Ab 3. August im Kino - Essener Filmkunsttheater

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Ab 3. August im Kino - Essener Filmkunsttheater
Kostenlos
45. JAHRGANG | 08.2006
D I E P R O G R A M M Z E I T U N G D E R E S S E N E R F I L M K U N S T T H E AT E R U N D D E R L I C H T B U R G
A b 3 . Au g u s
t
im K in o
www.essener-filmkunsttheater.de
Gelsenkirchener Str. 181
45309 Essen
Tel. 0201/27 55 55
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INHALT
45. JAHRGANG | 08.2006
Filmstarts im August
Unser Programmservice
Das aktuelle Wochenprogramm erfahren Sie donnerstags in WAZ und NRZ
sowie unter der Programmansage
0201 / 77 84 77 und unter
www.essener-filmkunsttheater.de
Inhalt
Intro
Weiter im Programm
Seite 15
Hui Buh, das Schlossgespenst
Geheime Staatsaffären
Geplant ab 03.08.
Ab 03.08.
Seite 12
Seite 16
Ab 27.07.
Seite 11
Fluch der Karibik 2
Seite 13
Ab 03.08.
Seite 18/23
S. 3
Lichtburg Open Air
S. 4/5
Sonderprogramm
S. 6-9
Filmstarts im August
Weiter im Programm
ab S. 9
Lichtburg & Sabu
S. 20
Die Essener Filmkunsttheater
S. 21
Kinderkino
S. 22
Monatsprogramm
der Galerie Cinema
S. 23
Urmel aus dem Ei
Ab 17.08.
Volver
Ab 17.08.
Seite 10
Superman Returns
Impressum
Ab 24.08.
Breakfast on Pluto
Seite 12
Der Hals der Giraffe
Geplant ab 31.08.
Seite 9
Ab 17.08.
Seite 15
Emmas Glück
Seite 14
Geplant ab 31.08.
Seite 16
Herausgeber:
ART & WEISE Film, Hanns-Peter Hüster
Auflage: 30.000
Redaktion:
Christiane Hüls, Marianne Menze
Anzeigen:
Claudia Hagedorn, Tel.: 0201 / 289 55 0
Druck: WAZ-Druck, Duisburg
Tel. 0203 / 9 94 87 - 0
Adams Äpfel
Der freie Wille
Geplant ab 31.08.
Geplant ab 31.08.
Seite 17
Thank You for Smoking
Seite 19
Ohne festen Starttermin
Seite 19
Gestaltung:
Christiane Hüls
Konzept:
Marc Strecker, www.m-bient.de
Wie sehr liebst du mich?
Olga
2
Man muss mich nicht lieben
45. JAHRGANG | 08.2006
INTRO
Lichtburg Open Air Filmnächte am Dom
Sonderveranstaltungen
Sechs Wochen Freiluftkino auf einem der schönsten Plätze Essens!
26. Juli bis 9. September auf dem Domplatz Programm siehe Seite 4-5
02.08. | 20.30 Uhr | EULENSPIEGEL
Mitten in der Essener Innenstadt
bietet der Domplatz die perfekte
Kulisse für ein stimmungsvolles
Freiluftkino. Direkt an den Burgplatz und die Kettwiger Straße
anschließend und von zwei
Seiten eingerahmt durch Dom
und Domschatzkammer, wird der
Platz zum offenen Kinoraum für
sommerliche Abende.
In dieser außergewöhnlichen Atmosphäre wird vom 26. Juli bis zum 9. September ein abwechslungsreiches, spannendes und anspruchsvolles Programm
geboten: Neue und ganz neue Filme,
Klassiker und wieder zu entdeckende
Schätze, quer durch alle Genres. Die
über 40 Filme sind themenbezogen auf
die Wochentage verteilt:
Mo. –
Di. –
Mi. –
Do. –
Fr. –
Willkommen Europa
Rock am Dom
Neu und vorab – Vorpremieren
Skurril und witzig
Grandiose Schnulzen
LeserNacht
Sa. – Spannend und rasant
So. – Gewünscht und erfüllt
S. 6
Interzone perceptibles Stummfilmkonzert
02.08. | LICHTBURG OPEN AIR am Dom S. 4/13
Vorpremiere: „Volver“
09.08. | LICHTBURG OPEN AIR am Dom S. 5/12
Vorpremiere: „Der Hals der
Giraffe“
16.08. | LICHTBURG OPEN AIR am Dom S. 5
Vorpremiere: „Vers le sud – In
den Süden“
Foto: Armin Thiemer
„Hot live sexy swing“ am 20. August
Dean Baxter and the Star Fuckers
spielen live Musik aus der Ära der größten Entertainer aller Zeiten, die Zeit von
Frank Sinatra, Dean Martin und Bobby
Darin. Eine Musikalische Zeitreise in die
50er und 60er Jahre. Im Anschluss:
„Der Pate“ mit Marlon Brando und Al
Pacino (Eintritt: Konzert 2 €, Film 7 €).
Filmbeginn bei Einbruch der Dunkelheit
Einlass ab 20.00 Uhr
Rahmenprogramm ab ca. 20.30 Uhr
Eintritt: 7,- €
Bei Überlänge Preisaufschlag
Künstler des Unperfekthaus gestalten ein
wechselndes Rahmenprogramm. Beginn
jeweils ca. 30. Minuten vor Filmstart.
Kurzführungen zur Domschatzkammer
Jeweils sonntags und montags vor
Beginn der Vorstellung wird eine Kurzführung im Dom oder in der Domschatzkammer angeboten. Die Führungen beginnen
jeweils um 20.15 Uhr und dauern ca. 30
Minuten. Die Teilnehmerzahl ist auf 25
Personen begrenzt. Die Teilnahme ist kostenlos. Eintrittskarten sind beim Kauf des
Kinotickets erhältlich. Treffpunkt ist an der
Figur des Hl. Altfrid hinter der Leinwand
an der Treppe zur Domschatzkammer.
16.08. | 18.00 Uhr | ASTRA-Theater
S. 6
Le cinéma en version originale
„Das große Rennen von Belleville“
18.08. | 20.00 Uhr | ASTRA-Theater
S. 9
Publikumspremiere:
„Der freie Wille“
In Anwesenheit von Jürgen Vogel
19.08. | 16.00 & 23.00 | EULENSPIEGEL S. 6
Kartenvorverkauf/-reservierung:
Lichtburg Essen
Tel. 0201 / 23 10 23
[email protected]
Night of the Shorts: Kurzfilmprogramm „Exoticore“
Onlinereservierung:
www.lichtburg-openair.de
Sneak Preview
Veranstaltungsort:
Essener Dom, Domplatz
Zugang über Burgplatz / Kettwiger Str.
Essen Innenstadt
Vorpremiere: „Thank You for
Smoking“
Veranstalter:
Essener Filmkunsttheater GmbH &
moving movies KG - Multimediatechnik
- Münster
In Kooperation mit dem
Domkapitel zu Essen
21.08. | 20.30 Uhr | EULENSPIEGEL
S. 6
23.08. | LICHTBURG OPEN AIR am Dom S. 5/16
24.08. – 30.08. | GALERIE CINEMA S. 8/23
Tom Tykwer Festival
30.08. | 18.00 Uhr | ASTRA-Theater
S. 6
Le cinéma en version originale
„Der wilde Schlag meines Herzens“
HTBURG-BÜHNE • LICHTBURG-BÜHNE • LICHTBURG-BÜHNE • LICHTBURG-BÜHNE • LICHTBURG-BÜ
Ruhrtriennale – Century of Song
Ruhrtriennale – Century of Song
Volxtour 2006
Kabarett
12.+13. Sept. | 20.00 h | Lichtburg
18.+19. Sept. | 20.00 h | Lichtburg
20. Sept. | 20.30 h | Lichtburg
26. Sept. | 20.00 h | Lichtburg
Tickethotline: 0 700 / 20 02 34 56
Infos unter www.ruhrtriennale.de
Einlass: 19.30 Uhr | VVK: ab 25 €
Karten an allen CTS Vorverkaufsstellen
Holly Cole
Tickethotline: 0 700 / 20 02 34 56
Infos unter www.ruhrtriennale.de
Laurie Anderson Achim Reichel
3
Volker Pispers
Vorverkauf an allen CTS-Vorverkaufsstellen
Tickethotline: 01805-708077
LICHTBURG OPEN AIR
Samstag 29. Juli | Filmbeginn ca. 21.55 h
45. JAHRGANG | 08.2006
Donnerstag 3. August | Filmbeginn ca. 21.45 h
Spannend und rasant
Skurril und witzig
Harry Potter und der Feuerkelch
Ice Age 2 – Jetzt taut‘s
In seinem 4. Schuljahr in Hogwarts erwarten Harry Potter einige Überraschungen. Der Zauberlehrling
entdeckt merkwürdige Gefühle, die sich um Mädchen sowie unheimliche Signale, die sich um Voldemort drehen. Während Harry am Trimagischen Turnier, einem der gefährlichsten Wettkämpfe der Zauberwelt teilnimmt, findet der Fürst der Finsternis endlich einen Weg, wieder Gestalt anzunehmen.
USA 2005; 157 Min.; Regie: Mike Newell; mit Daniel Radcliffe, Rupert Grint, Emma Watson; ab 12 J.
Neue Abenteuer mit dem prähistorischen Kumpeltrio um Mammut Manny, Faultier Sid und Säbelzahntiger Diego. Weil eine Klimaerwärmung die Eiswelt zum Schmelzen bringt, droht eine Sintflut das
paradiesische Tal der Tiere zu überfluten. So beginnt der Exodus zum rettenden Talende. Wie schon der
weltweit erfolgreiche Vorgänger glänzt „Ice Age 2“ mit Situationskomik, Slapstickaction und Wortwitz.
USA 2006; 90 Min.; Regie: Carlos Saldanha; Sprecher: Arne Elsholtz, Otto Waalkes; ab 0 J.
Sonntag 30. Juli | Filmbeginn ca. 21.55 h
Freitag 4. August | Filmbeginn ca. 21.45 h
Gewünscht und erfüllt
Zufällig erkundigt sich der welterfahrene Fotograf Robert bei der Farmerin Francesca nach
dem Weg zu den Brücken von Madison County, die er fotografieren will. Da sich ihre Familie
nicht in der Stadt befindet, begleitet sie ihn als Führerin auf der Suche nach Motiven. Langsam
kommen sich die beiden näher und erleben vier intensive Tage der Liebe. Clint Eastwood gelang ein Meisterwerk. Mit großer Ökonomie führt er die Kamera und vermeidet so emotionale
Überfrachtung. Vielmehr öffnet er den Raum für die sensationelle Meryl Streep.
USA 1995; 135 Min.; Regie: Clint Eastwood; mit Clint Eastwood, Meryl Streep; ab 12 J.
Regisseur Joe Wright hält sich bei seiner Verfilmung von Jane Austens Romanklassikers aus
dem Jahr 1813 streng an das Original, schlägt durchaus ernste Töne an und wird von einem
hervorragenden Schauspielerensemble unterstützt, das die hervorragende Charakterzeichnung
optimal umsetzt.
USA/GB 2005; 127 Min.; Regie: Joe Wright; mit Keira Knightley, Matthew MacFadyen; ab 0 J.
Willkommen Europa
Samstag 5. August | Filmbeginn ca. 21.45 h
Sommer vorm Balkon
Elektrisierende Verfilmung des Bestsellers von John le Carré. Diplomat Justin Quayle verabschiedet sich von seiner Frau Tessa. Wenig später muss Justin ihre schrecklich zugerichtete
Leiche identifizieren. Er erinnert sich an die Anfänge ihrer Beziehung und das Engagement Teresas, den Praktiken eines rücksichtslosen Pharmakonzerns auf die Spur zu kommen. Weil Justin
nach ihrem Tod auf Ungereimtheiten stößt, wird auch er zum Detektiv und kann im Verlauf
der Ereignisse ungeahnte Machenschaften aufdecken und ihm bislang verborgen gebliebene
Aspekte von Tess‘ Lebenswerk entdecken.
GB 2005; 129 Min.; Regie: Fernando Meirelles; mit Ralph Fiennes, Rachel Weisz; ab 12 J.
Rock am Dom
Dirty Dancing
Glänzend choreographierte Liebesgeschichte mit hinreißenden Tanzszenen. Es ist der Sommer
1963, Baby Houseman verbringt mit Eltern und Schwester den Sommer in einem Ferienhotel
und lernt den dort angestellten Tanzlehrer Johnny Castle kennen und lieben. Der Tanzfilm von
Emile Ardolino löste 1987 eine wahre „Dirty Dancing“- Manie aus.
USA 1987; 97 Min.; Regie: Emile Ardolino; mit Patrick Swayze, Jennifer Grey; ab 12 J.
Mittwoch 2. August | Filmbeginn ca. 21.55 h
Spannend und rasant
Der ewige Gärtner
Tragikomödie von Andreas Dresen - hinreißender Humor, Traurigkeit, Hoffnung und wunderbare
Darsteller. Nike und Katrin wohnen im gleichen Haus am Prenzlauer Berg. Auf Nikes Balkon
süffeln sie abends Rotwein und parlieren über Sehnsüchte und Wünsche. Katrin sucht einen
Mann und Vater für ihren Sohn, Nike einen Kerl, der zugreifen kann.
D 2005; 110 Min.; Regie: Andreas Dresen; mit Nadja Uhl, Inka Friedrich, Andreas Schmidt; ab 12 J.
Dienstag 1. August | Filmbeginn ca. 21.55 h
Grandiose Schnulzen
Die Brücken am Fluß
Stolz und Vorurteil
Montag 31. Juli | Filmbeginn ca. 21.55 h
LeserNacht
Sonntag 6. August | Filmbeginn ca. 21.40 h
Gewünscht und erfüllt
Match Point
Woody Allens erster in London gedrehter Film ist eine moderne Tragödie um Liebe, Schuld und
andere Vergehen, eine von Allens dunkelsten Arbeiten. Der Film kreist um Fragen von Zufall,
Glückssuche, Karriere und Selbstaufgabe und ist ein böser Kommentar um sozialen Aufstieg
und den damit einher gehenden Verlust von Gewissen und Gefühl.
GB 2005; 124 Min.; Regie: Woody Allen; mit Scarlett Johansson, Jonathan Rhys-Meyers; ab 6 J.
