10 goldene Tipps für Ihre Gartengestaltung - Götterfunken

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10 goldene Tipps für Ihre Gartengestaltung - Götterfunken
10 goldene Tipps für
Ihre Gartengestaltung
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10 goldene Tipps für Ihre
Gartengestaltung
Wie soll mein Garten aussehen? Das ist anfangs meist die schwierigste
Frage, wenn es um Neu- oder Umgestaltung geht. Der Vorplanung fällt die
wichtigste Bedeutung zu. Es gilt herauszufinden, wie einzelne Bereiche
zusammenwirken können, wie Pflanzen ideal positioniert werden und
natürlich zu allererst, was genau man eigentlich haben möchte.
Wir möchten Ihnen 10 goldene Regeln der Gartengestaltung, nach der auch
echte Gestaltungsprofis arbeiten nicht vorenthalten.
Welcher Gartentyp sind Sie?
Zunächst einmal sollten Sie sich Gedanken machen, welcher Gartentyp Sie
sind. Haben Sie viel Zeit, sich um Ihren Garten zu kümmern? Wollen Sie sich
überhaupt umfangreich um Ihren Garten kümmern und viel Zeit in ihm
verbringen, auch mit aktiver Arbeit?
Wollen Sie klare Strukturen oder sind kunterbunte Beete mit vielen
verschiedenen Pflanzen vielleicht eher Ihre Vorstellung eines schönen
Gartens? Haben Sie Kinder, die im Garten spielen sollen?
Das alles sollte Einfluss auf Ihre Gartenplanung nehmen.
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Diese Dinge sollten Sie sich vorab überlegen, damit Sie sich von Ihrem
lokalen Gärtner bestens beraten lassen können:
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So viel Zeit kann ich in der Woche für Gartenpflege aufwenden
Welcher Gartenstil passt zu mir und meiner Umgebung
o Geometrisch, mit klaren Strukturen
o Bauerngarten / Cottage garden
o Japanischer Stil
o Mediterran
o Nachhaltiger Garten
o Familiengarten
So viel Budget habe ich zur Verfügung
Das möchte ich auf jeden Fall
o Bestimmter Baum
o Wasserspiel
o Spielplatz
o Etc.
Das möchte ich auf keinen Fall
o Teich
o Kiesflächen
o O. Ä.
Kann ich alles in Eigenleistung erbringen?
Nutzen Sie z. B. die Google Bildersuche um Ideen zu sammeln, die
es Ihrem Gärtner leichter macht Ihre Vorstellung zu verstehen
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Gartengestaltung fängt von innen an
Ein guter Garten bietet seinem Betrachter zu jeder Jahreszeit ein schönes
Bild, so die Vorstellung. Natürlich gilt dies nicht nur für die Sommermonate
oder zu den Zeiten, in denen Sie sich im Garten aufhalten, sondern
insbesondere auch dann, wenn Sie sich im Haus aufhalten.
Wo befindet sich Ihr Esszimmertisch, wo die Küche, wo die Couch? Von
diesen Fixpunkten, zu denen auch der morgendliche Blick aus dem Bett
zählen kann, gibt es bestimmte Sichtachsen in den Garten hinein. Wäre es
dann nicht schön, wenn Sie von diesen Sichtachsen aus auf Ihre ganz
persönlichen Gartenhighlights blicken könnten? Warum nicht
Solitärgehölze, Beleuchtung oder Wasserspiele in diesen Sichtachsen
platzieren?
Achten Sie auch auf die saisonale Platzierung der Pflanzen. Krokusse oder
die winterblühende Zaubernuss (Hamamelis) sollten möglichst nah am
Haus platziert werden, da Sie im Frühjahr oder Winter wohl eher hinter
dem Fenster sind als davor. Warum also solche Pflanzen in den letzten
Winkeln des Gartens verstecken, wo sie zu diesen Zeiten wohl niemand
sieht.
Unser Tipp:
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Nutzen Sie Ihren Grundrissplan.
Markieren Sie die Stellen im Haus, an denen Sie sich meistens
aufhalten.
Zeichnen Sie von diesen Plätzen ausgehend Sichtachsen in den
Garten.
Zeichnen Sie die Sichtachsen fächerförmig, also mit zunehmender
Länge breiter
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Überlegen Sie, welche Pflanzen wann zum Highlight werden. Wann
ist die Blütezeit oder Herbstfärbung am schönsten?
Platzieren Sie dann die Saisonhighlights Ihres Gartens in den
Sichtachsen
Übrigens: Lagerflächen, Komposthaufen und Co. können Sie natürlich auch
geschickt außerhalb der Sichtflächen platzieren, wenn Sie sie nicht sofort
„präsentieren“ wollen.
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Von global zu lokal
Wenn Sie die vorangegangen Fragen für sich beantwortet haben, besitzen
Sie nun eine Liste mit Wünschen, die in Ihren Garten eingeplant sein sollen.
