Unternehmen mit Weitblick 2009

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Unternehmen mit Weitblick 2009
Unternehmen
mit Weitblick 2009
Perspektive 50plus –
Beschäftigungspakte für Ältere in den Regionen
51 Jahre, zupackend
36 Jahre, kreativ
49 Jahre, schnell
61 Jahre, erfahren
54 Jahre, neugierig
42 Jahre, geschickt
57 Jahre, präzise
32 Jahre, direkt
45 Jahre, kompetent
28 Jahre, flink
59 Jahre, zuverlässig
63 Jahre, beweglich
Inhalt
Das Bundesprogramm . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
Programmgebiet Nord .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
Programmgebiet Ost . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24
Programmgebiet Süd . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39
Programmgebiet West . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 56
Überblick über die Programmgebiete . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 70
Impressum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 74
Bundesprogramm Perspektive 50plus
Das Bundesprogramm
Im Zuge des fortschreitenden demografischen
Wandels werden die erfahrenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ab 50 Jahren für den
Arbeitsmarkt immer wichtiger. Aus diesem Grund
fördert das Bundesministerium für Arbeit und
Soziales seit Oktober 2005 mit dem Bundesprogramm „Perspektive 50plus – Beschäftigungspakte
für Ältere in den Regionen“ 62 regionale Arbeitsmarktprogramme in allen Teilen Deutschlands.
Durch eine Vielzahl an innovativen Konzepten zur
beruflichen Wiedereingliederung werden ältere
Arbeitsuchende, denen die Rückkehr ins Berufsleben nach längerer Erwerbslosigkeit oft besonders
schwerfällt, unterstützt, und es werden ihnen neue
Beschäftigungschancen eröffnet.
Im Januar 2008 ist „Perspektive 50plus“ in die
zweite Programmphase gestartet, die noch bis
Ende 2010 andauern wird. Trotz der Auswirkungen
der Wirtschaftskrise in vielen Regionen der Bundesrepublik behaupten sich die Beschäftigungspakte auch weiterhin erfolgreich. Das zeigen zum
einen die Integrationszahlen: Allein im Jahr 2009
werden insgesamt über 100.000 ältere Arbeitsuchende aktiviert, von denen mehr als 30.000 wieder in den allgemeinen Arbeitsmarkt vermittelt
werden. Zum anderen beteiligen sich immer mehr
6
Partner an der Umsetzung der Beschäftigungspakte: 2009 hat sich ein Großteil der Projekte regional
erweitert. Waren 2008 noch 194 Grundsicherungsstellen am Bundesprogramm beteiligt, stieg die
Zahl zum Jahresanfang 2009 auf 232 und seit Juli
2009 sogar auf 292 Grundsicherungsstellen – und
auch 2010 werden weitere hinzukommen.
Diese schrittweise Erweiterung ermöglicht
den Transfer der in der ersten Programmphase entwickelten und erprobten Konzepte und Ansätze
auf die hinzugekommenen und neu hinzukommenden Regionen. Hierdurch wird sichergestellt,
dass sich erfolgreiche Programme durchsetzen
und weiterentwickeln. Darüber hinaus bereichern
die Ideen und Ansätze der neuen Partnerregionen
die bisherige Arbeit der Beschäftigungspakte.
Austausch und Wissenstransfer ermöglichen den
Programmpartnern den wichtigen Freiraum, kreative Ideen zu entwickeln. So konnten in der bislang
vierjährigen Programmlaufzeit bereits erhebliche
Synergieeffekte erzielt werden. Das Ergebnis dieser Anstrengungen sind innovative Ansätze zur
Verbesserung der Beschäftigungschancen älterer
Arbeitsuchender. Insbesondere im Bereich der
Gesundheits- und Mobilitätsförderung haben viele
Beschäftigungspakte eigene Lösungen entwickelt.
Diese Kreativität bei der Umsetzung der Fördermaßnahmen ist ein wesentliches Erfolgskriterium
der Arbeit vor Ort. Denn ältere Arbeitsuchende
stehen vor ganz unterschiedlichen Vermittlungshemmnissen; die Problemlagen sind individuell
und komplex. Oftmals ist eine längere Aktivierungsphase notwendig, um das Vertrauen in die eigenen
Stärken wiederherzustellen und gemeinsam neue
Perspektiven zu entwickeln. Hierbei setzen viele
Beschäftigungspakte inzwischen erfolgreich auf das
Modell der sogenannten 50plus-Teams. Ziel dieses
Ansatzes ist es, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
der Grundsicherungsstellen gezielt für die Betreuung älterer Arbeitsuchender zu qualifizieren, sodass
den Teilnehmenden eine nachhaltige Förderung
bei niedrigem Betreuungsschlüssel geboten werden
kann. Es zeichnet sich ab, dass eine „Zwei-SäulenStrategie“, bei der externe und interne Betreuungsund Vermittlungsstrukturen eng verzahnt werden
und die Mitarbeiter vertrauensvoll zusammenarbeiten, besonders effizient ist.
Im Mittelpunkt des Bundesprogramms „Perspektive 50plus“ steht eine aktivierende und stärkenorientierte Arbeitsmarktpolitik. Grundlage dieses
Ansatzes ist es, die Motivation und Eigenverantwortung der Älteren zu stärken und ihre Fähigkeiten
so weiterzuentwickeln, dass ihre Beschäftigungschancen nachhaltig verbessert werden. Denn nur
durch individuelle und vertrauensvolle Betreuung
können die Potenziale der Teilnehmenden langfristig reaktiviert werden. Nichtsdestotrotz ist der Weg
zurück ins Berufsleben für viele ältere Arbeitsuchende nicht leicht: Insbesondere, wenn sich Vermittlungshemmnisse in den Jahren ohne Beschäftigung
verfestigt haben. Daher werden die Beschäftigungspakte im Jahr 2010 neue Konzepte der Langzeitbetreuung erproben. Hierbei sollen ältere Arbeitsuchende bei Bedarf über einen längeren Zeitraum
nicht nur berufsbezogen, sondern auch personenbezogen betreut und gefördert werden.
Die für die Umsetzung des SGB II zuständigen
Grundsicherungsstellen koordinieren und verantworten die Betreuung der älteren Arbeitsuchenden
weitgehend eigenständig. Doch ohne die Unterstützung der regionalen Netzwerke wäre ihre
erfolgreiche Arbeit unmöglich. Ohne die Unternehmen, Kammern und Verbände, die kommunalen
Einrichtungen und Beschäftigungsträger sowie die
engagierten Akteure aus Politik, Gewerkschaften,
Kirchen und Sozialverbänden müssten viele ältere
Arbeitsuchende noch immer auf ihre neue Chance
warten.
Inzwischen sind diese regionalen Netzwerke
so gut ausgebaut, dass die Arbeitgeberinnen und
Arbeitgeber der Region die Beschäftigungspakte
gezielt über anstehende Personalbedarfe informieren. Die über Jahre gewachsene Zusammenarbeit
schafft Vertrauen in die Dienstleistungen der
Beschäftigungspakte. Nicht nur, wenn es um Stellenbesetzungen geht, sondern auch bei Beratungsbedarf im Bereich der Gesundheitsförderung oder
Programmgebiet Nord
Programmgebiet Ost
Programmgebiet Süd
Programmgebiet West
Schleswig-Holstein
Hamburg
Bremen/Bremerhaven
Niedersachsen
Mecklenburg-Vorpommern
Brandenburg
Berlin
Sachsen-Anhalt
Thüringen
Sachsen
Bayern
Baden-Württemberg
Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz
Hessen
Saarland
der alternsgerechten Arbeitsplatzgestaltung sind die
regionalen Pakte sehr gefragt. Oftmals ergeben sich
durch solche Beratungsgespräche auch gute Möglichkeiten, die Unternehmen gezielt über die Kompetenzen und Potenziale der Altersgruppe 50plus zu
informieren.
Auch in diesem Jahr stehen 62 Unternehmen mit
Weitblick, die durch ihr Engagement älteren Arbeitsuchenden neue Beschäftigungschancen eröffnet
haben, im Mittelpunkt dieser Broschüre – stellvertretend für viele regionale Arbeitgeber, die sich für
die Reintegration Älterer in den Arbeitsmarkt stark
gemacht haben. Da die Betriebe durch die regionalen Beschäftigungspakte ausgewählt wurden,
repräsentieren sie zugleich auch die am Bundesprogramm beteiligten Regionen Deutschlands. Die Vielfalt der Preisträger macht deutlich, dass die Beschäftigungspakte Unternehmen, Vereine und karitative
Einrichtungen aus allen Teilen Deutschlands nachhaltig für die Belange älterer Arbeitsuchender sensibilisieren konnten. Die aktuellen Informationen aus
den Beschäftigungspakten zeigen zudem, mit welch
unterschiedlichen Konzepten die regionalen Projektpartner daran arbeiten, ihren Teilnehmerinnen
und Teilnehmern wieder eine berufliche Zukunft zu
geben. So ist diese Broschüre ein Zeichen dafür, wie
unternehmerische Verantwortung und aktivierende
Arbeitsmarktpolitik erfolgreich dazu beitragen können, neue Perspektiven für ältere Arbeitsuchende zu
schaffen.
NORD
7
WEST
OST
9
14
SÜD
7
NORD
OST
SÜD
WEST
SCHLESWIG-HOLSTEIN
Arbeitsgemeinschaft Flensburg
Projekt NETZWERK Ü50
Tradition schafft Qualität – Die Bäckerei Johannsen
weiß Erfahrung zu schätzen!
Bäckerei Johannsen
Branche
Ernährungsgewerbe
Unternehmensgröße
16 Beschäftigte
Zur Wirtschafts­struktur
der Region
Arbeitslosenquote
5,4 %
»Bei älteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern schätzen wir die Erfahrung und das
gewissenhafte Arbeiten. Der Mix aus jungen und älteren Angestellten ist für unsere
Bäckerei optimal, da so alle voneinander
lernen können.«
Petra Johannsen, Ehefrau des Inhabers
Anzahl der ALG IIEmpfänger/-innen
über 50 Jahre
1.119
Einwohnerzahl
88.000
Hauptwirtschaftszweige
produzierendes Gewerbe,
Dienstleistung,
Tourismus
Petra Johannsen (rechts im Bild), Ehefrau des Inhabers,
schätzt die Zusammen­arbeit mit älteren Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern
8
Das NETZWERK Ü50 der Arbeitsgemeinschaft
Flensburg hat es sich zur Aufgabe gemacht, die
Aktivierung und Integration älterer Arbeitsuchender in der Region nachhaltig voranzubringen.
Hauptziel des Beschäftigungspaktes ist es, die
Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfolgreich in
klein- und mittelständische Unternehmen der
Region zu vermitteln. Hierfür wurde zum Projektstart eine privatwirtschaftlich organisierte
Zeitarbeitsagentur eingerichtet, die ausschließlich auf die Arbeitnehmerüberlassung älterer
Arbeitsuchender ausgerichtet ist.
Um möglichst vielen Teilnehmenden einen
beruflichen Neustart zu ermöglichen, wurde das
Kernprojekt im Laufe der Zeit um weitere Teilprojekte ergänzt. Die Schwerpunkte individuelles
Coaching sowie Qualifizierung und Förderung
verschaffen auch den Teilnehmenden, die den
Anforderungen des allgemeinen Arbeitsmarktes
zunächst nicht in vollem Umfang entsprechen,
eine neue Perspektive.
Seit März 2009 bietet das NETZWERK Ü50
mit dem Teilprojekt „AmigA“ auch eine Fördermaßnahme mit dem Schwerpunkt Gesundheitsmanagement an. Durch dieses neue Teilprojekt
erhalten nun auch Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit gesundheitlichen Einschränkungen ein
passgenaues Angebot.
Das diesjährige Unternehmen mit Weitblick
der Region, die Bäckerei Johannsen, blickt auf
eine fast 50-jährige erfolgreiche Firmengeschichte zurück. Gewürdigt wird das erfolgreiche Engagement des Familienbetriebs bei der Einstellung
und Beschäftigung von älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Sowohl hinsichtlich der
Altersstruktur und des Einstellungsverhaltens
als auch in Bezug auf die langfristige Integration
älterer Arbeitskräfte in die Betriebsabläufe ist das
Unternehmen beispielhaft. So ist gut ein Drittel
der 16 Beschäftigten bereits über 47 Jahre alt.
Besonders die Zuverlässigkeit, das Traditionsbewusstsein und die hohe Einsatzbereitschaft
dieser älteren Beschäftigten weiß das Familienunternehmen zu schätzen.
SCHLESWIG-HOLSTEIN
NORD
OST
SÜD
WEST
Kreis Nordfriesland,
Hochsauerlandkreis
Kompetenznetzwerk 50plus
Beim Kompetenznetzwerk 50plus steht die
persönliche Betreuung im Vordergrund
»Unsere älteren Beschäftigten arbeiten
sehr zuverlässig und kontinuierlich.
Mit ihrem Verantwortungsgefühl und
ihren Erfahrungen sind sie unverzichtbar
für die Effektivität und Qualität der
Arbeitsabläufe im Betrieb.«
Jürgen Göddecke, Geschäftsführer Göddecke
Textilpflege GmbH
Das Kompetenznetzwerk 50plus wird seit
der zweiten Programmphase von zwei Landkreisen getragen. Neben dem Hochsauerlandkreis
verstärkt der Kreis Nordfriesland als zweite Paktregion das Team des Beschäftigungspakts. Beide
Regionen sind bundesweit als Tourismusgebiete
bekannt, sodass sich in diesem Bereich auch Integrationschancen für die Teilnehmerinnen und
Teilnehmer eröffnen.
Im Fokus des Kompetenznetzwerks 50plus steht
das Ziel, ältere Arbeitsuchende erfolgreich in
klein- und mittelständische Unternehmen in den
beiden Regionen zu vermitteln. Kernelemente
der Arbeit des Beschäftigungspakts sind die
Aktivierung und die Vermittlung in betriebliche
Praktika, die über ein professionelles Coaching
gesteuert werden.
Geschäftsführer Jürgen Göddecke erläutert einer Mitarbeiterin
den Produktionsablauf an der Mangelstrasse
Diese Coachingmaßnahmen übernehmen
insgesamt zwölf regionale Bildungsträger. Sie
ermöglichen den Teilnehmenden durch die
persönliche Betreuung einen Neustart bei der
Jobsuche. Durch diese Unterstützungsangebote
setzt sich der Beschäftigungspakt nachhaltig für
einen erfolgreichen Wiedereinstieg der über
50-jährigen Arbeitsuchenden in den allgemeinen Arbeitsmarkt ein.
Göddecke Textilpflege
GmbH
Für das Jahr 2009 hat sich das Kompetenznetzwerks 50plus das Ziel gesetzt, 500 ältere Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu aktivieren und 152
von ihnen in ein sozialversicherungspflichtiges
Arbeitsverhältnis zu vermitteln.
Als Unternehmen mit Weitblick 2009 wird
die Göddecke Textilpflege GmbH aus Olsberg ausgezeichnet. Die 1986 gegründete Wäscherei ist
ein mittelständisches Unternehmen mit über 150
Beschäftigten. Einen Grund für den Erfolg sieht
die Geschäftsleitung in der Erfahrung der älteren Angestellten. Trotz der zum Teil körperlich
anspruchsvollen Arbeit ist ein Viertel des Personals über 50 Jahre alt. Durch flexible Arbeitszeitmodelle versucht die Geschäftsführung, diese
erfahrenen Arbeitskräfte möglichst langfristig
im Betrieb zu beschäftigen. Seit 2008 bietet das
Unternehmen in Kooperation mit einer Krankenkasse sogar gezielt Rückenschulungen für ältere
Angestellte an.
9
Branche
Wäscherei
Unternehmensgröße
154 Beschäftigte
Zur Wirtschafts­struktur
der Region
Arbeitslosenquote
6,6 – 7,1 %
Anzahl der ALG IIEmpfänger/-innen
über 50 Jahre
2.374
Einwohnerzahl
439.967
Hauptwirtschaftszweige
produzierendes Gewerbe,
Tourismus,
Gesundheits- und Sozialwesen
NORD
OST
SÜD
WEST
SCHLESWIG-HOLSTEIN
Arbeitsgemeinschaft SGB II im Kreis Pinneberg,
Arbeitsgemeinschaft Dithmarschen
PI-Quadrat-Integration
Qualifikation und Kooperation – das Erfolgsrezept, um
Älteren eine Perspektive zu bieten
BKN Strobel GmbH & Co. KG
Branche
Garten- und Landschaftsbau
Unternehmensgröße
110 Beschäftigte
www.
bkn.de
Zur Wirtschafts­struktur
der Region
»In unserem Saisongeschäft sind es
Eigenschaften wie Flexibilität und
Zuverlässigkeit, die besonders gefragt
sind. Diese Anforderungen werden gerade
von den älteren Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern optimal erfüllt.«
Hannsjörg Kähler, Inhaber und Geschäftsführer
BKN Strobel GmbH & Co. KG
Arbeitslosenquote
2,3 – 3,3 %
Anzahl der ALG IIEmpfänger/-innen
über 50 Jahre
1.202
Einwohnerzahl
301.661
Hauptwirtschaftszweige
Land- und Forstwirtschaft,
Dienstleistungsgewerbe,
Handels- und Gastgewerbe
Vorarbeiter und Obergärtner Harald Wiskandt (Mitte) bereitet
mit seinem gut gelaunten Team Pflanzen zum Versand vor
10
PI-Quadrat-Integration ist der erfolgreiche
Beschäftigungspakt der ARGE Pinneberg zur Förderung der Integration älterer Arbeitsuchender
in den allgemeinen Arbeitsmarkt. Im Zuge einer
konzeptionellen Neuausrichtung wurden sowohl
organisatorische Veränderungen vorgenommen
als auch die Zusammenarbeit mit den regionalen
Trägern weiterentwickelt.
Hierdurch konnte der Beschäftigungspakt
im Jahr 2009 bereits 479 älteren Arbeitsuchenden zu einer Beschäftigung auf dem allgemeinen
Arbeitsmarkt verhelfen. Zur weiteren Unterstützung wurden zwei Botschafter 50plus für den
Pakt gewonnen, mit deren Hilfe das vorhandene
regionale Netzwerk ausgebaut und der Kontakt
zu den Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern
intensiviert werden kann.
Für das Jahr 2010 plant der Beschäftigungspakt, die Serviceorientierung der Vermittlungsdienstleistung weiter zu stärken; zum anderen
soll das Maßnahmenangebot zur Förderung und
Qualifizierung der Teilnehmenden erweitert werden. So können Arbeitsuchende mit multiplen
Vermittlungshemmnissen in Zukunft noch persönlicher, intensiver und zielgruppenspezifischer
betreut werden. Dazu wird ein möglichst breit
gefächertes Angebot unterbreitet, das passgenau
auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmt ist.
Ab Januar 2010 wird es zudem eine erneute
Erweiterung der Paktregion geben. Die ARGE
Steinburg wird dann als neuer Kooperationspartner den Beschäftigungspakt unterstützen.
In diesem Jahr ist der Familienbetrieb BKN
Strobel GmbH & Co. KG das Unternehmen
mit Weitblick der Region. Der bereits im Jahr
1927 gegründete Betrieb ist heute mit über
110 Beschäftigten eine der europaweit erfolgreichsten Sortimentsbaumschulen im Bereich
Containerpflanzen und Rosen. In der Unternehmensphilosophie spielt die Generation 50plus
seit jeher eine wichtige Rolle, weil sich ältere
und jüngere Arbeitnehmer in den gemischten
Arbeitsgruppen mit ihren unterschiedlichen
Stärken gegenseitig ergänzen und dadurch das
Arbeitsergebnis positiv beeinflussen.
HAMBURG
NORD
OST
SÜD
WEST
team.arbeit.hamburg – Hamburger Arbeitsgemeinschaft SGB II,
Arbeitsgemeinschaft für Beschäftigung und Grundsicherung
im Kreis Herzogtum Lauenburg
mitnmang – Initiative für Arbeit – 50plus
Ältere Arbeitskräfte sorgen für Zuverlässigkeit und
ein familiäres Betriebsklima
»Wir nutzen die gute Vorauswahl durch
das mitnmang-Team nicht nur für unsere
Rekrutierung, sondern auch für die Zuordnung der neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den passenden Einsatzbereich.«
Sylvia Warner, Firmengründerin und Prokuristin
KARO-Gebäudereinigungs GmbH
Der Hamburgisch-Lauenburgische
Beschäftigungspakt mitnmang – Initiative für
Arbeit – 50plus engagiert sich nachhaltig für die
Integration älterer Arbeitsuchender in den allgemeinen Arbeitsmarkt. Ein wichtiger Faktor für
die überdurchschnittliche Integrationsquote des
Beschäftigungspakts ist die intensive Betreuung
durch die sechs kooperierenden Weiterbildungsund Beschäftigungsträger und das mitnmangProjektteam des team.arbeit.hamburg.
Im Rahmen dieses Betreuungsangebots wird für
alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein passgenaues Fortbildungsprogramm erstellt – vom
individuellen Einzelcoaching über gesundheitsfördernde Maßnahmen bis zu EDV-Kursen. Bei
Bedarf besteht darüber hinaus auch die Möglichkeit von Schulungsmaßnahmen, die sich konkret
auf die Anforderungen eines potenziellen Arbeitgebers beziehen.
Als Gebäudereinigungsmeisterin führt Sylvia Warner viele Schulungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter persönlich durch
Als wichtiger Erfolgsmotor wirkt die immer
enger werdende Zusammenarbeit mit den im
Wirtschaftsbündnis „alliance 50plus“ engagierten Unternehmen. Zur Zeit unterstützen über
90 aktive Alliance-Partner den Beschäftigungspakt durch ihre Mitarbeit in diesem Bündnis.
Durch diese Initiative erhält der Beschäftigungspakt aktuelle Informationen zu freien Stellen für
die mitnmang-Teilnehmenden.
Mit der Wahl zum Unternehmen mit Weitblick 2009 wird die die KARO-Gebäudereinigungs
GmbH ausgezeichnet. Der Betrieb setzt seit
seiner Gründung im Jahr 1988 auf das Konzept
der „Kundenzufriedenheit durch Mitarbeiterzufriedenheit“. Die enge Zusammenarbeit von
jungen und älteren Arbeitnehmerinnen und
Arbeitnehmern wird hier nicht nur angestrebt,
sondern durch flexible Arbeitszeiten und eine
ausgeprägte Anerkennungs- und Vertrauenskultur gefördert. Dass dieser Weg zum Erfolg
führt, zeigt insbesondere die niedrige Fluktua­
tionsrate der Belegschaft. Das Unternehmen gibt
älteren Bewerberinnen und Bewerbern auch
deshalb gerne eine Chance, weil diese aufgrund
ihrer Lebenserfahrung für verantwortungsvolle
Tätigkeiten als Vorarbeiterinnen und Vorarbeiter
besonders qualifiziert sind.
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KARO-Gebäudereinigungs
GmbH
Branche
Dienstleistungsgewerbe
Unternehmensgröße
578 Beschäftigte
www.
karo-reinigung.de
Zur Wirtschafts­struktur
der Region
Arbeitslosenquote
6,5 – 8,6 %
Anzahl der ALG IIEmpfänger/-innen
über 50 Jahre
11.960
Einwohnerzahl
1.960.721
Hauptwirtschaftszweige
verarbeitendes Gewerbe,
Dienstleistungsgewerbe,
Tourismus
NORD
OST
SÜD
WEST
BREMEN
Bremer Arbeitsgemeinschaft für Integration und Soziales (BAgIS),
Arbeitsgemeinschaft Jobcenter Bremerhaven
Chance 50+ Aufwind für Ältere am Arbeitsmarkt
in Bremen und Bremerhaven
Persönliche Betreuung als Schlüssel zum Erfolg:
Chance 50+
Castro Seafood
Branche
Ernährungsgewerbe
Unternehmensgröße
31 Beschäftigte
www.
castro-seafood.de
»Aufwind 50+ ist ein echter Glücksfall
für mich. Die Vorauswahl von geeigneten
Bewerberinnen und Bewerbern und die
unbürokratische Hilfe haben mir wirklich
geholfen.«
Christiano Castro, Inhaber Castro Seafood
Zur Wirtschafts­struktur
der Region
Arbeitslosenquote
10,6 – 15,3 %
Die erfolgreiche Arbeit des Beschäftigungspakts Chance 50+ Eine Initiative für Bremen und
Bremerhaven wird in Bremerhaven mit dem
Nachfolgeprojekt Aufwind 50+ fortgesetzt. In
enger Zusammenarbeit mit der ARGE Job-Center
Bremerhaven und dem ArbeitsförderungsZentrum im Lande Bremen GmbH (afz) konnten
im Jahr 2009 bisher bereits 135 ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wieder in den all­
gemeinen Arbeitsmarkt integriert werden.
Den kleinen und mittleren Unternehmen in
der Region bietet Aufwind 50+ einen „Service aus
einer Hand“. Diese unbürokratische Unterstützung mit flexiblen Förderungen und Qualifizierungsangeboten bei der Besetzung von Arbeitsplätzen wird von vielen Arbeitgeberinnen und
Arbeitgebern ebenso gerne in Anspruch genommen wie die Hilfe bei der Einarbeitung und der
Gestaltung von altersgerechten Arbeitsplätzen.
Anzahl der ALG IIEmpfänger/-innen
über 50 Jahre
6.393
Einwohnerzahl
661.322
Hauptwirtschaftszweige
Automobilbau,
Luft- und Raumfahrt,
Nahrungs-und
Genussmittelindustrie
Frau Radtke (links) und Frau Prol Diaz de Martinez beim
Entgräten von Fisch an ihrem neuen Arbeitsplatz – vermittelt
durch den Beschäftigungspakt. In der Mitte Firmeninhaber
Christiano Castro
12
Die intensive Betreuung der Teilnehmerinnen
und Teilnehmer sowie individuelle und zielgerichtete Qualifizierungsangebote haben trotz der
Finanzkrise zu einer Erhöhung der Integrations-
zahlen in Bremerhaven geführt. Insbesondere
die Möglichkeit der sehr individuell ausgestalteten Betriebspraktika und Einarbeitungsangebote
haben stark zu dieser positiven Entwicklung
beigetragen.
Beim Unternehmen mit Weitblick 2009 der
Region dreht sich alles um Rotbarsch, Lachs,
Seeteufel und Co. Das Unternehmen Castro
Seafood im Fischereihafen in Bremerhaven
hat durch die Zusammenarbeit mit Aufwind
50+ bereits fünf neue Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter eingestellt. Im Jahr 2006 startete
Christiano Castro mit nur fünf Angestellten –
mittlerweile beschäftigt das Unternehmen für
Frischfischverarbeitung 31 Männer und Frauen.
Der Inhaber schätzt vor allem die Beständigkeit
und den Arbeitswillen seiner erfahrenen älteren
Angestellten. „Gerade in der Fischverarbeitung
ist es schwer, gute Arbeitskräfte zu bekommen“,
lobt Castro den Fleiß und Einsatz seiner älteren
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.
Niedersachsen
NORD
OST
SÜD
WEST
Arbeitsgemeinschaften Braunschweig,
Salzgitter und Wolfenbüttel,
JobCenter Region Hannover
50 TOP! – Testen, Orientieren, Potenziale nutzen
Die evers Arbeitsschutz GmbH macht sich für
altersgerechte Arbeitsplatzgestaltung stark
Ȁltere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
gehen mit großem Engagement an ihre Aufgaben und leben den jüngeren so vor, was
Arbeit für sie bedeutet. Die Erfahrung und
die Fähigkeiten der Älteren sowie die Weitergabe ihres Wissens an die Jüngeren sind
für unser Unternehmen unverzichtbar.«
Harald Kuck, Geschäftsführer evers Arbeitsschutz GmbH
Im Fokus von 50 TOP!, dem Beschäftigungspakt
der Arbeitsgemeinschaften Braunschweig, Wolfenbüttel, Salzgitter und des JobCenters Region
Hannover, steht die Aktivierung und Förderung
der individuellen Stärken älterer Arbeitsuchender. Sogenannte 50 TOP!-Integrationsmanagerinnen und -manager der Arbeitsgemeinschaften
arbeiten hierfür Hand in Hand mit den Teams
der 50 TOP!-Integrationsbüros zusammen, die
mit insgesamt zehn Standorten in den Regionen
vertreten sind.
Die Integrationsbüros sind die zentrale
Anlaufstelle für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer: Hier werden sie motiviert, beraten und
nachhaltig auf dem Weg in eine neue Beschäftigung begleitet. Durch dieses ganzheitliche
Vermittlungskonzept lernen die Teilnehmenden,
ihre beruflichen Möglichkeiten und Potenziale
einzuschätzen, und erkennen, dass ihre Leistung
auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt gebraucht
wird.
Geschäftsführer der e v e r s Arbeitsschutz GmbH:
Günther Kasties und Harald Kuck (v.l.n.r.)
In der zweiten Programmphase gelang es dem
Projekt, das gewachsene Vertrauensverhältnis zu
den Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern
in der Region zu festigen und auszubauen
sowie die Öffentlichkeit noch stärker für die
Belange älterer Arbeitsuchender zu sensibilisieren. So konnten in diesem Zeitraum bisher
bereits 530 Teilnehmerinnen und Teilnehmer
des Projekts in sozialversicherungspflichtige
Beschäftigungsverhältnisse vermittelt werden.
Die Wahl des Unternehmens mit Weitblick des
Beschäftigungspakts 50 TOP! fiel in diesem Jahr
auf die evers Arbeitsschutz GmbH. Seit 1975 bietet
das Braunschweiger Unternehmen Dienstleistungen zu allen Fragen der Arbeitssicherheit sowie
des Arbeits- und Gesundheitsschutzes an. Die
evers Arbeitsschutz GmbH setzt dabei insbesondere auf die Erfahrungen und Fähigkeiten älterer
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: 40 Prozent
der Belegschaft sind über 50 Jahre alt. Neben
einer Vielzahl von unterstützenden Angeboten
und speziellen Weiterbildungsmöglichkeiten
baut das Unternehmen insbesondere auf den
Erfahrungstransfer zwischen seinen älteren und
jüngeren Arbeitskräften.
13
e v e r s Arbeitsschutz
GmbH
Branche
Dienstleistungsgewerbe
Unternehmensgröße
34 Beschäftigte
www.
eversonline.de
Zur Wirtschafts­struktur
der Region
Arbeitslosenquote
7,4 – 10,3 %
Anzahl der ALG IIEmpfänger/-innen
über 50 Jahre
11.800
Einwohnerzahl
1.524.000
Hauptwirtschaftszweige
Forschung und Wissenschaft,
Handel und Logistik,
Dienstleistungsgewerbe
NORD
OST
SÜD
WEST
niedersachsen
Landkreise Emsland,
Grafschaft Bentheim,
Leer und Osnabrück,
Kreis Steinfurt
50plus an Ems, Hase und Vechte
Zukunft braucht Erfahrung – Erfolg durch individuelle Betreuung und funktionierende Netzwerke
CNC Technik Gerdes GmbH
Branche
Maschinenbau
Unternehmensgröße
125 Beschäftigte
»Ich schätze die hohe Zuverlässigkeit
und soziale Kompetenz meiner älteren
Mitarbeiter. Deren Leistungsfähigkeit
steht für mich außer Frage.«
Heinrich Gerdes, Firmeninhaber CNC Technik Gerdes GmbH
www.
gerdes.cc
Zur Wirtschafts­struktur
der Region
Arbeitslosenquote
4,5 – 8,2 %
Anzahl der ALG IIEmpfänger/-innen
über 50 Jahre
5.039
Einwohnerzahl
1.418.500
Hauptwirtschaftszweige
Metallmaschinenbau,
Transport und Logistik,
Nahrungsmittelindustrie
Heinrich Gerdes, Inhaber (links), und Gerhard Witte, Leiter der
Buchhaltung setzen auf das Potenzial älterer Arbeitnehmerinnen
und Arbeitnehmer zur Überwindung des Fachkräftemangels
14
Aufbauend auf den Erfahrungen aus der
ersten Programmphase konnte im Rahmen des
Beschäftigungspakts 50plus an Ems, Hase und
Vechte ein zusätzliches Betreuungsangebot
eingerichtet werden, das den Bedürfnissen
älterer Arbeitsuchender in besonderem Maße
Rechnung trägt. So konnten die Paktpartner
zwischen Januar 2008 und September 2009 insgesamt 2.662 Teilnehmerinnen und Teilnehmer
aktivieren und 714 ältere Arbeitsuchende in eine
Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt vermitteln.
