Ausgabe 2/08 der Lux

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Ausgabe 2/08 der Lux
Schulzeitung der Lichtenbergschule
Ausgabe 2/8
Monat 12/2008
Auflage 800 Exemplare
Schutzgebühr 20 Cent
LuOLux
Gymnasium Europaschule
www.lichtenbergschule-darmstadt.de
LeseSchüler
LuO-Mensa
Perspektive
Wie man seinen Geist befreit
EU-Richtlinien
Episches Theater
Schultheater an der LuO USA-Ungarn
WissenZeit
Seite 1
Seite 4-5
Seite 6
Seite 22-23
Die LuO-Mensa setzt
neue EU-Richtlinien um
von Susan Rothe
z
Zum Anfang des Schuljahres 20082009 gab es einige Änderungen in
der Schulmensa. Seit August 2008 ist
Frau Lena Savelsberg neue Geschäftsführerin der LUO-Mensa. In ihrem neuen
Team hat sie Unterstützung von Eltern,
die für diese Tätigkeit eingestellt wurden.
Es gibt dieses Jahr auch einen neuen Caterer: Catering und Party-Service Scheikh.
Eine Neustrukturierung der Geschäftsverhältnisse wurde notwendig, nachdem die
Mensa in eine finanzielle Schieflage geraten war und der bisherige Caterer aus eigenen geschäftlichen Gründen die LUO
nicht mehr beliefern konnte.
„neue EU-Richtlinien zur
gesunden Ernährung“
Frau Savelsberg kümmert sich nicht
nur um eine gesunde finanzielle Grundlage der Mensa, sondern ist auch mit
dafür zuständig, neue EU-Richtlinien zur
gesunden Ernährung in Schulen umzusetzen. Diese Richtlinien sollen dazu dienen,
Schulen anzuhalten, mehr vollwertige und
weniger ungesunde Lebensmittel anzubieten. Die Regelungen sind Pflicht und müssen von allen Schulen beachtet werden.
Dass nicht alle Schülerinnen und Schüler
sich darüber gefreut haben, hat Frau Savelsberg an den manchmal unfreundlichen Kommentaren zum Schulbeginn
gemerkt. Mittlerweile habe die Schülerschaft diese notwendige Umstellung akzeptiert, meint sie.
Wichtig ist es ihr, nachzufragen, welche gesunde Lebensmittel erwünscht und
angeboten werden können. Es gebe jetzt
im Sortiment mehr Obst, das nach Jahreszeit angeboten werden kann. Clementinen
seien zurzeit gefragt, sowie Milchreis,
Stollen und Lebkuchen. Besonders Leckeres darf auch nicht fehlen! Wer kein
Schweinefleisch will, kann auf Wunsch
auch Putenwurst oder Rindswürstchen
bekommen.
„Ü-Getränke“
Zum Durstlöschen kann man immer
Wasser, Apfelsaftschorle, „Ü-Getränke“,
Kakao, Tee oder Kaffee bekommen. Das
Mensa-Team ist bemüht, Wünsche der
Schulgemeinschaft anzunehmen und diese
soweit wie möglich zu erfüllen. Frau Savelsberg bittet alle, die etwas Bestimmtes
Fortsetzung Seite 4
Schüleraustausch
Seite 12-14
Zur neuen Ausgabe
LuOLux
D
ie LUX hat sich gewandelt: Wir haben
ein neues Layout, haben den Namen
von Lux in „LuO-Lux“ verändert und
auch den inhaltlichen Schwerpunkt etwas verlagert.
Dabei war es uns zum einen wichtig, die Tradition der LUX als Schulzeitung fortzuführen,
welche vor einigen Jahren auf eine Elterninitiative hin entstanden ist und sich dank des
ehrenamtlichen Engagements der Redaktionsmitglieder in der Schule fest etablieren konnte.
Zum anderen wollten wir auch den neueren
Entwicklungen an der LuO Rechnung tragen
und die Zeitung behutsam modernisieren.
Wir hoffen natürlich, dass das neue Konzept
unseren Lesern genauso gut gefällt wie uns.
Einen Großteil der Arbeit hat dabei Herr Thomas Keller geleistet, die Redaktion möchte
sich an dieser Stelle ganz herzlich bei ihm für
seine kreativen Ideen und seine Mühe bedanken.
Diese Zeitung wird fortan ihren Schwerpunkt
auf Reportagen und Hintergrundberichte zum
Schulgeschehen legen, aber auch über Möglichkeiten für Schüler nach dem Abitur und
außerhalb von Unterricht und Schulalltag berichten. Neu ist eine Rätselseite vor allem für
die jüngeren Schüler sowie(ab der nächsten
Ausgabe) eine Sparte für die Schülervertretung.
Natürlich werden weiterhin Berichte über Preise
und Erfolge von LuO-Schülern sowie der TerFortsetzung Seite 4
LuOLux-Zeitung
Dezember 2008
Schulerfolg
durch Beratung
und Orientierung
an der LuO
von Peter Herrmann
Lehrer als Entwicklungshelfer in
der Bildungsbiographie ihrer Schüler
„Die Schullaufbahn eines Kindes verläuft
immer individuell und in den wenigstens
Fällen gradlinig“. Dieser Feststellung von
Heike Schmoll, Redakteurin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung wird kaum jemand widersprechen können, der sich an
seine Schulzeit erinnert. Welche Bedeutung hat diese Feststellung für die aktuelle
Bildungsdiskussion? Welche Konsequenz
ergibt sich für den Schullalltag?
Heike Schmoll sieht einen direkten
Zusammenhang zwischen der gesellschaftlichen Anerkennung und Rolle des
Lehrers und der Qualität von Schule und
fordert, dass in Deutschland endlich die
zentrale Rolle des Lehrerberufs für den
Schulerfolg des Schülers erkannt wird.
Schmoll spricht sich auch für ein verändertes Selbstverständnis der Lehrer
aus:Die Lehrer sollten „ vor allem Geburtshelfer auf den verschiedenen Stationen der Bildungsbiografie sein“. Und
weiter: „Gute Lehrer spüren, an welcher
Stelle ihrer Entwicklung Schüler stehen“
und geben gezielte Hilfen“, um sie in ihrer
Persönlichkeit weiterzuentwickeln“
Schule als Entscheidungsfeld
aus der Sicht der Schüler
M
it dem laufenden Schuljahr
2008/09 baut die Lichtenbergschule ein umfassendes System zur Schullaufbahnberatung auf. Im Blickpunkt
steht für uns der Schulerfolg des einzelnen
Schülers. Wir sind der Meinung, dass unSeite 2
sere Schüler persönliche Unterstützung
und Beratung auf ihrem Weg zu einem
Schulabschluss benötigen. Denn die Wahl
der Schule und damit der Schullaufbahn
ist zunächst eine Entscheidung der Eltern.
Wir beobachten immer wieder, dass
viele unserer Schülerinnen und Schüler die
Perspektive „Abitur“ selbst erst sehr spät
ins Auge fassen, oft erst in derQualifikationsphase der Sekundarstufe II. Es leuchtet ein, dass dies der Motivation und
Leistungsbereitschaft unserer Schüler in
der Zwischenzeit sehr abträglich ist.
Schulfrust und eine hohe Bereitschaft sich
durch Medien ablenken zu lassen, bestimmen oft die lange „Wartezeit“ bis es Ernst
wird. Andererseits herrscht eine hohe Motivation und Leistungsbereitschaft bei den
Schülern, die eine klare Perspektive vor
Augen haben.
Wenn wir die Motivation und Leistungsbereitschaft unserer Schüler insgesamt fördern wollen, dann müssen wir sie
Schritt für Schritt befähigen, Entscheidungen selbst und bewusst zu treffen. Entscheidungen stehen in unserer Schule
häufiger an. Sie werden aber bisher nicht
in ihrer Bedeutung für die individuelle
Schullaufbahn erfasst.
Wir müssen uns künftig die Schule als
ein Entscheidungsfeld vorstellen, das den
Schülerinnen und Schülern an mehreren
Stellen ihrer Schullaufbahn die Beantwortung der grundlegende Frage abfordert:
„Was will ich selbst?
Und wenn sie älter werden: „Welche
beruflichen Vorstellungen habe ich und
was benötige ich dafür? Und: Brauche ich
dafür das Abitur?
Ein differenziertes Bildungsangebot
braucht Beratung
D
ie Chance einer individuellen Profilbildung auf gymnasialem Niveau
fördert die Entwicklung einer eigenständigen Persönlichkeit und die positive
Grundeinstellungen zu unterschiedlichen
Begabungen, Fertigkeiten und Interessen.
Wir haben in den letzten Jahren ein
sehr vielseitiges und anspruchsvolles Angebot an Profilen aufgebaut:
Schüler sollten vier Sprachen erlernen
können, zweisprachigen Fachunterricht
haben können,in Arbeitsgemeinschaften
forschen und experimentieren, ihren musischen und künsterischen Neigungen
nachgehen und sich interessante Angebote
aus dem reichhaltigen Wahlpflichtangebot
auswählen können.
Viele Schülerinnen und Schüler haben
diese vielfältigen Möglichkeiten zur Profilbildung jedoch nicht erkannt und demzufolge auch nicht genutzt. Die Gründe
sehen wir darin, dass Schüler und auch
ihre Eltern eine klare Struktur der Profilangebote und auch eine Beratung zur
Orientierung und Entscheidungsfindung
benötigen.
Profilangebote im neuen Wahlunterricht
ab Klasse 7 (G-8)
D
ie Einführung des neuen Wahlunterrichts zum Schuljahr 2008/09 gab
uns die rechtlichen Freiräume für eine organisatorische Neugestaltung unserer
Profilangebote im Bereich des früheren
Wahlpflichtunterrichts für den G-8 Bildungsgang.
Fortsetzung Seite 3
LuOLux-Zeitung
Dezember 2008
Fortsetzung
Schulerfolg ...
Die vier Profile Bilingualer Schulzweig, MINT, Sprachen und Gestaltung
decken wichtige Begabungs-und Neigungsbereiche ab. Eine ausführliche Darstellung des Konzepts finden Sie unter
www.luo-schule.de. In allen schulischen
Gremien wurde dieses Konzept als ein
Beitrag zur individuellen Förderung mit
großer Zustimmung begrüßt und verabschiedet. Es wird weiterhin Arbeitsgemeinschaften geben.
Pflicht-,Wahlunterricht, Arbeitsgemeinschaften, Förderuntericht und sinnvolle Freizeitgestaltung sollen zunehmend
mehr aufeinander abgestimmt und zu
einem pädagogischen Gesamtkonzept
entwickeln werden
Gemeinsamer Erziehungsauftrag von
Schule und Elternhaus
Mit der Einführung der Klassenlehrerstunde in den Jahrgangsstufen 6 und 7 im
Schuljahr 2007/08 und des Wahlunterrichts ab Klasse 7 haben die schulischen
Gremien bewusst die Grundlagen für ein
Ganztagschul-Konzept gelegt, das sowohl
dem gesellschaftlichen erweiterten Erziehungs- und Bildungsauftrag der Schule
als auch dem gesetzlich verbrieften Erziehungsauftrag der Eltern und dem Bedürfnis der Kinder und Jugendlichen nach
genügend Freiräumen und Freizeit außerhalb der Schule abgestimmt Rechnung
trägt.
Dadurch wird es künftig möglich sein,
alle Kinder und Jugendlichen an der LuO
in einen gemeinsamen Erziehungs- und
Bildungsprozess einzubinden mit dem
Ziel einer grundlegenen Persönlichkeitbildung, der Entfaltung ihrer Interessen
und Fähigkeiten sowie der Ausbildung
ihrer sozialen Verantwortung im Rahmen
der schulischen Gemeinschaft und der
Gesellschaft.
* Heike Schmoll, Das Stiefkind der Bildungspolitik, in Rotary Magazin, November 2008, 3236.
Fortsetzung
„zur neuen
Ausgabe“
minplan für das laufende Schuljahr
erscheinen.
