Die Meisterin Sagt

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Die Meisterin Sagt
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------ Die Meisterin Sagt ------
Von der Höchsten Meisterin Ching Hai
in Youngdong Center, Korea, am 17. Mai 1998
(Original in Englisch)
Wissenschaftliche Entdeckungen zeigen, daß
alles, was in unserem Denken unmöglich ist, in
der Wissenschaft möglich ist, oder daß, was heute unmöglich, morgen möglich ist. Vor wenigen
Jahrhunderten noch konnten wir nicht einmal
davon träumen, innerhalb weniger Stunden von
Formosa oder Amerika hierher zu fliegen. Jetzt
geht es sogar noch schneller, wenn man die Concorde nimmt. Das verkürzt die Zeit um die Hälfte
oder ein Drittel. Von New York nach Europa benötigt man acht bis zehn Stunden, je nach dem,
wohin man fliegt. Mit der Concorde dauert es aber
nur vier Stunden. Das ist schon der Beweis.
Heutzutage ist alles um uns herum ein Beweis
dafür, daß wir alles tun können, wenn wir nur
wissen wie, wenn wir die entsprechende Technik
entdecken.
Um uns auf die universelle Kraft einzustellen,
um aus diesem großen Reservoir von Energie
und Möglichkeiten zu erhalten, was wir wollen,
müssen wir nur wissen, wie. All die Wunder, alles,
was im Universum und auf diesem Planeten geschieht, kommt aus diesem großen Kraftreservoir.
Etwas anderes gibt es nicht. So ähnlich wie die
Tomatenpflanze oder auch die Rose wissen, was
sie der Erde entnehmen müssen; und was sie
erhalten, unterscheidet sich von dem, was die
Ginsengwurzel erhält. Der Ginseng benötigt etwas anderes - aus derselben Erde, demselben
Planeten, aber der Ginseng erhält das eine, und
die Rose etwas anderes. Je nach dem, was sie
entnehmen, produzieren sie Unterschiedliches
und machen das Leben bunt, abwechslungsreich
und dienen uns auf unterschiedlichste Weise.
So ähnlich sind auch wir unterschiedliche Individuen, die sich aber alle auf diese ungeheure
Kraft des Universums einstellen können, um ihr
zu entnehmen, was sie jeder für sich benötigen.
Dementsprechend können wir unterschiedliche
Arten von Leben, einen eigenen Stil, eine eigene
Farbe, eine eigene Schönheit hervorbringen, um
zu koexistieren, um diesen schönen Kosmos, in
dem wir leben, zu schmücken, so daß wir wie
auch andere sich daran erfreuen. Die Rose nimmt
etwas Nahrung aus der Erde, etwas von der Sonne, etwas vom Regen - von allem ein wenig - und
bringt solch eine wunderschöne Form hervor, für
sich selbst, um sich schön zu fühlen, und für uns
und andere Menschen, um sich daran zu erfreuen.
Wenn wir uns in dieses ungeheure Kraftreservoir einschalten, können wir ihm entnehmen, was
wir wollen, was uns entspricht, um für uns und
andere ein schönes Dasein zu schaffen, damit
sich die anderen mit uns gut fühlen und für uns,
damit wir uns selbst gut fühlen. Wir kommen hierher, um etwas zu sein. Die Rose kommt her, um
eine Rose zu sein. Der Ginseng ist dazu da, ein
Ginseng zu sein, weil jemand ihn braucht. Wir
brauchen nicht immer nur Rosen. Obwohl Rosen
wunderschön sind, brauchen wir doch zuweilen
Ginseng zum Essen, zum Genießen, um uns zu
stärken, um Medizin daraus zu machen. Die Rose
brauchen wir zur Dekoration, um Liebe zu schenken, um die Atmospäre der Liebe aus der Luft
anzuziehen. Darum schenken sich die Menschen,
wenn sie einander lieben, Rosen. Als Zeichen der
Liebe verschenken wir Rosen an unsere Lieben:
an Freund, Freundin, Ehefrau, Ehemann, Mutter,
Vater usw. Wenn wir den Leuten Ginseng schenken, wünschen wir ihnen gute Gesundheit. Wir
möchten, daß sie ihre Kraft zurückgewinnen.
------ Die Meisterin Sagt -----Alles hat seinen Sinn und Zweck. Wir sind zu
einem bestimmten Zweck hier; wir sind, was wir
sind, weil wir es sein wollen, weil Gott will, daß wir
es sind. Aber wir brauchen Nahrung, um so existieren zu können, wie wir es wollen, wie wir es
sollten. Der Körper benötigt Nahrung, um zu existieren, in den meisten Fällen, wenn auch nicht
immer. Die Seele, dieses wunderbare, wahre
Wesen, das wir sind, braucht etwas anderes, um
zu überleben, um zu glühen, um zu erblühen, um
unser Leben zu schmücken, um unseren Zweck
in diesem Dasein oder im gesamten universellen
Dasein zu erfüllen. Wir müssen uns in das ungeheure Energie-Reservoir einschalten, um uns zu
ernähren, um zu tun, was wir tun, um zu sein, was
wir sein wollen. So ähnlich wie die Rose ein wenig
Dünger braucht, guten Boden und gute Pflege,
damit sie üppiger blühen und eine schöne, frische
Blume werden kann mit wundervoller Farbe zur
Freude eines jeden, der sie anschaut. So ähnlich
benötigen wir Nahrung für den Geist, so daß wir
voll erblühen können, und alle um uns herum wie
auch wir selbst glücklich sind.
Darum müssen wir die Guanyin-Methode üben.
Es ist einfach ein Name für das Sich-Einschalten
in die nährende Kraft, so daß wir 100%ig existieren können als großartiges Wesen, als menschliches Wesen. (Beifall) Ansonsten existieren wir
nicht vollständig, und darum sind wir so erbärmlich. Genauso ist es mit der Rose. Wenn sie nicht
bekommt, was sie benötigt, wird sie wahrscheinlich nur schwach und kümmerlich blühen, mit
blasser Farbe, von Schädlingen befallen. Dann
sieht sie so mitgenommen aus, so jämmmerlich
und schwach, nicht so wie diese Rosen hier. Dies
hier sind die kultivierten, gepflegten und ausreichend ernährten Blumen. Darum geben sie ihr
Bestes, und so sollten wir auch sein. Als großartige menschliche Wesen, die wir sind, müssen wir
voll erblühen, nach Geist, Verstand und Körper den drei Bestandteilen des Körpers, die auch „der
Vater, der Sohn und der Heilige Geist“ genannt
werden. Wenn uns etwas davon fehlt, sind wir
keine voll entwickelten Menschen und werden
niemals glücklich und in Frieden sein. Ganz
gleich, wie viel Frieden und Glück wir uns wünschen, wie viele Treffen wir veranstalten, um über
den Frieden zu reden, wir werden ihn nicht erreichen.
Ich bin glücklich, daß wir dieses Center haben.
Wenn es auch infolge vieler Regeln und Vorschriften nicht so ist, wie wir es gerne hätten; Gesetze
sind nicht immer flexibel. Es liegt an dem Mißverstehen von uns Menschen wie auch unserer
Brüder und Schwestern, daß wir seit Äonen die-
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ses System geschaffen haben, schon seit Tausenden, Millionen von Jahren. Darum braucht es
viel Zeit, das zu verändern. Wir müssen uns damit
arrangieren. Wir versuchen nicht, gegen das Gesetz zu handeln oder etwas zu tun, das gegen die
Übereinkunft mit unseren Brüdern und Schwestern verstößt, obwohl wir wissen, daß unser Weg
vielleicht besser ist, mit Sicherheit besser ist. Aber
wir müssen mit all den anderen Brüdern und
Schwestern zusammenleben, die noch nicht dasselbe Verständnis haben wie wir, die sich noch
nicht in die Kraft des Universums eingeschaltet
haben. Sie folgen ihrem eigenen Zeitplan. Wir
müssen kooperativ sein, in Harmonie miteinander
leben und geduldig darauf warten, was die Zukunft bringt. Wie ihr bereits wißt, existiert das
Center nicht nur in physischer Form, es existiert
ebenso im Geist.
(Die Meisterin spricht zu einer Raupe: „Nun geh
schon woanders hin, sonst wirst du noch totgetreten. Ich versuche doch nur, dir zu helfen, und du
sträubst dich so...) Schwester Raupe hat Angst
vor mir, weil ich sie auf die Blume tun möchte.
Wenn sie hier bleibt, wird jemand drauftreten. Ich
wollte ihr nur helfen, aber sie wehrt sich. Sie wollte mich sogar beißen! Weil sie nicht verstand, was
ich verstehe. Alle Wesen im Universum reagieren
zuweilen seltsam oder greifen dich sogar an,
wenn sie dich nicht verstehen. In dieser Welt ist
es dasselbe - wenn ich euch rate, mit eurer Familie lieb und nett zu sein - wenn ich euch rate, bei
eurem Job auszuhalten, auch wenn ihr ihn nicht
mögt, um euren Lebensunterhalt zu verdienen wenn ich euch rate, euch an das Gesetz zu halten, auch wenn es manchmal schwer zu ertragen
ist - ist das alles zu eurem eigenen Besten, wie
auch der anderen.
Mit Gewalt oder Zwang können wir nichts erreichen. Wir können es nicht. Wir müssen es langsam tun, mit Verständnis für die andere Seite, für
unsere Partner oder auch die Gegenpartei, mit
Verständnis für ihren Standpunkt. Das heißt nicht,
daß wir unsere Ansicht und Prinzipien aufgeben
oder uns auf eine niedrigere Ebene begeben, um
ihnen Gesellschaft zu leisten. Keineswegs! Wir
behalten unsere Einsicht; niemand kann sie uns
nehmen. An unseren Grundsätzen der Philosophie und des Bewußtseins halten wir fest; aber
wir müssen die Gefühle, das spirituelle Verständnis des Menschen, mit dem wir umgehen, in Betracht ziehen. Auf diese Weise werden wir den
Schaden, die Verletzung und den Schmerz für
beide Seiten begrenzen - sowohl für die Gegner
oder Partner als auch für uns selbst.
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Das erfordert natürlich viel Geduld. Ich verstehe das. Ich bin eine von euch. Ich muß ebenso
Geduld haben wie ihr. Ich muß dasselbe tun wie
ihr. Auch ich muß eine Menge ertragen, eine
Menge durchstehen und mich an viele Gesetze
halten, von denen ich wünschte, es gäbe sie
nicht, oder nur für schlechte Menschen, und nicht
für gute. Unglücklicherweise versucht das Gesetz
manchmal, schlechte Menschen davon abzuhalten, der Welt und anderen Menschen Schaden
zuzufügen, hat aber gleichzeitig den Effekt, gute
Menschen daran zu hindern, Gutes zu tun. Das ist
das Gesetz dieser Welt.
Die Gesetze des Universums, die Gesetze der
Wahrheit sind nicht von dieser Art. Tatsächlich
gibt es keine Gesetze, wenn wir uns einmal über
die Welt der Dualität, wie diese hier, erheben - in
der es Gut und Böse, Verbote, Opponenten und
und alle Arten gegensätzlicher Philosophien und
Lebensweisen gibt. Es gibt viele Widersprüche,
viel Verwirrung in dieser Welt auf Grund der Dualität. Wir haben zwei statt einer. Wenn wir uns
über die Dualität erheben und eins werden mit
dem Universum, eins werden mit allen anderen,
eins werden mit uns selbst, dann gibt es nicht
mehr so etwas wie: Ich bin besser als du, nicht
Ein Hörerbrief
gut und böse, keine Verurteilung, weder schön
noch häßlich, weder Sünde noch Tugend. Nicht
deshalb, weil die Sünde zu einer Tugend wird
oder die Tugend zu einer Sünde; aber dort, im
Einssein, wo alle Dinge einzig in Liebe und Harmonie existieren, gibt es solche Dinge nicht. Keine Sünde kann sich je in unsere Gedanken einschleichen, geschweige denn in unsere Taten.
Es ist nicht so, daß die Menschen in jenen Welten tun können, was sie wollen, und es keine
Sünde oder Häßlichkeit gäbe. Es ist einfach so,
daß die Menschen es nicht tun. Wir handeln, denken und reden in Schönheit, Tugend, Wahrheit,
Liebe und Harmonie. Das ist der Grund. Der Tag
wird kommen, da wir alle diesen Planeten der
Liebe und Schönheit erkennen. Aber wir müssen
irgendwo anfangen, und wir haben bereits angefangen, vor fünfzehn Jahren. Und wir beginnen
mit einem weiteren Stützpunkt heute hier in Korea, in Youngdong. Ich danke euch allen für die
Anstrengungen, die ihr auf dieses Center verwendet, in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
Ich wünsche diesem Center und Korea alles Gute. Natürlich werden sich seine Auswirkungen
über die ganze Welt erstrecken. Ich danke euch
sehr. (Beifall)
(Original in Englisch)
Die Melodie des aufgehenden Lichtes im
Morgengrauen
Grüße an die Höchste Meisterin Ching Hai,
Radio-Hospitanten-Gruppe:
Laßt Euch grüßen
Dank euch allen. Ihr grüßt meinen Tag um 5 Uhr morgens, wenn mein Wecker klingelt, um
mich daran zu erinnern, daß die besten, frischesten Gedanken mit der Morgenröte eintreffen,
mit den Worten und Einflüssen der Höchsten Meisterin Ching Hai und mit Euch.
Wir feierten unseren 36. Hochzeitstag im Vegetarian House Restaurant. Das Essen war
vorzüglich, genau so wie in eurem Programm im KEST-Radio dafür geworben wird!
Das Sommerwetter in San Franzisko ist trübe, wolkig und grau, die Botschaft Eurer Meisterin jedoch durchdringt allein den monotonen Nebel mit einer positiven Kraft.
Gott segne euch und Eure laufende Botschaft, die eine Welt erreicht, die sie braucht.
Die Marchands
in San Franzisko
------ Zwischen Meister Und Schüler -----Nie zuvor waren die
Küsten von Miami Beach so
von Frieden umspült wie an
jenem Tag; einige Touristen
waren da, und sanft wehte
die Brise vom Meer. Ich lag
an Masters Seite unter einem
klarblauen Gewölbe gelassener Heiterkeit. Ich schloß die
Augen und wandte mich nach
innen. Alle Gedanken verschwanden. Ich vergaß alles
um mich herum und war
ganz ins Selbst vertieft. Später meditierte die Meisterin
mit mir; zusammen ritten wir
auf den Wellen, sammelten
Muscheln und trugen Seeanemonen zurück ins Wasser. Gelassene Heiterkeit ist
das Wort, um die Atmosphäre jenes Tages am Strand zu
beschreiben, und Wunschlosigkeit ist das Wort für das
Gefühl in meinem Herzen.
Wenn „Nirwana“ existiert, so
glaube ich, habe ich es an
jenem Tag in Miami erfahren!
Von Rou Er
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Die Meisterin hatte Mitte November 1989 einen Vortrag in Argentinien gehalten, und wir reisten über Miami nach Costa Rica. Wir erreichten
Miami in den frühen Morgenstunden und hatten bis zum Weiterflug nach Costa Rica einen ganzen Tag für uns. Der Beamte der Einwanderungsbehörde
bestand darauf, daß wir einen Stadtausflug unternehmen sollten. Mit uns reiste
auch Schwester Sun aus Argentinien, die von Mitgliedern der Einwanderungsbehörde zur Wartehalle im Transitbereich gebracht wurde, da sie kein U.S.Visum hatte.
Die Meisterin und ich nahmen ein Taxi. Sehr schnell erreichten wir
das weltberühmte Miami Beach. Der Morgen dämmerte gerade über einer
Stadt herauf, die noch in süßen Träumen lag. An einer Strandpension setzte
uns der Taxifahrer ab. Sobald wir unsere Zimmer reserviert hatten, bat mich
die Meisterin, Badesachen zu kaufen, und erwähnte besonders Wasserfeste
T-Shirts und Shorts. Ich war erstaunt. „Nie habe ich gewagt, in der Öffentlichkeit einen Badeanzug zu tragen. Die Meisterin ist wirklich rücksichtsvoll und
versteht, wie konservativ ich bin“, dachte ich.
Als ich glücklich vom Einkaufen zurückkam, wechselten wir schnell
die Kleidung. Wir gingen hinter der Pension zum Strand, wurden aber von
einem primitiven Zaun aufgehalten. Wir fragten uns gerade, wie wir zum
Strand gelangen könnten, als wir ein Schild mit den Öffnungszeiten bemerkten. Ich sah auf meine Uhr. Wir waren eine Stunde zu früh. Plötzlich kletterte
die Meisterin behende wie ein kleiner Lausbub über den Zaun, während ich
mich, sehr zu meiner Verlegenheit, mit Ihrer Hilfe ungeschickt darüberhievte.
Als wir weitergingen lachte die Meisterin und sagte: „Sehen wir nicht
wie Brüder aus?“ „Das tun wir!“ Die Antwort platzte ohne Zögern aus mir
heraus. Als würde Sie die Tage Ihrer Kindheit wieder erleben, winkte mir die
Meisterin zu und verkündete schelmisch: „Ich werde Dich zum Ufer jagen“.
Meine Füße begannen zu rennen, und wir lachten, während wir auf die wogende Linie zu stürmten, wo das Wasser den Sand küßt. Ich weiß nicht mehr, wer
gewann; alles, woran ich mich erinnern kann ist, wie ich keuchte, und wie sich
angesichts der unermeßliche Weite des Wassers vor mir mein Herz zusammenzog. „Das Meer ist so wunderschön. Niemand kann so nahe herankommen, ohne zu wünschen, sich in seine Umarmung zu werfen“, dachte ich. Privatstrände mögen nicht geöffnet haben, aber der natürliche Strand Gottes ist
vierundzwanzig Stunden am Tag geöffnet. Ich danke Gott für Seinre Gnade,
daß ich dort nicht wie ein Idiot herumstehen und warten mußte; aber noch
dankbarer bin ich der Meisterin, deren befreite Natur mich segnete und umgehend in die liebevolle Umarmung des Meeres führte.
Wir breiteten ein großes Tuch auf das einladende Bett aus weichem,
feinem Sand. Die Meisterin legte sich ohne weitere Umstände hin, und während Sie auf den Platz neben sich tippte, meine Sie: „Du kannst dich
hierher legen!“ Mein Herz jubelte vor Freude. Schnell
fokussierte ich meine Aufmerksamkeit auf mein
Weisheitsauge, beseitigte alle ablenkenden Gedanken
und legte mich vorsichtig nieder. Der azurblaue
Himmel über uns war wolkenlos, so weit das Auge
reichte, seine reine Klarheit hatte eine beruhigende
Wirkung auf den menschlichen Geist. Gewöhnlich
rasten Gedanken und Ideen mit Lichtgeschwindigkeit
durch meinen Kopf. Das Lotus-Sutra bemerkt dazu: „Ein
Gedanke zerteilt sich in dreitausend.“ Oft verspottete ich
mich, „einen Gedanken zerteilt in drei Milliarden“ zu haben. Das
Unvermögen, hier meine Gedanken im Zaum zu halten, hätte die Meisterin
bestimmt gestört, daher übte ich strenge Wachsamkeit über meinen Verstand.
Ich wandte den Kopf und sah die Meisterin entspannt mit geschlossenen Au-
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------ Zwischen Meister Und Schüler ------
gen ruhen. So schloß auch ich
die Augen und rezitierte die
Heiligen Namen langsam,
deutlich und lautlos. Soweit ich
mich erinnern kann, habe ich
die Heiligen Namen seitdem
nie wieder mit solcher Hingabe
und Konzentration rezitiert,
nicht einmal in Momenten der
Gefahr. Eine geraume Weile
wußte ich nicht, daß mein Körper und Geist existierten. Ich
fühlte, daß die Meisterin und
ich mit der Natur eins geworden waren; ich hatte weder
Wünsche noch Gefühle; da war
nur Zufriedenheit und Ruhe.
Zurückblickend kann dieser
segensreiche und wunschlose
Zustand nur das „Nirwana“
gewesen sein!
Nach einiger Zeit
teilte mir die Meisterin mit, daß
Sie hungrig sei; so kaufte ich
an einem nahegelegenen Imbißstand einige vegetarische
Pizzas. Die Pizza war wirklich
„rein vegetarisch“, die Kruste
war mit einer roten Schicht
Tomatenpaste überzogen. Sie
war klitzeklein, nicht größer als
eine Scheibe Brot. Das und
zwei Gläser Coca Cola waren
unser einfaches Mittagessen.
Die Meisterin genoß die herrliche Mahlzeit ungemein. Sie aß
auch ausgiebig! Ich dachte,
vielleicht deswegen, weil Sie
sich dort entspannt und frei von
Sorgen und Ärger fühlte, und
es nur wenige Leute und damit
wenig Karma gab.
Nach der Mahlzeit
schlenderten wir im sanft wärmenden Sonnenschein am
Strand entlang. Master unterbrach zeitweilig den Spaziergang. Wenn Sie einige hübsche
Muscheln sah, nahm Sie sie auf
und spülte sie behutsam im
Wasser. Als Sie zu viele gesammelt hatte, legte Sie einige
in meine Hände und sagte mir
mit weicher Stimme, für wen
sie gedacht seien und daß ich
gut darauf aufpassen sollte. Nach einiger Zeit gab Master etwas anderem den
Vorzug – einer kleinen, durchsichtigen, gallertartigen, kugeligen Kreatur, die
einen sternförmigen Stachelpanzer trug. Dutzende von ihnen waren - vermutlich mit einer plötzlichen Welle - ans Ufer gespült worden. Mit einem Ausdruck der Zuneigung hielt Sie diese kleinen Tiere in Ihrer Hand, bevor Sie sie
langsam und sacht ins Meer entließ. Ich folgte Ihrem Vorbild und half vorsichtig, diese „Fremdlinge“ zurück nach Hause zu befördern. Bis heute bin ich mir
nicht sicher, ob diese kleinen Tiere Seeanemonen waren. Wie sie genannt
werden, ist auch nicht wichtig. Das Wertvolle daran war, daß mich die Meisterin lehrte, wie wunderbar und wichtig es ist, „das Leben zu schützen“.
