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staufenbiel.de
2015/16
Band 2
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Ingenieure
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Editorial
Neue Lösungen für die
Sharing Economy
Eine Entwicklung, die seit einigen Jahren in vielen Bereichen
beobachtet werden kann, führt
vom überwiegenden Besitzen
von Gütern hin zu einem nutzungsorientierten Konsumentenverhalten: Güter und Produkte,
die von ihren Eigentümern
nicht dauerhaft oder vollständig genutzt werden, werden für
andere Konsumenten verfügbar gemacht. Dieser
Trend tritt besonders deutlich im Bereich Mobilität
unter Bezeichnungen wie Sharing Economy zutage.
Ein eigenes Auto symbolisierte für viele Jahrzehnte materiellen Status und Unabhängigkeit
durch individuelle Mobilität. Doch hier wandelt
sich das Denken in weiten Teilen der Bevölkerung.
So sinkt laut der Zeitgeiststudie des Frankfurter
Zukunftsinstituts, die Ford in Auftrag gegeben hat,
die emotionale Bindung zum Auto als Besitz und
Statussymbol signifikant für 41 Prozent der Millennials, also den zwischen 1980 und 2000 Geborenen.
Dieser Generation geht es primär darum, mobil und
vernetzt zu sein – das Auto als App.
Die Automobilbranche reagiert bereits auf
tiefgreifende Änderungen. Denn der Konsument
der Zukunft nimmt voraussichtlich vermehrt
eine bedarfsgesteuerte Mobilitätsdienstleistung
in Anspruch, statt nur ein Fahrzeug zu erwerben.
Technologische Trends, wie die digitale Vernetzung des Automobils oder die Elektromobilität und
das Fernziel des autonomen Fahrens, unterstützen
zusätzlich den Bedarf an einer Entwicklung neuer,
ganzheitlicher Mobilitätskonzepte.
Die Sharing Economy als Treiber technologischer und wirtschaftlicher Entwicklungen ist
Herausforderung und Chance für die Automobilindustrie, aber auch für andere Wirtschaftszweige.
staufenbiel.de
Neue und veränderte Produkt- und Dienstleistungskonzepte sind gefragt. Entwickler müssen auf
andere, komplexere Marktanforderungen und Kundenbedürfnisse reagieren. Die Einbettung solcher
Produkt- und Servicekonzepte in wettbewerbsfähige digitale Geschäftsmodelle steht oben auf der
Agenda der Unternehmen. „Die Digitalisierung von
Geschäftsprozessen und -modellen in Verbindung
mit einer ausgeprägten Individualisierung von Produkten und Services werden das Einfallstor für eine
Sharing Economy in vielen etablierten Wirtschaftsbereichen sein“, sagt Helge Spindler vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation.
Dann sind neben technischer Problemlösungskompetenz auch konzeptionelle Fähigkeiten, Kreativität und ein Gespür für Trends wichtig. Für
erfolgreiche Leistungsangebote von Unternehmen
in der Sharing Economy sind neben Fachwissen
Kooperation und interdisziplinäres Verstehen
gefragt. So wird die Automobilbranche weiterhin
Themen wie Car Sharing, Vernetzung der Autos
und die Entwicklung von nachhaltiger Mobilität
(Elektro- und Hybridautos) in den Fokus rücken
müssen. Diese Entwicklungen bieten zukünftigen
Ingenieuren aller Fachrichtungen zukunftsträchtige, vielfältige Berufschancen. So entstehen bereits
heute neue Stellen wie die des Mobilitätsmanagers.
Es lohnt sich also in jeder Hinsicht, diesen Beruf
zu ergreifen. Bei der Lektüre dieses Karriere-Handbuchs wünsche ich Ihnen viel Freude und wertvolle
Anregungen.
Prof. Dr.-Ing. em. Klaus Henning
RWTH Aachen
Autor Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
3
Inhalt
42
8
DER AKTUELLE STELLENMARKT
Zahlen, Daten und Fakten zum
aktuellen Stellenmarkt für
Ingenieure – mehr zu Trends, Jobs
und Einstiegschancen
28
SPECIAL: TRAINEE-PROGRAMME
Das macht ein gutes TraineeProgramm aus und so viel kannst
du als Trainee verdienen
EINSTIEGSBRANCHEN
Wir stellen die wichtigsten
Einstiegsbranchen für Ingenieure
vor – von Automotive bis Stahlund Metallindustrie
Automobilzulieferer 46
Branchen-Special: Automotive 50
Bauindustrie/Bauwirtschaft 58
Chemische Industrie 62
Consulting 66
Elektroindustrie 70
Energie- und Versorgungswirtschaft 74
Entsorgungswirtschaft/Umwelt 78
Ingenieurdienstleister 80
IT/Telekommunikation 82
Konsumgüter/Ernährung 86
Kunststoff- und Textilindustrie 88
Logistik und Verkehr 90
Luft- und Raumfahrtindustrie 92
Maschinen- und Anlagenbau 94
Stahl- und Metallindustrie 98
100 SPECIAL: INNOVATION
34
KARRIEREPLANUNG & BERUFSBILD
Wo und wie Ingenieure für
Innovationen sorgen
So planen Ingenieure ihre Karriere,
das müssen Nachwuchskräfte
mitbringen. Außerdem: Wie der Fortschritt die Arbeit von Ingenieuren
verändert
4
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
staufenbiel.de
Inhalt
126 TYPISCHE BERUFSFELDER
Studienrichtungen, Einsatzbereiche, Aufgaben und Jobchancen
110 EINSATZBEREICHE IM UNTERNEHMEN
Wo starten? Die zentralen
Funktionsbereiche in Unternehmen
kurz gefasst
Arbeits-/Betriebsorganisation 113
Beschaffung/Einkauf 113
Entwicklung 114
Fertigung/Produktion/Betrieb 114
Forschung 115
Konstruktion/Industrial Design 115
Logistik 116
Montage/Inbetriebnahme 116
Produktionsplanung 117
Produktmanagement 117
Projektmanagement 118
Qualitätsmanagement 118
Software-Entwicklung 119
Unternehmensplanung und
-entwicklung/Consulting
119
Vertieb 120
Wartung/Technischer Service
122 SPECIAL: BEWERBUNG
Perfekte Vorbereitung ist der
Schlüssel zum Erfolg
staufenbiel.de
120
Elektrotechnik 134
Maschinenwesen 137
Verfahrenstechnik 140
Georessourcen 141
Bauwesen 142
Angrenzende Berufsfelder
143
140 HOCHSCHULEN IM PROFIL
Detaillierte Informationen über
führende Aus- und Weiterbildungsinstitutionen: Lehrprogramm,
Studiengänge, Kontaktadressen
145 ARBEITGEBER IM PROFIL
Detaillierte Informationen über
führende Arbeitgeber.
Unternehmensprofile mit vielen
Infos – auch für die Vorbereitung
der Bewerbungsunterlagen
158 JOBFINDER 2015/2016
Die wichtigsten Arbeitgeber im
Überblick – mit Startgehältern und
Anzahl freier Stellen
Impressum
7
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
5
Inserentenverzeichnis
Inserentenverzeichnis
BENTELER Gruppe U2
BMW Group 45
Brose Gruppe U3
Cargill Deutschland GmbH 146, 147
D+S Automotive GmbH 106
DEKRA 53
DENSO AUTOMOTIVE Deutschland GmbH 49
Deutsche Bahn AG 39
Diehl Stiftung & Co. KG 17
EagleBurgmann Germany 103
ENERCON GmbH 75, 148
EUROPIPE GmbH 19, 149
F. Hoffmann-La Roche AG 65
FERCHAU Engineering GmbH 25
GOLDBECK GmbH 59
HFH • Hamburger Fern-Hochschule 141
HARIBO Deutschland 150
HARTING Technologiegruppe 105
HOKO® – Hochschulkontaktmesse 73
Hydro 33
Ingenics 151
IQB Career Services AG 77
John Deere GmbH & Co. KG 152
Karlsruhe Institut für Technologie (KIT) 142
konaktiva Dortmund GbR 61, 150
MAHLE GmbH 57
Maschinenfabrik Reinhausen GmbH 153
Osto Systemberatung GmbH 69
PHOENIX CONTACT GmbH & Co. KG 154
Robert Bosch GmbH 11
Salzgitter AG 155
Schaeffler (INA, LuK, FAG) 23
SICK AG 15
SKF 13
6
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
staufenbiel.de
Inserentenverzeichnis
SMS group 97
Technische Universität Hamburg-Harburg 143
Universität Stuttgart 144
VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V. 85
Voith GmbH 109, 156
VWI Verband Deutscher Wirtschaftsingenieure e.V. 77
Windmöller & Hölscher KG 27, 157
ZF Friedrichshafen AG 55
Impressum
Staufenbiel Karriere-Handbuch
Ingenieure 2015/16
Arbeitsmarkt • Branchen • Karriereplanung
31. Auflage, Band II
Autor: Prof. Dr.-Ing. em. Klaus Henning
Verantwortliche Redakteure:
Thomas Friedenberger, Markus Gerharz
Redaktionsleitung: Stefanie Zimmermann
Redaktion: Rebekka Baus, Philip Blana,
Thomas Friedenberger, Markus Gerharz,
Annette Kamps, Rebecca Westerkamp
Lektorat: Ulrike Kösterke
Sales Director: Holger Fäßler
Telefon: 0221/91 26 63 33
E-Mail: [email protected]
Anzeigenmarketing: Hanno Arens, Nadine
Eppmann, Felix Fries, Tim Heise, Nelli Klima,
Anne Moog, Nina Otto vor dem gentschen
Felde, Susanne Suchland, Rafael Thelen,
Thorsten Volpers
Client Support: Maria Gorki, Sarah Tillmann
Director of Products & Communications:
Björn Sorge
Grafik & Produktion: Holger Schwarz
(Coverbild ©Thinkstockphotos.de –
sarapulsar38; Die Rechte für die
Coverbilder der Spezialausgaben liegen
bei der entsprechenden Universität/
Organisation, Uni Köln: © Aleksander
Perkovic)
Druck: Silber Druck, Niestetal
ISBN: 978-3-922132-70-7
staufenbiel.de
Herausgegeben von:
Staufenbiel Institut GmbH
Postfach 10 35 43, 50475 Köln
Telefon: 0221/91 26 63-0
Telefax: 0221/91 26 63-9
E-Mail: [email protected]
Internet: www.staufenbiel.de
Die Staufenbiel Institut GmbH ist Teil der
Group GTI. Copyright © 2015 by Staufenbiel
Institut GmbH
Herausgeberin: Birgit Giesen
Für die Richtigkeit der Angaben können
Autor, Redaktion und Verlag trotz
sorgfältiger Recherche keine Gewähr
übernehmen. Eine Haftung für Personen-,
Sach- und Vermögensschäden ist ausgeschlossen.
Namentlich gekennzeichnete Gastbeiträge
geben die Meinung des Autors wieder und
müssen nicht die Meinung der Redaktion
und des Verlags widerspiegeln.
Redaktionsschluss: Juni 2015
Hinweis bzgl. des Allg. Gleichbehandlungsgesetzes (AGG)
Redaktion und Verlag sind stets bemüht,
sowohl redaktionelle Beiträge als auch
Anzeigen daraufhin zu prüfen, dass
Formulierungen nicht gegen geltendes
Recht, insbesondere gegen das Allgemeine
Gleichbehandlungsgesetz verstoßen.
Sollte im Einzelfall eine Formulierung von
der Rechtsprechung als diskriminierend
bewertet werden, weisen wir bereits jetzt
darauf hin, dass wir uns von jeder Art der
Diskriminierung distanzieren und dies
jedenfalls nicht die Ansicht der Redaktion
darstellt.Soweit in redaktionellen Beiträgen
und in Beiträgen von Kunden ausschließlich oder überwiegend die maskuline Form
ver wendet wird, erfolgt dies lediglich aus
Gründen der Lesbarkeit und stellt in keinem
Fall eine Wertung gegenüber weiblichen
Personen dar. Entsprechend ist mit dem
Gebrauch des Begriffs „Young Professionals“ keine Diskriminierung hinsichtlich
des Alters intendiert, sondern es soll
lediglich die Gruppe der Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger angesprochen
werden. Sofern Sie sich durch Inhalte dieser
Publikation benachteiligt fühlen, bitten
wir Sie, sich mit unserer Beauftragten für
Gleichbehandlung, Frau Nadine Eppmann,
[email protected], in
Verbindung zu setzen.
Nachdruck von Beiträgen unter Quellenangabe nur mit schriftlicher Genehmigung
des Verlags gestattet.
Bestellung: Erhältlich in Fachbuchhandlungen oder über den Verlag bzw.
unter www.staufenbiel.de/bookshop.
Preis: Euro 15,00 (bei Versand zzgl. Porto
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nur gegen Vorkasse.
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
7
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Zahlen, Daten und Fakten über den aktuellen
Stellenmarkt für Ingenieure – mehr zu Trends, Jobs
und Einstiegschancen
8
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
9
Der aktuelle Stellenmarkt
Einstieg und Karriere
Verschiedene Trends bestimmen den Wandel der
Arbeitswelt: Einer ist ganz sicher der demografische Wandel. Er wird etwa den Bedarf an Automatisierungslösungen weiter steigern, sagt der
Verein Deutscher Ingenieure (VDI). Besonders gut
lasse sich die Entwicklung der Automatisierung an
der Robotik verdeutlichen: Bereits 2014 kamen in
Deutschland auf 10 000 Beschäftigte mehr als 280
voll ausgewachsene Roboter, so der VDI.
Während bisher die Autoindustrie der Hauptabnehmer automatisierter Anlagen war, wächst der
Bedarf nach Lösungen in anderen Branchen stetig:
etwa in der Elektronikindustrie, in der Chemieund Pharmabranche oder der Lebensmittelindustrie. Bald werden weitere Barrieren zwischen Menschen und Robotern fallen. Das wiederum wird die
Produktion noch stärker verändern. Und die Auswirkungen von Industrie 4.0 mit der immer engeren Vernetzung von Maschinen, Produkten und
Organisationseinheiten haben großen Einfluss auf
die Arbeitswelt von Ingenieuren.
Erkenntnisse und Fortschritte in den Bereichen
Technologie, Business-Modell und Arbeitsumfeld
beeinflussen sich gegenseitig. Wissenschaftler und
verantwortliche Ingenieure in den Unternehmen
sollten sich nach den Vorstellungen des Ingenieurvereins ihres großen Einflusses und ihrer Verantwortung für die Zukunft bewusst werden. Deshalb
gründete die VDI-/VDE-Gruppe Mess- und Automatisierungstechnik im Jahr 2015 einen Fachausschuss zur Zukunft der Arbeit.
„Mit Industrie 4.0 entsteht eine neue Zukunftsperspektive für den Produktionsstandort Deutschland. Es entstehen neue Geschäftspotenziale durch
vernetzte und digitalisierte Wertschöpfungssysteme“, sagt Wilhelm Bauer, Vorsitzender des Ausschusses „Arbeitswelt Industrie 4.0“. Das bedeutet
natürlich auch: Das Hightech-Land Deutschland
braucht weiterhin seine Ingenieure.
Ingenieure bleiben gesucht
Die Zahl der Stellenangebote für Ingenieure ist
im „Hays-Engineering-Index“ im ersten Quartal
10
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
2015 um zwei Punkte gegenüber dem Vorquartal
gewachsen. Im Vergleich mit dem Vorjahr fällt das
Wachstum noch stärker aus und die Nachfrage
ist hier um sechs Punkte gestiegen. „Insgesamt
befindet sich der Stellenmarkt für Ingenieure in
einem positiven Modus“, schreiben die Autoren des
Engineering-Index.
Die Zahl der veröffentlichten Jobangebote aus
den einzelnen Branchen zeigt ein eher durchwachsenes Bild. So ist zwar die Nachfrage nach technischen Absolventen vor allem von Ingenieurbüros
und Ingenieurdienstleistern gestiegen. Auch das
Baugewerbe, der Maschinenbau und die IT-Unternehmen haben im ersten Quartal 2015 mehr
Ingenieure gesucht. Rückläufig entwickelte sich die
Nachfrage aus der Medizin- und der Elektrotechnik.
Bei den jeweiligen Fachgebieten der Ingenieure
zeigte sich laut Engineering-Index der Stellenmarkt
ebenfalls differenziert. So wurden Konstrukteure,
Versuchs- und Berechnungsingenieure in größerer
Zahl gesucht. Kaum verändert hat sich der Stellenmarkt für hardwarenahe Software-Entwickler und
Automatisierungstechniker, der aber auf einem
hohen Niveau bleibt. Qualitätsmanager und Fertigungsplaner werden ebenfalls ähnlich häufig wie
im Vorquartal gesucht. Dagegen fiel die Suche nach
Projektleitern im ersten Quartal 2015 schwächer
aus als im Quartal zuvor.
Absolut am stärksten nachgefragt wurden mit
großem Abstand weiterhin Konstrukteure, gefolgt
von Qualitätsmanagern und Automatisierungstechnikern. Was die Branchen betrifft, suchten die
Ingenieurbüros und die Ingenieurdienstleister die
meisten technischen Absolventen.
Der Hays-Engineering-Index basiert auf einer
quartalsweisen Auswertung aller relevanten Stellenanzeigen in überregionalen und regionalen
Tageszeitungen und den meistfrequentierten
Online-Jobbörsen.
In den vergangenen Jahren haben zwar mehr
Absolventen ein ingenieurwissenschaftliches Studium abgeschlossen. Nach wie vor sei der Bedarf an
Nachwuchsingenieuren in Deutschland aber groß
und die Jobaussichten laut VDI entsprechend gut.
Im Wintersemester 2013/14 waren von den insge-
staufenbiel.de
Jeder Erfolg hat seine Geschichte.
Die Zukunft aktiv mitgestalten.
In der Ingenieurwelt von Bosch.
Bosch denkt innovativ. Das hat Tradition: Wir setzen uns seit jeher für nutzbringende und
zukunftsweisende Technologien ein, die das Leben der Menschen verbessern – ganz nach
unserem Leitmotiv „Technik fürs Leben“. Entsprechend vielfältig und spannend sind die
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Entwicklungsaussichten kaum Grenzen gesetzt: Wir bereiten Sie von Anfang an systematisch auf Ihre Laufbahn vor – und unterstützen Sie auch, wenn Sie später in andere Bereiche
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Der aktuelle Stellenmarkt
samt 2,6 Millionen Studenten laut Hochschulrektorenkonferenz (HRK) ein Fünftel in den Ingenieurwissenschaften eingeschrieben, exakt 528 420. Im
Prüfungsjahr 2013 erwarben dann 81 975 Absolventen ihren Hochschulabschluss als Ingenieur.
So bemühen sich die Branchenverbände und der
VDI weiterhin, junge Menschen für die Ingenieurberufe zu begeistern. Häufig müssen sie auch gegen
die öffentliche Wahrnehmung ankämpfen. Denn
wenn schlechte Branchen- und Unternehmenszahlen die Nachrichten beherrschen, beginnen weniger Abiturienten mit einem Technik-Studium. Das
führt dazu, dass in späteren Boom-Phasen weniger
Absolventen zur Verfügung stehen. Das Ergebnis:
ein Mangel an Fachkräften, eine Ingenieurlücke.
Hinzu kommt, dass noch immer viele Studenten ihr technisches Studium ohne Abschluss abbrechen. Die Zahl der Studienanfänger im Ingenieurbereich alleine sagt daher wenig aus.
Um dem Arbeitskräftemangel in technischen
Bereichen vorzubeugen, gibt es Programme wie
„Think Ing“. Die Initiative informiert Abiturienten
über das Technikstudium und die Karrierechancen
und möchte für Ingenieurberufe begeistern. Denn
die technischen Studiengänge sind allesamt recht
anspruchsvoll – aber nicht jedermanns Sache. Wer
allerdings einmal Feuer gefangen hat für die Technik, den lässt das Ingenieurwesen so leicht nicht
mehr los.
Ingenieure im Schweinezyklus
Um junge Menschen für die MINT-Fächer Mathematik,
Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu
begeistern, rühren Wirtschaft, Politik und Hochschulen weiterhin die Werbetrommel. Ansonsten droht
der nächste sogenannte Schweinezyklus. Das wollen
Entscheidungsträger verhindern. Sie haben aus den
Fehlern der Vergangenheit gelernt. Als Anfang der
1990er-Jahre junge Ingenieure auf der Straße standen, brach auch die Zahl der Studienanfänger ein. Der
Effekt: Beim nächsten wirtschaftlichen Aufschwung
fehlten technische Absolventen und Stellen blieben
unbesetzt. Dieses Auf und Ab wurde zuerst in der
Landwirtschaft beschrieben und dort als „Schweinezyklus“ bezeichnet.
ARBEITGEBER SUCHEN INGENIEURE
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Bedarfsentwicklung Ingenieure
(Angaben in Prozent)
2
5
3
8
2
33
...im
Vergleich zum
Vorjahr
34
...in
den nächsten
5 Jahren
55
59
stark steigend
rückläufig
steigend
stark rückläufig
gleichbleibend
Präferierte Abschlüsse
bei Ingenieuren
87 %
Master
77 %
Diplom (Universität)
63 %
Diplom (FH)
36 %
Bachelor
13 %
7%
Promotion
MBA
(Bis zu drei Nennungen möglich)
Quelle: Staufenbiel JobTrends Deutschland 2015
12
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
staufenbiel.de
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davon.
Der aktuelle Stellenmarkt
Träger von „Think Ing“ sind die Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektro-Industrie, der
Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau
(VDMA), der Zentralverband Elektrotechnik- und
Elektronikindustrie (ZVEI), der Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (VDE),
der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) und der
Verband der Automobilindustrie (VDA).
Initiativen wie diese sorgten – zusammen mit
guten Einstellungschancen für Ingenieure – dafür,
dass in den vergangenen Jahren die Zahl der erfolgreichen Absolventen in den technischen Bereichen
kontinuierlich stieg. Heute verlassen jährlich mehr
als 80 000 Studenten die Hochschulen als Ingenieure, 2002 waren es 33 000.
Auf dem Arbeitsmarkt für Ingenieure gibt es
ein Phänomen, das die Forscher mit dem Wort
Mismatch umschreiben. Es bedeutet, dass die
Anforderungen an Ingenieure und ihre Qualifikationen nicht (genau) zusammenpassen. Während
auf der einen Seite Unternehmen technische Fachkräfte suchen, stehen auf der anderen Seite arbeitslose Ingenieure. Sie bringen oft nicht das geforderte
Idealprofil mit. Das Resultat: hochqualifizierte Jobs
bleiben unbesetzt.
Das eigene Profil
Durch den hohen Innovationsdruck in den Hightech-Branchen sind die Anforderungen an Absolventen weiter gestiegen. Die richtigen Qualifikationen sind wichtiger denn je. Nur so haben Nachwuchsingenieure im Wettbewerb um die wirklich
attraktiven Jobs gute Chancen.
Den Arbeitgebern sind bei Ingenieuren zum
Beispiel die gewählten Studienschwerpunkte sehr
wichtig: 86 Prozent schauen bei den studienbezogenen Einstellungskriterien darauf, sagt die Studie
Staufenbiel JobTrends Deutschland 2015. Die Examensnote ist zwar auch wichtig, aber sie steht nur
für jedes zweite Unternehmen an der Spitze der
Einstellungskriterien bei technischen Absolventen.
Ingenieure müssen interdisziplinär arbeiten
können. Deshalb sind oft Absolventen gefragt, die
in einem oder zwei Bereichen Spezialkenntnisse
haben und gleichzeitig eine große fachliche Breite
14
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
mitbringen. Erste praktische Erfahrungen sind für
den Einstieg enorm wichtig. Bei den Zusatzqualifikationen sind acht von zehn Arbeitgebern absolvierte Praktika bei Bewerbern mit Ingenieurexamen wichtig, so die Studie Staufenbiel JobTrends
Deutschland 2015.
Insgesamt arbeiten in Deutschland laut einer
VDI-/IW-Studie („2014: Ingenieure auf einen
Blick“) einschließlich den Selbstständigen und
Freiberuflern über 1,6 Millionen Ingenieure. Rund
die Hälfte ist in einem traditionellen Ingenieurberuf beschäftigt. Die andere Hälfte verdient ihr
Geld als Geschäftsführer/Manager, Professor oder
in einem anderen indirekten Ingenieurberuf. Der
Anteil der Ingenieurinnen stieg kontinuierlich: auf
275 000. Trotzdem liegt ihr Anteil in Deutschland
noch unter dem EU-Durchschnitt.
JobTrends Deutschland
In welchen Bereichen Ingenieure gute Chancen
haben, zeigt die Studie Staufenbiel JobTrends
Deutschland 2015. Den größten Bedarf haben Unternehmen an Wirtschaftsingenieuren und Ingenieuren
mit Abschluss Elektrotechnik und Maschinenbau.
Auch bei Ingenieuren der Verfahrenstechnik und bei
Bauingenieuren melden die Unternehmen Bedarf.
Zählt man den gesamten Bedarf der Unternehmen
zusammen, wird schnell deutlich, dass Ingenieure
und IT-Experten zu den am meisten gesuchten
Absolventen zählen.
Innovationen
Innovationen sind der Motor der Industrie- und
Hightech-Branchen. Soll er nicht ins Stocken geraten, brauchen Industrie und Wissenschaft weiterhin eine hohe Zahl an qualifizierten Ingenieuren
und Fachkräften.
Wichtige Impulse für Innovationen gehen
besonders von der Elektro- und Informationstechnik aus. Damit das weiterhin der Fall ist, investiert
die deutsche Elektroindustrie jedes Jahr rund 15
Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung
(F&E). Zu den Trendthemen, die auch neue Jobs in
Deutschland bringen sollen, zählen etwa Industrie
4.0, Elektromobilität oder intelligente Stromnetze
staufenbiel.de
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und inspirierend. Ihr neuer Arbeitgeber: ein Hightech-Unternehmen mit weltweit rund 7.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Ihre Zukunftsadresse: www.sick.de/karriere
Der aktuelle Stellenmarkt
(Smart Grids). Neben der Elektroindustrie sind
Automation, Robotik und Medizintechnik weitere
Innovationstreiber.
Innerhalb der ersten drei Monate nach dem Studium finden rund 70 Prozent der Ingenieurabsolventen einen Arbeitsplatz. Das ergab eine Umfrage
des Vereins Deutscher Ingenieure bei seinen Mitgliedern. Die wichtigsten Faktoren für die Jobwahl
sind das Einkommen, die Arbeitsplatzsicherheit, die
Karrieremöglichkeiten innerhalb des neuen Berufsumfelds und die Vereinbarkeit von Job und Familie.
Lediglich ein Prozent der technischen Absolventen sind länger als zwölf Monate auf der Suche
nach einem Job. Allerdings befanden sich zum
Zeitpunkt der Befragung rund 16 Prozent der
Absolventen noch auf Jobsuche. Nach Meinung
von VDI-Direktor Ralph Appel könnte das im
Zusammenhang stehen mit einer relativ geringen
Flexibilität, den Wohnort zu wechseln. „Tatsächlich
sind nur rund 20 Prozent der befragten Young Pro-
fessionals bereit, für den neuen Job den Wohnort
bundesweit zu wechseln. Regional und international ist die Mobilität dagegen höher“, so Appel.
Die Bedeutung bundesweiter Mobilität wird
dadurch unterstrichen, dass es in Deutschland verschiedene Ausbildungs- und Beschäftigungshochburgen für Ingenieure gibt. So ist NRW größter
Ausbildungsstandort, während Bayern die meisten
ausgebildeten Ingenieure „importiert“.
Frauen in Ingenieurberufen
Trotz zahlreicher Initiativen von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik sind Frauen in den Ingenieurberufen nach wie vor unterrepräsentiert. Der Frauenanteil bei den erwerbstätigen Ingenieuren liegt
laut VDI-Studie „2014: Ingenieure auf einen Blick“
bei 16,6 Prozent. Und das, obwohl der Frauenanteil
bei Absolventen ingenieurwissenschaftlicher Studiengänge mehr als 20 Prozent beträgt.
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RUND
... Frauenanteil
3%
... mit Doktortitel
RUND
RUND
40
000
INGENIEURE
40
000
INGENIEURE
MILLIONEN
jährlicher
Ersatzbedarf
jährlicher
Expansionsbedarf
Erwerbstätige Ingenieure
in Deutschland
RUND
RUND
17 %
37 %
61 %
... mit Universitätsabschluss
... mit FHAbschluss
4,2
PROZENT
19
Anteil an
allen Erwerbstätigen
Anteil an
allen Akademikern
PROZENT
Quelle: VDI-Studie „2014: Ingenieure auf einen Blick“
16
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
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© roman_sakhno – shutterstock.com
DEUTSCHLAND UND SEINE INGENIEURE
Wir bei Diehl
Aus Tradition: Zukunft!
Wer die Zukunft gestalten will, baut auf seiner Vergangenheit auf und ist im
Hier und Jetzt bestens positioniert. So wie wir bei Diehl. Unser Familienunternehmen ist ein High-Tech-Konzern, der mit Augenmaß in zukunftsorientierte
Lösungen investiert. Wir sind global aufgestellt und regional stark. Zugleich sind
wir traditionsbewusst, stolz auf unsere bisherigen Erfolge und die Menschen,
die das gemeinsam ermöglichen.
Menschen, die etwas bewegen, die Stabilität und Gestaltungsspielraum gleichermaßen
schätzen. Menschen, die so vielfältig sind wie unsere Teilkonzerne und ihre Produkte.
Sympathische Menschen, die offen für Neues sind, die teamorientiert denken und die sich
für ihre Ziele begeistern können – diese Menschen suchen wir.
Gehen Sie Ihren Weg bei Diehl
Diehl gibt Ihnen Chancen. In Deutschland, in Europa, in Amerika, in Asien – an zahlreichen
Standorten dieser Erde engagieren sich mehr als 16.000 Menschen, um für Diehl innovative
Qualitätsprodukte zu entwerfen, entwickeln, herzustellen und Prozesse zu steuern.
Lernen Sie uns kennen: www.aus-tradition-zukunft.de
Frau Melanie Pölloth
Diehl Stiftung & Co. KG
Stephanstraße 49, 90478 Nürnberg
www.diehl.com
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Der aktuelle Stellenmarkt
Um mehr Frauen für ein Ingenieurstudium zu
begeistern, haben Staat, Unternehmen und Verbände den „Girls’ Day“ ins Leben gerufen. Damit
soll Mädchen in weiterführenden Schulen der
Ingenieurberuf schmackhaft gemacht werden. Weitere Initiativen sind das VDI-Netzwerk „Frauen in
Ingenieurberufen“ und „Komm mach MINT“. Wie
nötig diese Anstrengungen sind, zeigen die Zahlen
in den Ingenieurberufen. Danach ist nicht einmal
jeder fünfte berufstätige Ingenieur weiblich.
Auch wenn Unternehmen, Verbände und Hochschulen sich stark für den Einsatz von Ingenieurinnen einsetzen: Vielen Frauen erscheinen die Berufe
nicht attraktiv genug, denn in der Männerdomäne
Technik haben sie es nicht immer leicht. In man-
Der aktuelle Jobmarkt für
Maschinenbauingenieure
Maschinenbauingenieure sind vielseitig einsetzbar.
Wegen ihrer klassischen Ausbildung haben sie Einstiegschancen in unterschiedlichen Branchen. Diese
Vorzüge machen das Maschinenbaustudium auch
zu einer der beliebten Fachrichtungen unter den
ingenieurwissenschaftlichen Fächern. Ein großer
Teil der ausgeschriebenen Ingenieur-Jobs bezieht
sich regelmäßig auf Fachkräfte mit Abschluss in
Maschinenbau oder Fahrzeugtechnik.
Von 2010 bis 2013 hat der Maschinenbau kräftig Beschäftigung aufgebaut – mehr, als im Krisenjahr 2009 abgebaut wurde. Um über neun Prozent
wuchs die Zahl der in der Branche
Ingenieure, WirtschaftsingeIN DER MÄNNERDOMÄNE TECHNIK HABEN tätigen
nieure und Informatiker. Insgesamt
ES FRAUEN NICHT IMMER LEICHT
arbeiten über 180 000 Ingenieure im
Maschinen- und Anlagenbau.
chen Abteilungen versuchen die Männerriegen,
Dass die Ingenieurbeschäftigung überhaupt in
ihre bisherigen Spielregeln aufrechtzuerhalten. In diesem Maße zulegen konnte, ist auch den steigensolchen Fällen ist die Unterstützung der Personal- den Absolventenzahlen in ingenieurwissenschaftverantwortlichen und Führungskräfte gefragt – und lichen Studiengängen zu verdanken, so der VDMA
bei den Ingenieurinnen ein hohes Maß an Durch- in seiner letztverfügbaren Studie „Ingenieure im
setzungsvermögen und Karriereorientierung.
Maschinen- und Anlagenbau“. Neben Maschinenbauingenieuren, Ingenieuren der Verfahrenstechnik und Elektroingenieuren sind zunehmend auch
MINT Role Models
Absolventen anderer ingenieurwissenschaftlicher
Um junge Frauen für Technik und NaturwissenStudienfächer in den Belegschaften der Maschinenschaften zu begeistern, hat der VDI zusammen mit
bauunternehmen zu finden, stellt der Verband fest.
Partnern das Projekt „MINT Role Models“ ins Leben
gerufen. Hier berichten erfolgreiche Ingenieurinnen
Bei Ingenieurdienstleistern oder Entwicklern
auf Vorträgen, in Workshops und im Netz von ihrem
von Maschinensoftware ist die Ingenieurquote mit
Werdegang und machen Frauen Mut, in männerdoüber 40 Prozent höher als im Gesamtdurchschnitt
minierte Studiengänge und Jobs einzusteigen. Infos
der Unternehmen. Laut VDMA arbeiten relativ
zum Projekt und Berichte von Role Models gibt es
viele Ingenieure in kleinen Maschinenbaufirmen
unter mintrolemodels.de.
mit unter 50 Mitarbeitern und in großen Unternehmen mit mehr als 1 000 Mitarbeitern.
Der Anteil weiblicher Ingenieure im MaschiDünn wird die Luft vor allem, wenn es weiter nach
oben gehen soll. Noch immer erreichen Frauen nen- und Anlagenbau bleibe zwar einstellig, wuchs
aus MINT-Fächern seltener Leitungspositionen als aber auf 7,5 Prozent. Erstmals wurde auch der
Männer. Auch in Sachen Gehalt stehen Ingenieu- Anteil der Promovierten an den Ingenieuren in der
rinnen oftmals schlechter als männliche Bewerber Branche erfragt. Er liegt bei 7,7 Prozent. In kleineda. Hier sind Verhandlungsgeschick und Durchset- ren Unternehmen sind Ingenieure mit Doktortitel
zungsstärke gefragt – aber auch da holen Frauen auf. aber seltener zu finden (3,2 Prozent).
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Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
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Der aktuelle Stellenmarkt
Im Durchschnitt arbeiten im Maschinen- und
Anlagenbau fast die Hälfte der Ingenieure in den
Bereichen Forschung, Entwicklung und Konstruktion. An zweiter Stelle folgen Vertriebsaufgaben,
mit denen rund 16 Prozent der Ingenieure im
Maschinenbau hauptsächlich befasst sind.
Vor allem in der obersten Führungsebene
haben im Maschinen- und Anlagenbau die Ingenieure das Sagen. Das hat nicht nur damit zu tun,
dass die Branchenunternehmen oftmals von einem
Ingenieur (mit)gegründet wurden. Es wird auch
von Geschäftspartnern und Mitarbeitern erwartet,
dass in der Geschäftsleitung ausreichend technischer Sachverstand vorhanden ist.
In den weiteren Führungsebenen sind Ingenieure ebenfalls stark vertreten. Im Durchschnitt
sitzt auf jeder zweiten Führungsposition bei einem
Maschinenbauunternehmen ein Ingenieur. Ein stabiler Wert bleibt der Anteil der Ingenieure unter
den Projektleitern. Aus den VDMA-Unternehmensumfragen ergibt sich, dass sieben von zehn Projektleitern ein Ingenieurstudium absolviert haben.
Da in fast jedem Sektor mit Maschinen gearbeitet wird, sind Maschinenbauabsolventen nicht
auf eine Branche festgelegt. Die Einsatzgebiete und
Branchen für Maschinenbauer sind vielfältig. Auch
in Ingenieurbüros, bei Consultingfirmen, Herstellern von Haushaltsgeräten oder bei Bauzulieferfirmen haben Absolventen des klassischen Ingenieurstudiengangs Chancen.
Der aktuelle Jobmarkt für
Elektroingenieure
Elektroingenieure haben wie Maschinenbauingenieure gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Laut
Zahlen des Verbands der Elektrotechnik Elektronik
Informationstechnik benötigen Elektroingenieure
weniger als fünf Bewerbungen mit drei Vorstellungsgesprächen, um zwei konkrete Job-Angebote
zu erhalten.
Die größten Beschäftigungschancen boten
neben dem Maschinen- und dem Fahrzeugbau die
Elektrotechnik mit mehr als drei offenen Jobs pro
Arbeitslosen. Besonders Baden-Württemberg mit
20
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
363 offenen Stellen je 100 Arbeitslose, Bayern mit
einem Verhältnis von 307 zu 100 und Hessen mit
einer Engpassrelation von 246 zu 100 boten für
Ingenieure attraktive Beschäftigungschancen, so
der „Ingenieurmonitor“ von Februar 2015.
Die hohe Arbeitsmarktnachfrage in den südlichen Bundesländern deckt sich mit den dortigen
ingenieurberuflichen Arbeitslosenquoten, die sehr
niedrig sind und sich „auf Vollbeschäftigungsniveau“ bewegen. Der Ingenieurmonitor zählte
wegen der hohen Nachfrage bei den Ingenieurberufen in der Energie- und Elektrotechnik über
12 000 offene Stellen.
Auf die Branchen Maschinen- und Fahrzeugtechnik sowie Energie- und Elektrotechnik entfielen bei einem Anteil von nur 36 Prozent an allen
Erwerbstätigen in den Ingenieurberufen immerhin 46 Prozent aller offenen Stellen. Kurzum: Jede
zweite offene Stelle kam aus diesen Bereichen.
In der Energie- und Elektrotechnik liegt die
Arbeitslosigkeit – gemessen an der Zahl der zu
besetzenden Stellen und der Erwerbstätigen – „auf
einem weiterhin geringen Niveau“, so der Ingenieurmonitor. In der Elektrotechnik übertraf das
Stellenangebot laut Ingenieurmonitor das Arbeitskräfteangebot deutlich.
Gefragt sind bei Nachwuchsingenieuren der
Elektrotechnik Prozessorientierung und die Verknüpfung fundierter Fachkenntnisse mit Methoden- oder Sprachkenntnissen. Auch Führungskompetenz wird wichtiger. Die Unternehmen der
Elektroindustrie suchen für Planung/Projektierung, Forschung/Entwicklung und IT/Software/
Dienstleistung engagierte Nachwuchskräfte.
Auf dem Weg zum attraktiven ersten Job sind
vor allem Ingenieure mit einer praxisnahen Ausbildung erfolgreich. Da die Elektrotechnik und die
Informationstechnik immer enger zusammenspielen, steigen Elektroingenieure häufig auch in der
IT-Branche ein. Das zusätzliche Hardware-Knowhow verschafft ihnen oft einen Vorteil gegenüber
Informatikern. Auch in der Halbleiterindustrie und
der Medizintechnik gibt es Einstiegschancen.
staufenbiel.de
Der aktuelle Stellenmarkt
Der aktuelle Jobmarkt für
Bauingenieure
Die Bauindustrie war erst mit Verzögerung von der
Wirtschaftskrise betroffen. Das lag unter anderem
an den Konjunkturprogrammen des Bundes und
zeigte sich auch auf dem Stellenmarkt.
Insgesamt waren im vierten Quartal 2014
monatsdurchschnittlich 57 460 offene Stellen in
Ingenieurberufen zu besetzen, so der „Ingenieurmonitor“ vom Februar 2015.
Über 17 000 und damit die meisten der zu besetzenden Stellen in den Ingenieurberufen entfielen
auf die Berufsgruppe Bau, Vermessung und Gebäudetechnik und Architekten. Wie in den beiden
Vorquartalen hat sie damit die Ingenieurberufe der
Maschinen- und Fahrzeugtechnik, die mit mehr als
14 000 offenen Stellen die zweithöchste Nachfrage
aller Ingenieurberufe erreichte, vom Spitzenplatz
bei der Arbeitskräftenachfrage verdrängt.
Die Ingenieurberufe mit Schwerpunkt Bau
konnten laut Ingenieurmonitor ein Stellenplus
verzeichnen. Bei den Ingenieurberufen Bau, Vermessung und Gebäudetechnik und Architekten hat
sich der bereits deutliche Arbeitskräfte-Engpass
laut Ingenieurmonitor nochmals um 13,4 Prozent
verschärft.
Nachwuchsingenieure haben Einstiegschancen bei
Ingenieur- und Konstruktionsgesellschaften. Sie
werden auch davon profitieren, dass mehr als jeder
vierte Bauingenieur in Deutschland in absehbarer
Zeit ans Aufhören denken dürfte.
Das Informationssystem Studienwahl &
Arbeitsmarkt (ISA) hat die Absolventenzahlen
der letzten Jahre in Beziehung mit den zeitversetzt
zurückliegenden Anfängerzahlen gesetzt und kam
zu dem Ergebnis, dass sich die Absolventenzahlen
bei den Bauingenieuren in einer Bandbreite um
6 000 bewegen. Besonders eine Verbesserung der
Jobperspektiven könnte dazu beitragen, dass sich
die Absolventenzahl erhöht. Inwiefern der Bachelor zu einer spürbaren Verbesserung der Erfolgsquote führt, bleibe allerdings noch offen, heißt es
in der ISA-Arbeitsmarktanalyse.
Der aktuelle Jobmarkt für
Wirtschaftsingenieure
Wirtschaftsingenieure gelten als Alleskönner. Mit
ihrer interdisziplinären Ausbildung sind sie in vielen Unternehmensbereichen gefragt – besonders
da, wo qualifizierte Arbeit an Schnittstellen erforderlich ist. Hier zählt die Verbindung von betriebs-
© pedrosek – shutterstock.com
ARBEITSMARKTPROGNOSE ELEKTROINDUSTRIE
�� �� �� ��
71 %
36 %
30 %
25 %
... der Unternehmen
planen bis 2016 mehr
Elektroingenieure
einzustellen
... der Unternehmen
planen bis 2016 mehr
Informatiker
einzustellen
... der Unternehmen
planen bis 2016 mehr
Maschinenbauingenieure
einzustellen
... der Unternehmen
planen bis 2016 mehr
(andere) MINTAbsolventen einzustellen
Quelle: ZVEI-Ingenieurumfrage 2014
staufenbiel.de
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
21
Der aktuelle Stellenmarkt
wirtschaftlichem Know-how mit technischem
Fachwissen.
Die Unternehmen benötigen Mitarbeiter, die
Spezialaufgaben übernehmen können und gleichzeitig die gesamte Unternehmenseinheit im Blick
haben. Deshalb sind Fachkräfte gefragt, die sowohl
ein Verständnis der technischen als auch der wirtschaftlichen Unternehmensprozesse mitbringen.
Hierfür sind Wirtschaftsingenieure bestens
gerüstet. Wegen ihrer flexiblen Einsetzbarkeit
sind sie in fast allen Unternehmensbereichen und
Branchen gefragt. Gerade die interdisziplinäre
Ausbildung, die früher oft im Zentrum der Kritik
stand, ist heute die Basis für gute Karrierechancen.
Nach Ergebnissen der Studie Staufenbiel JobTrends
Deutschland 2015 suchen 38 Prozent der Unterneh-
men nach Wirtschaftsingenieuren. Das ist der beste
Wert für Ingenieurfachrichtungen überhaupt –
noch vor Elektrotechnik (29 Prozent) und Maschinenbau (26 Prozent).
Laut Verband Deutscher Wirtschaftsingenieure
(VWI) sind Wirtschaftsingenieure in fast allen
Unternehmensbereichen anzutreffen, verstärkt
jedoch in der Produktion, Logistik, im Marketing,
im Controlling und in der Beratung.
Viele Wirtschaftsingenieure erreichen Leitungspositionen in den Unternehmen. Bereiche
wie Gesundheitsmanagement, Energie- und Ressourcen- oder Innovationsmanagement sieht der
VWI als wichtige Aufgabenbereiche für Wirtschaftsingenieure.
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Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
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1
AG-CHECK
AUDI AG
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S. 45
%
POS. ARBEITGEBER
AG-CHECK
%
17,5
28
Bosch Rexroth AG
2,0
16,7
28
Dräger
2,0
2
BMW Group
3
Porsche AG
13,4
30
ESA European Space Agency
1,9
4
Volkswagen AG
12,0
31
CLAAS
1,8
5
Siemens
6
Daimler/Mercedes-Benz
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S. 11
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S. 152
10,5
32
John Deere
10,1
32
RWE AG
1,7
8,5
32
STRABAG
1,7
1,7
7
Bosch Gruppe
8
EADS
7,5
35
ABB AG
1,6
9
Lufthansa Technik AG
6,5
35
STIHL
1,6
10
Fraunhofer-Gesellschaft
5,3
37
Bundeswehr
1,5
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S. 75 & 148
11
BASF
4,4
37
ENERCON GmbH
11
DLR
4,4
39
Bombardier Transportation GmbH
13
Deutsche Bahn
3,7
40
FERCHAU Engineering
14
Continental
3,2
40
Festo AG & Co. KG
1,3
14
HOCHTIEF Aktiengesellschaft
3,2
40
Intelv
1,3
16
Google
3,1
40
KUKA
1,3
3,1
40
McKinsey & Company
1,3
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S. 39
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S. 55
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S. 25
1,5
1,4
1,3
16
ZF Friedrichshafen AG
16
Züblin
3,1
45
AGCO/Fendt
1,2
19
MAN
3,0
45
IAV – Automotive Engineering
1,2
20
ThyssenKrupp AG
2,6
45
Philips
1,2
21
Bayer
2,5
48
General Electric
1,1
21
MTU Aero Engines
2,5
48
Schaeffler
23
Bilfinger
2,4
48
TRUMPF GmbH + Co. KG
1,1
23
Liebherr
2,4
48
TÜV Rheinland Group
1,1
25
E.ON
2,3
48
Vattenfall
1,1
26
Max-Planck-Gesellschaft
2,1
53
ALSTOM
1,0
26
Rolls-Royce Deutschland Ltd & Co KG
2,1
53
B.Braun
1,0
24
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S. 23
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POS. ARBEITGEBER
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TOP
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Die FERCHAU Engineering GmbH, Deutschlands
drei Leistungsbausteine an: Im Bereich Engineering
Marktführer für Engineering-Dienstleistungen, be-
Competence übernimmt das Unternehmen ganze
schäftigt mehr als 6.100 Ingenieure, IT-Consultants,
Workpackages, die entweder beim Kunden vor Ort
Techniker und Technische Zeichner in über 70 Nieder-
oder in den eigenen Technischen Büros bearbeitet
lassungen sowie in über 70 Technischen Büros
werden. Im zweiten Kompetenzfeld, dem Engineering
(Stand: 31. Dezember 2014). FERCHAU ist unter
Support, unterstützen die Fachkräfte des Enginee-
anderem im Maschinen- und im Anlagenbau, in der
ring-Dienstleisters den Kunden vor Ort. Im dritten
Fahrzeugtechnik, der Luft- und Raumfahrttechnik, der
Bereich, den Managed Services, bietet FERCHAU
Elektrotechnik sowie in der Informationstechnik tätig.
seinen Kunden die Übernahme kompletter Rekrutie-
Der Engineering-Dienstleister bietet seinen Kunden
rungs- und Personalprozesse.
FERCHAU Engineering GmbH
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DEUTSCHLANDS TOP-ARBEITGEBER
ENGINEERING EDITION 2014
POS. ARBEITGEBER
53
53
Brose Gruppe
Evonik Industries
AG-CHECK
%
POS. ARBEITGEBER
AG-CHECK
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U3
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U3
1,0
82
BENTELER
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S. 124 & 126
1,0
82
BSH Bosch und Siemens Hausgeräte
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S. 53
%
0,7
0,7
0,7
53
Ford
1,0
82
DEKRA Automobil GmbH
53
Fraport AG
1,0
82
Hilti Entwicklungsgesellschaft mbh
0,7
53
Sennheiser
1,0
82
NORDEX
0,7
53
SolarWorld AG
1,0
82
Otto Bock HealthCare
0,7
53
The Linde Group
1,0
82
Rheinmetall Konzern
53
TÜV SÜD Gruppe
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S. 109 & 156
0,7
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S. 65
1,0
82
Roche
1,0
82
SMA Solar Technology AG
0,7
0,7
53
Voith
64
Biotronik
0,9
91
Adam Opel AG
0,6
64
EnBW
0,9
91
Bertrandt AG
0,6
64
Fresenius Group
0,9
91
Deutsche Telekom
0,6
64
Nestlé
0,9
91
DHL
0,6
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S. 17
64
SAP
0,9
91
DIEHL
64
Unilever
0,9
91
Hella KGaA Hueck & Co.
64
ZEISS
0,9
91
JENOPTIK AG
71
BCG The Boston Consulting Group
0,8
91
MAHLE
71
Beiersdorf AG
0,8
91
Merck KGaA
71
Boehringer Ingelheim Pharma
0,8
91
Rohde & Schwarz
0,6
0,6
0,6
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S. 57
0,6
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0,6
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S. 13
71
IBM
0,8
91
SKF Deutschland
71
Infineon Technologies AG
0,8
91
Sony Deutschland GmbH
0,6
71
juwi-Gruppe
0,8
91
Veolia Environnement
0,6
71
Krones AG
0,8
91
Vestas
0,6
71
MICROSOFT
0,8
91
Wacker Chemie AG
0,6
71
Miele
0,8
71
Procter & Gamble
0,8
71
Shell
0,8
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Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
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Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
Special: Trainee-Programme
Alternative zum Direkteinstieg
mit Unterstützung einen Master-Abschluss nachzuholen – zielgerichtet und mit der Erfahrung
der ersten Berufsjahre. Bis es soweit ist, können
Trainee-Programme den Bachelor-Absolventen
den Einstieg in die Arbeitswelt erleichtern. Eventuell fehlendes Know-how kann in den Programmen
und mit der dort vorgesehenen Betreuung eines
Mentors schnell aufgearbeitet werden. Das dürfte
ein Grund sein, warum die meisten Trainee-Programme mittlerweile auch für Bachelor-Absolventen zugänglich sind.
Für Ingenieurabsolventen ist der Direkteinstieg
noch immer der häufigste Weg zum ersten Job.
Der Start ins Arbeitsleben kann aber auch über
ein Trainee-Programm erfolgen. Gut konzipiert
und mit der notwendigen Betreuung lernen dabei
Trainees mehrere Abteilungen im Unternehmen
kennen, verschaffen sich einen Überblick und ein
hilfreiches Netzwerk für die Karriere.
Für Absolventen ingenieurwissenschaftlicher
Studiengänge sind Trainee-Programme allerdings noch immer
EIN TRAINEE-PROGRAMM SORGT FÜR
seltener als zum Beispiel für junge
EINEN GUTEN EINSTIEG INS BERUFSLEBEN
Wirtschaftswissenschaftler.
Laut
UND
QUALIFIZIERT FÜR SPÄTERE AUFGABEN
der Studie Staufenbiel JobTrends
Deutschland 2015 bieten 38 Prozent
aller Arbeitgeber Trainee-Stellen für Ingenieure an. Wer als Nachwuchsingenieur mit einem TraineeDas ist deutlich seltener als für Wirtschaftsabsol- Programm liebäugelt, sollte genau auf die Inhalte
und das Konzept achten. Immer noch werden
venten.
manchmal bessere Praktika als Trainee-Programme
Arbeitgeber erkennen Chance
verkauft. Etwa in der Bauwirtschaft/Architektur
Die Akzeptanz der Trainee-Programme bei Arbeit- sollten Nachwuchskräfte darauf achten, dass sie
gebern von Ingenieuren dürfte in Zukunft weiter keinem Etikettenschwindel aufsitzen.
steigen. Das hat auch mit der Umstellung auf die
Bachelor- und Master-Abschlüsse zu tun. Mittler- Führungs- oder Fachlaufbahn
weile entscheiden sich auch viele Ingenieure bereits Früher waren Trainee-Programme oft sehr breit
nach dem Bachelor-Studium für den Jobeinstieg. angelegt und sollten auf eine eher generalistiDort sammeln sie erste Arbeitserfahrungen, statt sche Führungslaufbahn vorbereiten. Gerade für
zunächst ein Master-Studium anzuschließen und Ingenieure sind sie heute jedoch häufiger auf eine
Fachlaufbahn in einem bestimmten Bereich zugeweiter die Hochschulbank zu drücken.
Die Arbeitgeber bieten auch Bachelor-Absol- schnitten. Dennoch sind Einsätze in verschiedenen
venten immer häufiger Jobs an. Laut Staufenbiel Abteilungen und Projekten der Normalfall. Das
JobTrends Deutschland 2015 präferiert jeder dritte bringt viel Abwechslung, verlangt den Trainees
Arbeitgeber einen Bachelor-Abschluss bei Nach- aber auch einiges ab.
Wichtig bei den intensiven Programmen ist
wuchsingenieuren. Und viele Firmen machen die
weiteren Entwicklungsmöglichkeiten ihrer Mitar- die Betreuung durch einen Mentor. Eine erfahbeiter nicht mehr vom ursprünglichen Abschluss rene Führungskraft ist für den Trainee zentraler
abhängig. Bachelor- und Master-Absolventen Ansprechpartner bei allen Fragen. Durch eine gute
haben immer öfter ähnliche Karrierechancen – Betreuung und regelmäßige Feedback-Gespräche
unterstützen die Mentoren Trainees auch bei der
allerdings bei unterschiedlichen Gehältern.
Die Arbeitgeber erkennen die Chance, Fach- fachlichen und persönlichen Weiterentwicklung.
kräfte auf diesem Weg früh für sich zu gewinnen Ein Trainee-Programm sorgt nicht nur für einen
und sie gezielt weiterzubilden. Viele bieten ihnen guten Einstieg ins Berufsleben, sondern qualifiziert
deshalb an, nach einigen Jahren im Unternehmen auch für spätere Aufgaben.
staufenbiel.de
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
29
Special: Trainee-Programme
Vor allem Flexibilität müssen die Trainees dabei
mitbringen, schließlich durchlaufen sie mehrere
Stationen. Sie lernen das Unternehmen von Anfang
an abteilungsübergreifend kennen und arbeiten
mit Kollegen aus verschiedenen Bereichen intensiv zusammen. Abteilungsübergreifendes Denken
ist deshalb eine der wichtigsten Anforderungen an
Trainees überhaupt. Dafür profitieren sie früh von
einem dichten Kontaktnetz, häufig auch über Ländergrenzen hinweg.
