Bodenständig steirisch – italienisch leicht

Transcription

Bodenständig steirisch – italienisch leicht
il
Ga z z ettino
ab Juni 2004:
rosa.at
www.trattoria-della
Numma ans
della
Numero uno
Die Zeitung für Freunde italienischer und steirischer Lebensart
Die „Trattoria della rosa“
in der oststeirischen
Thermenhauptstadt
Fürstenfeld hat sich bereits
in ihrem ersten Bestandsjahr
zu einem beliebten
Treffpunkt entwickelt.
Viele Einheimische treffen
einander hier regelmäßig.
Aber auch zahlreiche Gäste
der Thermenregion kehren
gerne bei „Padrone“
Wolfgang Dilsky ein. Dieser
erläutert im Interview mit
Gerald L. Guschlbauer seine
Betriebsphilosophie.
Bodenständig steirisch – italienisch leicht
Wolfgang, vor etwas mehr als
einem Jahr hast Du in Fürstenfelds Hauptstraße Dein
erstes eigenes Lokal als steirisch-italienische
Trattoria
eröffnet. Was erwartet Deine
Gäste?
Ein traditionell italienischsteirisches
Wirtshaus,
das
an die gute österreichische
Beisl-Kultur anschließt. Klein,
rustikal eingerichtet, und eine
Produktpalette, die italienisches
Lebensgefühl mit italienischen
und steirischen Produkten kombiniert.
Was kann sich der Gast
konkret unter einem italienisch-steirischen
Wirtshaus
vorstellen?
Wir selbst werden nie Italiener
werden. Wir sind und wir bleiben Steirer! Wir können nur versuchen, die Gastfreundschaft,
für die wir Steirer bekannt sind
– für die auch Italien bekannt ist
– mit dem Lebensgefühl der Italiener zu verbinden. Das ist der
Grundgedanke. Locker, leicht
und trotzdem gepflegt. Das alles
garniert mit der Speisen- und
Getränkekultur, die ich an Italien sehr schätze.
Warum eigentlich eine Trattoria inmitten des steirischen
Thermenlandes
und
kein
typisch steirisches Gasthaus,
kein Beisl oder ein Restaurant?
Da gibt es 120 Gründe, nämlich
120 Buschenschenken, die unsere steirische Kultur – in Form
der Brettljause und des Weines
– sehr gut repräsentieren. Ich
möchte ein gemütliches kleines
Genußlokal machen, in dem man
auch einmal abfeiern kann.
Welche Philosophie steht hinter der Trattoria della rosa?
Das beginnt einmal beim Namen: „Trattoria“ heißt Wirtshaus, „della rosa“ heißt „zur
Rose“. In den Weingärten finden
wir häufig Rosenstöcke am Beginn der Rebzeilen. Das zeigt ,
daß Wein und Rosen gut zueinander passen.
Was fällt Dir beim Wort „Italien“ ein?
Wein, Weib, Gesang! Nein, im
Ernst: Guter Wein, gutes Essen
und schönes Wetter. Und jeder
kann herumlaufen, wie es ihm
gefällt. Ohne sich einem Zwang
auszuliefern.
Was bedeutet „Italienisches
Lebensgefühl“ für Dich?
Sonne, Palmen - die wir natürlich mitgebracht haben - ein
fröhlicher Auftritt, an dem man
die Gäste mitleben läßt. Der
Gast soll sich daheim fühlen, als
Freund fühlen, soll die Trattoria
ein bißl als sein Wohnzimmer
empfinden und auch seine Freiheiten haben.
Dein Produktangebot beruht
ebenfalls auf den beiden Säulen Steirisch und Italienisch.
Warum
auch
italienische
Produkte? Immerhin hat ja
die Oststeiermark im kulinarischen Bereich eine Vielfalt
hochqualitativer
Produkte
anzubieten, um die uns viele
andere Regionen beneiden.
Kulinarische Schmankerln – es
gibt ja auch ein kleines Speisenangebot - aus beiden Ländern
sollen die Gaumen unserer
Gäste verwöhnen. Vom Ambiente her soll aber die steirische
Bodenständigkeit durch die
italienische Leichtigkeit ergänzt
werden.
Wer sind Deine steirischen
Lieferanten?
Vorwiegend Weinbauern aus
der Region; sei es ein Koarl Thaller, sei es ein Sammer Richie, sei
es ein Krachler oder Habersack.
