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Lebensart aus Hannover
3/2006
28. Jahrgang; 3,50 €
StadtAnsichten
In der Villa von
Ludwig Gerns.
Immer Vollgas:
Immer am Handy:
Stadtwerke-Chef Michael Gerd Feist.
Die „Feuerwehr“ für Manager.
Oasen
Objekte
Omen
und was Ihnen
Hannover im März
zu bieten hat.
Liebe Leser, wer Abenteuer nur mit Extremsportarten oder fernen Reisezielen
verbindet, wird in unserer Titelgeschichte
eines Besseren belehrt. Der international
renommierte Landschaftsarchitekt Ludwig
Gerns erzählt in nobilis von einem der
letzten großen Abenteuer unserer Zeit –
Gerns hat sich in einer Stadt-Villa seinen
persönlichen Wohntraum erfüllt.
Ein spannendes Abenteuer hat auch
Familie Plinke von der Sektkellerei Duprés
in Neustadt am Rübenberge erlebt. Einen
Tag lang haben die fünf für nobilis den Mercedes R 500 auf Alltagstauglichkeit getestet.
Jochen Plinke und seine Frau Ines haben
Allradantrieb und Pferdestärken des Mercedes-Riesen unter die Lupe genommen,
Sophie (6) und Louisa (8) die Details.
Autofahren gehört für Michael Gerd Feist
zum beruflichen Alltag. Mehrmals in der
Woche fährt der Vorstands-Chef der
hannoverschen Stadtwerke die Strecken
Hannover-Berlin, Hannover-Bonn. nobilis-Autorin Dorit Amelang hat Feist einen
Tag lang begleitet und durfte erleben, was
„Vollgas“ wirklich bedeutet.
Mit Volldampf geht auch Dr. Markus
Brüderlin in Wolfsburg an die Arbeit. Der 47JährigeistderneueChefdesKunstmuseums.
nobilis-Autor Jörg Worat hat den Schweizer
Kunsthistoriker getroffen und weiß jetzt,
was Sahara-Wanderungen und Comics gemein haben. Viel Spaß beim Lesen!
Ihre Redaktion
(05 11) 85 50-26 32
[email protected]
www.nobilis.de
Ludwig Gerns im Gespräch
mit nobilis-Chefredakteurin
Annette Langhorst.
JUWELIERE
GOLDSCHMIEDE
SEIT 1896
GEORGSTRASSE 44 · 30159 HANNOVER
TELEFON 05 11 / 32 09 16
www.mauck-hannover.de
Inhalt
Menschen
Kultur
Titel
Wirtschaft
12
Immer Vollgas: Bei Stadtwerke-Chef Michael Feist gibt es keine halben Sachen.
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Eine Frage der Ehre: Gerhard Schröder gehört jetzt zum Kreis der Ehrenbürger.
18
Wechselvolle Vergangenheit: Schloss Petershagen schickt seine Gäste auf Zeitreise.
73
Streiter für den Standort: Die Ansichten von Andreas Heyer.
56
Neue Akzente: Dr. Markus Brüderlin ist der neue Chef des Kunstmuseums Wolfsburg.
60
Hanomags Kommißbrot: Faszinierender Bildband über die hannoverschen Autobauer.
62
Der andere Blick: Porträtfotografin und Puppenmacherin Hildegard Wegner.
65
Lange Nacht der Theater: Kultur-Highlights der Region im Überblick.
26
Wohnen in der Stadt: Landschaftsarchitekt Ludwig Gerns öffnet nobilis sein Zuhause.
31
Wohn-Trends: Wohnberater Frank Deiss über das Wohnen der Zukunft.
32
Glocal-Style: Die „imm cologne 2006“ zeigt, bei unseren Möbeln ist fast alles erlaubt.
40
Feuerwehr für Manager: Die „Relocation-Agentur“ hilft Neulingen im Ort.
42
Ambiente für besondere Aufgaben: Die „gewagte“ Architektur einer Großbank.
46
Arzt mit Weltruhm: Prof. Dr. Ulrich Bosch nimmt sich trotzdem Zeit für die Patienten.
52
Luxus hoch drei: Traditionsunternehmen machen Friesenstraße zur Luxusmeile.
54
Daimler-Riese im Praxistest: Familie Plinke prüft die neue R-Klasse im Alltag.
24
events
Mit nobilis
nach Dresden.
06
44
73
74
4
nobilis 3/2006
Im Gespräch
Traditionsunternehmen
Impressum
Leserbriefe
Chef von
Hannover-Impuls:
Andreas Heyer
Seite 73
Chef der
Stadtwerke:
Michael Feist
Seite 12
Chef einer Klinik:
Prof. Dr. med.
Ulrich Bosch
Seite 46
Chefin einer
Agentur:
Anne Rangette
Seite 40
by Oettinger
im Gespräch
+
Frühling
Heine
Bademode
Tulpen
Aufmarsch der Politpromis für Walter Hirche
Rund 500 Gäste haben den 65. Geburtstag von Niedersachsens Wirtschaftsminister gefeiert. Im Bonatzsaal des HCC verriet Ministerpräsident Christian
Wulff, dass auch sein dritter Vorname „Walter“ sei.
FDP-Parteichef Guido Westerwelle (2. von links) und
Bundestagsfraktionschef Wolfgang Gerhardt (rechts)
stießen mit Hirche und dessen Frau Monika (Mitte)
an. Am 18. März will Hirche den Landesvorsitz der
FDP an Fraktions-Chef Philipp Rösler (links) abgeben.
Grün
–
Party der Topfgucker
„Der schönste Platz bei einer Party ist die
Küche!“ Aus diesem Slogan hatte Küchenmeister Markus Kirchner (rechts) die
Erfolgsidee der Maritim Party 2006 entwickelt. Bei der rauschenden Gala waren die
rund 600 Gäste über große Flatscreens immer in der Küche dabei. Am Herd kosteten
Hoteldirektor Dick van Beuzekom (2. von
links), sein Stellvertreter Alexander Evers
(links) und Musicalstar Maricel die köstlichen Kreationen. Die James Steiner Band
rundete den Stimmungsbogen gelungen ab.
Diät
Zeitdiebe
Atomstreit
Fanatiker
Allergie
Musikalische Vorbilder erhalten Verdienstkreuz
Als „Pamina“ in Mozarts Zauberflöte hatte Helen
Donath (Mitte) ihre internationale Karriere in Hannover begonnen. Jetzt erhielt die Star-Sopranistin
gemeinsam mit ihrem Ehemann Klaus (rechts), den
sie an der hannoverschen Oper kennen gelernt hatte,
das Verdienstkreuz des Niedersächsischen Verdienstordens. An der Feier mit den beiden Ausnahmekünstlern nahmen ihre Wegbegleiter Opernintendant a.D.
Professor Hans-Peter Lehmann (links) und seine
Ehefrau Erika-Maria (2. von rechts), sowie Ministerpräsident a.D. Dr. Ernst Albrecht teil.
HEIMSPIEL Bis zum 31. März laufen die
Ausschreibungen für „Heimspiel“, die
83. Herbstausstellung niedersächsischer
Künstler im Kunstverein. Zur Bewerbung
berechtigt sind Künstler, die in Niedersachsen oder Bremen leben oder geboren sind.
Eine Fachjury wird über die Teilnahme
an der Ausstellung, die am 2. September beginnt, entscheiden. Nur Teilnehmer der
Ausstellung können sowohl ein zweijähriges Arbeitsstipendium des Kunstvereins
als auch den mit 10 000 Euro dotierten
Kunstpreis der Sparkasse gewinnen.
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HAUSBLICK 2006 Der schnellste Weg
zum eigenen Heim führt über den
Gartensaal des Neuen Rathauses.
Dort präsentiert am 5. März zwischen
11 und 18 Uhr die Immobilienmesse
Hausblick mehr als 500 aktuelle
Immobilien aus dem Raum Hannover.
Von der exklusiven City-Eigentumswohnung bis zum großzügigen Einfamilienhaus im Grünen.Veranstalter
ist die Qualitätsgemeinschaft
Hannoverscher Bauträger (QHB). Infos
unter www.bauen-mit-durchblick.de
Promine
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Schulterschluss
für Neubürger
Hannovers Oberbürgermeister
Herbert Schmalstieg und UniPräsident Professor Erich Barke
leisten bei den rund 24 000 Studenten jetzt gemeinsam Überzeugungsarbeit: Die jungen Leute sollen
sich langfristig in der Region zu Hause fühlen und
ihren Erstwohnsitz hier anmelden. In Göttingen hatten 8000 Studenten ein ähnliches Angebot genutzt.
Design-Oscars
auf der CeBIT
Am 9. März wird auf der CeBIT das
Geheimnis um die international
besten Produkte mit einer feierlichen Preisverleihung gelüftet:
Die „if gold awards“ gelten als die
„Oskars“ für Designer. Der elektronische Blindenhund (Foto) ist
einer der Favoriten. Alle Produkte
sind im if-Pavillon ausgestellt.
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einzeln im Studio eingesprochen.
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FRÜHLING FILZEN Wer dem Frühling mit
bunten Farben und netten Accessoires
auf die Sprünge helfen will, für den ist der
zweitägige Workshop (10. und 11. März)
von fünf Designern aus der Galerie
Formenreich das Richtige.Anhand von
einfachen Arbeitsbeispielen erproben und
erlernen die Teilnehmer die Grundtechnik
des Filzens. Nur mit Hilfe von Wolle,
heißem Wasser und Seife können unter
Ihren Händen Blüten, Schmuck oder kleine Taschen entstehen. Weitere Infos
unter [email protected]
Das Autohaus Nordstadt
hat bei Sondermodellen
eine lange Tradition. Der
Nordstadt-Käfer hat in den 70er Jahren das Herz von
Autofans höher schlagen lassen. Jetzt präsentieren
Verkaufsleiter Artur Heger (links), Serviceleiter Heinrich Rofkar (Mitte) und Geschäftsführer Andreas
Petry exklusiv den Nordstadt-Fox. Der Flitzer krönt
die Wiedereröffnung des Autohauses nach Umbau.
EINSTEINS ENKELTÖCHTER gesucht. Hochbegabte
und besonders begabte Mädchen der gymnasialen
Oberstufe erhalten die Chance, für rund fünf
Monate Teil eines Forscherteams zu werden. Gemeinsam mit Professoren und Mitarbeitern der
Universität Hannover setzen sie sich mit „den Spuren von Erdbeben in Deutschland“ oder der „virtuellen Gesichts-Chirurgie“ auseinander. Frauen sind
in naturwissenschaftlichen Studiengängen unterrepräsentiert, und das trotz des bekannten Fachkräftemangels in diesen Feldern. Die Projektarbeit
soll das Interesse der Mädchen an Naturwissenschaften fördern.Anmeldeschluss ist der 31. März.
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im Gespräch
Benefiz-Bridge-Turnier
112 Spielerin haben in Hannover gezeigt, dass Bridge mehr als
ein Kartenspiel ist – über 10 000 Euro haben die Damen für
die hannoversche Straßenambulanz zusammengetragen und
gespendet. „Wir sind sehr stolz auf diesen großartigen Erfolg!“,
Barbara Selge (links) hatte gemeinsam mit ihren Freundinnen,
der Weltmeisterin im Bridge Karin Caesar (Mitte) und Cornelia
Manns (rechts) die Idee zum Turnier. FDP-Fraktionschef Philipp
Rösler hatte die Schirmherrschaft für das Turnier übernommen,
denn der ausgebildete Arzt fährt regelmäßig ehrenamtlich die
Straßenambulanz.
WM-Vorboten
Dritter Grammy
Er singt davon, dass er den
„Kreuzstab gerne tragen will“: Für
seine Interpretation von BachKantaten hat Thomas Quasthoff
den Musik-Oskar bekommen.
Seinen dritten. Der hannoversche
Star-Bariton ist einer der erfolgreichsten Sänger der Welt. Er gilt
auch als einer der herausragendsten Interpreten von SchubertLiedern.Von Routine will der
Star beim dritten Grammy nichts
wissen: „Ein Grammy ist doch
etwas ganz Besonderes.“
NATUR IN PORZELLANSPRACHE „In Meissen
hat man immer vesucht, Natur in Porzellansprache zu übersetzen, und ich sehe
mich in dieser Tradition“, Diplomdesignerin Gudrun Gaube führt am 4. März Gäste
persönlich durch die Ausstellung ihrer Werke in der Karmarschstraße. Die Künstlerin
ist seit 1990 in der Porzellan-Manufaktur
tätig und greift in ihren Entwürfen immer
wieder die Natur auf – eine bunte Welt
aus Flora, Fauna und Tieren – und stellt sie
in feinster Weise realistisch dar. Die Ausstellung läuft bis zum 8.April.
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Es sind nicht einmal mehr 100 Tage bis zur Weltmeisterschaft und das Goldene
Buch der Stadt füllt sich schon mit illustren WM-Gästen. Der Botschafter von
Costa Rica, Dr. Bernd Niehaus (links), und Ken Kanada (Mitte), Gesandter der
Republik Ghana, wollen das Spiel auf dem Grün lieber ihren jeweiligen
Nationalmannschaften überlassen. Die Unterschrift ins Goldene Buch an der
Seite Herbert Schmalstiegs dagegen nahmen die Herren selbst in die Hand.
Die Vorrundenspiele beginnen im Juni.
STADT IN BEWEGUNG Der SpielbankenMarathon ist weiter auf Expansionskurs. Schon jetzt liegen mehr als
4500 Meldungen für den 7. Mai vor.
Stefanie Eichel, die Organisatorin,
will sich mit ihrem Team aber nicht
auf den Lorbeeren ausruhen, sondern
Hannovers Lauf-Event Nummer Eins
mit Kontinuität und Zuverlässigkeit
verbessern: „Wir haben Pannen beim
Kinderlauf ausgemerzt, Abläufe bei
den Walkern optimiert und vor allem
den Halbmarathon aufgewertet.“
The Gates
Die handsignierten Drucke des
Künstlerpaares Christo und Jeanne-Claude sind begehrt. „Viele haben die Installationen in New York
selbst erlebt“, schildert die Filialleiterin der Galerie Mensing, Ilse
Brockmann. Die Ausstellung läuft
noch bis zum 11. März.
Sänger gesucht
Der hannoversche Knabenchor ist
überregional renommiert. Jungen
ab sieben Jahren können sich am
5. März ohne Anmeldung direkt
zur Aufnahmeprüfung vorstellen.
Wunderdinge werden nicht erwartet, auch Noten lesen wird nicht
vorausgesetzt. Jedes Kind soll ein
kurzes Lied vorsingen.
Infos unter (0511) 88 23 88.
NEUER HOTELCHEF Der 51-jährige Wolfgang Meyer
ist der neue Leiter des Maritim Stadthotels. Meyer
führte das Hotel bereits interimsweise seit dem
Ausscheiden von Ex-Hotelchef Michael Fuhrmann
im November 2005. „Wir möchten die Bindung
zum Kunden durch neue Angebote stärken. Die gelebte Herzlichkeit unserer Mitarbeiter wird uns dabei sehr helfen“, Meyer freut sich auf seine neuen
Aufgaben. Seine berufliche Laufbahn begann er
1974 mit einer Ausbildung zum Hotelkaufmann im
Holiday Inn Hannover Airport. Nach Aufenthalten
in London und Wolfsburg hatte er 1984 die Stelle
des Empfangschefs im Stadthotel angetreten.
im Gespräch
Walzerlust und
Blumenduft
Ende April heißt es „Wenn der weiße Flieder wieder blüht…“.
Zum Opernball am 28./29. April werden die ehrwürdigen Räume mit
12 000 Blüten und Alleen aus Mandel- und Kirschbäumen geschmückt sein
– bei günstigem Frühlingswetter sogar jener Flieder. 80 Debütantinnen und Debütanten marschieren zur Melodie des „Zigeunerbaron“ ein, und auf den Notenblättern des Staatsorchesters
stehen Walzerklänge. www.staatstheater-hannover.de
Neues Schulprojekt
Die Empfehlungen der Grundschulen für
den Besuch der weiterführenden Schulen
stimmen nicht immer mit der Selbsteinschätzung der Eltern überein. Deshalb hat
das Freie Gymnasium Hannover ein in der
Region Hannover völlig neues Projekt entwickelt. Für Grundschüler der 4. Klasse werden spezielle Vorbereitungskurse für das
Gymnasium angeboten. Ziel der Kurse ist
es, die Schüler an die Anforderungen des
Gymnasiums heranzuführen. Die Kurse werden von Lehrkräften des Freien Gymnasiums durchgeführt und orientieren sich an
den Lehrinhalten der gymnasialen Klasse 5.
Start des Projekts: 16. Mai. Weitere Infos
unter www.freies-gymnasium-hannover.de.
PORTAL ZUR GESCHICHTE In Bad
Gandersheim läuft der Countdown.
Am 5. März eröffnet das erste Ausstellungssegment des „Portals zur Geschichte“. Zwei Schatzkammern warten dann in der Stiftskirche auf Besucher. Bis zum letzten Tag geben sich
die Handwerker noch die Tür in die
Hand, doch alles wird pünktlich fertig.
Auf der Empore stehen dann die
Schätze des ehemaligen Reichsstifts –
Reliquien, Gold und Edelsteine.
www.portal-zur-geschichte.de
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HATTRICK IM WM-JAHR Zum dritten Mal in
Folge wurde Möbel Hesse als kundenfreundlichstes Möbelhaus ausgezeichnet.
Die geheimen Testkäufe vom Fachmagazin
„Möbelmarkt“ fielen zur vollen Zufriedenheit der Tester aus. „Service ist bei uns das
Wichtigste“, Robert Andreas Hesse hat für
diesen Erfolg seines Familienunternehmens viel getan. Das Haus beschäftigt einen eigenen Personaltrainer. Zufriedene
Gesichter bei der Preisübergabe (von
links): Robert Hesse, Michael Frink für die
Tester und Robert Andreas Hesse.
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April 2004
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autotelefon in der einen Hand,
Papiere in der anderen –
Michael Gerd Feist ist wie so oft in
seinem Leben unterwegs. Der Vorstandsvorsitzende der Stadtwerke
Hannover jagt mehrmals in der Woche
nach Berlin, Brüssel oder Bonn. Fast
täglich drückt sein Fahrer aufs Gas.
Und im Font agiert Michael Feist ebenso druckvoll und konzentriert.
Der Verfahrensingenieur scheint wie
elektrisiert von der Energiewirtschaft.
Als Alternative zu seinem aktuellen Job
nennt er nicht etwa Astronaut oder
Rennfahrer, sondern Raffinerieleiter.
Im Gespräch beziffert der Techniker seine Argumente, nennt Termine, Fakten.
Ohne Hektik gibt er seinen Entscheidungen mit freundlichem Ton eine gewichtige Stimme.
Karrierestart in Hannover
Viel rumgekommen ist er. Doch bei aller
Liebe zum Beruf – nach 27 Jahren weltweitem Einsatz ist der Opernfan und
Liebhaber moderner Kunst auch froh,
wieder in seiner alten Heimat Hannover angekommen zu sein. Das sagt er
nicht so offen, doch seine Hände sind
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jetzt frei, formen Gesten und die braunen Augen blitzen als er erzählt: „Meine Frau fühlte sich nach kurzer Zeit hier
wieder zu Hause. Und das Gefühl meiner Frau ist ein bewährter Gradmesser.“
Gemeinsame Erlebnisse
Das Ehepaar Feist ist an den Ort zurückgekehrt, an dem es die vielen Erinnerungen auffrischen, aber auch treue
Freundschaften wieder ganz nah erleben kann. Als Junge besucht der in Goslar Geborene das erste Mal die Oper in
der Landeshauptstadt. In die Holländische Kakaostube begleitet er seine Mutter zum Kaffeekränzchen. Während
seines Studiums lernt er in Hannover
seine Frau kennen. Auch die erste
gemeinsame Wohnung beziehen sie
hier. Die älteste Tochter kommt 1976
in der Langenhagener Silbersee-Klinik
zur Welt. Und von Hannover aus startet
Michael Feist seine eindrucksvolle
Karriere.
Erste berufliche Station ist 1977 die
Esso-Raffinerie in Hamburg. Von der
Hansestadt geht es nach Karlsruhe,
dann wieder nach Hamburg, von dort in
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Kleidung mit System
Auch wenn er heute weniger fliegt,
auf sein reisetaugliches Kleidungssystem schwört er: Grundsätzlich trägt
Michael Feist ein hellblaues Hemd mit
einer Krawatte, die „irgendwas mit Rot
drin hat“, dazu Anzüge in gedeckten Farben. Und auch bei den Socken liebt Feist
es praktisch: Prinzipiell nur eine Sorte,
damit er auch immer zwei passende
erwischt. „So bin ich überall und
jederzeit passend angezogen.“
Die Arbeit in einem internationalen
Konzern hat ihn geprägt. Er kann sich
in Hierarchien bewegen, analysiert
Situationen, kennt seine Gesprächspartner und verfolgt seine Ziele hartnäckig. Dabei sind die Wege bis zur Entscheidung je nach Mentalität sehr unterschiedlich. Auch dass lernt Michael
Feist.
„In den USA wird political correctness sehr ernst genommen. Die Engländer dagegen erheben es fast zum
Sport, über solche Grenzen hinwegzugehen“, beschreibt der Manager die
Unterschiede. Wie schwer es ist, auf
dem für Ausländer unsicheren Parkett
der Konventionen nicht auszurutschen,
hat er ebenfalls erlebt.
In den USA ist es ein ungeschriebenes Gesetz, Frauen zum Beispiel im Fahrstuhl oder Bus grundsätzlich als Erste
ein- und aussteigen zu lassen. Auch
wenn sie ganz hinten in der Schlange
stehen. „Ich habe es einmal unwissent-
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lich nicht beachtet und die Blicke der
anwesenden Herren schmerzten“, sagt
Michael Feist lächelnd.
90 Prozent sind Fleiß
Bei allen Unterschieden sieht er eine Erkenntnis immer wieder bestätigt: Zehn
Prozent sind Begabung, 90 Prozent sind
Arbeit. Mit dem hohen Leistungsniveau
auf der internationalen Schule in Houston mussten auch seine Töchter Schritt
halten. Heute sind sie 26 und 29 Jahre
alt und in ihren Berufen als Juristin und
Kinderärztin sehr engagiert. „Unsere
Familie ist sehr gefestigt, denn alle
mussten große Herausforderungen
meistern.“ Auch heute noch besuchen
die Eltern ihre Töchter regelmäßig. Der
Sonnabend ist für den begeisterten
Autofahrer so oft als möglich frei. Dann
geht Michael Feist mit seiner Frau vom
Zooviertel zu Fuß in die Stadt zum
Bummeln.
