Das Magazin für Mitarbeiter des Chemieparks Knapsack

Transcription

Das Magazin für Mitarbeiter des Chemieparks Knapsack
Knapsack
Spiegel
12 01
2015 2016
Das Magazin für Mitarbeiter des Chemieparks Knapsack
Inhalt
Editorial
Poleposition
Mehrere Unternehmen siedeln sich
in einem festgelegten Areal an und
profitieren von gemeinsamen Infrastruktureinrichtungen, Sicherheitskonzepten, Öffentlichkeitsarbeit etc.:
Das „Modell Chemiepark“ hat sich
bewährt und ist zukunftsfähig. Das
zeigen ganz eindeutig auch die
Investitionen, die 2015 in unserem
Standort getätigt wurden, etwa der
Bau einer neuen Produktionsanlage für 150 Millionen Euro von
Bayer CropScience oder die Erweiterung des Areals im Containerterminal mit einem zusätzlichen Lager
für Chemikalien in Containern.
Auch 2016 stehen uns mit der
Süderweiterung des Chemieparks
große Veränderungen bevor, die
uns Wachstum und somit auch höhere Auslastung ermöglichen. Ein
weiteres positives Zeichen ist der
erfolgte Spatenstich für die neue
Umgehungsstraße in Hürth, durch
die die „Lux“ entlastet wird. Im
Bewusstsein dieser „Poleposition“
können wir mit frischem Elan ins
neue Jahr starten.
Ein frohes Fest und einen guten
Rutsch wünschen
Ralf Müller
und
Dr. Clemens Mittelviefhaus
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05
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Interview mit Dr. Kerstin Vorberg, Geschäftsführung REA
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„PUMA“ – Das Trainingsprogramm von Bayer CropScience 5
Erfahrungsaustausch Krisenkommunikation
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Arbeitsschutz zum Anfassen
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100 Tage Leiter Ver- und Entsorgung: Thomas Theisen
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Dr. Alexander Rang, Leiter Safeway & Intermediates, Clariant 10
Bestenehrung für vier Azubis der InfraServ Knapsack 11
Betriebsversammlung von Clariant
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InfraPlus-Veranstaltung der InfraServ Knapsack
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Depal-Betrieb seit 4000 Tagen unfallfrei
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Gesunde Azubis bei der InfraServ Knapsack
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„Druckluft 0156“ – wer steckt dahinter?
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Frank Wagner engagiert sich für Kinder und Jugendliche
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Teamgeist für die neuen Azubis
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Und manches mehr … ab 20
Titelbild:
Stolz präsentieren die Kollegen der Werkfeuerwehr den neuen Trainingscontainer.
Im Bild von links nach rechts: Bert Richartz, Bernd Kraus, Dirk Hoffacker (oben),
Gerd Lock, Helmut Nesseler, Markus Oebel und Rüdiger Menges. Zum Team
gehörend, aber nicht auf dem Bild: Willi Otten, Guido Müller und Hans-Peter Koll
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KnapsackSpiegel 12.2015|01.2016
Chemiepark Knapsack
Weiterentwicklung bei der Werkfeuerwehr
Verbesserte Brandschutz-
unterweisung durch neuen mobilen Trainingscontainer
Der richtige und sichere Umgang mit dem Feuerlöscher ist gerade in der Entstehungsphase
eines Brandes von entscheidender Bedeutung, um ein Ausbreiten der Flammen zu verhindern
oder zumindest zu verzögern.
S icherheit hat im Chemiepark Knapsack oberste Priorität.
Daher werden Mitarbeiter, die bei InfraServ Knapsack und
den Standortunternehmen arbeiten, regelmäßig im Umgang mit dem Feuerlöscher geschult.
Das Ziel dieser Unterweisung sind der sichere Umgang mit
Brandgefahren im Unternehmen und das richtige Verhalten im
Brandfall. Die Unterweisung setzt sich aus einem theoretischen
und einem praktischen Teil zusammen. Die Dauer beträgt insgesamt etwa 1,5 Stunden. In der Theorie werden die Grundlagen des Brandschutzes, die Gefahren und
das richtige Verhalten im Brandfall sowie
die Funktion und Wirkungsweise von Feuerlöscheinrichtungen erläutert. Die Praxis
vermittelt Handhabung, Funktion, Auslösemechanismus von Handfeuerlöschern und
darüber hinaus Löschtaktiken zur Brandbekämpfung. Zentraler Inhalt ist das realitätsnahe Training mit Handfeuerlöschern am
Löschtrainer (Simulationsgerät).
Rüdiger Menges, Wachabteilungsleiter
bei der Werkfeuerwehr, ist einer der Fachleute, die die Schulungen
durchführen. Um immer auf dem neuesten Stand zu sein, haben
einige Mitarbeiter der Werkfeuerwehr im Zusammenhang mit dem
Projekt „Teamziel XXL“ den Schulungsbereich weiterentwickelt.
Während bis vor einiger Zeit die theoretische Ausbildung in einem
Schulungsraum und die praktische Handhabung auf dem Hof
stattfanden, steht den Mitarbeitern jetzt ein von den Mitarbeitern
selbst konzipierter Abrollcontainer für die Unterweisungen und
praktischen Übungen zur Verfügung. Menges weiß: „Ausgebildet
werden die Mitarbeiter an sogenannten Übungsfeuerlöschern, die
mit Wasser gefüllt sind und neben einem Wasserlöscher auch einen Kohlendioxid-Löscher simulieren. Die Feuerlöscher lassen sich
mit einer Füllstation vor Ort beliebig oft wieder befüllen.
Während wir früher den Unterricht immer auf dem Gelände der
Wache durchführen mussten, haben wir mithilfe des neuen Containers die Möglichkeit, auch zu den Standortfirmen zu fahren.“
Der Abrollcontainer, der nach Konzeption der InfraServ-Knapsack-Werkfeuerwehr von der Firma Hüllenkremer gebaut wurde, ist vielseitig. Auf einer ausklappbaren Freifläche können
Bildschirm-, Papierkorb-, Sprühdosen- und Fett- sowie kleinere
Flächen- oder auch Motorenbrände mithilfe von verschiedenen
Modulen über eine Fernsteuerung simuliert werden. Im praktischen Teil der Schulung muss jeder Mitarbeiter mit einem Feuerlöscher den Brand löschen. Auch ein funktionsfähiger Wandhydrant steht den Probanden zur Verfügung. Der komplette
Ausbau des Containers wurde von den Mitarbeitern selbst durchgeführt.
