Heilbronner Stadtzeitung Nr. 9 30.04.2014

Transcription

Heilbronner Stadtzeitung Nr. 9 30.04.2014
ediTORIAL
Hoher Besuch
aus Stuttgart war vor wenigen
Tagen zu Gast in Heilbronn: Regierungspräsident Johannes
Schmalzl (2.v.l.) und Regierungsvizepräsident Christian
Schneider (r.) informierten sich
unter anderem bei BUGA-Geschäftsführer Hanspeter Faas
(2.v.r.) und BUGA-Planer Oliver Toellner (l.) über den Stand
der Vorbereitungen zur Bundesgartenschau 2019. Dabei
nutzten die Stuttgarter Gäste
auch die Gelegenheit, den zukünftigen Oberbürgermeister
Harry Mergel (Mi.) zu treffen.
(bra/Foto: Fischer)
Zum Abschied
Heilbronns Immobilienmarkt boomt
Gutachterausschuss der Stadt legt aktuellen Immobilienmarktbericht vor - Wichtiger Ratgeber
Von Michael Brand
Der Heilbronner Häuser- und
Wohnungsmarkt hat 2013 weiter an Fahrt gewonnen: So sind
zwar weniger Kaufverträge als
im Vorjahr abgeschlossen, aber
in Summe ein höherer Kaufpreis für Immobilien gezahlt
worden. Dies ist ein Ergebnis
des Immobilienmarktberichts
der Stadt Heilbronn.
„Für den Bericht wertet der
unabhängige Gutachterausschuss alle im Stadtkreis abgeschlossenen Kaufverträge für
Immobilien aus“, sagte Bürgermeister Wilfried Hajek bei der
Vorstellung im Technischen
Rathaus. „Er stellt ein Höchst-
maß an Transparenz her und ist
somit ein wichtiger Ratgeber
nicht nur für Profis, sondern
auch für Bürger, die kaufen
oder verkaufen wollen.“
So gingen 2013 beim Gutachterausschuss 1774 Kaufverträge ein, das waren 37 Verträge weniger als im Jahr 2012.
Zugleich stieg die Gesamtkaufpreissumme von 306,5 Millionen Euro auf 377 Millionen
Euro - eine Steigerung um 23
Prozent. „Dies zeigt, dass die
Nachfrage nach Immobilien
2013 höher war als das Angebot“, erläutert Claus Hornung,
der Leiter der Geschäftsstelle
des Gutachterausschusses.
Auf dem Neubaumarkt sank
die Zahl der verkauften Wohnbauplätze von 82 auf 60, dafür
stieg der Umsatz von 17,5 Millionen auf 29,5 Millionen Euro.
Die Zahl der verkauften Neubauwohnungen stieg von 177
auf 219 - ein Drittel entfiel hierbei auf das stark schwankende
Segment der Studentenwohnungen. Das Kaufpreisvolumen
sank dagegen von 42,2 auf 40,9
Millionen Euro. Neue Einfamilienhäuser wechselten nur drei
Mal den Besitzer.
Auf dem Gebrauchtmarkt
stiegen die Verkaufszahlen der
Ein- bis Dreifamilienhäuser
von 323 auf 344 Häuser, der
Umsatz stieg von 69,2 auf 81,6
Millionen Euro. Bei den Woh-
nungen sank die Zahl deutlich
von 804 auf 713, die Gesamtkaufpreissumme stieg dagegen
von 73 auf 75,5 Millionen Euro.
Der Bericht enthält zudem
Richtpreise für Ein- bis Dreifamilienhäuser und Eigentumswohnungen sowie Mietpreisrichtwerte für Gewerbe.
INFO: Den Bericht gibt es
beim Geodatenzentrum, Cäcilienstraße 49, für 35 Euro. Die
Bodenrichtwertkarte (Stand:
Januar 2013) kostet 17 Euro, ist
aber auch kostenfrei unter
www.heilbronn.de eingestellt.
Gegen Gebühr erstellt der Gutachterausschuss auch Gutachten über den Verkehrswert einzelner Immobilien.
Fast 15 Jahre als Heilbronner
Oberbürgermeister gehen für
mich zu Ende - ab dem morgigen 1. Mai befinde ich mich im
Ruhestand. Gemeinsam mit
den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den Dezernentenkollegen und dem Gemeinderat,
vor allem aber gemeinsam mit
vielen im Haupt- und Ehrenamt
überaus engagierten Heilbronnerinnen und Heilbronner haben wir einiges erreicht: von
den kostenfreien Kindergärten
bis zur experimenta, von der
Stadtbahn bis zur Audi-Ansiedlung, von den Krankenhausbauten bis zur Bundesgartenschau 2019. Dass ich diesen
Weg erfolgreich mitgestalten
konnte, das freut mich und es
erfüllt mich mit großer Dankbarkeit. Denn ein OB kann in
seinem Amt nur dann etwas bewegen, wenn er eine breite Unterstützung der politischen
Kräfte hinter sich hat, wenn
Bürger, Unternehmen, Stiftungen, Kultureinrichtungen und
Medien tatkräftig am Ziel mitarbeiten, eine Stadt voranzubringen. Dieses ist in den vergangenen Jahren prima gelungen - und das nötige Quäntchen Glück hatten wir dabei
auch noch!
Alles Gute
wünscht Ihnen
Helmut
Himmelsbach
Oberbürgermeister
1999-2014
Mergel tritt OB-Amt an Feiern im Frankenstadion
aus DEM INHALT
Amtseinführung am 5. Mai - Öffentliche Ratssitzung
Thema heute
Doppelwahl am 25. Mai
2-3
Stromnetzgesellschaft
Gründung im Rathaus
5
Bürgerengagement
Freunde des Waldes
7
Im Rahmen einer öffentlichen
Gemeinderatssitzung findet am
Montag, 5. Mai, 11 Uhr im Großen Ratssaal die Amtseinführung des neuen Oberbürgermeisters Harry Mergel statt.
Die Vereidigung und Verpflichtung des neuen OB erfolgt
durch Stadtrat Klaus Hackert,
der Harry Mergel auch die
Amtskette umlegen wird. Als
Vertreter des Landes BadenWürttemberg spricht Innenminister Reinhold Gall, Regierungspräsident
Johannes
Schmalzl wird eine Wahlprüfungsurkunde überreichen.
Die Leitung der Gemeinderatssitzung obliegt Erstem Bürgermeister Martin Diepgen. Die
Amtseinführung ist der einzige
Tagesordnungspunkt. (itz)
Internationales Kinderfest - Sonntag, 4. Mai
Am Sonntag, 4. Mai, findet von
13 bis 17 Uhr im Frankenstadion wieder das Internationale
Kinderfest statt.
Das Fest wird - wie auch in
den Vorjahren - vom türkischen Gesamtelternverein Heilbronn organisiert. Neben einem
bunten Bühnenprogramm werden unter anderem von der Polizei, der Stadtbibliothek Heil-
bronn sowie der städtischen
Stabsstelle Integration verschiedene Kinderattraktionen
an Ständen angeboten. Zudem
informieren viele Einrichtungen über ihre Arbeit.
An diesem Tag können Kinder - gleich welcher Nationalität, Kultur und Religion - zusammenkommen und miteinander feiern. (red)
Bekanntmachungen
Ausschreibungen
10-12
THEMA HEUTE
Seite 2 | HeilbronnerSTADTZEITUNG
Mittwoch, 30. April 2014
Wahl zum Europäischen Parlament und Kommunalwahl -
Heilbronn steht vor der Wahl
Am Sonntag, 25. Mai, ist Europa- und Gemeinderatswahl - Mehr als 700 Wahlhelfer sind im Einsatz
Von Michael Brand
Am Sonntag, 25. Mai, lohnt
sich der Gang zur Wahlurne:
Die rund 87 000 Heilbronner
Wahlberechtigten
können
nicht nur über neun Wahllisten
zur Gemeinderatswahl abstimmen, sondern auch ihr Votum
über 24 zur Europawahl antretende Parteien und politische
Vereinigungen abgeben.
Die Zahl der Wahlberechtigten liegt um rund 5000 Heilbronner höher als vor fünf Jahren: „Bei der Gemeinderatswahl
kommen rund 1800 Erstwähler
im Alter von 16 und 17 Jahren
hinzu, auch gibt es mehr EU-
Bürger“, sagt Petra Faber von
der Wahldienststelle beim Bürgeramt. Bei der Europawahl
werden es weniger Wahlberechtigte sein: „Hier gilt das
Wahlrecht ab 18 Jahre, auch
lassen sich nicht alle EU-Bürger
ins Wählerverzeichnis eintragen“, so Faber.
Zudem gibt es bei den
Stimmzetteln Unterschiede. Die
gelben Stimmzettel für den Gemeinderat werden in gelben
Umschlägen eingeworfen. Die
weißen Stimmzettel zur Europawahl werden bei der Urnenwahl nur gefaltet, bei der Briefwahl kommen sie in einen blauen Stimmzettelumschlag, die-
Am Sonntag, 25. Mai, finden zwei
Urnengänge statt. Foto: Brand
ser dann zusammen mit der eidesstattlichen Erklärung in einen roten Wahlbriefumschlag.
Auch das Wahlsystem unterscheidet sich: Bei der Europa-
Welche Rolle spielt der Gemeinderat?
„Hauptorgan“ der Gemeinde - Gestaltung des städtischen Lebensumfeldes
Baden-Württembergs Gemeindeordnung bezeichnet den Gemeinderat, der für eine Amtszeit von fünf Jahren in allgemeiner, unmittelbarer, freier,
gleicher und geheimer Wahl
von den Bürgerinnen und Bürgern gewählt wird, als „Hauptorgan“
der
kommunalen
Selbstverwaltung.
Tatsächlich entscheidet dieses Gremium unter Vorsitz des
Oberbürgermeisters im Rahmen
der Gesetze in wesentlichen sozialen, wirtschaftlichen und
kulturellen Belangen der Stadt.
Gemeinderäte haben das
letzte Wort bei der gesamten
Bauplanung. Sie bestimmen,
wo Kindergärten und Schulen
entstehen, wie der Verkehr
fließt, ob eine Sporthalle notwendig wird, was Wohn- und
Industriegebiet sein soll, kurzum: Sie gestalten unmittelbar
die städtische Lebenswelt.
Ein wichtiges Steuerungsinstrument für die Bürgervertretung ist hierbei der städtische
Haushaltplan - schließlich ist
die Genehmigung öffentlicher
Mittel der eigentliche Startschuss für ein Projekt.
Einfluss auf das Wirtschaftsleben nimmt der Gemeinderat
in erster Linie durch seine Pla-
nungshoheit, die Vergabe öffentlicher Aufträge sowie kommunale Unternehmen und Firmenbeteiligungen.
Wird über eine Satzung beschlossen, so legen die Stadträte das gültige Ortsrecht fest. Am
bedeutendsten ist hier die
„Hauptsatzung“, die Verfassung einer Gemeinde.
Schließlich gehört es zu den
Aufgaben eines Gemeinderats,
gegenüber der Verwaltung eine
Kontrollfunktion auszuüben.
Die Sitzungen des Gemeinderats werden vom Oberbürgermeister einberufen und sind
in der Regel öffentlich. (red)
Neun Parteien und Wählervereinigungen bewerben sich mit 330 Kandidatinnen und Kandidaten um einen Sitz
im 40-köpfigen Heilbronner Gemeinderat - gewählt wird am Sonntag, 25. Mai.
Foto: Brugger
Repräsentative
Wahlstatistik
Heilbronner Wahlbezirk 219
wahl kann nur eine Stimme abgegeben werden. Bei der Gemeinderatswahl sind es bis zu
40 Stimmen, die auch auf Bewerber anderer Wahlvorschläge verteilt (panaschieren) und
bei einem Kandidaten mit bis zu
drei Stimmen angehäuft werden können (kumulieren).
Die Stimmzettel zur Gemeinderatswahl werden in der Woche vor der Wahl als Brief an die
Wähler versandt, um sie ausgefüllt ins Wahllokal mitbringen
zu können. Dort werden dann
auch die Stimmzettel zur Europawahl ausgegeben.
Insgesamt sind mehr als 700
Wahlhelfer im Einsatz.
Im Zusammenhang einer repräsentativen Wahlstatistik zur
Europawahl lässt der Bundeswahlleiter auch in einem Heilbronner Wahlbezirk die Stimmabgabe und Wahlbeteiligung
der Wahlberechtigten nach Geschlecht und Altersgruppen untersuchen. Die Erfassung findet
im Wahlbezirk 002-19 im Gemeindezentrum Kreuzkirche,
Am Hohrain 2, Martin-LutherZimmer, statt.
Wahlgeheimnis und Datenschutz bleiben gewährleistet.
Bundesweit werden 2500 Urnen- und 350 Briefwahlbezirke
ausgewertet. Ergebnisse liegen
ab September unter www.bundeswahlleiter.de vor. (bra)
Wer ist eigentlich
wahlberechtigt?
Junge Räte werben
für Kommunalwahl
Verschiedene Regelungen
Aktionen für „Wählen ab 16“
Wer bei der Gemeinderatswahl
wahlberechtigt ist, kann nicht
automatisch an der Wahl zum
Europäischen Parlament teilnehmen. Und umgekehrt.
Grund sind verschiedene Regelungen zur Wahlberechtigung.
Bei der Europawahl sind alle
deutschen Staatsbürger ins
Wählerverzeichnis eingetragen, die am Wahltag 18 Jahre
oder älter sind und seit mindestens drei Monaten eine Hauptwohnung in Deutschland oder
einem anderen EU-Staat haben.
Staatsangehörige der übrigen EU-Länder sind grundsätzlich auch wahlberechtigt, jedoch müssen sie bis Sonntag, 4.
Mai, einen Antrag auf Eintragung ins Wählerverzeichnis gestellt haben. Haben diese bereits
bei den EU-Wahlen 1999, 2004
und 2009 einen Antrag gestellt,
sind sie schon im Wählerverzeichnis eingetragen.
Bei der Heilbronner Gemeinderatswahl sind dagegen alle
Personen ab 16 Jahren wahlberechtigt, die in Heilbronn das
Bürgerrecht haben. Das sind
alle deutschen Staatsangehörigen oder EU-Bürger, die ihre
Hauptwohnung seit drei Monaten in Heilbronn haben. Eine
Ausnahmeregelung gibt es für
Rückkehrer, die ihr Bürgerrecht
durch Wegzug verloren haben,
aber vor Ablauf von drei Jahren
wieder nach Heilbronn zugezogen sind. (red)
In den kommenden Wochen
stehen wieder zahlreiche InfoVeranstaltungen zum Wahlsonntag am 25. Mai an. Stark
engagiert ist dabei der Jugendgemeinderat, der sich mit Blick
auf die Kommunalwahl vor allem auf die Ansprache von
Jungwählern ab 16 Jahren fokussiert.
Am Mittwoch, 30. April, 9.30
bis 13 Uhr, macht der Europabus des Staatsministeriums auf
den Kiliansplatz Station. Ab 11
Uhr sind auch die jungen Räte
vor Ort, um Flyer zu verteilen
und zu informieren. Am großen
Kulturfest „Treffpunkt Europa“
am Samstag, 10. Mai, wieder
auf dem Kiliansplatz, zeigt der
Jugendgemeinderat mit einem
Infostand Flagge.
Am Mittwoch,14. Mai, 13.15
bis 14.45 Uhr, ist in der Alten
Kelter an der Gymnasiumstraße
64 eine Podiumsdiskussion mit
jungen Kandidatinnen und
Kandidaten zur Kommunalwahl geplant.
Am Montag, 19. Mai, 12 bis
15 Uhr, steht auf dem Kiliansplatz ein Glücksrad zur Kommunalpolitik, an dem Passanten zur Probewahl geladen sind
und sich allerhand Informationen zum Wählen beschaffen
können. Diese Aktion des Jugendgemeinderats findet in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung,
Heidelberg, statt. (red)
THEMA HEUTE
Mittwoch, 30. April 2014
HeilbronnerSTADTZEITUNG | Seite 3
Informationen zum Urnengang am Sonntag, 25. Mai
Rückblende auf das
Wahljahr 2009
Briefwahl ist jetzt wieder möglich
Ergebnisse vor fünf Jahren
Wahlscheine können persönlich, schriftlich oder auch über das Internet beantragt werden
Bereits vor fünf Jahren fanden
Gemeinderatswahl und Europawahl zeitgleich statt. Wahltermin war der 7. Juni 2009.
Bei der Gemeinderatswahl
lag die Wahlbeteiligung in
Heilbronn seinerzeit bei 42,9
Prozent, von gut 82 000 Wahlberechtigten waren das gerade
einmal etwas mehr als 35 000
Wähler. Auf die CDU entfielen
damals 32,3 Prozent (14 Sitze),
gefolgt von der SPD mit 25,3
Prozent (11 Sitze), der FDP mit
13,6 Prozent (5 Sitze), Bündnis
90/Die Grünen mit 10,4 Prozent
(4 Sitze), den Freien Wählern
mit 8,5 Prozent (3 Sitze), PRO
mit 4,8 Prozent (2 Sitze) sowie
Die Linke mit 2,9 Prozent (1
Sitz).
Bei der Europawahl hatten
vor fünf Jahren knapp 34 000
von gut 78 000 Wahlberechtigten teilgenommen, das entsprach einer Wahlbeteiligung
von 44,4 Prozent. Die Nase vorn
hatte damals die CDU, auf die
37,1 Prozent entfielen. Es folgten die SPD mit 24,2 Prozent,
die FDP 14,6 Prozent sowie
Bündnis 90/Die Grünen mit
10,9 Prozent. (red)
Wählen
mit Handicap
Barrierefrei und blindengerecht
Menschen mit Handicap können auch in einem der zahlreichen barrierefreien Heilbronner Wahllokale wählen gehen
(siehe Artikel „Barriefreie Wege
zur Wahlurne“).
Wahlberechtigte können ihre
Stimme nur persönlich abgeben. Wer nicht schreiben oder
lesen kann oder wegen einer
körperlichen Beeinträchtigung
gehindert ist, seine Stimme allein abzugeben, kann sich der
Hilfe einer Person seines Vertrauens bedienen. Hierzu genügt eine kurze Info an den
Wahlvorstand im Wahllokal.
Zur Europawahl bieten die
Blinden- und Sehbehindertenverbände die kostenlose Zusendung einer Stimmzettelschablone und eine Audio-CD mit Erläuterungen an. Die Stimmzettel werden in die Schablone eingelegt, die Felder für die Kreuze
sind ausgespart. (red)
INFO: Schablone und CD
können unter Telefon 0761/
36122 angefordert werden.
Wer am Wahltag in einem anderen Wahllokal oder schon
vorher per Briefwahl wählen
möchte, kann ab sofort beim
Bürgeramt einen Wahlschein
beantragen. „Wichtige Hinweise hierzu enthalten die Wahlbenachrichtigungen, die den
Wahlberechtigten bis spätestens Sonntag, 4. Mai, zugehen“,
sagt Petra Faber von der Wahldienststelle des Bürgeramts.
Zugleich kann die Wahlbenachrichtigung als Antragsformular genutzt werden.
Der Wahlscheinantrag kann
aber auch formlos schriftlich,
per Fax oder per E-Mail gestellt
werden. Unbedingt notwendig
sind dabei folgende Angaben:
Familienname, Vornamen, Geburtsdatum,
Wohnanschrift
und gegebenenfalls eine Versandanschrift. Eine telefoni-
sche Beantragung ist keinesfalls möglich.
Außerdem haben die Wahlberechtigten wieder die Möglichkeit, den Wahlschein und
die Briefwahlunterlagen mit
dem elektronischen Wahlscheinantrag unter www.heilbronn.de zu beantragen. Dafür
sind neben den persönlichen
Angaben auch die Wahlbezirksnummer und die Wähler-
Egal, ob Europa- oder Gemeinderatswahl: Bei Sandra Ranger vom Briefwahlteam im Heilbronner Rathaus
können die Wahlberechtigten ab sofort die Briefwahl beantragen und auch sofort ausüben.
Foto: Brand
nummer, die der Wahlbenachrichtigung entnommen werden
können, erforderlich.
Die Wahlscheinanträge werden sofort nach Eingang bearbeitet und von der Stadt Heilbronn mit RegioMail versandt.
„Bei Abwesenheit sollte daher
auch bei diesem Dienstleister
ein Nachsendeauftrag erteilt
werden“, betont Faber. Ausgefüllte Briefwahlunterlagen sollten zudem so rechtzeitig abgesandt werden, dass sie spätestens am Wahltag bis 18 Uhr bei
der Wahldienststelle des Bürgeramts eingehen.