■ DORIT AMELANG
zum Arbeiten.
Stadtwerke-Chef
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Die Fahrt von A na
FOTOS: DORIT AMELANG
die USA nach Houston und New York.
Wieder zurück in Hamburg erhält
er bald die Order nach London. Nach
24 Jahren wechselt er das Unternehmen und geht zum niederländischen
Konzern Essent nach Düsseldorf.
Seit April 2004 arbeitet der 57-Jährige bei einem der mit 1,5 Milliarden Euro Umsatz größten hannoverschen Unternehmen, den Stadtwerken. „Wir haben den Kreis geschlossen, finden es angenehm, den gleichen Dialekt wie unsere Nachbarn zu sprechen“, sagt der ehemalige Ruderer und Freund britischen
Humors.
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Eine Frage
der Ehre
Vor wenigen Tagen wurde Gerhard
Schröder neunter Ehrenbürger Hannovers –
der höchste „Ritterschlag“,
den die Stadt vergeben kann.
stellt Ihnen die erlauchte Runde vor.
Gerhard Schröder
In seiner Amtszeit als Bundeskanzler
(1998–2005) hat Gerhard Schröder (61) das
Ansehen der Stadt Hannovers gefördert und
dafür jetzt die Ehrenbürgerwürde erhalten.
Bei zahlreichen Anliegen der Stadt, wie zum
Beispiel der EXPO 2000 oder der Bewerbung Hannovers als Ausrichter der Fußballweltmeisterschaft, hatte sich Schröder stets
für Hannover eingesetzt.
S
ie dürfen weder frei parken noch
haben sie andere Sonderrechte in
Hannover – und doch gibt es wohl keine größere Ehre, die ein Bürger von seiner Stadt erhalten könnte.
Seit dem späten Mittelalter hat fast
jede deutsche Stadt mit diesem Privileg
Bürger geehrt, die sich auf besondere
Weise um das Wohl des Ortes verdient
gemacht haben. Die niedersächsische
Landeshauptstadt beispielsweise hat
bereits im 18. Jahrhundert 15 Menschen
ähnliche Würden verliehen.
Die Geschichte hat die Sicht der Dinge das ein oder andere Mal verändert. So
war Adolf Hitler während der Zeit des
Nationalsozialismus in fast allen wichtigen Städten des damaligen Deutschen
Reiches Ehrenbürger.
In Hannover hat die Zählung der
Geehrten seit dem zweiten Weltkrieg
neu begonnen. Der gebürtige Westfale
Schröder ist keineswegs der Erste, der
nur einen Abschnitt seines Lebens in der
Stadt verbracht hat – lesen Sie selbst. ■
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nobilis 3/2006
Prof. Dr.
Rudolf Hillebrecht
Nach Kriegsende leitete Stadtbaurat Prof.
Dr. Rudolf Hillebrecht (1910–1999) den
Wiederaufbau der Stadt. Hillebrecht war für
den Bau des Innenstadt-Rings, die Tangenten und für die Straßenbahn verantwortlich
und wurde für seine Leistungen 1980 zum
Ehrenbürger ernannt.
August Holweg
August Holweg (1905–1989) war der Amtsvorgänger von Herbert Schmalstieg. In seinen 16 Jahren als Oberbürgermeister hat
Holweg die Gründung der Medizinischen
Hochschule initiiert und den U-Bahnbau
vorangetrieben. 1972 wurde August Holweg
die Ehrenbürgerwürde verliehen. Außerdem
förderte er besonders den sozialen Wohnungsbau.
Niki de Saint Phalle
Prof. Dr.
Hinrich Seidel
Prof. Dr.
August Closs
Von 1979 bis 1997 war Seidel Präsident der
Universität Hannover. Er hat diese zur
Größten Niedersachsens entwickelt und die
Studentenzahl verdoppelt. Seidel wurde
1995 Ehrenbürger. Teil seiner internationalen Arbeit war der Aufbau und die Pflege
von Beziehungen zu anderen Hochschulen.
1947 reisten fünf Briten, darunter August
Closs, von Bristol nach Hannover. Die Fünf
gehörten der „Good-Will-Mission“ an und
wollten die Feindschaft beenden – der Start
der Städtepartnerschaft Hannover-Bristol.
Zum vierzigsten Jahrestag wurde Closs
sechster Ehrenbürger nach Kriegsende.
Dr. Bernhard Sprengel
Wilhelm Weber
Gustav Bratke
Der Schokoladenfabrikant trug die in
Deutschland bedeutendste private Kunstsammlung zusammen. Zu seinem 70. Geburtstag im Jahre 1969 schenkte Sprengel
die komplette Sammlung und zweieinhalb
Millionen Mark der Stadt Hannover mit der
Auflage, ein Museum für moderne Kunst zu
bauen - das Sprengel-Museum. Sprengel
wurde 1969 Ehrenbürger.
Nach dem zweiten Weltkrieg war Hannover
zu zwei Dritteln zerstört. Als Anerkennung
für seine Leistungen beim Neuaufbau der
Stadt bekam der damalige Oberbürgermeister Wilhelm Weber (1879–1961) das
Große Bundesverdienstkreuz. Der Hamburger, der als 23-jähriger nach Hannover
gekommen war, wurde am 28.11.1956 in feierlicher Zeremonie zweiter Ehrenbürger.
Die britische Militärregierung ernannte
Gustav Bratke (1878–1952) nach dem
Kriegsende 1945 zum ersten Oberstadtdirektor Hannovers. 1947 organisierte er
die erste „Export-Messe“ (später HannoverMesse), die zum Motor des wirtschaftlichen
Aufstiegs von Hannover werden sollte.
Die Stadt ernannte Gustav Bratke am
22.10.1949 zu ihrem Ehrenbürger.
1974 kaufte die Stadt Hannover von der Malerin und Bildhauerin Niki de Saint
Phalle (1930–2002) die Nanas und stellte
diese am Leineufer auf. Nach anfänglicher
Kontroverse um die extreme Weiblichkeit
der Frauenfiguren sind diese heute ein
hannoversches Wahrzeichen. Niki de Saint
Phalle blieb der Stadt stets eng verbunden
und ist seit 2000 Ehrenbürgerin Hannovers.
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nobilis 3/2006
Seniorchef Klaus
Hestermann im
Kaminzimmer
von Schloss
Petershagen.
FOTOS: HASSAN MAHRAMZADEH
Schlossherr
auf Zeit
700 Jahre steht Schloss
Petershagen an der Weser.
Einst war es die Residenz der
Fürstbischöfe von Minden,
heute ist es ein Romantikhotel.
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Schlossherr auf Zeit
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Schon Königin
Louise von
Preußen war im
Schloss zu Gast.
Die Hoteldynastie Hestermann (von links): Karin und Marcus, Rosemarie
und Klaus, sowie Marcus Schwester Friederike.
Antike Möbel, Stiche oder Bronzen: Das Hotel steckt voller Schätze.
Die ehemalige Schlossküche: Heute Schauplatz für gesellige Abende mit Gauklern.
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nobilis 3/2006
ls Kolumbus Amerika entdeckte,
gab es Schloss Petershagen schon
184 Jahre. Der Mindener Fürstbischof Gottfried Franz von Waldeck ließ
es 1306 am Ufer der Weser erbauen. Über
350 Jahre erlebte es den Glanz fürstbischöflicher Hofhaltung bis zum Ausklang des finsteren Mittelalters.
Diese alten Mauern könnten von viel
Leid und Freud erzählen. Von Hexenverbrennungen am Burggraben, von
Kriegshändeln, Folter, Ritterspielen,
Zechgelagen, von Verschwendungssucht und manchem Liebesgeflüster.
Nach dem 30-jährigen Krieg wurde
das Bistum Minden aufgelöst und das
Schloss ging in den Besitz der preußischen Krone über. 1901 erwarb es
Heinrich Hestermann und rettete die
Anlage, die schon fast dem Verfall Preis
gegeben war. Seine Nachkommen bekennen sich zum historischen Erbe,
führen ein Romantik-Hotel, das einlädt,
Schlossherr auf Zeit zu sein.
Wenn Klaus Hestermann den prächtigen pelzverbrämten Brokatmantel
anzieht, das Kreuz umlegt und die
Bischofsmütze aufsetzt, ist die Stimmung im Gorgoniuskeller immer auf
dem Höhepunkt. Da haben schon Gaukler und Lautenspieler die Festgesellschaft ergötzt. Nun beweist der Senior
der Hoteldynastie, der zusammen mit
seiner Frau Rosemarie 1967 Schloss Petershagen als Hotel eröffnete, wieder
einmal sein schauspielerisches Großtalent. Mit Lust und Leidenschaft taucht
er in die Vergangenheit ein und lässt die
Gäste an der wechselvollen Geschichte
des Schlosses teilhaben.
Dafür ist die ehemalige mittelalterliche Schlossküche, St. Gorgoniuskeller
genannt, mit den verschiedenen Ebenen, mit Gewölben und Schießscharten,
Kamin und tiefem Brunnen, unterirdischem Gang und vielen Winkeln, der
richtige Schauplatz.
Um so leichter fällt es Hestermann in
die Rolle des Bischofs Franz II., Graf von
Waldeck, zu schlüpfen, der von 1530 bis >
Setzen Sie schon heute auf
den Sieger von morgen.
Mit Deka-KickGarant 2006.
Anstoß nicht verpassen:
Zeichnungsfrist
14.2. bis 13.3.2006.
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‡ Spielen Sie mit einer 100%igen Rückzahlungsgarantie.*
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> 1553 regierte. War doch dieser Fürst ein
Mensch voller Saft und Kraft, der den
Schloss-Umbau im Stil der Weserrenaissance in Auftrag gab. Nicht nur
von fürstlichen Liebschaften erzählt
Hestermann, er erinnert an die schaurigen Ereignisse, die sich anno 1535 in
Münster abspielten.
von dieser Sucht infiziert. Auf
Flohmärkten oder Antikmessen entdeckt er noch immer Stücke, die im
Schloss ihren Platz finden müssen.
So steckt das Hotel voller Schätze und
hat dadurch sein ganz eigenes Flair.
Die 15 Hotelzimmer, davon zwei Suiten,
sind individuell eingerichtet. „Individualität und eine ganz persönliche Betreuung unserer Gäste – das ist unser
Markenzeichen“, sagt Schwiegertochter Karin, gelernte Betriebswirtin und
Geschäftsführerin des Hauses, die gemeinsam mit ihrem Mann Marcus und
dessen Schwester Friederike die nächste
Hotelgeneration verkörpert.
Dem sittenlosen Treiben der Wiedertäufer setzte damals besagter Franz von
Waldeck ein Ende und ließ die Rädelsführer nach grausamen Folterungen in
eisernen Käfigen am Lambertikirchturm zu Münster aufhängen. Manch
empfindlicher Seele an der rustikalen
Tafelrunde bleibt da schon mal das
Hühnerbein im Halse stecken. Keine
Angst, Klaus Hestermann steckt so
voller Anekdoten, dass das Lachen
schnell wieder die Oberhand gewinnt.
„Petershagen war zwar nicht der Nabel
der Welt“, sagt er mit einem Augenzwinkern, „doch ein wenig von der
großen Geschichte hat auch in diesem
Schloss Einzug gehalten. Ich möchte,
dass unsere Gäste Freude haben und so
ganz nebenbei auch ein bisschen aus
der Historie lernen.“
Schloss Petershagen ist der ideale Ort
Zu jedem Bild,
zu jeder Figur, zu
jedem Stein weiß er eine Story. Klaus
Hestermann ist der geborene Geschichtenerzähler. Voller Elan eilt er durch die
Gänge, Zimmerfluchten oder Empfangsräume, zeigt im Kurfürstenzimmer beispielsweise auf die von 1820
stammenden qualitätsvollen RubensKopien, und sagt nicht ohne Stolz: „Die
Originale hängen im Palazzo Pitti in
Florenz!“ Er verweist auf die wundervolle Landschaftstapete mit Jagdszenen
in der Fasanerie, die extra aus Frankreich geordert wurde. Er deutet auf das
Porträt von Rüdiger Ilten: „Der Mann ist
hier im Haus geboren und gilt als der
Königsmacher von Preußen.“
„Schon mein Großvater und Vater haben antike Möbel, Erinnerungsstücke,
Gemälde, Stiche, Bronzen zusammengetragen.“ Auch Klaus Hestermann ist
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nobilis 3/2006
Klaus Hestermann im Brokatmantel von Bischof Franz II,
Graf von Waldeck: Der Senior-Chef taucht gern mit seinen
Gästen in die Vergangenheit des Schlosses ein.
Schlossherr
auf Zeit
für einen Kurzurlaub, ein Verwöhnwochenende oder für die geschäftliche
Tagung, die man mit einem Ausflug
in die romantische Umgebung mischt.
Der Mühlenkreis Minden-Lübbecke,
die Städte Minden und Bückeburg
sowie das Steinhuder Meer sind leicht
zu erreichen. Zur Erholung, nicht
nur nach einer Radtour, laden Gartenterrasse, Park, und im Sommer
ein beheiztes Freischwimmbad und
Tennisplatz ein.
Wenn Oldtimer oder Kutschen im
Schlosshof vorfahren und glückliche
Paare auf dem Weg zu ihrer Traumhochzeit entsteigen, dann haben die
Hestermanns schon längst den großen
Tag vorbereitet.
Zum Empfang geht es auf die Terrasse, wo man den herrlichen Blick auf die
Weser genießt, dann wird zum festlichen Menü in die Fasanerie geladen.
NeigtsichdieanschließendePartyinder
mittelalterlichen Schlossküche dem Ende zu und die Brautleute sinken in der
Hochzeitssuite ins Himmelbett, fühlen
sich die beiden bestimmt ganz königlich. Kein Wunder, hier war ja auch
schon Königin Louise von Preußen zu
Gast.
■ BETTINA ZINTER
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Luxustrip nach Dresden
Die wiedererstandene Frauenkirche mit
Insidern erleben, weltweit bekannte
Museen, klassischen Dresdner Hoftanz zum
800-jährigen Stadtjubiläum – das bietet
die nobilis-Leserreise. Jede Menge Flair und
Luxus inklusive: Erleben Sie bei diesem
Kurz-Trip mit nobilis die besonderen Reize
des Elbflorenz im Frühling.
Termin: 21. bis 23. April
Dresdner
Frauenkirche
und
Schillerdenkmal.
24
nobilis 3/2006
DRESDEN-FOTOS: CHRISTOPH MUNCH
Impressionen aus dem 5-Sterne-Hotel Bülow im barocken Viertel Dresdens:Schon im Foyer spürt der Gast die persönliche Note.
1998:Sigrid Kühnemann mit
dem Baudirektor der Frauenkirche, Eberhard Burger
(Mitte) und ihrem Ehemann.
Nach einer entspannten Fahrt im klimatisierten Luxusbus erwartet die Teilnehmer in
Dresden ein kulinarischer Willkommensgruß
mitten im nahezu vollständig sanierten barocken Viertel.
Ute Lemper
Die nobilis-Leser wohnen in der Rähnitzgasse im 5-Sterne-Hotel „Bülow“, einem der
schönsten barocken Herrenhäuser Sachsens
mitten im Herzen der Landeshauptstadt.
Nach einer gemeinsamen Begrüßung ist
Zeit, die historische Altstadt, die weltberühmten Staatlichen Kunstsammlungen
oder die romantische Innere Neustadt auf
eigene Faust zu erleben.
Sie ist Weltbürgerin und Weltstar in einem: Ute Lemper. Mit
Hits der Goldenen Zwanziger, Musical-Melodien und Chansons
kommt Lemper am 10. März ins NDR Funkhaus nach
Hannover. Natürlich wird sie unter anderem Kurt Weill im
Gepäck haben. Ihren Lieblingskomponisten, auf den sie immer
wieder zurückkommt. Weill hatte Ute Lemper 1987 zu ihrer
ersten eigenen Show inspiriert. Erleben Sie den Broadway-Star
live an der Leine.
Verlosung: 2 mal 2 Karten
Rufen Sie am 3. März
zwischen 9 und 10 Uhr an.
Abends erwartet die nobilis-Leser ein festliches 3-Gänge-Menü im Gourmet-Restaurant „Caroussel“. Eine launige Präsentation
der Stadtgeschichte und ein Kunstgenuss
mit Überraschungen runden das Abendprogramm ab.
Der nächste Tag beginnt mit einem wahrlich reichhaltigen Frühstücks-Büfett. Bei
einer mehrstündigen geführten Stadtrundfahrt entdecken die Teilnehmer historische
Sehenswürdigkeiten, romantische Plätze,
spektakuläre Neubauten und eine einmalige
Flusslandschaft …
Den Nachmittag gestaltet jeder Teilnehmer
nach eigenem Interesse in der Stadt voller
Vielfalt zwischen Barock und Moderne.
Am Abend sind die nobilis-Leser Gast beim
Tanzfestival in der Dreikönigskirche anlässlich der 800-Jahr-Feier der Stadt. Tanzpaare
in Original-Choreografien zeigen Ball- und
Hoftänze des sächsischen Fürstenhofes –
Direktor Frank Seewald führt die Teilnehmer
persönlich in die Geheimnisse höfischer
Tanzkunst ein.
Ein Muss jeder Dresden-Reise ist der Besuch
der Frauenkirche. Nach elfjähriger Bauzeit
hat Dresden sein bedeutendstes Wahrzeichen zurück und die einzigartige Silhouette
der barocken Residenz ist komplettiert.
An den Touristenschlangen vorbei erleben
Sie am dritten Tag Ihrer Reise das „Wunder
von Dresden“. Sigrid Kühnemann, die
„Frau von der Frauenkirche“, die jeden
Bauabschnitt des Jahrhundert-Bauwerks
persönlich begleitet hat, berichtet über
Höhen und Tiefen. Ein Gespräch mit dem
Baudirektor der Frauenkirche, Eberhard
Burger, rundet die exklusive Reise ab.
Whisky-Tasting
Verlosung: 2 Karten
Rufen Sie am 7. März
zwischen 9 und 10 Uhr an.
Der Dresdner Zwinger wird poetisch
auch „Musik in Sandstein“ genannt.
Leistungen
Im Preis von 680 Euro sind
der Bus-Transfer, zwei
Übernachtungen im
5-Sterne-Hotel „Bülow“
(exklusive EinzelzimmerZuschlag), ein kulinarischer
Willkommensgruß, ein
Abendessen im GourmetRestaurant „Caroussel“,
eine Stadtrundfahrt und
der Besuch des Tanzfestivals
enthalten.
Weitere Informationen/
Anmeldungen erhalten Sie
beim nobilis VIP-Service:
(0511) 85 50-26 38
(9 bis 16 Uhr)
Bereits im 5. Jahrhundert sollen christliche Mönche, allen
voran der irische Nationalheilige St. Patrick, sogenanntes
„Lebenswasser“, den Whisky hergestellt haben. Malt, Bourbon,
Grain oder Rye – wohl kaum ein anderes alkoholisches Getränk
steht so sehr für gepflegten Genuss. Seien Sie am 17. März
dabei, wenn das Handelshaus Schlegel mit Jürgen Deibel
zum exklusiven Tasting lädt.
Lynn Harrell
Verlosung: 5 mal 2 Karten
Rufen Sie am 6. März
zwischen 9 und 10 Uhr an.
Lynn Harrell ist seit Jahrzehnten an der Spitze der Cellisten
und zum ersten Mal bei Pro
Musica zu Gast. Gemeinsam
mit dem Pacific Symphony präsentiert er sein Können am 22.
März im Kuppelsaal des
Congresszentrums. Gespielt werden Werke von Strauss,
Schostakowitsch und Zhou Long. Der in China geborene
amerikanische Komponist Zhou Long gehört zu den kreativsten zeitgenössischen Komponisten.
nobilis 3/2006
25
Ludwig Gerns vor der Fensterfront
Oase mit Raumwirkung
26
nobilis 3/2006
seines Turmzimmers:Sein Lieblingsplatz.
Landschaftsarchitekt Ludwig Gerns hat sich mit einer klassizistischen Stadt-Villa
von 1840 seinen Traum vom Wohnen in der Stadt verwirklicht.
nobilis 3/2006
27
Ludwig Gerns lässt
gern Räume für sich
selbst sprechen,
möbliert sparsam.
Eine begehrte Sitzecke: Das Ensemble in der Empfangs-Lobby.
„Die Schönheit
dieses
alten Hauses
hat mich
fasziniert.“
Ludwig Gerns
D
ie Schönheit dieses alten Hauses
hat mich fasziniert. Es hat Geschichte, auch wenn ich sie nicht genau
kenne.“ Ludwig Gerns ist stolz auf sein
Zuhause. Nicht nur auf das selbst Geschaffene, auch auf das Leben und die
vielen Geschichten, die dieses Zuhause
in mehr als 160 Jahren erlebt hat.
Wer von Ludwig Gerns durch die 400Quadrameter-Villa in der hannoverschen List geführt wird, spürt die stolze
Verbundenheit des Hausherrn in jedem
Raum. Und man kann sie gut nachvollziehen angesichts herrlicher Deckenmalereien, aufwändig in Stucco-Lustro
– einer marmorierenden Spezialtechnik – gestalteter Wände und all der
Kunstwerke, maßgeschneidert für den
historischen Ort.
Seit fast 15 Jahren wohnt der international bekannte Landschaftsarchitekt
mittlerweile hier. „Als ich das Haus kaufte, habe ich mir vorgestellt, ich könnte
mit ein bisschen Farbe in kurzer Zeit alles richten“, kommentiert er seine im
Rückblick fast sträflich optimistische
28
nobilis 3/2006
Die Heizung im Gebäude musste nachgerüstet werden, die aufwänd
Einschätzung der Lage. Natürlich kam
es anders. Das ehemals städtische Gebäude hatte immerhin vier Jahre leer gestanden und in der Vergangenheit auch
als Asylheim gedient. Es stand kurz vor
dem Verfall.
Aus dem geplanten einfachen Anstrich wurden drei intensive Jahre Renovierungs- und Restaurierungsarbeit.
Gerns erinnert sich mit Schaudern: „Das
Gebäude hatte nicht einmal Heizung,
vom schönen, ursprünglichen Zustand
war nichts zu sehen, alles war einfach
übergestrichen“.