Dieses hervorragende Ergebnis konnte nur
erreicht werden, weil alle beteiligten Partner ein
flächendeckendes Intensivcoaching mit hohen
Einzelbetreuungsanteilen und betrieblichen
Arbeitsproben eingesetzt haben. Hierzu wurde
mit jedem Teilnehmenden ein individueller Eingliederungsplan entwickelt und dadurch nach
Wegen gesucht, persönliche Stärken zu nutzen
und vorhandene Vermittlungshemmnisse zu
überwinden. Obwohl der regionale Arbeitsmarkt
infolge der Finanzmarktkrise nicht mehr über die
Dynamik der vergangenen Jahre verfügte, konn-
ten auch im Jahr 2009 noch viele Arbeitsuchende
des Projekts erfolgreich integriert werden. Neben
der hohen fachlichen Kompetenz der Beraterinnen und Berater vor Ort war insbesondere die
Zusammenarbeit mit den regionalen Netzwerkpartnern der Schlüssel zu diesem Erfolg.
Das Unternehmen mit Weitblick 2009 stellt
ein hervorragendes Beispiel für das Funktionieren dieser regionalen Netzwerke dar. Das
Unternehmen CNC Technik Gerdes ist ein aktives
Mitglied im Netzwerk emsländischer Metall- und
Maschinenbauunternehmen „MEMA“. Im Rahmen der regionalen Qualifizierungsoffensive zur
Überwindung des Fachkräftemangels setzte sich
dieser Betrieb bereits im Jahr 2008 nachhaltig für
die Integration älterer Arbeitnehmerinnen und
Arbeitnehmer ein. Die Firma besetzte allein im
Jahr 2008 vier Arbeitsplätze mit Teilnehmerinnen
und Teilnehmern des Intensivcoachings 50plus
und stellte darüber hinaus wiederholt Plätze für
Arbeitserprobungen zur Verfügung.
niedersachsen
NORD
OST
SÜD
WEST
Landkreis Göttingen,
Osterode am Harz,
Sozialagentur im Landkreis Northeim,
JobCenter Holzminden,
Jobcenter Hildesheim
50plus – Erfahrung zählt in Südniedersachsen
Erfahrung zählt! – Mit generationsübergreifender
Personalpolitik zum Erfolg
Ȁltere machen vieles mit ihrer Erfahrung
wett!«
Wilfried Eggert, Geschäftsführer E.L.F. Hallen- und Maschinenbau GmbH
Der Beschäftigungspakt 50plus – Erfahrung
zählt! der Landkreise Göttingen und Osterode
sowie der Arbeitsgemeinschaften Nordheim,
Hildesheim und Holzminden setzt mit seiner
Arbeit direkt an den Kompetenzen der älteren
Arbeitsuchenden an. Durch diesen stärkenorientierten Vermittlungsansatz wurden in der zweiten Programmphase bereits mehr als 700 ältere
Arbeitsuchende wieder in den allgemeinen
Arbeitsmarkt integriert.
Die Kooperationspartner des Beschäftigungspakts tragen durch diese intensive Beratung und Förderung der Teilnehmenden Schritt
für Schritt zu einer signifikanten Verbesserung
der Integrationschancen bei. Hierbei stützt sich
50plus – Erfahrung zählt! auf einen nachhaltigen
Methodenmix, der darauf ausgerichtet ist, die
vorhandenen Kompetenzen der Arbeitsuchenden zu nutzen und deren Beschäftigungsfähigkeit durch zielgerichtete Qualifizierungsmaßnahmen zu erhöhen.
Der Erfahrungstransfer zwischen Jung und Alt ist in der
E.L.F. Hallen- und Maschinenbau GmbH wichtig zur Sicherung von
Know-how und Qualität
Im Bereich der Existenzgründungen werden
zwei Ansätze parallel verfolgt: Zum einen ein
Sensibilisierungsansatz, dessen Ziel es ist, dass
geeignete Teilnehmende durch gezielte Beratung in der Selbstständigkeit eine realistische
Erwerbsalternative für sich entdecken. In der
anschließenden Beratungs- und Coachingphase
werden dann sowohl Konzepte erarbeitet als
auch Erfolg versprechende 50plus-Gründungen
begleitet und in der Nachgründungsphase
betreut.
Zum Unternehmen mit Weitblick 2009 wählt
der Beschäftigungspakt die E.L.F. Hallen- und
Maschinenbau GmbH. Trotz der Wirtschaftskrise
plant das Unternehmen noch in diesem Jahr eine
Betriebserweiterung. Mit seinen derzeit 83 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, von denen 25
Prozent über 50 Jahre alt sind, engagiert sich der
Betrieb sehr für den Erfahrungstransfer zwischen
jüngeren und erfahrenen Arbeitskräften. Um
diese nachhaltig im Arbeitsalltag zu unterstützen, bietet das Unternehmen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ab dem 60. Lebensjahr
sogar einen Übergang vom firmenüblichen
Schichtsystem in ein alternsgerechtes Arbeitszeitmodell an.
15
E.L.F. Hallen- und
Maschinenbau GmbH
Branche
Hallen- und Maschinenbau
Unternehmensgröße
83 Beschäftigte
www.
elf-hallen.de
Zur Wirtschafts­struktur
der Region
Arbeitslosenquote
8,2 – 10,9 %
Anzahl der ALG IIEmpfänger/-innen
über 50 Jahre
4.845
Einwohnerzahl
843.333
Hauptwirtschaftszweige
verarbeitendes Gewerbe,
Dienstleistungsgewerbe,
Forschung und Wissenschaft
NORD
OST
SÜD
WEST
niedersachsen
Arbeitsgemeinschaften Arbeit und Grundsicherung
der Landkreise Harburg und Lüneburg
Reife Leistung! Süderelbe packt an!
Reife Leistung! – Die Reha-Aktiv Friedehorst gGmbH
setzt auf die Kompetenz Älterer
Reha-Aktiv Friedehorst
gGmbH
Branche
Gesundheits- und Sozialwesen
Unternehmensgröße
15 Beschäftigte
www.
reha-aktiv-friedehorst.de
»Der Alltag der erwachsenen Menschen
wird in Gesellschaft wesentlich durch das
Arbeitsleben geprägt. Dem Menschen muss
daher der Anspruch auf dauerhafte Eingliederung in die Arbeitswelt gesichert sein.«
Dr. Heidemarie Hofmann-Princ, Geschäftsführerin RehaAktiv Friedehorst gGmbH
Zur Wirtschafts­struktur
der Region
Arbeitslosenquote
4,8 – 5,9 %
Anzahl der ALG IIEmpfänger/-innen
über 50 Jahre
2.901
Einwohnerzahl
420.477
Hauptwirtschaftszweige
Baugewerbe,
Handel,
Gesundheitswesen
Erfolgreicher Neustart mit 50plus: Einrichtungsleiter
Mathias Garms, Waltraud Kiehne, Geschäftsführerin
Dr.Heidemarie Hofmann-Princ, Roswitha Meyer, Dagmar Seidel
und Uwe Machler (v.l.n.r)
16
Der Beschäftigungspakt Reife Leistung!
Süderelbe packt an. der Landkreise Harburg und
Lüneburg hat den im Jahr 2008 eingeschlagenen
erfolgreichen Ansatz zur Vermittlung älterer
Arbeitsuchender auch in der zweiten Programmphase konsequent weiterverfolgt. Hierbei setzt
das Projektteam zum einen auf ein erfolgreiches
ganzheitliches Aktivierungsprogramm für die
Teilnehmerinnen und Teilnehmer, in dessen
Mittelpunkt das Konzept der Jobfirma steht,
und zum anderen auf eine professionelle, serviceorientierte Personalberatungsarbeit für die
regionalen Unternehmen. Die Jobfirmen bieten
ein differenziertes Angebot zur Aktivierung und
Qualifizierung, das vom Bewerbungstraining
über Coachingangebote bis hin zu Unternehmensexkursionen alle wichtigen Bausteine der
Förderung bündelt.
Die hauptamtlichen Jobscouts des Beschäftigungspakts sorgen für die kontinuierliche Vernetzung mit den regionalen Partnern und unterstützen die Projektteilnehmenden mit starkem
persönlichen Engagement bei der Stellenfindung
und Kontaktanbahnung. Durch eine individuell
abgestimmte Kombination aus Coachingmaßnahmen und praktischen Arbeitserprobungen
wird den Teilnehmerinnen und Teilnehmern
Schritt für Schritt der Weg zurück ins Berufsleben
ermöglicht. Bis Ende des Jahres 2009 sollen so
insgesamt rund 225 ältere Arbeitsuchende eine
neue berufliche Zukunft gefunden haben.
Der Preisträger der Auszeichnung Unternehmen mit Weitblick 2009 ist die Reha-Aktiv
Friedehorst gGmbH. Das im Herbst 2008 eröffnete Rehabilitations- und Trainingszentrum
hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen mit
unfallbedingten Schädelhirnverletzungen auf
die Rückkehr ins Arbeitsleben vorzubereiten. Bei
dieser komplexen Aufgabe setzt die Geschäftsführung insbesondere auch auf die Arbeits- und
Lebenserfahrung der älteren Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter. Aus diesem Grund haben inzwischen bereits einige Teilnehmende des Beschäftigungspaktes Reife Leistung! in dem 15-köpfigen
Betreuerteam eine neue berufliche Perspektive
gefunden.
niedersachsen
NORD
OST
SÜD
WEST
Zentrum für Arbeitsvermittlung und Grundsicherung
Agentur für Arbeit Oldenburg geT Wesermarsch,
Jobcenter Wilhelmshaven,
Jobcenter Friesland
Beschäftigungspakt Jade-Weser-Region – arbeitsmarkt50.de
Erfahrungsaustausch leicht gemacht! – Die Bäckerei
Rinderhagen bildet altersgemischte Teams
»Ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bringen ihren großen Erfahrungsschatz mit in den Betrieb ein. Wir schätzen
insbesondere auch ihre Zuverlässigkeit und
ihr Pflichtbewusstsein.«
Angelika Rinderhagen, Betriebsinhaberin Bäckerei Rinderhagen
Im Fokus des Beschäftigungspakts für die Region Wesermarsch, Friesland, Wilhelmshaven und
Wittmund steht das Ziel, ältere Arbeitsuchende
erfolgreich in klein- und mittelständische Unternehmen der Region zu vermitteln. Vor dem Hintergrund der Vielzahl an Familienbetrieben im
Paktgebiet ist es das Ziel, insbesondere diese für
die Vorteile der Beschäftigung älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu sensibilisieren.
Die Kernelemente der Arbeit des Beschäftigungspakts sind Aktivierungs- und Trainingsmaßnahmen sowie gut vorbereitete betriebliche
Praktika, die parallel durch ein individuelles Coachingprogramm flankiert werden. Durch diese
Unterstützungsangebote wird es den über 50-jährigen Arbeitsuchenden Schritt für Schritt ermöglicht, einen neuen und langfristigen Arbeitsplatz
in der Region zu finden.
Die traditionsreiche Bäckerei Rinderhagen ist seit über 30 Jahren
in Familienbesitz. Hier schätzt man an älteren Beschäftigten
besonders das Engagement und das Pflichtbewusstsein
zeptionelle Neuausrichtung der Aktivitäten vorgesehen, um die Zahl der Integrationen weiter
steigern zu können.
Zum Unternehmen mit Weitblick der Region
2009 wählt der Beschäftigungspakt die Bäckerei
Rinderhagen in Esens. Der Traditionsbetrieb hat
bereits früh erkannt, dass die gemischte Altersstruktur der Belegschaft ein wichtiges Element
des Unternehmenserfolgs ist. Die Bäckerei stellt
deshalb bewusst regelmäßig ältere Arbeitsuchende ein. Auch in diesem Jahr fand ein Teilnehmer
des Beschäftigungspakts eine neue berufliche
Perspektive im Betrieb. Die Geschäftsleitung
schätzt das Engagement und die Erfahrungen
der derzeit sechs älteren Arbeitnehmerinnen und
Arbeitnehmer als wichtige Ressource und fördert den kontinuierlichen Erfahrungsaustausch
zwischen älteren und jüngeren Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern.
Für das Jahr 2009 hat sich der Beschäftigungspakt das Ziel gesetzt, 480 ältere Arbeitsuchende
zu aktivieren und 122 von ihnen in ein versicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis zu vermitteln.
Im Jahr 2010 hat der Beschäftigungspakt eine kon-
17
Siegfried Rinderhagen
Branche
Ernährungsgewerbe
Unternehmensgröße
28 Beschäftigte
Zur Wirtschafts­struktur
der Region
Arbeitslosenquote
6,7 – 12,6 %
Anzahl der ALG IIEmpfänger/-innen
über 50 Jahre
1.604
Einwohnerzahl
331.178
Hauptwirtschaftszweige
Hafenwirtschaft,
Energiewirtschaft,
Dienstleistungsgewerbe
NORD
OST
SÜD
WEST
mecklenburg-vorpommern
Landkreise Uckermark und Oberhavel,
Arbeitsgemeinschaft Mecklenburg-Strelitz,
Vier-Tore-Job-Service Neubrandenburg
Beschäftigungspakt für Ältere in der Uckermark,
Mecklenburg-Strelitz und Neubrandenburg – „Allianz 50plus“
Die Agrargenossenschaft Wesenberg e. G. nutzt die
Erfahrung Älterer für die Ausbildung Jüngerer
Agrargenossenschaft
Wesenberg e. G.
Branche
Landwirtschaft
Unternehmensgröße
22 Beschäftigte
Zur Wirtschafts­struktur
der Region
»Ich schätze die unproblematische und
unkomplizierte Zusammenarbeit mit
Allianz 50plus und kann mich auf die Einsatzbereitschaft und Erfahrung der Älteren
verlassen.«
Carola Lehmann, Vorstandsvorsitzende Agrargenossenschaft Wesenberg e. G.
Arbeitslosenquote
10,5 – 16,5 %
Anzahl der ALG IIEmpfänger/-innen
über 50 Jahre
10.778
Einwohnerzahl
489.689
Hauptwirtschaftszweige
Landwirtschaft,
Handwerk,
Tourismus
Carola Lehmann legt großen Wert auf eine altersgemischte
Belegschaft
18
Der Beschäftigungspakt Allianz 50plus
erzielt seine überdurchschnittlich guten Ergebnisse bei der Integration älterer Arbeitsuchender
in den allgemeinen Arbeitsmarkt vor allem aufgrund der Zusammenarbeit aller Beteiligten auf
gleicher Augenhöhe.
So gelingt es, Stärken zu bündeln und gemeinsam – Hand in Hand mit den Teilnehmenden
– neue Wege in eine langfristige Beschäftigung
zu finden. Jeder kann etwas und jeder wird
gebraucht – das ist die Grundeinstellung aller
Projektpartner. Das wichtigste Prinzip ist dabei
die Freiwilligkeit, auf deren Grundlage der
Beschäftigungspakt die passgenaue Vermittlung
der Bewerberinnen und Bewerber fördert.
Um die Integration nachhaltig sicherzustellen, bietet Allianz 50plus allen Teilnehmenden
die Möglichkeit zu individuellen Qualifizierungsmaßnahmen, durch die etwaige Differenzen
zwischen dem Bewerber- und dem Stellenprofil
ausgeglichen werden können. Darüber hinaus ist
auch die Gewährung einer Eingliederungsbeihilfe als Beschäftigungsanreiz für Arbeitgeberinnen
und Arbeitgeber möglich. Durch die sehr enge
Zusammenarbeit mit den Unternehmen vor Ort
und die hohe Leistungsbereitschaft der Teilnehmenden ist Allianz 50plus zu einer wirklichen
Chance für alle Beteiligten geworden.
In diesem Jahr wird die Agrargenossenschaft
Wesenberg e. G. als Unternehmen mit Weitblick
der Region geehrt. Der Betrieb setzt sowohl auf
konventionelle als auch auf ökologische Landwirtschaft, um die Balance zwischen Natur und
Marktwirtschaft sicherzustellen. Der Altersdurchschnitt im Unternehmen liegt bei 45 Jahren und gewährleistet so eine gute Mischung
aus jüngeren und älteren Arbeitskräften. Jede
Altersgruppe kann hierdurch ihre individuellen
Stärken in den Arbeitsalltag einbringen. Aufgrund der engen Zusammenarbeit zwischen
dem Betrieb und dem Projektteam Allianz 50plus
gelang es, bereits zwei ältere Arbeitsuchende, die
seit Jahren auf eine neue Chance hofften, erfolgreich in das Unternehmen zu integrieren.
Mecklenburg Vorpommern
NORD
OST
SÜD
WEST
Jobcenter Güstrow,
Hanse Jobcenter Rostock
Top für Job 50+
Mit Herz und Verstand – Die Potenziale Älterer sind
ein Gewinn für die professionelle Altenpflege
»Pflegeleistungen müssen mit Herz und
Verstand erbracht werden. Dafür sind ältere
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geradezu
prädestiniert.«
Barbara Joseph, Geschäftsführerin Häuslicher Kranken- und
Pflegedienst Barbara Joseph
In der Region Güstrow/Rostock konnte im Jahr
2009 jeder Vierte der insgesamt 800 im Rahmen
des Beschäftigungspakts Top für Job 50+ geförderten Arbeitsuchenden wieder erfolgreich
in den allgemeinen Arbeitsmarkt integriert
werden. Diese Zahlen belegen, dass sich der konzeptionelle Ansatz, die Fach- und Sozialkompetenzen der Arbeitsuchenden anhand von arbeitsmarktnahen Tätigkeiten in Projektwerkstätten zu
trainieren, mehr als bewährt hat.
Durch den engen Kontakt des Beschäftigungspakts mit den Unternehmen und Branchenverbänden der Region ist es möglich, die konkreten
Anforderungen der Arbeitgeberinnen und
Arbeitgeber zu erfassen und so eine passgenaue
Bewerberauswahl zu treffen. Das erspart den
Unternehmen aufwendige Eignungsverfahren
und sichert eine praxisrelevante Qualifizierung
der Bewerberinnen und Bewerber.
Barbara Joseph, Geschäftsführerin (Mitte) legt bei der Alten­
pflege großen Wert auf altersgemischte Teams
Damit der neue Start ins Berufsleben reibungslos gelingt, bieten die Projektmitarbeiterinnen
und -mitarbeiter den Teilnehmenden und den
Unternehmen eine umfassende Unterstützung
bei der Einarbeitung in die betrieblichen Arbeitsabläufe sowie bei den notwendigen organisatorischen Fragen, die beispielsweise im Rahmen der
Bewilligung von Fördermaßnahmen zu beachten
sind.
Das Unternehmen mit Weitblick 2009 ist der
Häusliche Kranken- und Pflegedienst Barbara
Joseph. In dem seit 1994 in Rostock ansässigen
Betrieb arbeiten von Beginn an altersgemischte
Teams zusammen. Die jüngeren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter profitieren dadurch von den
Erfahrungen und dem Engagement der älteren
Kolleginnen und Kollegen. Regelmäßige Arbeitsberatungen sind fest im beruflichen Alltag verankert und sichern den Wissenstransfer. Durch vielfältige Qualifizierungsangebote aktualisieren die
älteren Angestellten fortwährend ihre Fachkompetenzen. Die Unternehmensleitung engagiert
sich sowohl bei der Lehrlingsausbildung als auch
im Bundesverband privater Anbieter sozialer
Dienste e. V. und stellt somit ein hohes Qualifizierungsniveau der Belegschaft sicher.
19
Häuslicher Krankenund Pflegedienst
Barbara Joseph
Branche
Gesundheits- und Sozialwesen
Unternehmensgröße
28 Beschäftigte
www.
pflegedienst-joseph.de
Zur Wirtschafts­struktur
der Region
Arbeitslosenquote
13,5 – 13,6 %
Anzahl der ALG IIEmpfänger/-innen
über 50 Jahre
3.700
Einwohnerzahl
300.000
Hauptwirtschaftszweige
Landwirtschaft,
Ernährungswirtschaft,
Logistik
NORD
OST
SÜD
WEST
mecklenburg-vorpommern
Jobzentrum Landkreis Bad Doberan,
Arbeitsgemeinschaften zur Grundsicherung für Arbeitsuchende
im Landkreis Ludwigslust und im Landkreis Parchim,
Service für Arbeit Prignitz, Integrations- und Leistungszentrum (ILZ) Havelland
TRANSIT 50
Praktika und Wirtschaftsnähe schaffen
Perspektiven für Arbeitsuchende über 50
B+S Landtechnik GmbH
Branche
Großhandel
Unternehmensgröße
57 Beschäftigte
www.
bs-landtechnik.de
»Die ibu-Personalberater reagieren
schnell, flexibel und unbürokratisch.
TRANSIT 50 bietet qualifiziertes
Personal mit Lebens- und Arbeitserfahrung.
Das ist es, was Arbeitgeber brauchen!«
Heinz Schmidt, Geschäftsführer B+S Landtechnik GmbH
„Die Potenziale Älterer werden am
Arbeitsmarkt dringend gebraucht!“ Dieses
klare Bekenntnis zu den Kompetenzen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist die zentrale
Botschaft, mit der sich der Beschäftigungspakt
TRANSIT 50 um die Reintegration der Arbeitsuchenden in den Landkreisen bemüht.
Durch eine wesentliche Erweiterung des
Aktivierungs- und Integrationskonzepts in der
zweiten Programmphase konnte bisher 222
Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Weg in
eine neue Beschäftigung ermöglicht werden.
Diese positive Entwicklung ist nicht zuletzt auf
die Bündelung von Kompetenzen in der Zusammenarbeit mit der ibu GmbH als zentralem Projektpartner für die Umsetzung der Maßnahmen
zurückzuführen.
Zur Wirtschafts­struktur
der Region
Arbeitslosenquote
8,8 – 4,2 %
Anzahl der ALG IIEmpfänger/-innen
über 50 Jahre
5.881
Einwohnerzahl
586.064
Hauptwirtschaftszweige
Landwirtschaft,
Nahrungsmittelindustrie,
Handel
Geschäftsführer Heinz Schmidt schätzt besonders die unkomplizierte und erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Beschäftigungspakt
20
Im Rahmen der Ausweitung des Projektumfangs wurde die Kontaktdichte zu den Projektteilnehmerinnen und -teilnehmern erhöht. Bei
den mindestens vierteljährlich stattfindenden
Treffen besteht die Möglichkeit, mit jedem einzelnen Arbeitsuchenden individuell über etwa-
ige Integrationsfortschritte zu sprechen und
konkrete neue Angebote zu erörtern. Da sich die
Zahl der schwerbehinderten Teilnehmerinnen
und Teilnehmer in der zweiten Programmphase
erhöht hat, ist die Zusammenarbeit des Beschäftigungspakts mit dem Integrationsamt intensiviert
worden. Hierdurch konnten den betroffenen
Arbeitsuchenden zusätzliche Förderungsmöglichkeiten wie Qualifizierungsmaßnahmen und
Lohnkostenzuschüsse angeboten werden.
Die Auszeichnung als Unternehmen mit Weitblick 2009 erhält die B+S Landtechnik GmbH.
Das Unternehmen für Landtechnik mit Standorten in Grabow und Osterburg engagiert sich
seit Langem im Beschäftigungspakt TRANSIT
50. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit hat das
Unternehmen im Jahr 2009 einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz für einen 57-jährigen schwerbehinderten Projektteilnehmer
geschaffen. Mit dieser Entscheidung setzt das
Unternehmen ein Zeichen für das Potenzial älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit
Behinderung.
Mecklenburg-Vorpommern
NORD
OST
SÜD
WEST
Arbeitsgemeinschaft zur Grundsicherung für Arbeitsuchende
im Landkreis Müritz,
Arbeitsgemeinschaft Landkreis Demmin
Job-direkt 100
Das Hotel Müritz arbeitet bereits seit 2006 erfolgreich mit Job-direkt 100 zusammen
»Aus der Berufs- und Lebenserfahrung der
älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer entsteht eine kooperative Zusammenarbeit mit den jüngeren Arbeitskräften.
Dies stellt eine optimale Ergänzung des
Leistungsvermögens beider Altersgruppen
dar.«
Barbara Janka-Pontzen, Direktorin mit Prokura
Müritz Hotel GmbH
Für die Müritz Hotel GmbH ist die Arbeit in altersgemischten
Teams wichtig für den Erfahrungstransfer zwischen Jung und Alt
Seit Beginn der zweiten Projektphase im Januar
2008 konnten durch die Arbeit des Beschäftigungspakts Job-direkt 100 bereits 512 neue
Arbeitsverhältnisse für ältere Arbeitsuchende
geschaffen werden. 330 dieser Arbeitsverträge
wurden unbefristet bzw. mit einer Dauer von
mehr als neun Monaten abgeschlossen. Ein tolles
Ergebnis für den Beschäftigungspakt und für die
Arbeitsuchenden in der Region.
Das Konzept des Beschäftigungspakts basiert
auf drei Phasen: der Job-Search-Phase, der JobPlacement-Phase und der Job-Coaching-Phase.
Während der Job-Search-Phase sucht Job-direkt
100 mithilfe seiner regionalen Netzwerkpartner
intensiv nach offenen Stellen. Parallel dazu werden bereits Gespräche mit den Arbeitsuchenden
geführt, um so früh wie möglich ein berufliches
Stärkenprofil zu entwickeln.
In der darauf folgenden Job-Placement-Phase
versuchen die ARGE-Vermittlungsexperten
gemeinsam mit den potenziellen Unternehmen
und den Arbeitsuchenden sowie den Pädagogen
des Qualifizierungsdienstleisters, die Vorausset-
zungen für eine möglichst schnelle und
reibungslose Integration zu schaffen. Etwaige
Diskrepanzen zwischen dem Anforderungsprofil
der Stelle und dem Bewerberprofil der Arbeitsuchenden werden durch praxisnahe Qualifizierungsmaßnahmen ausgeglichen.
Das diesjährige Unternehmen mit Weitblick
der Region, die Müritz Hotel GmbH, wurde 1991
gegründet und beschäftigt seitdem im Jahresdurchschnitt 110 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Insgesamt sind hiervon 53 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer (42 Festangestellte und 11
Saisonkräfte) über 50 Jahre alt. Bereits seit dem
Jahr 2006 arbeitet der Beschäftigungspakt vertrauensvoll mit dem Unternehmen zusammen.
Durch diese enge Kooperation konnte sowohl in
den Jahren 2006, 2007 und 2009 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein Wiedereinstieg ins
Berufsleben ermöglicht werden. Aufgrund der
positiven Erfahrung mit altersgemischten Teams
wird das Unternehmen auch bei zukünftigen
Neueinstellungen gerne die Angebote des
Beschäftigungspakts nutzen.
21
Müritz Hotel GmbH
Branche
Gastgewerbe
Unternehmensgröße
110 Beschäftigte
www.
mueritz-hotel.de
Zur Wirtschafts­struktur
der Region
Arbeitslosenquote
12,3 – 19,2 %
Anzahl der ALG IIEmpfänger/-innen
über 50 Jahre
2.219
Einwohnerzahl
147.537
Hauptwirtschaftszweige
Landwirtschaft,
Lebensmittelindustrie,
Tourismus
NORD
OST
SÜD
WEST
Mecklenburg-Vorpommern
Arbeitsgemeinschaften zur Grundsicherung für Arbeitsuchende
in der Landeshauptstadt Schwerin,
in der Hansestadt Wismar - Jobcenter Wismar
und im Landkreis Nordwestmecklenburg
QuEo – Qualifizierung und Erfahrungsoffensive
QuEo führt Arbeitsuchende und Unternehmen
zusammen
Unternehmensgröße
26 Beschäftigte
»Es entspricht unserer Firmenphilosophie,
Partner von Projekten wie QuEo zu sein.
Denn wir setzen bei der Einstellung älterer
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf
deren Erfahrung, Leistungsbereitschaft und
eigenverantwortliches Arbeiten.«
www.
schramm-rostock.de
Hans-Jürgen Barkholz, Niederlassungsleiter Schwerin
Kommunalservice Schramm GmbH
Kommunalservice
Schramm GmbH
Niederlassung Schwerin
Branche
Dienstleistungsgewerbe
Zur Wirtschafts­struktur
der Region
Arbeitslosenquote
11,4 – 15,4 %
Anzahl der ALG IIEmpfänger/-innen
über 50 Jahre
3.033
Einwohnerzahl
259.544
Hauptwirtschaftszweige
Landwirtschaft,
Metallverarbeitung,
Dienstleistungsgewerbe
Mitarbeiter der Kommunalservice Schramm GmbH bei der Pflege
einer Grünanlage
22
Der Beschäftigungspakt QuEo hat sich für
das Jahr 2009 viel vorgenommen: Insgesamt
drei ARGEn, sechs Träger sowie der Unternehmerverband Norddeutschland MecklenburgSchwerin unterstützen in der Region Schwerin,
Wismar und Nordwestmecklenburg kleine und
mittelständische Unternehmen bei der Personalsuche und tragen so zur Reintegration älterer
Arbeitsuchender in den Arbeitsmarkt bei. Diese
Projektpartner haben langjährige Erfahrungen
in den Bereichen Bildung, Beschäftigung und
Förderung der beruflichen Weiterbildung. Sie
betätigen sich in regionalen und europäischen
Projekten der Arbeitsmarktpolitik, als Personaldienstleister und in der Gesundheitsprävention.
Um das geplante Ziel von 232 Vermittlungen
in diesem Jahr zu erreichen, bedarf es einer gut
abgestimmten und nachhaltigen Strategie. Die
Anforderungs- und Stellenprofile der Unternehmen müssen mit den Wünschen, Kenntnissen
und Fähigkeiten der potenziellen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer abgestimmt werden. Dies ist nur auf Grundlage eines intensiven
und persönlichen Kontakts zu den Arbeitsuchen-
den und den Arbeitgebern möglich. Um diesen
zu gewährleisten, werden erprobte Methoden
wie die sogenannte Stärkenanalyse, aber auch
persönliche Aufnahmegespräche eingesetzt.
Interessenten können ihre Fitness durch Teil­
nahme an theoretischen Gesundheits- und
praktischen Sportmodulen auffrischen. Auch
nach der Vermittlung geht die Betreuung weiter:
Jobmentoren, Teilnehmende und Unternehmen
bleiben in Kontakt, um eine dauerhafte Beschäftigung mit zufriedenen Partnern zu sichern.
Die Auszeichnung zum Unternehmen mit
Weitblick der Region 2009 wird der Schweriner
Niederlassung der Kommunalservice Schramm
GmbH verliehen. Der überregional tätige
Dienstleister im Bereich Facility-Management
beschäftigt mehr als die Hälfte seines Personals
in der Altersgruppe 50plus. Allein in diesem
Jahr konnten bereits fünf Teilnehmerinnen und
Teilnehmer des Beschäftigungspakts dank des
Unternehmens eine neue berufliche Zukunft in
der Region finden.
Mecklenburg-Vorpommern
NORD
OST
SÜD
WEST
Arbeitsgemeinschaften der Hansestadt Stralsund und der Agentur für Arbeit Stralsund,
Gemeinschaft für Arbeit Rügen, Arbeitsgemeinschaft Nordvorpommern,
Arbeitsgemeinschaft der Hansestadt Greifswald und der Agentur für Arbeit Stralsund,
Landkreis Ostvorpommern, Job-Center Uecker-Randow,
Sozialagentur Landratsamt Miesbach
pakt an! Beschäftigungspakt 50plus
LandWert setzt auf Qualität: Junge und Junggebliebene produzieren feinste Bio-Delikatessen!
