Jeder einzelne leis`eseinen Beitrag!

Transcription

Jeder einzelne leis`eseinen Beitrag!
Für dle W.issensmaff. tlie dem Sozialismus dientr
UNI
RS ITATSZEITUNG
ORGAN DER:S!D-PARTE,ILEITUNG
DER I<ARl- MARX- UNIVERSJ.'IAT
"
, , Preis: 15 ,PI
\
LEIPZIG, 2, NOVEMBER 1960
4, JAHRGANG ZNr, 45
"
Vor ~ dem großen ,Fest
(Seite ~
• Des Teufels Gehirn
,
(SeiftJ)
"
Die Träume der-besten Wissenschaftler
und Hoch'schullehrer wurden wahr
Z~m 150jährigen Bestehen der Humboldt-Universität Berlin
,
Wissenschaftler
beantworteten am
tVergangenen
Mittwoch
Grundfragen
der weiteren Entwicklung des wissenschaftlichen Nachwuchses.
Nationalpreisträger
Prof
Dr.
Arthur
Lösche (unser Bild)
sprach zum Problem
der Gemeinschaftsarbeit bei Promotionen
und
Habilitationen,
die auf dem 'Gebiet
der Physik unbedingt
erforderlich sei, .' um
schneller zu Ergebnis-Sen zu kommen.
.
.
.
.
P.rofessorenund Assistenten sprachen, im "Haus I!..eipzig"-über Grundfragen der :Entwicklung des
wissenschaftlichen Nachwuclises
kurz schildern, wie wir versucht haben das
Gedankengut der sozlalistlschen GemeinschaftsarbeJt aufzugreifen und In die Tat umzusetzen,
Vor uns stand die Aufgabe, den Einfluß der '
chemischen B'indung auf dle charakteristischen
RöntgenSpektren 'verschiedener Elemente ~u
untersuchen, Da zu is t eine größere ApparatUr notwendig, die wir In der Zeit von 1957
bill 1959 konstruiert und In der InstltutBwer!<statt gebaut haben, Schon diese Jahre fOh~ten
zu einer engen Verbindung zwischen dem
Werkstattleiter, einem zweiten F'el nh'lechan!ker und mir, erst rech t aber die darauf fol,genden Monate, In denen es galt, die Apparatur einzufahren und verschiedene Kinderkrankheiten der Art.lage gemeinsam zu überwinden,
Als Im tterbst vorigen Jahres ein neu eingestellter Assistent und e,ln sowjetisch er
Diplomand auf röntgenspektrosk6plsehem Gebiet arbelten wollten, waren wir so wsit, Offiziell eine Forschungsgemeinschaft tu gründen"
InZWisch1!n haben sich noch drei deutsche
Diplomanden unserem Kollektiv , a,n geschlos, .sen, Als erstes haben wir einen Arbeitsplan
aufgestellt mit Terminen für ZwiSchenergebnisse und Veröffentlichungen und mi t Festlegung der Verantwortllchl<elt, Wöchentlich
, ftndl:m Aussprachen über alle auftretenden
fachlich en Probleme statt. Konzeptionen für
zu begi nnende Arbeiten, erreichte Ergebnisse
und abgeschlossene Arbeiten sprechen wir in
der ForSchungsgemeinschaft durch,
Die Teilnahme der tcchnlschen Krälle am
gemeinsamen Beralen und Arbeiten hat sich
als eine große Hilfe fü r uns Wissenschaftler
erwiesen, Auf der anderen Seite k önnen wir
' WisSenschafller feststellen, da ß das lnt81:esse
unserer bel den Mechaniker an der Forschu!ll!sarbeit immer stärker \"ird; es he~t'sch~ letzt
• eine persönlich e VerantwortlIchkett fur, die
gepla.nte Bereitstellung und - wenn ,nötig kurzfristi ge REparatu r der von uns f(e1:lraUchten Instrumente und Gerilte vor,
, "
Selbstverständlich sprech,e n w.ir auch ube'
weltanschauliche' Probleme, beSonders gUns t l~
wirkt sich hi erbei die Tatsache aus, daß em
Sowjetbürger der Forschungsgemeinschaft a11-
gehört, Wir berichten über Studienreisen,
Tagungsbesuche ,sowie über Auslandsreisen
vo n Mitgliedern der Gemeinschaft, wobei wir
zu letzterem ' auch die FamJlienangehörig~n
einladen, Die Forschungsgemeinschaft unterstutzt Ihre Mitglieder in der Qualifizierung, so
einen Mechaniker bei seinem IngenieurfernstUdium und die Diplomand en bel der Vorbereitung auf die Diplomprü!ung,
,
Besonders wesentlich erscheint uns die Verbindung mit der sozia li ~ tl sche n PraXis und mit
anderen wissenschaftlichen Ei nrichtungen, Da
wir unsere Forschungsvorhaben Im R~hmen
eines Forschungsverlrages mit den Leunawerken "Walter 1Ilbrlcht" durchfUhren, besteht
ein enger Kontakt mit Wissenschaftlern und
Arbeitern dieses Betriebes, Wir haben uns
dabei zu bestimm ten Röntgenuntersuchungen
an verschiedenen Katalysatoren verpflichtet,
wobei die Experimente jleme insam geplant
wurden und auch gemeinsam dislmtiert werden sollen, Oie Leuna-Werke helfen uns bei
der Material- und Li teraturbeschafrunjl! und
ni cht zuletzt durch finanzielle MitteL
Wir ha,ben ferner Verbindungen mit In8tiluten die außer.balb der DDR auf ähnlichem
Geble. forschen, Den Kontal<t mit einem Moskauer Akadem ieinstitut woll en wir durch eine
Stlldierlreise von vier Mitgliedern der IforschungSgemeinschaft In die Sow jetunion vertiefen, Wir haben die Absicht, bel dieser Gelegenh eit mit den sowjetisCli en Wissenschaftlern auch MÖjllichkelten zu we~teren Studienaufenthalt en, Auslandsaspiran turen, Austausch
von Assistenten und dergleichen zu di skutieren,
Ich wollte mit di eser meiner letzten Bemerkung noch einmal betonen , daß wir den Sinn
unserer Forschungsgemeinschaft nicht nur
darin sehen die Wissenschaft auf einen bestimm ten F~chgeb let schneller voranzutreiben,
sondern auch darin, zu einer besseren EntWIcklung des Wissenschaftlichen Nachwuchses beiwtra;ten und die Ausdehnung von neuen, 90zhJ; Atlschen BeZiehungen im Verhältn is der
Menschen zueinander zu för dern,
(Schluß des Protokolls in UZ Nr, 45)
J
,
I
I
die Wissenschaft und die Wiss~nschaft­ sere täglichen Pflichten, vorbildlich ' erler in die Atomktiegsvorbereitunllen füllen,
einzubllziehen" ,
'
Gen~se H a n d e 1 -erklärte in "SeInem Schlul1..wort, daß wir mit der EntDr, N a gy 'erläuterte eingebend das
Abrüstungsprogramm unserer Regie~ wicklung fles' ~is ensch!jlftlichen Nachrung für Deutschland als Manifestation wuchses den Circulus vitios us durchdes einZig rechtmäßigen, deutsch en brechen müssen, der auf Grund des
großen Bedarfs an Wissenscbaftlern im
Staates und als wi rksames Instrument
zur Lösung der nationalen Frage in Sozialismus noch besteht. Er charaJ<leriDeutschland, und Dr, ,P 0 e'g g e'l wies sierte i n diesem Zusammenhang di"
nach, daß der Bonner Staat eine kleri- Qualifizi erung der wissensch aftlichen
kal-militaristische Diktatur ist, sichtbar Nachwuchskader als objektive Gesetzdaran, daß eine Handvoll kr~egsintere5- mäßigk eit beim &ieg des Sozialismus
sierter Konzerne den Staat beherrscfi en und als Ausdruck der übereinstimmung
und Minister, Generale und Richter die- von persönlich en und gesellschaftlich en
ses Staates aktive NaZis sind sowie da ß In teressen, Die Erfüllung der Ziele für
jetzt die Atomrüstung mit , der Denk- Promotion en und Habilitationen beschrift , der Banner Generale in ein ent- zeich nete Genosse Handel als Staatsplanposition Nummer 1 an den Universcheidendes Stadium getreten ist.
Im ' Anschluß ' daran bob ' Prof, Dl', si täten, und er fordert, diese Aufgabe
durch qualifizi ertere Plan un g und stärM art i n I der kür;ilich die Gelegenheit
hatte, mit Wissenschaftlern der Mar,bur- kere Nutzung der sozialistischen Geger; Universität zu sprechen, hervor, daß meinschaftsarbeit zu ~ö se n, Durch die
es ni~ht zuletzt ' die :Aufgabe des Wis- ständige Kläning ,d\lr fSrundflagen wJersenschaftlers sei" entschiedener gegen den große Triebkräfte für hühe wissendiese', ' Gefahren aufzutreten und den ' schaftliche Leistungen freigesetzt, Er
;,Kinderschreck , Kommunismus" ad ab- rief dazu auf, jeder einzelne möge die
programlYjatische .Erklärung d,es Staatssurdum zu führen,
Prof, Dr, H 'a r i g betont"" daß ,wir den rates :/turn Leitfaden seines Ha ndeins
Kampf ' um die SicherUng des 'Fried ens machen und 'seinen pers~nlj chen Beiam besten unterstützen, .indem wi r m:t trag leisten tür 'die Stärk!.mg unserer
besten Kräften am Aufbau des Sozia- Republik, im 'Kampf für ~Ee Abrüstung,
lismus in der ' DDR mitwiriten und , un- und die Beseitig4ng der , Militaristen.
Im .Neuen Rathaus Wil'd gegenwär- ' Stelle ein repräsentatives Universitätsgebä'ij,de zu ,er,r ichten, 1md darin
'tig eine A.'usstelbng mit ' einer Reihe
die. Philosop~is che Fakultät unterzu'von PrOjekten über ' den weiteren
br.ingen, baten wir, hervormgende
Aufbau unserer' Stadt gezeigt. 'Unter
Wissenschaft ler der Phi losophischen
anderem ' sehen wir- vier Entwürfe
Fakult ät um ihre ,Meinung,
für die J Neitgestaltung des " Kal'lDer ' Dekan de,r Fakultät, " Prof.
Marx-Platzes, Darin/ ist auf dem Gelände der 'alten Umiversität der Auf~ Dr, Walther Martin, äußerte dazu:
Die ' Baukommission des, Senats der
bau eines' großen ' modernen" Univer~
beschäftigte
sitätsgeöäudes vorgesehen: ein Ge- Karl-Marx-Universität
bäude für, die zentralen Universitäts- sich im Monat Oktober mit den Plästellen und' die Philosophische Fakul- nen, die die Errichtung eines großen
tät dessen architektonische Gestal- Universität~gebäudes ,am Kar l-MaJ.'xtu,ig im einzelnen ' noch zur, Debatte Platz betreffen, - Die bisherige Verteilung ' der Inst itute der Philosöplii'ste'ht. ' ,
schen Fakultät aJUf die vei'schdedenI ' Zu ' diesem ,Vorschlag, - an zentraler
I
ERN EN NUN GEN VND :BERU:Fo\lJN'~:EN
für das Hoch- und mie_', und Mathemati~un~er1',!chts an
D er staatssekretär
b . _0
Dr phil habil I Frledrlch , Donath
Fachschulwesen erl""
,
" ,
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ch' b ' M
hil Karl Deutsch an die Karl- zum Dozenten fur das J!1a ge, let e_
D
r. Pu .' rSI'tät und ernannte ihn thodik des Geschichtsunternchts an
M arx- mve
,
,
h ' ch' ' F"'kult"t
zum Protessor mit vollem Lebrauf- d!!r, P~l~OSOP ,l,S ,ep.' "
3: '
trag für Biologische Gebiete der Elek~
Der Rektor ernannt~~ v ' .
A
m ' kroskopie an der MathemaProf, em, Dr. Dr. n(ili1rtC~ rcu~~o~e~a~urwissenschaftlichen Fakul- Iarius im Einvernehl'I,len rrut dem
~,s Staatssekretäriat für das Hoch- und
tat ' :t hin wurden ernannt:
"
kt 01'
Fachschulwesen
zum komm,' D'ire,
~~~.erDr. rer. nato habil. Werner des In~tit\lts für 'l'ier2)u~~ und T~e:­
'Renneberg zum Professo: mit vo~lem ernäbmng an, der Vetermarmedi~m­
L.ehrauftra,g ,für Metl1GcU.k des elle- 'Sehen F~ultät. , ,
, !
8
1'
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."