Fortsetzung Titelthema
Die LuO-Mensa setzt
neue EU-Richtlinien um
wünschen, ihr Anregungen und Ideen mitzuteilen.
Damit das Essen in der Mensa eine Erholung
für alle sein kann, gibt es zur allgemeinen
Nutzung der Mensa neue Regeln.
„Ruhe beim Essen gewährleistet“
Zwischen 12.15-14.00 Uhr findet die Essensausgabe statt. In dieser Zeit ist die Mensa nur
für diejenigen offen, die zu Mittag essen wollen. Diese Regel sorgt dafür, dass es für alle
genug Platz gibt und die nötige Ruhe beim
Essen gewährleistet ist. In dieser Zeit kümmern sich auch die pädagogischen Mitarbeiter von der Villa um die jüngeren Kinder, die
die Mittagsbetreuung besuchen. Die Klassenstufen 5/6/7 haben die Möglichkeit, Essensbestellung am Tag vorher abzugeben und
gemeinsam als Klasse während der Klassenleiterstunde in den Klassenräumen zusammen zu essen. Dieses Angebot wird auch oft
und gern angenommen. Somit kann der Andrang zu den Hauptessenszeiten etwas ent-
zerrt und somit die Essenszeit für alle angenehmer gestaltet werden. In der Zeit zwischen 8.30-12.00 Uhr und 14.00-15.00 Uhr
kann die Mensa als Aufenthaltsraum von älteren Schülerinnen und Schülern, Treffpunkt
von Kolleginnen und Kollegen oder als ein
Ort für schulische Veranstaltung genutzt
werden.
Alles Wichtige zum Thema Schulmensa
gibt es auf der Homepage der Lichtenbergschule nachzulesen. Über die Startseite geht
es per Mausklick auf „Mensa“ weiter. Hier
findet man auch heraus, welche Menüs es in
der kommenden Woche geben wird und wie
man sie bestellen kann. Weitere Fragen zum
Thema LUO-Mensa lassen sich hier auch
einfach klären.
Wenn etwas nicht klar sein sollte, ist Frau
Savelsberg die richtige Ansprechpartnerin für
alles, was mit Mensa zu tun hat. Frau Savelsberg und ihre Mitarbeiterinnen freuen sich
auf eine gute und positive Zusammenarbeit
im Schuljahr 2008-2009!
Neu ist auch, dass wir für die LUX
eine kleine Schutzgebühr in der Höhe
von 20 Cent erheben. Diese Maßnahme ist nicht durch das neue, aufwändigere Layout bedingt, sondern soll
dazu dienen, die ohnehin begrenzten
Mittel des Fördervereins, der dankenswerterweise die LUX seit Jahren
finanziert, etwas zu entlasten.
Neben der traditionellen Print-Ausgabe
dieser Schulzeitung gibt es nun auch
eine Online-Ausgabe, zu finden unter
„Aktuelles“ auf der Homepage der
LuO unter www.luo-schule.de. Hier
stehen Berichte und Bilder zu aktuellen
Ereignissen in der Schule. Alle Schülerinnen und Schüler sowie Kolleginnen
und Kollegen sind herzlich eingeladen,
zu dieser Seite etwas beizutragen.
Zum Schluss noch etwas zum LUXTeam: Wir benötigen Verstärkung!
Schüler, Eltern und Lehrer, die Lust
haben, diese Zeitung zu gestalten und
weiter zu entwickeln, sind herzlich
willkommen. Bei Interesse schicken
Sie einfach eine Mail an [email protected]
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LuOLux-Zeitung
Dezember 2008
Perspektive
Episches Theater
an der LuO
von Janna Strube
„10.3.41
an das amerikansiche Theater denkend, kann mir jene Idee wieder in
den Kopf, die ich einmal in New
York hatte, nämlich ein Gangsterstück zu schreiben, das gewisse Vorgänge, die wir alle kennen, in die
Erinnerung ruft.“ Brecht, Arbeitsjournal
Darsteller: Sonja Gärtner, Lisa Klöppinger, Nico Morgenroth, Alexandra Rothe
E
in Wochenende lang hieß
es auch in diesem Jahr allabendlich in der LuOMensa: Bühne frei für die engagierten Schülerinnen und Schüler
der Theater-AG! Diesmal hatten
sie sich mit Bertold Brecht den
Klassiker des epischen Theaters
schlechthin ausgesucht und präsentierten vom 26.-28.9. mit „Der
aufhaltsame Aufstieg des Arturo
Ui“ eins der bekanntesten Stücke
des Autors: Eine Parabel über
Macht und deren Günstlinge,
über Korruption, Verrat und
Mord. Siedelte Brecht die Handlung des Stückes im 1940erGangster-Milieu der USA an, so
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verwies er doch eigentlich auf
die politische Entwicklung
Deutschlands fast zur gleichen
Zeit, also den Aufstieg Hitlers
von der Weltwirtschaftskrise bis
zur Machtergreifung.
Die Schülerinnen und Schüler
der Jahrgänge 10-13 zeigten in
17 eindruckvollen „Bildern“ nicht
nur Uis Karriere vom Boss einer
kleinen Verbrecherbande bis zum
Paten der Blumen- und Gemüsemafia, sondern auch die Abhän„Legen Sie sich ruhig zurück,
gigkeiten und Intrigen der kleinen
junge Frau und genießen Sie
Leute, Politiker und Justizbeamunsere Gangsterschau“
ten. So gab Sophia John den gut(Prolog)
gläubigen und doch korrupten
Bürgermeister Dogsborough, der
Der Zuschauer konnte in der zunächst von den listigen Führern
Hauptfigur Arturo Ui (höchst des Karfioltrusts (Sophia Eid,
überzeugend dargestellt von Nico Sonja Bauer, Maria Gerdes, Anja
Morgenroth) unschwer Adolf Marschner, Leona Frech) bestoHitler erkennen, aber auch Züge chen und schließlich von Arturo
des Gangsterbosses Al Capone. Ui erpresst wird. Das korrupte
Gericht in Form eines blasierten
Richters (Sören Wenzel), eines
machtlosen Verteidigers (Magnus
Drewelies) und eines am Zustand
des delirierenden Angeklagten
Fish (Sandra Wehner) völlig desinteressierten Arztes (Sonja Bauer)
kontrastierte spannungsvoll zur
pöbelnden Gangsterbande des
Arturo Ui (Jakob Malsy als Inna,
Magdalena Wozniak als Kleiner
Mann sowie Lucas Wallmann
und Christopher Budesheim als
Uis Leibwächter). Angelique
Grützner, Mona Hanselka und
Alexandra Rothe brillierten als
Gangster Roma, Giri und Givola,
die wechselweise um Arturo Uis
Fortsetzung nächste Seite
LuOLux-Zeitung
Dezember 2008
Die Theater-AG begeisterte mit
„Der aufhaltsame Aufstieg des
Arturo Ui“ von Bertolt Brecht
Darsteller: Anja Marschner, Sonja Bauer, Leona Frech, Maria Gerdes
Gunst buhlen und sich in Machtkämpfen bekriegen, bei denen
schließlich Roma, der Gegenspieler Givolas, erschossen wird.
Die Analogie der Handlung zu
den Machtkämpfen der NaziLager Goebbels und Görings gegen Röhm wurde hier offensichtlich. Als eher unterhaltsame
Episode konnten die Zuschauer
Uis Unterricht bei einem Schauspieler (Clio Stahl) verfolgen, mit
dessen Hilfe der Gangsterboss
seine Wirkung auf die Untergebenen verbessern wollte. Nico
Morgenroth akzentuierte Uis
Geltungsbedürfnis überzeugend
durch einen lächerlich gestelzten
Gang sowie formelhaft steife
Stand- und Sitzposen, wodurch
dem Zuschauer der Respekt vor
dem Verbrecherchef Ui alias
Adolf Hitler zu großen Teilen
genommen wurde – eine Wirkung, die bereits Brecht sich gewünscht hatte.
Eindrucksvoll war, wie souverän
die Schüler die großen Textmengen bewältigten und dabei zum
Teil noch in Doppelrollen auftraten, wie zum Beispiel Sonja
Gärtner als Dockdaisy und Betty
Dullfeet oder Magnus Drewelies
als O´Casey und als Verteidiger.
Die spärlich eingesetzten Requi-
Nico Morgenroth als Arturo Ui
siten unterstrichen die Parabelhaftigkeit und Zeitlosigkeit der
Handlung, wobei Maske und
Kostüme (beides Alexandra Rothe) die Atmosphäre der 40er
Jahre glaubhaft auferstehen ließen.
Der tosende Applaus am Ende
jeder Aufführung zeigte, wie gut
die Inszenierung auch dieses Jahr
den Zuschauern wieder gefallen
hatte. Der Dank ging nicht nur
an die Darstellerinnen und Darsteller, sondern auch an die vielen
hilfreichen Mitarbeiter hinter
der Bühne, ohne deren Engagement und Perfektionsgeist die
Aufführungen gar nicht hätten
stattfinden können. Das ganz
besondere Dankeschön auch im
Namen aller Beteiligten gilt auch
diesmal wieder dem Leiter der
Theater-AG Harald Mehring, der
bereits in langjähriger Tradition
und mit sehr viel persönlichem
Engagement die Schüler anleitet
und der Schule schon viele spannende Theaterabende beschert
hat.
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LuOLux-Zeitung
Dezember 2008
Wie man seinen Geist befreit:
Schultheater der LuO
Ein Interview mit Clio Stahl, Jahrgang 19
T
raditionell
gibt es an
der LuO zwei
Schultheatergruppen: Zum
einen ist da das
U n t e r s t u f e ntheater für die Schülerinnen und Schüler der
Jahrgänge 5-8 sowie das „große“ Schultheaterensemble, bei dem zwar nicht ausschließlich Oberstufenschüler mitmachen, aber
doch vorwiegend die „älteren“ Schülerinnen
und Schüler der Jahrgänge 9-13 vertreten
sind. Ganz so streng sind die Altersgrenzen
auch nicht gedacht, wer in der 8. Klasse ist
darf - je nach Rolle und Anforderungen der
geplanten Aufführung – auch schon bei den
„Großen“ dabei sein. Das Unterstufentheater wird zurzeit von Frau Yakacikli geleitet
– in der letzten Ausgabe der LUX berichteten
wir über die Weihnachtsaufführung. Das
große Schultheater leitet nun schon seit einigen Jahren Herr Harald Mehring. Er selbst
entdeckte 1967 als Schüler in der TheaterAG der LuO seine Leidenschaft für die
Schauspielkunst und spielt seit dem selbst regelmäßig bei der „Hessischen Spielgemeinschaft“, z.T. unter der Leitung so bekannter
Regisseure wie Michael Quast. In dem
Darmstädter Ensemble für (hessische)
Mundartstücke wirkte Herr Mehring allein
in vier Rollen im „Datterich“ mit. Im Jahr
2000 kam er als Lehrer an die LuO und
übernahm hier zunächst die Leitung des Unterstufentheaters, ab dem Schuljahr 2004/05
die des Oberstufenensembles.
Eine der Schauspielerinnen, die schon seit
langem mit Begeisterung und Erfolg an der
LuO Theater spielen, ist Clio Stahl (Jahrgang
13). Im fünften Schuljahr hatte sie ihre erste
Rolle als Krankenpfleger in „Ich mache dich
gesund, sagte der Bär“ (Schuljahr 2000/01),
ihr folgten jährlich weiter Auftritte, z.B. als
Stadtschreiber in „Die Kinder von Hameln“
(02/03) oder als Rabe Knax in „Die Hexe
Backa Racka“(03/04). Ab dem Schuljahr
2004/05 wechselte sie zum Oberstufentheater und spielte dort bekanntere, größere Rollen wie z.B. die der Anna Maria Möbius in
„Die Physiker“ oder des Puck in „Ein Sommernachtstraum“. In der diesjährigen Aufführung von „Der aufhaltsame Aufstieg des
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Arturo Ui“ übernahm Clio gleich drei Rollen: Sie war die Ansagerin sowie die Sprecherin des Epiloges, außerdem spielte sie den
Schauspieler Mahonney und den Reporter.
