigenem Computersystem. Erstellung einer Komposition für die
ICMC Konferenz in Den Haag (1985).
Peter Cusack (GB)
Komponist und Musiker. Arbeit am Projekt “Gatescratcher” zur Liveprozessierung einer Bouzouki (japanisches Saiteninstrument) (ca 1985).
Martin Spanjaard (NL)
Projekt “Adelbrecht”. Entwicklung eines interaktiven Balls, der auf Bewegung und Beschleunigung klanglich reagiert
(1984-85).
George Lewis (USA)
Komponist und Programmierer. Komposition “Rainbow Chorus” auf Basis von Sprachanalyse und -synthese.
George Lewis und Ray Edgar (USA/ GB)
Komponist und Programmierer, Musiker. “The Empty Chair”: MIDI-basierte Interpretationssoftware (in Forth geschrieben),
die den Output von Lewis’ Live-Kompositionssoftware prozessiert und den Fairlight Video Controller (CVI) ansteuert
(1985).
Jon Rose (AUS)
Violinist, Entwickler. Entwicklung eines Ultraschall-Messsystems zur Steuerung von Synthesizern mit Hilfe eines ViolinenInterfaces “Hyperstring”.
Während des Spielens der Violine werden Daten erzeugt, die als Parameter der simultanen elektronischen Klangsynthese genutzt werden.
Christina Kubisch (D)
Komponistin, Installationskünstlerin. Arbeit an einer Klanginstallation für die STEIM-Ausstellung im Gemeentemuseum
Den Haag 1986.
Peter Schat (NL)
Komponist. Komposition “Toonclock”, die das 12-Tonsystem mit Uhrzeiten in Verbindung setzt. Frank Baldé programmiert
eine Lichtsteuerungssoftware für den Atari Computer.
Joel Ryan (USA)
Komponist, Programmierer und Geisteswissenschaftler. Forschungsprojekt “Lina” zur musikalischen Untersuchung des
geometrischen mathematischen Prozesses “Linear Cellular Automata”. Gemeinsames Projekt mit Ray Edgar, der Videosoftware programmiert, um den Fairlight CVI anzusteuern. (1986)
Gerbrand Westveen (NL)
Saxofonist. Lyricon-Projekt. Anpassung von Software an den kommerziellen Blasinstrumenten-MIDI-Controller, um
Yamaha DX7 Synthesizer zu steuern (o.J).
Nicolas Collins (USA)
Komponist. “Killed in a Bar”. Die Saiten einer modifizierten E-Gitarre werden von einem Transistorradio in Schwingung
versetzt, so dass der Radiosender durch die Saiten gefiltert, verstärkt und wiedergegeben wird (o.J.).
George Lewis und David Behrman (USA)
Komponisten und Entwickler. Erweiterung einer Mbira (afrikanisches Fingerklavier). Das Spiel wird sensorisch von einem
Computerprogramm erfasst, dessen Klang- und Bildsequenzen vom Musiker beeinflusst werden (o.J.).
Michel Waisvisz (NL)
Musiker und Komponist. Computermaus-Instrument “De Boom”. Die Mausbewegungen auf einem Baum, der auf dem
Bildschirm dargestellt ist, lösen auf der Basis von Waisvisz’ “Mousicom”-Programm einzelne musikalische Motive im Synthesizer Yamaha TX7 aus. Das MIDI-Übersetzungsprogramm schreibt Joel Ryan. Öffentliche Ausstellung des Interfaces
(1985).
Dick Borstlap (NL)
Entwickler und Musiker. Projekt “Magnetisme”, audiovisuelle Objekte mit Spiralfedern, Kontaktmikrophonen und Lichtprojektion (ca. 1980-88).
Toine Horvers (NL)
Installationskünstler und Komponist. Projekt “Etmaal voor Berlage”. 48 Stunden - Klanginstallation im Gebäude der Beurs
van Berlage (1985).
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10.1 Appendix: Projekte 1969-2006
Slagwerkgroep Den Haag (NL)
Ensemble. Entwicklung des “Rhythmic Conductor” Systems (Hard- und Software), um verschiedene Lichtpulse an Notenständer zu senden und so das Ensemble asynchron und automatisiert zu dirigieren. Programmierung durch Frank Baldé
(1986).
Cristiaan Bastiaanse (NL)
Medienkünstler. Installationsarbeit “Nara Tape” mit Wärme- und Bewegungssensoren (o.J.).
Karel Kuitenbrouwer (o.A.)
o.A.; Projekt “Vertegenwoordiger”, mit Unterstützung von Paul Spaanderman (1985).
Anton Dijkgraaf (NL)
Projekt “Elektronische Conga”. Entwicklung eines Schlag-Interfaces für den Yamaha CS-40 Synthesizer (1983).
Projekt “De Staaf”. Entwicklung eines Ultraschall MIDI-Controllers in Stabform (1985).
Mesias Maiguashca und Bernard Geyer (D)
Komponisten. Orientierungsarbeit mit Atari Computern, Forth und STEIM-Equipment (1987).
Daniel Brandt (o.A)
Musiker. Bau einer midifizierten Melodica (1987).
Edwin Baaij (NL)
o.A.; Bau der tragbaren analogen Effekteinheit “Signal Manipulator” (1987).
S. Kailola (NL)
Student der HTS (Technische Hochschule), Amsterdam. Bau eines Input Moduls für ein analoges Mischpult im Rahmen
seiner praktischen Abschlussarbeit. (1987)
Ray Edgar (GB)
Komposition “Infantum”. Audiovisuelle Produktion, die live generierte MIDIdaten auf Videosteuerung anwendet
Ron Kuivila (USA)
Komponist. Erstellung der Komposition “Linear Predictive Zoo”. Forschung mit Ultraschall und Frequenzmodulation
(1988)
Rolf Boer (NL)
Student der HTS, Amsterdam. Praktische Abschlussarbeit “Interactive MIDI Function Generator”, Software für den Atari
1040. (1988)
Pradiepkoemar Rajaram (NL)
Student der HTS, Amsterdam. Praktische Abschlussarbeit “MIDI-Matrix”. Hardwareprojekt mit 24 LCD-Schaltern, um MIDI
zu routen. (1988)
1989
Interne STEIM-Projekte und (Weiter)-Entwicklungen
The Hands
Weiterentwicklung der Software von Michel Waisvisz’ Controller.
Lick Machine
Software von Frank Baldé und Michel Waisvisz, zur Metasteuerung und Prozessierung von MIDI-Phrasen.
MIDT
Software, MIDI-Monitor / Editor.
Long MIDI
Verlängerung des Übertragungswegs von MIDI Daten zum Bühneneinsatz, verbesserte mechanische Verbindung. Anwendung für The Hands.
DSP Projekt
Start einer langwährenden Forschung an der neuen DSP-Technologie durch Joel Ryan. Untersuchung von Algorithmen
für musikalische Anwendungen.
Faderbox
Weiterentwicklung von Clarence Barlows MIDI-Steuerungseinheit.
1989 - Forschung- und Entwicklungsprojekte
Steina und Woody Vasulka (ISL/ USA)
Musiker, Videokünstler. Für eine viermotorige Steuerung einer Videokamera auf einem Roboter durch Musikinstrumente
hat STEIM die Software entwickelt. Forschungsprojekt zur Kamerasteuerung von Klangsynthese.
Masahiro Miwa (JAP)
Komponist, Entwickler. Entwicklung eines Stimm-Synthesizers mit dem Atari Computer.
Jon Rose (AUS)
Violinist, Entwickler. Weiterentwicklung des Violinen-Interfaces “Hyperstring”. Ultraschall-Meßsystems zur Steuerung von
Synthesizern.
Kees van Zelst (NL)
Schlagzeuger, Komponist. Entwicklung eines Mischpults für Kontaktmikrofone in Verbindung mit Perkussion.
Daniel Brandt (o.A.)
Musiker, Entwickler. Verbesserung seiner zuvor entwickelten “Midilodica” Software.
Martin Bartlett (CAN)
Komponist. “Remote controlled Lightswitch”,eine einfache Schaltung, um mit Hilfe des Musik-Computers auf der Bühne
Lampen ein- oder auszuschalten.
Ron Kuivila (USA)
Komponist. Entwicklung seines Softwaresystems “Quitari” für den Atari-Computer, der nur mit der Maus gespielt wird.
Michael Barker (NL)
“Basblokfluit 2” Steuerung von Synthesizern mittels Sensoren, die an die Bassblockflöte angebracht sind.
Fred Kolman (NL)
Videokünstler, Komponist. Entwicklung eines Systems “Video to MIDI Converter”, mit dem man durch Bewegungen vor
einer Kamera auf Distanz Synthesizer spielen kann. Am STEIM sind die “VIMI”- Steuerungssoftware, der “VIMI”-Performance Editor und ein “VIMI”- Simulator entwickelt worden.
Marleen Toebosch (NL)
Sängerin, Performerin. Modifikation eines Piano-Fußpedals
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10.1 Appendix: Projekte 1969-2006
Cora de Ridder (NL)
Tänzerin. “Electric Body”-Projekt. Entwicklung einer Verstärkeranlage für ihre Performance, bei der der Körper mit Mikrofonen abgenommen wird.
Nicolas Collins (USA)
Komponist und Entwickler. “Concertina” Midifizierung einer 150 Jahre alten Concertina, bei der STEIM einen Teil der
Software entwickelt.
Toine Horvers (NL)
Medienkünstler. Entwicklung eines Lichtsensors für eine Installation in der “Beurs van Berlage”
Chris Brown (USA)
Komponist. Verbesserung des von ihm gebauten VCA-Boards zur Weiterentwicklung seines Klangsynthese-Systems.
Jon Rose (AUS)
Violinist und Komponist. Projekt “Strijkstok”. Entwicklung und Test eines Geigenbogen-Controllers; Akustische Aufnahmen in Studio3.
Jos Zwanenburg, Leigh Lady (NL):
Komponisten. Forschungsarbeiten mit einem Pitch-Follower
Yntse Vugts (NL)
Video- und Performancekünstlerin. Forschungsprojekt zur A/D Wandlung im Atari-Computer gemeinsam mit Fredie Beckmans
Barbara Pyle (o.A.)
Musikerin. Forschungsarbeiten mit Computergrafik für die Aufführung “Figuren in een Landschap”
1989 - Künstlerische Projekte:
Masahiro Miwa (JAP)
Komponist. Repertoire-Entwicklung.
Kees van Zelst (NL)
Komponist, Schlagzeuger. Projekt “Tambour II” mit Kontaktmikrophonen und Simmons-Triggern.
Hugh Davies (GB/ USA)
Komponist. Arbeit mit Atari-Software, Repertoire-Entwicklung.
Joep van der Borgh (NL)
Klangkünstler. Arbeit an einer Installation mit Mirage Sampler, Mac und Digidesign Sound Editor.
Jim Wafer (AUS)
Musiker. Konzertvorbereitungen und Anpassung eines Lautsprechersystems.
Fred Kolman (NL)
Komponist und Musiker. Proben für Aufführungen von “Kolman’s Cube”.
Frits Maat (NL)
Komponist. Produktion eines Film-Soundtracks.
Mark Glynne(o.A.)
Komponist. Produktion eines Soundtracks für den Film “In Points of View”.
Oscar van Dillen (NL)
Komponist. Forschungsarbeit und Anpassung des Black Box Systems.
Ray Edgar (GB)
Komponist, Entwickler. Vorbereitung einer neuen Version seines Werks “Infantum” mit dem Fairlight Video-Converter
Pieter Guyt (NL)
Komponist. Forschungsarbeit zur Bild- und Tonkopplung.
Shelley Hirsch, David Weinstein (USA)
Komponisten. Untersuchungen von STEIM Software und -Instrumenten, Erstellung von Kompositionen.
Trevor Turesky (o.A.)
Musiker, Entwickler. Studiert STEIMs Software und demonstriert solche vom IRCAM.
Ansuya Blom (NL)
Komponistin. Produktion eines Soundtracks für den Film “In Dreams”.
John Gration (NL)
Komponist. Orientierungsarbeit zu elektronischer Live-Musik.
Michel Waisvisz (NL)
Komponist, Entwickler und Musiker. Proben mit “The Hands” für “The Archaic Symphony”.
Makoto Shinohara (JAP)
Studienprojekt mit Atari-Musiksoftware.
Vineta Lagzdina (D/ AUS)
Studienprojekt mit Mac- und Atari-Musiksoftware und E-Max-Sampler.
Bill Fontana (USA)
Komponist. Produktion eines Tonbandes des Werks “N.S. 150”, gemeinsam mit Kees Koeman.
Frank Uwe Laysiepen aka Ulay (D)
Performancekünstler. Tonbandarbeiten für das Projekt “Chinese Muur”.
Francis Marie Uitti (NL)
Cellistin. Forschungsarbeit mit Cello, Envelope Follower und Filtern. Repertoire-Entwicklung für das Projekt “Daniels/
Uitti”.
Tonaufnahmen für den Soundtrack zum Film “Alsissa”, Regie: Erik van Zuylen.
Burton Greene (o.A.)
Musiker. CD-Aufnahmen.
Konrad Boehmer (D/ NL)
Komponist. Tonbandaufnahmen für ein Konzert in Bourges.
Willem van Weelde (NL)
Studienprojekt zur Notation von Musik mit dem Computer, gemeinsam mit Tom Demeyer.
Peter Cusack (GB)
Komponist. Software-Forschungsprojekt und Erstellung einer Komposition.
Arnold Dreyblatt (D)
Komponist, Künstler. Forschung mit E-Max Sampler und Musiksoftware für ein DAAD-Projekt in Berlin.
Amber Film (GB)
Tonaufnahmen für den Soundtrack zum Film “Vanessa”.
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10.1 Appendix: Projekte 1969-2006
1990
Interne STEIM-Projekte und (Weiter)-Entwicklungen
SensorLab
umfassendes Hard- und Softwareprojekt, “Real world to MIDI Interface”
SensorLab dient als Baustein zwischen verschiedenen Sensoren und elektronischen Musikinstrumenten. Peter Cost hat
die Software geschrieben, die aus mehreren Modulen besteht, die zusammen das programmierbare Interface formen.
Sensordaten werden in MIDI Daten gewandelt.
LAB-IO
Projekt von Paul Spaanderman als Hardware-Erweiterung des SensorLab. Er hat eine Interfacekarte mit Ultraschallsensoren entworfen, für die Peter Cost die Software angepasst hat.
Lunchbox (SensorLab II)
Entwurf einer neuen, mobileren Version des SensorLab auf Basis der schon verwendeten 80C535 CPU-Karte - ebenso
werden Vorbereitungen zur Entwicklung einer neuen CPU-Karte getroffen.
Spider
Entwicklung einer relativ einfachen Programmiersprache für SensorLab und Lunchbox durch Tom Demeyer, damit Künstler sich eigene Anwendungen erstellen können.
The Hands II (Michel Waisvisz / Königliches Konservatorium für Musik, Den Haag)
Verbesserung der “Hands” mit neuen mechanischen Möglichkeiten und anderer Hardware.
Continuous Controller dienen dazu, DSP- und WEB-Algorithmen zu steuern.
Paul Spaanderman fügt dem Interface ein kleines Display hinzu.
Die Hardwareherstellung führt Bert Bongers durch.
MIDI-Conductor System (Königliches Konservatorium für Musik, Den Haag / STEIM)
Dieses System wird als Übungsinstrument entwickelt, als Variation der “Hands” von Michel Waisvisz. Die Arbeitsweise
basiert auf der MIDI-Steuerung, die verschiedenste Anwendungsmöglickeiten bietet. STEIM baut sechs dieser Systeme.
Faderbox (Clarence Barlow)
Weitere Arbeit mit dem MIDI Controller. Clarence Barlow verbringt einige Zeit zwischen Feb. und Okt. mit der Anpassung
und dem Test der Software im STEIM Studio
WEB I (Königliches Konservatorium für Musik, Den Haag / Michel Wasivisz)
Projekt auf Basis des SensorLab unter Verwendung von Drahtzügen in einem Rahmen und Hall-Effekt Sensoren.
WEB II
zweites Modell mit neuer Interface-Technik (Laufzeitberechnungen im gewickelten Stahldraht), die den Musiker beim
Spielen weniger durch die angebrachten Sensoren stört.
DSP Projekt (Joel Ryan)
Forschung an DigiDesigns DSP-Karten und Entwicklung eigener Modelle. Andere im Handel erhältliche Karten werden
untersucht.
SAM (Frank Baldé, Michel Waisvisz)
Erste Enwicklungsphase des MIDI-spielbaren Sampleeditors für Apple Macintosh (LiSa-Vorläufer).
LickMachine (Frank Baldé, Michel Waisvisz)
Weiterentwicklung des Makro-MIDI-Instruments zur Version 2.0 und Herausgabe eines Handbuchs.
1990 - Forschungs- und Entwicklungsprojekte:
Michael Barker (NL)
Fllötist, Entwickler. “Basblokfluit 2”.Fortsetzung des Projektes von 1989. Steuerung von Synthesizern mittels Sensoren,
die an die Bassblockflöte angebracht sind (Blasdruck und Klappenbewegung), unter Verwendung des SensorLab. Für
dieses Projekt hat Peter Cost eine eigene Software geschrieben.
Martin Spanjaard (NL)
Musiker, Medienkünstler. “Adelbrecht II”. Ein ballförmiger Roboter, der vermeintlich menschliche Eigenschaften zeigen
soll und sich bewegen und sprechen kann. Die Entwicklung der Stimmsynthese ist mit Unterstützung des IPO geschehen.
Die Hardware hat Paul Spaanderman entworfen.
Ray Edgar (GB)
“Sweatstick”. Projekt auf Basis des SensorLab. Um einen biegsamen Stab sind diverse Sensoren befestigt, die den Stick
durch Biegen, Druckschalter und Griffe spielbar machen. Frank Baldé schreibt die Software. Gemeinsame Arbeit mit Bert
Bongers (Königliches Konservatorium für Musik, Den Haag)
Joel Ryan (USA/ NL)
“0902 “. DSP Instrument, das direkte Interaktion des Computer-Anwenders mit dem akustischen Material eines Instrumentalisten zulässt; auf Basis eines MACII Computersystem und einer “High Speed Signal Processing-Karte” von Digidesign.
Fred Kolman (NL)
“Digitizer”. Bewegungs-Messystem mittels einer Videokamera. Ein in Hardware realisierter Bildunterschiedsgenerator
erstellt eine Liste von aktiven Pixeln. Die von Tom Demeyer programmierte Software setzt diese Daten in MIDI um.
Zbigniew Karkowski (POL)
Musiker, Entwickler. SensorLab Projekt, das Distanzdaten misst und bei musikalischen Performances einsetzt.
Peter Cusack (GB)
Komponist. Entwicklung einiger Interfaces mit Schaltern und Continuous Controllern, die Gitarre und griechische Bouzouki erweitern können.
Peter Beyls (BE)
Violinen-Interface mit Schaltern, Continuous Controllern und Infrarot.
Nicolas Collins (USA)
Komponist, Entwickler. Das Projekt “Concertina” (1989) wird grundlegend verbessert, da die Midifizierung einige Mängel
aufweist.
Laetitia Sonami (F/ USA)
Komponistin, Entwicklerin. Untersuchung von STEIM Software in Verbindung mit Digidesign Soundtools.
Jim Fulkerson (USA/ NL)
Komponist und Musiker. Arbeit an einem interaktiven System für Posaune und Atari 1040.
Sonja Mutsaerts (NL)
Komponistin. Forschung an Samplingtechnologie mit dem E-Max Sampler.
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10.1 Appendix: Projekte 1969-2006
1990 - Künstlerische Projekte
Toine Horvers (NL)
Klang- und Medienkünstler. “Wolk”. Klangskulptur in einem Regierungsgebäude (VROM) bei Den Haag. Lautsprecher im
Aufzugsschacht produzieren “Klangwolken”, die abhängig sind vom Wetter und dem Stockwerk auf dem sich die Zuhörer
befinden. STEIM hat beim finanziellen Konzept geholfen und technische Vorbereitungen getroffen. “PTT-Project”, Tonbandproduktion auf Basis von Telefongespächen.
Jerry Hunt (USA)
o.A; Performanceprojekt, das Infrarotsensoren mithilfe des SensorLab mit der Software “NeuralSystem” (PC oder MAC)
verbindet.
Francis Marie Uitti (NL)
Cellistin. Endmix des Soundtracks zum Film “Alissa” von Erik van Zuylen.
Peter Cusack (GB)
Komponist. Arbeit mit STEIM Software für weitere Kompositionen.
Ray Edgar (GB)
Komponist. “CV-Eye”. Forschung an der Software-Schnittstelle von Bild und Ton mit dem Fairlight CVI Videoprozessor.
Masahiro Miwa (JAP)
Komponist. Erstellung einer Komposition.
Jacqueline de Jong (NL)
o.A.; Erprobung von MIDI-Controllern und ihrem Einsatz im Musikunterricht.
Donald Buchla (USA)
Komponist, Entwickler. Vorbereitung der Demonstration seines “Thunder”-Controllers im Rahmen eines STEIM Konzerts.
Peter Bosch, Simone Simons
Klangkünstler. “Was der Wind zum klingen bringt”. Aufbau und Test der Installation für die Ausstellung “Energien” im
Stedelijk Museum Amsterdam.
BMBCon (Justin Bennet, Wikke t’Hooft, Roelf Toxopeus) (NL)
Ensemble. Proben und Experimente mit dem MIDI-Conductor. Repertoire-Entwicklung im Keller-Studio des STEIM.
Hugh Davies (GB/ USA)
Komponist. Software-Forschungsprojekt
Arnold Dreyblatt (D)
Komponist und Künstler. Forschung an der Verwendung von STEIM Software für seine Komposition “Invention ‘91”
Frank Baldé schreibt für ihn die Version 1.0 der Software “MIDI Excel”.
Pieter Guyt (NL)
o.A.; Grundlegende Untersuchen der Kopplungsmöglichkeiten von Bild und Ton.
Vineta Lagzdina (D/ AUS)
o.A.; Studienprojekt über Software-Sampling
Mirjam de Zeeuw (NL)
Fotografin. Fotografien von grafischen Klangdarstellungen.
Konrad Böhmer (D/ NL)
Komponist. Akustische Aufnahmen als Vorbereitung eines Konzerts in Bourges.
Dirk Dekker (NL)
Komponist, Entwickler. Untersuchungen der Möglichkeiten einer interaktiven Komposition mit elektronisch erweitertem
Cello durch Pitch-Converter für das “Kamer-Opera-Projekt”.
Zack Zettel (F)
Komponist, Programmierer (IRCAM, Paris). Forschung mit MIDI-Geräten und Perkussionsinstrumenten für eine Komposition.
Bodytorium Stiftung (NL)
Proben für die Tanzproduktion Matrix vom Shusaku Dormu Tanztheater.
Michel Waisvisz (NL)
Proben mit Frank Baldé für Aufführungen der “Archaic Symphony”.
Produktion eines Tonbandes für die Rotterdamse Dansgroep mit dem Stück “Beroemde Kinderen”.
DAT-Aufnahmen mit Shelley Hirsch.
Yntse Vugts (NL)
Komponistin, Performancekünstlerin. Tonbandbearbeitungen für das “Zomerfestijn” in Amsterdam. Vorbereitung der Ausstellung “Komputing 4”.
Entwicklung eines interaktiven Performancesystem gemeinsam mit Joel Ryan.
Fred Kolman (NL)
Komponist, Musiker. Proben für Aufführungen von “Kolman’s Cube”.
Erik Rosenzweig (o.A.)
Musiker. CD-Produktion mit der Band “FAT”.
1991
Interne STEIM-Projekte und (Weiter-)Entwicklungen
SensorLab rev. B
Weiterentwicklung des “Real World to MIDI”-Interfaces.
Tom Demeyer schreibt die Software weiter.
Peter Cost minimiert Hardwarefehler und schreibt ein Handbuch.
Spider
Tom Demeyer hat die Programmiersprache weiterentwickelt, die eigene Anwendungen für das SensorLab, Lunchbox und
nun auch für MIDI-Conductor erstellen lässt.
Adelbrecht II (zusammen mit Montevideo)
Weiterentwicklung von Martin Spaanjards “sprechendem Ball” durch Tom Demeyer und Paul Spaanderman
WEB (zusammen mit dem Königliches Konservatorium für Musik, Den Haag)
Inzwischen gibt es zwei WEB-Instrumente - eines als mechanisches WEB mit Sensoren, das andere als Software (eine
Version von MIDI Conductor). Beide steuern ein DSP-Klangbearbeitungssystem an.
Sweatstick (Ray Edgar)
erweitete Testphase des Stab-Interfaces.
99
10.1 Appendix: Projekte 1969-2006
1991 - Forschungsprojekte und künstlerische Arbeiten:
Sonja Mutsaerts (NL)
Komponistin. Forschung mit Samplingtechnologien anhand der Sampler E-Max und AKAI S1100.
Barbara Pyle (o.A.)
Musikerin. Forschungsprojekt zur Beziehung von Computergraphik und Klangsynthese.
Clarence Barlow (USA/ D)
Komponist. weitere Forschungen zur “Faderbox”
John Cameron (o.A.)
Gitarrist der Band Claw Boys Claw. Untersuchungen zur Klangaufnahme der E-Gitarre mit Multitracktechnik und Effekten.
René van Commenee (NL)
Student und Musiker. Studienprojekt mit dem Atari-Computer
Jim Fulkerson (USA/ NL)
Komponist und Posaunist. Forschung an einem interaktiven Improvisationssystem für Posaune und Synthesizer; mit Atari
1040, Software Lickmachine und Deviator (von Frank Baldé)
Zbigniew Karkowski (POL)
Komponist und Performer. Forschung an Sampling- und Synthesetechnologien mit dem Fairlight Sampler.
Produktion eines Spots für das Amsterdamer Fernsehen.
Fred Kolman (NL)
Komponist und Videokünstler. Produktion einer Video-Sammlung von STEIM-Ausstellungen (nicht im Archiv gefunden,
Anm. d. Verf.)
Ida Lohmann
Kunststudentin. Forschung nach Möglichkeiten, einen Soundtrack zu korrigieren (zu ihrem Film für die Rietveld-Akademie
Amsterdam).
Merran Popple (NL)
Kompositionsstudent von Louis Andriessen. Software-Forschung an der Programmiersprache HMSL (Hierarchic Music
Software Language).
BMBCon (Justin Bennet, Wikke t’Hooft, Roelf Toxopeus) (NL)
Ensemble. Beta-Tests von STEIM Entwicklungen wie SensorLab und der Programmiersprache Spider im Kellerstudio.
Kompositionen, Aufnahmen und Konzertvorbereitungen.
Nasty Girls (o.A.)
6köpfige Frauen Hard-Funk-Band. Multitrack-Aufnahme, Produktion: Rinus Hollenberg.
Michelle McCormack (IRL)
Komponistin. Forschung mit SensorLab und MIDI-Conductor im Rahmen ihrer Doktorarbeit über interaktive Instrumente.
Mieke van Wijk (NL)
o.A. Forschungsprojekt zur Koppelung eines Zeichenstifts mit Klangsynthese.
Dirk Dekker (NL)
o.A. Forschungen mit HSML und Max sowie Pitch-Following im Rahmen des Projekts “De fatale ontgoocheling te Oostende”
Tom Cora und Catherine Jaunaux (NL)
Cellist/ Sängerin. Entwicklung und Bau eines Computercontrollers für Bühnenauftritte.
Mixing des Albums “Third Person” von Tom Cora.
Geurt Grosfeld (NL)
Komponist. Forschung an der Verwendung von Kontaktmikrofonen für seine Komposition für Saxofon-Quartett.
Hugh Davies (GB)
Komponist, Entwickler. Erstellung neuer Kompositionen unter Verwendung von STEIM Software (Spider, SensorLab,
Lickmachine)
Laetitia Sonami (F/ USA)
Kompnistin, Musikerin. Forschung und Entwicklung für ihren Handschuh-Controllers
David Weinstein (USA)
Komponist. Entwicklung von Software und Samples für einen interaktiven CD-Spieler.
Axel Mulder (o.A.)
Komponist. Forschung an der Steuerung eines Waldorf Synthesizers durch von ihm entwickelte Controller
Nicolas Collins (USA)
Entwickler, Musiker, Performer. Beendigung seines “Concertina” -Projekts. Beginn der Forschung mit SensorLab und
Spider
Beat Gloor (CH)
Klangkünstler,Forschung mit interaktiven Controllern.
Frankie Mann (CAN)
Musikerin und Programmiererin. Workshop: “A Women’s Digital Treehouse” zum Thema Frauen und Technologie in den
Künsten, 12 Teilnehmerinnen. Diverse Tonaufnahmen von Sonologie -Studenten
1992
Interne STEIM-Projekte und (Weiter-)Entwicklungen:
SensorLab und Spider
Weitere Optimierungen des tragbaren “Real World to MIDI Converters” und der dazugehörigen Software
BigEye
Software um in Realtime Videodaten in MIDI-Daten zu wandeln.
Computer: Acorn Archimedes 5000, Video-Digitizer: Hawk V10
Das Programm muss für individuelle Zwecke eingerichtet werden und ist noch in der Testphase.
WEB
erste Bühneneinsätze des multidimensionalen Controllers, gemeinsam mit Studenten von Sonologie.
Deviator
Anpassung der Software durch Frank Baldé zum Zweck der Synthesizersteuerung durch ein akustisches Perkussionsset.
Die Anfrage kommt von Kees van Zelst, die Software wird jedoch von vielen weiteren Künstlern benutzt.
100
10.1 Appendix: Projekte 1969-2006
1992 - Forschungs- und Entwicklungsprojekte:
Bob Ostertag (USA)
Komponist, Medienkünstler. Forschung an DSP-Sampling und interaktiver Steuerung.
Mirijam van Steenhoven/ Kees van Zelst (NL)
Sängerin/ Komponist. Untersuchung von Gesangseffekten für Live-Auftritte
Frans Postma (NL)
Untersuchung von Technologien zur Bearbeitung von Stimmaufnahmen für eine Theaterproduktion
BMBCon (Justin Bennet, Wikke t’Hooft, Roelf Toxopeus) (NL)
Ensemble. Forschungen und Performances mit SensorLab und eigenen Instrumenten
Barbara Pyle (o.A.)
Musikerin. Untersuchung vom Verhältnis zwischen Computergraphik und Klangsynthese
Jon Rose (AUS)
Komponist und Violinist. Weitere Forschung an der Entwicklung eines Geigenbogen-Controllers (mit Ultraschall-Technologie)
Fred Kolman (NL)
Klang- und Videokünstler. Testforschung mit der STEIM-Software BigEye
Marie Goyette (CAN)
Pianistin und Komponistin. Forschung mit digitalen Samplingtechniken
Reinhold Friedl /Ulrich Phillip (D)
Komponisten. Forschung mit SensorLab und Spider, um den Kontrabass als Controller für die eigene Effekt-Konfiguration
zu verwenden
Peter Cusack (GB)
weitere Forschung an der sensorischen Erweiterung einer griechischen Bouzouki und SensorLab, gemeinsam mit Tom
Demeyer
Freddie Beckmans / Henk Jonkers / Yntse Vugts (NL)
Tests mit der Software BigEye für die Komposition “Phonemain”
Bennett Hogg (GB)
Klangkünstler. Untersuchung von verschiedener Musiksoftware, Arbeit mit “Soundtools”.
Art Clay (o.A.)
Untersuchung von STEIM-Geräten und dem SensorLab
Moniek Toebosch (NL)
Musikerin, Performerin. Forschung an der Verwendung von Sensoren, die während einer Modenschau an den Bühnenboden befestigt werden.
Arie van Schutterhoef (NL)
Untersuchung von Donald Buchla’s MIDI-Controller “Thunder”
Scot Gresham-Lancaster (USA)
Musiker, Performer. Untersuchung von STEIM-Geräten und Arbeit mit eigenem Controller-Setup.
Ron Kuivila (USA)
Komponist. Forschung an der Verbesserung der Software von “SampleCell”, mit Unterstützung von Frank Baldé und Tom
Demeyer
Yntse Vugts (NL)
Komponistin und Medienkünstlerin. Untersuchung von BigEye (Acorn Computer) und Max (Apple Computer)
Guus Janssen (NL)
Komponist und Produzent. Untersuchung von Klangbearbeitungs-Technologien für die Oper “Noach”
Richard Lerman (USA)
Klang- und Videokünstler. Untersuchung von STEIM-Geräten für eigene Kompositionen.
Ben Neill (USA)
Komponist und Trompeter. Untersuchung von STEIM’s Software Lickmachine und IVL Pitchrider.
Tom Stewart (o.A.)
Komponist. Nutzung des Putney VCS-3 und des Eventide H3000 Harmonizers für eigene Kompositionen.
Marjan Linnenbank (NL)
Musikerin und Pädagogin. Entwicklung von Interfaces für den Musikunterricht in der Grundschule, mit diversen Sensoren,
SensorLab und dem Sampler Akai S1100.
1992 - Künstlerische Projekte, Aufnahmen:
Full House (o.A.)
Ensemble (o.A. der Mitglieder). Aufnahmen für die Produktion “Victor Victoria”
Robert Row (o.A.)
o.A. Produktion einer CD-ROM mit interaktiver Musik und Software von STEIM-Künstlern für das MIT (Massachussets
Institute of Technology)
Trespassers W
Ensemble (o.A. der Mitglieder). Aufnahme unter Verwendung aller drei STEIM-Studios
Jos Schoffelen (NL)
Musiker. Vorbereitung von Konzerten
Toine Horvers (NL)
Medienkünstler. Aufnahmen seines Aufzugsschacht-Installation “Wolk”
Experimente zum optimalen Aufnahmeverfahren.
Jentine de Boer (NL)
Vierspur-Aufnahmen von Gesang und Text.
Zack Zettel (F)
Programmierer und Musiker. Arbeit mit dem NEXT-Computer / IRCAM Workstation, als Konzertvorbereitung.
Justin Bennett (GB/ NL)
Musiker und Medienkünstler. Arbeit mit dem Syntovox Vocoder zur Produktion einer interaktiven Video-Disk.
Petra Lugtenburg (NL)
Sängerin. Achtspur-Aufnahme und Mischung für die Produktion eines Demos.
Geurt Grosfeld (NL)
Komponist. Komposition für Querflöte und Electronica, mit Atari 1040 und Pitchfollower.
Gidius Nordmann (NL)
Komponist. Produktion eines Tonbandes für die Produktion “Solnes” für das Nationaltheater.
Meike Daams (NL)
Erstellung eines 4-Kanal Setups mit MAX
101
10.1 Appendix: Projekte 1969-2006
Matthijs de Bruyne / Hans Muller (Rijtveld Akademie Amsterdam) (NL)
Komponisten. CD-Produktion
Jentine de Boer, Michel Waisvisz, Ray Edgar (NL)
Komposition “The Scream Lines” für Stimme, The Hands, Sweatstick und die Software SAM
Gene Carl (USA)
Komponist und Musiker. 16-Spur Aufnahme und Endmischung von “Grey Matter” (DAT)
André Kroese (NL)
Komponist. Komposition “The first 557 Attacks”, Aufnahme inkl. Pre- und Postproduktion.
Anne Haverkort
o.A. Zusammenstellung von Konzertmaterial von Michel Waisvisz
Pierre van Berkel
Komponist. Audio- und Videoaufnahmen und Kopien für die Performance-Installation “Eyes and Lies” mit Jaap Blonk
Jim Fulkerson (USA/ NL)
Komponist und Posaunist. Aufnahmen mit Lexikon-Reverb und DAT.
Aufnahme von Material für eine Aufführung von “8 Songs” von John Cage in Eindhoven 1992
Michael de Lia (o.A.)
Komponist. Aufnahme von Perkussion für eine Klang-Installation
Michel Waisvisz (NL)
Live-Komponist, Performer. Vorbereitung einer Tournee mit Laurie Anderson.
Arbeit an neuen Kompositionen
Jo Truman (AUS/ NL)
Komponist. Proben mit dem Eventide H3000 Harmonizer als Konzertvorbereitung
Nele Ysebaert / Meryl Thielman
Musiker. Vertonung von Filmen aus dem Projekt “Bioscoop bij u thuis” der Vestibule-Stiftung.
Willy de Ville (NL)
Ensemble (o.A. der Mitglieder). Proben im Studio 1
Arnoud Kilian (NL)
Student. Erstellung der Abschlussarbeit für die Rijtveld Akademie auf DAT
1993
Interne STEIM-Projekte und (Weiter-)Entwicklungen
LickMachine
Frank Baldé schreibt die Software 3.0 für den Apple Macintosh. Michel Waisvisz, Ray Edgar und Ben Neill testen den
Prototyp bei Live-Auftritten
The WEB
Mit Sonologie-Studenten wird das WEB weiterentwickelt. Acht Sensoren und eine Steuerschaltung mit Elektromagneten wird entwickelt, über die Klangobjekte angesteuert werden können. Michel Waisvisz testet das WEB für den LiveEinsatz.
SensorLab / Spider:
- Auflösung wird von 8 Bit auf 16 Bit erweitert
- kann MIDI-Input verarbeiten
- Hinzufügen eines RS232-Ports
- Alle Sensoren, MIDI- und RS232-Daten werden als “Events” erkannt, was die Spider-Programmstruktur vereinfacht.
- es gibt keine Größenbeschränkungen mehr für Tabellen
- effizientere interne Datenstruktur
- Spider Version 2.0
25 SensorLabs werden als erste Baureihe von einem externen Betrieb angefertigt. Bob van Baarda testet die Hardware
auf Funktionsfähigkeit.
The Hands
Weiterentwicklung durch Michel Waisvisz und Tom Demeyer
MIDI-Poort
Bob van Baarda baut ein MIDI-Interface mit 35 Ausgängen
MIDI-Recorder
Bob van Baarda entwirft dieses Gerät, das zwei Instanzen von Spiderprogrammen speichert und als Back-Up für den Fall
eines Datenverlusts in SensorLab dient
1993 – Forschungs- und Entwicklungsprojekte
Art Clay (o.A.)
Komponist. “Space Ball” ist ein Interface aus zwei Bällen, die musikalische Parameter steuern (SensorLab)
Forschung mit BigEye für sein Konzert im STEIM
Jon Rose (AUS)
Violinist, Entwickler. “Strijkstok” ist eine Erweiterung des Geigenbogens mit Sensoren, die an das SensorLab angeschlossen werden. Tom Demeyer hat eine Version der Software MIDT entwickelt, die diesem Zweck angepasst ist.
Teo Joling (NL)
o.A.; Entwurf und Bau eines Lautsprecher-Systems für die Performance “Mozart Met Motor”
Bob van Baarda (NL)
STEIM Techniker. “Singende Tesla-Spule”: eine Installation, bei der durch Hochspannungs-Blitzentladungen Klänge erzeugt werden.
Ausstellung beim 25. Jubiläum des STEIM in “De Balie”. Das Festival erhält den Titel “De zoetgevooisde bliksem” (dt.: Der
Blitz mit lieblicher Stimme) als Hommage an die Tesla Spule.
Laetitia Sonami (F/ USA)
Komponistin, Entwicklierin. “Glove”: erste Version des Handschuh-Controllers (später: “Lady’s Glove”), für den Tom Demeyer die Software schreibt.
102
10.1 Appendix: Projekte 1969-2006
Frances-Marie Uitti (NL)
Cellistin. Forschung an der Steuerung von Klangsynthese mit dem Cello, wobei das Cello als Controller gebraucht werden
soll.
Mark Trayle (USA)
Komponist, Entwickler. Projekt “Powerglove”. Tom Demeyer passt die Software für das SensorLab an.
The Ex (NL)
Rockband (o.A. der Mitglieder). Anpassung eines Hardware-Samplers, durch Bob van Baarda und Nicolas Collins, so
dass dieser mit Fußschaltern gesteuert werden kann.
Michael Barker (NL)
Flötist, Komponist. Debugging der midifizierten Bassblockflöte durch Bob van Baarda
Sukandar Kartadinata
Programmierer, STEIM Parktikant. Versuch der Entwicklung eines “MAX-Front-Ends” für Spider, gemeinsam mit Tom
Demeyer, damit das SensorLab über die Max-Software editiert werden kann. Die Ergebnisse sind nicht stabil, so dass
weiterhin mit Spider gearbeitet wird.
BMBCon (Justin Bennet, Wikke t’Hooft, Roelf Toxopeus) (NL)
Ensemble. “Slabkamer” (SLab = SensorLab).
Im Auftrag von STEIM richtet das Trio BMBCon in einem der STEIM Ateliers einen Raum ein, in dem sich Künstler und
Besucher einen Eindruck von den Möglichkeiten verschaffen können, die SensorLab bietet.
Nicolas Collins (USA/ NL)
Komponist, Entwickler. MIDI-Concertina, Weiterentwicklung
Tom Cora (NL)
Cellist. Arbeit mit STEIMs “Faderbox” und Anpassung der Software
Marie Goyette (CAN)
Tänzerin, Pianistin. “Tap-Schoenen en Riem”: Forschung an Sensoren für das Schuh-Interface der Performancekünstlerin
mit SensorLab (mit Unterstützung von Tom Demeyer)
Marjan Linnenbank (NL)
o.A.; Forschung an den Möglichkeiten vom pädagogischen, schulischen Einsatz des SensorLabs (mit Unterstützung von
Tom Demeyer)
1993 - Künstlerische Projekte, Aufnahmen:
Brant Aughey (o.A.)
o.A.; Forschung an MIDI-Daten Synthese mit Yamaha TX802 Synth und Akai S1100 Sampler
Richard Barrett (GB)
Komponist. Forschung mit STEIM-Controllern und Software
Ania Bien (NL)
Oboistin. Aufnahme eines Oboensolos für die Installation “Home” im Museum für Jüdische Geschichte, Amsterdam
BMBCon (Justin Bennet, Wikke t’Hooft, Roelf Toxopeus) (NL)
Ensemble. Konzertvorbereitung “Folklore aus den Vorstädten” im ZKM Karlsruhe. Präsentation von STEIM-Controllern
und eigenen Kompositionen während “Het Open Podium”, veranstaltet von der Medienkunst-Vereinigung Amsterdam.
Tony Buck (AUS)
Percussionist. Forschung an der Anpassung von Deviator und Lick Machine für eigene Konzerte.
Forschung mit BigEye und Rokeby’s “Very Nervous System”
Frieder Butzmann (D)
Komponist. Forschung mit analogen Klangerzeugern, Erstellung von Samples für den Sampler Akai S1100.
Gene Carl (USA)
Komponist. Erneute Produktion von “Grey Matter”.
Rhys Chatham (USA)
Komponist. Forschung an der Verbindung von Trompete, E-Gitarre und Electronica, gemeinsam mit Martin Wheeler.
Chris de Chiara (USA)
o.A.; Forschung mit dem SensorLab.
Art Clay (o.A.)
Komponist, Musiker. Spider-Programmierung mit eigenen Sensorsytemen. Arbeit mit BigEye als Vorbereitung für ein
Konzert in der Akademie der Künste, Nürnberg.
Nicolas Collins (USA/ NL)
Komponist, STEIMs Künstlerischer Gastdirektor. Produktion von “Sound on Picture” für das Audio Arts Festival.
Wiel Conen (NL)
Komponist. Forschung und Repertoire-Entwicklung mit E-Gitarre, MIDI-Effekten und computergesteuerter Synthese.
Tom Cora (NL)
Cellist. Forschung an der Erweiterung des Cellos für (Improvisations-) Konzerte mit SensorLab und Spider.
Steve Curtin (USA)
o.A. Beitrag zur STEIM-Forschung an der Entwicklung von DSP-Hardware und des STEIM SoundLab.
Meike Daams (NL)
Bildende Künstlerin, Entwicklung der Installation “Bewegender Klang” für die Ausstellung “Atelier in Bewegung” in Amsterdam, wobei die Klangquelle einer Computermaus folgt.
Hans van Eck (NL)
Komponist. Überspielung von Klang-Material auf verschiedene Tonbänder, für Aufführungen des “Schreck Ensembles”.
Ray Edgar (GB)
Komponist, Performer. Erstellung einer Komposition für die Eröffnung der Ausstellung “Die Wunderkammer”, Arti et Amicitiae, Amsterdam
Konzertvorbereitungen mit dem Sweatstick für das “Zoetgevooisde Bliksem”-Festival.
Reinhold Friedl / Ulrich Philipp (D)
Pianist und Kontrabassist, die mit SensorLab forschen.
Fred Frith (GB)
Gitarrist und Komponist, Arbeit an der Installation “Portraits d’Inconnus”, (in Paris, gemeinsam mit Atau Tanaka).
Hans van de Gaarde, Frank Shepherd (NL)
Schauspieler (De Balie, Amsterdam), Textproben mit Playbackaufnahmen für das Theaterstück “The Devil and Billy Markham”.
Kirsten Geisler (D)
Klang- und Videokünstlerin. Produktion einer Tonspur zum Videotape für die Installation “Stappen” im W139, Amsterdam
(mit Assistenz von Rob Keijzer).
Marie Goyette, Laetitia Sonami (CAN/ USA)
Musikerinnen und Komponistinnen. Repertoire-Entwicklung.
103
10.1 Appendix: Projekte 1969-2006
Jurriaan van Hall (NL)
Medienkünstler. Anpassung eines SensorLabs für eine Installation (Galerie NI, Den Haag).
Gijsbrecht van Heul (NL)
Student. Aufnahme für eine Examensarbeit an der Rietveld Akademie Amsterdam.
