Süddeutsche Bodencreditbank Süddeutsche

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Süddeutsche Bodencreditbank Süddeutsche
Hütte AG; beide Werke wurden in Verbindung mit der Fabrik in
Wernigerode bedeutend erweitert. Anfang 1929 wegen der
Weltwirtschaftskrise in Konkurs gegangen. 1930 gründeten die
Mitarbeiter mit Unterstützung der öffentlichen Hand (Braunschweigische Staatsbank, heute NORD/LB) zur Erhaltung der
Arbeitsplätze im strukturschwachen Oberharz eine gleichnamige Auffanggesellschaft.
deutsche Holz-Industrie, danach Stuhlfabrik Gossentin AG. Herstellung von Stühlen, Parkett sowie Holzverarbeitung. 1941
wurde die Satzung neu gefaßt.
Los 1438
Schätzwert 30-60 €
Terra keramische Fabrik AG
Turn-Teplitz, Aktie 1.000 RM Okt. 1940
(Auflage 150, R 5) UNC-EF
Los 1434
Schätzwert 20-60 €
Süddeutsche Bodencreditbank
München, Aktie 1.000 RM Okt. 1934
(Auflage 4500, R 4) EF
Die Aktie stammt aus der Kapitalumstellung auf
100.000 RM und gleichzeitiger Erhöhung um
50.000 RM auf 150.000 RM. Faksimilesignatur
Jakob Ekkenga aus Emden als Aufsichtsratspräsident.
Nr. 1440
Das Unternehmen entstand 1925 durch Umwandlung einer
gleichnamigen GmbH in eine AG. Erzeugt wurden Teller, Schüsseln, Kaffee- und Service sowie sonstige Gebrauchsgeschirr
aus Steingut.
Gründung 1871, fusionierte 1934 mit der Mitteldeutsche Bodenkredit-Anstalt in Greiz und 1937 mit der Bayerische Bodencredit-Anstalt in Würzburg. Großaktionär war die HypoVereinsbank. 2001 mit der Bayerischen Handelsbank und der
Nürnberger Hypothekenbank zur Hypo Real Estate Bank fusioniert, anschließend wurden die Aktien an die Aktionäre der HypoVereinsbank ausgekehrt. Nachdem sich der Kurs zwischenzeitlich verdoppelt hatte, wurde die HRE in der Finanzkrise ab
2008 der größte Sanierungsfall der deutschen Finanzgeschichte und überlebte nur dank zig Milliarden Geld vom SOFFIN-Rettungsfonds, nachdem der Staat zwangsweise Alleinaktionär geworden war.
Der Stadtbahnhof Charlottenburg im Fachwerkstil um 1905
Los 1439
Gegründet 1922 zur Übernahme einer bereits bestehenden
Baumwoll-Spinnerei mit 40.000 Spindeln nebst angeschlossener Zwirnerei und Färberei. Hergestellt wurden mit knapp 700
Beschäftigten Baumwollgarne, Imitat- und Mungo-Garne. Als
Gegenleistung für die Umstellung der Spinnerei auf elektrischen Antrieb wurde im Rahmen einer Kapitalerhöhung 1923
der Elektrotechnischen Fabrik Rheydt Max Schorch & Co. AG
eine Beteiligung eingeräumt, zugleich wurden die Aktien an der
Berliner Börse eingeführt. 1929 in Konkurs gegangen.
Schätzwert 50-125 €
Terrain-AG Hohenzollernkanal
Berlin, Aktie 1.000 Mark 20.12.1923
(Auflage 9000, R 5) UNC-EF
Los 1435
Schätzwert 30-75 €
Gründung 1905 als Terrain AG am Grossschiffahrtweg BerlinStettin, ab 1914 wie oben. Grundstückerwerb von über 130
Hektar entlang des Hohenzollernkanals im Raum Birkenwerder.
Parzellen für industrielle Gewerbeflächen (bestens erschlossen
durch den Kanal und Gleisanschlüsse) und als Wohnbebauungsflächen. Außerdem Besitz mehrerer Ziegeleien und Kiesgruben.
Süddeutsche Holzwirtschaftsbank AG
München, Aktie 100 RM 1.6.1927
(Auflage 4000, R 4) EF
Gründung 1923 zwecks Betrieb aller bankmäßigen Geschäfte,
insbesondere für die Kreise der Waldbesitzer, des Holzhandels
und der Sägewerksbesitzer. An dem Unternehmen waren sämtliche staatlichen Forstverwaltungen von Süddeutschland beteiligt, ferner u.a. die Bayerische Staatsbank und das Bankhaus
Merck, Finck & Co.
Los 1440
Schätzwert 700-900 €
Terraingesellschaft
Stadtbahnhof Charlottenburg
Charlottenburg, Namens-Actie 5.000
Mark 7.1.1893. Gründeraktie (Auflage
400, R 9), ausgestellt auf den Bankier
Sigismund Born in Berlin EF
Schätzwert 30-75 €
Tabbertwerke AG Mörtelwerke,
Kies- und Sandgruben
Berlin, Aktie 1.000 RM 4.6.1934.
Gründeraktie (Auflage 400, R 5) EF
Gründung 1924. Herstellung und Vertrieb von Baumaterialien
aller Art. 1950 Berliner Wertpapierbereinigung, ab 1954 GmbH.
Los 1437
Schätzwert 150-200 €
Tanner Hütte Eisengußwaren-AG
Tanne im Harz, Namensaktie 200 RM
1.5.1930 (Auflage 210, R 9) EF-VF
Nur 2 Stück lagen im Reichsbankschatz.
Bereits seit 1835 war die Hütte in Betrieb, 1873 Umwandlung
in eine AG. Mit 140 Arbeitern Herstellung von Eisengußwaren,
Achsenfabrikation, Vernickelungsarbeiten und Emaillierwerk.
1922 Verkauf des Werkes an die Rheinisch-Westfälischen
Gusswerke Eberhardt & Co. in Köln, die für jede 150-Mark-Aktie 8.610 M zahlten. Zugleich übernahm Eberhardt die mit der
Tanner Hütte in Interessengemeinschaft stehende Wiedaer
1882 wurde die Linie der Berliner Stadteisenbahn eröffnet, die erste Viadukt-Bahn in Europa auf 731 gemauerten Viadukten vom
Ostbahnhof bis zum Stadtbahnhof Charlottenburg, letzterer damals
ein ländlicher Fachwerkbau einsam in der Feldmark. Schon Jahre
zurück liegende Bahnbau- und Bebauungspläne der Deutschen Eisenbahn-Gesellschaft (DEG), die hier viele Terrains aufgekauft hatte, waren stets am Widerstand der Ministerialbürokratie gescheitert.
Im Wege von Zwangsversteigerungen nach dem Gründerkrach waren die Grundstücke hier stark im Wert zurückgegangen, doch der
Geheime Baurath und Architekt August Orth, der Förderer der
Stadtbahn, sah hier am Stadtbahnhof den höchsten Wert aller Terrains in Charlottenburg voraus. Die Königliche Seehandlungs-Societät erwarb sämtliche Grundstücke der DEG um den Bahnhof
Charlottenburg nach deren Konkurs im Nov, 1882 im Wege der
Zwangsversteigerung. 1887 verkaufte sie die Grundstücke an den
Spekulanten Treichel weiter, der sie schon Anfang 1888 an das
Bankhaus Born & Busse weiterreichte. Zu der Zeit hielten auf dem
Fernbahnhof Charlottenburg täglich schon 114 fahrplanmäßige Züge. 1890 wurde der Bahnhofsvorplatz “Stuttgarter Platz” getauft.
Nachdem sich 1892 die Stadt Charlottenburg mit dem EisenbahnFiskus wegen der Grundstücksregulierungen geeinigt hatte, ging
die städtebauliche Entwicklung um den Stuttgarter Platz Schlag auf
Schlag. Das Rennen um das Bauland machte der ehrgeizige junge
Bauunternehmer Alfred Schrobsdorff (aus verarmtem brandenburgischem Landadel stammend, später der “Baukönig von Charlottenburg” genannt), der mit seiner “Terraingesellschaft Stadtbahnhof
Charlottenburg” vom Bankier Sigmund Born den Block 236 in Gänze erwarb. Dieser wurde in 25 Parzellen aufgeteilt, gegen den Uhrzeigersinn laufend von der Kaiser-Friedrich-Straße 54 a (Parzelle 1)
zum Stuttgarter Platz 14 (Parzelle 25). Nach wenigen Jahren waren
die Parzellen gewinnbringend veräußert, bereits Anfang 1900 trat
die AG in Liquidation. Insgesamt über 168 % des Nennwertes
konnte die AG bis zur letzten Rate 1903 an Rückzahlungen leisten.
Schätzwert 400-500 €
Textil-Industrie Niederrhein AG
Los 1441
Mit Originalunterschriften für den Aufsichtsrat Justizrat Max Winterfeld (Geschäftsinhaber der Berliner Handels-Gesellschaft) und für den Vorstand
Alfred Schrobsdorff (“Baukönig von Charlottenburg”) sowie H. Sinell. Interessanter, zuvor völlig
unbekannt gewesener Berliner Terrain-Wert.
Los 1436
Los 1443
Schätzwert 50-125 €
Teutonia Misburger
Portland-Cementwerk
Hannover, Aktie 100 RM Sept. 1941
(Auflage 260, R 5) EF
Gründung 1897 durch Berthold Lange und Gerhard Bolze (die
Familie Lange hielt die Aktienmehrheit über ein Jahrhundert
lang bis zur Übernahme durch die Heidelberger Cement). Das
Ende 1898 in Produktion gegangene Werk in Hannover-Anderten wurde 1908 durch ein riesiges Schadenfeuer fast völlig eingeäschert und dann wiederaufgebaut. 1932 Beteiligung bei der
Misburger Hafengesellschaft mbH und indirekt bei der Portlandzementwerk Siegfried-Salzderhelden AG in Vogelbeck bei Einbeck. 1945 wurde das Werk durch Fliegerangriffe erneut zu 2/3
zerstört, 1948 mit alliierter Genehmigung Wiederaufnahme der
Zementherstellung. Ab 1953 Inbetriebnahme eines neuen Hafens in Misburg für die Löschung von Kohle und Schlacke für die
Produktion sowie für die Verladung von losem und gesacktem
Zement. 1962 mit einem Konsortium Erwerb der Aktienmehrheit der benachbarten Portland-Cement-Fabrik Germania. 1968
Beteiligung an der Elm-Kalk- und Zementwerke J. Schnuch KG
in Cremlingen bei Braunschweig. 1988 mehrheitliche Übernahme der Hannoversche Portland-Cementfabrik AG, die anschließend stillgelegt und aufgelöst wurde. Im Jahr 2008 squeeze-out
der Kleinaktionäre der bis dahin in Hannover börsennotierten
AG, nachdem die Heidelberger Cement von der Familie Lange
2004 die Aktienmehrheit erworben hatte.
Los 1442
M.-Gladbach, VZ-Aktie 10.000 Mark
7.4.1923 (Auflage nur 100 Stück, R 10) VF
Kräftige Jugendstilumrahmung. Aktien dieser Ges.
waren zuvor unbekannt, von den VZ-Aktien wurden nur 3 Stück im Reichsbankschatz gefunden.
Los 1444
Schätzwert 300-375 €
Th. Flöther Maschinenbau AG
Gassen i. Lausitz, Aktie 1.000 Mark
28.10.1921 (Auflage 4400, R 10) VF
Herrliche der Architektur entlehnte Umrahmung
mit Ranken und Rosetten. Eine absolute Rarität, da
schon 1929 beim kpl. Aktienneudruck anscheinend nicht umgetauscht worden. Ältester bekannter Jahrgang dieser Ges., zuvor völlig unbekannt
gewesen. Nur 4 Stück lagen im Reichsbankschatz.
Gründung 1889 als Maschinenbau-Anstalt und Eisengiesserei vormals Th. Flöther zur Übernahme der schon seit 1856 bestehenden Fabriken von Th. Flöther in Gassen und Breslau nebst einem Anteil an der
Braunkohlengrube Antonie in Zilmsdorf bei Teuplitz N.-L. Fabrikation
industrieller, insbesondere landwirtschaftlicher Maschinen und Geräte,
Lokomobilen und Dampfdreschmaschinen. Als Opfer der Weltwirtschaftskrise 1931 in Vergleich und anschließend in Liquidation gegangen, letzter Großaktionär mit 25 % war die Schultheiss-Patzenhofer-Brauerei, Berlin. 1936 erwarb die 1933 gegründete „Neue Flöther
Landmaschinen AG“ die Anlagen und Grundstücke der Th. Flöther
Maschinenbau AG i.L. und produzierte dort weiter. 1939 ging der Fabrikationsbetrieb über auf die Firma Hermann Raussendorf, Abteilung
Flöther-Werk Gassen.1945 kam Gassen (das heutige Jasien) an Polen, und damit auch die Landmaschinenfabrik, die als “Fabryka Maszyn Budowlanych ZREMB” weitergeführt wurde. Einige Sammler hüten alte Flöther-Lokomobile, die noch heute funktionsfähig sind.
Schätzwert 50-100 €
Textil-Industrie Niederrhein AG
Mönchengladbach, Aktie 6.000 Mark
7.4.1923 (Auflage 4000, R 4) VF+
Kräftige Jugendstilumrahmung.
Nr. 1445
119
Gründung 1929 zwecks Fortführung der Firma Thüringer Mode- und Ausstattungshaus Richard Reibstein in Erfurt. Das
Stammhaus im Junkersand wurde bei den Bombenangriffen
am 20.7.1944 zerstört.
Nr. 1443
Los 1445
Nr. 1444
Schätzwert 75-125 €
Th. Flöther Maschinenbau AG
Gassen (Niederlausitz), Aktie 1.000 RM
25.6.1929 (kpl. Aktienneudruck, Auflage
3300, R 7) EF+
Los 1455
Schätzwert 50-125 €
Thüringer Wollgarnspinnerei AG
Langensalza, Aktie 1.000 Mark 1.7.1907
(Auflage 1120, R 3) EF-VF
Nr. 1448
Los 1452
Schätzwert 50-100 €
Theodor Teichgraeber AG
Berlin, Aktie 1.000 Mark 15.12.1921
(Auflage 9000, R 7) EF-VF
Los 1449
Los 1446
Schätzwert 300-375 €
Th. Flöther Maschinenbau AG
Gassen (Niederlausitz), VZ-Aktie 33 x 100
RM 25.6.1929 (Zwischenschein, R 12),
ausgestellt auf Herrn Rechtsanwalt
Walther Bernhard, Berlin VF
Schätzwert 50-125 €
Th. Goldschmidt AG
Essen, VZ-Aktie 1.000 Mark Mai 1921
(Auflage 5000, R 5) EF
Sehr schöner Art-Deko-Titel. Vorher nicht bekannt
gewesen.
Einzeln ausgedruckte VZ-Aktien wurden 1929
nicht ausgegeben, alle 1080 VZ-Aktien waren in
unterschiedlichen Stückelungen in Zwischenscheinen verbrieft. Maschinenschriftliche Ausführung mit Originalunterschrift. Unikat aus dem
Reichsbankschatz.
Los 1450
Schätzwert 30-60 €
Die Firma geht zurück auf Theodor Teichgräber, der das pharmazeutische Sortiment seiner Drogengroßhandlung bereits
1847 um fotografische Chemikalien zur Entwicklung von Collodiumplatten erweiterte. Bald wurden erste Gebinde mit Chemikalien und Trockenplatten für einen standardisierten Entwikklungsprozeß mit der Aufschrift TeTe auf den Markt gebracht.
Die späteren Firmeninhaber Fritz Landé, Erich Simon und Dr.
Benno Brahn ließen 1910 das Warenzeichen TETENAL für ein
Entwicklungskonzentrat eintragen, das nach 1925 zum Namensgeber der Firma wurde (heute ist die Tetenal AG & Co. KG
als Inbegriff fotochemischen Sachverstands in Norderstedt bei
Hamburg ansässig und hat ein über 100 Länder umspannendes
Vertriebsnetz). Die Firma Theodor Teichgräber wurde 1914 in eine AG umgewandelt und notierte ab 1923 an der Börse Berlin.
Neben Fabriken in Berlin S 59 (Camphausenstrasse/Hasenheide) und Oranienburg bestanden Vertriebsfilialen in Bremen,
Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, Königsberg, Leipzig und Memel.
Innerhalb eines Jahrzehnts wurde TeTe ein kleiner Konzern mit
den Tochtergesellschaften C. W. Barenthin GmbH in Berlin, C.
Berndt & Co. GmbH in Leipzig und Plauen, Chemische Fabrik
Dr. Heinrich König & Co. in Leipzig, Breslau und Hamburg sowie
Beteiligungen bei Grundstücks-Erwerbs- und Verwertungs-Gesellschaft Berlin-Tempelhof, Hasche & Co. KG in Hamburg, Germania-Erdöl AG in Leipzig, Moenania AG in Darmstadt und
Trockenplattenfabrik Kranseder & Cie. AG in München. Mit der
holländischen N.V. Zwanenberg-Gruppe bestand eine Interessengemeinschaft. Ende 1925 auftretende Zahlungsschwierigkeiten führten 1926 zum Konkurs. Das zu dieser Zeit bereits
mehr als 400 Artikel umfassende “Tetenal-Markensortiment für
den Berufs- und Amateurfotografen”, das kurz zuvor noch um
Röntgenplatten und -chemikalien im sich gerade entwickelnden
Markt der medizinischen Radiologie erweitert worden war, wurde in einer Auffanggesellschaft weitergeführt. 1962 brachte Tetenal das erste Produkt für die Druckvorstufe heraus, bis heute
neben Fotografie und Medizinbild das dritte Geschäftsfeld.
Gründung 1897 in Langensalza unter Übernahme der Spinnerei Clad & Co. Erzeugnisse: Hand- und Maschinenstrickgarne,
Webgarne, Haargarne. Übernommen wurden 1907 die Leipziger Strickgarnspinnerei und 1910 die Werdauer Strickgarnspinnerei, ferner Beteiligungen an der Gebr. Feistkorn AG in Gera und der Leipziger Wollkämmerei. 1913 Sitzverlegung nach
Leipzig, dort auch börsennotiert. Die durch Fliegerangriffe erheblich beschädigten Fabriken in Langensalza und Leipzig
wurden 1949 enteignet, deshalb 1950 Sitzverlegung nach
München, wo zuvor bereits in der Tegernseer Landstr. 142/144
eine Zweigniederlassung bestand. 1963/64 Zusammenschluß
mit der Kammgarnspinnerei Schongau Kunold & Co. KG und
Sitzverlegung nach Schongau (Obb.). Letzter Mehrheitsaktionär
war die Bayerische Hypotheken- und Wechsel-Bank; 1971 in
eine GmbH umgewandelt.
Los 1456
Schätzwert 20-50 €
Thüringer Wollgarnspinnerei AG
Leipzig, Aktie 1.000 RM Juli 1942
(Auflage 1200, R 4) UNC-EF
Theodor Etti AG
Wien, Aktie 100 RM Okt. 1942 (Auflage
300, R 5) EF
Los 1447
Schätzwert 40-80 €
Neue Flöther Landmaschinen AG
Gassen N.-L., Aktie 1.000 RM 1.7.1933.
Gründeraktie (Auflage 180, R 5) UNC
Gründung 1921 unter Mitwirkung des Wiener Bank-Vereins als
“Theodor Etti & W. Bergel AG” zur Übernahme der Firma Theodor Etti (Gemüsekonserven, Senf, Fruchtsäfte) und der Weingroßhandlung “Adria” W. Bergel. Neben der Fabrik im X. Bezirk
(Gudrunstr. 115) und der Weinkellerei im XIX. Bezirk besaß man
auch eine Sektkellerei in Klosterneuburg. 1939 in Theodor Etti
AG umbenannt. Beschäftigt wurden über 100 Mitarbeiter. In
Wien börsennotiert. Ende der 1950er Jahre aus den Börsenhandbüchern verschwunden.
Los 1457
Los 1453
Schätzwert 20-50 €
Thode’sche Papierfabrik AG
Los 1448
Hainsberg, Bez. Dresden, Aktie 100 RM
30.9.1938 (Auflage 10130, R 4) UNC-EF
Schätzwert 50-125 €
Th. Goldschmidt AG
Gründung 1836 durch C. Michael und G. F. Thode. 1856 erwarb die Leipziger Credit-Anstalt die Fabrik und wandelte das
Unternehmen in eine AG um. Mit zuletzt ca. 450 Mitarbeitern
und 4 Papiermaschinen sowie 4 Holzschleifern wurden in
Hainsberg (Dresdner Str. 36) Schreib- und Druckpapiere hergestellt. Börsennotiz Dresden/Leipzig. Nach 1945 enteignet.
Heute Papierfabrik Hainsberg GmbH.
Essen, Aktie Reihe C 1.000 Mark Mai
1912 (Auflage 1500, R 4) EF-VF
Gründung 1911. Die AG übernahm das schon seit 1847 unter
gleichem Namen bestehende Einzelunternehmen, das ursprünglich in Berlin für die Herstellung von Zinnfabrikaten für
die Kattundruckerei gegründet wurde. 1889-91 Verlegung nach
Essen sowie Neubau einer Zinnhütte und einer chemischen Fabrik. 1912 Erwerb des Zweigwerkes in Mannheim. 1921 Erwerb
der Chemischen Fabrik Buckau AG in Ammendorf/Saale (1937
verschmolzen), 1928 Übernahme der Fa. Neufeld & Kuhnke in
Kiel (heute Hagenuk). Das Werk Ammendorf, die Hallack GmbH
in Halle und die Sodafabrik Staßfurth GmbH wurden nach 1945
enteignet, so daß sich alles auf den Wiederaufbau des größtenteils zerstörten Werkes Essen konzentrierte. Bis zuletzt bleib die
Familie des Firmengründers stark beteiligt. Am Ende lieferten
sich die Rütgerswerke und die VIAG einen Übernahmekampf,
den die VIAG 1999 für sich entschied.
120
Los 1454
Los 1451
Schätzwert 50-100 €
Schätzwert 100-175 €
Tilsiter Actien-Brauerei
Schätzwert 50-100 €
Theodor Kirsch & Söhne AG
Thüringer Mode- und Ausstattungshaus Richard Reibstein AG
München, Aktie 1.000 RM 3.7.1935
(Auflage 1250, R 5) UNC-EF
Erfurt, Namensaktie 1.000 RM April 1936
(Auflage 600, R 4) EF
Gründung 1869, AG seit 1922. Betrieb von Säge- und Hobelwerken.
Ganz ungewöhnliche Randgestaltung.
Tilsit, Aktie 100 RM 18.12.1924 (Auflage
340, R 6) EF
Gründung 1871. Jährlicher Bierabsatz ca. 40.000 hl. Mit Dividenden bis zu 15 % hochrentabel. 1919 noch Angliederung der
Brauerei Louis Geiger in Tilsit. Börsennotiz Königsberg, später
Berlin. Großaktionär war der Stettiner Rückforth-Konzern.
Los 1458
Schätzwert 175-300 €
Tilsiter Actien-Brauerei
Tilsit, VZ-Aktie 1.000 RM Juni 1933
(Auflage nur 40 Stück, R 7) UNCDiese Ausgabe zuvor völlig unbekannt gewesen!
Mindestgebot: 80 %
vom unteren Schätzwert
Nr. 1458
Nr. 1463
Nr. 1460
Los 1469
Schätzwert 20-80 €
Tschoepelner Werke AG
Tschoepeln, Aktie 1.000 Mark Sept. 1920
(Auflage 4650, R 2) EF
Braunkohlenbergbau sowie Verarbeitung u. Verwertung aller
durch Abbau gewonnenen Produkte, Erzeugung, Abgabe u.
Verwertung elektr. Energie. Außerdem Herstellung von Ton sowie Betrieb von Land- u. Forstwirtschaft. 1928 wurden die Grubenfelder Huss und Hela in Quolsdorf erworben. Großaktionär
war die Osram GmbH. Nach dem Krieg nicht verlagert, Tschoepeln gehört heute zu Polen.
Los 1459
Schätzwert 100-175 €
Tonwarenfabrik Schwandorf
Los 1462
Schwandorf (Bayern), Aktie 1.000 RM Juli
1929 (Auflage 2250, R 7) EF
Transport-AG (vormals J. Hevecke)
Gegründet 1891 unter Übernahme der seit 1865 bestehenden
oHG gleichen Namens. Hergestellt wurden Porzellan-, Feuerton, Steinzeug-, Chamotte- und Steingutwaren. Es wurden Werke
in Schwandorf, Wiesau und Schwarzenfeld betrieben. Großaktionär (1943): Porzellanfabrik Kahla AG, Kahla (Thür.). 1954
wurde das Werk der Porzellanfabrik Kahla AG (Schönwald/Oberfranken) angeschlossen. Nach mehrmaligem Besitzerwechsel
schloss 1994 der letzte Keramikbetrieb auf dem Gelände der
ehemaligen Tonwarenfabrik Schwandorf seine Tore.
Schätzwert 30-75 €
Hamburg, Aktie 5.000 Mark April 1923
(Auflage 3300, R 4) EF-VF
Gründung 1827, AG seit 1889. Allgemeine Spedition und bahnamtliches Rollfuhrunternehmen. Zweigniederlassungen in Lübeck, Bremen und Stettin. Börsennotiz Hamburg, Großaktionär
war die Schlesische Dampfer-Compagnie - Berliner Lloyd AG.
Los 1463
Los 1467
Schätzwert 200-250 €
Triptis AG
Triptis, Aktie 100 RM Jan. 1933 (Auflage
2000, R 10) EF
Nur 3 Stück lagen im Reichsbankschatz.
Gründung 1896 unter Übernahme der Porzellanfabrik Unger &
Gretschel, Triptis als “Porzellanfabrik Triptis”, ab 1912 Triptis
AG. Fabrikation von Porzellan (weißes und dekoriertes Porzellangeschirr) und Glaswaren. In der DDR VEB Triptis Porzellan,
nach der Privatisierung 1990 Triptis Porzellan GmbH & Co. KG.
Schätzwert 200-250 €
Los 1470
Tretorn Gummi- und Asbestwerke AG
Tuchfabrik Rheydt AG
Hamburg, Aktie 1.000 RM April 1938
(Auflage 1877, R 9) EF
Rheydt, Aktie 1.000 RM 8.2.1938.
Gründeraktie (Auflage 1500, R 5) EF
Nur 6 Stück lagen im Reichsbankschatz.
Die Tonwerke Schwandorf um 1940
Los 1460
Schätzwert 150-200 €
Torfverwertungs-AG Polvitz
Gardelegen, Aktie 5.000 Mark Sept. 1923.
Gründeraktie (R 12) Anh. Kupons. EFKleinformatiges Stück mit schöner Rosette im
Unterdruck.
Bereits 1436 wird zwischen Polvitz und Letzlingen der 3 km
lange Boizendorfer Teich angelegt. 1850 läßt man den Teich ab
und beginnt mit der Torfgewinnung in den Polvitzer Niederungsmooren. 1923 Gründung dieser AG mit einem Kapital von
300 Mio. M durch den Rittergutsbesitzer Wilhelm von Alvensleben auf Polvitz (bei Gardelegen) und den Torfwerksbesitzer
Alfred Neumann. Schon ein Jahr nach der Gründung trat die AG
wieder in Liquidation, der Torfabbau wurde aber fortgesetzt.
1948 dann wegen des akuten Brennstoffmangels Gründung
einer “Brennstoff GmbH” durch die örtlichen Behörden zum Abbau von Kohlevorkommen und Torf im nördlichen Kreisgebiet
von Gardelegen.
Los 1461
Schätzwert 30-60 €
Tränkner & Würker Nachf. AG
Leipzig-Lindenau, Aktie 1.000 RM Okt.
1941 (Auflage 401, R 5) EF
Gründung 1865, AG ab 1902 unter dem Namen Jute-Spinnerei und Weberei Tränkner & Würker Nachf. AG, ab 1904 wie
oben, seit 1938 Tränkner & Würker AG. Verarbeitung von Jute
und anderen Textilerzeugnissen sowie Planen und Zelten.
Gründung 1896, Herstellung von Treibriemen, Gummischuhen,
Auto-, Fahrrad- und Motorrad-Reifen. 1905 Errichtung einer
Spezialfabrik für Asbest-Dach- und Wandschiefer Marke ETERNIT (Produktion 1929 auf die Tochterfirma Deutsche Asbestzement-AG in Berlin-Rudow übertragen). Ebenfalls 1929 wurde die
Autoreifenfabrikation aufgegeben. 1932 übernahm die schwedische Helsinborgs Gummifabriks-AB die Aktienmehrheit der in
Berlin und Hamburg börennotierten AG. Umfirmiert 1933 in “Tretorn und Calmon Gummiwerke AG”, 1938 in “Tretorn Gummiund Asbestwerke AG”. 1958 in eine GmbH umgewandelt.
Los 1468
Schätzwert 30-75 €
Triumph Werke Nürnberg AG
Los 1464
Schätzwert 150-200 €
Tretorn Gummi- und Asbestwerke AG
Hamburg, Aktie 1.000 RM Okt. 1940
(Auflage 1060, R 9) EF-VF
Nur 9 Stück lagen im Reichsbankschatz. Identische Gestaltung wie voriges Los.
Los 1465
Schätzwert 150-200 €
Tretorn Gummi- und Asbestwerke AG
Hamburg, Aktie 1.000 RM Mai 1942
(Auflage 1716, R 9) EF
Nur 10 Stück lagen im Reichsbankschatz. Ebenfalls identisch gestaltet.