Für die Lux hat Clio einige Fragen zu
ihrer Arbeit in der Theater AG beantwortet.
So konnten wir von ihr erfahren, dass die
AG grundsätzlich immer samstags um 10
Uhr in der großen Aula probt, aber auch
dass sich die Proben deutlich intensivieren,
wenn die nächste Aufführung naht. So trifft
sich die Theater-AG in der „heißen Phase“
schon mal sonntags oder auch über ein langes (schulfreies) Wochenende. In den letzten
Tagen vor der Premiere finden sogar während der Schulzeit Proben statt. Dann wird
auch die Aufführungsbühne in der Mensa
genutzt, um mit Licht und Maske arbeiten
zu können. Clio berichtet, bei den letzten
Proben zu „Arturo Ui“ habe sich die Anspannung bei allen Beteiligten enorm verstärkt, denn „da wurde auch bei kleineren
Fehlern wie der Aussprache eines Wortes
nachgehakt und so lange geübt, bis alles
saß“. Da käme es vor, dass jeder Schritt und
jeder Satz nochmal sehr gründlich bearbeitet
werden muss.
„Dann ist das Lernen des Textes
wie das Kennenlernen des Charakters,
den man verkörpert „
Da es sich bei „Der aufhaltsame Aufstieg
des Arturo Ui“ um ein sehr textreiches Stück
handelt, interessierte uns, wie lange Clio gebraucht hat, um sich ihren gesamten Text
einzuprägen. Sie sagt, das reine Einprägen
des Textes bis sie ihn „im Kopf lückenlos
runterleiern konnte“ habe es nur drei bis vier
Stunden gedauert. Der größere Zeitaufwand
habe darin bestanden, ihren Text auf der
Bühne mit allen Aktionen verbinden und sicher „anwenden“ zu können. Das dauerte
ungefähr drei bis vier Wochen, wobei sie den
Standard, wie er auf der Bühne letztlich zum
Ausdruck kommen sollte, nach eigenen Worten erst kurz vor den Vorstellungen erreicht
habe. Clio betont, dass es beim Lernen einer
Rolle vor allem darauf ankomme, sich darauf einzulassen, die Person zu sein, die man
darstellen soll. Das reine Auswendiglernen
eines Textes ergebe keinen Sinn, sondern
man müsse lernen, tatsächlich zu denken,
was man sagt. „Dann ist das Lernen des
Textes wie das Kennenlernen des Charakters, den man verkörpert. Und wenn man
den kennt, ist es auch nicht schwer zu wissen, was er sagen oder wie er reagieren
würde in bestimmten Situationen“.
In dem „Sich-Einlassen“ auf die Rolle,
die man verkörpern soll, sieht Clio aber auch
die größte Schwierigkeit beim Theaterspielen. Sie sagt, man müsse immer wieder versuchen, einen ganz bestimmten Standpunkt
einzunehmen, „man darf nicht sein, wer man
ist und versuchen aus der eigenen Perspektive, eine Rolle darzustellen“, sondern man
müsse in die Rolle hinein schlüpfen und versuchen, „zu denken und zu handeln“ wie
diese Person. Keinesfalls dürfe man dabei
denken: „Das ist mir jetzt aber peinlich“
oder Ähnliches. Auf die Frage, was am
Theaterspielen am meisten Spaß macht, findet Clio klare Antworten. Neben der Freude
daran, gemeinsam mit anderen Menschen
ein Projekt zu erarbeiten, das seinen Höhepunkt in der gemeinsamen Präsentation findet, begeistert sie vor allem, dass man beim
Theaterspielen so viel über andere, aber auch
über sich selbst lernt. „Man lernt, mit Dingen und Situationen um zu gehen, die man
sonst lieber umgeht. Theaterspielen befreit,
könnte man sagen, Körper und Geist“. Sie
empfindet ihre Arbeit im Schultheater als
große Bereicherung ihrer Schulzeit und empfiehlt diese Arbeit auch anderen Schülern,
denn „man lernt, Menschen kennen, mit
denen man an einem Projekt arbeitet, das
später vielen Menschen präsentiert werden
soll. Man lernt, mit dem quälenden Gefühl
kurz vor den Vorstellungen fertig zu werden,
dass man gleich vor vielen Menschen stehen
und einen Teil einer Aufgabe übernehmen
wird, bei der alles von Gedächtnis und Fähigkeiten abhängt. Und man wird für alles
mehrfach entlohnt, wenn man nach der Vorstellung auf der Bühne steht, sich verbeugt,
das Publikum klatscht und man denkt sich:
„Das war toll, ich habe etwas geschafft, was
niemand so machen wird, wie ich es gemacht
habe“. Nicht zuletzt Clio verdankt den
größten Spaß an der Theater-AG dem Regisseur Harald Mehring. Mit ihm zu arbeiten
habe sie fast am meisten angespornt.
LuOLux-Zeitung
Dezember 2008
Lichtenbergschüler experimentieren als erste Gruppe im
neuen Schülerlabor an der TUD
Rotwein und Karotten
im Junior-Labor
W
o vor einer Woche in Anwesenheit von
Kultusminister Banzer und TU-Präsident
Prof. Prömel das neu gegründete Juniorlabor
feierlich eingeweiht wurde, brodelte nun Rotwein in
großen Destillen neben Karotten, die in Extraktionsapparaturen entfärbt wurden. 30 Schülerinnen und
Schüler der 7a waren begeistert von der Möglichkeit,
in den Räumen der TUD unter Anleitung komplizierte
Versuche aufbauen und durchführen zu können.
Als erste Schülergruppe die neuen Räumlichkeiten
und Geräte einweihen zu können, war natürlich eine
besondere Ehre. Das Junior-Labor, ein Kooperationsprojekt von TUD und Merck, bietet Schülern die
Möglichkeit, auch komplexe Versuche in kleinen
Gruppen erarbeiten und durchführen zu können.
Klasse 7a mit der Klassenlehrerin Christiane Kübler
Ohne Zeitdruck konnten die Schüler mit ihren Begleitern, Frau Kübler und Frau Divshali, einen Forschertag in „Uni-Atmosphäre“ verbringen.
Wr bedanken uns für die gute Betreuung durch Dr.
Wannowius von der TUD und seinem Team und wünschen dem Projekt alles Gute für die Zukunft!
www.juniorlabor.tu-darmstadt.de
www.merck.de
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LuOLux-Zeitung
Dezember 2008
Leichtathletik 2008
Regionalentscheidung
Zum Gewinn der Regionalentscheidung in Leichtathletik 2008 der „LuO“-Mädchen (Jg. 1991-1994) am
21.05. in Seeheim und zum guten Abschneiden bei
dem Landesentscheid am 17. Juni in Gelnhausen
Die strahlenden Gewinnerinnen des Regionalentscheids: Von links: Menka Rolvering, Betreuer Marcel Schaub, Louisa Strack, Lea Röhner, Hannah
Krummbein, Caroline Gobena, Mareike Magel, Hannah Siegl, Alin Schaaf, Julia Siegl, Laura Wollny, Betreuer Michelle Simon und Dr. Martin Geider
A
m 21. 05. 2008 war unsere LuO-Schulmannschaft der Mädchen Wk
II in Leichtathletik beim Regionalentscheid in Seeheim souverän
erfolgreich und belegte verdient
den 1. Platz.
einen guten 6. Platz in Gelnhausen belegte und an der Leistung und Punkten gemessen sogar
in Reichweite einer deutlich besseren Platzierung lag.
Martin Geider, Marcel Schaub,
Michelle Simon und Mareike
Magel als Ansprechpartner hoffen
auf viel Interesse und Verstärkungen in den einzelnen Disziplinen im Jahr 2009 (Jg. 19921995).
Das noch sehr junge Durchschnittsalter der Leichtathletinnen
Dies brachte die Mannschaft in lässt gerade auch für das nächste Auch bei den Jungen dieser Jahrdie Endausscheidung für Hessen, Jahr viel erwarten und die Mann- gänge, die bei dem Kreisentscheid
bei der sie am 17. Juni 2008 schaft sowie ihre Betreuer Dr. bravourös kämpften, ist im nächs-
Seite 8
ten Jahr mit wenigen Mannschafts-Verstärkungen ein gutes
Abschneiden in der Leichtathletik
möglich!
Wer Lust hat das nächste Mal
dabei zu sein, kann sich gerne
bei uns melden. Fühlt euch angesprochen!
LuOLux-Zeitung
Dezember 2008
Christian-Ernst-Neeff-Preises
2008
Maximilian Strauch, Katharina Gottschalk, Dr. Martin Geider
Überreichung des renommierten und mit Euro 750.- dotierten
Christian-Ernst-Neeff-Preises am 18. Juni 2008 in Frankfurt
durch den Physikalischen Verein Frankfurt am Main an die
Abiturienten der Lichtenbergschule Katharina Gottschalk und
Maximilian Strauch.
D
ie diesjährigen Abiturienten von der
Lichtenbergschule Darmstadt haben
über 1 ½ Jahre lang mit viel Zeitaufwand an ihrem Thema „Entwicklung
einer Technik zur Immobilisierung von Zellen
für die Lebendmikroskopie“ als Beitrag zur
weiteren Erforschung des Einzellers als belastenden biologischen Umweltfaktor gearbeitet. In der Frankfurter Rundschau und
im Darmstädter Echo wurde Mitte Juni darüber mit Bildern der strahlenden Gewinner
berichtet.
Im Genetischen Institut, im Labor von Professor Dr. Markus Engstler, wurden sie dabei
von diesem und seinen Mitarbeitern, insbesondere Herr Niko Heddergott, vorbildlich
unterstützt. Nachdem die diesjährigen Abiturienten mit der biologischen Ausarbeitung
dieses Themas bei „Jugend forscht“ Anfang
diesen Jahres schon mit einem 2. Platz als
beste hessische Arbeit in Biologie 2008 ausgezeichnet wurden, erhalten sie nun am 18.
Juni - nach weiterer Erforschung und unter
anderen Schwerpunkten der Thematik –
den jährlich vom Physikalischen Verein Ffm.
ausgeschriebenen „Christian-Ernst-NeeffForschungspreis“ in Höhe von Euro 750.-
für bemerkenswerte Arbeiten über Umweltschutz und Umwelttechnik sowie technische
Entwicklungen mit besonderem gesellschaftlichen Bezug vergeben.
Der Betreungslehrer Dr. Martin Geider freute
sich besonders darüber, dass er in dieser
Funktion nun auch an seiner neuen Schule
Der Preis soll an den Gründer des Physika- (LuO), Schüler zu einer naturwissenschaftlischen Vereins, Dr. med. Christian-Ernst lichen Arbeit, die sogar zum Gewinn des
Neeff erinnern, der schon im Jahr 1824 die Preises führte, anregen und betreuen konnte,
enge Verbindung von Naturwissenschaften nachdem er an seiner ehemaligen Schule
und Technik zur Voraussetzung von indus- schon vorher drei Schülergruppen zum Teiltriellem Fortschritt propagierte und als Auf- nehmen inspirieren konnte, die ebenfalls
gabe des Vereins herausstellte. Er fußte diesen Preis zugesprochen bekamen. Wer
damit auf eine Anregung von Johann Wolf- sind die nächsten an unserer Schule? Nagang Goethe, dass man sich in Frankfurt türlich, es ist viel Arbeit – aber noch mehr
mit Physik und Chemie beschäftigen möge, Spaß und Erfolg für eure Bemühungen!
um (sinngemäß) gesellschaftlichen und wirtwww.weirdsciene-club.de
schaftlichen Fortschritt zu fördern. Der Preis
wird im Sinne des Namenspatrons jährlich
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LuOLux-Zeitung
Dezember 2008
Der kleine Nazareno:
Eine Hilfsorganisation
stellt sich vor
von Madeleine Best (Schülerin)
Bilder: Dominique Zandbergen (Schüler)
Der PoWi Kurs von Herrn Niemeyer bei der Überreichung der Spende
A
m Dienstag, den 23. September 2008 gab es ungewöhnlichen Besuch im
Wissenszentrum der LuO. Ein
frisch aus Brasilien angereister
Herr namens Bernd Rosemeyer
stellte einen ganzen Vormittag
lang mehreren Klassen der Jahrgänge 5-7 seine Hilfsorganisation vor. Sie heißt „Der kleine
Nazareno“ und gibt Straßenkindern aus den Elendsvierteln brasilianischer
Städte
die
Möglichkeit, ein sinnvolles
Leben zu beginnen.
