Jahresbericht 2012/2013

Transcription

Jahresbericht 2012/2013
Engagiert für andere
Jahresbericht des Malteser Hilfsdienst e.V.
im Erzbistum Paderborn 2012-2013
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Malteser Hilfsdienst e.V. im Erzbistum Paderborn
Aus dem Inhalt
Vorwort des Diözesanleiters
S. 3
Benimm-Kurse sind der Renner
S. 4 - 5
Jugend: Abwechslungsreich
S. 6 - 7
Ausbildung: Zertifiziert
S. 8 - 9
Notfallvorsorge: Bestanden
S. 10 - 11
soziale Dienste: Erfolgreich
S. 12 - 13
soziales Ehrenamt: Zukunft
S. 14 - 15
Wallfahrten: tiefes Erlebnis
S. 16
Hospizarbeit: Kreativ
S. 17
Ausland: Notwendigkeit bleibt
S. 18 - 19
Vorstand
S. 20
Beauftragte
S. 21
Diözesangeschäftsstelle
S. 22
Malteser vor Ort
S. 23
Übersichtskarte
S. 24
Impressum:
Titelseite: Malteser
im Einsatz. Bei der
Großübung „Flamme
2012“ in Sassenberg
bei Warendorf war im
Oktober 2012 eine große
„Lage“ aufgebaut worden.
Dabei ging es darum,
Jugendliche, die zu einem
Turnfest in einer Schule
untergebracht waren, aus
einem brennenden Gebäude
zu retten und zu versorgen.
Malteser-Einheiten aus der
ganzen Diözese arbeiteten
dabei mit der örtlichen
Feuerwehr zusammen.
Die Übung war von
einem Instutit konzipiert
und begleitet worden.
In der anschließenden
Auswertung zeigten sich
die Organisatoren sowie
Beobachter mit der guten
Leistung der Malteser
und dem perfekten
Zusammenspiel mit anderen
Hilfskräften mehr als
zufrieden.
Im Bild: Laura John,
Sanitäterin aus Gütersloh,
betreut einen jungen
Verletzten.
Herausgeber: Malteser Hilfsdienst e.V.
im Erzbistum Paderborn
– Diözesanleitung –
verantwortlich: Mirjam Weisserth,
Diözesangeschäftsführerin (ViSdP)
Stand: Redaktion: Fotos: Layoutvorlage: Juni 2013
Christian R. Schlichter
Jan Braun, Ch. Schlichter, Anke Buttchereit,
Eike Breustedt, Sven-David Vormittag,
Nils Brandes, Daniel Kwauka, Knut Vahlensiek, Raimund Neuhaus, Malteser
P+Kom-NRW/Schlichter
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Jahresbericht 2012-2013
Immer wieder
Menschen begeistern
>>
<<
Meine sehr geehrten Damen und Herren,
liebe Malteserinnen und Malteser!
Erfolgreich und auch für die Zukunft auf breiter Ebene mit einer
guten Perspektive ausgestattet, das sind die Schlagworte für
die Entwicklung der Malteser in den vergangenen Monaten.
Gute Erfolge waren dabei bestandene Zertifizierungen oder
gelungene Einsätze. Wechselvoll war durchaus die Entwicklung anderer Bereiche, in denen Umzüge und Umstrukturierungen anstanden, aber bravourös gemeistert wurden. Die
weitere Suche und Qualifizierung neuer Ehrenamtlicher bis in
die Führungsebene hinein, war eine der Aufgaben, die wir uns
besonders gesetzt hatten. Auch dort waren wir präsent. Für die
Malteser waren die vergangenen Monate eine Zeit der weiteren Konsolidierung besonders in der Sicherung einer guten
Gemeinschaft
Wir haben die Zertifizierung der Berufsgenossenschaft
bestanden für unsere Erste Hilfe Ausbildung, die auf
einem hohen qualitativen Stand steht. Wir haben große
Wallfahrten nach Lourdes und Rom absolviert mit
tiefen Glaubenserlebnissen der Mitfahrer. Wir haben mit
der Diözesanübung Flamme 2012 gezeigt, dass unsere
Katastrophenschutzeinheiten bestens gerüstet sind. Das sind
durchaus beachtenswerte Erfolge, die nur durch das hohe
Engagement der Ehrenamtlichen erreicht werden konnten.
Diese gute Aufstellung haben wir als Malteser aber auch
nach außen getragen. Wir haben uns nicht nur beim NRW
Tag präsentiert. Wir haben auch ein Jahr lang wieder bei
großen und kleinen Stadtfesten und Veranstaltungen, bei
Schützenfesten und Sportturnieren, bei Feiern und Festen
Präsenz gezeigt, unsere Arbeit vorgestellt und zugleich diese
Veranstaltungen abgesichert. Dabei waren wir wieder ein
Partner für die Kirchengemeinden und Kommunen, der
mitgeholfen hat, solche Feste überhaupt möglich zu machen.
Stolz bin ich auf unsere starke Jugend mit ihren vielen
Jugendaktivitäten vor Ort. Beginnend bei der der
wöchentlichen Gruppenstunde über die Highlights wie die
erfolgreichen Zeltlager bis hin zu besonderen Aktionen wie
dem deutsch-polnischen Austausch haben wir viele Aktivitäten
organisiert. Damit haben wir erlebt, dass unsere Jugend nicht
selbst Spaß haben möchte, sondern für andere engagiert da ist.
Das gilt auch für den Schulsanitätsdienst, dessen Wettbewerb
gezeigt hat, dass dort Jugendliche mit Engagement und Wissen
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Dr. Wolf van Lengerich
Diözesanleiter
unterwegs sind, um zu helfen.
Wir haben mit den Benimm Kursen an Hauptschulen in Herne
ein ganz neues Tätigkeitsfeld aufgezeigt und dabei auf Anhieb
neun engagierte Ehrenamtliche qualifiziert und in den Dienst
gebracht. Das hat uns als Leuchtturmprojekt viel Lob und
Medienaufmerksamkeit gebracht, die wir auf unsere anderen
Aktivitäten umlenken konnten.
Doch wir haben uns nicht nur wieder ein Jahr lang engagiert
für andere und waren erfolgreich in unserer Arbeit. Wir
haben auch gemeinsam gefeiert. Beim Seefest der Aktiven
am Möhnesee haben wir uns mit über 400 Ehreanmtlichen
über unsere Gemeinschaft gefreut: mit Gottesdienst und
sportlichen Aktivitäten, mit Unterhaltung und Infos.
Bei der Diözesanversammlung in Herne ging es nicht
nur um Wahlen und Regularien, sondern auch um einen
ausführlichen Rückblick sowie Lob für soviel Engagement.
Bei der Beauftragten-Tagung im Herbst haben wir ebenso
die Einheit unserer 40 Gliederungen gespürt, wie bei den
Bezirkskonferenzen. Dort haben wir über unsere Strategie
gesprochen, genauso wie über die Leitlinien und unsere ganz
konkreten Aktivitäten, um die Arbeit weiter zu profilieren.
Für die Zukunft haben wir uns fest vorgenommen, neue
Ehrenamtliche zu finden und auszubilden, sie zu stärken und
qualifizieren, sie in ihrem Dienst zu begleiten und mit ihnen
als Gemeinschaft der Malteser ein Partner für Ehrenamt rund
um Notfallvorsorge und Sanitätsdienst sowie bürgerschaftliches
soziales Engagement sein. Viele neue Ehrenamtliche haben wir
in den vergangenen Monaten bereits gewonnen, mit unseren
neuen Leuchttürmen BED Demenz sowie Benimm Kurse, dem
Malteser Laden sowie dem Kulturbegleitdienst. Dort werden
wir anknüpfen und das ausbauen.
Ich bin stolz darauf, dass unsere Gemeinschaft der Malteser
wieder so viel geleistet hat und weiter auf einem guten Weg
ist. Dafür danke ich allen Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen
ganz besonders.
Dr. Wolf Börries van Lengerich, Diözesanleiter
3
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Malteser Hilfsdienst e.V. im Erzbistum Paderborn
Lernen auch von Älteren: Die Benimm Kurse an den Hauptschulen leben auch davon, dass gestandene Ehrenamtliche den Jugendlichen erklären, wie das mit den
Knigge Regeln zu verstehen ist. An der Hauptschule am Hölkeskampring in Herne haben sie das gern angenommen.
>>
Ehrenamt: Mit Begeisterung engagiert
Herne. Mit gutem Benehmen neue Ehrenamtliche finden? Hört sich ungewöhnlich
an, lässt sich aber durchaus umsetzen.
Mit einem bereits bei den Maltesern in
Essen preisgekrönten Konzept haben
nun auch die Paderborner Malteser diesen Weg beschritten. Dabei gehen sie
mit ganz unkonventionellen Ideen auf
Menschen zu, um sie um ihre Zeit zu bitten. In Herne hat das geklappt: nach nur
vier Wochen fanden sich neun begeisterte Frauen und Männer zusammen, ließen
sich ausbilden zu Benimm-Trainern und
sind seitdem für die Malteser aktiv in
Schulen, in denen sie Jugendlichen korrektes Benehmen beibringen.
Erfolgspotentiale optimal nutzen
Wie begrüßt man sich richtig? Wer erhält
bei einem Zusammentreffen als erstes
die Hand? Wofür sind die vielen Messer
und Gabeln rund um die Platzteller da
und wie benutzt man sie richtig? Fragen,
die Jugendlichen oft Angst machen. Weil
sie sich nicht richtig auskennen, sind sie
unsicher, benehmen sich übertrieben
oder vermeiden die Situation. Je seltener
sie aufgrund ihrer sozialen Herkunft in
Situationen gelangen, in denen gutes
Benehmen entscheidend sein kann, desto
ungeübter sind sie dabei.