Neu und vorab
Vorpremiere: Volver
Bei den diesjährigen Filmfestspielen in Cannes wurde Pedro Almodóvars neues Werk für das
Beste Drehbuch sowie das Beste weibliche Ensemble ausgezeichnet!
Montag 7. August | Filmbeginn ca. 21.40 h
Pedro Almodóvar kehrt ins weibliche Universum und zum surrealistischen Naturalismus zurück.
Drei Frauen aus drei Generationen beweisen Stärke und Überlebenskraft. Abuela Irene kehrt
nach ihrem vorzeitigen Tod zurück in ihre Heimatstadt, um alle ungelöst gebliebenen Angelegenheiten in ihrem Leben zu Ende zu bringen. Ihre Töchter Raimunda und Sole leben immer noch
Zuhause - nach und nach erweist sich der Geist Abuelas für sie und Abuelas Enkelkind als Trost
in schweren Zeiten. Mehr zu diesem Film auf Seite 13!
E 2006; 126 Min.; Regie: Pedro Almodóvar; mit Penélope Cruz, Carmen Maura, Chus Lampreave
Willkommen Europa
Don‘t Come Knocking
Wim Wenders beschwört noch einmal den Mythos Amerika und die Unmöglichkeit, ein Stück
Heimat zu finden. Das Werk eines Meisters, das an „Paris, Texas“ anknüpft und durch tragikomische Zwischentöne, Leichtigkeit und wuchtige Visualität überzeugt, Western, Roadmovie und
großes Gefühlskino zugleich.
D 2005; 123 Min.; Regie: Wim Wenders; mit Sam Shepard, Jessica Lange, Tim Roth; ab 6 J.
4
45. JAHRGANG | 08.2006
LICHTBURG OPEN AIR
Dienstag 8. August | Filmbeginn ca. 21.40 h
Samstag 19. August | Filmbeginn ca. 21.15 h
Rock am Dom
Spannend und rasant
Keine Lieder über Liebe
Inside Man
Der Rockmusiker Markus Hansen wird von seinem Bruder Tobias während seiner Deutschlandtournee in einem Dokumentarfilm portraitiert. Die Brüder belastet eine totgeschwiegene Affäre
zwischen Markus und Tobias Freundin Ellen. Als Ellen bei den Dreharbeiten auftaucht, bricht der
ungelöste Konflikt auf.
D 2005; 101 Min.; Regie: Lars Kraume; mit Florian Lukas, Jürgen Vogel, Heike Makatsch; ab 6 J.
Origineller Thriller über das clevere Überlistungsduell zwischen einem Polizisten und einem Bankräuber und Geiselnehmer. In seinem bislang zugänglichsten Film ordnet Regisseur Spike Lee seine
gewohnte Gesellschaftskritik einem Stoff unter, der sich mit Gelassenheit und Humor als Kopfthriller
präsentiert. „Inside Man“ gefällt mit erstklassigen Schauspielern, ungewöhnlicher Dramaturgie.
USA 2006; 129 Min.; Regie: Spike Lee; mit Denzel Washington, Clive Owen, Jodie Foster; ab 12 J.
Mittwoch 9. August | Filmbeginn ca. 21.35 h
Sonntag 20. August | Filmbeginn ca. 21.15 h
Neu und vorab
Gewünscht und erfüllt
Vorpremiere: Der Hals der Giraffe
Der Pate
Die neunjährige Mathilde verlässt eines Nachts heimlich das Haus, indem sie allein mit ihrer
Mutter Hélène wohnt, um ihren Großvater Paul aus dem Altersheim zu entführen. Mit ihm will
sie ihre verschollene Großmutter finden, die vor 30 Jahren Paul und Hélène verlassen hat. Wo
sich diese aufhält, glaubt Mathilde aus einem Stapel ungeöffneter Briefe zu wissen, in denen
ihre Großmutter versucht hat, mit Paul und seiner Tochter in Kontakt zu bleiben. So brechen die
beiden nach Biarritz auf. Mehr zu diesem Film auf Seite 12!
F/B 2004; 84 Min.; Regie & Drehbuch: Safy Nebbou; mit Sandrine Bonnaire, Claude Rich; ab 12 J.
Mafiapate Don Vito Corleone bereitet seine Pensionierung vor. Die Nachfolge ist geregelt, Sohn
Sonny soll die Familiengeschäfte erben, während der bürgerlich veranlagte Michael eine Laufbahn
als Jurist an der Seite von WASP-Gattin Kay anstrebt. Doch als Don Vito auf offener Straße niedergeschossen wird und Sonny einem Mordanschlag zum Opfer fällt, kommt alles ganz anders.
USA 1972; 175 Min.; Regie: Francis Ford Coppola; mit Marlon Brando, Al Pacino, James Caan; ab 16 J.
Donnerstag 10. August | Filmbeginn ca. 21.35 h
Konzert im Vorprogramm: Dean Baxter and the Star Fuckers | Beginn: 20.30 h | Eintritt: Konzert 2 €, Film 7 €
Montag 21 . August | Filmbeginn ca. 21.15 h
Skurril und witzig
Don Camillo und Peppone
Die aufdringlichen Nachbarn nerven. Ihre Tochter führt sich auf wie ein Flittchen. Und ihr Gatte
Walter ist so beschäftigt mit Gottes unergründlichen Wegen, dass er sie nicht anrührt. Gerade
als die frustrierte Pfarrersfrau Gloria aus der verschlafenen Gemeinde Little Wallop mit ihrem
feschen Golflehrer durchbrennen will, trifft die neue Haushälterin Grace ein.
GB 2006; 103 Min.; Regie: Niall Johnson; mit Rowan Atkinson, Maggie Smith; ab 6 J.
In einem winzigen Dorf in der Po-Ebene liegen sich nach dem Zweiten Weltkrieg der Pfarrer
Don Camillo und der kommunistische Bürgermeister Peppone ständig in den Haaren, um die
Seelen ihrer jeweiligen Schäfchen zu retten, auf die eigene Seite zu ziehen oder zurückzuholen
und jeder auf seine Weise den Ort glücklich zu machen.
I/F 1952; 102 Min.; Regie: Julien Duvivier; Darsteller: Fernandel, Gino Cervi, Vera Talqui; ab 12 J.
Freitag 11. August | Filmbeginn ca. 21.30 h
LeserNacht
Grandiose Schnulzen
Dienstag 22. August | Filmbeginn ca. 21.15 h
Brokeback Mountain
Samstag 12. August | Filmbeginn ca. 21.30 h
Musikalisch und dramatisch begeisternde Biografie von Country- und Folklegende Johnny Cash.
James Mangolds Tour durch das Künstlerleben überzeugt mit musikalischen Glanzauftritten und
exzellenten Darstellungen. Chronologisch, schnörkellos und stimmig in Milieu- und Zeitskizzierung erzählt und mit Golden Globes und Oscars ausgezeichnet.
USA 2005; 136 Min.; Regie: James Mangold; mit Joaquin Phoenix, Reese Witherspoon; ab 6 J.
Spannend und rasant
Mittwoch 23. August | Filmbeginn ca. 21.15 h
Mission: Impossible III
Nick Naylor ist zur Stelle, wenn die Tabakindustrie einen aalglatten, sauberen und sympathischen
Typen braucht, der sie in der Öffentlichkeit vertreten muss. Nick, der keinerlei moralische Probleme
mit seinem Posten hat, hat viel zu tun in diesen Tagen: Ein liberaler Senator setzt alles daran,
dass jedes Päckchen mit einem Totenkopf-Zeichen versehen wird, und Nick soll Lobby- und
Öffentlichkeitsarbeit leisten, das abzuwenden. Keine leichte Aufgabe, wo doch gleichzeitig der an
Lungenkrebs erkrankte Marlboro-Mann Front gegen die Industrie macht, Todesdrohungen gegen
ihn ausgestoßen werden und er in der Washington Prost alles andere als positiv dargestellt wird.
Mit dieser galligen Satire über die politische Korrektheit und das Konzept persönlicher Freiheit gibt
Julian Reitman ein beachtliches Regiedebüt. Basierend auf dem Roman von Christopher Buckley
teilen Reitman und sein brillantes Ensemble, allen voran Aaron Eckhart, kräftig in alle Richtungen
aus und landen verblüffend viele Treffer. Mehr zu diesem Film auf Seite 16!
USA 2005; 92 Min.; Regie: Jason Reitman; mit Aaron Eckhart, Robert Duvall, William H. Macey
Gewünscht und erfüllt
The Big Lebowski
Die Dummheit zweier Geldeintreiber bringt Jeff Lebowski, den mittellosen Alt-Hippie, mit
seinem millionenschweren Namensvetter zusammen. Dessen Frau wurde entführt, und das
Lösegeld soll ausgerechnet Loser Lebowski übergeben. Der Beginn einer Katastrophen-Kette,
die dem Slacker zunächst den Überblick und schließlich sogar die legendäre Lässigkeit nimmt.
USA 1997; 117 Min.; Regie: Joel Coen; mit Jeff Bridges, John Goodman, Julianne Moore; ab 12 J.
Montag 14. August | Filmbeginn ca. 21.25 h
Donnerstag 24. August | Filmbeginn ca. 21.10 h
Willkommen Europa
Eine Besetzungsriege von Jack Nicholson über Danny DeVito bis zu Pierce Brosnan, sensationelle Tricks sowie eine Vielzahl satirischer Seitenhiebe auf Popkultur und Politik sind die
Hauptzutaten zu einer schrillen SF-Extravaganz von Bildermagier Tim Burton.
USA 1996; 106 Min.; Regie: Tim Burton; mit Jack Nicholson, Glenn Close, Annette Bening,
Pierce Brosnan, Danny DeVito, Sarah Jessica Parker, Michael J. Fox; ab 12 J.
Ein bittersüßes, humorvolles Drama: Der international renommierte Dirigent Daniel beendet nach
einem körperlichen Zusammenbruch seine Karriere und zieht sich in das Dorf seiner Kindheit in
Nordschweden zurück. Dort lässt er sich überreden, den örtlichen Kirchenchor zu leiten - und steckt
tatsächlich nach und nach die Dorfbewohner mit seiner musikalischen Begeisterung an.
Schweden 2004; 124 Min.; Regie: Kay Pollak; mit Michael Nyqvist, Frida Hallgren; ab 12 J.
Freitag 25. August | Filmbeginn ca. 21.10 h
Rock am Dom
Samstag 26. August | Filmbeginn ca. 21.10 h
Neu und vorab
Spannend und rasant
King Kong
Nach seinem Triumph mit der „Herr der Ringe“-Trilogie erfüllte sich Peter Jackson seinen Traum,
den Klassiker von 1933 neu zu verfilmen. Wieder werden keine Kosten und (tricktechnischen)
Mühen gescheut, um die legendäre Saga vom Riesenaffen, dessen Liebe zu einer schönen Frau
seinen Untergang bedeutet, als emotionales Überwältigungs-Spektakel aus Film zu bannen.
Neuseeland/USA 2005; 187 Min.; Regie: Peter Jackson; mit Naomi Watts, Adrien Brody; ab 12 J.
Vorpremiere: Vers le sud
Haiti, in den Siebzigern. Hier gibt es alles was das Touristenherz begehrt: Aufmerksame Kellner,
viel Sonne, schöne Strände und jede Menge schwarzer Beaus. Von diesen sind vor allem die
paar älteren Damen im Hotel angetan. Sie kommen Jahr für Jahr wieder, um sich mit den
jungen Männern am Strand und des Nachts in den Bungalows zu vergnügen. Im Gegenzug
geben die Frauen ihnen kleine Geschenke und ab und zu auch Geld.
F/CA 2005; Regie: Laurent Cantet; mit Louise Portal, Charlotte Rampling, Karen Young
Sonntag 27. August | Filmbeginn ca. 21.10 h
Gewünscht und erfüllt
Easy Rider
Skurril und witzig
Mit seiner Geschichte über moderne Outlaws demontierte Regiedebütant Dennis Hopper
nicht nur den Mythos vom amerikanischen Traum. Er erzählt vom Untergang der Illusionen
einer ganzen Generation und vom Scheitern eines selbstbestimmten Lebens in einem von
Konformismus geprägten Land.
USA 1969; 94 Min.; Regie: Dennis Hopper; mit Peter Fonda, Dennis Hopper, Jack Nicholson; ab 16 J.
In den Schuhen meiner Schwester
Rose ist eine erfolgreiche Anwältin, klug, verantwortungsbewusst, leicht übergewichtig und in ihren
Boss verliebt. Ihre jüngere, extrem attraktive Schwester Maggie ist hauptberufliches Partygirl, das alles
im Leben ihrem Aussehen verdankt. Als Maggie von ihrer Stiefmutter aus dem Haus geworfen wird, bei
Rose unterkommt und mit deren Boss schläft, ändert sich das Leben beider Schwestern schlagartig.
USA 2005; 130 Min.; Regie: Curtis Hanson; mit Cameron Diaz, Toni Collette, Shirley MacLaine; ab 0 J.
LeserNacht
Grandiose Schnulzen
„Ich hatte eine Farm in Afrika...“: Schmerzhaft beginnt das nach den Erinnerungen der Autorin
Tania Blixen von Sydney Pollack inszenierte romantische Liebesepos vor der majestätischen Kulisse des schwarzen Kontinents. Am Ende der Kolonialzeit angesiedelt, weist der Film politische
Sensibilität und ungebrochenes Gefühl auf. Ausgezeichnet mit sieben Oscars.
USA 1985; 161 Min.; Regie: Sydney Pollack; mit Meryl Streep, Robert Redford; ab 12 J.
Milos Formans Leinwandversion des gleichnamigen Rock-Musicals über die Flower-Power-Generation. Der Provinzler Claude aus Oklahoma will sich zwei Tage vor seiner Einberufung nach
Vietnam das New Yorker Stadtleben ansehen und gerät im Central Park an eine Gruppe Hippies,
die ihn mit Haschisch und Flower-Power-Philosophie vertraut machen.
USA 1979; 121 Min.; Regie: Milos Forman; mit John Savage, Treat Williams; ab 6 J.