Trainees setzen selbst Schwerpunkte
Doch nicht nur der Trainee muss flexibel sein, auch
das Programm selbst sollte Gestaltungsspielraum
bieten. Mit einem strukturierten Ablaufplan gibt
es zwar das Gerüst vor, häufig können aber auch
individuelle Schwerpunkte gesetzt werden. So können Trainees in manchen Programmen zwischen
verschiedenen Wahlstationen oder bei Auslandsaufenthalten zwischen bestimmten Standorten
wählen.
TRAINEE-GEHÄLTER NACH BRANCHE
Bauindustrie
50 942 Euro
Chemie/Verfahrenstechnik
49 874 Euro
Stahl-/Metallindustrie
47 524 Euro
Elektrotechnik
46 620 Euro
Energiewirtschaft
45 236 Euro
Informationstechnologie
41 706 Euro
Automotive
41 116 Euro
Logistik
40 333 Euro
Quelle: Personalmarkt/Gehalt.de 2015 (Medianwerte)
30
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
staufenbiel.de
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Maschinenbau
47 782 Euro
Special: Trainee-Programme
Laut der Studie Staufenbiel JobTrends Deutschland
2015 dauert ein Trainee-Programm im Durchschnitt 17 Monate, in denen der Trainee vier Stationen durchläuft. Zum Programm gehören Fachund Persönlichkeitsseminare, Sprachkurse oder
Soft-Skills-Trainings. Einen großen Teil der Ausbildungszeit verbringen Trainees in gemeinsamer
Team- und Projektarbeit. So erzielen sie eine steile
Lernkurve und können nach dem Programm auf
großes Know-how und umfangreiche Praxiserfahrung zurückgreifen.
Gute Trainee-Programme eröffnen den Teilnehmern Perspektiven für die weitere Karriere im
Unternehmen. Nicht selten starten Trainees bereits
mit einem unbefristeten Vertrag. Eine andere Variante sind befristete Verträge, die einen Gesprächs-
ERFOLGREICHER TRAINEE-EINSTIEG
5 Tipps, wie Absolventen aus dem größer werdenden
Angebot der Trainee-Programme das richtige für sich
auswählen.
DAUER Im Durchschnitt dauern
Trainee-Programme 15 bis 17 Monate.
Zwölf sollten es mindestens sein.
Bei kürzeren Laufzeiten ist Vorsicht
angebracht. In die Trainee-Dauerschleife sollte sich
allerdings auch niemand ziehen lassen. Nach 24
Monaten sollte spätestens Schluss sein.
© thinkstock – istock
AUFBAU Ein Trainee ist kein Lückenbüßer. Deshalb sollte das Programm auf
jeden Fall ordentlich strukturiert und
transparent sein. Ein Trainee sollte von
Anfang an wissen, was auf ihn zukommt. Dazu gehören
unbedingt mehrere Stationen, damit er unterschiedliche
Abteilungen und die Schnittstellen im Unternehmen
kennenlernt. Zugleich sollte ein Trainee die Möglichkeit
haben, je nach persönlicher Ausrichtung Schwerpunkte
zu setzen.
VERANTWORTUNG Danebenstehen
und Zuschauen sollte nicht der Alltag
sein. Wichtig ist, dass Trainees selbst
Erfahrungen sammeln und eigene
Projekte betreuen können. So sammeln sie zugleich
Erfahrungen für spätere Fach- und Führungsaufgaben.
staufenbiel.de
MENTORING Durch Führung und
Feedback erfahrener Kollegen lernen
Trainees. Mit Hilfe des Mentors können
sie sich innerhalb ihrer Ausbildungszeit
rasch und umfassend entwickeln. Egal, ob es um die
Wahl geeigneter Trainings, um Schwerpunkte innerhalb
des Trainee-Programms oder einfach um den Umgang
mit Kollegen geht.
TRAININGS Fachliche und persönliche
Weiterbildung sind wichtige Bausteine
jedes Trainee-Programms. Deshalb
sollten Trainings und Workshops neben
der täglichen Arbeit fester Bestandteil sein. Sie können
intern oder extern stattfinden und sollten in die Ausrichtung des Programms passen. Trainees sollten ihre
Weiterbildungen mit ihrem Mentor besprechen.
Weitere Kennzeichen guter Trainee-Programme:
Auslandsstationen im Programm
Alumni- oder Trainee-Treffen, auf denen Neulinge
sich ein Netzwerk aufbauen können.
Gehälter, die nur unwesentlich vom Gehalt eines
Direkteinsteigers mit ähnlichen Qualifikationen
abweichen, sind ein gutes Zeichen.
Trainee-Verträge sind häufig auf die Dauer des
Programms befristet. Das ist kein Indiz für ein
schlechtes Trainee-Programm. Hat sich der Trainee
als die erhoffte Verstärkung erwiesen, ist dem Unternehmen ohnehin daran gelegen, ihn zu behalten.
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
31
Special: Trainee-Programme
Neben dem fachlich passenden Abschluss sind bei
der Auswahl der Trainees bestimmte Soft Skills
wichtig. Sie durchlaufen verschiedene Stationen
und tüfteln in Teams an neuen Projekten und
Lösungen. Laut einer von Kienbaum und Haniel
durchgeführten Trainee-Studie stehen deshalb
Eigeninitiative und Motivation bei
ZU EINEM GUTEN TRAINEE-PROGRAMM
den Unternehmen ganz oben auf
GEHÖREN FACH- UND PERSÖNLICHKEITSder Wunschliste: Für zwei Drittel
SEMINARE, SPRACHKURSE ODER SOFTsind diese PersönlichkeitsmerkSKILL-TRAININGS
male unabdingbar, für ein Drittel
STAUFENBIEL JOBTRENDS DEUTSCHLAND 2015
wichtig. Einen ähnlich hohen Stellenwert haben Analysevermögen,
100 000 Euro im Jahr kosten. Deshalb sind Unter- Lernbereitschaft, Präsentations- und Kommunikanehmen daran interessiert, ihre gut ausgebildeten tionsfähigkeit sowie Teamfähigkeit.
Bei den Gehältern sind Trainees nicht mehr
Trainees auch weiterzubeschäftigen.
allzu weit von der Entlohnung für Direkteinsteiger
entfernt. Trainee-Programme bieten also nicht nur
fachliche Vorteile. Das gilt gerade für Nachwuchsingenieure. Laut einer Erhebung der Gehaltsdatenbank Personalmarkt von 2015 verdienen zum Beispiel Trainees im Maschinenbau im Durchschnitt
mehr als 47 000 Euro. In allen Branchen gilt: Je größer das Unternehmen, desto höher ist meist auch
das Trainee-Gehalt.
© vadimguzhva – thinkstockphotos.de
termin vor Ablauf des Trainee-Programms vorsehen, an dem Übernahmemöglichkeiten und
Anschlusskonditionen geklärt werden.
Eine Übernahme ist dabei eher die Regel als
die Ausnahme: Denn die Trainee-Programme sind
aufwendig und können den Arbeitgeber bis zu
Im Durchschnitt der Branchen
verdienen Ingenieure als
Trainees die höchsten
Gehälter. Auf staufenbiel.de/
ingenieure gibt es mehr
Gehaltszahlen – auch für Direkteinsteiger.
EIGENINITIATIVE UND MOTIVATION STEHEN
BEI DEN UNTERNEHMEN GANZ OBEN AUF DER
WUNSCHLISTE
Internationale Trainee-Programme
Bei immer mehr Trainee-Programmen ist ein Auslandsaufenthalt fester Bestandteil. Englischkenntnisse und interkulturelle Kompetenzen sind für
viele Unternehmen selbstverständlich geworden –
besonders für Global Player. Bewerber sollten
Sprachkenntnisse mitbringen und möglichst mobil
und flexibel sein. Erste Auslandserfahrungen sind
immer ein Vorteil.
32
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
Welche Unternehmen
in Deutschland TraineeProgramme anbieten und
Arbeitgeber
was die Arbeitgeber von
Trainee-Bewerbern erwarten,
steht in den Arbeitgeber-Checks unter staufenbiel.de/
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ein mehrtägiges Training über unsere
Geschichte und unsere Werte an der Gründungsstätte von Hydro in Norwegen.
Das sollten Sie mitbringen
Ein abgeschlossenes ingenieurwis-
So kommen Sie an Bord
Unser Trainee-Programm startet jeweils
im Sommer jedes Jahres. Die Trainee-Positionen schreiben wir im Herbst des Vorjahres auf unserer Homepage aus. Nach
Sichtung der Bewerbungsunterlagen laden
wir Sie voraussichtlich Anfang des Jahres
zu einem Vorstellungsgespräch ein. Eventuell erhalten Sie im Vorfeld bereits eine
Einladung zu einem Online-Test, bei dem
Sie Ihr Können unter Beweis stellen. In den
Vorstellungsgesprächen lernen Sie Ihren
möglichen Mentor kennen und überzeugen
diesen vielleicht mit einer Fallstudie oder
einem kleinen Rollenspiel. Natürlich haben
Sie auch ausreichend Gelegenheit Ihre Fragen an uns zu stellen und erhalten einen
Einblick in unsere Produktion und Ihren
späteren Arbeitsalltag.
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Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
33
© nakophotography – shutterstock.de
34
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
So planen Ingenieure ihre Karriere, das müssen
Nachwuchskräfte mitbringen. Außerdem: Wie der Fortschritt die Arbeit von Ingenieuren verändert
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
35
Karriereplanung und Berufsbild
Der Ingenieur wandelt sich
Der Arbeitsmarkt verändert sich ständig und mit
ihm der Berufsalltag von Ingenieuren. Umso wichtiger ist es, dass Nachwuchstechniker ihre Karriere
schon im Studium planen. Wer die Weichen richtig
stellt, hat später gute Chancen auf einen erfolgreichen Start in den Job.
Bei der Karriereplanung geht es vor allem
darum, sich realistische Ziele zu setzen – ansonsten
ist Frust programmiert. Berufsplanung ist ein kontinuierlicher Prozess, der nicht mit dem erfolgreichen Studienabschluss endet, sondern die gesamte
Karriere andauert. Daher müssen angehende Ingenieure die Anforderungen kennen, die Unternehmen an Nachwuchskräfte stellen. Kandidaten, die
wissen, was potenzielle Arbeitgeber von ihnen
erwarten, machen bei der Bewerbung das Rennen.
Das gilt nicht nur für Einsteiger, sondern für alle,
die einen Job suchen.
Früher galt der Ingenieur als Erfinder, Bastler und
Tüftler. Heute entwickelt er nicht nur neue technische Lösungen, auch gesellschaftliche Verantwortung und Umweltbewusstsein zählen selbstverständlich zu seinem Joballtag. Eine technische
Lösung allein ohne Rücksicht auf ökologische und
soziale Verträglichkeit genügt nie.
Technik, Kreativität, Verantwortung
Die Hauptaufgabe von Ingenieuren ist und bleibt:
möglichst effiziente Lösungen für technische Probleme finden. Gibt es verschiedene Alternativen,
wird diejenige mit dem optimalen Kosten-Nutzen-Verhältnis umgesetzt. Um diese ideale Lösung
zu finden, sind eine hohe Spezialisierung und
immer aktuelles technisches Detailwissen nötig.
Die Lebenszyklen einzelner Produkte verkürzen sich stetig. Daher müssen Ingenieure heute
neue Ideen immer schneller umsetzen und auf dem
DIENSTLEISTER ODER INDUSTRIE
Ingenieurdienstleister schneiden in den Beliebtheits-Rankings bei Absolventen
schlechter ab als bekannte Industriekonzerne. Zu Recht?
6,7 3,0
JAHRE
JAHRE
INDUSTRIE
DIENSTLEISTER
Wie viel Berufserfahrung für
Führungsaufgaben?
MEHR ALS
JAHRE
5
3-4
INDUSTRIE
DIENSTLEISTER
JAHRE
Was verdienen Berufseinsteiger?
In der Industrie verdienen Berufseinsteiger 6,6 Prozent mehr als
bei einem Ingenieurdienstleister.
Mit 5 Jahren Berufserfahrung sogar
bis zu 13,8 Prozent.
Wechsel zwischen Experten-
und Führungslaufbahn möglich?
84,5 94,1
PROZENT
PROZENT
INDUSTRIE
DIENSTLEISTER
Durchschnittswerte; Quelle: Lünendonk-Studie „Ingenieurkarriere 2013“
36
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
staufenbiel.de
© maxicam – thinkstockphotos.com
Wie lange auf einer Stelle?
Karriereplanung und Berufsbild
Markt etablieren. Allein technisches Know-how Da Ingenieure immer häufiger in international
reicht dafür jedoch nicht. Gerade in der Entwick- zusammengesetzten Teams arbeiten und oft für
lung zeichnet die Kombination aus Kreativität und Projekte ins Ausland gehen, sollten sie auch über
Ideenreichtum einen guten Ingenieur aus.
interkulturelle Kompetenz verfügen. Hierzu zählen
Wegen ihrer fachlichen Kompetenz werden jedoch nicht nur Fremdsprachenkenntnisse und
Ingenieure auch als Experten zurate gezogen, wenn das Wissen über die jeweilige Kultur. Auch Intees etwa darum geht, die Folgen
DIE KOMBINATION AUS KREATIVITÄT UND
neuer Technologien abzuschätzen
IDEENREICHTUM ZEICHNET EINEN GUTEN
und zu bewerten. Oft klären interdisziplinäre Gruppen diese Fragen. INGENIEUR AUS
Deshalb ist der Austausch mit Vertretern anderer Fachrichtungen unerlässlich, er grationsbereitschaft, Sensibilität für soziale Zusamfördert die Kreativität und ist eine große Chance menhänge und Anpassungsvermögen sind wichtig.
für eine bessere Technik. Je nach Aufgabe werden Um Denk- und Verhaltensweisen anderer Kulturaußerdem Kunden und Anwender in die Innovati- kreise kennenzulernen, bieten sich Studienaufentonsprozesse eingebunden.
halte und Praktika im Ausland an.
Ingenieure haben auch eine große ökologische
Verantwortung. Ob in der Automobilbranche oder
der chemischen Industrie – Ingenieure müssen
darauf achten, bei ihren Lösungen sparsam mit
Rohstoffen umzugehen und Abfall zu vermeiden. Wenn Ingenieure technische Produkte oder
Auch der sorgsame Umgang mit dem Element Dienstleistungen entwickeln, sollten sie sich an
übergeordneten Leitlinien orientieren. Ohne den
Wasser ist eine zentrale Anforderung.
Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben, werden
Sozial und politisch
hier drei wichtige dargestellt.
Doch Ingenieure tragen nicht nur technische und
ökologische Verantwortung. Auch bei sozialen und Leitlinie 1: Systemisch denken
gesellschaftlichen Fragen spielen sie eine wichtige Einzelne Entwicklungen sind heute meist in gröRolle. So diskutieren sie etwa die gesellschaftlichen ßere technische Systeme eingebunden, die wiedeFolgen neuer Medizin- und Gentechniken. Um rum Teil eines komplexen sozialen Systems sind.
eine sozial verträgliche Technik schaffen zu kön- Das simple Ursache-Wirkung-Denken stößt desnen, müssen Ingenieure sich ihrer Wert- und Ziel- halb rasch an seine Grenzen. Die schnell erzielte,
scheinbare Lösung für ein Problem hat meist viele
vorstellungen bewusst sein.
Wenn es um neue Technologien geht, beeinflus- Rück-, Neben- und Fernwirkungen. So stellt sich
sen heute viele Interessenverbände oder Bürgerini- unter Umständen heraus, dass die ursprünglich
tiativen die Entscheidungsprozesse. Hierbei bera- gedachte Lösung ein Problem gar nicht beseitigt.
ten Ingenieure häufig und sind an rechtlichen und Solche Zusammenhänge müssen Ingenieure in
politischen Vorgaben beteiligt. Ob Kernkraft oder allen Bereichen der Technikentwicklung berückBiotechnologie – viele politische Entscheidun- sichtigen.
Dieses Kreislauf-Denken hat sich in den vergen sind eng mit technischen Fragen verbunden.
Allerdings sind Ingenieure in der Politik nach wie schiedenen Fachgebieten und Branchen untervor selten. Dabei wäre ihr fundiertes Fachwissen schiedlich stark durchgesetzt. Denken in Systemen
hilfreich, um viele Diskussionen sachgerechter zu – also systemisch denken – ist deshalb eine der
wichtigsten Leitlinien von Ingenieuren für die Entgestalten.
wicklung technischer Produkte und Prozesse.
Leitlinien für die Entwicklung
von Technik
staufenbiel.de
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
37
Karriereplanung und Berufsbild
Leitlinie 2: Nachhaltigkeitsprinzip einhalten
(Sustainability)
Nachhaltigkeit im technischen Sinn behandelt die
Frage, wie heutige Entscheidungen und Entwicklungen zu einem späteren Zeitpunkt zurückgenommen oder an veränderte Rahmenbedingungen
angepasst werden können. Um der Zukunft eine
Zukunft zu geben, sind nachhaltige Lösungen in
allen Ingenieurdisziplinen gefragt.
Das Besondere an Nachhaltigkeit ist, dass
sie eine ökologische, ökonomische und soziale
Dimension hat. So ist eine rein ökologisch gedachte
Nachhaltigkeit unrealistisch, wenn der Preis hierfür extrem über dem einer konventionellen Lösung
liegt. Dabei müssen Ingenieure auch immer genau
über den Zeitraum nachdenken, in dem besonders
die ökonomische Nachhaltigkeit betrachtet werden
soll. So zeigen sich etwa bei der Kernenergie erheb-
traditioneller Dieselmotoren, deren Umfang größer sein dürfte als etliche neue Antriebsverfahren.
Nachhaltigkeit ist ein extrem wichtiges, aber auch
komplexes Thema, das die künftigen Rahmenbedingungen für technische Entwicklungen stärker
noch als in der Vergangenheit prägen wird.
Leitlinie 3: Diversität und Subsidiarität
Bei Diversität denkt man zunächst an die Vielfalt
von Menschen, Nationen und Mentalitäten. Auch
das spielt bei der Entwicklung von technischen
Lösungen eine entscheidende Rolle. So hat Volvo
ein Versuchsauto nur durch Ingenieurinnen bauen
lassen und daraus erhebliche Innovationen für die
Fahrzeugentwicklung gewonnen.
Das Prinzip der Vielfalt gilt aber auch für die
Technik selbst. Vor allem parallele, oft bewusst
unterschiedlich gestaltete Steuerungssysteme können die Sicherheit von Systemen
UM DER ZUKUNFT EINE ZUKUNFT ZU
verbessern. Außerdem ergeben sich
GEBEN, SIND NACHHALTIGE LÖSUNGEN IN
häufig Symbiosen, wenn sich TeilALLEN INGENIEURDISZIPLINEN GEFRAGT
systeme in ihren Funktionen überschneiden. Bei Flugzeugen etwa
liche ökonomische Belastungen für die Gesellschaft sind sicherheitsrelevante Bereiche bis zu dreifach
(und die Betreiber) durch die Folgekosten der Ent- parallel und in überlappend arbeitenden Rechnersorgung oder mögliche Unfälle. Häufig wird in der systemen ausgelegt.
Technik nähert sich dabei immer mehr biologiEntstehungsphase einer neuen Technologie jedoch
zu kurz gedacht. Man verdrängt die langfristigen schen Lösungen. Die sind nicht nur extrem vielfälFragen wie die Rohstoffproblematik bei der Her- tig, sondern auch äußerst redundant ausgelegt. Die
stellung von Solarzellen oder die Altlasten, die daraus resultierenden Strukturen sind technisch
durch ungünstige Materialauswahl bei Elektronik- und organisatorisch feingliedrig. Das heißt: Man
mache klein und dezentral, was dezentral geht –
produkten entstehen.
Aber auch die soziale Nachhaltigkeit wird Stichwort Gruppenarbeit bei Massenfertigung –,
häufig unterschätzt. Ökologisch und ökonomisch und nur das zentral, was sich dezentral nicht reanachhaltige Lösungen bleiben letztlich erfolg- lisieren lässt. Diese Strategie nennt sich Subsidiarilos, wenn Menschen sie nicht annehmen, weil sie tätsprinzip. Auch hier gilt wieder: Es muss bezahlsie etwa selbst nicht bezahlen können. Viele gut bar bleiben.
gemeinte Lösungen beeinträchtigen die sozialen
Gewohnheiten der Menschen so stark, dass sie sie
nicht akzeptieren.
Technische Nachhaltigkeit bleibt wiederum oft
auf der Strecke, weil die Entwicklungskosten für die Internet- und Multimediakultur verändern das
beste Lösung viel zu hoch sind, um zu am Markt Denken, Handeln und Fühlen der Menschen. Interverkaufbaren Produkten zu führen. So gibt es noch aktion- und Dialogfähigkeit ist bei der Technik
gewaltige Potenziale bei der Energieeinsparung gefragt. Im multimedialen Bereich beeinflusst nicht
Homo zappiens:
Digital Residents sind da
38
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
staufenbiel.de
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Deutsche Bahn
Deutsche Bahn
Karriereplanung und Berufsbild
zuletzt die Computerspiele-Industrie das Denken
und Handeln von Kindern und Jugendlichen.
Der holländische Wissenschaftler Wim Veen
spricht in diesem Zusammenhang vom „Homo
zappiens“. Er beschreibt ein Kompetenzprofil von
Kindern und Jugendlichen, mit dem sie parallel in
schnell wechselnden Zyklen Informationen aufnehmen und verarbeiten. Sie orientieren sich dabei
stark an wiederkehrenden Bildelementen (Piktogrammen). Diese Veränderung der Kommunikationskultur und die damit verbundene Kompetenzverschiebung ist für die Entwicklung aller technischen Produkte von großer Bedeutung.
Digital Residents werden die Kommunikationsstruktur der Zukunft prägen und Erwachsene sich
mehr oder weniger daran anpassen müssen. Die
Informationstechnologie hält in alle Lebensbereiche des Alltags Einzug – bis in Geräte und Hilfsmittel (etwa als Hammer mit Schlagkraftmessung).
Hier stehen wir oft erst am Anfang einer technologischen Entwicklungswelle neuer IT-Anwendungen.
Arbeiten im Ausland
Ingenieure arbeiten auf der ganzen Welt, sowohl für
internationale Firmen als auch für deutsche Unternehmen mit Niederlassungen im Ausland. Gute
Chancen bestehen in multinationalen Konzernen,
die etwa Beschaffung, Produktion und Distribution
jeweils am günstigsten Standort konzentrieren. Vor
allem im Vertrieb, im Kundendienst und in der
Montage übernehmen oft Mitarbeiter aus den eigenen Reihen im Ausland leitende Funktionen.
Häufig ist ein Auslandsaufenthalt bereits in
Trainee- oder Einsteiger-Programmen vorgesehen. Es gibt auch die Möglichkeit, Mitarbeiter mit
einigen Jahren Berufserfahrung als Expatriates zu
entsenden. Anders als früher bleiben Expats normalerweise nicht länger als maximal fünf Jahre.
Der Grund: Der Kostendruck auf die Betriebe hat
sich erhöht, sodass Alternativen zu den traditionell großzügigen Gehältern und Sonderleistungen
bei Auslandseinsätzen gesucht werden. Heute sind
befristete Entsendungen üblicher.
40
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
Ingenieure im Vertrieb sind immer mal wieder für
ein paar Tage oder Wochen im Ausland. Während
eine Entsendung früher etwas Besonderes war, ist
sie heute selbstverständlich – auch im Mittelstand.
Wer im Ausland arbeiten möchte, sollte in einem
multikulturellen Umfeld sicher auftreten können.
Der ideale Kandidat spricht mindestens eine, besser zwei Fremdsprachen verhandlungssicher.
Jobsuche in Europa
Wer sich direkt im Ausland bewerben möchte,
sollte nationale Besonderheiten berücksichtigen.
In Großbritannien etwa spielen die Career Services
an Hochschulen und private Arbeitsvermittler eine
wichtige Rolle. In Frankreich hat sich die Association pour l’Emploi des Cadres (Apec) auf die Vermittlung von Akademikern spezialisiert.
Bei einer Bewerbung auf eigene Faust sind
Stellenanzeigen im Internet, in Zeitungen und in
(Fach-)Zeitschriften ein Erfolg versprechender
Weg. Hierbei gibt es allerdings regionale Unterschiede: Englischsprachige Zeitungen etwa konzentrieren sich an jedem Tag auf einen speziellen
Bereich. Der Besuch einer Firmenkontaktmesse im
jeweiligen Land kann ebenfalls zum ersehnten Job
führen.
Nach wie vor sind auch Praktika bestens geeignet, um Unternehmen kennenzulernen und die
Chance bei einer Bewerbung zu erhöhen. Networking lautet das Zauberwort. Vor allem in Südeuropa sind persönliche Kontakte unerlässlich.
Interessante Perspektiven bieten nicht nur große,
sondern auch kleinere Betriebe. Hier ist die Bewerberkonkurrenz nicht so hoch wie bei multinationalen Konzernen.
Hilfe bei der Suche
Lohnen dürfte sich ein Kontakt zu Eures, einem
Netzwerk der nationalen Arbeitsverwaltung der
EU-Staaten. Über eine Datenbank lassen sich
europaweit freie Stellen abrufen. Außerdem
hält das Netzwerk Informationen zu Leben und
Arbeiten sowie Aus- und Weiterbildung bereit.
Das Eures-Netzwerk ist erreichbar über die Seite
ec.europa.eu/eures. Auch die Europäische Kom-
staufenbiel.de
Karriereplanung und Berufsbild
mission steht bei Fragen mit Rat und Tat zur Verfügung. Die Seite ec.europa.eu/youreurope bietet
unter anderem wichtige Infos zur Anerkennung
von Zeugnissen, Einreiseformalitäten und zum
Aufenthaltsrecht.
Zwar sind die Bewerbungsverfahren in den verschiedenen Ländern grundsätzlich ähnlich, doch
gibt es erhebliche Unterschiede bei den Bewerbungsunterlagen. Auffallend ist, dass die Bewerbungsmappe in den meisten Ländern nicht so
umfangreich ist wie in Deutschland. Wer das weiß,
kann sich Mühe und Kosten sparen – und beweist
außerdem, dass er sich mit den Gepflogenheiten
des Landes befasst hat.
Über Europa hinaus
Für diejenigen, die es über die Grenzen Europas
hinauszieht, gibt es verschiedene Möglichkeiten,
einen Job zu finden. Wenn der Auslandsaufenthalt
nicht über Firmen mit Standort in Deutschland
läuft, ist der Weg ins außereuropäische Ausland
allerdings etwas steiniger als in die europäischen
Nachbarländer. Zwar werden der Zentralstelle
für Arbeitsvermittlung (ZAV) internationale Stellenangebote gemeldet – allerdings nur in geringer Zahl. Die Vermittlung von Arbeitnehmern
in Industrieländer außerhalb der EU und nach
Übersee ist zum Schutz des einheimischen Arbeitsmarkts stark begrenzt. Das gilt etwa für Australien,
Japan, die USA oder Kanada.
INTERNATIONAL BEWERBEN
© gazometr – thinkstockphotos.com
Englischsprachige Bewerbung: Was ist anders?
Die Bewerbung wird weder gebunden noch bedarf es einer Mappe.
Angaben zum Familienstand gehören nicht in den Lebenslauf.
Das Geburtsdatum und die Nationalität werden nicht genannt.
Der Lebenslauf startet mit der aktuellen Situation.
Hochschul- und Arbeitszeugnisse gehören nicht in die Bewerbung.
Auch ein Foto wird nicht benötigt.
Gehaltsvorstellungen werden nur von Job Agencies verlangt.
Europass-Lebenslauf
Den Europass-Lebenslauf der EU gibt es unter europass-info.de zum Download. In Frankreich spielen häufig die Allgemeinbildung und der Charakter
des Bewerbers eine große Rolle. Bewerber sollten sich deshalb auf andere
Auswahlmethoden einstellen. Zu Interviews und Assessment Centern
kommen weitere Tests hinzu: vor allem Persönlichkeits-, Intelligenz- und
Leistungstests. Außerdem werden biografische Fragebögen eingesetzt, um
sich ein besseres Bild vom Bewerber machen zu können.
Dresscodes und Business-Englisch
Was Absolventen über Business-Englisch und internationale Dresscodes wissen müssen, steht unter
staufenbiel.de/ratgeber-service/karriereplanung.
staufenbiel.de
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
41
© goran_bogicevic – shutterstock.de
Wir stellen die wichtigsten Einstiegsbranchen
für Ingenieure vor – von Automotive bis Stahl- und
Metallindustrie.
42
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
43
Einstiegsbranchen
Von Automotive bis Stahl
Es gibt viele gute Gründe für Ingenieurabsolventen,
sich in mehreren Branchen auszukennen. Einer
davon ist das Bewerbungsgespräch. Hier geht es
häufig um die aktuelle Situation in der jeweiligen
Branche des Unternehmens. Wer sich schon während des Studiums über die Entwicklungen, Trends
und Perspektiven in verschiedenen Branchen auf
dem Laufenden hält, kann bei der Bewerbung
punkten.
Außerdem sollten Absolventen wissen, in welchen Branchen besonderer Bedarf herrscht. Denn
auch wenn der Arbeitsmarkt für Ingenieure gut
ist, fällt die Nachfrage je nach Segment doch sehr
unterschiedlich aus.
Manches Jahr haben die Automobilzulieferer
zum Beispiel hohen Bedarf, während die Nachfrage
nach Ingenieuren bei den Herstellern nicht ganz so
hoch ist. In anderen Jahren ist es andersherum. Es
gilt also genau zu differenzieren. Daher unterscheidet dieses Handbuch zum Beispiel zwischen der
Branche Automotive, zu der die Hersteller gehören,
und den Automobilzulieferern.
Auch Ingenieurabsolventen müssen flexibel sein.
Wenn die ursprüngliche Wunschbranche keine
adäquate Einstiegsstelle bietet, findet sich der passende Job vielleicht in einer benachbarten Sparte.
Das muss keine Festlegung für das ganze (Berufs-)
Leben sein. Ein Wechsel während der Karriere ist
in modernen Lebensläufen eher die Regel als die
Ausnahme.
In vielen Industrie- und Dienstleistungsbranchen werden Ingenieure gesucht. Aktuell ersetzen
in vielen Ingenieurfeldern die Absolventen eines
Jahrgangs nicht einmal die Techniker, die pro Jahr
altersbedingt aus dem Beruf ausscheiden. Laut der
Studie Staufenbiel JobTrends Deutschland 2015
sind die Automobilindustrie, Consulting und Ingenieurdienstleistungen wichtige Einstiegsbranchen
für Ingenieure. Auch die ITK-Branche, der Maschinen- und Anlagenbau, die Energie- und Versorgungswirtschaft und die Elektroindustrie suchen
technische Spezialisten.
EINSTIEGSBRANCHEN FÜR INGENIEURE
Jobs für Nachwuchsingenieure gibt es unter
staufenbiel.de/ingenieure
Mehrfachnennungen möglich – Quelle: Staufenbiel JobTrends Deutschland 2015
44
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
staufenbiel.de
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6%
Luft- und Raumfahrt
6%
Logistik
8%
Elektroindustrie
8%
Dienstleistung (Sonstige)
11 %
Energie- und Versorgungswirtschaft
12 %
Maschinen- und Anlagenbau
13 %
IT/Telekommunikation
14 %
Ingenieurdienstleistungen
Consulting
Automotive
17 %
21 %
Die Top 10 der Einstiegsbranchen für Ingenieure
Einer Innovation ist es egal, ob sie von
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jedes Kind. Schließlich üben Autos schon auf die
Kleinsten eine besondere Faszination aus. Aber wie
sieht es mit Namen wie ZF, Denso oder Johnson
Controls aus? Sie sind weit weniger bekannt in der
Öffentlichkeit. Eigentlich erstaunlich. Schließlich
sind die Automobilzulieferer für gut 70 Prozent der
gesamten Wertschöpfung eines Autos verantwortlich.
Und die deutschen Zulieferer arbeiten international: Sie sind außerhalb Deutschlands an 2 000
Standorten aktiv. Besondere Dynamik zeigen sie
auf den asiatischen Wachstumsmärkten. Heute
liegt der Umsatzanteil vieler deutscher Zulieferer
mit Kunden in Asien bei zehn Prozent.
Zulieferer wissen, dass die künftigen automobilen Wachstumsmärkte außerhalb Europas liegen,
vor allem in Asien und in den USA, aber auch in
Südamerika. Eine sehr dynamische Entwicklung
Die deutschen Automobilzulieferer
Quelle: Verband der Automobilindustrie (VDA)/Personalmarkt-Gehalt.de
295 000
73
MRD. EURO
Gesamtumsatz
2014
Beschäftigte 2014
46
findet weiterhin in China statt – dem Land mit
dem inzwischen größten Automobilmarkt weltweit. Die deutschen Automobilzulieferer beschäftigen allein in China mehr als 70 000 Mitarbeiter
und setzen dort jährlich mehr als zehn Milliarden
Euro um.
Durch die internationalen Erfolge konnten die
Zulieferfirmen 2014 an den inländischen Standorten die Beschäftigung mit gut 295 000 Mitarbeitern leicht ausbauen. Gleichzeitig erhöhte sich der
Umsatz der deutschen Automobilzulieferer: Mit
gut 73 Milliarden Euro wurde 2014 das Ergebnis
von 2012 übertroffen.
Bei Ingenieuren erfreuen sich Zulieferer wie
Continental, Bosch & Co. großer Beliebtheit als
Arbeitgeber. Das zeigt auch das jährliche TrendenceAbsolventenbarometer. Hier schaffen es in der
„Engineering-Edition“ die Zulieferer regelmäßig
unter die beliebtesten Unternehmen bei Ingenieur-
Auslandsumsatz
2014
27
46
MRD. EURO
TOPFACTS
44 200 –
Automobile
Wertschöpfung
der Zulieferer
70
PROZENT
58 600
EURO
Einstiegsgehälter
Automotive
MRD. EURO
Inlandsumsatz
2014
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
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Automobilzulieferer
Jobs bei Automobilzulieferern unter
staufenbiel.de/
ingenieure/jobs
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Einstiegsbranchen: Automobilzulieferer
studenten. Nimmt man die Autohersteller hinzu,
gehören viele Unternehmen der Branche mit zu
den beliebtesten Arbeitgebern in Deutschland.
Lutz Eckstein, Professor am Institut für Fahrzeugtechnik der RWTH Aachen, erklärt die Begeisterung für die Branche so: „Die Automobilindustrie definiert eines der komplexesten und emotionalsten Produkte überhaupt. Schließlich bieten
Hersteller und Zulieferer hervorragende Möglichkeiten, sich mit dem Produkt seines Schaffens zu
identifizieren.“
Trends
Ein zentrales Thema sind heute bei den Zulieferern und Herstellern gleichermaßen alternative
Antriebe. Die kleinen Stückzahlen der verschiedenen Antriebsvarianten erfordern herstellerübergreifende Synergien. Sie können die Zulieferer mit
entsprechenden Baukästen erreichen.
Letztlich sind die hohen Investitionen in Forschung, Entwicklung und Produktion aber oft
nur gemeinsam zu stemmen. Dabei ist die größte
Herausforderung die Entwicklung der Batterien.
Hier müssen Reichweite, Leistung, Sicherheit und
Lebensdauer gewährleistet sein. Welcher Antrieb
sich durchsetzen wird, ist nicht allein eine Frage der
Technik, sondern hängt auch von den wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen ab.
Die Zulieferindustrie hängt weitgehend vom
Wohl und Wehe der Hersteller ab. Deshalb verfolgen einige Unternehmen die Strategie, sich unabhängiger von der Automobilbranche zu machen.
Als eine wichtige Zukunftsbranche für die Zulieferer entpuppt sich die Branche der erneuerbaren
Energien. Hier produzieren die Zulieferunterneh-
Die Innovationskraft entscheidet darüber, wie
erfolgreich ein Automobilzulieferer in Zukunft
sein wird. Es gilt, sich durch erstklassige Produkte
von Wettbewerbern abzuheben und mit neuen
Technologien unersetzbar zu sein. Hinzu kommt
die globale Ausrichtung. Die Zulieferer müssen in
den Wachstumsmärkten präsent sein, allen voran
in China, Indien, Russland oder Brasilien. Dort
beliefern sie neben den etablierten Herstellern und
langjährigen Kunden häufiger als
früher auch einheimische AutokonDIE ARBEITGEBER ERWARTEN VON
zerne.
BEWERBERN UNTERNEHMERISCHES
Heute hängt ein beträchtlicher
DENKEN
UND HANDELN
Teil des Umsatzes eines typischen
europäischen Zulieferers von der
Entwicklung des chinesischen Marktes ab. 2015 men zum Beispiel Windkraftgetriebe oder Kabelerwartet VDA-Präsident Matthias Wissman in systeme für Photovoltaikanlagen. Ihr Know-how
China ein Wachstum von sechs Prozent. Fast 20 aus der Elektromobilität kommt ihnen dabei
Millionen Neuwagen kann die deutsche Industrie zugute. Die Steuerung von Lastspitzen und die
dann dort verkaufen. „Die Zuwachsraten mögen dafür notwendige Software sind ebenfalls Bausich künftig eher im einstelligen Bereich bewegen, steine in einem alternativen Energienetz.
doch der chinesische Markt bleibt der weltweit
Absolventen, die einen Job in der Zulieferindusbedeutendste“, sagte Wissmann.
trie anstreben, sollten ihr Studienfach weniger nach
Wichtigstes Segment für die deutschen Auto- einer vermeintlichen Job-Wahrscheinlichkeit ausbauer war 2014 mit einem Anteil von 52 Prozent richten, als vielmehr nach Interesse und Herzblut
die Kompaktklasse. Zählt man Kleinwagen und auswählen. Häufig absolvieren erfolgreiche NachMittelklasse hinzu, entfallen drei Viertel aller in wuchsingenieure zunächst einen Master in FahrChina produzierten Autos deutscher Konzernmar- zeugtechnik oder Elektrotechnik. Manche setzen
ken auf diese Segmente. Der Motorisierungsgrad – bei entsprechender Motivation – eine Promotion
beträgt in China 52 Pkw auf 1 000 Einwohner. Zum oder einen MBA oben drauf.
Vergleich: In Deutschland kommen gut 540 Pkw
Die Wahl einer Vertiefungsrichtung wie der
auf 1 000 Einwohner.
Fahrzeugtechnik im Maschinenbau-Studium kann
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Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
47
Einstiegsbranchen: Automobilzulieferer
eine gute Entscheidung sein, wenn Studenten später in der Automobilindustrie einsteigen wollen.
Entscheidend sind letztlich gute und breit ausgerichtete ingenieurwissenschaftliche Grundlagen.
Einstieg & Perspektiven
Automobilzulieferer sind auf hohe Investitionen in
Forschung und Entwicklung sowie gute Mitarbeiter
angewiesen. Sie benötigen Ingenieure, die interdisziplinär ausgebildet sind, etwa Fahrzeugtechniker
mit Verständnis für Elektrotechnik oder E-Techniker
mit Kenntnissen im Maschinenbau. Die Unternehmen suchen international ausgebildete, kreative
Köpfe aus unterschiedlichen Studienrichtungen. Vor
allem Ingenieure aus den Bereichen Elektro- und
Verfahrenstechnik, Elektrochemie, Maschinenbau
und Informationstechnologie. Entwickler-Ideen und
Forschungsdrang sind gefragt, es muss ständig
getüftelt und an neuen Modellen und Projekten
gearbeitet werden. Die Aufgabenpalette scheint
endlos und vor allem ist sie eins: spannend. Dabei
erfordern die Konzeption, Entwicklung, Produktion
sowie Marketing und Vertrieb das Zusammenwirken
unterschiedlicher Disziplinen.
Projektarbeit in internationalen Teams ist an der
Tagesordnung. Deshalb benötigen die Teammitglieder neben Sprachkompetenz auch die Fähigkeit zur Teamarbeit und Fingerspitzengefühl im
Umgang mit Mitarbeitern aus anderen Ländern.
Die Arbeitgeber erwarten von neuen Mitarbeitern ausgeprägte Kundenorientierung und
unternehmerisches Denken und Handeln. Neben
dem Direkteinstieg bieten viele Zulieferer auch
Trainee-Programme an. Sie dauern meist zwischen
zwölf und 16 Monaten und sehen häufig auch Stationen im Ausland vor.
Das Umfeld für die deutschen Zulieferer bleibt
anspruchsvoll. Für Absolventen entstehen daraus
zahlreiche Chancen. Um den Innovationsbedarf
vor allem im Antriebsbereich zu bewältigen, bleibt
die Nachfrage der Zulieferer nach neuen Mitarbeitern mit exzellenter technischer Hochschulausbildung hoch. Eckstein: „Neue Jobs entstehen
entlang der gesamten Wertschöpfungskette.“ Und
die Zulieferer decken einen immer größeren Teil
der Wertschöpfungskette ab. Wer im Automobilbereich starten möchte, sollte daher die Zulieferfirmen nicht aus den Augen verlieren.
Anforderungen
Oft stehen Studenten vor der Frage, wann, ob und
welche Spezialisierung sie einschlagen sollen. Lutz
Eckstein sieht eine zu starke Spezialisierung kritischer als eine fehlende Spezialisierung: „Viele Ingenieure nehmen während ihrer beruflichen Praxis
unterschiedliche Aufgaben wahr, was ich persönlich als eine große Bereicherung empfunden habe.“
Wegen der branchenspezifischen Just-in-timeLieferung sind die Zulieferer oft stärker regional
gebunden als andere Unternehmen und daher
weniger von Offshoring-Prozessen bedroht. Für
die Mitarbeiter bedeutet das aber nicht zwingend
ein Leben in der schwäbischen Provinz. Denn auch
Zulieferer agieren sehr global. Der hohe Globalisierungsgrad der Zuliefererindustrie eröffnet kreativen und engagierten Köpfen den Einstieg ins
internationale Geschäft und den Zugang zu neuen
Märkten.
Von Einsteigern wird in der global tätigen Branche mehr als nur reines Spezialwissen erwartet.
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Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
Mehr im Netz
Der Verband der Automobilindustrie (VDA) berichtet
unter vda.de über die Branche. Ein Dossier zu Automobilzulieferern gibt es im „Schwerpunkt Automotive“ auf staufenbiel.de/ingenieure.
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bei Zulieferunternehmen
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Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
Branchenspecial: Automotive
Branche unter Strom
Die Produktionsbänder rollen, die Neuzulassungen kommen in Fahrt und im Ausland sind Autos
„Made in Germany“ gefragt. Im Kampf um die besten Talente sind die Hersteller recht gut aufgestellt.
Sie sind weltbekannt und hier zu arbeiten bringt
Prestige. Schaut man sich zum Beispiel die „German
Engineering Edition 2015“ des Trendence-GraduateBarometers an, das 15 000 Ingenieurstudenten zu
ihren Karrierevorstellungen und Erwartungen
befragte, stehen auf den ersten fünf Plätzen allesamt Automobilhersteller – von eins bis fünf: Audi,
BMW, Porsche, Daimler und VW. Erst danach kommen Industrieunternehmen und Internetfirmen.
Branchenkonjunktur
„Das kräftige Wachstum in Westeuropa im ersten Quartal 2015 zeigt, dass in vielen Ländern der
Nachholbedarf bei neuen Autos jetzt realisiert werden kann. Wir werten das als gute Perspektive für
das Gesamtjahr“, sagte Matthias Wissmann, Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA)
zur Entwicklung der Branche.
Die deutschen Autohersteller haben 2014 über
14,9 Millionen Pkw weltweit produziert, davon gut
9,3 Millionen im Ausland. Die Fertigung entspricht
rund einem Fünftel der Welt-Pkw-Produktion.
Deutsche Automobilunternehmen sind in mehr als
70 Ländern mit eigenen Fertigungsstandorten vertreten. Die Branche erwartet, dass der Pkw-Weltmarkt im Gesamtjahr 2015 um zwei Prozent auf
77,4 Millionen Einheiten zulegen wird. Gegenüber
2010 ist das ein Zuwachs um ein Viertel.
Der Absatz in den USA soll 2015 um zwei Prozent steigen und damit den Aufholprozess zum
Vorkrisenniveau nahezu abschließen. China ist für
deutsche Hersteller nicht mehr weit von der 20-Millionen-Marke entfernt: Die Automobilfirmen rechnen dort mit einem Absatz von 19,5 Millionen Pkw
– ein Zuwachs von sechs Prozent. Global betrachtet, gibt es für die deutschen Hersteller aber zwei
Wermutstropfen: Brasilien kommt als Absatzmarkt
nicht in die Gänge und der russische Markt wird
voraussichtlich um rund ein Fünftel zurückgehen.
staufenbiel.de
Die deutsche Automobilindustrie investiert weltweit jährlich fast 30 Milliarden Euro in Forschung
und Entwicklung. Die Branche leistet rund ein
Drittel der gesamten industriellen Forschungsinvestitionen in Deutschland. In den kommenden
drei bis vier Jahren wollen die Hersteller und Zulieferer laut VDA 16 bis 18 Milliarden Euro allein in
die Forschung zum vernetzten und automatisierten
Fahren investieren.
VDA-Präsident Wissmann dazu: „Mit dem
automatisierten Fahren und der Vernetzung der
Fahrzeuge kommen wir dem Ziel des unfallfreien
Fahrens ein gutes Stück näher.“ 90 Prozent der
Unfälle entstehen durch menschliches Fehlverhalten. Assistenzsysteme können Unfälle vermeiden.
„Und intelligente Verkehrssteuerung ist ein wesentlicher Stellhebel, um das steigende Verkehrsaufkommen zu bewältigen und Staus zu vermeiden“.
Die Einführung des automatisierten Fahrens
wird Schritt für Schritt erfolgen: vom assistierten
Fahren über teil- und hochautomatisiertes Fahren
bis zum vollautomatisierten Fahren. Die technische
Entwicklung geht mit großen Schritten voran. „Die
Branche braucht aber Vorgaben für die digitale
Infrastruktur und für die Nutzung und den Austausch von Daten“, so der Auto-Präsident.
Auch bei der E-Mobility steht die Branche unter
Strom: Bis Ende des Jahres bringen die Autohersteller 29 Serienmodelle mit E-Antrieb auf die Straße,
2014 waren es 17. Noch ist das Marktvolumen
zwar überschaubar, doch der E-Markt hat hohe
Zuwachsraten. Im vergangenen Jahr wurden über
13 000 Elektro-Pkw zugelassen, rein batterieelektrisch oder mit Plug-in-Hybrid. Das ist eine Steigerung von 70 Prozent.
Trends
Wer sich einen schnellen Überblick über die Trends
in der Automobilbranche verschaffen wollte, konnte
im Herbst 2015 über die „New Mobility World“ auf
der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA)
in Frankfurt gehen. Dort gab es fünf aktuelle Themenfelder der Branche zu sehen: Connected Car,
Automated Driving, E-Mobility, Urban Mobility
und Mobility Services.
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
51
Branchenspecial: Automotive
Unternehmen wie Google, Telekom oder Samsung
haben neben den Automobilfirmen ihre Beiträge
zur Mobilität der Zukunft präsentiert. Die Digitalisierung aller Lebensbereiche und die Vernetzung
bieten völlig neue Möglichkeiten für individuelle
Mobilität.
Neben Technologiefirmen zeigten Dienstleister
und Parkraumbewirtschafter ihre Mobilitätslösungen. Themen wie Carsharing, Concierge-Dienste
und neue Limousinen-Services machten den Wandel beim Umgang mit Mobilität deutlich.
Der urbanen Mobilität als einer der wichtigsten
Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte war
ein eigener Bereich gewidmet. Neue Lösungen wie
effiziente Verkehrsflusssteuerung, schnellere Parkplatzsuche und funktionierende Intermodalität
wurden von globalen Herstellern und innovativen
Newcomern vorgestellt. Die Elektromobilität spielt
dabei eine wesentliche Rolle. Emissionsfreier Verkehr ist nicht nur in den Städten die Voraussetzung
für zukunftsfähige Mobilitätskonzepte. Unternehmen aus der Automobilindustrie zeigten auch den
aktuellen Stand zum vernetzten Auto und die Entwicklungen zum automatisierten Fahren.
2016 werden mehr als vier Fünftel aller verkauften Neuwagen Internetzugang bieten oder mit
anderen Autos oder Infrastruktureinrichtungen
elektronisch kommunizieren können. Zwischen 70
und 90 Prozent aller Innovationen im Auto werden
künftig auf Software basieren.
Die deutsche Automobilindustrie
Quelle: Verband der Automobilindustrie (VDA)/Personalmarkt-Gehalt.de
447 151
Beschäftigte bei
Herstellern 2014
52
285
MRD. EURO
Gesamtumsatz
Hersteller 2014
Ganz oben auf der Branchen-Agenda stehen
für die Ingenieure Innovationen in den Bereichen CO2-Reduktion, Leichtbau, E-Mobility und
Antriebstechnik. Und die Innovationen sind es,
die die deutsche Automobilindustrie gut in Fahrt
halten.
Dabei führen Volkswagen und Daimler die
Rangliste der weltweit innovativsten Automobilkonzerne an – und das laut Center of Automotive
Management (CAM) bereits seit zehn Jahren. So
konnte Volkswagen beim „Automotive-Innovations-Award 2015“, den die Wirtschaftsprüfungsund Beratungsgesellschaft PWC und das CAM
jährlich verleihen, zum wiederholten Mal seinen
ersten Platz in der Kategorie „Innovationsstärkster
Automobilkonzern“ behaupten. Mit 244 Innovationen im Jahr 2014 erreicht Volkswagen die höchsten
je gemessenen Werte für einen Konzern seit 2005.
Mit Abstand an zweiter Stelle ist Daimler zu finden,
gefolgt von Ford.
„Die Innovationskraft ist gerade für deutsche
Automobilhersteller eine zentrale Voraussetzung
für Erfolg. Wer einen Mercedes, Audi, BMW oder
Porsche kauft, erwartet zu Recht Spitzentechnologie für sein Geld“, sagt Felix Kuhnert, Leiter des
Bereichs Automotive bei PWC Deutschland und
Europa. „Gleichzeitig muss eine weltweit exportierende Branche auf die Anforderungen von Kunden
anderer Länder reagieren. Auch das erhöht die
Taktzahl bei den Entwicklungen.“
Auslandsumsatz
2014
205
MRD. EURO
80
TOPFACTS
Interne
Forschungsausgaben
17,5
MRD. EURO
774 891
Gesamtbeschäftigte
Autobranche 2014
MRD. EURO
Inlandsumsatz
2014
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
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2015
Branchenspecial: Automotive
Im Jahr 2014 gingen mehr als 1 200 Innovationen
in die Bewertung ein, so viele wie nie zuvor. Mit 37
Prozent entfiel nach wie vor der größte Anteil auf
deutsche Automobilkonzerne – trotz eines Rückgangs von vier Prozentpunkten im Vergleich zum
Rekordwert der Vorjahresstudie.
Mit einem Minus von vier Prozentpunkten sank
auch die Zahl der Innovationen in Japan, das sich
jedoch mit einem Gesamtanteil von 18 Prozent
weiter auf Rang zwei behauptete. Amerikanische
Hersteller konnten dagegen zulegen: Sie steigerten ihren Anteil an Innovationen um zwei Prozentpunkte auf 17 Prozent. Den Innovationsanteil
auf 7,8 Prozent verdoppeln konnte der indische
Tata-Konzern, zu dem Marken wie Jaguar oder
Land Rover gehören.
„Die Automobilindustrie ist mitten in einer
Phase paradigmatischer Veränderung: Neue
Märkte, neue Kundenanforderungen und neue
Technologien führen in vieler
Hinsicht zu
einer ‚Neuerfindung des Automobils‘“, erläutert
CAM-Studienleiter Stefan Bratzel. „Eine hohe
Innovationskraft ist dabei eine wichtige Voraussetzung, aber keine Garantie für künftigen Erfolg in
einer Branche, für die sich zunehmend auch neue
Player wie Google oder Apple interessieren.“
Die meisten Innovationen sind im Bereich
Sicherheit und vernetztes Fahrzeug angesiedelt.
Vor allem die Zahl neuer Bedien- und Anzeigekonzepte hat sich gegenüber dem Vorjahr fast verdoppelt. „Die Hersteller haben erkannt, dass die
zunehmende Funktionsvielfalt im Auto für den
Fahrer beherrschbar bleiben muss“, begründet
Richard Viereckl, Leiter der Praxisgruppe Automotive bei Strategy &/PWC diesen Trend. Mit fast 300
aktiven und passiven Sicherheitsinnovationen wird
ein neuer Höchststand in diesem Technologiefeld
erreicht. Es macht fast ein Viertel aller Neuerungen
aus. Zum Vergleich: 2008 gab es nur 80 Innovationen in diesem Bereich.
Treffpunkt Automesse
Wer sich für die Automobilbranche mit all ihren
Facetten interessiert, sollte einen Besuch der
internationalen Automesse IAA einplanen. Wegen
54
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
des hohen Publikumsandrangs wurde die Messe ab
1991 in Personenkraftwagen und Nutzfahrzeuge
geteilt. In ungeraden Jahren findet die IAA Pkw in
Frankfurt am Main statt, in geraden Jahren gibt
es die IAA Nutzfahrzeuge in Hannover. Die Messe
verfügt auch über einen Karrierebereich. Studenten
und Absolventen können dort (aber nicht nur dort)
in Kontakt mit potenziellen Arbeitgebern treten. Sie
können Personalverantwortliche treffen, aber auch
Mitarbeiter aus Fachabteilungen. So können sich Interessierte ein Bild von Automobilarbeitgebern machen
und bekommen einen Branchenüberblick. Wer als
Student auf der Automesse als Hostess oder Aushilfe
gearbeitet hat, sollte das im Lebenslauf natürlich
erwähnen – das macht sich gut.