Los 1466
Schätzwert 20-50 €
Nürnberg, Aktie 1.000 RM Juli 1939
(Auflage 961, R 3) EF
Gründung 1896 durch die englische „Triumph Cycle Company“ in
Coventry. Zunächst Herstellung von Fahhrrädern, ab 1903 auch von
Motorrädern (Zweiradfertigung bis 1957!) Mit der Aufnahme der
Schreibmaschinen-Produktion 1909 wird der Grundstein für den
später jahrzehntelang bedeutenden Büromaschinen-Hersteller Triumpf-Adler gelegt. 1913 werden die Bindungen zur englischen
Mutterfirma gelöst. Ab 1954/55 Produktion des Contessa-Motorrollers und des Fips-Mopeds, wodurch Verkaufsrückgänge bei
Fahrrädern und Motorrädern aufgefangen werden können. 1957
verkauft die Dresdner Bank die Aktienmehrheit an Max Grundig, im
gleichen Jahr Einstellung der Zweiradproduktion. 1968 veräußert
Grundig seine Anteile an den US-Konzern Litton Industries, 1979
übernimmt die Volkswagenwerk AG die Aktienmehrheit. Bald darauf
Umfirmierung in TA TRIUMPH-ADLER AG, die Produktion der traditionsreichen, schon 1880 gegründeten Adlerwerke vorm. Heinrich
Kleyer AG in Frankfurt/M. wird integriert. Die Produktion elektronischer Baugruppen sowie von Büro-, Text- und Personal Computern
wird aufgenommen. Für VW erweist sich das Engagement als Desaster, die Verluste bei TA steigen dramatisch: 1986 ist man froh, TA
an den italienischen Erzkonkurrenten Ing. C. Olivetti & C. SpA abgeben zu können, der aber mit der Beteiligung ebensowenig glükklich wird. Nach Abgabe der Aktien an branchenfremde Investoren
ist TA heute mit rd. 4.500 Mitarbeitern Deutschlands führender Anbieter von Druck-, Kopier- und Präsentationstechnik und in Frankfurt als SMAX-Wert börsennotiert. Zweites Standbein ist das Geschäftsfeld Spiel + Freizeit (u.a. am Puppenhersteller Zapf Creation
AG beteiligt). Eine der bemerkenswertesten Geschichten über Aufstieg und zwischenzeitlichen Niedergang eines der einst glanzvollsten deutschen Industrieunternehmen.
Die Übernahme der seit 1872 bestehenden Tuchfabrik Herz &
Stern KG durch eine neu gegründete AG im Jahr 1938 war eine sog. “Arisierung” der Firma unter Mitwirkung des Berliner
Bankhauses Hardy & Co. GmbH. Hergestellt wurden Damenund Herren-Oberstoffe, Gabardine, Militär- und Behördentuche.
Nach mehreren Fliegerangriffen 1943/44 musste die Produktion zur “Feintuchfabrik AG” in M.Gladbach ausgelagert werden.
Die Bombenschäden vom Dez. 1944 an den mitten in der Stadt
liegenden Fabrikgebäuden erwiesen sich als so schwer, daß ein
Wiederaufbau nicht möglich war. Mit der Stadt Rheydt wurde
deshalb über einen Grundstückstausch verhandelt. 1949 wurde
der Betrieb wegen Restitutionsansprüchen der jüdischen Vorbesitzer unter alliierte Kontrolle gestellt. 1952 ging die AG in Liquidation, 1957 wurde die Abwicklungsquote ausgezahlt.
Los 1471
Schätzwert 20-60 €
Tüllfabrik Flöha AG
Plaue (Kr. Flöha), Aktie 1.000 RM
30.7.1941 (Auflage 1867, R 3) EF
Gründung 1907 unter Übernahme der seit 1898 bestehenden
KG Carl Siems & Co. in Plaue bei Flöha. Herstellung und Veredlung von Tüllen und anderen Textilerzeugnissen, insbes. Baumwolle—, Seiden- und Kunstseidentülle für Spitzen, Gardinen,
Korsetts, Tapisserie- und Glühlichtzwecke sowie Zwirnerei eigener und fremder Garne. 1933 Ankauf des Waldbesitzes Ebnath
im Fichtelgebirge. 1947 wurde die Gesellschaft nach München
verlagert und in Forst Ebnath AG, München, umfirmiert. 1981
verlagert nach Ebnath (Münchener Rückversicherungs-Ges.
97%-ige Aktienmehrheit). Jetzt Betrieb von Forstwirtschaft und
Vermietung von Geschäfts- und Wohnimmobilien.
Schätzwert 30-75 €
Treuhand- und Kreditbank AG
Saarbrücken, Aktie 200 RM 27.5.1936
(Auflage 1000, R 3) EF
Gründung 1924. Ausführung von Treuhandgeschäften sowie
von Bankgeschäften aller Art. Gründer war der Lebensmittelund Textilgroßhandel des Saargebietes.
Nr. 1469
Nr. 1472
121
Los 1472
Schätzwert 10-40 €
Tüllfabrik Mehltheuer AG
Oberpirk bei Mehltheuer i.V., Aktie 100
RM Sept. 1929 (Auflage 4000, R 2) EF
Gründung 1909, Herstellung von Buntgardinen, Möbel-, Vorhang- und Dekorationsstoffen, Brokat-, Tisch- und Bettdecken.
Die Gesellschaft gehörte der Vereinigung Deutscher Tüllwebereien an, welche die Festsetzung von Mindestpreisen für die
Verbandsmitglieder. sowie Wahrung derb Interessen der Tüllfabriken der Abnehmerschat gegenüber bezweckte. Die Vereinigung war bis Ende 1924 fest geschlossen: bis dahin konnten
die Mitglieder nicht austreten.
Los 1476
Schätzwert 20-60 €
Überlandzentrale Grenzmark AG
Flatow i. Westpr., Aktie Lit. E 100 RM
1.7.1931 (Auflage 1327, R 2) UNC-EF
Gründung 1909 als Überlandzentrale Flatow eGmbH, 1922 in
eine AG umgewandelt. Die ÜZG versorgte die westpreußischen
Kreise Flatow und Zempelburg sowie Teile des Kreises Schlochau mit elektrischer Energie. Die Aktienmehrheit (75 %) lag
bei der AG für Energiewirtschaft in Berlin, deren größter Aktionär wiederum das RWE war.
Los 1473
Hauptsitz in Weimar (Adolf-Bartels-Str. 1), bis 1945 außerdem
Geschäftstellen in Berlin, Breslau, Dresden, Erfurt, Frankfurt
(Main), Hamburg, Köln, Königsberg, Magdeburg, Posen und Stettin. Börsennotiert in Berlin und Düsseldorf, obwohl zuletzt nur
noch ganze 194 Aktien bei Kleinaktionären lagen. Großaktionäre
waren mit je 49,191 % die Allianz und die Münchener Rückversicherung. Nach Schließung des Weimarer Hauptsitzes durch die
Besatzungsmacht Sitzverlegungen 1946 nach Hannover und
1950 nach München (an den Geschäftssitz des Hauptaktionärs
in der Königinstr. 28). 1947 wurde das stark zusammengeschmolzene aktive Geschäft auf die Allianz Versicherungs-AG,
München/Berlin übertragen, ab 1954 aber in der Hagelrückversicherung erneut operativ tätig. 1965 Abschluß eines Beherrschungsvertrages mit der ALLIANZ Versicherungs-AG, auf die die
“UNION” schließlich 1970 verschmolzen wurde, nachdem die Allianz in den Besitz sämtlicher Aktien gekommen war.
Los 1480
Schätzwert 400-500 €
UNION Allgemeine Deutsche
Hagelversicherungs-Gesellschaft
Weimar, Namensaktie 1.500 Mark
1.6.1922 (Auflage 6000, R 8) VF
sie an der Superphosphatfabrik Nordenham AG mehrheitlich
beteiligt. 1935/36 verkaufte der Großaktionär, die Pommersche
landwirtschaftliche Hauptgenossenschaft, die Aktienmehrheit
der in Berlin und Stettin börsennotierten “UNION” an die Westfälisch-Anhaltische Sprengstoff-AG in Berlin (WASAG, Großaktionär von Bohlen und Halbach). Ebenfalls 1935/36 erwarb die
“UNION” ein Aktienpaket der Guanowerke AG in Hamburg. Nach
Verlust aller Werke im Osten 1953 Sitzverlegung zunächst nach
Nordenham, 1957 nach Essen zum Großaktionär WASAG, zugleich Umwandlung in eine GmbH.
Schätzwert 30-75 €
Überlandkraftwerke Pulsnitz AG
Pulsnitz i.Sa., Aktie Reihe B 100 RM
1.6.1940 (Auflage 500, R 4) UNC-EF
Gegründet 1923. Zweck: Die Stadtgemeinde Pulsnitz, alleinige
Inhaberin des städtischen Elektrizitätswerkes, brachte dieses in
die Gesellschaft ein, unter Übernahme der Verbindlichkeiten.
Sie erhielt dafür nahezu das gesamte AK. 1932 bestand die
Gesellschaft nicht mehr. Sie wurde von der Elektra AG, Dresden
übernommen, die ihrerseits später in der AG Sächsische Werke, Dresden aufging.
Los 1481
Schätzwert 20-40 €
Berlin, Aktie 20 RM 10.6.1933 (Auflage
1150, kpl. Aktienneudruck, R 5) VF
Schätzwert 10-30 €
Ullersdorfer Werke
Nieder-Ullersd. Kr.Sorau, 8 % Teilschuldv.
1.000 RM 14.1.1927 (Auflage 400, R 5) EF
Gründung 1876. Herstellung von Verblend- und Formsteinen
sowie von Bauornamenten. Erzeugnisse: Wandplatten, Badezellensteine, sanitäre Keramik usw. 1931/32 Vergleichsverfahren, Sanierung folgte. Anlehnung an den Großaktionär, die Siegersdorfer Werke, Siegersdorf.
Los 1474
Schätzwert 300-375 €
Gründung 1872. Dies war die aktivste und größte aller Berliner
Terraingesellschaften. Zunächst mit dem Bau von Wohnhäusern befaßt, danach Errichtung von großen Industriebauten wie
der “Handelsstätte Bellealliance”, dem “Andreashof” und der
“Handelsstätte Südost”. Sie besaß wertvollsten Grundbesitz im
Umkreis des Reichstages, an der Kaiser-Wilhelm-Straße, der
Oberwasserstraße, der Französischen Straße, am Kurfürstendamm usw., der zum Teil schnell und mit Gewinn durchgehandelt wurde. Daneben große Parzellierungsvorhaben im Umland
(Treptow, Halensee, Rixdorf, Waidmannslust, über 100.000 qm
Land in Köpenick einschließlich Villen in der Villenkolonie
Hirschgarten usw.) Alle Besitzungen aufzuführen würde Seiten
füllen. In Berlin-Wittenau besaß die “UNION” auch einen eigenen Hochbaubetrieb, dem sie 1923 die gerade erworbene
“Berliner Parkett- und Stabfußboden-Fabrik” angliederte. 1925
Verschmelzung mit der “Juhag” Industrie- und Handels-AG in
Berlin und Umfirmierung in “Union” Immobilien-VerwertungsAG. In Berlin börsennotiert und bis zum 1. Weltkrieg mit Dividenden bis über 10 % gut rentierend. In der Weltwirtschaftskrise geriet die Ges. in’s Schlingern und mußte 1933 mit Hilfe
der Dresdner Bank saniert werden, die einen Teil der Kredite in
Aktien umwandelte. 1936 in Liquidation gegangen.
Überlandwerk Oberfranken AG
Los 1482
Bamberg, 5 % Schuldv. 2.000 Mark
30.4.1922 (Auflage 2500, R 12)
“UNION” Fabrik chemischer Producte
Gründung 1920 durch die Kreisgemeinde Oberfranken, die
Städte Bamberg und Forchheim sowie 51 Firmen aus Bamberg
und Umgebung. Noch im Gründungsjahr Erwerb der Nordfränk.
Überlandzentrale sowie der Zentralen Ebensfeld und Medlitz.
Eigene Wasserkraftwerke in Hirschaid, Medlitz, Kaupersberg
und Oberwallenstadt b. Lichtenfels, Dieselkraftwerk in Ebensfeld. 1923 Zusammenschluß mit dem Leitungsnetz der Bayernwerk AG. 1983 Fusion mit der Bayerische Elektricitäts-Lieferungs-Gesellschaft AG in Bayreuth zur Energieversorgung
Oberfranken AG. Großaktionär war hier das Bayernwerk (2000
mit der PreußenElektra zur E.ON Energie AG verschmolzen),
2001 in der E.ON Bayern AG aufgegangen.
Schätzwert 75-150 €
Stettin, Aktie 1.200 Mark 30.9.1913
(Auflage 1750, R 4) VF
Großes Hochformat, dekorativer Druck, Vignette
mit Umspannhäuschen. Zuvor völlig unbekannt
gewesen, ein Unikat aus dem Reichsbankschatz.
Kleinere Randschäden und Einrisse ganz perfekt
restauriert, das Stück sieht jetzt klasse aus.
Los 1478
Schätzwert 75-150 €
Ulmer Brauerei-Gesellschaft
Ulm / Donau, 4,5 % Teilschuldv. 100 RM
Dez. 1940 (Auflage 500, R 7) EF
Gründung 1872 unter Übernahme der „Chemische Düngerfabrik von Kaesemacher & Schäfer“ in Magdeburg und der
Schwefelsäurefabrik Glienken/Stettin. Produziert wurden hauptsächlich Schwefelsäure, Kali-Ammoniak-Superphosphat und
Kieselfluorsalze. Hinzuerworben wurden 1889 die Fabrik von A.
Scharffenorth & Co. in Memel, 1890 die Fabrik von Proschwitky & Hofrichter in Grabow bei Stettin, 1891 die Knochenmehlund Leimfabrik H. Roeh in Dammkrug bei Königsberg i.Pr. sowie
1913 die schon seit 1904 gepachtete Fabrik in Heiligensee bei
Berlin (die Werke Stettin-Grabow und Heiligensee wurden in der
Weltwirtschaftskrise 1931/32 stillgelegt). Bis 1926 besaß die
“UNION” ein großes Aktienpaket der Kokswerke und Chemische
Fabriken AG in Berlin (die heutige Schering AG), außerdem war
Stettin, Aktie 300 RM Juni 1929 (Auflage
1000, zum Umtausch der später auf 150
RM umgestellten Aktien von 1874 u.
1881 zu 200 Thaler = 600 Mark, R 4) EF
Los 1484
Mockau bei Leipzig, Aktie 1.000 Mark
29.4.1914 (Auflage 500, R 4) EF-VF
Gründung 1900, eingebracht wurde die Presshefe- und Kornspiritus-Fabrik Saxonia Horn & Co. in Leipzig-Mockau sowie die
Presshefefabrik und Kornbranntweinbrennerei C. Koelitz-Giani in
Leipzig. Der Betrieb in Leipzig-Mockau (Mockauerstr. 76) wurde
bei der AG-Gründung vollständig neu eingerichtet und wesentlich
erweitert. 1913 zwecks Vergrößerung der Hefeproduktionsrechte
mehrheitlicher Erwerb der Presshefefabrik Osterland AG in Gera.
Los 1485
Berlin, Namensaktie 1.000 RM 9.12.1926
(Auflage 2000, R 4) UNC-EF
Gründung 1873 unter maßgeblicher Beteiligung der Deutschen
Bank als “Union Allgemeine Versicherungs-AG zu Berlin”. Von
1919 bis 1925 Interessengemeinschaft mit dem „Deutschen
UNION Allgemeine Deutsche
Hagelversicherungs-Gesellschaft
Weimar, Namens-Actie 500 Thaler von
1853. Gründeraktie (Auflage 6000, R 8)
Bamberg, Namensaktie Lit. A 1.000 Mark
1.11.1922 (Auflage 30000, R 3) EF
Großes Hochformat, dekorativer Druck, Vignette
mit Umspannhäuschen.
Gründung 1853 zum Betrieb des Hagelversicherungsgeschäftes
sowie der Rückversicherung. Tätigkeitsgebiet war das Deutsche
Reich, außer Baden, Bayern, Württemberg und Hohenzollern.
Los 1475
Schätzwert 25-100 €
Ueberlandwerk Oberfranken AG
122
Schätzwert 40-80 €
Union und Rhein Versicherungs-AG
Schätzwert 1000-1250 €
Originalunterschriften, hübsche Umrahmung im
Stil eines barocken Bilderrahmens. Rückseitig
Übertragungen bis 1926. Aktien dieser Versicherung waren bislang vollkommen unbekannt gewesen. Nur 12 der Gründeraktien wurden im Reichsbankschatz gefunden. Teils gebrochene Knickfalten perfekt restauriert, das Stück sieht jetzt wieder
hervorragend aus.
Schätzwert 75-200 €
UNION Leipziger Presshefe-Fabriken
u. Kornbranntweinbrennereien AG
Gründung 1884 zur Übernahme der Brauereien „Zum Roten
Ochsen“ und „Zum Herrenkeller“. 1890 Übernahme der Brauerei “Zu den Drei Königen”, danach in rascher Folge Übernahme weiterer kleinerer Brauereien, die sämtlich gleich stillgelegt
wurden, denn man war natürlich nur an den Brauerei-Kontingenten interessiert. 1908 Neubau der Brauerei in der Magirusstr. 44-48, daneben wurde im Anwesen “Zum Storchen” in
der Schwilmengasse eine Malzfabrik betrieben. Börsennotiz
Stuttgart und München. 1969 Umwandlung in die “Ulmer Münster-Brauerei GmbH”.
Los 1479
Schätzwert 30-80 €
UNION Fabrik chemischer Produkte
UNION Baugesellschaft auf Actien
Los 1477
Los 1483
Nr. 1479
Los 1490
Schätzwert 125-175 €
Unterelbe Brikettwerk
und Kohlenhandels-AG
Hamburg, Aktie 100 RM Jan. 1932 (R 8) EF
Nr. 1480
Nr. 1493
duktionslizenz, als erster Spielfilm wird noch im gleichen Jahr
Wolfgang Staudtes “Die Mörder sind unter uns” mit Hildegard
Knef realisiert. Im Westen kommt es 1956 zur Privatisierung von
Ufa und Bavaria, wobei die Universum-Film AG und die Ufa-Theater AG von einem Bankenkonsortium unter Führung der Deutschen Bank übernommen werden. 1964 wird die UFA von der
Bertelsmann-Gruppe erworben. 1991 erlebt die UFA die “Wiedervereinigung” mit der DEFA, seit 1997 ist sie Teil der RTL-Group,
wo Bertelsmann Ende 2001 wieder die Mehrheit übernimmt.
Lloyd“. 1926 Übernahme der „Rhein Versicherungs-AG“ in Köln
und Umfirmierung in „Union und Rhein Versicherungs-AG“. Weiter übernommen wurden 1931 die in Schwierigkeiten geratene
“Rothenburger Feuerversicherungs-AG” in Görlitz und 1932 die
“Hovad Allg. Versicherungs-AG” in Berlin. Nach dem Krieg wurde der Verwaltungssitz zunächst nach Köln, 1958 dann nach
München verlegt. 1982 auf die Alleinaktionärin “Magdeburger
Feuerversicherungs-AG” in Hannover verschmolzen (damals zur
Schweizer Rück gehörig, später an die Allianz verkauft).
Los 1486
Schätzwert 40-80 €
Union und Rhein Versicherungs-AG
Berlin, Namensaktie 1.000 RM Sept.
1942 (Auflage 1100, R 4) UNC-EF
Identische Gestaltung wie voriges Los.
Gründung im Nov. 1921 zur Herstellung und zum Vertrieb von
Briketts und zum Kohlenhandel. 1948 Fusion mit der Norddeutschen Kohlen- und Cokes-Werke AG in Hamburg. 1962
Stilllegung der Brikettfabrik.
Los 1488
Schätzwert 50-100 €
Deutschen Bank die
Anatolische Eisenbahngesellschaft. Als Aufsichtsratsvorsitzender
von Lufthansa und
BMW initiierte Stauß
den Neubeginn der
deutschen Flugzeugindustrie nach dem Ersten
Weltkrieg. Er war Motor
des Zusammenschlußes der Daimler-Motoren-Gesellschaft und
der Benz & Cie. RheiniEmil Georg von
sche
Gasmotorenfabrik
Stauß (1877-1942)
im Jahr 1926 zur Daimler-Benz AG. 1932 wechselte von Stauß vom Vorstand in den Aufsichtsrat der Deutschen Bank. Ausgestellt auf die I.G. Farbenindustrie AG, Berlin.
Los 1489
Schätzwert 1000-1250 €
Universum-Film AG
Universum-Film AG
Berlin, Namens-Aktie Ser. A 100 RM Sept.
1942 (Auflage 2500, weitere 27500 in
Sammelurkunden verbrieft, R 2) EF
Faksimileunterschrift Emil Georg von Stauß. Der
große deutsche Bankier verwaltete als Vorstand der
Los 1491
Schätzwert 20-50 €
Valencienne AG
Dresden-Leuben, Aktie 100 RM Jan. 1929
(Auflage 3300, R 3) EF
Gründung 1920 unter Fortführung der früher von der „Valencienne“ Spitzenfabrik GmbH in Leuben betriebenen Spitzenfabrik. Herstellung von gewebten baumwollenen und seidenen
Spitzen und Spitzenstoffen. 100 % Beteiligung an der Mechanische Weberei Dresden GmbH (gegründet 1906). Börsennotiz
Leipzig. Nach 1949 nicht verlagert.
Berlin, Sammelurkunde über 5.000 Aktien
Ser. A zu je 600 RM Sept. 1942 (Auflage
nur 3 Stück), ausgestellt auf die UFAFILM GmbH, Berlin UNC-EF
Faksimileunterschrift Emil Georg von Stauß.
Los 1492
Schätzwert 30-75 €
Varziner Papierfabrik
Los 1487
Hammermühle bei Varzin, Aktie 100 RM
16.11.1933 (Auflage 4600, R 3, kpl. Aktienneudruck nach Kapitalschnitt) UNC-EF
Schätzwert 100-125 €
Gründung 1890 zwecks Anpachtung der bestehenden Papierfabrik des Kommerzienrats Moritz Behrend mit Hammermühle,
Kampmühle und Fuchsmühle (Pachtgeber war der Bismarkksche Fideikommiß). 1900 Erwerb des gesamten Kapitals der
„Hammermill Paper Company“, Erie/USA, 1912 Ankauf der
Rathsdamnitzer Papierfabrik.
Universum-Film AG
Berlin, Aktie Ser. B 1.000 RM Juli 1929
(Blankette, R 8) EF
Der mit Abstand bedeutendste deutsche Kinowert!
Die UFA wurde am 18.12.1917 gegründet. Lassen wir dazu ein
altes AG-Handbuch sprechen: “Die Universum-Film AG ist eine
Weltkriegsgründung, geboren aus der Notwendigkeit der damaligen Zeit. Kurz vor dem Weltkriege bestand in Deutschland eine
größere Zahl wenig bedeutender Filmgesellschaften. Ein großer
Teil dieser Gesellschaften wurde durch den Krieg gezwungen, ihre Produktion fast ganz einzustellen oder überhaupt aufzugeben.
Nicht viel anders erging es den Lichtspieltheatern.Hier kam noch
hinzu, daß ein Teil der größeren prominenten Theater in Berlin und
im Reich sich in ausländischen Händen befand. Es war somit
nicht möglich, die deutsche Filmindustrie für Ideen des Reiches
einzusetzen.Nichts lag daher näher, als daß maßgebende Kreise
der Regierung und der Obersten Heeresleitung die Gründung einer Gesellschaft anstrebten, die für deutsche Verhältnisse das
darstellte, was die gesamte nationale Filmindustrie des jeweiligen
Feindlandes schon war und was in Deutschland die einzelnen
kleinen Gesellschaften nicht sein konnten. Die beabsichtigte große deutsche Gesellschaft musste auf den Firmen der jungen
deutschen Filmindustrie aufgebaut werden, und zwar so, daß
nicht allein Produktions-, sondern auch Verleihgesellschaften, und
als wichtigstes auch Gesellschaften mit vorhandenem Theaterpark zu einem großen Ganzen zusammengeschweißt wurden.
Maßgebend beteiligt neben dem Deutschen Reich und der Deutschen Bank waren die deutsche Industrie und Schifffahrt. Den
Vorsitz im Aufsichtsrat übernahm das Vorstandsmitglied der Deutschen Bank, Dir. E. G. von Stauss, dem besonders die Gründung
zu verdanken ist.” Männer wie Kommerzienrat Wassermann und
Direktor Gutmann (Dresdner Bank), Kommerzienrat Mamroth
(AEG), Oberregierungsrat Dr. Cuno (Hapag) und Oberregierungsrat Stimming (Norddt. Lloyd) u.a. traten ebenfalls in den Aufsichtsrat ein. Die Rolle als Propagandainstrument spielte die UFA
auch im 2. Weltkrieg wieder. Im Zuge der Gleichschaltung veranlasste das Reichspropagandaministerium 1942 die Verschmelzung der UFA mit Tobis, Terra, Bavaria und Wien-Film zur Ufa-Film
GmbH. Bei der Gelegenheit erfolgte bei der Universum-Film AG
ein kompletter Aktien-Neudruck. Finanzhistorisch einmalig ist die
Tatsache, daß sich Jahrzehnte später bis auf zwei Ausnahmen
sämtliche UFA-Aktien noch im Reichsbankschatz befanden! Am
24.4.1945 besetzt die Rote Armee das Ufa-Gelände in Babelsberg. Am 17.5.1946 erteilt die Sowjetische Militäradministration
der Deutsche Filmaktiengesellschaft (kurz DEFA) die erste Pro-
Los 1493
Schätzwert 275-350 €
Vera-Filmwerke AG
Hamburg, Aktie 100 RM Febr. 1925
(Auflage 950, R 10) EF-VF
Der UFA-Palast am Bahnhof Zoo
Nur 4 Stück lagen im Reichsbankschatz.
Gründung 1920. Die Vera-Filmwerke an der Alsterkrugchaussee
192-202 bestanden bis 1930 und waren die einzige Produktionsstätte für Filme aller Art in Hamburg in den 1920er Jahren.
In den 1930er Jahren ging die Ges. in Konkurs, da sie die Entwicklung zum Tonfilm nicht bewerkstelligen konnte. Heute findet
man auf dem ehem. Gelände von Hamburg’s Hollywood das Alsterdorf. Ferner ist eine Vera-Filmwerke GmbH, Hamburg zu finden, die u.a. historische Filme aus den 20er Jahren vertreibt.
Los 1494
Schätzwert 20-50 €
Verein Chemischer Fabriken AG
Zeitz, Aktie 100 RM März 1925 (Auflage
130000, R 3) EF
Nr. 1489
Gründung 1907. Fabrik in Rehmsdorf, am Bahnhof der Strekke Zeitz-Altenburg gelegen und durch eine Drahtseilbahn mit
der benachbarten Kohlengrube Neuglück (Deutsche Erdöl-AG)
123
verbunden. Hergestellt wurden Kunstdünger und Schwefelsäure. Firma später in der „Sacharin-Fabrik vorm. Fahlberg, List &
Co.“ in Magdeburg aufgegangen.
Los 1495
Schätzwert 100-125 €
Gemeinsame Anleihe über 3,8 Mio. $ der pfälzischen Städte
Ludwigshafen, Kaiserslautern, Speyer, Frankenthal, Neustadtam-Haardt, Zweibrücken und Landau.
Los 1501
Schätzwert 150-200 €
Verein zur Errichtung
evangelischer Krankenhäuser e.V.
Vereinigte Eisenbahnbauund Betriebs-Gesellschaft
Berlin, 6 % Schuldschein 100 RM von
1934 (R 9) VF
Berlin, 4 % Obl. 1.000 Mark 25.5.1897
(Auflage 1500, R 8) EF-VF
Nur 10 Stück lagen im Reichsbankschatz. Stockfleckig.
Hübscher Druck der Reichsdruckerei, Originalunterschriften.
Gründung 1929. Heute betreibt der VzE Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und medizinische Zentren in Berlin und Sachsen-Anhalt.
Gründung 1895. Die Gesellschaft führte den Betrieb u.a. der
Hildesheim-Peiner Kreis-Eisenbahn, der Riesengebirgsbahn,
der Harzquerbahn und der Brandenburgischen Städtebahn.
Verluste in Österreich-Ungarn in Folge des für die achsenmächte verlorenen 1. Weltkrieges und später Fehlschläge beim
Versuch, sich im Niederlausitzer Braunkohlenrevier mit Abraumarbeiten zu betätigen, führten schließlich 1938 zur stillen
Liquidation.
Los 1499
Schätzwert 25-100 €
Los 1504
Nr. 1503
Schätzwert 200-250 €
Vereinigte Freiburger Ziegelwerke AG
Merzhausen bei Freiburg i.B., Aktie 100
RM Okt. 1929 (Auflage 3750, R 8) UNC
Vereinigte Berlin-Frankfurter
Gummiwaren-Fabriken
Berlin, Aktie 1.000 RM Dez. 1928
(Auflage 1100, R 3) EF
Los 1496
Schätzwert 30-80 €
Vereinigte Altenburger und
Stralsunder Spielkarten-Fabriken AG
Gegründet 1883 unter Übernahme der seit 1849 bestehenden
oHG Berliner Gummiwarenfabrik Elliot. Die Ursprungsfirma Elliot war die älteste Berliner und zweitälteste deutsche Gummiwarenfabrik. Hergestellt wurden technische Artikel u.a. Hart—
und Weichgummi, Konservenringe, Transportbänder sowie
Gummikurzwaren und Stoffgummierungen. 1929 Änderung
der Firma in VERITAS Gummiwerke AG. 1948 verlagert nach
Gelnhausen, heute Veritas Gummiwerke AG, Gelnhausen.
Altenburg (Thür.), Aktie 100 RM Jan. 1942
(Auflage 1200, kpl. Aktienneudruck, R 4) EF
Los 1502
Los 1497
Schätzwert 30-80 €
Vereinigte Fränkische Schuhfabriken AG
G&D-Druck mit Firmensignet (ASS mit Herz).
