Psychosomatik chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen

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Psychosomatik chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen
Psychosomatik chronisch-entzündlicher
Darmerkrankungen
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Arzt, Heilpraktiker oder Apotheker zu Rate gezogen zu haben!
Liebe Leser!
„Psychosomatik“ ist ein Begriff, mit dem man eher vorsichtig agieren sollte. Viele
bekommen die Bedeutung
des Wortes in den falschen Hals, da man
dahinter immer „Esoterik“ vermutet und
diese in den letzten Jahren zumindest hier
im deutschsprachigen Raum einen fahlen
Beigeschmack bekommen hat. Der zweite
Punkt: sobald man eine Krankheit psychosomatisch zu interpretieren versucht,
schwingt im Hintergrund immer die
Schuldfrage mit. Bin ich schuld an meiner
Krankheit?
Um es simpel vorneweg zu nehmen: niemand ist „schuld“ an seiner Krankheit.
Sicher, wenn jemand wider sein gesichertes Wissen vorsätzlich seine Gesundheit
mit schlechter Ernährung und Vernachlässigung seines Körpers ruiniert, steht das
auf einem Blatt. Aber darum soll es hier
nicht gehen. Es geht hier vielmehr darum:
können psychische Verhaltensmuster die
Erkrankungsentstehung begünstigen oder
herausfordern, und wenn ja, wieso?
Wir müssen sicher davon ausgehen, dass
sich bestimmte Verhaltensmuster automatisiert haben, also sich in jedem Fall der
Kontrolle durch den Verstand entziehen,
oder anders ausgedrückt: unbewusst ablaufen. Ich werde in diesem Infobooklet anhand einiger Beispiele klären, von welchen
Grundproblemen eine Erhöhung der Wahrscheinlichkeit von Darmproblemen, insbesondere chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen ausgeht. Lesen Sie hier:
 Wie sich automatisierte Kontrollmechanismen und –dramen
auf den Bauch auswirken können
 Was passieren kann, wenn man
das Bauchgefühl ignoriert
 Wie ein Geben-Nehmen-Konflikt
entsteht und wie sich das im
Bauch bemerkbar machen kann
1. Wie sich automatisierte Kontrollmechanismen auf den Bauch
auswirken
Vielleicht kennen Sie ja die folgende Situation aus eigener Erfahrung: Sie verlegen
irgendetwas (Wichtiges). Aufgrund einer
kleinen Unachtsamkeit beispielsweise.
Eine Verwechslung, eine Verlegung…und
die Schlüssel oder das Portemonnaie sind
weg. Und der Moment der „Entdeckung“
eines solchen Verlustes wird wie ein
Schock erlebt: eine Art von „SchreckSchock“, die Erkenntnis: „Die Schlüssel
sind weg!“ oder irgendetwas anderes. In
jedem Fall bewirkt der Zustand eine Adrenalin-Ausschüttung, psychisch: Panik. Man
sucht, man wird hektisch dabei. Die Hektik
und innere Unruhe wird, wie könnte es
anders sein, vom autonomen Nervensystem
gesteuert. Vielleicht haben Sie den Moment Ihres Schrecks im Bauch gespürt.
Vielleicht ist Ihnen heiß geworden und sie
haben angefangen zu schwitzen. Wie dem
auch immer sei: wenn der klare Verstand
wieder übernimmt (sofort, falls die Situation im „Guten“ aufgelöst wird, nach einer
Weile, wenn Sie durch Denken bemerken,
dass Sie so nicht weiter kommen) wird sich
folgende Situation einstellen: So etwas
passiert mir nicht nochmal! Und dann
übernimmt der Verstand die Kontrolle. Im
wahrsten Sinne des Wortes. Kontrollzwänge steigen vom Unbewussten ins Bewusste
auf – um danach wieder ins Unbewusste zu
verschwinden. Zumindest nach einer Weile. Die Standardsätze:
„Habe ich die Tür abgeschlossen?“
„Habe ich den Herd wirklich ausgemacht?“
„Habe ich die Reisepässe in der Tasche?“
…und so weiter sind vom Verstand gesteuert…bis dieses Verhalten einen Automatismus ergibt. Der Ur-Schock, das UrTrauma (die Entdeckung, dass die Schlüssel weg sind etc.) wird im Bauch erlebt –
und bei Schlüsselsituationen im Bauch
wieder reaktiviert. Die allererste „Schrecksekunde“, eigentlich ein Bruchteil einer
Sekunde, findet nicht und kann prinzipbedingt nicht im Kopf stattfinden. Sie findet
im Bauch statt. Als Impuls aus dem Unbewussten eines automatisierten Kontrolldramas. Erst dann steuert der Kopf dagegen, oder besser: er versucht es. „Schlüssel-Situationen“ im wahrsten Wortsinne
sind: Sie fahren auf einer Autobahn, wissen dass die nächste Toilette weit weg ist,
und bekommen einen Schreck. Was ist,
wenn ich jetzt muss? Aber der Gedanke ist
nicht zuerst da, sondern der Schreck ist
zuerst da – als Impuls, der sich im Bauch
manifestiert. Unmittelbar danach kommt
der Gedanke, in einem zeitlich nicht bewusst, verstandesmäßig trennbaren Abstand. Deswegen glauben wir, dass ein
Gedanke einem einen Schreck einjagt.
Es ist ein automatisiertes Kontrolldrama,
das einen über das Unterbewusstsein „zum
Narren hält“. Denn Kontrolle geht vom
Verstand aus, ja, es ist die wichtigste und
vornehmste Aufgabe des Verstandes, Dinge zu kontrollieren und zu ordnen, denn
ohne Kontrolle und Ordnung wäre logischerweise Chaos da, und eine gewisse
Kontrolle und Ordnung ist wichtig für den
Alltag, jedenfalls bis es zu viel davon wird.
Und in unserer modernen Welt, in der der
„kontrollierte Tagesablauf“ zum Standard
wird, kann so viel Kontrolle + die Kontrolle, die wir denken, übernehmen zu müssen
(weil sonst der Schlüssel wieder abhandenkommt) zum Automatismus werden –
und das Unterbewusstsein erfassen.
Das Unterbewusstsein zeichnet sich allerdings dadurch aus, dass es sich dem Willen
entzieht und Situationen automatisch ausgleicht. Warum, darüber kann im Moment
nur spekuliert werden. Wir leben in einer
Welt der Gegensätze: Ordnung verhält sich
zu Chaos wie Wärme zu Kälte, Gut zu Böse und so weiter. Da das Unterbewusstsein
ständig zwischen zwei Polen hin- und herwechselt – wie gesagt, unserem Willen
entzogen – bringt es, wenn Kontrolle und
Ordnung Überhand nehmen, ganz automatisch irgendwann „chaotische Impulse“ ins
Geschehen ein, oder banaler: SchreckMomente.
Der Beginn eines Kreislaufs. Ein SchreckMoment hebelt über das autonome Nervensystem bestimmte Funktionen des Verdauungstraktes aus. Dies wurde erstmalig
im Versuch von Pavlov nachgewiesen.