Die Briefwahl kann auch persönlich beim Briefwahlteam im
Archivsaal des Rathauses beantragt werden und hier auch
gleich an Ort und Stelle ausgeübt werden. Anträge sind auch
bei den Bürgerämtern in den
Stadtteilen möglich. (red)
INFO: Das Briefwahlteam im
Rathaus hat folgende Öffnungszeiten: Montags bis mittwochs 8.30 bis 16 Uhr, donnerstags 8.30 bis 18 Uhr, freitags
8.30 bis 12.30 Uhr sowie am
Freitag direkt vor der Wahl von
8.30 bis 18 Uhr.
Barrierefreie Wege zur Wahlurne
36 Räume stehen im ganzen Stadtgebiet zur Verfügung - Wahllokalfinder im Internet hilft bei Orientierung
Von Carolin Haug
Für behinderte und andere
Menschen mit Mobilitätsbeeinträchtigungen sind zahlreiche
Heilbronner Wahlräume für die
Europa- und Kommunalwahl
am Sonntag, 25. Mai, ohne besondere Erschwernisse und
ohne fremde Hilfe zugänglich.
Personen, die in einem der
genannten Wahlräume wählen
möchten, ohne dort wahlberechtigt zu sein, müssen zuvor
beim Briefwahlteam im Rathaus oder in den Bürgerämtern
einen Wahlschein beantragen.
Als barrierefrei gelten folgende Wahllokale:
• Rathaus Heilbronn, Bürgeramt, Zimmer 0.08, Marktplatz
7, Eingang Lohtorstraße
• Städtische Museen Heilbronn
im Deutschhof, Foyer, Deutschhofstraße 6
• Städtischer Kindergarten, Roseggerstraße 3
• Gustav-von-SchmollerSchule, Zimmer 009 und 011,
Frankfurter Straße 63
• Wilhelm-Maybach-Schule,
Mensa, Gebäude A, Paulinenstraße 38
• Städtischer
Kindergarten
Wartbergstraße 32, Raum 1 u. 2
• Thomas-Morus-Haus, Konferenzzimmer, Goethestraße 75
• Silcherschule, Zimmer U1 und
U2, Lenaustraße 8, Eingang Silcherstraße
• Wartbergschule, Zimmer E
02-04, Stielerstraße 20
• Johannes-Kindergarten, Abt.
A und B, Nürnberger Straße 17
• Jugendherberge, Seminarraum, Schirrmannstraße 9
• Ludwig-Pfau-Schule, Turnhalle, Foyer, Herbert-HooverStraße 1
• Katholisches Gemeindehaus
Maria Immaculata, Moosbruggerstraße 6
• Feuerwehr Heilbronn, Zimmer 230, Beethovenstraße 29
• Wilhelm-Hauff-Schule, Zim-
mer 101-103, Charlottenstr. 62
• Städtischer Kindergarten Becker-Franck, Turnraum, Badener Straße 84
• Heinrich-von-Kleist-Realschule, Zimmer 12 und 13, Kastanienweg 17
• Elly-Heuss-Knapp-Gymnasium, Zimmer 001 und 005,
Kraichgauplatz 17
• Elly-Heuss-Knapp-Grundund Werkrealschule, Zimmer
28 und 29, Pfaffenhofener Straße 7-11
• Fritz-Ulrich-Schule, Zimmer
12, Längelterstraße 105
• Bürgerhaus Böckingen, OttoRombach- und Hermann-Rombach-Zimmer, Kirchsteige 5
• Petrus-Gemeindehaus, Kleiner und Großer Saal, Ludwigsburger Straße 125
• Städtischer
Kindergarten,
Feurerstraße 31
• Albrecht-Dürer-Schule, Aula,
Dürerstraße 1
• Evangelisches Gemeindezentrum, Foyer und Clubraum,
Sachsenäckerstraße 2
• Therapeutikum,
Seminarraum 1, Kreuzäckerstraße 26
• Alte Kelter Sontheim, Abt. A
und B, Auf dem Bau 8
• Staufenbergschule, Zimmer
3-5, Staufenbergstraße 91
• Mörike-Realschule, Zimmer E
47, Max-von-Laue-Straße 7-9
• Grundschule Klingenberg,
Zimmer 6, Sonnenhalde 25
• Leintalsporthalle,
Mehrzweckraum, Würzburger Str. 50
• Bürgeramt
Frankenbach,
Zimmer 5, EG, Speyerer Str. 13
• Katholisches Gemeindezentrum St. Johannes, Gemeindehaus, Leintalstraße 2
• Bürgeramt Kirchhausen, Foyer, Schlossplatz 2
• Böllingertalhalle, Foyer, links
und rechts, Bibersteige 15
• Alte Turnhalle Horkheim,
Talheimer Straße 4.
INFO: Infos zur Lage wohnortnaher Wahllokale gibt ein
Wahllokalfinder, der online auf
www.heilbronn.de steht.
Seite 4 | HeilbronnerSTADTZEITUNG
AUS DEM STADTKREIS
Mittwoch, 30. April 2014
kurzNOTIERT
jungeRÄTE
„Stadt am Fluss“
Die Arbeit
kann beginnen
Am Dienstag, 6. Mai, 14 Uhr,
heißt es nach der Winterpause
„Stadt am Fluss“. Die Stadtführung auf dem Neckar mit Stationen am Kanal-, Salz- und
Osthafen wird von Stadtführerin Edith Süßenbach geleitet.
Im Preis von 15 Euro ist ein Getränk enthalten. Kinder von sieben bis 14 Jahren zahlen acht
Euro, Kinder bis sechs Jahre
zwei Euro. Anmeldungen bei:
Tourist-Info, Kaiserstraße 17,
Telefon 07131/ 56-2270. (red)
Fundsachenversteigerung
Die Stadt Heilbronn versteigert
am Mittwoch, 7. Mai, ab 14 Uhr,
in der Turnhalle des Olga Jugend- und Familienzentrums,
Olgastraße 45, Fundsachen.
Gegen Barzahlung (keine
Schecks) werden Kleidung, Uhren, Schmuck, Sportartikel, Unterhaltungselektronik, informationstechnologische Geräte,
Bücher, DVDs, CDs und vieles
mehr abgegeben. (red)
Innovationsabend
Am Donnerstag, 8. Mai, ab 17
Uhr, können sich Unternehmer
in der Heilbronner Innovationsfabrik informieren, welche
öffentlichen Zuschüsse sie für
Innovationen erhalten können.
Anmeldungen zur kostenfreien
Veranstaltung sind unter Telefon 07131/7669-110 oder unter
E-Mail: [email protected] möglich. (red)
Bereits erste Veranstaltungen
Vorhang auf: Projektleiterin Daniela Branz vom Hochbauamt präsentiert die neu gestalteten Einzelarbeitsplätze in den Schweißer-Werkstätten im D-Bau des Technischen Schulzentrums.
Foto: Brand
Metallbauer erhalten neue Räume
Technisches Schulzentrum - Werkstätten für Schweißarbeiten sind jetzt erneuert
Wieder ist die Sanierung des
Technischen Schulzentrums in
der Paulinenstraße ein großes
Stück vorangekommen. Für
insgesamt rund 3,25 Millionen
Euro hat die Stadt Heilbronn in
knapp eineinhalb Jahren Bauzeit die im D-Bau untergebrachten Werkstätten der Metallbauer an der Wilhelm-Maybach-Schule auf den aktuellen
Stand der Technik gebracht.
„Wir haben alle Innenwände
der aus den 50er Jahren stammenden und seither völlig verbauten Halle komplett entfernt
und neu errichtet“, berichtet
Projektleiterin Daniela Branz
vom Hochbauamt. Herausge-
kommen ist eine Raumaufteilung, die der Struktur der Fabrikhalle mit ihrem Sägezahndach entspricht und zugleich
neu ordnet: Im Zentrum der insgesamt rund 1500 Quadratmeter großen Halle befinden sich
drei Klassenräume und ein Lehrerzimmer, die zusammen die
Form eines Rechtecks ausbilden. Um dieses Rechteck herum
verläuft ein durchgehender
Flur, an dessen offenen Längsseiten die Schweißer-Werkstätten direkt anschließen.
„Die vier Räume im Zentrum
sind weiß verputzt, die Inneneinrichtung und Bestuhlung ist
ganz in Schwarz gehalten“, er-
läutert Branz. Praktische Übungen sind in den Klassenräumen
auch möglich - von der Decke
hängen sogenannte StromAmpeln. Die Werkstätten dagegen sind ganz in Grau gehalten,
die Leitungen als Aufputz-Installationen verlegt.
Die Schule wird ihre neuen
Räume erst nach dem Ende der
Sommerferien in ihr Raumkonzept aufnehmen.
Das Technische Schulzentrum ist mit seinen 55 000 Quadratmetern der größte von der
Stadt unterhaltene Gebäudekomplex und wird seit 2005 mit
einem Volumen von 18 Millionen Euro erneuert. (bra)
Treffpunkt Europa
Bereits zum 25. Mal findet am
Samstag, 10. Mai, ab 9.45 Uhr
auf dem Kiliansplatz die Veranstaltung „Treffpunkt Europa“
statt. Den ganzen Tag über führen mehrere Vereine europäische Tänze und Musik auf. (kb)
Stadtbibliothek
Mit zwei Installationen erinnert
die Künstlerin Stefanie Herrmann-Zakowski in der Stadtbibliothek Heilbronn im K3 an die
Bücherverbrennung durch die
Nationalsozialisten im Mai
1933. Die Arbeit ist bis Samstag, 31. Mai, zu sehen. (red)
Fahrradboxen am Bahnhof
Am Heilbronner Bahnhof sind
ab Mai drei Fahrradboxen gegen eine Jahresgebühr von 67
Euro neu zu vermieten. Interessenten können sich beim Amt
für Liegenschaften, Rathaus,
Zimmer 220, Telefon 56-3412
melden. Außer den 38 Dauermietboxen gibt es auch vier Boxen, die tageweise für 1 Euro
genutzt werden können. (ck)
Wettbewerb
für Schulen
Medienkonzepte
Für Schulen, die sich um den
„Schulpreis für das beste Medienkonzept“
der
Dieter
Schwarz Stiftung bewerben
wollen, bleibt nur noch wenig
Zeit: Bis Freitag, 2. Mai, können
Schulen aller Schularten der
Region Heilbronn-Franken ihre
Medienkonzepte bei der Akademie für Innovative Bildung und
Management (aim) einreichen.
Mit dem Preis zeichnen die
Dieter Schwarz Stiftung und die
aim Schulen aus, die mit innovativen Konzepten neue Medien im Unterricht einsetzen.
Das Preisgeld beträgt insgesamt
55 000 Euro und wird an fünf
Schulen verliehen. (red)
INFO: Bewerbungen können
per Post an: aim, Bildungscampus 5, 74076 Heilbronn oder per
E-Mail: [email protected] eingereicht werden.
Stimmrecht gut genutzt
Wahlrecht ab 16 - Gute Beteiligung an OB-Wahl
Erstmals dürfen am 25. Mai
auch die 16- und 17-Jährigen
an der Gemeinderatswahl teilnehmen und ihre Stimme abgeben. Dass diese Altersgruppe
durchaus von ihrem Wahlrecht
Gebrauch macht, zeigen jetzt
statistische Auswertungen der
Heilbronner Oberbürgermeister-Wahl vom 16. März, die die
städtische Stabsstelle Strategie
kürzlich vorgelegt hat.
„Im Rahmen einer Anfrage
des Jugendgemeinderats haben
wir erstmals stichprobenartig
die Wahlbeteiligung nach Altersgruppen analysiert“, erklärt
Statistiker Stephan Hegemann.
Hintergrund der Auswertung
ist eine Gesetzesänderung im
Kommunalwahlgesetz, die es
den Kommunalen Statistikstellen ermöglicht, repräsentative
Wahlstatistiken zu erstellen.
So lag die Beteiligung der 16und 17-Jährigen an der OBWahl mit 37,1 Prozent erfreulich hoch. Deutlich schlechter
war die Beteiligung in den Altersgruppen zwischen 18 und
26 sowie 26 und 40 Jahren mit
Werten von 20,7 bzw. 24,9 Prozent. Klar über dem gesamtstädtischen Durchschnitt von
39 Prozent war die Wahlbeteiligung bei den Wählern über 40
Jahren mit Werten von bis zu 55
Prozent. Am häufigsten ging
die Altersgruppe zwischen 60
und 80 Jahren wählen: Hier lag
der Wert bei 54,5 Prozent.
Auch für die Kommunalwahl
ist wieder eine Auswertung geplant, wenn auch nur in sechs
repräsentativen Wahlbezirken.
Die Ergebnisdarstellung erfolgt
entsprechend der Datenschutzvorschriften. (red)
Was will der Jugendgemeinderat in den nächsten zwei Jahren
erreichen? Welche Schwerpunkte wollen wir setzen? Und
wie gehen wir vor?
Um diese Fragen sinnvoll bearbeiten zu können, hat der Jugendgemeinderat bereits sechs
Arbeitsgruppen zu verschiedenen Themen gebildet: Öffentlichkeitsarbeit, Kultur und Soziales, Politik und Bildung,
Freizeit und Sport, Umwelt und
Verkehr sowie Stadtentwicklung.
In diesen Arbeitsgruppen haben wir uns intensiv mit unseren Zielen und Projekten beschäftigt. Einige haben sogar
schon konkrete Planungen vorgelegt - zum Beispiel der Arbeitskreis Kultur und Soziales:
Hier drängte die Zeit, weil die
Veranstaltung „Kinder Kinder
... in der Stadt“ unmittelbar vor
der Tür stand. Die Veranstaltung am vorigen Samstag haben wir trotz der kurzen Vorbereitung mit spannenden Programmpunkten und bereichert.
Aber das ist nicht das einzige
Projekt, bei dem der Jugendgemeinderat vertreten sein wird.
Wir haben noch zahlreiche weitere Projekte in der Pipeline unter anderem die Infokampagne „Wählen ab 16“: Am heutigen Mittwoch, 11 bis 13 Uhr,
sind wir mit Flyern am Europabus auf dem Kiliansplatz und
werben für die
Gemeinderatswahl am 25.
Mai.
Osman Cakir
Jugendgemeinderat
imPRESSUM
Heilbronner Stadtzeitung
Amtsblatt der Stadt Heilbronn,
16. Jahrgang, Auflage 53000
Herausgegeben von der Stadt Heilbronn
Leiter der Pressestelle: Christian Britzke (itz)
Stv. Leiter: Dr. Anton Philipp Knittel (kn)
Redaktion: Michael Brand (bra)
Stadt Heilbronn Pressestelle
Postfach 3440
74074 Heilbronn
Tel.: 07131/56-2288, Fax: 07131/56-3169
E-Mail: [email protected]
Internet: www.heilbronn.de
Der „Heilbronner Stadtanzeiger“ ist ein
Produkt des Verlags Heilbronner Stimme
und wird ausschließlich in der
redaktionellen Verantwortung der
„Heilbronner Stimme“ erstellt.
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Mittwoch, 30. April 2014
AUS DEM STADTKREIS
Bis 2019 wieder
sechs Spuren
Gründungsakt im Rathaus
Ziel für A6-Neckartalbrücke
Bis zur Bundesgartenschau
2019 in Heilbronn soll die marode A6-Neckartalbrücke zumindest provisorisch wieder
sechsspurig befahrbar sein.
Über dieses Ziel ist sich Verkehrsminister Winfried Hermann mit der Region einig dies ist das Ergebnis einer aktuellen Besprechung in Stuttgart.
OB Helmut Himmelsbach,
drei Landräte und die Präsidenten der Wirtschaftskammern
stimmten mit dem Minister
überein, dass alles getan werden müsse, damit sich der Zustand nicht weiter verschlechtere. Gleichzeitig müssten die
Planungen so schnell wie möglich vorangetrieben werden,
damit der Bau der neuen Brücke
2017 starten kann.
Der Neubau des nördlichen
Überbaus mit sechs provisorischen
Fahrstreifen
(ohne
Standstreifen) stünde dann
2019 zur Verfügung. Bis 2021/
22 wäre auch der südliche Teil
für den Verkehr frei. Die Fertigstellung hänge davon ab, wann
die vom Bund beabsichtigte
private Finanzierung als ÖPPProjekt starte. (red)
HeilbronnerSTADTZEITUNG | Seite 5
Gemeinsame Stromnetzgesellschaft Heilbronn nimmt Arbeit auf
Von Angela Brötel
Nach dem Gemeinderatsbeschluss vom 9. April folgte vergangene Woche die Vertragsunterzeichnung im Rathaus:
Die
„Stromnetzgesellschaft
Heilbronn GmbH & Co. KG“
kann die Arbeit aufnehmen.
An der Stromnetzgesellschaft hält die Stadt über ihre
Tochter Heilbronner Versorgungs GmbH (HVG) mit 50,1
Prozent die Mehrheit, die ZEAG
Energie AG (ZEAG) 49,9 Prozent. Gleichzeitig setzt die Stadt
Heilbronn auf eine kommunale
Partnerschaft mit der EnBW
Energie Baden-Württemberg
AG (EnBW), seit 2002 Mehrheitseignerin der ZEAG.
Bereits im Dezember 2013
hatte der Heilbronner Gemeinderat entschieden, die Strom-
konzession an das nun von
HVG und ZEAG rechtskräftig
gegründete städtische Tochterunternehmen zu vergeben.
„Wir wollen die Energieversorgung unserer Stadt stärker in
Eigenregie
gestalten
und
gleichzeitig von der Kompetenz
eines erfahrenen Partners profitieren.“, erklärte Oberbürgermeister Helmut Himmelsbach
die Entscheidung.
„Die kommunale Partnerschaft zwischen der Stadt Heilbronn und der EnBW hat eine
neue Qualität erreicht“, so Dirk
Mausbeck, Vorstandsmitglied
der EnBW.
Durch die Gründung einer
Stromnetzgesellschaft steigt
die Heilbronner Versorgungs
GmbH aktiv in die Stromversorgung ein. „Das Kooperationsmodell baut auf die bereits
seit Jahren erfolgreichen Partnerschaften am Energiestandort Heilbronn auf“, so Eckard
Veil, Vorstand der ZEAG Energie AG. ZEAG und HVG betreiben bereits heute ein gemeinsames Kundencenter und teilen
ihren Verwaltungssitz mit der
Netzgesellschaft
HeilbronnFranken mbH (NHF), die auch
künftig für den Netzbetrieb zuständig bleibt.
Und Ataman Turanli, Geschäftsführer der HVG, betont:
„Die HVG steht neben einer zuverlässigen Wasserversorgung
und
Abwasserbeseitigung
schon jetzt für eine sichere
Energieversorgung.“
INFO: Im Dezember letzten
Jahres war der 1993 zwischen
der Stadt Heilbronn und der
ZEAG geschlossene Stromkonzessionsvertrag ausgelaufen.
Wie gefallen Ihnen
die Pläne für die
Bahnbrücke?
Zwei zweite und einen dritten
Preis vergab die Jury für die
Entwürfe der neuen Brücke am
Bahnhof. Eine Woche lang
wurden die zehn besten Projekte im Technischen Rathaus ausgestellt. Die Stadtzeitung hat
sich umgehört, welche Brücke
den Besuchern gut gefällt.
Max Mayer (83),
Rentner
Mein Favorit ist
die Brücke mit
der gedrehten
Hülle, der andere Siegerentwurf mit den
Zacken ist mir
zu unruhig. Gut
finde ich, dass die Brücke überdacht und somit vor Wind und
Regen geschützt ist.
Tatjana Michailidis (45),
Verkäuferin
Alle Modelle
sind schön, sie
sehen sehr beeindruckend
aus. Einen Favoriten habe ich
nicht, ich
schwanke zwischen der Brücke mit den Zacken und der gedrehten Brücke.
Beide sind mal etwas Anderes.
Stadtbahn-Nord:
Abschlussarbeiten
Fahrzielanzeigen in Betrieb
Ein weiterer Mosaikstein beim
Ausbau der Stadtbahn-Linie
Nord ist gesetzt: An fast allen
Haltestellen zwischen Allee
und Kaufland weisen jetzt elektronische Fahrzielanzeigen den
Weg, und Lautsprecher stehen
für weitergehende Informationen bereit, berichtet der Technische Projektleiter Stadtbahn,
Markus Kunert.
Künftig sollen die bis zur Abfahrt verbleibenden Minuten
„in Echtzeit“ angezeigt werden.
Besonderheit an der Haltestelle
Allee/Harmonie: Hier werden
auch die abfahrenden Stadtbusse angegeben. Angezeigt
wird auch die Uhrzeit, für Sehbehinderte wird noch ein Taster
nachgerüstet: Dann wird es
erstmals im Heilbronner Stadtbahnnetz möglich sein, sich
den angezeigten Text auch ansagen zu lassen. Die Stadtwerke
Heilbronn GmbH hat rund
320 000 Euro in die Ausstattung investiert.