Luc Houtkamp (NL)
Saxofonist und Komponist. Aufnahme und Postproduktion einer CD. Techniker: Paul Jeukendrup.
Guus Janssen (NL)
Komponist. Klangbearbeitung von Material für die Oper “Noach”, gemeinsam mit Kees van Zelst.
Teo Jolling (NL)
Performance Künstler. Postproduktion von Material für das Musiktheater “Orpheus et Euridice”. Bearbeitung von Tonbändern für das Musiktheater “Mozart Met Motor”.
Zbigniew Karkowski (POL)
Aufnahmen von Klangmaterial als Vorbereitung auf Konzerte in Japan und USA.
Huub Kerstens (NL)
Untersuchung von Klangprozessoren für seine Kompositionen.
André Kroese (NL)
Proben für “The first 557 Attacks” für 5 Musiker und Metronome. Tonaufnahmen.
Ron Kuivila (USA)
Komponist. Orientierungsprojekt mit SensorLab.
Khe Siang Loo (NL)
Musikerin. Konvertierung von verschiedenen Sampleformaten. Repertoire-Entwicklung.
Tod Machover/ Yo Yo Ma (USA)
Entwickler sogenannter “Hyperinstruments” am MIT/ Cellist. Proben für Konzerte in Amsterdam (Concertgebouw, Ysbreker)
Wade Matthews / Pedro Lopez (ES/ USA)
Komponisten. Untersuchungen zu SensorLab und Spider.
Eva van der Meer (NL)
Videokünstlerin, Videosoundtrack-Aufnahmen.
Sonja Mutsaerts (NL)
Komponistin, Performancekünstlerin. Erstellung von Samples, Repertoire-Entwicklung.
Ben Neill (USA)
Komponist, Trompeter. Aufnahmen und Postproduktion von “6/7/8 Streams”.
Patrick Odiard (F)
Komponist. Vorbereitung und Aufnahmen für die Komposition “Henkäys”, die während der Gaudeamus-Musikwoche in
Amsterdam aufgeführt wird.
Ed Osborn (FIN/ USA)
o.A.; Arbeit mit dem SensorLab
Bob Ostertag (USA)
Komponist. Konzertvorbereitungen.
Roberto Pací Daló
Komponist, Klarinettist. Arbeit mit SensorLab.
Horst Rickels (D)
o.A.; Produktion einer Aufnahme für das Audio Arts Festival
Jon Rose (AUS)
Violinist, Entwickler, Komponist. Postproduktion von bestehendem Material für eine CD-Veröffentlichung
Maurits Rubinstein (NL)
Herausgeber von Kinder- und Hörbüchern. Sprachaufnahmen zur Produktion eines Hörbuches
Elliot Sharp (USA)
Musiker. Aufnahme von sechs Kompositionen für eine CD-Veröffentlichung
Vera Springsveer (NL)
Sängerin. Aufnahme und Mixdown eines Gesangsstückes
Geert-Jan Hobijn (NL)
Musiker. Installation während der “All Night Machine Party” des Labels Staalplaat mit technischer Unterstützung von
STEIM
Atau Tanaka (JAP/ F)
Komponist, Entwickler. Arbeit mit Controllern, Sensoren und SensorLab
Moniek Toebosch (NL)
Sängerin, Performance-Künstlerin. Produktion von Chorklängen aus ihrer Stimme, mit Multitrack-Recording und Harmonizing, für das Projekt “Engelen”.
Mark Trayle (USA)
Komponist, Entwickler. Entwicklung des “Powerglove” mit SensorLab
Trespassers W (NL)
Rockband um Hajo den Boeft. Aufnahmen und Materialbearbeitung für eine CD-Veröffentlichung.
Yntse Vugts (NL)
Komponistin und Medienkünstlerin. Video- und Performancekünstlerin. Forschung an der möglichen Arbeit mit BigEye
und MAX für ihre Arbeit. Repertoireentwicklung.
Michel Waisvisz (NL)
Live-Komponist, Entwickler, STEIMs Künstlerischer Leiter. Diverse Konzertvorbereitungen, Repertoire-Entwicklung
Cees Walburgh Schmidt (NL)
Komponist und Schlagzeuger. Arbeit mit SensorLab, Spider, Lick Machine und Deviator
Produktion eines Soundtracks für den Animationsfilm “Pas des Stoelen”
Tom Walsh (CAN)
Komponist. Arbeit mit STEIM-Software
Wart Wamsteker (NL)
Sonologie-Student, Komponist. Repertoire-Entwicklung mit seinem Handschuhcontroller “Het Beest”
Annie Wright (NL)
Video-Künstlerin. Soundtrack-Aufnahme für das Video “Killer Babe”
Otomo Yoshihide (JAP)
Komponist, Gitarrist, DJ. Aufnahmen für eine CD-Veröffentlichung.
104
10.1 Appendix: Projekte 1969-2006
1994
Interne STEIM-Projekte und (Weiter-)Entwicklungen
Lick Machine
Fortführung des “Makro-MIDI-Modulators” durch Frank Baldé und Michel Waisvisz. Neues Handbuch.
Spider 3.0
Weiterentwicklung der Software für das SensorLab. Problem bei Spider 2.0.: Größenbeschränkung der Dateien, komplexe Patches müssen über mehrere Dateien verteilt werden. Diese Beschränkungen werden aufgehoben.
The WEB
Weitere Arbeit an der Bühnentauglichkeit des Interfaces, gemeinsam mit dem Institut für Sonologie
Michel Waisvisz, Frank Baldé
Entwicklung eines Live-Sampling Systems auf der Basis der SAM-Software (1990), gemeinsam mit Sonologie
Michel Waisvisz
Anpassung von “The Hands” an Spider.
Forschung mit dem Yamaha SY99 Synthesizer
Forschung mit aktueller Studio-Software (Harddiskrecording, DSP-Klangbearbeitung).
Frank Baldé
“De Gitaar”. MIDIfizierte Gitarre, die Frank Baldé gebaut und deren Software er in Spider geschrieben hat (SensorLabProjekt).
1994 - Forschungs- und Entwicklungsprojekte:
Walter Fabeck (GB)
Komponist, Musiker. Forschung an “Virtual Piano”, auch “Fabeckklavier” oder später “Chromasome” genannt. Projekt mit
Spider und SensorLab, mit Ultraschallsensoren. Vorbereitung auf sein STEIM-Konzert.
Atau Tanaka / Fred Frith (JAP/ GB)
Komponist, Performer/ Gitarrist. “Portrait d’Inconnus”. Infrarot-und Ultraschallsensoren, SensorLab, Spider.
Reinhold Friedl, Ullrich Philip (D)
Forschungen an der Verbindung von Klavier und Kontrabass mit Sensoren, SensorLab, Spider.
Nicolas Collins (USA/ NL)
Entwickler, Performer, STEIMs Künstlerischer Gastdirektor. “MIDI-Karaoke” Tom Demeyer entwickelt Software, mit der
MIDI-gesteuert Text auf Monitoren gezeigt werden kann.
Brant Aughey (o.A.)
Musiker. Forschung mit SensorLab und Samplingverfahren.
Fredie Beckmans (NL)
Radio-Produzent. Forschung mit Pitch-to-MIDI Convertern für eine Produktion des Deutschen Rundfunks in Frankfurt.
Wiel Conen (NL)
Komponist und Gitarrist. Forschung mit E-Gitarre als Steuerungsinstrument für Sampler und Synthesizer. Erstellung einer
Dokumentation.
Repertoire-Entwicklung
Steve Curtin (USA)
Komponist und Elektro-Techniker. Weitere Arbeit am DSP-Projekt von 1993. Entwicklung von DSP-Algorithmen im STEIM
Sound-Lab.
Judy Dunaway (USA)
Klangkünstlerin. Forschung mit Kontaktmikrophonen und Luftballons.
Edwin van der Heide (NL)
Komponist und Performer. Weitere Forschung an der Anpassung von Donald Buchlas “Lightning” Controller.
1994 - Künstlerische Projekte, Aufnahmen:
Benedicte Amundsen (NL)
Student der “School voor Nieuwe Dansontwikkeling”, Amsterdam. Repertoire-Entwicklung.
Michael Barker (NL)
Flötist, Komponist. Repertoire-Entwicklung für die “Basblokfluit”. Forschung mit SensorLab
Richard Barrett (GB)
Komponist, Musiker. Aufnahmen in Verbindung mit einer CD-Veröffentlichung
Anne La Berge (NL)
Flötistin, Komponistin. Aufnahmen in Verbindung mit einer CD-Veröffentlichung. Außerdem gemeinsames Aufnahmeprojekt mit Richard Barrett.
Robert Ashley (USA)
Komponist. Arbeit mit SensorLab.
Peter van Bergen (NL)
Komponist. Arbeit mit Saxophon und Harmonizer.
Pierre van Berkel (NL)
Klangkünstler. Textaufnahmen für die Multimediaproduktion “Rhetoric of TV Presidents”.
Rainer Boesch (o.A.)
Komponist. Arbeit mit STEIM-Instrumenten.
Jaap Blonk (NL)
Stimmkünstler. Konzert-Vorbereitungen.
BMBCon (Justin Bennet, Wikke t’Hooft, Roelf Toxopeus) (NL)
Konzertvorbereitungen. (auch Lüneburg 02.Juni)
Einrichtung der SensorLab Kammer (Slabkamer), mit anwendungsbereiten Sensoren zur orientierung für Künstler und
Besucher.
Jan Bas Bollen (NL)
Komponist. Material-Erstellung für die Musikdrama-Installation “Empedocles Toorn” (Libretto: Cees Nooteboom)
105
10.1 Appendix: Projekte 1969-2006
Matthijs de Bruijne (NL)
Klangkünstler. Bau von Lautsprechern für seine Abschlussarbeit für die Rietveld-Akademie. Arbeit mit SensorLab. Erstellung von Samples für eine Radio-Installation während “Touch Electronic Arts Festival”, 5.-6- Nov 1994, Rotterdam.
Tonband-Aufnahmen für die Tanzproduktion “The I-Mechanism” von Erik Kouwenhoven
Frieder Butzmann (D)
Komponist und Schauspieler. Erstellung von Klangmaterial mit analogen Klangerzeugern für sein STEIM-Konzert.
Tony Buck (AUS)
Komponist, Percussionist. Weitere Arbeit mit BigEye, SensorLab und David Rokebys “Very Nervous System”, RepertoireEntwicklung
Eugene Chadbourne (USA)
Komponist und Musiker. Konzertvorbereitung, Postproduktion von bestehendem Klangmaterial.
Art Clay (o.A.)
Komponist. Repertoire-Entwicklung. Arbeit mit BigEye.
Ray Edgar (GB)
Komponist, Performer. BigEye Komposition “Reaction”. Involvierung in die Entwicklung des Programms.
Nicolas Collins (USA/ NL)
Entwickler, Performer, STEIMs Künstlerischer Gastdirektor. Vorbereitung des “Winter Workshop in Music” für Studenten
der “School voor Nieuwe Dansontwikkeling” vom 11.-28. Jan 1994. Diverse Konzertvorbereitungen. Aufnahmen für eine
CD-Veröffentlichung gemeinsam mit Peter Cusack.
Vorbereitung auf die Ausstellung “Purple Improvisers Day” in Den Haag. Projekt “Stroom Geest”, bei dem in einem niederländischen Landhaus verschiedene interaktive Installationen ausgestellt werden.
Laetitia Sonami (F/ USA)
Komponistin, Entwicklerin. Forschung an der Erweiterung des “Glove” mit Accelerometern gemeinsam mit Bert Bongers
(Kön. Kons. Den Haag)
Peter Cusack (GB)
Komponist, Musiker. Aufnahmen und Test eigener Instrumente. Aufnahme älteren Repertoires.
Hans Meijer und Errol Lem (NL)
Produzenten (“Cut n Clear Music”). Aufnahmen der Bands “Dragon Fly”, “Silverbirds” und “A Girl Called Johnny” für das
VPRO-Radio.
Toni Dove (USA)
Video-Künstlerin. Arbeit mit SensorLab.
Hans van Eck (“Schreck Ensemble)”
Komponist. Konzertvorberitungen und Proben für “The Wire Movements”.
Ray Edgar (GB)
Entwickler und Performer. Repertoire-Entwicklung und Konzertvorbereitungen.
Irene Fortuin (NL)
Bildende Künstlerin. Aufnahmen für eine Arbeit mit Spieluhren.
Richard Barrett und Paul Obermayer (GB/ D)
Konzertvorbereitungen, Aufnahmen und Repertoire-Entwicklung für das Projekt “FURT”.
Hans van de Gaarde, Frank Shepherd (o.A.)
Schauspieler (De Balie). Weitere Textproben mit Playbackaufnahmen für das Theaterstück “The Devil and Billy Markham”.
Nora Hooijer (NL)
Bildende Künstlerin. Arbeit mit der Software “MIDI-Draw” und “Diabolo” von Frank Baldé.
Holland Hopson (USA)
Komponist. Arbeit mit STEIM-Instrumenten, SensorLab und Spider.
Luc Houtkamp (NL)
Komponist, Saxofonist. CD-Aufnahmen unter Mithilfe von Ray Edgar und Richard Barrett.
Jonathan Impett (o.A.)
Komponist, Trompeter. Session mit SensorLab und Spider (gemeinsam mit Tom Demeyer).
Guus Janssen (NL)
Vorbereitung der Oper “Noach”. STEIM unterstützt die Aufführungen (Stadschouwburg, Amsterdam während des Holland
Festivals im Juni) durch technische Ausstattung und Betreuung durch Kees van Zelst.
Zbigniew Karkowski (POL)
Repertoire-Entwicklung
Sukandar Kartadinata (D/ NL)
Student am ZKM Karlsruhe, Praktikant bei STEIM. Repertoire-Entwicklung und Vorbereitung seines STEIM-Konzerts.
Arnout Killian (NL)
Student der Rietveld Akademie. Aufnahmeprojekt mit ProTools.
Sylvie Koplin (NL)
Studentin an der “School voor Nieuwe Dansontwikkeling” Amsterdam. Akustische Aufnahmen.
André Kroese (NL)
Komponist und Organist. Tonaufnahmen für eine neue Komposition.
Remco Scha (NL)
Komponist. CD-Aufnahmen “Pomp Pump” mit Lendert von Lagestein für die Ausstellung “De Haagse Beek Revsited”.
Rú Marques (o.A.)
Komponist. Aufnahmen einer Komposition für Querflöte und Elektronica.
Sabine Mooibroek (NL)
Studentin der Rietveld Akademie. Produktion eines Filmsoundtracks gemeinsam mit Matthijs de Bruijne.
Kaffe Matthews (GB)
Komponistin, Violinistin. Repertoire-Entwicklung.
Andrew May (USA)
Arbeit mit Lick Machine.
Masahiro Miwa (JAP)
Komponist. Arbeit mit der BigEye.
Sonja Mutsaerts (NL)
Komponistin. Repertoire-Entwicklung
Ben Neill (USA)
Komponist, Trompeter. Arbeit mit SensorLab und Lick Machine. Tonaufnahmen.
Ed Osborn (FIN/ USA)
Komponist. Arbeit mit SensorLab
Matthew Ostrowski (o.A.)
Student am Königlichen Konservatorium für Musik Den Haag. Arbeit mit dem Sampler Akai S1100, Konzertvorbereitung.
René Piersma (NL)
Programmierer. Arbeit mit SensorLab in Verbindung mit Projekten von André Kroese.
106
10.1 Appendix: Projekte 1969-2006
Robert Poss (USA)
Komponist, Gitarrist. Aufnahmen, Konzertvorbereitung mit Nicolas Collins (“It Was A Dark And Stormy Night”).
Deborah Richards (USA/ D)
Pianistin. Proben für ein Konzert mit Clarence Barlow.
Horst Rickels (D)
Klangkünstler. Aufnahmen für das Projekt “The Graduation Show”.
Jon Rose (AUS)
Komponist, Violinist. CD-Aufnahmen
Ben Rubin (o.A.)
Komponist. Arbeit mit SensorLab, Lightning-Controller und Fußboden-Sensoren.
Maurits Rubinstein (NL)
Tonmeister, Produzent von Hörbüchern und STEIM-Ratgeber. Aufnahmen für die Produktion eines Hörbuchs mit dem
Autor Paul Biegel, der sein eigenes Werk einspricht.
Joel Ryan (USA/ NL)
Konzertvorbereitungen gemeinsam mit Tom Willems und Dirk Haubrich
Stelarc (AUS)
Körperkünstler. Arbeit mit STEIM-Instrumenten zur Vorbereitung eines STEIM-Workshops in der Konzertserie “Slaapkamermuziek”
Erik Staelenhoef
Student der Sonologie in Den Haag. Proben für eine Aufführung on Karl Heinz Stockhausens “Kurzwellen” und für das
Musiktehater “Ja Zeggen”
Atau Tanaka
Arbeit mit dem SensorLab
Richard Teitelbaum
Proben für zwei Aufführungen der Oper “Golem” im Ijsbreker, Amsterdam. Unter Mitwirkung von Shelley Hirsch, Carlos
Zingaro, David Moss und George Lewis
Moniek Toebosch
Performancekünstlerin, Sängerin. Entwicklung und Arbeit mit dem Computer-gesteuerten Multitracksystem “Angels”, das
aufgenommenes Klangmaterial durch die menschliche Stimme steuerbar macht. Radioausstrahlung der Resultate, Konzertvorbereitung (Museum of Modern Art, Montreal)
Lorre Lynn Trytten
Komponistin. Arbeit mit Lick Machine und Deviator
Young Farmers Claim Future (Guy van Belle & Herbert van de Sompel) (BE)
Computerkollektiv. Arbeit mit SensorLab. Aufnahmen und Postproduktion im Rahmen der CD-Produktion “The Neckhair
Chronicles”
Jan van Velden
Postproduktion von Klangmaterial für das Theaterprojekt “Die Sieben Tänze des Lebens”
Yntse Vugts (NL)
Video- und Performancekünstlerin. Proben und Aufnahmen für das Multimediaprojekt “Contortions II”, mit Fredy beckmans (Gesang) und Henk Jonkers (Schlagzeug). Aufnahme und Dokumentation ihrer Arbeit mit BigEye.
Michel Waisvisz (NL)
Live-Komponist, Entwickler, STEIMs Künstlerischer Leiter. Proben und Repertoire-Entwicklung für
“Hande Handele” (0-42, Nijmwegen; Frascati, Amsterdam; ZKM, Karlsruhe)
“Rauw”, mit Patrizia van Roessel und Maurits Rubinstein. (Cosmic Theater, Amterdam)
“Faustos Schrei”, mit Maurits Rubinstein (WDR, Köln; GMEB, Bourges; ICMC, Aarhus)
“Orgels en Trompetten” (Oude Kerk, Amsterdam)
Repertoire-Entwicklung gemeinsam mit Ray Edgar anlässlich der Verleihung des Preises “Gouden en Silveren Lampen”
von ADCM.
Cees Walburg Schmidt (NL)
Komponist. Erstellung eines Soundtracks zum Kurzfilm “Pas de Stoelen”
Helen Walkley (o.A.)
Studentin der “School voor Nieuwe Dansontwikkeling” in Amsterdam. Aufnahme und Postproduktion von Text- und Musikfragmenten für eine Aufführung im Melkweg, Amsterdam.
Wart Wamsteker (NL)
Musiker. Konzertvorbereitung mit dem Controller “Het Beest”, gemeinsam mit Florentijn Boddendijk und Matea Puhar.
Matt Wand (GB)
Komponist. Arbeit mit BigEye. Konzertvorbereitungen.
Daniel Weaver (o.A.)
Komponist. Arbeit mit STEIM-Instrumenten gemeinsam mit Nicolas Collins.
Anne Wellmer (D)
Studentin der Sonologie in Den Haag. Erstellung einer Komposition mit Textfragmenten aus dem Märchen “Schneewittchen” in mehreren Sprachen als Studienarbeit.
Repertoire-Entwicklung für ein Konzert während des Sonikc Acts Festivals im Paradiso, Amsterdam.
Zeger van Wijk (NL)
Sänger. Gesangsaufnahmen als Vorbereitung für ein Konzert.
Stevie Wishart (AUS)
Komponist, Violinist, Leierkastenspieler. Allgemeine Orientierung zur Arbeit mit STEIM-Instrumenten.
1995
Interne STEIM-Projekte und (Weiter-)Entwicklungen
LiSa
Live Sampling Programm von Michel Waisvisz und Frank Baldé
Big Eye
Version 1.0 des Video-to-MIDI Konvertierungsprogramms
UrsaMajor
Teil von Nicolas Collins’ “Stroom Geest” Projekt.
Software zur Echtzeit-Bearbeitung von Audiomaterial, mit Granularsynthese und Granular-Sampling
Live Scoring Software
Eine Software, die Musik direkt in eine Art Notenschriftv umsetzt, die in echtzeit auf dem Computermonitor angezeigt wird,
so dass Ensembles ihre Improvisationen während des Spielens visuell austauschen und speichern können.
107
10.1 Appendix: Projekte 1969-2006
The WEB
Weiterentwicklung, Einbindung von Live-Sampling, Versuche mit Bildbearbeitung.
The Hands
Weiterentwicklung, neue Software in LiSa und Spider.
1995 - Forschungs- und Entwicklungsprojekte:
Pierre van Berkel (NL)
Klangkünstler. “Rhetoric of TV Presidents”, gemeinsam mit Jaap Blonk. Weiterentwicklung seines Projekts von 1994 zum
Livearrangement und Bearbeitung von Textmaterial.
MultiMedia-Projekt “Show Masters of Modern History”
Phil Niblock (USA)
Musiker, Entwickler. BigEye Installation mit Kamera, BigEye, Lautsprecher, zwei Proteus-Synthesizer. Software von Tom
Demeyer.
Jon Rose (AUS)
Violinist, Entwickler. “Badminton”. Badminton-Schläger dienen als MIDI-Controller. Frank Baldé schreibt für dieses Projekt
die Software in LiSa und Spider. Daraus folgt die Aufführung “Percy Grainger” im April 1995
Tony Buck (AUS)
Komponist und Percussionist. SensorLab Projekt mit eigener Hardware, die Jorgen Brinkmann gebaut hat.
John Anderson (o.A.)
Klarinettist. Forschung mit Bassklarinette und Elektronica
Matthijs de Bruijne, Arnout Killian, Pochi (alle NL)
Studenten der Rietveld Akademie Amsterdam. Forschung an Synthese- und Bearbeitungssystemen (Audio und MIDI) mit
SensorLab und BigEye. Erstellung von Kompositionen.
1995 - Künstlerische Projekte, Aufnahmen:
Luc Ferrari (F)
Komponist. Arbeit mit “SAM”, Aufnahme und Bearbeitung von eigenen Stimmaufnahmen. Arbeit mit Lick Machine und
Spider. Radioproduktion “4 femmes Hollandaises” für das NCRV Radio
Maarten Altena (NL)
Komponist. Piano-Aufnahmen, Konzertvorbereitung.
Ricardo Arias (o.A.)
Komponist. Arbeit mit SensorLab, Spider und dem Akai S1100 Sampler.
Michael Barker (NL)
Komponist und Flötist. Testen und Einrichten von MAX-Software und Lick Machine, gemeinsam mit dem Trio “Ypon”.
Barton Workshop (NL)
Ensemble mit interaktiven Instrumenten. Proben und Tonaufnahmen.
Richard Barrett (GB)
Komponist und Musiker. Entwicklung eigenen Repertoires und CD-Aufnahmen.
Gemeinsame Kompositionen und Aufnahmen mit Sonja Mutsaerts, David Dramm, Anne La Berge, Luc Houtkamp und
Paul Obermayer.
Christiaan Bastiaans (NL)
Videokünstler. Prozessieren und Aufnehmen von Audiomaterial auf Tonband.
Erik Belgum (o.A.)
Komponist und Schriftsteller. Arbeitsprojekt mit Technologien Sprachsynthese und -erkennung (mit Lick Machine).
Anne La Berge (NL)
Flötistin und Komponistin. Aufnahmen für die CD “Blow”.
Peter van Bergen (NL)
Komponist, Improvisationsmusiker. Aufnahme des Stückes “Kloatstuk” im Auftrag des NCRV-Radios.
John Bisschoff (o.A.)
Komponist. Arbeit mit STEIM-Instrumenten, Konzertvorbereitung.
Jaap Blonk (NL)
Stimmkünstler. Arbeit mit computergenerierten Texten.
BMBCon (Justin Bennet, Wikke t’Hooft, Roelf Toxopeus) (NL)
Elektronica-Trio. Repertoire-Entwicklung und Konzertvorbereitung für “The Undancable House-Party” (Den Haag) und
STEIM Konzerte in Deutschland.
Florentijn Boddentijk (NL)
Komponist und Musiker. Projekt “Laserbas”. Aufnahmen und Konzeptentwicklung gemeinsam mit Edwin van der Heide.
Jan Bas Bollen (NL)
Komponist. Konzertvorbereitung gemeinsam mit Alison Idora und Jannie Pranger für die Aufführung “Hoofdwas” im Auftrag der Utrechtse School.
Tonaufnahmen einer Waschmaschine, Anpassung der Software.
Pascal Boudreault (CAN)
Saxofonist. Arbeit mit BigEye.
Matthijs de Bruijne (NL)
Klangkünstler. Projekt “Soundscapes” als Beitrag zur Tanzproduktion “The I-Mechanism”.
Präsentation seiner Arbeit mit STEIM-Instrumenten in der Fondation la Dalle, Amsterdam.
Frieder Butzmann (D)
Komponist und Schauspieler. Arbeit und Aufnahmen mit analoger Klangsynthese, Reaktivierung des historischen STEIM
“Black Box System” aus den 70er Jahren.
Rhys Chatam (USA/ F)
Komponist. Postproduktion von Material für die Komposition “Angel”.
Nicolas Collins (USA)
Komponist, bis August 1995 STEIMs Künstlerischer Gast-Leiter. Materialentwicklung für “Dark and Stormy Nights” und
“Imitation of Life”. Zusammenarbeit mit Alvin Lucier, Robert Poss und weiteren Mitgliedern von Barton Workshop.
Wiel Conen (NL)
Komponist und Gitarrist. Arbeit mit E-Gitarre und Lick Machine, wobei die Gitarre als Controller fungiert. Projekte “Macht
1” und “De Lick Machine op reis”.
Tom Cora (NL)
Komponist und Cellist. Konzertvorbereitung gemeinsam mit Phil Minton.
Peter Cusack (GB)
Komponist. Repertoire-Entwicklung und Aufnahmen.
108
10.1 Appendix: Projekte 1969-2006
Mark Dijkstra (NL)
Bildender Künstler. Forschung mit verschiedenen Sampling-Technologien.
Desirée Dolron (o.A.)
Künstlerin. Stimmaufnahmen für das Projekt “De stilte van het oog”, gemeinsam mit Adrien Morrien.
Sher Doruff (NL)
Videokünstlerin. Arbeit mit SensorLab, Big Eye und dem Lightning Controller.
Ray Edgar (GB)
Komponist, Entwickler. Repertoire-Entwicklung und Proben mit dem Sweatstick für das Festival “X-Human” in Den Bosch.
Betatests von BigEye.
Walter Fabeck (GB)
Komponist und Musiker. Fertigstellung seines selbst entwickelten Controllers “Chromasome”. Konzertvorbereitungen.
Georg Hajdu (D)
Komponist. Vorbereitung für ein Konzert im IJsbreker, Amsterdam
Helen Hall (o.A.)
Medienkünstlerin. Forschung an Klangverräumlichungs-Technologien. Erstellung einer Komposition, Postproduktion von
Klangmaterial gemeinsam mit Arnold Brookhuis.
Edwin van der Heide
Klangkünstler. Proben gemeinsam mit Atau Tanaka, Zbigniew Karkowski (Sensor Band) und Florentijn Boddendijk.
Jane Henry (USA)
Violinistin. Konzertvorbereitung für ihr STEIM Konzert am 08.Juni.
Greg Higgs (o.A.)
Komponist. Arbeit mit SensorLab.
Toine Horvers (NL)
Künstler. Erstellung eines Demo-Tapes gemeinsam mit Jan Panis und Joep Fruman.
Luc Houtkamp (NL)
Komponist und Saxofonist. Arbeit mit LiSa.
Stuart Jones (USA)
Komponist. Arbeit mit BigEye.
Arnout Killian (NL)
Student, Rietveld Akademie. Konzertvorbereitung für das “May-Festival” in Den Haag.
André Kroese & Jan Piersma (NL)
Komponist und Organist. Entwicklung einer Komposition / Performance.
Ulrit Luden (NL)
Künstler. Tonaufnahmen für die Ausstellung “The Golem” in Rotterdam.
Michelle Mc Cormack (IRL)
Komponistin. Repertoire-Entwicklung, Arbeit mit SensorLab und Lick Machine.
Christoph Martin
Komponist. Radioproduktion “Lemma” im Auftrag des NCRV-Radios. Produktion Hans Meyer und Peter Han Beekkerk.
Benedict Mason (GB)
o.A.; Postproduktion von Tonaufnahmen als Konzertvorbereitung.
Peter Mertens (o.A.)
Künstler. Tonaufnahmen für die Produktion einer Multimedia-CDRom.
David Miller (o.A.)
Bild und Tonkünstler. Untersuchung von SensorLab und BigEye.
Mario van Morrik (NL)
Komponist. Untersuchung der Live-Anwendung von Elektronica.
Chris Murphy (USA)
Komponist. Arbeit mit SensorLab.
Sonja Mutsaerts & Richard Barrett (NL)
Komponistin. Repertoire-Entwicklung.
Phil Niblock (USA)
Komponist und Videokünstler. Arbeit mit SensorLab und BigEye.
Jettie Ouwehand (NL)
Künstlerin und Flötistin. Arbeit mit BigEye und LiSa.
Robert Poss (USA)
Komponist. Arbeit mit STEIM-Instrumenten und Repertoire-Entwicklung gemeinsam mit Nicolas Collins.
Deborah Richards (USA/ D)
Pianistin. Konzertvorbereitung für ein Werk von Clarence Barlow.
Richard Rijnvos (NL)
Komponist. Aufnahmen und Postproduktion für das Projekt “Block Beuys/Raum 1”. Tonbandarbeit mit Piano-MultitrackRecordings im Auftrag des Ives-Ensembles.
Eric Rosenzweig (o.A.)
Komponist und Musiker. Arbeit mit SensorLab und BigEye.
Joel Ryan (USA/ NL)
Komponist, bis 1995 STEIMs wissenschaftlicher Berater. Repertoire-Entwicklung und Konzertvorbereitungen: Tonbandkomposition “Under Pressure. Kooperationen mit Annie Wright, Joelle Leaudre, Jan de Jongh, Jane Henry und Justin
Bennett. Vorbereitung des Workshops “Doors of Perception”.
Remco Scha (NL)
Komponist. Radioproduktion “Algorithmix II” für das NCRV-Radio.
Machteld Scheffer (NL)
Studentin der Rietveld-Akademie Amsterdam. Arbeit mit Tonband und Analogeffekten (zwarte Dosen) für den lokalen
Sender PARK TV.
Apolonia Sustersic (SLO)
Studentin der Rijksakademie Amsterdam. Klanginstallation “Site Specific Sound Intervention” mit Kontaktmikrophonen
und Simmons-Trigger-Systemen, unterstützt durch Kees van Zelst.
Iris Szeghy (CH)
Komponistin. Erstellung einer Komposition gemeinsam mit Jo Truman.
Martin Veasey (o.A.)
Choreograf. Untersuchung des BigEye Systems und Erstellung von Samples für ein Konzert im Melkweg, Amsterdam.
Lindsay Vickery (AUS)
Komponistin. Arbeit mit SensorLab und Spider.
Yntse Vugts (NL)
Komponistin und Medienkünstlerin. Erstellung eines Bewerbungs-Tonbands. Dokumentation ihrer Arbeit mit BigEye. Erstellung der Komposition “S.M. (OstWest)” gemeinsam mit Freddie Beckmans.
109
10.1 Appendix: Projekte 1969-2006
Michel Waisvisz (NL)
Live-Komponist, Entwickler. Konzeptionelle Arbeit an LiSa. Repertoire-Entwicklung und Konzertvorbereitungen
Cees Walburgh Schmidt
Komponist. Erstellung eines Soundtracks zum Film “Anne” von Annick Vroom im Auftrag der Stiftung Bergen.
Gary James Williams (GB)
Klangkünstler. Arbeit mit SensorLab und Spider
Young Farmers Claim Future (Guy van Belle & Herbert van de Sompel) (BE)
Ensemble. Vorbereitung des “Krokokonzert” im IJsbreker am 11. Dez. Postproduktion früherer Aufnahmen für eine CDProduktion.
Kees van Zelst (NL)
Komponist und Percussionist. Proben für die Tanzproduktion “Odyssey” von Louis Andriessen und Beppie Blankert.
Ernst Zettel (USA)
Instrumentenbauer, Techniker. Arbeit mit STEIM-Instrumenten, Bau des Prototyps der “Virtual Violin”, gemeinsam mit
Jorgen Brinkman.
1996
Interne STEIM-Projekte, (Weiter-)Entwicklungen
LiSa
Version 1.10, 48 Stimmen, Läuft nun auf allen PowerPC MacOS kompatiblen Computern, erste Ideen in Richtung Laptopinstrument.
Lick Machine
Erweiterung, Optimalisierung für PowerMac, Demoversion und neues Handbuch
The WEB
“Belly-WEB”: Bauphase abgeschlossen, erste Praxistests
Mini SensorLab
Das Duo Troika Ranch (Marc Coniglio und Dawn Stoppielo) forschen an der Entwicklung eines kleinen SensorLabs auf
Basis eines Motorola 68HC11 Prozessors. Untersuchungen mit BigEye-Anwendungen mit Infrarot Sensoren, gemeinsam
mit Tom Demeyer.
Image/ine
Video-Instrument, maßgeblich entworfen von Steina Vasulka und Tom Demeyer.
1996 - Forschungs- und Entwicklungsprojekte:
Miya Masaoka (USA)
Komponistin. Forschung an der Midifizierung einer Koto (traditionelles japanisches Saiteninstrument) gemeinsam mit
Jorgen Brinkman.
Die Erweiterung besteht aus sechs analogen Sensoren, zwei Ultraschallsensoren, die mit Fingerringen moduliert werden
sowie sechs Schaltern zum Wechseln vonpas Presets.
Marko Kosnik (SLO)
Klangkünstler. Forschung mit BigEye und Image/ine für den Einsatz bei einem interaktiven Tanzsystem, gemeinsam mit
Tom Demeyer.
Kaffe Matthews (GB)
Komponistin und Violinistin. “MIDI-Violin”. Erweiterung einer Violine durch ein Sensorboard, an das ein Peavey PC1600
MIDI-Mixer angeschlossen wird; gemeinsames Projekt mit Jorgen Brinkmann.
Jan Bas Bollen und Alison Isadora (NL)
Klangkünstler. “Hoofdwas” - MIDI-Waschmaschine. Als Instrument spielbare Waschmaschine, für ein Konzert mit der
Sängerin Jannie Pranger; gemeinsames Projekt mit Jorgen Brinkmann.
Walter Fabeck (GB)
Walter Fabecks Instrument “Chromasome” wird bei STEIM durch Ultraschallsensoren modernisiert. Walter Fabeck
schreibt eine neue Bedienungsanleitung. Es weckt internationales Interesse und wird in einer BBC-TV-Ausstrahlung
vorgestellt.
Tony Buck (AUS)
Austausch der Drucksensoren in seinem Instrument “Handschoenen”.
Steina Vasulka (ISL/ USA)
Forschung an der Erweiterung ihres Geigenbogens durch Drucksensoren am Frosch. Ansteuerung v.a. der Software
Image/ine.
Rodolfo Agosta (o.A.)
Komponist und Dozent. Orientierungsarbeit mit STEIM-Software.
Frans Arntz (NL)
Lichttechniker. Entwicklung eines Licht-Steuerungssystems für den CeBit-Messestand von “De 4e Dimensie”.
Peter Beyls (BE)
Komponist, Musiker und Dozent. Forschung mit SensorLab und BigEye in Kopplung mit dem Spiel seiner Violine, die
durch MIDI-Daten Videobilder eines zweiten Computers generiert.
Florentijn Boddendijk (NL)
Komponist. Entwicklung des “Laserbas”: ein MIDI-Controller, der auf der Unterbrechung eines Laserstrahls basiert.
Matt Rogalsky (CAN/ GB)
Arbeit mit SensorLab, LiSa und BigEye. Forschung an der Erweiterung einer “Light Harp” durch ein Mini-SensorLab.
Carlos Sandoval (MEX)
Percussionist und Komponist. Projekt zur Steuerung von Steuerung von Synthesizern (u.a. Yamaha DX7) während des
Percussion-Spiels. Entwicklung von “Sensored Gloves” mit SensorLab.
Gary James Williams (GB)
Komponist und Musiker. Forschungsarbeit mit BigEye und Imag/ine um gescannte Bilder in Klang zu übersetzen.
1996 - Künstlerische Projekte, Aufnahmen:
Nicolas Collins, Christiaan Bastiaans, Tom Demeyer (NL)
Projekt “StroomGeest”. In einem Haus in Bentveld, Nordholland werden verschiedene Installationen ausgestellt. Tonaufnahmen mit Leslie Olsen für Installationen im Rahmen des Projekts.
110
10.1 Appendix: Projekte 1969-2006
Tom Demeyer, Jorgen Brinkman (NL)
STEIMs Soft- und Hardwareentwickler. BigEye-Installation “BeBop”. Auf einer Glasplatte steht ein Miniatur-Jazzorchester,
das durch Bewegen verschiedene Klänge hervorbringt. (Für die Ausstellung “Gilde Investment Fund”, Concertgebouw
Amsterdam).
Tom Demeyer (NL)
STEIMs Softwareentwickler. Image/ine Prototyp - Installation “Lachspiegel”. Das Video-”Spiegel”-Bild des Betrachters
wird durch Sprach- und Geräuschanalyse modifiziert. (Für die Ausstellung “Gilde Investment Fund”, Concertgebouw
Amsterdam).
Kaffe Matthews (GB)
Komponistin. Arbeit mit der “MIDI-Violin” und Tests mit LiSa.
Michel Waisvisz, Frank Baldé (NL)
LiSa-Installation “Kantorgel” (Für die Ausstellung “Gilde Investment Fund”, Concertgebouw Amsterdam).
Karlheinz Stockhausen (D)
Komponist. Unter Stockhausens Leitung wrd dessen Werk “Solo für 11 Instrumente” mit dem ASKO Ensemble aufgenommen. Vorbereitung auf die Aufführung im Carré, Amsterdam am 15. Juni.
Amelia Barden (AUS)
Komponistin und Oboistin. Arbeit mit Harddisk-Recording und ProTools.
Richard Barrett (GB)
Komponist und Musiker. Konzertvorbereitungen, Tonaufnahmen und Mastering.
Barton Workshop (NL)
Interaktives Ensemble. Proben für Konzerte und CD-Aufnahmen, Repertoire-Entwicklung.
Christiaan Bastiaans (NL)
Videokünstler. Tonaufnahmen und -Bearbeitung für den Soundtrack zu seinem Film “Bogus Fugitives”.
Monia Bekcic (F)
Studentin an der “School voor Nieuwe Dans Ontwikkeling”. Tonbearbeitungen als Vorbereitung ihrer Aufführungen.
Anne La Berge (NL)
Komponistin und Flötistin. CD-Aufnahmen, gemeinsam mit Richard Barrett.
Peter van Bergen (NL)
Komponist. Radioproduktion des Stückes “Kloatstuk” im Auftrag des NCRV Radio4.
Jaap Blonk (NL)
Stimmkünstler. Multitrack-Aufnahmen als Konzertvorbereitung.
BMBCon (Justin Bennet, Wikke t’Hooft, Roelf Toxopeus) (NL)
Performance Trio. Arbeit mit dem Fairlight Video-Prozessor für Auftritte.
Florentijn Boddendijk (NL)
Komponist. Arbeit mit dem “Laserbas”-MIDI-Controller, der auf der Unterbrechung eines Laserstrahls basiert.
Repertoire-Entwicklung und Tonaufnahmen gemeinsam mit Edwin van der Heide und Anne Wellmer.
Konzipierung und Erstellung eines Klangobjekts für das Projekt “Plate Tectonics”.
Jan Bas Bollen (NL)
Komponist. CD-Produktion des Projekts “Baktha!” Arbeit mit der midifizierten Waschmaschine “Hoofdwas”.
Pascal Boudreault (CAN)
Student am Konservatorium in Den Haag. Arbeit mit Saxofon, LiSa und BigEye.
Mark Bowden(GB)
Komponist, Musiker und Instrumentenbauer. Vorstellung seines analog steuerbaren MIDI-Sequenzers “Polymorphous
Sequencer For Multimedia”, an dem er Weiterentwicklungen durchführt. Arbeit mit LiSa.
Rein Hold Braig (o.A.)
Komponist und Jazzmusiker. Arbeit mit LiSa und BigEye.
Matthijs de Bruijne (NL)
Klangkünstler. Erstellung einer Komposition für die Tanzproduktion “The Eye Mechanism”. Sound-Design für die Webseite
www.desk.nl/~seventh von “Het Sevende Museum”. Tonaufnahmen für eine Installation im Rahmen des Projekts “StroomGeest”.
Stephen Buchanan (o.A.)
Komponist, Tänzer und Musiker. Arbeit mit BigEye zur Bearbeitung von Saxofonklängen.
Martin Burr (o.A.)
Tänzer. Vorbereitung einer Tanzperformance im Rahmen von “Virtueel Platfoorm5” mit SensorLab.
Warren Burt (USA/ AUS)
Komponist und Musiker. Arbeit mit SensorLab, Bigeye und Lick Machine. Mastering älterer Tonaufnahmen.
Carrousel (NL)
Theatergruppe. Tonaufnahmen für die Produktion “Molly Sweeney” durch Wouter Overgaauw, Marlies Heuer, Dik Boutkam und Martin van Poppel.
Lawrence Casserley (GB)
Komponist, Percussionist, Direktor des Colourscape Festivals. Arbeit mit der IRCAM Workstation.
Vorbereitung von Lesungen über Interne STEIM-Projekte in Bonn und Spanien.
Vorbereitung einer Konzert-Tour “Electric Tubes” in Spanien.
Eugene Chadbourne (USA)
Komponist, Musiker. Banjo-Aufnahmen für ein CD-Produktion.
Art Clay (o.A.)
Komponist. Arbeit mit der Acorn-Computer Version von BigEye.
Wiel Conen (NL)
Komponist und Gitarrist. Postproduktion der Aufnahmen von 1995 für ein CD-Veröffentlichung.
Peter Cusack (GB)
Komponist. Mastering von ADAT-Aufnahmen. Repertoire-Entwicklung gemeinsam mit Nicolas Collins.
Hans Dahl (NL)
Student am Konservatorium in Den Haag. Arbeit mit dem “BellyWEB”.
Sher Doruff (NL)
Videokünstlerin. Arbeit mit STEIM-Software. Vorbereitung auf ihre Performance “Bodies of Influence” an der School voor
Nieuwe Dansontwikkeling.
David Dramm (USA)
Komponist, Gitarrist und Sänger. Konzertvorbereitung für sein STEIM-Konzert.
John Easterby (o.A.)
Bildhauer und Bewegungskünstler. Arbeit mt LiSa und SensorLab.
Neal Farwell (o.A.)
Komponist und Violinist. Arbeit mt LiSa und SensorLab.
Tom Fryer (o.A.)
Musiker. Arbeit mt LiSa und SensorLab. Mastering älterer Tonaufnahmen.
111
10.1 Appendix: Projekte 1969-2006
FURT (Richard Barrett und Paul Obermayer) (GB/ D)
Komponisten und Musiker-Duo. Aufnahmen im Rahmen von Repertoire-Entwicklung und Konzertvorbereitung.
Paul Obermayer (D)
Komponist. Entwicklung eines 8-kanaligen “3D Sound-Projection Systems” auf dem PowerPC. Untersuchung der kompositorischen Möglichkeiten.
Peter Giele (o.A.)
Künstler. Entwicklung des Projekts “Echoput”: Installation in einem Wohnheim für geistig behinderte Menschen, in der die
Bewohner in ein Loch sprechen und ihre manipulierten Stimmen als Echo hören können.
Suguru Goto (JAP)
Komponist, IRCAM-Mitarbeiter. Repertoire Entwicklung mit SensorLab und BigEye.
Marie Goyette (CAN)
Komponistin. Anfertigung von Samples für neue Kompositionen gemeinsam mit Dagmar Krause.
Edwin van der Heide (NL)
Klangkünstler, Mitglied der “Sensorband”. Proben mit Francis Marie Uitti und Dick Raaimakers.
René van Commenee (NL)
Komponist. Anpassung von Donald Buchlas “Lightning”-Controller für ein Konzert mit zwei Flügeln in “De Kikker” in Utrecht.
Luc Houtkamp (NL)
Komponist, Saxofonist. Arbeit mit LiSa und Saxofon als Vorbereitung für eine US-Tournee.
Brenda Hutchinson (USA)
Klangkünstlerin. Arbeit mit Spider und SensorLab, um ein Interface für ihr Instrument “LongTube” zu entwickeln.
International Rostrum of Electro-Acoustic Music
Internationale Jury. Anhörung und Beurteilung von Einreichungen junger Komponisten, organisiert durch NPS.
Pim Komen (NL)
Klangkünstler. Bearbeitung von Tonaufnahmen (Telefongesprächen) für die Ausstellung “The Second”.