Chancen von morgen nutzen
Das Konzept der Benimm Kurse für
Hauptschulen greift dort ein. Es soll
den Jugendlichen in der wichtigen Phase
der Berufsorientierung, in der sie zu
Praktika ausschwärmen oder auch bereits
erste Bewerbungsgespräche führen, das
Handwerkszeug guten Benehmens an
die Hand geben. Denn je besser sie sich
präsentieren können, je genauer sie die
gesellschaftlichen Spielregeln kennen,
umso bessere Chancen haben sie später
auf dem Lehrlingsmarkt. Der besondere
Ansatz der Malteser dabei ist, dass die
Kurse, in denen den Jugendlichen dieses
so wichtige Wissen vermittelt wird, von
<<
Ehrenamtlichen gegeben werden. Sie
schlagen durch ihr Engagement damit
eine Brücke fast über zwei Generationen
hinweg. Fast durchgängig kommen die
Ehrenamtlichen der Malteser aus einer
Zeit, in der gutes Benehmen noch zum
gesellschaftlichen Lernfeld gehörte. Als
mittlerweile größtenteils Pensionäre
nutzen sie ihre Zeit, um dieses Wissen an
Jugendliche weiterzugeben.
Kurse als Medienmagnet
„Egoismus und Ellenbogen - warum
nicht?“, lautete das Thema der
Sonntagssendung „Weckup“ auf Sat 1.
Mittendrin ein langer Beitrag über die
Benimm Kurse der Malteser in Herne.
Mona, Elli, Elif und Jakob wurden
darin zu kleinen Fernsehstars. Aber
auch Christel Wolf, ehrenamtliche
Benimmtrainerin der Malteser, hatte
ihren großen Auftritt. Benimm
Kurse, das bedeutet Höflichkeit und
gutes Benehmen zu vertiefen. Die
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Jahresbericht 2012-2013
Großer Auftritt: Die Ehrenamtliche Christel Wolf (links) hatte Sat 1 Redakteurin Pia Rieland
in ihrem Benimm Kurs zu Gast, die Schüler ließen sich nicht aus der Ruhe bringen.
ehrenamtlichen Trainer der Malteser
sind dazu zunächst an Hauptschulen,
in Herne und Wanne-Eickel engagiert.
Die Kurse bestehen dabei aus vier
Doppelstunden Unterricht, anschließend
gehen die Jugendlichen in feiner
Atmosphäre essen, um das Erlernte
umzusetzen. Möglich wird das durch
Spender, die die Kurse unterstützen.
Brückenschlag gelingt
Freiwillig, das ist entscheidend. Die
Ehrenamtlichen heben ihre Aufgabe so
übernommen und sprechen sich in der
Gruppe jeweils ab, wer für welchen Kurs
Zeit hat. Aber auch die Jugendlichen
melden sich freiwillig an, da wird keiner
von der Schule gezwungen. Eher im
Gegenteil: Die meisten Kurse haben
mehr Anmeldungen, als Plätze frei sind.
Das schafft natürlich eine besondere
Atmopshäre, die den Brückenschlag
zwischen älteren Trainern und jüngeren
Schülern gelingen lässt.
Gutes Benehmen macht viel Spaß
Für Sat 1-Redakteurin Pia Rieland
war der Dreh in der Hauptschule am
Hölkeskampring in Herne eine besondere
Erfahrung. Nicht nur, dass sie das Thema
interessant fand. Von der Atmosphäre in
der Schule und den „Unterrichtsstunden
in Sachen Knigge “ mit den Jugendlichen
war sie begeistert. Diszipliniert arbeiteten
die Mädchen rund um Mitschüler Jakob
das Thema „Der gedeckte Tisch“ ab.
Auch die Wiederholung zum korrekten
Auftreten beim Vorstellungsgespräch
saß gut. Gutes Benehmen, so wurde
deutlich, kann auch Jugendlichen viel
Spaß machen.
Konzentriert im Kurs dabei
Das Projekt
Während Kameramann und Techniker
alles festhielten und manchmal sehr nahe
dran waren, ließen sich die Jugendlichen
aus den neunten Klassen nicht ablenken.
Gutes Benehmen, das sei wichtig später
im Beruf und auch im Leben, waren sie
sich einig. Außerdem wollten sie selbst
doch auch höflich behandelt werden, war
die Meinung der Schüler. Da lohne es
dann schon, sich damit zu beschäftigen,
wie eine korrekte Begrüßung aussehe, was
mit einer Dreierreihe Messer und Gabeln
neben dem Teller anzufangen sei oder
wie man sich selbst präsentiere.
Die Benimmkurse der Malteser in
Herne sind ganz schnell zu einem
Erfolgsmodell geworden. Erst
im Oktober 2012 in der Diözese
Paderborn gestartet sind mittlerweile
bereits neun Ehrenamtliche zu
Benimm-Trainern ausgebildet. Neun
Kurse sind an Hauptschulen bereits
gelaufen oder fest terminiert, weitere
werden bis zu den Sommerferien
folgen, im Schuljahr 2013/14 wollen
die Malteser das noch ausbauen.
Sparkasse, Energieversorger, ID55
und Privatpersonen hatten bislang
gespendet für die Kurse. Mit diesen
Zuschüssen für Organisation,
Materialien sowie das große
Abschlußessen lassen sich die Kurse
derzeit finanzieren. Sobald ein
Spender gefunden ist, werden neue
Schulen angesprochen. Der Erfolg
beflügelt die Malteser, die ersten
Gespräche, solche Kurse auch in
Hernes Nachbarstädten Castrop oder
Wetter anzubieten, laufen bereits.
Freude bei den Hauptschulen
Rektorin Claudia Aldibas-Könneke
freute sich über die plötzliche mediale
Aufmerksamkeit. Ein weiterer Baustein,
um die Hauptschulen aus der Ecke des
schlechten Rufs rauszuholen, so wertete
die engagierte Rektorin die Benimm
Kurse der Malteser. Ihnen öffnete sie
nicht nur die Tür zum einmaligen
Auftritt, sie forderte gleich mehrere
Kurse an, um die Zusammenarbeit mit
den Ehrenamtlichen fortzuführen.
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Malteser Hilfsdienst e.V. im Erzbistum Paderborn
Jährliches Highlight: Das Pfingstlager stellt in jedem Jahr einen besonderen Höhepunkt für die Malteser Jugend dar. Rund 350 Jugendliche treffen sich dann für vier
Tage Aktivitäten. In 2012 fand das Zeltlager in Warstein statt, 2013 zelteten die Jugendlichen in Langenholthausen bei Balve.
>>
Jugend: Gespielte Notfälle halten fit
Das war ein Jahr so prall voller Aktivitäten, dass es der Jugend fast schwerfällt zu beschreiben, was dort alles in
zwölf Monaten passiert ist. Für sich
selber, für andere, im Dialog oder im
Wettstreit erlebten die Jugendlichen bei
den Maltesern so viel, dass ihre Aktivitäten wieder einen bunten Teppich
voller Eindrücke quer durch die Diözese
hinterlassen haben.
Spaceshuttle startet direkt hinter den
Zelten
„Von überall sind wir gekommen, im
Lagergrund steht Zelt an Zelt. Und habt
ihr unsern Ruf vernommen, so tragt ihn
raus in alle Welt...“
Die Sonne verschwindet langsam hinter
den Baumwipfeln, während die letzte
Strophe des traditionellen Eröffnungsliedes über dem Lagergrund verklingt.
Über 300 Jungen und Mädchen der
Malteser Jugend aus dem Erzbistum
Paderborn haben sich im Raumschiff
der „MJ Space Company“ versammelt
und warten gemeinsam mit Commander
Malte fieberhaft auf den Start ins All.
Und schließlich startet das Raumschiff
begleitet von Nebel- und Lichteffekten
von der Spaceshuttle Basis in Warstein
Suttrop aus in ferne Galaxien. Der
offizielle Startschuss zum Diözesan-
Pfingstzeltlager 2012 in Warstein-Suttrop
ist gefallen. Doch es bleibt nicht lang bei
dem harmonischen Reise-Ablauf, den
sich die Raumschiff-Crew rund um Commander Malte erhofft hatte: Nach einem
ohrenbetäubenden Zusammenstoß mit
einem Asteroiden wird das imposante
Raumschiff zerstört, die Einzelteile verteilen sich im gesamten Universum.
Wer allerdings angesichts der aussichtslosen Lage unserer Weltraumabenteurer
jeden Mut verloren hat, der hat nicht mit
der Malteser Jugend gerechnet. In den
kommenden Tagen schaffen sie es dank
ihres kämpferischen und tugendhaften
Geistes, von Planet zu Planet zu reisen,
alle Teile wieder einzusammeln, um
gesund und munter am Pfingstmontag
wieder in Warstein zu landen.
„Da sieht man mal, was man kann“
Mit Schwung war sie die Treppe heruntergesprungen, unglücklich aufgekommen und gestürzt. Nicht nur, dass sich
die junge Schülerin den Fuß umgeknickt
hatte, sie hatte sich bei dem Aufprall
auch den Unterschenkel gebrochen,
der Knochen stand sogar vor. Für die
jugendlichen Teams der Malteser war
dieser Unfall in der Schule eine von acht
Aufgaben, die sie bewältigen mussten.
Im Höxteraner König Wilhelm Gymnasium maßen sich die Malteser Schulsa-
<<
nitätsdienste. Den Sieg trug bereits im
dritten Jahr in Folge das Team des Gymnasiums St. Kaspar in Neuenheerse mit
nach Hause. Zugleich lösten die Schüler
rund um Malteser-Ausbilder und Lehrer
Andreas Gottschalk auch die Fahrkarte
zum Bundeswettbewerb im nächsten
Jahr. Hinter Neuenheerse landete das
Team aus der Dr. Jasper Realschule in
Holzminden, die von dem MalteserBeauftragten Norbert Kurowski aus
Höxter betreut werden, auf Rang zwei
vor dem König Wilhelm Gymnasium aus
Höxter und der Schule auf der Brede aus
Brakel. „Da sieht man mal, was man so
alles kann“, urteilte Schüler Alexander
Ortmann hinterher über die Herausforderungen des Tages.
Auf den Spuren der Malteser
Der Schweiß perlt von der Stirn und
die Beine werden immer schwerer, als
die jungen Malteser den Berg Philermos
erklimmen zeigt sich der griechische
Herbst von seiner sonnigsten Seite.