Architekt Professor Karsten K. Krebs
wurde in dieser Zeit Gerns wichtigster
Berater. „Wir haben in den ersten
Wochen gemeinsam nur gegrübelt,
welche Raumnutzung sinnvoll wäre
und wo Veränderungen vorgenommen
werden müssen.“
Heute hat Gerns im Erdgeschoss den
Arbeitsbereich für sich und seine fünf
Mitarbeiteruntergebracht;inderersten
Etage befindet sich seine 130 Quadratmeter große Wohnung. Jeder Planungsschritt wurde sorgfältig mit der Denk-
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À`}iÃV…œÃÃ܅}°Êˆ˜Ê>˜˜œÛiÀ‡œÌ…vi`
igen Abdeckungen sind maßgefertigt.
Erst der richtige Mix macht’s: Gerns kombiniert zwei Sorten Stühle.
malschutzbehörde abgestimmt, über so
manches musste hart verhandelt werden. So wollte die Behörde beispielsweise, dass fehlende Türen durch nachgebildete Kopien ersetzt würden, ließ sich
dann aber von den Gestaltungsexperten
überzeugen, dass erst die Komposition
mit zeitgenössischen Materialien aus
dem Haus ein wahres Dokument der
Architekturgeschichte machen würde.
Anderes, etwa die völlig verrotteten
ehemaligen Zinkfiguren vom Dach, wurden von Spezialisten nach den Originalvorlagen nachgestaltet. Monatelang
hämmerten,schliffenundwerkeltendie
Handwerker und Restauratoren in den
Räumen und brachten schließlich den
alten Glanz wieder zum Vorschein. „Der
Anspruch wurde im Verlauf der Arbeiten immer höher, irgendwann hat sich
alles potenziert. Es war eine gruselige
und gleichzeitig spannende Zeit.“ Über
die Kosten der Sanierung will Gerns lieber nicht sprechen.
Ähnlich wie bei seiner Stil prägenden
modernen Gartenarchitektur, die er auf
dem dazu gehörigen 5000-Quadrat-
metergrundstück verwirklicht hat,
lässt der 57-Jährige auch im Innenbereich das Gebäude für sich selbst sprechen: „Erstmal sollte der Raum wirken.
Ich habe jeweils nur wenige Elemente
eingefügt, um die Wirkung des Raums
zu unterstreichen“, erläutert der
Visionär die Gestaltung der Zimmer.
Gestalten ist sein Leben. Schon als
Kind, aufgewachsen in einem hannoverschen Vorort, wusste Gerns das ganz
genau. Seine Reisen in die USA, nach
Bali oder Asien haben seine Landschaftsgestaltung wie seine Wohnvorstellungen beeinflusst. Die Regeln des
Feng Shui wurden in jedem Raum
berücksichtigt.
„Ein Möbelgroßeinkauf wäre für
mich nie denkbar, ich lass mich gern in
Möbelhäusern inspirieren.“ Jedes Element hat Gerns für den jeweiligen
Standort ausgewählt. Ein Mix wie die
Komposition zweier Sorten Stühle am
Esstisch macht für ihn den gelungenen
Raum aus. Das Herzstück seiner Wohnung ist das Turmzimmer. Sorgfältig hat >
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„Ein MöbelGroßeinkauf
wäre für mich
nie denkbar.“
FOTOS: MARTIN SCHLÜTER
Ludwig Gerns
Alt neben Neu:Wandmalereien wurden freigelegt, das „letzte rote Bild“ von Helmut Schober extra für den Ort gefertigt.
Jedes Element im
Turmzimmer wurde
für seinen Standort
ausgewählt.
> Gerns auch hier Altes freigelegt und perfekt mit Neuem kombiniert. Das beginnt
beim Treppenhaus zum Turm von 1889:
Die alte Holztreppe ist aufgearbeitet; wo
Teile fehlten, wurde mit modernen Materialien wie Glas und Stahl ergänzt. Einen Teil der Wand zieren freigelegte
Wandmalereien. „Das macht für mich
den Charme aus, wenn es perfekt wäre,
würde es schon fast kitschig sein.“ Im
Zimmer selbst sorgen bodentiefe, riesige Fenster für den perfekten Blick über
das Dach hinweg auf den hannoverschen Stadtwald, in dem Gerns mindestens zweimal die Woche joggt.
Das Bett, ein Paravan, ein kleines Sofa
und ein Sessel – hier entspannt Gerns
am liebsten oder grübelt über neuen,
kreativen Ideen. Wie überall im Haus
sind die Wände in sanften Grautönen gestaltet, das wurde Gerns Lieblingsfarbe.
Viele der Details erschließen sich erst
auf den zweiten Blick. So zeichnet unter anderem eine Farblinie den genauen Sonneneinstrahl an Gerns Geburtstag im Sommer nach – zufällig vom
Hausherrn beobachtet, fotografiert und
nachgearbeitet. Der Raum vermittelt eine ruhige Gelassenheit, die auch sein Eigentümer widerspiegelt. Protz ist Gerns
Sachenicht.SchoneherdieDemutvorder
Schönheit von Altem und das neu InterpretierenklassischerDinge.Sosorgtinder
Küche ein Autoradio, eingebaut in den
maßgefertigten Schrank, für die morgendliche Wachmacher-Beschallung.
Zum Genießen und Entspannen in
der selbst geschaffenen Oase bleibt wenig Zeit. Weil viele seiner Kunden aus
Süddeutschland kommen, ist Gerns oft
in seiner Münchener Stadtwohnung,
von wo er die Zweigstelle seines Unternehmens betreut.
„An den Wochenenden versuche ich
aber hier zu sein, genieße die gute Stadtanbindung und den Luxus, dass die
Straße vor der Tür für Autos gesperrt ist.“
StolzistGernsauchaufdasriesigeKunstwerk von Helmut Schober, maßgefertigt
für sein Treppenhaus. „Sollte ich einmal
ganznachMünchenwechseln,das,Letzte rote Bild’ von Schober würde ich auf
jeden Fall mitnehmen.“
■
Luxus wird
Privatsache
Spürt Trends
im Wohnen auf:
Bauberater
Frank Deiss.
nobilis hat mit Bauberater Frank Deiss über Veränderungen
und Zukunftsvisionen im Wohnen gesprochen.
Kartoffelpuffern oder Bratwurst nicht
mehr quer durch die Wohnung ziehen
lassen, sind offene Lösungen eigentlich
erst möglich geworden“, Deiss hat als
Maurermeister den Hausbau von der Pike auf gelernt.
„Früher hat so mancher seinen beruflichen Erfolg auch nach außen mit
einer ausgefallenen Villa dokumentiert“, Deiss schmunzelt bei der Erinnerung an den einen oder anderen außergewöhnlichen Wunsch seiner Kunden,
„heute wollen die meisten den Aufwand
mehr im Inneren – Fußbodenheizung,
besondere Fliesen, ausgefallene Accessoires. Luxus ist Privatsache.“
Der Bauberater sieht die Zukunft der
Architektur schnörkellos und gradlinig.
„Deutschland wird immer allergischer,
das hat die meisten Auswirkungen!“,
Frank Deiss zeigt auf die Bodenbeläge.
„Teppiche sind nahezu out, jeder will geschlossene Oberflächen wie Fließen
oder Holz. Gravierend ist das auch für
den Schlafbereich, die Garderobe will
kaum noch jemand im selben Raum wie
das Bett!“ So gehören Ankleiden heute
zum Standard eines Hauses.
Einen gravierenden Kulturwandel
macht aus Sicht des Beraters das Bad
durch: „Dank Wellness wird dieser
Raum zunehmend zum wichtigen Erlebnisort“, seine Erfahrungen zeigen,
freistehende Bad-Accessoires stehen auf
der Wunschliste seiner Kunden ganz
weit oben. „Aber auch hier geht der
Trend zum versteckten Luxus, die
Privatsphäre wird von der Gästezone
streng getrennt. Man gönnt sich etwas,
ohne damit zu protzen.“
Insgesamt erwartet der Experte für
die Zukunft keine großen Überraschungen: „Architektur ist die Wiederholung des Bestehenden“, da sieht Deiss
viele Parallelen zur Entwicklung neuer
Autos: Die Funktionalität wird so bleiben, nur das Design wird verfeinert. Der
Wohnberater erwartet vor allem weitere Reflexe auf die Energiekrisen. „Allerdings“, auch da ist er überzeugt, „Energie einsparen zu Lasten des Wohnkomforts wird auch in Zukunft keiner!“ ■
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er Bauberater eines FertighausHerstellers kann seine Brötchen
nur dann gut verdienen, wenn er neue
Ansprüche und Erwartungen von Kunden antizipiert, quasi Trends erforscht.
Ein erfahrener Hase wie Frank Deiss,
mehrfach ausgezeichnet als bester Bauberater des Jahres, macht einen grundlegenden Wandel aus:
„Während früher das Essen funktional vom eigentlichen Wohnen getrennt
wurde, wollen unsere Kunden heute in
ihrem Zuhause vor allem beim Essen
und dessen Zubereitung kommunizieren. Für Familien ist die Mahlzeit zum
wichtigen gemeinsamen Freizeitbereich geworden“, der Wunsch nach offenenWohnbereichenzeigtsichseitdrei
bis vier Jahren auch in seinem Arbeitsalltag bei der Firma Okal: „Der
Esstisch beispielsweise wird immer
größer, braucht viel Platz.“
Der Fortschritt in der entsprechenden Haushaltstechnik hat die neue Ausrichtung gefördert. „Durch die neuen
Dunstabzugs-Hauben, die den Duft von
Am Ortfelde 20 A · 30916 Isernhagen NB
D
Wie es euch gefällt
Der Mensch ist rund
335 Tage im Jahr zu Hause.
„Homing“ ist das
Schlagwort der Designer.
hat auf der
Kölner Möbelmesse
die Trends aufgespürt.
32
nobilis 3/2006
Sofa „Polder“ von
Vitra, ab 4466 Euro.
Bei:Seydlitz
B
einahe lautlos schnurrt der Motor.
Sanft rüttelt das Leder, leise
ruckelt die Lehne. Massage-Sessel laden
zum Einkuscheln. Und das in nahezu
jeder Halle des Kölner Messegeländes.
Wohlfühlen ist das Motto der „IMM“,
der Internationalen Möbelmesse in
Köln. Dass dieses Credo nun ausgerechnet in Gesundheitssesseln Ausdruck
findet, mag verwirren. Und wirklich
trendy sind sie auch nicht. Aber „Homing“ und „Relaxing“ sind angesagt.
Das bedeutet nichts anderes, als dass das
Leben in den eigenen vier Wänden in
unserer Gesellschaft einen immer
größeren Stellenwert einnimmt.
Und der Platz innerhalb dieser Wände
wird immer großzügiger gestaltet. Wo
einst eine Garnitur mit Dreier-, ZweierSofa und Sessel als verschwenderisch
galten, stehen heute ganze Sitz- und
Liegelandschaften. So hat sich die Lichtenfelser Möbelfirma K+W dem Thema
„Küchen-Sitzecke“ auf sehr moderne Art
genähert.SiebietetBänke,indenenman
dank großzügiger Sitztiefe Abendessen
lässig überstehen kann.
Oder Tischnischen, die aufgrund organischer Formen bis zu acht Personen
Platz bieten. „Das Design der Tischplatte
ist dabei nicht etwa den Nierentischen
der 50er Jahre abgeschaut, sondern dem
Wankelmotor“, erklärt Verkaufsleiter
Bernd Schardt und fügt hinzu „Schauen
sie mal unter die Haube des Mazda RX8“.
Schönes Dekor, üppig ausstaffierte
Stände allenthalben. Das Farbspektrum
reicht von dezenten Braun- und Grünund Blautönen bis zu satten Rot-, Pinkund Gelbkombinationen. Dazwischen
finden sich auch immer wieder Spiel- >
Sofa „frisco“
von WK Möbel,
ca. 7428 Euro.
Bei: Möbel Hesse
Sofa „370“
von Rolf Benz,
ab 3000 Euro.
Bei: Möbel Staude
nobilis 3/2006
33
Sessel „Gisa“ von Leolux,
ab 1980 Euro.
Bei: Leolux Design Center
Sessel „Beluga“ von Leolux,
ab 1045 Euro.
Bei: Leolux Design Center
Wie es
euch
gefällt –
neues
Wohnen
> arten der wieder entdeckten Wohnfarbe „schwarz“. Alles scheint erlaubt. Und
so ist es in der Tat. Aber nicht etwa, weil
den Designern die Ideen ausgehen.
Trends sind „keine Sternschnuppen,
die in einem Jahr auftauchen und im
nächsten wieder verschwunden sind.
Sie sind viel mehr Teil einer Entwicklung und haben ebensoviel mit Kontinuität wie mit Innovation zu tun“, so
die Experten des Trendboards.
Jedes Jahr schickt die Kölnmesse
sechs international bekannte Trendspezialisten auf die Suche nach Neuem.
Und die haben herausgefunden, dass
sich der Konsument mit seinen Bedürfnissen häufig zwischen zwei Polen bewegt: Technologie soll mit emotionalen
Wohnwerten wie Behaglichkeit und
Bequemlichkeit harmonieren. Neuentwicklungen sind erwünscht, Retro-Stil
soll aber erkennbar sein. Zukunftsvisionen gibt man sich gerne hin, doch
auch Kindheitserinnerungen wollen
gelebt werden.
Die Öffnung der Welt und damit der
Sofa „Alfred“
(o. u. unten)
von Baxter,
ab 4740 Euro.
Bei:Steinhoff
34
nobilis 3/2006
Mix kulturell geprägter Wohnstile findet großen Anklang. So wurden denn
auch die Begriffe „global“ und „local“
sinnhaft zu „glocal“ zusammengefasst.
Die namhaften Hersteller der Branche haben Showrooms kreiert, deren
Zugang nur über den Empfangstresen
und nach Anmeldung möglich ist. Überall Schilder mit dem markanten Symbol
„Hier bitte keine Fotos“. Und wer sie
ignoriert, wird von Architekturstudenten in Designerzwirn noch einmal
freundlich, aber bestimmt darauf hingewiesen. Es ist die Angst vor Produktpiraterie, die auch der Möbelindustrie >
Holzmöbel
mit
edlem
HüftSchwung
Stuhl „Wiggle Side Chair“
von Vitra, ab 547 Euro.
Bei:Seydlitz
Stuhl „Aetos“ von Varangis
Schemata, ca. 495 Euro.
Über www.varangis.com.gr
> Sorgen und Umsatzeinbußen beschert.
Hinter den Wänden haben die Designer
ganze Wohnwelten geschaffen. Leolux
präsentiert Liegelandschaften in organischen Formen, die Behaglichkeit mit
klarem Design verbinden.
Kommode „Simple“
von WK Möbel,
ca. 7693 Euro.
Bei: Möbel Hesse
Sessel „Conseta“
von Cor,
ca. 2588 Euro.
Bei: COR +
interlübke;
Möbel Hesse
36
nobilis 3/2006
Spektakulär präsentiert sich die italienische Firma Baxter. Dunkel glänzende Böden, blanke Glaswände laden
zum Verweilen in den voluminösen
Polstern. Schwarz das Sofa, die auf
Hochglanz polierte Kommode, schwarz
der pelzige Bettüberwurf und schwarz
die Kristalllüster. So luxuriös kann die
neue Trendfarbe sein – vom kalten
Hauch der 80er Jahre keine Spur.
Auch die oberbergische Firma Nic
Duysens weiß den Zeitgeist der Opulenz
mit schönen Stühlen, Deko-Objekten
und Tischwaren zu erfüllen. Und der
offene Showroom von Kare wird dominiert von einem überdimensionalen
und schräg aufgehängten Lüster.
Pfiffig wird es in den Rheinparkhallen,
in denen Designstudenten Einblick in
ihre Kreativität gewähren: Erstsemester werkeln an Modellen ihrer Visionen,
Studenten der Künstlerschmiede Burg
Giebichenstein bei Halle zaubern lukullischeKreationen,dieMusikdröhntlaut
und man lümmelt auf dem Boden.
Die Lust am Schöpferischen ist überall spürbar. Sichtbar wird sie in den
preisgekrönten Entwürfen der Nachwuchsdesigner, die aus alten Matratzen
witzige Sitzmöbel schaffen oder den
Holz-Couchtisch mit einem mehrfarbigen Tatoo (Reddish Studio) versehen.
Holz ist eines der großen Themen im
Wohnbereich. Die wichtigsten Hölzer
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sind Buche, Eiche, Kirsche, Erle und
Birke. Bei den dunklen Hölzern bleibt
Nussbaum Favorit. Auch tropische Hölzer wie Zebrano, Makassar, Palisander
und Wengé sind weiter auf dem Vormarsch.DankTechnikkönnendieDesigner den Holzmöbeln mittlerweile den
richtigen Schwung verpassen.
Vitra präsentiert Sitzobjekte, die gefaltet anmuten. Die griechische Firma
Varangis bietet Möbel an, die aus fünf
Schichten Holz und zwei Spezialschichten bestehen. Damit wirken sie wie aus
einem Guss geformt.
Und während sich auf der Messe die
Hallen leeren und sich die ersten Nachtwächter einfinden, schlummern zahlreiche Menschen in Businesskleidung
in den dargebotenen Entspannungssesseln. Relaxen ist eben angesagt! ■
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Sie sind neu in der Stadt?
Sie sprechen unsere
Sprache nicht, und jede
Menge Papierkram liegt
vor Ihnen? Die „Thorey
Relocation Agentur“ hilft.
M
anchmal brauchen wir Nerven
wie Stahlseile“, resümiert Anne Rangette-Thorey. Wie damals, als
sich eine Kundin im Industriegebiet
Ricklingen hoffnungslos verlaufen
hatte – trotz Stadtplan.
Oder wie einst, als eine Japanerin, die
das erste Mal überhaupt in ihrem Leben
in Europa war, ihren Schlüssel in den
Gulli fallen ließ. „Woher sollte sie auch
wissen,welcheBehördemaninsoeinem
Fall kontakiert? Wir konnten sie aber
beruhigen und ihren Schlüssel haben
wir auch aus der Kanalisation fischen
können.“ Das sind Fälle, die das Leben
schreibt. Und das Leben als Ausländer in
einer fremden Kultur ist nicht immer
einfach. Selbst als Einheimischer in
einer neuen Stadt ist das Ankommen
nicht leicht. Hier sieht Anne RangetteThorey ihre Hauptaufgabe.
1998 gründete sie die Thorey Relocation Services. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen Marianne Wandt und Kristin
von Berckefeldt betreut sie namhafte
Unternehmen, die ihre ausländischen
Mitarbeiter – zumeist Führungskräfte –
nach Niedersachsen holen. Vom Umzugsmanagement über Behördengänge
bis hin zum Orientierungsspaziergang
organisiert das Team alles, damit die ersten Wochen in der neuen Heimat – und
nicht zuletzt auch der erste Arbeitstag –
möglichst stressfrei verlaufen.
„Wir benötigen ungefähr drei Monate,
bis ein Auftrag abgewickelt ist. Solange
stehen wir dem Kunden jederzeit zur
Verfügung“, erklärt Anne Rangette.
Doch glücklicherweise surrt ihr Handy
nachts nur selten, denn „unsere Kunden aus Übersee wissen schließlich,
FOTO: MARTIN SCHLÜTER
Häufig holen Kristin von Berckefeldt und Anne Rangette
Thorey (rechts) ihre Kunden direkt vom Flughafen ab.
40
nobilis 3/2006
wann hier in Europa Nacht ist.“ Einmal
allerdings wurde sie dann doch aus dem
Schlaf gerissen: „Eine junge Amerikanerin rief verzweifelt bei mir an, weil
ihr Kind schwer erkrankt war. Klar, dass
ich den Notarzt organisiert und mich
um die Familie gekümmert habe.“
Apropos Familie. Lächelnd erinnern
sich Rangette und von Berckefeldt an eine besonders turbulente Domizilsuche:
Fröhlich inspizierte eine sechsköpfige
Familie ihr avisiertes Heim. Erst beim
Verlassen stellte sich heraus, dass ein
Kind fehlte. Die Fünfjährige hatte sich
in einem Zimmer im Dachgeschoss eingeschlossen. Nicht einmal von außen
ließ sich die Tür öffnen. Drinnen das
ängstlich weinende Mädchen, draußen
die nervösen Eltern und zwei Agentinnen, die den Rest der Kinderschar im
Zaum halten mussten und den Schlüsseldienst organisierten. „Manchmal
sind wir eben die Feuerwehr für unsere
Kunden“, erklärt Kristin von Berckefeldt, die an der Uni Hildesheim Internationale Kommunikation und Übersetzen studiert hat.
„Man muss die Menschen lieben“,fügt
Anne Rangette hinzu, was auch die
wichtigste Voraussetzung für gute
Dienstleistung sei. Und: „Wir müssen
unseren Kunden in allen Belangen zu
jeder Zeit einen objektiven Überblick
über die Marktsituation verschaffen.“
So dürfen Relocation-Agenturen, die
sich wie Thorey dem „EuRa“, der European Relocation Association, angeschlossen haben, nicht selber als Makler
auftreten, verdienen am eigentlichen
Vermitteln nichts. Aber über Kosten
spricht Rangette ungern.
Der Preis für ihre Dienstleistung variiert je nach Umfang der vereinbarten
Leistung – der Paketpreis für eine Rundumversorgung beginnt bei 2000 Euro.
Billiganbieter machen auch in diesem
Segment seriösen Firmen das Leben
schwer. „Relocation-Agent ist eben kein
geschützter Beruf. Sogar Hausfrauen
versuchen hier mitzumischen,“ weiß
die gebürtige Französin.
Integrität und Loyalität sind das
Erfolgsrezept der Thorey Relocation Services, die mit zwei Geschäftsstellen in
Hannover und Burgdorf ihre Leistungen im Wirtschaftsdreieck Hannover,
FOTO: KATHARINA MÜLLER
Braunschweig und Salzgitter anbietet.
„Unsere Auftraggeber kommen aus der
Automobilbranche, aus der Luftfahrttechnik oder aus dem EntertainmentBereich“, erklärt Rangette, die seit zehn
Jahren in Niedersachsen lebt. Mehr ist
über ihre Kunden nicht zu erfahren.
Souverän freundlich lächelt sie – und
schweigt.