Älteste Spezialfabrik der Welt zur Herstellung von Spielkarten. Das
Stammwerk Stralsund besteht seit 1765, das später übernommene Werk Altenburg seit 1832. AG seit 1872 als “Vereinigte Stralsunder Spielkartenfabriken AG”. In den folgenden Jahrzehnten
wurden nicht weniger als 20 Wettbewerber übernommen (darunter 1895 die Halle’sche Spielkartenfabrik Ludwig & Schmidt und
1897 die Altenburger Spielkartenfabrik v. Schneider & Co.). 1931
Sitzverlegung von Stralsund nach Altenburg und Umfirmierung wie
oben. 1947 entschädigungslose Enteignung zugunsten des Landes Thüringen. 1949 Sitzverlegung nach Mannheim (zum Großaktionär C. F. Boehringer & Söhne GmbH), 1950 Fusion mit der “Casino” Spielkartenfabrik GmbH in Stuttgart und der “Ariston” Spielkarten GmbH in Detmold (beide 1948 gegründet), 1954 Sitzverlegung nach Stuttgart. 1956 Neubau der Fabrik in Leinfelden-Echterdingen, wohin 1966 auch der juristische Sitz verlegt wurde. Seit
1971 auch Herstellung von Gesellschaftsspielen und Puzzles. Ende der 80er Jahre saß dem Aufsichtsrat noch Erbprinz Georg Moritz von Sachsen vor (der gleich nach der Wende wieder Wohnsitz
in Altenburg genommen hatte), danach geriet ASS erst in die Hände von Spekulanten und 1995 in Konkurs.
Los 1505
Nürnberg, Aktie 100 RM Sept. 1940
(Auflage 4000, R 3, kpl. Aktienneudruck
nach Neustückelung) UNC-EF
Los 1500
Schätzwert 10-40 €
Die Gesellschaft wurde 1875 von Louis und Albert Berneis gegründet und 1892 in eine AG umgewandelt. Bis 1920 lautete
der Name Vereinigte Fränkische Schuhfabriken vorm. Max
Brust - vorm. B. Berneis - mit Sitz in Nürnberg. Niederlassungen in Nürnberg und Berlin. 1920 Angliederung der August
Wessels Schuhfabrik AG im Wege der Fusion, danach Aufstieg
zum weltgrößten Hersteller von Filzschuhen. 1933 Abstoßung
aller Beteiligungen, Konzentration auf das Hauptwerk in Nürnberg. 1976 Konkurs.
Vereinigte Deutsche Nickel-Werke AG
vormals Westfälisches
Nickelwalzwerk Fleitmann, Witte & Co.
Los 1503
Schwerte, Aktie 1.000 RM Sept. 1942
(Auflage 13100, R 1) EF
Merzhausen bei Freiburg i.B., Aktie 1.000
Mark 4.11.1922 (Auflage 3500, R 9) VF+
Ursprung ist das 1861 in Iserlohn errichtete und 1869 nach
Schwerte verlegte Nickelwerk der Fa. Fleitmann & Witte. Das von
Dr. T. Fleitmann erfundene Verfahren zur Walzbarmachung von
Nickel wurde Grundlage der nickelverarbeitenden Industrie in der
ganzen Welt. Bei der Umwandlung in eine AG 1902 wurden außerdem von der Oberschlesische Eisenindustrie AG in Gleiwitz die
Herminenhütte und die Baildonhütte in Oberschlesien sowie von
der Eisenhütte Silesia AG in Berlin die Metallwaren-Abteilung in
Paruschowitz erworben. Hergestellt wurden Nickelhalbzeuge,
Nickelguß, Thermo-Bimetall, Hotel- und Tafelgeräte aus rostfreiem
Chrom-Nickel-Stahl sowie Münzrohlinge. Letztere Sparte bescherte der VDN mit der Einführung des Euro einen gewaltigen Aufschwung, der aber nicht weit trug: 2005 ging die AG in Insolvenz.
Grosses Hochformat, hübsche Umrahmung. Zuvor
vollkommen unbekannt gewesener Jahrgang, nur 6
Stück wurden jetzt im Reichsbankschatz gefunden.
Elberfeld, Aktie 1.000 Mark Aug. 1913
(Auflage 2500, R 2) EF
Großformatig. Feine Zierumrandung.
Gründung 1899. Aus einem Versuchsbetrieb in den Anlagen
der Rheinischen Glühlampenfabrik bei Aachen wurde eine der
größten Kunstseidenfabriken des Kontinents. Später als EnkaGlanzstoff firmierend. 1927 beteiligte sich die Gesellschaft an
der Gründung der American Glanzstoff-Corp. (später North
American Rayon Corp.). Nach mehreren Fusionen und Aktionärswechseln dann die Akzo Faser AG.
Schätzwert 400-500 €
Vereinigte Freiburger Ziegelwerke AG
Die AG entstand 1892 durch Zusammenschluß der Firmen Karl
Walterspiel in Freiburg i.Br., Adolf Mathis in Merzhausen und Friedrich Moritz in St. Georgen. Sitz war bis 1922 Freiburg i.Br., danach Merzhausen bei Freiburg. Die drei Ziegeleien mit zusammen
etwas über 100 Beschäftigten besassen zur Herstellung von Bakksteinen, Falzziegeln, Hohldeckensteinen etc. eine Jahreskapazität
von 21 Mio. Stück. Ferner besaß man 100 % der Anteile der 1910
gegr. Ziegelwerke Gundelfingen GmbH. Bis 1930 in Mannheim
börsennotiert. 1932 Vergleichsverfahren, 1935 Konkurs.
Los 1506
Elberfeld, Aktie 300 RM April 1928
(Auflage 50000, R 4) UNC-EF
Schätzwert 10-40 €
Bautzen, Aktie 1.000 RM 15.8.1928
(Auflage 2150, R 2) EF
Druck von König & Ebhardt in Hannover.
Gründung 1871, Papierfabriken für mittelfeine, feine und feinste Papiere in Bautzen und Obergurig. Börsennotiz Berlin und
Dresden/Leipzig.
Schätzwert 60-100 €
Vereinigte Bayerisch-Pfälzische Städte
(Bavarian Palatinate Consolidated Cities)
Ludwigshafen und Kaiserslautern, 7 %
Gold Bond 1.000 $ 1.1.1926 (R 3) EF
Herrlicher orange/schwarzer Stahlstich, Vignette
des Kaiserdoms zu Speyer und des BASF-Werkes
in Ludwigshafen.
124
Nr. 1504
Schätzwert 20-50 €
Vereinigte Glanzstoff-Fabriken AG
Vereinigte Bautzner Papierfabriken
Los 1498
Schätzwert 25-100 €
Vereinigte Glanzstoff-Fabriken AG
Nr. 1508
Los 1507
Belter & Schneevogl’sche Werke AG”, 1919 dann wie oben.
1916/17 Neubau eines großen Röhrenwerkes in BrackwedeSüd bei Bielefeld, nach dessen Inbetriebnahme wurde das Werk
Wittenau stillgelegt und 1919 verkauft. Das Walz- und Preßwerk
in Brackwede war mit der ersten vollautomatischen Vernickelungsanlage des Kontinents ausgestattet und war ein wichtiger
Zulieferer für den Fahrzeugbau. 1938 auch Verlegung des juristischen Firmensitzes nach Brackwede, nachdem die seit 1926
mehrheitlich zur Hahnsche Werke AG in Berlin gehörenden Kammerich-Werke im Zuge einer “Arisierung” des Hahn-Konzerns
vom den Mannesmannröhrenwerken übernommen worden waren (im Zuge des Restitutionsverfahrens erhielten die Hahn-Erben nach dem Krieg zunächst 55 % der Firmenanteile zurück,
die aber 1955 erneut an Mannesmann verkauft wurden). Anläßlich des 90-jährigen Firmenjubiläums eröffneten die KammerichWerke, die bereits wieder 1300 Beschäftigte hatten, 1954 einen
Kindergarten, der in Brackwede noch heute als “Kammerich-Kita” bekannt ist. 1970 im Zuge der Arbeitsteilung Mannesmann/Thyssen Einbringung der Produktionsanlagen in die Mannesmannröhren-Werke GmbH und Ausgliederung der Achsbrückenfertigung. Bei dieser Gelegenheit Verschmelzung der
Kammerich-Werke AG auf die Mannesmann AG.
Schätzwert 30-75 €
Vereinigte Gothania-Werke AG
Gotha, Aktie 100 RM Mai 1933 (Auflage
370, R 5) EF
Gründung 1888 durch Fusion mehrerer Firmen in Gotha, Arnstadt
und Dresden zur „Vereinigte Hanfschlauch- & Gummiwarenfabriken AG“. Hinzuerworden wurden 1895 die „Magdeburger Gummiwaren- und Maschinenriemenfabrik“ und 1911 die in Konkurs
geratene „Frankfurter Gummiwarenfabrik AG“ in Niederrad.
Los 1508
Schätzwert 275-350 €
Vereinigte Harzer
Portlandcement- und Kalkindustrie
Elbingerode, Aktie 1.000 Mark 26.5.1923
(Auflage 10000, R 9) VF
Nur 5 Stück lagen im Reichsbankschatz, dieses ist
jetzt das allerletzte noch verfügbare. Einriss fachgerecht restauriert.
Gründung 1898 als “Vereinigte Harzer Kalkindustrie” mit Sitz in
Elbingerode. 1912 Umfirmierung wie oben, 1925 Sitzverlegung
nach Wernigerode. Betrieben wurden in der Nähe von Rübeland
(in unmittelbarer Nachbarschaft der beiden berühmten Tropfsteinhöhlen) und Elbingerode die Steinbrüche und Kalkwerke
Christinenklippe, Garkenholz, Kleiner Stein und Mühlental. In der
Nähe des Kalkwerks Kleiner Stein wurde außerdem ein eigenes
Wasserkraftwerk betrieben, dem Kalkwerk Christinenklippe war
eine moderne Portlandzementfabrik angeschlossen. Börsennotiz Berlin und Hannover, letzter Großaktionär war die Norddeutsche Hütte AG in Bremen. Nach der Wende von den Fels-Werken in Goslar übernommen (gehörten bis 2001 zur SalzgitterStahl AG, dann zu Stinnes). Die AG existiert heute noch und versucht ihre Restitutionsansprüche geltend zu machen.
Los 1509
Los 1512
Los 1515
Schätzwert 175-300 €
Vereinigte Kraftfutterwerke
und Chemische Fabriken GmbH
Böhlitz-Ehrenberg-Leipzig, Anteilschein
1.000 Mark 16.8.1910. Gründeranteil
(R 6) EF
Großes Hochformat, schöner G&D-Druck mit Originalunterschriften. Ausgestellt auf Edmund
Schmalfuß, Dresden.
Durch Vereinigung der Ortschaften Böhlitz und Ehrenberg enstand 1839 die Gemeinde Böhlitz-Ehrenberg. Sie besaß bis
zum Ende des 19. Jh. einen ländlichen Charakter, ein Sägewerk und eine Dampfziegelei waren bis dahin die einzigen Betriebe. Der Bau der Thüringer Eisenbahn brachte dann nach
1900 in rascher Folge größere Industriebetriebe in den Ort, so
auch diese Firma mit ihrer ungewöhnlichen Kombination von
Geschäftszweigen.
Schätzwert 20-40 €
Vereinigte IndustrieUnternehmungen AG (VIAG)
Berlin, 4,5 % Teilschuldv. 3.000 RM Febr.
1934 (R 6) EF
Bei ihrer Gründung 1923 übernahm die VIAG die Mehrzahl der
bis dahin vom Reich selbst verwalteten Betriebe. Sie war von
Anfang an die größte industrielle Holdinggesellschaft Deutschlands mit Schwerpunkten in der Stromwirtschaft (Elektrowerke,
Ostpreußenwerk), Aluminiumindustrie (Vereinigte AluminiumWerke AG), Chemieindustrie (Mitteldeutsche Stickstoffwerke
AG) sowie der Montanindustrie (Mehrheit an Rheinmetall-Borsig
AG, Schachtel an der Ilseder Hütte). Ferner gehörte ihr mit der
Reichs-Kredit-Gesellschaft eine den damaligen Großbanken
ebenbürtige Bank. Erst in den 80er Jahren reduzierte der Bund
die Staatsbeteiligung durch eine Aktienplatzierung bei Privataktionären. Im Jahr 2000 mit der 1929 (zur Bündelung des preußischen Bergwerks- und Elektrizitätswerke-Besitzes) gegründeten VEBA zum heutigen Energie-Giganten E.ON verschmolzen.
Los 1516
Landshut, Aktie 100 RM 5.10.1929 (Auflage
2000, R 7), ausgestellt auf Vormundschaft
Frl. Agnes Pütz, Köln-Sülz EF
Los 1514
Schätzwert 125-175 €
Vereinigte Kohlen-AG
Dresden, 5 % Teilschuldv. 1.000 Mark
Dez. 1921 (Auflage 12000, R 8) VF
Originalunterschriften. Nur 12 Stück lagen im
Reichsbankschatz. Unterer Rand stockfleckig.
Schätzwert 30-75 €
Gegründet 1895 als Deutsch-Oesterreichische Bergwerks-Gesellschaft mit Sitz in Dresden. 1919 umbenannt wie oben,
1922 Sitzverlegung nach Borna bei Leipzig. 1925 wurden betrieben die Beunaer Kohlenwerke, die Witznitzer Kohlenwerke,
der Braunkohlentagebau Dora & Helene, die Breunsdorfer Kohlenwerke und das Rohkohlebergwerk Belohnung, außerdem
besaß die Ges. das noch nicht aufgeschlossene Tagebaufeld
Kayna. Die Betriebe mit knapp 3.000 Beschäftigten waren an
die Deutsche Erdöl-AG in Berlin verpachtet, die 1920 die Aktienmehrheit erworben hatte. Börsennotiert in Berlin und Dresden. 1927 gleichzeitig mit der Rositzer Braunkohlenwerke AG
zu Altenburg (Thür.), der AG Ramsdorfer Braunkohlenwerke,
der Gew. des Steinkohlenbergwerks Graf Bismarck zu Gelsenkirchen und der Gew. Regiser Kohlenwerke verschmolzen auf
die Deutsche Erdöl-AG in Berlin. Die Aktien wurden 7:5 in DEAAktien umgetauscht.
Vereinigte Harzer
Portlandcement- und Kalkindustrie
Wernigerode am Harz, Aktie 100 RM Juli
1928 (Auflage 4000, kpl. Aktienneudruck,
R 3) UNC
Identische Gestaltung wie folgender Titel.
Los 1513
Schätzwert 100-150 €
Vereinigte Kunstmühlen
Landshut-Rosenheim AG
Vorkriegsaktien der VK-Mühlen waren bislang völlig unbekannt!
Gründung 1898 als Vereinigte Kunstmühlen vorm. Krämer-Moos
zur Übernahme der „J. Krämerschen Kunstmühle“ und der
„Kunstmühle F. Moos & Komp.“. 1910 Umfirmierung in Vereinigte Kunstmühlen Landshut AG. 1929 Fusion mit der Kunstmühle
Rosenheim zur “Vereinigte Kunstmühlen Landshut-Rosenheim
AG”. 1977 Verlegung der Mühlenbetriebe von Landshut und Rosenheim nach Ergolding. 1983 Umbenennung in “Vereinigte
Kunstmühlen AG”, 1990 in “VK Mühlen AG” und gleichzeitig Sitzverlegung nach Hamburg. Hinzu kamen die Kampffmeyer-Mühlen (Hamburg), Schüttmühle (Berlin), Aurora Mühlen (Weinheim),
Müller’s Mühle (Gelsenkirchen), Eidermühle (Friedrichstadt),
Braunschweiger Mühlenwerke (Sickte), Diamant Mühle (Hamburg), Gloria Mühlenwerke (Bad Oldesloe), Fetzermühle (Sontheim a. d. Brenz), Nordland Mühlen (Jarmen), Holsteinische
Mühlenwerke (Itzehoe), schließlich 1999 Übernahme der BM
Bäckermühlen AG, Stuttgart. Diese Konsolidierung zum größten
deutschen Mühlenkonzern führten als Großaktionäre die Landwirtschaftliche Rentenbank und die DZ Bank durch, nachdem die
Aktienmehrheit zuvor jahrzehntelang bei der Bayerischen Vereinsbank gelegen hatte. 2004 erwarb die österreichische Leipnik-Lundenburger Invest Beteiligungs AG (gehört zur RaiffeisenHolding Niederösterreich) die Aktienmehrheit.
Schätzwert 600-750 €
Vereinigte Kammerich und Belter
& Schneevogl’sche Werke AG
Los 1510
Schätzwert 40-100 €
Vereinigte Harzer
Portlandcement- und Kalkindustrie
Wernigerode am Harz, Aktie 1.000 RM
Juli 1928 (Auflage 1850, kpl.
Aktienneudruck, R 5) UNC
Zuvor vollkommen unbekannt gewesener Nennwert.
Los 1511
Berlin-Wittenau, Aktie 1.000 Mark
1.6.1911 (Auflage 1434, R 10) VF
Großes Hochformat, schön verzierte Umrahmung.
Bedeutender Titel, zuvor vollkommen unbekannt
gewesen! Nur 5 Stück wurden im Reichsbankschatz gefunden.
Uraltes, bereits 1863 gegründetes Unternehmen. Herstellung
von Röhren und sonstigen Walzwerkerzeugnissen aller Art sowie
von Blech-, Preß-, Stanz- und Ziehteilen aus Eisen, Stahl und
Metall. Stammwerk in Berlin-Wittenau, Fennstr. 27. Dazu wurde
schon 1899 ein mitten in Bielefeld gelegenes großes Rohrwerk
erworben (1930 stillgelegt). Anläßlich der Übernahme der “Eisenwerk Schladern AG Kammerich” in Schladern a. d. Sieg 1896
Umwandlung in eine AG zunächst als “Vereinigte Kammerich’
sche Werke”, umbenannt 1911 in “Vereinigte Kammerich’ und
Die Kunstmühle in Rosenheim um 1890
Los 1517
Schätzwert 400-500 €
Vereinigte Kunstmühlen
Landshut-Rosenheim AG
Landshut, Namensaktie 1.000 RM 24.11.1941
(Auflage 550, R 11), ausgestellt auf Frl.
Julie und Frl. Marie Pfeiffer, Bonn a. Rh EF+
Nr. 1515
Von den nur 2 im Reichsbankschatz gefundenen
Stücken ist dies das letzte noch verfügbare.
Schätzwert 200-250 €
Vereinigte Harzer
Portlandzement- und Kalkindustrie AG
Wernigerode, Globalaktie 100.000 RM
4.4.1945 (R 8) UNC
Maschinenschriftliche Ausführung, mit Originalunterschriften. Ebenfalls zuvor vollkommen unbekannt gewesen.
Nr. 1517
Nr. 1518
125
Los 1518
Schätzwert 500-625 €
Vereinigte Märkische Tuchfabriken AG
Berlin, Aktie 1.000 Mark Jan. 1922
(Auflage 10000, R 12) VF
3.500 RM heraufgestempelt. Reine Familien-AG mit den Familien Weinstock (Linz a. Rh.) und Engers (Andernach) als Großaktionären. Die Ertragskraft der Vorkriegszeit wurde nie wieder
auch nur annähernd erreicht. 1960 (zu der Zeit waren noch ca.
300 Mitarbeiter beschäftigt) in eine GmbH umgewandelt.
Ältestes bekanntes Stück dieser bedeutenden Textilfirma, ein Unikat aus dem Reichsbankschatz.
Gründung 1889 zur Übernahme der seit 1861 bestehenden
Wollwarenfabrik Wilhelm Müller in Berlin-Luckenwalde. Werke
in Luckenwalde, Niederschöneweide und Sagan. Börsennotiz
Berlin. 1960 wurde die AG nach West-Berlin verlagert und abgewickelt. Die in der DDR enteigneten Betriebe insbesondere in
Luckenwalde dagegen bestanden bis nach der Wende weiter.
Schon 1781 hatte Friedrich der Große dem Frankfurter Kaufmann Thomas de Vins die “Konzession zum Betrieb einer Wollzeugfabrik nach Geraer Art” erteilt. 1782-85 errichtete de Vins
für sich ein prachtvolles Herrenhaus, heute als Hotel Vierseithof
das erste Haus am Platze. Die Streichung staatlicher Vergünstigungen in den Schrecken der napoleonischen Zeit bedeutete für
fast alle Tuchmacher Luckenwaldes, auch die “Grosse Fabrik”
von Vins, den Ruin. Napoleons Kontinentalsperre gegen England
verbessert die Lage der Branche wieder, 1806 erwirbt der Fabrikant Busse die stillliegnde Vins’sche Fabrik und führt die industrielle Produktion ein, schon 1828 kommt die erste Dampfmaschine zum Einsatz. Vor allem mit Uniformtuchen macht die
Luckenwalder Tuchindustrie gute Geschäfte. 1947 als VEB Volltuch Luckenwalde in Volkseigentum überführt, nach der Wende
die Luckenwalder Tuchfabrik GmbH, 1991 stillgelegt.
Teppichhaus GmbH in Braunschweig (von der Braunschweigischen AG für Jute- und Flachsindustrie) 1988 Gründung der
Cito Werk Zweirad und Freizeitartikel GmbH in Garrel. Die Diversifizierung schlug fehl, 1993 Umfirmierung in TERREX Handels-AG und Konzentration auf Im- und Export sowie Großhandel von Geschenkartikeln. Zuletzt wurde als Geschäftszweck
angegeben “Erwerb und Verwaltung von Grundstücken und Gebäuden sowie Instandsetzung von Gebäuden, speziell Dachdecker- und Dachklempnerarbeiten” - eine wahrlich bunte Firmengeschichte, die 2009 in der Insolvenz endete.
Los 1522
Zielenzig, Aktie 1.000 Mark 30.12.1922
(Auflage 19000, R 4) EF
Großformatiges Papier.
Los 1525
Schätzwert 50-100 €
Vereinigte Schmirgelund Maschinen-Fabriken AG
Hannover-Hainholz, Aktie 1.000 RM
15.8.1931 (Auflage 500, R 5) EF
Gründung 1898 unter Übernahme der Firmen S. Oppenheim &
Co. in Hannover (gegr. 1864) und Schlesinger & Co. in Harburg.
Produktion von Schleifpapieren und Schleifgeweben jeder Art.
Die zuvor außerdem betriebene Maschinenfabrik in HannoverHainholz wurde in Folge der Weltwirtschaftskrise 1930 stillgelegt, ebenso 1931 das ehemals Schlesinger’sche Werk in Harburg (am Bahnhof der Unterelbischen Eisenbahn an der
Blohmstraße). Großaktionäre der bis heute in Hannover börsennotierten AG sind die Dresdner Bank (über 25 %) und die
Zündwarenfabrik Starcke in Melle (über 50 %).
Los 1523
Schätzwert 30-75 €
Vereinigte Pinsel-Fabriken
Nürnberg, Aktie 100 RM Juni 1940
(Auflage 4500, R 5) UNC-EF
Gründung 1889 durch Zusammenlegung von 15 Pinselfabriken in Nürnberg und Hummelstein. Börsennotiz: Freiverkehr
München und Frankfurt/M.
Schätzwert 30-80 €
Vereinigte Maschinenfabriken AG
Schätzwert 125-200 €
Vereinigte Möbelwerke AG
Andernach a. Rhein, Aktie 100 RM Sept.
1937 (kpl. Neudruck der Aktien, Auflage
1600, R 8) EF
Gründung 1922. Ansässig auf einem knapp 80.000 qm großen
Areal in der Aktienstr. 88, laut Eigenwerbung “größte Spezialfabrik Mittel- und Westdeutschlands für eichenfournierte und polierte Schlafzimmer”. Selbst in der Weltwirtschaftskrise verdiente die AG klotzig Geld und zahlte stets Dividenden von 10
% und mehr. 1941 konnte deshalb eine außergewöhnlich kräftige Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln erfolgen: Der Aktiennennwert wurde von 100 auf 350 RM bzw. von 1.000 auf
Schätzwert 30-75 €
Vereinigte Wäschefabriken AG
Aue i.Sa., Aktie 100 RM 17.4.1941
(Auflage 570, R 5) UNC-EF
Gründung 1911 als „Wäschefabriken Gebr. Simon AG“. 1927
wurde die Wäsche-Industrie AG Schneeberg übernommen,
1933 Umfirmierung wie oben. Fabriken in Aue, Zschorlau,
Grünstädtel und Bockau.
Schätzwert 275-350 €
Durlach, Namensaktie 100 RM Aug. 1930
(Auflage 250, 1938 in Inhaberaktie
umgewandelt, R 10) VF+
Aktien dieser Ges. waren bislang vollkommen unbekannt gewesen, nur 5 Stück wurden jetzt im
Reichsbankschatz gefunden. Rostflecke.
Um 1880 gründete Franz Xaver Schmidt mit zunächst 6 Arbeitern eine Margarinefabrik Sein Sohn Fritz Schmidt und Ludwig
Silber erweiterten das Unternehmen in der Alten Weingartener
Str. 54 im heute zu Karlsruhe gehörenden Durlach 1897 zur
“Süddeutsche Margarine- und Fettwerke GmbH”. Fortan empfahl man sich als “Spezialfabrik für das Bäcker- und Konditorengewerbe und Lieferant vieler Krankenhäuser, Heilanstalten,
Strafanstalten und Kolonialwarenhandlungen”. 1921 in eine AG
umgewandelt. 1936 wurde in der Alten Weingartener Straße
ein modernes Verwaltungsgebäude errichtet sowie ein Luftschutzbunker für 70 Beschäftigte. 1954 Einstellung der Margarineproduktion. Die Fabrik wurde danach von der Süddeutsche Schokolade-Union (später Farüchoc) genutzt, heute beherbergen die Gebäude einen Aldi-Markt.
Gumbinnen, Aktie 1.000 RM April 1937
(Auflage 400, R 4, kpl. Aktienneudruck) EF
Los 1521
Los 1528
Vereinigte Süddeutsche
Margarine- und Fettwerke AG
Vereinigte Märkische Tuchfabriken AG
Gründung der Maschinenfabrik A. Dinger 1860, AG seit 1917.
Hergestellt wurden Diesel- und Schwerölmotoren, Dresch- und
Häckselmaschinen, Schrotmühlen. 1944 kurzzeitige Betriebsverlagerung nach Bartenstein, kurz darauf Versuch eines Neuanfangs in Wilhelmshaven (Betrieb 1949 geschlossen).
Großformatiger dekorativer Wert mit Spitzenmuster und Spinnrad in der Umrandung.
Schätzwert 10-40 €
Los 1526
Los 1520
Barmen, Aktie 1.000 Mark 15.1.1922
(Auflage 9000, R 7) EF
Vereinigte Neumärkische
Kohlenwerke AG
Schätzwert 20-50 €
Berlin, Aktie 1.000 RM Febr. 1942
(Auflage 790, R 3) UNC-EF
Schätzwert 30-60 €
Vereinigte Textilwerke
Mann & Reinhard AG
Gründung 1916. Bis 1921: Lippische Textilwerke AG mit Sitz in
Dortmund. Herstellung von Klöppelspitzen, Gummiband und
Wandbespannstoffen. 1921 Erwerb der Fa. Mann & Reinhard
zu Barmen-Langerfeld, 1922 Erwerb der Fabrikgebäude und
Fabrikationseinrichtungen der Klöppelspitzenfabrik Homberg &
Co. GmbH.
Gründung 1921, bis 11.4.1921 lautete die Firma Plastische
Kunst AG mit Sitz in Berlin. Pachtung von Braunkohlenfeldern,
deren Abbau und Herstellung von Briketts. 1922 Fusion mit
den Arensdorfer Braunkohlenwerke u. Brikettfabrik AG, Zielenzig zur Vereinigte Neumärkische Kohlenwerke AG. Bereits 1924
in Konkurs.
Los 1519
Los 1527
Los 1529
Schätzwert 75-125 €
Vereinigte Windturbinen-Werke AG
Meissen i.Sa., Aktie 20 RM 15.9.1933
(Auflage nur 64 Stück, R 6) EF
Hektographierte Ausführung, mit Originalunterschriften.
Los 1524
Gründung 1923 zwecks Herstellung und Vertrieb von Windkraftanlagen und Ventilatoren. Firmensitz war bis 1930 in Dresden, danach in Meißen. Eine Sanierung war 1932 erfolgreich,
aber erst ab 1940 konnten Dividenden zwischen 10 und 15 %
ausgeschüttet werden. 1945 wurde die Ges. mit den Firmen
Schindler und Grünewald, Meißen und Kuhnert Turbowerke AG,
Meißen zum Turbowerk Meißen vereinigt und 1948 als Turbowerke Meißen in Volkseigentum überführt. 1992 Übernahme
durch Howden, Gründung der Turbowerke Meißen Howden
GmbH. 2006 wurde das Unternehmen in Howden Turbowerke
GmbH umbenannt.
Schätzwert 30-75 €
Vereinigte Rumpuswerke AG
M.-Gladbach, Aktie 1.000 RM Nov. 1941
(Auflage 1750, R 3, kpl. Aktienneudruck) EF
Gründung 1923 durch Zusammenschluß der Firmen Bönnhoff,
Rumpus & Co. (gegr. 1913), J. Frank & Sohn GmbH (beide in
Mönchengladbach, Baumwollspinnerei und -weberei, Ausrüstung, Bleicherei und Färberei) und Hoster & Sohn GmbH,
Waldniel (Leinen- und Halbleinenweberei). 1932 außerdem
Übernahme der Spinnindustrie AG vorm. Mühlen & Peltzer,
Rheydt-Giesenkirchen (Zweizylinder- und Vigognespinnerei).
1971-80 schrittweise Stilllegung aller zuvor in eine Tochterfirma ausgegliederten Textilbetriebe. 1984 Reaktivierung des
Börsenmantels und Umfirmierung in TERREX-Rumpus AG, zugleich Sitzverlegung nach Hamburg-Oststeinbek. 1985 Beteiligung an der M.A.C. Textil-GmbH in Hamburg und Übernahme
der Alexander Lisch GmbH in Oststeinbek (Andenken, Souvenirartikel und Seidenblumen), 1987 Übernahme der Löwen-
Nr. 1527
Los 1530
Schätzwert 30-80 €
Vereinigte Zwieseler & Pirnaer
Farbenglaswerke AG
Pirna, Aktie 1.000 RM Mai 1931 (Auflage
1100, R 4, kpl. Aktienneudruck nach
Kapitalschnitt) EF
Nr. 1521
126
Nr. 1526
Gründung 1898 unter Übernahme der Zwieseler Farbenglashütten Gebr. Tasche in München. 1899 Erwerb der Sächsischen Kathedral- und Farbenglaswerke Müller, Krug & Co. in
Pirna und Umbenennung wie oben. Bis 1928 in München börsennotiert. Nach diversen Kapitalschnitten machte 1932 der
Großaktionär (Jenaer Glaswerke Schott & Genossen) den freien
Aktionären ein Übernahmeangebot zu 20 %. 1940 umbenannt
in Vereinigte Farbenglaswerke AG, zugleich Sitzverlegung nach
Pirna.