( .•
*
Jeder einzelne leis'eseinen Beitrag!
' Etwa 300 Nachwuchswissenschaftler
Waren am ver.l!'angenen Mittwoch
e iner Einladung des Prorektörrats für
den wissenschaftlichim "Nachwuchs
und der Universitäts-Gewerkschaftsleitung zu, einem Forum über Grund- ,
probleme der Nachwuchsentwicklung
gefolgt." Im Präsidium hatten u. a,
Platz ' genommen: Prof. Dr. Dr.
Ger t I er, der in seinem einführenden Beitrag die Hanptprobleme der
Entwicklung des wissenschaftlichen
Nachwuchses umriß, Nationalpreisträger Prof. Dr. Lös ehe, Prof. Dr.
M.a r tin, Dekan der Philosophischen Fakultät, Prof. Dr. Ha r i g,
Dekan der Mathematisch-Naturwis.
senscha.ftlichen Fakultät, 'Prof. Dr.
U.ebermJuth ~ Verdienter Arzt des
,:Volkes, und ProfI Dr. Wer ne 1', des
weiteren Genosse Ha n deI, Stellvertreter des Ers't en Sekretärs der
'UPL, und Genosse W äse h, ~tell­
yertretender Vorsitzender der UGL.
: Auf dem Forum konnten Professoren und NachwuchsWlssenschaftler
;Erfahrungen in der planmäßigen
.Qualifizierung wissenschaftlicher Kader und in deI" Gemeinsd1aftsaI'beit
bei Promotionen und Habilitationen
vermitteln, und vor allem wurde die
große Bedeutung des wissenschaftlichen Nachwuchses .für die Erfüllung
des Siebenja'hrplanes und dae Lösung
der brennenden politischen Probleme
in Deutschland deutlich sichtbar,
, Prof, Wer n erwies '- eine Fra&e
von Assistent Zimmermann vom InstLtut für Pädagogik beantwortend - am
Bllispiel des Instituts für allgemeine
Geschicht e nach, daß durch die Fest~
legung von Forschungsschwel'punkten
die Diskrepanz zwischen Forschung,
Lehre und Promotionen bzw, Habilitationen weitestgehend überwunden werden konnte, und Prof: Dr, J' o s w 1 g
belegte, daß in der WIrtscbaftswlSsen~
schaft durch die ZusammenarbeIt, mit
Praktikern die Zeit für die BearbeItung
'eines 'Promotibnsthemas bis auf die
Hiilfte verkürzt werd,en konnte,
,
Ausführlich 'beantwortete Dr, HeIm ert eine ETage nach der 'RoI:le der an
den westdeutschen Universit~t.en wie- ,
dererstandenen Arbeitsgememschaften "
tür Webrkunde, die die Aufgabe baben,
•
, In der DDR", sagte Walter Vlbricht dium für ,den Sozialismus al'beiten:
" auf dem Festakt zum 15, .Jahres"Der Sieg des Sozialismus", sagte
tag der Wiedereröffnuni( der F.riedWalter Vlbricht 'in Jena: "isJ "die
rich-8chiller-Universität Jena, "wird Voraussetzung, um einen 'grundalles Große.. Schöne und Wahre, wird
legenden ' Umschwung zu Frieden,
das humanistische Schaffen der groc
Humanismu,s und Demokra,tie in
ßen Wissenschaftler unserer Ge- Westdeutschland und damit die Beschichte geachtet und geehrt, Wir ,dingungen für , di'e Wiedervereini~
fördern Wissenschaft und Kultur gung Deutschlands zu erreichen," ,
mit allen Kräften, weil wir danach
Und nur der kann den humartististreben, ein schöneres und reicheres
schen Iilealen , treu bleiben, ~ann für
Leben aufzubauen,"
den Frieden, den F.ortschritt und
So wird denn' auch die Feier zum die , Nation wirken, der ,der Wissen, 150jährigen Bestehen unserer Schwe!s,clW.ft in der ' Deutschen Demokra~
ster-Universität in Berlin, die den tischen Republik ,d ient, ihr mit seinen
Namen der Gebrüder Humboldti besten Kräften und Fähiglfeiten zu
trägt. ganz im Sinne ihrer Gründel'
höchstem Ansehen verhilft,
begangen werden, Wilhelm von
Humbold,t wollte die ' Berliner UniDas 'Jubiläum der Bediner Univerversität zu einem Zentmm humani, sität steht völlig, im Zeichen 'regen
stischer und freier , Wissenschaft
Wissenschaftlichen Leben's, Einige
machen, zu einem Sammelpwnkt der
der ' Höh'e punkte' sind' das ihternati'oprogressiven und patriotischen Kräfte
nale Symposiu'm über " "PhilQ&odes Landes, und sie sollte nach seiphiscl)e Probleme der ' Medizin und :
nen Vorsteilungen eine Universität Biologie'" 'und ein ' inte.rhatiQn$.les
des Volkes sein, Aber zu seinel: Studentenseminql'"
HerVOll'ag~ntl~
Zeit, im fortschrittsfeindlicl~en und
W,ssenschaftter . au~' aller Welt hapi!n
volksfeindlichen preu'ßischen ' Staat,
ihre Teilnahme an den FeierliChkonnten diese hohen humanistiscllen
zug~sagt. ' PUblikatioQen er\<eiten
Ideale ebensowenig , Wlpklichkeit
sC[leinen , zu ' Ehi'en des Jubiläums
werden wie ' in der ' Zeit des Auf-' Und. Wis~enscha~tler wie Studenten
Schwungs des Kapitalismus und im
n~~men, :~ich vor, zur , Ehre , ihrer
Impehalismus, " Fbrti;chiittlii?he ' Be-' Umversltat und :ZUJTh R~QJne, unserer'
wegungen wurden ' unterdrückt, oel' llepuplik noch .!iöhereS'., noch J,'lessefreien schöpferischen Entwicläung res zu leisten, '
der Wissenschaft Wurden Sllhrap.!uln
" Wir, ,di-e 'Ang~höJj~en ~ der ~arl~
gesetzt und Wissertsch'af und Volk , "Marl1~Un1VerSltät, denken da~!!l z.u~
wurden voneinander ferngehaltkii,
r ück al'l die 'r,age der , 55D-Jahr'Feier
Und wie das gesamte deutsche huuQserer ' Alma mater im 'vergangenen
manistische Geistesleben, SO erlebte
J.ahr ' mit ihte,n politiSchen, wissenauch die Berliner Universität , im
schaftlichen und kulturellen Höhe-'
Faschismus den ,t iefsten Stand ihrer punkten' und" wünschen der ,BerÜnel"
Entwicklung,
Humboldt-Urliversität den ' gleichen
Der Geist Humboldts, die for,tgrößen: Erfolg, An unserem diesjähschrittlichen Ideen des ersten Re!t- , rigen Tag der Uni'Versität legen auch
tors der Berliner Universität. o!ohann
wir , Wieder ' :allei, ', ,We)t ' sichtbar
Gottlieb Fichte, und die Träume der
Zeugnis ab vom hohen Entwicl~­
besten Wissenschaftler und ' Hoch~ungsstand , der , W.issenschflft.im Soschullebrer der Universität wurden
zialismus, Und wir werden weiter~
erst Wirklichkeit, als das deutsche
hin an ,der 'Seite unserer SchwesterVolk sein Schicksal 'in die eigenen
Universität ,mit besten Kräften um
Hände zu nehmen begann, Und der
hohe Leistungen in Forschung, ,Lehre
Sozialismus in unserer Repu1:ilik
jl.nd Studium für den :;;ieg des Soziaführt die besten Traditionen der
lismus ringen, So würdigen ,wir ,2,UBerliner Universität zu höchster
gleich am besten< die , großen ,fortBlüte,
schrittlichen Traditionen,
sten T eile der Stadt würde damit ein
Ende finden ; denn in 'dem , neuen
großen Gebäude bzw, Gebäudek<lmplex würden sie neben d em Rekto' r<!;t und der Verwa.\tung alle Platz
finden, Das wäre nicht nur verwaltungsmäßig, sondern auch im Sinn
einer engeren wissenschaftlichen Zusa.mmenar beit der zahlreichen F'tachrichtungen d er Phi~'o~ophis'chen Fakultät ei n groß er Fortschritt. - Wir
dürfen hoffen, daß dieses bohe Zie.]
zum Nutzen und zur Befriedigung
aller erreicht wi~,
Wir sprachen mit Prof. Dr, J ol'..mnes Schubert, Direktor des Osta&iatischen Ins'tituls
' W1d VOl1Sitzender
,
.
, r
* und Studenten
D ie Wissenschaftler
'der Humboldt-Universität sind im
Sinne der großen Geister tätig: die
an ihrer Universität wirkten, indem
sie mit ihren Mitteln, durch bestE;
Ergebnisse in Wissenscha'ft und Stu~
des Fachrichotungsrates für A&ienund Afrikawissenschaften, der' ?;um
Ausdruck brachte: Eine Zusammenfassung der Institute der 'Pbilosophischen Fakultät in ein'e m ,repräsentativen Gebäude ist nur . zu begrüBen,
solch eine Konzentrierung ist ' sehr
günstig ' und , dringend notwen'dlg,
Dieser Vorschl3Jg WJ.l'd an ' unser,er
FaIrultät a.Ugemeine ' ~timmung
finden,
,
" '
Und Prof, D.r, Klaus ZweiIlng, Direktor des Instituts fül' Phil9s0phie,
antwortete auf unsere 'F rage: Da 'd ie
Fachlüchtungen ,<jer Philosbphi~chen
Fakultät mrumigfache 13eziehungen
untereinander haben, würde , :siCh ,
ein,e. Unterbringung ' der PhilOilOp'h'i~
schen F1akultät in ei,nem Gebäude
sehr günstig ausw~rken, Er erwähnte
u, a, die MöglichkeH, hier eine , ze,n trale Bibliothek der Fakultät einzurichten, Ein repräsentatives Universitätsgebäude als Neubau gegenüber
der nellen Oper, sagte
Weiter,
müsse dem zentralen Karl-MarxPlatz ein würdig~s, modemes ; Gesicht geben, entsprechend der neuen
Zeit; und m.üsse dem St3Jdt~eht.rÜm
Schönheit und Gewicht verreiben,
Die
architektonische ' Gestaltung
müsse ' , deshalb ,eiriheitlich 'urid
2lweckmäßi.g sElin.
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Das -Jubiläum der' Berlinel' HUm, boldt-Universität ,wird " dazu -beitragen, , daß allen MensChen in
D'eutschland, ' allen Wissenschaftlern
ul?:d St~denten, insbesondere, ,immer
stärker einleuchtet, daß hier in der
Peutschen Demokratischen Repubiik '
die ,Heimstatt der ldeafe der großen
Wissenschaftler der ,Vergjingenheit
uQ,d ' die Heimstatt , der , Ideen des
FrIedens, des , Fortschritts' .und a.