Donnerstag 17. August | Filmbeginn ca. 21.20 h
LeserNacht
Jenseits von Afrika
Hair
Mittwoch 16. August | Filmbeginn ca. 21.20 h
Skurril und witzig
Mars Attacks
Wie im Himmel
Dienstag 15. August | Filmbeginn ca. 21.25 h
Neu und vorab
Vorpremiere: Thank You for Smoking
Eigentlich hat sich Ethan Hunt aus der aufreibenden Existenz eines IMF-Agenten zurückgezogen und
arbeitet nur noch sporadisch als Ausbilder - der Liebe wegen, zur Krankenschwester Julia, die nichts
von Ethans Aktivitäten weiß. Dabei bleibt es natürlich nicht: Weil sich seine einst beste Schülerin in Lebensgefahr befindet, nimmt Ethan mit neuem Team eine neue Mission in Berlin an. Sie schlägt fehl ...
USA 2006; 126 Min.; Regie: Jeffrey Abrams; mit Tom Cruise, Philip Seymour Hoffman; ab 12 J.
Sonntag 13. August | Filmbeginn ca. 21.30 h
Rock am Dom
Walk the Line
Einen Sommer lang schützen zwei junge Männer am „Brokeback Mountain“ Schafe vor wilden
Tieren und Dieben, teilen den harten Alltag bei Tag und Nacht in der Natur. Bald realisieren sie,
es ist mehr als nur der Job, der sie verbindet: Eine Liebe gegen alle Konventionen.
USA 2005; 134 Min.; Regie: Ang Lee; mit Heath Ledger, Jack Gyllenhaal; ab 12 J.
Freitag 18. August | Filmbeginn ca. 21.20 h
Willkommen Europa
Mord im Pfarrhaus
Montag 28. August | Filmbeginn ca. 21.10 h
Willkommen Europa
Das Leben der Anderen
Grandiose Schnulzen
Ein bewegendes und bristantes, menschliches Drama mit politischem Hintergrund aus jüngster
Deutscher Geschichte erzählt Florian Henckel von Donnersmarck in seinem sauber recherchierten
Langfilmdebüt. Ausstattung, Visualität und Stilisierung sind vom Besten und lassen doch dem
hervorragendem Ensemble den Vortritt. Sieben mal ausgezeichnet mit dem Deutschen Filmpreis.
D 2005; 137 Min.; Regie: Florian Henckel von Donnersmarck; mit Ulrich Mühe, Sebastian Koch; ab 12 J.
Der englische Patient
Ergreifende Literaturverfilmung um die tragische Liebesgeschichte eines ungarischen Grafen und
einer verheirateten Engländerin während des 2. Weltkriegs. Regisseur und Drehbuchautor Anthony Minghella schuf ein episches Meisterwerk mit internationaler Besetzung, malerischen Locations und raffiniertesten technischen Stilmitteln und wurde dafür mit neun Oscars ausgezeichnet.
USA 1996; 145 Min.; Regie: Anthony Minghella; mit Ralph Fiennes, Juliette Binoche; ab 12 J.
Weitere Informationen finden Sie unter www.lichtburg-opena i r.d e
5
SONDERPROGRAMM
45. JAHRGANG | 08.2006
Night of the Shorts: Exoticore
Le cinéma en version originale
Sieben Kurzfilme aus Europa und den USA; 94 Min.
In Zusammenarbeit mit dem Deutsch-Französischen Kulturzentrum Essen e.V.
Samstag 19. August um 16.00 & 23.00 Uhr im EULENSPIEGEL
Im Augenblick
„Im Augenblick“ erzählt die Geschichte
von Iris Weiss, einer jungen Studentin
der Klassischen Archäologie, die in eine
geheimnisvolle Verschwörung gerät.
D 2004; 15 Min.; Regie: Erica von Moeller
Die französische Filmreihe im ASTRA-Theater
Mi. 16.08. | 18.00 Uhr | ASTRA
Mi. 30.08. | 18.00 Uhr | ASTRA
Das große Rennen von Belleville Der wilde Schlag meines Herzens
Französische Originalfassung
Französische Originalfassung mit Untertiteln
Madame Souzas kleiner Enkel Champion trainiert auf seinem Fahrrad für die
Tour de France, als er von zwei mysteriösen Männern in Schwarz gekidnappt
wird. Oma und ihr Hündchen Bruno
nehmen sofort die Verfolgung auf und
landen in der Stadt Belleville, in der sie
Hilfe bei den Belleville-Schwestern finden - einem in die Jahre gekommenen
Revue-Duo aus den Tagen von Fred
Astaire. Der mit Musicalnummern im
Stil der 30er Jahre gespickte Animationsspaß gewann bereits den Special
Jury Prize beim Filmfestival von Kopenhagen und wurde als bester ausländischer Film für den British Independent
Film Award nominiert.
Tom, 28 Jahre alt, führt ein Leben am
Rande der Legalität - ganz wie sein
Vater, der sein Geld mit schäbigen und
manchmal brutalen Immobiliengeschäften macht. Eines Tages fühlt er sich
durch eine zufällige Begegnung ermuntert, wie seine Mutter Klavier zu spielen
und Konzertpianist zu werden und
nimmt Unterricht bei einer chinesischen
Klaviervirtuosin. 1977 spielte Harvey
Keitel in James Tobacks Thriller „Finger
- Zärtlich und Brutal“ den janusköpfigen
Konzertpianisten und Schuldeneintreiber
Jimmy Angelelli, der für den Protagonisten in Jacques Audiards Neuverfilmung
das Vorbild abgegeben hat.
NotamotoF
Das Leben eines jungen Mannes ändert
sich plötzlich, nachdem er mit seiner
Freundin Fotos in einer Fotokabine gemacht hat.
E 2004; 9 Min.; Regie: Rubén Coca
Single Bed
Eine Frau. Zwei Kameras. Eine Puppe.
Ein Bett. Einige Tassen Kaffee. Ein
Albtraum in einem Albtraum. Ein eigenartiger Besucher. Eine Zeitschleife mit
einem unerwarteten Ausgang.
GR 2005; 12 Min.; Regie: George Kouvaras
Solo Talent
Der ehemalige Feuerwehrmann Baumzelt ist einsam. Kommissar Stefan und
Kriminalassistent Harry stehen vor einem
schwierigen Fall. Baumzelt trifft den Raben und eine erstaunliche Entwicklung
nimmt ihren Lauf. Baumzelt überwindet
seine Scheu, und endlich spricht er die
Bäckereiverkäuferin an. Doch bald schon
stehen Kommissar Stefan und Kriminalassistent Harry vor einem neuen Rätsel.
D 1995; 15 Min.; Regie: Andreas Fischer
Sonntag, im August
Sonntag im August. Ein Paar auf einem
Boot. Ihre Liebe ist ausgebrannt. Aber
wie trennt man sich, wenn die Seelen
aneinander kleben? Der letzte Akt einer
fatalen Liebe.
D 2004; 15 Min.; Regie: Marc Meyer
L.City
Ein Mann wird durch Eindrücke und
die Atmosphäre einer Stadt an seine
verlorenen Liebe erinnert... Zeilen eines
Gedichtes, Bilder, Musik und Geräusche
spiegeln den Gemütszustand wieder.
Mit einer bruchstückhaften, nicht linearen Anordnung, die Erinnerungen haben.
USA 2002; 8 Min.; Regie: Sandro Del Rosario
Exoticore
Eine Geschichte über einen Einwanderer
aus Burkina Faso und sein Versuch sich
in eine ausländische Kultur zu intergrieren, Norwegen.
B 2004; 20 Min.; Regie: Nicolas Provost
F/B 2002; 81 Min.; Regie: Sylvain Chomet; ab 6 J.
F 2005; 107 Min.; Regie: Jacques Audiard; mit
Romain Duris, Niels Arestrup; ab 16 J.
J E D E N E R S T E N M I T T W O C H I M M O N AT U M 2 0 . 3 0 U H R I M E U L E N S P I E G E L
2. August:
Nosferatu
Regie: Friedrich Wilhelm Murnau (1922);
Live-Musik: Histoplasmose von IP (2004/05)
Wir überraschen Sie an jedem 3. Montag
im Monat mit einem ganz besonderen
Film. Für nur 4 € zeigen wir Ihnen ein
Kino-Highlight der kommenden Wochen
bereits vor dem offiziellen Kinostart
- und damit es auch richtig spannend
wird, gibt es immer etwas zu gewinnen!
Mo., 21. August um 20.30 Uhr
EULENSPIEGEL
Kartenreservierung unter 0201 / 27 55 55
Murnaus Dracula-Interpretation schildert
Wege ins Reich der Phantome. Grenzen werden überschritten, jenseits derer die Vampirkräfte zugreifen können. Und das Reich breitet
sich im Laufe der Zeit immer weiter aus, bis
es den gesamten Raum einnimmt. Der Vampir
kann vielleicht vertrieben werden, doch die
Macht, die ihn antreibt niemals – Max Schreck
IST Nosferatu. Histoplasmose – ein Pilz, der in
Fledermauskot gedeiht –war Ursache für das
Sterben der Archäologen, die 1922 das Grab
des Tut-Ench-Amun öffneten. Die Fledermaus
als zentrales Motiv der Vampirmythologie trägt
die Sprossen der Histoplasmose in die Filmmusik, auf dass sie den Hörer-Betrachter von
innen befallen. [scopium+ip]
6. September:
Der Golem – wie er in die Welt kam
Regie: Paul Wegener/Carl Boese (1920); Live-Musik: Pujah von IP
Ein Wesen aus Lehm in Menschengestalt: DER
GOLEM. Vom Rabbi Loew zum Leben erweckt,
erschaffen um zu dienen, gerät der Golem außer
Kontrolle.
6
Eintritt: 10,- € /8,- €
Weitere Infos unter
www.interzone-perceptible.de
45. JAHRGANG | 08.2006
SONDERPROGRAMM
Arbeiterhelden - Working Class Heroes
Neue Filme über ein altes Thema
Eine europäische Filmreihe der DOME-Kooperation - Volkshochschulen Duisburg, Oberhausen, Mülheim und Essen -, der Duisburger Filmwoche, der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen, des Filmbüro NW/ dfi-Dokumentarfilminitiatve in Mülheim und der Essener Filmkunsttheater
Das Ruhrgebiet will weg von seinem
Image als Revier der Kohle- und Stahlarbeit. Hat es mit dem Werden dieser
Industrien auch seine Identität aufgebaut, so ist der Prozess des Abbaus von
Arbeitsplätzen und einer Umorientierung
auf neue Industrien bereits seit den 60er
Jahren im Gange. Ähnlich geht es anderen Revieren in Europa: Auch Lothringen
in Frankreich, die Sierra de Cartagena in
Spanien oder die Ukraine erleben ähnliche Neuorientierungen. Die europäische
Reihe zeigt filmische Bilder, wie die
Menschen in den europäischen Revieren
diese Prozesse erleben. Sie erzählen
Geschichten, wie sich die Arbeitslosigkeit auf Männer und Frauen und auf ihre
Beziehungen auswirken? Sie fragen: Wer
verliert, wer gewinnt? Und weiter: Gibt
es noch hart arbeitende Menschen auf
dieser Welt? Die vier Filmprogramme
versammeln Perspektiven von Regisseuren aus Großbritannien, Frankreich,
Österreich, Polen, Spanien und Deutschland sowie einen Film aus Kirgistan.
Es sind Eindrücke von der Gegenwart
der Arbeit wie der Erinnerung an ihren
Verlust, sie spiegeln die Kultur und die
Spuren, die sie überall hinterlassen hat.
Programm 2:
Das Ende der Geduld
FR/D/BE 1998; 85 Min.; Regie: Florent
Emilio Siri
Entscheidende Nächte im Leben der
beiden jungen Bergmänner Marek und
Mimmo in Freyming-Merlebach, dem
Herzen des Lothringer Kohlereviers. Als
im Dez. 1995 das Weihnachtsgeld für
die Bergleute gestrichen werden soll,
ruft die Gewerkschaft zum Streik auf. Für
Marek ist es klar, den Streik zu unterstützen. Mimmo dagegen lässt sich in den
Bann eines obskuren Schmugglers und
Mädchenhändlers ziehen, der ihm ein
besseres Leben verspricht.
Programm 1:
Ganz oder gar nicht
GB/USA 1997; Regie: Peter Cattaneo
Statt in Depressionen zu verfallen, gründet der arbeitslose Stahlarbeiter Gaz
eine Strippertruppe, die bei den Frauen
von Sheffield für Zustimmung und für
erneutes Interesse sorgt. Das Unternehmen schweißt die körperlich eher
heruntergekommene Gruppe zusammen. Hoffnung wächst, wo eben noch
Verzweiflung drohte.
Programm 3:
Working Man’s Death
A/D 2005; Regie: Michael Glawogger
Der Dokumentarfilm folgt den Spuren
von Arbeiterhelden in die illegalen Minen
der Ukraine, spürt Schwefelarbeiter in
Indonesien auf, begegnet stolzen singenden Schlachtern in einem Schlachthof in
Nigeria, bewegt sich unter Pakistanern,
die ein riesiges Tankschiff zerschneiden
und hofft mit chinesischen Stahlarbeitern
auf eine glorreiche Zukunft. Die Zukunft
ist mittlerweile auch im Ruhrgebiet
angekommen. Der Film endet im Landschaftspark Duisburg-Nord ...
Programm 4 - ein Kurzfilmprogramm
89mm von Europa
P 1993; 12 Min.; Regie: Marcel Lozinski
B 224
D 1995; 22 Min.; Regie: Rainer Komers
Über Tage
E 1999; 22 Min.; Regie: Javier Codesal
Spatzen
Kirgistan 1995; Regie: Ernest Abdyjaparov
Wespe
GB 2003; 23 Min.; Regie: Andrea Arnold
Vorführungen im Astra-Theater:
04.09. 17.30 Uhr: Ganz oder gar nicht
11.09. 18.00 Uhr: Das Ende der Geduld
18.10. 18.00 Uhr: Kurzfilme
25.10. 18.00 Uhr: Working Man’s Death
Vorführungen im Rio Mülheim:
03.09.10.30 Uhr: Das Ende der Geduld
10.09. 11.00 Uhr: Working Man’s Death
17.09. 11.00 Uhr: Ganz oder gar nicht
24.09. 11.00 Uhr: Kurzfilme
Wir sorgen dafür, dass Sie noch mehr
schöne Streifen zu sehen bekommen.