Belohnt werden die 16 Verantwortlichen
der Malteser Jugend mit dem faszinierenden Ort, an dem die Mutter Gottes
von Philermos entstand, sowie einem
atemberaubenden Blick auf RhodosStadt und Umgebung. Bereits in den
Tagen zuvor begeisterte die Reiseleiterin
Sarah Gonschorek die Gruppe für die
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Jahresbericht 2012-2013
Malteser Jugend
wählt neue Spitze
Breites Spektrum: Realistische Unfalldarstellung war in
Hagen angesagt (oben links), die Schulsanitäter trafen sich
zum Wettbewerb in Höxter (rechts), bei der Werl-Wallfahrt verteilten die Jugendlichen heimische Rosen (links).
durch den Johanniterorden geprägte
Altstadt mit dem eindrucksvollen
Großmeisterpalast und die antiken
Schätze der griechischen Insel. „Eine
gelungene Bildungsfahrt“ urteilt auch
Guido Stork, der sich mit der Malteser
Jugend bereits in den Jahren zuvor auf
den Spuren der Malteser nach Malta
und Rom begeben hat.
Jugendwallfahrt und kritischer Konsum
48 Malteser Jugendliche machten
sich im September auf den WALK
OF FAIR‘NESS mit dem Ziel, den
kritischen Konsum näher zu beleuchten. Bereits am Freitag drehte sich in
der Schützenhalle Oberense alles um
weltwirtschaftliche Zusammenhänge
und die Verteilung von Rohstoffen,
Technik und Wissen. Verantwortung
für die Mitmenschen und die Umwelt
waren die angesagten Themen für die
jungen Pilger am Samstag auf dem
Weg nach Werl. Ein Zeichen setzte die
Jugendwallfahrt auch auf der Krankenund Behindertenwallfahrt der Malteser am Sonntag. Die Rosen, die die
Jugendlichen an die Pilger verteilten,
stammten aus der ökologischen Zucht
einer heimischen Gärtnerei aus Soest.
„Kritischer Konsum – wir tragen
Fair’antwortung“, diesen Slogan hatten
sich die Malteser Jugend bundesweit
für das Jahr 2012 auf die Fahnen
geschrieben. Für die nachhaltigste und
kreativste Umsetzung des Jahresthemas
erhielten die Malteser Jugendlichen
aus Paderborn sogar einen Sonderpreis
beim bundesweiten Wettbewerb.
„Es ist reichlich Blut geflossen“
„Wie kann man so tun, als ob?“ „Wie
macht man das, dass andere denken,
ein Patient hätte einen Schock?“, „Wie
fühlt sich das denn an, wenn man ohnmächtig ist?“ Fragen, denen sich die
Malteser Jugendlichen und Schulsanis
beim Workshoptag „Realistische Notfalldarstellung“ in Hagen stellten. Simulieren, das war das große Thema für
die jungen Erwachsenen. Denn nur mit
Menschen, die überzeugend Patienten
spielen, können besonders die Jugendlichen der Malteser gut ausgebildet werden für ihre Schulsanitätsdienste oder
ihre sonstigen Einsätze bei Sportfesten
oder Schulveranstaltungen. In Hagen
hatten sie dazu in sechs Workshopstationen Gelegenheit, das zu erfahren.
Das Schminken von Verbrennungen,
Wunden oder Schockpatienten gehörte
ebenso zum Repertoire, wie die Besprechung der Symptome bei Bewußtlosigkeit oder Kreislaufproblemen.
Die Zukunft im Blick - das hatten die
Delegierten der Diözesanversammlung
der Malteser Jugend am Möhnesee.
Ausgehend von den Ergebnissen der
Sinus - Jugendstudie, die Jugendreferent Bernd Zimmermann vom BDKJ
am Freitag präsentierte, diskutierten
die jungen Malteser am Samstag
kontrovers über die strategische Ausrichtung des katholischen Jugendverbandes. Auch die 72 Stunden - Aktion
Ende Juni 2013 und das Bundesjugendlager 2014 in Paderborn standen
auf der Tagesordnung. Abgerundet
wurde die Versammlung durch die erfolgreiche Wahl des Diözesanjugendführungskreises (DJFK). Neuer Diözesanjugendsprecher ist Oliver Götze,
zu seinem Stellvertreter wurde Bastian
Ruhrmann gewählt. Jugendvertreterinnen sind Sandra Dransfeld und
Angelique Smorra. Erstmals wurde
das Amt des BDKJ-Vertreters gewählt,
hierzu bekam Wolfgang Meier das
Vertrauen der Delegierten. Lobende
Worte über das Engagement der Malteser Jugendlichen fand auch Diözesanjugendseelsorger Norbert Scheckel
im abschließenden Gottesdienst in
Körbecke. Ein Wehmutstropfen gab
es aber für die Jugend Mitte 2013: die
bisherige engagierte Jugendreferentin
der Malteser, Katrin Pape-Siegenbrink,
ging in den Mutterschaftsurlaub, für
ihre Elternzeit hat Patricia Hohenberger im Referat angeheuert.
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Malteser Hilfsdienst e.V. im Erzbistum Paderborn
Ersthelfer Ausbildung an der Universität: Zu Demonstrationszwecken zeigen die Ersthelfer der Universität die Vorgehensweise bei der Herz-Lungen Wiederbelebung.
Andreas Waldyer, Wilfried Bröckling, im Hintergrund Christiane Gloger, Michael Stöppel und Hannelore Guntermann (von links) waren dabei begeistert vom
Auffrischungstraining der Malteser.
>>
Ausbildung: Qualität mit Zertifikat
Lautes Lachen klingt aus dem Unterrichtsraum. Beim Versuch, die Demonstrationspuppe zu beatmen, will deren
Mund sich nicht schließen lassen. „Ich
kann einfach die Klappe nicht halten“,
scherzt einer der Übenden. Nach kurzer
Hilfestellung durch die Kursleiterin
klappt das Beatmen dann aber doch
reibungslos. „Patient überlebt, Rettung
war erfolgreich“, gibt es anschließend
einen erhobenen Daumen für das Team
am Boden, das mit ordentlich Power die
Herz-Lungen Wiederbelebung geübt
hat. Ausbildung bei den Maltesern, das
macht Freude, gute Stimmung gehört
da zum Alltag. Frontalunterricht wie in
früheren Zeiten, ist out.
Moderne Kurse anbieten
Die Zahlen sind wieder einmal
erstaunlich. Wenn Karina Wegener,
Ausbildungsreferentin der Diözese,
die Kurse eines Jahres zusammenzählt,
dann staunt sie immer, wieviel
zusammengekommen ist. Auch das
ist mit früheren Zeiten nicht mehr
vergleichbar. Die heutige Breite der
Ausbildungen, die speziellen Kurse allein
im Erste Hilfe Bereich für Erzieher,
bei Kindernotfällen, die Trainings und
Auffrischungen, Kurse im Kindergarten
oder der Schule, ist erstaunlich.
Auf stolze 1.685 Kurse mit 18.033
Teilnehmern kommen die Malteser in
den vergangenen zwölf Monaten. Das
macht deutlich, dass die Ausbildung
der Menschen in Erster Hilfe weiterhin
eines der großen Standbeine für die
Hilfsorganisation ist. Eben wegen
dieser notwendigen Ausbildung der
Bevölkerung für den Notfall sind
die Malteser vor 60 Jahren gegründet
worden. Das hat bis heute Bestand.
Breites Spektrum
Doch die Zeiten haben sich geändert.
Neben dem früheren Vierklang aus
„Sofortmaßnahmen am Unfallort“
und „Erste Hilfe Kurs“, „Sanitätskurs“
und „Schwesternhelferinnenkurs“ ist
<<
ein breites Spektrum an Ausbildungen
entstanden. Für jeden dieser neuen
Kurse gibt es genaue Lehrpläne und
qualifizierte Ausbilder. Wer sich heute
vor einen Kurs stellen möchte, der muss
ein qualifiziertes Wissen nachweisen,
in dem er von den Maltesern geschult
wird. Fünf intensive Wochenendkurse,
ein begleiteter Kurs inklusive einer
Prüfung müssen die heutigen Ausbilder
nachweisen, um überhaupt unterrichten
zu dürfen. Regelmäßige Fortbildungen
gehören dazu. Rund 200 Ausbilder
sind so derzeit für die Malteser im
Erzbistum Paderborn aktiv. Knapp 40
waren im vergangenen Jahr auf dem
Weg dorthin, sich neu zum Ausbilder
zu qualifizieren. Für sie gibt es dafür
extra Kurse an der Rettungsdienstschule
der Malteser in Dortmund. Dort
werden die Ausbildungen in drei Blocks
aufgeteilt. Neben allem fachlichen und
Malteser spezifischen spielt dabei das
pädagogische Wissen eine große Rolle.
„Denn heute erwarten die Menschen
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Erste Hilfe Ausbildungen:
Erfolgsgeschichte: Einmal im Jahr bieten die Malteser in Steinheim einen Schwesternhelferinnen
Kurs an. Mit ehrenamtlichen Ausbildern schulen sie dabei Frauen in 120 Stunden Theorie und 80
Stunden Praxis. Viele von ihnen finden anschließend einen neuen Einstieg in das Berufsleben.
schon einen ansprechenden Unterricht
mit viel Hintergrundwissen“, weiß
Karina Wegener aus ihrer Arbeit zu
berichten.
Von der BG zertifiziert
Dass die Qualität des Unterrichts
nicht dem Zufall überlassen bleibt,
dafür sorgen Standards, regelmäßige
Audits, Fortbildungen und nicht
zuletzt auch Zertifizierungen. Eine der
wichtigsten dabei haben die Malteser
zum Jahreswechsel bestanden. Nach
intensiver Prüfung aller Unterlagen
und Begutachtung vor Ort hat die
Berufsgenossenschaft (BG) die Malteser
nun ermächtigt, für sie auszubilden.
Vier Monate hat es gebraucht, bis das
ausführliche Verfahren durch war und
die BG ihr Siegel gegeben hat. BGAusbildungen machen einen großen
Teil der Arbeit der Malteser in diesem
Bereich aus. Ersthelfer müssen dort
in Firmen geschult und regelmäßig
fortgebildet werden. Die strengen
Anforderungen, die an ihren Unterricht
gestellt werden, gelten für den gesamten
Bereich bei den Maltesern. Weniger als
diese Qualität geht nicht. Dass das auch
für alle 35 Malteser-Standorte in der
Diözese gilt, an denen ausgebildet wird,
dafür sorgt sich Karina Wegener mit
ihrem Team.
