SZ 51 - StadtZeit

Transcription

SZ 51 - StadtZeit
StadtZeit
51
KASSEL
MAGAZIN
INFORMATIONS- UND
KOMMUNIKATIONSFORU
M FÜR KASSELS
INNOVATIVE SEITEN
NO. 51 • JAHRGANG 10
AUG/SEP 2012
erneuerbare energien
THEMA ERNEUERBARE ENERGIEN
DIE VIRTUELLE BRAUTSCHAU
ASPEKTE EINER BESICHTIGUNG:
KUNST
•• •••
Geburtstag
Mittwoch
nerstag
Monday
Hochzeitstag
Sunday
Namenstag
Schwarzer Tag
Toller Tag
Tuesday
Freitag
Sonntag
2013
Samstag
Freier Tag
Feiertag
Maltag
Diens
1. Kasseler Mit - Mal - Kalender
1.Kasseler Mit-Mal-Kalender
Herbstzauber Kassel
Kürbisse, Blumenzwiebeln, Hutmode
und Kerzenleuchter
Staatspark Karlsaue, 28. bis 30. September, 10 bis 18 Uhr
Wer das Besondere für Heim und Garten sucht, pilgert am letzten Septemberwochenende zum Herbstzauber in die Karlsaue.
Schon der Ort ist etwas Besonderes. Der großzügige Park mit der
Blumeninsel Siebenbergen, den Wasserbassins, Kanälen und
dem Orangerieschloss verströmt heitere Gelassenheit. Und wie
der Ort mit seiner Aura glänzt, so glänzen die Aussteller beim
Herbstzauber mit seltenen und feinen Dingen abseits des üblichen Garten- und Wohndesignangebotes.
Es gibt winterharte Stauden und neuen Tulpenzüchtungen zu
entdecken, Kürbisse, Feuerschalen, Skulpturen oder aber Tweedjacken, elegante Hutmode, Seifen und Düfte, glanzvoll gedeckte
Tische und Kaminöfen sowie nostalgische Kerzenleuchter, die für
heimelige Wärme im Haus sorgen. Den Gaumen erfreuen Kürbissuppe, Elsässer Flammkuchen sowie selbstgebackene Pflaumenkuchen. Mit einem Glas Prosecco oder einer Tasse Kaffee dazu, lässt sich ein entspannter Tag genießen.
Eintritt: 7 Euro, ermäßigt 5 Euro, Kinder unter 12 Jahren frei, Jugendliche bis 18 Jahre 1 Euro.
Im documenta-Jahr hat die Kasseler
Kinder- und Jugendkunstschule ein
Projekt initiiert, das über die Zeit der
dOCUMENTA (13) hinaus wirkt. Die
Idee, einen Mit-Mal-Kalender für Kinder, Jugendliche und Erwachsene zu
schaffen stößt eine nachhaltige ästhetische Kommunikation an. Die Bildideen für den Kalender schaffen eine
Verbindung zwischen Kassel und seinen bleibenden documenta-und ermöglichen einen besonderen Blick auf
unsere Stadt.
Da die Bildideen der Schüler so umfassend waren, wurden zwei Kalen-
der gedruckt. Der gesamte Erlös des
Kalenders kommt einer sozialen Einrichtung, in diesem Fall dem Kinderhospiz in Kassel zu Gute.
Die Kalender werden ab September,
u.a. in den Geschäftsräumen von gestochen scharf und Hab Selig (Fr.Ebert-Str. 92), zu einem Unkostenbeitrag von 4,- Euro erhältlich sein. Die
Kalender können auch zu den Kurszeiten der Kasseler Kinder- und Jugendkunstschule erworben werden.
Info:
www.kasseler-kindermalschule.de
Info: Tel. 0561/2075730, www.gartenfestivals.de
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2
StadtZeit Kassel Nr. 51
EDITORIAL
INHALT
Liebe Leserinnen, liebe Leser!
Neulich, 20 Uhr 25, das Mobile gibt Laut von sich:
Kurznachricht aus der Stadt: „Alles Bestens. Werde
nicht sehr spät kommen. Welche Bahn? Wo könnte
ich noch ein Bier für zuhause kaufen?“ fragt der documenta-Gast.
„Wenn Sie vor 21 Uhr landen gibt‘s gleich an der
Haltestelle einen Supermarkt. Ansonsten aus der
Stadt mitbringen oder mich fragen“, sendet der Editorial-Schreiber zurück und macht sich schon mal auf
den Weg in den Keller. „Dann muss ich wohl Sie fragen“, schreibt der Gast. „Machen Sie das. Ich habe
prophylaktisch schon mal was kalt gelegt.“
Erschöpft von der ästhetischen Praktik - und vor allem durstig - erreicht der Gast seine temporäre
Heimstatt.
Auf Balkonien dann Gespräche - nicht über Gott aber über die Welt, die Kunst, die Fuldastadt, das
bloße Leben. „Eine Kunstausstellung in Kassel“ ist
es, was den Gast wirklich begeistert. Und das, wo er
die Fuldastadt - neben Düsseldorf - als einen der
ödesten Orte erinnert, an dem er sich je aufhielt.
Und er scheint schon verdammt viel rumgekommen
zu sein. Beruflich wie privat.
Geradezu angetan ist er von dieser Stadt, die er sich
über die Nummer 13 nochmals so neu erschließen
konnte.
Und auch der Skepsis des Gastgebers, der sich mit
documenta-Experte Harald Kimpel - übrigens auch in
diesem Heft mit einem Beitrag vertreten - radiophon
darüber verständigt hatte, dass dieser Ausstellung
vor lauter Welträtselaufklärung und politischer Korrektheit wohl die Heiterkeit und der Wille zur Provokation abhanden gekommen sei, kann der Gast
nicht gelten lassen und berichtet noch immer begeistert von seinen persönlichen Favoriten.
Sein Vortrag ist so mitreissend, dass sich der eher
träge Gastgeber entschließt, in Richtung Zielgerade
nochmals die Ausstellung unter Einbeziehung der
auf Balkonien aufgeworfenen Aspekte zu untersuchen.
„So, ich will morgen ganz früh los, damit ich gleich
um Zehn ins ,Brain‘ komme“, verabschiedet sich der
Gast irgendwann weit nach Mitternacht zum Matratzenhorchdienst.
Am nächsten Abend gibt das Mobile Laut von sich:
Kurznachricht. Der Gast, schon auf dem Weg in die
Heimat: „Nochmals vielen Dank für die Gastfreundschaft, Bier und die anregende Unterhaltung. Auch
heute war toll. Herzliche Grüße“, teilt er mit. „Freut
mich, dass Ihnen das eine wie das andere gefallen
hat. Wir sehen uns in fünf Jahren...“, schreibt der
Gastgeber zurück.
Geschichten, wie sie nur ein documenta-Sommer
schreiben kann...
Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Vertiefen der
gewonnenen Einsichten.
Schreiben Sie Ihre eigene documenta-Geschichte.
Und bleiben Sie stark!
Klaus Schaake, Herausgeber
P.S.: Wer Rechtschreibfehler findet, treffe sie in fünf
Jahren wieder.
•••••
„Wir müssen die
Wachstumsideologie
überwinden!“
Die Energiewende ist für Prof.
Niko Paech ein verlogenes
Konstrukt, das der Öffentlichkeit
suggeriert, regenerative
Energien könnten ein Ersatz
für radikale Energieeinsparungen sein.
„Postwachstumsökonomie“
nennt sich der von ihm
propagierte Ansatz.
4
Herbstzauber Kassel
1. Kasseler Mit-Mal-Kalender
Landwirtschaft – Schlüsselfaktor des
21. Jahrhunderts
Kunst am Aktionsbus
Heilhaus lädt ein zum Hoffest
CARICATURA VI
AktionsTheaterKassel
IRRITAZIONI MOMENTANEE. ATTENZIONE!
Kulturnetzreise nach Maribor
„bewegter wind“
6. Internationaler Kunstwettbewerb
Von Kopf bis Schuh
Kassel Anders
8
Aspekte einer Besichtigung:
KUNST
12
THEMA ERNEUERBARE ENERGIEN
LANDKREIS KASSEL
23
ARCHITEKTUR
28
ESCHWEGW IM WERRATAL
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WANDERN AM MEISSNER
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DIE VIRTUEL L E
BR AUTS CHAU
KLIMA
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38
„Wir brauchen auch ästhetische
Nachhaltigkeit!“
DIE EDGAR-KNECHTKLAVIERSCHULE
VERANSTALTUNGEN
40
IMPRESSUM
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GLOSSE
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KINO/VERANSTALTUNGEN/
KLEIN.../SUDOKU
44
KOCHEN
47
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ROCK, LATIN, POP,
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3
•• •••
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Landwirtschaft – Schlüsselfaktor des
21. Jahrhunderts?
Dienstag, 25. September 2012, 20.00 Uhr
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Große Herausforderungen liegen
vor uns: unter anderem Klimawandel, begrenzte Rohstoffe, Verlust
der Biodiversität, Bevölkerungswachstum und Hunger in der Welt.
Mit all diesen Themen ist die Landwirtschaft eng verbunden. Besonders der 2009 veröffentlichte Weltagrarbericht hat dafür Bewusstsein
geweckt. Mindestens 30 % aller
menschlichen Klimagasemissionen
hängen heute von der Art und Weise ab, wie wir Landwirtschaft betreiben. Enorme Mengen fossiler
Energie werden verbraucht, um
Stickstoffdünger herzustellen. Die
industrielle Massentierhaltung ist
ethisch und ökologisch fragwürdig.
Über 75 % der Kulturpflanzen gingen in den letzten 100 Jahren verloren. Zugleich hungern heute über 1
dler
Milliarde Menschen. Weiter wie bisher ist keine Option! Welche Auswirkungen hat das auf unseren Alltag? Welche Lösungen bieten sich
an und was kann der Einzelne tun?
Vortrag von Oliver Willing, Dipl.
Ing. agr., von 1993 bis 2000 Berater
bei Demeter Hessen, seit Mai 2000
Mitarbeiter der Zukunftsstiftung
Landwirtschaft, seit 2007 Geschäftsführer der Stiftung.
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4
Mehr als 25 Akteure des Kinder- und Jugendnetzwerks Kassel bieten zur
documenta Workshops, Mitmachaktionen und Events für Kinder und Jugendliche an. Sie stehen alle in Verbindung mit Kunstwerken oder Themen
der Ausstellung. Für das Projekt wird ein Londoner Doppeldeckerbus auf
dem Weinberg aufgestellt. Er ist Infopunkt, Ausstellungs- und Aktionsraum
und Ausgangspunkt der Workshops..
Eingeladen sind Schulklassen und Jugendgruppen sowie alle anderen interessierten Kinder und Jugendliche.
Das Projekt wird unterstützt durch die „Ich-kann-was“-Initiative der Telekom, Aktion Mensch, die Städtischen Werken sowie durch das Jugendamt
und das Kulturamt der Stadt Kassel.
Informationen www.kinderjugendkassel.de.
Kontakt: [email protected].
StadtZeit Kassel Nr. 51
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Salonmusik.
Führungen und Infostände bieten Gelegenheit, sich über die Arbeit des
Heilhauses und die dazugehörige Siedlung zu informieren.
Für Kinder und Jugendliche gibt es u.a. Ausdrucksmalen, einen Mitmachzirkus sowie einen Skateboard-Workshop mit Mr. Wilson.
Abends wird zu Life-Musik getanzt – verschiedene Jugendbands und
Gentle Groove Agency spielen Rock und Pop.
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Samstag, 15.9.2012, 20 Uhr,
KulturBahnhof, vor der Caricatura: CARICATURA VI-Finissage
Freitag 28. und Samstag, 29.9.,
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StadtZeit Kassel Nr. 51
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5
Herbstzauber
KASSEL
AktionsTheaterKassel
28. bis 30. September 2012
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Ein Piaggio-Transporter in der Stadt
9. August - 9. September 2012
Kassel. Sommer 2012. Ein PIAGGIO
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ZUBEHÖR
KulturNetz-Reise
nach Maribor
21. bis 30. September
Zum sechsten Mal bietet das KulturNetz Kassel eine Reise zu den
Kulturhauptstädten Europas an.
Dieses Jahr geht die Reise nach
Maribor, der zweitgrößten Stadt
Sloweniens, wo sich Politik, Kultur
und Sprache von Slawen und Deutschen berühren. In Maribor stehen
Macher der Kulturhauptstadt, Medienvertreter und Künstler Rede
und Antwort.
Die zehntägige Bahnreise findet
6
mit dem Kooperationspartner Ex
Oriente Lux Reisen in Berlin statt.
Reisepreis p. P.: € 1.340.- (incl.
Bahnfahrten, Bus in Slowenien,
Übernachtung in guten Mittelklassehotels mit Frühstück, Abendessen in ausgewählten Restaurants;
slowenische und deutsche Reiseleitung).
Anmeldung/ Informationen:
Henrike Taupitz: [email protected]
Tel. 0561-403602
KulturNetz Kassel:
[email protected]
Tel. 0561-7016275/76
StadtZeit Kassel Nr. 51
Erleben – begreifen –
verstehen!
„bewegter wind“
6. Internationaler Kunstwettbewerb
19. August bis 2. September
I
Unter dem Titel „AIR condition(s)“ bietet die
Ausstellung ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm für kulturell und technisch
Interessierte, Naturliebhaber, Sportler, Junge und Alte und für alle, die sich einmal die
Kunst und die Landschaft um die Nase flattern und sich ein wenig durch den Nachmittag oder Abend treiben lassen möchten.
Die Kunstwerke sind auf der Kugelsburg in
Volkmarsen, auf dem Graner Berg in Wolfhagen-Bründersen und dem Windpark in
Wolfhagen-Istha zu sehen. An jedem der
drei Standorte findet man ca. 20 Kunstwerke. Erreichbar sind alle drei Standorte mit
dem Auto oder dem Fahrrad, mit dem Zug
und zu Fuß. Für eine Rundfahrt zu allen Ausstellungsorten und Touren von Kassel bis
Volkmarsen wurden spezielle E-Bike-Touren
ausgearbeitet, die bei der Touristikabteilung
der Stadt Wolfhagen, der Stadt Bad Arolsen
oder direkt bei Movelo zu buchen sind.
Info: www.bewegter-wind.de
I
di Funke & Mario
Herausgeber: Claudio
Zgoll
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ERS I
DER
I KASSEL AN
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ENDLICH! NEUE SICHT.
Von Kopf bis Schuh
Ein Chanson-Abend mit
Pfeffer und Likör
Ekstase Bar, Fr. 7. September, 20:30 Uhr
Das Duo »Pfeffer und Likor« sind zwei Pianistinnen und zwei Saängerinnen. Claire
Raiber und Kristin de Oliveira präsentieren
ihr charmantes Programm »Von Kopf bis
Schuh« mit Originalliedern und Chansons
der 20er Jahre im unvergleichlichen Ambiente der Ekstase- Bar. In koketter Manier
erzählen sie Geschichten von mondänen
Damen und ihren Gefühlswirren. Hier musizieren zwei fabelhafte Pianistinnen, die als
Sängerinnen unterschiedlicher kaum sein
könnten.
Info: Tel. 0561-739 87 27 [email protected]
StadtZeit Kassel Nr. 51
Erotische Märchen
Italienisches Märchenbuffet mit
Andrea C. Ortolano auf dem
Freitag, 14. September, 19 Uhr, Löwenhof, Bachstraße 36, 34253 Lohfelden
Die bekannte Kasseler Künstlerin Andrea C.
Ortolano nimmt ihr Publikum mit auf eine
erotische Märchenreise. In wechselnden
Kostümen schlüpft sie in verschiedene Rollen und freut sich über Freiwillige aus dem
Publikum.
Die Gäste genießen während der Spielpausen ein italienisches Buffet mit Vorspeisen,
einem Hauptgericht und einem Nachtisch.
Das Buffet ist im Eintrittspreis enthalten.
Vorverkauf und Tischreservierung:
Hotel zur Post, 34253 Lohfelden
Tel.: 0561/95 100Neuerscheinung
Ab September warten die Buchhandlungen
von Kassel und Umgebung mit einer neuen
lesenswerten Lektüre auf.
„Kassel anders“ - ein Porträt der interessanten Menschen.
Wo sind Kassels verborgene Plätze und Läden? Kasseler und Kasseläner, Studios und
Orte werden schmackhaft aufgezeigt und
dargestellt. Ganz ohne Herkules und den
nordhessischen altbekannten Stil.
Die Herausgeber Dr. Claudio Funke und Mario Zgoll zeigen Kassel in einem anderen
Licht. Unplugged. Inszeniert. Mit frechen,
erotischen und auch unkonventionellen Fotos von Zgoll und gegen den Strich verfassten Texten.
Frech, modern und anders. Zum Preis von
14,90 Euro. Ab dem 15.9. im Buchhandel.
7
8
StadtZeit Kassel Nr. 51
dOCUMENTA (13): EINE KUNSTAUSSTELLUNG IN KASSEL. Diese
Plakatbotschaft soll im Sommer ein internationales Publikum an die Fulda locken. In drei Folgen unterziehen wir
die Hauptkomponenten des Slogans – KASSEL KUNST AUSSTELLUNG – einer Besichtigung.
Heute: KUNST
dOCUMENTA (13): Eine
KUNSTausstellung in Kassel
Von Harald Kimpel
Auf der dOCUMENTA (13) zieht’s. Wer sich
der Leere des Erdgeschosses im Museum Fridericianum aussetzt, wird von einer kräftigen Brise umweht, die zum spontanen Ausruf „Fenster zu!“ verleitet. Ist dieser Luftstrom der „wind of change“ eines gänzlich
neuen Ausstellungskonzepts, der Gegenwind gegen die mitreißende Sogwirkung
des kulturellen Mainstreams, oder aber
doch nur eine Reminiszenz an die brachialen
Klimatisierungspraktiken im heißen documenta-Sommer 1955?
Was einem dort an zentraler Stelle im mythischen Ursprungsgebäude der documenta
entgegenbläst, vermag einerseits zu demonstrieren, wie luxurierend die 13. Version
angesichts der zahlreichen Schauplätze ihrer Ausstellungslandschaft mit der Ressource Raum umgehen kann; andererseits ist
mit diesem unsichtbaren Exponat eine
grundsätzliche Verweigerungshaltung formuliert: In einer enthierarchisierten Ereignisstruktur, die weder Standort- noch Künstleroder Exponat-Schwerpunkte zu kennen behauptet, bleibt der Raum, der zuvor regelmäßig den Stars der Szene überlassen war,
demonstrativ ein Freiraum.
StadtZeit Kassel Nr. 51
Ohne Konzept
Vielleicht wird hier aber auch der lange
Atem der künstlerischen Leitung spürbar,
mit dem sie nicht nur den bislang gültigen
Zeit- und Ortsrahmen sprengen will. Denn
mit einem umfassenden Themenstrudel legt
es die aktuelle documenta also darauf an,
zwischen Hundehaltung und Quantenphysik alle Welträtsel auf einmal zu lösen – oder
doch zumindest zur Sprache zu bringen (zu
einer Sprache, die, wie sich zeigt, nicht in jedem Fall eine Bildsprache ist). Durch diese
Zuständigkeitsexplosion hat Carolyn Christov-Bakargiev die ehemalige Kunstausstellung in ein neues Format überführt. documenta – das ist gegenwärtig nicht mehr nur
eine Exponat-Ansammlung an konkreten
Kasseler Lokalitäten, sondern ein Etikett für
ein simultanes Gebilde vielfältiger kultureller
Ereignisformen. Der Begriff documenta fungiert somit nunmehr als Label eines global
geweiteten, zeitlich ausgedehnten sowie
medial und inhaltlich expandierenden Veranstaltungsnetzes, das über die Funktion einer kunstwerkpräsentierenden Ausstellung
hinaus einem erweiterten Selbstverständnis
als Medium der Theorieproduktion und Wissensvermittlung über „unsere Welt“ verpflichtet ist: ein dem Konzept der Konzeptlosigkeit unterworfenes kulturellen Projekt, das nicht nur Kunstwerke vorführen,
sondern alle Formen menschlicher – und
verblüffender weise wohl auch nichtmenschlicher – Weltaneignung erforschen
und thematisieren will.
Indem sich der Eifer der dOCUMENTA (13)
auf die Kommentierung politischer, ökonomischer, wissenschaftlicher und, ja, auch
kultureller Phänomene mit überwiegend
ästhetischen Methoden richtet, macht sie
Ernst mit einem „erweiterten Kunstbegriff“,
den sie extremer und radikaler ins Soziale,
Wirtschaftliche und Politische erweitert, als
es sich sein Erfinder Joseph Beuys hätte vorstellen können.
Ohne Kunstbegriff
Konsequenterweise arbeitet diese mit der
allseitigen Grenzniederlegung einhergehende Aufweichung des Kunstbegriffs auf dessen Abschaffung hin. Hatten alle früheren
documenta-Versionen keinen Zweifel daran
gelassen, dass es sich bei dem von ihnen
Dokumentierten um Kunst handelte, ja
dass es nicht zuletzt durch die Teilhabe am
Projekt documenta zu Kunst würde, ist man
nun liberal genug, den Kunstanspruch zu
relativieren: „Was manche dieser Teilnehmer tun, und was sie (…) ‚ausstellen‘, mag
Kunst sein oder auch nicht“, tut Carolyn
Christov-Bakargiev die Kunst-Frage achselzuckend ab. Wollte bislang noch jede documenta nicht nur Kunst von Nichtkunst, sondern auch innerhalb der Kunst die Spreu
vom Weizen trennen, ist es nun also der Institution gleichgültig geworden, ob das
Dargebotene überhaupt noch unter dem
Kunstaspekt diskutiert wird und wie die Projekte ihrer Zuwendung begrifflich firmieren.
Die lästige Dauerfrage nach dem Kunstcharakter von Ausstellungsgegenständen, die
seit jeher den Zugang zum Wesentlichen einer Kunstbehauptung verstellte, hat sich
damit erledigt. Allerdings geht mit der Enthierarchisierung aller Komponenten zugleich eine emotionale Nivellierung einher:
Entweder das Ganze gefällt – oder gar
nichts.
9
Ohne Mensch
Zu den Neuregelungen von Verhältnissen,
die sich die 13. documenta zur Aufgabe gemacht hat, gehört auch das zwischen
Mensch und Tier. Mit dieser Bemühung,
über ein entanthropozentriertes, nicht-logozentrisches Denken und Handeln den Menschen aus dem Zentrum der Aufmerksamkeit zu rücken und den Fokus auf Tiere,
Pflanzen sowie unbelebte Materie zu richten, beteiligt sich die dOCUMENTA (13) an
einem aktuellen Diskurs, der als „HumanAnimal-Studies“ seit kurzem en vogue ist
und dem daran gelegen ist, mit dem „Animal Turn“ ein neues Paradigma für eine
„Poltische Zoologie“ zu etablieren. Auf der
Basis einer holozentrischen Umweltethik für
die Bemühungen um eine „Form der neuen
Gerechtigkeit in unserer artenreichen Welt“
umschließt die Ausstellung also Forschungsansätze, die bislang im Zusammenhang der
Kunst nur marginal verhandelt wurden –
und derentwegen das Gesamtunternehmen
(insbesondere wenn ein Wahlrecht für Erdbeeren gefordert wird, Führungen nicht nur
mit sondern von Hunden sowie HypnosePraktiken und Voodoo-Zauber angeboten
werden) bei einigen Kritikern unter Esoterikverdacht geraten ist.
Wie sich seit Anbeginn bei der documenta
Dokumentationsbehauptungen und Durchsetzungsinteressen paaren, so auch bei der
aktuellen. Was es durchzusetzen gilt, ist ein
animistisches Kunstweltbild, das nachzuvollziehen manchen Beobachtern sichtlich
schwerfällt. Denn wenn Carolyn ChristovBakargiev einer „Kultur der De-Anthropologisierung“ das Wort redet, werden Gefühle,
Intentionen und psychische Empfindsamkei-
ten unterstellt, wo gängiger Anschauung
gemäß nur blinder Zufall, Naturgesetzlichkeit oder genetisch bedingter Instinkt am
Werk gesehen werden. In dieser Hinsicht ist
die 13. documenta die ambitionierteste, die
es je gab. Ihr Ehrgeiz richtet sich nicht nur
auf die Etablierung eines neuen Kunst-, sondern auch Weltbegriffs, dem mit künstlerischer Grundlagenforschung zum Durchbruch verholfen werden soll. Ausgestellt
werden die Ergebnisse von „artistic research“ auf der Suche nach einer neuen
Weise des Denkens über die Welt und die
Rolle des Menschen darin: ein Perspektivwechsel, dem es um nichts Geringeres geht
als um eine Neuregelung des Verhältnisses
von Subjekt und Objekt. Sucht im Zuge der
wissenschaftlichen Evolution das um Erkenntnis bemühte Individuum Einsicht in die
Dinge zu erlangen, blicken diesmal die Dinge zurück. Damit verknüpft ist zugleich eine
Definition des ökofeministischen Ansatzes.
