Auf in ein neues Leben - Mobile Tierrettung eV im Einsatz zur

Transcription

Auf in ein neues Leben - Mobile Tierrettung eV im Einsatz zur
TierRundschau
Auflage: 55.000
Die aktuelle Zeitung für Tierfreunde
Tier
Schutzliga
in Deutschland e.V.
Nr. 74
Auf in ein neues Leben
Valentina kämpfte hart,
damit sie mit nach
Deutschland fahren durfte.
Die italienischen
Hunde suchen nun das
erste richtige Zuhause.
Rick, der Kater
Laufen lernen mit Physiotherapie
Langzeittransporte von Tieren
Tausende Kilometer durch die EU
Katzenstation Berlin
Serie: Unsere Tierheime
Editorial/Inhalt
Inhalt
Briefe
Briefe von Tierbesitzern ����������������������������������� 3
Eine Reise nach Italien
Suche nach dem ersten richtigen
Zuhause����������������������������������������������������������������� 4
Tier-Ticker
News über Tiere�������������������������������������������������� 6
Rick, der Kater
Physiotherapie hilft auch Tieren�������������������� 8
Uschi Lohse,
Chefredakteurin
der TierRundschau
Katzenstation Berlin
Serie: Unsere Tierheime �������������������������������� 10
Vermittlungstiere
Tiere suchen ein Zuhause����������������������������� 12
Das Kampfhunde-Syndrom
Kommentar Uschi Lohse ������������������������������ 18
Schutzverträge
Kein Pony ohne Vertrag �������������������������������� 19
Homöopathie im Tierschutz
Ausgesetzte Tiere: Ängste lindern�������������� 20
Langzeittransporte von Tieren
Tausende Kilometer durch die EU ������������ 22
Tierschutzliga intern
Ehrenamtliche Mitarbeiter gesucht
Neue Vorsitzende gewählt
Einladung: Tag der offenen Tür ������������������ 23
Kolumne
Hummel und ich����������������������������������������������� 24
Rubriken
Editorial ���������������������������������������������������������������� 2
Bildnachweis/Impressum ����������������������������� 23
Kontakt ��������������������������������������������������������������� 21
Das Kampfhunde-Syndrom
Die Gefahrenhundeverordnungen stempeln
Hunde bestimmter Rassen als gefährlich ab.
Ein Kommentar von Uschi Lohse��������� Seite 18
Schutzverträge
Der Gnadenhof Haag ist kein Ort, an dem man
ein billiges Pony ergattern kann. Ohne Schutzvertrag gibt es kein Tier�������������������������� Seite 19
Seite 2
B
estimmt haben Sie schon
von den berüchtigten
italienschen Tierheimen
gehört, den Caniles. Dort leiden die Hunde an Hunger, Kälte, Krankheiten und sterben in
Gefangenschaft, ohne je wieder über eine Wiese zu laufen
oder Gassi zu gehen. Die Tiere
vegetieren in der Enge eines
Zwingers oder an einer kurzen
Kette vor sich hin. Leider haben die Betreiber kein Interesse daran, die Hunde in ein neues Zuhause zu vermittelt, denn
sie erhalten von der Kommune
für jeden Hund einen Geldbetrag. Umso mehr Hunde, desto
mehr Geld.
Ganz anders in dem privaten
Tierheim der mutigen Italienerin Aurora Pritzi in Tuoro. Es ist
zwar nicht mit einem deutschen
Tierheim zu vergleichen, aber
die Tiere werden medizinisch
gut versorgt und bekommen regelmäßig Futter. Das macht die
Betreiber der Caniles skeptisch,
sie bekämpfen die vermeintliche Konkurrenz. Fast hätten sie
gewonnen, denn das italienische
Veterinäramt ordnete an, den
Bestand der 100 Hunde auf 30
zu reduzieren. Ansonsten würden sie das Tierheim schließen
und die Hunde in die Caniles
bringen.
Iris Volk von unserem Tierheim Ahlum und ihre Kollegen
waren in Tuoro, um Hunde mitzunehmen und somit das private Tierheim zu retten. Seltsamerweise scheinen die Hunde
zu wissen, dass sie mit uns in
eine bessere Zukunft fahren.
Wie Valentina, die wir nicht
mitnehmen wollten, weil große
Jagdhunde auch bei uns schwer
zu vermitteln sind. Zweimal
nahm sie Reißaus, um ins Auto
zu den anderen, bereits verladenen Hunden zu springen. Sie
wollte unbedingt mit. Die Einzelheiten lesen Sie auf Seite 4.
Eine ähnlich rührige Geschichte lesen Sie mit „Rick,
der Kater“ auf Seite 8. Rick zog
sich eine Fraktur im Bereich
von Brust- und Lendenwirbelsäule zu. Aber seine Besitzer
gingen mit ihm nicht zum Tierarzt. Stattdessen ließen sie Wochen verstreichen und schoben
ihn dann gehbehindert und voller Schmerzen ins Tierheim ab.
Unsere 2. Vorsitzende der Tierschutzliga und angehende Tierphysiotherapeutin, Annekathrin Hoffmann, versucht nun,
dem Kater wieder das Laufen
beizubringen.
Immer wieder wundern wir
uns über das Verhalten mancher
Menschen. So geht es auch der
Leiterin von unserem Gnadenhof für Huftiere, Anja Fleckenstein. Sie berichtet auf Seite 19
von Interessenten, die ein billiges Pony für ihre Kinder ergattern wollen. Aber die Leiterin
will keine Tiere loswerden, sondern ein dauerhaftes Zuhause
finden. Die meisten kleinen Ponys wechseln nämlich alle zwei
Jahre ihr Zuhause, weil sie für
die Kinder zu klein geworden
sind. Oft befinden sich die Tiere
physisch und psychisch in einem
fürchterlichen Zustand. Wenn
sie dann aufgepäppelt sind, soll
die Tortur nicht von vorne beginnen. Daher verlangt der Gnadenhof einen Schutzvertrag von
den Interessenten. Viele Anrufer
haben dann kein Interesse mehr.
Nun wünsche ich Ihnen viel
Spaß beim Lesen der TierRundschau und freue mich über
Ihr Feedback an [email protected].
Briefe
Briefe von Tierbesitzern
Robbys Freund
„Zum ersten Mal sah ich Chicco im Pferdestall. Jeden Tag sind wir dann gelaufen,
du und ich und unsere zwei Frauchen. So
verging Jahr um Jahr. Auf einmal habe ich
dich lange nicht mehr gesehen und wir sind
zu dir gegangen. Ich wusste nicht, was das
war, der Geruch an dir so sonderbar und
dann sah ich, oh Schreck, ein Bein von dir
war weg. Knochenkrebs. Später ging es dir
wieder gut. Dann Wasser in der Lunge. Als
wir dich besuchten, sah ich
dich im Garten liegen, ich bin
hin zu dir, komm lauf‘ mit mir,
doch du hast zu mir gesagt:
‚Diesmal schaffe ich es nicht.
Dass ich einen Freund hatte
wie dich, das war das Größte für mich.‘ Ich
habe dich nicht mehr gesehen. Es tut so weh,
wo du jetzt bist, kann ich dich nicht sehen,
ich kann dich nicht riechen. Und so lauf‘ ich
jetzt jeden Tag ohne dich, und du fehlst mir
so fürchterlich.“
Robby
Cooper, der
kleine Schatten
„Ich war lange ein Pechvogel. Als ich noch klein war,
wurde ich mit meinen beiden
Schwestern draußen, wo es kalt
war, ausgesetzt. Halb verhungert kam ich ins Tierschutzliga-Dorf. Dann habe ich lange
kein Zuhause gefunden,
bis mich mein jetziges Frauchen mitgenommen hat.
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kam. Zuhause eroberte sie wie ein
kleiner Indianer, immer vorsichtig
über den Boden schleichend, nach
und nach das ganze Haus. Inzwischen genießt
Unsere Tierheim-Tiere
Püppi ihre ausgiebigen Spaziergänge und liegt abends
Hier veröffentlichen wir Briefe
zwischen uns auf der Couch, um sich leise schnurrend
über unsere ehemaligen Tierheimden Bauch kraulen zu lassen. Sylvia Manz
tiere. Schreiben auch Sie uns!
[email protected]
Anm. d. Red.: 3,5 Jahre lebte die schüchterne Püppi im Tierheim. Im Mai 2010
Fellnase
Berta
Rüde Lord
pitschnas
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Angsthase Püppi
fand sie endlich ihre Familie.
Seite 3
Titelgeschichte
Eine Reise nach Italien
Damit das Tierheim Tuoro nicht schließen muss, brachten wir Hunde
nach Deutschland. Jetzt suchen sie ihr erstes richtiges Zuhause.
S
chon seit mehreren Jahren
unterstützen wir die liebe, alte Italienerin Aurora
Pritzi, die in Tuoro ein privates
Tierasyl betreibt. Aber bei dieser Fahrt nach Tuoro ging es
um alles oder nichts, denn die
Auflage des italienischen Veterinäramts war deutlich: Die
Anzahl der Tiere mussten von
100 auf nur noch 30 Tiere reduziert werden. Ansonsten würde
das Tierheim geschlossen werden. Aber wohin mit den meist
kranken oder alten Tieren? Die
kommunalen Tierheime in Italien sind fürchterlich und wer
dort landet, hat kein schönes
Leben vor sich. So entschieden
wir uns, wie mehrere andere Tierschutzorganisationen
auch, zu helfen.
Diesmal mit dabei
Wir nahmen bewusst
einige ältere Hunde mit.
Welche, an denen wir aufgrund
ihrer Rasse oder ihres Alters
vielleicht schon ein oder zwei
Jahre zuvor vorbeigegangen
waren, ohne sie mit nach
Deutschland zu nehmen.
Denn auch in Deutschland
sind alte, große oder kranke
Hunde nicht gut vermittelbar, das gilt erst recht für
Jagdhunde, die in Italien die
Tierheime bevölkern. Aber
wir hatten keine Wahl und
nahmen sie diesmal mit. Einige haben hier in Deutschland ein neues Zuhause gefunden, andere leben noch
im Tierheim und warten auf
eine eigene Familie.
Zwei davon sind die
beiden zehn Jahre alten
Jagdhundmischlinge
Dario und Duna. Die
beiden Geschwister
waren seit einigen
Seite 4
Jahren in einem zugigen, nassen Zwinger untergebracht.
Sie entsprechen nicht gerade
dem typischen kleinen Knuddelhund und die Chance auf
Vermittlung steht schlecht.
Sobald man an ihren Zwinger kam, freuten sie sich und
kuschelten sich an. Sobald
man ging, fielen sie regelrecht
in sich zusammen. Als ob sie
dachten: „Schon wieder nicht!
Wieder ein junger Hund, der
eine Chance bekommt.“
Aber nicht dieses Mal. Sie
waren so aufgeregt, als sie ins
Auto einsteigen durften! Sie
legten sich in die warme und
mit dicken Decken ausstaffier-
te Transportbox und entspannten sich.
Die beiden leben noch immer bei uns im Tierheim Ahlum, aber sie wohnen im Haus,
haben eine dicke, gemütliche
Matratze und ein Kuschelkörbchen und wollen bei schlechtem
Wetter nicht mehr vor die Tür.
Die beiden sind einfach großartig und wir würden uns sehr
freuen, wenn sie doch noch die
Chance auf ein neues, liebevolles Zuhause finden würden.
Die 13 Jahre alte EnglishSetter-Dame Kira hatte ein
krankes Auge, ihre Ohren waren entsetzlich entzündet und
schmerzten sehr. Kira war
komplett abgemagert, sodass
die Haut in Lappen an ihr herunterhing. Eigentlich dachten
wir, sie leidet an fortgeschrittener Leishmaniose, aber jeder
Bluttest war negativ. Wir fütterten sie fleißig mit einer Frischfleischmischung und siehe da,
sie wurde wieder ein richtiger
Hund. Kira ist inzwischen zu
unserer ehrenamtlichen Helferin Anja Beyer und ihren beiden Hunden gezogen.
Mordsspaß auf drei Beinen
Dann durfte noch der kleine junge Volpino mit. Unser
Prinzchen hatte in Italien einen schlimmen Unfall, wodurch wir gezwungen waren,
ihm das rechte Vorderbeinchen
amputieren zu lassen. Aber er
ist ein so auffallend niedlicher
und zauberhafter Hund, dass
es niemanden stört. Und ihn
selbst schon gar nicht. Er rennt
auf seinen drei Beinchen noch
immer schneller als die meisten
anderen Hunde und hat einen
Mordsspaß am Leben.
Volpino lebt bei einer lieben Familie,
die schon unserem
Bacco vor einigen
Jahren ein Zuhause gegeben hat.
Die beiden verstehen sich prächtig
und wir sind sehr glücklich, dass er so ein tolles
Leben vor sich hat.
Die großen, alten
Jagdhunde Dario
und Duna durften bisher nie mit
nach Deutschland fahren. Sie
waren super aufgeregt, als sie
ins Auto einsteigen durften.
Titelgeschichte
Der wuschelige und quirlige
Gino zog schon nach wenigen
Tagen wieder aus dem Tierheim
aus. Kein Wunder, denn er entspricht den Anforderungen vieler junger Familien. Er ist nur
mittelgroß, hat wuscheliges,
weißes Fell und große Knopfaugen. Wenn er sich dann vor
einen hinsetzt und auch noch
ein Pfötchen hebt, ist es um
jeden geschehen. Für ihn war
die Reise nach Deutschland ein
großes Glück.
