Unser Musikprogrammheft vom Palmsonntag bis zum Ostersonntag

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Unser Musikprogrammheft vom Palmsonntag bis zum Ostersonntag
Χριστός ἀνέστη! Ἀληθῶς ἀνέστη!
Christus resurrexit, resurrexit vere!
Liebe·Leiden·Tod·Leben: Karwoche und Ostern
musica sacra A.D. MMXI
Palmsonntag,
Gründonnerstag,
Karfreitag,
Osternacht,
Ostersonntag,
17.04,
21.04.,
22.04.,
23.04.,
24.04.,
08.45h
20.00h
20.00h
20.30h
09.00h
Innichen, Stiftskirche
Liebe, Leiden, Tod, Leben:
Ostern ist ein großes Geheimnis.
Ostern ist eine Reise ins Unbekannte.
Ostern verwandelt.
Alle Armeen auf dem Land, und alle Flotten auf dem Meer, und alle
Parlamentarier, Könige, Kaiser und Staatsoberhäupter, -sie alle haben das
Leben der Menschheit nicht so sehr geprägt, wie dieses eine unterschätzte
Leben.
(Peter Mair, St.Josefs Missionsbote, Jg. 115/1 Jänner/Februar 2011)
Seit bald zweitausend Jahren treffen sich Menschen, um jener Ereignisse zu
gedenken, die die Welt verändert haben. In dieser langen Zeit hat sich viel bewegt,
Bräuche haben sich eingebürgert, Musik und Texte wurden verfasst. Unser
Handeln im Gottesdienst (Liturgie) hat also eine lange Vorgeschichte und Tradition.
Nun hat aber die Erfahrung gezeigt, dass es mit dem Verstehen der Liturgie
nach wir vor seine Schwierigkeiten hat. Ein rasches Hinhören und ebenso
rasches Vergessen der kaum verstandenen Texte können in Wirklichkeit mehr
Schaden anrichten als Nutzen stiften. Die Aufmerksamkeit bleibt an der
Oberfläche, und das ganze wird langweilig.
(Odo Hagenmüller OSB im Vorwort zum Schott-Messbuch)
Daher sind hier einige Erklärungen und Texte aus dem Schott-Messbuch
wiedergegeben. Vor allem für die Mitglieder unseres Kinderchores, die Firmlinge
und alle jugendlichen Gottesdienstbesucher sind zusätzliche Texte zum
Weiterdenken, sowie Hinweise zur Musik aufgenommen.
... Ihr müsst wissen, was Ihr glaubt. Ihr müsst Euren Glauben so präzise
kennen wie ein IT-Spezialist das Betriebssystem eines Computers. Ihr müsst
ihn verstehen wie ein guter Musiker sein Stück. Ja, Ihr müsst im Glauben
noch viel tiefer verwurzelt sein als die Generation Eurer Eltern, um den
Herausforderungen und Versuchungen dieser Zeit mit Kraft und
Entschiedenheit entgegentreten zu können. Ihr braucht göttliche Hilfe,
wenn Euer Glaube nicht austrocknen soll wie ein Tautropfen in der
Sonne ... Bringt das unverbrauchte Feuer Eurer Liebe in diese Kirche ein,
sooft Menschen ihr Antlitz auch entstellt haben! ...
(aus dem Vorwort zum Youcat, Benedikt XVI.)
Er hat durch seinen Tod unseren Tod überwunden, durch seine Auferstehung das
Leben neu geschaffen. Die drei Tage des Leidens und der Auferstehung des Herrn
sind deshalb der Höhepunkt des ganzen Kirchenjahrs.
(Missale Romanum)
Die Auferstehung ist ein kosmisches Ereignis, das Himmel und Erde umfasst
und zueinander bringt.
(Benedikt XVI.)
PALMSONNTAG
Am Palmsonntag wird in der Prozession daran erinnert, dass Jesus in die Stadt Jerusalem
eingezogen ist; er ritt dabei auf einem Eselsfohlen, um zu zeigen, dass er ein demütiger
König ist: Bei seinem Einzug in die Stadt wird er von den Kindern Jerusalems begrüßt,
die ihm mit Palmzweigen in den Händen zujubeln: Hosanna! Gesegnet sei, der da
kommt im Namen des Herrn!
Anschließend wird die Heilige Messe gefeiert; Christus wird mit Freude und Jubel
empfangen: Chor und Orgel musizieren ein Empfangslied.