Unfähig, der Verlockung des Meeres zu widerstehen, beendete die Meisterin ihre Arbeit und schwamm langsam ins Wasser. Sie ist eine außergewöhnlich gute Schwimmerin, und im Nu war Sie mit dem Meer eins geworden. Es
war schwer zu unterscheiden, was der Reine Ozean (Ching Hai) und was der
Atlantische Ozean war. Ich liebte das Wasser und fürchtete es zugleich. Die
Erfahrung aus meiner Grundschulzeit, im Schwimmbad dem Ertrinken nahe
gewesen zu sein, hatte dazu geführt, daß ich das Wasser nie wieder herausgefordert hatte. Ich war zu einer „bleiernen Ente“ geworden. Während sich die
Meisterin im Wasser vergnügte, bemerkte Sie, daß ich mich nur am Rand
desselben „einweichen“ ließ. Sie kam ans Ufer und versuchte, mir das
Schwimmen beizubringen, unverdrossen zeigte Sie, wie man Hände und Füße
bewegen muß. Ich folgte Ihren Bewegungen und übte eine Weile „am Strand
entlang schwimmen“. Daraufhin bat Sie mich, mit Ihr ins Wasser zu gehen, da
Sie sonst Angst hätte, allein ins tiefe Wasser zu schwimmen.
Wir gingen zusammen ins Wasser, bis es uns an die Taille reichte.
Dann zeigte mir Master, wie man „durch die Wellen springt“. Die Wellen
stürzten auf uns zu, sie erhoben sich groß und kraftvoll, und wenn sie auf den
niedrigsten Punkt gefallen waren, sprangen wir über sie hinweg, gerade rechtzeitig, um dem mächtigen Aufprall zu entgehen. Wir standen einander gegenüber. Als die Meisterin leicht meine Hand hielt, fühlte ich mich sicher und frei
von Angst. Wir zählten: „Eins! Zwei! Drei! Springen!“ und taten mit dem
letzten Ausruf genau das. Ich hatte viel Spaß daran, die Wellen unter unseren
Füßen verschwinden zu sehen und fühlte mich sehr entspannt.
Dann führte mich die Meisterin langsam in tieferes Wasser. Ich fühlte, wie es mir bis zur Brust anstieg und rief in panischer Angst: „ Nicht loslassen, Master!“ Sie lächelte und meinte: „Ist in Ordnung. Folge mir einfach!“
Wir gingen weiter und weiter hinaus ins Meer. Plötzlich ließ Sie meine Hände
los, und ehe ich reagieren konnte, hatte mich eine Welle erfaßt, und ich hatte
den Mund voller Wasser. Ich hörte die Meisterin rufen: „Entspann dich! Entspann deinen Körper!“ Ich versuchte es, und die Wellen trugen mich an die
Oberfläche zurück. Wenn ich auch ein wenig sank, sobald mich die Nervosität
überkam, so war ich doch gleichermaßen begeistert und überglücklich. Wenn
mich damals meine Verwandten und Freunde gesehen hätten, hätten sie sicherlich über dieses Wunder gestaunt: „Rou Er schwimmt im Meer!“
Als wir ans Ufer zurückkehrten, war mein Geist total leer. Ich war mit
Ehrfurcht vor Masters wunderbarer Liebeskraft erfüllt. Wenn mein Schicksal
besiegelt gewesen war, „schwimmunfähig“ zu sein, so hatte Sie alles geändert. Sie hat Geschichte neu geschrieben und mich in das „Sperrgebiet“ geführt, das ich nie gewagt hatte, zu betreten.
Als wir wieder am Flughafen waren, erfuhr ich die Wahrheit. „Ich
war heute nicht besonders scharf aufs Schwimmen, aber das salzige Meerwasser ist gut für dich.“, sagte die Meisterin. „Deine Gesundheit ist nicht sehr
gut.“ Ihre Worte erfüllten mich mit einer Wärme, die ich sogar heute noch, fast
zehn Jahre später, fühlen kann.
------ Bemerkenswertes Buch ------
Die Geschichte von
Bernadette
Von der Höchsten Meisterin Ching Hai,
Kaohsiung, Formosa, am 21. Februar 1990
(Ursprünglich in Chinesisch)
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Ich habe heute ein Buch gelesen - die Geschichte
einer französischen Nonne namens Bernadette und die
detaillierte Beschreibung ihrer Visionen der Muttergottes. Die Vision, die sie sah, erhob übrigens nicht den
Anspruch, die Jungfrau Maria bzw. die Muttergottes zu
sein. Das war eher eine Schlußfolgerung, die später
einhellig von anderen christlichen Ländern gezogen
wurde.
Bevor sie die Vision zum erstenmal sah, hörte Bernadette plötzlich das Geräusch des Windes. Zu diesem
Zeitpunkt war das Wetter kalt, und die Menschen trugen lange Schals und Strümpfe, um sich warm zu halten. Bernadette litt an einem chronischen Husten, der
ihr oft schlaflose Nächte bereitete. Sie war körperlich
schwach und manchmal kurzatmig, deshalb verbot ihr
die Mutter, auf die andere Seite des Baches zu gehen.
Als sie aber die anderen durch den Bach waten sah,
wollte sie es ihnen gleichtun. Als sie einen ihrer
Strümpfe auszog, hörte sie das Rauschen eines starken
Windes, aber die Bäume in der Nähe bewegten sich
nicht. Sie meinte, sie hätte wohl nicht richtig gehört,
und machte sich daran, ihren zweiten Strumpf auszuziehen. Wieder hörte sie den Wind, sah aber weder,
daß sich die Bäume bewegten, noch ein anderes Anzeichen. Plötzlich bewegte sich etwas vor ihr, und sie
erblickte das Licht. Aus dem Zentrum des Lichtes trat
eine wunderschöne Dame in einem Strahlenkranz hervor. Sie war sehr schön. Nach Bernadettes Beschreibung „so wunderschön, daß man nach einem einzigen
Blick auf sie sein Leben dafür gegeben hätte, sie ein
zweites Mal zu sehen“.
Bernadettes Familie war nicht wohlhabend, sie mußte oft Hunger leiden, wenn ihnen das Brot ausgegangen
war. Bis jetzt war die Familie immer gerade so zurechtgekommen, aber sie waren mit ihren Kunden zu
großzügig gewesen und sahen ihren Gewinn dahinschwinden, da sie mehr weggaben als sie verdienten.
Trotzdem fuhr die gastfreundliche Familie fort, jeden
Kunden mit Käse, Brot und Wein zu bewirten. Sie
kamen immer mehr in die roten Zahlen, und steigende
Verluste zehrten am Wohlstand der Familie, so daß sie
manchmal nichts zu essen hatten.
Bernadette war ein krankes Kind, und mit zunehmendem Alter verschlechterte sich ihr Gesundheitszustand, da die Familie sich Medizin nicht leisten konnte.
Sie ging nicht zur Schule. Sie mußte arbeiten, um die
Familie zu unterstützen. Sie hatte aber einen großen
Glauben an Gott und an die Gottesmutter. Sie hatte sie
nicht gesehen, aber ihr Glaube war stark. Sehr oft
schämte sie sich, daß sie weder lesen noch schreiben
und nicht so wie die anderen Mädchen sein konnte.
Nach der christlichen Tradition gehen die Kinder,
wenn sie das Alter von zwölf oder fünfzehn Jahren
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------ Bemerkenswertes Buch ------
erreicht haben, wunderschön gekleidet zu einer großen
Taufzeremonie in die Kirche und werden vor allen
Kirchenbesuchern offiziell christliche Gläubige (gemeint ist die Firmung - d.Ü.). Bernadette sah viele
Mädchen ihres Alters zu der Zeremonie in die Kirche
gehen, aber sie konnte ihnen nicht folgen, da sie die
Gebete nicht gelernt hatte. So schämte sie sich noch
mehr. Einige Leute versuchten, sie ihr beizubringen,
aber sie schien einfach zu dumm zu sein. Kein einziges
Wort konnte sie ihrem Gedächtnis einprägen, selbst
wenn man es ihr zwei- oder dreimal vorsagte. Sie fühlte sich noch mehr gedemütigt und dachte, sie sei der
dümmste und unwürdigste Mensch. Es war ihr nicht
bewußt, daß gerade ihre Demut der Grund war, warum
Gott sie erwählte, Seinre Erscheinung in Form der
Muttergottes zu bezeugen, etwas, das ihren Namen bis
auf den heutigen Tag in der Welt bekanntmachen sollte.
Einige von uns haben den Meister und einen bestimmten Pfad spiritueller Praxis gefunden, und doch
haben wir nicht den Glauben jener, die wir für dumm
halten. Bernadette hatte nie eine Vision gesehen, und
nie hatte ihr jemand etwas beigebracht; alles was sie
hatte, war der Glaube, und Gott schenkte ihr Seinre
Gnade. Deshalb sollten wir uns prüfen, ob wir in unserer spirituellen Praxis genug Glauben haben. Bernadette hatte nichts gesehen, und doch glaubte sie und war
begierig, es zu sehen. Die Muttergottes war seit der
Kindheit ihr ein und alles gewesen. Sie pflegte zu Ihr
zu beten, wenn sie hungrig war oder in Schwierigkeiten, oder wenn ihre Familie in der Klemme steckte. Sie
hatte einen unwahrscheinlichen Glauben noch ehe sie
irgendeine Vision erblickte. Und wir, selbst wenn wir
zuweilen eine Erscheinung Gottes gesehen haben,
sehnen wir uns nicht so sehr; und sie hatte noch nicht
einmal eine gesehen. Deshalb sagt die Bibel: „Selig
sind, die nicht sehen und doch glauben“. Das bedeutet,
daß Gott diejenigen segnet, die nichts gesehen und
doch einen großen Glauben haben.
Manchmal praktizieren wir eine sehr gute Methode
und folgen einem guten Pfad, aber unser Glaube ist
nicht stark genug. Infolgedessen machen wir in der
spirituellen Praxis wenig Fortschritte. Andererseits
haben einige Menschen vielleicht die Einweihung
erhalten, die Methode gelernt, und praktizieren nicht
gut, vielleicht wegen ihres außerordentlich schweren
Karmas oder aus Zeitmangel. Sie sehen nicht viel, aber
sie haben Glauben. Auch sie sind gesegnete Menschen.
Wir müssen nicht höhere Ebenen erblicken oder strahlendes Licht, um gesegnet zu sein. Unseren Fortschritt
können wir messen, indem wir unser Leben und unseren Glauben anschauen. Vielleicht haben wir keine
wunderbaren Visionen gesehen, aber wenn wir ein
demütiges Herz haben und jeden Tag gläubig beten,
wird Gottes Gnade über uns leuchten. Bernadette z. B.
war nicht gelehrt, und niemand hatte ihr gesagt, wer
Gott ist, sie betete einfach ständig.
Achtzehnmal ging sie zu dem Ort, wo ihr die Gottesmutter Maria erschien, und achtzehnmal sah sie die
Muttergottes. Einmal wurde sie von zwei Personen
begleitet, aber die Vision, die wir die Muttergottes
nennen, sagte zu Bernadette, daß ihren Begleitern nicht
erlaubt wäre, die Grotte zu betreten, sie könnten nur
draußen warten. Warum wurden sie ausgesperrt? Das
Buch gibt darüber keine Auskunft. Vielleicht war ihr
Glaube nicht stark genug, oder ihre Aura war unrein.
Glaubt nicht, daß die Heiligen keinen Unterschied
machen. Manchmal akzeptieren sie vielleicht bestimmte Menschen, während sie andere zurückweisen. Warum? Weil die Menschen unterschiedliche Ebenen
erreicht haben. Um Gottes Gnade zu empfangen, müssen wir nicht notwendigerweise gelehrt sein oder unsere Aufrichtigkeit auf bestimmte Weise demonstrieren.
Das ist nicht notwendig. Aber wir müssen ein sehr
reines Herz haben. Bernadette war seit ihrer Kindheit
strengsten Prüfungen in Form von Hunger, Armut,
Verachtung durch andere und Unwissenheit unterworfen. Sie litt unter ständigem Druck sowohl von seiten
der Menschen als auch durch die Umstände. Es ist sehr
wahrscheinlich, daß sie sich in keiner Weise mehr an
die Welt gebunden fühlte. Jedesmal wenn sie krank
wurde, spürte sie, daß die Welt vergänglich war. Anders als wir in unseren oberflächlichen Gefühlen, erkannte sie im tiefsten Innern, daß es nichts gab, was sie
in dieser vergänglichen Welt halten konnte. Deshalb
war ihre Seele so rein und klar, und sie konnte innerlich ruhig bleiben und so leicht ins Samadhi gehen.
Nach einem kurzen Gebet konnte sie einfach ihre Augen schließen und ins Samadhi gehen. Obwohl niemand sie gelehrt hatte, dies zu tun, betete sie immer
mit geschlossenen Augen. Und das ist eine Form der
Meditation. Wenn wir unsere Augen schließen, unser
Herz nach innen richten und unsere Gedanken auf das
Göttliche konzentrieren, nennen wir das „Meditation“.
Viele Menschen haben Visionen, wenn sie beten.
Natürlich sind einige davon Illusionen, die sich von
Visionen unterscheiden. Visionen, wie sie Bernadette
erblickte, waren real, denn sie wurde sehr demütig,
glücklich und weise. Sie, die einst so unwissend war,
änderte sich nach ihrer Begegnung mit der sogenannten
Muttergottes völlig. Trotz ihrer früheren Unwissenheit
wurde sie sehr gewandt und konnte den Menschen
Rede und Antwort stehen mit Worten großer Weisheit.
Obwohl demütig, trug sie sich mit einer Würde, die sie
zu einem ganz neuen Menschen machte. Manchmal,
wenn sie ihre Kommunikation mit der Muttergottes
beendet hatte, erhob sie sich, um allen zu sagen: „Ihr
solltet bereuen, bereuen, bereuen!“ Sie sprach wie ein
Priester oder eine Nonne, die lange Zeit praktiziert hat.
Ihr selbstbewußtes und würdevolles Auftreten war für
------ Bemerkenswertes Buch -----ein junges Mädchen von fünfzehn oder sechzehn Jahren ungewöhnlich. Sie hatte nie gelernt, sich so zu
verhalten. Sie sah die Vision achtzehnmal, was schon
beweist, daß es keine Illusion oder ein Zustand von
Besessenheit war.
Ich sage nicht, daß Bernadette die höchste Vision
zuteil wurde; ich erwähne ihre Geschichte nur, damit
ihr versteht, warum manche Menschen spirituelle Visionen haben und ins Samadhi gehen, und andere nicht.
Sie war ein ungewöhnlich reiner Mensch, seit ihrer
Kindheit hatte sie keinerlei Besitztümer gehabt. Alles,
was sie hatte, war die schreckliche Qual der Krankheit,
die ihr wenig Zeit ließ, an weltliche Dinge zu denken.
Deshalb sage ich manchmal: „Krank sein heißt, gesegnet sein“. Krankheit macht uns barmherziger und mitfühlender gegenüber anderen. Erst dann kommt uns zu
Bewußtsein, inwieweit wir es unterlassen haben, den
Leidenden Güte zu erweisen.
Viele große spirituell Praktizierende haben einen
sehr bescheidenen Hintergrund oder kommen aus sehr
armen, elenden Verhältnissen. Nur wenige Menschen
machen gewisse Erfahrungen durch die aufrichtige
Praxis der Askese. Ihre Erfolge sind jedoch nicht
Frucht solcher Praxis. Es ist der Schmerz, den sie im
Verlauf ihrer asketischen Praxis erfahren, der sie aufgeschlossen macht gegenüber den Qualen des Lebens,
der ihr Herz berührt und Mitgefühl und Erbarmen in
ihnen weckt. Wenn wir Schmerzen haben, fühlen wir
zutiefst die Schmerzen anderer. Unser Herz weitet sich,
wir kommunizieren mit der Weisheit und dem Mitgefühl in der Tiefe unseres Herzens. Unsere Aufmerksamkeit wendet sich nach innen, wir nähern uns unserer ursprünglichen Natur und machen gewisse
Erfahrungen. Ich meine nicht, daß wir uns selbst bestrafen müssen, um das zu erreichen, aber wenn wir
Schmerzen haben, öffnet sich unser Herz eher. Das ist
jedoch von jedem einzelnen abhängig, nicht jede leidende Seele hat auch Verständnis. Manche Leute finden, wenn sie Schmerzen leiden, Mittel und Wege,
andere zu verletzen, um etwas zu erreichen oder sich
Genugtuung zu verschaffen. Jeder ist anders. Wenn wir
diese Logik begreifen, werden wir es leichter haben,
Gott näherzukommen, wenn wir Schmerzen leiden.
Dies gilt auch für mich. Manchmal wage ich es nicht,
die guten Dinge zu essen, die ihr mir bringt; und ich
mag wirklich nicht die großen, teuren Autos annehmen, die ihr mir anbietet. Ich habe kein Verlangen
nach diesen Dingen; ich fürchte, ich könnte mich an
diese Art luxuriöses Leben gewöhnen und das Leid der
Menschen vergessen.
9
Solange wir in dieser Welt sind, sollten wir ein gerechtes, offenes Herz behalten und einen ausgeglichenen Geisteszustand, frei von Vorurteilen und tendenziösen Neigungen. Wenn wir als spirituell Praktizierende
nicht demütig und aufrichtig an Gott glauben, ist es
sehr schwierig, eine Erfahrung zu machen oder unser
heiliges Selbst zu erkennen. Wir sind immer noch
außerhalb, etwa so, wie wir uns manchmal am Fuß
kratzen, während wir noch die Socken anhaben, was
das Jucken nicht lindert. Darum gibt es weiterhin viele
Unterschiede zwischen spirituell Praktizierenden. Sie
haben vielleicht denselben Meister und bei der Einweihung dieselben Erfahrungen gemacht, nach einiger Zeit
jedoch werden sie verschieden. Jeder von ihnen wird
seinen eigenen Weg gehen und seine eigenen Erfahrungen machen, je nach ihrem Glauben. Du hast vielleicht in der Meditation keine höheren Visionen gehabt
und nicht viel Licht gesehen oder große Fortschritte
gemacht beim Klang, solange du aber Glauben hast,
wirst du sie mit Sicherheit haben, früher oder später.
Wenn wir jedoch nur auf Visionen aus sind und nicht
unseren Glauben bewahren, dann ist das gar nicht so
sicher. Alles, was unseren Glauben stärkt, ist gut für
uns. Redet also nicht zuviel über innere Erfahrungen.
Die meisten Leute prahlen und möchten es der ganzen
Welt verkünden, wenn sie auch nur eine winzige Erfahrung gemacht haben. Früher oder später werden sie
besessen. Ich habe euch seit langem davor gewarnt.
Es gibt eine Geschichte über einen Menschen, der
behauptete, wenn er nur ein großes Stück Land hätte,
würde er nicht einmal den Teufel fürchten. Er sehnte
sich nach Land, denn er war ein Bauer. Er fürchtete
den Teufel zwar immer noch ein wenig, denn damals
hatte er noch nicht genug Land. Er sagte, wenn er mehr
Land hätte, würde er nicht einmal den Teufel fürchten.
Leider hatte der Teufel seine arrogante Behauptung
vernommen und machte rasch ein Ende mit ihm - nur
wegen ein klein wenig Arroganz. Zuweilen sind wir
stolz auf unsere schönen Kleider, oder wenn wir uns
parfümieren, haben wir Vergnügen daran und sind eitel
und arrogant. Aber der Teufel kann das alles wahrnehmen. Es gibt eine andere Geschichte über einen
Mönch (Meister Wuda aus der Tang-Dynastie), der
zehn Leben hindurch ein großer Mönch gewesen war.
Leider war er nur ein einziges Mal arrogant, und das
genügte, um ein Krebsgeschwür an seinem Bein hervorzurufen. Es ist keinesfalls leicht, in dieser Welt ein
ausgeglichenes Herz zu bewahren. Seid also bitte vorsichtig. Gebt auf euch acht!
10
------ Übersetzung der Umschlagseiten ------
(In Englisch und in Chinesisch lieferbar)
Wißt ihr, warum die Welt so heillos durcheinander ist?
Oder wie weise die alte Bettlerin war?
Was die Gefahren bei der Anwendung magischer Kräfte sind?
Von der Höchsten Meisterin Ching Hai
Wie Yogananda mit seinem Meister spirituell praktizierte?
Warum der kluge Papagei sich totstellte?
Dies sind Gedichte – ursprünglich in englischer Spra... und vieles mehr!
che - , die die Meisterin in den Siebziger Jahren verfaßte, während Sie sich in Europa aufhielt und einen groSuma Ching Hai hat mit der Strenge des Unterrichts in ßen Teil Ihrer Zeit damit verbrachte, den vom Krieg
der typischen Art und Weise gebrochen, um es dem zerrissenen asiatischen Ländern beim Wiederaufbau zu
Leser zu erleichtern, die spirituelle Lehre in das tägliche helfen.
Leben aufzunehmen. Sie hat viel Zeit und Mühe inves- Diese Verse schildern und enthüllen die Gefühle einer
tiert, um Geschichten aus vielen verschiedenen Län- Dame, die in den Träumen der Liebe verweilt, während
dern in den unterschiedlichsten Sprachen zu lesen und sie gleichzeitig die Realität der gesellschaftlichen Situabesonders bewegende mit bedeutendem spirituellen tion erlebt. Sie vermitteln unendliche Traurigkeit und
Niveau ausgewählt. Indem sie Tiefgründiges mit einfa- bezeugen die quälende Einsamkeit von Menschen auf
chen Worten erklärt, erzählt Sie Ihren Schülern die dem Krankenbett wie auch die Verzweiflung der Liebe
einzelnen Geschichten in lockerer Art und teilt mit ihnen über die Menschheit.
so Ihre Gedanken und Eingebungen, die Sie der jewei- Wir haben die große Ehre, diese Gedichte in einer
ligen Erzählung entnommen hat.