Bekommen wir während einer Mahlzeit
einen Schreck, eine schlechte Nachricht
oder essen wir unter psychischer Stressbelastung, kann ein Rückgang von Verdauungsenzymen und ein längerer Verbleib
von Speisen im Magen-Darm-Bereich
nachgewiesen werden. Es stellt sich eine
verringerte Peristaltik ein, die Verdauungskraft nimmt ab. Wenn, wie oben angedeutet, immer wieder „Schreckmomente“ ins Leben einbrechen, kann dieser Zustand chronisch werden. Ein „Kontrolldrama hat sich somatisiert“, ist also „verkörperlicht“, es macht sich anhand von
körperlichen Erscheinungen bemerkbar.
Eine interessante Kombination –
psychovegetatives Stressmoment und
schwindende Verdauungskraft
Auch über das autonome Nervensystem
müssen Einseitigkeiten zwangsweise früher oder später ausgeglichen werden. Von
der Verdauungskraft merkt der Betroffene
in dieser Phase wahrscheinlich noch nicht
allzu viel. In der ersten Phase tritt typischerweise eher eine Neigung zu Verstopfung ein. Aber obwohl rein körperlich – bis
auf die „Nebenwirkungen“ der Belastung,
beispielsweise innere Unruhe, schlechte
Konzentrationsfähigkeit und Schlafprobleme – noch nicht viel zu merken ist, sind
drei Systeme bereits nicht mehr in Ordnung:
-
-
Immunologisch ist der Körper unter
Stressbelastungen geschwächt
Die Nährstoffaufnahme ist eingeschränkt, was mit der Zeit zu Mangel an Antioxidantien führen kann
Die latente Gefahr, von einer vegetativen Dauerstressbelastung zur
vegetativen Erschöpfung zu gelangen, erhöht sich immer stärker, weil
der Körper das Stress-System nicht
dauerhaft aktiv lassen kann
Dass der Betroffene noch nicht viel von
der reinen Verdauungstätigkeit her merkt,
liegt auch daran, dass unter dem psychosomatischen Stress-Impetus die Verdauung
allgemein „vernachlässigt“ wird.
In der zweiten Phase kann es zu RDS,
dem Reizdarmsyndrom kommen – es
muss aber nicht
Das erste Mal seinen Bauch spüren kann
der Betroffene dann, wenn sein SerotoninHaushalt entsprechend ausgerichtet ist. Ist
davon viel im Darmbereich (95% der körpereigenen Serotoninvorräte stecken de
facto im Darmnervensystem, was unter
anderem auch die Verstärkung von Bauchbeschwerden bei der Einnahme von Antidepressiva erklärt), kann ein Stressreiz eine
„plötzliche“ Serotoninausschüttung von
den Synapsen der Darmnerven in die
Darmschleimhaut bewirken. Mit der Folge,
dass der Darm „Wasser zieht“ – aus den
umgebenden Lymphbahnen nämlich. Die
Folge ist „Stress-Durchfall“. Inwieweit der
in dieser Phase in das Geschehen einbricht,
hängt von der Grunddisposition des Betroffenen ab. Manche Menschen reagieren
psychovegetativ mehr, andere weniger
über den Darm. Was sicher auch mit dem
Serotoningehalt im Darm zusammenhängt,
aber nicht nur. Über die restlichen Parameter kann nur spekuliert werden, und das
sollte nicht Thema dieses Artikels sein.
Ist RDS damit doch eine Vorstufe chronisch-entzündlicher
Darmerkrankungen?
Um die Antwort gleich vorweg zu nehmen:
RDS kann einer CED zwar vorausgehen,
sie ist aber keine Vorstufe einer chronischentzündlichen Darmerkrankung. Das ist ein
grobes Missverständnis nicht nur in der
psychosomatischen Medizin, sondern allgemein. Ich erkläre Ihnen auch, warum das
so ist:
RDS tritt infolge einer stress-getriggerten
Sympathikotonie auf. Wo der Stress herkommt, spielt im Prinzip dabei keine Rolle, da das autonome Nervensystem auf
oxidativen Stress und psychischen Stress
über die rein körperliche Schiene (siehe die
oben angeführten Symptome) gleich reagiert. Sie können sich unruhig, unkonzentriert, nervös fühlen oder schlecht
schlafen, ohne dass objektivierbarer Stress
in Ihrem Leben herrscht. Genauso gut können Sie an einem RDS leiden, ohne dass
unbedingt massiver psychischer Stress
vorliegt. Und drittens: RDS ist keine organische Erkrankung, sie findet also ohne
konkrete organische Umbauarbeiten statt.
Allerdings kann unter den entsprechenden
ungünstigen Umständen eine chronischentzündliche Darmerkrankung einem RDS
folgen. Wie das funktioniert? Sie müssen
wissen, dass ein RDS keinerlei immunolo-
gischen Trigger hat, das heißt, dass das
Darm-Immunsystem keinerlei Rolle beim
RDS spielt. Schon alleine deswegen, weil
bei der stress-getriggerten Sympathikotonie die Funktionen des Immunsystems geschwächt sind. Der Hebel, bei dem eine
CED ansetzt, liegt im Beispiel ganz woanders:
So kann aus einem RDS letzten Endes
eine CED werden, obwohl beide rein von
den Stoffwechselvorgängen nichts miteinander zu tun haben!
Besteht in unserem Beispiel ein stressbedingtes RDS schon länger, und zeigt es die
typischen Wechsel zwischen Verstopfung
im Normalfall und den typischen StressDurchfällen wie oben dargestellt, können
zwei Prozesse im Stoffwechsel nebeneinander her laufen: der erste Prozess ist der
schleichende Milieuumbau. Sie müssen
wissen, Darmflora und Milieu ändern sich
nicht so schnell, wie gerade von den Herstellern von so genannten „Functional
Food“ – das sind zum Beispiel die probiotischen Joghurts – vorgestellt. Ein kompletter Milieuumbau des Darms nimmt
mindestens 1 ½ Jahre in Anspruch. Dazu
gibt es sogar (schulmedizinische!) Untersuchungen.
In dieser Zeitspanne kann sich eine veränderte Darmflora etablieren, der pH-Wert
verändern, das chemische Milieu. Das sind
„harte“ Stoffwechselvorgänge, die sich
einfach mit der unnatürlichen Verstopfung
und den ebenso unnatürlichen, durch den
entgleisten Serotonin-Stoffwechsel bedingten Durchfall erklären lassen – und die
doch, wie obiges Beispiel zeigt – auf „psychische“ Faktoren zurückgeführt werden
können. Der zweite Prozess ist die schleichende Erschöpfung des hormonellvegetativen Stress-Systems. Wir haben
bereits festgestellt, dass jede Einseitigkeit
auf die Dauer korrigiert wird, und so kann
der Stressnerv mit den assoziierten Hormonen nicht dauerhaft dominant sein.
Auch nicht das „Langzeitstresshormon“
Cortisol.
den, bevor noch Schlimmeres geschieht.
