Miteinander Nr. 2/2012
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Miteinander Nr. 2/2012
RZ_1_MA_Nov12_Schwerpunkt_Miteinander 02.11.12 09:35 Seite 1 miteinander Das Magazin der Lebenshilfe Gießen e.V. Nov 2012 Jg. 26 Zukunft Spielen und Lernen . Wohnen . Arbeiten . Beraten und Unterstützen . Lebensart, Kultur, Reisen . Kaleidoskop . Einrichtungen und Dienste www.lebenshilfe-giessen.de RZ_1_MA_Nov12_Schwerpunkt_Miteinander 02.11.12 09:35 Seite 2 Inhaltsverzeichnis 03 Grußwort Peter Gefeller . Bürgermeister der Stadt Staufenberg 04 Vorwort Maren Müller-Erichsen . Aufsichtsratsvorsitzende Zukunft Beraten und Unterstützen 08 »Ich wünsche mir einen guten Job, ein schönes Leben und das war’s eigentlich!« 10 Unser Kind hat eine Zukunft! 11 Wie ich mir die Zukunft vorstelle 12 Gedanken über die Zukunft unserer Söhne und Töchter 14 »Bewegung« mit Zukunft 15 Sophie-Scholl-Inklusiv begleitet Schulgründung in Hanau 16 Persönliche Zukunftsplanung – im Netzwerk von UnterstützerInnen die Welt erobern 17 Unsere Wünsche für die Zukunft 46 Kinästhetics im FuD 47 Unsere Wünsche für die Zukunft Spielen und Lernen Kaleidoskop 20 Wir sind ein Familienzentrum 22 Emma erzählt 23 Anbau fur das »große Krabbeln« in der Kita Anne Frank 24 Rettungshunde Paula und Balou suchen »vermisste« Kinder 25 Schritt für Schritt 26 Richtfest für den Neubau der Sekundarstufe – Sophie-Scholl-Schule Gießen 28 1. Internationales Inklusives Leichtathletik-DreikampfSchulsportfest der Sekundarstufe der SSS Gießen 31 Gedichte der 6a aus der Schule 32 Unsere Wünsche für die Zukunft 58 15. Run’n’Roll for Help 2013 59 1. Schlepperspendenaktion 2012 der Lebenshilfe Gießen e.V. 60 Oldtimerspendenaktion 2012 im Endspurt 62 Der Mythos der 1.000 Meilen 62 Prima Kooperation 63 1. ClimAir Rallye rund um Karben startete für den guten Zweck 63 Prachtstück auf zwei Rädern für die Oldtimerspendenaktion 64 Strahlende Gesichter der Alt-Ford-Freunde e.V. 65 24. Festival Golden Oldies 66 Zehn Ansprechpartner für Behinderte 67 Seit 30 Jahren für den schwerstbehinderten Steffen da 68 Freiwillig sozial aktiv 69 Die Lebenshilfe voller Tatendrang 70 M. Müller-Erichsen ist die neue Beauftragte der Hessischen Landesregierung für Menschen mit Behinderung 72 Danke für Ihre vielfältige Unterstützung 73 Gaumenfreuden mit sozialem Hintergrund 74 Artikel über die Arbeit von Juntos 75 MEHR Mobilität mit GROSS 76 40 Jahre für die Lebenshilfe 76 Abkürzungen in der Lebenshilfe 77 Jubilare im Jahre 2012 78 Nachrufe 80 Unsere Wünsche für die Zukunft Wohnen 34 Die Wohnstätte Watzenborn feierte 20-jähriges Bestehen 34 Neues aus dem Wohnstättenbeirat 35 Sommerfest in der Wohnstätte Kiesweg 36 Unsere Wünsche für die Zukunft Arbeiten 38 Klein aber fein 39 Berufliche Qualifizierung im Berufsbildungsbereich und der Werkstätten 40 LiLo – eine Küche macht ihren Weg 41 Wie wär’s mal mit Farbe? 42 30 Jahre Limeswerkstatt 43 Unsere Wünsche für die Zukunft Lebensart, Kultur, Reisen 50 51 52 53 54 Die Welt zu Gast in Hessen Mit den Händen und Ohren »sehen« Erlebnisreise mit »Gimmler Reisen« im Salzburger Land! Lebensfreude in den Freizeiten 2012 Unsere Wünsche für die Zukunft Einrichtungen und Dienste 83 Adressen und Ansprechpartner . Kontakt 87 Werden Sie Mitglied Bildnachweise (wenn nicht anders vermerkt) Seite 03: (Herbstblätter) www.Fotolia.com | mythja; Seiten 04 + 05: (Winterlicht) www.Fotolia.com | Stefan Körber; Seiten 08+ 09: (Baum) www.Fotolia.com | jcmphotography; Seite 10: (Sonnenschein) www.Fotolia.com | mythja; Seite 11: (Seifenblasen) www.Fotolia.com | chris; Seiten 12+13: (Drachenfliegen) www.Fotolia.com | Dmitrieva Daria; Seite 15: (Weggabelung) www.Fotolia.com | sanfy; Seite 15: (Ortsschild) www.Fotolia.com | Gewoldi; Seite 16: (Sterne) www.Fotolia.com | Tom; Seite 19: (Teddybär) www.photocase.com | mojitoweb; Seite 33: (Wäscheständer) www.photocase.com | pixx; Seite 37: (Brotbox) www.photocase.com | speednik; Seite 41: (Farbkleks) www.Fotolia.com | Liliia Rudchenko; Seite 42: (Luftballons) www.Fotolia.com | raven; Seite 45: (Stuhlgruppe) www.photocase.com | pendergast; Seite 46: (Werkzeug) www.Fotolia.com | Marius Graf; Seite 49: (Seifenblase) www.photocase.com | jUliE:p; Seite 50: (Atelierwand)) www.Fotolia.com | LeitnerR ; Seite 53: (Rucksack) www.Fotolia.com | Maygutyak; Seite 57: (Kaleidoskop) www.photocase.com | Lumamarin; Seite 74: (Maracas) www.Fotolia.com | Constantinos; Seite 75: (Sombrero) www.Fotolia.com | Michael Flippo; Seite 77: (Blume) www.photocase.com | vandalay; Seiten 78+79: (Vögel) www.Fotolia.com | Ezio Gutzemberg; Seite 81: (Ball) www.Fotolia.com | Visty; Seite 83: (Notizzettel) www.photocase.com | AndreasF. Das Impressum befindet sich auf Seite 86. RZ_1_MA_Nov12_Schwerpunkt_Miteinander 02.11.12 09:35 Seite 3 Grußwort Liebe Vereinsmitglieder, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Lebenshilfe Gießen, es ist mir eine große Freude und auch eine Ehre, für die aktuelle »Miteinander«-Ausgabe das Grußwort schreiben zu dürfen. Die Lebenshilfe Gießen setzt sich mit großem Erfolg seit mehr als einem halben Jahrhundert in unserer Region für die Interessen von Menschen mit Behinderungen ein. Sie engagiert sich erfolgreich für die soziale Integration und ermöglicht damit vielen Menschen ein selbstbestimmendes und sinnerfülltes Leben. Dies verdient und findet große Anerkennung. Möglich ist dies nur durch ein umfangreiches Angebot von Arbeits- und Wohnraumangeboten, aber auch durch Beratungs- und Unterstützungsmaßnahmen sowie den Betrieb von Kindertagesstätten und Schulen. Peter Gefeller Bürgermeister der Stadt Staufenberg Zu den vielen Einrichtungen der Lebenshilfe Gießen in unserem Landkreis zählt auch die Wohnstätte Staufenberg im Burgackerweg 39, über die das sogenannte »stationäre Wohnen« für Menschen mit Behinderung in Staufenberg gewährleistet wird. Sie erhalten in dieser Wohnstätte die Hilfe, die sie brauchen ohne ihre Eigenständigkeit zu verlieren. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, einmal Danke zu sagen für die hervorragende Arbeit die Sie nicht nur in Staufenberg, sondern in den vielen anderen Einrichtungen unseres Landkreises leisten und Sie tragen mit Ihrer fantastischen Arbeit dazu bei, unsere Gesellschaft jeden Tag etwas »mitmenschlicher« zu gestalten. Hierfür nochmals mein ganz herzlicher Dank. Sie haben viel erreicht und können stolz darauf sein. Ich bin aber auch sicher, dass Sie Ihrem so wichtigen Ziel, Menschen mit Behinderungen in unserer Region noch stärker in die Gesellschaft zu integrieren, durch stetige Fortentwicklung und Erweiterung Ihrer Angebote immer näher kommen werden. Dazu wünsche ich Ihnen viel Glück und viel Kraft und wie bisher große Erfüllung in der haupt- und ehrenamtlichen Arbeit. Ihr Peter Gefeller Bürgermeister der Stadt Staufenberg In eigener Sache . . miteinander . November 2012 . 03 RZ_1_MA_Nov12_Schwerpunkt_Miteinander 02.11.12 09:36 Seite 4 Vorwort Liebe Mitglieder, liebe Eltern, liebe Freunde, Mein letztes Vorwort habe ich mit den Wünschen für einen schönen Sommer mit vielen Erlebnissen beendet. Ich hoffe, dass für Sie alle die Wünsche in Erfüllung gegangen sind und Sie mit viel getankter Energie in den Winter starten können. Ich gestehe, dass ich mich immer auf den 22. Dezember freue, nämlich dann werden die Tage wieder länger. In dem vorliegenden Heft befassen wir uns mit der Zukunft unserer behinderten Töchter und Söhne. Wir erleben erstmalig in Deutschland, dass Menschen mit einer sogenannten geistigen Behinderung das Seniorenalter erreichen. Darauf müssen wir unser Umfeld stetig hinweisen. Das Thema muss meines Erachtens mehr und mehr in der Öffentlichkeit ankommen. Diverse Experten befassen sich mit der Demographie mit der steigenden Zahl älter werdender Menschen in Deutsch land. Der Personenkreis der Menschen mit Behinderung wird selten oder gar nicht erwähnt. Ihre Bedarfe und Wünsche werden nicht abgefragt und nicht berücksichtigt. Nach wie vor hält die Lebenshilfe Gießen daran fest, kein zentrales Altenheim für Menschen mit sogenannter geistiger Behinderung zu errichten. Vielmehr wünschen wir uns, dass unsere Senioren, die noch im häuslichen Umfeld ihrer Angehörigen leben, wenn es denn notwendig wird, in den Alteneinrichtungen vor Ort einen Platz finden, natürlich mit einem besonderen Konzept, denn sie haben auch im Alter ein Recht auf Pflege und Eingliederungshilfe. 04 . miteinander . November 2012 . In eigener Sache Ich wünsche mir, dass die Seniorenbeiräte in den Kommunen unseres Landkreises in ihren Treffen und Diskussionen unseren Personenkreis mit einbeziehen, sie sind gleichberechtigte Bürger und Bürgerinnen in unserer Gesellschaft, leider müssen wir immer wieder darauf hinweisen. In dem Hessischen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention wird angeregt in den Kommunen »Inklusionskonferenzen« auszubauen, auch da muss das Thema der Zukunft unserer Senioren besprochen werden. Ich selber habe in einer AG »Älter werden in Gießen« mitgearbeitet. Unsere Aufgabe war es sich der »Menschen mit besonderen Bedarfen« anzunehmen und Konzepte zu entwickeln. Auch in meiner neuen Funktion als Beauftragte der Hessischen Landesregierung für Menschen mit Behinderung habe ich mir vorgenommen, das Thema Senioren mit Behinderung in die öffentliche Diskussion einzubringen. RZ_1_MA_Nov12_Schwerpunkt_Miteinander 02.11.12 09:36 Seite 5 Insbesondere Sie, liebe Eltern der erwachsenen Söhne und Töchter, bitte ich darum, in Ihrem Umfeld auf die Belange unserer zukünftigen Senioren hinzuweisen. Für unsere jungen Eltern gab es im Juli ein weiteres Highlight. Wir konnten in der Rödgener Straße, dem Standort unseres neuen Schulgebäudes für die Sekundarstufe, Richtfest feiern. Unser Ziel im nächsten Jahr nach den Ferien von der Grünberger Straße dorthin umzuziehen rückt »sichtbar näher«! Das große Gelände und auch die Turnhalle sowie die Kletterhalle des Alpenvereins direkt in der Nähe bieten viele Möglichkeiten der Bewegung und des Sports. Dabei ist es uns besonders wichtig, dass es auch zu vielen Begegnungen mit nichtbehinderten Jugendlichen kommt. Im Namen von unserem Vorstand, Herrn Magnus Schneider, dem Aufsichtsrat und der Geschäftsführung wünsche ich Ihnen allen eine gute Zeit, eine besinnliche Weihnachtszeit sowie die Erfüllung Ihrer Wünsche für das Jahr 2013! Ihre Maren Müller-Erichsen Aufsichtsratsvorsitzende In eigener Sache . miteinander . November 2012 . 05 RZ_MA_Nov12_Anzeigen_Miteinander 01.11.12 17:51 Seite 1 Beachten Sie die Angebote unserer Anzeigenpartner. www.DIVIICE.de Empfehlungen Einzelkämpfer: »Ich wohne barrierefrei. Danke Wohnbau« I n G i e ß e n z u h a u s e. Mehr Infos: www.wohnbau-giessen.de MEHR MOBILITÄT MIT GROSS Mit unseren behindertengerechten Fahrzeugumbauten sorgen wir für Ihre Mobilität. Von der Beratung bis zur Montage – unser zertifiziertes Team ist für Sie da. Rufen Sie uns an oder besuchen Sie unsere Website. 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Wie ich mir die Zukunft vorstelle Gedanken über die Zukunft unserer Söhne und Töchter »Bewegung« mit Zukunft Sophie-Scholl-Inklusiv begleitet Schulgründung in Hanau Persönliche Zukunftsplanung – im Netzwerk von UnterstützerInnen die Welt erobern Unsere Wünsche für die Zukunft RZ_1_MA_Nov12_Schwerpunkt_Miteinander 02.11.12 09:36 Seite 8 »Ich wünsche mir einen guten Job, ein schönes Leben und das war’s eigentlich!« Aus Anlass dieser Lebenshilfe-Zeitung habe ich in den Kindertagesstätten Watzenborn und Garbenteich sowie in der Schülerbetreuung eine Umfrage durchgeführt. Da den Kindern das Wort »Zukunft« nicht so geläufig ist, habe ich meine Fragen so formuliert: Was möchtest du sein, machen oder haben, wenn du erwachsen bist? Und: Was würdest du besser machen, wenn Du erwachsen bist? Dieses »Interview« (ich hatte erzählt, dass ich ganz viele Kinder brauche, um einen Artikel für unser »Miteinander« zu schreiben) fand großen Anklang und wir saßen ganz in Ruhe auf einem Sofa bzw. einer Matte mit maximal 2 Kindern. Insgesamt waren es 40 Kinder im Alter von 5 bis 9 Jahren. Alle Kinder haben sehr gerne mitgemacht und haben mich mit ihren Antworten in ihren Bann gezogen. Ich war erstaunt, dass es den Kindern eher selten um materielle Dinge ging. Fast alle äußerten Wünsche, die ihnen neue Möglichkeiten schaffen, aber an ihrem jetzigen Erfahrungsfeld anknüpfen; zum Beispiel »Ich möchte richtig gut pfeifen können« oder »Als Erwachsener würde ich mir heimlich Spielzeug kaufen« oder »Ich möchte das Pferd ganz alleine lenken«. Es gab auch verschiedene Berufswünsche, die die eigene Erfahrung widerspiegelte, zum Beispiel »Lehrerin wie meine Mama«, »Bestimmer im Kindergarten«, »Pferdepfleger, weil ich Pferde so mag«. Oft konnte ich mir als Erwachsener auch vorstellen, dass ein aktueller Konflikt gelöst werden sollte: »Ich putze mir nie mehr die Zähne« oder »Ich räume nie mehr auf« oder »Wenn mir das Essen nicht schmeckt, würde ich es wegwerfen« oder »Ich hab eine Allergie gegen meinen Bruder. Wenn der schreit – dann würde ich ihn in sein Zimmer tun«. Andere wiederum planten bereits ihre Familie: »Ich würde ein Kind haben, obwohl ich so viel Arbeit mit dem Kind habe. Ich arbeite dann vielleicht nicht oder ich habe einen Mann, der auf das Kind aufpasst« oder »Ich möchte auf die Kinder aufpassen. Und ich will einkaufen gehen und 08 . miteinander . November 2012 . Zukunft »M e i n e z i c k i g F re u n d i n i s t z mich u mir; ich w echt öfter ü rd e mi damit w i r u n t i h r t re f f e n verste hen.« s dann gut , n, Arzt werde »Ich möchte mal Spritzen ch weil ich au hte.« geben möc mein großer Sohn soll auf seine kleine Schwester aufpassen, damit ich in Ruhe einkaufen gehen kann«. Es kamen aber auch Verbesserungsvorschläge für das Erwachsen-Sein: »Ich möchte nicht so faul rumsitzen; ich möchte den ganzen Tag Fußball spielen« oder »Als Erwachsener könnte ich mit der Mutter reden, von dem RZ_1_MA_Nov12_Schwerpunkt_Miteinander 06.11.12 10:16 Seite 9 e Frau habe »Wenn ich ein it, dann und die schre r reden ih würde ich mit alles wiere und dann wä der gut.« der mich haut« oder »Ich würde nicht so viel Bier trinken, wenn ich mit dem Auto hingefahren bin« oder »Als Erwachsener würde ich nie mehr streiten«. »Ich mag keine Papr ika – die hätte ich dann einfach ste hen lassen .« »Ich gehe nicht so gerne auf die größten Berge und da würde ich nicht mehr drauf gehen. Mit dem Auto würde ich nur runterfahren.« Manchmal sind Vorschläge auch einfach nur praktisch: »Ich schaffe die Ecken von den Häusern ab, weil ich mich da immer dran stoße« oder »Ich möchte im Krankenhaus arbeiten, weil ich jedes Jahr dorthin gehe, und dann darf ich mal andere untersuchen«. Mein Fazit der Befragung war: So verschieden wie die Kinder sind, so verschieden sind auch ihre ls a h c Ideen. Mir hat es au »Ich spiele er immer sehr viel Spaß n Erwachse gemacht, ich weiter.« habe sehr viel über die Kinder und ihre Ansichten gelernt und ich kann jedem Erwachsenen nur empfehlen, zu unterschiedlichsten Themen auch die Meinung eines Kindes einzuholen! Ursula Schachl, Leitung der Kindertagesstätten Watzenborn und Garbenteich sowie der Schülerbetreuung Garbenteich . Zukunft . miteinander . November 2012 . 09 RZ_1_MA_Nov12_Schwerpunkt_Miteinander 02.11.12 09:36 Seite 10 Unser Kind hat eine Zukunft! Meine Mama und ich Ich kann aber auch schon alleine spielen Meine Frühförderin und ich Sonnenschein auf dieser Erde! Mia ist jetzt 20 Monate alt und ein wahrer Sonnenschein. Sie ist glücklich, leben zu dürfen und ist ein zufriedenes Kind. Als wir in der 22 SSW erfuhren, dass Mia einen sehr ausgeprägten Hydrochephalus mit Fehlbildungen des Hirns hat, brach für uns eine Welt zusammen. Nach einem langen Tag der Untersuchungen wurde uns § 218 A dargelegt und wir sollten uns entscheiden, ob wir dieses Kind bekommen wollten. Die Prognosen für Mia waren sehr schlecht. Mehr fach geistig und körperlich behindert sollte sie sein. Nur über Sonde ernährt und an Geräten hängend wäre ihr Leben. Eine Mutter-Kind-Beziehung nie möglich. Nach einigen Tagen des Hin und Her’s war klar, wir bekommen dieses Kind. Mit allen Konsequenzen. Eine Freundin gab uns den Tipp, die Lebenshilfe zu Rate zu ziehen. Das taten wir auch! Schnell war ein Termin gefunden mit Frau Ertel von der Frühförder- und Beratungsstelle. Das Gespräch gab uns Kraft. In regelmäßigen Abständen informierten wir Frau Ertel über die Fortschritte der Schwangerschaft und Geburt. Die Wochen vergingen und Mia wurde in der 33 + 5 SSW per Kaiserschnitt geboren. Sie wurde 1 Tag nach der Geburt direkt operiert und bekam ihren Shunt. Noch 2 OP’s folgten. Nach einem Vierteljahr Krankenhaus durften wir mit ihr endlich nach Hause. Sogar stillen konnte ich sie. Flasche lehnte sie bis heute entschlossen ab. Sie entwickelte sich 10 . miteinander . November 2012 . Zukunft zwar langsam, aber sehr gut. Die letzte Untersuchung im Sozialpädiatrischen Zentrum ergab, dass Mia geistig gleich auf mit Gleichaltrigen ist. Nur motorisch hängt sie nach. Wir fördern sie, wo wir nur können. Die beste Therapie ist ihr großer Bruder Noah und die Familie. Außerdem versuchen wir ihr ein so normales Leben wie möglich zu geben. Ob sie einmal krabbeln oder laufen wird, steht in den Sternen. Mia erhält 1x pro Woche Physiotherapie und 14-tägig Logopädie. Die Bow-Tech-Therapie ruht im Moment. Viel Freude und Spaß hat sie mit Frau Gerling von der Frühförderung, die 1x in der Woche zu uns nach Hause kommt. Die Chancen stehen gut. Alles Negative, was man uns gesagt hat, ist ins Positive gegangen. Natürlich konnte das keiner wissen, aber wir sind froh, uns für sie entschieden zu haben, und sie dankt es uns täglich zum Beispiel mit einer Geste oder einem Lächeln. Wir wünschen uns, dass sie weiterhin so tolle Fortschritte macht und weiterhin ein so normales (was ist normal?!) Leben wie möglich führt. Das erste Jahr war das kritischste und sie hat es gemeistert, man hat uns gesagt, dass Mia nie das Erwachsenenalter erreichen kann. Doch daran möchte ich nicht denken. Wir hoffen, dass wir noch sehr viele schöne Jahre mit ihr haben werden. Unsere kleine Prinzessin, wir lieben dich! Ruth und Michael Schnabel mit Noah & Mia . RZ_1_MA_Nov12_Schwerpunkt_Miteinander 02.11.12 09:36 Seite 11 Wie ich mir die Zukunft vorstelle Um über meine Zukunftswünsche und Vorstellungen zu berichten, möchte ich mich erst einmal vorstellen. Mein Name ist Katharina Boesler, ich bin 32 Jahre alt und wohne bei meinen Eltern in Wissmar. Ich arbeite in der Reha Mitte im Erdkauter Weg in Gießen in der Montage 1. Dies ist mit 62 Personen die größte Gruppe. Meine Krankheit nennt sich Allström-Syndrom. Dies ist ein sehr seltener Gendefekt, den es in Deutschland rund 80 Mal gibt. Die Krankheit im Einzelnen zu erklären, würde den Rahmen sprengen. Besser, man schaut im Internet nach. Ich beschreibe hier nur das Wichtigste für mich. Ich bin Blind, ohne Hell- und Dunkelwahrnehmung, schwerhörig, trage zur Zeit auf einer Seite ein Cochlearimplantat und werde nächstes Jahr auf der anderen Seite auch damit versorgt. Ich habe Diabetes, bin Insulinpumpenträger, habe eine zweifach operierte Wirbelsäulenverkrümmung, Gleich gewichtsstörungen und noch mehr, was man mir aber nicht ansieht. Ich habe viele Hobbies. Dazu gehören, die Rallye, Fußball, Fernsehen, Hörbücher und Musik hören. Perlenketten herstellen, faulenzen, Sudoku, Puzzeln, Briefe schreiben und noch einiges mehr. Es gibt schon Vorstellungen und Wünsche, welche ich mir für die Zukunft erhoffe. Manche sind vielleicht nicht erfüllbar, aber wer weiß, was die Zukunft so alles bringt … Fangen wir mal so an. Die Politik hat große Ziele. Sie wollen immer mehr Elektroautos auf die Straße bringen. Dabei denken sie überhaupt nicht daran, dass man diese gar nicht hört. Außerdem Motorsport ohne Sound, wer will denn sowas? Ich nicht. Ich gehe zum Motorsport gerade deshalb, gerade weil man dort diesen Sound genießen kann. Solange die Elektroautos keinen Sound haben, kann ich als Blinde sie nicht hören. Also weiß ich nicht, ob gerade ein Auto kommt oder nicht. In Zukunft sollte es bei allen öffentlichen Gebäuden ein Kennzeichen geben, an welchen man erkennen kann, ob es eine Behindertentoilette gibt. Behinderte sind zwar vor dem Gesetz gleichgestellt, jedoch gibt es leider immer noch sehr viel Diskriminierung. Ich glaube, dass es in diesem Punkt noch viel Aufklärungsbedarf gibt. Auf manchen Teepackungen gibt es schon Blindenschrift. Dies wäre eine Möglichkeit, welche auf alle Teebeutel packungen ausgeweitet werden könnte. Alle Busunternehmen, welche behinderte Menschen transportieren, sollten moderne behindertengerechte Fahrzeuge besitzen. Die Personen, die als Gutachter arbeiten, können doch gar nicht in der kurzen Zeit über Menschen urteilen, was er kann und was er nicht kann. Solche Gutachter sollten mindestens ein bis zwei Wochen in dem Haushalt des Menschen mitarbeiten. Da wäre das Gutachten über den Menschen leichter zu beurteilen. Meiner Meinung nach sollte in allen medizinischen und pflegerischen Ausbildungen die Insulinpumpe mit hinzugezogen werden. Es gab einen Fall, da musste ich schon halb in Narkose liegend meine Pumpe selbst einstellen. Außerdem gibt es weder in Gießen, noch in Marburg, noch in Wetzlar einen Pflegedienst, der sich mit Insulinpumpen auskennt. So etwas dürfte eigentlich nicht sein. Ich finde es schade, dass die Behindertenparkplätze oft mit Autos belegt sind, die keinen Schwerbehindertenpark ausweis haben. Dies sollte viel strenger kontrolliert werden. Überall hört man immer, es müsse gespart werden. Aber wo man Geld durch stärkere Kontrollen einnehmen könnte, tut man es nicht. Ich wünsche mir auch für die Zukunft, dass meine Eltern noch lange leben und möchte ihnen und meinem Bruder einmal von ganzem Herzen DANKE sagen. Weil sie immer für mich da sind, wenn ich sie brauche und sie schauen auch, dass sie mir meine Wünsche soweit es geht erfüllen. Auch meiner Arbeitsgruppe inklusive Gruppenleiter möchte ich einmal DANKE sagen, dass sie mich unterstützen und dass ich Arbeit bekommen darf. Also im Großen und Ganzen bin ich zufrieden und vielleicht gibt es in manchen meiner Zukunftswünsche ja irgendwann mal dafür eine Idee. Katharina Boesler, Mitarbeiterin Reha Mitte Zukunft . miteinander . . November 2012 . 