WIB Windows-Notfall-Guide

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WIB Windows-Notfall-Guide
Windows Notfall-Guide
Windows Notfall-Guide
von Dr. Jens Haarmann
Mit den Informationen aus diesem Beitrag können Sie
ein nicht mehr startendes oder instabiles Windows XP erfolgreich wiederherstellen,
mit der Wiederherstellungskonsole Ihr System auch in schwierigen Fällen
retten,
wenn alle Stricke reißen: Windows mit der Reparatur-Installation wiederherstellen.
In nur 15 Minuten stellen Sie eine defekte XPInstallation wieder erfolgreich her – selbst in scheinbar
hoffnungslosen Fällen!
Nach einem Blue Screen, STOP-Fehler oder einem Totalabsturz ohne Fehlermeldung lässt sich Windows XP oft nicht mehr starten. Meistens passiert das,
wenn Sie vorher neue Programme, Treiber oder Hardware installiert haben –
oder wenn Sie es besonders eilig haben. Schwere Windows-Probleme dieser
Art lösen Sie nur mit analytischem Vorgehen. Setzen Sie dazu unseren speziellen Notfall-Guide ein. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, wie Sie Windows
XP nach einem Totalabsturz wieder reparieren können.
•
Daran liegt es: Ursachen und Lösungen
bei schweren Windows-Problemen
3
•
•
Hardware prüfen: So nutzen Sie das BIOS
3
Wie Sie Windows erfolgreich mit der Wiederherstellungskonsole reparieren
7
•
•
Windows XP-Reparatur mit der XP-Original-CD
9
Treiberfehler eliminieren mit dem Treiberüberprüfungs-Manager
11
•
Dr. Watson: Ihr Detektiv für die WindowsFehlerdiagnose
12
•
Mit der Ereignisanzeige finden Sie die Ursache
für das Windows-Problem
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Windows Notfall-Guide
Ursachen und Lösungen bei schweren
Windows-Problemen
System abgestürzt? Noch ist
nichts verloren
Warum Windows
XP nicht mehr
startet
Das ist Ihnen sicher auch schon einmal passiert: Windows XP wird
aufgrund einer Installation oder eines Absturzes instabil bzw. startet
gar nicht mehr.
Windows XP ist zwar wesentlich stabiler als Windows 95/98/Me, aber
leider schließt das Fehlfunktionen und die berüchtigten Blue Screens
nicht aus. Zu den häufigsten Ursachen eines fehlerhaften WindowsStarts gehören:
•
•
•
•
Eine Neuinstallation ist nicht
immer notwendig
fehlerhafte oder nicht richtig erkannte Hardware
nicht verfügbare oder falsche Treiber
beschädigte oder fehlende Systemdateien
beschädigte Partitionsinformationen
Viele Hotlines empfehlen bei massiven Startproblemen die
Neuinstallation. Das funktioniert in der Regel immer, ist aber mit
erheblichem Zeitaufwand und Arbeitseinsatz verbunden, weil Sie
sämtliche Programme neu installieren und alle Einstellungen neu
vornehmen müssen. Den Aufwand können Sie sich sparen.
Hardware prüfen: So nutzen Sie das BIOS
Wichtige Hinweise auf die
Fehlerursache
Das BIOS verrichtet seine Arbeit normalerweise still im Hintergrund
und schafft die Verbindung zwischen Windows und der Hardware.
Nur beim Start macht es sich kurz mit einigen Hinweisen am
Bildschirm bemerkbar. Doch in den BIOS-Einstellungen finden Sie
wichtige Hinweise auf die Fehlerursache, wenn Windows nicht startet
und Sie einen Hardware-Fehler vermuten.
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Windows Notfall-Guide
Windows-Notfallplan
Ist die Temperatur im PC zu hoch?
Hardware prüfen
Temperatur
Prüfen Sie dazu im Bios die Werte unter
„PC-Health Status“
Funktioniert der Arbeitsspeicher (RAM)
einwandfrei?