Derweil gehen die letzten Arbeiten an der Strecke zu Ende.
Zum Monatswechsel starten die
ersten Abnahmen. (itz)
umFRAGE
Bernd Schulz (52),
Versandmitarbeiter
Bei der Unterschrift des Konzessionsvertrages von links: Ataman Turanli, OB Helmut Himmelsbach, Dirk Mausbeck, Eckard Veil sowie die Verhandlungsdelegation der vier beteiligten Partner. Foto: Stadtarchiv/Kimmerle
Retter bei Unfällen und Bränden
Berufsfeuerwehr und Freiwillige Feuerwehr waren 2013 über 1600 Mal im Einsatz
23 Neuzugänge, darunter zwei
Frauen, hieß die Feuerwehr
Heilbronn kürzlich bei ihrer
Jahreshauptversammlung in
der Neckarhalle in den Reihen
ihrer Aktiven willkommen. Damit sind nun 363 Personen im
aktiven Feuerwehrdienst, davon 80 bei der Berufsfeuerwehr
und die übrigen in den neun
Abteilungen der Freiwilligen
Feuerwehr. „Die Entwicklung
unserer Mitgliederzahlen ist
leicht steigend“, freut sich
Kommandant Eberhard Jochim. „Dennoch muss die
Nachwuchssicherung
ein
Schwerpunkt bleiben, um die
hohe Zahl an Einsätzen bewältigen zu können.“
Insgesamt waren die Heilbronner Wehren im vergangenen Jahr 1613 Mal im Einsatz.
222 Mal brannte es, 1104 Mal
war technische Hilfeleistung
gefragt. Die Integrierte Leitstelle von Feuerwehr und Rettungsdiensten wurde täglich
rund 1000 Mal kontaktiert. 287
Mal wurde die Feuerwehr von
Fehl- und Täuschungsalarmen
behelligt. „Die Feuerwehr
grundlos zu alarmieren, ist kein
Spaß, sondern strafbar“, mahnt
Jochim.
Durch Feuer starb glücklicherweise niemand, bei 23 Unfällen kam jede Hilfe zu spät. 29
Mal unterstützte die Heilbronner Wehr in verschiedenen
Landkreisgemeinden. Oberbürgermeister Helmut Himmelsbach nutzte die Jahreshauptversammlung, allen Rettungskräften für „die ständige Einsatzbereitschaft und den wichtigen Beitrag zur Sicherheit in
unserer Stadt zu danken.“(ck)
Mir gefallen alle
drei Sieger gut.
Am besten finde
ich die blaugrüne, geschlossene Brücke, auch aus
praktischen
Gründen: Von dort kann niemand Steine auf die Gleise werfen.
Michael Keller (46),
Hausmann
Von den Siegerentwürfen gefällt mir die
Brücke mit den
Zacken am besten. Sie hat eine
interessante
Form und kostet
weniger als die anderen. Die
Brücke sollte markant sein, daher finde ich die geschwungenen Formen besser als die geraden.
Text und Fotos: Katharina
Brugger
Seite 6 | HeilbronnerSTADTZEITUNG
AUS DEM STADTKREIS
interVIEW
Ade Helga Schwede
Schon 7200 Läufer
beim „Trolli“ dabei
Bürgeramtsleiterin in Ruhestand verabschiedet
Am Sonntag, 11. Mai, ist es
wieder so weit: Am Frankenstadion startet
ab 8.45 Uhr der
14. Heilbronner
Trollinger-Marathon und
Halbmarathon.
Die Stadtzeitung sprach mit
Organisator
Holger Braun (38) von der Heilbronn Marketing GmbH über
den Stand der Vorbereitungen.
� Wie viele Läufer haben sich
schon angemeldet?
Braun: Nach dem Meldeschluss
haben wir bei allen Wettbewerben inklusive der Kinderläufe
7200 Anmeldungen vorliegen.
� Wie international ist denn
der „Trolli“ mittlerweile?
Braun: Wir haben Teilnehmer
aus ganz Europa und sogar darüber hinaus. Unter anderen
freuen wir uns auf Läufer aus
Mexiko und Kanada.
� Kann ich mich noch kurz vor
dem Lauf anmelden?
Braun: Nachmeldungen sind
am Veranstaltungswochenende noch möglich für alle Läufe,
auch beim Kinder- und Jugendlauf und dem Mini-Marathon.
Nicht möglich sind sie im Staffelwettbewerb. Beim Marathon
ist man mit 52 Euro dabei, der
Halbmarathon kostet 42 Euro.
Vor einer großen Gästeschar
aus Kommunalpolitik und Verwaltung hat Oberbürgermeister
Helmut Himmelsbach jetzt die
Leiterin des Bürgeramts in den
Ruhestand verabschiedet: 17
Jahre lang hatte Helga Schwede
diesen Posten inne, die 64-Jährige war die erste Amtsleiterin
bei der Stadtverwaltung.
Als Bürgeramtsleiterin war
Schwede Chefin von 134 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in
den Bereichen Bürgerservice,
Ausländer- und Staatsangehörigkeitsbehörde, Führerscheinund Zulassungsstelle, Wahlamt
und Standesamt. „Hier hat sich
in den vergangenen Jahren viel
getan“, lobte der OB das Amt als
Aushängeschild der Verwaltung: „Der Servicegedanke hat
sich umfassend durchgesetzt,
die Mitarbeiter machen flexibel
möglich was möglich ist, sie leben die Kundenorientierung auch weil sie in Frau Schwede
ein Vorbild haben.“
Als Nachfolgerin übernimmt
die Verwaltungsexpertin Monika Baumann zum 1. Mai die Leitung des Bürgeramtes. Die 49Jährige arbeitet seit 1989 bei
der Stadt Heilbronn. Seit dem
Jahr 2000 war die 49-Jährige
Persönliche Referentin von
Oberbürgermeister
Helmut
Himmelsbach und bis Ende
2013 Leiterin des Büros des
Oberbürgermeisters. (itz)
Die scheidende Amtsleiterin Helga Schwede (r.) und ihre Nachfolgerin
Monika Baumann rahmen OB Helmut Himmelsbach ein. Foto: Britzke
Steuerfreier Bürokavalier
Ein gutes Angebot
Serie: Innovative Heilbronner Unternehmen - Teil XX
Städtische Institutionen im Integrationsbeirat
In seine Rolle als „Bürokavalier“ rutschte Werner Edelmann
vor gut zwei Jahren bei einer
Visitenkartenparty der Innovationsfabrik Heilbronn. „Mein
Name ließ meine Gesprächspartner an den französischen
Chevalier denken und dann an
den Kavalier“, erinnert sich der
gelernte Industriekaufmann.
Und da die junge Firma des
heute 49-Jährigen ein Bürofachhandel ist, war der „Büro-
ten Online-Shop ordern. Beliefert werden sie dann von einem
Großhändler.
Und das lohnt sich. Edelmann, der aufgrund einer erblichen Krankheit fast vollständig
erblindet ist, ist als Unternehmer per Gesetz von der Umsatzsteuer befreit. „Diesen Wettbewerbsvorteil gebe ich an meine
Kunden weiter“, so Edelmann,
der sich auf gemeinnützige Einrichtungen und Ärzte speziali-
� Welche Highlights hält das
Begleitprogramm bereit?
Braun: Entlang der Strecke
werden wieder viele Feste und
Hocketsen gefeiert. Musikbands sorgen für Schwung unter den Läufern und Zuschauern. Infos hierzu gibt es zum
Beispiel in der Sonderbeilage,
die am Samstag, 3. Mai, in der
Heilbronner Stimme erscheint.
� Welche Route wird gelaufen?
Braun: Sowohl Marathon als
auch Halbmarathon sind Rundkurse und führen durch die
herrliche Landschaft sowie
durch die stimmungsvolle Atmosphäre der anliegenden
Weinbaustädte und -gemeinden mit Start und Ziel in Heilbronn. Eine detaillierte Übersicht gibt es unter www.trollinger-marathon.de. Für Anlieger
sind dort auch die gesperrten
Straßen und Umleitungsempfehlungen ersichtlich.
Interview: Michael Brand
Mittwoch, 30. April 2014
Mit vielfältigen interkulturellen Projekten sorgten die städtischen Institutionen bei der letzten Sitzung des Integrationsbeirats für Begeisterung. Das
Angebot richtet sich dabei an
alle Altersklassen: In der Stadtbibliothek gibt es neben vielen
Aktionen auch eine große Auswahl an fremdsprachiger Literatur, außerdem werden in Kooperation mit den Kulturvereinen Lesungen veranstaltet.
Das „Kopfhörer“-Projekt des
Württembergischen Kammerorchesters Heilbronn führt mit
dem Stück „Keloğlan und die
Tochter des Sultans“ ein Kinderkonzert für Schulen auf. Das
städtische Theater hat derzeit
das Jugendtheaterstück „Die
Leiden des jungen Osman“ im
Programm, das von Workshops
begleitet wird. Mitte Oktober
startet die Kinderausstellung
„Iss was?!“ im Museum im
Deutschhof. Geplant sind dabei
auch zweisprachige Führungen
für Erwachsene, für die noch
Mitarbeiter mit türkischen, russischen und anderen Sprachkenntnissen gesucht werden.
Weiteres Thema war die Neubesetzung des Integrationsbeirates. Die Ausschreibung läuft
bis zum 21. Mai. (kb)
INFO: Details zur Neubewerbung siehe Seite 10.
Bauarbeiten auf der Allee
HVG modernisiert Fernwärmenetz
„Schwerbehinderte werden unterschätzt“, sagt Werner Edelmann und
machte sich im März 2011 als „Bürokavalier“ selbständig. Foto: Brand
kavalier“ schnell geboren. „Den
Begriff habe ich mit Charme
und Melone zur Marke erhoben
und auch gleich vom Patentamt
schützen lassen“, so Edelmann.
Seine Geschäftsidee ist einfach: Von seinem Büro in der
Goethestraße 69/1 kontaktiert
er per Telefon potentielle Kunden, vereinbart einen Termin
und stellt sich im vollen Ornat
eines klassischen Kavaliers vor.
Bestellungen können die Neukunden im passwortgeschütz-
siert und auf dem Markt bereits
gut 600 Kunden gewonnen hat.
Aufgrund seiner eigenen Behinderung möchte Edelmann
auch als Geschäftsmann die soziale Integration weiter voranbringen. „Ich beschäftige in Kooperation mit dem Therapeutikum sowie der IHK und der Arbeitsagentur zwei Praktikanten, um ihnen eine Perspektive
zu geben“, sagt Edelmann.
Ganz Gentleman eben. (bra)
INFO: www.buerokavalier.de
Die Heilbronner Versorgungs
GmbH (HVG) modernisiert weiter ihr Fernwärmenetz. Dafür
werden seit letzter Woche neue
Leitungen in der südlichen Allee verlegt. Aufgrund der Arbeiten ist mit Beeinträchtigungen für den Verkehr zu rechnen.
Da die Leitungen nicht im
Mittelstreifen verlegt werden,
um diesen später in Anlehnung
an die nördliche, neu gestaltete
Allee bepflanzen zu können,
müssen die Arbeiten im Fahrbahnbereich stattfinden. Seit
vergangener Woche ist daher
die Linksabbiegespur für Busse
vor dem neuen Heilbronner
Bankhaus gesperrt. In etwa drei
Wochen werden die Arbeiten
weiter südlich zwischen der Titotstraße und der Wollhausstraße fortgesetzt. Dann entfällt
die Linksabbiegespur in die Kilianstraße. Ab Mitte Mai wird es
nicht mehr möglich sein, von
der Allee in die Titotstraße einzubiegen. Weitere Arbeiten
sind im Bereich Querschulgasse/Hafenmarkt
vorgesehen.
Über diese Verbindung wird die
Lohtorstraße an das Netz angeschlossen.
Insgesamt investiert die HVG
rund zwei Millionen Euro in die
jetzt vorgesehenen Bauabschnitte, die bis Ende des Jahres
abgeschlossen sein sollen. (ck)
BÜRGERENGAGEMENT
Mittwoch, 30. April 2014
HeilbronnerSTADTZEITUNG | Seite 7
Lust auf ein Ehrenamt - Es gibt viele Möglichkeiten, sich zu engagieren
Bei Wind und Wetter im Einsatz
Seit drei Jahren greifen die ehrenamtlichen Freunde des Waldes im Stadtwald-Ost zu Astschere und Säge
Von Michael Brand
Sie sind die Heinzelmännchen
im Stadtwald Heilbronn-Ost:
die Freunde des Waldes. Allerdings verrichten sie ihre Arbeit
nicht heimlich in der Nacht,
sondern immer dienstags, bei
Wind und Wetter.
Zwölf Mann und eine Frau
umfasst mittlerweile die Gruppe von Ehrenamtlichen, die seit
rund drei Jahren die städtische
Forstabteilung bei Tätigkeiten
unterstützt, die sonst gerne liegen bleiben - sei es beim Bau der
Stationen im Walderlebnispfad
oder auch mal bei Baumpflegearbeiten an jungen Douglasien.
„Wir haben insgesamt sicher
mehr als 2000 Arbeitsstunden
zusammen“, sagt Berthold Ansel, der seit Beginn dabei ist und
die Gruppe per E-Mail-Verteiler
immer wieder aufs Neue zusammentrommelt.
Die Gründung der wöchentlichen Eingreiftruppe geht zurück auf die Initiative der früheren Revierleiterin Gunda Rosenauer, die sich im Rahmen ihrer
Doktorarbeit mit dem Einsatz
von Ehrenamtlichen im Wald
befasst hatte - und das Thema
gleich dem Praxistest unterwarf. Und das mit durchschlagendem Erfolg: „Bisher ist noch
keiner abgesprungen“, sagt Ansel. Möglich sei dies aber auch
Als Freunde des Waldes unterstützen (v.l., stehend) Ulrich Scheible, Norbert Harmuth, Walter Hartwig, Lothar
Klaffke sowie (v.l., knieend) Helmut Mattes und Berthold Ansel die städtische Forstabteilung. Foto: Brand
nur, weil die Freiwilligen fast
ausschließlich Rentner seien,
betont der 67-jährige Ingenieur
im Ruhestand.
Seit einem Jahr dabei ist auch
Lothar Klaffke, 72. Der frühere
Kaufmann ist durch Mundpropaganda dazugekommen und
begeistert: „Es hält rüstig und
macht Spaß.“ Ähnlich sieht es
Ulrich Scheible, 64, der seit November dabei ist und als Schreiner früher mehr mit bereits zugeschnittenem als mit lebendem Holz zu tun hatte: „Man
kann im Wald spazieren gehen,
man kann aber auch was tun.“
Natürlich bleibt auch mal die
eine oder andere kleine Verletzung nicht aus. „Alle Freiwilligen sind daher bei Unfällen versichert“, sagt Forstabteilungsleiter Immanuel Schmutz. Zudem würden sie immer gründlich von Forstwirtschaftsmeister Rainer Mörz angeleitet.
Was auf keinen Fall ausbleibt, ist der Spaß: So wird mittags gegrillt - allerdings am
Gasgrill, nicht am Lagerfeuer.
INFO: Wer zu den Freunden
des Waldes dazustoßen möchte,
kann sich an Forstabteilungsleiter Immanuel Schmutz, Telefon 07131/56-4145, wenden.
Auf der Suche nach
neuen Aufgaben?
Stellenbörse für das Ehrenamt
Wer auf der Suche nach einer
sinnvollen Aufgabe ist, kann
bei der Stellenbörse des Forums
Ehrenamt fündig werden.
Der Malteser Hilfsdienst
sucht für seinen Besuchs- und
Begleitdienst Ehrenamtliche,
die zwei bis drei Stunden pro
Woche alleinstehende Menschen besuchen. Die Ehrenamtlichen erhalten Unterstützung
und Hilfe durch Fachkräfte und
treffen sich etwa einmal im Monat zum Erfahrungsaustausch.
Das Projekt Wellcome benötigt wieder „gute Engel“, die
Mütter nach der Geburt eines
Kindes unterstützen - zum Beispiel mit der Betreuung des Geschwisterkindes oder der Überwachung des Babys beim
Schlafen. Begleitung und Fortbildung wird angeboten.
Eine Senioreneinrichtung in
der Innenstadt freut sich auf
Ehrenamtliche, die zum Beispiel Einkaufsdienste übernehmen, zu Arztbesuchen begleiten, zum Schachspielen kommen oder einfach Gespräche
mit den Bewohnerinnen und
Bewohnern führen. (red)
INFO: Auskünfte gibt das Forum Ehrenamt unter Telefon
07131/964438 oder per E-Mail:
[email protected].
blickpunkt HEILBRONNER STIFTUNGEN
„Bürger singen
für Bürger“
Konzert am Mittwoch, 7. Mai
Am Mittwoch, 7. Mai, findet um
19.30 Uhr in der Harmoniezum
10-jährigen Bestehen der Heilbronner Bürgerstiftung ein
Konzert unter dem Motto „Bürger singen für Bürger“ statt.
Chormusik aus alter und
neuer Zeit bieten unter anderem der Kammerchor des
Mönchsee-Gymnasiums, der
Heinrich-Schütz-Chor, das Ensemble Salto Vocale und weitere Chöre sowie die Sopranistin
Maraile Lichdi und die Pianistin
Christiane Eitzenhöffer.
Gefördert wird das Konzert
von der BW Bank, der Commerzbank, der Stadtsiedlung,
der Firma Plieninger sowie der
Heilbronn Marketing GmbH.
Karten für zwei Euro gibt es
im Vorverkauf bei der TouristInfo, Kaiserstraße 17. (red)
Kinder küren Theaterprojekt
Preis der Heilbronner Bürgerstiftung vergeben - Insgesamt 8000 Euro für drei Initiativen ausgelobt
Das Projekt „Die Theater Experten Junior“ des Theaters Heilbronn ist Gewinner des Preises
der Bürgerstiftung. Bei der
Preisverleihung in den Kammerspielen übergab der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Rudolf Senghaas den
Award der Bürgerstiftung sowie 5000 Euro Preisgeld an die
Vertreter des Theaters. Platz 2
und damit 2000 Euro Preisgeld
gingen an die Gaffenberg Kinderfreizeit, mit 1000 Euro und
Platz drei wurde die Heilbronner Zirkusschule bedacht.
Entschieden hatten die Preisvergabe rund neunzig Kinder
im Alter zwischen zehn und
zwölf Jahren, die sich entweder
bei der „Heilbronner Stimme“
bewerben konnten oder aus den
Klassenstufen vier, fünf und
sechs in Heilbronner Schulen
ausgewählt wurden.
Für das Kinderparlament gab
es einen richtigen Wahlentscheid. Mit einem Wahlschein
ausgestattet kamen die Kinder
ins Theater, wo dieser Schein
gegen einen Stimmzettel mit
den neun Bewerbern getauscht
wurde.
Während der Veranstaltung
sowie im Foyer präsentierten
sich die Bewerber, anschlie-
ßend gab es einen vom Jugendgemeinderat
unterstützten
Wahlgang. Von den eingereichten Projekten war gefordert, dass sie in Heilbronn stattfinden und sich an Kinder richten. (red)
Die Vorstände der Heilbronner Bürgerstiftung Rudolf Senghaas (r.), Thomas Schick (3.v.r.) und Joachim Remmlinger (4. v.r.) überreichten den Vertretern der Siegerprojekte die Schecks.
Foto: Otten
AUS DEN STADTTEILEN
Seite 8 | HeilbronnerSTADTZEITUNG
Mittwoch, 30. April 2014
Startschuss für die Radroute Süd
Baubeginn in der Wilhelmstraße
Von Claudia Küpper
Mit ersten Arbeiten zur Verlegung neuer Bordsteine hat jetzt
in der Wilhelmstraße der Bau
der Radroute Süd begonnen.
„Die Radroute Süd schafft eine
komfortable und sichere Radverkehrsverbindung zwischen
der Innenstadt und SontheimOst“, freut sich Bürgermeister
Wilfried Hajek. Bis Ende dieses
Jahres soll die gesamte Strecke
von der Rollwagstraße bis zur
Max-Planck-Straße realisiert
werden. Nur der stadteinwärtige Abschnitt Rathenauplatz/
Urbanstraße/Am Wollhaus ist
solange zurückgestellt, bis die
Zukunft des Wollhaus-Areals
und damit die Verkehrsführung
geklärt sind.
Im ersten jetzt begonnenen
Abschnitt zwischen Rollwagstraße und Rathenauplatz wird
ein eigener Radfahrstreifen
markiert und dazu teilweise die
Fahrbahn etwas verbreitert. Für
die erforderlichen Bauarbeiten
musste kurz vor der Kreuzung
der Südstraße auf Höhe des Arbeiter Samariter Bundes die
Zahl der Fahrspuren von drei
auf zwei reduziert werden. Für
Fußgänger ist der rechte, stadtauswärtige Bürgersteig gesperrt.