Aber das geschieht genauso wenig binnen
Wochen, wie vorher die Umbauarbeiten
zum Schlechteren hin im Milieu stattgefunden haben.
Jetzt kommt es auf zwei Dinge an: das
erste: wie schnell finden die Umbauarbeiten am Milieu und an der Flora im Darm
statt, beziehungsweise wie stark und wie
schnell wird das Optimum durch externe
und interne Faktoren beeinträchtigt (einseitige Ernährung, Medikamente, Umweltmedizinisches), und das im Verhältnis zum
„Kippen“ des hormonell-vegetativen Systems. Der zweite: wie robust oder wie geschwächt sind die Schleimhäute des Körpers aufgestellt?
Da, wo ein verändertes Milieu nicht tolerabel ist und verschiedene Elemente der
Darmflora bekämpft werden müssen, entsteht eine Entzündung. Die „Geburt“ der
chronisch-entzündlichen Darmerkrankung.
Mehrere Faktoren bedingen in der Folgezeit eine Selbsterhaltung der chronischen
Darmentzündung:
Die ungünstige Variante bedingt das
Entstehen
einer
chronischentzündlichen Darmerkrankung
Wenn Milieu und Flora kippen, bevor das
vegetative Nervensystem in den „Erschöpfungsmodus“ schaltet, sind ernste Probleme vorprogrammiert. Denn der Darm wird
zum immunologischen Brennpunkt. Unter
Dominanz des Stressnervs ist das Immunsystem schwach und „übersieht“ diese
Umbauarbeiten im Milieu für einen langen
Zeitraum. Ist durch den langen Stresszustand des autonomen Nervensystems der
Umschaltpunkt jedoch erreicht, wird das
Immunsystem im Darm aktiv. Der Effekt
ist ungefähr damit vergleichbar, wie wenn
Polizeitrupps in ein Viertel einrücken, wo
Randale, Unruhe und Schlägerei herrschten
– und dies für lange Zeit unbeaufsichtigt.
Im übertragenen Sinne registriert das
Darm-Immunsystem mit beginnender vegetativer Erschöpfung den Schaden im
Milieu und die veränderte Darmflora – und
schaltet in ein Art „Panik-Programm“.
Denn die Schäden müssen behoben wer-
1. Entzündung führt zu reduzierter
Nährstoffaufnahme, dadurch stehen
weniger Antioxidantien zur Verfügung. Zellschädigung führt zu
„Sonderschichten“ des Immunsystems, das neben der Milieuänderung einen Zweifrontenkampf
kämpfen muss – die Entzündung
chronifiziert sich, das Immunsystem ist überfordert
2. Entzündungshemmende Medikamente helfen auf der einen Seite,
dass der Darm und die Schleimhaut
sich erholen und die Nährstoffversorgung verbessert wird, auf der
anderen Seite verhindern sie die
Milieubereinigung (haben Sie sich
schon immer gefragt, wieso die
Verläufe trotz immer komplexerer
Medikamente nicht besser werden
– hier ist die Antwort!)
3. Das Milieu im Darm wird von
Umwelttoxinen „ferngesteuert“ und
kann nicht wieder in den Optimalzustand zurückgeführt werden
Von einem Kontroll-Drama zur chronisch-entzündlichen Darmerkrankung
Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen entstehen nicht über Nacht, aber der
beschriebene Weg zeigt anschaulich, wie
sich ein psychologischer Konflikt „somatisieren“ kann, das heißt im Körper als Entzündung sichtbar werden kann, wenn die
Voraussetzungen hierfür gegeben sind. Der
gleiche Weg kann durch unterschiedliche
psychologische Konflikte ausgelöst werden, da, wie gesagt, die über das StressSystem ausgelösten Prozesse immer gleich
sind. Ich werde mich für die folgenden
Erkenntnisse ein wenig mehr vom rein
medizinisch-naturheilkundlichen lösen und
ein wenig mehr auf der psychischen oder
Symbol-Ebene arbeiten und interpretieren.
2. Was kann passieren, wenn man
das „Bauchgefühl“ ignoriert?
Was ist ein „Bauchgefühl“?
Da ich selbst eher ein Kopfmensch bin –
zumindest sagen das alle, die mich kennen,
tue ich mich ein bisschen schwer damit,
das „Bauchgefühl“ zu beschreiben. Aber
dennoch hier ein kleiner Versuch.
Ihre Vorstellung von Richtig oder Falsch
ist von Ihrem Verstand geprägt, und der
wiederum ist geprägt von Ihrer Erziehung.
Sie haben beispielsweise irgendwann einmal gelernt, dass es schlecht ist, seine
Mitmenschen zu beschimpfen oder anzuschreien. Und das hat Ihr Verstand integriert: das Leben ist angenehmer, wenn wir
leise, bedächtig, rücksichtsvoll und höflich
auftreten.
Aber dann und wann gibt es halt nun einmal Situationen, in denen unsere Mitmenschen uns bis aufs Blut reizen, uns provozieren. Und dann kommt es schon einmal
vor, dass der Bauch uns einen Impuls
schickt, uns zu wehren, oder einfach mal
„Dampf abzulassen“. Ein unangenehmes
Gefühl im Magen, ein Krampf, eine Ahnung oder ein Gefühl von Wut. Ein Gefühl
– keine Emotion wohlgemerkt! – von etwas, das der Verstand als „schlecht“ interpretieren würde. Man möchte am liebsten
losschreien, brüllen und toben. Und wir
treffen auf ein neues Problem: der Verstand kämpft gegen diesen Impuls an.
Doch das Bauchgefühl, von dem aus wir
„schlechte Dinge“ tun würden, von dem
ausgehend wir laut, ungehobelt, aggressiv
sein würden, ist eines, was der Verstand
nicht ist: nämlich authentisch.
Ein kleines Gedankenexperiment
Wenn Sie nicht in diese Kategorie zählen,
ist es nicht so schlimm. Die Vorstellung
reicht. Wenn Sie beispielsweise selbst keinen Führerschein besitzen, sind Sie bestimmt schon einmal bei dieser oder jener
Person mitgefahren. Auch wenn Sie selbst
einen Führerschein haben und auch Auto
fahren, kann es durchaus sein, dass Sie zu
den Personen gehören, die durch nichts aus
der Ruhe zu bringen sind.
Aber für mein Gedankenexperiment gehe
ich von etwas anderem aus, nämlich dem
kleinen Unterschied. Der besteht darin: Sie
sitzen in einem Wagen und fahren – oder
eben nicht. Sie reagieren in einem Auto,
wie Sie als Fußgänger niemals reagieren
würden:
- Sie würden nie als Fußgänger mit einem
anderen Fußgänger ein „Ampelrennen“
veranstalten
- Sie würden als Fußgänger nie einen anderen Fußgänger von hinten bedrängen, entweder schneller zu gehen oder die Spur zu
räumen
- Sie würden einen Fußgänger nie einen
anderen Fußgänger, der an einer grünen
Ampel steht und nicht los geht, schubsen
oder anbrüllen
- Sie würden als Fußgänger nie einen anderen Fußgänger, der von hinten kommt und
schneller läuft als Sie, absichtlich versuchen zu behindern oder sich ihm in den
Weg stellen
Im Kraftverkehr mit Autos und anderen
KFZ hingegen sind all diese Dinge Alltag,
beziehungsweise normal. Obwohl der Verstand und Ordnungskräfte sagen: nicht tun!