Aber kurz darauf wird klar, dass es nicht dabei bleibt: Es wird der Leidensweg Jesu
vorgelesen, wie Ihn der Evangelist Matthäus erlebt hat. Jesus wird beschuldigt,
verraten, angeklagt, verurteilt, gefangen genommen, verspottet, gefoltert und
schließlich getötet. Der Chor unterbricht die Erzählung, um Lieder einzufügen, die über
die Handlung nachdenken.
Bis heute ist die Kirche Christi für die Welt eine Torheit. Man kann sie verachten,
misshandeln. Sie ist schwach. Oder sie versucht es mit Triumphalismus, das ist noch
schlimmer, es ist eine Verfälschung und ein Ärgernis.
FEIER DES EINZUGS JESU IN JERUSALEM
Die Kinder von Jerusalem trugen Zweige in den Händen. / Sie zogen dem Herrn
entgegen und riefen: / Hosanna in der Höhe
Zum Beginn: Singt dem König Freudenpsalmen (Peter Planyavsky)
Zur Prozession: Hosanna in der Höhe ... (Hermann Kronsteiner)
MESSE
• Einzug: Stimmet Hosianna an (Wolfgang Carl Briegel)
(1. Lesung. Mein Gesicht verbarg ich nicht vor Schmähungen, doch ich weiß, dass
ich nicht in Schande gerate.)
• Antwortgesang: Mein Gott, mein Gott ... GL 176,2
(2. Lesung. Er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave. Er erniedrigte sich und
war gehorsam bis zum Tod. Bis zum Tod am Kreuz. Darum hat ihn Gott über alle
erhöht.)
• Ruf. Christus war für uns gehorsam. GL 176,3
(Passion. Das Leiden unseres Herrn Jesus Christus nach Matthäus)
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Zur Passion: Kreuzweg-Gesänge (Johann Höllwarth)
Offertorium: Meinem Gott ich vertrau' (Josef Habringer)
Sanctus. Heilig, heilig, heilig ... GL 459
Benedictus. Sieh, Jerusalem, dein König ... (Peter Planyavsky)
Kommunion. Mit dir geh' ich Wege, ... (Kathi Stimmer-Salzeder)
Auszug in Stille
TRIDUUM SACRUM
Die drei österlichen Tage vom Leiden und Sterben,
von der Grabesruhe
und der Auferstehung des Herrn
Die heiligen drei Tage sind in Wirklichkeit nur ein einziger Tag. Wir begehen in diesen
Tagen das eine Mysterium der Erhöhung Jesu, sein Hinübergehen aus dieser Welt zum
Vater.
Das letzte Mahl Jesu mit seinen Jüngern, der Tod am Kreuz, die Auferstehung am dritten
Tag, darin entfaltet sich die eine unfassbare Wahrheit:
Gott hat die Menschen geliebt, und er liebt sie, auch wenn sie es nicht wissen und nicht
wollen. Gott rettet die Menschen durch die Opferhingabe des ewigen,
menschgewordenen Sohnes. (Einführung aus dem Schott-Messbuch)
GRÜNDONNERSTAG
An diesem Tag wird daran gedacht, wie Jesus zum letzten Mal das Abendmahl
feiert: Indem er Brot zerteilte und es zusammen mit dem Wein seinen engsten
Freunden, den Jüngern gab, wollte er zeigen, dass bald er selbst - gleich dem Brot
und dem Wein - für alle Menschen geopfert wird: Jesus verabschiedet sich von
seinen Freunden, aber gleichzeitig bleiben Brot und Wein Zeichen, die an ihn
erinnern:
„Tut dies zu meinem Gedächtnis“.
Zum Gloria erklingt zum vorerst letzten Mal die Orgel (darum ist das Vorspiel
besonders feierlich); erst am dritten Tag danach wird sie wieder um so glanzvoller
erklingen.
In der Geschichte der Fußwaschung wird verdeutlicht, dass menschliche Größe
durch das Dienen an anderen entsteht: Der Gründonnerstag vermittelt den
Christen die Botschaft, hilfsbereit zu sein.
Nach der Feier wird der Altar abgeräumt. Das Allerheiligste - Christus in der
Gestalt der geweihten Hostie - wird in die Krypta gebracht.
Währenddessen singt der Chor die Hymne „Gott ist die Liebe“.