Südlich der Südstraße verengt sich die Verkehrsführung
auf eine Fahrspur. Die Parkplätze am westlichen Fahrbahnrand können derzeit nicht genutzt werden. Die Bushaltestelle Südstraße wurde um 50 Meter
nach Süden verlegt.
Die Arbeiten werden etwa bis
Ende August andauern. Die
Kosten für den ersten Bauabschnitt belaufen sich auf rund
265 000 Euro.
Zehn Radrouten
in Planung
Nadelöhr Wilhelmstraße: Mit der Radroute Süd wird sich hier die Situation für Radfahrer deutlich verbessern.
Kürzlich sind die Bauarbeiten angelaufen.
Foto: Küpper
Die Radroute Süd ist eine von
insgesamt zehn Routen, die die
Heilbronner Innenstadt mit den
Randbezirken und Stadtteilen
verbinden sollen. Bereits in Planung ist die Radroute Nord von
der Innenstadt über das Industriegebiet und Neckargartach
bis Biberach. Als nächstes stehen dann die Realisierung der
Radrouten Nord-West (Innenstadt - Böckingen - Frankenbach - Kirchhausen - Biberach)
und Ost (Karlstraße bzw. Bismarckstraße zur Jägerhausstraße) an. Noch in diesem Jahr soll
die Fahrradstraße in der Badstraße über die Erwin-FuchsBrücke verlängert werden.
Geld für Sanierung
und für Radwege
Anbau für die
Böllingertalhalle
Ortsdurchfahrt
im Fokus
Ortskern soll
saniert werden
Bezirksbeirat Kirchhausen
Bezirksbeirat Biberach
Bezirksbeirat Frankenbach
Bezirksbeirat Horkheim
Einstimmig hat der Bezirksbeirat Kirchhausen 33 Anträge
zum Haushalt 2015/2016 sowie
fünf Prüfaufträge beschlossen.
Gefordert werden Bauvorhaben am Deutschordensschloss,
darunter beispielsweise die Sanierung von Sandsteinen und
Brücke oder die weitere Ertüchtigung von Fenstern. Auch sollen die Brandschutzarbeiten
fortgesetzt werden. Verschiedene Renovierungsarbeiten in
der Deutschordenshalle sowie
der Zehntscheune werden außerdem eingefordert.
Im Verkehrsbereich werden
unter anderem ein Kreisverkehr
an der Ecke Schlossstraße/Hausener Straße und ein Rotlichtblitzer an der Ampel in der
Schlossstraße auf Höhe Schultheiß-Hammer-Straße gefordert. Beantragt werden zudem
Radwegeverbindungen nach
Biberach, Leingarten und Massenbachhausen.
Erinnert wird an die Mittelbereitstellung zum Mensabau
an der Deutschorden-Grundschule und zur Renovierung des
Kindergartens Poststraße. (bra)
Die vier im Biberacher Bezirksbeirat vertretenen Parteien haben eigene Haushaltsanträge
vorgelegt, mit denen sie 2015/
2016 Vorhaben finanzieren
möchten. Dies summiert sich
auf 30 Anträge, die sich aber
teilweise überschneiden.
Große Einigkeit über Parteigrenzen hinweg herrschte bei
CDU, SPD, Freien Wählern und
FDP, die alle einen Erweiterungsanbau als Lagerraum für
die Böllingertalhalle fordern.
Übereinstimmung herrschte
bei CDU, SPD und Freien Wählern darin, den Radweg nach
Kirchhausen auszubauen. Dies
gilt auch für die Forderung von
CDU, SPD und FDP nach einer
besseren Internetverbindung.
Einen Ausbau der Busverbindungen fordern SPD und Freie
Wähler, die Realisierung des
Neubaugebiets Mühlberg/Finkenberg CDU und Freie Wähler.
Eine Verbesserung der Verkehrssituation vor dem Ortseingang Kirchhausen - an der Einmündung der K9558 in die B39
- mahnen CDU und Freie Wähler an. (bra)
Sieben Anträge zum Haushalt
2015/2016 haben die Frankenbacher Bezirksbeiräte beschlossen. Die meisten Anträge zielen
auf die Verbesserung der Verkehrssituation.
So fordert das Gremium die
Einrichtung eines Kreisverkehrs im Bereich Dörnlestraße /
Leintalstraße / Saarbrückener
Straße, bessere Ampelschaltungen sowie die Umgestaltung der
Bushaltebucht Speyerer Straße.
Auch das Stadtteilgrün steht
im Fokus: mit Blick auf die Ortsdurchfahrt sowie auf die Weiterentwicklung des Leinbachparks.
Ein weiteres Anliegen war
die Verbesserung der baulichen
und technischen Infrastruktur.
Dazu gehören der zweite Bauabschnitt bei der Sanierung der
Gemeindehalle sowie deren Innenrenovierung mit der Erneuerung der Ton- bzw. Beschallungsanlage sowie der
Neubeschaffung von Tischen
und Stühlen. Zudem soll die Telefonanlage im Bürgeramt
überprüft und gegebenenfalls
erneuert werden. (bra)
Acht gemeinsame Vorschläge
formulierten die Mitglieder des
Horkheimer Bezirksbeirats für
die Haushaltsberatungen 2015/
2016 im Gemeinderat.
Um Horkheim als attraktiven
Stadtteil zu erhalten, soll der
Ortskern zum Sanierungsgebiet
erklärt und für diesen einen Bebauungsplan erstellt werden.
Auch innerörtliche Baulücken
seien zu schließen, um Wohnraum für junge Familien zu
schaffen. Die Stadt soll geeignete Standorte für altersgerechtes Wohnen ermitteln und
mindestens ein Grundstück erwerben, um gegenüber einem
Projektentwickler als Eigentümer auftreten zu können.
Weitere Haushaltsmittel sollen aufgewendet werden für die
Renovierung des Sitzungssaals
im Bürgeramt und einen barrierefreien Zugang, für die Neugestaltung der Grünanlagen und
Spielplätze, für den Bau einer
Zusatztribüne in der Stauwehrhalle, die Sanierung der Feldwege sowie den Bau eines
Kreisverkehrs an der Hohenloher und Talheimer Straße. (bra)
Gemeinsam ins
Leben starten
Kindergarten Kirchsteige
Geht es um die Besonderheiten
ihres Kindergartens, muss Barbara Baumann nicht lange
überlegen: „Vier Tage in der
Woche wird bei uns gemeinsam
gekocht.“ Vom Einkauf auf dem
Wochenmarkt bis zum Einräumen der Spülmaschine sind die
Kinder eingebunden. Dabei lernen sie spielend, Mengen abzuwiegen, und was Wärme beim
Kuchenbacken bewirkt. Bei der
Entscheidung, was gekocht
wird, reden die Erzieherinnen
allerdings mit. „Sonst gäbe es
meist Pommes und Spaghetti“,
lacht die Kindergartenleiterin,
die vor mehr als zwanzig Jahren
über Umwege nach Heilbronn
kam. In Dresden geboren, begann sie ihre berufliche Laufbahn in Frankfurt (Oder), der
Partnerstadt Heilbronns.
Die dreißig Jungen und Mädchen in der Kirchsteige kommen aus ganz unterschiedlichen Ländern. „Unser Kindergarten spiegelt das wider, was
Böckingen ist: multikulturell“,
erzählt Baumann. Sie hat deshalb an der Volkshochschule
Türkisch gelernt: „Ich wollte
wissen, was die Kinder reden,
und besser mit den Eltern kommunizieren.“ Russisch konnte
sie noch aus der Schule. Eine
weitere Erzieherin spricht etwas
Rumänisch, außerdem arbeitet
im Kindergarten derzeit eine
türkischstämmige Praktikantin.
„Wir leben die Sprache“, beschreibt die 58-Jährige ihren
Ansatz. Mit den Kindern spricht
sie kurze, vollständige Sätze
anstatt Vokabeln zu pauken.
„Damit haben wir die Kinder
immer gut auf die Schule und
das Leben vorbereitet“, weiß
Baumann, die dieses Jahr zwei
Jubiläen feiert: Seit 20 Jahren
leitet sie den Kindergarten
Kirchsteige, seit 40 Jahren ist
sie im öffentlichen Dienst. (kb)
Barbara Baumann vom Kindergarten Kirchsteige. Foto: Brugger
Ein Blick zurück
nach 15 Jahren
OB Helmut Himmelsbach geht in den Ruhestand
Von Christian Britzke
Am 27. Juni 1999 wählten die
Heilbronnerinnen und Heilbronner den Heidenheimer OB
Helmut Himmelsbach zum neuen Oberbürgermeister. Im September 1999 trat er sein Amt an
und wurde darin 2007 von den
Bürgerinnen und Bürgern bestätigt. Nach knapp 15-jähriger
Amtszeit geht der OB, kurz nach
seinem 68. Geburtstag, Ende
April in den Ruhestand. Der bisherige Beigeordnete Harry Mergel tritt seine Nachfolge an.
Der Wechsel an der Rathausspitze ist Grund genug für die
„Heilbronner
Stadtzeitung“,
mit einer „Rückblick-Zeitung“
die Entwicklung Heilbronns in
den Himmelsbach-Jahren in
Erinnerung zu rufen.
Sachorientierte
Integrationskraft
Der Deutsche Städtetag blickt
dankbar auf 15 Jahre zurück, in
denen sich OB Helmut Himmelsbach im Präsidium unseres
kommunalen Spitzenverbandes für lebenswerte und starke
Städte eingesetzt hat.
Er hat die
Kraft zu integrieren. Immer
an der Sache
orientiert, trug
er dazu bei,
gute gemeinsame Positionen zu entwickeln
- eine unersetzliche Fähigkeit,
um die Interessen der Städte gegenüber dem Bund über Parteigrenzen hinweg erfolgreich zu
vertreten. Um die Solidargemeinschaft der Städte hat er
sich verdient gemacht, besonders seit 2005 als Stellvertreter
des Präsidenten. Alles Gute für
den neuen Lebensabschnitt!
Dr. Ulrich Maly
Präsident Deutscher Städtetag
Die offizielle Verabschiedung des scheidenden Oberbürgermeisters fand am gestrigen
Dienstag statt. Die Redaktion
hat zwei offizielle Redner, Innenminister Reinhold Gall und
Städtetagspräsident
Ulrich
Maly aus Nürnberg, sowie drei
anerkannte Persönlichkeiten
der Region um ein Grußwort
gebeten (Seite 1).
Wie hat sich Heilbronn in den
vergangenen eineinhalb Jahrzehnten gemacht? Was waren
die entscheidenden Veränderungen, was hat die Stadt vorangebracht? Wirtschaft, Kultur, Bildung, Hochschule, aber
auch Familienfreundlichkeit,
Integration - zu insgesamt neun
Themen schreiben Experten ihres Faches auf den Folgeseiten
(Seiten 2-5).
Die Sonne scheint, der Anzug sitzt, die Krawatte passt - für den Heilbronn-Bericht eines Hochglanzmagazins
stellte sich OB Himmelsbach im Jahr 2010 vor der experimenta den Fotografen.
Foto: Aurelis
Ein Bild sagt mehr als 1000
Worte: Schnell gehören Neubauten zum Stadtbild dazu, als
ob sie schon immer da gewesen
wären; frühere Situationen geraten dafür umso schneller in
Vergessenheit. Anhand von Fotos geht der Blick in die 90erJahre, Visualisierungen veran-
Erfolgreicher
Auch die Belange
Kommunalpolitiker der Region im Auge
Für mich ist es schwer, mir Heilbronn ohne Herrn Oberbürgermeister Himmelsbach vorzustellen, denn er gehört zu den
erfolgreichsten und engagiertesten Kommunalpolitikern in
Baden-Württemberg. Für
die Stadt und
die Region hat
er sich große
Verdienste erworben.
Persönlich
kenne
und
schätze ich ihn aus vielen Begegnungen. Für das Land war er
stets ein kompetenter Verhandlungspartner, der mit Weitblick
und kommunalpolitischem Gespür seine langjährigen Erfahrungen als Bürgermeister und
Oberbürgermeister einbringen
konnte. Für seinen neuen Lebensabschnitt wünsche ich ihm
von Herzen alles Gute.
Reinhold Gall MdL
Innenminister
Seit fast einem Jahrzehnt kenne
und schätze ich OB Helmut
Himmelsbach in freundschaftlicher und fachlicher Verbundenheit. Ich erlebte ihn als tatkräftigen Politiker, der auch die
Belange
der
Region
im
Auge
hatte.
Zum Ausdruck
kam dies beim
Pakt Zukunft
sowie bei der
Entwicklung
der
Hochschullandschaft und der Verkehrsinfrastruktur, hier beim
Ausbau der A 6, der Bahntrasse
und der Neckarschleusen.
Wenn die Heilbronner traurig sind, ein solches Stadtoberhaupt verabschieden zu müssen, darf ich als Hohenloher ergänzen, dass ein Freund die regionale Bühne verlässt. Alles
Gute, Helmut!
Thomas Philippiak
Ehemaliger IHK-Präsident
schaulichen die Zukunft der
Stadt (Seiten 6-9).
Die Entwicklung Heilbronns
ist eine Gemeinschaftsleistung
- von Verwaltung und Gemeinderat, Bürgern und Unternehmen, Kulturschaffenden und
ehrenamtlich Engagierten. Viele Aktivitäten bündeln sich in
der Person des Oberbürgermeisters, zu dessen Arbeit auch
Spatenstiche, Einweihungen,
Festeröffnungen, Reden und
Bürgerbegegnungen zählen.
Ein fotografischer Streifzug
zeigt einige Highlights der beiden Amtszeiten von Helmut
Himmelsbach (Seite 10-12).
„H. H.“ aus Sicht
eines Künstlers
Den Garten zum
Blühen gebracht
H. H. hat, was ihn sehr ehrt, nie
leidenschaftliches Interesse für
Kunst vorgetäuscht, wie dies allerorts geschieht. Was ihn auszeichnet, ist seine Fähigkeit, in
Sachen Kunst zuzuhören und
vor allen Dingen hinzuhören. Die Fragen, die er dazu
stellt, sind immer begleitet
von einer kontinuierlichen
Neugierde. Das
führte zu gemeinsamen Kunstreisen im kleinen Freundeskreis
zu meinen Ausstellungen.
Ich wünsche mir noch viele
Gespräche und Reisen mit H. H.,
wer weiß wohin! Sie tun unserem Menschsein gut, gerade
weil wir nicht immer gleicher
Meinung sind. Und ich bin sicher, H. H. wird sich so wie ich
auch sehr wohl fühlen dabei.
Prof. Gunther Stilling
Bildhauer
Es war, wie es in einer guten
Nachbarschaft sein sollte: Bei
gemeinsamen Interessen von
Stadt und Landkreis war der
Zusammenhalt groß.
Das hat zum Beispiel zu Millioneninvestitionen in unsere Kliniken und
den Personennahverkehr
geführt.
Für
solche Großprojekte war
Helmut Himmelsbach genau der richtige
Partner: verlässlich, fair und
absolut vertrauenswürdig. Und
wenn ich als Nachbar über den
Zaun schaue, finde ich es bemerkenswert, wie er den „Garten Heilbronn“ zum Blühen gebracht hat. Es waren gute und
erfolgreiche Jahre der Zusammenarbeit. Mir bleibt nur zu sagen: Danke und alles Gute.
Detlef Piepenburg
Landrat des Kreises Heilbronn
Seite 2 | HeilbronnerRÜCKBLICK
15 JAHRE STADTENTWICKLUNG
Mittwoch, 30. April 2014
Schulen im Um- und Aufbruch
In vielen Bereichen ganz vorne mit dabei - „Heilbronner Weg“ richtungsweisend
Angelika Biesdorf ist seit acht Jahren Rektorin an der Elly-HeussKnapp-Grund- und Werkrealschule.
Foto: Brand
Der Schulbereich war in den
letzten zehn, fünfzehn Jahren
von enormen Um- und Aufbrüchen geprägt. Der Schulträger
wurde zunehmend in die Schulentwicklung einbezogen. Es
gab mehrere neue Bildungspläne, die neues Unterrichtsmaterial und neue Schulbücher erforderten, was den Schuletat
genauso belastete wie die zunehmende Arbeit mit neuen
Medien. Durch die frühe Ausstattung der Schulen mit Computerräumen, die Vernetzung
von Klassenzimmern und die
Anschaffung von interaktiven
Whiteboards war Heilbronn bei
der Ausstattung seiner Schulen
immer vorne mit dabei.
Die früheren Hauptschulen
wurden zu Brennpunktschulen
erklärt und so beim Land beantragt, was eine wesentlich bessere Versorgung mit Lehrerstunden und Finanzen bedeutete. Dazu wurden an dieser
Schulart
flächendeckend
Schulsozialarbeiterstellen geschaffen, die heute nicht mehr
wegzudenken sind. Die Verlagerung von Jugendhilfemaßnahmen an die Schulen erlaubt
dort Sprechstunden mit Erziehungsberatung und Schulpsychologie.
Neue Ideen wurden in Modellschulen versucht und nach
Erfolg breit umgesetzt, so auch
der bundesweit einmalige
„Heilbronner Weg“, die spezielle Form der Ganztagesgrundschule. Damit war Heilbronn
richtungsweisend für viele
Kommunen in Baden-Württemberg. Als 2012 die Gemeinschaftsschule im Land in die
Versuchsphase ging, war Heilbronn dabei. Die beiden neuesten Modellprojekte heißen
„Suchtprävention an der Schule“ und „Schulbudget Jugendhilfemittel“. Auch sie versprechen erfolgreich zum Schulalltag hinzuzukommen. So ist
Vieles auf dem Weg und bestens
vorbereitet.
Angelika Biesdorf
Geschäftsführende Schulleiterin der Heilbronner GHWRGS
Wege für Hochschulausbau bereitet
Enorme Dynamik am Heilbronner Standort - Mehr Studierende, steigendes Angebot
Die Heilbronner Hochschullandschaft ist in einem rasanten
Wandel begriffen. In den vergangenen Jahren hat die Hochschule Heilbronn zusammen
mit der Stadt, Unternehmen der
Raumschaft und der IHK Heilbronn- Franken enorme Anstrengungen
unternommen,
den Hochschulstandort Heilbronn auszubauen. Eines unserer wichtigsten Ziele dabei: Mit
Blick auf den demografischen
Wandel und den drohenden
Fachkräftemangel, sich den Herausforderungen höherer Studierendenzahlen und einer größeren Zahl an Studienangeboten zu stellen.
Eine entscheidende Wegemarke waren die gemeinsamen
Gespräche im Sommer 2010 mit
dem damaligen baden-württembergischen Wissenschaftsminister Professor Dr. Peter
Frankenberg über weitere Ausbauflächen. Das geeinte Auftreten von Hochschule, Stadt,
IHK und Partnern der Region
war erfolgreich. Denn das Ergebnis der Verhandlungen ist
der seit 2012 vollständig eröffnete Heilbronner Hochschulcampus Am Europaplatz, an
dem mittlerweile fast 1500 junge Menschen in der Fakultät International Business studieren.
Dass dieser neue Campus erst
der Anfang von etwas weit Größerem ist, konnte damals keiner
ahnen: Gemeinsam mit der Dieter Schwarz Stiftung wird der
Hochschulstandort Am Europaplatz bis 2020 weiter wachsen, Platz für eine weitere Wirtschaftsfakultät, das Rektorat
und viele zentrale Verwaltungseinheiten schaffen. Gemeinsam mit der Dualen Hochschule
Baden-Württemberg
und der German Graduate
School of Management of Law
erfüllt sich so unser aller Traum
von der Wissensstadt Heilbronn.
Prof. Dr.-Ing. Jürgen Schröder
Rektor Hochschule Heilbronn
Rektor Jürgen Schröder (Mi.) zieht mit Stadt und Region an einem
Strang für den Hochschulausbau.
Foto: HHN
Vision der Wissensstadt erarbeitet
Enormer Einsatz für den Schlüsselfaktor Bildung - Auch Stadtbild ändert sich
Professorin Nicole Graf (l.) mit dem ehemaligen Rektor der DHBW Mosbach Professor Reinhold Geilsdörfer.
Foto: DHBW
Wer hätte noch vor wenigen
Jahren gedacht, dass die Duale
Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) einmal einen
Campus in Heilbronn eröffnen
würde? Wer hätte dann im Oktober 2010, als die ersten Studierenden in den Studiengängen Konsumgüter-Handel und
Dienstleistungsmanagement
ihr Studium in Heilbronn begannen, davon zu träumen gewagt, dass dies „nur“ der Anfang einer unglaublichen Dynamik war, an deren vorläufigem Ende der Bau einer einmaligen Wissensstadt steht, die
auch städtebaulich für einen
enormen Schub sorgt?