Woran liegt es? Was ist das für ein Phänomen? Simpel: Man sagt, das Auto sei
der Deutschen Liebling. Wenn wir von
einem Liebling sprechen, spricht das Gefühl – und bei dem steht der Kopf bekanntermaßen nicht an erster Stelle. Andersherum: im eigenen KFZ fühlen wir uns „sicher“. Das „Bauchgefühl“ übernimmt die
Führung. Und der Bauch pfeift auf gut
oder schlecht, sondern er will das ausdrücken, was er fühlt: und dazu gehören nun
mal auch Neid, Hass, Arroganz und andere
„negative“ Emotionen.
Carl Gustav Jung, der bekannte Psychologe, hätte es so ausgedrückt: im eigenen
KFZ lebt man fahrenderweise seinen
„Schatten“ aus. Kopf gegen Bauch: der
Kopf richtet sich nach dem, was er gelernt
hat (auch von anderen, insbesondere im
Bezug auf gesellschaftliche, ethische Werte und Ansprüche), der Bauch lebt sich
einfach aus.
Dieses Phänomen betrifft auch den
„Amokläufer“
Wenn Sie sich im Fernsehen oder im Internet Geschichten über Amokläufer anhören
beziehungsweise lesen, werden Sie oft
feststellen, dass sich der (gelegentlich, aber
selten auch die) Betroffene lange Zeit vor
dem Amoklauf „auffällig unauffällig“ gegeben hat. „Er war so ein ruhiger, netter
Typ…ist niemandem aufgefallen. Ich kann
nicht verstehen, wieso er so etwas tun
konnte!“
Es ist ein wenig wie mit dem autonomen
Nervensystem: lange Einseitigkeiten werden irgendwann in die andere Richtung
ausgeglichen. Zwangsläufig. Und das ist in
jedem Bereich so. Und wenn das Bauchgefühl in vielen Bereichen des Lebens anderer Meinung ist als der Kopf, wir ihn aber
nicht gelten lassen, weil er uns ja „das Leben versauen könnte“, dann holt er sich
irgendwann sein Recht. Auch hier zwangsläufig. Das Bauchgefühl ist nicht von sich
aus destruktiv, also zerstörerisch, aber es
kann im Leben zerstörerisch wirken, wenn
wir es sehr lange ignorieren und ebenso
sehr lange aus dem Kopf heraus leben.
Genauso, wie der Bauch nicht „Gut“ und
„Böse“ unterscheidet in dem Sinne, in dem
dies der Verstand tut, macht es letzten Endes auch keinen Unterschied, ob sich das
zerstörerische der „Bauch-Energie“ nun
nach außen (Amoklauf) oder nach innen
(chronische Entzündung) richtet.
Bauchgefühle machen Ihnen deutlich,
wenn Ihr Unterbewusstes mit etwas
nicht einverstanden ist
Wissen Sie, was ein „innerer Konflikt“ ist?
Wenn der Bauch nicht mit dem einverstanden ist, was der Kopf will. In unserer Gesellschaft dominiert der Verstand sehr
stark, weswegen unsere Gesellschaft auch
als Ganzes mit dem Bauch Konflikte bekommt. Anstand, Sitten und Moral hindern
uns dran, unsere Bauchgefühle „auszuleben“, und wir müssen dabei zusehen, dass
gerade die, die sich nicht so sehr an Anstand, Sitten und Moral halten, offensichtlich mehr Macht erlangen. Das kompromittiert wiederum unser Bauchgefühl und
führt zu einem „Klassiker“ in der Psychosomatik: dem Geben-Nehmen-Konflikt.
3. Wie ein Geben-Nehmen-Konflikt
entsteht und wie sich dieser im
Bauch bemerkbar machen kann
Der Geben-Nehmen-Konflikt ist meiner
Meinung nach so aktuell und „akut“ wie
kaum ein zweiter psychologischer Konflikt
in unserer Gesellschaft. Wenn Sie das Gefühl haben, viel zu geben, aber nicht genug
zu bekommen, dann sind Sie in einem solchen Konflikt. Nun kann es natürlich sein,
dass Ihr Verstand Ihnen sagt, dass es gut
ist, sich aufzuopfern, immer wieder zu
geben (Ihre Arbeitskraft, Ihre Zeit, Ihre
Anstrengungen etc.), denn man hat es
Ihnen eingetrichtert. Die Trichter heißen:
Ethik, Religion, Schuldgefühle wecken.
Gerade der letzte Punkt, Schuldgefühle,
sind eine wunderbare Möglichkeit, Menschen an sich zu binden.
Aber es ist nicht einmal schlimm, wenn Sie
das Gefühl haben sollten, zu viel zu geben
und im Verhältnis zu wenig zu bekommen
(z.B. Geld, oder Aufmerksamkeit, oder
Dankbarkeit für Ihren Einsatz und Ihre
Aufopferung). Wirklich schlimm wird so
etwas dann, wenn Sie sich dessen nicht
bewusst sind.
Es mag Menschen geben, die in Ihrer Aufgabe von tiefstem Herzen Erfüllung finden
und denen es wirklich sowohl vom Kopf
als auch vom Bauch her egal ist, ob Geben
(Einsatz, Arbeitskraft, Aufopferung) und
Nehmen (Anerkennung, Dank, Geld) in
keinem vernünftigen Verhältnis zueinander
stehen. Aber Heilige sind dünn gesät, und
schlimmer als einen bewussten Konflikt
mit Geben und Nehmen zu haben ist, dies
unbewusst zu haben. Denn der Körper
spiegelt diesen Konflikt wider, wenn er
vollkommen unbewusst abläuft.
Wenn der Verstand zu mächtig ist
Der Verstand kann aufkommende, ungute
Bauchgefühle völlig im Unbewussten lassen. Der Effekt, ein bisschen plump beschrieben, ist folgender: Sie sind kein(e)
Heilige(r), aber Sie bilden sich ein, es zu
sein: Sie haben objektiv Probleme damit,
sich aufzuopfern (mehr zu geben als zu
empfangen), sind sich aber dieses Problems nicht bewusst und können es sich
daher erst recht nicht eingestehen. Nach
meiner psychologischen Schule (beeinflusst von Personen wie Carl Gustav Jung,
Debbie Ford und ein wenig Rüdiger Dahlke) beginnt sich dann ein psychologischer
Konflikt zu somatisieren, also in körperlichen Symptomen bemerkbar zu machen,
wenn er vollkommen unbewusst ist und
bleibt.
Ihr Bauch kann sich nicht in Gefühlen bemerkbar machen, also macht er sich durch
Schmerz bemerkbar. Und um eine dieser
Ebenen des „Bemerkbar Machens“ geht
der psychische Konflikt, der sich sehr oft
bei Morbus Crohn zeigt, der GebenNehmen-Konflikt.
