KF-Zeitung_02_2009

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KF-Zeitung_02_2009
P.b.b. Aufgabe- & Verlagspostamt
4040 Linz (GZ 04z035516 S)
Post Nr.: 02/2009
Die Kinderfreunde “Intern” | Zeitschrift für KinderfreundInnen | Ausgabe 02, September 2009
Kinderrechte – endlich Bewegung
Die Unterschriften-Aktion der Kinderfreunde hat etwas gebracht! Die Petition
wurde im Parlament bereits behandelt.
Lesen Sie mehr auf Seite 2
LH-Stv. Haider fordert kleine Gruppen
Die SPÖ möchte jetzt verstärkt in die
Qualität der Kindergärten investieren
und fordert kleinere Gruppen.
Lesen Sie mehr auf Seite 3
Frisch gewagt ist halb gewonnen
Jetzt Qualitätsoffensive in der Elementarbildung starten!
T
arik liebt Autos. Er
kennt alle Marken
und kann stundenlang
auf dem Teppich seines
Kinderzimmers Autorennen spielen. Er ist zufrieden, doch oft wünscht er
sich mehr Freunde zum Spielen. Leider kann er nicht besonders gut Deutsch, denn
seine Familie kommt aus der
Türkei. Tarik freut sich
Liebe Leserin,
lieber Leser!
D
er Sommer ist vorbei.
Dies erkennt man nicht
nur an den Lebkuchenherzen,
die in Supermärkten schon
vom herannahenden Weihnachtsfest erzählen, sondern
auch an aufgeregten Kindern,
die ihrem ersten Schultag
entgegenfiebern. So manches
dieser Kinder hat mit den
Kinderfreunden einen schönen Ferienaufenthalt erlebt
und denkt gern an die vergangenen Wochen zurück.
Besonders schön hatten es die
Kinder im Feriendorf in Obertraun, die das neu erbaute
Wirtschaftsgebäude einweihen durften. Gefeiert wurde auch im Falken-Camp in
Döbriach, denn dieses wurde
– so wie auch das Feriendorf
Obertraun – 60 Jahre alt. Neben dem Ferienbüro der Kinderfreunde boten auch viele
Regionen und Ortsgruppen
Spiel und Spaß in den Ferien
an. Unter anderem gab es im
Mühlviertel wieder ein großes
Schulabschlusscamp und in
Schärding zum 16. Mal den
Ferienspaß für Kinder von 614 Jahre. Also: mit den Kinderfreunden hatten oberösterreichische Kinder viel Spaß
und sie waren gut betreut.
Um Kinderbetreuung geht’s
auch in dieser schlanken Ausgabe der Kinderfreunde-Zeitung. Nach Einführung des
Gratis-Kindergartens muss es
mit einer Qualitätsoffensive
der Kinderbetreuungseinrichtungen weitergehen. Diesem
Thema widmen wir in der
vorliegenden Zeitung breiten
Raum. Viel Spaß beim Lesen
wünscht
Susanne Pollinger
auf den Herbst.
Ab September
darf er in den
Kindergarten.
Bisher war
der Familie
mit den
drei
Kindern
und
dem
Vater
als Alleinverdiener
der Kindergartenbesuch
der Kinder
zu teuer. Ab
Herbst ist der
Kindergarten
gratis und Tarik freut sich
auf die neue
Spiele- und
Lernwelt.
Hocherfreut
ist
auch
Bernd Dobesberger,
der Landesvorsitzende der oö. Kinderfreunde
über den Gratiskindergarten.
Die Kinderfreunde hatten
diesen seit Jahren gefordert.
Und das, weil „wir überzeugt
sind, dass der Kindergarten
den Grundstein für eine solide
Bildung der Kinder legt und
wir nicht akzeptieren können,
dass manchen Kindern dieses
Bildungsfundament verwehrt
wird“, so Dobesberger. Er ist
auch froh, dass sich in den
letzten Jahren ein Paradigmenwechsel vollzogen hat.
Es sei nun klar, dass die Menschen „nicht mehr primär die
Betreuung, sondern auch die
Förderung und Bildung der
Kinder als Ziel des Kindergartens“ sehen.
Gut’ Ding – geht manchmal
auch schnell
Der Gratiskindergarten wurde
zwar seit 2006 von den Kinderfreunden vehement eingefordert, doch als sich dann im
Frühjahr 2009 die Umsetzung
in OÖ abzeichnete, „waren
wir überrascht von der Einführungsgeschwindigkeit“,
berichtet Bernd Dobesberger,
der als Landesvorsitzender der
Kinderfreunde auch für deren
Kinderbetreuungseinrichtungen verantwortlich
ist.
Viele der Kindergärten waren
plötzlich mit mehr Anmeldungen als erwartet, konfrontiert. Die Gruppen werden sich
bis zur maximalen Kinderzahl
füllen und das Gratis-Mittagessen in Linz und in anderen
Städten lässt erwarten, dass
am Nachmittag mehr Kinder
als bisher im Kindergarten
spielen, basteln, lernen und
herumtollen.
Gruppengröße auf dem
Prüfstand
Manche PädagogInnen und
auch Eltern befürchten durch
das Steigen der Kinderzahlen
ein Sinken der Qualität. Fix ist,
dass die gesetzlichen Rahmenbedingungen auch bei größerer Nachfrage eingehalten
werden. Gesetzlich geregelt
ist, dass die Maximalgruppengröße für oö. Kindergärten bei
23 Kindern liegt. Das heißt,
dass eine PädagogIn 23 Kinder
betreut. Eine HelferIn steht ihr
teilweise zur Verfügung.
Internationaler Vergleich
macht neidisch
Der Vergleich mit internationalen Standards zeigt, dass
Länder, die die ganzheitliche
Förderung der Kinder forcieren, einen ErzieherInnen-Kind-Schlüssel von 1:10, in
Schweden sogar
von 1:6 haben.