11 RZ_1_MA_Nov12_Schwerpunkt_Miteinander 02.11.12 09:36 Seite 12 Gedanken über die Zukunft unserer Söhne und Töchter Wir Eltern behinderter Söhne und Töchter denken ständig an die Zukunft. Wie wird sich unser Kind entwickeln, was wird es lernen können. Niemand kann so recht eine Antwort geben, denn jedes Kind mit Behinderung entwickelt sich anders, Prognosen zum Beispiel von Ärzten sind oft negativ, so habe ich es erlebt, weil diese die intellektuelle Entwicklung nicht einschätzen können. Jedes Kind ist einzigartig, jedes Kind mit Behinderung hat mit Sicherheit Kompetenzen, die wir Eltern aber auch die pädagogischen Mitarbeiter finden müssen. Ein Vergleich mit den Kindern ohne Behinderung ist selten möglich. In den meisten Fällen erleben wir Eltern mit Kindern, die eine intellektuelle Beeinträchtigung haben, ihre emotionalen Fähigkeiten. Unsere Kinder können Freude und Zuneigung so offen und ohne »Bremsung« zeigen, eine Fähigkeit, die wir jedem Kind wünschten. Wir lieben unsere Kinder und kämpfen, das ist manchmal notwendig, für ihre Rechte. Nach der vertrauensvollen Begleitung durch die Frühförderung wünschen wir uns eine Kindertagesstätte, die unser Kind annimmt und auf seine notwendige spezielle Förderung eingeht. Wir wünschen uns einen gemeinsamen Unterricht in der Schule, obwohl wir uns entscheiden müssen ob eine Schulklasse in der Sophie-Scholl-Schule mit 20 – 22 Kindern für unser Kind zuträglich ist. Oder wir müssen uns für die Förderschule mit 8 Kindern mit Behinderung pro Klasse entscheiden. Oder aber wir kämpfen für einen Platz in der Grundschule in unserem Lebensumfeld. Das sind wirklich schwergewichtige Entscheidungen, die wir treffen müssen. Zum Glück gibt es den Arbeitskreis »Einschulung in der Frühförderung«. Hier erhalten Sie Informationen, Beratung und Unterstützung durch unsere Mitarbeiterinnen der Frühförderung von Frau Klare-Grußdorf und Frau Mehmet. Wenn wir dann die Schule »gefunden« haben denken wir natürlich weiter, wird mein Sohn / meine Tochter die Werkstatt für Menschen mit Behinderung oder die Tagesförderstätte besuchen können / wollen oder hat unser Sohn / unsere Tochter außerhalb dieser Einrichtungen eine andere Chance. Ja, die hat er / sie das heißt, dass Menschen mit Behinderung können über den sogenannten betriebsintegrierten Arbeitsplatz (Außenarbeitsplatz) auch außerhalb der Werkstatt für Menschen mit Behinderung einen Arbeitsplatz finden, ganz ihren Neigungen entsprechend. Sie werden auf diesem Wege durch professionelle(n) Mitarbeiter(in) begleitet. Ziel der Werkstatt für Menschen mit Behinderung ist unter anderem die Vermittlung auf einem Arbeitsplatz auf dem Allgemeinen Arbeitsmarkt. Der Kindergarten, die Schule und die Beschäftigung /Arbeit soll sie bestätigen und glücklich machen. Sie sollen mit Freude ihren Tätigkeiten nachgehen und Freunde finden. Diejenigen, die in einer Wohneinrichtung der Lebenshilfe wohnen, können dort bis zum Lebensende verbleiben, es sei denn, der Pflegebedarf durch Pflegefachkräfte steigt immens. In diesem Fall müssen wir mit Ihnen, den Eltern / Angehörigen versuchen, geeignete Pflegeeinrichtungen zu finden, um sie dort unterzubringen. Das hat sich schon hin und wieder ergeben. In den meisten Fällen mit positiver Erfahrung. Dennoch hat mich diese »Verlegung« immer betrübt, weil ich mir eigentlich wünsche, dass jeder Mensch, auch der mit einer Behinderung, in seinem Wohnumfeld verbleiben kann. Vielleicht hilft das neue Gesetz, das kommen soll, den Pflegebereich in unsere Wohneinrichtung zu integrieren. 12 . miteinander . November 2012 . Zukunft RZ_1_MA_Nov12_Schwerpunkt_Miteinander 02.11.12 09:36 Seite 13 Aber, und das ist meine Sorge, ca. 50 % der Werkstattmitarbeiter wohnen noch im häuslichen Umfeld, das heißt bei ihren Eltern oder Geschwistern; davon haben ca. die Hälfte ein Alter von 45 bis 60 Jahren erreicht. Sie haben wenig Chancen, einen stationären Wohnplatz im Kreis Gießen zu bekommen. Chancen haben sie im sogenannten Betreu ten Wohnen / Unterstützenden Wohnen oder auch über das Persönliche Budget im häuslichen Bereich zu verbleiben. Wir Eltern müssen darüber nachdenken und Entscheidungen treffen. Werden Geschwister das Sorgerecht übernehmen? Was ist, wenn es diese nicht gibt. Haben wir testamentarisch alles geregelt? Vor 30 Jahren hat man nicht geglaubt, dass Menschen mit Behinderung ihre Eltern überleben, heute haben wir andere Erkenntnisse. Menschen mit sogenannter geistiger Behinderung erreichen heute ein ähnliches Alter wie Menschen ohne Behinderung, das heißt wir Eltern müssen damit leben, dass unsere Söhne und Töchter uns überleben. In Deutschland erleben wir diese Tatsache erstmalig. Niemals zuvor haben Menschen mit Behinderung ein »normales« Lebensalter erreicht. Natürlich haben es die Menschen mit hohem Hilfebedarf besonders schwer, weil sie nicht sprachfähig sind, aber auch sie haben Wünsche, ihr Umfeld zu erhalten, und ich wünsche mir mit ihnen, dass wir als Lebenshilfe drauf eingehen. Als Lebenshilfe Gießen haben wir beschlossen, kein Seniorenheim für geistig behinderte Menschen zu errichten, vielmehr wünschen wir uns, dass Menschen mit geistiger Behinderung, die tagsüber unsere Einrichtungen besuchen, in ihrem Wohnumfeld verbleiben, das heißt wenn notwendig, Einrichtung der Altenhilfe in ihrem Umfeld besuchen können. Das wollen wir inhaltlich diskutieren und ich wünsche mir, dass wir Sie, die Eltern einbeziehen. Maren Müller-Erichsen, Aufsichtsratsvorsitzende . Für mich persönlich ist das durchaus ein Problem, obwohl ich die Versicherung habe, dass mein erster Sohn und seine Frau sich »kümmern« werden. Ich bin auch überzeugt, dass die Mitarbeiter / innen in den Wohnstätten oder auch im Betreuten Wohnen und auch die gesetzlichen Betreuer sich »kümmern« werden, niemand »bleibt auf der Strecke«. Aber wir Eltern haben nun einmal eine besondere Beziehung zu unseren Kindern, und es fällt nicht immer leicht diese an andere abzugeben. Für die Zukunft wünsche ich mir, dass unsere Kinder Freunde finden, die sie in ihrem Lebenslauf begleiten und mit denen sie immer Kontakt haben. Ich wünsche mir auch, dass sie so lange wie möglich selbst entscheiden, wie sie im Alter leben wollen. Zukunft . miteinander . November 2012 . 13 RZ_1_MA_Nov12_Schwerpunkt_Miteinander 02.11.12 09:36 Seite 14 »Bewegung« mit Zukunft Kinästhetics in den Einrichtungen der Lebenshilfe Gießen Im Frühjahr 2009 wurde ich im Rahmen einer Pflegefortbildung auf Kinästhetics aufmerksam. Sie war mir früher in der Kinderkrankenpflege schon mal begegnet, aber ich hatte mich nicht damit beschäftigt. Jetzt im Zusammenhang mit der Pflege bewegungseingeschränkter Menschen, sah ich Kinästhetics mit völlig anderen Augen und dachte, ja das brauchen wir in den Wohnstätten und nicht nur dort. MH Kinästhetics, das Original, benannt nach Drs. Lenny Maietta und Frank Hatch, ist ein Bildungssystem, gegründet auf der Lehre der menschlichen Bewegung und basiert auf einer wissenschaftlichen Grundlage der Verhaltenskybernetik: »Die Art und Weise, wie ein Mensch seine Alltagsaktivitäten – privat und beruflich – gestaltet, seine Gesundheits- und Lernprozesse positiv oder negativ – ein Leben lang.« schmerzen klagten. Und so buchte Frau Hasenauer für die Mitarbeiter der Wohnstätten im September 2010 einen 3-tägigen Grundkurs in MH Kinästhetics. Mit Begeisterung lernten wir Bewegung aus einer völlig neuen Perspektive zu sehen. Die eigene Bewegung wahrzunehmen, Ressourcen zu erkennen und Bewegungen anzupassen, war für uns Neuland und beeindruckte uns sehr. Bringt uns dies doch viele Möglichkeiten Menschen mit Bewegungseinschränkungen wesentlich besser zu unterstützen und Ressourcen so zu nutzen, dass die vorhandenen Bewegungsmöglichkeiten diese Idee und so konnten Frau Schunkert und ich zeitnah einen Aufbaukurs und im Anschluss einen Zertifizierungskurs absolvieren. Die Zertifizierung befähigt uns, Mitarbeiter der Lebenshilfe mit Grundkenntnissen in Kiästethics in der Praxis zu begleiten und mit ihnen Lernaktivitäten zu gestalten, die die Bewegungsmöglickeiten von Menschen mit Behinderung im Alltag verbessern. Damit erreichen wir eine bessere Qualität unserer Arbeit, sowie einen Zuwachs an Kompetenz. Kinästhetics ist ein sinnvolles Werkzeug für unsere Arbeit und das Motto »arbeite mit den Ressourcen, denn die können zu positiven und gesundheitsfördernden Fähigkeiten entwickelt werden«, ist ganz im Sinne unseres Leitbildes: Dies alles wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Ich war inzwischen als Pflegefachkraft für die Wohnstätten zuständig und sah, dass immer mehr »Heben und Tragen« nötig war und dass immer mehr Kollegen über Rücken- »soviel wie nötig und so wenig wie möglich«. Kinästhetic in der Praxis genutzt und gefördert werden können und »Heben und Tragen« zum größten Teil wegfallen kann. Mit MH Kinästhetics bekommen wir also ein Werkzeug an die Hand, um für unsere Bewohner / Klienten und uns selbst die Alltagsaktivitäten in jeder Lebensphase effektiv und gesundheitsfördernd zu entwickeln. Aus dieser Erkenntnis wuchs die Idee, MH Kinästhetics in unseren beruflichen Alltag in der Lebenshilfe einzuführen. Die Einrichtungsleitungen unterstützen Kinästhetic in der Theorie 14 . miteinander . November 2012 . Zukunft Über das interne Fortbildungsprogramm der Lebenshilfe sollen ab 2013 alle Mitarbeiter der Lebenshilfe die Möglichkeit erhalten, diese gesundheitsfördernde Bewegungsunterstützung zu erlernen. Ich wünsche mir, dass viele Kollegen, dass Angebot der Kinästhetic-Kurse nutzen und wir damit eine Qualitätsverbesserung unserer Arbeit erreichen zum Nutzen jedes Einzelnen. Uschi Uhlmann-Link, Pflegefachkraft der Wohnstätten . RZ_1_MA_Nov12_Schwerpunkt_Miteinander 02.11.12 09:36 Seite 15 Sophie-Scholl-Inklusiv begleitet Schulgründung in Hanau Mit dem Projekt Sophie-Scholl-Inklusiv (SSI) setzt sich die Lebenshilfe Gießen gemeinsam mit der Bundesvereinigung Lebenshilfe für die Verbreitung des Sophie-Scholl-SchulenKonzeptes und für mehr inklusive Schulen ein. Das Schulberater-Team besteht aus der Projektleiterin Ursel Seifert, der ehemaligen Schulleiterin Wiltrud Thies, dem Schulleiter der Primarstufe Ralph Schüller und dem Lehrer Matthias Roll. Die Projektkoordination hat Frau Stefanie Wiesenberg, selbst Organisationsberaterin und Mutter einer Sophie-Scholl-Schulen Schülerin. 13 Module hat Sophie-Scholl-Inklusiv zur Unterstützung im Schulentwicklungsprozess entwickelt. Der monatlich stattfindende Workshop »Inklusive Schule erleben« bietet Informationen zum inklusiven Schulkonzept und Unterrichtshospitation. 96 Teilnehmer haben bislang daran Interesse gezeigt und sind dafür aus ganz Deutschland angereist. Wer mehr wissen will, kann ab 2013 an pädagogischen Fortbildungen teilnehmen. Die kooperierende Werbeagentur Weigand Design hat ein professionelles Marketing-Konzept für die neue Schule entwickelt. Das lohnt sich. Obwohl die Schule erst 2013 eröffnen wird, liegen bereits 29 Anmeldungen vor. Neben der Beratung im Gründungsprozess hat Sophie-SchollInklusiv (SSI) auch für bestehende Schulen Unterstützung anzubieten. Denn auf dem Weg zur inklusiven Schule gibt es viele Fragen und Problemstellungen. www.sophie-scholl-inklusiv.de Stefanie Wiesenberg, Projektkoordinatorin . Für potentielle Schulgründer bietet SSI Machbarkeitsstudien, Immobilienbewertungen, Raumkonzepte und Marketingund Finanzierungskonzepte an. Das hat das Interesse des Behindertenwerk Main-Kinzig geweckt, die in Hanau 2013 eine Sophie-Scholl-Schule eröffnen will. Ein Investor für das Schulgebäude in Hanau wurde bereits gefunden, das Raumkonzept durch das Architekturbüro Diehl vorgestellt. SSI hat die Schulgenehmigungsunterlagen zusammengestellt und diese wurden beim Schulamt eingereicht. Während sich diese im Genehmigungsverfahren befinden, konkretisieren sich die Umbaumaßnahmen. Der Innenausbau muss dem Schulkonzept angepasst werden. SophieScholl-Inklusiv hat ein Muster-Klassenzimmer zusammengestellt, das optimal zum Lernkonzept der inklusiven Sophie-Scholl-Schulen passt. Für die Kunden eine große Erleichterung, denn sie erhalten die gesamte Einrichtungsplanung bestellfertig zusammengestellt. Zukunft . miteinander . November 2012 . 15 RZ_1_MA_Nov12_Schwerpunkt_Miteinander 02.11.12 09:36 Seite 16 Persönliche Zukunftsplanung – im Netzwerk von UnterstützerInnen die Welt erobern Das Konzept der Persönlichen Zukunftsplanung wurde für Menschen mit Behinderung entwickelt. Es schlägt eine Reihe von Aufgaben vor und hält verschiedene Methoden bereit, die helfen, Fähigkeiten eines Menschen heraus zu finden, Möglichkeiten vor Ort zu entdecken und neue Dienstleistungen zu erfinden, die mehr helfen, als im Weg stehen. In dem vorliegenden Heft haben wir »Zukunft« als Schwerpunktthema ausgewählt. Ein Thema, das, egal, ob behindert oder nicht, jede und jeden bewegt – verbunden mit der Frage: Was wird mir die Zukunft bringen? Leider oder Gott sei Dank sind wir alle keine Hellseher. Trotzdem ist es gut, sich Gedanken über die Zukunft zu machen, die eigenen Wünsche und Ziele zu kennen,um daraus Schlüsse abzuleiten und Entscheidungen zu treffen. Um diese Möglichkeit auch für Menschen mit Behinderung weiter zu fördern werden wir in der Lebenshilfe Gießen die Methode der Persönlichen Zukunftsplanung einführen, ein Konzept das in USA und Kanada entwickelt wurde. Das Konzept eignet sich besonders für den Übergang in einen nächsten Lebensabschnitt: Schule – Ausbildung / Beruf; Auszug aus dem Elternhaus …, aber auch Unzufriedenheit oder Krisen können Anlass zu einer persönlichen Zukunftsplanung sein. Zentral ist die Frage: »Was soll sein?«. Wie möchte die Person leben und welche Unterstützung benötigt sie zur Verwirklichung ihrer Vorstellungen. Dabei ist Träumen nicht nur erlaubt, sondern erwünscht. Träume sind Quellen, verstanden als treibende Kraft und Wegweiser. Da sich Möglichkeiten am besten durch die Orientierung an Kompetenzen erschließen lassen, sind Fähigkeiten und Stärken der primäre Anknüpfungspunkt des Planungsprozesses. Unterstützungskreise – Unterstützerkreise haben das Ziel mit wichtigen und der planenden Personen über ihre je eigenen Vorstellungen, Wünsche und Ziele nachzudenken und diese in gangbare Schritte umzusetzen. Um die planende Person – sie ist die Hauptperson in dem Prozess – bildet sich ein Unterstützerkreis. Dieser besteht aus FreundInnen, Familienangehörigen, ArbeitsassistentInnen, LehrerInnen, UnterstützerInnen aus Einrichtungen, Schule, etc., allesamt Menschen, die Interesse an der Hauptperson, ihren Ideen, Träumen und Zukunftswünschen haben. Sie werden von der Hauptperson ausgewählt und eingeladen, sind dementsprechend parteilich und helfen bei der Entwicklung und Umsetzung des Lebensplans. In moderierten Planungstreffen werden unterschiedliche Perspek tiven zusammen getragen. Die Erfahrungen, Kontakte etc. der Eingeladenen bereichern den Prozess. Die planende Person hält wie ein Kapitän das Steuer in der Hand; ihr Unterstützerkreis begleitet sie. Vielfältige positive Erfahrungen zeugen von der Umsetzbar keit und Nutzbarkeit des Konzeptes. Da die Persönliche Zukunftskonferenz so erfolgreich und inspirierend ist, wird sie inzwischen auch in anderen Bereichen angewendet. Die dort entwickelten Methoden bringen auch für nicht behinderte Menschen hilfreiche Inspirationen. In der Lebenshilfe Gießen wollen wir diese Methode mehr einsetzen und bieten zu diesem Zweck eine modulare Fortbildungsreihe an. Es sind noch einige Plätze frei. InteressentInnen wenden sich bitte an [email protected]. Für dieses Heft haben wir Fragen aus dem Katalog »Persönliche Zukunftskonferenz« aufgegriffen und einige Menschen, die in der Lebenshilfe Gießen leben, arbeiten, betreut, begleitet oder beraten werden, kurz und konkret interviewt. Die interessanten Wünsche und Statements finden sie an vielen Stellen im Heft, immer auf den letzten Seiten unserer Bereiche »Spielen und Lernen«, »Wohnen«, »Arbeiten«, »Beraten und Unterstützen«, »Lebensart, Kultur, Reisen« und »Kaleidoskop«. Mich haben die Statements begeistert. Ich finde, die authentischen Antworten und vielfältigen Wünsche machen dieses Heft zu einem ganz Besonderen. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen dieses Heftes, diesmal verbunden mit einer Entdeckungstour von Wünschen und Vorstellungen. Ursel Seifert, Geschäftsführung Ref. Organisationsentwicklung . 16 . miteinander . November 2012 . Zukunft RZ_1_MA_Nov12_Schwerpunkt_Miteinander 02.11.12 09:37 Seite 17 Unsere Wünsche für die Zukunft nd 2 Jahre alt u Völksch, 4 der Wohnstätte s a ti a M in e in Ich b n sehr lang wohne scho eg. W Grüninger ? die Zukunft ich mir für der Steffi zum e h sc n ü w mit Was möchte ich hon einen Demnächst gehen, da habe ich scöchte ich s m d McDonal emacht. Außerdem Gießen in Termin ausg wieder mit Svenja nach al m h lic end lon. den Waschsa en? besser werd al aufhört Was könnteitbewohner endlich m M ir. n m ei h m ic he Das . Das wünsc zu schreien Ich bin Ann-Christin Hauck, 27 Jahre alt und seit 8 Jahren bei der Lebenshilfe Gieß en. Was wünsche ich mir für die Zukunft? Mehr Urlaub. re alt und del, 23 Jah Gießen. rö ch S ra u e Ich bin La n bei der Lebenshilf seit 4 Jahre ? ie Zukunft h mir für d ibt. ic e h sc n ü le so b Was w Arbeitsstelle Das meine erden? e. te besser w Was könn große Liebe bald find Das ich die Was könnte besser werden? Soll alles so bleiben wie es ist. Zukunft . miteinander . November 2012 . 17 RZ_1_MA_Nov12_Schwerpunkt_Miteinander 02.11.12 09:37 Seite 18 Unsere Wünsche für die Zukunft Ich bin Karen. Ich bin Isab seit August el Frisch, 22 Jahre alt un 2011 bei de r Lebenshilfe. d Was wünsc Ich möchte he ich mir für die Zuk mit meinem eigene Wohn Freund in ei unft? möchte auch ung mit Garten ziehen ne . Ich einmal nach Indien. Was könnte Meine Gesun besser werden? in der WG. dheit und keinen Streit mehr t? mir für die Zukunf Was wünsche ich nberg bleiben mit Peter Für immer in Staufeiraten in Lollar in der Kirche, zusammen, Peter he Einkaufen. Bahnbus fahren und werden? Was könnte besser undinnen Lisa und Laura. Fre n ine me Kontakt zu lt und 40 Jahre a t, id m h c shilfe. anuela S Ich bin M hren in der Leben Ja 1 2 seit ukunft? für die Z chönen ir m h ic S der sche Was wüne seit April 2011 inohnen bleiben. n w h rt o o w d h meinen Ic nd möchte h konnte Aussicht u sehr schön und ic . Hier ist es g im Garten feiern Geburtsta n? d mehr er werde nte bess sund zu werden un n ö k s a W e g ir m he Ich wünsc zu machen. Ausf lüge 18 . miteinander . November 2012 . Zukunft RZ_2_MA_Nov12_Spielen und Lernen_Miteinander 01.11.12 18:13 Seite 1 Spielen und Lernen Wir sind ein Familienzentrum Emma erzählt Meine aufregende erste Woche in der Sonnengruppe der Kita Anne Frank Anbau für das »große Krabbeln« in der Kita Anne Frank Rettungshunde Paula und Balou suchen »vermisste« Kinder Schritt für Schritt! Wir haben sie abgemeldet … Richtfest für den Neubau der Sekundarstufe – Sophie-Scholl-Schule Gießen »Schule – Mit Gunst und Verlaub« 1. Internationales Inklusives LeichtathletikDreikampf-Schulsportfest der Sekundarstufe der Sophie-Scholl-Schule Gießen Reisebericht: Internationales Inklusives Basketballturnier in Silea / Italien Gedichte der 6a aus der Schule Unsere Wünsche für die Zukunft RZ_2_MA_Nov12_Spielen und Lernen_Miteinander 01.11.12 18:33 Seite 2 Wir sind ein Familienzentrum: Auszüge aus den Gesprächen mit den Kindern: Philipp: Das Zentrum sieht gar nicht anders als vorher aus. Ich spiele immer noch Fußball mit meinen Freunden und die Jenny ist immer noch in meiner Gruppe. Ach nee, da gibt es doch was Neues. Die Turnhalle wird neu gemacht. Die sieht jetzt viel schöner aus. Das ist bestimmt wegen des Zentrums. Wenn die fertig ist, dann können wir da auch Fußball spielen. Selbstportrait von Philipp Jana: Die haben da ganz schöne neue Ideen. Meine Mama hat da Zettel bekommen. Die kann ich aber noch nicht lesen. Aber die Natascha hat gesagt, dass ich zusammen mit meiner Mama turnen kann oder auch alleine. Ach, das ist schon toll und macht Spaß. Selbstportrait von Jana 20 . miteinander . November 2012 . Spielen und Lernen RZ_2_MA_Nov12_Spielen und Lernen_Miteinander 01.11.12 18:33 Seite 3 Taliah: Was ist denn ein Familienzentrum? Muss jetzt mein Papa auch immer kommen? Die heiraten ja bald. Dann können die beiden hier herkommen. Aber das machen die doch schon immer, oder? Ich spiele weiter in der Kuschelecke. Selbstportrait von Taliah Selbstportrait von Tommi Tommi: Ich frage mal meine Mutter, ob die hier kochen kann. Die kann nämlich ganz anders kochen. Das möchten vielleicht welche lernen, dann kann die das denen zeigen. Das schmeckt auch immer voll lecker. Und wenn das andere Mütter kochen können, dann können die anderen Kinder das auch essen. Wenn ich größer bin, zeige ich das dann den anderen Leuten. Antonia: Ich treffe mich einmal pro Woche mit der Frau Becker (Logopädin). Wir machen vor dem Spiegel viele Grimassen. Das macht mir sehr viel Spaß. Ich gehe gerne zu Frau Becker. Dann gehe ich noch einmal pro Woche zu Lena (Ergotherapeutin). Da spielen wir. Auf unserem tollen Außengelände buddel ich gerne im Sand. Larissa Zeinert, Leitung Kinder- und Familienzentrum Helen Keller . Selbstportrait von Antonia Spielen und Lernen . miteinander . November 2012 . 