Kombiniert mit ein, zwei Südsteirern.
Warum gerade diese Auswahl
an Lieferanten?
Weil ich sie persönlich kenne
und mir der persönliche Bezug
und das Wissen, wie es in diesen
Betrieben abläuft, sehr wichtig
ist. Weil der Wein Spiegelbild
des Winzers ist!
Wie kommst Du zu Deinen italienischen Produkten?
Von meiner Sommeliers-Tätigkeit kenne ich natürlich viel. Zu
Beginn bin ich mit einer Bekannten, die nach Italien gezogen ist,
zu den ersten Einkaufstouren
gefahren. Dadurch haben
wir eine Palette sehr interessanter Weine, auch
renommierter Weine,
zusammeng estellt.
Generell haben wir
trink- und leistbare Weine gesucht.
Schließlich haben
wir einen Partner
gefunden, der uns
nun mit diesen Dingen versorgt. Wobei
wir – speziell bei den Weinen
– viele Regionen Italiens bei
uns in der Trattoria vertreten
haben.
Konkrete Pläne für die nächste Zukunft?
Die gibt es, nur sind sie noch
nicht spruchreif. Aber der Gazzettino hat eben auch die Aufgabe, über zukünftige Pläne so
früh als möglich zu informieren.
Es kann sein, daß wir in absehbarer Zukunft ein bißchen mehr
machen, das wird sich noch entscheiden. Wir sind in den Startlöchern – und wir werden sehen,
was wir noch tun können.
Wolfgang, ich danke für das
Gespräch!
Lebensraum Europa
Fürstenfeld – Treviso
2 Städte des Wassers und des Weines
Die „Trattoria della rosa“ in Fürstenfeld gibt sich bewußt steirisch-italienisch. Folglich ist es selbstverständlich, daß Padrone Wolfgang Dilsky immer frischen, fruchtigen Prosecco
anzubieten hat. Der Prosecco wiederum ist im italienischen Veneto beheimatet und mit diesem Veneto verbindet die Stadt Fürstenfeld seine Beziehung zum Wasser wie zum Wein. Eine
Suche nach Gemeinsamkeiten (GLG).
Veneto und Venedig – man denkt an die berühmte Lagunenstadt mit
ihren prächtigen Palazzi. Man denkt an mediterranen Lebensstil,
gutes Essen und feine Weine. Man denkt an das Gold des Veneto, den
Prosecco. Die Hauptstadt des Veneto ist bekanntermaßen die Stadt
des San Marco, Venedig. Nördlich von Venedig liegt die Provinzhauptstadt Treviso, in deren Umfeld sich viele reiche Venezianer
ihre Landhäuser erbauen ließen. Der berühmteste Baumeister dieser
prächtigen Villen war Andrea Palladio.
Städte des dell’ Allio
Wer durch Treviso - das auch Heimat des Radicchio ist - schlendert,
wird bald einige Ähnlichkeiten mit der steirischen Bezirkshauptstadt
Fürstenfeld erkennen. Zum einen die enge Anbindung an das Wasser.
Treviso wird von den Flüssen Botteniga und Sile durchströmt. Diese
speisen die zahlreichen Kanäle, die die Stadt durchziehen genauso
wie den breiten Wassergraben rund um die 90.000 Einwohner zählende Kommune.
Die Stadtmauern und Wehrgräben von Fürstenfeld…
Die Feistritz fließt zwar an Fürstenfeld vorbei, aber der früher mit
Wasser gefüllte Wehrgraben ist
auch heute noch gut erkennbar. Die
Befestigungsmauern beider Städte
haben übrigens den gleichen italienischen Baumeister: Domenico
dell’ Allio. Von 1566 bis 1581 wurde
die alte Grenzstadt Fürstenfeld
nach seinen Plänen mit Mauern
und vorgelagerten Erdwällen ausgebaut. Auch deshalb kann Fürstenfeld neben Graz wohl als die
steirische Stadt mit dem meisten
italienischen Flair gelten.
Der Marienbrunnen am Hauptplatz von Fürstenfeld und das venezianisch geprägte Treviso.
Brunnen prägen beide Städte:
„dell´ Allio“ - Brunnen in Fürstenfeld…
Brunnenstädte
…und Treviso, gebaut vom selben italienischen
Architekten: Domenico dell’ Allio.