In Brasilien leben ungefähr
25.000 Kinder völlig verwahrlost auf der Straße. Jeden Tag
kämpfen sie um ihr Überleben
und gegen die Realität: Hunger,
Kälte, Prostitution und Drogen.
Die meisten Kinder Brasiliens
gehen freiwillig auf die Straße,
Seite 10
da sie in ihren Familien oft mit
Gewalt, Finanz- oder anderen
Familienproblemen konfrontiert
werden. Auf der Straße beginnen sie Klebstoff zu schnüffeln
und zu stehlen. Sie leben in
Gruppen und haben ständige
Angst von der Polizei erwischt
zu werden, denn diese wenden
bei Straßenkindern Gewalt an.
Um diesen Kindern eine
Chance zu geben hat Bernd Rosemeyer den „Kleinen Nazareno“ gegründet. Es gibt zwei
Nazareno-Dörfer in Brasilien,
eines in Fortaleza und das andere in Recife. Insgesamt beherbergen diese mittlerweile über
110 ehemalige Straßenkinder.
Die Dörfer bieten den Kindern
eine bessere Zukunft. Sie gehen
zur Schule, ab dem 15. Lebensjahr bekommen sie auch eine
praktische Berufsausbildung
und selbstverständlich unterstützt sie das Dorf auch bei der
Arbeitssuche. 95% aller Kinder
die einst ins Nazareno-Dorf gebracht wurden, bleiben auch
dort. Auch wenn den Meisten
der Anfang in dieser neuen Umgebung sehr schwer fällt.
Bernd Rosemeyer lebt seit 22
Jahren in Brasilien und unterstützt Kinder aus Elendsvierteln.
Die Lichtenbergschule unterstützt den kleinen Nazareno
schon seit einiger Zeit, z.B.
durch eine Aktion des PoWiGrundkurses 12 bei Herrn Niemeyer im letzten Schuljahr. Der
Kurs hatte bei einem Sparkassen-Wettbewerb mitgemacht
und dabei 230,- Euro gewonnen. Den Besuch von Herrn Ro-
semeyer nutzte der Kurs, um
ihm und somit dem „Kleinen
Nazareno“ das gewonnene Geld
in Form einer Spende zu überreichen.
In Zukunft soll es eine AG
zum Thema „Der kleine Nazareno“ geben, geleitet von Herr
Schiewe, in der interessierte
Schülerinnen und Schüler mehr
über die Nazareno-Dörfer und
das Leben brasilianischer Straßenkinder erfahren können.
Fortsetzung nächste Seite
LuOLux-Zeitung
Dezember 2008
Quittung für das Engagement
der LuO
Herr Rosemeyer spricht vor der Klasse
Mehr Informationen gibt es auch auf der Homepage des Hilfswerkes:
http://www.nazareno.de
Bilder von Dominique Zandbergen, 10a
Interessierte Zuhörer
Ein Leben in Armut
von Lisa Bauer, Klasse 8b
F
ür uns in Deutschland ist Schule selbstverständlich, doch in Indien können nur sehr wenige Kinder aus armen Familien eine Schule besuchen.
Aus diesem Grund hat Herr Abdul Salam Khan vor drei Jahren sein Elternhaus gestiftet, um im kleinen Ort Quaim Ganj (Nordindien) eine Schule
für Kinder aus armen Familien zu eröffnen.
Die Kinder dort lernen unter anderem Hindi, Urdu und Englisch. Die Ärmsten
bekommen auch dort zu Essen. Da die Schule nur aus Spenden finanziert wird,
unterstützen wir, die Klasse 8b, sie nun schon seit einem Jahr. Diese Kinder
brauchen jede Hilfe die sie bekommen können. Helfen auch Sie mit einer
Spende.
Wir leiten das Geld sofort weiter.
Bankverbindung:
Empfänger
Hanna Askari
Verwendungszweck:
Spende für Quaim Ganj
Kontonummer: 32093700
Bankleitzahl: 50852651
Unterricht im Freien
Essenszubereitung
Schulkinder
Seite 11
LuOLux-Zeitung
Dezember 2008
USA Austausch 2008
Somers Wisconsin - Shoreland Lutheran High School
von Sarah Schilling, Jahrgang 11
A
m 08.09.2008 war es
endlich so weit. Der jährliche USA-Austausch
nach Wisconsin stand vor der
Tür und am frühen Morgen des
8. Septembers trafen sich die 20
Schüler und Schülerinnen der
Jahrgangsstufe 11 mit ihren zwei
begleitenden Lehrerinnen, Frau
Kisch und Frau Mühling, am
Frankfurter Flughafen.
dem wir bereits seit den Osterferien diesen Jahres per E-Mail
Kontakt zu unseren Gastfamilien
aufgenommen hatten, war die
Spannung nun auf dem Höhepunkt und unsere Reise konnte
endlich losgehen. Nach einem
über 9-stündigen Flug sind wird
in Chicago, Illinois, gelandet und
wurden dort von einigen Elternteilen abgeholt und an die Shoreland Lutheran Highschool in
Die Erwartungen an Amerika,
Somers gebracht. Dort angedie Schule in Wisconsin und die
kommen wurden wir mit einem
Gastfamilien waren riesig. Nach„Lunch“ begrüßt, wir lernten un-
Seite 12
sere Gastfamilien kennen und
fuhren anschließend mit ihnen
zu unserem „Zuhause“, das wir
für zwei Wochen beziehen sollten.
- zuerst vom ‘Sears Tower’ und
dann von einem Boot aus.
Außerdem waren wir in Kenosha,
Racine und Madison, der Hauptstadt des Staates Wisconsin. Nach
In Wisconsin besuchten wir an einem Besuch des Gerichts ging
zwei Tagen den Unterricht der es an diesem Tag noch zum
High School, die nur ca. 300 „House on the Rock“.
Schüler aufweist, um den ameriAn zwei Tagen besuchten wir
kanischen Unterrichtsstil kennen
Milwaukee und besichtigten dort
zu lernen.
u.a. das Baseballstadion, die MilDes Weiteren besuchten wir Chi- ler Brauerei und das Harley Dacago und genossen dort die gi- vidson Museum.
gantische Aussicht über die Stadt
Fortsetzung nächste Seite
LuOLux-Zeitung
Dezember 2008
Nachtleben auf dem Times Square
Baseball-Stadion Milwaukee
Blick auf die Sykline von Chicago
Aussicht auf Wolkenkratzer
In der Shoreland Lutheran High School
Trotz eines festen Wochenpro- In New York angekommen, begramms konnten wir noch viel zogen wir unsere Zimmer im
Zeit mit unseren Gastfamilien „Skyline“ Hotel und machten uns
verbringen.
direkt auf den Weg zum Empire
State Building, wo wir gerade
Nach zwei tollen Wochen in
noch rechtzeitig zum SonnenWisconsin und einem abschlieuntergang eintrafen.
ßenden Football-Spiel hieß es
dann „Koffer packen“, denn un- In den nächsten Tagen besuchten
ser Weiterflug von Chicago nach wir Ellis Island, sahen die FreiNew York stand auf dem Pro- heitsstatue, spazierten entlang
gramm. Wir verabschiedeten der Wallstreet, besichtigten den
uns von unseren Gastfamilien, Ground Zero, durchquerten Chiwas nicht ganz emotionslos ver- na Town und Little Italy, sahen
lief. Doch schon am Flughafen den Central Park und auch das
war die Aufregung vor New Rockefeller Center. An unserem
York, der Weltmetropole, so letzen Tag in New York besuchenorm, dass die Tränen schnell ten wir zudem gemeinsam das
getrocknet waren.
„Museum of Modern Art“
(MOMA) und einige von uns
sahen sich an diesem Abend das
Musical „Phantom of the Opera“
am Broadway an.
Das Beste überhaupt war natürlich der Time Square, den wir
bei Nacht das erste Mal sahen
und von dem wir total überwältigt waren. Am Times Square,
am Broadway und an der 5th
Avenue hatten wir in diesen Tagen auch ausreichend Zeit zum
Shoppen.
Alles in allem hatten wir eine
sehr schöne Zeit in Amerika. Die
Leute waren sehr freundlich und
zuvorkommend. Außerdem sind
viele Freundschaften entstanden,
die wir alle auf jeden Fall aufrecht- erhalten wollen. Wir freuen
uns schon auf den Sommer 2009,
wo einige unserer Austauschpartner nach Deutschland kommen und wir die Möglichkeit
haben werden, ihnen unsere Heimat zu zeigen.
Wenn die Schüler der jetzigen
Jahrgangsstufe 10 die Möglichkeit haben, an diesen Austausch
teilzunehmen, sollten sie nicht
zögern und sich anmelden. USA
bleibt einfach eine unvergessliche
Reise.
Seite 13
LuOLux-Zeitung
N
ach dem Aufenthalt der
ungarischen Austauschschüler in Darmstadt
stand nun, etwa ein halbes Jahr
später, unser Gegenbesuch in
Budapest an. Vom Darmstädter
Hauptbahnhof ging die Reise
mit Frau Wiegmann und Herrn
John über Passau und Wien nach
Budapest, wo wir nach 11stündiger Bahnfahrt von unseren
Gastgebern schon erwartet wurden. Den kleinen Rest des Abends
verbrachten wir mit den Gastgeberfamilien.
selbstverständlich mit einer Stadtrundfahrt in Budapest, mit Halt
auf der weltberühmten Fischerbastei, dem Gellértberg, dem Heldenplatz und der Oper.
In Herend besuchten wir das
Porzellanmuseum mit Minimanufaktur, wo zunächst die Herstellung von wertvollem Porzellan
demonstriert wurde. Anschließend hatten wir die Möglichkeit
selbst eine kleine Porzellanrose
herzustellen, oder Ausstellungsstücke im Museum zu betrachten.
bekamen wir danach in einem
nahegelegenen urigen Restaurant.
Bei Zigeunermusik mit diversen
Showeinlagen der Musikanten
wurden Gulaschsuppe und Pfannkuchen serviert.
Das Wochenende stand uns mit
den Gastgebern zur freien Verfügung. Viele nutzen die freien
Tage, um z.B. in einem der 3 riesigen Einkaufszentren shoppen
zu gehen. Andere setzten das kulturelle Programm fort. Und Manche schnupperten sogar ins Buda-
Schüleraustausch
LuO – Árpád
von Jasmin Tozar
Dezember 2008
pläne und Fragebögen in die
Hand gedrückt, um kreuz und
quer durch Budapest zu reisen
und eine Stadtrallye zu bestreiten.
Die Wartezeit bis zum Schulschluss unserer Austauschpartner
konnten wir in der Innenstadt
verbringen.
Als besonderes Highlight fand
das Abschiedsfest und gleichzeitig
die Feier des 20 jährigen Austauschjubiläums bei Dunkelheit
auf einem Donauschiff statt. Zunächst wurde die Siegerehrung
der Stadtrallye vorgenommen.
Wir alle erhielten ein T-Shirt
des Árpád-Gymnasiums und
je nach Platzierung eine Schokoladenvariation. Mit dem
schönsten Blick auf Budapest,
nämlich bei Nacht an der beleuchtenden Metropole vorbeizufahren, nahmen wir Abschied.
Nach einem emotionalen Abschied, bei dem sogar die eine
oder andere Träne floss, traten
wir ausgestattet mit reichhaltig Verpflegung und Abschiedsgeschenken Mittwochmorgen die Heimreise an.