Das, was früher ausschließlich in einem
Schulungsraum an theoretischem Wissen
vermittelt wurde, ist jetzt in einem etwa
sechs Quadratmeter großen Teil im Container integriert. Acht verschiedene Arten
von Feuerlöschern stehen dort zur Ansicht
bereit. Entsprechende Erläuterungen geben die Feuerwehrleute und sie sind für
den Laien leicht verständlich auf Plakaten
erklärt. In den Innenseiten der Flügeltüren werden Hinweisschilder
und verschiedene Arten von Sprinkler-Typen gezeigt. Damit bei
schlechtem Wetter jeder geschützt ist, bietet eine auszufahrende
Markise entsprechenden Schutz. Um die praktischen Übungen reibungslos durchführen zu können, sind im Container ein 500-LiterWassertank, ein Stromaggregat, Übungsfeuerlöscher, ein Gastank
zur Befeuerung der Übungsfläche, eine Füllstation für die Übungsfeuerlöscher sowie notwendige Werkzeuge untergebracht.
Im Laufe des Jahres führt die Werkfeuerwehr etwa 30 Schulungen durch. Sieben Mitarbeiter der Feuerwehr sind auf die entsprechende Unterweisung der Probanden geschult. Auch bei den
von den Standortunternehmen durchgeführten Sicherheitstagen
kam der Container bereits mehrmals zum Einsatz. Menges: „Der
mobile Container wird mithilfe eines Wechselladers transportiert.
Das ermöglicht uns, auch Schulungen bei anderen Firmen außerhalb des Chemieparks durchzuführen.“
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Chemiepark Knapsack
Interview mit Frau Dr. Kerstin Vorberg
„Durch Begeisterung in der REA auf Erfolgskurs bleiben“
Dr. Kerstin Vorberg übernahm zum 1. November 2015 die Geschäftsführung in der
RHEIN-ERFT AKADEMIE (REA). Marketingreferentin Jasmin Bongard sprach mit
Frau Dr. Vorberg über ihre neue Aufgabe:
Frau Dr. Vorberg, wie sieht Ihr persönlicher und beruflicher Werdegang
aus?
Ich bin promovierte Chemikerin und
habe langjährige Erfahrung als Unternehmensberaterin in den Bereichen
Neugeschäftsentwicklung,
Strategieentwicklung, Marketing, Vertrieb und
Wachstum sowie Innovationsmanagement und Prozessoptimierung. In meiner beruflichen Laufbahn sammelte
ich zudem Erfahrungen im Gebiet der
Weiterbildung, insbesondere Führungskräfteentwicklung, in der Chemie- und
Pharmaindustrie sowie in der Medizintechnik wie auch in anderen Technologieindustrien. Die Geschäftsführung der
REA vereint nun meine unterschiedlichen beruflichen Erfahrungen, das
scheint für mich wie gemacht.
Privat lebe ich mit meinem Mann und
meinen drei Kindern im Alter von 10 bis
18 Jahren in Köln-Sülz. Ich bin begeisterte Sportlerin, insbesondere Laufen,
weshalb mir die Fortführung des REACups am Herzen liegt.
Was bedeutet Ihnen Bildung?
Bildung ist die Basis für Lebensqualität
und für die gesellschaftliche Weiterentwicklung. Sie bildet das Fundament für
wirtschaftlichen Erfolg und damit für den
Wohlstand in unserem Land. Gemäß
dem Leitsatz der REA „Bildung ist Zukunft“ passen wir die Bildungssysteme
an Zukunftsthemen an und ermöglichen
jedem Einzelnen die Sicherung seiner
individuellen Zukunft durch qualitativ
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Dr. Kerstin Vorberg
hochwertige, auch neuartige Bildungsprodukte.
Was hat Sie daran gereizt, die Stelle
als Geschäftsführerin in der REA anzunehmen?
Ich möchte gerne Menschen, insbesondere junge Menschen, dabei unterstützen, ihren Weg in die Zukunft zu gestalten und zu gehen. Damit leisten sie ihren
Beitrag, unsere Gesellschaft auf „tragfähige Füße“ zu stellen. Mein Aufgabengebiet ist daher nah am „wahren“ Leben
sowie auf der anderen Seite an der wirtschaftlichen Zukunft der Industrie, ein
wichtiger Bestandteil unserer Wirtschaft.
Wohin wollen Sie die REA führen?
Mein Ziel ist es, die REA in eine sichere Zukunft als DAS Bildungsunternehmen für Fachkräfte, insbesondere für
die produzierende Industrie, zu führen.
Mit dem REA-Team möchte ich stets
nah an den Anforderungen und Bedürfnissen der Kunden und Märkte sein.
Gerade im Hinblick auf technologische
Entwicklungen im Zusammenhang mit
Industrie 4.0. Damit sind Änderungen in
Bildungsinhalten sowie den Lern- und
Lehrmethodiken durch die Digitalisierung, Bildung 2.0, unmittelbar verknüpft.
Welche Unternehmensziele stehen für
Sie im Vordergrund, die Grundlage für
strategische Ausrichtung und Handeln in der REA sind?
Ich setze auf Wachstum und weitere Steigerung der Qualität in der REA
durch neue innovative sowie die Weiterentwicklung bereits bestehender Bildungsprodukte, die stets ausgerichtet
sind an den sich verändernden Märkten
und Technologien und natürlich am individuellen Kundenbedarf.
Gibt es einen Leitsatz, unter dem Sie
die REA führen möchten?
Ich möchte dieses engagierte tolle Team
wertschätzend und mit Begeisterung
führen. Jedem Einzelnen begegne ich
mit Respekt und zeige Wertschätzung
für seine Arbeit. Meine eigene Begeisterung für Bildungsprodukte soll die Mitarbeiter mitreißen und motivieren. Nur
durch Mitarbeiterzufriedenheit und Spaß
kann man seelische und körperliche Gesundheit erreichen. Das Ergebnis sind
hervorragende Leistungen. Ich freue
mich auf ein spannendes Jahr 2016 zusammen mit dem REA-Team.