Los 1531
Schätzwert 20-60 €
Vereinsbrauerei Oelsnitz i.V. AG
Oelsnitz i.V., Aktie 1.000 Mark 22.5.1922
(Auflage 750, R 6) EF-VF
Hervorgegangen aus der früheren Kommunbrauerei, seit 1889
die Vereinsbrauerei Oelsnitz Rudolph Kuhn & Co., 1899 Umwandlung in eine AG. Die kleine Jahresproduktion von kaum
mehr als 15.000 hl wurde überwiegend in 18 eigenen Gaststätten ausgeschenkt, außerdem besaß die Vereinsbrauerei
das Hotel “Münchner Hof” in Bad Elster. Zu DDR-Zeiten nicht
enteignet, sondern 1954 in eine KG mit staatlicher Beteiligung
umgewandelt. 1978 stillgelegt.
briefte. Stücke aus dieser Anleihe waren zuvor völlig unbekannt gewesen, nur 2 Stück lagen im
Reichsbankschatz.
Gründung 1871. Besitztum: a) eine Nickelfabrik in Naumburg
und Theuern, b) ein bei Sagmyra in Schweden gelegenes Nikkelbergwerk mit den Grubenfeldern Slättberg und Kusa. Selbst
der sonst sehr zurückhaltend formulierende Saling schreibt,
dieses Bergwerk sei der Gesellschaft 1872 „für 3 Mio. Mark
angehängt“ worden - nach Auflösung der Gesellschaft ließ sich
das Bergwerk 1887 für gerade einmal 22.000 M verkaufen.
Los 1540
Betrieb eines Fremden- und Altersheimes, einer Kuranstalt und
ähnlicher Einrichtungen, ferner die Pflege kranker und gebrechlicher Personen ohne Unterschied der Religion, des Alters
und des Standes. Später kam noch ein Mädchenheim und ein
Kindergarten hinzu. Die Einrichtungen liegen auf den Grundstücken Stefanienstr. 9-11, Scheibenstr. 2/4/6/12 und Hardstr.
3. Die Aktiengesellschaft bestand bis Ende der 60er Jahre.
Los 1538
Los 1532
Schätzwert 300-400 €
Los 1535
Schätzwert 150-250 €
Versicherungs-Gesellschaft Hamburg
Viktoria Sportplatz Gesellschaft mbH
Hamburg, Namensaktie 2.500 Mark
1.2.1910 (Auflage 400, R 9) VF
Magdeburg, Namens-Anteil 1.000 Mark
27.11.1920 (R 7) EF
1924 umgestellt auf 300 Goldmark. Nur 9 Stück
lagen im Reichsbankschatz.
Sehr dekorative graphische Gestaltung. Originalsignaturen.
Gründung 1897 durch eine Anzahl Banken, Kaufleute und
Großindustrielle (u.a. den auch lange im AR vertretenen Kölner
Bankier Deichmann und den Hamburger Guano-Fabrikanten
von Ohlendorff), Sitz im Europahaus (Alsterdamm 39). 1901
wurde ein Teil der Transport- und Unfallbranche auf die neu gegründete “Albingia” übertragen, seitdem weitgehende Beschränkung auf das Rückversicherungsgeschäft. 1911 wurde
das wertvollste Aktivum erworben: Eine maßgebliche Beteiligung bei der Lebensversicherungs-AG “Vita” in Mannheim, die
in Hamburg-Mannheimer Versicherungs-AG umbenannt und
nach Hamburg verlegt wurde. 1917 Beteiligung beim Bulgarischen Phönix in Sofia. Die Anteile an der Hamburg American
Insurance Company in New York wurden 1927 an die gemeinsam mit Hallgarten & Co. und J. Henry Schröder Bank Corp.,
New York gegründete “New York Hamburg Corporation” verkauft. Deren Leitung hatte Franz Mutzenbecher inne, zugleich
auch Vorstandsmitglied der Versicherungs-Gesellschaft Hamburg und über die Firma Mutzenbecher & Co., New York ihr
Großaktionär. Das Lebens-Rückversicherungsgeschäft und die
Beteiligung an der Hamburg-Mannheimer wurden 1930 an die
Brand och Lifförsäkrings-AB Svea in Göteborg verkauft. Noch
Mitte 1931 wurden in Hamburg übernommen der Europäische
Lloyd und die Versicherungs-Gesellschaft von 1873 AG, doch
nur ein gutes Jahr später forderte die Weltwirtschaftskrise ihren Tribut: 1932 trat die Ges. in Liquidation, die aber ehrenvoll
endete. 1936 waren alle Gläubiger befriedigt und an die Aktionäre kam noch eine Quote von 10 % zur Verteilung.
In Magdeburg gibt es zwei Vereine, die als Emittenten in Frage
kommen könnten: 1. FC Victoria Magdeburg, gegründet 1896,
heute 1. FC Magdeburg; 2. Der FuCC Cricket-Viktoria 1897
Magdeburg, ein Fußballverein und Cricketclub, gegründet
1897. Beide Vereine wurden 1945 verboten und aufgelöst.
Los 1533
Schätzwert 250-300 €
Versicherungs-Gesellschaft Hamburg
Hamburg, Namensaktie Lit. B 2.500 Mark
Aug. 1917 (Auflage 800, R 8) VF+
1924 umgestellt auf 300 Goldmark. Identische
Gestaltung wie voriges Los.
Los 1536
Schätzwert 400-500 €
Victoria-Hütte
Berlin, 6 % Schuldv. 500 Mark 1.4.1881
(Auflage 500, R 11) VF
Mit anhängendem Genußschein, der Rechte aus
dem Verkauf von 200 Aktien der Sägmyra AB ver-
Auerbach i.V., Aktie 10.000 Mark Sept.
1923 (Auflage 35000, R 10) EF-VF
Gegründet 1867 als Spar- und Vorschußverein zu Auerbach. Ab
1913 als Auerbacher Bank eGmbH firmierend. 1922 unter anfänglicher Beibehaltung des Namens Umwandlung in eine AG,
1923 umfirmiert in Vogtländische Credit-Bank AG. 1924 Sitzverlegung von Auerbach nach Plauen. Zweigniederlassungen
bestanden in Bad Elster, Falkenstein, Oelsnitz, Schöneck und
Zeulenroda. 1929 Konkurseröffnung.
Schätzwert 50-150 €
Vogtländisch-Erzgebirgische
Treuhand-AG
Plauen i.V., Aktie 5.000 Mark 5.3.1923
(Auflage 300, R 5) EF
Gegründet 1921 zum Zwecke der Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Buchführung und Unternehmensberatung, außerdem
Vermögensverwaltung und Übernahme von Treuhand-Geschäften. Die Ges. stand der Plauener Bank nahe. Mit 10 Mitarbeitern bestand sie bis nach 1945.
Los 1541
Schätzwert 300-375 €
Vogtländische FlughafenBetriebsgesellschaft mbH
Plauen i.V., Stammanteil 1.000 RM
13.5.1925 (R 9), ausgestellt auf die
Falkensteiner Gardinenfabrik EF-VF
Originalunterschriften Lesser für den Vorstand und
Oberbürgermeister Georg Lehmann für den Aufsichtsrat.
Gegründet 1925 zum Bau und Betrieb des Verkehrslandeplatzes
in Kauschwitz bei Plauen, der sogar in das Netz der Lufthansa
eingebunden war. Gründer waren neben der Stadtgemeinde
Plauen (25 %) und der Sächsische Flughäfen-Betriebs GmbH
(20 %) vor allem am Bestehen des Flughafens interessierte Wirtschaftsunternehmen. Im 2. Weltkrieg von der Luftwaffe als Fliegerhorst genutzt. Außerdem wurden (was den Alliierten während
des ganzen Krieges verborgen blieb!) im nahegelegenen “Waldwerk” Syrau in Baracken unter Tarnnetzen überwiegend von
französischen Kriegsgefangenen und Häftlingen aus dem Lager
Mehlteuer über 1.000 Jagdflugzeuge bzw. Jagdbomber vom Typ
Me 109 produziert und in Plauen-Kauschwitz probegeflogen,
auch die Endmontagehalle befand sich auf dem Flughafengelände. Nach dem Krieg wurden das geheime Flugzeugwerk im Märchenwald zwischen Syrau und Kauschwitz und der Flughafen
von den Sowjets genutzt, später übernahm die NVA. Heute überdeckt ein Gewerbegebiet die Reste der Anlage, die Fläche des
ehemaligen Flugfeldes wird landwirtschaftlich genutzt.
Schätzwert 40-75 €
Viktoriapark AG
für landwirtschaftliche Industrie
Berlin, Aktie 400 RM 18.2.1925 (Auflage
2000, R 7) EF
Gründung 1921 als „Export- und Handels-AG“, Potsdam. Fortführung der 1888 gegründeten Milchkuranstalt am Viktoriapark
(Kreuzbergstr. 27/28).
Los 1539
Schätzwert 500-625 €
Vogtländische Carbonisiranstalt
Los 1537
Schätzwert 400-500 €
Vincentius-Verein in Baden-Baden AG
Los 1534
Schätzwert 300-375 €
Vogtländische Credit-Bank AG
Baden-Baden, Actie 200 Mark
24.10.1881. Gründeraktie (Auflage 500,
R 10), ausgestellt auf Herrn Emil Belzer, Baden
Hübsche Mäander-Umrandung, Originalunterschriften. Einzelstück aus dem Reichsbankschatz.
Randschäden fachgerecht restauriert, jetzt wieder
sehr passabel aussehend.
Grün, Actie 5.000 Mark 30.6.1896 (Auflage
nur 20 Stück, R 9), ausgestellt auf
Ferdinand Roth in Lengenfeld i.V EF-VF
Zuvor ganz unbekannt gewesen, nur 6 Stück wurden im Reichsbankschatz gefunden.
Gründung 1889 zur Karbonisierung von Wolle und Kämmlingen
in Lohnarbeit. Das Karbonisieren befreite die Wolle durch ein Bad
in 4 %iger Schwefelsäure von pflanzlichen Stoffen (z.B. Kletten).
Die organischen Substanzen wurden dabei zerstört, während die
Wolle erhalten blieb. Seinerzeit börsennotiert im Freiverkehr
Chemnitz. Das Unternehmen bestand bis nach 1945.
Los 1542
Schätzwert 30-75 €
Vogtländische Spitzenweberei AG
Plauen i.V., Aktie 1.000 RM Nov. 1938
(Auflage 500, R 4, kpl. Aktienneudruck) EF
Schöner Druck in Form eines Spitzenmusters.
Gründung 1907. Herstellung von baumwollenen, seidenen,
kunstseidenen und wollenen Webspitzen, kunstseidenen Spitzenschals, seidenen Schleiertüllen. Betriebsanlagen: Spitzenweberei, Raschelwirkerei und Spulerei. Börsennotiz Leipzig.
127
Los 1543
Schätzwert 10-40 €
Voigt & Haeffner AG
Frankfurt a.M., Aktie 1.000 RM Mai 1935
(Auflage 3075, R 4) EF
Lochentwertet (RB) sowie links unten großer Eckabschnitt.
Gründung 1885 als Firma Staudt & Voigt, 1889 Verlegung des
Werkes von der Innenstadt nach Bockenheim, 1900 Umwandlung in eine AG, nachdem die internationale elektrotechnische
Ausstellung in Frankfurt und der einsetzende schnelle Aufschwung der Elektrotechnik der Firma starke Erfolge brachte.
Hergestellt wurde Installationsmaterial jeder Art für Industrie,
Bergwerke und Schiffe, Hoch- und Niederspannungs-Schaltgeräte und komplette Schaltwarten. Schon 1896 wurde für die
Anwendung des elektrischen Stromes für Koch- und Heizzwecke außerdem die “Chemisch-elektrische Fabrik Prometheus gegründet”. Bald beschäftigte das Werk an die 4.000
Mitarbeiter, was 1910 eine erneute Verlegung auf das Gelände
des neuen Osthafens erforderte. Börsennotiz Frankfurt und (bis
1935) Berlin. Nachdem die Familie ihre Anteile abgegeben hatte waren lange die Deutsche und die Dresdner Bank Großaktionäre, 1940 ging die Aktienmehrheit dann an die Deutsche
Continental-Gas-Ges. in Dessau. 1952 gemeinsam mit der
Schorch-Werke AG, Rheydt Gründung einer Produtionstochter
in Sao Paulo, Brasilien. 1959 ebenso wie die Contigas-Tochter
Askania-Werke AG, Berlin-Mariendorf (vorm. Dessau) und die
Kabelwerk Vohwinkel GmbH auf die Schorch-Werke AG in
Mönchengladbach verschmolzen, die sich in “Continental
Elektroindustrie AG” umbenannte. Schließlich übernahm 1964
die Bergmann Elektricitätswerke AG, Berlin und damit der Siemens-Konzern die Aktienmehrheit.
Nr. 1546
Nr. 1550
Gegründet 1905 zum Bau eines Ledigenheimes für alleinstehende, insbesondere unverheiratete Personen der minderbegüterten Volksklassen. 1938/39 umbenannt in “Volkswohnheim Gemeinnützige AG”. Das Haus mit 335 Zimmern, die
stets voll besetzt waren, wurde am 1.4.1908 eröffnet. Das
Grundstück Danckelmannstr. 47 hatte die Stadt Charlottenburg
im Erbbaurecht zur Verfügung gestellt. Zu dem Komplex gehörten auch 3 Läden, eine städtische Volksbücherei und eine
städtische Badeanstalt sowie ein Altersheim (letzteres im 2.
Weltkrieg total zerstört). Aufgrund des gemeinnützigen Charakters waren Dividendenzahlungen auf 4 % limitiert, bei Übertragung von Aktien war das Bezirksamt Berlin-Charlottenburg anzuhören. 1956 Erwerb der Ruinengrundstücke Wassertorstr.
51-53, wo eine Wohnanlage mit 48 1- und 2-Zimmer-Wohnungen errichtet wurde. Ab 1961 größere Baumaßnahmen in
der Prinzenstraße, wo 1965 auch ein 13-geschossiges Hochhaus mit 128 Wohnungen gebaut wurde. Nach dem Krieg erwarb die Gemeinnützige Wohnungsbau-AG Groß-Berlin peu-ápeu alle Aktien, Ende der 1960er Jahre erreichte sie 100 %
und gab davon 75,76 % an den Finanzsenator weiter, ehe beide Unternehmen 1971 verschmolzen wurden.
Los 1549
Friedrichshain N.-L., Aktie 1.000 Mark
27.11.1920 (Auflage 1500, R 2) EF
Los 1547
Los 1546
Schätzwert 320-400 €
Volkshotel-AG „Ledigenheim“
Charlottenburg, Namensaktie 1.000 Mark
7.6.1905. Gründeraktie (Auflage nur 67
Stück, R 8) VF
Originalunterschriften.
Schätzwert 25-100 €
von Poncet Glashüttenwerke AG
Schätzwert 20-50 €
Volksstaat Hessen
Darmstadt, 8 % Teilschuldv. 100 RM
20.2.1929 (R 4) EF
Prozentsatz auf 3,5 % geändert.
Hessen, Reichsfürstentum seit 1292, wurde 1567 durch Erbfolge gevierteilt. Später blieben nur Hessen-Kassel (18681944 die preußische Provinz Hessen-Nassau) und HessenDarmstadt (zunächst Großherzogtum, 1918-45 Freistaat). Das
heutige Land Hessen wurde am 19.9.1945 gebildet.
Bei der Gründung der AG 1905 wurden eingebracht: das von
der bisherigen offenen Handelsgesellschaft von Poncet Glashüttenwerke zu Friedrichshain (Niederlausitz) betriebene Handels- u. Fabrikationsgeschäft einschl. der den Teilhabern an
dieser Ges. gehörigen Grundbesitze in Friedrichshain, Wolfshain u. Horlitza, bes. das Rittergut Wolfshain u. Friedrichshain,
die Reuthener Haide, die Julius-Grube u. die drauf betriebene
Land- u. Forstwirtschaft. Die Ges. unterhält Zweigniederlassungen in Berlin, Duisdorf bei Bonn und Wiesau (Kr. Sprottau).
Los 1550
Schätzwert 225-300 €
Vorarlberger Zementwerke Lorüns AG
Bludenz, Aktie 1.000 RM Dez. 1939
(Auflage 2454, R 11) EF-VF
Nur 2 Stück lagen im Reichsbankschatz.
Gründung 1907 als GmbH, AG seit 1925. Zementfabriken und
Wasserkraftwerke an der Ill und Alfenz in Lorüns und Ludesch.
Erzeugt wurde Portlandzement und Durcitkalk.
Los 1544
Schätzwert 75-150 €
Volksbank Magdeburg eGmbH
Magdeburg, Anteilschein 150 RM
30.9.1943 (R 6) EF
Originalunterschriften.
Gründung 1916 wegen der herrschenden Finanzierungs-Notlage als “Genossenschaft Magdeburger Hausbesitzer zur Beschaffung und Sicherung von Hypotheken eGmbH” auf Initiative des Verbandes der Hausbesitzervereine Magdeburgs mit
Unterstützung der Stadtverwaltung. Genosse konnte nur werden, wer Mitglied in einem Hausbesitzerverein war. 1925 umbenannt in “Bank für Handel und Grundbesitz eGmbH”. Fortan
betrieb die Bank alle Arten von Bankgeschäften für Ihre Mitglieder sowie auch für Nichtmitglieder das Depositengeschäft.
1929 Bezug eines neuen Gebäudes in der Otto-von-GuerickeStr. 40 a. Seit Mitte 1933 Mitglied im Mitteldeutschen Genossenschaftsverband (Schultze-Delitzsch) e.V. Ende 1941 umbenannt in “Volksbank Magdeburg eGmbH”. 1943 Aufnahme der
“Sparer-Haus- und Wohnungsgenossenschaft Magdeburg
eGmbH” durch Verschmelzung. Beim Bombenangriff vom
16.1.1945 wird die Bankzentrale weitgehend zerstört, wichtige
Unterlagen verbrennen. Auf der Grundlage entsprechender
SMAD-Befehle wird die Bank am 13.9.1945 in der Olvenstedter Str. 10 wieder eröffnet sowie 1946 umbenannt in “Bank für
Handwerk und Gewerbe eGmbH” und in die Otto-von-Guerikke-Str. 65 umquartiert. 1965 Verschmelzung mit der Bank für
Handel und Gewerbe eGmbH in Niederndodeleben. Beim 50jährigen Bestehen 1966 hat die Bank 45 Mitarbeiter, Zweigstellen in Sudenburg, Buckau, Barby und Niederndodeleben
und auch zu DDR-Zeiten noch 1150 Mitglieder. Erneut umbenannt 1970 in “Genossenschaftsbank für Handwerk und Gewerbe” und 1974 in “Genossenschaftskasse für Handwerk und
Gewerbe der Deutschen Demokratischen Republik Magdeburg”. Die Bank unterlag nun der Aufsicht der Stadtverordnetenversammlung und des Rates und war die viertgrößte ihrer
Art in der DDR. Nach der Wende zum 1.4.1990 wieder zurükkbenannt in “Volksbank Magdeburg eG”. Zum 1.10.1990 zieht
die Bank nach umfangreichen Modernisierungsarbeiten in ihr
heutiges Domizil Breiter Weg 212. 1991 Aufnahme der Raiffeisenbank Magdeburg eG durch Verschmelzung. 1992 Errichtung einer Zweigniederlassung in Wolmirstedt.
Los 1545
Los 1548
Schätzwert 20-50 €
vom Rath, Schoeller & Skene AG
Klettendorf Kr. Breslau, Aktie 200 RM Mai
1934 (Auflage 45000, davon aber ein
größerer Teil in Sammelurkunden
verbrieft, R 3) EF
Ehemaliges Ledigenheim der Volkshotel AG
Gründung 1922 zum Betrieb einer Zuckerfabrik und Raffinerie.
Außerdem gehörten der AG selbst fast 5.000 ha Ackerflächen.
Börsennotiz im Freiverkehr Breslau, Großaktionär war die Süddeutsche Zucker-AG in Mannheim.
Los 1551
Schätzwert 30-75 €
Vorschuß-Verein zu Alsleben
Baumeier, Otto, Kieling & Co. KGaA
Alsleben a.S., Namensaktie Serie C 100
RM 1.7.1927 (Auflage 466, R 5) EF
Gründung 1872 als Genossenschafts-Bank, seit 1889 KGaA.
Schätzwert 1000-1300 €
Volkshotel-AG „Ledigenheim“
Charlottenburg, Namensaktie 500 Mark
7.6.1905. Gründeraktie (Auflage nur 26
Stück, R 10) VF
Nur 3 Stück lagen im Reichsbankschatz.
128
Nr. 1545
Nr. 1552
Los 1552
Schätzwert 50-125 €
Vorwohler Portland-Cement-Fabrik
Planck & Co. AG
Hannover, Aktie 1.200 Mark 22.11.1921
(Auflage 1696, R 5) EF-VF
Jugendstil-Umrandung.
Gegründet 1872 in Vorwohle (heute zu Eimen gehörend), Kreis
Holzminden, als Vorwohler Portland-Cement-Fabrik Prüssing,
Planck & Co. (Kommanditgesellschaft), 1875 Umwandlung in
eine KGaA. Mitbegründer war Godhard Prüssing (1828-1903),
der Erfinder des Hüttenzements, der zuvor in braunschweigischen Staatsdiensten den Bau der Eisenbahn HolzmindenKreiensen geleitet hatte. Sein Name entfiel 1888 nach seinem
Ausscheiden aus der Firma (er erbaute sodann die Portlandzementfabrik Guthmann & Jeserich in Kalkberge-Rüdersdorf bei
Berlin). 1894 Verlegung des juristischen Sitzes nach Hannover,
1907 Umwandlung von einer KGaA in eine AG. 1928 schließlich umbenannt in Vorwohler Portland-Cement-Fabrik AG. Börsennotiert in Berlin, Braunschweig und Hannover. Der 1942 abgeschlossene Interessengemeinschaftsvertrag mit den weiteren Werken “Alemannia” in Höver, Hoiersdorf, “Siegfried” in
Salzderhelden und Wunstorf (die sich 1950 zur Norddeutsche
Portland-Cementfabriken AG zusammenschlossen, seit 1964
kurz Nordcement AG) mündete 1957 in der Verschmelzung der
Vorwohler Ges. mit der Nordcement, die ohnehin schon knapp
90 % der Aktien besaß. 1968 erwarb der Schweizer Holderbank-Konzern (heute Holcim) über die Breitenburger Portlandcementfabrik AG die Nordcement-Aktienmehrheit.
te nach der Gründung wurde die AG bereits 1934 wieder aufgelöst.
Wasserwerk für das nördliche westfälische Kohlenrevier: Ansicht des Wasserwerks in Haltern um 1910
Los 1558
Schätzwert 400-500 €
Waggonfabrik AG
Rastatt, VZ-Aktie 1.000 Mark 1.2.1921
(Auflage 1000, R 10). Es handelt sich
hierbei um eine der damals gebräuchlichen
sog. “Schutzaktien”, die man zum Schutz
gegen Überfremdung mit Mehrfachstimmrecht
(in diesem Fall 10-faches Stimmrecht) an
befreundete Aktionäre, insbesondere
Banken, ausgab EF-VF
Los 1553
Schätzwert 30-80 €
VULKAN Gummiwarenfabrik
Weiss & Baessler AG
Leipzig-Lindenau, Aktie 500 RM
28.12.1926 (Auflage 1000, R 4) EF
Gegründet 1896, AG seit 27.6.1921. Herstellung und Vertrieb
von Weich- und Hartgummiwaren, speziell nahtlose und chirurgische Gummiwaren. Firmenmantel 1959 verlagert nach Köln,
Betrieb ab 1949 volkseigen, produzierte Igelit (in Westdeutschland als PVC bekannt).
Los 1556
Schätzwert 75-125 €
Von dieser mit Abstand seltensten Ausgabe der
Waggonfabrik wurden nur 5 Stück im Reichsbankschatz gefunden!
Waggon- und Maschinenfabrik AG
vorm. Busch
Bautzen, Aktie 1.000 RM Juli 1934
(Auflage 1750, R 5) EF
Gründung bereits 1846, AG ab 1896 als „Wagenbauanstalt und
Waggonfabrik für elektrische Bahnen (vorm. W. C. F. Busch) AG“
mit Sitz in Hamburg. Neben der Fabrik in Hamburg-Eimsbüttel
gehörte der AG auch die Waggonfabrik der vormaligen „Maschinenfabrik Melzer & Co. KG“ in Bautzen. 1912 Sitzverlegung
nach Bautzen. 1928 Fusion mit der Linke-Hofmann AG in Breslau (1934 wieder getrennt). Das in der DDR enteignete Werk in
Bautzen gehörte nach der Wende zur DWA Deutsche Waggonbau AG, seit 1998 Teil des kanadischen Bombardier-Konzerns.
Los 1561
Schätzwert 40-75 €
Warenkreditbank AG
Berlin, Aktie 1.000 Mark 25.8.1923
(Auflage nur 99 Stück, R 6) EF-VF
Los 1559
Schätzwert 50-125 €
Waggonfabrik AG
Rastatt, Aktie 5.000 Mark 15.2.1923
(Auflage 1000, R 4) EF
Gründung Dez. 1919. Beleihung und Bevorschussung von Waren, Förderung von Export und Import. 1922 Gründung der Donner & Lüders AG in Halberstadt, der Bayerischen Warencreditbank AG und der Bank für Handel und Filmindustrie AG, München. Im Okt. 1925 Beschluss der Auflösung und Liquidation.
Los 1562
Schätzwert 800-1000 €
Wasserwerk für das nördliche
westfälische Kohlenrevier
Los 1554
Schätzwert 20-50 €
Gelsenkirchen, Aktie 1.000 Mark
1.7.1906 (Auflage 8335, R 10) VF
Schätzwert 75-200 €
Zuvor völlig unbekannt gewesen, nur 3 Stück lagen im Reichsbankschatz.
Waggonfabrik AG
W. Krefft AG
Gevelsberg i.W., Aktie 1.000 RM Juni
1942 (Auflage 600, R 5) UNC-EF
Gründung 1907 unter Übernahme der seit 1872 bestehenden
“Gevelsberger Herdfabrik von W. Krefft” (die Vorgängerfirma
Gottfried Krefft, eine Schlosserei mit Ladengeschäft für Herde
und Öfen, bestand schon seit 1844). Herstellung und Vertrieb
von Herden, Öfen, Koch- und Heizapparaten. 1919/20 Errichtung einer Waggonfabrik (1925 wieder stillgelegt, Umstellung
auf große Giesserei). 1931 wurde mit dem Bau von Geschirrspülmaschinen und elektrischen Herden begonnen, später kamen Kühlschränke und Kühlanlagen dazu. 1946 begann die
Produktion von Radio- und Fernsehgeräten (1955 wieder eingestellt). Die früher in Berlin börsennotierte AG - eine große Fabrik mit über 2.500 Mitarbeitern - wurde 1967 in die Krefft
GmbH umgewandelt.
Los 1555
Los 1557
Rastatt, Aktie 1.000 Mark 1.1.1907
(Auflage 625, R 4) VF
Gründung 1897 zur Herstellung von Eisenbahn- und Straßenbahnwagen in Serie. Auf dem 137.000 qm großen Fabrikareal
(Werkstraße 2) waren bis zu 1.000 Mitarbeiter beschäftigt. Die
Ges. baute die Straßenbahnwagen für die Oberrheinische Eisenbahn-Gesellschaft (Karlsruhe und Stuttgart), außerdem regelmäßig mit dem Bau von Reisezugwagen für die Reichsbahn und
später die Deutsche Bundesbahn beschäftigt. Börsennotiert in
Mannheim und Frankfurt. In den 1960er Jahren übernahm die
Bauknecht Holding AG in Zürich die Aktienmehrheit, 1970 dann
in eine GmbH umgewandelt. Der Waggonbau wurde anschließend eingestellt. Neben dem Waggonreparaturgeschäft wurde in
der Folgezeit ein Metall- und ein Kunsttoffbereich entwickelt, der
vor allem als Automobilzulieferer (z.B. für Mercedes und Volvo)
arbeitet. 1985 kaufte der Waagenhersteller Bizerba die ehemalige Waggonfabrik. Heute die BWR Waggonreparatur GmbH.
Los 1560
Schätzwert 30-75 €
Walther & Cie. AG
Köln-Dellbrück, Aktie 100 RM Juli 1942
(Auflage 2500, R 3) UNC-EF
Gründung 1874. Bau von Kesselanlagen, Wanderrosten, Entstaubungsanlagen, Feuerlöschanlagen. In letzterer Branche als
Total-Walther-Feuerschutz noch heute tätiges Unternehmen.
Börsennotiz Düsseldorf.
Gründung 1887 mit Sitz in Castrop, gleich darauf Sitzverlegung
nach Schalke und 1892 nach Gelsenkirchen. Bereits 1891
wandelt sich das Unternehmen mit der Aufnahme der Wasserlieferungen an Recklinghausen zum überörtlichen Versorger. In
den folgenden Jahrzehnten kommen dutzende neuer Wasserwerke, Talsperren und Wasserkraftwerke hinzu. 1973 Umfirmierung in GELSENWASSER AG und Erwerb der Niederrheinische Gas- und Wasserwerke GmbH, Duisburg. Ab 1990 Aktivitäten auch in den neuen Bundesländern. 1998 weitere Expansion mit der Gründung der HanseWasser Ver- und Entsorgungs-GmbH, Bremen. Schritte ins europäische Ausland führen 2004 sogar nach Polen und 2007 nach Frankreich. Die
noch heute börsennotierte AG mit den Ruhrgebietskommunen
als Mehrheitsaktionäre besitzt aktuell 13 Wasserwerke und ein
Rohrnetz von 6415 km Länge. 1/3 der Umsätze werden zudem
in der Erdgasversorgung erwirtschaftet. Gelsenwasser ist damit
in Deutschland das grösste Unternehmen seiner Art.