Der Einstieg in die Automobilindustrie ist
anspruchsvoll. Und trotzdem sind Ingenieurstudenten selbstbewusst bei ihren Vorstellungen vom
Einstiegsgehalt. Das Fazit der Befragung im Trendence-Absolventenbarometer 2015 Engineering
zum Thema Geld lautet: „Unternehmen müssen
sich künftig auf noch höhere Gehaltsforderungen
– durchschnittlich 47 400 Euro – von angehenden Ingenieuren einstellen. Gleichzeitig möchten
die angehenden Ingenieure gut eine halbe Stunde
weniger als im Vorjahr arbeiten und erwarten eine
Wochenarbeitszeit von nicht mehr als 42 Stunden.
Doch selbst wenn der Einstieg bei einem der
großen Automobilhersteller nicht sofort gelingt,
gibt es auch später noch Chancen dorthin zu wechseln. Denn ein Quereinstieg ist durchaus möglich.
Ingenieure sollten dann möglichst aus verwandten
Bereichen wie Luft- und Raumfahrt oder ähnlich
spezialisierten Branchen wie der Medizintechnik
kommen. Auch ein Einstieg über die Automobilzulieferindustrie ermöglicht den Nachwuchsingenieuren, manche Hersteller schon als Kundenunternehmen kennenzulernen – und später dort zu starten.
Einstieg & Perspektiven
Die Unternehmen der Automobilindustrie erhalten,
schon allein durch die Attraktivität und Bekanntheit
ihrer Produkte, viele erstklassige Bewerbungen –
auch initiativ. Ohne Praktika in der Industrie, entsprechende Fächerkombinationen, eine praxisnahe
Abschlussarbeit und Auslandserfahrung sind die
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über mich und die Arbeit bei ZF:
Branchenspecial: Automotive
Chancen nicht gerade groß, einen der begehrten Jobs
oder eine attraktive Trainee-Stelle dort zu bekommen.
Auslandserfahrung und sehr gute Sprachkenntnisse
sind fast unverzichtbar. Wer Russisch, Ungarisch,
Spanisch oder Chinesisch spricht, dürfte seine Chancen in der Automobilindustrie spürbar verbessern, vor
allem wenn es um spätere Führungspositionen geht.
Denn die Märkte in Mittel- und Osteuropa sowie
Asien und Südamerika sind für deutsche Hersteller
sehr wichtig. Viele Unternehmen haben deshalb
eigene Werke in diesen Regionen oder sind an Joint
Ventures mit örtlichen Partnern beteiligt. Bei den
Konzernen sind Trainee-Programme oft Standard.
Allerdings ist die Zahl der Plätze – gemessen an der
großen Bedeutung der Branche für den Technikstandort Deutschland – eher gering. Als Trainee können
teilweise auch Bachelor-Absolventen einsteigen. Beim
Direkteinstieg dominieren laut der Studie Staufenbiel
JobTrends Deutschland 2015 zu 87 Prozent aber die
Master-Absolventen.
Nutzfahrzeuge
Ein Auf und Ab erlebte im vergangenen Jahrzehnt
die deutsche Nutzfahrzeugindustrie. Rekordabsätze und Umsatzeinbrüche wechselten sich ab.
Die Inlandsproduktion von Nutzfahrzeugen bis
sechs Tonnen stieg 2014 laut Automobilverband
von 280 000 auf gut 300 000 Einheiten – immerhin
ein Plus von neun Prozent. Wenn die Wirtschaft
läuft, läuft auch die Produktion von Nutzfahrzeugen gut.
Anforderungen
Mehr als 770 000 Menschen sind in Deutschland in
der Automotive-Branche beschäftigt. Absolventen,
die ihre Zukunft bei einem Automobilhersteller
sehen, benötigen mehr denn je eine hoch qualifizierte Grundlagenausbildung. Vor allem in den
klassischen Gebieten der Konstruktions-, Produktions- und Organisationstechnik ist sie gefragt.
Der Ingenieur-Nachwuchs muss interdisziplinäres
Know-how mitbringen. Elektrotechnik und Informatik spielen bei der Entwicklung der Pkw heute
eine zentrale Rolle. Daher sind bei den Arbeitgebern besonders Ingenieure aus diesen Fachrichtungen, aber auch Maschinenbauer und LeichtbauExperten gern gesehen.
56
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
Da die Automobilindustrie zu den am stärksten global agierenden Branchen zählt, wird von
Einsteigern mehr als nur reines Spezialwissen
erwartet. Viele Hersteller und Zulieferer haben
in unterschiedlichen Ländern und Regionen Produktionsstätten. So wird die Projektarbeit häufig
in internationalen Teams durchgeführt. Dafür
benötigen die Teammitglieder neben Sprachkompetenzen auch die Fähigkeit zur Teamarbeit und
Fingerspitzengefühl im Umgang mit internationalen Mitarbeitern.
Hersteller möchten bei Bewerbern eine ausgeprägte Kundenorientierung und unternehmerisches Denken sehen. Die Arbeitgeber legen bei der
Mitarbeiterauswahl großen Wert auf persönliche
Faktoren und versuchen verstärkt, auch Ingenieurinnen zu gewinnen.
Neben verschiedenen – auch internationalen –
Trainee-Programmen bieten alle großen Hersteller
den Direkteinstieg an. Die Trainee-Programme dauern meist zwischen zwölf und 16 Monaten und sind
so flexibel gestaltet, dass individuelle Wünsche und
Interessen der Teilnehmer berücksichtigt werden.
Wer sich rechtzeitig informiert und im Gespräch
auch aktiv nachfragt, zeigt gleichzeitig sein besonderes Interesse am Unternehmen und an der Branche.
Mehr im Netz
Der Verband der Automobilindustrie (VDA) berichtet
unter vda.de über die Branche. Der Verband der internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) ist unter
vdik.de zu finden. Das Institut für Automobilwirtschaft (IFA) hat seinen Webauftritt unter ifa-info.de.
Unabhängig recherchierte
Insider-Infos über Arbeitsklima, Gehalt und Bewerbung
Arbeitgeber
bei Automobilherstellern
wie Audi, BMW, Daimler,
Porsche oder VW stehen in den Arbeitgeber-Checks auf
staufenbiel.de/arbeitgeber-check.
Tipps zu Gehältern, Bewerbung
und Berufsfeldern gibt es im
Schwerpunkt „Automotive“ auf
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Fürs Baujahr 2015 erwartet der Zentralverband
Deutsches Baugewerbe (ZDB) ein Umsatzplus von
zwei Prozent auf 101 Milliarden Euro. Damit wird
die 100-Milliarden-Euro-Marke erstmals seit dem
Jahr 2000 wieder überschritten.
Zwar wurden von Januar bis Oktober 2014 rund
drei Prozent weniger Ein- und Zweifamilienhäusern genehmigt, dafür legte aber der Geschosswohnungsbau zu. Das Genehmigungsplus lag hier bei
zehn Prozent.
Einmal mehr wird sich auch 2015 der Wohnungsbau unter den Bausparten am besten entwickeln. Allerdings: Die Wachstumsdynamik
schwächt sich ab. Der Verband geht von einem
Plus von drei Prozent aus. Das deutlichste Genehmigungsplus verzeichneten im Vorjahr die Fabrikund Werkstattgebäude mit 15 Prozent. Schwach
entwickelt haben sich aber die Dienstleistungsbereiche. Für Handels- und Lagergebäude gab es bei
den Baugenehmigungen nur eine Stagnation, bei
Bürogebäuden sogar einen zweistelligen Rückgang.
Jeder Beschäftigte im Bauhauptgewerbe erwirtschaftete 2014 im Schnitt rund 130 000 Euro. In der
Branche arbeiten knapp 760 000 Beschäftigte. Die
Unternehmen sagen insgesamt, dass es schwieriger
wird, Fachkräfte für die Branche zu gewinnen.
Fernab der konjunkturellen Entwicklung setzt
sich der Trend fort, dass sich die Unternehmen
immer mehr zu Dienstleistern wandeln. Konzerne
wie Bilfinger, Hochtief oder Strabag haben es vorgemacht, große Mittelständler ziehen nach. Sie bieten
mehr Dienstleistungen rund um zu bauende und
bestehende Gebäude an. Das reicht vom Facility
Management bis zur Wartung von Kraftwerken und
Industrieanlagen. Für diese Dienstleistungen schließen die Unternehmen häufig langfristige Verträge
ab. Damit sind sie weniger konjunkturanfällig als
das eigentliche Baugeschäft.
TOPFACTS
Einstiegsgehälter für Ingenieure
in der Baubranche
Quelle: Personalmarkt-Gehalt.de 2015
Q1
Median
Q2
Im Baugewerbe wird
erstmals seit dem Jahr
36 190 Euro
2000 die 100-MilliardenEuro-Umsatzmarke
43 980 Euro
wieder überschritten
48 592 Euro
JOBS
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58
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
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Bauindustrie/Bauwirtschaft
100
MRD.
Jobs in der
Baubranche unter
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Wir unterscheiden über 60 Hallenkonzepte. Aber wir kennen nur eine
Form von Respekt.
Keine Frage: Vielfalt ist unsere Welt – beim Konzipieren,
Bauen und Betreuen von Immobilien. Aber was zählt
Vielfalt ohne Menschlichkeit? Genau, nicht viel. Deshalb
gilt uns Respekt als wesentliche Maxime. Wir bringen ihn
unseren Kunden entgegen. Und wir leben ihn im Umgang
mit unseren Mitarbeitern. Ohne Wenn und Aber. So stärken wir eine Unternehmenskultur, die überall und jederzeit
auf persönliche Anerkennung setzt.
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Einstiegsbranchen: Bauindustrie/Bauwirtschaft
Einstieg & Perspektiven
Vieles spricht dafür, dass der Ingenieurnachwuchs
in der Bauindustrie in den kommenden Jahren gute
Einstiegschancen hat. Denn immer mehr Mitarbeiter
gehen in Rente, sodass der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) von einem kontinuierlichen
Ingenieurbedarf ausgeht. Der Verband glaubt, dass
das Angebot die Nachfrage nicht immer decken kann.
Ein Lichtblick für die Branche: Die Zahl der Studienanfänger und Absolventen liegt auf höherem Niveau
als in den vergangenen Jahren. Ingenieure des
Bauingenieur- und Vermessungswesens sind häufig
in Bauunternehmen, Ingenieur- und Architekturbüros,
im öffentlichen Dienst, in der Baustoffindustrie und in
Bauabteilungen anderer Branchen tätig.
Kleinere Bauunternehmen und Ingenieurbüros
spezialisieren sich häufig auf Teilbereiche der Bauwirtschaft, etwa energetische Sanierungen, Einzelhandelsimmobilien, hochwertigen Wohnraum
oder Bürogebäude.
Bauingenieure bauen aber nicht nur Wohnhäuser, Büros, Hotels oder Einkaufscenter. Sie planen
Straßen und Brücken, bauen Staudämme, Flughäfen und Kraftwerke. Gerade bei Großprojekten
sind deutsche Ingenieure und Unternehmen international stark gefragt.
Bauingenieure konnten im Inland von günstigen Zinsen für private Hausbauten und Investitionen von Unternehmen profitieren. So steigt die
Nachfrage nach Experten im Bau seit 2003 an.
Knapp 8 000 offene Jobs wurden 2012 (letztverfügbare Zahlen der Arbeitsagentur) gemeldet, vier
Prozent mehr als im Vorjahr. Die Stellenzugänge
für Bauexperten blieben „auf hohem Niveau“, so
die Arbeitsagentur.
ten sehr wichtig ist, müssen Ingenieure einen kühlen Kopf bewahren. Wer schnell wichtige Schritte
erkennt und richtige Prioritäten setzen kann,
erfüllt wichtige Kriterien.
Auch der Einsatz von IT – etwa Rechenprogramme zur Statikberechnung über CAD, betriebswirtschaftliche Programme zur Bauabrechnung
und die IT-Unterstützung von Projektplanungsaufgaben – ist im Bauwesen Standard. Immer häufiger
benötigen Betriebe aber auch Bauingenieure mit
wirtschaftswissenschaftlichem Know-how. Denn
Unternehmen wollen heute über ein zweites Standbein in der Finanzierung von Bauvorhaben und
Betreibermodellen verfügen. Außerdem wird der
Beratungs- und Dienstleistungsbedarf der Kunden bei den langfristigen Kosten einer Immobilie
immer größer.
Bei den Investment-, Fonds- und Managementgesellschaften der Immobilienwirtschaft sind ebenfalls Ingenieure und Architekten gefragt. Da hier
weniger die technischen Aspekte im Vordergrund
stehen, gibt es überwiegend Jobs für Wirtschaftswissenschaftler oder Ingenieure mit entsprechenden Zusatzqualifikationen.
Mehr im Netz
Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie
(HDB) ist unter bauindustrie.de zu finden. Der
Zentralverband Deutsches Baugewerbe informiert auf
zdb.de über die mittelständische Bauwirtschaft. Die
Bundesvereinigung Bauwirtschaft hat ihre Seite unter
bv-bauwirtschaft.de. Infos zum Facility Management
gibt der Deutsche Verband für Facility Management
unter gefma.de. Die Bundesvereinigung Spitzenverbände der Immobilienwirtschaft ist unter bsi-web.de
zu finden.
Anforderungen
In der Baubranche wird in Projektteams gearbeitet. So erwarten Unternehmen auch von Einsteigern gutes technisches Fachwissen, Kooperationsund Kommunikationsfähigkeit. Punkten können
Bewerber mit Sprachkenntnissen und Auslandserfahrung. Mobilität wird häufig vorausgesetzt. Da
die Einhaltung von Terminplänen bei Bauprojek-
60
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
Unabhängig recherchierte
Insider-Infos über Arbeitsklima, Gehalt und Bewerbung
Arbeitgeber
bei Baukonzernen wie Bilfinger
oder Hochtief stehen in den
Arbeitgeber-Checks auf staufenbiel.de/arbeitgeber-check.
staufenbiel.de
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Die Chemie ist Innovationsmotor und Schlüsselindustrie zugleich. Ob im Auto, in der Hautcreme
oder im Putzmittel – überall steckt Chemie drin.
Durch ihre breite Aufstellung unterhält die chemische Industrie Lieferbeziehungen mit nahezu allen
anderen Branchen. Die Produkte lassen sich unterteilen in Basischemikalien – Ausgangsmaterial für
Industrieerzeugnisse –, Spezialchemikalien wie Farben und Lacke, Pflanzenschutzmittel, Spezialkunststoffe, Konsumchemikalien und Pharmazeutika.
Trotz leicht steigender Umsätze ist die Branche
im Geschäftsjahr 2014 unter ihren Erwartungen
geblieben. Bei leicht steigender Nachfrage nach
chemischen Erzeugnissen legten Produktion und
Umsatz nur um 1,5 Prozent zu. Insgesamt setzte die
Branche 2014 über 193 Milliarden Euro um und
beschäftigt rund 444 500 Mitarbeiter. Im Vergleich
zum Vorjahr ist die Beschäftigtenzahl um rund 1,5
Prozent gestiegen.
Beschäftigte in der chemischpharmazeutischen Industrie
Quelle: Arbeitgeberverband Chemie/Verband der Chemischen Industrie 2015
2010
414 766
2011
428 650
2012
434 312
2013
437 952
2014
444 500
62
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
Der Verband der Chemischen Industrie (VCI)
rechnet damit, dass sich die Stabilisierung in der
Branche 2015 fortsetzt. „Für das deutsche Chemiegeschäft wird es moderat aufwärts gehen“, sagte
VCI-Präsident Marijn Dekkers über die Erwartungen der Branche. „Im Inland können wir auf die
stabile Nachfrage von Industriekunden vertrauen.
Im wichtigsten Auslandsmarkt Europa zieht die
Nachfrage weiter an. Das Geschäft mit den USA
läuft sehr gut. Damit dürften die Chemieausfuhren
weiter zulegen. Allerdings bleiben die Wachstumsraten mäßig“, so Dekkers.
Die Branche rechnet 2015 mit einem Zuwachs
der Chemieproduktion von 1,5 Prozent. Bei leicht
sinkenden Erzeugerpreisen könnte der Umsatz der
Unternehmen auf 196 Milliarden Euro steigen.
Dabei setzt der Chemieverband darauf, dass das
Geschäft mit Auslandskunden etwas stärker wächst
als im Inland.
18
PROZENT
JOBS
Trainee
© mmmx – shutterstock.de
Chemische Industrie
TOPFACTS
Die Akademikerquote
in der Chemiebranche
soll bis 2030 auf
18 Prozent steigen.
Jobs in der
Chemiebranche unter
staufenbiel.de/
ingenieure/jobs
staufenbiel.de
Einstiegsbranchen: Chemische Industrie
Die Chemieunternehmen haben laut VCI erneut
über 4 000 Arbeitsplätze geschaffen. Und die Branche hatte 2014 auch ihre Mittel für Sachanlagen
aufgestockt. Sie investierte im Inland mit gut sieben
Milliarden Euro zwei Prozent mehr als im Vorjahr.
Die Hälfte davon entfiel auf Erweiterung der Produktionskapazitäten.
Bei rückläufigen Preisen konnte die Chemie
ihren Gesamtumsatz nur leicht ausweiten: Mit rund
193 Milliarden Euro lag der Umsatz etwa 1,5 Prozent höher als im Vorjahr. Der Inlandsumsatz stieg
um zwei Prozent auf knapp 78 Milliarden Euro.
Der Auslandsumsatz wuchs nur um ein Prozent
auf rund 116 Milliarden Euro. Dabei konnte das
Geschäft mit den NAFTA-Staaten (USA, Kanada,
Mexiko) ausgeweitet werden. Besonders der Handel mit Pharmazeutika lieferte positive Impulse.
Die Ausfuhren in europäische Staaten konnten nur
leicht zulegen. Aber es gab hier auch Minus-Wachstum: In die Region Russland-Ukraine waren die
Chemie- und Pharmaexporte stark rückläufig. In
die beiden Länder gehen aber nur rund vier Prozent der gesamten deutschen Chemie-Exporte. Die
Auswirkungen auf die deutsche Chemie hielten
sich dadurch in Grenzen.
Gerade die mittelständischen Chemiefirmen
sind eine tragende Säule der Branche. Sie stellen
über ein Drittel der Arbeitsplätze und erwirtschaften rund 30 Prozent des deutschen Chemieumsatzes. Insgesamt zählen mehr als 90 Prozent der rund
2 000 Chemiebetriebe hierzulande zum Mittelstand. Eine so ausgeprägte mittelständische Unternehmenskultur besitzt keine andere „Chemienation“ auf der Welt.
Pharmaindustrie zu den Branchen, die am stärksten
von technologischen und gesellschaftlichen Veränderungen profitiert und gute Wachstumsperspektiven
hat. Das macht die Branche zu einem globalen und
innovativen Arbeitsfeld.
Biotechnologie
In der chemischen Industrie gibt es zahlreiche Jobs
für Naturwissenschaftler und Ingenieure. Gerade
die Biotechnologie ist stark automatisiert. Deshalb
arbeiten hier Ingenieure vorwiegend in den verfahrenstechnischen Bereichen. Es kommt auf Qualifikationen im Umweltschutz, in der Bio- und Nanotechnologie an. Die Nachfrage nach Ingenieuren,
die sich an den Schnittstellen zwischen Verfahrenstechnik, Maschinenbau, Bioinformatik, Biologie
und Prozessdatenverarbeitung bewegen können,
bleibt relativ stabil und kann noch wachsen – je
nachdem, wie die Innovationen der Biotechs vom
Markt angenommen werden.
Die chemische Industrie zählt zu den forschungsintensivsten Branchen der gesamten Wirtschaft. Neue Erkenntnisse aus Pharmazie, Chemie,
Medizin und Biowissenschaften werden in neue
Produkte umgesetzt. In der pharmazeutischen
Industrie sind die Rahmenbedingungen für Innovationen besonders vielfältig und komplex. Dazu
zählen Fragen der Finanzierung von Aufwendungen in der Fertigung und Entwicklung, die regulatorischen Anforderungen an die pharmazeutische
Entwicklung, Fragen des gewerblichen Rechtsschutzes und die Rahmenbedingungen für die
Refinanzierung der Forschungsaufwendungen am
Markt.
Pharmaindustrie
Verfahrenstechnik
Der Pharmabereich hat großes Innovationspotenzial.
Da die Nachfrage etwa nach Pflanzenextrakten kontinuierlich steigt, muss die Technik zur Gewinnung
der Wirkstoffe immer auf dem neuesten Stand sein.
Das ist eine Herausforderung nicht nur für Biologen,
Chemiker und Pharmazeuten, sondern auch für
Ingenieure. Zur Herstellung medizinischer Produkte
sind Pharmaunternehmen auf komplexe Maschinen
angewiesen. Neben der Medizin-, Mess-, Steuer- und
Regeltechnik oder dem Maschinenbau zählt die
Die Entwicklungen in der Energiebranche stellen auch
die Chemiebranche vor die Aufgabe, ihre Produktionsabläufe weiter zu modernisieren. Weniger CO2-Emission und verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien
lauten die Herausforderungen. Die Produkte werden
komplexer und müssen neuen Ansprüchen genügen.
Innovative Batteriematerialien etwa sollen optimale
Lade- und Entladezyklen gewährleisten. Flexible Anlagen, die leicht umzubauen sind, sollen unterschiedliche Produkte herstellen können. Die Nanotechnologie
staufenbiel.de
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
63
Einstiegsbranchen: Chemische Industrie
gewinnt an Bedeutung und die Nutzung pflanzlicher
Fasern wächst. Verfahrensingenieuren bietet sich
hier ein breites Forschungs- und Arbeitsfeld.
Anforderungen
Ingenieure mit einem Abschluss in Verfahrenstechnik, Chemieingenieurwesen, Maschinenbau oder
Elektrotechnik haben verschiedene Einstiegschancen. Je nach Unternehmensschwerpunkt sind auch
Mechatroniker, Pharma-, Kunststoff- und Werkstofftechniker gefragt. Die gewünschten Zusatzqualifikationen hängen vom konkreten Einsatzbereich der Ingenieure ab. In produktionsnahen Positionen sind oft Kenntnisse in Prozesstechnologie,
Projektmanagement und Instandhaltung wichtig.
Mittel- und langfristig wird der Industriezweig für
Ingenieure eine größere Bedeutung bekommen.
Einstieg & Perspektiven
Die meisten Absolventen in der Branche sind Chemiker, Biologen und Mediziner. Ingenieure suchen
die Unternehmen besonders für die verfahrenstechnischen Bereiche. Nachwuchsingenieure erhalten
beim Start in den Fachabteilungen oder in Schulungsprogrammen ihre Einarbeitung. Die Programme
bestehen aus On- und Off-the-Job-Elementen und
sind häufig individuell abgestimmt.
Meist rekrutieren die Unternehmen für ihre
Führungspositionen aus den eigenen Reihen und
fördern Nachwuchskräfte mit Trainee-Programmen.
Insgesamt gibt es einen Trend zum Abbau von
Hierarchiestufen. Bis heute wurde eine Reihe von
Rationalisierungs- und Restrukturierungsmaßnahmen durchgeführt – und es werden in der Branche
nicht die letzten sein.
Die Qualitätssicherung der Produktionsabläufe
spielt eine große Rolle. So können Bewerber punkten,
die etwa über Kenntnisse in Good Manufacturing
Practice (GMP) verfügen. Ingenieure sollten eine
hohe Praxis- und Kundenorientierung und Interesse
an betriebs- und naturwissenschaftlichen Fragen
mitbringen. Unternehmen setzen interdisziplinäre
Teams zur Lösung spezieller Probleme ein. Denn die
Aufgaben in Forschung, Entwicklung, Produktion und
Vertrieb werden immer komplexer. Daher stoßen Ingenieure beim Einstieg verstärkt auch auf Mitbewerber
anderer Fachrichtungen.
64
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
Generell sollten Kandidaten über verfahrenstechnische Kenntnisse verfügen. Interkulturelle Kompetenz, Teamfähigkeit und Eigeninitiative gehören
zu den gewünschten Skills. Vor allem große Arbeitgeber bevorzugen Absolventen und Young Professionals, die in der Branche Erfahrungen als Praktikant oder Werkstudent gesammelt haben.
Bewerber, die im Ausland studiert oder dort ein
Praktikum absolviert haben, sind in der globalen
Branche gern gesehen. Wegen der starken Exportorientierung gelten auch in der Chemiebranche
gute Sprachkenntnisse als Voraussetzung für
Top-Karrieren.
Der
Bundesarbeitgeberverband
Chemie
(BAVC) und der Führungskräfteverband Chemie
VAA handeln jährlich die in der Chemie geltenden
Mindestjahresbezüge für akademisch ausgebildete
technische und naturwissenschaftliche Angestellte
neu aus. Für 2015 betragen die tariflichen Mindestjahresbezüge im zweiten Beschäftigungsjahr
demnach für diplomierte Angestellte 60 900 Euro,
für Angestellte mit Promotion 71 000 Euro. Für das
erste Jahr der Beschäftigung können die Bezüge wie
bisher zwischen Angestellten und Arbeitgeber frei
vereinbart werden.
Mehr im Netz
Der Bundesarbeitgeberverband Chemie (BVAC) stellt
Infos unter bavc.de bereit. Branchen-Infos bietet der
Verband der Chemischen Industrie (VCI) unter vci.de.
Der Verband angestellter Akademiker und leitender
Angestellter der chemischen Industrie (VAA) ist unter
vaa.de zu erreichen. Weitere Infos geben der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) unter
bpi.de und der Verband Forschender Arzneimittelhersteller (VFA) unter vfa.de. Unter gdch.de präsentiert
der Verband deutscher Chemiker seine Infos zur
Karriere in der chemischen Industrie.
Unabhängig recherchierte
Insider-Infos über Arbeitsklima, Gehalt und Bewerbung
Arbeitgeber
bei Chemieunternehmen
wie Bayer, BASF oder Sanofi
stehen in den Arbeitgeber-Checks auf staufenbiel.de/
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Wachstum – das ist eine der starken Triebfedern
der Consultingbranche. Der Branchenumsatz legte
bis Anfang 2015 auf 25,2 (Vorjahr: 23,7) Milliarden
Euro zu. Damit wurde zum fünften Mal in Folge
ein Plus erzielt. Der Gesamtumsatz stieg 2014 um
6,4 Prozent.
Profitiert vom Wachstum der Beraterbranche
haben Unternehmen aller Größen. Die Spanne
ist allerdings sehr unterschiedlich und liegt zwischen fünf und knapp zehn Prozent. Die höchsten
Wachstumsraten erzielten die mittelgroßen Beratungsunternehmen mit 2,5 bis fünf Millionen Euro
Umsatz. Dort liegt das Plus bei 9,6 Prozent. Das
geringste Wachstum haben die großen Player mit
mehr als 45 Millionen Euro und die ganz kleinen
Unternehmensberatungen mit weniger als 250 000
Euro Umsatz im Jahr.
„Die digitale Vernetzung verändert Unternehmen in Industrie und Wirtschaft grundlegend“,
erklärt Hans-Werner Wurzel, Präsident des Bundesverbands Deutscher Unternehmensberater
(BDU) zum Wandel von Industrie und Beraterbranche. „Betroffen sind sowohl Prozesse, Organisationsstrukturen, Mitarbeiterentwicklung als auch
Geschäftsmodelle. Unternehmensberater unterstützen Kunden dabei, die notwendigen Anpassungen durchzuführen und neue Möglichkeiten
zu erkennen und zu nutzen. Parallel treiben die
Consultants bei den digitalen Anforderungen auch
Veränderungen in den eigenen Firmen voran“, so
Wurzel, der auch im Management Board des Beratungsunternehmens Bearing Point sitzt.
Traditionell konzentriert sich der Großteil der
Headquarter in der Beraterbranche auf wenige
Bundesländer – dort sind auch die meisten Einstiegsjobs zu finden. Mit 27 und gut 17 Prozent entfallen die höchsten Anteile auf NRW und Bayern.
Es folgen Baden-Württemberg und Hessen.
Gefragte Absolventen bei Consultingunternehmen
66
44 %
15 %
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
Sozial- & Geisteswissenschaftler
Ingenieure
22 %
Juristen
Wirtschaftswissenschaftler
22 %
52 %
Naturwissenschaftler
�� �� ��
�� �� ��
78 %
Informatiker
Quelle: Staufenbiel JobTrends Deutschland 2015 (Mehrfachnennung möglich)
© pressmaster – shutterstock.de
Consulting
TOPFACTS
100 000
Die Zahl
der Unternehmensberater
in Deutschland liegt mittlerweile bei rund 100 000.
staufenbiel.de
Einstiegsbranchen: Consulting
Zwei Gründe sind dafür verantwortlich. Erstens: Development & Innovation und Marketing- und
Der Großteil der Auftraggeber der Consultants Vertriebsstrategie die höchsten Zuwachsraten.
hat ihren Unternehmenssitz in den Regionen mit
Für das Gesamtjahr 2015 erwarten die Unterstarker Industrieproduktion und mit Schwerpunkt nehmensberater eine weiter verbesserte Geschäftsin der Finanzbranche. Zweitens: Eine möglichst entwicklung. Während die Umsatzprognose im
optimale Infrastruktur sowie ein
INGENIEURE SIND IN BERATUNGEN GERNE
attraktives Arbeits- und WohnumGESEHEN, WEIL SIE ANALYTISCH DENKEN
feld sind wichtige Faktoren bei der
Mitarbeitergewinnung – und damit UND LÖSUNGSORIENTIERT HANDELN
von zentraler Bedeutung für die
Vorjahr bei plus 5,5 Prozent lag, liegt sie für 2015
Beraterfirmen.
Frankfurt, Köln, München, Düsseldorf, Wiesba- bei 7,4 Prozent. Drei Viertel der Consultants gehen
den und Stuttgart sind zu Hochburgen der Consul- von einer Umsatzsteigerung aus. Bei den Beratingbranche geworden. Die Standort-Vorteile die- tungsfeldern werden die kräftigsten Wachstumsser Metropolen nehmen sogar noch zu. Außerdem impulse in der IT-Beratung und in der Strategiehat Berlin an Attraktivität für die Consultants beratung erwartet.
gewonnen und werde (so der BDU) absehbar, zum
Einstieg & Perspektiven
Beispiel durch eine verbesserte (Flug)-Infrastruktur, weiter punkten können – wenn der neue FlugIn renommierten internationalen Unternehmensberatungen durchlaufen Absolventen einen relativ festgehafen BER irgendwann dann doch fertig wird.
legten Karriereweg. Sie starten als Junior Consultant
Bedingt durch die gute Branchenkonjunktur
mit dem Ziel, später Senior Consultant, Projektleiter
wollen viele Consultingfirmen bei der Mitarbeiteroder Manager und anschließend Partner zu werden.
zahl wachsen. „Die Suche nach Beratertalenten läuft
Viele Beratungskarrieren sehen vor, dass Mitarbeidaher ungebremst“, so der BDU in seinem Jahresreter regelmäßig in eine höhere Hierarchie-Ebene
port. Insgesamt überwiegt die Zahl der Consultingaufsteigen. Dieser Erfolgsdruck wird in der Branche
unternehmen, die mehr Mitarbeiter eingestellt als
mit knappen Formeln wie „Up or out“ oder „Grow or
abgebaut haben. Allerdings: Der Anteil der Frauen
go“ beschrieben. Wer sich nicht weiterentwickelt,
hat schlechte Karten. Regelmäßige Beurteilungen
im Consulting hat sich im Vergleich der Jahre 2012
entscheiden über Auf- oder Ausstieg eines Beraters.
bis 2014 und auf den unterschiedlichen HierarchieEinsteiger ins Consulting erhalten spezielle
stufen „nicht gravierend verändert“, stellt der BDU
Trainings, in denen sie die Berater-Skills erlernen,
nüchtern fest.
Ingenieure außerdem betriebswirtschaftliches KnowIm Jahr 2014 entfiel knapp ein Viertel des
how. Techniker sind in Beratungen gerne gesehen,
Umsatzes auf die Strategieberatung. Damit konnten
weil sie analytisch denken und lösungsorientiert
die Berater mit Strategieprojekten 6,25 Milliarden
handeln. Deshalb veranstalten große Arbeitgeber wie
McKinsey, Roland Berger oder Boston Consulting oft
Euro erwirtschaften (2013: 5,83 Milliarden Euro).
auch spezielle Recruiting-Workshops für IngenieurDer Anteil der Organisations- und Prozessberaabsolventen. Häufig sind die Techniker Bindeglied
tung sank leicht auf 43,4 Prozent. Der Anteil der
zwischen den Prozessfachleuten auf Kundenseite
IT-Beratung verzeichnete 2014 mit 21,4 Prozent
und dem Berater-Team.
einen leichten Aufwärtstrend am Gesamtumsatz.
Erfolgreiche Consultants haben auch bei
In der Organisations- und Prozessberatung entKundenunternehmen oft gute Einstiegschancen in
fällt mehr als die Hälfte des Umsatzes auf Projekte,
Top-Positionen. Nicht selten werden sie direkt aus
dem Beraterjob abgeworben. Auch aus dem Inhouse
bei denen sich Kunden durch die UnternehmensConsulting setzen erfahrene Berater ihre Karriere
berater bei Projektmanagement oder Prozessoptifort – entweder im eigenen Konzern oder bei einem
mierung unterstützen lassen. In der StrategieberaKundenunternehmen.
tung verzeichneten die Beratungsthemen Business
staufenbiel.de
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
67
Einstiegsbranchen: Consulting
Vermehrt sind Berater mit erster Berufs- und Branchenerfahrung gefragt. Häufig werden Consultants
gesucht, die in einem Bereich Expertenwissen
mitbringen. Auch erstklassig ausgebildete Absolventen können weiterhin mit guten Einstiegschancen rechnen. Ingenieure mit einem Abschluss in
Maschinenbau, Elektrotechnik oder Wirtschaftsinformatik haben gute Chancen auf einen Beraterjob. Gefragt sind bei Beraterfirmen oft auch
Wirtschaftsingenieure, weil sie sich mit Technik
und Ökonomie in ihrem Studium von Beginn an
beschäftigt haben.
Die großen Gesellschaften rekrutieren kontinuierlich Absolventen. Darunter sind besonders
Ingenieure, Betriebswirte und Wirtschaftsingenieure mit Prädikatsexamen, erster Berufserfahrung, Promotion oder MBA gefragt. Grundsätzlich
haben auch Top-Absolventen anderer Fakultäten
und Bachelor-Absolventen Einstiegschancen im
Consulting. Voraussetzung ist, dass sie sich in
gefragten Bereichen mit dem Master weiterbilden.
Gute Karten hat, wer im Studium Praktika und
erste Beratungsprojekte gemeistert hat.
Anforderungen
Gern gesehen sind Bewerber mit überdurchschnittlichen Noten, praktischer Erfahrung, analytischer Denk- und Arbeitsweise sowie Teamgeist
– denn Beratungsprojekte finden immer in Teams
statt. Sehr gute Englischkenntnisse sind ein Muss,
weitere Fremdsprachen bringen Vorteile.
An vielen Hochschulen haben sich studentische
Unternehmensberatungen etabliert. Die von Studenten organisierten Consultingfirmen ermöglichen es engagierten Studenten und Absolventen, ihr
theoretisches Wissen praxisnah anzuwenden. Viele
der klassischen Beratungsbereiche wie Strategieoder Prozessberatung werden von ihnen abgedeckt.
Absolventen, die zum Abschluss ihres Studiums
die projektbezogene Mitarbeit in einer studentischen Unternehmensberatung vorweisen können,
sind bei Consultingunternehmen besonders gern
gesehen. Denn sie haben gezeigt, dass sie ihr theoretisches Wissen auch in der Praxis anwenden
können.
68
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
Eine hohe Arbeitsbelastung bekommen auch Einsteiger zu spüren. Eine 60-Stunden-Woche und
ein Leben aus dem Koffer können in bestimmten
Projektzeiten der Normalfall für Berater sein. Die
Tendenz zu einer besseren Work-Life-Balance wird
aber auch in dieser Branche stärker. Dennoch: Wer
als Consultant Karriere machen möchte, wird das
nur mit besonderer Einsatzbereitschaft und entsprechender Performance schaffen. Bei internationalen Consultingfirmen sind die Auswahlverfahren äußerst aufwendig. Eine Einstellung erfolgt
meist erst nach mehreren Interviewrunden.
Eine Alternative zur Karriere in der klassischen
Beratungsgesellschaft kann die interne Unternehmensberatung sein. Internationale Konzerne haben
ihre Inhouse-Consulting-Einheiten auf- und ausgebaut. Der Vorteil für die Industrieunternehmen
liegt in teils geringeren Kosten und kürzeren Einarbeitungszeiten. Und schließlich gilt das Inhouse
Consulting als Kaderschmiede für künftige Führungskräfte.
Mehr im Netz
Der Bundesverband Deutscher Unternehmensberater
(BDU) informiert unter bdu.de über die Branche.
Über die Mitarbeit in studentischen Unternehmensberatungen informieren der Bundesverband Deutscher
Studentischer Unternehmensberatungen (BDSU)
unter bdsu.de, und das Junior Consultant Network
(JC Network) unter jcnetwork.de.
Tipps zu Gehältern, Bewerbung
und Beratungsfeldern gibt es
unter staufenbiel.de/consulting.
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Insider-Informationen
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Arbeitgeber
und Bewerbung bei
klassischen oder technischen
Beratungsunternehmen wie McKinsey, Boston Consulting
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Mehr dazu in:
Renate Henning „Die Ego-Falle.
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Ob Aufzug, Lampensysteme oder elektrische
Zahnbürste – Elektrotechnik begegnet uns überall im Alltag. Sie ist Schlüsseltechnologie und für
viele andere Branchen – wie Medizintechnik, Automobilindustrie oder Informationstechnik – unverzichtbar. Die Elektrotechnik spielt auch bei der
Energiewende eine zentrale Rolle. Innovationen
wie E-Mobilität, Smart Grids und Embedded Systems sollen helfen, effizient Energie zu sparen.
Der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) geht 2015 von einem Produktionsplus von 1,5 Prozent aus. Die Exporte der
deutschen Elektroindustrie entwickeln sich weiter
dynamisch. Knapp zwei Drittel der Elektrotechnik- und Elektronikfirmen erwarten für 2015 ein
Umsatzwachstum von bis zu zwei Prozent, 41 Prozent der Unternehmen gehen sogar von höherem
Wachstum aus. Industrie 4.0 und Cybersicherheit
sind auch Umsatztreiber.
Mit einem „insgesamt zufriedenstellenden Ergebnis“ hat die Branche laut ZVEI das vergangene Jahr
abgeschlossen. Die Produktion lag 2,6 Prozent im
Plus. Der Umsatz wuchs um knapp drei Prozent
auf 172 Milliarden Euro. Mit 844 000 Mitarbeitern
lag die Zahl der Inlandsbeschäftigten um gut 6 000
höher als ein Jahr zuvor.
Die Exporte der deutschen Elektroindustrie
erreichten 2014 einen Rekordwert. Sie stiegen um
fünf Prozent auf 165,5 Milliarden Euro. „Erstmals
wurde die 160-Milliarden-Euro-Marke überschritten“, so ZVEI-Chefvolkswirt Andreas Gontermann.
Insgesamt fanden sich 2014 unter den zehn größten Abnehmern der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie nur ein asiatisches und ein amerikanisches Land. Alle übrigen kommen nach wie vor
aus Europa.
Die einzelnen Bereiche der Elektroindustrie
lassen sich kaum noch voneinander trennen. Die
TOPFACTS
Die deutsche Elektroindustrie in Zahlen
Umsatzerwartung 2015
15,2
174,5
Investitionen
F&E 2014
Quelle: Zentralverband Elektrotechnik und Elektronikindustrie (ZVEI) 2015
Mitarbeiter 2014
844 000
172
MRD. EURO
MRD. EURO
Umsatz 2014
70
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
© kalabi_yau – shutterstock.de
Elektroindustrie
Patente 2014
14 000
MRD. EURO
165,5
MRD. EURO
Exporte 2014
JOBS
Trainee
Jobs in der Elektroindustrie
unter staufenbiel.de/
ingenieure/jobs
staufenbiel.de
Einstiegsbranchen: Elektroindustrie
Informations- und Kommunikationstechnik etwa
verschmilzt immer mehr mit Bereichen wie Unterhaltungselektronik und Multimedia. Hier entstehen ständig neue Trends und Technologien.
Eine Herausforderung für die Branche ist das
Thema Industrie 4.0. Sie kommt bis spätestens
2025. Davon sind laut VDE-Trendreport 2015 –
einer Umfrage unter den Mitgliedsunternehmen
und Hochschulen beim Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik – fast drei
Viertel überzeugt. Noch mehr erwarten allerdings,
dass sich der internationale Wettbewerb um die
Technologieführerschaft in der Produktion der
Zukunft verschärfen wird und Deutschland aufpassen muss, angesichts der US-Dominanz bei
technischer Software und Internet-Plattformen im
Innovationswettlauf nicht zurückzufallen. Jeder
zweite glaubt, dass Deutschland noch zu wenig
in die Erforschung und Entwicklung von CyberPhysical Systems investiert.
Die größten Treiber von Industrie 4.0, der
Vernetzung von Produktsystemen und Produkten
auf Basis von Cyber-Physical Systems im Internet
der Dinge, sind Vorteile wie größere Flexibilität
(56 Prozent der Befragten), optimierte Prozesse
(47 Prozent), individualisierte Produkte (45 Prozent), schnellere Realisierung neuer Produkte und
Kosteneinsparungen (45 Prozent) sowie bessere
Ressourceneffizienz (39 Prozent).
Die Innovationschancen werden vor allem
vom hohen Ausbildungsniveau (60 Prozent) und
vom Systemdenken von Ingenieuren (52 Prozent)
gestärkt. Ein großes Innovationshemmnis ist der
Mangel an qualifiziertem Personal: Jeder zweite
in der Umfrage sagt das. Zugespitzt bleibt also die
Fachkräftesituation: 93 Prozent erwarten, dass sich
der internationale Wettbewerb um Fachkräfte der
Elektro- und Informationstechnik weiter verschärfen wird. Fast ebenso viele bestätigen, dass Elektroingenieure gute Jobchancen haben. In jedem zweiten der befragten Unternehmen und Hochschulen
gibt es Förderprogramme für Ingenieurinnen und
Wissenschaftlerinnen.
Ingenieurinnen erwarten auf ihrem Karriereweg echte Unterstützung vom Arbeitgeber. Drei
staufenbiel.de
Viertel der in der VDE-Studie „Karriere von
Frauen in der Elektro- und Informationstechnik“
von 2014 befragten Ingenieurinnen stufen diesen
Aspekt als besonders wichtig und karrierefördernd
ein. Immerhin 40 Prozent der Ingeneurinnen klagten über fehlende Förderung im Job.
Obwohl sie insgesamt zufrieden sind, sehen
die Ingenieurinnen auf dem Weg an die Spitze
immer noch Hürden – darüber klagen zwei Drittel
von ihnen. Sie wünschen sich weniger Vorurteile
gegenüber Frauen in technischen Branchen, erwarten mehr Durchlässigkeit im (Karriere-)System
und hoffen auf mehr Kolleginnen.
Industrie 4.0
Die intelligente Vernetzung von Maschinen, Anlagen
und Produktionsprozessen ist ein zentrales Thema
der Branche. „Durch Beherrschung kostengünstiger, zuverlässiger, komplexer, echtzeitfähiger
und umfassend vernetzter Systeme kann sich die
Elektroindustrie einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil verschaffen“, so der Elektrotechnikverband
ZVEI. Durch den Einsatz vernetzter eingebetteter
Systeme (Cyber-Physical Systems) werden Alltagsgegenstände mit intelligenten Steuerungsprozessen
im Internet der Dinge und Dienste verknüpft. Dank
Industrie 4.0 können Abläufe in Echtzeit verfolgt
werden. Sämtliche Akteure einer Produktion sind
untereinander vernetzt und können miteinander
kommunizieren. So werden auch Optimierungspotenziale früh(er) erkannt. Dabei können neue Produktionsmethoden und Wertschöpfungsnetzwerke
entwickelt werden.
Die wichtigsten Arbeitsfelder der Ingenieure bleiben Forschung, Entwicklung, Konstruktion (inklusive Software-Entwicklung) und der Vertrieb.
Fachkräfte finden Jobs in der Elektrotechnik, der
Informations- und Kommunikationstechnik, der
Elektrizitätswirtschaft, dem Maschinenbau, der
Automobilindustrie, der Medizin-, Umwelt- oder
Verfahrenstechnik, der Chemie, Luft- und Raumfahrt, aber auch bei Consultingfirmen und Rückversicherungen.
Nachwuchsingenieure profitieren weiter davon,
dass die Elektrotechnik viele Alltagsbereiche
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
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Einstiegsbranchen: Elektroindustrie
durchdringt. Ob es um Energieeffizienz geht, um
erneuerbare Energien, Smart Cities oder Automatisierung – überall werden Technologien der Elektroindustrie verwendet. Die Branchenvielfalt führt
dazu, dass die wirtschaftliche Entwicklung der
Elektroindustrie eng mit dem allgemeinen Konjunkturverlauf verbunden ist.
Einstieg & Perspektiven
Ein Ingenieur der Elektrotechnik kann in vielen
Bereichen tätig werden:
Forschung, Entwicklung, Konstruktion
Fertigung, Betrieb
Vertrieb, Marketing
Projektierung, Planung
Qualitätswesen, Arbeitssicherheit
Inbetriebnahme, Instandhaltung, Services
Projekt- und Unternehmensmanagement
Wer E-Technik studiert hat, muss aber nicht in der
elektrotechnischen Industrie arbeiten. Ein Wechsel in
andere Branchen ist auch möglich. Viele Absolventen
planen ihren Einstieg bei bekannten Großunternehmen. Aber auch mittelständische Arbeitgeber bieten
attraktive Einstiegsmöglichkeiten. Hier sind weniger
Spezialisten als vielmehr Allrounder gefragt. Während
Nachwuchskräfte bei Konzernen oft als Trainee
einsteigen, ist im Mittelstand eher der Direkteinstieg
mit Mentor und Learning by Doing üblich.
Anforderungen
Durch den Atomausstieg steht die Elektroindustrie
vor vielerlei Herausforderungen. Die elektronische
Fortbewegung ist ein weiteres Thema und ein wichtiges Aufgabenfeld. Die deutschen Unternehmen
sind bei elektrischen Antrieben und bei der Leistungselektronik gut gerüstet. Bei der Batterietechnologie gibt es noch Nachholbedarf. Das gilt sicher
auch bei der Infrastruktur von Informations- und
Kommunikationstechnologien.
Nach wie vor sind in der Elektroindustrie
überdurchschnittlich viele Akademiker beschäftigt. Ingenieure und Informatiker sind besonders
gefragt. Chancen haben Absolventen, die gute
Noten mitbringen und zügig studiert haben. Eine
der wichtigsten Schlüsselqualifikationen bleibt
Teamfähigkeit – und das über Abteilungen, Standorte und Landesgrenzen hinaus.
72
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
Viele Unternehmen arbeiten international. Von
Ingenieuren erfordert das neben Kommunikationstalent und Konfliktfähigkeit besonders interkulturelle Kompetenz. Sehr gute Sprachkenntnisse sind
ein Muss. Englisch alleine reicht oft nicht aus, da
sich viele Unternehmen stark in Asien und anderen
Regionen der Welt engagieren. Das gilt nicht nur
für Konzerne, sondern auch für mittelständische
Firmen. Pluspunkte haben Bewerber, die im Studium Praxiserfahrung in der Branche gesammelt
und sich auch außerhalb der Hochschule engagiert
haben. Mobilität wird häufig vorausgesetzt.
Der moderne E-Ingenieur muss ein ausgeprägtes Kosten-, Qualitäts- und Terminbewusstsein
mitbringen und dafür oft auch über kaufmännisches Know-how verfügen. In Führungspositionen
braucht der Ingenieur Leadership-Qualitäten und
muss Verantwortung für den Technik- und Personaleinsatz übernehmen.
Je nach Schwerpunkt sind Zusatzqualifikationen gefragt: Analoge und digitale Schaltungstechnik, Optik, Sensorik, Halbleiter, Mikroprozessoren,
Automatisierungs- und Antriebstechnik. Auch
IT-Kenntnisse sind ein Muss – die geforderten
IT-Skills sind aber stark vom jeweiligen Einsatzbereich abhängig. Generell gilt, dass Entwickler und
Konstrukteure 3D-CAD-Systeme beherrschen sollten. Außerdem sind Kenntnisse von Programmiersprachen wie C++ und Java erforderlich.
Mehr im Netz
Der Verband der Elektrotechnik, Elektronik und
Informationstechnik (VDE) ist unter vde.de zu finden.
An Studenten und Einsteiger richtet sich vde.de/
youngnet. Weitere Infos über die Elektroindustrie
bietet der Zentralverband Elektrotechnik- und
Elektroindustrie (ZVEI) unter zvei.org.
Unabhängig recherchierte
Insider-Infos über Arbeitsklima, Gehalt und Bewerbung
Arbeitgeber
bei Unternehmen der Branche
wie Siemens, Voith oder
Sick stehen in den Arbeitgeber-Checks auf staufenbiel.de/
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Die Energiewirtschaft steckt im Wandel. Ab 2050
sollen erneuerbare Energien 80 Prozent des Strombedarfs in Deutschland decken. Das setzt die Stromerzeuger in Zugzwang. Der Ausbau der Infrastruktur – Stromnetze, Windkraft- und Solaranlagen –
verlangt hohe Investitionen.
Der Anteil der regenerativen Energien an der
Stromerzeugung in Deutschland ist 2014 auf gut 26
Prozent gestiegen, so der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Durch den
weiteren Zubau von regenerativen Anlagen und
durch günstige Witterungsverhältnisse produzieren „die Erneuerbaren“ immer mehr Strom.
Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien stieg auf mehr als 160 Milliarden Kilowattstunden (kWh). Während die Erzeugung aus Windenergieanlagen um gut acht Prozent stieg und bei
56 Milliarden kWh lag, produzierten Photovoltaikanlagen mit 35 Milliarden kWh fast 13 Prozent
mehr Strom als im Vorjahr. Biomasse konnte eine
Steigerung um knapp fünf Prozent erzielen. Die
Stromerzeugung aus Wasserkraft stieg auf gut 20
Milliarden kWh.
„Damit gewinnen die erneuerbaren Energien
immer mehr an Bedeutung im deutschen Strommix“, sagt Hildegard Müller vom BDEW. „Um die
erneuerbaren Energien besser ins Gesamtsystem
zu integrieren, muss der Ausbau der Stromnetze
sowohl auf Übertragungs- als auch auf Verteilnetzebene erfolgen“, so Müller. Außerdem bleibe der
Bedarf an konventionellen Reserve-Kapazitäten
bestehen, wenn „die Erneuerbaren“ witterungsbedingt keinen Strom liefern.
„Der Ausbau der erneuerbaren Energien hat zu
einem Zuwachs an Beschäftigung geführt“, stellte
die Agentur für Erneuerbare Energien fest. Herstellung, Planung, Installation und Betrieb von Erneuerbare-Energien-Anlagen sorgen für Impulse. Auch
TOPFACTS
Einstiegsgehälter – erneuerbare Energien
(nach Firmengröße) / Quelle: Personalmarkt-Gehalt.de 2015; Jahresgehälter in Euro
Q1
Median
Q2
34 987
40 357
46 162
Mittelgroßes Unternehmen (101 – 1 000 Mitarbeiter) 38 793
44 658
50 753
Großunternehmen (> 1 000 Mitarbeiter)
51 158
58 720
Kleinunternehmen (< 100 Mitarbeiter)
42 379
Q1 = 25 Prozent der Gehälter liegen über diesem Wert
Q2 = 25 Prozent der Gehälter liegen unter diesem Wert
JOBS
Trainee
74
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
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Energie- und Versorgungswirtschaft
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Versorgungswirtschaft unter
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Einstiegsbranchen: Energie- und Versorgungswirtschaft
in traditionellen Berufen entstehen neue Aufgaben,
zum Beispiel in der Zulieferindustrie für Anlagenhersteller oder durch die Nachfrage nach Solaranlagen, Holzheizungen oder Wärmepumpen.
Zwar hat die Solarbranche auch unter einem
Stellenabbau gelitten. Das konnte durch Zuwächse
in anderen Bereichen „der Erneuerbaren“ aber
nahezu ausgeglichen werden. Auch künftig sind
neue Jobs und Tätigkeitsfelder zu erwarten. Bis
2020 rechnet die Branche mit insgesamt rund
500 000 Beschäftigten.
Die Anforderungen an Bewerber bleiben hoch:
Branchenspezifische Berufserfahrung ist von zentraler Bedeutung, aber auch fächerübergreifendes Wissen ist gefragt. Weiterbildung hat in den
Firmen der erneuerbaren Energien deshalb einen
hohen Stellenwert. Bei den Soft Skills zählen Teamfähigkeit, Eigeninitiative, Engagement, Durchsetzungsvermögen und Flexibilität. Sprachkenntnisse
und interkulturelle Kompetenzen nehmen an
Bedeutung weiter zu.
Weibliche Beschäftigte sind (noch) unterrepräsentiert. Als Hauptursache dafür gilt die starke
technische Ausrichtung vieler Unternehmen der
erneuerbaren Energien. Experten bewerten die
Einstiegs- und Beschäftigungsmöglichkeiten von
Frauen in der Branche aber als gut.
Die Stromerzeuger arbeiten mit Hochdruck an
der verbesserten Speicherung und zuverlässigen
Bereitstellung von Strom. Bislang sind konventionelle Kraftwerke die einzige Lösung, um die
Schwankungen abzufangen. Ein Ansatz sind dabei
Smart Grids. Die intelligenten Netze speisen Strom
aus Photovoltaik oder Windenergie ein, wenn er
vorhanden ist und gebraucht wird.
Ingenieure gesucht. Chancen haben Absolventen
aus den Bereichen Elektrotechnik, Energietechnik,
Bergbau, Maschinenbau und Verfahrenstechnik.
Anforderungen
Energieingenieure sind mit Planung, Bau und
Betrieb von Kraftwerken beschäftigt. Oder sie entwickeln und optimieren Verfahren zur Nutzung
regenerativer Energien. Eine zentrale Aufgabe ist,
Speicherkapazitäten und Stromtrassen zu entwickeln, die die Energiemengen sicher und effektiv
zum Verbraucher bringen.
