- Bruckner Orchester Linz

Transcription

- Bruckner Orchester Linz
SPIELZEIT 2013/2014
VORWORT
1
SPIELZEIT
2013/2014
THEATERWELTEN
2
OPER / OPERETTE
11
MUSICAL
25
BALLETT
31
SCHAUSPIEL
35
u\hof: THEATER
FÜR JUNGES PUBLIKUM
48
ENSEMBLE
56
OPER / OPERETTE
MUSICAL
BALLETT
HEXENJAGD
MAX'N MORIZZ FEAT. TEXTA
Ein RitzeRatze-BilderBuch-MusikTheater-Abend
mit der HipHop-Band TEXTA
frei nach Wilhelm Busch
Herbst 2013, BlackBox
Musiktheater Volksgarten
PREMIEREN
WIEDER AUFNAHMEN
PREMIEREN
PREMIEREN
Schauspiel von Arthur Miller
19. Oktober 2013, Kammerspiele Promenade
DIE ZAUBERFLÖTE
SPUREN DER VERIRRTEN
SO SPÄT DURCH NACHT UND WIND
Oper von Philip Glass
November 2013, Großer Saal
Musiktheater Volksgarten
THE WIZ (DSE)
DER ZAUBERER VON OZ
SCHWANENGESANG
Oper von Wolfgang Amadeus Mozart
14. September 2013, Großer Saal
Musiktheater Volksgarten
Ein Balladenabend von Verena Koch
3. November 2013, BlackBox Lounge
Musiktheater Volksgarten
CAGE STAGE
DER ROSENKAVALIER
Tanztheater von Mei Hong Lin
Musik von Michael Erhard
12. Oktober 2013, Großer Saal
Musiktheater Volksgarten
Ein Musiktheater von und nach John Cage
20. September 2013, BlackBox
Musiktheater Volksgarten
In Kooperation mit dem Brucknerfest
Komödie für Musik von Richard Strauss
Jänner 2014, Großer Saal
Musiktheater Volksgarten
CARMINA BURANA
Kinderstück von Paul Maar
Für alle ab 6 Jahren
17. November 2013, Kammerspiele Promenade
DIDO UND AENEAS
MUSIKTHEATER FÜR
JUNGES PUBLIKUM
Oper von Henry Purcell
25. Oktober 2013, BlackBox
Musiktheater Volksgarten
DER RING DES NIBELUNGEN
VORABEND DAS RHEINGOLD
Ein Bühnenfestspiel für drei Tage
und einen Vorabend
Musik und Dichtung von Richard Wagner
26. Oktober 2013, Großer Saal
Musiktheater Volksgarten
PREMIEREN
RAUS AUS DEM HAUS (UA)
Kinderoper von David Wagner
30. November 2013, FoyerBühne
Musiktheater Volksgarten
Auftragswerk des Landestheaters Linz
TOPOLINA AM SPIELPLATZ
Operette von Johann Strauß
14. Dezember 2013, Großer Saal
Musiktheater Volksgarten
Musikpädagogisches Zuhör- und MitmachMusiktheater für Kinder im Kindergartenalter
von Albert Landertinger
6. April 2014, FoyerBühne
Musiktheater Volksgarten
FADINGER (UA)
DIE ARABISCHE PRINZESSIN (ÖE)
Oper von Ernst Ludwig Leitner
8. Februar 2014, Großer Saal
Musiktheater Volksgarten
Auftragswerk des Landestheaters Linz
Märchenoper von Juan Crisóstomo de Arriaga
2. Mai 2014, BlackBox
Musiktheater Volksgarten
DIE FLEDERMAUS
DER RING DES NIBELUNGEN
ERSTER TAG DIE WALKÜRE
Ein Bühnenfestspiel für drei Tage
und einen Vorabend
Musik und Dichtung von Richard Wagner
22. März 2014, Großer Saal
Musiktheater Volksgarten
WIEDER AUFNAHMEN
TOPOLINA NERVT
Musikpädagogisches Zuhör- und MitmachMusiktheater für Kinder im Kindergartenalter
von Albert Landertinger
3. November 2013 FoyerBühne
Musiktheater Volksgarten
CARMEN
LYNX, DER LUCHS
Oper von Georges Bizet
24. Mai 2014, Großer Saal
Musiktheater Volksgarten
Oper für alle ab 5 Jahren
von Helmut Schmidinger
Frühjahr 2014, FoyerBühne
Musiktheater Volksgarten
Musical von Charlie Smalls
und William F. Brown
28. September 2013, Großer Saal
Musiktheater Volksgarten
BABYTALK
Musical von Thomas Zaufke
und Peter Lund
16. November 2013, BlackBox
Musiktheater Volksgarten
NEXT TO NORMAL (ÖE)
Musical von Tom Kitt und Brian Yorkey
18. Jänner 2014, Schauspielhaus Promenade
SHOW BOAT
Musical Play von Jerome Kern
und Oscar Hammerstein II
12. April 2014, Großer Saal
Musiktheater Volksgarten
WIEDER AUFNAHMEN
DIE HEXEN VON EASTWICK
Musical von John Dempsey und Dana P. Rowe
nach dem Roman von John Updike und dem
Warner Bros. Film
November 2013, Großer Saal
Musiktheater Volksgarten
Tanztheater von Mei Hong Lin
Musik von Carl Orff
1. März 2014, Großer Saal
Musiktheater Volksgarten
BLIND DATE
Tanzstück von Mei Hong Lin
Musik von Astor Piazzolla, James Brown,
den Rolling Stones und anderen
31. Mai 2014, BlackBox
Musiktheater Volksgarten
WIEDER AUFNAHMEN
L I N I E N
KOMÖDIE IM DUNKELN
Komödie von Peter Shaffer
7. Dezember 2013, Kammerspiele Promenade
OTHELLO
Tragödie von William Shakespeare
25. Jänner 2014, Kammerspiele Promenade
DER BALKANSPION
Eine Farce mit Musik von Dušan Kovačević
31. Jänner 2014, BlackBox
Musiktheater Volksgarten
u\hof:
THEATER FÜR
JUNGES PUBLIKUM
PREMIEREN
SCHNEESCHUHHASEN
IM GLAS (ÖE)
GRAM (DE)
Schauspiel von Mike Leigh
15. Februar 2014, Kammerspiele Promenade
SCHLIMMES ENDE (ÖE)
PETER UND DER WOLF
MAGIC AFTERNOON
Ballett für Kinder von Darrel Toulon
Musik von Sergej Prokofjew
22. Dezember 2013, Kammerspiele Promenade
Schauspiel von Wolfgang Bauer
15. März 2014, BackStage
Schauspielhaus Promenade
Ein LIVEHörspielerlebnis von Philip Ardagh
Für alle ab 10 Jahren
11. Oktober 2013, u\hof: OÖ Kulturquartier
Ballett von Jochen Ulrich
Musik von Sergej Prokofjew
12. November 2013, Großer Saal
Musiktheater Volksgarten
HONK!
DIE KAMELIENDAME (UA)
Musical Comedy für Jung und Alt
von Anthony Drewe und George Stiles
nach Hans Christian Andersens Märchen
Das hässliche Entlein
November 2013, Kammerspiele Promenade
SCHAUSPIEL
Stück nach dem Roman von Alexandre Dumas
28. März 2014, BlackBox
Musiktheater Volksgarten
PREMIEREN
DIE WILDENTE
SEVEN IN HEAVEN
DANTONS TOD
Schauspiel von Henrik Ibsen
5. April 2014, Kammerspiele Promenade
Showtime mit dem Linzer Musicalensemble
Herbst 2013, BlackBox Lounge
Musiktheater Volksgarten
Ein Drama von Georg Büchner
27. September 2013, Kammerspiele Promenade
DIE GOLDBERG-VARIATIONEN
DER EINGEBILDETE KRANKE
Farce von George Tabori
3. Mai 2014, Kammerspiele Promenade
Komödie von Molière
5. Oktober 2013, Schauspielhaus Promenade
ANGST ESSEN SEELE AUF
DER (EINGEBILDETE)
FRAUENFEIND (UA)
Melodram nach dem gleichnamigen Film
von Rainer Werner Fassbinder
23. Mai 2014, Kammerspiele Promenade
WIEDER AUFNAHMEN
DER REVISOR
Cecilia Johnsson, Environmental Manager, Schweden
Schauspiel von Thomas Arzt
Frühjahr 2014, Kammerspiele Promenade
Ein Klassenzimmerstück von
Charlotte Luise Fechner
Für alle ab 15 Jahren
27. September 2013, Mobile Produktion
ROMEO UND JULIA
Eine Gender-Komödie nach Motiven von
Molière von Tamsin Oglesby
10. Oktober 2013, BackStage
Schauspielhaus Promenade
Auftragswerk des Landestheaters Linz
Unsere Partner:
EINE WOCHE VOLLER SAMSTAGE
ALPENVORLAND
„Wir schützen unsere Welt, damit sie
auch für Generationen nach uns
lebenswert bleibt.“
SCHULE MIT CLOWNS
Turbulentes Kinderstück von F. K. Waechter
Für alle ab 8 Jahren
19. Dezember 2013, u\hof: OÖ Kulturquartier
EYECATCHER (DSE)
Schauspiel von Richard Hurford
Für alle ab 10 Jahren
14. März 2014, u\hof: OÖ Kulturquartier
SIEBZEHN (UA)
Stückentwicklung nach einer wahren Begebenheit
FREISPIEL – Theater mit Jugendlichen
und Erwachsenen
Für alle ab 15 Jahren
19. April 2014, Kammerspiele Promenade
WIEDER AUFNAHME
HEISSE SOHLEN
Ein Stück mit Tanz von Henry Mason
Für alle ab 13 Jahren
2. November 2013, Kammerspiele Promenade
Für eine Welt, in der wir auch morgen noch gerne leben, übernehmen wir mit ganzem
Herzen die Verantwortung. Es ist diese Überzeugung, diese Freude an der Herausforderung, die uns alle ausmacht. Wir nehmen die Zukunft in die Hand.
Komödie von Nikolai W. Gogol
Herbst 2013, Kammerspiele Promenade
www.voestalpine.com
Vorwort 1
Mut steht am Anfang des
Handelns. Glück am Ende.
Demokrit
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Theaterfreunde,
zwischen der künftigen Anton Bruckner Privat- ­Ergebnis rechtfertigt beides – so viel lässt sich jetzt
universität nördlich der Donau und dem Phönix schon sagen.
Theater am südlichen Rand der Linzer City steht eine
Auf den folgenden, in frischem Design gestalteten
stattliche Anzahl von Kulturhäusern. Ob Ars
Seiten geht es um die erste komplette Saison der
­Electronica Center, Brucknerhaus, Lentos Kunst­­
­neuen Linzer Kulturzeitrechnung. Das Landes­
museum, Stifterhaus, Schlossmuseum, Landesgaletheater bietet einen Spielplan für alle – an der Prorie an der Museumstraße oder Landestheater an der
menade mit Schwerpunkt Schauspiel und am VolksProme­nade, das Nordico Stadtmuseum, das OÖ
garten vorwiegend musikalische Werke. Klassiker
Kultur­quartier mit dem u\hof: an der Landstraße,
wie Mozart, Bizet und Johann Strauß stehen neben
das Kinderkulturzentrum und das Theater des KinExponenten der Moderne wie John Cage oder dem
des in der Langgasse … – sie alle stehen für kreative
Oberösterreicher Ernst Ludwig Leitner. Richard
Reflexion von Geschichte und Gegenwart im regioWagner stellt mit dem Ring des Nibelungen höchste
nalen und internationalen Rahmen.
Ansprüche an das Bruckner Orchester, die EnsembWar nicht jeweils Courage erforderlich, diese Häu- les, die Technikteams des neuen Hauses – und findet
ser zu bauen, sie als Orte der Kunst einzurichten eben dort einen Rahmen, der höchsten musika­
und ihnen dauerhafte Existenz zu ermöglichen? lischen und theatralischen Genuss verspricht. Das
Jetzt sind sie nicht mehr wegzudenken. Sie sind Aus- Musical schillert in überraschenden Farben zwidruck der Lebensqualität in dieser Stadt, in diesem schen Revue und Familienstück. Kinderoper wird
Land geworden.
groß geschrieben. Das Ballett des Landestheaters
tanzt in eine neue Ära, und das Theater für junges
Ab April 2013 wird diese Qualität durch den derzeit
Publikum spürt (auf mehreren Bühnen aktiv) den
bedeutendsten Kulturbau Oberösterreichs, das
Themen Erwachsenwerden und Verantwortung
­Mu­siktheater am Volksgarten, erweitert. Hier ist
nach. Im Schauspiel an der Promenade und in der
ein ­Zukunftsraum entstanden, der freien Geist und
BlackBox am Volksgarten geht es um Revolution,
­künstlerisches Können in neuen Dimensionen zur
­Lebenslügen, Genderfragen …
Entfaltung kommen lässt. An allen drei Standorten
des Landestheaters, an der Promenade, an der Land- Freuen wir uns auf begeisternde Klänge, berührenstraße und am Volksgarten wird das Publikum nun de Szenen, befreiendes Lachen. Freuen wir uns auf
höhere Lebensfreude und tiefere Erfahrung des das unverwechselbar lebendige Erlebnis Bühne. Das
­D aseins finden – unter besseren Bedingungen Glück im Theater besteht aus dem Wiedererkennen
als je zuvor. Es sind Risikobereitschaft und Aus- des Bekannten und der Erfahrung des Neuen. Die
dauer erfor­derlich, solche Ziele anzustreben. Das Mutigen werden es gewinnen.
Rainer Mennicken
Dr. Thomas Königstorfer
Dr. Josef Pühringer
Franz Dobusch
Dr. Erich Watzl
Intendant
Kaufmännischer Vorstandsdirektor
Landeshauptmann
Bürgermeister
Kulturreferent der Stadt Linz
theateRWelten
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OPeR / OPeRette
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oper / Operette
DIE ZAUBERFLÖTE
WOLFGANG AMADEUS MOZART
Oper in zwei Aufzügen
Text von Emanuel Schikaneder
In deutscher Sprache mit Übertiteln
MUSIKALISCHE LEITUNG
Dennis Russell Davies
INSZENIERUNG
Amon Miyamoto
BÜHNE
Boris Kudlicka
KOSTÜME
Masatomo Ota
REGIEMITARBEIT
Tomo Sugao
VIDEO
Lunapark
LICHTDESIGN
Marc Heinz
DRAMATURGIE
Wolfgang Haendeler
Ist’s ein Zaubermärchen oder ein lichen Menschheitsdrama. – Die
dramatisierter Erziehungsroman, Grundfrage der Aufklärung: „Was
ein freimaurerisch inspiriertes ist der Mensch?“ – so formuliert
„Credo“ aufklärerischen Geistes von Immanuel Kant – wird von
oder prall-buntes Volkstheater Mozart und Schikaneder überaus
aus der Wiener Vorstadt? Oder lebensnah beantwortet. So vergar der Vorläufer eines aktuellen körpern Tamino und Pamina das
PC-„Fantasy“-Spiels, in dem Ta- Ideal einer sittlich fundierten
mino, Pamina, Papageno & Co Lebens- und Liebesverbindung,
schlichtweg Rollenangebote der während Papageno und Papagena
„Second World“ sind, die den zur
Masse verkommenen „Usern“ des
„Mann und Weib
21. Jahrhunderts die Möglichkeit
eines heroischen Lebens suggeund Weib und Mann
rieren?!
Wie auch immer die jeweilige Inszenierung diese „Gretchen-Frage“
beantworten mag: Mozarts Zauberflöte ist der Österreicher liebstes
Opern-Kind – die Geschichte vom
Prinzen Tamino, der sich in das
„bezaubernd schöne“ Bildnis Paminens verliebt und von der Königin
der Nacht ausgesandt wird, um
die Geliebte aus den Händen
Sarastros, des Beherrschers des
Sonnentempels, zu befreien, wird
durch eine ebenso intelligente wie
widersprüchliche Dramaturgie
zu einem vergnüglich-nachdenk­
­ önigin“) geht nicht auf; vielmehr
K
emanzipieren sich Tamino und
Pamina von beiden Über-Eltern
und versöhnen die scheinbar
­w iderstreitenden Prinzipien:
„Mann und Weib und Weib und
Mann, reichen an die Gottheit an.“
Vom vielfach ausgezeichneten
und weltweit inszenierenden
Musical- und Opernregisseur
­
Amon Miyamoto (unter anderem
Tokyo, London, New York und
Vancouver) und seinem interna­
tional auf­gestellten Produktionsteam darf eine Zauberflöte erwarreichen an die
tet werden, die im Hier und Jetzt
Gottheit an.”
des 21. Jahrhunderts verortet ist
und die mit zeitgenössischen Bild­
sich ganz und gar metaphysikfrei ästhetiken allen „Staub“ mittel­
den sinnlichen Freuden des Da- europäischer Aufklärungslust in
seins hingeben dürfen. Doch die schillerndes „Gold“ verwandeln
Frage, welches Lebensprinzip den wird: eine ­Z auberflöte für das
Liebenden zu ihrem Glück ver- dritte Jahr­tausend!
hilft, wird weit weniger eindeutig
beantwortet. Die vermeintlich
naheliegende Doppel-Gleichung:
männlich + vernunftorientiert =
objektiv + gut (das Prinzip
­„ Sarastro“) bzw. weiblich + gefühls­
orientiert = subjektiv + böse
(das Prinzip „Sternflammende
premiere 14. SEP 2013 GROSSER SAAL MUSIKTHEATER VOLKSGARTEN
oper / Operette
CAGE STAGE
JOHN CAGE
Ein Musiktheater von und nach John Cage
In Kooperation mit dem Brucknerfest
MUSIKALISCHE LEITUNG
Dennis Russell Davies
INSZENIERUNG/BÜHNE/KOSTÜME
Achim Freyer
DRAMATURGIE
Wolfgang Haendeler
Zahlenjongleur mit Hilfe des alt- und die Aufführung das Werk –
chinesischen „I Ching“-Orakels, was in Cage Stage dadurch auf­
hat den „Musik“-Begriff im gegriffen wird, dass die Szenenfol20. Jahrhundert nicht nur erwei- ge jeder einzelnen Aufführung
tert, sondern schlichtweg revolu- grundsätzlich variiert. Aus dem
tioniert. In der zunehmend in sein jeweils aktuell entschiedenen
komposi­torisches Schaffen ein­ ­musikalischen Ablauf ergibt sich
gehenden zen-buddhistischen Abend für Abend ein neues spieleAuffassung, dass jeder Ton, jeder risches Kaleidoskop.
Klang und auch jeder Mensch ein Achim Freyer, Meisterschüler von
eigenes Zentrum sei, verlässt Cage Bertolt Brecht und weltweit erfolgreicher Regisseur, Bühnen-,
Kostümbildner und Maler, insze“If you celebrate it,
nierte an zahlreichen bedeutenden
it‘s art, if you don‘t it isn‘t.“
Bühnen in ganz Europa, Asien und
den Vereinigten Staaten sowohl
nach seinem ersten und einzigen im Schauspiel als auch im Musiktra­ditionellen Orchesterstück The theater. Seine Aufführungen zeitSeasons (1947, Ballettmusik für genössischer Opern von Philip
Merce Cunningham) alle ausge- Glass, Helmut Lachenmann,
tretenen „Tutti-Pfade“; fortan ent- ­Mauricio Kagel, Dieter Schnebel
stehen nur noch Orchester­stücke und Salvatore Sciarrino schrieben
für kleinere Ensembles von In­ Musiktheatergeschichte. Aber
strumental­solisten, bei denen das auch im klassischen Repertoire
Verhältnis von Stille und Musik, setzte Freyer Marksteine – ob mit
Komponist und Interpret sowie Webers Freischütz oder Wagners
John Cage, Kompositionsschüler von Werk und Aufführung nach Ring des Nibelungen (in Los A
­ ngeles
von Arnold Schönberg, Lebens- und nach neu definiert wird: Stil- und aktuell in Mannheim).
und Arbeitsgefährte des Tänzers le ist Musik (was nicht allein am
und Choreographen Merce Skandalstück 4’33 ablesbar ist), der
­Cunningham und genialischer Interpret immer auch Komponist,
„Gott würfelt nicht“: Der legen­
däre, Albert Einstein zugeschriebene Ausspruch, der als Kommentar zur Quantenmechanik in einem Brief an Max Born oder Nils
Bohr gefallen sein soll, sagt vermutlich mehr über Einstein aus
als über Gott und womöglich auch
etwas über Betrachtungsweisen
der Welt, die mit den Begriffen
„Plan“ oder „Spiel“ gefasst werden
könnten. – „Cage aber würfelt“,
könnte man Einstein entgegenhalten, was den 1912 in Los
­Angeles geborenen Dichter, Komponisten, Maler, Kunsttheoretiker
und Pilzexperten zwar nicht zur
Gottheit stilisieren soll, aber ein
Gesamtwerk als „Schöpfung“
kennzeichnen mag, das den ganzen avantgardistischen Kunst-­
Kosmos des 20. Jahrhunderts bereits antizipierend in einem
globalisierten Bewusstsein zusammenfasst und veranschaulicht.
premiere 20. SEP 2013 BlackBox MUSIKTHEATER VOLKSGARTEN
13
14
oper / Operette
DIDO
UND AENEAS
Henry Purcell
Oper in drei Akten
Libretto von Nahum Tate
In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Musikalische Leitung
Takeshi Moriuchi
INszenierung/Choreographie
Daniela Kurz
“Destruction’s our delight. Delight our Betrug und Treulosigkeit: Obwohl
greatest sorrow! Elissa dies tonight er sich aus Liebe dem Spruch
and Carthage flames tomorrow!” / der Götter widersetzen und in
„Zerstörung ist unsere Freude. Freu- Karthago bleiben will, schickt sie
de unser größter Verdruss! Elissa ihn als Heuchler, der ihre Liebe
stirbt heute Nacht, und Karthago verraten hat, fort und stirbt.
steht morgen in Flammen!“, jubeln
“Harm’s our delight and
die Zauberin und ihre Hexen
­triumphierend, als das Schiff des
mischief all our skill.“
trojanischen Helden Aeneas Segel
setzt, um dessen Bestimmung,
Stammvater der Römer zu wer„Das Böse ist unsere Freude
den, zu folgen.
Eingefädelt haben die bösen Mächte diese Intrige, um die verhasste
Elissa – keine geringere als Dido,
die sagenhafte Königin Karthagos
selbst – zu vernichten: Auf der
Flucht aus Troja treibt ein Sturm
Aeneas und seine Flotte an die karthagische Küste, wo er von Dido
gastfreundlich aufgenommen
wird. Die Königin, die eigentlich
der Liebe für immer abgeschworen hat, gibt seinem Werben nach,
und sie verlieben sich ineinander.
Als ein von den Hexen geschickter
Geist in Gestalt des Götterboten
Merkur Aeneas zur sofortigen
­Abfahrt auffordert, sieht Dido nur
und Missetaten unsere
ganze Kunst.“
Dramaturgie
Thomas Barthol
dieser Oper wurde Henry Purcell
schon zu Lebzeiten mit dem
Ehrentitel „Orpheus britannicus“
gewürdigt.
Uraufgeführt 1689 im privaten
Rahmen eines Mädchenpensionats, geriet Dido und Aeneas in
Vergessenheit und wurde erst
Ende des 19. Jahrhunderts im
­Rahmen der Feierlichkeiten zu
Purcells 200. Todestag wieder aufgeführt. Heute ist das Werk, dessen Libretto von Nahum Tate sich
eng an Vergils Aeneis orientiert,
eine der meistgespielten Opern
des 17. Jahrhunderts.