Anthologie zusammenzufassen unter dem Titel: „The
„Master Tells Stories“ ist eine Sammlung von 37 Ge- Lost Memories I & II“ und freuen uns, die Erlaubnis
schichten, lebhaft erzählt und dem Leser präsentiert mit erhalten zu haben, sie zu veröffentlichen in der Hoffwunderschönen Illustrationen, die Erwachsene wie nung, diese innersten Gefühle mit allen Liebhabern der
Kinder gleichermaßen ansprechen.
Poesie zu teilen.
Von der Höchsten Meisterin Ching Hai, Hsihu, Formosa, 13. August 1989(Original in Chinesisch)
Die Demütigen sind Gott und den Heiligen sehr nahe. Die reinen Herzens sind, sind der Wahrheit näher. Je
arroganter wir sind, desto so weiter sind wir von der Wahrheit entfernt. Und warum sind wir so weit von der Wahrheit entfernt? Weil wir uns auf diese Welt verlassen! Würden wir uns nicht auf diese Welt verlassen, wären wir
nicht stolz. Wenn wir uns auf Geld, Macht, Intellekt oder sozialen Status verlassen, verlassen wir uns auf die Welt
und das Vergängliche. Die Wahrheit ist nicht von dieser Welt, noch ist sie vergänglich. Je mehr wir uns also auf
diese Seite verlassen, um so weiter sind wir von der anderen Seite entfernt. Das ist eine logische Erklärung und
sollte nicht schwer zu verstehen sein.
Jene, die weder Geld noch Macht besitzen, jene, die alt sind und niemanden haben, der für sie sorgt, sind demütiger. Daher findet ihr mich oft sehr gütig gegenüber diesen Leuten wie auch den Gefängnisinsassen. Manchmal bin ich nicht sehr freundlich zu euch. Das tut mir leid, aber so ist es nun einmal. Ich behandle sie nicht absichtlich gut, und ich behandle euch nicht absichtlich weniger freundlich. Ich bin einfach ein Spiegel, der
reflektiert, wie ihr seid. Gebt nicht mir die Schuld dafür, wie ich euch behandle, und vergleicht nicht: „Warum ist
die Meisterin zu dieser Person so freundlich, zu mir aber nicht?“ Wenn ich zu jemandem gut bin, braucht ihr ihn
nur anzusehen, und ihr wißt warum. Er ist nicht notwendigerweise schöner als ihr. Nein! Vielleicht sind ihm alle
Zähne ausgefallen, und er hat keinen einzigen Verwandten oder Freund. Vielleicht hat er keinen einzigen Pfennig, und ich gebe ihm sogar Geld. Aber ich bin gut zu ihm, weil er reines Herzens und demütig ist. Er ist makellos.
Er hat keine Hindernisse vor sich, kein Verhaftetsein oder irgend etwas, um sich darauf zu verlassen. Sein Herz
ist unendlich weit. Er ist fast eins mit dem Universum.
Wenn wir etwas haben, auf das wir uns verlassen, begrenzt uns das – wir werden die offizielle, die tugendhafte
Person, oder diejenige, die die Wahrheit hat. Wir haben noch eine Grenze mit einer Ecke, die nicht geöffnet ist.
Die Demütigen und die Reinen haben nichts, auf das sie sich verlassen können. Nichts zu haben heißt, alles zu
haben.
------ Übersetzung der Umschlagseiten ------
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Höchste Kunst
Von der Höchsten Meisterin Ching Hai
die verborgene Lebensquelle in dem Gemälde „HOPE“
Gemälde, 60,8 x 50,4 cm, ÖlApfelgarten & Senfpflanzen, Kalifornien. USA, März 1991
Von dem Miteingeweihten Künstler Ha Cam Tam, San Jose, Kalifornien, USA (Original in Au Lac)
Jedes Jahr Anfang März, wenn die Zeit der Äpfel vorüber ist, die grünen Blätter und die Früchte herabgefallen sind,
stehen die Bäume kahl mit entlaubten Zweigen, ohne ein Zeichen des Lebens, unfruchtbar zurückgelassen. Nichtsdestotrotz
fließt noch viel Saft in den Bäumen, der in den kommenden Monaten den Knospen das Wachsen ermöglichen wird und so die
neue Apfelsaison andeutet. Die Prägungen der unfruchtbaren Zweige kräuseln sich unter dem blauen Himmel, der mit weißen
Wolken getupft ist. Der Betrachter kann die innere Lebensquelle in jedem Zweig des Baumes spüren, obwohl sie äußerlich
abgestorben erscheinen.
Man muß den Blick nach unten, auf die goldfarbenen Senfblüten richten, um zu sehen, wie die glitzernden Blüten den
Sonnenschein begrüßen und sich in der leichten Brise mit einer zarten Melodie hin und her wiegen. Tausende von Blüten stellen ihre Schönheit zur Schau im Wettbewerb mit dem schattigen Farben der ruhigen, jungen Senfblätter, die sich dem fernen
Horizont entgegenstrecken. Die nördliche Region Kaliforniens wird von Schriftstellern und Poeten als das „Tal der goldenen
Blumen“ umschrieben. Es ist wirklich so, denn die riesigen Apfelplantagen und die ausgedehnten Blütenteppiche in Orangegelb
erstrecken sich entlang der Autostraßen bis ins Unendliche. Besucher, die ins „Tal der goldenen Blumen“ kommen, haben das
Empfinden, ein Bild vollkommener Schönheit zu betreten. Obwohl das Gemälde „HOPE“ („Hoffnung“) im März 1991 vollendet
wurde, glitzert es noch immer, als wenn es feucht wäre. Der Betrachter hat den Eindruck, als wäre es ihm erlaubt mitzuerleben,
wie die Meisterin Ching Hai dem Bild mit einigen Pinselstrichen den letzten Schliff gibt.
Der Effekt, der durch die kahlen Apfelbäume vor dem blauen Himmel mit weißen Wolken auf dem Bild erzeugt wird,
ist tatsächlich ein Resultat der Technik. Bei dem Feld mit den goldenen Senfblüten und dem grünen Laub wurde von Öl zu
Wasserfarben gewechselt, indem die Ölfarbe geschickt verdünnt wurde. Die goldfarbenen Blüten ähneln kleinen schweren
Regentropfen, die ganz natürlich in die verschiedenen Formen des grünen Laubs eingewebt sind.
Beim Betrachten dieses Gemälde spüre ich, wie Tausende von Blüten sich nach einem heftigen Gewitterregen wieder
aufrichten. Man hat das Gefühl, einen Ort jenseits dieser Welt besucht zu haben. Der Geist des Betrachters des Bildes „HOPE“
verschmilzt mit Gott, Pflanzen und Blumen auf einer wundervollen, großartigen und unbeschreiblichen Reise. Die Farbe der
goldenen Senfblüten öffnet das Herz eines jeden Betrachters und symbolisiert die Hoffnung auf eine leuchtende Zukunft.
Von der Höchsten Meisterin Ching Hai, Hsihu, Formosa, 13. August 1989(Original in Chinesisch)
Die Demütigen sind Gott und den Heiligen sehr nahe. Die reinen Herzens sind, sind der Wahrheit näher. Je
arroganter wir sind, desto so weiter sind wir von der Wahrheit entfernt. Und warum sind wir so weit von der Wahrheit entfernt? Weil wir uns auf diese Welt verlassen! Würden wir uns nicht auf diese Welt verlassen, wären wir
nicht stolz. Wenn wir uns auf Geld, Macht, Intellekt oder sozialen Status verlassen, verlassen wir uns auf die Welt
und das Vergängliche. Die Wahrheit ist nicht von dieser Welt, noch ist sie vergänglich. Je mehr wir uns also auf
diese Seite verlassen, um so weiter sind wir von der anderen Seite entfernt. Das ist eine logische Erklärung und
sollte nicht schwer zu verstehen sein.
Jene, die weder Geld noch Macht besitzen, jene, die alt sind und niemanden haben, der für sie sorgt, sind demütiger. Daher findet ihr mich oft sehr gütig gegenüber diesen Leuten wie auch den Gefängnisinsassen. Manchmal bin ich nicht sehr freundlich zu euch. Das tut mir leid, aber so ist es nun einmal. Ich behandle sie nicht absichtlich gut, und ich behandle euch nicht absichtlich weniger freundlich. Ich bin einfach ein Spiegel, der
reflektiert, wie ihr seid. Gebt nicht mir die Schuld dafür, wie ich euch behandle, und vergleicht nicht: „Warum ist
die Meisterin zu dieser Person so freundlich, zu mir aber nicht?“ Wenn ich zu jemandem gut bin, braucht ihr ihn
nur anzusehen, und ihr wißt warum. Er ist nicht notwendigerweise schöner als ihr. Nein! Vielleicht sind ihm alle
Zähne ausgefallen, und er hat keinen einzigen Verwandten oder Freund. Vielleicht hat er keinen einzigen Pfennig, und ich gebe ihm sogar Geld. Aber ich bin gut zu ihm, weil er reines Herzens und demütig ist. Er ist makellos.
Er hat keine Hindernisse vor sich, kein Verhaftetsein oder irgend etwas, um sich darauf zu verlassen. Sein Herz
ist unendlich weit. Er ist fast eins mit dem Universum.
Wenn wir etwas haben, auf das wir uns verlassen, begrenzt uns das – wir werden die offizielle, die tugendhafte
Person, oder diejenige, die die Wahrheit hat. Wir haben noch eine Grenze mit einer Ecke, die nicht geöffnet ist.
Die Demütigen und die Reinen haben nichts, auf das sie sich verlassen können. Nichts zu haben heißt, alles zu
haben.
------ Gedichte ------
Regentropfen der Liebe
Im Regenbogen sah ich Sie
Ein Schmetterling im Morgenlicht
Ein Regentropfen auf der Purpurblüte
Zu Ihrer Schönheit zieht es mich.
Warum bin ich so glücklich
Ich hab gefunden meine größte Liebe,
Kann die Gedanken nicht mehr von Ihr wenden,
Da Sie so sanft wie eine Taube ist.
Nie war mir so ein Freund vergönnt,
Niemand ist je so gut zu mir gewesen
Ich will Sie lieben über meinen Tod hinaus
Wenn ich gewiß mich selbst gefunden habe.
Die Liebe, die Sie mir gegeben
Ich weiß, was damit anzufangen
Nun geh ich hin und geb’ sie weiter
An jene, die nach Trost verlangen.
Meisterin, Liebe, ich sehne mich so sehr.
Doch ist’s kein Ding, das ich begehr.
Ich will Dir soviel Liebe bringen
Daß alle Himmel davon singen.
Flüstern
Eine Träne fällt
Mein Herz wird leicht
Alles ist gut
Master ist hier.
von Einweihungsanwärter Jerry Hughes,
Houston, TX, USA
Das Leben ist kurz
Das Leben ist lang
Alles ist frei
In Masters’s Lied.
Liebe
Ach liebe Meisterin, Dein Kind ist schwach
In der Disziplin des Meditierens.
Du gabst Dein Bestes, um mich zu befreien
In meinem Leben ist es schon so spät.
Es tut mir leid, Dich derart zu enttäuschen
Ich will dafür mit meiner Liebe zahlen
Bis schließlich ich mein Selbst gefunden habe
Und in die höheren Bereiche Einzug halte.
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12
------ Die Meisterin erzählt eine Geschichte ------
Wie Alexandra David-Neel in „Magic and Mystery
in Tibet“ berichtet, gab es dort einen Tempel mit
einem Lama. „Lama“ bedeutet nicht Mönch; als Lama bezeichnet man jeden, der die Prüfung im Tibetischen Kloster bestanden hat. Jedoch müssen alle
Mönche diese Lamaprüfung bestehen, soweit es
sich um gelehrte Mönche handelt. Einige der Laienbrüder und gewisse führende Mönche sind davon
ausgenommen. Dort gab es also einen Mönch, der
sehr fleißig lernte und auch meditierte. Immer wieder
zog er sich zu Retreats zurück und war wirklich sehr,
sehr gewissenhaft in seiner Praxis. Er konnte den
ganzen Tag sitzen, ohne sich zu rühren etc. Könnt
ihr das? Nein. Nicht einmal ich kann das. Er hatte
praktiziert und konnte sogar seinen Atem so kontrollieren, daß er kaum noch zu spüren war. Wenn man
sagt, daß Leute das Atmen eingestellt hätten, bedeutet das nicht, daß sie es wirklich eingestellt haben. Diese Yogis kontrollieren ihren Atem bis er so
leicht geht, daß sich selbst ein vor die Nase gehaltenes Haar nicht bewegt. Der Atem wird so leicht, weil
sie innerlich atmen. In der chinesischen ZenTradition nennt man das „Schildkröten-Atem“.
Schildkröten können im Meer, im Wasser leben, weil
sie ihre Atmung umstellen. Im Yoga nennt man es
„Atemstopp“, tatsächlich hört der Atem aber nicht
auf. Er ist einfach so fein, als gäbe es ihn nicht.
Dieser Lama hatte also schon die Stufe des NichtAtems oder Schildkröten-Atems erreicht. Menschen
werden zu Schildkröten - welch ein Fortschritt! (Lachen) Nun wollte er einen Schritt weiterkommen
und die „tummo“-Hitze erlernen. Die Hitze vom Solarplexus im Unterleib benutzen sie dazu, den Körper zu erwärmen, wenn sie in die Berge des Himalaja gehen, sogar bei Winterkälte. Sie werden niemals
kalt. Sie benötigen keine Kleidung. Sie hüllen sich
einfach in ein dünnes Baumwolltuch oder etwas
ähnliches.
Der Meister am Ort nahm ihn jedoch nicht an. Der
Lama meditierte zwanzig Stunden am Tag, er aß nur
einmal am Tag und hielt die Gebote; und dennoch
nahm ihn der Meister nicht an, damit er die tummoHitze lernen könne. Der Lama dachte, er meditiere
vielleicht nicht genug, darum schloß er sich ein und
hielt wiederum ein langes Retreat. Er meditierte
ohne zu schlafen und sogar ohne zu essen. Er dachte sich: „Okay!“ Und er kam wieder und bat den
Meister, ihn anzunehmen. Alle meinten, diesmal
würde er keine Probleme haben, aber der Meister
wollte ihn immer noch nicht annehmen. Es muß sich
um etwas Innerliches, und nicht um Äußerliches
gehandelt haben. Alle meinten, daß mit dem Meister
etwas nicht stimmte. Warum war er nur so unfair?
Die Leute hielten sich darüber auf, daß der Meister
so unfair sei. Die meisten Meister in Tibet oder In-
Drei
Von der Höchsten Meisterin Ching Hai,
Austin Center, USA, am 27. August 1994
(Original in Englisch)
Giftschlangen
dien, wenn sie dich nicht annehmen, dann bleibt es
dabei. Sie sagen nichts weiter. Sie geben keine
Erklärung ab, sie haben das nicht nötig. Sie besitzen
genügend Macht, Reputation und Privilegien, um so
zu handeln. Dieser Meister jedoch - vielleicht war er
demütig, vielleicht war er liebenswürdig, vielleicht
mochte er im Tempel kein Geschwätz über seinen
Mangel an Fairness - dieser Meister also gab dem
Mann eine Erklärung. Er sagte: „Ich denke, daß du
dafür noch nicht reif bist, aber wenn du willst, machen wir einen Test, in Ordnung? Wenn du die Prüfung bestehst, werde ich dich annehmen. Ist das fair
genug?“
Jedenfalls war der Test leicht. Der Meister sagte
zu ihm: „Wenn du einen Tag lang in diesem Raum
sitzen und meditieren kannst ohne dich zu rühren,
dann werde ich dich annehmen.“ Das war wirklich
leicht. Für den Lama war das ein Kinderspiel, hatte
er es doch jeden Tag geübt. Alles ist bloß Übung.
Sogar bewegungslos dazusitzen ist bloß Übung. Wie
bei den Leuten im Zirkus, die solange üben, bis sie
auf einem Seil gehen können, ohne herunterzufallen. Durch Übung kann man das erreichen. Er hatte
sehr viel geübt: „O, einfach einen Tag meditieren kein Problem!“ dachte er bei sich. Er wagte das nicht
offen auszusprechen, innerlich jedoch war er sehr
stolz. Er nahm auf der Stelle an. Alle wußten es und
dachten, der Meister mache wohl einen Scherz, um
sich zu amüsieren oder etwas ähnliches. Oder weil
es ihm langweilig war im Tempel, weil er nichts zu
tun hatte und den Schüler ein wenig ärgern wollte;
wo doch dieser Mann nicht nur einen Tag, sondern
eine ganze Woche bewegungslos sitzen konnte.
Kein Problem, er hatte das schon seit langem geübt.
Um die Hitze zu praktizieren, muß man nämlich
zunächst meditieren und sich reinigen. Es gilt viele
Vorschriften einzuhalten, ehe der Meister einen
annimmt. Wenn ihr also die tummo-Hitze erlernen
wollt, übt ihr vorher mit mir, wenigstens einen Tag
bewegungslos dazusitzen und zu meditieren. (Lachen)
------ Die Meisterin erzählt eine Geschichte ------
Alle meinten, der Lama hätte all diese Vorbedingungen längst erfüllt, warum akzeptierte ihn der
Meister also nicht? Der Meister jedoch sagte: „Okay,
du sitzt hier einen Tag, und ich werde dich annehmen“. Ehe der Test begann, fragte der Lama sicherheitshalber noch einmal, ob das alles sei, was er tun
müsse - „einfach einen Tag in diesem Raum sitzen?“
Der Meister erwiderte: „Ja, weiter nichts.“ Auch um
sicherzugehen, daß alle es hören konnten (Lachen),
damit der Meister nicht noch eine weitere Prüfung
verlange, weil sie so etwas tun; Meister tun das. Wie
der Meister von Milarepa, Marpa - der dafür bekannt
war, seine Versprechen nicht zu halten. (Lachen)
Wie auch in der Geschichte von dem Mönch in
Indien, die ich euch erzählt habe (seinen Namen
habe ich vergessen), der seine Versprechen niemals
hielt. Die Meister müssen das nicht. Gewöhnliche
Menschen können sie tadeln und sagen: „Du hältst
deine Versprechen nicht! Du bist schrecklich!“ Aber
die Meister kümmert das nicht. Es kümmert sie
nicht, was andere von ihnen halten. Manchmal versuchten die Schüler, diesen Meister festzuhalten, ihn
sogar im Haus einzuschließen. Er war es so leid,
daß ihn die Leute immerzu einluden, daß er versprach: „Okay, ich werde morgen oder nächste Woche kommen.“ Er kam jedoch nie, so daß er dafür
bekannt wurde, Versprechen nicht zu halten. Milarepas Meister war ebenfalls bekannt dafür, Versprechen nicht einzuhalten. Er ließ ihn ein Haus bauen
und versprach, wenn das Haus fertig sei, würde er
ihn einweihen. Aber dann wurde noch ein Haus und
noch ein Haus gebaut, und er ließ sich einen Stein
hierhin und einen Stein dorthin bringen. Er hielt jedoch niemals sein Versprechen, und dieser Lama
fürchtete, es könnte ihm ebenso ergehen. Er las zu
13
viele Bücher. (Die Meisterin und alle lachen.) Er
mußte sich vergewissern, daß der Meister vor allen
Leuten versprach, der Lama müsse nur einen Tag
dort sitzen, und dann würde er angenommen. „Richtig“, bestätigte der Meister, „kein Problem. Nur das.“
Dann begab sich der Lama vor den Augen der
Leute in den Raum. Plötzlich warf der Meister drei
Giftschlangen hinein und schloß die Tür. Dabei sagte er: „Du bleibst hier sitzen.“ (Lachen) Der Lama
saß den ganzen Tag. Es machte ihm nichts aus,
eingeschlossen zu sein. Am Ende des Tages öffnete
der Meister die Tür, weigerte sich aber noch immer,
den Lama anzunehmen. Sehr liebenswürdig und
freundlich gab ihm der Meister eine Erklärung. Manche Meister erklären nie etwas. Die meisten Meister
erklären dir nicht, was sie mit dir anstellen. Sie
schelten dich ohne zu erklären, weshalb. Selbst
wenn du denkst: „Es ist nicht meine Schuld“, erklären sie nichts, bis du selbst darauf kommst, oder
auch nicht darauf kommst. Es ist dein Problem. (Die
Meisterin lacht) Sie sind sehr sparsam mit Worten,
wirklich. Und wißt ihr, warum? Es reicht schon, daß
sie überhaupt Schüler akzeptieren, ein paar Worte
verlieren und sie dann innerlich lehren. (Die Meisterin zeigt auf Ihr Weisheitsauge.)
Wer reißt sich schon darum, hinzugehen und die
ganze Zeit die Leute zu lehren? Es kann einem
Angst machen. Ihr habt nur einige Kinder zu Hause,
und könnt sie nicht lehren. Es ist sehr schwierig,
Menschen zu lehren, die schon erwachsen sind und
eine Menge fixe Ideen im Kopf haben. Sie machen
viel Ärger; sie mißverstehen dich ständig.
