Where the stars drive the cars !

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Where the stars drive the cars !
PM zur PK am 30. Juni 2014 um 9.30 Uhr im Bankettsaal Hochschloss
Südflügel am Schloss Dyck
Classic Days vom 1. -3. August 2014
9. Classic Days in Schloss Dyck = 9 Deutsche Rennfahrerlegenden
plus internationaler Fahrer-Star als Publikumshighlight
Where the stars drive the cars !
Die neunten Schloss Dyck Classic Days versammeln neun Deutsche Rennfahrerlegenden. Zur Freude der Besucher werden die Damen und Herren, deren Namen die
Herzen von Fans höher schlagen lassen, Proben ihres Könnens auf dem 2,8 Kilometer langen Dreieckskurs der Racing Legends geben. Ihre Teilnahme haben zugesagt – Lady first:
Ellen Lohr. Die heute 50jährige Motorsportlerin wurde in Mönchengladbach geboren.
Bei dieser räumlichen Nähe zu Schloss Dyck verwundert es beinahe, dass sie erst im
neunten Jahr den Weg zu den Classic Days findet. Lohr begann ihre ungewöhnlich
breit gefächerte Motorsportkarriere im Alter von 14 Jahren mit Kartrennen. 1987 gewann sie in der Formel Ford die Deutsche Meisterschaft. Ab 1988 fuhr sie für
Volkswagen in der Formel 3 als Werksfahrerin, unter anderem gegen Konkurrenten
wie Michael Schumacher und Heinz-Harald Frentzen. Im Europameisterschaftsfinale
in Monaco wurde sie 1990 Vize-Europameister. Im selben Jahr belegte sie für BMW
den zweiten Platz beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Ende der 1980erJahre hatte Lohr ihre ersten Einsätze in der Tourenwagen-Welt- und Europameisterschaft. Ab 1991 fuhr sie regelmäßig in der DTM und 1995/1996 bis zur Einstellung
dieser Rennserie in der ITC (International Touring Car Championship) für MercedesBenz. Als bisher einzige Frau gewann sie 1992 einen DTM-Lauf. Sie siegte dabei auf
Mercedes-Benz 190E 2.5-16 Evo2 auf dem Hockenheimring. Ab 1997 wechselte sie
in die Truck-Racing Europameisterschaft ETRC und fuhr Mercedes-Lkw. Danach trat
sie in der DTC, der V8-Star-Serie und im Porsche-Supercup an und arbeitete als
Kommentatorin in der DTM. Ab 2004 ist Ellen Lohr bei Rallye Raids aktiv und startet
seit 2005 in der Rallye Dakar: Zunächst mit einem Buggy für das 2Drive-Team, 2006
mit einem M-Klasse Mercedes des Teams ORC und 2007 für das Team MAXDATAMercedes-Benz. 2008 startete sie in der Deutschen Rallye-Meisterschaft DRM, seit
Beginn der Saison 2010 tritt sie mit einem Lamborghini bei den ADAC GT Masters
an. Lohr ist außerdem seit 2008 Markenbotschafterin des deutschen MercedesBenz-Veredlers Carlsson. Seit Anfang 2012 fährt Ellen Lohr für das tankpool24 Ra-
cing Team wieder in der FIA ERTC Truck Racing Europameisterschaft ohne Werksunterstützung.
Hans-Joachim „Strietzel“ Stuck. Der 63jährige Bayer startete zwischen 1974 und
1979 in der Formel 1, gewann 1986 und 1987 das 24-Stunden-Rennen von Le Mans
und wurde 1990 Deutscher Tourenwagen-Meister. Als Sohn des „Bergkönigs“ Hans
Stuck sammelte er schon als Jugendlicher auf dem Nürburgring Erfahrungen, da sein
Vater dort Fahrerlehrgänge abhielt. Per Sondergenehmigung bekam er mit 16 Jahren
den Führerschein. 1969 gewann er einen Sportfahrerlehrgang und verdiente sich bei
kleineren Rennen die internationale Rennlizenz. 1970 gewann er mit nur 19 Jahren
das erstmals ausgetragene 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring auf einem
Koepchen-BMW. Diesen Erfolg konnte er 1998 (auf BMW Diesel) und 2004 (auf
BMW M3 GTR) wiederholen. 1971 wurde Stuck Werksfahrer bei BMW in der Europameisterschaft für Tourenwagen. Zudem fuhr er Formel 2. Stuck wechselte 1972
zu Ford und wurde unter anderem Deutscher Tourenwagen-Meister auf Ford Capri.