Bezaubernde Filomena
Mit dabei im Bus nach
Deutschland war auch unsere kleine, unsichere Filomena,
eine vier Jahre alte Segugio
Hündin, der die Hälfte ihres
linken Ohrs fehlt. Sie ist so
bezaubernd! Aber sie braucht
ein bisschen Zeit, bis sie Vertrauen entwickelt. Das machte es schwierig, in Italien jemanden für sie zu finden. Wir
nahmen sie mit und siehe da,
lange musste sie nicht auf ihr
großes Glück warten. Sie ist
jetzt Kosmopolit und lebt seit
Anfang Februar zusammen
mit Valentina bei einer netten
Dame in Strasbourg. Diese
hatte schon eine Hündin, die
zuerst gar nicht mit dem Familienzuwachs einverstanden
war. Aber inzwischen haben
sich alle eingelebt und sie dürfen beide dort bleiben.
Valentina will mit!
Valentina sollte eigentlich
nicht mit nach Deutschland
fahren. Welche Hunde mitkommen sollten, war schon vor
Beginn der Reise geplant und
entsprechend viele Transportboxen hatten wir mitgebracht.
Valentina fiel uns wieder auf,
denn die Pointerdame weiß
genau, wie sie jemanden um
die Pfote wickeln kann. Aber
wir hatten keinen Platz – also
kam sie auf unsere Liste für
den nächsten Besuch in Italien.
Aber mulmig war uns schon,
diesen kurzhaarigen Hund
noch einige Monate dem Winter aussetzen zu müssen. Aber
wir konnten es nicht ändern.
Dachten wir. Valentina hatte
andere Pläne.
Am Tag der Abreise – die anderen Hunde waren schon fast
alle verladen und trocken und
warm in unserem Bus untergebracht – rannte auf einmal Valentina um die Ecke und machte einen Satz ins Auto. Da saß
sie nun, zwischen den Boxen
Die weiß-schwarze Valentina
sollte eigentlich
nicht mit nach
Deutschland
fahren.
Zweimal büchste sie aus und
sprang zu den
anderen Hunden
ins Auto.
Im neuen
Zuhause wird
die Jagdhündin
Kira nach
Strich und Faden
verwöhnt.
Immer mit
dabei: ihre neuen
Freunde.
Links: Bretone Mattheo wartet noch im Tierheim. Rechts: Der
kleine, dreibeinige Volpino lebt jetzt bei einer Familie, die vor
Jahren schon unseren Bacco aufgenommen hat.
und den anderen Hunden und
schaute uns an. Sie war der
Pflegerin entwischt, die aber
direkt hinterher kam und das
Pointer-Mädchen am Halsband
schnappte. Valentina klammerte sich fest und ließ sich nur
unwillig abführen. Es wurde
immer schwerer für uns, sie
nicht mitzunehmen. Nachdem
sie sich der Kraft der Pflegerin
beugen musste, verschwand sie
wieder in der Zwingeranlage.
Aber nicht für lange. Schnurstracks kam sie um die Ecke geschossen – ohne Halsband. Und
prompt saß sie wieder im Auto.
Wer so kämpft, musste mit!
Aber wohin mit ihr? Der kleine Volpino musste seine Transportbox mit ihr teilen. Die beiden waren sich sofort einig und
schlossen eine Art „Auf-in-einneues-Leben-Pakt“. So durfte
sie also doch mit. Inzwischen
lebt auch sie in Strasbourg. Sie
ist jetzt ein Altstadthund und
trifft in dieser hundefreundlichen Stadt täglich viele andere
Vierbeiner.
Wir sind sehr glücklich, dass
es mit unseren Italienern dieses
Mal so gut geklappt hat und wir
müssen sagen, dass wir noch
nie einen so ruhigen Transport
hatten. Keiner der Hunde hat
auch nur einen Piep gesagt. Es
machte den Eindruck, als ob sie
die Ruhe und die Wärme so genossen hätten, dass sie einfach
nur tief und fest eingeschlafen
sind. Auch bei Stopps wollten
sie sich nicht rühren. Und von
Angst keine Spur. Die Rasselbande zog nach einer entspannten Fahrt ins Tierheim Ahlum
ein und waren einfach da – als
wenn sie nie woanders gewesen
wäre.
Fabelhaft: Beheizte Zimmer
Alle liefen gerne raus ins
Freie, aber noch lieber wieder
hinein in unsere neuen Hundezimmer mit beheizten Podesten. Übrigens war keiner dieser
Hunde jemals im Haus, bis sie
bei uns ankamen. Und sie wollten schon nach einem Tag nicht
mehr ihren kalten Zwinger gegen unsere Zimmer tauschen.
Das ist für uns wieder ein Zeichen dafür, dass sich wirklich
kein Hund freiwillig im Winter
draußen auf Dauer aufhalten
will. Auch wenn wir immer wieder auf Leute treffen, die das
Gegenteil behaupten. „Mein
Hund ist anders – der liebt es
draußen! Der will gar nicht hinein!“ Aber wenn Struppie die
Wahl hätte, im Warmen bei seiner Familie zu sein oder alleine
im Kalten ... welche Wahl würde er wohl treffen?
Iris Volk
Seite 5
Tier-Ticker
Im Doppelpack
I
mmer mehr Tierfreunde befolgen den Rat von Tierschützern und schaffen sich gleich
zwei Katzen an. Entgegen der
landläufigen Meinung leben
Katzen nämlich sehr gerne mit
einem Artgenossen zusammen.
Besonders wichtig ist eine zweite Samtpfote, wenn der Stubentiger nicht ins Freie hinaus darf.
Mit etwas Geduld ist auch eine
Zusammenführung von erwachsenen Katzen möglich, einfacher
funktioniert es mit zwei Geschwistern aus einem Wurf.
Zu zweit ist es am
schönsten. Auch
Katzen wünschen sich
einen Artgenossen.
Arme Hühner
Schlechte Zustände in Zoos
Brasilien ist mit einem Anteil von 43% am Weltmarkt zum
größten Hühnerfleischexporteur
aufgestiegen. Jedes Jahr produzieren brasilianische Geflügelzüchter 9 Mio Tonnen, 20%
davon gehen ins Ausland. Die
Filets verkaufen sie nach Europa, den knochigen Rest nach
Westafrika. Brasilien produziert
Hühnerfleisch deshalb so konkurrenzlos günstig, weil es nicht
einmal die unzureichenden europäischen Tierschutz- und Umweltbestimmungen einzuhalten
braucht.
Zahlreiche Zoos verstoßen gegen die
EU-Zoo-Richtlinien. Zu diesem Ergebnis
kommt eine Studie der Tierschutzorganisation Born Free. Die 2002 beschlossene
Richtlinie gibt Mindeststandards zur Unterbringung von Wildtieren vor. Mehr als
Küken wie dieses werden in
Brasilien ohne jegliches
Tierschutzgesetz gemästet.
Seite 6
200 Zoos und Tierparks in 20 EU-Ländern
wurden überprüft, in Deutschland waren es
25. Die Probleme treten besonders in kleineren Zoos auf: Zu kleine und verdreckte
Käfige, mangelnde Sicherheitsvorkehrungen und schlecht ausgebildetes Personal.
Hunde verstehen
Zur Seite schauen, gähnen, am Boden
schnüffeln, über die Nase schlecken, Ohren
anlegen oder mit den Augen blinzeln – all
dies sind Beschwichtigungsgesten. Sie dienen der Kommunikation, vermeiden Konflikte und bauen Spannungen ab. Hunde
teilen einander damit mit, wenn sie etwas
beunruhigt. Sie beschwichtigen damit ihr
Gegenüber und sich selbst. Wer seinen Hund
aufmerksam beobachtet, kann die Signale ebenso deuten. So lernen Besitzer beispielsweise, ihren Hund nicht ganz so fest
zu knuddeln, ihm nicht direkt in die Augen
zu sehen oder es mit dem Training auf dem
Hundeplatz langsam gut sein zu lassen.
Lecken über die Nase ist eine
typische Beschwichtigungsgeste: Der Hund ist beunruhigt.
Tier-Ticker
Ziervögel-Flirt
Auch Ziervögel verlieben
sich gerne und oft auch intensiv. Dann bemühen sich vor allem die Hähne sehr darum, die
Henne für sich zu gewinnen.
Voraussetzung für den Flirt ist
ein gemütliches Heim. Pärchen
brauchen ausreichend Platz
und genügend Möglichkeiten
zum Freiflug. Sind diese Bedingungen geschaffen, macht
der Hahn den ersten Schritt.
Ein verliebtes Vogelpärchen ist
Ferkelkastrationen
spannend zu beobachten. Haben die Vögel erst einmal zueinander gefunden, zeigen sie ein
großes Repertoire an Flirtvarianten: Je nach Art singt oder
gluckst der Hahn, trippelt hin
und her, macht nickende Kopfbewegungen, plustert das Gefieder auf. Informationen zur
Haltung von Ziervögeln finden Vogelfreunde unter www.
tierschutzbund.de/ziervoegel.
html.
Nashorn-Wilderer
Immer mehr Nashörner werden
im südlichen Afrika von Wilderern
getötet. Erlegten sie etwa in
Südafrika im Jahr 2007 nur
13 Tiere, sind es 2010 schon
227. Das Horn des Nashorns
gilt in Asien als potenzsteigernd. Dafür kassieren Händler riesige Summen.
Kleine Ferkel werden üblicherweise ohne Betäubung
und bei vollem Bewusstsein kastriert.
Die Ferkelkastration soll bis zum Jahr 2018 EU-weit
abgeschafft werden. Darauf haben sich in der Brüsseler Deklaration alle großen Akteure das Handels und
der Fleischindustrie verständigt. Tierschützer hoffen,
dass die Ankündigung auch tatsächlich eintritt und
die Abschaffung in Deutschland früher erfolgt.
Urlaub mit Hund
Kastrationspflicht in Verden
Katzen beschlossen
und bereits eingeführt. Nach Recherchen von Radio
Bremen wollen sich
nun auch Rotenburg,
Achim (KreisVerden)
und Nienburg anschließen. Die Kastrationspflicht sieht
vor, dass alle freilaufenden Katzen kastriert werden müssen.
Hintergrund sind 2
Nur eine allgemeine Kastrationspflicht verhindert
Mio ausgesetzte Katdas Elend der Straßenkatzen.
zen, die herrenlos
durch Deutschland
Nach der Kastrationspflicht in Pa- streunen und sich unkontrolliert verderborn (siehe TierRundschau 73) hat mehren. Auf sich allein gestellt leiden
nun auch die Stadt Verden eine ent- die Tiere an Hunger, Kälte und Kranksprechende Regelung für freilaufende heiten. Viele sterben jämmerlich.
Während der Urlaubszeit wollen Hunde
am liebsten bei ihren Menschen bleiben.
Hunden ist es egal, ob sie während der
Urlaubszeit mit ihren Menschen verreisen
oder mit ihnen den Urlaub zu Hause verbringen. Hauptsache, sie müssen von Herrchen und Frauchen nicht getrennt sein. Am
größten ist der Ferienspaß dort, wo man sich
viel in der freien Natur aufhalten kann, wie
beispielsweise auf dem Campingplatz oder
in einer Ferienwohnung mit Garten oder am
Strand. Wer den Vierbeiner in ein Hotel oder
eine Pension mitnehmen möchte, muss sich
vorher informieren, ob Hunde erlaubt sind.
Diese Info ist auch in den meisten Campingund Hotelführern zu finden.
Seite 7
Tiermedizin
Rick, der Kater
Nach einer Fraktur wird der Kater nicht zum Tierarzt gebracht, aber Wochen später ins
Tierheim. Nun lernt das gehbehinderte Tier laufen. Seine Physiotherapeutin berichtet.
A
m helllichten Tag standen vier Katzenboxen in
der Auffahrt des Tierheimes. Vom Besitzer oder Transportfahrzeug war nichts mehr
zu sehen. So kam Kater Rick,
wie die Pflegerinnen ihn später tauften, ohne Angabe von
Gründen, ohne Hinweise zu
seinem bisherigen Leben, mit
drei weiteren Katzen – vermutlich seine Geschwister – in das
Tierschutzliga-Dorf.
Vier Kater, alle rot oder rotweiß, hübsch, gepflegt, zwar
leicht verfloht aber doch in einem guten Ernährungszustand,
lieb und zutraulich und auf
Grund der Situation ein bisschen durch den Wind. Die ersten Wochen mussten sie in einer
zwar geräumigen, aber doch
ungewohnten und einsamen
Boxenanlage der Quarantänestation verbringen.
Ricks Beinchen streckt
sich unwillkürlich und
verharrt in dieser Position.
Der Kater kann es nicht
selbständig anziehen.
Die unbehandelte Fraktur
und Läsion der Nerven
löste eine Gehbehinderung
aus. Statt mit den Zehen
tritt Rick mit dem
ganzen Fuß bis zum
Sprunggelenk auf.
