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50. Nachlieferung · Oktober 2013
(284 Seiten)
Jobname:
1-2
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22-11-13 08:27:44
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KDG
Komponisten der Gegenwart
50. Nachlieferung – Oktober 2013
Anweisung zum Einordnen
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Inhalt
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John Adams
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John Adams
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Ernest Bloch
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Ernest Bloch
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Will Eisenmann
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Paul Walter Fürst
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Emil František Burian:
Francis Burt
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Paul Dessau:
Bernd Richard
Deutsch
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Dieter Einfeldt:
Paul Walter Fürst
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Alejandro García-Caturla:
Charles Ives
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Heinrich Gattermeyer
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Charles Ives
Seite 1–Z30
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Arghyris Kounadis:
Max Kowalski
Bitte wenden
Jobname:
1-2
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15-11-13 11:04:14
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Hans Krása:
Heinz Kratochwil
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Francesco Balilla Pratella:
André Previn
Seite 1–XII
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Claude Vivier
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Kevin Volans
Seite 1–XIV
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Albert Roussel:
Marcel Rubin
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Erich Schmid:
Helmut Schmidinger
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Param Vir:
Kevin Volans
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Eugen Wendel:
Felix Werder
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15-11-13 11:04:14
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142
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OUTPUT (2)
Kevin Volans
-26. Juli 1949
Kevin Volans, geboren am 26. Juli 1949 in Pietermaritzburg, der Hauptstadt der
südafrikanischen Provinz KwaZulu-Natal. Seine Eltern waren Nachkommen
englischer Siedler. Klavierstunden, die er seit seinem 10. Lebensjahr erhielt,
führten bald zu ersten Kompositionsversuchen. 1968–71 studierte er Musik an
der University of the Witwatersrand in Johannesburg (B. Mus. 1971). Stockhausens Besuch in Südafrika inspirierte Volans 1971 zu seiner Examensarbeit The
»Klavierstücke«: StockhausenĀs Microcosm. Im gleichen Jahr wurde Volans’ erste
graphische Komposition aufgeführt, und als Pianist machte er mit Werken von
Chopin und Messiaen, später Liszt erste Aufnahmen für den Rundfunk. 1973
kam er an die Hochschule für Musik in Köln, wo er Komposition und neue
Musik bei Stockhausen und Richard Toop studierte, Musiktheater bei Mauricio
Kagel, Klavier bei Aloys Kontarsky, Improvisation bei Johannes Fritsch sowie
elektronische Musik bei Hans-Ulrich Humpert (bis 1977). Er blieb in Köln als
freischaffender Komponist bis 1981.
Volans gehörte zu einer Gruppe von Komponisten um Walter Zimmermann,
der damals den Begriff der »neuen Einfachheit« als Gegenbegriff zur postseriellen Komplexität zu begründen suchte. In den späten 1970er-Jahren unternahm
Volans vier Reisen nach KwaZulu-Natal und Lesotho, um dort die Klänge der
Umwelt sowie der Musik der Zulu und der Basotho zu erforschen: Daraus
gingen KwaZulu Summer Landscape (1977/79), Studies in Zulu History (1977/79),
Cover Him with Grass (1979) sowie mehrere Rundfunksendungen hervor. Mit
der Werkreihe »African Paraphrases«, zu der u. a. White Man Sleeps für zwei
Cembali (in spezieller Stimmung), Viola da gamba und Schlagzeug (1982) und
das String Quartet No. 1 »White Man Sleeps« (1985/86) zählen, erwarb Volans
1985 an der University of KwaZulu-Natal, an der er 1982–84 auch lehrte, den
Grad eines Doctor of Music.
Seit den späten 1980er-Jahren wurde Volans als Komponist auch international
bekannt. 1984 und 1986 besuchte er die Ferienkurse für neue Musik in Darmstadt. 1986 emigrierte er aus Südafrika nach Irland und erwarb 1994 die irische
Staatsangehörigkeit. Seine Musik zeigt eine starke Affinität zu Techniken der
Malerei, worin ihn Morton Feldman, der sein Mentor wurde, bestärkte. Für
den bildenden Künstler Jürgen Partenheimer entstand The Partenheimer Project
für simultan spielende Ensembles (2007), das 2008 in drei Räumen der Ikon
Galerie in Birmingham sowie im Kunstmuseum Bonn aufgeführt wurde. Volans
komponierte Musik für fast alle Genres, wobei er transparente kammermusikalische Texturen bevorzugt, sogar in der Kammeroper The Man With Footsoles of
Wind (1993). Seine Streichquartette wurden auch im Rahmen von TanztheaterProduktionen aufgeführt. Nach 2005 entstanden Stücke wie das kraftvolle Piano
Concerto No. 2 »Atlantic Crossing« (2006), die Symphony »Daar Kom Die Alibama«
(2010) oder das zarte Duo viola : piano (2009), das einen Preis der Royal Philharmonic Society in London gewann.
1986–89 war Volans Composer-in-residence der Queen’s University in Belfast, 1992/93 des College of Music der Princeton University. Er erhielt 2004
den Martin Toonder Award des Arts Council of Ireland.
50. Nlfg.. Komponisten der Gegenwart (KdG) 10.13
Jobname:
1-16
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Christine Lucia
Kevin Volans
Die mehr als 100 Werke, die Volans seit 1970 komponierte, zeigen eine
allmähliche Destillation des musikalischen Materials. Afrikanische HoquetusTechniken, repetitive und tänzerische Rhythmen filterte und verfeinerte er
in bisher elf Streichquartetten (1985/2013). Seine vorwiegend an der seriellen
Musik orientierte Ausbildung in Köln trug – gleichsam gegenläufig – zur
Herausbildung einer instinktiven Methode bei, die er »dancing in the dark«
nannte: »knowing what you are doing, but not where you are going.« Seine
musikalische Sprache wurde, nicht zuletzt aufgrund der Selbst-Zitate, unverwechselbar.
In den 1970er-Jahren entstanden Tonbandarbeiten und elektronische Kompositionen wie KwaZulu Summer Landscape (1977/79), das auf konkretem
Klangmaterial aus Afrika basiert, sowie Studies in Zulu History (1977/79), eine
elektronische Neukomposition. Postmoderne Paraphrase-Techniken erprobte
er in Werken für Klavier solo wie Monkey Music (1977) und Newer Music
(1981). In den 1980er-Jahren erforschte Volans afrikanische Tonsysteme und
Verfahrensweisen, wobei er beispielsweise die Stimmung der Cembali von
der des Daumenklaviers Mbira der Shona ableitete: Matepe für zwei Cembali
und Rasseln (1980), Leaping Dance für Fiedel, Marimba und Cembalo (1981),
White Man Sleeps für zwei Cembali, Viola da gamba und Schlagzeug (1982).
Das Schlagzeug nimmt in Volans’ Œuvre einen besonderen Platz ein: She
Who Sleeps with a Small Blanket für Schlagzeug solo (1985/86) oder Chakra
für drei Schlagzeuger (2003) zeigen virtuose Klangmuster und -texturen,
ohne auf früheres Material zurückzugreifen. Diatonische Elemente finden
sich in String Quartet No. 1 »White Man Sleeps« (1985/86) und String Quartet
No. 2 »Hunting : Gathering« (1987), post-minimalistisch fragmentierte Dissonanzen in Movement für Streichquartett (1987) und Into Darkness für Klarinette, Trompete, Schlagzeug, Klavier, Violine und Violoncello (1987; rev.
1989).
Aufführungen seiner frühen Streichquartette durch das Kronos Quartet
machten Volans weltweit bekannt. Das Streichquartett White Man Sleeps
wurde 1988 als Tanztheater produziert; weitere Werke für Tanz- oder Musiktheater folgten: die Oper The Man with Footsoles of Wind (1988/93), Correspondences (1990), The Stop Quartet (Duetti) (1995), The Confessions of Zeno1–2
(2000; 2001). Seit den 1990er-Jahren komponiert Volans vermehrt Orchester-, Kammer- und Klaviermusik. Chevron für großes Kammerensemble
(1990) und One Hundred Frames für Orchester (1991) zeigen die sich überkreuzende Phasentechnik späterer Werke wie String Quartet No. 6 (2000;
Nbsp. 6) und Concerto for Double Orchestra (2001). Cicada für zwei Klaviere
(1994; Nbsp. 5) wurde zum Inbegriff seines Stils: Zwei ineinander verschränke Akkorde werden in abgedämpfter Klangfarbe und Dynamik obsessiv
wiederholt. Nach 2000 erprobte Volans einerseits Komplexität und Extroversion im Piano Concerto No. 2 »Atlantic Crossing« (2006), andererseits Einfachheit an der Grenze des Wahrnehmbaren in violin : piano (2011).
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Jobname:
1-16
50. Nlfg.. Komponisten der Gegenwart (KdG) 10.13
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OUTPUT (2)
Christine Lucia
Kevin Volans
Kevin Volans, der 1949 in Pietermaritzburg in Südafrika geboren wurde, ab
1973 in Köln studierte und seit 1986 in Irland lebt, wurde auch musikalisch
durch beide Kulturen – die europäische und die afrikanische – geprägt. Nach
der Schule studierte er ein Jahr lang Architektur in Durban (1967), ehe er
1968 sein Musikstudium an der University of the Witwatersrand (»Wits«) in
Johannesburg begann. Auslöser für seine analytische Examensarbeit The »Klavierstücke«: StockhausenĀs Microcosm (1971) waren die Vorträge, die Stockhausen
im März 1971 in Johannesburg gehalten hatte. Trotz des unzulänglichen Kompositionsunterrichts an der University of the Witwatersrand schrieb Volans damals einige Stücke, doch verfolgte er in dieser Zeit weiterhin seine pianistischen
Interessen, wobei er vor allem Werke des romantischen, aber auch des zeitgenössischen Repertoires studierte. Seit seiner Schulzeit hatte er sich außerdem
für bildende Kunst interessiert, insbesondere für die Maler des abstrakten Expressionismus der New York School. Als Pianist begann er in seinem letzten
Studienjahr mit Aufnahmen für die South African Broadcasting Corporation
(SABC), für die er zuerst ein Solo-Programm mit Werken von Chopin und
Messiaen, später auch von Franz Liszt aufnahm.
In Aberdeen, wo Volans 1972 lebte, erarbeitete er die grafische Partitur Module (1972; rev. 1974). Während die grafische Notation in Compositions for a
Composer (1970) – ein Stück, das Volans in Köln in Grafik umbenannte und das
Richard Toop in einer Version für Ensemble (1974) ausarbeitete – die Musik
optisch suggeriert, basiert die grafische Notation in Module auf einem System
der Klangtransformation, das Stockhausens »Plus – Minus« (1963; rev. 1974)
nahekommt, welches Volans damals jedoch noch gar nicht kannte. Als Schüler
von Stockhausen an der Kölner Hochschule für Musik lernte er fast alle Werke
kennen, die Stockhausen damals komponiert hatte, u. a. »Momente« für Sopran,
Chor und 13 Instrumente, (1962/69/88), »Inori« (für ein oder zwei Solisten mit
Orchester, 1973/74) sowie »Herbstmusik« (für vier Ausführende, 1974). In
Köln, wo Volans bis 1981 blieb, begann seine Laufbahn als freiberuflicher Komponist, Performer sowie – bis zu einem gewissen Grad – Autor. In Köln lernte
er auch den irischen Komponisten Gerald Barry kennen, der ihn ermutigte,
nach Irland zu ziehen, wo Volans erst in Cork, Belfast und Donegal, dann in
Dublin und seither in Cobh, County Cork, wohnte.
Die Schwerpunkte seiner Studien in der zweiten Hälfte der 1970er-Jahre in
Köln, bildeten die elektronische Musik sowie die Komplexität serieller Strukturen, welche die Kontrolle der musikalischen Parameter durch reihentechnische
Vorordnungen und eine sorgfältige Notation der Details garantierte. Obwohl er
hier Techniken erwarb, die er auch später noch verwendete, befriedigte Volans
das ästhetische Resultat nicht. Seine erste kompositorische Reaktion auf die
Kölner Situation waren Nine Beginnings (Erstfassung für Klavier, Bratsche,
Trompete und Sopranstimme, 1976), die beim Europa-Festival in Brüssel uraufgeführt wurden, sowie Monkey Music für Klavier (1976; rev. 1981), von Herbert
Henck erstmals gespielt im neu eröffneten IRCAM in Paris. In Nine Beginnings
setzt Volans sich mit den Beziehungen zwischen den Akkorden auseinander,
um die Abfolge der Harmonien in einem neuen System funktionaler Harmonik
50. Nlfg.. Komponisten der Gegenwart (KdG) 10.13
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Christine Lucia
Kevin Volans
zu gestalten (Nbsp. 1). Bei der Komposition der Monkey Music wurde Volans
u. a. beeinflusst durch sein Studium einiger Opern-Paraphrasen von Franz Liszt.
Damals entstand auch die Bühnenmusik zu Pirandello Die Riesen vom Berge
(München 1980).