Dem zufolge hält es Carolyn Christov-Bakargiev für „feministisch, die menschliche Existenz nur als Teil einer weiter gefassten Existenz zu sehen und sich Gedanken über den
Blickpunkt eines Tiers oder Steins zu machen.“
Mit dieser Absicht setzt die 13. die mit Okwui Enwezors 11. documenta begonnene
Modifikation der documenta-Idee fort: die
Evolution der Ausstellungsreihe von einem
der Ideologie des Innovativen, dem System
der kontinuierlichen Erneuerung und der
Progressionsidee verpflichteten, Entwicklungen registrieren wenn nicht gar vorhersehen wollenden Instrument zu einem Medium der Konfliktbeschreibung und Ursachenforschung in globalem Maßstab.
StadtZeit Kassel Nr. 51
Ohne Leichtsinn
Herausgekommen ist dabei eine Atmosphäre gnadenloser politischer Korrektheit, die
allem Präsentierten den Humor ausgetrieben und eine todernste Sozialdramatik eingetrichtert hat: ein ästhetischer Klimawandel, der seine Attraktivität beim Fach- wie
Laienpublikum dadurch entfaltet, dass er allen Beteiligten das gute Gefühl vermittelt,
immer und überall auf der richtigen Seite zu
stehen. Allenthalben spürbar wird die weltverbessernde Mission des Projekts dOCUMENTA (13). Zwischen der Recycling-Idylle
von Gareth Moores Hippie-Paradiesgarten
und Claire Pentecosts Revolution der Weltwährung auf der Basis des Ackerbodens soll
am künstlerischen Wesen die Welt genesen.
Nichts ist, was es oberflächlich zu sein
scheint; hinter jeder Äußerung jedes Teilnehmers lauert ein gesellschaftspolitischer
Komplex von einer Tragweite, dass er jede
mögliche Kritik an der ästhetischen Ebene
zum Schweigen bringt. Dieses gutgemeinte
Kunstverständnis provoziert nicht mehr,
sondern macht betroffen. Man merkt die
StadtZeit Kassel Nr. 51
Absicht, und man ist eingestimmt auf eine
allgemeine Zustimmung, ohne unmittelbar
zum Handeln genötigt zu sein. Der allen Exponaten entströmende Appell „Du musst
dein Leben ändern“ muss gerade durch seine Dauerbeschallung folgenlos bleiben.
Trotz der tiefgreifenden Modifikationen der
documenta-Idee soll aber an einem in den
Urgrund des Unternehmens reichenden
Stützpfeiler nicht gerüttelt werden. Aufrechterhalten wird erklärtermaßen einer der
tradierten Effekte des Kasseler Ausstellungsgeschehens: seine Ritual-Funktion, also die
Bereitstellung eines Partizipationsangebotes
für ein Publikum, das sich in der Feier seiner
gemeinsamen Anwesenheit bei einem als
bedeutend geltenden Ereignis sein kulturelles Selbstverständnis renoviert. Vielleicht ist
es dieser Aspekt, der entscheidend dazu
beitragen wird, die erwartete Besuchermillion nach Kassel zu locken, um damit sicherzustellen, dass auch in Zukunft ein „nichtkommerzieller Ort intensiver Gemeinschaft“
die documenta-Stadt wirtschaftsfördernd
voranbringt – aber das wäre dann bereits eine andere documenta…
Weltempfänger spezial:
documenta 13 - Podcast
Ein radiophoner "Spaziergang" mit Harald
Kimpel. Der Kunstwissenschaftler, Kurator
und documenta-Experte spricht mit Klaus
Schaake über die aktuelle Ausstellung, die
ganz wesentlich von Widersprüchen lebt
und sich mit ihrem "Konzept der Konzeptlosigkeit" explizit dazu bekennt.
Die einstündige Sendung lief am 16. August
im Freien Radio Kassel und ist bei kassel-zeitung.de als Podcast hinterlegt und jederzeit
hörbar.
www.kassel-zeitung.de. (Suche: Weltempfänger)
11
Holen Sie Ihren Strom
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Energie effizienter nutzen: Kraft-Wärme-
ein kompaktes Mikro-KWK-System, das
Neue Blockheizkraftwerke in Bestandsbauten
Kopplung für Ein- und Zweifamilienhäuser
diese Effizienztechnologie auch in Ein- und
können nach dem BAFA-Förderprogramm
Zweifamilienhäusern nutzbar macht.
einen einmaligen Investitionszuschuss für
Die von der Bundesregierung beschlossene
Der mit Hilfe des Stirling-Motors erzeugte
besonders geeignete Anlagen mit einer Leis-
Energiewende umfasst den Ausbau von
Strom kann im Haus verbraucht werden.
Effizienztechnologien und erneuerbaren
Entsprechend verringert sich der Strombezug
tung von 1 kWel i.H.v. 1.500 Euro erhalten.
Weitere Informationen erhalten Sie unter
Energien. Die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)
vom Energieversorger. Produziert das
ist eine Effizienztechnologie mit besonders
Mikro-KWK mehr Strom, als gerade benö-
großem Potenzial, da bei ihr die mit der
tigt wird, wird dieser in das öffentliche Netz
Heizkesselanlage durch ein Mikro-KWK-
Stromerzeugung anfallende Wärme sinnvoll
eingespeist und mit derzeit etwa 10 Cent pro
Heizgerät ersetzen oder sich bei Neubau für
genutzt wird.
Kilowattstunde vergütet.
eine Mikro-KWK-Anlage entscheiden einen
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Darüberhinaus können Kunden, die eine
Investitionszuschuss von bis zu 2.000 Euro
Gegenüber der herkömmlichen getrennten
Strom- und Wärmeerzeugung (Strom aus
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von Ihrem Energieversorger erhalten.
zentralem Kraftwerk, Wärme aus dem Hei-
Energieversorgers für Mini-KWK-Anlagen
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zungskeller) reduzieren erdgasbetriebene
nutzen
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KWK-Systeme den Primärenergieverbrauch
um bis zu 25 % und die CO2-Emissionen um
Das Mikro-KWK-System Vitotwin 300-W von Viessmann macht die Effizienztechnologie Kraft-Wärme-Kopplung auch
im Ein- oder Zweifamilienhaus nutzbar.
rund ein Drittel. Deshalb soll der KWK-Anteil
an der Stromerzeugung sukzessive ausgebaut
werden – von heute rund zwölf auf 25 % im
Jahr 2020.
Eine wichtige Voraussetzung für den wirtschaftlichen Betrieb von KWK-Systemen
sind möglichst lange Laufzeiten. Aus diesem
Grund wurden Blockheizkraftwerke bislang
vorwiegend in Objekten mit einem hohen,
ganzjährigen Strom- und Wärmebedarf eingesetzt – zum Beispiel in Krankenhäusern,
Gewerbe- oder Industriebetrieben. Mit dem
innovativen Vitotwin 300-W bietet Viessmann
THEMA ERNEUERBARE ENERGIEN
„Wir müssen die Wachstumsideologie überwinden!“
Die Energiewende ist für Prof. Niko Paech ein verlogenes Konstrukt, das der
Öffentlichkeit suggeriert, regenerative Energien könnten ein Ersatz für radikale Energieeinsparungen sein. „Postwachstumsökonomie“ nennt sich der von
ihm propagierte Ansatz.
Interview: Klaus Schaake
KS: Herr Paech, in einem taz-Interview sagen Sie: „Selbst erneuerbare Energien sind
längst an der Schwelle, wo nicht mehr klar
ist, ob sie Teil der Lösung oder Teil des Problems sind.“
Wenn auch nur die Grünen ihn von der Terminologie so aufgenommen haben: Die Erneuerbaren scheinen doch Teil eines partei-,
experten- wie milieuübergreifenden Konsenses für eine Art „Green New Deal“, also für
eine ökologische Wende des Kapitalismus
zu sein. Was macht Sie hinsichtlich der Erneuerbaren und der Energiewende so skeptisch?
NP: Bei der Energiewende handelt es sich
um ein sehr verlogenes Konstrukt. Während
die Erneuerbaren ausgebaut werden, baut
man gleichzeitig viele große Kohlekraftwerke. Die Schöpfer dieser Energiewende trauen offenbar ihrer eigenen Idee nicht über
den Weg. Sonst hätten sie in den Nuller-Jahren nicht billigend in Kauf genommen, dass
die Gesamtkapazität der stillzulegenden
Atomkraftwerke über die Hintertür größtenteils durch neue Braun- und Steinkohlekraftwerke ersetzt wird. Obendrein wird der Öf-
StadtZeit Kassel Nr. 51
fentlichkeit suggeriert, dass Erneuerbare ein
Ersatz für radikale Energieeinsparung sein
können.
KS: Was folgern Sie daraus?
NP: Ein Grundproblem der momentan propagierten Energiewende ist, dass die hierzu
verfügbaren Innovationen den alten, ökologisch ruinösen Strukturen einfach hinzu addiert werden, was dann fatalerweise den
Energieoutput steigert.
KS: Mit welchem Resultat?
NP: Das Überangebot an Strom sorgte beispielsweise am 2. Weihnachtsfeiertag 2009
dafür, dass der Preis für eine Kilowattstunde
an der Strombörse in Leipzig vorübergehend auf unter Null sank. Das ist der umweltpolitische Super-GAU.
„Energiewende ist Amoklauf gegen die Natur“
KS: Warum? In den Meldungen der Erneuerbaren-Lobby wird das als Erfolg und als
Beweis dafür gepriesen, dass die Erneuerbaren in der Lage sind, uns sicher zu versorgen
und wir getrost die alten CO2-Schleudern
respektive Atommeiler abschalten können.
NP: Kein Mensch geht sparsam mit einer
Ressource um, die zum Nulltarif verschleudert wird. Auch erneuerbare Energieträger
sind nicht ohne ökologische Schäden zu haben, sondern bilden gemeinsam mit der
Agrarindustrie den Sargnagel für die letzten
noch integren Landschaften. Unter dem
Banner der Energiewende findet in Europa
ein Amoklauf gegen die letzten Reste an Natur statt. Und warum? Weil wir zu vornehm
sind, über Einsparung zu reden.
KS: Sie dramatisieren!
NP: Was wir beispielsweise in Niedersachsen in der Bio-Energie erleben, ist die „Vermaisung“ ganzer Naturräume, zu denen
sich noch die dazugehörigen Biogas-Anlagen gesellen – das ist eine ökologische Katastrophe ersten Ranges.
Was die bisherigen Industrialisierungswellen
und Okkupationen des Naturraums durch
Verkehr, Wohnflächen, Gewerbegebiete
etc. noch nicht zu zerstören vermochten,
wird jetzt durch die so genannte Energiewende nachgeholt. Zunehmend gigantische
Windkraft- und Photovoltaikfreiflächenanlagen sind nichts anderes als eine industrielle
Nachverdichtung der Landschaft. 13
ERNEUERBARE ENERGIEN
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Schwerpunkt Energieberatung an.
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Kreditanstalt für Wiederaufbau
(KfW) gelisteter Unternehmensberater für Energieeffizienz und Anlagenplaner Erneuerbare Energien.
Darüber hinaus bietet Manfred BalzFiedler über die Baubegleitung und
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Tel: 0561- 20 26 848
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StadtZeit Kassel Nr. 51
THEMA ERNEUERBARE ENERGIEN
KS: Die wie aussieht?
NP: Immer mehr Landwirte, die vormals Getreide anbauten, stellten mittlerweile auf sogenannten „Energie-Mais“ um. Das ökologisch ruinöse Erneuerbare Energien Gesetz
(EEG) belohnt den Ausbau der Energieproduktion anstelle der viel dringender notwendigen Einsparung. Die Naturschutzverbände - jedenfalls die, die nicht mit den Investoren zusammenarbeiten – laufen Sturm
dagegen, weil es sich dabei um eine desaströse Vorgehensweise handelt, die der Abschaffung der Natur gleichkommt.
Zusehends spitzt sich die Verwendungskonkurrenz in der Flächenbewirtschaftung zu.
Wir sind seit 2011 nicht mehr in der Lage,
den niedersächsischen Getreideverbrauch
auf Basis eigener Flächen in diesem Bundesland zu befriedigen.
KS: Gibt es aus Ihrer Perspektive noch weitere Kritikpunkte das EEG betreffend?
NP: Die Anreizstruktur des EEG schafft
mächtige Investoren, um deren Ansiedlung
marode Kommunen buhlen. In Oldenburg
hat sich beispielsweise eine Ratsmehrheit
dafür gebildet, einige 150 Meter hohe
Windkraftanlagen in ein Landschaftsschutzgebiet zu bauen, obwohl Gutachten von
Biologen vor den Schäden und Risiken warnen. Sogar der örtliche NABU-Vorsitzende
unterstützt die Investition. Absehbar ist außerdem schon jetzt, dass Photovoltaik-Freiflächenanlagen wie Pilze aus dem Boden
schießen.
„Verlagerung eines ökologischen Schadens“
KS: Das EEG fördert PV-Freiflächenanlagen
nicht mehr so großzügig.
NP: Richtig. Aber für Investoren bleibt es
trotzdem leichter, Landschaften zu zerstören, als sich mit den vielen Hausdächer-Eigentümern ins Benehmen zu setzen, um
dort ökologisch verträglich Anlagen aufzubauen.
KS: Ihr Resümee?
NP: Die vermeintliche ökologische Innovation bewirkt in Wahrheit nichts anderes, als
die Verlagerung eines ökologischen Schadens von einer System-Dimension in eine andere.
KS: Das müssen Sie erklären!
NP: Die Ökosphäre umfasst unterschiedliche
Aggregatzustände. Im Aggregatzustand
"gasförmig" sind CO2-Emissionen relevant,
die zum Klimawandel beitragen, weil sie
den Treibhauseffekt verstärken.
Entlastet man nun das Aggregat „gasförmig“ um CO2 und belastet dafür aber ein
anderes, ökologisch nicht minder relevantes
Aggregat, etwa die Meere, Flächen oder
letzten Landschaften, findet keine Problemlösung, sondern eine Problemverlagerung
statt. Umweltschutz, der nicht auf reiner
Verbrauchsreduktion beruht, endet so gut
wie immer als räumlicher oder systemischer
Verlagerungseffekt.
KS: Sie heben mit Ihrer Kritik auch auf einen
technischen Machbarkeitswahn ab, wenn
ich Sie richtig verstehe.
NP: Seit fast 40 Jahren wollen wir das Bruttoinlandsprodukt weiter wachsen lassen, aber
die Umwelt nicht belasten. Dies hieß zuerst
qualitatives Wachstum, dann war von nachhaltigem oder decarbonisiertem Wachstum
die Rede, später dann von Green Economy
und heute sagen manche Green New Deal
dazu - alles alter Wein in neuen Schläuchen.
Mit technologischen Tricks soll dafür gesorgt werden, dass nicht trotz, sondern wegen dieses Wachstums die Ökosphäre entlastet wird.
KS: Die ökologische Krise also als rein technische Herausforderung?
NP: Ja. Dem geneigten Publikum, vor dessen Zorn sich alle Politiker und medial aktiven Wissenschaftler fürchten, soll nicht zugemutet werden, weniger zu konsumieren,
zu fliegen, Auto zu fahren oder zu telekommunizieren. Sie sollen brav in der Komfortzone bleiben und sich nicht Hände bei der
Umsetzung einer nachhaltigen Entwicklung
schmutzig machen. Den Job sollen gefälligst
technische Innovationen und eine hinreichend kluge Politik erledigen.
„Marketing mit gut verkäuflichen Schlagworten“
KS: Wasch mir den Pelz, aber mach mich
nicht nass?
NP: Inzwischen drohen wir sogar, unter einer Lawine technischer Neuerungen zu versinken. Aber auch Innovationen, denen
nachgesagt wird, sie trügen das Potenzial einer Ökologisierung des wirtschaftlichen
Wachstums in sich, haben die Situation
nicht verbessert, sondern sie eher krass verschlechtert.
Green Economy, nachhaltiges Wachstum,
Green New Deal - politisch sind das gut verkäufliche Schlagworte. Aber die Wahrheit
hinter der Behauptung, dass Deutschland
während der letzten 20 Jahre im Klimaschutz Erfolge gehabt haben soll, ist sehr
schlicht: Wir verlagern die schmutzigen, insbesondere die energieintensiven Anteile unserer Produktion schlicht nach Indien und
China.
KS: Stichwort „gut verkäuflich“: Was hat Niko Paech im Angebot, um aus dieser Nummer einigermaßen heil rauszukommen?
NP: Mein Vorschlag heißt „Postwachstumsökonomie“.
KS: Was soll uns das sagen?
NP: Salopp und wenig wissenschaftlich gesprochen ist es die harte Tour, also Nachhaltigkeit für Fortgeschrittene.
Zuerst müssen wir die Wachstumsideologie
überwinden. In Europa steht jede Form der
Nachhaltigkeit, insbesondere des Klimaschutzes immer unter dem Vorbehalt, dass
daraus weiteres wirtschaftliches Wachstum
resultiert. Bevor wir diese Bequemlichkeitsvollkasko nicht auf den Schrottplatz der Geschichte befördern, wird es so etwas wie
Ökologie, Nachhaltigkeit oder Klimaschutz
nicht geben, sondern nur verschlimmbesserndes Herumpfuschen. HERAUSRAGENDE EFFIZIENZ
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ERNEUERBARE ENERGIEN
EU-Projekt ENERGYREGION
Kommunen als Motor der Energiewende
in Zentraleuropa
Konferenz mit Workshop und Exkursion
Erfahrungsaustausch und Netzwerkbildung zwischen Deutschland,
Polen, Tschechien und Slowenien
27. und 28. September 2012, Niestetal
Länderübergreifender Erfahrungsaustausch
Gegenstand der Konferenz ist der Erfahrungsaustausch kommunaler Akteure aus Deutschland, Polen, Tschechien und Slowenien über konkrete
Projekte im Bereich der erneuerbaren
Energien und der Energieeffizienz.
Die Teilnehmer erhalten länderübergreifende Einblicke in die Verhältnisse
auf kommunaler Ebene und lernen
die Sichtweisen unterschiedlicher Akteure wie Verwaltung, Bürgergenossenschaften und Stadtwerken in verschiedenen Ländern kennen.
Bürgerbeteiligung im Fokus
Im Fokus des Workshops stehen Bürgerbeteiligung und Netzwerkarbeit
als Erfolgsfaktoren bei der Energiewende.
Eine Auswahl besonderer Energie und
Umwelt bezogener Bildungsinstanzen
zeigen den Teilnehmern innovative
Wege der Jugend- und Erwachsenenbildung.
Im Anschluss an den Workshop bieten die Veranstalter Exkursionen zu
Best-Practice-Projekten in der Region
an.
Das Projekt ENERGYREGION
„ENERGYREGION - Effektive Entwicklung dezentraler erneuerbarer Energien in Kombination mit
konventionellen Energien in Regionen“ ist ein EU-finanziertes Projekt. Durchgeführt wird es durch das
CENTRAL EUROPE Programm, co-finanziert durch den Europäischen
Fonds für Regionale Entwicklung.
Das Projekt startete am 1. Oktober
2011 und läuft noch bis Ende September 2014.
Strategien zu Förderung erneuerbarer Energien als Ziel
Elf Teams aus vier europäischen Ländern (Polen, Tschechische Republik,
Slowenien und Deutschland) realisieren das ENERGYREGION-Projekt.
Das Hauptziel besteht in der Erarbeitung von Strategien zur zukunftsfähigen Entwicklung von erneuerbaren Energien. Der verlässliche Zugang zu bezahlbarer Energie liegt
im Interesse nationaler und lokaler
Entscheidungsträger. Erneuerbare
Energien werden durch die Preissteigerungen bei fossilen Energieträ-
Veranstaltet im Rahmen von EU Projekt
Die Konferenz wird von der Klima und
Energieeffizienz Agentur KEEA aus
Kassel in Kooperation mit 3 Partnerkommunen aus Nord- und Mittelhessen im Rahmen des EU-Projekts
ENERGYREGION veranstaltet. In diesem Projekt werden Strategien und
Konzepte zum Ausbau erneuerbarer
Energien und zur Energieeinsparung
erarbeitet.
Kostenfreie Teilnahme möglich
Die Konferenz an der Konferenz ist
gebührenfrei, allerdings ist eine Anmeldung notwendig. Anmeldeschluss: 13. September 2012.
Info: www.energy-region.eu
16
Veranstaltet von
gern zunehmend wettbewerbsfähiger. Gleichzeitig machen sich Maßnahmen zur Energieeinsparung immer schneller bezahlt. Darüber hinaus können so regionale Wertschöpfung und damit Arbeitsplätze
und Wohlstand in der Region gehalten werden.
Projekt will Initiativen anstoßen
Zusätzlich angetrieben von immer
strikteren Auflagen im Umweltschutz und der Energieerzeugung
strebt das ENERGYREGION Projekt
an, Initiativen für die Förderung erneuerbarer Energien und des Bewusstseins für die Chancen der
Energiewende anzustoßen.
Zusammenarbeit im Fokus
Im Rahmen der Strategieentwicklung und Konzepterstellung sollen
regionale Strategien zur Erhöhung
der Investitionen in die Energieinfrastruktur entwickelt werden. Dabei
stehen die Zusammenarbeit und der
Erfahrungsaustausch über die Landesgrenzen hinweg im Fokus.
KEEA Klima- und Energieeffizienz Agentur
Die drei Unternehmen Limón, MUT
Energiesysteme und synovativ gründeten im Jahr 2009 die KEEA, die
auch im Projekt ENERGYREGION vertreten ist. Die Agentur bietet integrierte Konzepte und Machbarkeitsstudien an und setzt dabei auf die
Bündelung der Kompetenzen ihrer
Mitgliedsunternehmen.
MUT – synovativ - Limon
MUT Energiesysteme ist auf die Arbeitsfelder kommunale Energie- und
Klimaschutzkonzepte, CO2- und Energiebilanzierung sowie der Entwicklung von technischen Maßnahmen
spezialisiert.
synovativ bringt die notwendigen Erfahrungen in der Prozessentwicklung,
Moderation und Sensibilisierung der
beteiligten Akteure mit.
Die Limón GmbH ist Experte für Bereiche der Energieeffizienzberatung
in der Produktion und ist im Energiemonitoring und der Planung dezentraler Energieversorgungssysteme tätig.
Kommunale Klimaschutzkonzepte
Der Schwerpunkt des gemeinsamen
Leistungsportfolios liegt in der Entwicklung kommunaler Energie- und
Klimaschutzkonzepte in den Bereichen Strom, Wärme und Mobilität.
Diese beinhalten zukünftige Handlungsoptionen in den Bereichen Klimaschutz und Energieversorgung für
Städte, Gemeinden und Landkreise.
Die KEEA kann bei der Erstellung von
integrierten Klimaschutzkonzepten
auf Erfahrungen mit Kommunen und
Landkreisen unterschiedlichster Größenordnung zurückgreifen.
Zusammenarbeit mit Korea
Ende Juli haben KEEA, deENet und
CUBE eine Vereinbarung mit der südkoreanischen Stadt Gwangju zur Zusammenarbeit im Bereich Erneuerbare Energien und ökologische Stadtentwicklung abgeschlossen.
Mit Unterstützung von
Kontakt:
KEEA
Esmarchstr. 60, 34121 Kassel
0561 25 770
[email protected]
www.keea.de
www.energy-region.eu
StadtZeit Kassel Nr. 51
THEMA ERNEUERBARE ENERGIEN
„Strohfeuer-Effekt durch
Kapazitätsaufbau“
KS: deENet, das nordhessische Kompetenznetzwerk dezentrale Energietechnologien,
führt in seiner Studie „Nordhessen 2020“
an, es können in unserer Region in den kommenden acht Jahren bis zu 20.000 Arbeitsplätze im Bereich der Erneuerbaren Energien entstehen. Ebenso verficht deENet die
so genannten 100-Prozent-ErneuerbareEnergie-Regionen. Auch alles nur Verschlimmbesserung?