Dido und Aeneas ist Henry Purcells
einzige Oper im herkömmlichen
Sinne. Im Gegensatz zu den musik- Die Inszenierung der Neupro­
dramatische, tänzerische und duktion in der BlackBox des
schauspielerische Elemente ver­ Musiktheaters übernimmt die
bindenden „Masquen“ ist Dido und Choreographin Daniela Kurz,
Aeneas ein durchkomponiertes lang­jährige Leiterin der TanzWerk, bietet aber der englischen sparte am Theater in Nürnberg.
Tradition gemäß neben tief­ Dem Linzer Publikum ist sie keiempfundenen Arien breiten Raum ne Unbekannte: Sie erarbeitete
für Chor- und Ballettmusik: gro- hier mit The Voyage (2002) und
tesk-höhnisch für die Hexen, ­Orphée (2006) von Philip Glass
volkstümlich für die Seefahrer und ­bereits zwei aufsehenerregende
höfisch-virtuos für Didos Gefolge. Opernproduktionen.
Nicht zuletzt aufgrund des Erfolgs
premiere 25. okt 2013 BlackBox Musiktheater Volksgarten
oper / Operette
DER RING DES NIBELUNGEN
Vorabend DAS RHEINGOLD
Ein Bühnenfestspiel für drei Tage und einen Vorabend
RICHARD WAGNER
Musik und Dichtung von Richard Wagner
In deutscher Sprache mit Übertiteln
MUSIKALISCHE LEITUNG
Dennis Russell Davies
INSZENIERUNG
Uwe Eric Laufenberg
„Den Ring muss ich haben!“: Wotans
gieriges Bekenntnis, das dem
­Diskurs des „Götter-Quartetts“
(aus Wotan, Loge, Donner und
Froh) im zweiten Rheingold-Bild
(Freie Gegend auf Bergeshöhen)
als das „Leitmotiv“ der gesamten
Ring-Tetralogie geradezu verräterisch entspringt, offenbart in seiner simplen Satzstruktur bereits
die ganze Tragödie von Richard
Wagners monumentaler RingWelt-Deutung. Das „muss“ steht
für den Zwang, der allem systemischen Denken innewohnt, der
„Ring“ für die symbolische Überhöhung, die Systeme zur Legitimation und zum Überleben brauchen, und das „Ich“ für jenes leicht
übertragbare „gierige Subjekt“,
das in Wagners Ring viele Namen
trägt: von Alberich bis Hagen …
Den Sündenfall in dieser WagnerWelt, in der sich Götter und Göttinnen wie Riesen und Nibelungen in ihrem Streben nach Macht
und Besitz nur wenig voneinander unterscheiden, markiert der
dreiste Raub des Titelhelden:
„Das Licht lösch’ ich euch aus; /
BÜHNE
Gisbert Jäkel
KOSTÜME
Antje Sternberg
DRAMATURGIE
Wolfgang Haendeler
das Gold entreiß’ ich dem Riff, / nur im Jahrhundert Hegels entschmiede den rächenden Ring: / worfen
werden
konnte:
denn hör’ es die Flut – / so ver- Planvoll entwickelt Wagner ein
fluch’ ich die Liebe!“ – Alberichs überzeitliches Panorama, das in
den Rheintöchtern unfreiwillig dreifacher Zerstörung (Natur,
auf­gezwungenes „Tausch-Ge- Familie, Staat und göttliche Ordschäft“ – wenn schon keine Liebe, nung) zugleich utopisch „neue
dann wenigstens Gold, sprich: Menschenpaare“ (Siegmund und
Sieglinde in der Walküre) und gar
einen „neuen Menschen“ (Sieg„Den Ring
fried) denken kann … Und das im
muss ich haben!“
20. Jahrhundert, wie kaum ein
zweites durch kollektive ZerstöMacht –, ist ein so offensichtliches rungen oder Umwälzungen beNot-Produkt narzisstischer Krän- schädigt, in den epochalen Neukung, dass dieses „Eigentum“ des deutungen von Wieland Wagner
Ringes nichts anderes hervorbrin- und Patrice Chéreau seine Zugen kann als Neid und Missgunst, kunftstauglichkeit eindrücklich
Hass und Tod. – Dieser zerstören- unter Beweis stellen konnte.
den Kraft Einhalt zu gebieten,
stünde der symbolischen Ord- Zu Beginn des dritten Jahr­
nung zu, die durch Wotans Speer tausends sind die Ideologien
verkörpert wird; doch der „Herr ­desavouiert und die Utopien rar:
der Verträge“ ist schon selbst kor- Wozu taugt heute der Ring?
rumpiert, seit er Gold, Tarnhelm ­Zumindest zu der Einsicht, die
und Ring dem Nibelungen nur Loge am Ende des Rheingold so
durch betrüge­rische List entwand klar wie zynisch formuliert:
… Wagners Rheingold: nur das ­„Ihrem Ende eilen sie zu, / die so stark
„Vorspiel“ zu einer Mensch- im Bestehen sich wähnen.“ Das lässt
heits-Tragödie, wie sie in ihrer fürchten … und hoffen.
teleologischen Geschlossenheit
premiere 26. OKT 2013 GROSSER SAAL MUSIKTHEATER VOLKSGARTEN
15
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oper / Operette
Die Fledermaus
Johann Strauß
Komische Operette in drei Akten
Libretto von Karl Haffner und Richard Genée
nach der Komödie Le Réveillon von Henri Meilhac und Ludovic Halévy
In deutscher Sprache mit Übertiteln
Musikalische Leitung
Marc Reibel
Inszenierung
Adriana Altaras
„Brüderlein, Brüderlein und Schwesterlein, Stimmet alle mit uns ein.“
Was auf dem Höhepunkt eines
wilden Balls im Hause des Prinzen
Orlofsky mit diesen Worten ge­
feiert wird – der Verbrüderungsrausch einer taumelnden Gruppe
Vergnügungssüchtiger – markiert
nur das retardierende Moment,
den kurzen Schlenker auf einem
Weg, der gleich zu Beginn der
Operette drohend vorgezeichnet
ist. Ins Gefängnis soll es gehen,
und zwar für Gabriel von Eisenstein, der sich an einem Amts­
diener in Wort und Tat vergriffen
hat. Rosalinde, seine Frau, trifft
dies nicht ganz so schwer, wie
man annehmen möchte, dafür
sorgt ihr verflossener Geliebter
Alfred, der just wieder einmal
vorbeigeschaut und ihr ein Rendezvous abgerungen hat. Und
auch Eisenstein weiß sich zu trösten: Sein bester Freund Falke holt
ihn zu einem Abendvergnügen ab,
das ihm die Aussicht auf den
­Arrest etwas leichter machen soll –
Prinz Orlofsky hat zu einem Fest
geladen. Dort offenbart sich, was
Bühne
Christoph Schubiger
Kostüme
Yashi Tabassomi
Dramaturgie
Julia Zirkler
die Gesellschaft zusammenhält: frau Rosalinde. Und auch der
Verstellung und Rollenspiel, ver- größte Spieler des letzten Abends
meintlich vornehme Herrschaf- legt seine Karten auf den Tisch …
ten, wo man nur hinsieht. Den Am Ende steht es zwischen EisenHöhepunkt des Balls markiert das stein und Rosalinde nun SchlafErscheinen einer schönen Unbe- rock versus Taschen­
ü hrchen:
kannten, der Eisenstein als Aus- Wird sich das Paar bei dieser
druck seiner Zuneigung ein wert- ­Indizienlage wieder zusammen­
volles Taschenührchen vermacht. raufen?
Ein Glücksfall war es, der 1874
zu dieser Konstellation aus Komponist, Librettist, Ort und Zeit
führte und – nach dem Vorbild der
Pariser Operetten von Offenbach
und Co – dieses Prunkstück der
Wiener Operette entstehen ließ.
Auf den unbändigen Cham­pag­ner­ Als lustvolle Satire auf eine so
­rausch folgt die Ernüchterung des ­lebenslustige wie abgrün­d ige
nächsten Morgens: Im Gefängnis ­Gesellschaft unterläuft Strauß’
stellt sich heraus, dass es bereits Meisterwerk auch musikalisch
­einen Insassen unter dem Namen jede bürgerlich kodierte Ge­
Eisenstein gibt, gewandet in fühlsäu­ßerung und versprüht da­dessen Schlafrock (es ist Alfred, bei betörenden, weil ironisch-sub­
der bei Rosalinde aufgegriffen ver­siven, zeitlos mitreißen­den
und mit dem Hausherrn verwech- Charme.
selt wurde!); darüber hinaus erscheint die schöne Unbekannte
vom Ball und entpuppt sich – ausgerechnet! – als Eisensteins Ehe-
„Die Majestät wird
anerkannt rings im Land,
Jubelnd wird Champagner
der Erste sie genannt!”
premiere 14. Dez 2013 GroSSer saal Musiktheater Volksgarten
oper / Operette
Auftragswerk
des
Landestheaters
Linz
Uraufführung
FADINGER
oder DIE REVOLUTION DER HUTMACHER
ERNST LUDWIG LEITNER
Oper in zwei Akten
Text von Franzobel
MUSIKALISCHE LEITUNG
Dennis Russell Davies
INSZENIERUNG
André Turnheim
BÜHNE
Florian Parbs
KOSTÜME
Barbara Aigner
DRAMATURGIE
Wolfgang Haendeler
weiter Aufstand. Nach der Erobe- ­Sujets zu einer Oper wurden als
rung von Eferding, Wels, Krems­ Textdichter und Komponist zwei
münster und Steyr wurde er Künstler mit oberösterreichischen
während der Belagerung von Linz Wurzeln beauftragt: Franzobel,
auf einem Erkundungsritt von ei- einer der produktivsten und mit
ner Wache angeschossen und er- zahlreichen Preisen geehrten
lag wenig später den Folgen der Schriftsteller Österreichs, stammt
Verletzung. Der Hass seines Ge- aus Vöcklabruck; Ernst Ludwig
Ein einziges Lebensjahr von sei- genspielers verfolgte ihn noch Leitner, Komponist, Organist und
nen kurzen dreißig reichte aus, über den Tod hinaus. Der nach Professor am Mozarteum, der
um den Hutmacher, Ehemann und
nach So weiß wie Schnee, so rot wie
Vater zweier Söhne unsterblich
Blut (1999), Die Sennenpuppe (2008)
„Ich seh den Geist
werden zu lassen. In einer „schweund Die Hochzeit (2010) seine vierte
ren Zeit voll Kummer, Elend, Leigroße Oper geschrieben hat, wurdes Widerspruchs
chen, Unzucht, Leid und Maden“
de in Wels geboren. – Librettist
in
seim
Gesicht.
”
lässt sein Mut zumindest erahnen,
wie Komponist bewahren bei aller
dass Geschichte nicht hingenomräumlichen Nähe eine kritische
men werden muss, sondern ge- den Schlachten von Pinsdorf und Distanz zum Titelhelden und seimacht werden kann. Als der über- Wolfsegg siegreiche Herberstorff ner Gefolgschaft. Dass Macht ihmächtige bay­erisch-katholische ließ Fadingers sterbliche Über­ ren Missbrauch fast schon zwangsStatthalter Adam Graf von Her- reste am Eferdinger Friedhof läufig beinhaltet und militärische
berstorff seiner dekadenten Grau- exhumieren, enthaupten und im Strukturen, hier wie dort, Neid
samkeit im Frankenburger Wür- See­bacher Moos verscharren – ein und Erbarmungslosigkeit Vorfelspiel freien Lauf ließ – die der sicheres Indiz dafür, dass dieser schub leisten, müssen all die erfahRebellion beschuldigten Bauern Anschlag auf die absolutistische ren, die mit ihr spielen.
durften als „Gnadenakt“ jeweils Feudalherrschaft und den rechten
zu zweit um ihr Leben würfeln, Glauben mit einem furchterreund wer verlor, wurde aufge- genden Exempel ein für allemal
knüpft –, formierte sich unter ausgemerzt werden sollte. Mit der
Fadingers Anführung ein landes- Verarbeitung des historischen
Kein Ort in Oberösterreich, wo
nicht eine Straße, ein Platz oder
eine Schule seinen Namen trägt.
Ob Waizenkirchen, Linz oder
Wels, Eferding, Laakirchen oder
Attnang-Puchheim – er ist immer
schon da: Stefan Fadinger.
premiere 8. FEB 2014 GROSSER SAAL MUSIKTHEATER VOLKSGARTEN
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18
oper / Operette
DER RING DES NIBELUNGEN
Erster Tag DIE WALKÜRE
Ein Bühnenfestspiel für drei Tage und einen Vorabend
RICHARD WAGNER
Musik und Dichtung von Richard Wagner
In deutscher Sprache mit Übertiteln
MUSIKALISCHE LEITUNG
Dennis Russell Davies
INSZENIERUNG
Uwe Eric Laufenberg
Ein Mensch auf der Flucht. Der
um sein Leben fürchten muss,
weil er von einer Überzahl von
Feinden gejagt wird. Wie ein
Wild von der Meute. Er sucht Asyl.
Vorübergehend. Und findet es.
Und diejenige, die es ihm gewährt,
muss sich entscheiden, ob sie auch
dann noch solidarisch mit ihm
sein will, wenn die Verfolger ihr
Opfer aufspüren. Genauer – der
Verfolger: Hunding. Sieglindes
Gatte. Der Siegmund töten will.
Sieglindes Bruder. Was Siegmund
nur ahnt, als er Sieglinde „umfasst“, um mit ihr zu schlafen. –
Um Siegfried zu zeugen. Für
­Wotans großes Planspiel …
Die aggressiv herabstürzenden
Kaskaden der tiefen Streicher, mit
denen Wagner im Vorspiel zur
Walküre Siegmunds Flucht zugleich illustriert wie orchestral
überhöht, sind prophetisch in
zweifacher Hinsicht: Zum einen
verlässt die Tonsprache mit den
unbarmherzig repetierenden
„Pattern“ hier schon in den aller­
ersten Takten das spätromantische
Terrain und lässt die rhythmisch
BÜHNE
Gisbert Jäkel
KOSTÜME
Antje Sternberg
dominierten Zukunfts­musiken
von Strawinsky (Sacre) und
Philip Glass erahnen, zum anderen
ist in dieser Keimzelle bereits das
ganze „Programm“ der Walküre
„Wie macht‘ ich den Andren,
der nicht mehr ich,
und aus sich wirkte,
was ich nur will?”
enthalten, wie es sich im Rückgriff
auf eine Hölderlin-Zeile aus dessen
Hymne „Patmos“ zusammenfassen
lässt: „Wo aber Gefahr ist, wächst /
Das Rettende auch.“ Siegmund, der
symbolkräftig mit „Nothung“,
dem Schwert, ausgestattete Held,
dessen Zeugung selbst einem
Tabubruch entsprang (Vater:
­
­Wotan, Mutter: eine „Menschenfrau“), wäre schon ein geeigneter
„Retter“ gewesen, der als „Freier“
für Wotan den Ring hätte zurückerobern können … – wenn er
nicht selbst den ungeklärten
Machtverhältnissen zwischen den
beiden Göttergatten – Wotan und
Fricka – zum Opfer gefallen wäre.
DRAMATURGIE
Wolfgang Haendeler
Die vorschnelle Parteinahme
­ otans für Siegmund (im ZweiW
kampf mit Hunding) scheitert an
Frickas „Veto“ als „Hüterin der
Ehe“, sodass Brünnhilde ihre
schützende Hand von Siegmund
wieder abziehen soll, zu der sie
Wotan selbst ermunterte. Als
Brünnhilde sich diesem Befehl
widersetzt, muss Wotan – „con­tre
cœur“ – Siegfrieds Todesurteil
sprechen. Für ihr Aufbegehren
wird Brünn­
h ilde von Wotan
streng bestraft, kann aber zuvor
noch die schwangere Sieglinde in
Sicherheit bringen, die unwissend
den „hehrsten Helden der Welt“
im „schirmenden Schoß“ trägt:
Siegfried … Brünnhilde, seine
„Wunsch-Maid“, bannt Wotan
schlafend auf einen durch loderndes Feuer umgürteten Felsen, bis
dass einer als Braut sie fände und
freie, der „freier als ich, der Gott!“ –
Das Experiment „Neuer Mensch“
ist nur im ersten Anlauf gescheitert, geht aber sogleich in die
nächste Versuchs­phase über: mit
dem furchtlosen Siegfried als
­lebendem Objekt.
premiere 22. Mär 2014 GroSSer Saal Musiktheater Volksgarten
oper / Operette
CARMEN
Georges Bizet
Oper in vier Akten
Libretto von Henri Meilhac und Ludovic Halévy, nach einer Novelle von Prosper Mérimée
In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Musikalische Leitung
Daniel Linton-France
Inszenierung
Olivier Tambosi
Bühne
Bengt Gomér
Kostüme
Carla Caminati
Dramaturgie
Thomas Barthol
So oft Carmen die Karten auch lich geworden sind: Carmens damaligen Geschmack des Opern­
neu mischt und legt, sie zeigen ­Habañera, Escamillos To­rerolied, publikums: die Skrupellosigkeit
ihr stets den Tod: Ihrem Schicksal Josés Blumenarie, der Chor vor der Titel­figur, das Zigeuner- und
kann sie nicht entrinnen. Vor der Stierkampfarena. Carmen – Arbeitermilieu, Schmuggler und
andere Randbereiche der Gesellder Stierkampfarena tritt er ihr heute weltberühmt …
schließlich entgegen: in der Geschaft sowie das Ablegen aller
stalt von Don José, der sein braves
Kon­ventionen. Mit der damals so
„Si tu ne m‘aimes pas,
Dasein als Soldat und die Liebe des
beliebten Kunstgattung der Opéra
je t‘aime;
Bauernmädchens Micaëla einst
comique – als französisches Penausgeschlagen hat, um Carmen in
dant zum deutschen Singspiel –
si je t‘aime,
die Berge und in ein Schmugglerhatte die Erstfassung von Carmen
prends garde à toi!”
wenig gemein: nur die gesprocheleben fernab von Regeln, Gesetzen und Konventionen zu folgen.
nen Dialoge, sicherlich nicht das
Ihr Freiheitsdrang hat sie aber
düstere, schicksalhafte Thema
„Wenn du mich nicht liebst,
schon längst zu einem neuen Lieboder den tragischen Schluss. Dies
liebe ich dich;
alles verstörte die Zuseher der Urhaber geführt: zu dem berühmten
Torero Escamillo, dem sie nun in
aufführung sehr, das künstleriwenn ich dich liebe,
der Stierkampf­
a rena zujubeln
sche Ergebnis wurde zwiespältig
nimm dich in acht!”
will. Josés Flehen und Drohen
aufgenommen.
lässt sie unberührt – kalt wirft sie
ihm den Ring, das Zeichen ihrer Dabei war Georges Bizets im Jahr Den Triumphzug der Oper konneinstigen Liebe, vor die Füße. Da 1875 in der Pariser Opéra-­ te Georges Bizet nicht mehr mitzückt er ein Messer und sticht zu. Comique uraufgeführter Oper zu- erleben, er starb kurz vor der
nächst gar kein großer Erfolg be- Wiener Erstaufführung seiner
Carmen – eine nicht zu bändigen- schieden. Zu sehr unterschieden Carmen (in einer umgearbeiteten,
de und geheimnisvolle Frauen­ sich das Sujet und die Ausformung rezitativischen Fassung), die den
figur der Opernliteratur, Sinn­bild der Hauptcharaktere der nach Welterfolg seines Werkes begrünfür Freiheitsdrang, Lebensgier, Prosper Mérimées gleich­namiger dete.
Sinnlichkeit und Impulsivität. Novelle entstandenen Handlung
d ich­
ter Henri
Carmen – eine Oper, deren Melo- durch die Text­
dien und spanisches Flair unsterb- ­Meilhac und Ludovic Halévy vom
premiere 24. Mai 2014 GROSSER SAAL MUSIKTHEATER Volksgarten
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Musiktheater für junges Publikum
Uraufführung
Raus aus dem Haus
Auftragswerk
des
landestheaters
linz
David Wagner
Kinderoper – Text von Ingeborg von Zadow nach ihrem gleichnamigen Theaterstück
Ab 4 Jahren
Musikalische Leitung
David Wagner
Inszenierung
Andrija Repec
Raus aus dem Haus auf der FoyerBühne des neuen Musiktheaters
verspricht ein hautnahes The­ater­
erlebnis für die ganz Kleinen:
Zwei Kinder entdecken die Welt.
A und B trauen sich nach dem Aufstehen, Frühstücken und Zähneputzen zum ersten Mal aus dem
Haus – und treffen auf ihrer Entdeckungsreise nicht nur die große muhende Kuh und die kleine
flinke Maus, sondern besteigen
sogar einen Berg. Aber all die
Abenteuer sind anstrengend und
Bühne und Kostüme
Angelika Daphne Katzinger
machen hungrig und müde: Nach
dem Abendessen und abermaligem Zähneputzen geht es ab ins
Bett. Schlaf gut, bis Morgen!
Die Librettistin Ingeborg von
Zadow (*1970) ist eine deutsche
Autorin, die sich vor allem dem
Schreiben von Kinderstücken
widmet und vielfach mit Preisen
ausgezeichnet wurde. Stücke wie
Ich und Du, Pompinien oder Über
Lang oder Kurz sind auf den Spielplänen zahlreicher deutscher Kin-
Dramaturgie
Thomas Barthol
der- und Jugendtheater zu finden.
Der Komponist David Wagner ist
für das Linzer Theaterpublikum
kein Unbekannter: So komponierte er unzählige Schauspielmusiken für das Landestheater, das
Theater des Kindes, das Theater
Phönix sowie die Kinderklangwolke und begeisterte das Publikum bei Theatersport oder mit den
zebras mit seinem musikalischen
Improvisationstalent.
premiere 30. Nov 2013 Foyerbühne Musiktheater Volksgarten
TOPOLINA am Spielplatz
Idee: Albert Landertinger, Dialoge und Coaching von Mann und Maus: Barbara Michel
Für Kinder im Kindergartenalter
Topolina möchte selber Musik
machen. Aber erst braucht sie eine
Geschichte für die Musik. Ahh,
Topolina am Spielplatz! So soll die
Musik klingen, wie ein Spielplatz.
Also nichts wie hin zum Spielplatz. Der Weg dorthin ist ganz
neu für Topolina. Sie fährt zum
ersten Mal mit der Straßenbahn. ein lustiges Ding. Aber was, das
Herrlich aufregend ist so ein Spiel- wird hier noch nicht verraten.
platz. Es gibt dort eine Rutsche,
eine Schaukel und ein Kletter­ Ihr hört: Sitz-, Tanz-, Rutsch-,
gerüst. Man kann auch im Sand Schaukel- und Spielmusik aus
herumtoben! Genauso soll auch ­aller Welt.
die Musik klingen. Topolina findet beim Spielen im Sandhaufen
Premiere 6. APr 2014 Foyerbühne Musiktheater Volksgarten
Musiktheater für junges Publikum
Österreichische Erstaufführung
Die arabische
Prinzessin
oder Das wiedergeschenkte Leben
Juan Crisóstomo de Arriaga
Märchenoper in zwei Akten
Konzeption und musikalische Einrichtung von Anna-Sophie Brüning, Text von Paula Fünfeck nach einem arabischen Märchen
Ab 8 Jahren
Musikalische Leitung
Borys Sitarski
Inszenierung
John F. Kutil
Ali lässt sich von seiner Tante
Safah eine Geschichte erzählen,
die er schon oft gehört hat und besonders mag; es ist die Geschichte
von Amirah, der arabischen Prinzessin, und Jamil, dem Fischer:
Prinzessin Amirah verliebt sich in
den armen Fischer Jamil mit der
schönen Stimme und möchte ihn
trotz seiner Herkunft heiraten.
