PDF Version - Snowsport Tirol

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PDF Version - Snowsport Tirol
Nummer 17, Mai 2014
MAGAZIN
des Tiroler Skilehrerverbandes
Wieder Ski fahren
Die Skilehrer stehen im Mittelpunkt
einer Kampagne der ÖW
FREERIDEN
"Die Geister, die ich rief"
Tiroler Demo 2014
Demonstration auf höchstem Level durch
die besten Demoteams Tirols
Perfekt
getroffen.
Das neue Audi A3 Cabriolet.
2 snowsport
tirol in l/100 km: 4,0 – 6,0. CO2-Emission in g/km: 104 – 140. Symbolfoto.
Kraftstoffverbrauch
gesamt
420
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www.audi.at
OLYMPIC
R E B E L S
HEAD gratuliert seinen
erfolgreichen Athleten in Sochi
HEAD REBELS
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( S U P E R G – BRONZE)
B R O N Z E)
EIBRECHT (SUPER G – SILVER) MATTHIAS MAYER (DOWNHILL – GOLD) KJETIL JANSRUD (SUPER G – GOLD,
GOLD DOWNHILL – BRONZE)
ANDREW WEIBRECHT
MARIA HÖFL-RIESCH (SUPER G – SILVER, SUPER COMBINED – GOLD) ANNA FENNINGER (SUPER G – GOLD, GIANT SLALOM – SILVER)
JULIA MANCUSO (SUPER COMBINED – BRONZE) MADDIE BOWMAN (HALFPIPE – GOLD)
4 snowsport tirol
Vor der Saison
Nach der Saison ist vor der Saison. Ab sofort gilt unsere
ganze Arbeit der professionellen Vorbereitung der Wintersaison
2014/15 und der Gestaltung der Zukunft des Schneesports.
Die Wintersaison 2013/14 war für den Tiroler Skilehrerverband mit der Eröffnung unseres neuen Kompetenzzentrums
Schneesport Tirol - Lizum 1600 sehr spannend und herausfordernd. Rückblickend können wir mit Freude feststellen, dass
diese mutige und zukunftsschauende Entscheidung der Gremien des Tiroler Skilehrerverbandes bisher alle Erwartungen
erfüllt hat.
Der Tiroler Skilehrerverband ist weltweit der erste Skilehrerverband, der ein eigenes Kompetenzzentrum für seine
Aus- und Fortbildungslehrgänge verwirklichen konnte und
setzt damit einmal mehr die Benchmarks im Schneesport. Unser Kompetenzzentrum wurde in kürzester Zeit nicht nur die
Heimstätte für unsere Mitglieder, sondern auch Think Tank für
wichtige Player im Tourismus und Wirtschaft.
Neben dem laufenden Betrieb in der Axamer Lizum hat der
Tiroler Skilehrerverband seine vielfältigen Aufgaben ohne Einschränkung mit viel Einsatz wahrgenommen. Die weiterhin
steigenden Fälle von illegalem Skiunterricht, EU-rechtliche
Änderungen wie die Berufsanerkennungsrichtlinie, arbeits-,
sozial- und steuerrechtliche Änderungen - teiweise basierend
auf höchstgerichtlichen Entscheidungen - machen die Arbeit
zunehmend schwieriger. Wir setzen hierbei unsere ganze Kraft
und Bemühungen für akzeptable Lösungen für unsere Skischu-
len und SchneesportlehrerInnen tagtäglich ein.
Das Herzstück unserer vielfältigen Aufgaben ist das Aus- und
Fortbildungswesen. Die Ausbildungen erfolgen auf Grundlage
des aktuellen Skilehrplans - "Snowsport Austria - Die Österreichische Skischule".
Aber und ganz Besonders hier gilt das Zitat "Stillstand ist Rückschritt". Nach der zweiten Auflage von "Snowsport Austria - Die
Österreichische Skischule", die beim Interski Kongress 2011 in
St. Anton am Arlberg vorgestellt wurde, ist es nun an der Zeit,
den Skilehrplan zu evaluieren und an die neuesten Entwicklungen im Schneesport anzupassen.
Der Tiroler Skilehrerverband versucht, im Ausbildungswesen
mit der verstärkten Einbindung unserer wichtigsten Partner im
Wintertourismus und der Skiindustrie, neue Wege zu gehen.
Die Klausur am Ende der Saison 2013/14 war hierfür der Startschuss.
In dieser Ausgabe unseres Magazins Snowsport Tirol finden Sie
verschiedenste Berichte aus und vom Schneesportwesen. Viel
Spass beim Lesen.
Ihr Richard Walter, Präsident des Tiroler Skilehrerverbandes
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Impressum
Snowsport Tirol
Nummer 17 / Mai 2014
HERAUSGEBER
Richard Walter
Präsident Tiroler Skilehrerverband
REDAKTION
Christian Abenthung
GF Tiroler Skilehrerverband
DESIGN/LAYOUT
Christian Abenthung
Tiroler Skilehrerverband
LEKTORAT
Sabine Serafino
Tiroler Skilehrerverband
auszugsweise, nur mit Genehmigung des Herausgebers. ür
ANSCHRIFT
Snowsport Tirol, Anichstraße 29, 6020 Innsbruck
RECHTE
Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung
des Herausgebers. Für die Rücksendung unverlangt
eingegangener Fotos oder Manuskripte kann keine Gewähr
übernommen werden. Namentlich gekennzeichnete
Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion
wieder. Angaben über gesetzliche Bestimmungen u.Ä.
erfolgen ohne Gewähr; der Herausgeber ist von einer
allfälligen Haftung ausgeschlossen.
Alle angeführten Personenbezeichnungen gelten
gleichermaßen für Frauen und Männer.
FOTO TITELBILD
Rudi Lapper
DRUCK
Athesia Druck, Innsbruck
Inhalt
Aktuell
8 - 12
News
Snowsport
14
Benchmarks im Schneesport
19
Lizum 1600
20
Wieder Ski fahren.
26
Quo vadis?
32
Cooler Nischensport
36
Die Lawine
Events
40
Tiroler Demo
47
Österreichische Demo
Kooperation
49
AMS
51
Snow V
Wissen
52
Der erworbene Plattfuß
54
Das Pensionskonto
56
Haftung - Skilehrer
Service
58
Snowsport Card
60
Shop
Partner
2,3,31 Audi, 4 Head, 13 Waldhart, 39
Ortovox, 44 Shred, 45 Zanier, 48 Schöffel,
50 SunKid, 59 Hervis, 64 Vuarnet
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News
Tirol
wer
bung
ISPO
2014
Der Europäische Berufsskilehrerverband (FEMPS)
war heuer erstmals auf der ISPO München vertreten. Der
ÖSSV als Mitglied von FEMPS konnte sich hierbei mit seinen
Produkten (Bücher, DVD, etc.) einem großen Fachpublikum
präsentieren. Für den ÖSSV war Christina Keil von der Geschäftsstelle des Tiroler Skilehrerverbandes und des ÖSSV
und teilweise Präsident Richard Walter vor Ort.
Die Tirol Werbung ist die
TourismusmarketingOrganisation des Landes.
Sie verantwortet die Marke Tirol, ihr wichtigster
Auftrag sind die weitere
Steigerung von Image
und internationaler
Bekanntheit sowie die Positionierung Tirols als der
begehrteste Kraftplatz
der alpinen Welt. Darüber hinaus zählen die
touristische Grundlagenarbeit (Marktforschung,
etc.), die Steuerung des
touristischen Marketingsystems, die Umsetzung
darauf aufbauender
Maßnahmen und die
Information von Gästen
und Marktpartnern zu
den Kernaufgaben.
Am Puls
Werbung um jeden
Preis?
Auf dem Privatsender Puls
4 lief im Jänner 2014 eine
Serie über Skilehrer. Beteiligt
an dieser Serie haben sich
zwei Tiroler Skischulen. Die
Inhalte waren nach einhelliger
Meinung aller Branchenexperten nicht dazu geeignet, das
Ansehen des Berufsstandes
zu fördern. Im Gegenteil - es
wurden alle Klischees bedient.
Einfach zum Nachdenken.
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Schnee
Kanonen
Beschneiung sichert Wirtschaft
in alpinen Gebieten.
Der heurige niederschlagsarme und relativ warme Winter hätte
zu massiven wirtschaftlichen Problemen geführt - gäbe es in
Österreichs Skigebieten nicht ein dichtes Netz an Anlagen zur
technischen Beschneiung, das in den letzten Jahren immer
weiter perfektioniert und ausgebaut wurde. Im Rahmen eines
gemeinsamen Medientermins im Kompetenzzentrum Schneesport Tirol - Lizum 1600 unterstrichen Franz Hörl, Obmann des
Fachverbandes der Seilbahnen in der WKÖ, Ernst Schöpf vom
Tiroler Gemeindeverband und der Chef der Tiroler Skilehrer,
Richard Walter, die Bedeutung und die Notwendigkeit der Beschneiung: Ohne technische Beschneiung wäre der Wintertourismus den Launen der Großwetterlage ausgesetzt, und damit
wäre die wirtschaftliche Grundlage für viele tausend Menschen
- vor allem in peripheren Regionen - gefährdet.
Ein Saisonstart ohne Schnee würde allein für Österreich
einen Ausfall von 8,6 Millionen Skierdays nach sich ziehen,
rund 6,5 Millionen Nächtigungen würden wegfallen“, so Hörl.
Safety
Seit 1979/80 um 59 % weniger Unfälle!
Skifahren, Snowboarden in den unterschiedlichen Ausübungsformen begeistert nicht nur viele Menschen, sondern sind auch
entgegen so manchen Horrormeldungen in den Medien keine
Sportarten mit besonderen Risken. Im Gegenteil - im Vergleich
der Anzahl der ausübenden Schneesportbegeisterten ist die Zahl
der Verletzungen laut mehreren Studien relativ gering. Einen
wesentlichen Beitrag dazu liefern auch die Skischulen, die ihre
Gäste nicht nur die neueste Technik beibringen, sondern auch
alles Wissenswerte über die alpinen Gefahren und die Notwendigkeiten einer sicheren Ausrüstung.
Design
Wussten Sie eigentlich, dass wir unser Magazin Snowsport Tirol samt dem gesamten Layout/Design ohne Beiziehung
von Agenturen etc. völlig selbständig herstellen? Sie können die Magazine auch online unter www.snowsporttirol.at
lesen. Viel Spass beim Lesen wünscht Ihnen das Snowsport Tirol - Team.
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News
ÖSSV
Generalversammlung
2014
Die kommissionellen Abschlussprüfungen des Lehrganges 2013/14 der staatlichen Skilehrerausbildung
in St. Christoph am Arlberg boten den perfekten
Rahmen für die Generalversammlung des Österreichischen Skischulverbandes (ÖSSV). Vertreter der
Landesverbände waren vor Ort, um sich persönlich
über die Qualität der staatlichen Skilehrerausbildung ein Bild zu machen.