!Menschlichkeit ist. "
",
'
er
I
'
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*
Dagegen zeugt der Druck: den der
, Adenauer,-Staat auf die 'westdeutschen Wissenschaftler ausübt,
die an den Feierlichkeiten- in den
nächsten Tagen, in Berlin teilnehinen
wollen, davon, daß ' den j'Ailitaristen in Bonn die Wissenschaft
ünd der Wissenschaftler nichts gilt,
wenn sie sie 'nicht ibren verbrecheris!!hen Zie,l en diel)stbar machen
können, Hier ,werden' sie ' zur' 'leeren
Pllras~, solche Begri{fe wie "akademische Frei:heit", "ehrwurdige ,Traditionen", oder der" LeitspruCh der
sogenannten '"Freien" t:rnivel'sität ' in
Berlin-Dahlem: ' ;,Veritas, :Justitia;
Libertas" (Wahrheit, Gerechtigkeit,
Freiheit), ' Unter den Fesse1n ' des
Militarismus kann es keine Freiheit
geben, keine Pflege ' humanistischer
Traditionen, kein Gedeihen 'echter
Wissenschaft, Desha~b bedrohte aUch
schon vor Monaten der ' "Rheillisplie'
Me~kur" die WissensChaftl'e r tpit'
Repressalien, die an der 150-JahllFeiet teilzunehmen beabsichtlg:IiIl,;
das I!ei .ein Verstoß gege'n die 'J,fteiheitlich - demOKratische
Grundord":
nung"; "sagte er, DOch Freiheit , für
die Wissenschaft , kann es nur' dbrt
geben, wO- der, Toqfeind jegliche~"
wahrer un'd friedlicher Wissensclu~'ft,
der Milital:ismus und_seine 'Wurzeln,
ausg,erottet sind,
- ,
"
Gemeinsdtailsarbeil- Stblüssel zum Eriolg
Aus der Aussprache auf dem Forum über Grundprobleme des wissenschaftlichen Nachwuchses
Wie WIr bereIts auf Seite 1 benchteten beantworteten auf emem Forum am MIttwoch dem 26 Oktober
1960 namhafte WIssenschaftler der
Karl-Marx-UnIVersl ta t Fragen von
Angehorlgen des wIssenschaftlIchen
Nachwuchses
Auf die Frage nach den Moghchkelten oer Planung der wIssenschafthchen speZIell der ForschungsarbeIt,
In VerbIOdung mIt der EntWIcklung
des WIssenschaftlIchen Nachwuchses
antwortete Prof Dr Ernst Wer n e r
AnschaulIch zeIgte er den Zusammen_
Kursus "BiblIothekswesen"
des Zentralen Bildungszentrums
DIe UnIverSItätsbIblIothek bIttet
uns rrutzuteIlen, daß der Kursus
,TJtelaufnahme 10 der ReIhe BIblIOthekswesen en tfallt Dafur finden
funf Je zwelstund lge AnleItungen fur
TItelaufnahme statt, die In erster
LInIe fut Kollegen gedacht SInd dIe
noch uber wenIg KenntnIsse ,n TItelaufnahme verfugen
Begmn am 14 NO\ember 1960,
16 Uhr, weItere Termme nach VereInbarung DIe LeItung '"bermmmt
Kollegm Paasche Meldungen sind
bItte bIS zum 10 November 1960 an
Kollegm Paasche zu rIch ten 3 08 23,
App 26 oder 3 24 31 App 26
Das neue Kräfteverhältnis
seqt sich durch
In emem Forum an der Ktnderkltmk am 28 10 1960, an dem u a
Prof Dr Arzmger und Prof Brultn
tellnahmen w,"s Prof Dr Arzlnger
auf eme Frage nach dem Absttmmungsmodus m der UNO und dt.
Zusammensetzung des Slcherhettsrates überzeugend nach daß dle Zusammensetzung der obersten Grem,en der UNO m ketner We,se mehr
den realen Gegebenheiten entsprechen und d,e Verltnderungen im
Weltmaßstab se,t 1945 nicht widerspwgeln
Dabe, werden lIOch nicht etnmal
dte Festlegungen von 1945 eingehalten Der Volksrepublik China neben
der UdSSR den USA England und
Frankreteh etnes der fünf stand'gen
Mttglteder des S,cherheitsrates, wlrd
d,e Ausubung d,eses Rechts vorenthalten und thre T eilnahme an der
A Tbe,t der UNO w1rd verhindert
Aber ohne d,e M,tw,rkung Volks • •
- -eh.nas smd dte w,cht1asten Inter- "
nattOnalen Probleme mcht zu llisen;
hang ZWIschen bel den Problemen an
Hand der von Ihm geleIteten AbteIlung allgemeIne GeschIchte des Mlttela,lters des InstItuts fur allgemeIne
GeschIchte DIe AbteIlung hat SIch mn
zentrales Forschungsthema fur die
nachsten Jahre gestellt welches auch
abgesehen von überblIcksvorlesungen Im MIttelpunkt der Lehrveran
staUungen (SpezIalsemmare) steht
DIe emzelnen GebIete wurden The_
men fu· DIssertatIOnen bzw HabIlIDIe mdlvlduellen
tatIOnsschrIften
P erspektJvplane der Nachwuchs~s
senschaftIer erwuchsen aus dem Perspektivplan des Instituts und den
Aufgaben der Abtellung DIe sorgfaltige Abstimmung von Forschung,
L ehre und QuAllfluerung ermöghchte
auch genaue TermIne festzulegen,
ohne die eIDe Planung nicht möglich
1St
Die bIsherigen Erfahrungen beweIsen daß die personlichen Fahlgkelten
Im KollektIV wachsen über zentrale
F~agen. WIe zu m BeIspIel nach dem
Verhältnis von Basis und überbau,
werden von der AbteIlung KolloqUIen
durchgefUhrt D,e gemeInsamen DISkUSSIOnen helfen dem eInzelnen SIch
die theoretischen Kenntmsse des Mar_
xlsmus-Lenmlsmus besser anzueIg_
nen
Durch dIe Elnbezlehung guter Studenten In die Erforschung bestimmter Probleme Ist es .gIeIchzeItIg möglich dIe Kader zu planen Des Weiteren SInd In die Planung auch AuslandsaUfenthalte embezogen
Der Schlüssel fur eine rasche QualifizIerung des wissenschaftlichen
Nadlwuchses. sagte Prof Dr Werner
Ist dre Gemelnschaftsarbe.t und dIe
genaue Abstimmung mit Forschung
und Lehr.,
*
Nationalprelstrager
Prof
Dr
Los c h e antwortete auf dIe Frage
nach der Gememschaitsarbelt bel der
Quahflzlerung des WIssenschaftlIchen
Nachwuchses Er wandte SIch dagegen. die durch die Promotlonsordnung vorgeschriebene formelle Erklarung. dIe Arbei t allem ohne
fIemde HIlfe durchgefuhrt zu haben.
gegen die GemclOschaftsarbeIt ins
Feld zu führen In den NaturWlssen.
scharten besteht heute direkt eUI
Zwang. die Gememschaitsarb~lt m
vIel stärkerem Maße zu entWIckeln
In der PhYSIk z. B erfordern die gewaltigen und kompliuerten Appara-
turen, daß mehrere Krafte an Ihnen
emgesetzt werden Anders 1st auch
eIDe zweckmaßlge Auslastung d er
EIDrIchtungen nIcht mogiIch D,e
heute VOr uns stehenden Forschungskomplexe kannen von emzclnen mcht
bewalt.gl werden. Zugleich b.etet dIe
Gemelnschaftsarbelt v.el groflere
Moghchke.ten, Fehler .n der Arbmt
zu vermelden
PlOf DI Losche schlug vor d en
P assus der PromotIOnsordnung aufzuheben nach dem keme VeroffentIIchungen VOn TellergebOlssen beI
P romotIonen und HabIlItatIOnen mog_
lIch sind Er betonte dIe NotwendIgkeIt der schnellen Veroffentilchung
der Ergebmsse der WIssenschaftlIchen
ArbeIt Dies Ist auch schon deshalb
notwendig da heu te m der Welt
manchmal Tausende und Zehntausende WIssenschaftler an emern.Komplex arbeIten und d,e bestehende
Regelung emen Nachwuchswlssen5chaftler um dIe Anerkennung der
ArbeIt bnngen kann wenn ihm em
anderer zuvorkommt
*
Auf die Frage nach dem BeItrag
der Wissenschaftler zur Herbelfuhrung emes Friedensvertrages und zur
Bändigung der deutschen MIlItansten
antwortete u a Prof Dr H a r I g
ElOdnnghch unterstrich er daß tur
den Frieden kämpfen In erster Linie
heißt, die eigene w.ssenschaftllche
Arbeit voranzutreiben, große Erfolge
in der Forschung 10 der QUalIfiZIerung des wIssenschaftlIchen Nachwuchses in der AusbIldung und · Erziehung der Studenten beI der allseitigen Erful1ung unseres Planes zu
erreIchen Vleie Besucher waren bereIts daruber uberrascht wie intensiv
bei uns wIssenschaftlich gearbeItet
wird, Uber welche fundJertcn Kenntnisse der Nachwuchs verfügt, daß die
Studenten bei uns mcht bummeln,
daß bel uns eme Vlel bessere Atmosphäre der WIssenschaftlIchen Arbeit
herrscht Als BeIspIel führte Prof Dr.
Hang die E~hnologle an
Unsere Aufgabe Ist es, den Besuchern aufzuzeIgen daß sich das aus
unserer Ges!)ll.<;chaftscrdnung aus
dem Wesen unserer RepublIk dem
emzlg rechtmaßlgen deutschen Staat
ergIbt W,r mussen die Wissenschaft
vorantrClben. dann stärken wir unsere RepublIk, dann leISten WIr eInen
mteosJVen Beltrag
ErhaltUng des
Friedens
=
Das reale Kräfteverhaltnis In der
Welt erfordert auch, daß solche
Staaten w,e Indten und Indonesien,
dte etne bedeutende Rolle in der
WeltpoItttk spielen und zu den be·
volkerungsre,chsten Ländern zahlen,
S,eherh.,t.etnen stand,gen S,tz
rat erhalten
Neues repraselitatlves Gebaude fur unsere UniversItät
auf d .. Idee gekommen war,
Werwtssen
n,eht mehr Jeden
WtT
falls
gmg
5 11 1960 930 Uhr Herr Al(Ied Krau<e Oherasslstent am In.
stI tut fur PödagngJi, der ErnstMorlt? Arndl UnIversli~t GreIfswald Thema • Zur RekonstruktIon i1e, 81<to Ischen mit Hilfe des
rlokumenbnschen [a\1fblldes .m
Gesdllch tsunterflchl der 7 und
8 Klasse". In.tltut tur PadagOglk,
LeIpZIg S 3, Gustav-Freytag<;1 raße 42
letzten
stellung • Wtr ballen unser e Stadtalle helfen m,t' Wtr waren mcht d,e
emz'gen Gaste
V berall standen
Gruppen d,skutterender Menschen
Plotzltch klopft Hemz e,,,em aus unsereT Gruppe auf d,. Schulte' Stell
dtr v or Etn Sommerabend tn etmgen Jahren Du kommst mtt demeT
Margtt aus der Oper VOT dtT eLn
großer platz Vte ! Ltcht, pI acht'ge
Ge schafte, helle Hallser au. Glas,
Altomimum Ilnd Beton - uberall
frohlwhe Menschen
'
NaturIIch haben \Vlr Helnz bald
WIeder In den Herbst 1960 zU! uck
geholt AuflergewohInlIch aber ISt
dIese Vorelhgkelt nIch t Wem mogen
solche Gedanken nIcht gekommen
sein als er vor den Modellen der
vIer' Adutektemkollektlve zur kunftIgen Gestaltung des Kar! MarxPlatzes m LeIpZIg stand? Denn hell
ist das BIld das sIe uns vom Zentrum ellner SOZIalIstIschen Stadt Im
Jahre 1965 entwerfen
Bel der Festlegung des Progra..-nms
fU! dIe A rchl tekten waren SIch dIe
Lelpzlger Stadtvater emlg daß dl"
neuen modernen Gebaude den
se~ben Zwecken dIemen sollen wIe
Ihre zum großen Tell zers torten oder
stark beschadlgten Vorganger Vor
den Gestaltern dl2S Platzes stand
also dIe Aufgabe die neue Oper, eL,e
Post (ver bunden mIt emem Gebaude
fur dIe DEWAG) die UnIversitat umd
das BIldermuseum zu einem harmonischen Ganzen zu veremen HIn·
Zll kam, und das gerade bnngt den
Charakter unseres neuen sozlahstlschen Stadtzentrums zum Ausdruck.
eIn Haus der W,ssenschaft und
Kunst, lJIl dem tagbch bIS zu
6000 Menschen sinnvoll Ihre FreizeIt
gestalten werden
Die Vorschlage der ArchItektenkollektive smd recht verschIeden
EInes aber Ist \\ohl allen gememsam das Bestreben, auch 10 der
bauHchen Gestaltung unserer Stadt
unsere sozlalIstJsche Zulwnft auszudrucken Und dru uber freuen wIr
uns
D,e Elntwurfe fur das neue Un;versltatsgebaude Interessier en uns
natürlich IIlIlt am meisten An begeIsterten und auch
fachmanm
schen' Bemerkungen fehlt es dabei
mcht DIe Begeisterten ,Sehr großzugig und modern Bel solchen Fenstertluten verdIrbt SIch kemer die
Augen DIe .Fachmanner ,DIeser
"'zweite Entwurf hier. "erengt llIie
Gnmmrusche Straße zu ~eql:
~d
SOlChe Schluchten "ZWIschen äen Hau
sern druf es nacht mehr geben "
Aber da grIffen erst emmal dIe
ArchItekten iIn dIe Debatte em und
erläuterten Ihre Erwagungen fur den
Bau unseres Umvers1tatsgebaudes.