Die RAG holt Hollywood nach Essen. Als Hauptsponsor der Lichtburg fördern wir einmal mehr die kulturelle Vielfalt im Ruhrgebiet. Kunst, Theater, Musik, Sport und Film – unser Dankeschön an die Region. Wir wünschen spannende Unterhaltung im größten
Filmpalast Deutschlands. Mehr zum Engagement der RAG: www.rag.de
SONDERPROGRAMM
45. JAHRGANG | 08.2006
Tom Tykwer Festival
24. bis 30. August in der GALERIE CINEMA
Fünf wunderschöne Filme eines echten Cineasten
Noch bevor „Das Parfum“, der
neue Film von Tom Tykwer, am
14. September ins Kino kommt,
sind seine ersten fünf Kinofilme
im Rahmen des „Tom Tykwer Festivals“ mit neuen Filmkopien in
der Galerie Cinema zu sehen.
Tykwers erste Kinofilme „Die tödliche
Maria“ (1993) und „Winterschläfer (1997)
gelten längst als Kultfilme. Beide sind
bisher noch nicht auf DVD erschienen –
das Festival bietet die einmalige Chance,
diese Spielfilme wieder im Kino zu sehen. Mit „Lola rennt“ (1998) konnte Tom
Tykwer nationale und internationale Erfolge feiern. Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Schauspielerin Franka Potente,
die bei „Lola rennt“ begann, setzte er
in „Der Krieger und die Kaiserin“ (2000)
fort. „Heaven“ (2002), mit Cate Blanchett in der Hauptrolle, wurde Tykwers
erste internationale Koproduktion.
Donnerstag 24. August | ca. 21.15 Uhr | GALERIE CINEMA
Die tödliche Maria
„Was geschieht, mag von außen beobachtet banal und unspektakulär sein, aber für Maria ist es
eine radikale Erfahrung.“ (Tom Tykwer)
Maria hat unter ihrem invaliden Vater und ihrem kalten Ehemann zu leiden. Ihr ganzes Leben
besteht einzig aus Unterdrückung. Als ihr Ehemann das Haushaltsgeld stiehlt, das sie über
die Jahre erspart hat, sieht sie rot. Sie tötet ihren Mann und ihren Vater. Tom Tykwer empfiehlt
sich mit diesem finsteren Film, der die Vorbilder David Lynch und die Coen Brothers verrät, als
deutsches Talent mit einem untrüglichen Sinn fürs Visuelle und Surreale.
D 1993; 107 Min.; Regie: Tom Tykwer; mit Nina Petri, Joachim Król, Josef Bierbichler; ab 12 J.
Freitag 25. August | ca. 21.15 Uhr | GALERIE CINEMA
Winterschläfer
„Der Gestus des Films ist der, nicht alles zu Ende zu bringen. Das ist ein fließender Film,
deshalb muss es auch noch weitergehen – die Kreise schließen sich, aber die Geschichten
gehen weiter.“ (Tom Tykwer)
In einer verschneiten Kleinstadt in den Bergen erleben zwei Freundinnen Höhen und Tiefen der
Liebe, verliert ein von Schicksalsschlägen ausgezehrter Bauer nach einem Autounfall seinen letzten
Lebensimpuls, entdeckt ein Einzelgänger die Vorzüge bürgerlicher Zweisamkeit. Schließlich schlägt
der Tod zu, aber aus der Wunde entspringt neues Leben. Auch in seinem zweiten Spielfilm verrät
Tom Tykwer einen konsequent durchdachten Stilwillen, läßt Bilder sprechen und zeichnet stimmig
eine Atmosphäre zwischen Aufbruch und Resignation, dramatischer Fesselung und gelöster Befreiung. Das Ergebnis ist ein Film, der in Anspruch und Ausführung internationale Klasse zeigt.
D 1997; 123 Min.; Regie: Tom Tykwer; mit Ulrich Matthes, Marie-Lou Sellem, Floriane Daniel; ab 12 J.
Samstag 26. August & Sonntag 27. August | ca. 21.15 Uhr | GALERIE CINEMA
Lola rennt
„‚Lola rennt‘ soll mitreißen, eine Achterbahn für die Zuschauer sein, die durchgeschüttelt
werden. Ich wollte nacktes rasendes Vergnügen – das von der Komplexität dennoch „Winterschläfer“ in nichts nachsteht. Eine wilde Jagd mit Nachwirkungen.“ (Tom Tykwer)
20 Minuten hat die junge Lola Zeit, um 100.000 Mark aufzutreiben und damit Freund Manni das
Leben zu retten, der diese Summe in der U-Bahn liegenließ und nun drakonische Vergeltungsmaßnahmen seines Gangster-Auftraggebers erwartet. Zweimal wird Lolas leidenschaftliche
Jagd durch Berlin mit dem Tod bestraft, aber das Schicksal gewährt ihr eine dritte Chance. „Lola
rennt“ ist dank virtuoser Handhabung filmischer Mittel, furiosem Tempo und origineller Konstruktion ein kräftiger Lebensbeweis des hochwertigen, unterhaltsamen deutschen Films. Atemloser
und formal überzeugender hat hierzulande noch keiner am jungen Puls der Zeit gefühlt.
D 1998; 81 Min.; Regie: Tom Tykwer; mit Franka Potente, Moritz Bleibtreu, Herbert Knaup, Nina Petri,
Armin Rohde, Joachim Król, Ludger Pistor, Suzanne von Borsody; ab 12 J.
Montag 28. August & Dienstag 29. August | ca. 21.15 Uhr | GALERIE CINEMA
Der Krieger und die Kaiserin
„Ich fand diese Grundkonstellation gut, dass man ein Paar so nahe zusammenkommen lässt,
wie sie vielleicht im ganzen Leben nicht mehr sein werden, bevor sie sich überhaupt kennen
gelernt haben.“ (Tom Tykwer)
Sissi arbeitet in der Psychiatrie, hat nie eine andere Welt gesehen. Bodo, der arbeitslose
Ex-Soldat, hat eben diese verloren. Ein Autounfall schweißt die vermeintlich Inkompatiblen für
einen Moment zusammen, als Bodo Sissi das Leben rettet. Danach ist die Welt verändert, und
Sissi will mehr als einen Augenblick. Doch Bodos aufgestellte Mauern sind hoch. Der vierte
Spielfilm Tom Tykwers rekapituliert Themen und Gefühle der Vorgänger, verknüpft Figuren mit
Geheimnissen zu einem sehenswerten Liebesdrama mit märchenhaften Zügen.
lassen.
D 2000; 135 Min.; Regie: Tom Tykwer; mit Franka Potente, Benno Fürmann, Joachim Król; ab 12 J.
Mittwoch 30. August | ca. 21.15 Uhr | GALERIE CINEMA
Heaven
„Als Betrachter ist man verzweifelt darum besorgt, dass die Helden, in deren Nähe man vom
Film förmlich gezwungen wird, sich aus dieser Verstrickung befreien können.“ (Tom Tykwer)
Da der Polizeichef die Drogengeschäfte eines Konzernchefes deckt, die ihrem Mann und einigen
ihrer Schüler das Leben gekostet haben, beschließt Lehrerin Philippa den Mann mit einer Bombe zu töten. Doch statt ihm sterben durch einen unglücklichen Zufall vier Unschuldige. Sie wird
festgenommen, ergibt sich ihrem Schicksal. Doch einer der Polizisten verliebt sich in sie und sie
flüchten gemeinsam. Tom Tykwers erster internationaler Film ist mitreißende Liebes- und Schicksalsgeschichte. Cate Blanchett und Giovanni Ribisi glänzen in einer nuancierten Performance.
USA/D 2002; 95 Min.; Regie: Tom Tykwer; mit Cate Blanchett, Giovanni Ribisi, Remo Girone; ab 12 J.
8
45. JAHRGANG | 08.2006
SONDERPROGRAMM / FILMSTARTS IM AUGUST
Der freie Wille
Matthias Glasner untersucht die Psyche eines Serienvergewaltigers
Ab 24. August
D 2006; 163 Min.; Regie: Matthias Glasner; mit Jürgen Vogel, Sabine Timoteo, André Hennicke, Manfred Zapatka
Silberner Bär für Jürgen Vogel
für herausragende künstlerische
Gesamtleistung als Schauspieler,
Co-Autor und Co-Produzen
Publikumspremiere mit JÜRGEN VOGEL & Regisseur MATTHIAS GLASNER
Regiepreis der AG Kino/Gilde
deutscher Filmkunsttheater für
Matthias Glasner
„Ein Film von schmerzhafter
Intensität, der seinen Weg konsequent zu Ende geht und allen
Beteiligten dabei das Letzte abverlangt.“ Blickpunkt Film
„Als Vergewaltiger geht der
Schauspieler Jürgen Vogel in diesem schonungslosen Liebesdrama an die Grenze des Darstellbaren.“ WDR
„Es gibt Filme, die formen sich
erst nach dem Kinobesuch im
Kopf des Betrachters fertig - zu
einem ganz eigenen Gebäude
aus Gedanken und Gefühlen.
‚Der freie Wille‘ ist so ein Film.“
Programmkino.de
Theo (Jürgen Vogel) wird nach neun Jahren
aus dem Maßregelvollzug entlassen. Er hat
drei Frauen brutal zusammengeschlagen
und vergewaltigt. Nun ist er entschlossen,
noch einmal neu anzufangen und hofft,
dass dieser Wille stärker ist als seine
Triebe. Er zieht in eine betreute Wohngemeinschaft, findet Arbeit, treibt viel Sport
- und ist verzweifelt einsam. Er hat Angst
18. August • 20.00 Uhr • ASTRA-THEATER
Eintritt: 6,50 € • Vorverkauf täglich ab 18.00 Uhr im Astra-Theater • Tel. 0201 / 27 55 55
vor Frauen - weil er feststellen muss, dass
die Gewalt wieder in ihm hochsteigt. Bald
begegnet Theo Nettie (Sabine Timoteo),
die es mit 27 Jahren endlich geschafft hat,
sich von ihrem Vater zu lösen, der sie ihr
ganzes Leben lang psychisch missbraucht
hat. Auch sie ist einsam. Sie verlieben
sich, ziehen zusammen. Als „gemeinsame
Reise an die Grenzen des freien Willens“
beschreibt Regisseur Matthias Glasner
seinen Film. Der ist lang, schonungslos,
quälend, grausam, anrührend, geht an die
Substanz. Jürgen Vogel hat ihn mitproduziert und auch am Drehbuch mitgearbeitet.
Wie wichtig ihm das Projekt ist, spürt man
in jeder Szene. Er geht in seiner Darstellung bis an die Grenzen dessen, was man
zeigen kann. Sicher eines seiner mutigsten
Projekte: die Wahl des Themas, das aktuell
und brisant ist - und die Entscheidung
für so eine zerrissene, psychisch kaputte
Figur, über die an Stammtischen mit „für
immer wegsperren“ oder „Rübe ab“ geurteilt wird. „Der freie Wille“ fordert dem
Zuschauer viel ab, gehört aber zweifellos
zu den Filmen, über die man noch lange
diskutieren wird. ZDF aspekte
Climate Change – Film Weekend
Filmreihe zur British Council-Kampagne „ZeroCarbonCity“ mit der Fotoausstellung „NorthSouthEastWest“ zum Klimaschutz weltweit
Filmreihe in englischem Originalton: Freitag, 1. September und Samstag, 2. September, jeweils 17.45 Uhr im FILMSTUDIO GLÜCKAUF
Der Klimawandel gilt als eine der größten Bedrohungen der Menschheit. Ein
kontinuierlicher Anstieg der Temperaturen weltweit scheint jetzt schon
unabwendbar zu sein. Über dessen
Auswirkungen in den verschiedensten
Bereichen des globalen Ökosystems
ensteht allerdings erst langsam ein konkretes und gleichzeitig erschreckendes
Bild. Nicht nur das Abschmelzen polarer
Eismassen und der damit verbundene
Anstieg des Meeresspiegels, sondern
auch heftigere Stürme, extreme Trockenheiten, Hungersnöte und neue
Verbreitungsmuster von Krankheiten
sind Folgeprobleme. Auch Tiere und
Pflanzen werden mit stark veränderten
Wachstums- und Lebensbedingungen
zu kämpfen haben. Großbritanniens
Umweltschutz-Engagement nimmt der
Weekend“ erlaubt in zwei DokumentarFilmreihen zusätzliche Einblicke in die
Probleme, mit denen sich Mensch und
Natur in verschiedenen Regionen der
Erde konfrontiert sehen. Dass dazu auch
ein Schuss bissigen britischen Humors
gehört, wird nicht überraschen. Die sieben Filme stammen von „Wildscreen“
aus Bristol, die sich seit 25 Jahren erfolgreich um das Zusammentragen und
Verbreiten von Filmen aus den Bereichen
Natur und Umweltschutz bemühen
(www.wildscreen.org.uk).
Fotoausstellung: NorthSouthEastWest
Zeche Zollverein, Halle 8
Gelsenkirchener Straße 181
45309 Essen
Laufzeit: 1. bis 10. September 2006
jeweils von 10 bis 18 Uhr
British Council zum Anlass, mit seiner
globalen Kampagne „ZeroCarbonCity“
das Thema Klimaschutz aufzugreifen.