Abteilungsvorstand Mag. Peter Moser von der BSPA
Innsbruck und Ausbildungsleiter Rudi Lapper mit
seinem Ausbildungsteam boten den Kandidaten
nicht nur die bestmöglichen Bedingungen für die
Abschlussprüfungen, sondern bereiteten die Teilnehmer in den einzelnen Lehrgangsabschnitten auf
fachlich höchstem Niveau mit großen Einsatz und
Engagement auf die kommissionellen Prüfungen
vor.
Die Inhalte der staatlichen Skilehrerausbildung werden jährlich evaluiert und den neuesten Entwicklungen im Schneesport angepasst. Dies gilt auch
für den Ausbildungsteil "Alpine Sicherheit", der vom
Ausbildungsleiter Markus Kogler bestens geleitet
wird.
Sehr erfreulich ist auch die Entwicklung in der
Skiführerausbildung. Diese wird eigenständig vom
ÖSSV organisiert und nach den Bestimmungen des
Tiroler Schischulgesetzes 1995 durchgeführt. Das
Team um Ausbildungsleiter Markus Hirnböck setzt
sich aus fachlich ausgezeichneten Experten aus
den Landesskilehrerverbänden zusammen. Heuer
konnten von 42 zur Prüfung angetretenen Kandidaten 40 die Ausbildung zum Skiführer erfolgreich
abschließen!
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Im Rahmen der Generalversammlung des ÖSSV
spannte Präsident Richard Walter in seinem Tätigkeitsbericht den gesamten Bogen über die Arbeiten
im vergangenen Verbandsjahr. Diese waren neben
dem Hauptthema "Ausbildungswesen" vor allem
geprägt von den Entwicklungen des Berufsskilehrwesens in Europa und den zunehmend schwieriger
werdenden Rahmenbedingungen für das Skischulwesen in Österreich.
Ziele für die Zukunft wurden besprochen und
formuliert, um insgesamt das Österreichische
Skischulwesen zu stärken und für die Zukunft zu
rüsten. Der ÖSSV ist erfreulicher Weise monetär,
personell und organisatorisch dafür gerüstet, um
die Herausforderungen der nächsten Jahre bewältigen und neue Projekte umsetzen zu können.
Den Beginn und Abschluss der ÖSSV-GV
2014 gestalteten zwei Top-Referenten:
Peter Mall, u.a. Generalsekretär von Interski
International beleutete mit sehr interessanten Thesen das Thema Freeriden unter dem
Titel "Freeride - Fluch oder Segen für den
Schneesport der Zukunft".
Prof. Mag. Hubert Siller, Leiter des MCI Innsbruck - Tourismus und Freitzeitwirtschaft,
präsentierte die neuesten Entwicklungen in
der Tourismuswirtschaft und stellte dabei
den Gast von morgen und seine Ansprüche
und Bedürfnisse in den Fokus.
Am Ziel
"Staatlich geprüfter Skilehrer"
Die kommissionelle Abschlussprüfung des Lehrganges 2013/14 der staatlichen Skilehrerausbildung in St. Christoph am Arlberg unter der Leitung des Prüfungsvorsitzenden Mag. Reinhard
Eberl, Vorstand der Sportabteilung des Landes Tirol, war entsprechend dem Ausbildungsziel sehr
anspruchsvoll.
Jene Schneesportlehrer/innen, die alle Prüfungen positiv absolvieren konnten, haben sich ihren
Traum erfüllt: Sie sind "Staatlich geprüfte Skilehrer/innen". Mit dieser Berufsausbildung stehen
ihnen alle Türen im Skilehrwesen offen. Die österreichische staatliche Skilehrerausbildung zählt
zu den besten der Welt; wie wir meinen - es ist die beste der Welt!
So gab es viele lachende Gesichter, als nach einer langen und sehr intensiven Ausbildung die Absolventen dieses Lehrganges am 9. April 2014 das staatliche Zeugnis erhielten. Die Anwesenheit
des ÖSSV-Präsidenten Richard Walter und der Vertreter der Landesskilehrerverbände unterstrich
die Bedeutung dieser Ausbildung für das österreichische Skischulwesen. Der Lehrgang wurde
von Mag. Peter Moser, BSPA Innsbruck und dem Ausbildungsleiter Rudi Lapper mit seinem Team
hervorragend organisiert und durchgeführt. So strahlten auch sie bei der Zeugnisvergabe zu
Recht und freuten sich bei der anschließenden Feier in der Ski Austria Akademie St. Christoph
am Arlberg mit den Lehrgangsteilnehmern der staatliche Skilehrerausbildung 2013/14.
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Interski
Austria
Die Generalversammlung von Interski Austria
vom 3. bis 5. April 2014 im Kompetenzzentrum
Lizum 1600 stand ganz im Zeichen des InterskiKongresses 2015
Interski Austria setzt sich aus den drei Vereinen/Verbänden zusammen:
Österreichischer Skischulverband (ÖSSV), Österreichischer Verband
der Schneesportinstruktoren (ÖVSI) und Österreichische Arbeitskreis
Schneesport an Schulen und Hochschulen (ÖAKS).
Berichte des Vorstandes und der Rechnungsprüfer, die Entlastung des
Vorstandes und die Nominierung des neuen Vorstandes bzw. dessen
Bestätigung durch die Generalversammlung standen auf dem Programm. Verbunden wurde die Veranstaltung mit einem Workshop in
Theorie und Praxis: Style & Trends (Ausbildungsteam Snowsport Tirol).
Wesentlich war auch die Information zur Teilnahme Österreichs am
Interskikongress 2015.
Fred Schwab, Vorstandsmitglied und Dr. Sepp Redl,
Interski-Austria Präsident
Snowboard
Die Snowboardausbildung hat einen hohen Stellenwert
Pro Jahr bildet der Tiroler Skilehrerverband - Snowsport Tirol zahlreiche Personen
zum Snowboardlehreranwärter, Snowboardlehrer, Diplom-Snowboardlehrer oder
Duallehrer aus. Die Entwicklungen in den letzten Jahren zeigen, dass sich der Ansatz der polysportiven Schneesportlehrerausbildung des Tiroler Skilehrerverbandes sehr bewährt hat. Snowboardlehrer erhalten daher auch eine Ausbildung im
alpinen Skilauf. Das gilt natürlich auch umgekehrt im Bereich der Skilehrerausbildungen. Die Absolventen der Lehrgänge des Tiroler Skilehrerverbandes erhalten
damit nicht nur eine höchst professionelle, sondern auch eine marktgerechte
Ausbildung mit großen Berufschancen. Die polysportive Ausbildung – Ski Alpin,
Snowboard, Nordisch und der pädagogisch richtige Umgang mit Kindern – zählt zu
den weltweit besten und zeichnet ein abwechslungsreiches und sehr verantwortungsvolles Berufsbild.
Die Ausbildungslehrgänge des Tiroler Skilehrerverbandes - Snowsport Tirol in der
Saison 2014/15 finden Sie bereits zum Teil unter www.snowsporttirol.at
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SOFTWARE
ONLINESHOP
WEBDESIGN
Mobil ist Trumpf!
www.waldhart.at
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zen.
Das Kompetenzzentrum Lizum 1600
erfüllt bereits nach der ersten Wintersaison
alle Erwartungen.
Fotos: Tiroler Skilehrerverband
Seit der Eröffnungsfeier Ende November 2013 herrscht im neuen Kompetenzzentrum Snowsport Tirol - Lizum 1600 des Tiroler Skilehrerverbandes in der Axamer
Lizum Vollbetrieb. Vorweg - die hohen Erwartungen und Zielsetzungen wurden mit
Bravour erfüllt. Die Ausbildungslehrgänge wie die Landesskilehrerausbildung, die
Alpinausbildungen für die Landesski-, Snowboardlehrer- und Diplom-Snowboardlehrerausbildung, Skilehreranwärter- und Snowboardanwärterausbildungslehrgänge, die Skischulleiter- und Skilehrerfortbildung und verschiedene Camps konnten
unter professionellen Bedingungen durchgeführt werden.
Die Infrastruktur des Kompetenzzentrums bewies sich aber auch für diverse Seminare
und Veranstaltungen als sehr gut geeignet.
Wichtige Partner im Wintertourismus wie beispielsweise die Tiroler Seilbahnwirtschaft,
das MCI - Management Center Tirol / Tourismus & Freizeitwirtschaft, die Führung der
Tirolwerbung, Interski Austria und namhafte Tiroler Wirtschaftsunternehmen hielten im
Lizum 1600 ihre Tagungen, Klausuren etc. ab.
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„Wir freuen uns, dass unser Kompetenzzentrum als weltweit einzigartiges Vorzeigeprojekt auch von solchen anerkannten Kapazitäten und Entscheidungsträgern im Tiroler Tourismus eine derart hohe Wertschätzung erfährt. Zudem
stellen wir mit großer Zufriedenheit fest, dass das Skigebiet Axamer Lizum
durchwegs von all unseren Lehrgangsteilnehmern und Gästen ausgezeichnet
beurteilt und unsere Standortwahl damit eindrucksvoll bestätigt wird.“
Richard Walter
Präsident des Tiroler Skilehrerverbandes und
des Österreichischen Skischulverbandes
„Lizum 1600 ist das weltweite Ausrufezeichen in der
Schneesportausbildung! Dank seiner schlichten
Bauart und Atmosphäre ist das neue Kompetenzzentrum Snowsport Tirol auch ein idealer Rückzugsort für
Unternehmen die Jenseits der täglichen Hektik über ihre
Zukunft und Strategie nachdenken wollen.“
Prof. Mag. Hubert Siller
Leiter/Head - MCI Tourismus, Department und Studiengänge
Management Center Innsbruck
Simon Egger, Ausbildungsleiter der Landesskilehrerausbildung
und Fortbildungen des Tiroler Skilehrerverbandes, verbrachte
im Winter 2013/14 viele Wochen im neuen Kompetenzzentrum
Snowsport Tirol in der Axamer Lizum. Simon und sein Team
sind dafür verantwortlich, dass die Teilnehmer des Lehrganges
für die Landesskilehrerprüfung mit dem notwendigen KnowHow für ihre künftige, verantwortungsvolle Tätigkeit in einer
der Tiroler Skischulen ausgestattet werden.
Die Tiroler Landesskilehrerausbildung genießt höchste Anerkennung im Skilehrwesen. Die Fähigkeiten der Teilnehmer im
Hauptmodul alpiner Skilauf werden weiter perfektioniert. Inhalt dieser polysportiven Ausbildung sind auch die Snowboardlehrer-Anwärterausbildung, Telemarken, aktuelle Trendsportarten und Schneesport ohne Handicap. Die in drei aufeinander
abgestimmten Modulen durchgeführte Ausbildung befähigt
die Absolventen ihre Gäste nicht nur auf Pisten, sondern auch
abseits der Pisten im Nahbereich von Aufstiegshilfen zu unterrichten und zu begleiten. Um die dafür notwendigen Kompetenzen zu erlangen, wird den Teilnehmern viel abverlangt.