Volans erste elektronische Arbeit in dieser Zeit stand in krassem Gegensatz zu
dem, was man damals in Köln für elektronische Musik hielt: Die einstündige
Musique concrète KwaZulu Summer Landscape (1977/79) basiert auf mehrstündigen Tonaufzeichnungen, die Volans in seiner Heimatprovinz KwaZulu-Natal
gemacht hatte, wobei er alles aufgenommen hatte, was in die Nähe seines Mikrophons geraten war. KwaZulu Summer Landscape, uraufgeführt bei einer Veranstaltung der Experimental Intermedia Foundation in New York, bringt weitgehend originale, sogar in ihrer zeitlichen Reihenfolge unveränderte Aufnahmen der Natur in KwaZulu-Natal, der Tiere (insbesondere Insekten) oder dem
Wind im Gras. Aus dieser einstündigen Tonbandarbeit entwickelten Volans und
ein Tonmeister im elektronischen Studio der Musikhochschule neue, synthetische Klänge in der halbstündigen elektronischen Musik Studies in History Zulu
(1977/79), die Volans in seinem Werkkommentar wie folgt erläutert: »Kunst,
als Natur präsentiert ... Ich konnte meine Erfahrung dieser Klangumgebungen
durch elektronische Mittel prägnanter darstellen als durch die Verwendung natürlicher Tonaufnahmen, die dazu tendieren, elektronisch zu klingen«.
In Delay in Glass für zwei Stimmen, zwei Klaviere, irische (keltische) Harfe
und Tonband (Marcel Duchamp, 1979) oder im String Quartet No. 5 »Dancers
on a Plane« für Streichquartett und Tonband (1995) stellt Volans das rohe, unbearbeitete Material seiner Feldaufnahmen komponierten Klängen gegenüber.
Obwohl bei KwaZulu Summer Landscape (1977/79) keine elektronische Bearbeitung der aufgenommenen Umweltklänge, die Volans als »natural sounds« bezeichnet, erfolgte, vermittelt das Stück den Eindruck, dass es »konstruiert« sei,
das Simulacrum oder Scheinbild einer elektronischen Musik. Damit es »natürlich« klang, hatte er es dann erst noch – wie im Fall der Studies in Zulu History
(1977/79) – elektronischen Bearbeitungsschritten zu unterziehen.
1979 entstand eine weitere »natural sounds«-Tonbandarbeit, dieses Mal in Lesotho, einer Enklave innerhalb Südafrikas, einem von Südafrika umschlossenen,
doch politisch eigenständigen Königtum. Zuerst Lesotho Mountain Village betitelt, nannte Volans das Stück nur wenig später Cover Him with Grass (1979).
KwaZulu Summer Landscape (1977/79), Studies in Zulu History (1977/79) und
Cover Him with Grass (1979) waren Experimente, die sich dem »Soundscape
Studies Program« verdanken, das in Vancouver von Barry Truax entwickelt
wurde, um durch Aufnahmezyklen die verschiedenen Tagesrhythmen von »natürlichen Klängen« bzw. Umweltgeräuschen zu erfassen. Aber auch die Arbeiten
von Luc Ferrari beeinflussten Volans in den 70er-Jahren im Bestreben, die Aufhebung der Grenzen zwischen Musik und Geräusch, die mit Cage und anderen
seit den späten 1950er-Jahren begonnen hatte, weiter zu entwickeln: Der Alltag
sollte in Kunst verwandelt werden. Volans’ Kölner Kollegen Walter Zimmermann, Klarenz Barlow und Moya Henderson machten ebenfalls Aufnahmen
von Klängen ihrer jeweiligen Heimat. In Zimmermanns Zyklus »Lokale Musik«
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50. Nlfg.. Komponisten der Gegenwart (KdG) 10.13
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OUTPUT (4)
Christine Lucia
Kevin Volans
werden beispielsweise Idiome der deutschen Volksmusik, von fränkischen Ländlern u. a. durch Obertonreihen bearbeitet und transformiert.
Volans setzte sich für Zimmermanns kontrovers diskutiertes Klavierwerk »Beginner’s Mind« (1975) ein und stellte in Zimmermanns Beginner’s Studio am
1. Juni 1979 seine Tonbandmusik vor (»Umweltklänge 4«). Bei einem Konzert
des WDR, dessen Motto »neue Einfachheit« von Walter Zimmermann
stammte, gab es im gleichen Jahr u. a. die Uraufführungen der Fassung für zwei
Klaviere der Nine Beginnings (1979, mit Gerald Barry) und Delay in Glass für
zwei Stimmen, zwei Klaviere, irische (keltische) Harfe und Tonband (Marcel
Duchamp, 1979). Insofern zählte Volans mit Michael von Biel u. a. zur Ästhetik
der von Walter Zimmermann erstmals so genannten »neuen Einfachheit«, die
in Feedback Papers 13 diskutiert wurde. Volans hätte das Schlagwort »neue
Klarheit« vorgezogen, das Walter Zimmermann aber nicht korrekt erschien;
schließlich verwendete der WDR-Redakteur Wolfgang Becker-Carstens diesen
Namen für ein Festival, und im Zusammenhang mit anderen, neokonservativen
Komponisten wurde das Schlagwort, u. a. bei einem Symposium in Graz, in
einem anderen Sinn interpretiert. Ohnehin irreführend wäre es, die Formulierung »neue Einfachheit« als Etikett für alle Stücke von Volans zwischen 1976
und 1984 zu verwenden: Seine Musik ist von einem homogenen Stil weit entfernt.
Der Westdeutsche Rundfunk trug dazu bei, dass Volans in den späten 70erJahren mehrere Reisen nach Südafrika unternehmen konnte, um dort Aufnahmen zu machen, die zu einer Reihe von Radio-Sendungen über südafrikanische Musik führten. Damals schrieb er aber auch Aufsätze zur zeitgenössischen
Musik und führte Interviews mit Komponisten, die u. a. in den Feedback Papers
veröffentlicht wurden. Insgesamt machte Volans mehr als 550 einzelne Feldaufnahmen, nicht nur von »natural sounds« [Klängen der Landschaft ohne von
Menschen oder technologischen Errungenschaften erzeugte Laute], sondern
auch von traditionellen Musikern, die spielten und über ihre Musik sprachen.
Darunter war u. a. die berühmte Spielerin des Musikbogens Ugubhu, die ZuluPrinzessin Constance Magogo ka Dinizulu. (2004 übernahm Volans den Hauptvortrag bei der Princess Constance Magogo Conference in Chicago.) Mit Unterstützung des WDR konnte 1980 das »Zulu Festival« in Köln stattfinden, in
dessen Zentrum die Zulu Vokalgruppe »Ladysmith Black Mambazo» stand, die
auf Volans’ Vorschlag hin nach Europa eingeladen worden war.
In Bezug auf seine frühen Stücke sprach Volans davon, dass sie afrikanische
Volksmusik und neue Musik als »afrikanische Paraphrasen« versöhnen würden.
Die University of Natal in Durban promovierte ihn 1985 zum Doktor der
Komposition für eine Mappe mit Werken wie Mbira für zwei Cembali (in afrikanischer Stimmung) und Schlagzeug (1980), Matepe für zwei Cembali und
Rasseln (1980), Leaping Dance für Fiedel, Marimba und Cembalo (1981), White
Man Sleeps für zwei Cembali, Viola da gamba und Schlagzeug (1982) sowie
Walking Song für Flöte, Cembalo (oder Klavier) und vier Händeklatscher oder
Fingerschnipper (1984).
50. Nlfg.. Komponisten der Gegenwart (KdG) 10.13
Jobname:
1-16
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OUTPUT (5)
Christine Lucia
Kevin Volans
Matepe ist bezogen auf das Lied »Aroyiwa Mwana« aus Zimbabwe, traditionellerweise gespielt auf einem dem Daumenklavier Mbira ähnlichen Instrument,
das Matepe genannt wird. Die Komposition basiert auf mehreren Pattern, die
aus vier Phrasen – mit jeweils zwei zerlegten Akkorden – bestehen. Die harmonische Progression beruht demnach auf viermal zwei Akkorden, die Volans aus
einer in Zimbabwe gebräuchlichen Instrumentalstimmung ableitete (Nbsp. 2a).
Die Impulse der Rassel dienen der Koordination, von Volans »interlocking«
genannt. Als Instrumente präferiert Volans zwei verschiedene Cembali, zum
Beispiel Kopien eines flämischen und eines italienischen Instruments aus dem
18. Jahrhundert. Sechs Töne werden umgestinmmt: fis e d und c h a, wobei g
in der Standardstimmung bleibt, c um 14 Cent nach oben und die anderen
Töne nach unten gestimmt werden. Die afrikanische Instrumentalstimmung ist
spezifisch für verschiedene ethnische Gruppen und wechselt von Ort zu Ort;
jedes Dorf hat seine eigene Stimmung, sodass die »afrikanische« Stimmung der
Cembali auf eine kompositorische Entscheidung von Volans zurückgeht.
Entscheidend ist, wie Volans die Pattern einsetzt und das traditionelle Material
erweitert. »Von den vorgegebenen Mustern«, erläutert Volans in der Partitur
von Matepe, »entstammen die Nos. II A (Spieler 1) und III A (Spieler 2) der
traditionellen Musik. Die übrigen Pattern habe ich selber komponiert. … Eine
Aufführung dieses Stücks sollte improvisierte Variationen umfassen, die auf dieser Akkordfolge basieren« (Nbsp. 2b). Volans behandelt die grundlegenden
melo-rhythmischen Modelle anders als Zimmermann die fränkische Volksmusik
transformiert und gefiltert hat: Während Zimmermann aus seinem Material
Obertonreihen ableitete, verändert Volans die Klangfarbe durch den Einsatz der
beiden Cembali, die der Mbira-Stimmung der Shona entsprechend gestimmt
werden, sowie afrikanischer Handrasseln, ferner strukturell – ähnlich einer Paraphrasierungstechnik – durch die Hinzufügung von Variationen und improvisatorischen Passagen. In »White Man Sleeps: Composer’s Statement« (www.kevinvolans.com) wehrt sich Volans dagegen, dieses Verfahren als »Verwestlichung
afrikanischer Musik« zu bezeichnen, was »die Popmusik-Industrie bereits zuvor
getan« hätte, sondern spricht im Gegenteil von der »Einführung einiger durchaus nicht-westlicher Aspekte afrikanischer Musik in die europäische Musik für
den Konzertsaal«.
Volans’ wachsende internationale Reputation wirkte sich auch auf seine Bekanntheit in Südafrika aus, obwohl seine Musik bei der bzw. dem ersten »National Music Conference and Festival« in Johannesburg im Januar 1981 nicht präsent war und eine ambivalente Haltung gegenüber seiner Musik dort weiterhin
besteht. Als 1981 die »Kölner Gesellschaft für Neue Musik« neu gegründet
wurde, reagierten Volans, Chris Newman und Gerald Barry, indem sie eine
alternative »Society for Newer Music / Gesellschaft für Neuere Musik« ins Leben riefen, mit einem kleinen und etwas ironischen Manifest, in dem die Zielsetzung der Society wie folgt erläutert wurde: »promote work and activity possessing an understanding and knowledge of artistic freedom, distinguished by a
certain recklessness … stripped of sophistication & rooted in a sense of wonder«.
Qualitäten dieser Art finden sich übrigens in der Newer Music for Piano (1981),
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50. Nlfg.. Komponisten der Gegenwart (KdG) 10.13
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OUTPUT (6)
Christine Lucia
Kevin Volans
einem Zyklus aus acht Stücken, wobei das »Intermezzo« aus Schumann’s Faschingsschwank aus Wien als Nr. VII gespielt wird; die gesamte Komposition
erscheint in einer tonalen Idiomatik und enthält mehr Oktaven als die damals
favorisierten Septen oder Nonen.
1982 zog Volans wieder nach Südafrika und wirkte an der Natal University
in Durban bis 1984 als »Lecturer in Music (Theory and Composition)«. Im
Auftrag der Universität, als »composer who is doing important work in
integrating African music with avant garde Western styles«, organisierte
Volans Konzerte und bemühte sich darum, die vorherrschende konservative
Haltung gegenüber der neuen Musik zu verändern: »Man kann als Komponist nicht in Süd-Afrika leben und das eigene Schaffen exklusiv an Europa
orientieren. Es ist an der Zeit, eine spezifisch indigene Form des Ausdrucks zu
schaffen.«
Als Beispiel einer indigenen Form des Ausdrucks präsentierte Volans White
Man Sleeps für zwei Cembali, Viola da gamba und Schlagzeug (1982), eine
Komposition, die 1982 am Institute for Contemporary Arts in London uraufgeführt wurde. Frühe Rezensionen charakterisierten es als ein Werk in minimalistischer Tradition, und Keith Potter als »Steve Reich entangled in the African
bush« [Steve Reich, verheddert / verfangen im afrikanischen Busch]. Es handelte sich um eine neue Art des Minimalismus, denn die afrikanische Musik,
auf der die ursprüngliche Fassung von White Man Sleeps basiert, ist an einigen
Stellen exakt transkribiert und an anderen nur noch eine vage Referenz. Das
Werk umfasst fünf Dances, die als separate Sätze gekennzeichnet sind und auf
regionalen Musikpraktiken aus Südafrika basieren: auf Panflöten-Musik der
Tswana, dem Musikbogen der San in der Wüste Kalahari, der Panflöten-Musik
der Nyanga aus Moçambique, dem Musikbogen der Lesiba aus Lesotho und
der einem kleinen Akkordeon ähnlichen Concertina der Basotho. Volans verwendete in White Man Sleeps zwar keine Musik aus Zimbabwe, doch ist die
Umstimmung der Cembali, wie erwähnt, der Stimmung angenähert, die die
Shona aus Zimbabwe für das Daumenklavier Mbira verwenden. In White Man
Sleeps macht Volans einen auffälligen Gebrauch tonaler diatonischer Zentren,
bestimmter rhythmischer Muster und von Hoketus-Techniken im Zusammenspiel. Charakteristisch sind plötzliche Veränderungen des Tempos, der Registerlage und der Dynamik einschließlich der berühmten »White Man Sleeps«-Stille
im »Third Dance«, wo mit Ausnahme der Rasseln alle aufhören zu spielen. Zur
Rezeption von White Man Sleeps (1982) gehört auch, dass die Partitur zuerst in
einer privaten Newer Music Edition und dann 1986 in den Soundings (14–15)
von Peter Garland publiziert wurde.