21 RZ_2_MA_Nov12_Spielen und Lernen_Miteinander 01.11.12 16:15 Seite 4 Emma erzählt: Meine aufregende erste Woche in der Sonnengruppe der Kita Anne Frank Im Bällebad fühle ich mich einfach wohl »Ich heiße Emma und bin schon zwei Jahre alt. Am Montag hat mich meine Mama in unseren Kindergarten gebracht und ich durfte zum ersten Mal eine Stunde alleine in der Sonnengruppe bleiben. Ich war schon zweimal im Kindergarten gewesen, aber nur um zu gucken. Meine große Schwester Sophia ist in der Sternengruppe. Den Kindergarten kenne ich also schon ganz gut. Ich hab meiner Mama Tschüss gesagt und bin gleich zu dem Basteltisch gegangen. Dort liegen ganz viele Papierschnipsel in blau und gelb und grün. Pink mag ich am liebsten. Ich habe ein tolles Bild geklebt. Die Petra hat mir ein bisschen geholfen und gesagt, wie toll sie mein Bild findet. Sie fand es auch toll, dass ich meiner Mama beim Tschüss sagen ohne zu weinen zugewinkt habe. Ich bin dann durch die Bauecke gelaufen und habe Sophia in der Sternengruppe besucht. Und dann kam meine Mama schon wieder! Am nächsten Tag bin ich wieder ganz schnell zum Basteltisch gegangen und habe die Wasserfarben ausprobiert. Das ist ja ein tolles Zeug. Ich habe mich mit dem David unterhalten und wir haben noch ein paar hellblaue und pinke Schnipsel aufgeklebt. Dann bin ich zu dem Kaufladen im Flur gelaufen. Dort waren fremde Kinder, aber ich habe keine Angst gehabt und mit ihnen eingekauft. Die Petra hat mir dann den Frühstücksraum gezeigt und ich habe einen ganzen Teller Nudeln mit Tomatensoße gegessen. Meine Mama hat gestaunt, als sie mich abgeholt hat. 22 . miteinander . November 2012 . Spielen und Lernen Am Mittwoch war ich schon um neun Uhr im Kindergarten. Den Basteltisch kenne ich jetzt schon ziemlich gut. Die Petra hat mir eine Kinderschere gegeben und ich durfte meine eigenen Schnipsel schneiden. Das gelb ist auch sehr schön und ich habe wieder ein tolles Bild geklebt. Die Petra sagt, ich kann sehr gut schneiden und bin gar nicht ungeduldig. Ausschneiden ist wichtig. Deshalb muss man es langsam machen. Beim Kleben sind meine Hände schmutzig geworden und ich bin ganz alleine in das Bad gelaufen und habe meine Hände mit Seife abgewaschen, bis sie sauber waren. Ich habe sogar mein eigenes Handtuch. Es hängt an einem Haken mit einem Schneemann. Meine Mama kam etwas später und ich hatte Zeit, im Garten zu schaukeln und auf einem Rädchen zu fahren. Meine große Schwester war auch dort und ich war ein bisschen erstaunt, sie zu sehen. Ich hatte ganz vergessen, dass sie in der Sternengruppe ist. Ich kann schon alleine Händewaschen Am nächsten Tag habe ich ein neues Spiel ken- RZ_2_MA_Nov12_Spielen und Lernen_Miteinander 01.11.12 16:15 Seite 5 nen gelernt. Das Nagelspiel. Es gibt so viel Neues hier und es macht mir gar nichts mehr aus, wenn meine Mama nach Hause geht. Sie haben sogar eine Eisenbahn und ganz viele Schienen, die man dahin legen kann, wo man möchte. Die Petra hat gesagt, dass ich morgen zwei Stunden bleiben darf. Weil ich schon so groß bin. Und mutig. Und geschickt. Ich habe heute Wasser von der Flasche in meinen Becher gegossen und nichts verschüttet! Die Petra sagt, das ist gar nicht so einfach. Gestern hat sie selbst etwas daneben gegossen. Ich finde den Kindergarten toll. Meine Mama hat auch gar kein blaues und gelbes Papier zum Zerschnippeln. Und natürlich kein pinkfarbenes. Da muss ich schon hierher kommen. Eure Emma.« Petra Dippel-Schomber, Erzieherin Kita Anne Frank . Rädchen fahren macht Spaß! Anbau für das »große Krabbeln« in der Kita Anne Frank Nachdem die Lebenshilfe Gießen vor ca. einem Jahr das Gebäude der Kita Anne Frank von der Gemeinde Reiskirchen gekauft hatte, konnte der Anbau für die neue Krabbelgruppe endlich gestartet werden. Ende Mai rollten die ersten Bagger, um das Fundament auszuheben. Seitdem können wir (die Kinder, Eltern und Mitarbeiter der Kita Anne Frank) jeden Tag die Fortschritte des Bauprojekts live miterleben. »Familienraum« im Obergeschoss Mittlerweile steht der Rohbau inklusive Dach und der Innenausbau ist in vollem Gange. Neben einem Gruppenraum wird es im neuen Gebäude einen Schlafraum, Sanitärräume und einen Personalraum geben. Im Obergeschoss sind ein Lagerraum, eine kleine Teeküche und ein Multifunktionsraum geplant, in dem perspektivisch Angebote für Familien wie z. B. ElternVorderfront des Anbaus kurse stattfinden sollen – somit schafft der Anbau nicht nur 10 dringend benötigte neue Plätze für Kinder ab dem 1. Lebensjahr sondern ist auch ein weiterer Schritt in Richtung Kinder- und Familienzentrum Anne Frank. Dr. Rebecca Neuburger-Hees, Leiterin der Kita Anne Frank . Rückansicht des Anbaus Blick in den Gruppenraum und angrenzenden Schlafraum Spielen und Lernen Eingangsbereich u. Treppenhaus . miteinander . November 2012 . 23 RZ_2_MA_Nov12_Spielen und Lernen_Miteinander 01.11.12 16:15 Seite 6 Rettungshunde Paula und Balou suchen »vermisste« Kinder Ganz gespannt waren die Kinder der Kindertagesstätte Nieder-Bessingen auf den Besuch der Rettungshundestaffel der Johanniter Unfallhilfe Linden. Sie hatten sich die Tage zuvor vorbereitet und sich Fragen ausgedacht: Was macht eine Rettungshundestaffel? Wie muss man mit den Hunden umgehen? Muss ich Angst haben? Diese Bedenken wurden jedoch sofort zerstreut, als Paula und Balou mit ihren Rettungshundeführern Hans-Jürgen Inden und Julia-Daniela Appel in die Kita kamen. Die beiden Hunde genossen es sichtlich, von den Kindern gekrault und gestreichelt zu werden. Als alle Fragen ausgiebig beantwortet waren, wollten die Mädchen und Jungen natürlich noch sehen und erleben, ob Paula und Balou auch wirklich gut ausgebildet sind. Balou bekam die Aufgabe zwei Kinder zu finden, die sich vorher gut auf dem Kindergartengelände versteckt hatten. Es dauerte nicht lange und man hörte ihn bellen das bedeutete, er war fündig geworden. Dafür bekam Balou eine Belohnung. Immer wieder versteckten sich nun Kinder, aber Balou fand sie alle. Weil das Suchen von »vermissten« Personen einen Hund sehr anstrengt, bekamen die beiden dann eine wohlverdiente Arbeitspause. Zum Abschied bedankten sich die Kinder und ihre Erzieherinnen recht herzlich für diesen spannenden und erfahrungsreichen Vormittag. Paula und Balou bekamen als Dankeschön einen ordentlichen Rinderknochen mit auf den Heimweg. Dorothea Welter, Leitung Kita Nieder-Bessingen Viel Spaß hatten die Kinder mit den Suchhunden Paula und Balou 24 . miteinander . November 2012 . Spielen und Lernen . RZ_2_MA_Nov12_Spielen und Lernen_Miteinander 01.11.12 18:33 Seite 7 Schritt für Schritt Wir haben sie abgemeldet … Vor einigen Tagen habe ich die Abmeldung unserer Tochter vom Kindergarten abgegeben. Es fühlt sich komisch an. Seit 2006 gehen wir in der KiTa Helen Keller ein und aus, jetzt ist diese Zeit vorbei. Sehr präsent ist mir noch der erste Kontakt mit »unserer« KiTa. Unser Sohn war noch kein Jahr alt und wir machten uns Gedanken um einen Familienalltag, der es möglich macht, dass auch ich meinen Beruf weiter ausüben kann. Mich empfing Frau Maag, damals noch Leitung der KiTa. Beeindruckt von dem sehr herzlichen Gespräch war dieser Kindergarten sofort mein Favorit. Die Bereitschaft, unsere Kinder schon recht früh aufzunehmen, die fröhliche Atmosphäre, das gut organisierte Kennenlernen der Gruppe und die herzliche Eingewöhnung der Kleinen waren sehr gewinnend. Die Gruppengröße (15 Kinder) und die gute personelle Ausstattung ist sicherlich etwas Besonderes. So konnten durch viele Gespräche die verschiedensten Phasen der Kinder gemeinsam besprochen werden. Alle »Aufs und Abs« von insgesamt 8 Kindergartenjahren wurden ernst genommen, das ist schon sehr bewegend! 2010 stand die Einschulung unseres Sohnes an. Im Rahmen eines Informationsabends lernte ich die Sophie-Scholl-Schule kennen. Sicherlich auch bedingt durch das sehr schöne Ge bäude, aber vornehmlich auch durch die unglaublich offene und herzliche Art der Leitung und der an diesem Abend an wesenden Lehrkräfte war die Entscheidung für die »SSS« schnell gefällt. Die Schule ist für uns einfach eine logische »Fortsetzung« des Kindergartens Helen Keller. Die Selbstverständlichkeit, mit der jedes Kind akzeptiert wird, ist herzerwärmend. Hier wird immer wieder aufs Neue gezeigt, dass ein offener und achtsamer Umgang miteinander zu einer enormen Lebensqualität beiträgt und die Lebensaufgabe »Eltern sein« hilfreich unterstützt. Und: alle Kinder profitieren! Wir haben sie abgemeldet. Der Grundstein ist gelegt. Wir freuen uns! Herzlichen Dank an alle, die durch ihr Wirken und ihr Wesen diese beiden Lebenshilfe-Einrichtungen zu besonderen Orten werden lassen!! Der Schnuppertag und der Kennenlernnachmittag ermöglichten eine schrittweise Annäherung unserer Kinder an die Schule. Hut ab vor dieser Organisation! Ein besonderes Charakteristikum ist die Realisierung der Inklusion sowohl in der KiTa als auch in der Schule. Gerade dies stellt die Lehrer/ innen und Erzieher/ innen vor besondere Herausforderungen. Familie Jungherr Andrea Jungherr, Elternbeiratsvorsitzende des Kinder- und Familienzentrums Helen Keller . Spielen und Lernen . miteinander . November 2012 . 25 RZ_2_MA_Nov12_Spielen und Lernen_Miteinander 01.11.12 16:15 Seite 8 Richtfest für den Neubau der Sekundarstufe – Sophie-Scholl-Schule Gießen Bei schönem Herbstwetter feierten viele Gäste, darunter beteiligte Handwerker, Vertreter des Schulträgers und der Lebenshilfe Gießen, Freunde und Förderer der Sophie-Scholl-Schule am 12. September 2012 Richtfest des Schulneubaus der Sekundarstufe. Frau Maren Müller- Erichsen begrüßte alle Anwesenden. Sie dankte allen Beteiligten für Ihre bisherige Arbeit und dafür, dass die Vision, ein Schulgebäude bis Klasse 10, Wirklichkeit wird. Im Anschluss sprach Herr Dr. Frank Hinrichs, Geschäftsführer der Sophie-Scholl-Schulen Immobilien GmbH & Co. KG und dankte dem Architekturbüro Diehl und den Handwerkern für die gelungene Handwerkerleistung. Sein besonderer Dank galt dem privaten Investor, ohne dessen uneigennützige Hilfe der Schulneubau nicht in der Form finanzierbar gewesen wäre. Herr Rainer Böckel, Geschäftsführer der Zimmerei Böckel in Nidda, sprach den Richtspruch mit guten Wünschen für den weiteren Bauverlauf und das spätere Schulleben. Herr Magnus Schneider, Geschäftsführer der Sophie-Scholl-Schulen gGmbH, richtete seinen Blick in die Zukunft und illustrierte seine Vision. Die 50.000 Quadratmeter große Fläche (Aussengelände) soll durch Football-, Tennis- und Basketballfelder einer weiteren Nutzung zuge führt werden. Diese Fläche können zukünftig auch andere Vereine und Organisationen nutzen. Ronja Keil, Schulsprecherin der Sekundarstufe dankte eben falls allen Beteiligten und sprach ein Gedicht. Herr Michael Plappert, Schulleiter der Sekundarstufe hob die besondere Leistung der Handwerker und Bauleute hervor, die die Rohbauarbeiten schneller als im Zeitplan vorgesehen, abge schlossen haben. Im August 2013 werden die Klassen 5 bis 10 in das neue Schulgebäude umziehen können. Schulleitung, Schulteam und Schülerinnen und Schüler freuen sich schon sehr auf das neue Gebäude mit viel Raum für inklusiven und individuellen Unterricht. 26 . miteinander . November 2012 . Spielen und Lernen Informationen zum neuen Schulgebäude: Auf dem Gelände der ehemaligen US-High-School in der Rödgener Straße 72 in Gießen, entsteht unser neues Schul gebäude für die Klassen 5 – 10 der Sekundarstufe. Der knapp 6.000 m2 umfassende Neubau ist für 300 Schüler / innen geplant. Die Sekundarstufe ist in 3 Häuser gegliedert: Haus A – neben den üblichen Fachräumen für Naturwissenschaften, Kunst und Musik verfügt dieses Gebäude über eine Holzwerkstatt, Hauswirtschaftsraum, Fachraum Nähen, Therapieraum und der Schülerbibliothek. Haus B – Im Erdgeschoss befindet sich Aula, Mensa, Bistro und Schülerküche. Im 1. Obergeschoss ist die Verwaltung der Schule mit Büros und Lehrerkonferenzraum untergebracht. Die Aula wird als Begegnungsort für gemeinsame Feiern und Veranstaltungen genutzt. Haus C – Das Haus, in dem die Klassen der Schulstufen III – V untergebracht sind, kurz: das »Stufenhaus« besteht aus 3 Stockwerken, in denen sich pro Stufe Klassen, Kurs- und Differenzierungsräume befinden. Ein sogenanntes Forum dient als Zentrum der Begegnung in den jeweiligen Altersgruppen. Das Gebäude wird in Passivhausbauweise errichtet. Die Heizung des Gebäudes erfolgt über Erdwärme und die Klassenräume werden durch Wärmerückgewinnung belüftet. Teresa Lüdge – Fundraising Sophie-Scholl-Schule Gießen . RZ_2_MA_Nov12_Spielen und Lernen_Miteinander 01.11.12 16:15 Seite 9 »Schule – Mit Gunst und Verlaub« Was wir sehen hier und schauen, ist mit Gottes Hilf´ vollbracht, denn vollbringen und gelingen stehen alleine in seiner Macht. Ihr, ganz besonders, sag` ich hier von Herzen Dank, dass sie solche Werke fördert und der Neubau hier entstand. Freudig steh´ ich auf der Zinne und beschaue dieses Haus. Allen wünsch ich Gottes Segen, die hier gehen ein und aus. Dank Sei allen, die dem Werke immer freundlich zugeneigt, ihres Geistes Kraft und Stärke hier am Plan und Riß gezeigt. Was das Leben heischt an Wissen, wird in unserem Haus gelehrt, es sind unseres Volkes Kinder, denen dieses Haus gehört. Dank sei Meistern und Gesellen nebst dem Lehrling, die vereint kundig hoch emporgerichtet, was uns heut so prächtig scheint. Echte Zucht und gute Sitte, edel denken, ehrlich handeln sei der Grundsatz dieser Stätte, aller derer, die hier wandeln. Allen hier an dieser Stätte Gruß und Dank mit frohem Stolz biete ich nach alter Sitte durch ein Hoch auf diesen Bau. Gern und willig die Lebenshilfe brachte große Opfer dar, um zu dienen und zu nützen ihrer lieben Kinderschar. Und nun zerschmettere du Glas im Grunde, geweiht sei dieser Bau zur Stunde. Richtspruch, gesprochen von Herr Rainer Böckel, Zimmerei Böckel aus NiddaMichelnau . Spielen und Lernen . miteinander . November 2012 . 27 RZ_2_MA_Nov12_Spielen und Lernen_Miteinander 01.11.12 16:15 Seite 10 1. Internationales Inklusives LeichtathletikDreikampf-Schulsportfest der Sekundarstufe der Sophie-Scholl-Schule Gießen Comenius-Schulpartnerschaftsprogramm und des Schulsportprojekts »ARATIS-Bewusstsein, Respekt, Handlung, Toleranz und Inklusionssport« In Kooperation mit dem Institut für Sportwissenschaften der JLU Gießen, fand auf dem Gelände des Instituts der Sportwissenschaften der JLU Gießen unser erstes inklusives Sportfest auf dem Kugelberg statt. Es starteten 36 Mannschaften in den Disziplinen Schlagballweitwurf, Laufen und Weitsprung. Neben allen 145 Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe der Sophie-Scholl-Schule in Gießen starten eine inklusive Mannschaft aus der Gallus- und der Theo-Koch-Schule in Grünberg und zwei Mannschaften der Erich-Kästner-Förderschule aus Ortenberg, sowie Mannschaften der ARATIS-Projektpartner aus Ungarn (eine Mannschaft), Österreich (zwei Teilnehmerinnen) und Luxemburg (sieben Mannschaften). Nach dem Wettbewerb fand ab 14.00 Uhr in der Sekundar stufe der Abschluss des Tages mit der Siegerehrung aller Mannschaften statt. Ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm, bestehend aus Karaokevorführungen, Präsentation 28 . miteinander . November 2012 . Spielen und Lernen von Arbeitsergebnissen aus dem Werkstattunterricht und Filmbeiträge über Sportveranstaltungen des letzten Jahreswurde für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Eltern und interessierte Besucher angeboten. Gleichzeitig befragen Studenten die Teilnehmer der Veranstaltung, mit dem Ziel, eine Rückmeldung von den Kindern, Jugendlichen und Schulteams über eine inklusive Schulsportveranstaltung zu bekommen. Um 15.30 Uhr schreiten die Mannschaften zur Siegerehrung durchgeführt von Frau E. Salzmann (Sportfachlehrerin Sekundarstufe) und Herrn Prof. Dr. Friedrich (JLU-Gießen). Alle teilnehmenden 36 Mannschaften mit insgesamt 206 Schülerinnen und Schüler wurden für Ihre sportliche Leistung mit einer Urkunde und Medaillen geehrt. Die ersten drei Plätze belegten Mannschaften aus der SophieScholl-Schule. RZ_2_MA_Nov12_Spielen und Lernen_Miteinander 01.11.12 16:15 Seite 11 Danke sagen wir, Herrn Prof. Dr. Friedrich, Frau Silja Flach und dem Seminar »Inklusiver Sportunterricht« vom Institut für Sportwissenschaften für Ihre großartige Unterstützung in der Vorbereitung, ihrer Hilfe während des Turniers und dem Bereitstellen der Sportstätte für diesen Tag. Ohne die Kooperation mit dem Institut der Sportwissenschaften der Justus-LiebigUniversität Gießen wäre der internationale inklusive Dreikampf nicht möglich gewesen. unseren Unterstützern dem Sanitätshaus Korn GmbH & Co. KG, der Vollkornbäckerei Siebenkorn GmbH für die Beteiligung am gesunden Frühstück und Hassia Mineralquellen GmbH & Co. KG für die Getränkeverpflegung. unseren ehrenamtlichen Helfern, Eltern und unserem Schulteam für die Hilfe bei der Vorbereitung im Vorfeld, während des Turniers und der Abschlussfeier. ALLEN, für ein tolles inklusives Sportfest und einen fairen Wettbewerb Reisebericht: Internationales Inklusives Basketballturnier in Silea / Italien Montag 17.09.2012 8.00 Uhr: Endlich geht es los! Vor dem Schulgebäude der Sekundarstufe stiegen 6 Schüler im Alter von 10 – 12 Jahren mit Herrn Lars Nissen und mir, Erika Salzmann, in unseren blauen Schulbus ein. Unsere Basketballmannschaft begab sich auf die 900 km lange Reise nach Italien zu unserer Comenius-Partnerschule: ISTITUTO COMPRENSIVO DI SILEA. 20.30 Uhr: Nach 12,5 Stunden Fahrt kamen wir im Hotel an, in dem wir die folgenden 3 Tage untergebracht waren. Nachdem die Zimmer eingeteilt wurden und alle ihr Gepäck verstaut hatten, gab es ein gemeinsames Abendessen mit den angereisten Mannschaften aus Österreich (mit 16 SchülerInnen) und Ungarn (mit 6 Schülern). Spielen und Lernen . miteinander . November 2012 . 29 RZ_2_MA_Nov12_Spielen und Lernen_Miteinander 01.11.12 16:16 Seite 12 Dienstag 18.09.2012 8.00 Uhr: gemeinsames Frühstücken und dann Abfahrt zur Turnhalle in einem kleinen gelben italienischen Schulbus. 9.30 Uhr: Es ist soweit! Das internationale inklusive Basketballturnier beginnt. Es traten gemischte Mannschaften und reine Jungenmannschaften gegeneinander an. Jede Mannschaft spielte gegen jeden. Der Spaß am Spiel und das gemeinsame Erlebnis standen auch bei diesem Turnier im Vordergrund. Mannschaften aus Ungarn, Österreich, Deutschland und Italien wetteiferten miteinander. 12.00 Uhr: Mittagspause – alle gemeinsam liefen zu einem nahegelegten Park, in dem ein großer Saal liegt. Dort wurden alle TeilnehmerInnen und Betreuer sowie die SchülerInnen der Gastgeberschule von einem öffentlichen Vertreter des Bürgermeisters begrüßt. Rüstige Rentner, die den Saal bewirtschaften, nahmen uns herzlich auf und stärkten uns mit gutem italienischem Essen. 14.30 – 17.00 Uhr: Das Turnier ging in die nächste Runde und endete in einer glorreichen Siegerehrung. Nach fairen Spielen erhielt jede Mannschaft für Ihre Teilnahme einen großen Pokal. 19.30 Uhr zurück im Hotel fand bei Pizza und Pasta, mit den Teams aus Österreich und Ungarn der erste Tag in Italien einen schönen Abschluss. Mittwoch 19.09.2012 9.00 Uhr: Nach dem anstrengenden Turnier des Vortags stärkten wir uns mit einem ausgiebigen Frühstück für den neuen Tag. 10.00 – 12.00 Uhr: Der Rugby-Club Silea organisierte ein Spielfest: Bei Sackhüpfen, verschiedenen Hindernisparcours und Rugby-Spielen konnten sich die SchülerInnen austoben und es wurden, wie auch schon am Tag vorher, zwischen Erwachsenen und Schülerinnen und Schülern der vier teilnehmenden Länder eifrig Kontakte geknüpft . 12.30 Uhr: Energie tanken! Wieder im schönen Park bei den freundlichen und hilfsbereiten italienischen Rentner Innen zum Mittagessen. 15.00 – 17.00 Uhr: der Angelverein Silea baute Aquarien auf. Wir bekamen die heimische italienische Fischvielfalt erklärt – mit Schleie, Aal, Karpfen und Wels zum Anfassen. Danach hatten wir, nach der Heimfahrt mit einem gelben Schulbus, ein wenig Zeit, uns im Hotel zu erholen. 19.30 Uhr: Gemeinsames Abschlussessen mit allen Mannschaften, den italienischen Gastgebern, Eltern und öffentlichen Vertretern der Stadt. Es gab leckeres Rissotto & Hühnchen. Donnerstag der 20.09.2012 Nach dem Frühstück fuhr unser blauer Schulbus um 8.00 Uhr nach Gießen. Nach 13 stündiger Reise kamen wir müde und glücklich, mit vielen neuen Eindrücken wieder an der Schule an. Es war eine erlebnisreiche Reise nach Bella Italia und es hat allen großen Spaß gemacht. Weitere Reisen im Rahmen des Projektes: Vom 16. – 20. Oktober 2012 reisten 4 Lehrerinnen der Sekundarstufe während der Herbstferien nach Ungarn zum insgesamt 7. Projekttreffen und zum 2. Tanztraining. Ende November findet ein Projekttreffen mit 3. Tanztraining in Luxemburg statt. Im März 2013 wird ein Tanzturnier in Luxemburg stattfinden. Damit möglichst viele Schülerinnen und Schüler unserer Schule daran teilnehmen können, wollen wir ein regelmäßiges Tanztraining organisieren. Im Mai 2013 wird als letztes Projektereignis in Ungarn ein Handballturnier stattfinden, zu dem wir mit mindestens einer Mannschaft reisen wollen. Teresa Lüdge, Erika Salzmann – Sekundarstufe SophieScholl-Schule Gießen . 30 . miteinander . November 2012 . Spielen und Lernen RZ_2_MA_Nov12_Spielen und Lernen_Miteinander 06.11.12 14:06 Seite 13 Gedichte der 6a aus der Schule Im Rahmen der Lerninsel »Deutsch fordern« hatten die Schülerinnen die Aufgabe, aus vorgegebenen Reimwörtern Gedichte zu verfassen. Wie man sieht, konnten die Schülerinnen ihrer Kreativität freien Lauf lassen und haben diese tollen Ideen entwickelt. Original Version von »Die Hummel« Langsam flog die Hummel, über den Rummel, danach durch einen Tunnel, hinaus ins Getummel. Sie traf auf eine Biene, diese machte eine saure Miene, sie war auf der Suche nach Futter und ihrer Mutter. Sie flogen zusammen über den Main und sahen ein Schwein. Das saß auf einem Boot und das war rot. Dann ging das Boot unter , und das Schwein fiel runter. Die Lummel (Anfangsbuchstaben von Wörtern vertauscht) Hangsam log die Lummel, über ren Dummel, danach turch einen Dunnel, ginaus ins Hetummel. Sie braf auf eine Tiene, miese dachte eine maure Siene, sie war auf der Fuche nach Sutter mund ihrer Utter. Sie flogen musammen über den Zain schund sahen ein Wein. Das baß auf einem Soot und ras war dot. Dann bing das Goot unter, und das Rein fiel schwunter. Orginalversion »Das Ung« Diese Endung ist Verschwendung denn das Ung hat keinen Schwung Niemand will es niemand nimmt es und doch braucht man es noch As Dung (Anfangsbuchstaben versetzen und vertauschen) Ise Dendung, vist Erschwendung, denn as Dung hat scheinen Kung. Wiemand nill es, Iemand nimmt nie, dund och, sraucht nan bie moch! REIMICH Ich bin ein, und doch kein lieber fein als ein Schwein lieber dein als mein Hab ein Bein und bin klein was kann ich sein Autorinnen: Sanja, Isabelle und Wibke, 6a der Sophie-Scholl-Schule . Spielen und Lernen . miteinander . November 2012 . 