Deaktivieren Sie im BIOS die Option „Quick
Power On Self Test“ bzw. „Quick Boot“
Arbeitsspeicher
Datenträger prüfen:
Festplatte
Aktivieren Sie im BIOS S.M.A.R.T. oder
verwenden Sie Tools wie „Dr. Hardware“.
WindowsWiederbelebung
Bootsektor reparieren:
Starten Sie dazu die Wiederherstellungskonsole und geben Sie folgende Befehle ein:
FIXMBR
FIXBOOT C:
Reparieren Sie die BOOT.INI wie folgt:
BOOTCFG /rebuild
Reparieren Sie die Startdateien wie folgt:
COPY <CD>:\i386\NTLDR C:\
Master Boot
Record
BOOT.INI
Notfall-Reparatur
Starten Sie den PC mit eingelegter XP-CD.
Wenn XP die alte Installation findet, ersetzen
Sie mit dem Befehl <R>, alle defekten
Systemdateien
Systemdateien
Schluss mit
Treiberproblemen
Mit dem Treiberüberprüfungs-Manager
fehlerhafte Treiber aufspüren:
VERIFIER
Treiber
Abstürze analysieren mit
Dr. Watson
Aktivieren Sie Dr. Watson über „Start“ und
„Ausführen“ mit
„DRWTSN32“.
Prüfen Sie die Ereignisanzeige auf Fehlerhinweise
Absturz
analysieren
Mit diesem Notfallplan retten Sie Ihre Windows-Installation
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Windows Notfall-Guide
Starten Sie Ihren PC neu. Achten Sie auf eine Meldung wie „Press
DEL to enter SETUP“ bzw. drücken Sie gleich nach dem Einschalten die Taste Entf . Sollte die Taste Entf das BIOSSetup nicht öffnen, probieren Sie es mit F1 , F2 oder F10 , denn zum Teil verwenden die BIOS-Hersteller eine andere Taste als Entf . Informationen
dazu finden Sie im Handbuch zum Mainboard.
So öffnen Sie die
BIOS-Einstellungen
Nun befinden Sie sich im Hauptmenü der BIOS-Einstellungen:
CMOS Setup Utility Version – Copyright © 1984-2004 Award Software
Standard CMOS Features
Frequency/Voltage Control
Advanced BIOS Features
Load Fail-Safe Defaults
Advanced Chipset Features
Load Optimized Defaults
Integrated Peripherals
Set Supervisor Password
Power Management Setup
Set User Password
PnP/PCI Configurations
Save & Exit Setup
PC Health Status
Exit Without Saving
ESC: Quit
↑↓→←: Select Item
F10: Save & Exit Setup
Folgende Menüeintragungen sind darin zu finden:
Die wichtigsten
Menüpunkte
•
Kontrollieren Sie auf der Seite „PC Health Status“ (Award) bzw. „H/W
Monitor“ (AMI) die Temperaturangaben. Ist die Temperatur der CPU
(Prozessor) zu hoch, überprüfen Sie den Lüfter. Funktioniert der
Lüfter nicht mehr richtig, ersetzen Sie ihn durch einen neuen. Als
Faustregel sollte die CPU-Temperatur 65 Grad Celsius nicht
überschreiten, bei Festplatten sollten es nicht mehr als 55 Grad
Celsius werden.
•
Das Standard CMOS Setup definiert Festplatten und FloppyLaufwerke sowie Datum und Uhrzeit.
•
Das BIOS Feature Setup ist die Schaltzentrale für das BIOS-Tuning.
Hier finden Sie die meisten Parameter zum Beschleunigen Ihres
PCs.
PC Health
Status
Standard
CMOS
Setup
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Windows Notfall-Guide
Chipset
Features
Setup
•
Im Chipset Features Setup geht es primär um die
Speicherverwaltung. Damit lassen sich zwar Performance-Gewinne
erzielen, die Gefahr einer falschen Einstellung ist aber groß.