Nach dem ersten Teil, der vor Weihnachten abgeschlossen
wurde, übernahm Norbert Pichlsberger, Ausbildungsleiter für
die Alpinausbildungen im Tiroler Skilehrerverband, das Kom-
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mando von Simon. Im Modul Alpinausbildung werden dem
Landesskilehrer die Komplexität sowie die Unwägbarkeiten
der Schneedecke vermittelt. Mit den Fächern Orientierung,
Wetterkunde und alpine Gefahren in Theorie und Praxis sowie
einer umfassenden Ausbildung in Kameraden- als auch organisierter Rettung wird dem Landesskilehrer das nötige Rüstzeug
mitgegeben.
Mit diesem neuen Wissensstand über die Alpine Sicherheit und
den Kenntnissen der Skitechnik im freien Skiraum ausgestattet, absolvierten die Teilnehmer der Landesskilehrerausbildung ab Mitte März den letzten Teil dieser hochkarätigen Berufsausbildung. Es gilt nun das Eigenkönnen auf der Piste und
off-Piste weiter zu verbessern. Für den Tiroler Skilehrerverband sind neben der Vermittlung der Skitechnik, den Kenntnissen der Alpinen Sicherheit, etc. Themen wie Kommunikation,
Dienstleistung und die Schärfung der positiven Tourismusgesinnung von größter Wichtigkeit und daher auch ein wichtiger
Teil der Landesskilehrerausbildung.
Die Landesskilehrerprüfung unter der Aufsicht des Prüfungsvorsitzenden Dr. Christoph Höbenreich vom Amt der Tiroler
Landesregierung schafften dann 50 Kandidaten.
„Der Erfolg des Wintertourismus hängt maßgeblich von der strategischen Arbeit
und den laufenden Investitionen ab. Der Tiroler Skilehrerverband setzt mit dem
Kompetenzzentrum Snowsport Tirol einmal mehr die Benchmarks im nationalen
und internationalen Skilehrerwesen und hat eine Vorreiterrolle für die Qualität des
Schneesports übernommen, wo man nur gratulieren kann!“
Franz Hörl
Fachverband Obmann der Österreichischen
und Tiroler Seilbahnwirtschaft
„Mit dem Kompetenzzentrum Lizum 1600 hat der TSLV etwas weltweit Einzigartiges
geschaffen, zu dem ich dem Verband herzlich gratuliere. Ich war im Winter selbst dort
zu Gast und durfte eine gelungene Architektur in perfekter Platzierung sowie funktionale
Räumlichkeiten mit Wohlfühlambiente und höchster Betreuungsqualität kennen lernen.
Damit haben unsere Schneesportlehrer, die zu den wichtigsten Botschaftern unserer
Tiroler Ski- und Wintersportbegeisterung zählen, eine ideale „Heimat“, um ihre vielfältigen
und wichtigen Aus- und Weiterbildungen auf höchstem Niveau sicherzustellen:"
Josef Margreiter
Geschäftsführer der Tirolwerbung
„Nach der ersten Prüfungssaison konnte ich unsere positive Einschätzung des Skigebietes Axamer Lizum als Ausbildungsstandort mit Freude verifizieren. Die Prüfungskommissionen führen hier nicht nur die schriftlichtheoretischen Prüfungen im Seminarraum des Ausbildungszentrums sondern auch alle praktischen Prüfungen,
wie Eignungs-, Abschluss-, Wiederholungs- und Ergänzungsprüfungen für Skilehrer und Snowboardlehrer zur
meiner besten Zufriedenheit durch. So lassen sich auf den olympiaerprobten Pisten die Prüfungen im Schulefahren, im Rennlauf und in den praktisch methodischen Übungen ebenso hervorragend abnehmen wie abseits der
gesicherten Pisten die Prüfungen im Geländefahren oder in den praktischen Bergrettungsübungen.“
Mag. Dr. Christoph Höbenreich
Prüfungsvorsitzender
Amt der Tiroler Landesregierung
Abteilung Sport
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Simon Egger: "Mein Team und ich sind von den Möglichkeiten des
Skigebietes für die Landesskilehrerausbildung begeistert. Sei es
auf den Pisten oder im freien Skiraum - die Axamer Lizum ist für alle
Ausbildungslehrgänge bestens geeignet. Begeistert sind wir von der
Infrastruktur des neuen Kompetenzzentrums. Die hier gebotenen
Möglichkeiten sowohl für das Ausbildungsteam wie die Lehrgangsteilnehmer sind einmalig."
Norbert Pichlsberger: "Das Hauptaugenmerk
beim Fahren abseits gesicherter Pisten gilt neben
einer soliden Führungstechnik und Taktik der
subjektiven Beurteilung einzelner Hänge. Die
Axamer Lizum bietet mit ihren Abfahrten in allen
Schwierigkeitsgraden und 300 ha Freeride Gelände hierfür optimale Voraussetzungen."
18 snowsport tirol
Lizum 1600
Winter 2013/14
snowsport tirol 19
Wieder
Willkom
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Ski fahren.
mmen zurück.
Eine Kampagne der Österreich Werbung
Der österreichische und im Besonderen der Tiroler Wintertourismus ist eine
Erfolgsgeschichte. Um dieses hohe Niveau halten und möglichst ausbauen zu
können, müssen neue Zielgruppen für den Schneesport gewonnen werden.
Eine dieser interessanten Zielgruppen sind die „Wiedereinsteiger“.
Einmal Skifahrer, immer Skifahrer. Trotzdem gibt es die unterschiedlichsten
Gründe, warum selbst begeisterte Schneesportler mal eine längere Pause
einlegen. Doch wer einmal den Moment in der Morgensonne vor dem ersten
Schwung auf einer Neuschneepiste erlebt hat, wird ihn nie vergessen. Diese
magischen Momente lassen sich jetzt ganz einfach wieder(zurück)holen.
Mit der Kampagne „Wieder Ski fahren. Willkommen zurück“ wendet sich die
Österreich Werbung in unserem Hauptzielmarkt Deutschland an ehemalige
Skifahrer. Beteiligt an diese Kampagne sind die Landestourismusorganisationen
von Tirol, Salzburg und Kärnten.
Der Österreichische Skischulverband war als Partner der Plattform
„Allianz Zukunft Winter“ bei der Entwicklung dieser Kampagne neben der
Bundessparte Tourismus der WKO, der Skiindustrie, der Österreichischen
Seilbahnen und dem Sporthandel (Verleih) mit dabei. Das Ergebnis ist mehr
als herzeigbar und ein toller Beweis für die Bedeutung der Österreichischen
Skischulen für den Wintertourismus: Der Skilehrer als Gastgeber steht im
Fokus der gesamten Kampagne.
Österreichs Skilehrer sind dafür ausgebildet, Wiedereinsteiger schnell und
sicher zum Erfolg zu führen. „Die Skischulen haben sich den geänderten
Rahmenbedingungen – wie etwa neue Entwicklungen im Schneesport und
dem geänderten Gästeverhalten – gestellt und diese Herausforderungen
gemeistert. Durch moderne Lehrmethoden bringen unsere Skilehrer die
snowsport tirol 21
Gäste schnell und sicher ans Ziel“, so Richard Walter,
Präsident des Österreichischen Skischulverbandes und des
Tiroler Skilehrerverbandes.
„Die ÖW hat die Österreichischen Skilehrer in den
Mittelpunkt ihrer Kampagne „Wieder Ski fahren. Willkommen
zurück“ gestellt. Wir sehen darin eine Bestätigung des
österreichischen Ausbildungswesens und der Bedeutung
der Österreichischen Skischulen für den weltweit
herausragenden Erfolg im Wintertourismus“, freut sich
Christian Abenthung, Generalsekretär des Österreichischen
Skischulverbandes. „Das Projekt wurde von der ÖW höchst
professionell vorbereitet und abgewickelt. Unser Dank gilt
hierfür der Geschäftsführerin der Österreich Werbung,
Frau Dr. Petra Stolba, Herrn Mag. Richard Bauer und dem
Leiter der Österreich Werbung in Deutschland, Oskar
Hinteregger“.
Oskar Hinteregger
Österreichwerbung
22 snowsport tirol
Snowsport Tirol hat mit Oskar Hinteregger ein
Gespräch über den Erfolg der Kampagne geführt.
Snowsport Tirol: Wie wurden die verschiedenen Bausteine der
Kampagne in Deutschland wahrgenommen?
Oskar Hinteregger: Zuerst möchte ich festhalten,
dass die Initiative der „Allianz Zukunft Wintersport“
zur gemeinsamen Produktentwicklung ein ganz
wesentlicher war. Es ist nicht selbstverständlich, dass
sich Beherbergungsbetriebe, Bergbahnen, Skiverleih,
Skischulen und Tourismusorganisationen zusammentun,
um gemeinsam spezifische Angebote zu entwickeln und
dann Kommunikationsmaßnahmen festlegen. Dabei wird
diese Form der Angebotsentwicklung in allen touristischen
Belangen immer wettbewerbsentscheidender. Jemand
der beispielsweise 10 Jahre nicht mehr Ski gefahren
ist und in der Mitte Deutschlands wohnt, ist meist mit
der Organisation überfordert oder – im Sinne von
Convenience – erwartet sie einfach von einem Anbieter.
Wieder Ski zu fahren – ist einfach organisiert. Das ist
eine der zentralen Botschaften der Kampagne. Mit
„Willkommen zurück“ – als Teil der Headline, sollen
emotionale Bilder vom letzten Skiurlaub wieder
aufgerufen werden. Und 400.000 Zugriffe auf das eigens
gedrehte Youtube Video sind machen das auch sichtbar.
Aufmerksamkeit für das Thema zu generieren ist
gelungen - in wie weit diese Initiative in konkrete Anfragen
gemündet hat, werden wir bei den Kampagnenpartnern
eruieren.
jenen einmaligen Charakter eines Urlaubserlebnisses
beibehalten, auf den sich speziell jüngere Zielgruppen
ein Jahr lang freuen – oder davon zehren können.
Snowsport Tirol: Welche Bedeutung haben die
Skischulen für sie für den Erfolg der Kampagne und
insgesamt für den Wintertourismus?
Snowsport Tirol: Welche Feedbacks haben Sie von
Reiseveranstalter etc. erhalten?
Oskar Hinteregger: Wir leben im Zeitalter der
Individualisierung. Das gilt auch für den Urlaub. Abgesehen
vom Gastgeber verbringt der Wintergast wahrscheinlich
die meiste Urlaubszeit mit der Skilehrerin oder dem
Schneesportlehrer. Und sie garantieren dem Gast, dass
der Sport auf und abseits der Piste zum Erlebnis wird. Das
war zwar schon immer so – ist aber für die Gäste heute
wichtiger und buchungsentscheidender als je zuvor.