Alle Beteiligten hatten damals die Gunst der Stunde genutzt. So hatte die Stadt rund
1,7 Millionen Euro in den hochschulgerechten Umbau des ehemaligen Stadtwerke-Gebäudes
investiert, um der DHBW den
Start des Studienbetriebs bis
zur Eröffnung des Bildungscampus der Dieter Schwarz
Stiftung im September 2011 zu
ermöglichen.
Die zeitnahe und bedarfsgerechte Fertigstellung des Übergangsbaus, die strategische
Planung und Profilentwicklung der Studiengänge oder das
Projekt Heilbronn 2023: An
Elan und Visionen herrschte in
den letzten Jahren wahrlich
kein Mangel.
Nur durch das Bündeln der
Kräfte konnten wir die Grundlagen zur Verwirklichung der
Vision von der Wissensstadt
schaffen. Sie ist jetzt schon
Leuchtturm und Bereicherung
des Stadtzentrums.
Der enorme Einsatz für den
Schlüsselfaktor Bildung wird
die Stadt auch die nächsten
Jahrzehnte maßgeblich prägen.
Dafür sind wir dankbar, darauf
können wir uns alle schon heute freuen!
Professorin Dr. Nicole Graf
Leiterin des Campus Heilbronn
der DHBW
Mittwoch, 30. April 2014
15 JAHRE STADTENTWICKLUNG
HeilbronnerRÜCKBLICK | Seite 3
Blick über den Tellerrand wichtig
Strukturen für starke Wirtschaft ausgebaut - Regionaler Schulterschluss
Die Entwicklung der Stadt und
des Landkreises Heilbronn sowie der Region HeilbronnFranken zu einem bedeutenden
Wirtschaftsstandort lässt sich
für die letzten 15 Jahre an
Kennzahlen wie der Zahl der
sozialversicherungspflichtig
Beschäftigten oder dem Bruttoinlandsprodukt leicht zeigen.
Diese Erfolgsgeschichte hat
viele Gründe.
Zur Schaffung eines nachhaltig prosperierenden Wirtschaftsstandortes bedarf es der
Optimierung verschiedenster
Kriterien. Das Erkennen von lokalen und regionalen Strukturen und die Unterstützung
langfristiger Konzepte standen
in den letzten Jahren glücklicherweise im Vordergrund auch bei der Stadtverwaltung.
Denn neben der Schaffung von
Ansiedlungsflächen für neue
Unternehmen wurde die Expansion der seit Jahrzehnten in
der Region tätigen Firmen aktiv
unterstützt wie die Ansiedlung
von AUDI in den Böllinger Höfen. Gleichzeitig entstanden
völlig neue Strukturen für Zukunftstechnologien, beispielsweise mit der Schaffung des Zukunftsparks, welche die Innovationskraft der Region stärken. Frühzeitig wurden hierzu
die Strukturen der Verwaltung
optimiert und Genehmigungsprozesse beschleunigt.
Zusammen mit den konsequent ausgebauten Aus- und
Weiterbildungseinrichtungen
ist die Basis zur Deckung des
Fachkräftebedarfs der regionalen Industrie bereitet - auch
deshalb, weil die Verwaltung
mit OB Helmut Himmelsbach
an der Spitze stets den „Blick
über den Tellerrand“ und den
Schulterschluss mit der Region
Heilbronn-Franken zum Wohle
beider gesucht hat.
In Heilbronn lässt es sich gut
leben und feiern und es lohnt
sich, zu investieren und zu arbeiten.
Karl Schäuble
Geschäftsführer der Firma
ILLIG GmbH & Co KG
Annette und Karl Schäuble bei der Gala zugunsten der UNICEF-Kinderstadt im Jahr 2006 in der Harmonie.
Foto: privat
Teilweise einzigartige Architektur
Kaum vorstellbare Metamorphosen gelungen - Vieles zu weit Größerem vorbereitet
Karl Adolf Herzog vor dem im Jahr 2001 umgebauten Konzert- und Kongresszentrum Harmonie.
Foto: privat
Wie hat sich doch das Gesicht
unserer Stadt in den zurückliegenden 15 Jahren nach der langen Trauerphase durch die Zerstörung im Jahr 1944 zum Positiven verändert!
Welch wohlgesetzte Entwicklung ist seit dieser Zeit zu
erkennen, und welch gute, zum
Teil einzigartige Architektur ist
in Heilbronn entstanden.
Das optisch schwebende
Glasdach, das den Bahnreisenden mit einer großzügigen Geste der Stadt in Empfang nimmt.
Die Bahnhofstraße und die
Bahnhofsvorstadt, in der sich
eine Metamorphose vollzogen
hat - zuvor kaum vorstellbar.
Der historische Deutschhof
mit den Städtischen Museen,
der Volkshochschule und dem
Otto Rettenmaier Haus /Haus
der Stadtgeschichte - geglückt!
Und unsere Heilbronner Allee, großstädtisch wirkend ihre
Westseite mit Harmonie und
Kunsthalle Vogelmann, Volksbank sowie die Anbindung in
die Kaiserstraße mit der Stadtbahnkreuzung und den flankierenden Bankgebäuden Commerzbank und BW-Bank.
Der neue Hochschulcampus Architektur und Stadtraumgestaltung richtungsweisend und
vom Feinsten. Die Idee einer
Wissensstadt - bestechend!
Die experimenta, welch eine
Strahlkraft, ein Gebäude zum
Umarmen und der gelungene
Brückenschlag über den Neckar
zur Unteren Neckarstraße und
der Lohtorstraße. Ein Ort, wie
man unseren Neckar kaum
schöner erleben kann.
Lebensbereichernd und lebensbejahend ist unser Heilbronn in jedem Fall, wenn man
es mit seinen Sinnen wahrnimmt. Und die Zukunft für unsere Stadt: Es ist vieles zu weit
Größerem vorbereitet!
Karl Adolf Herzog
Langjähriger Vorsitzender der
Architektenkammer, Gruppe
Heilbronn
Weinbau und Tourismus eng verbunden
Weiterentwicklung traditioneller Events - Neue Veranstaltungen etabliert
Der Weinbau ist seit Jahren im
Umbruch. Dabei hat sich zuletzt
der wirtschaftliche Druck auf
die Erzeuger enorm erhöht.
Der Heilbronner Weinbau
hat sich auf unterschiedlichen
Feldern darauf eingestellt,
strukturell und ökonomisch.
Nicht zuletzt deshalb konnte
unsere WG auf den jüngsten
Fusionsdruck von einigen Betrieben und Genossenschaften
rechtzeitig reagieren und weitere Betriebe und Genossenschaften aufnehmen. Profitiert
haben dabei beide Seiten.
Attraktive Weiterentwicklungen wurden in den letzten
Jahren auch im Tourismus und
in der Vermarktung vorgenommen, neue Projekte wurden angeschoben und fortgeführt.
Eine herausragende Stellung
nimmt die Wein Villa ein - immerhin sind über 85 Prozent der
Weinbaurebfläche
unserer
Stadt hier vertreten. Mit über
500 Hektar Gesamtrebfläche
besitzt die Großstadt Heilbronn
ein touristisches Pfund, mit
dem sie wuchern kann.
Dies ist uns in den letzten
Jahrzehnten gut gelungen:
Trollinger Marathon seit dem
Jahr 2000 oder auch 2009 die
Wahl der Deutschen Weinkönigin sind nur zwei Beispiele, die
uns weiteres Ansehen - teilwei-
se auch international - verschafft haben.
Ein Highlight, das weiterentwickelt wurde, ist das Heilbronner Weindorf. Auch der Weinleseauftakt am Wartberg ist aus
dem Veranstaltungskalender
nicht mehr wegzudenken.
Der Weinbau wirkt als weicher Standortfaktor und unterstützt die wirtschaftliche Weiterentwicklung Heilbronns und
der Umgebung. Wir sind gut
aufgestellt und blicken optimistisch nach vorne.
Karl Seiter
Geschäftsführer
Genossenschaftskellerei Heilbronn-Erlenbach-Weinsberg eG
Ein sympathischer Botschafter Heilbronner Wein-Kultur: Karl Seiter (l.),
hier mit HMG-Geschäftsführer Bernhard Winkler. Foto: Archiv/Brand
Seite 4 | HeilbronnerRÜCKBLICK
15 JAHRE STADTENTWICKLUNG
Mittwoch, 30. April 2014
Sport bewegt Heilbronn stark
Richtungsweisende Weichenstellungen in den vergangenen 15 Jahren
Kurt Scheffler setzt sich seit vielen Jahren unter anderem für die Weiterentwicklung der Strukturen für Sportvereine ein.
Foto: Gehrig
Der Sport in Heilbronn hat im
gesellschaftlichen Miteinander
einen hohen Stellenwert. Heilbronn ist eine sportbegeisterte
Stadt mit über 70 Vereinen und
rund 30 000 Mitgliedern. Diese
können in 50 verschiedenen
Sportarten Breiten-, Leistungsoder Spitzensport betreiben.
Bei der jährlichen Sportlerehrung der Stadt Heilbronn werden über 200 Sportlerinnen und
Sportler in 20 Sportarten für Erfolge auf Landes- oder Bundesebene sowie bei Europa- und
Weltmeisterschaften
geehrt.
Auch bei den Olympischen
Spielen war Heilbronn durch
Carina Bär im Rudern vertreten.
Vor allem in den letzten 15
Jahren hat sich in der Heilbronner Sportpolitik einiges getan.
Meilensteine waren mehrere
richtungsweisende
Zusammenschlüsse von Vereinen, die
ständige Erweiterung und Modifizierung der vorbildlichen
Sportförderung durch Einführung einer Talentförderung sowie die Erhöhung der Zuschüsse für Kinder und Jugendliche
sowie für hauptamtliches Verwaltungspersonal. Zudem wurden beziehungsweise werden
mehrere Kunstrasenplätze angelegt.
Höhepunkte im Sportgeschehen sind nun Sportveranstaltungen wie der Trollinger-Marathon, der Stimme-Firmenlauf
und der City-Triathlon.
Auch das Landesturnfest im
Jahre 2012 hat die Stadt Heilbronn in unserem Land und darüber hinaus zu einem Begriff
gemacht. Dazu kommen noch
zahlreiche Sportveranstaltungen der Vereine und Fachverbände. Die Beispiele könnten
fortgesetzt werden.
Die Weichen sind gut gestellt: Der 2011 vom Gemeinderat verabschiedete „Sportentwicklungsplan Heilbronn“ ist
wegweisende Grundlage der
Heilbronner Sportpolitik für die
nächsten zehn bis 15 Jahre.
Kurt Scheffler
Ehemaliger Vorsitzender des
Stadtverbands für Sport
Vielfalt als Herausforderung
Dialog, Toleranz und Offenheit wichtig für gelingende Integration
In Heilbronn leben über 130
Nationalitäten aus allen fünf
Kontinenten. Der Anteil der
Mitbürgerinnen und Mitbürger
mit ausländischem Pass liegt
bei rund 20 Prozent, der Anteil
der Mitbürger mit Migrationsgeschichte sogar bei etwa 47
Prozent. Damit verbunden sind
eine große Vielfalt, aber auch
spezifische Herausforderungen
im Zusammenleben.
Vor allem erfordert ein solcher Mix der Kulturen, Religionen und Sprachen Toleranz und
Offenheit, und zwar von denjenigen, die hier eine neue Heimat
suchen, aber auch denjenigen,
die hier geboren sind.
Seit ich in den 70er Jahren
aus Indien zugewandert bin,
habe ich diese Toleranz und Offenheit in Heilbronn gefunden,
am Arbeitsplatz, in der Nachbarschaft oder auch im Sport,
wo ich mich engagiert habe.
Das Projekt meines Lebens, die
Gründung
des
Bharatiya
Deutsch-Indischen Kulturvereins Heilbronn 1978, fiel hier
auf fruchtbaren Boden und
wurde stets auch von der Stadt
Heilbronn ideell und finanziell
unterstützt, zuletzt von Oberbürgermeister Helmut Himmelsbach.
Der Empfang der ausländischen Mitbürger alljährlich im
Rathaus und seit 2008 vor allem
der Integrationsbeirat sind
wichtige Plattformen, um sich
auszutauschen und die Belange
von Zugewanderten auf lokaler
Ebene zu thematisieren. Auch
in der Integrationsbeauftragten
haben sie eine wichtige Fürsprecherin gefunden, die wichtige Projekte wie die Elternmultiplikatoren angestoßen hat.
Besonders schätze ich auch die
Verbesserung der Sprachförderung. Schließlich ist Sprache ja
die Grundlage für einen gelungenen Dialog.
Absar Sattar
Ehrenvorsitzender von Bharatiya Heilbronn e. V.
Absar Sattar gratuliert OB Himmelsbach 1999 zu seiner Vereidigung. Es
folgten viele Begegnungen.
Foto: privat
Ein Willkommen für Kinder
Junge Familien finden in Heilbronn vielfältige Angebote und Unterstützung
In Heilbronn lässt es sich gut leben: Volker und Heike Seltenreich haben
mit ihren Kindern in Biberach ein neues Zuhause gefunden. Foto: Hof
Heilbronn ist eine familienfreundliche Stadt - und das
schon bevor sie 2005 als UnicefKinderstadt ausgezeichnet wurde: Bereits seit einigen Jahren
setzen in der Innenstadt kunterbunte Spielinseln das Signal,
dass Kinder willkommen sind!
Wer hier mit seiner Familie
heimisch werden möchte, bekommt schon beim Hausbau mit
dem städtischen Wohnbauförderprogramm eine finanzielle
Starthilfe. Teil dieser Willkommenskultur sind auch die gebührenfreien Kindergärten, wovon auch unsere Jüngste profitiert hat.
Inzwischen besuchen unsere
Töchter Noelle (9) und Mara
(11) die Grundschule und das
Gymnasium. Als berufstätige
Eltern wissen wir deshalb das
Ganztagesbetreuungsangebot
für unsere jüngere Tochter vor
Ort zu schätzen.
Auch im außerschulischen
Bereich lassen sich die Stadt, die
verschiedenen Kultureinrichtungen und die Sportvereine so
einiges einfallen: Ob Kindertheater, Stadtbibliothek und seit
2009 auch die experimenta, oder
Kindergeburtstag in den Städtischen Museen - die Freizeitangebote sind vielseitig.
Ein wichtiger Anziehungspunkt sind natürlich auch die
städtischen Parks: Diese nutzen
wir gerne am Wochenende für
ein Familien-Picknick.
Volker und Heike Seltenreich
imPRESSUM
Heilbronner Rückblick
Beilage zum Amtsblatt
der Stadt Heilbronn
Herausgegeben von der Stadt Heilbronn
Leiter der Pressestelle: Christian Britzke (itz)
Stv. Leiter: Dr. Anton Philipp Knittel (kn)
Redaktion: Michael Brand (bra)
Stadt Heilbronn Pressestelle
Postfach 3440
74074 Heilbronn
Tel.: 07131/56-2288, Fax: 07131/56-3169
E-Mail: [email protected]
Internet: www.heilbronn.de
Mittwoch, 30. April 2014
15 JAHRE STADTENTWICKLUNG
HeilbronnerRÜCKBLICK | Seite 5
Spielraum für Mitgestaltung
Erfahrungen des Jugendgemeinderats
Seit 1998 haben die Heilbronner Jugendlichen mit dem Jugendgemeinderat eine eigene
Vertretung. Für jeweils eine
Zeit von zwei Jahren bietet er
Jugendlichen zwischen 14 und
18 Jahre Gelegenheit, sich für
ihre Altersgenossen stark zu
machen. Und oft ist dies auch
gelungen, zuletzt etwa mit der
Verlängerung des Nachtbusangebotes bis 2 Uhr früh.
Doch schon die Einführung
des Nachtbusses geht auf eine
Initiative des Jugendgemeinderates zurück. Und Jugendgemeinderäte haben dafür gesorgt, dass die Nutzung der
Stadtbibliothek bis 19 Jahre
kostenlos bleibt. Das alles zeigt,
dass das Gremium echte Gestaltungsmöglichkeiten hat.
Voraussetzung dafür ist vor
allem die Wertschätzung durch
den Gemeinderat und die Stadtverwaltung, inklusive der Bürgermeister. Nur wenn sie die
Anliegen der Jugendlichen
ernst nehmen, können diese sie
auch politisch durchsetzen. Sowohl in unseren Sitzungen vom
Jugendgemeinderat als auch in
den gemeinsamen Sitzungen
mit dem Gemeinderat habe ich
eine solche Wertschätzung erfahren. Unsere Anliegen wurden immer mit Interesse sowie
offen und unvoreingenommen
aufgenommen und sachlich behandelt. Außerdem begegnete
man uns immer mit großer
Hilfsbereitschaft. Das hat
(mich) auch immer motiviert,
sich für den Jugendgemeinderat einzusetzen.
Außerdem bietet der Jugendgemeinderat Jugendlichen die
Möglichkeit, Kontakte zu
knüpfen, an interessanten und
neuartigen Veranstaltungen
teilzunehmen oder mehrtägige
Reisen etwa in die Partnerstadt
Frankfurt (Oder) zu unternehmen. Das ist für jeden Jugendlichen eine tolle Chance, und vor
allem ist es auch schön, in der
Gruppe zusammenzuarbeiten.
Darius Bakhshi
Vorsitzender des Jugendgemeinderats 2012-2014
Darius Bakhshi (r.) mit Mitgliedern des Jugendgemeinderats bei einem
Treffen im OB-Amtszimmer.
Foto: Archiv/Brand
Heilbronn ist noch grüner geworden
Gespür für Landschafts- und Gartenkultur - Enge Kooperation mit Vereinen
Ulrich Willinger engagiert sich seit vielen Jahren in verschiedenen Funktionen besonders für die Kleingärtner.
Foto: Archiv/Brand
Heilbronn ist seit vielen Jahren
eine grüne Großstadt mit rund
50 000 Stadtbäumen, wunderbaren Parks und öffentlichen
Grünanlagen sowie traumhaften Reblandschaften. Entscheidend mit zu noch mehr Grün in
der Stadt beigetragen hat sicherlich die erfolgreiche Landesgartenschau 1985.
Die Entwicklung unserer
Landschafts- und Gartenkultur
hat seither deutlich an Tempo
zugelegt. Kleingartenanlagen
sind wieder „in“. Sie sind gesellige Treffpunkte, an denen sich
Menschen über Alters- und soziale Grenzen hinweg begegnen. Neben Orten der selbstver-
ständlichen Integration sind sie
zugleich Oasen der Ruhe und
der Erholung, die wertvolle Arbeit für Natur und Umwelt leisten. Vor allem in den letzten gut
eineinhalb Jahrzehnten haben
sich unsere Kleingartenanlagen
wie auch das öffentliche Grün
der Stadt enorm gewandelt.
Welche Chancen die Umsetzung des städtischen Grünleitbildes bietet, welche Potenziale
Garten-Wettbewerbe wecken
können, hat nicht zuletzt der
europäische Blumenschmuckwettbewerb „Entente florale“
im Jahr 2000 gezeigt. Unsere
Kleingartenanlagen haben sich
mit kreativen Ideen beteiligt,
haben mit dazu beigetragen,
dass Heilbronn mit der Goldmedaille ausgezeichnet wurde.
Ob im Botanischen Obstgarten, ob bei diversen Pflanzungen zum Tag des Baumes, ob
beim jährlichen Blumenschmuckwettbewerb des Verkehrsvereins und vielen Auszeichnungen unserer Gartenvereine: Heilbronn hat enormes
Potenzial. Das Jahrhundertprojekt Buga 2019 wird weitere riesige
landschaftsplanerische
und städtebauliche Impulse setzen. Wir sind gerne dabei!
Ulrich Willinger
Ehemals Landespräsident der
Gartenfreunde
Bildung und Kulturangebote vernetzt
Angebote stark gewachsen - Kulturstiftungen bringen Gewinn für beide Seiten
Wie hat sich doch die kulturelle
Vielfalt in den letzten Jahren in
Heilbronn breit entfaltet!
„Dabei sein“ in den Städtischen Museen Heilbronn, teilhaben wollen an den unterschiedlichen kulturellen Angeboten! Diese erfreuliche Tendenz beweisen die steigenden
Besucherzahlen der unterschiedlichen Kultureinrichtungen in unserer Stadt.
Vor 19 Jahren begann die
Christoph Reinwald Stiftung
für Kinder ab fünf Jahren mit
Angeboten in den Städtischen
Museen, entwickelte über
„Spielraum Kunstwerk“ mit
Unterstützung der Stadt das
heutige „Junge Museum Christoph Reinwald“ mit 250 Veranstaltungen im Jahr. Kinder ab
drei Jahren sind hier willkommen. Die Kosten übernimmt die
Stiftung.