Power
Management
Setup
•
Ein Blick in das Power Management Setup lohnt sich nicht nur für
Notebook-Besitzer. Hier finden Sie alle Einstellungen zum Thema
Energiesparen.
PnP and PCI
Setup
•
Falsche Plug & Play-Einstellungen sind eine häufige Fehlerquelle bei
Steckkarten in einem PC. Das PnP and PCI Setup verwaltet die
Steckplätze in Ihrem PC.
Die Beschreibung der einzelnen Funktionen würde hunderte von
Seiten in Anspruch nehmen. Daher finden Sie auf der beiliegenden
CD das BIOS-Lexikon von Hans-Peter Schulz. Das Lexikon ist im
HTML-Format erstellt, sodass Sie es mit jedem Browser öffnen
können. Ein Index und viele Querverweise erläutern Ihnen nahezu
jeden Fachbegriff aus den BIOS-Einstellungen sowie die dort
vorkommenden Einstellungen.
PC-Start mit Hardware-Check
Quick Power
On Self Test
Indem Sie die Option „Quick Power On Self Test“ deaktivieren,
beschleunigen Sie den Start Ihres Rechners beim ersten Einschalten
und nach einem Reset. Grundsätzlich testet das BIOS beim Start
nämlich ausführlich die Hauptplatine und die im PC installierten
Komponenten.
Dieser Test, auch POST (Power On Self Test) genannt, dauert 10 bis
30 Sekunden. Bei Problemen sollten Sie also diese Option
aktivieren, um Informationen über möglicherweise fehlerhafte
Komponenten zu erhalten.
BIOS-Einstellung
Menü
Einstellung
AMI
Quick Boot
Advanced CMOS
Enabled
Award
Quick Power On Self Test
Bios Features Setup
Enabled
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Windows Notfall-Guide
Festplatten-Check mit S.M.A.R.T.
S.M.A.R.T.=
Self Monitoring
Analysis and
Reporting Technology
Zur Festplattendiagnose und -überwachung kommt S.M.A.R.T. (Self
Monitoring Analysis and Reporting Technology) zum Einsatz. Je
Festplatte werden bis zu 30 funktionsrelevante Attribute, der allgemeine Funktionsstatus sowie die Festplattentemperatur verarbeitet.
Dadurch lassen sich bis zu 70 % aller plötzlichen Festplattenausfälle
vorhersagen: Potenzielle Fehlfunktionen oder Normabweichungen
werden Ihnen durch verschiedene Benachrichtigungsmethoden wie
E-Mails, Netzwerknachrichten oder Ausführung benutzerdefinierter
Dateien gemeldet. Die S.M.A.R.T.-Überwachung schalten Sie ebenfalls im BIOS-Setup ein. Sie ist standardmäßig nicht aktiviert, um
Kompatibilitätsprobleme zu alten Festplatten zu vermeiden.
Aktivierung im
BIOS-Setup
In den „Advanced BIOS Features“ sollte der Eintrag „HDD
S.M.A.R.T. Capability“ auf „Enabled“ stehen.
Haben Sie das System mit einer zu gewagten Einstellung lahm gelegt, so starten Sie das BIOS-Setup erneut und suchen den Menüpunkt „Load Setup Defaults“ oder „Load Fail Save Defaults“. Laden Sie diese Einstellungen und sichern Sie die Werte mit F10 .Damit
läuft Ihr PC mit Sicherheit wieder.
Wie Sie Windows erfolgreich mit der
Wiederherstellungskonsole reparieren
Einsatz der Wiederherstellungskonsole
In Windows XP hilft Ihnen die Wiederherstellungskonsole bei der Reparatur von beschädigten Windows-Installationen. Ähnlich der DOSBox handelt es sich dabei um einen Befehlszeileninterpreter im Textmodus, mit dem Sie direkt auf die Laufwerke Ihres PCs zugreifen
können. Somit lassen sich im Notfall Grafiktreiber löschen, Dateien
von Festplatte oder Diskette kopieren oder die Festplatte mit Tools
wie „CHKDSK“ überprüfen. Anhand der folgenden Checkliste erkennen Sie, welche Probleme Sie mit der Wiederherstellungskonsole
lösen können und wann deren Einsatz sinnvoll erscheint.