22.09. – 01.10.2008 in Budapest
Der Dienstagmorgen begann für
manche dann ungewohnt früh
(5 Uhr!!!), denn es galt, einen
weiten Schulweg zurückzulegen.
In der Schule angekommen, wurden wir zunächst von der Schulleiterin des Árpád-Gymnasium
begrüßt. Einige Austauschschülerinnen lasen kurze Texte zur
Geschichte des Gymnasiums, bevor wir schließlich durch die
Schule geführt wurden. Auffälligster Unterschied zwischen LuO
und Árpád ist mit Sicherheit die
Schüleranzahl, die hier ca. 1600,
dort lediglich 650 beträgt.
Durch Topfpflanzen, Bilder und
Plakate an den Wänden der Flure
entstand ein für uns ungewohntes,
aber angenehmes Schulambiente.
Auch an diesem Austausch unbeteiligte ungarische SchülerInnen
zeigten ihr Interesse und kamen
sofort auf uns zu, um sich mit
einem überraschend guten
Deutsch mit uns zu unterhalten.
Im Laufe der Woche nahmen wir
insgesamt an 3 Unterrichtsstunden teil, wobei wir unzählige
weitere Eindrücke sammelten
und auch die Unterschiede in
der Unterrichtsweise entdeckten.
Das Ausflugsprogramm begann
Seite 14
Weiter ging es zum Plattensee,
den wir mit einem Vergnügungsdampfer überquerten, um in Tihany die hoch gelegene Kirche
zu besichtigen. Auch das trübe
Wetter konnte einige deutsche
Schüler nicht davon abhalten,
ein kurzes Bad im kühlen Plattensee zu nehmen.
pester Nachtleben.
Die neue Woche begann erneut
in der Schule, diesmal mit der
Präsentation unserer Projektarbeiten. Bereits während der Zeit
in Darmstadt hatten wir begonnen, in Gruppen, bestehend aus
jeweils 2 Austauschpaaren, Gemeinsamkeiten und Unterschiede
Am Tag darauf besichtigten wir in z.B. Mode oder dem Schulsowohl die Basilika in Esztergom, system auszuarbeiten. Nun präals auch die Hochburg in Vise- sentierten wir unsere Ergebnisse
grád. Leider blieb uns hierfür vor einigen neunten Klassen.
nur sehr wenig Zeit, denn es
Im „Haus der Wunder“ konnten
stand noch ein besonderer Prowir anschließend naturwissengrammpunkt auf dem Plan: Das
schaftliche Phänomene spielerisch
gemeinsame Zubereiten von Keserfahren. Spielerisch weiter ging
selkartoffeln unter freiem Himmel.
es dann auch auf der MargareFür alle anfallenden Arbeiten
teninsel, wo ungarische Schüler
waren wir selbst zuständig, vom
bei strahlendem Sonnenschein
Kartoffeln schälen, bis zum FeuSpaßwettbewerbe mit uns vererholz sammeln. Die lange Garanstalteten.
zeit des Eintopfs überbrückten
wir mit Gesprächen und ungari- Zum Finale unserer deutsch-unschen Volksliedern am Lagerfeuer. garischen Begegnung tauschten
wir deutschen Schüler unsere ErDie schöne Stadt Kecskemét wurfahrungen mit den Lehrern aus.
de uns von einem Fremdenführer,
Es überwogen eindeutig die poder uns mit Aufgaben aktiv an
sitiven Eindrücke, darunter die
der Führung teilhaben ließ, geGastfreundlichkeit der Familien
zeigt. Bei herrlichem Wetter verund SchülerInnen sowie auch die
folgten wir anschließend für die
zahlreichen Ausflüge.
Puszta typische Reiterspiele, die
zum Rahmenprogramm des Hir- Noch einmal wurden wir in 4
tenmuseums gehörten. Stärkung Gruppen gelost, bekamen Stadt-
Wir können auf eine Woche voller
unbezahlbarer Erfahrungen zurückblicken, die sicherlich keiner
von uns vergessen wird. Womöglich wird es sogar bald ein Wiedersehen zwischen einigen Austauschpartnern geben, denn wir
wurden zu einem erneuten Besuch
Budapests im nächsten Sommer
eingeladen.
LuOLux-Zeitung
Dezember 2008
LuO-Schüler professionalisieren
ihr Englisch:
Cambridge-First Certificate
Folgende Schülerinnen und Schüler haben das Examen
bestanden und nun ihr Diplom erhalten:
Marlene Fries
Johanna Lettgen
Kevin Seitz
Julia Siegl
Luwan Sun
A
Jasmin Tozar
Sem Wiegand
Janina Wolf
Miriam Hecht
Moritz Zeferer
ufregend war es schon,
aber auch ungemein erfolgreich: der erste Schülerjahrgang der LuO hat im
Sommer 2008 die Prüfung zum
“Cambridge First Certificate”
(kurz FCE) abgelegt. Nach zwei
Jahren Vorbereitung haben alle
24 Teilnehmer das Examen bestanden – und auf einen Notendurchschnitt von 1,7 können sie
richtig stolz sein!
Lars Kohfahl
Sabrina Pauli
Anastasia Ponomarev
Sarah Murray
Juliane Grieben
Seit 2006 gibt es an der LuO
die Möglichkeit, dieses international anerkannte Sprachenzertifikat in Englisch im Rahmen
des Wahlpflichtunterrichts der
Jahrgänge 9 und 10 zu absolvieren. Nach bestandener Prüfung
haben die Schüler das so genannte “B2-Niveau” des Europäischen
Referenz-Rahmens
erreicht. Dieses bildet die Vorstufe und Voraussetzung für das
“Certificate of Advanced Eng-
Lucie Scheibner
Roja Nejad
Urs Groepl
Debbie Knorr
lish” (CAE), welches eine Hochschulzugangsberechtigung für
internationalen Studiengänge
sowie für alle Hochschulen und
Universitäten im englischsprachigen Ausland darstellt. Auch
für dieses Zertifikat sollen künftig an der LuO Kurse in der
Oberstufe angeboten werden.
Das “Cambridge First Certificate” nützt den Schülerinnen
und Schülern aber nicht nur im
Hinblick auf die nächste Exa-
Felix Riemenschneider
Marleen Tentscher
Kim Stehling
Trusha Rolvering
mensstufe, sondern stellt für sie
auch eine wichtige Qualifikation
in ihrem beruflichen Werdegang
dar und kann auch bei der Bewerbung um Auslandspraktika
nur von Vorteil sein. Die Kurse
erweitern die Englisch-Kenntnisse der Schülerinnen und
Schüler über die im Unterricht
erworbenen Fähigkeiten hinaus.
Seite 15
LuOLux-Zeitung
Dezember 2008
Abi – was nun
oder
Freiwilliges
Soziales
Jahr
von Thomas Keller
E
in Schulabschluss setzt die
formale Voraussetzung
für den weiteren Bildungsweg. Soweit so gut. Im
Frühjahr eines jeden Jahres stehen bundesweit Abiturprüfungen an und damit verbunden ist
die Vorbereitungszeit in einem
komprimierten, verdichteten
Zeitfenster. Dieses öffnet sich einige Wochen vor den anstehenden Klausuren und schließt mit
der letzten mündlichen Prüfung.
Viel liest sich in Tagespresse, in
Zeitschriften (Beilagen) und
Ratgebern über die Zeit vor und
nach den über- und bestandenen
Prüfungen und deren emotionalen und psychischen Wechselwirkungen; besonders in Zeiten
immer enger werdenden Lehrplänen.
Nur wo bleibt Zeit für die Orientierung eines Schülers, der
kurz vor den mittlerweile bundeseinheitlichen Abiturprüfungen steht? Vielmehr wird dem
Schüler auf seiner schulischen
Laufbahn das Handwerkzeug
mitgegeben, das seine Wettbewerbsfähigkeit fördert und ihm
bei seinen weiteren bevorstehenSeite 16
den beruflichen Entscheidungen
helfen soll. So steht nun ein
durch die Adaleszenz-Phasen
gereiftes Wesen, das in der ersten wichtigen Orientierungsphase seines Lebens seine
Interessen, Neigungen und
Wünsche aufzuspüren versucht.
Allerdings hat dies weniger mit
den besonderen Lieblingsfächern,
als
vielmehr
mit den grundlegenden Vorlieben und
Charakterzügen
zu tun.
Parallel
zu den
Abiturprüfungen werden
allerlei interessante,
nützliche
oder weniger nützliche,
sinnvolle oder inspirierende Veranstaltungen auf lokaler Ebene
angeboten.
Dort wird den interessierten
Schülern die Möglichkeit eröff-
net, sich mit ihren positiven und
negativen Vorstellungen konkret
über die jeweiligen beruflichen
Voraussetzungen und die inhaltliche Studienwahl vergleichend zu informieren.
Hierbei stehen den Schülern
professionelle Berater, Trainer
und speziell ausgebildetes Personal beratend zur Seite. Um Näheres über sich selbst zu
erfahren, werden im Internet
eine Reihe nützlicher und
glaubwürdiger Tests angeboten; wie z.B.
Neigungstests
oder
AllianzTests, um nur einige zu nennen.
Letztlich
wird
den Schülern ein
überschaubares,
vielleicht
aber
auch ein Pensum Unüberschaubares an Informationen,
Checklisten
oder
Power-PointPräsentationen geboten, das
ihnen helfen soll, eine persönlich
wichtige, ihren Zielen entsprechende weitreichende Entscheidung zu treffen. All dies passiert
parallel in Phasen des physi-
schen und psychischen Umbruchs und tiefster Orientierungslosigkeit junger Menschen.
Viele sehnen sich nach neuem,
selbstverantwortlichem, bestimmendem Leben, nach einem Ablegen ritualanhaftender Rollen
und schulischer Lernprozesse.
In der nicht nur größtmöglichen
Distanz zum Elternhaus suchen
immer mehr junge Menschen
eine Möglichkeit, ein freiwilliges
Soziales oder Ökologisches Jahr
im In- und Ausland zu absolvieren.
Abstand gewinnen, sich nicht
neuem Lerndruck aussetzen, wo
Studiengang durch Numerus
Clausus versperrt wird, Tests
und
Vorstellungsgespräche
einen erwarten, auch weil vielleicht der Abi-Schnitt nicht zum
Medizinstudium reicht; dies
sind nur eine Reihe von vielschichtigen Motiven, sich eine
Auszeit zu nehmen.
Rückblickend begannen im Jahr
2005 etwa 18000 Schüler/innen
ein Freiwilliges Soziales oder
Ökologisches Jahr.
Fortsetzung nächste Seite
LuOLux-Zeitung
Dezember 2008
Die Gesamtzahl der Freiwilligen
im Jahr 2008 lag bei mehr als
18600 Menschen. Das Freiwilligenjahr beginnt im August eines
jeden Jahres und dauert zwölf
Monate. Schüler im Alter von 16
und 26 Jahren können das Freiwillige Soziale Jahr in KrankenKinder-und
häusern,
Altenheimen, Kinder- und Jugendhilfe, Mehrgenerationenhäusern,
Kinderbetreuung,
Schulen, im Hospiz-Bereich und
Behinderteneinrichtungen absolvieren. Weitere Bereiche wie Kultur, Sport und Denkmalpflege
können ebenfalls als Einsatzstellen gewählt werden. Für einen
Einsatz im Freiwilligen Ökologischen Jahr können Schüler in der
Landschaftspflege, Naturschutzmaßnahmen, Maßnahmen der
Umweltbildung und in Forstbehörden aktiv werden. Hier sind
es Einsatzstellen wie Forstämter,
landwirtschaftliche
Betriebe,
Umweltämter, Vogelschutzwarten und Umweltschutzverbände.
Mit der Neuregelung vom Juni
dieses Jahres ist es möglich, mehrere ein- oder mehrmonatige
Dienste von In- und Auslandsaufenthalten zu kombinieren.