NP: Diese 100 Prozent-Regionen, wie sie
von deENet auf sinnvolle und gelingende
Weise unterstützt werden, sind alternativlos. Sich aber einzureden, man könne damit
dieselben Arbeitsplätze schaffen, wie in der
Industrie, ist absoluter Quatsch.
KS: Warum? Die Region liegt bereits jetzt im
sehr soliden fünfstelligen Bereich.
NP: Hier liegt eine „optische Täuschung“
vor: Verwechselt wird der konjunkturelle
Strohfeuereffekt des Kapazitätsaufbaus mit
jener langfristigen Wertschöpfung, die
dann noch möglich ist, wenn die Kapazitäten fertig gestellt sind. Selbst wenn wir bereit sind, die Nordsee mit Off-Shore-Windkraftanlagen und die letzten Landschaften
mit PV, Windkraft, Bio-Energie, Pumpspeicherwerken und Überland-Stromnetzen vollzustopfen, ist irgendwann der Punkt erreicht, an dem nur noch der Strom verkauft
werden kann.
KS: Also doch nichts mit Arbeitsplätzen?
NP: Die Anlagen müssen instand gehalten
werden, dann und wann gibt es Repowering.
Ob man das hören will oder nicht: Arbeitsplätze schaffen in erster Linie die schmutzigen Industrien. Wir haben im Jahr 2010 allein aus Kolumbien acht Millionen Tonnen
Kohle nach Deutschland importiert.
Ständig fördern, plündern, transportieren
und transformieren – das bringt Umsätze
und Jobs.
KS: Also doch weiter wie bisher?
NP: Nein, unter keinen Umständen! Mir
geht es darum, eine unbequeme Wahrheit
auszusprechen.
KS: Die da lautet?
NP: Die vermeintlichen grünen Technologien sind erstens nicht so umweltfreundlich,
wie behauptet wird, und schaffen zweitens
– absehen von kurzfristigen Effekten – nicht
so viele Arbeitsplätze wie das derzeitige System. Damit wir uns nicht missverstehen: Ich
befürworte einen ökologisch verantwortbaren Ausbau der Erneuerbaren und freue
mich, wenn Handwerker, Installateure, Planer, Projektierer und Produzenten wenigstens für eine Übergangszeit volle Auftragsbücher haben.
„Klimaschutz oder Wachstum – zusammen unmöglich“
KS: Und dann...
NP: ...gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder, wir expandieren immer ruinöser in
die Fläche und zerstören noch mehr Natur,
um den Strohfeuer-Effekt etwas länger auszukosten. Oder wir sind ehrlich und bekennen: Nach einer Übergangsphase wird die
Wertschöpfung sinken und unser aktuelles
Wohlstandmodell ist folglich nicht mehr stabilisierbar.
KS: Und das nennt sich dann Postwachstumsökonomie, um auf Ihren Begriff zurückzukommen?
NP: In unserer Situation hilft nur der Rückbau des Industrie- und Verkehrssystems und
eine Umverteilung der volkswirtschaftlich
dann noch notwendigen Arbeit. Um das sozialverträglich zu gestalten, ist eine duale
Daseinsform vonnöten: Zur einen Hälfte
sind wir weiterhin in der arbeitsteiligen,
aber prägnant reduzierten Industrie tätig.
Die andere Hälfte unserer Kreativität nutzen
wir, um ohne Geld und herkömmliche Märkte Konzepte der kreativen Subsistenz zu
praktizieren. Wir produzieren teilweise
selbst, zudem reparieren und pflegen wir
die Industriegüter, damit sie doppelt so lange verwendet werden können. Folglich
kommen wir mit der halben Industrieproduktion aus. Auch die gemeinsame Nutzung von Gegenständen kann den Bedarf
senken.
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KS: Wir sollen also Deindustrialisieren?
NP: Die bisherige Industrie, bezogen auf
Wertschöpfung und Arbeitsplätze, dadurch
aufrecht zu erhalten, dass wir sie durch ein
anderes technologisches Paradigma ersetzen, ist keine Option.
KS: Dürfen wir das jetzt als die berühmte
Dialektik begreifen?
NP: Bei aller Alternativlosigkeit eines vorsichtigen Ausbaus der regenerativen Energien setzt deren ökologische Entlastungswirkung voraus, dass die Wirtschaft eben
nicht wächst. Also, Klimaschutz oder
Wachstum, beides ist nicht zu haben.
KS: Und wie kommen wir dann mit der
zweifellos notwendigen Energiewende voran?
NP: Wenn ein Versiegelungs- und Landschaftsmoratorium als Rahmenbedingung
verankert würde, kann der Ausbau der regenerativen Energien weitgehend ohne
neue Umweltschäden von statten gehen.
KS: Wo bauen wir die Anlagen dann?
NP: Ein Rückbau der Industrie kann Flächen
freisetzen: Industriebrachen, Hausdächer,
stillgelegte Parkplätze, Autobahnen und
Flughäfen – also Areale, die der Ökosphäre
ohnehin schon unwiederbringlich entrissen
wurden, bieten PV- und Windkraftanlagen
Raum, ohne die Natur zu schädigen. Das
verliefe sogar automatisch dezentral, weil
die Verkehrsanlagen immer so geplant wurden, dass es niemand weit zur nächsten Autobahn oder zum nächsten Flughafen hat.
„Sich vom Wohlstandsschrott befreien“
KS: Rückbau, Deindustrialisierung, Postwachstumsökonomie - höre ich da den
schrillen Sound der Öko-Diktatur?
NP: Was wir jetzt erleben, ist eine Wachstums-Diktatur, eine Konsum-Diktatur, eine
Industrie-Diktatur und eine GlobalisierungsDiktatur. Wenn wir uns von jenem Überfluss
befreien, der nur durch Plünderung zu haben ist und uns so geldabhängig macht,
dass wir in ständiger Angst vor Krisen leben,
werden wir ökonomisch souverän. !"#$%&'(")$*+,****
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StadtZeit Kassel Nr. 51
17
4. KONGRESS
Wenn ich für Geld 20 Stunden in der spezialisierten Wirtschaft arbeite und die anderen 20 Stunden nutze, um eigenständig
oder gemeinsam mit anderen Selbstversorgungsleistungen erbringe, habe ich ein breiteres Spektrum an Selbstverwirklichungsoptionen, die mir Authentizität verleihen. Beherrschbar sind vor allem Menschen, die
konsumabhängig sind.
KS: „Less is more“, die alte Devise also?
NP: Ein Teil der Industrie kann in optimierter
Form bestehen bleiben, damit wir nicht ins
Mittelalter zurückkehren. Hinzu kommen ergänzende Aktivitäten in Form von Eigenproduktion, Nutzungsdauerverlängerung und
Gemeinschaftsnutzung. Dies setzt eine Entrümpelung der Gesellschaft voraus, aber
wer dies als Verzicht bezeichnet, übersieht,
dass moderne Gesellschaften nicht nur ökonomische und ökologische, sondern längst
auch psychologische Krisen verzeichnen.
Nichts ist in den letzten anderthalb Dekaden
so sprunghaft angestiegen, wie der Umsatz
an Antidepressiva. Das Burn-out-Phänomen
greift um sich - einfach weil die Vielfalt an
käuflichen Dingen, die uns glücklich machen sollen, längst zum Stressfaktor geworden sind.
KS: Was tun?
NP: Es geht darum, sich von dem Wohlstandsschrott zu befreien, der sowieso nur
unser Leben verstopft und uns die wichtigste Ressource raubt, die wir zum Glücklichsein brauchen: Genussvolle Hingabe, Entspannung, Konzentration - kurz Zeit. Niko Paech ist außerplanmäßiger Professor
am Lehrstuhl für Produktion und Umwelt
(PUM) an der Universität Oldenburg. Seine
Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich
der Umweltökonomik, der Ökologischen
Ökonomie und der Nachhaltigkeitsforschung.
Er hat das wissenschaftliche Zentrum CENTOS (Oldenburg Center for Sustainability
Economics and Management) mit gegründet und ist gemeinsam mit Gerhard Oesten
Vorsitzender der Vereinigung für Ökologische Ökonomie (VÖÖ), Mitglied von ZENARIO (Zentrum für nachhaltige Raumentwicklung Oldenburg) und des Netzwerks KoBE
e.V. (Kompetenzzentrum Bauen und Energie).
Paech ist außerdem Mitglied des wissenschaftlichen Beirates von attac-Deutschland
und publiziert Artikel in der deutschen Ausgabe der Monatszeitung Le Monde diplomatique.
18
„100%-Erneuerbare-Energie-Regionen“
25. und 26. September 2012, Kongress Palais Kassel
Zum wichtigsten Gipfeltreffen rund um die
Fragen der dezentralen Energiewende werden in Kassel über 800 Akteure erwartet,
die sich für den Ausbau der Erneuerbaren
Energien stark machen.
Der Kongress bietet eine Plattform, auf der
sich Kommunal-, Regional- und Unternehmensvertreter sowie andere Akteure austauschen und vernetzen können. Die Teilnehmer lernen erfolgreiche Praxisbeispiele
aus der Region und aus ganz Deutschland
kennen, treffen kommunale Macher sowie
Unternehmer und diskutieren über die neuesten wissenschaftlichen Forschungsergebnisse.
In Vorträgen, Podiumsdiskussionen und
zwölf verschiedenen Foren werden konkrete Handlungsmöglichkeiten vorgestellt und
wertvolle Tipps für die praktische Umsetzung von Projekten vor Ort gegeben. Darüber hinaus stellen Unternehmen und Institutionen in der Ausstellung „Markt der Möglichkeiten“ auf knapp 1.000 qm interessante
Angebote und Produkte aus dem Bereich
der Erneuerbaren Energien vor. Hier findet
ein Erfahrungsaustausch über verschiedene
Möglichkeiten der regionalen Energieversorgung statt.
Bundesumweltminister Peter Altmaier wird
feierliche Prämierung der neuen 100ee-Regionen und der Energie-Kommune des Jahres 2012 vornehmen.
Exkursionen und Forum
Spannende Exkursionen im Raum Kassel,
bei denen sie Erneuerbare-Energie-Projekte
vor Ort kennlernen und erleben, warten auf
die Besucher.
Am 26. September findet im Anschluss des
Kongresses das Hessenforum in Kooperation mit dem Hessischen Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und der „Akzeptanz- und Informationskampagne Erneuerbare Energien
und Energieeffizienz“ statt. Thema: „Für eine erfolgreiche Energiewende – die Bedeutung kommunaler Beteiligung“.
Die Moderation übernimmt Pia Zimmermann von hr-iNFO. Die Teilnahme an dieser
Veranstaltung ist auch für Nicht-KongressTeilnehmer möglich und kostenlos.
Anmeldung: [email protected]
Förderer/Veranstalter
Der Kongress wird durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert. Veranstalter sind
deENet Kompetenznetzwerk dezentrale
Energietechnologien, die Agentur für Erneuerbare Energien, der Deutsche Städte- und
Gemeindebund und der Deutsche Landkreistag. Fachlich beraten wird das Veranstaltungsteam vom Umweltbundesamt. Die
Schirmherrschaft hat Bundesumweltminister Peter Altmaier übernommen.
Info: www.100-ee-kongress.de
Koordinator/in für Erneuerbare Energie & Energiemanagement
01.10.2012 bis 28. 03 2013
Klimaschutz/Ressourcenmanagement/
Projektmanagement/
Energietechnik/Solaranlage/
Energiemanagement/QM/
Soft Skills/Praktikum
Infoveranstaltung: 14.09.2012
Gesellschaft für Nachhaltige
Entwicklung mbH -GNESteinstr. 19, 37213 Witzenhausen
(Standort Universität)
Fon: 05542-502 917 0
[email protected]
www.gne-witzenhausen.de
StadtZeit Kassel Nr. 51
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Städtische Werke AG
Nachhaltig erfolgreich
Für die Städtische Werke AG ist die Energiewende
eines der Themen überhaupt. Da versteht es sich von
selbst, dass unsere Experten alles daran setzen, den
Klimaschutz voranzutreiben. In internen Projekten –
aber auch gemeinsam mit Unternehmen in
unserer Region.
Neue Energie, die mit uns wächst
Erneuerbare-Energien-Anlagen in Nordhessen
mit Beteiligung der Städtischen Werke
Photovoltaik in Kassel
Leistung über 700 kWp
Produktion 784.000 kWh/a
Schon heute decken unsere eigenen Kraftwerke in Kassel und
der Region fast die Hälfte des Energiebedarfs der Kasseler
Haushalte. Beispiel Biogasanlagen: Allein drei große Anlagen
sind in den letzten drei Jahren unter unserer Federführung entstanden, zwei weitere sind im Bau. Zusammen werden sie rund
20.000 Haushalte mit Strom versorgen. Dazu kommen Sonne
und Wind und traditionell das Wasser als Energiequellen –
schließlich haben wir einen Fluss vor der Haustür.
Bis zum Jahr 2020 werden wir den größten Teil des in Kassel
verbrauchten Stroms selbst hauptsächlich aus regenerativen
Energien erzeugen.
Wasserkraft in Kassel
Leistung 335 kW
Produktion 2,5 Mio. kWh/a Strom
Biomasse in Kassel
Leistung 10 MWel / 25 MWth
ab 2013 Produktion
40 Mio. kWh/a Strom
100 Mio. kWh/a Wärme
Windkraft in Nordhessen
Leistung über 100 MW in Planung
Produktion bis zu 230 Mio. kWh/a
Biogas im Schwalm-Eder-Kreis
Leistung 9,4 MWel
Produktion 70 Mio. kWh/a Strom
56 Mio. kWh/a Wärme
Lokal handeln, lokal gewinnen
Nur mit eigenen
Windkraftanlagen
gewinnt die Region.
Gemeinsam mit der SUN – der Stadtwerke Union Nordhessen – unterstützen wir Städte und Gemeinden, ihre eigene Energieversorgung
aufzubauen. Zum Beispiel durch Windkraft- oder Biogasanlagen, von
denen die ganze Region profitiert.
Mit mehr als 120 Jahren Erfahrung stehen wir für die sichere Energieversorgung und den Ausbau erneuerbarer Energien in der Region.
Damit diese ehrgeizigen Ziele Wirklichkeit werden, haben die
Kasseler Werke sich mit sechs weiteren Stadtwerken der Region
zur SUN, der Stadtwerke Union Nordhessen, zusammengetan.
Lokales Handeln und lokale Unabhängigkeit sind unsere Devisen. Die wissenschaftlichen Daten und Fakten der gemeinsamen Studie des Fraunhofer-Instituts IWES in Kassel und der
SUN (Stadtwerke Union Nordhessen) untermauern unsere Vorhaben. Mit vielen kleinen und dezentralen Anlagen werden wir
in Zukunft ganz Nordhessen verlässlich mit Energie versorgen.
Alles in allem genau die richtige Aufgabe für Stadtwerke. Denn
wir planen und bauen die Erneuerbare-Energien-Anlagen nicht
nur, wir schließen sie auch an und sorgen für einen reibungslosen Betrieb. Und weil die Werke Aufträge vor allem an örtliche
Unternehmen vergeben, bleibt das Kapital in der regionalen
Wertschöpfungskette und alle Bürger profitieren.
Klare Sache, saubere Zukunft
Mit einem klaren Leitbild, einem eigenen Unternehmensbereich
für die Erneuerbaren und der Klimaroadmap zur Unabhängigkeit in der Erzeugung sind die Städtischen Werke deutschlandweit richtungsweisend. Prüfen Sie uns und entscheiden Sie sich
für eine saubere Zukunft – mit neuen Energien und neuer Arbeit für die Region. Denn wir wollen, dass Klimaschutz und die
Energiewende für alle ein Gewinn sind.
www.sw-kassel.de
NATURGAS
CO2 NEUTRAL
Städtische Werke AG I Königstor 3-13 I sw-kassel.de
Planen, messen, machen:
so geht Energiewende regional
Die Ingenieure Torsten Kothe, Lars Rotzsche,
Lars Pingel und Verena Horn (v.l.n.r) sind nur vier
unserer Experten bei den Städtischen Werken, die
mit ihrem Know-how die Energiewende ankurbeln.
StadtZeit Kassel Nr. 51
19
Klimaschutz und Energiewende:
Forschen und Lehren
Ab 1975 revolutionierte das Fachgebiet "Elektrische Energieversorgungssysteme" der Universität Kassel die
Entwicklungen zu den Erneuerbaren.
Heute forschen nahezu alle Fachbereiche zu Umweltthemen.
Die unter Leitung von Prof. Werner
Kleinkauf begonnenen Forschungsund Entwicklungsarbeiten führten
1981 zur SMA-Gründung und waren
1988 der Ausgangspunkt zur Gründung des Instituts für Solare Energieversorgungstechnik ISET e.V., heute
Fraunhofer-Institut für Windenergie
und Energiesystemtechnik IWES.
In über 100 Forschungsprojekten widmen sich aktuell nahezu alle Fachbereiche dem Themenkomplex "Erneuerbare Energien, Energiewende, Klimawandel, Klimaschutz" aus ingenieurs-,
natur- oder gesellschaftswissenschaftlicher Perspektive.
Das Kompetenzzentrum für Klimaschutz und Klimaanpassung (CliMA)
bündelt diese Kompetenzen und den
dazugehörigen Wissenstransfer.
13 Bachelorstudiengänge und 20
Masterstudiengänge haben eine Umweltausrichtung oder bieten den Studierenden die Wahl von Umweltschwerpunkten. Rund 200 Lehrveranstaltungen werden jährlich zu Umweltthemen angeboten. Die prominentesten Studiengänge sind die Masterstudiengänge „Erneuerbare Energien und Energieeffizienz“ (RE2), REMENA (Renewable Energy and Energy Efficiency for the Middle East and
North Africa (MENA) Region), Sustainable International Agriculture,
„Nachhaltiges Wirtschaften“ und Umweltrecht, sowie die Bachelorstudiengänge Umweltingenieurswesen und
ökologische Agrarwissenschaften.
Forschungsprojekte - Beispiele
Strohballenbauteile für mehrgeschossige Gebäude
Entwicklung eines marktreifen, technisch sicheren und qualitativ hochwertigen
strohballengedämmten
Holzbausystems, das höchsten Energiestandards entspricht.
Prof. Dr.-Ing. Anton Maas, Fachgebiet
Bauphysik, Fachbereich Architektur,
Stadtplanung, Landschaftsplanung
Rechtliche Bewertung der Risiken
der Fracking-Technologie
Prof. Dr. Alexander Roßnagel, Fachgebiet Öffentliches Recht, Schwerpunkt
Technik- und Umweltrecht
SOPREN – Solare Prozesswärme
und Energieeffizienz
Nachhaltige Wärmeversorgung von
Industriebetrieben
Prof. Dr. Klaus Vajen, Fachgebiet Solar- und Anlagentechnik, Fachbereich
Maschinenbau
PROGRASS
Energetische Verwertung von Biomassen aus Grünland
Prof. Dr. Michael Wachendorf, Fachgebiet Grünlandwissenschaft und Natürliche Ressourcen, Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften
Wir vernetzen die Region sicher und zukunftsfähig.
Die Gründung der EAM durch Landkreise und Kommunen im Jahr 1929 basierte auf der Erkenntnis, dass eine flächendeckende
und sichere Energieversorgung im großen Verbund effizienter funktioniert. Heute gewährleisten wir in über 200 Städten und
Gemeinden, dass Energie störungsfrei fließt. Sicher koordiniert von einer der modernsten Netzleitstellen Deutschlands, die
die Region rund um die Uhr mit über 300 Mitarbeitern im Blick hat.
E.ON Mitte – ein starkes Netz für die Region.
www.eon-mitte.com
THEMA ERNEUERBARE ENERGIEN
Foto: Constantin Meyer
v.l.: Hotel Schweizer Hof, Bad Wilhelmhöhe,
Energetische Sanierung eines
Kasernengebäudes, Marbachshöhe,
Friedrichstraße 20, Mitte,
Wohnungsbau Bettenhäuserstraße 14-16,
Unterneustadt,
SMA Solar Academy
Architektur.Energie
Die Zukunft des Bauens im Zeichen der Energiewende
Radtour, Infos, Vortrag: Sonntag, 30. September, 12.30 bis 17 Uhr
Treffpunkt: 12.30 Uhr, Hotel Schweizer Hof, Wilhelmshöher Allee 288
Mit dem Kasseler BDA (Bund Deutscher Architekten) und Konrad zu fünf ausgewählten Zielen in der Fuldastadt, die energieeffizientes Bauen mit guter Architektur verbinden mit anschließendem Vortrag zum Klimaschutzkonzept der Stadt Kassel:
Hotel Schweizer Hof, Bad Wilhelmhöhe
Das Traditionshaus aus den 70er Jahren
wurde umfassend modernisiert und präsentiert sich in seiner architektonischen Neufassung als modernes Stadthotel. Disfunktionale Raumbereiche erfuhren eine Umwandlung, die Energiebilanz wurde durch den
durch Einsatz eines Blockheizkraftwerkes
und einer Photovoltaikanlage verbessert.
Energetische Sanierung eines Kasernengebäudes, Marbachshöhe
Das Gebäude aus dem Jahr 1973 wurde mit
minimalen Eingriffen räumlich stark verändert. Statt militärischen Standards und
strenger Tristesse gibt es nun ein individuell
auf die Firma zugeschnittenes Raumprogramm und eine neue helle Farbstimmung.
Mit einem begrenzten Budget wurde es
energetisch effizient und exemplarisch zu einem nachhaltigen Bürogebäude umgebaut.
Die vorhandene massive Speichermasse der
Konstruktion wurde aktiviert. Der Energieverbrauch konnte von 288 kWh/m²/a auf
26 kWh/m²/a gesenkt werden.
Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung,
Wärmedämmung, Erneuerung sämtlicher
Fenster spielte dabei eine zentrale Rolle.
Wohnungsbau Bettenhäuserstraße 1416, Unterneustadt
Zehn unterschiedliche und individuell gestaltete Wohnungen, ausgestattet mit großzügigen privaten Terrassen und Balkonen, bieten jungen Familien und Senioren eine attraktive Alternative zum Eigenheim. Die zentrale Lage in der Stadt, eine lebendige Nachbarschaft und eine kleinteilige Nutzungsmischung bestimmen die Qualität des Wohnquartiers. Das Gebäude zeichnet sich durch
seine kompakte, ressourcenschonende und
energieeffizente Bauweise aus.
SMA Solar Academy
Für die SMA als Hersteller von “Inselsystemen” für die elektrische Versorgung netzferner Standorte wurde das Gebäude- und
Energiekonzept der Solar Academy als netzunabhängiges Plusenergiegebäude entwickelt. Wegen seiner Lage im Flutbereich der
Fulda ist die Solar Academy auf Stützen
schwebend errichtet. Die Eigenversorgung
des Gebäudes wird über fassadenintegrierte
Photovoltaikanlagen und ein mit Biogas betriebenes
drehzahlvariabel geregeltes
BHKW gewährleistet. Am Gebäude entnommenes Grundwasser wird zur Kühlung
des Gebäudes verwendet.
Friedrichstraße 20, Mitte
Das 1866 erbaute Haus gehört zu einem
der einzigen erhaltenen Zeugnissen der Erstbebauung der Ende des 17. Jahrhunderts
angelegten Oberneustadt.
Mit der Sanierung wurde der ursprüngliche
Zustand im Inneren des Gebäudes wiedergestellt und für eine zeitgerechte Büro- und
Wohnnutzung angepasst. Energieeinsparende Maßnahmen wie Brennwerttechnik,
StadtZeit Kassel Nr. 51
Vortag: Wetter und Wirtschaft – Klimakonzept der Stadt Kassel
Wie kann Klimaschutz als Entwicklungsmotor für die lokale und regionale Wirtschaft
genutzt werden? Welche konkreten Maßnahmen können in welchem Umfang zur
Verminderung von CO”-Emissioinen beitragen? Und welche Aufgaben haben dabei
Architekten?