Obwohl Jamil erst lernen muss,
wie er sich am Hof der Prinzessin
zu benehmen hat, bereiten sie ihre
Hochzeit vor. Doch eines weiß
­Jamil: Sollte sich Amirah auch nur
einmal über seine Herkunft lustig
machen, wird er sie verlassen. Der
Hochzeitstag ist da, und die beiden
freuen sich auf ihre gemeinsame
Zukunft. Und sie leben glücklich
und zufrieden bis ans Ende ihrer
Tage … Oder etwa nicht? Ali hat
die Geschichte ganz anders in Erinnerung: War es nicht so, dass
Amirah Jamil eines Tages doch damit aufzieht, dass er einmal Fischverkäufer war?! Jamil ist zutiefst
verletzt, er verstummt und lässt
Amirah allein. Die Verlassene
bricht unglücklich zusammen.
Ali und seine Freunde sind von
Amirahs Unglück so betroffen,
Bühne
Christian Schmidleithner
Kostüme
Richard Stockinger
dass sie ihr am liebsten einen Hin- schichte nur zuzuhören, sondern
weis geben würden, wo sie ihren selbst einzugreifen …
Geliebten – wie Orpheus seine Ein arabisches Märchen wie aus
Eurydike – suchen muss: auf der Tausendundeiner Nacht liegt
einsamen Insel des Schillernden ­dieser besonderen Oper für Jung
Vergessensfürsten. Amirah macht und Alt zugrunde, die 2009 in
sich mit ihrer Dienerin auf den ­R amallah uraufgeführt wurde.
Weg, sie will ihn aus den Fängen Die Musik stammt von dem spades Fürsten befreien und zu sich nischen Komponisten Juan
zurückholen. Sie macht dem Crisóstomo de Arriaga, der – Zeit­
­Vergessensfürsten ein An­gebot: genosse von Schubert und Beet­
Wenn sie den immer noch stum- hoven und häufig als „spanischer
men Jamil zum Sprechen bringen Mozart“ bezeichnet – 1826 mit
kann, darf sie ihn mit sich n
­ ehmen, knapp 20 Jahren starb und ein für
seine wenigen Lebensjahre beachtenswertes
Œuvre hinterließ. Für
„Jamil ... verzaubert?
diese Märchenoper wurden verEntrückt ins Reich des
schiedene Originalwerke Arriagas
Schillernden Vergessensfürsten? zu einem Opernpasticcio zusammengestellt und für Kammer­
Ich werd‘ ihn finden.
orchester, Gesangssolisten und
Kinderchor arrangiert. So ist ein
So wahr ich seine Frau bin.”
fesselndes, für Kinder wie für
andernfalls gehört dem Fürsten ­Erwachsene gleichermaßen zuihr Leben. Ob es Amirah gelingen gängliches Werk entstanden, das
wird, Jamil aus den Fängen des ­Themen wie (Selbst-)Zweifel, geVergessensfürsten zu befreien und genseitigen Respekt und das
sich an ihre gemeinsame Liebe zu Überwinden von Grenzen auferinnern? Das wollen auch Ali greift und zugleich das Erzählen
und seine Freunde so schnell wie von Geschichten.
möglich erfahren, und sie beschließen, nicht länger der Ge-
premiere 2. Mai 2014 BlackBox Musiktheater Volksgarten
21
22
Galavorstellungen und Sonderprogramme
Galavorstellungen und Sonderprogramme
Festliche Opernabende
Samstag, 21. Dezember 2013
Samstag, 22. Februar 2014
Musikalische Leitung: Franz Welser-Möst
mit Erika Miklósa (Königin der Nacht),
Chen Reiss (Pamina) und Alfred Muff (Sarastro)
GalaVorstellung Die Zauberflöte
GalaVorstellung Die Zauberflöte
Recitals
Freitag, 22. November 2013
Dienstag, 13. Mai 2014
Recital mit Edita Gruberova
Recital mit Karita Mattila
Festkonzerte
Sonntag, 22. September 2013 Samstag, 19. Oktober 2013
von Richard Wagner und Loriot
mit Sonja Gornik/Brit-Tone Müllertz,
Elena Nebera, Karen Robertson; Michael Bedjai,
Gerd Grochowski, Jürgen Müller,
Albert Pesendorfer, Matthäus Schmidlechner,
Björn Waag
Gert Voss (Sprecher)
Bruckner Orchester Linz
Musikalische Leitung: Dennis Russell Davies
Kooperation mit dem Brucknerfest
Jubiläumskonzert
Der Ring an einem Abend
20 Jahre „Pro Brass“
Samstag, 30. November 2013
Toshiko Akiyoshi und das Upper
Austrian Jazz Orchestra
Sonntag, 22. Dezember 2013
Weihnachtskonzert
Kinder- und Jugendchor des Landes­theaters Linz in
Zusammenarbeit mit der OÖ Vokalakademie mit neuer
Musik von Balduin Sulzer
EXTRAS
Samstag, 21. und Sonntag, 22. September 2013 Herbst 2013 Wagner auf Stelzen mit den Stelzern
Vorplatz Musiktheater
Ein kompromissloser Chansonabend
mit Martha Hirschmann
BlackBox
Das Rheingold –
Die Götter lachen laut
Nichts bereuen,
wieder lieben!
Galavorstellungen und Sonderprogramme
im Musiktheater am Volksgarten
Ringvorträge
Montag, 23. September 2013
Elke Heidenreich (Schriftstellerin und Literaturkritikerin)
Mittwoch, 26. Februar 2014
Nike Wagner (Publizistin, Dramaturgin und Leiterin
des Kunstfestes Weimar)
Montag, 14. Oktober 2013
Mittwoch, 5. März 2014
Wagner, Gold und wir
Mythos und Moderne im
Ring des Nibelungen
Antisemitismus im Ring
Prof. Dieter Borchmeyer (ehemaliger Professor für Neue
deutsche Literatur an der Universität Heidelberg und
Präsident der Bayerischen Akademie der Schönen Künste)
Prof. Jens Malte Fischer (Kulturwissenschaftler und ehemaliger
Professor für Literaturwissenschaft an der Universität-GH Siegen
und Theaterwissenschaft an der Universität München)
SonntagsFoyers
Eine Veranstaltungsreihe des Vereins Freunde des Linzer Musiktheaters in Kooperation mit dem Landestheater Linz
jeweils um 11.00 Uhr
29. September 2013
23. Februar 2014
1. SonntagsFoyer der
Spielzeit 2013/2014
6. SonntagsFoyer
„Weißt du, wie das wird?“ – Wagners Ring mit Rudolf Wallner
Von Aufklärern und Freimaurern –
zu den Hintergründen der Zauberflöte
mit Rudolf Wallner und Wolfgang Haendeler
27. Oktober 2013
2. SonntagsFoyer
30. März 2014
„Die Wahrheit erfinden!“ –
Zum 200. Geburtstag von Giuseppe Verdi
mit Rudolf Wallner und Solisten des Opernensembles
Goldene Scheiben: Historische Aufnahmen
von Wagners Ring mit Rudolf Wallner
24. November 2013
7. SonntagsFoyer
27. April 2014
3. SonntagsFoyer
8. SonntagsFoyer
„Operette sich, wer kann!“ anlässlich der Fledermaus-Premiere
Neu im Ensemble – Willkommen in Linz
mit Rudolf Wallner und Solisten aus dem Opernensemble
22. Dezember 2013
4. SonntagsFoyer
25. Mai 2014
9. SonntagsFoyer
Eine Weihnachtsgeschichte
Meister des Belcanto I: Gioacchino Rossini mit Rudolf Wallner
26. Jänner 2014
5. SonntagsFoyer
29. Juni 2014
Fadinger – zur Uraufführungs-Oper von Ernst Ludwig Leitner
mit Rudolf Wallner und Wolfgang Haendeler
Meister des Belcanto II: Vincenzo Bellini mit Rudolf Wallner
10. SonntagsFoyer
OpernBrunch
jeweils von 11.00 – 14.00 Uhr
Die Gastronomie des Musiktheaters lädt zu kulinarischen und musikalischen Freuden ein. Im besonderen Ambiente des Foyers lässt sich
herrlich tafeln und genießen. Telefonische Anmeldung erbeten unter +43 (0)732/76 11-950 oder per E-Mail an [email protected]
13. Oktober 2013, 8. Dezember 2013, 12. Jänner 2014, 9. Februar 2014, 9. März 2014, 20. April 2014, 11. Mai 2014, 8. Juni 2014
23
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Klangfoyer
Das KlangFoyer
lädt ein
Tagsüber sind Theater in der Regel für Publikum
­geschlossen. Nicht so das neue Musiktheater in Linz.
Vom Café Volksgarten im Erdgeschoß bis zum
­Restaurant Anton auf dem Dach gibt es von morgens
bis abends Gründe, sich im „Wohnzimmer“ der
­Landeshauptstadt (so hat Architekt Terry Pawson
sein großzügig entworfenes Foyer genannt) auf­
zuhalten.
Designs oder -Collagen über dieses Instrument zum
Klingen zu bringen.
In der MusiktheaterWerkstatt kann man sich mit der
Musiktheaterpädagogin des Landestheaters zu
Workshops und Informationsrunden verabreden.
Anmeldung bei Nadine Grenzendörfer unter
[email protected]
Am MusiktheaterFries im Rangfoyer taucht man in die
Welt der großen Pioniere der Musik- und Theater­
geschichte ein. Das Future Lab des Ars Electronica
Centers hat mit dem Ausstellungsmacher Gottfried
Hattinger eine interaktive Medienwand entwickelt,
die für etwa eine Stunde Basisinformationen über
Dort ist das KlangFoyer eingerichtet. Wer sich Musik Pioniere der Bühnenkünste liefert – in Bildern,
und Gesang, Oper, Operette, Orchester, Tanz, Musi- ­Tönen und Texten.
cal und Musiktheater nähern möchte (auch ohne eine
Vorstellung zu besuchen), wer seiner Wissbegier Wer tiefer in die Welt dieser Künste einsteigen möchnachgeht, indem er einzelne Bestandteile des Musik- te, hat auch dazu Gelegenheit. An einem interaktitheaters spielerisch kennenlernen möchte, der ist ven SpielTisch erhält man über Kartensets und faszihier richtig.
nierende Bild-, Klang- und Textangebote genauere
Auskünfte zu den Themen des MusiktheaterFrieses.
MOVE.ON Die Orchesterwerkstatt des Bruckner
Orchesters bietet Konzerte mit Instrumentenkunde Und schließlich liefert eine Audiothek, die HörBar,
für die Linz-Tage der oberösterreichischen Schulen Features und Interviews, historische Aufnahmen,
und diverse Fortbildungslehrgänge für Pädagogin- Künstlerporträts etc. aus der Welt der Töne und des
nen und Pädagogen an.
Musiktheaters. Wo man im Vorstellungsbetrieb
sein Pausengetränk genießt, eröffnen sich während
In der CineBox neben dem Hauptfoyer laufen Doku- der vorstellungsfreien Stunden besondere Hörerlebmentationen über die Arbeit der Sparten des Musik- nisse.
theaters und des Bruckner Orchesters. Auf Verabredung werden für Besuchergruppen ausgewählte An Vormittagen während der Woche können SchulFilme und Aufführungsmitschnitte aus der Welt des klassen, Studenten-, Senioren-, Reise- oder sonstige
Interessensgruppen Besuche verabreden.
Musiktheaters gezeigt.
Von Dienstag bis Samstag in der Zeit von 15.00 bis
Erfindungslustigen Besuchern liefert der Installa­ 18.30 Uhr ist allen Besuchern das KlangFoyer frei zutionskünstler Constantin Luser mit Tangosaurus, sei- gänglich.*
nem Raumbandoneon, ein ungewöhnliches Instrument. Besucher der MusiktheaterWerkstatt sind *Das KlangFoyer ist im Falle von Veranstaltungen und Vorstellungen
eingeladen, ihre eigenen Kompositionen, Sound-­ im Bereich des Foyers nicht oder nur eingeschränkt verfügbar.
MusIcal
26
Musical
Deutschsprachige Erstaufführung
The Wiz
Der Zauberer von Oz
Charlie Smalls / William F. Brown
Familienmusical
Buch von William F. Brown nach Frank L. Baums Der Zauberer von Oz
Zusätzliches Material von Tina Tippit, Musik und Songtexte von Charlie Smalls
Deutsch von Roman Hinze
Musikalische Leitung
Kai Tietje
Inszenierung/Choreographie
Kim Duddy
Eigentlich ist dies die wohlbe­
kannte Geschichte von der kleinen
Dorothy, die mitsamt ihrem Farmhaus in einen Tornado gerissen
wird und sich im Lande Oz wiederfindet – weit, weit weg von Kansas.
Ihre drei Freunde, die Vogelscheuche, den Blechmann und den feigen Löwen trifft sie auf ihrem Weg
auf der Gelben Backsteinstraße in
die Smaragdstadt. Dort, wo der
Große Zauberer residiert, der ihr
angeblich helfen kann, wieder
nach Kansas zurückzukommen.
Eigentlich also alles wie gehabt.
Aber The Wiz ist bunter, verrückter, schräger. Die Gute Hexe des
Nordens heißt hier Addaperle und
ist eine nette, wenn auch vergessliche Dame, „völlig durch den
Wind“ und die schlechteste Zauberin der Welt. Wenn sie es mal fertigbringt, vor aller Augen in einer
Dampfwolke zu verschwinden,
dann ist sie selbst am meisten davon überrascht. Die Vogelscheuche spart fleißig für ein Gehirn­
implantat, beim Blechmann hat
der Klempner vergessen, ein Herz
einzu­bauen, und der Löwe geht
seit Jahren zu einer ziemlich teuren Eule, um seine pathologischen
Bühne
Hans Kudlich
Kostüme
Monika Buttinger
Angstzustände behandeln zu lassen. Mit diesem seltsamen Gespann wagt sich Dorothy zum geheimnisumwitterten Wiz, der ihr
und ihren Freunden mit ein paar
Wundern, die er doch bestimmt
noch irgendwo herumliegen hat,
helfen soll. Der Wiz ist zunächst
angetan, weil Dorothy mit dem
Farmhaus punktgenau auf seiner
Erzfeindin Evvamene, der Bösen
Hexe des Ostens, gelandet ist.
Dramaturgie
Arne Beeker
Fantasyklassikers Der Zauberer
von Oz mit Gospel-, Blues- und
Soul-Musik im Motown-Stil. Das
Musical eroberte in den siebziger
Jahren den Broad­way im Sturm
und gewann eine neue, afroamerikanische Zuschauerschaft fürs
Musical­theater. Die hippe PopInterpre­tation des als etwas brav
em­pfundenen Klassikers wurde
allgemein bejubelt und in Star­
besetzung verfilmt, unter anderem mit Michael Jackson als
­Vogelscheuche und Diana Ross als
„Alles, was ich je wollte,
Dorothy. Erstmals erhält nun das
waren die einfachen
Landestheater Linz die Möglichkeit,
eine deutschsprachige FasDinge im Leben:
sung auf die Bühne zu bringen.
Macht ... Prestige ... Geld.“
Für die Inszenierung konnte die
renommierte Regisseurin und
­
Da ist sie doch genau die Richtige, Choreographin Kim Duddy (Ich
um auch Evillene, ihres Zeichens war noch niemals in New York, The
Böse Hexe des Westens, den Sound of Music, Hinterm Horizont)
­Garaus zu machen! Warum sich gewonnen werden, die um das
der Wiz schließlich ziemlich Linzer Musical­
ensemble eine
­unrühmlich aus dem Staub macht, energie­geladene Truppe von Gastdas versteht man am Ende, tja, darstellern geschart hat.
vielleicht – wenn man viel Fan­
tasie mitbringt.
The Wiz ist eine grandiose
afroamerika­nische Adaption des
premiere 28. Sep 2013 GroSSer Saal Musiktheater Volksgarten
Musical
Babytalk
Das Kinder-Krieg-Musical
Thomas Zaufke / Peter Lund
Buch und Songtexte von Peter Lund
Musik von Thomas Zaufke
Musikalische Leitung
Kai Tietje
Inszenierung
Andy Hallwaxx
Ein Mann und eine Frau, Robert
und Charlotte. Glück, Gesundheit,
Geld und guten Sex haben sie, was
fehlt? Ein BMW? Ein Geschirr­
spüler? Ein Kind! Warum nicht,
fragt Robert. Darum nicht, antwortet Charlotte. Ich will aber, sagt
Robert. Dafür habe ich keine Zeit,
meint Charlotte. Wenn nicht wir,
wer dann, fragt Robert. Leon und
Brigitte, sagt Charlotte. Das ist
nicht dein Ernst, sagt Robert, man
sollte kein Kind bekommen, wenn
man mit sich noch nicht im Reinen
ist. Eben, sagt Charlotte.
Kinderkriegen ist wie Mülltrennen.
Jeder weiß, dass man es tun sollte,
aber keiner will damit anfangen.
­Irgendwann fangen Robert und
Charlotte doch damit an. Mit der
Liebe hat es die letzten vierzehn
Jahre an sich ganz gut geklappt –
wenn man von drei, vier biographischen Details absieht, die man vom
Partner bisher nicht wusste. Und in
der Entwurfsphase macht Kinderkriegen ja auch noch Spaß. Aber
schon nach kurzem geht es bei den
beiden nicht mehr ums Kinderkriegen, sondern einen Kinder-Krieg.
Darum, bei wem später Beruf oder
Kind den Vorrang haben soll, wie
Bühne/Kostüme
Dido Victoria Sargent
DRAMATURGIE
Arne Beeker
sich ein furchterregend aus der Pro- die Torschluss­panik – schließlich
portion geratender Körper ver- hat er noch nie in Sansibar mit echkraften lässt, ob Mann sich einen ten Männern Dart gespielt.
Sohn wünschen darf und welche
Auswirkung Milchpumpen auf die Frauen und Männer passen einfach
erotische Anziehungskraft zwi- nicht zueinander. Loriots alte
schen den Geschlechtern haben. Weisheit gilt natürlich auch fürs
Und wenn die Fantasie erst einmal Kinderkriegen. Der Erfolgsautor
und Chef des Musicalstudiengangs
der Berliner Universität der Küns„Baby, Baby, Baby,
te Peter Lund (Das Wunder von Neukölln, Elternabend, Frau Zucker will
keiner hat es herbestellt.
die Weltherrschaft) stellt dies in unBaby, Baby, Baby,
barmherziger, gewitzter und hochWenn Sie so’n Ding im
komischer Weise heraus. Der ErHaushalt haben, kriegen Sie’s folg des von Thomas Zaufke (Big
Money, Mein Avatar und ich, Baden
wie Küchenschaben
gehen) mit abwechslungsreichen,
melodischen Songs versehenen
niemals mehr richtig weg.
Kultstücks basiert darauf, dass es
Baby, Baby, Baby,
erhellende und überraschende
ich seh’ nur noch Babyspeck.“ ­Erkenntnisse über den schwierigen Prozess bereitstellt, der der
Blüten treibt, gerät der Kinder- menschlichen Fortpflanzung zuwunsch allmählich zur schieren grunde liegt. Ein wahres Wunder,
Unmöglichkeit. Wie soll Charlotte dass die Weltbevölkerung immer
je wieder den Berufseinstieg schaf- noch wächst!
fen, wenn sie unter Tonnen von
Pampers-Packungen und unbehandeltem Holzspielzeug ihren Schreibtisch nicht mehr wiederfindet. Und
als es ernst wird, überfällt Robert
premiere 16. Nov 2013 Blackbox Musiktheater Volksgarten
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Musical
Österreichische Erstaufführung
Next to Normal
Tom Kitt / Brian Yorkey
Buch und Liedtexte von Brian Yorkey
Musik von Tom Kitt
Deutsch von Titus Hoffmann
Musikalische Leitung
Kai Tietje
Inszenierung
Matthias Davids
Bühne
Sanne Danz
Kostüme
Richard Stockinger
„Ich mache Pausenbrote auf Vorrat“,
erklärt Diana ihrer Familie, während sie fieberhaft auf dem Küchenboden Brote mit Käse und Gürkchen belegt. Es sind diese Situation
und diese Erklärung, die ihren
Mann Dan endlich davon überzeugen, dass es für seine manischdepressive Frau höchste Zeit ist,
sich wieder in Therapie zu begeben.
Wir sitzen mit am Küchentisch einer amerikanischen Mittel­klasseFamilie. Diana und Dan haben zwei
fast erwachsene Kinder, Gabriel
und Natalie. Gabriel ist ein sanfter
Charismatiker, der allen Vorstellungen seiner Mutter entspricht,
Natalie eine Möchtegern-Perfek­
tionistin mit Hang zum Rebellischen. Kein Wunder, wenn sich,
seit sie denken kann, alle Aufmerksamkeit in der Familie stets nur auf
die kranke Mutter richtet.
Das vielfach ausgezeichnete Musical Next To Normal erzählt nicht
die bekannte Geschichte, in der
Genie und Wahnsinn nah beieinander liegen. So schön das Klischee
des sich im Geisteskranken verbergenden großen Künstlers, genialen
Wissenschaftlers, Hochbegabten
Choreographie
Michael Schmieder
Dramaturgie
Arne Beeker
sein mag, es ist zu schön, um wahr führungen verliefen ermutigend,
zu sein. Natürlich gab es Nietzsche so dass sie neben anderen Projekund van Gogh, Mozart und Schu- ten weiter an dem Thema arbeitemann; an der Tagesordnung in den ten. Zwischenzeitliche Rückschläpsychiatrischen Praxen ist aber ge hielten die beiden nicht auf:
nicht das Genie, sondern der ganz Neun Jahre lang überarbeiteten sie
„normale Geisteskranke“. Der das Stück immer wieder, so dass
Angstvorstellungen entwickelt, am Ende insgesamt vierzig gestriohne sie in einem großen Roman chene Songs in der Schublade lanzu sublimieren. Der depressiv ist, deten. Nicht immer geht so etwas
ohne in den manischen Phasen gut (wenn es auch immer wieder
herausragende Kunstwerke zu heißt: Musicals are not written but
­
schaffen. Der ein Burnout durch- re-written). Hier aber war das Ergebnis ein umwerfender Erfolg.
„Patientin:
Das Stück räumte sämtliche Theaterpreise ab, lief zwei Jahre un­
‚Ich spüre gar nichts mehr.‘
unterbrochen in New York und
Psychoanalytiker:
wurde mit dem Pulitzer-Preis aus­
gezeichnet – als erst achtes Musi‚Patientin stabil.‘“
cal überhaupt. Gepriesen wurden
lebt, ohne am Ende dieser Phase die und werden die Wahrhaftigkeit,
Lösung für eine komplizierte die emotionale Wucht und der
­
­mathematische Gleichung zu prä- ­Humor, mit denen das schwierige
sentieren.
Thema dargeboten wird.