Professionelle Schule
Unterstützt wird sie bei ihrer Arbeit
durch die Angebote der Rettungsdienstschule in Dortmund. Dort finden
unter Leitung von André Martini nicht
nur die Ausbilderkurse statt. Auch die
Qualifikationen für die eigenen Malteser-Helfer, die als Rettungssanitäter,
Rettungshelfer oder gar als Rettungsassistenten eingesetzt werden, werden
dort gelehrt. Eine gute Ausbildung, das
steht bei den Maltesern nicht erst seit
dem erfolgreichen BG Zertifikat hoch
im Kurs.
Lebensrettende Sofortmaßnahmen:
163 Kurse mit 1.665 Teilnehmern
Erste Hilfe (mit Auffrischungskursen):
525 Kurse mit 6.392 Teilnehmern
Erste Hilfe mit Präventionsanteilen:
100 Kurse mit 1.295 Teilnehmern
Erste Hilfe Kindernotfälle: 108 Kurse
mit 1.127 Teilnehmern
Erste Hilfe für Erzieher: 20 Kurse mit
195 Teilnehmern
Intensivkurse Erste Hilfe: 9 Kurse mit
111 Teilnehmern
Frühdefibrillation: 11 Kurse mit 104
Teilnehmern
Schulsanitätsdienst: 25 Kurse mit 185
Teilnehmern
Abenteuer helfen: 40 Kurse mit 482
Teilnehmern
Erste Hilfe für Zielgruppen: 22 Kurse
mit 237 Teilnehmern
Sozialpflegerische Ausbildung:
Schwesternhelferinnen Ausbildung: 10
Kurse mit 95 Teilnehmern
Behandlungspflege: 7 Kurse mit 82
Teilnehmern
Palliativbegleitung: 1 Kurs mit 12
Teilnehmern
Hauswirtschaft und Ernährung: 1 Kurs
mit 9 Teilnehmern
Demenzkranke verstehen: 3 Kurse mit
38 Teilnehmern
Betreuungsassistent: 3 Kurse mit 27
Teilnehmern
zielgruppenspezifische Ausbildungen:
3 Kurse mit 24 Teilnehmern
Ausbilderfortbildung: 25 Kurse mit
263 Teilnehmern
Helfer-Ausbildungen: 34 Kurse mit
324 Teilnehmern
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Malteser Hilfsdienst e.V. im Erzbistum Paderborn
Teamwork: Nachdem die Feuerwehr die verletzten Sportler aus der Schule gerettet hatten, kamen die Sanitäter der Malteser zum Zuge. Sie registrierten und
versorgten die Verletzten, für die Unverletzten bauten sie eine Betreuung auf, auch Logistik und Versorgung lag in ihren Händen.
>>
Notfallvorsorge: Übung bestanden
Der Auflauf war enorm. Dichter Rauch
waberte in großen Schwaden aus dem
Gebäude. Blaulicht flackerte über den
Schulhof. Feuerwehrleute und Malteser
rannten konzentriert durcheinander.
Was nach außen zunächst wie ein
großes Chaos wirkte, entwirrte sich
schnell. „Flamme 2012“ lautete die
Großübung der Malteser im Oktober
2012. Mit Bravour bestanden, lautete
anschließend das Urteil der Jury, Beobachter des Institutes für Gefahrenabwehr aus St. Augustin.
Feuer bei der Jugendolympiade
Es ist Jugendolympiade. Athleten aus
dem ganzen Bundesland sind zusammen
gekommen. Rund 1.000 Besucher, Eltern
und Interessierte, Promis und Sportler,
drängen sich zur Abschlußveranstaltung
auf dem Gelände. Plötzlich bricht ein
Brand in der Unterkunft der Sportler,
einem Schulgebäude, aus. 60 Menschen
werden verletzt.
Das war das Szenario, das als Aufgabe für die Retter gestellt worden war.
Malteser-Einheiten und Feuerwehren
hatte es bei der Großübung in Atem
gehalten. Mehr als 200 Einsatzkräfte
hatten sich zu dieser Katastrophenschutzübung getroffen. Ziel war es, den
Leistungsstand und das Zusammenspiel
von Katastrophenschutzeinheiten und
Rettungsdienstkräften des Malteser
Hilfsdienstes zu überprüfen.
Vielen Einheiten sind alarmiert worden
„Diese Übung findet im Rahmen der
Einsatzkonzepte des Landes NRW mit
Einheiten der Feuerwehr in der Ge-
<<
fahrenabwehr statt“, hatte das Tillman
Castillo Romero, Referent für Notfallvorsorge und Katastrophenschutz der
Malteser zuvor benannt. Neben den
Einheiten des Malteser-Hilfsdienstes aus
dem Kreis Höxter beteiligten sich auch
Malteser aus Lippstadt, Gütersloh, Siegen, Fröndenberg, Hagen, Lage/Lippe,
Minden, Menden, Rietberg, Hövelhof,
Borchen und Paderborn an der Großübung. Zusätzlich waren ehrenamtliche
Malteser-Einsatzkräfte aus dem gesamten
Erzbistum Paderborn aktiv vertreten.
Für die wirklichkeitsnahe Umsetzung
war die realistische Unfalldarstellung der
DLRG NRW zuständig. Die Übungsleitung und Übungsplanung hatte das
Institut für Gefahrenabwehr St. Augustin
übernommen, ebenso wie die anschließende Auswertung.
Zuerst aktiv wurden aber die Feuerwehr-
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Jahresbericht 2012-2013
Katastrophenschutz-Zahlen:
In der Erzdiözese Paderborn gibt es
in den Gliederungen der Malteser:
27 Sanitätsgruppen,
17 Betreuungsgruppen,
12 Verpflegungsgruppen,
13 Technikgruppen,
15 Zugtrupps,
1 Führungsgruppe
sowie fünf Gruppen
Leitung Einsatzdienste
Nah dran: Das Leiden war gut gespielt, die Schmerzen schienen echt. Mit
einer Notfallschiene soll die Verletzung ruhig gestellt werden, bis die junge Patientin in das nächste Krankenhaus gebracht werden kann.
leute der Löschzüge Sassenberg und
Füchtorf. Sie betraten unter Atemschutz
die stark verrauchte Schule und brachten
die Vermissten sicher ins Freie. Dort
übernahmen die Malteser sie, betreuten
und versorgten sie, führten die Registrierung der Verletzten und Weiterleitung in
die umliegenden Krankenhäuser durch.
Das Zusammenwirken mehrerer Einsatzeinheiten sollte in einem realitätsnahen
Einsatz erprobt werden, die Kooperation
mit dem öffentlichen Rettungsdienst
stand ebenso im Fokus wie das Zusammenwirken mit Einheiten des Brandschutzes.
es zu einem Brand in der Sammelunterkunft der Jungathleten. Die Großübung
beginnt.
Während die Feuerwehrleute die
vermeintlichen Athleten aus dem verqualmten Gebäude retteten, bauten die
Rettungsdienstkräfte Patientenablagen
auf und versorgten die ersten Verletzten.
Außerdem richteten sie eine Stelle für
unverletzte Sportler ein und kümmerten
sich um Logistik und Versorgung der
Einsatzkräfte. Das Zusammenspiel
zwischen Feuerwehrleuten und Sanitätern, die Begutachtung der Patienten, die
in diesen Teams sind derzeit 883
Helferinnen und Helfer ehrenamtlich
engagiert.
Unterbringung in Sanitätszelten oder auf
Tragen in sicheren Bereichen des Schulhofes gehörte ebenso zum Übungsinhalt,
wie das Organisieren des Abtransportes
in die umliegenden Krankenhäuser. Derweil musste die große Zahl der Zuschauer und Schaulustigen betreut werden,
Listen für Angehörige waren zu führen,
selbst die Pressearbeit bei solch einem
Großereignis wurde geübt. Doch die
Herausforderung packten die Mitglieder
der verschiedenen Einheiten gut an. Wie
ein großes Team spulten sie die Abläufe
routiniert ab, alles griff Hand in Hand.
Realitätsnah inszeniert
Das Szenario sah vor, dass es während
der Sportolympiade zur Katastrophe
kommt. Eine Situation, auf die die
Malteser in der Wirklichkeit vorbereitet
sein müssen. Während sie die Sanitätsbetreuung der Veranstaltung vor Ort auf
ein Mindestmaß begrenzt haben, stehen
allerdings Einsatz-Einheiten in Reserve,
das übliche Vorgehen bei solchen Veranstaltungen. Gegen zehn Uhr kommt
Routinierter Einsatz: Aus vielen Malteser-Einheiten waren die Retter zusammengekommen.
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Malteser Hilfsdienst e.V. im Erzbistum Paderborn
Auf Erkundungstour: Strahlende Gesichter bei den Kindern der St. Laurentius-Kita und ihren Erzieherinnen (links und mitte: Gruppenleiterinnen Christina Meier und Andrea Voß)
sowie bei der Malteser-Fahrerin Pia Jäger und -Fahrern Marcus Wilmes und Reinhard Brach.
>>
Soziale Dienste: Auf hohem Niveau
Für die sozialen Dienste der Malteser,
darunter der Menüdienst, Hausnotruf
und Fahrdienst, waren die vergangenen
zwölf Monate voller Veränderungen
und geprägt von dem Bestreben, die
Bereiche auszubauen, zu konsolidieren
und vor allem weiter die Qualität zu
sateigern. Die neue Dienststelle sowie
der ganz neue Hausnotruf- Hintergrunddienst in Paderborn zeigen dabei die
Dynamik in diesem Bereich der Malteser-Arbeit.
Wo kommt das Essen her?
Ein bisschen aufgeregt waren sie schon,
die zehn Kinder der St. LaurentiusKindertageseinrichtung in Westerwiehe,
als es endlich losging. Bei einem Besuch
der Küche des St. Elisabeth-Hospitals in
Gütersloh wollten die Fünf- bis Sechsjährigen herausfinden, wo ihr Mittagessen
herkommt. Bereits seit mehreren Jahren
beliefert der Malteser Menüservice die
Einrichtung in Westerwiehe mit frischen und kindgerechten Mittagsmenüs.
Gekocht werden diese im Krankenhaus.