Michelle McCormack (IRL)
Komponistin. Arbeit mit BigEye im Rahmen einer Multimedia-Produktion.
Sonja Mutsaerts (NL)
Komponistin. Repertoire-Entwicklung als Tournee-Vorbereitung. Tonaufnahmen für Filmprojekte.
Vladimir Muzhesky (o.A.)
Student an der Rijksakademie für Bildende Kunst. Arbeit mit BigEye.
Sainkho Namtchylak (RUS/ AT)
Obertonsängerin. Orientierungsarbeit mit STEIM-Instrumenten. Konzertvorbereitung für das Konzert “Et Loubna” gemeinsam mit Najib Cheradi, Gabrielle Mouhlen, Frank Baldé und Joel Ryan und Michel Waisvisz.
Giovanna Natalini (IT)
Komponistin. Arbeit mit BigEye und Lickmachine zur Transformation von Audiomaterial in Echtzeit während einer Tanzperformance.
Bob Ostertag (USA)
Komponist, Performer, Improvisator. Erstellung der Komposition “Monkey Grip” mit einem Ensoniq -Sampler. Vorbereitung
seines STEIM Konzerts am 30 August.
Matthew Ostrowski (NL)
Student am Konservatorium in Den Haag, Komponist. Projekt “Ricochet” für Trampolin, Tänzer und ein Sensorensystem,
das LiSa ansteuert. Fortführung der Arbeit am Walker Art Center in Minneapolis, USA. Arbeit am Handbuch zu LiSa.
Joudie Ouwehand (NL)
Komponistin und Flötistin. Erstellung der Komposition “Loop the Loop” für Bassblockflöte und verschiedene Sensoren
(Muskelspannung, Temperatur), die LiSa steuern. Orientierungsarbeit mit BigEye.
Roberto di Paci Dalo (IT)
Komponist und Klarinettist. Arbeit mit SensorLab.
Monica Page (USA/ NL)
Komponistin und Musikerin. Tonaufnahmen und Postproduktion der Stücke “Supercollider”, “Cinderela”, “Frustration is
Love” und “We are One”.
Richard Povall (USA)
Komponist, Forscher und Dozent. Arbeit mit BigEye für Tanzproduktionen, gemeinsam mit Jools Gilson-Ellis.
Repertoire-Entwicklung mit BigEye und LiSa.
Gert-Jan Prins (NL)
Improvisationsmusiker. Experimentelle Arbeit mit STEIMs alten (analogen) Instrumenten. Klangbearbeitung mit drahtloser
Signalübertragung zur Modulation von analogen Effektgeräten. Repertoire-Entwicklung.
Jon Rose (AUS)
Komponist. Aufnahmen von Stücken aus dem “Badminton”-Projekt (1995). Weitere CD-Aufnahmen.
Pieter de Ruiter (NL)
Choreograf. Musikproduktion und Proben mit der Tanzgruppe “Dansity” (im Auftrag von “Tangente”, Montreal).
Joel Ryan (USA/ NL)
Komponist. Komposition “The Theory Of Oja’s Rule” gemeinsam mit Jane Henry. Repertoire-Entwicklung und Vorbereitung eines Konzertes mit Steina Vasulka. Vorbereitung eines Konzertes für das “StroomGeest” Projekt. Proben und
Aufnahmen für die Tanzproduktion “Sleeper Guts” unter Leitung von Peter Forsythe.
Machteld Scheffer (NL)
Studentin der Rietveld Akademie Amsterdam. Arbeit mit Tonbandgeräten zur Erstellung eines Klangobjekts für die CDROM “Op zien komme” als Teil einer Ausstellung im Zaans Museum, gemeinsam mit Kees van Zelst.
Schreck Ensemble (NL)
Ensemble für Elektro-Akustische Livemusik. Proben unter der Leitung von Hans van Eck.
Dipankar Shome (o.A.)
Musiker. Multitrackaufnahmen und Mischung akustischer Instrumente und einer Alesis Drummachine.
Erik Stalenhof (NL)
Komponist. Konzertvorbereitungen mit SensorLab revA.
Atau Tanaka
Komponist, Teil der “Sensorband”. Projekt “MIDIkaleido” mit Eric Wenger, wobei durch Feedback-Loops und BigEye
Bilder generiert werden.
Troika Ranch (Marc Coniglio und Dawn Stoppielo)
Komponist und Tänzerin. Arbeit mit BigEye und LiSa.
Bruno d’Udine (IT)
Verhaltensforscher. Orientierungsarbeiten mit STEIM-Software.
Yntse Vugts (NL)
Video- und Performancekünstlerin. Vorbereitende Arbeit mit BigEye für die Aufführung des Videokonzerts
“In Air (B)inär”.
112
10.1 Appendix: Projekte 1969-2006
Michel Waisvisz
Komponist und STEIMs Direktor. Vorbereitung der STEIM-Präsentation bei “Virtueel Platform”. Vorbereitung der Konzerte
“Operation LiSa”
Proben für “El Loubna” gemeinsam mit Najib Cheradi, Sainkho Namchilak, Gabrielle Mouhlen, Frank Baldé und Joel
Ryan.
Erik Weeda
Klangkünstler. Tonaufnahme und -bearbeitung für das Projekt “Morgen wordt alles beter” im Rahmen des “Festival aan
de Werf” in Utrecht.
CD-Produktion “Motherchip Connection” gemeinsam mit Matthijs de Bruijne.
Kevin Whitehead (USA/ NL)
Autor und Journalist. Postproduktion eines Textbeitrags über Jazzmusik für das amerikanische Radio, gemeinsam mit
Ray Edgar.
Annie Wright (GB/ NL)
Videokünstlerin. Vorbereitung des “Stroomgeest” Projekts. Tonaufnahmen für die Installation “Final Stay” gemeinsam mit
Joel Ryan.
Young Farmers Claim Future (Guy van Belle & Herbert van de Sompel) (BE)
Musik- und New-Mediaduo. Materialentwicklung und Produktion für die Installation “Puthatere”.
Kees van Zelst
Komponist und Musiker. Vorbereitung eines MAX-Workshops. Arbeit mit BigEye und SensorLab für die Installation
“Doors”, die Samples in Abhängigkeit von Türbewegungen abspielt.
1997
Interne STEIM-Projekte, (Weiter-)Entwicklungen
Image/ine
Weiterentwicklung des Video-Instruments, Handbuch.
LiSa
Planung der Version 2.0.
The Hands
Entwürfe von Michel Waisvisz und Jorgen Brinkman, ein erweitertes Controllerpaar zu bauen.
1997 – Forschungs- und Entwicklungsprojekte:
FURT (Richard Barrett und Paul Obermayer) (GB/ D)
Komponisten- und Musikerduo. Forschung an der Verräumlichung von Musik mittels acht Lautsprechern, LiSa und speziellen AD/DA Wandlern.
Lawrence Casserley (GB)
Komponist, Performer und Dirigent. Forschung mit neuen Controllern gemeinsam mit Evan Parker und Barry Guy. technische Unterstützung beim Umbau eines Peavey PC1600 Controllers durch Jorgen Brinkman.
Sher Doruff (NL)
Komponistin, Videokünstlerin. Studium von Image/ine, daraufhin Verfassen des Handbuchs. Konzeption und Durchführung der Image/ine Demo-Installation für den Tag der Offenen Tür am 01. November 1997. Vorbereitung eines Workshops
an der “School voor Nieuwe Dansontwikkeling” mit BigEye und dem Lightning-Controller von Donald Buchla.
Walter Fabeck (GB)
Komponist und Entwickler. Reparatur seines Handschuhcontrollers und eines Ultraschallsystems durch Jorgen Brinkman.
Miya Masaoka (USA)
Musiker, Entwickler. Testen des Updates ihres Koto-Interfaces von 1996.
Jon Rose (AUS)
Weiterentwicklung des “Strijkstok” MIDI-Geigenbogens: Neue Drucksensoren unter den Haaren des Bogens.
Reparatur der “Badminton”-Schläger und der dazugehörigen Drummachine durch Jorgen Brinkman.
Laetitia Sonami (F/ USA)
Komponistin, Musikerin. Forschung am Projekt “MIDI-Motor”, bei dem MIDI-Daten Gleichstrommotoren ansteuern.
Bau und Test des Systems von Jorgen Brinkman, der auch ein Handbuch schreibt.
Reparatur des “Lady’s Glove”-Interfaces durch Jorgen Brinkman. Besprechung zur Planung weiterer Entwicklungen des
“Lady’s Glove”
Steina Vasulka (ISL/ USA)
Weiterentwicklung des Geigenbogen-Controllers von 1996 durch Jorgen Brinkman. Anpassung eines Peavey PC1600
Controllers an das Interface und Erstellung eines Handbuchs.
1997 - Künstlerische Projekte, Aufnahmen:
Roberto Paci Dalo (IT)
Komponist, Klarinettist und Klangkünstler. Vorbereitung von Videomaterial für seine Kompositionen “Scanning Bachanea”
und “BAKXAI” bei der Ars Electronica 1997 in Linz, mit Image/ine, Spider und Lichtsensoren.
FURT (Richard Barrett und Paul Obermayer) (GB/ D)
Komponisten- und Musikerduo. Produktion von Klangmaterial für die Kompositionen “Zungenwürzeln” und “Landschaft
mit Urnenwesen”, Teil des Werkes “Opening of the Mouth” im Auftrag eines Festivals in Perth, Australien.
Vorbereitung auf das Sonic Acts Festival.
Barton Workshop (NL)
Band für experimentelle Musik mit u.a. Nicolas Collins und Jim Fulkerson. Abschluss der Arbeitsperiode (siehe 1996) und
Proben.
Michael Beards (o.A.)
Tänzer und Choreograph. Arbeit an der Choreographie für vier Tänzer für das Stück “Never Land”.
Eleonoor van Beusekom
Künstlerin. Arbeit mit Image/ine als Vorbereitung des 1998 zu produzierenden Videotapes “Acta est Fabula”.
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10.1 Appendix: Projekte 1969-2006
BMBCon (Justin Bennet, Wikke t’Hooft, Roelf Toxopeus) (NL)
Performance Trio. Konzertvorbereitungen.
Florentijn Boddendijk (NL)
Komponist, Performer. Postproduktion eigener Aufnahmen von STEIM-Konzerten zur Ausstrahlung auf dem “ConcertZender”
Proben und Aufführungen mit dem 1996 entwickelten “Laserbass”.
Proben und Aufführungen für “Plate Tectonics” für Ensemble und Metallplatten, die als primitive Lautsprecher dienen.
Studioarbeit an einer Theatermusikversion seines Stückes “F”.
Mark Bromwich (GB)
Komponist. Erarbeitung einer Video- Tanz und Musikproduktion gemeinsam mit der Performancetänzerin Julie Wilson
unter Verwendung des “Remote Body Suit” (ein Anzug, der Körperbewegung sensorisch misst und über das Peavey
PC1600 Interface in MIDI wandelt). Komposition “Bodycoder”
Matthijs De Bruijne, Arnout Kilian (NL)
Klangkünstler. Postproduktion von Aufnahmen während der Ausstellung “Speakers” im W137, Amsterdam. CD-Veröffentlichung “Speakers”
Shane Carn (o.A.)
Filmregisseur. Produktion eines Soundtracks zum Film “Hide Out”, dessen Klänge via BigEye aus den Bildern des Films
generiert werden.
Eugene Chadbourne (USA)
Komponist und Musiker. Instrumentales (Banjo-)Projekt, Proben mit dem Ensemble.
Wiel Conen (NL)
Komponist und Gitarrist. Tonaufnahmen für die Komposition “Hocoze Symphony”, zur Veröffentlichung einer CD. Unterstützung von Kees van Zelst.
Fleur van Dissel (NL)
Videokünstler. Erstellung der Video-Performances “Five Proper Positions” und “Give In”, mit der Choreografin Susanne
Marx, der Tänzerin Sari Antikainen und den DJs Roell und Icon-Tact.
Roger Doyle (IRL)
Komponist. Arbeit mit LiSa, BigEye und SensorLab an dem Musiktheater-Projekt “Babel”.
Cordula Frowein (D)
Performance-Künstlerin. Experimentelle Arbeit mit der Verstärkung von Körpergeräuschen für die Stücke “Voice Space”
und “Inspiration-Expiration”
Boris Gerrets (NL)
Komponist. Arbeit mit BigEye und Image/ine.
Suguro Goto (JAP)
Komponist, Violinist. Entwicklung neuen Repertoires, wobei die Verwendung von BigEye und LiSa zentral ist, um Körperbewegungen als Steuerungsparameter zu verwenden.
Jeremy X. Halpern & Marianne R. Petit (USA)
Performance- und Videokünstler. Orientierungsarbeit mit Image/ine, LiSa und BigEye.
Jane Henry (USA)
Komponistin, Musikerin. Studioarbeiten an den Werken “Wake/Rapture” und “Exuberance” für Aufführungen und eine
CD-Produktion. Forschung an Möglichkeiten, Playbackmaschinen ohne Hände zu steuern. Forschung mit LiSa. Untersuchung von Feedback und Verzerrungstechniken. Unterstützung von Joel Ryan und Daniel Schorno.
Joseph Hyde (GB)
Komponist. Arbeit mit STEIM-Software (Spider, Image/ine, LiSa und BigEye) und SensorLab. HD-Recording-Produktion
in Verbindung mit der Oper “Victory, A Virtual Opera”.
Paul Jeukendrup (NL)
Produzent. Aufnahmen und Postproduktion von Material für die Oper “Argamemnon”. Aufführung: 27. Jun 1997, Concertgebouw Amsterdam.
Henley James (o.A.)
Tänzer und Songwriter. Produktion der Demo-CD “Lullaby Away”, mit zwei Gitarren, E-Piano und Gesang.
Guus Jansen (NL)
Komponist und Musiker. Proben von elektro-akustischen Kompositionen für die Musiktheaterproduktion “Hong”.
Laurens Kagenaar (NL)
Student der Sonologie in Den Haag. Proben und Konzert in Studio3 (09 Nov. 1997), mit Lick Machine und LiSa.
Marko Kosnik (SLO)
Multimedia Künstler. Vorbereitung und Material-Ausleihe für das Ostranenie 97 Festival.
Ivan Marusic (KRO)
Komponist, Performer. Arbeit mit LiSa und BigEye.
Rajesh Mehta (o.A.)
Komponist und Trompeter. Orientierungsarbeit mit BigEye.
Hans Meyer (NL)
Produzent, Tontechniker. Arbeit mit BigEye und SensorLab zur Einbindung von Farb- und Bewegungsparametern in die
Musik des Tanzprojekts “Modo Meo, Meno Mosso”. gemeinsam mit Gerard Mosterd.
Sonja Mutsaerts (NL)
Komponistin, Performerin. Andauerndes Projekt zur Repertoire_Entwicklung und Sampling-Technologie. Radioproduktion
für VPRO: “No Problem”.
Peter Nelson (NL)
Komponist und Dozent. Orientierungsarbeit mit LiSa.
Het Nieuw Ensemble und Florentijn Boddendijk (NL)
Ensemble, Komponist. Proben der Komposition “Door gevaarlijke gekken omringd” für Ensemble und “Laserbas” für das
“Controllers Magic Festival” im Paradiso.
Alexander Oey, Kees Veling (o.A.)
Künstler. Arbeit mit dem Fairlight CVI Videoprozessor
Bob Ostertag (USA)
Komponist und Musiker. Repertoire-Entwicklung mit STEIM-Software und dem “Belly-Web”.
Monica Page (USA/ NL)
Komponistin. Tonaufnahmen und Postproduktion von “The Coffee Tango” und “We Are One” gemeinsam mit Bram van
Huet Lindeman.
Weiterentwicklung der Kompositionen “Supercollider” und “Cinderella” für Gitarre, Stimme und Sampler (Im Rahmen der
CD-Produktion “Can I Lick The Beaters”)
Panasonic (FIN)
Electronica-Band. Proben für ihr Konzert auf dem Sonic Acts Festival im Paradiso, Amsterdam.
Laure Pique (F)
Seiltänzerin. Experimente mit BigEye, (Projektrealisierung 1998).
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10.1 Appendix: Projekte 1969-2006
Gert-Jan Prins (NL)
Komponist, Schlagzeuger. Weiterentwicklung seines Projektes “X-Tal” für Stimme und Live-Elektronik. Verbesserung der
Modulationssysteme, Tonbandaufnahmen. Diverse Konzertvorbereitungen.
Matt Rogalski (CAN)
Elektro-akustischer Komponist und Klangkünstler. Project “Electronic Opera”. Arbeit mit BigEye und MIDI-Steuerung, um
Licht und Klang-Verräumlichung während der Aufführung zu regeln, gemeinsam mit Anne La Berge. Premiere: STEIM,
09. Okt 1997.
Willem de Rooy, Jeroen de Rijke (NL)
Studenten der Rijksakademie, Amsterdam. Produktion eines Soundtracks zu dem 16mm-Film “I’m coming home in 40
days”, gemeinsam mit Matthijs de Bruijne.
Jon Rose (AUS)
Musiker, Komponist, Entwickler. Postproduktion bestehender Aufnahmen im Rahmen einer CD-Veröffentlichung, Tontechnik: Marc Pardon. Projekt “The Rosenberg Museum” mit “MIDI-Violin”, die Image/ine steuert und Bilder von Violinen abruft
und moduliert. Arbeit an der Komposition “Virtual Museum” gemeinsam mit Tom Demeyer.
Aurora Levy Rosin (o.A)
Malerin, Bildhauerin und Glasbläserin. Arbeit mit BigEye an der Videoproduktion “Two Days Within A Dream”.
Butch Rovan (USA)
Komponist und MAX-Produktmanager bei der Firma Opcode. Forschung mit STEIM-Software, gemeinsam mir David
Wessel (IRCAM).
Joel Ryan (USA/ NL)
Komponist. Vorbereitung eines Workshops in Wien und des Konzertes “Enfolded Strings” in Budapest.
Philip Samartzis (AUS)
Komponist. Arbeit mit LiSa und BigEye an der Komposition “Coeur de France”. Planung einer Ausstellung im Jahr 1998
mit dem Titel “Dodg’em”, gemeinsam mit Martine Corompt.
Frank Scheffer (NL)
Regisseur. Arbeit mit BigEye für die Bildsteuerung während der Aufführung des Stückes “Kontakte” von Karlheinz Stockhausen während des Sonic Acts Festivals im Paradiso, Amsterdam, am 26 August 1997.
Schreck Ensemble (NL)
Ensemble unter der Leitung von Hans van Eck. Proben von Werken Luigi Nonos. Arbeit mit LiSa zur Entwicklung der
Klangskulptur “De Dag”.
Elliott Sharp (USA)
Musiker. Arbeit mit LiSa und SensorLab / Spider. Entwicklung eines SensorLab Interfaces für seinen 8saitigen Bass.
Laetitia Sonami (F/ USA)
Komponistin, Musikerin. Vorbereitung für “What Happened III”, STEIM-Konzert. Arbeit mit Image/ine und BigEye, Repertoire-Entwicklung.
Erik Stalenhoef (NL)
Komponist, Performer. Arbeit mit dem H3000 Harmonizer, Lisa und SensorLab an der Oper “Ritual”. Sensoren übersetzen
Muskelbewegungen in musikalische Parameter.
Isa Suarez (F/ GB)
Komponistin und Sängerin. Arbeit mit STEIM-Software. Materialbearbeitung für Session mit Kaffe Matthews, Chris Cutler
und Charles Hayward.
Postproduktion von “Fin de Siècle”
Chandra Subhas (o.A.)
Komponistin. Akustische Aufnahmen mit Musikern für die Erstellung eines Demo-Tapes.
Atau Tanaka (JAP/ F)
Komponist und Performer (Sensorband). Beta-Tests von Image/ine.
Jo Truman (AUS/ NL)
Komponistin und Sängerin. Arbeit mit LiSa in Zusammenhang mit ihren Live-Auftritten.
Calliope Tsoupaki (o.A.)
Komponistin. Aufnahmen und Postproduktion von einem Tonband für die Aufführung ihrer Komposition “Notos” durch das
Maarten Altena Ensemble.
Frances-Marie Uitti (NL)
Komponistin, Cellistin. Arbeit mit LiSa an der Komposition “Earthly Fires”.
Steina Vasulka (ISL/ USA)
Videokünstlerin, Komponistin und Violinistin. Repertoire-Entwicklung mit Image/ine und dem “Strijkstok”-Geigencontroller.
Ute Wassermann (D)
Stimmkünstlerin. Arbeit mit LiSa und Audio-Übertragungswegen, die Percussionsinstrumente in Schwingung versetzen.
Produktion einer DAT-Aufnahme mit Hans Meyer.
Anne Wellmer (D)
Komponistin und Sängerin. Entwicklung der mit Klangverräumlichung arbeitenden Komposition “Metamorphozen”. Aufführung: 28-30. Nov. 1997, Huis a/d Werf, Amsterdam.
Annie Wright (GB/ NL)
Komponistin. Produktion des Soundtracks zu “My Life On The Water” gemeinsam mit Joel Ryan. Prasentatin beim Institut
for Contemporary Art, London und dem Lesbischen Filmfest, Berlin.
Young Farmers Claim Future (Guy van Belle & Herbert van de Sompel) (BE)
Medienkünstler. Tonaufnahmen für die Produktion “Farmers Almanac”. Planung einer CD-ROM.
Jeremy Yuille (AUS)
Performancekünstler. Arbeit mit LiSa und SensorLab. Beratung durch Jorgen Brinkman zur Anpassung von Sensoren.
Kees van Zelst (NL)
Schlagzeuger, Entwickler, Tontechniker. Proben für die Aufführung von “ ‘Q’ uit Reconstructie”, eine möglichst authentische Version der Oper aus STEIMs Gründungsjahren (1969). Verwendung des Produktmodulators aus dem Black Box
System.
1998
Interne STEIM-Projekte, (Weiter-)Entwicklungen
Image/ine
Version 1.1 (Mai) und 1.2 (August)
Neue Plug-In Programmarchitektur, Anpassung an das aktuelle MacOS 8.5.
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10.1 Appendix: Projekte 1969-2006
LiSa
Version 1.92
LiSa gewinnt den ersten Preis in der Kategorie Musiksoftware der jährlichen “Concours International Competition”, organisiert durch GMEB (Groupe de Musique Experimentale de Bourges), Bourges.
Planung Version 2.0 (plus neues Handbuch)
- bessere Klangqualität (intern 32 Bit)
- Vergrößerung der Polyphonie
- Einfügen von Filtern in den Abspielalgorithmus, die direkt via MIDI gesteuert werden können.
- Hinzufügen des Sample-Editors
- GUI-Anpassungen (Assignment-Fenster wird vergrößert)
SensorLab und Sensoren
Forschung mit neuen Accelerometer-Sensoren. Bau von zehn neuen SensorLabs mit neuen Displays.
The Hands
Weiterentwicklung: Anpassung neuer Sensortechnologie und Verbesserung der ergonomischen Konstruktion.
Interface Remapper Software
Software auf Basis des “Terrain-Readers”, ein traditionelles Konzept der Klangsteuerung in Live-Computermusik. Integration des Programms in andere Software und Hardware-Controller ist geplant..
Playstations
Forschung an der Anpassung von Playstations zu Instrumenten der Bild-und Tonbearbeitung.
Audio Filter
Forschung an der Entwicklung digitaler Audiofilter, um sie in LiSa 2.0 zu integrieren. Die Filter sollen als Freeware zur
Verfügung gestellt werden.
MIDIJoy
Programm zum Einsatz verschiedener (Game-)Controller als MIDI-Input. Brücke zwischen Apples Input Sprocket Library
und dem OMS-System.
1998 – Forschungs- und Entwicklungsprojekte:
Mark Bowden (GB)
Multimedia Entwickler. Forschung an der Weiterentwicklung und Verwendung seines “Polymorphous Sequencer”. 20 individuell einstellbare MIDI-Pulsgeneratoren können auf 40 simultanen MIDIkanälen, Audio- und Videosysteme steuern.
Miya Masaoka (USA)
Musikerin. Weiterentwicklung und Tests des Koto-Interfaces, das mittlerweile den Namen “Koto Monster” trägt.
1998 - Künstlerische Projekte, Aufnahmen:
Joao Andreazzi (BRA)
Choreograf. Vorbereitung und Entwicklung der Tanzproduktion “Shoot In The Hood” gemeinsam mit Sher Doruff.
Apes Of God (o.A.)
Improvisationsgruppe. Untersuchung der möglichen Einbindung von STEIM-Software in ihre Performance “Hidden Persuaders”.
Clarence Barlow (USA/ D)
Komponist. Proben seiner Pianowerke gemeinsam mit Deborah Richards für sein STEIM-Konzert am 02. April 1998.
CD-Produktion “Piano Concerto” gemeinsam mit Daniel Schorno.
Richard Barrett (GB)
Komponist und Performer. Arbeit mit LiSa als Vorbereitung für einen Auftritt im Dänischen Radio, gemeinsam mit Peter
Neville und Daryl Buckley.
BBC / Radio4 (GB)
Der britische Fernsehsender produziert ein Demotape mit Image/ine zur Vorstellung von interaktivem Digitalfernsehen in
Großbritannien.
Eleonoor van Beusekom (NL)
Künstlerin. Arbeit mit Image/ine an “Acta est Fabula”, gemeinsam mit Taco Postma. Erstellung eines Video-Tapes für die
Lokalsender “Kunstkanaal Amsterdam” und “Kunstkanaal Rotterdam”.
Heimir Bjorgulfson (ISL/ NL)
Komponist, Student an der Rietveld Akademie. CD-Produktion mit LiSa, gemeinsam mit Sigtryggur Berg Sigmarsson und
Helgi Thorsson.
Richard Board (o.A.)
Lichtkünstler. Arbeit mit Image/ine und BigEye als Vorbereitung für das Konzert “Hunting Crows” mit Bob Ostertag.
Florentijn Boddendijk (NL)
Komponist und Performer. Postproduktion von STEIM Konzert-Aufnahmen für die Aussendung auf dem “Concertzender”.
Jan-Bas Bollen (NL)
Komponist. Erstellung einer CD für die Theaterproduktion “De Karmellenberg”.
Matthijs de Bruijne (NL)
Performer und Installationskünstler. Akustische Aufnahmen für die Installation “Taking Sides” in der Beam Gallery in
Nijmegen.
CD Produktion “Hai Uno”.
Gene Carl (USA)
Komponist und Musiker. Arbeit mit Image/ine für die Multimedia Produktion “The Broken Chord”, gemeinsam mit Nora
Ligorano und Marshall Reese.
Wiel Conen (NL)
Komponist und Musiker. Arbeit mit LiSa an der Komposition “Suite Dansant Immobile”. Konzertvorbereitungen für sein
STEIM Konzert am 04. Juli 1998.
Dirk Haubrich (D)
Komponist. Entwicklung des Klangkonzepts für die Tanz-Aufführung “Lara” der Gruppe “Dansgroep Krisztina de Chatel”.
Onno Dirker (NL)
Bildender Künstler. Arbeit mit BigEye am Projekt “Witte Vlag - Rode Vlag: Symbolen van agressie” für die Ausstellung
“STROOM” in Den Haag. DEr Abstand der Betrachter bestimmt die Lautstärke der Musikwiedergabe.
Fleur van Dissel (NL)
Künstler. Arbeit mit Image/ine als Vorbereitung für zwei Theaterproduktionen für das NES Theater.
Dual Dance Project (María Inés Villasmil und Manuel Pérez) (VEN/ NL)
Tanzduo. Proben für “De Sangre Azul” mit Live-Einsatz von Image/ine. Ton- und Videobetreuung: Daniel Schorno und
Sher Doruff.
116
10.1 Appendix: Projekte 1969-2006
Electric Arts Duo (Burton Beerman und Celesta Haraszti) (USA)
Komponist und Tänzerin. Arbeit mit BigEye an einem neuen Werk für elektrische Klarinette, Tanz und interaktive, polytechnische Umgebung mit Musik und Video.
Luca Franscesconi (IT)
Komponist, Direktor des AGON in Mailand. Arbeit und Proben mit Image/ine für das Werk “Lips, Eyes, Bang”, mit Unterstützung von Tom Demeyer.
Cordula Frowein (D)
Performancekünstlerin. Fortführung ihres Projekts “Voice Space / Inspiration-Expiration” von 1997.
FURT (Richard Barrett und Paul Obermayer) (GB/ D)
Komponisten und Musiker. Fortführung der Arbeit mit LiSa und Surround Sound, “Ultimatum”.
Heiner Göbbels (D)
Komponist, Theaterregisseur. Arbeit mit Sensoren und STEIM-Software für die Produktion “Max Black”, gemeinsam mit
Willi Bopp. STEIM leistet bei der Tournee technische Unterstützung.
Suguru Goto (JAP)
Komponist, Violinist. Arbeit mit STEIM-Produkten zur Entwicklung eines Multimediaprojektes, das beim IRCAM Festival
in Paris aufgeführt wird.
Marie Goyette (CAN)
Komponistin und Musikerin. Repertoire-Entwicklung gemeinsam mit Dagmar Krause.
Douwe IJskamp (NL)
Künstler und Raumgestalter. Audio- und Videoproduktion für das “Containerprojekt”.
Benoit Izard (F)
Student SNDO. Produktion von Videoclips für Websites mit Hilfe von Image/ine.
Henley James (o.A.)
Musiker, Komponist und Tänzer. Produktion eines Demotapes für “Lullaby Away” gemeinsam mit Hans Meyer.
Paul Jeukendrup (NL)
Produzent. Arbeit mit Synton Vococer an der Komposition “Verpoosd in Schaduw” von Michael Hamel.
Zbigniew Karkowski (POL)
Komponist und Musiker. Montage von Klangmaterial für Performances.
Hans van Koolwijk (NL)
Entwicklung der “Bamboe-Orgel” für das Projekt “Air Game”, gemeinsam mit Daniel Schorno.
Cas de Marez (NL)
Komponistin und Sängerin. Repertoire-Entwicklung mit LiSa und Ultraschallsensoren / SensorLab.
Renato Maselli (GUA)
Klangkünstler. Arbeit mit Image/ine an einem Tanzstück mit Live-Video, in dem Kleidungsmuster aus Guatemala einen
zentrale Rolle spielt.
Dorothée Meddens (NL)
Videokünstlerin. Entwicklung von “De Electrische Babyspiegel” für den “Electro Piepen Club” im Rahmen der Touch
Exhibition.
Nieuw Ensemble (NL)
Gemeinsames Projekt “Controllers’ Magic” mit AGON und Studio Azzurro (beide Italien) und STEIM. Die Instrumente des
Ensembles werden elektronisch erweitert. Proben im STEIM-Studio, Konzerte im Paradiso, gemeinsam mit Florentijn
Boddendijk (Laserbas) und Michel Waisvisz (The Hands).
Dan Oki (KRO)
Performance- und Videokünstler. Tonaufnahmen für den Film “Devine Beings”. Arbeit mit Image/ine für eine Installation
beim Babel-Festival, Amsterdam.
Bob Ostertag (USA)
Musiker und Komponist. Repertoire-Entwicklung mit LiSa. Konfiguration seines Konzert-Setups mit u.a. BigEye.
Alberta Partisani (IT/ NL)
Künstlerin. Produktion von Klangmaterial für die Komposition “Vallend Stoff” von Hans Asselbergs, gemeinsam mit Kees
van Zelst.
Laure Pique (F)
Seiltänzerin. Forschung (mit LiSa und BigEye) an der Möglichkeit, durch Seiltanzen Klänge zu steuern. Vorbereitung auf
ihren Auftritt während des TOUCH Festivals.
Gert-Jan Prins (NL)
Komponist und Schlagzeuger. Produktion von Material (mit Radio- und Transmittertechniken) für seine Tournee mit dem
Werk “Noise Capture”.
CD-Produktion.
Jacques Rémus (F)
Bild-und Tonkünstler. Arbeit mit BigEye in Verbindung mit bestehenden Kompositionen.
Patrizia van Roessel (NL)
Choreografin. Produktion von Musik für das Tanzstück “Sweet Touch”, das während des TOUCH-Festivals uraufgeführt
wird.
Jon Rose (AUS)
Komponist und Musiker. Fortführung des Projekts “Virtuele Museum” von 1997 mit Image/ine, gemeinsam mit Tom Demeyer. Präsentation in Podewil, Berlin während des String’Em Up Festivals.
Technische Unterstützung seiner Europatournee durch STEIM und Tom Demeyer.
Joel Ryan (USA/ NL)
Komponist. Repertoire-Entwicklung mit DSP-Instrumenten. Gemeinsame Projekte mit dem Cellisten Mattias Lorenz und
der Violinistin Jane Henry.
Konzertvorbereitungen und CD Aufnahmen mit dem Saxofonisten Evan Parker zur Veröffentlichung einer CD.
Komposition für das Scapino Ballett Rotterdam gemeinsam mit Thom Willems.
Frank Scheffer (NL)
Regisseur. Arbeit mit Image/ine für die Multimedia-Produktion “Below You”, gemeinsam mit Jan Dries Groenendijk, Felipe
Waller und dem ASKO Ensemble.
Machteld Scheffer (NL)
Künstlerin. Erstellung einer Komposition mit analogen Klangerzeugern.
Daniel Schorno (CH/ NL)
Komponist und Musiker. Vorbereitung von musikalischem Material für die Tanzproduktion “The Painted Bird”.
Entwicklung einer elektro-akustischen Performance gemeinsam mit dem Saxofonisten Pascal Boudreault nach dem Prinzip des Live-Sampling und Live-Structuring. (LiSa, BigEye, MAX). Vorbereitung eines Beitrags zum Workshop ISCM
in Warschau. Arbeit mit LiSa für das Projekt “Air Game”, gemeinsam mit Hans van Koolwijk. Mitentwicklung dessen
“Bamboe-Orgel”
Schreck Ensemble (NL)
CD-Aufnahme und Konzertvorbereitungen für Konzerte in Bergen (Nord-Holland) und Lüneburg (D).
117
10.1 Appendix: Projekte 1969-2006
Laetitia Sonami (F/ USA)
Komponistin, Entwicklerin. Repertoire-Entwicklung mit Image/ine.
To Rococo Rot & Markus Schmickler (D)
Postrock-Band, Musiker. Vorbereitung der Produktion “Sonic Acts” mit Studenten vom Konservatorium in Den Haag.
Merlijn Twaalfhoven (NL)
Kompositionsstudent. Erstellung einer Komposition für das Loeki Stardust Blockflötenquartett. Studioarbeit mit AES-Studenten.
Yntse Vugts (NL)
Performancekünstlerin. Repertoire-Entwicklung mit BigEye und Image/ine.
Michel Waisvisz (NL)
Komponist, Musiker und STEIMs Direktor. Erstellung der Komposition MOONOOTOONOOM im Rahmen des Controllers’
Magic Projekt, gemeinsam mit Frank Baldé.
Ute Wassermann (D)
Stimmkünstlerin. Fortführung ihres Perkussion/LiSa-Projekts von 1997.
Anne Wellmer (D)
Sängerin und Klangkünstlerin. Weitere Arbeit an der Musiktheaterproduktion “Metamorphozen”, Premiere am 26. Feb.,
Den Haag
Projekt “Insekten und Vibraties” gemeinsam mit dem Videokünstler Boris Gerrets.
Kees van Zelst (NL)
Komponist, Musiker, Tontechniker. Gesangsaufnahmen für das Stück “Odyssey” von Louis Andriessen.
Technische Vorbereitungsarbeiten für die Oper “Tong en Dodd” von Guus Janssen. (z.B. Simulation eines Chores aus
einer einzelnen Stimme).Tonaufnahmen von Guus Janssens Werk “Hier” und “Dodd”.
Jos Zwanenburg (NL)
Komponist und Musiker. Forschung und Repertoire-Entwicklung gemeinsam mit Tim Howle (Oxford Brookes University),
mit Querflöte als Input von LiSa.
1998 – Orientierungsprojekte
Rosa Barba (D)
Studentin an der KHM Köln. Arbeit mit einem Videorecorder und Image/ine.
Jaap Blonk (NL)
Stimmkünstler. Arbeit mit LiSa
Andrea Bozic (KRO/ NL)
Studentin SNDO, Amsterdam. Arbeit mit Image/ine in Folge eines STEIM-Workshops.
Cinara Schettini (BRA)
Studentin SNDO, Amsterdam. Studentin SNDO, Amsterdam. Arbeit mit Image/ine in Folge eines STEIM-Workshops.
James Fulkerson (USA/ NL)
Komponist, Posaunist, Leiter der Band “Barton Workshop”. Arbeiten mit Image/ine für eine Musiktheaterproduktion.
Georg Hajdu (D)
Komponist. Arbeit mit STEIM-Software zur Integration in eigene Werke, insbesondere mit LiSa.
Suzan Kozel und Giselle Vienna
Tänzerin, Choreografin. Arbeit mit SensorLab und LiSa zur Orientierung.
Julika Mayer (D)
Tänzerin, Komponistin. Arbeit mit BigEye.
Daphna Naphtali (USA)
Sängerin, Komponistin. Arbeit mit LiSa und Lick Machine.
Dean Roberts (NZ)
Komponist und Performer. Arbeit mit LiSa für diverse Radioproduktionen.
Michael Smetanin (AUS)
Komponist. Arbeit mit Lick Machine und LiSa.
David Stevens (o.A.)
Komponist für TV-Musik. Arbeit mit LiSa.
Yuko Suzuki (JAP)
Komponistin und Perkussionistin. Arbeit mit LiSa und BigEye.
Eva Tremel (NL)
Performancekünstlerin. Arbeit mit Image/ine.
1999
Interne STEIM-Projekte, (Weiter-)Entwicklungen
LiSa
Version 2.03, neues Handbuch.
Image/ine und Remote Control
Implementierung neuer Plug-Ins und der Remote-Control-Technik, die das Programm nicht nur wie bisher über MIDI
steuerbar macht sondern auch TCP und UDP-Protokolle unterstützt.
The Hands
Bau eines neuen Controllers. Forschung an dynamischen und konditionellen Übersetzungsformen von Sensor-Daten in
musikalische Daten.
Verringerung der Fehleranfälligkeit des Instruments.
1999 – Forschungs- und Entwicklungsprojekte:
Clay Chaplin (USA)
Entwickler bei CalArts, Kalifornien. Arbeit an Video-Improvisation mit Image/ine, Entwicklung des drahtlosen Handschuhcontrollers „Stupid Thing“.
Carlos Sandoval (MEX)
Performancekünstler. Entwicklung eines Handschuhcontrollers, Programmierung mit Spider.
118
10.1 Appendix: Projekte 1969-2006
1999 - Künstlerische Projekte, Aufnahmen:
Guy Imitai (GB)
Komponist. Postproduktion von Klangmaterial zur CD-Veröffentlichung.
AudioROM (GB)
Künstlergruppe aus London unter der Leitung von André Ktori. Arbeit mit LiSa und SensorLab.
Richard Barrett (GB/ NL)
Komponist. Aufnahmen mit dem Muziek Ensemble.
Marie-Cecile de Bont (NL)
Tänzerin. Untersuchung von Sensoren zum Einsatz bei Tanzperformances.
Massimo Catalfo (IT)
Installationskünstler. Arbeit mit BigEye und Lisa and der Installation “L’ULTIMO SGUARDO DI ORFEO”.
Wiel Conen (NL)
Komponist, Musiker. Produktion von Samples als Konzertvorbereitung für den Auftritt “Lost And Found” in De Waag,
Amsterdam, gemeinsam mit Frank Baldé.
Renaud Courvoisier (F)
Student an der Kunstakademie in Aix-en-Provence. Arbeit an seiner Examensarbeit mit LiSa und BigEye.
Paul Jeukendrup (NL)
Produzent. Tonaufnahmen von 12 Sängern für die Opernproduktion “Hier” von Guus Janssen.
Hans von Koolwijk (NL)
Fortführung des Projekts “Bamboe-Orgel” von 1998.
Zbigniew Karkowski (POL/JAP)
Musiker und Komponist. Studioarbeit zur Konzertvorbereitung auf das Audio Arts Festival in Polen.
Maarten Altena Ensemble (NL)
Musiktheaterproduktion “Tweeluik” des Ensembles, gemeinsam mit Alison Isadora, Sher Doruff, Eleen Standley und JanBas Bollen. Proben für einige Aufführungen in den Niederlanden.
Cas de Marez (NL)
Stimmkünstlerin. Arbeit mit SensorLab und LiSa an “Sens” und “Debriefing” im Rahmen von Konzertvorbereitungen.
Miya Masaoka (USA)
Musikerin. Proben mit ihrem Koto-Interface “Monster”. Aufnahmen gemeinsam mit Frances-Marie Uitti im Rahmen einer
CD-Veröffentlichung, unterstützt durch Kees van Zelst.
Julika Mayer (D/F)
Puppenspielerin. Vorbereitung ihres Abschlussprojektes für das “Institut International de la Marionette de CharlevilleMézières” mit SensorLab und Kontaktmikrofonen.
Dorothé Mertens (NL)
Künstlerin. “Ruslandproject”: Arbeit mit Image/ine an in Russland aufgenommenem Videomaterial.
Lisa Moren (USA)
Künstlerin und Video-Dozentin an der Universität von Pittsburgh. Erstellung der Installation “La_alma” als ‘interaktives
Videobuch’ mit BigEye, Image/ine und SensorLab.
Helena Muskens und Quirine Racké (NL)
Videokünstlerinnen. Projekt “The Real is A Delicacy” mit Image/ine.
Sonja Mutsaerts (NL)
Komponistin. Repertoire-Entwicklung und Arbeit mit Harddisk-Recording und-Editing.
Martina Nussbaum (D)
Studentin am Media-GN Groningen. Projekt “Sightseeing” mit Image/ine und BigEye.
Paul Obermayer, FURT (GB)
Komponist, Musiker. Surround-Forschungsprojekt mit LiSa. Repertoire-Entwicklung.
Bob Ostertag & Richard Board (USA)
Komponist & Lichtkünstler. Entwicklung eigener Instrumente mit BigEye und LiSa-Systemen, Repertoire-Entwicklung.
Eric Redlinger (USA)
Komponist. Produktion eines Soundtracks auf Basis von Insektengeräuschen für eine Tanzaufführung.
Jocelyn Roberts & Daniel Jolliffe (CAN)
Klang- und Medienkünstler. Arbeit mit GPS-Systemen und MAX/MSP, Vorbereitung des Projekts “Ground Station”.
Patrizia van Roessel (NL)
Choreografin. Proben mit dem Tänzer Norio Mamiya am Projekt “The Beauty Is The Beast”, Arbeit mit Image/ine.
Jon Rose (AUS/NL)
Komponist, Violinist. Konzertvorbereitung “Rosenberg Museum” gemeinsam mit Tom Demeyer für das “String ‘em up”
Festival in Rotterdam. Mixing von aufgenommenem Material auf DAT.
Joel Ryan (USA/NL)
Komponist und Musiker. Projekt “Expoxy”: Kooperation mit der Tanzgruppe von Krisztina de Châtel und dem Scapino Ballett, wobei Joel Ryan die Live-DSP-Prozessierung des Pianospiels von Gerard Bouhuis und Sepp Grotenhuis vornimmt.
Arbeit mit dem eigenen DSP-System und SuperCollider. gemeinsam mit Michael Vatcher und Mary Oliver. Proben von
“On Time” von Michael Schumacher.
Frank Scheffer (NL)
Filmmacher. Arbeit am Licht- und Videoteil des Projekts “Expoxy”, gemeinsam mit Dirk Haubrich.
Schreck Ensemble (NL)
Konzertvorbereitung für Kompositionen mit Live-Electronica. Werke von Jean Claude Risset, Hans van Eck, Hein Pijnenburg, Oliver Frey und Arie van Schutterhoef.
Harry Spaanjaard (NL)
Komponist. Erstellung einer Viertelnoten-Skala, Aufnahme auf MC für Gesangsproben.
Stichting Gaudeamus (NL)
Brass Ensemble. Proben der Komposition “London Poems II” von Rochus Aust.
Jules Stoop (NL)
Student der Sonologie in Den Haag. Abschlußarbeit zur MIDI-Steuerung von Licht und Video-Projektionen.
Terre Thaemlitz (USA)
Komponist und Musiker. Vorbereitung des STEIM-Konzertes mit dem Nu-Bus Computer.
Merlijn Twalfhoven & Juri Kneppers (NL)
Student am Sweelinck Konservatorium & Student an der Nederlandse Filmakademie.
Bild- und Tonprojekt “Eentonig” mit Violine, LiSa und Image/ine.
Michael Vatcher (o.A.)
Musiker. Aufnahmen des Trios mit Cor Fuller und Miya Masaoka durch Kees van Zelst, zur Erstellung einer Demo-CD.
Marike Verheul (NL)
Violinistin. Forschungsprojekt mit LiSa, um den Atem von Tänzern als Klangsteuerung einzusetzen.
119
10.1 Appendix: Projekte 1969-2006
VPRO (NL)
TV-Sender. Aufnahmen der Neujahrssendung “Jeugd TV” im Studio3, gemeinsam mit dem Nederlands Blazers Ensemble.
Yntse Vugts (NL)
Komponistin und Medienkünstlerin. Fortführung ihres Projekts “Con Moto” von 1998, mit BigEye und Image/ine.
Michel Waisvisz (NL)
Komponist und Perfprmancekünstler. Repertoire-Entwicklung mit “The Hands” und LiSa.
Annie Wright (GB/ NL)
Mitentwicklung des Musiktheaters “The Beauty Is The Beast” gemeinsam mit Patrizia Roessel und Paul Müller.