Liebe
„Wird dir die Last nicht zu schwer?“, wurde in Indien ein Mädchen gefragt,
das seinen kranken Bruder auf der Schulter trug. „Das ist keine Last, das
ist mein Bruder“, antwortete die Schwester.
(aus Indien)
Messe vom letzten Abendmahl
Die Fußwaschung ist, wie das Abendmahl, Vorausnahme und Darstellung dessen, was
am Kreuz geschah: dienende Liebe, Hingabe bis in den Tod. Die Liebe ist das
Lebensgesetz Christi und seiner Kirche.
(Einführung zum Evangelium aus dem Schott-Messbuch)
• Einzug: Beim Letzten Abendmahle. GL 537
• Kyrie: Missa in hon. Jesu Christi Regis (Victor Urbancic)
• Gloria. Es jubelt aller Engel Chor. GL 884
(1. Lesung. Die Feier des Paschamahles)
• Antwortgesang: Der Herr hat uns befreit. GL 528,2
(2. Lesung. Sooft ihr von diesem Brot esst und aus diesem Kelch trinkt, verkündet
ihr den Tod des Herrn bis er kommt.)
• Ruf: Lob dir, Christus. GL 562
(Evangelium. Er erwies ihnen seine Liebe bis zur Vollendung.)
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Offertorium: Ave verum corpus (Camille Saint-Saëns)
Sanctus: Missa stylo a cappella (Antonio Salieri)
Kommunion: Es sungen drei Engel (Max Reger)
Übertragung des Allerheiligsten. Gott ist die Liebe
(David Hermann Engel)
An die Liebe Christi glauben, heißt das nicht auch, an die Ohnmacht Gottes glauben?
Aber die Schwachheit Gottes ist stärker als die Macht der Mächtigen. Die Macht
vergeht, die Liebe bleibt. Die Liebe Christi lässt uns nicht ruhen; sie ist die Unruhe
Gottes und der Menschen. In der Ruhe die Unruhe.
(Einführung zur Eucharistiefeier aus dem Schott-Messbuch)
„Das ist mein Leib. Das ist mein Blut.“
In euch sollen bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei:
Am größten unter ihnen ist die Liebe.
KARFREITAG
An diesem Tag wird auf der ganzen Welt keine Heilige Messe gefeiert. Die
Menschen versammeln sich und gedenken des Todes Christi. Die Musik ist sehr
schlicht, die Glocken und die Orgel schweigen, nur das Volk mit dem Vorsänger
und der Chor singen einfache, aber ergreifende Lieder die vor 200 bis 300 Jahren
für diesen Tag entstanden sind.
Mit verteilten Rollen und unterbrochen von Chorliedern wird wieder die
Geschichte vom Leiden und Sterben des Herrn gelesen; diesmal so, wie sie der
Schreiber des Johannesevangeliums überliefert hat: Verzweifung und Trauer
können auch uns nahe gehen.
In den großen Fürbitten bringt die Kirche ihre Anliegen vor Gott. Die Fürbitten
sind am Karfreitag besonders ausführlich: Die bestehen jeweils aus einer Bitte, aus
Stille und einem kurzen Gebet.
In einem weiteren Teil der Karfreitagsfeier wird das Kreuz verehrt: Dieses Kreuz hat
Jesus für die Welt getragen, auf diesem Holz ist er gestorben, und durch dieses
Kreuz hat Jesus die Welt erlöst.
So wird das Kreuz zum Symbol für Heil, Leben und Hoffnung für alle Christen.
Gibt es aber viele Tage in unserem Leben, an denen wir Ihn, unser bestes
Wissen, unser heiligstes Gefühl, unsere Pflicht, unsere Liebe nicht für
eine Eitelkeit, für eine Sinnlichkeit, für einen Gewinn, für eine
Sicherheit, für einen Hass, für eine Rache preisgegeben haben? Ist das
mehr als dreißig Silberstücke?
(Romano Guardini)
Passion Christi
Ich kenne einen
der
der
der
der
der
der
ließ
ließ
ließ
ließ
ließ
ließ
sich
sich
sich
sich
sich
sich
von uns die Suppe versalzen
von uns das Handwerk legen
von uns kleinkriegen
von uns aufs Kreuz legen
von uns festnageln auf sein Wort
sehen am dritten Tag
der konnte sich sehen lassen
(nach Lothar Zenetti)
Karfreitag. Die Feier vom Leiden und Sterben Christi.