Schätzwert 300-375 €
Wagfina Westeuropäische AG
für Finanzierungen
Berlin, Interimsschein 196..000 RM
6.11.1933 (Gründerstück, ausgegeben für
den Anteil des Hauptaktionärs George Winter
zu Berlin-Niederschönhausen, sofort weiter
übertragen an Jacquier & Securius; weitere
4 einzelne Stücke zu 1.000 RM waren für
die aktienrechtlich erforderlichen 4
Mitgründer ausgegeben, R 12) VF+
Maschinenschriftliche Ausfertigung. Originalunterschriften Adolphe Klaczkin für den Vorstand und
André Delgarde für den Aufsichtsrat. Ein Unikat
aus dem Reichsbankschatz.
Gründung 1933 durch französische Geschäftsleute für Finanzierungen insbesondere in der Filmbranche. Nur wenige Mona-
Nr. 1558
Nr. 1567
129
Los 1570
Schätzwert 25-100 €
Wertheim AG
für Handelsbeteiligungen
Berlin, Aktie 10.000 Mark Febr. 1923
(ohne Kontrollunterschrift, aus einer nicht
durchgeführten Kapitalerhöhung, R 3) UNC-EF
Mit schöner Vignette des Wertheim-Kaufhauses an
der Leipziger Straße in Berlin.
Gegründet ursprünglich 1875 in Stralsund, AG seit 1922. Betrieb von Warenhäusern, Beteiligungs-Holding der jüdischen
Familie Wertheim. 1938 umbenannt in AWAG Allgemeine Warenhandels-Gesellschaft AG, nachdem bei der “Arisierung” der
Karstadt-Konzern eingestiegen war. Erst 2006 erging ein höchstrichterliches Urteil, daß der in der DDR enteignete wertvolle
Grundbesitz in der Leipziger Straße nicht dem Karstadt-Konzern, sondern den Vertretern der jüdischen Alteigentümer zusteht.
Los 1571
Schätzwert 50-125 €
Wessel-Werk AG
Nr. 1562
Bonn, Aktie 100 RM Juli 1942 (Auflage
200, R 6) UNC-EF
Nr. 1566
Los 1566
Faksimilesignatur Dr. Josef Abs, Vater von Hermann Josef Abs. Josef Abs, Rechtsanwalt, war
Aufsichtsratsmitglied u.a. bei Braunkohlen- und
Brikettwerke Roddergrube AG, Phönix AG für
Braunkohlenverwertung, Selve Automobilwerke
AG, Wessels Wandplatten-Fabrik AG, Gerling-Konzern Allg. Vers.-AG, Feuervers.-AG, Kronprinz
Vers.-AG.
Schätzwert 1000-1250 €
Weißeritztalsperrengenossenschaft
Hainsberg, 4 % Schuldv. 5.000 Mark
23.11.1909 (Auflage 300, R 12) VF+
Los 1563
Schätzwert 10-50 €
Wasserwerk für das nördliche
westfälische Kohlenrevier
Gelsenkirchen, Aktie 1.000 RM Dez. 1941
(R 2) UNC
1.000er-Stücke dieses Jahrgangs waren zuvor
unbekannt.
Teil einer Anleihe vom 10 Mio. M zum Bau der Talsperren bei Malter und Klingenberg. Hochdekorativer Druck von G&D mit fast postkartengroßer
Abb. der Staumauer der Malterer Talsperre nördlich von Dippoldiswalde (8,78 Mio. Kubikmeter
Fassungsvermögen, fertiggestellt 1913). Dieser
höchste Nennwert war zuvor vollkommen unbekannt gewesen! Ein Unikat aus dem Reichsbankschatz.
Gründung 1896, AG seit 1922 als “Wessels Wandplatten-Fabrik AG”, 1942 umbenannt in Wessel-Werk AG. Herstellung von
Wand- und Fußbodenplatten sowie sonstiger keramischer Erzeugnisse. Das Wessel-Werk ist heute in Reichshof-Wildbergerhütte und ist als kunststoffverarbeitender Betrieb der weltweit führende Hersteller von Staubsaugerdüsen und Staubsaugerzubehör.
Die Rote Weißeritz entspringt bei Altenberg und durchfließt
Schmiedeberg, Dippoldiswalde und Rabenau, die Wilde Weißeritz entspringt bei Rehefeld im Erzgebirge und berührt Tharandt. Ab Hainsberg vereint fließt die Weißeritz dann durch den
Plauenschen Grund, ehe sie nach 14 km in Dresden in die Elbe mündet. Die Talsperrengenossenschaft baute die Talsperre
an der Wilden Weißeritz bei Klingenberg (1914 Bau abgeschlossen).
Los 1567
Nr. 1568
Schätzwert 225-300 €
Weißmainkraftwerk Röhrenhof AG
Berneck i. Fichtelgebirge, Aktie 1.000 RM
15.6.1936 (Auflage 250, R 9) EF
Nur 5 Stück lagen im Reichsbankschatz.
Los 1564
Schätzwert 30-75 €
Websky, Hartmann & Wiesen AG
Wüstewaltersdorf, Aktie 20 RM März
1933 (Auflage 505, R 4) UNC-EF
Gegründet 1853, seit 1883 unter der Firma Websky, Hartmann
& Wiesen zunächst eine oHG, dann GmbH, AG seit 1923. Erzeugt wurden Tischdecken, Stoffe für Bettwäsche, Bucheinbandstoffe, Lederaustauschstoffe. Drei Fabrikationsstätten im
Bezirk Breslau: Flachsgarnspinnerei und Flachsbleiche Tannhausen, Weberei und Veredelung in Wüstewaltersdorf sowie
Leinenstückbleiche und Kalikofabrik Zedlitzheide. 1960 verlagert nach Hannover, 1966 nach Abwicklung gelöscht.
Los 1565
Schätzwert 30-75 €
Webwaren-AG
Oppeln, Aktie 100 RM Mai 1938 (Auflage
995, R 5) EF
Gründung 1923, Firma bis 1938 Oberschlesische Zentral-Bekleidungs-Webwaren-AG. Groß- und Kleinhandel in Tuchen,
Stoffen, Futtersachen und sonstigem Bedarf für das Schneiderhandwerk, Anfertigung und Vertrieb von Uniformen für
Reichs-, Staats- und Kommunalbehörden.
130
Los 1572
Gründung 1922 unter Übernahme des vom Bezirk Berneck im
Fichtelgebirge errichteten Weißmainkraftwerkes. Beabsichtigt
war, die Wasserkräfte des Weißen Mains zum Zwecke der
Überlandversorgung weiter auszubauen. Bis heute produzierendes Wasserkraftwerk, dessen gesamte Stromerzeugung in
das Netz des Großaktionärs Energieversorgung Oberfranken,
Bayreuth, eingespeist wird. Aktienhandel (Gesamtkapital nur
0,5 Mio. DM) im Telefonverkehr.
Bonn, Aktie 10.000 Mark 20.3.1923
(Auflage 2000, R 4) EF
Los 1569
Los 1568
Schätzwert 275-350 €
Weißthaler Spinnerei AG
Mittweida, Global-Aktie 20 x 100 RM
15.12.1938 (R 12) VF
Nach Gründung der Weißthaler Spinnerei druckte
man keine neuen Aktien, sondern verwendete z.T.
die 100-RM-Aktien der in Konkurs gegangenen
Weißthaler Spinnerei und Weberei mit entsprechendem Überdruck weiter, zum Teil gab man Globalurkunden aus, in denen eine unterschiedliche
Anzahl Aktien zusammengefaßt war. Maschinenschriftliche Ausführung, Originalunterschriften.
Unikat aus dem Reichsbankschatz. Fehlstelle am
rechten Rand.
Gründung 1875 als Weissthaler Aktien-Spinnerei, 1919 umbenannt in Weißthaler Spinnerei und Weberei AG. Die Fabrik mit
600 Webstühlen produzierte jährlich bis zu 2,5 Mio. Pfund
engl. Garn und 7 Mio. Meter Stoffe. 1916 Sanierung der Gesellschaft. 1921 Interessengemeinschaft mit der Dresdner
Gardinen- und Spitzenmanufaktur AG (diese war dann auch
Großaktionär). Notierte im Freiverkehr der Börsen Leipzig,
Dresden und Chemnitz. 1932 als eines der unzähligen Opfer
der Weltwirtschaftskrise in Konkurs gegangen. Ab 1934 führte
als Auffanggesellschaft die Weißthaler Spinnerei AG den Betrieb weiter. Die Weberei wurde zunächst verkauft, aber 1937
zurückerworben und 1942 dann stillgelegt. 1946 enteignet
und 1950 der Wäscheunion Mittweida zugeordnet. Erst nach
der Wende wurde das Werk 1990 wegen Auftragsmangel geschlossen.
Schätzwert 30-75 €
Westdeutsche Eisenindustrie AG
Schätzwert 30-75 €
Verarbeitung von Eisen und Metallen. Außerdem Erwerb von
Mutungen, Gerechtsamen, Kuxen , Aktien, Bergwerkseigentum. Im März 1921 Sitzverlegung von Pattscheid nach Bonn.
1925 bereits Eröffnung des Konkursverfahrens.
Werger Brauerei AG
Worms, Aktie 1.000 RM März 1925
(Auflage 2000, R 3) EF
Das Stammhaus, die “Brauerei zu den zwölf Aposteln” in
Worms, wurde Anfang des 18. Jh. gegründet, war dann die
Carl Wergersche Brauerei und Mälzerei, 1886 in eine AG umgewandelt. Übernommen wurden die Binger Aktienbrauerei, die
Elefantenbrauerei vorm. L. Rühl in Worms, die Schwetzinger
Brauerei “Zum Zähringer Löwen” und die Brauerei Karl Fay
GmbH in Darmstadt. 1929 Fusion mit der (bis auf das Jahr
1733 zurückgehenden) Eichbaum-Brauerei in Mannheim zur
Eichbaum-Werger-Brauereien AG. 1967/68 Erwerb der Aktienmehrheit an der Frankenthaler Brauhaus AG und der Brauerei
Schwatz-Storchen AG in Speyer. 1973 Umfirmierung in Eichbau-Brauereien AG, 1978 Sitzverlegung nach Mannheim.
Großaktionär ist heute die Henninger-Bräu AG.
Los 1573
Schätzwert 100-150 €
Westdeutsche Erdölwerke GmbH
Berlin, Namens-Anteil 500 Mark
15.11.1904 (R 7) EF-VF
Nr. 1570
Originalunterschriften, u.a. Max Ulrich. Beiger
Unterdruck.
Gründung Sept. 1904. Max Ulrich & Co. KGaA brachte 250 Kuxe der Gewerkschaft Westfalia, der ca. 120.000 Morgen in der
Grafschaft Bentheim (Hannover) gehörten, in die Ges. ein. Mit
der Gewerkschaft wurden Bohrungs- und Ausbeutungsverträge für 1.000 ha abgeschlossen. Mehrere Bohrungen wurden in
Betrieb gesetzt. Bohrung II förderte bituminöse Kerne zu Tage.
Das Spülwasser war leicht mit Öl versetzt, was verschiedentlich in Brand geriet, später zeigte sich mit Petroleum imprägnierter Schieferton. Die auf Kali gerichtete Bohrung I erreichte
Anfang Nov. 1905 Steinsalz in 899 m.
Los 1583
tern und Sinsen. Die zivilen Zwecken dienende Produktion wurde 1944 in die heutige WASAG-Chemie AG mit Sitz in Essen
ausgegliedert. Als mittelbare Tochter der I.G.Farben erst 1953
wieder aus alliierter Kontrolle entlassen; die Werke in der Ostzone waren enteignet, es verblieb nur ein teilweise demontiertes Werk in Sythen (Westf.), zu dem später noch das Werk Neumarkt der früheren WASAG-Beteiligung “Deutsche pyrotechnische Fabriken GmbH” kam. Mit den Brüdern Berthold und Harald von Bohlen und Halbach als Mehrheitsaktionären wuchs
langsam wieder ein mittlerer Chemie-Konzern heran, der Ende
der 90er Jahre aber in erhebliche Schwierigkeiten geriet und
sich nur dank der hochprofitablen Tochtergesellschaft Gaudlitzwerk in Coburg (Präzisions-Formteile aus Kunststoff) noch
knapp über der Wasserlinie halten konnte.
Los 1574
Schätzwert 150-200 €
Berlin, Namens-Anteil 500 Mark
15.11.1904 (R 8) EF
Blauer Unterdruck.
Los 1578
Los 1575
Lüdenscheid, Aktie 1.000 Mark
1.11.1919 (Auflage 2000, R 12) VFAlle Vorkriegsausgaben der WKM waren zuvor
vollkommen unbekannt! Ein Unikat aus dem
Reichsbankschatz. Kleinere Randschäden fachgerecht restauriert.
Gründung 1883. Betrieb einer Jutespinnerei und Weberei zur Herstellung von Juteleinen, Jutesäcken, Kabelgarnen, später vor allem
auf Teppichgarne spezialisiert. Eine reine Familien-AG im Besitz der
Familien ter Horst, van Heek und van Delden. Beteiligungen an der
Jute-Spinnerei und Weberei Kassel-Rothenditmold (42 %), der Vereinigte Weberei Salzgitter-Stadtoldendorf (gegr. 1939, 25 %), der
Baumwollspinnerei Gronau (gegr. 1890, 31,6 %) und der AhausEnscheder Eisenbahn-Gesellschaft (gegr. 1898, 35 %). Gegen Ende des 2.Weltkrieges wurden die beiden Werke in Ahaus, die zu der
Zeit über 1000 Mitarbeiter beschäftigten, zu 90 % zerstört. Das
Werk A war 1948, Werk B 1952 vollständig wieder aufgebaut,
1958 Inbetriebnahme des dritten Werkes “Überwasser” in Ahaus.
1962 Übernahme der Firma van Delden & Co. GmbH in Coesfeld
(Buntweberei und Färberei). 1972 umbenannt in Textilwerke Ahaus
AG. 1987 auf die Baumwollspinnerei Gronau verschmolzen, die das
Werk Ahaus 1991 stillegte und 1999 insolvent wurde.
Westdeutsche Erdölwerke GmbH
Schätzwert 800-1000 €
Westfälische Kupfer- und Messingwerke AG vorm. Casp. Noell
Schätzwert 30-60 €
Westfälisch-Anhaltische
Sprengstoff-AG Chemische Fabriken
Los 1582
Schätzwert 50-125 €
Berlin, Aktie 200 RM Aug. 1941 (R 4)
UNC-EF
Ahaus i. Westf., Aktie 1.200 RM
19.7.1941 (Auflage 1500, R 6) UNC-EF
Westfälische Jute-Spinnerei & Weberei
Die Ges. geht zurück auf ein 1836 von Caspar Noell zu Vogelberg gegründetes Werk, wo unter Ausnutzung guter Wasserkräfte Metallbleche gefertigt wurden. Wenige Jahre später kam
in Friedrichshütte ein neues Walz- und Drahtwerk hinzu. 1871
errichtete Noell in Helle bei Altroggenrahmede ein weiteres
großes Walzwerk, bald darauf entstand ein weiteres Kupferblechwalzwerk im Rahmedetal sowie große Kupferdraht- und
Stangenwerke in Lüdenscheid. 1898 Umwandlung in eine AG.
Die Weltwirtschaftskrise überstanden die WKM mit ihren Tochterfirmen nur mit Not, 1933 ging die Beschäftigtenzahl auf 380
zurück. Doch die Sanierung gelang. 1935 Umstellung der Produktion von Freileitungsmaterial von Kupfer auf Rein- und
Stahlaluminium. Börsennotiert in Frankfurt und Düsseldorf,
1969 Abschluss eines Beherrschungsvertrages mit dem Großaktionär Vereinigte Deutsche Metallwerke AG, Frankfurt a.M.
Die Herstellung von Halbfabrikaten aus NE-Metallen wurde
später Richtung Endprodukt erweitert um Kunststofferzeugnisse sowie Geräte und Apparate für den Haushalt und den
medizinischen und industriellen Bereich. Zu den Beteiligungen
zählt auch die als Hersteller von Rundfunk- und Fernsehgeräten berühmt gewordene Fa. Graetz KG im westfälischen Altena.
1992 Verkauf des operativen Geschäfts an die Leonische
Drahtwerke AG. 1994 Sitzverlegung nach München. 1995 dokumentiert die Umbenennung in “WKM Terrain- und Beteiligungs-AG” die entsprechende Änderung des Geschäftszwekks beim börsennotiert gebliebenen AG-Mantel.
Schätzwert 50-125 €
Westdeutsche Kalkwerke AG
Köln, Aktie 1.000 Mark 29.7.1921
(Auflage 1500, R 6) EF
Gründung 1911 als Westdeutsche Kalkwerke AG. 1936 umbenannt in Westdeutsche Kalk- und Portlandzement-Werke AG.
Neugründung 1953. Großaktionär: Rheinisch-Westfälische
Kalkwerke in Dornap. Die Gesellschaft bestand bis 1967.
Los 1579
Schätzwert 30-75 €
Westfälische Drahtindustrie
Hamm (Westf.), Aktie 600 RM Dez. 1924
(Auflage 1600, R 3) EF
Gründung 1872 unter Übernahme der seit 1856 bestehenden
Fa. Hobrecker, Witte & Herbers. Die Fa. lautete bis Ende 1890
Westfälischer Drahtindustrie-Verein in Hamm“, anschließend
Westfäl. Drahtindustrie. 1911 wurde ein Interessenvertrag mit
der Friedr. Krupp AG abgeschlossen. 1967 Namensänderung in
Klöckner Draht und 1987 in Westfälische Drahtindustrie GmbH.
Los 1576
Schätzwert 20-60 €
Blick in das Bandwalzwerk der VDM um 1936
Westdeutsche Kaufhof AG
Köln, Aktie 100 RM 28.9.1937 (Auflage
10000, R 5) EF
Wirtschaftshistorisch bedeutendes Stück, zeitweise einer der 30 großen DAX-Werte.
Gründung der Einzelfirma Leonhard Tietz 1879 in Stralsund als
Kurz-, Weiß- und Wollwarengeschäft. Durch feste niedrige Preise gewann das Geschäft so viele Kunden, daß es innerhalb weniger Jahre dreimal vergrößert werden mußte. 1889 Gründung
der ersten Filiale in Elberfeld, danach schlagartige Expansion
vor allem im westdeutschen Raum, ab 1929/30 auch in Schlesien und dem Frankfurter Raum. Seit 1905 „Leonhard Tietz
AG“, 1933/36 umbenannt in Westdeutsche Kaufhof AG. Der
Kaufhof hatte jetzt über 13.000 Mitarbeiter, Großaktionäre waren zu dieser Zeit die Commerzbank, die Dresdner und die
Deutsche Bank. 1945 waren lediglich 3 von 41 Filialen einigermaßen unzerstört, doch es folgte ein gewaltiger Wiederaufbau zum später zweitgrößten deutschen Kaufhauskonzern.
1988 Einstieg bei Jet-Reisen und der Media-Markt-Gruppe.
1996 auf Wunsch des späteren Großaktionärs Metro Verschmelzung mit der ASKO und den deutschen Metro-Aktivitäten zur heutigen METRO AG (Sitz Düsseldorf).
Los 1577
Schätzwert 50-100 €
Los 1580
Schätzwert 30-75 €
Westfälische Ferngas AG
Dortmund, Namensaktie 1.700 RM
30.6.1938 (Auflage 745, R 4) EF
Gegründet 1928 durch die Provinz Westfalen sowie alle großen
westfälischen Städte und Landkreise. Gehört heute zum RWEKonzern.
Los 1581
Schätzwert 250-400 €
Westfälisch-Anhaltische Sprengstoff-AG
Westfälische Jute Spinnerei & Weberei
Berlin, Aktie 1.000 Mark Mai 1922
(Auflage 15000, R 3) EF-
Ahaus i. Westf., Actie 2.500 Mark
1.7.1891 (Auflage 440, R 7) EF
Gründung 1893 als Westfälisch-Anhaltische Sprengstoff-AG
im anhaltischen Coswig, 1899 Sitzverlegung nach Berlin. Hergestellt werden Sprengstoffe für den Bergbau und das Militär
sowie chemische Produkte. Fabriken in Reinsdorf, Coswig, Hal-
Originalunterschriften M. van Delden und J. van
Delden.
Nr. 1583
131
Los 1584
Nr. 1586
Schätzwert 50-125 €
Schätzwert 40-80 €
Wiener Allianz Versicherungs-AG
Westfälische Transport-AG
Wien, Aktie 200 RM Nov. 1940 (Auflage
15750, R 4) EF
Dortmund, Aktie 1.000 Mark Okt. 1922
(Auflage 6000, R 3) EF
Großes Allianz-Signet im Unterdruck.
Schöner G&D-Druck, Umrahmung mit ReedereiFlagge und Anker.
Gründung 1899. Betrieb der Binnenschifffahrt auf sämtlichen
westdeutschen Wasserstraßen (Massen- und Stückgüter, Linienverkehre von Dortmund über Emden und Leer nach Hamburg, Stettin, Danzig, Königsberg und in die nordischen Länder)
mit bis zu 200 eigenen Kähnen und Motorschiffen, ferner Lagerei und Spedition. Großaktionäre waren ursprünglich das
Rhein.-Westfälische Kohlensyndikat, die Vereinigten Stahlwerke und Hoesch. 1984 ging die WTAG in der Rhenus AG (Stinnes-Konzern) auf.
Los 1590
nach der Wende zum 20. Jh. vor allem Bau von Tankanlagen,
Mineralölverarbeitungsanlagen und „Kito“-Sicherungen für feuergefährliche Flüssigkeiten (letzteres die einzige Sparte, die
nach dem Konkurs 1978 in einer Auffanggesellschaft gerettet
werden konnte). Erst 2003 wurden die inzwischen ganz verfallenen Gebäude auf dem riesigen Fabrikareal an der Frankfurter
Straße abgerissen. Früher in Hannover börsennotiert.
Gründung 1860 als “Versicherungs-Ges. Oesterreichischer
Phönix”. Fusion 1925 mit der Wiener Versicherung und 1926
mit der Providentia Versicherung, seitdem größter Industrieversicherer in Österreich. 1939 in “Wiener Allianz VersicherungsAG” umbenannt und in den deutschen Allianz-Konzern eingegliedert. 1997 Fusion mit der Anglo-Elementar-Versicherung
zur “Allianz Elementar Versicherungs-AG”.
Los 1587
Schätzwert 30-75 €
Wickrather Lederfabrik AG
Wickrath (Rhld.), Aktie 100 RM 1.10.1941
(Auflage 2100, R 3) UNC-EF
Gründung 1855 durch den Gerbermeister Z. Spier, AG seit
1889 als “Niederrheinische AG für Lederfabrikation (vorm. Z.
Spier)”. Um 1900 Neubau einer Lacklederfabrik. Haupterzeugnisse Schuhoberleder und Handschuhleder. Umfirmiert 1939
wie oben, 1974 in Wickrather Handels- und Beteiligungs-AG
und zugleich Sitzverlegung nach Düsseldorf. 1977 Verschmelzung mit der Colditz Industrieholding AG (früher Steingutfabrik
Colditz) und Sitzverlegung nach Duisburg, 1978 weiter nach
Mönchengladbach und 1987 nach Köln. Die Lederfabrik war
1986 verkauft worden, neuer Schwerpunkt unter dem Londoner Großaktionär Bowater Industries war nunmehr die Herstellung von Bauelementen (vor allem Kunststofftüren und -fenstern). 1992 erneute Umfirmierung in Wickrather Bauelemente
AG und Sitzverlegung nach Bergisch Gladbach. Bis zur Jahrtausendwende in Frankfurt amtlich notiert, danach kaufte der
Großaktionär Bowater Industries Ltd. (99,6 %) die Kleinaktionäre heraus.
Los 1588
Schätzwert 225-300 €
Wiedaer Hütte AG
Los 1585
Schätzwert 300-375 €
Westhoff & Frie AG
Wanne i. W., Aktie 10.000 Mark 1.1.1923.
Gründeraktie (Auflage 300, R 10),
ausgestellt auf Johannes Westhoff,
Vellern b/Beckum i.W VF
Los 1594
Los 1591
Schätzwert 50-100 €
Wienerberger Ziegelfabriksund Baugesellschaft
München, Aktie 20.000 Mark Aug. 1923.
Gründeraktie (Auflage 20000, R 10) EF-VF
Wien, Aktie 1.000 RM Juni 1941 (Auflage
4500, R 8) UNC-EF
Nur 5 Stück lagen im Reichsbankschatz.
Gegründet 1869 unter Übernahme der Werke des Frhr. von
Drasche. Hergestellt wurden Ziegel aller Art, Mosaik- und
Wandplatten, Ofenkacheln, Steinzeug für Kanalisationszwecke.
Die Ges. war im ehemaligen Österreich-Ungarn das größte
Unternehmen ihrer Art. Die Ges. ist heute der größte Ziegelproduzent weltweit und die Nr. 2 bei Dachsystemen in Europa.
Zuvor völlig unbekannt gewesen, ein Unikat aus
dem Reichsbankschatz.
Los 1592
Schätzwert 30-75 €
Wilhelmsburger Wollkämmerei AG
Harburg-Wilhelmsburg, Namensaktie
1.000 RM Nov. 1932. Gründeraktie
(Auflage 2000, R 4) UNC-EF
Los 1589
Schätzwert 50-100 €
Gegründet 1932. In die Ges. wurde die Hamburger Wollkämmerei der zusammengebrochenen Bremer Nordwolle eingebracht. 1938 umbenannt in Hamburger Wollkämmerei AG.
Wiedemannsche Druckerei AG
Leipzig, Aktie 1.000 RM Sept. 1935
(Auflage 350, R 5) UNC-EF
Saalfeld (Saale), Aktie 1.000 RM
12.7.1938 (R 6) VF
Los 1593
Gründung 1900 unter Umwandlung der im Jahr 1872 gegründeten Handelsgesellschaft Wezel & Naumann unter der Firma
“Kunstdruck- und Verlagsanstalt Wezel & Naumann” in LeipzigReudnitz, ab 1922 Wezel & Naumann AG. Herstellung von
künstlerischen Kalendern, Geschenkbüchern, Postkarten, Plakat- und Reklameartikeln. Auch Fabrikation von Massenpakkungen.
Kapital 285.000 RM in Aktien zu 100 und 1.000
RM.
Braunschweig, Aktie 1.000 RM Sept.
1941 (Auflage 2210, R 2) UNC
132
Schätzwert 800-1000 €
Wittener Glashütten-AG
Gründung 1875. Herstellung von Zimmeröfen, Gußherden,
Dach- und Stallfenstern. Die AG, deren Aktionäre zu einem großen Teil die Beschäftigten und Einwohner von Wieda waren,
ging Anfang der 60er Jahre pleite. Die Fabrikgebäude stehen
noch heute.
Wezel & Naumann AG
Nr. 1588
Los 1595
Witten, Actie 1.000 Mark 28.3.1899.
Gründeraktie (Auflage 1000, R 12) VF
Gründung 1895, AG seit 1922. Handel mit Baumaterialien für
Hoch-, Tief- und Betonbau, Holz und Kohlen sowie Herstellung
von Holzwaren und Baumaterialien. Großaktionäre sind Mitglieder der Familien Westhoff und Frie. Die AG besteht mit Sitz in
Herne noch heute und betreibt mehrere Bau- und Gartenmärkte in der Region.
Schätzwert 30-80 €
Gründung 1923. Betrieb des Bank- und Kommissionsgeschäftes in allen seinen Zweigen. Bereits 1925 in Liquidation, 1926
für nichtig erklärt.
Wieda im Harz, VZ-Aktie 200 RM
30.5.1930 (Auflage nur 30 Stück, R 9) VF
Zuvor völlig unbekannt gewesen, nur 3 Stück wurden im Reichsbankschatz gefunden.
Los 1586
Schätzwert 100-125 €
Wirtschafts-Bank Bayern AG
Gegründet 1714, AG seit 1913. Firma bis 1914: Buchdruckerei und Kunstanstalt AG. Oh wie dumm, ausgerechnet der
Druckerei passiert ein Druckfehler: Wiedemannche Druckerei
im Titel der 1.000 RM-Aktie!
Schätzwert 20-60 €
Wilke-Werke AG
1856 gründete Schlossermeister August Wilke eine Schlosserei, die sich rasch zu einer ansehnlichen Fabrik entwickelte. AG
seit 1881 als „Dampfkessel- und Gasometerfabrik vorm. A. Wilke & Comp.“ Neben Stahlbau, Kesselbau und Gasbehälterbau
Nr. 1596
Gründung 1899 unter Erwerb und Fortbetrieb der von der Firma
Ammon & Gebrüder Vopelius betriebenen, seit 1854 bestehenden
Glasfabrik. Bis 1913 befriedigender Geschäftsverlauf. 1917 wurden die Anlagen und Grundstücke durch das Gussstahl-Werk Witten erworben. Aus dem Erlös des Grundstücksverkaufes wollte die
Ges. den Betrieb in einer neu zu erbauenden modernen Hütte wieder aufnehmen. Der Bau wurde aber wegen der sehr gestiegenen
Preise der Materialien und hohen Löhne nicht vorgenommen, auch
konnte der Betrieb in der bisherigen Fabrik wegen Arbeiter- und
Kohlenmangel 1919 nicht mehr aufgenommen werden. Daher Beschluss der Liqiudation mit Wirkung ab 1.1.1920.
Los 1596
Schätzwert 500-625 €
Woba Wohnungsbau-AG
Leipzig, Aktie 1.000 Mark 1.7.1920. Gründeraktie (Auflage 300, R 10), ausgestellt auf
Herrn Paul Wenig, Lehrer, Leipzig VFGroßartige Art-Deco-Gestaltung, Umrahmung mit
Abb. Kran, Ziegelei, Spaten, Wohnhaus. Aktien
dieser Ges. waren zuvor völlig unbekannt, nur 3
Stück wurden im Reichsbankschatz gefunden.