Stadtbaurat Christof Nolda stellt im Anschluss dan die Radtour in der SMA Solarakademie das neue Klimaschutzkonzept der
Stadt Kassel vor und zeigt Möglichkeiten
auf, Architektur, Stadtplanung und Energiepolitik sinnvoll zu verbinden.
Architektur.Energie
Für den Bund Deutscher Architekten (BDA)
Hessen steht 2012 im Zeichen der Energiewende. In Darmstadt, Frankfurt, Wiesbaden, Gießen, Fulda und Kassel finden bis
Ende des Jahres unterschiedliche Aktionen
zum Thema statt.
Mit der Notwendigkeit der Energiewende
steigen die Erwartungen an Planer und Architekten. Nicht nur der Gebäudebestand
bildet ein enormes Potenzial, um Energie zu
sparen. Auch Sanierung und Neubau sollen
wesentlich dazu beitragen, die Ziele der
Bundesrepublik zum Gebrauch Erneuerbarer Energien und CO2-Reduzierung einzulösen. “Doch einfache Lösungen und kurzfristig kalkulierte Strategien werden der Bedeutung, die unsere Städte und Gemeinden für
die Gesellschaft haben, nicht gerecht. Rigide Gesetze und Verordnungen lassen kreativen Ansätzen wenig Raum. Die Herausforderung der Energiewende muss deshalb
auch al seine gestalterische Aufgabe verstanden werden”, so die Initiatoren zu ihrer
Motivation.
Die Architektenschaft sieht sich in der Verantwortung und möchte die Diskussion mitgestalten, um öffentlich und interdisziplinär
die Frage nach gesellschaftlicher und ökologischer Verantwortung in einen komplexeren Zusammenhang stellen, die öffentliche
Diskussion zu bereichern und die derzeitige
Praxis sinnvoll zu verbessern.
Info: www.bda-hessen.de
21
ERNEUERBARE ENERGIEN
ÖkoTronik Solartechnik GmbH & Co. KG
Solartechnik bedeutet Lebensqualität
Von der Kommunikation über die
Montage bis zum Service: ÖkoTronik
realisiert schon heute die Anforderungen an eine moderne Versorgung mit
Energie und bietet nachhaltige Lösungen zur solaren Wärme- und Stromerzeugung. Seit 1989 setzen die Experten aus Felsberg auf intelligente und
effiziente Solartechnik.
Auch wenn die Senkung der Einspeisevergütung immer wieder die Gemüter erhitzt, und seit dem 1. Juli andere
Vergütungsrichtlinien in Kraft sind:
Für ÖkoTronik-Gründer Karl-Heinz
Lawrenz sind Wärme und Strom aus
Sonnenlicht nach wie vor Garanten
für eine sichere und unabhängige
Energieversorgung. „Die technische
Entwicklung hat die Preise für PV-Module in den letzten Jahren stetig sinken lassen. Von daher lohnt sich die
Investition in das heimische Solarkraftwerk nach wie vor“, so der Elektroingenieur, der sich seit Jahrzehnten
für den Ausbau der Erneuerbaren
Energien einsetzt. Über 1000 Solaranlagen hat das ÖkoTronik-Team mittlerweile in Nordhessen installiert.
„Eigenes Kraftwerk mit attraktiver
Rendite“
Ob Photovoltaik für die Stromerzeugung oder Solarthermie für die
Warmwasseraufbereitung bzw. Heizungsunterstützung: Die von ÖkoTronik auf dem heimischen Dach oder an
der Fassade angebrachten Solarmodule wandeln das „eingefangene“
Licht direkt in elektrische Energie bzw.
Wärme um und vermeiden so CO2Emissionen. Durchaus erwünschter
Nebeneffekt: „Ihr eigenes Kraftwerk
sorgt für eine attraktive Rendite“, so
Karl-Heinz Lawrenz zu den Möglichkeiten, den auf oder am Haus produzierten Strom direkt ins Netz zu schicken oder - besser und wirtschaftlicher - ihn selber zu nutzen. Bei Solarstromgestehungskosten von 13 bis 17
ct/kWh liegt der Preis bei Einfamilienhäusern, aber auch vielen Gewerbebetrieben für die eingekaufte kWh darüber. Kann der Verbrauch zusätzlich
noch auf die tägliche Sonnenscheinzeit optimiert werden, so ist der
Selbstverbrauch eine sehr lohnende
Sache. Es werden dadurch auch die
Netze entlastet, was die Kosten für
den Netzausbau reduziert. Eine Möglichkeit den Selbstverbrauch weiter zu
steigern, bietet sich mit der Zwischenspeicherung der Sonnenenergie z.B.
in Batterien. Dadurch lässt sich der
Verbrauch der Sonnenenergie auf die
Morgen- und Abendstunden ausdehnen. Erste Systeme sind bereits auf
dem Markt.
Alternativ lassen sich mittels Solarthermie die Kosten für Heizung und
Warmwasseraufbereitung massiv senken.
Im professionellen Umgang bei Planung und handwerksgerechter Ausführung blickt man bei ÖkoTronik auf
jahrzehntelange Erfahrung zurück.
Auch nach der Inbetriebnahme erkennen die Solarexperten durch regelmäßigen Service mit modernster Messund Regeltechnik frühzeitig Fehler,
deren systematische Vermeidung für
ÖkoTronik besonders wichtig ist, um
das Vertrauen in die solaren Techniken zu stärken. Ebenso im Angebot:
Eine Solaranlagensachversicherung
mit Ausfallversicherung und evtl. Betreiberhaftpflichtversicherung incl. eines Jährlichen Servicevertrages.
Suche nach optimalen Energielösungen
ÖkoTronik-Konzepte bestechen durch
Einfachheit und Klarheit bei hochwertiger und fachgerechter Ausführung.
Erster Schritt ist immer die kompetente Vor-Ort-Beratung, bei der gemeinsam mit dem Bauherrn nach optimalen Energielösungen für dessen Gebäude gesucht wird. Auf dieser
Grundlage realisieren die Solarexperten ein individuelles Anlagenkonzept.
Als Fachbetrieb achtet das Team um
Karl-Heinz Lawrenz von Beginn an darauf, dass eine Anlage wirtschaftlich
läuft - und unterstützt seine Kunden
selbstverständlich bei allen Anträgen,
was Netzeinspeisung und mögliche
Förderungen ihrer Investitionen angeht.
Kontakt:
ÖkoTronik Solartechnik GmbH & Co. KG
Sälzerstraße 3a, 34587 Felsberg
Tel: 05662 / 6191
[email protected]
www.oekotronik.de
Aktueller Stand der Novellierung des EEG 2012¹
Das parlamentarische Verfahren zum „Gesetz zur Änderung des Rechtsrahmens für Strom aus solarer Strahlungsenergie und weiteren Änderungen im Recht der erneuerbaren Energien“(sog. PV-Novelle) wurde am 29.Juni 2012
abgeschlossen und tritt rückwirkend zum 1. April 2012 in Kraft.²
Neue Vergütungssätze für Dach- und Freiflächenanlagen ab 1. April 2012 (in Ct/kWh)
Inbetriebnahme
bis 10 kWp
ab 10 – 40 kWp
Ab 40 kWp
Ab 1.000 kWp bis 10MWp
Ab 1. April 2012
Ab 1.Mai 2012
Ab 1. Juni 2012
Ab 1. Juli 2012
Ab 1.Aug 2012
Ab 1. Sep 2012
Ab 1. Okt 2012
19,50
19,31
19,11
18,92
18,73
18,54
18,36
18,50
18,32
18,13
17,95
17,77
17,59
17,42
16,50
16,34
16,17
16,01
15,85
15,69
15,53
13,50
13,37
13,23
13,10
12,97
12,85
12,71
Ab November 2012 wird die Vergütung bestimmt durch die
Menge der zugebauten Anlagen von 2011 und 2012.
*Für alle Anlagen, die ab 1.4.2012 in Betrieb genommen werden,
gilt die Begrenzung der maximal vergütungsfähigen PVStromerzeugung gemäß dem neuen „Marktintegrationsmodell“
erst ab 1.1.2014. Ab diesem Zeitpunkt werden Anlagen bis 10
kWp weiterhin für 100% und Anlagen zwischen 40 und 1.000
kWp für maximal 90% der erzeugten Strommenge den normalen
Einspeisetarif erhalten.
Anmerkung: Für die Berechnung der Vergütung einzelner
Anlagen gilt auch weiterhin, dass die einzelnen aufgeführten
Vergütungssätze anteilig für den jeweiligen Leistungswert der
Anlage bemessen werden (Mischkalkulation der jeweiligen
Vergütungsklassen nach Anlagenleistung).
¹ Für die Richtigkeit der Angaben übernimmt der BSW-Solar keine
Gewähr.
² Quelle BMU Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und
Reaktorsicherheit
** 1 Prozent Basisdegression pro Monat
22
StadtZeit Kassel Nr. 51
SPRENGWERK - Architektur + Sanierung
Individuelle Konzepte für die energetische Ertüchtigung
Das Büro Sprengwerk ist mit seiner über 25-jährigen Erfahrung
hierfür der richtige Partner. Wir stehen Ihnen von der Begutachtung
des Gebäudes und der Beratung bei Finanzierung und Fördermitteln bis hin zur Planung und Überwachung der Bauarbeiten in allen Bereichen des Bauens mit unserer Kompetenz zur Verfügung.
Einsparung von Heizkosten, Schonen der Umwelt durch Reduktion von CO2-Emissionen, bessere Vermietbarkeit, Investition zum
Werterhalt der Immobilie – die Motivation Gebäude energetisch
zu sanieren, sind unterschiedlich. Neben der Optimierung der Gebäudehülle und der Verbesserung der Anlagentechnik spielen erneuerbare Energien und Effizienssteigerungen eine wichtige Rolle
bei der energetischen Sanierung von Wohngebäuden.
Individuell auf das Bauwerk und die Wünsche der Bauherren
abgestimmte Maßnahmen sind Grundlage für eine gelungene
Sanierung.
Folgende Bausteine können die Energiebilanz verbessern:
Baustein 1: Optimierung der Gebäudehülle (Fassade, Fenster,
Dach, Kellerdecke) und somit effizientere Nutzung der bereitgestellten Energie (Wärme)
Baustein 2: Verbesserung der Anlagentechnik (Erneuerung der
Heizungsanlage)
Baustein 3: Wärmeerzeugung unter Einbeziehung von Solarenergie und nachwachsenden Rohstoffen (z.B. Holz-Pellets)
Mehrfamilienwohnhaus mit ausgebautem Dachgeschoss
Denkmalgeschütztes Mehrfamilienhaus mit ausgebautem Dachgeschoss
Baujahr: 1935
Wohnfläche: 415 qm
Maßnahmen: Fassadendämmung,
Einbau neuer Fenster, Dach- und Kellerdeckendämmung, Erneuerung der
Heizungsanlage
Ergebnis gesamt:
55% Energieeinsparung
Klassifizierung: KfW-Effizienzhaus 100
Baujahr: 1885
Nutzfläche: 870 qm, acht Wohnungen, zwei Gewerbeeinheiten
Maßnahmen: Innendämmung der
denkmalgeschützten Klinkerfassade,
Einbau neuer Fenster, Dach- und
Kellerdeckendämmung, Einbau einer
ökologischen Zentralheizung (HolzPellets/Hackschnitzel).
Ergebnis gesamt:
65 % Energieeinsparung
Aus einer Vielzahl sanierter öffentlicher wie privater Wohn- und
Gewerbegebäude stellen wir hier zwei unserer Projekte vor:
Kontakt: SPRENGWERK – Architektur + Sanierung I Akazienweg 22 I 34117 Kassel
Tel. 0561-720 92-0 I [email protected] I www.sprengwerk.com
StadtZeit Kassel Nr. 51
23
ERNEUERBARE ENERGIEN
E.ON Mitte
Gemeinsam die
Energiewende anpacken
Regionalversorger zahlt 272 Millionen Euro
Einspeisevergütung für 2011
Engagement bei Windenergie und Biogas
Die Energiewende hat im regionalen
Stromnetz von E.ON Mitte kräftig
Fahrt aufgenommen. Zum Jahresende 2011 speisten rund 34.000 EEGAnlagen etwa 1,2 Milliarden Kilowattstunden umweltfreundlich erzeugten
Strom ins Netz ein, was dem Stromverbrauch von mehr als 340.000
Haushalten entspricht.
272 Millionen Euro Einspeisevergütung hat E.ON Mitte den Anlagenbetreibern dafür ausgezahlt.
7.300 EE-Anlagen schloss das Unternehmen im vergangenen Jahr an das
eigene Netz an. „Als regionaler Energieversorger mit einem großflächig
zusammenhängenden Netzgebiet
übernehmen wir Verantwortung und
setzen die Energiewende auf vielen
Gebieten als einer der Hauptakteure
um“, so E.ON Mitte-Vorstand Thomas
Weber.
Windenergie als wichtiges Zukunftsfeld
Eine wichtige Rolle wird dabei die
Windenergie spielen. Die E.ON Mitte
Natur hat daher die Dienstleistung
„Windservice“ entwickelt und unterstützt damit Kommunen bei der Planung und Umsetzung von Windenergieprojekten. Mit drei Kommunen
wurde bereits eine Vereinbarung zur
Entwicklung eines interkommunalen
Windparks unterzeichnet. E.ON Mitte
Natur wird hier die Projekt- und Genehmigungsplanung durchführen
und die Projektkoordination unterstützen. Zudem wurde eine Absichtserklärung unterschrieben, um bei der
Entwicklung von Windparks auf dem
Gebiet der Stadt Hessisch Lichtenau
zusammenzuarbeiten. „Wir freuen
uns über den schnellen Kompetenz-
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aufbau zum Thema Windenergie als
Bestandteil unserer Strategie, die
Energiewende in unserer Region aktiv
mitzugestalten“, erklärte Weber.
Weitere Biogasanlage in Südniedersachsen
Die E.ON Mitte Wärme GmbH plant
derzeit ein weiteres bedeutendes Biogasprojekt. Gemeinsam mit der BioKraft Northeim Verwaltungs-GmbH
und ca. 40 Landwirten startete das
Projekt im Juni mit der Gründung einer gemeinsamen Projektgesellschaft
in Katlenburg-Lindau (Landkreis Northeim). Die Anlage soll rund 50 Millionen Kilowattstunden Rohbiogas pro
Jahr erzeugen. E.ON Mitte Wärme
wird dieses in einer speziellen Anlage
auf Erdgasqualität aufbereiten, ins öffentliche Erdgasnetz einspeisen und
anschließend an verschiedenen Orten
als Biomethan entnehmen und mit
Blockheizkraftwerken (BHKW) zur regenerativen Strom- und Wärmeerzeugung nutzen. Erst Anfang August hatte E.ON Mitte Wärme in Altenstadt
(Wetteraukreis) mit einem Partnerunternehmen eine Biogasanlage mit anschließender Gasaufbereitungsanlage
offiziell in Betrieb genommen.
Versorgungssicherheit wichtig
Der Ausbau der erneuerbaren Energien findet überwiegend im ländlichen Raum statt, was einen stetigen
Ausbau der Stromnetze erfordert. Allein in diesem Jahr investiert E.ON
Mitte rund 75 Millionen Euro in die eigenen
Energieversorgungsnetze.
Fünf bis sieben Millionen Euro davon
entfallen voraussichtlich auf die Netzeinbindung von EEG-Anlagen. „Wir
stellen uns der Aufgabe des Netzaus-
baus, denn für uns als Regionalversorger steht die Versorgungssicherheit
an erster Stelle“, so E.ON Mitte-Vorstandsmitglied Georg von Meibom.
Konzessionsverträge erfolgreich
verlängert
E.ON Mitte ist seit Jahrzehnten ein
starker Partner der Kommunen. Konzessionsverträge sind die Grundlage,
die einen sicheren, effizienten und
verbraucherfreundlichen Betrieb der
Stromnetze ermöglichen. Alle kommunalen Partner des Strom- und Gasnetzbetreibers können sich auf eine
hohe Versorgungssicherheit und -zuverlässigkeit bei gleichen Preisen in
Stadt und Land verlassen. „Wir haben
uns dem Wettbewerb um Konzessionen sehr erfolgreich gestellt“, erklärte
von Meibom. „Dabei haben wir die
Kommunen mit unserer Kompetenz
und dem hohen technischen Standard
unserer Netze überzeugt.“ 172 Kommunen aus dem Netzgebiet haben
sich bislang für eine weitere Zusammenarbeit mit E.ON Mitte entschlossen.
Wichtiger regionaler Wirtschaftsmotor
Die Zahlungen und Aufwendungen
für das Sozialprodukt der Region,
durch E.ON Mitte lag im vergangenen
Jahr bei 218 Millionen Euro. Dieser Be-
trag setzt sich aus Personalaufwendungen, Aufträge an Firmen aus dem
Versorgungsgebiet, Konzessionsabgaben, Dividendenzahlungen sowie
Steuern und Zinsen zusammen. Die
Personalaufwendungen nahmen dabei einen Anteil in Höhe von 111 Millionen Euro ein, der Beitrag für Aufträge an regional ansässige Unternehmen 39 Millionen Euro. Der Anteil für
die öffentliche Hand betrug rund 43
Millionen Euro für die Zahlung von
Konzessionsabgaben an die Kommunen und etwa 13 Millionen Euro für
Steuerzahlungen. Hinzu kamen Dividendenzahlungen an die kommunalen Aktionäre mit rund zwölf Millionen Euro. Von Meibom: „Die Zahlen
zeigen, dass unser Unternehmen ein
bedeutender Wirtschaftsmotor ist,
der in der Region für Arbeitsplätze
und dringend benötigte Einnahmen
in den Haushalten der Kommunen
und Landkreise sorgt.“ Derzeit beschäftigt das Unternehmen 1.322
Mitarbeiter, darunter 91 Auszubildende.
Kontakt:
E.ON Mitte AG
Monteverdistraße 2
34131 Kassel
Tel. 0561 933-01
www.eon-mitte.com
StadtZeit Kassel Nr. 51
LAN DKRE IS KAS SE L
Auf dem Weg zu 100 Prozent
erneuerbaren Energien
In 18 Jahren – im Jahr 2030 – soll erreicht
werden, dass sich Bürger, Unternehmen
und Institutionen im Landkreis Kassel vollständig aus erneuerbaren Energien versorgen.
„Der Kreistag hat dieses anspruchsvolle Ziel
Ende 2010 beschlossen und wir haben in
den letzten fünfzehn Monaten bereits viele
Schritte auf dem Weg zu einem 100 Prozent
erneuerbare Energien-Landkreis unternommen“, berichtet Vizelandrätin Susanne Selbert. Auf den Themenfeldern Windkraft,
Photovoltaik, Biomasse und Energieeffizienz
sei der Landkreis zusammen mit zahlreichen
Kooperationspartnern aktiv. Aktuell stehen
die Perspektiven der Windkraftnutzung im
Landkreis Kassel im Fokus. „Die Ende letzten
Jahres veröffentlichte offizielle Windkarte
für das Land Hessen ist eine objektive
Grundlage, um jetzt die unterschiedlichen
Interessen von Investoren und Kommunen
so zu bündeln, dass wir für das Kreisgebiet
eine abgestimmte Standortsteuerung realisieren können“, informiert Selbert. Zusammen mit dem Zweckverband Raum Kassel
und in Abstimmung mit dem Regierungspräsidium sei daher ein vorläufiges Konzept
für windhöffige (besonders für Windkraftnutzung geeignete) und landschaftsverträgliche Windkraftnutzungsflächen entwickelt
worden. Selbert: „In Gesprächen mit den
Kommunen wird dieses Konzept jetzt angepasst und wir hoffen, bald einen fertigen
Plan als Planungshilfe für die Städte und Gemeinden vorlegen zu können“. Klar sei bereits heute, dass die durch Windkraft erzielte Leistung in den nächsten fünf Jahren im
Landkreis Kassel erheblich zunehmen werde.
Energiewende praktisch und konkret gestalten
„Die Windmühlen werden durch das sogenannte Repowering größer und höher – die
Leistungen der Einzelanlagen werden über
die zurzeit vorherrschenden drei Megawatt
hinaus ansteigen“, ist sich die Vizelandrätin
sicher. Neben der Klärung der Rahmenbedingungen für den Zuwachs im Bereich
Windenergie spiele die regionale Netzstabilität eine wichtige Rolle. „Wir prüfen zurzeit,
wie wir und die Energieagentur ENERGIE
StadtZeit Kassel Nr. 51
2000 e.V. mit dem Fraunhofer-Institut IWES
in Kassel kooperieren können, um die Energiewende ganz praktisch und konkret vor
Ort zu gestalten“, berichtet Susanne Selbert.
Im Bereich Photovoltaik werde der Landkreis
seine Spitzenstellung behalten. „Auf dem
Gelände der ehemaligen Fritz-Erler-Kaserne
bei Fuldatal-Rothwesten steht der größte
Solarpark in Hessen und die E.ON Mitte AG,
in deren Netz die meisten Anlagen im Kreis
einspeisen, geht von einer weiteren Steigerung der Anlagenzahl um knapp 20 Prozent
aus“, so Selbert.
Mit 26 landwirtschaftlichen Biogasanlagen,
die vom Maschinenring Kassel betreut werden, nehme der Landkreis Kassel hessenweit einen Spitzenplatz ein. Selbert: „Wichtig ist hier, dass es sich um dezentrale Anlagen handelt, bei denen die regenerativ erzeugte Abwärme in unmittelbarer Nähe genutzt wird“. Bei der energetischen Nutzung
von Holz sieht Selbert „das Ende der Möglichkeiten nahezu erreicht“.
EU-Preis für Stromsparprojekt
Größere Chancen biete dagegen die Investition in die Energieeffizienz des vorhandenen Gebäudebestandes. Am Beispiel der
Stadt Wolfhagen werde mit Förderung des
Bundesministeriums für Bildung und Forschung gerade dieses Thema intensiv bearbeitet. Einen besonderen Ansatz verfolgt
der Kreis bei der Sensibilisierung von Empfängern staatlicher Transferleistungen.
„Speziell ausgebildete Stromsparberater zeigen vor Ort im Haushalt, wie man ohne großen Aufwand Energie einsparen kann“, berichtet die Vizelandrätin. Für dieses Gemeinschaftsprojekt mit Energie 2000 e.V., dem
Jobcenter Landkreis Kassel, den Stadtwerken Wolfhagen, E.ON Mitte und der Diakonie hat der Landkreis gerade den Sustainable Energy Europe Award der Europäischen
Kommission erhalten. Selbert: „Die EU hat
das Beratungsprojekt als exzellentes Beispiel
für die Förderung von Nachhaltigkeit im
Konsumverhalten ausgezeichnet.“
v.o.: Biogasanlage auf dem Hof des Landwirts Helmut Grandjot im Hofgeismarer
Stadtteil Schöneberg
Windkraftanlagen bei Wolfhagen-Istha
Fotovoltaikanlage in Wülmersen
Info: www.landkreiskassel.de
25
ERNEUERBARE ENERGIEN
Institut dezentrale Energietechnologien
Das junge Forschungsinstitut in Kassel
Die Region Kassel hat sich in Forschung und Wirtschaft zu einem der
führenden Standorte im Bereich dezentraler Energiesysteme und Energieeffizienz entwickelt. Die für den erfolgreichen Einsatz erneuerbarer Energien erforderliche Systemtechnik wurde maßgeblich von Wissenschaftlern
der Universität Kassel und Unternehmen der Region geprägt.
Das IdE knüpft an diese erfolgreiche
Entwicklung an und bearbeitet das
Zukunftsthema „Dezentrale Energiesystemtechnik“ ganzheitlich mit anwendungsnaher Forschung und Entwicklung, Technologietransfer sowie
in Aus- und Weiterbildung.
Der globale Klimawandel und die Ressourcenverknappung erfordern die
Umstellung der Weltenergieversorgung auf emissionsfreie und nachhaltige Technologien. Langfristig wird es
dabei zu einer Verschmelzung der
Strom-, Gas- und Wärmeversorgung
sowie der Elektromobilität kommen.
Dies macht einen grundlegenden Umbau der Energieversorgungsinfrastruktur und die rasche Entwicklung
und Umsetzung neuer technischer
und wirtschaftlicher Konzepte erforderlich.