Die kulturelle Vielfalt, auch
für die Jüngsten, erweiterte sich
in Heilbronn kontinuierlich.
Viele Institutionen bieten interessante Programme für alle Altersstufen. Die Vielfalt und die
Attraktivität der Angebote für
Kinder, Jugendliche und Erwachsene beflügelt die Lebendigkeit unserer Stadt, steigert
ihre Anziehungskraft. Ein Gewinn für Alle!
Insgesamt also ein buntes
Angebot, so facettenreich wie
die liebenswürdige Großstadt
Heilbronn. Hilfreich bei diesen
Entwicklungen ist das in den
letzten Jahren gewachsene Klima des vertrauensvollen Miteinanders.
Kulturell ausgerichtete Stiftungen wie die Christoph Reinwald- und Ernst Franz Vogelmann-Stiftung investieren gerne in die Stärkung der Bildungs- und Kulturangebote.
Die Basis für deren Weiterentwicklung ist jedenfalls sehr gut!
Ruth Reinwald
Vorsitzende der Christoph
Reinwald- und Ernst Franz Vogelmann-Stiftung
Große Verdienste hat Mäzenin und Stifterin Ruth Reinwald mit ihren
kunst- und museumspädagogischen Initiativen. Foto: Connie Müller
HEILBRONN - GESTERN UND HEUTE
Mittwoch, 30. April 2014
Fotos: Grünflächenamt / Visulisierungen: Büro Sinai
Seite 6 | HeilbronnerRÜCKBLICK
Chancen statt
Schienen
Die Bundesgartenschau kommt
Das brach liegende Bahnareal
hinter dem Hauptbahnhof wird
2019 der Kernpunkt der Blumenschau werden. Doch der
Ehrgeiz geht über ein schönes
Ausstellungsjahr hinaus: Es
soll Startpunkt einer städtebaulichen Entwicklung für den Neckarbogen sein, ein innovatives
Stadtquartier für rund 3500
Einwohner. Zwei Seen werden
schon zur Buga locken, durch
die Herausnahme der Kalistraße
wird ein neuer Neckaruferpark
entstehen. Auf 142 Millionen
Euro hat der Gemeinderat 2012
die Investitionen festgelegt die vollständige Bebauung wird
bis zum Jahr 2040 dauern. (itz)
Ins 21. Jahrhundert
Die würfelförmigen Gebäude
des Bildungscampus der Dieter
Schwarz Stiftung haben Heilbronn an der Mannheimer Straße eine neue Stadteinfahrt beschert. Eine ältere Gewerbebebauung zwischen Schaeuffelenstraße und Bahnlinie musste
weichen, jetzt präsentiert sich
Heilbronn aus Richtung Europaplatz mit moderner Architek-
tur. Und der Bildungscampus
expandiert: Jenseits der Bahnlinie sind weitere Gebäude im
Entstehen, die staatliche Hochschule ist mit einer Außenstelle
schon da - die „Wissensstadt“
ist mehr als Vision. Drei Hochschulen und weitere Bildungseinrichtungen stehen für den
Aufbruch Heilbronns ins 21.
Jahrhundert. (itz)
Fotos: Stadtarchiv/Kimmerle / ggs
Der Bildungscampus steht für Aufbruch
HEILBRONN - GESTERN UND HEUTE
HeilbronnerRÜCKBLICK | Seite 7
Stadtgalerie trifft City
Umschwung für den Einzelhandel
Straße zum Stadtbild einfach
dazu. Gastronomie und Geschäfte ziehen vor allem ein
junges Publikum an, die Einzelhandelskennziffern der Stadt
gingen auch wegen der Stadtgalerie nach Jahren der Talfahrt
wieder nach oben. Auch andere
Geschäfts- und Gebäudeinhaber investierten, gerade wird
der Käthchenhof zum Gesundheitszentrum ausgebaut. (itz)
Fotos: Stimme / HMG
Die Stadtgalerie war der vielleicht größte kommunalpolitische Streitpunkt der letzten 15
Jahre - und das lange vor Baubeginn: Vom Grundsätzlichen
zur Architektur, vom Standort
bis zur Frage nach Alternativen. Doch dann wurde 2006/
2008 gebaut und heute gehört
das „ECE“, wie es viele immer
noch nennen, mit seinem markanten Eingang zur Fleiner
experimenta
wächst und wächst
2009 eröffnet
Das städtische Projekt experimenta nahm Fahrt auf, als die
Dieter Schwarz Stiftung einstieg und die Hälfte der Kosten
für das 30-Millionen-EuroProjekt übernahm. In den abseits liegenden HagenbucherSpeicher zog 2009 neues Leben
ein. Jährlich kommen rund
180 000 Besucher. Trotz Erweiterungsbau ist die experimenta
schon wieder zu klein: Die Stiftung errichtet nun eine experimenta II, bis 2017 soll der Neubau Realität sein. (itz)
Fotos: Hochbauamt / Visualisierung: experimenta/Sauerbruch Hutton
Mittwoch, 30. April 2014
HEILBRONN - GESTERN UND HEUTE
Mittwoch, 30. April 2014
Modernes Flair
Neues Geschäftshaus ordnet Areal neu
Fotos: Stdatarchiv/Jehle, Kimmerle
Auch der klangvolle Name „Klosterhof“ konnte
nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Gebäudekomplex zwischen Kiliansplatz, Kilianstraße
und Kaiserstraße in die Jahre gekommen war.
Schwierige Eigentumsverhältnisse verhinderten
aber lange eine Erneuerung. Erst die gemeinsamen Anstrengungen der Stadtverwaltung und
des Investors ITG führten zu einem Durchbruch
und dem Neubau des Geschäftshauses am Kiliansplatz. Seit dem Jahr 2009 sorgt es mit dafür,
dass Heilbronn einer modernen Einkaufsstadt gerecht wird. (ck)
Nadelstreifenlook
Harmonie: Zwei Erweiterungen
Gleich zwei große Umbauten erfuhr die Harmonie
in der Amtszeit von OB Himmelsbach: Zunächst
erfolgte im Jahr 2001 - noch angestoßen durch
Vorgänger Manfred Weinmann - der Anbau des
Wilhelm-Maybach-Saals und eine grundlegende
Modernisierung, bei der das größte Konzert- und
Kongresszentrum der Region auch seinen Nadelstreifenlook erhielt. 2010 folgte der Anbau der
Kunsthalle Vogelmann, in der sowohl die Städtischen Museen als auch der Kunstverein Heilbronn über Ausstellungsflächen verfügen. (ck)
Fotos: Hochbauamt / Stadtarchiv / Moustakidis
Seite 8 | HeilbronnerRÜCKBLICK
HEILBRONN - GESTERN UND HEUTE
Mittwoch, 30. April 2014
HeilbronnerRÜCKBLICK | Seite 9
Wachstum für die Böllinger Höfe
Audi-Ansiedlung auf 23 Hektar schafft weitere 600 Arbeitsplätze
Forschung statt Industrie
Zukunftspark Wohlgelegen
Nach der Schließung des Heilbronner Solvay-Werks 1993
war die Zukunft des Gebiets
zwischen Altneckar und Neckarkanal lange offen. Mit dem
Bau des Zukunftsparks Wohlgelegen seit dem Jahr 2009 ist
nun eine ideale Nachnutzung
gefunden. Herzstück des Technologieparks ist das Wissenschafts- und Technologiezentrum (WTZ) mit seinem markanten, 16-geschossigen Turm,
der im Herbst bezogen werden
kann. Für seine Mieter - insbe-
sondere forschungs- und entwicklungsstarke Unternehmen
aus der Medizintechnik - stellt
das nicht nur Büroflächen, sondern auch Labore sowie künftig
Tagungsräume, Fitnessangebote und Gastronomie zur Verfügung.
In direkter Nachbarschaft ist
2012 ein Containerterminal mit
Anschluss an Wasser, Schiene
und Straße in Betrieb gegangen. Als weiterer Nachbar
kommt 2019 die Bundesgartenschau hinzu. (ck)
und im März ihren Betrieb aufgenommen hat. Zum anderen
gehört zum neuen Heilbronner
Audi-Standort eine Fertigungsanlage für den Sportwagen R8, der ab dem zweiten
Halbjahr hier vom Band rollt.
Mit der Audi-Ansiedlung
sind die Böllinger Höre gleich
um 23 Hektar gewachsen. Die
Zahl der Mitarbeiter erhöht sich
um etwa 600 auf zirka 5000.
Unter den 130 in den Böllinger Höfen angesiedelten Unternehmen hat Audi auch viele
prominente Nachbarn wie die
Intersport-Zentrale mit dem
Messezentrum redblue, das Logistikzentrum von Baier &
Schneider, ein KauflandFleischwerk und ein Briefverteilzentrum der Post. (ck)
Fotos: Schwab / Auidi / Visualisierung: Audi
Fotos: Stadtarchiv/Kimmerle / Brand / Erdbau-Kuhn
Als größte Industrieansiedlung
in der Heilbronner Nachkriegsgeschichte gilt die Ansiedlung
der Audi AG in den Böllinger
Höfen. Die neue Betriebsstätte
des Neckarsulmer Werks im Industrie- und Gewerbegebiet an
der A 6 umfasst zum einen eine
Logistikhalle, die sich auf gigantischen 326 Metern Länge
und 115 Metern Breite erstreckt
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15 JAHRE OB HIMMELSBACH
Mittwoch, 30. April 2014
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Stationen einer
15-jährigen Ära
Impressionen einer Amtszeit
Wäre in der Fotografie zwischenzeitlich nicht das digitale
Zeitalter angebrochen, würden
sich von den vielen Stationen
aus der fast 15-jährigen Amtszeit von OB Helmut Himmelsbach inzwischen die Fotoalben
kistenweise stapeln. Ein Querschnitt aus den analogen und
digitalen Archiven ist nun auf
drei Seiten zusammengefasst.
Am Beginn stand am 18. September 1999 die Vereidigung
des damals 53-jährigen Helmut
Himmelsbach, die der kürzlich
verstorbene damalige Stadtrat
Paul Mack vornahm. (Bild 1)
Viele Scheckübergaben folgten. Davon auch manch ungewöhnliche wie im Dezember
2002 aus Anlass der Sanierung
des Kiliansturms - hier mit (v.l.)
Erhard Klotz, Professor Walter
Dörr und Dekan Hansjürgen
Thomann - sowie im Dezember
2004 beim Heilbronner Weihnachtscircus mit Marie-Luise
Marjan, der Schirmherrin der
UNICEF-Kinderstadt Heilbronn
2004/2005. (Bild 2 und 3)
Sportlich aktiv zeigte sich der
OB immer wieder, sei es auf
Wanderungen zur Heilbronner
4
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Hütte oder auf dem Heilbronner
Weg. (Bild 4 und 5)
Seine gute Fitness bewies
Himmelsbach auch immer wieder bei Rundgängen, wie hier
bei einer Bürgerinformation
zur Bundesgartenschau im Jahr
2005. (Bild 6)
Treffsicher und trinkfest
muss ein OB sein, sei es 2006
beim Fassanstich zum Unterländer Volksfest oder 2005
beim Heilbronner Weindorf mit
Ministerpräsident Günther Oettinger sowie zwei Weinhoheiten. (Bild 7 und 8) (bra/Fotos:
Stadtarchiv (1), Pressestelle (23, 6), privat (4-5), HMG (7-8))
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15 JAHRE OB HIMMELSBACH
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Verträge, Baustarts
und die Wiederwahl
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Zur Arbeit eines Oberbürgermeisters gehören Vertragsabschlüsse, so 2006 die Einigung
mit den Landräten Helmut Jahn
(l.) und Detlef Piepenburg (r.)
zur Gründung der Regionalen
Gesundheitsholding. (Bild 1)
Für Emotionen sorgten mitunter OB-Einsätze bei Siegerehrungen, so 2006 beim Trollinger-Marathon. (Bild 2)
Ein Meilenstein der Stadtentwicklung: die Grundsteinlegung zur Stadtgalerie. (Bild 3)
Wiederwahl im Juni 2007: 68
Prozent der Wähler bestätigten
Helmut Himmelsbach - hier mit
Ehefrau Helga - im Amt. (Bild 4)
Anlass zur Freunde gab es öfters: So bei der Eröffnung eines
Jugendhauses 2008 oder beim
„feurigen“ Baustart der Kunsthalle 2009 mit Bürgermeister
Harry Mergel. (Bild 5 und 6)
Der Kontakt zu den Bürgern
lag Himmelsbach am Herzen,
neben einer Bürgersprechstunde richtete er auch eine Kindersprechstunde ein. (Bild 7)
Einen guten Draht hielt Himmelsbach zu seinem Vorgänger
Manfred Weinmann, der 2009
die Ehrenbürgerwürde erhielt.
(Bild 8) (bra/Fotos: Küpper (1
und 5), Winkler (2), Britzke (3),
Knittel (4), Duttenhofer (6),
Brand (7), Stadtarchiv (8))
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15 JAHRE OB HIMMELSBACH
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Mit Schwung in die
zweite Amtszeit
Ein Meilenstein auf dem Weg
zur Hochschulstadt war 2011
die Einweihung des Bildungscampus, zu der Ministerpräsident Winfried Kretschmann
(2.v.r.) sowie die Geschäftsführer der Dieter Schwarz Stiftung
kamen. (Bild 1)
Dank des Engagements des
Unternehmers Otto Rettenmaier (M.) konnte 2012 das Haus
der Stadtgeschichte eingeweiht
werden; bereits ein Jahr zuvor
erfolgte die Taufe mit einem
von Gunther Stilling gestalteten Schriftzug. (Bild 2)
Regelmäßig beteiligte sich
Helmut Himmelsbach bei „Heilbronn Putz-Munter“, hier zusammen mit Stadträten und
Amtsleitern. (Bild 3)
Erschütterung rief 2007 der
Mord an der Polizistin Michèle
Kiesewetter hervor. 2012 weihte Himmelsbach mit Generalkonsul Mustafa Türker Ari, Innenminister Reinhold Gall sowie Angehörigen der Familie
Kiesewetter die Gedenktafel
ein, die an die neonazistische
Mordserie erinnert. (Bild 4)
Als einer der Stellvertreter
des Präsidenten des Deutschen
Städtetags war Himmelsbach
bundespolitisch engagiert, hier
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4
bei der Hauptversammlung in
Frankfurt am Main. (Bild 5)
Das Stadtgrün war Himmelsbach von Beginn an ein Anliegen, regelmäßiger Gast war er
am Tag des Baumes. (Bild 6)
La Ola - großartige Atmosphäre herrschte 2012 bei der
Eröffnung des Landesturnfests
auf dem Kiliansplatz. (Bild 7)
25 Jahre Städtepartnerschaft
mit Frankfurt/Oder und 15 Jahre mit Slubice: Gelöst feierten
dies 2013 Frankfurts OB Martin
Wilke (l.), OB Helmut Himmelsbach und Slubices Vizebürgermeister Piotr Lucyski. (Bild 8)
(bra/Fotos: Stadtarchiv (1-2),
Britzke (3-4), A. Varnhorn (5),
Knittel (6-8))
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KULTUR & FREIZEIT
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terminPLANER
Theater Heilbronn
SPRING AWAKENING
Musical von Duncan Sheik und
Steven Sater.
30. April und 2., 9. und 13. Mai,
19.30 Uhr, Großes Haus.
KASPAR HÄUSER MEER
Schauspiel von Felicia Zeller.
Sonntag, 4. Mai, 20 Uhr, Kammerspiele.
Besonders die neue kulturgeschichtliche Ausstellung im Deutschhof mit den Schwerpunkten Silberwaren, Papier und Neckar lockte viele Besucherinnen und Besucher an.
Foto: Archiv/Hof
Magnet Stadtgeschichte
Städtische Museen verzeichnen 2013 deutlich mehr Besucher
Mit 13 Prozent mehr Besuchern
blicken die Städtischen Museen
Heilbronn auf ein erfolgreiches
Jahr 2013 zurück. „Besonders
mit der Entwicklung im Museum im Deutschhof sind wir
sehr zufrieden“, so Museumsleiter Marc Gundel. „Nach dem
Umbau des Südflügels und der
Neupräsentation zur Stadtgeschichte hat das Haus stark zugelegt.“
Insgesamt interessierten sich
fast 25 000 Besucher für die
vier Wechselausstellungen und
die Sammlungen. Die Kunst-
halle Vogelmann verzeichnete
fast 18 000 Besucher in vier
verschiedenen Ausstellungen,
darunter knapp 4000 Besucher
im Kunstverein Heilbronn. Museen und Kunstverein zeigten
erstmal zwei Ausstellungen im
ganzen Haus.
Stark nachgefragt waren
auch wieder die museumspädagogischen Angebote. Beinahe
12 000 kleine und große Kunstfreunde nahmen sie in Anspruch. Ein wichtiger Partner
der Museen war hier die Christoph Reinwald Stiftung, die mit
dem Jungen Museum mehr als
ein Drittel dieser Angebote abdeckt. Neuland betraten die
Museen mit einem Tweetup
zum Museumstag und einem
Fotowettbewerb zur FeiningerAusstellung. Neu ist auch die
Teilnahme am Museumspass,
der seinen Inhabern kostenlosen Eintritt in 250 Museen gewährt.
Der Etat für Sonderausstellungen betrug wie im Vorjahr
288 500 Euro. Die Einnahmen
durch Eintrittsgelder beliefen
sich auf rund 36 000 Euro. (ck)
Dachstein-Doku
hat Premiere
mitGERÄTSELT
„Furioso - Festival
der Kontrabässe“
Dienstag, 6. Mai, 19 Uhr
Am Dienstag, 6. Mai, 19 Uhr,
findet in den Universum-Arthaus Kinos, Allee 4, die kostenlose Premiere des Dokumentarfilms „Schulausflug in den Tod:
Das Heilbronner Dachsteinunglück 1954“ vom Leingartener
Dokumentarfilmer Hajo Baumgärtner statt.
Im Anschluss an die rund 80minütige Filmvorführung moderiert
Stadtarchivdirektor
Professor Christhard Schrenk
eine Gesprächsrunde über das
Unglück, bei dem vor 60 Jahren
zehn Schüler und drei Lehrer
aus Heilbronn während eines
Schulausflugs ins Dachsteinmassiv ums Leben kamen und
das auch heute noch unvergessen ist. (red)
INFO: Karten zu dieser Veranstaltung des Stadtarchivs
sind ab sofort im Kino erhältlich. Sie können auch unter Telefon 07131/6422222 oder im
Internet unter www.kinostar.com reserviert werden.
Neckarcup gibt
sein Debüt
Zwei Tageskarten
Von Samstag, 10. Mai, bis
Sonntag, 18. Mai, findet auf
der Anlage des Tennisclubs
Heilbronn am Trappensee
der 1. Heilbronner Neckarcup, ein ATP-ChallengerTurnier, statt. Einmal zwei
Tageskarten kann gewinnen,
wer weiß, wann jeweils das
Abendprogramm beginnt?
Einsendeschluss ist am
Dienstag, 6. Mai: Pressestelle, Marktplatz 7, 74072 Heilbronn, E-Mail: [email protected], Fax:
07131/56-3169.
Der Preis einer Saisonkarte
für die Heilbronner Freibäder
war die letzte Rätselfrage.
Die Lösung „58 Euro“ wussten Anneliese Kircher, Helga
Bauer, Elisabeth Brauch, Helga Ballier, und Angelika Rössel. Alle Gewinner erhalten
jeweils zwei Freikarten. (bra)
Heilbronner Sinfonie Orchester
Zum Abschlusskonzert der
Spielzeit 2013/14 am Sonntag,
11. Mai, steht beim Heilbronner
Sinfonie Orchester der Kontrabass im Mittelpunkt. Unter dem
Motto „Furioso - Festival der
Kontrabässe“ erklingen Konzerte von Giovanni Bottesini
und Niccolò Paganini im Zusammenspiel mit dem Ensemble „Bassiona Amoroso“.
Weiterer Programmschwerpunkt sind Kompositionen berühmter Kontrabassisten, unter
anderem die „Ali Baba“-Ouvertüre von Giovanni Bottesini
und die „Ankunftssinfonie“
von Johann Matthias Sperger.
Den Abschluss bilden TritschTratsch-Polka und Franz von
Suppés Ouvertüre „Banditenstreiche“. Peter Braschkat leitet
den Konzertabend. (red)
INFO: Das Konzert findet im
Theodor-Heuss-Saal in der
Harmonie statt, Beginn ist um
19.30 Uhr. Weitere Infos unter
www.hn-sinfonie.de.
ZIEMLICH BESTE FREUNDE
Komödie nach dem gleichnamigen Film von Eric Toledano und
Oliver Nakache.
10. und 14. Mai, 20 Uhr, Komödienhaus.