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Windows Notfall-Guide
Aufgetretener
Fehler
Masterbootrecord MBR
beschädigt oder
überschrieben
Neue BOOT.INI
anlegen
Startsektor von Windows
2000/XP beschädigt
Startdateien
ersetzen
Fehler der Festplatte
oder des Dateisystems
verhindern den Start
Der Zugriff auf eine
Datei wird durch falsch
gesetzte Attribute
verhindert.
Ein falscher Treiber
oder ein Dienst verhindert den Startvorgang.
Nach der Installation
oder dem Austausch von
Festplatten stimmen die
Einträge in der Boot.ini
nicht mehr.
Bootvorgang wird wegen
eines fehlerhaften Eintrags oder einer beschädigten Registrierung abgebrochen.
Das Booten scheitert
aufgrund einer zerstörten Datei oder der
falschen Version eines
Treibers
Ein Treiber muss wegen
eines Fehlers aus einer
CAB-Datei extrahiert
werden.
Lösung mit der Wiederherstellungskonsole
Der Befehl „FIXMBR“ stellt den Masterbootrecord wieder her.
Lässt sich Windows nicht starten, obwohl Sie den Bootsektor repariert
haben, fehlt möglicherweise eine wichtige Startdatei. Windows
benötigt prinzipiell drei Dateien zum Starten: „NTLDR.EXE“,
„NTDETECT.COM“ und „BOOT.INI“. Der Loader (NTLDR) fragt die
Datei „BOOT.INI“ ab, in der die vorhandenen Windows-Partitionen
eingetragen sind. Ist die „BOOT.INI“ beschädigt oder versehentlich
gelöscht worden, können dem Loader folglich die nötigen Angaben
nicht übermittelt werden. Geben Sie in der WiederherstellungsKonsole „bootcfg /rebuild“ ein. Damit erstellen Sie die „BOOT.INI“ neu.
Der Befehl „FIXBOOT“ schreibt gezielt einen neuen Startsektor auf
eine Festplatte.
Fehlen die Startdateien „NTLDR.EXE“ und „NTDETECT.COM“ oder
sind sie beschädigt, erhalten Sie eine Meldung wie „NTLDR konnte
nicht geladen werden“. Installieren Sie die fehlenden Dateien von der
Windows-CD nach. In der Wiederherstellungs-Konsole geben Sie
dazu ein: „copy D:\i386\ntldr c:\”, wobei „D:” für das CD-ROMLaufwerk steht.
An der Wiederherstellungskonsole können Sie mit dem Befehl
„CHKDSK“ Fehler auf der Festplatte beseitigen.
Mit „ATTRIB“ können Sie die Dateiattribute ändern.
Mit „LISTSVC“ lassen Sie sich den Status aller installierten Dienste
und Treiber anzeigen. Dann können Sie den Start gezielt mit
„DISABLE“ verhindern.
Mit „MAP“ können Sie sich die Zuordnung von den logischen
Laufwerksbuchstaben und Partitionen zu physischen Platten anzeigen
lassen. Bei Bedarf gibt „MAP ARC“ statt der Windows- die ARC-Pfade
aus.
Nachdem der „Abgesicherte Modus“ oder das Booten der letzten
funktionierenden Konfiguration nicht funktioniert haben, können Sie
durch Umbenennen, Löschen oder Kopieren die Registrierung mit
einer vorher gesicherten Version der Registrierung ersetzen.
Mit den Befehlen „REN“ (Umbenennen), „DEL“ (Löschen) und „COPY“
können Sie die betroffenen Dateien ersetzen oder vorgenommene
Veränderungen wieder zurücknehmen.
Für diese Aufgabe steht der Befehl „EXPAND“ an der
Wiederherstellungskonsole bereit. Damit können Sie einzelne Dateien
aus CAB-Archiven extrahieren.