26
Dezentral erzeugen, regional
kooperieren
Der notwendige Systemwechsel führt
weg von den bisherigen zentralen
Strukturen mit großen Kraftwerken
hin zu dezentraler Energieerzeugung
und regionalen Kooperationen. Dezentrale Energiesysteme erfordern eine aktive Einbindung der Energieverbraucher, die Nutzung aller vorhandenen Effizienzpotenziale und neue Geschäftsmodelle in der Energiewirtschaft. Diese Form der Energieversorgung benötigt eine hohe Kompatibilität der Komponenten untereinander,
einheitliche Schnittstellen sowie intelligente Regelungs- und Betriebsführungskonzepte mit dem Ziel einer Gesamtsystemoptimierung.
Das IdE entwickelt die hierfür erforderliche Energiesystemtechnik, die
der entscheidende Schlüssel auf dem
Weg zu einer nachhaltigen Energieversorgung ist. Für eine intelligente
Kombination von Energieerzeugung,
-speicherung und -transport müssen
Systemkomponenten mit unterschiedlichster Zweckbestimmung und Leistungsgröße zusammengeführt werden. Im IdE arbeiten Experten aus Industrie und Forschung gemeinsam an
der Weiterentwicklung der Komponenten, der Integration neuer Informations- und Kommunikationstechnologien, der Optimierung der Netzstabilität und der Steigerung der Energieeffizienz.
IdE Institut dezentrale Energietechnologien
Das IdE Institut dezentrale Energietechnologien wurde im Februar
2011 gegründet und ist ein anwendungsorientiertes Forschungsinstitut an der Universität Kassel. In enger Kooperation mit namhaften Unternehmen wie E.ON Mitte, SMA
Solar Technology, Städtische Werke
Kassel, Viessmann Werke, Volkswagen und WINGAS werden neue
Konzepte, Strategien, Produkte und
Dienstleistungen für die wachsenden Märkte einer dezentralen Energiewirtschaft entwickelt.
Mit der strategischen Einbindung
von Unternehmen als Gesellschafter
wurde ein leistungsfähiges Institut
in öffentlich-privater Partnerschaft
geschaffen, das neben der Forschung auch dem Technologietransfer und Aus- und Weiterbildung dienen soll. Die ausgeprägte Orientierung auf Anwendung soll helfen,
modellhafte Lösungen in der Praxis
zu demonstrieren.
Weitere Gesellschafter neben der Industrie sind deENet Kompetenznetzwerk dezentrale Energietechnologien e.V, die Stadt Kassel und die
Gemeinde Niestetal. Die Kommunen, das hessische Wirtschaftsministerium und der Europäische Fonds
für Regionale Entwicklung (EFRE)
unterstützen das Institut in der
5-jährigen Aufbauphase finanziell.
Im IdE sind derzeit rund 40 Mitarbeiter beschäftigt. Bis 2015 soll das
Institut auf rund 70 bis 80 Vollzeitstellen ausgebaut werden. Die Forschungsabteilungen des IDE arbeiten eng mit fünf Fachabteilungen
der Universität Kassel zusammen.
Kontakt:
IdE Institut dezentrale Energietechnologien gGmbH
Ständeplatz 15, 34117 Kassel
Tel. 0561-78 80 96-10
www.ide-kassel.de
Das Institut wird gefördert durch:
StadtZeit Kassel Nr. 51
ERNEUERBARE ENERGIEN
Radiale Erdwärmesondenbohrung in unmittelbar
bebautem Gebiet, Reduktion
von Flurschäden sowie
saubere Arbeitsabläufe H. Anger´s Söhne Bohr- und Brunnenbaugesellschaft mbH
Intelligente Bohrtechniken für
Erdwärme-Gewinnung
Die Gewinnung von geothermischer
Energie gehört zum Portfolio des
deENet-Mitgliedsunternehmens.
Durch Einsatz intelligenter Bohrtechnik werden nur kleine Grundstücksflächen und Zugangsmöglichkeiten benötigt, um sich von fossilen Energieträgern unabhängig zu machen.
Oberflächennahe Erdwärme-Projekte
werden unter Berücksichtigung hoher
Qualitäts- und Sicherheitsstandards
durchgeführt.
Immer öfter unterliegen Erdwärmesondenbohrungen so genannten Teufenbegrenzungen durch die genehmigenden Behörden. Das bedeutet,
dass eine bestimmte Teufe von X-Metern Bohrtiefe nicht überschritten
werden darf.
Sind aus diesem Grunde klassische
vertikale Bohrungen nicht möglich
oder unwirtschaftlich, bietet H. Anger´s Söhne Bohr- und Brunnenbaugesellschaft eine hochwertige Alternativlösung an. „Mit unserem Geodrill
4R Bohrgerät der Firma Trakto Technik teufen wir die erforderlichen Bohrungen aus einem Schacht in Fächerform in einem Radius von bis zu 360°
ab“, erläutert Martin Müller-Ruhe.
Durch diesen mehrdimensionalen Einbau von Erdwärmesonden werden
vorhandene Grundstücksflächen opti-
StadtZeit Kassel Nr. 51
mal ausgenutzt. „Für die Umsetzung
Ihres Projektes benötigen wir nur kleine Grundstücksflächen und Zugangsmöglichkeiten“, so Müller-Ruhe weiter. Die Vermeidung von Flurschäden
an bestehenden Gegebenheiten wie
asphaltierten, gepflasterten oder bepflanzten Flächen sind ein weiteres
Leistungsmerkmal dieses Verfahrens.
„Haben wir Ihr Projekt abgeschlossen,
können Sie sich aufgrund Ihrer Unabhängigkeit von weltweit bedingten
Öl- und Gaspreisentwicklungen auf eine schnelle Amortisation Ihrer Investitonskosten freuen“, so Martin MüllerRuhe weiter.
Für die Realisierung klassischer, vertikaler Erdwärmesondenbohrungen
steht Kunden mit dem neuen Geothermiebohrgerät KR805-2W der Firma Klemm ein erprobtes und zuverlässiges Bohrgerät mit ausreichend
Reserven zur Verfügung (13 Tonnen
Zugkraft). Einzelbohrungen oder Sondenfelder bis 200-250 Meter Tiefe lassen sich somit optimal realisieren.
Besondere Sorgfalt bei der
Umsetzung
Die Realisierung von oberflächennahen Erdwärme-Projekten unter Berücksichtigung hoher Qualitäts- und
Sicherheitsstandards entwickelt sich
positiv. Die Sensibilität und Komplexität der untertägigen Zusammenhänge und Gegebenheiten bei Bohrungen auch in urbanen Gebieten erfordert besondere Sorgfalt bei der Umsetzung. „Die insgesamt positiv zu sehende Zunahme von Erdwärmeheizungen darf jedoch nicht dazu führen, dass Preise oder Schnelligkeit vor
Qualität und nachhaltiger Umsetzung
stehen“, so Martin Müller-Ruhe. Die
Nutzbarmachung und Erschließung
des Untergrundes ist der Zugang zum
„Einkauf“ des „Brennstoffes Wärme“
aus dem Erdreich. Dies erfolgt über
fachgerecht durchgeführte Bohrungen und deren sorgfältige Anbindung
an die Erdschichten.
Die H. Anger´s Söhne Bohr- und
Brunnenbaugesellschaft mbH
Das seit 1863 bestehende Unternehmen mit Sitz in Hessisch Lichtenau
wird aktuell von den Geschäftsführern Dipl.Ing. U. Schindler und Dipl.Kfm.
M.Müller-Ruhe geführt. Schwerpunkt
des Unternehmens ist die Herstellung
von Wasserversorgungsbrunnen und
–anlagen, die in den letzten Jahren
um eine Vielzahl neuer Tätigkeitsfelder erweitert wurde. Im Fokus stehen
dabei Bergbaufolgearbeiten, Lagerstättenerkundungen und deren Nut-
zung und die Gewinnung von geothermischer Energie. Die Beständigkeit aus über 140 Jahren Erfahrung
wird von unserem Leitmotiv „Wir wollen keine Unfälle.“ in Form unserer Sicherheitszertifizierung flankiert.
Leistungsspektrum:
• Bohrungen von 50 bis 5000
Meter Tiefe
• Gewinnung von Erdwärme und
geothermischer Energie
• Erdöl und Erdgasaufschluss
• Brunnenbohrungen und -anlagen
• Brunnen-TV, Regenerierungen
und Sanierungen
• Lagerstättenerkundung, Bergbaufolgearbeiten
• Kavernenbau, CO2-Speicherung
und Workover
Kontakt:
H. Anger´s Söhne Bohr und Brunnenbaugesellschaft mbH
Gutenbergstr.33
37235 Hessisch-Lichtenau
Tel. 05602 / 93 30-0
[email protected]
www.angers-soehne.de
27
ARCHITEKTUR
NEUE ARCHITEKTUR IN
ESCHWEGE
Stadthaus mit
Gemeinschaftssinn
Brühl 6: Von der Zwangsversteigerung zum Modellprojekt für ein synergetisches Zusammenwirken zum
Wohle der Stadt.
Von Klaus Schaake
„Es riecht nach frischer Farbe, einige Kartons stehen noch herum, es hängen noch
keine Bilder an den Wänden und die Bewohner laufen noch etwas planlos durch ihr
neues Domizil. Ein typischer Einzug eben,
der sich derzeit im neuen Stadthaus des Vereins Aufwind am Brühl 6 in Eschwege abspielt“, ist am 15. Februar in der Werra
Rundschau zu lesen.
Bis das ambitionierte Modellprojekt für seelisch erkrankte und pflegebedürftige Menschen inmitten der historischen FachwerkStadt Aufwind bekam, mussten die berühmten dicken Bretter gebohrt und neue
Kooperationen geschmiedet werden. „Aufwind“, Verein für seelische Gesundheit, die
Gemeindekrankenpflege der Diakonie sowie die Seniorenheime Eschwege GmbH
fanden sich vor sieben Jahren zusammen,
um das auf den Weg zu bringen, was Bundesfamilienministerin Kristina Schröder zur
Eröffnung später in einem vom Eschweger
Bürgermeister überbrachten Grußwort so
beschreiben sollte: „Mit diesem Projekt haben die Verantwortlichen zentrale Herausforderungen der älter werdenden Gesellschaft aufgegriffen und etwas geschaffen,
das sich für die Stadt Eschwege lohnt.“
Durchlässigkeit von Wohnen und
Pflege
Mit der neuen Nutzung des sich seinerzeit
in Zwangsversteigerung befindenden Gebäudekomplexes in zentraler Innenstadtlage soll auch das umliegende Fachwerk-Ensemble neue Impulse erhalten. Gemeinsam
mit den zukünftigen Nutzern entwickeln die
Architekten ein Konzept für das sich in
Nord-Süd-Richtung vom Brühl bis zur Mittelgasse erstreckende Grundstück. Mit einer
Machbarkeitsstudie für die bauliche Umsetzung inklusive Kostenermittlung, die auch
den Gebäudebestand in die Betrachtung
einbezieht, rundet das Planungsteam sein
Konzept ab.
20 Wohn- und Pflegeplätze für behinderte
Menschen mit altersbedingtem Pflegebe-
28
darf, eine Tagesstätte als Begegnungszentrum, Therapieräume sowie die Verwaltung
eines ambulanten Pflegedienstes sind hier
entstanden.
Die zentrale Lage des Projektes in der
Eschweger Innenstadt ist für die Träger
überaus attraktiv. Hier besteht ein großer
Bedarf an Angeboten, welche eine Durchlässigkeit von Wohnen und Pflege ermöglichen. Gleichzeitig verknüpft der zentrale
Standort des Projektes sinnvoll die bereits
bestehenden Einrichtungen der Träger, so
dass sich neue Kooperationen und Synergien ergeben können.
Während das denkmalgeschützte Vorderhaus mit sehr hohem Aufwand saniert und
in das Nutzungskonzept integriert werden
kann, müssen der baufällige Seitenflügel
und das Hinterhaus abgerissen und durch einen Neubau auf gleichem „Fußabdruck“ ersetzt werden. Nur so können die für die
Tragfähigkeit des Projektes erforderlichen
Wohn- und Pflegeplätze barrierefrei und gemäß den brandschutztechnischen Anforderungen umgesetzt werden.
Die vormals im Rahmen eines Ideenwettbewerbes für das naheliegende Marktplatzkaree entwickelte Idee eines „Upgrades“ für
die straßenseitige, denkmalgeschützte Bebauung übertragen die Architekten auf das
neue Projekt. Die ebenerdigen Räume der
ehemaligen Fleischerei werden als Begegnungszentrum mit Schaufenster zur Straße
und neuer Öffnung zum Hof umgenutzt.
Das niedrige erste Obergeschoss nimmt als
„Kellerersatz“ die Nebenräume der Einrichtung auf. Im zweiten Obergeschoss, der um
1850 erfolgten Aufstockung der ursprünglich zweigeschossig ausgeführten Fachwerkhäuser, können mit ausreichender Raumhöhe die Büroräume des ambulanten Pflegedienstes ohne erhöhte Brandschutzanforderungen untergebracht werden. Von hier aus
betreut der Pflegedienst etwa 100 Klienten
und ist auch für die Mitglieder des Wohnheims da.
Die Treppen, der Fahrstuhl, sämtliche Pflege- und Therapienutzungen sowie die fünf
modernen Appartements und zwei Wohngruppen mit Einzelzimmern und eigenem
Bad sind im Neubauteil untergebracht.
Weiterentwickeln, neu
interpretieren, behutsam
hinzufügen
Für die Architekten das Kasseler Büros foundation 5+ hat das Projekt Brühl 6 das Zeug,
zur Initialzündung für weitere Nutzungen
und Aufwertungen der sich im Umbruch befindlichen Innenstadt zu werden. Ihr struktureller Entwurfsansatz geht von vorgefundenen Elementen aus, sucht nach typologischen Antworten und bietet Stadtbausteine
an, die sich auch an verändernde Rahmenbedingungen anzupassen in der Lage sind.
StadtZeit Kassel Nr. 51
ARCHITEKTUR
Für Prof. Philipp Krebs, projektverantwortlicher Architekt, ist diese Entwurfshaltung die
zukunftsfähigere. Stadtumbau ist für ihn ein
Begreifen, Bewerten und Weiterentwickeln
durch Neuinterpretation von bekannten Elementen und behutsames Hinzufügen neuer
Bausteine. „Die auf diese Weise zu entwickelnden individuellen, situationsangepassten und bedarfsorientierten baulich-räumlichen Lösungen sind angemessener als die
Realisierung effektheischender, selbstverliebter und den städtebaulichen wie gesellschaftlichen Kontext negierender Bauten
von Star-Architekten.“
StadtZeit Kassel Nr. 51
Vor diesem Hintergrund ist das Projekt Brühl
6 ist ein gelungenes Beispiel für die neue
Planungskultur einer gemeinwesenorientierten Projektentwicklung, die Wege aufzeigt,
wie die vielen für Eschwege - und viele andere Kleinstädte der Republik - typischen innerstädtischen Fachwerkhäuser erhalten
und durch Umbau aufgewertet werden können, obwohl sie den heutigen Ansprüchen
an Komfort, Barrierefreiheit, Brandschutz
und Energieeffizienz nicht mehr gerecht
werden.
Standort: Brühl 6, 37269 Eschwege
Baujahr: 2009 bis 2012
Bauherren: Aufwind - Verein für seelische
Gesundheit e. V und Seniorenheime
Eschwege GmbH
Planung: foundation 5+ architekten landschaftsarchitekten
www.foundation-kassel.de und
Bauleitung: Luther Bauplanung GmbH,
www.luther-bauplanung.de
Fotos: Philipp Krebs
29
Diese Fachfirmen und Fachingenieure waren am Bau im Brühl 6 beteiligt:
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Aufwind – Verein für seelische
Gesundheit e.V.
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Umfassende Teilhabe-Leistungen und modellhafte Kooperationen,
um die Stadt zu beleben. „Aufwind“ für den Werra-Meißner-Kreis.
ZZZIRXQGDWLRQNDVVHOGH
ALBARUS+HENTRICH
Ingenieurbüro TGA
Beratung, Planung, Ausschreibung und Bauleitung von:
Heizungs-, Klima-, Lüftungs-, Sanitär-, Elektro- und
Schwimmbadtechnik
Marktplatz 18 • 37269 Eschwege • Tel. 05651-71629 • Fax 05651-71882
RICHARDT
Zimmerei & Restaurierungen
für
Ih r Fachbet rieb
l flege
Denkmap
Holzbau Fachwerk Lehmbau Sanierung Dacheindeckung
Dieteweg 6
99976 Struth
Mobil: 0173 37 84 540
30
Gemeinnützige Werkstätten Eschwege
v.l.: Bewohner Stadthaus Brühl 6, Horst Appuhn I Intuitives Bogenschießen als offenes Freizeitangebot der Tagesstätte in Witzenhausen, fördert
Entspannung, innere Ruhe und Koordinationsfähigkeit I Radiomontage
in den Gemeinnützingen Werkstätten Eschwege
Im September 1983 wird der Verein
„Partner für psychisch Kranke e.V.“
gegründet. Zweck des Vereins war
die Planung, Förderung und Durchführung von Tätigkeiten und Projekten, die geeignet sind, die Lebenssituation psychisch Kranker
und ihrer Angehörigen im Werra
Meißner Kreis zu verbessern. Bis
zur Einrichtung einer hauptamtlichen Stelle in der Psychosozialen
Kontakt- und Beratungsstelle wurde die Arbeit von ehrenamtlichen
Helfern geleistet.
Heute bietet „Aufwind – Verein für
seelische Gesundheit e.V.“ umfassende Teilhabeleistungen für Menschen mit seelischer Erkrankung in
den Lebensbereichen Arbeit und
Wohnen an. Zu seinen Leistungen
gehört außerdem die Beratung für
Menschen mit seelischer Erkrankung und deren Angehörige und,
über den Integrationsfachdienst,
auch für Menschen mit anderen gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Die Angebote verteilen sich
auf acht Standorte in den Altkreisen Eschwege und in Witzenhausen. Dazu zählen: Tagesstätten, Gemeinnützige Werkstätten, Wohnheime, Betreutes Wohnen, Psychosoziale Kontakt- und Beratungsstelle, Integrationsfachdienst.
Hartmut Kleiber als Aufwind- Vorstandsmitglied, Hannelore Beutler
von der Diakonie und Torsten Rost
als Leiter des Seniorenheims am
Brückentor formulieren die Motivation für Ihre Zusammenarbeit mit
Modellcharakter so: „Wir haben uns
damals gegenseitig versprochen,
dafür anzutreten, unsere Aufgaben
und unsere Fachlichkeit als Institutionen der Alten-, Pflege- und Eingliederungshilfe in sinnvolle, Solidarität stiftende Arrangements für
Menschen mit und ohne Unterstützungsbedarf zu überführen.
Mit der Sanierung des Fachwerkhauses Brühl 6 für 2,8 Millionen
Euro realisierten die Partner ein für
Eschwege wegweisendes städtebauliches Projekt. Das Wohnheim
nahe dem Stadtkern mit Markt und
Rathaus trägt dazu bei, eine historische Bestandsimmobilie zu erhalten und die Fachwerkinnenstadt
weiterhin mit Leben zu erfüllen. Im
Brühl 6 verbinden sich Tradition
und Moderne zu einer wohnlichen
Einheit, in der sich 20 Bewohner
wohlfühlen können. Für Bürgermeister Alexander Heppe „ein echtes Modellprojekt ,Neues Wohnen‘
von symbolischer wie architektonischer Strahlkraft.
Aufwind - Verein für seelische Gesundheit e.V.
Bremer Straße 1, 37269 Eschwege
Telefon: 05651 7438-0
Das Projekt Brühl 6 ist eine Koope- E-Mail: [email protected]
ration des Vereins „Aufwind“, der Internet: www.aufwind-wmk.de
Gemeindekrankenpflege der Diakonie Eschwege-Witzenhausen sowie
der Seniorenheime Eschwege
GmbH.
Synergiestiftdende
Kooperationsmodelle
StadtZeit Kassel Nr. 51
ARCHITEKTUR
Stadtumbau in der
Fachwerkstadt
Eschwege entwickelt Ideen, um aktiv dem demographischen
Wandel zu begegnen und seine Funktion als Kreisstadt und
Mittelzentrum im ländlichen Raum neu zu definieren. Das
„Marktplatzkarree“ scheitert an kleinteiligen Eigentumsstrukturen.
Sensibel und respektvoll mit bestehenden Strukturen umgehen, jedoch
Spielräume für zeitgemäße Lebensstile und Gestaltungsansätze bieten: So
sah nach der Aufnahme Eschweges
als Modellkommune in das Förderprogramm „Stadtumbau in Hessen“ ein
Ergebnis der 2006 initiierten Zukunftswerkstatt aus, in welcher die
Teilnehmer der Frage nachgingen,
wie die vielen für Eschwege typischen
innerstädtischen Fachwerkhäuser erhalten und durch Umbau aufgewertet
werden können, obwohl sie den heutigen Ansprüchen an Komfort, Barrierefreiheit, Brandschutz und Energieeffizienz nicht gerecht werden.
Ein aktives städtisches Flächenmanagement zum Rückbau und zur gezielten Entwicklung von Wohnraum in
der Innenstadt, die Realisierung altenund familiengerechter Wohnformen
in der Innenstadt sowohl im Fachwerkbestand als auch durch städtebaulich angepasste Neubauten, der
Aufbau eines bürgerschaftlichen getragenen Netzwerks zur Beteiligung,
Betreuung und Versorgung älterer
Menschen, sowie die Verbindung der
Stadt mit der Werra sind laut Integriertem Stadtumbaukonzept aus
dem Jahr 2007 die Planungsziele des
Handlungsfelds „Wohnen in der Innenstadt“.
Impulsprojekt
„Marktplatzkarree“
Im Sommer 2007 wird der Ideenwettbewerb „ Marktplatzkarree“ ausgeschrieben und durchgeführt. Zehn Architekturbüros sind eingeladen, Konzepte zu entwickeln.
Das Marktplatzkarree in zentraler Lage hat eine Grundstücksfläche von ca.
2700 qm. Der überwiegend dreigeschossige Gebäudebestand ist zwi-
StadtZeit Kassel Nr. 51
schen 1650 und 1820 erbaut worden.
Die Bausubstanz ist insbesondere im
Innenbereich stark geschädigt und
abgängig. Die Häuser sind nur teilweise bewohnt und einige der ehemals
gewerblich genutzten Erdgeschosszonen stehen seit Jahren leer.
Die Auslobung fordert von den Architekten eine modellhafte Bewältigung
des Stadtumbaus durch die Zusammenführung der wirtschaftlichen Potenziale der 14 Parzellen zum Zwecke
des Rück-, Um- und Neubaus der vorhandenen, zum Teil denkmalgeschützten Einzelobjekten. Im Rahmen
des Wettbewerbs soll eine moderne,
innovative Architektur entwickelt werden, die sich in die vorhandene
städtebauliche Situation integriert.
Prämiert wird der Entwurf des Kasseler Büros foundation 5+, der mit einem Bausteinkonzept auf die typologische Weiterentwicklung des Bestandes abzielt und die aufgewerteten
Altbauten gezielt mit Neubauten zu
Stadthäusern ergänzt.
Brühl 6 als Alternative
Um die aktuellen Nutzungen, den
bautechnischen Zustand der Gebäude sowie die Verfügbarkeit der Einzelgrundstücke im Sinne einer Realisierung in Abschnitten zu untersuchen
und aufzuzeigen, wird eine Bestandsaufnahme des Marktplatzkarrees
durchgeführt. Es zeigt sich, dass in
der kleinteiligen Eigentumsstruktur einige Grundstücke eine Schlüsselrolle
für die Umsetzung des Gesamtprojektes einnehmen. Nach Einverständniserklärung der Eigentümer wird 2008
der Gutachterausschuss mit der Erarbeitung von Verkehrsgutachten beauftragt, um insbesondere für diese
Schlüsselgrundstücke die wirtschaftlichen Grunddaten zu erhalten.
Die Umsetzung gerät jedoch ins Stocken, als ein Eigentümer den Zugang
zu seinen Grundstücken verweigert
und trotz intensiver Bemühungen seitens der Verwaltung jegliche Kooperation aufkündigt.
Ohne eine perspektivische Verfügbarkeit dieser Schlüsselgrundstücke erscheint die stufenweise Realisierung
des Marktplatzkarree-Projektes nicht
möglich und die Stadt Eschwege
sucht nach alternativen Standorten in
der Innenstadt. In direkter Nachbarschaft zum Marktplatzkarree wird
2009 das in der Zwangsversteigerung
befindliche Grundstück Brühl 6 ausgewählt.