Benetton-Firmensitz in Treviso…
Gemeinsam ist beiden Städten
weiters, dass viele Brunnen ihr jeweiliges Stadtbild prägen. Im Fall
Treviso als Anspielung auf das
von zahllosen Kanälen durchzogene Venedig. Im Fall Fürstenfeld,
um den Anspruch, Hauptstadt des
steirischen Thermenlandes zu
sein, zu unterstreichen. Wo es viel
Wasser gibt, ist gutes Schuhwerk
wichtig. Ein ehemaliger Winzer
aus der Nähe von Treviso hat eine
luftdurchlässige, aber wasserdichte Membran für Schuhe entwickelt. In Fürstenfeld gibt es diese
„GEOX“ im Schuhhaus Totter. Für
Modebewußte ist vielleicht noch
interessant, daß Benetton in Treviso seinen Firmensitz unterhält.
Eine der zahlreichen Filialen wird
von der Familie Unger in Fürstenfelds Hauptstraße betrieben.
Die Hügellandschaft der Strada del Prosecco
zwischen Venedig und den Alpen.
…und eine ähnlich stufenförmige
Anlage in Treviso.
Weinstädte
Sowohl in Venedig als auch im
gesamten Veneto gehört es zur Alltagskultur, auf dem Weg durch die
Stadt kurz in einer der vielen Bars
einzukehren, um sich meist im
Stehen einen „Ombra“ (wörtlich:
…und Benetton-Filiale in Fürstenfeld
Schatten) zu genehmigen. Dabei
handelt es sich um einen Schluck
– etwa 1/10 l – Wein, zu dem vielleicht noch ein Pannino (belegtes
Brötchen) dazugegessen wird. Man bleibt selten länger als 5 Minuten,
tauscht die aktuellen Neuigkeiten aus und ist schon wieder unterwegs. Dieser Wein ist in den meisten Fällen Prosecco, die wichtigste
Sorte des Veneto und niemand dort käme auf die Idee, Prosecco als
Frauengetränk zu bezeichnen.
Bei uns hält man sich in der Regel länger in einem der Cafes auf, trifft
sich nicht selten zu einem ausführlichen Tratscherl, trinkt Kaffee,
ein Glas frisch-fruchtigen Welschriesling oder vielleicht eben auch
Prosecco.
Ohne Scheuklappen
Das wunderbare Friedensprojekt der europäischen Einigung bietet
uns die großartige Chance, die dummen Scheuklappen der Kleinstaaterei und Engstirnigkeit zu überwinden. So wie sich Domenico dell’
Allio da wie dort – unter anderem in Treviso wie in Fürstenfeld – als
Architekt und Baumeister betätigt hat, können auch wir da wie dort
das Miteinander der Menschen Europas mitgestalten.
Diese Dichte an hochqualitativen Lokalen
würden wir uns auch für die steirische
Thermenhauptstadt wünschen. Selbst in von
außen unansehnlichen Gasthäusern wird
haubenverdächtig aufgekocht. Hier das „Al
Castelletto“ nahe Solighetto.
eine „Lokal“-Zeitung
Der Gazzettino ist die Zeitung meiner „Trattoria della rosa“ in
der Hauptstraße von Fürstenfeld. Meine Trattoria ist klein, die
Zeitung ist klein - vom Umfang, nicht aber vom Format und vom
Anspruch her. Der Gazzettino ist regional-steirisch verwurzelt,
hat aber immer Italien im Augenwinkel.
Wenn man an Italiens Zeitungen denkt, gibt es ein tolles Vorbild für unseren Gazzettino, nämlich die Gazzetta dello Sport,
die durch ihre Aufmachung und das rosarote Papier auf der
ganzen Welt bekannt ist. Unser Gazzettino ist ein Medium, das
zeigen soll: „Hallo, da sind wir: Die Trattoria della rosa in Fürstenfeld!“ Er soll steirisch-italienisches Lebensgefühl transportieren, Produktinformationen geben und Hintergrundgeschichten liefern. Garniert durch Rezept- und Buchtips, Reiseberichte
aus Italien und der Steiermark, um zu zeigen, was es Tolles gibt
und woher unsere Produkte kommen. Weiters wird der Gazzettino Veranstaltungshinweise und –berichte enthalten. Das alles
wollen wir leicht lesbar - aber trotzdem fundiert aufbereitet
- transportieren.