DIe Umversitat gehort ZU den wichbgsten Emnchtungen unserer Stadt,
em rep18sentatJves Gebäude ,m Zen
trum entspncht also Ihrer Bedeutung
Und außerdem so ,agten SIe, lassen
\\ II uns davon
leIten daß unseIe
neue soz13hsbsche UnIversllat auf
hlstonschem Boden entstehen soll,
dOl t, "0 Sie SIch schon fruher befand Noch ems mußte berudtslchbigt werden dIe Umvelsltat braucht
emen Gebaudekomplex, m dem dIe
ganze PhIlosophIsche Fakultat, da~
Rektorat WIe alle zentralen Umversltatsstellen untergebracht werden
konnen
Der dri tte Entwurf gefiel elJlllgen
von ur.s ga nz beson del s Er gefiel
uns deshalb, weIl die Archüekten
vom Entwurfsburo fur Geblets-,
Stadlt und DOlfplanung hIer eme
aufgelod<erte Ges'altung fur den
Platz gefunden haben Und Ihr Mut
zu kuhIne n Losungen sagte uns besonders zu DIese ArchItekten schlagen vor, unseIe UnIversItat als geschlossenen rechteckIgen Komplex
zu bauen DabeI entsteht nun mcht
etwa em Betonklotz D,e Vorder.
front ISt so geghedert, daß eme aufsteIgende Lmle entsteht vom Platz
uber eme Arkade bIS zum Dach.
Daneben erhebt SIch elO Hochhaus.
das mIt der Umversltät durch einen
flachelen Bau verbunden Ist Es
schlIeßt d en Karl Marx-Platz nach
dem Wllh el~-Leusch ner Platz PIß')
ab
Auf der gegen uberlIegenden SeIte
des Platzes soll das Haus der W,Ssenoschaft und Kunst stehen Davor
eine Ladenstraße, die sich uber den
GnmmaJschen Stemweg bis zum
Postgebaude hmzleht Das Besondere
daran SIe erhebt blch auf PfeIlern
uber dem Platz und Ist durch
BruckengäInge mit dem Haus der
W,ssenschaft und Kunst verbunden.
DIe ArchItekten haben bel Ihren
Entwürfen sehr VIele Plobleme be·
denken mussen EIns davon Ist der
Verkehr, der m den nachsten Ja~ren
sehr rasch anwachsen wird Da er
10 den Straßen des Zentrums nicht
bewaltlgt werden kann wird mlln
VIelleIcht ehe Straßenbahnen 10 der
Innenstadt unter dIe EIde verlegen
mussen
Es gibt also interess8ll1te Ideen und
MoghchkClten fur dIe Gestaltung
unserer Stadt Was uns m solchen
Buchern WIe, Unsere Welt von mOfgen' <;JOch geheimnIsvoll und utopISch
anmutete WIrd zu emem ldemen
Tell schon bIS 1965 10 Leillzlg Wlrl.lL"..hkeJt werden Und wenn rnan
-» <li'ese Perspektfve vor Augen hat,
dl3.nn 1St der WU\:lsch zu verstehen,
den emer von Uns Ins Gästebuch
schrieb "WeIlirl man hiel bloß später noch emmal studIeren kÖ<llnte ~
l\farlanne Großmann/peter Rosse
Fakultat fur Journahshk
Gäste aos arid Ländern
Fakultat fur Journalistik hilft afro-asiatischer und latemamerikaruscher Pres
,e
VERTElDIGUNG
unsere Gruppe
Donnerstag geme'l:nsam ln dte Aus
,m
Ebenfalls entsP1'tcht dle reglonale
Aufte,lung der ubrtgen sechs Sitze,
wonach zwe, auf Latelnam~ka und
emer auf Westeuropa, OstellroptJ
und S'ldostaslen entfallen nicht dem
tnternattonalen Krafteverhältnls So
smd d,e jungen Nationalstaaten Afrikas uberhaupt mcht im Stcherhe,tsrat vertreten das Wachstum der anderen antttmpertahsttschen Lander
und d,e Tatsache, daß das sozuzllsttsche Weltsystem eln Drittel der
ErdbevolkeTung umfaßt smd nicht
berucks,chttgt Dadurch w,rd die Lösung der mternattOnalen Probleme
beetntrachttgt Das tnfft auch zu auf
d,e Arbe,t des Generalsekretars.
Hammarsk,old
tst,
w,e
Chruschtschow emdeutlg nachwles\ deI'
Sachwalter der amenkamschen Monopole Dte B,ldun{l emes UNO-Sekretanats m,t dre, Sekretaren würde
eme solche emsefttge Parteinahme
verhmdern
Der Ruf nach Veranderung des
obersten Grem,ums m der UNO wird
bere,ts mcht nur von den soz,altst,st;hen Staaten, sondern auch von
zahlre,chen ,ungen Nationalstaaten
erh"bern Dte btshengen Beratungen
der UNO-VollveTsammlung haben
bew,esen, daß das neue KrafteverhaUms sich auch m deT UNO durchzusetzen beg,nnt Das Wachstum der
ant,-impeTtallstl8chen
Krltfte laßt
heute bere,ts den Tag erkennen. an
dem d.e UNO meht tanger rr"ßbraucht w erden kann Nichts kann
mehr darubeT hinwegtauBche1l, daft
das snz,ahstwche Weltsystem zum
best,mmenden FaktOT der We~tpoH­
t,k get?orden 1St
E. Z.
Vor dem großen Fest
Zentrum einer sozialistischen Stadt
MII Vertretern der Presse und der
journallstlschen Ausbildung von acht
asla.tlschen, afrikanischen und lateln-
amerlkänlschen Ländern bat die Fakullät tür Journ"Usllk m der vergangenen
WOche
Prof Dr Dr GertIer w/lhrend selner AusfiLhrunllen auf dem Forum uber
GrundP1'obleme der Entwtcklung des wlSsenschafthchen Nachwuchses an der
Karl-Marx-Universttät, d,e die Grundlage für d" Aussprache b,ldeten Neben ihm (von rechts nach ltnks) Prof DI' Harig, Dekan der MilthemattschNaturwissenschaftlichen Fakultät, Prof Dr Mart,n, Dekan der Phtlosoph,schen Fakultät, Genosse Wäsch, stellvertretender Vorsttzender der Univers,taU-Oewerk5chaftsleltung, und Gen083e Handel, Stellvertreter des Ersten
SekretUrs der Universitäts-Partetleitung
Foto. HBS
offizJelle
Verbmdungen
ge-
knüpft Insgesamt 16 ausland Ische Journalisten besuchten die Fakultat Im Anschluß an das 2 Welttreffen der Journahsten In Baden bel Wien
Am DIenstag Informierte SIch Herr
Arm u n a n t 0 , Chefredakteur der
indonesIschen ZeItung, Bintang Tlmur',
über dIe EntWIcklung der Fakultat Er
bezeichnete dIe Erfahrungen der Lelpziger AusbIldungsstätte als sehr inter-
leder trog zur Klärung deli Glloodiragen bei
Ein I{andidat der Partei über den ersten Zirkel der Parteischulung
Es begann fUr mich damit, daß ich
(In unsere!" Fakultät eine Aufstellung
über die ZIrkel des Parteilehrjahres
las Schon viel hatte Ich Uber die Bedeutung und Notwendigkeit des ParteIlehrjahres gehört und gelesen
Meine Eltern erzählten oft uber das
Parteilehrjahr
Als Ich Im Februar dieses Jahres
KandIdat der ParteI der ArbeIterklasse wurde. WUßte Ich außer einIgen Leitsätzen noch recht wenIg vom
MAr!(ISmUS-Lenlnismus Ich las zwar
VIele Brosch Uren. aber ohne Anlei~
tung blleb es doch ein Lernen von
Leltsatzen und Begriffen
Am Montag, dem 17 10 1960 gmg
Ich zum ersten mal an der Fakultat
fur JournalIstik zUm ParteIlehrjahr
Ich hatte In unserer Gruppe schon
DIskUSSIOnen gehort • Haben wir Ja
schon alles In Semmaren behandelt,
WIrd schon wel den" Ich war daher
skeptIsch WIe WIrd es seIn? WIrst
du als Kandidat auch den anderen
Genossen folgen können?
Unser Zlrkellelter eroffnete den
eIsten ZIrkel unseres ParteIlehrJahres Zuerst sprachen wIr ubel den
Hauptmhalt unserer Epoche Jeder
brachte em Bruchstück, und so kamen wIr zu der nchtIgen Beantwortung Es reIhte SIch em Problem an
das andere Es gab strittige Fragen,
unsere Memungen prallten aufeinander, doch mit Geschick fuhrte uns
der Zirkellelter i>hmer WIeder zu
emem einheItlichen Standpunkt
Wir erkannten. 10 welch starkem
Maße bereits heute das sozialistische
Weltsystem die mternatlOnale Entwicklung bestImmt. daß der übergang vom KapltallsmuB zum SozIalIsmus Im Weltrnaßstab unserer
Epoche Ih~ GesIcht gIbt Der Kampf
der Völker geht heute vor allem um
dIe Durchsetzung der frIedlichen KoeXlsten~, um die allgememe und vollständige AbrUstung Das Ist eIne
Frage, wo dIe überwIegende Mehrheit der MenschheIt, dIe SOZIalistischen Länder, dIe Jungen antllmpenallstischen
NatIonalstaaten, dIe
noCh um Ihre BefreIUng kämpfenden
abhängIgen Volker und 10 den kapitalistIschen Landern die ArbeIterklasse, dIe Bauern Handwerker GewerbetreIbenden, Ja auch kapItalIstische Unternehmer deI Handvoll
knegslusterner I mperIalIsten und
MIlJtaflst.en gegenuberstehen DabeI
ist dIe ArbeIterklasse dIe führende
Klaft ZugleIch schafft der Kampf
um den Frieden und um dIe DemokratIe die besten Voraussetzungen
fur den Kampf der Arbeiterklasse
um Ihre BefreIUng von den Fesseln
des Kapltahsmus.
Die KlarheIt m dIesen WIchtigen
Fragen ISt Voraussetzung, um selbst
mit allen Kraften belZU tragen, dIe
deutschen MIlItaristen dIe Vasallen
des USA-ImpeflalIsmus, zu schlagen
Bel der Klärung dIeser wichtigen
Fragen verhe! dIe Zelt wIe Im Fluge
Spater liberIegte Ich dann noch emmal,
haben elgenthCh dIe Genossen recht,
wenn sIe sagen, das ParteIlehrjahr Ist
mehr oder weniger eme W.ederholung
des schon in den Semmeren behandelten StolTes? An Hand memer NotIzen
ließ ich den ersten ZIrkel noch emmal
an memen A,ugen vorbeJrolIen Und ich
kam zu dem Schluß NeIn es 1st mehr'
Erstens wurde neues erMbeitet und
zweitens wurden dIe schon bekannten
Tatsachen erweltert und vertieft
,Grundlagen des Marxismus-Leninismus
heißt unser Lehrb uch BeIm
DurcharbeIten beginnt man zu erfassen,
wie umfangreich und gewaltIg diese
Lehre ist Und Ich empfinde Immer
mehr den Drang 1n dIese WIssenschaft,
dIe den Gang unserer Entwlddung bestImmt emzudr Ingen Das PartetJehrJahr Ist mll' dabei eme gute HIlfe und
Stutze
Fur jeden StudIerenden Ist sehr
WIchtig dIe Lehl e des MarxlsmusLemmsmus zu beherrschen und auch
anzuwenden aber besonders fur
mich, denn nur dann kann Ich meInen Aufg aben als Journalist spater
gerecht werden
Johann Kleinsorge
I
essant und nutz11ch fur den Aufbau
ahnhcher Institute In DJakarta und
Bandung
Am Donnerstag beSIchtIgten Herr
Madhaav VI thaI San e PräSIdent des
IndIschen Verbands schaffender Jour-
nahsten, und der Sekretar dIeses Verballds Herr Malhalm R KulI ca r n ••
sowIe Frau Professor knalulse LI 0ver a vom InstItut fur JournalIstIk der
Umversilat
Caracas
(Venezuela)
die
EInrIChtungen der Fakultat
Nach emer angeregten Unterhaltung
mIt dem Dekan Professor Dr Budzlslawski beantworteten dIe Gäste vor
Studenten des 4 StudIenJahres Fra~e n
nach der Presse deI JournallstIsclien
AusbIldung und der pohtIschen SItuation Ihrer Länder
Allen Gaste n wurden Lehrmaterlallen
der Fakultat überreicht Es wurde bL~
schlossen dIe Verbtndungen weIter auszubauen Herr Sane lud Professor Dr.
Budzlslawskl zu eInem mternatlonalen
SemInar In Bombay eIn und sprach die
Hoffnung aus daß schon Im nachsten
Jahr eInIge Junge Inder an der Le,pZIger Fakultät studleren kannen
Am Sonnabend bertet eIne lwolfkop ..
flge DelegatIO n aus Chile Venezuela.