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Windows Notfall-Guide
Da die Installation der Wiederherstellungskonsole oder Recovery
Console weniger als 7 MB auf der Festplatte beansprucht, sollten Sie
diese als Präventiv-Maßnahme bereits vor einem Crash installieren.
Installation der Windows XPWiederherstellungskonsole
Profis installieren die Konsole
vorbeugend
auf der
Festplatte
Die Wiederherstellungskonsole lässt sich nicht nur über die Windows
XP-CD-ROM oder über die Setup-Startdisketten aktivieren, sondern
auch auf der Festplatte installieren. Sofern der Master Boot Record
nicht beschädigt ist, kann die Wiederherstellungskonsole damit leicht
über das Boot-Menü aktiviert werden.
So installieren Sie die Wiederherstellungskonsole:
1. Legen Sie die Windows XP-CD ein und klicken Sie auf „Start“
und „Ausführen“.
Wiederherstellungskonsole
installieren
2. Geben Sie im Feld „Öffnen“ folgende Befehlszeile ein:
„D:\i386\winnt32.exe /cmdcons“ („D:“ steht dabei für die CDROM-Laufwerksbezeichnung)
3. Klicken Sie „OK“ und bestätigen Sie die Frage „Möchten Sie die
Wiederherstellungskonsole installieren?“ mit „Ja“. Danach
erscheint eine Meldung, dass die Wiederherstellungskonsole
erfolgreich installiert wurde.
4. Bestätigen Sie diese Meldung mit „OK“ und starten Sie Ihren
Computer neu. Im Bootmenü (drücken Sie F8 beim Start von
Windows) steht jetzt die Wiederherstellungskonsole in der Liste
der Betriebssysteme zur Auswahl.
Windows XP-Reparatur mit der Original
Windows-CD
CD einlegen,
dann neu
starten
Hat die Reparatur im laufenden Betrieb nicht zum Erfolg geführt,
starten Sie den PC neu mit eingelegter Windows XP-CD.
Gehen Sie anschließend folgendermaßen vor:
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Windows Notfall-Guide
Bootreihenfolge
richtig einstellen
1. Sobald die Meldung „Drücken Sie eine beliebige Taste, um von
CD zu starten“ eingeblendet wird, drücken Sie eine Taste.
Dadurch bootet der Computer von der Windows XP-CD. Sollte
der PC nicht von der CD booten, schalten Sie ihren Rechner aus
und wieder ein und betätigen Sie die Taste Entf , um in die BIOSEinstellungen zu gelangen. Suchen Sie nun im Bereich „BIOS
Features Setup“ nach der Einstellung für die Boot-Reihenfolge.
Stellen Sie unter dem Eintrag „Boot Sequence“ oder ähnlich das
„CD-ROM“-Laufwerk an die erste Stelle („1st Boot-Device“).
2. Die folgende Meldung erscheint auf der Willkommensseite:
Drücken Sie hier die
-Taste, um Windows XP zu installieren.
3. XP prüft die Festplatte auf bereits vorhandene Installationen und
bietet an, diese zu reparieren.
Stellen Sie sicher, dass die aktuelle Installation von Windows XP ausgewählt
ist, und drücken Sie R , um Windows XP zu reparieren.
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Windows Notfall-Guide
4. Gehen Sie nach den Anweisungen am Bildschirm vor, um
Windows XP zu reparieren. Nach der Reparatur von Windows XP
ist eventuell ein erneutes Aktivieren Ihrer Windows XP-Version
erforderlich.
Treiberfehler eliminieren mit dem
Treiberüberprüfungs-Manager
Nur in Windows
XP
Wollen Sie sich vergewissern, dass alle Treiber korrekt installiert
sind? Dann verwenden Sie den Treiberüberprüfungs-Manager von
Windows 2000/XP. Und so gehen Sie vor:
1. Über „Start“ und „Ausführen“ geben Sie in der Befehlszeile
„verifier“ ein und drücken
.