Durch die Energiewende ist der Netzausbau
notwendig, um etwa den in Offshore-Windanlagen
gewonnenen Strom in die industriellen Zentren im
Süden zu leiten. Weitere Aufgaben gibt es in der
Planung von Energieversorgungsfirmen, in der
Forschung und im Anlagenbau. Auch Wirtschaftsingenieure sind gefragt. Sie arbeiten zum Beispiel
in Finanzierungs- und Fondsgesellschaften oder
beim Einkauf von Anlagen und Dienstleistungen.
Da die Energiewirtschaft international arbeitet,
sollten Bewerber über gute Sprachkenntnisse sowie
interkulturelle Kompetenz verfügen und reisefreudig sein. Erste Erfahrungen im Projektmanagement
sind bei Einsteigern gern gesehen.
Mehr im Netz
Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft informiert unter bdew.de über die Branche.
Der Bundesverband der Erneuerbaren Energie ist
unter bee-ev.de erreichbar. Infos gibt die Bundesregierung unter erneuerbare-energien.de. Auch der
Bundesverband Windenergie (wind-energie.de), der
Bundesverband Solarwirtschaft (solarwirtschaft. de)
und die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe
(fnr.de) bieten Infos.
Einstieg & Perspektiven
Ingenieure mit Kenntnissen über die Nutzung
moderner Erzeugungs- und Informationstechnologien
sind gefragt. Neue Aufgaben warten in der Forschung
ebenso wie etwa in der Planung und Fertigung
von Windkraft- und Solaranlagen, dem Ausbau von
Biomasse oder der Erschließung von Wärmequellen –
zum Beispiel in der Geothermie. Auch im Management
oder der Finanzierung von Energieprojekten werden
76
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
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Deutschland ist rohstoffarm. Zugleich bietet Abfall
eine stabile Quelle für Sekundärrohstoffe und ist
deshalb für die Wirtschaft von großer Wichtigkeit.
Unternehmen der Entsorgungswirtschaft machen
diese Quelle effizient nutzbar. Die Branche ist das
wichtigste Bindeglied zwischen dem Ende der
Verwertungskette und dem erneuten Einsatz der
Rohstoffe. Dabei sind hohe Qualitäts- und Sicherheitsstandards und die getrennte Erfassung von
Wertstoffen Voraussetzungen für eine effiziente
Rohstoffherstellung.
Welche ökonomischen Potenziale es zu heben
gibt, verdeutlicht eine vom Weltwirtschaftsforum
veröffentlichte Studie. Danach könnten durch
mehr Recycling Materialeinsparungen im Wert von
bis zu 600 Milliarden Dollar innerhalb der gesamten EU erzielt werden, so der Bundesverband der
Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft (BDE).
Deutschland ist bei erneuerbaren Energien für
viele Vorbild. Mit der Energiewende soll der Vorsprung in diesem Bereich ausgebaut werden. Da
auch internationale Umweltstandards immer
schärfer werden, bieten sich deutschen Unternehmen weltweit Chancen und Märkte. Ersatzbrennstoffe, die aus Abfällen oder Abwasser gewonnen
werden, sind ein Beispiel für erneuerbare Energien
in der Entsorgungswirtschaft – nicht nur zur Stromerzeugung und als Kraftstoff, sondern auch für
die Wärmenutzung.
Biogas etwa ist einer der wenigen erneuerbaren Energieträger, dessen Strom- und Wärmeerzeugung gesteuert werden kann. Die Zahl der
installierten Anlagen steigt 2015 laut Fachverband
Biogas auf über 8 000. Dann werden rund acht Millionen Haushalte mit Biogas-Strom versorgt. Die
Zahl der Arbeitsplätze im Bereich Biogas liegt laut
Fachverband bei rund 40 000.
Ziele und Aufgaben für die Entsorgungswirtschaft
Quelle: BDE – Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft/EU
30
PROZENT
100
PROZENT
EU-weite Senkung
Rohstoffverbrauch
(bei gleicher Wirtschaftsleistung) bis 2030
78
Wiederverwertung
recyclingfähiger Stoffe
wie Glas ab 2025
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
TOPFACTS
70
PROZENT
Müll-Recyclingquote
bis 2030
JOBS
Trainee
© don_pablo – shutterstock.de
Entsorgungswirtschaft/Umwelt
600
MRD. EURO
Durch Kreislaufwirtschaft
angestrebte Ersparnis
Jobs in der
Branche unter
staufenbiel.de/
ingenieure/jobs
staufenbiel.de
Einstiegsbranchen: Entsorgungswirtschaft/Umwelt
Einstieg & Perspektiven
Anforderungen
Mit weiter wachsender Bedeutung der Entsorgungswirtschaft und Umweltbranche eröffnen sich Ingenieuren auch neue Einsatzmöglichkeiten. Jobs gibt es
nicht nur in der Prozess- und Produktentwicklung der
Industrieunternehmen, sondern auch in Ingenieurbüros, Industrie- und Handwerksbetrieben, Behörden
und privaten Dienstleistungsunternehmen. In der
Entwicklung bei Anlagenherstellern und Recyclingund Müllverbrennungsanlagen besteht Bedarf an Verfahrenstechnikern, die Methoden zu Kompostierung
und Abbau von Schadstoffen im Müll auf biologischer
Basis entwickeln. Auch die Organisation und Logistik
dieser Prozesse, die Entwicklung umweltfreundlicherer Anlagen und Verfahren zur Abfallentsorgung und
-verwertung sind Teil der Arbeit.
Für Ingenieure in der Entsorgung und Umwelttechnik gibt es verschiedene Einsatzgebiete – von
der Abwasseraufbereitung über das Recycling und
den Immissionsschutz bis hin zu Forschung und
Entwicklung reicht die Spanne. Gefragte Fachrichtungen sind Verfahrenstechnik, Maschinenbau und
Wirtschaftsingenieurwesen, Bergbau und Bauwesen. Je nach Einsatzgebiet arbeiten Ingenieure mit
Fachkräften anderer Disziplinen zusammen – zum
Beispiel mit Chemikern, Biologen, Physikern oder
Geowissenschaftlern.
Gerade im interdisziplinären Umfeld und im
Umweltschutz gibt es abwechslungsreiche Jobs für
technische Absolventen. Unternehmen setzen hier
zunehmend auf Allrounder. Neben Teamfähigkeit
und Sprachkenntnissen sollten Bewerber Qualifikationen im Umweltrecht oder im kaufmännischen Bereich mitbringen. Wer eine Karriere in der
Grüner Arbeitsmarkt
Ob Kühlschrank, Auto oder Waschmittel – jedes
neue Produkt wird heute auf seine Umweltverträglichkeit hin genau überprüft. Produkte
sollen möglichst wenig Energie verbrauGEFRAGTE FACHRICHTUNGEN SIND
chen und sich gut in den RohstoffkreisVERFAHRENSTECHNIK, MASCHINENBAU
lauf integrieren. Ingenieure der UmweltODER
WIRTSCHAFTSINGENIEURWESEN
technik entwickeln Technologien für die
Entsorgung von Abfällen durch Recycling, Deponien, Müllverbrennung oder Abwas- Umwelttechnik anstrebt, sollte durch Praktika oder
serreinigung, für den Schutz von Gewässern und als Werkstudent Einblicke in die Branche gesamBoden und den Schutz vor Lärm und Strahlung.
melt haben.
Recycling
Mehr im Netz
Die älteste Umwelttechnologie – das Recycling –
gewinnt noch an Bedeutung. Der Grund ist die allgemeine Verknappung der Rohstoffe. Werthaltige Abfälle
sollen möglichst vollständig in Sekundärrohstoffe
umgewandelt werden. Ingenieure befassen sich hier
mit verschiedenen Fragen und Themen: Wie bedenkt
man bereits beim Design eines Produkts die Zweitverwertung mit? Wie können Rohstoffe intelligent
zurückgewonnen werden? Wie werden neue Konzepte entwickelt? Urban Mining etwa, die Rückgewinnung von Rohstoffen in Städten, hat großes Potenzial.
Verpackungen, Elektrogeräte oder Gebäude werden in
einzelne Stoffe zerlegt und effizient wiederverwertet.
Dazu ist es notwendig, Informationen über Art, Menge
und Zusammensetzung der verwendeten Materialien
zu speichern, etwa mit dem Produktpass.
Der Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-,
Wasser- und Rohstoffwirtschaft ist unter
bde-berlin.org zu erreichen. Infos über die Umweltbranche gibt es auch unter umweltbundesamt.de.
Auf vku.de stehen Infos über den Verband kommunaler Unternehmen. Der Fachverband Biogas ist unter
biogas.org zu finden.
staufenbiel.de
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
79
Ingenieurdienstleister haben in den vergangenen
Jahren anteilig oft mehr Ingenieure eingestellt
als viele Industrieunternehmen. Auch wenn die
Engineering-Dienstleister in den Arbeitgeber-Rankings vielleicht nicht immer die vorderen Plätze
einnehmen, rücken sie für Ingenieurabsolventen doch stärker in den Job-Fokus. Das liegt auch
daran, dass Konzerne immer häufiger ganze Projekte und damit spannende Aufgaben an externe
Ingenieurdienstleister geben.
Das Geschäft der technischen Dienstleister läuft
nach unterschiedlichen Modellen ab. Entweder leihen sie ihre (angestellten) Ingenieure an die Industriekunden oder sie schließen einen Werkvertrag
mit dem Kundenunternehmen und erbringen die
entsprechenden Leistungen mit ihrem Büro. Auch
die Übernahme von Personalmanagement und
Arbeitsvermittlung gehören oft zu den angebotenen Dienstleistungen.
Das Wachstum von Technologie-Beratungen und
Engineering-Services-Unternehmen wirkt sich
positiv auf die Karrierechancen von Nachwuchsingenieuren aus. Denn wenn ein Unternehmen
schnell wächst, werden oftmals auch zusätzliche
Führungspositionen auf Gruppen-, Abteilungsoder Bereichsebene geschaffen und Einsteiger
rücken schneller nach. Die Dienstleister versuchen
das Image ihrer Branche bei den Ingenieuren durch
Weiterbildungsangebote und konkrete Karriereaussichten zu verbessern.
Anforderungen
Technik-Absolventen, die bei einem der großen
Ingenieurdienstleister einsteigen wollen, sollten
erste praktische Erfahrung mitbringen. Die Unternehmen suchen qualifizierte Mitarbeiter aus den
Bereichen Maschinenbau, Elektrotechnik und IT.
Vor allem mobile Einsteiger sind gefragt, da die
TOPFACTS
Erwartete Konjunkturentwicklung bei Ingenieurdienstleistern 2015
������
Quelle: Konjunkturumfrage 2015 des Verbands Beratender Ingenieure (VBI)
5
6
3
9
32
Personalbestand
Auftragsbestand
19
6
15
26
Umsatzentwicklung
57
69
80
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
© yakobchuk_vasyl – shutterstock.de
Ingenieurdienstleister
53
Anstieg
unverändert
Rückgang
keine Angabe
(Angaben in Prozent)
staufenbiel.de
Einstiegsbranchen: Ingenieurdienstleister
Projektingenieure häufig beim Kunden vor Ort
schiedliche Projektumgebungen kennen und kann so
die eigenen Interessen und Stärken entdecken und
arbeiten. Da jedes Projekt mit einem Jobwechsel
ausbauen. Einsteiger arbeiten mit bei Unternehmen
vergleichbar ist, sind Anpassungsfähigkeit, Flexibiunterschiedlicher Branchen, ohne den Arbeitgeber zu
lität und Lernbereitschaft ein Muss.
wechseln. Allerdings gelten nicht bei allen DienstleisEs gibt auch umfangreiche Projekte, die in den
tungsfirmen feste Tarifverträge.
eigenen Kompetenzzentren der Gesellschaften
In der Produktentwicklung unterstützen Ingebearbeitet werden. Die Mehrheit der Mitarbeiter
nieure ihre Kunden von der Ideenfindung bis hin
von Beratungs- und Engineering-Services-Unterzur Umsetzung in die Serienreife. In der Produktion
beschäftigen sie sich mit der Planung, Projektion und
nehmen ist als Berater im täglichen Projekteinsatz.
Neben den großen Dienstleistern
VOR ALLEM MOBILE EINSTEIGER SIND
zählen auch viele kleine und mittelGEFRAGT, DA DIE PROJEKTINGENIEURE
große Ingenieurbüros zur Branche.
Die sehen laut Verband Beratender HÄUFIG BEIM KUNDEN VOR ORT ARBEITEN
Ingenieure (VBI) optimistisch in die
Zukunft. Die VBI-Konjunkturumfrage 2015 zeigt
Konstruktion von Produktionsanlagen. Unternehmen
lagern etwa die Software-Entwicklung, Komponendas deutlich. 70 Prozent der Ingenieurbüros halten
tenfertigung oder Montage an Ingenieurdienstleister
ihre wirtschaftliche Situation für gut oder sehr gut
aus. Für Nachwuchsingenieure kann der Einstieg
(Vorjahr: 65 Prozent). Auch ihren Auftragsbestand
bei einem Dienstleister eine Alternative sein, denn
bewerten mehr Büros (81 Prozent) mit gut oder
immer wieder erhalten sie hier auch Jobangebote von
sehr gut als im Vorjahr (60 Prozent).
Kundenunternehmen in eine Festeinstellung.
Ihre Mitarbeiterzahl vergrößert haben 33 Prozent der Ingenieurbüros. Bei jedem zweiten Unternehmen blieb die Zahl der Angestellten gleich. Mit Eine der wichtigsten persönlichen VoraussetzunEntlassungen rechnen nur fünf Prozent der Befrag- gen ist die Fähigkeit, Kontakte zu Kunden und
ten, einstellen wollen 32 Prozent, fast 60 Prozent Geschäftspartnern knüpfen und pflegen zu können.
rechnen für das Jahr mit gleichbleibendem Perso- Wer sich als Ingenieur selbstständig machen und
nalbestand. Drei Viertel der Ingenieurdienstleister die Kosten der Gründung niedrig halten will, sollte
gaben an, freie Stellen nicht schnell und qualifiziert sein Büro in einem Technologiepark oder Gründerbesetzen zu können. Auch deshalb planen 18 Pro- zentrum ansiedeln. Als Starthilfe stellen Technolozent der Ingenieurbüros sich EU-weit auf die Suche giezentren Räume zu günstigen Konditionen zur
nach Fachkräften zu machen, 15 Prozent wollen Verfügung. Telefonzentrale, Kopierer und Computernetze können gemeinsam genutzt werden – und
weltweit auf Suche zu gehen.
Wer sich als Ingenieur in der Branche selbststän- interessante Kontakte sind auch oft möglich.
dig machen möchte, sollte berücksichtigen, dass in
der Anfangszeit die zeitliche Belastung sehr hoch
ist. Deshalb ist eine gute mentale und körperliche
Verfassung ebenso wichtig wie die Unterstützung
durch Familie und Freunde. Oft müssen Monate
mit viel Arbeit und wenig Umsatz überwunden
werden, ehe genügend Kunden gewonnen sind.
Einstieg & Perspektiven
Für einen Ingenieurabsolventen kann sich der
Einstieg bei einem technischen Dienstleister sehr
eignen. Denn kaum sonst wo lernt er so viele unter-
staufenbiel.de
Mehr im Netz
Der Verband Beratender Ingenieure (VBI) gibt Infos
unter vbi.de.
Unabhängig recherchierte
Insider-Infos über Arbeitsklima, Gehalt und Bewerbung
Arbeitgeber
bei Unternehmen der
Branche wie etwa Ferchau
stehen in den Arbeitgeber-Checks auf staufenbiel.de/
arbeitgeber-check.
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
81
Der Digitalverband Bitkom erwartet, dass der
Umsatz mit Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik 2015 um 1,5
Prozent auf 155,5 Milliarden Euro wächst. Positiv ist
auch die Entwicklung auf dem ITK-Arbeitsmarkt.
So sind im vergangenen Jahr 26 000 neue Arbeitsplätze statt der erwarteten 10 000 entstanden. Für
2015 rechnet die Branche mit einem Plus von
21 000 Jobs. Bitkom-Präsident Dieter Kempf: „Ende
2015 werden wir mit 990 000 Beschäftigten in den
ITK-Unternehmen fast die Million erreichen.“
Die Informationstechnologie soll um gut drei
Prozent wachsen. Am stärksten gewinnt der Softwarebereich mit 5,7 Prozent. Das Geschäft mit
IT-Dienstleistungen – zu dem die IT-Beratung und
das Projektgeschäft gehören, in denen viele Einsteiger starten – legt um drei Prozent zu.
In der Telekommunikation stagniert der
Umsatz. Am kräftigsten werden die Umsätze mit
Infrastruktursystemen zulegen, die um 3,6 Prozent
wachsen. „In diesem Wachstum spiegeln sich die
Investitionen der Netzbetreiber in den Breitbandausbau wider“, erklärte Kempf.
Bei der Unterhaltungselektronik setzt sich der
Abwärtstrend fort, allerdings verlangsamen sich
die Rückgänge. Für 2015 rechnet der Verband
mit einem Minus von drei Prozent. „Immer öfter
werden Geräte der klassischen Unterhaltungselektronik, aber auch MP3-Player oder Digitalkameras
durch Smartphone und Tablet ersetzt“, so Kempf.
Das mobile Internet wird erstmals HandyTelefonate 2015 als wichtigsten Umsatzbringer
im Mobilfunkmarkt ablösen. So wird der Umsatz
mit Datendiensten um gut sechs Prozent steigen.
Der Umsatz mit Mobil-Gesprächen sinkt um acht
Prozent. Mit mobilen Datendiensten wird dann
zum ersten Mal mehr umgesetzt als mit mobilen
Sprachdiensten.
TOPFACTS
Gefragte Studienrichtungen in IT und Telekommunikation
82
39 %
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
4%
Mehr als 990 000
Menschen arbeiten im 990 000
ITK-Sektor.
25
MIO.
Juristen
Wirtschaftswissenschaftler
7%
Sozial- & Geisteswissenschaftler
Naturwissenschaftler
11 %
Informatiker
�� �� ��
�� ��� ���
46 %
Ingenieure
Quelle: Staufenbiel JobTrends Deutschland 2015 (Mehrfachnennung möglich)
96 %
© sommai – shutterstock.de
IT/Telekommunikation
2015 werden rund
25 Millionen neue
Smartphones in
Deutschland verkauft.
staufenbiel.de
Einstiegsbranchen: IT/Telekommunikation
„Wir erleben eine Umwälzung im Mobilfunkmarkt“, sagte Jens Schulte-Bockum von Bitkom.
„Das mobile Internet ist zur treibenden Marktkraft
geworden.“ Befördert wird der Boom der Datendienste durch die Verbreitung von Smartphones,
Tablets und Smartwatches. Schnelle Übertragungsstandards wie LTE, soziale Netzwerke, Apps und
die weitere Digitalisierung der Industrie verstärken
die Entwicklung.
Laut Prognose werden 2015 rund 25 Millionen
Smartphones in Deutschland verkauft. Das ist im
Vergleich zum Vorjahr ein Plus von fast vier Prozent. Bei den Tablets legen die Verkäufe um 4,6
Prozent auf neun Millionen Stück zu.
Innovationen
In der ITK-Industrie werden die Innovationszyklen immer kürzer und die Flexibilisierung steigt
ebenso wie die Individualisierung von Produkten.
Treiber der Entwicklung sind das Internet und
ITK-Innovationen. Der Transformationsprozess,
der mit dem Begriff Industrie 4.0 umschrieben
wird, fordert eine noch stärkere Zusammenarbeit
der IT-Branche und der Fertigungsindustrie.
Deutschland kann davon stark profitieren.
Durch Industrie 4.0 sind Produktivitätssteigerungen in Milliardenhöhe möglich. Besonders stark
können der Maschinen- und Anlagenbau, die Elektrotechnik und die chemische Industrie profitieren,
so die Studie „Industrie 4.0 – Volkswirtschaftliches
Potenzial für Deutschland“ des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO.
Daneben sind intelligente Energienetze notwendig, denn erneuerbare Energien wie Wind und
Sonne stehen naturgemäß nur unregelmäßig zur
Verfügung. Eine präzise Planung der Ressourcen
ist kaum möglich. Der Bedarf an Energie muss deshalb entsprechend dem Angebot gesteuert werden
können. Dafür ist der umfassende Einsatz von IKT
erforderlich. Die Bedeutung von Smart Grids für
eine sichere Energieversorgung ist zentral.
Nirgends zeigt sich digitale Konvergenz so deutlich wie im Bereich der mobilen Kommunikation.
Das Mobiltelefon hat sich mit dem Smartphone
zum leistungsfähigen Mini-Computer entwickelt.
staufenbiel.de
Heute gehen mehr als zwei Drittel der Deutschen
mobil ins Web, mobile Webanwendungen und
Apps erfreuen sich weiterhin großer Beliebtheit.
Ökonomisch gesehen sind mobile Endgeräte und
Anwendungen zum Treiber von Konvergenz und
damit der wirtschaftlichen Entwicklung geworden.
Arbeitsmarkt
In Deutschland werden gut 40 000 IT-Spezialisten
gesucht. Damit ist die Zahl der offenen Jobs um
fünf Prozent gestiegen. Allein gut 16 000 unbesetzte Stellen finden die Bewerber laut Bitkom bei
Firmen der Informationstechnologie und Telekommunikation.
IT-Experten werden auch quer durch alle Wirtschaftsbereiche gesucht. Bei den Anwenderbranchen gibt es über 24 000 unbesetzte Jobs, so der
Verband. „Wir haben – von Ausnahmen in der
Wirtschafts- und Finanzkrise abgesehen – nahezu
konstant einen ungedeckten Fachkräftebedarf von
40 000 IT-Experten“, sagt Dieter Kempf von Bitkom. Mehr als jedes zweite ITK-Unternehmen gibt
an, dass ein Mangel an IT-Spezialisten herrscht. 42
Prozent erwarten, dass sich der Fachkräftemangel
weiter verschärfen wird.
Die Mehrheit der 16 500 unbesetzten Jobs in der
ITK-Branche findet sich bei Softwarefirmen und
IT-Dienstleistern. Hier gibt es alleine gut 14 000
Jobs, die auf Bewerber warten. 1 700 IT-Experten
werden von Herstellern von Hardware und Unterhaltungselektronik gesucht. Wie zuvor benötigen
die meisten ITK-Unternehmen, die Jobs anbieten,
Software-Entwickler. Bei ihnen sind vor allem
Fähigkeiten rund um Cloud Computing (in 53 Prozent der Fälle) und Big Data (44 Prozent) gefragt,
gefolgt von Kenntnissen im Bereich Social Media
(34 Prozent) und zur Programmierung von klassischen Webpräsenzen (28 Prozent) und Apps oder
mobilen Webseiten (26 Prozent).
Trends
Einer der Big Trends ist Big Data. Der effiziente
Umgang mit großen Datenmengen verschafft
Unternehmen Wettbewerbsvorteile. Auch Cloud
Computing bleibt ein Top-Thema. Unternehmen
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
83
Einstiegsbranchen: IT/Telekommunikation
können dabei extern auf Software, Programmierumgebungen oder Speicherplatz zugreifen. Neben
den großen Anbietern entwickeln auch spezialisierte
Software-Häuser Anwendungen für die Cloud.
Nach Bitkom-Schätzung wird sich der Umsatz mit
Cloud-Services für Privat- und Geschäftskunden
innerhalb weniger Jahre mehr als verdreifachen.
Auch IT-Sicherheit steht weiterhin oben auf der
Agenda. Der Boom der Tablets und Smartphones
wirkt sich auf die Nachfrage nach Software-Anwendungen für mobile Geräte aus. Eines der weitreichendsten Gebiete, auf denen die ITK-Branche
in den kommenden Jahren tätig sein wird, ist das
Internet der Dinge. Dabei wachsen Informationstechnologie und Industrie immer mehr zusammen:
Autos, die selbstständig den Pannendienst rufen,
Kühlschränke, die automatisch Einkäufe ordern,
oder Lagerroboter, die eigenständig Waren und
Container stapeln. In Zukunft werden immer mehr
Maschinen miteinander kommunizieren können.
Internetwirtschaft
Die Internetwirtschaft gilt hierzulande als eigenständiger Wirtschaftszweig. Dazu zählen die Netzbetreiber und alle Unternehmen, die direkt über
das Internet Dienstleistungen anbieten. Darunter
fallen etwa die Betreiber der Infrastrukturen, die
Anbieter oder Produzenten von Diensten und
Inhalten wie Suchmaschinen sowie Vermittler und
Händler. Im weiteren Sinne zählen auch Hersteller
von Infrastruktur und Endgeräten zur Internetbranche. Der Verband der Internetwirtschaft Eco
schätzt in der Studie „Die deutsche Internetwirtschaft 2012–2016“, dass in dem Bereich bis 2016
rund 290 000 Menschen beschäftigt sein werden.
der Entwicklung von Software-Lösungen und in der
Produktion. Software- und Beratungshäuser haben
stetig Bedarf an Ingenieuren. An der Schnittstelle zur
Betriebswirtschaft ist die Nachfrage nach Fachleuten
für SAP-Anwendungen groß. Deshalb sind hier Absolventen der Studienrichtungen Technische Informatik,
Nachrichtentechnik mit zusätzlichen Netzqualifikationen und Wirtschaftsinformatik gefragt.
Anforderungen
Die Anforderungen an den Nachwuchs sind hoch.
Fachkenntnisse und Praxiserfahrung führen in
Kombination mit entsprechenden Soft Skills zum
Erfolg. Für viele Aufgaben, etwa in der Beratung
oder im Vertrieb, werden vor allem Mitarbeiter mit
ersten Praxiserfahrungen aus Praktika, Nebenjobs
oder einer Werkstudententätigkeit eingestellt.
In der IT-Branche wird auf Projektarbeit gesetzt.
Deshalb sind Kommunikations- und Teamfähigkeit
wichtige Skills. Gute Studienleistungen und ein
zügiger Studienverlauf bringen Pluspunkte. Konferenzsicheres Englisch ist Pflicht für Absolventen,
die es in die IT-Beratung zieht. Absolventen, die
technische und betriebswirtschaftliche Kenntnisse
zusammen mit Programmierfähigkeiten mitbringen, kommen gut an. Die Branche sucht Personal,
das auch gut organisieren kann und dabei die Kosten nicht aus den Augen verliert.
Mehr im Netz
Die Gesellschaft für Informatik (GI) informiert unter
gi.de. Der Bundesverband Informationswirtschaft,
Telekommunikation (Bitkom) beschreibt unter
bitkom.org die ITK-Branche. Mit der digitalen Wirtschaft beschäftigen sich der Bundesverband Digitale
Wirtschaft (bvdw.org) und der Verband der deutschen
Internetwirtschaft Eco (eco.de).
Einstieg & Perspektiven
Der ITK-Branche fehlt es an qualifiziertem Personal.
Vor allem Software-Anbieter und IT-Dienstleister
suchen Mitarbeiter. Software-Entwickler haben gute
Chancen. Auch Ingenieure anderer Fachrichtungen mit
guten Datenverarbeitungs- und Prozessautomatisierungskenntnissen sind gefragt. Zum Beispiel haben
Elektroingenieure traditionell gute Voraussetzungen.
Ingenieure arbeiten in der ITK-Branche vor allem in
84
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
Unabhängig recherchierte
Insider-Informationen
über Arbeitsklima, Gehalt
Arbeitgeber
und Bewerbung bei ITKUnternehmen wie SAP,
Deutsche Telekom, Microsoft oder spezialisierten Beratungen wie Detecon stehen in den Arbeitgeber-Checks
auf staufenbiel.de/arbeitgeber-check.
staufenbiel.de
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Die Ernährungsindustrie ist laut Bundesvereinigung der Ernährungsindustrie (BVE) mit rund
557 000 Beschäftigten in 5 800 Betrieben der viertgrößte Industriezweig Deutschlands. Rund ein
Drittel aller Produkte der Branche wird exportiert.
Herausforderungen gibt es viele: Im Inland
müssen sich die Hersteller auf immer höhere Anforderungen an Lebensmittel, ein steigendes Konsumbewusstsein und eine sinkende Mengennachfrage
einstellen. Im Ausland finden sie zunehmend Handelsbarrieren vor. Verstärkt wird der Wettbewerb
durch steigende Preise in der Lebensmittelproduktion, etwa bei Agrarrohstoffen und Energie.
Die Umsätze der Ernährungsindustrie gingen
2014 leicht zurück. Laut BVE erzielten die Lebensmittelhersteller 173,2 Milliarden Euro Umsatz –
minus 1,1 Prozent. Der Konsolidierungsdruck in
der Branche setzte sich weiter fort. Die Zahl der
Betriebe sank 2014 um 1,7 Prozent. Die Beschäf-
tigung in der Branche wurde aber um rund 1 000
Stellen ausgebaut.
„Ein zunehmender Konkurrenzdruck im internationalen Wettbewerb, stagnierende Verkaufspreise, mehr Regulierung, die Konzentration im
Einzelhandel und ein schwaches Exportgeschäft
belasten laut Bundesvereinigung die Hersteller.
Außerdem steigen Ansprüche der Verbraucher.
„Unsere Lebensmittelqualität war noch nie so
hoch“, sagt Christoph Minhoff vom BVE.
Das Exportgeschäft bleibt der Wachstumsmotor
der Branche. Die Erschließung neuer Absatzmärkte
sichert den Herstellern Erträge, Stabilität und die
Beschäftigung. 2014 blieb das Exportwachstum
zwar positiv, reichte aber nicht zum Ausgleich für
den Umsatzrückgang im Inland. Bei einem Ausfuhrwert von über 56 Milliarden Euro stieg die
Exportquote der Branche auf 33 Prozent. Deutlichere Wachstumsimpulse wurden durch die hetero-
Die Ernährungsindustrie in Deutschland
Quelle: Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie (BVE) 2015
2013
2014
Beschäftigte
555 300
(+ 0,1 %)
557 000
(+ 0,3 %)
Betriebe
5 920
(– 0,8 %)
5 800
(– 1,7 %)
Umsatz (in Mrd. Euro) 175,2
(+ 3,5 %)
173,2
(– 1,1 %)
86
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
© africa_studio – shutterstock.de
Konsumgüter/Ernährung
TOPFACTS
In der Ernährungs557 000 industrie arbeiten rund
557 000 Beschäftigte.
Der Umsatz der
Ernährungsindustrie liegt bei
gut 173 Milliarden Euro.
JOBS
Trainee
173
MRD. EURO
Jobs in der Ernährungsindustrie unter
staufenbiel.de/
ingenieure/jobs
staufenbiel.de
Einstiegsbranchen: Konsumgüter/Ernährung
gene Exportentwicklung verhindert. Im EU-Exportgeschäft hemmte die schwache Konjunktur, in
wachstumsstarken Drittländern der unzureichende
Marktzugang das weitere Wachstum der Lebensmittelexporte. So trafen etwa die Russlandsanktionen die Branche empfindlich, schreibt der Verband.
Trends
In der Konsumgüterindustrie sind Trends häufig getrieben von technischen Neuerungen. So
ermöglicht etwa der Einsatz von Cloud-Diensten
intensivere Kundenbeziehungen und beschleunigte
Innovationszyklen. Und ohne den Einsatz von
RFID-Chips wären die Lieferketten im globalen
Online-Versandhandel schlicht undenkbar.
Damit Konsumgüterhersteller Erfolg haben,
müssen sie Werbeaktionen effizient durchführen
– ohne die eigenen Produkte im Einzelhandel zu
kannibalisieren. Hier kommt etwa das Category
Management (Warengruppenmanagement) ins
Spiel. Dabei geht es darum, Produktgruppen nach
Kundenbedürfnissen zusammenzustellen und im
Handel optimal zu präsentieren. Das Category
Management findet deshalb an der Schnittstelle
zwischen Konsumgüterindustrie und Handel statt.
Einstieg & Perspektiven
Ob in der Lebensmittelproduktion, in der Forschung
oder im Maschinenbau – auf Lebensmittelingenieure
warten vielfältige Aufgaben. Angesichts des Kostenund Innovationsdrucks gibt es einen kontinuierlichen
Bedarf an (neuen) Fachkräften. Aber nicht nur für
Lebensmittelingenieure gibt es interessante Jobs.
Die Branche sucht generell gut ausgebildete Nachwuchskräfte und kreative Köpfe, etwa als Food-Designer. Vor allem bei Markenherstellern geht es darum,
neue Produkte, Verfahren und Produktionsanlagen zu
entwickeln und dabei Kosten und Qualitätssicherung
gleichermaßen zu berücksichtigen.
Anforderungen
Gefragte Studienrichtungen in der Konsum-, Nahrungs- und Genussmittelindustrie sind Maschinenbau, Verpackungstechnik, Produktions-, Verfahrens- und Werkstofftechnik sowie Lebensmit-
staufenbiel.de
telingenieurwesen. Für die verfahrenstechnische
Produktion sind oft Spezialgebiete gefragt, die
klar auf die zu verarbeitenden Stoffe abzielen: etwa
Kunststofftechnik oder Lebensmitteltechnologie.
In manchen Betrieben besteht Bedarf an agrartechnisch ausgerichteten Ingenieuren, Lebensmitteltechnologen oder Lebensmittelchemikern.
Maschinenbauingenieure haben wegen der zunehmenden Automatisierung in der Herstellung Einstiegschancen. Jobs entstehen auch bei großen, in
der Öffentlichkeit oft wenig bekannten Zulieferfirmen, die den Markenproduzenten etwa Zutaten oder Vorprodukte für Nahrungsmittel liefern.
Diese Unternehmen nehmen den eigentlichen Herstellern – ähnlich wie in der Autoindustrie – immer
mehr Entwicklungsarbeit ab.
Die Konsumgüterindustrie hält für nahezu alle
Ingenieur-Disziplinen Aufgaben bereit, sei es in der
Lebensmittelproduktion, dem Qualitätsmanagement oder der internen Unternehmensberatung.
Da die Märkte sehr dynamisch und wettbewerbsintensiv sind, müssen Einsteiger stressresistent,
teamorientiert und kreativ sein und unternehmerisches Denken mitbringen. Absolventen sollten
möglichst frühzeitig viel Praxiserfahrungen in der
Branche gesammelt haben. Erste internationale
Erfahrung und gute Englischkenntnisse sind fast
ein Muss. Häufig erwarten die Unternehmen der
Konsumgüterindustrie auch die Bereitschaft zu
internationalen Einsätzen.
Mehr im Netz
Die Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie ist unter bve-online.de zu finden. Infos
rund um die Marke liefern der Markenverband unter
markenverband.de und die Gesellschaft zur Erforschung des Markenwesens unter gem-online.de.
Unabhängig recherchierte
Insider-Informationen
über Arbeitsklima, Gehalt
Arbeitgeber
und Bewerbung bei Konsumgüterkonzernen wie Colgate,
L’Oréal oder Unilever stehen in den Arbeitgeber-Checks auf
staufenbiel.de/arbeitgeber-check.
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
87
In der Medizintechnik, dem Autobau, der Telekommunikation, dem Hausbau, in der Verpackungsindustrie oder der Elektrotechnik – Kunststoffe sind allgegenwärtig. Praktisch keine Branche
kommt ohne Polymere aus. Entsprechend vielfältig
sind die Einsatzmöglichkeiten für Ingenieure. „Das
Arbeitsgebiet der Kunststofftechnik ist hochspezialisiert, wissens- und forschungsintensiv“, betont die
VDI-Gesellschaft „Materials Engineering“.
Mit über 310 000 Beschäftigten in knapp 2 900
Betrieben ist die kunststoffverarbeitende Industrie
einer der großen Wirtschaftszweige in Deutschland. Die mittelständisch geprägte Branche zeichnet sich durch hohe Innovationskraft und eine vielfältige Produktpalette aus. Immer weniger Kunststoffe werden gebraucht, um die gleichen oder
anspruchsvollere Ziele zu verwirklichen. So sind
etwa Verpackungen heute rund ein Drittel leichter
als vor zehn Jahren.
Durch Beimischung von Additiven lässt sich
nahezu alles aus dem vielseitigen Werkstoff herstellen. Kunststoffe werden in technischen Teilen,
Staubsaugern, Autos, Möbeln, Sportgeräten und
vielen anderen alltäglichen Produkten verarbeitet.
Mit Optimismus blickt der Gesamtverband
Kunststoffverarbeitende Industrie (GKV) auf 2015,
nachdem die Branche auch im Vorjahr mit einem
Rekordumsatz abgeschlossen hatte. Der Branchenumsatz wuchs 2014 auf knapp 60 Milliarden Euro.
Die wesentlichen Segmente der Kunststoffverarbeitung wuchsen. Die Zahl der Beschäftigung stieg
daher auf mehr als 310 000 Mitarbeiter an.
Die demografische Entwicklung stellt die
Unternehmen der Branche immer mehr vor die
Herausforderung, dass die Nachfrage nach Arbeitskräften das Angebot an qualifizierten Bewerbern
übersteigt. „Viele Betriebe sehen sich bereits heute
mit einem Mangel an Fachkräften und speziali-
TOPFACTS
Kunststoffverarbeitung in Deutschland
Quelle: Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie (GKV) 2015
2013
2014
Beschäftigte
303 000
(+ 1,3 %)
311 000
(+ 2,6 %)
Betriebe
2 849
(+ 0,9 %)
2 866
(+ 0,6 %)
Umsatz
(in Mrd. Euro)
57,6
(+ 3,0 %)
59,0
(+ 2,6 %)
88
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
© aykut_erdogdu – shutterstock.de
Kunststoff- und Textilindustrie
59
MRD. EURO
JOBS
Trainee
59 Milliarden Euro hat die
kunststoffverarbeitende
Industrie im Jahr 2014
umgesetzt.
Jobs in der
Branche unter
staufenbiel.de/
ingenieure
staufenbiel.de
Einstiegsbranchen: Kunststoff- und Textilindustrie
sierten Ingenieuren konfrontiert“, sagt Dirk E. O.
Westerheide, der Präsident des Gesamtverbands
Kunststoffverarbeitende Industrie (GKV). Rund
ein Drittel der Branchenunternehmen plant Neueinstellungen, so der GKV.
Einstieg & Perspektiven
dustrie und die Automobilbranche. Auch für die
Medizin- und Hygienetechnik ist sie ein Innovationsmotor. Zum Beispiel können neu hergestellte
Gewebe Träger für die Ansiedelung von Zellkulturen in Forschungslaboren sein.
Anforderungen
Das Arbeitsgebiet der Ingenieure erfordert umfangDer Weg in die Branche kann über ein klassisches
reiche Kenntnisse sämtlicher physikalischer und
Maschinenbaustudium führen, in dessen Verlauf sich
chemischer Eigenschaften der Kunststoffe und der
die Nachwuchsingenieure auf die Fachrichtungen
entsprechenden Prüfungsmethoden. KunststoffexKunststofftechnik oder Kunststoffverarbeitung/-herstellung spezialisieren können. Dabei
sollten sie entscheiden, ob sie eher
INTERESSANTE EINSATZBEREICHE
einen Job in der Rohstofferzeugung
SIND PRODUKTENTWICKLUNG, FERTIGUNG,
oder in der Weiterverarbeitung
KONSTRUKTION
UND VERTRIEB
anstreben. Für Absolventen mit Studienschwerpunkt Kunststofftechnik
perten müssen über ein grundlegendes konstruktieignet sich der Einstieg in einem Unternehmen der
ves Verständnis der Produktverarbeitung verfügen.
kunststoffverarbeitenden Industrie. Auch Unternehmen der chemischen Industrie, der Maschinenbau-,
Ingenieure, die mit textilen Werkstoffen arbeider Automobil- oder der Flugzeugbaubranche suchen
ten, sehen sich einer besonderen Herausfordeimmer wieder Kunststofftechniker. Interessante
rung gegenüber: Da die „wackeligen Werkstoffe“
Einsatzbereiche sind Produktentwicklung, Fertigung,
weder geschliffen noch gefräst werden können und
Konstruktion und Vertrieb. Absolventen der Verfahnicht formstabil sind, erfordern sie ein besonderes
renstechnik, des Chemieingenieurwesens und der
Know-how bei der Berechnung und der MaterialPapier- und Textiltechnik sind ebenfalls gefragt.
verarbeitung. Gerade im Textilmaschinenbau oder
der Bekleidungsindustrie werden viele Geschäfte
Die Textil- und Bekleidungsindustrie beschäftigt im asiatischen Raum abgewickelt. Sprachkenntüber 130 000 Mitarbeiter im Inland. Deutschland nisse und Reisebereitschaft sind daher gewünscht.
ist laut Gesamtverband Textil + Mode „Exportweltmeister für technische Textilien“. 2014 ist der
Mehr im Netz
Export der Branche gegenüber dem Vorjahr auf
Der Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Indus25 Milliarden Euro gestiegen – plus eine Milliarde
trie (GKV) ist unter gkv.de zu finden. Die VDI-GesellEuro hieß es am Ende des Jahres beim internationaschaft Materials Engineering informiert unter vdi.de/
kunststoffe über die Branche. Der Gesamtverband
len Geschäft. Für 2015 erwartet die Branche einen
der Textil- und Modeindustrie ist unter textil-mode.de
Zuwachs beim Gesamtumsatz von 1,5 Prozent.
erreichbar.
Die intensive Zusammenarbeit der Textilproduzenten mit den Textilforschungsinstituten ist
eine der Grundlagen für die Innovationskraft der
Unternehmen. Hieraus entstehen immer wieder
Produktneuheiten, „die Deutschlands Weltmarktführerschaft im Bereich technischer Textilien
sichern“, sagt Ingeborg Neumann vom Verband
Textil + Mode.
Die deutsche Textilindustrie ist eine wichtige
Zulieferbranche für die Luft- und Raumfahrtin-
staufenbiel.de
Unabhängig recherchierte
Insider-Informationen
über Arbeitsklima, Gehalt
Arbeitgeber
und Bewerbung bei Arbeitgebern der Branche wie
etwa W.L. Gore stehen in den Arbeitgeber-Checks auf
staufenbiel.de/arbeitgeber-check.
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
89
Die Logistikbranche ist in Deutschland laut Bundesvereinigung Logistik (BVL) der größte Wirtschaftsbereich nach Automobil und Handel. Rund
235 Milliarden Euro Umsatz hat die Branche 2014
erwirtschaftet. Logistik rangiert noch vor Elektronikbranche und Maschinenbau. Mit mehr als 2,9
Millionen übertrifft sie die Zahl der Beschäftigten
im Maschinenbau um das Dreifache.
Der Logistik-Markt in Europa wird auf rund
930 Milliarden Euro geschätzt. Daran hat Deutschland mit gut 20 Prozent einen einzigartig hohen
Anteil. Das liegt nicht nur an der geografischen
Lage im Herzen Europas: Deutschland nimmt aus
Sicht vieler Investoren eine internationale Spitzenposition in Logistiktechnologie und Infrastrukturqualität ein.
Etwa die Hälfte der logistischen Leistungen,
die in Deutschland erbracht werden, sind tatsächlich sichtbar: in der Bewegung von Gütern durch
Logistikbranche in Deutschland
Quelle: Bundesvereinigung Logistik 2015
2011
222
2012
225
2013
230
2014
235
Umsatz in Mrd. Euro
90
die Logistik-Dienstleister. Die andere Hälfte findet in der Planung, Steuerung und Umsetzung in
den Unternehmen statt. Logistik ist aber mehr als
Transport, Umschlag und Lagerung. International
wird von Supply Chain Management gesprochen,
also der intelligenten Planung und Steuerung von
Wertschöpfungsketten.
Ein Beispiel: Ein Auto, das für den skandinavischen Markt bestimmt ist, wird in der Slowakei
gebaut – mit Bauteilen, die in Japan produziert
werden. Das funktioniert nur mit Logistik als verbindendem Element. Sie sorgt für die Planung,
Gestaltung und Steuerung der internationalen
Waren- und Informationsflüsse.
Wie eine BVL-Umfrage zeigt, setzen die Logistikfachleute ihre Hoffnungen vor allem auf den
Binnenmarkt und auf West- und Nordeuropa.
Aus Russland und den Krisenländern Südeuropas
werden kaum Impulse erwartet. Als wichtigstes
RUND
235
MRD. EURO
2,79
2,82
2,85
Beschäftigte in Mio.
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
TOPFACTS
Die Logistikbranche
erwirtschaftet rund 235
Milliarden Euro Umsatz.
Mehr als 2,9 Millionen
Beschäftigte arbeiten in der
Logistikbranche.
2,90
JOBS
Trainee
© hxdyl – shutterstock.de
Logistik und Verkehr
2,9
MIO.
Jobs in der Logistikbranche unter
staufenbiel.de/
ingenieure
staufenbiel.de
Einstiegsbranchen: Logistik und Verkehr
übergeordnetes Logistikthema betrachtet ein Drittel der Unternehmen die Digitalisierung des Wirtschaftsbereichs. Auf der Agenda folgen die Themen
Compliance, Prozesse und Organisation (17 Prozent) und das Risikomanagement in der Lieferkette
durch politische Umbrüche oder sich verändernde
Warenströme (16 Prozent). In den Unternehmen
beschäftigen sich die Befragten vorrangig mit
IT-Projekten (29 Prozent) und Organisationsprozessen (20 Prozent).
Die Logistikbranche sieht sich insgesamt einer
wachsenden Komplexität gegenüber. Die steigenden Kundenanforderungen, die Globalisierung der
Prozesse und länger werdende und sich verzweigende Supply Chains machen die Aufgaben in der
Logistik immer anspruchsvoller. Klassische Supply
Chains werden zu Supply Networks.
Einstieg & Perspektiven
Die Unternehmen der Branche besetzen frei werdende Stellen gerne mit Absolventen von Logistik-Studiengängen. Gesucht werden vor allem IT-Nachwuchskräfte, Ingenieure und Betriebswirte mit technischer
Zusatzausbildung. Ein Arbeitsbereich für Einsteiger
ist das Supply Chain Management (SCM). Der Supply
Chain Manager entwickelt prozess- und kundenorientierte Managementkonzepte und Führungsinstrumente. Er überwacht und steuert die gesamte
Wertschöpfungskette – vom Einkauf bis zur Auslieferung des fertigen Produkts. Auch für den Bereich des
elektronischen SCM werden Mitarbeiter gesucht, da
im Supply Chain Management Inter-, Intra- und Extranet-Anwendungen weiter an Bedeutung gewinnen.
Anforderungen
Die Einsatzmöglichkeiten in der Logistik sind
sehr vielfältig. Gute Voraussetzungen hat, wer ein
praxisnahes Studium absolviert hat. Interkulturelle Kompetenz ist in der global tätigen Branche
unverzichtbar. Englisch gilt als obligatorisch. Wer
vor dem Studium eine Ausbildung in einer Spedition absolviert hat, ist bei der Bewerbung durchaus im Vorteil. Denn auch von Akademikern wird
Hands-on-Mentalität erwartet.
In der Logistik gibt es beim Einstieg oft Training
on the Job. Pluspunkte bringen Praktika und erste
staufenbiel.de
Berufserfahrung – vor allem in Verbindung mit
einem Auslandsaufenthalt. Warehouse-Logistiker,
die sich mit Lagerhaltung und -technik beschäftigen, oder Produktionslogistiker, deren Fokus auf
internationaler Distributionslogistik, Transporteinkauf und -koordination liegt, sind ebenfalls
gefragt.
Nicht nur bei klassischen Speditionsunternehmen, sondern auch bei internationalen Paket-,
Express- und Logistikdienstleistern gibt es Chancen für den Einstieg. Studenten, die sich für einen
Einstieg im Logistikbereich interessieren, sollten
sich mit verkehrsspezifischen Fragen (Verkehrsbetriebslehre, Transportökonomie, Verkehrswissenschaft) auseinandersetzen. Sie müssen Organisationssysteme kennen und über (Grund-)Kenntnisse
in Kostenrechnung, Planung, Marketing und Materialwirtschaft verfügen.
Studenten können in den studentischen Regionalgruppen der Bundesvereinigung Logistik (BVL)
mitarbeiten. Durch die Mitarbeit dort können sie
im Studium ihr Netzwerk in der Logistikwelt aufbauen und Kontakte knüpfen.
IT-Wissen ist in der Branche von zentraler
Bedeutung, da ohne IT keine Warenströme gesteuert werden können. Vernetztes Denken und Teamfähigkeit gelten neben Fach- und Methodenwissen als
Grundlage für die weitere Karriere in der Branche.
Mehr im Netz
Infos zur Logistikbranche stellen die Bundesvereinigung Logistik (BVL) unter bvl.de und der
Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und
Logistik (BME) unter bme.de bereit. Der Bundesverband Internationaler Express- und Kurierdienste
(BIEK) ist unter biek.de zu finden.
Unabhängig recherchierte
Insider-Informationen
über Arbeitsklima, Gehalt
Arbeitgeber
und Bewerbung bei Logistikkonzernen wie Deutsche Bahn,
Lufthansa oder Fraport stehen in den Arbeitgeber-Checks
auf staufenbiel.de/arbeitgeber-check.
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
91
Als der Vulkan Eyjafjallajökull auf Island im Jahr
2010 bis in sieben Kilometer Höhe Aschewolken
spuckte, war fast der gesamte europäische Flugverkehr für einige Tage lahmgelegt. Neben vielen
gestrandeten Urlaubern bedeutete das auch, dass
viele Firmen dringend benötigte Maschinen und
Materialien nicht an ihren Bestimmungsort liefern
konnten. Die Folge waren Produktionsausfälle und
teils hohe Verluste. Vorfälle wie dieser zeigen, wie
unersetzbar die Luftfahrt für viele Wirtschaftszweige heute ist.
Weniger alltagstauglich, aber dafür umso imposanter sind Raketentriebwerke etwa der Ariane 5.
Diese stärksten Motoren der Welt haben 30 Millionen PS, um die rund 800 Tonnen schwere Rakete
vom Boden abheben zu lassen. Beeindruckende
Zahlen, die zur Faszination für die Raumfahrttechnik beitragen.
In der Luft- und der Raumfahrt sind vor allem
Ingenieure gefragt. In der Luftfahrt liegt der Fokus
auf Aerodynamik und Energie-Effizienz. Die
Raumfahrt beschäftigt sich mit den Bedingungen,
denen Fluggeräte im Weltraum ausgesetzt sind,
etwa Temperaturschwankungen, Vakuum, Strahlung und Schwerelosigkeit. Luft- und Raumfahrt
ist eine hochtechnologische Branche, die über die
Jahre ein wirtschaftlich bedeutender Wachstumsmotor geworden ist.
Insgesamt arbeiten laut Bundesverband der
Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) in der
Branche mehr als 105 000 Menschen, von denen
mehr als die Hälfte hochqualifizierte Ingenieure
und Fachkräfte sind. Rund zwei Drittel aller
Beschäftigten der Branche arbeiten in Großunternehmen mit mehr als 2 000 Beschäftigten. Der
Stellenzuwachs um rund 10 000 Mitarbeiter seit
2010 zeigt die dynamische Entwicklung, die die
TOPFACTS
Einstiegsgehälter Luft- und
Raumfahrtindustrie
Quelle: Personalmarkt-Gehalt.de 2015
41 016 Euro
Q1
55 585 Euro
Q2
JOBS
Trainee
92
105 000
46 320 Euro
Median
© steve_mann – shutterstock.de
Luft- und Raumfahrtindustrie
Jobs in der Luft- und
Raumfahrtindustrie
unter staufenbiel.de/
ingenieure
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
In der Luft- und Raumfahrtindustrie arbeiten mehr als
105 000 Menschen.
Seit 2010 gab es
in der Branche einen
Stellenzuwachs von
rund 10 000 Jobs.
10 000
staufenbiel.de
Einstiegsbranchen: Luft- und Raumfahrtindustrie
Luft- und Raumfahrtindustrie genommen hat.
Das Umsatzvolumen lag 2014 bei mehr als 32
Milliarden Euro – eine Steigerung von fünf Prozent zum Vorjahr.
Die Branche lässt sich in drei Felder gliedern:
Luftfahrt, Raumfahrt, Wehrtechnik. Durch Airbus
ist Europa zu einem der wichtigsten Standorte im
zivilen Luftfahrtbau geworden, der auch in vielen
Zulieferbetrieben Jobs sichert und neue schafft.
Besonders in Forschung und Entwicklung ist
Deutschland stark. In der Zuliefererindustrie geht
der Konzentrationsprozess allerdings weiter. Von
einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung profitierten die Triebwerkshersteller und die Ausrüstungs- und Werkstoffindustrie.
Auch der Branchensektor Verteidigung, Sicherheit und militärische Luftfahrt hat positive Zahlen
geschrieben. Der Gesamtumsatzanteil des Branchensegments beträgt 21 Prozent.
Die Raumfahrt ist besonders für verschiedene
Forschungsbereiche wichtig: Durch die Beobachtungen in der Raumstation ISS wurden Erkenntnisse für die Werkstoffkunde, Robotik, Sensortechnik, Biologie, Pharmazie und Medizin gewonnen.
Wegen der interdisziplinären Ausrichtung ist die
deutsche Raumfahrtindustrie weltweit anerkannt.
Insgesamt sind acht Prozent der Mitarbeiter der
Branche im Bereich Raumfahrt beschäftigt.
Klimaschutz ist ein Thema, das auch die Luftund Raumfahrtindustrie beeinflusst. Flugzeuge
sollen spürbar sparsamer, sauberer und leiser werden. Dazu arbeiten Ingenieure an Entwicklungen
im Leichtbau, neuen Antriebssystemen und Materialien oder vollkommen neuen Konstruktionsansätzen.
Anforderungen
Von Bewerbern verlangen Arbeitgeber der Luftund Raumfahrtindustrie sehr gute theoretische
und praktische Kenntnisse. Verhandlungssicheres
Englisch ist Pflicht. Wer sein Englisch im Auslandsstudium oder Auslandspraktikum angewendet hat,
kann punkten. Weitere Fremdsprachen, besonders
Französisch und in der Raumfahrt auch Russisch,
sind von Vorteil.
staufenbiel.de
Mobilität, Flexibilität und interkulturelle Kompetenzen sind zentrale Anforderungen, da die Firmen weltweit eng miteinander verbunden sind.
Außerdem haben Projekt- und Zeitmanagement
eine große Bedeutung. Wer erste Projektmanagement-Erfahrungen mitbringt, kann Pluspunkte
sammeln.
Da sich die Raumfahrttechnik in vergleichsweise unbekanntem Terrain bewegt, sind auch
die Anforderungen an Nachwuchsingenieure sehr
speziell. Hier sind vor allem kreative Köpfe gefragt.