In den USA
kom-
men
in den
meisten
Staaten 15
Kinder auf
eine BetreuerIn
und dort arbeitet man auf ein
Verhältnis von
1:10 hin. Von
solch kleinen
Gruppen sind
wir in Österreich weit
entfernt.
Es ist aber
nach Einführung
des Gratiskindergartens angebracht, kleinere Gruppen,
das heißt einen „niedrigeren
ErzieherInnen-Kind-Schlüssel zu fordern“, meint Bernd
Dobesberger. „Eine PädagogIn sollte in einem nächsten
Schritt nicht mehr als 18 Kinder betreuen und sich somit
noch mehr Zeit für die frühkindliche Förderung nehmen
können“, definiert Dobesberger die Forderung der Kinderfreunde.
Außerdem sollten PädagogInnen durch interdisziplinäre
Zusammenarbeit mit LogopädInnen, ErgotherapeutInnen
und mit Verwaltungspersonal
entlastet werden. „Es kann
nicht sein, dass die PädagogInnen alle anstehenden Probleme und Herausforderungen
alleine lösen müssen“, ist die
ehemalige Schulsozialarbeiterin und heutige Geschäftsführerin der oö. Kinderfreunde
Simone Diensthuber überzeugt.
U n -
dern auch die
Kinder würden
von dieser Aufwertung profitieren“, ist Bernd
Dobesberger überzeugt.
gleichgewicht
zwischen
Wert und Bezahlung
Neben der Gruppengröße ist auch die
fachliche Kompetenz
und Qualifikation der
pädagogisch Aktiven ein
zentaler Faktor für die Qualität in der Kinderbetreuung. So
zeigen Forschungsergebnisse
den Zusammenhang zwischen einer fundierten Ausbildung und Unterstützung
für das Fachpersonal und der
Qualität in frühkindlichen Betreuungseinrichtungen. Dem
gegenüber steht der Wert,
der hierzulande der frühkindlichen Betreuung und Bildung
beigemessen wird. Der lässt
sich auch daran ablesen, dass
KindergartenpädagogInnen
(99 Prozent sind Frauen) im
Schnitt 20 Prozent weniger
als LehrerInnen verdienen,
die Arbeitsbedingungen und
Fortbildungsmöglichkeiten
bezeichnet die OECD in ihrer
Studie „Starting Strong“ als
„inadäquat“.
Gesucht: Männer
Elementarpädagogik
an die Hochschulen
Zuletzt verfügbare Daten
der OECD für einen internationalen Vergleich über die
Finanzausgaben im Kinderbetreuungsbereich liegen für
das Jahr 2004 vor. Demnach
lagen Österreichs Ausgaben
im Kinderbetreuungswesen
mit einem Anteil von 0,47%
des Bruttoinlandsprodukts
leicht unter dem OECDDurchschnitt (0,52%). Sowohl
Dänemark als auch Schweden
geben das Doppelte für frühkindliche Bildungs- und Betreuungseinrichtungen aus.
„Uns ist klar, dass unsere Forderung nach kleineren Gruppen, der Uni-Ausbildung der
KindergartenpädagogInnen
und den Maßnahmen, Männer für dieses Berufsbild zu
gewinnen, Geld kosten. Die
Zukunft unserer Kinder muss
uns diese Ausgabe aber wert
sein“, ist Bernd Dobesberger
überzeugt.
Zudem ist Österreich das
einzige EU-Land, das keine
Universitätsausbildung für
Kindergarten-Fachkräfte anbietet. Dass der Ausbildungsgrad der österreichischen
KindergartenpädagogInnen
unzureichend ist, ging bereits 2004 aus der oben zitierten OECD-Studie hervor.
Damit war Österreich nicht
allein, auch in Deutschland
stellte man fehlende akademische Ausbildung fest. Dort
reagierte man rasch auf das
ernüchternde Ergebnis, und
im Schnitt entstand zwischen
2005 und 2008 jeden Monat
ein neuer Studiengang für
frühkindliche Pädagogik. In
Österreich ist jedoch nichts
geschehen, es gibt an keiner
Universität einen Lehrstuhl
für Frühpädagogik. „Das ist
sehr bedauerlich, denn nicht
nur die PädagogInnen, son-
Durch eine bestimmte gesellschaftliche Haltung, die
geringe Entlohnung und den
Mangel an beruflichen Perspektiven meiden junge Männer das Berufsfeld der Kleinkindpädagogik. Eines der 40
Qualitätsziele des Expertennetzwerks zur Kinderbetreuung der Europäischen Union
(aus dem Jahr 1996 - mit der
Aufforderung zur Umsetzung bis 2006!) war, dass
20% des Personals in Kinderbetreuungseinrichtungen
Männer sein sollten. In Norwegen und Dänemark ist
man überzeugt, dass Kinder
in den ersten Lebensjahren
vom Umgang mit beiden Geschlechtern profitieren, dass
sie nicht nur weibliche, sondern auch männliche Rollenmodelle brauchen. In beiden
Ländern wurden Maßnahmen
ergriffen, um junge Männer
für diesen Berufsweg zu gewinnen und um die wenigen
Männer im Beruf zu unterstützen.
Gewünscht: Nordische
Verhältnisse
September 2009
Junge Kunst im neuen
Kinderfreunde-Buch
Volles Herz
voraus!
Mit der Serie „Ich bin bei
den Kinderfreunden, weil
…“ stellen wir Menschen
vor, die ehrenamtlich für
die Kinder und Eltern in
Oberösterreich aktiv sind.
Diesmal stellen wir hauptamtlich Aktive aus dem
Landesbüro vor.
Ich bin bei den
Kinderfreunden …
Hannes Zweimüller aus St.
Georgen/Gusen:
… weil ich in
die große Kinderfreunde-Familie hineingeboren wurde
und ich immer noch von den
Ideen der Organisation begeistert bin.
Silke Schmidhumer aus Linz:
… weil sie eine
Organisation
sind, der ich mich mit all
ihren Werten und Prinzipien
ideologisch verbunden fühle
und ich hier mein Wissen
und Können einsetzen darf,
aber dabei immer noch dazulerne!