MeXIko Ceylon MalI und MauntlUs
mIt dem Lehrkorper der Fakultät fUr
JournalistIk Uber Erfahrungsaustausch
und Unterstützung durch die LelpzIl(er
KOllegen Der DIrektor des Instituts fUt
JouinalIstlk In Caracas Heetor M uJ i C aschlug dell Austausch von Je
zwei Ab80lventen vor Er erl<iärte dIe
venezolanische
Presse
verfuge
zwar
über dIe pra ktischen Erfahrungen der
amerikanischen JournalIstIk habe aber
keine grundlIche Kenntms der pro'resSIven Id eOlogie Ulese könnte durch
Vertreter der Lelpzlger Fakultät vormlttelt werden Professor Juan Ho n arad 0 vom JournalIstischen InstItut an
der Unlversllät ChIle schlul( emen Austausch von JournalIsten der DDR und
ChIles vor Die ceyloneSIschen Kollegen
baten darum bel der Entwlcklunl( der
fortschrIttlIchen natIOnalen Presse 10
Ceylon zu helfen und erk und gten .IC',
- wIe auch Dr Doudou Gueye aus Mall
- nach den Moghchkelten ewes AuslanderstudlUms an der Fakultat für
JournalistIk
Der Rat der Fakultat wird In den
nachsten Tag en uber Maßnahmen zur
Losung der AUfgaben berat." dIe Glch
aus dem gewaltigen Auf~ lIwung der
ant,.mperlaJistischen Volksbe\\ egunl( ,n
As !'n. AfrIka u~d LateInam ' r ka c..gE!.>en
G. BraUb
\
Rund um die 150-Jahr-Feier unserer Berliner Schwester-Universität
Unter den ersten Gasten zu den
JubIlaen der BeIlIner HumboldtUnIversität und der Chante SInd
Plof Dr Juan Franclsco Muglca und
Prof Dr Nelson Robles von der Um
versität Bogota (KolumbIen) Prof
Dr MuglCa WIrd auf der wlssenschafthchen Konferenz Uber Aktuelle Probleme der latemameriltanlschen Länder' emen Vortrag halten
Außerdem nehmen bel de Gelehrte an
der zentralen Konferenz FrIeden
DemokratIe und Frelh eü" tell
*
Im Rahmen der JubIläumsfeIerlIch_
kelten findet vom 7 November 1960
bIS zum 9 November 1960 em Internationales WIssenschaftliches Symposium zum Thema .Phllosophlsche
Probleme der Medizm und BIOlogie'
statt Zahlreiche WIssenschaftler aus
der DDR und aus dem Ausland werden daran teIlnehmen
Von unserer UnIverSItät nehmen
unter anderem folgende Wissenschaftler an dem Symposium tell
von der Medizinischen Fakultät Prof
Dr MUli er- He gern a n n. D,r~ktor der Neurologisch Psychiatrischen KlInik, Prof Dr E m m r Ich,
Duektor der Med,zlmsdlen Klmlk,
Prof Dr W uns c her DIrektor des
HIrnforschungsinstItuts, vom Institut
fur PhIlosophie Prof Dr Zwelli n g Institutsdlrektor. Dozent m
W Dr R 0 C h hau sen und ASSIstent
Ludwlg
*
Mehr als 30 Studenteno rganlsatJo_
nen alls aller Welt werden an dem
mternatjonalen
Studentenseminar,
das dIe Studenten der Humboldt UmverSltät Im Rahmen des Jublläums
zum Thema der friedlIchen Lösung
der deutschen Frage veranstalten,
telinenmen Als Referenten des SemInars sind der Außenminister der
DDR Dr. Lothar BCllz der VorSitzende des Außenpohtischen Ausschusses der Volksl<ammer Peter
Florin und Werner Lamberz, Sekretär des Zentralrates der FDJ vorgesehen
Das Studentensemmar der Humboldt UnIverSItät findet auch 10 Westdeutschland großes Interesse So hat
der LIberale Studentenbund Deutschlands eme Emladung zum Seminar
aJIlgenommen
I
An diesem Semmar mmmt von
unserer
Un lversltat
ASSIstent
Fr I e d r Ich VOm InstItut fur PhIlosophie tell
*
Das Institut fur Allgemeine BIologie der Humboldt-UnIversltät das
unter der Leitung von Prof Dr Segal
steht, fuhrte aus Anlaß der J\lbllaumsfeIerlichkeIten das III Internationale
"Humboldt-Symposlum"
durch Gegenstand der wlssenschafthchen Beratungen waren Grundfragen der BiologIe speZIell Struktur
und bIologIsche FunktIonen der EIweIße
MI t emem großen Fackelzug WIrd
die Berlmer Jugend am 13 November
anläßlIch der 150-Jahr-FeIer der
Humboldt - Universität
und
der
250 WIederkehr des Grundungstages
der Berlmel Chante Rektor und
Senat der Umversltät ehren und damIt ihre Verbundenheit zu dIeser BIldungsstatte kundtun Am Abend des
Tages findet Im Zentralen Klub der
*
Un<er Bruderorgan ,HumboldtUnlversllat veröffentlIcht Auszuge
aus eInem BrIef emes westdeutschen
WIssenschaftlers dessen Name angeSIchts des Terrors In der freIen Welt"
begrelfhcherwelse nIcht genannt WIrd
Dieser Bnpf ISt AusdlUck der schweren KonflIkte 10 die VIele aufrechte
W,ssenschaftler durch den pohtlschen
Drud< Bnnns gekommen smd Es
heißt darm ,Zu memem großten Be_
dauern sehe Ich mIch unter den gegebenen Umstanden mcht m der Lage,
dIeser Emladung w folgen
Das
Erbe Wllhelm VOn Humboldts das
uns allen RIchtung und Aufgabe ISt,
weck~ n InIr Gefuhle deI AnteIlnahme an dem festlIche n Erelgms
Aufllchtlger GIlIckwunsch fur dIe Zu_
kunft '
Tag der Universität
Aus dem Plan der Veranstaltungen
1. November· Presse fest d~
"UnIVeI8Itatszeltung'
2. November' Felerhche UnterZeIchnung der ernten Verträge
mit SOZIalistischen Arbeltsgememschaften an der Karl Mal X Universltat
Fackelzug der FDJ und Kundgebung vor der Alten UnIversItat
3. November Veranstaltungen
m allen Fakultäten und Instltute:l, unter andel em
Medlzln.sche Fakultät Rechen
schaitsbencht und Erlauterung
der Forschungsvorhaben durr.h
den Dekan, Plof Dr Merrem,
RechenschaftsberIchte der Khruks
dIrektoren 1ß den Kllmken, Ab
schluß eInes Fr<'Undsdlaft~veI­
trageß der NeurologllS<lh Psych atflschen KlImk mit der VVB NEMetallulgle, Popularwlssenschaft
hche Vorträge rur die Bevolkerung, u a
Prof Dr W u n sc h ~ r
,Wie kommt es zu
Schlafstorungen". Prof Dr Per
11 c k
,Herzmfarkt. Prof Dr
Ern m r ,ch
,ArterIenverkalkung (Artenosklerose) , Prof D,
Beler ,Wesen und Aufgaben
der BIOphYSIk'
Vetepnarmedlzmlsclle Fakultat
Rechensdlatt<;bencht des Dekans,
Prof Dr Neu n d 0 r f. Antntt<;
vorlesung von Prof Dr K e t z ,
15 VortIage \On Vertleteln d es
wissenschaftlIchen Nachwuchses
Landwirtschaftliche
Fakultät·
RechenschaftsberIcht des Dekans
NatIonalprelstrager Prof Dr R 0 sen k r a n z BerIchte uber dIe
ArbeIt der emzelnen Institute
Fachrichlung Aslen-Afrllta Wls
senschaUen
Hauptrefelat VOn
P,of Dr M a r k 0 v uber dIe
Rolle der ArbeIterklasse und der
nationalen BOUI geolSle Im nat 0
.,alen Befreiungskampf
Pbys1kahsches Instllut
UlIln'U'IlIllIun. 1 1111111111111111111111111111 ' 111111 ' ''1'11'11'111111111111111111111111''11 ......... Ulllllll . . . . 1111
Unter dem Druck der demokratischen Krafte in Westdeutschland und
breitester KreIse der WeltoffentlIchkelt fand vor kurzem der PlOzeß gegen dIe Ungeheuer des KZ Sachsenhausen. Hohn und Böhm statt DIe
BeweIse waren durch dIe Zeugenaussagen der uberlebenden Opfer erdruckend, dIe Schuld der 8S-Schergen lag In Ihrer ganzen Scheußhchkelt zutage Da geschah das fur alle,
die endilch em gerechtes UrteIl erwarteten Ungeheuerliche Der VerteIdiger Göring - selbst ehemaliger
Nazmchter - forderte den Freispruch
der Morder ml t der folgenden Begnmdung "Da ISt der RIchter der
damals TeuOl urteIle fall te der heute
noch
Im Amt 1St Da ist der
Rassenkommentator Sie smd alle
j(lelch schuldIg SIe haben dIe Grund_
lage füI das Unrecht gesdlaffen •
Da dIe Adenauel-Reglerung SIch vor
dIese Leute stelle. kanne auch er (der
VerteIdiger) f ur seme Mandanten
FrelßPruch fordern
Unfaßllch fur Jeden, der den Sieg
der GerechtIgkel t erwal tete und dennoch von teufllscher Logik Was liegt
fur einen dieser Verfechter sogenannter objektIver Rechtsstaatllchkelt näher als auf den geistigen Urheber der gesamten Verbrechen In
den KZ, ja auf die herrschende
Praxis der westdeutSchen Justiz zu
1!erwelsen und fUr seme Mandanten
analog dIe gleIche Freiheit und den
gleichen Schutz zu verlangen?
Daß dIeser Appell letzten Endes
vergeblJch war andelt kemen Deut
8111 der Tatsache selbst und daß diese
P,axls lebt und Immer wIeder Urständ feIert
eweIst mcht zuletzt
der Ansbachel Schwurgenchtspror.eß
am 23 JulI 1960 m dem der ehe
maiige SS-Genelal S,mon mItsamt
semem KomplIzen Otto zum dntten
Male frelgesplochen worden ISt
D,esmal sogar ml t der ausdrUcklIchen
Beirundung, sIe seien beI der Ermor-
Jugend und Sportler der Stahnallee
em Ball der Berliner Studenten statt
uber QJe Albelt des PhYSIkalIschen
lnostlt uts von NatlOnalprelsh äger
Prof DI
L o's c h e
PopularWIssensch aftlIche Vorh äge fUr
dIe Lelpzlger Bevolkeru ng
Institut fUr Ausländerstudium .
Rechenschafts bericht der Dire {torln, Frau Prof Ha r I g , Fremd sprach llche Vorträge lIber dl.
BedEutung d ~ Tages der Unlvelgltat Forum uber Charakter und
FOlm der Internationalen Be"tehungen der DDR
Far.hricht\1ng GeschIchte' Rech<1nschaftsber lch t von Prof Dr.