Rhein-Erft Akademie
Chemiepark Knapsack
Die Kleingruppe freut sich auf das Intensivtraining im PUMA-Trainingscenter.
Lernen und arbeiten – bei Bayer CropScience liegt es nah beieinander
Geschmeidig und schlau – das Trainingsprogramm „PUMA“
Es herrscht geschäftiges Treiben im Arbeits- und im Seminarraum des PUMA-Trainingscenters, das nahe der Baustelle im Chemieparkteil Hürth aufgebaut wurde, auf der derzeit
die neue Produktionsanlage von Bayer CropScience entsteht.
B ayer CropScience verdoppelt im Rahmen einer weltweiten Strategie die Kapazität seines Herbizides
Glufosinat Ammonium. Hierzu wird derzeit ein weiterer Betrieb zur Herstellung einer Vorstufe für dieses Herbizid
im Chemiepark Knapsack errichtet. Während ein fachkundiges Team aus Mitarbeitern von Bayer CropScience, Bayer
Technology Services, InfraServ Knapsack und vielen weiteren
Firmen emsig den Bau des neuen Betriebes, der spätestens
im Sommer 2017 ans Netz gehen soll, vorantreibt, bereiten Dr.
Uwe Brekau, Trainingsleiter Bayer CropScience, und Florian
Trüb, Leiter Operator Training der Rhein-Erft Akademie, insgesamt 50 neu eingestellte Chemikanten für ihren künftigen
Einsatz vor. Eigens dafür hat Bayer CropScience das Trainingsprogramm PUMA entwickelt und ein passendes Trainingscenter errichtet.
Mit der neuen Anlage werden bis zu 65 zusätzliche Arbeitsplätze für Bayer CropScience am Standort Knapsack
geschaffen. „Die Mitarbeiter, die unsere Anlage betreiben sollen, müssen wir in Form eines Katapult-Verfahrens zügig und
zuverlässig ausbilden“, erklärt Dr. Udo Schneider, Standortleiter von Bayer CropScience in Knapsack. „Sie alle müssen
bis zur Inbetriebnahme der Anlage mit der Herstellung unseres
Produktes und der Funktion der Anlage bestens vertraut sein.“
Unter den 65 neuen Kollegen werden 50 Anlagenfahrer sein,
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Chemiepark Knapsack
Zouhair Harnafi, Azzedine Akdidich, Jörg Amerein und Jaouad Chourak
(v. l. n. r.) sind engagiert beim Erarbeiten eines Verfahrensschrittes im
PUMA-Training.
die derzeit in zwei Zügen ausgebildet werden. Die ersten 20
neuen Mitarbeiter haben das Trainingscenter im Oktober 2014
eingeweiht, im Mai 2015 sind 30 weitere hinzugekommen.
„Die neuen Anlagenfahrer in den bestehenden Betrieben einfach nur mitlaufen zu lassen, damit sie quasi im Vorbeigehen
ihr künftiges Handwerk erlernen, hätte nicht funktioniert“, weiß
Brekau. „Es bedarf einer systematischen Einarbeitung, damit
wir ihnen strukturiert fundiertes Fachwissen mit auf den Weg
geben.“
Zu diesem Zweck ist das Trainingsprogramm PUMA entwickelt worden. „Wir werden häufig gefragt, wofür die Abkürzung steht“, schmunzelt Trüb. „Dabei ist tatsächlich einfach
das Tier, der Puma, gemeint.“ Der Puma hat alle Eigenschaften, auf die Bayer CropScience in diesem Projekt großen
Wert legt. Trüb: „Der Puma steht für Effizienz, Schlagkraft und
Schnelligkeit. Und diese Eigenschaften benötigen auch wir,
um dieses gemeinsame Ziel zu erreichen.“
In dem Trainingsprogramm durchlaufen die zukünftigen
Anlagenfahrer über ca. 22 Monate eine theoretische und eine
praktische Ausbildung. Fachliche und personelle Unterstützung bekommen Brekau und die Leitung von Bayer CropScience von den Mitarbeitern der Rhein-Erft Akademie. Gleich
zwei Kollegen, Florian Trüb und Andrej Matthes, OperatorTrainer der Rhein-Erft Akademie, bringen ihr pädagogisches
Fachwissen in das Projekt ein. Im Rahmen ihres Trainingsprogramms lernen die „PUMAs“ nicht nur den Chemiepark Knapsack und den Betrieb von Bayer CropScience am Standort
kennen, sondern werden auch umfassend über den Bayer
Konzern an extern stattfindenden Einführungstagen informiert.
Zu Beginn ihrer Ausbildung durchlaufen die PUMA Teilnehmer
ein vierwöchiges Grundlagentraining, in dem wichtige Basisbausteine gelegt werden. Dieses erleichtert den Kollegen
den Einstieg in das anschließende Verfahrens- und Anlagen6
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training. An das Grundlagentraining schließt unmittelbar der
erste Schritt des dreistufigen Herstellungsprozesses in einem
sechswöchigen Unterrichtsblock an. Bereits hier werden die
neuen Kollegen den Schichten zugeteilt und beginnen parallel
mit der praktischen Einarbeitung. Die zwei weiteren Verfahrensschritte werden dann in einem Intensivtraining von 8 bis
16 Uhr vermittelt. Hieran nimmt nur jeweils eine Kleingruppe
von fünf bis sieben Personen nach einem genau vordefinierten
Plan teil. Der abwechslungsreiche Unterrichtstag besteht aus
Vorträgen, Gruppenarbeiten, Training an einem Prozesssimulator und Besuchen in den Anlagen. Durch die enge Verzahnung von Theorie und Praxistraining soll das erlernte Wissen
nachhaltig gefestigt werden. Dies führt zu einer Entlastung der
erfahrenen Schichtkollegen bei der praktischen Einarbeitung
der neuen Mitarbeiter.