Absolventen der Luft- und Raumfahrttechnik, des
Flugzeugbaus oder Ingenieure der Studiengänge
Elektro- und Nachrichtentechnik, Maschinenbau
oder Informatik haben gute Chancen, sollten sich
aber schon während des Studiums mit Raumfahrt
auseinandergesetzt haben. Das Schreiben einer
praxisnahen Abschlussarbeit im Unternehmen ist
in der Branche eine perfekte Möglichkeit, intensive
Kontakte zu einem potenziellen Arbeitgeber zu
knüpfen.
Mehr im Netz
Der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) gibt unter bdli.de einen Überblick über die Branche. Auch das Deutsche Zentrum
für Luft- und Raumfahrt (dlr.de) und die Deutsche
Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt (dglr.de) bieten
Infos an. Die Vereinigung Bauhaus Luftfahrt liefert
unter bauhaus-luftfahrt.net Visionäres und über
Einstiegschancen bei mittelständischen Unternehmen informiert Hecas (Hanseatic Engineering &
Consulting Association) unter hecas-ev.de.
Unabhängig recherchierte
Insider-Informationen
über Arbeitsklima, Gehalt
Arbeitgeber
und Bewerbung bei Arbeitgebern der Branche wie DLR,
EADS, Lufthansa oder Diehl stehen im Arbeitgeber-Check
auf staufenbiel.de/arbeitgeber-check.
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
93
Vom Stabmixer bis zur Wellendichtung für Hochseeschiffe, von der kompletten Offshore-Windkraftanlage bis zur menschenähnlichen Roboterhand – es gibt kaum ein Produkt auf dieser Welt,
das nicht irgendwie und irgendwann mit dem
Maschinen- und Anlagenbau zu tun hat.
Für technische Absolventen bieten sich sehr
viele Einsatz- und Karrieremöglichkeiten. Auf der
einen Seite gibt es Konzerne, die von Südamerika
bis Südostasien Kraftwerke und Anlagen bauen.
Auf der anderen Seite ist die Branche von kleinen
und mittelständischen Betrieben geprägt, die oft
nicht mehr als 100 Mitarbeiter haben. Ingenieure
im Maschinen- und Anlagenbau finden unterschiedliche Einsatzbereiche von der Forschung bis
zur Entwicklung.
Der Maschinen- und Anlagenbau ist in
Deutschland die Leitbranche schlechthin. Mit
Abstand ist er der wichtigste Industriearbeitgeber.
Einstiegsgehälter im Maschinenbau
Quelle: Personalmarkt-Gehalt.de 2015 (Median in Euro)
... in der Elektrotechnik
... in der Konstruktion
... in der Projektabwicklung
... in der Produktion
... in der Instandhaltung
... im Vertrieb
94
47 169
45 692
48 223
53 259
42 295
51 498
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
2014 arbeiteten laut Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) rund eine Million
Menschen in der Branche. Der Branchenumsatz lag
bei über 210 Milliarden Euro.
Trotz Weltmarkt und Hochtechnologie: Der
Maschinen- und Anlagenbau ist geprägt durch
den „German Mittelstand“. So haben laut VDMA
rund 90 Prozent der Unternehmen weniger als 250
Mitarbeiter, nur zwei Prozent mehr als 1 000 Angestellte. Allerdings sind sie deshalb nicht weniger
attraktive Arbeitgeber für Nachwuchsingenieure:
Denn häufig sind sie in ihrem Spezialgebiet Weltmarktführer. Vor allem im Süden Deutschlands
haben Maschinenbauingenieure gute Chancen,
interessante Stellen bei kleinen und mittleren
Unternehmen und Hidden Champions zu finden.
Auf internationale Projekte müssen Einsteiger
dabei nicht verzichten. So produzieren mittlerweile
viele Mittelständler aus Deutschland ihre Produkte
© zbynek_jirousek – shutterstock.de
Maschinen- und Anlagenbau
TOPFACTS
Mehr als eine Million Men1 000 000 schen arbeiten im deutschen
Maschinen- und Anlagenbau.
Nur zwei Prozent der Firmen
sind Großunternehmen mit
mehr als 1 000 Mitarbeitern.
JOBS
Trainee
2
PROZENT
Jobs im Maschinenund Anlagenbau unter
staufenbiel.de/
ingenieure
staufenbiel.de
Einstiegsbranchen: Maschinen- und Anlagenbau
für den chinesischen Markt direkt in China. Und das Zusammenwachsen von Informatik, Elektronik
dabei lernen sie durchaus dazu: Aus ihrem Heimat- und Mechanik.
markt sind sie gewohnt, das bestmögliche Produkt
Ein Sinnbild für die Automation sind Roboter
zu liefern. In China geben sich Kunden durchaus – bestehend aus Maschine, Software und Dienstauch mit weniger zufrieden. Hier entscheidet viel leistung. Durch zunehmende Funktionalität, neue
stärker der Preis. Abstriche etwa beim Design oder Anwendungsgebiete, persönliche Assistenten und
bei Zusatzfunktionen werden dafür
HEUTE MÜSSEN DIE TECHNIKSPEZIALISTEN
in Kauf genommen. Deshalb sehen
NÄHER AM KUNDEN ARBEITEN
viele deutsche Maschinen- und
Anlagenbauer gute Chancen für
Wachstum auch im sogenannten Gut-Genug-Seg- Service-Roboter ist der Robotikmarkt zu einer
ment: gute Technik, aber ohne Extras, der das Pro- dynamischen Wachstumsbranche geworden, die
dukt verteuert. Diese Taktik halten Experten auch für Ingenieure mit den Schwerpunkten Robotik
für Märkte in Indien und Afrika für vielverspre- oder Automatisierungstechnik spannende Aufgachend.
ben bereithält.
Roboter kommen etwa in der AutomobilinTrends
dustrie und in der Fertigung zum Einsatz. Rund
Der Maschinenbau ist auch deshalb eine zentrale um Kunststoff- und Werkzeugmaschinen sowie in
Branche, weil High-Tech-Industrien wie Luftfahrt- Logistikzentren sind Roboter nicht mehr wegzuund Raumfahrt, Elektroindustrie oder Medizin- denken. Und der Roboter als persönlicher Assistechnik ohne ihn gar nicht denkbar wären. Wich- tent ist keine Science-Fiction mehr. Serviceroboter
tige Trends sind neben Industrie 4.0 die Automa- sollen Menschen begleiten und unterschiedliche
tion, grüne Technologien und Ressourceneffizienz. Aufgaben übernehmen, wie etwa Staub saugen,
Von diesen globalen Trends profitiert der deutsche Tanken oder Rasen mähen. In vielen KrankenhäuMaschinenbau etwa beim Thema Elektromobili- sern arbeiten bereits Roboter.
tät oder bei der Entwicklung kleinerer und sparsamer Automotoren (Downsizing). Für vernetzte Neue Geschäftsmodelle
E-Autos sind präzise Fertigungsanlagen notwen- Doch die internationale Konkurrenz schläft nicht.
dig – und die liefert der deutsche Maschinen- und Deshalb entwickeln viele deutsche Maschinenbauer ihre Geschäftsmodelle weiter. Sie wollen sich
Anlagenbau.
Auch durch die Energiewende erhoffen sich die von der Konkurrenz abheben, vor allem aus China
Maschinenbauer weitere Aufträge. Schließlich ist und anderen asiatischen Ländern. Denn deutsche
im Energiesektor der Ausbau regenerativer Ener- Maschinenbauer sind wegen niedriger Löhne unter
gien und intelligenter Stromnetze eine der großen Druck. Besondere Hoffnungen setzen sie deshalb
Aufgaben der kommenden Jahre – in Europa und auf anspruchsvolle Bereiche wie Wartung oder
weltweit. Ob in Großkraftwerken, im Bereich der E-Business.
Statt hochwertige neue Maschinen zu verkauerneuerbaren Energien oder in kleinen Energieanlagen wie Heizungen und Klimaanlagen – hier fen, konzentrieren sich deutsche Unternehmen
gehören deutsche Unternehmen mit zu den füh- immer öfter auf die Wartung bestehender Anlagen. Das ist für viele Kunden günstiger als neue
renden Anbietern auf dem Weltmarkt.
Ungebrochen ist auch der Trend zur Automa- Maschinen zu kaufen. Ein riesiges Geschäftsfeld,
tisierung. Branchen wie Medizintechnik oder die denn viele Unternehmen in China nutzen MaschiPhotovoltaik setzen auf Lösungen der Robotik und nen, die zwanzig Jahre und älter sind. Wartung und
Automation. Ein Stichwort heißt: Mechatronik. Instandhaltung sollen deutschen Unternehmen
Der Begriff ist nicht eindeutig definiert, gemeint ist neue Umsätze bringen. Die Anlagen werden von
staufenbiel.de
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
95
Einstiegsbranchen: Maschinen- und Anlagenbau
innovativen Unternehmen schon heute bis zum
Ende ihrer Laufzeit begleitet. Die enge Kundenbindung ist ein großer Vorteil der deutschen Maschinenbaufirmen auf den globalen Märkten.
Hier knüpft auch das E-Business oder E-Industrial Services an. Dabei geht es um Dienstleistungen rund um Maschinen und Großanlagen, die
online realisiert werden können.
Einstieg & Perspektiven
Die Veränderungen der Geschäftsmodelle bringen
auch neue Anforderungen an Nachwuchskräfte mit
sich. Die Branche ändert ihr Gesicht und braucht
engagierte Ingenieure. Der Fachkräftemangel ist im
Maschinenbau unverändert ein großes Thema. Heute
müssen die Technikspezialisten aber viel näher
am Kunden arbeiten. Der Anteil der in Vertrieb oder
Service eingesetzten Ingenieure steigt. Für Absolventen der Fachrichtung Maschinenbau bedeutet das:
Technik ist nicht alles. Immer auch an den Kunden
denken, lautet die Devise.
Wie in den meisten anderen Industriebranchen
gewinnt auch im Maschinenbau der Service weiter
an Bedeutung. So müssen sich Einsteiger zunehmend der Anlagenprojektierung und Beratung
widmen. Auch die Schulung von Kundenpersonal
im Umgang mit den gelieferten, maßgeschneiderten Maschinen steht im Fokus. Ohne betriebswirtschaftliche und kommunikative Fähigkeiten sowie
fundierte IT-Kenntnisse lässt sich eine prozessorientierte Produktentwicklung kaum noch erfolgreich steuern.
Anforderungen
Soft Skills werden immer wichtiger. Hier zählen
besonders Kommunikationsfähigkeit, Team- und
Präsentationsfähigkeit. Punkten können Absolventen mit praktischen Erfahrungen und Sprachkenntnissen. Für eine erfolgreiche Karriere ist
verhandlungssicheres Englisch ein Muss. Weitere
Fremdsprachenkenntnisse sind von Vorteil. Pluspunkte sammeln Absolventen mit einem Auslandssemester oder Auslandspraktikum. Denn interkulturelle Kompetenz wird zu einem wichtigen Merkmal des global agierenden Ingenieurs.
96
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
Vor allem Maschinenbauingenieure, die Kenntnisse an den Schnittstellen zusammenwachsender Technologien erworben haben, sind gefragt.
Allerdings müssen Ingenieure fachübergreifend
und vernetzt denken und handeln können. Vor
allem Know-how aus den Bereichen Informatik
und Elektronik gehören mit zu den Voraussetzungen für eine erfolgreiche Karriere. Ein Vorteil
für Maschinenbau-Absolventen: Da in fast jedem
Industriezweig mit Maschinen gearbeitet wird,
sind Bewerber nicht auf eine Branche beschränkt.
Die Einsatzgebiete sind vielfältig. Auch in Ingenieurbüros, Consultingfirmen, bei Herstellern von
Haushaltsgeräten oder Bauzulieferfirmen gibt es
Einstiegschancen. Maschinenbauingenieure finden Jobs bei Automobilzulieferern, Werkzeugbau-Unternehmen und in der Medizintechnik, in
der Solarbranche oder der Nahrungs- und Genussmittelindustrie. Die Aufgabenschwerpunkte unterscheiden sich je nach Unternehmen und Fachzweig. Die Tätigkeiten liegen oft in den Bereichen
Konstruktion, Forschung und Entwicklung, Vertrieb und Produktion.
Mehr im Netz
Infos zur Branche gibt es auf den Seiten des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA)
unter vdma.org. Der Verband unterhält auch den
Video-Kanal machinery.tv.
Unabhängig recherchierte
Insider-Informationen
über Arbeitsklima, Gehalt
Arbeitgeber
und Bewerbung bei
Maschinenbauunternehmen
wie Voith, Bosch oder Windmöller & Hölscher stehen in den
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Karriere im Unternehmensverbund
Ob Fahrzeug- oder Maschinenbau, ob Luft- und
Raumfahrtindustrie, Schiffbau oder Bauwirtschaft:
Metalle und Stahl sind überall verbreitet. Aluminium spielt auch in der Verpackungsindustrie und
Kupfer als Leitmaterial eine große Rolle.
Deutschland ist mit einer jährlichen Produktion von 43 Millionen Tonnen Rohstahl einer der
großen Stahlhersteller in der Welt. Für 2015 erwartet die Wirtschaftsvereinigung (WV) Stahl eine
„leichte Erholung des deutschen Stahlmarkts“. Die
Stahlnachfrage steigt laut Prognose, hauptsächlich
gestützt durch eine positive Entwicklung von wichtigen Kundenbranchen. Die Rohstahlerzeugung
wird voraussichtlich um ein Prozent auf 43,3 Millionen Tonnen steigen. Ein Risiko für die Branche
bleiben aber die Exporte nach China und Russland.
Rund zwei Drittel des in Deutschland erzeugten
Rohstahls wird in integrierten Hüttenwerken wie
Hochofen, Stahl- und Walzwerk als Oxygenstahl
erschmolzen, der Rest wird über die Elektrostahlroute hergestellt.
Die Stahlindustrie hat in den letzten drei Jahrzehnten große Anstrengungen unternommen,
um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Die
Arbeitsproduktivität – gemessen als die spezifische
Rohstahlproduktion in Tonnen je Beschäftigtem –
hat sich seit den 1980er Jahren mehr als verdreifacht.
So handfest die Branche erscheint: In der Stahlund Metallindustrie spielen Innovationen eine zentrale Rolle. Durch neue Modellierungsmethoden
werden die Werkstoffe ständig optimiert. So produziert die Stahlindustrie neben einer Reihe von kundenspezifischen Stahlsorten rund 2 500 genormte
Stähle. Jährlich werden etwa 100 Stahlsorten in
ihrer Zusammensetzung an steigende Anforderungen angepasst. Bis zu 30 komplett neue Stahlsorten
kommen jedes Jahr hinzu, so die WV Stahl.
TOPFACTS
Kennzahlen der Stahlindustrie
Quelle: WV Stahl/Statista
Rohstahlerzeugung
43,8
42,9
in Mio. t
Beschäftigte
288 000
87 000
Produktivität
152
in t Rohstahl/Beschäftigter
1980
98
493
40
MRD. EURO
2014 erwirtschaftete
die deutsche Stahlindustrie
einen Umsatz von rund
40 Milliarden Euro.
2014
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
© yuangeng_zhang – shutterstock.de
Stahl- und Metallindustrie
staufenbiel.de
Einstiegsbranchen: Stahl- und Metallindustrie
Wichtige Kunden der Branche sind die exportorientierte Automobilindustrie, der Maschinenbau
und die Elektroindustrie. Die Stahl- und Metallindustrie hat von der konjunkturellen Belebung
profitiert. Vor allem für den Automobilbereich ist
Stahl wichtig. Ein Pkw besteht heute etwa (noch)
zur Hälfte aus dem Werkstoff.
Die Automobilhersteller und Zulieferer wollen
sicherere, komfortablere und technisch raffinierte
Autos bauen. Gleichzeitig sollen Autos auch stetig
umweltfreundlicher werden. Der Werkstoff Stahl
muss deshalb leichter und belastbarer werden.
Gerade der Fahrzeugleichtbau bleibt für die Stahlbranche eine große technische Herausforderung.
Auch die Nachfrage aus der Solarindustrie beflügelt
die Branche.
Viele Großunternehmen der Stahl- und Metallindustrie haben ihre Aktivitäten stark diversifiziert. Der Umweltschutz wird in den Stahlwerken
immer wichtiger. Hier sind technisches und ökonomisches Wissen erforderlich. Umstellungen
gibt es auch durch den Atomausstieg, denn die
Stahl- und Metallindustrie ist ein energieintensiver
Wirtschaftszweig. Da ein Fünftel der Herstellungskosten auf Energie entfallen, sind auch innovative
Ingenieure für das Energiemanagement gefragt.
senschaften absolviert haben. Absolventen, die
beim Einstieg praktische Erfahrungen in der Stahlindustrie mitbringen – etwa durch Praktika – können Pluspunkte sammeln.
In allen Bereichen der Stahlindustrie verlangen
Unternehmen von Ingenieuren Spezialisierung,
Qualifizierung, Kommunikationsstärke und interdisziplinäres Know-how. Die Arbeit an Prozess-,
Werkstoff- und Produktinnovationen steht oben
auf der Agenda. Die Anforderungen an Produkte
und Mitarbeiter steigen kontinuierlich.
In Konkurrenz zu den Technikern und Ingenieuren aus klassischen Stahlberufen – wie Metallurgen, Werkstofftechniker oder Maschinenbauer –
stehen Informatiker oder Physiker, die sich mit dem
Material Stahl beschäftigen. Große Unternehmen
der deutschen Stahlindustrie bieten Trainee-Programme an, die Nachwuchskräfte gezielt auf Führungsaufgaben vorbereiten.
Wer eine Karriere in der Branche anstrebt, sollte
außer guten Studienleistungen und praktischen
Erfahrungen auch gute Sprach- und IT-Kenntnisse mitbringen. Neben naturwissenschaftlichem
Interesse sind vor allem fundiertes Fachwissen und
Organisationstalent gefragt. Aber auch wenn Stahl
ein harter Werkstoff ist, Soft Skills zählen auch hier.
Einstieg & Perspektiven
Mehr im Netz
Absolventen können mit einem Trainee-Programm in
die Stahlbranche einsteigen. Die Einstiegspositionen
reichen von Instandhaltung bis hin zu Entwicklung, Produktion oder Qualitätswesen. Auch in den
Bereichen Energiewirtschaft oder Umweltschutz
ist der Einstieg möglich. In der Produktion sind die
Gewährleistung des sicheren Anlagebetriebs und die
Weiterentwicklung der Verfahren und des Werkstoffs
zentrale Aufgaben. Forschung und Entwicklung
bedeutet für Ingenieure eine Kombination aus Werkstoffwissenschaft und Prozesstechnik auf der Basis
modernster IT.
Der Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung
(WSM) ist unter wsm-net.de zu finden. Zahlen und
Fakten rund um den Stahl und die Branche gibt es
im Internetauftritt der Wirtschaftsvereinigung Stahl
unter stahl-online.de. Der Gesamtverband der Aluminiumindustrie (GDA) informiert unter aluinfo.de,
die NE-Metallindustrie unter wvmetalle.de.
Anforderungen
Wer in die Stahl- und Metallindustrie einsteigen
möchte, sollte ein Studium der Metallurgie, des
Maschinenbaus, der Material- oder Werkstoffwis-
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Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
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Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
Special: Innovationen
Innovation durch Industrie 4.0
Ein zentraler Innovationstreiber in Wirtschaft,
Wissenschaft und Gesellschaft ist die digitale Vernetzung. Dieser Megatrend hat eine ähnlich revolutionäre Bedeutung wie die Erfindung des Buchdrucks, der Dampfmaschine oder der Elektrizität.
Dabei generieren intelligente Geräte in intelligenten Netzen neue Wertschöpfungspotenziale.
Die Zukunft sieht so aus: Stoßstangen passen
sich in ihren Materialeigenschaften an die Verkehrssituation an, sprechende Kühlschränke lesen
Einkaufslisten vor und bestellen automatisch im
Internet neue Ware. Implantierte Herz-Kreislaufpumpen verhindern einen Herzstillstand und
intelligente Fensterfolie verarbeitet Sonnenlicht
zu Energie. In die Kleidung integrierte Computer
teilen den Standort mit oder warnen vor Gefahren,
etwa wenn ein Kleinkind unbeobachtet den Spielplatz verlässt. Erste Innovationen dieser Art gibt es
bereits.
Die Kunst der kleinen Lösung
ren die smarten Objekte miteinander. Es entsteht
ein Internet der Dinge und Dienste. Das verändert
Produktion, Wertschöpfungsprozesse, Arbeitsorganisation, After-Sales-Prozesse und ganze
Arbeitswelten.
Schöne neue Technikwelt
Der Innovationssprung von der analogen in die
digitale Welt verändert mit großer Geschwindigkeit nicht nur die Informations-, Produktions- und
Dienstleistungsprozesse, sondern auch den Alltag
und die meisten Alltagsprodukte. Diese Entwicklung ist eine globale Umwälzung, die alle Lebensbereiche sowohl beruflich als auch privat betrifft.
Die Smart Factory
Im Zentrum des Internets der Dinge, Daten und
Dienste steht die Smart Factory. In ihr kommunizieren Menschen, Maschinen und Ressourcen so
selbstverständlich wie in einem sozialen Netzwerk.
Die Maschinen in der Smart Factory sind global
vernetzt und organisieren sich weitgehend eigenständig. Die Teile und Werkzeuge in der Produktion wissen deshalb, wer sie sind, wie ihr Zustand
ist und was als nächstes geschehen muss: Smart
Production. Für die Menschen entstehen daraus
Innovationen erfinden selten das Rad neu. Häufig
entwickeln sie Bestehendes weiter oder kombinieren es neu. Es geht auch nicht nur um neue oder
bessere Produkte. Entscheidend
IM ZENTRUM DES INTERNETS DER
sind die zugrunde liegenden ProDINGE, DATEN UND DIENSTE STEHT DIE
zesse und Strukturen in den Unternehmen. Oft machen sie erst Inno- SMART FACTORY
vationen möglich.
Die vierte industrielle Revolution, auch als neue Aufgabenprofile und Anforderungen. Ihre
Internet der Dinge bezeichnet, spielt hier eine Arbeit wird komplexer und dynamischer.
wesentliche Rolle. Dabei muss es gar nicht immer
der eine große Wurf oder die eine große InnovaPlattform Industrie 4.0
tion sein. Oft werden es stattdessen tausend kleine
Die gemeinsame Initiative der Industrieverbände
Schritte und Lösungen sein. Das macht den MegaBitkom, VDMA und ZVEI soll die vierte industrielle
trend auch für kleinere Mittelständler interessant.
Revolution aktiv mitgestalten. Ziel ist ein branchenIm Zeitalter von Industrie 4.0 kommunizieren
übergreifender Austausch über Technologien, Praxisbeispiele und das Thema Mensch und Arbeit.
die Produkte direkt mit den Maschinen. Sie tragen
Weitere Infos unter: plattform-i40.de.
Barcodes oder RFID-Chips auf der Oberfläche, die
entsprechende Informationen enthalten. Scanner
und Computer lesen die Daten aus, übermitteln sie Auch die fertigen Produkte an sich werden smart:
online weiter – und sorgen dafür, dass die Maschi- Sie kennen ihren Zustand in ihrem Gesamtlebensnen richtig agieren. Auf diese Weise kommunizie- zyklus und wissen, wann sie produziert wurden,
staufenbiel.de
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
101
Special: Innovationen
wohin sie geliefert oder wann sie repariert und
ersetzt werden müssen. Diese Vision betrifft alle
Produkte von Autos, Kleidung und Pumpen bis zu
Baumaschinen und Haushaltsgeräten.
Herkömmliche Wertschöpfungsketten verändern sich und neue Geschäftsmodelle entstehen. Einen eigenen Marktwert stellen dabei die
gesammelten Daten von Produktteilen, Produkten, Dienstleistungsprozessen und des handelnden
Menschen dar: Smart Data.
Health, die Intensiv-Überwachung eines Patienten
in seiner häuslichen Umgebung, sind weitere Beispiele.
Mitarbeiter der Zukunft
Die Fabrik der Zukunft braucht aber auch Menschen. Etwa in Situationen, in denen Flexibilität,
sofortiges Handeln und Entscheidungen gefragt
sind. Die Mitarbeiter der Zukunft müssen vor
allem Integrationskompetenz mitbringen und ein
Verständnis für das Zusammenspiel
DIE MITARBEITER DER ZUKUNFT MÜSSEN
von Mechanik, Elektronik und IT in
VOR ALLEM INTEGRATIONSKOMPETENZ
modernen Produktionsprozessen.
MITBRINGEN
Ihre Aufgaben- und Kompetenzprofile verändern sich in der Industrie
Neue Aktionsfelder entstehen, etwa Smart Buil- 4.0 stark. Der Mensch wird nicht überflüssig, sondings, bei denen intelligente Textilfasern im Beton dern steht vor einem neuen Gegenüber. Die IngeniZustandsmeldungen abgeben oder Smart Mobility, eure von morgen haben nicht nur technische, sonbei der das Stadtteilauto selbsttätig vor die Haus- dern auch gesellschaftspolitische Verantwortung zu
tür fährt. Smart Grids für die Energiewende, Smart tragen.
Logistics mit Drohnen als Paketboten oder Smart
Die vierte industrielle Revolution führt
zu einem Internet der Dinge, Dienste
und Daten. Sie verbindet moderne Technologien der Informationstechnik mit
klassischen industriellen Prozessen zu
sogenannten Cyber-Physical Systems
(CPS). Auf diese Weise kommunizieren
die smarten Objekte miteinander.
In der Industrie 4.0 kommunizieren die
Produkte direkt mit den Maschinen.
Sie tragen Barcodes oder RFID-Chips
auf der Oberfläche, die entsprechende
Informationen enthalten. Scanner lesen
die Daten aus, übermitteln sie online
weiter – und sorgen dafür, dass die
Maschinen richtig agieren.
102
MOBILITÄT
STROMNETZE
GEBÄUDE
LOGISTIK
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
INTELLIGENTE
FABRIK
PRODUKTE
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Special: Innovationen
Ingenieure sind in der Industrie 4.0 sowohl Techniker für Hardware als auch für Software. Beide
Bereiche verschmelzen miteinander. Das sieht man
bereits heute in vielen Unternehmen. Zum Beispiel beschäftigt der Technologiekonzern Siemens
heute ähnlich viele Softwareingenieure wie der
Daten-Riese Microsoft. Das liegt auch daran, dass
die Sparte der Industriesoftware – also die Verbindung von Maschinen mit Programmen – schneller
wächst als die Automatisierungstechnik selbst.
Unternehmen, die mit einer eigenen Fertigung
ein Produkt herstellen, können dank Industrie 4.0
neue Wege gehen. Neben realen Fabriken mit den
Maschinen für die Produktion, entstehen digi-
tale Abbilder. Virtuell lassen sich Änderungen im
Ablauf, Produktionsumbauten und neue Produkte
zunächst im Computer simulieren. Das geht soweit,
dass Produktionsplaner gar „virtuelle“ Menschen
an die Fließbänder stellen können. So finden sie die
günstigsten und besten Lösungen, ohne wie bislang
mit Dummys, Nullversionen oder Testläufen arbeiten zu müssen.
Wissen aufbauen und managen
Wichtig für den technischen Fortschritt eines
Unternehmens ist die Entwicklungsabteilung.
Dort beeinflussen Ingenieure alle Phasen des Entwicklungsprozesses: von der Ideenfindung über
INGENIEUR 4.0
IT-KENNTNISSE
SIND ESSENTIELL
Wer sich nur auf seine
mechanischen Kenntnisse
verlässt, steht in Zukunft
schlecht da. Ohne Software und
Internet funktioniert kaum noch eine Maschine. Selbst
Kochtöpfe mit Internetanschluss gibt es bereits. Da sind
bei Nachwuchsingenieuren Kenntnisse in Software,
Programmierung und Elektronik gefragt – und das
branchenübergreifend.
104
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
FREMDSPRACHEN
WERDEN WICHTIGER
Die Vernetzung von Maschinen und Unternehmen macht
vor Ländergrenzen nicht halt.
Schon heute können Anlagen
rund um den Globus von einem Ort aus überwacht und
gesteuert werden. Das Einsatzgebiet der Ingenieure
kann am anderen Ende der Welt liegen, auch wenn sie
selbst physisch in Deutschland bleiben. Ohne sichere
Fremdsprachenkenntnisse bringen sich Ingenieure um
spannende Jobchancen.
MECHANIK BLEIBT RELEVANT
Selbst bei der weiter steigenden
Bedeutung von Software und IT:
Am Ende steht oft ein handfestes Produkt. Deshalb spielt die
Mechanik nach wie vor die erste
Geige. Physik und Mechanik sind auch in der Industrie
4.0 nicht überflüssig. Sie reichen eben nur dann nicht
mehr aus, wenn Software Teil des Produkts oder der
Fertigung ist – und das ist fast immer der Fall.
staufenbiel.de
© thinkstock – istock
Die Vernetzung der Maschinen in der
Industrie 4.0 verändert die Arbeitswelt
ähnlich stark, wie es Dampfmaschine,
Strom und Computer bei den vorherigen
Revolutionen getan haben. Das hat
Folgen für die Ingenieure, die heute und in
Zukunft auf den Arbeitsmarkt drängen.
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Fachbereiche eine Plattform für den gemeinsamen
Austausch bietet.
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Um den Erfolg dieser Produkte am internationalen
Markt weiter ausbauen zu können, setzen wir auf
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Leistungen erhalten bleiben, bieten wir ein
umfassendes Weiterbildungsangebot, um die stetige
Weiterentwicklung und Entfaltung der persönlichen
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ermöglichen.
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zeigt sich nicht nur im Umgang mit Mitarbeitenden,
Kunden und Lieferanten. HARTING übernimmt auch
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Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
105
Special: Innovationen
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takte knüpfen. Die Erfahrungen,
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die man in einem Praktikum oder
als Werkstudent sammelt, gewähren
Fähigkeiten gefragt. Einsteiger sind hier gerne die besten Einblicke in die Arbeitsprozesse eines
gesehen, weil sie oft unvoreingenommen an Frage- Industrie-Unternehmens 4.0.
stellungen herangehen.
die Konzeption bis hin zur Umsetzung. Sie arbeiten häufig von Beginn an mit Kunden zusammen,
damit deren Wünsche direkt in die Entwicklung
einfließen. Deshalb sind gute kommunikative
Praktika nutzen
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frühzeitig anzusprechen und zu binden. Sie zeigen
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201
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Daimler
1 797
30 Krones
198
1 464
31 DLR
182
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Bayerische Motorenwerke
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Ford Global Technologies
1 390
32 Continental Reifen Deutschland
174
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GM Global Technologies
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33 Intel Corporation
173
8
AUDI
960
34 Carl Zeiss
168
9
Volkswagen
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154
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642
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151
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151
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493
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145
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137
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130
285
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123
267
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•Konstruktion
•Elektro- und Informationstechnik
•Forschung und Entwicklung
•Produktion
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Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
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Forschung und Entwicklung oder doch lieber
Vertrieb? Welches Know-how ist in den
unterschiedlichen Funktionsbereichen gefragt und
worauf kommt es im Einstiegsjob an.
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Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
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Einsatzbereiche im Unternehmen
Einsatzbereiche und ihre
Anforderungen
Ingenieure finden Jobs in der Entwicklung und
Produktion, können aber genauso in Forschung,
Vertrieb oder Wartung arbeiten. Mit der Entscheidung für einen bestimmten Einsatzbereich innerhalb eines Unternehmens stellt ein Ingenieur nach
dem Studium eine wichtige Weiche für seine berufliche Zukunft. Deshalb sollte er vorher genau prüfen, ob seine Neigung und Eignung auf die Anforderungen des Jobs passen.
Fachübergreifendes Know-how
Die Entscheidung für einen Einstiegsbereich muss
keine Entscheidung für das ganze Berufsleben sein.
Häufig sind Wechsel in andere Funktionen möglich. Dabei kommt den Ingenieuren zugute, dass
die Anforderungen an ihr Wissen auch aus angrenzenden Bereichen gestiegen sind. Heute müssen sie
neben technischem Know-how immer stärker auch
betriebswirtschaftliche Kenntnisse und Wissen aus
benachbarten technischen Disziplinen mitbringen.
Den Wechsel zwischen einzelnen Unternehmensbereichen macht das einfacher.
Ein ausgeprägtes Qualitäts-, Termin- und Kostenbewusstsein müssen heute alle Technik-Spezialisten mitbringen. Hinzu kommen Kundenorientierung und persönliche Kompetenzen, die gerade
durch Projekt- und Teamarbeit immer wichtiger
werden. Immer mehr Ingenieure übernehmen Aufgaben aus dem Software-Bereich. Vielerorts gilt die
Prämisse: global denken, serviceorientiert sein und
das eigene Wissen aktiv einbringen. Unabhängig
vom Einsatzbereich warten viele Herausforderungen und viele Karrierechancen.
Obwohl Ingenieure heute auch Aufgaben
übernehmen, die originär nicht zu ihrem Bereich
gehören, muss nicht jeder alles können. Denn die
Ansprüche an fachliche und persönliche Qualifikationen unterscheiden sich je nach Position und
Tätigkeit. So sollte ein Manager über Überzeugungskraft und Führungsqualitäten verfügen und
ein Vertriebsmitarbeiter ein kommunikativerer Typ
sein als sein Kollege aus der Forschung. Generell
gilt aber: Tüfteln im stillen Kämmerlein ist passé.
DIE ARBEITSWELT DER INGENIEURE
Für Einsteiger wichtig:
So läuft der Jobeinstieg –
die Einsatzbereiche kurz
vorgestellt online unter
staufenbiel.de/ingenieure
in der Rubrik Einsatzbereiche.
Mehrfachnennungen möglich – Quelle: Staufenbiel JobTrends Deutschland 2015
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32 %
Hardware-Entwicklung
32 %
Consulting
34 %
Montage/Inbetriebnahme
34 %
Einkauf/Beschaffung/Materialwirtschaft
42 %
Qualitätssicherung
42 %
Forschung
42 %
Fertigung/Produktion
Konstruktion
Entwicklung
Projektmanagement
50 %
60 %
66 %
Die Top 10 der Einsatzbereiche für Ingenieure
Einsatzbereiche im Unternehmen
Arbeits-/Betriebsorganisation
Beschaffung/Einkauf
Ingenieure in der Arbeits- und Betriebsorganisation untersuchen den Aufbau und die Arbeitsweise
von Unternehmen und Behörden, um möglichst
effiziente Arbeitsabläufe zu planen. Für das Erreichen der festgelegten Ziele optimieren sie die Prozesse und untersuchen das Zusammenwirken von
Mensch und Technik innerhalb einer Organisation.
Anschließend entwerfen sie Pläne, nach denen
die Effizienz der Arbeitsabläufe gesteigert werden
kann.
Dabei sind die rechnerunterstützten Methoden,
etwa zur Zeitdatenermittlung, Ergonomiebewertung, Simulation von Arbeitsabläufen und andere
Werkzeuge im Rahmen der sogenannten Digitalen
Fabrik von zentraler Bedeutung.
Teamorientierte Produktionsmethoden haben
die Nachfrage nach Arbeitsgestaltern vielerorts
belebt. Mitarbeiter werden stärker an Entwicklungsprozessen beteiligt und brauchen dabei
Arbeitsgestalter als Moderatoren. In Großbetrieben bestehen Aufstiegsmöglichkeiten bis auf
Geschäftsführungsebene. Geeignete Einstiegspositionen gibt es in der Arbeitsvorbereitung, als Assistenz der Betriebsleitung, in der Logistik oder im
Personalwesen.
Soziale Skills wie Teamfähigkeit und Organisationstalent, aber auch Durchsetzungsvermögen
und kommunikative Fähigkeiten sind wichtig, da
Ingenieure in der Arbeits- und Betriebsorganisation mit Menschen unterschiedlichster Qualifikation zusammenarbeiten.
Um ihr Geschäft betreiben zu können, müssen
Unternehmen Rohstoffe, Dienstleistungen, Einzelteile oder komplette Systeme einkaufen. Für die
Beschaffung dieser Materialien und Leistungen
sind Ingenieure – häufig Wirtschaftsingenieure
– zuständig. Die Kombination aus betriebswirtschaftlichen und technischen Aufgaben ist dabei
der besondere Reiz.
Ingenieure im Einkauf stellen sicher, dass die
Lieferanten ihre Termine, Preise und Qualität einhalten. Die Kostenanalyse ist die Basis für die Entscheidung, ob bestimmte Leistungen selbst erstellt
oder zugekauft werden. Zu den Aufgaben eines
Einkäufers zählt auch, den Absatz eines Endprodukts zu kalkulieren und die benötigte Rohstoffmenge zu ermitteln.
Der Einkäufer holt Angebote ein und übernimmt die Vertragsverhandlungen mit Zulieferern.
Parallel müssen bestehende Beschaffungswege
analysiert und effizientere Alternativen entworfen werden. Um möglichst günstige Materialien
zu beschaffen, müssen sich Materialwirtschaftler
international ausrichten. Für Verhandlungen mit
internationalen Lieferanten sind daher neben englischen Sprachkenntnissen zunehmend weitere
Fremdsprachen von Vorteil.
Einkäufer operieren eng mit den Abteilungen
Entwicklung und Konstruktion zusammen. Auch
die Zusammenarbeit mit der Logistik, der Arbeitsvorbereitung, Fertigung und Qualitätssicherung
koordinieren sie. Einsteiger in der Materialwirtschaft können als Projektierungs- oder Vertriebsingenieur starten.
Weitere Anforderungen
Ingenieurstudium mit Schwerpunkt Arbeitswissenschaften, Betriebsorganisation oder
Wirtschaftsingenieurwesen
Organisationstalent
betriebswirtschaftliche Kenntnisse
betriebspsychologische und arbeitsmedizinische
Qualifikation
Kenntnisse über dezentrale Kleinrechnersysteme
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Weitere Anforderungen
technische Kenntnisse über die Produktpalette
und geplante Innovationen des Unternehmens
weltweite Mobilität
strategisches Denken
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Einsatzbereiche im Unternehmen
Entwicklung
Fertigung/Produktion/Betrieb
Vom Arbeitsbereich der Entwicklung hängt entscheidend der technische Fortschritt eines Unternehmens ab. Gerade Berufseinsteiger können zu
innovativen Lösungen beitragen. Entwicklungsingenieure beeinflussen alle Phasen des Entwicklungsprozesses: von der Ideenfindung über die
Konzeption bis hin zur Einsetzung. Doch nicht
nur der Entwicklungsprozess selbst bietet viel
Abwechslung; auch die Tätigkeitsbereiche von Entwicklungsingenieuren sind weitreichend – dazu
zählen der Anlagenbau, die Automobilindustrie
oder der Geräte- und Apparatebau.
Von Beginn an arbeiten Entwicklungsingenieure mit Kunden zusammen, damit deren Wünsche
direkt in die Entwicklung einfließen. Hier sind gute
kommunikative Fähigkeiten gefragt. In Workshops
und Brainstorming-Runden werden Ideen unter
dem Motto: „Geht nicht gibt’s nicht“ gesammelt.
Berufseinsteiger sind gerne gesehen, da sie oft
unvoreingenommen an Fragestellungen herangehen. Mit Dokumentationen der Testläufe schaffen
Entwickler die Basis, auf der schließlich die Ingenieure in der Konstruktion und Fertigung sowie die
Kollegen aus Marketing und Vertrieb tätig werden.
Insofern sind sie eine wichtige Schnittstelle und für
den Ausbau der Marktposition des Unternehmens
mitverantwortlich. Der kontinuierliche technologische Wandel eröffnet vor allem Entwicklungsingenieuren mit Qualifikationen aus verschiedenen
Spezialgebieten nach wie vor gute Chancen. Allerdings ist die Konkurrenz im Einsatzbereich Entwicklung relativ groß.
Ohne Ingenieure in der Fertigung könnte kaum
ein Unternehmen erfolgreich produzieren. Vorteile
haben Absolventen mit praxisorientiertem Studium. Hier treffen Aspekte der Logistik, Qualität,
Entwicklung und Mitarbeiterführung aufeinander.
Fertigungseinrichtungen und -abläufe werden
gesteuert, überwacht und optimiert. Hinzu kommt
die Instandhaltung der Maschinen. Auch der Aufbau von Produktionsstandorten kann zum Aufgabenfeld gehören.
Fertigungsingenieure sind für die Produktionsplanung und Produktqualität verantwortlich.
Gleichzeitig untersuchen sie Abläufe auf Schwachstellen. Sie müssen Fehler in der laufenden Produktion schnell beheben und die Ursachen von
Produktionsausfällen analysieren, um Fertigungsstopps zu vermeiden. Sie sorgen für den wirtschaftlichen Einsatz von Arbeitskräften, Maschinen und
natürlichen Ressourcen.
Die Einsatz- und Arbeitsbereiche sind vielfältig:
Bauingenieure im Bereich Fertigung kümmern sich
in erster Linie um die Ausführungsplanung und die
Kalkulation von Angeboten. Elektrotechniker werden häufig für die Optimierung der elektronisch
gesteuerten Fertigungsabläufe, die Konfiguration
der vollelektronischen Maschinen und die Überwachung und Instandhaltung von Produktionsstätten benötigt. Gute Perspektiven haben FH- und
Uni-Absolventen, die eine Ausbildung zum Facharbeiter vorweisen können. Absolventen einer
Technischen Universität sollten ihre Ausbildung
praxisorientiert ausgerichtet haben.
Weitere Anforderungen
Weitere Anforderungen
praxisorientierte Promotion von Vorteil
Fähigkeit, theoretische Ergebnisse kostengünstig
und umweltschonend umzusetzen
fachlich-methodische Kompetenz
Fähigkeit zur Teamarbeit
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arbeitswissenschaftliche und -rechtliche
Kenntnisse
gute Kenntnisse in der Fabrikplanung
sicherer Umgang mit CNC-Programmen
Verständnis für komplexe Funktionsabläufe und
Maschinenkonfigurationen
Führungskompetenz
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Einsatzbereiche im Unternehmen
Forschung
Konstruktion/Industrial Design
Ingenieure im Bereich Forschung tragen zum technologischen Fortschritt eines Unternehmens bei.
Vor allem im internationalen Wettbewerb ist das
von Bedeutung. Hier erarbeiten Ingenieure neue
Produkte und Verfahren. Sie optimieren und pflegen bestehende Prozesse und Lösungen. Die Forschungsabteilung muss im Unternehmen Zielvorgaben für die Richtung der technischen Entwicklungen erarbeiten und dabei Marktsituation und
Wirtschaftlichkeit im Blick haben.
In den Instituten, Technischen Hochschulen
und Universitäten sind Ingenieure in Forschungsprojekten der öffentlichen Hand und in direkten
Aufträgen der Industrie beschäftigt. Angewandte
Forschung für die Industrie betreiben vor allem
Technik-Spezialisten in Industrieunternehmen
und Forschungsinstituten.
Wer als Ingenieur in der Großindustrie arbeiten möchte, sollte direkt in die Forschungslabors
der Unternehmen einsteigen. In internationalen
Konzernen sind die Forschungsabteilungen oft mit
promovierten Ingenieuren besetzt. Auch im Mittelstand stehen die Chancen für solche Kandidaten
besser, die mit einer wissenschaftlichen Tätigkeit an
einer Universität oder Großforschungseinrichtung
mit berufsintegrierter Promotion punkten können.
Geforderte Studienrichtungen hängen von den
zu entwickelnden Gegenständen ab. Zunehmend
nachgefragt sind in allen Fachgebieten Kombinationen mit Informatik. Kleinere Firmen suchen
Fachkräfte, die flexibel einsetzbar sind und über
Fachgrenzen hinausblicken.
Im Bereich Konstruktion/Industrial Design ist
Kreativität besonders wichtig, denn nur innovative Produkte bestehen im Wettbewerb. Konstruktionsingenieure gestalten Anlagen, Maschinen,
Werkzeuge und Produkte. Sie analysieren und
dokumentieren technische Abläufe und erarbeiten
Studien und Entwürfe. Auch administrative Aufgaben, wie Zertifizierungen nach ISO-Norm, fallen in
ihren Bereich.
Bei der Konstruktion eines Produkts müssen
vorgegebene Funktionen, Kundenwünsche, Preisvorgaben und die angestrebten Produktionszahlen
erfüllt werden. Arbeiten im Sinne des Simultaneous Engineering ist üblich.
In diesem Arbeitsbereich geht es aber nicht
nur um Design und die Umsetzung gewünschter
Funktionen. Auch die Umweltverträglichkeit eines
Produkts steht im Fokus. Das Produkt soll mit
möglichst wenig Aufwand repariert, recycelt und
entsorgt werden können.
Konstruktionsingenieure arbeiten häufig für
andere Fachabteilungen oder Konstruktionsbüros,
die verschiedene Teilkonstruktionen aus weltweit
vernetzten Büros zusammenfügen. Wegen der
internationalen Kunden- und Lieferantenbeziehungen sind sehr gute Englischkenntnisse Voraussetzung, je nach Branche auch Fremdsprachen wie
Chinesisch, Russisch, Spanisch oder Französisch.
Außerdem sollte man teamfähig, belastbar, flexibel und kreativ sein. Alternative Arbeitsfelder sind
Arbeitsvorbereitung und Betriebsmittel-Konstruktion.
Weitere Anforderungen
Weitere Anforderungen
Bereitschaft zu ständiger Weiterbildung
Abstraktionsvermögen
Projektmanagement, Projektarbeit, Teamfähigkeit
ethisches Problembewusstsein und die Fähigkeit,
Technikfolgen einzuschätzen
Zusammenarbeit in internationalen Teams
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fachlich-methodische Kompetenz
abstraktes Denk- und räumliches Vorstellungsvermögen
umfangreiche Kenntnisse der Werkstoffkunde
praktische Erfahrung
Beherrschen von CAE und CAD/CAM-Programmen
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Einsatzbereiche im Unternehmen
Logistik
Montage/Inbetriebnahme
Logistikexperten organisieren und realisieren
Warenbewegungen im Spannungsfeld von Kosten,
Qualität und Umweltschutz. Sie sorgen für einen
optimalen Material- und Informationsfluss innerhalb des Unternehmens sowie mit Lieferanten und
Kunden. Sie arbeiten eng mit den Abteilungen Einkauf, Entwicklung und Produktion zusammen und
sind für Auftragseingang, Beschaffung, Lagerhaltung, Materialbereitstellung, Versand und Produktrückführung verantwortlich.
Typische Einsatzgebiete von Logistikexperten
finden sich in produzierenden Unternehmen, Versandhandelsunternehmen,
Transportdienstleistern, der Beratung und in Softwareunternehmen.
Logistikexperten erarbeiten und implementieren
kontextspezifische Materialflusskonzepte und
zugehörige IT-Systeme, sie planen und steuern
Materialbewegungen und analysieren die Umsetzung logistischer Ziele. Dabei wird die IT in der
Logistik zum zentralen Faktor. Absolventen sollten
sehr gute IT-Kenntnisse mitbringen.
Know-how in Operations Research ist von
Vorteil. Speziell in der Produktionslogistik sind
Erfahrungen im Bereich Lean Production von großer Bedeutung. Ihre Aussichten verbessern Absolventen durch betriebswirtschaftliche Kenntnisse
und erste Praxiserfahrung. Einsteiger übernehmen häufig Positionen in der Materialwirtschaft,
der Produktionsplanung oder in der Disposition.
Meist werden sie on the Job oder im Rahmen von
Trainee-Programmen eingearbeitet.
Reisebereitschaft und Flexibilität sind wichtige
Voraussetzungen in der Montage. Ingenieure führen hierbei die Regie bei der Inbetriebnahme von
Anlagen und einzelnen Komponenten wie Aggregaten, Prozessrechnern oder Antrieben. Sie sichern
das reibungslose Zusammenspiel aller Komponenten von Anlagen, indem sie Funktionstests durchführen, Software einspielen und Sicherheitsprüfungen durchführen.
Vor allem planen und überwachen sie die Montage von Maschinen und Anlagen. Außerdem sind
sie bei öffentlichen Projekten tätig: etwa für alle
technischen Komponenten in U-Bahnen oder auf
Flughäfen. Gerade bei international tätigen Konzernen arbeiten sie häufig auf Baustellen überall in
der Welt. Da eine Absprache mit heimischen Kollegen oft nicht möglich ist, müssen sie selbstständig
arbeiten können. Häufig zählt auch die Führung
einer großen Anzahl an Mitarbeitern zu den Aufgaben.
Montagespezialisten müssen nicht nur die technischen Details der Anlage kennen, sondern auch
über das Land informiert sein, in dem sie tätig sind.
Neben sehr guten Sprachkenntnissen sollten sie
interkulturelle Kompetenz vorweisen. Nur wer die
spezifischen Arbeitsbedingungen vor Ort kennt,
kann ein großes Projekt effizient zum Abschluss
bringen.
Ingenieurabsolventen beginnen ihre Tätigkeit meist in einem Projektteam vor Ort. Wer sich
auf die Inbetriebnahme spezialisiert, ist oft einige
Monate in anderen Ländern tätig. Nach einigen
Jahren gibt es meist gute Aussichten für den Aufstieg innerhalb des Unternehmens.
Weitere Anforderungen
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Kommunikationsfähigkeit
analytische und konzeptionelle Fähigkeiten
Beherrschen von Informationssystemen
Sprachkenntnisse in Englisch, Französisch,
Spanisch, Chinesisch oder Russisch
unternehmerisches Denken
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Weitere Anforderungen
fachlich-methodische Kompetenz
praktische Erfahrungen als Monteur von Vorteil
Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen
Organisationstalent
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Einsatzbereiche im Unternehmen
Produktionsplanung
Produktmanagement
Ingenieure in der Produktions- oder Arbeitsprozessplanung kümmern sich um den reibungslosen
Ablauf in der Produktion. In enger Abstimmung
mit Experten aus der Entwicklung, der Qualitätssicherung, dem Vertrieb und dem Controlling
erstellen sie Konzepte, planen und beschaffen
Produktionsanlagen und kalkulieren deren Wirtschaftlichkeit.
Außerdem arbeiten sie an der kontinuierlichen Optimierung bestehender Produktionsabläufe. Damit bilden Produktionsplaner eine
wichtige Schnittstelle zu anderen Abteilungen im
Unternehmen.
Ingenieure konzipieren den Ablauf der kompletten Produktion und legen die einzelnen
Arbeitsschritte fest. Das Spektrum reicht von der
Planung von Arbeitsabläufen für die Herstellung
individueller Einzelstücke über die Auslegung
hoch automatisierter Fertigungsstraßen bis hin zu
verfahrenstechnischen Großanlagen.
Gute Chancen haben Ingenieure mit betriebswirtschaftlichen Kenntnissen und praktischer
Erfahrung. Gerade wer an einer Universität studiert, sollte frühzeitig fachbezogene Erfahrungen
durch Praktika sammeln. Kompetenzen in den
Bereichen Lean Production, Arbeitswissenschaften
und Automatisierungstechnik verbessern die Perspektiven.
Da die Einsatzbereiche Produktion, Qualitätssicherung und Einkauf eng miteinander verzahnt
sind, ist ein Wechsel zwischen den Bereichen oft
möglich. Besonders in mittelständischen Firmen
überlagern sich diese Funktionsbereiche. Die Aufstiegschancen sind gut.
Produktmanager betreuen den gesamten Werdegang eines Produkts. Dabei arbeiten sie im Unternehmen mit verschiedenen Abteilungen zusammen
und sind global tätig. Beginnend bei der Ideenfindung über die Entwicklung bis zur Vermarktung
verantworten Ingenieure im Produktmanagement
den Erfolg eines Produkts. Sie betreiben Marktforschung, generieren Ideen und arbeiten eng mit den
Kollegen aus der Entwicklung zusammen. Auch
Key-Account-Management und Vertrieb fallen
in ihren Aufgabenbereich. Somit arbeiten sie in
interdisziplinären Produktteams und nehmen eine
Schnittstellenfunktion zwischen Kunde, Entwicklung, Produktion und Vertrieb ein.
Produktmanager werden in der AutomotiveBranche, dem Gesundheitswesen, im Konsumgüterbereich, dem Maschinenbau, der Elektrooder auch Kunststoffindustrie eingesetzt, um
Serienprodukte zu entwickeln, zu fertigen und zu
vermarkten. Kommunikations- und Präsentationsstärke sind hierbei ein absolutes Muss. Wie viel
Ingenieurfachwissen gefragt ist, hängt davon ab,
wie technisch ein Produkt ist. Da Produktmanager zugleich stark vertriebs- und kundenorientiert
handeln müssen, ist einschlägige Berufserfahrung
von Vorteil. Produktingenieure sollten über gute
Markt-, Branchen- und Produktkenntnis verfügen und ein Gespür für Trends haben. Das Thema
Nachhaltigkeit gewinnt auch im Produktmanagement an Bedeutung. Hier gibt es mittlerweile spezielle Studienangebote.
Weitere Anforderungen
Kommunikationsfähigkeit
Logistikkenntnisse
Verständnis für komplizierte Funktionsabläufe
Kenntnisse im Bereich Operations Research
und IT
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Weitere Anforderungen
betriebswirtschaftliche Kenntnisse
Kreativität
analytische Fähigkeiten
interkulturelle Kompetenz
Branchenkenntnisse
Teamfähigkeit
Durchsetzungsstärke
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Einsatzbereiche im Unternehmen
Projektmanagement
Qualitätsmanagement
Projekte sind Unternehmen auf Zeit. Projektmanager tragen daher große Verantwortung: Sie sorgen
für die Umsetzung von Produktentwicklungen,
optimieren technische Abläufe und mobilisieren
Ressourcen.
Ingenieure im Projektmanagement betreuen
Projekte von der Anfrage über die Kosten- und
Terminplanung bis zur Übergabe und Inbetriebnahme, etwa einer Anlage oder Maschine. Dafür
müssen sie neben den technischen Herausforderungen typische Management-Aufgaben erfüllen:
analysieren, planen, organisieren, kontrollieren,
steuern, Teams führen und einiges mehr. Da der
IT-Anteil in der Produktion ständig steigt, wird
fundiertes Wissen in diesem Bereich immer wichtiger.
Häufig müssen bei technischen Anlagen Komponenten oder Teilsysteme völlig neu entwickelt
werden, damit das Ergebnis den Anforderungen
eines Kunden entspricht. Der Projektmanagementingenieur ist deshalb auch dafür zuständig,
Innovationen mit auf den Weg zu bringen. Dabei
muss er über die technischen und kommerziellen
Gesichtspunkte hinaus auch menschliche Aspekte
und Fragen der Nachhaltigkeit im Blick haben.