Weniger schweigsam gibt sich JeanChristophe Casalonga aus Frankreich,
der von Thorey betreut wurde: „Ich war
mit der Dienstleistung der Agentur hundertprozentig zufrieden. Hier hat der
Begriff Service noch seine wahre Bedeutung. Sie haben mich in all meinen
vielfältigen Belangen unterstützt – und
das immer mit einem Lächeln. Innerhalb kürzester Zeit konnte ich mich in
Hannover einleben.“
Als Dolmetscherin übersetzte Anne
Rangette früher technische und juristische Texte und ist Mitglied im Verband
der Deutschen Dolmetscher. Klar, dass
sie bei Bedarf auch Kollegen aus dieser
Branche zu Rate zieht.
Als sie zum Beispiel zum ersten Mal
einen chinesischen Kunden betreuen
musste: „Oh je, ich war aufgeregt, weil
ich mit der chinesischen Kultur, den
Sitten und Gebräuchen überhaupt nicht
vertraut war. Ich rief eine DolmetscherKollegin an. Doch sie beruhigte mich:
,Anne, du musst nur so freundlich und
offen bleiben wie du bist’.“
Und das ist Rangette in der Tat, was
nach eigenem Bekunden wohl auch an
ihrer Herkunft, der Champagne, liegt:
„Menschen aus Weinanbaugebieten
sind offener. Das mag an dem Wein liegen“, schmunzelt Anne Rangette.
Stets einen
objektiven
Marktüberblick
zu geben,
ist für Anne
Rangette das
A und O guter
Dienstleistung.
Weshalb hingegen der chinesische
Geschäftsmann jede Frage mit „Ja, ja“
beantwortete, kann sie nur vermuten:
„Nein sagen gilt in China wohl als
unhöflich.“ „Mag sein,“ fügt Kristin
von Berckefeld hinzu und erinnert sich
an einen ihrer chinesischen Kunden.
„Ich begleitete ihn zu einem Behördengang und fragte, ob er ein Passfoto
dabei habe. ,Ja, ja’ lächelte er. Ob ich es
haben könne. ,Ja, ja’, sagte er, ohne mir
das Bild zu geben. Also formulierte ich
meine Frage anders: Könne es sein, dass
wir das Foto noch machen müssen. ,Ja,
ja’.“ Da braucht’s eben Nerven wie
Stahlseile.
■ KAI-KIRSTIN THIES
www.thorey-services.de
nobilis 3/2006
41
Neues Raumgefühl
W
Die Dresdner Bank hat
zusammen mit der
Architektin Anne Peters
in Hannover ganz neue Wege
beschritten.
Ungewöhnliche Details
einer Bank: Eine afrikanische
Maske von 1900.
42
nobilis 3/2006
arme Töne in Beige und
Creme, ein Hauch von
Ocker. Sanftes Licht. Und angenehme Ruhe. Ein Gefühl von diskreter
Privatsphäre, mehr noch: ein Anflug
von Geborgenheit.
Wer auf dem eleganten Besprechungsstuhl, bezogen mit handschuhweichem rehbraunen Leder,
Platz nimmt und im Lichtschein der
Arco Lampe von Achille Castilgioni
die Komposition des Raumes auf sich
wirken läßt, der wähnt sich in diesen
Momenten in Venedig oder Rom. Mit
SicherheitnichtineinerBank.Schon
gar nicht in Norddeutschland. In
Hannover, um genau zu sein.
Doch genau dort spielt sich diese
kleine Szene ab. Im Raum Süden der
Dresdner Bank am Platz an der Oper.
Hier sind Banker auch Gastgeber.
Franz Kremer, Leiter des Private &
Business Banking in Hannover, erklärt, warum er sich für die sehr
aufwändige Neugestaltung seiner
Kundenräume entschlossen hatte:
„Wir wollen Flagge zeigen – im
Markt und bei unseren Kunden.“
Deswegen habe er sich an die Hannoveraner Architektin Anne Peters
gewandt. „Wir hatten für das gesamte Projekt nur sehr wenig Zeit zur Verfügung“ resümiert Peters, „ein knappeshalbesJahr–vondenerstenÜberlegungen bis zur fest geplanten
Eröffnung Anfang Dezember.“
Anne Peters arbeitet seit acht Jahren als Architektin in Deutschland,
hatte vor diesem Auftrag zahlreiche
Neubauten und Sanierungen durchgeführt. Vor ihrer Selbständigkeit
war sie für Peter Eisenman in seinem
New Yorker Büro tätig.
Peters: „Die neuen Räume sollten
echte Multitalente werden: Geeignet
Wagte neue Wege: Franz Kremer, Leiter des Private &
Business Banking der Dresdner Bank in Hannover.
Realisierte den Umbau in weniger als sechs Monaten:
Architektin Anne Peters.
Der Raum „Süden“ in der Dresdner Bank:Anheimelnde
Atmosphäre mit harmonischer Beleuchtung.
für diskrete Beratungsgespräche zu
Kapitalanlagen in Millionenhöhe oder
Existenzgründungen im Beisein externerBerater.GrößereBesprechungenmit
Firmenkunden und Business Bankern
sollten genauso darin stattfinden, wie
Nachlassgespräche mit Erben. Das verlangt nach vollkommen unterschiedlichen atmosphärischen Inszenierungen.“ Dass auch Baurecht und Denkmalschutz eingehalten werden mußten, versteht sich von selbst.
„Sehr schnell zeigte sich, dass wir das
Motiv der vier Himmelsrichtungen umsetzen wollten“, erklärt die 39-Jährige.
„Norden, Süden, Osten und Westen, das
bietet hervorragenden Stoff für unterschiedliche Atmosphären.“
bild, das Gute darin zu bewahren.“ Überzeugend, denn sogar der kleine Schlüssel steckt noch im Zylinder.
Der Raum Osten besticht durch helle
Farben. Sachliche Ordnung schaffen
Möbel nach asiatischer Handwerkskunst. „Der japanische Mond setzt einen
leuchtenden Akzent“sagt Kremer, der
seine Kunden am liebsten hier berät. Ein
wie ein Schrein wirkendes Regal beherbergt die Banktechnik. Nicht viel. Nur
ein schwarzes Laptop. Besinnung auf
das Wesentliche – perfekt inszeniert.
Reservierter, aber nicht unterkühlt,
geht es im nördlichen Raum zu. „Skandinavien ist das Thema“, so Peters.
Eine Zimmertanne, Blautöne und ein
Hauch von Orange schaffen eine behagliche Atmosphäre. Nur der Tisch
sticht heraus. Aus groben hellen
Eichenbohlen gearbeitet, wirkt er wie
willkürlich zusammen geschobenes
Holz. „Wie beim Flössen von Baumstämmen“, findet Peters und „sicher
nicht ganz normal für eine Bank“, ergänzt Kremer.
■
Es sind die kleinen Dinge, die das große
Ganze ausmachen: Ein Tresen, der unaufdringlich eine gleichberechtigte Situation vermittelt, Türelemente mit satiniertem Glas, die zwar durchlässig für
Licht sind, sonst aber keine Einblicke
gewähren. Wenige natürliche Pflanzen,
die mit direkten Lichtquellen in Szene
gesetzt sind. Klassische Sitzgelegenheiten nach Entwürfen von Le Corbusier
von 1926. Bauhaus in seiner schönsten
Form: Der legendäre Cassina Sessel LC 1.
Und natürlich darf Kunst nicht fehlen. Im weitläufigen Flur des dritten
Stockwerks ist dies ein großflächiges
Bild von Eberhard Goeschel. „Drift“,
welches die Perspektive des Raumes
nochmals zu verlängern scheint.
Technik und Licht halten sich auffallend zurück. „Informationstechnik
oder gar der Bank-Computer stehen niemals im Mittelpunkt eines Raumes“, erklärt der Banker. Dafür fällt eine kleine
antike Teekiste aus Wengeholz mit Silber- und Perlmuttintarsien auf. „Sie verkörpert die Seele des Raumes: Als Sinn-
Experimentierlust
aus Tradition
Kompetenz und Extremtuning treffen im
Autohaus Nordstadt schon von Anfang an aufeinander.
Geschäftsführer des Autohauses
Nordstadt:Andreas Petry.
44
nobilis 3/2006
Der „Nordstadt-Fox“: Eine limitierte
Sonderedition zur Neueröffnung
des Autohauses nach Umbau.
K
urz vor dem Mittellandkanal gelegen, an der Achse zwischen
Stadtzentrum und Hannover-Langenhagen, ragt seit kurzem eine imposante
Stahl- und Glaskonstruktion in den
Himmel. Es ist das neue Autohaus Nordstadt, dass sich mit dem modernen
Neubau an das Corporate Design der
Volkswagen AG anpasst.
Seit der Eröffnung des Autohauses im
Dezember 1962 befindet sich der Betrieb
im ständigen Wandel, immer bedacht
darauf, optimale Bedingungen für Fahrzeughandel, Service und Wartung zu
schaffen.
Diesen Vorteil erkannten die Kunden
bereits in den 60er Jahren für sich.
Schon damals nutzte das Autohaus
Nordstadt alle Möglichkeiten des modernen Werkstätten-Baus nach den neuesten Gesichtspunkten. Mit Einrichtungen für etwa 50 Werkstattdurchgänge
pro Tag und Abstellflächen für rund 150
Fahrzeuge bewies das Autohaus eine Leistungsfähigkeit, die bis dahin nur
selten in Hannover zu finden war.
Dass sich daran bis heute nichts geändert hat, ist vor allem der konstanten
Dynamik des Betriebes zu verdanken.
Neben zeitgerechten Modernisierungen überrascht das Team des Autohauses immer wieder mit ausgefallenen Modellen, die es auf der Welt kein zweites
Mal gibt. So zum Beispiel der legendäre
Nordstadt-Käfer, der Anfang der 70er
Jahre das Herz eines jeden Tuning-Fans
höher schlagen ließ. Ein Porschemotor
im Kleid eines Käfers – das ist auch heute noch etwas ganz Besonderes. Was
zunächst unglaubwürdig klingt, realisierte das Autohaus Nordstadt mit
Bravour. Unter der knuffigen Karosserie des Käfers pulsiert das 210 PS starke
Sechs-Zylinder-Triebwerk eines Porsche
Carrera RS. Auch beim Design verschmelzen Klein- und Rennwagen in
Perfektion.
Nachdem dieses einzigartige Sondermodell so für Furore gesorgt hatte, blieb
es nicht das einzige Tuningwunder
aus dem Autohaus Nordstadt.
Im Jahr 1975 erregte ein Käfer-Cabriolet
mit dem Namen „White Horse“ Aufsehen unter den Volkswagen Freunden.
Dieses Schmuckstück zeichnet sich
durch seine strahlend weiße Außenund Innenausstattung aus, weshalb
dieser Käfer auch gerne als „weiße Hochzeitskutsche“ tituliert wurde.
Die Idee zu diesem extravaganten
Automobil hatte ein wohlhabender Italiener, der sich von den bisher 263 000
Käfer-Besitzern abheben wollte. Seinen
Wunsch erfüllte ihm das Autohaus
Nordstadt in Zusammenarbeit mit der
Firma Karmann aus Osnabrück. Neben
dem Nordstadt-Käfer und dem „White
Horse“ überraschte das Nordstadt-Team
seine Kunden immer wieder mit ausgefallenen Aktionen. So wurde beispielsweise ein sorgfältig abgedichteter Volkswagen bis unters Dach mit Wasser gefüllt und von einem Taucher durch
Hannover chauffiert.
Der aktuelle Geniestreich des neuen
Autohauses Nordstadt ist der NordstadtFox, der ähnlich wie der Käfer eine Fu-
sion aus Klein- und Rennwagen bildet.
Mit dem angriffslustigen Grill in Chromoptik und dem sportlichen Heckspoiler, erntet er viele bewundernde
Blicke beim Stopp an der Ampel. Die
Innenausstattung versprüht dezente
Eleganz und die energiegeladene
Soundanlage kann sich auch mit den
ganz Großen messen.
Wer jetzt denkt, das Autohaus Nordstadt hat sich ausschließlich auf ausgefallene Projekte im Bereich des
Extremtunings spezialisiert, täuscht
sich. Natürlich steht der professionelle
Verkauf von Volkswagen-Modellen,
deren Pflege und Wartung an erster
Stelle.
Die Kompetenz des Autohauses Nordstadt ergibt sich aus einer Summe erstklassigerLeistungen.Zudemexklusiven
Service gehören eine große Neu-, Dienstund Gebrauchtwagenausstellung, eine
moderneWerkstattmit20Hebebühnen,
die Dialogannahme im direkten Kontakt mit dem Kunden, täglicher TÜVService, ein Hol- und Bringdienst sowie
ein Notdienst, der rund um die Uhr verfügbar ist.
Obwohl äußerlich nicht mehr viel an
das ursprüngliche Autohaus Nordsstadt
erinnert, so ist die Firmenphilosophie
doch gleich geblieben. Das Tradition verpflichtet–daswissendieMitarbeiterdes
Autohauses. Und das ist nicht zuletzt der
Grund, weshalb sie es sich zur Aufgabe
gemacht haben, ihre Kunden Tag für Tag
und auch in Zukunft zufrieden zu
stellen.
■
nobilis 3/2006
45
Lass Taten sprechen
Der Unfallchirurg und Sportmediziner
Prof. Dr. med. Ulrich Bosch hat sein Leben der
„menschlichen Medizin“ verschrieben.
nobilis 3/2006
47
FOTOS: BEATE ROSSBACH
S
eine Lebensphilosophie, so hat Ulrich Bosch einmal in einem Zeitungsinterview gesagt, sei das englische
Sprichwort „The key is in action, not in
words“. Ein Motto, das passt. Als geschwätzigen Party-Smalltalker wird
man diesen Mann wohl nie erleben. Er
liebt Leistung statt Lobhudelei, Taten
statt vieler Worte. Haben die Gespräche
jedoch Substanz, wird er zum höchst interessierten Gesprächspartner, zum fesselnden Redner und hervorragenden
Zuhörer.UndUlrichBoschgehörtzuden
selten gewordenen Ärzten, die ausführlich und gern mit ihren Patienten sprechen. Das Gespräch steht an erster Stelle, erst dann folgt die „Action“.
Prof. Dr. med. Ulrich Bosch, Unfall-
Unfallchirurg und Sportmediziner:
Professor Dr. med Ulrich Bosch.
48
nobilis 3/2006
chirurg, Sportmediziner und Wissenschaftler mit internationalem Renommee, ist der Gründer und Leiter des Zentrums für Orthopädische Chirurgie und
Sporttraumatologie in Hannover. Das
Zentrum, das im Januar 2003 gegründet
wurde, hat seinen Sitz am International
Neuroscience Institute INI, dem bekannten Glasbau in Hirnform zwischen
MHH und Weidetorkreisel.
Hier werden Erkrankungen und Verletzungen des Kniegelenks, der Schulter
und des Ellenbogen behandelt und operiert, mit allen diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten. Die Patienten kommen aus der ganzen Welt.
Bevor Bosch in die Selbständigkeit
startete, war der gebürtige Schwabe 18
Jahre lang an der Medizinischen Hochschule Hannover tätig, zuletzt als leitender Oberarzt in der Unfallchirurgie.
Das Angebot des INIs, an Hannovers modernstem Krankenhaus ein eigenes Department zu eröffnen, war, so Bosch,
„der Schritt in die richtige Richtung“.
Die Alternative wäre ein Lehrstuhl an
irgendeiner Universität gewesen, eine
unfallchirurgische Chefarztposition an
irgendeinem Krankenhaus, und das
erschien in der heutigen Zeit, wo es zu-
„Im Mittelpunkt steht
der Mensch.“
Prof. Dr. med. Ulrich Bosch
nehmend Investitionsstopps gibt und
viele Lehrstühle nur noch Mangelverwaltung betreiben, als nicht sehr
verlockend.
Der Familie war es recht, denn so
konnte man im vertrauten Hannover
wohnen bleiben. Ehefrau Sabine, deren
berufliche Wurzeln im Sozialbereich liegen, hat kompetent das Zentrumsmanagement übernommen, den Kindern
Sabrina (16) und Max (15) blieben Schule, Freundeskreis und Sport erhalten.
Geboren 1957, Abitur 1975, das waren
die Jahrgänge, die Medizin als Modefach
studierten, wenn der Numerus clausus
passte. Ulrich Bosch gehörte zu denen, wie seinen chirurgischen Kollegen Borst
die das Berufsziel „Arzt“ ernst nahmen. und Pichlmayr fortgesetzt.
Schon als Schüler wollte er Biochemiker
VielleichthateinSchlüsselerlebnisin
werden.
der Jugend bei der Berufswahl eine Rolle gespielt. Als elfjähriger Junge starteAuf das Medizinstudium in Stuttgart te Ulrich Bosch zu seinem ersten Skirenund Tübingen folgten intensive Lehr- nen,stürzteaufderZielgeradenundlanjahre am Pathologischen Institut des dete mit einem Beinbruch für 13 Wochen
Städtischen Krankenhauses in Frie- im Krankenhaus. Das Laufen musste er
drichshafen am Bodensee, denn „ich danach wieder mühsam lernen, dem
wollte, bevor ich Chirurg werde, die ana- Sport ist er treu geblieben. Skilaufen in
tomische Landkarte gründlich studie- den Alpen, Wasserskilaufen auf dem
ren.“ Ab 1985 wurde dann die Arbeit an Wolfgangsee, Windsurfen auf dem
der MHH, bei dem herausragenden Un- Gardasee, das sind die Freizeitaktivitäfallchirurgen Prof. Harald Tscherne, so- ten, die früher in der süddeutschen Hei- >
„Gläserner“
Arbeitsplatz:
Das INI in
Hannover.
missen. Bei Bosch bedeutet es: zuerst das
Gespräch, erst dann das Röntgenbild
und das Kernspin. Die Menschen von
Schmerzen befreien, ihnen ihre Beweglichkeit und Lebensqualität zurückzugeben, das ist es, was ihn antreibt, sagt
Bosch.
Dafür hat er in seiner Laufbahn einige neue Wege beschritten. 2002, noch
an der MHH, implantierte Prof. Bosch
mit seinem Team erstmals weltweit einen künstlichen Knorpelersatz am
Kniegelenk. Die Transplantation körpereigener Knorpelzellen wird im Zentrum für Orthopädische Chirurgie und
Sporttraumatologie routinemäßig und
mit großem Erfolg durchgeführt. Vor allem Patienten mit lokalen Knorpelschäden, beispielsweise durch Sport,
profitieren von diesem Verfahren.
Auf dem Gebiet der weichteilorientierten Operationstechnik ist Ulrich
Bosch einer der führenden Experten.
Nach Aufenthalten in der Schweiz,
Kanada und den Niederlanden setzt er
diese Verfahren seit 1998 erfolgreich
beim Oberflächenersatz des Kniege-
Prof. Dr. Bosch leitet ein
eigenes Zentrum für
Orthopädische Chirurgie.
lenks ein. Diese Technik nimmt Rücksicht auf die natürliche Funktion von
Sehnen und Bändern und hat ein Maximum an Beweglichkeit, Schmerzfreiheit und Stabilität zum Ziel.
Schonende und innovative Operationsverfahren sowie der Einsatz modernster Technik gehören zu unserer
Philosophie“, erläutert Prof. Bosch. In
seinem Zentrum am INI setzt er seine
hohen Maßstäbe in die Praxis um. „Hier
können wir menschliche Medizin in
einem High-Tech-Haus exzellent verwirklichen.“
■ BEATE ROSSBACH
BMW 5er
520d
Freude am Fahren
Mit einem Tropfen Diesel kommt
man nicht weit. Sondern sehr weit.
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Der BMW 5er. Die Innovationsmaschine.
3
Luxus hoch
Badkultur, Küchen
oder komplette
Einrichtungen –
drei hannoversche
Traditionsunternehmen
bieten Absolutes
der Luxusklasse in
einer Erlebniswelt.
52
nobilis 3/2006
A
ls Inneneinrichter Hans G. Bock
seine Geschäftsräume 1971 in der
hannoverschen Friesenstraße ausbaute,
hielten nur wenige Zeitgenossen den
Standort für vielversprechend. „Hinterm
Bahnhof“, da lagen früher die Gerichte,
das Gefängnis und die Kasernen am Welfenplatz – alles Einrichtungen mit denen
die meisten nichts zu tun haben wollten.
Der Erfolg spricht für sich: Bock ist
längst Trendsetter für eine große Schar
interieurbegeisterter Menschen und
seine Geschäftsräume in der Friesenstraße eine Top-Adresse.
Schon wieder wagt Bock „hinterm
Bahnhof“ einen innovativen Schritt:
„Absolut Wohnen – 300 Prozent Kompetenz für Ihr Zuhause“ heißt das neue
Konzept, das Bock gemeinsam mit den
Unternehmern Karsten Oettinger und
Arne Rosenowski entwickelt hat. Jede
der drei Persönlichkeiten steht für jahr-
zehntelange Tradition im Wohnbereich. „Wir helfen unseren Kunden,
schöne Dinge und eine ,neue Form des
Luxus’ zu entdecken“, meint Hans G.
Bock. Vom normalen Einkaufen seien
die Leute doch längst gelangweilt, was
fehle seien Erlebnisse.
Pflanzkübel auf über 100 Metern geben
der Friesenstraße den Charakter einer
Avenue und ein freundlicher Concierge
mit blauem Frack und Zylinder betont,
wo das neue Luxusreich des Wohnens
beginnt.
„Ich war gemeinsam mit meiner Frau
auf der Suche nach Hörbüchern für
unseren Enkel, da habe ich wieder
gemerkt, wie viel Stress das Einkaufen
oft mit sich bringt“, Visionär Hans G.
Bock verspricht bei „Absolut Wohnen“
Ruhe und Entspannung für den
Kunden, natürlich gepaart mit absoluter Beratung.
FOTOS: MARTIN SCHLUTER
Hans G.Bock
Seit mehr als vierzig Jahren ist Hans G.Bock Einrichter. Was als feine kleine Werkstatt begann,
ist heute eines der führenden Einrichtungshäuser Deutschlands. Das Dienstleistungspaket
geht von der Planung über die Bauüberwachung
bis hin zum kleinsten Accessoire.
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Küchen Rosenowski
„Wir helfen unseren Kunden, eine
neue Form des Luxus zu entdecken.“
Hans G. Bock
„Wir machen die Marke Baden Baden
zu einem unvergesslichen Erlebnis. Wer
bei uns ein schlüsselfertiges Bad kauft,
hat gleichzeitig ein Stück Tradition erworben und etwas dabei erlebt“, Diplom-Ingenieur Karsten Oettinger hatte schon seit Jahren die Idee einer exklusiven Bäderausstellung in Citylage. Mit „Baden-Baden“, dem einzigartigen Showroom in Deutschland,
scheint das mehr als gelungen.