»Unser junges Unternehmen kann nicht
zusätzliche Arbeitskraft für die Personalplanung binden. Das Angebot der Vorauswahl von Personal durch den Beschäftigungspakt ist für uns von Vorteil.«
Babara Kuhr, Hofmanagerin LandWert Hof Stahlbrode
GmbH & Co. KG
In der zweiten Programmphase wurden
die Betreuungs- und Beratungsaktivitäten des
Beschäftigungspakts des Landkreises Ostvorpommern durch die Zusammenarbeit mit dem JobCenter Uecker-Randow, den ARGEn Greifswald,
Nordvorpommern, Rügen und Stralsund sowie
dem Landkreis Miesbach (Bayern) erneut ausgeweitet und intensiviert.
Die Vermittlungserfolge des Beschäftigungspakts konnten vor allem durch zusätzliche Integrationsberaterinnen und -berater erreicht werden,
die durch spezielle Qualifizierungsmaßnahmen
und einen praxisorientierten Wissenstransfer
gezielt auf ihre Vermittlertätigkeit vorbereitet
wurden. Die Unternehmen der Region schätzen
den direkten, persönlichen Kontakt mit dem
Beschäftigungspakt sowie die kompetente Personalvorauswahl durch die Integrationsberaterinnen
und -berater sehr. Der gezielte Einsatz von Lohn­
kostenzuschüssen und Praktikumsgeld dient hierbei oftmals als effizienter „Türöffner“.
Babara Kuhr mit ihrer neuen Mitarbeiterin, die über den Beschäftigungspakt „pakt an!“ eingestellt wurde
Dieses Konzept hat sich bewährt: Allein im Jahr
2009 konnten bereits 506 der 2.095 älteren Arbeit-
suchenden, die in diesem Zeitraum aktiviert wurden, wieder in eine sozialversicherungspflichtige
Beschäftigung vermittelt werden. Damit diese
positive Tendenz auch in Zukunft fortgesetzt
werden kann, wird der Beschäftigungspakt seine
Netzwerkaktivitäten im kommenden Jahr ausweiten und intensivieren.
Das ausgezeichnete Unternehmen mit Weitblick der Region 2009, der LandWert Hof Stahlbrode, liegt auf halber Strecke zwischen Stralsund
und Greifswald, vis-à-vis der Insel Rügen. Hier
werden ökologische Delikatessen wie Bio-Fleisch,
-Obst, -Gemüse und -Wildkräuter verkauft
oder im hofeigenen Restaurant verköstigt. Die
LandWert Hof Stahlbrode GmbH & Co. KG ist ein
junges und expandierendes Unternehmen, das
die Arbeitserfahrung und die Kompetenz seiner
älteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehr zu
schätzen weiß. Um den besonderen Bedürfnissen
der älteren Angestellten entgegenzukommen,
sind ein betriebliches Gesundheitsmanagement
sowie die Förderung altersgemischter Arbeitsgruppen geplant.
23
LandWert Hof Stahlbrode
GmbH & Co.KG
Branche
Ernährungsgewerbe
Unternehmensgröße
32 Beschäftigte
www.
landwerthof.de
Zur Wirtschafts­struktur
der Region
Arbeitslosenquote
8,4 – 19,9 %
Anzahl der ALG IIEmpfänger/-innen
über 50 Jahre
4.425
Einwohnerzahl
175.383
Hauptwirtschaftszweige
Metallverarbeitung,
Gesundheitswirtschaft,
Tourismus
NORD
OST
SÜD
WEST
Brandenburg
Arbeitsgemeinschaften der Landkreise Dahme-Spreewald und Teltow-Fläming,
Mittelmärkische Arbeitsgemeinschaft zur Integration in Arbeit
STÄRKEN 50+
Zurück ins Erwerbsleben! – Der Kaltblut Zucht- und
Sportverein Brück e.V. macht’s möglich
Kaltblut Zucht- und Sportverein Brück e. V.
Branche
Pferdezucht
Unternehmensgröße
17 Beschäftigte
www.
titanenderrennbahn.de
»Für Unternehmer zählen direkte Wege –
ein Ansprechpartner im Beschäftigungspakt
Stärken 50+ ist prima. Die erfahrenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kennen die
Region, so schaffen wir es, hier im Fläming
Tourismus und Kaltblutzucht zu beleben.«
Anke Haseloff, mitarbeitende Ehefrau Kaltblut Zucht- und
Sportverein Brück e. V.
Zur Wirtschafts­struktur
der Region
Arbeitslosenquote
7,8 – 9,1 %
Anzahl der ALG IIEmpfänger/-innen
über 50 Jahre
4.034
Einwohnerzahl
527.000
Hauptwirtschaftszweige
Landwirtschaft,
Tourismus,
Dienstleistungen
Der Verein arbeitet bei der Einstellung von älteren Beschäftigten
intensiv mit dem Beschäftigungspakt zusammen
24
Der Beschäftigungspakt STÄRKEN 50+ setzt
seine erfolgreiche Arbeit seit Juli 2009 mit dem
neuen Paktpartner Landkreis Potsdam Mittelmark fort. Das Ziel ist es, alle etwaigen Hürden
und Stolpersteine, die sich für ältere Arbeitsuchende auf dem Weg zurück ins Erwerbsleben
ergeben können, gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus dem Weg zu
räumen.
gewachsenes Netz an Kontakten zu regionalen
Betrieben, Kammern und Wirtschaftsverbänden
zurückgreifen können. Aber auch die partnerschaftliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit
zwischen den Grundsicherungsstellen leistet
einen wichtigen Beitrag dazu, dass sowohl die
Projektteilnehmenden als auch die Unternehmen der Region eine zuverlässige und flexible
Betreuung aus einer Hand erhalten.
Hierbei hat sich die individuelle Aktivierung
der Projektteilnehmenden als optimale Voraussetzung für eine erfolgreiche Integration
erwiesen. Der Beschäftigungspakt setzt in diesem
Zusammenhang auf eine Vielzahl erprobter
Förderinstrumente: Neben Förderschecks und
arbeitsplatzbezogenen Qualifizierungsmaßnahmen bietet STÄRKEN 50+ geeigneten Teilnehmenden auch eine professionelle Existenzgründungsberatung an.
Das Unternehmen mit Weitblick der Region
2009 ist der Kaltblut Zucht- und Sportverein
Brück e. V. Mit dieser Auszeichnung wird sowohl
die Bereitschaft des Vereins, soziale Verantwortung zu übernehmen, als auch das gezielte
Engagement bei der Einstellung älterer Arbeitsuchender honoriert. Der Verein organisiert
jedes Jahr das traditionsreiche Pferderennen
„Titanen der Rennbahn“. Hierbei sind verantwortungsbewusste und erfahrene Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter unverzichtbar. Durch die enge
und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem
Beschäftigungspakt konnten bisher bereits zwei
ältere Arbeitsuchende wieder den Weg zurück
ins Erwerbsleben finden.
Grundlage dieser Bemühungen bildet
die direkte Unternehmensansprache durch
die Arbeitsvermittler und -vermittlerinnen
des Beschäftigungspakts, die hierzu auf ein
Brandenburg
NORD
OST
SÜD
WEST
Jobcenter Elbe-Elster,
Jobcenter SGB II Dessau-Roßlau,
Arbeitsgemeinschaft SGB II Landkreis Wittenberg
Beschäftigungspakt 50plus Elbe-Elster,
Wittenberg und Dessau-Roßlau
Jung und Alt – gemeinsam stark!
»Langjährige Erfahrung älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, gepaart mit
jungen innovativen Ideen, das ist eine Kombination, die bei uns gut funktioniert.«
Anja Jank, Betriebsinhaberin Antike Wohnträume
In dem länderübergreifenden Beschäftigungspakt 50plus Elbe-Elster, Wittenberg
und Dessau-Roßlau arbeiten die drei Partnerregionen aus Brandenburg und Sachsen-Anhalt
gemeinsam daran, die berufliche Perspektive
älterer Arbeitsuchender nachhaltig zu verbessern.
Ein Schlüssel für die erfolgreiche Umsetzung
des Beschäftigungspakts ist neben der intensiven
Coaching-Arbeit in insgesamt fünf Teilprojekten
insbesondere das kontinuierliche Unternehmensmonitoring in den Regionen. Eine aktive
Beratung und Unterstützung der Unternehmen
vor Ort sowie deren Sensibilisierung für die
Belange älterer Arbeitsuchender trägt maßgeblich dazu bei, dass der Paktverbund seine selbst
gesetzten Integrationsziele erreicht.
Anja Jank, Betriebsinhaberin, vertraut trotz mancher gesundheitlicher Einschränkung auf Können und Erfahrung ihrer älteren
Arbeitnehmer
Durch diese Vermittlungsstrategie konnte
der Beschäftigungspakt bereits 292 älteren
Arbeitsuchenden – teilweise mit multiplen Vermittlungshemmnissen – wieder den Weg in eine
sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im
allgemeinen Arbeitsmarkt ebnen. In der zweiten
Programmphase setzt der regionale Beschäftigungspakt auch einen Schwerpunkt auf die
weitere Qualifizierung und Professionalisierung
seiner Beraterinnen und Berater: Die Coaches
werden zu sogenannten „Job-Promotern“ ausgebildet. Eine Qualifizierung mit international
anerkannter Zertifizierung für Arbeitsberater
und -beraterinnen.
Als regionales Unternehmen mit Weitblick
wird in diesem Jahr das Unternehmen Antike
Wohnträume Jank mit Sitz in Schönewalde/
Ortsteil Ahlsdorf im Landkreis Elbe-Elster ausgezeichnet. In guter und enger Zusammenarbeit
zwischen dem Beschäftigungspakt und dem
Unternehmen konnte im Jahr 2009 zwei Arbeitsuchenden mit erheblichen gesundheitlichen
Einschränkungen die Reintegration in das
Arbeitsleben ermöglicht werden. Denn in dem
auf Restauration, Inneneinrichtung und Vertrieb
von alten Möbeln spezialisierten Kleinunternehmen wird der Erfahrungsschatz älterer Arbeitskräfte hoch geschätzt.
25
Antike Wohnträume
Branche
Dienstleistungsgewerbe
Unternehmensgröße
4 Beschäftigte
www.
antike-wohntraeume24.de
Zur Wirtschafts­struktur
der Region
Arbeitslosenquote
13,4 – 15,9 %
Anzahl der ALG IIEmpfänger/-innen
über 50 Jahre
1.908
Einwohnerzahl
115.560
Hauptwirtschaftszweige
Metall-und Elektroindustrie,
Nahrungsmittelindustrie,
Automobilzulieferer
NORD
OST
SÜD
WEST
brandenburg
JobCenter Märkisch-Oderland,
Arbeitsgemeinschaft Jobcenter Frankfurt/Oder
Regionaler Arbeits- und Wachstumsfonds
Märkisch-Oderland – Frankfurt (Oder)
Der Beschäftigungspakt Märkisch-Oderland –
Frankfurt (Oder) setzt auf regionale Netzwerke
Reinigungsservice
Schmallenberg
Branche
Dienstleistungsgewerbe
Unternehmensgröße
15 Beschäftigte
Zur Wirtschafts­struktur
der Region
Arbeitslosenquote
11,5 – 16,0 %
»Meine Erfahrungen als Arbeitnehmerin
bestimmen mein Handeln als Unternehmerin. Aus diesem Grund schaffe ich gerne
Beschäftigungsmöglichkeiten für Ältere. Sie
sind gewissenhaft, zuverlässig und dankbar.«
Elfie Schmallenberg, Betriebsinhaberin Reinigungsservice
Schmallenberg
Anzahl der ALG IIEmpfänger/-innen
über 50 Jahre
3.379
Einwohnerzahl
255.000
Hauptwirtschaftszweige
Landwirtschaft,
Solarindustrie,
Dienstleistungsgewerbe
Das Unternehmen hat über den Beschäftigungspakt mehrere
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingestellt
26
Mit viel Engagement arbeitet der Beschäftigungspakt Märkisch-Oderland – Frankfurt (Oder)
auch in der zweiten Programmphase an der Verbesserung der Arbeitsmarktchancen von Arbeitsuchenden über 50 in der Region.
Um dieses Ziel zu erreichen, werden die
regionalen Netzwerke kontinuierlich weiter ausgebaut und die Kooperation mit den entscheidenden Akteuren der Arbeits- und Beschäftigungsförderung wird stetig verbessert. Die enge
Zusammenarbeit mit vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen der Region sowie den
zuständigen Kammern und Wirtschaftsverbänden ist dabei unerlässlich für den Erfolg unserer
Arbeit.
Die finanzielle Belastung von Unternehmen,
die neue Arbeitsplätze für ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer schaffen, mindert
der Beschäftigungspakt durch die Gewährung
eines Investitionszuschusses. Die Kombination
aus finanzieller Förderung und intensiver Betreuungsdienstleistung hat sich als gutes Konzept zur
Arbeitsplatzakquise erwiesen.
Darüber hinaus setzt sich der Beschäftigungspakt dafür ein, dass der Bekanntheitsgrad des
Projekts in der Region Schritt für Schritt erhöht
wird. Sei es durch Kooperationen mit der regionalen Presse, den Kammerzeitschriften oder den
lokalen Radiosendern. Zudem wurde in diesem
Jahr auch eine Repräsentantin aus der Region als
Botschafterin 50plus des Beschäftigungspakts
gewonnen. Ziel dieses neuen Ansatzes ist es, die
Öffentlichkeit für die Potenziale und Probleme
der Zielgruppe 50plus zu sensibilisieren.
Als Unternehmen mit Weitblick 2009 wird
der Reinigungsservice Schmallenberg ausgezeichnet. Der Anteil der älteren Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter an der Gesamtbelegschaft zeugt
von der hohen Wertschätzung, die deren Erfahrung und Kompetenz im Unternehmen genießen. Zehn der 15 Beschäftigten im Unternehmen
sind über 50 Jahre alt. Die beiden bisher durch
die Zusammenarbeit des Unternehmens mit dem
Beschäftigungspakt zustande gekommenen
Beschäftigungsverhältnisse sind unter dem
Aspekt der Nachhaltigkeit der Integrationen vorbildlich.
NORD
OST
SÜD
WEST
brandenburg
Jobcenter Oberspreewald-Lausitz,
JobCenter Cottbus,
Landkreis Spree-Neiße
ALTERnativen in der Lausitz
Neue Chancen in der Lausitz – Die Moldenhauer
GmbH setzt gezielt auf den Faktor Erfahrung
»Mit ihrer Arbeitserfahrung und der
sozialen Kompetenz ist die Generation 50+
heute und zukünftig unverzichtbar. An
ihrem Lebens- und Berufsweg können
sich unsere jungen Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter orientieren.«
Helga Moldenhauer, Geschäftsführerin
Geschäftsführerin Helga Moldenhauer mit der unbefristet eingestellten Monika Huth
Im Rahmen des Beschäftigungspakts ALTERnativen in der Lausitz arbeiten das JobCenter
Oberspreewald-Lausitz, der Eigenbetrieb Grundsicherung für Arbeitsuchende des Landkreises
Spree-Neiße und seit dem 1. Juli 2009 auch das
JobCenter der kreisfreien Stadt Cottbus gemeinsam an der Integration älterer Arbeitsuchender
in den allgemeinen Arbeitsmarkt. Die konkrete
Umsetzung erfolgt dabei gemeinsam mit den
regionalen Partnern der Arbeits- und Beschäftigungsförderung im Rahmen von acht individuell
ausgestalteten Teilprojekten.
Um einen möglichst nachhaltigen Integrationserfolg zu erzielen, setzt der Beschäftigungspakt neben Einzel- und Gruppengesprächen
sowie Weiterbildungen und Coachings bei
Bedarf auch auf unterstützende Maßnahmen zur
sozialintegrativen Eingliederung. Seit dem Jahr
2008 wird in der Lausitz auch ganz gezielt ein
Selbstvermittlungsbonus in Höhe von 500 Euro
eingesetzt, um die Integration der Teilnehmenden auch durch den Einsatz finanzieller Anreize
zu fördern.
ALTERnativen
Durch diese verschiedenen Ansätze sollen bis
zum Ende der zweiten Programmphase insgesamt 2.765 Teilnehmerinnen und Teilnehmer
auf den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt
vorbereitet und 787 Arbeitsuchende reintegriert
werden.
Das Unternehmen mit Weitblick 2009, die
Glas- und Gebäudereinigung Moldenhauer
GmbH, ist ein Traditionsbetrieb mit derzeit
118 Beschäftigten – überwiegend Frauen. Das
Unternehmen ist seit fast zwei Jahrzehnten im
Landkreis Oberspreewald-Lausitz ansässig. Die
Firmenchefin setzt seit vielen Jahren auf einen
nachhaltigen Generationenmix und schätzt insbesondere die Arbeitserfahrung der Älteren. Seit
dem Jahr 2007 arbeitet das Unternehmen erfolgreich mit dem Beschäftigungspakt zusammen.
In dieser Zeit wurden bereits fünf Teilnehmerinnen und Teilnehmer – teilweise nach vorheriger
betriebsspezifischer Qualifizierung – unbefristet
angestellt.
27
Glas- und Gebäudereinigung Moldenhauer GmbH
Branche
Dienstleistungen
Unternehmensgröße
118 Beschäftigte
www.
reinigung-moldenhauer.de
Zur Wirtschafts­struktur
der Region
Arbeitslosenquote
12,9 –17,1 %
Anzahl der ALG IIEmpfänger/-innen
über 50 Jahre
5.340
Einwohnerzahl
363.000
Hauptwirtschaftszweige
Metall- und Elektroindustrie,
Chemieindustrie,
Dienstleistungen
NORD
OST
SÜD
WEST
berlin
JobCenter Neukölln,
JobCenter Treptow-Köpenick
BÄNT.AG – Beschäftigung für Ältere aus Neukölln und
Treptow-Köpenick Aktions-Gemeinschaft
SICHERHEIT NORD geht voran – Personalauswahl
mit Weitblick und Sozialkompetenz!
Sicherheit Nord
GmbH & Co. KG
Branche
Dienstleistungsgewerbe
Unternehmensgröße
3.400 Beschäftigte
www.
sicherheit-nord.de
»Durch die komplizierter werdende Arbeitskräftesituation suchen wir ständig nach
geeignetem Personal. Die BÄNT.AG bietet
uns eine sehr gute Unterstützung, sodass
wir leicht fündig werden.«
Sven Wackerhagen, Geschäftsführer SICHERHEIT NORD
Zur Wirtschafts­struktur
der Region
Arbeitslosenquote
17,3 %
Anzahl der ALG IIEmpfänger/-innen
über 50 Jahre
5.937
Einwohnerzahl
542.000
Hauptwirtschaftszweige
Groß- und Einzelhandel,
Dienstleistungsgewerbe,
Gesundheits- und Sozialwesen
Moralische und soziale Kompetenz sind bei der Arbeit im
Sicherheitsgewerbe sehr wichtig. Diese Eigenschaften findet das
Unternehmen besonders bei älteren Beschäftigten
28
Mit viel Engagement bemüht sich der
Beschäftigungspakt BÄNT.AG auch in der zweiten
Programmphase um die nachhaltige Aktivierung
und Vermittlung älterer Arbeitsuchender in den
Berliner Stadtbezirken Neukölln und TreptowKöpenick.
Durch zielgerichtete Personalvermittlung
und passgenaue Qualifizierungsmaßnahmen
unterstützt der Beschäftigungspakt sowohl die
Teilnehmerinnen und Teilnehmer als auch die
Unternehmen der Region mit vielfältigen Förderund Vermittlungsangeboten.
Um die gesteckten Ziele langfristig erfolgreich umzusetzen, durchlaufen alle Teilnehmenden des Beschäftigungspakts die mehrwöchige
Aktivierungsphase „Aktiv in Arbeit“, in der eine
gezielte Analyse der individuellen Stärken und
Schwächen mit Empowermentansätzen zur
Förderung von Motivation und Selbstvertrauen
verbunden wird. Nach erfolgreicher Aktivierung
werden die Teilnehmenden anschließend von
den drei gut vernetzten Teilprojekten betreut, die
sich weiter um die individuelle Qualifizierung
und Vermittlung der älteren Arbeitsuchenden
bemühen. Um die Teilnehmerinnen und Teilnehmer langfristig in den Arbeitsmarkt zu integrieren, sind die Sensibilisierung der Unternehmen
sowie der Ausbau des Arbeitgebernetzwerkes
eine entscheidende Erfolgsgrundlage der Arbeit
des Beschäftigungspakts.
Das Unternehmen mit Weitblick der Region
2009, der Berliner Traditionsbetrieb SICHERHEIT
NORD bietet umfangreiche Leistungen in allen
sicherheitsrelevanten Bereichen und Arbeitsfeldern an. Teilnehmenden des Beschäftigungspakts, die für diese anspruchsvolle Tätigkeit
geeignet sind, eröffnet das Unternehmen die
Chance, an arbeitsvorbereitenden Schulungen
teilzunehmen, deren Ziel die erfolgreiche Integration ist. Bisher konnten bereits zwei ältere
Arbeitsuchende auf diesem Weg im Unternehmen eine neue berufliche Zukunft finden. Denn
gerade Ältere besitzen aufgrund ihrer Lebenserfahrung wertvolle Eigenschaften wie Verantwortungsgefühl und Verlässlichkeit, die im Sicherheitsgewerbe von besonderer Bedeutung sind.
Berlin
NORD
OST
SÜD
WEST
JobCenter Pankow,
JobCenter Charlottenburg-Wilmersdorf,
Marzahn-Hellersdorf,
Friedrichshain-Kreuzberg
Berliner Betriebe nutzen die Kompetenzen Älterer – Berliner BÄr
Mit Volldampf in den Untergrund – Die Sasse Traffic
und Logistic GmbH fördert gezielt ältere Arbeitskräfte
»Durch die Vorauswahl der Bewerberinnen
und Bewerber durch Berliner BÄr und die
Arbeitserprobung während der Praktika ist
die Gewähr gegeben, dass die Mitarbeiter
langfristig ans Unternehmen gebunden
werden.«
Wolf-Dietrich Biel, Geschäftsführer Sasse Traffic und
Logistic GmbH
Klaus-Jürgen Kunze ist einer von acht Mitarbeitern, die in diesem
Jahr bei der Sasse Traffic und Logistic GmbH einen neuen Einstieg
ins Erwerbsleben gefunden haben
Der Beschäftigungspakt Berliner BÄr –
Berliner Betriebe nutzen die Kompetenzen Älterer
setzt seit dem Jahr 2009 erfolgreich auf ein ZweiSäulen-Modell: Zum einen verfügen alle beteiligten JobCenter über spezialisierte Integrationsfachkräfte innerhalb der Grundsicherungsstelle,
die speziell für die Zielgruppe 50plus verantwortlich sind. Zum anderen existieren zahlreiche
extern organisierte Teilprojekte, die ein breites
Spektrum an Aktivierungsmodulen anbieten.
So haben es sich beispielsweise die Teilprojekte
„Aktivierung“ und „Vermittlungscoaching“ oder
auch die zahlreichen JobCafés zum Ziel gesetzt,
ältere Arbeitsuchende wieder an den Arbeitsmarkt heranzuführen.
Es ist dem Beschäftigungspakt gelungen,
ein stabiles Netzwerk von Firmen aufzubauen,
die Willens sind, älteren Arbeitsuchenden auch
nach langer Auszeit eine Chance auf einen Wiedereinstieg ins Berufsleben zu geben. Darüber
hinaus können die Teilnehmenden auch durch
betriebliche Praktika, die vom Beschäftigungspakt Berliner BÄr organisiert werden, wieder
Anschluss an einen geregelten Arbeitsalltag und
an das gewünschte Arbeitsfeld bekommen.
Diese Möglichkeit wird von den Teilnehmerinnen
und Teilnehmern vor allem dann gerne genutzt,
wenn die Praktika direkt in eine Anstellung auf
dem allgemeinen Arbeitsmarkt einmünden.
Das Unternehmen mit Weitblick der Region
2009 ist die Sasse Traffic und Logistic GmbH, die
u. a. für die Bahnhofsreinigung auf den Berliner
U-Bahnhöfen verantwortlich ist.
In einem ersten Schritt ermöglicht der Betrieb
den Projektteilnehmenden während eines Praktikums einen Einblick in den Arbeitsalltag. Ziel
des Unternehmens ist es, die Teilnehmenden bei
Eignung und Neigung zu übernehmen. Durch
diese Praktika konnten auch Arbeitsuchende,
die seit mehr als fünf Jahren ohne Beschäftigung
waren, eine neue Chance bekommen. Bisher
haben bereits acht Projektteilnehmende diesen
Weg erfolgreich beschritten und sind als neue
Mitarbeiter in das Unternehmen aufgenommen
worden.
29
Sasse Traffic und Logistic
GmbH
Branche
Dienstleistungsgewerbe
Unternehmensgröße
450 Beschäftigte
www.
sasse.de
Zur Wirtschafts­struktur
der Region
Arbeitslosenquote
14 – 14,4%
Anzahl der ALG IIEmpfänger/-innen
über 50 Jahre
14.414
Einwohnerzahl
1.195.043
Hauptwirtschaftszweige
Tourismus,
Dienstleistungsgewerbe
NORD
OST
SÜD
WEST
Sachsen-Anhalt
Arbeitsgemeinschaft SGB II des Burgenlandkreises,
Saalekreis Eigenbetrieb Merseburg
Lebenswissen für eine starke Region südliches Sachsen-Anhalt
Erfahrung und Zuverlässigkeit: unverzichtbare
Potenziale für den betrieblichen Erfolg!
ARGE SGB II
Burgenlandkreis
TÜ - Gebäudeservice GmbH
Branche
Baugewerbe
Unternehmensgröße
406 Beschäftigte
www.
tue-zeitz.de
Ȁltere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben eine hohe Arbeitsmoral
und Arbeitsdisziplin, verfügen über mehr
Lebens- und Berufserfahrung und besitzen
ein ausgeprägtes Qualitätsbewusstsein.«
Magnus Teppner, Geschäftsführer
TÜ - Gebäudeservice GmbH
Zur Wirtschafts­struktur
der Region
Arbeitslosenquote
12,4 – 13,8 %
Anzahl der ALG IIEmpfänger/-innen
über 50 Jahre
8.644
Einwohnerzahl
400.459
Hauptwirtschaftszweige
Landwirtschaft,
Handwerk,
Dienstleistung,
Transport-Logistik
In der TÜ - Gebäudeservice GmbH sieht man die gemischte Altersstruktur als Gewinn für die jungen und älteren Beschäftigten an
30
Mit vielen Neuerungen ist der Beschäftigungspakt Lebenswissen für eine starke Region
südliches Sachsen-Anhalt in die zweite Programmphase gestartet. Sowohl eine territoriale
als auch eine konzeptionelle Erweiterung des
Projektansatzes wurden vorgenommen.
Durch diese Neuausrichtung konnten
seit Januar 2008 bereits 1.874 Arbeitsuchende
aktiviert und 433 Integrationen in den allgemeinen Arbeitsmarkt erzielt werden. Im Zentrum
dieses Erfolgs stehen die Bemühungen der zwei
Arbeitsfabriken, der zwei Vermittlungszentren
und des Kompetenzzentrums des Beschäftigungspakts.
In diesen Einrichtungen finden sowohl
ältere Arbeitsuchende als auch die Unternehmen
der Region kompetente Unterstützung. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden von ihrem
individuellen Ansprechpartner auf dem Weg von
der Aktivierung bis zur Integration in den allgemeinen Arbeitsmarkt begleitet – und selbstverständlich auch in der Zeit danach.
Hierbei arbeitet der Beschäftigungspakt
eng mit seinen regionalen Partnern zusammen.
Durch nachhaltige Aktivierung, individuelles
Coaching, betriebliche Praktika und Förderleistungen für Arbeitgeber ermöglicht das Projekt
den älteren Arbeitsuchenden einen erfolgreichen Wiedereinstieg in das Berufsleben.
Zum Unternehmen mit Weitblick 2009 wurde
die TÜ – Gebäudeservice GmbH gewählt. Der 1999
gegründete Betrieb ist in den Bereichen Gebäudereinigung, Bauhilfsleistungen sowie in der Garten- und Landschaftspflege tätig. Die hohe Sozialkompetenz des Unternehmens zeigt sich bereits
darin, dass die Hälfte der Beschäftigten über 50
Jahre alt ist. Bisher hat die TÜ – Gebäudeservice
GmbH im Rahmen der langfristigen Zusammenarbeit mit dem Beschäftigungspakt bereits sieben
älteren Arbeitsuchenden eine neue Chance auf
Beschäftigung eröffnet. Die Geschäftsleitung
schätzt vor allem die Erfahrungen und die Zuverlässigkeit der älteren Arbeitskräfte und betrachtet
dieses Potenzial auch zukünftig als unverzichtbar
für den betrieblichen Erfolg.
Sachsen-Anhalt
NORD
OST
SÜD
WEST
Arbeitsgemeinschaft SGB II Halle GmbH,
Agentur für Arbeit Halle Geteilte Trägerschaft Saalkreis,
Arbeitsgemeinschaft SGB II Landkreis Anhalt-Bitterfeld
Jahresringe®
75 Prozent ältere Arbeitskräfte – Relaxdays ist ein
Vorbild für moderne Beschäftigungspolitik
»Mit meinen älteren Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern stehen mir als Jungunternehmer ca. 200 Jahre geballte Berufserfahrung
zur Verfügung – das nutze ich gern!«
Martin Menz, Geschäftsführer Relaxdays GmbH
Der Beschäftigungspakt Jahresringe® arbeitet bereits seit Oktober 2005 erfolgreich an der
Reintegration älterer Arbeitsuchender in den
allgemeinen Arbeitsmarkt der Region Halle-Bitterfeld. Das Kernstück des Beschäftigungspakts
bilden dabei die elf sehr vielfältig ausgerichteten
Teilprojekte sowie die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern der Region.
Individuelle und passgenaue Qualifizierungsund Unterstützungsangebote stellen sicher, dass
bedarfsgerecht gefördert wird. Kompetente
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betreuen die
Teilnehmenden von der Aktivierung bis zur Integration – und selbstverständlich auch darüber
hinaus. So werden Unternehmen zielgerichtet
und nachhaltig unterstützt. Auch der regelmäßige und enge Kontakt des Beschäftigungspakts
mit den regionalen Wirtschaftsverbänden ist in
diesem Zusammenhang von großer Bedeutung
für den Integrationserfolg.
Geschäftsführer Martin Menz (rechts) schätzt den ausgeprägten
Erfahrungsschatz seiner älteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Durch diesen nachhaltigen Vermittlungsansatz konnten seit Beginn der zweiten Programm-
phase bereits 602 Männer und Frauen wieder
in den allgemeinen Arbeitsmarkt integriert
werden. 32 dieser ehemaligen Projektteilnehmenden beschritten sogar den schwierigen
Weg in die Selbstständigkeit.
Relaxdays GmbH
Branche
Handel
Unternehmensgröße
8 Beschäftigte
Der diesjährige Preisträger der Region ist die
Relaxdays GmbH. Das Engagement des OnlineVersandhandels für ältere Arbeitnehmerinnen
und Arbeitnehmer ist beispielhaft: 75 Prozent
der Belegschaft sind über 50 Jahre alt. Bereits
seit dem Jahr 2006 arbeitet das Unternehmen
kontinuierlich und vertrauensvoll mit dem
Beschäftigungspakt zusammen. Durch diese
erfolgreiche Kooperation konnten bisher sechs
ältere Arbeitsuchende wieder in versicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse vermittelt
werden. Da das expandierende Unternehmen
insbesondere die individuelle Betreuung der
neuen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer
durch den Beschäftigungspakt schätzt, ist davon
auszugehen, dass weitere Einstellungen folgen
werden.