Martin Schreder
aus Linz: … weil
ich alle engagierten Leute und
das positive Arbeitsumfeld
sehr schätze.
G
ute Kinder- und
Jugendliteratur
ist den Kinderfreunden
wichtig. Nicht moralisierend und mit erhobenem Zeigefinger sollen die Geschichten sein,
sondern auf Augenhöhe
mit den Kindern, in ihrer Welt zu Hause, spannend und unterhaltsam.
Im Herbst kommt deshalb wieder ein von den
oö. Kinderfreunden produziertes Buch heraus.
„42 Internetpiraten oder
wie Anna ihr Holzbein
bekam“ wurde von Andi
Wahl geschrieben. Es
geht um vier Kinder, in deren
Baumhaus Piraten aus dem
17. Jahrhundert auftauchen.
Ein Fluch hindert die Piraten
daran zu sterben. Nun liegt
der Ball bei den Kindern. Die
sind mit Feuereifer bei der
Sache, aber sie brauchen die
Hilfe der Erwachsenen, um
die Piraten von ihrem Fluch
zu erlösen. Die Erwachsenen
aber sind skeptisch. Die blitzgescheite und vorsichtige Isabella, ihre draufgängerische
Zwillingsschwester Martina,
die unbekümmerte Anna
und der grüblerische und
zurückhaltende Franz durchleben ein Abenteuer, das sie
in viele Grenzbereiche führt.
Die Grenze des Begreifbaren,
die Grenze zum Jugendlichwerden, ja selbst die Grenze
zwischen Leben und Tod werden hier berührt. Das Buch ist
aber auch ein leidenschaft-
Plumpsack & Co:
Geeignet für beliebig
viele SpielerInnen,
ab fünf Jahren
D
liches Plädoyer für offenes
Denken und dafür, Kinder als
vollwertige und fertige Menschen zu behandeln, deren
Worte und Erfahrungen das
selbe Gewicht haben müssen,
wie das der Erwachsenen.
Von Kindern für Kinder
Neun Hortkinder der 1. bis 4.
Schulstufe zeichneten für die
Illustrationen des Buches verantwortlich. Selina Falkinger,
Gerald Haider, Magdalena Kratochwill, Jonas Lindenberger,
Daniela Mascherbauer, Sabrina Plochberger, Lisa Reichl,
Jakob Sommerauer und Emre
Sune erklärten sich bereit, ihre
„Bilder im Kopf“ zu richtigen
Bildern für das Buch zu verarbeiten. Das Ergebnis kann sich
sehen lassen!
Begleitet wurden die jungen
Künstlerinnen und Künstler
von Maria Roidinger, die den
Hort in Ried/Riedmark leitet.
Der Autor Andi Wahl ist Vater von drei Kindern im Alter
von 14, 11 und 4 Jahren. Der
45-jährige gelernte Maurer,
Zimmermann und Tischler beendet derzeit sein Geschichtestudium und hat 2001
sein Debüt mit dem Bauernroman „Mit Gottes Kraft“, erschienen im Verlag Sisyphus
geliefert. „Kinder sind fertige
Menschen“ ist Andi Wahl
überzeugt und er hat diese
Erkenntnis im vorliegenden
Buch zu einer spannenden
Geschichte verarbeitet.
Das Buch kostet EUR 10,- und
ist über 42.internetpiraten@
kinderfreunde.cc
vorzubestellen (Auslieferung ab November).
Am 29. Oktober wird das
Buch offiziell in Ried/Riedmark präsentiert. Mit dabei
natürlich der Autor und alle
IllustratorInnen.
Jung, und voller Elan
„Zehnerln“
as Kind stellt sich mit
einem Ball vor eine
Wand/Mauer. Dann wird
der Ball in verschiedenen
Varianten jeweils 10mal an
die Wand geworfen und
gleich wieder aufgefangen.
Dabei gibt es verschiedene
Schwierigkeitsstufen: z. B.
Ball normal werfen, werfen
und 1mal klatschen, werfen
und 2mal klatschen, rechts
werfen und links fangen,
unter dem Fuß durchwerfen … Der Phantasie sind
keine Grenzen gesetzt, nur
der Ball muss gefangen
werden, ohne dass er den
Boden berührt.
Wird der Ball nicht gefangen, kommt der/die Nächste dran. In der nächsten
Runde muss das Kind bei
der Version weitermachen,
wo es den Ball nicht fangen
konnte.
Nach der gemeinsamen Entscheidung für eine geeignete
Technik malte jedes Kind 16
Wochen lang je ein Bild für
jedes Kapitel. Eine kleine Jury
wählte die Bilder, die sich im
Buch wiederfinden, aus. „Die
Kinderfreunde OÖ fühlen sich der
Selbstorganisation und Mitbestimmung der Kinder verpflichtet. Deshalb lag es nahe, Kinder
zu bitten, sich am Buchprojekt zu
beteiligen.“, erklärt Bernd Dobesberger, der Landesvorsitzende der Kinderfreunde die
Idee hinter dem Buch.
S
abine Breitenfellner ist
24 Jahre und ihr ehrenamtliches und politisches
Engagement kann sich sehen lassen. Sie ist Gründerin
und Vorsitzende der Kinderfreunde-Ortsgruppe Hansbergland,
ehrenamtliche
Mitarbeiterin und Leiterin
einer Jugendrotkreuzgruppe, Gemeinderätin in St.
Peter/Wimberg, stv. SPBezirksparteivorsitzende,
September 2009
Jugendsprecherin der SPÖ
Rohrbach und Jugendkandidatin für den OÖ Landtag.