Städtische Museen
SONNTAGSFÜHRUNG
In der Ausstellung „Theodor
Heuss und die Kunst“.
Sonntag, 4. Mai, 11.30 Uhr,
Kunsthalle Vogelmann.
TOUR DE STILLING
Eine Bustour zu den StillingSkulpturen in der Region. Anmeldung erforderlich.
Sonntag, 4. Mai, 13 bis 17.30
Uhr, Treffpunkt Deutschhof.
ABENDFÜHRUNG
„Silber in allen Facetten - ein Exkurs zur Silberkunde“.
Dienstag, 13. Mai, 18 Uhr,
Deutschhof.
Stadtarchiv
MENSCH MAYER
Sonderausstellung zum RobertMayer-Jubiläumsjahr.
Zu den normalen Öffnungszeiten, Otto Rettenmaier Haus/
Haus der Stadtgeschichte.
„HEILBRONN HISTORISCH!“
Sonntagsführung, mit Schwerpunkt auf der Frauengeschichte.
Sonntag, 11. Mai, 11 Uhr, Otto
Rettenmaier Haus / Haus der
Stadtgeschichte.
Stadtbibliothek
VORTRAG ÜBER EUROPA
„Thema: Stärkung der Europäi-
schen Union“, mit Jean-Paul
Picaper.
Dienstag, 6. Mai, 19.30 Uhr,
Stadtbibliothek im K3.
DIE BIBLIOTHEK IN DER ...
...Hosentasche. Onleihe und EBook-Reader. Technik-Workshop.
Freitag, 9. Mai, 19 bis 20.30
Uhr, Stadtbibliothek im K3.
experimenta
MUTTERTAGSGESCHENK
Workshop.
3. und 10. Mai, jeweils 10 bis 12
Uhr, experimenta.
ENERGIESYSTEME DER ...
...Zukunft, Vortag.
Dienstag, 6. Mai, 19.30 Uhr,
experimenta.
Dies & Das
STADTFÜHRUNG...
...zur Marktzeit. Offene Führung.
Jeden Samstag, 11.30 Uhr, Tourist Information.
DIENSTAGS IN DER CITY
Stadtführung, „Viertel(e) nach
Sechs“.
Dienstag, 6. Mai, 18 Uhr, Rathaustreppe.
CRULIC- WEG INS JENSEITS
Kommunales Kino.
Dienstag, 6. Mai, 20.15 Uhr,
Ebene 3 im K3.
HOUSTON
Kommunales Kino.
Dienstag, 13. Mai, 20.15 Uhr,
Ebene 3 im K3.
MARS - DER ROTE PLANET
Vortrag.
Freitag, 9. Mai, 21 Uhr, RobertMayer-Sternwarte.
GARTENFOTOGRAFIE I
Fortsetzung der erfolgreichen
Kursreihe, mit Anmeldung.
Samstag, 10. Mai, 11 bis 16 Uhr,
Botanischer Obstgarten.
STAUDENBEETE IM FRÜHJAHR
Wissenswertes über die attraktivsten Stauden.
Samstag, 10. Mai, 14 bis 16 Uhr,
Botanischer Obstgarten.
Geschenkideen zum Muttertag bietet der Hofladen im Botanischen
Obstgarten am 10. und 11. Mai, 14 bis 17 Uhr.
Foto: Schmerbeck
Seite 10 | HeilbronnerSTADTZEITUNG
SERVICE & TIPPS
abfallAKTUELL
74076 Heilbronn: Restmüll
Die städtischen Entsorgungsbetriebe machen nochmals darauf aufmerksam, dass am
Montag, 5. Mai, eine planmäßige Restmüllabfuhr im Abfuhrgebiet 74076 (2-wöchentlich
und 4-wöchentlich) stattfindet.
Im Abfallkalender 2014 wurde
dieser reguläre Termin versehentlich nicht eingedruckt.
Die Restmüllbehälter müssen
am Abfuhrtag ab 7 Uhr am Straßenrand zur Leerung bereitstehen.
Wegen des Feiertags am Donnerstag, 1. Mai, müssen alle Abfallabfuhren um jeweils einen
Werktag wie folgt verschoben
werden:
Amtliche Bekanntmachungen – Amtsblatt Heilbronn Nr. 9
� Donnerstag, 1. Mai:
Abfuhr wird verschoben auf
Freitag, 2. Mai
� Heilbronn-Süd: 8 bis 11 Uhr,
Recyclinghof, Lise-MeitnerStraße
� Freitag, 2. Mai:
Abfuhr wird verschoben auf
Samstag, 3. Mai
� Heilbronn-Ost: 12 bis 14
Uhr, Parkplatz Jägerhaus- /
Schirrmannstraße
Betroffen sind alle Abfuhren
von Restmüllbehältern, Biotonnen, Blauen Tonnen, Gelben
Tonnen und Gelben Säcken. Die
Entsorgungsbetriebe der Stadt
Heilbronn bitten um Beachtung
der in den jeweiligen Abfallkalendern 2014 angegebenen
Termine.
Änderungstermine für Restmüllgroßbehälter mit 660 bzw.
1100 Litern sind im Internet unter www.heilbronn.de veröffentlicht und können alternativ
auch bei der Abfallberatung
unter Telefon 07131/56-2951
nachgefragt werden.
Die Abfallbehälter müssen am
Abfuhrtag ab 7 Uhr am Straßenrand bereitstehen.
Angenommen werden schadstoffhaltige Abfälle aus Privathaushalten in haushaltsüblicher Menge. Darüber hinaus
nimmt das Entsorgungsunternehmen Altöl gegen ein privatwirtschaftliches Entgelt von 50
Cent pro Kilogramm an.
Bitte die Sonderabfälle nicht
einfach abstellen, sondern dem
Fachpersonal direkt übergeben.
Abfallabfuhr geändert
Schadstoffsammlungen
Am Samstag, 10. Mai, finden
an folgenden beiden Standorten mobile Schadstoffsammlungen statt:
Altpapiersammlung
Am Samstag, 10. Mai, findet in
Sontheim eine Bündelsammlung für Altpapier statt. Sammler ist der Pfadfinder Stamm
Gustav Adolf.
Gesammelt werden Kartonage,
Zeitungen, Zeitschriften und
ähnliche Papiere, mit einer Paketschnur gebündelt. Bitte keine Kunststofftüten zur Verpackung verwenden. Die Altpapierbündel müssen ab 8 Uhr am
Straßenrand bereitliegen. (red)
Amtliche Bekanntmachungen – Amtsblatt Heilbronn Nr. 9
Landratsamt Heilbronn - Flurneuordnungsamt
Bekanntmachung des Landratsamtes Heilbronn - Wahl des Vorstands der
Teilnehmergemeinschaft der Flurbereinigung Bad Wimpfen (Winterberg)
1. Die Grundstückseigentümer und die
Erbbauberechtigten im Flurneuordnungsgebiet -Teilnehmer - sowie
sonstige Interessierte werden zur
Wahl des Vorstands
auf Dienstag, den 20. Mai 2014
um 19.30 Uhr
in den Rathaussaal von
Bad Wimpfen
eingeladen.
2. Die Zahl der Vorstandsmitglieder
wird hiermit gemäß § 21 Abs. 1
FlurbG auf 3 festgesetzt. Für jedes
Mitglied ist gemäß § 21 Abs. 5
FlurbG ein Stellvertreter zu wählen.
Nach § 2 des bad.-württ. Ausführungsgesetzes zum FlurbG (AGFlurbG) muss mindestens 1 Mitglied
des Vorstands und 1 Stellvertreter
aus dem Kreis derjenigen gewählt
werden, die am Flurneuordnungsverfahren nicht beteiligt sind.
3. Der Vorstand führt die Geschäfte
der Teilnehmergemeinschaft. Er soll
das Vertrauen der Teilnehmer besit-
zen. Es liegt daher im Interesse aller
Teilnehmer, sich an der Wahl zu beteiligen.
4. Wahlberechtigt sind die Teilnehmer
(§§ 21 Abs. 3, 10 Nr. 1 FlurbG).
Wenn sie das 18. Lebensjahr noch
nicht vollendet haben oder nicht
voll geschäftsfähig sind, steht das
Wahlrecht den gesetzlichen Vertretern zu. Bevollmächtigte haben sich
durch schriftliche Vollmacht auszuweisen.
5. Jeder im Wahltermin anwesende
Teilnehmer hat insgesamt jeweils
nur je 1 Stimme für jedes zu wählende Vorstandsmitglied und jeden
Stellvertreter, selbst wenn er als Eigentümer und zugleich als Miteigentümer am Flurneuordnungsverfahren beteiligt ist. Nur eine Stimme
hat auch der Bevollmächtigte, auch
wenn er selbst zugleich Teilnehmer
ist oder mehrere Teilnehmer vertritt.
Bruchteilsgemeinschaften (Miteigentümer) und Gesamthandsge-
Mittwoch, 30. April 2014
meinschaften (z.B. Erbengemeinschaften) haben jeweils nur 1 Stimme gemeinschaftlich.
6. Wählbar ist jeder Volljährige, auch
wenn er nicht Teilnehmer am Flurneuordnungsverfahren ist. Die Bewerbung von Frauen ist besonders
erwünscht.
Wahlvorschläge können ab sofort
beim Landratsamt Heilbronn, Flurneuordnungsamt, Lerchenstraße 40,
74072 Heilbronn eingereicht werden, weitere Wahlvorschläge sind bis
zum Wahltermin möglich. Es sind
aber auch Personen wählbar, die
nicht auf einem Wahlvorschlag stehen. Ein Satzungsentwurf gemäß
den gesetzlichen Vorgaben wird zusammen mit einer Gebietskarte ab
22. April 2014 im Rathaus Bad
Wimpfen, Zimmer Nr. 23/24 zur Einsicht ausgelegt.
Heilbronn, den 14. April 2014
gez. Bopp D.S.Amtsleiter
Bekanntmachung der Stadt Heilbronn Neubesetzung des Integrationsbeirats
Im Zuge der Kommunalwahlen im Mai
dieses Jahres wird auch der Integrationsbeirat neu besetzt werden.
Der Integrationsbeirat hat beratende
Funktion für den Gemeinderat und die
Stadtverwaltung. Das Gremium hat die
Aufgabe, Anregungen, Anfragen,
Empfehlungen und Stellungnahmen zu
allen Angelegenheiten und Fragen, die
Migranten betreffen, abzugeben. Damit
soll das Zusammenleben zwischen
Menschen unterschiedlicher Herkunft
in der Stadt gefördert werden. Der Integrationsbeirat bringt sich u.a. engagiert
in den Handlungsfeldern Arbeitsmarkt,
Bildung, Kultur, Religion, Soziales,
Sport und Sprache ein und hat die Partizipation von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte zum Ziel.
Der Integrationsbeirat der Stadt Heilbronn besteht aus insgesamt 20 Mitgliedern - sieben Mitglieder aus dem
Gemeinderat und 13 sachkundige Einwohnerinnen und Einwohner mit Zuwanderungsgeschichte. Diese sachkundigen Mitglieder werden nun gesucht:
Sie selbst haben einen Migrationshin-
tergrund und haben Interesse, sich aktiv und konstruktiv einzubringen? Sind
Sie mindestens 18 Jahre alt und haben
Ihren Hauptwohnsitz in Heilbronn?
Dann senden Sie Ihre Bewerbung mit
einem Anschreiben und einem Lebenslauf bis zum 21. Mai 2014 an die
Stabsstelle Integration, Marktplatz
11, 74072 Heilbronn. Bitte machen Sie
in Ihrem Bewerbungsanschreiben Angaben
• zu Ihren eigenen Integrationserfahrungen,
• zu Ihrem kulturellen Hintergrund,
• welche Multiplikatorenfunktion Sie
haben bzw. welche Migrantenorganisation Sie vertreten,
• wie Sie sich bereits bisher in der Integrationsarbeit engagiert haben
und
• in welchem der o.g. Handlungsfelder Sie gerne in den Arbeitskreisen
künftig mitarbeiten würden.
Die Stabsstelle Integration, die Ihnen
auch für Fragen unter [email protected] zur Verfügung
steht, setzt sich mit Ihnen dann wieder
in Verbindung.
Öffentliche Zustellung
Für
Frau Elif Duygu Tunc
zuletzt wohnhaft Eythstraße 18,
74074 Heilbronn
wurde am 16.04.2014 eine Entscheidung (Az: 33IIA/kr) durch das Bürgeramt (Ausländeramt) getroffen.
Da der derzeitige Aufenthaltsort der
Obengenannten nicht bekannt ist, erfolgt hiermit die öffentliche Zustellung gemäß § 11 Landesverwaltungszustellungsgesetz.
Mit der Zustellung können Fristen in
Gang gesetzt werden, nach deren Ablauf Rechtsverluste drohen können.
Der Bescheid kann innerhalb von zwei
Wochen, vom Tage der Bekanntmachung an, beim Bürgeramt, Ausländeramt, Marktplatz 7, 74072 Heilbronn, Frau Krauß, Zimmer 276, während den Dienstzeiten eingesehen
werden.
Stadt Heilbronn
Bürgeramt -Ausländeramt-
Öffentliche Zustellung
Für Herrn Alexander Kilmjaschkin zuletzt wohnhaft: Dammstr. 73, 74076
Heilbronn
wurde eine Entscheidung (Az.: HNUD2802/vom 11.04.2014) durch das
Bürgeramt (Kfz-Zulassungsbehörde)
getroffen.
Da der derzeitige Aufenthaltsort des
Obengenannten nicht bekannt ist, erfolgt hiermit die öffentliche Zustellung
nach § 11 Landesverwaltungszustellungsgesetz.
Der Bescheid kann innerhalb von zwei
Wochen, vom Tage der Bekanntmachung an, beim Bürgeramt - Kfz-Zulassungsbehörde der Stadt Heilbronn , Lerchenstraße 40, 74072 Heilbronn
während der Dienstzeiten eingesehen
werden. Mit der Zustellung werden
Fristen in Gang gesetzt, nach deren Ablauf Rechtsverluste drohen können.
Stadt Heilbronn
Bürgeramt
-Kfz-Zulassungsbehörde-
Öffentliche Zustellung
Für
Herrn Timur Yildiz
zuletzt wohnhaft August-Läpple-Str.
27, 74189 Weinsberg
wurde eine Entscheidung des Amtes
für Familie, Jugend und Senioren der
Stadt Heilbronn getroffen.
Da der derzeitige Aufenthaltsort des
oben Genannten nicht bekannt ist, erfolgt hiermit die öffentliche Zustellung gemäß § 11 Landesverwaltungs-
zustellungsgesetz.
Der Bescheid kann innerhalb von zwei
Wochen, vom Tage der Bekanntmachung an, beim Amt für Familie, Jugend und Senioren, Gymnasiumstr.
44, 74072 Heilbronn, Frau Römmele,
Zimmer 313, während der Dienstzeiten eingesehen werden.
Stadt Heilbronn
Amt für Familie, Jugend und Senioren
Öffentliche Zustellung
Bekanntmachung der Stadt Heilbronn - Grund- und Gewerbesteuer werden fällig
Die Stadtkasse teilt mit, dass bei der
Grund- und Gewerbesteuer auf
15.05.2014 die Vorauszahlungsraten für
das II.VIERTELJAHR 2014 fällig werden.
Die Vorauszahlungsraten ergeben sich
jeweils aus dem letzten Steuerbescheid.
Es wird um termingerechte Bezahlung
gebeten, da im Verzugsfalle Säumniszuschläge angesetzt und bei der Mahnung
Mahngebühren erhoben werden müssen.
Die Stadtkasse nimmt keine Barzahlungen entgegen. Einzahlungen für die
Stadtkasse können bei allen Banken und
Sparkassen auf unser Konto 859, BLZ
620 500 00 (IBAN: DE51 6205 0000 0000
0008 59; BIC: HEISDE66XXX) geleistet
werden, dabei ist unbedingt das Buchungszeichen anzugeben.
Bei denjenigen Steuerpflichtigen, die
sich am Lastschriftverfahren beteiligen,
werden die fälligen Beträge unter Anga-
be
der
Gläubiger-ID
DE15SHN00000055571, sowie der jeweiligen
Mandatsreferenz,
zum
15.05.2014 von ihrem Bankkonto eingezogen. Bitte beachten Sie, dass Änderungsmitteilungen für das Lastschriftverfahren den 15.05.2014 betreffend
nur noch bis zum 08.05.2014 entgegengenommen werden können.“
Stadt Heilbronn
Stadtkasse
Für Herrn Vasile Badiu
zuletzt wohnhaft: Karlstr. 115/1,
74076 Heilbronn
wurden Entscheidungen (Az.: HNVL1000/vom 02.04. und 15.04.2014)
durch das Bürgeramt (Kfz-Zulassungsbehörde) getroffen.
Da der derzeitige Aufenthaltsort des
Obengenannten nicht bekannt ist, erfolgt hiermit die öffentliche Zustellung nach § 11 Landesverwaltungszustellungsgesetz.
Die Bescheide können innerhalb von
zwei Wochen, vom Tage der Bekanntmachung an, beim Bürgeramt - KfzZulassungsbehörde der Stadt Heilbronn - , Lerchenstraße 40, 74072
Heilbronn während der Dienstzeiten
eingesehen werden. Mit der Zustellung werden Fristen in Gang gesetzt,
nach deren Ablauf Rechtsverluste
drohen können.
Stadt Heilbronn
Bürgeramt
-Kfz-Zulassungsbehörde-
AMTLICHE BEKANNTMACHUNGEN
Mittwoch, 30. April 2014
Amtsblatt Heilbronn Nr. 9 | Seite 11
Bekanntmachung
Planfeststellungsverfahren für den Ersatzneubau Neckartalübergang der BAB A 6,
im Streckenabschnitt zwischen AS Heilbronn/Untereisesheim bis AS Heilbronn/Neckarsulm
- Einleitung des Verfahrens Die Bundesrepublik Deutschland - Bundesstraßenverwaltung, vertreten durch
die Abteilung 4, Straßenwesen und Verkehr, des Regierungspräsidiums Stuttgart - hat für das o. g. Straßenbauvorhaben die Durchführung eines
Planfeststellungsverfahrens
nach § 17 Bundesfernstraßengesetz
(FStrG) in Verbindung mit § 9 Abs. 1 S. 2
Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG) und §§ 72 ff. Landesverwaltungsverfahrensgesetz
(LVwVfG) - jeweils in der derzeit geltenden Fassung - beantragt.
Der Neckartalübergang der Bundesautobahn A 6 war 1998 bereits Gegenstand des Planfeststellungsverfahrens
zum 6-streifigen Ausbau mit Standstreifen im Streckenabschnitt AS Heilbronn/Untereisesheim und dem AK
Weinsberg. Als kontinental verbindende Fernverkehrsstraße zwischen den
Großräumen Paris, Nürnberg und Prag
gewinnt die Bundesautobahn A 6 immer
mehr an Bedeutung; damit liegt die Belastung ca. 2- bis 3-mal über derjenigen
einer vergleichbaren Bundesautobahn.
Die vier ursprünglichen Einzelbauwerke wurden 1967 mit der Brückenklasse
60 fertig gestellt und weisen nun erhebliche bauart- und altersbedingte Schäden und Mängel auf. In den letzten Jahren mussten an dem Brückenzug immer
wieder umfangreiche und kostenintensive Erhaltungsarbeiten durchgeführt
werden. Im Oktober 2013 wurde aufgrund von Ermüdungsrissen in den
Schweißnähten die vorhandene Fahrstreifenzahl von drei auf zwei Fahrstreifen je Fahrtrichtung reduziert, um die
geschädigten Bereiche wirksam zu entlasten.
Diese Einschränkung des laufenden
Verkehrs führt jedoch nicht selten zu erheblichen Staus. Da der Verkehr der Autobahn stets aufrecht erhalten bleiben muss und eine
mehrjährige Vollsperrung des Abschnittes zwischen
den AS Neckarsulm
und Untereisesheim
bei gleichzeitiger
Ableitung des Verkehrs über das
nachfolgende Straßennetz nicht möglich ist, ist eine Erneuerung des gesamten Brückenzuges notwendig.
Zur Aufrechterhaltung des Autobahnverkehrs während
der Bauzeit des neuen Brückenzuges
soll die Durchführung der Maßnahme
in drei Bauphasen
eingeteilt werden.
Zunächst soll das
Teilbauwerk 1 der
geplanten Neckartalquerung
(zukünftige Fahrtrichtung AS Heilbronn/
Untereisesheim) auf
Behelfspfeilern
nördlich des Bestandsbauwerks errichtet und vorübergehend an den
Verkehr in beide
Richtungen angeschlossen werden.