31 RZ_2_MA_Nov12_Spielen und Lernen_Miteinander 02.11.12 10:37 Seite 14 Unsere Wünsche für die Zukunft in die t und gehe e, 5 Jahre al in Pohlheim lfe hi ns be Ich bin Aliy Le sstätte der ge ta er nd Ki n. Watzenbor t? die Zukunf ich mir für tte he hä sc d un ün w in Was ssin se eine Prinze Kutsche. Ich möchte r und eine ne än m gs Bedienun erden? te besser w den Zoo Was könn r in te öf e rn ge Ich möchte immbad. und ins Schw Ich bin Johanna, 6 Jahre alt und ge he in die Schüler betreuung der Le benshilfe in Pohlh eim-Garbenteich . Was wünsche ich mir für die Zuku Ich möchte ein iPh nft? on Spiele machen, da e; da kann man mit telefonieren, nn noch Musik ma chen, mit Licht Fotos machen. Un d ich möchte, da ss das iPhone mi mir spricht. Und we t nn ich mir ein Tie r wü kommt das aus de m iPhone, dann mu nsche, dann bezahlen. ss ich das nicht 32 . miteinander . November 2012 . Spielen und Lernen Ich bin Katharina , 6 Jahre alt und ging bis zum Sommer in die Kin dertagesstätte He len Keller in Gießen. Seit Augu st gehe ich in die Sophie-SchollSchule. Was wünsche ich mir für die Zuku Ich möchte so ge nft? rne Locken haben, und zwar solche wie meine Cousine! he in die Jahre alt und ge Ich bin Isaiah, 5 in Pohlheimfe hil ns be Le e der Kindertagesstätt Garbenteich. Zukunft? ich mir für die Was wünsche Trinken, denn ich m zu la Co r mi Ich wünsche schmeckt mir. getrunken und die habe schon Cola sser werden? Was könnte be uung, weil da der Schülerbetre in rne ge re e die sehr. Ich wä iss rm ve ich d und meine Freunde sin RZ_3_MA_Nov12_Wohnen_Miteinander 02.11.12 09:42 Seite 1 Wohnen Die Wohnstätte Watzenborn feierte 20-jähriges Bestehen Neues aus dem Wohnstättenbeirat Neue Sprecherin des Wohnstättenbeirats wurde gewählt Sommerfest mit vielen Anlässen in der Wohnstätte Kiesweg Unsere Wünsche für die Zukunft RZ_3_MA_Nov12_Wohnen_Miteinander 02.11.12 09:42 Seite 2 Die Wohnstätte Watzenborn feierte 20-jähriges Bestehen Allerbeste Stimmung, strahlendes Sommerwetter pünktlich zum Start unserer Feier und ein buntes Programm ließen viele Menschen zu unserem Straßenfest kommen. Begrüßt wurden die Gäste gemeinsam von Simone Daubertshauser, Irmgard Weil, Renate Topol, Andreas Häuser, sowie Peter Haider. Frau Müller-Erichsen hielt einen kurzen Rückblick zur Entstehung der Wohnstätte. Für beste musikalische Unterhaltung sorgte wie immer unser Mitarbeiter Lars Bordeaux. Kurzum eine rundum gelungene Veranstaltung! Peter Haider, Leiter der Wohnstätte Watzenborn Herr Appenzeller wollte hoch hinau s . Neben einem Glücksrad mit gespendeten Preisen, dem Schminkstand und dem Tischkicker trug Fritz Funk alias Schorsch Appenzeller durch Jonglage, Zauberei und Klamauk zur Unterhaltung bei. Jonglage zum M itmachen der Wohnen und Bewohner Frau Müller-Erichs die Gäste stätte begrüßen Dank gutem Wetter wurde auf der Weimarerstraße gefeiert Neues aus dem Wohnstättenbeirat Neue Sprecherin des Wohnstättenbeirats wurde gewählt. Simone Daubertshäuser, langjährige Wohnstättenbeiräten der Wohnstätte Watzenborn wurde im August zur neuen Sprecherin gewählt. Frau Daubertshäuser ist ab sofort über die Tel. 06403-69269 für alle Fragen rund um den Wohnstättenbeirat erreichbar. Christine Hasenauer, Bereichsleiterin Wohnen . Simone Daubertshäuser, neue Sprecherin des Wohnstättenbeirats 34 . miteinander . November 2012 . Wohnen RZ_3_MA_Nov12_Wohnen_Miteinander 02.11.12 09:42 Seite 3 Sommerfest mit vielen Anlässen in der Wohnstätte Kiesweg Trotz Anbau genug Platz für eine Polonäse im Garten Einweihung nach Umbau und Erweiterung um 6 weitere Wohnplätze für das stationär Begleitete Wohnen sowie 26 Jahre Wohnstätte Kiesweg Am 8. September fand in der Wohnstätte Kiesweg ein großes Sommerfest statt. Bei strahlendem Sonnenschein wurde neben der Einweihung des Neubaus auch das 26-jährige Jubiläum der Wohnstätte gefeiert. Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt und auch das Tanzbein konnte geschwungen werden, denn wie im Kiesweg schon zur Tradition geworden, sorgte Thilo Weiss für die musikalische Unterhaltung. So konnten sich Bewohner, Mitarbeiter und die zahlreichen Gäste über ein sehr gelungenes Sommerfest freuen. Thorsten Sohn, Wohnstättenleiter . Alle freuen sich über bestes Wetter Xxxxxxxxxxxxxxxx xxxxxxxxxxxxxxxxxx Xxxxxxxxxxxxxxxx xxxxxxxxxxxxxxxxxx Mit Thilo Weiss wird jedes Fest im Kiesweg unvergesslich Wohnen . miteinander . November 2012 . 35 RZ_3_MA_Nov12_Wohnen_Miteinander 02.11.12 09:42 Seite 4 Unsere Wünsche für die Zukunft Ich bin Bianca Bä r, 29 Jahre alt un seit 3 Jahren im Un d lebe der Lebenshilfe Gi terstützten Wohnen bei eßen. Was wünsche ich Ich möchte mehr mir für die Zukunft? Mann für’s Leben Geld verdienen und den finden. Was könnte bess Ich hätte gerne m er werden? ehr Platz in meiner nung! Woh- Hallo, ich b und wohne in Marcel, bin 19 Jah 2011 bin ic in Watzenborn. Seit D re alt h bei der Le ez benshilfe G ember ießen. Was wünsc Ich möchte he ich mir für die Z in den Urlau viel Geld verdienen, ukunft? bleiben. Ichb fahren und bei der Figanz oft machen un möchte den Führers rma Thile eigene Wohd gerne ein Auto hab chein wanne wün nung mit Balkon unden. Eine und eine Fr sche ich mir. Freunde Badeeundin find haben en… Was könn Nicht so früte besser werden? wohnen. W h aufstehen. Nicht meh ist kaputt ieder Fahrrad fahren. (Mr alleine ein Rad L) 36 . miteinander . November 2012 . Wohnen erg. in Staufenb Ich wohne . lf a R in b Ich ? ie Zukunft h mir für den. ic e h sc n ü geh Was w e einkaufen Weiter allein erden? chmate besser w Was könn ine sauber machen, Was le al Zimmer men. schine ausräu RZ_4_MA_Nov12_Arbeiten_Miteinander 01.11.12 16:51 Seite 1 Arbeiten Klein aber fein Berufliche Qualifizierung im Berufsbildungsbereich und der Werkstätten LiLo – eine Küche macht ihren Weg Wie wär’s mal mit Farbe? 30 Jahre Limeswerkstatt Unsere Wünsche für die Zukunft RZ_4_MA_Nov12_Arbeiten_Miteinander 01.11.12 16:51 Seite 2 Klein aber fein Klein, aber fein ist die Bibliothek der Sophie-Scholl-Schule. Seit dem letzten Jahr arbeitet hier Herr Wolfgang Wiekert auf einem Außenarbeitsplatz. Dem aufmerksamen Leser dieser Zeitung wird der Name bekannt sein. Herr Wiekert schreibt immer mal wieder Artikel für das Miteinander, unter anderem über seine Kollegen / innen, die auf Außenarbeitsplätzen in verschiedenen Unternehmern der Region arbeiten. Herr Wiekert ist ein Mitarbeiter der Reha – Werkstatt Gießen – Mitte, Buchautor und derzeit Mitarbeiter der Bibliothek in der Sophie-Scholl-Schule. Dieser neue Job macht ihm sehr viel Spaß. Es hat mit einem Praktikum in der Schulbibliothek im vergangenen Jahr begonnen, daraufhin folgte der gewünschte Außenarbeitsplatz. Vorab eine kurze Einleitung zum unten folgenden Artikel: Die Lebenshilfe Gießen beschäftigt Fachkräfte, die für die berufliche Integration der MitarbeiterInnen ihrer Werkstätten zuständig sind. Dies sind Frau Domagala und Frau Geldmacher, zuständig für die Reha-Mitte und die RehaWest sowie Frau Emin und Frau Vesper, zuständig für die Werkstätten in Lollar, Garbenteich und Reiskirchen. Diese Fachfrauen helfen bei der Vermittlung von Praktika und Außenarbeitsplätzen und begleiten diese und auch alle anderen Aktivitäten von MitarbeiterInnen der Werkstätten für Menschen mit Behinderung auf dem ersten Arbeitsmarkt. In Form einer Serie von Artikeln im »miteinander« wird nun über die Außenarbeitsplätze der WerkstattmitarbeiterInnen berichtet. Frau Wagner, eine Integrationskraft der Schule betont, dass man sich auf Herrn Wiekert zu hundert Prozent verlassen kann. Von ihr hat er vieles gelernt, sie hat ihn großartig in der Bibliothek eingearbeitet. Früher mussten sich die Eltern der Schüler in der Bibliothek engagieren. »Jetzt gibt es zum Glück Herrn Wiekert« – sagt Frau Wagner. Es ist besser, wenn die Aufgaben in einer Hand bleiben und von einer Person koordiniert werden. Das konnte man mit diesem Außenarbeitsplatz erreichen. seine bisherige Tätigkeit in der Werkstatt, die er noch an zwei Tagen pro Woche in der Elektronischen Archivierung ausübt, an den Nagel hängen und ausschließlich in der Sophie-Scholl-Schule die Bibliothek führen. Pflege der Bücher und Zeitschriften, Ausleihe an die Schüler, PC-Arbeit, das sind lange nicht alle Tätigkeiten, die Herr Wiekert ausübt. »Er ist sich für nichts zu schade«, sagt Frau Wagner, sogar Regale wischen gehören mittlerweile zu seinen Aufgaben. Herr Wiekert arbeitet in der Bibliothek an drei Tagen pro Woche, dies sind auch die derzeitigen Öffnungszeiten der Bibliothek. Im Zuge des bevorstehenden Umzuges in ein neues Gebäude ist es geplant die Öffnungszeiten zu erweitern. Es wird schöner für die Kinder, wenn die Bibliothek länger geöffnet bleibt. Dann wird Herr Wiekert vielleicht 38 . miteinander . November 2012 . Arbeiten Kerstin Wagner und Wolfgang Wiekert in der Bibliothek der Sophie-Scholl-Schule Haus II. RZ_4_MA_Nov12_Arbeiten_Miteinander 01.11.12 16:51 Seite 3 Mit Stolz erfahre ich, dass Herr Wiekert fast alle Schüler namentlich kennt und von ihnen akzeptiert wird. Ja, ab und zu muss er sie sogar beruhigen, wenn es mal wieder ein wenig lauter in der Bibliothek wird. »Seinem geschulten Auge entgeht nichts« – sagt Frau Wagner, wenn ein Buch im Regal fehlt, das sieht Herr Wiekert sofort, er ist für die Schule eine Bereicherung. meln und gemeinsam ein paar Bilder aus bekannten TV Serien drucken. So kann Schule Spaß machen! Barbara Domagala, Fachkraft für berufliche Integration . Das schönste für ihn ist, wenn die Kinder nach dem Unterricht zu ihm kommen, sich um seinen Schreibtisch versam- Am Ende noch einmal ein Appell an die Betriebe der heimischen Wirtschaft und die Verwaltung der Stadt und des Landkreises: Die Lebenshilfe Gießen bittet Sie, die Verantwortlichen dieser Bereiche, darum, Praktikumsund Außenarbeitsplätze für ihre Rehabilitanden anzubieten. Viele Menschen mit Handicap aus den Werkstätten der Lebenshilfe würden sich sehr über neue Perspektiven freuen. Je mehr Auswahl besteht, desto größer ist die Chance auf Vermittlung, und desto eher können sie ihren Fähigkeiten entsprechend eingesetzt werden. Berufliche Qualifizierung im Berufsbildungsbereich und der Werkstätten Mit der Zentralisierung des Berufsbildungsbereiches ging die Lebenshilfe Gießen e.V. einen wichtigen Schritt zur Erweiterung der beruflichen Qualifizierung von Menschen mit Behinderung. Mit dieser Veränderung ging vor zwei Jahren einher, dass die Bundesagentur für Arbeit ein sogenanntes Fachkonzept veröffentlichte und die Werkstätten beschreiben mussten wie sie ihre Arbeit im Berufsbildungsbereich gestalten wollen. Im Berufsbildungsbereich ist es wichtig, dass wir von einer Qualifizierung sprechen und nicht von einer Ausbildung. Eine Ausbildung bedeutet, dass ein staatlich anerkannter Abschluss oder zumindest ein von den Handels- oder Handwerkskammern anerkannter Abschluss angeboten wird. Qualifizierung bedeutet dagegen, dass wir Inhalte in strukturierter und überprüfbarer Form anbieten. Dabei orientieren sich unsere Qualifizierungsrahmenpläne an anerkannten Ausbildungsgängen und deren Rahmenplänen. Weitergehend werden die Inhalte der Rahmenpläne an die Teilnehmer individuell angepasst. So bekommt jeder die Qualifizierung, die zu ihm passt. Die Arbeit mit Qualifizierungsrahmenplänen wird uns auch im Rahmen der Werkstätten beschäftigen. Aktuell wird geprüft, wie die Rahmenpläne in die tägliche Arbeit der Werkstätten eingebunden werden. Parallel beschäftigen wir uns mit sogenannten Qualifizierungsbausteinen. Diese Bausteine sind von den Kammern anerkannt und beinhalten jeweils einen Schwerpunkt von Ausbildungsgängen. Thomas Bauer, Leiter Berufsbildungsbereich Arbeiten . miteinander . . November 2012 . 39 RZ_4_MA_Nov12_Arbeiten_Miteinander 01.11.12 16:51 Seite 4 LiLo – eine Küche macht ihren Weg Die Lilo-Küchenbetriebe der Lebenshilfe Gießen e.V. befinden sich im Aufwind. Es werden inzwischen über 2.000 Menschen mit warmen Mittagessen versorgt. Seit der neuen Namensgebung »LiLo« Anfang 2010 und der gemeinsamen Essens- und Rezepturenplanung der beiden Küchenstandorte Limes und Lollar konnten wir beständig mehr Kunden für unsere Außer-Haus-Verpflegung hinzugewinnen. Hatten wir Mitte 2010 noch ca. 1350 Essensbestellungen, so produzieren wir Inzwischen täglich bis zu 2.000 Essen (Stand August 2012). Zu den Neukunden gehören u. a. vier öffentliche Schulen, die wir mit warmer Mittagsverpflegung versorgen, genauso wie die Don Bosco Häuser in Gießen. Auch die Erweitung der Sophie-Scholl-Schulen Gießen hat zu mehr Essenteilnehmern geführt. Darüber hinaus beliefern wir seit ca. einem Jahr auch die Sophie-Scholl-Schule Wetterau. Und die Nachfrage steigt ständig weiter. Das zeigt auch die Zahl der Besucher auf unserer neuen Internetseite www.lilo-kuechen.de. LiLo hat ihren guten Namen noch verbessern können. Festlich geschmückter Saal Unsere »Stars« im Partyservice sind die beiden Monis aus der Limesküche, Monika Kaiser und Monika Bernklau. Auf ihre tatkräftige Unterstützung können wir immer bauen. Mit ihnen arbeiten wir kräftig daran, unseren neuen Service zu erweitern. »Kochen ist eine Kunst und keineswegs die unbedeutendste.« (Luciano Pavarotti) Die beiden Monis Gemütliches Ambiente für private und geschäftliche Veranstaltungen »So nebenbei« haben wir einen Party- und Cateringservice aufgebaut. Wir richten inzwischen fast jeden Monat mehrere private und geschäftliche Veranstaltungen wie Geburtstage, Sektempfänge, Betriebsfeiern, Ralleys aus. Unsere größte Herausforderung in diesem Bereich dieses Jahr war die Betriebsversammlung der Deutschen Telekom AG mit über 1.000 Teilnehmern. Mit Mittagsverpflegung und Cateringservice sind unsere Küchenkapazitäten komplett ausgelastet, sodass wir auf die Bedürfnisse des Marktes nicht weiter eingehen können. Um Neuaufträge annehmen zu können, sind wir dringend auf die Fertigstellung der neuen Großküche angewiesen. Mit dem Baubeginn rechnen wir im Frühjahr 2013. Claudia Jesiek, Projektleitung Kitas, Schulen, Partyservice, Swen Groß, Leitung LiLo-Küchenbetriebe . 40 . miteinander . November 2012 . Arbeiten RZ_4_MA_Nov12_Arbeiten_Miteinander 02.11.12 09:44 Seite 5 Wie wär’s mal mit Farbe? Hat sich die Tagesförderstätte der Lebenshilfe Gießen gedacht und die Kunstpädagogen Fanita Maria Benoit und Christopher Giese ins Boot geholt. Chris unterstützt Robin beim Entstehen eines impressionistischen Kunstwerks Zum zweiten Mal in diesem Jahr fand ein Kunstprojekt in der Tagesförderstätte statt. Das erste Projekt dauerte drei Monate (Januar bis März 2012) und lief Anfang dieses Jahres in Garbenteich an und hält einige Werke in einem Kalender 2013 fest. Das zweite Projekt folgte darauf und wurde in der Tagesförderstätte Kleinlinden innerhalb von vier Monaten (April bis Juli 2012) umgesetzt. Wie auch in Garbenteich wurde einmal pro Woche miteinander gearbeitet. Folgende Teilnehmer waren in Kleinlinden kreativ: Dirk Baerwolf, Eugen Kärcher, Julian Kauß, Stefan Peragowitz, Holger Raab, Walter Steinbach und Robin Wilde. So entstanden mit viel Spaß an der Sache bei jedem Teilnehmer ganz individuelle Werke. »Walter, Eugen und Robin haben gemalt.« Walter malte in leuchtenden Farben Landschaftsbilder. Eugen schuf eine Schneelandschaft die er aus Punkten zusammensetzte und Robin beschäftigte sich mit der Farbe Schwarz und Kontrasten. Holger zeichnete mit Buntstiften und Wachsmalstiften. Stefan ritzte in Tonplatten Großstätte und bemalte sie anschließend. Julian arbeitet ebenfalls mit Ton und formte Skulpturen. Dirk machte von den Mitarbeitern Fotos und übermalte an schließend das ausgedruckte Bild. Das Projekt verlief sehr positiv und jeder Teilnehmer fand eine eigene Art sich gestalterisch auszudrücken. Wir haben gemeinsam gelernt, dass Malen und Gestalten viele Möglichkeiten bietet miteinander zu kommunizieren. Unser Kalender 2013 kann für 12,00 € erworben und unter der Telefonnummer 06404-804370 oder [email protected] bestellt werden. Fanita Benoit, Christopher Giese, Mitarbeiter der Tages förderstätten . Arbeiten . miteinander . November 2012 . 41 RZ_4_MA_Nov12_Arbeiten_Miteinander 06.11.12 09:57 Seite 6 30 Jahre Limeswerkstatt Seit 30 Jahren werden Menschen mit Behinderung in der Limeswerkstatt betreut und qualifiziert. Ein Blick zurück auf das stetige und erforderliche Wachstum der Werkstätten der Lebenshilfe Gießen. Doch schon bald zeigte sich, dass die Limeswerkstatt wieder an ihre Kapazitätsgrenzen stieß. So zog ein Teil der Klienten Ende der 80er Jahre in die neu gegründete IntegMechanik in Reiskirchen. 1992 erfolgte die Eröffnung der Werkstatt Lollar (WeLo). Auch dahin zog ein Teil der Mitarbeiter und Betreuungskräfte. Nebenbei sei angemerkt, dass 1995 die Reha-West – eine weitere Rehabilitationseinrichtung für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen, in Gießen-West ihren Betrieb aufgenommen hat. 30 Jahre Limeswerkstatt: Maren Müller-Erichsen und Reinhard Peter Die Lebenshilfe Gießen nahm das Jubiläum zum Anlass, dies im Rahmen eines Sommerfestes auf dem Gelände der Limeswerkstatt, würdig zu feiern. Vor ca. zweieinhalb Jahren ist eine weitere Einrichtung dazugekommen: Das Kompetenzzentrum für berufliche Bildung in Gießen. Dort werden weitgehend alle Klienten in den ersten Monaten beziehungsweise 2 Jahren qualifiziert, damit sie anschließend auf dem Allgemeinen Arbeitsmarkt oder in den unterschiedlichsten Werkstätten sich weiter qualifizieren können bzw. am Arbeitsleben teilhaben können. Die Lebenshilfe Gießen gründete in den 60er Jahren die erste Werkstatt in der Siemensstraße in Gießen. Als diese zu klein wurde, war eine neue Werkstatt erforderlich. In den Jahren 1981/ 82 erfolgte der Bau der Limeswerkstatt auf einem Gelände im Industriegebiet von Pohlheim-Garbenteich. 30 Jahre Limeswerkstatt: Lecker Essen Die »alte« Werkstatt in Gießen wurde saniert und darin eine Werkstatt für psychisch erkrankte und behinderte Menschen eingerichtet (Reha-Werkstatt). 42 . miteinander . November 2012 . Arbeiten Leider hat es der Wettergott mit den Feiernden nicht soo gut gemeint, so dass das »Sommerfest« im regengeschützten Inneren stattfand. Für Gaumen und Wohlbefinden sorgten dabei der Elternkreis und die LiLo-Küchenbetriebe, für die Augen sorgten die hübschen Trachtenmodels der Fa. »Skandaltrachten«, die Ohren wurden von der Playbackband »Höllenblitz und Stöckelschuh« und der Sänger Michelle Schmidt verwöhnt. Für das Losglück sorgten die Verwaltungskräfte. Allen Helfer und Helferinnen sei an dieser Stelle herzlich gedankt. Christian Schneider, Werkstattleiter . RZ_4_MA_Nov12_Arbeiten_Miteinander 06.11.12 09:58 Seite 7 Unsere Wünsche für die Zukunft Ich bin Sabi ne 27 Jahren be Rinaldo, 44 Jahre als un i der Lebens d seit hilfe Gießen. Was wünsc he Mehr Arbeite ich mir für die Zukunf n im Hause t? anbieten. Was könnte besser wer den? Das es am Ki osk mehr Sü ßigkeiten gi bt. Jahren alt und seit 23 a Kaiser, 40 ik on M n bi Ich hilfe Gießen bei der Lebens e Zukunft? ich mir für di und Was wünsche hin gesund und fit bleiben eiter chenbetriebe Kü oIch möchte w Lil r de g Caterin ! ich möchte im das macht mir so viel Spaß n, weiterarbeite n? besser werde untereinander in Was könnte ter ei rb ita M r de kstatt! Das Verhältnis uppe und in der Limeswer gr its be Ar er mein n 42 Jahre mann. Ich bi ndra Krapp Limeswerkstatt. xa le A n bi h r Ic de 3 Jahren in alt und seit t? die Zukunf ich mir für ktenvernichtung he sc ün w Was der A die Arbeit in 4 Tagen die Woche Mir gefällt nur an sehr he ge h Ic t. frei, war mir te sehr gu mittwochs nn be kö ha n d se un Es arbeiten asse. Das n Chef ist kl nft wünsche gut tut. Mei Für die Zuku . in se er ss in Gießen manchmal be h bald eine Wohnung gefällt an ic t ss gu da so it, in m rh h te ic ss es mit wei da d un de fin eitsstelle meiner Arb erden? te besser w Was könn . 12 20 er m Der Som Ich bin Sükrü Budak, 39 Ja hr 11 Jahren be i der Lebenshi e alt und seit lfe Gießen. Was wünsche Größere Wer ich mir für die Zukunft? kstatt. Was könnte be Gemütliche Si sser werden? tzecken für da s Rauc Arbeiten . hen. miteinander . November 2012 . 43 RZ_5_MA_Nov12_Beraten_Miteinander 01.11.12 16:29 Seite 1 Tag der Offenen Tür am 1. Advent, dem 2. Dezember 2012 von 10 bis 17 Uhr Lebenshilfe Gießen . Limeswerkstatt Grüninger Weg 26 . Pohlheim-Garbenteich Wir laden Sie ein bei uns zu bummeln … … denn es warten wieder einige Überraschungen auf Sie, darunter originelle Adventskränze, die Ihre Wohnung weihnachtlich verzaubern. Geschenke, die Sie bei uns erwerben, machen 3 x Freude 1. 2. 3. Traditionelle Angebote wie unser Flohmarkt Produkte aus den Werkstätten leckere Marmelade zum selber essen oder weiter schenken Handgearbeitetes aus dem Elternkreis finden Sie ebenso wie ausgefallene Weihnachts- und Grußkarten, gefüllt mit Tee und Kaffee und andere zündende Dinge zum Wärmen Ihnen den Beschenkten und Menschen mit Behinderung Sie unterstützen damit unsere Arbeit und erzielen einen guten Zweck. Genießen Sie himmlische Leckereien an den verschiedenen Getränkeund Essensständen … und mittags: Gänsekeulen oder andere herzhafte Köstlichkeiten. Mehr erfahren Sie unter das Besondere in diesem Jahr: Es gibt einen Motorroller zu gewinnen! www.lebenshilfe-giessen.de RZ_5_MA_Nov12_Beraten_Miteinander 01.11.12 16:29 Seite 2 Beraten und Unterstützen Kinästhetics im FuD Hier gibt es Handwerkszeug, aber keine Bauanleitung Unsere Wünsche für die Zukunft RZ_5_MA_Nov12_Beraten_Miteinander 01.11.12 16:29 Seite 3 Kinästhetics im FuD Hier gibt es Handwerkszeug, aber keine Bauanleitung In diesem Sommer fanden unter diesem Motto in den Räumen des FuDs für unsere 95 MitarbeiterInnen mehrere »Kinästhetics-Fortbildungen« statt. Sie wurden von Uschi Uhlmann-Link in kleineren Gruppen mit dem Schwerpunkt »Begleitung und Unterstützung bei täglichen Aktivitäten« durchgeführt. Der erste Fortbildungstag beinhaltete insbesondere die Themen: sich Bewegen sowie Essen und Trinken können. Uschi Uhlmann-Link brachte den MitarbeiterInnen Grundsätze der Kinästhetik nahe, woraufhin sie bewusst erfahren konnten: Wie bewege ich mich auf einem Stuhl von vorn nach hinten? Was mache ich da zuerst? Wie stehe ich auf? Stütze ich mich ab? Im Anschluss ging es darum, sich gegenseitig ohne Worte Kekse und Apfelsaftschorle anzureichen, um zu erleben wie es sich anfühlt, beim Essen Menge und Geschwindigkeit nicht ohne weiteres bestimmen zu können. Eindrucksvoll war es auch wahrzunehmen, wie wichtig es ist, bei der Nahrungsaufnahme sich auf festem Untergrund abstützen zu können. Haben Sie schon mal versucht, sitzend auf einem Stuhl, ohne Bodenkontakt der Füße, zu trinken? Heben für ALLE nicht belastend! In der darauf folgenden Woche kamen die MitarbeiterInnen zum zweiten dreistündigen Fortbildungstag: Heute war Praxis angesagt! Tische und Stühle an die Seite, ein Tisch wurde zum Bett, ein Hocker zum tiefliegenden Autositz. Szenen oder problematische Situationen aus dem Betreuungsalltag der MitarbeiterInnen wurden nachgestellt. Mit Hilfe der Erfahrungen und dem erlangten Wissen (unser Handwerkszeug aus dem ersten Fortbildungstag) wurde miteinander ausprobiert, die Situationen individuell und nicht nach pauschaler Vorgabe zu lösen. Wichtig war dabei den Leitgedanken zu beachten: »Hilfe, soviel wie nötig und so wenig wie möglich«. »Könnte meine Betreuung sich, auch wie ich, in kleinen Schritten im Rollstuhl schrittweise nach hinten setzen, statt sich von mir nach hinten ruckartig heben zu lassen?