Kein Wunder, dass mit all
diesen Aktivitäten und ihrem Vollzeit-Job manchmal
die Zeit ein bisschen knapp
wird, doch „insgesamt hat
sich alles in den letzten drei
Jahren ganz gut eingespielt“,
zeigt sich Breitenfellner belastbar. Obwohl sie zugibt,
dass die Vielzahl an organisatorischen Aufgaben sie
manchmal nervt, doch wenn
„ich dann die schönen Stunden mit den Kindern unserer
Ortsgruppe erlebe, ist das eine
extreme Belohnung für mich“,
erklärt die studierte Informations- und Kommunikationspädagogin.
Politik sei für sie deshalb interessant, weil sie „da etwas
für die Menschen umsetzen
und bewegen“ könne. So habe
sie durch ihre Arbeit als Gemeinderätin schon einiges
mit auf den Weg gebracht
und stolz ist sie auf das von
ihr initiierte Jugendtaxi für
den Bezirk Rohrbach, von
dem schon 4000 Jugendliche
profitiert haben.
Ein Schwerpunkt der Kindergruppenarbeit
ihrer
Ortsgruppe liegt im Zusammenbringen der Menschen
unterschiedlichsten
Alters
und sozialen Hintergrunds.
So basteln und feiern die Kinder zu Ostern und Weihnachten gemeinsam mit älteren
Menschen. Die Zusammenarbeit mit der Volkshilfe beim
MigrantInnenfest ist ebenso
fixer Bestandteil wie die Kooperation mit Feuerwehr und
Siedlerverein.
Highlights
sind jedes Jahr das „Kinderkochen“, die Eltern-aktiv-Seminare und das Kinderkino.
Vieles ist auch wieder für den
Herbst geplant und wir wünschen Sabine Breitenfellner
und ihrem Team viel Erfolg!
Kinderrechte:
Endlich bewegt
sich was!
L
etztes Jahr forderten 11.684
im Rahmen einer Unterschriftenaktion, dass die
UN-Kinderrechtekonvention
in der österreichischen Bundesverfassung verankert wird.
Am 25. Juni 2009 erfolgte die
Zuweisung der Petition an den
Verfassungsausschuss.
Der
Antrag wurde von allen fünf
Parteien im Parlament angenommen. Die oö. SPÖ-Abgeordnete Sonja Ablinger, die
die Petition eingebracht hat,
erklärte: „Ich freue mich, dass
wir mit unserer langjährigen
Forderung, wonach Kinderrechte
in den Verfassungsrang müssen,
in der Zielgeraden sind.“
Wenn die Kinderrechte in der
Bundesverfassung verankert
sind, wären Kinder als eigenständige TrägerInnen von
Rechten anerkannt, die Förderung und der Schutz der Kinder müßte verbessert werden
und Kinder gehört und beteiligt werden, wenn es um ihre
Belange geht. Weiters wäre
dadurch vorgesehen, dass der
Staat und die Gesellschaft das
Wohl der Kinder in den Mittelpunkt stellen.
punkt, um so richtig Druck auf die
PolitikerInnen zu machen. Damit
die UN-Kinderrechtekonvention
endlich in die Bundesverfassung
aufgenommen wird“, ist Bernd
Dobesberger, der Landesvorsitzende der Kinderfreunde
überzeugt. Er ruft deshalb
zur Teilnahme am Kinderrechte-Aktionstag in Wien
auf. Anlässlich des Jubiläums
„20 Jahre UN-Kinderrechtekonvention“ werden tausende
Menschen für die Kinderrechte
auf die Straße gehen.
Kinderrechte-Aktionstag
in Wien
Infos und Anmeldung unter
www.kinderfreunde.cc
„Jetzt ist genau der richtige Zeit-
Wir demonstrieren für
Kinderrechte
20. November 2009,
Europaplatz, Wien
Programm:
13.00-14.30 Uhr:
Warmup: Vorbereitung auf die
Kinderdemo
14.30-15.30 Uhr:
Kinderrechte-Demo über die
Mariahilferstraße
16.00-18.00 Uhr:
Kinderrechteparty in der Arena Wien
OG Diersbach trotzt
schwierigen Verhältnissen
K
athrin Parzer stieg 2008
in die Ortsgruppe Diersbach, Region Innviertel, ein
und hat sofort eine wichtige
Rolle übernommen. Sie wurde zur Vorsitzenden gewählt.
Die 27-jährige Verwaltungsangestellte hat keine eigenen
Kinder, aber ihre siebenjährige Schwester Maria ist immer
mit dabei. Mit regelmäßigen
Gruppenstunden kann Parzer
mit ihrem Team zwar noch
nicht aufwarten, denn „das ist
bei uns am Land sehr schwierig“.
Politische Ressentiments würden Eltern davon abhalten,
ihren Kindern Spiel und Spaß
bei den Kinderfreunden zu
ermöglichen. Außerdem habe
die Ortsgruppe keinen eige-
nen Raum, sondern nur einen,
den man sich mit anderen
Vereinen teile. Trotzdem habe
die Ortsgruppe mit Bastelnachmittagen und dem Spielangebot beim jährlich stattfindenden Kirtag viele Kinder
zum Mitmachen gewinnen
können. Ein Highlight war im
letzten Sommer die Fahrt zum
Indianerdorf. 45 Kinder nahmen an dieser Exkursion teil
und „wir mussten kurzfristig
sogar noch einen größeren
Bus bestellen“, berichtet Kathrin Parzer schmunzelnd.
Auch für die kommenden
Monate ist einiges geplant,
denn „Spaß gibt’s mit den Kinderfreunden garantiert.“
Kindergartengruppen sollen kleiner werden
I
LH-Stv. Erich Haider: Es soll-
m Gespräch mit den Kinderfreunden präsentierte
LH-Stv. Erich Haider seine
Vorstellungen für noch bessere Kinderbetreuungseinrichtungen in Oberösterreich.
te in ganz Oberösterreich eine
engere und regelmäßigere
Zusammenarbeit
zwischen
LogopädInnen und Kindergarten-PädagogInnen geben.
In Linz funktioniert das sehr
gut und es ist an der Zeit, auch
die Kinder des ländlichen Bereichs ausreichend durch LogopädInnen zu betreuen.