Das Trainingscenter ist aus 36 Containern errichtet worden. Ein großes PUMA-Banner ziert die Eingangsfront, um
die neuen Mitarbeiter willkommen zu heißen. Matthes: „Es ist
uns sehr wichtig, dass sich die neuen Kollegen hier wohlfühlen und sich mit dem Unternehmen, dem Betrieb und dem
Training identifizieren.“ Das theoretische Wissen wird ihnen in
einem Klassenraum vermittelt, der für 40 Personen eingerichtet ist. Dies erlaubt auch die Integration von Mitarbeitern aus
den bestehenden Betrieben. Außerdem gibt es ein Lehrerzimmer für Besprechungen, einen Computerraum – natürlich mit
Internetanschluss-, einen Aufenthaltsraum, eine Küche und
ein Lager. „Aber wir möchten hier nicht nur Wissen vermitteln,
sondern auch das Gefühl und Bewusstsein für Teamarbeit
und Arbeitssicherheit. Hier werden auch die Bayer-Unternehmenswerte repräsentiert“, ergänzt Brekau. Diese hat das Unternehmen Bayer unter dem Begriff LIFE zusammengefasst: L
steht für Leadership, also Führung. I steht für Integrität, und es
folgen noch Flexibilität und Effizienz.
Die Motivation am Standort ist extrem hoch. Schließlich
bedeutet die Anlagenerweiterung die größte Einzelinvestition,
die Bayer CropScience zum Ausbau der Produktionskapazitäten derzeit leistet. Über 150 Millionen Euro werden hier
investiert, entsprechend lautet das Ziel für Brekau und sein
Team: Mithilfe von PUMA soll die Inbetriebnahme der neuen
Anlage glattlaufen. Auch Standortleiter Dr. Udo Schneider
ist überzeugt von PUMA: „So etwas ist einmalig bei Bayer
CropScience, das hat es vorher noch nicht gegeben. Die
Nagelprobe wird bei Inbetriebnahme des neuen Betriebs
kommen, aber ich bin tief davon überzeugt, dass dieses intensive Trainingsprogramm den gewünschten Erfolg klar zeigen
wird.“
Die künftigen Anlagenfahrer sind mit Begeisterung und einem hohen Engagement bei der Sache. Unter ihnen sind viele
ehemalige Auszubildende und Mitarbeiter aus anderen Unternehmen, daher liegt das Durchschnittsalter deutlich unter 33
Jahren. Anlagenwissen wird unter den Kollegen ausgetauscht
und somit für alle Mitarbeiter verfügbar gemacht. Sie alle nutzen diese Chance, um sich schnell einzuarbeiten und damit
eine wertvolle Unterstützung der bestehenden Betriebsmannschaft zu werden.
Chemiepark Knapsack
Kommunikation – ein wichtiger Bestandteil des Notfall- und Krisenmanagements
Professionelle Kommunikations-
arbeit ist unerlässlich
Die Presseverantwortlichen der regionalen Behörden waren der Einladung des Chemieparks Knapsack
gefolgt und nahmen an einem Erfahrungsaustausch zur Krisenkommunikation teil.
D en zuständigen Pressesprechern der Stadt Hürth, Willi
Pütz, des Rhein-Erft-Kreises, Patrik Klameth, und der
Polizei des Rhein-Erft-Kreises, Anton Hamacher, in
Begleitung von Manfred Schnuis (Führungs- und Lagedienst)
wurde bei dem gemeinsamen Treffen ein Einblick in die Abläufe
der Krisenstabsarbeit im Chemiepark Knapsack gegeben. Ein
besonderer Fokus lag dabei auf der Krisenkommunikation: Welche Maßnahmen werden zur Information der Mitarbeiter, Nachbarschaft sowie Behörden und Medien bereits jetzt genutzt und
wie kann man die gemeinsame Arbeit noch besser gestalten?
Kommt es im Chemiepark Knapsack zu einem Ereignis,
wird die anerkannte hauptberufliche Werkfeuerwehr zusammen
mit dem Notfallmanager unmittelbar aktiv und beide fahren zum
Ereignisort. Nach der Lageerkundung wird gemeinsam entschieden, welche weiteren Maßnahmen eingeleitet werden – so zum
Beispiel ob der Krisenstab des Chemieparks einberufen werden
muss oder die Mitarbeiter und Nachbarn über die ChemieparkSirenen gewarnt werden sollten. Ebenfalls wird eine Meldung an
die Behörden abgesetzt und je nach Ereignis werden externe
Kräfte zur Unterstützung angefordert.
Das Bürgertelefon des Chemieparks Knapsack ist 24 Stunden besetzt und kann im Ereignisfall von einem Callcenter mit
geschultem Personal des Chemieparks Knapsack übernommen werden. Bürgerinnen und Bürgern wird die Möglichkeit
gegeben, sich persönlich über die Sachlage zu informieren oder
im Normalbetrieb Fragen zu sicherheitsrelevanten Themen zu
stellen. Das Bürgertelefon ist eine Maßnahme, die die Behörden
unterstützt. Anton Hamacher, Pressesprecher der Polizei des
Rhein-Erft-Kreises, weiß: „Vielfach wird die Leitstelle der Polizei
bei Ereignissen im Chemiepark unter der Notrufnummer 110 von
Rat suchenden Bürgern kontaktiert. Das kann durchaus zu Problemen führen, da die Notrufleitungen der Polizei grundsätzlich
Notfällen vorbehalten ist. Wir sind daher froh, dass der Chemiepark Knapsack eine eigene Rufnummer eingerichtet hat.“
Über eine frühzeitige Pressekurzinformation, die bereits
wenige Minuten nach der Alarmierung des Werkskrisenstabs
verschickt werden kann, wird die Öffentlichkeit über das Geschehen im Chemiepark Knapsack informiert. Die weitere Kommunikationsarbeit, wie das Betreuen von Medienanfragen oder
das Verfassen einer weiteren Pressemitteilung, übernimmt der
v. l. n. r.: Sebastian Hecht, Daniela Hörhold, Manfred Schnuis, Miriam Klapheck,
Jürgen Groborz, Thomas Kuhlow, Willi Pütz, Patrik Klameth und Anton Hamacher.
Koordinator Presse im Krisenstab. Er stimmt sich auch mit den
Presseverantwortlichen der öffentlichen Stellen ab, sodass gegebenenfalls eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit stattfinden
kann.