Die Skischulen sind wie eh und je Teil der „touristischen
Visitenkarten“. Konkrete Initiativen zur gemeinsamen
Produktgestaltung wie die Wiedereinsteiger-Angebote
sind kein „Marketing-Gag“, den sich Touristiker
ausdenken. Solche maßgeschneiderten Angebote (sie
sind ja auch ein elementarer Teil der Wertschöpfungskette
vor Ort) erwarten die Gäste von heute einfach. AllerweltsPauschalen, wie man sie noch allzu oft findet, sind für die
Branche heute eher „geschäftsschädigend“!
Oskar Hinteregger: Die deutsche ReiseveranstalterBranche begrüßt diese Kampagne. Sie sendet ja auch
eine klare Botschaft in einen gesättigten Markt um dort
zusätzliches Potential zu generieren. Ganz konkret ist
heuer die TUI als Partner des Salzburger Landes in die
Kampagne involviert. Für den nächsten Winter haben
schon mehrere Reiseveranstalter – auch solche die sich
ganz gezielt auf die Organisation von Schulskiwochen
konzentrieren – ihr Interesse signalisiert.
Snowsport Tirol: Wie schätzen sie den Erfolg der
Kampagne kurz, mittel- und langfristig ein?
Oskar Hinteregger: Die Kampagne soll neben der
Erschließung neuer Potentiale mittelfristig als Maßnahme
zur emotionalen Aufladung des Themas „Skiurlaub“
wirken. Eine Woche im „Winterurlaub auf der Piste“ soll
Snowsport Tirol: Fahren Sie selbst Ski?
Oskar Hinteregger: Aber klar!
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24 snowsport tirol
snowsport tirol 24
Zurück auf die
Piste –
das Angebot der
Skischulen
Es geht nicht um sportliche Ambitionen und Leistungsdruck.
Ski fahren soll den Wiedereinsteigern vor allem Spaß machen,
und dazu muss man sie sanft heranführen, versichert
Rudi Lapper, Ausbildungsleiter beim Österreichischen
Skischulverband. Dafür haben die Skischulen speziell
entwickelte Angebotspakete zusammengestellt, bei denen
hohe Servicequalität im Mittelpunkt steht.
Snowsport Tirol: Herr Lapper, was ist das Besondere an
den speziellen Arrangements für Wiedereinsteiger?
Snowsport Tirol: Da wird die sorgfältige Betreuung durch
den Skilehrer wichtig.
Rudi Lapper: Genau. Der Skilehrer weiß, welche
Hemmschwellen typischerweise eine Rolle spielen und er
kann den Gast sanft und gezielt zu ersten Erfolgserlebnissen
führen. Dabei geht es natürlich um Technik, aber auch oft
um kleine Tipps, die viel ausmachen können. Die richtige
Ausrüstung, die Wahl des Geländes, welche Technik wo
am besten geeignet ist. Alleine hätte der Wiedereinsteiger
viele Probleme und die Verletzungsgefahr wäre ungleich
größer. Es geht doch vor allem darum, dass sich die Skifahrer
wohlfühlen und dass sie Spaß auf der Piste haben.
Snowsport Tirol: Die österreichischen Skilehrer genießen ja
weltweit einen sehr guten Ruf. Da sind die Erwartungen wohl
besonders hoch.
Rudi Lapper: Und zu Recht. Wir haben die intensivste
Skilehrerausbildung weltweit. Allein für den Staatlichen
Skilehrer sind 120 Tage Ausbildung erforderlich. In den letzten
Jahren wurde dazu die Didaktik deutlich vereinfacht mit dem
Ziel, die Lernerfolge zu verbessern. Und das bringt gerade
den Wiedereinsteigern spürbare Vorteile.
Rudi Lapper: Wir wollen mit diesen Angeboten ganz auf die
individuellen Bedürfnisse der Wiedereinsteiger eingehen und
ihnen einen klaren Mehrwert bieten. Dazu gehören Kurse
in kleinen Gruppen, die von Skilehrern geführt werden, die
eigens dafür ausgebildet wurden. Auf Wunsch bieten wir
natürlich auch Privatunterricht an.
Snowsport Tirol: Was unterscheidet den Gast, der nach
einer Pause wieder mit dem Skifahren beginnt, von anderen
Skischulgästen?
Rudi Lapper: Der Wiedereinsteiger hat eine besondere
Erwartungshaltung. Er hat bereits Erfahrungen, kann
sich also auf bekannte Verhaltensmuster stützen und mit
schnellem Lernerfolg rechnen. Auf der anderen Seite ist es
für ihn schwer einzuschätzen, wo nun seine Grenzen sind
und wie weit er sich belasten kann.
Rudi Lapper
Ausbildungsleiter - Staatliche Skilehrerausbildung
snowsport tirol 25
Quo vadis?
Im Kompetenzzentrum Snowsport Tirol - Lizum 1600 trafen sich auf
Einladung des Tiroler Skilehrerverbandes verschiedenste Experten zum Thema Schneesport und Tourismus.
Text: Christian Abenthung
26 snowsport tirol
"Die Tiroler Skischulen und die Schneesportlehrer sind tragende Säulen des Tiroler
Wintertourismus und für dessen günstige
Entwicklung unverzichtbar."
Christian Abenthung
Die ca. 7.000 Ski-/Schneesportlehrer in mehr als 300 Tiroler Skischulen
sind für die Gäste im Tiroler Wintertourismus die ersten Ansprechpartner in
Sachen Schneesport und neue Trends. Die Ausbildungsqualität der Tiroler
Schneesportlehrer sowie die Leistungen der Tiroler Skischulen genießen
national wie international höchste Anerkennung.
Pro Saison vertrauen mehr als 700.000 Gäste auf die Leistungen und Angebote
der Tiroler Skischulen.
Die Entwicklung des Wintersports zeigte in den letzten Jahren, dass die
Bedürfnisse der Gäste immer stärker zu vielfältigen Angeboten tendieren. Diese
Entwicklungen sind für den Schneesport und den Tiroler Wintertourismus sehr
erfreulich und ein positiver Faktor für mehr Wertschöpfung. Diese positiven
Auswirkungen können aber nur dann eintreten, wenn das hohe Niveau der Ausund Weiterbildung sichergestellt wird und damit die Tiroler Schneesportlehrer
und die Tiroler Skischulen in fachlicher als auch in serviceorientierter Hinsicht
den zukünftigen (Markt)-Anforderungen gewachsen sind.
Die
Bedeutung des Wintertourismus
Der Tourismus ist nach der Erdöl- und Autoindustrie der drittgrößte Faktor der Weltwirtschaft. Er zählt neben der Telekommunikation
und der Elektronik zu den wichtigsten Wachstumssparten der Gegenwart. Die weltweiten grenzüberschreitenden Ankünfte im
Zeitraum von 1970 bis 2012 stieg von 166 Millionen im Jahr 1970 auf rund 1,035 Milliarden Personen im Jahr 2012 zu (WTO
2013). Nach einer Schätzung der Welttourismusorganisation (WTO) wird sich die Zahl der internationalen Ankünfte bis 2020
auf 1,4 Milliarden erhöhen (WTO 2013).
Der Tourismus (Sommer und Winter) in den Alpen musste allerdings seit 2000 Marktanteile abgeben. Nach einer Schätzung von
BAKBASEL sind die internationalen grenzüberschreitenden Ankünfte im Alpentourismus zwar um rund 33 Prozent gewachsen.
Der Tiroler Wintertourismus
Das weltweite Wachstum betrug allerdings 53%. Der Wintertourismus in den Alpen zählt trotz verlorener Marktanteile im
Gesamttourismus noch immer zu den wichtigsten Tourismusgebieten der Welt.
snowsport tirol 27
Die Bedeutung des Wintertourismus ist für Tirol sehr
groß. Tirol ist mit knapp 26 Millionen Nächtigungen
im Winter (Sommer und Winter über 44 Mio.
Nächtigungen) das tourismusintensivste Gebiet
Europas. In einer alpinen Region wie Tirol spielt der
Tourismus eine wesentliche Rolle. Ohne einen starken
Tourismus in Tirol würde es zu Abwanderung aus den
hochalpinen Regionen kommen.
Die herausragende Rolle Tirols im Wintertourismus
zeigt sich im Vergleich mit Mitbewerbern. So erzielten
beispielsweise Salzburg rund 14 Mio., Vorarlberg rund
4,8 Mio. und Südtirol rund 11 Mio. Nächtigungen im
Winter 2011/12. Der Anteil des Tiroler Wintertourismus
gesamtösterreichisch beträgt 40,6 % (64,3 Mio.
Nächtigungen Winter 2011/12 Gesamtösterreich).
Diese Zahlen spiegeln sich auch im Vergleich der Anzahl
der Skischulen und der dort tätigen Schneesportlehrer
im österreichischen Skischulwesen wider. Das Tiroler
Skischulwesen hält einen gesamtösterreichischen
Anteil von ca. 40 %.
Im Tiroler Tourismus werden pro Jahr ca. 7,3 Mrd. EUR
Umsatz erzielt. Daraus resultiert eine touristische
Wertschöpfung von knapp 4 Mrd. EUR. Mit den
Deviseneinnahmen aus dem Ausländertourismus stützt
Tirol maßgeblich die österreichische Leistungsbilanz.
Von den rund 14,5 Mrd. EUR, die Österreich im Jahr
2001 an Devisen von Reisenden aus dem Ausland
erwirtschaftete, entfielen rund 6 Mrd. EUR auf
Tirol. Der direkte Anteil der Tourismuswirtschaft am
Bruttoinlandsprodukt des Landes Tirol (BIP) beträgt 16
%; inklusive der indirekten Wirkungen ca. 25 %.
Im Tiroler Tourismus sind ca. 56.000 MitarbeiterInnen
in ca. 9.000 Unternehmen unmittelbar tätig. Nach
Schätzungen der Wirtschaftskammer sichert der Tiroler
Tourismus durch den mittelbaren Beschäftigungseffekt
auf andere Branchen ca. 70.000 selbständig und
unselbständig Beschäftigte und damit etwa ein Drittel
der Arbeitsplätze in der gewerblichen Wirtschaft Tirols.
Tirols zehn wichtigste Quellmärkte sind:
Deutschland (49,9 %), Niederlande (12,9 %), Österreich
(7,2 %), Schweiz/Liechtenstein (4,5 %), Großbritannien
(4,4 %), Belgien (3,6 %), Russland (2,3 %), Polen (1,9
%), Tschechien (1,8 %) und Dänemark (1,6 %).