Wortgottesdienst. Passion - Kreuzverehrung - Fürbitten
In der erschreckenden Fremdheit des Kreuzestodes erkennt der Glaube das Walten des
tief verborgenen und gerade in dieser fremden Verborgenheit sich offenbarenden Gottes.
(Einführung zur Passio aus dem Schott-Messbuch)
• Einzug in Stille
(1. Lesung. Er wurde durchbohrt wegen unserer Verbrechen.)
• Antwortgesang. Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist. GL 203,1
(2. Lesung. Als Christus auf Erden lebte, hat er mit lautem Schreien und unter
Tränen Gebete und Bitten vor den gebracht, der ihn aus dem Tod erretten konnte.)
• Ruf. Christus factus est (Anton Bruckner)
(Passion. Das Leiden unseres Herrn Jesus Christus nach Johannes.)
• Zur Passion: Stabat Mater (Zoltán Kodály)
O Haupt voll Blut und Wunden (Johann Sebastian Bach)
In stiller Nacht (Johannes Brahms)
• Kreuzverehrung. O Jesulein süß (Max Reger)
• Fürbitten
• Pater noster. GL 378
• Abschluss. O Haupt voll Blut und Wunden (Johann Sebastian Bach)
• Auszug. Stille
Er hat durch seinen Tod unseren Tod überwunden, durch seine Auferstehung
hat er das Leben neu geschaffen.
Er ist hinabgestiegen in das Reich des Todes.
Er hat unserem Tod die Bitterkeit genommen.
ZUR PASSION Die Leidensgeschichte ist viel mehr als ein bloßer Bericht; sie ist Deutung und
Verkündigung, sie sagt nicht nur, was geschah, sondern auch warum und wozu es geschah. Das
Johannesevangelium zeigt noch deutlicher als die früheren Evangelien, dass Jesus sich mit klarem
Wissen freiwillig dem Tod ausgeliefert hat. Souverän steht er seinen Anklägern und Richtern gegenüber.
Niemand kann ihm das Leben entreißen, er selbst gibt es hin. Nach der Darstellung des
Johannesevangeliums starb Jesus zu der Stunde, als im Tempel die Lämmer für das Paschamahl
geschlachtet wurden. Er selbst ist das wahre Osterlamm, sein Blut ist der Preis für unsere Rettung.
(Schott-Messbuch)
Feuer, Licht und Wasser
OSTERNACHT
Die Handlungen der Feier in der Osternacht sind besonders spannend, und im
Kirchenjahr einzigartig.
Während sich am Karfreitag mit dem Tod Jesu die Welt und die Herzen
verfnsterten, kommt in der Osternacht mit einer zunächst ganz kleinen Flamme
wieder Licht ins Dunkel.
Der Priester zieht mit der brennenden Osterkerze in die Kirche ein. Das Licht wird
weitergegeben, und breitet sich im ganzen Raum aus. Der Vorsänger unterstreicht
die Heiligkeit und Besonderheit dieser Nacht.
Verschiedene Texte erzählen von früheren Wundern und großen Taten Gottes, von
denen die Bibel berichtet: Von der Erschaffung der Welt, des Lichtes und der
Menschen; vom Auszug des Volkes Israel durch die Wasser des Meeres. Der Chor
ergänzt diese Geschichten mit Liedern und Gesängen.
Im Lobgesang des „Gloria“ läuten alle Glocken auf dem Kirchturm und in der
Kirche, es wird hell im Kirchenschiff und die Orgel spielt mit aller Kraft. Anfang
und Ende der Heilsgeschichte werden zusammengefasst: Wie schon die Engel an
der Wiege in Bethlehem, singen wir auch heute noch:„Ehre sei Gott in der Höhe,
und Friede den Menschen auf Erden!“
In der Tauffeier wird das Taufwasser gesegnet, das für alle Getauften zum
Lebenswasser wird; gemeinsam wird bekräftigt, dass wir als Kirche
zusammengehören. Schließlich feiert die ganze Gemeinde Eucharistie, die
Erinnerung an das Abendmahl, den Beginn der Leidensgeschichte, die uns zum
Licht geführt hat.