In der Formel 2 feuerte er Siege auf March mit BMW-Motor. In der Formel 1 fuhr
Stuck von 1974 bis 1976 für March-Ford insgesamt acht Weltmeisterschaftspunkte
ein. 1977 bekam er ein Cockpit beim Brabham-Team von Bernie Ecclestone. Für
Shadow (1978) und das deutsche ATS-Team (1979) konnte Stuck in den folgenden
Jahren punkten. Danach war die F1-Karriere beendet, zumal seine Körpergröße von
etwa 194 cm angesichts der technischen Entwicklung ungeeignet war. 1979 erreichte
Stuck in der Procar-Serie, in der unter anderem die schnellsten F1-Piloten in identischen BMW M1 antraten, den zweiten Platz. In den Folgejahren trat er als Werkspilot
für Porsche im 956 an und gewann die 24 Stunden von Le Mans und den Supercup
im 962C in den Jahren 1986 und 1987. Auch im 12-Stunden-Rennen von Sebring
war er siegreich, 1986, 1988 sowie schon 1975 für BMW. Auch für Audi trat Stuck in
den USA 1988 (TransAm Serie) respektive 1989 (IMSA GTO) erfolgreich an. Als die
Deutsche Tourenwagen Meisterschaft populär wurde, wechselte Stuck in diese Serie
und gewann 1990 auf Audi V8 die DTM. Ab Mitte der 1990er Jahre war Stuck wieder
bei Porsche, ab 1998 erneut bei BMW. 28 Jahre nach seinem ersten Sieg beim 24Stunden-Rennen auf dem Nürburgring gelang ihm 1998 ein erneuter Sieg auf einem
BMW 320d Diesel. Stuck fuhr BMW Tourenwagen und in den USA in der American
Le Mans Series (ALMS). Hans Joachim Stuck war bis zum Ende der Formel 1 Saison
als Experte beim Fernsehsender Premiere zu sehen. Auch im Truck Racing versuchte sich der vielseitige Rennfahrer. 2008 wechselte er zum VW-Konzern, für den
er in seinen Audi-Zeiten schon tätig war. Stuck fuhr zur Markteinführung den neuen
VW Scirocco beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring und gewann seine
Klasse. Zudem steuerte er beim 6-Stunden-Rennen einen Lamborghini Gallardo.
2009 war er maßgeblich an der Entwicklung des Audi R8 LMS beteiligt und feierte im
Rahmen der VLN-Langstreckenmeisterschaft den einzigen Sieg eines R8 LMS dieser
Saison. Nach dem 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring 2011 beendete Stuck
seine aktive Rennkarriere. Seit dem 21. April 2012 ist Stuck Präsident des Deutschen
Motorsportbundes (DMSB). Ach ja: Den Spitznamen „Strietzel“ verdankt er seiner
Patentante, die bei seiner Taufe eine Ähnlichkeit mit einem Hefezopf (Schlesisch:
Strietzel) festgestellt haben soll. Hans-Joachim Stuck trägt diesen Spitznamen bis
heute. Die Namensschreibung Strietzel Stuck ist selbst in Medienberichten gebräuchlich.
Klaus Niedzwiedz Der 63jährige Rennfahrer und Fernsehmoderator wurde in Dortmund geboren. Seine Karriere begann mit Mini Cooper und der Formel Vau, bevor er
1979 Werksfahrer bei Ford wurde. Bekanntheit erlangte er mit einem Zakspeed Capri
in der Deutschen Rennsport Meisterschaft. Der turbogeladene 1,4-Liter-Motor leistete
bis zu 650 PS und machte das Auto 300 km/h schnell. Hiermit hält Niedzwiedz den
ewigen Trainings-Streckenrekord für Gruppe-5-Rennwagen auf dem alten Kurs der
Nürburgring-Nordschleife. Auf der damals noch 22,835 km langen Strecke benötigte
er 1982 nur 7:08,590 Minuten, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von knapp
192 km/h entspricht. 1982 (im Ford Capri) und 1987 (Im Ford Sierra Cosworth) gewann er jeweils zusammen mit Klaus Ludwig das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. 1987 wurde er Vizemeister in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft, ebenso
1989 in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft. 1998 gewann er mit einem Opel
Vectra die Privatfahrer-Wertung des Super-Tourenwagen-Cups. 2003 konnte er einen Lauf der VLN in einem Porsche 911 GT3 für sich entscheiden, 2005 erreichte
der unter anderem von Niedzwiedz gefahrene n-tv-Honda NSX-R beim 24-StundenRennen auf dem Nürburgring den Klassensieg. 1988 pilotierte er in Le Mans einen
Sauber C9. Er bestritt auch die 24-Stunden-Rennen in den Jahren 1981 und 1982.