EI nost Wer n er
Festvortrag
VOn Prof Dr S tel n met z zur
Auswertung d es XI Intel natIOnalen
HistoTlkerkongresses in Stock.
holm anschließend KolloqUIum
Fakultllt fur Journalistik R >ch"nschaft_berlcht des Dekans
Prof
Dr
B u d Z Is I a w 5 k I •
FeierlIche überg.be deI Dlplome
an dIe dI esjährIgen Absolventec>,
FestvOl trag von Dr h c Georg
Krausz
Institut für Pädagogik· RechenschaftsberIcht von Prof M U lI er, Konferenz der Abteliung
UnterrIchtsmethodIk Prof Dr
ReIßmann berIchtet u~ dIe
Untersuch unllen, tU r Eifj:lro~ttng~
und Verwlr!<;hchung des Lehlplanes
InstItut fur Erw[J.chsenenblldung RechenoschaftsbeTlch. von
WIssen
Prof Dr Sc haI I e r
schaftlIche Vel ansta'tung zu dem
Thema "Au~ema nders etzung mIt
der klerIkalfaschlStllS<Jhen EntWIcklung der Erwachsenenb I
dumj( m Wesj d~utschlalIld
Wirtsel. ~rts wls~ens"hafthchp FaI.ult~t
Rechensch"nsbellcht des
Dekans Plof Dr Hel n z e Fe,t
vortrag von Prof Dr T hai man n
Probleme des neu"n
C'h ?r8kters der \,-,be,t m der
DDR
MANIFEST
.
an alle deutschen Wissllnsc)laftler und KUnstIer
GIUck vom Streben nach HumanlMIt der leIdenschaftlIchen Fordetat und neue~ SittlichkeIt getragen
rung, die Abrustungsvorschlage der
werden
SowJetuDlon und der DDR sowIe dIe
Es eIfullt uns mIt zukunftsfrohem
Progl ammatlsche
Erklarung
des
OptImIsmus daß die otandlg starker
Staatslates deI DDR mIt aUen Klaf"eIdenden Ideen des FOI tsch II tts
ten zu unterstutzen, wandte SIch am
heute schon das Geschehen In der
26 Oktober eIDe WIllenskundgebung
Welt beslll'nmen
von mehr als 100 fuhrenden VertreAus VernntwOl t\lng vor uns selbst,
tern der IntellIgenz der DDR an dIe
vor unserem Volk und vor der Welt
OffenthchkeIt
bewahren schutzen un d verteIdIgen
Nach Begrußung durch Prof Dr
WIr dIe Ideen der großen deutschen
Dr C 0 r ren s ergrIffen Prof Dr
HumanIsten und daR opfervolle paHa r t k e, Frau Gertrud S ass e,
t riotIsche Streben der besten Sohne
der stellvertretende DIrektor des \ und Tochtel U!l\,el es Volkes
ZentralInstItuts fur KernphYSIk Dr
Im Rmgen um wlssenschaftiIchKlaus F u c h s Prof Dr G ans e ,
Fortschl~lt und um eme
technIschen
DIrektor der MedlZlDlschen AkadeSOZIalIstisch .. deu tsche NatIOnalk ultIIr
mIe Dresden D D Sc h e n k e von
treten WIr den menschel.relnd lIchen
der TheologIschen Fakultat der Berund lebensbedlohenden Bestrehunhner
Humboldt UnJl1ersltat
und
gen der unhl'Iivollen Krafte dei VerPlOf Bur g h a r d t das Wort DIe
gangenheIt und des Klleges entTetlnehmer
unlelzelchn~len
an
gegen dIe noch In eInem Tell der
schlIeßend nachfOlgendes ManIfest
"'elt
Ihre Hel r<chalt ausuben
an alle deutschen WIssenschaftler
WIr ruFen alle deutRchen WIsse,,"
und Kunstler
schaftler und Kunstler
Unsel em GewIssen und unserem
WIrkt Im echten SInne' der großen
Volk verpflIchtet, erheben "'r aus
TladltlOnen unseres Volkes rur FnegeIslIger und sittlIcher Verantworden und GelechtIgkelt fur Demotung unsel e StImme In eIner Zelt da
kratie und MenschenwUI de
d Ie Menschheit In Ihre r Geschichte
Baut mIt an einem Deutsdlland
eIße historische Wende vollZIeht
der fnedlIchen Große, dessen AnDIe alten überlebten Existenzforsehen und Ruhm auf wlssenschaftmen der menschlIchen Gesellschaft.
hchen kullulellen watschaftlichen
die das Kainsmal der UngerechtIgund SOZialen LeIstungen beruht
keIt der Unterdruckung und des
Kampf den OrganIsatoren eines
PessImIsmus tragen gehen dem Unnellen Kneges tergang entgegen
Fur allgememe und vollstandlge Abrustung 10 Deutsch land
Immer kraftvoller entfalten Sich
Fur eIne Welt ohne Walfen
neue Dasemsformen der menschDem Leben dIenen wIr - 'nIcht der
lIchen Gesell.<;chaft d l" von der Sehn
Vermchtung l
sucht nach FrIeden FreIheIt und
Mißbrauch nich't dulden!
Rektoren der DDR appelheren an westdeutsche Wissenschaftler
Entschiedenen Protest gegen die
Anschlage der Banner MlhtansLcn
auf die Fre.bell der WlSsen.chaf! erhob um 25 Oktober die Rektorcukonferenz der DDR In emer Pressekonferenz In der dIe Rektoren die
Internationale Presse uber die Beschlüsse Ihrer Tagun/t \ Dm 25 Oktober unterrlchteten. stellte der Rektor
der Berliner Humboldt-lJmversltät,
Pro! Dr Schroder fest D,e Bonner
Storversuchll gegeu die JubiläumsfClerlichkelteb der HumboIdt-Uruversltat und der CharlU widersprechen dem Geis! und (len statuten der
Internationalen Alisllzl..tlon der UnI~ersita!en . z1'r:der ~Ie deutschen und
d .e westeuropäischen U'nlversttlUen
gehören
Auf der Pressekonferenz wurde
über bedeutsame Dokumente der
Rektorenkonferenz der DDR MItteIlung gemacllt DIe Rektorenkonferenz der DDR hat In ihrer Sitzung
vom 25 Oktober 1960 eine Erklärung
angenommen In der dIe Denkschrift
cer DDR zur Ablustung.frage sowie
dIe Programmabsche Erklärun~ des
VOlsllzenden des Staatsrates Wa lter
Ulbllcht als hochbedeutsamer BeItrag zur S,cherung de5 Friedens' bezel ch net wel den
Die Erklärung appelliert an die
Hochschullehrer
Wesldeutschlands,
mcht langer die WIssenschaft Ihrer
humamstlschen Trad.tIon entfremden und In den ~D,enst ,on Atompolltfl< und Kdrgsvorbereltung stellen zu la<seu D,e Zukunft unserer
Nnilon liegt m der EntWIcklung
Deutschlands zu eInem von Furcht
und Not freIen entmIlitarIsierten
neuttalen Staat Ernen geachteten
Platz Im KreIse der Völker kann das
deutsche Vol k nUI durch seInen Be1trag zur Erhaltung des FrIedens des
sozialen Aufsheges des gan?.en Volkes und dIe unelngeschrankte Entwicklung von WIssenschaft und Kultur ernngen
0
•
Des Teuiels Gehirn
dung dreIer Bretthelmer Burger dIe
SIch Im AprIl 1945 - also funf Mmuten nach 12 - gegen den Emsatz von
HltlerJungen gewandt hatten voliJg
1m Recht gewesen
*
WenngleIch Gormg keme Namen
genannt hat so ist doch unverkennbar daß er ml t dem Rassengesetzkommentator
nIemand
anderen
memt. als den sauberen Herrn
Globke semes ZeIchens Staatsselaetar und Chef des BundeskanzleIamtes damIt den emflußlelchsten
und mächtIgsten Beamten der BundesrepublIk
DIe Morder VOn Sachsenhausen
haben das schmutZIge Handwerk der
,Judenentlausung • mIt eIgenen Handen betrieben und dadurch einIge
Tausend Menschen auf dem GewIssen Herr Globke ISt der mlttelbme
Tätet des MOldes an sechs MIllIonen
Juden dIe WIedeI um nur em Teil deI
glauenvollen BIlanz des Faschismus
sind SIe wUlden Im Zuge der "Endlösung' viehisch erschlagen zu Tode
gefoltert, vergast Und a11 das geschah auf .Iegalem' Wege mit emer
ausgefeilten jUrIstischen Begrundung
Welch ein Hohn auf dIe hohen
humanIstIschen ZIele der W,ssen
schaft wenn Globke In semem Kommentar lOden 1935 erlassenen N urn
bergel Rassengesetzen seil! el bt
Das Judentum ISt em Fremdkor
pel 10 allen europalschen VolkeIn
Deshalb ISt dIe D,ssllmlItatlOn (Aus
scheIdung) dIe emzlg moglIche Lo
sung
Das Judenproblem bedurfte
m polltischer. wlrtschaftllcher und
sozlologrscher Hmslcht einer Lösung
I
Wie auf der PI essekonferenz benchtet wurde, nahmen dIe Rektoren
der DDR 8u<fuhrlIch gegen d Ie Beschränkungen und FreIheitsberaubungen Stellung denen dIe "Is<enschaf~
IId,en BeZIehungen ZWIschen der
DDR und Westdeutsch land und dem
westlIchen Ausland auf BeIreIbung
Bonns unterworfen wel ('en
DIe
Rektoren der Deutschen DemokratIschen RepublIk wIssen daß es keIneswegs den In tenlIonen und Wunschen der westdeutschen franz()slschen und amerlkanls~.hen Wlssenschaftlel entsprIcht daß hIer em
eIserner Vorhang gegen die WIssen
schaft niedeI gelassen WIrd •
fur Jahrhunderte
Der volkIsche
Staat muß notwendIg em Fuhrer
staat sem
Wlrkhche Wlssensohaft ISt Humalllsmus und Fm tschutt - Globkes
teufhsche SudeleIen fuhl ten zur VernIdltung Lind zum fasdllsiIschen
Chaos BezeIChnenderweIse spendete
semerzelt der beruchtIgte Flelsler,
Prasldent des nazl~tlschen VolksgerIchtshofes dafur dem wlilfahllgen
und unentbehllIchen Werkzeug der
NaZIS höchstes Lob fur dIe IdeologIsche Beglundung der faschIstIschen
Rassengesetze Wenn er ausfuhrte,
Globke habe bel Behandlung des natlOnalsozlahstIschen Gedankens uber
Rasse, Volk und Vererbung
das
Juden_ und Mlschlmgsproblem dIe
Staatsburgerrecllte' und dIe StaatsangehÖrIgkeIt auf dIe Glul'ldgedanken dIe den Gesetzen zugrunde lIegen und fur deren AuslegunJ! bestimmend sem mUSEen ausdrucksvoll
hmgewlesen
Heute 1St der gleIche Globke fur
Adenauer 10 gleIchem Maße unentbehrlIch WIe er es bereIts Im tautausendJahrlgen Reich HItlers war
NIchts beWIes das besser als dIe
Tatsache daß Globke ehemals dIe
rechte Hand des Henker~ von Eu ro pa
Hlmmler heute dIe 'rechte Hand
Adenauels ISt
Adenauer selbst
stellte SIch schutzend VOr Globke nadldem die DDR dessen Verbrechen
ans TageslIcht zu fOldern bega!1n als er Im Bundestag ausnef
Ich
werde es unter kemen Umstanden
zulassen daß Behauptungen aufge
stellt werdei' dIe geeIgnet smd dIe
Ehre des Mmlstel laldlrektors Globke
zu schadlgen •
Aber Adenauer stellt slch darrut
mcht nur schutzend vor den fur seme
PolItIk unentbehrhchen Globke er
erhebt damIt zugleIch den AntIsemItismus neben dem AntIkommUnISmus ZUr MaXIme der offiZIellen Pol1tJk Bonns
Das Ist mcht verwunderlIch wenn
man weIß daß heute In Bonn Ober
1000 faschIstIsche BlutrIchter In Amt
und Würden smd Doch sIe tarnen und
verbramen llue EntscheIdungen mIt
gestochenen JUrIstlschen Formuherungen dIe sIe als obJektJv und WISsenschaftlIch bezeJchnen
Prof Albert Norden wIes auf der
InternatIonalen Pressekonferenz vom
Ausschuß fur deutsche Emhelt emdeutlj( nach daß Globke mIt seinen
beruchtigten Kommentar zu den
Rassegesetzen dIe Gas~ammer von
Allschwitz Ideologisch vorweggenommen hat
*
Wie aber ist es möglich, daß ein
Staat Mörder deckt und sie sogar fördert? Es ,st keIn GeheImnIS mehr
Adenauer benotlgl dIe Experten des
vergangenen Krleg<!s,
um einen
neuen vorzubereiten Deshalb werden
Mörder frelgesprod,en, deshalb soll
Obeliänder, der .Sachverständlge"
fOr Ostprobl~me, WIeder parkettfähIg
gemacht wel den und deshalb ISt man
bemüht auch emen Globke aus allem
herauszuhalten, was seme VergangenheIt aufrollen könnte
Ekelhaft smd Im Zusammenhang
mIt Globke die
Mach ensChaften
Bonns um dIe NazIbestIe Elchmann
dIe In der PraxIs anwandte, was
Globkes HIrn ausgebrutet hatte MIt
aller Kraft bemuhte SIch Adenauer,
Elchmann In die Hande der Bonner
Bundesrepubhk oU bekommen Elchmann hatte angrdroht aus7.upad<en
und fuhrende P Ol sonhchk~Jten des
Westzonenslaates zu belasten wenn
man Ihn nlcbt an B~nn aushefere
Elnel derer dIe vor dLm SIngen des
Elchmann bangen rr.ussen ISt WIeder
Glocke Es ISt bezeIchnend daß seme
Macht und seme Protek tIon durch
Adenauer Ihm dIe Moghahkelt gaben,
dIe großzugigste VerteIdIgung Elchmanns zu fln~m7lelen um einen Prozeß m Israel doch noch zu verhmdern Es ist eIn offenes GeheImnIS,
daß dIe Ion noo D Mark dIe der Verteldlj\er E chmanns erhIelt aus emem
von Globke verwalteten GeheImfonds
stammen
DIe Schuld Bonns wachst ms Unermeßllche Heute fordern alle frIedhchen Menschen und eInSIchtsvollen
PoiltIker der ganzen Welt Suhne fut
die Verbrechen Glnbkes und dIe Velhinderung
neuer
faschIstIschel
Greuel Wer schwelgt billigt Globkes Verbr~chen - wer Glohkc halt.
kann nIcht den FrIeden wollen. Es
erweist sich Immer mehr. dnll die
DDR und die frIedlichen demokratischen Krllftp. In Ihr ßas gute Gewissen der dcptschcn NatIon verkorpern
Oal! das Gesetz rles HandeIns stand.g
zunehmend durch das sozlahstlsche
Lager. die Kratte des Friedens und
des Fortschritts bestimmt wird zeigt
sIch ganz üb~neug f nd auch hier Ein
Oberland er war unter der druckenden Last der Bew"lse als MImster
selbst des west~eut.chen Staates
nicht mchr zu halten. Im Falle
Glohke kann und darf es nur e1ne
Frage der Zelt sem. bIS auch BOlln
mcht mehr anders kann als der For;
derung der demokrallScll"n Kr,llte
der Volker Rechnung zu tragen und
Globke aus semem Amte zu enlfernen.