28 snowsport tirol
Aktuelle Herausforderungen und Strategien
im Wintertourismus und Schneesport
Der Wintertourismus befindet sich derzeit in einer Stagnation, wenn auch
auf hohem Niveau. Der Wettbewerb wird zunehmend härter. Fernmärkte
sind insbesondere in wirtschaftlich positiven Zeiten für unsere Zielmärkte
wie beispielsweise Deutschland sehr attraktiv und führen zu einem
Verdrängungswettkampf. Schneesport steht auch in einem enormen
Wettbewerb zu anderen Freizeitaktivitäten. Dieser Konkurrenzkampf
ist auch in Bezug auf die Leistbarkeit von Schneesport, Skifahren,
Winterurlaub im Allgemeinen zu sehen. Dazu kommen die medialen
Berichterstattungen über den Klimawandel und dessen Auswirkungen auf
die Winter der Zukunft. Dies wird insgesamt mittel- und langfristig dazu
führen, dass es zu einer Konsolidierung des Marktes kommt. Im Vergleich
der Tourismuswirtschaft in den Alpenländern nimmt Österreich und hier
wiederum insbesondere Tirol eine herausragende Stellung ein. Um diese
Führungsposition behaupten zu können, sind neue Innovationen im
Schneesport und im Wintertourismus allgemein erforderlich.
Die
Herausforderungen,
die es zu bewältigen gilt,
sind groß. Neue Produkte und Angebote müssen entwickelt,
bestehende optimiert werden.
BEISPIELE:
o
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor wird sein, Kinder und
Jugendliche aus unseren Zielmärkten vermehrt
zum Schneesport zu bringen und sie dann dauerhaft dafür
zu begeistern.
o
Aktuelle Entwicklungen im Schneesport wie Freeriden
attraktivieren den Schneesport, erfordern aber
auch Maßnahmen in Bezug auf die Sicherheit und
die Skitechnik.
o
Eine wichtige Zielgruppe sind auch Menschen, die irgendwann
aus irgendwelchen Gründen aufgehört haben, Ski zu fahren.
Laut einer Studie von MANOVA gibt es in Österreichs
Hauptherkunftsmärkten rund 53 Millionen Skifahrer
zwischen 14 und 70 Jahren, die den Sport noch aktiv
betreiben. Ca. 38 Mio. Personen in den untersuchten
Märkten können sich vorstellen, (wieder) mit dem Skifahren
anzufangen. Es besteht somit für „Neueinsteiger“ und
„Wiedereinsteiger“ ein erhebliches Potential an Personen,
die ein Interesse am alpinen Wintersport haben.
o
Die Skiindustrie entwickelt laufend neue Produkte. Für eine
raschere praktische Umsetzung n den Lehrmethoden
und Marketingaktivitäten ist hier eine engere Zusammenarbeit
mit dem Skilehrwesen („Carven wir noch oder „rocken“
wir schon?“) anzustreben.
o
Die Angebote im Schneesport wie auch die Zielgruppen
(Sportliche, Junge, Männer, Frauen, Kinder, Jugendliche,
Best Ager, etc.) sind vielfältig. Diese Vielfalt muss sich
auch in den Lehrplänen der Schneesportlehrerausbildung
niederschlagen.
snowsport tirol 29
Ziele und Strategien für die Entwicklung
des Skilehrwesens im Kontext mit der
Entwicklung des Tiroler Wintertourismus
•
Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit des Tiroler Skischulwesens und des Tiroler Wintertourismus:
Ohne ein funktionierendes und wettbewerbsfähiges Skischulwesen ist eine Steigerung der
Wettbewerbsfähigkeit des Tiroler Wintertourismus nicht möglich.
•
Steigerung der Qualität im Tiroler Skischulwesen: Mitentscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit
des Tiroler Wintertourismus ist die Qualität des Angebotes der Skischulen sowie die Qualität der in den
Skischulen tätigen Schneesportlehrer.
•
Weiterentwicklung der Schneesporttechnik: Der Weiterentwicklung der Schneesporttechnik kommt
eine zentrale Aufgabe für die Entwicklung des Wintertourismus zu. Wintersport ist gesundheitsfördernd; die
Verletzungsgefahr muss so gut wie möglich eingedämmt werden. Innovationen in der Schneesporttechnik
– in enger Zusammenarbeit mit der Schneesportindustrie – führen zur Aufrechterhaltung und Förderung
der Attraktivität des Wintersports und stellen damit einen wesentlichen Impuls für die Zukunft des Tiroler
Wintertourismus dar.
•
Schaffung von neuen Angeboten im Schneesport: Der Skisport hat im Laufe seiner Entwicklung
weitreichende Veränderungen erfahren. Zusammengefasst fand die Entwicklung vom Ski-Sport zum SchneeSport statt. Die Faszination des Schneesports in ihrer gesamten Vielfalt bietet für jeden das Richtige. Egal
ob auf Skiern, auf dem Snowboard, einem coolen Trendsportgerät oder auf Langlaufskiern: was zählt ist die
Freude an der sportlichen Betätigung in der Natur. Es bedarf hier einer ständigen Entwicklung von neuen
Angeboten, um alle Kunden- und Marktschichten ansprechen zu können.
Strategie
Die Aus- und Fortbildung der SchneesportlehrerInnen wird durch verschiedene Maßnahmen verbessert.
Damit soll die Angebotsstruktur der Tiroler Skischulen erweitert werden. Durch Innovationen in der
Schneesporttechnik werden ebenfalls die Angebotsstrukturen der Tiroler Skischulen verbessert und neue
Zielgruppen („Gesundheits“-Skilauf, Skilaufen für ältere Personen, Schneesport außerhalb des gesicherten
Skiraums, etc.) generiert bzw. Zielgruppen wiedergewonnen (z.B. Jugendliche durch neue Angebote). Damit
wird insgesamt eine Qualitätsverbesserung und ein Wettbewerbsvorteil für den Tiroler Wintertourismus
erreicht.
Maßnahmen
•
•
•
•
•
Weiterentwicklung der Lehrpläne
Weiterentwicklung der Schneesporttechnik
Entwicklung von neuen Angeboten für die Skischulen
Weiterentwicklung von Sicherheitsstrategien und Ausbildungsinhalten im Bereich
der alpinen Sicherheit
Weiterentwicklung der Qualitätsstandards für Skischulen
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Kraftstoffverbrauch gesamt: 9,8 l/100km. CO2-Emission: 229 g/km. Symbolfoto.
snowsport tirol 31
www.audi.at
Cooler Nischenspo
Unter dem Titel "Freerider - die Geister, die ich rief" fand im Rahmen
der Freeride World Tour eine Podiumsdiskussion statt.
32 snowsport tirol
ort
Zum Anlass des 10-Jahre-Jubiläum des Big Mountain in
Fieberbrunn fand eine Podiumsdiskussion zum Thema
Freeriden statt.
Die Diskussionsrunde in Fieberbrunn war sich darüber einig,
dass Freeriden keine Massenbewegung ist, jedoch für das
Image des Schneesports - insbesondere bei der Jugend sehr wichtig ist.
snowsport tirol 33
Mit Freeriden wird Freiheit und Abenteuer
verbunden. Deshalb wird auch einer möglichen
künftigen Olympia-Disziplin "Freeride" von den
Diskutanten eine Absage erteilt. "Das würde
das Freeriden kaputt machen, behaltet euch die
Freiheit", appelierte Richard Walter.
Josef Margreiter, Geschäftsführer der Tirolwerbung
sieht mit Freeriden eine große Chance in der
Vermarktung. "Freeriden stillt den Hunger nach
Abenteuer und Bergerlebnis; Freeriden ist keine
Massenbewegung, aber es bewegt die Massen.
Wir haben die Chance, dieses Abenteuer zu
vermitteln und Image zu bilden".
Wesentlich für die positive Weiterentwicklung des
Freeridens ist der Sicherheitsaspekt. Für ProfiRider Anthamatten ist klar: "Die Sicherheit kommt
zuerst."
World-Tour-Chef Nicolas Hal-Woods verwies auf
die enorme Entwicklung, die der Freeride-Sport
in den vergangenen zehn Jahren erlebt hat.
und sieht weiterhin noch ein hohes Potential.
Und doch: "Freeriden ist und bleibt aber ein
Nischenprodukt."
Ein Nischenprodukt, das für die Entwicklung
und die Imagebildung des Schneesports von
großer Bedeutung ist - darüber waren sich alle
Diskutanten in Fieberbrunn, dem einzigen Stopp
der World-Tour im deutschsprachigen Raum einig.
34 snowsport tirol
v.l. Josef Margreiter, Nicolas Hale-Woods, Samuel Anthamatten,
Markus Koglere, Richard Walter, Georg Bliem
Tirols Skilehrer - die Spez
Tirols Skischulen mit ihren dafür hervorragend ausgebildeten Sc
der Pisten wirklich Spaß macht und möglichst sicher bleibt. Es
Schneesportlehrer wie auch die Skischulgäste eine moderne S
Sicherheitsausrüstuung sowie über Präventionsmaßnahmen sind
von größter Wichtigkeit.
International ein Novum ist die Ski- und Snowboardführerausbildu
Skischulen berechtigt und befähigt, Gäste im freien Skiraum auf V
Schneesportlehrer sind somit durch ihre vielseitige Ausbildung „d
Jedem, der den gesicherten Skiraum verlässt, legt der Ausbildu
zeitgemäße Notfallausrüstung mit!“ Dazu gehören eine Metallsch
zialisten im Freeriden
hneesportlehrern tragen dazu bei, dass Freeridern auf Skiern oder Snowboard der eigenverantwortliche Ritt abseits
ist hierbei eine Selbstverständlichkeit, dass beim Freeriden sowohl die dazu bestens ausgebildeten und befugten
Sicherheits- und Notfallausrüstung mitführen. Die Aufklärung über die alpinen Gefahren, den richtigen Einsatz der
dabei neben der Vermittlung der neuesten Skitechnik sowie der Vermittlung eines praxisgerechten Risikomanagements
ung als höchste Ausbildungsqualifikation im Tiroler Skilehrwesen. Damit sind die Ski- und Snowboardführer in den Tiroler
Varianten, auf hochalpinen Skiabfahrten sowie auf Skitouren zu unterrichten und zu begleiten. Unsere topausgebildeten
die“ Spezialisten im Freeriden.
ungsleiter der Alpinausbildung der staatlichen Skilehrerausbildung, Markus Kogler, ans Herz: „Nehmt eine perfekte,
haufel, ein Lawinenverschüttetensuchgerät und eine Lawinensonde, am besten ein Komplettpaket mit Lawinenairbag."
snowsport tirol 35
36 snowsport tirol
Die Lawine.
Auch wenn im Winter 2013/14 in vielen Teilen Tirols der Winter auf Sparprogramm
lief: die Gefahr von Lawinen besteht permanent. Bis zu 50 Personen sterben pro
Jahr in Österreich in Lawinen bzw. durch Lawinenunfälle.