Von1984 an arbeitet Niedzwiedz auch als Journalist und Fernsehmoderator mit Stationen bei SAT1, n-tv und ZDF. Seit dem Jahr 2009 produziert er für den Sender
NRW-TV auch das Magazin NRW-mobil. Klaus Niedzwiedz ist somit einer der wenigen Motor-Moderatoren, die auf eine lange aktive Motorsportzeit zurückblicken können.
Hans Herrmann ist bei den Schloss Dyck Classic Days ein liebgewordener Dauergast. Mit 86 Jahren ist er der letzte deutsche Zeitzeuge und Kollege von Wolfgang
Graf Berghe von Trips, dessen Andenken sich die Classic Days ganz besonders verpflichtet haben. Der Stuttgarter blickt auf eine Karriere zurück, die von der Zusammenarbeit mit Vorkriegsakteuren wie Mercedes-Rennleiter Alfred Neubauer bis zum
Beginn der Dominanz von Porsche bei den 24-Stunden-Rennen von Le Mans zurückreicht. Herrmann startete erfolgreich bei legendären Langstreckenrennen wie der
Mille Miglia als sie noch ein echtes Straßenrennen war, Targa Florio und Carrera
Panamericana. Mit seinem Porsche 356 nahm er im Februar 1952 erstmals an einer
Motorsportveranstaltung, der 1. Hessischen Winterfahrt, teil. Im gleichen Jahr startete Herrmann auf dem Nürburgring mit seinem privaten Porsche erstmals bei einem
Rundstreckenrennen und gewann. Schon 1953 gehörte er zum Porsche-Werksteam
und nahm erfolgreich u. a. an der Mille Miglia teil, die er mit einem Klassensieg beendete. Für die Formel-1-Saison 1954 suchte das Mercedes-Werksteam, das mit
Juan Manuel Fangio den besten Fahrer der Epoche verpflichtet hatte, einen Nachwuchsfahrer zur Ergänzung. Herrmann wurde im Herbst 1953 zu einer Fahrerprüfung
auf dem Nürburgring eingeladen und erzielte dort unter fünf Kandidaten die besten
Zeiten. Zu seinen besten Leistungen zählen die schnellste Rennrunde beim Großen
Preis von Frankreich sowie der dritte Platz beim Großen Preis der Schweiz 1954. Da
Mercedes 1954 werksseitig noch keine Sportwagenrennen bestritt, konnte er auch
für Porsche antreten und erreichte mit dem hubraumschwachen Wagen einen vielbeachteten dritten Platz bei der Carrera Panamericana.
Für die Saison 1955 war Herrmann beim ersten Formel-1-Rennen des Jahres unter
extremer Hitze in Argentinien der zweitbeste Mercedes-Fahrer hinter Fangio. Herrmann blieb Porsche-Langstreckenfahrer. In den Formel-1-Saisons 1957 bis 1959
fuhr Herrmann für Maserati, Cooper und B.R.M. Auf der Berliner AVUS 1959 trat
beim B.R.M. vor der Südkehre bei ca. 280 km/h Bremsversagen auf. Herrmann
lenkte den B.R.M. in die regennassen und dadurch sehr schweren Strohballen. Der
Wagen überschlug sich in hohem Bogen, wobei Herrmann herausgeschleudert
wurde. Das Foto, mit dem verdutzten Herrmann auf dem Boden rutschend, der Wagen durch die Luft wirbelnd, brachte ihm angesichts des glimpflichen Ausgangs den
Spitznamen „Hans im Glück“ ein. 1957 und 1958 ging Hans Herrmann außerdem mit
einem Borgward 1500 RS bei der Berg-Europameisterschaft an den Start und errang
1957 die Vizemeisterschaft. Daneben erreichte er achtbare Ergebnisse in Langstreckenrennen und in der Formel 2, jeweils mit Modellen des Porsche 718. In der
Formel-1-Saison 1961 war er Teil des Porsche-Teams. Im Vorjahr hatte er Gesamtsiege beim 12-Stunden-Rennen von Sebring (mit Olivier Gendebien) und bei der
Targa Florio (mit Joakim Bonnier und Graham Hill) eingefahren. Während der Saison
1962 verließ er Porsche. Auf den kleinen Abarth bestritt Herrmann von 1962 bis 1965
Langstrecken- und Bergrennen. 1966 begann mit der Rückkehr ins Porsche-Sportwagenteam sein zweiter Frühling; neben zahlreichen Podiumsplätzen in der Sportwagen-Weltmeisterschaft gewann er 1968 das 24-Stunden-Rennen von Daytona.