Gegründet 1920 als Woba Wohnungsbau-AG, ab 1923 “Landwirtschaftliche Bau- und Feuerschutz AG”, ab 1927 “AG für
Bauten”. Finanzierung und Ausführung von Hoch- und Tiefbauten jeder Art, Beschaffung von Baustoffen, Ausbau- und Inneneinrichtungsmaterialien, Verpachtung, Vermittlung von Hausund Grundbesitz, An- und Verkauf von Hypotheken. 1936 Fusion mit der Hypothekenkasse AG Leipzig. 1938 Umwandlung
in eine GmbH.
Nr. 1597
Los 1601
Schätzwert 100-150 €
Wohnungs-Verein zu Duisburg eGmbH
Duisburg, 4 % Na.-Schuldv. 1.000 RM
von 1939 (R 10) EFAusgestellt auf die Gebrüder Kiefer AG. Datum gestempelt. Nur 3 Stück lagen im Reichsbankschatz.
Los 1606
Schätzwert 25-100 €
Wotan Deutsche Film AG
Breslau, Aktie 5.000 Mark Juni 1923
(Auflage 12000, R 4) VFGründung 1923. Herstellung, Vertrieb und Verleih von Filmen
sowie Betrieb von Filmtheatern. Im Aug. 1925 ist die Gesellschaft mangels Umstellung für nichtig erklärt worden.
Los 1602
Schätzwert 30-80 €
Wohnungsbau-AG Lipsia
Leipzig, Aktie 100 RM Jan. 1941 (Auflage
500, R 4) EF
Los 1597
Gegründet 1935 zur Bewirtschaftung eines 750 qm großen
Wohngrundstücks. AR-Vorsitzender war der Holzhausener Bürgermeister Fritz Eckert.
Nr. 1595
ner
Schätzwert 80-100 €
Wohnhaus- und SiedlungsbauGesellschaft mbH
Leipzig, Anteilschein 500 RM April 1931
(R 8) EF
Datum handschriftlich. Nur 17 Stück lagen im
Reichsbankschatz.
Platz belegenen Grundstückskomplexes, begrenzt vom
Kurfürstendamm, der Johann-Cicero-Straße, der AlbrechtAchilles-Straße und der Paulsborner Straße. Der Komplex umfaßte 243 Wohnungen, am Kurfürstendamm das Theatergebäude des “Kabaretts der Komiker”, das Universum-Kino, ein
Café-Restaurant und eine Anzahl Läden sowie im Innenbereich
des Blocks 130 1-2-Zimmer-Appartements. 1947 auf Anordnung der britischen Militärregierung unter Vermögensbeaufsichtigung gestellt (erst 1959 aufgehoben), dann letztmals im
AG-Handbuch 1959/60 erwähnt.
Los 1603
Schätzwert 20-40 €
Wohnungsbaugesellschaft
Eintracht Gemeinnützige AG
Berlin, Aktie 100 RM Sept. 1930 (Auflage
4000, R 3) UNC-EF
Gründung 1927 als „Mieteraktienbauverein“, 1929 umbenannt
wie oben. Bau und Betreuung von Kleinwohnungen; bei Kriegsende besaß die Gesellschaft 529 Häuser mit 4212 Wohnungen und 47 Läden.
Los 1598
Los 1607
Schätzwert 50-80 €
Württembergische BaumwollSpinnerei und Weberei
Esslingen, Aktie 1.000 Mark Mai 1920
(Auflage 1696, R 8) VF
Gründung 1856 in Brühl bei Esslingen zum Betrieb einer mechanischen Baumwollspinnerei und -weberei. 1925 Bau eines
Zweigwerkes in Neuhausen a.d. Fildern. In Stuttgart börsennotiert. 1961 Einstellung der Textilproduktion und Verpachtung
sämtlicher Produktionsräume an die Daimler-Benz AG. Anschließend nur noch Verwaltung des umfangreichen eigenen
Grundbesitzes.
Schätzwert 60-80 €
Wohnhaus-Gesellschaft mbH
Dresden, 3 % Teilschuldv. 100 Mark
31.3.1911 (Auflage 250, R 7) VF
Teil einer Anleihe von insgesamt 25.000 Mark.
Los 1600
Schätzwert 125-200 €
Wohnhaus-GrundstücksVerwertungs-AG am Lehniner Platz
(Housing and Realty Improvement
Company)
Berlin, 7 % Gold Bond 500 $ 15.11.1926
(Auflage 1500, R 6) EF-VF
Auf Vermittlung der Bankfirma Rudolf Herzfeld in
Berlin wurde diese 1,5-Mio.-$-Anleihe in New
York aufgelegt von J. & W. Seligman & Co., E. H.
Rollins & Sons und der Foreign Trade Securities &
Co. Ltd. Für Kapital und Zinsen garantierten die
Hermes Kreditversicherungsbank, die Allianz-Versicherung und die Münchener Rückversicherung.
Grün/schwarzer Stahlstich mit großer allegorischer Vignette.
Los 1599
Schätzwert 600-750 €
Schätzwert 75-150 €
Wolf-Werke Chemische Fabriken AG
Hannover, Aktie 20 RM 18.6.1925
(Auflage 16500, R 7) EF-VF
Gründung Nov. 1921. Weiterführung, Ausdehnung und Nutzung
des unter der Fa. Wolf-Werke Chem. Fabriken in Neuss a.Rh.
betriebenen Geschäfts. 1929 in Liquidation.
Los 1605
Wohnhaus-GrundstücksVerwertungs-AG am Lehniner Platz
Schätzwert 20-50 €
Los 1608
Schätzwert 75-150 €
Württembergische
Cattunmanufaktur
Heidenheim a. d. Brenz, Aktie 1.000 RM
Dez. 1941 (Auflage 4292, R 7) EF
1766 Gründung der ersten „Zitzfabrik“ in Heidenheim durch
den Zitzfabrikanten J.H. Schüle in Künzelsau. Seit 1774 Betrieb
einer „Baumwoll- und Indienne-Manufactur“ durch die Firma
Meebold, Hartenstein & Comp. 1856 in eine AG umgewandelt.
1922 Werk zum großen Teil abgebrannt und wieder aufgebaut.
Fabriziert wurden bedruckte und gefärbte Baumwoll-, Woll-,
Kunstseide-, Zellwolle und Seidenstoffe. 1991 Umfirmierung in
WCM Beteiligungs- und Grundbesitz-AG mit Sitz in Hamburg,
nachdem nach dem Ende der Textil-Ära der Hamburger Großinvestor Ehlerding die AG übernommen und aus ihr den Immobilien- und Beteiligungs-Giganten WCM geformt hatte. Als
2001 das Engagement in Commerzbank-Aktien in die falsche
Richtung lief, brachte das den ganzen Konzern und den Großaktionär Ehlerding in’s Wanken. Die Banken kündigten ihre mit
IVG-Aktien besicherten Kredite, weil auch nach Monaten kein
neuer Großinvestor präsentiert werden konnte. Das Tafelsilber,
nämlich die IVG-Aktien, wurde dann verkauft, WCM ging in die
Insolvenz.
Wolle und Tierhaare AG Wotirag
Berlin, Aktie 1.000 RM Okt. 1941 (Auflage
5000, R 3) UNC-EF
Berlin, Aktie 500 RM 5.7.1926 (Auflage
nur 100 Stück, R 11) VF
Aktien dieser Ges. waren zuvor völlig unbekannt.
Von den lediglich 2 im Reichsbankschatz gefundenen Stücken ist nur noch dieses eine verfügbar.
Minimale Randschäden perfekt restauriert.
Gegründet 1923 als Landhaus-Verwaltungs-AG am Scharmützelsee, 1926 umfirmiert wie oben. Verwaltung des Am Lehni-
Los 1604
Nr. 1601
Gründung 1939 durch über 800 Textilfirmen und -industrielle
aus dem ganzen Reich. Zweck: Förderung, Vermehrung und
Verbesserung der Produktion von Wolle und anderen Tierhaaren in geeigneten und interessierten Ländern sowie die Förderung entsprechender Importe. In Bulgarien war die Firma durch
die “Bulgarische Schafzucht und Tier- und Agrarprodukteexport
AG” vertreten.
Los 1609
Schätzwert 75-150 €
Württembergische Hypothekenbank
Stuttgart, Aktie 100 RM 15.6.1926
(Auflage 3000, R 5) EF
Kleinformat, sehr dekorativ gestaltet.
Gründung 1867 durch Stuttgarter Kaufleute und Bankiers.
1989 Einführung der Kurzbezeichnung “Württemberger Hypo”.
Bis heute bestehendes Realkreditinstitut.
133
Los 1616
Schätzwert 20-50 €
Wurzener Kunstmühlenwerke und
Biscuitfabriken vorm. F. Krietsch
Wurzen i/Sa., Aktie 1.000 RM 10.4.1931
(Auflage 500, R 5) EF
Los 1613
Schätzwert 75-150 €
Württembergisches
Portland-Cement-Werk
Nr. 1609
Lauffen am Neckar, Sammelaktie 10 x
1.000 RM Febr. 1929 (R 5) UNC-EF
Gründung 1888 auf Initiative des bekannten Berliner Zementforschers Dr. Michaelis. 1980 Umfirmierung in ZEAG Zementwerk
Lauffen - Elektrizitätswerk Heilbronn AG. Neben dem Rohstoffvorkommen spielte bei der Standortwahl die Wasserkraft des
Neckars bei Lauffen eine entscheidende Rolle. Ein herausragendes Ereignis war 1891 die erste Übertragung von Drehstrom aus
dem Wasserkraftwerk des Zementwerks nach Frankfurt durch
Oskar von Miller. Als Folge dieser Pioniertat wurde ab 1892 Heilbronn als erste Stadt der Welt mit elektrischem Drehstrom versorgt. Unter dem Namen ZEAG Zementwerk Lauffen Elektriziätswerk Heilbronn AG ist die Fa. noch heute börsennotiert.
Los 1610
Gründung 1886 unter Übernahme der Firma F. Krietsch. Betrieb der Müllerei, der Graupenfabrikation, Hirse- und Erbsenschälerei, Herstellung von Teigwaren, Keksen, Waffeln, Pfefferkuchen. Die Stadtmühle (eine Weizenmühle) wurde 1917 durch
Großfeuer völlig zerstört, anschließend wiederaufgebaut. Die
1902 zur Roggenmühle umgebaute am Bahnhof gelegene
Schönertmühle brannte 1924 völlig ab, eine neue Roggenmühle wurde dann auf dem Gelände der Stadtmühle errichtet.
Nach der Enteignung 1953 der VEB Nahrungsmittelkombinat
„Albert Kunz“. Eine der bekanntesten Lebensmittelfabriken der
früheren DDR, produziert heute noch.
Los 1617
Schätzwert 125-200 €
ZehlendorfKlein-Machnower Terrain-AG
Berlin, Aktie 1.000 Mark 18.7.1903.
Gründeraktie (Auflage 100, R 7) EF
Die am 18.7.1903 gegründete Gesellschaft erwarb das Rittergut Klein-Machnow und erschloß die Flächen für die Bebauung
mit Villen und Einfamilienhäusern. 1914 wegen undurchsichtiger Finanzoperationen Zwangsversteigerung der Grundstücke
und anschließende Liquidation.
Gegründet 1924 als Zentropa Zentraleuropäische Versicherungsbank AG, ab 1929 Zentraleuopäische Versicherungsbank
AG, ab 1937 Zentraleuropäische Versicherungs-AG. 1950 Berliner Wertpapierbereinigung und Verlegung der Hauptverwaltung nach Stuttgart, wo ab 1967 ein zweiter Firmensitz und ab
1986 der Hauptsitz bestand, gleichzeitig Umfirmierung in
Sparkassen-Versicherung Allgemeine Versicherung AG.
Schätzwert 75-150 €
Württembergische Hypothekenbank
Stuttgart, Aktie 100 RM März 1927
(Auflage 5000, R 5) EF-VF
Los 1618
Los 1614
Schätzwert 50-125 €
Wurzener Bank
Wurzen, Aktie 100 RM 14.3.1927
(Auflage 3500, R 4) EF
Los 1611
Schätzwert 50-125 €
Württembergische und Badische
Vereinigte Versicherungsgesellschaften AG
Heilbronn a.N., Namensaktie 100 RM
15.7.1939 (Auflage 30000, R 5) EF
Gründung 1837 als Württembergische Schiffahrtsassekuranz
zu Heilbronn a.N., 1852 Umfirmierung in Württembergische
Transport-Versicherungs-Gesellschaft. Die 1917 eingegangene
Interessengemeinschaft mit der Badische Assecuranz-Gesellschaft AG in Mannheim (gegründet 1840 als Badische Schifffahrts-Assecuranz-Gesellschaft) mündete 1939 in der Fusion
zur Württembergische und Badische Vereinigte Versicherungsgesellschaft. Später noch Übernahme des Versicherungsbestandes der ELEKTRA-Versicherung in Frankfurt/Main (1994)
und der Nord-Deutsche Versicherungs-AG (1998).
Gründung 1889. Betrieb von Bankgeschäften aller Art, insbesondere die Vermittlung des Kapital- und Kreditverkehrs im Gewerbe, Handel, in der Industrie und Landwirtschaft. Gesellschaftskassen in Wurzen, Grimma, Mügeln und Oschatz, Sächsische Bank Filiale Leipzig, Zweigniederlassungen bestanden in
Grimma, Mügeln und Oschatz.
Los 1615
Schätzwert 20-50 €
Zeitzer Eisengießerei
und Maschinenbau-AG
Zeitz, Aktie 100 RM Dez. 1933 (Auflage
11200, durch Umtausch in 1.000-RM-Stücke
1941 auf 2200 reduziert, R 3) UNC-EF
Gründung 1857 durch Schaede & Comp., AG seit 1871. Erzeugnisse: Maschinen für die Braunkohlenindustrie, Brecher,
Hammermühlen, Förderanlagen, Walzwerke. In der DDR ab
1953 VEB Eisengießerei und Maschinenfabrik Zemag Zeitz,
später ein Betrieb des VEB Schwermaschinenbaukombinat TAKRAF. Nach der Privatisierung ab Juni 1990 Zemag-GmbH.
Schätzwert 500-625 €
Los 1621
Schätzwert 150-250 €
Zerbster Räder- und Wagen-Fabrik AG
Zerbst, Aktie 1.000 Mark 3.9.1922.
Gründeraktie (Auflage 2000, R 7) VF+
Großformatiges Papier, unten Markenzeichen: Ein
Schmied mit einem Speichenrad, darunter Schriftzug “Eisenfest”.
Gründung 1922. Herstellung und Vertrieb von Erzeugnissen der
Räder- und Wagenindustrie. Über das Vermögen der Ges. wurde 1931 das Konkursverfahren eröffnet.
Wurzener Grundstücksund Baugesellschaft mbH
Wurzen, Geschäfts-Antheilschein 1.000
Mark 15.10.1900 (R 12), ausgestellt auf
Herrn Procurist Walther Wunsch, Wurzen VF
Sehr hübsche Rankwerk-Umrahmung, Originalunterschriften. Ein Unikat aus dem Reichsbankschatz.
Gegründet am 30.10.1899. Mit Vermerk “als RM 1.000,- gültig”, die Ges. bestand also mehrere Jahrzehnte lang.
Los 1619
Schätzwert 50-100 €
Zellstoff-Fabrik Küstrin AG
Küstrin, Namensaktie 1.000 RM Dez.
1936. Gründeraktie (Auflage 2000, R 5) EF
Gründung 1936 zum Betrieb einer Zellstofffabrik, nach Angliederung einer Zellwollefabrik 1939 umbenannt in Zellwolle und
Zellulose AG Küstrin.
Los 1620
Schätzwert 40-80 €
Zentropa Zentraleuropäische
Versicherungsbank AG
Berlin, Namensaktie 1.000 RM 20.1.1925
(Auflage 2000, R 3) EF
Nr. 1616
Los 1612
Eingezahlt waren 250 RM.
Los 1622
Landeshut i.Schl., Aktie 1.000 Mark
1.3.1900. Gründeraktie (Auflage 1000, R
4) VF
Sehr großformatig (40 x 31 cm), mit schöner breiter Laubwerkumrandung. Einzelstück aus dem
Reichsbankschatz. Fleckig.
Normalspurige Sekundärbahn in Niederschlesien von Landeshut nach Albendorf (21,6 km).
Schätzwert 10-30 €
Württembergischer Kreditverein AG
Stuttgart, 4 % Pfandbrief 2.000 RM
1.9.1940 (R 5) EF
Dekorative Gestaltung im Barockstil mit Wappenpferd.
Gründung der AG 1923. Hervorgegangen aus dem schon seit
1826 bestehenden Württembergischen Kreditverein. Betrieb einer Hypothekenbank. Großaktionäre waren mit 89,5 % die Württembergische Landeskommunalbank-Girozentrale Stuttgart sowie
die Städtische Sparkasse und die Städtische Girokasse Stuttgart.
Mindestgebot: 80 %
vom unteren Schätzwert
134
Nr. 1615
Schätzwert 80-100 €
Ziederthal-Eisenbahn-Gesellschaft
Nr. 1617
Los 1635
Schätzwert 75-175 €
Zuckerfabrik Brühl
Brühl, Namensactie 1.000 Mark
31.12.1921 (Auflage 4200, R 5) EF
Identische Gestaltung wie voriges Los.
Los 1623
Schätzwert 75-125 €
Ziegelwerke Ludwigsburg AG
vorm. Ganzenmüller & Baumgärtner
Ludwigsburg, Aktie 100 RM 24.4.1930
(Auflage 3000, nach tlw. Umtausch in 1.000RM-Aktien zuletzt noch 1650, R 6) EF-VF
Schon 1872 wurde die Ziegelei Ganzenmüller & Baumgärtner gegründet, ab 1899 AG. Ende 1973 Stilllegung der Ziegelei und Überbauung des Geländes mit einem großen Gewerbepark. 1980 Umfirmierung in ZWL Grundbesitz und Beteiligungen AG. 2000 Verschmelzung der wichtigsten Beteiligung ElringKlinger GmbH auf die
ZWL und Umfirmierung in ElringKlinger AG, zugleich Sitzverlegung
von Ludwigsburg nach Dettingen/Ems. Heute als Hersteller von
Dichtungen, Kunststofferzeugnissen und Baugruppen hauptsächlich für die Automobilindustrie einer der TOP-Werte im M-DAX.
Los 1627
Schätzwert 50-100 €
Zittauer Maschinenfabrik AG
Zittau, Aktie 100 RM 6.3.1925 (Auflage
250, R 6) EF
Los 1631
Schätzwert 30-75 €
Zörbiger Creditverein
von Lederer, Kotzsch & Co. KGaA
Zörbig, Aktie 100 RM 8.12.1939 (R 5) EF
Gründung 1873 als Zittauer Maschinenfabrik und Eisengiesserei AG (früher Albert Kiesler & Co.) Dem Bedarf der Lausitzer
Textilindustrie entsprechend war die Fa. auf den Bau von vollständigen Anlagen und einzelnen Maschinen für die Bleicherei,
Mercerisation, Färberei und Druckerei von Textilien spezialisiert. Bis 1934 in Dresden, danach in Leipzig börsennotiert.
Los 1628
Los 1636
Schätzwert 10-40 €
Zuckerfabrik Froebeln AG
Froebeln, Aktie 5.000 Mark März 1923
(Auflage 3000, R 2) EF
Schätzwert 400-500 €
Zörbiger Bank-Verein
von Schroeter, Koerner & Comp. KGaA
Mit Wappenlöwen in der Umrandung. FaksimileUnterschrift Martius als AR-Vorsitzender.
Zörbig, Namens-Actie Ser. IV 1.600 Mark
1.7.1908 (Blankette, R 12) EF+
Gründung 1905 unter Übernahme der 1883/84 erbauten Froebelner Zuckerfabrik Silvius Moll & Söhne. Das 250.000 qm
große Stammwerk in Löwen, Kreis Brieg hatte Bahnanschluß
direkt an die Hauptlinie Breslau-Oberschlesien. Außerdem eigene Landwirtschaften auf den Rittergütern Froebeln, Rauske
und Stroschwitz (auf letzterem Gut wurde sogar eine Ziegelei
betrieben). Börsennotiz Berlin/Breslau, letzter Großaktionär war
die Zuckerfabrik Ottmachau F. Lorenz KG.
Dieser Nennwert ist ein Unikat aus dem Reichsbankschatz.
Gründung 1869, Zweigniederlassungen in Könnern (Saale),
Niemberg (Saalkreis) und Sandersdorf (Kr. Bitterfeld). Im Schnitt
60 Mitarbeiter waren neben dem Bankgeschäft auch im Handel mit Getreide, Futter- und Düngemitteln sowie Kohlen beschäftigt. Börsennotiz bis 1933 Halle, danach Leipzig. Nach
dem Krieg nicht verlagert.
Los 1632
Schätzwert 75-150 €
Zuckerfabrik Bedburg
Bedburg, Namensaktie Lit. A 100 RM
12.3.1930 (Auflage 3690, R 5) EF-VF
Gründung 1883 als Bauernzuckerfabrik. 1995 auf die Zuckerfabrik Jülich verschmolzen.
Los 1633
Schätzwert 100-175 €
Zuckerfabrik Bedburg
Bedburg, Namensaktie Reihe B 1.000 RM
12.3.1930 (Auflage 931, R 6) EF
Identische Gestaltung wie voriger Titel.
Los 1624
Schätzwert 200-250 €
Los 1637
Zigarettenfabrik Niwel AG
Düsseldorf, Aktie 1.000 Mark Okt. 1921
(Auflage 3600, R 10) VFNur 5 Stück lagen im Reichsbankschatz.
Gründung 1918 zur Fortführung der „Zigarettenfabrik Niwel
Moses Lewin“. 1925 Liquidation, nachdem Forderungsausfälle
und anschließende Beschlagnahme von Vorräten und Maschinen für Zollforderungen der Gesellschaft die Existenzgrundlage
entzogen hatten.
Los 1629
Schätzwert 125-200 €
Zuckerfabrik Markranstädt
Schätzwert 50-125 €
Markranstädt, Namensaktie 750 Mark
13.6.1921 (Auflage 240, R 7) EF-VF
Zörbiger Bankverein
von Schröter, Körner & Comp. KGaA
Originalunterschriften. Umgestellt auf 600 Goldmark.
Zörbig, Aktie 1.000 RM 9.9.1932 (R 5) UNC
Zuvor ganz unbekannt gewesene Emission.
Gegründet 1883 als sog. “Bauernzuckerfabrik”, weshalb mit
den Aktien eine Rübenablieferungspflicht verbunden war. Die
Rohzuckerfabrik verarbeitete pro Kampagne bis zu 500.000
Ztr. Rüben. Zu DDR-Zeiten als VEB Zuckerfabrik Markranstädt
weitergeführt (AG 1955 im Handelsregister gelöscht). Besonders beliebt bei Eisenbahn-Nostalgikern wegen der fabrikeigenen Rangierlokomotive LKM N4 des VEB Lokomotivbau
Karl Marx (ehem. Fabrik von Orenstein & Koppel), die heute im
Besitz der Eisenbahnfreunde Großheringen ist.
Los 1634
Schätzwert 150-250 €
Zuckerfabrik Brühl
Los 1625
Schätzwert 30-80 €
Zimmermann-Werke AG
Chemnitz, Aktie 20 RM 16.12.1926
(Auflage 1500, R 3) EF
Gegründet 1844, AG seit 8.11.1871. Firma bis 4.11.1914: Chemnitzer Werkzeugmaschinen-Fabrik vorm. Joh. Zimmermann, bis
8.4.1929: Zimmermann-Werke AG, danach: Industrie-Verwaltungs-AG. Sitz bis 26.5.1931 in Chemnitz, danach in Düsseldorf.
1929 beschloss die GV die Veräusserung der Betriebe mit dem
Recht zur Fortführung der Firma an die Wotan-Werke AG, Leipzig.
Los 1626
Los 1630
Schätzwert 75-150 €
Zörbiger Creditverein
von Lederer, Kotzsch & Co. KGaA
Zörbig, Aktie 1.000 RM 23.12.1924 (R 7)
EF-VF
Gründung 1889, neben Bankgschäften auch Lager und Verkauf von Getreide, Futter, Düngemitteln.
Brühl, Namensactie 1.000 Mark
25.3.1921 (Auflage 2100, R 7) EF
Gründung 1883. Weißzuckerfabrik und Raffinerie in Köln-Brühl
(Bergerstr. 57). Dazu wurde 1951 die Syrupfabrik in Köln-Müngersdorf erworben (1969 geschlossen und Überführung der
Produktion nach Brühl). Die Fabrik mit einer Stammbelegschaft
von zuletzt rd. 200 Leuten wurde 1989 vom Kölner Zuckergiganten Pfeiffer & Langen komplett übernommen und anschließend stillgelegt. Auf einem Teil des ehemaligen Fabrikgeländes
entstand ein neues Wohngebiet.
Nr. 1638
Schätzwert 30-75 €
Zinneinfuhr AG
Berlin, Aktie 1000 RM Nov. 1933.
Gründeraktie (Auflage 200, R 5) EF
Einfuhr von und Handel mit Zinn und anderen Metallen. ARMitglieder waren Kaufleute aus Den Haag, 1935 in Behrens &
Co. Metallaktiengesellschaft umbenannt.
Nr. 1628
Nr. 1648
135
Los 1638
Schätzwert 50-125 €
Zuckerfabrik Nakel AG
Nakel (Netze), Namensaktie 400 RM Mai
1942 (R 5) UNC-EF
Dekorativer G&D-Druck, Vignette mit Zuckerrübe,
kleine Fabrik-Abbildung.
Die 1881 gegründete Fabrik in Rudtke bei Nakel (30 km westlich von Bromberg) wurde von der Fürstl. Stolberg’schen Maschinen-Fabrik erbaut und 1910 von Bromberger und Magdeburger Maschinenfabriken umgebaut. Die noch heute als “Cukrownia Naklo S.A.” bestehende Fabrik war an das 600-mmSchmalspurnetz der “Wirsitzer und Bromberger Kreisbahn” angeschlossen, mit 150 km Streckenlänge das längste erhaltene
seiner Art in ganz Europa. Weil aber die polnische Staatsbahn
PKP keine 10-jährige Betriebsgarantie geben mochte, baute
die Zuckerfabrik 1993 ihr Anschlußgleis ab und stellte auf
Straßentransporte um.
Los 1642
Schätzwert 75-150 €
Zuckerfabrik Warburg AG
Warburg i. Westf., Aktie 1.000 RM
30.4.1942 (Auflage 250, R 5) EF
Die 1884 gegründete Fabrik produzierte zunächst nur Rohzucker (der in Raffinerien zum Endprodukt weiterverarbeitet
wurde), seit etwa 1900 auch Weißzucker. Die Mehrheit der im
Frankfurter Freiverkehr notierten Aktien kaufte seit den 50er
Jahren die Zuckerfabrik Franken GmbH in Ochsenfurt auf (die
u.a. 1970 eine bereits einmal bestehende Schachtel der Süddeutschen Zucker-AG übernahm). 1988 fusionierte dann die
Zuckerfabrik Franken mit der Süddeutschen Zucker-AG, die bei
dieser Gelegenheit den heutigen Firmennamen Südzucker AG
annahm; dadurch kam auch die Zuckerfabrik Warburg endgültig zum Südzucker-Konzern.
Nr. 1645
koladenfabrik AG in Dresden. Zu Beginn des 2. Weltkriegs hatte die Zuckerraffinerie 3.000, die Schokoladenfabrik 900 und
die Marmeladenfabrik rd. 500 Beschäftigte. 1945 in der SBZ
enteignet (die Raffinerie wurde demontiert), 1950 Sitzverlegung nach Hamburg, 1950/51 Wiederaufnahme der Erzeugung von Feodora-Schokolade, 1953 Übernahme der Bremer
Chocolade-Fabrik Hachez & Co. 1961 Umwandlung in eine
GmbH (heute die Zuckerraffinerie Tangermünde Fr. Meyers
Sohn Holding GmbH). Die nach der Wende reprivatisierten
Nachfolgebetriebe auf dem Gelände in Tangermünde gingen
1992 in Konkurs. Die unter Denkmalschutz stehende Fabrik
und die Arbeiterkolonien auf dem riesigen, ehemals fast
900.000 qm großen Fabrikareal wurden unter der Regie der
Wohnungsbau- und Verwaltungsges. Tangermünde mbH saniert und sind heute bei Mietern überaus gefragt.
Los 1650
Schätzwert 30-75 €
Zwickauer Maschinenfabrik
Los 1639
Zwickau i.Sa., Aktie 100 RM April 1941
(Auflage 500, davon aber 200 schon
1942 eingezogen und in 1.000-RMAktien getauscht, R 5) UNC-EF
Schätzwert 20-50 €
Zuckerfabrik Nauen
Nauen, Aktie 1.000 Mark Sept. 1922
(Auflage 8000, R 3) EF
Los 1646
Großformatiges Papier, dekorativ gestaltet.
Zuckerraffinerie Genthin AG
Gründung am 28.12.1888. Neben der Zuckerfabrik besaß die
Gesellschaft auch das Rittergut Bredow. Zuletzt unter stärkerem Einfluss der Zuckerraffinerie Tangermünde sowie von Rabbethge & Giesecke, Kleinwanzleben. 1962 verlagert nach
Braunschweig und Umwandlung in eine GmbH.
Genthin, Aktie 100 RM Aug. 1938
(Auflage 1016, R 5) EF+
Schätzwert 50-100 €
Gründung 1901 durch 24 Schokolade-Fabrikanten als “AG für
Verwertung landwirtschaftl. Produkte”, 1903 Umfirmierung wie
oben. Seit 1922 auch Eigenanbau von Zuckerrüben auf den
5.000 Morgen großen Besitzungen Schönaich und Eichenkranz
des Fürsten von Carolath-Beuthen. 1935 Übernahme der
Zuckerfabriken Calbe und Frankenstein. In der Kampagne beschäftigten die Werke 800 (Genthin), 350 (Calbe) bzw. 350
(Frankenstein) Leute. Börsennotiz Magdeburg, ab 1934 Freiverkehr Berlin.