Kita-Gruppenleiterin Andrea Voß freute
sich, dass die Neugier ihrer Schützlinge nun befriedigt wurde: „Jedes der
Kinder kennt die Küche zuhause, wie
aber eine Großküche aussieht und in
welchen Mengen dort gekocht wird, ist
für alle ganz spannend“, kommentierte
sie anschließend. „Toll das der Malteser
Fahrdienst unseren Transport übernommen hat, so ist aus dem Ausflug eine
runde Sache geworden!“
Köpfe verschwanden in Töpfen
Insgesamt drei Fahrzeuge machten sich
auf den Weg und brachten die kleinen
Kücheninspektoren und ihre Erzieherinnen aus St. Laurentius in das Krankenhaus und anschließend auch wieder
gut zurück nach Westerwiehe. In der
Großküche selbst konnten die Jungen
und Mädchen ihre Köpfe in so manchen
großen Topf stecken und sehen, wie
gesund für sie gekocht wird. Erzieherin
Christina Meier erklärte: „Die Besichtigung der St. Elisabeth-Küche gehört zur
Förderung der zukünftigen Schulkinder.
<<
Das steht unter dem Motto „Gesund
leben“.
Neue Räume für die sozialen Dienste
Was lange währt, war auch für die Mitarbeiter der Dienststelle Paderborn gut
geworden. Nach monatelanger Suche,
vielen Wochen des Umbaus und Einund Auspackens von Umzugskartons
war es dann geschafft: die Dienststelle
der Malteser nahm zum Ende vergangenen Jahres am neuen Standort an
der Dessauer Straße in Paderborn ihre
Arbeit auf. Dienststellenleiter Christian
Hempelmann ist bis heute stolz auf die
neuen modernen Räume: „Wir freuen
uns besonders, dass die Sozialen Dienste,
wie Hausnotruf, Fahrdienst und Menüservice und auch der Rettungsdienst nun
über ausreichend Platz verfügen.“ Das
werde nun gekoppelt durch angenehme
und freundliche Arbeitsbedingungen.
Mehr Platz für die Expansion
Da Malteser Hausnotruf und Menüservice immer beliebter werden und
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Jahresbericht 2012-2013
Bischöflicher Segen für die neuen Räume: Dienststellenleiter Christian Hempelmann, Fahrdienstleiter
Matthias Kluth, Diözesanleiter Dr. Wolf van Lengerich, Weihbischof Matthias König, Diözesangeschäftsführerin Mirjam Weisserth, Bezirksgeschäftsführer Siegfried Krix (von links) in Paderborn.
Zuwächse verzeichnen, waren größere
Räumlichkeiten als bisher an der Stettiner Straße notwendig geworden. Auch
das technische Equipment kann nun
besser und zweckmäßiger gelagert werden. Allein im Hausnotruf werden von
Paderborn aus über 450 Kunden betreut.
Obendrein hat auch der große Fuhrpark
des Malteser Fahrdienstes ausreichend
Platz gefunden. Die Fahrer legen pro
Woche knapp 6000 Kilometer für Kranken- und Behindertentransporte, sowie
Linien- und Menüfahrdienste zurück.
Tendenz steigend.
Bischöflicher Segen für die Arbeit
Zur feierlichen Einweihung war übrigens
auch Weihbischof König gekommen, um
die neuen Räumlichkeiten kennenzulernen und während eines Wortgottesdienstes mit kirchlichem Segen zu versehen.
Ein Druck auf den Knopf bringt Hilfe
Nur ein kleiner Gang auf den Balkon,
gestolpert und gestürzt. Zum Glück war
dem gehbehinderten Rentner nichts
Ernstes passiert, aber er konnte nicht
mehr alleine aufstehen. Mit einem
Knopfdruck auf seinen HausnotrufSender am Handgelenk alarmierte er
den Malteser Bereitschaftsdienst. Nach
kurzer Zeit war Malteser Mitarbeiter Jan
Reineke vor Ort und konnte ihm wieder
auf die Beine helfen.
„Ein ganz typischer Fall“, schildert
Reineke. Er gehört mit drei weiteren
Mitarbeitern zu dem Bereitschaftsteam, das seit Januar 2013 die Malteser
Hausnotrufkunden im Kreis Paderborn,
Gütersloh und Bielefeld im Notfall
betreut. „Die Kunden hinterlegen einen
Zweitschlüssel bei den Maltesern und so
können wir direkt und schnell helfen.
Sollte ein medizinischer Notfall vorliegen, wird von uns zusätzlich der Rettungsdienst benachrichtigt.“
Auch das Malteser-Hausnotrufteam verfügt über eine qualifizierte Ausbildung.
Alle Mitarbeiter sind Rettungssanitäter
und bringen viel Erfahrung mit. Ein Notfallkoffer mit Blutdruck- und Sauerstoffmessgerät ist immer mit dabei. Und das
rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr.
Kompletter Service aus einer Hand
Dienststellenleiter Christian Hempelmann freut sich, dass er das komplette
Hausnotruf-Paket jetzt aus einer Hand
anbieten kann. Zumal auch einige der
Kunden zusätzlich mit dem Malteser
Menüservice beliefert werden. Bereits
nach den ersten 100 Tagen zog er eine
positive Bilanz: „Sämtliche Einsätze
konnten wir kompetent und erfolgreich
erledigen. Besonders bestärkt uns, dass
wir allen uns anvertrauten Menschen
helfen konnten und ihnen und ihren Angehörigen damit auch Sicherheit geben.“
Rettungswesen:
Im Bereich der Erzdiözese Paderborn
wurden im Jahr 2012 an den von
Maltesern betreuten Rettungswachen
19.282 Einsätze gefahren.
Krankentransportdienste wurden in
22.169 Fällen geleistet.
Notarzteinsatzfahrzeuge wurden 4.544
mal angefordert.
Das ergibt in der Summe eine Einsatzzahl von 41.451. Das liegt mit einigen
Verschiebungen geringfügig unter den
Zahlen des Vorjahres. Insgesamt leisteten die hauptamtlichen Mitarbeiter
132.275 Stunden Dienst.
Im Rückholdienst gab es 28 Einsätze
über das Jahr gesehen.
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Malteser Hilfsdienst e.V. im Erzbistum Paderborn
Immer etwas zu tun: Langeweile kommt in „Maltes Cafe“ der Hagener Malteser nicht vor. Ob beim Pralinen machen oder anderen Aktivitäten, in der Gruppe
haben die Senioren viel Freude am gemeinsamen tun.
>>
In Maltes Cafe wird viel gelacht
Eigentlich haben die Damen vor lauter
Aktivitäten gar keine Zeit zum Plaudern.
Denn wenn sie sich in „Maltes Cafe“ in
Hagen zu viel vornehmen, dann vernachlässigen sie das Wichtigste: den Kontakt
untereinander, das Klönen, die sozialen
Kontakte. Denn um die herzustellen ist
der Seniorentreff Ende 2012 gegründet
worden. Seitdem kümmern sich Ehrenamtliche darum, dass für die Senioren
alle zwei Wochen Mittwochs Zeit ist
für Unternehmungen, aber auch Kaffeeklatsch. Sechs bis zehn Frauen sind dann
dabei, für sie ist das jeweils ein Auftauchen aus ihrer eigenen kleingewordenen
Welt.
Mobiler Einkaufswagen stand Pate
Sich sozial zu engagieren, diesen
Impuls haben die Hagener Malteser
bereits vor anderthalb Jahren in
ihrer Stadt aufgegriffen. Mit dem
Mobilen Einkaufswagen haben sie
einen Einkaufsdienst für Senioren und
Behinderte installiert. Einmal in der
Woche holen sie ihre Mitfahrer zuhause
ab, gehen mit ihnen einkaufen, machen
gemeinsam Besorgungen und bringen
sie dann wieder zurück nach Hause. Ein
Engagement, das bereits große Beachtung
gefunden hat und mittlerweile für Hagen
fest verankert ist.
Sozialkontakte sind wichtig
„Wir haben aber schnell gemerkt, dass es
unseren Senioren neben dem Einkaufen
noch um viel Wichtigeres geht“, schildert
Claudia Grätz, wie sich aus dem Mobilen
Einkaufswagen dann mehr entwickelte.
Die Ehrenamtlichen bekamen mit, dass
die Sozialkontakte bei der wöchentlichen
Einkaufstour fast wichtiger waren, als
der wöchentliche Nachschub an Lebensmitteln. Deshalb überlegten sie, wie sie
sich dort engagieren könnten. Mit einer
Einladung an ihre Kunden aus dem
Hausnotruf sowie den Fördermitgliedern,
<<
die die Arbeit der Malteser unterstützen
startete denn Ende 2012 eine erste Infoveranstaltung. Vorgestellt wurde dabei
die Idee des Seniorenkaffees, eines zweiwöchentlichen Treffens in den Malteser
Räumen in der Boeler Straße.
Jeden zweiten Mittwoch Programm
30 Interessierte kamen, von ihnen
sind mittlerweile regelmäßig zwischen
sechs und zehn Damen jeden zweiten
Mittwoch dabei. Von 15 bis 17 Uhr
laufen die Aktivitäten. Pralinen selbst
herstellen, Blumentöpfe gestalten,
Bilder malen, Vorträge anhören, all das
steht inhaltlich auf dem Programm.
Vor Weihnachten dann gab es auch
einen gemeinsam geplanten Ausflug ins
Theater, demnächst sind die Senioren zu
Gast bei Organisatorin Claudia Grätz,
die verwunschen im Wald draußen vor
der Stadt wohnt.
Wie gut ihr Angebot angenommen wird,
das sehen die Organisatorinnen Claudia
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Basteln, sich austauschen, unter Menschen sein: Wenn die Malteser sich um Senioren kümmern, dann geht es nicht nur
um die Beschäftigung, sondern immer auch um die soziale Komponente.
Grätz und Marion Schulte nicht nur an
der Anhänglichkeit der Damen. Manches
Treffen dauert eine Stunde länger, „weil
die Damen sich nicht trennen können“.
Netzwerkarbeit funktioniert
Doch das ist es nicht allein, was die Malteserinnen in ihrer Arbeit bestärkt. Die
Kontakte der Senioren untereinander, die
entstanden sind, die kleinen Netzwerke,
die sie geknüpft haben, sind es, die ihnen
besondere Freude machen. Denn mittlerweile rufen sich die Besucherinnen von
„Maltes Cafe“ auch außerhalb der Treffs
an und tauschen sich aus. Derzeit liegt
eine von ihnen im Krankenhaus, da ist es
selbstverständlich, dass die anderen dort
Besuche machen.