Vielerorts steht, wie in Essen, die Fotoausstellung „NorthSouthEastWest“ im
Mittelpunkt. Das „Climate Change Film
9
1.9. | 17.45 h | FILMSTUDIO | Programm 1
Challenge from the Arctic
2005; 8 Min; Channel 4 News/ITN, GB
In Hot Water
2003; 24 Min.; New England Aquarium, USA
The Venus Theory
2004; 52 Min.; Talent House, Finland
A Green Agony
2006; 22 Min.; i Stylus, India
2.9. | 17.45 h | FILMSTUDIO | Programm 2
**Lords of the Arctic
2004; 52 Min.; Caroline Underwood
Global Dimming
2005; 49 Min.; Dox Productions, UK
The Spoilt Earth
2006; 15 Min.; Paradise Pictures, UK
Ausführliche Informationen unter
www.britishcouncil.de/zerocarboncity
FILMSTARTS IM AUGUST
45. JAHRGANG | 08.2006
Superman Returns
Aufwändiges Fantasy-Epos unter der versierten Regie von „X-Men“-Regisseur Bryan Singer
Ab 17. August in der Lichtburg
USA 2006; 154 Min.; Regie: Bryan Singer; mit Brandon Routh, Kate Bosworth, Kevin Spacey, James Marsden, Parker Posey, Frank Langella, Eva Marie Saint
Um die blaurote Uniform des verstorbenen Originaldarstellers Christopher Reeve
(dem der Film gewidmet ist) adäquat
auszufüllen, wurde mit Brandon Routh
ein unbekanntes Gesicht verpflichtet. Er
weist nicht nur den entsprechend muskulösen Körperbau und markanten Gesichtsschnitt vor, sondern verfügt auch über das
schauspielerische Gewicht, die Figur mit
sympathischer Schüchternheit, schwelendem Selbstzweifel sowie selbstsicherer
Supermenschlichkeit auszustatten. Die
Eröffnungssequenz mit den Neontiteln
und der Originaltitelmelodie (beide schon
damals an „Krieg der Sterne“ angelehnt)
evozieren Richard Donners Original-“Su-
perman“ von 1978, an dem sich der Film
im Verlauf der rund zweieinhalbstündigen
Neuinterpretation immer wieder respektvoll orientiert. Nach einigen Jahren der
Abwesenheit kehrt der Mann aus Stahl
zurück auf die Erde. Das erregt das Missfallen seines Erzfeindes Lex Luthor, der
sofort Pläne entwirft, die zum Untergang
des Mannes aus Stahl führen sollen. Der
hat einstweilen als sein menschliches
Alter ego Clark Kent ganz andere Probleme: Seine Liebe Lois Lane hat ihm den
Rücken zugekehrt. Gibt es überhaupt
noch einen Platz für Superman in einer
Gesellschaft, die bereits seit langem ohne
ihn auskommt? Blickpunkt Film
Ab 14. September im Kino
10
45. JAHRGANG | 08.2006
FILMSTARTS IM AUGUST
Pirates of the Caribbean – Fluch der Karibik 2
Fortsetzung des Erfolgs von 2003: Ein kunterbuntes und gut gelauntes Piratenabenteuer
Ab 27. Juli in der Lichtburg
USA 2006; Regie: Gore Verbinski; mit Johnny Depp, Orlando Bloom, Keira Knightley, Bill Nighy, Stellan Skarsgard, Naomie Harris, Jonathan Pryce; ab 12 J.
„Ein überaus eindrucksvolles
Feuerwerk aus Fantasy, Groteske,
Liebe und Action.“ WAZ
Jack Sparrow ist also dem ersten Fluch
der Karibik entkommen und schippert
mit seiner Black Pearl durch die Gegend,
als sich das Schicksal wieder gegen ihn
wendet. Denn Jack hat vor Jahren einen
unheiligen Vertrag geschlossen mit
Davy Jones (Bill Nighy), dem griesgrämigen und höllisch untoten Kapitän des
Fliegenden Holländers. Der Vertrag ist
ausgelaufen, und Davy Jones will Jacks
Seele hinabziehen in die Untiefen des
Ozeans. Dazu schickt er den Riesenkraken, der Schiffe wie die Black Pearl zum
Frühstück verspeist. Jack ist auch ein
Problem für Will Turner (Orlando Bloom)
und Elizabeth Swann (Keira Knightley).
Die beiden wollen heiraten, werden
aber von einem finsteren General der
East India Company gezwungen, sich
auf die Suche nach dem sonderbaren
Piraten zu machen, denn er hat einen
verwunschenen Kompass, und der führt
zu einem Schlüssel, und der Schlüssel
führt zu einer Truhe, und darin liegt das
Geheimnis um die Vorherrschaft über
die Sieben Meere, irgendwie. Die große
11
verwirrende Hatz beginnt, bei der jeder
ständig die Seiten wechselt und vor
Kannibalen, und Tentakeln auf der Hut
sein muss. „Fluch der Karibik 2“ geht
den Weg, den „Das Imperium schlägt
zurück“ so brillant gemeistert hat, und
den „Matrix 2“ so verhunzt hat. Es ist
eine offene Fortsetzung, düsterer als Teil
1, mit vielen Wirrungen und Irrungen,
die erst im dritten Teil aufgelöst werden,
der 2007 in die Kinos kommt. Johnny
Depp kann wieder auftrumpfen mit
seiner unnachahmlichen Mimik. Herrlich
ist Naomie Harris als Voodoo-Hexe, die
noch viele offene Rechnungen hat mit
Jack Sparrow. Manche Slapstickszenen
sind grandios inszeniert, mit bestem
Roadrunner-Humor völlig von der Realität losgelöst. Und der Fliegende Holländer ist eine wunderbare Schöpfung der
Computertechnik, inklusive monströser
Besatzung, halb Fisch, halb Mensch,
angeführt von Tentakelkopf Davy Jones,
der wie Captain Nemo selig in seiner
Kabine sitzt und finstere Orgelsoli gibt.
Die Abenteuerjagd macht Lust auf mehr,
denn von gutem Seemannsgarn kann
man nicht genug kriegen, solange Captain Jack Sparrow ein Wörtchen mitzutorkeln hat. BR-Online
FILMSTARTS IM AUGUST
45. JAHRGANG | 08.2006
Der Hals der Giraffe
Ein warmherziges Roadmovie, zwischen Komödie und Melodram
Ab 17. August
F/B 2004; 87 Min.; Regie u. Buch: Safy Nebbou; mit Sandrine Bonnaire, Louisa Pili, Claude Rich, Darry Cowl, Philippe Leroy
„Ein kleines Meisterwerk, eine
scheinbar zerbrechliche Blume
mit starkem Parfüm, entstanden
durch ein perfektes Szenario, ein
junges Mädchen, frech und intelligent, und zwei Schauspieler
auf dem absoluten Gipfel ihres
Könnens: Sandrine Bonnaire und
Claude Rich. Ein Film, nach dem
man sitzen bleibt.“ Le Parisien
Vorpremiere am 9. August beim LICHTBURG OPEN AIR
„Safy Nebbous Reise in die
Vergangenheit besticht durch
ihre leichte Erzählweise und den
schwebenden Rhythmus. Vor
allem aber lebt Nebbous Debüt
von seinen Figuren und den hervorragenden Schauspielern, allen
voran Sandrine Bonnaire.“
Blickpunkt Film
Jede Familie hat ihre Geheimnisse. Und
nichts ist spannender, als ein lang und
gut gehütetes Geheimnis zu lüften. Die
neunjährige Mathilde (Louisa Pili) findet
eines Nachts eine Hand voll versteckter
und ungeöffneter Briefe in ihrer Bettmatratze, allesamt adressiert an ihren
Großvater. Beim heimlichen Lesen
macht sie eine erstaunliche Entdeckung:
der Absender ist ihre verschollen geglaubte Großmutter, die in Biarritz an
der Atlantikküste lebt und in den letzten
30 Jahren vergeblich versucht hat, ihren
Ehemann zu kontaktieren. Großvater
Paul (Claude Rich), der seinen öden Lebensabend in einem Pariser Altersheim
verbringt, ist seiner Enkelin eine Erklärung schuldig. Großmutter wäre damals
mit einem anderen Mann durchgebrannt
– sein gebrochenes Herz hat ihn nicht
nur dazu veranlasst, den Kontakt abzubrechen, sondern auch die gemeinsame
Tochter zu verstecken. Alle Briefe hätte
er aufbewahrt, aber nie geöffnet. Von
der Vergangenheit überwältigt, machen
sich Großvater und Enkelin mitten in der
Nacht auf, türmen aus dem Altersheim
und fahren gemeinsam nach Biarritz.
Safy Nebbous Regiedebüt ist eine bestechende Familiengeschichte, die er
mit den Mitteln eines warmherzigen
Roadmovies erzählt. Seine Figuren
– Großvater, Mutter, Enkelin – führen zueinander ein unterkühltes Zweckbündnis,
das erst durch die gemeinsame Suche
nach der verschwundenen Großmutter
wieder aufgeheitert wird. Die Reise in
die Familienvergangenheit ermöglicht es,
Antworten auf die Fragen zu finden, die
in der Gegenwart nicht beantwortet werden wollen. Die Zuschauer folgen den
Figuren von Paris über Biarritz bis in die
schneebedeckten spanischen Pyrenäen.
Programmkino.de
Urmel aus dem Ei
Witzige und zeitgemäße Version der Max-Kruse-Geschichte
Geplant ab 3. August in der Lichtburg
D 2006; 87 Min.; Regie: Holger Tappe, Reinhard Klooss; Sprecher: Domenic Redl, Anke Engelke, Wolfgang Völz, Wigald Boning; ab 0 J.
Ein Urzeit-Ei wird an den Strand der
Südseeinsel Titiwu gespült. Dort wird es
unter der Leitung des Hobby-Zoologen
Habakuk Tibatong ausgebrütet. Endlich
ausgeschlüpft entpuppt sich das Geschöpf als niedlich-neugieriger Dino, der
von der Inselgemeinschaft Urmel getauft
und liebevoll groß gezogen wird. Bis der
schießwütige König Pumponell von dem
Urmel erfährt und dieses seiner Trophäensammlung einverleiben will. Die Macher dieser Kinderbuchverlimung hielten
sich eng an die Vorlage und engagierten
prominente Synchronstimmen, die mit
Witz und Elan ans Werk gehen. Nostalgiker mögen den altmodischen Charme
vermissen, junge Entdecker können
ihren Spaß haben. Blickpunkt Film
12
45. JAHRGANG | 08.2006
FILMSTARTS IM AUGUST
Volver (Zurückkehren)
Die neue Komödie von Pedro Almodóvar: Eine Ode an das Leben
Ab 3. August
Spanien 2006; 120 Min.; Regie u. Drehbuch: Pedro Almodóvar; mit Penélope Cruz, Carmen Maura, Lola Dueñas, Chus Lampreave
Bei den diesjährigen Filmfestspielen in Cannes wurde Pedro Almodóvars neues Werk für das Beste
Drehbuch sowie das Beste weibliche Ensemble ausgezeichnet!
Vorpremiere am 2. August beim LICHTBURG OPEN AIR (siehe S. 4-5)
„Eine hinreißende Ode an die
Frau... So schrill, so bunt und voller absurder Komik kann nur ein
Almodovar von der Tragik des Lebens und der Stärke der Frauen
erzählen!“ ZDF Heute Journal
„...mit einer Leichtigkeit erzählt,
so mühelos inszeniert, dass man
in eine Art Schwebezustand versetzt wird.“ Süddeutsche Zeitung
„Ein Genuss ohne Reue.“ Der
Tagesspiegel
„Penelope Cruz überstrahlt das
erstklassige Ensemble in der besten Rolle ihrer Karriere.“ Frankfurter Rundschau
Wenn Pedro Almodóvar Frauen filmt,
dann ereignet sich auf der Leinwand
immer ein kleines Wunder. „Volver“ ist
ein ziemlich radikales Fest des Frauendaseins: Nach kaum zehn Minuten wird
der einzige Mann erstochen und landet
in der Tiefkühltruhe. So räumt Almodóvar das Feld frei für Penelope Cruz,
die den Film wie eine Königin des spanischen Alltags durchschreitet. In „Volver“
schaut die Kamera ihr zu, wie sie ohne
Mann und Geld ihr Leben meistert. Wie
sie ein kleines Restaurant eröffnet, Karotten häckselt, sich mit ihrer Schwester
streitet und eine halbwüchsige Tochter
aufzieht. Wie der spanische Titel sagt,
ist „Volver“ eine Rückkehr, in vielerlei
Hinsicht. Etwa zu Pedro Almodóvars
Heimatdorf in der Region La Mancha,
wo er den Frauen seiner Kindheit ein
filmisches Denkmal setzt, ihrer Lebensklugheit, ihrer Solidarität und halb heidnischen Spiritualität. Es ist auch eine
Rückkehr zu der schlichten, direkten
Hörbar
in der Filmbar
Jeden letzten Donnerstag im Monat
ab 21.00 Uhr in der Lichtburg
Demi Monde
13
Ästhetik der frühen Almodóvar-Filme,
als nicht jedes Motiv gespiegelt, nicht
jede Einstellung stilisiert und die Tapete
noch nicht mit dem Kleid der Heldin abgestimmt war. Schließlich handelt „Volver“ von der Wiederauferstehung einer
Mutter (Carmen Maura), die ins Leben
zurückkehrt, um ihren Töchtern beizuste-
hen und noch ein bisschen Liebe und
Zuneigung auf der Welt zu verteilen.
Und nicht zuletzt kehrt auch die Schauspielerin Penelope Cruz mit diesem Film
zurück in ihre angestammte Kinowelt,
nach Hause, zu dem Regisseur, der sie
für das Kino entdeckt hat. Die Zeit
FILMSTARTS IM AUGUST
45. JAHRGANG | 08.2006
Adams Äpfel
Eine böse funkelnde Satire auf das Gutmenschentum
Geplant ab 31. August
D 2005; 89 Min.; Regie: Anders Thomas Jensen; mit Ulrich Thomsen, Mads Mikkelsen
CENTURY OF SONG 2006
in der Lichtburg
Hol ly Cole
12. & 13. September
Anderson
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r
u
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L Steve Nieve
&
18. & 19. September
„Herrlich politisch unkorrekt und
gekonnt ausbalanciert zwischen
absurdem Humor, Slapstick und
grotesker Gewalt“ Hamburger
Abendblatt
„Einer der verrücktesten und
lustigsten Filme des Sommers“
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Regie führt Anders Thomas Jensen, der
„Dänische Delikatessen“ und „Flickering Lights“ schrieb und verfilmte und
die Drehbücher zu fast allen anderen
dänischen Filmen verfasste, die in den
letzten Jahren bei uns im Kino zu sehen
waren: „Brüder“, „Skagerrak“, „Stealing
Rembrandt – Klauen für Anfänger“,
„Open Hearts“, „Willbur wants to kill
himself, „Mifune“ u.v.a.m. „Adams
Äpfel“ ist sicher eins der Highlights in
dieser langen Reihe von Erfolgsfilmen.
Jensen hat an seiner dunklen Seite
gearbeitet und eine Satire auf den Glauben an Veränderung gedreht, die dennoch, ganz ohne ein schlechtes Gefühl
zu hinterlassen, versöhnlich stimmt.