31
Eschwege im Werratal
Fachwerkstadt am Wasser
Die Werra und mehr als 1.000 gepflegte Fachwerkhäuser mit Schmuck,
Symbolik und besonderen Flachschnitzereien prägen das Eschweger
Stadtbild. Türme, Kirchen, das Alte
Rathaus mit Glockenspiel, das ehemalige Landgrafenschloss mit der Dietemann-Kunstuhr und dem Frau-HolleBrunnen oder das Hochzeitshaus sind
beliebte Motive für eine Foto-Safari.
Der Sophien-Garten und der Botanische Garten bilden Oasen der Ruhe
mitten in der Altstadt. Die Fußgängerzone lädt zum Bummeln und Verweilen ein.
Vom Schulberg aus hat der geneigte
Besucher den ersten Blickkontakt zu
den Eschweger Leuchtbergen mit
Kletterwald und zum 100 Hektar großen Werratalsee.
Ein 5-Sterne-Campingpark und großzügige Wohnmobilplätze finden sich
direkt am See.
die Hessischen Rudermeisterschaften
und verschiedene Segelregatten sowie der Schwimmwettkampf des
WerraMan-Triathlons statt.
Fahrgastschiff Werranixe
Die Werranixe schippert von
April/Mai bis Oktober in einer einstündigen Rundfahrt gemütlich über
den Werratalsee. Für Gaumenfreuden
sorgt die Crew an Bord, und der Kapitän begrüßt die Gäste mit einem
Trompetenspiel.
Werratalsee
Eingebettet in eine herrliche Mittelgebirgslandschaft sorgt der stadtnahe
Werratalsee für Spaß und sportliches
Vergnügen. Segeln, Surfen, Rudern
und Baden an zwei Badestellen mit
Sandstränden und Abenteuerspielplätzen, Boulebahn, Beach-Volleyball,
Tischtennis, Angeln und ein 7 km-SeeRundweg bieten viel Abwechslung.
Ein Kanuverleih am See lädt zur Fackelfahrt oder zur Schatzsuche auf
dem See ein. Alljährlich finden hier
Von Ramses bis zum alten Fritz, von
Cäsar bis Napoleon, vom fröhlichen
Zecher bis zum frivolen Blick in die
Flussbadeanstalt bis zum Nonnenkloster – ob kleine Leute oder große Persönlichkeiten: Im Zinnfigurenkabinett
sind sie alle zwischen 1,2 mm und 90
mm zu bestaunen! Rund 12.000 Einzelfiguren und 200 Dioramen mit besonderen Szenen aus dem Eschweger
Kanutouren auf der Werra
Die Werra mäandert durch die sie umgebende Mittelgebirgslandschaft.
Berge, Burgen, Wald und Wasser bieten vom Fluss aus eine neue Perspektive. Kanu oder Kajak sind bei den Kanuverleihern in Eschwege erhältlich.
Der Reiseführer „Paddelblatt“ ermöglicht durch seine Karten eine unbeschwerte Flussfahrt und bietet jede
Menge Informationen zu Sehenswertem und zu Einkehrmöglichkeiten an
der Werra.
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DAS „FIVE STARS“ IPAD-REISEMAGAZIN
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Eschweger
Zinnfigurenkabinett
Stadtleben und der Geschichte der
Stadt bis hin zur Weltgeschichte, sogar Fantasyfiguren, sind ausgestellt.
Ort: In der Kemenate, Hospitalstr. 7
Öffnungszeiten: ganzjährig mittwochs, samstags und sonntags von
14 bis 17 Uhr. Führungen für Gruppen
können zu besonderen Terminen über
die Tourist-Information gebucht werden.
Ansprechpartner:
Heike Leuters
Tel. 069 / 2199 3076
[email protected]
Heike Müller
Tel. 069 / 2199 3791
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StadtZeit Kassel Nr. 51
Flussradeln - Genussradeln
Drei beliebte Fernradweg treffen in
Eschwege zusammen: Werratal-Radweg (290 km), Herkules-WartburgRadweg (215 km) und Hessenradweg
R5 (220 km). Rastplätze, gemütliche
Biergärten und die Freiluftgalerie mit
Kunstwerken heimischer Künstler von
Wanfried-Heldra bis Hann. Münden
bieten auf 65 km ein besonderes Erlebnis. Verschließbare Radboxen in
Wanfried, Eschwege, Bad Sooden-Allendorf und Witzenhausen erlauben
einen unbeschwerten Stadtbummel.
In der Tourist-Information gibt es Kartenmaterial sowie Pauschalangebote.
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15 Radrundtouren von sieben bis 95
km Länge geboten. Radverleiher und
Radservice-Geschäfte erleichtern jede
Radtour. Die Touren können teilweise
mit einer Bahnfahrt kombiniert werden.
Premiumwandern und
Wandern ohne Gepäck
14 Premium-Rundwanderwege im
nordhessischen Werratal garantieren
durch die Auszeichnung mit dem
Erlebnis-Stadtführungen spannend – skurril – köstlich!
Deutschen Wandersiegel beste Wander-Erlebnisse. Der Werra-BurgenSteig und der Dietemannpfad sind
ideal für Streckenwanderungen. Natur pur, eine besondere Fauna und
Flora, bunte Buchenwälder und Aussichten über Aussichten! Geführte
Wanderungen im Naturpark Meißner
und im Werratal, Wanderkarten/
Wanderprospekte, Pauschalangebote
über die Tourist-Information.
Kletterwald Leuchtberg
In diesem besonderen Naturhochseilgarten inmitten des Leuchtberwaldes
nahe der Eschweger Altstadt erfreuen
insgesamt fünf Parcours den Kletterfan. In unterschiedlicher Schwierigkeit
klettert man auf schwankenden Brücken, durch Netze oder auf Baumstämmen oder gleitet auf Seilbahnen,
auch auf einem Schlitten oder einem
Bobby-Car, durch die Baumkronen.
Die Baumplattformen befinden sich
zum Teil übereinander, in einer Höhe
von drei bis zwölf Metern. Neu ist ein
25-Meter-Kletterbaum.
Neben regelmäßigen Stadtführungen
für Einzelreisende sind in Eschwege
Erlebnis-Stadtführungen im Angebot
der Tourist-Information. Die außergewöhnlichen Zeitreisen zu besonderen
Themen und oder mit außergewöhnlichen Persönlichkeiten z.B. mit dem
Zimmermann, dem Nachtwächter,
der Ackerbürgerin Martha oder mit
Marie der Waschfrau o.a. Persönlichkeiten dieser Stadt sind über die Tourist-Information zu buchen. Regionale
Leckereien werden angeboten oder
eine Einkehr steht auf dem Programm. Kinder- und Familienstadtführungen wie „Königshof und schwarzer Mann“, „Wasserspiele mit der
Werranixe“, „Märchen, Sagen und
Zimtwaffeln“ oder „Eschweger Allerlei“ laden zum Mitmachen und Staunen ein. Führungen sind in der-Tourist-Information jederzeit für Gruppen
zu buchen, Termine für Einzelreisende
finden sich im Online-Veranstaltungskalender.
Prospekt- und Kartenmaterial,
Zimmervermittlung, Ticketing, Pauschalangebote, Stadtführungen:
Tourist-Information
Eschwege-Meinhard-Wanfried
Hospitalplatz 16
37269 Eschwege
Tel. 0 56 51/33 19 85
[email protected]
Öffnungszeiten:
Mai bis September: Mo bis Fr, 9-18 Uhr
Samstag, 10 bis 13 Uhr
Oktober bis April: Mo bis Fr,
9 - 16.30 Uhr
Informationen zu den hier vorgestellten und weiteren Angeboten:
www.werratal-tourismus.de
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34
Ein Schild. Endlich. „Naturfreundehaus 800 Meter“. Die Oberwanderführergattin und der Hilfswanderführer ad honorem atmeten auf, hatten sie sich doch vor der letzen „Rampe“, wie
der Rennradler sagen würde, vom Rest ihrer insgesamt siebenköpfigen Truppe abgesetzt und im Duo durchs Geäst geschlagen.
Es sollten die schnellsten und längsten achthundert Meter ihrer
Wanderkarriere werden.
Nicht ohne Grund, denn sie waren verdammt spät dran.
Noch um viertel nach fünf stand die gesamte Truppe in Velmeden, nahm noch eins der mitgebrachten Schnittchen oder einen gepflegten Bio-Riegel zu sich und blickte skeptisch in die
Höhe gen Meißner.
Da wollten sie hoch und sie wussten: Pünktlich um 18 Uhr würden die Naturfreunde da oben die Volksspeisung beginnen.
Lagebesprechung. „Des schaffet mir nimmer“, schwäbelt es
leicht desillusioniert im Hintergrund.
Mit „Was tun?“ kam nun auch an dieser Stelle Genosse Lenin
ins Spiel und der Beschluss der Zentralen Wanderkomitees lautete: „Wir rufen an und sagen Bescheid, dass wir etwas später
kommen.“
Nur blöd, dass keiner eine Telefonnummer dabei hatte. Die Zimmer für die Übernachtung inklusive zünftigem Abendessen hatten alle schön bequem von zuhause aus gebucht. Warum das
Wandergepäck also noch mit einem so gewichtigen Zettel belasten?
StadtZeit Kassel Nr. 51
Von wegen „Der Weg ist das Ziel.“
Endspurt zum Meißnerhaus
Während ein Wander-Genosse
an seinem GPS-Automatenwanderweganzeigegerät herumnestelte und eine andere ihren
Schrittzähler justierte, kamen
hier jetzt die Freunde des angenagten Apfels aus Cupertino ins Spiel.
Mit seinem smarten Phone fuchtelte der der
Kartenleserei und anderen wanderspezifischen Kenntnissen vollkommen unverdächtige Hilfswanderführer in der Luft herum.
„Ich googl‘ das eben.“
Gesagt, getan. Einer Mitwanderin ruft er
freudestrahlend die Nummer zu und das
Frollein vom Amt bzw. der nächste der ansonsten eher verhassten Sendemasten verbindet die Truppe mit dem Meißnerhaus.
„Kein Problem, die warten bis wir da sind.“
Führungskompetenzgezweifel
hangaufwärts
Jetzt galt es also den letzten Aufstieg zu
nehmen und es sollte nur noch Berg hoch
gehen - bis kurz vorm Ziel. Hier hieß es jetzt,
den eigenen Rhythmus zu finden und diesem kontinuierlich zu folgen. Irgendwann
wird es mit der Beschilderung mager. Der
Oberwanderführer kramt seine altersadäquate Sehhilfe aus dem Rucksack und weist
nach einem geschulten Blick in die Karte
den Weg.
„Wir müssen da hoch und kommen dann
auf den Weg, der direkt zum Meißnerhaus
führt.“
StadtZeit Kassel Nr. 51
Es sieht so ziemlich nach allem aus - vor allem Busch- und Astwerk - nur nicht nach einem Weg, der auch „da oben“ hinführen
könnte. Da muss die Truppe jetzt durch.
Beim Anstieg zieht sich das Feld auseinander. Ganz wichtig, damit keiner verlorengeht: Sichtkontakt zu der jeweils vorderen
und hinteren Kleingruppe halten. Gut, dass
die meisten diese bunten Fummel aus Funktionswäsche nebst nicht eben unauffällig
kolorierter Rucksäcke tragen und sich damit
solide vom Rest der umgebenden Biosphäre
abheben.
Die Oberwanderführergattin und der Hilfswanderführer brüllen irgendwann in den
Wald, hangabwärts: „Der Weg!“ Alle Zweifel an den Oberwanderführerkompetenzen
sind schlagartig weggewischt.
Das Schöne: Es geht plötzlich nicht mehr
bergauf, sondern geradeaus, sogar mit
leicht abfallenden Tendenzen. Während sich
der Rest der Truppe noch den Hang hoch
quält, beschließt die Vorhut nach einem
Blick auf‘s Zeiteisen, richtig Gas zu geben,
um den Hüttenbetreibern zu signalisieren,
dass Hoffnung besteht und die mittlerweile
versprengte Truppe doch noch zum Essen
kommt.
den fantastischen Ausblick, der sie für ihren
rasanten Aufstieg entschädigt.
Alle anderen, die anders als per pedes bequem in die Höhe gekommen sind und nach
dem pünktlichen Abendessen schon entspannt draußen sitzen, wissen offenbar
schon bescheid. „Seid ihr die Wandergruppe? Wo kommt ihr jetzt her?“ „Ja, sind wir.“
Staunen, dass wir so irre sind, uns erst nachmittags von HeLi zu Fuß auf den Weg zu
machen.
Also, nichts wie rein in die gute Stube. Die
Vorhut holt schon mal die Zimmerschlüssel
für den Rest der Truppe, sagt an, dass bald
alle da sind und bestellt sich ein Kaltgetränk.
Sonne, Fernblick, Weizenbier: Das macht
die Wanderer glücklich. (sc)
„Seid ihr die Wandergruppe?“
Sie sehen das 800-Meter-Schild und gegen
18.35 Uhr erreichen die Oberwanderführergattin und der Hilfswanderführer ihr Ziel.
Auf der Terrasse stehend, genießen sie kurz
35
W I E G E W O H N T. . .
Die virtuelle Brautschau
Liebe und Zweisamkeit mit einem niveauvollen Gegenüber stiften
Online-Partneragenturen. Theoretisch. Ein Selbstversuch.
Von Herwig Schreiber
„XBHYPP4C findet Ihr Profil sehr sympathisch und schickt Ihnen ihr Lächeln“ teilt
mein Braut-Such-System mit. Diese niedrigschwellige, digitale Kontaktaufnahme bezieht sich auf mein „Ich über mich“ - ein
Stück Sozialpornographie, das ich in meinem virtuellen Separee für die Traumfrauen
dieser Welt hinterlegt habe. „Lächeln Sie
noch heute zurück. Oder noch besser besser: Antworten Sie gleich mit einer persönlichen Nachricht. XBHYPP4C* wartet sicherlich schon gespannt auf Ihre Reaktion.“
Insbesondere, die Beschreibung unter „Ich
reagiere allergisch auf...“, hat es der unbekannten Lächlerin angetan und ich darf mir
nun überlegen, ob ich Kontakt aufnehme
oder sie ins Digital-Nirwana verabschiede,
weil mir ihr „Profil“ nicht zusagt.
So wie mir geht es nach Selbstauskunft der
boomenden Branche Millionen von seriell
monogamem Alleinlebenden, die nach einem neuen Partner suchen. „Wer wirklich
eine langfristige Partnerschaft will, hat mit
uns die besten Chancen, den passenden
Partner zu finden“, so das Eigenlob.
Zeit für einen Test. Satte 100 Prozent „Profilvollständigkeit“ attestiert mir das System.
Meinen Steckbrief aktualisiere ich regelmäßig, lade Fotos hoch und bespiele hin und
wieder einen neuen Text in meinem „Was
mich gerade bewegt“. „Still confused, but
on an higher level“ ist derzeit dort zu goutieren.
Und ich bin es tatsächlich.
Nach der Halbwertzeit des von mir gebuch-
ten Engagements beginne ich diese virtuelle Suche
immer absurder zu finden.
Ich schreibe mir mit Frauen,
die ich maximal auf einem Foto
gesehen habe, verbringe jede
Menge Freizeit vor dem Bildschirm
und toure, um das virtuelle Separee
möglichst schnell zu verlassen und
das jeweilige „Gesamtkunstwerk“ mit
allen Sinnen zu erfahren, durch die halbe
Republik - meist um nach dem „Casting“ einigermaßen ernüchtert wieder zuhause aufzuschlagen - was „meinen“ Kandidatinnen
nicht anderes ergehen dürfte.
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Meiner Reisetätigkeit müde, besinne ich
mich auf die Option, meine 669 Partnervorschläge nach „Entfernung“ und nicht nach
„Matching-Punkten“ zu sortieren. Die „Paarungspunkte“ basieren auf irgendwelchen
ausgeklügelten Algorithmen, „die die Eigenschaften und Wunschvorstellungen in einer
umfassenden Datenbank miteinander vergleichen und bewerten“, so das System.
Was auch immer das für das zukünftige Miteinander zu bedeuten haben könnte. Dass
sie nachhaltige Wirkung entfalten, wird mir
spätestens deutlich, als Katja* schreibt:
„Was hältst du eigentlich von unserem Matching-Ergebnis? Nur 47 Punkte. Das ist erstaunlich wenig, dafür dass wir uns so austauschen, oder nicht?“ Bezug nehmend auf
ihre letzte Nachricht schreibe ich Katja:
„Stell dir vor, bei der Nucki Nuss-Bestellung
an deinem netten Gasthaus am See begegnet dir ein Mann, der dir zulächelt, dich mit
seiner sanften, nicht gänzlich unerotischen
Stimme fragt: ,Hallo, schöne Frau, darf ich
Sie nach dem Eis auf einen Cappuccino einladen?‘ Ich vermute mal, du kämst kaum
auf die Idee, nach seinem Matching zu fragen.“
Das saß. Katja war willig, mich kennenzulernen.
Apropos Kennenlernen: Seit ich auf „Entfernung“ umgestellt habe, sehe ich mich mit
StadtZeit Kassel Nr. 51
W I E G E W O H N T. . .
mitbekommen“, sagt sie zu dem vorgeschlagenen Treffen.
Ging auch nicht, denn ihr bezahltes
Engagement war just abgelaufen. Für
mich ist sie noch als Kandidatin auffindbar und ich kann ihr auch Nachrichten
zukommen lassen. Nur lesen kann sie diese nicht mehr. Dafür müsste ihre kostenpflichtige Premium-Mitgliedschaft verlängern, was sie vor lauter verhinderten Porschefahrern aber nicht beabsichtigt.
weil sie weniger darüber
nachdenken.“
Soweit also dazu...
zwei
Phänomenen konfrontiert: 1. Damen, die ich aus
beruflichen oder privaten Zusammenhängen bereits kenne, schmeißen sich wie ich auch - auf den Markt und 2.
war plötzlich eine beeindruckende Pädagoginnendichte auf meiner Vorschlagsliste zu
konstatieren. Einem Freund - Lehrer - der
neulich fragte, wie es so läuft, vertraute ich
mich an: „Ich warte noch auf die satten
Frühlingsgefühle oder mindestens den Sommernachtstraum, den ich mit einer Schönheit meiner Wahl träumen kann. Bin schon
soweit runtergekommen, dass ich mich virtuell anbiete. Der Hammer, wie viele Pädagoginnen einen Kerl suchen.“ Auch das saß.
„Lass um Gottes Willen die Hände von den
Pädagoginnen. Ein Freund hat jetzt die dritte in Folge und jede war in psychologischer
Behandlung“, meinte er, mich warnen zu
müssen und fragte gleich noch, wo ich mein
Fell zu Markte trage. Sein freundschaftlicher
Rat: „Ich würde es auf Plattformen für‘s
Volk probieren. Da ist die Wahrscheinlichkeit größer auf normale Menschen zu treffen. Die sollen besser im Bett sein. Und sie
sind für vielfältige sexuelle Praktiken in lauen Sommernächten viel mehr zu begeistern,
StadtZeit Kassel Nr. 51
Porsche? Zu
wenig!
Bei einer Dame, die schon
aus dem echten Leben kenne,
ist nun die Frage, ob ich mich outen soll, liefen wir uns mal wieder
über den Weg. Es dauert nicht allzu
lange, bis mich auch diese Prinzenprüfung ereilt. „Mach dir erst mal ein Bild von
mir! Ich bin allerdings nicht mehr lange dabei - ich habe bisher nur Männer getroffen,
die entweder bedauerten, gerade keinen
Porsche mehr zu haben (wegen der Scheidung) oder die bedauerten, dass es nie zum
Porsche gereicht hat. Das war mir inhaltlich
gesehen etwas zu wenig“, lese ich von Katharina*.
Ich funke zurück, dass ich mir das Bild schon
gemacht habe, ohne das sie mir eins hätte
freischalten müssen. „Spannend, auf welche Arten mensch sich noch so begegnen
kann“, melde ich zurück und schlage ein
Treffen vor. Funkstille. Tagelang. Ich bin verwirrt. Die Frau ist ansonsten die Zuverlässigkeit in Person.
Kurze Zeit später ruft sie mich in einer geschäftlichen Angelegenheit an. Als sich unser Gespräch dem Ende neigt, fasse ich mir
ein Herz: „Hast du mit mitgeschnitten, dass
wir uns neulich im Netz begegnet sind?“
Schweigen. „Wie? Nee! Das hab‘ ich nicht
Ich werde nachdenklich. Es gibt im virtuellen Separee für mich keinerlei Anhaltspunkte, die darauf hindeuten, dass die Frau meiner Wahl meine Nachrichten nicht lesen
kann, weil sie nicht mehr zum Bezahlpublikum gehört oder niemals gehörte. Man
kann sich schließlich auch kostenlos anmelden. Zeit für eine Anfrage beim System, wie
es sich mit diesen „digital Untoten“ verhält.
„In Ihren Partnervorschlägen sind sowohl
Premium-Mitglieder, als auch Mitglieder, die
noch keine Premium-Mitgliedschaft erworben haben. Eine Unterscheidung ist nicht
möglich“, antwortet es mir.
Grundsätzlich beabsichtige man genau dadurch, den Anreiz zu erhöhen, sich als Premium-Mitglied zu registrieren.
Gut zu wissen. Ich kündige.
Handgeschrieben? Wirkt!
Jenseits der Virtualität gibt es natürlich auch
noch Echtkontakte. Bei einem offiziösen Anlass sehe ich plötzlich SIE; mit ihrer anmutigen Erscheinung und einer wahnsinnigen
Ausstrahlung. Wer auch immer sie ist. Natürlich traue ich mich nicht, sie anzusprechen. Ein halbes Jahr später ist es ein Neujahrsempfang, der mich an diese wunderbare Erscheinung erinnert, drei Tage danach
eine andere Veranstaltung. Ich fange an zu
recherchieren. Über Freunde, Nachbarn, das
Netz, das volle Programm. Es dauert eine
Weile, bis ich fündig werde und ein in Tinte
handgeschriebenes Kärtchen mit einer Einladung zur gepflegten Latte Macchiato schicken kann. Keine Reaktion.
Ich bleibe dran, erfahre, dass die Gute mittlerweile nicht mehr dort arbeitet, wo ich sie
zu erreichen glaubte. Zweiter Versuch. Die
Spannung steigt. Eine, die ich in der Virtualität immer vermisst habe.
Und sie? Meldet sich. In echt!
*alle Namen und Ziffernfolgen geändert
37
KL IM A
„Wir brauchen auch ästhetische Nachhaltigkeit!“
Die „Verpackung“ von Fassaden zerstört architektonische Qualitäten. Blindlings
ergriffene Maßnahmen führen so zu Konflikten mit unserer Baukultur.
Barbara Ettinger-Brinckmann über die „verdämmte“ Welt.
Interview: Miriam Claus
MC: Frau Ettinger-Brinckmann, wirkt sich
die Energieeinsparungsverordnung (EnEV),
die für eine signifikante Reduzierung des
Energieverbrauchs von Gebäuden – gerade
auch bei Altbauten - sorgen soll, auf unser
Stadtbild aus?
BEB: Ich würde es so formulieren: Ihre Umsetzung kann mit der Baukultur durchaus in
Konflikt geraten.
MC: Wann ist das der Fall?
BEB: Wenn architektonische Qualitäten von
Gebäuden – etwa durch „Verpackung“ von
Fassaden – dauerhaft zerstört werden. Leider läuft hier vieles ohne den Fachmann.
Energetische Sanierungsmaßnahmen müssen in ihren Wirkungszusammenhängen betrachtet werden. Ich sage: Wir brauchen
nicht nur Maßnahmen für die ökologische,
sondern auch für die ästhetische Nachhaltigkeit.
MC: Zum Beispiel?
BEB: Blindlings ergriffene Maßnahmen können zu massiven Konflikten mit unserer Baukultur, also der Qualität unserer Stadtgestalt, führen. Solardächer etwa haben einen
unmittelbaren Einfluss auf das Stadt- und
Dorfbild – und können es unter Umständen
zerstören.
MC: In welchem Bereich häufen sich Konflikte?