Kees van Zelst (NL)
Komponist und Musiker. Erstellung der Komposition “Coalizion” mit Alan Laurillard und Alan Purvus für Schlagwerk und
Elektronik.
Arbeit mit BigEye an der Klanginstallation “De Klankspeeltuin”, gemeinsames Projekt von CEM und IJsbreker.
Jos Zwanenburg (NL)
Erstellung der Komposition “Dichter im Puffer” für das Festival für Elektronische Musik in Lüneburg, auf Basis seiner
STEIM-Arbeit von 1998.
1999 – Orientierungsprojekte:
Massimo Catalfo (IT)
Arbeit mit LiSa und BigEye.
Marina Chernikova (RUS/NL)
Set Designer. Arbeit mit Image/ine für Tanzperformances.
Annelie David & Fransien van der Putt (NL)
Choreografen. Arbeit mit LiSa und BigEye.
Gerard van Dongen (NL)
Arbeit mit der IRCAM/Opcode Signalverarbeitungs-Software MSP.
Dan Dobson & Peter Norman (USA)
Künstler von der Builders Association, New York. Arbeit mit LiSa, Image/ine und SensorLab an ihrer Komposition “OPERA”.
Aemon Green & Adam Green (IRL)
Musiker. Arbeit mit LiSa im Rahmen eines Auftritts gemeinsam mit dem Nederlands Blazers Ensemble.
Lori Freedman (CAN)
Saxofonistin. Ausführliche Arbeit mit LiSa und der Anpassung des Programms an ihr Saxofonspiel.
Cor Fühler (NL)
Pianist. Arbeit mit LiSa am Projekt “De Binnensetzer”.
Gil K (JAP)
Musiker, Grafiker, DJ/VJ. Arbeit mit Image/ine.
Yolande Harris (GB)
Musikerin, Entwicklerin. Arbeit mit BigEye und Image/ine in Planung eines Projektes mit Walter Fabeck und Bert Bongers.
Vorbereitung auf das Festival de la Creacion Audiovisual (Spanien) und das Nerve Festival (ICA London).
David Linton (USA)
Komponist, Musiker und DJ. Arbeit mit LiSa.
Andrew Newman (GB)
Musiker. Arbeit mit LiSa.
Gregory Neumann (GB)
o.A.; Arbeit mit LiSa.
Leonard Jason Paul (USA)
Computerwissenschaftler. Arbeit mit LiSa.
Reina Perdomo (PER)
Tänzerin. Arbeit mit Image/ine für die Produktion “Life Forms”.
Quirine Racké und Helena Muskens (NL)
Videokünstlerinnen. Arbeit mit Image/ine, LiSa und BigEye zur Erstellung einer Video-Installation.
Luca Recupero (I)
Student an der Universität Amsterdam und der Universität von Bologna. Arbeit mit LiSa.
Adriana Sa (POR)
Künstlerin. Arbeit mit LiSa für die Erstellung von Klanginstallationen.
Paul Furrington (aka Tonne) & Robin Rimbaud (aka Scanner) (GB)
Musiker. Arbeit mit Image/ine, Vorbereitung ihres STEIM-Konzerts.
Paula Tognazzi (I)
o.A.; Arbeit mit Image/ine.
Giselle Vienne (FR)
Studentin des Institut International de la Marionette. Arbeit mit LiSa gemeinsam mit Etienne Bideau-Rey.
2000
Interne STEIM-Projekte, (Weiter-)Entwicklungen
LiSa
- Pitchtracking und Envelope-Following als Steuerfunktionen
- Interface-Verbesserungen im Sample-Editor
- Audio-Import von CDs
- Mouse-Control Window, das LiSa unabhängig von MIDI-Geräten macht.
- Ausbau der Modulationsmöglickeiten, u.a durch ext. MIDI-Controller
- Möglichkeit Samples von Festplatte zu streamen
- Anpassung an neue MacOS File Selectors, als Vorbereitung auf Mac OSX
- Verringerung der MIDI-Latenz
120
10.1 Appendix: Projekte 1969-2006
BigEye 2
- neue stabilere Scriptsprache, Compiler
- Videoobject-Tracking
- Movement-Tracking
- Texteditor mit Syntax Färbungen
Image/ine 1.3
-Einführung der Altivec Technologie
-Beginn mit Video-Sampling Implementation
-mehr Möglichkeiten der rhythmischen Bild-Synchronisation
SensorLab vII
Da mittlerweile viele Künstler mit Laptops unterwegs sind, ist der Bedarf nach einem Standalone Sensor-to-MIDI-Computer (SensorLab 1, entwickelt zwischen ‘90 und ‘92) geringer geworden. Die Planung des SensorLab vII hat zum Ziel, eine
externe Box als Peripherie-Hardware bereitzustellen, die Sensordaten in MIDI wandelt und an den Rechner sendet.
- es soll maximal 5oo Gulden kosten (das alte lag bei ca. 2500)
- Basisversion soll 32 Schalter, 8 analoge Kanäle und 2 Ultraschallkanäle “übersetzen”
- Anschluss an Apple Computer über den USB Port
- Höhere Auflösung (von 8 Bit zu 12 Bit) der Messwerte
2000 – Forschungs- und Entwicklungsprojekte, künstlerische Projekte:
Björn Askefoss (NOR)
o.A. BigEye Projekt. Kritische Untersuchung der Software unter stabilen Belichtungsbedingungen.
Christiaan Bastiaans (NL)
Komponist. Erstellung der Komposition “Hurt Models” in Zusammenarbeit mit STEIM und Montevideo
Annemarieke Bechger (NL)
Tonaufnahmen für ein Theaterprojekt
Heimir Bjorgulfsson (ISL / NL)
Komponist. Remixe von früheren Aufnahmen (STEIM 1998). Produktion von Material für eine Ausstellung in Reykjavik,
gemeinsam mit Magnus Palsson. Aufnahmen für eine LP auf dem Label “Box Media” (Chicago). Bearbeitung von Tonaufnahmen, die er mit dem Komponisten Francisco Lopez gemacht hat. Tonaufnahmen für eine CD-Veröffentlichung,
gemeinsames Projekt mit Staalplaat.
Jaap Blonk (NL)
Stimmkünstler. Arbeit mit LiSa und MAX zur Repertoire-Entwicklung.
Marie-Cecile de Bont (NL)
Choreografin. Projekt “Slam-Bam, Dansklanken”. Anpassung von Sensoren und Mikrofonen für die Tanzproduktion (Musik: Yannis Kyriakides)
Weitere Arbeit mit BigEye und Sensoren.
Susanna Borsch (NL)
Blockflötistin, Komponistin. Repertoire-Entwicklung für Solo Blockflöte und LiSa, gemeinsam mit Jos Zwaanenburg.
Peter Bosch (NL/ES)
Videokünstler. Arbeit mit BigEye und Yamaha Sound-Modulen an der Installation “Aquas Vivas/Aguas Claras”.
Susanne Brian (D)
Tänzerin, Sängerin und Performerin. Arbeit mit SensorLab um Körperbewegungen musikalisch abzubilden. Anpassung
des “Bodysynths” (von Ed Severinghaus, San Francisco).
Raylene Campbell (CAN)
Arbeit mit SensorLab und Spider, um ihr Akkordeon zu präparieren und mittels Sensoren MAX-Patches zu steuern.
Nora Crane (USA)
Komponistin. Entwicklung eines Live-Electronika-Set-Ups für ihren Auftritt im IJsbreker, bei dem sie die Bewegungen von
Violinenklängen steuert.
Annelie David (NL) & Richard Povall (USA)
Arbeit mit BigEye und Image/ine an der Tanzproduktion “Above as to be(s)ow”.
Bianca van Dillen (NL)
Motion Capture Projekt mit eigener Apparatur.
Luke Dubois & Marc McNamarra (USA)
Realisierung einer Multimedia-Installation mit LiSa, Image/ine und BigEye.
Michel Durieux (NL)
Installation “Affectieve Video”. Messung von physiologischen Daten der Besucher (Hautwiderstand, Muskelspannung,
Herzschlag) zur Steuerung der Videospur durch Image/ine und LiSa.
Liesbeth Esselink (NL)
Komponistin. Arbeit mit LiSa zur Repertoire-Entwicklung und Vorbereitung auf Auftritte mit der Gruppe “Solex”.
Sabisha Friedberg (USA)
Klang- und Videokünstlerin. Arbeit mit STEIM-Software zum Einsatz in ihrer Arbeit für Radio- und Videoproduktionen.
Tonaufnahmen für ein Drama für Radio100.
Klangspur für ein Video für das “Competitive Sonic Arts Festival”.
Jim Fulkerson (NL)
Komponist und Posaunist. Proben mit dem Barton Workshop Ensemble von Werken von Nicolas Collins (Streichquartette) und Tobias Giessen.
Barbara Golden (USA)
o.A.; Arbeit mit Imag/ine für Radio/ TV-Produktionen.
Carlos Guedes (NL/ POR)
Entwickler, Choreograf. Tanz-Projekt “Mapping Dance to Musical Rhythm: The Creation of a Computational Algorithm for
Musical Gestures”, mit Videokameras und Sensoren.
Projekt “Pendulum”, bei dem ein Tänzer an einem Tau durch seine Bewegungen Pianoklänge steuert.
Wiek Hijmans (NL)
Komponist, Musiker. Erstellen einer Klangcollage für einen Auftritt des Maarten Altena Ensembles.
Carsten Nicolai (D), Ryoji Ikeda (JAP)
Musiker und Komponisten. Proben für “Japanese Frequencies” zur Aufführung im Paradiso, Amsterdam während des
Holland Festivals.
Alison Isadora (NL)
Komponistin. Erstellung einer Komposition gemeinsam mit Anne La Berge (Flöte, Gesang) und Sher Doruff (Video). Anpassung von LiSa und SensorLab.
Jason Kahn (USA/CH)
Komponist. Repertoire-Entwicklung mit LiSa.
121
10.1 Appendix: Projekte 1969-2006
Saori Kakizava (NL)
Komponistin. Erstellung einer Komposition für die Tanzproduktion “Rain Tree” der Choreografin Megumi Nakamuro. Produktion und Aufführung von Filmmusik zu einem Stummfilm von Shigeji Ogino, gemeinsam Mary Oliver (Violine), Pascal
Plantenga (Gesang) und Dirk Haubrich (Sound Processing).
André Kroese (NL)
Musiker. Tonaufnahme von John Dowlands “Full Fadom Five” für Renaissancelaute und Gesang für die Theaterproduktion “De Droom van De Puck”
Didier Labbé (F)
o.A.; Arbeit mit LiSa.
Jan Langendik (NL)
o.A.; Arbeit mit Richtmikrofonen, Sensoren und LiSa.
Nora Ligorano und Marshall Reese (USA)
Klang- und Videokünstler. Arbeit mit BigEye, MAX und Sensoren, um AV-Sequenzen in Abhängigkeit von Lichtstärke zu
triggern.
Maarten Altena Ensemble (NL)
Produktion von Tonmaterial für zukünftige Aufführungen.
Andreas Maier (D)
Musiker. Arbeit mit LiSa und Image/ine.
Kaffe Matthews (GB)
Komponistin, Violinistin. Tonaufnahmen und -bearbeitung zur weiteren Repertoire-Entwicklung. Gemeinsames Improvisationsprojekt mit Zeena Parkins (USA, Harfinistin) und Mandy McIntosh (GB, Videokünstlerin).
Julika Mayer (D/ F) und Renaud Courvoisier (F)
Komponisten und Musiker. Arbeit mit BigEye zur Vorbereitung ihrer Performance in Avignon während des AvignoNumerique Festivals.
Dorothé Meddens (NL)
Entwicklung einer neuen Version der Installation “Babyspiegel”, die während der Touchausstellung beim Dutch Design
Day gezeigt wird.
Marijke Moel und Danny de Graan (NL)
Musiker. Testen des Setups für die Performance “?Connect!!” in Avignon während des AvignoNumerique Festivals.
Ikue Mori (USA)
Musikerin. Vorbereitung ihrer Solo-Improvisation im Rahmen eines STEIM Konzerts.
Sonja Mutsaerts (NL)
Komponistin. Vorbereitung ihrer Performance in Avignon während des AvignoNumerique Festivals.
Erstellung der Komposition “Betsa Zooi en de omgevallen wereld”, gemeinsam mit Maud Sauer für das “Interdisciplinair
Kunstprojekt” in De Lantaren, Rotterdam.
Peter Nelson (NL)
o.A.; Videoaufnahmen von Frances-Marie Uitti während ihrer Studioarbeit zu Dokumentations- und Werbungszwecken.
Nieuw Ensemble und Ernest Rombout (NL)
Erstellung der Komposition “De Wereld is een Gekkenhuis” mit LiSa in Verbindung mit einer Oboe.
KK Null (JAP)
Musiker. Arbeit mit Ultraschall- und Accelerometer-Sensoren und SensorLab zur Vorbereitung eines Konzerts mit “MIDI
Interactive Technology” während des EXILES-Festivals in Berlin
Nick Parkin (GB)
Musiker. Arbeit mit LiSa und BigEye
Reyna Perdomo (PER/ NL)
o.A.; Arbeit mit BigEye und Image/ine am Multimedia-Projekt “Moradas”.
Shawn Pinchbeck (CAN)
Komponist und Installationskünstler. Arbeit mit BigEye an einer interaktiven Installation.
Gert-Jan Prins (NL)
Komponist. Tape-Überspielungen auf DAT für eine CD-Veröffentlichung.
Eric Redlinger (NL)
Komponist und Performer. Arbeit mit LiSa.
Patrizia van Roessel (NL), Sonja Mutsaerts (NL) und Shaun Smith (GB)
Vorbereitung der Tanzproduktion “Instant Party” für das AvignoNumerique Festival.
Ernest Rombout (NL)
Komponistund Oboist. Arbeit an einer Komposition mit SensorLab und Spider. Vorbereitung eines Konzerts im Paradiso
am 27. März 2001.
Jon Rose (AUS/NL)
Produktion von Quicktime-Filmen seiner Arbeit mit Image/ine für das “Rosenberg Museum” Projekt.
Joel Ryan (NL/USA)
Komponist. Konzertvorbereitungen und Repertoire-Entwicklung.
Daniel Schorno (CH)
Komponist, Musiker, Entwickler. Vorbereitung der Image/ine Präsentation am IRCAM. Aufführung von “Air Game” mit
Hans van Koolwijk’s “Bambuso Sonore”, LiSa und Schornos “Granular Sampler”, gemeinsam mit Alan Laurillard, Laurens
Tan und Klaas Hoek. Proben an “<Modi>” gemeinsam mit Laurens Tan (Blockflöten).
Schreck Ensemble (NL)
Proben von “De Dag”, “Genesis Genetics” (von Arthur Sauer), “Nuctemeron” (von Hans van Eck) und “Onderbroken Dag”
(mit Hans van Koolwijk).
Peter Sinclair (F/ GB)
Komponist, Programmierer und Dozent. Arbeit mit BigEye am “Cocktail Party Project”.
Paolo Solcia (IT)
Arbeit mit MAX und Image/ine für seine Multimedia Performance “Specchi con Acqua”.
Mikael Stavöstrand (SVE)
Komponist. Arbeit mit BigEye.
Kristian Thomas (AUS)
Performer für Live-Elektronik. Arbeit am “Pseudo Sound Project” mit Infrarot- und Ultraschall-Sensoren, Image/ine und
MAX.
Paula Tognazzi (NL/I)
Videokünstlerin. Arbeit mit Image/ine an einem interaktiven Film.
Steina Vasulka (USA/ISL)
Untersuchungen mit Image/ine für neue Arbeiten.
Douglas Vila (F)
Komponist. Arbeit mit Ultraschallsensoren und LiSa zur Modulierung von bestehendem eigenen Klangmaterial.
Michel Waisvisz (NL)
Konzertvorbereitung “Mutalobo” gemeinsam mit Frank Baldé für das AvignoNumerique Festival.
122
10.1 Appendix: Projekte 1969-2006
Alexander Waterman (NL)
Aufnahme und Produktion des Stückes “Sprachgitter” für Cello solo und 4 Tape-Tracks.
Anne Wellmer (D/NL)
Komponistin. Proben für das Multimedia-Projekt “Travelling Barefoot” gemeinsam mit Justin Bennett (Software), Anne
La Berge (Querflöte), Carl Beukman (Kontrabass), Boris Gerrets (Video) und Sukandar Kardinata (Hardware). Projekt
“Kraakgeluiden” mit STEIMs Crackleboxes gemeinsam mit Daphne Naphtali.
Simon Wickham-Smith (GB)
Arbeit mit STEIM Software zur Erweiterung des Didgeridoos (Getrenntes Pitch-Following mit LiSa für Grund- und Obertöne).
Rebekah Wilson (NZ)
Komponistin. Repertoire-Entwicklung mit dem Eventide Signal Prozessor und HD-Recording.
Deborah Woolaston (GB)
Komponistin. Arbeit mit LiSa.
2001
Interne STEIM-Projekte, (Weiter-)Entwicklungen
LiSa
ASIO-Support, Stereo Sample Buffer
MIDI-Snapshot (mit Morphing zwischen “Terrains”), MIDI-Processors
TOUCH-Ausstellung
neue Objekte für die Ausstellung, Unterhalt der alten Objekte.
Cracklebox
Es wird geplant, die 1975 entwickelte Cracklebox mit neuen Komponenten erneut zu bauen und zu verkaufen.
Breakoutbox /SensorLab vII
Weiterentwicklung dse SensorLabs, das an einen Host-Computer angeschlossen wird. Es werden mehrere SensorenSets gebaut (Druck-, Biege-, Licht-, Ultraschall-, Zug-, Accelerometer).
The Hands 2
Elektronische und mechanische Anpassungen von Michel Waisvisz’ Controller.
Body Synth
STEIM baut neue Sensoren für das drahtlose Interface-System von Jorge Isaac.
Anne La Berge
STEIM baut ein Fußschalter-Interface, das es ihr ermöglicht, zwischen Presets zu wechseln.
Jon Rose (AUS/ NL)
STEIM passt einen X-Y-Z Controller an, so dass er ihn mit SensorLab benutzen kann.
Franziska Baumann
STEIM baut eine spezielle Breakoutbox zur Nutzung verschiedener Sensoren.
2001 Forschungs- und Entwicklungsprojekte, künstlerische Projekte:
Franziska Baumann (CH)
Sängerin, Flötistin und Klangkünstlerin. Arbeit mit LiSa und SensorLab zur Entwicklung eines eigenen InstrumentenControllers.
Repertoire-Entwicklung gemeinsam mit Michel Waisvisz und Daniel Schorno.
Eline La Croix (NL)
Tänzerin. Arbeit mit LiSa, BigEye und MAX.
Stéphane Morisse und Myriam Villiers (F)
Komponisten. Arbeit mit MIDI Conductor und LiSa.
Anne Wellmer (D/ NL)
Komponistin. Produktion des Projekts “Travelling Barefoot” (siehe 2000) und “Mappings #1”.
Vorbereitung einer LiSa-Aufführung im Rahmen von “Kraakgeluiden in de binnenstad”. Projekt mit Yannis Kyriakides und
Marco Ciciliani.
Akustische Aufnahmen der elektro-instrumentalen Liveproduktion “Garnd Mal”, mit Justin Bennett, Steffie Büttich, Matthew
Ostrowski und Christin Wildbolz.
Lawrence Casserley (GB)
Komponist. Aufnahmen im Rahmen einer CD-Veröffentlichung.
Repertoire-Entwicklung gemeinsam mit Richard Barrett und Mary Oliver.
Anne LaBerge (NL) und Alison Isadora (NL)
Komponistinnen. Aufnahmen mit LiSa und SensorLab.
Arbeit am politischen Theaterstück “Native Tongue” von Alison Isadora.
Danny de Graan (NL) und Marijke Moel (NL)
Klangkünstler. Arbeit mit BigEye und DSP-Software für eine Performance auf der Biennale in Venedig.
Frank Scheffer (NL) und Dirk Haubrich (D)
Produktion von “Sonic Genetics” (von Frank Scheffer, Merzbow, Tomoko, Ian Kerkhof und Phillip Virus) für das Holland
Festival.
Ernest Rombout (NL) und Rozemarie Heggen (NL)
Arbeit mit LiSa und BigEye und Sensoren an Pflanzen zur Erstellung einer Komposition für das Nieuw Ensemble.
Adèle Levi (GB) und Jocasta Lucas (GB)
Arbeit an einer Tanzperformance mit BigEye und LiSa.
Tracy Davis (USA)
Komponistin und Entwicklerin. Arbeit mit ihrem Sensorinstrument “midimOuth” (Pitch-Erkennung der Stimme) und SensorLab, um aus der menschlichen Stimme polyphone Klangstrukturen zu generieren.
Daniel Schorno (NL)
Proben gemeinsam mit Frank van der Ven und der Tanz- und Musik-Improvisationsgruppe “Body Weather”.
Frank Ebbe (NL)
Aufnahme von “Teleac/NOT” mit Michel Waisvisz und Frank Baldé.
Frances-Marie Uitti (NL)
Aufnahme und Produktion eines Werkes gemeinsam mit Pauline Oliveros, Technik: Kees van Zelst. LiSa-Session mit Jos
Zwaanenburg (Flötist).
Schreck Ensemble (NL)
Proben und Konzertvorbereitungen.
123
10.1 Appendix: Projekte 1969-2006
Martin Padding (NL)
Komponist. Tonaufnahmen seines Werkes “Waterproof”, aufgeführt durch Walter Wierbos, Technik: Kees van Zelst.
Hans van Eck (NL)
Komponist, Leiter des “Schreck Ensemble”. Aufnahmen mit der Sängerin Janice Jackson, zur Vorbereitung eines Auftritts
bei DIEM (Danish Institute for Electro-Acoustic Music)
Sher Doruff (NL)
Videokünstlerin. Entwicklungsprojekt von Mitarbeitern des “Keystroke” Teams, zur Anpassung von LiSa und dem SensorLab mit diversen Sensoren und einer ADSL Internet-Verbindung. Vorbereitung eines “Keystroke”-Workshops. “Keystroke”
ist eine Realtime-Crossmedia-Multi-User Umgebung für vernetzte Performances. LiSa und SensorLab sollen in dieses
System eingebunden werden.
Jeroen Hofs aka Eboman (NL)
Komponist und Perfromer. Arbeit mit LiSa für seine Liveauftritte.
Andreas Breitscheid (D)
Komponist und künstlerischer Mitarbeiter der Staatsoper Stuttgart. Arbeit mit Image/ine und LiSa zur Vorbereitung von
Ko-Produktionen von STEIM mit der Staatsoper Stuttgart.
Arbeit mit Image/ine für “Bildbeschreibung” von Heiner Müller, zur Aufführung im Forum neue Oper, Stuttgart.
Christiaan Bastiaans (NL)
Performanceprojekt “Real Lear”, Anpassung des Audiomonitor-Systems.
Aymeric Willier (F)
Arbeit mit SensorLab an gestischer Musiksteuerung, Projekt “Jonglerie Musicale”.
Fabian Chyle (D)
Choreograf. Arbeit an einer interaktiven Aufführungspraxis von Tanzproduktionen mit Lisa und BigEye.
James Burke (NL)
o.A.; Arbeit mit BigEye.
Aurelie Albaret (F)
Violinistin. Projektarbeit mit BigEye, LiSa und zwei Tänzern.
Scott Wilson (CAN)
Komponist. Arbeit mit Image/ine an “Müllmusik”.
Netochka Nezvanova (NL)
Komponistin, Aktionskünstlerin. Akustische Aufnahmen, Repertoire-Entwicklung. Vorbereitung von Konzerten und einem
Nato +55 Workshop. Anpassung von Surround-Verstärkung für das Stück “gentle oscillations occur for a period of 60
minutes”.
Maria Ines Villasmil (NL)
Forschungsarbeit mit Image/ine für die Musikvideo-Produktion “Corazones Indigo”. Koproduktion mit dem Dual Dance
Project, Amsterdamer Kunsthochschule und dem Sloterparkbad, Amsterdam.
Clarence Barlow (USA/ NL)
Komponist. Produktion seiner Field-Recording-Komposition “Zero Crossing”.
Jeff Mann und Michelle Teran (CAN)
Arbeit mit Sensoren, Keystroke und MAX für das HWLA1 Projekt von Motherboard (Norwegen).
Noam Carmelli (D/NL)
Architektur Student an der Rietveld Akademie. Orientierungsarbeit mit STEIM Produkten.
Michel Waisvisz (NL)
Live-Komponist, STEIMs Künstlerischer Leiter. diverse Konzertvorbereitungen, Repertoire-Entwicklung.
Paul Prestipino (AUS)
Komponist. Produktion eines Werkes mit Live-Recording und dem Butoh-Tänzer Dawn Akemi Saito.
Pascal Boudreault (CAN)
Komponist. Erstellung einer Komposition für Saxofon und Computer, der mit BigEye und Image/ine eine Art Partitur generiert.
Joel Ryan (NL)
Komponist. Repertoire-Entwicklung gemeinsam mit Frances-Marie Uitti.
René Mogensen (USA)
Komponist, Saxofonist. Erweiterung des Saxofons mit Sensoren, um LiSa zu kontrollieren.
Miya Masaoka (USA)
Repertoire-Entwicklung mit der erweiterten Koto, gemeinsam mit Francis-Marie Uitti und Joel Ryan.
Robert van Heumen (NL)
Komponist, Laptop-Musiker. Arbeit mit LiSa gemeinsam mit Koen Nutters (Kontrabass) an “strukturierter Improvisation”
(“st.-LAB (01)”, “i am a man of shortbread, said the thesaurus”).
Renaud Herbin und Kamal Hamadache (F)
Arbeit mit SensorLab am Projekt “Les grands poissons mangent les petits”.
Michael Bassett (GB)
Student am Dartington College of Arts, Sänger und Gitarrist. Arbeit mit LiSa für seine Aufführungspraxis.
Jordan Wannychuk (NZ)
Performer. Orientierungsprojekt mit STEIM-Software und Touchpad-MIDI-Controllern. Konzertvorbereitung für einen Auftritt bin der “Kraakgeluiden” Serie im OT301, Amsterdam.
DJ Per (NL)
Produktion einer CD “earthaudio” für Sony-Music, gemeinsam mit Jorgen Brinkmann im Kellerstudio.
Dugal McKinnon (NZ)
Vorbereitung des elektro-akustischen Workshops, der im November bei STEIM stattfindet.
Alan Laurillard (NL)
Proben mit der Gruppe “Up There (Extended)”, mit Kirchenorgel, akustischen Instrumenten und ADAT-Tape. Technik:
Kees van Zelst.
Annie Wright (GB/ NL)
Stimmaufnahmen für die Videoproduktion “Devil on her mind”, gemeinsam mit Paul Müller.
Jan-Bas Bollen (NL)
Organisatorische Vorbereitung des “Solitary Waves - Rumori 2001”- Konzerts, Einrichtung einer Breitband Internetverbindung.
Ned Colclough (USA)
Forschung mit LiSa zur Erstellung eines Systems das Hintergrundmusik generiert welche von den anwesenden Menschen durch Sensoren gesteuert wird. Tonaufnahmen für die Samples des Systems.
Machteld Scheffer (NL)
Künstlerin. Arbeit mit LiSa zur Einbindung in ihre Arbeit.
Tom Fryer (NL)
Komponist. Integration von Image/ine in seine Arbeit mit der Sensor Enhanced MIDI Guitar. experimente mit LiSa, gemeinsam mit Jan-Bas Bollen.
124
10.1 Appendix: Projekte 1969-2006
Lori Freedman und Wende Bartley (CAN)
Arbeit mit Bassklarinette und LiSa.
Julian Hintz (USA)
Komponist, Perkussionist. Anpassung von IMage/ine für die “Update Opera Production” von “La Calisto” (Pier Francesco
Cavalli).
Arbeit mit farbig präpariertem Akkordeon und BigEye.
Jorge Isaac (NL)
Arbeit mit dem BodySynth, BigEye und LiSa am Projekt “VisiSonor & Balance”
Andrew d’Angelo (USA)
Saxofonist. Orientierungsarbeit mit LiSa
Matthew Ostrowski (USA)
Proben mit Steffie Büttrich und Chris Nelson am Stück “999.000.000.000.000.000.000.000” zur Aufführung beim Festival
“Wien Modern”
Andy Moor (NL)
Komponist, Gitarrist. Post-Produktion von bestehendem Material auf 8 Spuren, zur Veröffentlichung einer CD auf dem
Label “Unsounds”
Maarten Altena Ensemble (NL)
Rekonstruktion verlorener Samples und Proben
Saori Kakazawa (NL)
Entwicklung der Tanz- und Musikproduktion “FruitThree”
Jorgen Brinkman (NL)
Akustische Aufnahmen für neue Kompositionen
Philippe Monvaillier (Südafrika)
Proben von “I have a drum” mit STEIM-Software
Lindsay Vickery (AUS)
Arbeit mit STEIM Software am Projekt “Squint” gemeinsam mit der Perkussionistin Amy Knoles, die den Yamaha Miburi
MIDI Jump-Suit benutzt um Bilder in Echtzeit zu steuern
The Lappatites
Gemeinsames Projekt zur Erprobung neuer Formen von Interaktion in digitaler Ensemblemusik von Kaffe Matthews (GB),
Ikue Mori (USA), Keiko Uneshi (USA) und Marina Rosenfeld (USA)
2002
Interne STEIM-Projekte, (Weiter-)Entwicklungen
LiSa 2.5
Verbesserung des MIDI-Snapshot Features. 4 Snapshots können den Ecken eines Vierecks zugewisen werden und ein
X-Y Controller interpoliert diese Werte
Anpassung an OS X.
Release des LiSa X Players, ohne Edit-Option (LiSa X 2003)
Music Control Center
Projekt von Michel Waisvisz und Frank Baldé. Übersetzungsprogramm für MIDI, SensorLab vII und Gamecontroller. (Vorläufer von junXion und dem OIK Projekt). OS X version von MIDIJoy, für 8 Gamecontroller gleichzeitig.
SensorLab vII
Entwicklung der neuen Firmware und einer Dokumentation durch René Wassenburg, in Kooperation mit dem Konservatorium in Den Haag, dessen Techniker den Bau des Printed Circuit Board unterstützen. Untersuchung des vierten Moduls
(?) des SensorLab durch Ravian de Vries (Praktikant)
Bau einer Mini-Breakoutbox für portable Projekte
2002 - Forschungs- und Entwicklungsprojekte:
Jorge Isaac
Einbau weiterer Sensoren in den Body Synth durch Jorgen Brinkman
Franziska Baumann (CH)
Verbesserungen des Cyberglove durch Jorgen Brinkman: Einbau von 1 Ultraschallsender und 2 -Empfängern, 4 Biegesensoren, 1 X-Y Accelerometer und eine Tastatur mit 8 Schaltern
Marko Kosnik (SLO)
Forschungsprojekt “Sonorostat” mit Metallplatten, Kontaktmikrofonen und Lautsprechern als Feedbacksystem, um ideale
akustische Raumeigenschaften zu erforschen.
Jorgen Brinkman (NL)
Bau eines neuen WEB-Controllers für den Synton 221 Vocoder
Jan-Bas Bollen (NL)
Projekt “Thermolicks” als Unterprojekt zu “Chemistry” (Maarten Altena Ensemble): Forschung mit Temperatursensoren,
die an die Körper der Ensemblespieler befestigt werden. Da die Datenunterschiede zu minimal sind, erweitert er das
System um Accelerometer-Sensoren.
2003 baut STEIM für ihn eine Sensorinstallation mit diesen Accelerometern
Kreepa. (Hillary Jeffrey (NL), Cesar Villavicencio (NL), John Richards (GB) und Gurukirn Khalsa (USA))
Imrovisationsquartett. Anpassung von Sensoren und LCD Bildschirmen an ihre Instrumente, Arbeit mit MAX/MSP, MIDIJoy und Spider / SensorLab
Vorbereitung eines Kinderworkshops “Kreepa Space”.
Michel Waisvisz (NL)
Erweiterung von The Hands mit zwei 15m langen SensorLab Kabeln.
Renaud Herbin (F)
Puppenspieler. Arbeit mit Sensoren und SensorLab für sein Puppentheater
Netochka Nezvanova (NL)
Arbeit mit Infrarot- und Licht-Sensoren, um LiSa zu steuern
Installationsprojekt “Hypoderm”.
Diverse Konzertvorbereitungen
Anthony Hequet
Bau eines neuen Controllers auf der Basis des kleinen WEB durch Jorgen Brinkman
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10.1 Appendix: Projekte 1969-2006
Josef Blersch
Student der Design Akademie Eindhoven. Projekt mit einem Bett, dessen Spiralfedern als Tongeneratoren dienen, Bewegungsdaten werden durch Zug-Sensoren übermittelt
2002- Künstlerische Projekte
Christina Viola Oorebeek (NL)
Komponistin. Tonaufnahmen und Anpassung von LiSa und Logic Audio für das Stück “...and God invented Dice”
Greg Newman (GB)
Komponist, Gitarrist. Weiterentwicklung des LiSaprojektes von 1999, Konzertvorbereitungen
Anne La Berge (NL)
Komponistin, Flötistin. Arbeit mit LiSa zur Improvisation mit der Querflöte. Repertoire-Entwicklung gemeinsam mit Netochka Nezvanova
Peter Sinclair (GB/F)
Arbeit am “interaktiven Melodrama” mit dem Titel “Heartbreak Hotel” gemeinsam mit GH Hovagimyan.
Präsentation der Installationen “The Sound Atelier” in Kooperation mit der Ecole des Beaux Arts in Aix en Provence
Joel Ryan (NL)
Repertoire Entwicklung mit seinem DSP System gemeinsam mit Annie Wright
Arvid Silos (NL)
Schlagzeuger, Bassist und Sänger. Arbeit mit LiSa an einer Trigger-Beatbox (“Silosopher”) für Mouthpercussion im LiveEinsatz
Adinda van’t Klooster (GB)
Klangkünstlerin. LiSa-Installationsprojekt “Symphonic Body Box”
Antonella Busanich (F)
Arbeit Image/ine für als VJ zur Aufführung von “Münd” von Anthony Hequet.
Massimo Catalfo (F)
Arbeit mit BigEye an der interaktiven Installation “Memories of Venice” auf Basis des eigenen gleichnamigen Films
Andrea Paciotto (NL)
Regisseurin. Arbeit mit SensorLab, LiSa und BigEye am Multimedia-Theaterstück “Bad Bugs Bite” gemeinsam mit Sander
Trispel und Jan Klug, in Kooperation mit DasArts, Amsterdam.
Andreas Breitscheid (D)
Mitarbeiter “Forum Neues Musiktheater, Stuttgart”. Arbeit mit STEIM-Software am Projekt “Im Spiegel wohnen”.
Tonaufnahmen mit Stefano Scodanibibbio (Kontrabass), Klangregie Manuell Poletti (IRCAM)
Robert van Heumen (NL)
Proben und Repertoire-Entwicklung mit Koen Nutters und OfficeR
Daniel Schorno (NL)
Proben für “Body Weather”
Netochka Nezvanova (NL)
Komponistin, Künstlerin. Gemeinsame Arbeit mit Jaine Evans an einer Video-Landschaft mit 8-Kanal-Sound.
Proben mit Ayalet Harpaz und H.C. Gilje
Aurélie Albaret (F)
Arbeit mit BigEye an einer AV-Installation “Label Noiseuse”
Anthony Hequet (F)
Arbeit mit SensorLab an der Komposition “Münd”
Bertram Dhelemmes (F)
Komponist und Gitarrist. Arbeit mit BigEye und SensorLab zur Interaktion von Tänzern mit seiner Livemusik
Jarek Kapuscinski (CAN)
Arbeit mit STEIM-Software an der Komposition “Media Physics”
Najib Cherradini Hasseni (NL)
Komponist. Arbeit mit LiSa zur Repertoire-Entwicklung
Kim Cascone (USA)
Komponist. Arbeit an einer DVD “The Aesthetics of Failure”, in der er LiSa und Image/ine untersucht: Cascone: “[The
project is about the] exploration of these ‘edge boundaries’ exploiting failure, file corruption, compression artifacts, and the
mispplication of any digital algorithms the tools offer the user” (zitiert im STEIM Jaarverslag 2002)
Hans Christian Gilje (NOR)
Videokünstler. Arbeit mit BigEye und Image/ine
Robert Hampson (GB)
Arbeit mit LiSa an der Komposition “Mort aux Vaches” im Auftrag des Radiosenders VPRO und zur späteren Veröffentlichung auf dem Label Staalplaat
Michel Waisvisz (NL)
Konzertvorbereitungen
Wiel Conen (NL)
Tonaufnahmen eines Streichtrios für die Komposition “Venloo bidt de Genooi”
Jason Kahn (CH)
Schlagzeuger und Komponist. Repertoire-Entwicklung mit STEIM-Software
Marko Ciciliano (NL)
Musiker und Komponist. Entwicklung der Komposition “Orpheus Kristall” im Rahmen von Georg Hajdus Netzwerk-Projekt
“Quintet.net”
Domenico Sciajno (I)
Komponist, Kontrabassist. Arbeit an Surroundwiedergabe seiner Musik, sowohl für den Liveeinsatz als auch für eine DVD
Produktion
Aufnahmesession mit Yannis Kyriakides und Andy Moor
Yntse Vugts (NL)
Arbeit mit verschiedenen Montagetechnologien (u.a. Image/ine) an der Produktion “Letitenho”
Kieran Ferris (IRL)
Klangkünstler. Weiterentwicklung seiner Installation “Cardboard Box Garden” zur Einführung von Computertechnolgie im
Grundschulunterricht
Steven Noll (USA)
Instrumentenbauer. Arbeit mit SensorLab
Haraldur und Jodis Karlsson (ISL)
Komponisten und Entwickler-Duo. Arbeit mit Image/ine, Nato und Keystroke um ein Instrument “My Little Solarsystem”
sowie eine Skulptur “Sensitive Buns of Flesh” zu entwickeln
Robin Petterd (AU)
Performancekünstler. Arbeit mit STEIM Software und Sensoren, die auf Körperkontakt reagieren.
126
10.1 Appendix: Projekte 1969-2006
Margret Wibmer (NL)
Künstlerin.Arbeit mit BigEye und LiSa an “IMOTO” ein Projekt mit Mode, Tanz und Musik
John Scott, David Wessel und Matthew Wright (USA)
Mitglieder des CNMAT (Center for New Music and Technology, Berkeley). Studioarbeit zur Vorbereitung ihres Vortargs
am 28. Mai
Jan-Bas Bollen (NL)
DVD-Aufnahme für NEAR (Nederlands Elektro Akoestisch Repertoirecentrum)
Jeff Mann (CAN)
Arbeit mit SensorLab und Sensoren an dem Projekt “Keyworx”, ein Multi-User Synthesizer, der aus dem Projekt “Keystroke” der Waag Society hervorgeht
Jorrit Dijkstra (NL)
Altsaxofonist. Arbeit mit der Lyricon (von Bill Bernardi in den 1970ern entwickeltes analog-elektronisches Blasinstrument)
und LiSa
Daniel Koppelman (USA)
Komponist, Performer. Repertoire-Entwicklung mit LiSa, MAX/MSP und dem Tactex MTC Express Touch-Pad.
Dirk Haubrich (D/ NL)
Komponist. DVD Produktion der Tanzproduktion “Dreams Imagined” von Claude Pascal
Kaffe Matthews (GB), Ikue Mori (USA) und Marina Rosenfeld (USA)
Trio “Lapatites”. Repertoire-Entwicklung und Aufnahmesession, mit 8-Kanal Wiedergabe
Thom Willems (NL)
Komponist und Produzent. Tonaufnahmen für Produktionen des Frankfurter Balletts
Justin Bennett (NL)
Klangkünstler. Stimmaufnahmen für das Projekt “Geluidswandeling NDSM-Werf”
Jeff Carey (NL)
Komponist und Produzent. Arbeit mit LiSa zur CD-Produktion “Sax-Mower” auf dem Label 87Central.
Aufnahmen für eine CD-veröffentlichung mit Frances-Marie Uitti
Orientierungsarbeit mit SensorLab
Jos Zwaanenburg (NL)
Flötist. Musiktheaterproduktion “The Longest Mauvais Quart d’Heure” mit der elektro-akustischen Performance-Gruppe
“WATT?”
Henry Vega (NL)
Arbeit mit Steuerungssignalen, die durch akustischen Live-Input generiert werden, gemeinsam mit Maurice Horsthuis
(Violine)
Ahmi Wolf (USA)
Komponist. Aufnahmen und Repertoire-Entwicklung
René Morgenson (DK)
Arbeit mit dem “DIEM Dance Suit”,ein Anzug mit drahtlos übertragenen Biegesensoren und MAX/MSP an den Produktionen “Steel Butterfly” und “Cellular Heaven”
Nick Fox-Gieg (USA)
Arbeit mit BigEye und LiSa an der Video-Installation “Bird’s Eye Bull’s Eye”, mit Unterstützung durch Robert van Heumen.
David Birchfield (USA)
Arbeit mit BigEye zur Erstellung eines interaktiven Performance-Systems
Colin Ponthot (FR)
Projekt “Bicycle Tool”, bei dem ein Fahrrad mit Sensoren versehen wird und das beim Fahren eine akustische Landkarte
der Route erstellt
Tina Blain (CAN)
Performance-Künstlerin. Arbeit mit STEIM-Software zur Repertoire-Entwicklung
Sarah van Lamsweerde und Marc Nukoop (NL)
Arbeit mit LiSa und BigEye am Projekt “Geräuschmacher”, Kopplung von Bewegungen der Performer und elektronischer
Klangerzeugung
Piet-Jan van Rossum (NL)
Komponist. Arbeit mit Mehrkanalwiedergabe für seine Komposition “Alle Terri Assenti” im Rahmen des Projekts “Chemistry” (Kooperation von STEIM und dem Maarten Altena Ensemble)
Bruce Gremo (USA)
Arbeit an der Komposition “Route”, gemeinsam mit René Beekman. Konzertvorbereitungen.
Andrea Neumann (D)
Komponistin, Trompeterin. Repertoire-Entwicklung und Proben gemeinsam mit Sabine Erkelenz
Maria Ines Villasmil (NL) und Jorge Isaac (NL)
Duo “Dual Dance”. Projekt “In Vitro” mit dem BodySynth - Sensorensystem
Musik- und Tanzproduktion “Nantzine’s Journey”
Per Platou und Amanda Steggell (Grönland)
Leiter von “Motherboard”. Vorbereitung ihrer Präsentation am 22 Okt
Thomas Ankersmit (NL)
Student der Rietveld Akademie. Studie mit subsonishen Frequenzen und ihren möglichen physischen Auswirkungen
Gil Wasserman und Ilan Green (Israel)
Arbeit mit Lisa an der Installation “Creating a Meeting Point between Hebrew and Dutch - Creating a physical Site”
Renato Maselli (GUA)
Komponist. Arbeit an der Stimmkomposition “Gracias” mit LiSa, SuperCollider und LogicAudio
Frank Bock und Simon Vincenzi (GB)
Arbeit mit LiSa und BigEye am Projekt “Invisible Dancers”, das sie seit 1999 entwickeln.
Matt Rogalsky (GB)
Klangkünstler. Arbeit mit Supercollider (eigenes Patch: Inverse Gate) gemeinsam mit Jane Henry (Violine).
Forschung an Verräumlichungs-Algorithmen als Vorbereitung seines STEIM Konzertes am 31 Okt 2002
Felipe Perez Santiago (NL)
Komponist. Erstellung der Komposition “Cempoal” für Tänzer und Electronica.
Bon Ostertag (USA) und Pierre Hebert (CAN)
Konzertvorbereitung für ihr Konzert “Between Science and Garbage”
Barbara Golden (CAN)
Künstlerin. Präsentation ihrer Arbeit auf DVD, Orientierung mit STEIM-Instrumentarium
Laure Pique (F)
Seiltänzerin. Arbeit mit SensorLab am Kompositionsprojekt “Dream Wire”, um ihren Tanz musikalisch einzusetzen.
Toek Numan (NL)
Komponist. Live-Sampling Projekt “Tacheles”, gemeinsam mit David Lakein.
127
10.1 Appendix: Projekte 1969-2006
DJ Per (NL)
Produktion von “Progressive Music” im Kellerstudio
2003
Interne STEIM-Projekte, (Weiter-)Entwicklungen
OIK (Open It Kit) (Waisvisz, Brinkman, Wassenburg, Baldé)
Forschungsprojekt zur Weiterentwicklung des SensorLab. Standalone-Device wird im Rahmen der Laptopkultur überflüssig. Joystick-Hacking, insbesondere Thrustmaster Joystick, der auch als “Breakoutbox” umgebaut wird, um Sensoren
anzuschließen. Jorgen Brinkman führt Reverse-Engineering des Logitech Wireless Controllers durch, mit Dokumentation.
Nutzung von JunXion mit verschiedenen Gamecontrollern
SensorLab vII (Wassenburg)
Forschung an der Weiterentwicklung des SensorLab, das allerdings nicht serienmäßig gebaut wird)
junXion (Baldé, Waisvisz)
Diese OSX Software kann alle USB Daten auslesen und in MIDI wandeln
LiSa X
Anpassung an CoreAudio und CoreMIDI, stabilere Performance
Cracklebox
neue Edition (450 Stück) der Cracklboxes von 1975. Verkauf auf der STEIM Website.