« Durch das Berichten aus der praktischen Arbeit fand zwischen den MitarbeiterInnen ein reger Austausch statt. Ziel der Fortbildung war natürlich, die Qualität unserer Arbeit zu steigern, in dem wir unseren MitarbeiterInnen Handwerkszeug mitgeben können, welches sie im Alltag und in ihrer Arbeit individuell umsetzen können. Natürlich gibt es nicht immer Musterlösungen und oftmals stößt man an Grenzen… und dennoch: Kreativität kennt keine Schranken!... und Bauanleitungen gibt es im Baumarkt! Aufstehen will auch gelernt sein! Sabine Geier, Stellvertretende Leiterin des FuDs 46 . miteinander . November 2012 . Beraten und Unterstützen . RZ_5_MA_Nov12_Beraten_Miteinander 01.11.12 16:29 Seite 4 Unsere Wünsche für die Zukunft Ich bin Joha 11 Jahren benna Schmidt, 30 alt un i der Lebens d hilfe Gießen seit . Was wünsc h e ic h m ir Ich möchte m fü it Christian zur die Zukunft? sammenwoh nen! Was könnte b Ich hätte gern esser werden? in meiner Gru e öfter verschiedene A rbeite ppe. Christian nehmen! sollte etwas n ab- und wir 46 Jahre alt shilfe Gießen f, rä G la e a en h Ich bin Mic 5 Jahren durch die Leb werden seit unterstützt. unft? für die Zuk he ich mir leranz gegenüber behin sc n ü w s a W To h r rc u eh d m ir m sich Ich wünscheschen. Niemand solltesen behinderter derten Men deren« Verhaltenswei eben »besondie »etwas anestört fühlen, Sie sind Menschen ghen«! dere Mensc und Jahre alt ckens, 57 derung, der il W ta s ri hin Ich bin Chen Bruder mit Be ebenshilfe lebt. habe ein ohnstätte der L ft? in einer W ie Zukun mir für dmir Gesundh ic e h c h ns Was wü ukunft wünsche icin Allem. Für die Z Entschleunigung heit und n? hmer. er werde nte bess ngen für Arbeitne n ö k s a u W g in d e sb Die Arbeit Beraten und Unterstützen . miteinander . November 2012 . 47 RZ_MA_Nov12_Anzeigen_Miteinander 01.11.12 17:51 Seite 3 Empfehlungen Beachten Sie die Angebote unserer Anzeigenpartner. Sie werden staunen. Wie so oft in den letzten 30 Jahren. Das Jubiläumsmodell Caddy Edition 30. Für junge Familien ideal, für Individualisten perfekt: Das ist das Jubiläumsmodell Caddy® Edition 30. Sein exklusives Designpaket setzt glanzvolle Akzente am Exterieur und schafft innen ein edles Ambiente. Ein Fahrzeug, das seinem Anlass gerecht wird – schließlich wird man nur einmal 30. 22.700,– €¹ Unser Hauspreis für Sie: Inkl. Überführungskosten Top-frische Ware Purer, echter Gemüsegeschmack Knackig-frische Salate mit vielen Vitaminen und Mineralstoffen So kaufen Sie Obst und Gemüse biofrisch! 1 Caddy Edition 30, 1,2-l-TSI-Motor mit 77 kW, Kraftstoffverbrauch in l/100 km für Benzin: innerorts 8,0, außerorts 5,9, kombiniert 6,7. CO2-Emissionen in g/km für Benzin: kombiniert 156; Effizienzklasse D. Der Produktname Caddy® ist eine eingetragene Marke von Caddie S. A. und wird von Volkswagen Nutzfahrzeuge mit freundlicher Genehmigung von Caddie S. A. benutzt. 48 . miteinander . November 2012 . Empfehlungen Sie finden eine breite Palette von frischem Gemüse und Salaten auf folgenden Wochenmärkten: Wochenmarkt Grünberg: Freitags: 07:00 – 13:00 Uhr Gießener Wochenmarkt: Mittwochs: 07:00 – 14:00 Uhr Samstags: 07:00 – 14:00 Uhr Wir freuen uns auf Ihren Besuch auf dem Wochenmarkt! RZ_6_MA_Nov12_Lebensart_Miteinander 01.11.12 16:22 Seite 2 Lebensart, Kultur, Reisen Die Welt zu Gast in Hessen Das Atelier 23 auf der documenta in Kassel Mit den Händen und Ohren »sehen« Festival der Begegnung am Berliner Tempodrom Erlebnisreise mit »Gimmler Reisen« im Salzburger Land! Lebensfreude in den Freizeiten 2012 Unsere Wünsche für die Zukunft RZ_6_MA_Nov12_Lebensart_Miteinander 02.11.12 09:46 Seite 3 Die Welt zu Gast in Hessen Das Atelier 23 auf der documenta in Kassel Birgit Gigler, Andrea Lührig und Lena Kasperski vor einer Arbeit von Etel Adnan Installationen von Thomas Bayerle in der documenta-Halle Gruppenbild vor dem Fridericianum Jens Bleckmann vor einem Werk von Julie Mehretu Alle fünf Jahre findet in Kassel die weltweit bedeutendste Ausstellung zeitgenössischer Kunst statt. In diesem Jahr beteiligten sich mehr als 300 Künstler aus aller Welt an der documenta 13. Zum ersten Mal seit bestehen des Atelier 23, besuchten nun auch Künstler der Lebenshilfe dieses Spektakel. Birgit Gigler, Lena Kasperski, Andreas Kuhl, Martin Klein, Jens Bleckmann und die Mitarbeiter des Ateliers trotzten dem 50 miteinander . November 2012 . schlechten Wetter und zogen von einer Attraktion zur nächsten. Farbigkeit Gemeinsamkeiten mit Birgit Giglers Arbeiten erahnen lassen. In der documenta-Halle und dem Fridericianum fand der ein oder andere Anregung für Neues, aber auch Ähnlichkeiten mit eigenen Werken. So erinnern die architektonischen Gemälde der New Yorker Künstlerin Juilie Mehretu stark an Jens Bleckmanns grafische Konstruktionen, während sich in Etel Adnans abstrahierten Landschaften in ihrer reduzierten Klarheit und üppigen Bei der riesigen Auswahl an unterschiedlichsten Kunstwerken, die dieses Ereignis seinen Zuschauern bietet, fand letztendlich jeder etwas zum bewundern, bestaunen und auch zum rätseln. Und nach einem anstrengenden und aufregenden Tag steht eines fest: Wir kommen wieder. Lebensart, Kultur, Reisen Mirko Westermayer, Mitarbeiter des Ateliers 23 . RZ_6_MA_Nov12_Lebensart_Miteinander 02.11.12 09:48 Seite 4 Mit den Händen und Ohren »sehen« Festival der Begegnung am Berliner Tempodrom Von Natur hat der Mensch mit Riechen, Hören, Schmecken, Fühlen und Sehen fünf Sinne. Doch nicht jeder ist in der Lage, seine Sinnesorgane zu nutzen. Wird das Sehvermögen beeinträchtigt oder gar komplett verloren, behelfen sich die Betroffenen sprichwörtlich mit den Ohren und Händen. Umso erstaunlicher war es zu beobachten, mit welcher scheinbaren Lockerheit und Selbstsicherheit sich die Besucher auf dem Festivalgelände bewegten. Was ein sehender Mensch binnen kürzester Zeit erkennt, bedarf bei einem sehbehinderten oder blinden Menschen mehr Zeit, auch deutlich mehr Konzentration. Mehr als 3.000 Sehbehinderte und Blinde waren, teils in Begleitung am ersten Juni-Wochenende in Berlin zusammen gekommen, um das 100-Jährige Bestehen der Selbsthilfe-Organisation des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) mit dem Louis-Braille-Festival der Begegnung zu feiern. »Mehr als 3000 Gäste beim Louis-BrailleFestival u. a. mit Corinna May, Nina Ruge und Marcel Reif.« Namensgeber Braille ist Erfinder des nach ihm benannten Punktschriftsystems für Blinde, der sogenannten Brailleschrift. In der Nähe von Paris geboren, verletzte er sich als Vierjähriger in der Werkstatt seines Vaters am Auge. Die Entzündung infizierte das zweite bis dahin unverletzte Auge, was zur völligen Erblindung führte. Somit machte sich der Junge schon in frühen Jahren Gedanken über eine Schrift für Blinde. Er wollte die Literatur nicht nur durch Vorlesen erleben. Neben dem Sportprogramm gab es ein breitgefächertes Programm mit Kunst, Unterhaltung und Musik. Auf der Außenbühne erklangen Berliner Lieder und Jazz. Den krönenden Abschluss bildete die zweistündige »100 Jahre DBSV-Show« am Samstagabend in der großen Arena des Tempodroms, moderiert von Nina Ruge und dem blinden Comedian Dr. Dietrich Plückhahn. Heiko Schäfer, Journalist Gießener Anzeiger und Katharina Boesler, Mitarbeiterin in der Reha-Mitte Der Tastsinn, das wichtiges Sinnesorgan bei Blinden und Sehbehinderten Flechtkunstwerke von und mit Katharina Boesler Lebensart, Kultur, Reisen Das Tempodrom in Berlin: Mekka des diesjährigen Louis-Braille-Festivals . . miteinander . November 2012 . 51 RZ_6_MA_Nov12_Lebensart_Miteinander 01.11.12 16:22 Seite 5 Erlebnisreise mit »Gimmler Reisen« im Salzburger Land! Unser Miteinander mit anderen Reiseteilnehmern Am frühen Morgen des 18. Juni starteten wir an den Hessenhallen in Gießen ins schöne Salzburger Land. Schnell konnten wir einen freundschaftlichen Kontakt zu unseren Mitreisenden herstellen. Bei den Ausflügen waren wir oft nicht mehr als Gruppe der Integ unterwegs, sondern zogen häufig mit unseren »neuen Freunden« los oder trafen uns mit ihnen zum Kaffeetrinken. Der moderne Reisebus fuhr uns ins Salzburger Land Sind Sie nicht beeindruckt von uns ... das Panorama ist aber auch schön! 52 miteinander . November 2012 . Lebensart, Kultur, Reisen Besonders schön fanden wir unseren gemeinsamen Besuch im Musikantenstadel. Gerne würden wir im nächsten Jahr wieder mit dem Reiseunternehmen Gimmler durchstarten! Freizeitgruppe Integ und Manfred Müller In der Flachau beim Tanzen . RZ_6_MA_Nov12_Lebensart_Miteinander 01.11.12 18:34 Seite 6 Lebensfreude in den Freizeiten 2012 In Hamburg, Eben, Grado, Güby, Harz, Holland, an der Nordsee, in Oberau, im Salzburger Land und in der Türkei ... überall ging es uns gut! Harz Eben Holland Güby Hamburg Oberau Türkei Mutter-Kind-Freizeit Grado Lebensart, Kultur, Reisen . miteinander . November 2012 . 53 RZ_6_MA_Nov12_Lebensart_Miteinander 01.11.12 16:23 Seite 7 Unsere Wünsche für die Zukunft 37 Jahre alt und Ich bin Sandra Günther, enshilfe Gießen. Leb der seit 20 Jahren bei für die Zukunft? Was wünsche ich mir . ibt ble Das alles so rden? Was könnte besser weder Kantine mehr in und sk Kio am Das es Auswahl gibt. Ich bin Lars Mic seit 9 Jahren be hel Groß, 27 Jahre alt und i der Lebenshilfe Gießen. Was wünsche ic h m ir für die Zukunf Mehr Arbeiten t? anbieten. Was könnte be Mehr Außenarb sser werden? eitsplätze anbiet en. 54 miteinander . November 2012 . Lebensart, Kultur, Reisen Käsmann. Ich bin Raimund kunft? h mir für die Zu Was wünsche icich gesund bleibe, noch Alles Gute, dass mein Papa noch lange lebt. lange lebe, dass eine Geschwister noch Ich hoffe, dass mmöchte gerne weiter in der lange leben. Ich nen, mit dem Fahrdienst Wohnstätte woh Baron in die Welo fahren. zusammen mit U. sser werden? Was könnte be e Geschwister öfters sehen. Ich möchte mein wenn es eine Möglichkeit Ich fände es gut,ohnung des Betreuten Wohgäbe, in eine W nens zu ziehen. RZ_6_MA_Nov12_Lebensart_Miteinander 01.11.12 16:23 Seite 8 in 62 Jahre Schäfer, b Lebenshilfe. d u ra lt a Ich bin W 42 Jahren bei der alt und seit ? ie Zukunft h mir für d ic e h sc n ü be. Was w cht lange le Dass ich re werden? erde. te besser Was könn der ein wenig fitter w Dass ich wie alt und seit Bräunig, 30 ießen. a in br Sa n G Ich bi der Lebenshilfe 7 Jahren bei e Zukunft? ich mir für dierkstatt bleiben he sc ün w as w W in der Limes ft, Das ich immer allem in der Hauswirtscha öchte m r h vo ic d kann un hr gut! Und bleiben. se it m llt fä ge t rheirate die Arbeit it Christian ve ganz lange m n? besser werde erkstatt Was könnte sehr wohl in der Limesw üher h fr ic n, m Arbeite Ich fühle hr gerne zum er werund komme se ders, ganz anders – bess an al m s da war r nichts mehr! den muss dahe Ich bin Christian Bräunig, 9 Jahren bei der Lebenshilfe30 alt und seit Gießen. Was wünsche ich mir für die Zukunft? Viel Gesundheit, dass ich in der ble ibe n kan n, me in neu er Che Limeswerkstatt gut und ich möchte weiterh f ist näm lich der Limeswerkstatt bleiben, in im Werkstattrat die Arbeit gefällt mit sehr gut! Was könnte besser werde Bei mir ist im Moment alles n? gut! Lebensart, Kultur, Reisen . miteinander . November 2012 . 55 RZ_MA_Nov12_Anzeigen_Miteinander 01.11.12 17:51 Seite 5 Empfehlungen Beachten Sie die Angebote unserer Anzeigenpartner. Weitere Informationen und unser Leistungsspektrum finden Sie unter: www.ibweis.de Obershäuserstraße 21 . 35794 Mengerskirchen-Dillhausen Tel. 06476 / 41898-0 . E-Mail: [email protected] 56 . miteinander . November 2012 . Empfehlungen RZ_7_MA_Nov12_Kaleidoskop_Dienste_Miteinander 01.11.12 17:30 Seite 2 Kaleidoskop 15. Run’n’Roll for Help 2013 1. Schlepperspendenaktion 2012 der Lebenshilfe Gießen e.V. Oldtimerspendenaktion 2012 im Endspurt Der Mythos der 1.000 Meilen Prima Kooperation 1. ClimAir Rallye rund um Karben startete für den guten Zweck Prachtstück auf zwei Rädern für die Oldtimerspendenaktion Strahlende Gesichter der Alt-Ford-Freunde e.V. 24. Festival Golden Oldies Zehn Ansprechpartner für Behinderte Seit 30 Jahren für den schwerstbehinderten Steffen da Freiwillig sozial aktiv Die Lebenshilfe voller Tatendrang M. Müller-Erichsen neue Beauftragte der Hess. Landesregierung Danke für Ihre vielfältige Unterstützung Gaumenfreuden mit sozialem Hintergrund Artikel über die Arbeit von Juntos MEHR Mobilität mit GROSS 40 Jahre für die Lebenshilfe Jubilare im Jahre 2012 Nachrufe Unsere Wünsche für die Zukunft RZ_7_MA_Nov12_Kaleidoskop_Dienste_Miteinander 01.11.12 17:30 Seite 3 15. Run’n’Roll for Help 2013 Am 18. August 2013 ist es wieder soweit: der Gießener Stadtlauf startet mit über 1.300 Walkern und Läufern ab 15.30 Uhr durch die Gießener Innenstadt. Ein toller Erfolg: Fast 1.400 Teilnehmer starteten beim 14. Run´n´Roll for Help im August bei strahlendem Sommerwetter auf die Laufstrecke durch die Gießener Innenstadt. Über 100 Helfer sorgten für die Versorgung von Gästen und Teilnehmern mit Wasser, Kaffee und Kuchen und Herz haftem aus der »LiLo«-Küche. Aids- und Lebenshilfe Gießen e.V. konnten sich über Spenden von ca. 14.000 Euro freuen. Dafür ein herzliches Dankeschön an die Teilnehmer, die Sponsoren und die vielen Helfer! Der Erlös fließt in die Präventionsarbeit der Aids-Hilfe Gie- ßen und in die Einrichtung von 25 neuen Arbeitsplätzen im Rahmen unseres Küchenprojekts »LiLo« bei der Lebenshilfe Gießen. Der erste Startschuss 2013 fällt am Sonntag, dem 18. August um 15.30 Uhr für die Walker und die Nordic-Walker. Die Strecke von 5 km wird in drei Runden mitten durch die Gießener Innenstadt absolviert. Danach tritt der Nachwuchs im 1.000-Meter Schülerlauf an. Anschließend treten die 5 km-Läufer und um 18.00 Uhr die 10 km-Läufer an. Spaß am Sport und Unterstützung für den guten Zweck ist dabei das Motto! Integriert in das Gießener Stadtfest hat sich der Lauf als eine der größten mittelhessischen Sportveranstaltungen etabliert und aufgestellt. Anmeldungen ab April 2013 unter www.runandrollforhelp.de, dort finden Sie detaillierte Informationen und viel Wissenwertes. Oder melden Sie sich telefonisch unter 0641-390226 bei unserer Hotline, auch dort wird man alle Fragen gerne beantworten. Tina Gorschlüter, Öffentlichkeitsarbeit 58 . miteinander . November 2012 . Kaleidoskop . RZ_7_MA_Nov12_Kaleidoskop_Dienste_Miteinander 01.11.12 17:30 Seite 4 1. Schlepperspendenaktion 2012 der Lebenshilfe Gießen e.V. Ein toller Preis wartet 2012 auf alle Schlepperfreunde: Ein Unimog 404 S aus dem Jahr 1961, rot mit schwarzer Pritsche ist zu gewinnen. Gespendet wurde der Alleskönner in Wald und Feld von Frank Rückriegel, Top Kopie aus Frankfurt. Das »Universal-Motor-Gerät«, das selbst den aufmüpfigen Dinos in »Jurassic Park« stets die entscheidende Nasenlänge voraus war, ist ein wahrer Alleskönner: Felder pflügen, Ernte einbringen, Feuer löschen, Verletzte bergen, Brennholz holen; selbst als Allrad-Reisemobil erfreute sich der 404 S größter Beliebtheit. Dieses Modell wurde von Mercedes Benz seit 1955 stolze 25 Jahre lang gebaut und avancierte, mit über 64.000 verkauften Exemplaren, zum erfolgreichsten Unimog aller Zeiten. Der Gewinner, der im Januar 2013 ermittelt wird, darf sich also auf jede Menge Spaß auf vier besonders großen Rädern freuen. Neben der attraktiven Gewinnchance steht natürlich wieder der gute Zweck im Mittelpunkt: Mit einer Spende von 5 Euro oder einem Betrag nach Wahl unterstützen die Teilnehmer auch in diesem Jahr wieder Menschen mit geistiger Behinderung und psychischer Erkrankung. Auch diese Spenden fließen in unser Küchenprojekt »LiLo«, 25 neue Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung entstehen dort. Klar, dass die Lebenshilfe sich auch diesmal wieder auf zahlreiche Teilnehmer und auf glückliche Gewinner freut: Unimog 404 S im Gelände Teilnehmen kann man mit einer Spende von 5 Euro oder einem Betrag nach Wahl online oder per Überweisung auf das Spendenkonto bei der Sparkasse Gießen, BLZ 513 500 25; Konto Nr. 263 007 987 Bitte Namen und Adresse nicht vergessen. Sie möchten die Teilnahme verschenken, haben zu Hause einen Schlepper abzugeben oder auch Fragen zu unserer neuen Spendenaktion? Bitte melden Sie sich telefonisch unter 0641-9721055400 oder per mail unter [email protected] Informationen gibt es unter www.schlepperspendenaktion.de oder unter www.lebenshilfe-giessen.de. Aktionsende ist der 20. Januar 2013! Tina Gorschlüter, Öffentlichkeitsarbeit . Unimog 404 S im Gelände Kaleidoskop . miteinander . November 2012 . 59 RZ_7_MA_Nov12_Kaleidoskop_Dienste_Miteinander 01.11.12 17:30 Seite 5 Oldtimerspendenaktion 2012 im Endspurt Tolle motorisierte Preise warten 2012 wieder auf glückliche Gewinner. Liebhaber klassischer Fahrzeuge, Youngtimer-Fans und Zweiradfreunde kommen auch bei der 18. Auflage der Spendenaktion auf ihre Kosten. Neben attraktiven Gewinnchancen steht natürlich wieder der gute Zweck im Mittelpunkt: Mit einer Spende von 1. Preis: 2. Preis: 5 Euro oder einem Betrag nach Wahl unterstützen die Teilnehmer auch in diesem Jahr wieder Menschen mit geistiger Behinderung und psychischer Erkrankung. Viele kleinere Preise warten auf glückliche Gewinner und die Hauptgewinne können sich sehen lassen: Mercedes-Benz 300 SL (R 107), Bj. 1986 Fiat 500 »Topolino« Cabrio-Limousine, Bj. 1947 3. Preis: 60 . miteinander . November 2012 . Kaleidoskop Opel Manta A, Bj. 1971 RZ_7_MA_Nov12_Kaleidoskop_Dienste_Miteinander 01.11.12 17:30 Seite 6 4. Preis: Ford Granada I, Bj. 1976 5. Preis: 6. Preis: Unterstützen Sie in diesem Jahr unser Küchenprojekt »LiLo«: Der neue Kantinen-, Veranstaltungs- und Cateringservice findet so gute Nachfrage, dass 25 neue Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung entstehen, wenn die mittlerweile viel zu kleine Einrichtung ausgebaut und erweitert wird. Ford Taunus 12M (Baureihe P4), Bj. 1966 BMW R27, Bj. 1964 Sie möchten die Teilnahme an der Spendenaktion gern verschenken an Freunde, Bekannte, Verwandte oder an Ihre Mitarbeiter oder Kunden? Bitte melden Sie sich bei uns unter 0641-972 1055 400, gern auch per mail unter [email protected]. Infos unter www.oldtimerspendenaktion.de. Aktionsende ist der 20. Januar 2013! Tina Gorschlüter, Öffentlichkeitsarbeit . Teilnehmen kann man mit einer Spende von 5 Euro oder einem Betrag nach Wahl online oder per Überweisung auf das Spendenkonto bei der Sparkasse Gießen, BLZ 513 500 25; Konto Nr. 200 626 000 Bitte Namen und Adresse nicht vergessen. Informationen gibt es unter www.oldtimerspendenaktion.de oder unter www.lebenshilfe-giessen.de. Aktionsende ist der 20. Januar 2013! Kaleidoskop . miteinander . November 2012 . 61 RZ_7_MA_Nov12_Kaleidoskop_Dienste_Miteinander 01.11.12 17:30 Seite 7 Der Mythos der 1.000 Meilen Mehr als eine Million begeisterte Zuschauer und rund 380 Teilnehmer zelebrierten die Mille Miglia – mitten drin: der Fiat Topolino, der 2. Preis unserer Spendenaktion 2012. Mille Miglia – das sind die berühmten 1.000 Meilen von Brescia nach Rom und zurück. Teilnehmen dürfen nur Fahrzeuge bis Baujahr 1957, die bereits damals am legendären Rennen teilgenommen hatten. Reinhard Schade über die Rallye: »Autoenthusiasmus pur – einfach ein unglaubliches Erlebnis, das übrigens nur durch die Unterstützung des Fiat-Konzerns, der die gesamte Aktion für die Lebenshilfe finanziert hat und in Kooperation mit Auto Bild Klassik, die den Beifahrerplatz zugunsten einer Spende an die Lebenshilfe Gießen ausgelobt hatte, möglich war.« Das Mille-Miglia-Outfit, das unserem »Mäuschen« sehr gut steht, werden wir für den Gewinner im Februar bewahren! Schließlich ist eine Teilnahme an der Mille Miglia schon eine Adelung in der Oldtimer-Szene… Tina Gorschlüter, Öffentlichkeitsarbeit . Spannung auf der berühmten Mille-Startrampe Prima Kooperation Fa. Carlofon versiegelt Spendenfahrzeug für ein langes Oldtimerleben Seit einigen Wochen freut sich die Oldtimerspendenaktion der Lebenshilfe Gießen e.V. über einen neuen Kultoldie: Ein Manta A, gespendet von Frank Rückriegel vom Frankfurter Unternehmen Top Kopie. Dieser Blickfang wird in einer der nächsten Spendenaktionen zu gewinnen sein. für die nächsten Jahre dank des bewährten Zweischichtverfahrens »Carlofon-Protect« wird der Gewinner sicherlich viel Freude an dem schicken Wagen haben. Im schön restaurierten Zustand fehlte dem Wagen aber noch der rechte Schliff: Die Pohlheimer Firma Carlofon GmbH, Spezialist für Schutz, Pflege, Reparatur und Versiegelung rund ums Automobil, stellte sich gern in den Dienst der guten Sache und übernahm die professionelle Konservierung der Hohlräume und des Unterbodens. Auch der KFZ-Meisterbetrieb Bepler kooperierte: er stellte die Arbeitsbühne für den mobilen Service des CarlofonTeams zur Verfügung. Nach rund 4 Stunden war es soweit: Der Manta zeigte sich in neuem Glanz. Perfekt geschützt Andre Hermann, Jörn Grunwald (Carlofon) Tina Gorschlüter, Öffentlichkeitsarbeit 62 . miteinander . November 2012 . Kaleidoskop . RZ_7_MA_Nov12_Kaleidoskop_Dienste_Miteinander 01.11.12 17:30 Seite 8 1. ClimAir Rallye rund um Karben startete für den guten Zweck Inhaber Guido Hommel, der die Oldtimerspendenaktion der Lebenshilfe Gießen schon seit vielen Jahren aktiv unter stützt und auch diesmal den 1. Preis der diesjährigen Spendenaktion – unser Mercedes-Benz 300 SL Cabriolet – zur Verfügung gestellt hat, überreichte schließlich im Rahmen der Siegerehrung eine Spende von 4.500 Euro an Reinhard Schade – krönender Abschluss eines rundum gelungenen Tages! Anschauen kann man sich den Film zur Rallye auch unter www.climair.de/rallye/video-rallye-2012. Spendenübergabe Guido Hommel und Reinhard Schade Guido Hommel übergibt Spendenscheck über 4.500 Euro Am 18. August 2012 war es soweit: Bei strahlendem Sommerwetter startete die 1. ClimAir-Rallye rund um Karben auf dem Gelände des MH Auto-Forums in Gießen. Das Roadbook führte mit zahlreichen Aufgaben über wunderschöne Nebenstrecken durch den Taunus bis zum Tagesziel, der Fa. ClimAir in Okarben. Dort wurden die Teilnehmer und Gäste bei strahlendem Sommerwetter mit Livemusik, Grillspezialitäten und kalten Getränken empfangen. Oldtimer in der Mittagspause Tina Gorschlüter, Öffentlichkeitsarbeit . Prachtstück auf zwei Rädern für die Oldtimerspendenaktion der Lebenshilfe Gießen e.V. Erich Bock spendet Zündapp Begeistert nahm der Initiator der Oldtimerspendenaktion, Reinhard Schade die Zündapp aus dem Jahr 1951 in Empfang. Viele Stunden Arbeit stecken in dem glänzend schwarzen Klassiker, die Jahre hatten ihre Spuren hinterlassen. Als das Motorrad den Weg zu Erich Bock fand, war einiges zu richten: Mit großem Aufwand wurden Teile gesucht und ersetzt und das gesamte Fahrzeug optisch und technisch fachmännisch restauriert. Dabei legte der langjährige Zweiradfan bei der Restaurierung großen Wert auf Alltagstauglichkeit. Besonderes Highlight: Das Motorrad wurde 1951 von seinem damaligen Waldgirmeser Besitzer beim Autohaus Hermann Diehl in Wetzlar erworben und hat den Landkreis seit nunmehr über 60 Jahren nicht verlassen. Tatsächlich sind die Originalpapiere noch vorhanden – eine Rarität! Der Entschluss, das historische Fahrzeug in den Dienst der guten Sache zu stellen fiel dennoch nicht schwer: seit Jahren verfolgt Erich Bock die Arbeit der Lebenshilfe Gießen e.V. und freut sich darauf, »seinen« Klassiker als Preis in einer der nächsten Oldtimerspendenaktionen wieder zu finden. Fortsetzung auf nächster Seite Kaleidoskop . miteinander . November 2012 . 