Zurück ins Tierheim
Nach gründlicher tierärztlicher Untersuchung zogen sie
später in die Katzenzimmer und
einer Vermittlung stand nichts
mehr im Wege. Endlich, der Tag
war gekommen, eine Familie
interessierte sich für unseren
lieben Rick. Nach dem Ausfüllen des Auskunftsformulars
und aufklärenden Gesprächen
durfte er in sein neues Heim
ziehen. Wir hatten ein wirklich
gutes Gefühl. Doch nach fünf
Monaten, standen seine neuen Besitzer wieder bei uns und
wollten ihren Kater abgeben.
Was war passiert?
Die Besitzer sagten, mit dem
Kater sei etwas nicht in Ordnung, er laufe komisch und
würde die Beine hinterher ziehen. Sie waren nicht einmal
gewillt, ihn tierärztlich untersuchen zu lassen: „Sicher ist
Seite 8
es etwas Schwerwiegendes und
das geht schnell ins Geld. Außerdem hatte er es sicher schon
bei der Vermittlung.“
Traurig über den Vermittlungsrückschlag und das beschämende Gespräch mit sei-
nen Besitzern, wurde Rick bei
uns gründlich untersucht. Beim
Röntgen fand die Tierärztin
eine Verletzung im Bereich von
Brust- und Lendenwirbelsäule:
Rick litt an einer inzwischen
wieder zusammengewachsenen
Fraktur, wie sie durch einen
Schlag, einen Tritt, einen Autounfall oder ein Hängenbleiben
im Kippfenster entsteht.
Diese Gehbehinderung hatte Rick vor fünf Monaten noch
nicht. Als wir ihn damals an
seine neuen Besitzer übergaben, lief er völlig unauffällig
und auf allen vier Beinchen.
Im Tierheim standen wir nun
vor einem Problem: Wohin mit
Rick, nachdem er aufgrund seiner Bewegungs-Einschränkung
und mit deutlichen Schmerzen
nicht in ein Katzenzimmer mit
sechs bis 20 Katzenkumpels
ziehen kann? Zunächst kam er
wieder in die Krankenstation.
Er wurde mit Schmerzmitteln
behandelt, auch sein plötzlicher
Schnupfen, der wohl von dem
vielen Stress hervorgerufen
wurde. Die Tierärztin empfahl
eine Bewegungstherapie, die
aber in der engen und zweckmäßig eingerichteten Katzenkrankenstation nicht durchgeführt werden konnte.
Nachdem ich nicht nur Mitarbeiterin im Tierheim bin,
sondern auch angehende Tierphysiotherapeutin, und schon
zwei Tiere physiotherapeutisch
bei mir zu Hause begleitet hatte
und sich dort die besseren Möglichkeiten der Behandlung bo-
Tiermedizin
ten, habe ich nicht lange überlegt. Ich dachte, sicher werden
meine drei Miezen nicht erfreut
über den Fremdling sein, doch
sie haben sich gastfreundlich
gezeigt und sich mit dem Familienzuwachs arrangiert.
Zunächst bekam Rick sein
eigenes großes Zimmer. Schließlich saß er schon eine Weile in
der Box der Krankenstation, die
nicht viel Platz zum Laufen und
Klettern bot. Relativ schnell gewöhnte er sich an die neue Umgebung und freundete sich auch
mit meinen Hunden an.
Schimmer Erstbefund
Gleich zu Beginn stellte
ich meinen Erstbefund: Rick
schleifte die Hinterbeine in
ataktischen, abgehackten Bewegungen nach und hatte eine
plantigrade und manchmal
überkötete Pfotenstellung d.h.,
er trat nicht nur mit den Zehenspitzen, sondern mit dem
ganzen Fuß bis zum Sprunggelenk auf. Teilweise stand er auf
dem Pfotenrücken. Außerdem
hatte er kaum auslösbare bis
stark verzögerte Reflexe und
war stark atrophiert, litt also
an verminderter Muskulatur
an seinen hinteren Beinchen.
Im Gegenzug war er vorne im
Schulterbereich recht fest und
verspannt, weil er hier seine
ganze Kraft zur Fortbewegung
hernahm. Doch nicht zu übersehen waren auch die niedlichen
runden Kulleräuglein, die mir
sagten: Ich will wieder laufen,
will Bäume hochklettern.
So begann unsere tägliche
Therapie, die Rick bis heute
ohne zu murren mitmacht. Und
obwohl ich weiß, dass es ein langer Weg sein wird, dass Nerven,
die wahrscheinlich aufgrund
des Bruchs in der Wirbelsäule
stark beschädigt sind, sich nur
ganz langsam regenerieren und
sich Muskeln nur ganz langsam wieder aufbauen, macht es
Freude zu sehen, wie Rick täglich mehr Sicherheit beim Laufen bekommt.
Rick bekommt morgens und
abends eine 20-minütige Spezi-
albehandlung, wobei die anderen Miezen schon eifersüchtig
zu uns rüberschauen.
Ich muss erwähnen, dass Physiotherapie bei Katzen immer
etwas schwieriger als bei Hunden ist. Katzen haben ihren eigenen Kopf und wissen, dass ihre
Krallen schmerzen. Ins Wasser
zum Muskelaufbau und Trainieren der Bewegungsabläufe wollen die wenigsten Katzen, auch
Rick ist davon nicht zu überzeugen. Also trainiert er auf dem
Boden liegend, im Sessel oder
auf dem Schoß, beim Laufen
auf unebenen oder wackeligen
Untergründen, eben überall, wo
er gerade ist. Dabei mobilisiere
ich seine Gelenke und Muskeln
durch anbahnende, also möglichst natürliche Gehbewegungen und Bewegungsabläufe und
führe anregende Massagen und
Reflexauslösungen in der Hinterhand durch. Dies geschieht
mit Igelball, mit Bürste oder mit
bestimmten Griffen im Pfotenbereich und Streichungen gegen
die Fellrichtung. Somit wird erreicht, dass die Durchblutung
der bisher recht kalten und
blassrosa Pfötchen und der gesamten Hinterhand verbessert
wird und sich nach und nach die
Muskulatur wieder aufbaut.
Durch eine besonders wohltuende sanfte Massage im
Schulterbereich können sich
verspannte und überanstrengte
Bereiche lockern, der Kater zeigt
dabei ein wohliges Schnurren,
pfötelt mit mir und streckt sich
ausgiebig.
Pfoten in unnatürlicher Stellung
Natürlich helfen auch die
vierbeinigen Mitbewohner und
motivieren zu schnellerem Laufen. Schließlich will auch Rick
als erster am Futternapf sein
und versucht ebenso schnell
in die Küche zu flitzen, wie die
anderen Katzen. Noch ist sein
Gangbild gestört, man kann
das Schleifen der Füßchen hören und auch im Sitzen sind die
Pfoten in unnatürlicher Stellung. Doch insgesamt geht es
ihm schon viel besser, er ist wesentlich stabiler. Unterstützend
bekommt er Schmerzmittel und
Vitamin B, was die Wiederher-
stellung der Nervenverbindung
beschleunigen soll.
Vor zwei Tagen ist er das erste Mal, noch recht angestrengt
und tapsig, den großen Deckenkratzbaum hoch geklettert. Auch hier arbeitet er vorwiegend mit der Vorhand, doch
seine Hintergliedmaßen nahm
er unterstützend hinzu. Was
für ein Fortschritt! Er hat diese Hürde geschafft und konnte
in der Sonne liegend zum Fenster hinaus schauen. Und so bin
ich mir sicher, dass er nach und
nach wieder richtig Laufen lernen wird und vielleicht in ein
paar Monaten das Humpeln
und Nachschleifen verschwunden sein wird. Vielleicht findet
er dann eine nette Familie, die
ihm viel Zuwendung schenkt
und ihn nie mehr im Stich lässt.
Annekathrin Hoffmann
Die Griffe an den
Pfotenballen sollen
Reflexe und Nervenimpulse auslösen, damit
Rick sein Beinchen wieder heranziehen kann.
Die Igelballmassage
erhöht die Durchblutung
und verbessert den
Muskeltonus des
Oberschenkels. Rick
genießt das, passt aber
genau auf.
Seite 9
Tierschutzliga intern
Serie: Katzenstation Berlin
Bis zu 140 Katzen leben in der Katzenstation. Geruchsbelästigung und
sinkende Vermittlungszahlen sind nur einige Sorgen der Leiterin Manuela Golze.
I
m Jahre 1994 schlossen sich
Berliner Tierschützer zu
einem Verein zusammen.
Wir erkannten, dass wir alleine nicht mehr weiterkommen
würden. Ohne die Starthilfe
der Tierschutzliga e.V. wären
wir nicht in der Lage gewesen, uns weiter um die Berliner
Straßenkatzen zu kümmern.
Angefangen haben wir ganz
klein mit einer Auffangstation
in einer kleinen Kammer im
Dachgeschoss eines Miethauses. Seither sind wir einige Male
umgezogen in immer größere
Unterkünfte. Jetzt haben wir
in der Amsterdamer Strasse in
Berlin Wedding ein wirkliches
Zuhause für unsere Katzen gefunden.
Straßenkatzen. Wir betreuen
Futterplätze, organisieren Kastrationsaktionen und sind immer dann da, wenn Katzen in
Not geraten.
Griechische Katzen
Seit 2009 arbeiten wir eng
mit einer griechischen Katzenschutzgruppe aus Athen
zusammen. Zweimal im Jahr
fahren wir gen Süden und helfen vor Ort mit Futter und Kastrationen. Natürlich begleiten
uns auf dem Heimweg Katzen
aus Griechenland, die wir hier
in gute Hände vermitteln. Vielleicht fragen Sie sich jetzt, ob
wir nicht im eigenen Land genug Probleme haben und ob es
nötig ist, auch noch Tiere aus
dem Ausland zu holen. Dazu
sage ich ganz klar: „Ja, das ist
nötig.“ Denn die Katzen überleben ein griechisches Tierheim
nicht lange. Wenn sie kein Interessent nach Hause mitnimmt,
werden sie eingeschläfert bzw.
sie sterben von selbst, weil die
Bedingungen dort nicht so sind,
wie sie sein sollten, um Katzen
ein artgerechtes Leben zu ermöglichen. Aber in Deutsch-
Sechs Räume
mit freilaufenden Katzen
In dem ehemaligen Laden,
der ca. 180 Quadratmeter groß
ist und sechs Räume umfasst,
betreuen wir saisonbedingt
zwischen 120 und manchmal
sogar 140 Katzen. Das ist eine
Belastung für uns alle, manchmal auch für die Mitbewohner
im Haus. Trotz intensivem Putzen kommt es manchmal zu
Geruchsbelästigungen. Wir tun
zwar alles, um das zu vermeiden,
aber trotzdem lässt sich nicht
immer vermeiden, dass man die
Anwesenheit der Katzen riecht.
Unser Dank für das große Verständnis geht daher an unseren
Hausverwalter Herrn Hesse, der
uns die Räume vermietet hat.
Obwohl wir uns mitten in der
Stadt wohl fühlen und hier auch
unseren
Arbeitsschwerpunkt
haben, träumen wir für unsere Katzen von einem Haus im
Grünen mit viel Auslauf. Leider
ist so etwas im Großraum Berlin
unbezahlbar teuer, deshalb wird
Seite 10
Die Mitarbeiter:
Tierpfleger Christian
Schmäcke, Leiterin
Manuela Golze, Tierpflegerhelferin Sabine
Burghard und Tierarzthelferin Sanja
Bibic (v.l.).
es wohl noch auf Jahre hinaus
ein Traum bleiben.
Unsere Arbeit umfasst nicht
nur die Betreuung der Tiere in
unserer Station. Wir kümmern
uns noch immer um die vielen
Die Katzenstation Berlin mit liebevoll bemalter Fassade. Auch
in der Großstadt schauen die Katzen gerne aus dem Fenster.
Tierschutzliga intern
land finden sie innerhalb kürzester Zeit ein neues Zuhause.
Vielleicht hat der eine oder
andere Leser einen Platz in
seiner Wohnung und in seinem
Herzen, um sich eine Katze als
Begleiter zu holen?
In den letzten beiden Jahren
gingen die Vermittlungszahlen
leider stark zurück. Zum einen
lag das sicherlich an der wirtschaftlichen Lage im Land, zum
anderen aber auch daran, dass
sich unter den Berliner Katzen
ein Parasit verbreitet hat, der
schlimmen Durchfall verursacht und nur sehr schwer zu
bekämpfen ist. Wir lassen alle
unsere Tiere testen um sicherzustellen, dass sie nicht von Giardien befallen sind. Wir geben
die Tiere deshalb auch erst in
ihr neues Zuhause ab, wenn sie
eine fünftägige Medikamentenbehandlung zur Vorsorge hinter
sich haben.
Wo viele Katzen leben, da
geht auch was kaputt. Für uns
bedeutet das natürlich viel Renovierungsarbeiten. In einer
großen Stadtwohnung, in einem von Menschen bewohnten
Haus, ist man fast ständig am
Renovieren. Über Weihnachten
und Neujahr haben wir renoviert, um unseren Katzen den
Aufenthalt bei uns so schön wie
möglich zu gestalten.
Herzlich bedanken möchte
ich mich bei unseren Spendern
und vor allem bei zwei Vereinen,
die ebenfalls der Tierschutzliga e.V. angeschlossen sind: Der
Manchmal warten hier auch Hunde auf ein neues
Zuhause. Die Katzen nehmen es gelassen.