Die Autoren Brian Yorkey und Ein ungewöhnliches Stück, das ein
Tom Kitt taten sich bereits im Jahr weiteres Mal zeigt, wie weit das
1997 als Studenten auf der New Spektrum des Genres Musical
Yorker Columbia-Universität zu- reicht.
sammen, um ein zehnminütiges
Mini-Musical mit dem Titel Feeling
Electric zu schreiben. Erste Testauf-
premiere 18. Jän 2014 Schauspielhaus Promenade
Musical
Show Boat
JerOme Kern / Oscar Hammerstein II
Musical Play
Buch und Songtexte von Oscar Hammerstein II nach dem Roman von Edna Ferber
Musik von Jerome Kern, Deutsch von Frank Thannhäuser
In deutscher Sprache
Musikalische Leitung
Kai Tietje
Bühne
Mathias Fischer-Dieskau
Der Dampfer „Cotton Blossom“
fährt Ende des 19. Jahrhunderts
als schwimmender Theaterpalast
auf dem Mississippi von Hafen
zu Hafen und unterhält das Pub­
likum mit einem volksnahen
Bühnenspektakel. Der Star von
Käpt’n Andy Hawks Show ist Julie
LaVerne, die in schwärmerischen
Liebesdramen Südstaaten-Back­
fische ebenso zu Tränen rührt wie
hartgesottene Hinterwäldler. Bei
einer Probe kommt es zum Eklat.
Julie muss zugeben, Tochter eines
weißen Vaters und einer schwarzen Mutter zu sein. Nach dem Gesetz führt sie mit Co-Star Steve
Baker somit eine kriminelle
„Mischehe“. Julie muss das Schiff
verlassen, denn „gemischt­rassige“
Bühnenaufführungen sind ver­
boten. In der Not springt Käpt’n
Andys achtzehnjährige Tochter
Magnolia ein und gewinnt mit
­i hrem Million-Dollar-Lächeln
das Publikum im Sturm. Viele
Jahre später treffen sich Julie und
Magnolia in Chicago wieder. Julie
ist am Ende ihrer Bühnenkarriere
alkoholabhängig und depressiv,
Magnolia steht allein mit einem
Inszenierung
Matthias Davids
Kostüme
Judith Peter
Choreographie
Simon Eichenberger
Dramaturgie
Arne Beeker
Kind da und versucht den Wieder­ auch von Rassendiskriminierung,
einstieg in die Showbranche.
Alkoholismus und zerbrechenden
Beziehungen. Dass ausgerechnet
Impresario Florence Ziegfeld – der
"Ol‘ Man River,
Mann hinter den berühmten
Ziegfeld Follies – das Wagnis einDat Ol‘ Man River,
ging, das Stück zu produzieren
He mus’ know sumpin’,
und so eine populäre Kunstform
He jes’ keeps rollin’,
radikal zu reformieren, überraschte und wurde ihm hoch
He keeps on rollin’ along."
ange­rechnet. Show Boat war ein
durchschlagender Erfolg, wurde
Show Boat war 1927 eine Sensation dreimal verfilmt und in unzähliam Broadway. Eine komplexe Ge- gen Produktionen wiederauf­
schichte mit gesellschaftlicher geführt. Die Songs „Ol’ Man River“
Relevanz, glaubwürdigen, mehr­ und „Can’t Help Lovin’ Dat Man“
dimensionalen Figuren, ambiti­ wurden zu Jazz-Standards und
onierten musikalischen Sequen- Evergreens und von Stars wie Ella
zen, dramaturgisch gehaltvollen Fitzgerald oder Kiri Te Kanawa
Choreographien und einem in­ interpretiert.
nova­tiven Bühnenbild – und das
zu einer Zeit, als Musicals als Mit dem Musical Play Show Boat
rei­nes Massenvergnügen meist präsentiert das Linzer Musical­
eine bloße Aneinanderreihung ensemble in einer aufwändigen
von Schlagern, komödiantischen Neuproduktion als Linzer Erst­
Num­mern und langen, wohlge­ aufführung ein revolutionäres,
form­ten Beinen waren. Die sich zeitloses Meisterwerk des ameriüber vierzig Jahre erstreckende kanischen Musiktheaters.
Familiensaga erzählt nicht nur
von überschäumender Lebensfreude und erster Liebe, sondern
premiere 12. Apr 2014 Grosser Saal Musiktheater Volksgarten
29
30
Musical
Die Hexen
von Eastwick
Musical von John Dempsey und Dana P. Rowe nach dem Roman von
John Updike und dem Warner Bros. Film, Deutsch von Roman Hinze
Musikalische Leitung Kai Tietje Inszenierung Matthias Davids
Choreographie Melissa King Bühne Hans Kudlich
Kostüme Susanne Hubrich Lichtdesign Fabrice Kebour
Der Mann ist bloß ein „Witz in Gottes Schauer­
roman“. Das muss der teuflische Darryl Van Horne
einsehen, nachdem er den drei Kleinstadt-Hexen
Alexandra, Sukie und Jane spektakulär unterlegen
ist. Bis es jedoch so weit kommt, stellt er die geordneten Verhältnisse im kleinen Eastwick gründlich
auf den Kopf. Gespickt mit souliger Musik und
­mitreißenden Tanzszenen avancierte das Musical
nach dem Roman von John Updike und dem Film
mit Jack Nicholson zu einem großen Publikumserfolg. Mit der österreichischen Erstaufführung
wurde die Musicalsparte des Linzer Landes­theaters
eröffnet.
Wiederaufnahme Nov 2013 GroSSer Saal Musiktheater Volksgarten
Honk!
Musical Comedy für Jung und Alt nach
Hans Christian Andersens Märchen Das hässliche Entlein
Buch/Liedtexte: Anthony Drewe, Musik: George Stiles,
Deutsch von Stephan Kopf, Zelma und Michael Millard
Musikalische Leitung Kai Tietje
Inszenierung/Choreographie Kurt Schrepfer
Bühne/Kostüme Beata Kornatowska
Ente Ida Erpel sitzt auf einem Nest voller Eier, während Gatte Erwin lieber dem Hahn beim Hühnerzählen zuschaut. Als jedoch das fünfte Küken aus
seinem viel zu großen Ei schlüpft, gibt es statt einem niedlichen Quaken ein ohrenbetäubendes
„HONK!“ von sich. Und was für ein hässliches Entlein es ist! HONK!, die Musical Comedy für Jung
und Alt, wurde mit dem Londoner Bühnen-Oscar,
dem Olivier Award, als bestes neues Musical ausgezeichnet und setzte sich dabei gegen so prominente Mitbewerber wie Lion King und Mamma Mia
durch.
Wiederaufnahme Nov 2013 kAMMERSPIELE pROMENADE
Seven in
Heaven
Showtime mit dem Linzer Musicalensemble
Musikalische Leitung Kai Tietje
Inszenierung/Konzeption Matthias Davids
Choreographie Simon Eichenberger Bühne Hans Kudlich
Kostüme Richard Stockinger
Mehrere Guiness-Rekorde werden in Seven in
Heaven gebrochen: die wildeste Tanzparty auf der
Fläche einer Fußmatte, die meisten russischen Komponistennamen in dreißig Sekunden, die heftigsten
Shimmy-Sha-Wabble-Hootchy-Kootchy-Zuckungen
eines einzelnen weiblichen Körpers. Auf Rekordjagd
gehen die sieben himmlischen Mitglieder des Linzer Musicalensembles, die sich in diesem Programm
von Matthias Davids, dem Leiter der Musicalsparte
am Landestheater, dem Linzer Publikum präsentieren. In der BlackBox Lounge des Musiktheaters zeigt
sich die Vielfalt des Musicals.
Wiederaufnahme Herbst 2013 BlackBox Lounge Musiktheater Volksgarten
31
Ballett
32
BAllett
Schwanengesang
Tanztheater von Mei Hong Lin
in sechs Bildern frei nach Motiven von Georges Rodenbachs Roman Bruges-la-morte
Musik von Michael Erhard
Musikalische Leitung
Michael Erhard
Choreographie/Inszenierung
Mei Hong Lin
Melancholie, Todessehnsucht und
wahnhafte Fantasie bestimmen
den jungen Hugo, der nach dem
Tod seiner Frau durch das ver­
nebelte Brügge irrt. Doch statt
sich gegen sein Schicksal aufzubäumen, entwickelt sich seine
Schwermut zum alles bestimmenden Lebensgefühl, das die Wahrnehmung trübt und die Realität
verwischen lässt.
Mit dieser Hauptfigur erschuf
George Rodenbach in seinem
­Roman Bruges-la-morte (1892)
­einen Archetypus der Dekadenz,
der die Geisteshaltung und ein
belieb­tes Sujet der Kunst des Fin
de Siècle in Reinform verkörpert
und bereits durch Erich Wolfgang
Korngolds Oper Die tote Stadt den
Weg auf die Bühne gefunden hat.
Die atmosphärische Welt der
­melancholischen Stadt Brügge, in
der Rodenbach seinen Antihelden
Hugo Viane sich ganz seiner
­Trau­er und Schwermut hingeben
lässt, sowie die existenzielle
Schwere und Ausweglosigkeit
­seines Gemütszustandes sind bezeichnend für dieses Werk, das
Bühne und Kostüme
Thomas Gruber
Mei Hong Lin als Inspiration für
ihr Tanz­theater Schwanengesang
dient.
„Brügge und ich sind eins.
Wir beten Schönstes an:
Vergangenheit.”
Dramaturgie
Sarah K. Schäfer
hoffnungslose Beziehung mit einer Tänzerin eingeht; die eigentliche Tragödie handelt von seelischer Zerrissenheit eines Menschen zwischen sittenstrenger
Entsagung und wilder Leidenschaft, die sich bis in den Wahn
steigert – ein Wahn, der sich in
den verschiedensten Sinnes­
eindrücken widerspiegelt, nicht
zuletzt in Hugos Annahme, die
Schwäne singen zu hören.
Mei Hong Lin spürt dem Seelenbild eines Menschen nach, der
zwar dem Leben entsagt, den seine Leidenschaften aber nicht aus
dem Leben entlassen wollen.
Dekadenz ist nur einer von zahlreichen konkurrierenden Epochenbegriffen für das Ende des 19. Jahrhunderts. Georges Rodenbach hat
diese Strömung um eine eigene
flämische Variante ergänzt, für
die ein Lokalpatriotismus in symbolistischer Prägung charakteristisch ist: Glockenklänge, still da- Bereits 2007 war Mei Hong Lin
hingleitende Nonnen, Schwäne mit Das Haus der Bernarda Alba als
auf grauen Kanälen, ständiger Choreographin in Linz zu Gast.
­Regen und Nebel formen eine Nun kehrt sie als neue Ballett­
mit allen Sinnen wahrnehmbare direktorin an das Landestheater
Topographie, in der die Grenzen Linz zurück und stellt sich mit
zwischen der inneren und der äu- Schwanengesang dem Publikum
ßeren Welt mehr und mehr in­ein­ vor.
ander übergehen. Das Wesent­
liche in Bruges-la-morte ist nicht
die Handlung vom trauernden
Witwer, der eine illusorische und
Premiere 12. Okt 2013 GroSSer Saal Musiktheater Volksgarten
BAllett
Carmina Burana
Tanztheater von Mei Hong Lin
Musik von Carl Orff
Musikalische Leitung
Ingo Ingensand
Choreographie/Inszenierung
Mei Hong Lin
Weltliche Gesänge für Soli und Chor
mit Begleitung von Instrumenten und
mit magischen Bildern – dieser
­erklärende Zusatz zu Carl Orffs
Carmina Burana klingt vielversprechend, das Werk selbst zählt
zu den bekanntesten der Musik­
literatur. Bestens bekannt etwa
das „O fortuna“ – wohl kaum einer, der das mächtige Chorstück
noch nie gehört hat. Doch weitaus
weniger bekannt ist, was hinter
dem verheißungsvollen Titel und
den eingängigen Gesängen steckt.
Fest steht, dass Orffs Werk nicht
genau einer Gattung zuzuordnen
ist. Die Carmina Burana verfolgen
keinen in sich konsistenten Handlungsstrang, sondern berühren in
vielgestaltigen Bildern ein Spek­
trum von Themen, das die Bevölkerung des Mittelalters beschäftigt hat. Grundlage für Orff, der
die lateinischen und mittelhochdeutschen Texte für die Kantate
selbst zusammengestellt hat, ist
die Benediktbeurer Handschrift
aus dem 13. Jahrhundert. Enthalten darin sind universale Fragen
zur Vergänglichkeit des Lebens,
Bühne
Dirk Hofacker
Kostüme
Bjanka Ursulov
Dramaturgie
Susanna Schulz,
Rüdiger Schillig
zum Umgang mit dem eigenen Themen von damals in die heutiSchicksal, zu Geburt und Tod, ge Zeit und bringt die Carmina
Liebesfreud und Leid und das Be- Burana als Tanztheater auf die
kenntnis zu einer verkehrten Bühne.
Welt, in der man der Lust, dem Al- Die mittelalterliche Idee eines nie
kohol und dem Glücksspiel frönt, endenden Kreislaufes von Werden und Vergehen wird in ein
modernes und lebhaftes Tanz­
„Oh, Fortuna! Wie der Mond so theater übersetzt, das mit den heuveränderlich, wächst du immer tigen Familienkonstellationen,
wetteifernden Casting-Shows und
und verschwindest!”
unterschiedlichsten Schicksalsschlägen die Essenz der menschum das Wesentliche hinter sich zu lichen Existenz mit all ihren Hofflassen – nämlich die Tatsache, nungen und Ängsten treffend zu
dass der Mensch nicht mit seinem charakterisieren weiß.
Schicksal hadern kann, er seinen Gesänge zu Ehren der SchicksalsPlatz im Kreislauf des Werdens göttin Fortuna setzen das mächtiund Vergehens selbst definieren ge Rad des Schicksals in Gang,
muss. Diese Bilder sind es, die Orff Menschen kämpfen gegen Ängste,
sich selbst zur Aufführung der erleben Liebe, Geburt, Verlust, sie
Carmina Burana wünschte. Eine trotzen dem Chaos, werden vom
rein konzertante Aufführung Schicksal bewegt wie Blätter im
hätte dem Konzept des Werkes – Wind. Das Rad dreht sich weiter,
seine Uraufführung war 1936 – und am Ende steht die Frage: Wie
entgegengestanden. Orff schweb- steht der Mensch zum Lauf des
te von Beginn an ein Tanzchor, ­eigenen Lebens? Bäumt er sich gegen ihn auf?
wie er es nannte, vor.
Mei Hong Lin geht nun einen
Schritt weiter. Sie überträgt die
Premiere 1. Mär 2014 GroSSer Saal Musiktheater Volksgarten
33
34
BAllett
Blind Date
Tanzstück über Begegnungen und die Suche nach dem großen Glück von Mei Hong Lin
Musik von Astor Piazzolla, James Brown, den Rolling Stones und anderen
Choreographie/Inszenierung
Mei Hong Lin
Bühne
Corina Krisztian-Klenk
Kostüme
Bjanka Ursulov
Eine Partnerschaft macht glück- leicht noch tiefer. Auf dem Partlich, das glauben 79 %. Der Haupt- nervermittlungsmarkt gibt es
grund für das Singledasein liegt eine unüberschaubare Men­ge an
30 % der Frauen zufolge an ihren ­spezialisierten Ange­bo­ten für die
zu hohen Ansprüchen an einen sogenannten Sin­gles: Oline-PartPartner. Zum Valentinstag haben nerbörsen, Singletreffs, Flirt­
schon mal 62,3 % ein Geschenk ge- kurse und Speed-Dating-Veranmacht. An Liebe auf den ersten staltungen. Das Fern­sehen findet
Blick glauben 59 %, und 53 % ha- neue Formate, in denen der
ben sie sogar schon mal erlebt. ­Zuschauer den reichen Junggesel„Ich liebe dich“ sagen 3 % schon am len oder den Bauern auf der Suche
ersten Abend, 13 % warten damit, nach einem Wunschpartner bebis ein halbes Jahr vergangen ist, gleitet.
und Kaffeetrinken gehört mit
73,3 % zu den beliebtesten Unter"Love is all around."
nehmungen beim ersten Date.
The Troggs
Dutzende solcher statistischer Erhebungen – eine Ursache: Das soziale Wesen Mensch ist auf Zwei- Doch was passiert, wenn man
samkeit programmiert. Auch dem potenziellen zukünftigen
wenn die Anzahl der Einpersonen­ Partner zum ersten Mal im Single­
haushalte stetig zunimmt und in treff oder beim Speed-Dating geurbanen Regionen bereits die genüber sitzt? Was ist Flirten?
Hälfte aller Wohnformen aus- Welche Signale und Strategi­en
macht, treibt die Suche nach dem geben den Ausschlag, wenn Mänidealen Liebes- und Lebenspart- ner balzen und Frauen den bener die Menschen nach wie vor rühmten Augenaufschlag maum. In der modernen Massen­ chen? Wollen Männer und Frau­en
gesellschaft, die sich durch ein überhaupt das Gleiche? Und wie
­hohes Maß an Anonymität und kommt es zum ersten Kribbeln im
Individualität auszeichnet, sitzt Bauch, zum Herzklopfen, zu gedie Angst vor der Einsamkeit viel- genseitiger Zuneigung, zu Ver-
Dramaturgie
Sarah K. Schäfer
liebtheit und schließlich hoffentlich zum ganz großen Glück der
Liebe? Ist er der ersehnte Richtige,
mit dem man ein Leben zu zweit
gestalten kann? Oder folgt schnell
die Ernüchterung: „Wie, du lebst
noch bei deiner Mutter?“
Dass es beim Werbeverhalten
zwischen den Geschlechtern vor
allem auf nonverbale Kommunikation ankommt, macht die Suche
nach der großen Liebe zum idealen Stoff für einen spritzigen und
temporeichen Tanztheaterabend.
Aus kurzen Episoden und Moment­
aufnahmen aus allen Phasen einer
Paarbeziehung formt Mei Hong
Lin eine unterhaltsame Collage
über eines der größten Mysterien
der Menschen und eines der großen Wunder des Lebens: die Liebe.
Zum Klingen gebracht wird der
amouröse Reigen mit Musik u. a.
von Eleni Karaindrou, Astor
Piazzolla, Aram Khatchaturian,
Duke Ellington, James Brown und
Songs über Liebe und Sehnsucht
von den 50er Jahren bis heute.
Premiere 31. mai 2014 BlackBox Musiktheater Volksgarten
35
schausPIel
36
Schauspiel
Dantons Tod
Georg Büchner
Ein Drama
Inszenierung
Christian Wittmann
Bühne
Sabine Mader
Kostüme
Christian Schmidleithner
Video
Rene Liebert
Frankreich, März 1794, fünf
Jahre nach dem Sturm auf die
­Bastille: Der entmachtete Adel
und Klerus rüstet erneut auf, die
Guillotine arbeitet pausenlos für
die Republik und gegen die
Konter­revolution. Aber für das
Volk, das 1789 gegen Armut und
Unterdrückung auf die Straße gegangen ist, hat sich nichts geändert. Der revolutionäre Augenblick, in dem eine grundsätzliche
gesellschaftliche Veränderung
möglich schien, ist verstrichen.
Terror und Macht­streben sind
wieder an der Tagesordnung. Ist
die Revolution bereits gescheitert?
Diese Frage spaltet die Jakobiner
und ihre patriotischen Helden-­
Ikonen Georges Danton und
M aximilien de Robespierre.
­
­Danton erkennt, dass die egoistische Natur des Menschen der
Vollendung einer Revolution entgegensteht und fordert das Ende
des Tötens. „Die Revolution muss
aufhören, und die Republik muss
anfangen.“ Robespierre hingegen
sieht im Ende des Terrors einen
vorzeitigen Abbruch der Revolution, deren Ziele nicht erreicht
Musik
zeitblom
Dramaturgie
Elke Ranzinger
sind, solange die Verhältnisse ungleich sind. Danton, der sich dem
Fortschritt der Gesellschaft durch
Stillstand in den Weg stellt, muss
ausgeschaltet werden ...
„Wer soll denn all die schönen
Dinge ins Werk setzen?”
Gießen, März 1834: Georg Büchner
schreibt kurz vor seiner Flucht
aus Deutschland, an seine Verlobte: „Ich studiere die Geschichte der
Revolution. Ich fühlte mich wie
zernichtet unter dem gräßlichen
Fatalismus der Geschichte. Ich finde in der Menschennatur eine entsetzliche Gleichheit, in den
menschlichen Verhältnissen eine
unabwendbare Gewalt, Allen und
Keinem verliehen. Der Einzelne
nur Schaum auf der Welle, die
Größe ein bloßer Zufall, die Herrschaft des Genies ein Puppenspiel,
ein lächerliches Ringen gegen ein
ehernes Gesetz, es zu erkennen
das Höchste, es zu beherrschen
unmöglich.“ Seine Worte drücken
einen tiefen Zweifel an der Mög-
lichkeit des Einzelnen aus, in die
Geschichte als Handelnder einzugreifen. Nicht der Mensch macht
Geschichte, sondern die Geschichte macht den Menschen, oder wie
er 1835 in seinem ersten veröffent­
lichten Theaterstück Dantons Tod
schreibt: „Wir haben nicht die
­Revolution, sondern die Revolution hat uns gemacht.“
Heute, 200 Jahre nach Büchners
Geburt und rund 220 Jahre nach
der Französischen Revolution, gehören Ungleichheit, Bürokratie,
Pragmatismus, Macht, Intoleranz
und Terror mehr denn je zum
demokratisierten und ökonomisierten republikanischen Alltag.
Grundsätzlicher Zweifel scheint
ausgedient zu haben und wird
bestenfalls auf der Unterhaltungsoberfläche von Talk-Shows kredenzt. Warum sind wir so sicher,
dass unsere Gesellschaftsordnung
die beste aller möglichen ist? Wer
sich diese Frage stellt, stellt vieles
in Frage: Wie jetzt, ein Umbruch
oder was? Uns geht es doch gut!
Premiere 27. Sep 2013 Kammerspiele Promenade
Auftragswerk
des
landestheaters
linz
Schauspiel
37
Uraufführung
Der
Der
eingebildete (eingebildete)
Kranke Frauenfeind
Molière
Tamsin Oglesby
Komödie, Deutsch von Gerhard Willert
Eine Gender-Komödie nach Motiven von Molière, Deutsch von Christian Wittmann
Inszenierung
Gerhard Willert
Bühne/Kostüme
Alexandra Pitz
Musik
Eva Reiter
DRAMATURGIE
Kathrin Bieligk
Argan, Bürger von Paris, wohlhabend, glaubt sich
Nach Richtig alt, so 45 und Ephebiphobia (Angst vor
todkrank. Jedes nur mögliche Leiden entdeckt er an
Teenagern) kommt jetzt Tamsin Oglesbys Antwort
sich selber und befolgt minutiös die Anweisungen
auf Molière: „Das Landestheater Linz hat mich geseines Arztes Purgon und seines Apothekers
fragt, ob ich eine Antwort auf Molière schreiben
­Fleurant. Solchermaßen beschäftigt, bemerkt er
will. Meine Antwort auf Molière ist prinzipiell JA.
nicht, was in seiner Familie vor sich geht. Seine
Ich liebe sein komisches Genie, seine Beherrschung
Tochter Angélique soll durch eine Heirat mit dem
der Typencharaktere, seine ungeheuerliche HandArzt Thomas die ärztliche Versorgung Argans ge- lungsführung, seine verspielte Theatralität und seine satirische Haltung den großen moralischen Frawährleisten, ihre Liebe gehört jedoch Cléante, der
sie als Musiklehrer getarnt besucht. Argans zweite
gen gegenüber. Also ist es weniger eine Frage von
Frau Béline sehnt aus Geldgier seinen Tod herbei
‚ob’ als ‚was, wie und wann?’
und will beide Töchter loswerden.