Freunde guten Geschmacks
Zielpublikum sind alle Freunde der „Trattoria della rosa“
und zukünftige Gäste, die noch nicht wissen, daß es uns gibt.
Die Verbreitung wird zuerst einmal ganz persönlich über die
Trattoria erfolgen, wo der Gazzettino natürlich aufliegen wird.
Weiters über Aussendungen an unsere Stammgäste und durch
Auflage in den Beherbergungsbetrieben der oststeirischen
Thermenregion.
2 bis 3 Mal pro Jahr
Die „Locanda da Lino“ in Solighetto
liegt in der Mitte der Strada del Prosecco
und ist somit ein optimales Quartier für
Aufenthalte in dieser Region. Die ehemalige
Postkutschenstation verfügt über eine feine
Küche, einen beeindruckenden Weinkeller und
eine charmante Wirtin.
Es ist geplant – wenn es irgendwann einmal
eine Erweiterung der Trattoria gibt – daß
der Gazzettino drei Mal pro Jahr erscheint.
Sollte diese Erweiterung nicht stattfinden,
wird es ihn trotzdem zwei Mal im Jahr geben.
Eine Frühjahrs-/Sommer- und eine Herbst/Winterausgabe. Der nächste Gazzettino
erscheint also im Oktober 2004.
Nun aber einmal viel Vergnügen mit Il Gazzettino Numma ans!
Wolfgang Dilsky - Padrone und Herausgeber
Prosecco
Wein gewordene italienische Leichtigkeit
Für viele Österreicher ist Prosecco der Wein mit dem Geschmack des italienischen Sommers. Man verbindet Urlaub, Sonne und gute Laune mit ihm. Er ist mit rund 11 % Alkohol sehr
leicht und belebt so gleichermaßen Kreislauf und Stimmung. Umso verwunderlicher ist es, daß noch immer viele Leute Prosecco für eine Herstellungsart, nämlich Schaumwein, halten. In
Wirklichkeit ist Prosecco eine Weißweinsorte, so wie bei uns eben der Welschriesling oder der Weiße Burgunder (GLG).
Der typische und beste Prosecco gedeiht entlang der etwa 30 km
langen Strada del Prosecco nördlich von Treviso zwischen den
Ortschaften Conegliano und Valdobbiadene. Seine Frische und
Fruchtigkeit erhält er nicht zuletzt durch das Wechselspiel zwischen
mediterraner Wärme und alpiner Kühle. Die südlichen Ausläufer
der Alpen sind in direkter Sichtweite und die obere Adria nur etwa
eine Autostunde entfernt. Die Rebstöcke stehen dort auf oft steil
abfallenden Hügeln, die an Weingärten in der Steiermark oder an
die Wachau erinnern.
Frisch, fruchtig, italienisch – Prosecco.
Tranquillo
Mit 3.900 ha ist die Anbaufläche des Prosecco in etwa so groß wie das
gesamte Weinbaugebiet Steiermark. Cirka 3.000 Winzer pflegen die
Rebstöcke und liefern die Trauben für die nur etwa 100 Abfüllbetriebe.
Wie bei allen anderen Weinsorten auch, werden die Prosecco-Trauben nach der Ernte vergoren und daraus entsteht ein stiller Wein,
Tranquillo genannt. Der Tranquillo wird hauptsächlich von den
Einheimischen getrunken. Er entspricht nicht gerade unserem
Geschmack und macht als Verbrauchsprodukt auch mengenmäßig
nicht mehr als 4% aus. Die anderen 96% dienen als Grundwein für
den Frizzante und Spumante.
Frizzante
Der Frizzante entsteht, indem
der Tranquillo einer zweiten
Gärung unterzogen wird. Diese
erfolgt – nach der „Methode
Charmat“ oder auch „Metodo
italiano“ genannt – im Tankgärverfahren. Guter Prosecco
Frizzante ist ein fruchtiger
Wein, der sich als überraschend
vielseitiger Speisenbegleiter erwiesen hat. Fisch, Antipasti und
Pasta lassen sich genußvoll von
einem feinen Frizzante begleiten. Schinken und Wurst sind
selten ein Problem für ihn und
bei leichteren Fleischgerichten
Prosecco verleiht überschäumende Lebensfreude
kann er auch noch mithalten.
Wir haben selbst bei unseren Reisen im Veneto immer wieder gesamte Menüfolgen mit Prosecco bestritten. Wie überall eigentlich,
hat sich auch da gezeigt, daß Speisen und Getränke derselben Region
meist bedenkenlos miteinander kombiniert werden können.