„Ich bekomme zu wenig für das, was ich
gebe!“
Das ist, wie gesagt, ein komplett unbewusster Konflikt. In der Psyche bemerken
Sie ihn nicht, im Sinne von „es ist schon
richtig so!“ Dann haben Sie nach oben
erwähnter psychosomatischer „Lehre“ die
Bedingungen erschaffen, dass ein Konfliktthema sich verkörperlichen, also somatisieren kann. Für den Geben-Nehmen-Konflikt
stellvertretend im Körper ist der letzte
Dünndarmabschnitt. Nun müssen Sie wissen, dass die eigentliche Verdauung überwiegend in den ersten beiden Dritteln des
Dünndarms stattfindet, während das, was
vom Speisebrei noch im Endbereich des
Dünndarms ankommt, kaum noch Nährstoffe enthält. Da der Dünndarm auf seiner
ganzen Länge zumindest in der Theorie die
ganze Verdauungskapazität hat, ist der
entsprechende Abschnitt, das Terminale
Ileum, gemessen an seinen Möglichkeiten
unterfordert. Er „bekommt zu wenig ab“.
Auf dem Boden dieses Konflikts entsteht
die Entzündung.
Buch geschrieben, das Ihnen dabei helfen
kann: Das Kaktusprinzip – die Wissenschaft vom dicken Fell (im Omega-Verlag
erschienen)
Der Bewusstwerdungsprozess, dass man
auch als Mensch, gemessen an dem, was
man kann und was man geben kann, „zu
wenig ab bekommt“, beginnt damit, den
eigenen Wert als Persönlichkeit zu erkennen. Das bedeutet zunächst einmal, unbescheiden zu werden. Und hier beginnt das,
was ich vorhin erklärt habe: Ihr Kopf mag
sich wohl, durch das Gelernte (Bescheidenheit ist eine Zier, nimm dich selbst
nicht so wichtig, du bist nur ein kleines
Rad im Getriebe, lerne leiden ohne zu klagen, wir müssen den Gürtel nun mal enger
schnallen etc.) eine ganze Weile damit
zufriedengeben, wenig Anerkennung,
Geld, Dankbarkeit etc. für viel Geleistetes
zu erhalten – Ihr Bauch, Ihre Gefühlsebene, ist es nicht. Sie spüren seine Unzufriedenheit, die dadurch noch verstärkt wird,
dass er Ihren Kopf nicht erreichen kann
beziehungsweise seine Botschaft nicht
vermitteln kann. Wie gesagt. Jemand kann
ehrlich bescheiden sein, weil er die Welt
des Materialismus weitestgehend hinter
sich gelassen hat. Aber wie auch gesagt:
Heilige sind rar gesät, und der zweite
Schritt zur Bewusstwerdung Ihres inneren
Konfliktes ist die Erkenntnis, dass Sie etwas wert sind – auch ohne ein Heiliger,
oder, auf einer mehr materiellen Ebene,
perfekt, herausragend, und überall der Beste zu sein. Zum Einstieg in dieses Thema
finde ich persönlich das Buch Leben Sie,
statt zu funktionieren von Matt Galan
Abend empfehlenswert. Auch ich habe ein
Beim Dickdarm ist der Konflikt etwas anders gelagert. Hier geht es nicht mehr um
Verdauen und im Übertragenen Sinne um
„bekommen“ beziehungsweise „abbekommen“, sondern um etwas anderes: der
Dickdarm recycelt nämlich. Und das Recyceln, sinngemäß zu übersetzen mit wieder in den Kreislauf bringen, ist ein Vorgang, der mit Dingen zu tun hat, die uns in
der Vergangenheit beschäftigt haben. Es
geht also indirekt um das Thema „Vergangenheitsbewältigung“. Allerdings nicht in
dem Sinne, in dem Sie „Opfer“ von Umständen geworden sind, sondern mehr im
Sinne von verpassten Chancen, denen Sie
nachtrauern. Beginnen tun all diese Versprechungen, die Sie sich selbst schuldig
sind aufgrund vergangener Versäumnisse
mit dem beliebten Satz: „Hätte ich doch
damals…!“
Aber denken Sie daran: das Problem zu
verstehen (mit dem Kopf) ist eine Sache
Welchen Konflikt repräsentiert
chronisch-entzündete Dickdarm?
der
- Z.B. nein gesagt, wo Sie mal ja gesagt
haben
- Meinen Traum nicht der Sicherheit geopfert
- Nicht diese dämliche Entscheidung gefällt…
Und so weiter. Das Ganze hat also mit einem Reuegedanken zu tun. Es sind, wie
gesagt, Dinge, die Sie sich selbst schuldig
geblieben sind. Mit einer Enttäuschung zu
leben ist unangenehm, wenn man weiß,
dass man selbst in gewissem Sinne diese
Enttäuschung zu verantworten hat, ist es
noch viel schlimmer. Die beste Taktik ist
daher, den Bauch nicht mehr zur Meldung
kommen zu lassen. Und so kann sich der
Konflikt im Dickdarm somatisieren.
Was tun?
Hier hilft der Spruch: „Die Vergangenheit
kann ich nicht ändern, aber die Zukunft
gehört mir.“ Fehlentscheidungen aus der
Vergangenheit zu korrigieren, erfordert
allerdings auch viel Mut, und hier scheiden
sich die Geister: denn auch wenn wir uns
mit dem „Ergebnis, das uns die Vergangenheit gebracht hat“, nämlich der Gegenwart, nicht wohl fühlen – wenn wir uns
dies bewusst gemacht haben, sie vermittelt
eins: Sicherheit. Und die Sicherheit ist ein
Faktor, den wir ungern aufs Spiel setzen –
selbst wenn es eine im Alltag eher unangenehme, einengende Sicherheit ist. Es läuft
dann doch mehr oder weniger auf das
Gleiche hinaus. Für sich mehr zu fordern,
heißt mit Recht, für sich mehr Leben zu
fordern – und das Tote, sprich: die Vergangenheit, los zu lassen. Der Dickdarm ist
das Reich des Todes im körperlichen Sin-
ne, der Bereich, in dem Vergangenes (Vergängliches) aufgearbeitet wird. Ist hier der
Konflikt, lässt uns das alte, das Vergangene nicht los – es beherrscht uns. Die Lösung ist also, entweder damit Frieden zu
schließen oder den Schritt ins Neue zu wagen.
Aber das haben alle Krankheiten, erst recht
chronische, gemeinsam: etwas Altes loszulassen und sich auf die Reise zu begeben,
sich weiter zu entwickeln.
Jeder kleine Schritt, den Sie von sich aus
tun, die Krankheit zu therapieren, den Sie
nicht von anderen tun lassen, ist Psychotherapie. Selbst wenn Sie nur Ihre Ernährung ändern, ändern Sie die Symbolik, was
Ihnen Nahrung bedeutet. Und auch wenn
Sie sich auf eine geistige Reise begeben,
müssen Sie sich klar machen, was Ihnen
„Wegzehrung“ bedeutet. Wegzehrung
zehrt am Weg, hilft Ihnen also auf der Reise.