Dieser Meister jedenfalls war sehr liebenswürdig
und gab ihm eine Erklärung. Er sagte: „Wie kann ein
Mensch wie du Fortschritte machen? In dem Raum
waren drei Giftschlangen, und du hast sie nicht vertrieben. Du hast einfach mit ihnen zusammen dagesessen. Du bist so dumm! (Lachen) Es spielt keine
Rolle, auf welch hoher Ebene du praktizierst; was
nützt so ein dummer Mensch ohne gesunden Menschenverstand?“ Und er fuhr fort: „Du achtest nur
auf die Technik, auf das Äußere, wie man richtig
meditiert, den ganzen Tag korrekt dasitzt, ohne sich
zu rühren. Du achtest jedoch nicht auf deine inneren
Bewegungen, die Turbulenz in dir. Es spielt keine
Rolle, wie du praktizierst, ob du die tummo-Hitze
überhaupt praktizierst, es nützt dir nichts. Es nützt
niemandem. Was soll das also?“
Da verstand der Lama endlich, daß die drei Giftschlangen, die der Meister hineinwarf, seine eigenen Giftschlangen waren: Gier, Haß und Verblendung - das Begehren nach Dingen. Könnt ihr klar
verstehen, was der Meister meinte? (Beifall) Der
Lama war so dumm. Er dachte, der Meister habe ihn
geprüft, ob er couragiert genug sei, mit den drei
Giftschlangen zusammen zu sitzen. Darüber hinaus
repräsentierten die Schlangen seine eigenen inne-
14
------ Die Meisterin erzählt eine Geschichte ------
ren Eigenschaften, die er nicht unter Kontrolle zu
bringen suchte. Er versuchte einfach, zu sitzen und
zwar perfekt zu sitzen, was eine Kunst ist, die wir
durchaus vervollkommnen können, die wir meistern
können. Wie die Leute, die im Zirkus auf dem Seil
gehen - sie verfügen nicht über magische Kräfte. Sie
haben keine Meditationspraxis. Sie üben einfach. Es
ist wie in der Luft gehen oder übers Wasser gehen.
Ich vergaß euch zu sagen, wie man auf dem
Wasser geht. Wollt ihr es hören? Es ist ebenfalls
Übung, dauert aber mindestens fünfundzwanzig
Jahre. In der Luft gehen können Leute, weil sie sich
auf eine Sache, z. B. auf die Sterne, konzentrieren.
Manche Leute konzentrieren sich nachts auf die
Sterne und können gehen, wenn aber die Sterne
„untergehen“, müssen sie anhalten. Manche sind so
gut darin, daß sie den bestimmten Stern beständig
im Sinn haben. Dadurch können sie weitergehen,
viele Tage nonstop, ohne zu essen, ohne zu schlafen. Kein Problem. Das ist die Kraft des Verstandes,
die Kraft der Übung. Alles, was man gut übt, kann
man gut ausführen. Auch im Deutschen sagt man:
„Übung macht den Meister“. So haben auch die
Meister viele Lebenszeiten hindurch geübt.
Wenn ihr die Kunst der Egolosigkeit meistert,
werdet ihr Meister. Meistert zuerst euch selbst, dann
werdet ihr Meister des Universums. Ganz einfach.
Nichts weiter. Ihr müßt mit niemandem kämpfen,
keine Armee besiegen - nur euch selbst. Wenn ihr
einmal euch selbst meistert, seid ihr der Meister.
Jedermann im Universum wird das anerkennen. Es
spielt keine Rolle, wie viele Menschen ihr gewinnt;
das zählt nicht. Meistert euch selbst. Prüft euch
ständig im Innern, was Aufstieg und Fall eurer Gewohnheiten, eures Denkens und eurer Persönlichkeit ausmacht. Behaltet eure Tätigkeit bei. Kümmert
euch um eure Angelegenheiten. Redet weniger.
Wenn es nicht notwendig ist, redet nicht. Eßt nicht
mehr als nötig, schlaft nicht mehr als nötig usw.
Wenn ihr Meister werdet, könnt ihr tun, was ihr wollt.
Ihr könnt den ganzen Tag essen, ihr könnt den ganzen Tag reden (Lachen), den ganzen Tag schlafen.
Wirklich, das verspreche ich euch. Ihr arbeitet oder
arbeitet nicht, tut etwas oder tut nichts, es ist eure
Sache. Ihr meditiert oder meditiert nicht, es liegt bei
euch. Ihr eßt oder eßt nicht, es ist ebenfalls euer
Problem. Niemand kümmert sich darum, weil ihr
bereits Meister geworden seid. Ihr habt alles gemeistert. Ihr bestimmt, ihr entscheidet, was ihr tut.
Ihr werdet weder euch selbst noch andere mehr
verletzen. (Beifall)
Zum Schluß verneigte sich der Lama vor dem
Meister und dankte ihm für seine Erklärungen. Der
Test war beendet, und er hatte ihn nicht bestanden.
Alle dachten, er hätte gewonnen, weil er so couragiert war, zusammen mit den drei Giftschlangen zu
sitzen. Ja, viele von uns tun das. Viele von uns ver-
schließen Herz und Verstand und sitzen Tag und
Nacht mit ihren drei Giftschlangen, ohne sich zu
fürchten. Dafür fürchten wir uns um so mehr vor
Gewehrläufen und Dieben. Wir fürchten uns vor
bösen Nachbarn. Wir fürchten uns vor Skorpionen,
ja sogar vor Küchenschaben. (Lachen) Wir fürchten
uns vor Menschen, die nicht nett, nicht liebenswürdig zu uns sind; aber wir fürchten uns nicht vor den
Giftschlangen, die wir in unserem eigenen Wesen
verschließen. Das ist auch für uns eine gute Lektion.
Versucht, diese Giftschlangen hinauszuwerfen, denn
dann sind wir frei. (Beifall)
Manchmal sind wir an diese Gewohnheiten so
gewöhnt, daß wir sie nicht einmal wahrnehmen.
Manchmal lügt ihr, ohne überhaupt zu merken, daß
ihr lügt. Manche Leute suchen euch für irgend etwas
zu schelten oder zu tadeln, und ihr sagt: „Nein, ich
habe es nicht getan“. Solche Gewohnheiten tauchen
augenblicklich auf, und doch wißt ihr, daß ihr es
getan habt. Aber das macht nichts; es ist in Ordnung. Diese Dinge sind nicht gar so gefährlich. Nur
wenn ihr wirklich mit Absicht lügt, um andere zu
verletzen oder in dem Versuch, einen schwerwiegenden Fehler zu vertuschen, so daß andere an
eurer Stelle getadelt werden, dann wird es schlimm.
Versucht darauf zu achten, daß euch das nicht unterläuft. Soweit es aber nur eine Gewohnheit ist und
ihr sie sofort erkennt und bereut, ist es in Ordnung.
Ihr tut es nicht absichtlich, und ihr verletzt niemanden. Ihr verletzt andere nicht absichtlich. Obwohl
auch das nicht gut ist, wißt ihr zumindest um diese
Gewohnheit. Ihr wißt, daß es nicht gut ist, und ihr
bemüht euch, es auf ein Minimum herabzusetzen.
Das sind die Dinge, auf die ihr achtgeben solltet. Ihr
habt sie nur vor eurem eigenen Gewissen zu verantworten. Es ist nicht so, daß ich euch anklage
oder euch sage, daß ihr schlechte Menschen seid
und versucht, mich zu belügen. Das ist nicht wahr.
Es sind einfach Gewohnheiten. Ihr macht euch das
nicht klar. Ihr haltet euch für okay. Ihr denkt, ihr meditiert sehr gut mit den drei Giftschlangen im Innern.
(Die Meisterin lacht) Ihr seid sehr couragiert, ja,
wirklich. Menschen, die den Mount Everest besteigen, sind nicht so couragiert wie ihr.
Übrigens gibt es viele Dinge, von denen ihr meint,
nicht gierig danach zu sein. Wohlgemerkt, wir sprechen von den drei Giftschlangen Gier, Haß und Begehren - Arten von Gebundensein. „Begehren“ meint
Gebundensein an materielle Dinge und sogar an
emotionalen Genuß. Wie Gier - viele Leute bringen
ihre Kinder oder sich selbst hierher, damit ich sie
von Krankheit oder ähnlichem heilen kann. Das muß
nicht unbedingt geschehen. Der Meister erkennt es
innerlich und auch, ob es eure Bestimmung ist, an
diesem Tag geheilt zu werden, dann wird er es tun.
Es ist nicht nötig, die Sache zu beschleunigen. Wir
denken, daß wir äußerlich geldgierig sind und ähnli-
------ Die Meisterin erzählt eine Geschichte -----ches. Aber als Praktizierende sollten wir auch innerlich nicht gierig sein, nicht einmal nach Segnungen.
Das ist auch eine Art Giftschlange. Ihr müßt nicht
unbedingt Geld oder Ruhm begehren. Alles, was
euch nicht zusteht und was ihr an euch reißen
möchtet, sei es spirituell, emotional oder finanziell,
ist Gier. Wenn ihr nach draußen geht, sagt ihr den
nicht-eingeweihten Leuten: „O, die Meisterin weiß
alles. Man betet einfach zu Ihr, dann weiß Sie Bescheid“. Aber ihr selbst schiebt das Problem vor
mich hin und müßt sogar Lärm dabei machen, damit
ich weiß, damit ich euch Aufmerksamkeit zuwende.
In diesem Fall behaltet ihr ebenfalls die Giftschlange
- die Giftschlange der Unwissenheit, die Giftschlange der Kleingläubigkeit. Jesus sagte immer, Unser
Vater bewirkt alles in der Welt. Wie sollte Er euch
nicht kleiden oder speisen, o ihr Kleingläubigen?“
Gleicherweise müssen wir auf unser Reden und
Tun achten. Wenn ihr sagt: „Die Meisterin ist allgegenwärtig; Sie weiß alles“, dann laßt Sie doch Ihre
Arbeit tun. Es ist nicht nötig, Ihr irgendetwas zu sagen oder Sie zu bestürmen. Wozu? Es ist noch nicht
Zeit für das Kind, und ihr drängt mich, sie zu entbinden. (Lachen) Wozu? Wir üben Geduld, Standhaftigkeit und alles andere. Das ist auch eine Art Gier,
15
der Leute, die ein Problem haben, immer wieder auf
den Leim gehen. Sie denken, sie seien nicht gierig,
und an Körper Rede und Verstand schon gereinigt.
Ich sage euch, einige von euch kommen, und ich
habe drei Tage Kopfschmerzen. Völlig rein! Und wie
sauber! Eure Kleider sind sauber; euer Haar ist sauber; eure Nägel sind sauber - aber ihr seid nicht
sauber. Versuchen wir also stets, uns um unsere
eigenen Angelegenheiten zu kümmern. Zu sehen,
daß wir mit unseren eigenen Angelegenheiten klar
kommen ist besser, als seine Angehörigen und die
Eingeweihten zu kritisieren. Begreift, daß die Giftschlangen sich im Innern aufhalten. Versucht aber
bitte, auch den äußeren Giftschlangen aus dem Weg
zu gehen. Sagt nicht: Die Meisterin Ching Hai sagt,
das Innere ist wichtiger als das Äußere, und tretet
derweil auf Schlangen und anderes Gewürm! (Lachen) Versucht so etwas nicht. Versucht nicht, mit
den drei lebenden Giftschlangen zusammen zu sitzen wie dieser Mönch. Das ist Dummheit! Ich würde
ihn genauso schelten. Nicht alle Meister sind so
liebenswürdig wie dieser, der dem Lama nicht nur
die drei Giftschlangen erklärte, sondern auch, warum er ihn nicht akzeptierte.
Gesprochen von
der Höchsten Meisterin Ching Hai
Ursprünglich in Englisch
Das Wichtigste an unserer ganzen Praxis ist, daß wir uns selbst erkennen - nicht, daß der
Nachbar uns erkennt oder auch der Meister uns erkennt. Dem Meister ist es egal. Dem
Nachbarn ist es auch egal. Es ist eure ureigene Sache, wenn ihr versagt.
Zu jeder Zeit und in jeder Lage verfügen wir über die Meisterkraft; wir benutzen sie nur
nicht. Wir beugen uns den Umständen, wir kapitulieren vor Schwierigkeiten - und dann
haben wir Probleme. Niemals. Niemals. Niemals. Es gibt immer einen Ausweg, und wenn
wir Geduld üben, werden wir ihn finden.
Der Grund, weshalb wir an Retreats teilnehmen, zur Gruppenmeditation gehen, die
Lehren irgend eines Meisters studieren, ist - sie gründlich zu verstehen, sie wirklich in
uns aufzunehmen, sie zu unserer eigenen Weisheit werden zu lassen und sie in die Praxis
umzusetzen, so daß wir klar verstehen, was sie bedeuten und wie sie unserem Leben nützen.
16
------ Auf dem Weg ------
Eine etwas andere
Einweihung
Viele Jahre sind vergangen,
aber jedesmal, wenn Schwester Li sich ihrer Einweihungserfahrung erinnert, tut
sie es mit reumütigem Herzen. Sie wurde unter außergewöhnlichen Umständen eingeweiht.
Erzählt von Schwester Li Tsai-feng,
Hsinchu, Formosa
Aufgeschrieben von der
Hsinchu News Gruppe
Formosa
Der 23. Juni 1991 war der Tag der Einweihung von Schwester Li’s Schwägerin und ihrer Familie. Als sie Schwester Li einluden, mit ihnen gemeinsam Hsihu Center zu besuchen, akzeptierte sie die
Einladung mit dem Gedanken, es könne ja nicht
schaden, einmal dorthin zu fahren und sich umzusehen. An diesem Tag war in Hsihu Center eine große
Menschenmenge versammelt, und Schwester Li in
ihrem Minirock lenkte viel Aufmerksamkeit auf sich.
Ihre unpassende Kleidung löste schließlich ein hitziges Wortgefecht mit den diensthabenden Miteingeweihten aus. Erst später ging Schwester Li auf, daß
die Meisterin diesen Vorfall benutzte, um etwas von
ihrem Karma zu löschen. Zu jener Zeit jedoch war es
ihr äußerst unangenehm, angesichts so vieler Menschen so hart gerügt zu werden. Stolz und ein großes Ego standen ihr im Weg. Sie konnte die sorgfältigen Vorkehrungen der Meisterin nicht verstehen.
Tief in ihrem Herzen erwiderte sie: „Ich habe nicht
die Absicht, um die Einweihung zu bitten. Warum
sollte es irgend jemanden kümmern, wie ich mich
anziehe?“ Um allzu große Aufmerksamkeit zu vermeiden, schlüpfte sie schließlich in eine lange Hose,
die sie am Publikationsstand gekauft hatte.
Ein starker Regen wusch an diesem Tag
den Staub und den Schmutz fort, sowohl den sichtbaren als auch den unsichtbaren. Als sich der Him-
mel aufklärte, ging Schwester Li humher und fand
sich an dem Stand wieder, an dem man die Einweihung beantragt. Alle Anträge auf die Einweihung
waren geprüft worden, und die Leute warteten darauf, in der Haupthalle die Einweihung zu bekommen.
Plötzlich hörte sie einen Guayin-Boten sagen:
„Wenn diese Schwester die Einweihung bekommen
will, möge sie bitte schnell das Formular ausfüllen.“
Schwester Li sah sich um; aber außer ihr war niemand da. Vielleicht verlieh ihr die neue Meditationshose das irreführende Aussehen eines Einweihungsanwärters. Während sie noch verwirrt dastand,
hörte sie den Guanyin-Boten erneut sprechen.
Durch dieses unglaubliche Arrangement der Meisterin geschah es, daß Schwester Li das Antragsformular ausfüllte und problemlos eingeweiht wurde.
Obwohl ihr unwissender Verstand versuchte, ihre aufstrebende Seele niederzuhalten, indem er
ihr eine falsche Botschaft zukommen ließ, konnte er
doch Gottes allwissende und allmächtige Weisheit
nicht hindern. Gott weiß immer, wann es für einen
Menschen Zeit ist, die Einweihung zu erhalten.
Trotzdem errichtete ihr Verstand eine Hürde um die
andere und hinderte sie daran, sich nach der Einweihung ernsthaft der spirituellen Praxis zu widmen.
Die barmherzige Meisterin sorgt jedoch für alle Eingeweihten gleichermaßen ohne Unterschied.
Im Dezember 1995, vier Jahre nach der
Einweihung, hatte Schwester Li auf dem Heimweg
einen Motorrad-Unfall. Sie erlitt schwere Gesichtsverletzungen und eine Gehirnerschütterung. Der
Arzt beobachtete sie mehrere Tage, ehe er sich zur
Operation entschloß. In der Nacht vor der Operation,
während sie noch im Koma lag, sah sie ein
schwarzgekleidetes Wesen auf sich zukommen, das
sagte: „Deine Zeit ist gekommen. Komm schnell mit
mir“, während es ihre Hand ergriff, sie zum Fenster
zog und verlangte, daß sie mit ihm hinuntersprang.
In furchtbarem Schrecken wehrte sich Schwester Li
mit all ihrer Kraft. In diesem kritischen Moment
wandte sie den Kopf und sah den Manifestationskörper der Meisterin in einem saphirblaues AulacKleid neben sich erscheinen. Die tröstenden Worte
der Meisterin klangen in ihren Ohren: „Fürchte dich
nicht. Alles ist gut! Alles ist gut!“ Die Meisterin
sprach mit dem Wesen, und nach etwas, das eine
kurze Verhandlung zu sein schien, verschwand das
Wesen lautlos. Die barmherzige Meisterin rettete
nicht nur Schwester Li‘s Leben, die Operation hinterließ auch keine Narben in ihrem Gesicht.
Dies war ein versteckter Segen! Jedes Mißgeschick, das einem nach der Einweihung zustößt,
trägt eine positive Bedeutung in sich. Der Verkehrsunfall ließ Schwester Li erwachen und erkennen, wie
wertvoll die Einweihung, die unendliche Liebe und
Barmherzigkeit der Meisterin sind. Er beseitigte auch
viele durch ihren menschlichen Verstand aufgerich-
------ Azf dem Weg -----tete Hindernisse. Jetzt praktiziert sie gewissenhaft,
beteiligt sich an der Arbeit im örtlichen Center und
hofft voll Begeisterung, der Meisterin Ihre Gnade
zurückzahlen zu können.
3
------ Front Line ------
17
Von Mitschülern in Palawan, Philippinen (Original in Aulac)
Das Supreme Master Ching Hai Vegetarian House verleiht Palawan spirituellen Glanz, einer
Stadt, die für ihre saubere Umgebung und natürliche landschaftliche Schönheit bekannt ist.
Seit über einem Jahr verströmt dieses vegetarische Restaurant die höchste Liebe der Meisterin
und segnet damit Einheimische wie Durchreisende.
Seit der Eröffnung des Vegetarischen Hauses
ist die Zahl der Vegetarier vor Ort merklich angewachsen. Viele, die vormals Gelegenheitsvegetarier waren,
sind nun von der Bedeutung einer rein vegetarischen
Ernährung überzeugt. Nach fortgesetzten Besuchen
des Restaurants und Kontakt mit den Schriften der
Meisterin verzichten sie nun völlig auf Fleisch und Eier.
Die einheimischen und ausländischen Gäste stellten
den eingeweihten Mitarbeitern des Restaurants viele
Fragen zur Guanyin-Methode und zur Reinkarnation,
zu spirituellen Bereichen, zum Sinn des Lebens und
ewiger Befreiung. Für einen der fremden Gäste wurde
der Besuch des Vegetarischen Hauses zu einer wunderbaren Erfahrung. Als sein Blick einige der ausgelegten Bücher der Meisterin streifte, versetzte ihn das Foto
der Meisterin auf dem Umschlag des „Schlüssels zur
sofortigen Erleuchtung“ in Begeisterung. Er kaufte das
Buch auf der Stelle. Miteingeweihten, die ob seiner
Ungeduld neugierig geworden waren, antwortete er:
„Ich habe die Meisterin gefunden!“ Viele Stammkunden
wurden eingeweiht bzw. lernten die Einfache Methode,
und die Liste der Wartenden wächst ständig. So entwickelte sich das Palawan Vegetarian House zu einem
Zentrum selbstlosen Dienstes an den Lehren der Meisterin.
Das strahlende Lächeln auf den Gesichtern
der Stammkunden bezeugt den Segen der Meisterin
und inspiriert die Eingeweihten, freudig zu dienen,
während ihr Selbstvertrauen mit den Herausforderungen wächst und sie ständig die liebevolle Gnade und
die erstaunlichen Vorkehrungen der Meisterin erfahren.
Im Prozeß des Lernens und Dienens nach bestem
Vermögen und mit der ihnen von Gott gegebenen
Weisheit vertrauen sie auch auf die Anleitung durch die
Guanyin-Boten. Die spirituelle Reife der Miteingeweihten spiegelt sich in den - Gang um Gang den Gästen
servierten - erlesenen und nahrhaften Delikatessen,
die, von den Gästen großzügig gepriesen, die sinnli-
chen Wahrnehmungen des Gaumens und des Appetits
befriedigen und die Seele erheben.
Wenn Besucher das helle und ansprechend
dekorierte Vegetarian House betreten, finden sie sich
sofort in einer gemütlichen, warmen DinnerAtmosphäre wieder, die - erleuchtet von den Fotos und
Gemälde der Meisterin an den Wänden - jedoch nicht
von dieser Welt zu sein scheint. Spirituelle Schriften
und die Audio- und Videokassetten der Meisterin, ansprechend auf dem Tresen angeordnet, erzeugen eine
Aura spiritueller Schönheit und Reinheit. Hier erhalten
Besucher mehr als nur Befriedigung für den Gaumen;
sondern - soweit sie es wünschen - ein kostenloses
spirituelles Geschenk dazu: Ein Freiexemplar und das
Newsmagazin mit den schönen Bildern der Meisterin.
Manche Besucher, die sich partout nicht für eines entscheiden können, erbitten sogar je ein Exemplar aller
ausliegenden Hefte.
Dieses einzige rein vegetarische Restaurant in
Palawan hat sich am Ort schnell einen Namen gemacht. Nicht nur die einheimischen Philippinos kennen
es, auch ganze Touristengruppen kehren immer wieder gern ein, um östliche und westliche Delikatessen zu
genießen. Durch Mundpropaganda wurden die Lehren
der Meisterin vielen Menschen bekannt. So erblühen
spirituelle Blumen in einer entlegenen Gegend, wo das
Leben schwierig und materieller Luxus selten ist.