„Uns ist es wichtig, dass die Kommunikation bei Notfällen
zu und mit allen Zielgruppen gut funktioniert. Hierzu gehört gegenseitiges Verständnis für die Arbeitsabläufe und am meisten
hilft hierbei der persönliche Austausch“, so Thomas Kuhlow,
Leiter der Kommunikation des Chemieparkbetreibers InfraServ
Knapsack. Im Ereignisfall gehört der Austausch mit allen zuständigen Behörden und Einsatzkräften grundlegend dazu. Diese
Schnittstelle ist besonders wichtig, damit ein ganzheitlicher Informationsfluss im Ereignisfall sichergestellt werden kann. Dazu
gehört auch die regelmäßige Abstimmung zwischen Krisenstab
im Chemiepark und – gerade im Ereignisfall – den öffentlichen
Krisenstäben. So zum Beispiel mit dem SAE, dem sogenannten
Stab für außergewöhnliche Ereignisse. Dieser wird von der Stadt
rückwärtig aufgebaut und setzt sich aus Vertretern verschiedenster Ordnungsbehörden der Stadt zusammen.
„Die Zusammenarbeit mit den öffentlichen Einsatzkräften
geht Hand in Hand. Wir sind froh, dass das Verhältnis so gut
und offen ist, und freuen uns, dass ein regelmäßiger Austausch
zwischen dem Chemiepark und den Behörden stattfindet. Nur
so kann man sich kontinuierlich verbessern!“, erklärt abschließend Miriam Klapheck, Leiterin des Notfall- und Krisenmanagements im Chemiepark Knapsack.
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Chemiepark Knapsack
Gemeinsam für die Sicherheit in Werkstätten und Betrieben
Arbeitsschutz zum Anfassen
So könnte man die Messe A+A in Düsseldorf beschreiben, die Ende Oktober 2015 von 53
Vertretern aus dem Chemiepark Knapsack und Köln-Merkenich gemeinsam besucht wurde.
M it von der Partie waren Sicherheitsbeauftragte,
Sicherheitsfachkräfte,
Führungskräfte und Azubis von den Firmen
Vinnolit, Bayer CropScience, CABB und
InfraServ Knapsack. Vom Feierabendhaus bzw. von Merkenich aus fuhren alle
mit Bussen nach Düsseldorf.
Die A+A ist die weltweit größte und
wichtigste Fachmesse für alle Facetten
von Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit.
Über 1.600 Hersteller aus 69 Ländern
präsentieren dort Bewährtes wie auch
Innovationen aus dem Bereich des Arbeitsschutzes. Das reicht von der persönlichen Schutzausrüstung über den
betrieblichen Arbeits- und Brandschutz
bis hin zu Ergonomie, Gesundheit und
Katastrophenschutz.
Zwischen den zahlreichen Handschuhen, Schutzbrillen und Atemschutzgeräten fanden die Teilnehmer Anregungen für neue Schutzsysteme und
Arbeitsmittel, die sie im Chemiepark
testen wollen. Die Bereiche, in denen
eine Verbesserung der Sicherheit und
der Arbeitsbedingungen möglich ist,
sind vielfältig. Im Bereich der Unfallverhütung könnten z. B. bald neue Sicherheitsmesser die Gefahr von Handverletzungen minimieren. So gibt es auch
neue Sicherheitsschuhe, deren Kappen
nicht wie gewohnt aus Stahl gearbeitet
sind, sondern aus Kunststoff und somit
komfortabler aufgrund des geringeren
Gewichtes komfortabler sind. Weiteres
Thema waren die persönliche Sicherheitsausrüstung gegen Störlichtbögen
und ihre korrekte Reinigung.
Zum ersten Mal wurde die Gruppe von Auszubildenden der InfraServ
Knapsack begleitet. Für sie gab es ein
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Zum ersten Mal auf der Arbeitsschutzmesse: Auszubildende der InfraServ Knapsack
spezielles Besucher-Programm, das von
der Messeleitung angeboten wurde. Unter fachmännischer Führung wurden die
verschiedenen Messehallen erkundet.
Teil des vom Rest der Gruppe losgelösten Programms war der strukturierte
Besuch bestimmter Messestände, an
denen sich ein Vertreter des entsprechenden Ausstellers ausreichend Zeit
nahm, den Azubis die Sicherheitsprodukte zu erklären. Besonders großes Interesse bei den technischen Azubis fand
ein innovatives Robotersystem, welches
einem Tausendfüßler ähnelte, mit dem
man beispielsweise Pipelines kontrollieren kann.
Neben all den Neuerungen auf der
Messe ist es ebenso wichtig, auch die
Möglichkeit zu nutzen, Gespräche mit
Herstellern, Versicherern, Hochschu-
len und diversen anderen Unternehmen
über Themen zu führen, die im Chemiepark akut behandelt werden. So konnten auch Fachfragen mit der Berufsgenossenschaft direkt vor Ort geklärt
werden.
Auf der Messe wurden viele wichtige neue Kontakte geknüpft, Fragestellungen diskutiert, Lösungsansätze gefunden, aber auch ganz neue Ideen mit
nach Hause genommen.
Der zum siebten Mal von der
InfraServ Knapsack organisierte Messebesuch traf durchweg auf eine positive
Resonanz der Chemieparkunternehmen,
denn für eine sichere und vertrauensvolle Zusammenarbeit ist ebenfalls der
Austausch der Kollegen untereinander
wichtig.
Chemiepark Knapsack
Wir stellen vor: neue Mitarbeiter im Chemiepark Knapsack
„Bin auf ein gutes und motiviertes Team gestoSSen“
Thomas Theisen, seit etwa 100 Tagen als Leiter der Ver- und Entsorgungsbetriebe bei der
InfraServ Knapsack tätig, stellt sich vor.
B etritt man das Büro von Thomas Theisen am Ende der ersten Etage des Gebäudes 0081
im Chemiepark Knapsack, fallen zwei
Sachen auf: ein schlichter weißer Stehtisch, der auf kurze und pragmatische
Besprechungen deutet, und das Modell
eines Seiltänzers mit Balancierstab auf
dem Schreibtisch des 47-Jährigen, dessen Symbolik womöglich vor Übermut
warnen soll, Erfolg und Harmonie verspricht und auf die innere Ausgeglichenheit des Mannes schließen lässt, der seit
August dieses Jahres die Führung der
Ver- und Entsorgungsbetriebe (VuE) bei
der InfraServ Knapsack übernommen
hat.