Allgemeine Tierhilfsdienst und
die Mobile Tierrettung ermöglichen erst unsere Arbeit durch
ihre monatliche finanzielle Unterstützung. Ohne diese Hilfe
müssten wir schließen.
Für die Tiere sorgen derzeit
drei Vollzeit-Mitarbeiter und
eine Teilzeitkraft. Und zum
Glück gibt es auch einige ehrenamtliche Mitarbeiter, die
uns helfen. Trotzdem würden
wir uns freuen, wenn sich noch
einige Katzenfans finden, denn
helfende Hände sind immer
Schwer vermittelbar: Die süße Griechin
Olivia zieht nach einem Unfall in ihrer
Heimat das Vorderbeinchen hinterher.
willkommen, und unsere Tiere
freuen sich über jeden Besuch.
Kratzbäume gesucht
Für die Tiere brauchen wir
auch Sachspenden, wie zum
Beispiel, Handtücher, Bettwäsche oder Kratzbäume. Wir
freuen uns über jede Spende.
Durch die intensive Nutzung
mussten wir alle Kratzbäume
der Station entsorgen und stehen nun ohne da. Kratz- und
Kletterbäume sind also zurzeit
Tierpflegerhelferin Sabine
Burghard
bei der Arbeit.
Täglich müssen
die Katzentoiletten
gesäubert
werden.
Katzenstation
Berlin in Zahlen
Aktueller Tierbestand:
135 Katzen
Betreute freilebende
Katzen: ca. 65
Größe der Station: 6 Räume
(180 qm)
Mitarbeiter: Leiterin
In der Katzenstation Berlin dürfen alle Tiere frei herumlaufen.
Käfige gibt es nur in der Quarantänestation.
Manuela Golze, 1 Tierpfleger,
1 Tierarzthelferin mit Tierpflegerausbildung,
2 Tierpflegerhelferinnen
Mangelware bei uns und heiß
begehrt.
Auch Futterspenden nehmen
wir sehr gerne. Am Tag brauchen
wir durchschnittlich 30 große
Dosen an Nassfutter und gut
drei bis vier Kilo Trockenfutter.
Dazu kommen noch Leckerchen
und Diätfutter für kranke Tiere.
Unser
Katzenstreuverbrauch
liegt bei ca. zehn Säcken á 20
Kilogramm pro Woche.
Für unsere Straßenkatzen,
wir betreuen etwa 65 Tiere,
brauchen wir in der Regel 35
bis 40 Dosen Futter pro Woche
und darüber hinaus Trockenfutter. Die Straßenkatzen sind
auf besonders gutes Trockenfutter angewiesen, weil die Tiere draußen mehr Nährstoffe
und Kalorien benötigen. Vier
Säcke á 20 Kilogramm kommen
im Monat zusammen. Das alles
verursacht monatliche Kosten von einigen tausend Euro,
viel Geld, das wir uns erbetteln
müssen. Aber für unsere Katzen
sind wir zu fast allem bereit.
Ein Herzenswunsch
Zum Schluss liegt mir noch
eine ganz große Bitte auf dem
Herzen. Bitte lassen Sie Ihre eigenen Tiere kastrieren, egal ob
Hund, Katze, Maus. Vielen Tieren erspart das ein Leben auf
der Straße oder im Tierheim. Zu
viele sitzen hier und warten auf
ein neues Zuhause, aber nicht
immer geht dieser Wunsch für
alle in Erfüllung. Ein Tier zu
haben, bedeutet Verantwortung
zu übernehmen und zu tragen.
Manuela Golze
Seite 11
Vermittlungstiere
Katzen u. Kleintiere aus Bayern, Freising
In den letzten Wochen konnten wir für viele Katzen ein neues Zuhause finden. Momentan
sind fast nur noch Kaninchen in der Station. Sie sind in einem nicht beheizten Raum untergebracht, sie können also im Frühjahr ans Freie gewöhnt werden. Alle sind gegen RHD,
Myxomatose und Hasenschnupfen geimpft. Wir vermitteln keine Tiere in Käfighaltung in
der Wohnung.
Interesse an einem Tier?
Einfach anrufen unter
0176-64 11 19 12 oder
(08161) 20 83 28
Ansprechpartnerin: Anita Kiermeier
Tesa (52/10)
Zwerghase, weiblich, 1 Jahr
Das eigenwillige Kaninchen ist nicht für
Kinder geeignet. In ihrem neuen Zuhause
braucht sie einen Partner.
Wuschl (50/10)
Norwegische Waldkatze, Kater, 5 Jahre,
kastriert
Petzi (22/11)
Pekinese, Hündin, 7 Jahre, kastriert
Wuschl braucht Freigang und würde
gerne selbständig über eine Katzenklappe
ein- und ausgehen. Er ist sehr zutraulich
und anhänglich, liebt auch Kinder sehr und
fordert viel Aufmerksamkeit. Zusätzlich
hätte er gerne einen Katzenpartner. Auch
an Hunde ist er gewöhnt. Alles in allem ein
sehr geselliger, sozialer Kater. Leider leidet
er an Stomatitis (Zahnfleischentzündung),
die zurzeit homöopathisch behandelt wird.
Petzi ist als Zweithund geeignet, möglichst zu einem spielfreudigen Rüden, der
nicht wesentlich größer als sie ist. Auch an
Katzen ist sie gewöhnt. Petzi fährt gerne
Auto, geht gut an der Leine, macht beim
Bürsten keine Zicken, ist stubenrein und
kann auch mal drei bis vier Stunden alleine bleiben (aber nur mit ihrem Teddy!).
Ihr neues Frauchen/Herrchen sollte aber
schon viel Zeit für sie haben.
Rani (82/10)
Siamwidder, weiblich, 2 Jahre
Rani ist sehr lieb und lässt sich gerne streicheln. Sie sehnt sich nach einem Partner.
Ango (2/11) + Flecky (4/11)
Angora-Kaninchen, männlich, 2 Jahre, kastriert
Zwerghase, weiblich, 2 Jahre
Teddy (5/11), Bärly (1/11) + Blue (12/11)
Löwenköpfchen, weiblich, 2 Jahre; Löwenköpfchen, männlich,
2 Jahre, kastriert; Zwerghase, weiblich, 2 Jahre
Die Beiden lieben sich heiß und innig. Darum werden sie nur
zusammen abgegeben. Bei Ango ist tägliche Fellpflege nötig.
Alle drei Kaninchen sind handzahm und schmusen gerne. Entweder als Paar abzugeben oder zu einem jeweiligen Partner dazu.
Seite 12
Vermittlungstiere
Katzen aus Bayern, München
Interesse
an einem
einemTier?
Tier?
Interesse an
In der Katzenstation München leben im Moment 18 Tiere, sechs davon stellen wir
Ihnen hier vor. Auch ein kleines Hündchen ist dabei. Besonders dringend sucht
Maincoon Ida nach einem neuen Zuhause. Sie hat viel mitgemacht: Nach einer
Ohren-OP ist sie taub, ihr Katzenpartner ist gestorben und sie musste auf einen
Pflegeplatz umziehen.
Einfach
unter
Einfachanrufen
anrufen
unter
(089)
14 29 03
08581/96160
Ansprechpartnerin:
und Name, sowie Nummer
Helga
Grüning
des Tieres
bereithalten.
N O T F A LL
Tadamo (K583)
Chihuahua-Mischling, Rüde, 5 Jahre,
kastriert
Tadamo hat nur noch drei Beine, aber
er springt und läuft schneller als manch
vierbeiniger Artgenosse. Er ist bei uns an
kilometerlange Spaziergänge gewöhnt.
Im freien Gelände kann und soll er ohne
Leine laufen dürfen. Sein rechtes Hinterbein musste vor Kurzem amputiert werden, nachdem er vor einiger Zeit von einem Pferd so heftig getreten wurde, dass
das Bein völlig zertrümmert war. Sobald
die rasierte Stelle zugewachsen ist, wird
er wieder perfekt aussehen. Tadamo sollte als ganz normaler Hund gehalten werden, er ist keineswegs ein „Krüppel“. Er
kommt mit seinen drei Beinchen wunderbar zurecht und ist ansonsten ein
ganz liebes, verschmustes, anhängliches
und munteres Kerlchen. Auch mit anderen Hunden und Katzen kommt er sehr
gut aus.
Susi und Max (K578)
Perser, Kätzin und Kater, 9 Jahre, kastriert
Susi und Max kamen in unser Brandenburger Tierheim, nachdem ihr Frauchen gestorben war. Die beiden haben extrem getrauert, sie konnten sich nicht an ihr neues
Leben gewöhnen und sind beinahe gestorben, da sie nichts mehr fressen wollten. Als
hier in München ein privater Pflegeplatz frei
wurde, haben wir die beiden sofort geholt.
Die neuerliche Umstellung ist ihnen auch
wieder sehr schwer gefallen, der Kater wurde schwer krank (Lungenentzündung) und
konnte nur noch mit Infusionen am Leben
gehalten werden. Dank der aufopferungsvollen Pflege ihrer Pflegemama sind sie nun
über den Berg und fressen auch wieder einigermaßen gut. Da sie leider auf Dauer
nicht dort bleiben können, suchen wir nun
dringend für die beiden Sensibelchen ein
endgültiges, liebevolles Zuhause. Wenn sie
sich eingewöhnt haben, sind sie lieb, verspielt und sehr verschmust.
Ida (K589)
Maincoon, Kätzin, 1 ½ Jahre, kastriert
Ida ist eine reinrassige Maincoon, die
angeblich bereits mit stark entzündeten
Ohren vom Züchter kam. Beide Ohren
mussten operiert werden, seitdem ist sie
taub. Seit ihr Bruder gestorben ist, langweilt sie sich bei ihren beruflich stark
eingespannten Besitzern und macht
nur noch Blödsinn. Deshalb wurde sie
lästig und abgegeben. Ida ist lebhaft,
verschmust, anhänglich und an Kinder
gewöhnt. Sie braucht unbedingt einen
passenden Katzenpartner. Momentan
lebt sie bei der Mutter der bisherigen
Besitzerin, die aber selbst schon vier
Katzen hat. Falls Sie Interesse an dieser
hübschen Kätzin haben, melden Sie sich
bitte direkt bei Frau Schneider, Tel. (089)
141 23 17
Sony (K499)
Kater, 2 ½ Jahre, kastriert
Anzeige
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Notdie
TIERKLINIK DR. BUTENANDT
FACHTIERARZT FÜR KLEINTIERE
www.tierklinik-rosenheim.de
Tel. 0 80 31/6 80 27
Sprechzeiten: Mo. bis Fr. 8-12 Uhr u. 16-19 Uhr
Sa. 10-12 Uhr
Termine nach Vereinbarung
Fax 0 80 31/6 33 25
Happinger Str. 78a · 83026 Rosenheim
Sony braucht ein Zuhause mit Freilaufmöglichkeit. Er ist an Hunde und
andere Katzen gewöhnt und braucht
wohl auch einen Katzenpartner. Seine
Beziehung zu Menschen ist sehr zwiespältig. Manchmal schmeißt er sich auf
den Rücken und lässt sich den Bauch
kraulen, manchmal faucht er seine Menschen an und will in Ruhe
gelassen werden. Sony hat leider chronisch etwas Probleme mit dem
Zahnfleisch und den Zähnen. Bei der jährlichen Impfung sollte auch
sein Zahnfleisch kontrolliert und Zahnstein entfernt werden.
Seite 13
Vermittlungstiere
Hunde aus Groß Döbbern, Brandenburg
Das Tierschutzliga-Dorf ist das größte Tierheim der Tierschutzliga. Auf dem 110.000
Quadratmeter großen Gelände leben etwa 100 Hunde, 300 Katzen und einige
Kleintiere. Unsere Tiere stellen wir ausführlich und mit vielen Bildern auf
www.tierschutzligadorf.de vor. Einige Schützlinge, die bisher keine Familie finden
konnten, möchten wir Ihnen an dieser Stelle ans Herz legen.
Interesse an einem Tier?
Einfach anrufen unter
(035608) 401 24
Ansprechpartner:
Mario Bamberg
Paly (S1204)
Pointer-Mischling, Rüde, 4 Jahre, kastriert
Ronja (S1200)
Schäferhund-Labrador-Mix, Hündin,
9 Jahre, kastriert
Easy (S1593)
Leider ist Ronja fremden Menschen ge- Yorkshire-Terrier-Mix, Hündin, 3 Jahre,
genüber anfangs reserviert und teilweise kastriert
unfreundlich. Hat sie aber Vertrauen aufgebaut, ist Ronja ein Schatz, anhänglich, sehr
schmusebedürftig. Inzwischen hat sie bei
uns gelernt, einige Kommandos zu befolgen.
Sie ist stubenrein und bleibt brav einige
Stunden alleine zu Hause. Für die liebe, etwas dickliche, aber temperamentvolle Hündin suchen wir ein Zuhause als Einzelhund
bei einem Ehepaar oder einer Familie mit
Kindern ab 12 Jahre.