DIE OSTERKERZE
Lass nie zu, dass in deinem Leben die Sorge sich so breitmacht, dass du
darüber die Freude über den auferstandenen Christus vergisst. Wir alle
sehnen uns nach Gottes Himmel, doch steht es in unserer Macht, schon jetzt
und hier bei ihm im Himmel zu sein, in jedem Augenblick sein Glück zu
teilen. Doch das bedeutet: zu lieben, wie er liebt; zu helfen, wie er
hilft; zu geben, wie er gibt; zu dienen, wie er dient; zu retten, wie er
rettet - vierundzwanzig Stunden mit ihm zu sein und ihn in seiner
elendesten Verkleidung zu berühren.
(Mutter Teresa von Kalkutta)
Hochfest der Auferstehung des Herrn. Die Feier der Osternacht.
Dies ist die selige Nacht, in der Christus die Ketten des Todes zerbrach und aus der Tiefe als Sieger
emporstieg. O wahrhaft selige Nacht, die Himmel und Erde versöhnt, die Gott und den Menschen
verbindet.
(aus dem Exultet)
Christus ist der wieder zugänglich gewordene Baum des Lebens. Wenn wir uns an ihm anhalten, dann
sind wir im Leben. Deswegen werden wir in dieser Nacht der Auferstehung von ganzem Herzen
Halleluja singen, das Lied der Freude, das keine Worte braucht.
(Benedikt XVI, Osternacht in St. Peter 2010)
• Einzug, Begrüßung und Verteilung des Lichtes: Lumen Christi. GL 207
• Exultet. Hymnus des Staunens und der Freude
(1. Lesung. Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Es war sehr gut.)
• Antwortgesang. Lobe den Herrn, meine Seele.
(Hans Friedrich Micheelsen); Kehrvers: GL 253,1
(2. Lesung. Rosse und Wagen warf er ins Meer.)
• Antwortgesang. Dem Herrn will ich singen. GL 209,1
(3. Lesung. Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.)
• Antwortgesang. Meine Seele dürstet allezeit nach Gott.
(Franz Karl Praßl); Kehrvers: GL 209,3
• Gloria. Orgel und Glocken. Einspiel mit vier Händen und vier Füßen
Messe in F-Dur (Berthold Hummel)
(Epistel. Sind wir mit Christus gestorben, so glauben wir, dass wir auch mit ihm
leben werden.)
• Ruf. Halleluja. GL 530,7
Coda: Colin Mawby
(Evangelium. Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten?)
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Tauffeier. Allerheiligenlitanei
Taufwasserweihe. Ich will dem Durstigen geben (Kurt Hessenberg)
Taufversprechen. Christ ist erstanden. GL 213
Fürbitten. O höre, Herr, erhöre mich. GL 167
Offertorium. Erquicke mich mit deinem Licht (Albert Becker)
Sanctus. Messe in F-Dur (Berthold Hummel)
Geheimnis des Glaubens. Einleitung und Coda
Friedensgruß. Nun, Freunde, fangt zu singen an (Adolf Lohmann)
Hymne: Das Licht des Tages (Colin Mawby)
Auszug. Toccata und Fuge in d-Moll. (Max Reger)
OSTERSONNTAG
Das Herz geht mir über,
wenn ich daran denke:
Wie ich zum Haus Gottes zog in festlicher Schar,
mit Jubel und Dank in feiernder Menge.
(Ps.41)
So wie der Sonntag der wichtigste Tag der Woche ist, so sind Osternacht und
Ostersonntag Mitte und Höhepunkt des ganzen Kirchenjahres.
Daher soll gerade dieser Tag in unseren Herzen, aber auch nach außen hin
besonders festlich sein: Das ist der Tag, den der Herr gemacht hat; lasst uns jubeln
und seiner uns freuen!
Mozarts Spatzenmesse führt Festlichkeit und Freude zusammen; ihr Name kommt
daher, dass die Melodien der Violinen im „Sanctus“ (Heilig) an Vogelgezwitscher
erinnern.
Der Jubelruf, das Halleluja, ist zu Ostern ganz besonders wichtig. Georg Friedrich
Händel hat vor zweihundertsiebzig Jahren die wohl bekannteste Musik zu diesem
Freuden- und Lobgesang komponiert. (Uraufführung am 24. April 1742 in Dublin)
Zum Abschluss der drei Tage begleitet die Orgel die Kirchenbesucher hinaus in die
Welt und ins Leben. Vom Gotteslob und Gottesdienst zum Genießen und Feiern.
Was bleiben soll, ist Staunen und Freude, Dank und Treue.
Wir gehen im Licht des Glaubens, oder auch: in der Dunkelheit des Glaubens.