Nach Abbruch des
Bestandsbauwerks
und Herstellung der
neuen Gründungen
ist die Errichtung
des Teilbauwerks 2
(zukünftige Fahrtrichtung AS Heilbronn/Neckarsulm) bereits in der Endlage vorgesehen. Nach Fertigstellung des
Teilbauwerks 2 würde der gesamte Verkehr kurzfristig auf das südliche Teilbauwerk verlegt, während Teilbauwerk
1 in seine endgültige Lage querverschoben wird.
Die Maßnahme beinhaltet auch die Errichtung von Lärmschutzwänden und wällen im Planbereich. Als naturschutzrechtlicher Ausgleich bzw. Ersatz für die
Eingriffe des Vorhabens sollen u.a. Verkehrsnebenflächen begrünt, Regenklärbecken rekultiviert bzw. eingegrünt und
Streuobstwiesen, naturnaher Laubwald
und extensives Grünland angelegt werden. Ferner sind die Verlegung des Böllinger Bachs und die naturschutzfachliche Aufwertung der Neckaraue vorgesehen.
Auf den angeschlossenen Planskizzen
sind der geplante Trassenverlauf der
Straße sowie die Standorte der Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen dargestellt.
Das Planfeststellungsverfahren umfasst
auch die Anhörung der Öffentlichkeit zu
den Umweltauswirkungen des Vorhabens nach § 9 UVPG.
Zuständige Behörde für die Durchführung des Anhörungs- und Planfeststellungsverfahrens und die Entscheidung
(Planfeststellungsbeschluss oder Ablehnung des Antrags) ist das Regierungspräsidium Stuttgart.
Die Planunterlagen (Zeichnungen und
Erläuterungen) liegen in der Zeit
von Donnerstag, den 15.05.2014
bis Montag, den 16.06.2014
- je einschließlich im Technischen Rathaus der Stadt Heilbronn, Bauverwaltungsamt, Cäcilienstr.
49, 74072 Heilbronn, EG, Zimmer Nr. A
0.12, während der Dienststunden (mon-
tags bis mittwochs von 8.00 bis 16.00
Uhr, donnerstags von 8.00 bis 18.00 Uhr,
freitags von 8.00 bis 12.30 Uhr) zur allgemeinen Einsichtnahme aus.
Ferner liegen die Planfeststellungsunterlagen im o.g. Zeitraum im Bürgeramt
Neckargartach, Mittelstr. 3, 74078 Heilbronn, während den Öffnungszeiten des
Bürgeramts zur allgemeinen Einsichtnahme aus.
Zusätzlich können Sie die Planunterlagen auf der Internetseite des Regierungspräsidiums Stuttgart unter Bekanntmachung - Planfeststellungsverfahren des Referats 24 bzw. unter dem
Link
http://www.rp-stuttgart.de/servlet/PB/
menu/1388609/index.htm
einsehen.
Jeder, dessen Belange durch das Vorhaben berührt werden, kann bis spätestens
zwei Wochen nach Ablauf der Auslegungsfrist, also bis einschließlich
30.06.2014
beim Bauverwaltungsamt der Stadt
Heilbronn, Cäcilienstr. 49, 74072 Heilbronn, oder beim Bürgeramt Neckargartach, Mittelstr. 3, 74078 Heilbronn oder
beim Regierungspräsidium Stuttgart,
Ruppmannstr. 21 in 70565 Stuttgart
(Vaihingen) bzw. Postfach 800709,
70507 Stuttgart schriftlich oder zur Niederschrift Einwendungen gegen den
Plan erheben.
Nach Ablauf dieser Einwendungsfrist
sind Einwendungen gegen den Plan
ausgeschlossen - so genannte Präklusion, § 17a Nr. 7 FStrG.
Es wird auf Folgendes hingewiesen:
• Einwendungsschreiben müssen die
volle Anschrift des Einwenders enthalten. Bei Einwendungen, die von
mehr als 50 Personen auf Unterschriftslisten unterzeichnet oder in
Form vervielfältigter gleichlauten-
•
•
•
•
•
•
der Texte eingereicht werden (gleichförmige Eingaben), ist auf jeder mit
einer Unterschrift versehenen Seite
ein Unterzeichner mit Namen und
Anschrift als Vertreter der übrigen
Unterzeichner zu benennen. Andernfalls können diese Einwendungen unberücksichtigt bleiben.
Einwendungen müssen eigenhändig
unterschrieben sein. Eine E-Mail erfüllt die gesetzlich vorgeschriebene
Schriftform nicht.
Die rechtzeitig erhobenen Einwendungen werden mit dem Vorhabensträger und denjenigen, die Einwendungen erhoben haben, in einem Termin erörtert, der noch ortsüblich bekannt gemacht wird.
Diejenigen, die fristgerecht Einwendungen erhoben haben bzw. bei
gleichförmigen Einwendungen der
Vertreter, werden von diesem Termin
gesondert benachrichtigt. Sind mehr
als 50 Benachrichtigungen vorzunehmen, so können diese individuellen Benachrichtigungen durch öffentliche Bekanntmachung ersetzt
werden.
Bei Ausbleiben eines Beteiligten
kann in dem Erörterungstermin auch
ohne ihn verhandelt werden.
Kosten, die z.B. durch die Einsichtnahme in die
Planunterlagen,
Erhebung von
Einwendungen,
Teilnahme am
Erörterungstermin oder Vertreterbestellung
eventuell entstehen,
können
nicht
erstattet
werden.
Über die Ent-
schädigung für durch das Vorhaben
in Anspruch genommene Flächen
wird in der Planfeststellung nur dem
Grunde nach entschieden. Die Entschädigung selbst (z.B. Kaufpreis)
wird gegebenenfalls in einem gesonderten
Entschädigungsverfahren
festgesetzt.
• Über die Einwendungen wird nach
Abschluss des Anhörungsverfahrens
durch die Planfeststellungsbehörde
entschieden. Die Zustellung der Entscheidung
(Planfeststellungsbeschluss bzw. Ablehnung des Antrags)
an die Einwender kann ebenfalls
durch öffentliche Bekanntmachung
ersetzt werden, wenn mehr als 50 Zustellungen vorzunehmen sind.
• Vom Beginn der Auslegung des Planes treten die Anbaubeschränkungen nach § 9 FStrG und die Veränderungssperre nach § 9a FStrG in Kraft.
Darüber hinaus steht der Bundesstraßenverwaltung nach § 9a Abs. 6
FStrG ab diesem Zeitpunkt ein Vorkaufsrecht an den vom Plan betroffenen Flächen zu.
Regierungspräsidium Stuttgart
Az.: 24-3912.-3/101-13/2
Ruppmannstr. 21, 70565 Stuttgart
gez. Tabea Ludwig
Seite 12 | Amtsblatt Heilbronn Nr. 9
AMTLICHE BEKANNTMACHUNGEN
Mittwoch, 30. April 2014
Bekanntmachung der Stadt Heilbronn - Öffentliche Bekanntmachung zur Durchführung der Wahl zum Europäischen Parlament - Europawahl und der Wahl des Gemeinderats am 25. Mai 2014
1. Am 25. Mai 2014 findet in der Bundesrepublik Deutschland die Wahl
zum Europäischen Parlament - Europawahl - und gleichzeitig in der
Stadt Heilbronn die Kommunalwahl - Wahl des Gemeinderats statt.
2. Die Wahlzeit dauert von 8.00 Uhr
bis 18.00 Uhr.
3. Die Stadt Heilbronn ist in 86 allgemeine Wahlbezirke eingeteilt.
In der Wahlbenachrichtigung, die
den Wahlberechtigten bis spätestens 4. Mai 2014 zugesandt wird,
sind der Wahlbezirk und der Wahlraum angegeben, in dem der Wahlberechtigte zu wählen hat.
4. Jeder Wahlberechtigte kann nur in
dem Wahlraum des Wahlbezirks
wählen, in dessen Wählerverzeichnis er eingetragen ist. Die
Wähler haben ihre Wahlbenachrichtigung und ihren amtlichen
Personalausweis - Unionsbürger
ihren gültigen Identitätsausweis oder ihren Reisepass zur Wahl mitzubringen.
Die Wahlbenachrichtigung soll bei
der Wahl abgegeben werden.
5. Wahl zum Europäischen Parlament - Europawahl Gewählt wird mit amtlichen
Stimmzetteln.
Jeder Wähler erhält beim Betreten
des Wahlraums einen Stimmzettel
mit dem Aufdruck „Stimmzettel
für die Wahl der Abgeordneten des
Europäischen Parlaments“ - Farbe:
weiß / weißlich - ausgehändigt.
Der Stimmzettel enthält jeweils
unter fortlaufender Nummer die
Bezeichnung der Partei und ihre
Kurzbezeichnung bzw. die Bezeichnung der sonstigen politischen Vereinigung und ihr Kennwort sowie jeweils die ersten 10
Bewerber der zugelassenen Wahlvorschläge und rechts von der Bezeichnung des Wahlvorschlagsberechtigten einen Kreis für die
Kennzeichnung.
Jeder Wähler hat eine Stimme.
Er gibt sie in der Weise ab, dass er
auf dem rechten Teil des Stimmzettels durch ein in einen Kreis gesetztes Kreuz oder auf andere Weise
eindeutig kenntlich macht, welchem Wahlvorschlag sie gelten
soll.
Der Stimmzettel muss vom Wähler in einer Wahlkabine des Wahlraums oder in einem besonderen
Nebenraum gekennzeichnet und
in der Weise gefaltet werden, dass
seine Stimmabgabe nicht erkennbar ist. Für die Stimmabgabe im
Wahllokal wird bei der Europawahl kein Stimmzettelumschlag
verwendet.
6. Wahl des Gemeinderats
6.1 Es findet gleichzeitig die Wahl des
Gemeinderats statt. Zu wählen
sind 40 Mitglieder.
Gewählt wird mit amtlichen
Stimmzetteln mit dem Aufdruck
„Amtlicher Stimmzettel für die
Wahl des Gemeinderats in Heilbronn“ - Stimmzettelfarbe: gelb in amtlichen Stimmzettelumschlägen.
Die Stimmzettel werden den Wahlberechtigten spätestens am 24. Mai
2014 zugesandt. Die Stimmzettelumschläge sowie weitere Stimmzettel werden im Wahlraum bereitgehalten.
6.2 Bei der Wahl des Gemeinderats hat
der Wähler so viele Stimmen, wie
Mitglieder des Gemeinderats zu
wählen sind (vergleiche Ziff. 6.1).
Die Stimmenzahl ist im Stimmzettel angegeben.
6.3 Bei der Wahl des Gemeinderats
findet Verhältniswahl statt. Hierbei können nur Bewerberinnen
und Bewerber gewählt werden, deren Name in den Stimmzetteln vorgedruckt ist.
Der Wähler kann
-Bewerber aus anderen Wahlvorschlägen übernehmen (panaschieren) und
beliebigen Wahlbezirk des Stadtkreises oder
- durch Briefwahl teilnehmen.
Wer durch Briefwahl wählen will,
muss sich von der Gemeindebehörde einen amtlichen Stimmzettel, einen amtlichen Stimmzettelumschlag sowie einen amtlichen
Wahlbriefumschlag beschaffen.
Gemeinderatswahl
Wähler, die einen Wahlschein für
die Gemeinderatswahl haben,
können
- in einem beliebigen Wahlbezirk
des im Wahlschein angegebenen
Gebiets oder
- durch Briefwahl wählen.
Der Wahlschein enthält auf der
Rückseite nähere Hinweise darüber, wie durch Briefwahl gewählt
wird.
Wer bei der Gemeinderatswahl
durch Briefwahl wählen will, erhält auf Antrag beim Bürgermeisteramt - Wahlamt - neben dem
Wahlschein auch die weiteren
Briefwahlunterlagen. Der Antrag
ist beim Bürgeramt, Rathaus Heilbronn, Archivsaal, 3. OG, oder in
den Bürgerämtern der Stadtteile
Biberach, Am Ratsplatz 3,
Böckingen, Grünewaldstr. 15,
Frankenbach, Speyerer Str. 13,
Horkheim, Schleusenstr. 18,
Kirchhausen, Schlossplatz 2,
Neckargartach, Mittelstr. 3,
Sontheim, Hauptstr. 7,
zu stellen.
Der Wähler hat seine Wahlbriefe
(getrennt nach Europawahl - rot und Gemeinderatswahl - gelb -)
mit den entsprechenden Stimmzetteln (in verschlossenen Stimmzettelumschlägen) und den unterschriebenen Wahlscheinen so
rechtzeitig den jeweils auf den
Wahlbriefumschlägen angegebenen Stellen zu übersenden, dass sie
dort spätestens am Wahltag bis
18.00 Uhr eingehen. Wahlbriefe
können auch bei der jeweils ange-
-einem Bewerber bis zu drei Stimmen geben (kumulieren).
Der Wähler gibt seine Stimmen in
der Weise ab, dass er auf einem
oder mehreren Stimmzetteln
-Bewerbern, denen er eine Stimme
geben will, durch ein Kreuz hinter
dem vorgedruckten Namen, durch
Eintragung des Namens oder auf
sonst eindeutige Weise ausdrücklich als gewählt kennzeichnet,
-Bewerber, denen er zwei oder drei
Stimmen geben will, durch die Ziffer „ 2“ oder „3“ hinter dem Namen,
durch Wiederholen des Namens
oder auf sonst eindeutige Weise als
mit zwei oder drei Stimmen gewählt kennzeichnet.
Der Wähler kann auch einen
Stimmzettel ohne jede Kennzeichnung oder im Ganzen gekennzeichnet abgeben. In diesem Fall
ist jeder Bewerber, dessen Name im
Stimmzettel vorgedruckt ist, als
mit einer Stimme gewählt.
6.4 Beleidigende oder auf die Person
des Wählers hinweisende Zusätze
oder nicht nur gegen einzelne Bewerber gerichtete Vorbehalte auf
dem Stimmzettel oder sonst im
Stimmzettelumschlag sowie jede
Kennzeichnung des Stimmzettelumschlags haben die Ungültigkeit
der Stimmabgabe zur Folge.
6.5 Jeder Wähler erhält beim Betreten
des Wahlraums den zur Wahl des
Gemeinderats gehörenden Stimmzettelumschlag ausgehändigt.
Der Stimmzettel muss vom Wähler
in einer Wahlkabine des Wahlraums oder in einem besonderen
Nebenraum gekennzeichnet und
in den Stimmzettelumschlag gelegt werden.
7. Wahlscheine
Europawahl
Wähler, die einen Wahlschein für
die Europawahl haben, können an
der Wahl im Stadtkreis, in dem der
Wahlschein ausgestellt ist,
- durch Stimmabgabe in einem
gebenen Stelle abgegeben werden.
Der Wähler, der seine Briefwahlunterlagen beim Bürgeramt, Rathaus Heilbronn, Archivsaal, 3. OG,
selbst in Empfang nimmt, kann an
Ort und Stelle die Briefwahl ausüben.
8. Jeder Wahlberechtigte kann sein
Wahlrecht nur einmal und nur
persönlich ausüben. Bei der Europawahl gilt dies auch für Wahlberechtigte, die zugleich in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union zum Europäischen
Parlament wahlberechtigt sind (§ 6
Abs. 4 Europawahlgesetz).
Ein behinderter Wahlberechtigter
kann sich der Hilfe einer anderen
Person bedienen.
Wer unbefugt wählt oder sonst ein
unrichtiges Ergebnis einer Wahl
herbeiführt oder das Ergebnis verfälscht, wird mit einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit
Geldstrafe bestraft; der Versuch ist
strafbar (§ 107a Abs. 1 und 3 des
Strafgesetzbuches).
Die Wahlhandlung sowie die im
Anschluss an die Wahlhandlung
erfolgende Ermittlung und Feststellung der Wahlergebnisse im
Wahlbezirk sind öffentlich. Jedermann hat Zutritt, soweit das ohne
Beeinträchtigung des Wahlgeschäfts möglich ist.
9. Die Briefwahlvorstände treten zur
Ermittlung des Briefwahlergebnisses der Europawahl im Rathaus
Heilbronn, im Gebäude Markplatz
11, Heilbronn, und in den Bürgerämtern Böckingen, Frankenbach,
Kirchhausen, Biberach und Horkheim um 15.00 Uhr zusammen.
Heilbronn, 28. April 2014
Stadt Heilbronn, Bürgermeisteramt
Helmut Himmelsbach
Oberbürgermeister
Hinweis: Aus Gründen der besseren
Lesbarkeit beschränken sich die Personenbezeichnungen auf die männliche Form
Einladung zur öffentlichen Sitzung der Verbandsversammlung des Zweckverbandes „Hochwasserschutz Böllinger Bach“
Donnerstag, den 15. Mai 2014 um
15.30 Uhr
Treffpunkt: Am Hochwasserrückhaltebecken Benzengraben, Ortsausgang
Fürfeld Richtung Massenbachhausen.
Die anschließende Sitzung findet im
Rathaus Bad Rappenau, Kirchplatz 4,
großer Sitzungssaal statt.
Tagesordnung:
1. Beschluss der Jahresrechnung
2013
2. Beschluss des Haushaltsplans 2014
3. HRB Lechhecke: Vorstellung der
Planung und Beschlüsse
4. Vorstellung der örtlichen Hochwasserschutzmaßnahme in Fürfeld
(Grombacher Weg)
5. HRB Treschklingen: Nachrüstung
der mess- und maschinentechnischen Ausrüstung - Vorstellung
der Planung und Beschlüsse
6. Vorstellung der örtlichen Hochwasserschutzmaßnahme über die Verbesserung der
Einlaufbedingungen (Verdolung)
für den Krebsbach am HRB-Treschklingen
7. Mitteilungen und Verschiedenes
gez. Oberbürgermeister Blättgen
Verbandsvorsitzender
vergaben DER STADT
� Der vollständige Wortlaut der Bekanntmachung ist einsehbar unter:
www.heilbronn.de/bue_rat/ausschreibungen_auftragsvergaben/oeffentliche_ausschreibungen/
� Die Vergabeunterlagen können dort kostenfrei eingesehen und digital heruntergeladen werden.
Direktzugriff ist möglich über www.subreport.de/E........ (hier die ELVIS-ID einsetzen)
� Submissions- bzw. Einreichungsstelle ist, sofern nachstehend nichts anderes vermerkt,
das Bauverwaltungsamt, Cäcilienstr. 49, Zimmer A 0.12, 74072 Heilbronn.
� Die Angebote sind in deutscher Sprache abzufassen, bei Ausschreibungen nach VOB können
zur Submission die Bieter oder ihre Bevollmächtigten anwesend sein.
� An die Rechtsform der Bieter werden keine besonderen Anforderungen gestellt.
Eine im Auftragsfall zu bildende Arbeitsgemeinschaft hat ein bevollmächtigtes geschäftsführendes
Mitglied zu bestellen. Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft haften gesamtschuldnerisch.
� Evtl. geforderte Sicherheitsleistungen und Nachweise für die Eignung der Bieter ergeben sich
aus den Ausschreibungsunterlagen.
� Die Rechts- und Fachaufsicht wird vom Regierungspräsidium Stuttgart, Ruppmannstr. 21,
70565 Stuttgart ausgeübt.
Ausschreibende Stelle/
Auskünfte erteilt:
Art und Umfang sowie Ort der Leistung
Ausführungszeitraum
Eröffnungstermin
ggf. abweichende
Submissionsstelle
Ablauf der Zuschlagsund Bindefrist/Entgelt/
Art der Ausschreibung/
Teilnahmewettbewerb
Stadt Heilbronn,
Amt für Straßenwesen
Cäcilienstr. 49,
74072 Heilbronn
Telefon 07131/56-2097,
Fax 07131/56-3179
Subreport ELVIS Nr.: E35512526
Tiefgründungs-, Stahlbeton- und Stahlbauarbeiten zum Neubau BW 225 Neue Bleichinselbrücke
Stahlbauarbeiten: 430 t, Stahlbetonarbeiten: 1530 m³
04.08.2014 - 29.07.2016
27.05.2014, 09:30 Uhr
Bauverwaltungsamt
25.07.2014
Brückenbauarbeiten
nach VOB
Stadt Heilbronn,
Amt für Straßenwesen
Cäcilienstr. 49,
74072 Heilbronn
Telefon 07131/56-4476,
Fax 07131/56-3179
Subreport ELVIS Nr.: E23994786
Brückeninstandsetzungsarbeiten 2014 in den Stadtteilen Biberach, Böckingen und Sontheim
260 m² Erneuerung Oberflächenbeschichtung OS-F; 210 m Erneuerung Korrosionschutz Geländer;
20 m Erneuerung Brückengeländer; 180 m Geländererhöhung; 180 m² Asphalt-/Gussasphaltdeckschichten
KW 24/2014 - KW 44/2014
20.05.2014, 09:30 Uhr
Bauverwaltungsamt
20.06.2014
Brückeninstandsetzungsarbeiten nach
VOB