‚Wenn Molière heute leben würde …̒
Nur Toinette, das Dienstmädchen,
scheint mir ein guter Ausgangspunkt
„Ein
Regisseur,
begreift die Lage und versucht ­Argan
zu sein. Partnervermittlung, Liebe
eine Schauspieltruppe.
aufzuklären. Als Angélique darauf
und Ehe – oder vielmehr Liebe contra Ehe – sind Themen, die sich durch
besteht, ­ihren Ehemann frei wählen
Ein Molière-Projekt
zu dürfen, spitzt sich die Lage zu.
seine Stücke ziehen und ich glaube, er
der
besonderen
Art.
”
­Toinette verbündet sich mit Argans
wäre von den modernen Dating –
Bruder Béralde, um Argan zur VerMöglichkeiten (speed dating, online
nunft zu bringen. Als Arzt verkleidet, fordert sie ihn
dating, Bücher wie Die Kunst den Mann fürs Leben zu
auf, sich tot zu stellen, um die Reaktion seiner Fami- finden) gleichermaßen fasziniert wie vom Treibsand
lie zu testen … Selber schon schwerkrank, schuf
der Geschlechter-Politik. Wer hat die Hosen an, wer
­Molière mit Le malade imaginaire sein letztes Werk. zahlt die Hosen, oder will jetzt jeder den Anzug anIm Kostüm Argans starb er nach einer Aufführung
ziehen? Der Mann, der Scheinheiligkeit jeglicher Art
an einem Blutsturz, erst 51 Jahre alt. Der eingebildete
anprangert, würde sich am Durcheinander der
g
­
egenwärtigen sexuellen Lebensgewohnheiten erKranke ist heute seine meistaufgeführte und berühmteste Komödie – unvergleichlich scharf das
götzen. Das ist die Richtung, in die ich gehen will …“
Tamsin Oglesby, Dezember 2012
Brennglas auf Sein und Schein lenkend.
Premiere 5. Okt 2013
Schauspielhaus Promenade
Premiere 10. Okt 2013
Backstage Schauspielhaus Promenade
Doppelvorstellungen an ausgewählten Terminen
38
Schauspiel
Hexenjagd
Arthur Miller
Schauspiel in zwei Akten
Deutsch von Hannelene Limpach und Dietrich Hilsdorf; Mitarbeit: Alexander F. Hoffmann
Eine Produktion von Schauspiel, u\hof: und dem 3.Jahrgang der Schauspielabteilung der Anton Bruckner Privatuniversität
inszenierung
Ingo Putz
Bühne
Stefan Brandtmayr
Salem, Massachusetts, Neuengland: Eines Nachts überrascht
Pastor Parris seine junge Tochter
Betty, seine Nichte Abigail und
andere Mädchen der Gemeinde im
Wald, als sie nackt mit der Schwarzen Tituba tanzten. Der Schock,
ertappt worden zu sein und die
Angst vor Strafe lösen bei den
Mädchen heftige Reaktionen aus.
Betty flüchtet sich in eine Ohnmacht, aus der sie auch am anderen Morgen noch nicht erwacht
ist, eine andere verstummt, eine
dritte isst und trinkt nicht mehr.
Schnell spricht sich in der Kleinstadt herum, dass es im Hause
­Parris nicht mit rechten Dingen
zugeht. Als dann auch noch auf
Parris‘ Initiative der Hexenspe­
zialist Pastor Hale erscheint,
bricht in Salem ein regelrechter
Hexenwahn aus. Schnell wird das
Geschehen als Teufelsanbetung
verschrieen und ein Gericht einberufen. Die Stimmung ist aufgeheizt und die Angst der Mädchen
groß. Um sich zu schützen, simulieren die Mädchen Anfälle und
behaupten, dass sie von anderen
Gemeindemitgliedern verhext
Kostüme
Cornelia Kraske
Dramaturgie
Franz Huber
worden seien. Neben der Furcht, bleiben … Das Stück Hexenjagd baals Hexen angeklagt und zum siert auf tatsächlichen EreignisTode verurteilt zu werden, haben sen. Die Bewohner von Salem im
einige der Mädchen auch persön- Jahre 1692 sind Nachfahren der
liche Motive, andere Frauen der Pilgrim Fathers, englische PuritaHexerei zu bezichtigen. Abigail ner, die im Jahre 1620 nach Amehatte eine Affäre mit dem Bauer rika emigrierten. Nach puritaniJohn Proctor, der aber im Gegen- schem Glauben war das Leben
satz zu ihr, nichts mehr davon kein Vergnügen, sondern harte
wissen will. Und so bezichtigt Arbeit. Jegliche Vergnügungen
wie Feiern, Tanzen oder selbst
„Man sagt, Sie glauben nicht ­Bücherlesen waren verboten. Die
Bibel bestimmte das Handeln der
an Hexen. Sie glauben nicht,
Menschen. Sie waren fanatisch dadass es in dieser Welt überhaupt rauf bedacht, ihr „Neues Jerusalem“, das sie aufbauen wollten,
Hexen geben könnte.”
nicht durch „falsche“ Wege und
Abigail John Proctors Frau Eliza- trügerische Gedanken zu entehbeth der Hexerei. Mit jeder Be- ren und zu verderben.
schuldigung wächst die Macht der Arthur Miller schrieb das Drama
Mädchen, so dass bald ein Groß- Hexenjagd Anfang der 50er Jahre.
teil der Gemeinde angeklagt ist. Es entstand unter dem Eindruck,
Auch John Proctor wird beschul- der, unter Senator McCarthy inidigt, mit dem Teufel im Bunde zu tiierten, Kommunistenjagd in
stehen, durchschaut zwar als Ein- Amerika. Exemplarisch zeigt es,
ziger die Machenschaften und Be- wie sich eine scheinbar demokraweggründe der Mädchen, findet tische Gesellschaft durch Bigotteaber kein Gehör. Proctor wird vor rie und Aberglauben, durch Intodie Wahl gestellt, sein Leben leranz und Fanatismus selbst
durch ein falsches Geständnis zu zerstört.
retten oder bei der Wahrheit zu
Premiere 19. OKT 2013 Kammerspiele Promenade
Schauspiel
So spät durch
Nacht und Wind
Ein bizarrer Balladenabend quer durch die Jahrhunderte
Inszenierung
Verena Koch
Musik
Anna Langs Woodair trio
Dramaturgie
Franz Huber
Sensationen, Naturkatastrophen, glücklichen Lieben, spukhaften Verena Kochs Auswahl wird quer
Schicksalsschläge, Verbrechen Begegnungen und wahnhaften durch die Jahrhunderte der deutund Leidenschaften – das sind die Gesichtern haben viele Komponis- schen Balladendichtung wandern
Themen der Balladen seit Jahr- ten zu Vertonungen angeregt und von Goethe und Schiller bis hin
hunderten. Balladen erzählen werden von der oberösterreichi- zu den Songtexten der Kult-Bands
­Geschichten auf „kleinsten Raum“: schen Komponistin Anna Lang Element of Crime oder Tocotronic.
gebunden, rhythmisch, musika- und ihrem Woodair trio in neuer
lisch. Die Geschichten von un- Form präsentiert.
Premiere 3. NOV 2013 BLACKBOX LOUNGE MUSIKTHEATER VOLKSGARTEN
Eine Woche
voller Samstage
Paul Maar
Kinderstück nach dem gleichnamigen Kinderbuch
In Zusammenarbeit mit dem 3. Jahrgang der Schauspielabteilung der Anton Bruckner Privatuniversität
Für alle ab 6 Jahren
Inszenierung
Katharina Schwarz
Bühne
Georg Lindorfer
Kostüme
Cornelia Kraske
Musik
Nebojša Krulanović
Herr Taschenbier ist ein angepass- wählt. Anfangs ist das Sams noch punkte aufgebraucht und die
ter Büroangestellter, der bei der lästig und Herr Taschenbier ver- Woche voller Samstage ist vorbei.
resoluten Frau Rotkohl zur Unter- sucht, es so schnell wie möglich Die Geschichten um das freche
miete wohnt. Sein Leben verän- loszuwerden, aber schnell entsteht Sams, das jeden noch so ausgefaldert sich schlagartig als er eines zwischen ihnen eine zärtliche, lenen Wunsch erfüllen kann,
Tages auf der Straße auf ein klei- lustige Freundschaft, die Herrn ­gehören zu den bekanntesten
nes Wesen mit einem Gesicht vol- Taschenbier immer mehr Selbst- Werken des mit vielen Preisen
ler blauer Wunschpunkte trifft: vertrauen gewinnen lässt. Nur lei- ausgezeichneten Kinderbuch­
das Sams, das ihn zum „Papa“ er- der sind am Ende alle Wunsch- autors Paul Maar.
Premiere 17. Nov 2013 Kammerspiele Promenade
39
40
Schauspiel
Komödie im Dunkeln
Peter Shaffer
Komödie
Deutsch von Lüder Wortmann
Inszenierung
Peter Wittenberg
Bühne
Florian Parbs
Brindsley Miller, ein junger erfolgloser Bildhauer, lädt den
Kunstsammler Godunow und seinen zukünftigen Schwieger­papa
in seine Wohnung ein. Große
Erwartungen sind mit diesem
Abend verbunden. Godunow soll
ihm ein Kunstwerk abkaufen und
der Vater seiner Verlobten Carol
soll sein Einverständnis zur geplanten Hochzeit geben. Um seinen Schwiegervater in spe zu beeindrucken, hat sich Brindsley
Miller die wertvollen Möbel seines Nachbarn, der gerade auf Urlaub ist, heimlich ausgeliehen.
Brindsley verdient als Künstler
nicht viel, und so wollen er und
seine Verlobte Carol bei ihrem
strengen Vater den Anschein von
Wohlstand erwecken. Doch ein
Stromausfall durchkreuzt alle
Pläne.
Die Täuschungsmanöver und der
Stromausfall bieten die Ausgangslage für eine turbulente Farce.
Peter Shaffer arbeitet mit einem
genialen Trick: Nach einem Kurzschluss müsste die Bühne eigentlich im Dunkeln liegen, doch
die Lichtverhältnisse sind umgekehrt. Die Zuschauer sehen alle
Ereignisse im hellen Tageslicht,
Kostüme
Alexandra Pitz
Musik
Wolfgang Siuda
Dramaturgie
Franz Huber
während die Schauspieler so tun kroch durch das Fenster herein.
müssen, als ob sie im Dunkeln tap- Der Krieger griff nach seinem
pen würden. Situationskomik und Schwert und forderte den Einerhellende Missverständnisse dringling heraus. Sie kämpften.
sind das Resultat: Alle stolpern Wir konnten die Duellanten seund stürzen. Gleichzeitig wähnen hen, wie sie sich austricksten und
sie sich unsichtbar und somit un- aufeinander einschlugen, sie jebeobachtet. So entstehen umwer- doch, den Spielregeln gehorchend,
fend komische Momente. Die sahen überhaupt nichts. Sie taten
nämlich so, als ob sich alles in absoluter Dunkelheit abspielte, nur
„Streichhölzer haben Sie
dass die Dunkelheit durch ein ininzwischen nicht aufgetrieben, tensives weißes Licht dargestellt
wurde. In den folgenden Jahren
stimmts?”
hatte ich mich oft gefragt, ob
­Möbel werden in völliger „Dun- diese wundervolle chinesische
kelheit“ Stück für Stück wieder in ­Erfindung – die Umkehrung von
die Wohnung des Nachbarn ge- Licht und Dunkelheit – nicht auch
schafft, als dieser unvermutet auf- in einer englischen Komödie vertaucht; eine ängstliche Nachbarin, wendet werden könnte.“ So weit
die Zuflucht sucht und der reiche Peter Shaffer. Der englische Autor
Kunstsammler müssen im Fins- wurde 1926 in Liverpool geboren.
tern umsorgt werden. Und dann Er arbeitete u. a. in der New York
taucht auch noch die ehemalige Public Library, als Redakteur für
Geliebte von Brindsley auf, die die symphonische Musik und als
Situation schamlos für sich zu ­Musikkritiker. Diese Komödie
wurde 1965 uraufgeführt; sein
nutzen weiß.
„Vor Jahren hatte ich in London ­bekanntes Stück Amadeus hatte
eine Aufführung der Peking Oper 1979 seine Uraufführung und
gesehen. Sie spielten eine Szene wurde 1983 von Milos Forman
in einer Herberge während der verfilmt und mit mehreren Oscars
Nacht. Ein Krieger legte sich hin, ausgezeichnet.
um zu schlafen und ein Bandit
Premiere 7. DEZ 2013 Kammerspiele Promenade
Schauspiel
Othello
William Shakespeare
Tragödie
Inszenierung
Johannes von Matuschka
Bühne
Marie Holzer
Jago sinnt auf Rache. Statt seiner
wurde Cassio vom Feldherrn
Othello zum Leutnant ernannt.
In seiner Eifersucht stachelt er
Rodrigo auf, der Othellos Frau begehrt: Nur durch Zauberkünste
sei es Othello möglich gewesen,
Desdemonas Herz zu erobern.
Othello aber schwört – mit Zustimmung Desdemonas – gegenüber deren Vater Brabantio, dass
beide die Ehe freiwillig eingegangen sind. Gemeinsam mit seiner
Frau zieht Othello nach Zypern in
den Krieg. Er übergibt Desdemona
in die Obhut Jagos. Dieser macht
Cassio betrunken und verwickelt
ihn in einen Streit mit Rodrigo.
Cassio wird seines Postens ent­
hoben und wendet sich auf Jagos
Rat hin an Desdemona, damit sie
bei Othello für ihn eintrete. Gegenüber Othello behauptet Jago
dagegen, Desdemona bäte ihn nur
deshalb für Cassio, weil sie ein
Verhältnis mit ihm habe. Othellos
Misstrauen und seine Eifersucht
wachsen. Schließlich spielt Jago
Othellos erstes Geschenk an
­Desdemona, ein Taschentuch, in die
Hände von Cassio – für Othello ein
unwiderlegbarer Beweis der Untreue seiner Frau. Obwohl sie ihre
Kostüme
Hella Prokoph
Unschuld beteuert, erstickt er
­D esdemona mit einem Kissen.
Emilia, Jagos Frau und Desdemonas Zofe, offenbart Othello, dass
Desdemona die Wahrheit gesagt
hatte …
„Verdammnis meiner Seele,
lieb’ ich dich nicht!
Und wenn ich dich
nicht liebe,
dann kehrt
das Chaos wieder.”
Othello ist lange Zeit für ein „Eifersuchtsdrama“ gehalten worden.
Man kann die Tragödie aber auch
als das erste Stück lesen, welches
das Entstehen und die Dynamik
rassistischer Vorurteile beleuchtet. Diese werden genau an dem
Punkt ausgelöst, als Othello, der
„Mohr von Venedig“, eine weiße
Frau heiratet. Für die Venezianer
besteht der Skandal gerade darin,
dass Desdemona nicht vergewaltigt wurde, sondern sich
freiwillig für Othello entscheidet,
denn ihre Liebe zu­einander kann
mit den stereo­typen Erklärungs-
Dramaturgie
Kathrin Bieligk
mustern der weißen Gesellschaft
nicht erfasst werden. Desdemona
und Othello treten der rassistischen Logik entgegen und werden
außerdem zu Komplizen gegen
das venezianische Patriarchat.
Desdemona ist nicht nur passives
Opfer. Sie tritt öffentlich gegen ihren Vater auf und bekennt sich
dazu, Othello auch sexuell zu begehren. Desdemona ist jedoch
gleichermaßen Komplizin des
abendländischen Ethnozentrismus, die ihr eine Zeit lang die Befreiung aus den engen patriarchalischen Normen ermöglichen, da
sie sich in das Bild des exotischen
und geheimnisvollen Othello verliebt hat. Othello wiederum verinnerlicht Jagos rassistische Stereotypisierungen und zweifelt
schließlich selbst daran, dass
­Desdemona einen Schwarzen lieben kann. Am Ende wird er selber
zum Vertreter der patriarchalen
Ordnung, der mit dem Mord an
Desdemona weibliches Begehren
bestraft.
Premiere 25. Jän 2014 Kammerspiele Promenade
41
42
Schauspiel
Der Balkanspion
Dušan Kovačević
Eine Farce mit Musik
Deutsch von Milo Dor
Inszenierung
Gerhard Willert
Bühne
Florian Parbs
Musik
Nebojša Krulanović
Ilija Tschworowitsch war von An- und dem Untermieter im eigenen
fang an dagegen. Ilija Tschworo- Haus gerät Ilija Tschworowitsch
witsch war von Anfang an dage- in eine Paranoia. Er fühlt sich vergen, dass man diesen Schneider folgt und bedroht von seinem Unaus Paris, Petar Markow Jakowl- termieter und hat sich selbst den
jewitsch, als Untermieter auf- Auftrag gegeben, diesen Mann zu
nimmt, aber seine Frau Danitza verfolgen und auszuspionieren. Er
hörte nicht auf ihn, so wie ja nie- nimmt unbezahlten Urlaub, deckt
mand in seinem Haus auf ihn hört. sich mit teuren „Instrumenten“
Und nun beginnt der Ärger. Man für seine detektivischen Arbeiten
hat Ilija Tschworowitsch vorgeladen, um sich nach dem Schneider
„Seine Berichte hat man dann
aus Paris zu erkundigen. Nur ein
auf diplomatischem Weg
„informatives Gespräch“, wie der
Inspektor sagte – aber das sagt
nach Paris geschickt und
doch alles, meint Ilija Tschworoaus Paris nach Washington
witsch. Danitza will dem Untermieter sofort kündigen, aber Ilija
zu diesem Cowboy.
warnt zur Vorsicht. Dieser Petar
Der Faschismus war
Markow Jakowljewitsch ist ein
„mieser und gefährlicher Mann“,
ein Kinderspiel im Vergleich
der sicher schon „in Frankreich etzu diesen Verbrechen.“
was gegen unseren Staat“ unternommen hat. Ilija Tschworowitsch
ist in einer schwierigen Situation. ein, holt seinen Zwillingsbruder
Auch deshalb, weil er auf die Fra- zu Hilfe, überwirft sich mit seiner
ge, ob er, Ilija Tschworowitsch, Tochter, die mit dem Untermieter
verdächtig sei, keine eindeutige essen gegangen ist. Letztlich stellt
Antwort von Seiten der Polizei er- er ihn zur Rede …
hielt. Im „Schraubstock“ zwischen Dušan Kovačević, geboren 1948,
dem staatlichen Organ der Polizei ist einer der bedeutendsten Drama­
Dramaturgie
Franz Huber
tiker und Drehbuchautoren Serbiens. Seine Komödien sind in 17
Sprachen übersetzt, hierzulande
aber kaum bekannt. Nach dem
Studium arbeitete er als Dramaturg beim Fernsehen in Belgrad
und war künstlerischer Leiter des
Zvezdara Theaters.
Sein Theaterstück Der Balkan­
spion entstand 1982 und wurde –
wie einige seiner Theaterstücke –
auch verfilmt. 1995 schrieb er das
Drehbuch zu dem Film Under­
ground von Emir Kusturica. Ab
2005 wurde er zum Botschafter
Serbiens in Lissabon, Portugal, ernannt.
Kovačević steht in der Tradition
der absurden russischen Literatur
von Nikolai W. Gogol bis zu
Daniil Charms. Komische Situationen und existentielle Paradoxa
ent­blößen das absurde Dasein der
menschlichen Existenz.
Premiere 31. JäN 2014 BLACKBOX MUSIKTHEATER VOLKSGARTEN
Schauspiel
Deutschsprachige Erstaufführung
Gram
Mike Leigh
Schauspiel
Deutsch von Gerhard Willert
Inszenierung
Ingo Kerkhof
Bühne
Florian Parbs
Kostüme
Inge Medert
Musik
Philipp Ludwig Stangl
DRAMATURGIE
Kathrin Bieligk
London 1957. Dorothy, eine Wit- Der Autor Mike Leigh ist als Re- ganz eigene Mischung von Improwe, deren Mann im Krieg gefallen gisseur von Filmen wie Naked visation und Recherche entwiist, lebt in einem Vorort mit ihrer (1993), Secrets and Lies (1996), ckelt. Gram ist sein jüngstes Stück
15-jährigen Tochter Victoria und Topsy-Turvy (1999) einer der be- und wurde 2011 am National
mit ihrem älteren Bruder Edwin, kanntesten Exponenten des „New ­Theatre in London uraufgeführt.
einem eingefleischten Junggesel- British Cinema“. Für Vera Drake Während des Krieges geboren,
len. Victoria hat keine bewusste erhielt er 2004 den Goldenen wuchs Mike Leigh in einer jüdiErinnerung an ihren Vater. Ver- ­Löwen der Filmfestspiele von schen Immigrantenfamilie bei
änderungen stehen bevor: Edwin ­Venedig, für Happy-Go-Lucky wur- Manchester auf. Sein Rezept gewird in den Ruhestand wechseln de seine Hauptdarstellerin Sally gen die von ihm als langweilig
und Victoria die Schule abschlieempfundenen fünfziger Jahre war
ßen. Dorothy, die sich mehr und
exzessiver Kinobesuch. In Inter“Goodnight, sweetheart,
mehr isoliert fühlt von ihren verviews erzählt er gern, dass es keiheirateten Freundinnen mit ihren
nen Film zwischen 1949 und 1960
Though I’m not beside you,
erfolgreichen Kindern, versucht
gab, den er nicht gesehen hätte.
Goodnight, sweetheart,
mit dem zunehmend feindliche„Ich treffe keine moralischen UrStill my love will guide you.
ren Verhalten ihrer Tochter zuteile, ich ziehe keine Schlüsse. Ich
stelle Fragen, ich beunruhige den
rechtzukommen. Aber ist das, was
Dreams enfold you –
sie tut, wirklich „ihr Bestes“, wie
Zuschauer, ich mache ihm ein
In each one I’ll hold you.
schlechtes Gewissen, lege Bomsie selber meint, oder ist womöglich sie selber die Ursache für das,
ben,
aber ich liefere keine AntGoodnight, sweetheart,
was zu einer unerträglichen Situworten. Ich weigere mich, Antgoodnight“
ation zu werden droht, unerträgworten zu geben, denn ich kenne
die Antworten nicht.“
lich in vielerlei Hinsicht … ?
Hawkins 2008 in Berlin mit dem
Gram, im englischen Original Silbernen Bären ausgezeichnet. „Mike Leigh bringt einen so
Grief, ist ein unter die Haut gehen- Neben seiner Filmarbeit hat er lange zum Lachen, bis man nur
des Porträt von Familienabhän- auch über 20 Theaterstücke ge- noch weinen kann.“, schrieb das
gigkeiten und der alles Leben er- schrieben und inszeniert, die er Magazin Time Out zur Premiere.
stickenden Atmosphäre, die diese meist in enger Zusammenarbeit
Abhängigkeiten erzeugen können. mit den Schauspielern durch eine
Premiere 15. Feb 2014 Kammerspiele Promenade
43
44
Schauspiel
Magic afternoon
Wolfgang Bauer
Ein Stück
Inszenierung
Viktoria Pichler
Bühne
Sanne Danz
Ein heißer Sommernachmittag,
die Jalousien sind herunter­­
­­ge­lassen. Zwei Paare: Charly und
Birgit, dann dazu Joe und Monika,
lassen sich durch den Tag treiben.