Lässy (S1637) + Strolchi (S1638)
Zwergspitz-Mischlinge, Hündinnen,
13 + 12 Jahre, unkastriert
Als Herrchen starb, brach für Lässy und
Strolchi eine Welt zusammen. Auch wenn sie
in ihrem alten Zuhause fast immer im Stall
Seite 14
Easy ist kein Hund für Hundeanfänger
oder für ältere Menschen. Easy braucht
eine Aufgabe. Sie sucht eine junge, sportliche, aktive Familie, gerne mit Kindern ab
12 Jahre, die richtig viel mit ihr unternehmen. Easy ist eine sehr quirlige, lebhafte
Terrierdame, die liebevoll, aber konsequent
geführt werden muss, um nicht innerhalb
kurzer Zeit einen kleinen, kläffenden Terroristen an der Leine zu haben.
bei den alten Ponys schliefen, wurden sie geliebt und gut behandelt.
Bei uns im Tierschutzliga-Dorf
haben sie erst einmal die schönen
Seiten eines Lebens im Haus kennen
gelernt. Gerne liegen sie auf der Couch und
wollen bei Regen gar nicht nach draußen.
Doch den beiden Unzertrennlichen fehlen
Zuwendung und Streicheleinheiten, denn
bei uns sind sie nur zwei Hunde von über
100 Hunden. Beide sind an Krebs erkrankt.
Zum Operieren ist es zu spät, da sie bereits
Metastasen im Körper haben. Momentan
geht es beiden Omis jedoch gut, aber keiner
weiß, wie lange noch.
Paly ist ruhig und brav in der Wohnung,
im Freien unternehmungslustig und sportlich. Natürlich hat der junge Rüde auch
Jagdtrieb. Aber die Katzen in seiner Pflegefamilie liebt er sehr und liegt mit ihnen
gemeinsam auf der Couch. Paly ist wie ein
Welpe, für alles und jeden zu begeistern
und manchmal einfach nur ein Clown –
aber unendlich liebenswert. Paly sucht eine
junge, aktive Familie, gerne mit verspieltem
Zweithund. Wegen zwei Hüftoperationen
sollte er nicht zu viele Treppen steigen. Ansonsten darf er rennen und spielen, wie jeder andere Hund.
Lars (S1578)
Rottweiler, Rüde, 5 Jahre, kastriert
Beim Anblick von Lars bekommen die
meisten Leute einen Schreck. Lars leidet
an einer Pigmentstörung. Sein Fell wird
dadurch immer weißer. Der gutmütige,
freundliche Rüde braucht spezielles, leicht
verdauliches Futter, da er zu Bauchspeicheldrüsenentzündung neigt. Jedoch mit der
besonderen Fütterung geht es Lars richtig
gut und er kann damit alt werden. Lars lebte immer als Familien- und Haushund. Er
ist kinderlieb, gut erzogen und vom Wesen
ruhig und artig.
Vermittlungstiere
Hunde aus Sachsen-Anhalt, Ahlum
Langsam kommt jetzt auch in der Altmark der Frühling. Unsere Hunde können
endlich wieder ins Freie und ein bisschen toben. Vielleicht animiert das schöne Wetter
ein paar Leute, sich einen vierbeinigen Hausgenossen aus dem Tierheim zu holen,
um gemeinsam mit einem lieben Hund die erblühende Natur zu genießen.
Interesse an einem Tier?
Einfach anrufen unter
(039007) 410 00
Ansprechpartner:
Iris Volk und Jana Kersten
Lena (A1600)
Deutscher Schäferhund, Hündin, 4 Jahre,
kastriert
Lena wurde vom Veterinäramt beschlagnahmt, weil sie in einem Zimmer wohnte,
das einer Müllhalde glich. Die sportliche
Hündin erzählt sehr gern und sucht einen
ruhigen und sicheren Haushalt. Möchten
Sie diesem Goldstück ein Zuhause geben,
melden Sie sich bitte bei uns.
Rosa (A1612)
Mischling, Hündin, 6 Monate, unkastriert
Happy (A1577)
Stafford-Mischling, Rüde, 8 Jahre,
kastriert
Der Rüde verbrachte die letzten zwei
Jahre auf einem Hof als Kettenhund. Happy ist trotz allem ein verträumter, ruhiger
Hund, der selig schlummernd auf seinem
Sessel liegt. Wer gibt dem aufmerksamen
Kerl ein liebevolles Zuhause, gern auch als
Pflegeplatz?
Penny (A1599)
Mischling, Hündin, 4 Jahre, kastriert
Leyla (A1578)
Deutsche Dogge, Hündin, 6 Jahre, kastriert
Penny kam als Fundhündin zu uns. Sie
ist ein kleiner Kobold, dem man nichts
ausschlagen kann. Die Hündin ist anhänglich und verschmust, hat aber trotzdem
jede Menge Bewegungsdrang. Sie sucht
eine Familie mit größeren Kindern, die viel
mit ihr unternimmt.
Stall und kam mit Happy zu uns. Sie ist
eine Seele von Hund und wird sich ihrem
zweibeinigen Partner schnell anschließen.
Mit Rüden ist sie verträglich. Leyla sucht
eine Familie in der sie ganz und gar eine
Dogge sein darf.
Die kleine Maus ist etwas schüchtern,
taut aber nach kurzem Kuscheln sofort
auf. Rosa ist sehr gut sozialisiert und tobt
ausgelassen mit ihren Artgenossen auf der
Wiese. Die verträgliche und aufgeschlossene Hündin sucht eine Familie, mit der sie
die Welt erkunden kann.
Dingo (A1506)
Leyla wohnte angebunden in einem Mischling, Rüde, 3 Jahre, kastriert
Dingo ist perfekt für Sportler, die gerne
Begleitung und Lust zu Hundesport haben.
Er ist auch mit Rüden verträglich, braucht
aber einen ruhigen Gegenpol. Wer gibt
diesem hübschen Burschen ein liebevolles
Zuhause?
Seite 15
Vermittlungstiere
Hunde aus München, Bayern
„Ich bin Prinz! Jahrelang war ich das Sorgenkind, weil sich einfach kein dauerhaftes
Plätzchen für mich gefunden hat. Nach all
den Jahren habe ich endlich Glück gehabt
und nun habe ich das beste Frauli und Herrli
der Welt! Ich darf den ganzen Tag mit Frauli
unterwegs sein, sie bei der Arbeit begleiten,
laufen, spielen, toben und schmusen. Abends
allerdings, gibt es für mich nur noch Bruce,
mein Herrli. Ich hätte nie gedacht, dass ich
einmal soooooo toll mit einem Mann spielen
und kuscheln würde. Mein ganzes Leben lang
hatte ich Angst vor Männern. So sehr, dass
Prinz (M013)
ich mich nie von einem Mann streicheln hätte
Mischling, Rüde, 7 Jahre, kastriert
lassen. Darum war es wohl auch so schwer
für mich, ein eigenes, dauerhaftes zu Hause zu finden. Bruce wollte davon allerdings nix hören. Er
hat gesagt: ‚Prinz ist ein toller Hund, ich mag ihn und er wird mich gefälligst auch mögen!’ Und zack,
gab`s ein Bussi mit Gutti für mich und ich weiß auch nicht genau wie es passiert ist. Ich vergöttere ihn
und werde ihm nie mehr von der Seite weichen! Mir geht es so gut hier und das würde ich mir auch für
meine Freunde wünschen.“
Interesse an einem Hund?
Einfach Andrea Mansfield anrufen:
0173-877 76 42 oder
(08133) 444 53 89
[email protected]
Taps (M008)
Neufundländer-Labrador-Mix, Rüde,
2 Jahre, kastriert
Benji (W600)
Terrier-Mischling, Rüde,
6 Jahre, kastriert
Benji, unser frecher kleiner Racker, sieht nicht nur aus
wie Boomer der Streuner, sondern ist auch so klug, witzig
und selbstständig. Selbstständig war er wirklich, d.h. Benji
ging, wenn er zu lange allein
zu Hause und ihm langweilig
war, einfach in der Nachbarschaft spazieren. Gerne auch
mal bis ins nächste Dorf, um
seine Aufwartung bei der hübschen Schäferhunddame Alica
zu machen. Leider ist das auch
der Grund, warum Benji nun im
Tierheim sitzt. Wir wünschen
uns für diesen Casanova einen
Wohnungsplatz oder ein Frauli/
Herrli mit viel Zeit. Denn wenn
es zu Hause nicht so langweilig
ist, bleibt er auch gerne da.
Seite 16
Silvester (W1049)
Boxer, Rüde, 2 Jahre, kastriert
Silvester kam erst kürzlich ins Tierheim.
Der Mann, der ihn zu uns brachte, hatte ihn
aus Mitleid einem polnischen Pärchen abgekauft, da Silvester dort misshandelt und
regelmäßig verprügelt wurde. Leider kann
er selbst keinen Hund bei sich aufnehmen und so übergab er Silvester in unsere
Obhut. Wir sind nun dabei, diesen lieben,
verspielten, mit anderen Hunden verträglichen Rüden aufzupäppeln, er war nämlich
ganz fürchterlich verstört. Silvester erholt
sich zusehends und es wäre schön, wenn
sich eine liebevolle, aktive Familie für Silvester finden würde.
Sehr traurig ist es, dass Taps immer noch
bei uns im Tierheim warten muss. Taps war
schon vermittelt und der neue Besitzer hat
uns Ende Dezember letzten Jahres gebeten, Taps noch „vorübergehend“ in Pflege
zu nehmen. Er müsse noch das ein oder andere regeln und werde Taps so schnell wie
möglich zu sich nehmen. Woche um Woche
verging, immer wieder wurde es um eine
weitere Woche verschoben. Nun sind über
drei Monate vergangen und Taps wartet
noch immer. Dieser schöne Labradormix
ist sehr anhänglich und es ist deutlich zu
sehen, wie sehr er unter dieser Situation
leidet. Darum nehmen wir Taps wieder in
die Vermittlung auf, um ihm endlich ein
liebevolles, zuverlässiges Zuhause zu ermöglichen. Taps ist mit anderen Hunden
verträglich, ruhig im Wesen und ein richtiger Männerhund. Wer gibt Taps nun eine
echte Chance?
Vermittlungstiere
Tazi (W972) + Emilie (W971)
Belgische Schäferhunde, Rüde und Hündin, beide 2 Jahre, kastriert
Tazi und Emilie sind besonders lieb und sanftmütig. Das Geschwisterpärchen wurde vom Veterinäramt aus sehr schlechter Haltung beschlagnahmt.
Die beiden sind sanftmütig, sehr verspielt, agil, stürmisch. Sie sind freundlich,
mit allen anderen Tieren verträglich, offen und wirklich schlau. Unglaublich,
dass die beiden immer noch nicht vermittelt sind. Es sind echte Traumhunde,
die ihren neuen Besitzern sicher viel Freude bereiten. Da sie sehr menschenbezogen sind und auch mit anderen Hunden sehr gut auskommen, vermitteln
wir sie auch einzeln. Sollte sich jemand finden der sie zusammen aufnimmt,
wäre das natürlich ein absoluter Glücksfall.
Ropi (W997)
Ridgeback-Mischling, Rüde,
2 Jahre, kastriert
Ropi, unser traumschöner
Wirbelwind, kommt aus einer
ungarischen
Tötungsstation.
Ropi ist ein Kraftbündel mit
ungarischem Temperament. Er
ist kontaktfreudig, aufmerksam, neugierig und sogar folgsam. Ropi lernt ungewöhnlich
schnell. Er ist der richtige Hund
für junge, sportliche Leute.
Auch optisch macht er richtig
was her.
Hexi (M023)
Terrier, Hündin, 8 Jahre, kastriert
Hexi ist anhänglich, frech, verspielt, unternehmungslustig. Sie liegt am liebsten neben Frauli auf dem Sofa und hat ihr Pfötchen dabei auf dem Bein von Frauli. Man
hat den Eindruck, sie möchte ihren Menschen einfach festhalten. Hexi wurde bei
einer Hundesammlerin aus sehr schlechter
Haltung beschlagnahmt. Sie ist absolut verträglich mit allen anderen Tieren und sehr,
sehr liebenswert. Hexis einziger Fehler ist es,
acht Jahre alt zu sein! Aber sie ist ein fröhliches, gesundes, agiles Hundemädchen, das so
manchem Jungspund noch davonläuft.
Struppi (W1026)
Border-Collie-Mischling, Rüde, 2 Jahre,
kastriert
Roberta (W1023)
Labrador-Mischling, Hündin, 1 ½ Jahre,
kastriert
Struppi ist ein süßer, mittelgroßer ... Struppi. Der Name ist Programm. Struppi liebt
Sofas, einen lieben Menschen darauf zum
Anschmiegen und ganz besonders schätzt er
eine ausgiebige Bauchmassage. Eine Hündin
darf auch gerne im Haushalt sein, Kinder sowieso, denn Struppi spielt sehr gern.
Roberta ist eine schöne, sanfte, brave
Hündin. Leider wissen wir nicht, was Roberta erlebt hat. Aber es war sicherlich
nichts Gutes. Roberta ist sehr ängstlich
und unsicher. Wir wissen nur, dass Roberta
höchstens 1 ½ Jahre alt ist und aus einer
ungarischen Tötungsstation kommt.