Spumante
Auch der Spumante wird nach der Metodo italiano hergestellt, allerdings bewirken höherwertiges Traubengut und mehr Druck im
Tank eine intensivere Geschmacksausprägung und ein prickelnderes Trinkvergnügen. Vielfach weisen die Spumanti auch mehr
oder weniger Zuckerrest auf, sind damit runder und gehaltvoller im
Geschmack. Zu stark hervorstechende Restsüße ist aber nicht jedermanns Fall.
Toplage Cartizze
Die edelsten Prosecchi kommen aus der 106 ha großen Riede Cartizze, etwas südlich von Valdobbiadene gelegen, die durch einmalige
Bodenverhältnisse besticht und besonders hochwertige Spumanti
hervorbringt. Also nicht nur quantitativ sondern vor allem auch in
der Qualitätspyramide steht der Spumante sicher an der Spitze.
Der kulinarisch vielfältiger einsetzbare Prosecco ist aber vielleicht
doch der Frizzante. Oder: Ist der Frizzante der Wein für heiße Sommertage, so ist der Spumante der charmante Begleiter durch eine
laue Sommernacht. Aber auch da entscheidet letztlich - wie überall
- der persönliche Geschmack.
Trocken bis süß
Prosecco gibt es natürlich in unterschiedlichen Süßegraden. Brut
und extra dry entsprechen am ehesten dem auf trockene Weine
Hügellandschaft in unmittelbarer Nachbarschaft des Top-Produzenten Bisol.
geschulten
österreichischen
Gaumen. Aber auch dry oder
semi dry ausgebaute Prosecchi
können gut munden. Ein etwas
süßerer Spumante ist ein toller
Begleiter etwa zu sonnengereiften Erdbeeren, die mit Balsamico Essig verfeinert worden sind.
Nicht teuer
Wie überall beim Wein gibt es
auch bei den Preisen für Prosecco eine große Bandbreite. Wir
selbst haben schon sehr guten
Frizzante von einem bislang
unbekannten Winzer zu unerwartet günstigen Preisen ab
Hof eingekauft, aber für einen
Klasse-Cartizze von einem renommierten Produzenten auch
schon b 15,— bezahlt. Nur, guter
Prosecco muß wirklich nicht
teuer sein!
Das Anwesen der Familie Bortolin: Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Glaskultur
Vergessen Sie Sektflöten oder
gar Champagnerschalen. Die
ersteren bieten dem Wein zu
wenig Platz zur Entfaltung, die
zweiteren konzentrieren weder
die Duftaromen noch halten sie
das edle Getränk frisch. Sehr gut
geeignet für Prosecco – wie auch
für Sekt und Champagner – ist
die Form des Wine Star Glases
„Chardonnay“. Dieses Glas hat
einen recht hochgezogenen, sich
nach oben verjüngenden Kelch,
der die frischen Fruchtaromen
schön konzentriert an die Nase
heranführt. In Fürstenfeld ist es
im Glashandel Brumen in der
Hauptstraße erhältlich.
Doch lieber steirisch?
Wenn Sie als Steirer doch lieber
den Weinen ihrer Heimat die
Treue halten wollen oder Ihnen
die hier angebotenen ProseccoQualitäten zum einen zu teuer
und zum anderen zu wenig qualitätsvoll sein sollten, dann sind
Sie mit frisch-fruchtigen Vertretern der Sorten Welschriesling,
Sauvignon blanc oder Muskateller sicher gut beraten. Gerade
im Sommer erfrischen diese
mit herrlichen Fruchtaromen
bei moderaten Alkoholwerten.
Denn, wer will schon schlechten
Wein trinken?
In riesigen Gärtanks entsteht das Gold des Veneto: Der Prosecco
Empfehlenswerte Betriebe
❖
❖
❖
❖
❖
Bisol, S. Stefano
Bortolin, S. Stefano
Nino Franco,
Valdobbiadene
Franco Adami,
Colbertaldo di Vidor
Vito u. Federico Piazza,
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Federico Piazza - fast ein Spiegelbild des
italienischen Schauspielers Roberto Benigni
- bietet in Colbertaldo di Vidor sehr gute
Qualität zu enorm günstigen Preisen.
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Milano
Spring/Summer 2004
Hans Messner, Michael Leischner:
Prosecco, Soave, Grappa & Valpolicella.