Ein Wort gibt das andere, aber das
Wort führt zu nichts. Schriftsteller wären sie gerne, aber (noch)
fehlen die eigenen Ideen. Und das
Geld auch, um aus diesem Nach-
Kostüme
Christian Schmidleithner
Dramaturgie
Franz Huber
mittag etwas zu machen. Bleiben bruch. Zunächst von 30 Verlagen
nur der Sex, der Alkohol und das und Bühnen abgelehnt, wurde das
Hasch. Doch jede körperliche An- Stück 1968 in Hannover urauf­
näherung kippt sofort in Gewalt, geführt. Ein Sensationserfolg, der
Liebe wird nur als Angriff ver- eine Welle von (scheinbar) hyperstanden. Und am Ende hat einer realistischen dialektgefärbten
der vier ein Messer im Herzen.
­österreichischen Dramen auslöste.
Mit Magic Afternoon gelang dem Und noch heute von überraschendamals 27-jährigen Grazer Drama- der Aktualität.
tiker Wolfgang Bauer der Durch-
Premiere 15. Mär 2014 Backstage schauspielhaus Promenade
Uraufführung
Die Kameliendame
Ein electro-klassischer Remix nach dem Roman von Alexandre Dumas d. J.
Inszenierung/Konzept
Philip Krückemeier
Musik
Björn Büchner (electro)
Philip Krückemeier (klassisch)
Paris, 19. Jh., rauschende Feste und lässt. Schulden bedrohen das
Champagner: Marguerite Gautier, ­Liebesglück. Als Armands Vater
die Königin der Halbwelt, schön auftaucht, beschließt Marguerite,
und rätselhaft, lernt Armand sich für Armands (vermeintliches)
­Duval, einen jungen Mann aus gu- Glück zu opfern.
tem Hause, kennen. Aus leidenschaftlicher Verliebtheit entsteht Alexandre Dumas Kameliendame
tiefe Zuneigung, die Marguerite (1848) wurde nicht nur eines der
mit ihren Liebhabern auch ihre berühmtesten Bücher und diente
­finanzielle Sicherheit aufgeben Verdi als Inspiration zu seiner
Bühne/Kostüme
Angelika Daphne Katzinger
Oper La Traviata (1853), die Figur
selbst ist ein Mythos. Philip
­Krückemeier und Björn Büchner
kreieren einen musikalisch-­
spielerischen Remix, der diesen
Mythos ins Spannungsfeld zwischen Elemente und Formen klassischer Musik und der Atmo­s­
phäre clubbiger, elektronischer
Beats stellt.
Premiere 28. Mär 2014 BLACKBOX Musiktheater Volksgarten
Schauspiel
Die Wildente
Henrik Ibsen
Schauspiel in fünf Akten
inszenierung
Hans-Ulrich Becker
Bühne
Alexander Müller-Elmau
Kostüme
Stefanie Seitz
Hjalmar Ekdal hat sich mit seiner Väter Geschäftspartner. Seit dem Geheimnisse haben, die das TagesFrau Gina, der heranwachsenden Betrugsfall sprechen sie kaum licht nicht vertragen. Was gut geTochter Hedvig und seinem Vater, noch ein Wort miteinander. meint scheint – ein Leben ohne
trotz ihrer bescheidenen öko­ ­Gregers erfährt von Hjalmars Illusion zu leben – erweist sich als
nomischen Verhältnisse, eine Heirat mit Gina, dem früheren zerstörerischer Fanatismus.
­familiäre Idylle geschaffen. Die Dienstmädchen der Werles, und „Es geht nicht um Liebeskummer;
Dachgeschoßwohnung wird zu- von der unermüdlichen Unter- nein, es geht um Familienschmergleich als Atelier für seine Arbeit stützung seines Vaters für Hjal- zen – das Leidvolle im familiären
als Fotograf genutzt. Gina küm- mars Ausbildung zum Fotografen Zusammenhang. Das Stück hanmert sich um die laufenden Auf- und zur Etablierung des Foto­ delt weder von politischen, noch
träge und den Haushalt, während
sozialen, und schon gar nicht
„Nehmen Sie einem
Hjalmar die meiste Zeit auf seine
öffentlichen Angelegenheiten. Es
bahnbrechende Erfindung verbleibt völlig im Kreise der FamiDurchschnittsmenschen
wendet. Nicht zuletzt, um damit
lie.“, schreibt der norwegischen
die Lebenslüge,
Dramatiker Henrik Ibsen, Meisseinen Vater, einen ehemaligen
Leutnant, der wegen Betrugs im
ter des analytischen Dramas, 1884
so nehmen Sie ihm
Gefängnis saß, zu rehabilitieren.
seinem Verleger. Ibsen, wollte seisein
Glück.
”
ne
Wildente, uraufgeführt 1885 in
Dem alten Ekdal haben sie im angrenzenden Dachboden eine ateliers. Versucht sein Vater sein Bergen, als Tragikkomödie verNatur-Fluchtwelt erschaffen. In Gewissen zu reinigen? Gregers ist standen wissen. Selbstironisch
diesem Jagdparadies lebt neben überzeugt, ein Mensch könne nur thematisiert der Autor von Nora
Tauben, Hühnern und Hasen auch auf der Grundlage von schonungs­ oder ein Puppenheim; Ein Volksfeind,
eine angeschossene Wildente, die loser Ehrlichkeit glücklich wer- und Gespenster sein uneingeHedvig innig liebend pflegt. Die den. So empfindet er es als seine schränktes Verfechten der WahrFamilienidylle wird jäh gestört, Lebensaufgabe, die Sumpfluft im heit. Im Kreise der Familie wird
als nach vielen Jahren der Abwe- Hause Ekdal zu lüften. Mit seinen die philosophische Frage verhansenheit Hjalmars Jugendfreund Ideen über ein Leben in Wahrheit delt, ob es den Menschen besser
Gregers Werle heimkehrt und ihn treibt er jedoch die kleine Familie geht, wenn unangenehme Wahrzum Willkommensempfang sei- unweigerlich in die Katastrophe. heiten über ihr Leben ans Licht
nes Vaters, dem Großhändler Denn schnell zeigt sich, dass so- kommen. Oder lebt es sich glückWerle, einlädt. Früher waren die wohl der eine als auch die andere licher mit einer Lebenslüge?
Premiere 5. Apr 2014 Kammerspiele Promenade
45
46
Schauspiel
Die GoldbergVariationen
George Tabori
Farce
Deutsch von Ursula Grützmacher-Tabori
Inszenierung
Marc Becker
Bühne
Peter Engel
„Ist dies die beste aller Welten?“
fragt Goldberg. „Kennst du eine
bessere?“ fragt Mr. Jay (= Jahwe!)
zurück. Und Goldberg antwortet:
„In meinem Kopf!“ – eine gerade­zu rebellische Hoffnung: scheitern, scheitern und dennoch versuchen ... Ein neues Stück wird
geprobt. Mr. Jay, der Regisseur,
hat es sich zur Aufgabe gemacht,
in sieben Tagen die dramatischsten Szenen der Bibel auf die Bühne zu bringen: Von der Erschaffung der Welt über Adam und
Evas Sündenfall, Kains Brudermord, die Opferung Isaaks durch
Abraham über Moses und die
Zehn Gebote bis hin zu Kreuzigung und Auferstehung Jesu soll
sich der Bogen spannen. Doch wie
es am Theater so ist, laufen die
Proben alles andere als reibungslos. Die Technik ist unzuverlässig,
die Diva weigert sich, nackt aufzutreten, die Schauspieler meutern, die Bühnenbildnerin hat völlig andere Vorstellungen als der
Regisseur. Und die Putzfrau Mrs.
Mopp braucht die Pausen dazwischen, um den Dreck, den diese
Schöpfung hinterlässt, zu beseiti-
Kostüme
Sandra Münchow
gen. Ausbaden muss diesen Wahn- Mr. Jay und Goldberg bilden ein
sinn der Regieassistent Goldberg. Duo, das nichts weniger sein will,
Er wird von Mr. Jay schikaniert, als ei­ne Allegorie auf das Verhältgedemütigt, an die Grenzen seiner nis Gottes zu seinem auserwähl­
Leidensfähigkeit gebracht und zu ten Volk. Ihre Beziehung ist von
guter Letzt gar ans Kreuz genagelt. Hassliebe, Abhängigkeit und WillUnd am Ende dieser „Passions­ kür geprägt. Theater als Welt­
geschichte“ heißt es: Vorhang auf, metapher. Und dabei vermischen
die Premiere kann beginnen.
sich die Ebenen. Die dramatischen
Szenen der Bibel erscheinen als
groteskes Theater, der theatrali„Gott ist tot
sche Prozess als biblische SchöpNietzsche
fungsgeschichte.
Nietzsche ist tot
In seltener Einheit verband George
Tabori
alle Stationen seines LebensGott”
weges: ungarische Nonchalance,
Eine Schöpfung, die einem genauen angelsächsischer Humor, amerikaPlan folgt und dennoch misslingt, nische Leichtfüßigkeit, jüdische
weil die Menschen anders handeln Chuzpe, mitteleuropäischer Tiefals vorgesehen. Ein Theater­ sinn und Wiener Schmäh.
himmel, der nicht voller Geigen „Tabori lacht auch über das Lachen,
hängt. Ein Regisseur, der sich wie womit ich keinesfalls sagen will,
Gott höchstpersönlich benimmt, dass er über alles lacht. Aber über
ein masochistischer Jude als beinahe alles. Die beiden Dinge
­Regieassistent. Das sind die Ingre- zusammen, das ‚Alles‘ und das
dienzien für George Taboris ‚Beinahe‘, machen seine besondere
Welttheater. Das 1991 bei der Größe aus.“
Péter Esterházy,
­Uraufführung am Burgtheater
Lobrede auf George Tabori
vom Autor selbst inszenierte
Stück ist sarkastische Komödie
und kurzweilige Theaterparodie.
Premiere 3. Mai 2014 Kammerspiele Promenade
Schauspiel
Angst essen
Seele auf
Rainer Werner Fassbinder
Melodrama nach dem gleichnamingen Film
Inszenierung
Bernarda Horres
Bühne
Anja Jungheinrich
In einer orientalischen Kneipe, über das sie sich das Maul zerreiin die sie teils aus Schutz vor dem ßen können, und alle stellen darRegen, teils aus Neugierde geflo- über hinaus fest, dass Ali so gar
hen ist, lernt die Witwe Emmi nicht dem Klischee vom schmutKurowski, die als Reinemachfrau zigen, faulen Ausländer entspricht,
arbeitet, den mindestens 20 Jahre das sie (und nicht nur sie) im Kopf
jüngeren Marokkaner Salem, ge- haben. Doch mit der scheinbaren
nannt Ali, kennen. Ali tanzt mit Akzeptanz brechen neue ProbleEmmi, sie reden miteinander, er me zwischen Emmi und Ali auf.
begleitet sie nach Hause. Er zieht
zu Emmi. Schließlich heiraten
„Verzeihen Sie,
die beiden. Für die anderen ist diese Ehe ein Skandal. Emmis er- aber draußen regnet es so stark –
wachsene Kinder schämen sich ihverstehen Sie?”
rer Mutter, die Nachbarinnen
lästern über das ungleiche Paar,
der Lebensmittelhändler weigert Die Liebe, die durch die Feind­
sich, die beiden zu bedienen, seligkeit des Außen, der Umwelt
Emmis Arbeitskollegen verachten zusammengehalten wurde, droht
sie. Doch dann scheint sich beina- im gewöhnlichen Alltag zu scheihe märchenhaft alles zum Guten tern. Die Atmosphäre zwischen
zu wenden: Das Paar wird lang- ihnen wird frostiger. Als Emmi
sam akzeptiert, wenn auch aus ihn nur noch wie ein nützliches
egoistischen Gründen: Der Kauf- Objekt behandelt, besucht Ali wiemann will keinen Umsatz verlie- der seine frühere Geliebte, die
ren; Emmis Kinder brauchen sie Kneipenwirtin Barbara. Und als
als Babysitterin; die Nachbarin- Emmi ihn zurückholen will und
nen können einen starken und vor beide wie damals, als sie sich kenallem belastbaren Mann im Haus nenlernten, miteinander tanzen,
gut gebrauchen, und die Kollegin- bricht Ali zusammen. Der Arzt
nen finden schnell ein neues Opfer, ­diagnostiziert ein aufgebrochenes
DRAMATURGIE
Franz Huber
Magengeschwür. Emmi bleibt bei
Ali, hält seine Hand …
Rainer Werner Fassbinder, das
(allzu) früh verstorbene Genie, hat
in nur 14 Jahren, von 1969 bis 1982,
44 Filme gedreht, in 21 Filmen anderer Regisseure sowie in 19 eigenen ist er als Darsteller aufge­
treten. Er hat 14 Theaterstücke
geschrieben und 25 inszeniert und
ein Theater geleitet. „Schlafen
kann ich, wenn ich tot bin.“ 1974
machte er aus der Geschichte von
Emmi und Salem genannt Ali einen
berührenden Film mit Brigitte
Mira, der als zentrales Werk des
Regisseurs gilt.
Die Hollywood-Melodramatik
seines Vorbildes Douglas Sirk verbindet er darin mit der Betrachtung der deutschen Alltagsrealität.
Der Titel Angst essen Seele auf hat
sich zu einer Art geflügeltem Wort
entwickelt, so exakt beschreibt er
ungeahnte Gefühlstiefen.
Premiere 23. Mai 2014 Kammerspiele Promenade
47
48
theater Für JUnGeS PUBlikUm
auf eInen BlIck:
MusIk und theateR füR Junges PuBlIkuM
aB 3
aB 6
aB 10
tOPOlIna neRvt
hOnk!
schlIMMes ende (öe)
Musikpädagogisches zuhör- und
Mitmach-Musiktheater
Wiederaufnahme 3. november 2013
foyerbühne Musiktheater Volksgarten
Musical comedy für Jung und alt
Wiederaufnahme november 2013
kammerspiele Promenade
ein LiVehörspielerlebnis
Premiere 11. oktober 2013
u\hof: oö kulturquartier
tOPOlIna aM sPIelPlatZ
eIne WOche vOlleR saMstage
eYecatcheR (Dse)
kinderstück
Premiere 17. november 2013
kammerspiele Promenade
schauspiel
Premiere 14. März 2014
u\hof: oö kulturquartier
MOve.On kIds cOnceRts*
aB 13
aB 4
mit dem bruckner orchester Linz
kammerspiele Promenade
heXenJagd
Raus aus deM haus (ua)
aB 8/9
kinderoper
Premiere 30. november 2013
foyerbühne Musiktheater Volksgarten
the WIZ (Dse)
Musikpädagogisches zuhör- und
Mitmach-Musiktheater
Premiere 6. april 2014
foyerbühne Musiktheater Volksgarten
schauspiel
Premiere 19. oktober 2013
kammerspiele Promenade
heIsse sOhlen
aB 5
familienmusical
Premiere 28. september 2013
großer saal Musiktheater Volksgarten
PeteR und deR WOlf
schule MIt clOWns
ballett für kinder
Wiederaufnahme 22. Dezember 2013
kammerspiele Promenade
Turbulentes kinderstück
Premiere 19. Dezember 2013
u\hof: oö kulturquartier
JugendsInfOnIekOnZeRte*
lYnX, deR luchs
dIe aRaBIsche PRInZessIn (öe)
aB 15
kinderoper
Wiederaufnahme frühjahr 2014
foyerbühne Musiktheater Volksgarten
Märchenoper
Premiere 2. Mai 2014
blackbox Musiktheater Volksgarten
schneeschuhhasen
IM glas (öe)
kOnZeRte füR faMIlIen
mit dem bruckner orchester Linz
frühjahr 2014
kammerspiele Promenade
MOve.On schOOl cOnceRts*
mit dem bruckner orchester Linz
ein stück mit Tanz
Wiederaufnahme 2. november 2013
kammerspiele Promenade
des bruckner orchesters Linz in kooperation
mit dem Landesjugendreferat oö
klassenzimmerstück
Premiere 27. september 2013
Mobile Produktion
neXt tO nORMal (öe)
Musical
Premiere 18. Jänner 2014
schauspielhaus Promenade
sIeBZehn (ua)
*Termine der kiDs conceRTs, schooL conceRTs und Jugendsinfoniekonzerte von MoVe.on, der
orchesterwerkstatt des bruckner orchesters Linz, entnehmen sie bitte dem MoVe.on-Jahresfolder.
stückentwicklung
Premiere 19. april 2014
kammerspiele Promenade
u\hof:
fReIsPIel
49
u\hof:
theateR füR
Junges PuBlIkuM
50
u\hof: Theater für junges Publikum
Österreichische Erstaufführung
Schneeschuhhasen
im Glas
Charlotte Luise Fechner
Ein Klassenzimmerstück – Mobile Produktion – Für alle ab 15 Jahren
Inszenierung
Julia Ransmayr
Bühne/Kostüme
Birgit Huber
Dramaturgie/Theaterpädagogik
Katrin Maiwald
Über die Lebensbedingungen von
Schneeschuhhasen kann man im
Biologieunterricht etwas lernen.
Aber erfährt man in der Schule
auch etwas darüber, woher man
kommt, wer man ist? Ob und wie
man sich fortpflanzen kann? Eine
siebzehnjährige Schülerin stellt
sich diese Fragen und startet im
Klassenzimmer einen aberwitzigen Versuch: Im Internet hat sie
sich Eizellen und Sperma bestellt
und versucht nun die künstliche
Befruchtung im Reagenzglas.
Dabei verhandelt sie mit ihrem
Publikum, die Frage nach ihrer eigenen Herkunft, nach Biologie
und Ethik, Vertrauen, Liebe und
Partnerschaft, Kinderwunsch und
Karriere, Schöpfung und Herrschaft. Ihre Sprache ist durch
Direktheit, Gedanken­sprünge
und Auslassungen gekennzeichnet. Gerade Letztere sind es, die
zum Nachdenken und Weiter­
diskutieren anregen.
Schneeschuhhasen im Glas wurde
2011 mit dem NiederländischDeutschen Kinder- und Jugend­
theaterdramatikpreis der Stadt
Duisburg ausgezeichnet. 2012
wurde die Uraufführung am
wehrtheater in Köln für den Kölner Kinder- und Jugendtheaterpreis nominiert.
Premiere 27. Sep 2013 in einer Schule
Österreichische Erstaufführung
Schlimmes Ende
Ein LIVEHörspielerlebnis nach dem gleichnamigen Roman von Philip Ardagh – Für alle ab 10 Jahren
INSZENIERUNG
John F. Kutil
Bühne/Kostüme
Julia Edlmair
MUSIK
Ludwig Bekic
Dramaturgie/Theaterpädagogik
Anke Held
Eddie Dickens ist elf Jahre alt, als ‚Schlimmes Ende’, dem Haus seines kündenden Namen ‚Sankt-Fürchseine Eltern eine sehr scheußliche wahnsinnigen Onkels Jack und terlich-Heim für dankbare Wais einer noch wahnsinnigeren sen’ führt …
Krankheit bekommen. Sie sehen ­
ganz gelb aus, an den Rändern ­Tante Maud. Eddies Fahrt dorthin Philip Ardaghs herrlich komisind sie ungewöhnlich wellig und wird für ihn zu einer Abenteuer- sches und skurriles Jugendbuch
zu allem Übel stinken sie auch reise, die ihn von einer Schwierig- Schlimmes Ende wurde mit dem
noch nach alten Wärmflaschen. keit in die nächste rauschen lässt LUCHS (2002) und mit dem DeutZu seiner eigenen Sicherheit und ihn unter anderem in ein schen Jugendliteraturpreis (2003)
­schicken sie ihren Sohn nach Waisenhaus mit dem unheilver- ausgezeichnet.
Premiere 11. Okt 2013 u\hof: oö Kulturquartier
u\hof: Theater für junges Publikum
Schule mit Clowns
Friedrich Karl Waechter
Turbulentes Kinderstück – Für alle ab 8 Jahren
INSZENIERUNG
Brigitta Waschnig
Bühne/Kostüme
Jan Meier
„Ortnunk! Tisziplin! Räspeckt!“ –
Dr. Sinn, der Lehrer in der
Clownsschule, besteht auf seinen
Grundsätzen und bemüht sich
aufs beste, seinen SchülerInnen
Karfunkel, Quaste, Schmalz und
Wiesel diese zu vermitteln. Aber
was er auch versucht, er hat es
nicht leicht mit den Vieren. Ihr
„Unkestüm, ihr übersprutelntes
Temperament“, wie Dr. Sinn es
Musik
Michel Widmer
Dramaturgie
Anke Held
nennt, steht ihrem „kuten Willen“
im Weg. Er fordert sie auf, gegen
diese Schwächen zu kämpfen. Die
ClownsschülerInnen sind begeistert: „Hurra! Kampf!“ und schon
entwickelt sich die nächste tumultartige Situation.
Schule mit Clowns – ein Stück voller Humor und Slapstick vom
Feinsten – zählt längst zu den
Klassikern in der Kinderliteratur.
Theaterpädagogik
Katrin Maiwald
Bereits 1975 schrieb Friedrich
Karl Waechter dieses Stück und
gab damit den Anstoß für eine
neue Richtung in den damals
­gängigen Kindertheatern: den erzieherischen Anspruch ins Ab­
surde, Komische, Phantastische,
­Poetische und Nicht-Lineare zu
überführen.
Premiere 19. Dez 2013 u\hof: oö Kulturquartier
Deutschsprachige Erstaufführung
EyeCatcher
Richard Hurford
Schauspiel, Deutsch von Basil Dorn – Für alle ab 10 Jahren
INSZENIERUNG
Margit Mezgolich
Bühne/Kostüme
Alexandra Burgstaller
Musik
Franz Flieger Stoegner
Die Graien – Grim, Gris und Gru seine Mutter vor einer Zwangs– sind Schwestern, die ein tristes heirat mit einem König zu bewahDasein am äußersten Rand der ren, der wiederum diesen Blutzoll
menschlichen Welt führen. Auf- fordert. Perseus gelingt es schnell,
opferungsvoll pflegen sie ihre die Graien zu täuschen und die
vierte Schwester – die Medusa, Vierte im Bunde zu töten. Stolz
die sie, um sie vor sich selbst und zieht er los und überlässt die drei
anderen zu schützen, eingesperrt Schwestern ihrem Schicksal. Diehaben. Eines Tages erscheint se beerdigen unter qualvollem
­Perseus – der Held! Er will das Seelenleid Medusa und machen
Haupt der Medusa holen, um so sich auf den Weg, der Welt vom
Dramaturgie/Theaterpädagogik
Anke Held
Unterschied zwischen Unge­
heuern und Helden zu erzählen.
Der englische Dramatiker Ri­chard
Hurford erzählt sehr spannend
vom Mythos des Perseus und stellt
geschickt die Fragen in den Raum:
Wer ist hier Täter, wer Opfer? Und
was macht einen wahren Helden
aus?
Premiere 14. März 2014 u\hof: oö Kulturquartier
51
52
u\hof: Theater für junges Publikum
Uraufführung
SIEBZEHN
u\hof:
freispiel
Stückentwicklung nach einer wahren Begebenheit
Freispiel – Theater mit Jugendlichen und Erwachsenen
Für alle ab 15 Jahren
Regie
Katharina Bigus
Bühne
Georg Lindorfer
Gloucester, eine kleine Hafenstadt
im US-Bundesstaat Massachusetts,
2008: Mindestens 17 minderjährige SchülerInnen der örtlichen
High School schließen einen
‘pregnancy pact’ und werden fast
gleichzeitig schwanger. Die Krankenschwester der Schule deckt die
Verschwörung der Mädchen auf.