Immer mehr Unternehmen entwickeln spezielle
Karrierepfade für Projektmanager. Der normale
Weg ist aber immer noch, dass der berufliche Aufstieg zwischen Linien- und Projektaufgaben wechselt. Die Bedeutung des Projektmanagements wird
langfristig noch weiter steigen.
Kundenzufriedenheit ist für Qualitätsmanager
oberstes Gebot. Gemeinsam mit Experten aus
anderen Abteilungen verbessern sie die Qualität
von Produkten, Prozessen, Material und Service.
Sie analysieren Schwachstellen und entwickeln und
verfolgen Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung.
Neben den Kundenanforderungen müssen sie eine
Kostenreduzierung und Verkürzung der Durchlaufzeiten berücksichtigen.
Während es in einigen Unternehmen noch
nötig ist, ein Qualitätsmanagement bis zur Zertifizierung nach DIN ISO aufzubauen, geht es in
anderen Unternehmen darum, diese Standards
weiterzuentwickeln. Dabei führen Qualitätsmanager oft EFQM-Standards (European Foundation
Quality Management) ein, die auch Kriterien wie
Führung, Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit
oder gesellschaftliche Verantwortung und Image
berücksichtigen. Oft ist das Total Quality Management (TQM) die grundlegende Methodik, die sich
nach der Mitarbeiter-, Prozess- und Kundenorientierung ausrichtet. Auch die Six-Sigma-Bewegung
hat an Bedeutung gewonnen.
Für Ingenieure, die im Qualitätsmanagement
starten wollen, ist fundiertes technisches Wissen
selbstverständlich. Wegen der globalen Kundenund Lieferantenverflechtungen kommt es im Qualitätsmanagement häufig zu internationalen Einsätzen. Hier sind Englisch- oder zum Beispiel auch
Französisch- oder Chinesischkenntnisse gefragt.
Weitere Anforderungen
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methodenorientiertes Studium
kommunikative Fähigkeiten
Teamfähigkeit
Präsentationstechniken, Moderation
Verhandlungsgeschick
Mobilität
Stressresistenz
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Weitere Anforderungen
Basiskenntnisse von Qualitätsmethoden wie
FMEA, TQM und Six Sigma
gute Kenntnisse über Werkstoffe, Oberflächentechnik und QFD (Quality Function Deployment)
ausgeprägtes analytisches Denkvermögen
Moderations- und Präsentationstechniken
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Einsatzbereiche im Unternehmen
Software-Entwicklung
Software ist aus unserer Welt nicht mehr wegzudenken. Internet, Smartphones oder soziale Netzwerke sind ohne Software unmöglich. Die Software-Entwicklung bietet ein breites und kreatives
Tätigkeitsspektrum, das vom stark technologie-orientierten Software-Ingenieur in der Entwicklung
bis zum eher konzeptionell arbeitenden und beratungsorientierten Anforderungs-Ingenieur reicht.
Neben fundierten Informatikkenntnissen müssen
Ingenieure je nach Tätigkeit eher Berater-Skills
oder technische Kompetenzen mitbringen.
Genauso vielfältig wie das Tätigkeitsspektrum
in der Software-Entwicklung ist auch das Anwendungsspektrum der Software: von weltweit bekannter Standardsoftware bis hin zu hochspezialisierten
Systemen, die ganze Fabrikanlagen steuern. Auch
ein modernes Auto ist heute ein fahrender Computer.
Vielversprechend sind die Aussichten für den
Einstieg in ein reines Softwarehaus. Durch die
nahezu unendliche Vielfalt im Anwendungsspektrum haben Software-Ingenieure aber auch in
nahezu allen Branchen sehr gute Perspektiven.
Neben dem Informatikstudium qualifizieren
weitere Studiengänge für eine Tätigkeit als Software-Ingenieur. Besonders Ingenieurstudiengänge
oder naturwissenschaftliche Studiengänge bieten
gute Einstiegsmöglichkeiten in speziellen Branchen. Zum Beispiel kann der Luft- und Raumfahrtingenieur sehr gut als Software-Entwickler in der
Luftfahrtindustrie starten.
Weitere Anforderungen
ausgeprägte Fähigkeit zu systematischem
Denken
Abstraktionsvermögen
Kundenorientierung und Kommunikationsfähigkeit
Kenntnisse unterschiedlicher Rechnertypen,
Programmiersprachen und DV-Technik
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Unternehmensplanung und
-entwicklung/Consulting
Ingenieure in der Unternehmensplanung entwerfen Pläne für künftige Prozesse, Strukturen und
Ergebnisse. Ziel ist, die mittel- und langfristige
Strategie eines Unternehmens zu koordinieren. Auf
dieser Grundlage erkennen Unternehmensplaner
Abweichungen von den Zielsetzungen und steuern
Korrekturstrategien und Lösungsalternativen.
In dieser Position müssen Ingenieure unternehmerisch denken und die Produkte und die Kernkompetenzen ihres Unternehmens genau kennen.
Sie benötigen einen Überblick über den Markt,
den Wettbewerb und den Stand der Forschung und
Technik. Deshalb halten sie engen Kontakt zu Verbänden, Forschungsinstituten oder Beratungsfirmen und erproben und analysieren neue Technologien. Sie entwickeln neue Produktionsstrategien
und prüfen Investitionen.
Wer in die Unternehmensplanung einsteigen
möchte, sollte eine gründliche wissenschaftliche
Ausbildung oder Berufserfahrung als Consultant
mitbringen. Eine fachbezogene Promotion oder
ein MBA-Abschluss verbessern die Startchancen.
Alternativ eignet sich auch ein Trainee-Programm
mit anschließender Tätigkeit auf einem klassischen Gebiet des Ingenieurwesens. Hier haben
Wirtschaftsingenieure dank ihres breiten Wissens
gute Chancen. Unternehmensplanung ist eine
Stabsfunktion und vermittelt einen sehr guten
Überblick. Nach einigen Jahren bietet sich oft die
Chance für den Wechsel ins Top-Management.
Weitere Anforderungen
strukturiertes, analytisches, vernetztes Denken
gutes Kommunikationsvermögen
sicheres Präsentieren vor Entscheidern
Überzeugungsfähigkeit und Durchsetzungsvermögen
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Einsatzbereiche im Unternehmen
Vertrieb
Wartung/Technischer Service
Die Vertriebsingenieure/Sales Engineers sind einer
der Erfolgsträger eines Unternehmens. Sie sorgen
für den Umsatz. Ihr direkter Kundenkontakt und
ihr Wissen um Kundenwünsche liefern einen wichtigen Beitrag für die Entwicklung und Gestaltung
neuer Produkte.
Die Arbeit als Vertriebsingenieur bietet viel
Abwechslung: Sie ermitteln in direktem Kontakt
Kundenbedürfnisse und Absatzmöglichkeiten, sie
erstellen Angebote, beraten produktspezifisch und
erschließen neue Märkte. Kundengewinnung und
Kundenpflege sind also die zentralen Aufgaben von
Vertriebsingenieuren. Außerdem verkaufen Ingenieure im Vertrieb technische Systeme, Anlagen
oder Dienstleistungen.
Zunehmend werden einzelne Produkte gezielt
auf die Bedürfnisse einzelner Kunden abgestimmt.
Vertriebsspezialisten sind durch ihren engen Kundenkontakt immer am Puls der Zeit und haben
deshalb erheblichen Einfluss auf die Innovation im
Unternehmen.
Einsteiger haben mehrere Möglichkeiten: zum
einen den Start im Vertriebsinnendienst, zum
anderen auch als Assistent im Außendienst im regionalen, nationalen oder internationalen Umfeld.
Die Anforderungen sind hoch: Im Zuge der
zunehmenden Internationalisierung sind uneingeschränkte Mobilität, ausgeprägte Fremdsprachenkenntnisse und interkulturelle Kompetenz unbedingt erforderlich.
Praktisch veranlagte Ingenieure haben in diesem
Bereich gute Karrierechancen. Vieles dreht sich bei
der Wartung und dem technischen Service um eine
hohe Anlagenverfügbarkeit. Ingenieure im Bereich
Wartung/Technischer Service pflegen technische
Anlagen nicht nur, um die Produktivität eines
Unternehmens zu steigern, sondern behalten auch
die Betriebssicherheit im Auge. Außerdem sind sie
dafür zuständig, Lager-, Material- und Instandhaltungskosten kontinuierlich zu reduzieren. Ziel ist,
durch regelmäßige Überprüfung optimale Ergebnisse zu erzielen.
Auch beim Aufbau neuer Anlagen sind Ingenieure im technischen Service beteiligt: Sie beraten
ihre Kollegen in der Entwicklung und Fertigung,
damit diese pflegeleichte Maschinen bauen, die mit
wenig Aufwand möglichst lange störungsfrei arbeiten.
Da jeder Störfall anders ist, steht der Ingenieur
vor ständig neuen Herausforderungen. Organisationstalent und die Fähigkeit, mit Kollegen unterschiedlicher Qualifikationen zusammenzuarbeiten,
sind notwendig. Welche Studienfächer gefragt sind,
hängt von den Gewerken ab. Die besten Chancen haben Absolventen mit den Fachrichtungen
Maschinenbau, Elektro-, Verfahrens- oder Versorgungstechnik. Der nächste Karriereschritt ist häufig, nach einigen Jahren die Leitung der Abteilung
zu übernehmen.
Weitere Anforderungen
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Branchenkenntnisse
hohe (Eigen-)Motivation und Belastbarkeit
Organisationsstärke
Frustrationstoleranz
rhetorische Fähigkeiten, persönliche Ausstrahlung und Feingefühl im Umgang mit Menschen
technisches Know-how
betriebswirtschaftliche und psychologische
Kenntnisse
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Weitere Anforderungen
Kenntnisse in Mess- und Regeltechnik sowie
Hydraulik und Pneumatik
Kenntnisse moderner CNC- und Robotersteuerungen und Mikrocomputertechnik inklusive
Programmierung
fachlich-methodische Kompetenz
Führungskompetenz
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Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
Special: Bewerbung
Optimal vorbereiten
In Business-Netzwerken können sich Absolventen
interessanten Arbeitgebern besonders empfehlen.
Ein seriöses Profil und ein mit Sorgfalt erstellter
Lebenslauf sind Teil der virtuellen Visitenkarte.
Auf sie kann jeder Absolvent verweisen, wenn er
auf Recruiting-Veranstaltungen, Hochschulmessen
und Absolventenkongressen Kontakte zu Arbeitgebern knüpft.
Ein Headhunter hat es einmal in aller Deutlichkeit
gesagt: 90 Prozent des Erfolgs einer Bewerbung liegen in der Vorbereitung. Damit braucht die erfolgreiche Bewerbung neben Sorgfalt und Genauigkeit
vor allem eins: Zeit.
Am besten starten Studenten lange vor der
eigentlichen Bewerbung um ihren ersten Job.
Schon eine gelungene Präsentation im Netz und Profil im Netz schärfen
der rechtzeitige Aufbau von Kontakten kann die Der nächste Schritt, um sein Bewerber-Profil im
Tür zu einem attraktiven Einstiegsjob öffnen. Netz zu schärfen, kann die Aktivität in Gruppen,
Unternehmen und Personalverantwortliche, mit Blogs und einschlägigen Foren sein. Hier bietet
denen man über soziale Netzwerke Kontakt auf- sich nicht nur die Möglichkeit, weitere Kontakte
nimmt, erwarten von Bewerbern
eine absolut seriöse Darstellung.
90 PROZENT DES ERFOLGS EINER BEWERDaher ist es wichtig, das eigene
BUNG LIEGEN IN DER VORBEREITUNG
Online-Profil nach und nach gezielt
mit entsprechenden Daten zu füllen
und so eine positive Online-Reputation aufzubauen. Auf die Erstellung des Profils zu knüpfen, sondern sich auch über die für die
sollten Studenten und Absolventen viel Sorgfalt Wunschbranche interessanten Themen zu inforverwenden, denn für den ersten Eindruck gibt es mieren und auszutauschen. Die aktive Beteiligung
an Diskussionen kann die Aufmerksamkeit von
bekanntlich keine zweite Chance.
Personalern wecken.
Eigene Inhalte online stellen
Auch für die Bewerbung selbst gilt: Je früher,
War das Netz früher stärker auf Recherche und das desto besser. Ein halbes Jahr vor Studienabschluss
Versenden von Mails ausgelegt, wandelt sich seine sollte der Startschuss für das Versenden der UnterRolle durch das Social Web weiter. Immer mehr lagen fallen. Trainee-Programme haben oft feste
geht es darum, eigene Inhalte online zu stellen, zu Einstellungstermine. In kurzer, prägnanter Form
teilen und Netzwerke aufzubauen. Die Bedeutung muss das Unternehmen davon überzeugt werden,
von Business-Netzwerken wie Xing und Linkedin dass der Kandidat zur offenen Stelle und zum
für Job und Karriere steigt.
Unternehmen passt – und zwar besser als seine
Hier hat jeder Student und Absolvent die Mitbewerber.
Chance, sich möglichen Arbeitgebern optimal zu
Personalchefs erwarten, dass die relevanten
präsentieren, berufliche Kontakte zu knüpfen oder Informationen über den Absolventen schnell
sich in Foren über relevante Themen zu informie- erkennbar und vollständig dargestellt sind.
ren. Und wer von lange zurückliegenden, feucht- Anschreiben und Lebenslauf müssen bei jeder
fröhlichen Feiern Fotos von sich selbst online fin- Bewerbung individuell auf das Unternehmen und
det, lernt schnell: Das Internet vergisst nicht. Auch die Position ausgerichtet sein. Bewerber, die inhaltPersonalchefs nutzen das Web durchaus dazu, lich konkrete Bezüge zum Unternehmen und zur
Informationen über Bewerber und Absolventen jeweiligen Aufgabe herstellen, signalisieren ernstzu recherchieren. Daher sollte man bereits im Stu- haftes Interesse und eine sehr gute Vorbereitung.
dium darauf achten, welche Inhalte man über sich Das lieben alle Arbeitgeber, weil es auf das Engagewirklich preisgeben will.
ment im Job schließen lässt.
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Special: Bewerbung
Die goldene Mitte
Für Anschreiben und Lebenslauf ist es wichtig, ein
selbstbewusstes Bild der eigenen Qualitäten und
Kompetenzen zu vermitteln. Bei der ersten Bewerbung neigen Absolventen dazu, ihr Licht unter den
Scheffel zu stellen. Doch die goldene Mitte ist hier
das Ziel. Wer sich ehrenamtlich engagiert oder wer
im Sport gute Ergebnisse erzielt, sollte das nicht in
seiner Bewerbung verschweigen.
Die ersten Sätze des Anschreibens entscheiden
darüber, ob der Leser sich die weiteren Unterlagen
genauer ansieht. Deshalb ist besondere Sorgfalt
geboten. Viele Bewerber machen hier den Fehler,
den Lebenslauf mit anderen Worten wiederzugeben. Die Ausarbeitung eines gelungenen Anschreibens kann einige Zeit in Anspruch nehmen. Auch
hier gilt: Immer rechtzeitig beginnen, sonst wird das
Ergebnis immer nur (unter-)durchschnittlich sein.
Der Bewerber muss im Anschreiben Profil zeigen. Der Leser soll eine Vorstellung von der Persönlichkeit des Kandidaten bekommen. Und es
gilt, den Personalchef davon zu überzeugen, dass
man besser ist als Mitbewerber und genau die
Fähigkeiten hat, die das Unternehmen für diese
Position sucht. Das vermittelt ein Bewerber am
besten, indem er versucht, die Welt mit den Augen
des Adressaten zu sehen. Für welche Firmenphilosophie ein Unternehmen steht, zeigt häufig ein
genauer Blick auf die Homepage und in die Arbeitgeber-Checks auf staufenbiel.de.
Die ersten Zeilen
Ein gelungenes Anschreiben muss also mit guten
Argumenten ansprechend und formal richtig aufgesetzt sein. Ziel ist es, sein Gegenüber auf einer
bis eineinhalb DIN-A4-Seiten von der eigenen Persönlichkeit zu überzeugen. Das Anschreiben sollte
dafür mit einer knappen und sachlichen Einleitung
beginnen – etwa mit dem Bezug auf das Stellenangebot oder auf ein persönliches Gespräch bei einem
Absolventenkongress. Wichtig ist, einen interessanten Einstieg zu finden und nicht mit einer Floskel zu beginnen. Die ersten Zeilen entscheiden darüber, ob der Empfänger interessiert weiterliest oder
den Rest nur noch überfliegt.
124
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
Der Bewerber muss das Anschreiben exakt formulieren und seine Fähigkeiten sprachlich auf den
Punkt bringen. Das Unternehmen will gerade eine
Stelle besetzen. So sind die aktuellen Fähigkeiten
des Bewerbers besonders interessant – und zwar
genau die Fähigkeiten, die in der Stellenanzeige
konkret gefordert werden. Was in der Anzeige als
erstes genannt wird, ist für das Unternehmen in der
Regel auch am wichtigsten. Kann der Bewerber hier
eine spezielle Qualifikation ins Spiel bringen, sollte
er auf jeden Fall auf diese Anforderung eingehen.
Der rote Faden
Der rote Faden im Lebenslauf muss erkennbar sein.
Das Wichtigste dabei: Der Lebenslauf muss auf die
jeweilige Position ausgerichtet sein. Eine Standardversion für verschiedene Bewerbungen fällt dem
geübten Leser sofort auf – und das sind Mitarbeiter
aus dem Personalbereich garantiert.
Die wichtigste Frage, die sich Absolventen hier
stellen müssen, lautet: Was erwartet der Leser im
Lebenslauf? Die Antwort: alle relevanten Informationen über Lebens-, Studien- und Berufsweg. Die
Angaben sollen einen Bezug zur angestrebten Position haben. Hierzu gehören vor allem einschlägige
Qualifikationen und praktische Erfahrungen.
Eventuelle Lücken im Lebenslauf mit unrichtigen Angaben aufzufüllen ist ein großes Risiko.
Denn falsche Angaben oder gar gefälschte Dokumente über vermeintliche Qualifikationen können Konsequenzen haben und zur Kündigung
des Arbeitsvertrags führen. Bewerber sollen aber
durchaus selbstbewusst ihre erworbenen Kompetenzen aus Studium und Praktika betonen,
die dem Profil der Stelle entsprechen. Wer im
Lebenslauf etwa angibt „Englisch verhandlungssicher“, muss natürlich damit rechnen, sein Interview auf Englisch zu führen.
Zusatzqualifikationen nachweisen
Bei Absolventen ist das Abschlusszeugnis selbstverständlich ebenfalls ein wichtiges Dokument. Ist
es zum Zeitpunkt der Bewerbung noch nicht ausgestellt, wird der letzte Zwischenabschluss belegt.
Um dem Leser einen Überblick über die aktuellen
staufenbiel.de
Special: Bewerbung
Leistungen zu geben, sollten Bewerber dann den Gespräche entwickeln sich frei nach einem vorbeNotenspiegel beilegen. Auch für die Bewerbung reiteten Fragenkatalog.
Der Lebenslauf des Bewerbers ist oft die Grundrelevante Studienschwerpunkte kann ein Kandidat
lage des Dialogs. Man sollte die dort aufgeführten
so hervorheben.
Wer bestimmte Zusatzqualifikationen nachwei- Informationen mit eigenen Worten, aber nicht
sen möchte, sollte die entsprechenden Dokumente allzu ausführlich wiederholen. Der Gesprächspartbeifügen – gerade wenn die Leistungen im Zusammenhang mit der
REFERENZEN UND EMPFEHLUNGEN
angestrebten Position stehen. Das
KÖNNEN TÜREN ÖFFNEN, DIE SONST
gilt für eine Berufsausbildung und
VERSCHLOSSEN
BLEIBEN
andere Praxiserfahrungen ebenso
wie für spezielle Computer- und
Sprachkenntnisse, eine Teilnahme an einem Soft- ner kennt meist die wichtigsten Fakten. Themen im
Jobinterview sind der bisherige Werdegang, also
Skills-Training oder eigene Veröffentlichungen.
Referenzen und Empfehlungsschreiben kön- Schule, Studium und Praktika, dann die Gründe
nen Türen öffnen, die sonst vielleicht verschlossen für die Berufswahl, die fachlichen Schwerpunkte,
bleiben. Anders als im angloamerikanischen Raum Aktivitäten im außeruniversitären Bereich, die
nutzen sie hierzulande noch relativ wenige Bewer- Einstellung zu Erfolg, Leistung und Arbeit, aber
ber. Sie werden nicht wie Zeugnisse von Personal- auch Stärken und Schwächen, Zukunftspläne und
abteilungen, sondern von einzelnen Personen aus- am Ende die Gehaltsvorstellungen.
Im Gespräch sollte ein engagierter Bewerber auf
gestellt. Wichtig ist, dass es neutrale Personen sind,
die sich über den Bewerber äußern. Eine solche Fragen zum bisherigen Werdegang und den damit
Meinung zählt wegen des beruflichen oder sozialen verbundenen Entscheidungen sehr gut vorbereitet
Status und eben auch dank einer offensichtlichen sein. Wer kennt wirklich alle Stationen aus dem
eigenen Lebenslauf mit genauem Zeitraum? Auch
Neutralität.
Studenten und Absolventen sollten also recht- die Frage nach den eigenen Zielen darf Bewerber
zeitig überlegen, wer sie aus der praktischen Arbeit nicht überraschen. Den Personalchef interessiert
oder aus der Hochschule weiterempfehlen kann. auch, was ein Absolvent von der konkreten PosiInfrage kommen Vorgesetzte aus Praktika, Semes- tion erwartet und was er damit verbindet.
Nicht vergessen: 90 Prozent des Erfolgs einer
terjobs und Ehrenämtern genauso wie Professoren
und Hochschuldozenten aus der Praxis. Für das Bewerbung liegen in der Vorbereitung. Wer sich
Sammeln von Referenzschreiben ist es nie zu früh. die entsprechende Zeit dafür nimmt, spart häufig
Wer sich während des gesamten Studiums Refe- an anderer Stelle Zeit und braucht vielleicht nicht
renzschreiben hat ausstellen lassen, kann aus meh- so viele Bewerbungen zu schreiben wie andere.
reren gezielt auswählen und sich so entscheidende
Vorteile bei der Bewerbung sichern.
Floskeln sind tabu
Während des Interviews sollten Bewerber darauf
achten, nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig zu
reden – beides ist für Gesprächspartner anstrengend und nicht überzeugend. Floskeln sind tabu.
Es gibt aber keine Muster- oder Standardvorstellungsgespräche. Manchmal werden standardisierte
Interviewleitfäden verwendet. Doch die meisten
staufenbiel.de
Arbeitgeber
Was Unternehmen von
Bewerbern erwarten, steht in
den Arbeitgeber-Checks auf
staufenbiel.de/
arbeitgeber-check
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
125
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126
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
In den Ingenieurwissenschaften
finden Nachwuchskräfte unterschiedliche Jobs.
Das sind die Besonderheiten und Berufschancen
in den jeweiligen Fachrichtungen.
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
127
Typische Berufsfelder
Berufsfelder und ihre Aufgaben
Die Ingenieurwissenschaften in einzelne Fachrichtungen einzuteilen, ist nicht ganz einfach. Um Studenten und Absolventen dennoch einen Überblick
über die Berufsfelder zu geben, greifen wir deshalb
auf die klassische Einteilung zurück:
Elektrotechnik
Hier finden sich Bauingenieure,
Architekten, Stadt- und Regionalplaner sowie Vermessungsingenieure.
Angrenzende Berufsfelder
Mit den Fachrichtungen Nachrichtentechnik, Elektrische Energietechnik,
Technische Informatik und eine Reihe
spezieller Fachrichtungen wie Elektroakustik, Elektrophysik, Sensorik,
Optotechnik und Elektronik
Maschinenwesen
Mit Fachrichtungen wie Fertigungstechnik, Konstruktionstechnik,
Werkstoff- und Materialwissenschaften und Energietechnik, aber auch
Verkehrs-, Schiffs- und Meerestechnik, Luft- und Raumfahrttechnik,
Feinwerktechnik, Fahrzeug- und Kunststofftechnik
Verfahrenstechnik
Die Verfahrenstechnik wird an
einigen Hochschulen dem Maschinenwesen zugeordnet, in diesem
Handbuch aber als eigene Gruppe
aufgeführt, da sie auch das Biound Chemieingenieurwesen, das
Brauereiwesen und die Lebensmitteltechnologie
einschließt.
Georessourcen
Die speziellen Fachrichtungen des
Bergbaus (wie unter Tage, Tunnelbau,
Tagebau), des Markscheidewesens,
der Mineralogie, der Geowissenschaften und der Metallurgie sowie
ein Teil der Werkstoff- und Materialwissenschaften.
128
Bauwesen
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
Ingenieure werden nicht nur in den
klassischen Berufsfeldern eingesetzt, sondern auch in angrenzenden
Bereichen wie Informatik, Physikingenieurwesen oder Wirtschaftsingenieurwesen.
Auf den folgenden Seiten werden die Berufsfelder
mit ihren Besonderheiten und Trends sowie den
Berufsaussichten für Nachwuchsingenieure detailliert vorgestellt. Für jede der aufgeführten Gruppen
gibt es verschiedene Vertiefungsrichtungen, die
sich an einzelnen Hochschulen in eigenen Fachbereichen oder Studienrichtungen wiederfinden.
Jeder Studiengang hat prinzipiell eine eigene Prüfungsordnung. Die Gestaltung der ersten Semester des Bachelor-Studiums ist oft einheitlich – hier
werden die Grundlagen der Ingenieurwissenschaften erlernt. In den höheren Semestern, meist ab
dem fünften, findet zusätzlich eine Gliederung
in Studienrichtungen oder Berufsfelder statt. Im
Master-Studium wird oft die Studienrichtung des
Bachelors vertieft – entweder in einem speziellen
oder in einem allgemeinen Master-Programm.
Studenten müssen sich zunächst für einen Bereich
entscheiden. Im späteren Berufsleben ist ein Wechsel aber nichts Ungewöhnliches mehr. Da sich
die Grundlagen der ingenieurwissenschaftlichen
Disziplinen oft ähneln, kann der Elektroingenieur
genauso in die Abteilung für Heizungs- und Lüftungstechnik eines Baukonzerns wechseln wie er
auch an der Entwicklung von Elektroautos oder
medizinischen Geräten mitarbeiten kann.
staufenbiel.de
Typische Berufsfelder
Elektrotechnik
Elektrotechnik ist die Grundlage für wegweisende
Zukunftstechnologien: Nachwuchsingenieure finden Jobs etwa in der Informations- und Energietechnik, der Mikroelektronik, Automatisierungsund Nanotechnik.
Elektroingenieure stehen ständig vor neuen
Herausforderungen, wenn es etwa darum geht, die
Ergebnisse der Grundlagenforschung in entsprechende Technologien umzusetzen. Das gilt für die
Entwicklung elektronischer Bauelemente und der
damit hergestellten Geräte ebenso wie für optoelektronische Systeme, Geräte zur Energieübertragung
oder Fusionsreaktoren.
Die Elektrotechnik kann man grob in die
Berufsfelder Elektrische Energietechnik, Nachrichten-/Informationstechnik, Technische Informatik
und Allgemeine Elektrotechnik unterteilen. In den
vergangenen Jahren ist eine Vielzahl neuer spezieller Berufsfelder entstanden, die ebenfalls der Elektrotechnik untergeordnet sind, etwa die Mikrosystemtechnik oder die Nanotechnik.
Die Ausbildung ist stark systemorientiert. Deshalb können Elektroingenieure häufig in Bereichen
arbeiten, für die sie ursprünglich nicht ausgebildet
wurden. Sie finden Arbeit in Raffinerien, in Unternehmen der chemischen Verfahrenstechnik, in der
Kraftfahrzeugindustrie oder der Medizintechnik.
Auch in wachstumsträchtigen Zukunftsfeldern wie
Mikrosystemtechnik, Multimedia und Telekommunikation entstehen Jobs. Bei der Entwicklung
komplexer informationsverarbeitender und kommunikativer Systeme übernehmen Elektroingenieure häufig die Aufgaben von Informatikern.
Elektrische Energietechnik
Eine zentrale Säule der Industriegesellschaft ist
eine sichere, zuverlässige, preiswerte und umweltschonende Energieversorgung. Ingenieure in der
Elektrischen Energietechnik wandeln Primärenergie in elektrische Energie um und verteilen sie an
die Verbrauchsorte. Auch die Wandlung der elektrischen Energie in Nutzenergie – etwa mechanische Energie, Wärmeenergie oder Licht – zählt zu
staufenbiel.de
den Aufgaben von Ingenieuren in der Elektrischen
Energietechnik.
Energietechniker stehen vor der Herausforderung, die weltweite Energieversorgung auf Dauer
sicherzustellen. Daraus ergeben sich Aufgabengebiete wie die Entwicklung neuer Techniken, verbunden mit dem Einsatz rechnergestützter Programmsysteme und entsprechender Kommunikationstechnologien. Ziel ist, eine optimale Relation
zwischen zentraler und dezentraler Energieversorgung zu erreichen und die System- und Betriebskosten zu optimieren.
Durch die Liberalisierung der Energiemärkte
hat sich die Arbeit von Elektroingenieuren verändert: Die Kundenbindung und -betreuung steht
verstärkt im Mittelpunkt. Weitere Änderungen
bringen die Novellierung des Energiewirtschaftsgesetzes und die Einrichtung einer Regulierungsbehörde für Elektrizität und Gas. Außerdem werden Informations- und energietechnische Systeme
künftig stärker miteinander verflochten sein.
Eine zentrale Frage ist auch die Lösung der
Energiespeicherung. Impulse kommen hier aus
dem Bereich der Nanotechnologie und den supraleitenden Materialien. Viele Elektroingenieure
befassen sich damit, elektrische Energie in mechanische Energie umzuwandeln. Das ist für den
Antrieb von verschiedenen Arbeitsmaschinen
nötig. Als Energiewandler dienen hier etwa Elektromotoren für Gleich-, Wechsel- oder Drehstrom,
Walzwerke und Werkzeugmaschinen, Bahnen,
Straßenfahrzeuge, Schiffe und Förderanlagen. Die
meisten Arbeitsmaschinen sind mit hochwertigen analog oder digital arbeitenden Steuer- und
Regeleinrichtungen ausgestattet – nur so können
Betriebsgrößen exakt eingehalten werden. Ingenieure müssen in der Lage sein, ein weitgehend automatisiertes, elektromechanisches System zu konzipieren, weiterzuentwickeln und zu warten.
In der regenerativen Energiewirtschaft werden
Anlagen für erneuerbare Energien (Windenergie,
Wasserkraft, Bioenergie, Solarenergie, Geoenergie)
entwickelt und gebaut. Hier erstreckt sich das Spektrum der Aufgaben vom Anlagenbau (Herstellung
von Windkraftanlagen oder Biomassekraftwerken)
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
129
Typische Berufsfelder
© pedrosek – shutterstock.com
über die Anlagenwartung (Servicedienstleistungen) bis zur Planung, Projektierung oder Beratung.
Bei der Studienrichtung Elektrische Anlagen
und Maschinen geht es vor allem um das stationäre
und transiente Betriebsverhalten von elektrischen
Maschinen. Ebenso wichtig sind Entwurf und Planung elektrischer Anlagen – ein Gebiet, das ein
breites Grundlagenwissen erfordert. Ingenieure,
die in diesem Bereich arbeiten, müssen sich in den
unterschiedlichen Technologien auskennen und in
der Lage sein, komplexe technische Systeme nach
systematischen Gesichtspunkten zu erschließen.
In Bereichen wie der Energie- oder Wärmetechnik überschneiden sich die Berufsfelder der Elektrischen Energietechnik stark mit den Aufgaben
der auf Energietechnik spezialisierten Maschinenbauingenieure.
ELEKTROTECHNIK IST DIE GRUNDLAGE FÜR
WEGWEISENDE ZUKUNFTSTECHNOLOGIEN
Nachrichten-/Informationstechnik
In der Nachrichten-/Informationstechnik müssen Ingenieure Nachrichten und Informationen
elektronisch übertragen und verarbeiten. Darunter fallen die Erfassung und die Umwandlung in
andere Darstellungsformen und die verschiedenen
Verfahren zur Übertragung der Informationen.
Das Gebiet schließt die Datenverarbeitung mit ein.
Die digitale Darstellung der Nachrichten ist fester
Bestandteil der gesamten Informations- und Nachrichtentechnik.
Die Nachrichtentechnik umfasst die Technik
der IT-Geräte und -Systeme und die Methoden zur
Lösung konkreter Aufgaben. Dabei ergeben sich oft
130
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
Anwendungen, die weit über den Einsatz im rein
technischen Bereich hinausgehen. Viele berufliche
Möglichkeiten eröffnen sich in der Mikrosystemtechnik. Ingenieure entwerfen hier extrem miniaturisierte technische Systeme (speziell auf der Basis
der Silizium-Halbleitertechnik), stellen sie her und
setzen sie ein.
Mit starken Anteilen der Elektronik und
Computertechnik gehören die Mikrotechnik und
Optronik (Optotechnik) zu den zukunftsweisenden
Technologien. Die Mikrosystemtechnik dringt weiter in Gebiete vor, in denen mechanische Bauelemente an ihre Grenzen stoßen. Außerdem gehören
eine Reihe spezieller Richtungen wie die Schaltungsplanung und die Halbleitertechnik, die nicht
selten bis in Arbeitsgebiete der Werkstofftechnik
und angewandten Physik führen, zur Nachrichtentechnik.
Die Studienrichtung Hochfrequenztechnik
beschäftigt sich mit der Ausbreitung von elektromagnetischen Wellen in Leitungen und Hohlleitern.
Sie findet Anwendung in der drahtlosen Nachrichten- und Datenübertragung in der Telekommunikation, in der Navigation und in der Radar- und
Sicherheitstechnik. Das Grenzgebiet der optischen
Nachrichtentechnik – auch Optotechnik genannt –
gewinnt weiter an Bedeutung. Einsatzbereiche für
Ingenieure können die Forschung, Entwicklung,
Konstruktion, Fertigung, Montage, Prüfung und
allgemeine Qualitätssicherung oder Beratung und
Verkauf sein. Da Aufgabenstellungen der Steuerung, Regelung und Automatisierung in praktisch
allen Industrieunternehmen auftreten, arbeiten
viele Elektronikingenieure in unterschiedlichen
Branchen, etwa in der Maschinenbau-, Chemieoder Lebensmitteltechnologie-Branche.
Technische Informatik
Die Aufgaben, die Ingenieure in der Technischen
Informatik lösen müssen, stammen vor allem aus
Forschung und Entwicklung sowie aus Anwendungen für elektronische Rechenanlagen. Kenntnisse
über Bauelemente, Baugruppen, digitale Systeme
und nicht zuletzt Programmiersprachen stehen
im Mittelpunkt. Die Studieninhalte konzentrieren
staufenbiel.de
Typische Berufsfelder
sich teilweise stark auf rechnerinterne und spezielle Programmierungsprobleme. Die Forschung
auf diesem Feld beschäftigt sich etwa mit Simulationen, Prozessor-Architekturen, Bildanalysen,
Rechnernetzen, künstlicher Intelligenz und Mobilkommunikation.
Absolventen der Technischen Informatik entwickeln zum Beispiel Programme zur Bearbeitung
von Texten, Grafiken, Bildern und Filmen, wie
sie etwa in CAD oder Telefonvermittlungssystemen eingesetzt werden. Auch die Hardware-Entwicklung zählt zu den Aufgaben, häufig in softwarenahen Bereichen. Das können intelligente
Steuerungen und Subsysteme in Autos und der
Unterhaltungs- oder Haushaltselektronik sein.
Zu den Aufgaben, die nicht unmittelbar mit der
Elektrotechnik zusammenhängen, zählen unter
anderem die Produktionstechnik, die Regelung
verfahrenstechnischer Prozesse, die elektrophysikalische Forschung und die human- und tiermedizinische Technik. Typische Aufgabenstellungen
können in der Bildverarbeitung, in der Steuerung
industrieller Prozesse, der Entwicklung von Netzwerk-, Datenbank- und Telekommunikationsanwendungen oder in der Entwicklung großer
Softwaresysteme liegen. Einstiegschancen haben
Nachwuchskräfte bei mittelständischen Unternehmen, in industriellen Großunternehmen der Elek-
trotechnik oder des Maschinenbaus, in Dienstleistungsunternehmen aus der Kommunikationsbranche oder in Softwarehäusern.
Allgemeine Elektrotechnik
Die Allgemeine Elektrotechnik gewinnt immer
mehr an Bedeutung. Viele Fortschritte der modernen Technik basieren auf breit angelegter systematischer Forschung und Entwicklung, etwa auf den
Gebieten der Elektrophysik und der Regelungsund Prozesstechnik. Die Grenzen zwischen den
Studienrichtungen Energietechnik, Nachrichtentechnik, Technische Informatik und Allgemeine
Elektrotechnik sind fließend.
Der Begriff Prozesstechnik fasst die anwendungsorientierten Schwerpunkte Regelungs-, System- und Automatisierungstechnik zusammen.
Hier geht es oft um Automatisierungsaufgaben,
also die Entwicklung technischer Systeme, die
nicht durch den unmittelbaren Eingriff des Menschen gesteuert werden. Vor allem auf Automatisierungstechniker warten spannende Aufgaben.
Berufschancen
Für viele Positionen setzen Unternehmen Kenntnisse in der Elektrotechnik und in der Informatik
voraus. Wegen ihrer branchenübergreifenden Ausbildung haben Elektroingenieure gute Chancen auf
ARBEITEN IM ZUKUNFTSFELD ELEKTROTECHNIK
Die meisten Ingenieure der
Elektro- und Informationstechnik
arbeiten in
Planung/Projektierung/
Engineering
Forschung und Entwicklung
IT/Software/Dienstleistung
Die stärksten Impulse für den
Standort gehen aus von
Energieeffizienz
Smart Grids
Elektromobilität
Die wichtigsten Schlüsseltechnologien sind
Energietechnik
Batterie- und Speichertechnologien
Automatisierungstechnik
Informations- und
Kommunikationstechnik (IKT)
Mikroelektronik/
Mikrosystemtechnik
Quelle: VDE Trendreport
staufenbiel.de
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
131
Typische Berufsfelder
dem Arbeitsmarkt. Arbeitsmarktexperten gehen
davon aus, dass qualifizierte Elektroingenieure
auch in Zukunft gefragt sein werden, da die Ingenieurlücke der letzten Jahre auch in wirtschaftlich
schlechteren Zeiten nicht gefüllt werden konnte.
Vor allem in der Elektronik und der Computerindustrie haben Ingenieure viele Möglichkeiten. Aber
auch in der Informations-, Kommunikations- und
Medientechnik, der Netzwerktechnik und der Prozessautomatisierung gibt es Einstiegspositionen für
Nachwuchskräfte.
Fundierte Informatikkenntnisse sind ein Muss.
Fachhochschulabsolventen haben einen Vorteil
gegenüber den eher wissenschaftlich ausgebildeten
Ingenieuren von Technischen Hochschulen und
Universitäten, wenn es um praxisorientierte Aufgaben geht. Mögliche Arbeitgeber sind große und
mittelständische Industrieunternehmen, Ingenieur- oder technische Vertriebsbüros oder qualifizierte Handwerksbetriebe.
Auch in Behörden wie Hochbauämtern oder
Stadtwerken, dem TÜV oder in Forschungsinstituten ist der Einstieg möglich. Eine weitere Alternative ist der Einstieg als Unternehmensberater.
Maschinenwesen
Der Maschinen- und Anlagenbau ist immer noch
der größte Arbeitgeber für Ingenieure. Ob Fahrzeug-, Werkzeugmaschinen- oder Anlagenbau, ob
Raumfahrt, Logistik oder Turbinenbau, ob Werkstofftechnik oder Antriebstechnik – die Einsatzmöglichkeiten für Ingenieure der Fachrichtung
Maschinen- und Anlagenbau sind vielseitig.
Im Gegensatz zu Elektroingenieuren arbeiten
Ingenieure hier mehr anlagen- und weniger systemorientiert. Nachwuchskräfte werden in nahezu
allen Bereichen der Forschung, Projektierung,
Planung, Entwicklung, Konstruktion, Produktion,
Montage und Inbetriebnahme von Maschinen,
technischen Aggregaten und ganzen Produktionsanlagen eingesetzt.
Immer häufiger übernehmen Maschinenbauingenieure wegen der weltweiten Märkte auch
internationale Vertriebs- und Marketingaufga-
132
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
ben. Wer sich weiterbildet, kann als Patentanwalt
und -assessor und in der Umwelt-, Qualitäts- und
Sicherheitstechnik arbeiten. Eine integrierte oder
zusätzliche Ausbildung zum Wirtschaftsingenieur
vermittelt Maschinenbauingenieuren zusätzliches
betriebswirtschaftliches Know-how.
In der ersten Phase des Maschinenbaustudiums werden allgemeine natur- und ingenieurwissenschaftliche Grundlagen vermittelt. Danach
stehen viele Studienrichtungen und Schwerpunkte
zur Auswahl. Während die ersten Semester eher
methoden- und verfahrensorientiert sind, gestalten
sich die höheren Semester häufig stärker anwendungs- und produktorientiert.
Je nach Studienschwerpunkten bieten sich dem
Maschinenbauingenieur Einsatzmöglichkeiten, die
bis in die Verkehrstechnik, das Bergbauwesen, die
physikalische Technik, die Hüttenkunde oder den
Elektromaschinenbau reichen können. Auch hier
sind Kenntnisse der Automatisierungstechnik und
Datenverarbeitung notwendig. Maschinenbauingenieure haben unmittelbar mit den praktischen
Problemen des Anlagenbaus und mit der Werkzeugmaschinenherstellung zu tun. Nachwuchskräfte, die sich für Führungsaufgaben qualifizieren
wollen, müssen neben sehr guten betriebswirtschaftlichen Kenntnissen auch Fähigkeiten des
kooperativen Managements mitbringen.
Fertigungsverfahren
Ingenieure in der Fertigungs- und Produktionstechnik organisieren betriebliche Abläufe. Dabei
sind Verfahren und Maschinen zur Bearbeitung
von Gütern genauso wichtig wie die Berücksichtigung der Kosten. Da sich das Verfahrenswissen auf
sehr unterschiedliche Prozesse anwenden lässt, ist
die Studienrichtung Fertigungstechnik in typischer
Weise methodenorientiert.
Ingenieure der Fertigungstechnik sollten nicht
nur gute technische Kenntnisse in Sachen Werkzeugmaschinen und der Steuerung solcher Maschinen mitbringen, sondern sich auch in den Verfahren der Fertigungstechnik auskennen. Hierzu
zählen auch gießerei- und schweißtechnische Verfahren sowie Produktionstechnik.
staufenbiel.de
Typische Berufsfelder
Energietechnik
Die Hauptaufgabe der Energietechnik ist die
Umwandlung von chemischer und nuklearer Energie in Wärmeenergie und deren Überführung in
mechanische Energie. Deshalb wird der Maschinenbauingenieur hier vor allem im Energieanlagenbau, in der Reaktor- und Kraftwerkstechnik,
beim Rückbau von Kernkraftwerken, im Strömungs- und Kolbenmaschinenbau und bei Genehmigungsbehörden beschäftigt.
Außerdem wird der Einsatz in Anlagen, die
regenerative Energien nutzen, immer wichtiger.
Die Energiewende in Deutschland wird für ständigen Bedarf sorgen. Bei den Fachrichtungen Strahlantriebe, Turbo- oder Verbrennungsmaschinen
geht es um Kraft- und Arbeitsmaschinen, die als
Strömungsmaschinen oder als Kolbenmaschinen
arbeiten. Strömungs- und Kolbenmaschinen spielen nicht nur in der Energie- und Wasserversorgung eine Rolle, sondern auch als Antriebsmaschinen von Land-, Wasser- und Luftfahrzeugen.
Die Vertiefung Wärmetechnik beschäftigt sich
mit der praktischen Anwendung der Energieübertragung und -umwandlung. Da es hier auf die thermodynamische Analyse der Prozesse ankommt,
sind theorieorientierte und konstruktive Fachkenntnisse erforderlich – etwa aus dem Gebiet der
Thermodynamik und des Apparatebaus.
Ingenieure der Fachrichtung Wärmetechnik
haben vor allem in der chemischen Industrie, der
Feuerungstechnik und dem Industrieofenbau Jobperspektiven. Fragen der Energiebereitstellung und
der besseren und umweltgerechteren Steuerung
staufenbiel.de
und Regelung wärmetechnischer Anlagen gewinnen weiter an Bedeutung.
Die Studienrichtung Reaktortechnik ist ein
gutes Beispiel für eine stark produktorientierte
Ausbildung. Ingenieure mit entsprechendem
Know-how werden etwa für den Abbau oder den
Export der Anlagen noch auf Jahrzehnte benötigt.
Verkehrstechnik
Bei der Verkehrstechnikausbildung im Maschinenbau geht es – anders als im Bauingenieurstudium
– hauptsächlich um Konzipierung, Entwurf und
Produktion von Fahrzeugen verschiedener Art.
Jeweils auf bestimmte Produkte spezialisiert sind
die Studienrichtungen des Kraftfahrwesens, der
Fahrzeugtechnik, der Landmaschinen, der Luftund Raumfahrttechnik, des Flugzeugbaus, der
Schienenfahrzeuge und der Schiffstechnik.
Immer wichtiger werden Berechnungsverfahren für statische und dynamische Beanspruchungen und die Entwicklung neuer Werkstoffe für den
Fahrzeugbau.
© roman_sakhno – shutterstock.com
Bei der Studienrichtung Betriebstechnik liegen die
Schwerpunkte auf der mathematischen Behandlung betrieblicher Probleme und auf Fragen der
Planung und Einrichtung von Fabrikanlagen. An
einigen Hochschulen werden Vertiefungsmöglichkeiten etwa in den Richtungen Werkstoff-, Textil-,
Metall-, Druck- und Kunststofftechnik angeboten.
Wer sich als Student für solche stark produktorientierte Spezialisierungen interessiert, sollte sich
immer aktuell über den entsprechenden Arbeitsmarkt informieren.
DER MASCHINEN- UND ANLAGENBAU IST DER
GRÖSSTE ARBEITGEBER FÜR INGENIEURE
Die Studienrichtungen der Fördertechnik und des
Transportwesens beschäftigen sich mit Methoden
und organisatorischen Maßnahmen zur Planung,
Steuerung und Überwachung ganzer Transportund Lagersysteme. Hierbei geht es um alle Transport-, Lager- und Umschlagprobleme, die beim
Gewinnen, Verteilen und Bearbeiten von Gütern
entstehen können.
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
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Typische Berufsfelder
Übergreifende Richtungen
Die Studiengänge des Maschinenbaus sind meist
produktorientiert. Allerdings werden übergreifende Studienrichtungen auch in Zukunft wichtig
sein. Ein Grund ist der wachsende Informationsfluss innerhalb technischer Prozesse. Häufig ist in
übergreifenden Studienrichtungen auch eine Spezialisierung möglich. Eine fundierte interdisziplinäre
Ausbildung bietet etwa der Studiengang Technische
Kybernetik. Die Berufsfelder der Elektrotechnik
und des Maschinenbaus fließen hier vor allem im
Bereich der Automatisierungstechnik zusammen.
Kaum ein Industriezweig verzichtet auf
moderne Automatisierungstechniken, die auch
dem Umweltschutz dienen. Bislang arbeiten noch
relativ wenige Maschinenbauingenieure in diesem
Bereich, da sich Absolventen mit dem Einstieg in
ein solch stark methodenorientiertes Fachgebiet
schwertun. Dabei haben Maschinenbauingenieure
gute Chancen, weil sie meist bessere Kenntnisse
über spezielle Produkttechnologien mitbringen als
etwa Elektroingenieure.
Zu den Studienrichtungen des Allgemeinen
Maschinenbaus zählen auch das Physikingenieurwesen und die Mechanik. Die Absolventen schließen hier die Lücke zwischen reiner Mathematik
und Physik einerseits und den Ingenieurwissenschaften andererseits. Ingenieure der Mechanik
beschäftigen sich besonders mit Theorie, Rechnung und Experiment. Sie erklären mechanische
Vorgänge und stellen Denk- und Ersatzmodelle
auf. Eine weitere branchenunabhängige Spezialisierung ist die Konstruktions- und Feinwerktechnik.
Feinwerktechniker werden in der Büromaschinenbranche, bei der Herstellung optischer Geräte oder
in der Spielzeugindustrie beschäftigt.
BREIT AUSGEBILDET
Interdisziplinär oder systemisch ausgebildete Absolventen können in unterschiedlichen
Branchen arbeiten. Ingenieure der Automatisierungs- und Prozesstechnik oder der
Mechatronik sind Beispiele hierfür.
AUTOMATISIERUNGS- UND PROZESSTECHNIK
MECHATRONIK
In der Automatisierungstechnik ist die Spezialisierung methodenorientiert und bietet systemischen
Einblick in unterschiedliche Prozesse. Deshalb sind
Automatisierungs- und Prozesstechniker auch in
Fachgebieten wie der Erdölindustrie, Medizin,
Logistik oder im Kraftfahrzeugbau gern gesehen.
Arbeitsfelder, die über klassische Ingenieuraufgaben
hinausgehen, gibt es auch bei volkswirtschaftlichen
Fragestellungen oder in der (Politik-)Beratung.
Da technische Systeme zunehmend komplexer
werden, geht es beim Entwurf technischer Anlagen
immer häufiger auch um soziale und ethische
Fragen.
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Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
Die Mechatronik bringt bei der Entwicklung und
Analyse technischer Systeme Elemente aus dem
Maschinenbau, der Elektrotechnik und der Systemund Informationstechnik zusammen.
Das Verständnis für Zusammenhänge der Komponenten und ihrer Abhängigkeiten soll neue Wege zur
Entwicklung von Produkten und zur Verbesserung
technischer Systeme eröffnen.
Mechatroniker finden viele Einsatzgebiete, von
der Fahrzeugtechnik über den Anlagenbau bis zu
Produktionstechnik, Mikrosystemtechnik und Unterhaltungselektronik.
Weitere Infos bietet das internationale Netzwerk
Research and Education in Mechatronics (REM).
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Typische Berufsfelder
Berufschancen
Unternehmen haben Bedarf an Absolventen aller
Fachrichtungen des Maschinenwesens. Nachwuchskräfte, die ihr gutes Grundlagenwissen
exemplarisch in einem Spezialgebiet angewandt
haben, können in ganz unterschiedlichen Bereichen gute Start- und Aufstiegschancen nutzen. Vor
allem in sehr speziellen Richtungen haben manche
Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau
Probleme, geeigneten und qualifizierten Nachwuchs zu finden.
Allerdings sollte man die Schwerpunkte möglichst so setzen, dass am Ende Berufsfelder in unterschiedlichen Branchen offenstehen. Oft ist es für
Nachwuchskräfte einfacher, spezielle Kenntnisse
in einem bestimmten Produktbereich zu erwerben,
als fehlende Grundlagen in methodenorientierten
Fächern aufzubauen. Nach wie vor positiv sind die
Aussichten für Maschinenbauingenieure, die fundierte Kenntnisse in der Informationstechnologie
mitbringen und gleichzeitig über betriebswirtschaftliches Know-how verfügen. Auch der Einstieg als Vertriebsingenieur kann für viele Absolventen ein idealer Karrierestart sein.
Verfahrenstechnik
Die Verfahrenstechnik hat ihren Ursprung in der
chemischen Industrie. Traditionelle Aufgabe von
Ingenieuren der Verfahrenstechnik ist die Entwicklung von Hochdruckverfahren wie Ammoniaksynthese, Methanolsynthese und Kohlehydrierung. Deshalb findet man Verfahrensingenieure
auch unter den Bezeichnungen Chemieingenieur,
staufenbiel.de
Chemietechniker oder Chemical Engineer. Berufsfelder wie die Aufbereitungstechnik, Lebensmitteltechnologie und die Werkstoffwissenschaften
gehören ebenfalls zur Verfahrenstechnik.
Verfahrenstechniker kennen sich mit komplexen biologischen und chemischen Prozessen
genauso aus wie mit der Apparatetechnik. Spannende Aufgaben warten auf Nachwuchsingenieure
in der Biotechnologie, der Lebensmittelindustrie
und der Umweltbranche.
Gerade die Umwelttechnik greift mehr und
mehr auf chemietechnische Verfahren zurück.
Außerdem warten auf Ingenieure viele neue Aufgaben in der medizinischen Verfahrenstechnik, der
Bio- und Nanotechnologie und an den Schnittstellen regelungstechnischer und verfahrenstechnischer Probleme. Bioverfahrenstechnik gewinnt in
der Verwertungsindustrie an Bedeutung, etwa bei
industriellen Kompostierungsanlagen.
Zwischen Biologie und Technik
Immer wichtiger wird die Bioverfahrenstechnik im
Zusammenhang mit der Gentechnik und neuen
biologischen Verfahren etwa zur Müllbeseitigung. Hier
sind Verfahrenstechnikingenieure dafür zuständig,
im Labor entwickelte und erprobte Verfahren technisch nutzbar zu machen.
In der Verfahrenstechnik geht es um mechanische,
thermische, chemische, biologische und elektrische
Verfahren zur Umwandlung und Zusammenset© anyaivanova – thinkstockphotos.de
Wer sich in seiner Ausbildung auf Werkstofftechnik
spezialisiert, befasst sich vor allem mit der Werkstoffentwicklung, der Auswahl von Werkstoffen
für die Fertigungstechnik, der Werkstoffberatung
und der Untersuchung von Materialschadensfällen. Die Ingenieure arbeiten mit messtechnischen
Verfahren aus allen Gebieten der Natur- und Ingenieurwissenschaften. Fortschritte in der Werkstofftechnik werden viele weitere Technologien beeinflussen.
VERFAHRENSTECHNIKER KENNEN SICH MIT
KOMPLEXEN BIOLOGISCHEN UND CHEMISCHEN
PROZESSEN AUS
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Typische Berufsfelder
zung von Stoffen. Außerdem entwickeln Ingenieure
die in diesem Bereich erforderlichen Maschinen
und Anlagen. Besonders in wachstumsträchtigen
und forschungsintensiven Bereichen der chemischen Industrie ist die Nachfrage nach gut ausgebildeten Verfahrenstechnikern beständig.
Das Zusammenwirken von chemischen Prozessen und der Apparatetechnik ist sehr kompliziert.