Thomas Theisen ist Münsterländer
und kommt aus Dorsten. Nach seiner
Ausbildung zum Chemielaboranten studierte er in Essen Maschinenbau mit
dem Schwerpunkt Verfahrenstechnik. Er
hat viele Jahre bei einem Großkonzern
in der Sparte Energie gearbeitet und
dabei den zukunftsorientierten Bereich
Forschung und Entwicklung aufgebaut.
Die Frage nach der Bewältigung der
Energiewende stand dabei lange Zeit im
Mittelpunkt. Nach 20 Jahren Erfahrung in
einem Großkonzern zog es Theisen jetzt
ins operative Geschäft. Bei der InfraServ
Knapsack ist er als Leiter der Ver- und
Entsorgungsbetriebe sowie als Mitglied
der Unternehmensleitung zum einen für
die klassische Energieversorgung mit
Erdgas und Strom, zum anderen für die
Medienversorgung (Frischwasser, Rückwasser, Druckluft, Sauerstoff, Stickstoff,
Immer die Balance halten – daran erinnert Thomas Theisen der Seiltänzer auf seinem Schreibtisch
Heizung und Lüftung) für die Standortfirmen sowie für die beiden Abwasserreinigungsanlagen verantwortlich.
Nach seinen ersten 100 Tagen resümiert er: „Ich bin auf ein motiviertes,
fähiges und gut aufgestelltes Team gestoßen.“ 80 Mitarbeiter gehören zu den
Ver- und Entsorgungsbetrieben. Doch
der Familienvater von zwei Kindern, der
derzeit am Wochenende zwischen seiner
Heimatstadt Dorsten und Hürth pendelt,
hat klare Ziele vor Augen: „Wir werden
den Teamgedanken noch mehr ausbauen.“ Seine Vision: „Wir – die VuE – wollen
den Standort zu einem attraktiven Arbeitsplatz machen, indem wir die effizientesten und bevorzugtesten Energien
und Medienversorgung mit den besten
und motiviertesten Mitarbeitern realisieren.“ Und seine Mission: „Wir – die VuE –
sichern die Energie-/Medienversorgung
für den Standort unter allen Bedingungen, um allen Kunden ihre wirtschaftliche Produktion zu ermöglichen.“
Wichtig sei ihm dabei, seinen Mitarbeitern sichere Arbeitsplätze zu bieten.
„Damit meine ich nicht nur die Sicherheit am Arbeitsplatz, sondern auch die
wirtschaftliche Sicherheit des Arbeitsplatzes.“ Seine Mitarbeiter leisten einen stabilen Beitrag im Chemiepark, um
die InfraServ Knapsack nach außen hin
wachsen zu lassen. „Wir verstehen uns
als stabiles Fundament“, so Theisen.
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Chemiepark Knapsack
Wir stellen vor: Mitarbeiter im Chemiepark Knapsack
Flammschutzmittel und Landebahnenteiser sorgen für Sicherheit
Dr. Alexander Rang ist Leiter des Safeway & Intermediates-Betriebs von Clariant
am Standort Knapsack.
B egeisterung klingt aus den Worten von Dr. Alexander
Rang, wenn er seinen Arbeitsalltag beschreibt: „Die
familiäre Atmosphäre hier im Betrieb ist das Beste
an meinem Job“, erklärt er. „Wir sind ein kleines Team von ca.
20 Mitarbeitern, dadurch kennt jeder jeden. Auch ist das Aufgabenspektrum sehr vielfältig, da man in einer kleinen Belegschaft mehrere Aufgaben übernimmt“, fügt er hinzu.
Direkt nach seiner Promotion im Bereich der organischen
Chemie 2008 in Bonn trat Rang seine erste Stelle bei der
Clariant an. Diese führte ihn nach Frankfurt, wo er drei Jahre
in der Farbenforschung und Prozessentwicklung tätig war.
Lange hielt er es fern dem Rheinland aber nicht aus, sodass
er 2011 den Posten als Betriebsassistent der DEPAL-Anlage
übernahm. Seit 2012 ist Rang Betriebsleiter des S&I-Betriebes
hier in Knapsack. „Im Bereich Intermediates bauen wir Pilotanlagen und erforschen neue Mischkomponenten, das
finde ich besonders spannend“, so Rang. Als Schnittstelle
zwischen Betrieb und Forschung/Marketing genießt er einen abwechslungsreichen Job, der ihn jeden Tag aufs Neue
herausfordert. „Die vergangenen drei Jahre waren wir vor
allem damit beschäftigt, das Flammschutzmitteladditiv Exolit
OP 222 herzustellen“, erklärt der Betriebsleiter. Anfangs auch
ein Pilotprojekt, wuchs die Produktion in den letzten Jahren
so stark, dass sie an die DEPAL-Anlage ausgelagert werden
musste. „100 Tonnen haben wir hier in unserer Anlage hergestellt, jetzt sind unsere Kapazitäten voll“, fügt Rang hinzu und
lässt einen sichtlich stolzen Blick über die vollen Regale der
Lagerhalle schweifen.
Das nächste Pilotprojekt ist bereits in den Startlöchern.
Der S & I bereitet sich auf den Bau einer weiteren Mischanlage
für ein neues Flammschutzmittel vor. Darüber hinaus nimmt
der Betrieb im Herbst die Produktion von Landebahnenteiser
wieder auf. „Verschneite Winter sind besonders stressig“,
so Rang, „nichtsdestotrotz stiftet die Produktion von Landebahnenteisern Identität. Jeder weiß, dass er mit dem Produkt
etwas Sinnvolles für die tägliche Sicherheit herstellt, und das
motiviert“, fügt er hinzu.