Ist die Entscheidung gefallen ein
Soziales oder Ökologisches Jahr
anzutreten, erhält der Schüler ein
angemessenes Taschengeld und
ist während des Einsatzes sozialund unfallversichert. Verpflegung, Unterbringung und Arbeitskleidung ist kostenlos.
Träger von Einsatzstellen sind
Caritas, Diakonie, Deutsches Rotes Kreuz, Arbeiterwohlfahrt,
Paritätischer
Wo h l f a h r t s v e rband und der Internationale Bund.
Wer im Ausland
tätig werden will,
kann dies beim
Arbeitskreis“ Lernen
und Helfen“ in Übersee oder bei „ Jugend
für Europa“ des EU-Programms
„Jugend in Aktion“ (Aktion 2)
tun.
Einen nicht unwesentlichen Teilaspekt bei freiwilligem sozialem
Engagement stellen die sogenannten Schlüsselqualifikationen
dar. Konkret können junge Menschen praktische und soziale
Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten sammeln, lernen, erweitern
und
in
soziale
Netzstrukturen einfügen, ergänzen und ausbauen. Diese geben
Ihnen in nachfolgenden persönlichen und beruflichen Lebensabschnitten die Möglichkeit,
Aufgaben und Probleme des Alltags, der zwischenmenschlichen
Kommunikation situativ, konstruktiv und kreativ mitzugestalten und zu bewältigen.
Ein anderer Teilaspekt
ist der einer
schöpferischen
Pause; wobei hier
das Eine das Andere nicht ausgrenzt, sondern
sich eher vielseitig produktiv vereinbaren lässt.
Fazit: Für die jungen
Menschen, die bewusst ein Freiwilliges Soziales, Ökologisches,
Kulturelles oder Sportliches Jahr
absolvieren, kann dies eine richtungsweisende berufliche Orientierungshilfe
oder
Chance
bedeuten. Denn nicht wenige
Ausbildungsbetriebe im öffentlichen Dienst, in der Wirtschaft,
auch Universitäten – die mit
Tests und Vorauswahlen ihre
zukünftigen
Auszubildenden
oder Studenten aussuchen – set-
zen verstärkt auf soziale Kompetenzen, freiwilligem Einsatz und
Engagement in der Gesellschaft.
Um im Wettbewerb um den
Wunschberuf, dem Ausbildungsplatz oder dem Studienplatz zu
den wenigen Auserwählten zu
gehören, kann ein Freiwilliges
Jahr auch gerade bei einem mäßigen Abi-Schnitt zum Erfolg
weiterhelfen. Am Ende sind es
die Erfahrungen, Eindrücke und
Erlebnisse, die einem niemand
nehmen kann; wobei jeder letztlich selbst darüber entscheidet,
wie viel oder wie wenig er am
sozialen
Umfeld
teilhaben
möchte. Denn all die gesammelten Erfahrungen stehen schließlich für eine zu Ende gehende
Lebensphase.
„Schau mal auf die Homepage
der Luo!“ lautet der Hinweis auf
die neue Rubrik: ABI-Was nun?
von Janine Storms. Auf der
Homepage finden sich weitere
Information an Ideen und Perspektiven nach dem Abitur.
www.lichtenbergschule-darmstadt.de
2. Erfahrungsbericht aus Mantancita 10/2008
Janine Storms als Freiwillige in der Escuela
Basica San José de Mantanzas, Nagua
(Dominikanische Republik)
(Schülerin Abitur 2007)
A
richtig gemütlich gemacht. Allerdings sollten wir anscheinend
wieder soweit, vier Wochen kurz nachdem wir aus den Gastsind vorbei. Der nächste Bericht familien, in denen wir wohlbeist da! Dieses Mal kann ich euch, hütet gelebt haben, den Härtetest
nicht nur vom Ankommen, son- bestehen; Wie lebt sich ein Leben
dern mehr von meiner Arbeit ohne Wasser und Strom?
und dem Leben hier berichten.
- Mit Kerzenschein und BrunDie entspannende Phase in den
nenwasser!
An sich haben wir
Gastfamilien ist vorüber, ich woheinen
Inversor,
der uns den Luxus
ne nunmehr schon seit vier Wovon
24h
Strom
verschafft. Dieser
chen mit meinen drei Mitfreikann
die
Wohnung
aber nur mit
willigen in der WG. Wir haben
Strom
versorgen,
wenn
die Bates uns in unserem neuen Zuhause
dios mi/s amigos, familia, conocidos y parientes, es ist schon
terien ab und zu wieder aufgeladen werden. Der Strom der Straße
fiel in den letzten Wochen öfter
für fast 24 Stunden aus, ergo
waren die Batterien leer. Abendessen kochen, Spülen und Duschen mit Kerzenschein waren
die logische, gemütliche und sehr
romantische Konsequenz. Ohne
Strom auch kein Wasser lautet
hier die Devise, denn ohne Strom
pumpt die Pumpe nicht, ohne
Pumpe gibt es kein Wasser im
Tank auf dem Dach, und damit
auch kein Wasser aus dem Wasserhahn. Mit großen Eimern haben wir uns aus dem Hausbrunnen (casimba), der mit Grundwasser gefüllt ist, Wasser zum
spülen, waschen und putzen geholt. Umständlich einerseits, andererseits lernt man fließend Wasser oder überhaupt Wasser zu
schätzen. Nach zwei bis drei anstrengenden Tagen haben sich
die Batterien des Inversors und
Fortsetzung nächste Seite
Seite 17
LuOLux-Zeitung
Fortsetzung
2.Erfahrungsbericht aus Mantancita 10/2008
und Farbe zu finanzieren. Wir
haben uns dazu bereit erklärt
den Raum zu streichen, leider
hat sich beim letzten heftigen
Gewitter herausgestellt, dass es
immer noch reinregnet, weil der
Abschlusszement zwischen
Wand und Dach fehlt. Aus diesem Grund muss das Streichen
vertagt werden.
Mit Freunden am Strand
damit auch unsere wieder aufgefüllt. EL TRABAJO Im Augenblick planen wir einige Projekte oder sind gerade im Einstieg.
In den letzten Wochen war ich
fast jeden Morgen in meinem
Hauptprojekt, der Armenschule
Escuela Basica Clara Brens. Ich
habe mir den Unterricht angesehen und mit den Lehrern gesprochen, was ich in der Schule
machen könnte. Lesen und
Schreiben sind die größten Mankos der Schüler. Gerade in der
vierten Klasse, in der für die
Schüler neben den Fächern Spanisch und Mathematik noch Biologie und Politik hinzukommen,
treten gravierende Probleme auf.
Sie können die Materie nicht
verstehen, weil sie die Texte nicht
lesen können. Aus diesem Grund
habe ich mich zusammen mit
Maria Magdalena, Lehrerin in
einer vierten Klasse, dazu entschieden einen Lesezirkel für die
Kinder anzubieten. Das erste
Mal war für mich ein voller Erfolg. Die Kinder haben gegen
meine Erwartung sehr gut mitgearbeitet, ich hatte das Gefühl
ihnen macht das Lesen schon
fast Spaß.
aus buntem Pappkarton ausgeschnitten und an die Kinder verschenkt. Die großen Augen und
die Freude der Kinder, im Moment des Schenkens werde ich
so schnell nicht vergessen. Das
Allergrößte an diesem Tag war
für uns jedoch, dass fast alle
Kinder bis auf ein paar einzelne
sowohl das kleine, als auch das
große „B“ perfekt schreiben
konnten.
In meinem Zweitprojekt, der
Sala de Tareas (Hausaufgabenbetreuung), hat sich die Arbeit
mittlerweile ganz gut eingespielt.
Durch Kooperation mit der Schule haben wir konstant etwa 25
Kinder in der Hausaufgabenbetreuung. Es freut mich zu sehen,
wie manche der Kinder bereits
in den acht Wochen immense
Fortschritte gemacht haben. Zur
Motivation haben wir uns einen
kleinen Contest für jeden Monat
ausgedacht. Falls einer der Kinder
für seine Verhältnisse besonders
gut mitarbeitet oder lange, erhält
es einen Stern. Das Kind mit
den meisten Sternen am Ende
des Monats gewinnt eine kleine
Belohnung. Es wirkt Wunder!
Zu den Umständen in der Sala,
Am Montag (13.10.) habe ich muss man sagen, dass wir nur
zusammen mit meiner Mitfrei- einen winzigen Raum zur Verwilligen Laura, die erste Unter- fügung haben, der nur mit kleirichtsstunde in der Schule gehalten. Al- nen Tischen und Stühlen ausgephabetisierung in einer ersten stattet ist. Bis vor kurzem konnKlasse. Wir haben es mit Spiel, ten wir nach starkem Regen
Spaß und einigen kleinen Kniffs nicht arbeiten, weil das Dach
und Tricks geschafft die Kinder beschädigt war. Zum Glück hat
zu motivieren. Zur Belohnung eine der örtlichen Stiftungen,
für gute Mitarbeit haben wir „Fundation Maximo Gomez“, es
zum Beispiel den Buchstaben „B“ möglich gemacht ein neues Dach
Seite 18
Dezember 2008
len wir eine Frauengruppe gründen, in der wir genau diese Themen behandeln werden. Wir wollen versuchen herauszufinden,
was sich die Frauen für ihr Leben
noch wünschen. Das heißt nicht,
dass wir ihr ganzes Leben verändern können, aber vielleicht
schaffen wir es den Frauen zu
helfen kleine Wünsche, wie z.B.
Englisch lernen oder ähnliches,
zu verwirklichen.
Eines Tages, als wir in die Hausaufgabenbetreuung kamen, waren alle Bilder von der Wand LA VIDA Nicht nur die Arbeit
genommen, die Möbel in der nimmt so langsam Gestalt an,
Mitte zusammengestellt und auch das Leben hier wird immer
die Farbe zum Streichen präpa- selbstverständlicher. Zwischenriert. Ein Mann wurde beauftragt durch frage ich mich immer wieden Raum zu streichen. Nach der selbst, ob ich mich hier schon
einer längeren Diskussion, bin richtig eingelebt und vor allem
ich mit meinem Mitfreiwilligen angepasst habe. Als vor zwei
Ulf zur Fundation nach Nagua Wochen zwei Freunde unserer
gefahren, um das Problem zu Vorgänger aus Deutschland auf
besprechen. Marielle, eine Mit- Besuch waren, ist mir bewusst
arbeiterin der Fundation, wusste geworden, wie gut ich mich hier
nichts von dem fehlenden Ze- schon zurechtfinde, wie viel ich
ment und hatte einen Maler be- von dem Leben und der Kultur
auftragt zu streichen. Mit dem schon erfahren habe. Die KomGespräch haben wir erreichen munikation mit den Menschen
können, dass in den nächsten stellt mich mittlerweile fast nicht
Tagen das Dach fertig gestellt mehr vor große Probleme, wobei
wird und wir wahrscheinlich am das natürlich auch davon abWochenende streichen können… hängt mit wem ich mich unter…am vergangen Wochenende halte. Entonces yo me siento
konnten wir tatsächlich mit dem muy contenta ahora. (Ich fühle
Streichen beginnen. Die Resultate möchte ich
euch in einer kleinen vorher
nachher Bilderpräsentation zeigen: Gerade uns
Mädchen ist in
der Zeit, in der
wir nun hier sind,
aufgefallen, wie
jung die Mädchen
hier zu Müttern
werden. Viele in Unterricht in der 1.Klasse
unserem Alter haben mindestens mich sehr zufrieden) Und denein, häufig aber auch schon zwei noch habe ich manchmal das
Kinder. Viele haben aufgrund Bedürfnis noch mehr Kontakt
der Schwangerschaft die Schule zu den Einheimischen habe zu
bzw. das Studium aufgegeben wollen. Denn natürlich weiß ich
und widmen sich nun voll und auf der anderen Seite ganz genau,
ganz der Mutterrolle. Wir fragen wie wenig ich über die Menschen
uns, ob die jungen Frauen mit und ihre Situation in zwei Modieser Rolle ausgefüllt sind und naten in Erfahrung bringen kann.