Engagement macht Freude
Das alles ist dann sogar eigentlich fast
zu perfekt, schildert Grätz. Das Ziel,
Senioren im Alltag zu begleiten, ihnen
Sozialkontakte zu ermöglichen ist voll
umgesetzt worden. Der ehrenamtliche
Einsatz für die Senioren macht zudem
Freude, weil die Malteserinnen sehen,
dass sich das lohnt. „Wo ist der Haken?“
werden wir manchmal gefragt, lacht
Grätz. Denn dass das Angebot kostenlos
ist, können viele nicht glauben. Auch
der junge Mann, der eine Begleitung
für seine Mutter suchte, weil er in Paris
und sein Bruder in Amerika arbeiten,
konnte das zunächst nicht einordnen.
Durch die Stadt Hagen war er auf die
Malteser aufmerksam geworden, und
hatte die Mutter mit „Maltes Cafe“
bekannt gemacht. Die Seniorin war von
dem Angebot begeistert. Als der Sohn
jedoch fragte, was das koste und sie
sagte, dass die Malteser ihr Engagement
ehrenamtlich und kostenlos anbieten,
wurde die alte Damen misstrauisch.
„Umsonst, das könne dann doch nichts
Rechtes sein“, urteilte sie. Nachdem sie
zum ersten Mal dabei war, revidierte sie
das Mißtrauen sofort.
Ehrenamtliche gesucht
Aus den guten Erfahrungen mit „Maltes
Cafe“ soll jetzt auch noch ein Besuchund Begleitdienst entstehen, bei dem
sich die Hagener Malteser noch mehr
um die täglichen Sorgen alter Menschen
kümmern wollen. Dafür und für die
zweiwöchentlichen Treffen der Senioren
suchen sie noch Ehrenamtliche. Dass
ihre Arbeit Freude macht, Sinn gibt
und viel von den Senioren an Dank
zurückkommt, das ist den beiden
Organisatorinnen Ansporn genug für
ihre Arbeit. Dass sich andere davon zum
Mittun anstecken lassen und zur Gruppe
dazukommen um mitzuorganisieren,
darauf hoffen sie nun.
Das soziale Ehrenamt in Zahlen:
In der Erzdiözese Paderborn gibt es
in den Gliederungen der Malteser:
14 Gruppen im Besuchs- und Begleitungs Dienst (BBD).
Von diesen Gruppen mit 76 Helfern
werden 676 Personen betreut.
Im Malteserruf, einem Angebot zur
telefonischen Begleitung Alleinstehender mit Sitz in Dortmund, sind
13 Ehrenamtliche engagiert. Sie
betreuen 24 Personen.
Die Demenzbegleitung wird an einem
Standort aufgebaut.
In der offenen Seniorenarbeit wurden
von 247 Helfern 85 Veranstaltungen
angeboten, dabei wurden 2.613 Personen betreut.
Beispiele für diese Arbeit sind die
Mobilen Einkaufswagen in Geseke
und Hagen, die Cafes in Hagen und
Paderborn sowie der Kulturbegleitdienst in Paderborn.
15
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Malteser Hilfsdienst e.V. im Erzbistum Paderborn
Jede Woche gemeinsam Spaß: Finja und Lasse bekommen einmal in der Woche Besuch von ehrenamtlichen Hospizhelfern. Mit Kunsttherapeutin Jennifer
Weng hatten sie gemeinsam Bilder gemalt, richtige kleine Kunstwerke.
>>
Hospizdienste: Viele helfen mit
Hospizdienste Dortmund
Anzahl der begleiteten Kranken:
132 (116 Erw. / 16 Kinder)
Anzahl der begleiteten Angehörigen
und Trauernden: 382
Anzahl der Ehrenamtlichen: 92
Patienten-nah / 131 insgesamt
Stunden der Ehrenamtlichen: 5.656
Öffentlichkeits- / Infotermine: 133
Praxisgruppen für Ehrenamtliche:
8 (4 Erwachsenen-Hospizdienst /
3 Kinder- & Jugendhospizdienst /
1 Trauerbegleitung
1 Vorbereitungskurs für
Ehrenamtliche
Angebote für trauernde Kinder,
Jugendliche und Erwachsene:
Einzel- und Gruppenbegleitung von
Erwachsenen, Kindern, Jugendlichen
und Familien
1 Gedenkgottesdienst
„Solange es geht, möchten wir gemeinsam schöne Dinge erleben“, fasst Nicole
G. ihr derzeitiges Familienleben zusammen. Licht und Schatten, Glück und
Schmerz, Leben und Tod gehören für
sie, ihren Mann, Sohn Lasse sowie seine
große Schwester, untrennbar zusammen. Denn Finja ist acht Jahre alt und
wird sterben. Umso kostbarer ist jeder
schöne Moment.
Fürsorge und Liebe für Finja
Heute freuen sich Finja und Lasse
gemeinsam: Von ihrem Spezialstuhl aus
nimmt das schwerstkranke Mädchen
wahr, wie begeistert ihr kleiner Bruder
farbige Linien aufs Papier zaubert. Ein
buntes Herz entsteht. Die Geschwister
genießen jede Minute an diesem
Nachmittag. Häufig sieht der Alltag
von Familie G. aber ganz anders aus.
Schwester Finja braucht die Hilfe und
Aufmerksamkeit ihrer Eltern rund
um die Uhr. Ihre Krankheit ist weit
fortgeschritten. Immer häufiger wird
ihr zierlicher Körper von Krämpfen
geschüttelt. Nicole und ihr Mann Uwe
wechseln sich ab, um Finja die Fürsorge
und Liebe zu geben, die ihre Tochter auf
ihrem schweren Weg jetzt braucht.
Ein Stück Normalität für Lasse
Mit dem Fortschreiten der Krankheit
<<
brauchte Finja die Zuwendung ihrer
Eltern immer mehr. Damit Lasse
nicht zu kurz kam, sondern ein
Stück Normalität erleben konnte,
baten die Eltern den Kinder- und
Jugendhospizdienst der Malteser um
Hilfe. Seither kümmern sich gleich zwei
Hospizhelfer um die Familie. Einer der
Ehrenamtlichen begleitet Finja und
entlastet so die Eltern. Kunsttherapeutin
Jennifer Weng kommt dafür zu der
Familie, um ganz speziell für Lasse da
zu sein. Einmal in der Woche verbringt
sie ihren Nachmittag mit der Familie
und gibt Lasse die Aufmerksamkeit, die
er für seine Entwicklung gerade in so
schweren Zeiten braucht.
Begleitung über den Tag hinaus
Die Hospizhelfer bereiten den Jungen
auch darauf vor, dass er von Finja
Abschied nehmen muss. Beistand, Trost
und Hilfe der Malteser gehen über
diesen Tag hinaus, sie werden dann
auch da sein, um der Familie Trost zu
spenden und Halt zu geben. Dafür sind
einige von ihnen besonders ausgebildet.
„Wenn ein Kind stribt, dann stirbt nicht
nur ein junger Mensch, sondern ein Teil
einer Familie. Unsere Aufgabe ist es,
Eltern und Geschwistern beizustehen,
damit sie nicht daran zerbrechen“, sagt
die Kunsttherapeutin, die regelmäßig in
der Familie ist.
16
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In jedem Jahr pilgern die Malteser in der
Zeit rund um Palmsonntag mit einem
eigenen Sonderzug von Altenbeken und
Paderborn aus über Dortmund und Köln
nach Lourdes. Anmeldungen zu dieser
großen Fahrt werden ganzjährig in der
Diözesangeschäftsstelle angenommen
unter der Telefonnummer:
0 52 51 / 13 55 0
Große Prozession in Lourdes: Die Malteser stellen in jedem Jahr das größte Kontingent der Pilger in der
vorösterlichen Zeit in dem südfranzösischen Wallfahrtsort.
>>
Wallfahrten: Geistliche Mitte
Der Bereich der Wallfahrten hat bei den
Maltesern in der Diözese Paderborn
einen besonderen Dreiklang: Lourdes,
Werl, Kleinenberg, das sind die drei
Stationen für die Malteser in jedem
Jahr. Wenn es etwas Besonderes sein
soll, dann kommt alle vier Jahre Rom
hinzu. So war es auch im vergangenen
Jahr. Wallfahrten gehören zum festen
Programm. In der Begleitung für Senioren, Kranken und Behinderte, oder aber
auch zur eigenen Vergewisserung im
Glauben.
Großes Erlebnis in der Gemeinschaft
Die Erstkommunion der beiden
Kinder Vanessa und Florian, die
das ihrem Vater noch auf dem
Sterbebett versprochen hatten,
war das emotionalste, die große
Lichterprozession mit 1500 Menschen
sicher das am meisten beeindruckende
Erlebnis der 33. Familienwallfahrt der
Malteser im Erzbistum Paderborn vor
Ostern 2013. Eingerahmt vom großen
Gottesdienst zu Beginn im Trierer
Dom und dem Abschlußgottesdienst
auf der Rückreise im Kölner Dom
lagen Tage, die den 700 Pilgern allerlei
abverlangten. Denn dicht gedrängt
war das Programm, vielfach ging es
neben dem Kennenlernen Lourdes
und dem Rahmenprogramm um die
Erlebnisse rund um Gebet und Glauben.
Begeistert, voller Freude über die gute
Gemeinschaft von Jung und Alt, Gesund
und Krank sowie tief beeindruckt von
den zahlreichen Glaubenserlebnissen
kamen die Pilger wieder in ihren
Heimatorten an.