Durch ein ausgewähltes Angebot
von Produkten gibt „Baden Baden“ seinen Kunden genau wie „Colette“ in
Paris oder „Kuball & Kempe“ in Hamburg eine Orientierungshilfe durch
Vorauswahl.
„Wir haben auch vorher schon gut
zusammengearbeitet, weil uns unsere gegenseitige Qualität überzeugt
hat“, sagt Arne Rosenowski, der mit
seiner Kompetenz in der Planung von
„Küchen zum Leben“ die neue Kooperation ideal ergänzt. Für Küchen Rosenowski ist eine Küche nicht einfach
nur ein Ort, an dem Mahlzeiten zubereitet werden, sondern vielmehr ein
Platz des Genießens und der Lust, wo
alle Sinne gleichermaßen angesprochen werden.
Wohnungen sind
genauso unterschiedlich wie die Menschen, die darin
leben: mit „Wohnen, Küche und Bad“
findet sich in der Friesenstraße alles
rund um die Wohnkultur. Das ganzheitliche Konzept soll für den Kunden
alles möglich machen, ihm jedoch auch
die Chance geben, jeden Einzelwunsch
zu realisieren.
Hans G. Bock ist sicher: „Dank des
Schulterschlusses der drei Unternehmen liegt das Zukunftserlebnis des Kaufens und Wohnens in Hannover in der
Friesenstraße.“
■
„Aus Funktion wird Leidenschaft“, diesem Credo
fühlen sich die Mitarbeiter
von Küchen Rosenowski
seit mehr als zwanzig Jahren verpflichtet. Für das
Team um Arne Rosenowski
ist das Planen einer Küche
mehr als nur das Verbinden
von Elementen: „Die Individualität der Menschen
und des Raumes sind Basis
für eine anspruchsvolle
Küchenplanung.“ Ganz im
Zeichen von SieMatic, Siemens und Gaggenau
ergänzt der Standort Hannover das Stammhaus
in Burgwedel/Thoense. www.rosenowski.de
Carl Oettinger Gesundheitstechnik
Seit 1947 ist das ingenieurgeführte Familienunternehmen führend in der Sanitärtechnik.
Klares, gesundes, fließendes Wasser ist der Ausgangspunkt von Baden-Baden und der
Orientierungspunkt der Luxusbäder, die klar
und eindeutig in ihrer funktionalen Ausrichtung im puristischen Luxusdesign sind. Das regelmäßige Kurziel
der Eltern stand
Pate beim Namen.
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nobilis 3/2006
53
Familienausflug mit dem
Mercedes R 500:
Ines Plinke und ihre Töchter
Sophie (6) und Louisa (8)
Starker Kinderwagen
Daimler Chrysler hat die
neue R-Klasse auf den
Markt gebracht.
Der Grand Sports Tourer
soll auch Familien mächtig
auf Touren bringen.
Familie Plinke hat das für
nobilis getestet.
54
nobilis 3/2006
P
apa, hier hinten ist so ein kleines
Ding, da steht was drauf, und
wenn ein Unfall passiert, kommt ein
Kissen raus“, erklärt die sechsjährige
Sophie fachmännisch die Funktion des
Windowbags, während ihre Schwester
Louisa, 8 Jahre, mit stoischer Gelassenheit das hintere Leselicht an und aus
knipst und wissen möchte, wie viel das
tolle Auto denn nun koste. Nur Carlotta
schläft. Was auch gut tut, wenn man gerade vor ein paar Wochen das Licht der
Welt erblickt hat. Die drei gehören zur
Familie Plinke von der Sektkellerei Duprés in Neustadt am Rübenberge, die
den Mercedes R 500 auf Familientauglichkeit prüft. Denn Daimler Chrysler
möchte mit seinem Grand Sports Tourer
auch diese Zielgruppe erreichen.
streckentauglich kommt der R 500 daher. Und vereint damit die Fahrzeugkategorien Limousine, Kombi, Van und
Off-Roader auf besonders gekonnte
Weise. „Ist das der, den wir testen sollen“, staunen Louisa und Sophie, werfen sich in ihre Jacken und stürmen zur
Erkundung. Auch Ines Plinke ist begeistert: „Das ist ein wirklich schönes Auto.
Er wirkt großzügig und gleichzeitig
sportlich.“ Aus Platzgründen hätten sie
sich vor längerer Zeit für einen Bus entschieden, schließlich passe dort ganz bequem ein Kinderwagen hinein.
Und genau hier stößt der R 500 an seine Grenzen: Die Laderaum ist zwar bei
weggeklappter dritter Sitzreihe mit
knapp 900 Litern beachtenswert. Auch
lassen sich die hinteren Rücksitze mit
zwei Handgriffen leicht ausklappen und
Großzügig im Innenraum, sportlich im bieten Beinfreiheit – dank einer GesamtFahrverhalten und dank ausgefeilter länge des Wagens von nahezu fünf MeTechnik und Elektronik absolut lang- tern. Der Kinderwagen allerdings muss
FOTOS: MARTIN SCHLUTER
Mit viel Liebe zum Detail:Tacho und Drehzahlmesser
erinnern an Präzisions-Chronografen.
Das Navi-System „Comand APS“ mit großem Display.
dann draußen bleiben. Und auch der
Großeinkauf lässt sich wohl nur sehr
kreativ verstauen. Ein großer Golfbag soll
jedoch hinein passen. Dennoch beurteilt
Ines Plinke den ebenen Ladeboden als
vorteilhaft, „da muss ich nichts umständlich reinheben, sondern kann es
bequem hineinschieben“. Und auch die
große, sogenannte Easy-Pack-Heckklappe, macht den rückwärtigen Zugang zum
R 500 zum Kinderspiel. Mehrmals möchte Louisa denn auch hochgehoben werden und den Knopf für das automatische
Schließen der Klappe drücken. „Das
klingt wie ein alter Esel,“ kommentiert
Sophie das dabei ertönende Warnsignal.
Der Fahrspaß steht Ines Plinke, die trotz
der drei Kinder weiterhin in der Neustädter Sektkellerei ihres Mannes für
die Veranstaltungen verantwortlich ist,
ins Gesicht geschrieben: „Das ist ein
wirklich schönes Fahrgefühl. Die Konsole sieht nicht nur sehr ästhetisch aus,
dieInstrumentesindauchübersichtlich
angeordnet.“ Als gewöhnungsbedürftig
empfindet sie nur, dass Blinker und
Wischanlage am selben Hebel angeord-
net sind. Aber die Höhe der Gesamtkarosserie und damit auch die Sitzhöhe
gefällt: „Man sitzt auch nicht so tief, wie
in anderen Autos. Ich habe nämlich gerne den Überblick – wie auf einem
Kutschbock.“
Jochen Plinke,
der auf der Erprobungsfahrt eingesammelt wird, ist
ebenfalls überzeugt von dem Auto:
„Die Federungsabstimmung ist optimal, das macht die Straßenlage sehr
gefällig.“ Auch die niedrigen Fahrgeräusche fallen ihm angenehm auf.
Der Allradantrieb und die hohe PSZahl verleiten ihn denn auch, seine
Frau zum Gas geben zu animieren.
Der Autofan würde zwar gerne die
Offroader-Fähigkeiten des R 500 auf
dem benachbarten Golfplatz ausreizen,
begnügt sich aber mit einem kleinen Allradantriebstest. „Ein fantastischer Grip
– wie auf Schienen bleibt der Wagen
selbst im Schnee in der Spur“, freut sich
Jochen Plinke. Seine Frau nimmt’s gelassen und die enge Einfahrt auf das
häusliche Gelände dank des geringen
Wendekreises sehr souverän.
■
Louisa und Sophie Plinke beim Innenraum-Härtetest.
Technische Daten
Fahrzeug: .....................................Mercedes R 500
Motor:...........................................................V8
Getriebe:..................Siebengang-Automatikgetriebe
Antrieb: ........................permanenter Allradantrieb
KW/PS: ..................................................225/306
Höchstgeschwindigkeit: ..........................245 km/h
Kosten:.............................................87 910 Euro
(exkl. Überführungsgebühren)
nobilis 3/2006
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Dialog der Zeiten
Das Kunstmuseum Wolfsburg hat einen neuen Direktor:
Dr. Markus Brüderlin will Bewährtes weiterführen und neue Akzente setzen.
56
nobilis 3/2006
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57
Dialog der Zeiten
„Wolfsburg als
Industriestadt steht
für die Moderne.
Dieses futuristische
Umfeld reizt mich
ganz besonders.“
Dr. Markus Brüderlin
I
n den Dialog treten“: Kaum eine Formulierung taucht vergleichbar häufig auf, wenn Dr. Markus Brüderlin über
seine Planungen im Kunstmuseum
Wolfsburg spricht. Am 1. Januar hat er
die Leitung dieses Hauses für zeitgenössische Kunst übernommen, das erst 1994
eröffnet wurde und heute bereits einen
hervorragenden Ruf auf internationaler
Ebene genießt. Der erste Direktor Prof.
Gijs van Tuyl war nach elfjähriger Amtszeit an das Amsterdamer Stedelijk Museum gewechselt, im Jahr 2005 hatte
interimsweise Dr. Thomas Köhler, Kommunikationschef des Kunstmuseums
Wolfsburg, die Leitung übernommen.
Nun also ist Brüderlin am Ruder. Der
47-jährige Schweizer Kunsthistoriker
kennt die Szene schon lange aus dem
Effeff, hat sich als Kunstjournalist, Lektor und vor allem Kurator einen Namen
gemacht. Seine Arbeitsschwerpunkte
lagen in Wien und Basel, wo er zuletzt
Leitender Kurator der berühmten
Fondation Beyeler war.
Inwieweit soll die Tradition des Wolfsburger Museums fortgeführt werden,
und wo hat man neue Schwerpunkte zu
erwarten? „Tradition ist für ein so junges
Haus ein großes Wort“, antwortet der
Mann mit der hohen Stirn und dem eleganten Erscheinungsbild. „Aber das Museum hat sich in kurzer Zeit in einigen
Bereichen sehr gut profilieren können.
Es gab herausragende Einzelausstellungen, so zur Pop-Art mit Andy Warhol oder
James Rosenquist. Und der Austausch
zwischen Kunst und kunstverwandten
BereichenwieArchitekturoderModehat
immer eine Rolle gespielt.“
Gerade solche Grenzüberschreitungen interessieren Brüderlin sehr: „Ich
möchte gern noch mehr Crossover machen.“ Worunter nun gerade nicht herzlich beliebige Sprünge zwischen den unterschiedlichen Themen zu verstehen
sind, sondern – genau – Dialoge: „Ich gehe immer von der Autonomie der Kunst
aus, die hat ihre eigene Geschichte und
eigene Sprache. Gerade durch die Gegenüberstellung mit anderen Bereichen
soll aufgezeigt werden, was heute noch
das Spezifische an der Kunst ist.“ Auch einem Dialog der Zeiten ist der neue Museumsdirektor sehr zugetan: „Ein Rückgriff auf die Kunst des 18. Jahrhunderts
kann uns in der Kombination mit zeitgenössischen Arbeiten viel über die Moderne sagen.“
Die Moderne spielt
überhaupt eine
wichtige Rolle in Brüderlins Überlegungen. Sie ist auch ein wichtiges Motiv bei
seinemWechselnachWolfsburg:„Ichhabe sehr viel in Wien und Basel gearbeitet, also alten Städten, während Wolfsburg als Retorten- und Industriestadt ja
für die Moderne steht. Dieses futuristische Umfeld reizt mich ganz besonders.“
Es ist bei solchen Ansätzen kaum erstaunlich, dass Brüderlins Einstandsausstellung verschiedene Ebenen vereint: „ArchiSkulptur“, in Basel konzipiert und zuletzt im Guggenheim Museum Bilbao zu sehen, wird am 31. März
in Wolfsburg anlaufen. Der Titel der
Armaturenklassiker für Küche und Bad
badwerk, Holtzmann & Sohn GmbH · Lange Straße 19 · 30952 Ronnenberg/Empelde · Gewerb
Schau ist Programm: „Die Skulptur des
21. Jahrhunderts ist die Architektur“, ist
Brüderlin überzeugt.
Die Ausstellung zeigt unter anderem
den Einfluss von ägyptischen Pyramiden oder griechischen Tempeln auf die
Kunst der Neuzeit. Die „Endlosen Säulen“ des Plastikers Constantin Brancusi
wiederum weisen Parallelen zum Hang
mancher moderner Architekten auf, in
die Höhe zu streben – tatsächlich soll
Brancusi, als er 1926 zum ersten Mal die
Skyline von Manhattan sah, ausgerufen
haben: „Das ist ja wie in meinem Atelier!“ Frappant auch eine Gegenüberstellung der so genannten „Blob“-Architektur mit ihren biomorphen Formen
und den so erstaunlich organisch wirkenden Skulpturen des Hans Arp.
Ein weiterer Höhepunkt des Wolfsburger Jahresprogramms steht ebenfalls bereits fest – und wen wundert’s,
dass dabei ein weiterer Dialog stattfindet: Im September soll „Die erfüllte
Leere“ starten. „Ich möchte die reduzierten Arbeiten der westlichen ,Minimal Art’ mit Exponaten des japanischen
Zen kombinieren“. erläutert Brüderlin.
„Im Innenhof des Museums, der bislang
nicht recht genutzt worden ist, soll zum
Beispiel ein echter Zen-Garten entstehen. Ich glaube, gerade in der heutigen
Zeit mit ihrem Dauerbombardement
der Sinne besteht ein großes Bedürfnis
nach Reizarmut.“ Und auch die Einzelausstellungen werden ihre Fortsetzung
finden: Zum Jahresende steht eine Prä-
sentation des national wie international sehr angesagten Leipzigers Neo
Rauch an, dessen irritierende Gemälde
zwar durchaus figürlich-gegenständlich ausgerichtet sind, ohne dass sie jedoch klar definierbare Geschichten erzählen würden. „Diese Ausstellung hat
noch mein Vorgänger angezettelt“, sagt
Brüderlin, „und ich freue mich sehr darauf, zumal die Malerei hier im Kunstmuseum Wolfsburg stets präsent bleiben soll.“
Privat beschäftigt sich der neue Museumsleiter übrigens auch mit Zeichnungen, die nicht unbedingt dem Kanon
der großen Kunsterzeugnisse zugerechnet werden: „Ich lese gern Comics“, erzählt Brüderlin, ohne mit der Wimper zu
zucken. „,Tintin’ und andere frankobelgische Geschichten. Oder ,Barbarella’.“ Zu den weiteren Hobbys zählt Sport:
„Golf. Und, das ist für einen Schweizer ja
selbstverständlich, Skifahren. Ich wandere auch viel.“ Mal geraten: die Berge?
„Berge und Wüsten. Vergangenes Jahr
habe ich eine Sahara-Wanderung gemacht.“ Und schließlich zeigt sich Brüderlin als Fan des bewegten Bildes, sprich
des Kinos: „Da gibt es natürlich Klassiker
wie ,Casablanca’ oder die Regisseure der
,Nouvelle Vague’ wie Godard oder
Chabrol. Aber der wichtigste Film ist für
mich Robert Altmans ,Short Cuts’: kleine Einzelepisoden, die doch auf geheimnisvolle Weise zusammenhängen. Ich
glaube, besser kann man unsere Jetztzeit
nicht beschreiben.“
Wandern ist
sein Hobby –
auch in der
Sahara:
Dr. Markus
Brüderlin.
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Heine gegen
Winterfrust
Das Kommißbrot gehörte in den dreißiger
Jahren nicht nur rund um den hannoverschen
Kröpcke fest zum Straßenbild.
Der Kult-Kleinwagen
aus Hannover
Er hatte nur eine einzige Tür zum Einsteigen,
das Gaspedal in der Mitte statt rechts von
der Bremse und Benzinnotstand ließ sich
durchaus mit Benzin-Fleckenwasser aus dem
Krämerladen beheben – der legendäre „kleine
Hanomag“ aus Hannover ist 80 geworden.
Pünktlich zum Geburtstag des „Volks-Wagen“ präsentiert der Hildesheimer HorstDieter Görg mit seinem Bildband „80 Jahre
Hanomag Kommißbrot. Deutschlands erster
Volks-Wagen“ einen repräsentativen Querschnitt der Geschichte des frühen deutschen Zweisitzers, der seinen Spitznamen
der Ähnlichkeit mit dem Armeebrot der
damaligen Zeit verdankt.
Neun Kapitel mit 130 Abbildungen, teils aus
Privatarchiven, entführen den Betrachter
gelungen ins Jahr 1924, in die Entwicklung
des Hanomag Autos, seine Technik und
die Produktion am laufenden Band. Persönliche Geschichten rund um den Erfolgsschlager aus Hannover von Autoren aus der
Hanomag-Szene runden das Werk ab.
Der erstmals auf der Automobilausstellung
60
nobilis 3/2006
in Berlin präsentierte Zehn-PS-Renner war
für Hanomag der Einstieg in den Autobau.
Inspiriert durch die Massen-Produktion des
Ford in Detroit, von dem rund 4000 Autos
am Tag vom Band liefen, bekam der kleine
Hanomag eine eigene Werkshalle. Bereits
im dritten Produktionsjahr liefen 7500
Kommißbrote vom Band. Eine Wirtschaftsgeschichte, die mit erstklassigen Bildern
dokumentiert wird.
Der Siegeszug des mit 2000 Reichsmark
damals günstigen Volks-Wagens spiegelt
sich jedoch vor allem in den launigen Reiseund Rennsportgeschichten wider.
Die Fotos um die Hotelierstochter Liliane
Roehrs beweisen, dass sich auch mit
60 Kilometern pro Stunde Rennsportgeschichte schreiben lässt. Ein Buch, dass zum
Träumen und immer wieder Blättern einlädt. ■
Horst-Dieter Görg (Hrsg.): 80 Jahre Hanomag
Kommißbrot – Deutschlands erster Volks-Wagen.
Mundschenk Soltau, 19,90 Euro.
Sie ertragen die zur Zeit meistens eher
grauen Wintertage nicht mehr? Haben vor
allem Lust aufs Reisen? Dann lehnen Sie
sich zurück und machen Gerd Wameling zu
Ihrem neuen Reiseführer quer durch
Deutschland.
Der bekannte Schauspieler macht mit
satirisch pointierter Sprache Heines
einhundertfünfzig Jahre alte Fahrt von Paris
über Aachen und Köln nach Hamburg zum
ganz neuen, spannenden Abenteuer.
Wortspiel und Witz bestimmen „Deutschland. Ein Wintermärchen“, jene berühmte
Fahrt, in der der Dichter frank und frei
sagt, was er über das Gesehene denkt – und
das in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, in der überall Unfreiheit, Zensur und
Angst herrschen.
Wer glaubt, das Wintermärchen zu kennnen, sollte sich von Gerd Warmeling einfach
neu überraschen lassen.
Heine, der in Göttingen promoviert hatte,
ging mit 34 Jahren nach Paris. Dreizehn Jahre später macht er die Fahrt durch seine alte Heimat und weiß in seinem späteren Reisebericht schon im Vorwort, dass „zimperlich spröde Ohren vielleicht verletzt“ werden mögen. In Aachen findet er es so langweilig, dass sich Hunde nach Fußtritten zur
Abwechslung sehnen, in Hannover trifft er
auf einen gelangweilten Ernst-August und
er muss erkennen, dass in Deutschland
Schweine mit Lorbeerkränzen versehen
werden.
Gerd Warmeling zeigt in seiner Lesung,
wie aktuell dieser Text auch heute noch ist.
Nutzen Sie die Resttage des Winters,
reisen Sie mit. Genießen Sie den Witz,
die Bosheit und wortgewandte Leichtigkeit
dieses klugen Humors.
■
Heinrich Heine. Deutschland ein Wintermärchen,
gelesen von Gerd Wameling, 2 CDs, der Hörverlag,
19,95 Euro.
Musik
Frische Barockoper
Vivaldi Motezuma.
Vito Priante u.a., Archiv Produktion,
25,99 Euro.
Manchmal sind die Wege zu spannenden Veröffentlichungen gewunden. So wie bei der Weltersteinspielung von Antonio Vivaldis Oper „Motezuma“,
lange Zeit nur von dem überlieferten Libretto her bekannt. Als aber der Hamburger Musikwissenschaftler
Steffen Voss 2002 im Archiv der Berliner Sing-Akademie
– das 1943 aus Deutschland verschwunden war, 1999 in
Kiew wieder auftauchte und 2001 zurück nach Berlin
überführt wurde – nach verschollenen Werken von
Händel suchte, stieß er per Zufall auf große Teile von
Vivaldis „Motezuma“-Musik.
Der Vivaldi-Experte Alessandro Ciccolini hat nun die fehlenden Passagen ergänzt. Das könnte alles ein wenig
nach Stückwerk schmecken, doch dem Hörer eröffnet
sich das Gegenteil: Die 3-CD-Box klingt stimmig, frisch,
kraftvoll – und, im Rahmen von Barock-Musik, recht originell. Was in starkem Maße an den Interpreten dieser
mit den historischen Fakten sehr frei umgehenden Geschichte um den mexikanischen Herrscher Motezuma
(hier tatsächlich ohne „n“ geschrieben) liegt: Alan Curtis
und das Ensemble Il Complesso Barocco haben ein gutes
Händchen für fein nuancierte Dynamik, und die
Gesangssolisten zeigen neben technischen Fertigkeiten
erfreulich viel Charakter – insbesondere die Damen
Marijana Mijanovic und Roberta Invernizzi räumen voll
ab. Fazit: Diese Neuentdeckung macht einfach Spaß. ■
Restaurieren
Wachsoberflächen
Abbeizarbeiten
Beizen
Polieren
Geflechtarbeiten
Antiquitäten:
Elektro-Gurus
Ohm+the early gurus of electronic music.
Sonderedition 3CD + DVD,
Ellipsis Arts, New York, 38 Euro.
Abhotten? Nein, dazu eignet sich „OHM+the early gurus
of electronic music 1948-1980“ wirklich nicht gut. Wer
aber auf der Suche nach „unerhörten“ Klängen ist, dürfte an dieser luxuriösen Box viel Freude haben – und für
Fans der elektronischen Musik ist sie ohnehin ein Muss.