Morton Feldman hatte Volans 1978 in Zimmermanns »Beginner’s Studio«
kennengelernt. Dass er ihn beim Contemporary Music Festival der South African Broadcasting Corporation (SABC) im Juli 1983 in Johannesburg wiedertraf,
verstärkte ihre Freundschaft, die bis zu Feldmans Tod im Jahr 1987 anhielt.
Volans’ Frustration durch die südafrikanische Politik und Kulturpolitik, die
mangelnden Aufführungsmöglichkeiten und die geringen Tantiemen, die in
Südafrika ausgeschüttet wurden, veranlassten ihn Ende 1984, Südafrika wieder
50. Nlfg.. Komponisten der Gegenwart (KdG) 10.13
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OUTPUT (7)
Christine Lucia
Kevin Volans
zu verlassen. Die folgenden sechs Monate verbrachte er in der Cité des Arts in
Paris, wo er mit dem Maler Andrew Verster zusammenlebte.
Für die Schlagzeugerin Robyn Schulkowsky komponierte er dort das 16minütige Solo She Who Sleeps with a Small Blanket (1985), das in Salzburg
uraufgeführt wurde. Das virtuose Stück für Trommeln und Marimba enthält
die Energie und polyrhythmische Komplexität afrikanischen Tommelns, doch
ohne erkennbaren Verweis auf eine bestimmte afrikanische Quelle. Es stand am
Beginn einer produktiven Beziehung zu Schulkowsky und ihrem Fach, wobei
alle Stücke, die Volans seither für Schlagzeug oder mit Beteiligung von Schlagzeug komponierte, frei sind von der Tendenz, auf Material aus anderen Werken
zurückzugreifen. Mit diesem Werk – das erste Stück von Volans, das auf einer
CD erschien – vervollständigte er seine »afrikanischen Paraphrasen« und begann
vermehrt, experimentelle Verfahrensweisen auszuprobieren.
1985 erschien auch Volans’ Buch Summer Gardeners: Conversations with Composers (Durban: Newer Music Edition), das, inspiriert von Walter Zimmermanns
»Desert Plants« (1976; erw. 2. Aufl. 1981), elf Interviews mit Komponisten
enthält, darunter Morton Feldman, Zimmermann, John McGuire, Peter Garland, Howard Skempton und Tom Johnson. Im April 1986 emigrierte Volans
dann nach Irland, wo er im Oktober Composer-in-residence der Queen’s University in Belfast wurde.
Volans’ musikalische Entwicklung in den Jahren 1982–87 ging einher mit Veränderungen in der europäischen und amerikanischen Musikszene: Mit der Einführung der CD und der Eroberung des Marktes für dieses neue Medium
wurde der Begriff »world music«, der zuvor bereits existierte, aus verkaufsstrategischen Gründen popularisiert. Auf dem Gipfel dieser neuen Welle war eines
der ersten Ensembles, das von der klassischen Musik kam und bereit war, sein
Repertoire durch das »cross over« zu anderen Genres und Stilen, zu Rock, Pop
und »Ethno« zu erweitern, das in San Francisco ansässige Kronos Quartet. Dass
Adrian Jack Volans für das Kronos Quartet mit einer Quartettfassung von White
Man Sleeps beauftragte, wurde zum Wendepunkt seiner Karriere. Die Streichquartettfassung von White Man Sleeps (1985/86) ist mehr als eine bloße Transkription der Komposition von 1982: Es ist eine komplette Neufassung, die
weiterhin fünf »Tänze« enthält und am 13. Juli 1986 im Institute for Contemporary Arts in London uraufgeführt wurde. Das Stück erhielt zahllose Kritiken
und erregte sogar in Darmstadt Aufsehen aufgrund seiner Missachtung der
deutschen Quartett-Tradition. Das Kronos Quartet veröffentlichte zwei Sätze
daraus im Album »White Man Sleeps« (Nonesuch 1987) und sodann das gesamte Quartett auf der CD »Pieces of Africa« (Nonesuch 1989). Beide CDs
gelangten an die Spitzen der Charts.
Der Bruch mit der Quartett-Tradition durch den selbstbewussten Gebrauch
afrikanischer Stilelemente imponierte dem Publikum und der Musikkritik: »Volans steht außerhalb jeglichen nationalen Mainstreams und war so frei, ein Quartett zu komponieren, das einen Sound hatte wie kein anderes«, schrieb Kyle
Gann damals in der New Yorker Village Voice. Das Kronos Quartet tourte
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Kevin Volans
1988 mit White Man Sleeps durch die USA, und im November 1988 erarbeitete
die Choreografin Siobhan Davies in London eine Choreografie dieses Stücks
mit ihrer neu gegründeten Tanzkompagnie – eine Produktion, die Channel 4
noch im selben Jahr fürs britische Fernsehen aufzeichnete. White Man Sleeps
wurde ein Hauptwerk der Siobhan Davies Dance Company, das Davies 2005
anlässlich des 25. Geburtstags ihres Ensembles wieder aufnehmen konnte. Die
1990 erschienene CD mit dem Motto Cover Him With Grass (in memoriam Bruce
Chatwin) (sie enthält nicht das betreffende Stück von 1979) bringt beide Fassungen von White Man Sleeps sowie weitere »African Paraphrases«. Zu diesem Zeitpunkt hatte Volans für das Kronos Quartet auch bereits die Quartette No. 2
»Hunting : Gathering« (1987) und No. 3 »The Songlines« (1988) komponiert.
Volans’ Musik entwickelte sich seit den späten 80er-Jahren in konkurrierende
Richtungen: Auch der an White Man Sleeps orientierte Werkstrang ist Techniken der Kölner »Schule« verpflichtet – Volans filtert ethnisches Material, verlangsamt es stufenweise, proportioniert es asymmetrisch, variiert Dichte, Ambitus, Klangfarbe und Registerlage, um verschiedene Grade der Veränderung zu
ermöglichen. Aber in anderen, dazu scheinbar gegensätzlichen Werken verzichtet er auf diatonische Harmonik und jegliche Bezüge auf barocke sowie afrikanische Musik und bevorzugt eine chromatische Harmonik. Morton Feldman,
Bunita Marcus u. a. ermutigten ihn zu dieser neuen Richtung, die er 1986
in seiner Darmstadt Lecture Dancing in the Dark vorstellte (publiziert in New
Observations No. 67, vgl. Volans 1989). Volans interessierte sich vor allem dafür,
wie Feldman die Oberfläche seiner Musik klanglich gestaltete und wie er mit
der Zeit umging – hier übte Feldmans Musik zweifellos einen wichtigen Einfluss aus. Feldman trug dazu bei, Volans zur Moderne zurückzuführen, zu Stravinskij, Debussy, Cage und anderen amerikanischen experimentellen Komponisten. Ebenso wichtig war es, dass er Volans darin bestärkte, weiterhin nach
Beziehungen zwischen Musik und bildender Kunst zu suchen.
Als er 1987 in Belfast lebte, erprobte Volans in einer Reihe von Stücken
entwicklungslose lineare Strukturen, beginnend mit Into Darkness für Klarinette,
Trompete, Violine, Violoncello, Schlagzeug und Klavier (1987; rev. 1989) – ein
klanglich herbes zweisätziges Werk, das vage an ältere Formen europäischer
neuer Musik wie Stockhausen oder Boulez erinnern mag und kaum Bezüge zu
Afrika aufweist. Es entstand in einer Zeit emotionaler Anspannung, denn Volans’ Mutter starb Anfang 1987.
Der kurze Quartettsatz Notes dĀun peintre (1987; später schlicht Movement genannt) wurde im April 1987 in der Durban Art Gallery uraufgeführt. Die an
Webern orientierte Behandlung der Tonhöhen, die Klarheit des Satzes und
Transparenz der Melodik zeigen wiederum einen brillanten Umgang mit dem
Medium des Streichquartetts, doch in einem anderen Stil als in White Man
Sleeps. Im November 1987 brachte das Kronos Quartet String Quartet No. 2
»Hunting : Gathering« (1987) in San Francisco zur Uraufführung und reiste mit
diesem Werk durch die USA. Volans bezieht sich in dieser Komposition erneut
auf Afrika, auf Idiome der westafrikanischen Stegharfe Kora aus Mali, auf das
Lesiba – das einzige Blasinstrument, das eine Saite hat, ein kleines signalartiges
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Kevin Volans
Instrument aus Lesotho, das kurze vogelartige Klänge produziert und ursprünglich von den Hirten benutzt wurde –, ferner auf eine äthiopische Volksmelodie.
Er entsprach damit seiner ästhetischen Maxime: »I wanted the different pieces
to come and go in a random fashion like images or events on an unplanned
journey.« [Ich wollte, dass die verschiedenen Abschnitte gewissermaßen zufällig
kommen und gehen wie Bilder oder Ereignisse auf einer planlosen Reise.] Die
Form ist weder zyklisch noch minimalistisch, sondern besteht aus einer Kette
aus 23 Abschnitten, die den Sequenzen eines Films entsprechen könnten und
deren Material sich überwiegend nicht wiederholt.
Zur internationalen Bekanntheit von Volans trug schließlich auch die Uraufführung des String Quartet No. 3 »The Songlines« (1988) durch das Kronos Quartet in New York 1988 bei. Volans hatte im Oktober 1987 ein Exemplar von
Bruce Chatwins Roman »The Songlines« erhalten. Ein paar Monate später,
nach einer Diskussion mit David Harrington, dem Primarius des Kronos Quartet aus San Francisco, über ein neues Theaterstück für das Quartett und nachdem er Chatwins Buch über die Songlines, die Landkarte der australischen
Ureinwohner, gelesen hatte, meldete er sich telefonisch bei Chatwin; sie trafen
sich und wurden nahezu unzertrennlich bis zum frühen Tod des Schriftstellers
im Januar 1989. Ihre erste Begegnung und die nachfolgende Freundschaft –
auch mit Chatwins Frau Elizabeth, die bis heute andauert – beschrieb Chatwin
in einem Essay, der zuerst im New York Review of Books erschien sowie später
in Chatwins Sammelband »What Am I Doing Here?« (1989, nicht allerdings in
der deutschen Übersetzung dieses Bandes).
Volans sah in den »Songlines« einen Opernstoff, doch Chatwin gelang es, ihn
und seinen Librettisten Roger Clarke davon zu überzeugen, die Oper eher an
dem nomadischen Leben von Arthur Rimbaud zu orientieren als an dem eines
australischen Ureinwohners. Die Kammeroper in drei Akten The Man with Footsoles of Wind (1988/93) entstand im Auftrag von Dancelines Productions sowie
der English National Opera; Auszüge daraus wurden der Öffentlichkeit bereits
vor der offiziellen Uraufführung, die am 5. Juli 1993 im Almeida Theatre in
London stattfand, vorgestellt.
Das »Hauptwerk« aus Volans’ mittlerer Periode erhielt mäßige Kritiken und
wurde seither nicht mehr neu inszeniert. Für ein Publikum, das gewohnt war,
innovative Werke eines »thoroughbred post-modernist« [150-prozentigen Postmodernisten], wie Andrew Clements Volans nach der Uraufführung seines Orchesterstücks One Hundred Frames (1991) bezeichnete, zu hören, erschien die
Produktion problematisch; eine der Sichtweisen war es, den ausbleibenden Erfolg dem Regisseur Peter Mumford anzulasten. The Man with Footsoles of Wind
verlangt fünf Sänger, einen Sprecher, Bläser, Harfe, Celesta, Schlagzeug und ein
Streichquartett, das zu einem Protagonisten des Dramas wird. Die Handlung
beginnt mit einer Sterbeszene. Die Verläufe zeigen eine subtile Spannung, wie
sie sich in vielen von Volans’ Werken seit 1990 findet, eine Spannung zwischen
äußerlich heraustretender Gestik einerseits und intimen, minimalen Wiederholungen andererseits, zwischen ruhiger Oberfläche und unruhiger innerer Bewegtheit. Es entsteht eine Art künstlerischer und spiritueller Rastlosigkeit, die
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Kevin Volans
beide Autoren – Rimbaud und Chatwin – durchaus verkörperten. Aus der
Oper hervorgegangen sind das String Quartet No. 3 »The Songlines« (1988), die
Klavierfassung eines Ausschnitts von Yvar Mikhashoff (Striding Dance, 1992)
sowie Volans’ Bearbeitung This is How It Is für Bläserensemble (1995).
Weitere Werke entstanden während der Arbeit an der Oper, die meisten für
das Tanztheater, das seit den 1990er-Jahren Volans’ wichtigstes Genre wurde.