Sie wissen nun auch wo die Sichtachsen Ihres Hausblickes verlaufen. Soweit
so gut. Aber nun einen detaillierten Pflanzplan zu erstellen fällt den meisten
sehr schwer. Verständlich. Man kann nun noch einen Zwischenschritt
einlegen.
Nehmen Sie doch einfach Ihren Gartengrundriss und zeichnen Sie, ganz
grob, die zu planenden Flächen mit Bezeichnung ein. So wird erst einmal
die Flächeneinteilung des Gartens deutlich.
Standortaufteilung:
1.
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6.
7.
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9.
Terrasse
Sichtschutzgehölze
Schaukel, Rutsche, Sandkasten
Sichtschutz / Bambus
Staudenbeet
Wechselbepflanzung
Sichtschutzgehölze
Gartenhütte
Rasen
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Standortbedingungen
Haben Sie die Flächeneinteilung abgeschlossen, können Sie damit beginnen
die Standortbedingungen dieser Flächen zu kategorisieren. Folgende Dinge
müssen Sie dabei unbedingt beurteilen:
Wenn Sie den einzelnen Flächen die Besonderheiten zuordnen, erhalten Sie
Stück für Stück ein Anforderungsprofil für die Pflanzen. Ihr Gärtner hilft
Ihnen ganz sicher bei der Auswahl der geeignetsten Pflanzen.
1. Lichtverhältnisse
a. Ganztägig Sonne oder Schatten?
b. Unter Bäumen?
c. Schattenwurf ab einer bestimmten Tageszeit?
2. Bodenverhältnisse
a. „normaler“ Gartenboden
b. Sandiger Boden
c. Lehmiger Boden
d. Steiniger Boden oder Fels
3. Topografie
a. Senken, die Pfützenbildung begünstigen (Staunässe)
b. Hanglagen
4. Nachbarschaft
a. Was steht in Nachbars Garten?
b. Tierhaltung auf Nachbargrundstück?
5. Mikroklima
a. Besonders windige Ecklagen
b. Hitzestau im Sommer möglich?
c. Frostmilderung im Winter?
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Exakte Grundrissplanung
Nun dürfen Sie penibel werden: Erstellen Sie eine maßstabsgetreue Skizze
Ihres Gartens und beginnen Sie, die Flächen gemäß der späteren Größe
aufzuteilen. Der Grundrissplan sollte die korrekte Größe und den Standort
aller Elemente Ihrer Gartengestaltung enthalten. Er zeigt Bodenbeläge,
Pflanzbereich, Einfassungen, sowie einzelne Bestandteile wie Bäume,
Solitärsträucher, Stufen, etc.
Berücksichtigen Sie bei der Planung unbedingt das Wachstum der Pflanzen.
Bäume die heute einen Kronendurchmesser von, zum Beispiel, nur 50 cm
haben, können nach Jahren zu stattlichen Riesen werden.
Tipp: Bedenken Sie, dass Sie vielleicht in einigen Bereichen Ihres Gartens
Strom, Licht oder Wasser benötigen. Zeichnen Sie die Zuleitung unbedingt
in den Plan ein und vermerken Sie die genauen Positionen und Tiefen der
Leitungen, um sie später jederzeit wiederzufinden
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Pflanzplan
Sind die Pflanzflächen im Grundrissplan definiert, können Sie sich nun
endlich an die Detailplanung machen. Sie kennen die Größe der Beete
ebenso wie deren Standortbesonderheiten. Auf dieser Grundlage ermitteln
Sie auch die Anzahl der benötigten Pflanzen. Sie legen in diesem Plan
zeichnerisch die Position von dominanten Solitärgehölzen und
untergeordneten Pflanzengruppen fest. Die Standorte müssen exakt durch
Symbole markiert werden.
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Raum und Form
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Runde Formen
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Mischformen
Bei der Entscheidung zwischen Quadraten, Rechtecken oder Kreisen als
Grundform der Gestaltung darf man die umliegenden Gebäude und
Grenzen – ihre Form und Lage – nicht unbeachtet lassen. Führen Sie die
Logik bestehender Strukturen von Haus und Umgebung fort,
berücksichtigen Sie, wie und von wo der Garten betrachtet und genutzt
werden soll.
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Rechteckige Formen
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Raumwahrnehmung
Durch eine dichte, hohe Pflanzung, die sich über die gesamte Gartenbreite
zieht und einen schönen Aufenthaltsort umschließt, entsteht eine Art
Kokon im Garten. Grüne Wände links und rechts begrenzen den Garten und
geben ihm eine neue vertikale Dimension. Lockere Pflanzungen vermitteln
dagegen Weite. Dschungelartige Pflanzungen auf kleinen Flächen
überspielen die engen Grenzen und lassen den Garten größer erscheinen.
Sichtbare Grenzen lassen Ihren Garten optisch schrumpfen, wohingegen ein
scheinbar nahtloser Übergang in die Umgebung den Garten größer
erscheinen lässt.