Neonazi Adam (Ulrich Thomsen) wird
zur Wiedereingliederung in Pfarrer Ivans
(Mads Mikkelsen) kleine Gemeinschaft
mitten auf dem Land geschickt. Konsterniert muss er feststellen, dass der
Pfarrer mindestens ebenso gestört und
monomanisch ist wie seine Schäfchen,
der Alkoholiker Gunnar, der Terrorist
Khalid und der alte Nazi Poul (später
kommt mit Paprika Steen noch eine
zweite Alkoholikerin hinzu). Der Renitenz der Insassen begegnet Ivan mit
einer blinden Naivität und Gutmütigkeit,
die Adam, der sich eigentlich raushalten
und mit seinem Hitlerbildchen einigeln
14
wollte bis die Bewährung rum ist, auf
die Palme bringt. Das beginnt schon im
Vorstellungsgespräch, als Ivan Adam
auffordert, sich ein Ziel zu suchen und
Adam aus Jux angibt, einen Apfelkuchen backen zu wollen. Die versteckte
Aggression dieses Vorschlags ignoriert
Ivan völlig. Stattdessen stürzt er sich
mit manischer Begeisterung auf die
Vorbereitungen der Backaktion. Jeden
Rückschlag – und davon gibt es jede
Menge, von Krähen, die das halbrohe
Obst fressen über explodierende Öfen
bis hin zu einem gigantischen Gewitter
– interpretiert er als Versuchung des
Teufels, der es zu widerstehen gilt.
Adam hält das für Gewäsch, aber
irgendwie setzt sich die Kuchenidee
auch bei ihm fest. Der Apfelkuchenplot
ist nur einer von mehreren absurden
Erzählsträngen, die Jensen äußerst
geschickt zu einem runden Ganzen verzwirbelt. Dabei schlägt er jede Menge
Haken und überrascht immer wieder
mit neuen grotesken Wendungen und
schwarzen Pointen. Ausländer, Behinderte, Alkoholiker, Neonazis, Gutmenschen, Ärzte – Jensen lässt nichts aus
und schont niemanden. Wie das alles
mal enden wird, ist zu keinem Zeitpunkt vorhersehbar, aber immer stimmig. Souverän behält der Regisseur
den Überblick über seine Geschichte.
Alle Charaktere sind sorgfältig inszeniert und ihre Begegnungen auf den
Punkt genau getimt. Hinzu kommt eine
lässig professionelle Filmsprache die
Spaß an Farbe, Pomp und Dramatik findet, ohne je zur reinen Oberfläche zur
verkommen. Überschäumende Einfälle
gepaart mit routinierter, hochprofessioneller Umsetzung machen „Adams
Äpfel“ zu Jensens bislang bester Komödie. Programmkino.de
45. JAHRGANG | 08.2006
FILMSTARTS IM AUGUST
Emmas Glück
Eine höchst skurrile Liebesgeschichte um eine Schweinezüchterin und einen sterbenskranken Verbrecher
Ab 17. August
D 2006; 99 Min.; Regie: Sven Tadikken; mit Jürgen Vogel, Jördis Triebel, Martin Feifel
„...tragisch und komisch zugleich,
mit erfrischender Leichtigkeit.
Ein Film über Liebe und Tod, der
ganz viel über die Lust am Leben
erzählt und dabei mächtig unter
die Haut geht.“ ZDF heute journal
„Schweinisch gut.“ WDR 5
„Mit Witz, Wärme und Wehmut
erzählt Sven Tadikken ein ungewöhnliches Liebesmärchen, in
dem gleich zwei Frösche sich in
ein wunderbares Prinzenpaar verwandeln.“ Programmkino.de
In „Emmas Glück“ geht es um nicht
weniger als das ganze Leben und das
irdische Glück, darum, dem Sensemann
ein Schnippchen zu schlagen, einen Film
über den nahen Tod zu machen, ohne in
düstere Larmoyanz zu verfallen. Erst einmal ist der Autoverkäufer Max schockiert,
als ihm der Arzt mitteilt, dass mit dem
Bauchspeicheldrüsenkrebs seine Zeit
abläuft. Kurz entschlossen bucht er einen
Fernflug, klaut seinem einzigen Freund
und Chef die schwarze Kasse und jagt mit
dessen Jaguar nächtens davon. Nach einer verpassten Kurve fliegt er mit Karacho
auf den Bauernhof der jungen Emma, die
den Mann verarztet und die im Auto versteckte Plastikdose voller Banknoten an
sich nimmt. Eigentlich will Max so schnell
wie möglich weg von dieser mit Viechern
bevölkerten Einöde, so ganz geheuer ist
ihm dieses weibliche Wesen nicht, das
liebevoll mit den Schweinen redet und
sie dabei ganz zärtlich abschlachtet. Aber
dann taucht die Polizei auf und der Flüchtige im Hof unter. Und es beginnt eine
Liebesgeschichte zwischen zwei völlig
unterschiedlichen Menschen, auch wenn
die Erfüllung nur wenige Tage dauert - bis
dass der Tod sie scheidet. Die Handlung
stellt sich dar als eine Mischung von
Komödie und Drama. Die unordentliche
Emma kriegt einen Wutanfall, wenn der
pedantische Max ihre Küche aufräumt,
erfreut sich aber an seiner deliziösen
„cuisine“ und stürzt sich mit Lust ins
unbekannte sexuelle Abenteuer. Jürgen
Vogel und die unglaublich präsente
Theaterschauspielerin Jördis Triebel überspielen souverän jede noch so kritisch-komische Situation. Taddicken findet immer
die Balance bei diesem Genre-Potpourri,
streift sogar das Thema Sterbehilfe mit
Optimismus. Trotz ländlicher Folklore
wirkt das Liebesmärchen wahrhaftig,
selbst tiefgründige Sprüche („Schlimm
ist die Angst vor dem Tod, nicht der Tod
selbst“) können die gelassene Atmosphäre nicht stören. Um das Glück zu finden,
muss man eben nicht nach Mexiko fahren, um in der Hängematte den Pelikanen
zuzuschauen, sondern in der Heimat die
Augen offen halten. Blickpunkt Film
Hui Buh, das Schlossgespenst
Aufwändige Leinwandadaption des Hörspielklassikers
Weiter im Programm
D 2006; Regie: Sebastian Niemann; mit Michael „Bully“ Herbig, Christoph Maria Herbst, Heike Makatsch, Hans Clarin
Michael „Bully“ Herbig leiht dem
komplett Computeranimierten Titelhelden seine Stimme und sein
Gesicht und sorgt zusammen mit
der hochkarätigen Besetzung von
u.a. Comedy-Ass Christoph Maria
Herbst und Hans Clarin in seiner
letzten Rolle für jede Menge turbulenten Slapstick und Witz.
Mit dem beschaulichen Leben von Schlossgespenst Hui Buh und dem alten Kastellan
ist Schluss, als König Julius, der 111,
Schloss Burgeck als sein Erbe in Besitz
nimmt. Er plant einen großen Ball, bei dem
er Gräfin Leonore einen Antrag machen will.
Hui Buh versaut Julius mit seinen Spukereien die Feier. Julius rächt sich, indem er Hui
Buhs Spuklizenz zerstört... Blickpunkt Film
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FILMSTARTS IM AUGUST
45. JAHRGANG | 08.2006
Thank You for Smoking
Eine gallige Satire über politische Korrektheit und das Konzept persönlicher Freiheit
Geplant ab 31. August
USA 2005; 92 Min.; Regie: Jason Reitman; mit Aaron Eckhart, Maria Bello, Cameron Bright, Katie Holmes, Sam Elliott
Vorpremiere am 23. August beim LICHTBURG OPEN AIR
„Elegant und leicht entwickelte
Satire auf Lobbyismus, Politik,
Hollywood und die Boulevardpresse, die die unterschiedlichen
Zynismen genüsslich vorführt und
hintergründige Unterhaltung auf
gutem Niveau liefert.“ film-dienst
„Ein jederzeit unterhaltsamer
Film“ Programmkino.de
„Thank You for Smoking“, von Reitman selbst nach einem Roman von
Christopher Buckley adaptiert, ist ein
glänzend besetzter Ensemblefilm
mit rabenschwarzem Humor, frei
von Betroffenheitspathos, geradezu
durchtrieben amerikakritisch und gleichzeitig in seinen verteidigten Werten
(Meinungsfreiheit, Familie) doch sehr
amerikanisch. Perfide und frech benutzt
der Film Mittel der Rhetorik, die mit
nationaler Begeisterung in Schulen und
Universitäten trainiert, in DebattierZirkeln und -Wettbewerben überprüft
werden, um sie für Tabu-Themen
einzusetzen. Lobbyisten der Waffen-,
Alkohol- und Tabakindustrie erweisen
sich als giftig-humorvolle, wort- und
redegewandte Argumentierungskünstler in der Promotion der Produkte, die
in Amerikas Gesellschaft zunehmend
unter Beschuss geraten. „Wir wollen
ihn leben und rauchen sehen“, verteidigt
Nick Naylor (Aaron Eckhart), Sprecher
von Big Tobacco, seine Auftraggeber,
als er in einer TV-Talkshow mit einem
krebskranken Jungen konfrontiert wird.
Nach dieser zynisch parierten Attacke
sieht das väterliche Urgestein von Big
Tobacco (Robert Duvall) Handlungsbedarf für eine Imagepolitur und Nick als
seine beste Waffe im Kampf gegen die
Anti-Raucher-Hysterie. Auf einem Businesstrip nach Kalifornien soll er nicht nur
den echten, todkranken Marlboro-Mann
zur Annahme von Schmerzens- und
Schweigegeld bringen, sondern auch
mit Hilfe eines Poweragenten Rauchen
im Hollywoodkino wieder populär machen. Auf dieser Geschäftsreise wird
der Advokat des Teufels von Fundamentalisten entführt, von einer skrupellosen
Journalistin manipuliert, aber auch von
seinem Sohn, der ihn begleitet, moralisch geläutert. Versöhnlich wird „Thank
You For Smoking“ damit aber noch
längst nicht. Das beweist die ungebrochene Sympathie für alle drei gezeigten
Lobbyisten und nicht zuletzt auch der
Finalsatz, der mühelos zwischen der
Hauptfigur, Michael Jordan und Charles
Manson Gemeinsamkeiten entdeckt.
Blickpunkt Film
Geheime Staatsaffären
Isabelle Huppert brilliert in Claude Chabrols Polit- und Korruptionsdrama
Weiter im Programm
F 2006; 110 Min.; Regie: Claude Chabrol; mit Isabelle Huppert, Francois Berleand, Patrick Bruel, Robin Renucci
„Ein neuer, kritischer und präziser
Blick in bester Hitchcock-Manier
auf das immerwährende Spiel um
Macht und Einfluss.“ Der Spiegel
„Korruption und Machtmissbrauch - diesem schweren Thema
hat sich Chabrol mit Leichtigkeit
und Witz genähert.“ ZDF Aspekte
„Ein fesselnder und boshafter
Thriller über menschliche Moral.“
KulturSPIEGEL
Richterin Jeanne Charmant ermittelt in
einem Aufsehen erregenden Fall, in dem
es um Veruntreuung und die Zweckentfremdung öffentlicher Finanzmittel geht,
um unlautere Beziehungen zwischen
Politikern und einem Industriekonzern.
Immer mehr wird Jeanne sich im Verlauf
ihrer Ermittlungen ihrer Macht bewusst,
um gleichzeitig festzustellen, dass ihr
Privatleben in eine Krise schlittert. Altmeister Claude Chabrol meldet sich mit
einem Politthriller zurück, in dem er seine
16
altbekannten Themen an der Realität abgleicht: Obwohl explizit als Fiktion ausgewiesen, orientiert sich die Geschichte in
ihren Grundzügen an dem spektakulären
Skandal um den Mineralölkonzern Elf
Aquitaine. Blickpunkt Film
45. JAHRGANG | 08.2006
FILMSTARTS IM AUGUST
Wie sehr liebst du mich?
Romantische Komödie mit schwarzer Note aus Frankreich
Geplant ab 31. August
F 2005; Regie: Bertrand Blier; mit Monica Bellucci, Bernard Campan, Gérard Depardieu
„Der richtige Sommerfilm für
Romantiker und Frankophile.“
Blickpunkt Film
Daniela (Monica Bellucci) arbeitet in einer Nachtbar am Pigalle. Ihre Schönheit
lässt jedem Kunden den Atem stocken
lässt. Francois (Bernard Campan) ist ein
Kunde, der vielleicht gerade das große
Los im Lotto gezogen hat. Er geht aufs
Ganze und bietet Daniela an gegen
Bezahlung, mit ihm zusammenzuleben.
Er weiß, dass das für ihn teuer werden
kann, aber er behauptet, Geld spiele für
ihn keine Rolle. Nach kurzem Zögern
von ihrer Seite wird ein Preis ausgehandelt, sie akzeptiert und folgt ihm tatsächlich noch am selben Abend in seine
Wohnung nach Hause. Aber so einfach
kann man die Welt der Nacht nicht hinter
sich lassen. Schon gar nicht, wenn man
einen Zuhälter und gleichzeitig Geliebten
wie Charlie (Gérard Dépardieu) hat, der
ältere rechte geltend macht. Und so
einfach kann sich auch eine Nutte nicht
sofort in eine brave Hausfrau verwandeln... Frankreichs Kinoprovokateur Nummer Eins hat wieder zugeschlagen: Mit
seinem unverwechselbaren Stil bringt
Bertrand Blier („Abendanzug“, „Die Ausgebufften“) bewegend und voll dunkler
Komik dort menschliche Wahrheiten an
den Tag, wo man sie am wenigsten vermutet. Seine „moralische Geschichte“
aus der Welt der Nacht kreist um Liebe,
Verführung, Unterwerfung – und den Zusammenhang von Geld, Sex und Macht.