1970 krönte er seine Langstreckenkarriere mit dem ersten Gesamtsieg für die Stuttgarter Marke bei den 24 Stunden von Le Mans.
Jochen Mass. Dem vielseitigen Rennfahrer aus Bayern sind die Organisatoren der
Classic Days dankbar für seine frühe Unterstützung. Als die Classic Days noch in
den Kinderschuhen steckten, hatte Mass bereits das Potenzial der Veranstaltung
erkannt. Er ist der treueste Wiederholungstäter, was Besuche bei den Classic Days
angeht. Die aktive Laufbahn des 67jährigen führte von den Tourenwagen über die
Formel 1 bis zu Langstreckenrennen. Jochen Mass begann in den späten 1960er
Jahren in der Deutschen Rundstrecken-Meisterschaft, die er 1971 auf einem Ford
Capri als Gesamtsieger beendete. Er wechselte 1972 in die Formel 2. 1973 wurde er
in dieser Kategorie auf einem Surtees TS15 Vize-Europameister. Mit weiteren internationalen Erfolgen qualifizierte er sich für die Formel 1. Noch im selben Jahr debütierte Mass im britischen Silverstone auf einem Surtees-Ford in der Königsklasse.
1974 bekam Mass einen Stammplatz im Surtees-Team, wechselte aber noch im gleichen Jahr zu McLaren, wo er bis 1977 Stammfahrer blieb. 1975 gewann er den
Große Preis von Spanien in Barcelona. 1978 heuerte er zunächst beim neu gegründeten ATS-Team an und wechselte anschließend zu Arrows, wo er bis 1980 blieb.
Nach einem Jahr Auszeit von der Formel 1 kehrte Mass 1982 nochmal für das Team
RAM Racing in die Startaufstellung zurück. Insgesamt bestritt Mass in seiner Formel1-Karriere 105 Grand Prix und erzielte dabei 71 Weltmeisterschaftspunkte. Er war
damit bis zur Ära Michael Schumacher neben Wolfgang Graf Berghe von Trips der
erfolgreichste deutsche Formel-1-Pilot. In den 1980er Jahren fuhr Mass Sportwagen
von Porsche und Sauber-Mercedes. 1985 fuhr Mass für das Porsche-Werksteam
einen der drei Porsche 959 bei der Rallye Dakar. 1989 gewann Jochen Mass zusammen mit Manuel Reuter und Stanley Dickens in einem Sauber-Mercedes das
legendäre 24-Stunden-Rennen von Le Mans. 1999 war er beim 24-Stunden-Rennen
auf dem Nürburgring in einem Audi TT mit Straßenreifen am Start. In den Jahren
1993 bis 1997 war Mass Co-Kommentator bei TV-Übertragungen der Formel 1 beim
TV-Sender RTL. In öffentliche Erscheinung tritt Mass zudem immer wieder als Fahrer
von historischen Rennwagen, etwa bei den Classic Days, in Goodwood oder bei der
Mille Miglia.
Christian Geistdörfer. Der 63jährige Deutsche Motorsportler ist auch schon ClassicDays-erfahren, hat er doch hier bereits den spektakulären Auto-Union Silberpfeil über
den Rundkurs gesteuert. Geistdörfer war von 1975 bis 1990 aktiv. Größte Bekanntheit erlangte er als Co-Pilot des Rallyefahrers Walter Röhrl. Er wurde mit ihm gemeinsam zweimal Rallye-Weltmeister (1980 und 1982), einmal Zweitplatzierter
(1983) und viermal Gewinner der Rallye Monte Carlo. Mitte 2001 fuhr Geistdörfer als
Co-Pilot von Röhrl im Porsche 996 GT3 bei der ADAC Rallye Deutschland.