63 RZ_7_MA_Nov12_Kaleidoskop_Dienste_Miteinander 01.11.12 17:30 Seite 9 Besondere Rarität: die alten Fahrzeugpapiere sind noch erhalten! Der glückliche Gewinner wird sicherlich viel Freude und Fahrspaß mit dieser Zweirad-Ikone der 50er Jahre haben. Tina Gorschlüter, Öffentlichkeitsarbeit . Der Spender des schönen Klassikers, Erich Bock und Reinhard Schade (Lebenshilfe Gießen e.V.) Strahlende Gesichter der Alt-Ford-Freunde e.V. bei der Übergabe eines Ford Sierra für die Oldtimerspendenaktion 2013 Wichtiges Jubiläum – 2013 feiert der Ford-Sierra 30. Geburtstag! Anlässlich ihres Jahrestreffens in Marburg bei Gastgeber Michael Acker, Inhaber des Ford Autozentrum Acker Biedenkopf GmbH & Co. KG, übergaben die Alt-Ford-Freunde e.V. einen mittlerweile raren Noch-Youngtimer an die Lebenshilfe Gießen e.V. Metallic-blau strahlt der Ford Sierra aus erster Hand, top-gepflegt und mit nur wenigen Kilometern wird er im kommenden Jahr im Rahmen der 19. Oldtimerspendenaktion 2013 der Lebenshilfe Gießen verlost werden. Dann wird aus dem Youngtimer auch schon ein Oldtimer geworden sein: Ab April 2013 kann sich der Klassiker mit einem Kennzeichen für historische Fahrzeuge schmücken. Gepflegtes Innenleben: der Sierra strahlt wie neu Die Entscheidung, sich für die gute Sache einzusetzen, hatte der Club schon lange getroffen, nach erfolgreicher intensiver Suche fand nun dieses Schmuckstück den Weg zur Lebenshilfe. Und nicht nur für das Fahrzeug hatte der Club gesorgt: vor der Übergabe wurde der Sierra fach männisch gewartet und auf Hochglanz gebracht vom Ford Autozentrum Acker Biedenkopf. Außerdem kann sich der glückliche Gewinner 2013 auf eine kostenlose einjährige Mitgliedschaft im Club freuen. Personen von links nach rechts: Michael Acker (Ford Autozentrum Acker), Stefan Beerman, Dr. Walter Klein, Matthias Bachmann (Alt-Ford-Freunde), Reinhard Schade (Lebenshilfe Gießen e.V.) und Sabine Mathiessen (Alt-Ford-Freunde) 64 . miteinander . November 2012 . Kaleidoskop Mehr zum Club unter www.alt-ford-freunde.de und zur Spendenaktion unter www.oldtimerspendenaktion.de. Tina Gorschlüter, Öffentlichkeitsarbeit . RZ_7_MA_Nov12_Kaleidoskop_Dienste_Miteinander 06.11.12 09:56 Seite 10 24. Festival Golden Oldies »Musik, Motoren & Legenden« vom 26. – 28. Juli 2013 im hessischen Wettenberg Einfahrt Oldtimer Hauptstraße Zum 24. Mal lädt das hessische Wettenberg zu »Deutschlands schönster Oldiefete« ein: Neun Bühnen, 50 Livebands und 2.000 Oldtimerfahrzeuge lassen dieses Festival zu einer Zeitreise in die 50er und 60er Jahre werden. Die junge Generation entdeckt derzeit das Festival Golden Oldies. Oldtimerfahrzeuge werden zur neuen Leidenschaft und die Musik des Festivals lassen die Gefühle einer längst vergangenen Zeitepoche wieder aufleben. Das Festival hat es in 23 Jahren seines Bestehens erreicht, dass aus der Verbindung von »Musik & Motoren« die Emotionen der Besucher und Teilnehmer gleichermaßen angesprochen werden. Die Mädchen tragen Petticoats, die Jungs wollen wieder sein wie James Dean. Vom 26. bis 28. Juli 2013 lautet das Motto »Musik, Motoren & Legenden«. Man reiste in der so genannten »Wirtschaftswunderzeit« nach Italien und tanzte Boogie-Woogie und Rock‘n’Roll. Bands schossen wie »Pilze« aus den Beatkellern. Von der Vespa bis zur Isabella rollte die Reisewelle gen Süden! Das Festival im Wettenberger Ortsteil Krofdorf spiegelt diese Epoche wider. Was vor 23 Jahren begann, ist inzwischen wohl die größte Oldtimer-Veranstaltung, die den Bogen der Wirtschaftswunderzeit so weit spannt. An den drei Festivaltagen ist die Gemeinde für den Durchgangsverkehr gesperrt und der Besucher taucht ein in das Wirtschaftwunder-Deutschland der 50er und 60er Jahre. Zahlreiche Aktionen, Ausstellungen und Wettbewerbe runden das Festival ab. Über 100 Aussteller präsentieren auf dem 50er-Markt Originalware der so genannten »Wirtschaftswunderzeit«. Ob Nierentisch, Tulpenlampe, Cocktailsessel für die stilechte Einrichtung, Vinylschallplatten oder Modezeitschriften – für den Sammler ist dieser große deutsche Nostalgiemarkt ein Bermuda-Dreieck, das ihn für Stunden verschlingen kann! 52 Bands bieten den Festivalgästen ein umfangreiches Musikprogramm: Rock’n’Roll und Beat sind ebenso zu hören wie Rockabilly und Blues. Eine Jury aus Modemachern, Fotografen und Tanzlehrern wählt am Sonntag, dem 28. Juli 2013 zum 20. Mal die deutsche »Miss Petticoat«. Auch die Oldtimerspendenaktion der Lebenshilfe Gießen e.V. wird vor Ort sein mit den Hauptpreisen 2013 – fünf attraktiven automobilen Klassikern. Tina Gorschlüter, Öffentlichkeitsarbeit Kaleidoskop . . miteinander . November 2012 . 65 RZ_7_MA_Nov12_Kaleidoskop_Dienste_Miteinander 01.11.12 17:30 Seite 11 Zehn Ansprechpartner für Behinderte Beirat für die Belange von behinderten Menschen im Landkreis Gießen traf sich gestern zur ersten Sitzung. Erstmals traf sich gestern der »Beirat für die Belange von behinderten Menschen« des Landkreises Gießen. Er heißt künftig »Behindertenbeirat«. Die Mitglieder wollen ein offenes Ohr für die Belange der Bürger haben und sich um Probleme kümmern. Folgende Mitglieder des Beirats – auf unserem Bild oben von links – sind für folgende Personengruppen zuständig und unter den genannten Nummern erreichbar: Jutta Seifert, 0151/ 20777730 (Anrufbeantworter – es wird zurückgerufen) für die Angehörigengruppe von Menschen mit seelischer Behinderung / ADHS, Alfred Grummbt, dienstlich: 0641/9750921 für Menschen mit seelischer Behinderung, Dirk Haas, ehrenamtlicher Kreisbeigeordneter des Landkreises Gießen, gehört als beratende Stimme dem Beirat an, Vorsitzender des Beirats Sven Germann, 0641 / 2509919, für Menschen mit Sinnesbehinderung, stellvertretende Vorsitzende Maren Müller-Erichsen, Mobil: 0160 / 7059000, Dirk Oßwald, Kreisbeigeordneter des Landkreises Gießen und Sozialdezernent, stimmberechtigtes Mitglied des Beirates, Inge Wonesch, 0641 / 5817444, für Menschen mit geistiger Behinderung, Sören Schmidt, Behindertenbeauftragter des Landkreises, Andrea Kreuder, 0641/ 3237, für Angehörige von Menschen mit geistiger Behinderung und Eberhard Niesel für Menschen mit körperlicher Behinderung. 66 . miteinander . November 2012 . Kaleidoskop Anliegen können auch unter der E-Mail-Adresse [email protected] schriftlich übermittelt werden. Im Versammlungsraum des Gebäudes F der Kreisverwaltung fand die konstituierende Sitzung des »Beirats für die Belange von behinderten Menschen« statt. Zum Vorsitzenden wurde Sven Germann gewählt, Maren Müller-Erichsen wurde Stellvertreterin, zweite Stellvertreterin Jutta Seifert. Kreisbeigeordneter Dirk Oßwald sprach Arbeitsgruppen an, die der Beirat für bestimmte Themen bilden könne. Der Beirat stimmte ab, die Arbeitsgruppe zur Umsetzung des Behindertengleichsetzungsgesetzes beizubehalten. Ebenfalls will der Beirat die Arbeitsgruppe »AG Psychiatrie« beibehalten. In diesem Jahr soll nicht mehr getagt werden. Nächster Sitzungs-Termin wird Montag, 21. Januar 2013, sein. Am Montag, 29. April, findet der übernächste Termin statt, am Montag, 2. September, ein weiterer Termin. Dann tagt der Beirat am Montag, 2. Dezember 2013. Jeweils soll der Beirat um 15.00 Uhr und dann zwei Stunden lang tagen. So wurde es gestern beschlossen. Zudem sollen die Arbeitsgruppen zu den Sitzungen von ihrem Stand der Dinge berichten, außerdem soll es einen Themenspeicher geben, damit Themen nicht verloren gehen. In der Zukunft will der Behindertenbeirat das Thema »Gebärdendolmetscher« bearbeiten. Gießener Anzeiger / Artikel vom 02.10.2012 . RZ_7_MA_Nov12_Kaleidoskop_Dienste_Miteinander 01.11.12 17:30 Seite 12 Seit 30 Jahren für den schwerstbehinderten Steffen da Sozialminister Stefan Grüttner überreichte Pflegemedaille des Landes Hessen an Karin und Helmut Junker aus Inheiden. Sozialminister Stefan Grüttner überreichte am Montag bei einem Festakt im Schloss Biebrich an 28 Bürger die Pflegemedaille des Landes Hessen. Darunter an die Eheleute Karin und Helmut Junker aus Inheiden bei Huhngen. Selbst 72 und 75 Jahre alt, betreuen sie gemeinsam seit drei Jahrzehnten ihren schwerstbehinderten und schwerstpflegebedürftigen Pflegesohn Steffen (38). Die schicksalhafte Geschichte war zuletzt Anfang 2011 öffentlich dargestellt worden aus Anlass einer Junker-Würdigung durch den damaligen Bundespräsidenten Christian Wulff während dessen Neujahrsempfang im Schloss Bellevue. Einhellige Überzeugung der Inheidener: »Der Steffen bereichert unser Leben!« Dank und Anerkennung »Angehörige, Freunde und Bekannte zeigen große Nächsten liebe und leisten einen unverzichtbaren Dienst an der Gesellschaft. Die Kraft und Anstrengung der Geehrten kann nicht hoch genug geschätzt werden«, begründete der Minister. Fast drei Viertel der Pflegebedürftigen in Hessen – rund 90.000 Menschen – würden zu Hause betreut. »Die meisten älteren Menschen wollen – trotz Pflegebedürftigkeit – in angestammter Umgebung bleiben.« Die große Mehrheit der zu Hause Betreuten werde durch Ange hörige gepflegt, betonte Grüttner, größtenteils ohne Unterstützung durch Pflegedienste. »Es ist meistens der engere Kreis der Familien, der die Hauptlast trägt.« Dem Wunsch nach einem Leben in den eigenen vier Wänden könne oft nur dann nachgegangen werden, wenn – neben ambulanten Diensten Angehörige Pflege übernähmen. Diese zeigten dabei oft einen physisch und psychisch in hohem Maße belastenden Einsatz. Die Geehrten stellten eigene Interessen und die Verwirklichung eigener Lebensinhalte oft in den Hintergrund. Landesregierung und Ministerpräsident übermittelten mit dieser Auszeichnung Dank und Anerkennung für Ihr aufopferungsvolles Engagement. Die Eheleute Karin u. Helmut Junker aus Inheiden mit ihrem schwerstbehinderten Pflegesohn Steffen sowie mit Sozialminister Stefan Grüttner und Maren Müller-Erichsen, der Behindertenbeauftragten der Landesregierung Die Landesregierung setze sich zur Entlastung der Angehörigen dafür ein, selbst in kleineren Gemeinden die Tagesund die rehabilitative Kurzeitpflege auszubauen, um die Pflege von Angehörigen im häuslichen Umfeld zu ermöglichen. Hiermit wolle man schnelle und unkomplizierte Hilfe ermöglichen. Für den Ausbau der stationären und teilstationären Pflege stehen jährlich 25,5 Millionen Euro zur Verfügung. Die Pflegemedaille des Landes wird seit 2004 an Bürger verliehen, die einen pflegebedürftigen, kranken und / oder behinderten Menschen weitgehend unentgeltlich zu Hause mindestens fünf Jahre gepflegt oder betreut haben. 2004 bis 2011 war dies 228 Male der Fall. Ebenfalls mit der Pflegemedaille des Landes – neben anderen – ausgezeichnet: Ingeburg Bing aus Engelrod im Vogelsberg und Hans Frölich aus Wetzlar. Die 65-Jährige pflegte ihren Bruder 20 und zeitgleich ihren Vater sechs Jahre bis zu deren Tod. Frölich (73) pflegte seine schwerstbehinderte Schwiegermutter bis zu deren Tod. Gießener Allgemeine / Artikel vom 25.09.2012 Kaleidoskop . miteinander . . November 2012 . 67 RZ_7_MA_Nov12_Kaleidoskop_Dienste_Miteinander 01.11.12 17:30 Seite 13 Freiwillig sozial aktiv Freiwilligendienste bei der Lebenshilfe Gießen 67 junge Menschen im Alter zwischen 16 und 26 Jahren haben im Sommer 2012 ein Freiwilliges Soziales Jahr bei der Lebenshilfe Gießen begonnen. Hier sammeln sie nun wertvolle Erfahrungen im Miteinander mit Menschen mit und ohne Behinderung, im Sozialen Bereich und dessen Berufsfeldern. gen eigene Ideen ein und lernen Verantwortung zu übernehmen.« Frau Hauter ist die Anleiterin der Freiwilligendienstler in der Schule, und das aus Leidenschaft. »Zu Beginn des FSJ haben die jungen Menschen oft noch Unsicherheiten bei Kindern mit Behinderung. Herr Bergmann absolviert das FSJ in der Sophie-Scholl-Schule. »Eigentlich wollte ich vor dem FSJ die technische Berufslaufbahn einschlagen. Das hat sich jetzt geändert. Ich informiere mich gerade über pädagogische Studiengänge.« Auf die Lebenshilfe auf- Diese Berührungsängste bauen sie sehr schnell ab. Für die Kinder sind die Freiwilligendienstler eine wichtige Konstante und eine Brücke zwischen Jung und Alt.« Herr Bergmann nutzt das FSJ zur beruflichen Orientierung Frau Hauter freut sich jedes Jahr erneut auf die jungen Menschen im FSJ merksam geworden ist er durch eine Informationsveranstaltung im Berufsinformationszentrum. Auch BFD-Stellen konnten besetzt werden In der letzten Ausgabe haben wir von der Kontingentierung der Plätze im Bundesfreiwilligendienst und der daraus resultierenden Probleme für uns als Stellenanbieter berichtet. Was die Freiwilligendienstler für unsere Einrichtungen so wertvoll macht, beschreibt Frau Hauter, Erzieherin in der Sophie-Scholl-Schule: »Jedes Jahr kommt frischer Wind durch die jungen Menschen in unsere Klassen. Sie brin68 . miteinander . November 2012 . Kaleidoskop Erfreulicherweise wurden auf Grund der großen Nachfrage die Kontingente erweitert. So konnten wir in diesem Jahr fünf neue BFD-Stellen besetzen. Einer davon ist Herr Enzmann, der seit Juli in der Brennholzfertigung in der Limes-Werkstatt eingesetzt ist: »Die Bewerbung auf eine BFD-Stelle war eine sehr gute Entscheidung. Hier erhalte ich ein ganz anderes Feedback als in der freien Wirtschaft, von den Kollegen wie auch von den Mitarbeiter/ innen mit Behinderung.« Herr Enzmann ist freiberuflicher Werbegrafiker und interessiert sich schon lange für einen beruflichen Einstieg im Sozialen Bereich. Praktische Berufserfahrung sammelt er nun durch den BFD. Herr Enzmann über den BFD bei der Lebenshilfe: »Hier werde ich wirklich gebraucht.« »Jetzt sind sie da, unsere neuen Freiwilligen!« Anja Böhme, Freiwilligenkoordinatorin, Projekt Tatendrang . RZ_7_MA_Nov12_Kaleidoskop_Dienste_Miteinander 01.11.12 17:31 Seite 14 Die Lebenshilfe voller Tatendrang Engagement hat viele Gesichter – Eröffnung der Wanderausstellung vom Freiwilligenzentrum Gießen Was sind das für Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren? Was sind ihre Motive, wo und wie engagieren sie sich? Diesen Fragen ging das Gießener Freiwilligenzentrum »Freiwillig sozial aktiv« nach und porträtierte ehrenamtlich engagierte Menschen verschiedener Vereine in Stadt und Landkreis Gießen. Darunter auch 3 besondere Menschen, die sich ehrenamtlich auf ganz unterschiedliche Art und Weise bei der Lebenshilfe Gießen einsetzen. :^cZ=ZgoZchVc\ZaZ\Zc]Z^i### É>X]Zc\V\^ZgZb^X]### :EITSPENDEN 5NTERHALTENZUHÚRENDASEIN -ANCHMALEINFACHNURFERNSEHENSPAZIERENGEHEN GEMEINSAMETWASESSEN %SGIBTVIELE-ÚGLICHKEITENAUFEINEN-ENSCHENEINZUGEHEN 7ERTSCHËTZUNGUND"EACHTUNGTUNJEDEMGUT ###lZ^a^X]OZ^i]VWZjcYZh\ji ^hi#>bbZgb^iildX]hWZhjX]Z^X] Z^cZc7Zld]cZg^cYZg6ji^hiZc L<YZgAZWZch]^a[Z# L^gkZgWg^c\ZcOZ^iojhVbbZc! Z^cZhX]cZOZ^i![gjchWZ^YZ¹ BVg^jh># IRSINDDAWOESUM-ITBESTIMMUNGIM!LLTAGBISHIN 7 ZU,OHNVERHANDLUNGENGEHT!BERAUCHDIE/RGANISATION VON&ESTEN&LOHMËRKTEN!USmàGEN$ISCOVERANSTALTUNGEN UNDVIELEMMEHRISTUNSER$ING 3EITlNDENREGELMËIGE-UTTER+IND&REIZEITENSTATT %LTERNBEIRATISTEINEWICHTIGE)NTERESSENVERTRETUNGUNDEINE #HANCEMITZUGESTALTEN $ABEIISTDERDIREKTE+ONTAKTMIT%LTERN"ETREUERNUND "EWOHNERNVONGRÚTER"EDEUTUNG 7ASKÚNNEN3IETUN $IE,EBENSHILFE'IEENBIETETVIELE%NGAGEMENTBEREICHE :UM"EISPIEL"EGLEITUNGVONERWACHSENEN%INZELPERSONEN ODERKLEINEN'RUPPENBEI&REIZEITAKTIVITËTEN'RUPPENAN GEBOTEFàR+INDERIN+ITAODER3CHULEPUNKTUELLE(ILFEBEI &ESTENUND6ERANSTALTUNGENUNDVIELESMEHR !UCHEIGENE)DEENUND0ROJEKTESINDWILLKOMMEN Da ist zum Beispiel Roswitha H., die seit beinahe 30 Jahren aktiv im Elternbeirat mitarbeitet und die jährliche ElternKind-Freizeit organisiert und begleitet. Marius I., Student der Betriebswirtschaft und Politik, besucht regelmäßig einen jungen Mann mit Autismus-Spektrum-Störung in seinem Zuhause. Die Schülerin Kristin S. führt neben ihrer Schulzeit ein Tanz- und Spielprojekt mit Kindern in einer unserer Kindertagesstätten durch. Engagement hat eben viele Gesichter … auch bei der Lebenshilfe Gießen. 7IRFREUENUNSAUF3IE $IE,EBENSHILFEBIETETINTERESSIERTEN%HRENAMTLICHEN VERSCHIEDENE-ÚGLICHKEITENSICHZUENGAGIEREN 6ON:EITSPENDENBISZUPROJEKTBEZOGENEN4ËTIGKEITEN ,EBENSHILFE +REISVEREINIGUNG'IEENE6 7IRFREUENUNSAUF3IE ###É6ahKdgh^ioZcYZYZh:aiZgcWZ^" gVihYZgAZWZch]^a[ZLZg`hi~iiZc Zc\V\^ZgZ^X]b^X]!lZ^ab^gY^Z ;gYZgjc\jcY>ciZ\gVi^dckdc BZchX]Zcb^i7Z]^cYZgjc\Vb =ZgoZca^Z\ijcY^X]hdY^gZ`i :^cÅjhhcZ]bZc`Vcc#¹Gdhl^i]V=# ,EBENSHILFE +REISVEREINIGUNG'IEENE6 !NJA"ÚHMEn&REIWILLIGENKOORDINATORIN 4EL WWWLEBENSHILFEGIESSSENDE TATENDRANG LEBENSHILFEGIESSENDE !NJA"ÚHMEn&REIWILLIGENKOORDINATORIN 4EL WWWLEBENSHILFEGIESSSENDE TATENDRANG LEBENSHILFEGIESSENDE :HQQDXFK6LHVLFKHQJDJLHUHQP|FKWHQ:LUIUHXHQXQVDXI6LH :HQQDXFK6LHVLFKHQJDJLHUHQP|FKWHQ:LUIUHXHQXQVDXI6LH )UHLZLOOLJHQ]HQWUXPIU6WDGWXQG/DQGNUHLV*LHHQH9 5DWKDXV±%HUOLQHU3ODW]Â*LHHQÂ7HOHIRQ ZZZIUHLZLOOLJVR]LDODNWLYJLHVVHQGHÂIUHLZLOOLJHQ]HQWUXP#JLHVVHQGH )UHLZLOOLJHQ]HQWUXPIU6WDGWXQG/DQGNUHLV*LHHQH9 5DWKDXV±%HUOLQHU3ODW]Â*LHHQÂ7HOHIRQ ZZZIUHLZLOOLJVR]LDODNWLYJLHVVHQGHÂIUHLZLOOLJHQ]HQWUXP#JLHVVHQGH Marius I. in der Autisten-Wohngemeinschaft Roswitha H. engagiert sich seit vielen Jahren Regelmäßige Besuche von und Aktivitäten mit einem ehrenamtlichen Helfer oder Helferin ist etwas ganz Besonderes, denn diese Augenblicke gehören nur ihnen. Wir suchen derzeit insbesondere für einzelne Bewohner/ innen unserer Wohnstätten und für Gruppenangebote in der Freizeit ehrenamtliche Helfer/ innen. Daneben gibt es zahlreiche Angebote in anderen Einrichtungen der Lebenshilfe. Kontakt: Anja Böhme, Projektstelle »Tatendrang«, Tel. 06404 / 804-253 oder per email an [email protected]. Die Schirmherrin Dietlind Grabe-Bolz eröffnet die Ausstellung Die Wanderausstellung wurde am 26.9. im Rahmen der bundesweiten Woche des bürgerschaftlichen Engagements im Rathaus Gießen eröffnet. Hier kann sie noch bis zum 30.09. besucht werden, am 03.10. zieht sie weiter nach Heuchelheim. Aktuelle Orte und Termine erfahren Sie unter www.freiwillig-sozial-aktiv-giessen.de. Menschen mit TATENDRANG gesucht Für die Menschen mit Behinderung in unseren Einrichtungen bedeuten ehrenamtliche Angebote, zusätzliche Bereiche im gesellschaftlichen Leben zu erschließen. Gerade die älte ren unter ihnen haben keine oder kaum noch Angehörige. Herzlich Willkommen! Wir freuen uns sehr, unsere »neuen« ehrenamtlichen Helfer/ innen begrüßen zu dürfen: Andrea C., seit Februar im Kompetenzzentrum berufliche Bildung Kristin S., seit Februar in der Kindertagesstätte Anne-Frank Marius I., seit Mai in der Wohngemeinschaft für Menschen mit Autismus Olaf B., seit Juni im Atelier 23 Céline Z., seit Juni in der Werkstatt Reha-Mitte Imke K., seit Juli in der Frühförderung Ilvy F. und Michael H., seit August in der Redaktion »Schwatzkiste« Siegfried H., seit September in der Schülerbetreuung Rappelkiste Anja Böhme, Freiwilligenkoordinatorin, Projekt Tatendrang Kaleidoskop . miteinander . November 2012 . . 69 RZ_7_MA_Nov12_Kaleidoskop_Dienste_Miteinander 01.11.12 17:31 Seite 15 Maren Müller-Erichsen ist die neue Beauftragte der Hessischen Landesregierung für Menschen mit Behinderung ©Foto e.blatt P. Müller-Klepper, V. Bouffier, M. Müller-Erichsen Ministerpräsident Volker Bouffier: »Drei Jahrzehnte Ehrenamt und sehr viel Empathie für Menschen mit Behinderungen.« Der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier hat heute im Beisein von Petra Müller-Klepper, Staatssekretärin im Hessischen Sozialministerium, Maren Müller-Erichsen zur neuen Beauftragten der Hessischen Landesregierung für Menschen mit Behinderungen ernannt. »Es freut mich, heute Maren Müller-Erichsen als neue Ansprechpartnerin für Menschen mit Behinderungen vorstellen zu können. Sie hat die Empathie und bringt das Wissen aus drei Jahrzehnten Ehrenamt mit. Mit ihrer ausgewiesenen Kompetenz und ihrem wertvollen Erfahrungsschatz wird sie uns eine große Unterstützung sein. Ich bin mir sicher, dass sich Maren Müller-Erichsen auch ihrer neuen verantwortungsvollen Aufgabe mit großer Hingabe widmen wird«, sagte der Ministerpräsident bei der Übergabe der Ernennungsurkunde in Wiesbaden. Maren Müller-Erichsen tritt die Nachfolge von Friedel Rinn an, der zuvor aus gesundheitlichen Gründen ausgeschieden war. Zu Müller-Erichsens künftigen Aufgaben als Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen gehören die Beratung der Hessischen Landesregierung in Fragen der Ausbildung, Beschäftigung und Integration von Menschen mit Behinderungen sowie die fachliche Unterstützung der Schwer70 . miteinander . November 2012 . Kaleidoskop behindertenvertretungen in der Landesverwaltung. Zudem ist sie Ansprechpartnerin und Vermittlerin, beispielsweise für Selbsthilfegruppen und Sozialverbände oder Ratsuchende Menschen mit Behinderungen. Ein wichtiges Ziel ist es untere anderem, Menschen trotz ihrer Beeinträchtigungen entsprechend in Beschäftigung zu bringen oder durch Qualifizierungen ihre Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen und zu fördern. Petra Müller-Klepper würdigte die Verdienste von Maren Müller-Erichsen und unterstrich: »Ihre vielfältigen Erfahrungen werden Sie zu einer guten und wichtigen Beraterin bei der Umsetzung der Politik mit und für Menschen mit Behinderungen in Hessen machen.