Die 3-CD-Cassette samt umfangreichem Booklet war lange vergriffen, nun ist sie in erweitertem Umfang neu
herausgekommen. Hinter dem „+“ im Titel verbirgt sich
nämlich eine knapp zweieinhalbstündige DVD, die nicht
nur einen hohen dokumentarischen Wert hat, sondern
das Geschehen auch eindringlich visualisiert: Die Beiträge zu Steve Reich oder Iannis Xenakis etwa sind kleine
Kunstwerke. Und wenn Clara Rockmore das Theremin
bedient, muss man das einfach gesehen haben: Bei diesem Instrument steuern die Interpreten den Klang über
den Abstand der Hände zu zwei Antennen – eine direkte
Berührung findet nie statt.
Auch die drei Audio-CDs enthalten viele auf- und anregende Nummern. Die „Dripsody“ von Hugh Le Caine besteht aus dem Sound einzelner Wassertropfen, in unterschiedlichen Geschwindigkeiten aufgenommen. „Poppy
Nogood“ von Terry Riley entwickelt einen hypnotischen
Sog, während Charles Dodges Sprachverfremdungen auf
„He Destroyed Her Image“ die Lachmuskeln reizen.Vertreten sind auch so bekannte Namen wie Holger Czukay,
Klaus Schulze und Brian Eno, mit dessen ruhigem Stück
„Unfamiliar Wind“ die Box schließt. Hier gibt’s viel zu
entdecken – und wenn es zwischendurch mal gar zu arg
blubbert und pfeift, kann man ja vorspulen.
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Sonderheft „Garten“ im Mai 2006.
Der Sommer von
seiner nobelsten Seite.
Der andere Blick
Porträtfotografin und Puppenmacherin: Hildegard Wegner
62
nobilis 3/2006
S
ie porträtiert Menschen. Aber sie
selbst lässt sich nur ungern porträtieren. Ihre Angst: Ein falsches Porträt könnte sie überhöhen. Als kompromisslose Fotografin. Als sensible Künstlerin. Als Frau mit sozialer Ader. Welcher dieser drei Persönlichkeitsanteile
ist der wichtigste von Hildegard Wegner? Auch nach dem Besuch in ihrem
Atelier im hannoverschen Stadtteil
Döhren lässt sich diese Frage nicht eindeutig beantworten.
Die Wand hinter der Eingangstür ist
gespickt mit Auszeichnungen für ihre
Arbeit mit Kamera und Vergrößerer. Seit
37 Jahren ist Wegner Meisterin im Fotografen-Handwerk, in dieser Zeit hat sie
„Preise ohne Ende bekommen“. Sagt sie
und lacht ihr typisches Lächeln, ein wenig keck und ein wenig ironisch.
An der gegenüberliegenden Wand
sitzen Kinderpuppen. Wie Zuschauer,
die sich das Treiben im Atelier ansehen.
„Die müssen sie nicht weiter beachten,
die haben nichts mit meinen Kreaturen
zu tun.“ In ihren Ausstellungen inszeniert Wegner ihre Puppen – deren Holzköpfe so lebendig aussehen, fast unheimlich lebendig und würdevoll – in
traurigen Situationen.
Ihre Themen: Krieg. Flüchtlingselend. Obdachlosigkeit. Charakterschwächen. Ungerechtigkeit. Sie erahnt
die Frage, die im Raum schwebt, und
nimmt die Antwort vorweg. „Nein“, sagt
sie, „ich bin kein trauriger Mensch.“
Und lächelt wieder. Ein wenig keck, ein
wenig ironisch.
Die Impulse für Wegners Arbeit finden
sich in ihrer Biografie. Ihre behütete
Kindheit endet mit dem 2. Weltkrieg.
Bombenterror, Flucht, der Bruder fällt,
die Eltern werden verschüttet. Auf das
Kriegsende folgen Hungerjahre. 1951 heiratet sie Georg Wegner. Als ihr Mann
schwer erkrankt, halten ihre Nerven
ihrem Leben nicht mehr stand, sie wird
in eine Anstalt für psychisch Kranke eingewiesen.
In den 50er Jahren in Deutschland
heißt das: Isolation, Medikamententests, Situationen, die sich jeder Beschreibung entziehen. Dass diese Zeit ihre Wahrnehmung grundlegend verändert hat, ist eine naheliegende Annah- >
Die Künstlerin nennt
ihre lebensecht wirkenden
Puppen „Kreaturen“.
FOTO: HILDEGARD WEGNER
nobilis 3/2006
63
Hildegard Wegner zeigt ihre
„Kreaturen“ auch auf Fotos.
> me. Ihre knapp 70 Zentimeter hohen
„Kreaturen“ sind aber kein bloßes Wiederkäuen einer schlimmen Vergangenheit. Wegner sieht anders als andere
Menschen. Und sie sieht andere Menschen. Diejenigen, die keine Achtung
finden, weil sie nicht beachtet werden.
Ausdrucksstark: Hildegard Wegner inszeniert
ihre „Kreaturen“ und erweckt sie zum Leben.
Einen Obdachlosen ihres Stadtteils hat
sie über Jahre begleitet – künstlerisch
und menschlich. Eine Gemeinsamkeit
gibt es zwischen ihrem Handwerk und
ihrer Kunst. Die Fotografin Wegner und
die Puppenmacherin Wegner arbeiten
„niemals nur für die Ehre“.
Ihr Leitsatz: Was etwas wert ist, muss
auch etwas kosten. Es ist eine weitere Dimension in Wegners Persönlichkeitsbild: die ganz normale Geschäftsfrau,
die mit ganz alltäglichen Problemen
kämpft. Der die Steuern zu hoch sind.
Die unter Dumpingpreisen von „DigitalKnipsern“ leidet. Und unter Aufträgen,
die nicht bezahlt werden.
Megapixel, Photoshop – die Begriffe
der modernen Fototechnologie entlocken der Handwerksmeisterin nur ein
müdes Lächeln. „Das interessiert mich
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64
nobilis 3/2006
nicht. Ich habe auch gar keinen Computer.“
Und überhaupt: Wie modern ein Fotograf sei, zeige sich nur in seinen Bildern. Das wichtigste Handwerkszeug in
Wegners Fotostudio heißt Rolleiflex. Und
vorzugsweise bestückt sie die grundsolide Mittelformat-Kamera mit Schwarzweiß-Filmen. Das ist zwar aufwändiger,
teurer und komplizierter. Aber ob Gruppenfoto, Aktaufnahme oder Hochzeitsbild: In einem guten Foto stecke ohnehin
eine Menge Arbeit. Soll auch heißen: Die
Chefin bearbeitet jedes Bild selbst, das
über ihren Schreibtisch geht.
„Ein guter Fotograf muss Bilder komponieren können und die Menschen reinen Herzens lieben“, sagt Hildegard
Wegner. Der Kunde spüre, ob es dem Fotografen nur ums Geld oder ob es ihm
um ein gutes Foto gehe.
■ HEINER SIEFKEN
Kultur
im März
Die „Lange Nacht der Theater“ gehört
zu den begehrten Klassikern in Hannover.
Bereits zum fünften Mal bündeln die
Bühnen der Stadt ihre Kräfte und laden
am 25. März zum vielfältigen Programm
von Kabarett bis Klassik wie die abgebildete „Suche nach dem heiligen Leib/PasoliniProjekt“ auf den Spuren des italienischen
Schriftstellers und Freibeuters Pier Paolo
Pasolini in der Commedia Futura.
Im Stundentakt laufen die Vorstellungen. Der Vorverkauf startet am 9. März, das
komplette Programm finden Sie unter
www.hannover.de. Weitere ausgesuchte
Kulturtermine der Region im März hat
nobilis für Sie zusammengestellt.
Kartenservice
Altes Magazin
Kestnerstraße 18
Telefon (05 11) 81 69 81
www.altes-magazin.de
Ballhof
Ballhofstraße 5
Telefon (05 11) 99 99 11 11
www.staatstheater-hannover.de
Ballhofzwei
Knochenhauerstr. 28;
Telefon (05 11) 99 99 11 11
www.staatstheater-hannover.de
Commedia Futura
GOP Varieté
Kubus
Georgstraße 36
Telefon (05 11) 301 86 70
www.gop-variete.de
Theodor-Lessing-Platz 2
Telefon (0511) 16 84 57 90
www.hannover.de
Am Lindener Berge 38
Telefon (05 11) 45 62 05
www.mittwochtheater.de
Historisches Museum
Landesbühne
Neues Theater
Bultstraße 9
Telefon (05 11) 282 82 80
www.landesbuehne-hannover.de
Georgstr. 54
Telefon (05 11) 36 30 01
www.neuestheater-hannover.de
Jazz Club
Landesfunkhaus
Niedersachsen
Opernhaus
Am Lindener Berg 38
Telefon (05 11) 45 44 55
www.jazz-club.de
Kanapee
Cumberlandsche Galerie
Kestnergesellschaft
Fürstenhaus
Herrenhausen-Museum
Alte Herrenhäuser Straße 14
Telefon (0172) 420 49 57
www.welfen.de
Mittwoch:Theater
Pferdestr. 6, Eing. Burgstr.
Telefon (0511) 16 84 23 52
www.hannover-museum.de
Seilerstraße 15F
Telefon (05 11) 81 63 53
www.commedia-futura.de
Prinzenstraße 9
Telefon (05 11) 99 99 11 11
weitere Informationen unter www.hannover.de
Edenstraße 1, Telefon (0511) 348 17 17
www.kanapee.de
Goseriede 11
Telefon (0511) 70 12 00
www.kestner.org
Kestner-Museum
Trammplatz 3
Telefon (0511) 16 84 21 20
www.kestner-museum.de
R.-von-Bennigsen-Ufer 22
Telefon (05 11) 988 29 99
www.hannoverscheorchestervereinigung.de
Landesmuseum
Willy-Brandt-Allee 5
Telefon (0511) 980 75
www.nlmh.de
Literaturbüro
Hannover e.V.
Sophienstraße 2
Telefon (0511) 88 72 52
www.literaturbuerohannover.de
Opernplatz 1
Telefon (05 11) 99 99 11 11
www.staatstheater-hannover.de
Pavillon
Lister Meile 4
Telefon (05 11) 235 55 50
www.pavillon-hannover.de
Pro Musica
Georgstraße 36
Telefon (0511) 36 38 17
www.konzerte-hannover.de
Schauspielhaus
Prinzenstraße 9
Telefon (05 11) 99 99 11 11
www.staatstheater-hannover.de
Sprengel Museum
Kurt-Schwitters-Platz
Telefon (0511) 16 84 39 24
www.sprengel-museum.de
Theater am Aegi
Aegidientorplatz 2
Telefon (05 11) 989 33 33
www.theater-am-aegi.de
Theater am Küchengarten
Am Küchengarten 3-5
Telefon (05 11) 44 55 62
www.tak-hannover.de
Werkstatt Galerie
Calenberg
Kommandaturstraße 7
Telefon (05 11) 59 09 05 60
www.wgc-theater.de
Wilhelm-Busch-Museum
Georgengarten 1
Telefon (0511) 16 99 99 16
www.wilhelm-busch-museum.de
65
März
Rasende Ökonomieschlacht
In „Der Chinese im Kinderbett“ von
Schorsch Kamerun geht es um nichts
weniger als die sich rasant drehende
Welt (und wie man sie bewältigt) und
das hektische Leben (und wie man es
überlebt). Mit Text, mit Musik, mit
Tanz und dem Expertenteam.
Ballhof, 24. und 26. März um 20 Uhr.
1.
Kunst
2.
Donnerstag
3.
Freitag
Sprengel Museum
Kestnermuseum
Ballhof zwei
Enercity Expo Café
Commedia Futura/Eisfabrik
rarrk. John Mawurndjul
Neuerdings
Ein Sommernachtstraum
Zeitreise in Nordaustralien.
Bis 5.06.
Schenkungen und Ankäufe
2002–2005. Bis 30.04.
Komödie von Shakespeare.
20 Uhr
Frank Goosen:
Echtes Leder
Auf der Suche nach
dem heiligen Leib
Ella Bergmann-Michel
Und was erzählen
sie uns vom Tod?
Beethovensaal
Ein kabarettistischer Fußballabend, denn Fußball ist immer
ein Thema. 20.30 Uhr
Projekt über den italienischen
Schriftsteller und Freibeuter Pier
Paolo Pasolini. 20 Uhr
Eine Zeitreise für junge Besucher.
Bis 2.07.
Tel-Aviv Trio
Gartenheim/Yvonne-Georgi-Allee
Enercity Expo Café
Vermessen
Gnadenlos gut
Fotografie und Filme.
Bis 17.04.
Shirana Shahbazi
MIR. Bis 25.06.
Duftnoten
Play station
Was den Griechen und Römern
in die Nase stieg. Bis 30.04.
Michael Beutler, Pierre Bismuth,
Jeppe Hein, Peter Friedl, Olaf
Nicolai, Bjørn Melhus
5.03.–2.07.
Stephan von Huene
Skulptur, Zeichnungen, Collagen.
5.03.–21.05.
Christoph Girardet
& Matthias Müller
Blue Box: Everything in its Place.
Bis 25.06.
Das Kammermusik-Trio spielt
Werke von Haydn, Beethoven,
Ernst Bloch und Brahms. 20 Uhr
Kanapee
Landesmuseum
In Szene gesetzt
Ein weltweiter Blick hinter
den Vorhang. Bis 19.03.
Das weiße Gold
der Kelten
Salzbergwerk und Gräberfeld
von Hallstatt. Bis 30.07.
TausendSchön
Spanische Gitarrenmusik
Zum 70. Todestag von Federico
Garcia Lorca spielt Klaus Fricke
Werke von Albéniz, de Falla und
traditionelle Flamencos. 20 Uhr
KoKi/Sophienstr.
Faszination Osteuropa –
Bilder einer Veränderung
Der Literarische Salon zieht ins
Gartenheim. Ernst P. Fischer
(Wissenschaftshistoriker) und der
Autor Durs Grünbein sprechen
über Wissenschaft zwischen
Ratio und Spiritualität. 20 Uhr
Leuenhagen & Paris/Lister Meile
Lesung
Nicolas Remin liest aus seinem
zweiten Krimi „Venezianische
Verlobung“. 19.30 Uhr
Der Sprechchor Hannover lädt
ins „Wortreich“, diesmal mit Eike
Christian Hirsch. 19.30 Uhr
Jazz Club
Take Two
Die Saxophonistin Gaby Schenke
und die Pianistin Beatrice Kahl
prägen seit Jahren die hannoversche Jazz-Szene. 20.30 Uhr
Landesbühne/Dinner Theatre
Verhasste Tomaten
Zum Auftakt der Spendenaktion
„Hoffnung für Osteuropa“ wird
der Film „Lilja 4-ever“ gezeigt.
Nachgespräch mit Dr. Margot
Käßmann. 19 Uhr
Opernhaus
Fotografie – Film –Dokumentation. 13.03.–11.06.
Mittwoch:Theater
Schauspielhaus
Der Schein trügt
Fettes Schwein
Weinet nicht, wir
seh’n uns wieder
Wilhelm-Busch-Museum
Tragikomödie von Thomas
Bernhard. 19.30 Uhr
Neil LaButes Stück über die
Ausprägungen des Sizismus.
19.30 Uhr
Trauerkultur in Hannover
1600 bis heute. Bis 30.04.
Olaf, der Elch und Freunde.
Bis 5.03.
Opernhaus
Theater am Aegi
Premiere: Zwischen
Papan
Oper in zwei Aufzügen von Wolfgang Amadeus Mozart. 19.30 Uhr
Breslau und die
Schneekoppe
Das Theaterprojekt von Göksen
Güntel und Gero Vierhuff beschreibt eine Identität zwischen
Deutschland und Türkei. 20 Uhr
Fürstenhaus
Herrenhausen Museum
Kunstwerke aus verschiedenen
Schlössern der Welfen. Nur nach
telefonischer Anmeldung.
Ca. 170 Kunstwerke, die neu ins
Museum gelangt sind. Bis 19.03.
Theatermuseum
Leni Riefenstahl
Historisches Museum
Weil wir Mädchen sind …
Mädchenwelten in Afrika,
Asien und Lateinamerika. Eine
Erlebnisausstellung von Plan
International. Bis 23.07.
Von Bullis und Multivans
50 Jahre VW-Transporter
aus Hannover. Bis 30.04.
66
Mittwoch
Volker Kriegel
Ich brauche Erotik, Geld und
andere Illusionen. Bis 5.03.
Forum des Landesmuseums
Erzähl’ mir was vom Tod
Einer interaktive Ausstellung
über das Davor und das Danach.
Bis 16.07.
Die Zauberflöte
Schauspielhaus
Sanft und grausam
Tragödie von Martin Crimp nach
Sophokles „Die Trachinierinnen“.
19.30 Uhr
Die lustige Witwe
Operette von Franz Lehár.
19.30 Uhr
Eine Dia-Reise in Rübezahls
Reich, von Klaus Körner. 20 Uhr
Monolog zum Thema Emigration
von und mit Marko Pustisek.
Deutsche Erstaufführung. 20 Uhr
Schauspielhaus
Männer 06
Fan-tastischer Stadiongesang von
Franz Wittenbrink. 19.30 Uhr
Stadttheater Hildesheim/Theo
WGC
Calenberger Kabarett
Wochen
Der Polit-Kabarettist fordert
„Helden bitte melden“. 20.30 Uhr
4.
Samstag
5.
Sonntag
Leni Riefenstahl
Aus dem Bauch heraus
Sie gehört zu den umstrittensten Persönlichkeiten
Deutschlands. Gefeiert als
geniale Dokumentarfilmerin,
verachtet als Nazikünstlerin.
In der Ausstellung sind über
400 Exponate zu sehen.
Bauchredner und Conferencier
Kay Scheffel präsentiert in herrlicher Heinz-Erhardt Manier
„noch’n Gedicht“ und eine Riege
herausragender Komiker und
Artisten wie den Kraftjongleur
Tom Breck.
Theatermuseum, ab 13. März.
GOP, 1.März bis 30. April.
6.
Montag
7.
Dienstag
8.
Mittwoch
9.
Donnerstag
Commedia Futura/Eisfabrik
Gedok/Odeonstr. 2
Apollo
Atrium
Enercity Expo Café
Enercity Expo Café
Auf der Suche nach
dem heiligen Leib
Verdichtet
Lass es uns tun!
Klangcocktail
Frisch gepresst
Blub Blub Club
Projekt über den Schriftsteller
Pier Paolo Pasolini. 20 Uhr
Marie-Luise Plat und Katharina
Seidel lesen ausgewählte Texte,
Cello: Corinna Eikmeier. 16 Uhr
Der hannoversche Entertainer,
Zauberer und Comedian Desimo
gibt sein Solo. 20 Uhr
Moderner bis lyrischer Piano-Jazz
mit dem Anja-Mohr Trio. 18 Uhr
Musik- und Tanzcomedy mit
dem Duo First Ladies. 20.30 Uhr
Ballhof eins
GOP
Heute mit Gernot Frischling,
Dana Weber Trio, Dittmar Bachmann und mit dem Duo Zärtlichkeiten mit Freunden. 20.30 Uhr
Künstlerhaus Sophienstr.
Kanapee
Jazz Club
150 Jahre Künstlerhaus
Speisen bildet – ein
erlesenes Essen
Berlin Voices und Band
Zum letzten Mal:
Antigone
Noch’n Gedicht
Vierstimmiger Gesang im Stil von
Manhattan Transfer und Take Six.
20.30 Uhr
Dramatische Tragödie von
Sophokles; Regie: Johann Kresnik.
20 Uhr
Künstlerhaus Sophienstr.
Enercity Expo Café
Literatur(h)aus
Europa – Irland
Thommi Baake live
Jubiläumsfeier mit buntem
Programm. 14–18 Uhr
Odeon
Zwei in einer
großen Stadt
Chansons mit Miriam Lüssenhop
und Le Train Bleu. 20.30 Uhr
Ritz-Carlton Wolfsburg
Kochklasse mit
Sven Elverfeld
Der Gourmetkoch widmet sich
„Meeresfrüchten und Krustentieren“. Infos: Tel (05361) 60 70 91.
Schauspielhaus
Premiere: Die heilige
Johanna der Schlachthöfe
Tragödie von Bertolt Brecht,
die sich in der Inszenierung der
Schweizer Regisseurin Meret
Matter im Milieu der Schlachthöfe Chicagos zuträgt. 19.30 Uhr
Stadttheater Hildesheim
Premiere: Ein Volksfeind
Henrik Ibsens Schauspiel wirft
einen messerscharfen Blick auf
die Verwicklungen zwischen Gesellschaft und Politik. 19.30 Uhr
Theater auf dem Hornwerk
Nienburg
Benefiz-Veranstaltung für das
Uhlhorn-Hospiz: Oskar Ansull
rezitiert Texte von Canetti,
Brecht, Busch, Heine, Walser, u. a.
Dazu gibt es ein 3-Gang-Menü.
Auch am 6.3. 19 Uhr
Künstlerhaus Sophienstr.
150 Jahre Künstlerhaus
Jubiläumsfeier mit buntem
Programm. 11.30–18 Uhr
NDR/Großer Sendesaal
Konzert für Kinder
Die NDR-Radiophilharmonie präsentiert „Jim Knopf und Lukas
der Lokomotivführer“. Leitung:
Daniel Inbal. 14.30 + 16.30 Uhr
Literarischer Salon/Uni Hannover
Roddy Doyle liest aus seinem
Roman „Jazztime“. Moderation:
Margarete von Schwarzkopf,
deutsche Texte: Christian Brückner. 20 Uhr
Landesbühne/Dinner Theatre
Homers Ilias
Lesung mit Moritz Steffen. 21 Uhr
Leuenhagen & Paris
Lesung
Opernhaus
5. Sinfoniekonzert
Das Staatsorchester Hannover
spielt Werke von Lepo Sumera
(6. Sinfonie), Bernd Alois Zimmermann („canto di speranza“, Kantate für Violoncello und kleines
Orchester) und Jean Sibelius
(1. Sinfonie e-Moll op. 39). 17 Uhr
Schauspielhaus
Sanft und grausam
Tragödie von Martin Crimp nach
Sophokles „Die Trachinierinnen“.
19.30 Uhr
Kay Scheffel, Bauchredner und
Heinz-Erhardt-Double führt durch
das artistische Programm. 20 Uhr
Kurz vor der Leipziger Buchmesse
stellt Margarete von Schwarzkopf
(NDR) die wichtigsten Neuerscheinungen des Frühjahrs vor.