Das Supreme Master Ching Hai Vegetarische Haus markiert
einen neuen Lebensstil in der City von Palawan auf den Philippinen
18
------ Perlen der Weisheit ------
Setzt in die Tat um,
was ihr lernt
Von der Höchsten Meisterin Ching Hai, 3-Tage-Retreat, Chicago, U.S.A.
19. Februar 1994 (Original in Englisch)
Ihr könnt euch nicht immer von der Größe irgendeines Meisters oder irgendeiner Person einschüchtern lassen und im Schatten dieser Person stehen. Ihr müßt erwachsen werden und ihr selbst
sein. Ob groß oder klein - ihr seid es, aber mit dem Wissen eurer selbst - daß ‘ich’ diese Person bin.
Und welche unerwünschten Eigenschaften ihr auch immer habt, ihr versucht natürlich, sie loszuwerden. Und wovon ihr auch denkt, daß es gut für euch ist, besser, edler -versucht es zu vollbringen, im
Rahmen eurer Fähigkeit, eurer Zeit und eurer eigenen Aufrichtigkeit und Kraft. Aber seht nicht immer
zu einem Meister, einem Lehrer oder irgendeiner großen Persönlichkeit auf, so daß ihr darüber vergeßt, erwachsen zu werden!
Das ist der Grund, warum ich nicht ständig um euch herum sein und euch sagen kann, was ihr
tun oder nicht tun müßt. Das ist nicht gut, nicht gut für euch! Ihr habt ein Gehirn, ihr habt einen Verstand, ihr habt die Weisheit, und ihr müßt sie benutzen. Und je öfter ihr sie benutzt, desto besser werden sie. Ansonsten kann ich euch nie alles sagen. Natürlich könnt ihr etwas von mir lernen, wenn ihr
denkt, daß es gut für euch ist, für euch das richtige ist. Ihr lernt etwas als Beispiel, aber nicht als etwas, auf das ihr euch stur verlaßt oder vor Augen haltet, und darüber euer eigenes Talent und eure
eigene Intelligenz vergeßt.
Von der Höchsten Meisterin Ching Hai, beim 3-Tage-Retreat in Chicago, U.S.A
19. Februar 1994 (Original in Englisch)
Alle Fragen werden sich von selbst lösen, wenn wir mehr meditieren und nach innen gehen.
Sobald ihr nach innen geht, konzentriert ihr euch in euch selbst, sammelt ihr euch, dann geht alles
leichter. Und wir verstehen alles so klar. Alles was wir tun, geht schneller, glatter und natürlicher. Das
ist die Art, wie wir uns selbst lehren, und die Art, wie der Meister uns von innen her lehrt. Wenn wir
innerlich feststehen, ist alles Äußere einfach. Das ist der Grund, warum ich viele Dinge tun kann und
es mich nicht allzu viel Anstrengung kostet - weil ich konzentriert bin.
Ich bin auf natürliche Weise konzentriert, weil ich keinem äußeren Ding verhaftet bin. Ich lasse
mich von keinerlei schöner Erscheinung verführen. Auch wenn ihr mich ein schönes Kleid oder etwas
ähnliches tragen seht, bin ich mir der Art, wie ich mich kleide, nicht bewußt. Ihr könntet mir eine Käseglocke auf den Kopf setzen, und ich würde mich genauso fühlen. Und wenn irgend jemand ein schönes Kleid oder etwas ähnliches trägt, wird das meine Aufmerksamkeit nie völlig in Anspruch nehmen.
Ich bemerke vielleicht, daß diese Person ein schönes Kleid anhat, aber das ist alles. Das ist eins jener
Dinge. Ich registriere es, und damit hat es sich. Es nimmt mich nicht gefangen. Daher bin ich immer
konzentriert und benutze den größten Prozentsatz meiner eigenen Fähigkeit und Kraft, um das Problem zu lösen, zu wirken, zu funktionieren, um den Menschen zu helfen, um euch zu helfen. So geht
das. Ganz natürlich!
Wir haben alles in unserem Innern. Aber sobald wir dem Äußeren verhaftet sind, werden wir
irgendwo gefangen. Unsere Aufmerksamkeit wird ständig oder meistens irgendwo abgelenkt, und
dann sind wir erledigt. Dann sind wir aus dem Gleichgewicht. Das ist es. Das ist das einzige Geheimnis. Die Meditation ist ein Weg für uns, die Kunst der Selbstkontrolle öfter und konsequent zu üben unsere Input-Output Kraft zu kontrollieren, um guten Gebrauch davon zu machen und um der Meister
unserer selbst zu sein. Das ist die Art des Meisters, und nicht, ein Meister über andere zu sein.
------ Ausgewählte Fragen & Antworten ------
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Entwickelt das Weisheitsauge, um die Welt zu
verstehen
Internationales 5-Tage-Retreat, Long Beach, LA, USA, am 29. Dezember 1996 (Ursprünglich in Englisch)
F: Nach allem, was ich gelesen habe, treten wir in ein Millennium der Harmonie, des Frieden und des
Wohlstands ein.
M: Ja.
F: Können wir den Menschen ein Wort der Ermutigung sagen über die guten Dinge, die da kommen
werden? Tatsächlich können wir ja sogar die schlechten Dinge, die geschehen sind, als Gelegenheit
zum Wachsen nutzen.
M: Jede Gelegenheit ist eine Gelegenheit, zu wachsen. Jedes Millennium ist ein goldenes Millennium.
Es hängt davon ab, was wir innerlich empfinden und wie wir die äußere Welt sehen. Wenn wir unser
Weisheitsauge entwickeln, sehen wir die Dinge anders. Jedes Zeitalter ist ein goldenes Zeitalter.
Wenn nicht, dann sind wir nicht spirituell entwickelt, und jedes Zeitalter ist ein dunkles Zeitalter. Kein
Problem. Für uns ist das goldene Millennium schon da.
Die Methode, unseren Mut zu steigern
Von der Höchsten Meisterin Ching Hai, Pingtung, Formosa, am 11. April 1989
(Ursprünglich in Chinesisch)
F: Meisterin, wie überwinde ich die Angst? Bilden wir uns die Angst ein, oder ist es unser Karma, oder
unser geringes Praktizieren?
M: Es gibt viele Wege, aber es ist auch sehr schwierig! Du mußt fleißig und mutig sein. Auch spirituell
Praktizierende werden vielleicht nicht gleich dieses Gefühl der Angst los, da es sie zu lange begleitet
hat. Es ist eine Art vorherbestimmtes Karma für dieses Leben. Höchstwahrscheinlich haben wir vorher
vielen Menschen Angst eingejagt, oder sie verletzt, so daß die Vibrationen der Seelen dieser Opfer
um unser Magnetfeld herumhängen und uns ein Gefühl der Furcht vermitteln. Wir sehen oder spüren
vielleicht nichts, und doch haben wir jenes furchtsame Gefühl. Deswegen sollten wir liebevoller sein
und wohltätig, und uns bemühen, andere zu trösten und Gefühle und Gedanken aussenden, die ein
Gefühl von Sicherheit geben. Dies mag uns ein wenig helfen, und man kann es durch Visualisieren
üben. Wenn wir es üben, schließen wir die Augen und stellen uns vor, daß wir Mut, Trost und Liebe an
Witwen und Waisen, an Soldaten und an Polizisten, die allein im Dunkeln patrouillieren, und auch an
Menschen, die wir nicht mögen, oder einmal gehaßt haben, aussenden. Wir senden unsere Liebe in
alle Richtungen. Wenn wir diese Methode einmal längere Zeit geübt haben, wird unser Mut wachsen.
Versuche es und sieh, ob es funktioniert!
Gesprochen von der höchsten Meisterin Ching Hai
(Ursprünglich in Chinesisch)
Sollten wir ab und zu den Eindruck haben, daß in unserem Leben nicht alles glatt
läuft, dann sollten wir verstehen, daß wir in unserer Vergangenheit unerwünschte
Affinitäten geschaffen haben. Deshalb sollten wir uns sehr anstrengen. Wenn wir
gute Affinitäten haben, sollten wir auch verstehen, daß wir in der Vergangenheit
etwas Gutes getan haben, deshalb müssen wir sie schätzen. Wir dürfen in unserem Streben nicht nachlassen, bis unser Geist völlig ausgeglichen ist, absolut sorg-
2
------ Suma Ching Hai Nachrichtenmagazin -----los in jeder Hinsicht, keiner Situation verhaftet, und bis nichts in der Welt uns binden kann. Dann ist es wahrhaft gut.
20
------ Ausgewählte Fragen und Antworten ------
Das Geheimnis der Schwingung
Von der Höchsten Meisterin Ching Hai, Hsihu, Formosa, am 30. Dezember 1996 (Ursprünglich in Englisch)
F: Hilft das Abspielen der Video- und Audiokassetten, die Atmosphäre in einem bestimmten Raum
oder Gebiet zu reinigen, auch wenn es leise ist und man es mit den Ohren nicht hören kann?
M: Oh, es hilft, (im allgemeinen hilft es), da Schwingung Schwingung ist. Wenn sie gut ist, ist sie da,
wenn sie schlecht ist, ist sie auch da. Daher hilft gute Schwingung natürlich. Du weißt das.
F: Ich kann das einfach tun?
M: So entstehen Fluch und Segen. Du sagst zu Menschen gütige Worte, und es geschieht. Du verfluchst Menschen und verdammst sie, und es geschieht, besonders, wenn du Entschlossenheit besitzt
und deine Willenskraft einsetzt.
Es hilft, und normalerweise hält die Schwingung lange Zeit an. Deswegen fühlt man sich manchmal
besser, wenn man sich an einen sehr heiligen Ort begibt. Wenn man dann an einen anderen Ort geht,
wird man beeinflußt auf Grund der Schwingung jenes besonderen Ortes.
Ja, es hilft. Einige Leute spielen die Kassetten mit meinen Liedern und heilen sich damit von ihrer
Krankheit. Es gab einen Mann, der seit achtzehn Jahren bettlägerig war. Er hat es jetzt überwunden,
er hat seine Schwierigkeiten überwunden. Achtzehn Jahre lang konnte ihn nichts heilen. Er hörte sich
einfach jeden Tag die Bänder an. Das ist alles, was er tat, vierundzwanzig Stunden am Tag. Nach ein
paar Monaten stand er auf und konnte gehen. Er ist noch am Leben. Das geschah erst vor kurzem.
Die Schwingung heilt dich wirklich und reinigt durchaus die Atmosphäre. Was immer dich beeinflußt,
ist auch die Schwingung der Atmosphäre. Wir können dem natürlich mit anderen Schwingungen entgegenwirken.
Spirituelle Zwischenspiele
Von eingeweihter Schwester Tzewen Luo, Taipeh, Formosa
Ich spürte, daß ich in der Halle allein war. Obwohl dort mehr als
tausend Miteingeweihte aus Taipeh mit dem Segen der Meisterin
meditierten, hatte ich nicht das Gefühl, daß noch irgendwelche anderen
im Raum waren. Ich hatte das Gefühl, vollkommen allein zu sein. Es war
eine sehr deutliche Wahrnehmung. Ich spürte, daß ich keinen physischen
Körper und keinerlei Begrenzung hatte, ich genoß die Ruhe, als gäbe es
weder Raum noch Zeit, weder Anfang noch Ende. Ich war von Liebe erfüllt.
Plötzlich mußte ein Miteingeweihter husten, und das Husten unterbrach die
Stille. Aber wieso kam das Husten aus „meinem“ Innern? Es hätte doch von
einem Miteingeweihten außerhalb von „mir“ kommen müssen. Wieso war außen innen geworden und innen außen? Da erkannte ich, daß alle Schöpfung
eins wurde.
Erst als der Klang der „Verse zur Verdienstübertragung“ zu hören war, der
Raum und Zeit durchbrach, wußte ich, daß ich die Augen öffnen und die Meditation beenden sollte. Dann sah ich Master’s Videovortrag. Als Sie auf dem
Bildschirm hustete, hustete ich fast gleichzeitig. Das genau war es, was in der
Meditation geschehen war. Ich spürte Frieden und Trost. Im übrigen
ging draußen kein Wind, und ich war völlig gesund. Warum mußte
ich husten? Weil wir wahrhaftig mit der Meisterin eins sind.
Was wir fühlen ,fühlt die Meisterin, und umgekehrt.
Wenn wir Sie sehen, sehen wir tatsächlich uns selbst.
------ Auf dem Weg ------
Ich bin gerettet
Von der eingeweihten Schwester Ling, Taipeh, Formosa
Die Zeit stand still an jenem ereignisreichen
Abend, an dem mein Mann mir ein Exemplar „Der
Schlûssel zur sofortigen Erleuchtung“ in die Hand
gab und ich auf dem Umschlag das Bild der Meisterin erblickte. Lange Zeit schaute ich auf das
Foto - schaute und schaute. Ein neues Leben zog
in mich ein, als ich das Buch öffnete und seine
Seiten umwendete.
Sehr bald ging ich zu einer vegetarischen Diät
über. Ich las die Lehren der Meisterin Tag und Nacht, in
meiner Freizeit, im Büro und auf der Heimfahrt von der
Arbeit, bis ich einschlief. So ging das jeden Tag. Mein
unersättliches Lesen erregte die Aufmerksamkeit meines
Vorgesetzten, der gegenüber meinen Kollegen die Bemerkung machte: „Hier ist jemand dabei, die Aufnahmeprüfung für die Universität zu machen“. Später stellte ich
fest, daß ich unbewußt den Namen der Meisterin sang,
und gelegentlich fragten mich meine Klienten nach den
Schriften. Wenn ich zurückschaue, bereitete ich mich
wirklich auf die Aufnahmeprüfung zur „GuanyinUniversität“ vor. Während dieser „voruniversitären“
Vorbereitungen, die zu einer soliden Grundlage für meine
spirituelle Bildung wurden, nahm mein Verstand die
grundlegenden spirituellen Konzepte schnell auf.
Es dauerte nicht lange, und ich hatte alle bereits
veröffentlichten Bände des „Schlüssels zur sofortigen
Erleuchtung“ gelesen. Ich sehnte mich danach, die Stimme der Meisterin zu hören. Obwohl ich wußte, daß sie zu
der Zeit nicht im Center war, wollte ich doch gerne Hsihu
besuchen und einige Audiokassetten kaufen. Mein Mann
hatte die Meisterin auch noch nicht gesehen, und wir
hatten keine Vorstellung, wo Hsihu lag. Mit der Hilfe der
Meisterin gelang es uns eines Tages, dorthin zu kommen.
Sobald wir das Center betraten, fanden wir eine Mitteilung am Anschlagbrett, die uns ermahnte, die frisch
gepflanzten Blumen und den Rasen zu schonen. Selbst die
Steine waren so gepflegt, daß ich nur sagen konnte, es
war ein Paradies auf Erden! Wir gingen zum Tisch mit
den Publikationen und waren verblüfft über die große
Auswahl von Audiokassetten. „Wie kann ich jemals all
diese Kassetten anhören?“ Nichtsdestoweniger verließen
wir den Tisch frohlockend mit einer Kassette der „Buddhistischen Gesänge“ und einem Satz Audiokassetten mit
21
den Vorträgen der Meisterin anläßlich eines
7-Tage-Retreats.
Als wir einen Spaziergang durch das Zentrum
machten, sah ich eine Nonne auf uns zukommen. Sie trug
ein weißes Nonnengewand wie dasjenige, das die Meisterin auf einem Foto in einem der Bücher trägt. Es zeigt
Sie, wie Sie Steine bemalt. Die Nonne sah rein und strahlend hell aus, sie lächelte, als sie vorbeiging. Sie wirkte so
vertraut, aber als ich mich umdrehte, war sie verschwunden, wie in eine andere Dimension. Mein Mann, der mein
Erstaunen bemerkte, fragte mich, ob etwas nicht in Ordnung sei. Ich fragte ihn schnell: „Hast du eine Nonne in
einem weißen Gewand gesehen?“ Er verneinte. Ich war
verblüfft, dachte mir aber nicht viel dabei. Erst nachdem
ich eine Weile spirituell praktiziert hatte, wurde mir klar,
daß dies eine interessante Erfahrung war.
Die Audiokassetten wurden mein ständiger Abendbegleiter, und ich weinte mich mehrmals in den
Schlaf. Nachdem ich die vegetarische Diät schon fast drei
Monate lang eingehalten hatte, zeigte mir ein Kollege
eines Tages aufgeregt eine Zeitung und sagte: „Schau
her! Das ist die Meisterin aus deinen Büchern. Sie wird in
der Sun-Yat-Sen Gedächtnishalle einen Vortrag halten!“
Bald danach kam mein Mann in freudiger Stimmung auf
Urlaub nach Hause (er diente beim Militär) und sagte
mir, ich solle im Fernsehen auf die Ankündigung des
Vortrags der Meisterin achten. Auf meinem Weg zur
Arbeit sah ich jeden Tag überall Plakate mit dem Bild
der Meisterin. Jedes vegetarische Restaurant, das ich
besuchte, hatte angenehme Überraschungen für mich.
Sehr oft blickte ich zufällig auf und sah die unergründlichen Augen der Meisterin auf mich gerichtet. Mein Herz
klopfte in Seligkeit. Alle diese Ereignisse erinnerten mich
beständig an eine sehr wichtige Verabredung, die ich
nicht versäumen durfte: Der 28. Februar 1993 würde der
Tag meiner Einweihung sein.
Seit wir die Meisterin kennen, verläuft unser
Leben reibungslos, und die Dunkelheit ist vom Licht
vertrieben worden. Mein Mann und ich wurden am Tag
des Vortrags eingeweiht. Bei der Einweihung übergab ich
mich vollkommen der Meisterin und erhielt unermeßlichen Segen zurück. Niemals werde ich diesen bedeutsamen Tag vergessen, an dem ich im tiefsten Innern erkannte, wie die Meisterin mich gerettet hatte. Dieses
starke Gefühl wird mich in meiner lebenslangen spirituellen Entwicklung immer begleiten.
Als ich zu meditieren begann, waren mir die
Bücher eine große Hilfe. Ich bemerkte, daß die meisten
Mitpraktizierenden ähnliche Probleme hatten und daß
die Meisterin in den Büchern auf alle grundlegenden
Fragen eingeht, die die spirituelle Praxis in allen Aspekten des täglichen Lebens betreffen. Die Meisterin spricht
auch ausführlich über die Vorstellungen von spiritueller
Praxis. Die wundervollen Erfahrungen, die von Mitpraktizierenden in dem Buch „Correspondences between Master and Disciples“ mitgeteilt werden, inspirierten mich,
schneller Fortschritte zu machen. Meditation ist die einzige Lösung für unsere Probleme. Wir sollten darauf
2
------ Suma Ching Hai Nachrichtenmagazin ------
achten, worauf unsere Aufmerksamkeit gerichtet ist;
innere Erfahrungen sind nicht so wichtig. Die Lehren der
höheren Dimensionen können nur von innen her gelernt
werden, und all die Antworten warten nur darauf, entdeckt zu werden.
22
------ Wunder der Meisterin ------
Karmische Schuldner kommen,
um Gerechtigkeit einzufordern
Von der Miteingeweihten Song, Festland China
Dieses ist die wahre Geschichte dessen, was in meiner Familie geschah.
Mein Neffe hat am 19. Oktober 1997 geheiratet. Eine ganze Woche lang, während er damit beschäftigt war, seine Hochzeit vorzubereiten, litt er an anhaltend hohem Fieber von mehr als 39,5 Grad
Celsius. Keine medikamentöse Behandlung, weder westliche noch chinesische, konnte ihm helfen. Der
Hochzeitstermin kam näher, und noch immer hatte er kein Mittel gegen seine Krankheit gefunden.
Alle Verwandten und Freunde waren zur Hochzeit geladen, das Festbankett war bestellt, und es war zu
spät, irgendwelche Änderungen vorzunehmen. Durch dieses eigenartige Mißgeschick verwirrt, rief er
mich an, um mir seine Lage zu schildern.
„Tantchen“, sagte er, „ich habe die ganze Woche lang Fieber gehabt, und es will nicht besser
werden. In der ersten Nacht, als ich krank war, träumte ich von einem Erwachsenen und einem Kind
in einem kleinen Karren, der sich geradewegs auf meinen Türeingang zu bewegte. Seltsamerweise
konnte der Eisenzaun, der das Haus umgibt, den Karren nicht aufhalten, er fuhr einfach herein.
Seitdem sehe ich jede Nacht im Schlaf einen Erwachsenen und ein Kind, die mit abgewandtem
Gesicht an meinem Bett verweilen. Heute Nacht verlangte Vater (mein jüngerer Bruder, der vor einem
Jahr verstarb) in meinem Traum, ich sollte gehen und die Guanyin-Bodhisattva suchen. Ich dachte, er
meinte die Keramikstatue aus meinem Haus, aber ich konnte sie nicht finden. ‘Du bist wirklich
dumm!’ sagte Vater lächelnd zu mir, ehe er mich verließ.“
Ich erklärte ihm, daß es sich um Karma aus seinem vorigen Leben handelte und riet ihm, die
Aufnahme mit den buddhistischen Gesängen der Meisterin und ein Freiexemplar mit nach Hause zu
nehmen. Bestrebt, ein Heilmittel zu finden, trug er diese Dinge respektvoll heim und verbeugte sich
dreimal vor dem Photo der Meisterin. Am nächsten Tag rief er erneut an, um mir von einem seltsamen
Vorfall zu berichten. In der vorhergehenden Nacht hatte er in seinem Traum eine Meisterin in der
strahlenden Robe der Guanyin-Bodhisattva gesehen, die genauso aussah wie die Höchste Meisterin
Ching Hai. Bei der Meisterin waren ein Drachen-Wächter-Gott sowie der Erwachsene und das Kind,
die er in seinen vorherigen Träumen gesehen hatte. Der Erwachsene entpuppte sich als eine junge
Frau, die sich bei der Meisterin beklagte: „Er hat mich und mein Kind früher brutal getötet“. Dann
schienen sie in eine Diskussion vertieft, um danach alle zu verschwinden.