2003 - Forschungs- und Entwicklungsprojekte:
Kristina Andersen (NL)
Projekt “Ensemble” im Rahmen der OIK-Forschung. Kleidung wird mit Sensoren und umgebauten Joysticks versehen
und erzeugt Klänge durch JunXion und LiSa. Diverse Workshops mit Kindern zur intuitiven Erfahrung von Bewegung und
Klangsteuerung. http://ensemble.lockergirl.com
Dan Overholt (USA)
Arbeit bei STEIM im Rahmen eines “Fullbright”-Stipendiums. Bau eines eigenen USB Controller mit 8 analogen SensorInputs und 16 digitalen Inputs.
Projekt “Sonic Scanner”, bei dem ein Handheld-Scanner so verändert wird, dass er visuellen Input als Klänge ausgibt. Er
kann durch Sensoren gesteuert werden und funktioniert drahtlos.
Stephan Perraud (La Kitchen, Belgien)
Anpassung eines drahtlosen Mini-Jack Sensorsystems. Arbeit mit und Biegesensoren für einen Tänzer
Jorgen Brinkman (NL)
Weitere Arbeit am WEB2 Controller zur Steuerung des Synton 221 Vocoders (mit MIDI-to-CV Interface)
Anne-Marie Skriver Hansen (DK/NL)
Praktikantin bei STEIM. Umbau von zwei Joysticks, Arbeit mit MAX, JunXion und LiSa
Entwicklung des “Wireless Sensor Belt”
Scott Gresham Lancaster
Arbeit mit zwei Logitech-Joysticks und Lichtsensoren am Projekt “Tensegrity Harp”
Christina Oorebeek
Bau eines drahtlosen Sensorinterfaces für ihre Oper “The Pitch Shifter” (Insomnio Ensemble) durch Jorgen Brinkman.
Arbeit mit MIDIJoy und LiSa an “Fulgura Franco”, Konzert für Trompete und Ensemble (Doelen Ensemble)
Laetitia Sonami (USA)
Bau eines neuen “Lady Glove” gemeinsam mit Bert Bongers. STEIM baut die Ultraschall und Accelerometer Sensoren
Michel Waisvisz (NL)
Neue Accelerometer werden in “The Hands” eingebaut
Hillary Jeffrey
Erweiterung der “Sensor-Trombone”, die er bei STEIM entwickelt hat im Rahmen des Kreepa-Projektes
Henrik Börlin (SVE)
Forschung zum Umbau eines drahtlosen Joysticks zum drahtlosen Sensoren-Interface
Hernández, Gloribel (NL)
Interdisciplinaire samenwerking met de Japanse choreograaf/danser Sat Endo. Onderwerp: het vinden van nieuwe vormen van expressie door te zoeken naar mogelijkheden van interactie tussen geluid, gesproken tekst, lichaam en performanceruimte. Op STEIM werden de toepassingsmogelijkheden van sensortechnologie onderzocht.
Mauro Flude, Nancy (AUS)
Arbeit mit SensorLab im Rahmen des DasArts Field Work Projekts. Weitere Arbeit bei De Waag mit KeyWorx
Colin Ponthot (F/NL)
Praktikant bei STEIM. Weiterentwicklung des “Bicycle Tool” Projektes von 2002, Präsentation seiner Arbeit vor STEIM
Mitarbeitern am 13. März 2003
Daniel Koppelman (USA)
Fortführung der STEIM-Arbeit von 2002. Einbindung von LiSa in seine Arbeit mit dem “Tactex”-Pad, einem programmierbaren Controller mit einer 3D-Oberfläche.
Ahmi Wolf (USA)
Erweiterung des SensorLab mit einem Ethernet-Port
2003 - Künstlerische Projekte:
Caspersen, Dana (DE) & Kaplan, Jo Ann (GB)
Choreografin / Filmemacherin. Tanz- und Filmprojekt gemeinsammit Joel Ryan (Komposition), Thomas McManus (Tanz)
und dem Frankfurter Ballett
Jaime Fennley (USA)
o.A.; Arbeit mit BigEye, LiSa und SensorLab an der Tanzkomposition “I Succumb”
Yntse Vugts (NL)
Komponistin und Medienkünstlerin. Tonaufnahmen für ihr Werk “Letitenho”
Teo Joling (NL)
Komponist. Digitalisierung einiger in den 80er Jahren bei STEIM produzierter 8 Spur-Aufnahmen
128
10.1 Appendix: Projekte 1969-2006
Adinda van’t Klooster (GB)
Klangkünstlerin. Arbeit mit medizinischem elektronischen Instrumentarium und BigEye im Rahmen ihrer “Interactive
Sound Residency”
Netochka Nezvanova (NL)
Soundtrackerstellung mit LiSa zu einem Film von Alain Pelletier.
Proben für die Live-Vertonung des Materials
Robert van Heumen (NL)
Improvisations-Laptop-Musiker. Proben mit Koen Nutters (Kontrabass)
Repertoire-Entwicklung für ein Konzert im Nadine-Theater, Brüssel
Gareth Davis & David Stout (GB)
Komponisten. Improvisations- und Kompositionsprojekt, bei dem Pitch-to-MIDI Konvertierung zentral steht, um Videobilder zu steuern
G.P. Gribari & Elisa Lee (ES)
Komponisten. Arbeit mit LiSa, MAX und Breath-Controllers als Orientierung für die Komposition der Oper “<<ddlv>”.
Alison Isadora (NL)
Abschlussarbeit für DasArts: “Hayal Kutusu - a box of daydreams”, in dem ein Haus verschiedene thematische Räume
enthält, die begehbar und sensorisch beeinflussbar sind.
Anne Faulborn (NL)
Proben und Repertoire-Entwicklung mit LiSa und Cembalo
Entwicklung einer Multimedia-Performance “Vischer Project”, das auf John Cage’s Stück “HPSCHD” (für den Cembalisten
Antoinette Vischer) aufbaut
Heimir Björgulffson (ISL/NL) & Jonas Ohlsson (SVE/NL)
Komponisten, Künstler. CD-Aufnahme “Fur Your Bears only” mit Drumcomputern, Gesang, LiSa und ProTools für das
Label Bottrop Boy.
Zack Zettel (F/ USA)
Komponist. Studioaufnahmen für die Kinderoper “Pacamambo” mit einem Posaunisten und FFT-Resynthese
Frankie Mann (CAN)
Komponistin und Programmiererin. Programmierung des Multimedia-Projekts “Keyworx” der Waag Society, Amsterdam
René Eckhardt (NL)
Bearbeitung eines neuen Werks von Paolo Perezzani für Klavier und Elektronika, zur Aufführung im IJsbreker, Amsterdam
Schreck Ensemble (NL)
Proben von neuem Repertoire (Nono, Saariaho, van Eck, de Leeuw, Risset)
Pascal Balthazar (F)
Arbeit mit Lisa und SensorLab an einem “Gestural Instrument”. Der Input der Körperbewegungen steuert Audio- und
Videoparameter.
Bill Hsu (USA) & John Butcher (GB)
Komponisten. Weiterentwicklung ihres Klangfarben-abhängigen Systems zur Live-Komposition
Repertoire-Entwicklung und Vorbereitung des STEIM-Workshops am 18. März 2003
Kaffe Matthews (GB), Antye Greie-Fuchs (D), Ryoko (GB)
aktuelle Besetzung des Ensembles “Lappetites”, Repertoire-Entwicklung
Rob Kelly (AUS)
Arbeit zur Orientierung mit LiSa
Daniel Schorno (NL)
Forschungsprojekt zur Verbindung von Tanz und Neuen Medien im Rahmen des Projekts “Oudapo” gemeinsam mit Frans
van de Ven und Betrand Dhellemes
Piet-Jan van Rossum (NL)
Proben seines 2002 bei STEIM komponierten Werks “Alle Terre Assenti”
Josef Rebbe (NL)
Student der Sonologie. Arbeit mit zwei Tänzern und drei Musikern, MAX/MSP, Big eye und einem Kyma Capabara DSPSynth
Lucio Garau (I) & Jorge Isaac (NL)
Entwicklung einer Multimediaversion von Garauss Werk “Canoni” (1992) mit Liveelektronik und Blockflöten.
Rick Bamford (GB)
Das “Drake Music Project”, eine musikalische Einrichtung für Menschen mit Behinderung (London), arbeitet gemeinsam
mit Rick Bamford mit STEIM-Produkten zur Orientierung für Kompositionen und Aufführungen.
Paola Tagnozzi (NL) & Ragnar Olaffson (IS)
Choreografin / Klangkünstler. Multimedia-Projekt “Room 2.6”, Konzertvorbereitungen für die Aufführung im Melkweg,
Amsterdam am 21.05. 2003
Najib Cherradi (NL)
Komponist. Proben der Komposition “Al Chotaaf” gemeinsam mit Jorge Isaac
Sabine Mooibroek (NL)
Ton- und Videoaufnahmen für die Videoproduktion “Geld ist Geist”
Stéfane Perraud (F)
Forschungsarbeit mit dem Bau und der Anpassung von Sensoren, anschließend Arbeit mit LiSa an einer Tanzproduktion
für das Theater “Main d’Oeuvre”, Paris.
Marko Ciciliani (NL)
Komponist, Improvisator, Performer. Studie mit dem Yamaha O2R Mixer als “No-Input Mixer”.
Tonaufnahmen eines Werkes von Morton Feldman, gemeinsam mit der Sängerin Janny Pranger
Toek Numan (NL)
Komponist. Repertoire-Entwicklung mit LiSa
Christian Calon (F)
Orientierungsarbeit mit STEIM-Software, insbesondere LiSa
Rebecca Colclasure (GB)
Untersuchung von STEIM-Instrumenten zum Einsatz für behinderte Musiker. Arbeit für das “Drake Music Project”, London
Francisco López (ES)
Komponist. Arbeit an einer akusmatischen Performance “Klokken”, bei der der Klang mechanischer Uhrwerke eine zentrale Rolle spielt
Ophra Wolf (GB)
Performancekünstlerin. Gemeinsames Projekt “Four Seasons” mit Rene Mogenson (DK) und Ahmi Wolf (USA), bei dem
drahtlose Sensoren am Körper befestigt werden.
Jonathan Zalben (USA)
Orientierungsrabeit mit STEIM-Instrumenten. Kompositionsentwicklung mit LiSa und Sensoren.
129
10.1 Appendix: Projekte 1969-2006
Bert Bongers (NL) & Yolande Harris (GB)
Proben mit der “Video-Organ” für die “Kraakgeluiden”-Konzerte bei STEIM und die Aufführung “Between Two - Duet for
Video Players” (Maastricht, 4 Dez)
Paul Hogan & Michael Barnhart (USA)
Arbeit mit LiSa und SensorLab an einer Multimedia-Installation für das elektroakustische Ensemble “Current Quartett”
Brian House & Megan Metcalf (USA)
Entwicklung eines Sensorsystems für einen Tänzer und einen Instrumentalisten
Eric Lyon (USA)
Klangkünstler. Entwicklung des “Mushroom Project”, basierend auf automatisertem Audio-Prozessing und 8-Kanal Klangwiedergabe
http://arcana.dartmouth.edu/~eric
yx (o.A.)
Klangkünstler. Anpassung von LiSa für ältere eigene Installations- und Videoarbeiten
Patricia van der Wens (NL)
Montage des Films “Cracklebox”, gedreht während der “STEIM’s Open Dagen”
Anne la Berge (NL)
Arbeit mit MIDIJoy und SensorLab zur Repertoire-Entwicklung
Henry Vega (NL)
Proben und Konzert im STEIM von “Signal Receive” von Studenten der Sonologie, Den Haag
Ashis Mahapatra (USA)
Medienkünstler. Orientierungsarbeit mit STEIM-Software gemeinsam mit Anne-Marie Hansen
Milo Leon & Laure Pique (FR)
Komponist / Seiltänzerin. Arbeit mit Sensoren, um Seiltanz zur Musik- und Videosteuerung zu nutzen
Marlon Barrios Solano (USA)
Tänzer und Choreograf. Arbeit mit JunXion und darhtlosen Sensoren
Barbara Gene (NL)
Orientierungsarbeit mit LiSa und Erstellung des Projekts “Room for singular pleasure”.
Seamus Cater & Sarah Wookey (USA)
Komponist / Choreografin. Proben für das Projekt “Love’s Geopgraphy” mit ProTools und LiSa
Amos Elmaliah (NL)
Komponist. Präsentation seiner Arbeit mit SuperCollider für STEIM Mitarbeiter
Alex Schaub (NL)
Arbeit mit JunXion und Sensoren an der Livekomposition “Sonic Kitchen”, die Kochgeräusche in Echtzeit einsetzt.
Doris Hochzeit (NL)
Proben von “Echo II” (Roger Smalley) für Cello und Tape-Delay
Anne Le Baron (USA)
Arbeit an der absurden Oper “The Vacuum Cleaner” mit LiSa und Staubsaugergeräuschen
Frankie Mann (CAN)
Komponistin und Programmiererin. Workshop für “Artech for Women Artists”, danach Orientierungsarbeit mit OS X Software.
Elisabeth Schimana (RU) & Josef Gründler (AT)
Sängrein / Komponist. Arbeit an der Produktion “The Great Score” mit MAX/MSP + Jitter, Sherman Filterbank, MIDI Guitar
und NI Reaktor.
Felipe Perez Santiago (NL)
Erstellung der elektronischen Spuren für seine Auftragskomposition für das Kronos Quartett
Burkhard Stangl & Christof Kurzman (AT)
Komponisten. Arbeit mit STEIM-Software zur Repertoire-Entwicklung
2004
Interne STEIM-Projekte, (Weiter-)Entwicklungen
Dashboard
Idee eines “Totalen Instruments” aus STEIM Produkten. Instrumente / Elektronik wird unsichtbar, und durch einfache
Programmoberflächen steuerbar.
Composing the Now
Formulierung grundlegender Gedanken zur Live-Komposition durch Michel Waisvisz
junXion und junXion-Box
Die “multiple-choice”-Programmieroberfläche für junXion wird weiterentwickelt. Die Entwicklung des SensorLab v2 wird
umgestellt auf die “junXionBoX”, die angeschlossene Sensoren direkt midi-programmierbar macht
LiSa
Weiterentwicklung, Anpassung an OS X, Arbeit an Support von Audio-Units
Ensemble
Weiterentwicklung und internationale Präsentationen der Kleidungs-Interfaces (speziell für Kinder) durch Kristina Andersen
Octopus Projekt
Theoretisches Projekt, evtl. Realisation im nächsten Jahr: Durch STEIMs Erfahrung und den Austausch mit vielen verschiedenen Medienkünstlern / Performern / Improvisatoren soll ein universelles Instrument entwickelt werden, das für
verschiedene Aufführungspraxen einsetzbar ist.
2004 - Forschungs- und Entwicklungsprojekte:
Kurt Ralske (USA)
Videokünstler, Teil des Ensembles 242.pilots. Forschungsarbeit mit STEIM-Software
Dan Overholt (USA)
Performer, Instrumentenbauer. Weiterarbeit am “Sonic Scanner” (siehe 2003). Entwicklung einer mit Sensoren erweiterten Violine.
Mark Polishook (USA)
Komponist, Jazzpianist, Musikprofessor an der Universität von Washington. Arbeit mit JunXion für die Netzinstallation
“Robots in Residence”
130
10.1 Appendix: Projekte 1969-2006
Kristina Andersen (DK/NL)
Künstlerin. Weiterentwicklung und internationale Präsentationen der Kleidungs-Interfaces “Ensemble” (speziell für Kinder).
Christina Oorebeek (NL)
Komponistin. Forschungsarbeit mit LiSa und Klangverräumlichungs-Technologie für die Oper “The Pitch Shifter”
Ayelet Harpaz (NL)
Sängerin. Forschung an neuen elektronischer Stimmbearbeitungsverfahren gemeinsam mit der irischen Komponistin
Donnacha Dennehy
Marlon Barrios Solano (USA)
Tänzer, Choreograf. Forschung mit OIK-Systemen, insbesondere JunXion am Projekt “SPIFF / unstablelandscape V”,
gemeinsam mit Maria Ines Villasmil (SNDO)
Arbeit an der Multimedia-Komposition “Extraordinary Alien”
Stevie Wishart & Margie Medlin (AUS)
Musiker / Medienkünstlerin. Arbeit mit Bewegungssensoren am Projekt “The Violin & Hurdy Gurdy Extended”
Chris Mandra (USA)
Musiker. Forschungssarbeit mit Sensor-Technologie zur Entwicklung eines Performancesystem auf Basis seines “Body
Drum Suit”
Mauricio Pauly (HU/USA)
Komponist. Anpassung von STEIM-Instrumentarium für das Projekt “The Educatable Rush” für Ensemble und Computer
(Wandlung von nicht-improvisierten instrumentalen Ausdrucksformen in Kontrolldaten). Premiere im April 2005 in New
York.
2004 - Künstlerische Projekte:
Steve Bradley (USA)
Medienkünstler, Dozent an der Universität von Maryland. Arbeit mit LiSa, JunXion und Radiowellen an “Miniature Fragments”. Konzertvorbereitungen für das InterAzioni XVII Festival. Produktion von Samples für eine Online-Ausstellung des
Gage Festivals
Daniel Schorno (NL)
Komponist. Repertoire-Entwicklung und Proben mit den Sängerinnen Jodi Gilbert und Ayelet Harpaz.
Anne Faulborn (NL)
Performerin, Cembalistin. Proben gemeinsam mit Robert van Heumen. Proben von “Het Elektrische Klavecimbeltheater”
gemeinsam mit Jaap Blonk
Felipe Pérez Santiago (NL)
Komponist. Erstellung der Auftragskomposition “Camposanto” für das Kronos Quartett
Jorga Isaac (NL)
Flötist, Komponist. Produktion von Material und Proben für das Multimedia-Werk “Mensa Secunda”
Videoproduktion einer Aufführung mit Flöten und Live-Elektronik.
Produktion des Soloprojekts “Voix égales”
OfficeR (NL)
Elektroakustisches Sextett. Konzertvorbereitungen für ein Konzert im OT301 und für die Transmediale, Berlin
WATT (NL)
Ensemble. Proben und Produktion des Stückes “The Longest Mauvais Quart d’Heure”, anschließend Tournée
Patricia van der Wens (NL)
Filmemacherin. Produktion eines kurzen Film über STEIM
Richard Curtis (USA)
Performer, Student am Chicago Art Institute. Orientierungsarbeit mit LiSa im Rahmen seines Projekts “The Urban
Worms”
Carla Barlow (USA)
Komponistin, Performerin. Repertoire-Entwicklung und Setup-Erstellung mit LiSa für Solo-Liveauftritte. Erstellung der
Komposition “Shuffle Play” mit zwei CD-Playern
Michel Waisvisz (NL)
Komponist, Performer. Studioaufnahmen und Proben für sein STEIM-Konzert am 09. März
Studio-Sessions gemeinsam mit Najib Cherradi
Stéfane Perraud (F)
Medienkünstler. Orientierungsarbeit mit drahtlosen OIK-Produkten für seine Tanzproduktion “Pas du Tout”
Xander Sijperda (NL)
Arbeit mit LiSa im Rahmen seiner musikalischen Arbeit mit behinderten Menschen. Vorbereitung von Workshops: “Der
Körper als Instrument”
Anne La Berge (NL)
Flötistin, Komponistin. Arbeit an einer Soundscape-Komposition zu einer Tanzproduktion von Bettina Neuhaus
Arjen de Bruijn (NL)
Industrie-Designer. Arbeit mit LiSa zur Entwicklung seines elektro-mechanischen Instruments “Skiller”, mit dem mit Techno-Samples improvisiert werden kann
Toni Olivier (Südafrika)
Komponist. Orientierungsarbeit mit STEIM-Instrumenten, zur Vorbereitung einer Installationsarbeit für das National Arts
festival in Grahamstown (Südafrika)
Kacper Ziemianin (POL)
Komponist. Arbeit mit STEIM-Software und dem Access-Virus A Synthesizer an Breakbeat-Kompositionen. Produktion
einer CD.
Fredo Miclet (F)
Komponist. Arbeit mit LiSa und anderer STEIM-Software zur Repertoire-Entwicklung
Josef Rebbe (D)
Student der Sonologie. Arbeit mit BigEye, Tänzern und Musikern für seine Abschlussarbeit
Adam Linson (D)
Kontrabassist, Komponist. Aufnahme von Audio-Samples, um Videobilder zu steuern, als Vorbereitung auf sein STEIM
Konzert am 15 April.
Konzertvorbereitungen gemeinsam mit Joel Ryan
Morten J. Olsen & Jeff Carey (NL)
Mitglieder des Ensembles OfficeR. Orientierungsarbeit mit Sensoren. Studioaufnahmen von eigenen Werken.
Jeff Carey (NL)
Musiker. Studioaufnahmen für eigenes Repertoire, u.a. “Jeff Carey Presents New Work In NYC” und für das Improvisationsensemble “N-Collective”
Konzertvorbereitungen gemeinsam mit Robert van Heumen
131
10.1 Appendix: Projekte 1969-2006
Nicola Unger & Marloes de Valk (NL)
Theaterregisseurin / Medienkünstlerin. Arbeit mit Sensoren am Projekt “Responsive Environment - Smart House Performance / Installation”. Vorbereitung der 3-Tage-Performance “Domunculus”.
Quirine Racké & Helena Muskens (NL)
Filmemacherinnen. Produktion eines Soundtracks zum Film “Celebrations”, für den Davis Shea die Partitur schreibt.
Jaap Blonk (NL)
Stimmkünstler. Studio-Sessions mit Daniel Schorno zur Repertoire-Entwicklung.
Orientierungsarbeit mit JunXion und BigEye zur Steuerung von LiSa
Nicolas Collins (USA)
Komponist und Musiker. Vorbereitung des Workshops “Hardware Hacking” zur Modifikation von Game-Controllern.
Jan-Willem van der Graaf (NL)
Student am Rotterdamer Konservatorium. Orientierungsarbeit mit Sensor-Technologie für die Theaterproduktion “De
Gouden Druppel”
Lilian Hak (NL)
Musiker. Produktion des Videokonzertes “Vive le voyeur”
Steina Vasulka (USA)
Videokünstlerin, Performerin. Arbeit mit STEIM-Software zur Repertoire-Entwicklung im Rahmen ihres Projektes “Violin
Power Performance”
Joel Ryan (NL)
Komponist, DSP-Performer. Konzertvorbereitungen mit Studenten für das “Beeld&Geluid”-Konzert am 16. Juni
Marianna Tóth (HU)
Tänzerin, Choreografin. Arbeit mit STEIM-Software an der Tanzproduktion “Wave Form”, Komposition: Szabolcs
Keresztes
Yoichi Nagashima (JAP)
Komponist und Physiker. Vorbereitung seines Vortrags “Interactive Media Art With Biological Interfaces”. Anschließend
Studioarbeiten
Peter Sinclair (FR)
Medienkünstler, Dozent an der Kunsthochschule Aix en Provence. Konzertvorbereitungen für sein STEIM-Konzert am 26
August
Floy Krouchi (FR)
Musiker, Komponist. Arbeit mit OIK Produkten und LiSa.
Raylene Campbell (CAN)
Klangkünstlerin. Arbeit mit Sensoren, Akkordeon und Stimme an der Produktion “I Dream Eye”
Miha Ciglar (AT)
Komponist, Klangkünstler. Arbeit am “Hybrid Saxophone Project”. Repertoire-Entwicklung für einen Festivalauftritt in Rosario, Argentinien
Tobias C. Veen (CAN)
Techno-DJ, Klangkünstler, Autor. Studioproduktionen mit seinem “Biofeedback Suit”. Tonaufnahmen mit LiSa für eine
CD-Produktion.
Kaffe Matthews (GB)
Musikerin. Konzertvorbereitung für ihre Tournée
D’Arcy Philip Gray (CAN)
Perkussionist. Orientierungsarbeit mit OIK-Produkten, SensorLab und LiSa.
Piet-Jan van Rossum (NL)
Komponist. Studioproduktion von “Angel Alley” für Tonband und Ensemble (4 Kanal-Wiedergabe). Aufführung bei der
gaudeamus Musikwoche 2005
Chris Mushgrave (USA/BE)
Medienkünstler. Entwicklung eines Multikanal-Looprecorders mit LiSa
Untersuchung mit Abstands-Sensoren für eine Installation
Christophe Fellay (CH)
Komponist, Musiker. Arbeit mit LiSa und OIK-Produkten an Trigger-Techniken für Schlaginstrumente.
Kim Cascone (USA)
Komponist, Performer. Vorbereitung des Workshops “Emergent Content Creation Using Simple Generic Algorithms”
Huib Emmer (NL)
Komponist, Musiker. Orientierungsarbeit mit LiSa
Ulrich Böttcher, Paul Hubweber (D)
Laptopmusiker / Posaunist. Konzert- und Workshopvorbereitungen für das Forum Neues Musiktheater (Staatsoper Stuttgart) gemeinsam mit STEIM-Mitarbeitern
Josh Geffin (GB)
Student am Dartington College of Arts. Projekt “Contextual Enquiry Projekt”, betreut von Bob Gilmore
V2_organisation (Institute for Unstable Media) (NL)
Gemeinsames Projekt “M.U.S.H.” (Multi User Sensorial Halluzination) von STEIM und V2. Interaktiver audiovisueller
Raum, in dem zwei Personen mittels drahtloser Sensoren verbunden sind.
Boris Baltschun (D)
Musiker, Klangkünstler. Entwicklung eines elektro-akustischen Instruments auf Basis eines demontierten Klaviers
Laetitia Sonami (USA)
Komponistin, Performerin. Studioproduktionen zur Repertoire-Entwicklung
Adam Butler (GB/D)
Produzent (aka Vert), Musiker. Arbeit mit LiSa und Linux Audio-Software
Ivo Bol (NL)
Laptop-Musiker. Studiosessions mit LiSa zur Repertoire-Entwicklung
Nienke Rooijakkers (NL)
DasArts Studentin. Hörspielproduktion “Lied van de Woeste Grond” für das VPRO Radio.
Seamus Cater (GB)
Komponist, Musiker. Proben für einen Auftritt in “66east”, Amsterdam gemeinsam mit Robert van Heumen
2005
Interne STEIM-Projekte, (Weiter-)Entwicklungen
JunXion
Weiterentwicklung. (Mittlerweile die bestverkaufte STEIM-Software)
132
10.1 Appendix: Projekte 1969-2006
Meshbox
Entwicklung einer innovativen Groovebox durch Jan St. Werner und Frank Baldé. Mit LiSa und JunXion wird ein Kombination aus Live-Sampler und Sequenzer entworfen, der feine Modulationen auf zeitlicher Mikroebene zulässt. Als Interface
dient dem Prototypen ein Tascam-MIDI Controller und ein MAX/MSP GUI, das René Wassenburg programmiert hat. Es
ist geplant eine Hardware-Meshbox zu bauen. Jan St. Werner setzt den Prototypen bei internationalen Konzerten mit
“Mouse on Mars” ein.
NoiseRoom
Multikanal-Listening-Projekt von Jan St. Werner. Der NoiseRoom besteht aus 6 Lautsprechern, die in einem schwarzweißen, architektonisch und grafisch sehr unregelmäßig gestalteten Raum aufgestellt sind. Playback-Konzerte internationaler Musiker (siehe Konzerte 2005) werden durch eine von Florian Grote programmierte Live-Verräumlichungs-Software
prozessiert (mit der Möglichkeit des aktiven Steuren der Parameter), was der traditionell statischen Playback-Situation
Unstabilität und Lebhaftigkeit verleiht.
Energetica-Projekt
Forschungsprojekt als Agenda für die kommenden Jahre. Der Aufwand, der in STEIM’s Philosophie nötig ist, um ein Instrument physisch zu steuern, wird kritisch vor dem Hintergrund der Tatsache untersucht, dass die für die Klangerzeugung
nötige Energie aus dem kommunalen Stromnetz bezogen wird. Fragen, denen nachgegangen werden soll, sind z.B. die
Verbindung von Energieerzeugung und Performanz, Körperenergien und Energieeffizienz
Composing the Now
Forschungsprojekt des VIRMa-Netzwerks (Maatschappij voor Oude en Nieuwe Media, Waag Society/ Nederlands Institut
voor Mediakunst, Montevideo TBR, De Balie, Paradiso, STEIM), geplante Ausstellung zum Thema Live-Komposition auf
der Bühne
LiSa
Mini-Symposium mit LiSa Power-Usern, um weitere Entwicklungen zu planen
2005 - Forschungs- und Entwicklungsprojekte:
Smadar Dreyfus (GB)
Videokünstler. Entwicklung des Video- Spatialsound-Projekts “Lifeguards” für die Biennale in Istanbul 2005
Josef Rebbe (NL/D)
Sonologiestudent. Arbeit am Projekt “Soundmassage”. Untersuchung von physischer Wahrnehmung von subsonischen
Klängen
Derek Holzer (NL)
Klang- und Medienkünstler. Entwicklung der Software “panDEV” (Psycho-Acoustic Navigational Device) zur Klangsteuerung mit PDA-Computern
Dirk Volman (NL)
Student an der TU Eindhoven, Praktikant bei STEIM. Forschung zur Entwicklung eines Sensoren-Interfaces für den Pianisten Adam Butler (aka Vert)
Jan Trützschler (NL)
Mediendesigner, Sonologie-Student. Entwicklung eines audiovisuell bespielbaren Instruments mit den VJs Bahadior
Hamdemir (D) und Stefan Kraus (D)
Florian Grote & Andreas Otto (D)
Softwareentwickler / Cellist und Komponist; Studenten im Projektteam ((audio)) der Universität Lüneburg. Entwicklung
des Softwareinstruments “Fello 1.0” mit Pure Data, das ausschließlich durch den Klang des Cellos gesteuert wird und so
als Improvisations-Umgebung dient. Präsentation für STEIM-Mitarbeiter am 29 Mai, öffentlicher Vortrag am 15. Juni.
Arbeit mit STEIMs technischer Unterstützung an der permanenten Klanginstallation “NoiseCabin” für das “5DaysOff Festival” (12-17 Juli) im Melkweg, Amsterdam gemeinsam mit Jan St. Werner, der für die Gestaltung eines Konzertsaals
während des Festivals verantwortlich ist
Martijn Tellinga, Danny de Graan, Radboud Mens (NL)
Performance-Trio “I-O”. Erste Entwicklungsphase des Projekts “Ballonnenveld” mit drahtlosen Controllern, Computer und
Heliumballons
Jon Rose (AUS)
Komponist, Musiker, Instrumentenbauer. Entwicklung von “The Ball Project”, in dem ein Ball als MIDI-Controller funktioniert. Damit verbunden ist die Untersuchung von Bewegungsstrukturen in Teamsportarten, die als Kompositionsprinzipien
verwendet werden können.
Korhan Erel (TRK)
Laptopmusiker, Klangkünstler. Forschung an der Kopplung von Klangsteuerung, Fotografie und Sensortechnologie.
Andrew Sharpley (GB)
Musiker, Teil des Duos “Æ”. Forschungsprojekt zur Steuerung von LiSa durch Tapdance-Bewegungen
Christina Oorebeek (NL)
Entwicklung des Projekts “Chromotoy” mit Toypiano, MIDI-Controller, LiSa und Yamaha Disclavier
Bobby Whelan (GB)
Student “Creative Music Technology” am Bath Spa University College. Entwicklung eines auf Piezoelementen basierenden physischen Interfaces
Danilo Casti (I)
Musiker, Mitglied der Arbeitsgruppe “OOFFOURO”. Forschungsarbeit zur Verbindung von Video, Ton und Körperbewegungen in Verbindung mit zwei Aufführungen auf dem Club-Schiff “MS Stubnitz”
Kristin Erickson (USA/D)
Musikerin (aka Kevin Blechdom). Forschung zur Entwicklung eines kresiförmigen Keyboards, das am Körper befestigt
werden kann. Arbeit mit STEIMs Sensortechnologie.
Thor Magnusson (ISL) & Enrike Hurtado (GB)
Musiker, Softwareentwickler. Forschungsarbeit mit dem OSC-Protokoll zur digitalen Übertragung musikalischer Steuerdaten, die umfangreicher sind als MIDI
Alison Isadora (NL)
Komponistin, Performerin. Arbeit mit einer sensorisch erweiterten Violine und LiSa. Ursache und Wirkung von Audiomodulationen sollen sehr transparent sein
Daniel Schorno (NL)
Komponist, Musiker. Untersuchung von Signalverarbeitung einer Piccolo Heckelphone (hohes Holzblasinstrument), gemeinsam mit Ernest Rombout (Oboe) für das Projekt “Pocket Opera”. Aufführung in der Staatsoper Stuttgart im Jahr
2006.
Casey Rice (USA)
DJ, Performer. Forschungsarbeit zur digitalen Spracherkennung zur Klangsteuerung
Xavier van Wersch (NL)
Komponist, Performer. Weiterentwicklung seines 2001 begonnen projekts “Sonic Wargame”, bei dem vier Teilnehmer
regelgeleitet gemeinsam musizieren
133
10.1 Appendix: Projekte 1969-2006
2005 - Künstlerische Projekte:
Frances-Marie Uitti und Tatjana Koleva (NL):
Cellistin / Perkussionistin. Proben des Stückes “Sonic Lens”
Robert van Heumen (NL)
Laptopmusiker. Proben mit Michel Waisvisz für eine Aufführung beim N-Event, De Balie Amsterdam (15. Jan)
Proben mit Ivo Bol
Proben mit Aart-Jan Schakenbos (Git)
Nienke Rooijakers (NL)
DasArts Studentin. Aufnahme des Hörspiels “Lied van de Woeste Ground” für das VPRO Radio
RASP/HASP (NL)
Improvisationensemble: Daniel Schorno, Jodi Gilbert, Richard Barrett, Paul Lovens, Wilbert de Joode und Anne la Berge.
Studioprduktionen und Proben für ihre Tournee
Wessel Schrik (NL)
Musiker. Orientierungsarbeit mit LiSa
Jan St. Werner (D/NL)
Musiker, STEIMs Künstlerischer Gast-Direktor. Orientierungsarbeit mit LiSa
Roberto Garretón & Satoshi Shiraichi (CL)
Elektroakustisches Duo N.e.w.S. Studioproduktion von “Larvae” gemeinsam mit der Tänzerin Sakuya Sato
Jorge Isaac (NL)
Flötist. Arbeit am Projekt “Voix Egales”, eine Multimedia-Performance für einen Musiker.
Haraldur Karlsson (ISL)
Medienkünstler. Entwicklung der Videoinstallation “My Little Solar System”, die auf Planetenbewegungen basiert.
Huib Emmer (NL)
Komponist und Musiker. Entwicklung der interaktiven Klanginstallation “45 Geluiden in een Doos” gemeinsam mit dem
Künstler Rom Gaastra.
Carlos Sandoval (D/MEX)
Komponist. Weiterführung seines STEIM-Projekts von 1996 “Sensored Gloves And Object-Person Manipulation” mit SensorLab und LiSa
Oguz Buyukberber (NL)
Musiker. Studiosessions mit Robert van Heumen zur Repertoire-Entwicklung
Seamus Carter (NL)
LaptopmusikerTonaufnahmen mit Petre Radu Scafaru (Holzblasinstrumente) und Qasim Naqvi (Schlagzeug, Laptop) im
Rahmen einer CD Produktion
De Appel
Institute of Artificial Art, Amsterdam. Studioproduktion von “Radiodays” zur Aussendung durch Radio und Internet
Derek Holzer (NL)
Klang- und Medienkünstler. Entwicklung der Software “panDEV” (Psycho-Acoustic Navigational Device) zur Klangsteuerung mit PDA-Computern
Carlos Galvez (NL)
Musiker. Studiosessions mit Morten J. Olsen. Proben und Produktion des Werks “Dialogue de l’Ombre Double” von Piuerre Boulez
Leina Marika Papach (NL)
DasArts Studentin. Produktion von Stimmaufnahmen für eine CD-Veröffentlichung
Joel Ryan (NL)
Komponist, und Musiker. Proben und Studioaufnahmen mit Keir Neuringer
Sei Matsumara (JAP)
Klangkünstler. Produktion der Installation “Hot Step Junk” zur Präsentation im Melkweg am 11. Sept.
Kaffe Matthews (GB)
Komponistin und Musikerin. Studioarbeit zur Repertoire-Entwicklung
Anne Wellmer (D/ NL)
Komponistin. Postproduktion von “Souvenirs Etnomologiques”, gemeinsames projekt mit Boris Gerrets (Video) und Stephie Büttrich (Gesang)
Jo Zimmermann (D)
Komponist und Musiker (aka Schlammpeitziger). Vorbereitung seines Workshops und STEIM-Konzerts am 14. April
David Michael DiGregorio (NL)
Komponist, Performer. Studioarbeit, Vorbereitungen für sein STEIM-Konzert am 14.April
Laetitia Sonami (USA)
Komponistin, Performerin. Studioarbeit zur Repertoire-Entwicklung mit dem Lady’s Glove. Konzeptentwicklung für das
DasArts “GIG”-Projekt (Grand Integration Game), das vom 19 Sept - 26 Nov stattfindet.
Andrea Liberovici (I)
Komponist. Studioarbeit und Demo-Sessions zur Vorbereitung der Kompositionen zu Peter Greenaways Oper “The Children of Uranium”
Später Studioproduktionen der Musik durch Greenaway und Liberovici
Michel Waisvisz (NL)
Komponist, Performer. Konzertvorbereitungen mit Laetitia Sonami für ihr gemeinsames Konzert im Frascati am 02. Mai
Felix Randomiz (D)
Komponist. Vorbereitung seines Reaktor-Workshops. Studioarbeit mit Joseph Suchy (Git) zur Repertoire-Entwicklung
Morten J. Olsen & Jeff Carey (NL)
Musiker (OfficeR-Sextett). Konzertvorbereitungen für ihr Konzert im OT301, Amsterdam am 02. Mai. Studioproduktion
von Konzertmaterial durch Jeff Carey.
Amy Cox (USA) & Giorgio Rinolfi (I)
Tänzerin / Designstudent. Orientierungsarbeit mit STEIM-Software in allen drei Studios
Anne Faulborn (NL)
Musikerin. Konzertvorbereitungen für “Corroder” gemeinsam mit Henry Vega zur Aufführung beim Electric Exchange CHNL Festival in Basel am 17 November.
Forschung an der elektronischen Verstärkung des Cembalos
Arbeit mit Image/ine an “faILinG(n)g” von Juan Parra Cancino, gemeinsam mit Tom Demeyer und Gabrielle Marks.
Internet-Projekt “The Beauty Beast” gemeinsam mit Walter Maas Huis
Josef Rebbe (D/NL)
Sonologie-Student in Den Haag. Fortführung seiner Arbeit mit BigEye an seinem Performanceprojekt mit zwei Tänzern
und drei Musikern
Seamus Carter (NL) & Qasim Nagvi
Musiker, Perkussionist. Studioaufnahmen für die CD-Produktion “Afrouzeh”
134
10.1 Appendix: Projekte 1969-2006
De Groep Voer (NL)
Ensemble unter Leitung von Oene van Geel (NL). Proben mit Robert van Heumen (Laptop)
Marko Ciciliani (NL)
Komponist und Musiker. Studioaufnahme von “Map of Marble” gemeinsam mit Jannie Pranger (Gesang) und Arnold Marinissen (Schlagzeug) im Rahmen einer CD-Produktion
Helen Thomas (AUS)
Musikerin, Performerin. Arbeit mit BigEye für eine Musiktheaterproduktion
Uli Böttcher (D)
Musiker, Laptop-Performer. Arbeit mit LiSa zur Repertoire-Entwicklung
Jodi Gilbert (NL)
Sängerin. Studiosessions mit Robert van Heumen zur Repertoire-Entwicklung
Maria Ines Villasmil (NL)
Tänzerin, Choregrafin. Arbeit am Projekt “Recog: A Sensitive Space” gemeinsam mit Ivo Bol und Amy Beeston
Alex Schaub (NL)
Performer. Weiterentwicklung seines Projekts “Sonic Kitchen” von 2003
Kacper Ziemianin (PL)
Komponist. Arbeit mit LiSa an Breakbeat-Kompositionen. Vorbereitung eines Konzerts im Café Kulturalna in Warschau
Paula Matthusen (USA)
Komponistin. Arbeit mit LiSa gemeinsam mit der Pianistin Kathrin Woodart.
Alwynne Pritchard (GB)
Komponistin. Konzertvorbereitung für “Decoy” zur Aufführung während der Gaudeamus Musikwoche im Muziekgebouw
aan ‘t IJ, Amsterdam
Keith Fullerton Whitman (USA)
Musiker (aka Hrvatski). Konzertvorbereitungen für sein STEIM-Konzert am 01. September gemeinsam mit Joel Ryan
Jorge Isaac (NL)
Komponist, Flötist. Studioproduktion der Werke “Omonia”, “Voix Egales”, “STRUNG” und “Mensa Secunda”
Tom Tlalim (NL/ISL)
Komponist, Laptop-Performer. Präsentation seiner Arbeiten für eingeladene Zuhörer.
Frances-Marie Uitti (NL) & Chris Brown (USA)
Cellistin, Komponist. Studiosessions zur Repertoire-Entwicklung.
Ross Bencina (AUS)
Komponist, Software-Entwickler. Vorbereitung seines Workshops zur von ihm entwickelten Software “AudioMulch”. Austausch von Fachwissen mit STEIM im Rahmen einer vergleichenden Betrachtung seiner Software und STEIMs LiSa
Software
Cristin Wildbolz (NL/CH)
Kontrabassistin. Arbeit mit LiSa, JunXion und MIDI-Controllern an der Produktion des Stückes “K9+one”
Anat Steinberg (NL)
Filmemacherin, DasArts-Studentin. Studioproduktion von Stimmaufnahmen und Processing
Leyna Marika Papach (NL)
DasArts Studentin. Tonaufnahmen in Verbindung mit einer Album-Veröffentlichung
Jeff Carey (NL)
Komponist und Laptop-Performer. Proben und Repertoire-Entwicklung gemeinsam mit Robert van Heumen (Duo
“Skif+”)
Fahrudin Nuno Salihbegovic (KRO)
Regisseur, Vorsitzender des Amsterdam Cyber Theater. Proben und Aufführung der Videokonzert-Performance “Waar is
Daar?” mit dem Schauspieler Saleh Hassan (Irak)
Roel Vertegaal (CAN)
Assistant Professor in HCI, Queens University, Canada. Orientierungsarbeit mit STEIM-Softweare und Erfahrungsaustausch während seines Sabbatjahres.
James Beckett (NL)
Bild- und Tonkünstler. Forschungsprojekt mit LiSa gemeinsam mit Meinrad Kneer (Kontrabass) und Tobias Klein (Bassklarinette) zur Videosteuerung durch digital bearbeitete Klänge.
Annette Krebs & Michael Vorfeld (D)
Elektronika-Duo. Konzertvorbereitungen und Repertoire-Entwicklung mit LiSa.
Tommie Freke (NL)
Musiker. Orientierungsarbeit mit Surround-Sound und Triggern von Live-Samples für das Projekt “NOOS” der Amsterdamer Theatergruppe Dimenzie.
Florian Grote (D)
Software-Entwickler. Entwicklung der Verräumlichungssoftware für den NoiseRoom in Pure Data, gemeinsam mit Jan St.
Werner
Mayke Nas (NL)
Komponistin. Studioproduktion des Stückes “I Delayed Peoples’ Flights By Walking Slowly In Narrow Hallways” durch die
Slagwerkgroep den Haag und Live-Elektronik
MAE
Niederländisches Ensemble für Neue Musik. Proben von “Frameshift Overlays” von Joel Ryan und “The Vapor Collisions”
von Henry Vega
2006
Interne STEIM-Projekte, (Weiter-)Entwicklungen
Energetica
Forschungsprojekt zur Energieversorgung bei Aufführungen elektronischer Musik, die durch die Muskelkraft des Musikers
oder des Publikums aufgebracht werden soll.
JunXion Weiterentwicklung,
JunXion Core, Verbesserung des Software Interfaces.
JunXionBox
Erweiterung derFunktionalität des Sensor-USB Interfaces. Entwicklung eines „general purpose offset / gain board“
Wonderinstrument
Installation im Gemeentemuseum Den Haag, in der Ausstellung „Wonderkamer“. Interaktive Musikinstrumente in der
Tradition der Touch-Ausstellung werden entworfen und präsentiert.
135
10.1 Appendix: Projekte 1969-2006
MeshBox
Weiterentwicklung der Livesampling-Groovebox auf Basis der Software LiSa mit Jan St. Werner
Kraakkoffer
Anfang eines erneuten Baus des Crackle Synthesizer aus den 70er Jahren durch Jorgen Brinkman
WEB-Vocoder
Das WEB-Interface wird mit einem analogen Vocoder verbunden, Mehrjahresprojekt von Jorgen Brinkman
2006 – Forschungs- und Entwicklungsprojekte:
Roel Vertegaal (Can)
Professor für Human-Computer Interaction, Queen’s University, Canada. Forschungsaufenthalt zum Thema nonverbale
Kommunikationstechnologien.
Marlon Barrios Solano (USA)
Tänzer, Medienkünstler. Arbeit mit sensorischer Kleidung gemeinsam mit der Tänzerin Lenara Verle (BR) und dem ZKM
Karlsruhe als Vorbereitung für den Workshop “Interactive Technology for Dancers” in New York im März 2007
Sebastian Chedal (NL)
Musiker. Forschungsarbeiten zur Entwicklung von “Expression Surface” und “Acoustic Pad” Interfaces, die Position und
Anschlagsdynamik von perkussivem Spieltechniken in musikalische Parameter übersetzt.