31
www.
relaxdays.de
Zur Wirtschafts­struktur
der Region
Arbeitslosenquote
13,1 – 13,6 %
Anzahl der ALG IIEmpfänger/-innen
über 50 Jahre
7.801
Einwohnerzahl
488.385
Hauptwirtschaftszweige
Baugewerbe,
Handel,
Dienstleistungsgewerbe
NORD
OST
SÜD
WEST
Sachsen-Anhalt
Arbeitsgemeinschaften SGB II Mansfelder Land,
Landkreis Sangerhausen und Quedlinburg
Zukunftswerkstatt 50plus
Die HsdC GmbH schafft Sicherheit – Der richtige
Altersmix ist dafür die Grundlage!
HsdC GmbH
Branche
Dienstleistungsgewerbe
Unternehmensgröße
130 Beschäftigte
www.
nightaudit.eu
Zur Wirtschafts­struktur
der Region
»Es ist mein Respekt älteren Menschen
gegenüber, vor deren Lebens- und Berufs­
erfahrung, es ist meine Erfahrung der
Loyalität und Betriebsverbundenheit der
älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeit­
nehmer, die mich überzeugt.«
Katrin Schumann, geschäftsführende Gesellschafterin
HsdC GmbH
Arbeitslosenquote
16,1 – 17,5 %
Anzahl der ALG IIEmpfänger/-innen
über 50 Jahre
3.466
Einwohnerzahl
227.300
Hauptwirtschaftszweige
Metallbau,
Maschinen- und Anlagenbau,
Dienstleistungsgewerbe
Katrin Schumann, geschäftsführende Gesellschafterin (links) legt
großen Wert auf eine altersgemischte Belegschaft, in der Alt und
Jung eine fruchtbare Symbiose bilden
32
Gemeinsam mit seinen vielen Partnern in
der Region verfolgt der Beschäftigungspakt
Zukunftswerkstatt 50plus der ARGEn Mansfelder
Land, Sangerhausen und Quedlinburg das Ziel,
älteren Arbeitsuchenden wieder eine Perspektive
auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu geben.
Die Zukunftswerkstatt 50plus begreift sich
als Dienstleister für die älteren Arbeitsuchenden
und Unternehmen der Region. Ebenso wichtig
wie die passgenaue Aktivierung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind für den Beschäftigungspakt der Aufbau und die Pflege intensiver
Kontakte zu kleinen und mittelständischen
Unternehmen in der Region.
Um den besonderen Voraussetzungen der
älteren Arbeitsuchenden gerecht zu werden,
wurden im Jahr 2009 neue Teilprojekte eingerichtet: Im Projekt „Gesundheitspilot“ werden
Mittel und Wege erprobt, wie gesundheitlich
beeinträchtigte Projektteilnehmende noch
besser auf die Reintegration in den allgemeinen
Arbeitsmarkt vorbereitet werden können. Die
ebenfalls neu etablierten Job-Cafés an den ARGE-
Standorten werden ebenfalls bereits sehr gut
angenommen.
Auch für die Zukunft plant der Beschäftigungspakt wieder ein neues Projekt: Da Mobilität
im ländlichen Raum eine grundlegende Voraussetzung für eine gelungene Reintegration darstellt, wird auf diesem Gebiet zurzeit ein neues
Förderkonzept entwickelt.
Die Auszeichnung als Unternehmen mit
Weitblick wird in diesem Jahr an die HsdC GmbH
verliehen. Das Unternehmen ist ein renommierter regionaler Sicherheitsdienstleister und im
Bereich Hotellerie auf sogenannte Night Audits
(Rezeptionsüberwachung bei Nacht) spezialisiert. Die HsdC GmbH legt in ihrer Personalpolitik großen Wert auf die Kompetenzen älterer
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Die hohe
Anzahl von Beschäftigten mit großer Lebenserfahrung sowie die Zahl an Neuanstellungen
älterer Arbeitsuchender machen diese Wertschätzung deutlich sichtbar und lassen eine für
beide Seiten fruchtbare Symbiose zwischen Alt
und Jung entstehen.
sachsen Anhalt
NORD
OST
SÜD
WEST
Jobcenter Arbeitsgemeinschaft Magdeburg GmbH,
Job-Center der Arbeitsgemeinschaft Börde,
Arbeitsgemeinschaft Grundsicherung im Job-Center Jerichower Land,
Kommunale Beschäftigungsagentur Schönebeck (KoBa) – Eigenbetrieb des Salzlandkreises
Magdeburger Beschäftigungspakt „Kompetenz und Erfahrung für die Region“
Der Magdeburger Beschäftigungspakt ist auch für
behinderte Menschen ein großer Gewinn!
»Das Einfühlungsvermögen der älteren
Arbeitskräfte ist beispielhaft. Über Schlüsselqualifikationen wie Pünktlichkeit,
Zuverlässigkeit und Identifikation mit dem
Unternehmen brauchen wir uns an dieser
Stelle gar nicht weiter zu unterhalten – sie
sind einfach da.«
Raimund Heinke und Matthias Behrens, Geschäftsführung
Bodelschwingh-Haus Wolmirstedt – Werkstatt für behinderte
Menschen gGmbH
Mit Herrn Swientek wurde einem älteren Arbeitnehmer eine
Beschäftigungschance als Garten- und Landschaftsgestalter
gegeben
Seit Beginn der zweiten Programmphase
arbeiten die vier regionalen Grundsicherungsträger des Beschäftigungspakts Kompetenz und
Erfahrung für die Region gemeinsam an der
Vermittlung älterer Arbeitsuchender. Trotz der
Wirtschaftskrise ist es gelungen, die angestrebten Integrationsziele zu erreichen. Dies war vor
allem durch den kontinuierlichen Ausbau der
Netzwerke sowie eine konsequentere bewerberorientierte Vermittlung möglich.
Voraussetzung dafür ist der Aufbau eines
echten Vertrauensverhältnisses zu den Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Die Ergebnisse von
ausführlichen Profiling-Gesprächen zur Feststellung ihrer individuellen Kompetenzen und
Motivationslage werden in einer Vermittlungssoftware dokumentiert und bilden die Grundlage
für das anschließende Coaching. In zahlreichen,
oftmals langjährigen Unternehmenskontakten
werden Arbeitsplätze akquiriert und passgenau
mit sorgfältig ausgewählten Bewerberinnen und
Bewerbern besetzt. Ein gestuftes Praktikasystem
ermöglicht die intensive Arbeitserprobung sowie
eine gründliche Vorbereitung auf die Tätigkeit.
Viele Unternehmen pflegen bereits seit dem
Erstkontakt eine enge Zusammenarbeit mit dem
Vermittlungsteam des Beschäftigungspakts bei
der Gewinnung und Auswahl von neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Mit der Wahl zum Unternehmen mit Weitblick 2009 wird das Bodelschwingh-Haus Wolmirstedt – Werkstatt für behinderte Menschen
gGmbH geehrt. In den Arbeitsgruppen der
Werkstatt werden die Fähig- und Fertigkeiten
der Beschäftigten mit Behinderung bestmöglich
zur Erfüllung der Arbeitsaufträge genutzt und
weiterentwickelt. Dafür sind Arbeitskräfte mit
hoher sozialer Kompetenz gefragt. Längst hat
das Unternehmen erkannt, dass eine gesunde
Mischung von Jung und Alt gut für das Betriebsklima ist. So wurden bisher bereits vier Teilnehmende sozialversicherungspflichtig eingestellt.
Weitere Neubeschäftigungen sind derzeit in Planung und dokumentieren so die Fortsetzung des
eingeschlagenen Erfolgskurses.
33
Bodelschwingh-Haus
Wolmirstedt – Werkstatt
für behinderte Menschen
gGmbH
Branche
Gesundheits- und Sozialwesen
Unternehmensgröße
194 Beschäftigte
www.
bodelschwingh-haus.de
Zur Wirtschafts­struktur
der Region
Arbeitslosenquote
8,2 – 13,5 %
Anzahl der ALG IIEmpfänger/-innen
über 50 Jahre
5.342
Einwohnerzahl
545.758
Hauptwirtschaftszweige
Maschinen- und Anlagenbau,
Umwelttechnologie,
Ernährungs- und Gesundheitswirtschaft
NORD
OST
SÜD
WEST
Sachsen-Anhalt
Arbeitsgemeinschaften SGB II Halberstadt und im Landkreis Stendal,
Agentur für Arbeit Stendal SGB II – Bereich Altmarkkreis Salzwedel
Netzwerk 50++ Altmark/Region Harz
Das Wohnheim Chausseehaus für geistig behinderte
Menschen setzt auf die Kompetenz Älterer
Wohnheim Chausseehaus
Hassel gGmbH
Branche
Gesundheits- und Sozialwesen
Unternehmensgröße
50 Beschäftigte
»Eine gute Mischung der Altersstrukturen
unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern führt zur Erhöhung der fachlichen und
sozialen Kompetenzen im Unternehmen.«
Elke Klaus-Harlfinger, Geschäftsführerin Wohnheim
Chausseehaus Hassel gGmbH
www.
wohnheim-hassel.de
Zur Wirtschafts­struktur
der Region
Arbeitslosenquote
7,9 – 15,2 %
Anzahl der ALG IIEmpfänger/-innen
über 50 Jahre
5.259
Einwohnerzahl
455.004
Hauptwirtschaftszweige
Landwirtschaft,
verarbeitendes Gewerbe,
Tourismus
Das Wohnheim Chausseehaus Hassel gGmbH legt großen Wert
auf eine altersgemischte Belegschaft
34
Der Beschäftigungspakt Netzwerk 50++
Altmark/Region Harz arbeitet auch in der zweiten Programmphase nachhaltig an dem Ziel der
Integration älterer Arbeitsuchender in den allgemeinen Arbeitsmarkt der Region.
Die sieben Beratungszentren der Netzwerkpartner – der AWZ GmbH Halberstadt, der DEKRA
Akademie GmbH, der Grone-Schulen SachsenAnhalt GmbH und der IBB GmbH – bieten den
älteren Arbeitsuchenden und den Unternehmen
der Region daher eine Vielzahl an qualifizierten
Beratungs- und Unterstützungsangeboten aus
einer Hand.
In der Aktivierungsphase setzt der Beschäftigungspakt insbesondere auf die Kombination
von Coachings in Einzelberatungen und die komplementäre Gruppenarbeit in Workshops. Einen
wichtigen Faktor bei der erfolgreichen Vermittlung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer stellen die gezielt vorbereiteten betrieblichen Praktika dar, die sowohl den Arbeitsuchenden als auch
den Unternehmen der Region die Gelegenheit
geben, einander gut kennenzulernen. Unterstüt-
zend werden bei Bedarf vermittlungsrelevante
Kurzqualifizierungen angeboten, um eine nachhaltige Integration bestmöglich vorzubereiten.
Zum Unternehmen mit Weitblick 2009 wählt
der Beschäftigungspakt die gemeinnützige
Wohn- und Förderstätte Wohnheim Chausseehaus Hassel gGmbH. Das Unternehmen bietet
geistig behinderten Menschen ein Wohnangebot in familiären Strukturen. 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter widmen sich mit hohem
Engagement der Betreuung der Bewohner. Die
Geschäftsführung ist davon überzeugt, dass sich
eine gemischte Altersstruktur der Belegschaft
nachhaltig positiv auf die Betreuung der Behinderten auswirkt. Daher hat das Unternehmen
den Teilnehmenden des Beschäftigungspakts
Möglichkeiten für Arbeitserprobungen und
Praktika eröffnet. Ein Arbeitsvertrag konnte im
Anschluss an eine solche Maßnahme bereits
unterzeichnet werden. Wegen der vorbildlichen
Einstellung der Geschäftsleitung sind auch künftig Beschäftigungsoptionen für die Ziel­gruppe
50plus in diesem Unternehmen möglich.
Thüringen
NORD
OST
SÜD
WEST
Agentur für Arbeit Altenburg, Arbeitsgemeinschaft Weimar/Weimarer Land,
Arbeitsgemeinschaften SGB II Stadt Gera, Landkreis Greiz,
Saale-Orla-Kreis, Saale-Holzland-Kreis, Jena Stadt (jenarbeit),
Arbeitsgemeinschaft Grundsicherung für Arbeitsuchende im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt
.COOP[+] 2
Ganzheitlich, langfristig, erfolgreich – .COOP[+] 2
bekämpft Vermittlungshemmnisse!
»Das wichtigste Kapital älterer Arbeitskräfte sind Berufserfahrung und Fachwissen.
Durch stetigen Wissenstransfer und die
Weitergabe ihrer Wertvorstellungen werden
sie zu unschätzbaren Ressourcen.«
Pierre Engemann, Geschäftsführer
NESTRO Lufttechnik GmbH
Die Geschäftsführer Paulus Nettelnstroth (links) und Pierre Engemann vertrauen auf die Erfahrung und Kompetenzen Älterer.
Dieses Jahr konnten 13 ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer über den Beschäftigungspakt eingestellt werden
Mit Beginn der zweiten Programmphase
etablierte der Beschäftigungspakt .COOP[+]2
sogenannte Ü50-Teams in den Grundsicherungsstellen, deren Aufgabe sowohl die Betreuung der
Arbeitsuchenden als auch die Beratung der regionalen Unternehmen ist.
Dieses neue Konzept gewährleistet einen
ganzheitlichen Förderansatz – von der individuellen Aktivierung bis zur gezielten Integration. Der Arbeitskräftebedarf der regionalen
Unternehmen nimmt dabei stark Einfluss auf die
Auswahl der entsprechenden Teilnehmerinnen
und Teilnehmer und auf den Einsatz geeigneter
Aktivierungselemente.
Hierzu arbeiten die verschiedenen Projektpartner des Beschäftigungspakts Hand in Hand
für die Interessen der älteren Arbeitsuchenden in
der Region. Diese Kooperation ist insbesondere
deshalb sehr wichtig, da die Ü50-Teams vor allem
in den ländlichen Gebieten mit verfestigten Vermittlungshemmnissen konfrontiert werden, die
nur auf langfristige Sicht überwunden werden
können. Sehr arbeitsmarktorientierte Aktivie-
rungselemente, wie Arbeitserprobungen und
Praktika, erweisen sich hierbei als besonders stabilisierend und motivierend.
Das in diesem Jahr prämierte Unternehmen
mit Weitblick der Region, die NESTRO Lufttechnik GmbH, zeichnet sich durch sein vorbildliches
soziales Engagement aus. In Zusammenarbeit
mit dem Ü50-Team des Saale-Holzland-Kreises
absolvierten 14 Teilnehmende eine arbeitsplatzbezogene Qualifizierung im Unternehmen. Nach
einem individuellen Coaching konnten die Teilnehmenden das Arbeitsumfeld kennenlernen
und dabei ihre theoretischen Kenntnisse sowie
eine gehörige Portion Lebenserfahrung einbringen. Der Erfolg dieser Maßnahme spricht für sich:
Am 1. Oktober 2009 erhielten 13 Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Arbeitsvertrag bei der
NESTRO GmbH. Die geplante Zahl von 755 Integrationen im Jahr 2009 wurde durch die erfolgreiche Arbeit des Beschäftigungspakts deutlich
übertroffen, bisher konnten 1.006 Integrationen
(davon 492 Frauen) erreicht werden.
35
NESTRO Lufttechnik GmbH
Branche
Anlagenbau
Unternehmensgröße
230 Beschäftigte
www.
nestro.de
Zur Wirtschafts­struktur
der Region
Arbeitslosenquote
8,6 – 16,2 %
Anzahl der ALG IIEmpfänger/-innen
über 50 Jahre
9.191
Einwohnerzahl
865.000
Hauptwirtschaftszweige
Optoelektronik,
Metallverarbeitung,
Dienstleistungsgewerbe
NORD
OST
SÜD
WEST
Thüringen
Arbeitsgemeinschaft für Arbeitsuchende des Kyffhäuserkreises,
Grundsicherungsamt Landkreis Eichsfeld,
Arbeitsgemeinschaft im Jobcenter Sömmerda
Perspektive Fünfzig + Eichsfeld-Kyffhäuser-Territorium
und Landkreis Sömmerda
Wieder Fahrt aufnehmen! – Die Taxi Fischer & Krämer
KG bietet Älteren eine neue Chance
Taxi Fischer & Krämer KG
Branche
Landverkehr
Unternehmensgröße
15 Beschäftigte
www.
taxi-Eichsfeld.de
»Ich bin selbst stark in die Betriebsabläufe
eingebunden und deshalb dankbar, dass ich
bei der Vorbereitung der Personalauswahl
auf die Unterstützung des Beratungszentrums zurückgreifen kann.«
Dieter Fischer, Geschäftsführer Taxi Fischer & Krämer KG
Zur Wirtschafts­struktur
der Region
Arbeitslosenquote
10,5 – 17%
Anzahl der ALG IIEmpfänger/-innen
über 50 Jahre
2.671
Einwohnerzahl
211.034
Hauptwirtschaftszweige
Metall- und Elektroindustrie,
Fahrzeugbau,
Dienstleistungsgewerbe
Herr Fischer (2.v.r.) mit drei über den Beschäftigungspakt eingestellten älteren Arbeitnehmern
36
In der zweiten Programmphase verfolgt der
Beschäftigungspakt PerFEKT 50plus und Landkreis Sömmerda das Ziel, jährlich 375 Teilnehmerinnen und Teilnehmer wieder dauerhaft
den Weg zurück ins Berufsleben zu ebnen. Die
erfolgreiche Umsetzung dieses ambitionierten
Plans soll durch eine flächendeckende Betreuung
der Arbeitsuchenden in vier regionalen Vermittlungszentren gewährleistet werden. Der Beschäftigungspakt konnte seine Tätigkeit im Jahr 2009
auf den Landkreis Sömmerda ausweiten. Hier
steht bereits ein neuer Umsetzungsansatz durch
Zusammenwirken eines Arbeitsvermittlers mit
einem beauftragten Dritten in der Erprobungsphase.
Mit allen Teilnehmenden werden speziell
auf ältere Arbeitsuchende zugeschnittene Profilings und verschiedene Aktivierungsmodule
durchgeführt, die den Weg in den allgemeinen
Arbeitsmarkt ebnen. Um möglichst viele ältere
Arbeitsuchende langfristig zu aktivieren, bietet
der Beschäftigungspakt als Grundlage seiner
Integrationsstrategie gezielt arbeitsmarktbezogene Qualifizierungen und Arbeitserprobungen
in den Unternehmen der Region an. Die Beratung und Betreuung erfolgen dabei individuell
zugeschnitten auf die persönlichen Vermittlungshemmnisse durch kompetente Beraterteams. Alle beteiligten Akteure sowie ein breites
Unterstützernetzwerk aus Politik und Wirtschaft
kooperieren eng miteinander, um dieses Ziel zu
verwirklichen.
Die Wahl des Unternehmens mit Weitblick
der Region fiel in diesem Jahr auf den Betrieb
Taxi Fischer & Krämer KG in Leinefelde. Bereits
im zweiten Jahr arbeitet das Team des Beschäftigungspakts erfolgreich mit dem Unternehmer
zusammen. Der Betrieb ermöglichte bisher drei
älteren Arbeitsuchenden aus dem Landkreis
Eichsfeld eine unbefristete Beschäftigung im
Bereich Personenbeförderung und Kurierdienste. Bei der Auswahl der Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter stehen Einsatzbereitschaft, Zuverlässigkeit, Freundlichkeit und Kundenorientierung
an oberster Stelle. Einstellungsentscheidend für
Geschäftsführer Dieter Fischer war insbesondere
die hilfreiche Unterstützung bei der Vorauswahl
durch die Berater des Vermittlungszentrums.
Thüringen
NORD
OST
SÜD
WEST
Verbund-Pakt Südwestthüringen (Arbeitsgemeinschaften Stadt Eisenach,
Landkreis Hildburghausen, Landkreis Schmalkalden-Meiningen,
Landkreis Sonneberg, Stadt Suhl,
Landkreis Wartburgkreis, Ilm-Kreis)
AGIL (Aeltere Gehen In Lohn) „Perspektive 50plus“
Gesund und agil – Die AWO Sonneberg/Neuhaus
schafft neue Perspektiven!
Ȁltere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
haben die Erfahrung und die richtige
Portion Gelassenheit, die einem Unternehmen genau dann die nötige Ruhe geben,
wenn es einmal unruhig wird.«
Ulf Grießmann, Geschäftsführer
AWO Sonneberg/Neuhaus gGmbH
Das Ziel des Beschäftigungspakts AGIL ist die
dauerhafte Integration älterer Arbeitsuchender in
den allgemeinen Arbeitsmarkt sowie die nachhaltige Weiterqualifizierung der Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer, die aufgrund von multiplen Vermittlungshemmnissen bis auf Weiteres
nicht so leicht wieder in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse vermittelbar sind.
Hierzu werden in enger Zusammenarbeit
mit den Partnern der regionalen Netzwerke
alternative Strategien zur Aktivierung und Integration konzipiert, um die Beschäftigungschancen
älterer Arbeitsuchender Schritt für Schritt zu verbessern. Ein integriertes Gesundheitsmanagement,
direkt oder in Kooperation mit den regional ansässigen Krankenkassen umgesetzt, ist ein Kernbestandteil zur Förderung der Beschäftigungsfähigkeit. So wird beispielsweise im Pilotprojekt Aktiv
50Plus das Potenzial von Nordic Walking zur psychischen, physischen und sozialen Stärkung mit
Erfolg getestet.
Ulf Grießmann, Geschäftsführer der AWO Sonneberg/Neuhaus
gGmbH, im Gespräch
Die Verbindung aus niedrigem Betreuungsschlüssel, sozialpädagogischer Begleitung und
psychologischer Unterstützung ermöglicht eine
optimale Aktivierung der Teilnehmerinnen und
Teilnehmer in individuellen Maßnahmen. Um
den langfristigen Erfolg dieses Ansatzes zu
sichern, wird das Coaching der Teilnehmenden
auch über den Zeitpunkt einer Arbeitsaufnahme
hinaus fortgesetzt.
Die Auszeichnung als Unternehmen mit Weitblick der Region 2009 erhält die AWO Sonneberg/
Neuhaus gGmbH. Dieser renommierte Dienstleister im Gesundheitssektor unterhält in der Region
vielfältige soziale Einrichtungen von der Kindertagesstätte bis zur Suchtberatungsstelle. Zusammen mit dem Beschäftigungspakt ermöglichte
die AWO Sonneberg/Neuhaus bereits 30 branchenfremden Arbeitsuchenden eine sechsmonatige Qualifizierungsmaßnahme, in deren Verlauf
die Teilnehmenden erfolgreich in das Unternehmen integriert wurden. Dass die neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zuvor noch keine Erfahrungen im Gesundheitssektor gesammelt hatten,
war der Geschäftsführung weniger wichtig als
deren Weitblick, Umsichtigkeit und Lebenserfahrung.
37
AWO Sonneberg/Neuhaus
gGmbH
Branche
Gesundheits- und Sozialwesen
Unternehmensgröße
320 Beschäftigte
www.
awo-sonneberg.de
Zur Wirtschafts­struktur
der Region
Arbeitslosenquote
7,2 – 11,7 %
Anzahl der ALG IIEmpfänger/-innen
über 50 Jahre
4.912
Einwohnerzahl
592.782
Hauptwirtschaftszweige
Baugewerbe,
Gesundheitswesen,
Dienstleistungsgewerbe
NORD
OST
SÜD
WEST
Thüringen
Arbeitsgemeinschaften SGB II Erfurt, Landkreis Nordhausen,
Arbeitsgemeinschaften Grundsicherung für Arbeitssuchende Gotha
und Unstrut-Hainich-Kreis
>>Jobwerkstatt ALTERnativ<<
Mit bedarfsgerechter Qualifizierung zum Erfolg –
Die Jobwerkstatt ALTERnativ macht’s vor!
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HAINICH Konserven GmbH
Branche
Ernährungsgewerbe
Unternehmensgröße
113 Beschäftigte
www.
hainichkonserven.de
Zur Wirtschafts­struktur
der Region
»Die Jobwerkstatt ALTERnativ vermittelt
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer,
die aufgrund ihrer Ausbildung und Erfahrung zu unserem Unternehmen passen.
Somit gewinnen wir langfristig zuverlässige
Mitarbeiter, die bereit sind, sich zu engagieren.«
Cornelia Beau, Geschäftsführerin HAINICH Konserven GmbH
Arbeitslosenquote
9,6 – 12,4 %
Anzahl der ALG IIEmpfänger/-innen
über 50 Jahre
9.611
Einwohnerzahl
545.075
Hauptwirtschaftszweige
Elektroindustrie,
Solarindustrie,
Dienstleistungsgewerbe
Cornelia Beau, die Geschäftsführerin der HAINICH Konserven
GmbH aus Niederdorla, präsentiert gemeinsam mit ihrer über
50-jährigen Mitarbeiterin Roswitha Laun die Produkte des Unternehmens
38
In den letzten zwei Jahren hat die Jobwerkstatt ALTERnativ intensiv an der regionalen Ausweitung des Beschäftigungspaktes gearbeitet.
Seit Januar 2008 kooperiert der Unstrut-HainichKreis mit der ARGE Landkreis Nordhausen und
seit Juli 2009 zudem auch mit den ARGEn der
Städte Erfurt und Gotha.
Die Vermittlungsbemühungen der Jobwerkstatt ALTERnativ sind weiterhin sehr erfolgreich:
Bisher konnten bereits über 660 ältere Arbeitsuchende wieder in den allgemeinen Arbeitsmarkt
integriert werden. Vor allem die hohe Zahl an
integrierten Frauen über 50 Jahre, insgesamt 299,
ist in diesem Zusammenhang bemerkenswert.
Dieses sehr gute Ergebnis fußt auf einer engmaschigen Betreuung durch einen relativ kleinen
Betreuungsschlüssel. Die intensive Zusammenarbeit mit den Arbeitgebern sowie gezielte Aktivierungsmaßnahmen für eine bewerberorientierte
Vermittlung sind dabei wichtige Erfolgsfaktoren.
Die bedarfsgerechte Qualifizierung der Teilnehmenden sowie die persönliche Betreuung der
Unternehmen bilden die Eckpfeiler des Konzepts
der Jobwerkstatt ALTERnativ. Im Fokus der
Bemühungen steht dabei vor allem die zeit­
nahe, unbürokratische und auf die Wünsche der
Arbeitgeber ausgerichtete Stellenbesetzung.
Hierzu werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mithilfe von gezielten Maßnahmen wie
einem Bewerbungstraining, einem Führerscheinkurs, aber auch dem zur Verfügung stellen von
pakteigenen Autos in den ersten Monaten einer
neuen Beschäftigung bei ihrem Neustart ins
Berufsleben unterstützt.
Die HAINICH Konserven GmbH ist das Unternehmen mit Weitblick der Region 2009. In enger
Zusammenarbeit mit der Jobwerkstatt ALTERnativ hat das Unternehmen bisher bereits zwölf
ältere Arbeitsuchende aus dem Unstrut-HainichKreis eingestellt. Die nachhaltige und langfristige Integration der neuen Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter unterstützt die Hainich GmbH vorbildlich durch eine flexible Arbeitszeitorganisation und ein aktives Gesundheitsmanagement.
sachsen
NORD
OST
SÜD
WEST
Amt für Arbeit und Soziales Bautzen,
Arbeitsgemeinschaft Hoyerswerda,
Arbeits- und Sozialzentrum Kamenz
Neustart 50plus
Die Oberlausitz-Kliniken unterstützen den
Beschäftigungspakt Neustart 50plus
»Am schönsten ist es, wenn einer der neuen
älteren Mitarbeiter darüber berichtet,
dass er seine Arbeitskraft wieder sinnvoll
einbringen kann und dass sich sein Leben
durch den täglichen Weg zum Arbeitsplatz
positiv verändert hat.«
Reiner E. Rogowski, Geschäftsführer Oberlausitz-Kliniken
gGmbH
Die altersgemischte Belegschaft in den Oberlausitz-Kliniken
vereint berufliche Kompetenz und Lebenserfahrung
Der Schwerpunkt der Arbeit des Beschäftigungspakts Neustart 50plus des Landkreises
Bautzen liegt in der Integration von älteren
Arbeitsuchenden in klein- und mittelständische
Unternehmen. Dabei werden alle Möglichkeiten
genutzt, um stetige und nachhaltige Kontakte
zu regionalen Unternehmen aufzubauen und zu
intensivieren. Erfolgsversprechend sind hierbei
insbesondere die Ansprache der Handwerkerinnungen, die Vorstellung des Programms im Rahmen von Unternehmerstammtischen und Fachmessen oder die Durchführung von Infotagen.
Durch diese intensiven Bemühungen des
Beschäftigungspakts konnten seit Jahresbeginn
2009 bereits 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer wieder in sozialversicherungspflichtige
Beschäftigungsverhältnisse vermittelt werden.
Neben der Vermittlungstätigkeit liegt der Fokus
von Neustart 50plus auch im Bereich der Aktivierung der Arbeitsuchenden. So organisierte der
Beschäftigungspakt bereits mehrere Aktionstage. Hier wurden den Teilnehmenden verschiedenste Dienstleistungen zum Thema Gesundheit
und Mobilität angeboten, welche über einen
Wertgutschein in Anspruch genommen werden
konnten.
Das diesjährige Unternehmen mit Weitblick
der Region, die Oberlausitz-Kliniken gGmbH,
ist seit Jahren ein aktiver Partner bei der Umsetzung des Bundesprogramms, wenn es um die
Beschäftigung älterer Arbeitsuchender geht.
Darüber hinaus hat das Unternehmen auch
eigene erfolgreiche Projekte (z. B. Projekt 58Plus)
aufgelegt, deren Ziel es ist, älteren Menschen die
Chance zu geben, ihre beruflichen Erfahrungen
in eine sinnerfüllte Tätigkeit einzubringen. Die
Geschäftsführung trägt mit dieser Philosophie
der demografischen Entwicklung sowohl im
Landkreis Bautzen als auch im Gesundheitswesen selbst Rechnung. In den Krankenhäusern
Bautzen und Bischofswerda arbeiten zurzeit etwa
1.200 Menschen – davon sind über 310 Arbeitskräfte älter als 50 Jahre, Tendenz steigend. Damit
erfüllen die Oberlausitz-Kliniken einen wichtigen gesellschaftlichen Auftrag der Arbeitspolitik
im Land Sachsen.
39
Oberlausitz-Kliniken
gGmbH
Branche
Gesundheitswesen
Unternehmensgröße
1.200 Beschäftigte
www.
oberlausitz-kliniken.de
Zur Wirtschafts­struktur
der Region
Arbeitslosenquote
11,3 %
Anzahl der ALG IIEmpfänger/-innen
über 50 Jahre
3.532
Einwohnerzahl
333.470
Hauptwirtschaftszweige
Maschinenbau und Metall­
verarbeitung, Textil- und
Bekleidungsindustrie,
Nahrungs- und Genussmittelindustrie
NORD
OST
SÜD
WEST
sachsen
Arbeitsgemeinschaft Leipzig und Leipziger Land,
Arbeitsgemeinschaft Delitzsch
Beschäftigungspakt der Region Leipzig
Das Plus an Menschlichkeit – Die Schubert-Unter­
nehmensgruppe setzt auf die Generation 50plus
SDL Leipzig GmbH & Co. KG
Regionalgesellschaft
Leipzig
Branche
Dienstleistungsgewerbe
Unternehmensgröße
222 Beschäftigte
www.
schubert-gruppe.de
»Wir legen generell viel Wert auf Erfahrung
unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Durch die Unterstützung des JobFORMAT
50plus kommt diese auch den Patienten in
vollem Umfang zugute.«
Dr. Kirsten Schubert, Geschäftsführerin Schubert-Unternehmensgruppe
Zur Wirtschafts­struktur
der Region
Eine gewachsene Persönlichkeit und eine
umfangreiche Berufserfahrung – das sind Faktoren, die ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auszeichnen und die den Unternehmen
besonders wichtig sind. Das weiß auch die PUUL
GmbH, die daher im Rahmen des Beschäftigungspakts JobFORMAT 50plus gezielt ältere Arbeitsuchende an Unternehmen der Region Leipzig
vermittelt.