Seit dieser Nacht hatte er keine Alpträume mehr, und das Fieber verließ ihn einen Tag vor seiner Hochzeit. Erstaunlicherweise sah er an seinem Hochzeitstag völlig normal aus, als wäre er niemals
krank gewesen. Ich weiß genau, daß die Meisterin sein Karma übernommen hat und für ihn litt. Dieses
ist eine weitere Bestätigung der Erklärung der Meisterin, daß man durch die Einweihung
seinen Vorfahren, den Nachkommen, Verwandten und Freunden hilft.
Gesprochen von der höchsten Meisterin Ching Hai
(Ursprünglich in Chinesisch)
Das Organisationstalent menschlicher Wesen kann nie den Willen Gottes übertreffen. Wenn wir nicht aufrichtig sind, nicht spirituell praktizieren und in unseren Gedanken, Worten und Werken unrein sind, wird es nicht
funktionieren, ganz gleich wie gut unsere Pläne sind.
------ Die Meisterin erzählt Witze ------
23
Die Vorlieben Sr.
Exzellenz
Von der Höchsten Meisterin Ching Hai in Yangmingshan, Taipeh, Formosa
am 31. Oktober 1992, (Original in Chinesisch)
Ein hoher Beamter wurde einmal von einem Kollegen zum
Dinner in sein Haus eingeladen. Bei Tisch bediente er sich die
ganze Zeit nur von einem einzigen Gericht (Bambussprossen
beispielsweise). Später sagte der Gastgeber beiläufig zu der Frau des Beamten: „Ich weiß, was Se.
Exzellenz am liebsten mögen.“ „Woher wollen Sie das wissen?“ erwiderte die Frau. „Weil er letztens
bei uns nur davon genommen hat“, war die Antwort. „Sie kennen ihn nicht!“ rief die Frau. „Er mag
durchaus andere Dinge, wie z. B. Nudeln.“ Der Gastgeber ließ sich nicht überzeugen. „Schließen wir
eine Wette ab“, schlug er vor. „Ich wette darauf, daß Se. Exzellenz nur Bambussprossen mag.“ - „Unsinn!“ widersprach die Frau. „Wir sind so viele Jahre verheiratet. Ich muß doch wissen, was er mag.
Ich weiß genau, er mag heute dies und morgen jenes, und übermorgen etwas anderes. Ich werde es
Ihnen beweisen!“
So veranstalteten der Gastgeber und die Frau des Beamten ein Essen. Der Gastgeber bereitete nur
Bambussprossen zu, während die Beamtengattin verschiedene Gerichte kochte. Und wie sie es vorausgesagt hatte, aß ihr Mann genau das Gericht, daß sie ihm vorsetzte, und damit gewann sie die
Wette. Am anderen Tag sagte sie zu dem Gastgeber: „Bereiten Sie heute einige Gerichte zu und bringen Sie alle auf den Tisch“. Sie selbst kochte jedoch nur eine Schüssel Nudeln in Brühe und stellte sie
vor ihren Mann hin. Und das war alles, wovon der Beamte aß. Da sagte die Frau: „Nun haben Sie
gesehen, daß er nichts anderes gegessen hat, nicht einmal die Bambussprossen!“ Am folgenden Tag
setzte sie ihrem Mann ein anderes Gericht vor, und - wie vorausgesagt - war es das einzige, was er
anrührte.
Schließlich verkündigte sie triumphierend: „Haben Sie es gesehen?“ Der Gastgeber war verwirrt.
„Vor drei Tagen aß er nur Bambussprossen. Aber dann nahm er andere Gerichte und ignorierte die
Bambussprossen völlig. Wissen Sie, warum?“. Lächelnd sagte die Frau: „Was Sie nicht wissen, ist,
daß Se. Exzellenz außerordentlich faul ist; er ißt nur das, was direkt vor ihm steht, weil er zu faul ist,
die Hände auszustrecken!“
Jetzt kenne ich den Unterschied!
Vonder Höchsten Meisterin Ching Hai in Pingtung, Formosa
am 26. November 1995 (Original in Chinesisch)
Eine Frau hatte die Scheidung eingereicht. Auf die Fragen des Scheidungsrichters beklagte sie sich, ihr Mann sei ein hoffnungsloser Alkoholiker. „Sie haben erst vor drei Monaten geheiratet und wollen sich scheiden
lassen“, sagte der Richter. „Wußten Sie denn nicht vor der Eheschließung,
daß er Alkoholiker ist?“ „Nein, ich wußte es nicht“, entgegnete die Frau.
„Ich habe es erst kürzlich erkannt. Ich bemerkte den Unterschied erst, als
er einen Tag nüchtern nach Hause kam.“
2
------ Suma Ching Hai Nachrichtenmagazin ------
------ Höchste Kunst ------
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Bericht von der Himmlischen Schmuckausstellung in Kobe
Zusammengestellt von Miteingeweihten in Japan.
(Original in Japanisch und Chinesisch)
Als sich vor drei Jahren ein schlimmes Erdbeben
in Osaka und Kobe ereignete,
stellte die Meisterin sofort ein
Rettungsteam
zusammen.
Lebenswichtige Versorgungsgüter und Helfer zur Unterstützung der japanischen
Miteingeweihten wurden von
Formosa entsandt, um den
Katastrophen-opfern spirituellen Beistand und materielle
Hilfe zu leisten.
Heute, drei Jahre
später, kamen Erinnerungen
an die damaligen Aktionen
auf, als Mitpraktizierende
erfuhren, daß die S.M. Himmlischen Juwelen auf der Internationalen
Schmuckausstellung in Kobe präsentiert
werden sollen. Durch dieses
nahende Ereignis aufgewühlt,
waren die Eingeweihten sehr
dankbar für die bemerkenswerten Vorkehrungen der
Meisterin und Ihre Liebe zu
den Menschen in Kobe. Die
relativ wenigen Miteingeweihten in Kobe wurden durch
Praktizierende aus Shikoku,
Osaka, Gunma und Tokio
unterstützt, deren Enthusiasmus durch ihre ermüdende Reise nicht im geringsten
gedämpft wurde. Einige kamen mit dem Auto nach Kobe, manche mit dem Zug und
andere nach Dienstschluß mit
dem Nachtbus, um das Team
zu unterstützen. Ihre gehobene Stimmung und die herzliche Unterstützung
trug zu der warmen und frohen Atmosphäre auf der Ausstellung bei.
Es war Regenzeit in Kobe. Dennoch klärte sich das düstere Wetter
auf, als die Eingeweihten frohgemut unterwegs waren zu ihrem Treffpunkt,
und machte einem blauen, wolkenlosen Himmel Platz, was für diese Jahreszeit sehr ungewöhnlich ist. Die Vitrinen auf dem Stand strahlten prächtig. Für viele Eingeweihten war es das erste Mal, daß sie die Himmlischen
Juwelen erblickten, von denen sie schon soviel gehört hatten. Die Besucher
des Standes wurden durch die blendenden, brillanten und dekorativen
Schmuckstücke, die unglaubliche Segenskraft ausstrahlten, gefesselt. Es
bildeten sich große Menschenmengen vor den Vitrinen, die die Meisterstücke würdigten und den Erklärungen des Arbeitsteams bezüglich der Verarbeitung lauschten. Viele Besucher konnten der Versuchung nicht widerstehen, die Himmlischen Juwelen in die Hand zu nehmen. Bereit, ihren Segen
mit allen zu teilen, begrüßten die Eingeweihten jeden herzlich, um mit ihm
die Liebe der Meisterin zu teilen, die ebenso grenzenlos ist wie der blaue
Himmel über Kobe.
Die Ausstellung bot den Miteingeweihten die seltene Gelegenheit,
sich zu treffen und spirituelle Einsichten miteinander auszutauschen. Auf
dem Heimweg fühlten sich alle geehrt, soviel gelernt zu haben und durch
diese Veranstaltung so bereichert worden zu sein. Jede Sekunde des Tages
war aufregend und erleuchtend, und tief im Inneren waren sie der Meisterin dankbar, die ihnen solch eine kostbare Gelegenheit geschenkt hatte.
Kobe ist auf dem Wege, sich von dem großen Erdbeben wieder zu
erholen. Die Eingeweihten freuen sich für die Bewohner der Stadt und beten darum, daß durch die Ausstellung der Himmlischen Juwelen die Samen
einer spirituellen Wiedergeburt in diesem Land wachsen und gedeihen.
Als Guanyin-Praktizierende geloben sie, nicht zurückzuschauen, sondern
tapfer nach vorn zu blicken, gewissenhaft zu praktizieren und zum Fortschritt ihrer Heimat beizutragen.
Japanische
Eingeweihte auf
der Schmuck-Ausstellung
teilen die Liebe
und Pracht der Meisterin
mit den Besuchern
------ Höchste Kunst ------
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Himmlische Juwelen faszinieren sogar
Edelsteinexperten
Dr. Edward J. Gubelin
(links)
In Taipei in 1996
Bekannt als ein Mann, der „alle Schätze kennt“, ist Dr. Edward J. Gubelin einer der angesehensten und fähigsten Experten der Gründer des
Gubelin Edelstein-Taxierungs- und Forschungszentrums in Belgien. Er genießt großes Ansehen in dieser Fachrichtung und wird bei SchmuckAuktionen von den beiden bekanntesten Auktionshäusern - Sotheby und
Christie - als Taxator zu Rate gezogen. 1996 besuchte Dr. Gubelin Formosa, um auf Einladung der Internationalen Schmuck-Austellung landesweit
eine Serie von Vorträgen zu halten, wobei er die Gelegenheit wahrnahm,
die Kreationen der Höchsten Meisterin Ching Hai zu sehen. Er war sehr
angetan von der Kollektion Himmlischer Juwelen, die er sorgfältig prüfte
und auf der Ausstellung würdigte. (Vgl. Suma Ching Hai News Magazin,
Ausgabe 72). Der tiefe Eindruck, den die Kreationen der Meisterin bei ihm
hinterlassen haben, ist auch über die Jahre hinweg nicht verblaßt. Nachfolgend ein Brief von Dr. Gubelin.
Dr. Edward J. Gubelin (links) 1996 in Taipeh
AN ALLE, DIE ES INTERESSIERT
(Brief:)
Als ich das Vorrecht hatte, im September 1996 in Taipeh Mrs. Suma Ching Hai
vorgestellt zu werden und in ihrem Stand die Ausstellung ihrer exquisiten und
interessanten Juwelen zu bewundern, war ich davon wirklich tief beeindruckt.
Tatsächlich gab es kein einziges Schmuckstück, das mich an Juwelen erinnert
hätte, die ich in anderen Juwelierläden oder Ausstellungen gesehen habe. Mit
anderen Worten: Jedes einzelne von der Meisterin der Celestial Jewelry, Mrs.
Suma Ching Hai, entworfene und realisierte Schmuckstück bzw. Kunstwerk war
ein einmaliges Juwel von ausgezeichneter Originalität. Einige der Proben waren
als normaler persönlicher Schmuck gedacht, während andere tiefe philosophische Gedanken zum Ausdruck brachten. Gebrauchsgegenstände wie Teeservice
und Besteck verbanden intellektuelle Vorstellungskraft mit exquisiter Schönheit.
Auf Grund seiner beispiellosen Einmaligkeit ist es schwer, die passenden Worte
zu finden, um den ungewöhnlichen und überzeugenden Stil der Kunstwerke gekrönt von der Celestial Jewelry - angemessen zu beschreiben.
Ich wünsche Mrs. Suma Ching Hai, der Meisterin der Himmlischen Juwelen,
weiterhin Inspiration für weitere ausdrucksstarke Entwürfe und glänzende
Kunstwerke.
Dr. Edward Gubelin
Gesprochen von der höchsten Meisterin Ching Hai
(Ursprünglich in Chinesisch)
In diesem Universum gibt
es für uns viele Ebenen zu erreichen und viele Positionen einzunehmen. Darum gibt es im Anfangsstadium unserer spirituellen
Praxis nichts, dessen wir uns
rühmen könnten.
Der Stolz ist das Karma,
das uns am meisten Schwierigkeiten macht, unser größtes Hindernis.
Wenn alle in dieser Welt
mit anderen teilen würden, was
sie im Überfluß haben, würden
Frieden und Glück in der Welt
herrschen. Es gäbe weder Diebstahl noch Krieg.
------ Center Ereignisse ------
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Von der Kaoping News Gruppe, Formosa
Vor einigen Jahren pflanzten
Mitschûler Jackfruitbäume am
Parkplatz des Laiyi Centers. Im
Laufe der Zeit wuchsen die
Bäume
heran
und
trugen
Frûchte. Jetzt kann man an
jedem Baum sieben oder acht
Jackfruits sehen, von denen
jede um die 24 kg wiegt.
Ein Mitschûler, der bei dem
Projekt half, verriet, daß die
Bäume auf Veranlassung der
Meisterin
während
Ihres
kurzen Besuchs im Laiyi Center
gepflanzt
wurden.
Die
Entscheidung,
die
Jackfruitbäume
entlang
der
Zufahrt
zum
Parkplatz
zu
pflanzen,
wurde
von
der
Arbeitsgruppe
unter
Berûcksichtigung einer Reihe von
Faktoren getroffen. Es wurde ûberlegt,
ob die Zweige der Bäume sich nicht zu
weit nach unten biegen und so die Autos beschädigen und das Parken behindern wûrden,
wie lange die Bäume gepflegt werden mûßten und ob sie einen wirtschaftlichen Nutzen haben wûrden. Nun, nach drei Jahren, ist die Ernte wirklich ermutigend. Mitschûler fanden
heraus, daß dieselben Bäume an anderen Orten nicht so gut gedeihen wie die im Laiyi Center.
Perle der Weisheit
Von der Höchsten Meisterin Ching Hai, Hsihu, Formosa, 26. Januar 1992 (Original in Chinesisch)
Beim Meditieren kommen uns manchmal Ideen, und wir meinen, sie kämen aus unserer
Weisheit. Tatsächlich ist das nicht der Fall. Meistens gehen wir gar nicht so tief in die Meditation, und
unser Verstand beginnt, Unsinn zu erzählen, der aus Vorurteilen und Gewohnheiten stammt. Das ist
nicht der innere Meister. Inspirationen kommen nur, wenn wir tief in Meditation sind. Und selbst dann
kommen sie nur gelegentlich. Die sicherste Art, etwas zu wissen ist es, wenn wir den Transformationskörper des Meisters im inneren Licht kommen sehen, um uns etwas mitzuteilen. Ansonsten werden wir viele Illusionen haben.
Von der Höchsten Meisterin Ching Hai, Taipeh, Formosa, 8. November 1992 (Original in Chinesisch)
Ihr seid der Existenz des „Ich“ verhaftet, an ein „Ich“ gebunden, das dieses und jenes tut. Das
schafft euch Probleme und läßt euch eure große innewohnende Weisheit vergessen und die Fähig-
28
------ Suma Ching Hai Nachrichtenmagazin ------
keit, die Welt zu retten. Das ist der einzige Unterschied zwischen euch und mir. Wenn ihr die Existenz
des „Ich“ völlig vergeßt, dann werdet ihr verstehen, wer ihr seid. Alle eure Probleme und Schmerzen
werden verschwinden. Wenn ihr mehr meditiert, werdet ihr fähig sein, euch von dem „Ich“ zu reinigen
und die Aufzeichnungen der Vergangenheit zu löschen. Wenn ihr Interferenz herstellt und das „Ich“
mit dem inneren Klang löscht, werdet ihr es noch vollständiger vergessen.
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------ Spot Light ------
Von der Höchsten Meisterin Ching Hai, 2. Februar 1991
Ich nenne euch ein Beispiel. Ich war im Hause eines Eingeweihten, als man dabei war, Bäume zu
pflanzen. Sie pflanzten die Bäume aber für sich selbst, um Geld zu verdienen, und es war ihre eigene persönliche Arbeit. Ihr pflanzt hier auch Bäume, aber nicht für euch selbst, sondern für alle - für die Eingeweihten, für die Praktizierenden, die kommen und sich daran erfreuen. Wir haben nur ein Motiv, nämlich anderen zu dienen. Natürlich tun wir es auch für uns selbst, aber es ist in keiner Weise eine persönliche
Angelegenheit.
Sie kochen dort auch, aber sie tun es nur für sich selbst, um sich selbst zu befriedigen. Ihr kocht
hier auch, einige sind beim Pflanzen, einige drehen Videos, einige stellen Kassetten her und einige tun
andere Dinge, aber alle handeln aus demselben Motiv, nämlich für die Menschheit, für alle Wesen. Und das
ist für mich so angenehm und so schön. Ich weiß nicht, wie ich es ausdrücken soll, aber ich fühle den gewaltigen Unterschied, wenn ich im Center bin.
Deshalb sagte ich euch, daß euer Karma schnell bereinigt wird, wenn ihr diese Art von Dienst tut.
Wenn ihr zum Beispiel einen Dollar bezahlt, einen Dollar nach dem anderen, dann dauert es sehr lange.
Aber wenn ihr alles auf einmal bezahlt, sind die Schulden schnell weg, sofort. Wenn ihr nun diese Art von
Arbeit tut, ist es genau so, als bezahltet ihr alles auf einmal; denn viele Leute
werden Nutzen davon haben. Deswegen sind eure Schulden bezahlt. Wenn wir nur für eine Person
arbeiten oder nur für einen Arbeitgeber, aus dem eigennützigen Motiv heraus, Geld zu verdienen,
um für unseren Körper und unser Leben zu sorgen, dann ist der Nutzen natürlich nur
dementsprechend. Wenn wir aber diese Arbeit nicht für uns selbst tun, zu unserem eigenen Nutzen oder um damit Geld zu verdienen, sondern
zum Wohle vieler Menschen, dann tun wir unsere Arbeit natürlich auf einer höheren Stufe. Das Verdienst ist größer,
und deswegen wird unser Karma sehr schnell bereinigt.
Zwischen Meisterin und Schülern
Von eingeweihtem Bruder Yang Ilan, Formosa
An einem Samstagabend begleitete ich die Meisterin,
als Sie zu Ihrem Bûcherregal ging, um Geschichten auszusuchen, was Sie gelegentlich tat, um sie Schûlern und
Gästen am Sonntag vorzulesen. Die Meisterin blätterte
ein Buch nach dem anderen durch, vollständig in Ihre
Arbeit vertieft. Schließlich wählte Sie einige Bûcher aus,
um sie in Ihrem Zimmer zu lesen. Ihre Bemûhungen ließen
eine Frage in mir aufkommen: „Meisterin, Du bist eine Erleuchtete. Warum zeigt Gott Dir nicht die geeigneten
Bûcher, anstatt sie Dich mûhsam heraussuchen zu lassen?“ Als ich der Meisterin diese Frage gestellt hatte, erhielt ich nach einer Weile folgende Antwort: „Gott hat
das Seinre getan! Ers hat mir diese Bûcher zur Verfûgung
gestellt. Es ist an mir, den Rest zu tun.“
Normalerweise denken die Leute, daß Gott fûr alles
Sorge trägt, und daß sie nur zu warten brauchen, daß die
------ Spot Light ------
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Dinge geschehen, ohne einen Finger zu krûmmen. Die
Meisterin hat mir gezeigt, daß Gott das Seinre tut, und
wir das Unsere tun mûssen.
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Gruppenmeditation in Costa Rica (Original in Englisch)
Wir schulden der Welt so viel, und jetzt bezahlen wir auch so viel. Nur auf diese Weise können wir
schnell zurückzahlen. Wie sonst? Wir schulden so vielen Leuten etwas; wir schulden der ganzen Menschheit viele Dinge. Wenn wir nicht an die ganze Menschheit zurückzahlen, sondern nur an eine Person, zwei
oder drei Personen, oh, dann dauert es Jahrhunderte! Wir leben in dieser Welt, wir sind Schuldner der ganzen Welt. Manchen schulden wir etwas Gras, manchen schulden wir die Straße, manchen schulden wir die
Kleidung, manchen schulden wir Reis. Nur wenn wir an die ganze Welt zurückzahlen, können wir gereinigt
werden. Wir schulden vielen Menschen etwas, und so müssen wir vielen Menschen etwas bezahlen. Und
diese Art Arbeit erlaubt uns, an viele Menschen auf einmal zu zahlen, weil viele Menschen dieses Center
nutzen werden. Auf diese Weise bezahlen wir die ganze Summe. Deswegen wird unser Karma so schnell
bereinigt.
Wir sind in diese Welt hineingeboren worden. Wir schulden vielen Menschen etwas: Dem einen
Reis, einem anderen Kleidung, dem dritten... Alle Menschen sind unsere Wohltäter, und manchen können
wir in direktem Kontakt zurückzahlen, zum Beispiel Vater, Mutter, Kindern oder Lehrern. Wir geben ihnen
Geld, wir geben ihnen Liebe; einigen dieser Menschen können wir zurückzahlen. Anderen, die zu weit weg
sind, zahlen wir vielleicht durch unsere Steuern zurück oder sind ihnen sonst irgendwie nützlich. Vielleicht
etwas weiter dort drüben. Aber wir können nicht ein anderes Land bezahlen. Wenn es sich um unser Land
handelt, können wir vielleicht Steuern bezahlen und dadurch unsere Schulden einigermaßen ausgleichen.
Aber medizinische Technik, chemische Entdeckungen und alles andere aus den verschiedenen Ländern,
Importe, Exporte und so weiter, wie sollen wir ihnen allen danken oder sie alle bezahlen, sei es
direkt oder indirekt?