Ihn faszinierte die eine neue, auf den Körper bezogene Ästhetik im zeitgenössischen britischen Tanztheater. Für die Choreografen Jonathan Burrows, Siobhan
Davies und Shobana Jeyasingh entstanden Correspondences (1990), Wanting to Tell
Stories (1993), Wild Translations und The Stop Quartet (1995), Walking Music
(1996), Things I DonĀt Know (1997), Wild Air (1998) und Surface Tension (1999) –
Kompositionen, die ihn dazu anregten, sich vermehrt mit der Oberflächenstruktur seiner Musik auseinanderzusetzen. Die Ausführenden seiner Partituren
für Streichquartett oder Klavier oder Ensemble, mit oder ohne Zuspielungen,
befanden sich meistens mit den Tänzern direkt auf der Bühne. Fast alle dieser
Partituren verwendete Volans in anderen Werken wieder, bisweilen stark bearbeitet wie im Fall des String Quartet No. 4 »The Ramanujan Notebooks« (1990),
das aus Correspondences hervorgegangen ist.
Der Titel von One Hundred Frames (1991; Nbsp. 4), Volans’ erstem Orchesterstück, wurde inspiriert durch Hokusais »One Hundred Views of Mount Fuji«.
Volans schuf eine Folge von 100 »Ansichten« eines Akkords, deren Oberfläche,
Beleuchtung und Textur er untersucht, ohne eine motivische Entwicklung oder
Veränderung anzustreben. »Der Moment zählt hier alles«, schrieb der Kritiker
Michael Dervan. Gleichwohl ist das Stück nicht nur statisch, sondern stellt eine
sehr begrenzte Menge Material zur Verfügung, das in ständiger Bewegung ist –
eine Technik, die Volans dann auch in mehreren nachfolgenden Werken erforschte.
Für den Soundtrack des BBC Kunstfilms Plane-Song (1994) der Regisseurin
Deborah May konfrontierte Volans Klänge eines Streichquartetts mit kurzen
Ausschnitten von Aufnahmen der Venda und aus dem Kruger National Park,
die in den Verlauf des Quartetts wie Erinnerungsbilder hineindriften. Als eigenständiges Werk wurde diese Filmmusik als String Quartet No. 5 »Dancers on a
Plane« veröffentlicht.
Ein Hauptwerk der 90er-Jahre ist Cicada für zwei Klaviere (1994). Der eine
Akkord, auf dem dieses 26-minütige Stück basiert (Nbsp. 5), wird umsichtig,
aber rasch zwischen den beiden Spielern, die kaum jemals ein mezzopiano überschreiten, hin und her geworfen. Das Auftragswerk des Klavierduos »Double
Edge« wurde erstmals im April 1994 im Los Angeles County Museum of Art
gespielt.
Cicada [Zikade] verdeutlicht Volans’ Umgang mit Oberflächenstrukturen, wobei er sich inspirieren ließ durch den visuellen Eindruck der harmonisch ausbalancierten Asymmetrie kongolesischer Textilmuster (Barkcloth [Rindentücher])
oder euro-amerikanischer Minimal Art. Bilder von Jasper Johns wie »Dancers
on a Plane« [Tänzer auf einer Ebene] (1979, 1980, 1980/81), »Scent« [Duft]
(1973/74) und vor allem das Aquarell »Cicada« (1979), dessen Titel Volans
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Christine Lucia
Kevin Volans
höchstwahrscheinlich übernahm, bilden offenkundige visuelle Parallelen. Jasper
Johns’ »Dancers« sind strukturiert durch zwei Hälften, wobei die eine das ungefähre Spiegelbild der anderen ist, eine tantrische Symmetrie wie die ikonografischen Darstellungen der tanzenden Hindu-Gottheit Shiva; vgl. auch Johns’
»Tantric Details I« (1980) und »II« (1981), »The Dutch Wives« (1975) etc. Johns’
»Cicada« zeigt auf weißem Grund kurze und scharfe Schraffuren roter, gelber,
blauer und grüner Streifen – ähnlich den Tönen E und Cis im überwiegenden
B-Dur von Volans’ Klavierduo Cicada. Dass die Schraffuren kreuzweise verlaufen, so dass die kurzen parallel verlaufenden Linien des einen Farbfeldes durch
die des anderen begrenzt werden, erinnert stark an das akkordische Wechselspiel
der beiden Klaviere.
Volans bezeichnete Cicada als sein »erstes genuin minimalistisches Stück«
(Werkeinführung): Es handelt sich nicht um einen energetisch prozesshaften
Minimalimus wie bei Steve Reich oder Philip Glass, sondern eher um eine
gewisse Nähe zu Terry Riley – minimalistisch in der Art und Weise, wie in
raschem Tempo ein Material konstanter Dichte übernommen, wiederholt und
verändert wird. Die Basis-Einheit des Materials ist ein Takt Musik (Nbsp. 5),
dem ein kürzerer Pausentakt folgt. Diese Einheiten werden zwei bis zu zwölf
Mal wiederholt und vielfältig variiert: Zum Beispiel gibt es Veränderungen
des Tempos, der Registerlage, der Dichte und Artikulation der Akkorde sowie
Veränderungen in der Länge der Takte und der Anzahl der Wiederholungen;
um die häufigen Tempowechsel auszugleichen, wird das Tempo gelegentlich
auch wieder stabilisiert.
Das Konzept von Cicada wurde beeinflusst durch die »sky-pieces« von James
Turrell: Installationen, bei denen ein Ausschnitt des Himmels zu sehen ist und
durch diese Öffnung die wechselnden Färbungen des Himmels beobachtet werden können. Nach dem Besuch einer Ausstellung mit Werken Turrells sah Volans am nächsten Morgen beim Aufwachen »a glittering square of sunlight reflected off the sea« [einen funkelnden Ausschnitt des Sonnenlichtes über dem
Meer] und entschied: »no composition; don’t change anything except the tone«
[keine Komposition, verändere nichts als den Ton]. Die Struktur ist auch in
Cicada nicht-hierarchisch; das klaviergerecht ausgewählte Tonmaterial enthält
die Dreiklänge A-Cis-E und B-D-F sowie als siebten Ton gelegentlich ein G.
Eine Analogie besteht vielleicht zu Stockhausens »Klavierstück IX« (1962) mit
seinem obsessiv wiederholten vierstimmigen Akkord, eine noch bessere Analogie bildet Stockhausens Chorwerk »Stimmung« (1968), das ebenfalls auf einem
Nonenakkord über B basiert und Cicada vergleichbare meditative Qualitäten
entfaltet. Wie in der afrikanischen und auch in der minimalistischen Musik
üblich, hat Cicada keine Coda: Es fängt einfach an und hört irgendwann auf –
ein bei Volans, der eine Vorliebe für Codas hat, eher unüblicher Verlauf.
Nach etwa zwei Dritteln erfolgt ein plötzlicher Wechsel der Textur durch das
viertönig ansteigende Bewegungsmotiv cis-d-e-f in beiden Klavieren. Diese
kurze motivische Einheit bildet zugleich Volans’ Ur-Motiv, das sich in verschiedenen Varianten in zahlreichen weiteren Werken findet, u. a. schon in Monkey
Music für Klavier (1976; rev. 1981), deutlich dann zu Beginn des Concerto for
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Christine Lucia
Kevin Volans
Piano and Winds (1995). Plötzlich an- oder absteigende Klangblöcke ereignen
sich im Trio Concerto [Tripelkonzert] für Klavier, Violine, Violoncello und Orchester (2005), im Piano Concerto No. 2 »Atlantic Crossing« (2006) und setzen
sich in abgeschwächter Form in Volans’ Kammermusikwerken von 2009 fort.
Die Technik der motivischen Verschränkung geht zurück auf Nine Beginnings
für Klavier, Viola, Trompete und Sopranstimme (1976) resp. für zwei Klaviere
(1979; rev. 1985; Nbsp. 1) und Matepe für zwei speziell gestimmte Cembali und
Rasseln (1980; Nbsp. 2), Leaping Dance und Kneeling Dance (beide für zwei
Klaviere, 1984) sowie Teile aus White Man Sleeps (Ensemblefassung, 1982).
Cicada (1994) repräsentiert eine wesentliche Entwicklungsstufe in Volans’
Output: Zahlreiche frühere Stücke führen zu Cicada hin in dem Sinn, dass
sie bestimmte Techniken der Verzahnung, Musterung und Strukturierung in
Kurzmotive und diesen gegenübergestellten Klangblöcken in einer Sprache verwenden, die weder vollkommen tonal noch ganz atonal ist. In späteren Werken
setzt Volans diese Techniken fort, u. a. mit deutlicheren Kontrasten in der Dynamik.
String Quartet No. 6 (2000) und Concerto for Double Orchestra (2001) sind kompromisslos verbunden mit der Idee des Akkordmotivs, das zwischen zwei gleichen Instrumenten oder Instrumentalformationen hin- und hergeworfen wird.
Im Concerto sind es zwei Orchester, so dass das Resultat an ein barockes Concerto grosso erinnert; in Quartet No. 6 (Nbsp. 6) alternieren Streichquartett und
Tonband, überlappen sich und werden ineinander »geblendet« – ähnlich wie
Mark Rothko mit zwei verschiedenen Farben hantiert. In Trumpet and String
Quartet 2 (2001) folgen den Tönen der Trompete stets einzelne Töne oder
Klänge des Quartetts. Diese Art der Gegenüberstellung bedeutete eine radikale
stilistische Veränderung, so dass Bob Gilmore nach der Premiere des Double
Concerto schrieb, »einige von uns brauchen Zeit, um sich daran zu gewöhnen«;
andererseits hörten einige Kritiker hier Echos von La Monte Young, Stravinskij,
Schönbergs »Farben« op. 16 (1909) oder Klangfarbenmelodie und sogar Stockhausens »Inori« (1973/74) heraus.
Über die Auseinandersetzung mit der Strukturierung des Oberflächenklangs
hinaus spielt auch die Idee des Narrativen eine Rolle in Volans’ Schaffen. Eine
kompositorische Devise, die er oft gebrauchte, ist das »Walking-Motif«, das sich
u. a. in String Quartet No. 2 »Hunting : Gathering« (1987), No. 4 »The Ramanujan
Notebooks« (1990; rev. 1994), No. 5 »Dancers on a Plane« (1994) und No. 8 »Black
Woman Rising« (2004) findet, im Walking Song für Flöte, Cembalo und vier
Händeklatscher oder Fingerschnipper (1984) oder in der Kammeroper The Man
with Footsoles of Wind (1988/93). Auch Volans’ Schlagzeug-Stücke enthalten eine
narrative Codierung. Viele Fäden verknüpfen die Quartette mit den Stücken
für das Tanztheater; so bezieht sich Zeno at 4 a.m. (2000) auf Quartet No. 8 und
The Confessions of Zeno (2001) auf Quartet No. 1 und No. 2. Auch die bisher
neun Klavier-Etüden (2003/09) für den südafrikanischen Pianisten Jill Richards
sind aus früheren Werken hervorgegangen; aus Monkey Music (für Klavier, 1976;
rev. 1981) wurde beispielsweise Etude No. 5 (2003). Die Schlagzeugstücke sind
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Christine Lucia
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vergleichsweise früh entstanden, und es ist kein Zufall, dass Solostücke wie
Asanga (1997), Akrodha (1997/98) sowie Chakra für drei Schlagzeuger (2003)
Sanskrit-Titel tragen. Es handelt sich weniger um meditative als vielmehr um
virtuose, energiegeladene Werke. »Asanga« bedeutet Freiheit von Bindungen;
»Akrodha« Freiheit von Ärger und Wut. »Chakra« bedeutet Rad und bezeichnet
die sieben Energiezentren im Körper; die Instrumente sind platziert wie die
Speichen eines Rads, und die Musik verläuft bisweilen in kreisförmigen Mustern.
Diese Bezüge sprechen mit Volans’ Spiritualität einen Aspekt an, der bisher
noch nicht erwähnt wurde. Christlich getauft, hatte er sich seit seiner Kölner
Zeit für den Zen-Buddhismus interessiert, bis er als Composer-in-residence der
Princeton University 1992 in der Siddha Yoga Foundation (SYDA) in New
York Gurumayi Chidvilasanda kennenlernte. Im Okt. 1994 unternahm er mit
Elizabeth Chatwin eine Reise nach Indien. Der Aspekt der Spiritualität, über
den Volans nicht viel spricht, zeigt sich gelegentlich in der ruhigen, aber entschiedenen Intensität seiner Musik, insbesondere in Vokalwerken wie Glosa a lo
Divino für 14 Stimmen (2006) und Canciones del Alma für zwölf Stimmen und
Klavier (2009), beide auf Texte des spanischen Mystikers Juan de la Cruz (1542–
1591), die Volans in der Originalsprache vertonte.
Ungewöhnlich klangsinnlich wirken das Concerto für Piano and Wind Instruments (1995) und das Piano Concerto No. 2 »Atlantic Crossing« (2006). Letzteres
ist unverhüllt romantisch, eine Huldigung an Liszt, Rachmaninov und Ravel.
Wie besessen entfaltet Volans die Kräfte des – im Blick auf sein Gesamtwerk
ungewöhnlich – groß besetzten Orchesters, so dass nur eine konsequent kraftvolle und stringente Gestaltung des Klavierparts sich dagegen behaupten kann.