BEB: Hauptproblem ist vor allem der Gebäudebestand. Nun ist dieser aber ganz und gar
prägend für unsere Stadtgestalt. Gerade
hier wird das Thema Dämmung kritisch diskutiert, denn unfachgemäße Eingriffe sind
in solchen Fällen offensichtlich. Auch in
Nicht-Fachzeitschriften war ja bereits die Rede von unserer „verdämmten Welt“. Dämmmaßnahmen über alle Gestaltungselemente
hinweg führen zu einer direkten Beeinträchtigung des Straßenbildes und zu dessen Vereinheitlichung. Doch die Städte Europas
sind geprägt durch ihre Heterogenität, ihre
Vielfalt.
Baudenkmäler, das sind vielleicht drei Prozent des gesamten Gebäudebestands. Und
mit der Denkmalschutzbehörde hat man Experten an seiner Seite, die darüber wachen,
dass keine Styroporschichten über Klinkerfassaden mit Gesimsen, Zierrat oder Dekor
geklebt wird, dass also die Charakteristik eines Quartiers nicht verlorengeht. Hier kann
man beispielsweise mit Innendämmung arbeiten, eventuell in Verbindung mit einer
neuen Anlagetechnik. Baudenkmäler sind
wichtig, doch viel maßgeblicher prägen die
ganz normalen Bauten, die auch ihre Zeitschichten abbilden, unsere Stadtbilder.
MC: Gibt es neben solchen ästhetischen Einwänden noch andere Tücken beim Dämmen?
BEB: Falsch eingesetztes Dämmmaterial erzeugt ein Klimaproblem im eigenen Haus.
Sprich: Feuchtigkeit, Schimmel, Pilze. Bei einem zu sehr abgedichteten Gebäude können schlechte raumklimatische Bedingungen geschaffen werden. Und es gibt bei bestimmten Materialien auch Probleme mit
dem Brandschutz.
MC: Falsche Dämmmaßnahmen gefährden
also die Gesundheit?
BEB: Heute weiß man überhaupt noch nicht
genau, ob das Dämmmaterial selbst ökologisch unbedenklich ist. Ich erinnere da gerne an eine Trendwelle vor etwa 40 Jahren,
als man in Deutschland überall Fachwerkhäuser mit Faserzementplatten verkleidete.
Dadurch ging einerseits der bauphysikalische Ausgleich, den vorher das Gebäude
hatte, verloren und die Häuser haben Schaden genommen. Außerdem haben wir heu-
te noch das Entsorgungsproblem, weil die
Materialien asbestverseucht waren. Bis heute steigt die Zahl der Todesfälle als Spätfolge. Ich will damit nicht sagen, dass die heutigen Dämmmaterialien genauso sind, doch
es fehlen die langjährigen Erfahrungen.
„Für jeden Altbau spezifische
Lösung finden“
MC: Was ist demzufolge bei einer energetischen Sanierung zu beachten?
BEB: Dass man sie mit Vernunft und Augenmaß angeht. Viel gewonnen ist, wenn man
die Kellerdecke und die oberste Geschossebene dämmt, vielleicht noch eine neue Anlage einbaut. Tatsächlich haben viele Altbauten aus der Gründerzeit per se eine gute Bausubstanz. Kastenfenster und bewährte Baumaterialien sind beispielsweise nach
wie vor eine Lösung, auf die man sogar bei
Neubauten zurückgreift. Es muss nicht immer die mit Styropor-Platten verpackte Fassade sein.
MC: Was raten sie Hauseigentümern?
BEB: Angesichts der Vielfalt möglicher Probleme und des hohen Aufwandes gehören
die Arbeiten absolut in fachkundige Hände.
Es bringt nichts, in einen Dämmwahn zu geraten, sondern man muss Alternativen erwägen und behutsame Maßnahmen vorantreiben. Der Architekt, die Architektin ist in
der Lage, den Bauherrn auf Potenziale aufmerksam zu machen, die nicht nur der Energiebilanz, sondern dem Wohnwert insgesamt zugute kommen. Auch für die Stadt-
„Langjährige Erfahrungen mit
Dämm-Material fehlen“
MC: Das betrifft wahrscheinlich vor allem
denkmalgeschützte Gebäude?
BEB: Der Denkmalschutz macht mir am wenigsten Sorgen. Wir haben in Deutschland
gerade mal rund eine Million eingetragene
38
StadtZeit Kassel Nr. 51
KLI MA
entwicklung bietet die energetische Sanierung Chancen, da etwa ein nur notdürftig
nach dem Krieg wieder hergestelltes Haus –
und von denen haben wir in Kassel noch einige – sein ursprüngliches Gesicht zurück erhalten kann. Mein Votum ist: Man braucht
die von der EnEV geforderten Richtlinien
nicht von vornherein als Gefahr anzusehen.
Ich möchte jeden privaten Bauherren dazu
zu ermuntern, sich kundig zu machen. Die
Architektenkammer ist der richtige Ansprechpartner.
MC: Wird das gesamte Prozedere nicht
schnell zur Kostenfalle?
BEB: Um genau dies abzuwägen, braucht es
ja eine vernünftige Beratung unter Einbeziehung von Architekten und eine für jeden
Altbau spezifische Lösung. Zu leicht sitzt
man sonst einer Werbung auf, deren unausgewogene Konzepte in keinem vernünftigen Kosten-Nutzen-Verhältnis stehen und
dann später zum Schaden gereichen.
„Unser Komfort-Bedürfnis steigt“
MC: Ihrer Erfahrung nach: Empfinden Hausbesitzer die Klimaschutzrichtlinien mehr als
Segen oder Fluch?
BEB: Ich denke, der Konsens heute ist: wir
müssen den Energieverbrauch reduzieren.
Und Gebäude sind einfach die größten Verbraucher. Es gibt ein zunehmendes ökologisches Bewusstsein für Endlichkeit der Energie und auch steigende Energiekosten. Meine Beobachtung ist daher, dass die EnEV
und die Klimaschutzziele durchaus positiv
aufgenommen werden.
MC: Was steht dann einem verringerten
Energiebedarf entgegen?
BEB: Wir haben einen wachsenden Wohnflächenverbrauch je Einwohner. Im Moment
liegt er bei ungefähr 40 bis 50 Quadratmeter, nach dem Krieg war er vielleicht bei 15.
Gleichzeitig steigt unser Komfort-Bedürfnis.
Wenn ich mich an meine Kindheit erinnere,
war da nicht jeder Raum im Winter geheizt,
man ging auch mal durch den kalten Flur.
Heute wird erstmal viel Fläche erwartet und
dass jedes Zimmer verfügbar und immer
gleich gemütlich warm ist.
MC: Was meinen Sie, wie diese Entwicklung
weitergehen wird?
BEB: Wir sind vom Passivhaus mittlerweile
beim Aktivhaus, das selbst schon mehr Energie erzeugt als es verbraucht, aus dem man
vielleicht auch noch sein Elektroauto speisen
kann. In dieser Richtung tut sich also viel,
wobei man sagen muss: alles leider noch zu
sehr hohen Kosten und einer im Alltag
kaum leistbaren Aufmerksamkeit für die
Haustechnik.
Barbara-Ettinger Brinckmann ist seit 2004
Präsidentin der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen. Sie ist freischaffende
Architektin in Kassel und führt seit 1994 gemeinsam mit Michael Bergholter das Büro
ANP Architektur + Nutzungsplanung. Sie
studierte an der Universität Stuttgart und
gehört zu den Gründern des Kasseler Architekturzentrums im Kulturbahnhof „KAZimKUBA“.
EnEV – Die Energieeinspar-Verordnung
Die erste Fassung der Energieeinsparungsverordnung (EnEV) trat am
1. Februar 2002 in Kraft. Die zweite Fassung kam mit der EnEV 2004.
Zur Umsetzung der EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von
Gebäuden wurde eine Neufassung erstellt, die seit dem 1. Oktober
2007 gültig ist. Die letzte Änderung, die die Vorgaben zum Energiesparen nochmals verschärfte, ist am 1. Oktober 2009 in Kraft getreten. Die nächste Novellierung soll noch 2012 in Kraft treten.
Die neuen Klimaschutzziele der EnEV lösten zahlreiche Investitionen
im Baubereich aus. Die Nachfrage nach moderner Heizungstechnik,
Wärmedämmung und neuen Fenstern stieg.
Zinsgünstige Darlehen für eine energetische Sanierung im Sinne der
EnEV waren bislang für Immobilien bestimmter Effizienzgruppen reserviert. So profitierten von der Sonderregelung meist Neubau-Eigentümer, weil die Klimaschutzrichtlinien direkt in die Planung mit einfließen.
Bei bestehenden Gebäuden, der weitaus größere Bestand in der Bundesrepublik, muss nachgerüstet werden. Insbesondere bei Baudenkmälern gestaltet sich die Umsetzung der Richtlinien mitunter kompliziert.
Programm „Denkmalgerechte Sanierung“ ab 1.4.2012
Bei der Zusammenführung von Klimaschutz und Baudenkmälern bewegt sich etwas: Das Programm „Denkmalgerechte Sanierung“ ins
Leben gerufen. Es ermöglicht allen Eigentümern von Immobilien zinsgünstige Darlehen oder Fördermittel und einen Zuschuss zur Energieberatung.
Die entscheidende Neuerung: Auch wenn die Spitzenwerte den EnEV
nicht eingehalten werden können, erhält der Denkmaleigentümer
über dieses Spezialprogramm den Zuschuss und günstige Kredite zu
einem Zinssatz von einem Prozent.
StadtZeit Kassel Nr. 51
Der Weg zur Förderung führt grundsätzlich über die eigene Hausbank. Über diese kann sich der Hauseigentümer zu dem jeweiligen
KFW-Programm kundig machen.
Weiterhin unterstützt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) finanziell sogenannte Vor-Ort-Beratungen. Das Amt
übernimmt ca. 50 Prozent der Kosten, um den Ist-Bestand zu analysieren und objektbezogene Empfehlungen für die energetische Sanierung aufzustellen.
Die Beratungen bei Ein- und Zweifamilienhäusern werden mit 400
Euro bezuschusst, bei Drei- und Mehrfamilienhäusern maximal 500
Euro.
Die BAFA bietet darüber hinaus konkrete Förderungen im Bereich „Solarthermie“, „Biomasse“ und „Wärmepumpen“ an.
Auch denkmalgeschützte Gebäude können mit dem Einsatz neuer
Technologien eine sehr gute Energiebilanz erzielen. In Einzelfällen erreichen sie sogar Passivhaus-Standard.
Beratung Denkmal und Energie
Für Heinz Kefenbaum von der Unteren Denkmalschützbehörde ist der
Einbau effizienterer Technik gerade dann besonders sinnvoll, wenn
sowieso eine Sanierung ansteht. „Wir rechnen im Regelfall mit einem
Amortisationszeitraum von sieben bis acht Jahren“, so der gelernte
Architekt. Wie ein gelungener Kompromiss zwischen Baukunst und
Klimaschutz aussieht, zeigt für ihn die Kasseler Erlöserkirche. Auf dem
dunklen Dach wurden rahmenlose Photovoltaik-Elemente installiert,
die sich in das Gesamtbild der Kirche einfügen.
Kontakt:
Untere Denkmalschutzbehörde
Obere Königsstraße 8, 34117 Kassel
Tel. 0561 / 787 6164, [email protected]
39
VERANS TALTUNG EN
Gesundheitszentrum Marbachshöhe
Ludwig-Erhard-Straße 34, 34131 Kassel, [email protected]
Anmeldung (sofern nicht anders vermerkt) und Info Tel.: 05 61/3 14 97 06
Weitere Infos unter „Veranstaltungen“ bei www.gzm-kassel.de
Gesunde Gourmetküche: Kochkurs für
eine gesund erhaltende Ernährung
In diesem Kochkurs unter Leitung von
Heilpraktiker Norbert Langlotz erfahren
Sie alles über gesunde Kohlenhydrate
und Fette, warum Bio- und saisonale
Produkte wichtig sind und welche Bedeutung der Nachtisch hat.
Termin: 15.09., 14:30-17:30 Uhr.
Fortlaufende Veranstaltungen
„... und jetzt nehme ich mir Zeit für
mich!“ Kur-Nachmittag freitags im Gesundheitszentrum Marbachshöhe
Ind. Ernährungsberatung, biolog.-dyn.
Imbiss und Gartenbesichtigung. Heileurythmie o. Sporttherapie/WS-Gymnastik.
Ayurved. Ganzkörpermassage o. klass.
Rückenmassage o. Öldispersionsbad.
Fr ab 13:45 Uhr nach Anmeldung. Zuschuss der Krankenkasse möglich.
Mehrgenerationenhaus
Heilhaus
Hoffest
Fest für Jung und Alt mit Musik, Kultur
und kulinarischen Spezialitäten
Sa 15.09.2012, 15.00 h
Das Heilhaus kennen lernen
Führungen durch das Heilhaus und die
Siedlung am Heilhaus
Di 25.09.2012, 17.00 h
Kulinarischer Abend
…in angenehmer Atmosphäre und mit
musikalischer Begleitung
Di 25.09.2012, 18.30 h - 22.00 h
Spirit of Rock
Konzert mit gefühlvollen Rock-Songs
arrangiert für Gesang, Gitarre, Klavier
und Cello.
So 07.10.2012, 19.00 h
Mo 15:30-16:30 Uhr: Gestalten in Holz
Kinder (6-9 J.) schnitzen, raspeln, sägen:
Grundlagen der Arbeit mit Holz.
Di Offener Treff für Schwangere und
junge Eltern mit Baby“ (10-11:30 Uhr)
Großer Bewegungsraum.
Leitung: Hebammenpraxis Bauchgefühl,
Hebamme Ilona Strache
Mi Wirbelsäulengymnastik (17-18 Uhr)
und Schulterkurs (18-19 Uhr)
Fr Wirbelsäulengymnastik (10-11 Uhr)
und Schulterkurs (11-12 Uhr)
Do „Späte Rückbildung“ (9:30-10:30
Uhr)
Offene Gruppe von Müttern und Babies.
Inhalte: Aerobic, Yoga, Pilates, Tanz etc.
Die normale Rückbildung nach der Geburt sollte abgeschlossen sein.
Leitung: Hebammenpraxis Bauchgefühl,
Hebamme Ilona Strache
Erzählcafé: „Der Geschichte Gesichter
geben“
Lebendige Zeitgeschichte - junge und
ältere Menschen sind eingeladen, von
ihren Lebenserfahrungen zu berichten.
Do 11.10.2012, 15.00 h - 16.30 h
Was ist Gesundung? Was ist Heilung?
Ein Angebot für Menschen, die ihren
individuellen Weg von Gesundung und
Heilung suchen.
Schwerpunkt: Emotionale Erweiterung,
Spürbewusstsein
Mi 10.10.2012, 20.00 h - 22.00 h
Fortlaufende Kurse
Zu diversen Techniken des bildnerischen
und plastischen Gestaltens.
Einstieg jederzeit möglich.
Montags: 15:00 -16:00 Uhr 3,5-5-Jährige
16:15-17:45 Uhr 9-13-Jährige
18:00-19:30 Uhr 13-16-Jährige
Dienstags: 14:15-15:45 Uhr 8-11-Jährige
Tel 0561/6026543
14:45-15:45 Uhr 3,5-5-Jährige [email protected]
16:00-17:30 Uhr 8-13-Jährige
www.kasseler-kindermalschule.de
16:00-17:30 Uhr 4-6-Jährige
18:00-19:30 Uhr 14-18-Jährige
Mittwochs: 15:00-16:30 Uhr 6-8-Jährige
Verdaustig war‘s…
16:45-18:15 Uhr 4-6-Jährige
Donnerstags: 15:00-16:30 Uhr 8-11-Jährige Illustrationen nach einem Gedicht von
Lewis Carroll
17:00-18:30 Uhr 11-13-Jährige
Herbstferien:
Freitags: 14:30-16:00 Uhr 4-7-Jährige
16. - 17. 10. von 10:00 - 12:30 Uhr
16:15-17:45 Uhr 6-8-Jährige
für 6-8 Jährige
16. - 17. 10. von 13:30 - 16:00 Uhr
Zeichnen am Montag
für 8-10-Jährige
Für alle Jugendlichen und Erwachsenen,
die Lust am Zeichnen haben und zeichneSiebdruck-Herbstblätter
rische Grundlagen erlernen wollen. ImHerbstferien: 22. - 23.10. von 10:00mer montags in einer ungeraden Kalen13:00 Uhr für 12-15 Jährige
derwoche.
Kunst-Frühstück für Eltern und Kinder
ab 2 Jahren:
Wochenkurse für Kinder,
Jeden ersten Freitag im Monat von
Jugendliche und Erwachsene
10:00-12:00 Uhr –um Voranmeldung wir
August:
gebeten
Graffiti: Spray mir mal ’ne Leinwand
Kinder-Kunst-Geburtstage: zu diversen
25. - 26.08. von 10:00-13:00 Uhr für
Techniken und Themen...
Kinder ab 11 Jahren und Erwachsene
Herbstferienkurse:
Gelb rutscht aus –Abstrakte Bildgestaltung
Herbstferien: 18. - 19. 10. von 10:00 bis
12:00 Uhr für 4-6 Jährige
PIFF, PENG, PLOK –Comics zeichnen
Herbstferien: 18. - 19. 10. von 13:00 15:30 Uhr für 9-13 Jährige
Drachenfest
Ein buntes Fest für Kinder mit vielen
Überraschungen
So 14.10.2012, 15.00 h - 18.00 h
Mehrgenerationenhaus Heilhaus,
Brandaustr. 10, Kassel
Telefon 0561 / 983260,
[email protected]
www.heilhaus.org
Zentrum für Verständigung
und Mediation
Kirchweg 80, 34119 Kassel
Fon: 0561-766 908 10
[email protected]
www.v-u-m-kassel.de
Einstiegs- und Vertiefungstage
Gewaltfreie Kommunikation
nach Marshall Rosenberg
Leitung: Jürgen Engel
Termine:
Sa. 22. Sept. 2012, Einstiegstag
So. 23. Sept. 2012, Vertiefungstag:
«Feindbilder»
So. 02. Dez. 2012, Vertiefungstag:
«Kritik»
40
September:
documenta 13-was ist das überhaupt?!
08. - 09.09. von 10:00-12:30 Uhr für
Kinder ab 10 Jahren und Erwachsene
Oktober:
Landartprojekt im Herbst
06. - 07.10. von 10:00-12:30 Uhr
für 6-10-Jährige
Mediations-Ausbildung
Mediation in Arbeitswelt
und sozialem Umfeld
Vollausbildung nach den Standards
des Bundesverbands Mediation
Leitung: Anja Kenzler
Sept. 2012 – Sept. 2013
Beginn: 27.-29. Sept. 2012
Workshop
XING – optimal nutzen
zum Umgang mit der Internetplattform
für berufliche Kontakte
Leitung: Jürgen Engel
Termin:
Mo. 3. Dez. 2012, 9-13 Uhr
Wochenend-Seminar
Gelassen Kommunizieren
GFK und Meridian-Klopfen
Leitung: Bärbel Klein & Andrea Raith
Termin:
Sa./So. 9./10. März 2012
StadtZeit Kassel Nr. 51
VE RANSTALTUNGEN
Katholische Familienbildungsstätte
Klein…
ACCAdemia - Esther Weinz
Supervision => alle Berufsfelder in Einzel- und Gruppenarbeit;
Training => u.a. Konfliktlösung für Paare, Teams und Organisationen;
Körperpsychotherapie und ROMPC (Psychomeridiantherapie) => besonders geeignet auch bei Sucht, Angst und Trauma; Infos: www.AccaKassel.de, Email:
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der Stimme durch Klangkontakt. Für alle, denen ihre Stimme wichtig ist, und
die Freude daran haben, über die Sinneswahrnehmung neue Wege zu entdecken. Und für Singende und (Chor-)SängerInnen gleichermaßen wie (beruflich)
viel Sprechende sowie Menschen, die in
den Bereichen Pädagogik und Therapie
arbeiten. Vorerfahrungen sind willkommen und nicht erforderlich. Info b. Betina Vogt, Lichtenberger® Stimmpädagogin, Tel. 25575
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ca. 8 Minuten zu Fuß. Parkplatz direkt
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sein Telefon zu überlassen, wer gerne
mal nachsehen will, was in seinem Wlan
so passiert, wer bei einem neuen Gerät
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Zustieg in laufende Kurse nach Absprache möglich.
Babysitter-Lehrgang für Jugendliche
An zwei Samstagen im September 2012
9.30 Uhr
Mit Kindern im ersten Lebensjahr
30.10.2012 Fitness für Mami und Baby
vormittags und nachmittags
31.10.2012 Fitness für Mami und Baby
vormittags
Infoabende für Eltern
Singen und Sein, Begegnung mit der eigenen Stimme, Freude an ihrer Entfaltung
und inspirierende Erfahrungen im Zusammenklang mit Anderen. Einführungskurse
in die fortl. Frauen-Sing-Gruppen: DO
23.08 - 11.10., 9 - 10.30 Uhr und 10.45 12.15 Uhr. DI 21.08. - 09.10., 19.30 - 21
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Spanischsprach-Unterricht, Konversation,
vorhandenes Spanisch-wissen erhalten
und vertiefen. Themen: Literatur, Landeskunde , Lateinamerika. ESPANOL DE TODOS Y PARA TODOS, - Praticar, hablar,
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10.09.2012
„Wie viel Fernsehen braucht mein
Kind?“, 20.00 Uhr
12.09.2012
Sprachentwicklung - Sprachförderung,
20.00 Uhr
17.09.2012
Mama! Wann gibst du das Baby wieder zurück???, 20.00 Uhr
19.09.2012
Den Kindern „Wurzel und Flügel“ geben - eine religiöse Erziehung, die das
Leben stärkt (2 Abende), 20.00 Uhr
22.09.2012
Erste Hilfe am Kind - Erstversorgung
bei Kindernotfällen, 9.00 Uhr
25.09.2012
Kinder fordern uns heraus
- über Grenzen setzen und logische Konsequenzen, 20.00 Uhr
01.10.2012
„Mama, Papa, Nulli“ - Reicht das
schon?, 20.00 Uhr
Töpferwerkstatt für Kinder von 7 bis
12 Jahren
15.09.2012 Windlichter, Tiere und Figuren zum Thema Herbst (2 Tage)
10.00 Uhr
In den Herbstferien
15.10.2012 Recycling Werkstatt: Wegschmeißen war gestern (4 Tage)
9.30 Uhr
15.10.2012 Kochvergnügen für Kids
(4 Tage), 10.00 Uhr
Für alle Veranstaltungen ist eine verbindliche Anmeldung erforderlich!
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So 12.08.2012, 09:30 – 18:00 Uhr
9. Heideblütenfest
Erlebnisse für die ganze Familie
Altenlotheim, Ortsmitte
Anthroposophisches
Zentrum Kassel
Freitag, 31.8., 20.00 Uhr
Samstag, 1.9., 10.00 - 17.00 Uhr
Vom Wesen der Bäume - Geomantische Landschaftsphänomene und Baumwuchsformen
Vortrag und Seminar mit Exkursion in
den Bergpark Wilhelmshöhe
Mit Guntram Stoehr, Freiburg
Sonntag, 2.9., 1.15 Uhr: Vernissage
Gefundene Botschaften – Fotografien
von Bernhard Rüffert und Ellen Markgraf
Ausstellung bis zum 28. Oktober 2012
Dienstag, 11.9., 20.00 Uhr
Kupfer und Eisen - Chemische, geologische, kulturhistorische und spirituelle Aspekte zweier alter Begleiter des Menschen
Vortrag mit Experimenten von Dr. Rainer
Werthmann, Chemiker
Freitag, 21. 9., 20:00 Uhr
Samstag, 22.9., 9:30 bis 13:00 Uhr
Lebensbildekräfte im Menschen und
in der Natur - Wie können wir die Sphäre der Bildekräfte in der Wortmeditation
erreichen?