Über Andreas Ulmicher und www.crohn-colitis-online.de
Andreas Ulmicher, Jahrgang 1970 ist niedergelassener Heilpraktiker in Bad SodenSalmünster, einem hessischen Kurort. In 1987, einen Monat vor seinem 17. Geburtstag, erlitt
er einen schweren Schub und wurde mit der chronisch-entzündlichen Darmerkrankung Morbus Crohn diagnostiziert. Mit nur noch knapp über 50 kg bei 1,87m Körpergröße begann ein
wochenlanger Kampf ums Überleben. Eine sehr wechselvolle Krankheitsgeschichte begleitete
Andreas Ulmicher bis ins Jahr 1997, in dem er einen Schub mit einem Abszess erlitt und nach
einem Behandlungsfehler mit dem Krankenhaus brach und sich auf der Suche nach Möglichkeiten machte, seine Erkrankung zu kurieren oder wenigstens zu verbessern.
Heute ist Ulmicher seit über 15 Jahren beschwerdefrei und nimmt seit dem gleichen Zeitraum
keine Medikamente gegen die chronisch-entzündliche Darmerkrankung mehr.
Ein Ausschnitt aus dem Krankenbericht von 1987:
Andreas Ulmicher – damals und heute!
Andreas Ulmicher Ende der 80er
mit weniger als 60kg
Andreas Ulmicher Mitte 2013 mit ca.
95 kg
Über http://www.crohn-colitis-online.de
http://www.crohn-colitis-online.de ist ein deutsch- und englischsprachiges Infoportal über
ganzheitliche Aspekte chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen (Morbus Crohn und Colitis ulcerosa). Die Seite wurde im Mai 2012 von Heilpraktiker Andreas Ulmicher online gestellt. Es geht überwiegend um Naturheilkunde, Homöopathie, Entgiftung, Ernährung und
psychosomatische Aspekte. Medizinische Entwicklungen werden im Blog angesprochen und
kommentiert.
Über die Seite können Infobroschüren, E-Booklets, ein Newsletter und natürlich Andreas Ulmichers Bücher über chronisch-entzündliche Darmerkrankungen bezogen werden.
Andreas Ulmichers Morbus Crohn-Colitis ulcerosa Ratgeber
stellt auf 328 Seiten die chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen vor, ebenso grundlegende Entzündungsparameter und
Laborwerte und Therapien in der Medizin, die kommentiert
werden. Den größeren Teil des Buches widmet Ulmicher seinem
Krankheitsverständnis, verschiedenen Therapiemöglichkeiten in
der Naturheilkunde sowie auch dem Thema Nahrungsergänzung. Ein umfangreiches Linkverzeichnis und eine Literaturliste
runden das Buch ab!
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Andreas Ulmichers Ratgeber Ernährung bei Morbus Crohn –
Colitis ulcerosa stellt sein Ernährungskonzept, aufbauend auf
dem Konzept der Stoffwechseltypisierung vor, darüber hinaus
werden weitere alternative Ernährungskonzepte bei chronischentzündlichen Darmerkrankungen vorgestellt und kommentiert. Listen mit zu vermeidenden Nahrungsmitteln und ein
umfangreiches, kommentiertes E-Nummern-Verzeichnis ergänzen den Ernährungsratgeber, der 218 Seiten lang ist.
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Iron Warrior – eine Geschichte über Morbus Crohn ist die
Geschichte des Studenten Gordon Stein, der sich mit Anfang
20 mit einer lebensgefährlichen Form von Morbus Crohn mitten aus dem Leben gerissen sieht und nach Jahren der Qual,
mit dem Aspekt der Unheilbarkeit konfrontiert, seine Leben
ein Ende setzen möchte. Doch das Schicksal will es anders und
spielt Gordon einem alten, pensionierten Naturheilarzt in die
Hände, der es noch einmal wissen will. Die etwas übertriebene
Handlung lebt stark von Symbolen und Metaphern.
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4. Was kann passieren, wenn man das „Bauchgefühl“ ignoriert?
Was ist ein „Bauchgefühl“?
Da ich selbst eher ein Kopfmensch bin – zumindest sagen das alle, die mich kennen, tue ich
mich ein bisschen schwer damit, das „Bauchgefühl“ zu beschreiben. Aber dennoch hier ein
kleiner Versuch.
Ihre Vorstellung von Richtig oder Falsch ist von Ihrem Verstand geprägt, und der wiederum
ist geprägt von Ihrer Erziehung. Sie haben beispielsweise irgendwann einmal gelernt, dass es
schlecht ist, seine Mitmenschen zu beschimpfen oder anzuschreien. Und das hat Ihr Verstand
integriert: das Leben ist angenehmer, wenn wir leise, bedächtig, rücksichtsvoll und höflich
auftreten.
Aber dann und wann gibt es halt nun einmal Situationen, in denen unsere Mitmenschen uns
bis aufs Blut reizen, uns provozieren. Und dann kommt es schon einmal vor, dass der Bauch
uns einen Impuls schickt, uns zu wehren, oder einfach mal „Dampf abzulassen“. Ein unangenehmes Gefühl im Magen, ein Krampf, eine Ahnung oder ein Gefühl von Wut. Ein Gefühl –
keine Emotion wohlgemerkt! – von etwas, das der Verstand als „schlecht“ interpretieren würde. Man möchte am liebsten losschreien, brüllen und toben. Und wir treffen auf ein neues
Problem: der Verstand kämpft gegen diesen Impuls an. Doch das Bauchgefühl, von dem aus
wir „schlechte Dinge“ tun würden, von dem ausgehend wir laut, ungehobelt, aggressiv sein
würden, ist eines, was der Verstand nicht ist: nämlich authentisch.
Ein kleines Gedankenexperiment
Wenn Sie nicht in diese Kategorie zählen, ist es nicht so schlimm. Die Vorstellung reicht.
Wenn Sie beispielsweise selbst keinen Führerschein besitzen, sind Sie bestimmt schon einmal
bei dieser oder jener Person mitgefahren. Auch wenn Sie selbst einen Führerschein haben und
auch Auto fahren, kann es durchaus sein, dass Sie zu den Personen gehören, die durch nichts
aus der Ruhe zu bringen sind.
Aber für mein Gedankenexperiment gehe ich von etwas anderem aus, nämlich dem kleinen
Unterschied. Der besteht darin: Sie sitzen in einem Wagen und fahren – oder eben nicht. Sie
reagieren in einem Auto, wie Sie als Fußgänger niemals reagieren würden:
-
Sie würden nie als Fußgänger mit einem anderen Fußgänger ein „Ampelrennen“ veranstalten
Sie würden als Fußgänger nie einen anderen Fußgänger von hinten bedrängen, entweder schneller zu gehen oder die Spur zu räumen
Sie würden einen Fußgänger nie einen anderen Fußgänger, der an einer grünen Ampel
steht und nicht los geht, schubsen oder anbrüllen
Sie würden als Fußgänger nie einen anderen Fußgänger, der von hinten kommt und
schneller läuft als Sie, absichtlich versuchen zu behindern oder sich ihm in den Weg
stellen
Im Kraftverkehr mit Autos und anderen KFZ hingegen sind all diese Dinge Alltag, beziehungsweise normal. Obwohl der Verstand und Ordnungskräfte sagen: nicht tun!