Los 1643
Schätzwert 75-150 €
Zuckerfabrik Weferlingen GmbH
Weferlingen, Namens-Anteil 500 RM
6.8.1924 (R 4) EF
Rohzuckerfabrik, eingerichtet 1877 von der Braunschweigische Maschinen-Bauanstalt, umgebaut 1910 von F. Dippe,
Schladen. Das Kapital betrug Eine Million und zwanzig tausend
Mark und zerfiel in 790 Actien à 1.300 Mark. Diese zerfielen in
410 Actien La. A mit je 2 Stimmen und 380 Actien La. B mit je
einer Stimme.
Los 1647
Schätzwert 30-75 €
Zuckerraffinerie Genthin AG
Genthin, Aktie 100 RM April 1943
(Auflage 544, R 5) EF
Identische Gestaltung wie voriges Los.
Los 1648
Schätzwert 150-200 €
Zuckerraffinerie Magdeburg AG
Magdeburg, Actie 1.000 Mark 15.1.1921
(Blankette, R 9) EF
Los 1640
Großes Querformat mit sehr hübscher Umrahmung. Aktien dieser Ges. waren im Markt zuvor
vollkommen unbekannt.
Schätzwert 100-175 €
Zuckerfabrik Nordharz AG
Gründung bereits 1843, AG seit 1882. Die Raffinerie verdankte ihre Existenz der Tatsache, dass damals viele kleine Zuckerfabriken in der Veredelungsstufe beim Rohzucker endeten, da
sich für sie eine eigene Raffination nicht lohnte. In der Raffinationsanlage in Magdeburg-Sudenburg (Halberstädter Straße)
wurde auf der Basis von Lohnverträgen der (braune) Rohzukker der angeschlossenen Zuckerfabriken der Magdeburger
Börde zu Weißzucker raffiniert und dann vermarktet. Das Aktienkapital war zu einem Großteil im Besitz der MagdeburgBraunschweiger Rohzuckervereinigung, ansonsten auch in
Magdeburg (ab 1934 Leipzig) börsennotiert. 1948 in der DDR
enteignet und als VEB Zuckerraffinerie “Hermann Danz” fortgeführt. Die AG selbst wurde 1963 nach Einbeck verlagert (wohin
der letzte AR-Vorsitzende der Raffinerie Karl Büchting zuvor
schon auf Betreiben der britischen Besatzungsmacht die u.a.
von seiner Familie geführte Zuckerfabrik Klein-Wanzleben verlagert hatte, die heutige KWS Kleinwanzlebener Saatzucht AG).
Anschließend in eine GmbH umgewandelt.
Osterwieck am Harz, Namensaktie 500
RM 1.10.1929 (Auflage 263, R 8) EF
Gründung 1877 als „Actien-Zuckerfabrik Osterwieck“. Mit einer
Aktie war die Pflicht verbunden, vier Morgen Zuckerrüben anzubauen und an die Fabrik abzuliefern, ferner musste der Aktionär
alle geernteten Überrüben abliefern. 1929 Fusion mit der Zukkerfabrik Vienenburg und Umfirmierung wie oben. Die Demarkationslinie nach 1945 trennte dann die Osterwiecker und die
Vienenburger Zuckerrübenanbauer wieder auseinander.
Los 1644
Schätzwert 75-125 €
Zuckerfabrik zu Nörten GmbH
Nörten-Hardenberg, 5 % Teilschuldv.
1.000 RM Febr. 1937 (Auflage 520, R 7) EF
Originalunterschrift Carl Graf von Hardenberg.
Gründung 1873, errichtet durch die Braunschweigische Maschinenbauanstalt, 1894 umgebaut durch die Fürstl. Stolberg.
Faktorei und Zickerickwerk. Später firmierend als Union-ZukkerSüd Hannover GmbH. 1993 Betrieb eingestellt.
Los 1645
Los 1641
Schätzwert 30-75 €
Zuckerfabrik Pelplin AG
Pelplin, Namensaktie Serie I 1.000 RM
29.11.1941 (Auflage 1500, R 4) EF
Gegründet 1878. Beim Vormarsch der Roten Armee wurde die
Fabrik gegen Ende des 2. Weltkrieges schwer beschädigt. Heute gehört die “Cukrownia Pelplin S.A.” zum Zuckerkonzern BSO
Polska.
136
Ursprung ist eine schon 1842 in der Reichenbacher Straße
durch William Henry Jonas aus Markkleeberg und Zivilingenieur William Dorning aus Manchester gegründete Maschinenfabrik. Zunächst war die Entwicklung kümmerlich, die Besitzer
wechselten mehrfach bis zur Übernahme durch Brod & Stiehler im Jahr 1865. 1872 Umwandlung in eine AG. 1910 Erwerb
der Fabrik für Blechbearbeitungsmaschinen Gustav Toelle in
Schätzwert 25-125 €
Zuckerraffinerie Braunschweig
Braunschweig, Aktie 1.000 Mark
27.12.1922 (Auflage 2000, R 2) EF
Großformatig. Dekorative Ornamentumrandung.
Gründung 1881. Produktion und Vertrieb von Zucker. 1939
wurde die Fabrik stillgelegt. Man beschäftigte sich von nun an
mit der Verwertung von Fabrik- und Lagerräumen. Die Fabrikanlagen stehen noch heute.
Los 1649
Niederschlema (1928 verkauft an die Hiltmann & Lorenz AG in
Aue). Hergestellt wurden Kompressoren aller Art, Dampfmaschinen, Bergwerksmaschinen und Preßluftpumpen. Börsennotiz in Leipzig (bis 1927 auch Berlin, Dresden, Chemnitz und
Zwickau). Nach 1945 enteignet. 1990 von der Treuhand in die
Auffanggesellschaft Sachsenring Maschinenbau GmbH überführt, 2001 als Zwickauer Maschinen- und Anlagenbau GmbH
ausgegliedert, baut heute Anlagen für die Chemieindustrie sowie zur Erdgasförderung, -speicherung und -verteilung.
Los 1651
Schätzwert 75-150 €
Zwirnerei Ackermann AG
Sontheim am Neckar, Namensaktie 500
RM 2.1.1931 (Auflage 3000, R 6) EF
Gegründet 1882 als “Mechanische Zwirnerei Heilbronn vorm. C.
Ackermann & Cie.”, 1919 umbenannt wie oben. Betrieb einer
Baumwollzwirnerei, außerdem Herstellung von Näh-, Häkel- und
Stopfgarnen. 1957 Fusion mit der Zwirnerei & Nähfadenfabrik
Göggingen zur Ackermann-Göggingen AG mit Sitz in Augsburg.
1994 nach Übernahme der Aktienmehrheit durch die WisserDienstleistungsgruppe (die sich vor allem für den Immobilienbesitz interessierte) Verkauf des operativen Geschäfts an den
Wettbewerber Amann & Söhne GmbH & Co. KG in Bönnigheim.
Schätzwert 20-75 €
Zuckerraffinerie Tangermünde
Fr. Meyers Sohn AG
Tangermünde, Aktie 1.000 Mark März 1920
(Auflage 2000, R 2) EF
Schöne Umrahmung mit antiken Göttern.
Gegründet 1826 durch Theodor Meyer mit 6 Arbeitern an der
Mündung der Tanger in die Elbe, die älteste deutsche Zuckerraffinerie und bis 1945 eine der größten in ganz Europa. Die
Fabrik war ursprünglich in der Kirchstr. 69, ab 1836 dann
Kirchstr. 32, 1839 völlig abgebrannt und 4-stöckig neu errichtet, 1876 Umzug auf das Gelände einer ehemaligen Stärkefabrik an der Elbe, 1881 erneut völlig niedergebrannt und
wiederaufgebaut. An der Wende zum 20. Jh., schon vor der
1906 erfolgten Umwandlung in eine AG, besaß die Raffinerie
einen eigenen Industriehafen, ausgedehnte Arbeiterkolonien,
ein Kinderheim und ein Krankenhaus sowie ein Kraftwerk, das
auch die Stadt Tangermünde mit Strom versorgte. Ab 1910
wurden hochwertige Schokoladen und Pralinen unter der Marke FEODORA erzeugt (Namensgeberin war Prinzessin Feodora
von Schleswig-Holstein, jüngste Schwester von Kaiserin Auguste Victoria, der Frau von Kaiser Wilhelm II.) 1924/25 Bau einer
Würfelzuckerfabrik, 1930 Übernahme der Lobeck & Co. Scho-
Die letzte erhaltene Produktionshalle der
Zwirnerei Ackermann - heute eine Apotheke
Die AG selbst wurde in Anterra AG umbenannt und besteht noch
heute als börsennotierte Vermögensverwaltungsgesellschaft.
Index nach Sammelgebieten
Apotheken, Drogerien - pharmacy, chemist’s
shop: 49-50, 109-110, 316, 320, 425-426, 428,
440, 526, 729, 732, 752, 1062, 1163, 1342 Apparate- und Armaturenbau - appliance and
fittings construction: 51, 278, 283, 296, 301,
328, 381-382, 452, 458, 473, 490, 513, 525,
545, 565, 601, 606-607, 612, 644, 762, 774,
832, 896, 900, 1000, 1090, 1159, 1178, 1307,
1330 Art Deko - art-deco: 19, 1107, 1367
Ausstellungen, Weltausstellungen - exhibitions, World Fair: 37, 733-734, 973-974, 1066,
1261 Autographen - autographed items: 58,
60, 385-387, 669 Automobile, Motoren automobile, engine: 3-4, 9, 88, 107, 187-188,
197, 278, 491-492, 521, 523, 533, 562-563,
604-605, 696-697, 760, 762, 767, 817, 825,
1000, 1035-1037, 1043, 1052, 1074-1076,
1089, 1110-1112, 1226-1227, 1520, 1554
Bäckereien, Backwaren, Kekse - baker’s
shop, bread, cakes and pastries: 411, 497,
603, 619, 731, 920, 1144, 1616 Banken (nur
Aktien!) - banking (just shares): 19-20, 35,
108, 151-162, 164, 189-190, 207, 212, 217,
264-265, 331, 346, 353-354, 367, 370-371,
374-375, 377, 385-387, 414, 431, 436, 438,
441, 465-466, 527, 546, 557-558, 576, 647-648,
693, 711, 743-746, 749-750, 763-764, 879, 915,
931-933, 946, 949, 963, 968-970, 979, 10091010, 1060, 1085, 1095, 1122, 1138, 1147,
1158, 1189, 1205, 1216, 1229-1231, 1243,
1247-1248, 1292, 1323, 1339, 1434-1435,
1466, 1540, 1544, 1551, 1561, 1594, 1596,
1609-1610, 1614, 1628-1631 Banken (Pfandbriefe, Schuldv. etc.) - banking (bonds, debentures etc.): 150, 184, 355, 365-366, 410,
463-464, 467-470, 833, 947-948, 951, 1058,
1061, 1108-1109, 1350, 1612 Bau (Hoch-,
Tief- und Straßenbau) - construction (structural-, civil engeneering, road construction):
21-22, 61-63, 78, 94, 206, 224-225, 240-241,
391, 439, 494, 524, 591, 615, 621, 625, 627,
708, 718, 753, 786, 808-809, 828-831, 838,
857-858, 897, 983, 1010, 1101, 1116, 1140,
1184, 1242, 1273, 1481, 1596, 1602 Baustoffe - building materials: 21, 52, 61-63, 65-68,
71, 75, 118, 126-127, 213, 224-225, 268, 292,
325, 336, 352, 373, 376, 398, 412, 417, 462,
496, 515, 524, 552, 663, 710, 813, 836, 978,
1005, 1064, 1142, 1196-1197, 1236, 1273,
1314-1315, 1317-1318, 1347-1348, 1418,
1422, 1427, 1436, 1459, 1463-1465, 1477,
1503-1504, 1508-1511, 1571, 1575, 1585,
1591, 1613 Bergbau (ohne Gold, Silber, Kali,
Salz) - general mining: 23, 54, 65-66, 100, 112114, 120, 122, 127, 138-139, 193-196, 200,
233, 255-263, 268, 288, 303, 325, 352, 360,
378, 391, 456, 515-516, 518, 577, 623, 649653, 655-659, 661-664, 667-670, 672-673, 676678, 681-682, 684, 692, 700-701, 758, 770-773,
814, 871, 887, 944, 1019-1020, 1025, 1054,
1083, 1097, 1120-1121, 1127, 1141, 1186,
1193, 1206, 1237, 1267, 1291, 1301, 1315,
1421, 1460, 1469, 1514, 1522, 1534 Börse stock exchange: 212 Brauereien, Mälzereien
- breweries, malthouses: 5, 13, 69-70, 79-80,
84-85, 87, 150, 182, 198, 229-231, 237, 244253, 279-280, 284, 290, 411, 421, 423-424,
437, 512, 542, 567-568, 606, 609-610, 637,
691, 695, 709, 724, 765-766, 810-811, 878,
985-986, 990-991, 994-995, 1004, 1016-1018,
1137, 1181-1182, 1298, 1336, 1338, 13561357, 1423, 1457-1458, 1478, 1531, 1569 Büro-, Schreib-, Rechen-, und Nähmaschinen office machines, typewriters, calculators, sewing machines: 9, 117, 286-287, 326, 381384, 580, 785, 796, 888, 1043, 1104-1105,
1341, 1468 Chemie, Kunststoff, Gummi chemical, plastics, rubber: 47-48, 58, 92-93,
98-100, 126, 140, 291, 316-323, 333, 342, 345,
373, 411, 428, 454, 494, 500, 537, 581, 654,
716-717, 727-729, 752, 770-771, 773, 787-790,
812, 839, 847, 874, 896, 943, 952-954, 988989, 991, 999, 1001, 1047-1048, 1091-1092,
1115, 1119, 1128, 1143, 1178, 1235, 1267,
1273, 1280-1281, 1287-1288, 1291, 1302,
1313, 1342, 1448-1449, 1452, 1463-1465,
1482-1483, 1490, 1494, 1499, 1505-1507,
1512, 1515, 1553, 1577-1578, 1604 Computer, Elektronik - computer, electronics: 719,
1345-1346 DEKO-Papiere - decorative papers: 176, 237, 272, 357, 645, 971, 1035, 1243,
1366, 1566 Draht- und Kabelwerke - wire
and cable works: 197, 399, 541, 868-869, 982,
1115, 1131-1132, 1345, 1579, 1583 Druckerei,
Verlage, Werbung - printing, publishing, advertising: 49-50, 227, 310, 381-382, 407, 427,
432-433, 448-449, 529-530, 599, 613, 632, 636,
719, 799, 940-942, 966, 1047, 1091-1092,
1160, 1162, 1272, 1496, 1586, 1589 Eisenbahnen - railroads: 16-17, 27, 35, 55, 72-73,
89, 140, 183, 277, 327, 381-382, 463-470, 639641, 703, 813, 901-904, 912-914, 929, 935-936,
962, 1011-1014, 1059, 1098-1099, 1142, 1164,
1212, 1228, 1304-1306, 1501, 1622 Elektroindustrie, Elektromaschinenbau - electrical industry, electrical engeneering: 3-4, 90-91,
197, 283, 295, 298, 307, 328, 429, 479-480,
489, 523, 536, 541, 562-563, 639-641, 742,
774, 782, 824, 868, 1152-1154, 1178, 1188,
1213, 1290, 1345-1346, 1543 Fahrräder - bicycles: 9, 117, 278, 311, 491-492, 521, 580,
776, 1052, 1067-1068, 1072, 1165, 1331, 1341,
1344, 1468 Feinmechanik - precision mechanics: 429, 489, 540, 547, 832, 1214, 1346
Fernsehen, Rundfunk - television, broadcasting: 540, 1218, 1290, 1554 Feuerwehr - fire
brigade: 1560 Film, Kinos, Fotografie, Filmapparate - film, cinema, photography, film instruments: 2, 713, 1452, 1487-1489, 1493,
1555, 1606 Finanzunternehmen, sonstige finance companies (other): 39, 165-166, 228,
291, 429, 527, 702, 748, 802, 835, 924, 1555
Fischerei, Fischverarbeitung - fishing, fishprocessing industry: 795, 1050, 1130 Fremdwährungsanleihen - foreign currency loans:
258, 315, 343-344, 410, 516, 575, 1074, 1076,
1108, 1136, 1284, 1384, 1397, 1498, 1600
Friedhöfe - cemetery: 30 Gaswirtschaft gasworks: 27-29, 35, 145, 242, 356-358, 513,
544, 592-596, 606, 642-643, 714-715, 839,
1103, 1283, 1321, 1562-1563, 1580 Getränke
(sonstige) - beverages (others): 5, 210-211,
231, 313, 1531 Glas - glass: 14, 31, 362, 393397, 420, 531, 688-691, 783, 815, 824, 11451146, 1157, 1217, 1289, 1467, 1530, 1549,
1595 Gold-, Silber- und Diamantenminen gold-, silver- and diamondmining: 770-773,
887 Gründeraktie - founder shares: 16, 33,
38, 40, 54, 71, 74, 85, 163, 193-195, 205, 216,
221, 229, 235, 237, 271, 325, 339, 349-350,
393, 420, 455, 550, 595, 685, 698, 722, 725,
804, 845, 867, 904, 912, 935, 952, 971, 984,
1035, 1117, 1141, 1145, 1199, 1238, 1291,
1327, 1353, 1416, 1421, 1431, 1440, 1479,
1537, 1545-1546, 1595, 1617, 1622 Gummiindustrie und -verarbeitung - rubber industry
and processing: 87, 126, 234, 299, 646, 716717, 908-909, 967, 1021, 1086, 1183, 14631465, 1499, 1507, 1553 Handel allgemein
(sonst nicht zuzuordnen) - general merchandise: 38, 137, 331, 342, 349-351, 372-373, 401,
408, 497, 628-629, 743, 747, 1155, 1235, 1351,
1536, 1585 Heizung, Lüftung, Klima, Sanitär
- heating system, air condition, sanitary facilities: 118, 201-202, 288, 296, 338, 525, 545,
604-605, 856, 1213, 1235, 1308-1310, 1329,
1347, 1554 Historismus-Stil - historism style:
23, 53, 172, 262, 481, 1011, 1013, 1054, 1329,
1416, 1557-1559 Holz, Möbel, Forstwirtschaft - woods, furniture, forestry: 22, 40-44,
209, 243, 301, 368-369, 405-406, 443, 446-447,
514, 538, 543, 630, 769, 791, 796, 816-820,
843, 845, 863-864, 1028, 1149-1150, 1161,
1167, 1173, 1244, 1249, 1271, 1280-1281,
1285-1286, 1289, 1316-1317, 1430, 1433,
1435, 1451, 1469, 1471, 1521, 1523 Hotelund Gaststättengewerbe - hotels, catering
trade: 12, 16-18, 74, 84, 143-144, 413, 499,
821, 844-845, 870, 992, 1265, 1531, 1537,
1545-1546 Jugendstil - art nouveau: 38, 71,
409, 680-682, 872, 914, 1085, 1098, 1552 Kaffee, Tee, Kakao - coffee, tea, cocoa: 236, 349351, 555, 603, 777, 1179 Kanäle - canal: 12401241, 1566 Kaufhaus - department stores:
894, 981, 1172, 1276, 1570, 1576 Kirchen churches: 315, 343-344, 631, 899, 1094, 1495
Kolonie - colonies: 38, 273, 348-351, 401, 646,
887, 1300 Krankenhäuser, Gesundheitswesen - hospital, Public Health Service: 37, 101,
115-116, 143-144, 232, 298, 343-344, 549,
1062, 1308-1310, 1495, 1537 Kunststoffindustrie und -verarbeitung - rubber industry and
processing: 376, 398, 1050 Lacke und Farben - varnish paint and color paint: 21, 58,
61-63, 109-110, 322-323, 454, 537, 729, 1220
Landwirtschaft - agriculture: 39, 46, 108, 349351, 401, 647, 718, 761, 950, 961, 1215, 12741275, 1300, 1425, 1429, 1469, 1515, 1520,
1536, 1548, 1636, 1639 Leder, Schuhe, Lederwaren - leather, shoes, leather goods:
111, 289, 300, 455, 614, 803, 846, 866, 916,
955-958, 1052, 1155, 1175, 1180, 1222-1224,
1334-1335, 1502, 1587 Luftfahrt, Luftfahrzeugbau, Flugplätze - aviation, airplanes, airfield: 16-17, 187-188, 551, 784, 865, 971-972,
1541 Maschinenbau (ohne Elektromaschinen) - mechanical engineering (without electrical engineering): 86, 107, 125, 141-142, 148,
201-202, 269, 274-275, 301, 314, 326, 339-341,
402, 427, 451-452, 457, 459, 472-475, 479-480,
505-506, 517, 519, 522, 529-530, 536, 556,
559, 604-605, 612, 618, 620, 636, 639-641,
644, 705, 758, 776, 781, 825, 841, 848, 851,
856, 861-862, 885, 900, 907, 910-911, 952-954,
993, 998, 1002, 1007, 1026, 1031-1046, 10671068, 1074-1076, 1090, 1104, 1106, 11231124, 1159, 1174, 1177, 1187-1188, 11901191, 1202-1203, 1212, 1214, 1221, 12451246, 1252, 1254, 1274, 1295-1296, 1299,
1311, 1325, 1329, 1331, 1333, 1349, 1411,
1429, 1432, 1444-1447, 1520, 1525, 1529,
1556, 1560, 1593, 1618, 1621, 1625, 1627,
1650 Metallbau und -verarbeitung - metalworking, metal processing: 28-29, 82, 119,
123, 136, 192, 278, 295-296, 311, 342, 363,
388, 392, 402, 429, 442, 453, 458, 461, 471,
476, 489-490, 495, 517, 536, 538, 553, 565,
611, 742, 775, 784, 792, 851, 907, 1031, 1063,
1067-1068, 1072-1073, 1089, 1166, 1185,
1201-1202, 1232-1235, 1254, 1262, 13081310, 1324, 1329, 1412, 1414-1415, 1432,
1500, 1513, 1554, 1572 Milch und Käse - milk
and cheese: 1022, 1078 Mineralwasser - mineral water: 5, 13, 143-144, 1080, 1337 Motorräder - motorcycles: 9, 187-188, 201-202,
278, 491-492, 533, 762, 1072, 1165, 1344, 1468
Mühlen - flour mills: 208, 444-445, 550, 704,
731, 801, 822, 852, 980, 997, 1074-1076, 1095,
1181-1182, 1258-1260, 1516-1517, 1616 Müllabfuhr - refuse collecting: 268 Musik (Instrumente, Studios, Schallplatten) - music (musical instruments, studio, records): 8, 722-723,
826-827, 975-976, 1263-1264 Nahrungsmittel
(ohne Genußmittel) - foodstoff (without semiluxury food): 21, 56, 59-63, 232, 337, 380,
411, 450, 477, 555, 628-629, 812, 920-922,
991, 1078, 1129, 1143, 1268, 1332, 1428, 1450,
1515, 1526, 1616 Nichteisenmetalle (ohne
Bergbau) - nonironmetals (without mining):
58, 92-93, 185-186, 719, 805, 823-824, 1025,
1069-1071, 1448-1449, 1500, 1512, 1583 Öl
und Benzin - oil and petrol: 45, 254, 270, 360361, 391, 500-504, 622, 630, 659, 665, 670,
674, 678-679, 871, 923, 1107, 1148, 1266,
1573-1574 Omnibus, Autobus, Taxi - bus, taxi: 925, 1166 optische Industrie, Fotografie optical industry, photography: 564, 1079,
1151 Papier, Papierverarbeitung - paper, paper mill: 25-26, 50, 103-104, 293, 379, 432433, 448, 528, 539, 547, 791, 804, 817, 891,
943, 966, 1049, 1069-1071, 1079, 1102, 1113,
1119, 1167-1171, 1173, 1251, 1319, 1426,
1453, 1492, 1497, 1586, 1619 Pharmazeutika
- pharmaceutics: 47-49, 100, 109-110, 320,
426, 428, 440, 526, 654, 732, 752, 1048, 1143,
1163, 1287-1288, 1342, 1428, 1452 Politik politics: 102 Porzellan, Keramik, Ton - porcelain, ceramics, clay: 10-11, 32, 67-68, 75,
118, 285, 295, 398, 412, 418, 462, 531, 725726, 783, 898, 996, 1005, 1027, 1054, 1064,
1198-1200, 1256-1257, 1314, 1317, 13471348, 1417-1420, 1438, 1459, 1467, 1469,
1477, 1503-1504, 1571, 1623 Salz- und Kalibergbau, Salinen - salt and potash mining,
saltworks: 153-154, 199, 238-239, 294, 360,
650, 654-655, 660, 666, 671, 675-676, 680,
683, 872-876, 1025, 1302, 1573-1574 Schiffahrt, Schiffbau, Fähren - shipping, shipbuilding, ferries: 16-17, 72-73, 97, 131, 274-275,
353, 404, 459, 615, 618, 638, 735, 959, 998,
1081, 1118, 1130, 1134-1135, 1159, 1204,
1238-1241, 1320, 1424, 1584 Schmuck, Uhren - jewels, clocks, watches: 92-93, 347,
785, 802, 917, 1262 Schokolade, Süßigkeiten
- chocolate, sweets: 236, 411, 603, 619, 768,
777, 886, 1179, 1268, 1328, 1616, 1649 Schulen, Universitäten, Ausbildung - school, university, training: 37, 343-344, 409, 899 Seife,
Kosmetika - soap, cosmetic: 581, 694, 787790, 812, 1080, 1143, 1163, 1428 sonstige
Vereine - other clubs: 18, 645 Spielzeug,
Spielwaren, Spielkarten - toys, playing cards:
40-44, 310, 1496 Spirituosen - spirits: 210211, 302, 313, 359, 403, 450, 542, 578-579,
1144, 1181-1182, 1484 Sportvereine, -artikel,
Sportstätten - sports club, sports article,
sports ground: 281, 733-734, 1535 Sprengstoff - explosive: 119, 459, 1577-1578 Staats-
anleihen (inkl. Länder/Bundesstaaten) - government loans (federal states, counties included): 226, 569-575, 945, 1207, 1209-1211,
1255, 1355, 1409, 1547 Stadtanleihen - municipal loans: 181, 566, 597-598, 624, 778, 937938, 1136, 1208, 1355, 1358-1408, 1498 Stahl,
Eisen, Hütten, Gießereien - steel, iron, metallurgical plants, foundry: 107, 123, 138-140,
148, 192, 201-202, 219, 288, 305-306, 314,
378, 402, 408, 458-461, 471-472, 474-476, 495,
516, 522, 525, 577, 582, 601, 607, 623, 776,
781, 793-794, 805-807, 814, 861-862, 896,
910-911, 1025, 1082, 1090, 1123-1124, 1141,
1159, 1166, 1190-1191, 1221, 1253, 1267,
1291, 1293, 1324, 1344, 1410-1411, 1416,
1437, 1513, 1554, 1572, 1588, 1618, 1626
Straßenbahnen - street railways: 27, 183,
271-272, 327, 416, 481, 486, 507, 639-641,
703, 853, 929, 962, 1011-1014, 1164 Stromwirtschaft - power supply: 15, 24, 27-29, 35,
71, 88, 105-106, 137, 145-147, 176, 183, 242,
257-260, 268, 283, 327, 348, 356-358, 481-488,
498, 516, 592, 622, 639-643, 706-707, 714-715,
748, 853, 891, 919, 926-929, 1006, 1015, 1127,
1139, 1156, 1164, 1240-1241, 1245-1246,
1252, 1290, 1321, 1413, 1473-1476, 1490,
1512, 1567, 1613 Tabak, Zigaretten, Zigarren
- tabac, cigarettes, cigars: 273, 539, 578-579,
777, 843, 849, 1624 Telekommunikation - telecommunications: 399, 541, 1087-1088,
1345-1346 Terraingesellschaften, Immobilien - land companies, real estate: 1, 12, 2021, 32-36, 39, 57, 61-63, 78, 94, 102, 163-170,
176, 180, 191, 205, 216, 218, 235, 244, 251,
353-355, 364, 419, 429, 439, 453-454, 462,
494, 542, 583-591, 621, 625-627, 712-713,
727-728, 751, 753-754, 756-757, 779-780, 786,
792, 804, 835, 844-845, 854-855, 887, 895,
905-906, 920, 950, 970, 978, 984, 1003, 10651066, 1069-1071, 1077, 1100-1101, 1117,
1140, 1219, 1242, 1256-1257, 1261, 1282,
1327, 1339, 1343, 1439-1440, 1471, 1481,
1545-1546, 1596-1601, 1603, 1615, 1617 Textil, Bekleidung (ohne Leder) - textile, clothes
(without leather): 1, 53, 81, 88, 121, 124, 133135, 142, 149, 171-179, 203-204, 215, 218,
228, 234, 266-267, 276, 282, 291, 297, 300,
304, 308-309, 312, 324, 329-330, 334-335,
339-341, 376, 400, 415, 422, 430, 434-435,
493, 496, 499, 508-511, 532, 534-535, 547-549,
554, 600, 602, 608, 616-617, 633-635, 686-687,
698-699, 702, 720-721, 730, 755-756, 797-798,
803, 834, 840, 850, 859-860, 867, 880-884,
892-893, 908-909, 918, 930, 934, 943, 960,
964-965, 977, 1029-1030, 1043, 1050-1051,
1053-1057, 1093, 1096, 1106, 1114, 1119,
1175-1176, 1194, 1222-1223, 1225, 1250,
1276, 1294-1297, 1303, 1322, 1331, 13521354, 1442-1443, 1454-1456, 1461, 14701472, 1491, 1505-1506, 1518-1519, 1524,
1527-1528, 1539, 1542, 1564-1565, 1568,
1581-1582, 1592, 1605, 1607-1608, 1651 Theater und Oper - theatres and opera houses:
12, 1265 Touristik, Reisen - tourism, journey:
992 Transport, Spedition, Lagerei - transportation, forwarding, storekeeping: 30, 59-60,
97, 477-478, 761, 891, 959, 978, 1081, 1118,
1142, 1351, 1462, 1584 Treuhand, Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Buchführung - trust, audit, tax consultancy, accountancy: 1466, 1538 Versicherungen - insurances: 95-96, 128-130, 132, 214, 220-223, 389390, 520, 560-561, 685, 736-741, 800, 842,
889-890, 939, 1008, 1023-1024, 1084, 11251126, 1278-1279, 1340, 1479-1480, 14851486, 1532-1533, 1590, 1611, 1620 Waffen,
Rüstungswirtschaft - weapons, defence industry: 28-29, 119, 219, 300, 402, 494, 582,
636, 1067-1068, 1254, 1344, 1554 Waggons,
Lokomotiven, Eisenbahn-Zubehör, Signalanlagen - railway carriage, goods waggon, engine, railway fittings, signal facilities: 140,
283, 363, 402, 443, 696-697, 760, 987, 10381039, 1141, 1212, 1295, 1341, 1345, 15561559 Wasserwirtschaft - water supply, water
power: 242, 332, 606, 926, 1139, 1284, 1431,
1562-1563, 1566 Wein, Sekt, Champagner wine, sparkling wine, champagne: 18, 302,
313, 359, 403, 450, 578-579, 844, 1312, 1326,
1450 Zementfabriken - cement factory: 64,
71, 224-225, 496, 552, 759, 806-807, 837, 877,