Der im Jahr 2005 ins Leben gerufene Beschäftigungspakt setzt dabei konsequent auf neue
Vermittlungsansätze, kombiniert mit Qualifizierungsmodulen. Ein erfolgreiches Beispiel dafür
stellt der Ansatz „demografieorientierte Arbeitsorganisation“ dar. Durch die Ausgliederung von
Tätigkeiten im Gesundheits- und Pflegebereich,
die kein spezifisches Fachwissen, aber ein hohes
Maß an Sozialkompetenz und Motivation voraussetzen, wurden bereits viele Vermittlungserfolge
erzielt.
Arbeitslosenquote
10,1 – 14,9 %
Anzahl der ALG IIEmpfänger/-innen
über 50 Jahre
9.600
Einwohnerzahl
783.500
Hauptwirtschaftszweige
Metall- und Elektroindustrie,
Handel,
Dienstleistungsgewerbe
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über 50 verfügen über eine
große Lebenserfahrung und sind durch ihren Umgang mit Menschen für die SDL Leipzig GmbH & Co. KG extrem wertvoll
40
Seit seinem Start konnte JobFORMAT 50plus
bereits mehr als 420 Arbeitsuchenden über 50
Jahre eine neue Anstellung innerhalb der 300
Partnerunternehmen vermitteln. Ein Erfolg, der
beispielhaft zeigt, dass viele regionale Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber auf die Erfahrung und
Kompetenzen der älteren Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter setzen.
So auch das Unternehmen mit Weitblick
2009, die Schubert-Unternehmensgruppe aus
Leipzig. Ende des vergangenen Jahres stand das
Unternehmen vor einer gewaltigen personellen
Herausforderung: der Rekrutierung und Einstellung von über 100 Verpflegungsassistentinnen
und -assistenten für sämtliche Stationen der
Leipziger Uniklinik. Anforderung an die Bewerber: engagierte und kommunikative Menschen,
die nicht zwangsläufig Vorkenntnisse haben
müssen. Perfekte Bedingungen für die Generation 50plus, fand die Schubert-Gruppe. Bisher
stellte das Unternehmen daher mithilfe der PUUL
GmbH bereits rund 150 neue Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter ein – allein 80 davon über das
Programm JobFORMAT 50plus. Und die Rekrutierung läuft immer noch weiter, denn die Leipziger
Uniklinik sucht weiter Personal.
sachsen
NORD
OST
SÜD
WEST
Arbeitsgemeinschaft Agentur für Arbeit – Vogtlandkreis,
Arbeitsgemeinschaft Vogtlandkreis – Plauen,
Arbeitsgemeinschaft für Arbeitsmarkt und Beschäftigungsförderung Zwickau Stadt,
Arbeitsgemeinschaft Chemnitzer Land
Vogtländische Initiative für Training und
Arbeit Lebensälterer – Zielorientierte Integration Lebensälterer Zwickau-Stadt
Handwerk hat goldenen Boden – Die Bäckerei
Jahnsmüller baut auf die Potenziale Älterer
»Der hohe Grad der Motivation, die Zuverlässigkeit und die Identifikation mit dem
Unternehmen, vor allem in der Kommunikation mit den Kunden, befördern ein positives Image unseres Betriebs nach außen.«
Ralf Jahnsmüller, Geschäftsführer Ralf Jahnsmüller
– Goldbrötchen Bäckerei
Herr Jahnsmüller, Geschäftsführer, zwischen Frau Freiwald und
Herrn Nowak, die beide über den Beschäftigungspakt eingestellt
wurden
Der Beschäftigungspakt Vogtländische Initiative hat in der zweiten Programmphase mehr
als 2.539 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aktiviert und bereits 492 Arbeitsuchende wieder in
sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen
vermitteln können.
Grundlage dieses Erfolgs ist die individuelle
Förderung und Betreuung der Projektteilnehmenden – von der Aktivierung bis zur langfristigen Integration. Durch gezieltes Coaching,
systematische Vermittlung und die enge Zusammenarbeit des Beschäftigungspakts mit den
Unternehmen der Region konnten die gesetzten
Ziele erreicht werden.
Die individuelle Kompetenzbilanzierung
ist die Basis der Betreuungstätigkeit. Durch die
Analyse der Kompetenzen und Vermittlungshemmnisse jedes einzelnen Teilnehmenden entsteht ein konkretes Bewerberprofil. Diese Form
der Betreuung gibt dem Einzelnen Rückhalt und
Mut zur Veränderung. Bei Misserfolgen stehen
die Beraterinnen und Berater ihnen permanent
zur Seite, um die Ziele des Integrationsprozesses
auch in schwierigen Phasen nicht aus den Augen
zu verlieren.
Darüber hinaus ist der enge und persönliche
Kontakt mit den Unternehmen der Region die
Grundlage für den Erfolg. Denn erst die genaue
Kenntnis des Stellenprofils lässt eine passgenaue
Bewerbervorauswahl zu. Die schnelle Reaktion
auf Anfragen, die unbürokratische Bearbeitung
und die unmittelbare Auswertung der Bewerbervorschläge machen die Vogtländische Initiative
zu einem anerkannten Personaldienstleister in
der Region.
Das Unternehmen mit Weitblick 2009 ist die
Bäckerei Jahnsmüller. Bereits 2008 stellte der
Betrieb eine Teilnehmerin des Beschäftigungspakts ein. Aufgrund der guten Erfahrungen mit
der Vermittlung und der Integrationsbetreuung
konnten in diesem Jahr sogar bereits sechs ältere
Arbeitsuchende, vier davon Frauen, an das Unternehmen vermittelt werden. Basis dieser Vermittlungserfolge war die enge und vertrauensvolle
Zusammenarbeit zwischen der Geschäftsleitung
und dem Beschäftigungspakt.
41
Ralf Jahnsmüller – Goldbrötchen Bäckerei
Branche
Ernährungsgewerbe
Unternehmensgröße
40 Beschäftigte
Zur Wirtschafts­struktur
der Region
Arbeitslosenquote
10,1 – 13,2 %
Anzahl der ALG IIEmpfänger/-innen
über 50 Jahre
5.650
Einwohnerzahl
599.080
Hauptwirtschaftszweige
Automobilindustrie und
-zulieferer,
Maschinenbau,
Kur- und Bäderwesen
NORD
OST
SÜD
WEST
Bayern
Arbeitsgemeinschaft Wittelsbacher Land, Arbeitsgemeinschaften für Beschäftigung Augsburg Stadt und
Augsburger Land, Arbeitsgemeinschaften SGB II Dillingen a.d. Donau, Donau-Ries mit Sitz in Donauwörth und
Neu-Ulm, Arbeitsgemeinschaften Grundsicherung für Arbeitsuchende Stadt Kaufbeuren, Stadt Kempten,
Landkreis Oberallgäu, Landkreis Ostallgäu, Landkreis Unterallgäu, Günzburg und Memmingen, Jobcenter Landsberg
am Lech, Arbeitsgemeinschaft für Beschäftigung und Grundsicherung für Arbeitsuchende Landkreis Lindau
BINS Beschäftigungsinitiative Schwaben 50plus
Die Johanniter-Unfall-Hilfe kennt das Potenzial
erfahrener Arbeitskräfte
Branche
Gesundheits- und Sozialwesen
»Es spielt keine Rolle, ob ich in der Jugendarbeit aktiv bin oder bei sozialen Diensten
für Senioren, ich muss nicht jung oder alt
sein. Jeder kann Johanniter sein, der helfen
will und helfen kann.«
Unternehmensgröße
79 Beschäftigte
Gertrud Streit-Doderer, Regionalvorstand Johanniter-UnfallHilfe Regionalverband Schwaben e.V.
Johanniter-Unfall-Hilfe
Regionalverband Schwaben
e. V.
www.
johanniter-schwaben.de
Zur Wirtschafts­struktur
der Region
Arbeitslosenquote
3,2 – 8,7 %
Anzahl der ALG IIEmpfänger/-innen
über 50 Jahre
5.315
Einwohnerzahl
1.900.222
Hauptwirtschaftszweige
Maschinenbau,
Mechatronik,
Ernährungsgewerbe
Konrad Ehlich (Mitte) wurde über den Beschäftigungspakt eingestellt und vermittelt jetzt als Ausbilder sein Wissen im Bereich der
Ersten Hilfe weiter
42
Die regionale Beschäftigungsinitiative Schwaben 50plus hat es sich zum Ziel gesetzt, die Kompetenzen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer
gezielt zu stärken, um die älteren Arbeitsuchenden Schritt für Schritt auf ihrem Weg zurück in
den Arbeitsmarkt zu begleiten. In fünf sogenannten Initiativ- und Vermittlungszentren werden
die Arbeitsuchenden aktiviert und individuell bei
ihren Bewerbungsbemühungen gefördert. Über
diese Form der allgemeinen Betreuungsmaßnahmen hinaus organisiert der Beschäftigungspakt
auch Teilprojekte, die sich gezielt auf die Vermittlung in bestimmte Branchen konzentrieren, und
betreut Existenzgründer.
Des Weiteren hat es sich Schwaben 50plus
zur Aufgabe gemacht, die Unternehmen der
Region bei der Einführung von Alterns- und
Gesundheitsmanagementmaßnahmen für eine
demografieorientierte Personalentwicklung
zu unterstützen. Hierdurch sensibilisiert der
Beschäftigungspakt die Unternehmen für die
Belange älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und knüpft zugleich wichtige Kontakte
in der Region.
Zum Unternehmen mit Weitblick 2009 wird
die Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. gewählt. Im Regionalverband Schwaben hat man das Potenzial
von älteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
erkannt und weiß diese nicht nur im Ehrenamt,
sondern auch im hauptamtlichen Bereich zu
schätzen. Bei Neueinstellungen setzen die Johanniter gezielt auf die Unterstützung durch den
Beschäftigungspakt. Ein Beispiel hierfür ist der
52-jährige Konrad Ehlich. Seit acht Jahren ist er
bereits bei den Johannitern aktiv. Zu Beginn als
Praktikant im Rahmen einer Umschulung zum
Bürokaufmann, anschließend im Ehrenamt und
nun seit etwa einem Jahr als festangestellter
Ausbilder mit unbefristetem Arbeitsvertrag im
Bereich Erste Hilfe. „Wir optimieren in unserem
Team den Wissenstransfer. Das Zusammenspiel
junger Rettungsdienstkräfte und erfahrener Pflegefachkräfte macht uns so erfolgreich“, betont
Johanniter-Regionalvorstand Gertrud StreitDoderer.
Bayern
NORD
OST
SÜD
WEST
Verbund Aschaffenburg (Arbeitsgemeinschaft Landkreis Miltenberg und
Landkreis Aschaffenburg, Arbeitsgemeinschaft Stadt Aschaffenburg und
Landkreis Main-Spessart,
Arbeitsgemeinschaft Neckar-Odenwald)
LEILA 50plus
Erfolg für LEILA 50plus: über 1.300 Vermittlungen
seit dem Start des Projekts
»Gezielte Auswahl von Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern bildet die Grundlage für
unseren Unternehmenserfolg.«
Roswitha Körper, Geschäftsführerin DEU-MA GmbH
Die Zahl der erfolgreichen Integrationen älterer Arbeitsuchender in den allgemeinen Arbeitsmarkt konnte durch den Beschäftigungspakt
LEILA 50plus in der zweiten Programmphase
nochmals deutlich gesteigert werden. Insgesamt
wurde über 1.300 älteren Arbeitsuchenden der
Wiedereinstieg in den allgemeinen Arbeitsmarkt
ermöglicht.
Damit ist der Beschäftigungspakt auf dem
richtigen Weg bis Ende 2010 insgesamt 2.000
Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu vermitteln.
Von diesem Integrationserfolg profitieren bislang überproportional viele Frauen: Ihr Vermittlungsanteil liegt aktuell 4,7 Prozent über dem
Planziel von 40 Prozent.
Roswitha Körper, Geschäftsführerin, Sabine Meyer, Sekretärin
(über LEILA 50plus vermittelt), Lorenz Bachmann, Seminarund Vertriebsmitarbeiter (über LEILA 50plus vermittelt),
Wilhelm Trabold, Integrationscoach LEILA 50plus
Der Schlüssel zum Erfolg des Beschäftigungspakts liegt in der engen Zusammenarbeit zwischen den Arbeitsvermittlern der ARGEn und den
Integrationscoaches. Da diese sowohl die Fähigkeiten der Arbeitsuchenden als auch die Anforderungen der Unternehmen kennen, sind Fehlförderungen weitestgehend ausgeschlossen. Diese
kurzen Wege ermöglichen nicht nur schnelles
Handeln, sie sind auch die Voraussetzung dafür,
dass die Ressourcen nicht für bürokratische
Abstimmungsprozesse, sondern zur Förderung
der Arbeitsuchenden eingesetzt werden.
Damit die Teilnehmenden auch in Zukunft
optimal betreut werden, wird Weiterbildung
bei LEILA 50plus großgeschrieben: Jeder Integrationscoach und Arbeitsvermittler hat die Fort­
bildung zum „JobPromotor“ absolviert und die
Schulung zum „Mental Health Facilitator“ (MHF)
ist in Vorbereitung.
Die Wahl des Unternehmens mit Weitblick fiel
in diesem Jahr auf die DEU-MA GmbH aus Marktheidenfeld. Das Unternehmen hat sich auf die
Förderung von Schülerinnen und Schülern der
weiterführenden allgemeinbildenden Schulen
spezialisiert. In diesem Dienstleistungsbereich
sind erfahrene Fachkräfte sehr gefragt. Daher
sind auch über 50 Prozent der Belegschaft über
50 Jahre alt. Bisher hat das Unternehmen bereits
zwei Arbeitsuchenden aus dem Beschäftigungspakt eine neue berufliche Perspektive gegeben,
weitere sollen folgen.
43
DEU-MA GmbH
Branche
Bildung und Forschung
Unternehmensgröße
10 Beschäftigte
www.
deu-ma.de
Zur Wirtschafts­struktur
der Region
Arbeitslosenquote
3,5 – 7,2 %
Anzahl der ALG IIEmpfänger/-innen
über 50 Jahre
1.782
Einwohnerzahl
655.000
Hauptwirtschaftszweige
Logistik,
Automobilzulieferer,
Mess- und Regeltechnik
NORD
OST
SÜD
WEST
Bayern
Arbeitsgemeinschaften Ansbach,
Landkreis Ansbach,
Landkreis Neustadt/Aisch,
Fürth-Land und
Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen
Beschäftigungspakt Westmittelfranken
„Wir kennen keine alten,
sondern nur gute Mitarbeiter!“
Velly Bayern GmbH
Branche
Dienstleistungsgewerbe
Unternehmensgröße
30 Beschäftigte
www.
vellybayern.de
»Der Beschäftigungspakt 50plus
erleichtert mir durch seine professionelle
und passgenaue Vermittlungsarbeit als
expandierendem Unternehmen die Personaleinstellungsarbeit.«
Lutz Gehle, geschäftsführender Gesellschafter Velly Bayern
GmbH
Der Beschäftigungspakt Westmittelfranken
ist eine Kooperationsgemeinschaft von fünf
ARGEn, die in einem weitestgehend ländlich
strukturierten Umfeld alles daran setzen, ältere
Arbeitsuchende so passgenau zu qualifizieren,
dass sie eine echte Chance auf einen Wiedereinstieg in den allgemeinen Arbeitsmarkt erhalten.
In der zweiten Programmphase konnten die
zehn regionalen Initiativzentren bereits 648 Teilnehmerinnen und Teilnehmer wieder in eine
sozialversicherungspflichtige Beschäftigung vermitteln. Das entspricht einer Integrationsquote
von 40 Prozent der aktivierten Arbeitsuchenden
und ist damit ein voller Erfolg.
Zur Wirtschafts­struktur
der Region
Arbeitslosenquote
3,9 – 8,0 %
Anzahl der ALG IIEmpfänger/-innen
über 50 Jahre
1.113
Einwohnerzahl
528.087
Hauptwirtschaftszweige
Metall- und Elektroindustrie,
Glas- und Keramikproduktion
Lutz Gehle, geschäftsführender Gesellschafter, arbeitet bei der
Stellenbesetzung eng mit dem Beschäftigungspakt zusammen
44
Diese guten Ergebnisse basieren sowohl auf
einer systematischen Unterstützung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der Stellensuche
als auch auf der Kooperation mit einem inzwischen sehr tragfähigen regionalen Netzwerk aus
Partnerunternehmen, Wirtschaftsverbänden
und Medien. Dass die Teilnehmenden nicht nur
vermittelt, sondern auch noch in den Monaten
nach ihrem Wiedereinstieg in die Arbeitswelt
durch die Projektvermittlerinnen und -vermittler
betreut werden, trägt maßgeblich zur Stabilisierung dieses Erfolgs bei.
Das prämierte Unternehmen mit Weitblick
2009, die Velly Bayern GmbH, weist einen für die
Friseurbranche ungewöhnlich hohen Anteil von
fast 30 Prozent älterer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der Gesamtbelegschaft aus. Aufgrund
ihrer großen Berufserfahrung und dem damit
verbundenen Verantwortungsbewusstsein setzt
das Unternehmen bewusst ältere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Führungskräfte in den
fünf Filialen ein. Der Altersmix aus Jung und Alt
fördert nicht nur den Erfahrungsaustausch zwischen den Altersgruppen, sondern sichert darüber hinaus die Qualität der Dienstleistungen.
„Wir kennen keine alten, sondern nur gute Mitarbeiter!“, erklärt Geschäftsführer Lutz Gehle, die
Philosophie seines Betriebs. Im Jahr 2009 hat das
Unternehmen bereits zwei Teilnehmerinnen des
Beschäftigungspakts unbefristet eingestellt.
Bayern
NORD
OST
SÜD
WEST
Arbeitsgemeinschaften Regensburg Stadt,
Landkreis Regensburg, Neumarkt,
Kelheim, Cham,
Landkreis Schwandorf, Neustadt/Weiden und
Tirschenreuth
Arbeitsmarktprojekt 50+ Oberpfalz und Niederbayern
Kompetenz und Erfahrung – Professionelle Vermittlungsfachkräfte sorgen für Integrationserfolge!
»Auch junge Menschen werden einmal älter,
Der Beschäftigungspakt 50+ Oberpfalz
deswegen soll jeder seine Chance bekommen!« und Niederbayern hat seinen Wirkungsradius
Christian Höfer, Inhaber Hausmeisterservice Höfer
auch im Jahr 2009 weiter vergrößert. Fünf neue
ARGEn der Region nahmen im Juli erfolgreich die
Paktarbeit auf. Die bis Ende des Jahres geplanten
160 Integrationen werden von den acht kompetenten und erfahrenen Vermittlungsfachkräften
in der Oberpfalz und in Niederbayern sicher
erreicht werden.
Dabei setzt der Beschäftigungspakt voll und
ganz auf das schon in der ersten Programmphase
erfolgreiche Vermittlungskonzept: Basierend
auf einem persönlichen Vertrauensverhältnis
zwischen Vermittelnden und Teilnehmenden
werden die individuellen Problemlagen erkannt
sowie die persönliche Situation berücksichtigt,
sodass eine passgenaue Qualifizierung und Vermittlung erfolgen kann.
Der Hausmeisterservice Höfer bietet ungelernten Arbeitskräften einen Wiedereinstieg ins Berufsleben. So wurden über den
Beschäftigungspakt bereits drei ältere Arbeitnehmer eingestellt
Viele Unternehmer der Region schätzen
die unbürokratische Arbeitsweise des Beschäftigungspakts sowie die gute Erreichbarkeit ihrer
persönlichen Ansprechpartner. Regelmäßige
Kontaktpflege mit den Arbeitgeberinnen und
Arbeitgebern ist für die Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter selbstverständlich. Die finanziellen
Förderinstrumente des Beschäftigungspakts zeigen ebenfalls Wirkung. Sie ermöglichen älteren
Arbeitsuchenden oftmals erst den Wiedereinstieg ins Berufsleben. Auch Einarbeitungszuschüsse sind hilfreich, insbesondere um Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die schon seit vielen
Jahren eine neue Chance suchen, in der schwierigen Anfangszeit zu unterstützen.
Als Unternehmen mit Weitblick der Region
2009 wird der Hausmeisterservice Höfer ausgezeichnet. Der Kontakt mit dem Betrieb wurde
bereits in der ersten Programmphase geknüpft.
Aufgrund der guten Zusammenarbeit wendet
sich die Firma bei Personalbedarf immer direkt
an das Kompetenzteam 50+. Das Unternehmen
bietet auch gerne ungelernten älteren Arbeitskräften mit handwerklichen Grundkenntnissen
einen Wiedereinstieg ins Berufsleben. Bislang
stellte der Hausmeisterservice bereits drei Teilnehmende unbefristet ein; die Geschäftsleitung
möchte so eine langfristige Bindung an das
Unternehmen erreichen.
45
Hausmeisterservice Höfer
Branche
Dienstleistungsgewerbe
Unternehmensgröße
20 Beschäftigte
Zur Wirtschafts­struktur
der Region
Arbeitslosenquote
0,9 – 4,4 %
Anzahl der ALG IIEmpfänger/-innen
über 50 Jahre
3.000
Einwohnerzahl
1.046.617
Hauptwirtschaftszweige
Fahrzeugbau,
Dienstleistungsgewerbe,
Tourismus
NORD
OST
SÜD
WEST
Bayern
Verbund Arbeitsgemeinschaften Stadt und
Landkreis Bamberg und Landkreis Forchheim,
Arbeitsgemeinschaften Stadt Bayreuth,
Landkreis Bayreuth, Landkreis Kulmbach
Individuelles Eingliederungs-Management für
berufserfahrene Arbeitssuchende – ema 50plus
Mit neuen Konzepten zum Erfolg – ema 50plus setzt
auf innovative Akzente!
Diakonisches Werk
Bamberg-Forchheim e. V.
Branche
Sozialwesen
Unternehmensgröße
820 Beschäftigte
www.
dwbf.de
»Von dem Know-how und der Arbeitserfahrung über 50-Jähriger profitiert unser diakonisches Unternehmen, im Besonderen die
jüngeren Kolleginnen und Kollegen, aber
auch die uns anvertrauten Menschen, in
hohem Maße.«
Dr. Norbert Kern, Vorstandsvorsitzender Diakonisches Werk
Bamberg-Forchheim e.V.
Zur Wirtschafts­struktur
der Region
In der zweiten Programmphase wurde der
Beschäftigungspakt ema 50plus erfolgreich neu
strukturiert und um zusätzliche Regionen erweitert. Das Teilprojekt „ema – Individuelles Eingliederungs-Management für berufserfahrene
Arbeitsuchende“ wurde im Rahmen dieser konzeptionellen Neuausrichtung durch das Projekt
„Neue Ziele – Integration für arbeitsmarktferne
Arbeitsuchende“ ergänzt.
Dieses neu aufgelegte Programm engagiert
sich insbesondere für die Reintegration von Teilnehmerinnen und Teilnehmern, bei denen ein
besonders intensiver Förderungsbedarf besteht.
Neben dieser grundlegenden Neustrukturierung
standen in der zweiten Programmphase auch
inhaltliche Veränderungen auf der Agenda: So
finden die wöchentlichen Aktionsnachmittage
nun jeden Monat unter einem anderen Motto,
beispielsweise „Mobilität“, „Gesundheit“ oder
„Bewerbung“, statt.
Arbeitslosenquote
1,7 – 7,5 %
Anzahl der ALG IIEmpfänger/-innen
über 50 Jahre
1.881
Einwohnerzahl
69.884
Hauptwirtschaftszweige
verarbeitendes Gewerbe,
Metallverarbeitung,
Automobilzulieferer
Die altersgemischte Belegschaft im Diakonischen Werk Bamberg-Forchheim e.V. vereint berufliche Kompetenz und Lebenserfahrung
46
Zudem wurde die individuelle Qualifizierung
der Teilnehmerinnen und Teilnehmer noch stärker in den Mittelpunkt von ema 50plus gerückt.
Neben spezifisch auf die Teilnehmenden abgestimmten Qualifizierungen im Bereich EDV und
einem nachhaltigen Bewerbungstraining sind
auch spezielle Schulungen, beispielsweise eine
Weiterbildung zur Betreuungskraft für Demenzkranke, möglich.
Die Diakonie Bamberg-Forchheim ist das
diesjährige Unternehmen mit Weitblick der
Region. Das Unternehmen hat bereits mehrere
Teilnehmende des Beschäftigungspakts nach
erfolgreicher Qualifizierung zur Betreuungskraft
für Demenzkranke eingestellt. Als soziale Einrichtung setzt sich die Diakonie Bamberg-Forchheim
in ihrer Personalpolitik insbesondere auch für
die Belange der älteren Arbeitnehmerschaft ein.
Vor allem im Pflegebereich ist die alternde Belegschaftsstruktur ein relevantes Thema, dem von
der Diakonie unter anderem durch frühzeitige
Gesundheitsvorsorgemaßnahmen Rechnung
getragen wird. Durch diesen nachhaltigen
Einsatz für ältere Arbeitsuchende ist das Unternehmen ein vorbildhafter Partner des Beschäftigungspakts.
bayern
NORD
OST
SÜD
WEST
Verbund Coburg
(Jobcenter Coburg Stadt, Jobcenter des Landkreises Coburg,
Jobcenter des Landkreises Kronach,
Jobcenter des Landkreises Lichtenfels,
Arbeitsgemeinschaften Hof Stadt und Hof Land)
50plus in Oberfranken
Alt und Jung schaffen es gemeinsam:
neue Generationspakte in Oberfranken
»Wir haben die Erfahrung gemacht, dass
sich Routine, Verlässlichkeit und Gelassenheit Älterer sehr gut mit Wagemut und
Schwung Jüngerer kombinieren lassen.«
Rainer Mattern, Geschäftsführer Evangelisches Dekanat
Coburg KdöR
Gemeinsam reaktivieren Teilnehmer aus den Beschäftigungsinitiativen 50plus und U25 den Nahversorgungsladen „Lebensmittelpunkt“ in einem Coburger Stadtteil. Weitgehend selbst organisierte, altersgemischte Arbeitsgruppen sind besonders effektiv
Der Beschäftigungspakt 50plus in
Oberfranken hat sein Betreuungsangebot im
vergangenen Jahr erneut ausgeweitet. Die Paktregion erstreckt sich jetzt über die Landkreise
und kreisfreien Städte Coburg, Lichtenfels, Kronach und Hof auch auf die Stadt Selb (WunsiedelTirschenreuth Nord). Insbesondere in Zeiten der
Wirtschaftskrise zeigt sich die Bedeutung der
intensiven Vernetzung des Beschäftigungspakts
mit den regionalen Wirtschaftsunternehmen
und die Wichtigkeit einer bedarfsgerechten
Qualifizierung. Der Erfolg dieses Ansatzes ist klar
erkennbar: Die Integrationsergebnisse entsprechen genau den Planungen.
Der Beschäftigungspakt hat es sich zur
Aufgabe gemacht, junge und ältere Arbeit­
suchende bereits in der Aktivierungsphase
gezielt zusammenzuführen. Im Rahmen des
Modell­projekts „Alt und Jung in Schwung“
arbeiten die Teilnehmenden der Generationen
50plus und U25 gemeinsam am Erfolg einer
Übungs­firma. Diese weitestgehend selbstständig
durch die Teilnehmenden organisierten
„Tandems“ führen dabei zu einer nachhaltigen
Entwicklungs- und Motivationsdynamik in
Theorie und Praxis.
Evangelisches Dekanat
Coburg KdöR
Das ausgezeichnete Unternehmen mit Weitblick 2009, das Evangelische Dekanat Coburg
KdöR, setzt gemeinsam mit dem Beschäftigungspakt darauf, jüngere und ältere Arbeitsuchende
durch Teamprojekte mit hoher Eigenverantwortung in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu integrieren. Im Rahmen dieses Engagements wurde
beispielsweise der sogenannte „Lebensmittelpunkt“ reaktiviert – ein Nahversorgungsgeschäft
in Coburg, auf das viele Senioren angewiesen
sind. Drei Teilnehmende der Perspektive 50plus
arbeiten zurzeit gemeinsam mit drei unter
25-Jährigen an diesem erfolgreichen Projekt.
Des Weiteren sind durch das Engagement des
Dekanats – das mit rund 900 Beschäftigten einer
der größten Arbeitgeber der Region ist – heute
zwei ehemals ältere Arbeitsuchende des Beschäftigungspakts, ein Betriebswirt und ein Bauphysiker, wieder in Beschäftigung. Sie sind für die
energetische Sanierung von Kirchen, Gemeindehäusern und Kindertagesstätten in der Region
verantwortlich.
47
Branche
Sozialwesen
Unternehmensgröße
900 Beschäftigte
www.
coburg-evangelisch.de
Zur Wirtschafts­struktur
der Region
Arbeitslosenquote
5,5 – 7,6 %
Anzahl der ALG IIEmpfänger/-innen
über 50 Jahre
2.334
Einwohnerzahl
524.550
Hauptwirtschaftszweige
Automobil- und
Maschinenbau,
Glasindustrie,
Dienstleistungsgewerbe
NORD
OST
SÜD
WEST
Bayern
Stadt Erlangen, Arbeitsgemeinschaft Landkreis Amberg-Sulzbach,
die Stadt Amberg und Eichstätt, Jobcenter Ingolstadt,
Arbeitsgemeinschaften für Arbeit und Soziales im Landkreis
Neuburg-Schrobenhausen, Arbeitsgemeinschaft Arbeit und
Soziales Landkreis Pfaffenhofen a. d. Ilm
50plus Erlangen-Ingolstadt
Die Mischung macht’s! – Ein gesunder Altersmix führt zum Erfolg
Franken Gebäudereinigung
Branche
Dienstleistungsgewerbe
Unternehmensgröße
270 Beschäftigte
www.
franken.cd
Ȁltere Menschen bringen Routine und
Erfahrung mit, die sie an den Nachwuchs
weitergeben. Sie stehen für Verlässlichkeit,
Disziplin und eine gewachsene Unternehmenskultur.«
Ingo Gartner, Inhaber/Geschäftsführer
Franken Gebäudereinigung
Der Beschäftigungspakt 50plus ErlangenIngolstadt konnte die ambitionierten Vermittlungsziele für die zweite Programmphase im
Jahr 2008 nicht nur erreichen, sondern sogar
übertreffen. Über 400 ältere Arbeitsuchende
wurden wieder in den allgemeinen Arbeitsmarkt
integriert.
Im Jahr 2009 haben beide Paktregionen zudem
neue Partner für das gemeinsame Projekt gewinnen können: Die Region Ingolstadt wurde um die
Arbeitsgemeinschaften der drei angrenzenden
Landkreise Eichstätt, Pfaffenhofen a. d. Ilm und
Neuburg-Schrobenhausen erweitert. Erlangen
konnte mit der Arbeitsgemeinschaft für den
Landkreis Amberg-Sulzbach sowie mit der Stadt
Amberg aus der Metropolregion Nürnberg zwei
fachlich sehr versierte Partner gewinnen.