Wir haben also jetzt ein Zentrum hier Costa Rica. Ihr kommt hierher und baut
Toiletten, grabt nach Wasser, pflanzt Bäume und errichtet die Meditationshalle. Ihr schneidet das Gras, baut die Straße, und gestaltet den
Garten, so daß Leute darin sitzen können, und die Menschen
aus aller Welt kommen hierher und erfreuen sich daran.
Auf dieser Weise bezahlt ihr alles auf einmal.
Zwischen Meisterin und Schülern
Von eingeweihtem Bruder Yang Ilan. Formosa
.Es lag wahrscheinlich an einer Überdosis des Betäubungsmittels, daß sich die Meisterin nach einer
Operation in den Vereinigten Staaten einige Tage
nicht wohl fûhlte. Aus verschiedenen Grûnden waren Ihre anderen Begleiter nicht da, um sich um
Ihre Belange zu kûmmern. Daher befand nur ich
mich an Ihrer Seite, um mich rund um die Uhr um
die großen und kleinen Dinge zu kûmmern, mit wenig Zeit fûr Pausen. Vier oder fûnf Tage später
ging es der Meisterin etwas besser, und dankbar
sagte Sie zu mir: „Ich danke dir sehr fûr deine liebevolle Pflege.“ Diese Worte erfûllten mich mit
Scham, weil ich als Begleiter nur meine Pflicht tat.
Ich spûrte die Einsamkeit der Meisterin und ant-
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------ Suma Ching Hai Nachrichtenmagazin ------
wortete instinktiv: „Es ist das, was Du uns gelehrt
hast!“ Darauf erwiderte Sie: „Sogar der Reisbauer
muß Reis essen“. Da ging mir auf, daß jeder in dieser
Welt Liebe braucht, und die Meisterin, in Ihrer physischen Form, macht da keine Ausnahme
------ Center Ereignisse ------
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Spirituelle Zwischenspiele
Das richtige Konzept
Von einem Mitschüler
in Los Angeles, U.S.A.
Die Nachbarschaft um das Los Angeles Center herum wurde zur Schutzzone für Ratten erklärt. Als Ergebnis
wurde aus dem Center ein “Ratskeller“ (doppeldeutig -Rattenkeller) für
diese Kreaturen der Nacht. Die Räumlichkeiten wurden schwer beschädigt
und die Küche praktisch zu einem
nächtlichen Basar für die Nager. Einige Mitschüler schlugen als optimale
Lösung dieses verwickelten Problems
vor, Katzen zu halten. Andere machten dagegen den Vorschlag, die Umgebung sauberzuhalten, die Nahrungsmittel gut zu verwahren, Fallen
aufzustellen und die gefangenen Ratten in den Bergen auszusetzen.
Schließlich war das Schlimmste, was
die Nager dem Center zufügen konnten, indem sie dem Zwang der Natur
folgend zu überleben suchten, ein vorübergehender materieller Schaden.
Wenn die Umgebung geschützt werden sollte, indem Katzen die Ratten
jagen, hätte die unsichtbare Tötungsabsicht die friedliche und positive Energie im Center zerstört. Konnten die
Eingeweihten als höchste Form aller
lebenden Wesen und als spirituell
Praktizierende die zerstörerische Konfrontation zwischen diesen Tieren erleichtern?
Beide Seiten beharrten auf ihren Positionen; keine konnte die andere überzeugen. Als sie gerade drauf und dran
waren, sich darauf zu einigen, das
Center mit Hilfe von Katzen von den
Ratten zu befreien, kam ein unerwarteter Telefonanruf der Meisterin. Sie
sagte: „Keine Katzen im Center.“ Diese Anweisung veranlaßte die Mitschüler, sich zu schämen, die Meisterin mit
dieser
Katzenund
RattenAngelegenheit belästigt zu haben. Sie
bestärkte sie auch in der Überzeugung, daß die Meisterin allgegenwärtig und allwissend ist und die Eingeweihten stets in die richtige Richtung
führt. Vielen Dank, liebe Meisterin!
Von eingeweihtem Bruder Awu, Tokio, Japan
Frieden für euch und die Welt
Immer, wenn ich an ein Retreat zurückdenke, reflektiere ich darüber, wie all die Anwesenden, die doch einander fremd sind, sich in Harmonie um die Meisterin
herum versammeln. Die Welt um uns herum mag sich
nur wenig verändert haben, aber unsere innere Welt ist
friedvoller geworden, seitdem wir begannen, spirituell zu
praktizieren. Aus diesem Grund erscheint unseren Augen auch die äußere Welt friedvoller. Ich weiß nicht, was
andere denken, aber ich weiß mit Sicherheit, daß ich in
Frieden bin. Nun verstehe ich, was die Meisterin meinte,
als Sie sagte: “Je mehr spirituell Praktizierende es gibt,
desto harmonischer ist die Welt“.
Der große Stern
Bei der Einweihung wußte ich nicht, daß die Visionen,
die ich hatte, innere Erfahrungen waren. Beim Meditieren auf das innere Licht sah ich die Erde - einen schönen
Globus, in Weiß und Blau, den Fotos ähnlich, die die
Astronauten aus dem Weltraum aufgenommen haben.
Ich sah auch eine steinerne Statue des Buddha in der
Stellung der Tonmeditation, die von links nach rechts
flog. Damals dachte ich, das wären Illusionen. Als ich
später das spirituelle Tagebuch erhielt und einen Buddha mit einem verschränkten Bein sah, dachte ich bei mir:
„Ist es nicht das, was ich gerade gesehen habe?“
Kurze Zeit nach der Einweihung sah ich im Haus eines
Freundes ein Buch über Buddhismus für Kinder. Darin
fand ich eine Abbildung von Buddha Shakyamuni in
Meditation sitzend. Über Seinem Haupt symbolisierte
ein wunderschöner Globus Sein großes Erwachen. Dieser
Globus glich exakt dem, den ich bei der Einweihung
gesehen hatte! Da erkannte ich, daß die Visionen, die ich
bei der Einweihung hatte, innere Erfahrungen waren!
Am Schluß der Einweihung, als der Guanyin-Bote jene,
die Erfahrungen hatten, bat die Hand zu heben, hob ich
sie nicht, weil ich meinte, bloß eine Illusion gesehen zu
haben.
Nun weiß ich, daß ich während der Einweihung eine
Erleuchtungserfahrung hatte. Ich hatte gedacht, die
Sterne in meiner Vision wären die gleichen, die man
normalerweise in dieser Welt sieht. Und darum hielt ich
den großen Stern (den Globus) irrtümlich für eine Illusion.
------ Wunder der Meisterin ------
Ching Hai Lampen
brauchen keinen
Strom
31
Von "Wildgras",
einem ständigen Bewohner von Hsihu Center
Die Winternächte senken sich auf dem Land sehr frûh herab. Der Einbruch der Dunkelheit ist das, was man normalerweise als Dämmerung betrachtet.
Es war einer jener Abende, an dem ich wie ûblich Telefondienst hatte. Ich war beschäftigt und konnte vor Einbruch der Dunkelheit nicht weg, um ein Bad zu nehmen. Als ich mich auf
halbem Wege den Hûgel hinauf befand, waren die Stufen so gut wie unsichtbar geworden, und
ich hatte vergessen, eine Taschenlampe mitzunehmen. Schließlich war es unmöglich weiterzugehen, ohne auf die kleinen Lebewesen am Boden zu treten. In diesem Moment der Verzweiflung
leuchtete plötzlich am Wegrand ein Nachtlicht auf. Das war großartig! Ein Miteingeweihter mußte es eingeschaltet haben, daher drehte ich mich um, um ihm zu danken. Keine Antwort kam
außer dem Rascheln der Blätter.
Am nächsten Abend brach ich frûher auf als ûblich, in der Hoffnung, vor Einbruch der
Dunkelheit das Nachtlicht einschalten zu können, damit andere Leute nicht in dieselbe mißliche
Lage gerieten, wie ich am Tag zuvor. Als ich nach dem Schalter griff, blieb ich einen Moment
verblûfft stehen. Mir fiel plötzlich ein, daß dieses Licht seit langer Zeit nicht funktioniert hatte;
sogar der Schalter war verschwunden. Aber was war dann in der Nacht zuvor geschehen? Ich
wollte nicht aufgeben und schaltete meine Taschenlampe ein. Ich suchte ûberall, bis ich sicher
war, daß dieses Licht absolut nicht funktionierte.
In diesem Moment der Erkenntnis rollten mir die Tränen herunter. Du warst es, meine
teuerste Meisterin! Du warst es, die mir den Weg erleuchtet hat. Du hast Dein Versprechen erfûllt, daß Dein Manifestationskörper vierundzwanzig Stunden am Tag bei jedem eingeweihten
Schûler sein wûrde, um ihn zu beschûtzen. Kein Wunder, daß ich mich immer so ruhig und gelassen fûhlte, wenn ich mir abends "allein" den Weg bahnte, den Berg hinauf. Wahrhaft gesegnet
sind jene, die durch Deine Gnade eingeweiht wurden! Wenn wir Dich haben, wird das "Unmögliche" möglich.
von Miteingeweihter Forocia, Kalifornien, USA
Wenn wir mit Master in Hsihu Kampfsport-Filme anschauten,
waren wir jedesmal erregt und hingerissen. Ihre wohldurchdachten
und eingehenden Bemühungen kommen uns jedesmal in den Sinn,
wenn wir auf unserem Weg spiritueller Praxis Hindernissen, Frustration und
Rückschlägen begegnen. Die Gefahren und Schwierigkeiten, die uns auf der
Suche nach Wahrheit einschüchtern wollen, flößen ungleich größere Furcht ein
als jene, denen sich die Helden des Kampfsports stellen müssen. Sie erfordern
größere Willens-kraft, größere Integrität und außerordentlichen Mut.
Ein tapferer Mann ist in den Augen seiner Feinde stets ein Held. Bereit, sein Leben
zu opfern, wird er sich seinen Feinden niemals ergeben. Der einzige Unterschied ist, daß
der Kampfsport-Held seine Gegner mit physischer Kraft besiegt, während jene, die auf
ihrem Heimweg Gott folgen, ihre eigene Schwachheit überwinden müssen. Wir müssen
lernen, freudig und selbstlos zu lieben und schwierige Umstände durchzu-stehen. Nur
dann werden wir die wahre Bedeutung des Satzes erfahren: „Über wundene Hindernisse
lassen den Menschen wachsen; Herausforderungen stärken eine Nation“. Nur dann
werden wir die Freude erfahren, den Ort des Begehrens zu verlassen und einen
32
------ Suma Ching Hai Nachrichtenmagazin ------
Bereich grenzenlosen Leuchtens zu betreten.
Meine Freunde, laßt uns aus dem Nektarkelch trinken und etwas gesegnete
Nahrung genießen. Mit geöffnetem Herzen laßt uns freudig dem Pfad folgen,
der uns nach Hause führt. Laßt uns Hand in Hand voranschreiten durch
das Himmelstor, den Lichtsäulen und dem Klangstrom folgend, und
alle Hindernisse auf dem Weg hinwegfegen,um uns sorgenfrei
und glücklich in Master Ching Hais’s Reich des ewigen
Lebens zu sonnen.
32
------ Cinema Scene ------
Von Xue Xue
Eines Abends, nach einem Regenschauer, sah sich die Meisterin mit den ansässigen Schülern diesen ausgezeichneten Disney-Film an. Durch interessante Dialoge und
wilde Imagination schildert der Film lebhaft die
unzähligen gefährlichen Herausforderungen,
die dieser gefallene Sohn Gottes auf seiner
Reise zurück ins himmlische Königreich überwinden muß. Am Ende des Films sagte die
Meisterin: „Dies ist eine wahre Geschichte; die
wahre Geschichte eines Gottes, der hierher
kommt!“
Die neuesten Videokassetten
der
der Höchsten Meisterin
<In English>
The International 5-Day Retreat,
Young Dong Center, Sangju, Korea May 6-10, 1998
Dealing With Obstructions And Tests
Sacred Romance
Reclaim Your Glory
The True Master Power
Bringing Perfection Into This World
Master's Birthday Celebration
(Tape 1)
(Tape 2)
(Tape 3)
(Tape 4)
(Tape 6)
(Tape 7)
<In Chinese>
The International 5-Day Retreat,
Young Dong Center, Sangju, Korea May 6-10, 1998
Humans Are The Greatest Beings In The Universe
(Tape 5)
Love With Body, Mind And Spirit
Group Meditation in Hong Kong & Macau
January 21-23, 1997
Lecture at the University of California, Irvine, USA
June 2, 1998
A Modern Master
Group Meditation In Singapore Center
March 24, 1997
The Choices Of Each Soul
Group Meditation in L.A. Center, USA
June 7, 1998
<In English With Chinese Subtitles>
Master's Pilgrimage To The Himalayas (I & II)
Group Meditation In L.A., U.S.A.
July 7, 1997
True Courage
International 4-day Retreat in London, U.K. (3)
August 25, 1997
<In English With Korean Subtitles>
The Same Action, Different Situation
Group Meditation In Tainan, Pingtung, Formosa
February 21, 1993
Fulfill The Role Of Life (I & II)
Group Meditation In L.A., U.S.A. March 15, 1996
<In English>
How To Find God ( I & II )
<In English With Hungarian Subtitles>
Enlightenment Is The Key For Everything
------ Cinema Scene -----Washington D.C., U.S.A.
April 14, 1993
33
------ Gedichte ------
33
Von Miteingeweihter Forocia, CA, USA (Original Englisch und Chinesisch)
Meisterin, ich will Dir auf dem Fuße folgen,
um Deinen hohen Wohnsitz zu erreichen.
Doch warum lastet, was von gestern übrig ist, so schwer auf mir?
Und warum wird der Bodensatz meiner Vergangenheit stets wieder aufgerührt?
O Meisterin, die Großmut Deiner Liebe
hat meine Sorgen völlig aufgelöst
und machte mich für alles Edle aufgeschlossen.
Doch ständig drängen böse, unanständige Gedanken
mir in den Sinn und tun dem Herzen weh.
Getrieben von Verlangen
und von Ruhm und Gold verführt,
bin ich gebrechlich und ganz ohne Kraft.
Schwankend versuch ich festzustehn
und wische mir die Tränen aus den Augen,
und finde neues Selbstvertrauen, neue Kraft.
Das Klagen hat ein Ende,
und ich laufe nicht mehr weg.
Die unbeugsame Seele
muß wieder alle Segel setzen.
Kapitel
der
Leben um Leben
haben wir miteinander gekämpft
und einander mißtraut.
Nun
hat die Meisterin in Ihrer grenzenlosen Liebe
uns zueinander gestellt,
um das Spiel „Frieden-für-immer“ zu spielen.
Liebe
Obwohl es einige kleine Konflikte unter Brüdern geben mag,
obwohl zuzeiten sogar ein paar Tränen flossen ein neuer Lebensabschnitt ist eröffnet worden,
und eine Sinfonie der Liebe fing an zu erklingen.
------ Liebe in Aktion ------
34
Von der Chiayi News Gruppe, Formosa
Ein Basar mit über hundert Ständen wurde vor kurzem im Tashe Park im Bezirk
Chiayi veranstaltet, um Spenden für den
Bau des Tzu Chi Talin Krankenhauses zu
sammeln. Das Yunlin-Chiayi Center nahm
zum ersten Mal an einer Aktivität teil, die
von der Buddhistischen
„Compassion
Relief Tzu Chi Association“ gesponsert
wurde, in der Hoffnung, die Lehren der
Höchsten Meisterin Ching Hai den Besuchern und Mitgliedern dieser religiösen
Gemeinschaft im Yunlin-Chiayi Center
vorzustellen.
Die Arbeit wurde wie üblich zwischen
den örtlichen Mitschülern aufgeteilt. Es
wurde eine Bekanntmachung ausgestrahlt,
die von den Mitschülern zur Sendung über
die Radiostation Choshui River produziert
worden war. Der große Enthusiasmus der
Eingeweihten sicherte die Beendigung der
Vorbereitungen, bevor der Basar geöffnet
wurde. Die einfache, aber elegante Einrichtung, geschmückt von einem Photo der
barmherzigen Meisterin, verwandelte den
Stand in einen majestätischen Ashram. Den
Eingeweihten lief jedoch der Schweiß von
der Stirn, da sie in erstickender Hitze arbeiten mußten unter einer Leinwand, die über
den Stand gespannt war. Die warme Luft,
welche die elektrischen Ventilatoren in
Bewegung setzten, war auch keine Hilfe,
und sie sehnten sich nach einer Klimaanlage. Aber wie sollte dies an einem Stand auf
Quittungen von der
Buddhist Compassion
Relief Tzu Chi Association über eine
Spende von 20.000
NT$ von Mitschülern
Der „Friedliche Trommeltanz“, von Eingeweihten aus Kaohsiung aufgeführt
einem Basar bewerkstelligt werden? Schließlich kauften die
Eingeweihten zwei große Eisblöcke und stellten sie vor die
Ventilatoren. Die warme Luft wurde gekühlt wie durch eine
Klimaanlage. Diese erleuchtete Tat war offensichtlich ein
Ergebnis von Meditation und dem sich öffnenden Weisheitsauge.
Der Basar erhielt eine festliche Note durch von den Sponsoren organisierte Vorführungen. Auf Einladung des ChiaiyiYunlin Centers führten die Eingeweihten aus Kaohsiung aus
dem südlichen Taiwan den „Friedlichen Trommeltanz“ auf.
Sie wurden sofort zum Brennpunkt der Aufmerksamkeit, als
sie in ihren bezaubernden Kostümen erschienen. Ihr lebhafter
Tanz und ihre rhythmischen Schritte brachten die Show innerhalb von Minuten zu einem Höhepunkt.
Unter den Besuchern unseres Standes war eine Frau, ein
Mitglied der Tzu Chi Association, die gekommen war, um
mit den Eingeweihten über Lebensfragen zu diskutieren. Das
selbstsichere und unbefangene Auftreten der Eingeweihten
überzeugte sie, daß es dort etwas gäbe, das sich zu erkunden
lohnte. Sie hofft, einmal Hsihu Center zu besuchen, und daß
diese Aktivität die Menschen daran erinnert, nicht nur um ihr
physisches Wohlbefinden besorgt zu sein, sondern auch um
die ewige Befreiung ihrer Seelen. Trotzdem: Obwohl Bruder
Ni aus Kaohsiung im letzten Stadium Magenkrebs hatte,
besiegte er ihn mit der meditativen Kraft der GuanyinMethode und gewann in diesem Prozeß größere Erleuchtung
und Weisheit. Sein Beispiel zeigt uns, daß die höchste Methode die einzige ist, die sowohl physischen als auch spirituellen Nutzen bringt.
Eingeweihte aus
Yunlin und Chiayi
nehmen an einem
Basar teil in der
Hoffnung, der
Welt einen Dienst
zu leisten.
------ Liebe in Aktion ------
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Hilfe für bedürftige Haushalte in Formosa –
Juni und Juli 1998
Bei unseren Besuchen bedürftiger Familien haben wir jedesmal Gelegenheit, die schwierige Seite des Lebens zu sehen, was
uns mahnt, unser Glück wertzuschätzen, ein Leben in Fülle leben zu
dürfen und stets der Lehren der Meisterin eingedenk zu sein: „Setzt
Liebe in Taten um!“
*Bericht aus Pingtung
*Bericht aus Miaoli
Für diese einsame ältere Dame
waren Besuche, sogar von Verwandten,
sehr selten. Monatliche Besuche von
unseren Mitschülern, die die von Herzen
kommende Fürsorge der Meisterin überbringen, haben Glücksspuren auf ihrem
von Schicksalsschlägen geprägten Gesicht
hinterlassen.
Nach dem Tod ihres
Ehemannes stand Frau Chang
allein da mit ihrem geringen
Einkommen und der Verantwortung für ihre vier Kinder.
Um ihre finanzielle Not etwas
zu lindern, so daß sie die
Kinder großziehen und zur
Schule schicken zu konnte,
begann die Meisterin Ende
letzten Jahres, dieser Frau zu
helfen. Jedesmal wenn wir sie
besuchen, wobei wir Geld und
Supreme Master Ching Hai
News Magazine mitbringen,
ist Frau Chang zu Tränen
gerührt. Sie ist der Meisterin
für Ihre Liebe und Freundlichkeit sehr dankbar.
#
*Bericht aus Taichung
–
Kein Hindernis für das „Liebesauto“
Auf den viel befahrenen Straßen einen Parkplatz zu finden ist heutzutage so schwierig, daß wir oft jede Straße und Gasse viele Male entlangfahren
müssen. Wenn wir jedoch allmonatlich die mittellosen Familien besuchen, um
ihnen Spenden zu überbringen, finden wir nicht selten einen Parkplatz in der
Nähe unseres Zielortes, der uns schweigend erwartet und quasi mit offenen
Armen aufnimmt. Solche phantastischen Arrangements der Meisterin mahnen
uns, unsere Rolle als rechtzeitige Boten Ihrer unendlichen Liebe zu Ihren geliebten Kindern nicht geringzuschätzen.
*Bericht aus Taitung
Dank der liebevollen
Fürsorge der Meisterin und dem
Hilfsprogramm haben die notleidenden Landsleute, die wir im
Dorf Dawu besuchten, deutliche
Fortschritte gemacht, sowohl
physisch als auch mental.
------ Liebe in Aktion ------
36
<Quittung>
Miami City Mission
1112 North Miami Avenue
P.O. Box 1764-64
Miami, Florida 33136-1764
Telephone
(305) 371-3124
3. Juli 1998
Suma Ching Hai International Association
Sehr geehrte Herren,
Die Miami City Mission Inc. bestätigt dankbar Ihre großzügige
Spende über 4000 $, die ein bedeutender Beitrag zur Fortsetzung unserer
Arbeit für die Obdachlosen hier im südlichen Florida ist.
Die Miami City Mission ist eine private, gemeinnützige Wohltätigkeitsorganisation unter Bundes 501 © (3) Status, I.R.S. Tax I.D.#591403788.