Die Kinderfreunde: Der Gra-
tis-Kindergarten ist umgesetzt.
Die Verwirklichung dieser
langjährigen Forderung der
Kinderfreunde und der SPÖ hat
viele überrascht, weil sich die
ÖVP lange gegen deren Umsetzung gesträubt hatte. Herr
LH-Stv. Haider, sind Sie jetzt
zufrieden?
Die Kinderfreunde: In einer
Kinderbetreuungseinrichtung
zu arbeiten ist ein schöner, aber
auch ein sehr anstrengender
Beruf. Welche Maßnahmen
schlagen Sie vor, diese engagierten Menschen zu entlasten?
LH-Stv. Erich Haider:
Natürlich freut es mich, dass
seit 1. September alle oberösterreichischen Kinder ab
zweieinhalb Jahren kostenlos
den Kindergarten besuchen
können. Die vielen Neuanmeldungen zeigen, dass wir damit
die Bedürfnisse der Menschen
richtig eingeschätzt haben.
Die Kinderfreunde: Im heu-
rigen Frühjahr ging es mit dem
Umsetzen von Forderungen
Schlag auf Schlag. Weil die
ÖVP nicht mitgezogen hat,
gibt es das Gratis-Mittagessen
aber nur in sozialdemokratisch
geführten Gemeinden und
Städten. Warum ist der SPÖ das
Gratis-Mittagessen so wichtig?
LH-Stv. Erich Haider: Das
Gratis-Mittagessen ist eine direkte Familienleistung. Nicht
nur in Zeiten der Wirtschaftskrise, aber da ganz besonders,
verdienen Familien finanzielle
und materielle Unterstützung.
Darüber hinaus wird es spe-
LH-Stv. Erich Haider: Ja,
ziell den Frauen nützen, dass
sie trotz Wiederaufnahme
einer Erwerbstätigkeit nicht
täglich für das Kind kochen
müssen, bzw. dass sie nicht
nachrechnen müssen, ob es
leistbar ist, das Kind im Kindergarten essen zu lassen. Für
das Familienleben ist meiner
Meinung nach das Gratismittagessen ein wichtiger Beitrag
zur „Entstressung“, niemand
muss nach Hause hetzen und
in aller Kürze ein Mittagessen
zubereiten. Weiters hat ganz
einfach jedes Kind ein Recht
darauf, zu Mittag ein gesundes und warmes Essen zu erhalten.
Die Kinderfreunde: Im
aktuellen Wahlkampf fordert
die SPÖ „Die Beste Kinderbetreuung in OÖ“. Worum geht es
da genau?
LH-Stv. Erich Haider: Wir
haben als Plakatsujet eine
junge Mutter mit Kind gewählt, um unserer Wertschätzung und Anerkennung für
Frauen, Familien und Kinder
Ausdruck zu verleihen. Die Sicherstellung bester Betreuung
ist uns wichtig und über den
Gratis-Kindergarten hinaus
denken wir darüber nach, mittelfristig die Gruppen in den
Kindergärten von derzeit 23
Kinder pro Gruppe auf 18 bis
20 Kinder pro Gruppe zu senken. Wir sehen nämlich, dass
sich die Bedingungen und
Herausforderungen des Kindergartenalltages in den letzten Jahren verändert haben.
Der Kindergarten hat sich von
einer Betreuungseinrichtung
zu einer Bildungseinrichtung
gewandelt. Und da ist es natürlich wichtig, dass die PädagogInnen noch mehr Zeit für
das einzelne Kind haben.
Die Kinderfreunde: Viele Kinder, und da nicht nur jene mit
Migrationshintergrund, haben
sprachliche Probleme. Welche
Maßnahmen schlagen Sie vor,
um diesen Kindern zu helfen?
die Arbeit, die PädagogInnen
und BetreuerInnen in den
Kindergärten leisten, kann
gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Durch sie erfahren Kinder Wertschätzung
und Förderung und die Kinder unternehmen ihre ersten
Schritte im sozialen Lernen.
Damit die MitarbeiterInnen
der Kinderbetreuungseinrichtungen ihre Arbeit gut leisten
können, sollten sie die Möglichkeit haben, ihre Arbeit
regelmäßig zu reflektieren
und wenn nötig Supervision
oder Coaching in Anspruch
nehmen können. Eine bessere Wertschätzung des Berufes
Pädagogin/Pädagoge in der
Gesellschaft ist mir natürlich
auch ein wichtiges Anliegen!
Die Kinderfreunde: Herr LH-
Stv. Erich Haider, danke für das
Gespräch!
Das „Bäh“ des
Monats
Kinderfeindlichkeit
im Alltag oder:
Unsichtbare Kinder
an der Wursttheke
E
s ist ihnen meist nicht
bewusst, aber Kinder können zaubern! Sobald sie sich
nämlich an Wursttheken anstellen, werden sie plötzlich
unsichtbar! Das gleiche passiert auch bei Eisstandln oder
an anderen Verkaufsorten mit
chaotischen Kundenleitsystemen. Sobald es nämlich
darum geht, wer als Nächstes
drankommt, sind sich manche Erwachsene der Anwesenheit der anstehenden Kinder
nicht bewusst. Ganz selbstverständlich gehen sie davon
aus, selbst der/die Nächste zu
sein. Die ebenfalls wartenden
Kinder sehen sie gar nicht,
sie sind also unsichtbar. So
manches gut erzogene und
viel zu geduldige Kind sieht
Menschen vorbeiziehen und
wundert sich, wann es denn
drankommt. Sobald die Erwachsenen weg sind …
Wo entdecken Sie Kinderfeindlichkeit im Alltag? Gibt
es etwas, das Sie aufregt?
Was gehört verbessert oder
verändert, damit Kinder es
besser haben? Schreiben Sie,
was Sie bewegt, wir bringen
es an die Öffentlichkeit!