Tirol ist das in Österreich mit Abstand tourismusintensivste Bundesland
im Winter. Dies spiegelt sich leider auch bei den Lawinentoten mit
einem Anteil von ca. 50 % wieder. Dieser hohe Anteil relativiert sich bei
Heranziehung der Nächtigungsstatistiken und der Skier Days .
Der langjährige Mittelwert der Lawinenopfer in Österreich liegt bei
25 Personen. Ein Anstieg der Lawinentoten kann trotz der starken
Zunahme in den Bereichen Skitourenlauf und Off-Pist (Freeriden) in den
letzten Jahren nicht festgestellt werden. Das Sicherheitsbewusstsein
der Schneesportbegeisterten, die abseits von geöffneten Pisten ihrem
Sport nachkommen, hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert.
Gründe hierfür liegen in den intensiven Aufklärungsmaßnahmen über
die alpinen Gefahren und über die Notwendigkeit einer vollständigen
Sicherheitsausrüstung durch die Skischulen, den alpinen Vereinen etc.
Im Bereich der (Sicherheits)ausrüstung fand durch die Bemühungen der
Industrie ebenfalls eine große Weiterentwicklung statt.
Viele Gäste minimieren das Sicherheitsrisiko im freien Skiraum damit,
dass sie die Angebote der Skischulen in Anspruch nehmen. Die
Sicherheit der Gäste steht in allen Skischulen an erster Stelle. Eine
intensive Sicherheits- und Alpinausbildung der Ski/Schneesportlehrer
ist dafür unverzichtbar. Dies erfordert eine ständige Anpassung
der Lehrpläne für die Alpinausbildungen nach den neuesten
wissenschaftlichen Erkenntnissen. Der Tiroler Skilehrerverband
arbeitet hier mit allen Experten des Landes (Lawinenwarndienst Tirol,
Lawinenkommissionsausbildung, Zivil- und Katastrophenschutz etc.) eng
zusammen. Diese Organistionen und die Tiroler Bergrettung sind auch
entscheidend mitverantwortlich, dass sich die Zahl der Lawinentoten
trotz erheblichen Anstiegs der Sportausübenden im Schnitt der letzten
20 Jahre nicht erhöht hat.
snowsport tirol 37
Zwei Drittel der tödlichen Lawinenunfälle
passieren bei Lawinenwarnstufe 3
Die Auswertungen der Daten von der Wintersaison 2005/06 bis 2012/13 durch
das Kuratorium für Alpine Sicherheit zeigt, dass rund zwei Drittel der tödlichen
Lawinenunfälle bei Lawinenwarnstufe 3 (erhebliche Lawinengefahr) passieren.
Immerhin noch rund ein Viertel sind bei Stufe 2 (mäßige Lawinengefahr)
und noch ca. 2 % bei Stufe 1 (geringe Lawinengefahr) zu verzeichnen. Bei
Lawinenwarnstufe 5 (sehr große Lawinengefahr) war kein Toter zu beklagen.
Die Experten führen die Häufung der tödlichen Lawinenunfälle bei Stufe 3 darauf
zurück, dass bei dieser Warnstufe die Lawinengefahr für den Laien nicht so
offensichtlich ist wie bei Stufe 4.
Wie gefährlich ist Skifahren tatsächlich?
Schenkt man den Medienberichten Glauben, so ist Skifahren eine absolute Risikosportart.
Richtig? Nein - falsch!
Der langfristige Trend zeigt in den letzten Jahrzehnten ein kontinuierlich sinkendes Verletzungsrisiko
im alpinen Wintersport:
vor 1970:
Mitte 1980:
ab 1990:
ab 2000:
7 - 8 Verletzungen pro 1.000 Skitage
3 - 4 Verletzungen pro 1.000 Skitage
2 - 3 Verletzungen pro 1.000 Skitage
< - 2 Verletzungen pro 1.000 Skitage
Die negativen Schlagzeilen wiederlegen auch folgende Vergleichszahlen bei tödlichen Unfällen:
Skipiste:
Radfahren:
Verkehr:
Bergwandern:
durchschnittlich 41 Tote jährlich bei ca. 8 Mio Wintersportler im Vergleichszeitraum 2005 - 2010
durchschnittlich 52 Tote jährlich bei ca. 6 Mio Fahrrädern im Vergleichszeitraum 2000 - 2010
552 Tote bei ca. 6 Mio zugelassenen Kraftfahrzeugen im Jahr 2010
81 Tote bei ca. 2 Mio. Wanderern im Jahr 2011
38 snowsport tirol
DER ORTOVOX PARTNERDEAL 2014/2015
Exklusiv für den Tiroler Skilehrerverband haben die
Sicherheitsexperten von ORTOVOX wieder ein super
Angebot geschnürt: der Protektor Rucksack „Free Rider“
zum Sonderpreis.
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Rückenprotektor integriert, Neopren-Hüftgurt
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SNOWSPORT PREIS: 99,90 €
Bestellung und weitere Informationen:
Tiroler Skilehrerverband Innsbruck
www.snowsporttirol.at
ortovox.com
snowsport tirol 39
Demo
Tirols beste Skilehrerteams im Synchro-Demo-Vergleich
Fotos: Andy Kirschner
40 snowsport tirol
Der kompetenten Jury unter der Leitung von Rudi Lapper entging kein Fehler ein perfekter Lauf in allen drei Kriterien wurde mit der Höchstnote 10 belohnt
Die Skischule Fiss-Ladis führte am 14. März 2014 im Rahmen
ihres 60-Jahr-Jubiläums die Tiroler Demomeisterschaft durch.
Skischulleiter Martin Stark und sein Team der Skischule FissLadis schafften für die teilnehmenden Teams professionellste
Bedingungen. Dementsprechend waren dann auch die
Leistungen der Teilnehmer: Sensationell!
Die vielen Zuschauer beim Finale um 19:00 Uhr auf der
beleuchteten Piste "Möserlift" kamen kaum aus dem Staunen
angesichts der hervorragenden Darbietungen der Demoteams
heraus. Ihnen wurde Skifahren in Perfektion geboten. Auch
die zahlreichen Ehrengäste der Skischule Fiss-Ladis - darunter
viele langjährige Wegbegleiter, Freunde, Geschäftspartner und
honorige Vertreter aus Politik und Wirtschaft gratulierten nicht
nur zur unglaublichen Erfolgsgeschichte der Skischule FissLadis seit ihrer Gründung vor 60 Jahren, sondern waren auch
von den Demofahrten begeistert.
Insgesamt nahmen vier Damenteams, sechs Herrenteams
und zwei Gäste-Teams teil. Diese Teilnehmeranzahl ist
angesichts von mehr als 200 Vollskischulen in Tirol ein kleiner
Wermutstropfen bei dieser tollen Veranstaltung. Unter diesen
200 Vollskischulen gibt es viele Skischulen, die im eigenen
Ort während der gesamten Wintersaison tolle Skishows
bieten. Es gibt wohl kaum eine schönere Bühne, als die Tiroler
Demomeisterschaften, um sich unter Kollegen zu treffen, sich
im freundschaftlichen Wettkampf zu messen und gemeinsam
zu feiern. Daher die Einladung an alle Demoteams der Tiroler
Skischulen: Kommen Sie zur Tiroler Demomeisterschaft 2015.
snowsport tirol 41
Die Siegerteams bei den Damen und
Herren strahlten um die Wette
42 snowsport tirol
Die Fanklubs der einzelnen
Teams sorgten für eine
fantastische Stimmung und zum
charmanten Lächeln.
Über das 60-Jahrjubileum der Skischule Fiss und die tolle Veranstaltung
"Tiroler Demomeisterschaft 2014" freunten sich Rainer Schultes, Benny
Pregenzer und Richard Walter
Die Ergebnisse:
Herren:
1. Atomic Team Fiss-Ladis
Damen:
Gästeklasse:
Skischule Fiss-Ladis
1. Yscla Snowflakes
2. Schwungdesigner Arlberg Blizzard
Skischule Arlberg
Schneesport Akademie Ischgl
2. Stanton Girls
3. Schneesport Hochzeiger
Schneesportschule Hochzeiger-Pitztal
Skischule Arlberg
3. Snow Pirates
CSA Skischule Grillitsch & Partner
2. Synchro Ski e.V. Siegertsbrunn
Synchro Team Bayern
4. New School Team Fiss-Ladis
Skischule Fiss-Ladis
Skischule Fiss-Ladis
4. Serfauser Mädels
1. Blueberries Damen Demo Team Obertauern
5. Team Serfaus
Skischule Serfaus-Komperdell
Skischule Serfaus-Komperdell
6. S4
Skischule S4 Fieberbrunn
snowsport tirol 43
IMST
Teflonbeschichtetes Leder. Warme, weiche ZA-LOFT Isolierung,
feuchtigkeitsregulierendes Futter ZA-BREATH.
44 snowsport tirol
shredder
TED LIGETY
olympiasieger
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46 snowsport tirol
Tirol dominiert die österreichischen Demo- & Skilehrermeisterschaften.
Am 21. März 2014 fanden in Salzburg / Saalbach-Hinterglemm die diesjährigen
österreichischen Demo- & Skilehrermeisterschaften statt. Die Veranstaltung wurde
vom Salzburger BerufsSki- & Snowboardlehrer Verband bestens organisiert.
Österreichischer Meister beim RTL wurde Hannes Geisler von der Skischule
Hochzillertal. Die Skischule Reith bei Kitzbühel errang die österreichische
Mannschaftsmeisterschaft.
Bei den Demomeisterschaften gewannen die Demoteams der Skischule Fiss-Ladis
sowohl die Damen- wie auch die Herrenklasse (Damen: Snow Pirates, Herren: Atomic
Team - Skischule Fiss-Ladis).
Österreichische
Meisterschaften
2014
Österreichische Demo- & Skilehrermeisterschaften
Fotos: SBSSV, TSLV
snowsport tirol 47
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Idee - Zufall - Kooperation
- erfolgreiche
Partnerschaft.
Text: AMS Schwaz
Dem Beginn einer erfolgreichen und hoffentlich lang andauernden Partnerschaft
gingen die
Idee unseres Stv. Leiters Christoph Niedermair, sowie Zufall und
Kooperationsbereitschaft voraus. Dem Zufall ist es zu verdanken, dass mit Frau Gerlinde
Berger, eine ehemalige Skilehrerin als Mitarbeiterin beim AMS Schwaz tätig ist und den
Boden für eine erfolgreiche Partnerschaft gelegt hat. Der Bereitschaft und dem Willen
zur Zusammenarbeit zwischen dem Bezirksverband Schwaz und dem AMS-Schwaz
ist es ebenso zu verdanken, dass beide im Winter 2013/2014 eine sehr erfolgreiche
Kooperation eingingen, die hoffentlich nie aufhören und damit zu einer erfolgreichen
Partnerschaft werden wird.