2. Wählen Sie im Treiberüberprüfungs-Manager die Treiber, die Sie
testen wollen. Dabei steht ein Assistent zur Verfügung, der Ihnen
entsprechende Auswahloptionen anbietet.
Markieren Sie hier
die Treiber, die geprüft werden sollen. Es empfiehlt
sich, zuerst die
nicht signierten
Treiber zu testen.
Achtung: Das System führt anschließend einen Neustart aus. Erst danach beginnt die
eigentliche Treiberüberprüfung.
Ein Assistent unterstützt Sie bei der Treiberüberprüfung
3. Nach einem Neustart zeigt Ihnen das Tool unter „Temporäre
Einstellungen“, welche Treiber (nicht) geladen wurden. Nicht
aktivierte Treiber sollten Sie entfernen – über die De-Installationsroutine des Treibers oder über „Systemsteuerung“,
„Software“, „Programme ändern oder entfernen“.
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Gerät löschen
bzw. deaktivieren
4. Funktioniert das nicht, weil der Treiber in den DeinstallationsDialogen nicht auftaucht, dann löschen Sie das Gerät im GeräteManager unter „Systemsteuerung“, „System“, „Hardware“ bzw.
deaktivieren es dort.
Dr. Watson: Ihr Detektiv für die WindowsFehlerdiagnose
Hilfe bietet das
kostenlose Diagnoseprogramm
Der Snapshotein Abbild Ihres
Systems
Unterstützung bei der Fehlerdiagnose gewährt Ihnen Dr. Watson, ein
Diagnoseprogramm, das Informationen über Ihren Computer sammelt, wenn bei einem Programm ein Problem auftritt.
Die von „Dr. Watson“ gesammelten Informationen werden als
„Snapshot“ bezeichnet. Dieser bietet folgende Informationen:
•
•
•
Die Funktionsweise von Dr.
Watson…
Er identifiziert das Programm, bei dem das Problem auftritt.
Er liefert eine detaillierte Beschreibung der Ursache.
Er kann sogar einen Vorschlag zur Behebung des Problems
machen.
Der Assistent braucht klare Anweisungen, damit er die Aufgaben zu
Ihrer Zufriedenheit erfüllen kann. Die Diagnose selbst besteht aus
einem klassischen „Vorher/nachher“-Vergleich, wobei die Daten
einer funktionierenden Systemumgebung mit dem Snapshot nach
einem Systemfehler verglichen werden.
Wenn Sie Dr. Watson für die Fehlerdiagnose einsetzen wollen, sind
folgende Arbeitsschritte erforderlich:
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Windows Notfall-Guide
Aufgabe
1 Aktivieren Sie das Diagnoseprogramm Dr. Watson.
2 Fertigen Sie eine Momentaufnahme (Snapshot) des
Systems an, wenn noch kein
Fehler aufgetreten ist.
3 Prüfen Sie den Snapshot
und analysieren Sie die
Protokolldatei.
4 Werten Sie das Dr. WatsonProtokoll aus bzw. vergleichen Sie die beiden Protokolldateien.
Vorgehensweise
Über „Start“, „Programme“, „Zubehör“ und
„Systemprogramme“. Starten Sie die „Systeminformationen“ und gehen Sie im Menü „Extras“ auf „Dr. Watson“.
Klicken Sie auf das „Dr. Watson“-Symbol in
der Taskleiste und wählen Sie im Kontextmenü die Option „Dr. Watson“.
In der Regel legt der aktivierte Dr. Watson
automatisch einen Snapshot bei einem Fehler
an. Wenn nicht, klicken Sie auf das „Dr.
Watson“-Symbol in der Taskleiste und wählen
im Kontextmenü die Option „Dr. Watson“.
Nach einem Fehler prüfen Sie in Dr. Watson
die Protokolle über das Menü „Datei“ und den
Befehl „Protokolldatei öffnen“.