Alle fassten mit an
Auch in Rom gingen bei der Wallfahrt
für die Paderborner Gruppe die Tage
fast zu schnell vorüber. 67 Pilger waren
mit der großen Gruppe aus dem ganzen
Bundesgebiet mit mehr als 1.000 Pilgern
in der Ewigen Stadt, per Bus hatten
Sie Hin- und Rückfahrt inklusive einer
Zwischenstation in Flüeli in der Schweiz
gemeistert. Die Pilgergemeinschaft
unter allen Helferinnen und Helfern
sowie den kranken und gesunden
Wallfahrern war in den Tagen in Rom
gut zusammengewachsen. Jeder hatte
seine Aufgabe gefunden, alle fassten
mit an und sahen, wenn Hilfe benötigt
wurde. „So etwas kann man nur mit den
Maltesern erleben“, berichtete Ingrid
Müller aus Brilon, die schon einige Male
mit nach Lourdes gepilgert war und
nun das erste Mal die Ewige Stadt mit
den Maltesern besucht hatte. Sie selber
war als gesunde Pilgerin mit nach Rom
gefahren. „Das Zusammenspiel zwischen
Behinderten, Helfer und normalen
Pilgern ist mir wichtig und lässt diese
Fahrt zu einem ganz besonderen
Erlebnis werden“, lautete ihr Fazit.
<<
Lourdes
Pilgern nach Lourdes
Pilgern in Lourdes
27 Stunden mit dem Zug
„Der Weg ist das Ziel“
„Durch das Dunkel ins Licht“
Demut
Zuerst ganz leer
Alltag hinter sich gelassen
„Durch Maria zu Jesus“
Pforte des Lebens
Pforte des Lichts
Eintauchen in den Bädern
„Heiliges“ Wasser
Wärme
Durch das Gebet
Erfüllung
Sich fallenlassen
Die Seele spüren
Krankensalbung
„Müde vom Starksein“
Endlich weinen
Entlastung
Liebe Menschen
Malteser
27 Stunden mit dem Zug
Zuhause
Unbeschreiblich glücklich
Der Tank ist aufgefüllt
Bis zum nächsten Jahr!
Beate Pollmann
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Malteser Hilfsdienst e.V. im Erzbistum Paderborn
Partnerschaft zählt: Mit kleinen Bulli auf Tour in Polen, um die menschlichen Kontakte zu pflegen. Aus Paderborn mit dabei Auslandsbeauftragter Jürgen Plöger
(3. von links), Auslandsreferentin Petra Emig, Gesekes Stadtbeauftragter Wilfried Benkel und Geschäftsführerin Mirjam Weisserth (von rechts).
>>
Ausland: Die Notwendigkeit bleibt
Die Hilfe für Menschen im Ausland
hat bei den Maltesern in der Diözese
Paderborn immer schon einen hohen
Stellenwert. An elf Orten gibt es Unterstützergruppen, die insgesamt 22 Partnerschaften ins Ausland, größtenteils
nach Osteuropa pflegen. 113 ehrenamtliche Helfer haben in 2012 dabei 30
Transporte organisiert, mit diesen haben
sie 87 Tonnen Hilfsgüter transportiert.
Zu den Hintergründen und der Notwendigkeit des Auslandsdienstes nimmt
Jürgen Plöger, Stadtbeauftragter von
Emscher-Ruhr und ehrenamtlicher Auslandsbeauftragter der Diözese Stellung:
Auslandsdienst, was tun die Malteser da
überhaupt?
Der Auslandsdienst ist ein vielfältiger
Dienst, mit verschiedenen Schwerpunkten. Ein Schwerpunkt ist immer
noch die humanitäre Hilfe, die zumeist
darin besteht, dass die benötigten
Hilfsgüter in Deutschland gesammelt
werden und dann mit LKWs oder
Kleintransportern zu den Empfängern
gebracht werden. Damit dies zielgerichtet
erfolgt, wird bei den Partnern
nachgefragt, was benötigt wird und dann
entsprechend gesammelt.
Hat sich die Arbeit verändert?
Inzwischen sind weitere Tätigkeitsfelder
hinzugekommen, die zunehmend an
Bedeutung gewinnen. So hilft der
Auslandsdienst in Mittel-, Ost und
Südosteuropa daran mit, Hilfsdienste
aufzubauen. Auf diesem Gebiet verfügen
wir schließlich über viel Erfahrung,
sind doch die deutschen Malteser der
größte Hilfsdienst des Malteser Ordens.
Konkret funktioniert dies so, dass
Malteser in eines dieser Länder fahren
und dort nach Partnern suchen, die sie
begleiten und unterstützen können.
Nicht selten treffen wir interessierte
Menschen in Kirchengemeinden, denen
wir von unserer Arbeit berichten und
die dann den Wunsch äußern, auch als
Malteser tätig zu werden. Dann geht es
darum die erforderliche Unterstützung
zu leisten und das nötige Wissen
bereitzustellen, damit die gewünschten
Dienste aufgebaut werden können. Dies
hört sich im ersten Moment vielleicht
einfach an, ist aber schwierig, da die
landesspezifischen Rahmenbedingungen
beachtet werden müssen und Dinge
nicht einfach eins zu eins übertragen
werden können.
So können die Malteser Netzwerke über
Ländergrenzen hinweg aufbauen, die
<<
sich in Krisensituationen hervorragend
bewähren. Ich möchte dabei nur an
die letzte Hochwasserkatastrophe
in Polen erinnern, bei der mit Hilfe
dieses Netzwerkes eine zeitnahe und
zielgerichtete Hilfe zwischen deutschen
und polnischen Maltesern möglich war
und vielen Menschen geholfen werden
konnte.
Darüber hinaus wird jedes Jahr wieder
der Wunsch an uns herangetragen
Wallfahrten sanitätsdienstlich zu
begleiten, was auch für uns eine
Herausforderung ist, sind doch unsere
Helferinnen und Helfer zumeist mehrere
Tage im Einsatz und müssen sich dafür
Urlaub nehmen.
Darüber hinaus gibt es auch
die Partnerschaftsseminare und
Ländertreffen, die dazu dienen, sich
auszutauschen, gezielt voneinander zu
lernen und neue Projekte auf den Weg zu
bringen.
Wie geht es den Menschen in den
Partnerländern?
Diese Frage lässt sich nicht allgemein
beantworten, da in den Ländern sehr
unterschiedliche Bedingungen herrschen.
Man muss sich allerdings darüber im
Klaren sein, dass es in den wirtschaftlich
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Aus vielen Kontakten sind Freundschaften geworden: Die Paderborner Diözesandelegation bei ihrem Polenbesuch, bei dem sie
vier dortige Projekte besuchte und mit den Partnern vor Ort sprach.
aufstrebenden Ländern zumeist keine
soziale Marktwirtschaft gibt, die auf
einen gewissen Ausgleich zwischen
Arm und Reich abzielt, sondern einen
sogenannten „Raubtierkapitalismus“, in
dem es den wenigen Starken gut geht
und den vielen anderen zumeist schlecht.
Zu beobachten ist dabei auch, dass die
Lage der Menschen umso schlimmer
wird, je weiter man nach Osten oder
Süden kommt. Viele bei uns denken,
dass es den Menschen in den neuen EU
Staaten doch gut gehen müsste. Dies ist
leider oft nicht der Fall.
Wohin werden denn noch Hilfsgüter
gebracht?
Fast alle Länder, in denen wir tätig sind
erhalten Hilfsgüter. Wir haben also
Transporte, nach Litauen, Polen, Ungarn,
Serbien, Rumänien und in die Ukraine.
Ist das wirklich noch notwendig? Wie
lange soll das noch so gehen?
Ja, sicher ist das notwendig! Ohne
unsere Hilfe würde es vielen Menschen
schlechter gehen und die Not wäre
noch größer. Die Rente beispielsweise
von Lehrern in der Ukraine ist so
gering, dass sie Suppenküchen der
Malteser aufsuchen, um eine warme
Mahlzeit zu erhalten. Solange es noch
solche Notlagen gibt, ist unsere Hilfe
notwendig.
Wäre es nicht besser, Geld zu sammeln,
statt ausrangierter Waren?
Das hängt von verschiedenen Faktoren
ab. So werden nicht nur ausrangierte
Waren transportiert, sondern vielfach
auch neue Waren, die uns von den
Firmen angeboten werden. Dies
sind Lebensmittel, Hygieneprodukte
oder auch Kleidung. Darüber hinaus
werden uns immer wieder neuwertige
Dinge zur Verfügung gestellt, wie
Krankenhausbetten oder medizinische
Ausrüstungen aus deutschen
Krankenhäusern, die geschlossen
werden. Dennoch muss immer wieder
hinterfragt werden, ob der Warenwert
im richtigen Verhältnis zu den
Transportkosten steht und welche Folgen
es hat, wenn wir etwas in ein Land
bringen. Dabei geht es mir vor allem um
den Aspekt der Nachhaltigkeit. So haben
beispielsweise die ungarischen Malteser
inzwischen nicht nur Kleiderkammern,
sondern sammeln selbst Altkleider, um
diese aufzubereiten und zu verkaufen.
Auf diesem Wege erhalten arbeitslose
Menschen einen Job. Es muss dabei dann
auch abgewogen werden, dass Waren
vor Ort erheblich preisgünstiger gekauft
werden können und man damit zugleich
die Wirtschaft vor Ort stärkt.
Auslandsdienst, das ist immer auch Partnerschaft. Funktioniert das?
Ein Auslandsdienst ohne Partnerschaft
ist heute nicht mehr möglich, denn
die Regeln der Malteser für den
Auslandsdienst legen fest, dass man
nicht nach eigenem Gutdünken in
einem fremden Land tätig werden
darf, sondern sich mit den örtlichen
Partnern abzustimmen hat. Diese legen,
fest welche Hilfe und Unterstützung
notwendig und gewünscht ist. Darüber
Die Malteser aus der Erzdiözese
Paderborn fahren regelmäßig
Hilfsgütertransporte in Projekte nach:
Polen, Ungarn, Ukraine,
Weißrußland, Litauen, Kosovo.
hinaus sind auch gegenseitige Besuche
wichtig, was für unsere Partner auf
Grund der geringen finanziellen
Mittel nur mit unserer Unterstützung
möglich ist. Gerade sie aber haben
einen hohen Stellenwert, da sie als ein
Ausdruck von Wertschätzung verstanden
werden. Darüber hinaus haben wir in
den vergangenen Jahren erfolgreiche
Partnerschaftsseminare durchgeführt,
deren Inhalte sich immer an den
Wünschen der Partner orientiert haben.
Kommt wirklich etwas „zurück“?