„Die meisten meiner Hundefreunde aus der letzten TierRundschau haben inzwischen ein wundervolles neues Zuhause gefunden. Ich möchte mich hier auch
im Namen von Hera (10 J.), Patrick (5 J.), Zara (9 J.) Arco (4 J.), Molly (6 J.), Luppi
(10 J.), Jimmy, Felix, Bozi, Jerry, Foxi, Nick, Otto, Ben, Sandy, Cilia, Sina, Sammy,
Leonie und vielen, vielen anderen älteren Hunden ganz, ganz, ganz herzlich BEI
IHNEN bedanken! Ein herzliches Dankeschön für die Chance auf ein neues schöneres Leben, für das Vertrauen in uns und unsere Tierpfleger und vor allem für
Ihre Zuneigung zu uns Hunden, die einfach abgegeben, ausgesetzt und vergessen wurden. Bis bald, Euer Prinz“
Seite 17
Kommentar
Das Kampfhunde-Syndrom
S
eit Monaten ist das Thema Hundeverordnungen
im ganzen Land aktuell. Beißunfälle führten dazu,
dass Landesregierungen und
Kommunen mit Verordnungen und Richtlinien reagierten, die jedoch nur den Sinn
haben, die erhitzten Gemüter der Menschen zu beruhigen. Gewiss, es ist tragisch,
wenn ein Mensch oder ein
Tier durch eine Hundeattacke verletzt wird oder
gar zu Tode kommt. Aber
sind wirklich die Hunde
schuld? Eine kritischere
Betrachtung der Situation tut Not.
Menschen und Hunde leben
seit Jahrtausenden zusammen.
Beißunfälle hat es auch früher
gegeben. Aber in jüngster Zeit
wird in der Presse aus jedem
Beißunfall eine hoch geputschte Skandalgeschichte. Der Bevölkerung wird suggeriert, dass
Hunde eine ernst zu nehmende Gefahr für Leib und Leben
sind, und wenn es sich um einen so genannten Kampfhund
handelt, dann versinkt das ganze Land in einer Massenpanik.
Aber mit den Fakten hat das
nichts zu tun.
Es ist eine Tatsache, dass
Hunde in der heutigen Zeit nur
eine marginale Gefährdung der
öffentlichen Sicherheit bedeuten. So sind zum Beispiel Autos
um ein Vielfaches gefährlicher.
Heute Morgen las ich in der
Zeitung, dass allein am letzten
Wochenende auf den Straßen
bei uns im Landkreis fünf junge
Menschen mit dem Auto tödlich
verunglückt sind – fünf Tote an
einem einzigen Wochenende
in einem einzigen Landkreis!
Wenn das Fahren mit dem Auto
so gefährlich ist, dann liegt der
Schluss nahe, diese Gefahr zu
beseitigen, indem man das Autofahren verbietet. Aber diese
Forderung stellt niemand.
Seite 18
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was sie sind. Wenn ein einzelner Hund also gefährlich oder
unberechenbar ist, dann ist ein
Mensch dafür verantwortlich.
Der Hund ist Opfer, nicht Täter.
Warum hat niemand Mitleid mit
einem solchen Hund und fordert
barsch seinen Tod? Ich glaube, ich habe eine Erklärung für
dieses Verhalten: In einer Studie
wird erklärt, wie der Mechanismus der Härte gegenüber einer
anderen Kreatur funktioniert.
Dort steht: „Wenn du eine Kreatur mit Gewalt dazu bringst, wie
Pitbull-Mischling Pascha ist ein herzensguter, lieber Hund.
Er hat gleich zwei Probleme: Er ist alt und ein Listenhund.
So hat er keine Chance, ein liebevolles Zuhause zu finden.
Die Gefahrenhundeverordnungen der Bundesländer stellen Hunde bestimmter Rassen
unter Generalverdacht, und sie
stigmatisieren alle Hunde, die
auch nur eine Ähnlichkeit mit einem solchen Hund haben. Wobei
schon die Bezeichnung „Kampfhund“ völlig falsch gewählt ist,
denn kein Hund kämpft freiwillig mit Menschen. Ich nenne diese Hunde deshalb nicht Kampfhunde sondern Listenhunde –
weil sie innerhalb der Verordnungen in einer Liste stehen.
Hunde werden erst von ihren Besitzern zu dem gemacht,
ein Biest zu leben, dann wirst du
über sie denken, sie sei ein Biest,
anders würde dein Einfühlungsvermögen dich wahnsinnig machen. Wenn du eine Kreatur also
einmal klassifiziert hast, sind
deine Gefühle ihr gegenüber sicher. Anders gesagt, man muss
nur intensiv genug suggerieren,
dass eine Kreatur böse ist, um
jedes Mitleid gegenüber dieser
Kreatur zu verlieren.“ Hunde
werden wie Monster behandelt,
weil man sie für Monster hält.
Man muss sich nur lange genug
einreden Listenhunde sind bösartig, um jedes Mitleid mit diesen Tieren zu verlieren. Aber gerade Mitleid haben diese Hunde
mehr als verdient. Sie sind dazu
verdammt, in den meisten Tierheimen ein einsames, trauriges
Leben zu führen oder gar eingeschläfert zu werden. Gerade
vor ein paar Wochen wurde ein
junger Pittbull im Hamburger
Tierheim einfach eingeschläfert,
obwohl sich Tierfreunde bemühten, für diesen Hund ein neues
Zuhause zu finden. Es ist erstaunlich, dass die Öffentlichkeit
in Deutschland sehr sensibel auf
Tierquälereien im Allgemeinen
reagiert, beim Thema Kampfhund aber ohne mit der Wimper
zu zucken hinnimmt, dass diese
Hunde getötet werden.
Klar, auch ich möchte Hunde
nicht in den Händen von zwielichtigen Personen sehen – aber
das wünsche ich mir für alle
Hunde, nicht nur für bestimmte
Rassen. Und klar, jeder Hundehalter sollte seine Eignung zur
Tierhaltung nachweisen – aber
eben jeder, nicht nur Besitzer
von einigen wenigen Rassen.
Und selbstverständlich möchte
ich, dass Hunde in einem Umfeld leben, das artgerecht ist,
also kein Leben im Zwinger
oder in einem Verschlag, sondern in der Familie – aber das
gilt für alle Hunde. Aber genau
das wird mit den neuen Hundeverordnungen nicht erreicht.
Ich wünsche mir, dass in der
Diskussion der Menschenverstand anstelle von Massenhysterie regiert. Dass eine Lösung
gefunden wird, die den Tieren
nutzt und darüber hinaus den
Tierheimen hilft, mit der Kostenflut fertig zu werden, die
durch diese Gesetze und Verordnungen entstanden sind.
Kosten, auf denen die Tierheime bisher sitzen bleiben und
für die sich niemand verantwortlich fühlt.
Uschi Lohse
Tierschutzliga intern
Schutzverträge
Der Gnadenhof für Huftiere ist kein Ort, an dem man billig ein Pony ergattern kann.
Ohne Schutzvertrag gibt Leiterin Anja Fleckenstein kein Tier heraus.
Unser Joshi kam wegen Bestandsverkleinerung zu uns. Er litt an
beiden Hinterbeinen an einer
Kniescheibenluxation, die aber
bereits erfolgreich im Oktober
2010 operiert wurde. Joshi wurde
bisher nicht geritten und gefahren, aber mit seinen sieben Jahren ist er noch nicht zu alt dafür,
es zu lernen.
M
it dieser Kurzbeschreibung steht unser 7-jähriger
Shettywallach
Joshi auf unserer Website unter
der Rubrik „Zuhause gesucht“.
Wir erhielten viele Anfragen
von Interessenten, die ein billiges Pony für die Kinder suchten.
Als die Wörter „Schutzvertrag“,
„Schutzgebühr“ und „Platzkontrolle“ fielen, wurde das Telefonat zügig beendet.
Ein Schutzvertrag soll vermeiden, dass unsere Pferde und Ponys von einer Hand in die nächste
wechseln.Vor allem die kleineren
Ponys haben das Schicksal, dass
sie für Kinder schnell zu klein
werden und durch ein größeres
ersetzt werden. Häufig wechseln
Ponys alle zwei Jahre ihr Zuhause und müssen immer wieder den
Kindern das Reiten lernen: Die
Kinder reißen dem Tier im Maul
herum und, weil Anfänger noch
keinen guten Sitz haben und sich
nicht dem Rhythmus des Pferdes
anpassen können, fallen sie dem
Pony bei jedem Schritt kräftig
auf den Rücken.
Wir sind daher bemüht, für
unsere kleinen Ponys ein dauerhaftes Zuhause zu finden. Es
gibt viele Möglichkeiten, auch
für Erwachsene, mit einem
Pony Spaß zu haben. Ponys sind
zwar manchmal stur, aber nicht
dumm. Gerne lernen sie, sich
auf Kommando hinzulegen, sich
zu verbeugen und vieles mehr.
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Schutzverträge sorgen
dafür, dass wir die Tiere
nach der Vermittlung nicht
aus den Augen verlieren.
Oder das Einfahren der Ponys.
Wie schön ist es nach einem harten Arbeitstag, das Pony einzuspannen und eine Runde durch
die Natur zu fahren?
Der Gnadenhof Haag sucht
Menschen, die sich ein Pony als
Familienmitglied
anschaffen
und auch unseren Schutzvertrag
nicht in Frage stellen, der beinhaltet, dass das Tier ohne unsere Einwilligung nicht an Dritte
weitergegeben oder verkauft
werden darf. Wer das Pony nicht
mehr haben will, muss es unentgeltlich an uns zurückgeben.
Verwahrloste Ponys
Ein Schutzvertrag soll zudem
vermeiden, dass wir die Spur
des Tieres verlieren und sein
Wohlbefinden nicht mehr überprüfen können. Die meisten Tiere kommen verwahrlost zu uns.
Wenn wir Tierpfleger die Tiere
physisch und psychisch wieder
aufgerichtet haben, soll in einem
neuen Zuhause das Leid nicht
wieder von vorne beginnen.
Ponys brauchen so genannte Equidenpässe, also Perso-
Schutzgebühren ersetzen nur einen kleinen Teil der tatsächlichen Kosten. Allein Joshis OP kostete schon 350 Euro.
nalausweise für Huftiere. Seit
2009 gibt es die Chippflicht für
Pferde. Sie müssen geimpft und
entwurmt werden. Und wie bei
unserem Shetty Wallach Joshi
ist manchmal eine Operation
notwendig. All diese Verpflichtungen versäumen viele Besitzer
und dann liegt es an uns, diese
nachzuholen. Aber das kostet
viel Geld.
Ein Beispiel: Joshi kam ohne
Pass, ohne Impfungen und mit
einer Luxation der Hinterbeinen zu uns. Die Kosten für Pass
und Chippen beliefen sich auf
120 Euro, Entwurmungen 60
Euro,
Grundimmunisierung
der Impfungen gegen Tetanus
und Influenza 80 Euro, die Operation mit Nachbehandlung
350 Euro, dazu der dringend
benötigte Hufschmied für 25
Euro. Das ergibt einen Betrag
von 635 Euro. Für Joshi haben
wir eine Schutzgebühr von 300
Euro veranschlagt, also weniger als die Hälfte der Kosten –
Unterhalt und Verpflegung sind
dabei nicht berechnet.
Wir wissen, dass man bei einem Händler Ponys, die sogar
geritten sind, ab 200 Euro bekommt. Aber einem Händler
geht es ums Geschäft und nicht
um das Wohlbefinden des Tiers.
Darum raten wir von Mitleidskäufen ab.
Händlerponys
Oft werden wir von Interessenten gefragt, bis wann wir
das zu vermittelnde Pferd „los
haben wollen“. Bei solchen Fragen können wir nur lächeln. Wir
müssen keine Tiere „los haben“.
Wir suchen nicht irgendein Zuhause, sondern das richtige Zuhause. Aus diesem Grund können wir beruhigt über Macken
und Einschränkungen der Tiere
sprechen, denn jedes Tier hat
auf unserem Gnadenhof seine
Box und seinen festen Platz in
der Herde. Aber dennoch wünschen wir unseren Tieren ein
eigenes Zuhause. Denn jedes
vermittelte Tier macht Platz für
ein neues Tier, das dringend auf
unsere Hilfe wartet.
Anja Fleckenstein
Seite 19
Tiermedizin
Homöopathie im Tierschutz
Die Methode unterstützt nicht nur die Heilung von akuten Erkrankungen wie Blasenentzündungen, sondern lindert auch Ängste und Traumata von ausgesetzten Tieren.
D
ie Homöopathie eignet
sich für die Behandlung von akuten und
chronischen
Erkrankungen
bei Menschen, Tieren und sogar Pflanzen. Dabei wird nicht
eine Arznei gegen eine Krankheit verabreicht, sondern das
ganze Individuum in die Therapie einbezogen. Somit ist
nicht nur die Beseitigung der
Krankheitssymptome Ziel der
Behandlung, sondern die Verbesserung der gesamten Abwehrlage und des Wohlbefindens. Dr. Samuel Hahnemann,
ein deutscher Arzt und Chemiker im 18./19. Jahrhundert, war
der Erfinder der Homöopathie.
Er sprach von sanfter, schneller und zuverlässiger Heilung
und bezeichnete Krankheit als
die Schwächung der Lebenskraft. Die von ihm postulierten
Grundlagen der Homöopathie
gelten heute noch.
Viele neue Erkenntnisse und
Ideen haben die wissenschaftliche Homöopathie in den
vergangenen 250 Jahren weiterentwickelt und der Arzneimittelschatz ist auf weit über
10.000 unterschiedliche Arzneien angestiegen.