Gefragt sind deshalb Ingenieure, die über Erfahrungen auf beiden Gebieten verfügen. Wichtig ist
auch, dass sie Kenntnisse über die zu entwickelnden Produkte, die zu verarbeitenden Stoffe und die
eingesetzten Technologien schnell erwerben können oder schon mitbringen.
Berufschancen
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Das Berufsbild des Verfahrensingenieurs ist breit
gefächert: Es reicht von der Forschung und Entwicklung über Planung, Bau und Vertrieb von
Apparaten und Anlagen bis zur Beratung, Anwendungstechnik oder Projektakquisition.
Arbeitgeber sind dabei längst nicht mehr nur
die chemisch-pharmazeutischen Konzerne. Mittlerweile gibt es Stellen in nahezu allen Industriebranchen, etwa der Grundstoffindustrie, der
Lebensmittelindustrie, bei Energieversorgern, den
Apparatebauern oder in der Medizinindustrie.
Verfahrenstechniker sind als universelle Problemlöser gefragt. Besonders für Bewerber mit
ROHSTOFFGEWINNUNG, RESTSTOFFENTSORGUNG, UMWELTTECHNIK UND KREISLAUFWIRTSCHAFT RÜCKEN IN DEN VORDERGRUND
136
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
Kenntnissen der Informationstechnologie, Regelungstechnik und Betriebswirtschaft bietet sich ein
vielseitiges Berufsfeld mit Wachstumsperspektiven.
Absolventen mit entsprechenden Sprachkenntnissen haben gute Chancen im Projekt- und Vertriebsbereich international tätiger Unternehmen.
Georessourcen
Traditionell beschäftigen sich Bergbauingenieure
mit allen Bergbauzweigen vom Erzbergbau über
Braunkohlen-, Steinkohlen-, Kali- und Salzbergbau, Schiefer- und Torfabbau bis zur Gewinnung
von Erdöl und Erdgas, Stein- und Erdprodukten.
Das schließt Arbeiten im Tief- wie im Tagebau ein.
Allerdings nimmt die Bedeutung des herkömmlichen Bergbaus kontinuierlich ab. Themen wie
Rohstoffgewinnung, Reststoffentsorgung, Umwelttechnik und Kreislaufwirtschaft rücken weiter in
den Vordergrund. Im Entsorgungsbergbau befassen sich Bergbauingenieure mit der Nutzung bergbaulicher Hohlräume für die Deponierung von
Abfällen und mit der Aufbereitung verschiedener
Abfallstoffe. Auch die Aufbereitung von Steinen
und Erden ist ein wachsender Industriezweig.
Andere Möglichkeiten bieten Betriebe, die
sich mit der Rohstofferzeugung befassen und sie
zu hochwertigen Werkstoffen weiterverarbeiten.
Bei der Metallurgie und Werkstofftechnik geht
es vor allem um die Gewinnung, Veredelung und
Weiterbehandlung von Metallen und Baustoffen
wie Glas, Keramik oder Gießereiprodukten. Auch
Umweltschutzmaßnahmen jeglicher Art, Recycling
von Schrott und Reststoffen und der sorgfältige
Umgang mit den Ressourcen stehen im Fokus.
Bergbauingenieure sind Generalisten. In der
Ausbildung beschäftigen sie sich auch mit juristischen, betriebs- und volkswirtschaftlichen, geound umweltwissenschaftlichen Fragen. Kern der
Studienrichtung Bergbau ist neben den Geowissenschaften die Berg- und Maschinentechnik. In Studienvertiefungen werden wirtschaftliche Aspekte,
Anwendungen bergmännischer Verfahren im Tunnel- und Stollenbau, Umwelttechnik und -recht
behandelt.
staufenbiel.de
Typische Berufsfelder
Berufschancen
Bergbauingenieure können nicht nur bei Rohstoffproduzenten einsteigen. Auch Entsorgungsunternehmen, Hochschulen, private Forschungsinstitute, Zulieferfirmen und Ingenieurbüros im
In- und Ausland haben Bedarf an qualifiziertem
Nachwuchs.
Weitere Aufgabenfelder bringt die Umwelttechnik. Vor allem in der Deponietechnik und
der Sanierung belasteter Böden und Abwässer ist
Bergbau-Know-how gefragt. Wer sich zusätzlich
auf sicherheits- und verfahrenstechnischem Gebiet
weiterqualifiziert oder sich zum Assessor des Bergfachs ausbilden lässt, erweitert seine beruflichen
Einsatzmöglichkeiten bis in Aufgaben der Sicherheitsorganisationen hinein. Das können etwa Bergund Umweltbehörden, Gewerbeaufsicht, TÜV
oder Verbände sein.
Bauwesen
Der Bauingenieur ist zuständig für die Umsetzung von Bauvorhaben. Er konstruiert, berechnet,
plant und überwacht. Oft ist allerdings die exakte
Abgrenzung der Tätigkeiten von Architekten und
Bauingenieuren schwierig. Sie hängt von der ästhetischen Bedeutung und dem technischen Schwierigkeitsgrad eines Objekts ab. So kommt etwa bei
einem Brückenbau eher der Bauingenieur als der
Architekt zum Einsatz.
Geht es um die Errichtung eines Krankenhauses, arbeitet meist erst der Architekt den Entwurf
aus und der Bauingenieur beschäftigt sich mit den
komplexen statischen und konstruktiven Fragen.
Wenn der Bau im eigentlichen Sinne ansteht, hat
der Bauingenieur die Schlüsselrolle. Häufig arbeiten Architekten und Bauingenieure selbstständig
oder als Angestellte bei mittelständischen und
größeren Unternehmen, etwa als Konstrukteur,
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Statiker, Prüfingenieur oder Gutachter. Viele der
Bauingenieure sind im öffentlichen Dienst in Planungs- und Aufsichtsbehörden beschäftigt.
Architektur
Im Studiengang Architektur geht es vor allem um
die Gebäudeplanung und den Bauentwurf. Dabei
geht es um Tragkonstruktionen, Funktionsabläufe,
Gestalt- und Raumwirkungen. Auch psychologische und soziologische Fragen sind Bestandteil des
Architekturstudiums.
Neben städtebaulichen Erfordernissen, gestaltund raumbildenden Faktoren werden baurechtliche Fragen behandelt. Wer sich für diesen Studienschwerpunkt entscheidet, muss Eingabe-, Werkund Detailpläne erarbeiten können und sich mit
Vertrags- und Baudurchführungsfragen vertraut
machen.
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Damit hat sich der Einsatzbereich der Bergbauingenieure auf Berufsfelder im Metallhandel,
der Rohstofferkundung und der Rohstoffberatung,
aber auch auf Tätigkeiten im Tief- und Ingenieurbau erweitert.
MIT DEN THEMEN STÄDTEBAU, STADT-,
REGIONAL-, VERKEHRS- UND RAUMPLANUNG
BESCHÄFTIGEN SICH SOWOHL BAUINGENIEURE
ALS AUCH ARCHITEKTEN
Bauherren verlangen vom Architekten Kostenbewusstsein und Sensibilität für ihre Bedürfnisse.
Hier kann es um die Entwicklung immobilienwirtschaftlicher Konzepte, um die Ausarbeitung
von Finanzierungsmodellen und die vollständige
Vermarktung von Bauprojekten gehen. Architekten arbeiten als Hochbauarchitekten, Städteplaner,
Innen- oder Landschaftsarchitekten. Wachsende
Arbeitsfelder sind etwa die Robotik im Bauprozess
und die Gestaltung von Bauteilen und -systemen.
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
137
Typische Berufsfelder
Bauingenieurwesen
Neben dem allgemeinen Bauingenieurstudium bieten viele Hochschulen Vertiefungsrichtungen für
Baubetrieb, Bauwirtschaft und Bauproduktion an.
Auch Vertiefungsrichtungen für Grundbau, Konstruktiven Ingenieurbau, Verkehrs- und Wasserwesen sind im Angebot.
Eine der wichtigsten Vertiefungen ist der Konstruktive Ingenieurbau. Im Mittelpunkt stehen das
Entwerfen, Berechnen, Konstruieren und Ausführen von Bauwerken. Im Hochbau kann es sich
um mehrgeschossige Wohn- und Geschäftshäuser,
Schulen, Sporthallen oder Krananlagen handeln.
Ein spezielles Gebiet ist der Brückenbau. Ingenieure mit Ausbildung im Konstruktiven Ingenieurbau arbeiten in Ingenieurbüros, Bauunternehmen,
Behörden oder in Lehr- und Forschungsinstituten.
In Industriebetrieben findet häufig eine Spezialisierung auf ein bestimmtes Baumaterial statt.
Die Baubetriebslehre sollte zu jedem Studium
des Bauingenieurwesens gehören, weil sie in der
Praxis zur Lösung planerischer und konstruktiver
Probleme notwendig ist. Um Bauwerke entwerfen,
berechnen und die Ausführung überwachen zu
können, sind wiederum gute Kenntnisse in Bodenkunde und Grundbau unerlässlich. Zu den speziellen Berufsfeldern der Branche gehören der Verkehrswegebau einschließlich des Tunnelbaus und
der Verkehrswasserbau.
Bauingenieure im Verkehrswesen sind für die
räumliche und zeitliche Planung von Verkehrssystemen verantwortlich. Hierbei müssen sie die vorhandenen Nutzungsflächen, die Lebensgewohnheiten der Menschen und gesellschaftspolitische Zielsetzungen beachten. Neben Straßen- und Schienenverkehr geht es auch um Wasserwege und den
Luftverkehr. Berücksichtigt werden müssen neben
den topographischen und geologischen Gegebenheiten auch die psycho-physischen Fähigkeiten der
Verkehrsteilnehmer, die fahrgeometrischen und
fahrdynamischen Eigenschaften der Fahrzeuge und
die Führungseigenschaften der Fahrwege.
Ein anderer wichtiger Bereich ist das Wasserwesen. Ziel ist die ausreichende Versorgung mit Trinkwasser. Aber auch die Deckung des Wasserbedarfs
138
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
von Gewerbe und Industrie und die Entsorgung
spielen eine große Rolle. In der speziellen Ausrichtung Wasserbau beschäftigen sich Bauingenieure
mit der Neugestaltung von Flussläufen und dem
Bau von Staudämmen und Wasserkraftwerken.
Das Vermessungswesen befasst sich mit allen
Fragen, die Grund und Boden betreffen. Auch die
Bestimmung des Erdschwerefeldes, astronomische Verfahren und Hydrographische Vermessung
gehören in den Bereich der Geodäsie und Geoinformatik. Erdmessungen stellen die Grundlage für
die Landvermessung dar, die wiederum das Gerüst
für alle Kartenwerke liefert. Wichtig sind Kenntnisse im Bereich Kartographie und Reproduktionstechnik. Die Katastervermessung gehört ebenfalls
zu den Aufgaben des Vermessungsingenieurs.
Mit den Themen Städtebau, Stadt-, Regional-,
Verkehrs- und Raumplanung beschäftigen sich
sowohl Bauingenieure als auch Architekten. Diese
Studienrichtungen sind der Architektur oder dem
Bauingenieurwesen zugeordnet. In einigen Fällen – etwa in der Raumplanung – bilden sie eigene
Fachabteilungen.
Berufschancen
Bauingenieure werden vor allem im Baugewerbe
und in der Baustoffindustrie gesucht. Auch in Ingenieur- und Planungsbüros oder im öffentlichen
Dienst gibt es Stellen für Absolventen des Bauwesens. Da Bauleistungen ausschließlich aus Investitionen bestehen, gibt es kaum einen anderen Wirtschaftszweig, der von Konjunkturschwankungen so
unmittelbar beeinflusst wird wie die Bauwirtschaft.
Neue Architekturbüros haben es schwer, sich
auf dem Markt zu behaupten. Immer mehr Architekten werden sich deshalb in Zukunft auch neuen
Berufsfeldern zuwenden, etwa der Bedarfsplanung,
der Erstellung von Energie- und Ökologie-Gutachten, dem kommunalen Marketing oder dem kommerziellen Immobilienmarketing.
Angrenzende Berufsfelder
Nicht nur Ingenieure mit einer traditionellen Ausbildung können in spannenden Berufsfeldern star-
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Typische Berufsfelder
Informatik
Viele Informatiker und IT-Spezialisten verfügen
über stark mathematisch ausgerichtete Qualifikationen. Die meisten Fachbereiche haben mittlerweile
die Vermittlung von Informatikkenntnissen bis
zum Bachelor vorgesehen.
Da der Trend im ingenieurwissenschaftlichen
Alltag zu einer Verknüpfung von Informatik mit
technologischen Kenntnissen geht, bieten viele
Hochschulen den interdisziplinären Studiengang
Ingenieur-Informatik an. Hier werden Informatik- und wirtschaftswissenschaftliche Kenntnisse
genauso vermittelt wie etwa Know-how in der
Automatisierungstechnik.
Haupteinsatzfelder für Absolventen der Ingenieur-Informatik sind die digitale Produkt- und
Produktionsmodellierung, Konzeption und Simulation der Produktion und der Aufbau und Betrieb
der Informationsverarbeitungssysteme in produzierenden Unternehmen.
Physikingenieurwesen
Physikingenieure nehmen oft eine Brückenfunktion zwischen physikalischer Forschung und technischer Entwicklung ein. Sie planen, berechnen,
konstruieren, fertigen oder betreiben physikalisch-technische Geräte. Sie arbeiten zum Beispiel
in Produktionsbetrieben, in denen physikalische
Verfahren eine große Rolle spielen.
Die Industrie braucht Physikingenieure vor
allem, um aus einer Vielzahl möglicher physikalischer Verfahren die beste Methode auszuwählen.
Physikingenieure entwickeln Bauelemente der
Elektrotechnik und beschäftigen sich mit Prozessen und Anwendungsbereichen aus der Umweltund Biotechnologie. Sie sind dafür verantwortlich, vorhandene Techniken in maßgeschneiderte
Kundenprodukte umzusetzen. Ein besonderes
Einsatzgebiet mit guten Aussichten ist die Nanotechnologie.
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Wirtschaftsingenieurwesen
Wirtschaftsingenieure sind die Schnittstelle zwischen dem technischen und dem kaufmännischen
Bereich eines Unternehmens. Fachhochschulen
und (technische) Universitäten bieten den interdisziplinären Studiengang an. Im Studium zum Wirtschaftsingenieur werden technische, rechts- und
wirtschaftswissenschaftliche Kenntnisse in einem
Ausbildungsgang vermittelt. Die Anstrengungen
lohnen sich: Der integrierte Studiengang führt
schneller zum Ziel als das Aufbaustudium und
ermöglicht eine gute Integration technischer und
betriebswirtschaftlicher Fragestellungen.
© yakobchuk_vasyl – shutterstock.com
ten. Auch Informatiker und die sogenannten Bindestrich-Ingenieure – etwa Physikingenieure und
Wirtschaftsingenieure – haben gute Aussichten auf
eine Karriere.
WIRTSCHAFTSINGENIEURE SIND FÜR
FÜHRUNGSAUFGABEN AUF ALLEN UNTERNEHMENSEBENEN GEEIGNET
Wirtschaftsingenieure werden in fast allen Branchen gesucht – unabhängig von der jeweiligen
Unternehmensgröße und dem spezifischen Einsatzbereich. Auch für Führungsaufgaben auf allen
Unternehmensebenen sind Wirtschaftsingenieure
geeignet. Ausgesprochen wichtig sind gute Sprachkenntnisse, internationale Erfahrungen und Praxiserfahrung.
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
139
ANZEIGENTEIL
HOCHSCHULEN
IM PROFIL
HFH · Hamburger
Fern-Hochschule
Fernstudium Technik:
Chancen nutzen ohne die Karriere
zu unterbrechen
Die Hamburger Fern-Hochschule setzt seit
15 Jahren erfolgreich auf ein modernes Studienkonzept, das Karrieren fördert, ohne sie
zu unterbrechen. Dazu gehören eine individuelle Betreuung der Studierenden, hochwertiges Lernmaterial sowie ein dichtes
Netz aus über 50 Studienzentren, in denen
Präsenzveranstaltungen besucht, Prüfungen absolviert und Lerngruppen gebildet
werden können.
Angeboten werden hier unter anderem vielseitige Bachelor- und Masterstudiengänge
aus den Fachbereichen Technik, Wirtschaft
und Recht. So zählt der Bachelor Wirtschaftsingenieurwesen aus dem Fachbereich Technik zu einem beliebten Studiengang an der HFH, denn Spezialisten an den
Schnittstellen von Wirtschaft und Technik
sind gefragter denn je. Nach sieben Semestern schießt er mit dem akademischen
Grad Bachelor of Engineering ab. Dabei legt
der Studiengang in der akademischen Ausbildung großes Gewicht auf die Nähe zur
beruflichen Praxis.
Neu im Programm der HFH Hamburger
Fern-Hochschule ist der Masterstudiengang
Maschinenbau, den die HFH gemeinsam mit
dem Heilbronner Institut für Lebenslanges
Lernen (HILL) der Hochschule Heilbronn
durchführt. Mit dem neuen Studienangebot
wollen die beiden Weiterbildungsinstitutionen den immer kürzeren Entwicklungszyklen und komplexeren Anforderungen
begegnen, die neue Herausforderungen an
Wissenschaft und Wirtschaft stellen. Der
Studiengang gliedert sich in fünf Moduleinheiten – hier lernen die Studierenden,
systematische und kreative Lösungen für
anspruchsvolle technische und wissenschaftliche Probleme im Umfeld des Maschinenbaus zu entwickeln. Im Entwicklungsmanagement geht es um Innovations- und
Change Management sowie um Prozessmanagement. Ein weiterer Schwerpunkt sind
ingenieurwissenschaftliche Methoden und
Verfahren. Dazu gehören Ausgewählte Kapitel der Mathematik, Digitale Signalverarbeitung sowie Statistische Versuchsplanung.
Das fachliche Wissen vertiefen die Studierenden zudem in den Schlüsselgebieten
Finite-Elemente-Methoden (FEM), Robotik
und Mechatronische Systeme sowie Werkstoffe. Ein Wahlpflichtbereich bietet die
Mög-lichkeit zur individuellen Ergänzung
von spezifischem Know-how.
Weitere Informationen und
Zulassungsvoraussetzungen:
www.hamburger-fh.de,
www.hill-heilbronn.de.
Wichtig zu wissen
Studiengang und Studienform:
Wirtschaftsingenieurwesen
(B.Eng.),
Maschinenbau (M.Eng.) –
Fernstudium
Studiendauer:
Bachelor: 8 Semester
Master: 3 Semester + Master-Thesis
Zulassungsvoraussetzungen:
Bachelor: (Fach-)Hochschulreife;
besonderer Hochschulzugang für
Berufstätige ohne (Fach-)Abitur
Master: abgeschlossenes Erststudium,
mind. 1 Jahr Berufserfahrung
Studienbeginn:
1. Januar/1. Juli
Studienplätze:
Bachelor: unbegrenzt
Master: 30 Studienplätze je Semester
HFH • Hamburger Fern-Hochschule
141
Karlsruhe Institut für Technologie (KIT)
142
Technische Universität Hamburg-Harburg
Abschluss:
Bachelor, Master
Akkreditierung:
ACQUIN
Universität Stuttgart
Unterrichtssprache:
Deutsch
Kontakt
143
144
HFH · Hamburger Fern-Hochschule
Studierendenservice:
040 35094 360
[email protected]
www.hamburger-fh.de
staufenbiel.de
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141
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HFH · Hamburger
Fern-Hochschule
Fernstudium Technik:
Chancen nutzen ohne die Karriere
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Die Hamburger Fern-Hochschule setzt seit
15 Jahren erfolgreich auf ein modernes Studienkonzept, das Karrieren fördert, ohne sie
zu unterbrechen. Dazu gehören eine individuelle Betreuung der Studierenden, hochwertiges Lernmaterial sowie ein dichtes
Netz aus über 50 Studienzentren, in denen
Präsenzveranstaltungen besucht, Prüfungen absolviert und Lerngruppen gebildet
werden können.
Angeboten werden hier unter anderem vielseitige Bachelor- und Masterstudiengänge
aus den Fachbereichen Technik, Wirtschaft
und Recht. So zählt der Bachelor Wirtschaftsingenieurwesen aus dem Fachbereich Technik zu einem beliebten Studiengang an der HFH, denn Spezialisten an den
Schnittstellen von Wirtschaft und Technik
sind gefragter denn je. Nach sieben Semestern schießt er mit dem akademischen
Grad Bachelor of Engineering ab. Dabei legt
der Studiengang in der akademischen Ausbildung großes Gewicht auf die Nähe zur
beruflichen Praxis.
Neu im Programm der HFH Hamburger
Fern-Hochschule ist der Masterstudiengang
Maschinenbau, den die HFH gemeinsam mit
dem Heilbronner Institut für Lebenslanges
Lernen (HILL) der Hochschule Heilbronn
durchführt. Mit dem neuen Studienangebot
wollen die beiden Weiterbildungsinstitutionen den immer kürzeren Entwicklungszyklen und komplexeren Anforderungen
begegnen, die neue Herausforderungen an
Wissenschaft und Wirtschaft stellen. Der
Studiengang gliedert sich in fünf Moduleinheiten – hier lernen die Studierenden,
systematische und kreative Lösungen für
anspruchsvolle technische und wissenschaftliche Probleme im Umfeld des Maschinenbaus zu entwickeln. Im Entwicklungsmanagement geht es um Innovations- und
Change Management sowie um Prozessmanagement. Ein weiterer Schwerpunkt sind
ingenieurwissenschaftliche Methoden und
Verfahren. Dazu gehören Ausgewählte Kapitel der Mathematik, Digitale Signalverarbeitung sowie Statistische Versuchsplanung.
Das fachliche Wissen vertiefen die Studierenden zudem in den Schlüsselgebieten
Finite-Elemente-Methoden (FEM), Robotik
und Mechatronische Systeme sowie Werkstoffe. Ein Wahlpflichtbereich bietet die
Mög-lichkeit zur individuellen Ergänzung
von spezifischem Know-how.
Weitere Informationen und
Zulassungsvoraussetzungen:
www.hamburger-fh.de,
www.hill-heilbronn.de.
Wichtig zu wissen
Studiengang und Studienform:
Wirtschaftsingenieurwesen
(B.Eng.),
Maschinenbau (M.Eng.) –
Fernstudium
Studiendauer:
Bachelor: 8 Semester
Master: 3 Semester + Master-Thesis
Zulassungsvoraussetzungen:
Bachelor: (Fach-)Hochschulreife;
besonderer Hochschulzugang für
Berufstätige ohne (Fach-)Abitur
Master: abgeschlossenes Erststudium,
mind. 1 Jahr Berufserfahrung
Studienbeginn:
1. Januar/1. Juli
Studienplätze:
Bachelor: unbegrenzt
Master: 30 Studienplätze je Semester
Abschluss:
Bachelor, Master
Akkreditierung:
ACQUIN
Unterrichtssprache:
Deutsch
Kontakt
HFH · Hamburger Fern-Hochschule
Studierendenservice:
040 35094 360
[email protected]
www.hamburger-fh.de
staufenbiel.de
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
141
KIT
Das Karlsruher Institut für
Technologie
Einzigartig in der deutschen
Forschungslandschaft
Im Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
vereinen sich Spitzenforschung und wissenschaftliche Lehre zu einer herausragenden Einrichtung mit großer Relevanz innerhalb der deutschen Forschungslandschaft.
Universität und Forschungszentrum steuern je die Hälfte der rund 9.400 Mitarbeiter
und des Jahresbudgets von 795 Millionen
Euro bei. Das KIT ist eine Institution mit
zwei Missionen – der Mission einer Landesuniversität mit Forschung und Lehre und
der Mission einer Forschungseinrichtung
der Helmholtz-Gemeinschaft mit programmatischer Vorsorgeforschung. Innerhalb
dieser Funktionen positioniert sich das KIT
entlang der drei strategischen Handlungsfelder Forschung, Lehre und Innovation.
Lehre und Studienangebot
Lehre und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses wird am KIT großgeschrieben: Ca. 24.500 Studierende erhalten
an den elf Fakultäten und mehr als 140 Instituten eine praxis- und zukunftsorientierte
Ausbildung. Spitzenpositionen in vielen
Hochschulrankings belegen die hervorragende wissenschaftliche Ausbildung.
Auf neue Entwicklungen und Bedürfnisse
in Forschung, Industrie und Gesellschaft
reagiert das KIT mit neuen, innovativen Studiengängen. Die größten Fakultäten sind
Maschinenbau, Wirtschaftsingenieurwesen
und Informatik. Insgesamt können Studierende aus rund 40 Bachelor- und Lehramtsstudiengängen sowie aus 48 Master-Studiengängen auswählen. Darunter sind auch
englischsprachige Studiengänge.
Die Förderung des wissenschaftlichen
Nachwuchses am KIT beginnt bereits im
Studium, denn in forschungsorientierten
Lehrmodulen werden die Studierenden
frühzeitig an (Groß-) Forschungsprojekte
herangeführt.
Die 11 Fakultäten am KIT:
Architektur
Bauingenieur-, Geo- und
Umweltwissenschaften
Chemie und Biowissenschaften
Chemieingenieurwesen und
Verfahrenstechnik
Elektrotechnik und Informationstechnik
Geistes- und Sozialwissenschaften
Informatik
Maschinenbau
Mathematik
Physik
Wirtschaftswissenschaften
Wichtig zu wissen
Art der Hochschule:
Universität (TH)
Standort:
Karlsruhe
Gründungsjahr:
1825 Polytechnische Hochschule,
2009 Karlsruher Institut für Technologie (KIT): Zusammenschluss des
Forschungszentrums Karlsruhe und der
Universität Karlsruhe (TH)
Anzahl der Studierenden:
24.778
Partnerhochschulen:
755 Austauschprogramme in
43 Ländern
17 Alumniclubs weltweit
Zertifizierungen:
Beteiligung an der europäischen
Knowledge and Innovation Community
InnoEnergy;
Nationales Forschungszentrum in der
Helmholtz-Gemeinschaft;
audit familiengerechte hochschule
Kontakt
Karlsruher Institut für
Technologie (KIT)
Kaiserstraße 12
76131 Karlsruhe
www.kit.edu
KIT-CareerService
Diana Jäckel
Telefon: 0721 608-45665
E-Mail: [email protected]
www.careerservice.kit.edu
KIT-Alumni
Stefanie Menner
Telefon: 0721 608-46999
E-Mail: [email protected]
www.alumni.kit.edu
142
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
staufenbiel.de
Technische Universität
Hamburg-Harburg
Willkommen an der TUHH!
Die Technische Universität Hamburg-Harburg ist eine der jüngsten und erfolgreichsten Universitäten in Deutschland. Sie wurde
1978 gegründet. Heute arbeiten rund 100
Professorinnen und Professoren und 1.500
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der
TUHH. Bei rund 6.400 Studierenden eröffnet sich ein hervorragendes Betreuungsverhältnis.
Leitbild
Die TUHH ist eine wettbewerbsorientierte,
unternehmerisch handelnde Universität
mit hohem Leistungs- und Qualitätsanspruch. Sie ist eine den Humboldt’schen
Prinzipien verpflichtete international orientierte Hochschule mit regionaler Anbindung
und leistet einen Beitrag zur Entwicklung
der technisch-wissenschaftlichen Kompetenz der Gesellschaft, indem sie in ihren
Forschungsfeldern nationale und internationale Exzellenz anstrebt und den ingenieurwissenschaftlichen Nachwuchs mit
modernen Lehr- und Lernmethoden ausbildet.
Studium an der TUHH
Kaum ein Studium bietet so viele fachliche
Möglichkeiten wie die ingenieurwissenschaftliche Ausbildung. Das Ziel der Lehre
an der TUHH ist es, Ingenieurinnen und
Ingenieure bestmöglich auf ihre kommenden Aufgaben im Berufsleben vorzubereiten: Praxisgerecht, forschungs- und grundlagenorientiert. Daher müssen sich TUHH
Absolventinnen und Absolventen vor ihrem
Einstieg in den globalen Arbeitsmarkt nicht
sorgen. Höchste Qualität in der Lehre wird
durch das besonders gute Betreuungsverhältnis gewährleistet. Die intensiven
Programme für die ersten Studienjahre
– vom Vorkurs über StartING@TUHH für
Studierende im ersten Semester, bis zum
studienbegleitenden Fachtutorium – unterstreichen das Ziel, den technisch-wissenschaftlichen Nachwuchs modern, effizient
und wissenschaftlich vernetzt auszubilden.
Studienanfängerinnen und Studienanfänger haben die Wahl zwischen 13 verschiedenen Bachelor-Studiengängen aus den
Ingenieurwissenschaften. Aufbauend auf
den Bachelor-Abschluss bietet die TUHH
insgesamt 30 Master-Studiengänge an. Um
staufenbiel.de
die Qualität der Lehre langfristig zu sichern,
evaluieren wir kontinuierlich unsere Leistung, nicht nur im Rahmen von Akkreditierungsverfahren.
Wichtig zu wissen
TUHH Career Center
Standort:
Hamburg
Studierende, Absolventinnen und Absolventen der TUHH werden in ihrem Übergang
von der Hochschule in die Berufspraxis
durch Service- und Beratungsangebote
unterstützt. Das Career Center schafft
Plattformen zur Begegnung mit Unternehmen und fördert die Netzwerkbildung mit
ehemaligen Studierenden der TUHH; u.a.
im Praktikumsprogramm TUHH-PraxisPlus
oder im Hamburger Netzwerk-Programm:
Fishing for Experience haben TUHH-Studierende Möglichkeiten, bereits während des
Studiums berufspraktische Erfahrungen zu
sammeln.
TU & YOU
Das TU & YOU-Netzwerk stärkt die Bindung
der Studierenden, ehemaligen Studierenden, Mitarbeitenden, ehemaligen Mitarbeitenden, Freunden, Stifterinnen und Stiftern
untereinander sowie zur TUHH. Zu diesem
Zweck bündeln der Verein der Alumni und
Förderer der TUHH und die Stiftung zur
Förderung der TUHH ihre Kräfte unter dem
neuen Dach TU & YOU.
Kostenlose Registrierung: TUandYOU.de
Art der Hochschule:
Technische Universität
Gründungsjahr:
1978
Anzahl der Studenten:
ca. 6.400
Partnerhochschulen:
internationale Vernetzung mit über
80 Partnerhochschulen
Kontakt
www.tuhh.de
Career Center
Am Schwarzenberg – Campus 1
21073 Hamburg
Tel.: +49 40 428 78-4501/-3464/-4553
Fax: +49 40 428 78-4194
E-Mail für Studierende:
[email protected]
E-Mail für Unternehmen:
[email protected]
www.tuhh.de/careercenter
Zentrale Studienberatung
Am Schwarzenberg – Campus 3
21073 Hamburg
Tel.: +49 40 428 78-2776/-2232
Fax: +49 40 428 78-2546
E-Mail: [email protected]
Graduiertenakademie für Technologie
und Innovation
Am Schwarzenberg – Campus 1
21073 Hamburg
Tel.: +49 40 428 78-4337
E-Mail: [email protected]
Pressestelle
Tel.: +49 40 428 78-3330
Fax: +49 40 428 78-2366
E-Mail: [email protected]
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Universität Stuttgart
High-Tech und
Geisteswissenschaften
Die Universität Stuttgart liegt im Zentrum
einer der größten High-Tech-Regionen
Europas. Gegründet 1829, hat sich die
frühere Technische Hochschule zu einer
weltweit nachgefragten Ausbildungs- und
Forschungsstätte mit Schwerpunkten in
den Natur- und Ingenieurwissenschaften
entwickelt.
Ihre herausragende Stellung spiegelt sich
unter anderem in dem Exzellenzcluster
«Simulation Technology» und der Graduiertenschule «Advanced Manufacturing
Engineering» sowie in zahlreichen Sonderforschungsbereichen, Schwerpunktprojekten und Graduiertenkollegs wider.
Informationstechnik
Luft- und Raumfahrttechnik und
Geodäsie
Konstruktions-, Produktions- und
Fahrzeugtechnik
Mathematik und Physik
Philosophisch-Historische Fakultät
Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.
Als Campus-Universität mit zwei verkehrsgünstig verbundenen Standorten bietet Stuttgart beste Studien- und Arbeitsbedingungen. Und auch als Kulturregion hat
die baden-württembergische Landeshauptstadt mit ihrer Staatsoper, weltbekannten
Museen sowie einer lebendigen Kultur- und
Kneipenszene viel zu bieten.
Studienangebot
Das Angebot umfasst mehr als 120 Studiengänge (Bachelor, Master, Lehramt), darunter zahlreiche internationale Studiengänge
und sechs berufsbegleitende Masterstudiengänge.
© Universität Stuttgart
Zu ihren Stärken zählt die Vernetzung zwischen technischen und naturwissenschaftlichen Fachrichtungen und den Geistes- und
Sozialwissenschaften. Die rund 150 Institute gliedern sich in zehn Fakultäten:
Architektur und Stadtplanung
Bau- und Umweltingenieurwissenschaften
Chemie
Energie-, Verfahrens- und Biotechnik
Informatik, Elektrotechnik und
Wichtig zu wissen
Art der Hochschule:
Staatliche Hochschule
Standort:
Stuttgart
Gründungsjahr:
1829 (als Vereinigte Real- und
Gewerbeschule)
Anzahl der Studenten:
Ca. 27.000
Partnerhochschulen:
Im Rahmen ihrer Austauschprogramme
(inkl. ERASMUS) bietet die Universität
Stuttgart rund 548 Austauschmöglichkeiten an 314 Partnerhochschulen in
45 Ländern.
Zertifizierungen:
Audit Familiengerechte Hochschule
Kontakt
Universität Stuttgart
Keplerstraße 7
70174 Stuttgart
Telefon 0711/685-0
[email protected]
www.uni-stuttgart.de
Studienberatung
Geschwister-Scholl-Straße 24 C
70174 Stuttgart
Telefon 0711/685-82133
[email protected]
www.uni-stuttgart.de/zsb
Graduierten-Akademie der Universität
Stuttgart (GRADUS)
Geschwister-Scholl-Straße 24 C
70174 Stuttgart
Telefon 0711/685-84287
michael.lorenz@
verwaltung.uni-stuttgart.de
www.gradus.uni-stuttgart.de
Stabsstelle Alumni
Geschwister-Scholl-Straße 24 B
70174 Stuttgart
Telefon 0711/685-82174
[email protected]
www.alumni.uni-stuttgart.de
144
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
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ARBEITGEBER
IM PROFIL
Unabhängig recherchierte Insider-Informationen über Arbeitsklima, Gehalt
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Die markierten Arbeitgeber sind auch dabei.
www.staufenbiel.de/phoenix-contact
PHOENIX CONTACT
GmbH & Co. KG
Wer wir sind
Phoenix Contact ist weltweiter Marktführer
sowie Innovationsträger in der Elektro- und
Automatisierungstechnik. Das unabhängige Familienunternehmen mit 90-jähriger Historie entwickelt in seiner Branche
zukunftsweisende Produkte und treibt
neue Technologien voran. Mit rund 14.000
motivierten Mitarbeitern hat das Unternehmen in 2014 einen Umsatz von 1,77 Mrd.
Euro erwirtschaftet. Produkte und Leistungen sind international gefragt, daher ist
Phoenix Contact immer in Kundennähe zu
finden. 50 Tochtergesellschaften und mehr
als 30 Vertretungen sorgen rund um den
Globus für kompetente Beratung und nachhaltige Lösungen.
Ein attraktiver Arbeitgeber
Phoenix Contact zeichnet sich durch
besonders hohe Qualität und Innovationskraft der Produkte aus. Dieser Erfolg
basiert auf der Leistung der Mitarbeiter.
Um erfolgreiche Fachkräfte für uns begeistern zu können, arbeiten wir kontinuierlich
an unserer Attraktivität als Arbeitgeber.
Neben flexiblen Arbeitszeiten, einem ganzheitlichen Gesundheitsmanagement, einer
individuellen Förderung Ihrer beruflichen
Entwicklung sowie zahlreichen Zusatzleistungen, wie zum Beispiel Fahrgeld,
möchten wir dabei vor allem auf unsere
spannenden Jobs aufmerksam machen.
Als Innovationsträger sind wir mit unseren Produkten immer dort vertreten, wo
komplexe Lösungen für neue technische
Herausforderungen gefragt sind. Ob im
Bereich der erneuerbaren Energien, in der
Verkehrstechnik oder im Maschinenbau –
unsere Mitarbeiter gestalten mit ihrer Arbeit
die Lösungen für die Zukunft. Dass sie
dabei auf moderne Arbeitsplätze, Vergütung
nach Tarif sowie eine vertrauensvolle Unternehmenskultur zurückgreifen können, ist
für uns selbstverständlich.
Berufseinstieg
Phoenix Contact bietet Studierenden im
Rahmen eines Praktikums oder einer
Abschlussarbeit die Möglichkeit, einen Einblick in den Arbeitsalltag zu erhalten. Lernen Sie von den Fachexperten im Unternehmen und stellen Sie so erste Weichen für
Ihre berufliche Karriere.
Haben Sie Ihr Studium bereits abgeschlossen? Dann besuchen Sie uns auf www.
phoenixcontact.de/career und informieren
Sie sich über unsere aktuellen Jobs und
Einstiegsmöglichkeiten. Auf unserem Karriere-Blog unter www.phoenixcontact.de/
karriereblog erfahren Sie noch mehr über
Positionen und Aufgaben, Erfahrungen,
Tipps für die Bewerbung und die Karriere.
Karrieretag
Schon gehört? Phoenix Contact bietet interessierten Studierenden und Absolventen
ingenieurswissenschaftlicher Studiengänge
einen Karrieretag mit Netzwerk-Charakter.
Wann: am 21. Januar 2016
Wo: am Hauptstandort in Blomberg
Jetzt bewerben:
www.phoenixcontact.com/karrieretag
Wir suchen und bieten
Branche: Elektrotechnik
Geschäftsfelder/Arbeitsgebiete:
Automotive, Energie, Gebäudetechnik,
Maschinenbau, Photovoltaik, Wasser
und Abwasser, Wind
Umsatz/Bilanzsumme:
1,77 Mrd. Euro in 2014
Bedarf Ingenieure:
Hochschulabsolventen, Young
Professionals und Praktikanten
laufend
Fachrichtungen: Automatisierungstechnik, Elektrotechnik, Informatik,
Maschinenbau, Mechatronik, Produktionstechnik, Wirtschaftsingenieurwesen
Einsatzgebiete: Forschung & Entwicklung, IT, Konstruktion & Technik,
Marketing, Produktion, Produktmanagement, Qualität & Labor, Vertrieb
Einstiegsmöglichkeiten:
Praktikum, Direkteinstieg
Startgehalt: nach Tarif und Tätigkeit
Mitarbeiter in Deutschland: 7.300
Mitarbeiter weltweit: 14.000
Standorte Deutschland: Blomberg,
Bad Pyrmont, Berlin, Lüdenscheid,
Lemgo, Herrenberg, Filderstadt,
Paderborn, Schieder-Schwalenberg
Standorte weltweit:
50 Tochtergesellschaften
Bewerbungen
Phoenix Contact GmbH & Co. KG
Julia Goltz
Flachsmarktstraße 8
32825 Blomberg
052 35/34 39 99
www.phoenixcontact.de/career
www.phoenixcontact.de/karriereblog
www.phoenixcontact.com/karrieretag
Form der Bewerbung:
Online-Bewerbung
ARBEITGEBER
CHECK
154
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
Weitere Infos
S. 160–161
staufenbiel.de
DAS ANGEBOT
Lerne deine Wunscharbeitgeber kennen.
ALLES WICHTIGE AUF EINEN BLICK
Zahlen und Fakten
KONTAKTDATEN FÜR DEINE BEWERBUNG
Cargill Deutschland GmbH 146-147
ENERCON GmbH 148
EUROPIPE GmbH 149
HARIBO Deutschland 150
Ingenics 151
John Deere GmbH & Co. KG 152
Maschinenfabrik Reinhausen GmbH 153
PHOENIX CONTACT GmbH & Co. KG 154
Salzgitter AG 155
Voith GmbH 156
Windmöller & Hölscher KG 157
Wer passt am besten zu mir?
Die Jobfinder-Tabelle auf den Seiten 158
bis 161 bietet dir alle Arbeitgeber aus dieser
Ausgabe im Schnellvergleich.
Beziehe dich auf Staufenbiel Karriere-Handbuch
Ingenieure bei deinen Anfragen und
Bewerbungen!
Weitere Informationen,
Profile und Jobangebote
auch unter...
staufenbiel.de
staufenbiel.de/ingenieure
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
145
www.staufenbiel.de/cargill
Cargill
Cargill produziert und liefert weltweit Produkte und Dienstleistungen in den Bereichen Nahrungsmittel, Landwirtschaft,
Finanzen und technische Industrie. Gemeinsam mit Landwirten, Kunden, Regierungen
und Gemeinden helfen wir Menschen, mit
unserer 150-jährigen Erfahrung, erfolgreicher zu sein. Wir beschäftigen 153.000 Mitarbeiter in 67 Ländern. Unsere Mitarbeiter
engagieren sich verantwortungsvoll in der
weltweiten Versorgung mit Nahrungsmitteln, der Reduzierung von Umwelteinwirkungen und der Stärkung der Gemeinden, in
denen wir leben und arbeiten.
Vision – Nourishing People
„Nourishing People“ lautet unsere Vision in
der Konzernsprache Englisch. Dabei meint
„Nourishing“ sehr viel mehr als die bloße
Versorgung der Menschen mit Nahrungsmitteln. Gemeint ist das Sich-Kümmern und
das Sich-Einsetzen für das Ganze: für den
Lebensunterhalt nicht nur in biologischer
oder wirtschaftlicher, sondern auch in sozialer und kultureller Hinsicht.
Werte – Der Mensch im Mittelpunkt
Cargill ist ein täglicher Begleiter in Sachen
Ernährung, Gesundheit, Kosmetik und
Freizeit und versteht sich dabei als zuverlässiger und verantwortungsvoller Partner
für Lieferanten, Kunden, Arbeitnehmer und
Nachbarn. Die feste Überzeugung, dass
146
Vertrauen, Zuverlässigkeit und Engagement
zu den besten Ergebnissen führen, prägen unsere Unternehmensphilosophie und
unser tägliches Handeln. Diese grundlegenden Werte halten uns trotz allem Wachstum
und aller Erfolge fest auf dem Boden der
Realität.
Zukunft – Forschung und
Innovation
Unsere Größe ist kein Zufall! Sie gründet auf
engagierter Arbeit und dem Streben, immer
ein Stückchen besser zu werden. Durch
Kooperation und Innovation trägt Cargill
zum Erfolg seiner Kunden bei und verpflichtet sich, sein Wissen und seine Erfahrung
zu nutzen, um den ökonomischen, Umweltund sozialen Herausforderungen weltweit
zu begegnen.
Gesellschaftliche Verantwortung
Cargill ist an allen Standorten gesellschaftlich umfassend engagiert. Viele kleine und
große Projekte, etwa in der Kinder- und
Jugendförderung oder im Bereich Ernährung (z. B. örtliche Tafeln, Versorgung
Bedürftiger mit Lebensmitteln), werden
von Mitarbeitern aktiv unterstützt. Selbstverständlich wird das persönliche Engagement vom Unternehmen nach Kräften
unterstützt. Dazu gehört auch die finanzielle Unterstützung von Hilfsprogrammen.
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
Cargill als attraktiver Arbeitgeber
Nachwuchstalenten mit einem technischen
oder wirtschaftlichen Studienabschluss
bietet Cargill standortübergreifende Karrierechancen, die sich sehen lassen können.
Absolventen mit erster Berufserfahrung
finden bei Cargill interessante Direkteinstiegsmöglichkeiten.
Absolventen ohne nennenswerte Berufserfahrung bieten wir Traineeprogramme
in den Bereichen Finance, Technik, Supply
Chain und Commercial an. In unseren 24monatigen Traineeprogrammen qualifizieren wir Sie on the Job für die spätere
Übernahme einer führenden Position innerhalb des Cargill-Konzerns. Es erwarten Sie
ein spannender Aufgabenbereich, beste
Zukunftsaussichten, individuelle Schulungen und Fortbildungen, der Austausch
innerhalb eines großen internationalen
Netzwerkes sowie ein vielfältiges Arbeitsumfeld, in dem Sie sowohl persönlich als
auch beruflich wachsen können, während
Sie von den erfahrensten Kollegen lernen.
Alle Stellenausschreibungen sowie Details
zu den einzelnen Traineeprogrammen
finden Sie auf unserer Homepage
www.cargill.de.
staufenbiel.de
Karrieremöglichkeiten für Ingenieure bei Cargill
Wir suchen und bieten
Soft Skills zu verbessern, andere Cargill-Standorte zu besuchen und sich ein
europaweites Netzwerk aufzubauen.
Während meiner TMT-Ausbildung habe
ich es besonders genossen, bereits
sehr früh Verantwortung zu übernehmen und eigene Ideen einbringen zu
können.
Meine nächsten Karriereschritte
Angela Fitzner, 35 Jahre
Betriebsleiterin einer
Biodieselanlage
Mein Weg zu Cargill
Bereits während des VerfahrenstechnikStudiums trat ich mit Cargill in Kontakt.
Am Standort Hamburg, einer Speiseölraffinerie, habe ich meine Diplomarbeit
erstellt und im Anschluss ein Traineeprogramm im technischen Bereich
absolviert. Dieser Berufseinstieg
ermöglichte es mir, verschiedene technische Abteilungen und Cargill-Standorte kennenzulernen, um für eine
spätere Führungsposition ausgebildet
zu werden. Bei Cargill konnte ich mich
immer wieder neuen Herausforderungen stellen und interessante Lernfelder
erschließen.
Das Technical Management
Trainee (TMT) Programm
Das 24-monatige Programm ist für
Studenten der Ingenieurwissenschaften
entwickelt worden. Die Trainees durchlaufen alle relevanten technischen
Bereiche: Produktion, Instandhaltung,
Projektierung/Engineering sowie die
Prozess- und Produktentwicklung. Auch
Bereiche außerhalb der Technik wie
Arbeitssicherheit, Qualitätsmanagement oder die Finanzabteilung finden
Beachtung. Ein weiterer Bestandteil ist
die Teilnahme am European Graduate
Program – ein firmeninternes Schulungsprogramm, welches speziell für
Trainees entwickelt wurde. Es ermöglicht den Trainees, in verschiedenen
Fachbereichen innerhalb Europas ihre
staufenbiel.de
Nach Beendigung meines TMT-Programmes übernahm ich eine Position als
Prozessingenieurin und im Anschluss
daran die Leitung der Produktion. Im
Rahmen dieser Position habe ich erste
Erfahrungen in der Führung von Mitarbeitern sowie in der Übernahme von
Verantwortung für die sichere, termin- und qualitätsgerechte sowie kostenoptimierte Herstellung der Produkte
erlangt. Seit einigen Monaten habe ich
meine Zuständigkeiten erweitert und
die Betriebsleitung eines kleinen Standortes übernommen. Die hiermit übernommenen Aufgaben fordern von mir
eine hohe Lern- und Entwicklungsbereitschaft, denn mein Verantwortungsbereich umfasst neben der Produktion
auch die Instandhaltung, die Projektierung/Engineering, die Qualitätssicherung sowie die Arbeitssicherheit. Innerhalb der Betriebsleitung profitiere ich
somit von meiner TMT-Ausbildung sowie
meinen bisherigen Erfahrungen.
Mein Tipp für Berufseinsteiger
Das Traineeprogramm bei Cargill ist auf
die spätere Übernahme einer Führungsposition ausgerichtet. Wer diesen Weg
wählt, hat das Bestreben, eine verantwortungsvolle Position zu übernehmen.
Die Vielfalt des Programms bietet sehr
breit gefächerte Möglichkeiten für
eine erfolgreiche Karriere innerhalb
des Unternehmens. Jedem Trainee bei
Cargill steht es offen, Entwicklungsmöglichkeiten zu nutzen, Chancen
selbstständig zu ergreifen, weiteres
Wissen zu erlangen und sein Talent
unter Beweis zu stellen.
Branche: Nahrungsmittel,
Landwirtschaft, Finanzen, Handel
und technische Industrie
Geschäftsfelder/Arbeitsgebiete:
Getreide- und Ölsaaten, Alkohol, Energie,
Biokraftstoffe, Kakao & Schokolade,
Malz, Öle und Fette, Risikomanagement,
Stärken und Süßungsmittel, Texturierungsmittel
Umsatz/Bilanzsumme:
120,4 Mrd. US$
Bedarf Ingenieure in Deutschland:
Hochschulabsolventen ca. 15 p. a.
Young Professionals ca. 15 p. a.
Praktikanten n. B.
Fachrichtungen: Maschinenbau,
Verfahrenstechnik, Chemieingenieurwesen, Elektrotechnik, Lebensmitteltechnologie, Wirtschaftswissenschaften, BWL, Agrarwissenschaften
Einstiegsmöglichkeiten:
Technical Management Trainee, Financial Management Trainee, Commercial
Management Trainee und diverse
Direkteinstiegsmöglichkeiten
Mitarbeiter in Deutschland: 1.800
Mitarbeiter weltweit: 153.000
Standorte Deutschland: Krefeld,
Hamburg, Berlin, Riesa, Barby,
Frankfurt, Mainz, Klein Schierstedt,
Salzgitter, Malchin, Ladbergen
Standorte weltweit: in 67 Ländern
Bewerbungen
Cargill Deutschland GmbH
Personalabteilung/Recruiting
Düsseldorfer Straße 191
47809 Krefeld
Telefon: 02151 575 300
www.cargill.de
Form der Bewerbung:
Online unter www.cargill.de/karriere
ARBEITGEBER
CHECK
Weitere Infos
S. 158–159
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
147
www.staufenbiel.de/enercon
ENERCON GmbH
Marktführer in Deutschland
Energie für die Welt
Wir suchen und bieten
ENERCON gehört seit über 30 Jahren zu
den Technologieführern in der Windenergiebranche. Als europäischer Marktführer
setzt das Unternehmen auf ein getriebeloses Antriebskonzept, das kennzeichnend
für alle ENERCON Windenergieanlagen ist.
Auch in Bereichen wie der Rotorblattkonstruktion, Regelungs- oder Netzanbindungstechnologie ist ENERCON Vorreiter und stellt
mit einer Vielzahl technologischer Neuentwicklungen immer wieder seine große Innovationskraft unter Beweis.
Das Produktportfolio umfasst Windenergieanlagen mit Leistungen von 800 bis
7.500 Kilowatt. Bereits mehr als 23.000
Anlagen mit einer Gesamtleistung von über
34 Gigawatt hat ENERCON weltweit errichtet. Gemäß dem Unternehmensanspruch
„Energie für die Welt“ treibt ENERCON die
Versorgung mit regenerativen Lösungen
auch weiterhin global voran. Forschung und
Entwicklung sowie Produktion und Vertrieb
werden bedarfsgerecht ausgebaut. International zeigt ENERCON auf den wesentlichen
Märkten mit Werken in Brasilien, Schweden, der Türkei, Portugal und Kanada sowie
einem weltweit dezentralen Service- und
Vertriebsnetz Präsenz. Mit Fertigungsstätten für Generatoren, Rotorblätter, Netzanbindungssysteme, Stahlrohr- und Fertigteilbetontürme sowie einer eigenen Gießerei
verfügt ENERCON weltweit über eine Produktionsfläche von mehr als 1.000.000
Quadratmetern.
Branche: Windenergie
Erfolgsfaktoren –
Qualität und Innovation
Die kontinuierliche Forschung und Entwicklung sind Garant für den anhaltenden Unternehmenserfolg. Gleiches gilt für die Produktion und den Service. Sämtliche Schlüsselkomponenten wie Rotor, Ringgenerator und
Netzeinspeisesystem werden selbst gefertigt. Diese für die Windbranche beispiellose
hohe Fertigungstiefe sichert den hohen
Qualitätsstandard und die große Zuverlässigkeit von ENERCON Windenergieanlagen.
Dazu trägt auch ein kundenorientierter Service bei, der dem Betreiber eine technische
Verfügbarkeit der Anlagen von bis zu 97
Prozent garantiert. Dieses Gesamtkonzept
setzt hohe Standards in Technologie, Qualität und Sicherheit und festigt ENERCONs
Position als europäischer Marktführer.
Finanzielle Stabilität
Eine besonnene und nachhaltige Wachstumsstrategie garantiert dabei die finanzielle Stabilität des Unternehmens, was
zuletzt durch die Ratingagentur Euler Hermes GmbH bestätigt wurde: Bonität und
Zukunftsfähigkeit der ENERCON-Gruppe
wurden mit AA – und damit im Vergleich zur
Gesamtwirtschaft als „deutlich überdurchschnittlich“ – beurteilt. ENERCON-Kunden
können sich daher nicht nur auf hohe Qualität und Zuverlässigkeit der Anlagentechnologie verlassen, sondern auch auf ein hohes
Maß an Investitionssicherheit.
ENERGIE FÜR DIE WELT
148
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
Geschäftsfelder/Arbeitsgebiete:
Windenergieanlagen bis 7,5 MW, Wasserkraft, Solarenergie
Bedarf Ingenieure:
Hochschulabsolventen laufend
Young Professionals laufend
Praktikanten laufend
Fachrichtungen: Elektrotechnik,
Informatik, Maschinenbau, Bauwesen,
Wirtschaftsingenieurwesen
Einsatzgebiete: Forschung und
Entwicklung, Produktion, Aufbau,
Wartung, Vertrieb, Qualitätssicherung
Einstiegsmöglichkeiten: Praktikum,
Abschlussarbeit, Direkteinstieg
Mitarbeiter in Deutschland: 8.000
Mitarbeiter weltweit: 20.000
Standorte Deutschland:
Aurich, Bremen sowie acht weitere
Standorte
Standorte weltweit:
Frankreich, Schweden, Türkei, Portugal,
Österreich, Brasilien, Kanada
Bewerbungen
ENERCON GmbH
Personal
Florian Rathkamp
[email protected]
Telefon: 04941/9187-1203
www.enercon.de/karriere
Form der Bewerbung:
Mit dem ENERCON-Karriereportal bieten
wir Ihnen die Möglichkeit, sich direkt
online bei uns zu bewerben. Neben
hilfreichen Bewerbungstipps finden
Sie detaillierte Informationen zu den
verschiedenen Einstiegsmöglichkeiten.