Klaus Ludwig ist ein 64jähriger deutscher Rennfahrer. Er gilt als Deutschlands erfolgreichster Tourenwagenfahrer und wird deswegen auch als „König Ludwig“ bezeichnet. Im Gegensatz zu seinen Zeitgenossen Hans-Joachim Stuck, Rolf
Stommelen, Harald Ertl, Hans Heyer und Jochen Mass bestritt er mit Ausnahme vereinzelter Tests nie ein Formel-1-Rennen. Ludwig fuhr in den 1970er-Jahren Tourenwagen von Ford in der Deutschen Rennsport-Meisterschaft. 1979 wurde er Meister,
nun auf einem Kremer-Porsche-935. Mit diesem Wagen errang er auch beim 24Stunden-Rennen von Le Mans einen Gesamtsieg. Auch 1981 wurde er wieder DRMMeister, diesmal auf einem Zakspeed-Ford Capri Turbo. In den 1980ern fuhr er bei
Langstreckenrennen die Sportwagen Porsche 956 C und Porsche 962 und gewann
dabei erneut zweimal in Le Mans. Er wechselte in die Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft, in der er 1988 auf Ford Sierra Cosworth Meister wurde. Später wechselte
Ludwig zu Mercedes-Benz und wurde 1992 und 1994 DTM-Meister. Nach dem Ende
der DTM bzw. ITC folgte er 1997 Mercedes-AMG in die FIA-GT-Meisterschaft. Nach
dem Gewinn der GT-Weltmeisterschaft 1998 beendete er nach einer 29 Jahre dauernden Rennsportkarriere offiziell seine Laufbahn als Profi-Rennfahrer. Schon 1999
trat er für das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring vom Rücktritt zurück und
gewann auf einer Chrysler Viper GTS-R zum insgesamt dritten Mal. Im Jahr 2000
nahm er erneut als Profi noch einmal in der ersten Saison bei den „neuen DTM“ teil.
Dort gewann er im Alter von 50 Jahren als bisher ältester Sieger eines DTM-Rennens die beiden Rennen am Sachsenring. Nach dieser Saison beendete er als Gesamtdritter seine Profi-Karriere erneut. In den Jahren 2004, 2005 und 2006 startete
er für das Team Jürgen Alzen Motorsport beim 24-Stunden-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife in einem Porsche 996 GT2 Bi-Turbo (2004–2005) bzw. Porsche
997 (2006). Im Jahr 2007 startete er in einem Aston Martin DBRS9. In den Saisons
2001 bis 2006 war Klaus Ludwig als Kommentator für die ARD bei den Läufen zur
DTM tätig. Obwohl er im Alter von 60 Jahren offiziell seinen Rücktritt vom Rennsport
verkündet hatte, nahm er 2011 am 24-h-Rennen Nürburgring mit einem Porsche 997
teil.
Roland Asch. Seine Karriere begann der 63jährige 1973 mit Slalomrennen und
Bergrennen, wo er 1981 Deutscher Meister wurde. Nach Rennen in der Deutschen
Rennsport-Meisterschaft erfolgte sein Debüt in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft 1985. Bis 1994 fuhr Asch ausnahmslos auf Mercedes. 1995 folgte der
Übergang in den Super Tourenwagen Cup. Neben Tourenwagen fuhr Asch auch
erfolgreich in anderen Disziplinen. So gewann er den deutschen Porsche 944 Turbo
Cup 1987, 1988 und 1989, sowie den Porsche Carrera Cup Deutschland 1991. Mit
bereits über 50 Jahren kehrte er in den Porsche Carrera Cup zurück, wo er bis 2003
fuhr. Ein Jahr später lenkte er einige Rennen einen Ford in der Tourenwagen-Europameisterschaft, der heutigen Tourenwagen-Weltmeisterschaft. 1999 fuhr er beim
24-h-Rennen Nürburgring einen Nissan Skyline GT-R des japanischen Teams von
Falken Tyres. 2000 ging Asch für ein Rennen im Deutschen Tourenwagen-Masters
für das Audi-Team Abt Sportsline an den Start. Seine Verbundenheit zu Rennfahrzeugen zeigt Roland Asch gelegentlich auch in repräsentativer Art, beispielsweise als
Pilot von Renntaxis anlässlich des internationalen Bergrennens Arosa ClassicCar
2012. Die Verbundenheit mit historischen Rennfahrzeugen hat Asch auch schon
einmal zu den Schloss Dyck Classic Days gebracht.