Unterwegs im Veneto.
Verlag Carinthia 2002, b 18,—
Ein informativer Begleiter im
handlichen Taschenformat, der
die Heimat der wunderbaren
Weine und Grappe des Veneto
beschreibt. Er stellt aber nicht
nur die besten Weinbauern, Ristoranti und Trattorie vor und
gibt detaillierte Tipps für den
Besuch verschiedenster kulinarischer Feste, sondern erzählt
auch auf faszinierende Weise
von der mit Österreich so eng
verbundenen Geschichte des
Landes und verführt zu Besichtigungen und Spaziergängen der
malerischen Städte und Städtchen der Provinzen Treviso,
Vicenza und Verona.
Martina Buchner - Szerencsics
Impressum
Buon appetito
Vino, pasta, caffé: Wir bieten Ihnen edle Weine aus der Steiermark und
Italien, weiters Lavazza Kaffee sowie eine große Anzahl alkoholfreier
Getränke. Für den kleinen oder auch großen Hunger haben wir eine
gut sortierte Auswahl an Antipasti (italienische Vorspeisen) und
verschiedenen Nudelgerichten für Sie parat. Lassen Sie uns Ihren
Gaumen verwöhnen!
Auch steirische Topwinzer wie der Koarl Thaller lassen sich gerne
kulinarisch von Padrone Wolfgang Dilsky verwöhnen.
8280 Fürstenfeld
Hauptstr. 10
Tel. 03382-54848
Autohaus Schnalzer
Fehringerstr. 13, 8280 Fürstenfeld, Tel.: 03382-52527-0
Il Gazzettino - 1. Jahrgang - Nr. 1/2004
Die Zeitung der “Trattoria della rosa”
Hauptstraße 6 - 8280 Fürstenfeld
www.trattoria-dellarosa.at
Inhaber und Herausgeber:
Wolfgang Dilsky
Redaktion: Gerald L. Guschlbauer
Photos: Gerald L. Guschlbauer
Layout und Gestaltung: Kurt Unger
Öffnungszeiten
Montag bis Samstag: 10 – 23 Uhr
Sonntag: 17 – 22 Uhr
Viele von uns werden sich
wahrscheinlich noch daran
erinnern können, daß in den
späten 70er, frühen 80er Jahren
des vergangenen Jahrhunderts
Weine wie Valpolicella, Soave
oder Lambrusco als Ausdruck
italienischen
Lebensgefühls
und aus dem Urlaub mitgebrachte trinkbare Erinnerung
gegolten haben. Fast in jedem
österreichischen Beisl hat man
folglich auch ein alkoholhältiges Getränk erhalten, das auf
einen dieser Namen gehört hat.
Die gebotenen Qualitäten konnten leider nur selten mit den
geforderten Preisen mithalten.
Die geneppte und enttäuschte
Gästeschar hat sich schließlich
anderen, besseren Getränken
zugewandt. Wobei es durchaus
auch respektable Weine der
genannten Sorten gegeben hat
und nach wie vor gibt.
Ein ähnliches Schicksal könnte
dem Prosecco drohen, wenn
die heimische Gastronomie
nicht bald umdenkt. Was da
an – auf gut steirisch gesagt
– „G’schloder“ um teures Geld
verkauft wird, ist oft schon sehr
schlimm. Wenn für ein Glas
minderwertigen, fruchtarmen
und ausdruckslosen „PseudoProsecco“ b 3,— oder noch
mehr verlangt werden, dann ist
das einfach inakzeptabel. Noch
dazu, wenn man als einigermaßen interessierter Gast weiß,
daß dem oft Wirt die ganze Flasche keine b 3,—gekostet hat.
Prosecco kann etwas Herrliches
sein, durch feine Fruchtaromen
- von Apfel, Birne bis Marzipan gefallen und von frischer, lebendiger wie auch harmonischer
Säurestruktur getragen sein.
Wer seinen Gästen Prosecco
anbietet, soll auch Qualität
anbieten. Denn es ist nicht notwendig, Billig-Ramsch aus dem
Ausland zu importieren, nur
weil eine aktuelle Mode dafür
spricht. Immerhin hat die Steiermark selbst sehr gute Weine
auch noch zu fairen Preisen
anzubieten. Und wir als Gäste
sollten uns das auch nicht länger gefallen lassen!