Helen Thomson (AUS)
Musikerin, Performerin. Fortsetzung ihrer BigEye Forschung für Musiktheater-Anwendungen.
Sonia Cillari (NL)
Medienkünstlerin. Forschungsprojekt “Si me sei vicino” gemeinsam mit der Rijksakademie Amsterdam und dem Nederlannds Institut voor Mediakunst, Amsterdam. Sensorische Messung von Magnetfeldern im Raum in Interaktion mit
Aufführenden.
Jon Rose (AUS)
Komponist, Violinist. Entwicklung eines Balls als drahtlosem MIDI-Controller, Forschung an der Beziehung zwischen
Bewegungsstrukturen im Ballsport und Kompositionsformalisierungen.
Xavier van Wersch (NL)
Komponist. Fortsetzung seines 2001 begonnenen Performance-Installationsprojekts “Sonic Waregame”. Ausstellung in
WORM, Rotterdam (April 06) und Muziekgebouw, Amsterdam (November 06 während Gaudeamus LEF)
Dario Astro (o.A.)
Installationskünstler. Entwicklung der Performance-Installation “Medusa’s Head” mit Sensortechnologie.
Uli Böttcher (D)
Musiker, Performer. Entwicklung einer Installation mit Mini-Lautsprechern und Luftballons. Studioarbeit mit eigenem Controller, STEIM JunXion Box und LiSa
Tomomi Adachi (JAP)
Musiker. Entwicklung eines eigenen MIDI-to-Voltage Interfaces
Hans-Christoph Steiner (USA)
Komponist, Software-Entwickler. Forschung an der Kompatibilität seines [hid]-toolkits für Pure Data mit STEIMs JunXion
Box. Vorbereitung eines Beitrages für NIME (New Interfaces for Musical Expression) im IRCAM, Paris.
Andrew Bucksbark (USA)
Assistant Professor an der Indiana University, Dpt. of Telecommunications. Forschungsarbeit mit STEIMs JunXion Box
Orestis Karamanlis (GB)
Komponist. Forschungsarbeit mit dem “Blochnungha Sensor Costume System”, um Armbewegungen eines Musikers zu
tracken.
Pascal Boudreault (CAN)
Komponist und Saxofonist. Entwicklung eines Sensor-Interfaces für sein Saxofon
2006 - Künstlerische Projekte, Aufnahmen:
Henry Vega (NL)
Komponist. Entwicklung der Komposition “Soundbasics” gemeinsam mit Joel Ryan
Morten J. Olsen (NL)
Musiker. Repertoireentwicklung für Aufführungen mit der Band OfficeR, Studioarbeit.
Jodi Gilbert (NL)
Komponistin/ Musikerin. Arbeit mit LiSa und Vokalaufnahmen
Paula Matthusen (USA)
Komponistin. Repertoireentwicklung gemeinsam mit der Pianistin Kathryn Woodard und LiSa-Programmierung.
Alison Isadora (NL)
Komponistin. Arbeit mit Sensortechnik und LiSa für ein Konzert in der Serie “1000Volt” im Muziekgebouw aan’t IJ, Amsterdam im Januar 2007.
Cristin Wildbolz (NL)
Musikerin. DVD Produktion über einen bei STEIM entwickelten sensorischen Geigenbogen.
Tüzün Tolga (USA)
Musiker und Komponist. Studioarbeit für das Werk “Along the Borderline: The Breath and the Gaze” für Klarinette und
Elektronik
Brian Duffy (USA)
Musiker und Performer. Arbeit mit modifizierten Spielzeuginstrumenten
Jeff Carey (USA)
Komponist und Musiker. Studioaufnahmen mit dem Flötisten Bjornar Habbestad zur Repertoireentwicklung für die Ensembles OfficeR und SKIF++
Jos Zwaanenburg (NL)
Komponist, Flötist. Studioproduktion für sein Werk „The cock‘s 4th throat“ für Saxophonquartett und Elektronik. Proben
mit Streichern für ein Konzert im Muziekgebouw Amsterdam für ein Stück von Michael Young (Goldsmith‘s Institute London). Proben mit 12 Studenten des Konservatoriums Amsterdam.
Keith Fullerton Whitman (USA)
Musiker (aka Hrvatski). Studioarbeit zur Konzertvorbereitung (im Paradiso, Amsterdam am 24. Februar 06)
Naoyuki Tanaka (JAP)
Videokünstler. Entwicklung des Video-Performanceprojekts „L-Ne“
Michel Waisvisz und Jan St. Werner (NL)
Musiker, STEIMs Künstlerische Leiter. Vorbereitung auf ein gemeinsames Konzert im GRM-Institut Paris.
Michel Waisvisz und Mazen Kerbaj (LIB/ FR)
Musiker. Konzertvorbereitungen und Studioaufnahmen für eine mögliche CD-Release.
136
10.2 Appendix: Konzerte, Vorträge, Workshops, Ausstellungen 1989-2007
Robert van Heumen (NL)
Musiker. Studiosessions mit dem Trompeter Jacob Kook und der Flötistin Anne LaBerge. Entwicklung eines 5.1 Surround
Setups für seine Komposition „Fury“.
Catherine Christer Hennix (USA)
Komponistin, Philosophin. Studioexperimente mit Sinusgeneratoren und Frequenzmessung.
Chris Salter (CAN)
Medienkünstler. Entwicklung des Tanz-Projekts „Schwelle“ gemeinsam mit Joel Ryan (NL) und Michael Schumacher (NL)
mit Echtzeit Surround-Synthese und drahtlosen Bewegungssensoren.
Stefan Watté (BEL)
Sonologiestudent. Orientierungsarbeit mit Instrument- und controllergesteuerten Samplingtechniken.
Jason Geistweidt (IRL)
Kompositionsstudent. Orientierungsarbeit mit sensorischer Steuerung von Klangsysnthese.
Jamie Jewett (USA)
Künstl. Leiter des Lostwax Tanztheaters. Arbeiten mit einem steuerbaren Projektorsystem.
Nadine Dommanget (FR)
Studentin IMEB, Bourges. Arbeit mit Sensortechnik in ihren Performanceprojekten.
Daniel Schorno (NL)
Komponist und Musiker. Studioproduktion für das Musiktheaterprojekt „Garden of Dream“ im Rahmen der NewMediaPocketOpera, Staatsoper Stuttgart, gemeinsam mit Pascal Boudreault (CAN).
David Michael DiGregorio (NL)
Komponist, Performer. Repertoireentwicklung und Kopnzertvorbereitungen gemeinsam mit der Videokünstlerin Sung
Hwang Kim.
Guy Harries (NL)
Komponist. Proben und Studioproduktion für das Projekt „Jasser, de Opera“
Alessandro Bosetti (IT)
Komponist und Musiker. CD Aufnahmen des Stücks „Her Name“ für das Crouton Label.
Sun Young Pahg (FR)
Komponist. Projekt für Solo-Percussion und Liveelektronik, produziert durch Rainer Römer (Perkussionist beim Ensemble
Modern)
James Fei (USA)
Komponist. Orientierungsarbeit mit STEIM-Software.
Margret Wibmer (NL)
Künstlerin. Arbeit mit BigEye für die Installation „Holding“ in Innsbruck. Kleidungsfarben der Besucher triggern Klangereignisse.
Danny de Graan (NL)
Installationskünstler. Umsetzung von Martin Tellingas Projekt „Ballonenveld“, bei dem Heliumballons als Lautsprecher
dienen und kontrollierte Feedbackloops erzeugen
Takuro Mizuta Lippit (USA/ NL)
DJ, Musiker, Hardwareentwickler. Studiosessions zur Repertoire-Entwicklung. Vorbereitung eines Beitrages für NIME
(New Interfaces for Musical Expression) im IRCAM, Paris.
Andreas Otto (D)
Komponist, Cellist. CD-Aufnahmen und Studioarbeit für das Album: Springintgut: “Park and Ride“
Tobias C. van Veen (CAN)
DJ, Journalist. Remix von Audiomaterial des japanischen Cyberpunk-Autoren Kenji Siratori, gemeinsam mit Trace Redell.
Tina Blain & Chris Strollo (USA)
Performer, Entwickler. Studioproduktion der Klang- und Lichtinstallation „Circumference Cycles“
Ivo Bol (NL)
Komponist. Studioprojekt zur Konzertvorbereitung von „Memory Scan“
Laura Carmichael (NL)
Komponistin, Musikerin. Konzertvorbereitung gemeinsam mit Ronald Bruce Smith. CD Aufnahmen für ein Werk von Tolga
Tüzlün.
Marco Ciciliani (NL)
Komponist und Musiker. Studioarbeit an dem elektro-instrumentalen Werk „My Ultradeep I“ gemeinsam mit Ulrich Krieger
und Michael Blank.
Piet-Jan van Rossum (NL)
Komponist. Studioarbeit am Werk „Attendre longtemps je suis sans indentité“ zur Aufführung durch das Ives Ensemble.
Dorsey Dunn (USA)
Installationskünstler. Entwicklung der Installation „Resonances“, das die physischen Klangeigenschaften eines Raumes
thematisiert.
Tom Tlalim & Voldemars Johanson (NL)
Komponisten. Arbeit mit „QuantaSonik“ zum kompositorischen Prozessieren von AV-Material
Bert Bernaerts (BE)
Musiker und Schauspieler. Orientierungsarbeit mit Sensortechnik für die Aufführung „Feedback“ (Musiktheater Transparant Antwerpen) gemeinsam mit Wouter Looy.
Georg Hobmeier (NL)
Performer. Studioproduktion von „Spy in the House of Memory“ gemeinsam mit Henry Vega.
Bennett Hogg (GB)
Komponist, Studiodirektor Universität von Newcastle. Orientierungsarbeit mit STEIM Software für elektro-akustische Improvisationsprojekte.
Wojciech Kosma (POL)
Installationskünstler, Performer. Orientierungsarbeit mit STEIM Software.
Antti Nykiri (FIN)
Klangkünstlerin. Arbeit mit LiSa für Tanzproduktionen.
Derek Holzer (NL)
Soundscape Künstler. Studiosessions gemeinsam mit Jeroen Beets. Untersuchung von Mikrofontechniken um Samples
von Glockenklängen aus Asien zu erstellen.
Dirk Haubrich (D/ NL)
Komponist. Studioaufnahmen mit Pascal Platinga für das Werk „East of the Sun and West of the Moon“
137
10.2 Appendix: Konzerte, Vorträge, Workshops, Ausstellungen 1989-2007
10.2 Konzerte, Vorträge, Workshops, Ausstellungen 1989-2007
Seit seiner Gründung legt STEIM großen Wert auf die Aufführung seiner Werke und
Forschungsergebnisse, in Form von umfangreichen Konzert- und Workshopaktivitäten.
Ab 1976 organisiert STEIM Konzerte im eigenen Haus. Die hier zusammengestellte Liste
hat die ab 1989 vollständig archivierten Jahresberichte sowie Programmhefte, Konzertankündigungen und Pressematerial aus dem STEIM-Archiv zur Grundlage.
1989 - Konzerte im STEIM:
Konzertserie “STEIMs fundamentalistisch avondje”
•
13. April: Peter Bosch “Rebombe and Redoble” für Schlagzeug und Computer, aufgeführt von Simone Simons.
•
Frank Baldé: “Deviator” (1989); Hugh Davies: “Strata” (1987), quadrophonisches Konzert für Äolische Harfe und Band.
•
18. Mai: Peter Kok und Tony Lloyd mit Gunnar Grimsson, Josh Gabriel und Justin Bennet. Perspective Volition: “Volgango Pecoraio”
•
22. Juni: Steina und Woody Vasulka zeigen ihre aktuellen Werke
•
07. Sept: Shelly Hirsch, David Weinstein, Kees van Zelst
•
19. Okt: Ray Edgar: “Dipsaus in drie smaken”; Nicolas Collins: “A Host of Golden Daffodils”
•
16. Nov: Michael Barker: “Configurations” (1988), “The Father is the Child of Man” (1989) für MIDI-Blockflöte
•
ohne Datum im STEIM Jahresbericht gelistet:
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Workshop von Joel Ryan und Moniek Toebosch:
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Demonstration von STEIM-Entwicklungen für Studenten der Rietveld Akadamie Amsterdam.
1990 - Konzerte im STEIM
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22. Feb: Joel Ryan und Zbigniew Karkowski
12. März: Konzert und Lesung von Donald Buchla und Clarence Barlow
22. März: Frank Baldé, Michel Waisvisz und Pamela Koevoets
19. April: Lesung Frans Evers, Konzert Jon Rose
17. Mai: Frank Baldé, Michael Barker und Stephan Pope
14. Juni: Harry de Wit und Don Ritter
Konzerte, Vorträge und Ausstellungen in den Niederlanden:
ohne Datum im STEIM Jahresbericht gelistet:
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Themuz-Stiftung für Theater und Musik: Konzert und Vortrag durch Frank Baldé im Rahmen eines “MIDI-Tages”
FOM-Institut: Konzert und Vortrag durch Michel Waisvisz und Frank Baldé.
Königliches Konservatorium für Musik, Den Haag: Konzert und Vortrag durch Frank Baldé und Michael Barker.
Königliches Konservatorium für Musik, Den Haag: Konzert ABRACADABRA von BMBCon
Amsterdam Summer University: Ausstellungen und Vortrag von Clarence Barlow und Ray Edgar.
FOM Institut, International Physics Congress: Konzert Michel Waisvisz und Francis Marie Uitti.
Universität Rotterdam: Konzert und Vortrag über “the WEB” von Michel Waisvisz; Konzert ABACADABRA von BMBCon; Ausstellung der “Faderbox”, des “WEB” und “STAGE” durch Ray Edgar.
Frank Baldés “Oeverture” wird gemeinsam mit Michael Barker im Konservatorium Den Haag und der Universität Rotterdam aufgeführt.
Rijksmuseum Enschede: Kolmans Kube Ausstellung durch Fred Kolman.
Gemeindemuseum Den Haag: Vortrag von Joel Ryan über Signalverarbeitung.
Konzerte, Vorträge und Ausstellungen im Ausland:
ohne Datum im STEIM Jahresbericht gelistet:
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Verona (I): “Empty Chair” von George Lewis wird durch Ray Edgar aufgeführt.
Wuppertal (D): Michel Waisvisz improvisiert mit “The Hands” gemeinsam mit Peter Brötzmann und Phil Minton.
Karlsruhe (D): Konzert “The Archaic Symphony” durch Michel Waisvisz, Vortrag über “The WEB”
New York (US): Konzert “Lantoon” durch Joel Ryan während des “New Music America” Festivals
San Francisco (US): Konzert “The Number Readers” von Joel Ryan und Barbara Pyle.
Glasgow (GB): Konzerte & Vorträge während der Int. Computer Music Conference (mit SensorLab, MIDI-Con
ductor, LickMachine, WEB)
Luzern (CH): Konzert von Michel Waisvisz im BOA-Kulturzentrum.
Basel (CH): Vortrag von Michel Waisvisz in der Musikhochschule Basel.
Oetwil am See (CH): Workshop von Michel Waisvisz im Zentrum der Gesellschaft für Computermusik mit Bruno Spoeri.
1991 - Konzerte im STEIM
Konzertreihe „Virtueel Interactieve Hyperconcertiade“
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28 Feb: Clarence Barlow und Sonja Mustaerts
21. März: vom Institut für Sonologie sind zu Gast: Edwin van der Heide, Nico Heumer, Jonatas Manzolli, Luc Houtkamp, Florentijn Boddendijk
11. April: Zbigniew Karkowski, John Duncan, Andrew M. McKenzie
138
10.2 Appendix: Konzerte, Vorträge, Workshops, Ausstellungen 1989-2007
•
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16. Mai: Felix Hess, Remco Scha, Jop van Brakel und Hans Stibbe
13 Juni: Abschlussfest der Konzertreihe mit Aufführungen von Michel Waisvisz, Sonja Mustaerts. BMBCon und Florentijn Boddenrijk.
16. Feb: Tag der offenen Tür, mit Besuch der Werkstätten und Studios sowie Vorführungen von STEIM Instru
menten
29 Aug: Führung durch das STEIM für Erstsemester-Studenten der Fakultät für Musikwisenschaften der Univer
sität Amsterdam durch Joel Ryan und Frank Baldé.
20 Okt: Konzert im Rahmen des „October Meetings“: Earl Howard, Richard Teitelbaum, Luc Houtkamp, George Lewis
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28. Sept: Huib Emmer, Maarten Altena, Michel Waisvisz
12. Okt: Janssen Termos Janssen, Jan Boerman, Hubba de Graf
03. Nov: Loos, Joel Ryan, Malcolm Goldstein
30. Nov: Gilius van Bergeijk, BMBCon, Ray Edgar, Luc Houtkamp, Adrie Boon
21. Dez: Maarten Altena, Dick Raaymakers
Jeweils vor den „Rumori“-Konzerten im Frascati (Amsterdam) finden Lesungen am STEIM statt,
„Ante-Rumori-Avonden“:
Konzerte und Workshops in den Niederlanden:
ohne Datum im STEIM Jahresbericht gelistet:
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Ijsbreker (Amsterdam): Konzert „Vistant Doices“ von Michel Waisvisz, „Deviator3“ von Frank Baldé
Ekko (Utrecht): Konzert „Vistant Doices“ von Michel Waisvisz, „Deviator3“ von Frank Baldé
Tart Festival (Enschede): Konzert von Joel Ryan und Sonja Mutsaerts, Workshop von Frank Baldé (MIDI-Con
ductor)
Oktober Meeting (Bimhuis Amsterdam): Konzert mit Earl Howard,Richard Teitelbaum, Luc Houtkamp, George Lewis
Radio Nederland Weltrundfunk:
Konzert und Workshop von Joel Ryan und Frank Baldé im Rahmen des „Broadcasting-Kurses“ für Radio Tech-
nologie in Ländern der sog. Dritten Welt.
Textiel Museum (Tilburg): Konzert von Sonja Mutsaerts
Melkfabriek (Den Bosch): Konzert von BMBCon
Summer University (Amsterdam): Lesung und Workshop mit Frank Baldé und Sonja Mutsaerts
Ein Abend in Wien (Rotterdam): Konzert mit Sonja Mutsaerts und Michel Waisvisz
Katholische Universität (Brabant): Konzert Michel Waisvisz (Songs from the Hands)
Frascati (Amsterdam): „Rumori“-Konzerte von Ray Edgar, BMBCon, Gilius van Bergeijk, Maarten Altena En
semble, Dick Raaymakers, Joel Ryan und Malcolm Goldstein.
Konzerte und Workshops im Ausland:
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Frankfurter Messe (D): Präsentation durch Hayo den Boeft, Kontaktaufnahme mit der Firma Yamaha.
Basel, Bern, Zürich (CH): Tour von Michel Waisvisz
Musikhochschule Basel (CH) Workshop von Frank Baldé und Tom Demeyer.
Akademie der Künste Berlin (D): Workshops und Konzerte durch Joel Ryan, Frank Baldé, Ray Edgar, André Hoekzma, Sonja Mutsaerts
Leonello Tarabella Universität Pisa (I): Workshop von Joel Ryan während einer Konferenz zu Instrumenten und Interfaces in der Musik.
Universität von Viitasari (FIN): Konzert von Michel Waisvisz
1992 - Konzerte im STEIM:
Reihe “CHAOS THEORIES - Listener’s Die Jest”
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07 Mai: Cas de Marez: “Ignition for Icara”; Marie Goyette: “One day in the life of Goyettowitch”
21 Mai: Michel Waisvisz, Ray Edgar, Jentine de Boer: “The Scream Lines” (erster Entwurf)
27 Mai: Konzert von Studenten der Rietveld Akademie unter Leitung von Dick Lucas.
17 Juni: Ron Kuivila: “Jocular Static”; Schot Graham Lancaster: “Machine without Meat”
24 Juni: Festkonzert mit Sonja Mutsaerts, Isabella Proskowski, Anita Janssen, Michiel Marsman, Justin Bellin
ger, BMBCon, Michel Waisvisz.
27. Aug: Laetitia Sonami: “Wilfried Wants You To Remember Us”; Joep van der Borgh: “Spanish Castle Corporal Synthesis”
17. September: Emile (‘Dr.T.’) Tobenfeld: “RideThe Wild Mouse”; Nicolas Collins, Ben Neill, Don Yallech: “Sound for Picture”
11. Nov: Dan Burke, Jim O’Rourke: Illusion of Safety; Richard Lerman, Aki Nakamura: Music for Shakuhachi, Sheet Metal, Blow Torches and Electronics.
26. Nov: Kolman’s Kube (BigEye-Präsentation); David Behrman, Ben Neill: Unforseen Events
Vorträge im STEIM:
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19 Feb: neuer internationale STEIM-Vorstand stellt sich vor: Vortrag von Tod Machover, Jean Baptiste Barrière und Simon Emmerson
18 Sept: Vorführung und Workshop für Studenten der Musikwissenschaften von der Universität von Amsterdam
Ante Rumori (wie 1991 vor den Frascati-Konzerten)
05 Nov: Johann Faber, Paul Termos, Francis Marie Uitti, Gilius van Bergeijk
03. Dez: Maarten Altena Ensemble, Jan Boerman, David Dramm
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10.2 Appendix: Konzerte, Vorträge, Workshops, Ausstellungen 1989-2007
Konzerte und Workshops in den Niederlanden:
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22. Mai: Königliches Konservatorium für Musik, Den Haag: Konzert: Michel Waisvisz, Ray Edgar, Jentine de Boer: “The Scream Lines”
03-07 Sept: Music and Harmony (ohne Ortsangabe): STEIM-Präsentation mit Sweatstick, MIDI-Conductor, Big-
Eye, SensorLab. Konzert von Michel Waisvisz, Laurie Anderson und Dougie Bowne
26. Sept: “Festival voor de Instabiele media”, Den Bosch, Konzert von BMBCon
11. Okt: Festival “De Geestverwandten”, Utrecht. Konzert von Michel Waisvisz, Dougie Bowne, John Cameron: “Speech...Muziek!”
26. Okt: Technische Universität von Twente, Vortrag und Konzert von Nicolas Collins und Joel Ryan
07. Nov Königliches Konservatorium für Musik, Den Haag. Konzert von BMBCon
16 Nov: Technische Universität von Delft. Konzert von Ray Edgar
28 Nov: Het Paard van Troye, Den Haag. Konzert von BMBCon, während einer Antifaschismus-Demonstration
09. Dez: Technische Universität von Delft. Konzert von BMBCon, Nicolas Collins,Peter Cusack
Konzerte, Vorträge und Ausstellungen im Ausland:
STEIM-Tournee, 27 Mai - 08.Juni:
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EMS, Stockholm (SE): Vortrag und Konzert von Michel Waisvisz und Joel Ryan
Neue Musik Festival, Skinnskatteberg (SE): Konzert von Michel Waisvisz, Jentine de Boer, Ray Edgar: “Scream Lines”; Michel Waisvisz: “Songs from the Hands”
Galerie Astley, Uttersberg (SE). 5tägige STEIM-Ausstellung
Maison de la Culture, Bourges (F). Michel Waisvisz, Jentine de Boer, Ray Edgar: “Scream Lines”; Michel Wais
visz: “Songs from the Hands”
26. Mai: Logos, Gent (B). Michel Waisvisz: “Songs from the Hands”
17 Dez: Konzert von Sonja Mutsaerts, Joel Ryan, BMBCon
01.Sept: Philharmonie, München (D). Konzert von Michel Waisvisz, Laurie Anderson und Dougie Bowne
ohne Datum: WDR-Studio Köln (D). Michel Waisvisz arbeitet im WDR Studio für drei Wochen an einem gemein
samen Projekt auf Basis von STEIM-Instrumenten
ohne Datumsangabe: Montreal (CAN): Michel Waisvisz: “Songs from the Hands”
1993 - Konzerte und Vorträge im STEIM:
Konzertserie “De zoetgevooisde Bliksem” (dt.: ”Der Blitz mit lieblicher Stimme”)
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27. Mai: Bob Ostertag: “Snow on Water”, “Smoke on Snow “, “Burns like Fire” (für David Wojnarowicz); Atau Tanaka: “Kagami”, “EtsPhon”
03. Juni: Art Clay: “Seven Teas for Sven Strings”, “Balloon Music”, “Auto-Bio-Graphy”
Zbigniew Karkowski: Execution of Intelligence
10. Juni: Studenten der Rietveld Akademie Amsterdam/ Sonologie Den Haag
Erik Stalenhoef: “Dies Irae”; Wart Wamsteker: “Het Beest”; Florentijn Boddendijk: “From End to Beginning”; Stan Wijnans: “Optisonics”; Christina Göstle: “OSCILLO”; Matthias de Bruijne: “Het raam open”; Nell Donkers: “Ik ben”; Agniet Meyerman & Giesbrecht van Heul: “Kelen”; René Kuin & Sylvia Hammacher: “Hospital Bleues I & II”; Justin Bellinger: “Tape”
17. Juni: David Moss: “A Dot, A Line, A Protuberance”; Bruno Spoerri: “Computer-Assisted Jazz”, “Shake Shuttle and Blow”, “Sampler’s Revenge”, “In and Out”, “Just one for Joel”, A Digit for Mr. Diamond”, “Sachzwängste”
30. Juni: Tony Buck, Otomo Yoshihide, Jon Rose, Nicolas Collins
weitere Konzerte im STEIM:
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14. Jan: André Kroese: “Attacks”
15. Dez: Luc Houtkamp, George Lewis: “Voyager Duo”, “The Rule of Thumb”, “Vogeltrek”, “Sprites”
24. Juni: Buchpräsentation “Interviews with Artists” von René van Peer, Hrsg.: Apollo-Stiftung Eindhoven. Prä-
sentiert von Louis Andriessen
Ante-Rumori Vorträge (wie ‘91, ‘92), vor den Rumori-Konzerten im Frascati-Theater:
21. Jan: Arthur Sauer, Martijn Padding, Michiel Scheen, Moderation: Michel Waisvisz
25. Feb: Laetitia Sonami, Marie Goyette, Sonja Mutsaerts, Shelley Hirsch, Michel Waisvisz, Jannie Pranger und Maarten Altena. Moderation: Martijn Padding
06. Nov: Carbon, Steve Lacey, Marc Verhoeven, Moderation: Maarten Altena
11. Dez: “The Good People” mit Peter van Bergen, Guus Janssen Trio, Rhys Chatham. Moderation: Maarten Altena
ohne Datumsangabe: Workshop mit Frankie Mann: “A Women’s Digital Treehouse” zur künstlerischen Arbeit von Frauen mit digitaler Technologie
25 Jahre STEIM - Festival “De Zoetgevooisde Bliksem” - De Balie, Amsterdam
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22. Okt: Impossible Music: “Radiolarian”
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Ray Edgar: “Flexonica II”; Joel Ryan, Paul Koek: “The Effect of Noise on the Sleep of Children”: “§1: Blind Ba
bies Bazaar”, “§2 Ritalin”; Jon Rose: The Virtual Violin; Ron Kuivila: Performance mit Installation “Civil Defen
ses”; Nachtkonzert: Ben Neill, Don Yallech: “ITSOFOMO”
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23. Okt: Sonja Mutsaerts: “Blanchard -Mr. Marl”
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Luc Houtkamp, Robert Dick: “Duet 1”, “The Rule of Thumb”, “Duet 2”, “Vogeltrek”, “Duet 3”; Marie Goyette, Laeti
tia Sonami: “Mananan”, “Women Soignées”; Nachtkonzert: The EX (Amsterdamer Rockband)
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24.Okt: Nicolas Collins: “Lightning Strikes Not Once But Twice”, “Sound For Picture”, “Ma Lisette”, “Still Lives (in memory of Stuart Marshall)”; Michel Waisvisz, Moniek Toebosch, Marie Goyette, John Cameron, Henley James: “Partly Unplugged”; Ground Zero: “Gammawave-Music for after 5pm -1 CD solo”, “Null&Void -1” “Tian Zuang Zuang”, “Music For Japanese Businessmen”, “Null&Void -2”, “Ground Zero”.
Installationen während des Festivals:
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Bob van Baarda: “De Zingende Bliksem”, Ron Kuivila “Civil Defenses”
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Im Forum des Theaters “De Balie” werden STEIM Instrumente ausgestellt (u.a. WEB, BigEye, MuisBoom)
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10.2 Appendix: Konzerte, Vorträge, Workshops, Ausstellungen 1989-2007
Konzerte, Vorträge und Ausstellungen in den Niederlanden:
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18 Jan: VONK, Tilburg. Konzert Nicolas Collins
27. Feb: Museum Boymans- van Beuningen (Rotterdam). Konzert Nicolas Collins
März-Mai 1993: Requiem ohne Tote
Konzerttour von Michel Waisvisz mit der marokkkanischen Gruppe “Weshm”.
Konzerte in Groningen, Oosterport, Den Haag, Maastricht, Rotterdam, Den Bosch und Amsterdam
06 Sept: Lutherse Kerk, Amsterdam. Michel Waisvisz: “La Distance”
Tour zum 25jährigen Bestehen des STEIM
“De Zoetgevooisde Bliksem Op Reis”
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21. Okt: Königliches Konservatorium für Musik, Den Haag: Sonja Mutsaerts: “Blanchard - Mr. Marl”; Ground Zero:
“Gammawave-Music for after 5pm -1 CD solo”, “Null&Void -1” “Tian Zuang Zuang”, “Music For Japanese Busi
nessmen”, “Null&Void -2”, “Ground Zero”; Michel Waisvisz, Moniek Toebosch, Marie Goyette, John Cameron, Henley James: “Partly Unplugged”
25. Okt: Grand Theatre, Groningen: Impossible Music: “Radiolarian”; Bob Ostertag: “Burns Like Fire”; Ben Neill: Schizetude 2&3; Sonja Mutsaerts: “Blanchard - Mr. Marl”; Tom Cora: Werke und Improvisationen für Cello Solo: “The four-limbed Approach for Live-Sampling-Triggering”
31. Okt: Theater Kikker, Utrecht: Jon Rose, Nicolas Collins, Joel Ryan, Tom Cora
06. Nov: Stedelijk Museum, Amsterdam: Ray Edgar, Sonja Mutsaerts: “Date #1”; Nicolas Collins: “Sound For Picture”, “Still Lives”; Luc Houtkamp: “The Rule of Thumb”, “Vogeltrek”
07. Nov: Bis Theater, Den Bosch: Tom Cora, Nicolas Collins: Dual Overhead Cams; Sonja Mutsaerts: “Blan-
chard - Mr. Marl”;
Ray Edgar: “Flexonica II”
30 Okt: Catharinakirche, Eindhoven: Konzert von Nicolas Collins zum Geburtstag von Phil Niblock.
31 Okt : Theater aan Het Spui, Den Haag: Kinderkonzert von Michel Waisvisz: “Hande Handele”
05 Nov: Apollohuis, Eindhoven: Konzert von Jim O’Rourke und Nicolas Collins
16 Dez: Het Open Podium, Amsterdam: Performance von BMBCon
19.April: Königliches Konservatorium für Musik, Den Haag: Führung durch das STEIM durch Joel Ryan für Stu-
denten von Sonologie am
08. Juni: Kunsthochschule Utrecht: 20 Studenten besuchen STEIM. Frank Baldé und Tom Demeyer präsentie
ren SensorLab, BigEye und Lick Machine
ohne Datumsangabe: Universität Amsterdam: Lesung von Joel Ryan und Frank Baldé mit Präsentation von STEIM Instrumenten vor Studenten der Musikwissenschaften.
Konzerte, Vorträge und Ausstellungen im Ausland:
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31 Jan-04 Feb: CDMC Madrid (ES); Metronom, Barcelona (ES). Konzerte mit Nicolas Collins, Michel Waisvisz und Joel Ryan
14. Feb: London Musicians Collective (GB): Konzert von Nicolas Collins
21. Feb: Galerie Kunst in der Invalidenstraße, Berlin (D): Konzert von Nicolas Collins
18. März: Centro d’Arte, Padova (I): Konzert von Nicolas Collins und Mark Trayle
23-28 März: Harvestworks, PASS, New York (USA). In den PASS-Studios präsentieren Nicolas Collins, Frank Baldé, Ray Edgar und Tom Demeyer STEIM’s Instrumente und Software.
25 März: The Kitchen, New York (USA). Konzert mit Nicolas Collins, Joel Ryan und Ray Edgar
03-08 Mai: GMEB, Bourges (F). Besuch des Kinderprojekts von Marjan Linnenbank und Saskia Sjollema, zwecks Kooperation
04-05 Juni: Städelschule, Frankfurt (D). Vortrag und Konzert von Nicolas Collins
14 Juni: Podewil, Berlin (D). Konzert von Nicolas Collins und dem Soldier String Quartett
15 Juni: Ars Electronica, Brucknerhaus, Linz (AU). Konzert von Nicolas Collins und dem Soldier String Quartett
14. Juli: Universität Lüneburg (D): Vortrag & Konzert von Nicolas Collins beim Symposium “Hyperkult III”.
19-20 Sept: London Musicians Collective(GB).Zwei Konzerte von Nicolas Collins und Ben Neill
ohne Datumsangabe: IRCAM, Paris (F). Vorträge und Präsentationen der STEIM Instrumente SensorLab, Lick-
Machine, MIDI-Conductor und Spider durch Nicolas Collins, Bob van Baarda, Joel Ryan, Frank Baldé und Tom Demeyer.
1994 - Konzerte und Vorträge im STEIM:
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I
10.-21. Jan: Frankie Mann, Workshop “A Women’s Digital Treehouse” zur künstlerischen Arbeit von Frauen mit digitaler Technologie,
11.-28. Jan: Nicolas Collins, “Winter Workshop in Music” für Studenten der “School voor Nieuwe Dansontwikke
ling”.
05. Feb: Projekt “AmsterJam”
STEIM ist Gastgeber für das Projekt “AmsterJam” eine interaktive MultiMedia-Sendung im Rahmen des Internet
projekts “Die Digitale Stadt”. Im Studio3 wird ein TV-Studio eingerichtet. Diese virtuelle Stadt wird so öffentlich zugänglich gemacht und von Künstlern als Treffpunkt genutzt, um die Kommunikationsmöglichkeiten im Internet zu erforschen. Joel Ryan koordiniert das Projekt.
Konzerte von: Richard Barrett, Joel Ryan, Ray Edgar, BMBCon, Hardcore Ambient, Pochi
nterviews mit: Hans Kerkhof, Nicolas Collins, Richard Barrett, Joel Ryan, Ray Edgar, Simon Emmerson, BMB
Con und Pochi
Konzertserie: “STEIMS Slaapkamermuziek - een serie konzerten in het hart van STEIM”
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21. April: “Fanfaren”. Jonathan Impett; Ben Neill
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28. April: “Gitarren 1”. Wiel Conen, Wim van Sijl; Frank Baldé; Kato Hideki
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03. Mai: Stelarc: Lesung, Präsentation und Video
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12. Mai: “Wild Men”. Eugene Chadburne Quartet; Tony Buck
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19. Mai: “STEIM Unplugged”. Jaap Blonk; Jim Fulkerson
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26. Mai: “Modern English Parlor Music”. Walter Fabeck; FURT (Richard Barrett & Paul Obermayer)
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02. Juni: “Birds in the Kitchen”. Peter Cusack, Frieder Butzmann & Thomas Kapielski, Sukandar Kartadanita
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10.2 Appendix: Konzerte, Vorträge, Workshops, Ausstellungen 1989-2007
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09. Juni: “Installation Music”. BMBCon; Rietveld Studenten: Arnout Killian; Annegret Suaudeau; Pochi; Matthijs de Bruijne
16 Juni: “Masters of Modern Music”. David Tudor
23 Juni: “History”. Ben Manley; Jon Rose; Matt Wand
30 Juni: “Turns Off The Lights When You Leave”. Voice Crack; Jacques Phalinckx; Steve Wishart; Annie Wright
20 Dez: Präsentation von Yntse Vugts zu ihrer Arbeit mit BigEye.
Konzerte, Vorträge und Ausstellungen in den Niederlanden:
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08. Jan: 0-42, Nijmwegen. Michel Waisvisz; Hande Handele
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09.Jan: Frascati, Amsterdam (Rumori). Michel Waisvisz; Hande Handele
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10 April: Frascati, Amsterdam (Rumori). Nicolas Collins & Ben Neill: “Propelled Electronics and Backwards Gui-
tar”
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(STEIM bietet technische und organisatorische Unterstützung der Rumori-Konzerte im Frascati, Amsterdam, un
ter konzeptioneller Mitwirkung von Nicolas Collins)
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11. April: Concertgebouw, Amsterdam. Michel Waisvisz: La Distance, gemeinsam mit Ray Edgar, anlässlich der Verleihung des Preises “Gouden en Silveren Lampen” von ADCM,
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15 April: Korzo Theater, Den Haag. Nicolas Collins und Ben Neill
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25 Juni: Theater Zeebelt, Den Haag. Konzerte durch Joel Ryan und Nicolas Collins während des Festivald “Purple Improvisation Days”
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25. Juni: Musikschule Rotterdam: Ausstellung von STEIM-Instrumenten, Workshop und Vorführungen durch Frank Baldé und Bob van Baarda (“Daag van de elektronische muziek“)
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18.-19. Aug: Paradiso, Amsterdam. “Sonic Acts Festival”. Ausstellung von STEIM Instrumenten, Konzerte von Sonologie-Studenten
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02.-05. Sept: Ahoy, Rotterdam. Michel Waisvisz demonstriert “The Hands” und SensorLab während des “Music and Harmony Festivals”
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09. Okt: Forum, Middelburg. Auftritt von Michel Waisvisz und Moniek Toebosch.
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20 Okt: Oude Kerk, Amsterdam. Michel Waisvisz: “Orgels en Trompetten”
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08 Nov: V2, Rotterdam. Konzert von Joel Ryan und Woody Wasulka im Rahmen eines multilokalen Internetpro-
jektes des Österreichischen Radios
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17 Nov: Waag Theater, Delft. Nicolas Collins und Luc Houtkamp
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11-15 Okt: Theater Bellevue, Amsterdam. Aufführungen der “Dansgesellschaft Reflex, Groningen” des Stückes “Rocky Angel”, für das Michel Waisvisz die Musik komponiert hat.
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Konzerttour von Nicolas Collins: “It was A Dark And Stormy Night”
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07. April: Korzo Theater, Den Haag;
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08. April: Bimhuis, Amsterdam;
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14. April: Zaal de Unie, Rotterdam
Konzerte, Vorträge und Ausstellungen im Ausland:
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19. Feb: Nancy Festival, Nancy (F). Nicolas Collins
28 April: Roulette, New York (USA). Nicolas Collins
02. Mai: MIT, Boston (USA). Lesung von Nicolas Collins
06. April: ZKM, Karlsruhe (D). Michel Waisvisz: “Hande Handele”
21.-22. Mai: Moers-Festival, Moers (D). Michel Waisvisz: “Hande Handele”; “Speciaal Project” mit Michel Wais
visz, Richard Barrett, Ray Edgar, Joel Ryan, Sonja Mutsaerts, Nicolas Collins und Peter Cusack
06. Mai: Irton Festival, Podewil, Berlin (D). Nicolas Collins
12. Mai: London’s Musicians Collective. Nicolas Collins, Matt Wand und Ben Neill
10 Juni: WDR, Köln (D). Michel Waisvisz: “Fausto’s Schrei”
11 Juni: GMEB, Bourges (F). Michel Waisvisz: “Fausto’s Schrei”
03-15 Juli: “International Bartók Festival”, Sombathely, Ungarn. Workshop zu STEIM-Instrumenten durch Ray Edgar und Tom Demeyer. Konzerte von Luc Houtkamp, Nicolas Collins und Ray Edgar. Lesung und Präsentati
on des Sweatsticks durch Ray Edgar
09-18 Sept. “Pfeifen im Walde”-Festival, Podewil, Berlin (D). Konzert von Nicolas Collins
20 Okt: Darmouth College, Hanover (USA). Lesung und Präsentation von STEIM Instrumenten durch Nicolas Collins
03-06 Nov: “IFEM” (International Forum on Electro-Acoustic Music), Bratislava (CZ). Workshop von Nicolas Col
lins
ohne Datumsangabe: International Computer Music Conference, Aarhus (DK). Konzert von Michel Waisvisz
1995 - Konzerte und Vorträge im STEIM:
Konzertserie “Tussen de Oren”
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04 März: “Laboratorio de Musica e Immagine”. Live-Musik zu den Stummfilmen: Apropos de Nice (Jean Vigo, 1930); Un chien Andalou (Louis Bunuel, 1927); Scarecrow (Buster Keaton, 1920)
16 März: “Machine for making sense”. Australisches Ensemble aus Stimm- und Klangkünstlern
20 April: “Barok”. Tom Cora (Cello, Live Sampling) & Phil Minton (vox)
27 April “Sports Night”. Jon Rose: Badminton; Young Farmers Claim Future: “Pong”; Deborah Richards: “Some Southpath Pitching” von Charles Ives
03 Mai: “Desert Island Discs”. Diner-Konzert mit Nicolas Collins, Michel Waisvisz und Joel Ryan
18 Mai: “Muziek & Video”. Phil Niblock und James Fulkerson; Pierre van Berkel und Jaap Blonk
25 Mai: “Alvin Lucier Retrospective”. Alvin Lucier, Barton Workshop
01 Juni: “Flöte und Elektronica”. Anne La Berge und Leslie Olson
08 Juni: “Saiteninstrumente und Elektronica”. Rafael Toral, Jane Henry, Riad Abdel Gawad
15 Juni: André Kroese und René Piersma; John Bischoff
16 Mai: Workshop “Offener Abend” zum Thema Multimedia, mit “Image Factory” und Studenten der Rietveld Aka
demie, organisiert von Joel Ryan
Konzerte, Vorträge und Ausstellungen in den Niederlanden:
28. Januar: (ohne Ort). Joel Ryan und Tom Willems: Musik zum Tanztheater “Eidos/Telos” von William Fortsythe
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10.2 Appendix: Konzerte, Vorträge, Workshops, Ausstellungen 1989-2007
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04 Feb: Melkfabriek, Den Bosch (Festival X-Human). Ray Edgar: Flexonica II
25 Feb:V2, Rotterdam. Ray Edgar: Flexonica II
17 Juni: Nederlands Vormgevingsinstitut, Amsterdam. Michel Waisvisz: De Handen
16-18 Aug: Paradiso, Amsterdam (Sonic Acts Festival). Michel Waisvisz: Konzert und Präsentation von “The Hands”
26-27 Aug: De Balie, Amsterdam (Uitmarkt). Installation von Nicolas Collins, Teil der Oper “Truth in Clouds”
19 Okt: V2 Rotterdam (DEAF 95 Festival). Joel Ryan, Michel Waisvisz: Präsentation von STEIM-Instrumenten; Joel Ryan und Jane Henry: “Enfolded Strings”; Michel Waisvisz: “The Hands & Lisa”
08. Nov: Paradiso, Amsterdam (Workshop “Doors Of Perception). Lesung von Joel Ryan “Hands-on Sessions”
09. Nov: Korzo, Den Haag. Joel Ryan, Jane Henry, Justin Bennett
10. Nov: Zeebelt, Den Haag (CIM-Festival). Michel Waisvisz’ Konzertserie von 30 Mini-Konzerten mit nur einem Zuhörer, wobei die Geräusche des Zuhörers die Basis für das Konzert sind. (Setup: The Hands & LiSa (Testver
sion))
Konzerte, Vorträge und Ausstellungen im Ausland:
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April: The Kitchen (New York/ USA), Lunar Cabaret (Chicago/ USA), Mills College (Oakland/ USA). US-Tour Nicolas Collins
10-11 Juni: Haus der Niederlande, Münster (D). Konzerte von Peter Cusack, Joel Ryan & Justin Bennett, BMB
Con, Edwin van der Heide und Nicolas Collins & Luc Houtkamp. Installation von Arnoud Killian und Matthijs de Bruijne
06-09 Aug: Asociacion de los Tiempos del Ruido, Bogota (Kolumbien). Zwei Konzerte von Nicolas Collins. Uni-
versität Javeriana, Bogota: Lesung, STEIM-Präsentation durch Nicolas Collins.