»Auch wenn Atlantic Crossing als Killer für die Ausführenden erscheint, ist es
doch ein wundervolles Fest für das Publikum«, schrieb einer der Kritiker. Das
Stück entstand für Marc-André Hamelin, der es im Nov. 2006 mit dem San
Francisco Symphony Orchestra unter der Leitung von Michael Tilson Thomas
zur Uraufführung brachte. Dem extravertierten Stil dieses Werks voraus ging
das Concerto für Piano and Wind Instruments, das ähnlich üppig klingt und das
teleologische Moment des romantischen Instrumentalkonzerts in sich trägt. Mit
dem Piano Concerto No. 2 scheint Volans eine Grenze zu überschreiten, auch
wenn es vielleicht gesehen werden mag als Vergrößerung und Projektion der
malerischen Welt von Cicada auf eine riesige Leinwand. Mit seinem Trio Concerto für Klavier, Violine, Violoncello und Orchester (2005), einer seiner schönsten Kompositionen, zeigt Volans weniger Romantizismus der musikalischen
Sprache als des Geistes.
2007 erarbeitete Volans für die Retrospektive »Discontinuity, Paradox & Precision« mit Werken des deutschen Künstlers Jürgen Partenheimer an The Partenheimer Project für drei simultan spielende Ensembles. Die Ausstellung mit Objekten, die Partenheimer in verschiedenen Medien gemacht hatte, wurde erstmals
2008 in der Ikon Gallery in Birmingham vorgestellt und ging anschließend ins
Kunstmuseum Bonn. Volans schuf eine Komposition, die auf Partenheimers
Werke reagiert. Die 45minütige Musik, die von drei verschiedenen Ensembles –
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Kevin Volans
Bläser [2 Klar., 2 Trp., 2 Hr., 2 Pos.], Streicher und Schlagzeug / Klavier –
in drei verschiedenen Räumen der Galerie mit verschiedenem musikalischen
Material gespielt wurde, widerspiegelt die verschiedenen Medien in Partenheimers Ausstellung. Volans differenzierte dabei Vorder- und Hintergrund und
war bestrebt, Effekte wie das Promenieren und Stehenbleiben in einer Galerie
nachzubilden.
The Partenheimer Project ist ein ehrgeiziges, sensibles, aber auch kühnes Werk:
»Ich schrieb die Musik für ein Ensemble vom Anfang bis zum Ende«, erläuterte
Volans, »dann kürzte ich sie ein und dehnte sie wieder auf 150% ihrer Länge.
Danach komponierte ich darum herum die Musik für die beiden anderen Ensembles – mit langen Pausen, in denen sie nicht spielen müssen. Dabei versuchte
ich zu vermeiden, die leeren Zwischenräume mit Klang zu füllen, versuchte
aber auch, die Hörer von einem Raum in den anderen zu ziehen, sie zu einem
Rundgang durch die Galerie zu verlocken ... Ich beschloss, so viele verschiedene Klangbilder wie möglich zu produzieren und mich dabei so wenig wie
möglich zu wiederholen.«
Volans fuhr fort, Musik wie ein Bild zu erforschen, auf dieselbe intuitiv strukturierende Art mit einem sensiblen ästhetischen Resultat in Kammermusikwerken wie viola : piano, cello : piano und violin : piano (alle 2008/09) sowie in größer
besetzten Werken wie der Symphony »Daar Kom Die Alibama« für Kammerorchester (2010) und das bei den BBC Proms uraufgeführte Piano Concerto No. 3
(2011). Bei einem »Kevin Volans Day« anlässlich seines 60. Geburtstags erklang
in der Londoner Wigmore Hall 2009 u. a. die Uraufführung von viola : piano;
es spielten Garth Knox und der Komponist, der für sein Stück mit dem Royal
Philharmonic Society Prize for Chamber Music ausgezeichnet wurde.
Auch als Lehrer war Volans erfolgreich: Zu seinen Studenten zählen Matteo
Fargion, Jenny Walshe, Andrew Hamilton u. a.; er beeinflusste jüngere Komponisten in Irland (Donnacha Dennehy, Deirdre Gribben, Jürgen Simpson u. a.)
und Südafrika (Michael Blake, Bongani Ndodana, Cobi van Tonder u. a.).
Texte, die einen Einblick in seine vielfältige und doch konsistente Ästhetik
sowie seine Bewertung kompositorischer Methoden vermitteln, finden sich auf
Volans’ Website (www.kevinvolans.com): Paraphrase (1976); Of White Africans
and White Elephants (1986); White Man Sleeps (1982ff.); Dancing in the Dark
(1989); One Hundred Frames (1991) und Some Japanese Influences on Style and
Structure in Bruce ChatwinĀs Writing (2008).
Übersetzung aus dem Englischen:
Felix Goldenweiser
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Christine Lucia
Kevin Volans
Notenbeispiel 1:
Nine Beginnings für zwei Klaviere (1979; rev. 1985): Anfang. – Chester Music,
London
Notenbeispiel 5:
Cicada für zwei Klaviere (1994): Anfang. – Chester Music, London
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Matepe für zwei Cembali (in »spezieller« Stimmung) und Rasseln (1980):
Pattern I A zeigt vier Phrasen. Jede dieser Phrasen enthält zwei Akkorde. Aus diesen Pattern werden zahlreiche Varianten entwickelt, wobei die Spieler gleichzeitig dieselben Akkorde spielen müssen, hinsichtlich Reihenfolge und Oktavlage der Töne aber relativ unabhängig voneinander agieren dürfen. Die Impulse der Rassel dienen der Koordination,
von Volans »interlocking« genannt. – Chester Music, London
Notenbeispiel 2b:
Matepe für zwei Cembali (in afrikanischer oder »spezieller« Stimmung) und Rasseln (1980) basiert auf den abgebildeten
vier mal zwei Akkorden.
Notenbeispiel 2a:
Kevin Volans
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50. Nlfg.. Komponisten der Gegenwart (KdG) 10.13
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Christine Lucia
Kevin Volans
Notenbeispiel 3:
String Quartet No. 1 »White Man Sleeps« (1985/86): Dance I, Tt. 19–22. – Chester Music, London
Notenbeispiel 6:
String Quartet No. 6 für Doppelquartett oder Streichquartett und Tonband
(2000) basiert auf Echoprozessen: Tt. 209–217. – Chester Music, London
50. Nlfg.. Komponisten der Gegenwart (KdG) 10.13
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Christine Lucia
Kevin Volans
Notenbeispiel 4:
One Hundred Frames für Orchester (1991): Partiturseite 11. – Chester Music,
London
D
Jobname:
1-14
50. Nlfg.. Komponisten der Gegenwart (KdG) 10.13
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Christine Lucia
Kevin Volans
Werkverzeichnis
Ch Chester Music, London
1970
Two Songs für Sopran und Klavier. Text: Edward Estlin Cummings. – Ms.
Compositions for a Composer. Graphische Partitur. Variable Besetzung. – Ms. –
UA Johannesburg 1970; variable Dauer
1974 umbenannt in Grafik
1972; rev. 1974
Module. Graphische Partitur für vier Spieler, komponiert in Aberdeen. – Ms. –
Variable Dauer
1974
Grafik. Graphische Partitur, realisiert von Richard Toop für zwei Klaviere (vier
Spieler), Flöte, Violine, Violoncello und Perkussion. – Ms. – UA Köln 1974
1976
Nine Beginnings für Klavier, Viola, Trompete und Sopranstimme. Text: Phoneme. – Ms. (zurückgezogen). – UA Brussels 1976; 10#
Vgl. Nine Beginnings für zwei Klaviere (1979; rev. 1985)
Vgl. Renewed Music – Reviewed Music für sechs Schlagzeuger (1979)
1976; rev. 1981
Monkey Music für Klavier. – Ms. – UA Paris 1977; ca. 10#
2003: Überarbeitung als Etude No. 5
Zweitfassung als Monkey Music für Klavier und Sprecher. Text: Zahlen. –
Ms. – UA London 1982; 8#
1977/79
KwaZulu Summer Landscape. Vierspuriges Tonband (»natural sounds« [unbearbeitete Klänge] aus KwaZulu-Natal, Südafrika). – UA New York 1979; 64#
Studies in Zulu History. Vierspuriges Tonband (elektronische Klänge). – UA
London 1982; 34#
1979
Delay in Glass für zwei Stimmen, zwei Klaviere, irische Harfe und Kassettenspieler. Text: Marcel Duchamp. – Ms. – UA Köln 1979; 20#
Renewed Music – Reviewed Music für sechs Schlagzeuger. – Ch. – UA Köln 1981;
ca. 12’
Bearbeitung der Nine Beginnings für zwei Klaviere (1979)
Cover Him with Grass. Tonband. – Ch. – UA London 1982; 17#
»Natural sounds« [unbearbeitete Klänge] aus Lesotho. Ursprünglicher Titel:
Lesotho Mountain Village
50. Nlfg.. Komponisten der Gegenwart (KdG) 10.13
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E
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Christine Lucia
Kevin Volans
1979; rev. 1985
Nine Beginnings für zwei Klaviere. – Ch. – UA Köln 1979; 10#
Hervorgegangen aus Nine Beginnings für Klavier, Viola, Trompete und Sopranstimme (1976); vgl. Renewed Music – Reviewed Music für sechs Schlagzeuger (1979) sowie Nine Beginnings für Klavier (1981)
1980
Mbira für zwei Cembali (in spezieller Stimmung) und Rasseln. – Ms. (zurückgezogen). – UA Köln 1980; 10#-20#
Die Stimmung der Cembali ist abgeleitet von der des Daumenklaviers Mbira
der Shona.
Matepe für zwei Cembali (in spezieller Stimmung) und Rasseln. – UA Köln
1980; 10#-20#
Die Stimmung der Cembali ist abgeleitet von der des Daumenklaviers Mbira
der Shona. Bei der Uraufführung wurden zusätzlich thailändische Buckelgongs eingesetzt.
Mr Barry, Lebenskünstler für Klavier. – Ch
Incidental music to PirandelloĀs »Die Riesen vom Berge« für Stimmen, Elektronik
und Kammerensemble. – Ms. – UA München 1981
1981
Leaping Dance für Fiedel, Marimba und Cembalo. – Ch. – UA Frankfurt/Main
1981; 7#
Nine Beginnings für Klavier. – Ch. – UA Dublin 1981; 10#
Bearbeitung der Nine Beginnings für zwei Klaviere (1979; rev. 1985)
1981; rev. 1992
Newer Music for Piano für Klavier. – I.-VIII. – Ch. – UA Frankfurt/Main 1981;
8#
VII. ist identisch mit dem »Intermezzo« aus Robert Schumanns »Faschingsschwank aus Wien« op. 26
1982
White Man Sleeps für zwei Cembali (in spezieller Stimmung), Viola da gamba
und Schlagzeug. – I. First Dance; II. Second Dance; Third Dance; IV. Fourth
Dance; V. Fifth Dance. – Ch. – UA London 1982; 22#
Die Stimmung der Cembali ist abgeleitet von der des Daumenklaviers Mbira
der Shona.
1985/86: Bearbeitung für Streichquartett
1983
Journal: Walking Song für zwei Klaviere, zwei Flöten, Klarinette, Fagott, Trompete, Posaune, Violine und Kontrabass. – Ms. (zurückgezogen). – UA Durban
1983; 17#
F
Jobname:
1-14
50. Nlfg.. Komponisten der Gegenwart (KdG) 10.13
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Christine Lucia
Kevin Volans
1984
Walking Song für Flöte, Cembalo (oder Klavier) und vier Händeklatscher oder
Fingerschnipper. – Ch. – UA Durban 1984; 6#
1986: Bearbeitung für Orgel solo
Ways of History (Part One) für Klavier, Violine und Violoncello. – Ms. (zurückgezogen). – UA Darmstadt 1984; 5#