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KnapsackSpiegel 12.2015|01.2016
Dr. Alexander Rang hofft auf einen verschneiten Winter - das sichert den
Absatz des Landebahnenteisers
In seiner Freizeit entspannt Rang am liebsten beim
Schwimmen oder Kanufahren mit seinen 9-jährigen Zwillingssöhnen. „Früher hab ich viel Basketball gespielt“, so der
196-cm-Mann, „aber inzwischen sitze ich lieber auf der Zuschauerbank“, gesteht er lächelnd. – Nun ja, bei so viel Action
unter der Woche ist ein bisschen Entspannung am Wochenende auch wohl verdient …
Chemiepark Knapsack
Im Anzug Black Mamba fahren
Bestenehrung für vier InfraServKnapsack-Azubis bei der IHK Köln
Gleich vier ehemalige Auszubildende gehörten nach der Sommerabschlussprüfung zu den Besten der
IHK Köln. Im Rahmen einer Feierstunde im Phantasialand wurden sie durch den Vizepräsidenten der
IHK geehrt. Neben der Ehrung wird das besondere Erlebnis, einmal im feinen Zwirn die „Black Mamba“ zu fahren, sicher in Erinnerung bleiben.
A ber nicht nur die IHK ehrte die Besten der Prüfung.
Auch Ralf Müller und Dr. Clemens Mittelviefhaus, Geschäftsleitung der InfraServ Knapsack, ließen es sich
nicht nehmen, „Herzlichen Glückwunsch“ zu sagen, und luden
zu einer lockeren Runde ein. Daneben gratulierten Thomas
Sengelmann, Leiter Personal, Dirk Borkenhagen, Ausbildungsleiter, Hans-Peter Zilleken, Betriebsratsvorsitzender, und Thomas Kuhlow, Leiter Kommunikation.
„Der Spaß am Beruf und die gute Unterstützung der InfraServ Knapsack“ haben alle zu den Bestleistungen beflügelt.
Aber nicht nur die Absolventen sind stolz auf ihre gute Leistung, auch Ralf Müller und Dr. Clemens Mittelviefhaus zeigten
ihren Stolz auf den hervorragenden Abschluss. Auch die Mitarbeitervertretung freut sich: „Eure gute Leistung und Ausbildung ist auch für andere junge Leute Motivation, zur InfraServ
Knapsack zu gehen“, so Zilleken.
Während einige jetzt in ihrer Wunschabteilung eingesetzt
sind, geht es für einen Teil noch weiter mit dem Lernen, da sie
ein duales Studium absolvieren. „Lernen und fortbilden werden sie sich immer, denn die Entwicklung im Beruf schreitet
voran, und sie als Mitarbeiter der InfraServ Knapsack müssen
auf Ballhöhe bleiben. Hier unterstützen wir Sie gerne“, so Geschäftsleiter Ralf Müller zum Abschluss.
Ehrung auch im eigenen Haus – v. l.: Alexander Feistkorn, Thomas Sengelmann, Rosi Chugh, Dr. Clemens Mittelviefhaus, Dirk Borkenhagen, Sarah
Matysiak, Hans-Peter Zilleken, Ralf Müller und Fabian Worms
Anzeige
GLH
KnapsackSpiegel 12.2015|01.2016
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Chemiepark Knapsack
Degussa Bank
Sternstunden
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KnapsackSpiegel 12.2015|01.2016
Chemiepark Knapsack
Betriebsversammlung der Clariant
Neuausrichtung bietet keinen
Grund zur Sorge
Im Fokus der Betriebsversammlung der Clariant am Standort Knapsack stand der Betriebsübergang in eine Tochtergesellschaft, die Wachstum und Profitabilität durch Ausschöpfung
bestehender und teilweise zusätzlicher Kapazitäten ermöglichen soll.
E s ist eine beruhigende Nachricht für die Clariant-Mitarbeiter
in Knapsack: Für die anstehende Gründung einer neuen Gesellschaft
sind die notwendigen Regelungen unterschrieben. Zum 1. Januar erfolgt die
Ausgliederung der drei Business Units
Additive, Pigmente und Masterbatches
von der Clariant Produkte (Deutschland)
GmbH in die hundertprozentige Tochter
Clariant Plastics & Coatings (Deutschland) GmbH
Ende Juli 2015 wurde das Vorhaben
bekannt gegeben. Bei den Mitarbeitern
wuchs die Unsicherheit. Kein Wunder,
dass das Thema im Fokus der jüngsten
Betriebsversammlung stand. Betriebsratsvorsitzender Reiner Wirsbitzki begrüßte dazu in Knapsack Oliver Kinkel,
BU-Leiter Additive, Markus Mirgeler, Leiter Business Line Flammschutz, Standortleiter
Andree Henze, Personalleiter Johannes Heyer und die erweiterte
Standortleitung. Das Interesse der Mitarbeiter war so groß, dass der Blaue
Salon nicht genug Sitzplätze bot, auch
viele Auszubildende waren vor Ort.
Nachdem Wirsbitzki über die aktuelle Arbeit des Betriebsrates berichtet
hatte, etwa über den Empfang der vier
neuen Azubis, der in Arbeit befindlichen
lokalen Betriebsvereinbarungen, sowie
die Arbeit auf Gesamtbetriebsratsebene
und über den Tarifabschluss – der ab
2016 in die Umsetzung geht –, informierte er über den Betriebsübergang.
Die Überführungsvereinbarung sei in
trockenen Tüchern: „Wir sind sehr zufrieden mit dem Verhandlungsergebnis,
es ist in 108 Jahren Produktion am
Reiner Wirsbitzki, stehend, berichtete über die
Arbeit des Betriebsrates
Standort Knapsack einiges gewachsen.
Von A wie Altersvorsorge bis Z wie Zugehörigkeit im Chemietarif gab es einiges zu vereinbaren und für die Zukunft
zu sichern. „Wir wollen und müssen
unbedingt an der Ausbildung festhalten
um auch langfristig erfolgreich zu sein“,
betonte Wirsbitzki. Altersvorsorge und
Langzeitkonto seien „unantastbar“. Eine
besondere Bedeutung für die weitere
Marktentwicklung sind die Flammschutz
Forschungsaktivitäten am Standort und
diese müssen für die Zukunft gesichert sein. Eine Neuerung in der Mitbestimmungslandschaft stellt der noch zu
bildende rechtsträgerübergreifende Gesamtbetriebsrat für beide Gesellschaften
in der Clariant dar.