Vortrag und Seminar mit Dorian und
Antje Schmidt, Jena
Dienstag, 25.9., 20.00 Uhr Landwirtschaft – Schlüsselfaktor des
21. Jahrhunderts
Vortrag von Oliver Willing, Geschäftsführer der Zukunftsstiftung Landwirtschaft
Samstag, 6.10., 20.00 Uhr Apokalypse als Neubeginn
Eurythmieaufführung mit dem Kairos
Projekt-Ensemble, Dornach
Veranstalter: Anthroposophisches Gesellschaft, Zweig Kassel
Freitag, 26.10., 20.00 und 21.30 Uhr
Bildgespräche zur Ausstellung „Gefundene Botschaften“
mit Dr. Ellen Markgraf und Bernhard
Rüffert
Im Rahmen der Veranstaltung „Wilhelmshöhe verzaubert“
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Shiatsu & Pilates
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Praxis: Pfannkuchstr. 20, 34121 Kassel
Tel. 0561-2860432, www.balancea.eu
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Telefon 05635 992781
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Wo die Hirsche röhren
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Rothirsches
Anmeldung unter 06455-755517 erforderlich!
Mi 3.10.2012, 15:00 Uhr
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ganz DU SELBST sein
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Fr., 14.09.2012
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GruppenMeditationen zur WeltTransformationsZeit 2012 mit AlphaLICHT Heilzeremonien
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StadtZeit Kassel Nr. 51
VE RANSTALTUNGEN
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Bei den architectdocuments 3 zeigen international bekannte Architekten 100 Tage ihre Vorstellung über die Verbindung
zwischen Architektur und Kunst mit ganz
unterschiedlichen Mitteln und in höchst individueller Gestaltung anhand eines realisierten Projekts oder einer Fiktion: ein Foto, eine Zeichnung, eine Collage, ein Modell, etwas Lyrisches, eine Kombi- nation.
Spannend, spielerisch, ernst, tiefgründig,
leichtfüßig, ironisch, skeptisch - in jedem
Fall überraschend.
Kasseler Architekturzentrum
Kulturbahnhof, Rainer-Dierichs-Platz 1
34117 Kassel Querhalle gegenüber Gleis 8
Öffnungszeiten
noch bis 12. September
Mo – Fr, 12 – 18 Uhr, Sa u. So, 10 – 18 Uhr
I MPR ESSUM
Herausgeber: Dipl.Ing. Klaus Schaake
StadtZeit Kassel erscheint 6 Mal jährlich
Erscheinungstermin: Mitte der geraden Monate
Redaktion:
Klaus Schaake
Friedrich-Erbert-Str. 48 • 34117 Kassel
Fon: 0561/475 10 11
[email protected]
Grafik/Layout:
Günter Benedix
Friedrich-Erbert-Str. 48 • 34117 Kassel
Fon: 0561/475 10 12
[email protected]
Verlag:
printsenrolle
verlag & medien GmbH
Anzeigenpreisliste: 03/12
Titelbild: D13, Klaus Schaake
Autoren
Günter Benedix (gb), Miriam Claus (mc), Katharina Haus (kh), Ralph M.
Luedtke, Klaus Schaake (sc), Gastautoren
Fotos/Grafiken:
Günter Benedix, Jule Benedix, Klaus Schaake
Alle nicht näher bezeichneten Bilder/Grafiken wurden der Redaktion von
den verschiedenen Veranstaltern zur Veröffentlichung überlassen.
SONDERSEITEN
Innerhalb des Magazins besteht die Möglichkeit in Kooperation mit dem
Verlag Sonderseiten zu verschiedensten Themen aufzulegen.
Texte, Fotos und Grafiken wurden vom den im vorliegenden Magazin vorgestellten Kooperationspartnern zur Verfügung gestellt bzw. vom Verlag
in Eigenregie erstellt und von printsenrolle verlag und medien GmbH entsprechend für die Veröffentlichung aufbereitet. Alle Gestaltungsrechte liegen beim Verlag. RECHTLICHE HINWEISE
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für Anzeigengestaltungen liegen bei printsenrolle – verlag & medien
GmbH und dur mit Genehmigung zur Weiterverwendung gelangen. Alle
Angaben ohne Gewähr.
Die Sender von Manuskripten, Grafiken oder Fotos erklären sich einverstanden mit der Veröffentlichung und erklären, im Besitz der Nutzungsbzw. Abbildungsrechte zu sein. Sollten auf Grund der Zusendung von
Manuskripten, Grafiken oder Fotos die Rechte Dritter berührt sein, trägt
der Übersender etwaige aus Urheberrechtsverletzungen resultierende
Schäden.
VERTEILUNG
StadtZeit Kassel erscheint in einer Auflage von 10.000 Exemplaren und ist
in Kassel und Region regelmäßige Beilage für die Abonnenten von
Frankfurter Rundschau und taz.dietageszeitung.
Über Hettling's Lesezirkel erreicht das Magazin Haushalte, Rechtsanwälte
und Notare, Arztpraxen, Krankenhäuser und viele weitere Auslage stellen.
In allen Filialen der Kasseler Sparkasse (Stadt und Landkreis) ist StadtZeit
Kassel präsent. In wechselnden Kasseler Stadtteilen (Vorderer Westen,
Kirchditmold, Bad Wilhelmshöhe, Documenta urbana) erreicht StadtZeit
Kassel viele Haushalte direkt über eine Briefkastenverteilung.
StadtZeit Kassel Nr. 51
Floris M. Neusüss und das Fotoforum
Kassel 1972-1982 / 2002
Ausstellung im Verlag und Antiquariat Winfried Jenior, Lassallestraße 15, bis 21. Oktober
Das Fotoforum Kassel wurde 1972 gegründet. Während
der Documenta 5 fotografierten Floris Neusüss, Renate
Heyne und Wolfgang Pfaffe Künstler (Joseph Beuys,
James Lee Byars, Ed. Kienholz, Panamarenko, Arnulf
Rainer u.v.a.), Besucher und Organisatoren der Ausstellung (Arnold Bode, Bazon Brock u.a.) und stellten die lebensgroßen Fotografien in der Unterführung zwischen
dem Rathaus und der Neuen Galerie aus.
Das Fotoforum publizierte zahlreiche Kataloge und Monographien, Postkarten und Plakate, organisierte Ausstellungen, Symposien und Vorträge. Die Arbeit von
Neusüss und dem Fotoforum trug wesentlich dazu bei,
dass die Fotografie als Kunstform anerkannt wurde.
Aus Anlass der Übergabe der Fotoforum-Dokumentation an das Documenta-Archiv werden Fotografien, Fotogramme, Bücher, Kataloge, Postkarten und Plakate im
Verlag Winfried Jenior ausgestellt. Bei der Finissage am
Sonntag, dem 21. Oktober um 11 Uhr wird die Dokumentation an das Documenta-Archiv übergeben.
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Fimladen, Goethestr. 31
Kinokasse Tel 0561/7076422
www.filmladen.de
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Kinokasse Tel 0561/710550
www.balikinos.de
Liebe
Frankreich/Deutschland/Österreich 2012
Regie und Buch: Michael Haneke
Mit: Jean-Louis Trintignant, Emmanuelle Riva, Isabelle
Huppert, Alexandre Tharaud u.a. / 127 Min.
Erst großer Begeisterung bei der Presse, dann Standing
Ovations bei der offiziellen Weltpremiere in Cannes und
schließlich die Goldene Palme – ein neuer Coup des
österreichischen Maestros Michael Haneke (Das weiße
Band“). Sein zärtliches Drama „Liebe“ über Krankheit
und Tod in einer langjährigen Ehe ist großartig gespielt,
fesselnd inszeniert und bereits jetzt ist ein ganz heißer
Oscar-Kandidat.
Frankreichs Film-Ikonen Emmanuelle Riva („Hiroshima
mon amour“) und Jean-Louis Trintignant („Das wilde
Schaf“), beide weit über 80, bieten als zärtliches Ehepaar die wohl beste Leistung ihrer langen Karriere. Wie
bei jedem Haneke heißen die Liebenden Georges und
Anne. Diesmal ist es ein pensioniertes Musiklehrer-Paar,
das auch im hohen Alter eine große Zuneigung und Auf-
Gloria Kino, Fr.-Ebert-Str. 3
Kinokasse Tel 0561/7667950
www.gloriakino.de
gemacht
merksamkeit verbindet. Doch dann,
plötzlich beim Frühstück, kommt dieses
Räderwerk der Harmonie unvermittelt
ins Stocken. Die Frau
hat einen geistigen
Aussetzer, nur wenige Minuten zwar,
doch Grund genug
zur Sorge. Die folgende Operation ist eigentlich Routine mit 95 Prozent
Erfolgsquote - doch irgendjemanden muss dieses Restrisiko nun einmal treffen, so will es die statistische Unerbittlichkeit.
„Getragen wird ‚Liebe’ von zwei Darstellern, die Unglaubliches leisten“ (kino-zeit.de)
.
Zum Bundesstart am 20.9.
Drei Zimmer, Küche, Bad
Deutschland 2012
Regie: Dietrich Brüggeman
Mit Jacob Matschenz, Katharina Spiering, Anna Brüggemann, Alexander Khuon, Robert Gwisdek, Alice Dwyer,
Aylin Tezel, Amelie Kiefer, Daniel Nocke, Corinna Harfouch, Herbert Knaup
Wenn's wehtut, dann machen Komödien so richtig Spaß.
3 ZIMMER/KÜCHE/BAD ist in dieser Hinsicht ein Volltreffer. Der Ensemblefilm erzählt von dem Liebesleiden 20bis 30jähriger anhand diverser Umzüge und skurriler
Wohngemeinschaften. Der Film lebt von seinem präzisen, wunderbaren Dialogwitz und dem perfekt aufspielenden Ensemble.
Acht Freunde helfen sich gegenseitig beim Umzug. Immer wieder, über ein ganzes Jahr. Quer durch Berlin,
aber auch kreuz und quer durch Deutschland. Beziehungen gehen kaputt, neue Liebe blüht auf, manchmal
blüht die Liebe auch nur auf einer Seite, und manchmal
wissen auch die Eltern nicht mehr, wo es eigentlich
langgeht.
Doch auch wenn Familien zerfallen, das Alte zerbricht
und etwas Neues mit unklarer Haltbarkeit anfängt - am
Freies Radio Kassel
Seit 15 Jahren bietet das FRK ein innovatives und ungewöhnliches Programm. Gestaltet wird es von ehrenamtlich
tätigen Gruppen, lokalen Initiativen und Personen, die Spaß
am Radiomachen haben und ihre Ideen und Anliegen an die
Öffentlichkeit bringen möchten. Täglich ab 16 Uhr (sonntags
schon früher) läuft auf der UKW-Frequenz 105,8 MHz (Kabel 97,8 MHz) ein größtenteils mainstreamfreies Programm.
Das aktuelle Tagesprogramm steht in der HNA und auf der
Internetseite
Kontakt: Tel. 0561-578063 / [email protected] /
www.freies-radio.org
Homberger Hingucker
Seit 2008 berichtet der Homberger Hingucker regelmäßig
über kommunalpolitische Vorgänge, die von anderen Medien ausgeblendet oder verkürzt werden - denn ohne Informationen keine demokratische Meinungsbildung.
Kontakt:
[email protected] / www.hombergerhingucker.de
Lies mich! Schreib mich!
kassel-zeitung experimentiert unter dem Stichwort „Bürgerjournalismus“ eine beteiligungsoffene Plattform für alle,
die etwas zu sagen oder anzukündigen haben. Texte, Fotos,
Audio und Video – alles ist möglich. Mitmachen erwünscht!
Kontakt: www.kassel-zeitung.de
Lokalfilmer Kassel
Ende gibt es immer ein paar Leute, die einem nicht den
Sinn des Lebens erklären, nicht die Sterne vom Himmel
holen, aber helfen, die Kartons in den vierten Stock zu
tragen. Denn das Leben besteht aus Umzügen, und dies
ist der Film dazu.
‚3 Zimmer, Küche, Bad“ ist ein Film über Mit- und Endzwanziger, über das Lebensgefühl als WG-ler, über den
Lebensabschnitt, der zwischen dem Kindsein und dem
Gründen einer eigenen Familie liegt.
Geplant zum Bundesstart am 4.10.
Deutschland 2012
Regie: Hans-Christian Schmid
Mit: Lars Eidinger, Corina Harfouch, Sebastian Zimler u.a.
/ 85 Min. / 12 J.
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Es gibt in der Region eine Vielzahl von Möglichkeiten, sich zu informieren
oder selbst zum Medienmacher zu werden. Eine Übersicht.
kassel-zeitung
Was bleibt
Mit einem Ensemble hochkarätiger Schauspieler erzählt
Regisseur Hans-Christian Schmid in seinem Film „Was
bleibt“, wie eine Familie innerhalb weniger Tage auseinander bricht und neu zueinander findet.
„Mit psychologischer Präzision, punktgenauen Dialogen
sowie exquisiter Besetzung gelingt Schmid eine famose
Vermessung der Familienwelt…. Seine gekonnt gedrechselten Figuren fallen rundum schlüssig und glaubhaft aus und laden so zum Mitfühlen und Wiedererkennen ein. Psychologisch bestens ausgepolstert werden alle drohenden Klischee-Klippen souverän umschifft. Wie
üblich setzt Schmid auf das Weniger-ist-Mehr-Prinzip,
verzichtet auf dramaturgischen Ballast oder geschwätzigen Schnickschnack und wirkt mit dieser Konzentration
Medien – lokal, regional, selbst
Nichtkommerzielle Linke Medieninitiative. Betreibt das aktuelle TV-Magazin "HOTSPOT - Nachrichten von Unten!" im Kabelnetz Kassel und im Internet, sowie die Blogs "Redaktion
HOTSPOT" (http://www.freitag.de/community/blogs/lokalfilmer) und "Lokalfilmer Kassel" http://bewegung.taz.de/ organisationen/hotspot/blog#blog).
Kontakt:
[email protected] / www.lokalfilmer.de
Medienprojektzentrum Offener Kanal
Kassel
Das MOK ist ein Fernsehsender für alle Menschen in Nordhessen, die selber Fernsehbeiträge und -sendungen erstellen
wollen. Bringen Sie Ihre Themen an die Öffentlichkeit! Ob
Szene-Magazin oder lokaler Polit-Talk, Roadmovie oder
Event-Bericht: Das MOK sendet Ihre Formate in seinem
Programm!
Kontakt:
Tel. 0561 - 920 0 920 / [email protected]
www.mok-kassel.de
Nordhessische.de
Auf Nordhessische.de gibt es Informationen und Kommentare zu Politik und Gesellschaft in Kassel und Nordhessen.
Das profilierte unabhängige Online-Magazin wird vom gemeinnützigen Verein Nordhessen Media betrieben und ist
für neue Mitschreiber offen.
Kontakt:
Tel. (0561) 26793 / [email protected]
auf das Wesentliche umso spannender.“
(Programmkino.de).
Geplant zum Bundesstart am 6.9.
StadtZeit Kassel Nr. 51
ralph-m. luedtke
rothermels denkzettel
früher aber später
schön, wenn man enkels hat; sie sind die zukunft. kürzlich frug mich einer meiner : thag mal opa, wie theid
ihr damalth ohne pc inth netz gekommen – dann baggerte er weiter.
bombenstimmung
weil ja praktisch frieden herrscht, werden weitere pläne mit einem bombenecho beantwortet.
demagografischer wandel
jung ist die welt. astrophysikalisch leben wir in der eiszeit. jung ist modern. immer mehr ältere,
rollatoren- und stühle, krücken und hüften, finden keinen zugang zu einer praxis. das ist
demagographischer wandel.
halleluja
wie associated press meldet, sollen kondome den regenwald schützen. im gegensatz zur
sonstigen kondomalen auffassung ließ der heilige vater über den 1. präfekten der
glaubenskongregation erklären, er betrachte dies als schutz vor ungehemmten wuchern der
göttlichen schöpfung im amazonasgebiet. kyrieeleison.
alternativlos
es gab nur eine alternative: entweder entenbrust oder gesalzene mandeln. und zwar erst die brust und
dann das andere. aber beides, vielleicht sogar gleichzeitig – das ist doch keine alternative.
eurorettungsregenschutzschild
wenn es stürmt und hagelt nutzt kein schirm. lieber schutzschild, aber wer greift an? der
bundespräsident forderte die kanzlerin auf, detailliert zu erklären, was sie damit meine. die kanzlerin
ließ über den stellvertretenden pressesprecher erklären, dass sie langsam begreife, wovon sie rede.
zukunft
neonazis, verfassungsschmutz, sumpf. aus der geschichte lernen. die zukunft wiederholt
sich nicht.
realsatire
herbert wehner (spd), profiliertetes realsatiriker im bundestag, brachte es von 1949 bis 1982 auf 90
ordnungsrufe. in der 87. sitzung 3. wahlperiode rief er freiherrn von guttenberg (cdu/csu) zu: „sie
lügen!“ vizepräsident dr. preusker: „sie haben soeben den ausdruck gebraucht ‚sie lügen’. ich muss
sie zur ordnung rufen.“ wehner: „der baron lügt!“ preusker: „dann muss ich sie zum zweiten mal
zur ordnung rufen und auf die folgen eines dritten ordnungsrufes hinweisen.“ 155. sitzung 7.
wahlperiode:
abgeordneter gerster (cdu/csu): „was bingen sie denn mit?!“ pfeffermann (cdu/cdu): „den
marxismus!“
wehner: „jedenfalls keinen bart, wie sie ihn haben.“ die cdu/csu-abgeordneten verlassen den saal.
wehner wird zur ordnung gerufen, antwortet: „wer herausgeht, muss auch wieder hereinkommen.“ dr.
marx (cdu/.csu): „sie haben uns hier unerträglich beleidigt! ich höre ihnen nicht mehr zu!“ wehner: „das ist der
nachteil derer, die hinausgehen.“ 159. sitzung, 7. wahlperiode: abgeordneter möller (cdu/csu): „ - - in der
gegenwart versagen und sich für die vergangenheit entschludigen wollen.“ wehner: „waschen sie sich erst
einmal!“ (er wird nachträglich gerügt.)
StadtZeit Kassel Nr. 51
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VE RANSTALTUNG EN
Klein...
Sudoku
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Information/Anmeldung ab sofort
Volkshochschule Region Kassel,
Wilhelmshöher Allee 19 – 21
T. 0561-100316861 oder
www.vhs-region-kassel.de
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Vorträge, Führungen
und mehr...
Das vhs-Programm vom 20.
Aprilbis zum 30. Juni 2012
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vhs Region Kassel
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So. 2.9. / 17:00 - 19:15
Debussy zum 150sten - Ravel zum
75sten
Schauenburg-Breitenbach, Märchenwache, Lange Str. 2
Do. 6.9. / 16:45 - 18:15
Coaching für mehr Gelassenheit und
Vitalität
Heidi Gottschalk , Baunatal-Altenbauna,
vhs-Haus, Am Erlenbach 5
Di. 4.9. / 18:30 - 20:00i
Vortragsreihe Gesundheit im Gespräch
„Alles Rheuma oder was?“
Morbus Behcet, Kassel, vhs, Wilhelmshöher Allee 19 - 21, Saal
Do. 6.9. / 18:30 - 20:00
Afrikanischer Tanz
Monika Bartoszewska , Baunatal-Altenbauna, vhs-Haus, Am Erlenbach 5
Do. 6.9. / 15:00 - 16:15
Was tun wenn`s brennt - Burn-OutProphylaxe
Vortrag, Baunatal-Altenbauna, vhs-Haus,
Am Erlenbach 5
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Do. 6.9. / 15:00 - 16:30
Yoga für den Rücken
Alexandra De Neufville
Baunatal-Altenbauna, vhs-Haus, Am Erlenbach 5
Viel Erfolg!
Do. 6.9. / 16:45 - 18:15
Entspannung durch Handmassage
und Akupressur
Désirée Schulte, Baunatal-Altenbauna,
vhs-Haus, Am Erlenbach 5
Di. 11.9. / 19:30 - 21:15
Solidarische Landwirtschaft - regional
I
Dr. Christine Rüther, Kassel, vhs, Wilhelmshöher Allee 19 - 21, Kleiner Saal
Di. 11.9. / 19:30 - 21:00
Kasseler Klimagespräche: Gehen wir
in Zukunft öfter baden?
Bernd Gieseking, Kassel, HermannSchafft-Haus, Wilhelmshöher Allee 19,
Saal, Spende erbeten
Kunst-Urlaub am Meer auf der Insel Rab, Kroatien
Figuren bauen, Malen, Segeln oder einfach mal nichts tun!
22.09-29.09.2012 (Verlängerung möglich) Unterkunft in kleiner
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Zeichnen und Malen mit Gudrun Hofrichter
Acrylmalerei für Erw. Fr/Sa 07./08.09.2012 18-22/10-16 Uhr
Zeichnen und Skizzieren Fr/Sa 19./20.10. 18-22/10-16 Uhr
Jugendatelier Montags 19.30-21.30 Uhr, Einstieg jederzeit
Plastisches Gestalten - Nanas und andere Objekte
für Erw. und Jgdl. ab 16 mit Martina Doll
Wochenendkurs Fr/Sa 26./27.10.2012 18-21/10-17 Uhr
Abendkurs Mittwochs 17-19 Uhr ab 14.11.2012
Goldschmieden für Erw. und Jgdl. ab 14 mit Thomas Dienst
Fr/Sa/So 12.10-14.10.2012 jeweils 10-17 Uhr
Glasperlenschmuck mit Antje Lietzow
Alles über, alles mit dem Grätenstich - Herringbonestitch
Mi 05.09. – 26.09. und 10.10. jeweils von 19 bis 21 Uhr
Vorbesprechung Mi 22.08.2012 ab 19.00 Uhr.
Keramik mit Katrin Apel
Drehkurs Sa/So 29./30.09.2012 jeweils 10-16 Uhr
LEBENSSPIELRAUM
Vitalität – Inspiration – Wachstum
Institut für ganzheitliches
PersönlichkeitsWachstum
Petra Kimm
fon +49 (0)561 . 981 9293
eMail [email protected]
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Tel. 0561 / 983260 www.heilhaus.org
Über 50 Verleih- und Ladestationen in
Nordhessen I Info: www.movelo.com
Mitglied im Netzwerk der HEILHAUS-STIFTUNG URSA PAUL
Filzen mit Kristin Weckesser für Erwachsene und Kinder ab 8 J.
So 16.09.2012, So 04.11.2012 jeweils 10-16 Uhr
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Ausführlichere Informationen rund um
die KunstWerkstatt bekommen Sie auf
www.kunstwerkstatt-kassel.de oder im
Gespräch mit uns in unserem Atelier
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StadtZeit Kassel Nr. 51
N
E
H
C
O
K
Orata alla pugliese
(Dorade mit Kartoffeln)
Vermutlich wird es jetzt dem italienischen Puristen das Wasser in
die Augen treiben: Käse auf Fisch! Aber trotz allem ist das heutige Gericht ein traditionelles italienisches Essen. Und Doraden
gibt es bei uns an jeder Fischtheke. Nur sollte man wirklich auf
Qualität achten. Die Augen müssen klar sein, die Kiemen saftig
rot nicht schon braun und das Fleisch muss elastisch sein.
Und Fisch, der nach Fisch riecht, ist keiner mehr.
Aber Qualität ist für den, der selbst und mit Leidenschaft
kocht, ja selbstverständlich.
Die Menge ist für 4 Personen berechnet, man braucht 2 große
Auflaufformen. Ursprung des Rezeptes ist: dastrüffelschwein.ch.
Eine sehr schön gemachte Website mit vielen
interessanten Anregungen
Zutaten
2 Bund glattblättrige Petersilie
3 Knoblauchzehen
100 ml Olivenöl
Salz, Pfeffer
1,2 kg festkochende Kartoffeln
(evtl. etwas vorkochen)
4 küchenfertige Doraden à ca. 300 g
80 g Pecorino
StadtZeit Kassel Nr. 51
Zubereitung
1 Petersilie sehr fein hacken. Knoblauch dazupressen. Mit 80 ml Öl
mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Kartof-feln an einem Gemüsehobel hobeln. Doraden innen und aussen mit Salz und Pfeffer
würzen.
2 Backofen auf 200 °C vorheizen. Gratinform mit restlichem Öl bepinseln. Die Hälfte der Kartoffeln darin verteilen. Die Hälfte der Petersilienpaste darauf geben. Etwas Pecorino direkt darüberreiben. Doraden auf die Kartoffeln legen. Mit restlichen Kartoffeln und Petersilienpaste bedecken. In der Ofenmitte ca. 20 Minuten garen.
3 Formen aus dem Ofen nehmen. Ofentemperatur auf 220 °C erhöhen. Restlichen Pecorino übers Gericht reiben. In der Ofenmitte 15–20
Minuten überbacken. Doraden mit den Kartoffeln servieren.
Guten Appetit!
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