Leaping Dance für zwei Klaviere. – Ch. – UA London 1984; 8#
1995: Bearbeitung für Bläserensemble [Fl., Ob., E.H., 2 Klar. 2 Bassetthr.,
2 Fg., 2 Hr.]
1984; rev. 1987
Kneeling Dance für zwei Klaviere. – Ch. – UA London 1984; 10#
1985
She Who Sleeps with a Small Blanket für Schlagzeug. – Ch. – UA Salzburg 1985;
16#
1985/86
String Quartet No. 1 »White Man Sleeps« für Streichquartett. – I. First Dance;
II. Second Dance; Third Dance; IV. Fourth Dance; V. Fifth Dance. – Ch. – UA
London 1986; 24#
Bearbeitung von White Man Sleeps für zwei Cembali (in spezieller Stimmung),
Viola da gamba und Schlagzeug (1982)
1995: String Quartet No. 1 »White Man Sleeps«. Bearbeitung für drei Gitarren
von Bernd Goldau. – Ms. (nicht autorisiert)
2005: Bearbeitung für vier Gitarren von Brian Bolger. – Ms. (autorisiert)
1986
Walking Song für Orgel solo. – Ch. – UA Dublin 1986; 6#
Bearbeitung des Walking Song für Flöte, Cembalo (oder Klavier) und vier
Händeklatscher oder Fingerschnipper (1984)
1987
Movement für Streichquartett. – Ch. – UA Durban 1987; 8#
Ursprünglicher Titel: Notes dĀun peintre
String Quartet No. 2 »Hunting : Gathering« für Streichquartett. – Abschnitte I–
XXIII. – Ch. – UA San Francisco 1987; 22#
1987; rev. 1989
Into Darkness für Klarinette, Trompete, Schlagzeug, Klavier, Violine und Violoncello. – I.–II. – Ch. – UA London 1987; 12#
1987; rev. 2008
Etude No. 8 für Klavier. – Ch. – UA Belfast 1988; 6’
50. Nlfg.. Komponisten der Gegenwart (KdG) 10.13
Jobname:
1-14
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G
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Christine Lucia
Kevin Volans
1988; rev. 1993
String Quartet No. 3 »The Songlines« für Streichquartett. – Ch. – UA New York
1988; 26#
1988/93
The Man with Footsoles of Wind. Kammeroper in drei Akten. Für Knabensopran,
Tenor, zwei Soprane, Bariton, Sprecher, Flöte, zwei Klarinetten (in B und in
Es, auch E. H. und Bassklar.), zwei Hörner, Trompete, Bassposaune, Schlagzeug, Klavier (auch Celesta), Harfe und Streicher. Libretto: Roger Clarke
nach einer Idee von Bruce Chatwin über die Motive »Wandern« und »Tod«
in Texten von Arthur Rimbaud. – Ch. – UA London 1993; 90#
Daraus: This Is How It Is für Bläserensemble (1995)
1990
Correspondences. Tanzoper für Streichquartett, Baritonstimme und Tänzer. Libretto und Choreografie: Shobana Jeyasingh nach den Notizbüchern des Mathematikers Srinivasa Ramanujan (1887–1920) und seinem Briefwechsel mit
dem Mathematiker G. H. [Godfrey Harold] Hardy (1877–1947) in Cambridge. – Ch. – UA London 1990; 75#
Chevron für Kammerensemble. – Ch. – UA Brighton 1990; 25#
Auftrag der Rambert Dance Company. Ursprgl. Titel: Wild Translations
1990; rev. 1994
String Quartet No. 4 »The Ramanujan Notebooks« für Streichquartett. – Ch. –
UA London 1990; 26#
1991
One Hundred Frames für Orchester. – Ch. – UA Belfast 1991; 20#
Happiness is a Warm Gun für Klavier. – Ms. – UA New York 1991 (Studioproduktion)
Arrangement für ein Album mit Songs von John Lennon und Paul McCartney im Auftrag des und für den Pianisten Aki Takahashi.
1992
Kneeling Dance für sechs Klaviere. – Ch. – UA Southampton 1992; 8#
Striding Dance für Klavier. Aus dem II. Akt der Kammeroper The Man with
Footsoles of Wind (1988/93). Klavierfassung von Yvar Mikhashoff. – Ms. – UA
Buffalo 2003; 3#
1993
Wanting to Tell Stories für Klavier, Klarinette, Violine, Kontrabass und Tänzer.
Choreografie: Siobhan Davies. – Ch. – UA Brighton 1993; 27#
1994
Cicada für zwei Klaviere. – Ch. – UA Los Angeles 1994; 26#
Plane-Song. Musik für Streichquartett und Tonband zu dem Film von Deborah
May. – Ch. – UA London 1995 (BBC 2); 30#
H
Jobname:
1-14
50. Nlfg.. Komponisten der Gegenwart (KdG) 10.13
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Christine Lucia
Kevin Volans
Das Tonband basiert auf »natural sounds« [unbearbeiteten Klängen] der Venda
und aus dem Kruger National Park, Südafrika.
Identisch mit String Quartet No. 5 »Dancers on a Plane«
String Quartet No. 5 »Dancers on a Plane« für Streichquartett und Tonband. –
UA London 1995 (BBC 2); 30#
Das Tonband basiert auf »natural sounds« [unbearbeiteten Klängen] der Venda
und aus dem Kruger National Park, Südafrika. Das Werk ist identisch mit
der Musik zu dem Film Plane-Song (1994), wurde später jedoch geringfügig
überarbeitet.
1995
Blue, Yellow. Tanzfilm. Streichquartett und Tanz. Sylvie Guillem (Tanz), Jonathan Burrows (Choreografie), Adam Roberts (Regie). – Ch. – UA London
1995 (BBC 2); 12#
Verwendet Teile des String Quartet No. 5 »Dancers on a Plane« (1994)
The Stop Quartet (Duetti) für Klavier, Tonband und Tänzer. Komponiert in Zusammenarbeit mit Matteo Fargion. Choreografie: Jonathan Burrows. – Ch. –
UA Gent 1995; 45#
Auch unter dem Titel Duets für Klavier und Tonband oder für zwei Klaviere.
Concerto for Piano and Wind Instruments (= Piano Concerto No. 1) für Klavier
und Bläserensemble [3 Fl. (2 Picc.), 3 Ob., 3 Klar. (Bassklar.), 2 Fg. (Kfg.),
4 Hr., 2 Trp., 3 Pos., Tb., 2 Schlz., 3 Kb.]. – Ch. – UA Rotterdam 1995;
21#
This Is How It Is für Bläserensemble [Fl., Ob., E.H., 2 Klar. 2 Bassetthr., 2 Fg.,
2 Hr.]. – Ch. – UA London 1996 (Chandos Recording Studios); 10#
Bearbeitung aus der Kammeroper The Man With Footsoles of Wind (1988/93)
2009: Bearbeitung als Piano Trio No. 2
Leaping Dance für Bläserensemble [Fl., Ob., E.H., 2 Klar., 2 Bassetthr., 2 Fg.,
2 Hr.]. – Ch. – UA London 1996 (Chandos Recording Studios); 8#
Bearbeitung von Leaping Dance für zwei Klaviere (1984)
Claude Debussy: LĀIsle Joyeuse. Bearbeitung für großes Bläserensemble [3 Fl.
(auch Picc.), 2 Ob., E.H., 3 Klar. (Bassklar.), 2 Fg., Kfg., 4 Hr., 2 Trp., 3 Pos.,
Tb., 2 Schlz., Kb.]. – Ch. – UA Rotterdam 1995; 6#
1996
Untitled (In Memoriam G. H. V.) für Klavier und Bläserensemble hinter der
Bühne. – Ch. – UA London 1996 (Chandos Recording Studios); 14#
Im Gedenken an Graham H. Volans, den im Mai 1996 verstorbenen Bruder
des Komponisten.
5:4 für Schlagzeug, Tonband und Tänzer. Choreografie: Jonathan Burrows. –
Ch. – UA Frankfurt/Main 1997; 18#
Ursprünglicher Titel: Walking Music
March für Klavier. – Ch. – UA Dublin 1997; 5#
50. Nlfg.. Komponisten der Gegenwart (KdG) 10.13
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I
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Christine Lucia
Kevin Volans
1997
Asanga für Schlagzeug solo. – Ch. – UA Stockholm 1998; 8#
Cello Concerto für Violoncello und Orchester. – Ch. – UA München 1997; 22#
1997/98
Things I DonĀt Know für Tonband und Tänzer. Choreografie: Jonathan Burrows. – UA London 1998; 30#
1997/98
Akrodha für Schlagzeug solo. – Ch. – UA Stockholm 1999; 24#
1998
Wild Air für zwei Gitarren, zwei Violoncelli und Tänzer. Choreografie: Siobhan
Davies. – Ch. – UA Oxford 1999; 60#
1999
Surface für Cembalo, Tonband und Tänzer. Choreografie: Shobana Jeyasingh.
Elektronik: Jürgen Simpson. – Ch. – UA Nottingham 2000; 28#
Ursprünglicher Titel: Surface Tension
Double Violin Concerto für zwei Violinen und kleines Orchester. – Ch (zurückgezogen). – UA Belfast 1999; 26#
Wrist Rock für Klavier. Komponiert für das »piano examination book« Spectrum
3 des Associated Board of the Royal Schools of Music, London. – 2#
2000
String Quartet No. 6 für Doppelquartett oder Streichquartett und Tonband. –
Ch. – UA London 2001; 24#
One Day Fine für einen großen und zwei kleinere Chöre. Text: Xhosa (traditionell). – Ch. – UA Grahamstown / Südafrika 2000; 4#
2000; rev. 2001
Zeno at 4 a.m. (The Confessions of Zeno Part 1). Theaterstück für SchattenMarionetten, Schauspieler, Bass-Stimme, Chor und Streichquartett. Libretto:
Jane Taylor. DVD-Projektion: William Kentridge. – Ch. – UA Brüssel 2000;
ca. 40#
2001
The Confessions of Zeno [Part 2]. Theaterstück für Schatten-Marionetten, Schauspieler, Bass-Stimme, zwei Soprane, Streichquartett, Tonband und DVD-Projektion. Libretto: Jane Taylor. DVD: William Kentridge. – Ch. – UA Brüssel
2002; ca. 40#
Concerto für Double Orchestra für zwei Orchester. – Ch. – UA London 2002; 20#
2002
1000 bars für Klavier zu vier Händen, Violine und Violoncello. – Ch. – UA
Dublin 2002; 8#
J
Jobname:
1-14
50. Nlfg.. Komponisten der Gegenwart (KdG) 10.13
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Christine Lucia
Kevin Volans
Trumpet and String Quartet 1 für Es-Trompete und Streichquartett. – Ch. – 6#
30$
Trumpet and String Quartet 2 für Trompete und Streichquartett. – Ch. – UA
Eindhoven 2002; 8#
String Quartet No. 7 für Streichquartett. – Ch. – UA Dublin 2002; 9#
2002; rev. 2003 und 2005
Strip-Weave für Orchester. – Ch. – UA Belfast 2002, London 2003 (rev. Fassung); 11#
2003
Chakra für drei Schlagzeuger. – Ch. – UA Oslo 2004; 20#
Passi Leggieri für Hardanger-Fiedel. – Ch. – UA Oslo 2004; 6#
Desert Steps für Viola, Violoncello und zwei Gitarren. – Ch. – UA London
2003; 20#
Four Guitars für Gitarrenquartett (zwei sechssaitige Gitarren und zwei BrahmsGitarren). – Ch. – UA Dublin 2004; 6#
Three Rhythmic Etudes [Etudes No 1, No. 2, No. 3] für Klavier. »For Jill Richards«. – Ch. – UA Durban 2003; ca. 20#
Etude No. 5. – Ms. – Ca. 10#
2003: Überarbeitung der Monkey Music für Klavier (1976; rev. 1981)
2003; rev. 2007
Piano Trio [No. 1] für Klavier, Violine und Violoncello. – Ch. – UA Cork 2003;
25#
2004
Double Take für Klarinette und Begleitung (nicht spezifiziert). – Ch. – UA Dublin 2004; 6#40$
String Quartet No. 8 »Black Woman Rising« für Streichquartett. – Ch. – UA
Chicago 2004; 20#
String Quartet No. 9 »Shiva Dances« für Streichquartett. – Ch. – UA Huddersfield
2004; 24#
Three Structural Etudes [Etudes No. 4, No. 6, No. 7] für Klavier. »For Jill Richards«. – Ch. – UA Huddersfield 2004; 20#
2005
Trio Concerto für Klavier, Violine, Violoncello und Orchester. – Ch. – UA Groningen 2005; 25#
2006
Piano Concerto No. 2 »Atlantic Crossing« für Klavier und Orchester. – Ch. – UA
San Francisco 2006; 24#
50. Nlfg.. Komponisten der Gegenwart (KdG) 10.13
Jobname:
1-14
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K
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Christine Lucia
Kevin Volans
Joining up the Dots für zwei Klaviere und Streichinstrumente [2 Vl., Va., Vc.,
Kb.]. – Ch. – UA Dublin 2007; 13#
Glosa a lo Divino für 14 Stimmen [live: 2 S., A., Countert., 2 T., B. plus dieselbe
Besetzung als Zuspielung]. Text: San Juan de la Cruz (Johannes vom Kreuz). –
Ch. – UA East Neuk / Schottland 2006; 23#
Shiva Dances für zwei Klaviere. »For Jill Richards«. – Ch. – UA London 2008;
29#
2006/13
String Quartet No. 10 für Streichquartett. – I (2006); II. (2013). – Ch. – UA
Dublin 2006; 8# (nur I. Satz) + 11# (II. Satz)
2007
The Partenheimer Project. Installation für drei Kammerensembles. – Ch. – UA
Birmingham 2008; 45#
Bei der Uraufführung in der Ikon Gallery von Jürgen Partenheimer in Birmingham spielten drei Ensembles simultan in verschiedenen Räumen: Bläser
[2 Klar., 2 Hr., 2 Trp., 2 Pos.], Streicher [2 Vl., 2 Vc.] und Perkussionsinstrumente [Pno., Vibra., Xyl., Mar.].