Hans Sahre
UniverslIatszeltung, 2. 11. 1960
S. 3
.....................................................................................................
Jl~llu · iH du
Wie arbeitet einguler Agitator?
,J<A"foll~SMf4dd '
Klaus Prager aus der Gruppe HIlI der Landwirtschaftlichen, '
Fakultät berichtet aus seinen Erfahrungen als FDJ-Agitator
Mehrere Tausend Studenfen unserer Universität haUen in diesen
Tagen trotz ungünstiger Wetterbedingungen bei der Einbringung der
diesjährigen· Hackfruchternte. Von
den Genossenschaftsbauern wurde
der Einsatz der Studenten, die den·
letzten Kartoffeln mU Schwung und
Elan zu Leibe rückten, freudig begrüßt. So äußerten sich die Mitglieder der LPG Störmthal äußerst
lobend über die Arbeitsfreudigkeit
und den Elan der Studenten.
··r···············································..
·!i Flügel am Hutmiti.~
Ein "ideologischer" Hermes
:Flügeln an Hut, Schultern und:
: Schuhen ward jüngst an unserer:
: Universität entdeckt Wie weiland:
:der ' Götterbote der griechischen.:
: Sage schwebt er als altmodischeTä
: Doppeldecker, der beim Höherj!ie-:
:gen hinderlich ist, über der FDJ.:
: Grundeinheit der Historiker. Di~:
:Legende nennt auch seinIln Namen:!
: Günter Katsch, verantwortlich tür:
:Agitation und Propaganda der:
:FDJ-Fachschaftsleitung.
:
: Er meint: Es genügt, wenn ich:
:mit meinen unnahbaren Göttertlü-:
Egeln Tausche, damit erübrigt sich,~
: daß ein Historiker-Kommilitone in:
:dem neuen Lehrbuch .. Grundlagen:
:des
Marxismus-Leninismus"
Ta::
:schelt. Sprach's und abbestellte 32:
:der angebotenen Lehrbücher, auf:
:daß keinen seine Klugheit ereile. :
. : Woraus der · scharfsinnfge Mora-:
:!ist sieht, daß die hier strapazierte:
: Sage gar nicht so unrecht hatte, als:
:sie' Hermes auch zum Gott der:
: Diebe erkor. Aber schlechte Zeiten:
:für solche Gottheit, denn wer sollte:
:es sich heute geja lien lassen, daß:
:jemand die Kompaß;'erpflichtungen:
: ganzer
Studentengrundeinheiten,:
:im FDJ-Schuljahr den Mar.rismus-:
:Leninismus intensiv zu studieren,:
: einfach ' klauen will?
:
.
.
!
Also, lieber Historiker-Hermes:!
:Nicht ,Flügel am Hut, sondern Be~:
~flügelndeS unterm Hut.
' -öh-~
........................................."......
Die SG 5 peI ist sich einig:
Hans-fürgen wird wiedervorgesdllagen
Die FDJ-Gruppenwahlen stehen
vor der Tür. Eine jede Gruppe muß
sich Gedanken macl!en, wen sie wohl
zum Gruppensekretär wählt. Die
Freunde der Semtnargruppe 5 des
PCI sind sich bereits einig. Für sie
kommt nur einer in Frage - Hans.JÜrgen Gesemann.
Ja, warum gerade er? Und JÜl'gen
Hoffmann, der Parteigruppenorganisator erzählt: .. Wir wollen Hans-Jürgen Gesemann deshalb wieder wählen, ' weil wir ' uns w irklich auf ihn
verlassen können. Er ist seit dem
1. Studienjahr GruppensekreÜir, un'd
wir waren mit seiner Arbeit sehr .zufrieden. Daß unsere Gruppe 'die beste
des Studienjahres wurde, ist zum
großen Teil auch sein Verdienst."
Während unseres Gesprächs beschäftigte sich Hans-Jürgen zusammen
mit seiner Frau Renate mit, physikalisch-chemischen , .Analysen.
..Den
größten Teil des StudiumS haben wir
ja geschafft, unä es hat Freude gemacht", sagt er, "Aper jetzt kommt
die Diplomarbeit dran und da gibt
es noch allerhand zu tun. Da bisher
die Studienzeit immer überschritten
wurde, haben wir uns im Gruppenkompaß vorgenommen, daß jeder
Freund die Studienzeit restlos ausnutzt. Bis zum September wollen' wir
Freiheit für Hans WOndel'lidt!
Jeder, der sich für die friedliche Lösung der deutschen Frage einsetzt, handelt im Interesse des deutschen 'Volkes.
Wir fordern deshalb von den Adenauer-Behörden, den Studenten
der Veterinärmedizinischen Fakultät der Humboldt-Universität' Berlin, Hans W und e r I ich, sofori freizulassen. Er wurde ' widerrechtlich verhaftet, weil er im Auftrage des Vorbereitenden Komitees zum Internationalen Studentenseminar ZUr friedlichen Lösung der deutschen Frage anläßlich der 150-Jahr-Feier der Humboldt·Universität Berlin mU westdeutsChen Studentenvertretern
Qespräche geführt hatte, um sie zu diesem Seminar einzuladen.
Diese Verhaftung ist Notstandsgesetzgebung in Aktion!
Die Adenauerschen Polizeitruppen versuchen mit brutaler Gewalt, die Verständigung aller friedliebenden Kräfte in Deutschland
zu unterbinden. Wir legen dagegen Protest ein und werden gleichzeitig aHe Kräfte einsetzen, um unsere Republik weiterhin zu stärken und zu festigen, um damit zur friedlichen Lösung der Lebensfragen unserer Republik beizutragen. Wir rufen alle auf, sich diesem1Protest anzuschließen.
FDJ-Organisation
der Karl-Marx-Universität
'-
alle die Diplomarbeit fertig haben.
Einige wollen es sogar schon eher
schaffen. Um unser Ziel auch zu erreichen, treffen sich die Studiengruppen einmal in der Woche und wiederholen den Diplomstoff. Bei der
Kompaßkontrolle wird überprüft, ob
die Studiengruppen ihre Termine
auch einhalten."
Und Renate erzählt: "Wir 'sind
ganz schön vorangekommen in unserer Gruppe. Jeden Donnerstag führen wir eine politische Argumentation durch, und die Freunde sind
eifrig dabei. Ende vergangenen Jahres haben wir uns entschlossen, um
den Titel .. Sozialistische Studentengruppe" zu kämpfen, und daß wir
nicht nur reden und Verpflichtungen
übernehmen, zeigt unser Prüfungsdurchschnitt von 1,8, den w Ir bei den
letzten Prüfungen in der Gruppe erreich t haben."
.. Wir wollen uns aber b emühen,
daß auch andere Gruppen ein S tück
vorankommen", fährt Hans-Jürgen
fort ... Und da es bei den Freunden
der SG 5 in der anorganischen Chemie noch nicht so klappt, haben , wir
die Patenschaft üpernommen." K. T,
Vortrag
über Neokolonialismus
Interessiert folgten am vergangenen Freitag etwa 80 deutsche und
ausländische Studenten im Institut
für Ausländerstudium einen Vortrag
von Genossen Börner über das
Thema: .. Die Politik der beiden deutschen Staaten gegenüber den kolonialen Völkern und den jungen Nationalstaaten."
Genosse Börner ging besonders auf
die Versuche der Neokolomlllisten,
unter ihnen .an führender Stelle die
klerikal-faschistischen Machthaber in
Westdeutschland, ein, die Versklavung . der Völker mit andere n
Methoden durchzusetzen.
An ,einen Al'beiter
(Zum Neubau des Leipziger Opernhauses)
Du warst dabei, als man den Plan
beschlossen;
Thalias Künsten neu ein Haus
zu bauen,
du, del' du sonst für Kunst nichts
übrig hattest.
Du warst dabei, als man den
.
Grund geebnet,
auf dem der Bau sich hoch erheben
sollte.
. Du warst voll Zweifel, ob der Aufwand lohne.
Du warst dabei, als Stein auf Stein
sich türmte,
die Form des Baues immer klarer
wurde.
Du dachtest kühl: Wieviel hier
wohnen könntenl
Du warst dabei, als man die
I
Richtekl'one
vor aller Augen auf das Bühnenhaus gezogen.
Auch du warst stolz, denn du hast
mitgehOlfen.
Und als der Vorhang sich zum ..
ersten Male
im neuen Hause nun ge/toben hatte,
da saß'st auch du in irgendeiner
Reihe.
Di~h
F.ür·'~;~.fr·
eies ft'ge,.;en!
.
.
Zum 1. November gilt unser Gruß
schläge der Sowjetunion, . die , Minidem algerischen Volk und seinen
sterpräsident Chruschtschow vor der
tapferen Patrioten. Vor sechs Jahren
UNO- VOllversammlung begrünqete,
begann der revolutionäre ' Freiheitsdas schmachvolle Kolonialsystem
kampf des algerischen Volkes gegen
endgültig abzuschaffen.
seine kolonialen Unterdrücker, die
'Die Deutsche Demokratische Remit Hilfe ihrer westdeutschen SSpublik gibt algerischen Patl'iotr~n die
Legionäre in einem. barbarischen Ko- Möglichkeit eines Hochschulstudiums.
lonialkrieg unschuldige Kinder und
Auch an unserer Universität studieFrauen morden, algerische Patrioten . ren zahlreiche algerische Freunde
deportieren und mißhandeln. ' Heute . (unser Bild), ' jiie ' wir zu ihrem Naunterstützen alle Völker die Vortionalfeiertag herzlich grüßen.
hatten' alle Zweifel längst
verlassen,
und nur Musik war plötzlich
.
um dich h~r.
Du fühltest dich so seltsam
angesprochen.
Du warst d~bei, als man den Plan
beschlossen,
und auch als man den Bau vollendet
hatte;
, betrachtest ihn, als wär' s dein
.
eignes Haus.
Du brauchst dich nicht mehr vor
der ' Kunst zu scheuen.
Sie ist dem Volke, und- das Volk
bist du ~
du, der du täglich schmiedest, baust
und zimmerst,
du, ein einfacher Arbeiter.
. Hans-qeTo,ld O,tto
Als ich im vergangenen Jahr die . Klarheit in politischen Fragen hilft
Arbeit als Agitator unserer Gruppe
vor allem auch uns selbst, dadurch
begann, hatte ich nicht die geringbegreifen wir den Sinn unseres
"' sten Hoffnungen auf eine gute LöStudiums, unseren Beitrag für eine
sung der anfallenden Aufgaben.
totale Abrüstung und im Kampf
Ich fühlte mich selbst noch 'l'echt
gegen den westdeutschen Militariswenig sattelfest in der Diskussion
mus viel besser.
täglicher Probleme und sah die
Dazu haben wir als ersten Pu nkt
.Funktion des Agitators als undankdas Studium des Marxismus-Lenibarste der gesamten Gruppenleinismus für dieses Studienjahr in
tung an. Das jeam nicht nur des1t11.Serem Kompaß aufgenommen.
wegen, weil der Vertrieb von AgiWir wollen außerhalb der Vortationsmaterial wie Zeitungen und
lesung monatlich einmal ein FDJBroschüren recht arbeitsaufwendig
ist, sondern auch weil bei der Agitattonsarbeit nicht sofort konkrete
Erfolge zu verbuchen sind..