18.30 Uhr
Der hannoversche Comedian
kann auf 17 Jahre Bühnenerfahrung zurück blicken, da ist
sein „The very best of greatest
Hits“ längst überfällig. 20 Uhr
Zum 20. Todestag des Schriftstellers diskutieren, kommentieren
und lesen Thomas Meinecke (Autor und Musiker), Kathrin Röggla
(Autorin) und der Kölner Verleger
Klaus Sander. 20 Uhr
Opernhaus
Mittwoch:Theater
Zum letzten Mal: Carmen
Der Schein trügt
Leidenschaftlicher und mitreißender Ballettabend mit je
einem Stück von Stephan Thoss
und dem Schweden Mats Ek.
19.30 Uhr
Tragikomödie von Thomas
Bernhard. 19.30 Uhr
Studierende der Abschlussklassen
spielen Kammermusik. 13 Uhr
Opernhaus
Der fliegende Holländer
Schauspielhaus
Oper in drei Aufzügen von
Richard Wagner. 19.30 Uhr
Die heilige Johanna
der Schlachthöfe
Schauspielhaus
Drama von Bertolt Brecht, inszeniert von Meret Matter. 19.30 Uhr
Musikhochschule
Konzert am Mittag
Hubert Fichte Revisited
Theatermuseum
Vortrag
Dr. Jochen Golz (Weimar) zeichnet
„Ein Porträt der Herzogin
Anna Amalia“. 19 Uhr
Hamlet
Drama von William Shakespeare.
19.30 Uhr
Landesbühne
Provence
Prof. Dr.-Ing. Werner Kirsten
präsentiert in seinem Dia-Vortrag
die Farben und das Licht der französischen Region. 20 Uhr
Opernhaus
Zum letzten Mal:
Lucio Silla oder Das
Wunder heißt Mozart
Oper in drei Akten von Wolfgang
Amadeus Mozart. Der damals erst
16-jährige Komponist beleuchtet
auf zutiefst berührende Art die
verschiedenen Motivationen der
Liebe. 19.30 Uhr
Schauspielhaus
Männer 06
Fan-tastischer Stadiongesang
von Franz Wittenbrink. 19.30 Uhr
Staatstheater Braunschweig
Premiere: Le clemenza
di Tito (Titus)
Oper von W. A. Mozart. Der
Komponist Manfred Trojahn
vertonte die nicht von Mozart,
sondern von seinem Schüler
Süßmayr geschriebene SeccoRizitative neu und stellt damit
Mozart in direkten Bezug zur
Gegenwart. 19.30 Uhr
Und du so?
Roger Willemsen plaudert
aus seinem Leben. 20 Uhr
nobilis 3/2006
67
März
Große Gefühle im Tanzpalast
„Brel“ von Carlos Matos erzählt die
Geschichte eines Tanzpalastes. Musikalisch werden die Szenen von den
Chansons von Jacques Brels umrangt.
Inspiriert wurde Matos durch den
Film „Le Bal“ von Ettore Scola.
Stadttheater Hildesheim,
3. und 5. März, jeweils um 19.30 Uhr.
10.
Freitag
Samstag
12.
Sonntag
13.
Montag
14.
Dienstag
Cumberlandsche Galerie
Enercity Expo Café
Acanto
Jazz Club
Ballhof eins
Alexa Hennig von Lange
When you have to shoot,
shoot, don’t talk
Mousse T. iTour
Erika Stucky
Autoren lesen im Ballhof
Der Hannoveraner zählt zu den
gefragtesten Produzenten des
internationalen Pop-Musikgeschäfts. Live dabei: Emma
Lanford. 21 Uhr
Die Schweizer Sängerin und
Performance-Künstlerin ist immer für eine Überraschung gut.
20.30 Uhr
Heute zu Gast: Margriet de Moor,
die bekannteste Schriftstellerin
der Niederlande. 20 Uhr
Die hannoversche Autorin liest
aus ihrem neuen Roman „Warum
so traurig“. 20.15 Uhr
Dreifaltigkeitskirche, Bödekerstr.
Kabarett Festival
Tränen lachen mit den Kirchenkennern und Kabarettisten Matthias Brodowy, Matthias Schlicht
und Okko Herlyn. 20 Uhr
Jazz Club
Max Collie
& The Rhythm Aces
Der Posaunist und Bandleader
Max Collie gilt als „Weltmeister
des Jazz“. 20.30 Uhr
Kanapee
Mimi Rimini
Das A-cappella-Ensemble mit
dem Programm „It was twenty
years ago today …“. 20 Uhr
NDR/ Großer Sendesaal
Ring Pops III: Ute Lemper
Die Künstlerin präsentiert
gemeinsam mit der Radiophilharmonie Songs aus „Cabaret“,
„Chicago“ und Kurt Weills
„Mahagonny“. 20 Uhr
Schauspielhaus
Lesung mit Live-Vortrag ausgewählter Songs diverser WesternSoundtracks. Mit Jens Briskorn
(Stimme), Jan-Hendrik Martin
(Gitarre) und Anne-Sophie Mundt
(Geige). 21 Uhr
Kulturfabrik Löseke/Hildesheim
Paul F. Cowlan
Hervorragendes Gitarrenspiel,
bemerkenswerte Texte in gut
verständlichem Englisch und eine
gehörige Brise britischen Humors.
20 Uhr
Kanapee
Über den Fortgang
der Dinge
Literarische Collage von und
mit Annegret Arndt. 20 Uhr
Musikalische Lesung mit Juliane
Beer und Krischa Weber. 19 Uhr
Künstlerhaus Sophienstr.
„Wolf-gang“ von Tom Lanoye und
„Küss mich und sag ja zum Glück“
– eine Stage-Novela.
19 Uhr
Kanapee
Literatur(h)aus
Europa – Russland
GOP
Noch’n Gedicht
Mit Prof. Hatto Beyerle (ehemals
Alban Berg Quartett) und dem
Chausson-Trio aus Frankreich.
17 Uhr
Mit 25 Millionen verkauften
Büchern ist Polina Daschkowa
die Nr. 1 der russischen KrimiAutoren. Sie liest aus „Keiner
wird weinen“. 19.30 Uhr
Kubus Theodor-Lessing Platz
Landesbühne
NDR/Kleiner Sendesaal
wehwehweh.heimat.de
Griechische Inseln
Nicholas Angelich
Szenische Lesung von und
mit Bärbel Kasperek und Fritz
P. Kelm. 12 Uhr
Reiner Harscher begibt sich mit
seiner Leicavision auf die Spuren
der griechischen Götter. 20 Uhr
Der Preisträger des Gina-Bachauer-Wettbewerbs (USA) spielt
Klavierwerke von Haydn, Schumann und Brahms. 20 Uhr
Puccinis letzte und unvollendet
gebliebene Oper. 19.30 Uhr
Opernhaus
Literarischer Salon/Uni Hannover
Die lustige Witwe
Von den Klon-Kriegen
Stadthalle Braunschweig
Operette von Franz Lehár.
18.30 Uhr
Eine rauschende
Ballnacht!
Schauspielhaus
Podiumsdebatte zu Chancen und
Risiken der Gentechnik, mit Hans
Schöler (Stammzellenforscher),
Bettina Schöne-Seifert (Medizinethikerin) und Reinhard Loske
(Politiker). 20 Uhr
Odeon
Christina Lux
Die Sängerin mit der samtig weichen Altstimme präsentiert ihre
CD „Coming home at last“.
20.30 Uhr
Opernhaus
Gesprächskonzert
Turandot
Der Theaterball steht im Jahr der
WM natürlich unter dem Motto
„Fußball“. 20 Uhr
Richard III
WGC
Theater auf dem Hornwerk
Calenberger Kabarett
Wochen
Theaterwerkstatt
Oper von Bizet mit Künstlern der
rumänischen Staatsoper Jassy.
20 Uhr
Premiere: Freestyle –
Theaterjugendclubs
Oskar Wilde
Stück von Neil LaBute. 19.30 Uhr
Die Perlenfischer
Ballhof zwei
Enercity Expo Café
Drama von William Shakespeare,
inszeniert von Sebastian Baumgarten. Um 16 Uhr Einführung im
Foyer. 17 Uhr
Fettes Schwein
68
11.
„Zusatzvorstellung“ des hannoverschenStand-Up-Komikers
Thommi Baake“. 20.30 Uhr
Die Twin Towers
von Babel
Stück über 3000 Jahre Weltgeschichte, von Suzanne van
Lohuizen. 15 Uhr
Theaterwerkstatt
Die Schöne & das Tier
Figurentheater von Marmelock,
für Menschen ab vier Jahren.
10 Uhr
Kay Scheffel, Bauchredner und
Heinz-Erhardt-Double, führt
durch das artistische Programm.
20 Uhr
Schauspielhaus
Zum 25. Mal:
Die Katze auf dem
heißen Blechdach
Sozialkritisches Drama von
Tennessee Williams über das
Scheitern einer Familie, einer
Ehe und einer von Alkohol beherrschten Existenz. 19.30 Uhr
15.
Mittwoch
16.
Du bist Fußball!
Ich bin das Leben!
„Ich bin 96-Fan!“ sagt Chrissi. Und
nichts anderes hat sie im Sinn. Doch
das Leben spielt sich nun mal nicht
auf der Tribüne ab. Jörg Menke-Peeitzmeyer geht in seinem Stück „Steht
auf, wenn ihr Rote seid“ der Frage
nach, was Fan-Sein bedeutet.
„Deutschlands größte lebende
Diseuse“ (Die Zeit) trinkt, raucht,
kokettiert – und singt. Georgette
Dee erzählt vom Leben, von Abstürzen und Höhenflügen, mal
zärtlich, mal böse und mal verletzlich. Die Facetten einer Diva.
Altes Magazin, 17. März um 20 Uhr.
Schauspielhaus, 29. März, 20 Uhr.
Donnerstag
17.
Freitag
18.
Samstag
19.
Sonntag
20.
Montag
GOP
Ballhof eins
Altes Magazin
Enercity Expo Café
Cumberlandsche Galerie
GOP
Noch’n Gedicht
Wilhelm Meister
Dana – was jetzt …?
Tanztee léger
Echt schräg
Kay Scheffel, Bauchredner und
Heinz-Erhardt-Double führt durch
das artistische Programm. 20 Uhr
Stück mit Puppen und Schauspielern nach dem Roman von
Goethe. 19 Uhr
Premiere: Steht auf,
wenn ihr Rote seid
Stimmgewaltige und kabarettistisch durchwobene Chansons.
21 Uhr
Tanz für Beginner und Könner.
15.30 Uhr
Gottfried Wilhelm Leibniz
Bibliothek, Waterloostr. 8
Clubheim SV Arminia Hannover
Bischofsholer Damm 119
Film trifft Bibliothek
Grün-weiß-grüner Salon
Heute im GOP Comedy Club: der
windschief stehende Komiker Herr
Niels, der Impro-Comedian Sascha
Korf, der Gesichtsakrobat Jojo
Weiß, der exzentrische Clown und
Jongleur Asher T. und der ComedyZauberer Gaston. 20 Uhr
Heute: „Krambambuli“, Regie:
Xaver Schwarzenberger. 16 Uhr
Kanapee
Französische Fabeln von
Jean de la Fontaine
Die Texte werden von Laridée
auf französisch gesungen, liegen
dem Publikum aber auch als
Übersetzung am Platz. 20 Uhr
Mittwoch:Theater
Der Schein trügt
Der Salon für Fußballkultur hat
die Autoren Raphael Honigstein
und Javier Cácares zu Gast. 20 Uhr
Enercity Expo Café
Jazz Pistols
Seit 2002 bilden die EnergyJazz-Musiker den Kern der Uwe
Ochsenknecht Band. 20.30 Uhr
Opernhaus
Matthäus-Passion
Premiere:
Adrana Lecouvreur
Zum letzten Mal:
Was ihr wollt
Ein Sommernachtstraum
Shakespeares Komödie, gespielt
von der Bremer Shakespeare
Company. 20 Uhr
Etage 2
Marktkirche
Der fliegende Holländer
Theater auf dem Hornwerk
Nienburg
Kanapee
Odeon
Giselle M
Schauspielhaus
Drama von Bertolt Brecht, inszeniert von Meret Matter. 19.30 Uhr
Der Künstler mit der kabarettistischen Lesung „Halt mal Schatz“.
Karten unter Tel. (05141) 855 19. 20
Uhr
Die Autorin stellt ihr neues Buch
„Zwischen Himmel und Liebe“
vor. Moderation: Margarete von
Schwarzkopf. 18 Uhr
Opernhaus
Opernhaus
Die heilige Johanna
der Schlachthöfe
Jochen Malmsheimer
Cecilia Ahern
Gypsy-Swing-Klassiker im
Stile von Django Reinhardt
und Stéphane Grapelli. 20 Uhr
Anrührender Ballettabend von
Stephan Thoss. 19.30 Uhr
Schauspielhaus
Hof Wietfeldt/Bennebostel
Historischer Saal/Pelikanviertel
Leuenhagen & Paris
Das hannoversche Quartett
bezeichnet seine Musik als
„hochdeutsches Wohnraumfado“
– es wird also ein melancholischer Abend. 21 Uhr
Tragikomödie von Thomas
Bernhard. 19.30 Uhr
Oper in drei Aufzügen von
Richard Wagner. 19.30 Uhr
Stück von Jörg Menke-Peitzmeyer (Autor, Schauspieler und
Fußballer) über einen weiblichen
Fußballfan. 20 Uhr
Shakespeares Komödie aus dem
Jahre 1600 ist ein Drama des
Liebesrausches und der Verblendung. 19.30 Uhr
Salon Manouche
Bachs großartiges Werk wird unter der Leitung von Prof. Jörg
Straube vom Bachchor Hannover,
dem Bachorchester Hannover
und dem Kinderchor der Marktkirche vorgetragen. VVK: Buchhandlung Kirche im Blick. Auch
am 18. März. 20 Uhr
Odeon
Opernkrimi in vier Akten von
Fracesco Cilèa. Aber es geht
natürlich nicht nur um Mord,
Liebe – mit ihren dunkelsten
Facetten – ist die treibende
Handlungskraft. Mit Francesca
Scaini, Leandra Overmann und
Ki-Chun Park. 18.30 Uhr
Stadttheater Hildesheim
Meike Köster
Stadttheater Hildesheim
Mozart-Abend
Balladen und Popsongs mit intelligenten Texten. 20 Uhr
Premiere: Peer Gynt und
Der Tod und das Mädchen
St.-Andreas-Kirche Hildesheim
Tanzabend zur Musik von
Edvard Grieg und Franz Schubert.
19.30 Uhr
Der Pianist Klaus Sticken spielt
Mozart: Neun Variationen über
ein Menuett von Duport KV 573,
Rondo a-Moll KV 511, Sonate
a-Moll KV310 und Stücke von
Liszt. 20 Uhr
Staatstheater Braunschweig
La clemenza di Tito
Oper von Mozart, neu komponiert von Manfred Trojahn.
19.30 Uhr
Orgelkonzert
Bernhard Römer spielt Mozarts
Fantasieen f-Moll KV 594+608,
Andante kV 616 und von Gárdonyi Mozarts Changes. 20 Uhr
4. Kammerkonzert
Streichquartette von Robert
Schumann und Alexander
Borodin. 11.30 Uhr
Kanapee
Annedore Oberborbeck
und Martin Helmchen
Die hannoversche Violinistin und
der Pianist spielen Werke von
Brahms, Tartini, Wieniawski u. a.
19 Uhr
Ritz-Carlton Wolfsburg
Kochen für Singles
mit Sven Elverfeld
Der Sternekoch gibt die erste
Hilfestellung , damit sich Singles
auch kulinarisch verwöhnen können. Infos und Anmeldung unter
(05361) 60 70 91.
Stadttheater Hildesheim
Mordnacht Mozart
Ein musikalischer Krimi zum
250. Geburtstag mit Herbert
Feuerstein und dem Orchester
des Stadttheaters. 20 Uhr
Theatermuseum
Münchhausens Abenteuer
Das Figurentheater Seiler mit
einem Familienstück über den
Lügenbaron. 11 Uhr
Weserberglandzentrum/Hameln
Irish Dancing
Deutschen Meisterschaften.
10 Uhr
Jazz Club
Mike Stern Band
Der 1953 in Boston geborene
Gitarrist kann sich mittlerweile
mit drei Grammy-Nominierungen
schmücken. 20.30 Uhr
Kanapee
Hildén-Lehtinen
Das finnische Gitarren-Duo spielt
alte europäische Weisen von
Dowland, Piccinini, Mertz, Soler
sowie einer für das Duo komponierten Suite des Finnen Harri
Wessmann. 20 Uhr
Künstlerhaus Sophienstr.
Literatur(h)aus
Europa – Kroatien
Der international preisgekrönte
kroatische Kolumnist und Journalist Miljenko Jergovic´ liest aus
seinem Roman „Buick Rivera“.
19.30 Uhr
Literarischer Salon/Uni Hannover
Nichtrauchen verboten!
Eine Kulturgeschichte des Rauchens
mit Imre von der Haydt (Autor
und Sitcom-Producer, Köln). 20 Uhr
Theater am Aegi
Hurtigruten
Wolfgang Steinmetz berichtet in
seinem Dia-Vortrag von Trollen,
Eis und Fjorden. 20 Uhr
nobilis 3/2006
69
März
Du, Deiner; Dich Dir, … wir?
In Mut machender Weinseligkeit beschließen zwei Paare den zeitlich begrenzten Partnertausch. Dass dererlei
Schnapsidee trotz mancher Wirrungen dennoch für Lacher sorgen kann,
beweist die Komödie „Die süßesten
Früchte“ von Stefan Vögel.
Neues Theater, bis 31. März, 20.15 Uhr.
21.
Dienstag
22.
Mittwoch
23.
Donnerstag
Freitag
25.
Samstag
Altes Magazin
Cumberlandsche Galerie
Ballhof eins
Cumberlandsche Galerie
Diverse Theater in Hannover
Steht auf, wenn
ihr Rote seid
Plattenladenhüter
Der Chinese im
Kinderbett
Plattenladenhüter
Lange Nacht der Theater
Liederabend von Clemens
Sienknecht. 20.15 Uhr
Kartenvorverkauf ab 9.03.06 im
Schauspielhaus. Weitere Infos siehe Seite 65. Ab 18 Uhr
Stück von Jörg Menke-Peitzmeyer (Autor, Schauspieler und
Fußballer) über einen weiblichen
Fußballfan. 10 Uhr
Ballhof eins
Menschen im Etui
René Polleschs Stücke gleichen
Schreiwettbewerben – bei denen
man sich aber gerne jedes Wort,
jeden Satz merken möchte.
20 Uhr
Liederabend von Clemens
Sienknecht. 20.15 Uhr
Beethovensaal
Das junge aufstrebende Orchester
aus Kalifornien spielt unter der
Leitung von Carl St. Clair Werke
von Zhou Long, Schostakowitsch
und Strauss. Cello: Lynn Harrell.
20 Uhr
Das Quartett spielt Werke von
Mozart, Ligeti und Schubert.
20 Uhr
Mittwoch:Theater
Noch’n Gedicht
Tragikomödie von Thomas
Bernhard. 19.30 Uhr
Lesung
Cianrico Carofiglio liest aus seinem Roman „Reise in die Nacht“.
19.30 Uhr
Schauspielhaus
Fettes Schwein
Neil LaButes Stück über die
Ausprägungen des Sizismus.
19.30 Uhr
St.-Andreas-Kirche Hildesheim
Geburtstagskonzert für
Johann Sebastian Bach
Vokal- und Instrumentalisten
jubilieren unter der Leitung von
Bernhard Römler. Infos unter
www.andreaskantorei.de. 20 Uhr
Enercity Expo Café
Pacific Symphony
Der Schein trügt
Leuenhagen & Paris
Eine Orientierungsoperette von
Schorsch Kamerun. 20 Uhr
Kuppelsaal
GOP
Kay Scheffel, Bauchredner und
Heinz-Erhardt-Double führt durch
das artistische Programm. 20 Uhr
Opernhaus
Turandot
Puccinis letzte und unvollendet
gebliebene Oper. 19.30 Uhr
Schauspielhaus
Die heilige Johanna
der Schlachthöfe
Drama von Bertolt Brecht, inszeniert von Meret Matter. 19.30 Uhr
Zweitausendeins/Friesenstr. 57
Ein Abend mit
Eckhard Henscheid
Der Kulturkritiker liest aus dem
neusten Band seiner Werkausgabe „Musik“ und anderem.
Karten unter Tel (0511) 338 47 44.
20 Uhr
Artemis Quartett
NDR/Großer Sendesaal
Ring A
Die NDR Radiophilharmonie
spielt unter der Leitung von
Lothar Zagrosek Werke von Wolfgang Rihm, Gustav Mahler und
Wolfgang Amadeus Mozart. Bariton: Christian Gerhaher. 20 Uhr
Argentinische
Impressionen
GOP
Tango-Konzert-Abend mit dem
hannoverschen Trio Gorrión und
dem Duo Folkers & Nelegatti aus
Berlin. 20 Uhr
Kay Scheffel, Bauchredner und
Heinz-Erhardt-Double, führt
durch das artistische Programm.
20 Uhr
Jazz Club
Atlanta Jazzband
„Old Jazz in new colours“ lautet
des Motto der Band um den
Trompeter und Sänger Klaus
Osterloh. 20.30 Uhr
Odeon
Opernhaus
Sofa frei
Die verkaufte Braut
Heute zu Gast bei dem komödiantischen Pfarrer Matthias
Schlicht: OB-Kandidatin Ingrid
Wagemann und die Kabarettistin
Annette Kruhl. 20 Uhr
Komisches Singspiel in drei
Akten von Bedrich Smetana.
19.30 Uhr
Schauspielhaus
Drei Schwestern
Drama von Anton Tschechow. Das
Stück unter der Regie von Jürgen
Gosch ist als eine der elf bemerkenswertesten Inszenierungen
des deutschsprachigen Theaters
zum diesjährigen
Berliner Theatertreffen eingeladen. 19.30 Uhr
Staatstheater Braunschweig
Tastentaumel
Gottfried und Jasmin Böttger
präsentieren ihr „Classic meets
Jazz: Blue Mozart“. 20 Uhr
70
24.
Opernhaus
Adriana Lecouvreur
Konzertante Aufführung der
Krimi-Oper von Francesco Cilèa.
Um 18.45 Uhr Einführung im
Foyer. 19.30 Uhr
Schauspielhaus
Fettes Schwein
Neil LaButes Stück über die
Ausprägungen des Sizismus.