2008
Mr. HandelĀs Return für zwei Klaviere. – Ch. – UA London 2008; 5’
2008/09
viola : piano für Viola und Klavier. – Ch. – UA London 2009; 20’
cello : piano für Violoncello und Klavier. – Ch. – UA Berlin 2012; 23’
violin : piano für Violine und Klavier. – Ch. – UA Berlin 2012; 26’
2009
This Is How It Is für Klavier, Violine und Violoncello. – Ch. – UA Kruisrivier,
South Africa 2009; 4#
Bearbeitung von This Is How It Is für Bläserensemble (1995)
Piano Trio No. 2 für Klavier, Violine und Violoncello. – Ch. – UA Kruisrivier,
South Africa 2009; 10#
Bearbeitung von This Is How It Is für Bläserensemble (1995)
Trumpet, Vibe, Cello, Piano [Trompete, Vibraphon, Violoncello und Klavier]. –
Ch. – UA Dublin 2009; 23#
No Translation: Six Sketches after Juan Uslé für zwei Violinen, zwei Violen, zwei
Violoncelli und drei Schlagzeuger. – Ch. – UA Dublin 2009; 14#
Etude No. 9 für Klavier. – Ch. – 19#
Canciones del Alma für zwölf Stimmen und Klavier. Text: San Juan de la Cruz
(Johannes vom Kreuz). – Ch. – UA Dublin 2010; 11#
L
Jobname:
1-14
50. Nlfg.. Komponisten der Gegenwart (KdG) 10.13
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Christine Lucia
Kevin Volans
2010
Symphony »Daar Kom Die Alibama« [There comes the Alabama] für Orchester. –
Ch. – UA Edinburgh 2010; 23#
Piano Concerto No. 3 für Klavier und Orchester. – Ch. – UA London 2011; 22#
2011
Chakra für drei Schlagzeuger und Orchester. – Ch – UA Oslo 2012; 27#
Vgl. Chakra für drei Schlagzeuger (2003)
String Quartet No. 11. – Ch. – UA Dublin 2013; 21#
String Trio. – Ms. (zurückgezogen). – 10#
2012
Solo Percussion Concerto für Perkussion, zwei Ensembles und »Schatten«-Perkussion. Ensemble 1 [2 Vl., Va., Vc., Kb., Pno.] und Ensemble 2 [Fl. (auch Picc.),
Ob., Klar. (auch Bassklar.), 2 Fg., Hr., Trp., Hf.]. – Ch. – UA Stockholm
2014; 26#
Looping Point für sieben Instrumente [Fl., Klar. in A, Pno., Vl., Va., Vc., Kb.]. –
Ch. – UA Dublin 2012; 11#
Three Xhosa Songs für Sopran und Klavier. – Ch. – 11#
25 easy piano pieces. – Ch. – 45#
Etude No. 9. Version für Klavier und Ringmodulation. – Ch. – 19#
2013
Turning Point für sechs Instrumente [Fl., Klar. in B, Vl., Kb., 2 Pno.]. – Ch. –
UA Stellenbosch 2013; 15#
Calefacción für Bläserquintett. – Ch. – UA Amsterdam 2014; 8#
Edvard Edvard. Musik für Klavier und Orchester. Ballett. – Ch. – UA Bergen
2014; 70#
A Distant Drum. Musiktheater. Für zwei Sänger, Trompete, Posaune, Streichquintett und drei Schlagzeuger. – Ch. – UA New York 2014 (geplant); 75#
The Eyesight of Wasps (Arbeitstitel) für Sopran solo, 24 Sänger und Instrumente.
Text nach Osip Mandel’štam. Auftragswerk der BBC Singers. – Ms. – London
2014 (geplant); 30#
50. Nlfg.. Komponisten der Gegenwart (KdG) 10.13
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M
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Christine Lucia
Kevin Volans
N
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50. Nlfg.. Komponisten der Gegenwart (KdG) 10.13
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Christine Lucia
Kevin Volans
Auswahldiskografie
She Who Sleeps with a Small Blanket für Perkussion (1985): Robyn Schulkowsky
(Schlz.). – Sony / Blacklight 3634 (CD 1985); Landor CTLCD 111 (CD
1990)
String Quartet No. 1 »White Man Sleeps« (1985/86, nur I. und V.): Kronos Quartet. – Nonesuch 7559–79163–2 (CD 1987)
White Man Sleeps für zwei Cembali, Viola da gamba und Perkussion (1982):
Collegium Musicum. – Collegium Musicum Washington »New Music for
Early Instruments« (MC 1989)
Mbira für zwei Cembali und Perkussion (1980): Kevin Volans / Deborah James
(Cemb.), Robyn Schulkowsky (Perc.); She Who Sleeps with a Small Blanket für
Perkussion (1985): Robyn Schulkowsky; White Man Sleeps für zwei Cembali,
Viola da gamba und Perkussion (1982): Kevin Volans / Robert Hill (Cemb.),
Margriet Tindemans (Va. da gamba) und Robyn Schulkowsky (Schlz.); String
Quartet No. 1 »White Man Sleeps« (1985/86): Smith Quartet. – Landor
CTLCD 111 (»Cover Him with Grass (in memoriam Bruce Chatwin)«, CD
1990); United Recording Company 88034 (CD 1994)
Mbira für zwei Cembali und Rasseln (1980): Debora James / Kevin Volans
(Cemb.), Robin Schulkowsky (Hato [Rassel]) (= »Kevin Volans Ensemble«). –
Network Medien 52 990 (»World Network / WDR 7: Zimbabwe / Traditional Musicians & Kevin Volans Ensemble«, CD 1991)
String Quartet No. 2 »Hunting : Gathering« (1987): Kronos Quartet. – Nonesuch
7559–79253–2 (CD 1991)
String Quartet No. 1 »White Man Sleeps« (1985/86): Kronos Quartet. – Nonesuch 7559–79275–2 (»Pieces of Africa«, CD 1992)
Kneeling Dance für sechs Klaviere (1992): Piano Circus. – Decca Argo 440–294–
2ZH (CD 1993)
String Quartet No. 2 »Hunting : Gathering« für Streichquartett (1987); String
Quartet No. 3 »The Songlines« für Streichquartett (1988): Balanescu Quartet. –
Decca Argo 440–687–2 (CD 1994)
»Movement« for String Quartet (1987); String Quartet No. 4 »The Ramanujan Notebooks« für Streichquartett (1990); String Quartet No. 5 »Dancers on a Plane«
(1994): Duke Quartet (Louisa Fuller / Rick Koster, Vl.; John Metcalfe, Va.;
Ivan McCready, Vc.). – Collins Classics 1417–2 (CD 1995)
White Man Sleeps (1985/86, nur I.), für Koto-Quartett bearb. von »Koto Vortex«
(1996): »Koto Vortex« (Koto-Quartett). – Dainippon Katei Ongakukai / Paradise KVOR-002 (CD 1996)
This Is How It Is für Bläserensemble (1995): Netherlands Wind Ensemble
(NWE), Wim Steinmann; Walking Song für Flöte, Cembalo und vier Händeklatscher oder Fingerschnipper (1984): NWE, Peter Donohoe (Cemb.); Leaping Dance für zwei Klaviere, von Kevin Volans bearb. für Bläserensemble
50. Nlfg.. Komponisten der Gegenwart (KdG) 10.13
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I
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Christine Lucia
Kevin Volans
(1995): NWE, Daniel Harding; Concerto for Piano and Wind Instruments für
Klavier und Bläserensemble (1995): Peter Donohoe (Pno.), NWE, Daniel
Harding; Untitled (In Memoriam G. H. V.) für Klavier und Bläserensemble
(1996): Kevin Volans (Pno.), NWE, Wim Steinmann. – Chandos CHAN
9563 (CD 1997)
Into Darkness für Klarinette, Trompete, Schlagzeug, Klavier, Violine und Violoncello (1986/89): Sequenza [Kammerensemble], Stephen Pickett. – Neuma
Records 450–97 (CD 1998)
Cicada für zwei Klaviere (1994); Duets [Duetti] für zwei Klaviere (1995): Mathilda Hornsveld / Jill Richards (Pno.); Kevin Volans / Matteo Fargion
(Pno.). – Black Box BBM1029 (CD 2000)
String Quartet No. 1 »White Man Sleeps« (1985/86); String Quartet No. 2 »Hunting: Gathering« (1987); String Quartet No. 6 für Streichquartett und Tonband
(2001): Duke Quartet. – Black Box BBM1069 (CD 2002)
Desert Steps für Viola, Violoncello und zwei Gitarren (2003): John Metcalfe
(Va.), Sophie Harris (Vc), Tom Kerstens / Abigail James (Git.). – BGS Records BGS 110 (CD 2004)
Notes dĀun peintre (»Movement«) für Streichquartett (1987): Iturriaga Quartet. –
Amphion Records Amph 20482 (CD 2004)
White Man Sleeps (1985/86), für vier Gitarren bearb. von Brian Bolger (2005):
Dublin Guitar Quartet. – Greyslate Records GREY CD 014 (CD 2005)
Striding Dance from «The Man With Footsoles of Wind" (1988/93), für Klavier
bearb. von Yvar Mikhashoff (1992): Yvar Mikhashoff (Pno.). – Mode Records
154/155 (CD 2006)
Akrodha für Perkussion solo (1998); Asanga für Perkussion solo (1998): Jonny
Axelsson (Schlz.). – Valentuna Japr 001 (CD 2008)
The Partenheimer Project für drei Kammerensembles (2007): Birmingham Contemporary Music Group. – Birmingham Ikon Gallery (CD 2008, mit Katalog
der Austellung Jürgen Partenheimer: Precision and Paradox)
Piano Trio [No. 1] für Klavier, Violine und Violoncello (2003; rev. 2007): Fidelio
Trio (Mary Dullea, Pno.; Darragh Morgan, Vl.; Robin Michael, Vc.). –
NMC D147 (CD 2008)
Four Guitars für Gitarrenquartett (2003): Dublin Guitar Quartet. – CMC
CD 08 (»Contemporary Music from Ireland Vol. 8«, CD 2009)
Into Darkness für Klarinette, Trompete, Schlagzeug, Klavier, Violine und Violoncello (1986/89): Array Ensemble. – Artifact Music (CD 2009)
Cicada für zwei Klaviere (1994): Jeroen van Veen / Elizabeth Bergmann (Pno.). –
Brilliant Classics 9171 (CD 2010)
One Day Fine für einen großen und zwei kleinere Chöre (2000): National
Chamber Choir of Ireland, Paul Hillier. – RTÉ lyric fm CD131 (CD 2011)
II
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Christine Lucia
Kevin Volans
Concerto for Piano and Wind Instruments (= Piano Concerto No. 1, 1995); Trio
Concerto für Klavier, Violine, Violoncello und Orchester (2005); Symphony
»Daar Kom Die Alibama« (2010): Isabelle O’Connell (Pno.), RTE Symphony
Orchestra, Gavin Malone; Storioni Trio, RTE Symphony Orchestra, Alan
Buribayev; RTE Symphony Orchestra, Gavin Malone. – RTÉ lyric fm CD
(CD 2013)
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Kevin Volans
IV
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Christine Lucia
Kevin Volans
Auswahlvideografie
White Man Sleeps Tanzfilm für Streichquartett und Tänzer (1988): Degas Quartet und Siobhan Davies Tanztruppe. – Channel 4 Television Corp. (Video
1989)
Blue Yellow Tanzfilm. Musik aus String Quartet No. 4 für Streichquartett (1990):
Sylvie Guillem (Tanz), Duke Quartet (Louisa Fuller / Rick Koster, Vl.; John
Metcalfe, Va.; Ivan McCready, Vc.); Jonathan Burrows (Choreografie), Adam
Roberts (Regie). – Jonathan Burrows Group and Tall Stories (Video 1995)
The Stop Quartet [Duetti] Tanzfilm. Vier Tänzer, zwei Klaviere und Tonband
(1995): Jonathan Burrows / Kate Gowar / Henry Montes / Fin Walker (Tanz),
Kevin Volans / Matteo Fargion (Pno.); Adam Roberts (Regie). – Jonathan
Burrows Group (Video 1996)
Surface Tension. Tanz in Zusammenarbeit mit Jürgen Simpson. Cembalo und
Tonband (2000): Shobana Jeyasingh Dance Company. – Richard Coldman
Productions & Arts Council England (DVD 2005)
Sueño. Video von José-Manuel Ballester. Musik: Kevin Volans. – Caixa Forum,
Madrid 2013 (Austellung: »60 Views of Ferrovial«)
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Christine Lucia
Kevin Volans
VI
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Christine Lucia
Kevin Volans
Auswahlbibliografie
Vgl. auch: www.kevinvolans.com, www.chesternovello.com und www.cmc.ie
A. SELBSTZEUGNISSE UND GESPRÄCHE
Volans, Kevin: The »Klavierstücke« – Stockhausen’s Microcosm, University of
Witwatersrand, Bachelor of Music 1971
Volans 1976: Introduction to the Music of Karlheinz Stockhausen, Ms., Cape Town
1976
Volans 1976a: Some Aspects of StockhausenĀs Serial Techniques, Ms., Cape Town
1976
Volans 1976b: StockhausenĀs »Kontakte«: A 20th-Century Mephisto Waltz, Ms.,
Cape Town 1976
Volans 1976c / 1976d: Stockhausen: »Plus – Minus« / »Telemusik«, Ms., Cape
Town 1976
Feedback Papers, Reprint 1–16, 1971–1978, Köln: Feedback Studio 1979, 338–
341. – Darin:
Volans 1978: Conversation with Walter Zimmermann, 338–341
Volans 1978a: Interview with John McGuire, 347–349
Volans 1978b / Fritsch, Johannes: Interview with Pauline Oliveros, 352–353
Volans 1978c: Monkey Music 2: Paraphrase, 354–355
Volans 1978d: Understanding Stockhausen, 407–409
Volans 1978e: Gitarrenlieder der Zulu. I. und II. Teil, Sende-Ms., WDR 3, Köln
1978
Volans 1978f: Königliche Musik in Südafrika: Die Ugubhu-bogen Lieder der Prinzessin Constance Magogo kaDinizulu, Sende-Ms, WDR 3, Köln 1978. – Engl. als
Masters of the Tradition: The Ughubu Bow Songs of Princess Constance Magogo
kaDinizulu, VRT, Brussel 1980
Volans 1979: Zululieder zur Concertina, Sende-Ms., WDR 3, Köln 1979
Volans 1980: Bergdörfer in Lesotho, Sende-Ms., WDR 3, Köln 1980
Volans 1980a: Highlife und Downtown in Johannesburg, Sende-Ms., WDR 3, Köln
1980
Volans 1980b: Zulu Festival in Köln, Sende-Ms., Deutsche Welle, Köln 1980
Volans [um] 1980c: Stringed Instruments in Southern Africa, Part 1–4, Sende-Ms.,
VRT, Brussel 1980
Volans 1981: Bemerkungen zur Musik im Südlichen Afrika, in: Ausländer, Peter /
Fritsch, Johannes (Hg.): Weltmusik, Köln: Feedback Studio 1981, 66–78
Volans 1981: Die zwei Gangarten des Gnu, dargestellt auf dem Jagdbogen der Buschmänner, Sende-Ms., WDR 3, Köln 1981
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VII
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OUTPUT (7)
Christine Lucia
Kevin Volans
Volans 1981a: Königliche Musik in Südafrika – Die Hochzeit des Königs Zwelethini
Zulu, Sende-Ms., WDR 3, Köln 1981
Volans 1981b: Gesellschaft für Neuere Musik, Ms., Köln 1981
Volans 1982: Towards a New African Music, Third Annual Symposium on Ethnomusicology, Ms., Durban 1982
Volans 1983: African Music – Its Influence on and Necessity in Twentieth-century
South African Music, Tenth Congress of the Musicological Society of South
Africa, Johannesburg 1983, Ms.