Das ungewöhnliche Drehbuch, das er,
wie immer, selbst verfasste, und die
lakonischen Dialoge überzeugten seine
Stars: Bellucci ist schlichtweg umwerfend. Ein hoch motiviert aufspielender
Bernard Campan und das schauspielerische Schwergewicht Gérard Depardieu
in lässiger Spiellaune runden das „trio
d’amore“ perfekt ab. Die Stilisierung von
Sprache und Inszenierung, ein geheimnisvolles, verführerisches Licht und die
Untermalung mit bombastischen Opernund fließenden Jazzklängen. Concorde
Klimt
Ein Porträtfilm über den Wiener Jugendstilmaler
„Zwei Schauspieler auf dem absoluten Gipfel ihres Könnens:
Sandrine Bonnaire und Claude Rich.“
Le Parisien
DER HALS
DER GIRAFFE
EIN FILM VON
Weiter im Programm
A/D/GB/F 2006; 97 Min.; Regie: Raoúl Ruiz; John Malkovich, Veronica Ferres
Der Film entfaltet ein faszinierendes
Panorama der Visionen, Imaginationen,
Erinnerungen. Ein Taumel im Walzertakt
zwischen Eros-Faszinationen und Finde-Siecle-Gesellschaftskarikaturen...
Regisseur Ruiz kommt seiner Figur - die
von Malkovich souverän konturiert wird
- näher als es eine faktentreue Chronologie tun könnte. Er evoziert Stimmungen,
Gefühlslagen, innere Erregungen...
Süddeutsche Zeitung
17
SAFY NEBBOU
Ab 17. August im Kino
www.schwarzweiss-filmverleih.de
FILMSTARTS IM AUGUST
45. JAHRGANG | 08.2006
Breakfast on Pluto
Urlaub vom Leben
3. bis 9. August in der GALERIE CINEMA
IR/GB 2005; 135 Min.; Regie: Neil Jordan; Cillian Murphy, Liam Neeson; ab 12 J.
10. bis 16. August in der GALERIE CINEMA
D 2005; 87 Min.; Regie: Neele Leana Vollmar; mit Gustav Peter Wöhler, Meret Becker; ab 0 J.
„Ein komischer, tragischer, bunter, schriller, turbulenter, zuckersüßer, bemerkenswerter Film mit
einem großartigen Hauptdarsteller. Kurz, ein Film, den man
unbedingt gesehen haben sollte.“
ZDF aspekte
„‚Urlaub vom Leben’ versprüht
dank eines skurril-intelligenten
Drehbuchs, wunderbar kadrierter
Bilder und eines charismatischen
Hauptdarstellers wirklichen Kinoatem.“ film-dienst
In märchenhaften Bildern erzähltes, lustbetontes Drama von Neil Jordan Eine Tragikomödie mit lebensweisem melancholischem Humor
„Ein sparsamer Dialog, wunderbare Schauspieler, Blicke, hinter
denen man Verzweiflung ahnt,
aber immer auch ein Lachen.“
tip Berlin
„Liebevoll, sehr cool und genau
im richtigen Tempo erzählt. Umwerfend.“ KulturSpiegel
„Ein perfekter Mix zwischen
Anspruch und Unterhaltung
mit brillanten Darstellern, allen
voran Cillian Murphy als Kitten.“
Programmkino.de
Als Baby wird Patrick Braden von seiner
Mutter in einer irischen Kleinstadt vor
der Haustür des Dorfpfarrers Bernard
zurückgelassen. Früh wird dem Jungen
klar, dass er anders ist als andere:
Schon als Kind trägt er Kleider und
Lippenstift. Als Teenager wird Patrick zunehmend androgyner. Er sammelt erste
Erfahrungen mit Männern, hat Kontakte
zur IRA und geht in London auf den
Strich, während er nach der „Phantom
„Genau beobachtet und mit
leichter Hand inszeniert, feiert
der Film den Einstieg in den Ausstieg.“ Der Spiegel
Lady“ sucht - der Mutter, die ihn zurückließ und die er niemals kannte. Nach
„Butcher Boy“ nimmt sich Neil Jordan
eines weiteren Romans von Patrick McCabe an, in dem er - wie bereits in „The
Crying Game“ - Themen wie sexuelle
Identität und der politische Unfriede im
geteilten Irland aufgreift. Cillian Murphy
beweist sich als eines der interessantesten Schauspieltalente von der Insel.
Blickpunkt Film
Bei Rolf Köster und den seinen herrscht
schon lange emotionale Eiszeit. Vater
verlässt das Haus jeden Tag um die gleiche
Zeit, absolviert seinen Job in der Sparkasse
mit der Präzision eines Uhrwerks, Mutter
sucht Zuneigung und Sex beim LehrerKollegen, die Kinder möchten ihre Eltern
am liebsten verschenken, um das Elend
nicht weiter ansehen zu müssen. Die sogenannte Gutbürgerlichkeit hat ausgedient.
Einziger Lichtblick für den Kassierer, der
die Welt wie ein Fisch im Aquarium durch
eine 3cm dicke Glasscheibe betrachtet,
sind die Jogging-Runden vor dem Frühstück. Als ihn sein Chef in Zwangsurlaub
schickt, werden die täglichen Rituale obsolet, der Mann fällt in ein Loch. Erst in der
Begegnung mit einer durchgedrehten und
chaotischen Taxifahrerin realisiert er seine
mickrige Existenz und die Einsamkeit zu
zweit. Er nimmt „Urlaub vom Leben“ und
gibt sich eine zweite Chance.
Alle Sehenswürdigkeiten finden Sie im Kulturfahrplan. Jetzt kostenlos in allen EVAG-KundenCentern. Und im Internet unter: www.kulturlinie107.de
18
45. JAHRGANG | 08.2006
FILMSTARTS IM AUGUST
Olga
Nach einer wahren Begebenheit
Geplant ab 31. August
BR 2004; 99 Min.; Regie: Jaime Monjardim; mit Camila Morgado, Caco Ciocler; ab 12 J.
Hast Du eine
Aus bürgerlichem Hause stammend,
begeistert sich Olga Benario (Camila
Morgado) im Berlin der 20er Jahre für
die Ideale der Kommunisten. Als sie
nach der Befreiung eines Genossen aus
der Polizeihaft untertauchen muss, geht
sie erst zur Fortbildung nach Moskau
und dann nach Brasilien. Dort verliebt
sie sich, bekommt ein Kind und wird im
Widerstand gegen den Diktator Vargas
(Osmar Prado) aktiv. Der schließlich lässt
die Verhaftete nach Deutschland deportieren, wo inzwischen die Nazis regieren.
In opulenten Kinobildern erzählt Regis-
seur Jayme Monjardim die wahre und
fesselnde Geschichte einer leidenschaftlichen und mutigen Frau: Olga Benario,
Revolutionärin, Geliebte und Mutter. Das
mitreißende Drama wurde von Rita Buzzar mitproduziert und von Regisseur Jayme Monjardim in opulenten Bildern auf
die Leinwand gebannt. OLGA, die bisher
teuerste und aufwändigste Kinoproduktion Brasiliens, basiert auf dem gleichnamigen brasilianischen Bestseller von
Fernando Morais, der in zwanzig Ländern
erschienen ist und weltweit über 1 Mio.
Leser gefunden hat. Constantin
Man muss mich nicht lieben
Eine heiter-melancholische Fingerübung in Sachen Sprachlosigkeit
Ohne festen Starttermin
F 2005; 93 Min.; Regie: Stéphane Brizé; mit Patrick Chesnais, Anne Consigny
„Eine in den Hauptrollen grandios besetzte und gespielte
Tragikomödie, die sich auf die
Personen und ihre mitunter ratlosen Gesichter konzentriert.“
film-dienst
„Anrührend und von befreiender
Komik!“ Kölner Stadtanzeiger
Die Geschichte eines 50-jährigen Mannes, der schon fast die Hoffnung aufge-
geben hat, dass ihm das Leben Freude
machen könnte. Bis er es sich eines
Tags gestattet, die Tür zu einem TangoTanzkurs aufzustossen. Als er hier eine
etwas jüngere Francoise kennen lernt,
kommt Farbe in seinen tristen Alltag. Die
Lebenssituationen seiner beiden Hauptfiguren stellt Regisseur Stéphane Brizé
mehr mit Blicken als mit Worten dar, die
Stimmung seines unaufgeregt bittersüßen Films erinnert bisweilen an den Finnen Aki Kaurismäki. Programmkino.de
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45. JAHRGANG | 08.2006
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20
45. JAHRGANG | 08.2006
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Donnerstag - Kinotag: 5,- €
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Wegen der Sanierung des Glückauf-Hauses ist
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Jahre restauriert. Regelmäßig ausgezeichnet für
das hervorragende Jahresprogramm.
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Schacht XII, Halle 2
Gelsenkirchener Straße 181
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Ermäßigt (Schüler, Studenten, Senioren
ab 60 J. etc.): 5,- €
Donnerstag - Kinotag: 5,- €
Bei Filmen mit Überlänge Preisaufschlag!
Teichstraße 2
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Tel.: 0201/27 55 55
Essens größtes Filmkunsttheater.
Eröffnet 1958 - Filmkunsttheater seit 1995.
Astra: 432 Plätze, Dolby SR, Luna: 80 Plätze.
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Anfahrt per ÖPNV:
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Eintrittspreise:
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ab 60 J. etc.): 5,- €
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(freitags und samstags bis 1.00 Uhr)
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Eintrittspreise:
6,50 €
Donnerstag - Kinotag: 5,- €
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Julienstraße 73
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Tel.: 0201/77 84 94
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Leineweberstr. 1, 45468 Mülheim an der Ruhr
Telefon 0208 / 47 91 87
Weitere Infos zum Kino auf Seite 17
Sonntags, 13.00 Uhr im RIO Mülheim
Sonntags, 13.00 Uhr im EULENSPIEGEL
So. 06.08. (RIO) und So. 13.08. (EULENSPIEGEL)
Programm im RIO
Das aktuelle Programm des RIO
Kinos erfahren Sie aus der Tageszeitung oder unter der Telefonnummer 0208 / 47 91 87.
Außerdem im Internet unter
www.essener-filmkunsttheater.de.
Frei ab 6 J.
Kalle Blomquist: Sein neuster Fall
Meisterdetektiv Kalle Blomquist und seine
Freunde werden aus heiterem Himmel in ein
rätselhaftes Verbrechen verwickelt. Sie beobachten zufällig, wie eines Abends drei Männer in
das Haus des fünfjährigen Rasmus einbrechen
und ihn und seinen Vater auf eine einsame Insel
verschleppen. Kalle und seine Freunde verfolgen
sie auf dem Motorrad des Vaters. Neuverfilmung
des Kinderfilm-Klassikers nach Astrid Lindgren.
Der Stoff wurde behutsam modernisiert und in
die neunziger Jahre verlegt.
S 1997; 78 Min.; Regie: Göran Carmback
Öffnungszeiten
Mo. - Fr. 18.00 – 22.00 Uhr
Sa./So. 16.00 – 22.00 Uhr
Tel. 0208 / 47 91 87
So. 13.08. (RIO) und So. 20.08. (EULENSPIEGEL)
Ohne Alterbegrenzung; empfohlen ab 4 Jahren
Lotta aus der Krachmacherstraße
Preis: 6,- €
Ein Jahr Ermäßigung von 1,50 € pro Karte im
Eulenspiegel, Astra & Luna, Filmstudio und Rio
sowie allen teilnehmenden AG Kino-Gilde Kinos
Ende der 50er Jahre im schwedischen Städtchen
Dingtuna. Die vierjährige Lotta muss zu Hause bleiben, während die älteren Geschwister Mia und Jonas
einkaufen. Im Sommerregen plantscht sie fröhlich
herum. Lotta erobert die Herzen der Nachbarin Frau
Berg und ihres Hundes Scotty. Lotta wünscht sich ein
Fahrrad zum Geburtstag. Als der große Tag kommt,
ist es nicht zu sehen. Sie „leiht“ sich das große Fahrrad von Frau Berg, fällt auf die Nase. Abends bringt
der Vater ein nagelneues Kinderfahrrad. Der Urlaub
bei den Großeltern wird eine schöne Zeit.
Schweden 1992; 85 Min.; Regie: Johanna Hald
So. 20.08. (RIO) und So. 27.08. (EULENSPIEGEL)
Frei ab 6 J.
Dick & Doof: Die Klotzköpfe
Im Ersten Weltkrieg wird Rekrut Stan hinter der
Front zurück gelassen und vergessen. Zwanzig
Jahre später wird er gefunden und kehrt in die
USA zurück. Ollie, inzwischen verheiratet, liest
davon, lädt Stan nach Hause ein. Beim Versuch zu
kochen, fliegt die Küche in die Luft. Eine Nachbarin
will helfen, wird bekleckert und erhält Ollies Pyjama. Da kehrt Ollies Frau zurück. Die Nachbarin
wird in einer Truhe versteckt. Die Freunde versuchen, sie aus dem Haus zu schaffen... „Blockheads“ gehört zu den Glanzleistungen des Duos.
5. – 12. November 2006
Alle filmbegeisterten Kinder und deren Eltern, jetzt schon
mal vormerken, der Termin für die Kinderfilmtage im
Ruhrgebiet 2006 steht fest. Vom 5. November bis zum 12.
November findet das Großereignis in den Städten Essen,
Mülheim und Oberhausen statt. Wilde Kerle, wilde Hühner,
der Räuber Hotzenplotz und das Urmel werden u. a. die
Leinwände der beteiligten Kinos beehren. Besondere Aufmerksamkeit gilt diesmal neuen Kinderfilmen aus unserem
Nachbarland den Niederlanden, drei Produktionen werden
im Laufe der Woche dem Publikum vorgestellt. Höhepunkte
sind die Eröffnungsveranstaltung am 5. November 2006
um 11 Uhr im Lichtburg Filmpalast in Oberhausen und die
Abschlussveranstaltung am 12. November 2006 ab 10.30
Uhr in der Essener Lichtburg auf der Kettwiger Straße, mit
Kinopremieren brandneuer Kinderfilme und natürlich der
zweiten Verleihung des EMO für die beste Leistung eines
Kindes in einem Kinderfilm des vergangenen Jahres. Stabil
bleiben die Eintrittspreis. Kinder 2,00 Euro, Erwachsene
3,00 Euro, Gruppen ab zehn Personen 1,50 Euro. Schulveranstaltungen, mit Beginn um 11 Uhr, finden in Essen und
Oberhausen vom Montag dem 6. November 2006 bis zum
Freitag dem 10. November 2006 statt.