« Das Hessische Sozialministerium, in dem die Stabsstelle für die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention angesiedelt ist, freue sich auf eine konstruktive und wertvolle Zusammenarbeit. »Daher setzen wir bereits zu Beginn ein sichtbares Zeichen und integrieren die neue Landesbeauftragte in die Veranstaltung ›Tag der Menschen mit Behinderungen‹ im Hessischen Landtag am kommenden Freitag (17.8.). Maren Müller-Erichsen wird hier bereits am Diskussionsprozess um die Behindertenpolitik in Hessen teilnehmen«, so die Staatssekretärin. RZ_7_MA_Nov12_Kaleidoskop_Dienste_Miteinander 01.11.12 18:36 Seite 16 Ehrenamtliche Tätigkeiten zum Wohle von Menschen mit Behinderungen Für ihre neue Aufgabe kann Maren Müller-Erichsen auf weitreichende Erfahrungen zurückgreifen. Seit über drei Jahrzehnten konzentriert sie sich ausschließlich auf ihre ehrenamtlichen Tätigkeiten zum Wohle von Menschen mit Behinderungen. In dieser Zeit hat sie eine Vielzahl von erfolgreichen Projekten angestoßen und daran mitgearbeitet, wobei sie immer die unterschiedlichen Bedürfnisse ihrer Mitbürgerinnen und Mitbürger vor Augen hatte. Dank ihres Einsatzes entstanden zusätzliche integrative Kindertagesstätten und eine Integrative Grundschule. Auch die Frühförderung für Menschen mit Behinderungen sowie weitere Plätze im betreuten Wohnen lagen Müller-Erichsen sehr am Herzen. Darüber hinaus hat sie die Einrichtung verschiedener Werkstätten unterstützt. »Dies sind nur einige Beispiele, die Ihren außergewöhnlichen Einsatz und die bisherigen Erfolge Ihres ehrenamtlichen Wirkens verdeutlichen«, lobte Bouffier. Maren Müller-Erichsen arbeitete nach ihrer Ausbildung zur Landwirtschaftlich-Technischen Assistentin von 1958 bis 1981 am Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung der Universität Gießen, bevor sie ihre Tätigkeit aufgab, um sich auf ihre ehrenamtlichen Tätigkeiten zu konzentrieren. Bereits während ihrer Zeit am Institut engagierte sich die gebürtige Bernburgerin (Halle) bei der Lebenshilfe Gießen, deren geschäftsführende Vorsitzende sie 1979 wurde. Seither stieß Müller-Erichsen, auch als Vorsitzende des »Deutsch-Israelischen Vereins für Rehabilitation und soziale Eingliederung für Behinderte und von Behinderung bedrohten Menschen«, eine Vielzahl neuer Projekte an, die zur Integration und Förderung von Menschen mit Behinderung beitragen. Sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene (1992 bis 2008) ist bzw. war die 74-Jährige Vorstandsmitglied der Lebenshilfe. Das ehrenamtliche Engagement ist der Aufsichtsratsvorsitzenden der Lebenshilfe Gießen ein besonderes Anliegen. Die Mutter zweier Kinder wurde 1995 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland für ihr soziales und ehrenamtliches Wirken ausgezeichnet, im Juli 2011 überreichte ihr Ministerpräsident Volker Bouffier das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Gießener Allgemeine / Artikel vom 25.09.2012 . Empfehlungen – Beachten Sie die Angebote unserer Anzeigenpartner. Unsere Feuerideen der Limeswerkstatt Die 3 Helfer zum perfekten Feuer 1. ZündLi Die ZündLi Anfeuerpäckchen sind kleine Päckchen, mit denen man einfach ein Holzfeuer oder ein Grillfeuer entfachen kann. Diese Päckchen bestehen aus einem porösen Papierbeutel, die mit kleinen Holzstückchen befüllt und in Kerzenwachs getränkt sind. Sie brennen ca. 12 Min. Das ist ausreichend Zeit, um sicher große Holzscheite anzuzünden oder Grillkohle zum selbständigen Glühen zu bringen. Das ZündLi legen Sie an die Holzscheite oder an Holzkohlestücke und stecken es an. Fertig! Ganz einfach! 3. ScheitLi Die ScheitLi Holzscheite sind ausschließlich aus heimischem Buchenholz, getrocknet und somit ofenfertig. Wir fertigen und liefern die Holzscheite in den Längen 25 oder 33 cm. Drei Verpackungsarten stehen Ihnen zur Verfügung: 2. HölzLi Alternativ zu den oben beschriebenen ZündLi, können Sie auch unsere bewährten HölzLi Anfeuerhölzer zum Entfachen von Holzfeuer einsetzen. Diese sind aus getrockneten heimischen Fichten- und Kieferholzstäbchen. Der maximale Durchmesser beträgt 24 mm. Die HölzLi sind in handlichen Raschelsäcken zu ca. 22 Rdm (Raumdezimeter) verpackt. Auf Wunsch liefern wir Ihnen das Holz nach Hause. Und nun der Clou: Wenn Sie möchten, schichten unsere Mitarbeiter/ innen der Limeswerkstatt die ScheitLi bei Ihnen zu Hause auch auf! lose, als geschüttete Ware in Netzen zu 1 Srm (Schüttraummeter) auf Einweg-Europalette in Netzen zu handlichen Raschelsäcken zu 22 Rdm Hier können Sie bestellen: Limeswerkstatt Grüninger Weg 26 | 35415 Polheim-Garbenteich Telefon 06404 804-111 | E-Mail [email protected] www.feuerideen.de Kaleidoskop . miteinander . Die zündenden Feuerideen der Lebenshilfe Gießen e.V. November 2012 . 71 RZ_7_MA_Nov12_Kaleidoskop_Dienste_Miteinander 01.11.12 17:31 Seite 17 Danke für Ihre vielfältige Unterstützung … für die Ausstattung der Sekundarstufe der Sophie-Scholl-Schule Gießen bis Klasse 10 Spende statt Geschenke Herr Schieferstein feierte seinen 80 Geburtstag und wünschte sich von seinen Gästen zu diesem Anlass keine Geschenke sondern eine Spende, um den Kindergarten und die Schule, die seine Enkelkinder besuchen finanziell zu unterstützen. In der Spendendose kamen 850 € zusammen, seine Lebens gefährtin Frau Gretel Weil gab noch 150 € hinzu und so konnte Herr Schieferstein jeweils eine Spendensumme von 500 € an den Förderverein »Kita Schatzkiste« in Krofdorf und 500 € an die Sekundarstufe der Sophie-Scholl-Schule Gießen spenden. Vielen lieben Dank für Ihre Unterstützung. Unser Online-Spendenshop der Vision Million Helfen Sie unsere Sekundarstufe mit dringend benötigten Materialen bedarfsgerecht auszustatten! Sie haben die Auswahl zwischen verschiedenen Produkten aus unterschiedlichen Fachbereichen wie zum Beispiel Musik, Kunst, Naturwissenschaften und Sport. Suchen Sie sich einen Gegenstand Ihrer Wahl auf unserer Internetseite www.vision-million.de im Spendenshop aus und spenden Sie somit direkt für die Ausstattung der Sophie-Scholl-Schule Gießen. 72 . miteinander . November 2012 . Kaleidoskop Verschiedene Spender haben dies bereits getan und zum Beispiel verschiedene Trommeln für den Musikunterricht in Ihren Warenkorb gelegt. Dank Ihrer Unterstützung konnten die Instrumente angeschafft werden. Wir sagen herzlichen Dank für Ihre Hilfe. Wir drücken dem Team der LTi GIESSEN 46ers kräftig die Daumen für eine erfolgreiche Saison 2012 /2013! Die Sophie-Scholl-Schule Gießen ist auch in dieser Saison wieder Sozialpartner unseres Basketball-Bundesligisten, den LTi GIESSEN 46ers! Schülerinnen und Schüler freuen sich auf gemeinsame Aktionen, darunter den Besuch der Mannschaft in unserer Schule. Im Gegenzug dürfen wir den Spielern beim Mannschaftstraining über die Schultern schauen. Wir drücken die Daumen für eine erfolgreiche Saison. Besuchen auch Sie eines der Heimspiele der LTi 46ers. Sie sehen Basketball auf höchstem Niveau und genießen eine großartige Stimmung in der Sporthalle Gießen-Ost. Let´s go Gießen, Let´s go! RZ_7_MA_Nov12_Kaleidoskop_Dienste_Miteinander 01.11.12 17:31 Seite 18 Das nächste Heimspiel ist am Samstag, 22. Dezember 2012 um 20.00 Uhr gegen den Vizemeister ratiopharm ulm. Weitere Informationen unter www.ltigiessen46ers.de. Die Vision Million gibt es jetzt auch auf Facebook. Schauen Sie auf unserer Seite vorbei dort finden Sie aktuelle Aktivitäten, Berichte und Veranstaltungen der Vision Million. Klicken Sie auf »Gefällt mir« und helfen Sie mit, unsere Vision bekannt zu machen. SOZIAL PARTNER Teresa Lüdge, Fundraising Sophie-Scholl-Schule Gießen . Gaumenfreuden mit sozialem Hintergrund Der Weinbau der Lebenshilfe Bad Dürkheim ist in seiner gesamten Konzeption einzigartig: Als besonderes Angebot bieten wir Ihnen ein Schnupperpaket zum Preis von 45,00 € inkl. Versand an. Dieses Paket beinhaltet folgende Sekte und Weine: Unsere Winzer bewirtschaften mit 25 zu betreuenden Mitarbeitern und 4 Fachkräften rund 18 ha Bioweingärten entlang der Mittelhardt in der idyllischen Pfalz. Zu Beginn stand der Naturschutz und die Rekultivierung alter historischer Terrassen-Weinberge – die heute 1/6 unserer GesamtRebfläche einnehmen – im Vordergrund. Seit dem erfolgreichen Start im Jahre 1986 und dem ersten selbst ausgebauten Jahrgang, entwickelte sich der Bereich immer weiter. Im Jahr 2005 konnte ein eigenes Kellereigebäude bezogen werden. In Abhängigkeit von den Wettergegebenheiten, die uns stetig aufs Neue herausfordern, ist es unser Ziel, charaktervolle und jahrgangstypische Weine zu vinifizieren. Unser Sortenspektrum reicht von vornehmlich Riesling über Weiss- und Grauburgunder, St.Laurent, Spätburgunder und Cabernet Sauvignon. Riesling Sekt trocken: Ein Sekt für alle Anlässe. 2011 Friedelsheimer Riesling trocken: Unser rustikales „Pfälzer Original“. 2011 Weissburgunder trocken: Tolle Aromatik nach Melone und Birne. 2011 Dürkheimer Michelsberg Riesling: Spezialität aus einer unsere Einzellagen. 2011 Spätburgunder trocken: Rotwein mit schöner Kirscharomatik. 2011 St.Laurent trocken: Erinnert mit seinem samtigen Körper an dunkle Waldbeeren. Beate Kielbassa, Mitarbeiterin der Lebenshilfe Bad Dürkheim . Kaleidoskop . miteinander . November 2012 . 73 RZ_7_MA_Nov12_Kaleidoskop_Dienste_Miteinander 01.11.12 17:31 Seite 19 Artikel über die Arbeit von Juntos – Verein für globale Behindertenarbeit e.V. Die Lebenshilfe Gießen e.V. wird in Kooperation mit dem in Gießen ansässigen Verein Juntos – Verein für globale Behindertenarbeit e.V., kurz Juntos, im kommenden Jahr ein Projekt für Menschen mit Autismus in Mexiko unterstützen. Juntos begleitet dieses Projekt offiziell seit September 2011 und wird im kommenden Jahr auf die Hilfe der Lebenshilfe Gießen zählen können. Da die staatlichen mexikanischen Hilfeleistungen für Menschen mit Behinderung äußerst begrenzt sind und hauptsächlich für Menschen mit Körperbehinderung bestehen, hat sich in der Stadt Guanajuato in Zentralmexiko eine kleine Elterninitiative gegründet, die sich für ihre von Autismus betroffenen Kinder einsetzt. So wurde von den Eltern 2002 ein gemeinnütziger Verein nach mexikanischem Recht gegründet, das »Centro de Atención Integral para Personas con Autismo, A.C.«, kurz AMAAC. Die erste Vorsitzende dieses Vereins stellt zurzeit ca. 70% ihres eigenen Wohnhauses zur Verfügung, damit dort sechs Kinder und Erwachsene mit Autismus fünf Mal wöchentlich Einzelunterricht bekommen können. Es besteht natürlich ein weitaus höherer Bedarf, der aber durch die räumlichen und personellen Kapazitäten des Vereins AMAAC nicht erfüllt werden kann. Aus diesem Grund soll es bald mit dem Bau eines Rehabilitationszentrums losgehen. Bauplatz und Baupläne liegen schon vor, die Finanzierung ist jedoch noch unklar. Um AMAAC auf seinem Weg zu seinen großen Zielen zur Seite zu stehen, begann der Verein Juntos Anfang 2012 mit der Entsendung von freiwilligen deutschen Helfern nach Mexiko, um die Initiative vor Ort zu unterstützen. Im Ge genzug soll im August die Mexikanerin Blanca Estela Hernández González ein Jahr nach Gießen kommen, um hier die unterschiedlichen Einrichtungen der deutschen Behindertenhilfe kennen zu lernen. In diesem Zusammenhang hat die Lebenshilfe Gießen ihre Unterstützung zugesagt, sodass die Mexikanerin in die verschiedenen Aufgabenfelder und Arbeitsbereiche der Lebenshilfe hineinschnuppern kann. Ihre hier in Deutschland erworbenen Erfahrungen wird Blanca dann mit zurück nach Mexiko nehmen, um sie dort für AMAAC zur Verfügung zu stellen. Zu diesem Zwecke suchen nun Juntos und die Lebenshilfe Gießen ab August 2013 eine Gastfamilie für die Mexikanerin. Wer daran Interesse hat die 26-jährige Blanca für 1 Jahr bei sich aufzunehmen, der soll sich bitte beim 1. Vorsitzenden von Juntos melden (Daniel Lusky: 0163- 6304900, E-Mail: [email protected]), um die Konditionen zu besprechen. Außerdem werden dringend weitere deut- Gruppenfoto AMAAC mit Juntosfreiwilligen in Mexiko 74 . miteinander . November 2012 . Kaleidoskop RZ_7_MA_Nov12_Kaleidoskop_Dienste_Miteinander 01.11.12 17:31 Seite 20 Weitere Informationen über das Projekt in Mexiko, das Austauschprogramm der deutschen und mexikanischen Freiwilligen und die Arbeit von Juntos in Mexiko und Deutschland findet man auf folgender Homepage: www.juntos-global.com. sche Freiwillige aller Altersgruppen gesucht, die sich vorstellen können ab Februar 2013 oder August 2013 mind. sechs Monate die Initiative vor Ort in Guanajuato zu unterstützen. Auch hier ist Daniel Lusky der erste Ansprechpartner. Juntos sucht darüber hinaus auch immer Interessierte, die sich hier in Deutschland für den Verein engagieren wollen. Wer die Arbeit in Mexiko finanziell unterstützen möchte der kann dies gerne tun: Spendenkonto: Juntos – Verein für globale Behindertenarbeit e.V. – Volksbank Mittelhessen – BLZ: 513 900 00 – KTN: 829 423 00 – Verwendungszweck: »Mexikoprojekt« (Es werden Spendenbescheinigungen ausgestellt, die steuerlich absetzbar sind). Daniel Lusky ,1. Vorsitzender, Juntos – Verein für globale Behindertenarbeit e.V. . MEHR Mobilität mit GROSS »Mobil in allen Lebenslagen« – eine Grundvoraussetzung, um aktiv am Leben teilzunehmen. Was aber, wenn kein Auto von der Stange passt? Wenn man aufgrund einer Behinderung oder sonstiger Umstände eine Maßanfertigung benötigt? Die Firma GROSS entwickelt mit ihrem geschulten Fachpersonal für Sie nach einer Bedarfsanalyse ein individuelles Konzept für den Fahrzeugumbau. Ob Porsche, Oldtimer oder Smart – prinzipiell kann jedes Auto umgerüstet werden. Aber es muss ja auch nicht im mer gleich ein Vollumbau sein. Oft genügen schon kleine Veränderungen, um das Fahren wieder angenehmer zu gestalten. Bei einer eingeschränkten Bewegungsfreiheit reichen ein Schwenksitz zum leichteren Ein- und Aussteigen oder auch nur ein kleiner Zusatzspiegel schon aus, um nicht auf das Fahren verzichten zu müssen. Ihre Selbständigkeit und somit auch Ihre Lebensqualität bleiben erhalten. Sie erhalten in dem barrierefreien Servicecenter der Firma GROSS in Wettenberg bei Gießen eine individuelle Beratung für größen-, alters- und behindertengerechte Fahrzeugumbauten. Das Spektrum der Möglichkeiten reicht von Einstiegs-, Fahr- und Lenkhilfen über Rollstuhlverladung bis hin zu vielen Spezialzubehören und -umbauten. GROSS GmbH – Im Ostpark 13 –15 – Tel. 0641 966160 – 35435 Wettenberg – www.gross-gmbh.info Kaleidoskop . miteinander . November 2012 . 75 RZ_7_MA_Nov12_Kaleidoskop_Dienste_Miteinander 01.11.12 17:31 Seite 21 40 Jahre für die Lebenshilfe In einer kleinen Feierstunde haben wir das 40-jährige Dienstjubiläum von Frau Florenzia Völzing gefeiert. Sie ist für viele Eltern und KollegInnen und speziell auch für mich die Seele in der Geschäftsstelle. Sie weiß alles, findet alles und unterstützt jeden, der um Hilfe bittet. Dafür bedanken wir uns ganz herzlich. Maren Müller-Erichsen, Aufsichtsratsvorsitzende . 40-jähriges Dienstjubiläum Frau F. Völzing Abkürzungen in der Lebenshilfe Bei den vielen Abkürzungen in der Lebenshilfe gibt es immer wieder Verwirrungen und Fragezeichen auf der Stirn. Hier ein Überblick 1 2 3 Arbeiten im Verbund AiV Betriebsrat BR Diagnose der Arbeitsmarktfähigkeit besonders betroffener behinderter Menschen – proLiberi Mittelhessen gGmbH DIA-AM 4 Fachdienst Berufliche Bildung FBI 5 Facility Management FM 6 Familien-, Erziehungs- und Lebensberatung für Menschen mit Behinderung und Krisenintervention FB 7 Familienunterstützender Dienst FUD 8 Frühförder- und Beratungsstelle FF 9 Integrationsbetreuung IB 10 Junge Lebenshilfe Gießen JuLe 11 Kompetenzzentrum berufliche Bildung – Berufsbildungsbereich KobBi 12 Limeswerkstatt Pohlheim-Garbenteich LW 76 . miteinander . November 2012 . Kaleidoskop 13 Projekt zur beruflichen Integration von Menschen mit hochfunktionalem Autismus /Asperger Syndrom MAASarbeit 14 Projekt Interdisziplinäre Diagnose individuelles Programm InDiPro 15 Projekt schreibender autistischer Menschen PROSA 16 Qualitätsmanagement QM 17 Tagesförderstätte Lollar Tafö Lollar 18 Tagesförderstätte Pohlheim Tafö Pohlheim 19 Unterstütztes Wohnen UWO 20 Werkstatt Lollar WeLo 21 Küchenbetriebe der Limeswerkstatt und der Werkstatt Lollar LiLo RZ_7_MA_Nov12_Kaleidoskop_Dienste_Miteinander 01.11.12 17:31 Seite 22 Jubilare im Jahre 2012 10 Jahre 15 Jahre . Betreutes Wohnen Frauke Buttler Apostolos Spanos FF Christel Gerling FuD Christina Göbel Friederike Jung Mark Paul Skripuletz Geschäftsführung Ursula Anna Seifert Integ Nicole Forstner Boris Helge Jäger Kita gGmbH Sonja Kralik Manuela Plitt Kita Helen Keller Lilia Isaak Sabrina Bienek Julia Lisowski Claudia Heikenwälder Christiane Platt Michael Blum Limeswerkstatt Claudia Braungart Markus Kaluza Judith Ilge Wolfgang Junker Alina Schmidt Irmgard Weil Franz-Josef Fick Thomas Unger Jessica Bärwald Friederike Hanisch Ann-Christin Schild Evdokia Seremeti Erdal Özsoy Tafö Lollar Parvin Rahimi-Parehduz Prosa Danja Friederike Moldenhauer Ursula Güthoff TFS Pohlheim Jonas Agthe Christian Seinwill TFS Kleinlinden Olaf Karber Reha-Mitte Katrin Brückmann Robert Hohnstein Angela Kaden Matthias Loos Ralf Pittner Simone Tempel Kjell Tewer Tomislav Vicevic Reha-West Ronny Glasmacher Martina Mohr Verwaltung Angelika Weis-Bosch WeLo Stefan Schultheis Günter Mahn Sarah Fikre-Mariam Ulrich Baron David Klöppner Sarah Kums WH Albach Nicholas Taylor WH Grüninger Weg Stephanie Herold Kerstin Steinert Volker Havemann WH Lich Florian Schumann WH Watzenborn Margret Pfeiffer Peter Haider . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Integ Rainer Hess Stefan Weis Limeswerkstatt Andreas Claus Christoph Hisserich Stephan Wagner Margot Schmidt Thorsten Heller Reha-Mitte Friedmar Schwabe Hans Sommer Ulrike Köstering Kiymet Aksan Kai Eckardt Birger Schmandt Heimo Stork Reha-West Kirstin Arnold Mujo Ahmeti TFS Kleinlinden Walter Steinbach TFS Lollar Angela Hillebrecht TFS Pohlheim Manfred Wagner Jutta Kury . . . . . . . . Betriebsrat Ulrike Traxler-Schmoranz FF Susanne Klare-Grußdorf Integ Thorsten Häuser Ernst-Willi Rühl Limeswerkstatt Cosima Junker Andreas Appel Torsten Braungart Ute Herth Andreas Högg Markus Wischnewsky Thorsten Häuser Verwaltung Edwin Vollmann WeLo Kerstin Pfeiffer Christian Völker Wohnen Claudia Häuser . . . AIV Claudia Jahn Aufsichtsrat Achaz Bading Betriebsrat Herwig Selzer FF Christiane Tappe-Schneider FM Achim Leuning FuD Ulrike Lorenz-Häuser Kita gGmbH Christina Saalfeld Kobbi Alexander Willa Limeswerkstatt Nicole Stappmanns Gabriele Warnke Reha-Mitte Christa Lohr Bernd Wittenbecher Reha-West Herbert Spinner Tafö Oliver Oberschelp TFS Pohlheim Gregor Gebhard Bernhard Guist Oliver Semrau WeLo Matthias Fay Özlem Aydin Patrick Fett Sandra Günther Isabella Nistor Erich Bendlin Jürgen Mader Maria Marlene Siguda WH Lich Doris Berghäuser Thomas Heeb WH Linden Irmtrud Allendörfer WH Watzenborn Wolfgang Hagen 30 Jahre Limeswerkstatt Elisabeth Ahmad Reha-Mitte Helmut Otter TFS Pohlheim Stefanie Gränz WeLo Monika Madle-Mörtl Wohnen Christine Hasenauer . . . . . . . . . . . . . 20 Jahre . . . . . . . 25 Jahre 35 Jahre . Limeswerkstatt Karin Stock Ulrike Briegel Werner Dotzauer Jörg-Kersten Philipp Peter Trippner Hartmut Diehl Marita Görlach Integ Martin Weber Elke Gall Elke Kreicker Marion Winkler Verwaltung Ursula Schomber . . . . . . . . 40 Jahre . Limeswerkstatt Ingrid Weiss Gerlinde Hammel WeLo Norbert Beran Peter Ramberger Verwaltung Florenzia Völzing . 45 Jahre TFS Kleinlinden Gunnar Fleischhauer Kaleidoskop . miteinander . November 2012 . 77 RZ_7_MA_Nov12_Kaleidoskop_Dienste_Miteinander 01.11.12 17:31 Seite 23 Nachrufe Die Klienten und Mitarbeiter des UWO trauern um Carmen Högg Carmen Högg konnte sich einen Auszug aus dem Elternhaus und ein eigenständiges Leben nur gemeinsam mit ihrem schwermehrfachbehinderten Bruder Andreas vorstellen. Seit dem 01.08.2002 lebte sie mit ihm in einer betreuten Wohngemeinschaft. Sie nahm dafür gerne in Kauf, Mitverantwortung für seine Versorgung zu über- und Einschränkungen ihrer persönlichen Lebensplanung hinzunehmen. Am 03.10.2012 verstarb Carmen Högg plötzlich und unerwartet. Wir sind sehr traurig. Die Klienten und das Team des Unterstützten Wohnens. Klaus Bergner, Leiter UWO »Oma, Opa, Adele!« Lieber Gerhard, die Bewohner und Betreuer der Wohnstätte Lich trauern um dich. Erst im Frühjahr diesen Jahres bist du in die Wohnstätte eingezogen, da deine Mutter verstorben und dein Vater schwer krank war. Schon nach wenigen Tagen war es so, als ob du schon lange bei uns bist und wir freuten uns alle auf unsere gemeinsame Zeit mit dir. Dein häufiges Rufen nach deinen Eltern und deiner Schwester (»Oma, Opa, Adele«) klingt uns heute noch im Ohr. Ebenso erinnern wir uns gerne an dein Lachen und deine Begeisterung beim gemeinsamen Hören von Musik. Überrascht und geschockt waren wir dann alle, nachdem du im Krankenhaus aufgrund deiner Erkrankung plötzlich verstorben bist. Gerhard, wir vermissen dich sehr. Bewohner und Betreuer der WS Lich 78 . miteinander . November 2012 . . Kaleidoskop . RZ_7_MA_Nov12_Kaleidoskop_Dienste_Miteinander 01.11.12 17:31 Seite 24 Nachruf Renate Langecker Am 29.09.2012 verstarb Renate Langecker im Alter von nur 52 Jahren. Nachdem sie lange Jahre liebevoll und fürsorglich von ihrer Mutter zuhause versorgt wurde zog sie 2006 in die Wohnstätte Grüninger Weg ein. Wir durften Renate somit auf ihrem letzten Lebensabschnitt begleiten, der trotz des Verlustes gewohnter und liebgewonnener Fähigkeiten vor allem durch ihren Lebensmut und ihrer Freude an den kleinen Freuden des Alltags geprägt war. Wir werden vor allem ihr ganz individuelles lautes Lachen vermissen und an die Klänge des Xylophons, dass sie so gerne spielte, werden uns alle noch lange erinnern. Wir haben Renate stets als lebensbejahenden Menschen kennengelernt, der bis zuletzt tapfer gegen seine Krankheit und den Tod gekämpft hat. Trotz aller Trauer bleiben aber viele schöne gemeinsame Erinnerungen und die Dankbarkeit um die Zeit, die wir mit ihr verbringen durften. Die Bewohner/-innen und Mitarbeiter/-innen der Wohnstätte Grüninger Weg . Nachruf Veronika Guldner Die Lebenshilfe Gießen trauert mit der Familie Guldner. Am 21.10.2012 verstarb Veronika Guldner nach kurzer schwerer Krankheit. Frau Guldner war eine überaus aktive Mutter, die sich ehrenamtlich seit Jahren für die Lebens hilfe eingesetzt hat, sei es auf dem Weihnachtsmarkt oder bei der Mutter-Kind-Kur. Sie war der Lebenshilfe sehr verbunden, hatte Ideen und war immer bereit zu helfen. Sie wird uns fehlen, wir werden sie nicht vergessen. Maren Müller-Erichsen, Aufsichtsratsvorsitzende . Kaleidoskop . miteinander . November 2012 . 