Infos an susanne.pollinger@
kinderfreunde.cc
Kinderbetreuung in OÖ
Oder: wie eine langjährige Forderung der Kinderfreunde von der
Oberösterreichischen Volkspartei halbherzig umgesetzt wurde
A
m 1. September tritt das
oberösterreichische Kinderbetreuungsgesetz in Kraft.
Für Kinder, ab dem 30. Lebensmonat bis zum Schuleintritt, die im Kindergarten oder
gemischtaltrigen Kindergruppen in Krabbelstuben betreut
werden, müssen Eltern keinen Betreuungsbeitrag mehr
entrichten. Das ist nicht ganz
die beitragsfreie Kinderbetreuung, wie wir sie uns vorgestellt haben: bezahlt werden
muss nach wie vor das Mittagessen für die Kleinen, wobei
die Essensbeiträge teilweise
die bisherigen, sozial gestaffelten
Betreuungsbeiträge
überschreiten. Bezahlt werden muss auch für die Betreuung bei Tagesmüttern, auch
wenn hier ein auf Antrag von
Landesrat Ackerl beschlossene Zuschuss eine ähnlich
hohe Entlastung bringt wie
der Wegfall der Betreuungsbeiträge im Kindergarten.
Bezahlt werden muss auch
weiterhin für Kinder, die das
30. Lebensmonat noch nicht
erreicht haben und in Krabbelstuben betreut werden. Bei
den Kleinsten zeigt sich auch
am deutlichsten, dass es der
Landeshauptmannpartei trotz
Schwenk in Richtung GratisKindergarten nicht wirklich
um Entlastung und Wahlfrei-
heit für Familien geht. Rund
1.700 Plätze in Krabbelstuben
und Mischgruppen gibt es
derzeit für die Betreuung der
Unter-Dreijährigen in Oberösterreich – nebst mehr als 400
Tagesmüttern und –vätern.
Mehr als ein Fünftel des Jugendwohlfahrtsbudgets steht
bereits für Krabbelstuben zur
Verfügung; von der jährlichen
Steigerung des Budgets wird
sogar beinahe die Hälfte für
den Ausbau der Krabbelstuben veranschlagt. Leider ist
die Jugendwohlfahrt bei der
Umsetzung des Ausbaus auf
die Mitarbeit der Gemeinden
angewiesen. Und hier wird
die Verweigerung der ÖVP,
institutionelle Kinderbetreuung für Unter-Dreijährige anzubieten, besonders deutlich
sichtbar: Während nämlich
rund jede dritte von der SPÖ
geführte Gemeinde ein solches Angebot hat, trifft das
nicht einmal auf jede zehnte
von der ÖVP geführte Gemeinde zu. Fazit: Eltern zu
entlasten und zu stärken, vor
allem Frauen Wahlfreiheit zu
schenken und ihren Kindern
frühzeitig zusätzliche Entwicklungschancen zu bieten
hat wenig bis keinen Platz in
der Politik der ÖVP – trotz des
jetzt groß plakatierten GratisKindergartens, der kommt.
Charlotte und Erich Wahl, die beiden Jüngsten von
fünf Kindern, Weihnachten 1971.
Weihnachten war schon was ganz besonderes. Da gab
es Kuchen, Süßigkeiten und neue Kleidung. Da meine
Mutter im Februar 1970 in der Chemie Linz zu arbeiten
begonnen hatte, brauchte sie dringend einen Kinderbetreuungsplatz für meine kleine Schwester. Die Auskunft
des Caritas Kindergartens war ernüchternd. Der Kindergarten sei nicht „für gewöhnliche Arbeiter“ da. So musste
meine Schwester von Februar bis zum Schulbeginn im
September bei meiner Großmutter in St. Oswald bleiben.
Das tat mir sehr leid, weil wir uns sehr gut verstanden.
Weihnachten 71 waren wir wieder vereint.
September 2009
Wir sind für
dich da!
Splitter
Landesorganisation
Kinderfreunde OÖ
Vortragsreihe:
Wenn ein Kind
Schutz braucht
GF Simone Diensthuber
Hauptstraße 51, 4040 Linz
Tel 0732 / 77 30 11
[email protected]
www.kinderfreunde.cc
Regionsbüros der
Kinderfreunde OÖ:
Region Innviertel
GF Sonja Löffler
Stadtplatz 5, 5230 Mattighofen
Tel 07742 / 5 92 95
[email protected]
Von Oktober 2009 bis Jänner
2010 veranstaltet die Familienakademie der OÖ Kinder-
Bildung
Alles über die Arbeit
mit Kindern
Umfangreiches
Bildungsangebot der
Kinderfreunde
Region Linz-Land
GF Andrea Anderlik
Leondingerstraße 12/1
4050 Traun
Tel 07229 / 700 88 - 22
[email protected]
Region Linz-Stadt
GF Linda Wallner
Hauptstraße 51
4040 Linz
Tel 0732 / 77 26 32
[email protected]
Region Mühlviertel
GF Gabi Wall
Gewerbestraße 7
4222 St. Georgen/Gusen
Tel 07237 / 2465
[email protected]
Region Salzkammergut
GF Sabine Götzendorfer
Hauptplatz 2
4663 Laakirchen
Tel 07613 / 324 34
[email protected]
Region Steyr-Kirchdorf
GF Robert Thurner
Leopold Werndlstraße 10
4400 Steyr
Tel 07252 / 529 11 22
[email protected]
Region Wels-Hausruck
GF Hanni Aigner
Karl Loy Straße 17
4600 Wels
Tel 07242 / 651 44
[email protected]
Impressum:
Die Zeitschrift „intern“ ist ein
periodisches Informationsblatt
Das neue Bildungsprogramm
der Kinderfreunde in OÖ für
die Herbst/Wintersaison ist
soeben erschienen. Alles, was
man für die Arbeit mit Kindern
wissen muss, kann man bei
den hier angebotenen Veranstaltungen erfahren. Klar, dass
bei den Kinderfreunden der
Spaß an der Bildung nicht zu
kurz kommt, und das nicht nur
bei der Faschingsschulung!