ob sie sich keine Freiräume mehr
Fortsetzung nächste Seite
für sich wünschen. Deshalb wol-
LuOLux-Zeitung
Dezember 2008
Aus genau diesem Grund habe
ich mich riesig gefreut, als die
Familie eines Mädchens, namens
Paloma (Taube), die ich aus der
Schule kenne, mich zum Essen
eingeladen hat. Paloma ist die
älteste Tochter von Lydia und
Neno, sie hat noch einen Bruder,
John und zwei Schwestern, Nani
und Paula. Neno arbeitet für die
Gemeinde und kann im Gegensatz zu vielen Männern hier köstlich kochen. Lydia verdient mit
Schneiderei und Maniküre ein
bisschen Geld dazu. Die Familie
ist sehr arm. Sie besitzen ein
Haus aus Wellblech und haben
nur Strom, wenn es Strom von
der Straße gibt. So haben wir an
dem Abend mit Kerzenschein
und Petroleumlampen zusammen
freiwilligen einkaufen. Nachdem
wir das Gemüse gekauft hatten,
holte die Verkäuferin des Colmados plötzlich direkt vor unseren Augen ein ganzes Hühnchen
aus einer Plastiktüte. Ich habe
mich vielleicht erschrocken. Wir
haben etwas überlegt, da uns eigentlich geraten wurde hier kein
Fleisch zu kaufen, haben uns jedoch dazu entschieden die Hälfte
mitzunehmen. Zu unserer und
ihrer Freude hat sie uns das
Hühnchen gleich ausgenommen
und zerlegt. Trotz des für uns
ungewöhnlichen Kaufs, hat das
Hühnchen ganz hervorragend
geschmeckt. Jetzt aber wieder
zurück zu Paloma. Nach der Arbeit in der Hausaufgabenbetreuung habe ich zusammen mit der
ganzen Familie gekocht. Sie waren
ganz gespannt und
Lydia etwas nervös,
ich glaube sie hatte
Angst, dass es nicht
schmeckt. Zu guter
letzt aber hat es allen
sehr gut geschmeckt.
Ich habe Paloma
noch nie so viel essen
sehen und sie hat
Müllsammelaktion
auch selbst gesagt,
gegessen. Lydia hat mir mit einem dass sie schon lange nicht mehr
strahlenden Lächeln verkündet, so viel gegessen hat. Lydia und
dass sie zwar arm sind, am Essen Neno haben sich riesig über den
aber nie gespart wird. Ich habe Balsamico-Essig gefreut und mir
mich etwas schlecht gefühlt, als versichert öfter Schnitzel mit Karsie extra für mich ein Festmahl toffelbrei zu kochen.
aufgetischt haben. Es gab alAußerdem haben wir zusammen
bondiga de pes (frittierte Fischmit Maria Magdalena, eine Lehbällchen) mit Ensalada de Pasta
rerin der Schule, gekocht. Ich
(Nudelsalat), Platanos fritos und
verstehe mich prächtig mit ihr.
Aguacate (Avocado). Ich fühle
Sie ist sehr offen und es macht
mich richtig wohl in Palomas
ihr viel Spaß uns die DominikaFamilie, ich gehe sie oft besuchen
nische Kultur und Spra-che beiund sie zeigt mir immer wieder
zubringen. „Pes con Coco“, hieß
Neues.
das Gericht des Abends, während
Vor kurzem habe ich mich für dem wir aufs Neue, über Fisch
diesen netten Abend revangieren kaufen, ihn ausnehmen, und
können. Ich habe für die ganze Reis zum Kochen mit Plastiktüte
Familie Schnitzel mit Kartoffelbrei zudecken, neue, spannende Dinge
und Salat gekocht. Ich habe mich gelernt haben. Am Wochenende
mittags mit Paloma zum Ein- vom 24.-26. Oktober war ich
kaufen der Zutaten getroffen. Ein alleine in Matancitas, weil meine
Bekannter von Paloma ist Metz- Mitfreiwilligen in Cabarete (ca.
ger, vor unseren Augen hat er 200 km Richtung Samana) surfen
vier Stücke Fleisch mit einem waren. Ich habe mir fest vorgeBeil auf einem Baumstamm von nommen intensiver Spanisch und
einem ganzen Schweinebein ab- mehr Leute kennen zu lernen,
gehackt. Das Einkaufen ist im- deshalb, und auch weil es mir zu
mer ein Erlebnis, so war ich zum teuer war, habe ich mich dafür
Beispiel letztens mit meiner Mit- entschieden in Matancita zu blei-
ben. Ich muss sagen, bis jetzt
eine der besten Entscheidungen
für mich hier. Bereits am Freitag
hatte ich so viel Kontakt, sowohl
mit bekannten, als auch, bis dahin,
fremden Gesichtern, wie fast noch
nie. Ich habe mit der Verantwortlichen der Sala lange über
die momentane Lage der Sala
diskutiert, das Mittagessen bei
meiner dominikanischen Familie
zu mir genommen, bei Paloma
viel gelacht, in einigen anderen
Häusern einfach nur geplaudert
und Babysitter gespielt (Die kleine
hat mir auf den Schoß gepinkelt
^^), in der Freien Methodistischen
Kirche einen Vortrag über Aids
und Tuberkulose angehört, zu
guter Letzt mit den Nachbarmädels einige Runden Domino gespielt. Ich habe mich hier noch
nie so zu Hause gefühlt, wie an
dem heutigen Tag. Ich merke
langsam, wie die Zeit anfängt
davon zu fliegen, ich glaube das
ist ein gutes Zeichen. Am Samstag
hab ich, allen Leute, die ich hier
schon kenne einen Besuch abgestattet und damit auch neue Leute
kennen gelernt. Für mich war
das Wochenende ein anstrengendes, aber wunderbares Erlebnis.
Am Anfang der Woche hat es
mich, ich glaube auch vor Erschöpfung, etwas dahingerafft.
Ich habe eine leichte Erkältung.
Es waren viele Eindrücke in kurzer Zeit, die ich am Wochenende
und auch in der Woche davor
gewonnen habe. Dazu kam die
Tatsache, dass wir kein Geld abheben konnten, weil die Banken
in Nagua ein Surverproblem hatte.
In der letzten Woche haben wir
vier von 2000 Peso (= 40 €)
gelebt. Außerdem gibt es Situationen, in denen ich mich manchmal niedergeschlagen oder überfordert fühle: Wir haben uns
z.B. für die Kinder in der Sala einige Regeln ausgedacht. Eine von
ihnen besagt, dass ein Kind nach
Hause gehen muss und eine Woche nicht wieder kommen darf,
wenn es ein anderes Kind schlägt.
In der letzten Woche hatten wir
einen Fall, indem ein Mädchen
ein anderes, auf unsere Ermahnungen hin, wiederholt geschlagen hatte. Sie musste gehen. Im
Nachhinein haben wir erfahren,
dass die Mutter das Mädchen
zur Bestrafung geschlagen hat.
Ein zweites Beispiel: Eine Mutter
hat ihr Kind etwa drei Jahre alt
bei der Sala abgeben wollen. Das
Kind weinte tot unglücklich, wollte unbedingt bei seiner Mama
bleiben, woraufhin die Mutter
ihren Schlappen auszog und ihr
Kind damit schlug. Auch in der
ersten Klasse, in der wir unterrichten, haben wir einen Jungen
mit einer drei Zentimeter langen
Narbe am Kopf, die von Schlägen
stammt. Das Kind ist verstört,
ruhig und antwortet, wenn überhaupt, nur mit Schlägen. Letztens schaue ich von der Galerie
hinab auf die Straße. Und beobachte folgendes Schauspiel: Ein
Mann fuhr mit einem Fahrrad
an einer Frau vorüber und spuckte sie an. Ein Freund sagt uns,
dass ein Jahr viel zu kurz ist.
Wenn er wollte, würden wir ihn
in fünf Jahren noch nicht verstehen. Außerdem werden wir nach
dem Jahr alle Menschen, die wir
hier kennen gelernt haben, sowieso schnell wieder vergessen.
Der Sohn von Maria Magdalena
fragte mich, nach einem längeren
Gespräch, indem ich viel über
das dominikanische Spanisch gelernt habe, ob es nicht so sei,
dass wir nach diesem Jahr alles
über sie wüssten und auch ihre
Sprache sprechen könnten, sie
allerdings kein Deutsch lernen
könnten. Mit dieser traurigen
Stimmung möchte ich diesen Bericht nicht beenden, denn das
wäre diesem Land und auch den
Leuten gegenüber nicht fair. Viele
schwierige Situationen verwandeln sich im Rückblick zu hilfreichen Erfahrungen. Ich muss
dazusagen, dass ich mich in der
meisten Zeit hier sehr wohl fühle,
die Menschen sind offen, herzlich,
zuvorkommend und hilfsbereit.
Hier ein paar Eindrücke. Überzeugt euch selbst: Damit möchte
ich mich für diesen Monat von
euch verabschieden. Ich hoffe ihr
habt einen besseren Eindruck davon bekommen, wie meine Leben
und die Arbeit hier aussehen. Am
Ende habe ich für Interessierte
einen Exkurs über die Entstehungsgeschichte Matancitas angehängt. Ich bin sehr glücklich
hier sein zu dürfen, vielen
Dank euch allen dafür! Abrazos
eure Janine
Seite 19
LuOLux-Zeitung
Dezember 2008
gepresst
Frischer Apfelsaft
auf dem Pausenhof
von Madeleine Best und Nicola Stehling, Klasse 10a
Echte Handarbeit: Schüler der Klasse 10c an der Apfelpresse
V
on Anfang des Jahres bis zu den
Herbstferien 2008 hat die Klasse
10c, an einem Stand neben dem
Schulkiosk, selbstgepressten Apfelsaft verkauft. Wir haben den Saft gekostet und
einmal nachgehakt, wie die Klasse auf
ihre erfolgreiche Projektidee gekommen
ist!
Thema
„die freie Marktwirtschaft„
Nachdem die Klasse im PoWi-Unterricht die freie Marktwirtschaft als Thema
behandelt hatte, organisierten die Schüler,
nach der Idee Herrn Niemeyers, eine Apfelsaftpresse und wurden aufgefordert,
Äpfel aus Privateigentum zu sammeln und
mit in die Schule zu bringen.
Nach der sechsten Stunde trafen sich
die Schüler freiwillig in Gruppen, um den
Seite 20
Apfelsaft für den nächsten Tag zu pressen,
der von Dienstag bis Freitag verkauft
wurde
„Sehr gut!“
Auf die Frage, wie das Geschäft liefe, bekamen wir als Antwort ein mehrstimmiges: „Sehr gut!“. Togi, Selem, Moad und
ihre Kollegen gaben an, täglich um die 30
Flaschen zu verkaufen. Der Preis für eine
0,5 Liter Flasche betrug einen Euro zuzüglich 50ct Pfand für die PET Flaschen.
Ein Probeschluck war jedoch allen Neugierigen Schülern und Lehrern kostenlos
gegönnt und man kann sagen, dass das
Projekt: Frischgepresster Apfelsaft auf
dem Schulhof, ein geglücktes und gaumenfreundliches Projekt für alle Beteiligten war.
Ein gutes Stöffchen entsteht!
LuOLux-Zeitung
Dezember 2008
Eifersucht
Julia Hasenzahl, Jahrgang 7
Ich will zu dir,
doch ich darf nicht rein.
Du hast eine Freundin,
willst mit ihr alleine sein.
Ich habs schon verstanden,
ist ja schon gut!
Tief in mir da kocht sie,
da kocht sie die Wut.
Natürlich ist deine Freundin toll,
und die Beste für dich.
Doch seitdem sie da ist,
hast du keine Zeit mehr für mich.
Früher war alles anders,
da gab es nur uns zwei.
Doch ich fürchte diese Zeiten,
sind für immer vorbei.
Ich wollt es wär anders,
wünscht sie wär nie gekommen.
Sie hat mir meinen besten Freund,
nämlich DICH weggenommen.