Selbstverständlich! Partnerschaften
beruhen auf Gegenseitigkeit und
verbinden Menschen über Grenzen
hinweg. So weiß ich, dass nicht nur
Freundschaften geknüpft worden sind,
sondern auch Ehen geschlossen und
Familien gegründet wurden, die ihren
Ursprung in der Auslandsarbeit hatten.
Darüber hinaus können wir von unseren
Partnern lernen, wie man mit einfachen
Mitteln und ohne aufwändige Strukturen
Malteserarbeit machen kann. Nicht
zu vergessen die Freundlichkeit und
Aufgeschlossenheit, mit denen uns
unsere Partner begegnen.
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Malteser Hilfsdienst e.V. im Erzbistum Paderborn
Der Diözesanvorstand im Erzbistum Paderborn, Beauftragte und Geschäftsführer
Dr. Wolf van Lengerich
Johanna Gräfin von Brühl
Diözesanleiter
stellv. Diözesanleiterin
Diözesanoberin
Msgr. Prof. Dr. Peter Schallenberg
Diözesanseelsorger
Oliver Götze
Diözesanjugendsprecher
Albert Boßerhoff
Diözesanarzt
Marina Stork
Helfervertreterin
Stephan Graf von Spee
stellv. Diözesanleiter
Wolfgang Penning
stellv. Diözesanleiter
Jürgen Reineke
Josef Lüttig
Finanzkurator
Stefan Biehl
Vertreter der Caritas
Thomas Ohm
Helfervertreter
Guido Stork
Helfervertreter
Helfervertreter
Bezirksbeauftragte
Mirjam Weisserth
Diözesangeschäftsführerin
Siegfried Krix
Bezirksgeschäftsführer
Johannes Reschke
Ostwestfalen-Lippe
Maria Benkel
Ruhrgebiet/Hellweg
Reinhard Biehl
Sauerland/Siegerland
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Jahresbericht 2012-2013
Die Malteser sind vor Ort für Sie ansprechbar
Bernhard Rüther
Heiner Westermann
Michael Hermann
Markus Ickler
Tobias Peuser
Susanne Wolf
Thomas Ohm
StB Dortmund
Jürgen Plöger
Angelika Dühr
Thorsten Helmke
Wilfried Benkel
StB Büren
Andreas Tyzak
Patrick Hofmacher
Cornelia Schulz
Andreas Freßmann
Karl Heinz Lieb
Dr. Norbert
Kurowski
OB Altenbeken-Buke
StB Gütersloh
StB Arnsberg/ Meschede
StB Hamm
StB Bad Laasphe
StB Emscher-Ruhr
StB Herne
StB Balve
OB Freudenberg
OB HerzebrockClarholz
OB Borchen
StB Fröndenberg
OB Hövelhof
N.N.
StB Brakel
StB Geseke
StB Höxter
Jens Normann
Elisabeth Wiemann
Willi Rappold
Harald Kersebaum
Stephan Eling
Martin Burghaus
Rainer Albaum
Kai-Uwe Schulz
Stefan Freßmann
Jens Holeczek
Martin Haindl
Wolfgang Boos
Raimund Gruner
N.N.
StB Iserlohn-Menden
StB Olsberg
Albert Boßerhoff
StB Steinheim
StB Lage
StB Paderborn
Sandra Krasel
StB Warstein/Anröchte
StB Lippstadt
StB RhedaWiedenbrück
Gerd Teicher
StB Werl/Soest
StB Minden
StB Rietberg
StB Schmallenberg
StB Netphen
StB Siegen
Wenden
StB Olpe
StB Schwerte
N.N.
Hagen
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Malteser Hilfsdienst e.V. im Erzbistum Paderborn
Ihr Malteser-Team im Erzbistum Paderborn: Sie haben Fragen zu haupt- oder ehrenamtlichen Angeboten und Diensten der Malteser? Wir freuen uns auf Ihren Anruf.
>>
Für Sie da im Erzbistum P
Diözesangeschäftsstelle Paderborn
Uhlenstr. 7, 33098 Paderborn, Telefonzentrale: 05251 - 13 55 0
[email protected], www.malteser-paderborn.org
Diözesangeschäftsführerin: Mirjam Weisserth
[email protected]
Bezirksgeschäftsführer: Siegfried Krix
[email protected]
Sekretariat: Ingeborg Seidenstücker
[email protected]
Kontodaten für Sependen: Pax Bank Köln, BLZ: 370 601 20,
Konto: 120 121 6016 IBAN: DE37370601201201216016
Presse und Fundraising: Christian R. Schlichter
[email protected]
Diözesanreferentin Ausbildung und OWL
Karina Wegener
[email protected]
Schule Dortmund und Ruhrgebiet/Hellweg:
André Martini
[email protected]
Verwaltungsleitung: Lars Wilger
[email protected]
Sauerland/Siegerland:
Heike Münker
[email protected]
Referat Ehrenamt: Raimund Neuhaus
[email protected]
sozialpflegerische Ausbildung:
Elisbateh Berkemeier
[email protected]
Malteser Jugend: Patricia Hohenberger
[email protected]
Schulsanitätsdienst: Franz Flachs
[email protected]
Notfallvorsorge und Rettungsdienst, Fahrdienste:
Tillman Castillo Romero,
[email protected]
Thorsten Heß
[email protected]
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Jahresbericht 2012-2013
Die Dienststellen:
Altenbeken
Geschäftsstelle
33184 Altenbeken,
Dorfstr. 33
052 55/931 281
Arnsberg-Meschede
Geschäftsstelle
59821 Arnsberg
Bad Laasphe
Geschäftsstelle
57334 Bad Laasphe
Buschwiesenstraße 42
0 27 52/50 65 11
Balve
Geschäftsstelle
58802 Balve,
Borchen
Geschäftsstelle
33178 Borchen
Brakel
Geschäftsstelle
33034 Brakel
Büren
m Paderborn
Geschäftsstelle
33142 Büren
<<
Dortmund
Geschäftsstelle
44147 Dortmund
Emscher-Ruhr
Geschäftsstelle
44579 Castrop-Rauxel
Soziales Ehrenamt/
Auslandsdienst: Petra Emig
[email protected]
Hospizdienste: Monika Jost
[email protected]
Freudenberg
Geschäftsstelle 57258 Freudenberg
Fröndenberg
Geschäftsstelle
58730 Fröndenberg
Geseke
Menüservice + Hausnotruf: Süd-West: Michael Maria Beutler [email protected]
Nord-Ost: Christian Hempelmann
[email protected]
Geschäftsstelle
59590 Geseke
Gütersloh
Geschäftsstelle
33332 Gütersloh
Hagen
Geschäftsstelle
58097 Hagen
Hamm
Geschäftsstelle
59075 Hamm
Verwaltung: Ina Stollhans
[email protected]
Verwaltung: Sabine Schneegans
[email protected]
Bundesfreiwilligendienst:
Alexander Dunsche
Herne
Geschäftsstelle
44623 Herne
Dechant-Löcker-Weg 2
023 75/910 106
Wehrstr. 12
052 51/506 866-0
Industriestr. 26
052 72/54 27
Katharinenstr. 15
029 51/29 89
Franziusstr. 95
02 31/98 23 20-0
Lange Straße 89
023 05/66 05
Krottorfer Straße 85
027 34/87 32
Kirchplatz 6
023 73/68 100 80
Ernst-von-Bayern Str.34
029 42/12 34
Oststr. 70
052 41/99 80 60
Boeler Str. 94
023 31/98 93-0
Ulanenstr. 1
023 81/30 73 39
Glockenstr. 7
023 23/14 78 444
Geschäftsstelle
58706 Menden
Lage
Geschäftsstelle
32791 Lage
Lennestadt
Geschäftsstelle
57368 Lennestadt
Lippstadt
Geschäftsstelle
59557 Lippstadt
Minden
Geschäftsstelle
32425 Minden
Netphen
Geschäftsstelle
57250 Netphen
Olpe
Geschäftsstelle
57462 Olpe
Olsberg
Geschäftsstelle
59939 Olsberg
Paderborn
Geschäftsstelle
33100 Paderborn
Rietberg
Geschäftsstelle
33397 Rietberg
Höxter
Corveyer Allee 2
0177/95 91 344
Ginsterweg 16
02941/17002
St. Ansgar Str. 8
05 71/62 0 33
Am Bernstein 14
027 38/30 58 05
In der Trift 11
027 61/25 15
Carlauestr. 26
Karl-Schurz-Str. 30
052 51/77 74 60
Konrad-Adenauer-Str. 22
052 44/92 740 20
Geschäftsstelle
Brabecke 21
57392 Schmallenberg 029 77/36 4
Schwerte
Geschäftsstelle
58239 Schwerte
Siegen
Geschäftsstelle
57078 Siegen
Steinheim
Geschäftsstelle
32839 Steinheim Bethunestr. 15
023 04/17 58 8
Hüttenstr. 16 c
02 71/85 611
Hospitalstr. 7
052 33/88 80
Warstein
Geschäftsstelle
Paul-Gerhardt-Str. 18
59581 Warstein-Belecke 029 02/71 144
Werl/Soest
Gütersloher Straße 39
052 57/93 61 31
Brachter Str. 32
027 25/74 82
Schmallenberg
Hövelhof
Geschäftsstelle
33161 Hövelhof
Schillerstr. 11
052 32/69 11 67
Geschäftsstelle
Gütersloherstr. 74
33378 Rheda-Wiedenbrück 052 42/90 93 56
Wenden
Geschäftsstelle
Groppeler Str. 24 33442 Herzeb.-Clarholz 052 45/40 14
Körnerstr. 30
023 73/91 91 89
Rheda-Wiedenbrück
Herzebrock-Clarholz
Geschäftsstelle
37671 Höxter
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Ruhrstr. 74 a
029 31/43 76
Iserlohn-Menden
GeschäftsstelleVon-Galen-Straße12
57482 Wenden-Ottf. 027 62/92 90 7
Geschäftsstelle
59457 Werl
Kapellenweg 7
029 22/80 65 65
Geschäftsstelle Soest Brüderstr. 30
59494 Soest
029 21/96 97 897
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Die Malteser in der Erzdiözese Paderborn mit ihren Dienststellen
Alle Ansprechpartner, Kontaktdaten, Dienste
vor Ort und aktuelle Informationen finden Sie
auch im Internet unter
www.malteser-paderborn.de
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