Weitere Infos
S. 75 & 158–159
staufenbiel.de
www.staufenbiel.de/europipe
EUROPIPE GmbH
EUROPIPE. Full of energy
1991 gegründet, reicht die Geschichte
unseres Unternehmens bis weit ins 17. Jahrhundert zurück. Heute sind wir mit einer
jährlichen Produktion von 3.000 Kilometer
bzw. einer Million Tonnen Großrohr Weltmarktführer.
Die Zentrale der EUROPIPE Gruppe, die
EUROPIPE GmbH, befindet sich in Deutschland, Mülheim an der Ruhr. Für unsere Kunden sind wir mit Produktionsstandorten
in Deutschland, Frankreich und den USA
(Berg Steel Pipe Corp., Fl und Berg Spiral
Pipe Corp., Al) weltweit vor Ort. Gesellschafter der EUROPIPE GmbH sind zu je 50 % die
Aktien-Gesellschaft der Dillinger Hüttenwerke und die Salzgitter Mannesmann
GmbH.
Leistungsspektrum
Unser Angebot umfasst die Herstellung von
Großrohren in Längsnaht geschweißter
Ausführung mit Außendurchmessern von
508 bis 1.524 mm und mit Wanddicken von
7 bis 45 mm in Längen von bis zu 18,3 m.
Rohre in Spiralnaht geschweißter Ausführung fertigen wir mit Außendurchmessern
von 610 bis 1.422 mm und mit Wanddicken von 8 bis 20 mm in Längen von bis zu
24,4 m.
Spezialgebiet der EUROPIPE Großrohr-Fertigung ist die Produktion geschweißter Stahlrohre für extreme Beanspruchungen. Diese
Rohre halten niedrigsten Temperaturen im
ewigen Eis ebenso stand wie der Hitze der
Wüste oder dem immensen Druck der Tiefsee.
Individuelle Lösungen eines
ganzen Teams
Wir bieten unseren Kunden exzellente Produkte und gezielt bedarfsorientierte Dienstleistungen. Diese beinhalten unter anderem
individuelle Beratung in technischen und
logistischen Fragen sowie die umfassende
Betreuung im Bereich Forschung und Entwicklung.
Eigenverantwortliche Tätigkeit und Arbeiten
im Team sind bei EUROPIPE keine Gegensätze, sondern eine Notwendigkeit. Mit
individueller Förderung bauen wir daher
gemeinsam sowohl die fachlichen als auch
die sozialen Kompetenzen unserer Teams
fortwährend aus.
Ob Kundenberatung, Produktion, Vertrieb,
Qualitätsstelle oder andere unterstützende
Prozesse: Wir bieten in allen Bereichen
spannende berufliche Herausforderungen
und viele engagierte Kollegen, die sich auf
neue Teammitglieder freuen.
Wir suchen und bieten
Branche: Stahlrohre
Bedarf Ingenieure:
Hochschulabsolventen 4
Young Professionals 4
Praktikanten 5–7
Fachrichtungen:
Ingenieure (m/w) mit den Schwerpunkten: Maschinenbau, Werkstoffkunde/Werkstofftechnik, Eisenhüttenkunde und Elektrotechnik
Wirtschaftsingenieure (m/w)
Wirtschaftswissenschaftler (m/w) &
Diplom-Kaufleute (m/w) mit den
Schwerpunkten: Konzernrechnungslegung, Controlling und Rechnungswesen
Wirtschaftsinformatiker (m/w)
Einstiegsmöglichkeiten:
Direkteinstieg
Mitarbeiter in Deutschland: ca. 730
Mitarbeiter weltweit: ca. 1.280
Standorte Deutschland:
Mülheim an der Ruhr
Standorte weltweit: Frankreich, USA
Bewerbungen
EUROPIPE GmbH
Herrn Klaus-Peter Döltgen
Wiesenstraße 36
45473 Mülheim an der Ruhr
E-Mail: [email protected]
career.europipe.com
Form der Bewerbung:
E-Mail-Bewerbung
Online-Bewerbungsformular
Bewerbung per Post
Weitere Infos
S. 19 & 158–159
staufenbiel.de
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
149
www.staufenbiel.de/haribo
HARIBO Deutschland
Als führender Hersteller von Fruchtgummiund Lakritz-Markenartikeln ist HARIBO national und international bekannt und außerordentlich beliebt. Neben fünf Produktionsstätten in Deutschland gehören weitere 10
Produktionsbetriebe in Europa sowie Vertriebsniederlassungen in fast jedem europäischen Land sowie den USA, Australien,
Singapur, China und Dubai zur HARIBO-Gruppe.
Auch die renommierte Marke MAOAM zählt
zur HARIBO Unternehmensgruppe. Weltweit
beschäftigt HARIBO fast 7.000 Mitarbeiter, in
Deutschland arbeiten rund 3.000 HARIBOianer.
Berufsstart mit einer Kultmarke
Unser Trainee-Programm ist eine attraktive
Möglichkeit für Ihren erfolgreichen Berufseinstieg. In den folgenden Bereichen können Sie
bei uns den Grundstein für Ihre Karriere legen:
Technik, Produktion/Verpackung, Qualitätswesen. Der modulare Aufbau der Trainee-Programme gewährleistet, dass Sie nicht nur
alle Bereiche Ihres künftigen Einsatzgebietes
kennenlernen, sondern auch Einblicke in relevante angrenzende Fachbereiche erhalten.
Verantwortungsvolle Mitarbeit im Tagesgeschäft und spannende Projekte runden Ihre
Trainee-Ausbildung ab.
Sie haben Ihr Studium erfolgreich
abgeschlossen, bereits einschlägige praktische Erfahrungen im angestrebten
Bereich gesammelt und
verfügen über eine ausgeprägte Einsatz- und Leistungsbereitschaft? Wir freuen uns
auf Ihre Bewerbung!
Wir suchen und bieten
Fachrichtungen: Elektrotechnik,
Lebensmitteltechnologie, Maschinenbau, Ökotrophologie, Verfahrenstechnik,
Wirtschaftsingenieurwesen
Bewerbungen
HARIBO GmbH & Co. KG
Hans-Riegel-Straße 1, 53129 Bonn
Ansprechpartnerin Trainee-Programm:
Michaela Stumpe, [email protected]
Ansprechpartnerin Praktika,
Abschlussarbeiten:
Maria Baltes, [email protected]
Weitere Informationen zu unseren
Einstiegsmöglichkeiten finden Sie auf:
www.haribo.com
ARBEITGEBER
CHECK
Weitere Infos
S. 158–159
10. bis 12.
November
2015
täglich von
9:30 bis 16:30 Uhr
de
a.
iv
kt
na
ko
w.
w
w
Messe
Westfalenhallen
Dortmund
Unternehmenskontaktmesse
Studenten treffen Unternehmen
www.staufenbiel.de/ingenics
Ingenics
Ingenics berät seit über 35 Jahren weltweit
Unternehmen aus verschiedenen Branchen
bei Planungs-, Optimierungs- und Qualifizierungsaufgaben entlang der gesamten
Wertschöpfungskette. Auf einen Nenner
gebracht, lassen sich die Kernleistungen
deshalb wie folgt definieren: Planen. Optimieren. Qualifizieren. Oder ganz einfach
Effizienzsteigerung3.
Ingenics legt den Fokus dabei vor allem
auf die Kernbereiche Fabrik, Logistik und
Organisation. Von Automotive über Luftfahrt und Raumfahrt, von Energien bis hin
zum öffentlichen Sektor: Ingenics ist in den
unterschiedlichsten Branchen tätig und
bietet dabei ganzheitliche Beratungsleistungen.
Zu den Kunden von Ingenics zählt die Elite
der deutschen und europäischen Unternehmen. Neben nationalen Projekten ist
Ingenics tätig für die Planung und Realisierung weltweiter Produktionsstandorte, wie
z.B. in China, USA und Mexiko.
Nutzen Sie also am besten noch heute Ihre
Karrierechancen und entdecken Sie, wie wir
gemeinsam mit Ihnen Raum für Ihren nachhaltigen Berufserfolg bei Ingenics schaffen.
„Als zertifizierter Top-Arbeitgeber Ingenieure erhalten Sie bei uns ab Ihrem ersten
Arbeitstag umfangreiche Weiterbildungsmöglichkeiten durch unsere Basistrainings
(z.B. zum Thema Präsentation, Projektmanagement, Lean Production, etc.) sowie
unsere Personalentwicklungsprogramme,
wie z.B. den Projektleiterausbildungsgang,
die Fachkarriere und unseren Trainerausbildungsgang“, erläutert Manfred Loistl, Vorstand Personal bei Ingenics.
Wir suchen und bieten
Branche:
Unternehmensberatung
Geschäftsfelder/Arbeitsgebiete:
Planen, optimieren und qualifizieren in
den Kernbereichen Fabrik, Logistik und
Organisation.
Ingenics bietet Ihnen:
Anspruchsvolle Projekte
Global Players nehmen unsere Beratungsleistungen weltweit in Anspruch. Ingenics
bietet Ihnen interessante Herausforderungen und verantwortungsvolle Projekte
jeder Größenordnung an.
Weitreichende Verantwortung
Beratungs- und Praxiserfahrung ist unsere
Stärke und wichtiger Erfolgsfaktor für Ihre
Projekte. Ingenics betreut zahlreiche Unternehmen, vom mittelständischen Produktionsbetrieb bis zum weltweit agierenden
Großkonzern, bei der Effizienzsteigerung
und Zukunftsgestaltung.
Erfolgs- und
Entwicklungspotenziale
Wenn Sie zu den Besten gehören wollen,
sind Sie bei Ingenics richtig. Denn permanente Verbesserung gehört zu unserer Mission. Stetiger Erfahrungszuwachs und systematische Weiterbildung münden bei uns
in planmäßige Karriereschritte.
Persönliche Freiräume
Zufriedene Mitarbeiter sind gute Mitarbeiter – wir geben den Gestaltungsspielraum
für Ihre individuelle Anpassung von Berufsund Privatleben. Ob Home-Office, Teilzeit
oder „Sabbatical“ – viele Modelle sind denkbar.
Wertesystem
Sie arbeiten in einem modernen, teamorientierten Umfeld mit einer klar definierten
Unternehmenskultur auf Basis der Ingenics
Werte. Kompetent, partnerschaftlich, aktiv
und innovativ – nach diesen Werten begleiten wir unsere Kunden zum Erfolg.
Bedarf Ingenieure:
Hochschulabsolventen 15
Young Professionals 20
Studierende 5–10
Fachrichtungen:
Wirtschaftsingenieur-/Ingenieur-/
Betriebswirtschaftsstudium oder einen
Abschluss in einem vergleichbaren
Studiengang mit dem Schwerpunkt
Logistik, Maschinenbau, Produktionstechnik, Fabrikplanung, Fahrzeugtechnik oder einem ähnlichen technischen
Schwerpunkt.
Einsatzgebiete:
Fabrikplanung, Intralogistikplanung,
Supply Chain Management, Montageund Anlagenplanung, Karosseriebauplanung, Industrial Engineering, Qualitätsmanagement, Effizienzsteigerung in
Produktion und Office, IT & Prozesse
Einstiegsmöglichkeiten: Direkteinstieg
Mitarbeiter weltweit: 415
Standorte Deutschland:
Ulm, Stuttgart, München, Wolfsburg,
Hamburg
Standorte weltweit:
Paris, Prag, Shanghai/Shenyang,
Atlanta/Greenville, Puebla
Bewerbungen
Alle unsere Recruiting-Ansprechpartner/innen finden Sie im Karrierebereich
unserer Website im Bereich Kontakt.
www.ingenics.de/karriere
Form der Bewerbung: Onlinebewerbung über unsere Karriereplattform
Weitere Infos
Manfred Loistl,
Vorstand Personal Ingenics
staufenbiel.de
S. 160–161
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
151
www.staufenbiel.de/john-deere
John Deere
John Deere
Aufgabengebiete
Wir suchen und bieten
Seit der Unternehmensgründung vor über
175 Jahren unterstützt John Deere Menschen, die dem Land verbunden sind.
Heute geschieht das durch Themen wie
Software-Engineering, Telemetrie, GPS,
sowie computer- und sensorgesteuerte
Erntevorgänge, mit denen sich unsere Entwicklungsabteilungen beschäftigen, um die
dringend benötigte Effizienzsteigerung in
der Landwirtschaft zu erzielen – alles zur
Versorgung der dramatisch wachsenden
Weltbevölkerung. Als einer der weltweit
führenden Hersteller hochentwickelter Produkte und Dienstleistungen für Land- und
Forstwirtschaft sowie als Anbieter von
Baumaschinen und Maschinen für Rasenund Grundstückspflege folgen die weltweit
59.000 Mitarbeiter damals wie heute den
Werten unseres Gründers von Integrität,
Qualität, Engagement und Innovation.
Die Aufgabenbereiche sind unterschiedlich und vielfältig. Angefangen bei der Produktentwicklung der landwirtschaftlichen
Maschinen, über die Fertigung und Produktion bis hin zur Vermarktung und zum
Verkauf dieser. Oder Sie interessieren sich
für die Forschung und Entwicklung? Dann
wäre unser Europäisches Technologie- und
Forschungszentrum in Kaiserslautern das
Richtige für Sie.
Branche: Landtechnik
Wir als Arbeitgeber
John Deere ist mit Produktionsstätten, Vertriebshäusern und Ersatzteillagern in 42
Ländern vertreten und verkauft seine Produkte weltweit in 160 Länder. In Deutschland arbeiten 6.950 Mitarbeiter an sechs
Standorten. Was uns so besonders macht?
Unsere Mitarbeiter tun das, was sie bei uns
tun, aus Überzeugung und bescheinigen
uns immer wieder eine hohe Zufriedenheit
mit ihrem Arbeitsplatz. Darauf sind wir richtig stolz.
Wen suchen wir?
Sie passen zu uns, wenn Sie neben Ihrer
eigenen Karriere auch die Belange anderer
im Blick haben – das gilt intern im Umgang
mit Kollegen und extern bei den Anforderungen unserer Kunden sowie in der gesellschaftlichen Verantwortung zum Thema
Nachhaltigkeit und im sozialen Engagement. Die Förderung von Frauen liegt uns
besonders am Herzen. Vielfalt und Unterschiedlichkeit in Herangehensweisen,
Lösungssuche und Führung erleben wir als
Bereicherung und verhilft uns dazu, wirtschaftlich erfolgreich zu sein.
Und was ist Ihnen wichtig?
Produkte: Landmaschinen, Geräte für
die Rasen- und Grundstückspflege
sowie Bau- und Forstmaschinen
Umsatz in Deutschland: 3,3 Mrd. Euro
Umsatz weltweit: 36 Mrd. US$
Fachrichtungen: Maschinenbau,
Elektrotechnik, Mechatronik,
Software-Engineering, Informationstechnologie, Wirtschaftsingenieurwesen, Agraringenieurwesen
Beruf & Familie: Home Office/
Telearbeit, Gleitzeit, Flexible Arbeitszeit,
Teilzeitprogramme, Sabbatical
Programme, Kinderkrippe auf dem
Werksgelände in Mannheim
Vergütung und Sozialleistungen:
Tarifvergütung der Metall- und
Elektroindustrie, Leistungszulage,
Jahresbonus gemäß Gesamtunternehmenserfolg, Betriebliche Altersvorsorge, Betriebsrente
Mitarbeiter in Deutschland: 6.950
Mitarbeiter weltweit: 59.000
Standorte Deutschland: Mannheim,
(BW) Bruchsal (BW) Zweibrücken (RP),
Kaiserlautern (RP) Stadtlohn (NRW)
Gummersbach (NRW)
Bewerbungen
Alle Stellenausschreibungen finden Sie
auf unserer Karriereseite in der Rubrik
Jobs: www.johndeere.de/karriere
Form der Bewerbung:
online
ARBEITGEBER
CHECK
Weitere Infos
S. 160–161
152
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
staufenbiel.de
www.staufenbiel.de/reinhausen
Maschinenfabrik
Reinhausen GmbH
The Power Behind Power
Seit über 140 Jahren schreiben wir bei MR
unsere Erfolgsgeschichte in der Energietechnik. Heute regeln MR-Produkte mehr
als 50 % des weltweit erzeugten Stroms.
Wir machen Transformatoren intelligent
regelbar, entwickeln Hightech-Isoliermaterialien für den Hochspannungs-Einsatz
und Steuerungsanlagen für eine optimale
Netzspannungs- und Stromqualität. Unser
Kerngeschäft ist die Regelung von Leistungstransformatoren mithilfe von Stufenschaltern, die das Übersetzungsverhältnis der Primär- zur Sekundärwicklung an
wechselnde Lastverhältnisse anpassen
und zusammen mit weiteren innovativen
Produkten und Dienstleistungen eine störungsfreie Stromversorgung sicherstellen.
Im vergangenen Geschäftsjahr erwirtschafteten 2.900 Mitarbeiter einen Umsatz von
über 650 Millionen Euro.
Als Familienunternehmen legen wir viel
Wert darauf, unseren Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern nicht nur attraktive Arbeitsplätze, sondern auch langfristige Perspektiven zu bieten. Denn ihnen haben wir unsere
über 140-jährige Erfolgsgeschichte zu verdanken. Da bei MR Tradition und Innovation
kein Widerspruch sind und Fortschritt Freiräume braucht, geben wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern reichlich Raum
zum Gestalten und für ihre eigene Entwicklung.
Die MR ist Führungsgesellschaft der starken Reinhausen Gruppe. Unter diesem Dach
befinden sich auch der Bau von Hochspannungsprüf- und Diagnosesystemen (HighVolt Testing) und die Steuerung zerspanender Fertigung über Datenmanagementsysteme (Value Facturing).
Branche:
Energietechnik/Energieübertragung
Geschäftsfelder/Arbeitsgebiete:
Laststufenschalter, Umsteller, Spannungsregler, regelbare Ortsnetztrafos,
Verbundhohlisolatoren, CAM-Systeme
Umsatz/Bilanzsumme: 650 Mio. Euro
Fachrichtungen: Elektrotechnik,
Maschinenbau, Wirtschaftsingenieurwesen, Mechatronik, Wirtschaftswissenschaften, Informatik
Einsatzgebiete: Einsatzmöglichkeiten
u. a. in Entwicklung, Fertigung, Vertrieb,
Montage, Service, Marketing, Einkauf
und Logistik, Rechnungswesen und
Controlling sowie im Personalwesen
Einstiegsmöglichkeiten:
Direkteinstieg oder Trainee-Programm
Startgehalt: markt-/branchenüblich
Mitarbeiter in Deutschland: 2.400
Mitarbeiter weltweit: 2.900
Standorte Deutschland: Regensburg
(Hauptsitz), Berlin, Oberursel (bei
Frankfurt), Dortmund, Erfurt, Dresden
Standorte weltweit: Luxemburg,
Schweden, Italien, Russland, Australien,
Brasilien, USA, Malaysia, Japan,
Slowenien, Südkorea, Südafrika, China,
Vereinigte Arabische Emirate, Indien,
Kanada, Indonesien
Seit unserer Firmengründung im Jahr 1868
steuern wir unsere Aktivitäten von Regensburg aus. Hier befinden sich der Sitz unserer Geschäftsleitung, das Zentrum der globalen Marketing- und Vertriebsaktivitäten,
Forschung und Entwicklung sowie hoch
qualifizierte Arbeitsplätze unterschiedlicher Wertschöpfungsstufen, darunter auch
wesentliche Teile der Produktion. Ein weltweit einzigartiges Versuchs- und Innovationszentrum am Standort trägt wesentlich
zur Spitzenposition unseres Unternehmens
bei. Weltweit sind wir mit 29 Tochtergesellschaften, darunter Produktionsstätten in
Deutschland, Schweden, China und Amerika sowie zahlreiche Service-Niederlassungen, auf allen Kontinenten vertreten.
Bewerbungen
Maschinenfabrik Reinhausen GmbH
Herrn Roan De Bock
Falkensteinstraße 8
93059 Regensburg
0941/4090-1046
www.reinhausen.com
MR ZÄHLT ZU DEN 100 BESTEN ARBEITGEBERN
DEUTSCHLANDS IN 2015. ENTDECKEN SIE
UNTER WWW.REINHAUSEN.COM/KARRIERE, WAS
DAS ARBEITEN BEI MR SO BESONDERS MACHT.
staufenbiel.de
Wir suchen und bieten
Form der Bewerbung: Bewerbung
mit Anschreiben, Lebenslauf und
relevanten Zeugnissen; online
ARBEITGEBER
CHECK
Weitere Infos
S. 160-161
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
153
www.staufenbiel.de/phoenix-contact
PHOENIX CONTACT
GmbH & Co. KG
Wer wir sind
Phoenix Contact ist weltweiter Marktführer
sowie Innovationsträger in der Elektro- und
Automatisierungstechnik. Das unabhängige Familienunternehmen mit 90-jähriger Historie entwickelt in seiner Branche
zukunftsweisende Produkte und treibt
neue Technologien voran. Mit rund 14.000
motivierten Mitarbeitern hat das Unternehmen in 2014 einen Umsatz von 1,77 Mrd.
Euro erwirtschaftet. Produkte und Leistungen sind international gefragt, daher ist
Phoenix Contact immer in Kundennähe zu
finden. 50 Tochtergesellschaften und mehr
als 30 Vertretungen sorgen rund um den
Globus für kompetente Beratung und nachhaltige Lösungen.
Ein attraktiver Arbeitgeber
Phoenix Contact zeichnet sich durch
besonders hohe Qualität und Innovationskraft der Produkte aus. Dieser Erfolg
basiert auf der Leistung der Mitarbeiter.
Um erfolgreiche Fachkräfte für uns begeistern zu können, arbeiten wir kontinuierlich
an unserer Attraktivität als Arbeitgeber.
Neben flexiblen Arbeitszeiten, einem ganzheitlichen Gesundheitsmanagement, einer
individuellen Förderung Ihrer beruflichen
Entwicklung sowie zahlreichen Zusatzleistungen, wie zum Beispiel Fahrgeld,
möchten wir dabei vor allem auf unsere
spannenden Jobs aufmerksam machen.
Als Innovationsträger sind wir mit unseren Produkten immer dort vertreten, wo
komplexe Lösungen für neue technische
Herausforderungen gefragt sind. Ob im
Bereich der erneuerbaren Energien, in der
Verkehrstechnik oder im Maschinenbau –
unsere Mitarbeiter gestalten mit ihrer Arbeit
die Lösungen für die Zukunft. Dass sie
dabei auf moderne Arbeitsplätze, Vergütung
nach Tarif sowie eine vertrauensvolle Unternehmenskultur zurückgreifen können, ist
für uns selbstverständlich.
Berufseinstieg
Phoenix Contact bietet Studierenden im
Rahmen eines Praktikums oder einer
Abschlussarbeit die Möglichkeit, einen Einblick in den Arbeitsalltag zu erhalten. Lernen Sie von den Fachexperten im Unternehmen und stellen Sie so erste Weichen für
Ihre berufliche Karriere.
Haben Sie Ihr Studium bereits abgeschlossen? Dann besuchen Sie uns auf www.
phoenixcontact.de/career und informieren
Sie sich über unsere aktuellen Jobs und
Einstiegsmöglichkeiten. Auf unserem Karriere-Blog unter www.phoenixcontact.de/
karriereblog erfahren Sie noch mehr über
Positionen und Aufgaben, Erfahrungen,
Tipps für die Bewerbung und die Karriere.
Karrieretag
Schon gehört? Phoenix Contact bietet interessierten Studierenden und Absolventen
ingenieurswissenschaftlicher Studiengänge
einen Karrieretag mit Netzwerk-Charakter.
Wann: am 21. Januar 2016
Wo: am Hauptstandort in Blomberg
Jetzt bewerben:
www.phoenixcontact.com/karrieretag
Wir suchen und bieten
Branche: Elektrotechnik
Geschäftsfelder/Arbeitsgebiete:
Automotive, Energie, Gebäudetechnik,
Maschinenbau, Photovoltaik, Wasser
und Abwasser, Wind
Umsatz/Bilanzsumme:
1,77 Mrd. Euro in 2014
Bedarf Ingenieure:
Hochschulabsolventen, Young
Professionals und Praktikanten
laufend
Fachrichtungen: Automatisierungstechnik, Elektrotechnik, Informatik,
Maschinenbau, Mechatronik, Produktionstechnik, Wirtschaftsingenieurwesen
Einsatzgebiete: Forschung & Entwicklung, IT, Konstruktion & Technik,
Marketing, Produktion, Produktmanagement, Qualität & Labor, Vertrieb
Einstiegsmöglichkeiten:
Praktikum, Direkteinstieg
Startgehalt: nach Tarif und Tätigkeit
Mitarbeiter in Deutschland: 7.300
Mitarbeiter weltweit: 14.000
Standorte Deutschland: Blomberg,
Bad Pyrmont, Berlin, Lüdenscheid,
Lemgo, Herrenberg, Filderstadt,
Paderborn, Schieder-Schwalenberg
Standorte weltweit:
50 Tochtergesellschaften
Bewerbungen
Phoenix Contact GmbH & Co. KG
Julia Goltz
Flachsmarktstraße 8
32825 Blomberg
052 35/34 39 99
www.phoenixcontact.de/career
www.phoenixcontact.de/karriereblog
www.phoenixcontact.com/karrieretag
Form der Bewerbung:
Online-Bewerbung
ARBEITGEBER
CHECK
154
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
Weitere Infos
S. 160–161
staufenbiel.de
www.staufenbiel.de/salzgitter
Salzgitter AG
Salzgitter AG –
Stahl und Technologie
Ob nahtlose Präzisrohre, hochwertige Spezialstähle für den Automobilbau oder maßgeschneiderte Komplettanlagen für die
Getränkeindustrie – die Salzgitter AG bietet
eine breite und gleichzeitig hochwertige
Produktpalette und gehört damit zu den
führenden Stahltechnologie-Konzernen
Europas. Eine wesentliche Basis für diesen
Erfolg sind unsere vielfältigen Aktivitäten in
Forschung und Entwicklung.
Technologie und Innovation
Stahl begegnet uns schon jetzt in allen
Lebensbereichen, wie z.B. in Höchstgeschwindigkeitszügen oder Windkraftanlagen. Stahl eröffnet aber auch zukünftig
noch viele neue Möglichkeiten, wie etwa
beim automobilen Leichtbau oder bei energieeffizienteren Kraftwerken. Neue Produkte aus der Sparte Getränkeabfüll- und
Verpackungsanlagen lassen individuell
bedruckbare Flaschen möglich werden.
Zuverlässigkeit und Ressourceneffizienz
sind dabei ständige Begleiter. Um diese
Neuerung möglich zu machen, investieren
wir kontinuierlich in Anlagen und Prozesse
und suchen für deren Betrieb engagierte
neue Kollegen.
Ihre zukünftigen Aufgaben?
Bei uns in der Forschung können Sie z.B.
an neuen Lösungen für den Automobilbau
mitarbeiten. In der Produktion beherrschen
Sie Anlagen, die über 300 Meter lang und
dabei bis zu 65 Meter hoch sind. In der
Instandhaltung sorgen Sie vorausschauend
dafür, dass unsere Produktion rund um die
Uhr störungsfrei laufen kann. Oder reizt Sie
mehr die Frage, wie man 20 Flaschen in der
Sekunde reinigen, befüllen, etikettieren und
verpacken kann? Dann sind wir gespannt
darauf, Sie kennenzulernen.
Wir suchen und bieten
Unser Angebot
Umsatz/Bilanzsumme:
9 Mrd. Euro Umsatz in 2014
Bei uns haben Sie zahlreiche Chancen, die
Zukunft der Salzgitter Gruppe aktiv mitzugestalten. Wir geben Ihnen Freiräume,
Ihre Ideen zu entwickeln und umzusetzen. Dabei sind Kreativität und Innovation
gefragt. Unsere Mitarbeiter arbeiten überwiegend in Teams und Projektgruppen.
Kommunikations- und Teamfähigkeit sind
deshalb wichtige Kompetenzen, über die
Sie verfügen sollten. Wir bieten anspruchsvolle und attraktive Arbeitsplätze, mit zahlreichen vertikalen und horizontalen und
zum Teil auch internationalen Karrieremöglichkeiten. Mit speziellen Programmen fördern und fordern wir interne Nachwuchskräfte. Ihr Engagement wird leistungsgerecht vergütet.
Praktika und Abschlussarbeiten
Lernen Sie in einem Praktikum oder im Rahmen einer Abschlussarbeit die Faszination
des Werkstoffs Stahl, moderne Anlagen
und komplexe Steuerungssysteme kennen.
Auf unserer Homepage finden Sie vielfältige Angebote, wie Sie mit uns gemeinsam
Einblicke in die Praxis bekommen können.
Erfahrungsberichte von Praktikanten und
Mitarbeitern finden Sie im Karriereblog.
Branche: Stahlindustrie, Handel,
Abfüll- und Verpackungstechnologie
Geschäftsfelder/Arbeitsgebiete:
Stahl, Röhren, Handel, Anlagenbau,
IT, Logistik
Bedarf Ingenieure:
Hochschulabsolventen 20
Young Professionals 30
Praktikanten 300
Fachrichtungen: Automatisierungstechnik, Elektrotechnik, Lebensmitteltechnologie, Maschinenbau, Verfahrenstechnik, Werkstoffwissenschaften
Einsatzgebiete: Forschung und
Entwicklung, Konstruktion, Produktion,
Instandhaltung, Kundenberatung,
Vertrieb, Inbetriebnahme, Qualitätssicherung
Einstiegsmöglichkeiten:
Praktikum, Abschlussarbeit, Traineeprogramm, Direkteinstieg
Startgehalt: Abhängig von Ausbildung
und Standort bis 54.000 Euro
Mitarbeiter in Deutschland: 20.000
Mitarbeiter weltweit: 25.000
Standorte Deutschland: Salzgitter,
Mülheim, Düsseldorf, Dortmund u.a.
Standorte weltweit: Frankreich, Italien,
Mexiko, Brasilien, USA u.a.
Bewerbungen
Salzgitter AG
Abteilung Führungskräfte
Markus Rottwinkel
Eisenhüttenstraße 99
38239 Salzgitter
[email protected]
www.salzgitter-ag.com/personal
Form der Bewerbung:
Online-Bewerbung
ARBEITGEBER
CHECK
Weitere Infos
S. 160–161
staufenbiel.de
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
155
www.staufenbiel.de/voith
Voith GmbH
Voith ist ein weltweit agierender Technologiekonzern, der mit seinem breiten Portfolio aus Anlagen, Produkten und Industriedienstleistungen fünf essenzielle Märkte
bedient: Energie, Öl & Gas, Papier, Rohstoffe
und Transport & Automotive. Im Geschäftsjahr 2013/2014 erzielte das Unternehmen
einen Umsatz von 5,3 Milliarden Euro.
Innovationskraft, Ingenieurkunst, Zuverlässigkeit und Qualität bestimmen seit
seiner Gründung im Jahr 1867 das Handeln
des Unternehmens und sind Garanten für
Erfolg. Voith ist heute ein Konzern, der weltweit mehr als 39.000 Mitarbeiter beschäftigt und in rund 50 Ländern – darunter Brasilien, China, Indien und den USA – aktiv ist.
Auch nach 148 Geschäftsjahren ist Voith
als Familienunternehmen unabhängig und
plant seine Aktivitäten langfristig und nachhaltig.
Voith-Technologien sind überall im Einsatz:
Ein Viertel des weltweit aus Wasserkraft
gewonnenen Stromes wird mit Turbinen
und Generatoren von Voith erzeugt. Ein
Großteil der weltweiten Papierproduktion
wird auf Voith-Papiermaschinen hergestellt. Antriebselemente von Voith werden
rund um den Globus sowohl in industriellen
Anlagen als auch auf der Schiene, Straße
und dem Wasser eingesetzt. Große Unternehmen der Schlüsselindustrien vertrauen
weltweit auf technische Dienstleistungen
aus dem Hause Voith.
Mit seinem breiten Produktportfolio von
technischen Anlagen, Aggregaten und
Dienstleistungen bedient Voith entscheidende Megatrends des 21. Jahrhunderts.
Voith-Lösungen, Technologien und Produkte geben Antworten auf maßgebliche
Herausforderungen der Welt von heute:
erneuerbare Energien, Mobilität und Urbanisierung sowie ressourcenschonende Produkte.
Voith-Ingenieure schreiben seit den Gründerjahren mit ihren Erfindungen Technikgeschichte. Das Föttinger-Getriebe, die
Kaplan-Turbine, der Voith-Schneider-Propeller, die NipcoFlex-Presse oder der Aquatarder sind nur ein paar Beispiele dafür. Voith
hält heute weltweit mehr als 11.000 aktive
Patente, und jedes Jahr kommen rund 400
neue hinzu.
Voith ist ein fairer und attraktiver Arbeitgeber: Seine Mitarbeiter tragen mit ihrer
Innovationskraft, ihrem Know-how und
ihrer Technikbegeisterung entscheidend
zum Erfolg des Unternehmens bei. Die
Unternehmenskultur ist geprägt von Respekt, Teamgeist und einer internationalen
Arbeitsatmosphäre.
Sind Sie neugierig geworden? Bei Voith
erwarten Sie attraktive Aufgaben, gelebte
Kollegialität und viele Möglichkeiten, sich
fachlich wie persönlich weiterzuentwickeln.
Weitere Informationen finden Sie unter
www.voith.com/karriere
Wir suchen und bieten
Branche: Maschinen- und Anlagenbau,
Industriedienstleistungen
Umsatz/Bilanzsumme:
5,3 Mrd. Euro
Bedarf Ingenieure:
Hochschulabsolventen ca. 25
Young Professionals ca. 100
Praktikanten ca. 200
Fachrichtungen:
Maschinenbau, Verfahrenstechnik,
Elektrotechnik/ Elektronik, Wirtschaftswissenschaften, Wirtschaftsingenieurwesen, Informatik, Servicemanagment/
Instandhaltung
Einsatzgebiete: Konstruktion, F&E,
Automatisierungstechnik, Produktion,
Technischer Vertrieb/Projektmanagement, Projektierung, kaufmännische
Bereiche, IT/EDV etc.
Einstiegsmöglichkeiten:
Direkteinstieg (die häufigste Art
durchzustarten), Traineeprogramme
Startgehalt: stellenabhängig
Mitarbeiter weltweit: 39.000
Standorte Deutschland: ca. 20
Standorte weltweit:
in über 50 Ländern weltweit
Bewerbungen
Voith GmbH
Corporate Human Resources
Sankt Pöltener Straße 43
89522 Heidenheim
Telefon: +49 7321 37-2092
www.voith.com/karriere
Form der Bewerbung:
Onlinebewerbung
MITEINANDER ARBEITEN – VONEINANDER LERNEN:
VOITH BIETET ABSOLVENTEN UND STUDIERENDEN
AUS DEN BEREICHEN MASCHINENBAU, ELEKTROTECHNIK
UND WIRTSCHAFTSWISSENSCHAFTEN EIN IDEALES
ARBEITSUMFELD.
156
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
ARBEITGEBER
CHECK
Weitere Infos
S. 160–161
staufenbiel.de
www.staufenbiel.de/wuh
Windmöller &
Hölscher KG
Eine (ver-)packende
Erfolgsgeschichte
Stellen Sie sich mal eine Welt ohne Verpackungen vor. Da werden Sie schnell erkennen: Ohne Verpackungen geht rein gar
nichts! Nur mit Verpackungen lassen sich
Produkte hervorragend schützen, haltbar
machen und attraktiv präsentieren. Und
wir entwickeln und bauen seit über 140
Jahren innovative Maschinen und Systeme
zum Herstellen und Bedrucken von Folien-,
Kunststoffgewebe- und Papierverpackungen. Damit sind wir seit Jahrzehnten Technologieführer – in über 130 Ländern der
Erde.
Unseren Erfolg verdanken wir dabei nicht
nur unserem Produktportfolio, sondern
vor allem auch unseren nahezu 2.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Sie sorgen
mit großer Leidenschaft, Kreativität und
Einsatzfreude dafür, dass unser Unternehmen sich kontinuierlich weiterentwickelt,
und sie beweisen immer wieder, dass
Fortschritt nur aus einem ausgewogenen
Zusammenspiel von Tradition und Innovation erwächst.
Unternehmensphilosophie –
in die Praxis gepackt
„Flexibilität“ schreiben wir in jeder Hinsicht groß: Denn bei uns dreht sich alles
um die flexible Verpackung. Dass wir uns
bevorzugt mit dieser Form der Verpackung
beschäftigen, liegt an ihren überzeugenden
ökologischen und ökonomischen Vorteilen:
Im Gegensatz zur starren Verpackung beansprucht die flexible einfach deutlich weniger Ressourcen. Andere mögen von Nachhaltigkeit reden – bei uns ist sie Programm:
Mit unserem Engagement für die flexible
Verpackung tragen wir nämlich nachhaltig
zur Erhaltung natürlicher Ressourcen, zur
Energieeinsparung und zur Abfallreduzierung bei.
Klar, dass solche hochgesteckten Ziele nur
mit herausragenden Ideen erreicht werden
können. Deshalb haben wir uns „Ideen aus
Leidenschaft“ auf die Fahnen geschrieben,
als Ausdruck unserer Unternehmensphilosophie, die nicht nur auf dem Papier steht,
sondern aktiv gelebt wird. Und zwar von
unseren Beschäftigten, die ihre Ideen dann
auch noch mit Begeisterung und Leidenschaft, aber auch Hartnäckigkeit, in praktische Lösungen umsetzen.
Wir suchen und bieten
Branche: Maschinenbau
Geschäftsfelder/Arbeitsgebiete:
Druck- und Verarbeitungsmaschinen
für flexible Verpackungen, Extrusionsanlagen
Umsatz/Bilanzsumme:
Umsatz ca. 670 Mio. Euro
Packen Sie mit an!
Bei einem mittelständischen Arbeitgeber,
der Ihnen nicht nur interessante Aufgaben
und Perspektiven, sondern auch Freiraum
für Entfaltung und Flexibilität auf ganzer
Linie bietet. Als innovatives Maschinenbauunternehmen und Marktführer im Bereich
flexibler Verpackungen suchen wir kontinuierlich qualifizierte Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter, die begeisterungsfähig sind
und die Zukunft unseres Unternehmens
aktiv mitgestalten möchten. Bei uns packen
Sie’s, wenn Sie als Profi neue berufliche und
persönliche Herausforderungen suchen
oder nach Ihrer Ausbildung bzw. Ihrem Studium ins Berufsleben starten wollen.
„Packtikum“ statt Praktikum
Sie suchen nach einem etwas anderen
Praktikum oder nach einem packenden
Thema für Ihre Abschlussarbeit? Kein Problem, statt einer bloßen Beschäftigung
am Kopierer oder an der Kaffeemaschine
finden Sie bei uns praxisnahe Aufgaben in
allen Unternehmensbereichen. Informieren Sie sich doch einfach mal auf unserer
Homepage; sie bietet einen Überblick über
unsere vielfältigen Angebote für verschiedene Studiengänge. Oder möchten Sie uns
vielleicht lieber ein eigenes Thema vorstellen? Natürlich sind wir auch daran interessiert und freuen uns über Ihren innovativen Vorschlag. Während Ihrer Tätigkeit bei
Windmöller & Hölscher werden Sie übrigens
nicht nur intensiv betreut – auch die Kasse
stimmt: Sie erhalten nämlich eine monatliche Vergütung von 500 Euro.
Bedarf Ingenieure:
Hochschulabsolventen 10
Young Professionals 20
Praktikanten 30
Fachrichtungen: Elektrotechnik,
Maschinenbau, Wirtschaftsingenieurwesen, Verfahrenstechnik, Kunststofftechnik, Druck- und Medientechnologie,
Informatik
Einsatzgebiete: Entwicklung,
Konstruktion, Service, Technischer
Vertrieb, IT
Einstiegsmöglichkeiten: Direkteinstieg
Mitarbeiter in Deutschland: 1.500
Mitarbeiter weltweit: 2.400
Standorte Deutschland:
Muttergesellschaft Lengerich/Westf.
Standorte weltweit: 16
Bewerbungen
Windmöller & Hölscher KG
Personal
Münsterstraße 50
49525 Lengerich
Telefon 05481/14-3559
www.wuh-group.com
Form der Bewerbung:
Online-Bewerbung an
[email protected]
ARBEITGEBER
CHECK
IDEEN AUS LEIDENSCHAFT
staufenbiel.de
Weitere Infos
S. 27 & 160–161
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
157
Jobfinder 2015/2016
BENTELER Gruppe
45
BMW Group
U3
Brose Gruppe
www.career.benteler.com
www.bmwgroup.jobs
www.brose-karriere.com
146 Cargill
147
www.cargill.de/karriere
ca. 9.400 30.000
•••••••••••••
84.800
••••••••••••• ••••
119.500
ca. 8.300 ca. 24.000
1.800
143.000
16.000
35.000
53
DEKRA
49
DENSO AUTOMOTIVE Deutschland GmbH
550
www.denso-europe.com
ca. 140.000
39
Deutsche Bahn AG
196.000
www.deutschebahn.com/karriere
>300.000
17
Diehl Stiftung & Co. KG
ca. 11.500 16.000
www.aus-tradition-zukunft.de
103
www.dekra.de/karriere
•• •••
•
••
•••
•••
• • •
•• •
• •
••••••••••• •••
•••
•
•• •
••••••
ENERCON GmbH
8.000
20.000
••••••••••• • •••
ca. 730
ca. 1.280
•• •••
>6.100
k.A.
•• •
2.900
3.600
••••• •
19
149 EUROPIPE GmbH
www.enercon.de/karriere
career.europipe.com
25
FERCHAU Engineering GmbH
59
GOLDBECK GmbH
ferchau.de
www.goldbeck.de/karriere
150 HARIBO Deutschland
www.haribo.com/trainee
Hydro
www.hydro-karriere.de
4.200
ca. 6.000 ca. 13.000
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
••
• •• ••••••
•
•••• •
••
• •••
• •••
• •• • •
ca. 3.000 ca. 7.000
HARTING Technologiegruppe
2.300
www.karriere.harting.com
•
•••
•
••• ••••
•• •••
•
1) in Deutschland
158
•••
6.000
148 33
•••••••••••••
•••
EagleBurgmann Germany
1.600
www.eagleburgmann.com
75
105
Forschung
Entwicklung
Konstruktion
Materialwirtschaft/Einkauf
Fertigungsplanung/Arbeitsvorbereitung
Fertigung/Produktion/Betrieb
Arbeitsgestaltung/Betriebsorganisation
Montage/Inbetriebnahme
Instandhaltung/Wartung
Projektierung
Softwareentwicklung
Unternehmensplanung/-entwicklung
Qualitätssicherung
(Inhouse) Consulting
Technische Redaktion
Vertrieb
Logistik
Sonstige
in Deutschland
U2
Einsatzfelder für Ingenieure
weltweit
Mitarbeiter
EmployerHub auf staufenbiel.de
Arbeitgeber-Check auf staufenbiel.de
Arbeitgeber im Profil
Anzeige
Unternehmen / Karrierewebseite
staufenbiel.de
•
Jobfinder 2015/2016
Startgehalt
Abfallwirtschaft und Altlasten
Anlagentechnik
Automatisierungstechnik
Bauingenieurwesen/Baumanagement
Bergbau
Elektrotechnik/Elektronik
Energietechnik
Facility Management
Fahrzeugtechnik/Schienenfahrzeugtechnik
Feinwerktechnik
Fertigungstechnik
Informationstechnik
Klimatechnik
Konstruktionstechnik
Kunstofftechnik
Logistik/Fördertechnik
Luft- und Raumfahrttechnik
Maschinenbau
Mechatronik
Medizintechnik
Mikrotechnik
Nachrichtentechnik
Produktionstechnik
Schiffsbau- und Meerestechnik
Technische Informatik
Textil- und Bekleidungstechnik
Umwelttechnik
Verfahrenstechnik/Chemieingenieurwesen
Verkehrswesen
Vermessungswesen
Wasserwesen
Werkstofftechnik
Wirtschaftsingenieurwesen
Sonstige
Gesuchte Fachrichtungen
Praktikanten
Young Professionals
Hochschulabsolventen
Bedarf
Ingenieure
2015/2016
laufender Bedarf
••• •••• •• • • •
•
laufender Bedarf
••• ••••••••••••••
• • • • • • • • • abhängig von Position
laufender Bedarf
•••
ca. 15 ca. 15 n.B.
p.a.1) p.a.1)
•
200 100
k.A.
10–15 10–15 10–15
laufender Bedarf
ca. 30 ca. 35 ca. 100
10
10
10
laufender Bedarf
4
4
5–7
500 500 k.A.
•
•
••
••
•
•• ••
•
•
••
• ••
•••
•
• • •
•• • • ••
•
•
•
15–20 25–30 ca. 80
••
•
•
•
staufenbiel.de
• •
••
•
positionsabhängig
branchenüblich
•
• • • branchenüblich
•
•• • • ••
• • branchenüblich
••
k.A.
positionsabhängig
•
•
••
••• •
•
•
k.A.
••
k.A.
••
k.A.
•
•
•
• • markt- und
branchenüblich
• •
•
• •• ••• •• • • •
•
• • • marktüblich, variiert
•
• • • markt-/branchen-
••
•
• • • branchenüblich
••
• ••• ••• •
•• •••••
• •••
••
12
••
••
••
•
••• •• ••••••••••••••••• ••
nach Bedarf
5
•
••
•
laufender Bedarf
8
und Qualifikation
••
••• ••••
••
branchenüblich
•• •••• ••• •• • • • ••
• • •• •
•
• • • markt- und
•
•
•
branchenüblich
nach Fachbereich
üblich (Tarif)
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
159
Jobfinder 2015/2016
www.ingenics.de/karriere
k.A.
415
152 John Deere GmbH & Co. KG
6.950
www.johndeere.de/karriere
57
MAHLE GmbH
ca. 10.000 rd. 64.000
••••••• •••
•••••••
••••
•••••• •••
•
•
••
•••
153 Maschinenfabrik Reinhausen GmbH
2.400
www.reinhausen.com
2.900
••••••••••••• •••
154 PHOENIX CONTACT GmbH & Co. KG
6.500
www.phoenixcontact.de/career
14.000
••• ••
•• • ••••
••••••
••••
•••
•• •••• •
••
Robert Bosch GmbH
11
65
www.jobs.mahle.com
59.000
Forschung
Entwicklung
Konstruktion
Materialwirtschaft/Einkauf
Fertigungsplanung/Arbeitsvorbereitung
Fertigung/Produktion/Betrieb
Arbeitsgestaltung/Betriebsorganisation
Montage/Inbetriebnahme
Instandhaltung/Wartung
Projektierung
Softwareentwicklung
Unternehmensplanung/-entwicklung
Qualitätssicherung
(Inhouse) Consulting
Technische Redaktion
Vertrieb
Logistik
Sonstige
weltweit
Ingenics
151
Einsatzfelder für Ingenieure
in Deutschland
Mitarbeiter
EmployerHub auf staufenbiel.de
Arbeitgeber-Check auf staufenbiel.de
Arbeitgeber im Profil
Anzeige
Unternehmen / Karrierewebseite
Roche
155 Salzgitter AG
www.bosch-career.de
105. 000 360.000
13.000
careers.roche.ch (CH)
www.salzgitter-ag.com/personal
20.000
>88.500
25.000
•
•••••••••••••
••
107
Schaeffler (INA, LuK, FAG)
rd. 30.500 rd. 84.000
www.schaeffler.de/career
••••••••••••• ••••
15
SICK AG
••••••••••• • •••
13
SKF
97
SMS group
109 156 Voith GmbH
27
55
160
www.sick.de
www.skf.de/karriere
www.sms-karriere.com
www.voith.com/karriere
k.A.
rd. 7.000
7.000
48.500
rd. 7.000
>14.000
••••••••••••••••••
k.A.
39.000
•••••• ••• •• ••••
2.400
•••••• • ••
•
134.000
••••••••••• •
••
157 Windmöller & Hölscher KG
1.500
www.wuh-group.com
ZF Friedrichshafen AG
www.ich-bei-zf.com
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
k.A.
•••••••••
•
staufenbiel.de
•••
Jobfinder 2015/2016
Startgehalt
Young Professionals
Praktikanten
Abfallwirtschaft und Altlasten
Anlagentechnik
Automatisierungstechnik
Bauingenieurwesen/Baumanagement
Bergbau
Elektrotechnik/Elektronik
Energietechnik
Facility Management
Fahrzeugtechnik/Schienenfahrzeugtechnik
Feinwerktechnik
Fertigungstechnik
Informationstechnik
Klimatechnik
Konstruktionstechnik
Kunstofftechnik
Logistik/Fördertechnik
Luft- und Raumfahrttechnik
Maschinenbau
Mechatronik
Medizintechnik
Mikrotechnik
Nachrichtentechnik
Produktionstechnik
Schiffsbau- und Meerestechnik
Technische Informatik
Textil- und Bekleidungstechnik
Umwelttechnik
Verfahrenstechnik/Chemieingenieurwesen
Verkehrswesen
Vermessungswesen
Wasserwesen
Werkstofftechnik
Wirtschaftsingenieurwesen
Sonstige
Gesuchte Fachrichtungen
Hochschulabsolventen
Bedarf
Ingenieure
2015/2016
15
20
5–10
10
5
300
•
•
• •• •
k.A.
k.A.
150
•
•
• •
10
15
100
•
••
••
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laufender Bedarf
1.200
5.000
variabel
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• •
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••• ••
••• •
•••
300
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•
n.B.
n.B.
n.B.
•
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n.B.
n.B.
n.B.
••
•
n.B.
n.B.
n.B.
k.A.
k.A.
k.A.
••
••
ca. 25 ca. 100
ca. 200
••
••••••• •• •••
10
20
30
•
•
n.B.
n.B.
n.B.
•
•
staufenbiel.de
•
•
••
•
• •
•••• •
30
•
• •
•• ••• •
20
•
•
•
••
s. Tarifvertrag Metall
• • • positionsabhängig
••
•
markt-/branchenüblich
markt- und
branchenüblich
• • • nach Tarif und
Tätigkeit
• • abhängig von Aufgabe
und Qualifikation
• • bereichs- und
erfahrungsabhängig
••
• •
•
••
•••• ••• ••
• •
•
von Anforderung
• • • abhängig
und Qualifikation
••• ••• •• ••• •
• •• •
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•• •
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•
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••
• •
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• •
•
abhängig von Ausbildung
und Standort bis 54.000
marktüblich (Tarif)
•
k.A.
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k.A.
• • • stellenabhängig
••
branchenüblich
• • • je nach Qualifikation
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
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Karrierewissen in zwei Bänden
Doppelt hält besser
Jedes Jahr zwei Bände
Es gibt Dinge in dieser Welt, die gehören einfach als Paar zusammen wie Plus und Minus beim
Strom und wie Soll und Haben in der Bilanz: Auch das Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure
gibt es im Doppelpack. Band 1 und Band 2 erscheinen jedes Jahr neu überarbeitet.
Band 1
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure Band 1 (erscheint
immer zum Sommersemester) widmet sich den Themen Einstiegsgehälter, Bewerbung und Weiterbildung:
Der Frühstart
Die Bewerbung
Die Soft Skills
Das Einstiegsgehalt
Der Einstieg
Education/Weiterbildung
Band 2
Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure Band 2 (erscheint
immer zum Wintersemester) enthält aktuelle Informationen zu
Arbeitsmarkt, Einstiegsbranchen und Einsatzbereichen:
Der aktuelle Stellenmarkt
Karriereplanung & Berufsbild
Die wichtigsten Einstiegsbranchen
Einsatzbereiche im Unternehmen
Typische Berufsfelder
Frag auf Hochschulmessen, dem Absolventenkongress oder im Career Service Center nach beiden
Bänden des Staufenbiel Karriere-Handbuchs Ingenieure. Oder bestelle auf staufenbiel.de im Bookshop
beide Bände – und du bist bestens informiert über Jobs, Gehälter, Bewerbung und die vielen
Kleinigkeiten drumherum.
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Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure 2015/16
staufenbiel.de
Schlaue Füchse gesucht!
Sie lösen mit Scharfsinn anspruchsvolle Aufgaben und sind fasziniert von der Möglichkeit, Ihre
Ideen in Automobilen von morgen wiederzufinden? Dann sollten wir uns kennenlernen. Erleben
Sie in unserem leistungsstarken Familienunternehmen die Brose Arbeitswelt. Hier finden Sie
Gestaltungsfreiräume und haben Chancen, schnell Verantwortung zu übernehmen. Weitere Informationen von Claudia Desselmann: +49 9561 21 1981, [email protected]
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staufenbiel.de
Dein Karriere-Handbuch
Ingenieure
2015/16
Band 2
Arbeitsmarkt
Einstiegsbranchen
Karriereplanung
Ingenieure, die erfolgreich ein- und aufsteigen
wollen, müssen den Überblick behalten. Wie
entwickeln sich einzelne Branchen? In welchem
Einsatzbereich sind welche Fähigkeiten gefragt?
Dabei hilft Band 2 des Staufenbiel KarriereHandbuchs Ingenieure – mit wichtigen Infos
rund um die Themen Stellenmarkt, Branchen und
Einsatzbereiche. Die Specials greifen Trends auf:
In dieser Ausgabe geht es um die Automobilbranche,
Innovationen und Trainee-Programme für Ingenieure.
Insgesamt 16 Branchen, die für Ingenieure wichtig
sind, werden ausführlich dargestellt. Zahlreiche
Stellenangebote und Profile renommierter Unternehmen runden das Buch ab.
Band 1 des Staufenbiel Karriere-Handbuchs Ingenieure erscheint
zum Sommersemester mit vielen Informationen zu Bewerbung,
Einstiegsgehältern und den nötigen Soft Skills für Absolventen der
Ingenieurwissenschaften.
„Umfassend recherchierte
Materialien zu Bewerbung
und Vorstellungsgespräch,
Specials zu Branchen und
Einstiegsprogrammen und
viele konkrete Tipps machen
das Staufenbiel Karriere-Handbuch Ingenieure zu einem
wertvollen Ratgeber für den
Berufseinstieg. “
Markus Rottwinkel, Personalmarketing Abteilung Führungskräfte,
Salzgitter AG
„Tipps zum Jobeinstieg für
Nachwuchsingenieure.“
Deutsches Ingenieurblatt
„Auf Exkursionen zeigt sich
immer wieder, wie nah die
Berufsbilder im Staufenbiel
Karriere-Handbuch an der
tatsächlichen Praxis sind.“
VDE-Hochschulgruppe ETG
Kurzschluss – Erlangen
ISBN 978-3-922132-70-7 EUR 15,00