Gerlinde Berger, Christoph Niedermair
AMS Schwaz
www.ams.at/tirol
Tirolweit ist es durch diese Kooperation gelungen, den Stellenmarkt für Ski- und
SnowboardlehrerInnen im Bezirk Schwaz abzubilden. Das AMS-Schwaz nahm alle
offenen Skilehrerinnen-Stellen im Bezirk Schwaz auf und stellte gleichzeitig EU-weit eine
JOB-Plattform für Schischulen und ArbeitnehmerInnen (Ski- und SnowboardlehrerInnen)
zur Verfügung.
Interessierte Personen ohne SkilehrerInnen-Ausbildung erhielten damit aber auch
erstmalig die Möglichkeit einer finanziellen Unterstützung, um die Basisausbildung zum
Skilehrer-Anwärter absolvieren zu können. Einige junge Menschen hatten dadurch die
Chance eine komplementäre Beschäftigung im Winter anzunehmen, wie das Beispiel
von MaurerInnen und BauarbeiterInnen zeigt, die im Frühjahr, Sommer und Herbst auf
Baustellen gearbeitet haben und im Winter Gästen des Bezirkes Schwaz kompetent beim
Lernen des Skifahrens unterstützten. 13 Skilehr-AnwärterInnen, 2 Dual-Ausbildungen
und 1 SkimonteurInnen-Ausbildung sind die ersten Bausteine dieser Kooperation.
Mehrere Skiischulen erhielten auch personenbezogene
Förderungen zur
raschen Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt des Bezirks. Auch im
Ausländerbeschäftigungsbereich konnte das AMS-Schwaz mehrere Skischulen in
personeller Hinsicht unterstützen.
Der aufbereitete Boden konnte gut bestellt werden und trägt wie die Ergebnisse zeigen,
gute Früchte, die beiden Partnern nur Vorteile bringen. Den Skischulen in der Vermittlung
von Arbeitskräften sowie in der Ausbildung von angehenden SkilehrerInnen, dem AMS
ein zusätzliches Instrument, Personen in den Arbeitsmarkt einzugliedern. Vorteile, von
denen gleichzeitig nicht nur beide Partner, sondern auch von Arbeitslosigkeit betroffene
AMS KundInnen und auch die Wirtschaft im Bezirk Schwaz profitieren können.
Die dabei gemachten guten Erfahrungen für eine Win-Win-Situation beider Partner,
die bereits jetzt erzielten Ergebnisse lassen, wenn beide Partner die bestehende
Kooperation ausbauen und gemeinsam weiterentwickeln auch Rückschlüsse für eine
erfolgreiche Zukunft zu.
snowsport tirol 49
we move. you smile.
Mit dem
Sunkid
Snow V
wird die
Schneebremse zum
Kinderspiel!
Unsere News
SNOW SNAKE
50 snowsport tirol
INDIVIDUELLE FIGUREN
INTERAKTIVER SKIKINDERGARTEN
sunkidworld.com
Sun Kid stellt mit dem Snow V ein neues Hilfsmittel für Skischulen vor.
Dank Snow V um
einen Tag schneller
auf der Piste.
Nach einer 2jährigen Entwicklungs- und Testphase gemeinsam
mit der Skischule Fiss-Ladis wurde die neue Schneebremse
Lernhilfe, der "Snow V" den Österreichischen Skischulen im
Rahmen einer Präsentation in Berta’s Kinderland vorgestellt. In
bekannt erfrischender Art und Weise erklärte Eva Stark den
Sinn und Zweck des Gerätes sowie die damit erzielten Erfolge.
Nasse Knie, einen steifen Rücken und teilweise Frustration bei Skilehrern und
Kindern?! Etwas überspitzt beschreibt es die Situation, die teilweise
immer noch trotz zahlreicher Hilfsmittel im Skikursunterricht
beim Erlernen der Schneebremse (= Pizzaschnitte) zu erleben ist.
Gemeinsam mit der Skischule Fiss-Ladis rund um Skischulleiter
Martin Stark und seinem Stellvertreter Christian Rietzler sowie
Eva Stark (die ja auch als Kinder-Ausbildungsleiterin im Tiroler
und Österreichischen Skischulverband fungiert) hat sich Sunkid
der Aufgabenstellung gestellt, ein technisches Hilfsmittel zur
Unterstützung beim Erlernen der Schneebremse für Klein und
Groß zu entwickeln. Prinzipiell geht es beim Snow V darum,
den Kindern die Bewegung zu vermitteln, die notwendig ist, um
eine Schneebremse auch auf der Piste erfolgreich anwenden zu
können. Gerade Kinder im Vorschulalter sind oftmals nur „mit
dem Körper“, aber nicht „mit dem Kopf“ bei der Sache. Was
natürlich in diesem Alter legitim ist. Für den jeweiligen Skilehrer
jedoch ziemliches Frustpotential mit sich birgt.
Zudem steht dieser oftmals auch unter einem gewissen
„Leistungsdruck“, weil die (zahlenden) Eltern natürlich auch
entsprechende Ergebnisse im Verlauf des Skikurses sehen
möchten.
Das Prinzip des Snow V beruht darauf, dass die Kinder mit
ihrer eigenen Ausrüstung das Gerät betreten und die Übung
durchführen können. Das bedeutet, dass keine Vorbereitungen/
Veränderungen an der Ausrüstung notwendig sind. Die
Kinder können einfach im Rahmen des Kurses zum Snow V
geführt werden. Dort stellen sie sich mit ihren Skiern auf zwei
Schienen und probieren diese unter Anleitung des Skilehrers
in die Stellung „Schneebremse“ zu drücken. Dabei werden
die Skier durch ein Schienensystem in eine V-Form gebracht
und gleichzeitig ermöglicht die Konstruktion zeitgleich das
Simulieren des „Aufkantens“.
Je nach Größe und Alter des Kindes kann es diesen
Bewegungsablauf entweder selbstständig durchführen oder
durch Mithilfe des Skilehrers, der mit Hilfe eines Hebels
unterstützend eingreifen kann. Im Idealfall steht der Snow V
direkt am Beginn des Übungshanges, damit die Kinder das
soeben „erlebte/erspürte“ Bewegungsmuster unmittelbar auf
der Piste umsetzen können.
Der Snow V wurde über die vergangene Wintersaison hinweg
in Berta’s Kinderland der Skischule Fiss-Ladis getestet und die
erzielten Erfolge übertreffen die Erwartungen bei weitem. „Die
Praxis hat gezeigt, dass die Kinder durch die Unterstützung des
Snow V um rund einen Tag früher aus dem Kinderland ins freie
Skigebiet „entlassen“ werden können“ stellt Eva Stark als Fazit
fest.
Mit großem Interesse verfolgten die Skischulleiter, und -lehrer die Präsentation des
Snow V durch Eva Stark
snowsport tirol 51
Der erworbene Plattfuß.
Primarius Dr. Robert Siorpaes
Bezirkskrankenhaus St. Johann in Tirol
Orthopädie und orthopädische Chirurgie
6380 St. Johann in Tirol
t: +43 5352 606 - 501
www..khsj.at
Es gibt eine nicht geringe Zahl von älteren Patienten, die plötzlich die Entwicklung
eines Plattfußes auf einer Seite bemerken.
Diese Patienten beschreiben, oft Jahre zuvor schon eine Schwellung mit Schmerzen
hinter dem Innenknöchel gehabt zu haben.
Das so genannte Längsgewölbe flachte vermehrt ab, der Vorfuß beginnt nach
Außen weg zu rutschen, alle Schuhe werden plötzlich viel schneller ausgetreten.
52 snowsport tirol
Was ist die Ursache dieser Beschwerden?
Die Innenseite des Fußes wird von einer ganz großen Sehne
(Tibialis posterior Sehne) gehalten. Diese Sehne degeneriert
aufgrund von Verletzungen, aber auch Alterungsprozessen und
dann verlängert sich diese Sehne und verliert ihre Funktion.
Begünstigenden Einfluss auf diese Sehnengeneration haben
Übergewicht aber auch Bluthochdruck, Zuckererkrankung oder
rheumatische Erkrankung.
Als erste Therapiemaßnahme erhalten die Patienten dann
Einlagen.
Diese Einlagen helfen anfänglich, aber der Fuß rutscht immer
mehr nach Innen.
Mit der zunehmenden Deformierung nehmen auch die
Schmerzen zu. Diese Füße bedürfen dann einer operativen
Versorgung.
Einseitiger Plattfuß
Bei einer Operation ersetzt man diese Sehne mit einer intakten
Sehne, die wir nicht mehr unbedingt brauchen.
Gleichzeitig verändert man die Stellung des Fersenbeines, so
dass die Achillessehne wieder eine andere Zugrichtung hat.
Diese Kombinationsoperation führt in fast allen Fällen zur
Beschwerdefreiheit.
Bei chronischen Fällen und bei Fällen, bei denen man den Fuß
nicht mehr in seine ursprüngliche Stellung zurück bringt, sind
dann Versteifungen am Mittelfuß notwendig.
Auch diese Operationen haben zwar eine lange Nachbehandlung,
aber führen immer zum Erfolg.
Fersenbeinverschiebung
snowsport tirol 53
Das neue
Pensionskonto.
Ab voraussichtlich Juni 2014 werden etappenweise alle Personen, die ab 1. Jänner 1955
geboren sind, in einer Mitteilung von ihrem zuständigen Pensionsversicherungsträger über die
Höhe des „Kontostandes“ im neuen Pensionskonto informiert. Damit wird eines der größten
Reformprojekte in der Sozialversicherung seit Jahrzehnten endgültig in die Praxis umgesetzt.
Was ist das neue Pensionskonto?
Das Pensionskonto ermöglicht eine individuelle Pensionsberechnung auf Basis einer einheitlichen
Rechtslage und zugleich eine Vorausberechnung der Pension, die Sie zu erwarten haben.
Welche Vorteile ergeben sich daraus?
Das neue Pensionskonto bietet eine Reihe von Vorteilen: Es ist einfach, transparent und sicher.
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Einfach: Das Pensionskonto ermöglicht für alle Versicherten eine verständliche
Pensionsberechnung auf der Basis einer einheitlichen Rechtslage.
Transparent: Jeder bzw. jede Versicherte kann vom Konto ablesen, wie hoch seine
bzw. ihre bisher erworbenen Pensionsansprüche sind. Der Stand des Pensionskontos
wird auch online abrufbar sein.
Sicher: Ein Eingriff in die bereits eingebuchte und endgültige Erstgutschrift ist nicht
möglich.
Wie erfolgt die Berechnung im Pensionskonto?
Kontoerstgutschrift:
Die Kontoerstgutschrift zum 1. Januar 2014 ist das „Startkapital“ in Ihrem Pensionskonto und
wird aus allen Versicherungszeiten und Beitragsgrundlagen berechnet, die Sie bis 31. Dezember
2013 in der österreichischen gesetzlichen Pensionsversicherung erworben haben.