Unser Glaube stützt sich auf das Zeugnis derer, die den Auferstandenen gesehen
haben. Die Welt um uns und die Menschen nach uns leben von dem, was wir
bekennen und durch unser Leben bezeugen.
Der neue Mensch
„Der auferstandene Christus
trägt die neue Menschheit in sich,
das letzte herrliche Ja Gottes zum neuen Menschen.
Zwar lebt die Menschheit noch im alten,
aber sie ist schon über das Alte hinaus,
zwar lebt sie noch in einer Welt des Todes,
aber sie ist schon über den Tod hinaus,
zwar lebt sie noch in einer Welt der Sünde,
aber sie ist schon über die Sünde hinaus.
Die Nacht ist noch nicht vorüber,
aber es tagt schon.“
(Dietrich Bonhoeffer)
Ich bin erstanden und bin immer bei dir. Halleluja.
Du hast deine Hand auf mich gelegt. Halleluja.
Wie wunderbar ist für mich dieses Wissen. Halleluja.
• Einzug. Christus ist erstanden, GL 888
• Ordinarium:
Missa brevis in C, KV 220 für Chor und Orchester
„Die Spatzenmesse“
(Wolfgang Amadeus Mozart)
(1. Lesung. Wir haben mit ihm nach seiner Auferstehung gegessen und getrunken.)
• Antwortgesang. Das ist der Tag, GL 232,4
(2. Lesung. Schafft den alten Sauerteig weg, damit ihr neuer Teig seid.)
• Ruf. Halleluja, GL 530,1.
Coda: Georg Friedrich Händel
(Evangelium. Er sah und glaubte.)
• Offertorium. Freu, dich, erlöste Christenheit, GL 847
• nach der Kommunion:
Halleluja (aus dem „Messias“)
(Georg Friedrich Händel)
• Auszug. Grand Choeur alla Händel in D (Felix Alexandre Guillmant)
Die Osterbotschaft breitet sich mit dem freudigen Gesang des
Halleluja über die Welt aus. Singen wir es mit den Lippen, singen wir
es vor allem mit dem Herzen und mit dem Leben, mit einer
„ungesäuerten“, das heißt einfachen, demütigen Lebensweise, die
fruchtbar ist an guten Werken. „Surrexit Christus spes mea: /
precedet vos in Galileam – Christus, meine Hoffnung, ist
auferstanden und geht euch voraus nach Galiläa.“ Der
Auferstandene geht uns voraus und begleitet uns auf den Straßen der
Welt. Er ist unsere Hoffnung, er ist der wahre Friede der Welt. Amen!
(Benedikt XVI. am Ostersonntag 2009)
Mit dabei für die Kirchenmusik:
Stiftschor Innichen:
Sopran: Stefanie Burgmann, Maria Theresia Feichter, Michaela Feichter, Elisabeth Gatterer, Waltraud
Jud, Lisa Klocker, Ingrid Mair, Karoline Oberhammer, Margareth Oberhuber, Elf Rainer. Alt: Barbara
Brugger, Elisa Brugger, Barbara Burgmann, Rosmarie Burgmann, Margith Feichter, Giovanna Gotti,
Doris Heidenberger, Helene Hirber, Barbara Hofmann, Christine Hoschkara, Maria Niederwolfsgruber,
Sandra Pineider, Antonia Purdeller, Julia Rainer, Katrin Stubenruß, Lucia Wurmböck, Katharina
Zimmermann. Tenor: Wolfgang Agstner, Helmut Frontull, Stefan Rainer, Herbert Trojer, Niklas Weser.
Bass: Thomas Burgmann, Norman Fauster, Patrick Janach, Alois Jud, Josef Jud, Hans Georg
Kerschbaumer, Anton Niederwolfsgruber, Willy Niederwolfsgruber.
Orchester:
Erste Violinen: Margareth Huber, Martina Ilmer/ Leopold Lercher, Michael Hackhofer. Zweite Violinen:
Irmgard Brugger Watschinger, Evi Crepaz Rainer, Eva Hackhofer. Fagott: Elisabeth Gruber. Kontrabass:
Ulrike Lehmann Hackhofer. Erste Trompete: Matthias Kiniger. Zweite Trompete: Agnes Watschinger
Burger. Pauken: Peter Paul Hofmann. Cembalo: Josef Gasser.
Orgel: Josef Gasser; Orgel und Leitung: Martin Gasser.
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