Woran liegt es? Was ist das für ein Phänomen? Simpel: Man sagt, das Auto sei der Deutschen
Liebling. Wenn wir von einem Liebling sprechen, spricht das Gefühl – und bei dem steht der
Kopf bekanntermaßen nicht an erster Stelle. Andersherum: im eigenen KFZ fühlen wir uns
„sicher“. Das „Bauchgefühl“ übernimmt die Führung. Und der Bauch pfeift auf gut oder
schlecht, sondern er will das ausdrücken, was er fühlt: und dazu gehören nun mal auch Neid,
Hass, Arroganz und andere „negative“ Emotionen.
Carl Gustav Jung, der bekannte Psychologe, hätte es so ausgedrückt: im eigenen KFZ lebt
man fahrenderweise seinen „Schatten“ aus. Kopf gegen Bauch: der Kopf richtet sich nach
dem, was er gelernt hat (auch von anderen, insbesondere in Bezug auf gesellschaftliche, ethische Werte und Ansprüche), der Bauch lebt sich einfach aus.
Dieses Phänomen betrifft auch den „Amokläufer“
Wenn Sie sich im Fernsehen oder im Internet Geschichten über Amokläufer anhören beziehungsweise lesen, werden Sie oft feststellen, dass sich der (gelegentlich, aber selten auch die)
Betroffene lange Zeit vor dem Amoklauf „auffällig unauffällig“ gegeben hat. „Er war so ein
ruhiger, netter Typ…ist niemandem aufgefallen. Ich kann nicht verstehen, wieso er so etwas
tun konnte!“
Es ist ein wenig wie mit dem autonomen Nervensystem: lange Einseitigkeiten werden irgendwann in die andere Richtung ausgeglichen. Zwangsläufig. Und das ist in jedem Bereich
so. Und wenn das Bauchgefühl in vielen Bereichen des Lebens anderer Meinung ist als der
Kopf, wir ihn aber nicht gelten lassen, weil er uns ja „das Leben versauen könnte“, dann holt
er sich irgendwann sein Recht. Auch hier zwangsläufig. Das Bauchgefühl ist nicht von sich
aus destruktiv, also zerstörerisch, aber es kann im Leben zerstörerisch wirken, wenn wir es
sehr lange ignorieren und ebenso sehr lange aus dem Kopf heraus leben. Genauso, wie der
Bauch nicht „Gut“ und „Böse“ unterscheidet in dem Sinne, in dem dies der Verstand tut,
macht es letzten Endes auch keinen Unterschied, ob sich das zerstörerische der „BauchEnergie“ nun nach außen (Amoklauf) oder nach innen (chronische Entzündung) richtet.
Bauchgefühle machen Ihnen deutlich, wenn Ihr Unterbewusstes mit etwas nicht einverstanden ist
Wissen Sie, was ein „innerer Konflikt“ ist? Wenn der Bauch nicht mit dem einverstanden ist,
was der Kopf will. In unserer Gesellschaft dominiert der Verstand sehr stark, weswegen unsere Gesellschaft auch als Ganzes mit dem Bauch Konflikte bekommt. Anstand, Sitten und Moral hindern uns dran, unsere Bauchgefühle „auszuleben“, und wir müssen dabei zusehen, dass
gerade die, die sich nicht so sehr an Anstand, Sitten und Moral halten, offensichtlich mehr
Macht erlangen. Das kompromittiert wiederum unser Bauchgefühl und führt zu einem „Klassiker“ in der Psychosomatik: dem Geben-Nehmen-Konflikt.
5. Wie ein Geben-Nehmen-Konflikt entsteht und wie sich dieser im
Bauch bemerkbar machen kann
Der Geben-Nehmen-Konflikt ist meiner Meinung nach so aktuell und „akut“ wie kaum ein
zweiter psychologischer Konflikt in unserer Gesellschaft. Wenn Sie das Gefühl haben, viel zu
geben, aber nicht genug zu bekommen, dann sind Sie in einem solchen Konflikt. Nun kann es
natürlich sein, dass Ihr Verstand Ihnen sagt, dass es gut ist, sich aufzuopfern, immer wieder zu
geben (Ihre Arbeitskraft, Ihre Zeit, Ihre Anstrengungen etc.), denn man hat es Ihnen eingetrichtert. Die Trichter heißen: Ethik, Religion, Schuldgefühle wecken. Gerade der letzte
Punkt, Schuldgefühle, sind eine wunderbare Möglichkeit, Menschen an sich zu binden.
Aber es ist nicht einmal schlimm, wenn Sie das Gefühl haben sollten, zu viel zu geben und im
Verhältnis zu wenig zu bekommen (z.B. Geld, oder Aufmerksamkeit, oder Dankbarkeit für
Ihren Einsatz und Ihre Aufopferung). Wirklich schlimm wird so etwas dann, wenn Sie sich
dessen nicht bewusst sind.
Es mag Menschen geben, die in Ihrer Aufgabe von tiefstem Herzen Erfüllung finden und denen es wirklich sowohl vom Kopf als auch vom Bauch her egal ist, ob Geben (Einsatz, Arbeitskraft, Aufopferung) und Nehmen (Anerkennung, Dank, Geld) in keinem vernünftigen
Verhältnis zueinander stehen. Aber Heilige sind dünn gesät, und schlimmer als einen bewussten Konflikt mit Geben und Nehmen zu haben ist, dies unbewusst zu haben. Denn der Körper
spiegelt diesen Konflikt wider, wenn er vollkommen unbewusst abläuft.
Wenn der Verstand zu mächtig ist
Der Verstand kann aufkommende, ungute Bauchgefühle völlig im Unbewussten lassen. Der
Effekt, ein bisschen plump beschrieben, ist folgender: Sie sind kein(e) Heilige(r), aber Sie
bilden sich ein, es zu sein: Sie haben objektiv Probleme damit, sich aufzuopfern (mehr zu
geben als zu empfangen), sind sich aber dieses Problems nicht bewusst und können es sich
daher erst recht nicht eingestehen. Nach meiner psychologischen Schule (beeinflusst von Personen wie Carl Gustav Jung, Debbie Ford und ein wenig Rüdiger Dahlke) beginnt sich dann
ein psychologischer Konflikt zu somatisieren, also in körperlichen Symptomen bemerkbar zu
machen, wenn er vollkommen unbewusst ist und bleibt.
Ihr Bauch kann sich nicht in Gefühlen bemerkbar machen, also macht er sich durch Schmerz
bemerkbar. Und um eine dieser Ebenen des „Bemerkbar Machens“ geht der psychische Konflikt, der sich sehr oft bei Morbus Crohn zeigt, der Geben-Nehmen-Konflikt.