79 RZ_7_MA_Nov12_Kaleidoskop_Dienste_Miteinander 01.11.12 17:31 Seite 25 Unsere Wünsche für die Zukunft Ich bin Luca Kindertages , 5 Jahre alt und gehe in stätte der Le heim-Garbent benshilfe in die Pohleich. Was wünsc Als Erwachs he ich mir für die Zuk haben; ich fiener würde ich gerne ei unft? n nd das einfac h so nur gut.Kind Was könnte Wenn mir da besser werden? ich es wegsc s Essen nicht schmeckt , würde hmeißen. ie gehe in d re alt und Pohlheimh Ja 6 , n in nshilfe aximilia Ich bin M treuung der Lebe e rb le ü Sch ich. unft? Garbente r die Zuker einen fü ir m h b a senjet, nsche ic Was wü he mir einen Dü infach so durch . sc e n h ü ic w e n und so Ich amit würd gs mache echten, d üsen und Loopin die Luft d n? ill, würde er werde nte bessmder mitnehmen wn; ich hätte n ö k s a W opf haue h ein Fre Wenn miceten und an den K10 an. 1 tr f n nd ru ich ih Telefon u dann ein seit Ich bin Leonie Höres, 5 Jahre alt und en. Gieß fe nshil Lebe der 5 Jahren bei nft? Was wünsche ich mir für die Zuku n habe Spaß n, lerne n eibe Schr und n Lese und viele gute Freunde. Was könnte besser werden? Das Miteinander im Kindergarten. 80 . miteinander . November 2012 . Kaleidoskop RZ_7_MA_Nov12_Kaleidoskop_Dienste_Miteinander 01.11.12 17:32 Seite 26 Ich bin Anna, Kindertages 5 Jahre alt und gehe in heim-Watze stätte der Lebenshilfe in die nborn. PohlWas wünsc Ich möchte he ich mir für die Zuk ten werden.Kinderlehrerin im Kindergunft? Praktikanten Das habe ich gesehen bear,dass das Sp aß macht. i den Was könnte Als Erwachs besser werden? nach dem Frener würde ich immer di ühstück raus rekt gehen. seit hre alt und sser, 23 Ja u e N a n ri Ich bin Sab der Kita Eberstadt. ca. 1 Jahr in Zukunft? mir für die aktikanten in h ic e h sc n Pr im Was wü liche Erzieher und ner Arbeit Mehr männ rhin viel Spaß bei mei Kitas, weite n. Kindergarte erden? Menschen. te besser w n n ö k behinderten s a er b W ü en eg g z n Mehr Tolera Ich bin L iass und 5 Jahre alt. Was wü n s c he ich m Ich wün ir und immsche mir, dass ic für die Zukun ft? e h für im r le b e baller be . im BVB Und ich will Promer werden. fifuß- Kaleidoskop . miteinander . November 2012 . 81 Empfehlungen Beachten Sie die Angebote unserer Anzeigenpartner. Unser Wochenplaner 2012 ist da: Verbringen Sie das kommende Jahr Woche für Woche mit einer neuen Gießkannenüberraschung! Auf 60 Seiten gibt der Wochenplaner Einblicke in die Sammlung des Gießkannenmuseums Gießen: ausgefeilt gestaltet, ökologisch hergestellt und im ungewöhnlichen Format. Preis: 18.zu bestellen bei: Druckkollektiv GmbH grundrucken® 82 . miteinander . November 2012 . Empfehlungen Am Bergwerkswald 16-20, 35392 Gießen, Kontakt: 06 41 / 98 49 60 [email protected], druckkollektiv.de RZ_7_MA_Nov12_Kaleidoskop_Dienste_Miteinander 01.11.12 17:32 Seite 28 Einrichtungen und Dienste Vorstand Aufsichtsrat der Lebenshilfe Gießen Beratung & Unterstützung Magnus Schneider Telefon 06404 804-222 . Telefax 06404 804-244 Mobil 0160 7059001 E-Mail [email protected] Vorsitzende Maren Müller-Erichsen Dresdener Straße 28 . 35440 Linden-Leihgestern privat 06403 62673 . Telefax 06403 68636 dienstlich 06404 804-216 Telefax 06404 804-244 . Mobil 0160 7059000 E-Mail [email protected] Bereichsleitung Ambulante Hilfen Grünberger Straße 222 . 35394 Gießen Telefon 0641 79798-114 Telefax 0641 79798-101 Mobil 0160 7059004 E-Mail [email protected] Martina Ertel Stellvertretender Vorsitzender Achaz Bading Triebstraße 62 . 35398 Gießen-Allendorf privat 06403 8819 . Telefax 06403 928712 Mobil 0160 4050704 E-Mail [email protected] Beratungsstelle für Unterstützte Kommunikation Grünberger Straße 222 . 35394 Gießen Telefon 0641 79798-123 Telefax 0641 79798-101 E-Mail [email protected] Susanne Klare-Grußdorf, Gabi Mehmet Horst Harig Rosenweg 46 . 35423 Lich privat 06404 5107 . Mobil 0179 5204694 E-Mail [email protected] Frühförder- und Beratungsstelle Grünberger Straße 222 . 35394 Gießen Telefon 0641 79798-0 Telefax 0641 79798-101 Mobil 0160 7059004 E-Mail [email protected] Leitung Martina Ertel Geschäftsführung Geschäftsführung Bereich Organisations entwicklung Ursel Seifert Telefon 06404 804-239 . Telefax 06404 804-244 Mobil 0160 7059040 E-Mail [email protected] Geschäftsführung Bereich Finanzen Eberhard Emrich Telefon 06404 804-224 . Telefax 06404 804-244 Mobil 0160 7059035 E-Mail [email protected] Geschäftsführung Bereich Personal Udo Schöps Telefon 06404 804-215 . Telefax 06404 804-245 Mobil 0160 7059036 E-Mail [email protected] Zentrale Verwaltung Grüninger Weg 29 . 35415 Pohlheim-Garbenteich Telefon 06404 804-0 . Telefax 06404 804-244 E-Mail [email protected] Geschäftsstelle / Sekretariat Florenzia Völzing Telefon 06404 804-255 . Telefax 06404 804-244 E-Mail [email protected] Susanne Kemper Telefon 06404 804-241 . Telefax 06404 804-244 E-Mail [email protected] Heike Yock Telefon 06404 804-240 . Telefax 06404 804-244 E-Mail [email protected] Iris Damm Uhlandstraße 14 . 35447 Reiskirchen privat 06408 64697 E-Mail [email protected] Alfred Grummbt Rheinfelser Straße 6 . 35398 Gießen-Lützellinden privat 06403 74745 . dienstlich 0641 97509-21 Telefax 0641 97509-20 E-Mail [email protected] Andrea Kreuder Von-Bibra-Straße 26 . 35305 Grünberg privat 06401 3237 . E-Mail [email protected] Simone Kreuter Am Steinkreuz 5 . 35435 Wettenberg privat 0641 8772634 E-Mail [email protected] Familienunterstützender Dienst (FuD) Schöne Aussicht 1 . 35396 Gießen Telefon 0641 96625-0 Telefax 0641 96625-101 Mobil 0160 7059042 (C. Kröll) Mobil 0160 7090753 (S. Geier) E-Mail [email protected] Leitung Christa Kröll, Sabine Geier Beratungsstelle für Menschen mit Behinderung Familien-, Erziehungs-, Lebensberatung und Krisenintervention Aulweg 66 . 35392 Gießen Telefon 0641 25090-599 Telefax 0641 25090-598 E-Mail [email protected] Leitung Romana Zutautas RZ_7_MA_Nov12_Kaleidoskop_Dienste_Miteinander 01.11.12 17:32 Seite 29 Freizeitpädagogischer Dienst Michael Laatsch Grüninger Weg 26 . 35415 Pohlheim-Garbenteich Telefon 06404 804-120 Telefax 06404 804-104 Mobil 0151 16204894 E-Mail [email protected] JuLe, Junge Lebenshilfe Gießen Grüninger Weg 29 . 35415 Pohlheim-Garbenteich Mobil 0160 94417603 Mo – Fr: 8.00 – 16.00 Uhr Schatzkiste (Partnervermittlung für Menschen mit Behinderung) Susanne Wendel Siemensstraße 6 . 35394 Gießen Telefon 0641 9721055-280 Telefax 0641 9721055-144 E-Mail [email protected] Spielen & Lernen Bereichsleitung Kindertagesstätten Ina Maag Grüninger Weg 29 . 35415 Pohlheim-Garbenteich Telefon 06404 804-282 Telefax 06404 804-247 Mobil 0160 7059033 E-Mail [email protected] Sekretariat Frau Mayer Telefon 06404 804-281 Kindertagesstätte Helen Keller Ringallee 64 . 35390 Gießen Telefon 0641 34711 Telefax 0641 33556 Mobil 0151 54439682 E-Mail [email protected] Leitung Larissa Zeinert Kindertagesstätte Anne Frank Goethestraße 31 . 35447 Reiskirchen Telefon 06408 660711 Telefax 06408 660436 Mobil 0160 7059034 E-Mail [email protected] Leitung Dr. Rebecca Neuburger-Hees Kindertagesstätte Lich-Eberstadt Römerstraße 2 . 35423 Lich-Eberstadt Telefon 06004 1755 Telefax 06004 914431 Mobil 0160 7059009 E-Mail [email protected] Leitung Dorothea Welter Kindergarten Nieder-Bessingen (Kita gGmbH) Erlesbergstraße 12 . 35423 Lich / Nieder-Bessingen Telefon 06404 2341 Telefax 06404 6680684 Mobil 0160 7059009 E-Mail kiga-nieder-bessingen@ lebenshilfe-kindertagesstaetten.de Leitung Dorothea Welter Kindertagesstätte Watzenborn (Kita gGmbH) Germaniastraße 1 . 35415 Pohlheim-Watzenborn Telefon 06403 1202 Telefax 06403 9692226 E-Mail kita-watzenborn@ lebenshilfe-kindertagesstaetten.de Leitung Ursula Schachl 84 . miteinander . November 2012 . Kindertagesstätte Außenstelle Garbenteich (Kita gGmbH) Fröbelstraße 4 . 35415 Pohlheim-Garbenteich Telefon & Telefax 06404 69689-50 Leitung Ursula Schachl Schülerbetreuung Garbenteich (Kita gGmbH) Fröbelstraße 4 . 35415 Pohlheim-Garbenteich Telefon & Telefax 06404 69689-50 Leitung Ursula Schachl Schülerbetreuung »Rappelkiste« Reiskirchen Meisenweg 4 . 35447 Reiskirchen Telefon 06408 568924 Leitung Dr. Rebecca Neuburger-Hees Sophie-Scholl-Schulen gGmbH Grüninger Weg 29 . 35415 Pohlheim-Garbenteich Telefon 06404 804-240 Telefax 06404 804-244 Leitung N.N. Primarstufe Sophie-Scholl-Schule Wetterau Frankfurter Straße 103 . 61231 Bad Nauheim Telefon 06032 804086-0 Telefax 06032 804086-111 E-Mail [email protected] Leitung Marion Deysenroth Primarstufe Sophie-Scholl-Schule Gießen Grünberger Straße 222 . 35394 Gießen Telefon 0641 94430-0 Telefax 0641 94430-10 E-Mail [email protected] Leitung Ralph Schüller Sekundarstufe Sophie-Scholl-Schule Gießen Rooseveltstraße 7– 9 . 35394 Gießen Telefon 0641 4801077-0 Telefax 0641 4801077-104 E-Mail [email protected] Leitung Michael Plappert LEO die Schreibwerkstatt von proLiberi Mittelhessen gGmbH Grünberger Straße 222 . 35394 Gießen Telefon 0641 73976 Telefax 0641 74972 E-Mail [email protected] Katrin Arbeiter Agentur für angepasste Arbeit Bereichsleitung Berufliche Rehabilitation Burkhard Stertmann Grüninger Weg 29 . 35415 Pohlheim-Garbenteich Telefon 06404 804-226 Telefax 06404 804-247 Mobil 0151 54439691 E-Mail [email protected] Tagesförderstätten Pohlheim / Kleinlinden und Lollar Grüninger Weg 26 . 35415 Pohlheim-Garbenteich Telefon 06404 804-0 Telefax 06404 804-104 Mobil 0151 16204895 E-Mail [email protected] Leitung Karin Reuther Einrichtungen und Dienste der Lebenshilfe Gießen DIA-AM von proLiberi Mittelhessen gGmbH Heegstrauchweg 68 . 35394 Gießen Telefon 0641 3012013-150 Telefax 0641 3012013-255 E-Mail [email protected] Katrin Arbeiter, Kristin Gogala-Newrly, Simona Hauff Kompetenzzentrum berufliche Bildung Berufsbildungsbereich Siemensstraße 6 . 35394 Gießen Telefon 0641 9721055-0 Telefax 0641 9721055-144 E-Mail [email protected] Leitung Thomas Bauer Limeswerkstatt Pohlheim-Garbenteich Grüninger Weg 26 . 35415 Pohlheim-Garbenteich Telefon 06404 804-0 Telefax 06404 804-104 Mobil 0160 7059044 E-Mail [email protected] Leitung Christian Schneider Werkstatt Lollar Rothweg 2 . 35457 Lollar Telefon 06406 806-0 Telefax 06406 806-20 Mobil 0151 16129418 E-Mail [email protected] Leitung Günter Mahn Biolandhof Grüner Weg 9 . 35418 Buseck-Großen-Buseck Telefon 06408 92167 Telefax 06408 92169 E-Mail [email protected] Leitung Petra Mertens Integ-Mechanik Siemensstraße 8a . 35447 Reiskirchen Telefon 06408 504517-0 Telefax 06408 504517-44 Mobil 0160 7059048 E-Mail [email protected] Leitung Jörg Langschied Reha-Mitte Erdkauter Weg 13 . 35394 Gießen Telefon 0641 97509-0 Telefax 0641 97509-20 Mobil 0160 7059049 E-Mail [email protected] Leitung Sebastian Ziegler Integrationsbetreuung (IB) Talstraße 16 . 35394 Gießen Postadresse Schiffenberger Weg 61 35394 Gießen Telefon 0641 9718403 E-Mail [email protected] Reha-West Robert-Bosch-Straße 6 . 35398 Gießen Telefon 0641 4801588-0 Telefax 0641 4801588-20 E-Mail [email protected] Leitung Stefan Bolz LiLo Die gute Küche für Schulen, Kindergärten & Betriebe, Partyservice, Catering & Geschirrverleih Telefon 06404 804-500 Küche Limeswerkstatt 06404 804-135 Küche Werkstatt Lollar 06406 806-21 Mobil 0151 15108283 E-Mail [email protected] Leitung Swen Groß RZ_7_MA_Nov12_Kaleidoskop_Dienste_Miteinander 01.11.12 17:32 Seite 30 Arbeiten im Verbund (AiV) Petra Emin, Ruth Vesper Grüninger Weg 26 . 35415 Pohlheim-Garbenteich Telefon 06404 804-170 Telefax 06404 804-104 Petra Emin Mobil 0151 16204887 Ruth Vesper Mobil 0151 16204889 E-Mail [email protected] E-Mail [email protected] Fachdienst Berufliche Integration (FBI) Petra Emin Grüninger Weg 26 . 35415 Pohlheim-Garbenteich Telefon 06404 804-170 Telefax 06404 804-104 Mobil 0151 16204887 E-Mail [email protected] Barbara Domagala Erdkauter Weg 13 . 35394 Gießen Telefon 0641 97509-31 Telefax 0641 97509-20 Betriebsintegrierte Beschäftigungsplätze (BIB) Annette Geldmacher Robert-Bosch-Straße 6 . 35398 Gießen Telefon 0641 4801588-12 Mobil 0151 54439696 E-Mail [email protected] MAASarbeit Projekt zur beruflichen Integration von Menschen mit hochfunktionalem Autismus /Asperger-Syndrom Siemensstraße 6 . 35394 Gießen Telefon 0641 9721055-200 Telefax 0641 9721055-144 Swetlana Nowakowski Mobil 0151 55042687 Ina Blodig Mobil 0151 55042688 E-Mail [email protected] E-Mail [email protected] Sprechstunden jeden Mittwoch von 9.00 bis 11.00 Uhr oder nach telefonischer Vereinbarung Förderverein für seelische Gesundheit e.V. Betreutes Wohnen – Integrationsfachdienst – Unterstützte Beschäftigung Ludwigstraße 14 . 35390 Gießen Telefon 0641 97576-25 Telefax 0641 97576-51 Mobil 0177 7051591 E-Mail [email protected] Leitung Martin Schmidt PROSA (Projekt schreibender autistischer Menschen) Heegstrauchweg 68 . 35394 Gießen Telefon 0641 3012013-250 Telefax 0641 3012013-255 E-Mail [email protected] Leitung Danja Moldenhauer, Ursula Güthoff ATELIER 23 Klaus Lang, Andrea Lührig Moltkestraße 5 . 35440 Linden Telefon 06403 7740866 Telefax 06403 7741354 E-Mail [email protected] Wohnen Bereichsleitung Wohnen Christine Hasenauer Grüninger Weg 29 . 35415 Pohlheim-Garbenteich Telefon 06404 804-285 (Sekretariat) Telefax 06404 804-247 Mobil 0160 7059002 E-Mail [email protected] Wohnstätten Haus Eichenweg 3 . 35463 Fernwald-Albach Telefon 06404 65544 Telefax 06404 666562 Mobil 0151 54439690 E-Mail [email protected] Leitung Thomas Heeb E-Mail [email protected] Haus Grenzweg 6 . 35415 Pohlheim-Garbenteich Telefon 06404 63157 Telefax 06404 668763 E-Mail garbenteich@ wohnstaetten-lebenshilfe-giessen.de Leitung Sabine Schroff Haus Grüninger Weg 29 a . 35415 PohlheimGarbenteich Leitung Jan Hillgärtner Telefon 06404 804-400 Telefax 06404 804-444 E-Mail [email protected] Gruppe 1 Telefon 06404 804-410 E-Mail [email protected] Gruppe 2 Telefon 06404 804-420 E-Mail [email protected] Gruppe 3 Telefon 06404 804-430 E-Mail [email protected] Haus Kiesweg 27 . 35396 Gießen-Wieseck Telefon 0641 51251 Telefax 0641 5591324 E-Mail kiesweg@ wohnstaetten-lebenshilfe-giessen.de Leitung Thorsten Sohn Haus Am Wingert 5 . 35428 Langgöns Telefon 06403 72900 Telefax 06403 76196 E-Mail langgoens@ wohnstaetten-lebenshilfe-giessen.de Leitung Thomas Etzel-Euler Haus Fichtenweg 2 . 35423 Lich Telefon 06404 697816 Telefax 06404 697865 Mobil 0151 54439690 E-Mail [email protected] Leitung Thomas Heeb E-Mail [email protected] Haus Weinbergstraße 37 . 35440 Linden Großen-Linden Telefon 06403 4294 Telefax 06403 779763 E-Mail linden@ wohnstaetten-lebenshilfe-giessen.de Leitung Steffen Pfeifer Haus Burgackerweg 39 . 35460 Staufenberg Telefon 06406 1241 Telefax 06406 909760 E-Mail staufenberg@ wohnstaetten-lebenshilfe-giessen.de Leitung Sophia Mkheidze Haus Weimarer Straße 3 . 35415 PohlheimWatzenborn Telefon 06403 69269 Telefax 06403 969953 E-Mail watzenborn@ wohnstaetten-lebenshilfe-giessen.de Leitung Peter Haider Autisten-WG Aulweg 66 . 35392 Gießen Telefon 0641 25090-130 Mobil 0151 16129412 E-Mail [email protected] Leitung Thomas Kühne E-Mail [email protected] Unterstütztes Wohnen Grüninger Weg 29 . 35415 Pohlheim-Garbenteich Telefon 06404 804-290 Telefax 06404 804-247 Mobil 0160 7059010 E-Mail [email protected] Leitung Klaus Bergner Teambüro Grüninger Weg 23 . 35415 Pohlheim-Garbenteich Telefon 06404 804-291 Telefax 06404 804-289 Zweigbüro Gießen Ludwigstraße 7 . 35390 Gießen Telefon 0641 9718271 Telefax 0641 9718273 Zentrale Serviceleistungen Qualitätsmanagement (QM) und Datenschutz Gerhard Pracht Siemensstraße 6 . 35394 Gießen Telefon 0641 9721055-410 Telefax 0641 9721055-144 Mobil 0151 55042671 E-Mail [email protected] Arbeitssicherheit Klaus Jurke Erdkauter Weg 13 . 35394 Gießen Telefon 0641 97509-470 Telefax 0641 97509-20 Mobil 0151 16204892 E-Mail [email protected] Facility-Management Grüninger Weg 29 . 35415 Pohlheim-Garbenteich Telefon 06404 804-296 Telefax 06404 804-246 Mobil 0160 94661401 E-Mail [email protected] Leitung René Neutzner IT-Service Grüninger Weg 29 . 35415 Pohlheim-Garbenteich Hotline 06404 804-266 Telefax 06404 804-246 E-Mail [email protected] Dirk Schneider Mobil 0160 7059047 Marlon Diaz Mobil 0151 54439700 Sebastian Schlapp Mobil 0151 15108288 Leitung Dirk Schneider Telefon 06404 804-260 Einrichtungen und Dienste der Lebenshilfe Gießen . miteinander . November 2012 . 85 RZ_7_MA_Nov12_Kaleidoskop_Dienste_Miteinander 01.11.12 17:32 Seite 31 Marketing / Öffentlichkeitsarbeit Siemensstraße 6 . 35394 Gießen Telefon 0641 9721055-400 Telefax 0641 9721055-144 Reinhard Schade Mobil 0160 7059039 Tina Gorschlüter Mobil 0151 16204885 E-Mail [email protected] E-Mail [email protected] Leitung Reinhard Schade Projekt »Tatendrang« Anja Böhme Freiwilligenkoordination Grüninger Weg 29 . 35415 Pohlheim-Garbenteich Telefon 06404 804-253 Telefax 06404 804-246 Mobil 0151 55042690 E-Mail [email protected] Betriebsrat & Werkstattrat Betriebsrat Herwig Selzer Erdkauter Weg 13 . 35394 Gießen Telefon 0641 97509-28 Telefax 0641 97509-27 E-Mail [email protected] Sprecherin des Wohnstättenbeirates Simone Daubertshäuser Wohnstätte Watzenborn . Weimarer Straße 3 35415 Pohlheim Telefon 06403 69269 Gesamtsprecherin der Werkstätten Frau Sahar Lahdo (Vorsitzende) Limeswerkstatt Grüninger Weg 26 . 35415 Pohlheim Telefon 06404 804-0 Elternbeiräte Kindertagesstätten Friederike Heath (Vorsitzende) Am Scheid 2 . 35447 Reiskirchen Telefon 06408 503355 E-Mail [email protected] Impressum Sophie-Scholl-Schulen Anja Braschoß (Vorsitzende) Schlangenzahl 75 . 35392 Gießen Mobil 0173 3458133 E-Mail [email protected] Werkstätten Roswitha Heller (Vorsitzende) Am Gallichten 29 . 35398 Gießen-Allendorf Telefon 06403 5566 Mobil 0171 3503119 E-Mail [email protected] Tagesförderstätten Wilfried Rauscher Aulweg 3 . 35392 Gießen Telefon 0641 71252 Mobil 0170 3116701 Wohnstätten Karlheinz Metz (Vorsitzender) Hölderlinstraße 12 . 35415 Pohlheim Telefon 06403 62038 Tochtergesellschaften der Lebenshilfe Gießen proLiberi Mittelhessen gGmbH Sitz Grüninger Weg 29 . 35415 PohlheimGarbenteich Telefon 06404 804-239 Mobil 0160 7059040 Geschäftsführerin Ursel Seifert Lebenshilfe Kindertagesstätten gGmbH Grüninger Weg 29 . 35415 Pohlheim-Garbenteich Telefon 06404 804-282 Telefax 06404 804-247 Mobil 0160 7059033 E-Mail [email protected] Geschäftsführerin Ina Maag proCasa Grüninger Weg 29 . 35415 Pohlheim-Garbenteich Telefon 06404 804-215 Telefax 06404 804-245 E-Mail [email protected] Geschäftsführer Udo Schöps ProWerk gGmbH Grüninger Weg 29 . 35415 Pohheim-Garbenteich Telefon 06404 804-0 Telefax 06404 804-247 Geschäftsführer Burkhard Stertmann Lebenshilfe Wetterau gGmbH Hauptstraße 29 . 61169 Friedberg Telefon 06031 68456-0 Telefax 06031 68456-199 E-Mail [email protected] Geschäftsführer Magnus Schneider Stiftung Lebenshilfe Gießen Sitz: Grüninger Weg 29 . 35415 PohlheimGarbenteich Telefon 06404 804-0 Telefax 06404 804-244 Vorsitzende Maren Müller-Erichsen Kooperationen Deutsch-Israelischer Verein Grüninger Weg 29 . 35415 Pohlheim-Garbenteich Telefon 06404 804-0 Telefax 06404 804-244 E-Mail [email protected] Vorsitzende Maren Müller-Erichsen Projekt InDiPro Heegstrauchweg 68 . 35394 Gießen Telefon 0641 30190-128 Telefax 0641 30190-127 E-Mail [email protected] Regina Eccher, Andrea Pahlich Behindertenbeauftragte der Stadt Gießen Christine Becker Information, Koordination, Ermutigung Berliner Platz 1 . 35390 Gießen Telefon 0641 306-1828 E-Mail [email protected] Sprechstunden: jeden 1. & 3. Donnerstag im Monat von 14.00 bis 16.00 Uhr oder nach telefonischer Vereinbarung Behindertenbeauftragter Landkreis Gießen Sören Schmidt An der Automeile 3 . 35394 Gießen Telefon 0641 9390-9206 (mittwochs–freitags) E-Mail [email protected] Evangelisches Dekanat Gießen Tagesstätte für ältere Menschen mit Behinderung Südanlage 13 . 35390 Gießen Telefon 0641 97269570 Telefax 0641 97269573 Pfarrer Armin Gissel E-Mail [email protected] Herausgeber Gestaltung Kontakt Lebenshilfe für Menschen mit Behinderung Kreisvereinigung Gießen e.V. Grüninger Weg 29 35415 Pohlheim-Garbenteich Telefon 06404 804-0 Telefax 06404 804-244 [email protected]. www.lebenshilfe-giessen.de Weigand Design und Kommunikation GmbH, Frankfurt am Main www.weigand-design.de Lebenshilfe für Menschen mit Behinderung Kreisvereinigung Gießen e.V. Grüninger Weg 29 35415 Pohlheim-Garbenteich Telefon 06404 804-0 Telefax 06404 804-244 [email protected] www.lebenshilfe-giessen.de Redaktion M. Müller-Erichsen (v.i.S.d.P.), U. Seifert, C. Hasenauer, M. Ertel, F. Völzing, R. Heller, A. Grummbt, B. Stertmann (Die Redaktion behält sich vor, Artikel zu kürzen.) Anzeigenkoordination Susann Balser-Hahn . Telefon 06404 950976 [email protected] Druck Druckkollektiv, Gießen . Telefon 0641 984960 www.Druckkollektiv.de Unsere Bankverbindungen 4000 Exemplare Sparkasse Gießen BLZ 513 500 25 . Kontonummer 200512021 Volksbank Mittelhessen BLZ 513 900 00 . Kontonummer 2590000 Erscheinungsweise © 2012 Auflage halbjährlich Die Bildnachweise befinden sich auf Seite 2. RZ_7_MA_Nov12_Kaleidoskop_Dienste_Miteinander 01.11.12 17:32 Seite 32 Werden Sie Mitglied bei uns! Ich möchte Mitglied bei der Lebenshilfe für Menschen mit Behinderung Kreisvereinigung Gießen e.V. werden. Beginn der Mitgliedschaft Monat / Jahr Persönliche Daten Name, Vorname Beruf Straße PLZ, Wohnort E-Mail Telefon m w Geburtsdatum Staatsangehörigkeit Meine Verbindung zur Lebenshilfe Anmeldung für behinderte Mitarbeiter / innen unserer Einrichtung – bitte zusätzlich ausfüllen. Betroffener Eltern / direkter Angehöriger Förderer Firma / Verband Geschlecht Meine Verbindung zur Lebenshilfe Ich arbeite in der / auf einem Mit welcher Einrichtung der Lebenshilfe Gießen fühlen Sie sich besonders verbunden und aus welchem Grund? Limeswerkstatt Werkstatt Lollar Reha-Mitte Reha-West Integ-Mechanik Außenarbeitsplatz Zahlungsweise & Beitrag Ich bevollmächtige die Lebenshilfe Gießen zum Einzug des Beitrages in Höhe von Zahlungsweise & Beitrag Ich bevollmächtige die Lebenshilfe Gießen zum Einzug des Beitrages in Höhe von 5,00 Euro monatlich 10,00 Euro monatlich 10,00 Euro jährlich 12,00 Euro monatlich anderer Betrag Euro monatlich 40,00 Euro (Mindestbeitrag) jährlich Gemäß Beschluss der Mitgliederversammlung beträgt der Mitgliedsbeitrag mindestens 40,00 Euro jährlich. Die Abbuchung erfolgt vierteljährlich Ort, Datum halbjährlich jährlich Bankverbindung Bank / Sparkasse / Postbank BLZ Kontoinhaber (Name, Vorname) Kontonummer Ort, Datum Unterschrift Lebenshilfe für Menschen mit Behinderung Kreisvereinigung Gießen e.V. Grüninger Weg 29 . Telefon 06404 804-0 35415 Pohlheim-Garbenteich . Telefax 06404 804-244 . E-Mail [email protected] Unterschrift Mitarbeiter / in Unterschrift gesetzliche / r Betreuer / in RZ_MA_Nov12_Anzeigen_Miteinander 01.11.12 17:51 Seite 9 Ruhepol Das Elementare berührt die Sinne – USM Möbelbausysteme harmonieren mit zeitgenössischem Lebensstil. Fragen Sie nach detaillierten Unterlagen beim autorisierten Fachhandel. Knorz Bürosysteme GmbH Siegmund-Hiepe Straße 43, 35578 Wetzlar Tel. 06441-92 98 0,Fax 06441-92 98 28 [email protected], www.knorz.de