Zur Wirtschafts­struktur
der Region
Arbeitslosenquote
2,3 – 9,7 %
Anzahl der ALG IIEmpfänger/-innen
über 50 Jahre
1.880
Einwohnerzahl
709.000
Hauptwirtschaftszweige
Automobilzulieferer,
Dienstleistungsgewerbe,
Forschung und Wissenschaft
Bereits über 25 Teilnehmer 50plus haben seit 2006 bei der
Franken Gebäudereinigung eine neue berufliche Perspektive
gefunden
48
Die auch in den Paktregionen spürbare Wirtschaftskrise verlangte nach neuen Ansätzen und
Ideen, um die Integration der älteren Arbeitsuchenden auch in schwierigen Zeiten weiter
voranzubringen. Der Beschäftigungspakt setzt
hierbei insbesondere auf eine noch intensivere
Einzelbetreuung sowie auf die Ausweitung der
Kleingruppenangebote.
Gemeinsam mit ausgewählten mittelständischen Unternehmen der Region wurde das
Konzept der sogenannten „betrieblichen Einzelqualifizierung“ im Rahmen eines Pilotprojekts
umgesetzt. Hierbei werden betriebsspezifische
Qualifizierungspraktika vereinbart, deren erfolgreiche Absolvierung den Teilnehmenden durch
ein Zertifikat des Unternehmens bestätigt wird.
Das diesjährige Unternehmen mit Weitblick
der Region ist die Franken Gebäudereinigung
aus Erlangen. Ein Unternehmen, das in der Region nicht zuletzt aufgrund seiner nachhaltigen
Personalpolitik und der damit verbundenen
Bereitschaft, auch älteren Bewerberinnen und
Bewerbern eine neue Chance zu geben, einen
ausgezeichneten Ruf genießt. Das Unternehmen
begleitet den Beschäftigungspakt bereits seit
dem Jahr 2006 und hat seitdem mehr als 25 älteren Arbeitsuchenden den erfolgreichen Wiedereinstieg in das Berufsleben ermöglicht.
Bayern
NORD
OST
SÜD
WEST
Arbeitsagentur München, Arbeitsgemeinschaft für die Grundsicherung von Arbeitsuchenden
im Landkreis Dachau, ABS Ebersberg, Arbeitsgemeinschaft Grundsicherung für Arbeitsuchende FFB,
Arbeitsgemeinschaft für Beschäftigung München GmbH, Landkreis München,
Arbeitsgemeinschaft für die Grundsicherung von Arbeitsuchenden im Landkreis Starnberg,
Jobcenter Landkreis Weilheim-Schongau
KompAQT – Kompetenznetzwerk für Arbeit, Qualifizierung und Transfer
Persönliche Beratung als Schlüssel zum Erfolg
– KompAQT weitet das Betreuungsangebot aus
Ȁltere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zeichnen sich durch einen hohen
fachlichen Erfahrungsschatz aus. Sie sind
motiviert, selbstbewusst und haben ein ausgeprägtes Maß an sozialer Kompetenz.«
Hans Schwaiger, Geschäftsführer MIPM GmbH
Der Beschäftigungspakt KompAQT hat in
der zweiten Förderphase des Bundesprogramms
Perspektive 50plus die Qualitätsstandards in
der Arbeitsvermittlung erneut verbessert. Durch
einen geringeren Betreuungsschlüssel kann
sicher­gestellt werden, dass jeder Arbeitsuchende
alle zwei Wochen persönlich von seiner Beraterin
oder seinem Berater vor Ort betreut wird.
Das KompAQT-Team wurde hierzu von 28 auf
45 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vergrößert.
Das gemeinsame Ziel ist es, im Jahr 2009 insgesamt 4.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu
aktivieren und 1.175 ältere Arbeitsuchende in den
allgemeinen Arbeitsmarkt zu integrieren.
Die Arbeit in altersgemischten Teams ist wichtig für den
Erfahrungstransfer zwischen Jung und Alt im Mammendorfer
Institut für Physik und Medizin
Die Basis für diesen Eingliederungsprozess
bildet eine detaillierte Kompetenzbilanz zur persönlichen Standortbestimmung. In diesem Zusammenhang bietet der Beschäftigungspakt in Zusammenarbeit mit der Ludwig-Maximilian-Universität
München bei Bedarf eine psychologische Einzelberatung an. Voraussichtlich Ende des Jahres 2009
wird KompAQT das neue Gesundheitsmanagementprogramm „AmigA“ (Arbeitsförderung mit
gesundheitlicher Ausrichtung) implementieren.
Die Zahl der regionalen Paktpartner ist im vergangenen Jahr wieder gestiegen: Neben den
ARGEn Dachau, Fürstenfeldbruck, Starnberg,
dem Jobcenter Weilheim-Schongau sowie der
Agentur für Arbeit München konnte im Sommer
2009 mit der ARGE Ebersberg ein neuer Partner
gewonnen werden. Im Jahr 2010 soll der Wirkungsbereich von KompAQT auch auf die ARGEN
der Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Erding
und Freising ausgedehnt werden.
Das in diesem Jahr prämierte Unternehmen
mit Weitblick ist die MIPM GmbH. Das international agierende Hightech-Unternehmen
entwickelt medizinische Druckmesstechnik und
kernspintaugliche Monitorsysteme und schätzt
daher die hohe Arbeitsgenauigkeit der älteren
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Ein Drittel der Belegschaft ist über 50 Jahre. Ausschlaggebend für die Auszeichnung ist jedoch nicht nur
das Engagement des Unternehmens bei der Reintegration älterer Arbeitsuchender, sondern auch
die Anstrengungen der MIPM GmbH im Bereich
Gesundheitsmanagement.
49
Mammendorfer Institut für
Physik und Medizin MIPM
GmbH
Branche
Medizintechnik
Unternehmensgröße
27 Beschäftigte
www.
mipm.com
Zur Wirtschafts­struktur
der Region
Arbeitslosenquote
3,1 – 6,2 %
Anzahl der ALG IIEmpfänger/-innen
über 50 Jahre
9.040
Einwohnerzahl
2.593.700
Hauptwirtschaftszweige
Dienstleistungsgewerbe,
produzierendes Gewerbe
NORD
OST
SÜD
WEST
Bayern
Arbeitsgemeinschaften der Stadt Nürnberg und der Stadt Fürth
Pakt50 für Nürnberg und Fürth
Empowerment, Unternehmensansprache und Netzwerkarbeit: das Erfolgsrezept für Nürnberg und Fürth
Schreinerei Weick
Branche
Handwerk
Unternehmensgröße
10 Beschäftigte
www.
schreinerei-weick.de
»Das Erfolgsrezept unseres Betriebs ist die
Mischung aus traditionellem Handwerk
und neuen Technologien. Wir setzen daher
stark auf den wechselseitigen Wissens- und
Erfahrungsaustausch von Jung und Alt.«
Oskar Weick, Inhaber Schreinerei Weick
Zur Wirtschafts­struktur
der Region
Der Pakt50 für Nürnberg und Fürth setzt seine
Integrationserfolge auch in der zweiten Programmphase fort: Bis September 2009 ist bereits
280 Teilnehmerinnen und Teilnehmern über
50 der berufliche Wiedereinstieg gelungen. In seiner Vermittlungsarbeit setzt der Pakt50 vor allem
auf eine individuelle und ganzheitliche Betreuung
der Arbeitsuchenden.
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erhalten ein stärkenorientiertes Profiling und Bewerbungstraining: Sie frischen ihre beruflichen Kenntnisse in individuellen Qualifizierungsangeboten
auf, stärken ihre sozialen Kompetenzen in Arbeitsgruppen und fördern ihre Gesundheit in Ernährungs- und Bewegungsprogrammen.
Arbeitslosenquote
8,1 – 8,8 %
Anzahl der ALG IIEmpfänger/-innen
über 50 Jahre
4.366
Einwohnerzahl
616.592
Hauptwirtschaftszweige
verarbeitendes Gewerbe,
Handel,
Dienstleistungsgewerbe
Oskar Weick, Geschäftsführer (rechts), und Mahmood Noori freuen sich über die Vermittlung durch den Beschäftigungspakt
50
Die beteiligten Projektpartner sprechen
einzelne Unternehmen gezielt an und informieren
über das Dienstleistungsangebot des Pakt50.
Anschließend erhalten interessierte Betriebe aussagekräftige Bewerbungen sorgfältig ausgewählter Kandidaten, die sie in einem Praktikum näher
kennenlernen können. Während des Einstellungsprozesses werden die Arbeitgeberinnen und
Arbeitgeber von professionellen Jobcoaches
begleitet.
Eine öffentlichkeitswirksame Image­
kampagne flankiert die Vermittlungsarbeit. Diese
verfolgt das Ziel, die Potenziale älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer deutlich zu kommunizieren und somit die Einstellungsbereitschaft regionaler Betriebe zu erhöhen. Hierbei wird der Pakt50
von einer Vielzahl an regionalen Multiplikatoren
wie Kommunen, Verbänden, Unternehmen und
Medien unterstützt.
Die Auszeichnung der Region als Unternehmen
mit Weitblick 2009 erhält die Schreinerei Weick. Der
Handwerksbetrieb mit zehn Beschäftigten bringt
sich mit großem Engagement in die regio­nale Informationskampagne des Pakt50 ein. Einen Pakt50Bewerber hat der Betriebsinhaber Oskar Weick
bereits fest eingestellt. Das Unternehmen steht für
eine beispielhafte alternsgerechte Arbeitsgestaltung: Bedarfsorientierte Weiterbildung, flexible
Arbeitszeiten, ergonomische Arbeitsplätze sowie
präventive Gesundheitsprogramme zeichnen die
Schreinerei Weick als vorbildlichen Arbeitgeber aus.
Bayern
NORD
OST
SÜD
WEST
Arbeitsgemeinschaften für Arbeit im Landkreis Bad Kissingen,
Landkreis Hassberge, Landkreis Rhön Grabfeld, Stadt Schweinfurt,
Arbeitsgemeinschaften Arbeit und Grundsicherung im Landkreis Schweinfurt,
Würzburg und Kitzingen, zKt Landratsamt Würzburg,
Beratungs- und Eingliederungszentrum für Arbeitssuchende
fünfzigPlusarbeit
Ein Plus für die Regionen – fünfzigPLUSarbeit bringt
Würzburg und Schweinfurt voran!
»Die Mischung aus der Dynamik der
Jugend und der Lebens- und Berufserfahrung der Älteren ist wichtig für unser
Unternehmen.«
Dieter Esslinger, Personalleiter eibe GmbH & Co. KG
Neue Besen kehren gut! – Seit Juli 2009
setzen drei weitere Partnerregionen neue Impulse
im Beschäftigungspakt fünfzigPLUSarbeit. Dazu
wurden die bewährten Strukturen mit viel Engagement auf die neuen Regionen übertragen. Erste
Erfolge können bereits verzeichnet werden.
Insbesondere der nun in allen Regionen implementierte Arbeitgeberservice und eine intensive,
persönliche Betreuung der Arbeitsuchenden
bieten die Chance auf eine individuelle und nachhaltige Integration Älterer in den allgemeinen
Arbeitsmarkt.
Die Servicecenter des bewährten Kooperationspartners Berufliche Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft (bfz) in allen acht Paktregionen
bieten eine wichtige externe Unterstützung durch
professionelle Arbeitscoaches, die differenzierte
Fördermaßnahmen ermöglichen.
Die eibe GmbH legt großen Wert auf eine altersgemischte Belegschaft und den Erfahrungstransfer zwischen Jung und Alt zur
Sicherung von Know-how und Kompetenz im Unternehmen
Eine Vielzahl an Instrumenten des Beschäftigungspakts sorgt für neue Impulse zum Thema
Gesundheit und Mobilität und bietet den Teilnehmerinnen und Teilnehmern gezielte Hilfestellung
bei der Neuorientierung. Angebote wie die
Präsenztage oder die auf Eigeninitiative aufbauenden Jobfabriken schaffen Raum für die Nutzung
positiver Synergieeffekte.
Das Unternehmen mit Weitblick der Region
2009, die eibe GmbH & Co. KG, gehört zu den mittelständischen Unternehmen, die in ihrer Personalpolitik bewusst auf eine altersmäßig ausgewogene
Zusammensetzung der Belegschaft Wert legen
und daher gerade auch älteren Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern eine berufliche Perspektive bieten. Qualität in der Produkt- und der Personalpolitik kennzeichnen die Firmenphilosophie. Auch
Arbeitsuchende mit Vermittlungshemmnissen
erhalten bei der eibe GmbH & Co. KG eine echte
Chance, sich über längerfristige Einarbeitungsmaßnahmen einen dauerhaften Platz im allgemeinen Arbeitsmarkt zu sichern. Der Beschäftigungspakt fünfzigPLUSarbeit möchte mit der Wahl dieses
Unternehmens das Engagement für die Zielgruppe
der Älteren honorieren und ein Good-Practice-Beispiel aus einer der neuen Paktregionen öffentlich
vorstellen.
51
eibe Produktion+Vertrieb
GmbH & Co. KG
Branche
Herstellung und Vertrieb von
Spiel- und Sportgerät
Unternehmensgröße
247 Beschäftigte
www.
eibe.net
Zur Wirtschafts­struktur
der Region
Arbeitslosenquote
3,3 – 8,1 %
Anzahl der ALG IIEmpfänger/-innen
über 50 Jahre
2.577
Einwohnerzahl
649.099
Hauptwirtschaftszweige
Metallindustrie,
Dienstleistungsgewerbe,
Tourismus
NORD
OST
SÜD
WEST
Bayern
Arbeitsgemeinschaften Integration in den Arbeitsmarkt
Berchtesgadener Land und Traunstein,
Arbeitsgemeinschaften Altötting, Mühldorf und Rosenheim Stadt,
Arbeitsgemeinschaft für Arbeit und Soziales im Landkreis Rosenheim
Unternehmenspatenschaften 50+
Salzburger Tankstellenbetreiber profitiert von hoch
motivierten älteren Arbeitskräften
Shell-Tankstelle Huber
Branche
Tankstellen
Unternehmensgröße
36 Beschäftigte
Zur Wirtschafts­struktur
der Region
»Bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
zählt für mich nicht ihr Alter, sondern ihre
Motivation. Man muss jedem die Möglichkeit geben, sich zu beweisen, ganz unabhängig vom Alter.«
Michael Huber, Inhaber Shell-Tankstelle Huber
Arbeitslosenquote
3,4 – 4,7 %
Anzahl der ALG IIEmpfänger/-innen
über 50 Jahre
2.192
Im Zentrum der Aktivitäten des Beschäftigungspaktes Unternehmenspatenschaften 50plus
steht die intensive Netzwerkarbeit in der Region.
Durch beratende Unterstützung bei der Lösung
beruflicher, gesundheitlicher oder persönlicher
Probleme wird sowohl auf Seiten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer als auch bei den
Unternehmen ein positives Bewusstsein für die
Stärken und Potenziale älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer geschaffen – und das weit
über die Projektdauer hinaus.
Einen Schwerpunkt bildet dabei die Idee, dass
die Unternehmen der Region eine berufsqualifizierende Patenschaft für Teilnehmende des Projekts übernehmen. Das Patenunternehmen integriert die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in
den alltäglichen Arbeitsablauf des Betriebs, überprüft den aktuellen Stand der fachlichen und
sozialen Kompetenzen und unterstützt die
Arbeitsuchenden durch qualifizierende Maßnahmen.
Einwohnerzahl
588.000
Hauptwirtschaftszweige
Industrie,
Handel und
Tourismus
Herr Huber, Inhaber (links), mit dem ehemaligen 50plus-Teilnehmer Herrn Wieseler, der nun schon seit drei Jahren bei ihm als
Kassierer beschäftigt ist
52
Durch die Ausweitung des Beschäftigungspakts auf zwei weitere Landkreise – Altötting und
Mühldorf – erreicht das Projekt nun noch mehr
ältere Arbeitsuchende. Da Unternehmenspatenschaften 50plus auch den grenzübergreifenden
regionalen Arbeitsmarkt stets im Blick behält,
können Arbeitsuchende auch im benachbarten
Österreich eine Beschäftigung finden. 1.098 Teilnehmende konnten so bisher in der vierjährigen
Umsetzungszeit des Projekts aktiviert und 380
Personen wieder in den allgemeinen Arbeitsmarkt integriert werden.
Die Auszeichnung zum Unternehmen
mit Weitblick erhält in diesem Jahr die
Shell-Tankstelle Huber in Salzburg. Bereits seit
Jahren besteht eine sehr gute Zusammenarbeit
zwischen dem Unternehmen und dem Beschäftigungspakt. Inhaber Michael Huber hat mittlerweile fünf Teilnehmenden von Unternehmens­
patenschaften 50plus eine langfristige berufliche
Perspektive geben können. Für den Unternehmer
zählt allein die Motivation seiner Angestellten,
nicht deren Alter. Aus diesem Grund arbeiten
junge und ältere Arbeitskräfte in seinen Betrieben erfolgreich in altersgemischten Teams
zusammen.
Baden-württemberg
NORD
OST
SÜD
WEST
Arbeitsgemeinschaft Job-Center Mannheim,
Arbeitsgemeinschaft Heidelberg,
Agentur für Arbeit Heidelberg für den Rhein-Neckar-Kreis
Job-Integrationsprogramm 50plus
Das Klinikum Mannheim – ein starker Partner für die
Region
»Die Beschäftigung älterer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sichert in unserem
Haus den Wissenstransfer auf allen Ebenen
zwischen Jung und Alt.«
Torsten Hintz, Geschäftsbereichsleiter Klinikum Mannheim
GmbH Universitätsklinikum, Mediz. Fakultät Mannheim der
Universität Heidelberg
Torsten Hintz, Geschäftsführer, setzt auf die Synergieeffekte,
die durch die Zusammenarbeit von Jung und Alt entstehen
Das Ziel des Beschäftigungspakts der ARGEn
und Arbeitsagenturen der Städte Mannheim und
Heidelberg ist es, bis Ende 2010 rund 1.200 Menschen über 50 Jahre wieder in den allgemeinen
Arbeitsmarkt zu integrieren. Diesem Vorsatz
ist der Beschäftigungspakt bereits Ende 2009
sehr nahe gekommen: Insgesamt konnte bisher
1.003 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein
neuer Arbeitsplatz vermittelt werden. Allein im
Einzugsgebiet der ARGE Mannheim wurden 724
Integrationen erzielt.
Auch in der zweiten Programmphase haben
sich die sogenannten JobBörsen als wichtigstes
Instrument des Beschäftigungspakts bewährt.
In Mannheim gibt es inzwischen neun dieser
dezentralen Stadtteilbüros, in denen speziell
ausgebildete 50plus-Arbeitsvermittlerinnen
und Arbeitsvermittler individuell auf die recht
unterschiedlichen Betreuungsbedürfnisse der
Arbeitsuchenden eingehen. Diese persönlichen
Vermittlerinnen und Vermittler begleiten die
Teilnehmenden von der Aktivierung bis zur
erfolgreichen Integration. Dass dieser ganzheitliche Betreuungsansatz zum Erfolg führt, zeigen
die hervorragenden Vermittlungszahlen der
zweiten Programmphase.
Die Wahl des Unternehmens mit Weitblick der
Region fiel in diesem Jahr auf die Klinikum Mannheim GmbH. Dieser bedeutende Gesundheitsdienstleister legt im Rahmen seiner Personalpolitik sehr großen Wert auf die Kompetenzen
älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.
Mehr als 1.200 Beschäftigte des Unternehmens
sind älter als 50 Jahre. Die hohe Zahl der Neueinstellungen älterer Arbeitsuchender macht
ebenfalls deutlich, dass man das Potenzial älterer Arbeitskräfte im Klinikum Mannheim hoch
schätzt: Allein in den vergangenen fünf Jahren
wurden über 110 ältere Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter eingestellt. Durch Maßnahmen zur
Förderung des Wissens- und Erfahrungstransfers
zwischen Jung und Alt, zum Beispiel im Rahmen
eines Paten- oder Mentorenprogramms, setzt das
Unternehmen weitere Impulse für eine nachhaltige Integration älterer Arbeitnehmerinnen und
Arbeitnehmer.
53
Klinikum Mannheim GmbH
Universitätsklinikum,
Mediz. Fakultät Mannheim
der Universität Heidelberg
Branche
Dienstleistung
Unternehmensgröße
4.800 Beschäftigte
www.
umm.de
Zur Wirtschafts­struktur
der Region
Arbeitslosenquote
6,4 – 8,6 %
Anzahl der ALG IIEmpfänger/-innen
über 50 Jahre
2.081
Einwohnerzahl
311.342
Hauptwirtschaftszweige
Baugewerbe,
Industrie,
Dienstleistungsgewerbe
NORD
OST
SÜD
WEST
Baden-württemberg
Arbeitsgemeinschaft Landkreis Emmendingen,
Kommunale Arbeitsförderung Ortenaukreis,
Arbeitsgemeinschaft „Beschäftigung Baden-Baden,
Arbeitsgemeinschaft für Beschäftigung Rastatt,
Landratsamt Biberach
Perspektive 50plus – Beschäftigungspakt Südwest
Mit niedrigem Betreuungsschlüssel zum Erfolg –
Südwest fördert individuell!
Klinik Dr. Franz Dengler
GmbH & Co. KG
Branche
Gesundheitswesen
Unternehmensgröße
140 Beschäftigte
www.
dengler.de
»Der Beschäftigungspakt Südwest hat das
nötige Fingerspitzengefühl und Knowhow, um unsere Stellen zu besetzen. Die
Bewerber passen sowohl fachlich als auch
menschlich zu uns.«
Arnd Fliescher, Geschäftsführer Rehabilitationsklinik
Dr. Dengler
Zur Wirtschafts­struktur
der Region
Arbeitslosenquote
3,8 – 6,7 %
Anzahl der ALG IIEmpfänger/-innen
über 50 Jahre
2.995
Einwohnerzahl
1.046.464
Hauptwirtschaftszweige
Maschinenbau,
Automobilindustrie,
Gesundheitswesen
Elke Gailfuß (51 Jahre alt – seit April beschäftigt als Servicekraft)
beim Bedienen einer Patientin
54
Durch intensive Arbeit und neue Ideen
gelang es dem Beschäftigungspakt Südwest,
seine Integrationserfolge in der zweiten Programmphase noch weiter auszubauen. Seit Januar 2008 fanden insgesamt bereits 982 ältere
Arbeitsuchende durch die Unterstützung von
Südwest ein neues sozialversicherungspflichtiges
Beschäftigungsverhältnis. Alle beteiligten Paktregionen haben hierzu sogenannte P50plusTeams gebildet, deren niedrige Betreuungsschlüssel von 1:100 entscheidend für den Erfolg
sind.
Die Aktivierung der Teilnehmerinnen und
Teilnehmer erfolgt im Rahmen eines nachhaltigen Coachingprozesses sowie in speziellen Teilprojekten. Defizite in der fachlichen Qualifikation werden in individuellen Fördermaßnahmen
ausgeglichen. Auch externe Partner werden
dabei zurate gezogen: Durch die Kooperation mit
psychologischen Beratungsstellen, die Teilnahme
an Gesundheitsprogrammen und die Zusammenarbeit mit der Schuldnerberatung kann auch
komplexen Vermittlungshemmnissen sachgerecht begegnet werden.
Die intensive Zusammenarbeit mit den
Unternehmen der Region wirkt sich positiv auf
die Integrationsergebnisse aus. Das Anliegen
der Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber wird
zeitnah und dienstleistungsorientiert bearbeitet,
sodass den Unternehmen kurzfristig Bewerbervorschläge zur Verfügung gestellt werden können. Dieser Mix aus bewerber- und stellenorientierter Vorgehensweise sorgt für einen
nachhaltigen Integrationserfolg.
Das Unternehmen mit Weitblick 2009, die
Rehabilitationsklinik Dr. Dengler aus BadenBaden, zeichnet sich durch seine vorbildliche
Personalpolitik aus. 72 der insgesamt 140 Beschäftigten sind über 50 Jahre alt. Dieser hohe Anteil
ist beispielhaft für die positive Einstellung des
Unternehmens gegenüber älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Aufgrund der
engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit
mit dem Beschäftigungspakt konnten seit 2009
bereits fünf Arbeitsuchende eine neue berufliche
Zukunft in der Klinik finden.
Baden-württemberg
NORD
OST
SÜD
WEST
Arbeitsgemeinschaft Jobcenter Stadt Pforzheim, Agentur für Arbeit Pforzheim (Enzkreis),
Arbeitsgemeinschaft Arbeitslosengeld II Landkreis Ludwigsburg, Agentur für Arbeit Nagold, Geschäftsstelle Calw,
Agentur für Arbeit Nagold, Geschäftsstelle Freudenstadt, Agentur für Arbeit Rottweil,
JobCenter Stuttgart, abo Ostalb (ARGE zur Beschäftigungsförderung im Ostalbkreis),
JOB Center Heidenheim, Arbeitsgemeinschaft Jobcenter Landkreis Esslingen, Jobcenter Stadt Karlsruhe
Silverstars
Ohne Erfahrung geht es nicht! –
Die Bäckerei Berger vertraut den Silverstars
Ȁltere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer punkten mit ihrer Erfahrung; sie wissen, worauf es ankommt. Ich habe sie als
sehr lebens- und berufserfahren erlebt und
schätze ihre Zuverlässigkeit.«
Benjamin Berger, Betriebsinhaber Bäckerei Berger
Die Aktivitäten des Beschäftigungspakts
Silverstars konnten im Jahr 2009 stark ausgeweitet werden: Elf Regionen aus ganz BadenWürttemberg kooperieren mittlerweile im Paktverbund, um älteren Arbeitsuchenden den Weg
zurück in das Berufsleben zu ermöglichen. Die
konsequente Einbindung neuer Partner soll auch
im Jahr 2010 weiter fortgeführt werden.
Dabei ist es dem Beschäftigungspakt wichtig,
dass die Förderpotenziale vor Ort so effektiv wie
möglich genutzt werden. Daher setzen die beteiligten Grundsicherungsstellen ihre individuellen
Konzepte zur Wiedereingliederung von älteren
Arbeitsuchenden eigenverantwortlich um. Die
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entwickeln
hierzu kreative Ansätze, die passgenau auf die
regionale Arbeitsmarktlage ausgerichtet sind.
So kann eine große Bandbreite an Erfahrungswerten entstehen, die innerhalb des Paktverbunds ausgetauscht werden können.
(v.l.n.r.) Herr Blasche – Projektkoordinator Jobcenter Esslingen,
Frau Kunzl – Manz Bildungszentrum, Bäckermeister Herr Berger –
Unternehmer mit Weitblick, Herr Porges – Teilnehmer 50plus
nete Förderung erhalten. Für die individuelle
Betreuung der Zielgruppe sorgen insbesondere
die sogenannten 50plus-Teams in den Grundsicherungsstellen. Parallel zur Förderung der
Arbeitsuchenden baut der Beschäftigungspakt
seine Unternehmenskontakte in der Region aus
bzw. intensiviert sie.
Als diesjähriges Unternehmen mit Weitblick
wurde die Bäckerei Berger aus Plochingen (Landkreis Esslingen) ausgewählt. Inhaber Benjamin
Berger schätzt insbesondere die Erfahrung und
soziale Kompetenz der älteren Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter. In den letzten drei Jahren stieg
die Mitarbeiterzahl des Betriebs von drei auf 14
Angestellte. Bei der Auswahl des Personals legt
das Unternehmen großen Wert auf eine ausgewogene Altersstruktur. Denn die Erfahrung und
Kompetenz der Älteren gewährleistet die hohe
Qualität der Backwaren. Diese moderne Personalpolitik trägt sowohl zum Geschäftserfolg als auch
zur Förderung älterer Arbeitsuchender bei.
Alle Paktmitglieder setzen auf eine bedarfsorientierte Vorgehensweise, auf deren Grundlage
alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer die geeig-
55
Bäckerei Berger
Branche
Ernährungsgewerbe
Unternehmensgröße
14 Beschäftigte
Zur Wirtschafts­struktur
der Region
Arbeitslosenquote
4,7 – 10,4 %
Anzahl der ALG IIEmpfänger/-innen
über 50 Jahre
11.066
Einwohnerzahl
2.950.000
Hauptwirtschaftszweige
Automobilindustrie,
Metallverarbeitung,
Dienstleistungsgewerbe
NORD
OST
SÜD
WEST
rheinland-pfalz/Saarland
Paktverbund Rheinland-Pfalz/Saarland
Perspektive 50plus Rheinland-Pfalz/Saarland
Erfolgreich in Rheinland-Pfalz und im Saarland –
2.100 Integrationen in 2009!
Zadra Gruppe
Branche
Gastronomie
Unternehmensgröße
250 Beschäftigte
Ȁltere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
haben einen großen Erfahrungsvorsprung,
sind gefestigt im Leben und zeigen eine
hohe Zuverlässigkeit.«
Roland Freiherr von Zadra, Inhaber
www.
landschloss-fasanerie.de
Der Beschäftigungspakt Rheinland-Pfalz/
Saarland ist in der zweiten Programmphase
aus dem Regionalpakt Trier hervorgegangen.
Durch diese Reorganisation wuchs der Beschäftigungspakt von fünf auf 24 Grundsicherungsträger mit derzeit 60 Vermittlungszentren an.
Eine stetige regionale Erweiterung und
die stringente Umsetzung und Optimierung des
2005 entwickelten Konzepts der dezentralen Vermittlungszentren sind die Erfolgsgaranten des
bundesweit größten Beschäftigungspakts. Nach
wie vor bestimmen ein sehr geringer Betreuungsschlüssel, die intensive Individual- und Gruppenarbeit, der Einsatz verschiedener Anreizsysteme
sowie eine zielgruppenspezifische Gesundheitsförderung die konkrete Arbeit vor Ort.
Zur Wirtschafts­struktur
der Region
Arbeitslosenquote
3,2 – 6,3 %
Anzahl der ALG IIEmpfänger/-innen
über 50 Jahre
281
Einwohnerzahl
37.246
Hauptwirtschaftszweige
verarbeitendes Gewerbe,
Dienstleistung,
Gastronomie
Philippe Bochiccio, der über den Beschäftigungspakt an
Herrn Zadra vermittelt wurde und seit Juni 2009 als Servicekraft
arbeitet
56
Im Jahr 2009 konnte das Ziel erreicht werden,
insgesamt 2.100 ältere Arbeitsuchende aus der
Region wieder in den allgemeinen Arbeitsmarkt
zu integrieren – eventuell werden es sogar noch
mehr! Um diesen Erfolg sicherzustellen, werden
in diesem Zeitraum etwa 7.000 Personen in den
Vermittlungszentren betreut.
Die über ganz Rheinland-Pfalz und das
Saarland verteilten Vermittlungszentren, die
von erfahrenen und anerkannten Trägern der
jeweiligen Region betrieben werden, akquirieren
die zu besetzenden Stellen durch eine gezielte
Ansprache der Unternehmen, sie arbeiten jedoch
auch mit dem jeweiligen örtlichen Arbeitgeberservice zusammen. Durch diese gelungene
Kooperation entstehen wertvolle Synergieeffekte.
Der ausgezeichnete Unternehmer, Freiherr
von Zadra, ist nicht nur Hotelier des Jahres 2009,
er ist zudem „Pate“ des regionalen Vermittlungszentrums in Zweibrücken. Er betreibt im Raum
Zweibrücken mehrere gehobene gastronomische
Betriebe, in denen ca. 250 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter beschäftigt werden. Bereits zwei ältere Arbeitsuchende des Vermittlungszentrums
in Zweibrücken konnten erfolgreich vermittelt
werden.
hessen
NORD
OST
SÜD
WEST
Landkreis Marburg-Biedenkopf,
Arbeitsgemeinschaft Lahn-Dill-Arbeit
Kompetenzzentrum ComeBack@50
Soziale Verantwortung als Teil des
unternehmerischen Handelns
»Die erfolgreiche Zusammenarbeit ist
begründet in der gemeinsamen Zielsetzung,
lebendig und durch gemeinsame Anstrengung und kontinuierliches Engagement
aller Beteiligten zur Integration älterer
Arbeitsuchender beizutragen.«
Iris Richter, stellvertretende Vorsitzende/Geschäftsführerin
DRK-Schwesternschaft Marburg e.V.