„Ich bekomme zu wenig für das, was ich gebe!“
Das ist, wie gesagt, ein komplett unbewusster Konflikt. In der Psyche bemerken Sie ihn nicht,
im Sinne von „es ist schon richtig so!“ Dann haben Sie nach oben erwähnter psychosomatischer „Lehre“ die Bedingungen erschaffen, dass ein Konfliktthema sich verkörperlichen, also
somatisieren kann. Für den Geben-Nehmen-Konflikt stellvertretend im Körper ist der letzte
Dünndarmabschnitt. Nun müssen Sie wissen, dass die eigentliche Verdauung überwiegend in
den ersten beiden Dritteln des Dünndarms stattfindet, während das, was vom Speisebrei noch
im Endbereich des Dünndarms ankommt, kaum noch Nährstoffe enthält. Da der Dünndarm
auf seiner ganzen Länge zumindest in der Theorie die ganze Verdauungskapazität hat, ist der
entsprechende Abschnitt, das Terminale Ileum, gemessen an seinen Möglichkeiten unterfordert. Er „bekommt zu wenig ab“. Auf dem Boden dieses Konflikts entsteht die Entzündung.
Der Bewusstwerdungsprozess, dass man auch als Mensch, gemessen an dem, was man kann
und was man geben kann, „zu wenig ab bekommt“, beginnt damit, den eigenen Wert als Persönlichkeit zu erkennen. Das bedeutet zunächst einmal, unbescheiden zu werden. Und hier
beginnt das, was ich vorhin erklärt habe: Ihr Kopf mag sich wohl, durch das Gelernte (Bescheidenheit ist eine Zier, nimm dich selbst nicht so wichtig, du bist nur ein kleines Rad im
Getriebe, lerne leiden ohne zu klagen, wir müssen den Gürtel nun mal enger schnallen etc.)
eine ganze Weile damit zufriedengeben, wenig Anerkennung, Geld, Dankbarkeit etc. für viel
Geleistetes zu erhalten – Ihr Bauch, Ihre Gefühlsebene, ist es nicht. Sie spüren seine Unzufriedenheit, die dadurch noch verstärkt wird, dass er Ihren Kopf nicht erreichen kann beziehungsweise seine Botschaft nicht vermitteln kann. Wie gesagt: Jemand kann ehrlich bescheiden sein, weil er die Welt des Materialismus weitestgehend hinter sich gelassen hat. Aber wie
auch gesagt: Heilige sind rar gesät, und der zweite Schritt zur Bewusstwerdung Ihres inneren
Konfliktes ist die Erkenntnis, dass Sie etwas wert sind – auch ohne ein Heiliger, oder, auf
einer mehr materiellen Ebene, perfekt, herausragend, und überall der Beste zu sein. Zum Einstieg in dieses Thema finde ich persönlich das Buch Leben Sie, statt zu funktionieren von Matt
Galan Abend empfehlenswert. Auch ich habe ein Buch geschrieben, das Ihnen dabei helfen
kann: Das Kaktusprinzip – die Wissenschaft vom dicken Fell (im Omega-Verlag erschienen)
Aber denken Sie daran: das Problem zu verstehen (mit dem Kopf) ist eine Sache
Welchen Konflikt repräsentiert der chronisch-entzündete Dickdarm?
Beim Dickdarm ist der Konflikt etwas anders gelagert. Hier geht es nicht mehr um Verdauen
und im Übertragenen Sinne um „bekommen“ beziehungsweise „abbekommen“, sondern um
etwas anderes: der Dickdarm recycelt nämlich. Und das Recyceln, sinngemäß zu übersetzen
mit wieder in den Kreislauf bringen, ist ein Vorgang, der mit Dingen zu tun hat, die uns in der
Vergangenheit beschäftigt haben. Es geht also indirekt um das Thema „Vergangenheitsbewältigung“. Allerdings nicht in dem Sinne, in dem Sie „Opfer“ von Umständen geworden sind,
sondern mehr im Sinne von verpassten Chancen, denen Sie nachtrauern. Beginnen tun all
diese Versprechungen, die Sie sich selbst schuldig sind aufgrund vergangener Versäumnisse
mit dem beliebten Satz: „Hätte ich doch damals…!“
-
Z.B. nein gesagt, wo Sie mal ja gesagt haben
Meinen Traum nicht der Sicherheit geopfert
Nicht diese dämliche Entscheidung gefällt…
Und so weiter. Das Ganze hat also mit einem Reuegedanken zu tun. Es sind, wie gesagt, Dinge, die Sie sich selbst schuldig geblieben sind. Mit einer Enttäuschung zu leben ist unangenehm, wenn man weiß, dass man selbst in gewissem Sinne diese Enttäuschung zu verantworten hat, ist es noch viel schlimmer. Die beste Taktik ist daher, den Bauch nicht mehr zur Meldung kommen zu lassen. Und so kann sich der Konflikt im Dickdarm somatisieren.
Was tun?
Hier hilft der Spruch: „Die Vergangenheit kann ich nicht ändern, aber die Zukunft gehört
mir.“ Fehlentscheidungen aus der Vergangenheit zu korrigieren, erfordert allerdings auch viel
Mut, und hier scheiden sich die Geister: denn auch wenn wir uns mit dem „Ergebnis, das uns
die Vergangenheit gebracht hat“, nämlich der Gegenwart, nicht wohl fühlen – wenn wir uns
dies bewusst gemacht haben, sie vermittelt eins: Sicherheit. Und die Sicherheit ist ein Faktor,
den wir ungern aufs Spiel setzen – selbst wenn es eine im Alltag eher unangenehme, einengende Sicherheit ist. Es läuft dann doch mehr oder weniger auf das Gleiche hinaus. Für sich
mehr zu fordern, heißt mit Recht, für sich mehr Leben zu fordern – und das Tote, sprich: die
Vergangenheit, los zu lassen. Der Dickdarm ist das Reich des Todes im körperlichen Sinne,
der Bereich, in dem Vergangenes (Vergängliches) aufgearbeitet wird. Ist hier der Konflikt,
lässt uns das alte, das Vergangene nicht los – es beherrscht uns. Die Lösung ist also, entweder
damit Frieden zu schließen oder den Schritt ins Neue zu wagen.
Aber das haben alle Krankheiten, erst recht chronische, gemeinsam: etwas Altes loszulassen
und sich auf die Reise zu begeben, sich weiter zu entwickeln.
Jeder kleine Schritt, den Sie von sich aus tun, die Krankheit zu therapieren, den Sie nicht von
anderen tun lassen, ist Psychotherapie. Selbst wenn Sie nur Ihre Ernährung ändern, ändern Sie
die Symbolik, was Ihnen Nahrung bedeutet. Und auch wenn Sie sich auf eine geistige Reise
begeben, müssen Sie sich klar machen, was Ihnen „Wegzehrung“ bedeutet. Wegzehrung zehrt
am Weg, hilft Ihnen also auf der Reise.