Von Teamwork bis zum Spieleworkshop, von „Erfolgreich
Gruppenstunden gestalten“ bis
zur Ausbildung zur SpielgruppenleiterIn lässt das Bildungsprogramm keine Wünsche
offen. So verschieden die Angebote auch sind, alle vereint,
dass Kinder und deren Bedürfnisse im Mittelpunkt stehen!
Mehr Infos über die vielen
Weiterbildungs­möglich­keiten
der Kinderfreunde finden sich
im Bildungsprogramm 09/10
der Kinder­freunde. Angefordert werden kann dieses unter
070-773011-0 oder unter info@
kinder­freunde.cc.
Auch heuer gibt es zu den Angeboten wieder den Bildungspass!
KinderfreundeManagementLehrgang erfolgreich
abgeschlossen
freunde eine Vortragsreihe zu
speziellen Kinderschutzthemen statt. Ort: ASKÖ-Bewegungscenter, Hölderlinstraße
26, 4040 Linz
Religion, Tradition und
prekäre Lebensumstände in
Migranten-Familien
15. 10. 2009, 19.00 Uhr
ReferentInnen: Ingrid Schnötzinger (Mediatorin, Krankenschwester) und Mohammed Gadallah (Germanist, Ägyptologe)
Wenn Kinder Zeugen häuslicher Gewalt werden
26. 11. 2009, 19.00 Uhr
Referentin: Sylvia Klaffenböck
(Juristin, Beraterin Gewaltschutzzentrum OÖ)
Gewalt gegen Kinder mit
Behinderung
14. 1. 2010, 19.00 Uhr
Referent: Alexander Artner
(Facharzt für Kinder- u. Jugendneuropsychiatrie, Ärztlicher Leiter in einem Ambulatorium für Jugendliche und
junge Erwachsene mit Mehrfachbehinderung)
Eintritt: € 5,(€ 4,- für Kinderfreunde-Mitglieder) pro Vortrag
Anmeldung:
Familienakademie der OÖ
Kinderfreunde,
christiana.
[email protected],
Tel: 0732-773011-67
ferienaktion
Das war ein Spaß!
Die Kinderfreunde waren
auch heuer wieder Garant für
Spiel und Spaß in den Ferien.
und renovierten Gebäuden erstrahlt das Feriendorf der Kinderfreunde OÖ in Obertraun.
Am 9. Juni fand im Beisein der
Sponsoren und vieler Kinder
das Eröffnungsfest statt. Begeistert vom neu renovierten
Feriendorf sind auch die 225
Kinder, die im heurigen Sommer bei den Feriencamps in
Obertraun mit dabei waren.
Obertraun besticht durch seine idyllische Lage mitten in
der unberührten Natur des
Salzkammergutes. Tausende
Kinder haben hier eine wunderschöne Ferienzeit erlebt
und mit der Neueröffnung
kann hier auch in Zukunft
Ferienspaß auf hohem Niveau
garantiert werden.
ihre Mutter zieht die Kinder
alleine auf. Beide Kinder freuten sich bei ihrem Aufbruch
zum Kinderfreunde-Camp in
Schlierbach über die von Franz
Schabetsberger organisierten
Rucksäcke, prall gefüllt mit
Reiseproviant und dem Kinderrechte-Quartett.
Möchten auch Sie einem Kind
„Ferien von der Krise“ ermöglichen? Dann spenden Sie
bereits für die nächsten Sommerferien. Jeder Betrag ist
wichtig!
Spendenkonto 31310,
BLZ: 54.000, Hypo OÖ
60 Jahre Falkencamp
Döbriach
Filme anders und neu erleben:
das ist das Ziel der „Synchronwerkstatt“, einem Projekt der
Kinderfreunde Oberösterreich
für Linz09 Kulturhauptstadt
Europas.
Am 25. Juli feierten 300 Falken
aus Österreich, Deutschland
und der Schweiz gemeinsam
mit zahlreichen Ehrengästen
und „Ehemaligen“ den 60.
Geburtstag des Falkencamps
in Döbriach. Auch 70 Falken
aus Oberösterreich waren mit
dabei!
Seit 1949 ist das 5 Hektar
große Gelände der zentrale
Schauplatz der pädagogischen
Kinder- und Jugendgruppenarbeit. Viele Kampagnen, Aktionen und Initiativen wurden
hier entwickelt und gemeinsam mit den Kindern ausprobiert. Auch die “Kinderrepublik”, die Selbstverwaltung
wesentlicher Teile des Camps
durch die Kinder und Jugendlichen, ist zentraler Programmbestandteil der Falkencamps.
Ferien von der Krise
Die Krise der Weltwirtschaft
trifft auch, und vor allem, die
Kinder. Eine halbe Million
Kinder (oder 31 Prozent aller
Kinder und Jugendlichen in
Österreich) hat keine Möglichkeit, zumindest eine Woche
pro Jahr gemeinsam mit der
Familie auf Urlaub zu fahren.
Um einigen dieser Kinder
15 TeilnehmerInnen freuten
der Kinderfreunde OÖ, Ferien
und Freizeit Gemeinnützige
GmbH und des Vereins Familienzentren der OÖ Kinderfreunde.
Die Artikel geben die Meinung
der AutorInnen wieder und decken sich nicht unbedingt mit
der Meinung der Redaktion.
Redaktion:
Susanne Pollinger, Verena Forster und Simone Diensthuber;
Herausgeber und Verleger:
Kinderfreunde Oberösterreich,
Hauptstraße 51, 4040 Linz;
Layout: © Martin Bruner (www.
sombrero.at);
Fotos: Kinderfreunde OÖ, Rote
Falken OÖ, Theater des Kindes
sich am Freitag, 26. Juni über
ihren Abschluss des umfangreichen
Kinderfreunde-Management-Lehrganges.