Dieter Glemser ist 76 Jahre alt und blickt auf eine lange Karriere in TourenwagenRennen als auch bei Rallyes und beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans zurück. Mit
verschiedenen Tourenwagen wurde er Europameister und zweifacher Deutscher
Rennsportmeister. Seine Karriere begann in den frühen 1960ern, am Anfang fuhr er
einen Porsche 356. 1963 gewann er die Polen-Rallye in einem Mercedes-Benz
220SE. 1966 war er Porsche-Werksfahrer auf dem Typ 906. In der ersten Hälfte der
1970er fuhr er viele Erfolge für die Marke Ford ein. Nach einem schweren Unfall infolge eines Reifenschadens beim Tourenwagenrennen von Macao im November
1974, bei dem mehrere Zuschauer verletzt wurden, beendete Glemser seine Laufbahn. Glemser gilt als der mit Abstand erfolgreichste Allroundrennfahrer, da er in seiner über 30-jährigen aktiven Zeit in den unterschiedlichsten Motorsportdisziplinen
antrat und Siege erringen konnte. Den Schloss Dyck Classic Days ist Dieter Glemser
bereits viele Jahre verbunden.
Der internationale Stargast: Jacky Ickx
Neun deutsche Fahrerlegenden beehren die neunten Classic Days. Doch ist die Veranstaltung seit je international ausgerichtet. Nach Sir Stirling Moss und John Surtees
freuen sich die Veranstalter sehr, für 2014 den Auftritt von Jacky Ickx ankündigen zu
dürfen. Der heute 69jährige Belgier ist einer der ganz Großen des Motorsports.
Jacky Ickx stieg wie Wolfgang Graf Berghe von Trips über Motorradrennen in den
Motorsport ein. Mit einer Zündapp wurde er 1963 belgischer Trial-Meister. 1966 stieg
er vom Motorrad auf Rennwagen um und konnte sofort einige Siege bei Langstreckenrennen erzielen. 1967 wurde er auf einem Matra MS7-Cosworth erster Europameister der Formel 2. Seinen ersten Einsatz in einem Formel-1-Grand-Prix hatte er
1966 im Ken Tyrrell-Team auf dem Nürburgring. 1967 fuhr er für Tyrrell, dann mit
einem Cooper-Maserati die Grand Prix von Italien und den USA. 1968 wechselte Ickx
zu Ferrari und feierte mit 23 Jahren seinen ersten Grand-Prix-Sieg. Zwischen 1968
und 1979 errang Ickx bei 114 Formel-1-Rennen acht Grand-Prix-Siege und wurde
zweimal Vizeweltmeister (1969 und 1970). Daneben gewann er noch weitere nicht
zur Weltmeisterschaft zählende Formel-1-Rennen. 1979 wurde er auf Lola Can-AmSieger. Legendär sind seine Erfolge bei den 24 Stunden von Le Mans, wo er 1969
auf Ford GT 40 gewann und bis 1982 noch weitere fünf Siege erringen konnte, wofür
er den Beinamen „Monsieur Mans“ erhielt. Hinzu kommen zahlreiche Siege bei Tourenwagenrennen, Bergrennen und Rallyes, darunter der Sieg der Rallye Paris-Dakar
1983 auf einem Mercedes-Benz G-Modell. Darüber hinaus gewann Ickx die Langstreckenweltmeisterschaften in den Jahren 1982 und 1983. Damit ist Jacky Ickx der
erfolgreichste Sportwagenrennfahrer. Bis 1995 fuhr er noch Rallyes und Sportwagenmeisterschaften, zog sich dann aber aus dem aktiven Motorsport zurück. Er bleibt
dem Sport jedoch als Veranstalter verschiedener Rennen verbunden. Bei den Classic Days dürfen wir ihn zum ersten Mal begrüßen.