Frau Richter (links), stellv. Vorsitzende, mit Frau Karbolin (Mitte),
die über den Beschäftigungspakt eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung gefunden hat, und Frau Ben Slimane (rechts),
Mitarbeiterin bei Comeback@50
ComeBack@50 ist der erste Ansprechpartner
für ältere Arbeitsuchende in den Einzugsgebieten des KreisJobCenters Marburg-Biedenkopf
und der Lahn-Dill-Arbeit GmbH in Wetzlar. Seit
Beginn des Jahres 2008 konnte der regionale
Beschäftigungspakt bereits insgesamt 1.400 Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer aktivieren,
von denen 569 in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und 76 in eine geringfügige
Beschäftigung vermittelt werden konnten.
Zu den zentralen Erfolgsfaktoren zählen zum
einen die fortschreitende Professionalisierung
der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort
und zum anderen die klare Koordination der
Arbeitsabläufe und der Kommunikation zwischen den beteiligten Projektpartnern. Der wichtigste Erfolgsfaktor ist jedoch ganz eindeutig,
dass die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber in
der Region ComeBack@50 als einen fachlich
kompetenten und auch dienstleistungsorientierten Ansprechpartner für alle Fragen der Personalentwicklung schätzen gelernt haben. Viele
Unternehmen wissen inzwischen genau, an wen
sie sich wenden müssen, wenn sie schnelle, per-
sönliche und passgenaue Vermittlungsvorschläge für eine offene Stelle benötigen.
Als Unternehmen mit Weitblick 2009 des
Beschäftigungspaktes ist die DRK-Schwesternschaft Marburg ausgezeichnet worden. Die
Schwesternschaft hat sich in den vergangenen
Jahren langfristig als wichtiger Partner des
Beschäftigungspakts erwiesen. Aufgrund des
breiten Aufgabenspektums des Unternehmens
im Bereich der Gesundheits- und Altenpflege
erhielten bereits viele ältere Arbeitsuchende eine
Chance zur Arbeitserprobung. Durch die Durchführung einer individuellen Eignungsfeststellung, bei der auch die persönlichen Lebensumstände berücksichtigt wurden, konnte der
individuelle Qualifizierungsbedarf konkret
ermittelt werden. Mittlerweile haben bereits
fünf Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer in
den unterschiedlichsten Arbeitsbereichen der
Schwesternschaft eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung gefunden.
57
DRK-Schwesternschaft
Marburg e. V.
Branche
Gesundheits- und Sozialwesen
Unternehmensgröße
1.129 Beschäftigte
www.
drk-schwesternschaft-marburg.de
Zur Wirtschafts­struktur
der Region
Arbeitslosenquote
5,9 – 6,7 %
Anzahl der ALG IIEmpfänger/-innen
über 50 Jahre
1.062
Einwohnerzahl
251.800
Hauptwirtschaftszweige
Metall- und Elektrotechnik,
Handwerk,
Gesundheitsbereich
NORD
OST
SÜD
WEST
hessen
Landkreis Fulda,
Landkreis Hersfeld-Rotenburg,
Landkreis Vogelsbergkreis (zkT),
Odenwaldkreis
Perspektive 50plus Beschäftigungspakte im Landkreis Fulda,
Hersfeld-Rotenburg, Vogelsbergkreis, Odenwaldkreis und Main-Taunus-Kreis
Gemeinsam sind wir stark! – Coachingcenter
ermöglichen eine erfolgreiche Vermittlung
BayWa Bau & Gartenmarkt
Branche
Großhandel
Unternehmensgröße
28 Beschäftigte
»Kurze Kommunikationswege, leichte
Erreichbarkeit und direkte Ansprechpartner
beim Beschäftigungspakt bilden die Grundlage des Vermittlungserfolgs.«
Eckhard Sack, Marktleiter BayWa Bau & Gartenmarkt
www.
baywa.de
Der Beschäftigungspakt der Landkreise
Fulda, Vogelsberg, Hersfeld-Rotenburg, Odenwald und Main-Taunus gründet seine Bemühungen zur Integration von älteren Arbeitsuchenden
in den allgemeinen Arbeitsmarkt auf eine enge
Zusammenarbeit mit den regionalen Unternehmen und Wirtschaftsverbänden.
Speziell auf die Bedürfnisse der Zielgruppe
zugeschnittene sogenannte 50plus-Kompetenzteams bilden hierbei die Schnittstelle zwischen
den regionalen Wirtschaftsunternehmen und
den verschiedenen Paktpartnern. Durch diesen
effizienzorientierten Ansatz konnte die Zahl der
erfolgreichen Vermittlungen von Projektteilnehmenden in der zweiten Programmphase nachhaltig erhöht werden.
Zur Wirtschafts­struktur
der Region
Arbeitslosenquote
4,9 – 7,3 %
Anzahl der ALG IIEmpfänger/-innen
über 50 Jahre
781
Einwohnerzahl
126.691
Hauptwirtschaftszweige
Logistik,
Dienstleistungsgewerbe,
Gastronomie
Angestellter 50plus Detlef Willert (links im Bild) und Marktleiter
Herr Eckhard Sack (rechts im Bild)
58
Ein zentraler Bestandteil dieser Integrationserfolge sind die Coachingcenter der Paktpartner.
Durch gezielte Förderung gruppendynamischer
Prozesse werden die Teilnehmenden aktiviert,
motiviert, unterstützt und gefördert. Durch
Stärkung des eigenverantwortlichen Handelns
der Arbeitsuchenden sowie durch teambilden-
de Maßnahmen können individuelle Vermittlungshemmnisse erkannt, analysiert und gelöst
werden. Gleichzeitig dienen die Coachingcenter
auch als wichtige Kontaktstelle für die regionalen Unternehmen und erfüllen somit eine entscheidende Schnittstellenfunktion.
Als Unternehmen mit Weitblick 2009 des
Beschäftigungspakts wird der BayWa Bau &
Gartenmarkt ausgezeichnet. Das Unternehmen
legt großen Wert auf einen ausgewogenen
Altersmix seiner 28 Beschäftigten. Bei der Ausbildung von jüngeren Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern profitiert das Unternehmen von der
Berufs- und Lebenserfahrung sowie dem ausgeprägten Pflichtbewusstsein der älteren Beschäftigten. Diese Erfahrungswerte stehen auch beim
täglichen Kundenkontakt im Vordergrund. Das
Unternehmen hat bereits drei ältere Mitarbeiter
eingestellt. Weitere Einstellungen sind geplant.
Die erfolgreiche Kooperation zwischen dem
Unternehmen und dem Beschäftigungspakt ist
daher durch eine vertrauensvolle Zusammen­
arbeit geprägt.
hessen
NORD
OST
SÜD
WEST
Arbeitsförderung Werra-Meißner,
Arbeitsförderung Stadt Kassel GmbH und Landkreis Kassel,
Arbeitsförderung Waldeck-Frankenberg und Schwalm-Eder
Beschäftigungspakt in Nordhessen
Miteinander auf gutem Kurs – Der Beschäftigungspakt Nordhessen setzt Akzente
»Die Zusammenarbeit mit dem Beschäftigungspakt spart Zeit bei der Personalsuche
und -auswahl bei gleichzeitiger Hilfestellung für Qualifizierung und Einarbeitung.«
Waltraud Rebbe-Meyer, Heim- und Pflegedienstleitung
Pflegehotel Willingen GmbH
Um älteren Arbeitsuchenden wieder eine faire
Chance auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu
bieten, arbeitet der Beschäftigungspakt Nordhessen intensiv mit den regionalen Partnerunternehmen und Wirtschaftsverbänden zusammen.
Ein Garant für diesen Erfolg ist die Einbindung
des Beschäftigungspakts in die jeweiligen regionalen Wirtschaftsförderungsprogramme. Hier
laufen die Fäden für eine angemessene und effiziente Unternehmensansprache zusammen.
Durch unsere speziell ausgerichteten Regionalprojekte wurden seit Januar 2008 mehr als
1.400 Menschen als Arbeitnehmerinnen und
Arbeitnehmer für die regionale Wirtschaft
zurückgewonnen. Dieses Ergebnis ist die Konsequenz einer nachhaltigen Projektstrategie,
die den Bedürfnissen der Unternehmen ebenso
Rechnung trägt wie den Auswirkungen des
demografischen Wandels.
Das Pflegehotel Willingen schätzt die Lebenserfahrung und
soziale Kompetenz älterer Beschäftigter, die in der Pflege von
großer Bedeutung sind
Die fünf Regionalprojekte der Landkreise
Kassel, Werra-Meißner, Schwalm-Eder, WaldeckFrankenberg und Kassel-Stadt haben gemeinsam
eine duale Struktur der Teilnehmerbetreuung
und -vermittlung erarbeitet, durch die eine
Reintegration durch Arbeitsförderungen und
Coachingansätze realisiert wird.
Pflegehotel Willingen
GmbH
Hierbei verfolgt der Beschäftigungspakt das
Ziel, den individuellen Bedürfnissen der Arbeitsuchenden durch eine Betreuung aus einer Hand
gerecht zu werden. Die persönlichen Ansprechpartner vor Ort verstehen sich dabei nicht nur als Vermittlerinnen und Vermittler eines neuen Arbeitsplatzes, sondern als Helfer in allen Lebenslagen.
Das Pflegehotel Willingen GmbH ist das Unternehmen mit Weitblick der Region 2009. Bei der
Umsetzung eines neuen Konzepts zur Betreuung
von Seniorinnen und Senioren im Rahmen der
Kurzzeitpflege setzt das Unternehmen aus Überzeugung auf die Kompetenzen und die hohe Motivation älterer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Etwa ein Drittel der Beschäftigten des Betriebs ist
älter als 50 Jahre. Durch unternehmensinterne Qualifizierungsmaßnahmen und eine altersgerechte
Arbeitszeitgestaltung verwirklicht das Pflegehotel
Willingen eine vorbildliche Beschäftigungspolitik.
59
Branche
Gesundheits- und Sozialwesen
Unternehmensgröße
23 Beschäftigte
www.
pflegehotel-willingen.de
Zur Wirtschafts­struktur
der Region
Arbeitslosenquote
6,1 – 12,7 %
Anzahl der ALG IIEmpfänger/-innen
über 50 Jahre
6.041
Einwohnerzahl
894.878
Hauptwirtschaftszweige
Metallverarbeitendes
Gewerbe,
Handel und Logistik,
Sozial- und Gesundheitswesen
NORD
OST
SÜD
WEST
hessen
Arbeitsgemeinschaft MainArbeit GmbH,
Stadt Offenbach,
Arbeitsgemeinschaft Groß Gerau,
JobKOMM GmbH
Chance 50 plus – Leistung zählt
Perspektivenwechsel schafft neue Chancen – In der
Altenpflege wächst der Personalbedarf
Unternehmensgröße
200 Beschäftigte
»Menschen über 50 wissen den Wert von
Arbeit zu schätzen – und genau hier bei
uns werden sie gebraucht. Damit ist der
Beschäftigungspakt Chance 50 plus ein
wichtiger Bestandteil unserer Personal­
planung.«
www.
gfde.de
Stefan Fuchs, Einrichtungsleiter GfdE Diakoniewerk
Elisabethhaus
GfdE Diakoniewerk
Elisabethhaus
Branche
Gesundheits- und Sozialwesen
Zur Wirtschafts­struktur
der Region
Arbeitslosenquote
6,3 – 11,6 %
Anzahl der ALG IIEmpfänger/-innen
über 50 Jahre
4.600
Einwohnerzahl
671.000
Hauptwirtschaftszweige
verarbeitendes Gewerbe,
Dienstleistungsgewerbe
Stefan Fuchs, Einrichtungsleiter, mit Anita Kaiser, die als Betreuerin für Demenzkranke über den Beschäftigungspakt vermittelt
wurde
60
Die drei Teilregionen des Beschäftigungspakts Chance 50 plus, die Stadt Offenbach, der
Kreis Groß-Gerau und der Wetteraukreis, bieten
den älteren Arbeitsuchenden eine neue Chance
auf Teilhabe am Arbeitsmarkt und die damit verbundene gesellschaftliche Partizipation.
Die aktivierenden und integrierenden Angebote des Beschäftigungspakts werden hierzu
Hand in Hand mit den regionalen Projektpartnern konzipiert und umgesetzt. Dabei stehen die
Bereiche Gesundheitsförderung, individuelles
Coaching und ganzheitliche Betreuung im Mittelpunkt der Arbeit.
Zu Beginn der Betreuung erfolgt ein Gruppenprofiling, in dem die individuellen Stärken und
Schwächen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer erkannt werden. Diese werden ins Zentrum
des Förderansatzes gerückt, woran passgenaue
Qualifizierungsmaßnahmen anknüpfen. Nach
der erfolgreichen Aktivierung wird den Arbeitsuchenden dann die Möglichkeit eröffnet, mithilfe von Arbeitsproben und Praktika Schritt für
Schritt den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt
zu finden und so eine neue Lebensperspektive zu
erhalten.
Durch dieses nachhaltige Förderkonzept
wurden in der zweiten Programmphase bereits
915 Wiedereingliederungen in den allgemeinen
Arbeitsmarkt erreicht, 402 davon in sogenannte
Minijobs.
Als diesjähriges Unternehmen mit Weitblick
wird das GfdE Diakoniewerk Elisabethhaus in Bad
Nauheim geehrt. Das traditionsreiche Seniorenheim beschäftigt über 200 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter, die für insgesamt 230 Bewohnerinnen und Bewohner in der Altenpflege verantwortlich sind. In enger Zusammenarbeit mit dem
Beschäftigungspakt hat das Unternehmen in der
zweiten Programmphase bereits eine Vollzeitkraft fest eingestellt. Die 61-jährige ehemalige
Finanzbuchhalterin hat sich hervorragend ins
Unternehmen integriert und kann insbesondere
ihre Lebenserfahrung und ihr Verantwortungsbewusstsein bei der Betreuung der Senioren
einsetzen.
hessen
NORD
OST
SÜD
WEST
Kreis Offenbach,
Kreisagentur für Beschäftigung Darmstadt-Dieburg (zkT),
Neue Wege Kreis Bergstraße Eigenbetrieb,
Landkreis St. Wendel,
Kommunale Arbeitsförderung
ProArbeit 50PLUS
Neue Perspektiven eröffnen – ProArbeit 50PLUS
weitet seine Aktivitäten aus!
»Besonders wegen ihrer langjährigen Erfahrung sind ältere Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter in unserem Unternehmen die
Ansprechpartner im Umgang mit teuren
Spezialmaschinen oder auch Genehmigungsrechten. Sie sind unsere Mentoren für neue
Beschäftigte.«
Peter Janssen, kaufmännischer Leiter Heinrich Krieger KG
Seit Juli dieses Jahres gehören mit dem Kreis
Offenbach, dem Landkreis Darmstadt-Dieburg,
dem Kreis Bergstraße und dem Landkreis St.
Wendel nun bereits vier Partner zum Beschäftigungspakt ProArbeit 50PLUS. Gemeinsam setzen
die Paktregionen die speziell für die Bedürfnisse der älteren Arbeitsuchenden entwickelten
50PLUS-Maßnahmen fort. Dabei steht vor allem
die Qualifizierung und Aktivierung der Teilnehmenden im Vordergrund.
Bei der Heinrich Krieger KG bilden die Kompetenzen, die Umsicht
und die Erfahrenheit von älteren Beschäftigten eine Grundlage
des betrieblichen Erfolgs
Auch die Entwicklung der Integrationserfolge wird natürlich von der schwierigen
gesamtwirtschaftlichen Situation beeinflusst.
Dennoch konnte der Beschäftigungspakt die Vermittlungschancen der älteren Arbeitsuchenden
in der Region durch praxisnahe Qualifizierungsmaßnahmen verbessern und bis Ende September
2009 insgesamt 495 erfolgreiche Integrationen
ermöglichen. Durch viele konkrete Einzelmaßnahmen soll den Teilnehmenden die Rückkehr
in den allgemeinen Arbeitsmarkt ermöglicht
werden. So sind zweitägige Gruppenmodule zur
Erarbeitung von Eingliederungsvereinbarungen
inzwischen eine feste Größe. Diese innovative
Beratungssequenz gewährleistet den einvernehmlichen Abschluss einer auf Augenhöhe
zwischen den Arbeitsuchenden und dem Fallmanagement ausgehandelten Integrationsstrategie – echtes Empowerment am Beispiel eines
Regelinstruments. Auch die Informations- und
Selbsthilfeveranstaltungen für ausgewählte
Teilnehmergruppen, beispielsweise für Existenzgründer und Selbstständige oder Frauen mit
Migrationshintergrund haben sich als wirksame
Instrumente erwiesen.
Das Unternehmen mit Weitblick der Region
2009, die Heinrich Krieger KG, leistet mit seinen
Angeboten im Bereich der betrieblichen Weiterbildung und des Gesundheitsmanagements
einen wertvollen Beitrag für den Erhalt der
Beschäftigungsfähigkeit im Alter. 50 Prozent
der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens sind über 50 Jahre alt. Diese gesunde
Mischung aus älteren und jüngeren Beschäftigten, die ihre individuellen Erfahrungen und
Kompetenzen in altersgemischte Teams einbringen, bildet einen wichtigen Grundstein für den
Unternehmenserfolg des Baustoffbetriebs.
61
Heinrich Krieger KG
Branche
Baustoffe
Unternehmensgröße
50 Beschäftigte
www.
kies-krieger.de
Zur Wirtschafts­struktur
der Region
Arbeitslosenquote
4,9 – 6,2 %
Anzahl der ALG IIEmpfänger/-innen
über 50 Jahre
2.814
Einwohnerzahl
263.465
Hauptwirtschaftszweige
Logistik,
Maschinenbau
NORD
OST
SÜD
WEST
hessen
Rhein-Main Jobcenter GmbH,
Arbeitsgemeinschaft Darmstadt
Jobs für best!agers – Rhein-Main Jobcenter/ARGE Darmstadt
Stärken neu entdecken! – Beim SKV Rot-Weiß
Darmstadt spielt Alter keine Rolle
SKV Rot-Weiß Darmstadt
1954 e. V.
Branche
Sport
Unternehmensgröße
28 Beschäftigte
»Sport verbindet. Dabei spielt das Alter
keine Rolle. Eher die Erfahrung. Wir
vertrauen auf Erfahrung. Wir vertrauen
auf zuverlässige Mitarbeiter über 50!«
Harry Distelmann, Vorstand SKV Rot-Weiß Darmstadt
1954 e. V.
www.
rot-weiss-darmstadt.de
Zur Wirtschafts­struktur
der Region
Arbeitslosenquote
4,6 – 5,7 %
Anzahl der ALG IIEmpfänger/-innen
über 50 Jahre
2.200
Einwohnerzahl
118.600
Hauptwirtschaftszweige
Informationstechnologien,
Chemie- und
Pharmaindustrie,
Maschinenbau
Im SKV Rot-Weiß Darmstadt 1954 e.V. setzt man nicht nur auf
die Einstellung älterer Beschäftigter, sondern achtet durch
Maßnahmen zur Gesundheitsprävention auch auf den Erhalt der
Arbeitskraft Älterer
62
Die Grundsicherungsstellen der Städte
Frankfurt am Main und Darmstadt engagieren
sich seit 2008 gemeinsam für die Verbesserung
der Beschäftigungschancen älterer Arbeitsuchender in der Rhein-Main-Region.
Als Schlüssel zum langfristigen Erfolg erweisen sich dabei vor allem individuelle Aktivierungs- und Förderprogramme sowie präventive
Gesundheitsmaßnahmen. Durch gezielte Betreuungs-, Motivations- und Qualifizierungsangebote
entwickeln die Teilnehmerinnen und Teilnehmer
neues Selbstbewusstsein und entdecken verloren
geglaubte Fähigkeiten wieder.
Insbesondere die arbeitsplatzbezogene
Qualifizierung der Teilnehmenden erleichtert
den Wiedereinstieg ins Arbeitsleben. Der Erfolg
gibt uns recht: Der Beschäftigungspakt Jobs
für best!agers vermittelt die Teilnehmenden
überwiegend in dauerhafte, unbefristete und
sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse. Mit einer konsequenten und effektiven
Öffentlichkeitsarbeit werden Bürgerinnen und
Bürger, Institutionen, Unternehmen sowie Ver-
bände für die Belange älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sensibilisiert, interessiert
und informiert. Durch einen direkten Dialog
mit den Arbeitgebern der Region können deren
Anforderungsprofile für offene Stellen unbürokratisch aufgenommen und mit den Leistungspotenzialen der Arbeitsuchenden abgeglichen
werden.
Das diesjährige Unternehmen mit Weitblick
der Region ist der SKV Rot-Weiß Darmstadt 1954
e. V. Der Sport- und Kulturverein besticht nicht
nur durch den zukunftsweisenden Altersmix
innerhalb seiner Mitgliederstruktur, sondern
auch durch seine vorbildhafte Personalpolitik.
In vertrauensvoller Zusammenarbeit mit dem
Beschäftigungspakt hat der Traditionsverein
bereits vier Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
über 50 eingestellt. Diese bewusste Entscheidung
für einen ausgewogenen Altersmix aus Jung
und Alt sowie für nachhaltige Maßnahmen zu
Gesundheitsprävention und Arbeitsplatzsicherheit zeichnen den SKV Rot-Weiß als einen verantwortungsvollen Arbeitgeber aus.
Nordrhein-Westfalen
NORD
OST
SÜD
WEST
Arbeitsgemeinschaften für die Grundsicherung Arbeitssuchender
in der Stadt Aachen,
im Kreis Aachen und in der Stadt Duisburg,
job-com im Kreis Düren
Perspektive 50plus – Aachen/Düren/Duisburg
Wir machen uns stark für Menschen mit
Lebenserfahrung!
»Lebenserfahrung kann man nicht lernen!
Die soziale Kompetenz ist bei älteren Mitarbeitern meist ausgeprägt und der Umgang
mit stressigen Situationen wird besser
bewältigt.«
Frank Leßenich, Geschäftsführer Wohn- und Pflegeeinrichtung Haus St. Anna in Düren
Der Erfolg des Beschäftigungspakts
Perspek­tive 50plus Aachen/Düren/Duisburg
basiert auf der individuellen und sehr intensiven Unterstützung älterer Arbeitsuchender in
der Region. Zu Beginn des Jahres 2009 wurde
der Beschäftigungspakt um sogenannte Teams
50plus erweitert, die bei den Trägern der Grundsicherung angesiedelt sind und nachhaltig zur
Förderung älterer Arbeitsuchender beitragen.
Je nach Bedarf bestehen für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer verschiedene Angebote:
Beispielsweise ein intensives Coachingprogramm mit einer täglichen Betreuungszeit von
sechs Stunden in einem der fünf Vermittlungszentren der Paktregion. Dabei hat sich nachhaltig gezeigt, dass eine spezifische Ausrichtung
auf die Altersgruppe 50plus und ein niedriger
Betreuungsschlüssel äußerst zielführend sind.
Heimleiter Frank Leßenich, Pflegedienstleiter Thomas Schmitz
und Küchenleiter Rudolf Paulson vertrauen auf die Kompetenzen
älterer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (v.l.n.r.)
Auch aus Sicht der Unternehmen der Region
wird das neue Konzept des Beschäftigungspakts
als sehr hilfreich bei der Besetzung von Stellen
wahrgenommen. Die Bewerberinnen und Bewerber sind gut vorbereitet auf ihren Wiedereintritt
Perspektive
50 plus
Aachen / Düren / Duisburg
Beschäftigungspakt für Ältere
in das Berufsleben und bringen hierbei besondere Vorzüge wie Berufs- und Lebenserfahrung,
Zuverlässigkeit und eine hohe Motivation mit.
Dieses Konzept der intensiven Betreuung überzeugte auch die neuen Paktpartner in Duisburg,
die seit Juli 2009 ebenfalls Teil des Beschäftigungspakts Perspektive 50plus Aachen/Düren/
Duisburg sind.
Der diesjährige Preisträger der Region ist die
Wohn- und Pflegeeinrichtung Haus St. Anna in
Düren. Durch die vorbildliche Personalpolitik der
Geschäftsführung konnten bereits sieben Teilnehmende des Beschäftigungspakts hier einen
neuen Arbeitsplatz finden. Das Unternehmen hat
erkannt, wie erfolgreich altersgemischte Teams
arbeiten und wie hoch die soziale Kompetenz
Älterer ist. Der Geschäftsführer von St. Anna,
Frank Leßenich, weiß: „Gerade im Altenheim
können sich ältere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eher in die Situation der Bewohner versetzen, da sie deren Zeit- und Lebenssituation besser
kennen.“
63
Haus St. Anna – Wohn- und
Pflegeeinrichtung der Pfarrgemeinde St. Anna
Branche
Gesundheits- und Sozialwesen
Unternehmensgröße
94 Beschäftigte
www.
haus-sankt-anna.de
Zur Wirtschafts­struktur
der Region
Arbeitslosenquote
8,1 – 13.1 %
Anzahl der ALG IIEmpfänger/-innen
über 50 Jahre
11.200
Einwohnerzahl
1.335.000
Hauptwirtschaftszweige
Gesundheitswirtschaft,
Medizintechnik, Informationsund Kommunikationstechno­
logien
NORD
OST
SÜD
WEST
Nordrhein-Westfalen
JobAgentur Ennepe-Ruhr-Kreis,
Kommunales JobCenter Hamm,
Arbeitsgemeinschaft Kreis Unna,
Arbeitsgemeinschaft Märkischer Kreis,
Arbeitsgemeinschaft Kreis Warendorf
JobOffensive 50+
JobOffensive 50+ setzt neue Maßstäbe bei der
Vermittlung Älterer
Siegmund Fenner GmbH
Branche
Stahlbau
Unternehmensgröße
9 Beschäftigte
»Die JobOffensive 50+ macht Sinn:
Bei Älteren hat sich schon mehr im
Kopf abgespielt, da ist etwas gewachsen,
und Jüngere profitieren davon.«
Siegmund Fenner, Geschäftsführer Siegmund Fenner GmbH
www.
fenner-stahlbau.de
Zur Wirtschafts­struktur
der Region
Arbeitslosenquote
6,2 – 10,5 %
Anzahl der ALG IIEmpfänger/-innen
über 50 Jahre
11.549
Einwohnerzahl
1.652.944
Hauptwirtschaftszweige
Logistik,
Dienstleistungsgewerbe
In der Siegmund Fenner GmbH sieht man die gemischte Altersstruktur als Gewinn für die jungen und älteren Beschäftigten an
64
Im Mittelpunkt der JobOffensive 50+ steht
die Betreuung und Unterstützung von älteren
Arbeitsuchenden zur schnellen und nachhal­
tigen Wiedereingliederung in den allgemeinen
Arbeitsmarkt. Hierfür geht der Beschäftigungspakt mit seinen fünf Paktpartnern neue Wege
in der Betreuung, Aktivierung, Qualifizierung
und Vermittlung. Im Rahmen des Projekts wird
eine intensive Betreuungs- und Vermittlungsunterstützung durch eine zentrale Steuerung
der Qualifizierungs- und Vermittlungsprozesse
gewährleistet. Dafür werden spezifische Integrationsprojekte mit den Schwerpunkten Gesundheitsvorsorge, Mobilität und Selbstmanagement
umgesetzt.
Ein besonders wichtiger Teil der JobOffensive
50+ ist der verstärkte Dialog mit den arbeitsmarktpolitischen Akteuren in der Region. Hier
leisten die Projektpartner eine intensive Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit, um die Potenziale Älterer klar und deutlich zu kommunizieren.
Seit Beginn des Jahres 2008 konnten auf diese
Weise 2.090 Vermittlungen realisiert werden.
Um diese Zahlen noch weiter zu verbessern,
arbeiten die JobAgentur EN, die ARGE Kreis Unna,
die ARGEn Märkischer Kreis und Kreis Warendorf
und das Kommunale JobCenter Hamm auch
zukünftig Hand in Hand.
Die Wahl des Unternehmens mit Weitblick fiel
in diesem Jahr auf die Siegmund Fenner GmbH
aus Lünen, die seit Jahren im Rahmen der Personalrekrutierung mit der ARGE des Kreises Unna
kooperiert. So stellte der Geschäftsführer des
Unternehmens, Siegmund Fenner, den 52-jährigen Wolfgang Eilrich ein, der hierdurch nach
längerer Arbeitsuche endlich wieder eine neue
Tätigkeit als Schweißer aufnehmen konnte. Die
gemischte Altersstruktur des Unternehmens ist
für alle Beschäftigten des Betriebs eine große
Bereicherung, da die Bereitschaft, von den Erfahrungswerten der Älteren zu lernen, sehr groß
ist. Und der Erfolg gibt dem Unternehmen recht.
Im Stahlbau und in der Herstellung von Sonderkonstruktionen ist die Siegmund Fenner GmbH
führend am Markt.
Nordrhein-Westfalen
NORD
OST
SÜD
WEST
Integrationcenter für Arbeit Gelsenkirchen,
Arbeitsgemeinschaft für die Grundsicherung Arbeitsuchender in Bochum, Arbeitsgemeinschaft Herne,
JobCenter Arbeitsgemeinschaft Dortmund, AfB - Arbeit für Bottrop,
Sozialagentur Mülheim an der Ruhr, Soziale Dienstleistungen am Arbeitsmarkt Oberhausen,
Vestische Arbeit Kreis Recklinghausen
BEST AGER – Beschäftigungspakt im Revier
BEST AGER – ein starkes Arbeitsmarktbündnis in der
Metropole Ruhr
»Auch in Zukunft werde ich immer
wieder mit dem BEST AGER-Job-Club
zusammenarbeiten, wenn ich schnell
und unbüro­kratisch einen geeigneten
Mitarbeiter einstellen möchte.«
Markus Kaufmann, Geschäftsführer/Inhaber
Gala Bau-Kaufmann
BEST AGER – Der Beschäftigungspakt für Ältere
im Revier unterstützt ältere Arbeitsuchende in
den Einzugsgebieten der Grundsicherungsstellen der Ruhrgebietsstädte Gelsenkirchen, Dortmund, Bochum, Herne, Oberhausen, Mülheim
a. d. Ruhr, Bottrop und im Kreis Recklinghausen
in enger Kooperation mit 34 vor Ort tätigen
Berufsbildungsträgern.
Der Beschäftigungspakt ist angetreten, um
seinen Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine
faire Chance auf eine Reintegration in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu bieten. Zu diesem Zweck
werden in den paktbeteiligten Revierstädten
sogenannte Job-Clubs als zentrale Anlaufstellen
für ältere Arbeitsuchende sowie für Unternehmen mit Personalbedarf initiiert.
Unternehmer Markus Kaufmann zwischen seinen „Mitarbeitern
im besten Alter“
In diesen Job-Clubs werden Arbeitsuchende
intensiv, zielgruppenspezifisch und umfassend
beraten. Um diese Menschen im besten Alter
erfolgreich in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu
integrieren, leisten die BEST AGER-Unternehmensscouts intensive Überzeugungsarbeit bei
den Unternehmen in der Region.
Insbesondere in handwerklichen und technischen Berufsfeldern ist oft eine hohe körperliche
Belastungsfähigkeit gefordert. Zwangsläufig
erwartet man dort stärkere Vorbehalte gegenüber älteren Arbeitsuchenden. Doch gerade mittelständische und kleinere Betriebe zeigen oftmals eine große Aufgeschlossenheit gegenüber
den Belangen Älterer und geben ihnen eine faire
Chance, ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis zu
stellen.