Sie
lernten dabei nicht nur einiges
über die Kinderfreunde, sie
profitierten auch persönlich
durch Module wie Selbst- und
Zeitmanagement. Besonders
viel lernten die KFML-TeilnehmerInnen durch das Erarbeiten
von Projekten, deren Ergebnisse sie mit viel Engagement,
Witz und Einfallsreichtum den
Gästen präsentierten.
September 2009
Bei 35 Feriencamps für Kinder
von 5 bis 15 Jahren blieb kein
Kinderwunsch offen. Ob beim
Reitcamp in Freistadt, bei
den Lern- und Spaßferien in
Sarleinsbach oder beim Spiel&Spaßcamp in Schlierbach:
Kinder hatten viele Möglichkeiten, ihre Ferien abwechslungsreich zu gestalten. Eines
hatten alle Kinderfreundeangebote gemeinsam: es ging
um den ge­mein­samen Spaß in
der Natur.
Eröffnungsfest in
Obertraun
In neuem Glanz, mit neuem
attraktiven Wirtschaftstrakt
trotzdem einen Ferienaufenthalt zu ermöglichen, haben
die oö. Kinderfreunde die Aktion „Ferien von der Krise“ gestartet. Mit dem Verkauf von
Armbändern und dem Suchen
von Sponsoren konnten die
Regionen und Ortsgruppen
der Kinderfreunde 14 Kindern
einen kostenlosen Ferienaufenthalt ermöglichen. So zum
Beispiel den von Dominic und
Natalie aus dem Innviertel.
Dominic hat noch zwei Geschwister und sein Vater ist
Allereinerzieher. Natalie ist
eines von vier Kindern, auch
Veranstaltungen
Wir sprechen drüber
- Synchronwerkstatt
Im Juli wurden dafür in den
Horten Wartberg, Unterweitersdorf, Pregarten, Wilhering, Hort Einfallstraße Linz,
im Teen club kids mix, im
Jugendzentrum Pasching und
im Freispielgelände Ebelsberg
Kinder und Jugendliche eingeladen, sich auf die Welt des
Filmemachens
einzulassen
und Filmausschnitte neu zu
synchronisieren. Auf spielerische Weise experimentierten
sie mit Bild und Ton. „Wichtig war uns den Kindern zu
zeigen, wie man mit dem Ton
eine Szene wirkungsvoll manipulieren kann.“, berichtet
Projektleiterin Olga Felhofer.
Beim Kinderfilmfestival selbst
haben die jungen BesucherInnen die Gelegenheit, in
„Synchroboxen“ live zu synchronisieren.
Die Ergebnisse der Workshops
werden beim Kinderfilmfestival (von 22. - 29. November
2009) im Moviemento Kino in
Linz präsentiert. Derzeit werden die besten Internationalen
Filme dafür ausgesucht. Nähere Infos gibt’s bald unter www.
kinderfreunde.cc
berger (Kinderfreunde OÖ)
und Anatol Bogendorfer (Hörstadt) geht die Berliner Umweltpädagogin Susanne Neyen Fragen zu den Wirkungen
von Lärm und zu Gegenstrategien für Eltern, ErzieherInnen, KindergärtnerInnen
und LehrerInnen nach. Der
Eintritt zum Gesprächsabend,
der am Dienstag, 13. Oktober
09 um 19.00 Uhr im Keplersalon (Rathausgasse 5, 4020
Linz) stattfindet, ist frei.
Hörstadt - Beschallungsfrei
Hörstadt ist ein weit über das
Jahr 2009 hinaus gedachtes
Projekt von Linz 09, das sich
für eine bewusste und menschenwürdige
Gestaltung
unserer hörbaren Umwelt
einsetzt. Hörstadt umfasst
„Beschallungsfrei“ (die Kampagne gegen Zwangsbeschallung), die Linzer Charta als
Leitlinie für Stadtgestaltung
in akustischem Sinne sowie
das „Akustikon“ als Welt des
Hörens im Zentrum von Linz.
Die Eltern-Kind-Zentren der
oö. Kinderfreunde sind übrigens beschallungsfrei!
www.hoerstadt.at
Gesucht
MitarbeiterInnen
gesucht
Die Familienzentren der OÖ
Kinderfreunde sind Träger
vieler Hort-, Kindergartenund Krabbelstubengruppen in
ganz OÖ. Durch die stetige Expansion und Personalwechsel
suchen wir laufend Menschen,
die gerne mit Kindern arbeiten
und die sich den Kinderrechten
sowie der Freiheit, Solidarität,
Gleichheit und Toleranz verpflichtet fühlen.
Alle aktuellen Stellenangebote
finden sich unter www.kinderfreunde.cc
Allgemeines
Buchtipp:
Linzer Kinderstadtführer
Ein Buch der besonderen Art
hat Marianne Oberladstätter geschrieben. Ihr Kinder-
Ruhe und Radau
Bereits jeder vierte Jugendliche
muss mit dauerhaften Höreinbußen leben, und dies bevor
das Berufsleben überhaupt begonnen hat. Die Ursachen liegen in einer verlärmten Welt,
in der ein sorgloser Umgang
mit dem Gehör üblich ist.
Gesprächsabend
13. Oktober um 19.00 Uhr im
Keplersalon
Im Rahmen und in Kooperation mit Hörstadt veranstalten die Kinderfreunde einen
Gesprächsabend zum Thema
„Ruhe und Radau – Was Lärm
bei Kindern und Jugendlichen
anrichtet, und was wir dagegen tun können.“ In einem
Gespräch mit Bernd Dobes-
Stadtführer im handlichen
Einsteck-Format mit dem
Titel „Emilio und Lentos erobern Linz“ ist eine spannende
Stadtgeschichte für Kinder
und Familien. Diese werden
eingeladen, Linz lustvoll
zu entdecken. Die kindgerechten Texte, zahlreiche Fotos und die reizenden Illustrationen von Stefan Karch
machen Appetit auf Linz.
Und das nicht nur im Kulturhauptstadtjahr.
Preis: EUR 12,90, Buchverlag
Franz
Steinmaßl,
ISBN: 978-3-902427-60-1