Die Spielorte der Kinderfilmtage im Ruhrgebiet sind in
Essen das Eulenspiegel Filmtheater, das Jugendzentrum
Essen, das Filmstudio Glückauf und die Lichtburg. In
Mülheim ist das Programm im Rio Kino & Café und in
Oberhausen im Lichtburg Filmpalast zu sehen. Weitere
Informationen zu den Kinderfilmtagen im Ruhrgebiet 2006
unter den Rufnummern 0208-800099 und 0201-275555,
sowie ab Mitte September im Internet unter
www.kinderfilmtage-ruhr.de
USA 1938; 58 Min.; mit Stan Laurel & Oliver Hardy
Wagen Sie einen Blick hinter
die Kulissen der Lichtburg
Regelmäßige Führungen durch
Deutschlands größten Filmpalast
Termin:
Jeden letzten Samstag im Monat:
Nächster Termin 26. August
So. 27.08. (RIO) und So. 03.09. (EULENSPIEGEL)
Ohne Alterbegrenzung; empfohlen ab 4 J.
Ferien auf Saltkrokan:
Die Seeräuber
Der vierte Film der „Saltkrokan“-Reihe: In einer
Fischerbucht auf der Insel Saltkrokan spielen
Pelle, Stina, Tjorven und Skrollan mit den Erwachsenen Seeräuber. Auf einem zum Piratenschiff
umgebauten alten Kahn entbrennt der Kampf um
den „Mühsak-Diamanten“, den letzten Endes keiner für sich reklamieren kann. Für zusätzliche Aufregung sorgt eine vermeintlich gestohlene Uhr.
S 1966; 95 Min.; Regie: Olle Hellbom; Drehbuch:
Astrid Lindgren
So. 03.09. (RIO) und So. 10.09. (EULENSPIEGEL)
Uhrzeit: 12.00 Uhr
Frei ab 6 Jahre
Preis: Erwachsene 4 €
Kinder (unter 12 J.) 3 €
Voranmeldung: 0201 / 23 10 23
Maximale Teilnehmerzahl
30 Personen
www. l i cht burg- e sse n. de
22
Kalle Blomquist: Sein schwerster Fall
Eines Tages wird Eva-Lotte Zeuge eines Mordes
in der Nähe einer Ruine. Sie meldet den Fall bei
der Polizei, und dass sie den Mörder jederzeit
wiedererkennen würde. Als ihr Name samt
Adresse in einer Tageszeitung über den Mord
berichtet, spitzt sich die Situation für Eva-Lotte
zu. Mit der Post erhält sie ein Päckchen mit
vergifteter Schokolade, und dann läuft sie auch
noch dem Mörder persönlich in die Arme. Doch
der Meisterdetektiv Blomquist findet auch hier
einen Ausweg...
S 1957; 84 Min.; Regie: Olle Hellbom
Galerie Cinema
Monatsprogramm August 2006
Julienstr. 73, 45130 Essen
Programmansage 0201 / 77 84 77
Weitere Infos zum Kino auf Seite 17
Jeden Samstag um 16.45 Uhr
Rhythm Is It!
Mitreißende Doku über die Begegnung junger Menschen mit Chefdirigent Sir Simon Rattle
Programm GALERIE CINEMA
Die Anfangszeiten erfahren Sie aus der
Tagespresse (WAZ, NRZ, taz-ruhr) oder
unter der Telefonnummer 0201 / 77 84 77.
Außerdem im Internet unter
www.essener-filmkunsttheater.de.
Junger deutscher Film
Komm näher
„Vanessa Jopp setzt mit Erfolg auf die
Improvisation. Ein lebendiger Städterfilm... - Sehenswert.“ Tip Berlin
In ihrem dritten Kinospielfilm überzeugt Vanessa
Jopp mit einem elegant verknüpften Sehnsuchtsreigen über das Suchen und Finden von Liebe
einsamer Großstadt-Singles. Ausgangspunkt des
in kühlen Farben gedrehten Dramas waren die
einzelnen Charaktere, die von der Regisseurin
gemeinsam mit ihren Darstellern in Improvisationen, entwickelt wurden. Blickpunkt Film
D 2005; 97 Min.; Regie: Vanessa Jopp; mit
Meret Becker, Hinnerk Schönemann; ab 12 J.
Der neue Film von Neil Jordan
Breakfast on Pluto
Seit September 2002 engagieren sich Musiker
der Berliner Philharmoniker unter Leitung von Sir
Simon Rattle in diversen Educations-Projekten,
die die Arbeit des Orchesters und seiner Musik
einem breiten Publikum zugänglich machen.
Dabei unternahmen fast 250 Jugendliche aus
25 Nationen in sechswöchiger Probenarbeit und
Workshops eine Entdeckungsreise in Strawinskys Musikwelt und tanzten am Ende in einer
bejubelten Premiere „Le Sacre du Printemps“.
D 2004; 104 Min.; Regie: Enrique Sánchez
Lansch, Thomas Grube; FSK ab 0 J.
„Ein komischer, tragischer, bunter, schriller, turbulenter, bemerkenswerter Film mit einem
großartigen Hauptdarsteller. Ein Film, den man unbedingt gesehen haben sollte.“ ZDF aspekte
„Liebevoll, sehr cool und genau im richtigen Tempo erzählt. Umwerfend.“ KulturSpiegel
Als Baby wird Patrick Braden von seiner Mutter in einer irischen Kleinstadt vor der Haustür des Dorfpfarrers Bernard zurückgelassen. Früh wird dem Jungen klar, dass er anders ist als andere: Schon als Kind trägt er Kleider und Lippenstift. Als
Teenager wird Patrick zunehmend androgyner. Er sammelt erste Erfahrungen mit Männern, hat Kontakte zur IRA und geht
in London auf den Strich, während er nach der „Phantom Lady“ sucht - der Mutter, die ihn zurückließ und die er niemals
kannte. Nach „Butcher Boy“ nimmt sich Neil Jordan eines weiteren Romans von Patrick McCabe an, in dem er - wie bereits in „The Crying Game“ - Themen wie sexuelle Identität und der politische Unfriede im geteilten Irland aufgreift. Cillian
Murphy beweist sich als eines der interessantesten Schauspieltalente von der Insel: Von Regisseur Jordan mit märchenhaften Bildern unterstützt, ist die Suche seiner Figur nach einer eigenen Identität eine bemerkenswerte. Blickpunkt Film
IR/GB 2005; 135 Min.; Regie: Neil Jordan; mit Cillian Murphy, Liam Neeson, Stephen Rea, Bryan Ferry; ab 12 J.
Jeden Sonntag um 17.00 Uhr
Originalfassung mit Untertitel
Harold & Maude
Ein Film, der nicht totzukriegen ist.
Harold & Maude läuft seit 30 Jahren!
Harold ist depressiv und kauzig. Die Aufmerksamkeit seiner begüterten Familie versucht
er durch spektakuläre Selbstmordinszenierungen zu erringen. Er lernt die 79-Jährige
Maude kennen, deren Exzentrik ihn fasziniert.
Er verliebt sich in sie und will sie heiraten.
Diese Komödie könnte schwärzer nicht sein,
und doch ist sie eine Liebesgeschichte.
Regisseur Hal Ashby hat die Mischung aus
schwarzem Humor und Romanze sehr gut
getroffen und aus der Romanvorlage von Colin Higgins einen Filmklassiker gedreht. Der
Soundtrack, von Cat Stevens komponiert, ist
ein maßgeblicher Beitrag zu der unverwechselbaren Atmosphäre dieses Meisterwerks.
USA 1971; 91 Min.; Regie: Hal Ashby; Musik:
Cat Stevens; mit Bud Cort und Ruth Gordon
Junger deutscher Film
Urlaub vom Leben
29.09.
Do 27.07.
30.09.
Fr 28.07.
01.10.
Sa 29.07.
02.10.
So 30.07.
03.10
Mo 31.07.
04.10.
Di 01.08.
05.10.
Mi 02.08.
Do 03.08.
06.10.
Fr 04.07.
07.10.
Sa 05.08.
08.10.
So 06.08.
09.10.
Mo 07.08.
10.10.
Di 08.08.
11.10.
Mi 09.08.
12.10.
Do 10.08.
13.10
Fr 14.10.
11.08.
„Gustav Peter Wöhler macht diesen Film zum Ereignis.“ Süddeutsche Zeitung
„Ein Bravourstück verschrobener Menschlichkeit“ Fankfurter Rundschau
„Wunderbar lakonisch“ Der Tagesspiegel
Sa 12.08.
15.10.
Diese stille, realistische Komödie erzählt, wie ein Familienvater sich und seiner Familie etwas von der Leichtigkeit zurück erobert, die im Alltag zu oft verloren geht. Rolf Köster (Gustav Peter Wöhler), verheiratet, zwei Kinder, Kassierer
bei der Sparkasse, behauptet sein Leben unter Kontrolle zu haben. In seiner Familie ist er mehr für die Hintergründe
zuständig und alles in allem damit nicht unzufrieden. Aus der Bahn geworfen wird er, als er eines Tages überraschend
Urlaub bekommt. Es gelingt ihm nicht seiner Familie davon zu erzählen. Stattdessen beginnt er ein Doppelleben. Jeden Morgen geht er wie üblich aus dem Haus. Dann aber macht er, dank der Zufallsbekanntschaft mit der Taxifahrerin
Sophie (Meret Becker), Entdeckungsreisen durch seine eigene Stadt. Die kurze Freundschaft mit Sophie gibt Rolfs
Leben eine entscheidende Wendung.
D 2005; 87 Min.; Regie: Neele Leana Vollmar; mit Gustav Peter Wöhler, Petra Zieser, Meret Becker; ab 0 J.
Die Originalfassung
Englische Originalfassung mit Untertiteln
Mrs. Henderson Presents
So 13.08.
16.10.
Mo 14.08.
17.10.
Di 15.08.
18.10.
Mi 16.08.
19.10.
Do 17.08.
20.10.
Fr 18.08.
21.10.
„Eine spitzzüngige Komödie... ein Feuerwerk an trefflichem Witz.“ ARD
„Diese Welt der Musikrevuen und des Baudevilles haben Frears und seine Ausstatter ausgesprochen liebevoll, sorgfältig und auch witzig in Szene gesetzt... Very British indeed. - Sehenswert!“ Tip Berlin
Obwohl der Zweite Weltkrieg Großbritannien ins Chaos gestürzt hat, hat Mrs. Henderson einen Plan. Sie ersteht ein
heruntergekommenes Theater - und macht daraus eine Weltsensation: Sie sorgt dafür, dass im Windmill Theatre die erste
Nacktrevue in Großbritannien über die Bühne geht. Die Show ist ein Erfolg - vor allem beim männlichen Publikum. Stephen
Frears setzt der 1944 gestorbenen Laura Henderson ein Denkmal und fokussiert sich dabei auf die Hass-Liebe zwischen
den beiden dickköpfigen Streithähnen, lässt keine noch so kleine Süffisanz aus. Wie Judi Dench mit allen Finessen ihren
Partner Bob Hoskins („very british“) aus der Reserve lockt, entpuppt sich als Feuerwerk an trefflichem Witz. Blickpunkt Film
GB 2005; 103 Min.; Regie: Stephen Frears; mit Judi Dench, Bob Hoskins, Kelly Reilly, Will Young; ab 6 J.
ca. 21.15 Uhr
Tom Tykwer Festival
Noch bevor „Das Parfum“, der neue Film von Tom Tykwer, am 14. September ins
Kino kommt, touren seine ersten fünf Kinofilme im Rahmen des „Tom Tykwer Festivals mit neuen Filmkopien durch Deutschland und machen dabei in der Galerie
Cinema halt.
24.08.:
Die tödliche Maria D 1993; 107 Min.; Regie: Tom Tykwer; mit Nina Petri, Joachim Król
25.08.:
Winterschläfer D 1997; 123 Min.; Regie: Tom Tykwer; mit Ulrich Matthes, Marie-Lou Sellem
26. & 27.08.: Lola rennt D 1998; 81 Min.; Regie: Tom Tykwer; mit Franka Potente, Moritz Bleibtreu
28. & 29.08.: Der Krieger und die Kaiserin D 2000; 135 Min.; Regie: Tom Tykwer; mit Franka Potente
30.08.:
Heaven USA/D 2002; 95 Min.; Regie: Tom Tykwer; mit Cate Blanchett, Giovanni Ribisi
Mehr Infos zu den Filmen auf S. 8 und unter www.essener-filmkunsttheater.de
23
Sa 19.08.
22.10.
So 20.08.
23.10.
Mo 21.08.
24.10.
Di 22.08.
nicht
Mi 23.08.
nicht
Do 24.08.
27.10.
Fr 25.08.
28.10.
Sa 26.08.
29.10.
So 27.08.
30.10.
Mo 28.08.
31.10
Di 29.08.
01.11.
Mi 30.08.
02.11.
PUBLIKUMSPREMIERE
in Anwesenheit von
AB
24. AUGUST
2006
JÜRGEN VOGEL und Regisseur MATTHIAS GLASNER
18. August • 20.00 Uhr • ASTRA-THEATER
IM KINO
JÜRGEN VOGEL
SABINE TIMOTEO
KINOWELT PRÄSENTIERT EINE SCHWARZWEISS FILMPRODUKTION
UND COLONIA MEDIA FILMPRODUKTION / LABEL 131 IN
KOPRODUKTION MIT WDR/ARTE
MANFRED ZAPATKA ANDRÉ HENNICKE JUDITH ENGEL
BESETZUNG SIMONE BÄR KOSTÜM SABINE KELLER
SZENENBILD TOM HORNIG CONNI KOTTE SCHNITT MONA BRÄUER JULIA WIEDWALD
TON STEFAN SOLTAU TONEFFEKTE STEFAN SOLTAU BJÖRN WIESE
MISCHUNG HUBERT BARTHOLOMAE GRAFIK DARIUS GHANAI KAMERA MATTHIAS GLASNER
BELEUCHTUNG INGO SCHEEL KOPRODUZENTEN ANDREA HANKE ANDREAS SCHREITMÜLLER
PRODUZENTEN FRANK DÖHMANN MATTHIAS GLASNER
CHRISTIAN GRANDERATH JÜRGEN VOGEL
DREHBUCH MATTHIAS GLASNER JUDITH ANGERBAUER JÜRGEN VOGEL
REGIE
Für Jürgen Vogel für eine
herausragende künstlerische
Gesamtleistung als Schauspieler,
Co-Autor und Co-Produzent
Regiepreis für
Matthias Glasner
Jürgen Vogel
Bester Schauspieler
MATTHIAS GLASNER