54 snowsport tirol
Teilgutschrift:
Für jedes weitere Jahr ab 2014, in dem Sie Versicherungszeiten erwerben,
werden dem Pensionskonto 1,78 Prozent Ihrer Beitragsgrundlagen
(bis zur Höchstbeitragsgrundlage) als Teilgutschrift gutgeschrieben.
Beitragsgrundlagen gibt es für Erwerbstätigkeit, Kindererziehung,
Bezug von Arbeitslosengeld oder Krankengeld usw.
Gesamtgutschrift:
Die Gesamtgutschrift ist die Summe aller Gutschriften, also
der Kontoerstgutschrift und der jährlichen Teilgutschriften. Die
Gesamtgutschrift wird jedes Jahr aufgewertet, wobei sich die Aufwertung
nach der durchschnittlichen Entwicklung der Löhne und Gehälter richtet.
Die Gesamtgutschrift geteilt durch vierzehn ergibt Ihre monatliche
Alterspension. Dabei gilt der Grundsatz: Je später der Pensionsantritt,
desto höher die Pension. Wer nämlich vor dem Regelpensionsalter in
Pension geht, den erwarten Abschläge von bis zu 15,3 Prozent.
Müssen Sie noch etwas tun?
Dr. Christian Bernard
Die Pensionsversicherungsanstalt benötigt für die Umstellung auf das
neue Pensionskonto einen vollständig geklärten Versicherungsverlauf.
Aus diesem Grund wurden im heurigen Jahr bereits 150.000 TirolerInnen
angeschrieben, da deren Versicherungsverlauf noch ungeklärte Lücken
aufweist. Selbstverständlich können diese fehlenden Zeiten jederzeit
nachgemeldet und auch für die künftige Pension berücksichtigt
werden, doch spätestens ab dem 31. Dezember 2016 fallen bei einer
solchen nachträglichen Befüllung des Pensionskontos verschiedene
Schutzbestimmungen weg – und damit könnte die Pension in diesem Fall
später auch niedriger ausfallen. Die rasche Beantwortung der Schreiben
der Pensionsversicherungsanstalt ist daher zu empfehlen.
Direktor PVA Tirol
www.pva.at
snowsport tirol 55
Haftung des Skilehrers
im freien Skiraum.
Der Oberste Gerichtshof (OGH)1 hat sich jüngst wieder mit der Haftung eines Skilehrers für Verletzungen
eines Gastes auseinandergesetzt. Der Unfall ereignete sich im freien Skigelände, wo ein erhöhtes Risiko
herrscht und damit auch die Sorgfaltspflichten des Skilehrers besonders hoch sind.
1.
Was ist geschehen?
Eine (bereits geübte) Schülerin stürzte auf einer Abfahrt im freien Gelände (einer Rinne), die als nicht
besonders gefährlich und von der Schwierigkeit für das Können der Schülerin angemessen war. Infolge
des Sturzes kam sie ins Rutschen und hat sich in der Rutschphase verletzt.
Die Schülerin hat die Skischule auf Schadenersatz in Höhe von € 54.624,02 geklagt. Sie vertrat die
Auffassung, der Skilehrer hätte sie über die außergewöhnliche Rutsch- und Absturzgefahr aufklären und
warnen müssen.
Dem folgte der OGH jedoch nicht. Er führte aus, dass keine außergewöhnliche Gefahr bestanden und sich
bei dem Unfall lediglich das mit dem Skifahren im freien Gelände stets verbundene Risiko verwirklicht
habe. Daher hätten auch keine besonderen Aufklärungs- und Anleitungspflichten bestanden, und der
(geübten) Schülerin hätte die Abrutschgefahr im Falle eines Sturzes klar sein müssen.
Erfreulicherweise setzt der OGH den Aufklärungspflichten dort Grenzen, wo der „Hausverstand“ Platz
greifen sollte. Damit werden die Pflichten des Skilehrers nicht übermäßig überspannt.
Der OGH hat in dieser Entscheidung die von ihm in einer früheren Entscheidung aus den 90er Jahren
(07.04.1992, 4Ob524/92) entwickelten Grundsätze bestätigt und weiter konkretisiert.
2.
Allgemeine Grundsätze zum Skiunterricht
im freien Gelände
Beim Skiunterricht im freien Gelände hat der Skilehrer besonders auf Folgendes zu achten:
1
) OGH vom 24.07.2013, 9Ob38/13y
56 snowsport tirol
•
•
•
•
•
3.
eine überschaubare Gruppengröße
taugliche Ausrüstung der Skischüler
Auswahl der Abfahrten entsprechend dem
fahrerischen Können und der
gesundheitlichen Verfassung der Skischüler
keine Überforderung der Skischüler
Anleitung und Aufklärung über
alle sicherheitsrelevanten Umstände.
Schwierigkeitsgrad der gewählten Abfahrt
Die Schwierigkeit des gewählten Geländes darf nicht in einem
krassen Missverhältnis zum skifahrerischen Können der Schüler
stehen. Dabei hat sich der Skilehrer am schlechtesten Schüler
seiner Gruppe zu orientieren.
Zu berücksichtigen ist außerdem, dass der Schwierigkeitsgrad
einer Abfahrt nicht immer gleich ist, sondern wegen
unterschiedlicher
Witterungsverhältnisse
und
Schneeverhältnisse variieren kann. Eine Abfahrt kann trotz
guter allgemeiner Bedingungen in einzelnen Passagen
schwierige Verhältnisse aufweisen. Die Gesamtbeurteilung
der Schwierigkeit einer Abfahrt richtet sich immer nach ihrem
schwierigsten Teil.
4.
Besondere Aufklärungspflichten
Eine allgemeine Pflicht des Skilehrers, die Schüler am Beginn
jedes Skitags über alle Einzelheiten des zu befahrenden
Geländes zu informieren und ihnen so eine Möglichkeit zur
Beanstandung zu geben, gibt es nicht. Dies wäre für die Schüler
weder aufschlussreich noch zeitlich umsetzbar. Der Skilehrer hat
als Fachmann ohnehin bei der Auswahl der Abfahrten auf das
Können der Schüler Rücksicht zu nehmen und Überforderungen
zu vermeiden.
Auch für allgemeine, mit dem Skifahren im freien Gelände
üblicherweise verbundene Risiken, die ein Schüler selbst
erkennen kann, besteht keine Aufklärungspflicht des Skilehrers.
Dass etwa im Fall eines Sturzes im freien Gelände die Gefahr
des Abrutschens besteht, muss einem fortgeschrittenen Schüler
auch ohne Hinweis klar sein.
Dennoch empfiehlt es sich, eher über „zu viel“ aufzuklären als
über „zu wenig“. Letztlich muss immer ein Gericht im Einzelfall
beurteilen, worüber der Skilehrer seine Schüler aufklären hätte
müssen und worüber nicht.
5.
Fazit
Der Skilehrer darf seine Schüler bei der Wahl der Abfahrten nicht
überfordern. Er muss Sie anleiten und auf besondere Umstände
hinweisen, jedoch hat er nicht für Unfälle einzustehen, bei
denen sich lediglich das mit dem Skifahren im freien Gelände
stets verbundene Risiko verwirklicht hat. Für Risiken, die
offensichtlich sind und die der jeweilige Skischüler selbst
erkennen müsste, besteht keine Aufklärungspflicht.
Dennoch sollte ein Skilehrer seine Pflichten nicht auf die leichte
Schulter nehmen und eher umfassend anleiten und aufklären.
Dr. Georg Huber, LL.M.
Rechtsanwallt
Mag. Fabian Bösch, B.A.
Rechtsanwaltsanwärter
Greiter Pegger Kofler & Partner
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snowsport tirol 57
Snowsport Card
Mehrwert - Mitgliedschaft TSLV
Viele Aufgaben, die der Tiroler Skilehrerverband wahrzunehmen hat, sind gesetzlich vorgeschrieben.
Darüber hinaus bieten wir unseren Mitgliedern eine Reihe von Vorteilen:
Schadenersatz- und Strafrechtschutz-Versicherung:
Deckungsumfang:
•
Spezial-Straf-Rechtsschutz inkl. Verkehrsrisiko mit Versicherungssumme EUR 300.000,-•
Schadenersatz-Rechtsschutz mit Versicherungssumme EUR 100.000,--
Der Deckungsumfang der
Straf-Rechtschutz-Versicherung bietet einen umfassenden
Versicherungsschutz im Rahmen der Tätigkeiten von Skischulen und jeder Lehrkraft und
Kinderbetreuungsperson in einem strafrechtlichen Verfahren.
Versicherte Kosten: Verfahrenskosten sowie angemessene Kosten des Rechtsanwaltes Kosten für
Firmenstellungnahme, Zeugenbeistandskosten anwaltliche Beistandsleistung bei staatsanwaltlicher
Diversion Reisekosten der versicherten Person angemessene Kosten von Sachverständigengutachten
zur Unterstützung der Verteidigung Übersetzungs- und Dolmetscherkosten Strafkaution bis 50 % der
Versicherungssumme (zinsloses Darlehen mit Rückzahlungsverpflichtung)
Die Schadenersatz-Rechtschutz-Versicherung bietet für alle TSLV-Mitglieder einen SchadenersatzRechtsschutz. Der Deckungsumfang bezieht sich auf die Durchsetzung von Schadenersatzansprüchen
im Zusammenhang mit dem versicherten Risiko aufgrund gesetzlicher Haftpflichtbestimmungen
privatrechtlichen Inhaltes wegen eines erlittenen Personen-, Sach- oder Vermögensschadens.
Wertigkeit dieser Versicherungen:
•
Skischulen: Eine gleichartige Schadenersatz- und Strafrechtsschutz für eine Schischule mit
ca. 50 Beschäftigten würde ca. € 2.000,-- kosten.
•
Lehrkräfte/Kinderbetreuungspersonen: Eine gleichartige Schadenersatz- und
Strafrechtschutzversicherung würde pro Person ca. € 30,00 bis € 50,00 kosten.
Resümee:
Dieser in den Mitgliedsbeitrag inkludierte Versicherungsschutz hat einen
erheblichen monitären Wert für jedes Mitglied.
Weitere Vorteile als Mitglied des Tiroler Skilehrerverbandes finden Sie unter:
www.snowsporttirol.at / Service / Snowsportcard
58 snowsport tirol
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HERVIS SPORTS TIROL BEDANKT SICH BEIM TIROLER SKILEHRERVERBAND, INSBESONDERE BEI ALLEN SCHNEESPORTLEHRER UND SCHNEESPORTLEHRERINNEN FÜR DIE GUTE ZUSAMMENARBEIT IN DER SAISON 2013/2014.
Wir wünschen Ihnen einen schönen Sommer und freuen uns auf eine weitere erfolgreiche Saison 2014/2015.
Mit freundlichen Grüßen,
Hammerer Walter und Gruber Markus, Hervis Sports Tirol
www.hervis.at
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