19.30 Uhr
Noch’n Gedicht
Kornbrennerei Warnecke
Bredenbeck/Wennigsen
Ostermarkt
Die Betriebsräume der Brennerei
dienen als Ausstellungsort für
Österliches wie Aquarelle, Floristik, Schmuck und hauseigene
Produkte wie Eierlikör; auf dem
Hof warten Bastelangebote für
Kinder und das Eichenfasslager
wird zur Kaffeestube. 12–17 Uhr
Kulturfabrik Löseke
Bob Brozman
Der New Yorker Blues-Sänger
und Gitarrist ist nebenbei auch
Instrumente-Designer, Sammler,
Musikethnologe und Professor.
20 Uhr
Schauspielhaus
Männer 06
Fan-tastischer Stadiongesang von
Franz Wittenbrink. 17 Uhr
26.
Sonntag
Ein kulinarisches Konzert
Füttern verboten
Zu einem exezellenten Essen gehören
exquisite Zutaten, passende Getränke
und Musik. Carmen Fugiss und
Jonathan Seers präsentieren Lieder
rund um das leibliche Wohl, während
Sie ein 3-Gang-Menü genießen.
Der Kabarettist, Autor und
selbst ernannte Liederschlosser
kw. Timm gilt als poetisches
Schlitzohr mit Seltenheitswert
und Garant für politische Satire.
Sein kulinarischer Tipp: „Knurrt
der Magen – folge den Krümeln.“
Kastens Hotel Luisenhof, 15. März ,
18.30 Uhr, Infos unter Tel 304 47 24.
Daunstärs, 2. März um 20 Uhr.
27.
Montag
28.
Dienstag
29.
Mittwoch
30.
Donnerstag
31.
Freitag
Ballhof eins
Apollo
Brunsviga Braunschweig
Cumberlandsche Galerie
Enercity Expo Café
Enercity Expo Café
Der Chinese im
Kinderbett
Lindener Spezial Club
Lindener Spezial Club
Leonhard Cohen privat
Afrikanische Nacht
Desimos Comedy-Mix-Show mit
Überraschungsgästen. 17.30 Uhr
Desimos Comedy-Mix-Show mit
Überraschungsgästen. 20 Uhr
Ein Leben für ein Hallelujah –
Songs und Texte of love and
hate. 20.15 Uhr
Was heißt es, psychisch
krank zu sein?
GOP
Congress Union Celle
Ein Ott Reutter-Abend
Stuttgarter
Kammerorchester
Marlene
Im Rahmen des Celler Kammermusikrings spielt das Orchester
Werke von Mozart, Chopin und
Tschaikowsky. Am Klavier:
Dinorah Varsi. 20 Uhr
Mit Studierenden und Dozenten
der Musikhochschule Hannover.
20 Uhr
Eine Orientierungsoperette von
Schorsch Kamerun. 20 Uhr
Kanapee
Panufnik Trio
Das Trio spielt Werke von Mozart
(Trio b-Dur KV 502), Mendelssohn
(Trio c-Moll 0p. 66) und Brahms
(Trio h-Dur op. 8). 11 Uhr
Opernhaus
Così fan tutte
Dramma giocoso in zwei Akten
von Wolgang Amadeus Mozart.
Um 15.15 Uhr Einführung im
Foyer. 16 Uhr
Der Schauspieler Walter Plathe
mit seiner gekonnt wie lebendigen Hommage „Alles weg’n de’
Leut’“. 20 Uhr
Jazz Club
Bennie Wallace Quartett
Seit 25 Jahren beeindruckt der
Saxophonist aus Tennessee mit
großem, weiten Sound auf dem
Tenor in der Tradition von Sonny
Rollins und Ben Webster.
20.30 Uhr
Enercity Expo Café
Einsteins Relativitätstheorie heute
Spannender Vortrag von
Professor Karsten Danzmann,
Universität Hannover. 19.30 Uhr
Rattenfänger Halle/Hameln
Alles was ich liebe
Literarischer Salon/Uni Hannover
Jürgen von der Lippe, das musikalische Urgestein unter den
Fernseh-Comdian, mit seinem
neuen Programm. 20 Uhr
Blog dir deine Meinung
Schauspielhaus
Männer 06
Fan-tastischer Stadiongesang
von Franz Wittenbrink. 17 Uhr
Staatstheater Braunschweig
Der Journalist Stefan Niggemeier
diskutiert mit dem Medienwissenschaftler Mathias Mertens
über den „Bild“-Blog im Internet.
20 Uhr
Musikhochschule
Konzert am Mittag
Studierende der Abschlussklassen
spielen Kammermusik. 13 Uhr
La clemenza di Tito
Oper von Mozart, neu komponiert von Manfred Trojahn.
11.30 Uhr
WGC
Calenberger Kabarett
Wochen
Die Woesner Brothers geben ein
„Überlebenstraining für Singles“.
20.30 Uhr
Opernhaus
in between
Ballettabend mit Choreographien
von Marco Goecke und Stephan
Thoss. 19.30 Uhr
Kaiser-Wilhelm- und
Rats-Gymnasium/Seelhorststr. 54
Visualize Concert
Während die Hannoversche
Orchestervereinigung Werke von
Schubert, Mozart und Dukas
spielt, wird gleichzeitig in einer
Lichtüberblendung das wichtigste über die jeweilige Komposition eingespielt. Karten erhältlich
bei Laporte. 20 Uhr
Opernhaus
Adriana Lecouvreur
Konzertante Aufführung der
Krimi-Oper von Francesco Cilèa.
Um 18.45 Uhr Einführung im
Foyer. 19.30 Uhr
Theater am Aegi
Der Gardasee
Hans-Joachim Krenzke unternimmt eine Dia-Reise entlang
des wunderschönen Sees. 20 Uhr
Jam Session
Mittwoch:Theater
Der Schein trügt
Tragikomödie von Thomas
Bernhard. 19.30 Uhr
Musikhochschule
Aus dem Innersten
Unter dem Motto „Dmitrij
Schostakowitsch – zwischen
Tradition und Avantgarde“ spielen das Nomos-Quartett und
Andreas Frölich (Klavier) Werke
von Beethoven, Schnittke und
Schostakowitsch. 19.30 Uhr
Odeon
Lesebühne OraL
Die Organisation für angewandte
Literatur mit einem „Best Of“Programm. 20 Uhr
Schauspielhaus
Zu Gast: Georgette Dee
Die wenngleich zickig fiese so
doch großartige Diva mit ihrem
Programm „Neben mir: Ich – wie
nett!“. 20 Uhr
Vortrag „von der Hirnforschung,
bis zur Seele des Menschen“ von
Prof. Dr. Hinderk M. Emrich und
Dr. Wolfgang Dillo, beide MHH,
Abteilung für Klinische Psychiatrie und Psychotherapie.
19.30 Uhr
Historisches Museum
Leben und Sterben in
einer spätmittelalterlichen Stadt
PD Dr. Eva Schlotheuber (München) trägt aus dem Konventstagebuch einer Zisterzienserin
von Heilig Kreuz bei Braunschweig vor. 19.30 Uhr
Künstlerhaus Sophienstr.
Palästinertage –
„Filistina 2006“
Der deutsche Autor Hans Nieswandt liest aus seinem Roman
„Disko Ramallah“. 19.30 Uhr
Leuenhagen & Paris
Kempowski-Abend
Walter Kempowski liest aus seinem aktuellen Buch „Hamit“.
19.30 Uhr
Schauspielhaus
Die heilige Johanna
der Schlachthöfe
Drama von Bertolt Brecht, inszeniert von Meret Matter. 19.30 Uhr
Benefizkonzert mit der
deutsch-afrikanischen Band
Pretty Cashanga. 20 Uhr
Jazz Club
An Evening of
American Swing
Swing-Jazz unter dem Motto
„B.E.D. meets Chris Hopkins“.
20.30 Uhr
Kanapee
Ein Tag im Leben des
Tenors Anton Kuhn
Der Schweizer Tenor mit der
italienischen Stimme wird begleitet von Joachim Beuster
(Klavier) und Sabine Gießelmann
(verbindende Verse). 20 Uhr
Odeon
Männer angstfrei
Peter Düker und Holger Kirleis
präsentieren ihr furchtloses
Programm „Wir machen, was wir
wollen, nicht, was wir können“.
20 Uhr
Opernhaus
Der fliegende Holländer
Oper in drei Aufzügen von
Richard Wagner. 19.30 Uhr
Schauspielhaus
Don Carlos
Ein dramatisches Gedicht von
Friedrich Schiller. 19.30 Uhr
WGC
Calenberger Kabarett
Wochen
Carsten Höfer mimt den „Frauenversteher“. 20.30 Uhr
nobilis 3/2006
71
März
Liebe macht blind
Amelia wartet auf die Rückkehr ihres
Gatten. Der General ist auf Antiterroreinsatz in Afrika. Ihre Ergebenheit
macht sie blind für die Greueltaten
ihres Mannes. „Sanft und Grausam“
von Martin Crimp ist an eine Tragödie
von Sophokles angelehnt.
Schauspielhaus, 18. März, 19.30 Uhr.
Galerien
Hannover
Langenhagen
Hannover
Hannover
Hannover
Haus Schöngeist Galerie
Galerie Depelmann
Edition Verlag GmbH
Zimmer-Galerie R.
Kestnergesellschaft
Handwerksform
Walsroder Str. 305
30855 Langenhagen
Tel (0511) 73 36 93
[email protected]
Borchersstr. 17
30559 Hannover
Tel (0511) 952 68 67
[email protected]
www.oraculum.de/ruth_oertel
Goseriede 11
30159 Hannover
Tel (0511) 70 12 00
www.kestner.org
Ausstellungs- und Informationszentrum der Handwerkskammer
Berliner Allee 17
30175 Hannover
www.handwerksform.de
116. Ausstellung mit Arbeiten von
Hans Thormann:
Werner Zöhl – Fischerhude
Thomas Hirschhorn
The Procession
Fiedelerstr. 15
30519 Hannover
Tel (0511) 374 26 44
18.02.–31.03.06
Die Unruhe
im Pakt der Dinge
Meike Zopf, Meisterschülerin,
untersucht in ihren großformatigen, collagenhaften Bildkompositionen die Entstehungs- und
Funktionsweisen von Bildsymbolen. Inspiration für ihre Arbeit
findet sie in religiösen, mythischen und magischen Motiven,
die sie ihren ursprünglichen
Zusammenhängen entnimmt
und zu neuen lebendigen Bildern
kombiniert.
Hilmar Jess beschäftigt sich mit
Gegensätzen, dem Fassbaren und
dem Unfassbaren, dem Materiellen und dem Licht. Er arbeitet
vorwiegend mit Stahl, Stein,
Glas, Holz, Beton, Plastik sowie
mit Fundstücken und RecyclingMaterialien. Videoinstallationen
erweitern sein Repertoire.
Lesung am 23.03. um 20 Uhr
mit Jan Egge Sedelies
„Freisprüche und Widersprüche“.
Öffnungszeiten: Di–Do 12–20,
Fr 11–20, Sa 11–16 Uhr.
72
24.03.–28.05.
Die Kestnergesellschaft präsentiert erstmals in Deutschland die
aktuelle Arbeit „The Procession“
(2005), ein Raum füllendes,
begehbares Werk des Schweizer
Künstlers, der in Paris lebt.
Eröffnung: 23.03. um 20 Uhr;
der Künstler ist anwesend.
Malerei und
Bildhauerarbeiten
5.03.– 22.04.
Vernissage: Sonntag, 5.03. von
11–18 Uhr. Der Künstler ist anwesend und äußert sich zu seinen
Werken.
Hans Thomann wurde 1957 in
Uzwil in der Schweiz geboren; er
lebt und arbeitet heute in St.
Gallen. In seiner erfolgreichen
Laufbahn erhielt der Maler und
Bildhauer verschiedene Preise
und viele Aufträge im In- und
Ausland. Hans Thomann wird
seit 2000 von der Galerie Depelmann vertreten.
Öffnungszeiten:
Di–Sa, 10–18.30 Uhr
Drei Vögel über einem Wasserloch
Im Atelier in Fischerhude und
in der Provence verarbeitet der
Maler die Eindrücke seiner Reisen
in Europa, Afrika und USA in
Bildern von großem Farb- und
Formenreichtum. Einzelausstellungen u. a. in der Böttcherstraße
Bremen, im Völkerkundemuseum
Hamburg, im Funkhaus des NDR
Hannover und ein Porträt in der
ARD zeigen, dass Werner Zöhl die
Reihe der bedeutenden Maler in
Fischerhude fortsetzt. Eine Auswahl seiner Bilder präsentiert
nun die Zimmer-Galerie R.
Ausstellungseröffnung:
Sonntag, 12.03., 11 Uhr.
Öffnungszeiten:
Di, Mi, Fr 17–19, So 11–13 Uhr und
nach telefonischer Vereinbarung.
Öffnungszeiten: tgl. 10–19 Uhr,
Do –21 Uhr, Mo geschlossen.
Hannover
Kunstverein
Sophienstr. 2
30159 Hannover
Tel (0511) 32 45 94
www.kunstverein-hannover.de
Jonathan Monk:
Yesterday Today
Tomorrow etc.
Bis 16.04.
Monks Werke sind irritierende
Spiele mit Sprache und Vorstellungen, die auf dem Prinzip der
Wiederholung und der kritischen
Aneignung beruhen. Sie beziehen
sich stets auf zentrale Werke und
Auffassungen der Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts.
Öffnungszeiten: Di–Sa 12–19 Uhr,
So 11–19 Uhr.
Metallformen –
Metall formen
Runde Schale aus Grauguss
von Eva Maria Ullrich, Dinklas
25.03.–22.04.
27 Metallgestalterinnen und
Metallgestalter aus Deutschland
zeigen Exponate aus den Bereichen Gefäß, Gerät und Objekt.
Ausstellungseröffnung: Freitag,
24.03. um 20 Uhr.
Öffnungszeiten: Di–Fr 11–18,
Sa 11–14 Uhr.
Impressum
Ansichten
. Lebensart aus Hannover
Netzwerker für die Region
Herausgeber und Verlag:
Schlütersche Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG
Postanschrift: 30130 Hannover
Adresse: Hans-Böckler-Allee 7 · 30173 Hannover
Telefon 0511 8550-0 · www.nobilis-online.de
ANDREAS HEYER (43) ist seit Juni 2004 hauptamtlicher Geschäftsführer von „hannoverimpuls“. Die privatwirtschaftlich aufgestellte Wirtschaftsfördergesellschaft will den Standort Hannover beleben. Der gebürtige Nienburger ist gelernter Bankkaufmann und war als
Direktor einer Bank für den Markt Hannover und den Firmenkundenbereich zuständig.
Der sportliche Familienvater hat jetzt rund 20 Experten zur Seite, die mit ihm gemeinsam
die Region nach vorn bringen wollen. Erste Ansiedlungsoffensiven zeigen schon Erfolge.
Redaktion:
Annette Langhorst (v.i.S.d.P.)
Telefon 0511 8550-2632
[email protected]
Kai Kirstin Thies · Telefon 0511 8550-2634
[email protected]
Telefax 0511 8550-2600
nobilis-Autoren: Dorit Amelang,
Anneke Bosse, Katharina Müller,
Beate Roßbach, Heiner Siefken,
Jörg Worat, Bettina Zinter
Verlagsleitung: Klaus Krause
Anzeigenverkaufsleitung: Olaf Blumenthal
Telefon 0511 8550-2524
[email protected]
Was möchten Sie in Ihrem Beruf am liebsten bewirken?
Unsere Ziele sind klar definiert. Bis 2012 soll Hannover durch Konzentration auf fünf Fokusbranchen in diesen
Bereichen zu den führenden Wachstumsregionen in Deutschland gehören. Dazu möchte ich beitragen.
Ihre Helden in der Geschichte?
All die Menschen, die sich zum Wohle anderer – auch unter Einsatz ihres Lebens – eingesetzt haben, sind die wahren
Helden der Geschichte.
Anzeigenverwaltung: Antje Albrecht
Telefon 0511 8550-2640
[email protected]
Welche Person unserer Zeit bewundern Sie, weshalb?
Producer-Team Wirtschaft/Regionales:
Melanie Kalisch · Jessica Idel · Carsten Knospe ·
Bettina Witzenhausen
Was war, was ist Ihr größter Erfolg?
Titelfoto: Martin Schlüter
Fotos: Dorit Amelang, Thomas Aurin, Arno
Declair, Historisches Museum Hannover,
Hassan Mahramzadeh, Katharina Müller,
Christoph Münch, Wolfgang Reese, Beate
Roßbach, Martin Schlüter, Sprengelmuseum,
Stadtarchiv Hannover, Marc Theis, MarieLuise Wiegand, Jörg Worat, Christian Wyrwa
VIP-Service Reservierungen:
Marie-Luise Wiegand
Telefon 0511 8550-2638
[email protected]
Abonnentenverwaltung/Vertrieb:
Marie-Luise Wiegand · Telefon 0511 8550-2638
Gültige Anzeigenpreisliste:
Nr. 28 vom 1.1.2006
Erscheinungsweise: monatlich
Kofi Annan, es gelingt ihm immer wieder auf unterschiedlichste Sichtweisen und Positionen vermittelnd einzuwirken.
Wenn man als größten Erfolg auch das schönste Erlebnis bezeichnen darf, dann die Geburt meiner beiden Kinder.
Was war Ihre wichtigste Entscheidung?
Die Heirat meiner Frau.
Von welchem Kleidungsstück würden Sie sich nur ungern trennen?
Von meiner alten Barbour-Jacke.
Was darf in Ihrem Kühlschrank nie fehlen?
Milch.
Was mögen Sie an Hannover?
Die Vielseitigkeit der gesamten Region.
Was ärgert Sie an unserer Stadt?
Das immer noch anzutreffende mangelnde Selbstbewusstsein und die mitunter vorhandene Zufriedenheit mit
Mittelmaß.
Bezugspreis: Jahresabonnenment einschließlich MwSt. und Porto beträgt € 28,–.
Das Jahresabonnenment schließt die
Teilnahme am nobilis VIP-Service ein.
Einzelpreis € 3,50 zzgl.Versandgebühren.
Wo essen Sie in Hannover am liebsten, und warum?
Bankverbindung für Vertriebsrechnungen:
Nord/LB Hannover (BLZ 250 500 00)
Konto 101 418 200
Jürgen Klinsmann.
Druck: CW Niemeyer Druck GmbH
Baustraße 4, 31785 Hameln
Für unverlangt eingesandte Manuskripte,
Fotos und anderes Material übernimmt der
Verlag keine Haftung. Gekennzeichnete
Artikel geben die Meinung der Autoren wieder
Die Titel des Verlagsbereichs Wirtschaft/
Regionales im Überblick
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CeBIT MesseZeitung
genau
LIGNA Messezeitung
Niedersächsische Wirtschaft
nobilis
Nordeutsches Handwerk
In der aktuellen Ausgabe liegt eine
Beilage der Fa. DELTA BAU AG, Hannover, bei.
Wir bitten um Beachtung.
Es gibt eine Vielzahl von guten Restaurants in Hannover, aber am liebsten gehe ich ins „Pier 51“. Leichte mediterrane
Küche in einer wunderschönen Atmosphäre direkt am Maschsee.
Wen würden Sie gern bei einem Essen persönlich kennen lernen?
Womit beschäftigen Sie sich nach getaner Arbeit?
Mit meiner Familie und mit Sport.
Welches Buch empfehlen Sie zum Lesen?
„Der europäische Traum“ von Jeremy Rifken.
Was ist Ihre größte Schwäche?
Ungeduld.
Was ist Ihre größte Stärke?
Beharrlichkeit.
Welcher Beruf (außer dem eigenen) wäre für Sie noch interessant?
Ein künstlerischer Beruf – zumal man mein Talent hierfür noch entdecken müsste.
Wie lautet Ihre Lebensphilosophie?
Niemals aufgeben.
nobilis 3/2006
73
Leserbriefe
Renaissance des Stuck,
nobilis 2
Tolle Fotos, klasse Geschichte.
Das macht Lust auf Stuck.
Das einzige was leider fehlt, ist eine Preisangabe.
Herbert Schnelle, Celle
Aus gutem Hause,
nobilis 2
Schon oft hatte ich Rolf Seelmann-Eggebert im Fernsehen erlebt, doch dass der Mann aus Hannover
kommt, war eine wirkliche Überraschung. So ein
sympathischer und kluger Mensch. Unsere Gesellschaft braucht mehr solcher Journalisten, dann
wären auch Klatschspalten wieder kultivierter.
Elisabeth Stucker, Osnabrück
Schoko, Salz und Kaviar, nobilis 2
Heute eine kleine Kritik beim Artikel Schoko, Salz und Kaviar. Es ist definitiv eine der besten
Adressen in Norddeutschland: die Hufeland-Therme in Bad Pyrmont und dies gerade in Verbindung mit dem Fünf-Sterne-Steigenberger-Hotel. Wieso? Denn sowohl Landgrafentherme in Nenndorf als auch Bali-Therme in Oeynhausen können da bei weitem nicht mithalten…
Karl-Heinz Schnare, Hannover
Danke Ihnen für die Fluchtmöglichkeiten aus trüben, verregneten Wintertagen in Norddeutschland. Schon das Lesen steigert die Laune. Jetzt heißt es für mich nur noch buchen!
Renate Lange, Bremen
Schreiben oder faxen Sie Ihre Meinung an:
nobilis, Redaktion Leserbriefe,
Hans-Böckler-Allee 7, 30173 Hannover
Fax (0511) 85 50 26 00
E-Mail: [email protected]
Räume und Grenzen, nobilis 2
Die Geschichten hinter den Kulissen der Theater gefallen mir immer besonders gut in
Ihrem Magazin. Ich hatte Gelegenheit Matthias Buss in der Inszenierung „Plattenladenhüter“
zu erleben. Ein wirklich charismatischer Schauspieler!
Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe
gekürzt abzudrucken.Veröffentlicht werden
nur Briefe, die mit Namen und Adresse
gekennzeichnet sind. nobilis Homepage:
www.nobilis.de
Kurt Lotz, Hannover
Vorschau
Die nächste nobilis
erscheint am 03.04.2006
WENN DER WEISSE FLIEDER…
Der Opernball ist der Höhepunkt der Ballsaison.
nobilis ist mittendrin dabei. Debütantinnen vom
ersten Opernball 1989 schildern ihre Abenteuer.
20 JAHRE NACH TSCHERNOBYL…
Wie das Atom-Unglück auch das Leben der
Norddeutschen verändert hat. Zeitzeugen schildern
in nobilis ihre ganz persönlichen Erlebnisse.
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