Eltern, Lehrerinnen, Lehrer und
Presse sind entsetzt: Was bewegte die Schülerinnen, so frühe
Schwangerschaften zu planen?
Linz, 2013: Jugendliche und Erwachsene aus Linz und Umgebung
versetzen den wahren Fall nach
Oberösterreich und entwickeln
ein spannendes Theaterstück.
FREISPIEL ist eine professionelle
Produktion im regulären Spielplan des u\hof: Theater für junges
Publikum. FREISPIELERINNEN
und FREISPIELER sind spielbegeisterte DarstellerInnen, die im echten Leben keine Schauspieler­
Innen sind, aber im FREISPIEL auf
der Bühne stehen. In diesem Format war 2011 das Musical Linie 1
in den Kammerspielen zu sehen.
2012 feierte Verrücktes Blut als interkulturelles Erfolgsstück, das
Kostüme
Natascha Wöss
Dramaturgie
Katrin Maiwald
Klischees und Vorurteil dekonstruiert, im Eisenhand Premiere. In
der Spielzeit 2012/2013 bringt
Nora Dirisamer gemeinsam mit
Jugendlichen, Erwachsenen und
einer Liveband den Jugendroman
Das Heldenprojekt auf die Kammerspielbühne.
FREISPIEL gibt schauspielbegeisterten Menschen die Möglichkeit,
den Ablauf einer professionellen
Produktion hautnah mitzuer­
leben und ihre Ideen und Lebenswirklichkeiten in die Stückentwicklung einzubringen. Das
Theater wiederum öffnet sich seinem Publikum auf besondere Art
und Weise: Ein theatraler Stoff
wird in Linz verortet, ausgehend
von den FREISPIELERINNEN und
FREISPIELERN, bearbeitet und zu
einer Theaterproduktion verwoben, die demnach hautnah an seinem Publikum und aktuellen gesellschaftlich relevanten Themen,
Utopien und Sichtweisen ist. In der
Spielzeit 2013/2014 gibt SIEBZEHN
einen Einblick in die Gefühlswelt
einer Mädchenclique, die allen Bedenken der Erwachsenen zum
Trotz, aus unterschiedlichsten Motiven heraus beschließt, kollektiv
Theaterpädagogik
Anke Held
schwanger zu werden. Wie kommt
es dazu? Wie reagieren die männlichen Verehrer, Mitschüler, Erzeuger, Brüder darauf? Wie die
Familien der Mädchen? Und wie
geht die Schule mit dem Schwangerschaftspakt in den Reihen
ihrer Schülerinnen um? Frühe
Mutterschaft wird zum Gruppenzwang, zur Emanzipation von
auferlegten Karriereerwartungen
oder gar zur Begründung einer
neuen utopischen Lebensform?
Ein mitreißendes Theatererlebnis
steht bevor, das junge Mütter
nicht zu Opfern oder „sozial
schwierigen“ Fällen degradiert,
sondern sich auf ihre Sichtweisen,
Motive und Träume einlässt.
Ein Abend von und über Siebzehnjährige, die sich vornehmen,
ihr Leben selbst in die Hand zu
nehmen. Sie kämpfen für ihre
Unabhängigkeit, sehnen sich
­
nach bedingungsloser Liebe und
Freiheit, erproben Verantwortung und hinterfragen jugendlich
radikal die Wertvorstellungen
und Gesetzmäßigkeiten der Erwachsenenwelt.
Premiere 19. Apr 2014 Kammerspiele Promenade
Theaterpädagogik
Vermittlung macht SpaSS.
Das theaterpädagogische Angebot
Da Theaterpädagogik auf der einen Seite Kunstvermittlung und auf der anderen künstlerische Praxis
bedeutet, ist unser theaterpädagogisches Programm in drei große Schwerpunkte gegliedert:
Produktionsbezogene
Vermittlungsangebote
Allgemeine theaterpädagogische Programmpunkte
Theaterpädagogische
Spezialprojekte
bereiten SchülerInnengruppen
kreativ auf einen Vorstellungs­
besuch vor und machen dabei mit
dem Stück verbundene Themen­
felder sowie theaterinterne
Arbeits­prozesse transparent.
sind unabhängig vom Spielplan zu
betrachten und ermöglichen so
ganz vielfältige Anknüpfungspunkte an die Welt des Theaters.
lassen unser Publikum von 10 bis
99 Jahren selbst künstlerisch
aktiv werden. Theater­pädagogik
be­deutet in diesem Zusammenhang, theatrale Ausdrucksformen
für sich zu entdecken und zu
­erproben.
Unsere theaterpädagogischen Angebote gelten für alle Produktionen im u\hof: und Musiktheater. Im B
­ ereich
Schauspiel ist die dramaturgische Betreuung eines Vorstellungsbesuchs wie auch eines Premierenklassenprojekts möglich. Darüber hinaus werden für die Schauspielproduktionen Othello und Dantons Tod theaterpraktische Einführungen angeboten. Außerdem gibt es Vorbereitungs­workshops für KIDS- und
SCHOOL-CONCERTS des Bruckner Orchesters Linz.
Wir freuen uns über Ihr und Euer Interesse und stehen für gemeinsame spannende Projekte im aktuellen
Theatergeschehen bereit!
Auf gute Zusammenarbeit!
Ihr Theaterpädagogik-Team
Anmeldung und Informationen
Theaterpädagogik u\hof:
Theaterpädagogik Musiktheater
Katrin Maiwald Telefon +43 (0) 732/76 11-582
[email protected]
MOVE.ON Orchesterwerkstatt
Anke Held
Telefon +43 (0) 732/76 11-538
[email protected]
Nadine Grenzendörfer
Telefon +43 (0) 732/76 11-555
grenzendoerfer@
landestheater-linz.at
Christiane Bähr
Telefon +43 (0) 732/76 11-180
[email protected]
Weitere Informationen
auch in unserem im Juni 2013
erscheinenden Jahreskalender
für junges Publikum und auf
unseren Websites:
www.uhof.at
www.landestheater-linz.at
www.brucknerorchester.at
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54
Theaterpädagogik
Produktionsbezogene Theaterpädagogik
Premierenklassenprojekt
Ring frei! FÜR SCHULKLASSEN ALLER ALTERSSTUFEN
Einführungsworkshop
Ring frei! Für alle ab 50
Theaterpädagogische Nachbereitung
Das Rheingold
3./10./17./24. Oktober 2013
jeweils 10.00 bis 12.00 Uhr
Anmeldeschluss
20. September 2013
Das Projekt umfasst: einen Einführungsworkshop
in der Schule, einen Arbeitsprobenbesuch, den
Premierenbesuch und eine praktische Nach­
bereitung mit Präsentation in der Schule.
in der Schule oder im Theater stattfindender
Workshop (mindestens zwei Unterrichtseinheiten)
zur Vorbereitung auf den Vorstellungsbesuch
Ausgehend vom Vorstellungsbesuch werden Ein­
drücke in szenisch-spielerische Ausdrucksformen
gebracht und Fragen zur Inszenierung diskutiert.
u\hof: und Musiktheater im Gespräch
kostenlose Informationsveranstaltungen zu
ausgewählten Produktionen für LehrerInnen
Begleitmaterial u\hof:
Ausführliche Informationen und theaterpädago­
gische Ideen zur jeweiligen u\hof: Produktion
malen, entwerfen, lesen, hören, komponieren,
basteln, schreiben …
gemeinsam Richard Wagners Ring des Nibelungen
kennenlernen
für alle die sich bisher nicht an Wagner heran­
getraut haben oder ihre Kenntnisse vertiefen
und austauschen möchten
Die Walküre
27. Februar/6./13./20. März 2014
jeweils 10.00 bis 12.00 Uhr
Anmeldeschluss
14. Februar 2014
Allgemeine Theaterpädagogik
Musiktheaterwerkstatt
Regie führen, in Szene setzen,
entwerfen, basteln und
musizieren
produktionsbezogen oder
zu frei wählbaren Themen
KontaktlehrerInnen
theaterinteressierte PädagogInnen, die von uns Theaternews
erhalten und zu Treffen
eingeladen werden
KontaktschülerInnen und
KontaktstudentInnen
regelmäßige Treffen für
Thea­terinteressierte ab 14 Jahren
Probenbesuche, Workshops,
ExpertInnengespräche
Anmeldeschluss
15. Oktober 2013
Musiktheaterpädagogische
­lehrerinnenfortbildung
Methoden der szenischen
Interpretation von Musiktheater
am Beispiel von Richard
­Wagners Rheingold
LehrerInnenFortbildungen des
Bruckner Orchesters Linz
Workshops für LehrerInnen
zu KIDS- und SchoolConcerts und Workshops, für
KindergartenpädagogInnen zum
Thema „Musik machen und
erfinden im Kindergarten“
In Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule OÖ, der
Privaten Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz und der
Abteilung Kinderbetreuung des
Landes Oberösterreich
JungkritikerInnen
Schreib- und theaterbegeisterte
Jugendliche ab 14 Jahren, die Rezensionen zu unseren Inszenierungen und Projekten verfassen
Anmeldeschluss
30. September 2013
Dialog ist alles
Workshop zum Thema Sprache,
Rhetorik und Sprechtechnik
für Abschlussklassen jeden
Schultyps
LehrerInnenbrief
Regelmäßige Informationen
für LehrerInnen
Beziehbar als Printausgabe oder
Download auf www.uhof.at
Theaterpädagogik
Newsletter
Einmal monatlich erscheint der
u\hof:-Newsletter.
Abonnieren Sie ihn online auf
www.uhof.at
Das groSSe Theaterpaket
Dieses kostengünstige Angebot
für die 7. und 8. Schulstufe umfasst drei Vorstellungen (Heiße
Sohlen, Die Zauberflöte, Bühnenzauber) zu einem Gesamtpreis
von € 15,00.
Theaterführungen an der Promenade
pro Person € 1,50
in Verbindung mit einem
Vorstellungsbesuch kostenfrei
Kostenlose öffentliche Führungen
durch die Spielstätten des Landestheaters an der Promenade
Jeden ersten Freitag im Monat
um 17.00 Uhr
Treffpunkt:
Foyer Schauspielhaus,
Promenade 39, 4020 Linz
Theaterführungen
der Blick hinter die Kulissen der
Spielstätten des Landestheaters
für Theaterinteressierte, Schulklassen und andere Gruppen
Theaterführungen durch das
Musiktheater am Volksgarten
pro Person € 5,00/ermäßigt
€ 3,00
in Verbindung mit einem
­Vorstellungsbesuch € 3,00/
ermäßigt € 1,50
Gruppenpreis (bis zu 20 Personen) € 85,00/ermäßigt € 60,00
Treffpunkt:
Haupteingang Musiktheater,
Am Volksgarten 1, 4020 Linz
Informationen und Buchungen
unter 0732/76 11-822
oder per E-Mail
[email protected]
Spezialprojekte für Theaterbegeisterte
THEATERSTUDIO 1
Schauspielkurs für alle ab
12 Jahren
Oktober 2013 bis Juni 2014
1 × wöchentlich, nachmittags,
3 Stunden
Anmeldeschluss
30. September 2013
THEATERSTUDIO 2
Schauspielkurs für alle von
16 bis 25 Jahren
Oktober 2013 bis Juni 2014
1 × wöchentlich, nachmittags,
3 Stunden
Anmeldeschluss
30. September 2013
THEATERSTUDIO 3
Schauspielkurs für alle von
10 bis 99 Jahren
Oktober 2013 bis Juni 2014
1 × wöchentlich, nachmittags,
3 Stunden
Anmeldeschluss
30. September 2013
DIE SPÄTBEWEGTEN
Tanz- und Bewegungskurs
für alle ab 50 Jahren
September 2013 bis Juni 2014
1 × wöchentlich,
90 bis 120 Minuten
Anmeldeschluss
30. September 2013
Erlebnistour durch das Klangfoyer
Sehen! Hören! Erfahren! Aus­
probieren! Ein Besuch im KlangFoyer ermöglicht, in die Welt des
Musiktheaters einzutauchen.
Für Gruppen aller Altersstufen
Termine: vormittags nach
Vereinbarung
Das Klangfoyer kann auch ohne
Führung besucht werden
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Samstag
15.00 bis 18.30 Uhr
(Das KlangFoyer ist im Falle von
Veranstaltungen und Vorstellungen im Bereich des Foyers nicht
oder nur eingeschränkt verfügbar.)
FREISPIEL: Theater
mit Jugendlichen und
Erwachsenen
u\hof:
freispiel
freispieler/innen – das sind
spielbegeisterte Jugendliche und
Erwachsene aus Linz und Umgebung, die mit Theater­profis
eine Inszenierung erarbeiten,
die dann im regulären u\hof:
Spielplan läuft.
Für alle ab 15 Jahren
Castings Juni 2013
THEATERUNI 2014 –
Schwerpunkt Musiktheater
Die THEATERUNI ist ein
kunstübergreifendes Projekt und
bedeutet 10 Tage Theater intensiv
erleben.
Alle Informationen zum Programm ab November 2013 auf
der Website www.theateruni.at
Für alle von 15 bis 25 Jahren
Zeitraum 14. bis 23. Februar 2014
Mit-Tanzen mit-opern mit-singen
zum Hineinschnuppern in das
Musiktheater
Für alle von 8 bis 12 Jahren
Zeitraum: 14./15./16. April 2014
jeweils 10.00 bis 13.00 Uhr
Anmeldeschluss 15. März 2014
55
enseMBle
sPIelZeIt 2013/2014
ensemble 57
Theaterleitung
Rainer Mennicken
Intendant
Vera Felbermair
Assistentin des Intendanten
Dr. Thomas Königstorfer
Kaufmännischer Vorstandsdirektor
Brigitte Leitner
Assistentin des Kaufmännischen
Vorstandsdirektors
Helene von Orlowsky
Betriebsdirektorin
Anke Held
Theaterpädagogin und
Dramaturgin u\hof:
Öffentlichkeitsarbeit,
Marketing, Presse
Mag. Viktoria von Aigner
Verantwortliche für Marketing
und Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Inez Ardelt
Verantwortliche für Presseund Medienarbeit
Mag. Silke Stummer
Günther Rinnerthaler
Öffentlichkeitsarbeit
Personalleiter und Stellvertreter des
Kaufmännischen Vorstandsdirektors
Susanne Kuffner
Franz Huber
Chefdramaturg
Wolfgang Haendeler
Sekretariat, Internetredaktion
Musiktheater
Leitender Dramaturg Musiktheater
Musikvorstände
Thomas Barthol
Dennis Russell Davies
Referent Musiktheater
Matthias Davids
Opernchef und Chefdirigent des
Bruckner Orchesters Linz
Künstlerischer Leiter Musical
Ingo Ingensand
Mei Hong Lin
Erster Kapellmeister
Ballettdirektorin
Georg Leopold
Gerhard Willert
Chordirektor und Kapellmeister
Schauspieldirektor
Marc Reibel
John F. Kutil
Studienleiter und Kapellmeister
Leiter u\hof: Theater für junges
Publikum
Daniel Linton-France
Philipp Olbeter
Takeshi Moriuchi
Technischer Leiter
Wolfgang Gumilar
Leiter Rechnungswesen/Controlling/IT
Künstlerisches Betriebsbüro
Kapellmeister und Korrepetitor
Kapellmeister und Korrepetitor
Kai Tietje
Musikalische Leitung Musical
und Kapellmeister
Bernhard Draxler
Adalbert Messany
Nika Schwarz
Borys Sitarski
Dramaturgie,
Öffentlichkeits­
arbeit, Marketing
und Presse
Ursula Wincor
Franz Huber
Michael Erhard
David Wagner
Chefdramaturg
Wolfgang Haendeler
Leitender Dramaturg Musiktheater
Thomas Barthol
Dramaturg Musiktheater
Arne Beeker
Dramaturg Musical
Nadine Grenzendörfer
Korrepetitor mit Dirigierverpflichtung
Daniel P. Spaw
Korrepetitor mit Dirigierverpflichtung
Leitung Kinder- und Jugendchor in
­Kooperation mit der OÖ Vokalakademie
Tomo Sugao
Marianna Andreev
Andrija Repec
Regieassistenz und Abendspielleitung
Gast
Soo-Eun Lee
Bühne und Kostüme
Barbara Aigner
Stefan Bleidorn
Carla Caminati
Achim Freyer
Bengt Gomér
Robert Israel
Tatjana Ivschina
Gisbert Jäkel
Angelika Daphne Katzinger
Boris Kudlicka
Anne Marie Legenstein
Masatomo Ota
Florian Parbs
Christian Schmidleithner
Christoph Schubiger
Antje Sternberg
Richard Stockinger
Yashi Tabassomi
Lichtdesign
Marc Heinz
Video
Gäste Oper
Martina Fender
Kathryn Handsaker
Chandana M. Hörmann
Nyla van Ingen
Valentina Kutzarova
Claudia Lahmann
Esther Lee
Elena Nebera
Christa Ratzenböck
Ilia Vierlinger
Astrid Weber
Michael Bedjai
Igor Durlovski
Gerd Grochowski
Stefan Heidemann
Matthias Helm
Michael Hirsch
Leopold Köppl
Rudolf Krause
Daniel Lager
Horst Lamnek
William Mason
Jürgen Müller
Albert Pesendorfer
Hendryk Antoni Opiela
Bjørn Waag
Michael Wagner
St. Florianer Sängerknaben
Lunapark
Musiker für Schauspiel und Musical
Choreographie
Gäste
Daniela Kurz
Guido Markowitz
Musical
Opernensemble
Künstlerischer Leiter
Dramaturgie
Wolfgang Haendeler
Leitender Dramaturg Musiktheater
Thomas Barthol
Dramaturg Musiktheater
Gast
Julia Zirkler
Kathrin Bieligk
Dramaturgin Musiktheater
Dramaturgin Schauspiel
Regie
Dramaturgin u\hof: und
Theaterpädagogin
Gast
Martin Achrainer
Franz Binder
Seho Chang
Iurie Ciobanu
Nikolai Galkin
Sven Hjörleifsson
Hans-Günther Müller
Dominik Nekel
Jacques le Roux
Matthäus Schmidlechner
Pedro Velázquez Díaz
Nebojša Krulanović
Theaterpädagogin Musiktheater
Katrin Maiwald
John F. Kutil
Uwe Eric Laufenberg
Amon Miyamoto
Anthony Pilavachi
David Pountney
Andrija Repec
Olivier Tambosi
André Turnheim
Tanja Weidner
Adriana Altaras
Achim Freyer
Daniela Kurz
Elisabeth Breuer
Bernadett Fodor
Sonja Gornik
Gotho Griesmeier
Katerina Hebelkova
Martha Hirschmann
Myung Joo Lee
Cheryl Lichter
Mari Moriya
Brit-Tone Müllertz
Karen Robertson
Matthias Davids
Kai Tietje
Musikalische Leitung
und Kapellmeister
Arne Beeker
Dramaturg Musical
Regie/Choreographie
Matthias Davids
Kim Duddy
Simon Eichenberger
Andy Hallwaxx
Melissa King
58
ensemble
Michael Schmieder
Kurt Schrepfer
Anna Holzer
Regieassistenz und Abendspielleitung
Bühne und Kostüme
Monika Buttinger
Sanne Danz
Mathias Fischer-Dieskau
Susanne Hubrich
Beata Kornatowska
Hans Kudlich
Judith Peter
Dido Victoria Sargent
Richard Stockinger
Lichtdesign
Michael Grundner
Fabrice Kebour
Musicalensemble
Lisa Antoni
Daniela Dett
Kristin Hölck
Ariana Schirasi-Fard
Reinwald Kranner
Oliver Liebl
Rob Pelzer
Gäste Musical
Jaqueline Braun
Mirja Brunberg
Alexandra Farkic
Ana Lourdes Geneblazo
Tina Haas
Suzana Novosel
Lisa Schrammel
Rita Sereinig
Lynsey Thurgar
Cindy Walther
Conchita Zandbergen
Stefan Bleiberschnig
Ivo Giacomuzzi
Tim Hüning
Richard McCowen
Peter Neustifter
Thomas Karl Poms
Philipp Ranson
Gernot Romic
Stefan Gregor Schmitz
Steven Seale
Chor
Georg Leopold
Chordirektor
Martin Zeller
Assistent des Chordirektors
Evelyn Zincke
Assistentin des Chordirektors
Junko Baba
Karin Behne
Jadviga Buddeus
In-Kyoung Cho
Ekaterina Karanescheva
Namsalma Khabtagaeva
Margaret Jung Kim
Yoon Mi Kim-Ernst
Sarolta Kovacs-Führlinger
Kateryna Lyashenko
Antoaneta Mineva
Naomi Miyoshi
Danuta Moskalik
Joanna Müller
Mitsuyo Okamoto
Vaida Raginskytė
Kerstin Rasche
Gabriele Salzbacher
Inna Savchenko
Olga Anna Szabó
Ulrike Weixelbaumer
Isabelle Wernicke-Brîncoveanu
Jochen Bohnen
Ulf Bunde
Jang-Ik Byun
Boris Daskalov
Siegfried Dietrich
Joschko Donchev
Claus Durstewitz
Eugen Fillo
Bonifacio Galván
Johann Gruber
Csaba Grünfelder
Seogmann Keum
Ville Lignell
Christian Mayer
Marius Mocan
Andrzej Petryka
Miguel Angel Santiago
Sanpedro
Markus Schulz
Petar Asenov Stefanov
Andrzej Ulicz
Jonathan Whiteley
Ballett
Mei Hong Lin
Ballettdirektorin
Choreographie
Darie Cardyn
Leszek Kuligowski
Mei Hong Lin
Darrel Toulon
Jochen Ulrich
Bühne und Kostüme
Marie-Therese Cramer
Thomas Gruber
Dirk Hofacker
Kathrin Kegler
Jürgen Kirner
Corina Krisztian-Klenk
Bjanka Ursulov
Ballettensemble
Rie Akiyama
Irene Bauer
Ilja van den Bosch
Nuria Gimenez Villarroya
Mireia González Fernández
Sabra Johnson Andressa Miyazato
Lucia Pajgert
Anna Štĕrbová
André Turnheim
Gerhard Willert
Peter Wittenberg
Christian Wittmann
Hannes Bemm
Philip Krückemeier
Viktoria Pichler
Johanna Ullmann
Regieassistenz und Abendspielleitung
Bühne und Kostüme
Schauspiel
Barbara Aigner
Stefan Brandtmayr
Sanne Danz
Peter Engel
Stefan Heyne
Marie Holzer
Anja Jungheinrich
Angelika Daphne Katzinger
Cornelia Kraske
Georg Lindorfer
Sabine Mader
Inge Medert
Alexander Müller-Elmau
Sandra Münchow
Florian Parbs
Alexandra Pitz
Hella Prokoph
Christian Schmidleithner
Stefanie Seitz
Heike Vollmer
Natascha Wöss
Gerhard Willert
Video
Sakher Almonem
Damián Cortes Alberti
Julio Andrés Escudero
Wout Geers
Sven Gettkant
Daniel Morales Pérez
Alexander Novikov
Matej Pajgert
Geoffroy Poplawski
Pavel Povrazník
Jonatan Salgado Romero
Gäste
Samuel Delvaux
Werner Kalb
Schauspieldirektor
Rene Liebert
Nika Schwarz