Zu diesen Betrieben zählt auch das dies­
jährige Unternehmen mit Weitblick, der
Gartenbaufachbetrieb GalaBau-Kaufmann
aus Bottrop. Das 1994 von Forstwirt Markus
Kaufmann gegründete Unternehmen bewies
seinen sozialen Weitblick bereits als Kooperationspartner des Arbeitsmarktprogramms
„Jugend in Arbeit“. Bei der Vorstellung des BEST
AGER-Projekts erklärte sich das Unternehmen
spontan zur Zusammenarbeit mit dem Job-Club
in Bottrop bereit. Von diesem vorbildlichen Engagement profitierten bereits drei Teilnehmende
des Beschäftigungspakts, die das Unternehmen
bislang einstellte.
65
GalaBau-Kaufmann
Branche
Garten- und Landschaftsbau
Unternehmensgröße
10 Beschäftigte
www.
galabau-kaufmann.de
Zur Wirtschafts­struktur
der Region
Arbeitslosenquote
8,5 –15,2 %
Anzahl der ALG IIEmpfänger/-innen
über 50 Jahre
25.447
Einwohnerzahl
2.546.100
Hauptwirtschaftszweige
Industrie,
Handel,
Dienstleistungsgewerbe
NORD
OST
SÜD
WEST
Nordrhein-Westfalen
Kreis Kleve, Arbeitsgemeinschaft Kreis Viersen
„50fit“ – der arbeitspakt für silberfüchse
Euregional erfolgreich: 50fit – der arbeitspakt für
silberfüchse kennt keine Grenzen
GOFA Gocher Fahrzeugbau
GmbH
Branche
Fahrzeugbau
Unternehmensgröße
140 Beschäftigte
www.
gofa.de
»In einem Unternehmen unserer Größe
sitzen alle in einem Boot. Nur wenn
alle gemeinsam vorwärts rudern,
kommt man von der Stelle und das
Unternehmen bleibt gesund.«
Heinz Janssen, Geschäftsführer Gocher Fahrzeugbau GmbH
Zur Wirtschafts­struktur
der Region
Arbeitslosenquote
7,0 – 7,1 %
Anzahl der ALG IIEmpfänger/-innen
über 50 Jahre
3.131
Einwohnerzahl
611.137
Hauptwirtschaftszweige
Garten- und Landschaftsbau,
Großhandel,
Dienstleistungsgewerbe
GOFA-Mitarbeiter Jan Hemmelder mit seinen jüngeren Kollegen
Fedayi Coban und Stefan Wehren
66
Das gute Gefühl, noch lange nicht zum „alten
Eisen“ zu gehören, konnte der euregionale
Beschäftigungspakt 50fit – der arbeitspakt für
silberfüchse 330 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zurückgeben, die seit Beginn der zweiten
Programmphase in der Region Kleve/Viersen
wieder in den allgemeinen Arbeitsmarkt vermittelt werden konnten.
und seine Möglichkeiten informieren können,
bietet viele Vorteile: Die Teilnehmenden können
sich gezielt über weitere Förderangebote und
Qualifizierungsmaßnahmen erkundigen, und
die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber haben
die Möglichkeit, selbstständig nach geeigneten
Teilnehmenden zu suchen und direkt mit dem
Job-Coach in Kontakt zu treten.
Ein wesentlicher Grund für diese erfolgreiche Integrationsarbeit ist die individuelle Förderung. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des
Beschäftigungspakts haben immer ein offenes
Ohr für die Anliegen der Arbeitsuchenden. Alle
Integrationsschritte werden gemeinsam und
individuell erarbeitet und auf Basis einer vertrauensvollen Zusammenarbeit umgesetzt. Die Nähe
der Paktregion zu den Niederlanden erweist
sich dabei als sehr wichtiger Standortvorteil, der
zusätzliche Möglichkeiten für neue Stellenakquisen bietet.
Das Unternehmen mit Weitblick 2009, die
Gocher Fahrzeugbau GmbH (GOFA), setzt bewusst
auf die Erfahrung und die Stärken der älteren
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Die
Altersstruktur des Unternehmens weist mit 26
Prozent älterer Beschäftigter einen überdurchschnittlich hohen Anteil von über 50-Jährigen
aus. GOFA fördert eine Unternehmenskultur, in
deren Mittelpunkt die ständige Weiterqualifikation aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter steht.
Ein wichtiges Instrumentarium ist in diesem
Zusammenhang die Bildung von Arbeitsgruppen
mit jüngeren und älteren Beschäftigten, die so
generationsübergreifend zum Erfolg des Unternehmens beitragen.
Dass die Teilnehmenden und die Unternehmenspartner sich auf der Internetseite des
Beschäftigungspakts ausführlich über das Projekt
Nordrhein-Westfalen
NORD
OST
SÜD
WEST
Verbund Ostwestfalen-Lippe:
Verbund der Arbeitsgemeinschaften Bielefeld, Höxter,
Paderborn, Herford, Lippe und der GT aktiv (Gütersloh),
Kreis Minden-Lübbecke
Generation Gold: Potenziale für den Arbeitsmarkt OWL
Know-how braucht Erfahrung! – Die cls GmbH
schafft alternsgerechte Arbeitsplätze
»Die Unterstützung durch die neuen Mitarbeiter hat uns wieder Luft zum Atmen
gegeben.«
Martin Schiller, Geschäftsführer cls faxen und kopieren
Vertriebs GmbH
Der Beschäftigungspakt GENERATION GOLD
ist ein Verbund von sieben Trägern der Grundsicherung im Regierungsbezirk Ostwestfalen-Lippe. Für die zweite Programmphase hat sich der
Beschäftigungspakt ehrgeizige Integrationsziele
gesetzt, die trotz der Wirtschaftskrise erfüllt werden sollen.
Bei der Betreuung der älteren Arbeitsuchenden steht die individuelle Förderung an erster
Stelle. So arbeiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort intensiv daran, die Teilnehmenden zu motivieren, ihre berufliche Entwicklung
wieder selbst in die Hand zu nehmen.
Alle Teilregionen bieten den Arbeitsuchenden dazu ganzheitliche Angebote an, bei denen
insbesondere die Stärkung des Selbstwertgefühls
der Teilnehmenden im Mittelpunkt steht. Die
Module zur Gesundheitsförderung haben sich
dabei als besonders erfolgreich erwiesen.
Martin Schiller schätzt das Erfahrungswissen seiner älteren
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Die partnerschaftliche Kooperation mit
den Unternehmen der Region führt regelmäßig
zur Akquise passgenauer Arbeitsplätze für die
älteren Arbeitsuchenden. Die 50+-Teams im
Beschäftigungspakt arbeiten eng mit dem Arbeitgeberservice zusammen, um Bewerber gemäß
ihrer Potenziale und Unterstützungswünsche in
den allgemeinen Arbeitsmarkt zu integrieren.
Neben den Bewerberprofilen werden auch die
individuellen Fördermöglichkeiten bei der Stellenakquise und -besetzung berücksichtigt.
Das Unternehmen mit Weitblick 2009, die cls
faxen und kopieren Vertriebs GmbH, stammt aus
der Teilregion Bielefeld. Der Betrieb hat bereits
zwei Teilnehmende des Beschäftigungspakts in
sein Team integriert und zeigt so beispielhaft,
wie die Rückkehr von älteren Arbeitsuchenden
in den allgemeinen Arbeitsmarkt gelingen kann.
Nachdem beide Mitarbeiter zunächst vorrangig
für Renovierungsarbeiten eingesetzt wurden,
sind sie nun für die Aufarbeitung von Gebrauchtgeräten qualifiziert. Der Arbeitgeber trägt auch
dem Alter seiner Beschäftigten Rechnung. So
wurden beispielsweise die Displays der Diensttelefone durch größere ersetzt und die schweren
Werkzeugtaschen durch Modelle mit Rollen ausgetauscht.
67
cls faxen und kopieren
Vertriebs GmbH
Branche
Büromaschinenfachhandel
Unternehmensgröße
19 Beschäftigte
www.
cls-bielefeld.de
Zur Wirtschafts­struktur
der Region
Arbeitslosenquote
5,1 –10,6 %
Anzahl der ALG IIEmpfänger/-innen
über 50 Jahre
9.992
Einwohnerzahl
2.065.413
Hauptwirtschaftszweige
verarbeitendes Gewerbe,
Handel und Dienstleistung,
Gesundheits- und Sozialwesen
NORD
OST
SÜD
WEST
Nordrhein-Westfalen
Arbeit Hellweg Aktiv,
Arbeitsgemeinschaften Bonn,
Rhein-Sieg-Kreis und Münster
50+aktiv
Lebenserfahrung und Zuverlässigkeit –
Die Kompetenzen Älterer sind gefragt!
Unternehmensgröße
87 Beschäftigte
»Ein Unternehmen, wie das unsere, lebt
von den Erfahrungen älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Im Umgang
mit alten, pflegebedürftigen Menschen sind
ihr Wissen und ihre soziale Kompetenz
unerlässlich.«
www.
residenz-ambiente.de
Herrmann Wiemker, Residenzleiter DSK Seniorenzentrum
Bonn e.V.
DSK Seniorenzentrum
Bonn e. V.
Branche
Gesundheits- und Sozialwesen
Zur Wirtschafts­struktur
der Region
Arbeitslosenquote
6,5 – 7,7 %
Anzahl der ALG IIEmpfänger/-innen
über 50 Jahre
7.889
Einwohnerzahl
1.497.240
Hauptwirtschaftszweige
Metall- und Elektroindustrie,
Dienstleistungsgewerbe,
Gesundheitswesen
August Friedrich Petzold, Vorsitzender des Bewohnerbeirats,
und Ehsan Behravesh, stellv. Residenzleiter, finden die älteren
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Residenz unentbehrlich
68
Die Aktivierung und Förderung älterer Arbeitsuchender in den Regionen Soest, Bonn, RheinSieg und Münster stehen im Zentrum der Arbeit
des Beschäftigungspakts 50+ aktiv. Bis Dezember
2010 möchten die vier Partner-ARGEn über 1.700
Personen einen neuen Arbeitsplatz vermitteln
und über 80 Existenzgründern eine berufliche
Perspektive bieten. In den flexibel kombinierbaren Profiling-, Trainings- und Coachingmaßnahmen des Projektes genießen Motivations- und
Gesundheitsförderung sowie ein nachhaltiges
Gender-Mainstreaming einen besonders hohen
Stellenwert. Die individuellen Integrationsstrategien für ältere Arbeitsuchende werden durch
arbeitsmarktnahe Qualifizierungen und Praktika
ergänzt.
Die unterschiedliche regionale Struktur der
Paktpartner schafft positive Synergieeffekte. So
profitiert das eher ländlich geprägte Soest durch
die Erfahrungen der Großstadt Bonn im Bereich
des Kontaktaufbaus mit Arbeitgeberinnen und
Arbeitgebern aus dem Dienstleistungsbereich.
Im Gegenzug erhalten die Rheinländer wichtige
Impulse für die eigene Integrationsarbeit aus
den experimentellen Projektmaßnahmen der
Westfalen. Hierzu zählen beispielhaft Ansätze,
die die Beschäftigungsfähigkeit und Erwerbsbeteiligung von Frauen in der Zielgruppe erhöhen
sowie gesundheitsorientierte Sonderprojekte.
Durch diese Form des Austausches können die
vier Paktpartner ihr Projektmanagement fortwährend optimieren.
Die Auszeichnung als Unternehmen mit
Weitblick der Region 2009 erhält das DSK
Seniorenzentrum Bonn. Das Unternehmen setzt
in der Altenpflege gezielt auf die Kompetenz von
älteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Mit
einem Belegschaftsanteil von fast 30 Prozent sind
die älteren Beschäftigten in der Seniorenresidenz
unentbehrlich. Insbesondere der Erfahrungstransfer zwischen erfahrenen und jüngeren
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern liegt
der Seniorenresidenz am Herzen. Durch eine
nachhaltige Personalpolitik mit regelmäßigen
Qualifizierungen und einer flexiblen Arbeitszeitgestaltung schafft das Unternehmen hervorragende Voraussetzungen für die Integration älterer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Nordrhein-Westfalen
NORD
OST
SÜD
WEST
Arbeitsgemeinschaften Kreis Wesel,
Rhein-Kreis Neuss und Krefeld,
Arbeitsgemeinschaften Jobcenter Essen,
Arbeitsgemeinschaft für Beschäftigung Mönchengladbach,
zkT Kreis Borken
NiederRheinRuhrWestfalen Pakt 50plus
Der direkte Draht zum Arbeitsmarkt –
NRRW-Pakt 50plus packt’s an!
»Die bewusste Bildung von Arbeitsgruppen, die sich aus Mitarbeiterinnen und
Mit­arbeitern unterschiedlichen Alters
zusammensetzen, schafft eine gute Arbeits­
atmosphäre, von der alle profitieren.«
Helmut-Martin Grothe, Inhaber des Malerbetriebs Grothe
Der Beschäftigungspakt der ARGEn Kreis
Wesel und Essen wurde im Juli 2009 um die Regionen Rhein-Kreis Neuss, Kreis Borken, Krefeld
und Mönchengladbach erweitert und setzt sich
seitdem unter dem neuen Namen NiederRheinRuhrWestfalen Pakt 50plus für die Interessen
älterer Arbeitsuchender ein.
Die Grundlage der erfolgreichen Arbeit des
NRRW-Pakt 50plus bilden wie bereits in der
ersten Programmphase die bewährten Kompetenzzentren. Seit der Erweiterung des Beschäftigungspaktes werden diese zusätzlich durch
ARGE-eigene Projektteams ergänzt, sodass noch
mehr Teilnehmerinnen und Teilnehmer aktiviert
und integriert werden können.
Helmut-Martin Grothe (Inhaber) hat bereits drei ältere Arbeitnehmer über den Beschäftigungspakt eingestellt und schätzt die
gute, passgenaue und schnelle Vermittlungsarbeit des Paktes
Die gut vernetzte Zusammenarbeit der regionalen Arbeitsmarktakteure bildet dabei den
wesentlichsten Erfolgsfaktor. Der direkte Draht
zum Arbeitsmarkt und die bewerberorientierte
Strategie der Kompetenzzentren ermöglichen
eine schnelle und passgenaue Vermittlung und
stellen eine wichtige Ergänzung der Arbeit der
Grundsicherungsstellen dar.
Unsere Strategien werden durch eine professionelle Öffentlichkeitsarbeit unterstützt, welche
die erfolgreiche Arbeit des Beschäftigungspakts
bei den Bürgerinnen und Bürgern und den Unternehmen der Region bekannt macht. Neben den
großflächigen Werbemaßnahmen des Bundesprogramms auf Bussen und Straßenbahnen kommen
auch ein eigener Imagefilm und projekteigene
Fahrzeuge als Werbeträger zum Einsatz.
Zum diesjährigen Unternehmen mit Weitblick
wählt der Beschäftigungspakt den Malerbetrieb
Grothe aus Essen. Das Unternehmen setzt seit vielen Jahren auf die Erfahrungen älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer: Die Kombination
von Jung und Alt garantiert, dass Erfahrungen und
Kompetenzen weitergegeben werden. Inhaber Helmut-Martin Grothe achtet hierbei insbesondere auf
eine altersgemäße Arbeitsteilung zur Entlastung
der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über 50.
Aufgrund der guten Erfahrungen mit dem
Beschäftigungspakt hat der Betrieb bereits drei
Projektteilnehmende eingestellt.
69
Malerbetrieb Helmut
Grothe, Gewerbebetrieb
Branche
Handwerk
Unternehmensgröße
6 Beschäftigte
Zur Wirtschafts­struktur
der Region
Arbeitslosenquote
5,7 – 12,3 %
Anzahl der ALG IIEmpfänger/-innen
über 50 Jahre
18.355
Einwohnerzahl
2.384.000
Hauptwirtschaftszweige
produzierendes Gewerbe,
Handel,
Programmgebiet
Nord
Schleswig-Holstein
Mecklenburg-Vorpommern
• Arbeitsgemeinschaft Flensburg
8
• Arbeitsgemeinschaft Mecklenburg-Strelitz, Landkreise Uckermark und Oberhavel,
Vier-Tore-Job-Service Neubrandenburg
• Kreis Nordfriesland, Hochsauerlandkreis
9
18
• Jobcenter Güstrow, Hanse Jobcenter Rostock
19
• Jobzentrum Landkreis Bad Doberan, Arbeitsgemeinschaften zur Grundsicherung für
Arbeitsuchende im Landkreis Ludwigslust und im Landkreis Parchim, Service für Arbeit
Prignitz, Integrations- und Leistungszentrum (ILZ) Havelland
20
11
• Arbeitsgemeinschaft zur Grundsicherung für Arbeitsuchende im Landkreis Müritz,
Arbeitsgemeinschaft Landkreis Demmin
21
12
• Arbeitsgemeinschaften zur Grundsicherung für Arbeitsuchende in der Landeshauptstadt Schwerin, in der Hansestadt Wismar – Jobcenter Wismar und im Landkreis
Nordwestmecklenburg
22
• Arbeitsgemeinschaften Braunschweig, Salzgitter und Wolfenbüttel,
JobCenter Region Hannover
13
•
• Landkreise Emsland, Grafschaft Bentheim, Leer und Osnabrück, Kreis Steinfurt 14
• Landkreis Göttingen, Osterode am Harz, Sozialagentur im Landkreis Northeim,
JobCenter Holzminden, Jobcenter Hildesheim
15
• Arbeitsgemeinschaft SGB II im Kreis Pinneberg, Arbeitsgemeinschaft Dithmarschen
10
Hamburg
• team.arbeit.hamburg – Hamburger Arbeitsgemeinschaft SGB II,
Arbeitsgemeinschaft für Beschäftigung und Grundsicherung im
Kreis Herzogtum Lauenburg
Bremen
• Bremer Arbeitsgemeinschaft für Integration und Soziales (BAgIS),
Arbeitsgemeinschaft Jobcenter Bremerhaven
Niedersachsen
• Arbeitsgemeinschaften Arbeit und Grundsicherung der Landkreise Harburg und Lüneburg 16
• Zentrum für Arbeitsvermittlung und Grundsicherung Agentur für Arbeit Oldenburg geT
Wesermarsch, Jobcenter Wilhelmshaven, Jobcenter Friesland
70
17
Arbeitsgemeinschaften der Hansestadt Stralsund und der Agentur für Arbeit Stralsund,
Gemeinschaft für Arbeit Rügen, Arbeitsgemeinschaft Nordvorpommern, Arbeitsgemeinschaft
der Hansestadt Greifswald und der Agentur für Arbeit Stralsund, Landkreis Ostvorpommern,
Job-Center Uecker-Randow, Sozialagentur Landratsamt Miesbach
23
Programmgebiet
Ost
Brandenburg
Thüringen
• Arbeitsgemeinschaften der Landkreise Dahme-Spreewald und Teltow-Fläming,
Mittelmärkische Arbeitsgemeinschaft zur Integration in Arbeit
24
• Jobcenter Elbe-Elster, Jobcenter SGB II Dessau-Roßlau, Arbeitsgemeinschaft SGB II
Landkreis Wittenberg
25
• JobCenter Märkisch-Oderland, Arbeitsgemeinschaft Jobcenter Frankfurt/Oder
26
• Jobcenter Oberspreewald-Lausitz, JobCenter Cottbus, Landkreis Spree-Neiße
27
Berlin
• JobCenter Neukölln, JobCenter Treptow-Köpenick
28
• JobCenter Pankow, JobCenter Charlottenburg/Wilmersdorf,
Marzahn/Hellersdorf, Friedrichshain/Kreuzberg
29
•
Agentur für Arbeit Altenburg, Arbeitsgemeinschaft Weimar/ Weimarer Land,
Arbeitsgemeinschaften SGB II Stadt Gera, Landkreis Greiz, Saale-Orla-Kreis, Saale-HolzlandKreis, Jena Stadt (jenarbeit), Arbeitsgemeinschaft Grundsicherung für Arbeitsuchende im
Landkreis Saalfeld-Rudolstadt
35
• Arbeitsgemeinschaft für Arbeitsuchende des Kyffhäuserkreises, Grundsicherungsamt
Landkreis Eichsfeld, Arbeitsgemeinschaft im Jobcenter Sömmerda
36
• Verbund-Pakt Südwestthüringen (Arbeitsgemeinschaften Stadt Eisenach,
Landkreis Hildburghausen, LK Schmalkalden-Meiningen, Landkreis Sonneberg, Stadt Suhl,
Landkreis Wartburgkreis, Ilm-Kreis)
37
• Arbeitsgemeinschaften SGB II Erfurt, Landkreis Nordhausen, Arbeitsgemeinschaften
Grundsicherung für Arbeitssuchende Gotha und Unstrut-Hainich-Kreis
38
Sachsen-Anhalt
• Arbeitsgemeinschaft SGB II des Burgenlandkreises, Saalekreis Eigenbetrieb Merseburg
30
• Arbeitsgemeinschaft SGB II Halle GmbH, Agentur für Arbeit Halle Geteilte Trägerschaft
Saalkreis, Arbeitsgemeinschaft SGB II Landkreis Anhalt-Bitterfeld
31
• Arbeitsgemeinschaften SGB II Mansfelder Land, Landkreis Sangerhausen und Quedlinburg 32
• Jobcenter Arbeitsgemeinschaft Magdeburg GmbH, Job-Center der Arbeitsgemeinschaft
Börde, Arbeitsgemeinschaft Grundsicherung im Job-Center Jerichower Land, Kommunale
Beschäftigungsagentur Schönebeck (KoBa) – Eigenbetrieb des Salzlandkreises
33
• Arbeitsgemeinschaften SGB II Halberstadt und im Landkreis Stendal, Agentur für Arbeit
Stendal SGB II – Bereich Altmarkkreis Salzwedel
34
71
Programmgebiet
Süd
Sachsen
• Amt für Arbeit und Soziales Bautzen, Arbeitsgemeinschaft Hoyerswerda,
Arbeits- und Sozialzentrum Kamenz
39
• Arbeitsgemeinschaft Leipzig und Leipziger Land, Arbeitsgemeinschaft Delitzsch
40
• Arbeitsgemeinschaft Agentur für Arbeit – Vogtlandkreis, Arbeitsgemeinschaft Vogtlandkreis
– Plauen, Arbeitsgemeinschaft für Arbeitsmarkt und Beschäftigungsförderung
Zwickau Stadt, Arbeitsgemeinschaft Chemnitzer Land
41
Bayern
•
Arbeitsgemeinschaft Wittelsbacher Land, Arbeitsgemeinschaften für Beschäftigung Augsburg
Stadt und Augsburger Land, Arbeitsgemeinschaften SGB II Dillingen a. d. Donau, Donau-Ries mit
Sitz in Donauwörth und Neu-Ulm, Arbeitsgemeinschaften Grundsicherung für Arbeitsuchende
Stadt Kaufbeuren, Stadt Kempten, Landkreis Oberallgäu, Landkreis Ostallgäu, Landkreis
Unterallgäu, Günzburg und Memmingen, Jobcenter Landsberg am Lech, Arbeitsgemeinschaft
für Beschäftigung und Grundsicherung für Arbeitsuchende Landkreis Lindau
42
• Verbund Aschaffenburg (Arbeitsgemeinschaft Landkreis Miltenberg und
Landkreis Aschaffenburg, Arbeitsgemeinschaft Stadt Aschaffenburg und
Landkreis Main-Spessart, Arbeitsgemeinschaft Neckar-Odenwald)
• Arbeitsgemeinschaften Regensburg Stadt, Landkreis Regensburg, Neumarkt, Kelheim, Cham, Landkreis Schwandorf, Neustadt/Weiden und Tirschenreuth
45
• Verbund Arbeitsgemeinschaften Stadt und Landkreis Bamberg und Landkreis Forchheim, Arbeitsgemeinschaften Stadt Bayreuth, Landkreis Bayreuth, Landkreis Kulmbach
46
72
Stadt Erlangen, Arbeitsgemeinschaft Landkreis Amberg-Sulzbach, die Stadt Amberg und
Eichstätt, Jobcenter Ingolstadt, Arbeitsgemeinschaften für Arbeit und Soziales im Landkreis.
Neuburg Schrobenhausen, Arbeitsgemeinschaft Arbeit und Soziales Landkreis Pfaffenhofen
a. d. Ilm
48
•
Arbeitsagentur München, Arbeitsgemeinschaft für die Grundsicherung von Arbeitsuchenden
im Landkreis Dachau, ABS Ebersberg, Arbeitsgemeinschaft Grundsicherung für Arbeitsuchende
FFB, Arbeitsgemeinschaft für Beschäftigung München GmbH, Landkreis München, Arbeitsgemeinschaft für die Grundsicherung von Arbeitsuchenden im Landkreis Starnberg, Jobcenter
Landkreis Weilheim-Schongau
49
• Arbeitsgemeinschaften der Stadt Nürnberg und der Stadt Fürth
50
•
51
Arbeitsgemeinschaften für Arbeit im Landkreis Bad Kissingen, Landkreis Hassberge,
Landkreis Rhön-Grabfeld, Stadt Schweinfurt, Arbeitsgemeinschaften Arbeit
und Grundsicherung im Landkreis Schweinfurt, Würzburg und Kitzingen, zKt Landratsamt
Würzburg, Beratungs- und Eingliederungszentrum für Arbeitssuchende
• Arbeitsgemeinschaften Integration in den Arbeitsmarkt Berchtesgadener Land und Traunstein,
Arbeitsgemeinschaften Altötting, Mühldorf und Rosenheim Stadt, Arbeitsgemeinschaft für
Arbeit und Soziales im Landkreis Rosenheim
52
Baden-Württemberg
43
• Arbeitsgemeinschaften Ansbach, Landkreis Ansbach, Landkreis Neustadt/Aisch, Fürth-Land
und Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen
44
• Verbund Coburg (Jobcenter Coburg Stadt, Jobcenter des Landkreises Coburg,
Jobcenter des Landkreises Kronach, Jobcenter des Landkreises Lichtenfels,
Arbeitsgemeinschaften Hof Stadt und Hof Land)
•
47
• Arbeitsgemeinschaft Job-Center Mannheim, Arbeitsgemeinschaft Heidelberg,
Agentur für Arbeit Heidelberg für den Rhein-Neckar-Kreis
53
• Arbeitsgemeinschaft Landkreis Emmendingen, Kommunale Arbeitsförderung Ortenaukreis,
Arbeitsgemeinschaft „Beschäftigung Baden-Baden, Arbeitsgemeinschaft für Beschäftigung
Rastatt, Landratsamt Biberach
54
•
Arbeitsgemeinschaft Jobcenter Stadt Pforzheim, Agentur für Arbeit Pforzheim (Enzkreis),
Arbeitsgemeinschaft Arbeitslosengeld II Landkreis Ludwigsburg, Agentur für Arbeit Nagold,
Geschäftsstelle Calw, Agentur für Arbeit Nagold, Geschäftsstelle Freudenstadt, Agentur für
Arbeit Rottweil, JobCenter Stuttgart, abo Ostalb (ARGE zur Beschäftigungsförderung im
Ostalbkreis), JOB Center Heidenheim, Arbeitsgemeinschaft Jobcenter Landkreis Esslingen,
Jobcenter Stadt Karlsruhe
55
Programmgebiet
West
Rheinland-Pfalz/Saarland
Nordrhein-Westfalen
• Arbeitsgemeinschaft der Agentur für Arbeit Bad Kreuznach und des Landkreises Bad Kreuznach, Arbeitsgemeinschaft der Agentur für Arbeit Bad Kreuznach und des Landkreises Birkenfeld,
Arbeitsgemeinschaft Rhein-Hunsrück, Standort Simmern, Arbeitsgemeinschaft für die Stadt
Koblenz, Arbeitsgemeinschaft der Agentur für Arbeit Koblenz und des Landkreises Cochem-Zell,
GFA Vorderpfalz Ludwigshafen, Arbeitsgemeinschaft Deutsche Weinstraße Neustadt, Jobcenter
für Arbeitsmarktintegration Mainz, Agentur für Arbeit in getrennter Aufgabenwahrnehmung für
den Landkreis Ahrweiler, Arbeitsgemeinschaft der Agentur für Arbeit Mayen und des Landkreises
Mayen-Koblenz, Arbeitsgemeinschaft Rhein-Lahn/Job-Center Bad Ems, Arbeitsgemeinschaft
Westerwald, Arbeitsgemeinschaft Grundsicherung für Arbeitsuchende Kreis Altenkirchen,
Grundsicherung für Arbeitsuchende Jobcenter-Neuwied, Kommunale Arbeitsagentur Landkreis
Südwestpfalz, Arbeitsgemeinschaft der Stadt Zweibrücken, Arbeitsgemeinschaften Saarbrücken
und Saarlouis, Kreisagentur für Arbeit und Soziales Merzig, Arbeitsgemeinschaften Landkreis
Bernkastel-Wittlich, Landkreis Bitburg-Prüm, Stadt Trier und Landkreis Trier-Saarburg, Job Center
Vulkaneifel
56
• Arbeitsgemeinschaften für die Grundsicherung Arbeitssuchender in der Stadt Aachen,
im Kreis Aachen und in der Stadt Duisburg, job-com im Kreis Düren
63
• JobAgentur Ennepe-Ruhr-Kreis, Kommunales JobCenter Hamm, Arbeitsgemeinschaft
Kreis Unna, Arbeitsgemeinschaft Märkischer Kreis, Arbeitsgemeinschaft Kreis Warendorf
64
•
65
• Verbund Ostwestfalen-Lippe: Verbund der Arbeitsgemeinschaften Bielefeld, Höxter,
Paderborn, Herford, Lippe und der GT aktiv (Gütersloh), Kreis Minden-Lübbecke 67
Hessen
• Arbeit Hellweg Aktiv, Arbeitsgemeinschaften Bonn, Rhein-Sieg-Kreis und Münster
68
• Arbeitsgemeinschaften Kreis Wesel, Rhein-Kreis Neuss und Krefeld,
Arbeitsgemeinschaften Jobcenter Essen, Arbeitsgemeinschaft für Beschäftigung
Mönchengladbach, zkT Kreis Borken 69
• Landkreis Marburg-Biedenkopf, Arbeitsgemeinschaft Lahn-Dill-Arbeit
57
• Landkreis Fulda, Landkreis Hersfeld-Rotenburg, Landkreis Vogelsbergkreis (zkT),
Odenwaldkreis, Main-Taunus-Kreis
58
Integrationscenter für Arbeit Gelsenkirchen, Arbeitsgemeinschaft für die Grundsicherung
Arbeitsuchender in Bochum, Arbeitsgemeinschaft Herne, JobCenter Arbeitsgemeinschaft
Dortmund, AfB - Arbeit für Bottrop, Sozialagentur Mülheim an der Ruhr, Soziale
Dienstleistungen am Arbeitsmarkt Oberhausen, Vestische Arbeit Kreis Recklinghausen
• Kreis Kleve, Arbeitsgemeinschaft Kreis Viersen
66
• Arbeitsförderung Werra-Meißner, Arbeitsförderung Stadt Kassel GmbH und Landkreis Kassel,
Arbeitsförderung Waldeck-Frankenberg und Schwalm-Eder
59
• Arbeitsgemeinschaft MainArbeit GmbH, Stadt Offenbach, Arbeitsgemeinschaft
Groß Gerau, JobKOMM GmbH
60
• Kreis Offenbach, Kreisagentur für Beschäftigung Darmstadt-Dieburg (zkT), Neue Wege
Kreis Bergstraße Eigenbetrieb, Landkreis St. Wendel, Kommunale Arbeitsförderung
61
• Rhein-Main Jobcenter GmbH, Arbeitsgemeinschaft Darmstadt
62
73
Impressum
Herausgeber
Bundesministerium für Arbeit und Soziales
10117 Berlin
Bundesprogramm „Perspektive 50plus – Beschäftigungspakte für Ältere in den Regionen“
www.perspektive50plus.de
Gestaltung
www.studioadhoc.de
Druck
DMP – Digital Media Production
Titelmotiv
Shotshop GmbH
Stand
Oktober 2009
74
www.perspektive50plus.de