Volans 1984: Functional Harmony and Tuning in African Music und Marketing:
The Only Issue in Music Today?, Internationale Ferienkurse für Neue Musik,
Darmstadt 1984, Ms.
Volans 1985: Summer Gardeners. Conversations with Composers, Durban (Newer Music Edition) 1985. – Gespräche elf Komponisten
Volans 1986: A New Note, in: Leadership, Johannesburg, March 1986, 79–82
Volans 1987 / Bracefield, Hilary: A Constant State of Surprise: Gerald Barry and
»The Intelligence Park«, in: Contact No. 31, Belfast 1987, 9–11
Volans 1989: Dancing in the Dark, in: New Observations No. 67, New York, May
1989, 4–5
Volans 1990: An Appreciation of Philip Guston, Ms., 1990
Volans 1994: On Top Form: Minimalist John PawsonĀs Redesign of a Grand Dublin
Residence, in: Image, Dublin, Oct. 1994, 32–34, 38–39
Volans 1996: The Music of Gerald Barry, Ms., 1996
Volans 1996a / Davies, Siobhan: A Dialogue Between Collaborators, in: Dance
Theatre Journal [London] 12.1996, H. 4, 14–15
Volans 1996b / Burrows, Jonathan: Jonathan Burrows – Kevin Volans – Interview,
in: The Full Score: The Dance Issue, London (Chester Music), Autumn / Winter
1996
Volans 2001/02: »White Man Sleeps«: ComposerĀs Statement, in: NewMusicSA: Bulletin of the International Society for Contemporary Music, South African Section
No. 1, 2001/02, 5–7
Volans 2008: Inaudible Music, in: Partenheimer, Jürgen: Precision and Paradox,
Ikon Gallery, Birmingham, April 2008
Volans 2008a: Some Japanese Influences on Style and Structure in Bruce ChatwinĀs
Writing, Ms., University of Oxford 2008
Volans 2009: Morton Feldman from Memory, in: Museum Catalogue IMMA (Irish
Museum of Modern Art), Dublin 2009
VIII
Jobname:
1-14
50. Nlfg.. Komponisten der Gegenwart (KdG) 10.13
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OUTPUT (8)
Christine Lucia
Kevin Volans
B. SCHRIFTEN ÜBER VOLANS
Correia, Manuel: Music Scene, in: Signature, Johannesburg / Südafrika, Sept.
1981, 7, 21
Kelly, Lynne: South Africa Needs its Own Sound says New Lecturer, in: Natal Mercury, Durban, March 31, 1982
Potter, Keith: Repetitive Music Again (and Again), in: Classical Music, Aug. 28,
1982, 18
Coetzee, Alice: Composer Criticises Councils, in: Pretoria News, 20. Nov. 1984
Compton, Patrick: Natal Music Scene Static: Patrick Compton talks to Kevin Volans,
in: Daily News, Durban, 3. Dez. 1984
Johnston, Anthea: Young Composer WhoĀs Going Places, in: Natal Mercury, Durban,
March 23, 1984
Lucia, Christine: Master of African Sounds, in: Daily News, Durban, May 11,
1984
Garland, Peter et al. (Hg.): Soundings No. 14–15, Santa Fe / New Mexico
(Soundings Press) 1986
Jack, Adrian: African Roots, in: Music Ireland, Dublin, Oct. 15, 1986
Clough, Penny: A Survey of the Younger Generation of South African Composers –
Kevin Volans, in: Klatzow, Peter (Hg.): Composers in South Africa Today,
Cape Town (Oxford University Press) 1987, 218–221
Fox, James: Staging Songlines: Interview, in: Village Voice No. 18 (12), 1988, 138–
139, 199, 202
Gann, Kyle: Fear of Symmetry … Kevin Volans, in: Village Voice No. 33 (8), 1988,
76
Chatwin, Bruce: The Songlines Quartet, in: New York Review of Books, Jan. 19,
1989
Chatwin 1989a: Kevin Volans, in: What Am I Doing Here. Essays, Picador
(London) 1989, 63–69. – Nicht in der dt. Ausgabe: Was mache ich hier,
München (Hanser) 1991
New Observations No. 67, New York 1989. – Darin u. a.:
Marcus, Bunita: Preface, 2
Monk Feldman, Barbara: All Things Being Measured, 9–13
Marcus, Bunita 1989a: WhoĀs Afraid of New Music?, in: Elle Magazine, New York,
March 1989, 141–142
Taylor, Timothy Dean: The String Quartets of Kevin Volans, M. A., Queen’s
University, Belfast 1990
Kenyon, Nicholas: Opera Given an Overhaul, in: Observer, London, Febr. 11,
1990, 63
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OUTPUT (9)
Christine Lucia
Kevin Volans
Pappenheim, Mark: Composed for Dance: Mark Pappenheim Follows the Dramatically Changing Course of Kevin VolansĀs Career, from the Avant-garde to Africa and
Back, in: The Independent on Sunday, London, Oct. 14, 1990
Scherzinger, Martin: A Partial Reading of »Mbira« by Kevin Volans … The
Political Determinants in Formalist Music Analysis, University of the Witwatersrand, B. Mus., Johannesburg 1991
Clements, Andrew: VolansĀ »One Hundred Frames«, in: The Financial Times, London, Dec. 11, 1991
Blake, Michael: Volans, Kevin, in: Norton, Brian / Collins, Pamela (Hg.): Contemporary Composers, Chicago (St. James Press) 1992, 951–952
Richardson, Susan: Review of Kronos Quartet: Pieces of Africa, in: Rolling Stone,
London, April 16, 1992
Alfred, Luke: The Man Who Strides the Music, in: Mail & Guardian, Johannesburg,
Oct. 1–7, 1993
Blake 1993: Almeida Opera: Kevin Volans and Julian Grant, in: Tempo No. 186,
1993, 52–53
Bowen, Meirion: Rambling Rimbaud, in: The Guardian, London, July 6, 1993
Clements 1993: The Man Who Strides the Wind, in: The Financial Times, London,
July 7, 1993
Loppert, Max: Volans: The Man Who Strides The Wind, in: Opera No. 68, 1993,
1102–1104
Taylor 1993: The Voracious Muse: Contemporary Cross-Cultural Musical Borrowings, Culture, and Postmodernism, Diss. phil., University of Michigan
1993
Waugh, Alexander: Poetic Justice, in: Evening Standard, London, July 5, 1993
Yaffee, D. M.: The New Canon: Three New Music Composers Speak Out, in: Village
Voice, New York, Oct. 5, 1993
Clements 1994: ItĀs Bold, itĀs Bullying, itĀs Adams, in: The Guardian, London, June
20, 1994
Gann 1994: Consumer Guide, in: Village Voice No. 39, New York, Sept. 20,
1994, 78
Levene, Louise: A Medium for Mad Melodies and Maths, in: The Independent on
Sunday, London, Oct. 21, 1994
Morton, Brian: Contemporary Composers: Kevin Volans, in: The Sunday Times,
London, Aug. 21, 1994
Woodard, Josef: Double Edge Plays Contemporary Works, in: Los Angeles Times,
April 28, 1994
Gann 1995: The Uptown Continent:… Double Edge playing Volans, in: Village Voice
Nr. 40 (30), New York, May 16, 1995, 77
Robson, Dave: Pick of the Week, in: Northern Echo, Darlington, June 1, 1995
X
Jobname:
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Christine Lucia
Kevin Volans
Taylor 1995: When We Think about Music and Politics: The Case of Kevin Volans,
in: Perspectives of New Music No. 33, 1995, 504–536
Gann 1996: Consumer Guide, in: Village Voice No. 41 (38), New York, Sept. 17,
1996, 68
Holloway, Robin: Total Contrasts, in: The Spectator, London, Sept. 28, 1996
Lucia 1996: Serenading the Sharks in the Global Puddle, in: Natal Mercury, Durban,
April 2, 1996
Mail & Guardian, Johannesburg, Febr. 15, 1996. – Darin:
Ansell, Gwen: Tuning into African Time
Klatzow, Peter: After the Famine, a Feast
Clements 1997: This WeekĀs Classical CD Releases, in: The Guardian, London,
Oct. 17, 1997
Dungan, Michael: Michael Dungan Talks to the Composer Kevin Volans, in: New
Music News, Dublin, Sept. 7, 1997
Roy, Sanjoy (Hg.): White Man Sleeps: Creative Insights, London (Dance
Books) 1997
Clarkson Fletcher et al.: Towards New Models for the Analysis of Post-serial and
Post-tonal Music, with Particular Reference to Kevin VolansĀ »White Man Sleeps«,
in: Lüdemann, Winfried (Hg.): Proceedings of the 25th Annual Congress
of the Musicological Society of Southern Africa, Grahamstown, Aug. 1998,
Stellenbosch 1998, 7–18
Bräuninger, Jürgen: Gumboots to the Rescue, in: South African Journal of Musicology:
SAMUS No. 18, 1998, 1–16
Gann 1998: Consumer Guide, in: Village Voice No. 43 (8), New York, Febr. 24,
1998, 136
Benedict, David: All That is Solid Melts Into Air, in: The Independent, London,
May 7, 1999
Brown, Ismene: Breathtaking Display of Graceful Magic, in: The Daily Telegraph,
London, May 11, 1999
Crisp, Clement: DavisĀs [sic] Ghostly Tracks of Feeling, in: The Financial Times,
London, May 13, 1999
Gaisford, Sue: How We Met: Elizabeth Chatwin & Kevin Volans, in: The Independent, London, July 4, 1999
Watson, Keith: Chilled by a Lava Lamp, in: The Guardian, London, May 10,
1999
Olwage, Grant: Who Needs Rescuing? A Reply to »Gumboots to the Rescue«, in:
South African Journal of Musicology: SAMUS No. 19, 1999/2000, 105–108
Klein, Axel: Irish Classical Recordings: A Discography of Irish Art Music,
Greenwood Press (Westport / Conn.) 2001
50. Nlfg.. Komponisten der Gegenwart (KdG) 10.13
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1-14
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XI
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Christine Lucia
Kevin Volans
Maddocks, Fiona: TheyĀve Got No Strings to Hold Them Down, in: Observer,
March 31, 2001
Morreau, Annette: The Pleasant Shock of the New, in: The Independent, London,
April 2, 2001
Driver, Paul: No Rain on this Parada, in: The Sunday Times, London, Febr. 17,
2002
Clements 2002: Volans Premiere, in: The Guardian, London, Febr. 12, 2002
Ballantine, Christopher: Cicada, in: NewMusicSA Bulletin [Südafrika] No. 1,
2000/01, publ. 2002, 7–8
Lucia 2002/03: Christine Lucia Reports on a Composition Seminar at Northwards,
in: NewMusicSA Bulletin No. 2, 2002/03, 32–33
Rörich, Mary: Mary Rörich Reports on New Music Indaba 2003, in: NewMusicSA
Bulletin No. 2, 2002/03, 30–32
Walton, Christopher: Kevin Volans String Quartets Nos. 1, 2 & 6 [CD review],
in: NewMusicSA Bulletin No. 2, 2002/03, 22–24
Connolly, Matthew: Proms 33/34 Albert Hall / Radio 3, in: The Times, London,
Aug. 15, 2003
Dungan 2003: Opera: Just Another Art Form?, in: New Music News, Sept. 2003
Hewett, Ivan: Music: The Healing Rift, in: Continuum, New York 2003, 19
Lucia 2003: Deliciously Lush Music For Our Time Hits the Right Note, in: Sunday
Independent, Johannesburg, April 7, 2003
Clements 2004: An African Odyssey Through Huddersfield, in: The Guardian, London, Nov. 23, 2004
Dervan, Michael: Huddersfield Contemporary Music Festival Offered an Exotic Fusion
of Styles and Sounds, in: Irish Times, Nov. 2004
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XII
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