21 Sept: Clapham Common, London (GB), Colourspace Festival. Michel Waisvisz, Frank Baldé: Konzert mit “The Hands” und LiSa
Nov: Warschau. Konzert von Nicolas Collins und Luc Houtkamp
Okt: Konservatorium, Zürich (CH), 10jähriges Jubiläum der Schweizer Computermusik-Vereinigung. Konzert von Joel Ryan (mit Justin Bennett und Jane Henry), Michel Waisvisz und Nicolas Collins
ohne Datumsangabe: Stadtgarten, Köln (D). Michel Waisvisz: Konzert und LiSa-Präsentation
1996 - Konzerte und Vorträge im STEIM:
Konzertserie “STEIM Dorpsavond”
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20 März: “WEB Analogien”. Steina Vasulka: Vorstellung der neuen Künstlerischen Gast-Leiterin; Michel Wais
visz: The Hands, The WEB; Atau Tanaka, Edwin van der Heide, Zbigniew Karkowsi: Performance mit einem großen Kletter-Modell des WEB
04 April: “Elektrische Violinisten”. Kaffe Matthews: Violine und mobile Elektronica; Alison Isadora: “Hoofdwas”-
Performance mit Jannie Pranger, Jan Bas Bollen und midifizierter Waschmaschine
16 Mai: Eröffnungskonzert “StroomGeest”. Joel Ryan: “Memory Action Demands Links”, “Expectation Waves Of Convention” Susan Tallman & Nicolas Collins: “A Lecture On ‘Pioneers Of The Spiritual Reformation’”, aufgeführt von Elise Lorraine
22-24 Mai: “Dorpsmaatijden”, Mittagskonzerte während des Festivals “Hoogspanning” im Ysbreker, Amsterdam
22 Mai: Vortrag und Konzert von Remco Scha und Arthur Elsenaar, Young Farmers Claim Future
23 Mai: Vortrag von Thomas Kessler, Konzert von John Anderson
24 Mai: Vortrag und Konzert von Richard Barrett und Stevie Wishart
29 Mai: “Moderne Klangnomaden: The Exiles (Jon Rose, Tony Buck, Joe Williamson); Over Nothing (David Dramm, Robert Poss, Wim Konink, Marcel Andriessen)
06 Juni: “De Dans Ontsprongen”. Bianca van Dillen & Mari-Jean Boer: “Life Forms”; Michael Beards: “Klompend
ans”; Patrizia van Roessel: “Zonder Veren”; Jim van der Woude: “Pas de Thé”
20 Juni: “De Zap Generatie Pakt Uit”. Atau Tanaka; Ricardo Arias: “Latex Preludes”; Florentijn Boddendijk, Anne Wellmer, Edwin van der Heide: “Tally Luna Atlanticipated”
27 Juni: “Het Onbestemde Onder Stroom”. Gert-Jan Prins: Sub (I/IV); Nicolas Collins & Peter Cusack: “Not With A Bang But A Suitcase”
30 Aug: “Het Sonic Acts Toetje”. Amanda Stewart: Solo Vocal Performance; Bob Ostertag: Solo Sampler Perfor
mance
NCRV Radio 4: Holland Serie. Radioproduktionen, produziert in den STEIM-Studios:
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13 Feb: Christoph Martin
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12 März: Luc Ferrari
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26 März: Nicolas Collins
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09 April: Peter van Bergen & Richard Barrett
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16 April: Remco Scha
Konzerte, Vorträge und Ausstellungen in den Niederlanden:
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Januar: Walter Maas Huis, Bilthoven. Michel Waisvisz (mit Gästen: Marten Altena, Jan Boerman, Huba de Graaf): LiSa-Performance
im Auftrag von Radio4, Livekonzert
12. April: De Balie, Amsterdam, “Virtueel Platfoorm”. Michel Waisvisz: “The Hands”. Vertonung eines Videos von Steina Vasulka
18.-24. Mai: Ysbreker, Amsterdam “Hoogspanning Festival” in Kooperation mit STEIM.
18. Mai: Stelarc
21. Mai: The Barton Workshop
22. Mai: “Hörende Maschinen” mit George Lewis, Luc Houtkamp, Thomas Kessler und Ben Neill
23. Mai: “Soldier String Quartett” mit Laura Seaton, Dave Soldier, Mary Wooten, Rob Dick und Nicolas Collins
24. Mai: “Voice Crack”, “Young Farmers Claim Future”, Tony Buck, Otomo Yoshihide, BMBCon
21. Juni: De Waag, Amsterdam: Open-Air Konzert von MIchel Waisvisz und Frank Baldé mit “The Hands” und LiSa.
28. Aug: Paradiso, Amsterdam “Sonic Acts-Festival” (organisiert vom Studiengang Sonologie aus Den Haag): “Scanner”: Workshop “Mapping Stockhausen”: David Toop: Vortrag “Ocean of Sound”, Buchvorstellung
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10.2 Appendix: Konzerte, Vorträge, Workshops, Ausstellungen 1989-2007
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04. Okt: Ysbreker, Amsterdam. Konzert von Michel Waisvisz und Frank Baldé. Anlass ist die CD-Präsentation, deren Material die Musiker mit “The Hands” und LiSa live remixen.
08. Nov: Montevideo, Amsterdam. Installation “Tokyo Four” von Steina Vasulka
12. Nov: Concertgebouw, Amsterdam “Gilde Investment Funds”, Thema: “Technologie und Musik”.
Frans de Ruiter: Ansprache; Michel Waisvisz: Konzert “The Hands”; Installationen: “BeBop” von Tom Demeyer und Jorgen Brinkman; “Lachspiegel” von Tom Demeyer; “Wonderorgel” von Frank Baldé; “Kant
orgel” von Michel Waisvisz und Frank Baldé.
24. Nov: Tropenmuseum, Amsterdam. Konzert “Et Loubna” von Michel Waisvisz, gemeinsam mit Sainkho Namt
chylak, Najib Cheradi, Gabrielle Mouhlen, Frank Baldé und Joel Ryan.
Konzerte, Vorträge und Ausstellungen im Ausland:
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13.-16. Feb: IRCAM, Paris (F). Workshops durch Frank Baldé, Michel Waisvisz und Tom Demeyer
07.-09. Juni: Synthese ‘96 Festival, Bourges (F). Konzerte von Michel Waisvisz, Steina Vasulka, Michael Beards
Florentijn Boddendijk und Joel Ryan
10.-16. Juni: IRCAM, Paris (F). Einweihung eines neuen Gebäudes. Konzerte von Michel Waisvisz (The Hands) und Steina Vasulka (MIDI Violin)
25. Okt: IRCAM-Forum, Paris (F). Präsentationen von STEIM-Instrumenten durch Frank Baldé und Michel Wais-
visz (LiSa und BigEye)
ohne Datumsangabe: City Museum, Reykjavik (ISL): Installationen von Steina Vasulka: “Tokyo Four”, “Pyro
glyphs”, “Vocalisations” und “Ptolemy”
02. Juni: Guggenheim Museum, New York (USA). Installation von Steina Vasulka: “Borealis”
03. - 07. Aug: Flaherty Seminar, New York (USA). Konzert von Steina Vasulka (MIDI-Violin) und Installation “Bo
realis”.
25. Okt: Chicago Art Institute (USA). Vortrag und Konzert von Steina Vasulka (MIDI Violin)
18. Okt: Museum of Fine Arts, Santa Fe (USA). Ausstellung von Steina und Woody Vasulka
07. Mai: Conservatorium, Basel (CH). Workshop zu LiSa von Michel Waisvisz und Frank Baldé
12.-15. Juli: Darmstadt Festival (D). Zwei Konzerte von Steina Vasulka (MIDI Violin)
01.-04. Sept: ZKM, Karlsruhe (D). Videowettbewerb, bei dem Steina Vasulka in der Jury sitzt
17.-20. Sept: KHM Köln (D), Konferenz “Digitale ‘96”. Vortrag und Konzert von Steina Vasulka (MIDI Violin)
25. Sept: BEC Studios, Bonn (D). Konzert von Steina Vasulka (MIDI Violin)
09.-14. Mai: Bologna (I), Angelica Festival. Vortrag und Konzert von Michel Waisvisz und Frank Baldé
18. Dez: Padua (I), Symposium von Konservatoriumsvorsitzenden. Vortrag und Konzert von Michel Waisvisz und Frank Baldé mit LiSa
Vortrag von Tom Demeyer über BigEye.
15. Okt: Museum of Fine Arts, Brno (CZ). Ausstellung mit Installationen von Steina Vasulka.
16. Okt: National Gallery, Prag (CZ). Gruppenausstellung, mit der Installation “Borealis” von Steina Vasulka
19.-23. Nov: European Cultural Council Conference, Prag (CZ). Vortrag von Steina Vasulka über Hyper-Instru
ments
13.-16. Okt: European League of Institutres of Art (ELIA), Lissabon (PT). Vortrag von Tom Demeyer über Big-
Eye; Konzert von Atau Tanaka
1997 - Konzerte und Vorträge im STEIM:
Serie “De Snel Vervliegende Tijdsgeest”
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27. Feb: Aufführungen von Werken aus den Anfängen der elektroakustischen Musik (Ligeti, Stockhausen, Reich, Parmigiani, Henri, Raaymakers, u.a.) durch Florentijn Boddendijk, Michel Waisvisz, Sonja Mutsaerts, Anne Wellmer, Paul Koek, Irma Lammers und Edwin van der Heide.
11 April: Jaron Lanier (Komponist, Virtual Reality-Pionier) Vortrag und Konzert zur Präsentation seines Systems zur Live-Videomanipulation.
17 Juli: David Wessel und Laetitia Sonami
31 Juli: Jane Henry und Matt Rogalsky
09 Okt: “1 Elktrsch Hrfst DrLk”: Laurens Kagenaar, Matt Rogalski und Ann La Berge, Yuko Suzuki
30. Okt: “STEIM’s Barock Abend”. Konzert im Rahmen der Konferenz “From Practice to Policy (P2P)”; Joel Ryan: “Enfolded Strings”, The Theory Of Oja’s Rule”; Michel Waisvisz: “Tam Tam”, “The Spirit Of The Digital Djembe”; Laetitia Sonami: “What Happened III”; Florentijn Boddendijk, Anne Wellmer, Edwin van der Heide: “Tally Luna Antlanticipated”
01. Nov: STEIMs Tag der offenen Tür im Rahmen der Konferenz “From Practice to Policy (P2P)”, mit Präsenta
tionen und Installationen (Lachspiegel, Kantorgel, TheWEB). Ca. 180 Besucher.
11 Dez: BMBCon: Biotechnology Makes Business Consultancy mit W31, R73 und J158
Konzerte, Vorträge und Ausstellungen in den Niederlanden:
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19 und 26 Jan: Utrechtse School. Michel Waisvisz und Frank Baldé: Konzert und Vortrag “Operation LiSa”
25 Jan: Humanistischer Bund, ohne Ort. Michel Waisvisz und Frank Baldé: Konzert und Vortrag “Operation LiSa”
20 Apr: KonCon Maifestival, Den Haag. Michel Waisvisz und Frank Baldé: “The Spirit Of The Digital Djembe”
08 Juni: Michel Waisvisz nimmt an dem Programm “Improvisaties/improvisaties” des Kunstkanaal teil
18 Nov: Universität von Nijmegen. Michel Waisvisz: Vortrag zu LiSa
12 Dez: Montevideo, Amsterdam. Michel Waisvisz, Frank Baldé: “The Spirit Of The Digital Djembe”
12 Dez: Dans en Theater School, Amsterdam. Michel Waisvisz: Vortrag zu LiSa
Konzerte, Vorträge und Ausstellungen im Ausland:
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06-08 Feb: Podewil, Berlin (D). STEIMs Bedrijfsuitstapje (dt.: Betriebsausflug). Workshops durch Frank Baldé, Tom Demeyer und Joel Ryan in der TU, Elektronisches Studio. Workshop für Kinder durch Michel Waisvisz. Kon
zerte dort: Joel Ryan: “Folded String”; Kaffe Matthews: “Violin Sonics”; Florentijn Boddendijk, Anne Wellmer, Ed
win van der Heide: “Tally Luna Antlanticipated”; Michel Waisvisz: “Et Loubna” gemeinsam mit Sainkho Namt
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10.2 Appendix: Konzerte, Vorträge, Workshops, Ausstellungen 1989-2007
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chylak, Najib Cheradi, Gabrielle Mouhlen, Frank Baldé und Joel Ryan; Steina Vasulka: “Kolumkilli”, aufgeführt durch Joel Ryan; Metanoia (Walter Fabeck, Jonathan Impett, Martin Allen): Werke von Walter Fabeck und Nico
las Collins; Laetitia Sonami: “Has/Had”; Young Farmers Claim Future; Bob Ostertag: “Solo”
14 März: Berliner Festspiele (D). Michel Waisvisz, Frank Baldé: “The Spirit Of The Digital Djembe”
24 März: IRCAM, Paris (F). LiSa-Vortrag von Michel Waisvisz und Frank Baldé
3 April: GMEM Festival, Marseille (F). Michel Waisvisz, Frank Baldé: “The Spirit Of The Digital Djembe”
28 Nov: Rouen (F). Michel Waisvisz, Frank Baldé: “The Spirit Of The Digital Djembe”
04-05 Juli: Nagoya, Toyota (JAP). Michel Waisvisz, Frank Baldé: “The Spirit Of The Digital Djembe” (offizielle Premiere)
09 Okt: Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Wien (AU). Vortrag und Präsentation von STEIM-Entwick
lungen von Joel Ryan
10 Okt: HEAR, elektro-akustisches Studio des Ungarischen Radios, Budapest (UNG). Konzert durch Joel Ryan, Bob Ostertag und Kaffe Matthews
15 Okt: Musici Verticale Festival, Rom (I). Michel Waisvisz, Frank Baldé: “The Spirit Of The Digital Djembe”
30 Nov: Oorsmeer Festival, Gent (BE). Michel Waisvisz, Frank Baldé: Version für Kinder von “The Spirit Of The Digital Djembe”
04 Dez: Antwerpen (BE). Michel Waisvisz, Frank Baldé: Version für Kinder von “The Spirit Of The Digital Djem
be”
1998 - Konzerte und Vorträge im STEIM:
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12-30 Jan: Die SNDO, Amsterdam ist zu Gast für zwei Workshops durch Joel Ryan: SensorLab / Spider und Image/ine
11 März: Image/ine Workshop für Studenten der Kunstakademie Arnheim von Tom Demeyer und Daniel Schor
no
12 März: Konzert durch Bob Ostertag: “Hunting Crows” (Licht: Richard Board); Helmut Neugebauer: “Die Vögel Europas”
02 April: Konzert durch Clarence Barlow, mit Deborah Richards
14 Mai: Konzert durch Francis Marie Uitti (Cello), Michel Waisvisz (The Hands): “The Gentle Art Of Live Electro-
nic Music In Times Of New-Media Hype”
28 Mai: Konzert von Studenten aus den Studiengängen “Sonologie” und “Bild und Ton” aus Den Haag
04 Juni: Konzert durch Cas de Marez: “Sens”,
Matthew Ostrowski: “Vertebra”; Gert-Jan Prins, Wiel Conen: “Suite dansant immobile”
11 Juni: “Noise Goes Quiet”: Konzert durch Akifumi Nakajima & Zbigniew Karkowski: “Intrepid Absent”
25 Juni “Het Geluidslaboratorium”: Konzert mit Farmers Manual, Peter Rehberg & Ramon Bauer, Eleonoor van Beusekom und dem Electric Arts Duo.
27 Aug: Eröffnungsabend des Sonic Acts Festivals. Studenten aus dem Studiengang “Bild und Ton” aus Den Haag gemeinsam mit der Band To Rococo Rot und dem Musiker Markus Schmickler aka Pluramon.
12 Sept: Gaudeamus Muziekweek. Livesendung (Radio und Internet) aus dem STEIM von Kalvos & Damian: “New Music Bazar” Interviews und Konzerte mit Louis Andriessen, David Dramm, Frances-Marie Uitti, Jacqueli
ne Oskamp und Ruth Mayer
01 Okt: Konzert “De Dag” durch das Schreck Ensemble
Konzerte, Vorträge und Ausstellungen in den Niederlanden:
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14-18 Dez: TOUCH-FESTIVAL im Frascati, Amsterdam: Serge de Laubier & Rémi Dury: “Les Sargasses de Babylone ou le Micro Puce Muse”; Jon Rose: “From The Chaotic Violin”; DJ-Installation “DansOmatriek”; Laure Pique: “Droomdraad (De grote gevoelige snaar)” Seiltanzperformance; Joel Ryan & Evan Parker (Sax) : “Fayud Dust”; Laetitia Sonami: “Why _ Dreams Like A Loose Engine (Selbstportrait)”; Xavier, Dave & Thijs: “Ground Control”; Cas De Marez: “Sens”; Patrizia van Roessel: “Sweet Touch”; Schreck Ensemble: “De Dag”; Seven Seas (Jorgen Brinkman & Marc Paping): “Trance Music”; Ernst Zettel & Helmut Schäfer: “The Virtual String”; Steina Vasulka “Violin Power”; Carsten Nicolai, Frank Bretschneider & Olaf Bender: “. signal..:.”; Marko Peljhan, Aljosa Abrahamsberg & Borja Jelic: “Wardenclyffe Situation no.7”
Symposium zum TOUCH FESTIVAL mit
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14. Dez: Thecla Schiphorst (Tänzerin), George Lewis (Computermusiker, Posaunist) und Dick Raaymakers (Komponist), Begrüßung durch Sally Jane Norman, Joel Ryan und Michel Waisvisz (Verfasser des Essays “Touchstone”)
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15. Dez: Jean Pierre Roll (Neurophysiologe), Tim Roberts (Jongleur), Barbara Becker (Philosophin), Roger Ma
lina (Astronom)
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16. Dez: Trevor Wiahart (Komponist), Roman Paschka (Puppenspieler)
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25 Feb: Musikzentrum Enschede. “Controllers’ Magic: Het Virtuele Lichaam”. Zusammenarbeit von Michel Wais
visz, Luca Francesconi, Michele Tadini und Florian Boddendijk mit “Het Nieuwe Ensemble”
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26 Feb: Paradiso, Amsterdam. “Controllers’ Magic: Het Virtuele Lichaam”
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27 Feb: De Balie, Amsterdam (Kids & Bits Festival). Installation “Lachspiegel”, vorgestellt von Daniel Schorno
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09 Mai: Cyberslag Festival, Groningen. Jon Rose: “Chaotic Violin”
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25 - 30 Okt: Frascati, Amsterdam (Improvisation, Technology & Sound Festival). Workshop für Künstler und Theatertechniker zu Live-Processing Systemen von Bild und Ton, von Daniel Schorno und Sher Doruff
Konzerte, Vorträge und Ausstellungen im Ausland:
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06 März: Teatro Juvarra, Turin (I). Jon Rose und Joel Ryan: “Chaotic Violin”, “Enfolded Strings”
03-07 März: Teatro Juvarra, Turin(I). BigEye und LiSa Workshop durch Daniel Schorno. Präsentation der STEIM Webseite durch Lara van Druten
27 - 29 März: Podewil, Berlin (D): String ‘Em Up Festival. Konzert von Jon Rose und Tom Demeyer
25 Juni - 02 Juli: Agora Konferenz, Zypern. Vorstellung von STEIM Instrumenten zu pädagogischen Zwecken durch Frank Baldé und Lara van Druten
31 Okt - 07 Sept: ISCM, Warschau. Workshop von Joel Ryan und Daniel Schorno
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10.2 Appendix: Konzerte, Vorträge, Workshops, Ausstellungen 1989-2007
1999 - Konzerte und Vorträge im STEIM:
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21 Jan: Konzert “Enfolded Reality”, aufgeführt durch Daniel Schorno und Pascal Boudreault
Konzertserie “Rhythm and Zoom Lab”, kuratiert von Roland Spekle
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16 Sept: “Historic Minimal meets Modern Ambient”. Konzert von Charlemagne Palestine und Thomas Köner
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07 Okt: “Lebendiger Techno”. Funckarma, Phako/E.O.G. & VJ Tappo Kontakt. Terre Thaemlitz: “Replicas Ruba
to”
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04 Nov: “Theatergroep Hollandia”. Der Filmemacher Joost Rekveld trifft in einer Multimedia-Improvisation auf die Musiker Florentijn Boddendijk, Paul Koek und Ton van de Meer.
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17 Nov: “Scanner und Tonne”. Multimedia-Performance des Musikers Robin Rimbaud aka Scanner mit dem Me
dienkünstler Paul Furrington aka Tonne.
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25 Nov: Konzert von SoundLab, David Linton & Benton Bainridge (alle New York) und Toine Horvers
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08 Dez: Konzert von Liesbeth Esselink aka “Solex” und Heimir Björgulffson, Sigtryggur Berg Sigmarsson und Helgi Thorsson aka “Stilluppsteypa”
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15 Dez: Konzert von Stock, Hausen and Walkman und Michel Waisvisz und Frank Baldé: “TRIPTIC”
Workshops:
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03. Feb: Workshop mit Mitarbeitern des Ministeriums für Bildung, Kultur und Wissenschaft, organisiert durch “Virtueel Platform”. Ausstellung “Electro Piepen Club”
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13 Okt und 09 Nov: “DJs and VJs meet STEIM” Workshop von Joel Ryan zum Einsatz von STEIM Software im Clubkontext.
Ausstellung “Electro Piepen Club” (TOUCH-Ausstellung)
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Den Bosch (NL): November Music Festival: “Sampling And Recycling”
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STEIM Amsterdam (NL): Tag der offenen Tür (29. Mai)
Konzerte, Vorträge und Ausstellungen in den Niederlanden:
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08-12 Feb: Tanzakademie Rotterdam. Tanzworkshop in Verbindung mit Livemusik von Patrizia Roessel, Bert Klein, John Cameron, Sonja Mutsaerts und Michel Waisvisz
Feb: TH Eindhoven. STEIM-Vorstellung durch Joel Ryan, LiSa Workshop durch Frank Baldé (06. Feb), Image/ine Workshop durch Tom Demeyer (20. Feb)
24 März: Stichting Leerplan. Workshop mit 40 Teilnehmern zur Entwicklung eines audio-visuellen Lehrplans
26 März: Frascati Amsterdam “We Proudly Present Festival”. LiSa Präsentation und Tanz Performance durch Daniel Schorno und Frank van de Ven
10 April: Huizen, Alpha Centauri Festival (House-Music). STEIM-Informationsstand (mit Objekten des Electro Piepen Club) und LiSa-Präsentation
03 Juni: Groningen, Electronic Festival, Media GN. Konzert durch Michel Waisvisz und Frank Baldé: “Collateral Damage”
Juni: Groningen, Electronic Festival, Media GN. Workshop mit Präsentationen von LiSa, BigEye und Image/ine.
15 Juni: V2, Rotterdam. Konzert und Vortrag von Michel Waisvisz
Konzerte und Vorträge im Ausland:
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22 Jan: Universität von Bordeaux (F). Konzert durch Michel Waisvisz und Frank Baldé: “Murmure Explosiv”
07 März: Konservatorium von Montbéliard (F)
Konzert durch Michel Waisvisz und Frank Baldé: “Murmure Explosiv”
Juli: Charleville Mezières (F), Institut International de la Marionette. Workshop zu STEIM-Instrumenten durch Michel Waisvisz, Absicht einer zukünftigen Zusammenarbeit
28 April: Breslau (POL), Multimedia-Festival. Konzert durch Michel Waisvisz und Frank Baldé: “Collateral Dama
ge”. Konzert von Jorgen Brinkman und Mark Paaping aka Seven Seas
Santa Fe (USA), Summer Academy, Art Institute of Santa Fe. Workshops mit Image/ine und BigEye, organisiert durch Woody und Steina Vasulka
25 Okt: Edinburgh (GB), Traverse Theater. Jon Rose: “Rosenberg Museum”, Image/ine-Performance
26 Okt: Edinburgh University (GB). Vortrag von Daniel Schorno über Image/ine und Live-Video-Processing
11-12 Nov: Mailand (I), Il Corpo Vituale. Konzert und Vortrag von Michel Waisvisz und Frank Baldé: “Trip Tic”
Ausstellung “Electro Piepen Club” (TOUCH-Ausstellung)
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Kulturzentrum Berchem (BE): Kinderfestival “Muziek Machines”
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IRCAM Paris (F): Tag der offenen Tür
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Electronic Festival Groningen (NL) (03-06 Juni)
2000 - Konzerte und Workshops im STEIM:
Konzertserie “Rhythm-And-Zoom Lab” (kuratiert von Roland Spekle)
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24 Feb: Microstoria (Jan St. Werner & Markus Popp, D); Martin Tétreault (Can)
09. März: People Like Us (Vicky Bennett, GB); Stavöstrand (SVE)
30 März: Dat Politics (F); Ikue Mori (USA); Jérome Noetinger & Lionel Marchetti (F)
13 April: Riccardo Massiri Spiritini (I/NL); Frances-Marie Uitti (USA/NL) & Stephen Vitiello (USA)
27 April: Christian Fennesz (AUS); Erik M (F); Seven Seas (NL)
02 Juni: Haco (JAP); Bob Ostertag (USA): “The Yugoslavia Suite”
Workshop:
20-22 März: Workshop mit Studenten des Königlichen Konservatoriums Den Haag. STEIM dient als Ausbil
dungs-Studio für das Konservatorium.
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10.2 Appendix: Konzerte, Vorträge, Workshops, Ausstellungen 1989-2007
Konzerte in den Niederlanden:
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12 Nov: RAI, Amsterdam (E-Culture Messe). Ausstellungen von STEIM-Instrumenten. Konzert und Vortrag durch Michel Waisvisz im Rahmen von “Doors of Perception”
ohne Datumsangabe: Festival in de Branding, Den Haag
ohne Datumsangabe: Dutch Design Day, (ohne Ort), organisiert von Nederlands Vormgevings Instituut
Konzerte, Vorträge und Ausstellungen im Ausland:
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07 Jan: Ecole des Beaux Arts, Aix-En-Provence (F). Konzert und Workshop durch Michel Waisvisz, Frank Baldé und Tom Demeyer
20-22 Feb: IRCAM, Paris (F). Workshop “Stage Son et Interactivité” durch Michel Waisvisz und Frank Baldé
24 Feb: Le Grenier à Sel, Avignon (F). Konzert und Workshop von Michel Waisvisz als Vorbereitung der Touch-
Ausstellung
22-29 Okt: Ecole Supérieure Son et Image, Angoulême (F). LiSa und SensorLab Workshop durch Michel Waisvisz und Frank Baldé
19-25 Nov: Valenciennes (F). Workshop, organisiert von Sally Jane Norman. Vorträge durch Michel Waisvisz und Frank Baldé zu LiSa und SensorLab. Vorstellung des Keystroke-Projekts (mit Image/ine) durch Sher Doruff.
TOUCH-Ausstellung
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13- 28 Mai: Le Grenier à Sel, Avignon (F)
Teil der Ausstellung “Mutalogue”
Electro Piepen Club
13-28 Mai: Avignon (F). Teil des “AvignoNumérique Festivals”
2001 - Konzerte im STEIM:
Serie “STEIMs Verdronken Oor” (dt.: ertrunkenes / versoffenes Ohr)
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24 Februar: Eboman (NL) und Frances-Marie Uitti & Pauline Oliveros (NL/USA)
19 April: Phako & Minus Zero (NL) und F.X. Randmiz (D)
10 Mai: Burnt Friedman (D) und Kaffe Matthews (GB)
11 Juni: Abschlussabend des Holland-Festivals: Morton Subotnick, Terrie Ex & Han Bennink, Jim O’Rourke, Tsehaytu Beraki und Thurston Moore & William Winant
21 Juni: Repeat (USA) und Nicolas Collins (USA)
Serie “No Backup Concerts”
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20 Sept: The Scores (NL) und Faust & Shortee (USA)
11 Okt: Bodyweather (NL) und 242 Pilots (USA)
01. Nov: Domenico Sciajno & Giuseppe Ielasi (I) und Netochka Nezvanova (NZ)
15 Nov: John Butcher, Andy Moore, Yannis Kyriakides (GB/NL) und Kodwo Eshun (GB) (Vortrag)
13 Dez: The Lappatites (USA) und Tujiko Noriko (JAP)
weitere Konzerte im STEIM:
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09. Mai: Nato+55 Spectacle mit Michel Waisvisz, Daniel Schorno und 242 Pilots
25 Nov: Bovine Life en Main, gemeinsam organisiert mit Staalplaat
Workshops im STEIM:
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10 März: LiSa Workshop für Studenten von Jeroen Hofs aka Eboman, durch Frank Baldé
10-11 April: LiSa- und SensorLab Workshop für Keystroke-Teilnehmer durch Frank Baldé
12 Mai: Workshop über das Softwareprogramm Nato+55 mit internationalen Teilnehmern durch Netochka Nez
vanova.
23-28 Nov: Workshop für Kompositionstudenten des Amsterdamer Conservatoriums mit drei LiSa Workstations durch Jos Zwaanenburg
25 Nov: Workshop im Rahmen des “International Documentary Festivals” durch Chris Dooks und Robert Hamp
son gemeinsam mit dem Label Staalplaat
12 Dez: Workshop “Non-Realtime Composition” durch Dugal McKinnon
14 Dez: SensorLab Workshop durch Frank Baldé für Teilnehmer des Nato+55 Workshops vom 12. Mai
20 Dez: Live Visual and Music Spectacle, mit Martin Robinson (GB), Hans Christian Gilje (NOR), Fiftyfifty (E) und Marko Kosnik (SLO)
Konzerte, Vorträge und Ausstellungen im Ausland:
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08.- 15. Juni: Konzert-Tournee von Michel Waisvisz und Frank Baldé: Bourges, Baden (CH), Luzern, Zürich, Bern, Basel
08-12 Jan: Ecole des Beaux Arts, Aix-en-Provence (F). LiSa und SensorLab Workshop durch Frank Baldé und Michel Waisvisz
15-19 Jan: Ecole Supérieure de Marionettes, Charleville-Mezières (F). LiSa und SensorLab Workshop durch Frank Baldé und Michel Waisvisz
05-09 Mai: Edith Russ Haus, Oldenburg (D). LiSa und SensorLab Workshop durch Frank Baldé und Michel Waisvisz
07-16 Sept.: Playground Festival, Bern (CH). Konzerte von Michel Waisvisz, Joel Ryan (mit Tom Mc Mannus) und Daniel Schorno (mit Djerba Mozebo und Frank van de Ven)
04-07 Okt: Staatsoper Stuttgart (D). LiSa Workshop während der Touch-Ausstellung durch Michel Waisvisz
September: Ars Electronica Centre, Linz. Konzert mit “TGARDEN” Dance Space-Projekt durch Joel Ryan, der STEIM dort repräsentiert.
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10.2 Appendix: Konzerte, Vorträge, Workshops, Ausstellungen 1989-2007
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22-25 Jan: Universität von Bologna (I). Workshop “Live Sampling and new instrumental designs” durch Daniel Schorno.
02.06 April: Porto (PT), 2001. LiSa und SensorLab Workshop durch Frank Baldé und Daniel Schorno
TOUCH-Ausstellung “STEIMs Elektro Piepen Club”
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07-16 Sept.: Playground Festival, Bern (CH)
29 Sept- 14 Okt: Staatsoper Stuttgart (D)
ohne Datum: Bourges (F), IMEB Festival
Workshops und Schul- und Familieneinführungen in die Touch-Philosophie durch Michel Waisvisz. Neue Objekte: WEB in Zeltform “TipiWeb”, von mehreren Spielern zu bedienen; Gamecontroller als Musikinterfaces
2002 - Konzerte im STEIM:
Serie “No Backup Concerts” (Teil 2)
betitelt als Konzerte im eigenen Haus, Durchführung teils in anderen Sälen, Zielsetzung: größeres Publikum, erste Mailing-Liste
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14 Feb, STEIM: Yannick Dauby & mnortham und Thomas Köner
14 März, STEIM: st.-LAB und Franziska Baumann
16 April, im Melkweg, Amsterdam: Elisabeth Schimma, Sergei Smirnow & Yuri Spitsin, Netochka Nezvanova & Ayelet Harpez (mit Hans-Christian Gilje), Michel Waisvisz & Weshm
09 Mai, STEIM: Kim Cascone und Domenico Sciajno
26 Sept, STEIM: Andrea Neumann & Sabine Erkelenz und Radbout Mens
10 Okt, STEIM: Anthony Hequet “Münd” und Bruce Gremo & René Beekman
24 Okt, STEIM: Krechtz, Marko Ciciliani
31 Okt, STEIM: Kurt Ralske, Jorrit Dijkstra, Matt Rogalski
11. Nov, Frascati, Amsterdam: Kreepa, Paul Dunmall, Joel Ryan & Evan Parker, Frank Bretschneider
23 Nov, Theater Pompoen, Amsterdam: Maarten Altena Ensemble und Bob Ostertag & Pierre Hébert
05. Dez, STEIM: Chris Dooks, Franziska Baumann & Anne La Berge und DJ Olive
Workshops und Vorträge im STEIM:
Vortragsreihe zur Live-Komposition und Improvisation:
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17 Sept: Jaroslaw Kapuscinski (Vorstellung seiner multimedialen Arbeit)
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15 Okt: Anne La Berge und David Dramm (Flöte und Computer)
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22 Okt: Amanda Stegell und Per Platou (Vorstellung der Netzkunstgruppe “Motherboard”)
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12 Nov: Cor Fuhler und Gert-Jan Prins (Improvisationsprojekt “The Flirts”)
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17 Dez: Guy van Belle und Gert Aertsen (“Machine Centred Humanz, eine hypo-futuristische Agenda”)
weitere Workshops im STEIM:
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14 Jan: STEIM-Software Workshop für Studenten der Abteilung Puppentheater der Hochschule für Musik Stuttgart
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20-24 Jan: Lisa und BigEye Workshop für Studenten der Ecole des Beaux Arts in Aix en Provence, durch Frank Baldé
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30 Jan-06 März (sechs Abende): LiSa Workshop durch Robert van Heumen
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13 März: Workshop für Studenten der Sonologie, Den Haag durch Frank Baldé, Daniel Schorno und Joel Ryan
•
21 März- 25. April (sechs Abende): Super Collider Workshop durch Joel Ryan
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18 April: Vortrag von Sergei Smirnow und Yuri Spitsin (Theremin Institut Moskau): “Music and Gesture”
•
19 April: Vortrag von Elisabeth Schimana (Theremin Institut Moskau)
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09-23 April (sechs Abende): LiSa Workshop durch Jos Zwaanenburg
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24 April: Workshop für Studenten der Sonologie, Den Haag durch Frank Baldé
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25-27 April: Workshop zur Video-Software Nato+55 durch H.C. Gilje und Netochka Nezvanova
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28 Mai: Vortrag von David Wessel, Matt Wright und John Scott (CNMAT, Universität von Berkeley, USA)
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29 August: Workshop für Kunst-Studenten der Rijksakademie durch Daniel Schorno, Frank Baldé und Robert van Heumen
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18 - 19 Sept: Kinderworkshop “Kreepa Space”. Teil eines Forschungsprojektes der Gruppe Kreepa
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29 Nov: Workshop “Spektrale Kompositionstechniken” von Rozalie Hirs
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09-13 Dez: LiSa Workshop für Kompositionsstudenten des Konservatoriums Amsterdam durch Jos van
Zwaanenburg
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04 Dez - Jan 2003: LiSa Workshop durch Robert van Heumen
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24 -26 Sept:BBC Radio 3: Im Rahmen des BBC-Programms “Mixing It” für Neue Musik finden Aufnahmen und Interviews mit ca 60 Musikern und STEIM Mitarbeitern statt
Konzerte, Vorträge und Ausstellungen in den Niederlanden:
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15 Jan, Theater Kikker, Utrecht: Konzert von Netochka Nezvanova, Ayelet Harpaz und Anne la Berge
24 Jan, Academie voor Beeldende Kunst & Vormgeving, Enschede: Workshop von Joel Ryan
10 Feb, Muiderpoort Theater, Amsterdam: “Bodyweather” Aufführung durch Daniel Schorno
11 März, Overtoom 301, Amsterdam: Improvisationskonzert von Netochka Nezvanova, Yannis Kyriakides und Andy Moor zum Film “Alice” von Jan Svanksmejer
15 April, Ridderzaal, Den Haag: Konzert von Michel Waisvisz
14-26 Mai, Arti et Amicitiae, Amsterdam: Workshop mit Daniel Schorno und Netochka Nezvanova
17 Mai, Vredenburg, Utrecht: Konzert von Michel Waisvisz und Wehsm
24 Mai: WORM, Rotterdam: Konzert von Netochka Nezvanova und Anne La Berge
02 Juli, V2, Rotterdam: Workshop zu STEIM-Software durch Frank Baldé und Michel Waisvisz
01-03 Okt: MS Stubnitz, Amsterdam: Konzerte von Daniel Schorno und Frank van de Ven
21 Nov, Theater Kikker, Utrecht: Premiere von “Chemistry”, Zusammenarbeit vom Maarten Altena Ensemble und STEIM
28 Nov, Axes, Eindhoven: Aufführung “Chemistry”, Zusammenarbeit vom Maarten Altena Ensemble und STEIM
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10.2 Appendix: Konzerte, Vorträge, Workshops, Ausstellungen 1989-2007
TOUCH-Ausstellung:
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05-21 Sept: STEIM, “Open Dagen”
23-24 Okt: E-Culture Fair, Paradiso, Amsterdam
04-05 Nov: Level Up, Utrecht
Konzerte, Vorträge und Ausstellungen im Ausland:
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20 Feb, ErrorClub, Barcelona (ES): Konzert von Netochka Nezvanova
13-15 Juni, Sonar Festival, Barcelona (ES): LiSa Demonstration durch Jordan Wynnychuk
25-28 Feb, Kunstakademie Aix-en-Provence (F): Symposium und Vortrag von Joel Ryan
14 April, Louvre Auditorium, Paris (F): Konzert von Michel Waisvisz
03 Mai, Auditorium Radio France, Paris (F): Konzert von Michel Waisvisz
19 Okt, IRCAM, Paris (F). Symposium während des Festivals von Michel Waisvisz und Frank Baldé
17 Mai, DOM, Moskau (RU): Netochka Nezvanova, Ayelet Harpaz, Daniel Schorno und H.C. Gilje
24 Mai, NIME Festival Dublin (IRL): Konzert von Michel Waisvisz und Wehsm
19 Sept, Mediaspace, Stuttgart (D): Vortrag von Daniel Schorno
20 Sept, Mediaspace, Stuttgart (D): Konzert von Netochka Nezvanova und Daniel Schorno; Konzert von Joel Ryan und Frances-Marie Uitti
20-21 Sept, Staatsoper Stuttgar (D) t. LiSa Workshop
25 Okt, Moderne Kunst Museum, Mannheim (D): Konzert von Michel Waisvisz
27 Nov, ZKM Karlsruhe (D): Workshop durch Joel Ryan (“Music Visualization”)
09-20 Okt: STEIM-Präsentationen in Japan durch Joel Ryan bei:
Sonar, Tokio; Tokio Designers Block; Universität von Tokio; Tama Art Intitute, Tokio; IAMAS, Ogaki; Kyushu Insti
tute of Art and Science, Fukuoka
TOUCH Ausstellungen:
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13-24 Feb: SAMI, Stockholm (SE)
05-12 Okt: “Happy New Ears-Festival”, Kortrijk (BE)
17-18 Okt: IPEM40!-Festival, Gent (BE)
2003 - Konzerte im STEIM:
Serie “No Back-Up Concerts” (in Kooperation mit Frascati, Theater De Balie und Paradiso, alle in Amsterdam)
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10 Feb: Jan Jelinek, Phil Niblock, Thomas Köner & Jürgen Reble
26 Feb: Solex, Michel Waisvisz, Jaap Blonk, Kypski
24 April: Otomo Yoshihide, Martin Tétreault
19 Mai: Pole, Scratch Pet Land, Niobe
26 Juni: Luc Houtkamp, Han Buhrs & DJ Donotask, Daniel Schorno & Frank van de Veen
Konzertreihe “Kraakgekuiden”
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02 Sept: Burkhard Friedrich, Cor Fuhler, Frances-Marie Uitti, Koen Nutters, E202 (Visuals)
03 Sept: Jennifer Walshe, Marco Marioni, Hillary Jeffrey, Barbara Lüneburg, Jaap Blonk, Yolande Harris & Bert Bongers
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03 März: Robert van Heumen und B:LAB
19 Aug: Robert van Heumen und OfficeR
25 Sept: Präsentationen von Sonologie-Studenten
27 Nov: Dif:use, Sachiko M
18 Dez: Bart van Dongen & Ruut van der Beele, Burkhard Stangl & Christof Kurzmann
Vorträge im STEIM:
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07 Jan: “Interface Design”. Vortrag von Bert Bongers und Yolande Harris
Jan-Feb: Seminar mit SensorLab und MIDIJoy für Studenten des Studienganges “Interaction Design” an der HKU/KMT aus Hilversum durch Thomas Boonstoppel.
Jan-Feb(4 Termine): LiSa Workshop durch Robert van Heumen
02.-11. Feb: LiSa Workshop für Studenten des Conservatorium Amsterdam durch Jos Zwaanenburg
01. März: “Improvisation, Electronica and Live-Composition”. Vortrag von Nicolas Collins und George Lewis
17. März: Präsentation der Arbeit von Michel Waisvisz und Joel Ryan für Studenten der Hogeschool voor de Kunsten Amsterdam
18. März: “Modal Synthesis”. Vortrag von Bill Hsu
28. März: Vortrag über STEIM-Instrumente von Michel Waisvisz und Frank Baldé
27. März: “Audio Software in Mac OSX” Offene Diskussion mit Frankie Mann, Jan v.F. Trutzschler und Frank Baldé
27.-31. März: Allgemeiner Workshop zu STEIM-Software durch Frank Baldé
31. März: SuperCollider Workshop für Studenten der Hogeschool voor de Kunsten Amsterdam durch Frank Baldé und Joel Ryan
01. April: “Live Video Processing”. Vortrag von David Stout
20. Mai: “The Internet as a Playground”. Vortrag von Ragnar Helgi Olafsson
03. Juni: “Ensemble”. Vortrag über ihr Kleidungs-Sensoren Projekt von Kristina Andersen
24. Juni: Vortrag über elektro-akustische Live-Bearbeitung von Vokalperformances von Jaap Blonk
28. Aug: Allgemeiner Workshop zu STEIM-Software durch Frank Baldé für Montevideo’s Summer Academy
29. Aug: Vortrag über STEIMs Instrumental-Philosophie für Montevideo’s Summer Academy
04. Sept: Vortrag für “Stichting Gaudeamus” durch Michel Waisvisz
06.-07., 20.-21. Sept: “Ensemble”-Workshops durch Kristina Andersen, während STEIM’s “Open Dagen”
15. Sept: “From Memes To Semes” Vortrag von Tobias C. van Veen
16.-19. Sept: “Ensemble”-Workshops durch Kristina Andersen für Schulklassen
06.-09. Okt: LiSa X Workshop durch Robert van Heumen
20. Okt “EyesWeb open Platform” Präsentation von Antonio Camurri
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10.2 Appendix: Konzerte, Vorträge, Workshops, Ausstellungen 1989-2007
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25. Okt: “Real and Virtual” Workshop mit Haraldur Karlsson und René Beekman, gemeinsam mit der Waag Society
29. Okt: “Prismatic Spatial Diffusion” Vortrag von Eric Lyon
10.-13. Nov: “Artech for Women” Workshop durch Frankie Mann
27. Nov “Code People” Roundtable zu Audiocode-Entwicklung für Mac OSX mit Frankie Mann, Joel Ryan und Frank Baldé
01.-03. Dez: OIK-Workshop zu Joystick-Hacking durch Jorgen Brinkman
04. Dez: Präsentation ihrer Arbeiten von Robert Wechsler und Frieder Wies
08.-12. Dez: LiSa Workshop für Studenten des Conservatorium Amsterdam durch Jos Zwaanenburg
09. Dez: “Audiovisualö Breakbeat Cutting” Vortrag von Nicolas Collins und Fredrik Olofsson
10. Dez: SuperCollider Workshop durch Frederik Oloffson und Nicolas Collins
Konzerte, Vorträge und Ausstellungen in den Niederlanden:
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17.-23. Feb: School voor Nieuwe Dans Ontwikkeling, Amsterdam: Workshop zu “Interactive Sound” durch Daniel Schorno
28. März: Felix Meritus, Amsterdam: Konzert von Michel Waisvisz
04. Sept: The Night of the Unexpected. Paradiso, Amsterdam: Line-up: Mouse on Mars, Scanner, Yannis Kyriaki
des, Carsten Nicolai, Michel Waisvisz, Marko Ciciliani, Eboman, Staalplaat Soundsystem, Charlemagne Palestine, David Toop & Max Eastley, Reinier van Hout, Anne-James Chaton und Collision Palace (kuratiert von Roland Spekle)
06. Sept: Montevideo, Amsterdam: Daniel Schorno, Anne La Berge, Morten Olson und Garth Knox
27. Sept: Galerie Marres, Maastricht: Vortrag von Michel Waisvisz
07. Okt: Montevideo, Amsterdam: Daniel Schorno
11. Okt: OT301, Amsterdam: Daniel Schorno, Frank van de Ven, Bertram Dhellemmes und Nora Heilsmann
04. Okt: Theater Kikker, Utrecht. Robert van Heumen und OfficeR
23. Okt: E-Culture Fair, Melkweg, Amsterdam: Christoph Kummerer, Matt Wand, Annelie de Man & Thomas Köner, Porter Ricks, Karl Kliem
03.-24. Okt: E-Culture Fair, Paradiso, Amsterdam: “Ensemble”-Workshops durch Kristina Andersen
03. Nov: “GRM Experience”, Frascati, Amsterdam: Christian Fennesz, Mika Vainio, Christian Zanési
TOUCH-Ausstellungen:
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05.-06. Juni: STEIMs Open Dagen
18.-24. Okt: Leidsche Rijn, Utrecht
22. Nov: Loevestin Consensus 2014 (organisiert durch EPN), Zaltbommel
Konzerte, Vorträge und Ausstellungen im Ausland:
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10 Okt: Hellerau Konzertsaal, Dresden (D): Joel Ryan mit dem Eiole Trio
10. Okt: Transmedia Akademie, Dresden (D): “Expressive Interfaces”. Vortrag von Joel Ryan
22 Feb: SAMI, Stockholm (SE): Kinderkonzerte von Michel Waisvisz
18 Mai: FIMAV, Victoriaville (CAN): Joel Ryan & Joelle Leandre
25-31 August: Choregraphic Seminar, Montreal (CAN): Konzerte von Daniel Schorno mit verschiedenen Choreo
graphen
23 Mai: NIME, Montreal (CAN): “Compliant Interfacing, New Physical Modeling Schemes For Human Interfaces”- Vortrag durch Joel Ryan und Chris Salter
24 Mai: NIME, Montreal (CAN): Keynote von Michel Waisvisz
28 März: “txOom”, Brüssel (BE): Keynote von Michel Waisvisz
12-13 Sept: Nadine Theater, Brüssel (BE): Konzert von Robert van Heumen
17 Okt: Universität von Gent (BE): Keynote von Michel Waisvisz
25 Okt: Argos, Brüssel (BE): “Ensemble” Vortrag von Kristina Andersen
TOUCH-Ausstellungen:
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05-08 Feb: “Making New Waves Festival”, Budapest
07-09 Okt: Universität Köln (D)
2004 - Konzerte im STEIM:
Serie “No Back-Up Concerts”
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02 Feb: Dat Politics, Francisco López, Anne La Berge im Theater Frascati
19 Feb: BMBCon und OfficeR
09 März: Michel Waisvisz & Daniel Schorno, Ayelet Harpaz & Jodi Gilbert (gleichzeitig Radiokonzert für VPRO)
15 April: Jon Rose & Adam Linson
26 April: Adam Butler, So, Microstoria, Rosa Barba (Visuals) im Theater Frascati
27 Mai: Nicolas Collins & Axel Dörner
17 Juni: Steina Vasulka & David Stout
24 Juni: Seppo Gründler & Elisabeth Schimana
26 Aug: Peter Sinclair & GH Hovagimyan, Joel Ryan & Keir Neuringer
09 Sept: “The Night of the Unexpected”, im Paradiso, kuratiert von Roland Spekle
Line-Up: Orkest de Volharding & Tatiana Koleva & Eboman; Cosmos; David Toop & Keiji Haino; Huba de Graaff, Erik Ward Geerlings, Bart Visser &; Marien Jongewaard; Edwin van der Heide; Keiji Haino; Thomas Brinkmann; Erik M; Anne Faulborn; Dat Politics (vollständiger Videomitschnitt: http://www.fabchannel.com/night_of_the_unexpected)
25 Okt: Merzbow & Kim Cascone, Aki Onda
13 Nov: Robert Ashley
21 Nov: Gameboyzz Orchestra, Florentintin
23 Dez: Stevie Wishart
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10.2 Appendix: Konzerte, Vorträge, Workshops, Ausstellungen 1989-2007
weitere Konzerte:
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27 Jan: Jos Zwaanenburg, Abschlusskonzert des LiSa Workshops
16 Juni: Transmedia-Performances von Studenten der Rijksakademie, DasArts und Sonologie
08 Juli: Konzert von OfficeR und N Event mit Robert van Heumen
Workshops und Vorträge im STEIM:
12-16 Jan: LiSa Workshop durch Robert van Heumen
19-27 Jan Workshop zu Live-Elektronika durch Jos Zwaanenburg für Studenten des Conservatoriums von Amsterdam
24-26 Feb, 13-14 April, 29-31 Aug: “Werkplaats Insomnio”, Live-Electronics Workshop für sieben Composers in Residence in Kooperation mit Insomnio und dem Muziekcentrum ‘s Hertogenbosch
22-23 März: SuperCollider Workshop durch Nicolas Collins und Fredrik Oloffson.