Energetische Impulse
Ein homöopathisches Arzneimittel wirkt nicht wie viele
allopathische Medikamente anhand seiner stofflichen Reaktion z.B. durch Zerstörung oder
Isolation des Erregers oder Ersatz eines körpereigenen Stoffes, sondern durch seine so genannte Reizwirkung durch ihre
energetische Information. Es
setzt ähnlich wie ein Hormon
im Körper einen Impuls, der
auf vielfältige Weise wirkt. So
kann das Immunsystem stimuliert, das Wohlbefinden wieder
Seite 20
hergestellt oder auch eine gestörte Organfunktion wieder in
Gang gebracht werden.
Emotionale Erkrankungen
Ein großer Vorteil der Homöopathie liegt in ihrer Umweltverträglichkeit und bei
fachgerechter
Anwendung
Rückstandsfreiheit in tierischen Lebensmitteln. Auch Nebenwirkungen im eigentlichen
Sinne gibt es nicht, jedoch ist
die Homöopathie bei falscher
Anwendung durchaus nicht ungefährlich. Auch für die homöopathische Behandlung ist die
Diagnose, sehr wichtig. Deshalb
gehört sie wie jede Therapie in
fachlich geschulte Hände und
sollte nicht als Laienbehandlung durchgeführt werden.
Ausgesetzte oder verletzt
aufgefundene Tiere haben häufig ein schweres Schicksal hinter sich, sei es körperlicher oder
emotionaler Art. Häufig sind sie
verängstigt und dadurch aggressiv, misstrauisch oder sozial inkompetent. Neben der Heilung
ihrer körperlichen Beschwerden durch ein Trauma,
Unterernährung oder
chronische Krankheiten ist häufig auch
eine emotionale Gesundung notwendig.
Für viele Findlinge
ist es ein langer Lernprozess,
der mit Hilfe homöopathischer
Kügelchen beschleunigt und
vereinfacht werden kann. Dazu
ist es notwendig, zunächst die
Tiere kennen zu lernen, um ihre
Eigenheiten, Ängste, Vorlieben,
Reaktionsweisen und Hintergründe in die Auswahl des
Arzneimittels einbeziehen zu
können. Diese so genannte homöopathische Anamnese dauert ein bis zwei Stunden.
Ausgesetzte Tiere haben oft ein schweres Schicksal hinter sich.
Homöopathie hilft bei der Heilung der Seele.
Der Vorteil in der Tierhomöopathie liegt in der instinktiven
direkten Reaktion und Handlung der Patienten. Man kann
hier ganz vorsichtig Reaktionen
provozieren z.B. durch sanftes
oder grobes Streicheln und das
Verhalten dann beobachten:
Knurrt der Hund sofort oder entzieht er sich und versteckt sich
hinter dem Besitzer? Beginnt er
zu schwitzen oder schmiegt sich
an und verlangt nach mehr?
Eine Schwierigkeit besteht
natürlich darin, dass ein Tier
nicht mit Worten sagen kann wo
und was ihm weh tut und auch
nicht wie es sich fühlt. Interpretationen und Vermenschlichungen sollten dabei vermieden
werden und daher ist ein fundiertes Wissen auf dem Gebiet
des tierartspezifischen Verhaltens notwendig um die richtige
Arznei, das so genannte Similimum herauszufinden.
Sehr viel einfacher ist die
homöopathische Therapie bei
akuten Erkrankungen wie eines Knochenbruchs, einer Bla-
Tiermedizin
senentzündung oder eines Bissabszesses. Hierfür reicht es aus,
die klinischen Symptome z.B.
flüssiger Eiter, blaue Verfärbung
der Haut um die Bissstelle, hohes Fieber und heftige Gegenwehr bei der Untersuchung zusammenzutragen, um z.B. die
Arznei Buschmeisterschlange
(Lachesis muta) als Heilmittel
zu identifizieren. Die richtige
Arznei wird den Abszess schnell
abklingen lassen und zu einer
zügigen Abheilung ohne Wiederaufflackern der Entzündung
führen. Die gleichzeitige Gabe
eines Antibiotikums ist dafür
nicht notwendig.
Akute Erkrankungen
In der Homöopathie gibt es
so genannte bewährte Indikationen. Allbekannt ist der Bergwohlverleih, Arnica montana,
als das erste Mittel bei stumpfen Traumen. Wenn man sich
angeschlagen hat oder als Prophylaxe in der Zahnmedizin,
wenn ein Zahn gezogen werden
muss, damit die Schwellung
und der Schmerz nicht so dramatisch ausfällt.
War der Schlag oder der Unfall so heftig, dass vielleicht ein
Knochen oder gar das Becken
der Katze gebrochen ist, dann
spricht das mehr für eine andere Arznei, nämlich Symphytum
officinalis, den Beinwell.
Handelt es sich um einen
Nervenschmerz, z.B. wenn der
Schwanz in der Autotüre eingeklemmt worden ist, dann
hilft Johanniskraut, Hypericum
officinale in vielen Fällen.
Wir wissen, dass die Tollkirsche Belladonna hochgiftige
Alkaloide enthält und es gefährlich ist, die roten Früchte
oder Pflanzenteile einzunehmen. Zu einer homöopathischen Arznei aufbereitet, ist
diese Vergiftungsgefahr nicht
mehr gegeben, gleichwohl ist
aber die erwünschte fiebersenkende Wirkung erhalten und
wird sogar noch gesteigert. In
der Volksheilkunde seit jeher
wohl bekannt ist Hypericum
als Mittel gegen depressive Zustände.
Auch Arnica heilt nicht nur
bei äußeren Verletzungen, sondern in der Homöopathie ist es
ein wichtiges Arzneimittel für
Tiere, die Angst haben und es
nicht vertragen, festgebunden
oder von Fremden angefasst zu
werden und mit sehr heftiger
Gegenwehr reagieren. Pferde,
die Arnica benötigen, reißen die
Augen auf vor Panik, flüchten,
steigen oder schlagen in solchen
beängstigenden Situationen sogar aus. Man muss Angst haben,
nicht von ihnen verletzt
zu werden. Meist haben diese Tiere in ihrem Leben Gewalt
am eigenen Körper
erleben müssen.
TIERE IN NOT e. V.
Freising, Telefon: (08161) 20 83 28,
Mobil: 0176-64 11 19 12,
E-Mail: [email protected]
Bachblüten
Nicht mit der Homöopathie
sollte diese Art der naturheilkundlichen Therapie verwechselt
werden.
Bachblüten, benannt nach dem
englischen Arzt Dr. Edward
Bach, sind Blütenessenzen, die
nicht nach den Vorschriften des
Homöopathischen Arzneibuchs
hergestellt werden. Bachblüten helfen besonders in geistigen oder emotionalen Gemütszuständen wie Eifersucht,
Misstrauen, Verbitterung oder
Ängstlichkeit, um nur ein paar
zu nennen. Besonders bekannt
ist eine Mischung aus einigen
der Bachblüten, die so genannten Rescue- oder Notfalltropfen. Diese finden auch in
der Tiermedizin regen Gebrauch. Wie der Name
schon sagt, in Notfällen, also ähnlich wie
Arnica bei Stoßverletzungen aber auch in
Schreck- oder Schocksituationen, z.B. wenn der
Tierarztbesuch ansteht oder
wenn das Tier sich auf dem Behandlungstisch nicht anfassen
lassen will.
Dr. med. vet. Stefan Kohlrausch
Kontakt
Es gelten nur die hier angegebenen
Telefonnummern.
Deutschlandweite Notrufnummer:
(08581) 96 16-0
(Bitte nur in wirklichen Notfällen anrufen)
Briefe an die TierRundschau
[email protected] oder
TierRundschau, Ausbau Kirschberg 15,
03058 Neuhausen/Spree
TIERSCHUTZLIGA
in Deutschland e. V.
Vorsitzende: Dr. Annett Stange
Ausbau Kirschberg 15, 03058 Neuhausen/
Spree, Telefon: (035608) 416 95, Fax:
(035608) 415 96, Internet: www.tierschutzliga.
eu, E-Mail: [email protected]
Vorsitzender: Johann Gamperl,
Sudetenlandstr. 92, 85221 Dachau,
Telefon: (08581) 96 16-0,
E-Mail: [email protected]
Tierheim Heinsdorfergrund
verantwortlich: Joachim Tröger,
Wiesenweg 2, 08468 Heinsdorfergrund,
Telefon: (03765) 651 96, E-Mail: [email protected]
Gnadenhof letzte Zuflucht
verantwortlich: Ingrid Kleinwechter,
Riedelsbach 58, 94089 Neureichenau,
Telefon: (08583) 915 93
Katzenstation Netzschkau
verantwortlich: Brigitte Tröger, Georgstr. 11,
08491 Netzschkau, Telefon: (03765) 39 29 10
Mitgliederverwaltung für alle Vereine
Telefon: (08581) 96 16-0,
Fax: (08581) 96 16-20, Bürozeiten: Montag
bis Freitag von 8.00–16.00 Uhr
Hundestation München
verantwortlich: Andrea Mansfield,
Westerndorf 9 a, 85778 Haimhausen
Telefon: (08133) 444 53 89, 0173-877 76 42
E-Mail: [email protected]
Tierschutzliga-Dorf Groß Döbbern
verantwortlich: Dr. Annett Stange, Ausbau
Kirschberg 15, 03058 Neuhausen/Spree
Telefon: (035608) 401 24, Fax: (035608) 416 69,
Internet: www.tierschutzligadorf.de,
E-Mail: [email protected]
Katzenstation München
verantwortlich: Helga Grüning,
Feldmochinger Str. 48, 80993 München,
Telefon: (089) 14 29 03,
E-Mail: [email protected]
An die Tierschutzliga
angeschlossene Vereine:
Katzenstation Freising
verantwortlich: Anita Kiermeier,
Theodor-Scherg-Str. 1 b, 85354 Pulling bei
Tierheim Wollaberg
verantwortlich: Andrea Thomas,
Falkensteiner Str. 10, 94118 JandelsbrunnWollaberg, Telefon: (08581) 96 16-0 ,
Internet: www.tierheim-wollaberg.de
TIERSCHUTZVEREIN
ABANDONNER e. V.
Vorsitzende: Anja Fleckenstein,
Falkensteiner Str. 10, 94118 JandelsbrunnWollaberg, Telefon: (08581) 96 16-0
Gnadenhof Haag
verantwortlich: Anja Fleckenstein, Haag 5,
94154 Neukirchen vorm Wald, Telefon: 0160555 81 07, Internet: www.gnadenhof-haag.de,
E-Mail: [email protected]
MOBILE TIERRETTUNG e. V.
Vorsitzender: Markus Eyertt, Falkensteiner
Str. 11, 94118 Jandelsbrunn-Wollaberg,
Telefon: (08581) 96 16-0,
Fax: (08581) 96 16-20,
E-Mail: [email protected]
Pferdehof Gsenget
verantwortlich: Bettina Ramesberger, Kapellenstr. 20, 94089 Neureichenau,
Telefon: 0170-237 59 52
Katzenstation Borken
verantwortlich: Matthias Eckner,
Schloßstrasse 1, 34582 Arnsbach/Borken,
Telefon: (05682) 409 87 34,
Fax: (05682) 409 87 35,
E-Mail: [email protected]
ALLGEMEINER
TIERHILFSDIENST e. V.
Vorsitzende: Uschi Lohse,
OT Ahlum, Im Winkel 51, 38489 Rohrberg,
Telefon: (039007) 410 00,
Fax: (039007) 910 09,
Internet: www.allgemeiner-tierhilfsdienst.eu
E-Mail: [email protected]
Tierheim Ahlum
verantwortlich: Iris Volk/Jana Kersten
OT Ahlum, Im Winkel 51, 38489 Rohrberg,
Telefon: (039007) 410 00,
E-Mail: [email protected]
Tierheim Renate Lang
(benannt nach der Spenderin)
verantwortlich: Carola Lerch/Uschi Lohse,
Käppele am Hochsträß 1, 72160 Horb-Talheim,
Telefon: (07486) 96 46-00,
Fax: (07486) 96 46-01, www.tierheim-horb.de,
E-Mail: [email protected]
Katzenstation Berlin
verantwortlich: Manuela Golze,
Turiner Str. 41, 13347 Berlin,
Telefon: (030) 45 80 22 22,
E-Mail: [email protected]
Seite 21
Tier & Mensch
Langzeittransporte von Tieren
Unzählige Tiere werden unter schlimmsten Bedingungen tausende Kilometer
durch die EU transportiert. Die Kampagne 8hours will dagegen vorgehen.
B
auernhofidyll: Ein kleines
Ferkelchen wird geboren,
wächst im Stall und Auslauf auf und wird schlussendlich am Hof geschlachtet, um
zu Wurst und Fleisch für die
Zweibeiner zu werden. Doch
diese Idylle gibt es fast nirgendwo.