Die Gruppenleittmg war für
m i ch der rettende Helfer in der
Not. Es gelang uns,. beginnend bei
den Vorseminaren, in der Studiengruppe und dann auch in den Pausen die Diskussion um die aktuellsten politischen PrObleme durchzusetzen. Daß es dabei oft heiß
herging war nur gut, denn , dadurch kam jeder Offen mit seiner
Meinung heraus, und jetzt sind wir
so weit,. daß einer dem anderen vertraut und wirklich ehrlich diskutiert, seine Unklarheiten zur KläT'Ung vorbringt. Am Ende dieses
Jahres, bei der ZWischenprüfung
im Marxismus-Leninismus habe ich
gemerkt, wie sehr mir diese Arbeit
auch selbst geholfen hat. Tch habe
dadurch gelernt, stichhaltiger zu
argumentieren und 'Viele Probleme,
wenn auch noch nicht alle, von der
richtigen Seite her anzupacken.
Wie weit wir in derl Gruppe unsere ideOlogische Arbeit verbessert
haben, zeigt unser Auftreten im
sozialistischen Studentenlager Badrina. Dort haben wir den Studenten der jüngeren Studienjahre unsere Erfahrungen bei der Festigung
der Gruppe übermittelt. Die Parteileitung unserer Fakultät hat unsere
Gruppe für dieses Jahr zur Auszeichnung mit dem Titel Sozialistische St~dentengT'Uppe" "vorgeschlagen. Von unserer jetzigen Arbeit wird es abhängen, ob wir uns
diese Auszeichnung verdienen.
Das Ziel unserer ideologischen
Arbeit in diesem Jahr soll sein, daß
wir alle richtig argwmentieren lernen und bei unseren Mitmenschen
in der Hausgemeinschaft oder im
Praktikum auf der LPG Oberzeugungsarbeit leisten können. Die
Schuljahr durchführen und dabei
das Lehrbuch "Grundlagen des
Marxismus-Leninismus" systematisch studieren und die Verbindungen zum aktuellen politischen Geschehen und zu unseren Gruppenproblemen herstellen. Di ese Arbei t
soll erweitert werden durch das
Studium ·der Klassiker des Marxis'mus-Leninismus und schöngeistiger
Literatur über die EntWicklung unserer Republik.
In unseren Pausendiskussionen
werden wir gemeinsam Wichtige
Fragen wie Probleme der sozialistischen Moral oder die Richtigkeit
der konkreten Prüfungsverpfli chtung so umfassend ' w ie möglich
klären und unser Ergebnis an der
Wandzeitung den anderen Gruppen
als Anregwng übermitteln.
..................................................•................................................•
Handhaller sdtIugen sidt headtllidt
Unsere Mannschaft nahm am Jubiläumsturnier in Berlin teil
Am 26. 10. 1960 veranstaltete die Humboldt-Universität Berlin anläßlich ihres
150jährigen Besteliens ein Hallenhandballturnier in der Sporthalle an der Sta]jnalIee, wozu alle Universitäten und
Hochschulen der DDR eingeladen
waren. Damit trug das Turnier doen Charakter einer inoffiziellen Studentenmeisterschaft. Gespielt wurde in 4 Staffeln
zu je 3 Mannschaften. Unsere Handballer gingen mit geringen Chancen in
die Spiele, da sie in der stärksten Staffoel (mit TH Dresden und Universität
Rostock) aui bekannte und gefürchtete
Gegner traf. Wie groß war jedoch die
überraSchung, als unsere Jungen schon
1m ersten Kampf den spielstarken und
körperlich überlegenen Rostockern (in
ihrer Mitte Erdmann vom SC Empor)
elll 5:5 abtrotzten. Als aber erst die
TH Dresden (späterer Endspielteilnehmoer) mit 8:6 geschlagen wW'de, hatten
unsere Handballer allen Grund zur
Freude, da sie durch dieses Ergebnis
Staffelsieger wurden. (Rostock up.d
Dresden trennten sich 4:5).
In der Zwischenrunde mußten die
Leipziger gegen die Studenten aus Halle
antreten. In dief/em Spiel machte sich
das Fehlen von Auswechselspielern bemerkbar. Da der Sportfreund Hilger
ohne Grund ZUr Reise nicht antrat, hatten unsere Handballer nur einen Auswechselspieler mit. Trotzdoem , schlugen
sich unsere Jungen sehr tapfer und unterlagen nur knapp mit 6:7 Toren. an
diesem guten Ergebnis hat To rwart
Röke durch großartige Paraden wohl
den größten Anteil.
Nach diesem Spiel lief es dann nicht
mehr so gut, zumal noch zwei Spieler
von uns mit Verletzungen weiter spielen
mußten (Schröter und Schneider). Im
folgenden Spiel unterlagen die Lcipziger ihren Berliner Kommilitonen mit
5:10 und mußten sich noch den Jenaern
nach hartem Kampf mit 6:9 beugen.
Zum let zten Spiel um doen 7. und 8. Platz
traten unsere Handballer gegen Hohenschöpping wegen der obengenannten
Verletzungen nicht mehr an.
Wir können behaupten, daß unsere
Jungen einen guten Eindruck in Berlin
hinterlassen und die Karl-Marx-Univer_
sität würdig vertreten haben.
In den nächsten Wochen treten sie
nun zu den Meisterschaften in der
Messehalle III an, Die Gegner sind am
1. November. 20.20 Uhr, Motor Nord
Leipzig I, 21.20 Uhr. SG Post X,eipzig I;
am 7. November,19.40 Uhr, SC Lok II (!),
20.40 Uhr, BSG Eutritzsch I. Wir hoffen,
daß sich wenigstens einige unserer etwa
12000 Studenten einfinden um unseren
HSG-Handballern einen kleinen Rückbalt zu geben und wünschen unseren
Jungen viel Erfolg. Die HSG Wird in
folgoender Aufstellung antreten: Röke,
Surup; Schröter. Ruttloff, Döbler.
Schneide~, Hagen, Hanke; - Slveka,
Hilger, Bormann als Auswechse!spieler.
- sja. -
-uz-sportteleg ra m mDramatische Kämpfe der Kegler
Kegeln: Die Punktspielsaison der KegeIsportIer hat begonnen. Unsere
I . Mannschaft spielt in der 2. Liga,. während die II. und III. Mannschaft 10 der ,
L bzw: 3. Kreisklasse an den Punktspielen teilnehmen.
Recht erfolgreich schnitt bisher die
1. Mannschaft ab. Mit 4:0 Punkten ist
sie in ihrer Staffel mit an der Spitze
der Tabelle. Der erste Kampf auf unserer Heimbahn(Kurt-Kresse-Kampfbahn)
wurde klar gewonnen. Auch der erste
Auswärtskampf . bei der BSG Post
konnte nach spannenden Auseinanderootzungen mit 2217:2161 Punltten gewonnen werden. Bester Einzelkegler unserer Mannschaft war Tittmann mit
385 Punkten.
Die II. Mannschaft mußte am 23. 10.
zu ihrem ersten Kampf bei Aufbau
Nord II antreten. Dieser Wettlrampf
ließ an Dramatik ' nichts fehlen . Nachdem der vierte Kegler unseres Kollektivs die Bahn verlassen hatte, sahen
wir, mit 92 Punkten Whrend, schon wie
der sichere Sieger auS. Am Ende konnte
Aufbau Nord II doch noch mit 22 Punkten über uns triumphieren. Bester Kegler unserer H. Mannschaft: Kober mit
388 Punkten.
Einen schlec."ten Start hatte unsere
II!. Mannschaft. Am 16. 10. ww:de bei
UNMRS1TAT5ZE1TUNG
~
2.11.1960
D1IlSElHA&lEIWlUNG
*
Tischtennis: Die,. Sektion Tischtennis
unserer HSG hat die VII. Studentenmeisterschaften im Tischtennis der
Karl-I-.l:arx-Universität ausgeschrieben.
Die Meisterschaftskämpfe werden Ende
November bzw. Anfang Dezember
durchgeführt. Neben den Wettbewerben
im Einzel und Doppel sind auch Mannschaftsmeisterschaften der Fa kultät en
vorgesehen. MeIdeschluß ist 'der 22. November 1960. Alle Meldungen gehen an
die HSG, Leipzig W 31 , Stiegli tzstr. 40.
Fußball:
Die Siegesserie unserer Elf hält weiter an. Am Sonntag wurde POlygrapll
West auf eigenem Platz mit 2:1 geschlagen.
::-::-::::-::::7.7::::---.---:---:-:---,.,.--VeroHeDtUcllt uDter der Lizen<'Nummer
B des Presseamte. beim Ministerprä_
388
sidenten der DDR. - ErscheiDt \Vöcbentlieh. ADscllrift der Redaktion: Lelpztg CI;
Rilterstraße 2~, Telefon 77 71. Sekretariat
App. 2M , BanKKonto ' 203 203 bei der Stadtund Kreissparkasse Leipzig. - DrUCk:
LVZ-Druckerei Hermann Duncker, Leipzig CI, Pelersstelnweg 19. - Bestellungen
Ilimm& Jelles Postamt entgegen,
•.1OOVEIim!!it
Wissenschaftliche Beilage
Nr.371960
r ~'" '..
Die Gemeinschaftsarbeit
in der Forschung
,
.
Vberarbeitetes ProtokolZ der K'!nferenz des Akadem'ischen Senats am 30.. Juni 1960 (lll) '.
Zusammenarbei1 mit Praktikernbereime'rt: '
aum die Grundlagenforschung
.
'
Disku~sionsbeitrag von Dr. Dietrich U.hlmann,
Wissenschaftlicher Oberassistent an der ,Abteilung lür' Trink-, Brauch- und ·
Abwasserbiologie des Zoologis'clien Instituts
.
Dynamo Liebertwolkwitz IV mit 1902 zu
. 2049 Punkten verloren. Auch der zweite
Kampf auf der Anlage von Mot. PlagWitz West II konnte nUr mit einer Niederlage beendet werden.
0 cna~
,
Bereits im ~ahre 1952, . beim Amtsantritt
von Herrn Prof: Wetzel in LeipZig, wurde
zwischen ,der heuttgen Abteilung für Trink-,
Brauch- und Abwasserbiogolie ,(TBA) und
dem VEB Kombinat 0tto Grotewohl Böhlen ein Freundschaftsvertrag abgeschlossen',
der beiden Teilen Vorteile und Anregungen
brachte und auch später alljährlich erneuer t
wurde. Die ersten Untersuchungen (im Rah·
men von Diplomarbeiten) befaßten . sich m\'!
der Wasserqualität des .. Betrieb~speic;!1er·
beckens Rötha, die· sich,' damals' 'auffällig
verschlechtert hatt'e"At,tch. die:weiteren · Uno
tersUchungen ü;,)er , deh,..,bi910gisc;!1en . Bewuchs in Kühltürmen'· und' ROhri~ihinger.­
u:ld seine Bekämpfung gingen unmitteIbm
auf Anregung des Betriebes zurück. In jähr.
lichen Zusammenkünften zwischen VertI·p·
tern des Betriebes und des Institutes wurden jeweils Themen für die weitere Arbeil
vereinbart, die sowohl on theoretischelJ'
Interesse für das Institut als auch von gro·
ßem praktischen Interesse für den Betrieb
waren.
Seit 1955 besteht ferner . eine enge Zu- ·
sammenarbeit zwischen der heutigen Ab-
"
,
lE'ilung TBA und dem ·VEB ' (K) :Wasser~
wirtschaft Karl-Ma~·x-Stadt. Im Rahmen
von Diplomarbeiten und Dissertati0Iten
werden an der Großtalsperre , Saidenbach
und zwei weiteren Talsperren, die alle der '
Trinkwasserversorgung von' Karl-MarxStadt dienen, Untersu'c hungen durcligeführt.
Diese befassen sich hauptSächlich mit dem
Einfluß der eingeschwemmten Pflanzen'riährs'toffe .und der daraus resultierenden
MaS<Se:Jentwicklurig von Plan!<tonrH'ganismen 'auf die Qualität des gewonnenen Trinkwassers. Diese Untersuchungen ,. bei denen
die bioloßische Seite. vom Institut, die chemische ' zu' einem wesentlichen Teil vom
Wasserlabor
des
Betriebes bearbeitet
wurde, führte zu zahlreichen Vorschlägen
'md Maßnahmen für eine verbesserte Nährtoffrückhaltung und ,bessere Möglichkeit
:ler Talsperrenüberwachung. .
In gemeinsamer Arbeit wurden die Ur,achen für Geschmackbeeinträchtigungen
jes Karl-Marx-Städter Trinkwassers aufge_
klärt und der geeignetste Standort für eine
neue Trinkwassertalsperre ausgewählt. Die
gute Zusammenarbeit fand ihren Ausdruck