24-28 Mai: Hardware-Hacking Workshop durch Nicolas Collins
13 Juni: Drei Workshops von Michel Waisvisz, Frank Baldé und Joel Ryan (im Auftrag des Muziektheater Transparent, Antwerpen) im Rahmen des Holland Festivals
12-23 Juli: STEIM Summer SchoolSUperCollider-Workshop durch Roddy Schrock und LisSa Workshop durch Robert van Heumen
21-24 Okt: Kim Cascone: Workshop “Emergent Content Creation Using Simple Generic Algorithms”
13-17 Dez: LiSa Workshop durch Jos Zwaanenburg für Studenten des Conservatoriums von Amsterdam
Konzerte, Vorträge und Ausstellungen in den Niederlanden:
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05 April: Compagnietheater, Amsterdam: Konzert von OfficeR mit Robert van Heumen
17-21 Mai: DasArts Workshops: Michel Waisvisz: “Introduction on Electronics and Performance”; Frank Baldé: “Sensors and JunXion Software”; Robert van Heumen: “Live Sampling” Joel Ryan: “Microphones... and Dance” Daniel Schorno: “Max/MSP - Jitter”
28 Aug: Compagnietheater, Amsterdam: Konzert von Michel Waisvisz und Moniek Toebosch
18-21 Okt: Leidsche Rijn Festival, Utrecht: Ensemble-Workshop für Kinder durch Kristina Andersen
03 Nov: Openbare Bibliothek, Amsterdam: Ensemble-Workshop für Kinder durch Kristina Andersen
20 Dez: 66East, Amsterdam: Konzert von Seamus Cater mit Robert van Heumen
Konzerte, Vorträge und Ausstellungen im Ausland:
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21 April: “Doku Fiction - Mouse on Mars Reviewed and Remixed”, Kunsthalle Düsseldorf (D): Konzert von Michel Waisvisz
10 Okt: Animax, Bad Godesberg (D): STEIM-Vortrag von Michel Waisvisz
09-12 Nov: Forum Neues Musiktheater, Staatsoper Stuttgart (D): LiSa Workshop durch Robert van Heumen; OIK-JunXion Workshop durch Frank Baldé
11 Nov: Forum Neues Musiktheater, Staatsoper Stuttgar (D) t: “Musical Round Table Concert” mit MIchel Waisvisz, Daniel Schorno, Robert van Heumen, Frank Baldé, Ulrich Böttcher und Paul Hubweber
12 Nov: Forum Neues Musiktheater, Stuttgart (D): Abschlusskonzert der Workshopwoche
14-15 Juni: Nadine, Brüssel (BE): zwei Aufführungen von “Ou(da)po” von Daniel Schorno und Frank van de Ven
07 Nov: Oorsmeer Festival, Gen (BE) t: Ensemble-Workshop für Kinder durch Kristina Andersen
14 Nov: Oorsmeer Festival, Hasselt (BE): Ensemble-Workshop für Kinder durch Kristina Andersen
05 Okt: Sony, Paris (F): Konzerte von Michel Waisvisz, Joel Ryan und Najib Cheradi
18-20 Okt: “Resonance Aux Festival”, Mains d’Oeuvres, Paris (F): Hardware-Hacking Workshop durch Jorgen Brinkman
26-29 Okt: Ecole des Beaux Arts, Aix en Provence (F): STEIM-Workshop von Frank Baldé und Michel Waisvisz
17 Aug: Talinn (EST): Ensemble-Workshop für Kinder durch Kristina Andersen
01-05 März: Academy of Fine Arts, Reykjavik (ISL): LiSa Workshop durch Daniel Schorno
05 März: Academy of Fine Arts, Reykjavik (ISL): Konzert von Daniel Schorno
26-30 April: Circus School, Festival de Holanda (GUA): Hardware Hacking Workshop von Daniel Schorno und Jorgen Brinkman
01-02 Mai: 4delNorde, Festival de Holanda (GUA): zwei Konzerte von Daniel Schorno und Jorgen Brinkman
TOUCH Ausstellungen:
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25-28 Mai: VNM Festival, Graz, Österreich
02-08 Juli: National Arts Festival, Grahamstown, Südafrika
2005 - Konzerte im STEIM:
Serie “No Backup” (kuratiert von Jan St.Werner und Roland Spekle)
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15 März: Gustav und Nathan Michel
14 April: David Michael DiGregorio und Schlammpeitziger
26 Mai: Jason Forrest und Butterknife Krush
29 Sept: Fan Club Orchestra; Sun o.k. Papi tempo; Niko Uské; Ali Durt Morimoto; Quentin Hanon
Serie “Local Stop” (kuratiert von Robert van Heumen, mit vorwiegend lokalen Künstlern)
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09. Feb: Ivo Bol & Robert van Heumen; Toktek aka Tom Verbruggen; Jodi Gilbert & Daniel Schorno
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20. April: Oguz Buyukberber and Caglayan Yildiz; Nynack; “Liveness” von Thomas Olbrechts, Christophe Albertijn, Oguz Buyukberber und Robert van Heumen
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23. Juni: Scot Gresham-Lancaster; Roddy Schrock & Robert van Heumen
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23 Nov: LORE; SKIF; MJO/SC3
Playback-Konzertserie im NoiseRoom (kuratiert von Jan St. Werner)
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15 Dez: Vert, Atom Heart
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20 Dez: Jason Forrest, FX Randomiz, C-Schulz
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22 Dez: Stereolab, Laetitia Sadier
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29 Dez: Daniel Schorno, David Grubbs, Radio WDR 5.1
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10.2 Appendix: Konzerte, Vorträge, Workshops, Ausstellungen 1989-2007
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Fortführung im Jahr 2006
weitere Konzerte:
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23 März: LiSa-Seminar Abschlusskonzert: CK Barlow, JA Deane; Yannis Kyriakides; Jos Zwaanenburg; Anne LaBerge; Ivo Bol; Richard Barrett; Michel Waisvisz; Matthew Ostrowski; Robert van Heumen
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01. Sept: Keith Fullerton Whitman aka Hrvatski; Joel Ryan
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08. Sept: The Night of the Unexpected (im Paradiso, kuratiert von Roland Spekle)
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LineUp: Four Tet, Supersilent, Pow Ensemble & Luc Houtkamp, Amstel Saxofoonkwartet, Spinvis, Helios Kamerkoor, Pan Sonic, Evan Parker & Joel Ryan, Eitetsu Hayashi & Circle Percussion, Gustav, Florintintin, Joel Ryan & Keir Neuringer
Installation Noisecabin
Für das Festival “5 Days Off” im Juli 2005 gestaltet Jan St. Werner den “Oude Zaal” des Clubs “Melkweg” in Zusammenarbeit mit u.a. Rosa Barba, Django Hernandez, Anne Poehlmann, Florian Grote und Andreas Otto zu einer permanenten
Objekt-, Klang- und Lichtinstallation.
Workshops / Vorträge im STEIM:
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26. Jan: Workshop: “Off Beat Turntablism” durch Wolfgang Fuchs
31. Jan-08. Feb: LiSa Workshop durch Jos Zwaanenburg
28. Feb-04. März: LiSa Workshop durch Robert van Heumen
21. März: Vortrag und Software Präsentation von Michel Waisvisz und Frank Baldé für Kunst- und Informatikstudenten
25.-28. April: Workshop “Reaktor” von Felix Randomiz
30. März: JunXion Demonstration durch Frank Baldé für Sonologie-Studenten
12. April: Vortrag über seiner Arbeitsweise bei Kompositionen als “Schlammpeitziger” durch Jo Zimmermann
26. April: Vortrag “IXI-Software” von T. Magnussen und E. Hurtoado Mendieta
02.-05. Mai: LiSa Workshop durch Robert van Heumen
09.-12. Mai: Workshop “Electro Acoustic Performance Lab: Rapid Recovery II” durch Joel Ryan
15. Juni: Vortrag “Fello 1.0: Improvisation Instrument For Cello And Pure Data” von Florian Grote und Andreas Otto
13.-24. Juni: LiSa und SuperCollider Workshops durch Robert van Heumen und Roddy Schrock während der STEIM Summer School. Vorträge von Michel Waisvisz und Daniel Schorno
05.-09. Sept: LiSa Workshop durch Robert van Heumen
05. Okt: STEIM-Präsentation für DasArts-Studenten
26. Okt: Workshop “Audiomulch Interactive Music Studio” durch Ross Bencina, Vorstellung des Multi-User Interfaces “ReacTable”
07.-22. Nov: Workshop “SuperCollider-Interfaces” durch Jeff Carey
19-25 Dez: LiSa Workshop durch Jos Zwaanenburg
20 Dez: Projektpräsentationen von Derek Holzer
Konzerte, Vorträge und Ausstellungen in den Niederlanden:
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11 Jan: Rietveldt Akademie, Amsterdam: STEIM-Präsentation als Abschluss einer Vorlesungsreihe zu elektronischer Musik von Jan St. Werner
13 Jan: Floratheater, Delft: Konzert “Hasp” von Daniel Schorno, Jodi Gilbert und Wilbert de Joode
18 Jan: Zaal100, Amsterdam: Konzert “Hasp”
22 Jan: SJU, Utrecht: Konzert “Hasp”
17 Feb: Tonzaal, den Bosch: Konzert von Daniel Schorno und dem First Move Ensemble
18 Feb: Paradox, Tilburg: Konzert von Daniel Schorno und dem First Move Ensemble
21 Feb: Kraakgeluiden, Amsterdam: Konzert “Hasp”
28 Feb.: Frascati, Amsterdam: Yannis Kyriakides; C-Schulz
17 März: Creative Capital Conference, Felix Meritis, Amsterdam: Vortrag von Kristina Andersen
24 März: Rietveldt Akademie, Amsterdam: Vortrag von Michel Waisvisz
29 April: Gallerie Illusum, Amsterdam: Konzert “Nought” von Daniel Schorno, Frank de Ven und Jo Jager
02. Mai: Frascati, Amsterdam: Laetitia Sonami; Michel Waisvisz; F.X.Randomiz & Joseph Suchy
23 Juni: De Waag, Amsterdam: CD Präsentation “In Tune” von Michel Waisvisz, gemeinsam mit Laurie Anderson und Jan St. Werner
21 Okt: Walter Maas Huis, Bilthoven: STEIM Präsentation durch Joel Ryan
26 Okt: DasArts, Amsterdam: STEIM Software Demonstration durch Frank Baldé
08 Nov: DasArts, Amsterdam: LiSa Workshop durch Robert van Heumen
28. Nov: Frascati, Amsterdam: Æ; Andrew Sharpley; Keith Rowe; Disinformation
Konzerte, Vorträge und Ausstellungen im Ausland:
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08 Januar: Oorsmeer Festival, Lille (BE): Ensemble Workshop durch Michel Waisvisz
30 April: Facelifters, Gent (BE): Vortrag von Kristina Andersen
09 Mai: Kunstakademie Oostende (BE): STEIM Software Demonstration durch Frank Baldé
20-21 Mai: Dorkfest / Dorkbot (BE): Vortrag von Kristina Andersen
22 Okt: OKNO, Brüssel (BE): Konzert von Jan St. Werner und Michel Waisvisz
19 Jan: Das Loft, Köln (D): Konzert “Hasp” von Daniel Schorno, Jodi Gilbert und Wilbert de Joode
14-15 April: Forum neues Musiktheater, Stuttgart (D): JunXion-Demonstration für Teilnehmer eines Max/MSP Workshops durch Frank Baldé
27 Okt: Tage Neuer Musik, Weimar (D): Konzert von Michel Waisvisz mit Hans Tutchku
04 Juni: IMEB, Bourges (F): Konzert von Michel Waisvisz
IEM, Graz (AU): Vortrag von Daniel Schorno
17-18 Nov: Electric Exchange CH-NL Festival, Basel (CH): LiSa Workshop und Ensemble Präsentation durch Frank Baldé, Kinderworkshops gemeinsam mit Astrid Linskens. Konzert von Michel Waisvisz
15 Februar: Borealis Festival, Bergen (NOR): Konzert von Robert van Heumen mit OfficeR
16 März: BEK, Bergen (NOR): STEIM Präsentation durch Robert van Heumen
21 Sept: Ctrl_ALT_Del-Festival, Istanbul (TÜR): Konzert und STEIM Präsentation durch Robert van Heumen
02-08 Juli: National Arts Festival, Grahamstown (ZA): Drei Führungen durch die TOUCH-Ausstellung
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10.2 Appendix: Konzerte, Vorträge, Workshops, Ausstellungen 1989-2007
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07 April: CHI2005 Conference, Portland (USA): Keynote-Vortrag und Konzert von Michel Waisvisz
08 April: The Lab, Sab Francisco (USA): Konzert von Michel Waisvisz und Robert van Heumen
11 April: Mills College, San Francisco (USA): Konzert von Michel Waisvisz und Robert van Heumen
12 April: 8th Street Performance Lab, ohne Stadtangabe (USA): Konzert von Robert van Heumen
14 April: RX Gallery, New York (USA): Konzert von Robert van Heumen und Roddy Schrock
16 April: Harvest Works, New York (USA): STEIM Präsentation durch Robert van Heumen
2006 - Konzerte/ Vorträge/ Workshops im STEIM:
Serie “Local Stop”:
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11 Jan: David Wessel, Joel Ryan und Frances-Marie Uitti
10 Feb: Brian Duffy, Dirk Stromberg, Korhan Erel, Tolga Tüzün, Oguz Buyukberber und Robert van Heumen
14 Mai: Alessandro Bosetti, Adachi Tomomi, James Fei, Uli Böttcher, Robert van Heumen
28 Juni: Tolga Tüzün, Makino, Jos Zwaanenburg, Ronald Bruce
08 Nov: N Collective, Rasmus Jorgensen, Sonsoles Alonso, Jorrit Taminga, Audrey Chen, Seamus Cater & Jeff Carey, Robert van Heumen
weitere Konzerte im STEIM:
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05 Jan: NoiseRoom: Lee Ranaldo und Sun OK Papi KO
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10 Jan: NoiseRoom: Mouse on Mars und Kevin Blechdom
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12 Jan: NoiseRoom: Rice and Hrvatski
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24 Jan: NoiseRoom: Robert van Heumen, Black Dice, ausgewählte Aufnahmen des WDR
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31 Jan: NoiseRoom:Jeff Carey, Michel Waisvisz, Pita
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25 März: David Grubbs; Guido Möbius
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11 Mai: Tim Hecker, Audile
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20 Juni: Tina Blaine, Chris Strollo, Robin Stanaway
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30 Juni: VORTEX Ensemble “música nueva 2006”
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24 Aug: David Michael DiGregorio und Sung Hwam Kim
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14 Sept: Sound Speaker 2 “Animals in Instruments” N Collective
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27 Sept: Yokomono – The Staalplaat Mono Erosive Sound Installation
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21 Okt: Clarence Barlow Farewell Event
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26 Okt: Trumpet and Friends: Mazen Kerbaj, Sharif Sehnaoui, Michel Waisvisz, dj sniff, Clare Cooper, Tarek Atoui
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13 Dez: Micro Jamboree: Tok Tek, Schnack (Uli Böttcher und Paul Hubweber), Christina Sehnaoui und Michel Waisvisz
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14 Dez: Micro Jamboree: dj sniff, Shackle (Anne Laberge und Robert van Heumen), Atau Tanaka, Mazen Kerbaj & Joel Ryan.
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30 Jan – 06 Feb; 06 –11 Feb; 03 – 07 April; 10-16 April; 06 – 11 Juni; 25 Sept – 02 Okt; 28 Nov – 04 Dez: LiSa Workshops durch Robert van Heumen.
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30 Jan – 07 Feb; 19 Nov – 01 Dez: LiSa Workshops durch Jos Zwaanenburg für Studenten des Konservatoriums Amsterdam
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09 Feb: Tolga Tüzlün: Zur algorithmischen Komposition mit Open Sound
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28. März: David Stout und Cory Metcalf: NoiseFold
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04. April: Jorge Isaac, Roderik de man und Nikolaas vandekeere: Blockflöten und Multimedia
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23. Mai: Phoebe Legere und Sven König: “Color Sneakers” und “sCrAmBlEd?HaCkZ!”
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31. Mai – 03 Juni: “Beyond Hacking” Workshop von Dan Overholt und Daniel Schorno
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21.-22. Juni: Hacking Wearables Workshop “Scrapyard Challenge” in Kooperation mit Montevideo Amsterdam.
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03. Juli: Bert Bongers (NL) Präsentation seines Textes “Interactivitation – towards an e-cology of people, our technological environment, and the arts”
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14.-17. August: “STEIM Summer School”. LiSa Workshops durch Robert van Heumen; JunXion Workshop durch Frank Baldé und Pure Data Workshop durch Florian Grote.
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21. Nov: Nicolas Collins: Buchpräsentation “Handmade Electronic Music. The Art of Hardware Hacking”
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11. Dez: Micro Jamboree: Vortrag zur Zukunft von Lisa durch Michel Waisvisz und Frank Baldé
Konzerte, Vorträge und Ausstellungen in den Niederlanden:
Konzerte:
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13. Feb: OT301 Amsterdam. Daniel Schorno & Bart van Dongen: “Resort Off”
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16. Feb: WORM Rotterdam. Daniel Schorno & Bart van Dongen: “Resort Off”
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17. Feb: Extrapool Nilmegen. Daniel Schorno & Bart van Dongen: “Resort Off”
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25. Feb: Paradiso Amsterdam. SKIF++ und OfficeR mit Robert van Heumen
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27. März: DNK Amsterdam : Daniel Schorno und Pascal Baudreault
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03. April: Frascati Amsterdam: Jan St. Werner & Michel Waisvisz, Skiff++, Kevin Blechdom
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12.-16. Juli: Melkweg Amsterdam. STEIM NoiseRoom beim 5daysoff festival
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07. Sept: Paradiso Amsterdam. Night of the Unexpected, kuratiert von Roland Spekle
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22. Nov: Muziekgebouw aan’t IJ, Amsterdam: LEF Festival. Konzert von Michel Waisvisz
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23. Nov: Muziekgebouw aan’t IJ, Amsterdam: LEF Festival. Robert van Heumen & OfficeR
Vorträge:
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April-Juni 2006: Piet Zwart Institut, Rotterdam: Lesungen von Kristina Andersen
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23. Mai: Resort Off, Den Bosch: LiSa und STEIM Präsentation durch Robert van Heumen.
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27. Sept: Upgrade!, Melkweg Amsterdam. Panel “The Upgrades” mit Kristina Andersen
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28. Okt: Stadtschouwburg Amsterdam. Transito festival. Präsentation durch Kristina Andersen.
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10. Nov: Pakhuis De Zwijger, Amsterdam. Workshop von Kristina Andersen im Rahmen der “Fleshing Out “ Konferenz, gemeinsam mit Joey Berzowska und Anne Galloway
Konzerte, Vorträge und Ausstellungen im Ausland:
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04. Juni: IRCAM Paris (F). Workshop über improvisierte elektronische Musik von Michel Waisvisz.
07. Juni:IRCAM Paris (F). Paneldikussion mit Michel Waisvisz “Espace de Projection”
15. Feb: White Space, Brüssel (BE). Daniel Schorno & Bart van Dongen: “Resort Off”
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19. April: Netwerk, Aalst (BE). Robert van Heumen & NCollective
26. April: Ausland, Berlin (D). Robert van Heumen & NCollective
27.-28. April: Staatsoper Stuttgart (D). LiSa-, JunXion Workshop durch Frank Baldé und Michel Waisvisz, Konzert von Michel Waisvisz.
09.-11. Mai: Projekt ((audio)) Universität Lüneburg. LiSa und JunXion Workshop durch Robert van Heumen und Frank Baldé zur Etablierung einer wissenschaftlichen Kooperation.
21. April: Cave 12, Genf (CH). Robert van Heumen & NCollective
AIEP, Como (I). Lesung von Daniel Schorno “Interaction and Sound Design”
18.-20. Okt: “International Electroacoutic Music Week”, Konservatorium Shanghai (CHINA). Workshop “STEIM’s new musical Instrument Interfaces” durch Daniel Schorno. Vortrag und Konzert von Joel Ryan und Daniel Schorno.
15.-18. Mai: Furman University, Greenwill, South Carolina (USA). LiSa Workshop im Rahmen einer Masterclass durch Daniel Schorno
06. Okt: Sonic Circuits, Washington (USA). STEIM- und LiSa Präsentation durch Robert van Heumen & Konzert mit NCollective
10. Okt: Easthampton Flywheel (USA). Robert van Heumen & NCollective
12. Okt: The Tank, New York (USA). Robert van Heumen & NCollective
13. Okt: Diapason Gallery, New York (USA). Robert van Heumen & NCollective
13. Okt: NY University New York (USA). STEIM- und LiSa Präsentation durch Robert van Heumen
14. Okt: Redroom, Baltimore (USA). Robert van Heumen & NCollective
16. Okt: Baltimore University (USA). STEIM- und LiSa Präsentation durch Robert van Heumen
2007 - Konzerte im STEIM:
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01 Feb: Pamela Z (US); Tarek Atoui; Keir Neuringer
09 März: Turntable Music Night Vol.1. Martin Tetreault; Maria Chavez; dj sniff
29 April: “PINGIPUNG Label Night”. Sven Kacirek; A.J. Holmes “The King Of The new Electric Hi-Life”; DJs: Andreas Otto & Nils Dittbrenner
05 Mai: Sainkho Namtchylak & Joel Ryan; Daisuke Ishida
29 Mai: Sonology Concert: Blow Blue Blown; Ángel Faraldo / E.E. Cummings / Byungjun + Kown Min Seok / Desh Chisukulu & Vignir Karlsson
30. Mai: “Local Stop Concert “: Gilberto Bernardes führt Werke von Hillary Zipper & Ken Ueno auf; Bruce Tovsky + Ivo Bol, Hillary Jeffreys, Robert van Heumen; Praed
16 Juni: “Turntable Music Night vol. 2”. Janek Schaefer; dj sniff
20 Juni: NIP (new interfaces for performance) Konzert mit: Birds of Paradise; TokTek; Feltro; Ivan Franco; Sonia Cillari; Michel Waisvisz; André Gonçalves
21 Juni: Jac Berrocal, Aki Onda,Dan Warburton; Atsuhiro Ito; DoraVideo
30 Juni: Jon Rose & Joel Ryan; Frances-Marie Uitti; Wouter Snoei
07 Juli: S.S.S.: Atau Tanaka, Cecile Babiole, Laurent Dailleau
10 Juli: ORIENTAL SPACE (Franz Hautzinger, Helge Hinteregger, Mazen Kerbaj, Sharif Sehnaoui); KELVIN ZERO (Basile Ferriot, Jassem Hindi)
10. Aug: MAWJA (Michael Bullock, Mazen Kerbaj, Vic Rawlings); RUE 24 (Jean Pallandre, Christine Sehnaoui, Sharif Sehnaoui)
29. Aug: OpenStudio:Clay Chaplin, Phillip Stearns, Laura Steenberge, Marc Nimoy, Byungjun Kwon, Björn Erlach und Luc Döbereiner, Miha Ciglar
18. Sep: SuperCollider Symposium Konzert
21 Sep: Jerome Noetinger & Lionel Marchetti, Kapotte Muziek, kuratiert von Atau Tanaka
24. Sept.: STEIM Wii Meeting mit Tom Tlalim, Tim Groeneboom aka DJ Timski, Ross Bencina, Somaya Langley, Danielle Wilde Frank Balde und Saskia Dedenbach.
12. Oct: „Local Stop“ mit Nate Wooley, Audrey Chen, Seamus Cater, Robert van Heumen und Bas van Koolwijk.
18. Oct: BMB Con (Justin Bennet, Roelf Toxopeus + Joel Ryan)
24. Okt: Miya Masaoka, PIRX (Marion Woerle + Marciej Sledziecki)
07. Nov: Judy Dunaway + Tom Chiu
15. Nov: POWSaune with J. Bowie, H. Jeffery, P. Hubweber and Luc Houtkamp
29. Nov: TOOT:Phil Minton/Axel Dörner/Thomas Lehn, Clare Cooper/Clayton Thomas/Jean-Philippe Gross und Daniel Schorno
13. Dez: Turntable Music Night vol. 3, eRikm, DJ Lenar, dj sniff
154
10.3 Appendix: Artists in Residence
10.3 Artists in Residence
Clarence Barlow (USA/ D)
George Lewis (USA)
Joel Ryan (USA)
Nicolas Collins (USA)
Ron Kuivila (USA)
Chris Brown (USA)
Martin Bartlett (CAN)
Ron Barker (USA)
John Snell (USA)
Christina Kubisch (D)
Clarence Barlow (USA/ D)
Peter Cusack (GB)
Arnold Dreyblatt (D)
Gerry Hemingway
Shelley Hirsch (USA)
Jerry Hunt (USA)
ZbigniewKarkowski (POL)
George Lewis (USA)
Stephen Pope (USA)
Jon Rose (AUS)
Laetitia Sonami (F/ USA)
Daniel Wertz (o.A)
Zack Zettel (F)
Marie Goyette (CAN)
Peter Cusack (GB)
Stéphane Dutriaux (F)
Bennett Hogg (GB)
Art Clay (o.A.)
Scot Gresham Lancaster (USA)
Ron Kuivila (USA)
Richard Lerman (USA)
Ben Neill (USA)
1985-88
1989
1990
1991
1992
1993
1994
Sam Ashley (USA)
Rainer Boesch (o.A.)
BMBCon (NL)
Frieder Butzmann (D)
Eugene Chadbourne (USA)
Art Clay (o.A.)
Steve Curtin (USA)
Toni Dove (USA)
Judy Dunaway (USA)
Reinhold Friedl, Ullrich Philip (D)
Holland Hopson (USA)
Zbigniew Karkowski (POL)
Kaffe Matthews (GB)
Andrew May (USA)
Masahiro Miwa (JAP)
Ben Neill (USA)
Ed Osborn (FIN/ USA)
Robert Poss (USA)
Jon Rose (AUS)
Ben Rubin (USA)
Laetitia Sonami (F/ USA)
Stelarc(AUS)
Atau Tanaka (JAP/ F)
Young Farmers Claim Future (BE)
Matt Wand (GB)
Daniel Weaver (o.A.)
Stevie Wishart (AUS)
Arnold Dreyblatt (D)
Peter Cusack (GB)
Nicolas Collins (USA)
Shelley Hirsch (USA)
David Weinstein (USA)
Masahiro Miwa (JAP)
Hugh Davies (GB)
Woody & Steina Vasulka (ISL/ USA)
Jon Rose (AUS)
Frankie Mann (CAN)
Tom Cora (NL)
Catherine Jauniaux (BE)
Anne Sedes (F)
Hugh Davies (GB)
Shelley Hirsch (USA)
Jon Rose (AUS)
David Weinstein (USA)
Peter Cusack (GB)
Miquel Jorda (ES)
Nick Collins (USA)
Laetitia Sonami (F/ USA)
Michelle McCormack (IRL)
Brant Aughey (o.A.)
Frieder Butzmann (D)
Rhys Chatham (USA)
Chris de Chiara (USA)
Art Clay (o.A.)
Tom Cora (NL)
Steve Curtin (USA)
Reinhold Friedl / Ulrich Philipp (D)
Fred Frith (GB)
Tony Buck (AUS)
Marie Goyette (F)
Laetitia Sonami (F/ USA)
Zbigniew Karkowski (POL)
Ron Kuivila (USA)
Khe Siang Loo (NL)
Tod Machover (USA)
Frankie Mann (CAN)
Wade Matthews/ Pedro Lopez (ES/ USA)
Ben Neill (USA)
Patrick Odiard (F)
Ed Osborn (FIN/ USA)
Bob Ostertag (USA)
Roberto Pací Daló
Horst Rickels (D)
Atau Tanaka (JAP/ F)
Mark Trayle (USA)
Tom Walsh (CAN)
Otomo Yoshihide (JAP)
155
10.3 Appendix: Artists in Residence
Kaffe Matthews (GB)
Nicolas Collins (USA)
Rodolfo Acosta (COL)
Amelia Barden (AUS)
Peter Beyls (BE)
Tony Buck (AUS)
Mark Bowden (GB)
Stephen Buchanan (o.A.)
Warren Burt (USA/ AUS)
Lawrence Casserley (GB)
Eugene Chadbourne (USA)
Art Clay (o.A.)
Peter Cusack (GB)
John Easterby (o.A.)
FURT (Richard Barrett und Paul Obermayer) (GB/ D)
Suguru Goto (JAP)
Brenda Hutchinson (USA)
Sainkho Namtchylak (RUS)
Giovanna Natalini (IT)
Bob Ostertag (USA)
Roberto di Paci Dalo (IT)
Richard Povall (USA)
Matt Rogalsky (CAN/ GB)
Carlos Sandoval (MEX)
Bruno d’Udine (IT)
Atau Tanaka (JAP/ F)
Gary James Williams (GB)
Young Farmers Claim Future (Guy van Belle & Herbert van de Sompel) (BE)
1995
Jim Fulkerson (USA)
Erik Belgum (o.A.)
John Bisschoff (o.A.)
BMBCon (NL)
Frieder Butzmann (D)
Rhys Chatam (USA/ F)
Nicolas Collins (USA)
Peter Cusack (GB)
Walter Fabeck (GB)
Luc Ferrari (F)
Helen Hall (o.A.)
Greg Higgs (USA)
Stuart Jones (USA)
Michelle Mc Cormack (IRL)
Benedict Mason (GB)
David Miller (o.A.)
Chris Murphy (USA)
Phil Niblock (USA)
Eric Rosenzweig (o.A.)
Iris Szeghy (CH)
Lindsay Vickery (AUS)
Gary James Williams (GB)
Ernst Zettel (F)
1997
FURT (R. Barrett und P.Obermayer) (GB/ D)
Mark Bromwich (GB)
Lawrence Casserley (GB)
Eugene Chadbourne (USA)
Roger Doyle (IRL)
Cordula Frowein (D)
Suguro Goto (JAP)
Jeremy X. Halpern & Marianne R. Petit (USA)
Jane Henry (USA)
Joseph Hyde (GB)
Jaron Lanier (USA)
Ivan Marusic (KRO)
Peter Nelson (NL)
Bob Ostertag (USA)
Monica Page (USA/ NL)
Panasonic (FIN)
Matt Rogalski (CAN)
Aurora Levy Rosin (o.A.)
Butch Rovan (USA)
Philip Samartzis (AUS)
Elliott Sharp (USA)
Laetitia Sonami (F/ USA)
Isa Suarez (F/ GB)
Atau Tanaka (JAP/ F)
Jo Truman (AUS/ NL)
Steina Vasulka (ISL/ USA)
Jeremy Yuille (AUS)
Young Farmers Claim Future (BE)
1996
1998
Joao Andreazzi (BRA)
Clarence Barlow (USA/ NL)
Richard Barrett (GB)
Heimir Bjorgulfson (ISL/ NL)
Richard Board (o.A.)
Mark Bowden (GB)
Gene Carl (USA)
Dual Dance Project (María Inés Villasmil und Manuel Pérez) (VEN/ NL)
Electric Arts Duo (Burton Beerman und Celesta Haraszti) (USA)
Luca Franscesconi (IT)
FURT (Richard Barrett und Paul Obermayer) (GB/ D)
Heiner Göbbels (D)
Marie Goyette (CAN)
Henley James (o.A.)
Zbigniew Karkowski
Miya Masaoka (JAP)
Renato Maselli (GUA)
Dan Oki (KRO)
Bob Ostertag (USA)
Laure Pique (F)
Gert-Jan Prins (NL)
Jon Rose (AUS)
Laetitia Sonami (F/ USA)
Ute Wassermann (D)
Rosa Barba (D)
Georg Hajdu (D)
Suzan Kozel und Giselle Vienna (o.A.)
Julika Mayer (D)
Daphna Naphtali (USA)
Dean Roberts (NZ)
Michael Smetanin (AUS)
David Stevens (o.A.)
Yuko Suzuki (JAP)
Eva Tremel (NL)
156
10.3 Appendix: Artists in Residence
Björn Askefoss (Nor)
Heimir Bjorgulfsson (ISL / NL)
Susanne Brian (D)
Raylene Campbell (CAN)
Nora Crane (USA)
Luke Dubois & Marc McNamarra (USA)
Barbara Golden (USA)
Carlos Guedes (NL/ POR)
Carsten Nikolai (D), Ryoji Ikeda (JAP)
Jason Kahn (USA/CH)
Didier Labbé (F)
Nora Ligorano und Marshall Reese (USA)
Kaffe Matthews (GB)
Zeena Parkins (USA)
Mandy McIntosh (GB)
Julika Mayer (D/F) & Renaud Courvoisier (F)
Ikue Mori (USA)
KK Null (JAP)
Nick Parkin (GB)
Reyna Perdomo (Peru/NL)
Shawn Pinchbeck (CAN)
Daniel Schorno (CH)
Peter Sinclair (F/GB)
Paolo Solcia (I)
Mikael Stavöstrand (SVE)
Kristian Thomas (AUS)
Steina Vasulka (USA/ISL)
Douglas Vila (F)
Simon Wickham-Smith (GB)
Rebekah Wilson (NZ)
Deborah Woolaston (GB)
1999
2000
Greg Newman (GB)
Peter Sinclair (GB/F)
Adinda van’t Klooster (GB)
Antonella Busanich (F)
Massimo Catalfo (F)
Andreas Breitscheid (D)
Aurélie Albaret (F)
Anthony Hequet (F)
Bertram Dhelemmes (F)
Jarek Kapuscinski (CAN)
Kim Cascone (USA)
Hans Christian Gilje (NOR)
Jason Kahn (CH)
Domenico Sciajno (I)
Kieran Ferris (IRL)
Steven Noll (USA)
Haraldur und Jodis Karlsson (ISL)
Robin Petterd (AU)
Jeff Mann (CAN)
Daniel Koppelman (USA)
Kaffe Matthews (GB), Ikue Mori (USA) & Marina Rosenfeld (USA)
Ahmi Wolf (USA)
René Morgenson (DK)
Nick Fox-Gieg (USA)
David Birchfield (USA)
Colin Ponthot (FR)
Tina Blain (CAN)
Bruce Gremo (USA)
Andrea Neumann (D)
Per Platou und Amanda Steggell (GL)
Gil Wasserman und Ilan Green (IS)
Renato Maselli (GUA)
Frank Bock und Simon Vincenzi (GB)
Matt Rogalsky (GB)
Bon Ostertag (USA) und Pierre Hebert (CAN)
Barbara Golden (CAN)
Laure Pique (F)
2002
2001
Guy Imitai (GB)
Massimo Catalfo (I)
Clay Chaplin (USA)
Renaud Courvoisier (F)
Miya Masaoka (USA)
Julika Mayer (D/F)
Lisa Moren (USA)
Martina Nussbaum (D)
Paul Obermayer, FURT (GB)
Bob Ostertag & Richard Board (USA)
Eric Redlinger (USA)
Jocelyn Roberts & Daniel Jolliffe (CAN)
Jon Rose (AUS/NL)
Carlos Sandoval (MEX)
Terre Thaemlitz (D/ USA)
Massimo Catalfo (I)
Marina Chernikova (RUS/NL)
Dan Dobson & Peter Norman (USA)
Aemon Green & Adam Green (IRL)
Lori Freedman (CAN)
Gil K (JAP)
Yolande Harris (GB)
David Linton (USA)
Andrew Newman (GB)
Gregory Neumann (GB)
Leonard Jason Paul (USA)
Reina Perdomo (Peru)
Luca Recupero (I)
Adriana Sa (POR)
Paul Furrington & Robin Rimbaud (GB)
Paula Tognazzi (I)
Giselle Vienne (FR)
Stéphane Morisse und Myriam Villiers (F)
Lawrence Casserley (GB)
Adèle Levi (GB) und Jocasta Lucas (GB)
Tracy Davis (USA)
Franziska Baumann (CH)
Andreas Breitscheid (D)
Aymeric Willier (F)
Fabian Chyle (D)
Aurelie Albaret (F)
Scott Wilson (CAN)
Jeff Mann und Michelle Teran (CAN)
Paul Prestipino (AUS)
Pascal Boudreault (CAN)
René Mogensen (USA)
Miya Masaoka (USA)
Renaud Herbin und Kamal Hamadache (F)
Michael Bassett (GB)
Jordan Wannychuk (NZ)
Dugal McKinnon (NZ)
Ned Colclough (USA)
Lori Freedman und Wende Bartley (CAN)
Julian Hintz (USA)
Andrew d’Angelo (USA)
Matthew Ostrowski (USA)
Philippe Monvaillier (ZA)
The Lappatites
(Kaffe Matthews (GB), Ikue Mori (USA), Keiko
Uneshi (USA) und Marina Rosenfeld (USA))
157
10.3 Appendix: Artists in Residence
Kurt Ralske (USA)
Dan Overholt (USA)
Mark Polishook (USA)
Steve Bradley (USA)
Felipe Pérez Santiago (NL)
Richard Curtis (USA)
Carla Barlow (USA)
Stéfane Perraud (F)
Xander Sijperda (NL)
Marlon Barrios Solano (USA)
Toni Olivier (Südafrika)
Kacper Ziemianin (POL)
Fredo Miclet (F)
Josef Rebbe (D)
Adam Linson (D)
Nicola Unger & Marloes de Valk (NL)
Nicolas Collins (USA)
Steina Vasulka (USA)
Marianna Tóth (HU)
Stevie Wishart & Margie Medlin (AUS)
Chris Mandra (USA)
Yoichi Nagashima (JAP)
Floy Krouchi (FR)
Miha Ciglar (AT)
Mauricio Pauly (HU/USA)
Tobias C. Veen (CAN)
D’Arcy Philip Gray (CAN)
Piet-Jan van Rossum (NL)
Chris Mushgrave (USA/BE)
Christophe Fellay (CH)
Kim Cascone (USA)
Josh Geffin (GB)
Boris Baltschun (D)
Laetitia Sonami (USA)
Adam Butler (GB/D)
Seamus Cater (GB)
2003
2004
Roel Vertegaal (Can)
Paula Matthusen & Kathryn Woodard (USA)
Marlon Barrios Solano (USA)
Brian Duffy (USA)
Jeff Carey (USA)
Helen Thomson (AUS)
Keith Fullerton Whitman (USA)
Naoyuki Tanaka (JAP)
Sonia Cillari (NL)
Jon Rose (AUS)
Xavier van Wersch (NL)
Catherine Christer Hennix (USA)
Chris Salter (CAN)
David Stout & Cory Metcalf
Stefan Watté (BEL)
Jason Geistweidt (IRL)
Jamie Jewett (USA)
Nadine Dommanget (FR)
Pascal Boudreault (CAN)
Dario Astro (o.A.)
Alessandro Bosetti (IT)
Sun Young Pahg (FR)
Uli Böttcher (D)
Tomomi Adachi (JAP)
James Fei (USA)
Hans-Christoph Steiner (USA)
Takuro Mizuta Lippit (USA/ NL)
Phoebe Legere & Sven König
Dan Overholt (USA)
Andreas Otto (D)
Andrew Bucksbark (USA)
Orestis Karamanlis (GB)
Tobias C. van Veen (CAN)
Tina Blain & Chris Strollo (USA)
Jonah Brucker Cohen & Katherine Moriwaki (o.A.)
Hannah Peel & Emma Welsby (GB)
Maria Duran Basallote (E)
Florian Grote (D)
Farahnaz Hatam (IRL)
Piet-Jan van Rossum (NL)
Dorsey Dunn (USA)
2006
2005
Dan Overholt (USA)
Stephan Perraud (BE)
Scott Gresham Lancaster
Laetitia Sonami (USA)
Henrik Börlin (SVE)
Mauro Flude, Nancy (AUS)
Caspersen, Dana (DE) & Kaplan, Jo Ann (GB)
Jaime Fennley (USA)
Adinda van’t Klooster (GB)
Gareth Davis & David Stout (GB)
G.P. Gribari & Elisa Lee (ES)
Frankie Mann (CAN)
René Eckhardt (NL)
Pascal Balthazar (F)
Daniel Koppelman (USA)
Kaffe Matthews (GB), Antye Greie-Fuchs (D), Ryoko
(GB)
Rob Kelly (AUS)
Josef Rebbe (NL)
Lucio Garau (I) & Jorge Isaac (NL)
Rick Bamford & “Drake Music Project”(GB)
Stéfane Perraud (F)
Christian Calon (F)
Rebecca Colclasure (GB)
Francisco López (ES)
Ophra Wolf (GB)
Jonathan Zalben (USA)
Bert Bongers (NL) & Yolande Harris (GB)
Paul Hogan & Michael Barnhart (USA)
Brian House & Megan Metcalf (USA)
Eric Lyon (USA)
Chris Mackie (USA)
Ashis Mahapatra (USA)
Frankie Mann (CAN)
Elisabeth Schimana (RU) & Josef Gründler (AT)
Burkhard Stangl & Christof Kurzman (AT)
Smadar Dreyfus (GB)
Jorge Isaac (NL)
Haraldur Karlsson (ISL)
Josef Rebbe (NL/D)
Carlos Sandoval (D/MEX)
Derek Holzer (NL)
Sei Matsumara (JAP)
Laetitia Sonami (USA)
Felix Randomiz & Joseph Suchy (D)
Anne Faulborn (NL)
Henry Vega (NL)
Florian Grote & Andreas Otto (D)
Josef Rebbe (D)
Korhan Erel (TRK)
Helen Thomas (AUS)
Uli Böttcher (D)
Kacper Ziemianin (PL)
Paula Matthusen (USA)
Andrea Liberovici (I)
Bobby Whelan (GB)
Alwynne Pritchard (GB)
Danilo Casti (I)
Keith Fullerton Whitman (USA)
Kristin Erickson (USA/D)
Thor Magnusson (ISL) & Enrike Hurtado (GB)
Frances-Marie Uitti (NL) & Chris Brown (USA)
Ross Bencina (AUS)
Jeff Carey (NL)
Casey Rice (USA)
Xavier van Wersch (NL)
Annette Krebs & Michael Vorfeld (D)
158
10.3 Appendix: Artists in Residence
Alexandra Hoffmann (HUN)
Jaime Del Val (E)
Tom Tlalim & Voldemars Johanson (NL)
Mazen Kerbaj (LIB)
Sergi Jorda & Martin Kaltenbrunner (E)
Georg Hobmeier (NL)
Bert Bernaerts & Wouter Looy (BE)
Bennett Hogg (GB)
Wojciech Kosma (POL)
Antti Nykiri (FIN)
159