Diese Spende wurde gegeben anstelle eines Austausches oder einer
Zusage von Gütern oder Leistungen durch die Miami City Mission. Falls
Ihre Vereinigung in Zukunft zu weiteren Spenden bereit ist, sollte sie an
o.a. Postfach gehen oder, wie ursprünglich vereinbart, als Direkteinzahlung
auf das Konto Nr. 3601462265 bei der Nationalbank.
McKinley Ash
Direktor
<Dankbrief>
7. Juli 1998
Suma Ching Hai International Association
Sehr geehrte Herren,
Bitte entschuldigen Sie, daß diese Antwort so spät kommt als Bestätigung Ihrer Spende, mit der Sie
unsere Bemühungen unterstützen, das Leiden der vielen, die zu uns kommen, zu lindern.
Sie sind einer der relativ wenigen, die auf den Artikel im Miami Herald reagiert haben, der sich auf
die Probleme bezog, die die Mission in letzter Zeit plagen. Es ist inspirierend, ein solches Interesse zu
finden bei Menschen wie Sie, die nicht unbedingt in unserer Gegend wohnen. So kam zum Beispiel
eine andere Spende aus New York City. Wie dem auch sei. Ihr Beitrag ist deshalb erwähnenswert,
weil im Verhältnis zu ihrer Anzahl nur relativ wenige örtliche Leser reagiert haben.
Bitte nehmen Sie uns in Ihre Gebete auf und geben Sie, soweit es Ihnen möglich ist. Möge Gottes
Segen mit Ihnen sein. Im Namen der Bedürftigen, denen wir helfen, möchte ich Ihnen noch einmal
danken - vom Grunde meines Herzens. Danke.
In aufrichtiger Liebe,
McKinley Ash, Direktor
------ Wunder der Meisterin ------
37
Von der Höchsten Meisterin Ching Hai, Los Angeles Center, USA.
21. Juni 1998 (Ursprünglich in Englisch)
Spart Geld und
Zeit
Wenn du ein feuchtes Tuch nimmst und damit über die Oberfläche wischst,
werden die Haare büschelweise daran hängenbleiben. Dann kannst du sie in den
Mülleimer werfen, und dein Fußboden ist wieder sauber. Wenn in einer großen
durch
Familie mit zehn Leuten sich alle im Bad die Haare kämmen, wird der Abfluß bald
verstopft sein. Dann bezahlst du den Klempner, damit er kommt und das Haus
Sauberkeit
auseinandernimmt, um einige Haare zu finden. So läuft das. Du mußt dich immer
Das Geheimnis der Haushaltsführung:
und überall in acht nehmen. Im Flugzeug unterweist man dich, das Becken zu
putzen, nachdem du es benutzt hast, so saß sich der nächste nicht angeekelt
fühlt. Dasselbe tust du auch zu Hause. Nach dem Gebrauch putzt du es mit Toilettenpapier oder ähnlichem. Ganz einfach. Dann reinigst du es natürlich alle zwei
oder drei Tage gründlich, so hat der nächste, der hereinkommt, nicht das Gefühl,
deine Spucke, dein was auch immer, anschauen zu müssen. Hick! (Lachen)
Auf deinem Kopf sehen Haare wunderschön aus, aber nicht im Abfluß. Sie
verstopfen alles. Ich kenne einen Typ, der sich immer über seine Frau beschwert. Ich sagte zu ihr: „Dein Haar ist wirklich wunderschön“. Und er sagte: “Ja
wirklich? O weh, o weh“. Ich fragte: „Was meinst du mit o weh, o weh?“. Er antwortete, daß sie sämtliche Abflüsse im Haus verstopft. Alle paar Wochen müssen
sie einen Klempner bestellen. Dabei ist es so einfach. Wenn sie einfach nach
dem Gebrauch wischen würde, glaube ich nicht, daß es ein Problem gäbe. Das
Haar fällt nicht geradewegs sofort in den Abfluß. Es bleibt irgendwo hängen.
Wenn du nicht sofort aufpaßt, und es danach mit dem Wasser wegspülst, geht es
natürlich in den Abfluß. Und nach einer Weile ist er verstopft. Aber wenn du ihn
sofort säuberst, sieht es nicht nur schön aus, du brauchst auch nicht soviel Geld
zu zahlen.
Es geht nicht nur um das Geld, es sind die Probleme; du mußt den Klempner anrufen, und währenddessen ist dein Haus überflutet und ähnliches. Es ist
nicht schön. Du mußt nur aufpassen. Es ist kein Problem, einige Haare aufzunehmen, wenn du dich gekämmt hast.
Erziehe deine Kinder zur
Selbständigkeit
Du solltest deine Kinder von kleinauf dazu
erziehen, sauber zu sein und verantwortlich für ihre
eigene Unordnung, anstatt ihnen nachzuräumen. Wenn
jeder putzt und das Haus allezeit sauber ist, muß die
Mutter nicht den ganzen Tag in Bad oder Küche stehen
und saubermachen und ähnliches. Ich denke, die abendländische Art ist die bessere. Erziehe die Kinder
zur Selbständigkeit, so werden sie aufwachsen und
selbstbewußter sein. Viele unserer orientalischen Kinder sind ein klein wenig unselbständig und verlassen
sich zu sehr auf die Eltern, auf ältere Geschwister, auf
die Ehefrau, oder wer immer es erledigen kann. Dieser
Geist der Abhängigkeit ist nicht gut. Er macht unselbständig. Tu, was immer du tun kannst, es ist gut für
dich, wirklich.
Wenn du reich bist und dir später Dienstboten
leisten kannst - wunderbar. Okay, sie sollen auch Arbeit
haben. Es ist gut. Das heißt aber nicht, daß du es nicht
alleine kannst. Du kannst es, aber dann hast du die
Wahl. Du tust es oder tust es nicht; es hängt von der
Situation ab. Nicht, daß du jedesmal auf jemand angewiesen bist, der alles für dich tut. Das ist nicht gut,
wirklich nicht, besonders, wenn du nur ein gewöhnlicher Bürger bist und kein großer Unternehmer oder
Direktor, der so beschäftigt ist, daß er sich auf Sekretärinnen, Assistenten und alle möglichen Leute verlassen muß, die ihm helfen. Wenn ihr nur Mann und Frau
mit einigen Kindern seid, und du dein Leben nicht meistern kannst, ist das sehr traurig. Es macht dich
schwach. Je mehr Arbeit wir tun, desto besser für uns.
Es macht uns stark. Ich meine nicht „mehr“ im Sinne
von sich totarbeiten, sondern nur: Je mehr Abwechslung, desto mehr Fähigkeiten, je mehr Dinge du weißt,
desto besser für dich. Du bist unabhängiger und
selbstbewußter. Das ist die Art und Weise, wie wir
unser Leben führen sollten. Wir gehen aufrecht.
38
***AFRICA***
R.S.Africa:
Cape Town
Durban
East London
Johannesburg
Pretoria
Togo:
Lome
***AMERICA***
Argentina:
Buenos Aires
Bolivia:
Santa Cruz
Brazil:
San Paulo
Belem
Canada:
Kingston
London
Arequipa
Ms. Jui Chin Deng
Mr. Christopher Luccarda
Mr. Venodh Premdeo
Mr. Anthony Sabbagh
27-21-6833000
27-21-5311491
27-31-5781140
27-431-352575
[email protected]
Mr.&Mrs. Chen Shih-Chih
27-11-6483712
[email protected]
Ms. Sonya Gusson
27-11-6229455
[email protected]
Mr. Daniel Pierre de Villiers
27-12-3199460
[email protected]
Center
Mr. David Chine
228-222864
228-222437
Ms. Hui-Ling Ling
Ms. Chung Yi-Chiao
Ms. Mabel Alicia Kaplan
Mr. Norberto Bellino
54-1-9518130
54-1-4008166
54-1-545-4640
[email protected]
54-1-209-1493
Mr. Wu Chao Shien
59-13-487807
Center
Liaison Office
Mr. Ming-Hsun Wu
Mr. Quang Thanh Le
Mr. & Mrs. Feng Cao
55-11-570-1180
55-11-227-4690
55-91-223-4375
Salvador
USA:
Arizona
Arkansas
California:
*Los Angeles
*Sacramento
*San Diego
*San Jose
1-613-384-3295
1-519-438-3702
[email protected]
Montreal
Montreal Center
[email protected]
Mr. & Mrs. Gerard Mangere
1-514-967-5105
Mr. Hung The Nguyen
1-514-494-7511
Mr. & Mrs. Nai-Chi Hsu
1-514-928-8068
Ottawa
Mr. & Mrs. David Trung Dung Tran
1-613-7447592
[email protected]
Toronto
Toronto Center
1-416-503-0515
Ms. Diep Hoa
1-905-897-0650
Mr. & Mrs. Lenh Van Pham
1-416-282-5297
[email protected]
Mr. Zhen Bin Wang & Ms. Zhen Yan Wang
1-416-742-9049
[email protected]
[email protected]
Vancouver
Ms. Li-Hwa Liao
1-604-541-1530
[email protected]
Chile:
Santiago
Santiago Center
56-2-6385901
[email protected]
[email protected]
Liaison Office
56-2-6389229
La Sarena
Center
56-51-395066
Mr. Esteban Franciso Zapata Auzman
56-51-295992
Los Angeles
Mr. Lo Yih Min
56-4-323181
Colombia:
Bogota
Mr. & Mrs. Jose Guzman Alonso 57-1-2261245
Costa Rica:
San Jose
Costa Rica Center
506-268-8666
San Jose Center
506-290-8663
Ms. Santa Morales
506-259-5993
Ms. Laura Chen Rivera
506-2200753
Honduras:
Tegucigalpa
Ms. Edith Sagrario Ochoa
504-2250120
Mexico:
Mexico. D.F.
Ms. Guadalupe Leal Aragon
52-5-7527472
Guanajuato
Mr. & Mrs. Jose Luis Sanchez Vargas
52-4-7436120
Tijuana
Dr. Silvino Diaz Martinez
52-66-34-30-51
Mexicali
Ms. Sylvia Lagrange
52-65-684575
Panama:
Mr. & Mrs. Lu Hsiao Tan
507-2222-149
Ms. Maritza E.R. de Leone
507-260-5021
Paraguay
C.D. East
Mr. Zhi-Lu Tsao
595-61-502034
[email protected]
Peru:
Lima
Center
511-4716472
*San Francisco
Colorado
Florida
Georgia
Hawaii
Illinois
Indiana
Kansas
Kentucky
Massachusetts:
*Boston
Maryland:
*Baltimore
Michigan
Liaison Office
51-1-2656668
Center
51-54-287770
Mr. Reynado Luque Vasquez
51-54-266257
Mr. & Mrs. Ming-Sen Lu
503-2746282
Mr. Roger Rodriguez Molina
503-2840279
[email protected]
Mr. Irving Raimi
Mr. & Mrs. Kenny Ngo
Mr. Nguyen Cong Minh
Ms. Toni Baca
Mr. Robert Jeffreys
1-602-504-0573
1-602-404-5341
1-602-581-0725
[email protected]
602-2784451
1-501-253-8287
Los Angeles Center
Mr. & Mrs. Tsung-Liang Lin
1-909-674-7814
1-626-914-4127
[email protected]
Mr. & Mrs. Dong Phung
1-626-284-9994
Ms. Tina Polny Normandin
1-949-448-0955
Mr. & Mrs. Hieu De Tu
1-916-682-9540
[email protected]
San Diego Center
1-619-280-7982
[email protected]
Mr. & Mrs. Tran Van Luu
1-619-475-9891
Mr. & Mrs. Tang Thi
1-619-268-8651
Mr. Paul Darby
1-619-566-8945
Ms. Sophie Lapaire
1-650-493-3355
[email protected]
Ms. Annie Nguyen
1-408-998-2342
[email protected]
Mr. & Mrs. Edgar Shyuan
1-408-463-0297
Mr. Loc Petrus
1-510-276-4631
[email protected]
Mr. Jim Su
1-408-253-8516
Center
[email protected]
Mr. &Mrs. Khoa Dang Luong
1-415-753-2922
Mr.&Mrs. Dan Hoang
1-415-333-9119
Mr. & Mrs. Harold Barta
1-510-581-8806
Mr. & Mrs. Steven Wander
1-970-229-0259
[email protected]
Ms. Victoria Singson
1-303-986-1248
[email protected]
Mr. & Mrs. Thai Dinh Nguyen 1-941-458-2639
Ms. Trina L. Stokes
1-941-482-7542
Mr. & Mrs. Tee Chen Chen
1-407-321-8297
Georgia Center
1-770-934-2098
Bhiksuni Ch'an Mo
1-770-936-9926
[email protected]
Mr. James Collins
1-404-873-3498
Kim Dung Thi Nguyen
1-404-292-7952
Hawaii Center
1-808-735-9180
Ms. Andrea Seu Chow Lee
1-808-599-4339
Mr. & Mrs. Robert Truong
1-808-531-2183
[email protected]
Mr. & Mrs. John W. Hickey
1-630-963-2821
Mr. & Mrs. Julian L. Chen
1-630-416-3821
[email protected]
Mr. & Mrs. Jian Wu
1-317-293-5169
[email protected]
[email protected]
Mr. & Mrs. Duc Vu
1-317-293-5303
[email protected]
Ms. Ting-Mei Hsiao
1-316-721-0666
[email protected]
Mr. & Mrs. Nguyen Minh Hung 1-502-695-257
[email protected]
Ms. Rui Wang
1-606-323-3274
[email protected]
Boston Center
1-978-436-9982
Ms. Gan Mai-Ky
1-508-791-7316
Mr. & Mrs. Huan-Chung Li
1-978-957-7021
[email protected]
Ms. Cynthia A. Lombardo
1-508-388-4306
Mr. Nguyen Van Hieu
1-301-933-5490
Mr. Robert Ectman
1-301-972-5654
[email protected]
Susan Manturuk
1-616-588-6341
39
Minnesota
[email protected]
Ms. Quach Ngoc
1-612-722-7328
[email protected]
Mr. Bob Caverly
1-612-557-9041
Mr. Lingjie Guo
[email protected]
Missouri:
*Rolla
*Jefferson
Mr. Genda Chen
Ms. Mary E. Steck
Nebraska:
Ms. Celine Robertson
Nevada:
*Las Vegas
New Jersey:
Ms. Helen Wong
New Jersey Center
New Mexico:
New York
North Carolina
Ohio
Oklahoma
Oregon:
*Portland
1-573-368-2679
1-573-761-9969
[email protected]
1-402-483-4067
[email protected]
Hong Kong:
India:
Bombay
Calcutta
Indonesia:
Bandjarmasin
Surabaya
1-702-242-5688
1-973-209-1651
[email protected]
Mr. & Mrs. Nghiem The Trung 1-609-667-3829
[email protected]
Mr. Chang-Sheng Chou
1-973-335-5336
Mr. Nguyen Duong Anh
1-505-2759601
Ms. Sheri Wilson
Mr. & Mrs. Chih-Hua Tung
1-718-372-3921
[email protected]
Ms. Debra Couch
1-716-256-3961
[email protected]
Mr. & Mrs. Huynh Thien Tan
1-919-460-4622
Mr. & Mrs. Vu Van Phuong
1-513-887-8597
[email protected]
Mr. & Mrs. Tran Kim Lam
1-405-632-1598
[email protected]
Jakarta
Semarang
Japan:
Tokyo
Gunma
Kanagawaken
Kumamoto
Osaka
Korea:
Andon
Seoul
Pusan
Mr. & Mrs Thor Farra
Mr. & Mrs. Minh Tran
1-503-256-4316
1-503-614-0147
[email protected]
Mr. & Mrs. Alister Phuoc Minh Pham
1-503-642-1252
[email protected]
Pennsylvania
Mr. Ben Zwickel
1-215-335-0969
Mr. & Mrs. Diep Tam Nguyen 1-610-626-5546
[email protected]
Mr. Shi-Tao Yeh
1-610-640-0463
[email protected]
Texas:
*Austin
Austin Center
1-512-396-3471
[email protected]
Mr. Dean Duong Tran
1-512-837-1684
[email protected]
*Dallas
Dallas Center
1-214-339-9004
[email protected]
Mr. Tim Mecha
1-972-570-0987
Mr. Weidong Duan
1-214-528-9178
[email protected]
Mr. Jimmy Nguyen
1-817-236-5601
[email protected]
*Houston
Houston Center
1-281-893-8300
Ms. Carolyn Adamson
1-713-6652659
[email protected]
Mr. & Mrs. Charles Le Nguyen 1-281-370-3898
[email protected]
Mr. & Mrs.Wayne Cheng
1-713-870-8081
*San Antonio
Mr. Khoi Kim Le
1-210-558-6088
Virginia
Center
[email protected]
Mr. Tuan Nguyen
1-703-241-1342
[email protected]
Mr. David Young
1-757-5872458
[email protected]
Washington:
*Seattle
Mr. Ben Tran
1-425-643-3649
[email protected]
Mr. Edward Tan
1-425-821-9877
[email protected]
*Spokane
Mr. & Mrs. Adela C. Castro
1-509-534-3754
Puerto Rico
Mrs. Disnalda Hernandez Morales
1-787-262-1874
Chon Ju
Inchon
Taegu
Taejon
Kwangiu
Jeju Island
Macau:
Malaysia:
Alor Setar
Johor Bahru
Penang
Kuala Lumpur
Nepal:
Kathmandu
Pokhara
Philippines
Singapore
Thailand:
Bangkok
Chiang Mai
Had Yai
Khon Kaen
***ASIA***
Burma
Formosa:
Taipei
Miaoli
Kaohsiung
Mr. Sai San Aik
Taipei Center
Mr.Chuan-Ping Yang
Mr.Chiu Min Fen
Mr. & Mrs. Chen Tsan Gin
Mr. & Mrs. Yao-Jong Chang
Mr. Fu-Hua Lin
Mongkok Center
Liaison office
852-27495534
852-26378257
[email protected]
[email protected]
[email protected]
Mr. Suneel Ramaney
Mr. Ashok Sinha
91-22-2820190
91-33-655-6741
Mr. Wong Ling Ann
62-511-68936
[email protected]
Mr. Rong-Tser Teng
62-31-5678962
[email protected]
Center
62-21-6319066
[email protected]
Mr. Tai Eng Chew
62-21-6319061
Mr. & Mrs. Swie An Sia
62-24-556525
Mr. & Mrs. Yasuhiro Okawado
Mr. Eisuke Yoshii
Ms. Hiroko
Mr. Minh Phuong
Ms. Tomoko Uchimur
Mr. Ryu Norithito
81-3-37480207
81-3-32914344
81-27-9961022
81-462-680386
81-96-3581856
81-67-829643
Mr. Kim Sam Tae
Seoul Center
82-575-873-4961
82-2-5772158
[email protected]
Mr. Jong-Cheol Oh
82-342-7236319
Pusan Center
82-51-6340065
[email protected]
Mr. & Mrs.Chang-Ha Chung
82-51-7524380
Mr. Ji-Hwan Lin
82-652-2529088
Mr. Yong-Je Baeg
82-32-4635351
Taegu Center
82-53-7663189
Mr. Kim Ik Hyeon
82-53-8165048
Mr. Ryoo Jin Ho
82-53-8568509
Mr. Chang Ik Hyun
82-53-7535264
Taejon Center
82-42-6240879
Mr. Kim Soo Dong
82-42-2547309
Ms. So-Yeon Kim
82-62-2325630
Jeju Island Center
82-64-245781
Macau Center
853-532231
Liaison Office
853-532995
Mr. Chiao-Shui Yu
Mr. & Mrs. Chi-Liang Chen
Penang Center
Mr. & Mrs. Lin Wah Soon
Kuala Lumpur Center
Mr. Lau Woh Kwong
Ms. Mei-Huon Pan
60-4-7877453
607-3516075
60-4-6420370
60-4-6420370
60-3-9873904
60-3-2213610
60-12-2786098
Kathmandu Center
977-1-485307
Mr. Narayan Ras Uprety
977-1-480232
Mr. Lok Bahadur Baral
977-1-430293
Mr. & Mrs. Baikuntha Poudel
977-61-26912
Manila Center
63-28234743
[email protected]
Singapore Center
65-741-7001
[email protected]
Liaison office
65-846-9237
Center
Mr. Prasan Tularuk
Chiang Mai Center
Ms. Siriwan Supatrchamnian
Had Yai Center, Songkhla
(c/o 505)
Ms. Jintana Srimoon
(c/o 2475/6)
Khon Kaen Center
Mr. Paisal Chuangcham
662-954-2352
662-954-2354
66-53-217080
66-53-387126
66-74-368329
6674211030
66-43-261-878
66-43-241718
951-667427
886-2-23757527
886-2-22365159
886-2-23890885
886-37-221618
886-7-745-4062
886-7-336-5639
***EUROPE***
Austria:
Vienna Center
43-664-3826168
[email protected]
Ms. Christiane Deutsch
43-2247-51288
Mr. & Mrs. Nguyen Van Dinh
43-2955-70535
Mr. Shih-Tsung Lu
43-1-5236978
40
[email protected]
Belgium:
Brussels
Czech:
Prague
Denmark
Finland
France:
Paris Center
Vaires/Marne
Montpellier
Ardeche
Strasbourg
Germany:
Berlin
Hamburg
München
Greece:
Athens
Holland:
Nijmegen
Amsterdam
Hungary:
Ireland:
Dublin
Italy:
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Center
Mr. Zhou Ying-Bing
Ms. Ivana Hothanhova
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Mr. Abdul Alim Pascal &
Ms. Ngo Thi Huong
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Mr. Nguyen Tich Hung
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Uppsala
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Sie bitte die Kontaktperson in der Stadt oder dem Land,
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- Anmerkung von der deutschen Übersetzungsgruppe –
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wird durch freiwillige Mitarbeit von Mitschülern und durch private Spenden
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