Fällt Ihnen hier nichts Ungewöhnliches auf,
vergleichen Sie dieses Protokoll mit dem
Protokoll aus Schritt 2.
Aktivieren Sie Dr. Watson
Dr.-WatsonProgrammstart
Das Diagnoseprogramm Dr. Watson können Sie bei Bedarf jederzeit
aktivieren. Den Programmaufruf finden Sie je nach Windows-Version
in unterschiedlichen Menüs.
Version Programmstart
Windows Über „Start“, „Programme“, „Zubehör“ und „Systemprogramme“
98/Me
starten Sie die „Systeminformationen“ und gehen im Menü „Extras“
auf „Dr. Watson“.
Windows Über „Start” und „Ausführen” geben Sie „DRWTSN32“ ein.
2000
Windows Über „Start“, „Alle Programme“, „Zubehör“ und „Systemprogramme“
XP
starten Sie die „Systeminformationen“ und gehen im Menü „Extras“
auf „Dr Watson“.
Mit der Ereignisanzeige die Ursache für das
Windows-Problem finden
Die Ereignisanzeige – das
Logbuch unter
Windows XP
Will Windows nicht ordnungemäß starten, sollten Sie im abgesicherten Modus einmal die Ereignisanzeige überprüfen. Das Betriebssystem führt genau Protokoll über alle Meldungen. Die Ereignisanzeige
unter Windows XP ist sozusagen der „Protokollführer“ des Systems.
Hier werden alle Aktionen aufgezeichnet und mit einer „Ereignis-ID“
versehen.
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Windows Notfall-Guide
Über „Start“, „Einstellungen“ und „Systemsteuerung“ öffnen Sie die „Verwaltung“ und dort
die „Ereignisanzeige“.
Systemfehler werden
nach Datum und Uhrzeit des Auftretens
aufgelistet.
Die Ereignisanzeige hilft bei der Fehlersuche auch im abgesicherten Modus
3 Kategorien in
der Ereignisanzeige
Mit den Protokollen der Ereignisanzeige erhalten Sie zusätzliche
Informationen, die für das Ermitteln und für Diagnosen der Ursache
der Startprobleme hilfreich sind.
In der Ereignisanzeige finden Sie drei Kategorien: Anwendung,
Sicherheit und System.
Probleme von Windows sind vielschichtig und komplex. Ein
Hausmittel dagegen gibt es leider nicht. Hier ist vielmehr Analyse
und Testen angesagt. Die dazu notwendigen Schritte und
Ausführungen zeigt Ihnen dieser Notfall-Guide:
Kategorie
Anwendung
Sicherheit
System
Beschreibung
Das Anwendungsprotokoll enthält Ereignisse, die von Anwendungen oder Programmen aufgezeichnet wurden. Beispielsweise könnte von einem Datenbankprogramm ein Dateifehler im Anwendungsprotokoll aufgezeichnet werden. Der
Entwickler entscheidet, welche Ereignisse aufgezeichnet werden.
Das Sicherheitsprotokoll enthält Sicherheitsereignisse wie gültige und ungültige
Anmeldeversuche und Ereignisse zur Ressourcennutzung wie beispielsweise das
Erstellen, Öffnen oder Löschen von Dateien.
Der Administrator kann festlegen, welche Ereignisse im Sicherheitsprotokoll
aufgezeichnet werden. Wenn Sie z. B. die Anmeldeüberwachung aktiviert haben,
werden alle Anmeldeversuche am System im Sicherheitsprotokoll aufgezeichnet.
Das Systemprotokoll enthält alle Ereignisse, die von den Windows-Systemkomponenten aufgezeichnet wurden. So wird beispielsweise im Systemprotokoll
aufgezeichnet, wenn das Laden eines Gerätetreibers oder einer anderen Systemkomponente während des Starts fehlschlägt. Alle Ereignisse, die hier auftreten
können, sind vordefiniert. Sehen Sie hier zuerst nach, wenn Windows nicht mehr
ordnungsgemäß startet.
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