1133, 1195-1197, 1427, 1441, 1508-1511,
1550, 1552, 1575, 1613 Zucker - sugar: 6-7,
56, 76-77, 83, 269, 345, 961, 1192, 1215, 12691270, 1277, 1287-1288, 1548, 1632-1649
137
Index nach Regionen
[Ostpreußen/Memelland]: 13, 198, 245,
290, 313, 338, 912-915, 1065, 1210,
1274, 1387, 1457-1458, 1520 [Schlesien]: 15, 76-77, 101, 151, 164, 171, 245,
279-281, 310, 314, 329-330, 338, 458,
481, 486, 499, 526, 538, 543-544, 652,
681, 692, 695, 704, 721, 763-764, 778,
814, 828-832, 838, 849, 852, 891-892,
919, 930, 960, 987, 1035-1036, 11411142, 1157, 1167, 1207, 1285-1286,
1318-1322, 1348, 1378, 1420-1421,
1444-1447, 1477, 1548, 1556, 15641565, 1606, 1622, 1636 [Danzig/Westpreußen]: 245, 292, 877, 947, 1433,
1476, 1638, 1641 [Pommern]: 78, 302,
542, 578-579, 1192, 1320, 1388, 1400,
1423-1427, 1482-1483, 1492, 1619 [Sudetenland (1938-45)]: 456, 931-932,
1127, 1438 [Posen (1815-1919)]: 229,
487-488, 513, 840, 940 [Elsaß und Lothringen]: 493, 670, 837, 994-995 Region
010 [Dresden]: 25-26, 37, 45, 79, 150,
168, 253, 293, 320, 326, 347, 405-406,
430-440, 479-480, 500, 533, 574, 576,
592, 601, 603, 625, 647, 672, 688, 691,
705, 777, 786, 817, 822, 826-827, 836,
839, 841, 864, 870, 879, 910-911, 916,
925, 942, 945, 975-976, 1049, 10631064, 1074-1076, 1079, 1082, 1105,
1118, 1179, 1216-1217, 1289-1290,
1292-1293, 1295, 1311, 1316, 1339,
1341, 1347, 1405-1407, 1417-1418,
1430, 1453, 1491, 1514, 1529-1530,
1566, 1598 Region 020 [Bautzen, Görlitz, Zittau, Hoyerswerda]: 25-26, 31, 51,
436, 539, 668, 725-726, 859, 1158, 1185,
1330, 1378, 1469, 1497, 1556, 1627 Region 030 [Cottbus]: 203-204, 255, 493,
656, 730, 1054, 1120-1121, 1206, 14441447, 1549 Region 040 [Leipzig]: 24, 30,
36, 74, 84, 152, 167, 180, 227, 236, 246,
250, 262, 297, 301, 307, 311, 372, 383384, 388, 416, 418, 427, 453, 515, 537,
548, 591, 617, 626, 645, 694, 703, 711,
722-723, 752, 761, 787-790, 796, 813,
824, 826-827, 846, 883-884, 897, 902,
907, 952-954, 962-980, 988-989, 1033,
1047, 1066, 1080, 1084, 1091-1092,
1120-1121, 1168, 1170, 1177, 1183,
1185-1187, 1203, 1224, 1226-1227,
1237, 1261, 1308-1310, 1351, 13791380, 1389-1390, 1418, 1455-1456,
1461, 1473, 1484, 1496, 1514-1515,
1553, 1586, 1596-1597, 1602, 16141616, 1637 Region 060 [Halle (Saale)]:
35, 64, 82, 103-104, 112-114, 160-161,
192, 200, 254, 263, 337, 345, 356-358,
388, 446-447, 473, 476, 485, 551, 555,
569-570, 595-596, 599, 618, 680, 682,
696-697, 718, 783-784, 865, 886, 896,
899, 905-906, 946, 1004, 1025, 10441045, 1081, 1115, 1123-1124, 11491150, 1211, 1236, 1238-1239, 1269,
1277, 1344, 1409, 1448-1449, 1494,
1551, 1577-1578, 1618, 1628-1631 Region 070 [Jena, Gera, Saalfeld]: 10-11,
282, 554, 627, 633-635, 648, 710, 770773, 853-855, 860, 927, 929, 1090, 1106,
1114, 1160, 1176, 1189, 1237, 1315,
1408, 1459, 1467, 1589 Region 080
[Zwickau, Plauen]: 5, 169-170, 177, 312,
317-318, 335, 515, 534-535, 562-563,
662, 693, 834, 860, 881-882, 938, 941,
949, 1042, 1053, 1094, 1229, 1232-1234,
1298, 1353-1354, 1399, 1472, 1528,
1531, 1538-1542, 1650 Region 090
[Chemnitz, Freiberg, Mittweida, Flöha,
Annaberg]: 1, 19, 53, 125, 142, 155-156,
175, 178, 304, 308-309, 324, 339-341,
403, 415, 491-492, 496-497, 514-515,
528, 533, 536, 547, 549, 582, 608, 620,
657, 664, 729, 821, 848, 893, 1026-1027,
1040, 1043, 1089, 1102, 1110-1112,
1163, 1173, 1177, 1188, 1225, 1265,
1271, 1290, 1294-1297, 1299, 1331,
1335, 1349, 1404, 1432, 1471, 1568,
1625 Region 100 [Berlin]: 2-4, 8, 12, 2022, 25-27, 33-34, 39, 46-48, 51, 53-57,
59-63, 78, 89-91, 94, 107, 111-114, 121,
138
130, 132, 137, 141, 148, 150, 153-154,
165-166, 191, 197, 201-225, 235, 237238, 240-243, 251, 254-255, 292, 296,
299-300, 303, 321, 329-330, 332, 338,
343-344, 348, 353-355, 359-360, 362365, 368, 371, 373-375, 377, 381-382,
385-387, 389, 392-394, 399-402, 407410, 412, 414, 419, 426, 428-429, 431,
448-449, 451, 454, 457, 482-483, 489490, 493-494, 500-501, 508-509, 520,
523, 527, 546, 554, 560-561, 565, 580,
583-590, 602, 606, 612, 615, 621, 628630, 638-641, 663, 667, 674, 676, 679,
681, 712, 719, 725, 732, 743, 748-749,
751, 762, 775-776, 779, 782, 791, 800,
802-805, 823, 835, 837-839, 844-845,
847, 849, 851, 853, 856-858, 863, 867,
871, 874, 876, 887, 893, 923-924, 937,
939, 944, 983-984, 987, 990, 992, 1003,
1005-1006, 1019-1020, 1028, 1048,
1052, 1074-1077, 1079, 1082, 10871088, 1095, 1103, 1107, 1110-1113,
1117, 1120-1121, 1123, 1129, 11311132, 1143, 1151-1155, 1166-1167,
1171, 1174, 1178, 1186-1187, 1202,
1205, 1209, 1212-1214, 1218-1219,
1230-1231, 1243, 1254, 1266, 1272,
1276, 1280-1282, 1300, 1302, 1313,
1320, 1327-1328, 1330, 1333, 13361338, 1342-1343, 1345-1346, 1412-1413,
1416, 1429, 1432, 1436, 1439-1440,
1452, 1481, 1485-1489, 1495, 1499,
1501, 1512-1513, 1518-1519, 1522,
1534, 1536, 1545-1546, 1549, 1555,
1561, 1570, 1573-1574, 1577-1578,
1599-1600, 1603, 1605, 1617, 1620, 1626
Region 140 [Potsdam, Brandenburg]:
39, 242, 278, 296, 508-509, 521, 564,
843, 937, 1006, 1209, 1501, 1518-1519,
1536,
1639
Region
150
[Frankfurt/Oder]: 56, 600, 944, 950,
1006, 1120-1121 Region 160 [Eberswalde]: 565, 805, 943, 1006 Region 170
[Neubrandenburg, Greifswald, Usedom]: 232, 573, 1006, 1193 Region 180
[Rostock, Stralsund, Rügen]: 867, 981,
1006, 1061, 1190-1191, 1270, 1496, 1576
Region 190 [Schwerin]: 572, 1006,
1058-1060, 1398 Region 200 [Hamburg]: 21, 38, 55, 59-63, 126, 128-131,
236, 270, 298, 303, 313, 321, 349-351,
373, 378, 389-390, 404, 428, 459, 478,
524, 526, 604-605, 615, 632-633, 636,
638, 646, 713, 729, 735-741, 744-746,
769, 800, 812, 833, 882, 885-886, 895,
958, 1004, 1019-1020, 1029-1030, 1060,
1118, 1125-1126, 1128-1129, 1159,
1179, 1195, 1212, 1222-1223, 1273,
1276, 1320, 1322-1323, 1333, 1425,
1462-1465, 1490, 1493, 1525, 15321533, 1556, 1592, 1608, 1649 Region
210 [Lüneburg]: 224-225, 843, 999, 1195
Region 230 [Lübeck, Wismar]: 25-26,
402, 566, 750, 806-807, 998, 1060, 1161,
1276, 1424 Region 240 [Kiel, Flensburg]: 550, 615, 951, 1424 Region 250
[Elmshorn, Itzehoe, Husum]: 1050,
1192, 1323 Region 260 [Oldenburg,
Wilhelmshaven, Emden]: 16-17, 72-73,
131, 795, 1144-1147 Region 270 [Bremerhaven]: 1130 Region 280 [Bremen]:
67-68, 270-277, 370, 477, 556, 592, 595596, 767-769, 1062, 1134-1135, 1151,
1202, 1340, 1355 Region 290 [Celle,
Soltau, Uelzen, Salzwedel, Dannenberg]: 199, 391, 504, 678, 683, 819, 849,
1148 Region 294 [Salzwedel]: 13041306 Region 300 [Hannover]: 6, 264265, 307, 345, 361, 371, 391, 482-483,
502, 504, 604-605, 659-660, 665, 675,
679, 683, 757, 759-760, 781, 828-831,
847, 872, 874-875, 985-986, 1008, 1025,
1055-1057, 1079, 1086, 1133, 1148,
1166, 1267, 1441, 1525, 1552, 1564,
1573-1574, 1604 Region 310 [Hildesheim]: 393-397, 676, 793, 933, 1025,
1122, 1302, 1501 Region 320 [Herford,
Detmold, Minden]: 14, 80, 417, 545,
609-610, 812, 1164 Region 330 [Biele-
feld, Paderborn, Gütersloh]: 14, 117,
228, 302, 503, 677, 727-728, 864, 893,
930, 1164, 1365, 1513 Region 340 [Kassel]: 28-29, 49-50, 65-66, 226, 255, 294,
316, 484, 661, 670, 673, 698-699, 13021303, 1332, 1385, 1642 Region 350
[Marburg, Gießen, Wetzlar]: 148, 288,
1208, 1395 Region 360 [Fulda, Bad
Hersfeld]: 238, 581, 869, 1008 Region
370 [Göttingen]: 13, 28-29, 677, 691,
777, 797, 849, 1122, 1162, 1215, 12581260, 1552, 1588, 1644 Region 380
[Braunschweig, Salzgitter, Wolfsburg]:
83, 87, 130, 239, 248, 264-269, 286-287,
294, 342, 345, 352, 383-384, 392, 522,
571, 650, 666, 805, 811, 871, 873, 921,
987, 1027, 1074-1076, 1110-1112, 1123,
1165, 1268, 1302, 1437, 1501, 15081511, 1593, 1639, 1645 Region 390
[Magdeburg]: 7, 35, 102, 115-116, 201202, 239, 254, 261, 268, 289, 294, 425,
449, 452, 472, 552, 594, 653-654, 733734, 765-766, 816, 818, 820, 901, 903904, 922, 946, 1008-1014, 1031, 1051,
1067-1068, 1104, 1124, 1196, 1215,
1220, 1287-1288, 1320, 1350, 1391,
1414-1415, 1460, 1535, 1544, 1621,
1640, 1643, 1646-1649 Region 400
[Düsseldorf]: 14, 20, 107, 112-114, 240241, 251, 305-306, 346, 356-358, 413,
442-443, 517, 520, 553, 600, 615, 898,
907, 916, 952-954, 981, 993, 1032, 1218,
1221, 1251, 1254-1255, 1293, 1311,
1366-1367, 1411, 1428, 1500, 1576,
1624-1625 Region 410 [Mönchengladbach, Neuss]: 35, 85, 257, 320, 534-535,
685-687, 799, 868, 883, 952-954, 1119,
1194, 1256-1257, 1418, 1442-1443,
1470, 1524, 1587, 1604 Region 420
[Wuppertal, Solingen, Remscheid]: 81,
86, 111, 183, 244, 460, 471, 495, 520,
600, 720, 792, 850, 1250, 1324, 1344,
1362-1364, 1369, 1505-1506, 1527 Region 440 [Dortmund, Herne, Bochum]:
231, 328, 421-424, 459, 565, 655, 794,
823, 894, 1025, 1032, 1336-1338, 15621563, 1580, 1584-1585 Region 450 [Essen, Mülheim, Gelsenkirchen, Rekklinghausen]: 198, 203-204, 369, 379,
518, 525, 577, 622-623, 808-809, 828831, 996, 1097, 1276, 1280-1281, 12831284, 1370-1371, 1377, 1448-1449,
1562-1563, 1577-1578 Region 460
[Oberhausen, Bottrop]: 52, 58, 420,
1138, 1283, 1314 Region 470 [Duisburg, Krefeld, Moers]: 18, 58, 97, 138139, 334, 444-445, 600, 934, 959, 1253,
1368, 1601 Region 480 [Münster]: 108,
173-174, 600, 637, 702, 752, 956, 15811582 Region 490 [Osnabrück]: 637,
758, 1173 Region 500 [Köln]: 21, 61-63,
141, 153-154, 256-258, 285, 325, 380,
413, 459, 541, 604-605, 619, 651, 732,
798, 825, 839, 878, 894, 908-909, 981,
1204-1205, 1243, 1278-1279, 1291,
1386, 1418, 1424, 1560, 1575-1576,
1632-1635 Region 510 [Leverkusen]:
519, 1096, 1572 Region 520 [Aachen]:
23, 120, 257-258, 329-330, 441, 516, 649,
690, 1105, 1358-1359, 1431 Region 530
[Bonn]: 32, 302, 441, 651, 671, 1244,
1249, 1549, 1571-1572 Region 550
[Mainz]: 331, 861-862, 1016, 1326, 13921393 Region 560 [Koblenz]: 52, 123,
162, 193-196, 327, 531, 597, 631, 996,
1521 Region 570 [Siegen]: 233, 658,
660 Region 580 [Hagen, Witten, Iserlohn]: 86, 136, 295, 770-773, 935-936,
1093, 1381-1382, 1410, 1500, 1554,
1583, 1595 Region 590 [Hamm]: 251,
684, 1025, 1197, 1328, 1579 Region 600
[Frankfurt/M.]: 9, 55, 90-91, 109-110,
150, 163, 249, 259-260, 266-267, 277,
295, 310, 354-355, 367, 370, 413, 429,
431, 463-470, 479-480, 558-561, 614,
680, 731, 742, 774, 808-809, 955, 1004,
1015, 1074-1076, 1116, 1184, 1242,
1248, 1280-1281, 1307, 1372-1375,
1418, 1543 Region 610 [Bad Homburg]:
15, 259-260, 531 Region 630 [Offenbach am Main]: 182, 529-530, 843, 942,
1187, 1383, 1499 Region 640 [Darmstadt]: 607, 714-715, 1547 Region 650
[Wiesbaden, Limburg, Rüsselsheim]:
227, 319, 322-323, 412, 453, 644, 857858, 884, 957, 1108-1109, 1202, 1313,
1402, 1418, 1422 Region 660 [Saarbrücken]: 614, 888, 948, 1034, 1172,
1180, 1466, 1498 Region 670 [Ludwigshafen, Kaiserslautern]: 179, 474-475,
557, 593, 663, 754, 851, 880, 900, 997,
1000, 1032, 1181-1182, 1235, 1403,
1419, 1498, 1569 Region 680 [Mannheim]: 27, 141, 227, 230, 283, 398, 560561, 707-708, 812, 857-858, 939, 1001,
1021-1024, 1113, 1235, 1245-1248,
1252, 1325, 1394, 1448-1449, 1496, 1569
Region 690 [Heidelberg]: 542, 560-561,
785, 801, 1007, 1037, 1313, 1384 Region 700 [Stuttgart]: 95-96, 252, 367,
498, 520, 575, 884, 1073, 1175, 1331,
1496, 1609-1610, 1612, 1620 Region
710 [Böblingen, Waiblingen, Ludwigsburg]: 1623 Region 730 [Göppingen,
Schwäbisch Gmünd, Aalen]: 892, 1004,
1038-1039, 1332, 1607 Region 740
[Heilbronn]: 247, 376, 991, 1332, 1611,
1613, 1651 Region 750 [Pforzheim]: 9293, 917, 1169, 1262 Region 760 [Karlsruhe]: 119, 146-147, 402, 532, 782, 889890, 1004, 1526, 1537, 1557-1559 Region 770 [Offenburg]: 493, 756, 1352,
1360 Region 780 [Villingen-Schwenningen, Konstanz]: 320, 430, 600 Region 790 [Freiburg im Breisgau]: 75,
145, 343-344, 367, 510-511, 616, 918,
928, 1098-1099, 1140, 1312, 1376, 15031504 Region 800 [München]: 32, 59-60,
69-70, 100, 105-106, 130, 176, 181, 184,
187-190, 220, 255, 333, 356-358, 405406, 411, 467-470, 482-483, 520, 560561, 615, 634-635, 700-701, 838, 842,
848, 865, 884, 887, 1069-1071, 11001101, 1156, 1171, 1240-1241, 1290,
1345, 1434-1435, 1451, 1471, 14851486, 1530, 1594 Region 820 [Garmisch Partenkirchen, Weilheim, Fürstenfeldbruck, Starnberg]: 105-106 Region 830 [Rosenheim, Traunreut]: 176,
1069-1071, 1516-1517 Region 840
[Landshut]: 185-186, 336, 1156, 1313,
1413, 1516-1517 Region 850 [Ingolstadt]: 105-106, 185-186, 1331 Region
860 [Augsburg]: 133-135, 171, 240-241,
411, 529-530, 534-535, 642-643, 850,
1361 Region 870 [Kempten, Memmingen]: 88, 100, 171, 755 Region 880
[Friedrichshafen, Ravensburg, Wangen, Biberach]: 215, 536 Region 890
[Ulm, Heidenheim]: 536, 717, 848, 1401,
1478, 1608 Region 900 [Nürnberg,
Fürth]: 135, 450, 567-568, 696-697, 706,
709, 982, 1069-1071, 1085, 1136, 1163,
1201, 1397, 1468, 1502, 1523 Region
910 [Erlangen]: 172, 291, 724, 832 Region 920 [Amberg, Neumarkt, Weiden]:
1459 Region 930 [Regensburg]: 1139,
1228, 1290 Region 940 [Passau, Straubing]: 700-701, 926, 1228 Region 950
[Hof/Saale, Bayreuth]: 81, 183, 482-483,
1069-1071, 1198-1199, 1471, 1549, 1567
Region 960 [Bamberg]: 40-44, 118, 149,
337, 689, 716, 810, 1046, 1218, 1317,
1474-1475 Region 970 [Würzburg,
Schweinfurt]: 143-144, 1017, 1168 Region 980 [Suhl, Meiningen]: 370, 540,
624, 683, 815, 866, 898, 1072, 1200 Region 990 [Erfurt, Weimar, Gotha, Mühlhausen, Nordhausen]: 25-26, 53, 71,
124, 199, 234, 366, 369-370, 391, 455,
462, 505-507, 611, 613, 663, 667, 669,
671, 674, 678, 682, 753, 770-773, 876,
1002, 1018, 1083, 1161, 1263-1264,
1275, 1329, 1334, 1396, 1454-1456,
1479-1480, 1507
9.
Terms and Conditions
1.
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4.
5.
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7.
8.
The voluntarily auction held by Deutsche Wertpapierauktionen GmbH
is made in public on behalf of third parties and on their account, on
the strength of written contracts.
The auction takes place in EUR and payment is due immediately
after receipt of invoice. Bids will be executed in increments of 5% to
10%.
Auctioning begins at the lower estimate stated in the auction catalogue. Making a bid signifies a binding purchase offer. The bidder is
bound to his bid until it is either overbid or rejected by the auctioneer.
The object is awarded to the highest bidder after no higher bids are
made following three calls. In the event of two equal bids, lots will be
drawn. The awarding of the object binds the purchaser to both
collection and payment. In the event of differing opinions as to the
award, the object is to be auctioned anew.
The bidder is personally liable for his/her bid, even if he/she is
bidding on behalf of a third party and has declared their name. The
auctioneer reserves the right to change the planned sequence, to
separate, combine, or withdraw lot numbers, to award objects under
reservation or to refuse bids which are considered too low.
A commission fee of 18% is payable by the purchaser against the lot
awarded. VAT (at present 19%) is payable on both the commission
fee and any delivery costs incurred.
Ownership of the property passes to the purchaser only following
payment in full of the invoice. However, transfer of all liability for damage to the lot is made with the awarding of the lot. Payment of the
invoice to be made in cash or by bank transfer into the bank account
of Deutsche Wertpapierauktionen GmbH within a ten day period (21
days outside of Europe).
The bidder is liable for all resulting damage in the event of delayed
payment or refusal to collect, in particular for losses incurred through
exchange rates and interest. In the event of delayed payment the
auctioneer can demand compliance with the contract or compensation for reason of non-compliance. In addition, the auctioneer
reserves the right to annul the awarding of an object and to auction
the object once more at the expense of the bidder. Should the
auctioneer decide on this course of action, the bidder is then liable or
any loss incurred, but has no claim on any additional revenue.
10.
11.
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15.
16.
17.
Objects to be auctioned can be viewed and examined before the
auction. The descriptions in the catalogue are made with great care.
However, no warranty can be given as to the characteristics detailed
in the catalogue in accordance with § 459 BGB (Civil Code).
Research into the objects is carried out with great care, however no
guarantee can be given as to the accuracy or otherwise of the details
given. The objects entered for auctioning are used objects and, in so
far as nothing to the contrary is noted, are in good condition taking
their age into consideration.
Legitimate defects are to be enforced three days following receipt of
the auctioned objects, at the latest, but can only be acknowledged
up to two weeks following the ending of the auction. Notices of
defect cannot be made in the case of convolution.
Shipment of auctioned objects is made at the risk and expense of the
purchaser. Transport insurance is only arranged for following previous
written notice. By handing over to the post office or a courier service
the sender has done all in his power to ensure delivery of the object.
For shipping and handling we will charge 15,- EUR in Europe, for
overseas we will charge only a flat rate of 25,- EUR even if higher
costs occur.
Orders placed by telephone to be confirmed in writing.
Images of all items offered are stored in our imaging database archive. Images given in this catalog may come from the archive and may
therefore bear a serial number different from the piece actually offered. The exact serial number may however appear in the description
of the lot and the buyer therefore is entitled to the item bearing the
serial number as in the actual lot, which must not necessarely match
the serial number in the image.
With the placing of an order or the making of a bid, the bidder
formally accepts and agrees to these conditions.
In ecercising the purchase contract the place of performance and legal venue for both parties is Wolfenbüttel, German law applies.
In the event of one or more of the terms of this auction contract
becoming or being ineffective the effectiveness of other contract
terms remain unaffected.
The auctioneer
Auctioneer: Michael Weingarten, Anna-Seghers-Str. 17, 25524 Itzehoe, Germany
9.
Versteigerungsbedingungen
1.
2.
3.
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5.
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7.
8.
Die Versteigerung erfolgt freiwillig in fremdem Namen und für fremde
Rechnung aufgrund von Einlieferungsverträgen. Veranstalter ist die
Deutsche Wertpapierauktionen GmbH. Als Auktion unterliegen die
Verkäufe ausdrücklich nicht den Regelungen des Fernabsatzgesetzes (FAG), insbesondere nicht hinsichtlich des Rückgaberechts.
Die Bezahlung erfolgt in Euro und gegen sofortige Barzahlung. Gesteigert wird jeweils um 5 bis 10 %.
Der Ausruf erfolgt zum im Auktionskatalog angegebenen unteren
Schätzpreis. Die Abgabe eines Gebotes bedeutet eine verbindliche
Kaufofferte. Der Bieter bleibt an sein Gebot gebunden, bis es entweder ausdrücklich überboten oder vom Versteigerer abgelehnt wird.
Der Zuschlag erfolgt, wenn nach dreimaligem Aufruf kein Übergebot
abgegeben wird. Bei gleichhohen Geboten entscheidet das Los. Der
Zuschlag verpflichtet zur Abnahme und Zahlung. Bei Meinungsverschiedenheiten über den Zuschlag wird der Gegenstand erneut angeboten. Der Bieter haftet für sein Gebot persönlich, auch wenn er für
Dritte steigert und deren Namen aufgibt.
Der Versteigerer hat das Recht, die festgesetzte Reihenfolge zu ändern, Nummern zu trennen, zusammenzufassen oder zurückzuziehen, den Zuschlag unter Vorbehalt zu erteilen oder Gebote, die
als zu niedrig anzusehen sind, zurückzuweisen.
Auf den Zuschlagpreis ist ein Aufgeld von 18 % zu entrichten. Auf das
Aufgeld und die Versandkosten (Inland 8,50 € bzw. Europa 15,00 €)
wird die gesetzliche Mehrwertsteuer (z.Zt. 19 %) berechnet.
Das Eigentum geht erst nach vollständiger Zahlung des Kaufpreises
auf den Erwerber über, die Gefahr hinsichtlich jeglichen Schadens jedoch bereits mit dem Zuschlag. Die Zahlung des Kaufpreises hat bar,
per Scheck oder Überweisung an den Versteigerer binnen 10 Tagen
nach Zugang der Rechnung zu erfolgen.
Bei verspätetem Zahlungseingang oder Annahmeverzug haftet der
Ersteigerer für alle entstehenden Schäden, insbesondere für Währungs- und Zinsverluste. Bei Verzug kann der Versteigerer wahlweise
Erfüllung des Kaufvertrages oder Schadenersatz wegen Nichterfüllung verlangen. Der Versteigerer kann auch den Zuschlag annullieren
und den Gegenstand auf Kosten des Erwerbers noch einmal zur Versteigerung bringen. Macht der Versteigerer von diesem Recht Gebrauch, so haftet der Ersteigerer für einen Ausfall, hat aber keinen Anspruch auf einen Mehrerlös.
10.
11.
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13.
14.
15.
16.
17.
Die zur Versteigerung gelangenden Gegenstände können vor der Versteigerung zu den angegebenen Zeiten besichtigt und geprüft werden. Die Katalogbeschreibungen werden sorgfältig vorgenommen,
doch sind die Katalogangaben keine zugesicherten Eigenschaften
gemäß § 459 BGB. Die zur Versteigerung kommenden Gegenstände
sind gebraucht und in entsprechendem Zustand.
Berechtigte Mängelrügen müssen spätestens drei Tage nach Erhalt
der ersteigerten Gegenstände, längstens aber zwei Wochen nach Beendigung der Versteigerung geltend gemacht werden.
Die Versendung der ersteigerten Gegenstände erfolgt auf Kosten und
Gefahr des Erwerbers. Eine Versicherung der Sendung erfolgt nur auf
schriftliche Anweisung. Mit Aufgabe bei der Post hat der Absender alles zur Zusendung Erforderliche getan.
Telefonisch erteilte Aufträge müssen schriftlich bestätigt werden.
Durch Erteilung eines Auftrags oder die Abgabe eines Gebotes erkennt der Ersteigerer diese Bedingungen ausdrücklich an.
Auf schriftliches Verlangen unter Angabe eines berechtigten Grundes
kann unmittelbar nach der Versteigerung gegen Kostenerstattung
dem Ersteigerer Name und Anschrift des Einlieferers, dem Einlieferer
Name und Anschrift des Ersteigerers mitgeteilt werden.
Die Wertpapiere sind beim Versteigerer in einer Bilddatenbank vorhanden. Abbildungen im Katalog greifen auf das Bildarchiv zurück,
gezeigt ist i.d.R. also ein Wertpapier mit einer abweichenden Stückenummer. Der Käufer hat keinen Anspruch auf das abgebildete Wertpapier, sondern der Anspruch des Käufers bezieht sich auf das im
Katalogtext beschriebene Stück.
Erfüllungsort und Gerichtsstand ist, soweit gesetzlich zulässig, für
beide Teile Wolfenbüttel.
Sollten Teile dieser Versteigerungsbedingungen unwirksam sein, so
bleiben die übrigen gleichwohl wirksam.
Der Versteigerer.
Versteigerer: Michael Weingarten, Anna-Seghers-Strasse 17, 25524 Itzehoe
International gebräuchliche Kürzel für die Erhaltungsgrade: UNC = Druckfrisch EF = Tadellos, leichte Knickspuren VF = Altersgemäß normaler Erhaltungszustand mit
Umlaufspuren, ggf. kleinen Einrissen und minimalen Fehlstellen am Rand F = Stark beschädigt, aber noch sammelwürdig
T!
IKA
UN
Los 1035
Los 1141
T!
IKA
UN
Los 221
Los 385
Los 1489
Los 1306
Los 1545
Originalunterschrift des
späteren Bundesbankpräsidenten
Karl Blessing,
Großvater
des heutigen
CommerzbankChefs Martin
Blessing.
T!
IKA
UN
Los 923
Los 1562
Los 1566