Mit wem soll ich reden,
mit wem soll ich lachen?
Egal was ich tue,
es wird keinen Spaß mehr machen.
Ich glaub du merkst gar nicht,
was hier passiert.
Dir ist wohl egal,
was aus unserer Freundschaft wird.
Ach was solls,
es hat keinen SinnDu hast anscheinend vergessen,
dass ICH deine beste Freundin bin.
Das trifft mich so tief,
ich halts nicht mehr aus.
Was soll aus mir werden?
Wer holt mich hier raus?
Ich wills gar nicht sagen,
doch du tust mir so weh.
Du machst mich kaputt,
es ist besser wenn ich geh.
Das war´s es ist aus,
Ich bin fertig mit dir.
Ich will dich nie mehr sehn,
denn du hast genug von mir.
Okay also gut,
jetzt bleibt es dabei.
Du willst es nicht anders,
unsere Freundschaft ist VORBEI!
Betrug
Julia Hasenzahl, Jahrgang 7
Der Tag ist vorbei,
die Sonne geht unter.
Die Nacht bricht an,
ich werde munter.
Ich gehe raus,
ich kann nicht schlafen.
Ich laufe los,
durch leere Straßen.
Wann kommst du endlich,
ich warte auf dich.
Wir wollten uns treffen,
bitte vergiss es nich!
Ich weiß nicht genau,
wie lang ich hier schon steh.
Es wär besser wenn du bald kommst,
weil ich sonst geh.
Ich will grad weg,
da seh ich dich kommen.
Lauf zu dir hin,
werd in den Arm genommen.
Frag wo du warst,
bekomm keine Antwort von dir.
Du schaust mich nur an
Stehst schweigend vor mir.
Du antwortest doch,
aber es macht keinen Sinn.
Wieso bist du gekommen,
wenn ich dir nicht mehr wichtig bin.
Du stehst nur da,
sagst nichts zu mir.
Mein Herz wurde gebrochen,
gebrochen von dir.
Drehe mich um,
renne weg von hier.
Fang an zu weinen,
will meine Tränen verstecken vor dir.
Ich lauf immer weiter,
bleibe nicht stehn.
Eins weiß ich genau,
ich will dich nie wieder sehn.
Erinnere mich an deine Stimme,
an jedes einzelne Wort.
Du hast eine neue Freundin,
deshalb gehst du von mir fort
Ich weiß nicht mehr weiter,
will nicht sein wer ich bin.
Ich seh eine Brücke,
stell mich drauf und…
Seite 21
LuOLux-Zeitung
Dezember 2008
LeseSchüler
WissenZeit
Papierkram
von Thomas Keller
Quelle: yamaha-motor.co.jp
Quelle: paper-replika.com
N
achdem die Uhren wieder zurückgestellt wurden, die Tage kürzer
und die Nächte länger werden,
versucht sich der Mensch der
Dunkelheit zu entziehen, indem
er vor dem PC oder dem Fernseher verweilt.
Wie kann man die langen
Abende weitaus sinnvoller und
kreativer gestalten? Da gäbe es
die sogenannten Gesellschaftsspiele, auch für nur zwei Spieler,
oder das Pflegen geistigen Kulturgutes - Bücher lesen -.
Noch wesentlich interessanter
Seite 22
könnten sich die Abende, insbesondere die am Wochenende,
durch den wechselnden Einsatz
von Phantasie, Kreativität und
schöpferischen Pausen herausstellen, nämlich durch das Basteln
mit
Papier
und
Ausschneidebogen.
Es finden sich im Internet
viele Anregungen, Beispiele und
Hinweise, die ich hier kurz aufliste und die stellvertretend für
weitere stehen. Interessante Papiermodelle fand ich, wo ich es
am wenigsten vermutet hätte,
unter
http://www.yamaha-
motor.co.jp.
Auf der dortigen Homepage finden sich eine Menge Papiermodelle mit Bastelanleitung; alles
unter Download herunterladbar,
mit denen sich u.a. Themen wie
realistische Papier-Motorräder,
Tiere oder Jahreszeiten auswählen lassen.
Sollte dies den Einen oder
Anderen Leser noch nicht auf
den Geschmack gebracht haben
oder wer mehr erfahren möchte,
dem stehen weitere (unter der
Homepage http://www.papierstadt.de) Modellbögen zur
Wahl, die frei zum Download
bereit liegen. Zum Beispiel steht
auch als Modellbauvorlage der
kleine Roboter Wall-E und seine
Artgenossen zur Verfügung.
Weitere Web-Adressen u.a.:
www.paperkraft.net
http://paper-replika.com.
Links zu diesen Themen finden
sich auf den jeweiligen Web-Seiten.
LuOLux-Zeitung
Dezember 2008
LeseSchüler
WissenZeit
Wiglaf hat durch schlechte
Witze den Drachen Gorzil zum
Totlachen gebracht, nur war dieser junge Drache der liebste Drache von 3 800 Drachenbrüdern
seiner Mutter. Nun sucht die
Mutter, „die böse Bestie aus dem
Osten“, nach demjenigen, der
ihrem 92. Jungen so übel mitgespielt hat. Selbst Mordred, dem
Verwalter der Akademie, schlottern aus Angst die Beine. Gleichwohl ärgert er sich über die
Drachenmutter, wohl wissend,
dass normalerweise ein Drache
seinen Goldschatz wohlbehütet
mit sich führt. Nur die „böse
Bestie aus dem Osten“ nicht.
Mehr soll hier nicht verraten
werden. Ein Buch, bestehend aus
zur Zeit 8 Bänden, dass in kleine
Kapiteln unterteilt ist. Es liest
sich kurzweilig, mit viel Witz.
Dies wird z.B. deutlich an Daisy
dem Schwein, die leider mit
einem verkorksten Zauberspruch
belegt ist und dadurch Schweinelatein spricht.
Eine Menge Spannung, Spaß
und lustige Illustrationen, zum
Vorlesen oder selber schmökern.
1
Damit fängt das Bücherlesen an – das Spiegeleierbraten auch
2
Hat viele vielseitige Sachen zum Ausleihen
3
Der steht meist noch vor dem Titel auf der Titelseite
4
Enthält eine Menge interessanter Dinge, nur von der NIXE OLK weiß es nichts
5
Es waren einmal recht viele, die wurden von den Brüdern Grimm aufgeschrieben
6
Der schönste Tag für Herrn Taschenbier
7
Wer nicht das ganze Buch auf einmal schafft, der wird ein oder zwei... lesen
8
Gibt’s zum Beispiel auf A oder O, gibt’s mit Anton im Buch
9
Der bekannteste Einwohner von Lönneberga
10
Sieht CAROLINE ähnlich: hat die vielen Funke-Geschichten geschrieben
Lösung:
1. Aufschlagen, 2. Buecherei, 3. Verfasser, 4. Lexikon,
5. Maerchen, 6. Samstag, 7. Kapitel, 8. Puenktchen, 9. Michel,
10. Cornelia. - LESERATTEN
W
iglaf ist ein Junge, der
davon träumt, einmal
ein Held zu sein. Der
kein Blut sehen kann, ohne dass
ihm schlecht wird. Er kommt auf
das Internat der DrachenJägerAkademie, um die wesentlichen
und wichtigen Dinge zu erlernen,
wie man sich z.B. unbemerkt in
Ritterrüstung den Drachen nähert. D er neue Mitschüler kennenlernt und sie gemeinsam
Abenteuer auf der DrachenJägerakademie erleben.
Ein kniffliges Rätsel: Findest du die Antworten und
in den getönten Feldern- das Lösungswort?
Mit freundlicher Genehmigung, gestattet von Eckstein/der Zeit
UMS
E C KC HE N G E DACH T
Seite 23
Dezember 2008
LuOLux-Zeitung
Termine
Übersicht aller aktullen Termine unter: www.luo-schule.de
Aktuelles
Terminplan 2008-09
Verantstaltungen
Vorschau 2008/09
Tag
Datum
Zeit
Ort
Mittwoch
verlegt
19.00
Mensa
Donnerstag
4. 12.
1./2. Std.
wird noch
bekannt gegeben
Donnerstag
Freitag
Dienstag
Mittwoch
4. 12.
5.12
9.12.
10.12
3./4. Std.
Aula
19.00
19:30
Montag
15.12.
3.+4. Std.
Aula
wird noch
bekannt gegeben
Mensa
Freitag
19.12
Zeit
Ort
22.12 - 10.1. 09
Dezember 2008
Informationen zum bilingualen Schulzweig für Eltern Jg. 6 mit
Frau Kübler, Herrn Krug, Herrn Ganß
Ökumenische Adventsfeier für die Schulgemeinde;
Ansprechpartnerin Frau Gerecke
planmäßiger Unterricht ab der 3. Stunde
Mathematikwettbewerb Jgst. 8 (1. Runde)
Vorlesewettbewerb der Jgst. 6
Informationen zur 2. Fremdsprache für Eltern Jg. 5 mit Herrn Ganß
Weihnachtskonzert
Knirps-Theater: französischsprachige Vorstellung für SB 9;
Ansprechpartnerin Frau Stichel
Letzter Schultag vor den Weihnachtsferien.
Der Unterricht schließt nach der 3. Stunde.
Weihnachtsferien
Tag
Datum
Montag
Samstag
12.1
24.1.
10:00 - 12.00
Aula/Schule
Tag
Datum
Zeit
Ort
Freitag
6.2
10:30
Samstag
Montag
Dienstag
14.2
23.2
24.2
9.00 - 12.00
Tag
Datum
Zeit
Ort
Montag
02.03.
3.-4. Stunde
siehe Aushang
Mensa
Information der Jg. 11 zur Qualifikationsphase der
Gymnasialen Oberstufe mit Herrn Boos
(Vorbereitung der Fachwahlen)
3.-4. Stunde
siehe Aushang
Mensa
Information der Jg. 10 zur Einführungsphase der
Gymnasialen Oberstufe mit Herrn Boos
(Vorbereitung der Fachwahlen)
3.-4. Stunde
siehe Aushang
Mensa
3.+4.Std
511
Information der Jg. 12 zum Abitur mit Herrn Boos
(Vorbereitung der Fachwahlen)
Mathewettbewerb 2. Runde
Dienstag
Mittwoch
03.03.
04.03.
***
Januar 2009
Erster Schultag nach den Weihnachtsferien.
Tag der offenen Tür
Ansprechpartner: Herr Hiemenz
Februar 2009
Zeugnisausgabe für das 1. Halbjahr.
Der Unterricht endet nach der 3. Stunde
Elternsprechtag
Rosenmontag - beweglicher Ferientag
Fastnachtsdienstag - nach LuO-Regelung unterrichtsfrei.
Die verbindliche Unterrichtszeit wird am letzten Schultag
vor den Osterferien nachgeholt.
20.03.- 03.04.
März 2009
Landesabitur 2009: Schriftliche Abiturprüfungen
Tag
Datum
Zeit
Ort
April 2009
Freitag
Freitag
3.4.
3.4.
4.-6. Std
Sporthallen
Montag
04.-18.04.2009
20.4.
23.04. - 08.05.
Sporttag für die Jahrgangsstufe 10; Ansprechpartner: Herr Demel
Letzter Schultag vor den Osterferien.
LuO-Regelung: Unterricht nach Plan
Osterferien
Erster Schultag nach den Osterferien
Landesabitur 2009: Schriftliche NachprüfungenFreitag 26.6.
Impressum:
Herausgeber:
Lichtenbergschule
Gymnasium
Ludwigshöhstraße 105,
64285 Darmstadt
Seite 24
Verantwortlich:
Der Schulleiter
Redaktion:
Susan Rothe,
Janna Strube,
Thomas Keller
Bildbearbeitung,
Gestaltung,
Layout:
Thomas Keller
Lux-AG:
Madeleine Best,
Caroline Gobena,
Florian Loch,
Nicola Stehling
Dominique
Zandbergen
Druck:
Caro-Druck,
Frankfurt a. Main
Kontakt:
Janna Strube,
[email protected]