Schauspielmusik
Assistentin des Schauspieldirektors
Dramaturgie
Franz Huber
Chefdramaturg
Kathrin Bieligk
Dramaturgin Schauspiel
Gast
Elke Ranzinger
Dramaturgin Schauspiel
Nebojša Krulanović
Anna Lang
Clemens Pichler
Eva Reiter
Wolfgang Siuda
Philipp Ludwig Stangl
TEXTA
zeitblom
Regie
Schauspielensemble
Hans-Ulrich Becker
Marc Becker
Dominik Günther
Bernarda Horres
Ingo Kerkhof
Verena Koch
Philip Krückemeier
John F. Kutil
Johannes von Matuschka
Viktoria Pichler
Ingo Putz
Katharina Schwarz
Aurel von Arx
Thomas Bammer
Eva-Maria Aichner
Bettina Buchholz
Anna Eger
Katharina Hofmann
Barbara Novotny
Gunda Schanderer
Angela Šmigoc
Katharina Vötter
Katharina Wawrik
Jenny Weichert
ensemble 59
Georg Bonn
Björn Büchner
Sven-Christian Habich
Sebastian Hufschmidt
Thomas Kasten
Manuel Klein
Klaus Köhler
Erich Josef Langwiesner
Stefan Matousch
Christian Manuel Oliveira
Peter Pertusini
Joachim Rathke
Vasilij Sotke
Markus Subramaniam
Lutz Zeidler
Musik
Hubert Wolschlager
Ludwig Bekic
Franz Flieger Stoegner
Michel Widmer
Leiter Bühnentechnik und Stell­
vertreter des Technischen Leiters
u\ h o f: - E n s e m b l e
Richard Stockinger
Gäste
Bühnen- und Kostümassistenz
Beleuchtung
Julia Edlmair
Birgit Huber
Christian Schmidleithner
Johann Hofbauer
Verena Koch
Manuela Linshalm
Nina Sarita Müller
Michaela Schausberger
Nikolaus Habjan
u\hof: Theater für
junges Publikum
John F. Kutil
Leiter
Katrin Maiwald
Dramaturgin u\hof: und
Theaterpädagogin
Anke Held
Theaterpädagogin und
Dramaturgin u\hof:
Mag. Silke Stummer
Öffentlichkeitsarbeit
Eva Haunschmid
Susanne Höchtel
Organisation und Verkauf
Regie
Katharina Bigus
John F. Kutil
Margit Mezgolich
Ingo Putz
Julia Ransmayr
Brigitta Waschnig
Julia Ransmayr
Regieassistentin
Bühne und Kostüme
Stefan Brandtmayr
Julia Edlmair
Alexandra Burgstaller
Birgit Huber
Georg Lindorfer
Cornelia Kraske
Jan Meier
Natascha Wöss
Sabrina Rupp
Katharina Stehr
Wenzel Brücher
Markus Pendzialek
Gäste
Claudia Waldherr
Tobias Eiselt
Leiterin Maskenbildnerei
Kajetan Mayrwöger
Andreas Michl
Thomas Pichler
Philipp Spiegl
Matthias Steiner
Patrick Steinhuber
Johann Stockner
Günter Traxler
Mag. Renate Schuler
Bühnentechnik Kammerspiele
Leiterin Fundus
Karl Josef Ratzenböck
Brigitte Hamar, BA
Obermeister
Projektabwicklung/
Bühnenbildevaluierung
Werner Seemann
Herbert Wachs
Kerstin Wieltsch
Leiterin Dekorationswerkstätten
Leiter Kostümwesen
Mirela Muhovic
Gertrude Pargfrieder
Sekretariat
InspizientInnen
Christian Bauer
Felix Goldbeck
Elisabeth Kasten
Gabriela Korntner
Marko Pammer
Susanne Pauzenberger
Soufflage
Ioana Calomfirescu
Wolfgang Dürnberger
Isolde Hulan
Angela Smejkal
Statisterie
Erich Hartmair
Leitung
Fotografen
Armin Bardel
Christian Brachwitz
Karl Forster
Petra Moser
Patrick Pfeiffer
Sigrid Rauchdobler
Reinhard Winkler
Grafik
Claudia Erblehner
Klaus Grumm
Webkonzeption und
-kommunikation
Stefan Lindberg
Technik
L e i t u n g Te c h n i k
Philipp Olbeter
Technischer Leiter
Dipl.-Ing. Johannes Böhner
Verantwortlicher für das veranstaltungstechnische Facility Management
Beleuchtungsinspektor
Helmut Janacs
Stellvertreter des
Beleuchtungsinspektors
Herbert Sachsenhofer
Ivo Iossifov
Meister
Josef Ausserwöger
Christian Barfuß
Fabian Erblehner
Ludwig Knöll
Fabian Krendl
Thomas Mondl
Dieter Neppig
Franz Pichler
Gerhard Reingruber
Patrick Rohregger
Martina Schelmbauer
Oliver Stoiber
Bühnentechnik
Schauspielhaus/Musiktheater
Norbert Hussar
Obermeister
Wolfgang Rudlstorfer
Obermeister und Stellvertreter
des Leiters Bühnentechnik
Johann Sachsenhofer
Siegfried Wagner
Horst Winkler
Meister
Christian Bayerl
Wilhelm Gattringer
Gottfried Hofbauer
Josef Höglinger
Andreas Kaspar
Johann Kneidinger
Kevin Kögl
Franz Krennmayr
Andreas Kutsenich
Gerald Leonfellner
Herbert Mayr
Meister
Raphael Gragger
Gerhard Hofer
Helmut Langeder
Christian Madlmair
Karl Madlmair
Christian Pfeiffer
Johanna Rein
Gerhard Rudlstorfer
Helmut Sachsenhofer
Johann ThalhammerAllerstorfer
B ü h n e n t e c h n i k u\ h o f:
Christian Pauli
Obermeister Bühne
Andreas Erlinger
Meister Beleuchtung
Oskar Payer
Franz Plöchl
Requisite
Peter Weissensteiner
Leiter
Wolfgang Penz
Stellvertreter des Leiters
Christian Haslberger
Daniel Schleimer
Linda Stadler
Stefan Steininger
To n t e c h n i k
Robert Doppler
Leiter
Christian Börner
Stellvertreter des Leiters
Rainer Führlinger
Peter Guttenbrunner
Jens Kniebe
Grahame Rogers
Schlosserei
Hermann Birngruber
Leiter
Heinrich Reingruber
Stellvertreter des Leiters
Johann Doppler
Josef Madlmeir
Hannes Pichler
60
enSemBle
bRuckneR oRchesTeR Linz
choR Des LanDesTheaTeRs Linz
kinDeR- unD JugenDchoR Des LanDesTheaTeRs Linz
ensemble 61
Malersaal
Sara Wagner
Christa Obermüller
Mag. Wolfgang Preinfalk
Lehrling
Sekretariat
Kaufmännisches Facility
Management / Einkauf
Leiter
Roswitha Burgstaller
Veronika Retschitskaja
Johann Neumüller
Daniela Eremia
Peter Lindenberger
Dietmar Pickering
Christian Ramsebner
Modistin
Archivarin
Kornelia Morath
Bote
Tischlerei
Christine Schönberger
Alois Elmecker
Färberin/Kostümmalerin
Damengarderobe
Leiterin
Beatrix Aigner
Jaqueline Anzengruber
Konstanze Klausberger
Elisabeth Reichinger
Rebecca Wakolbinger
Kathrin Winter**
Erich Traxler
Rechnungswesen /
Controlling / IT
Wolfgang Gumilar
Leiter
Christa Gintenstorfer
Doris Klampferer
Andreas Schwaiger
Daniela Hammer
Rebecca Hofstadler
Leiter
Lehrlinge
E m p f a n g / Te l e f o n i s t i n
Doris Hornsey
Felix Austerhuber
Erich Hollinger
Ursula Lintner
Renate Meindl
Manuela Mühleder
Daniela Rammer**
Manuela Wöss
Leiterin
Matthias Siedl
Lehrling
Walter Plank
Roswitha Allerstorfer*
Krisztina Doktor
Krisztina Kadar
Tomislav Korelo
Clemens Krößwang
Mariana Lippacher
Martha Rechberger
Elektrowerkstätte
Maskenbildnerei
Christian Innendorfer
Mirela Muhovic
Simon Ertl, MA
Sonja Fröschl
Eva Maria Schütz
Leiter
Leiterin
Kartenservice
Kostümwesen
Alexander Raid
Herta Wöss
Richard Stockinger
Stellvertreter der Leiterin
Leiterin
Leiter
Damenmaske
Damenschneiderei
Gerlinde Matousch
Margit Kofler
Brigitte Leimlehner
Sabine Ortner
Ingrid Sailler
Petra Wetzenstein
Anna Wimmer
Leiter
Johann Birngruber
Stellvertreter des Leiters
Gottfried Aumayr
Manfred Blöchl
Martin Böck
Gerhard Engleder
Ludwig Nerath
Franz Peterseil
Manfred Stöglehner
Ta p e z i e r e r e i
Gernot Franz
Leiter
Albert Sohm
Stellvertreter des Leiters
Christa Dollhäubl
Leiterin
Elisabeth Fürst
Stellvertreterin der Leiterin
Judith Lampl
Michaela Lampl
Barbara Leitner
Christine Panholzer
Verena Schinnerl
Dinah Seyr**
Larysa Shcheblanova
Ingeborg Wolschlager
Herrengarderobe
Leiterin
Anita Bachl
Martina Bauer-Ulz
Sybille Hussar
Manuela Kreiter
Marianne Meinl
Maria Ostyan
Elke Steinöcker
Herrenmaske
Juristin
Mag. Silvia Messner
Verkaufsmarketing
Mag. Leo Lindtner
Leiter
Facility Management
Johann Neumüller
Alfred Paireder
Leiter
Te c h n i s c h e s F a c i l i t y
Management
Lehrling
Nicol Baumgärtl
Andrea Pammer
Elisabeth Rameder**
Jasmin Wörister
Kai Wustlich
Herrenschneiderei
Fundus
Leiter Gebäudetechnik
Raimund Steininger
Mag. Renate Schuler
Walter Peherstorfer
Leiter
Leiterin
Leiter Haustechnik
Anton Fenzl
Rosemarie Falkner
Brigitte Puttinger
Harald Brenner
Alois Fabian
Stefan Filipp
Wolfgang Leitner
Kurt Rathmayr
William Barrett Travis
Martin Wögerer
Gilrun Ulrike Griesmeier
Stellvertreter des Leiters
Gerlinde Breuer
Anita Fabian
Silvia Homolka
Freya Korthals
Hanumsha Kabashi**
Berta Ottensamer
Viktoria Steininger
Verwaltung
Personalwesen
Günther Rinnerthaler
Leiter
Alfred Paireder
Leiter
Ing. Michael Preinfalk
Michaela Peterstorfer
Portiere
Hildegard Duda
Gerald Kwetina
Albert Mairhofer
Betriebsfeuerwehr
Gerhard Anderwald
Kommandant
Johann Gattringer
Stellvertreter des Kommandanten
Roland Ennikl
Josef Fölser
Siegfried Haiböck
Klaus Jank
Josef Oberpeilsteiner
Franz Reifauer
Reinigungspersonal
Günther Thorein
Leiter Gebäudereinigung
Elfriede Diendorfer
Stellvertreterin des Leiters
Zagorka Beronja
Bonita Dinier
Katica Dubravčić
Jadranka Dubravčić
Renate Kaiser
Adelina Kopecky
Bettina Kriechbaumer
Claudia Magauer
Sabiha Mehic
Monika Palatinus*
Diyana Toteva
Billeteure/Billeteusen
Assistenz
Ferdinand Scheuringer
Mag. Siegfried Brandl
Oberbilleteur Musiktheater /
­Schauspielhaus
Gerald Führling
Anna Gasselseder
Oberbilleteuse Kammerspiele
Joachim Wernhart
Oberbilleteur u\hof:
Martina Brand-Jost
Thomas Egresi
Roswitha Foidl
Gudrun Gierlinger
Christina Hacker
Gertraud Jacob
Vessela Kalkandjieva
62
Ensemble und Bruckner Orchester Linz
Ingrid Labner
Karl Lindner
Elke Maria Neuböck
Bouchra Walchshofer
Garderobenpersonal
Monika Auberger
Sabine Cais
Johanna Knapitsch
Monika Moder
Michaela Pirhofer
Silke Richter
Therese Stingl
Silvia Stoyanova
Betriebsräte
* Karenz
Wolfgang Berner
** Karenzvertretung
BRV des Künstlerischen Personals
Johann Stütz
BRV der Arbeiter und Angestellten
Bruckner Orchester Linz
Orchesterleitung
Dennis Russell Davies
Chefdirigent
Dr. Thomas Königstorfer
Kaufmännischer Vorstandsdirektor
Dr. Heribert Schröder
Künstlerischer Direktor
Ingo Ingensand
Resident Conductor
Heinrich Schiff
Erster Gastdirigent
Orchestermitglieder
Konzertmeister
Heinz Haunold
Lui Chan
Dr. Tomasz Liebig
Mario Seriakov
I. Violine
Piotr Gladki
Ingrun Findeis-Gröpler
Chie Akasaka-Schaupp
Iva Nikolova
Peter Beer
Yuko Buchmann
Gordana Pirstinger
Gudrun Geyer
Simone Schreiberhuber
Claudia Federspieler
Vera Kral
Mag. Ana Pauk, MAS
Evelyn Höllwerth
Josef Herzer
Josef Fuchsluger
Judith Maria Längle
Julia Kürner
Stefan Pöchhacker
II. Violine
Thomas Schaupp
Johanna Bohnen
Jochen Gröpler
Jana Kuhlmann
Tajana Novosel-Weitzer
Reinhold Kronawittleithner
Hartwig Munz
Wolfgang Zimmermann
Sorin Stefan
Alois Mares
Sonja Hollerweger
Svetlana Teplova
Sayaka Kira
Shushanik Aleksanyan
Rieko Aikawa
Sandra Milla
MMag. Elisabeth Eibensteiner**
Bratsche
Walter Haas
Mag. Gunter Glössl
Laura-Maria Jungwirth
Gerhard Paal
Ulrike Landsmann
Peter Neundlinger
Monika Hemetsberger
Gerhard Pitsch
Sabine Luger
Thomas Koslowsky
Mag. Gerda Fritzsche
Joachim Brandl
Clemens Rechberger
Violoncello
Elisabeth Bauer
Bernhard Walchshofer
Stefan Tittgen
Maria Vorraber
Mitsuaki Vorraber
Susanne Lehner
Eva Voggenberger
Doris Leibovitz
Bernadett Valik
Bertin Christelbauer
Annekatrin Flick
Lisa Kilian**
Kontrabass
Stanislaw Pasierski
Alvin Staple
Filip Cortés
Erich Buchmann
Herwig Krainz
José Antonio Cortez Cortés
Yamato Moritake
Josef Schachreiter
Flöte
Tu b a
Christian Landsmann
Ildiko Deak
Angela Kirchner
Gudrun Hirt-Hochreiner
Anneliese Fuchsluger
Christian Penz
Oboe
Franz Scherzer
Andreas Mendel
Susanne Spitzer
Martin Kleinecke
Klarinette
Günther Gradischnig
Kathrin Moser
Josef Fahrnberger
Gernot Fresacher
Judith Paukovits
Fagott
Pauke und Schlagwerk
Leonhard Schmidinger
Alfred Steindl
Vladimir Petrov
Dr. Karl Hundstorfer
Christian Enzenhofer
Fabian Homar
Harfe
Werner Karlinger
Management/Organisation
Oliver Deak
Generalsekretär
Günther Rinnerthaler
Personalleiter
Dr. Karl Hundstorfer
Orchesterinspektor
Johannes Platzer
Nadia Perathoner
Clemens Wöß
Johannes Wregg
Bernhard Krabatsch
Igor Retschitsky
Horn
Assistenz der Orchesterleitung
Robert Schnepps
Christian Pöttinger
Madeleine Dahlberg
Kurt Deutsch
Johann Kreuzhuber
Walter Pauzenberger
Thomas Fischer
Bernhard Obernhuber
Dr. Albert Landertinger
Dr. Heribert Schröder
Christiane Bähr
Tr o m p e t e
Mag. Gerhard Fluch
Markus Eder
Werner Steinmetz
Johannes Peer
Regina Angerer-Bründlinger
Posaune
Mayumi Shimizu
Moshe Leibovitz
Anton Miesenberger
Walter Schiffler
Dr. Albert Landertinger
Archivar
MMag. Isabel Biederleitner
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
Assistenz der Orchesterleitung
Manuel Höfer, MA
Orchesterwerkstatt move.on
Günther Gradischnig
Betriebsratsvorsitzender
Herbert Wiederstein
Leiter Orchesterwarte
René Höglinger
Gerhard Hartl
* Substitut
**Karenzvertretung
ensemble 63
Martin Achrainer
Franz Binder
Elisabeth Breuer
oper/
operette
Seho Chang
Iurie Ciobanu
Bernadett Fodor
Nikolai Galkin
Sonja Gornik
Gotho Griesmeier
Katerina Hebelkova
Oper / Operette
64 ensemble
Martha Hirschmann
Sven Hjörleifsson
Myung Joo Lee
Cheryl Lichter
Mari Moriya
Hans-Günther Müller
Brit-Tone Müllertz
Dominik Nekel
Karen Robertson
Jacques le Roux
Matthäus Schmidlechner
Pedro Velázquez Díaz
Oper / Operette
ensemble 65
Lisa Antoni
Daniela Dett
Kristin Hölck
musical
Reinwald Kranner
Oliver Liebl
Rob Pelzer
Musical
Ariana Schirasi-Fard
66 ensemble
Rie Akiyama
Sakher Almonem
Irene Bauer
Ballett
Ilja van den Bosch
Damián Cortes Alberti
Julio Andrés Escudero
Wout Geers
Sven Gettkant
Nuria Gimenez Villarroya
Mireia González Fernández
Ballett
ensemble 67
Sabra Johnson Andressa Miyazato
Daniel Morales Pérez
Alexander Novikov
Lucia Pajgert
Matej Pajgert
Geoffroy Poplawski
Pavel Povrazník
Jonatan Salgado Romero
Anna Štĕrbová
ballett
68 ensemble
Eva-Maria Aichner
Aurel von Arx
Thomas Bammer
Georg Bonn
Bettina Buchholz
Björn Büchner
Anna Eger
Sven-Christian Habich
Katharina Hofmann
Sebastian Hufschmidt
Thomas Kasten
Manuel Klein
Schauspiel
ensemble 69
Klaus Köhler
Erich Josef Langwiesner
Stefan Matousch
Schauspiel
Barbara Novotny
Christian Manuel Oliveira
Peter Pertusini
Joachim Rathke
Gunda Schanderer
Angela Šmigoc
Vasilij Sotke
Schauspiel
70 ensemble
Markus Subramaniam
Katharina Vötter
Jenny Weichert
Lutz Zeidler
Katharina Wawrik
u\hof:
Wenzel Brücher
Markus Pendzialek
Sabrina Rupp
Schauspiel
u\hof:
Katharina Stehr
71
Karten und Abos
Detaillierte INformationen entnehmen Sie bitte dem beiliegenden Abo- & Serviceheft
Kartenservice
Kontakt
Kartenservice 0800 218 000 (kostenfrei aus Österreich)
Telefon International +43 (0)732/76 11-400
E-Mail [email protected]
Fax +43 (0)732/76 11-105
schriftliche Kartenbestellungen an
Landestheater Linz, Kartenservice
Promenade 39, 4020 Linz
Tickets online
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Eintrittskarten rund um die Uhr, einfach, bequem
und sicher per Internet buchen.
PRINT@HOME
Der schnellste Weg zu Ihrem Ticket und Ihrem
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Karten- und Abo-Service
im Musiktheater am Volksgarten und im Schauspielhaus an der Promenade
Öffnungszeiten Kartenservice
Montag – Freitag 9.00 – 18.00 Uhr
Samstag 9.00 – 12.30 Uhr
sonn- und feiertags geschlossen*
Öffnungszeiten Abo-Service
Montag – Freitag 9.00 – 16.30 Uhr
sonn- und feiertags geschlossen*
Telefon Vorstellungskassen (kostenfrei)
(gültig ab 11. April 2013)
Musiktheater Volksgarten Schauspielhaus Promenade
Kammerspiele Promenade u\hof: im OÖ Kulturquartier
0800 218 000-1
0800 218 000-2
0800 218 000-3
0800 218 000-5
Adressen Spielstätten
Telefon Abo-Service
0800 218 000-4
(kostenfrei aus ganz Österreich)
Musiktheater Schauspielhaus
Kammerspiele u\hof: Öffnungszeiten Vorstellungskassen
Vorverkaufsbeginn für die Spielzeit 2013/2014:
*ebenso am Heiligen Abend und am Karfreitag
Musiktheater, Schauspielhaus und Kammerspiele:
1½ Stunden vor Vorstellungsbeginn
u\hof: 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn
Vorbestellte Karten
beheben Sie bitte bis spätestens eine halbe Stunde
vor Vorstellungsbeginn. Im Falle höherer Gewalt
(z. B. schlechte Witterung) verständigen Sie bitte
die jeweilige Vorstellungskasse.
Am Volksgarten 1
Promenade 39
Promenade 39
OÖ Kulturquartier,
Landstraße 31, Untergeschoss
1. März 2013
Silvestervorstellungen 2013:
Musiktheater Volksgarten Die Fledermaus
Kammerspiele Promenade Komödie im Dunkeln
(doppelte Preise, keine Ermäßigungen)
u\hof: im OÖ Kulturquartier Schule mit Clowns
Kartenbüros
Kartenbüro Pirngruber
Landstraße 34, 4020 Linz
Telefon +43 (0)732/77 28 33
[email protected]
www.pirngruber.com
Montag – Freitag 9.00 – 18.00 Uhr
Samstag 9.00 – 13.00 Uhr
Linzer Kartenbüro
Herrenstraße 4, 4020 Linz
Telefon +43 (0)732/77 88 00
[email protected]
www.kdschroeder.at
Montag – Freitag 9.00 – 18.00 Uhr
Samstag 9.00 – 12.00 Uhr
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geschenkgutscheine gibt es im Wert von € 5,00, € 10,00 oder € 20,00.
auf Wunsch erhalten sie auch gutscheine über jeden beliebigen Wert.
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Dieser gutschein kann auch online eingelöst werden.
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informieren wir sie in beiliegendem abo- & serviceheft, im abo-service
unter 0800 218 000-4, in den Theaterpublikationen und auf:
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IMPRessuM
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S. 5 Christian Brachwitz Stella, S. 6 oben
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Ursula Kaufmann Peter und der Wolf, S. 6
Landestheater Linz
Wolfgang Haendeler, Anke Held, Franz
unten Christian Brachwitz Der Kaufmann
Promenade 39, 4020 Linz
Huber, Katrin Maiwald, Elke Ranzinger,
von Venedig, S. 7 oben Ernö Szekér
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Die Stühle S. 7 unten Christian Brachwitz
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King Arthur, S. 8 oben Reinhard Winkler
Firmenbuchnummer: 265841 v,
termine Helene von Orlowsky
konZePtion & GeStaltUnG
Firmenbuchgericht: Landesgericht Linz;
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Brachwitz King Arthur, S. 9 Patrick
weitere Angaben auf
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Kaufmann Die sieben Todsünden, S. 10
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unten Christian Brachwitz Marsmädchen
König und König, S. 8 unten Christian
intenDant Rainer Mennicken
kaUFmänniSCher VorStanDSDirektor
FotoS theaterwelten S. 3 Reinhard Winkler
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Der Rosenkavalier, S. 4 oben Reinhard
Änderungen, Irrtümer, Satz- oder
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Winkler Così fan tutte, Seite 4 unten
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StanD Jänner 2013