Heute werden die kleinen
Ferkelchen in großen Massengeburtsfabriken
größtenteils
im Ausland produziert. Die dänischen Ferkel sollen derzeit
die besten am Markt sein. Mit
wenigen Wochen werden sie zu
hunderten in LKWs verfrachtet
– bis zu fünf Etagen übereinander, dicht an dicht gedrängt,
fahren die kleinen Kerlchen in
eine Schweinemastanlage irgendwo in Deutschland. Aber
auch dort sind sie nicht angekommen. Nach wenigen Monaten geht es wieder auf den
LKW, diesmal wird nur in drei
Etagen geladen, schließlich
sind die Schweinchen inzwischen zu großen Schweinen herangewachsen. Doch die letzte
8hours
unterstützen
Bitte helfen Sie, damit
Schlachttiere nicht mehr
länger als acht Stunden zum
Schlachthof transportiert
werden. Unterschreiben Sie
auf www.8hours.de und auf
den Unterschriftenlisten an
unseren Informationsständen
oder in unseren Tierheimen.
Seite 22
Bei drangvoller Enge
sind die Tiere stundenlang Stress, Hitze,
Hunger und Durst
ausgesetzt.
Fahrt kann lange dauern. Nicht
der nächst gelegene Schlachthof wird angesteuert, sondern
der, der am meisten für das
Kilo Schwein bezahlt. So ein
Großschlachthof liegt häufig
nicht in Deutschland, sondern
irgendwo im europäischen
Ausland. Stundenlang leiden
die Tiere auf dem Transport unter größtem Stress, sind Hitze,
Hunger und Durst ausgesetzt,
denn bis zu 24 Stunden nonstop, also ohne Pause, dürfen
sie transportiert werden. Bis
die Schweine endlich am zum
Teil 1000 Kilometer entfernten
Schlachthof ankommen und
ihren letzten Weg zur Schlachtbank gehen.
Aber diese Schweine haben
noch eine vergleichsweise kurze Strecke zurückgelegt. Millionen von Mast- und Schlachttieren werden jedes Jahr über
Entfernungen von mehreren
Tagen und tausenden Kilometern transportiert. Da werden
Zuchtrinder von Deutschland
nach Russland oder Nordafrika
verfrachtet, Pferde von Polen
nach Italien oder Kälber von
Deutschland nach Spanien.
Transportzeiten von bis zu 60
Stunden – das sind fünf Tage –
sind dabei keine Seltenheit.
Wirkungslose Verordnung
Obwohl 2007 eine neue EUTransportverordnung
zum
Schutz der Tiere in Kraft trat, hat
sich nichts an der prekären Situation geändert. Die Verordnung
regelt nur den Transport an sich,
also Rastzeiten, Fütterung und
Tränkevorrichtungen im Transportfahrzeug. Jedoch die Fahrzeiten und auch die Ladedichte
wurden durch diese Verordnung
nicht berücksichtigt.
Zu selten werden Kontrollen der Fahrzeuge durchgeführt
und Verstöße geahndet, besonders wenn diese die EU verlassen. Aus Profitgier werden
vorgeschriebene Pausen zum
Tränken und Füttern der Tiere
nicht eingehalten, die Transporter überladen. Es fehlt an
Versorgungsstationen auf der
Transportstrecke, wo die Tiere entladen werden und rasten
können. Auf dem stressigen
Transport, so eng zusammengepfercht, kommt es immer
wieder dazu, dass sich Tiere gegenseitig durch Bisse und Tritte verletzten. Zum Teil werden
Tiere von ihren Artgenossen tot
getreten, wenn sie aus Schwäche zum Liegen kommen. Oder
sie verenden einfach, weil ihr
Kreislauf in der Hitze des
Transporters oder durch den
ungewohnten Stress einfach
zusammenbricht.
Nicht länger als 8 Stunden
Der Verein Animals’ Angels
hat zusammen mit dem EUParlamentarier Dan Jørgensen nun die Kampagne 8hours
gestartet. Es soll ein erneuter
Vorstoß im europäischen Parlament erfolgen. Ziel ist es, die
Höchsttransportzeit für Tiere,
die zur Mast oder Schlachtung
bestimmt sind, auf höchstens
acht Stunden zu begrenzen. Bis
Oktober 2011 sollen eine Million Unterschriften gesammelt
werden. Wir möchten diese Unterschriften-Kampagne unterstützen. Bitte helfen Sie dabei!
Dr. Annett Stange
Tierschutzliga intern
Neue Vorsitzende gewählt
S
eit 1994 wurden die Geschicke der Tierschutzliga
e.V. geleitet von der Vorsitzenden Uschi Lohse zusammen mit den Vorstandmitgliedern Johann Gamperl, Carola
Lerch und Manuela Golze. Bei
der Jahreshauptversammlung
am 22.10.2010 sind alle vier
altgedienten Vorstandsmitglieder nicht mehr zur Wahl angetreten. Wir wollten die Zukunft
des Vereins in jüngere Hände legen. Den neuen Vorstand bilden
jetzt: Vorsitzende Dr. Annett
Stange und die beiden Vertretungen Annekathrin Hoffmann
und Nadine Gittel.
Die ehemalige
TierschutzligaVorsitzende
Uschi Lohse (re.)
gratuliert ihrer
Nachfolgerin Dr.
Annett Stange zur
erfolgreichen Wahl.
Tag der offenen Tür
Tierheim Renate Lang
Wir laden Sie herzlich ein!
Besuchen Sie unser Tierheim
am Sonntag, den 10. April 2011
von 12.00 bis 17.00 Uhr
Informieren Sie sich über die Einrichtung und
deren Aufgaben oder nehmen Sie an einer Führung
in der Hunde- und Katzenstation teil.
Es gibt einen Kuchenbasar, Leckeres vom Grill und
eine Tombola zugunsten unserer Tiere.
72160 Horb-Talheim, Käppele am Hochsträß 1,
Tel.: (07486) 96 46-00
Ehrenamtliche
Mitarbeiter gesucht
I
mmer mehr Tiere landen in Tierheimen und Gnadenhöfen, Jahr um Jahr kämpfen wir mit einem immer höheren Tierbestand. Unsere Hunde, Katzen,
Kleintiere, Pferde und Ponys werden zwar bestens mit
Futter, Pflege und Behausung versorgt, aber sie wünschen sich Menschen, die sich mit ihnen beschäftigen.
Außerdem suchen wir tierliebe Leute, die uns z.B.
beim Einfangen von wildlebenden Katzen oder Organisieren von Arztterminen unterstützen.
Vielleicht haben Sie einige Stunden Zeit, um den
Tieren als ehrenamtlicher Mitarbeiter zur Verfügung zu
stehen? Folgende Aufgaben können Sie übernehmen:
• Verpflegung und Betreuung unserer Tierbewohner
• Gassi gehen mit Hunden
• Schmuseeinheiten und Spielstunden mit unseren Schützlingen
• Reinigung und Desinfektion der Tier behausungen
• Einfangen der wildlebenden Katzen mittels zur
Verfügung gestellten Boxen
• Organisation von Kastrationsaktionen
• Versorgung und Verpflegung der wildlebenden
Katzen
• Striegeln und Versorgen der Pferde
• Nachkontrollen bei vermittelten Tieren
• Aufnahme einzelner Hunde zur vorübergehenden Pflege
Wir freuen uns über alle Interessenten, vom rüstigen Rentner bis zum verantwortungsvollen Jugendlichen. Melden Sie sich bitte bei Angelika Rätscher unter
0178-656 20 16 oder [email protected] oder Tiere
in Not, Sudentenlandstr. 92, 85221 Dachau
Für diese Tierheime suchen wir Unterstützung:
Baden-Württemberg: Tierheim Renate Lang, Bayern:
Hundestation München, Katzenstation München, Katzenstation Freising, Tierheim Wollaberg, Gnadenhof
Haag, Gnadenhof Letzte Zuflucht, Pferdehof Gsenget,
Brandenburg: Tierschutzliga-Dorf Groß Döbbern, Berlin: Katzenstation Berlin, Hessen: Katzenstation Borken, Sachsen: Tierheim Heinsdorfergrund, Katzenstation Netzschkau, Sachsen-Anhalt: Tierheim Ahlum
Impressum & Bildnachweis
Verlag: Abandonner e. V., Falkensteiner Str.
10–11, 94118 Wollaberg,
Tel.: (08581) 96 16-0,
E-Mail: [email protected]
Chefredaktion: Uschi Lohse
Assistenz der Chefredaktion: Carola Lerch
Redaktionsleitung: Myriam F. Goetz
Autoren: Anja Fleckenstein, Myriam F. Goetz,
Manuela Golze, Helga Grüning, Annekathrin
Hoffmann, Anita Kiermeier, Dr. med. vet.
Stefan Kohlrausch, Carola Lerch, Uschi Lohse,
Andrea Mansfield, Angelika Rätscher, Dr.
Annett Stange, Iris Volk
Gestaltung: Julia Wolf
Logo Tierschutzliga: Ralph Eyertt
Druck: Schleswig-Holsteinischer
Zeitungsverlag GmbH, Büdelsdorf
Erscheinungsweise: vierteljährlich
Bezugskosten: Im Mitgliedsbeitrag enthalten
Fotos (v.l.n.r.): Titelfoto: Iris Volk S 6: pixelio/
Rolf-Handke, pixelio/asrawolf, pixelio/RolfHandke, pixelio/Mausezahn1964 S 7: Dr. Annett Stange, Julia Wolf, pixelio/Jerzy Sawluk,
pixelio/Barbara Eckholdt S 8 + 9: Annekathrin
Hoffmann S 20: pixelio/cameraobscura S 22:
Animals‘ Angels S 24: Julia Wolf
Seite 23
Kolumne
Hummel und ich
Der Freigänger
Hummel und Biene sind
Freigänger und sie lieben das
Leben draußen. Meine Freundin Meisi findet es unverantwortlich, die Katzen ins Freie
zu lassen. Sie führt die vielen
überfahrenen Katzen an, die
tot oder schwer verletzt am
Straßenrand liegen bleiben
oder sie erzählt von den Verrückten, die Katzen heimlich
irgendwo einsperren. Nicht zu
vergessen die vermaledeiten
Jäger, die Katzen abknallen,
nur weil sie im Wald herumspazieren. Natürlich hat Meisi nicht ganz unrecht. Aber
Hummel und Biene sind geradezu aufgeblüht, als sie mit
mir in das Häuschen mit Garten umzogen und ab diesem
Zeitpunkt raus durften.
•
Ich muss zugeben, dass ich
dem Tollpatsch Hummel nicht
viel zutraute, deshalb ließ ich
erstmal nur Biene durch die
Terrassentüre in den Garten.
Hummel durfte auch hinaus,
aber mit Brustgeschirr und
Leine. Biene empfand Hummel
mit Leine als Lachnummer. Feixend sprang sie ihn an, kletterte vor seiner Nase mit Karacho
auf Bäume und zeigte ihm, was
er dank der Leine alles nicht
tun konnte. Aber Hummel ließ
sich nicht irritieren, so sehr
war er fasziniert von der neuen
Umgebung. Er schnüffelte minutenlang an Grashalmen, war
elektrisiert vom Geruch der
Pflanzen, wetzte seine Krallen
am Kirschbaum, streckte sein
Köpfchen in den sanften Wind
und ließ ihn sich um die Nase
streichen.
•
Im ersten Jahr seines Freigangs ging Tollpatsch Hummel zweimal verloren, als er
in einen tiefen Kellerschacht
sprang und nicht mehr herauskam. Das war typisch für ihn,
wahrscheinlich sah er dort unten Mäuse herumwuseln und
überlegte nicht lange. Zwei
Wochen verbrachte er im Winter bei Minustemperaturen nur
20 Meter von seinem Zuhause
entfernt, aber ich konnte ihn
nicht finden, weil er auf mein
Rufen nicht reagierte. Inzwischen hat Hummel geschnallt,
dass Menschen nur auf verbale Kommunikation reagieren.
Als er zum dritten Mal in einen
Schacht gesprungen war, rief
er mich aus Leibeskräften und
seine Gefangenschaft dauerte
nur wenige Minuten.
•
Inzwischen passieren Hummel nur noch kleine Missgeschicke. Letzte Woche flüchtete
er vor einem harmlosen Fußgänger unter seinen Lieblingsbusch neben dem Gehweg. Er
dachte einfach nicht daran,
dass der Busch im Winter keine Blätter trägt. So saß er für
jeden gut sichtbar zwischen
nackten, dürren Ästen. Sein
rotes Fell hob sich wunderbar
vom weißen Schnee ab. Nicht
gerade ein gutes Versteck. Der
fremde Fußgänger konnte sich
vor Lachen kaum mehr einkriegen.
•
Im Laufe der Zeit ist Hummel innerlich gereift, strahlt
durch und durch Zufriedenheit aus, ist mit sich und der
Umwelt im Reinen. Die Überwachung seines Reviers ist
eine Aufgabe, die ihn erfüllt.
Es gibt so viel zu entdecken
draußen. Die vielen Düfte, die
Hummel und Biene so sehr
lieben, die Sonnenstrahlen,
die Jagd nach Mäusen, das
Klettern auf Bäume. Ja, meine
Freundin Meisi hat recht, es
ist nicht ungefährlich draußen, aber wie sehr viel mehr
erfüllt ist dieses Katzenleben!
Myriam F. Goetz
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Für Ihren Liebling-Delikatessen sind frei von Chemie und
synthetischen Zusätzen. Durch die Sauermolke Galacum®
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sind viel geringere Futtermengen notwendig.
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Seite 24
Was ist Galacum®?
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