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Farben
Farben sind wohl eines der wichtigsten Stilmittel bei der Gartengestaltung.
Sie beeinflussen das Gefühl, welches wir im Garten wahrnehmen, sehr
entscheidend. Sie können sowohl beruhigend, belebend, beschaulich oder
lebendig wirken. Die Herausforderung ist, die ideale Kombination
verschiedener Pflanzenfarben zu jeder Jahreszeit im Garten abzustimmen.
Eine sehr gute Möglichkeit bietet der Farbkreis, mit dessen Hilfe sich
Farbkombinationen vorab herstellen und prüfen lassen. Folgendes sollten
Sie beachten:
1. Es gibt Primär- Sekundär- und Tertiärfarben
a. Primärfarben sind rot blau und gelb. Von ihnen leiten sich
alle andere Farben ab. Diese drei Grundfarben lassen sich
nicht durch Mischen anderer Farben erzeugen.
b. Sekundärfarben: Zwei benachbarte Primärfarben ergeben
miteinander vermischt eine der Sekundärfarben Grün,
Orange und Violett.
c. Tertiärfarben entstehen, wenn man benachbarte Primärund Sekundärfarben in verschiedenen Mengenanteilen
mischt.
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2. Farbverwendungen:
a. Gegenfarben oder Komplementärfarben:
i. Sie stehen sich im Farbkreis direkt gegenüber, wie
z. B. Rot und Grün, und unterstreichen ihre
Wirkung gegenseitig.
1. Bewirkt Spannung und ermüdet das Auge
schnell. Daher nur sparsam an besonderen
Orten einsetzen.
b. Verwandte Farben:
i. Farbkombinationen, die im Farbkreis
nebeneinander angeordnet sind. Sie werden als
wesentlich angenehmer empfunden, da sie
stufenlos ineinander übergehen.
c. Dreiklang:
i. Farben, die im Farbkreis in gleichem Abstand
zueinander liegen, z. B. Grün, Orange und Violett,
bilden ein lebendiges Farbbild.
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Wege
Ein Gartenweg sollte mehr können, als zwei Bereiche miteinander zu
verbinden. Wege leiten durch das Grün, laden zu Erkundungen ein, locken
zu Aussichtspunkten, machen Flächen zugänglich und umschließen Areale
wie eine Grenze. Somit kommen ihnen zwei Aufgaben zu, praktische und
ästhetische.
Hauptwege:
Die Hauptadern des Gartens verbinden die Gartenteile miteinander und
legen auf diese Weise eine grundlegende Struktur des Gartens fest, an die
der Betrachter Erwartungen knüpft. Ein präzise mittig platzierter Weg gibt
z. B. den Hinweis auf eine geometrische Anlage, während der gewundene
Pfad mit einer naturnahen Bepflanzung assoziiert wird. Ein breiter Weg lädt
den Betrachter ein – ein schmaler, sich schlängelnder, von hohen
Gewächsen gesäumter Pfad hingegen spielt mit der Erwartung eines
Geheimnisses.
Das Wegende wird immer durch eine ästhetische Überraschung formuliert,
z. B. durch eine Bank, eine Statue oder ein Gefäß.
Nebenwege:
Hauptwege prägen den Grundriss und ordnen sich dem Stil des Gartens
unter, während Nebenpfade das Konzept der Anlage gestalterisch und
funktional unterstützen. Sie werden aus praktischen Gründen angelegt, z.B.
als Zugang zu einem Sitzbereich, oder dienen dekorativen Zwecken, wenn
sie Teil eines Gestaltungskonzeptes sind. Nebenwege verlaufen auch direkt
durch große Rabatten, damit der Nutzer die Farben und Düfte der Pflanzen
genießen kann. Dieser Wegetypus wird in der Regel nur geringfügig belastet
und deswegen weniger robust gebaut.
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Zentrale Wege:
Eine geometrische Anlage wird durch ein symmetrisch verlaufendes
Wegeraster geordnet
Gewundene Wege
Diagonale Wege:
Über einen diagonal verlaufenden Weg erblickt man einen Garten entlang
seiner längsten Strecke. Somit bietet der diagonale Weg auf kleinen Flächen
die Illusion von Großzügigkeit und Tiefe.
Rundwege:
Gewundene Wege wirken geheimnisvoll und schaffen Dynamik bei der
Raumaufteilung.
Der Rundweg nimmt den Gast mit auf eine Reise durch den Garten. Er kann
so angelegt werden, dass er, je nach Gehrichtung, unterschiedliche
Ansichten wichtiger Gartenelemente bietet.
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Wir hoffen,
dass Ihnen unser kleiner Exkurs gefallen hat und Sie einige neue Gedanken,
Ideen und Anregungen für Ihren Garten gewinnen konnten.
Vergessen Sie nicht, dass nach getaner Arbeit auch einmal ein bisschen
Müßiggang im Garten erlaubt ist.
Ihre Götterfunken
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