BU-Leiter Kinkel unterstrich, dass
durch die Gründung der neuen Gesellschaft keine Einsparungen im Personal
geplant seien. Die Mitarbeiterzahlen sind
auch zukünftig abhängig den Strategien
und Geschäftsplänen der Business und
Service Units. Für BU Additive soll der
globale Mitarbeiterstand im nächsten
Jahr in etwa stabil bleiben. Dem Wandel dürfe man positiv begegnen und
sich bewusst machen: „Wir arbeiten
für eine erfolgreiche BU. Clariant werde
auch 2016 weiter in dieses Geschäft
und auch den Standort Knapsack investieren. „Knapsack ist ein wichtiger
Standort. Hier werden Produkte hergestellt, die weltweit erfolgreich sind“ lobte
Kinkel.
Gemäß der 2015 erarbeiteten Strategie beabsichtigt die BU Additive ihre
globale Präsenz weiter auszubauen.
Schwerpunkte sind hier vor allem China
und Nordamerika. Es ist dabei selbstverständlich, dass Kosteneffizienz gerade für eine vorrangig in Deutschland
produzierende Einheit sehr wichtig ist
und bleibt.
Kinkel und Mirgeler stellten sich im
Anschluss dem Gespräch mit den Mitarbeitern. Diese konnten schon einmal
probieren, was der Betriebsrat mit der
Standortleitung beschlossen hat und
zum Jahreswechsel noch umsetzt. Ab
Januar erhält jede Schicht in regelmäßigen Abständen einen Korb voll leckerem, gesundem Obst.
Oliver Kinkel informierte über die bevorstehende
Ausgliederung
KnapsackSpiegel 12.2015|01.2016
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Chemiepark Knapsack
Über 20 neue Kolleginnen und Kollegen bei der InfraServ Knapsack begrüßt
InfraPlus-Tag: Kommunikation ist Trumpf
Jedes Jahr im Herbst ist es wieder so weit, die Personalabteilung der InfraServ Knapsack lädt
alle neuen Mitarbeiter zum InfraPlus-Tag ins Feierabendhaus ein. Ein Tag, der den Teilnehmern Gelegenheit bietet, das Unternehmen und die Geschäftseinheiten kennenzulernen und
auch untereinander Kontakte zu knüpfen.
O rganisatorin und Personalreferentin Stefanie Münchmeier berichtet, dass aus den unterschiedlichsten
Bereichen neue Mitarbeiter der Einladung gefolgt sind:
von Engineering, Anlagenservice und -technik über Infrastruktur
und Geschäftsleitung bis hin zur Ver- und Entsorgung. Nach
einem kurzen Grußwort durch Stefanie Münchmeier beginnt
das Programm mit einer Einführung durch Herrn Dr. Clemens
Mittelviefhaus, Geschäftsleitung. Anschließend werden alle Geschäftseinheiten von den jeweiligen Leitern vorgestellt – Fragen
und Anmerkungen aus dem Plenum sind erwünscht. Ziel ist es,
die neuen Mitarbeiter mit ins Boot zu holen und ihnen zu signalisieren, dass bei der InfraServ Knapsack großer Wert auf Dialog
und offene Kommunikation gelegt wird. Die aktive Beteiligung
der Mitarbeiter an der Weiterentwicklung des Unternehmens und
eine langfristige Mitarbeiterbindung stehen dabei im Mittelpunkt.
Ganz in diesem Geist sind auch die drei Metaplanwände zu sehen, auf denen „die Neuen“ im Laufe des Tages anonym Lob,
Kritik und Ideen anpinnen. Diese „Blitzlichter“ auf die Zufriedenheit der neuen Kollegen, die noch nicht von der Betriebsblindheit
betroffen sind, können wichtige Anregungen und Ideen liefern,
die Arbeitswelt der InfraServ Knapsack weiterzuentwickeln.
Bewährt hat sich auf den InfraPlus-Tagen die sogenannte
World-Café-Methode. Dabei werden die Teilnehmer selbst aktiv,
indem sie in wechselnden Gruppen über sechs mitarbeiter- und
kundenbetreuungsbezogene Kernthemen diskutieren und ihre
Ergebnisse auf Papiertischdecken notieren.
Die Mittagspause danach ist wohlverdient, bevor es per Bus
auf eine Werksrundfahrt durch den Chemiepark geht. Zurück im
Feierabendhaus stehen erneut die sechs Kernthemen im Mittelpunkt. Aus den Bereichen Personalentwicklung, Kundenorientierung, betriebliches Gesundheitsmanagement, Kommunikation,
Sicherheitsphilosophie und Organisation/Prozesse stehen die
jeweils Zuständigen nun Rede und Antwort, stellen ihre Arbeitsfelder vor und gehen auf Notizen, die die Teilnehmer am Vormittag erarbeitet und festgehalten haben, ein. So referiert etwa
Personalleiter Thomas Sengelmann zu den Themen Personalentwicklung und OptiServ, einem Programm zur kontinuierlichen
Produktions- und Effizienzsteigerung. Um am Markt zu bestehen
und damit eben auch Arbeitsplätze zu sichern, muss ein Unternehmen sich immer wieder selbst reflektieren, Veränderungen
wagen, sich weiter verbessern. Ein wesentliches Werkzeug,
diesen Ansatz umzusetzen, ist der Austausch untereinander.
Mitsprache und Ideenreichtum jedes Einzelnen sind gefragt. Und
so appelliert Thomas Sengelmann an die neuen Kolleginnen und
Kollegen: „Nutzen Sie die Möglichkeit, die Dinge im Dialog anzusprechen. Was ist gut? Was nicht? Welche Ideen und Lösungen
sehen Sie?“ Der Gedanke, der den InfraPlus-Tag trägt, scheint
zu fruchten. In den Pausen zwischen den Vorträgen wird lebhaft
diskutiert, mit den Vortragenden und untereinander.
Christian Esser, seit Oktober 2015 in dem Geschäftssegment VuE-Anlagen beschäftigt, sagt: „Ich bin voll mit interessanten Informationen. Der Input heute ist groß.“ Steffen Baum,
seit September 2015 in dem Geschäftssegment Anlagentechnik
tätig, resümiert: „Es ist schön zu wissen, dass bei der InfraServ
die Kommunikation mit den Mitarbeitern so einen hohen Stellenwert hat.“
Sie lernten nicht nur die neuen Kollegen der InfraServ Knapsack kennen, sondern erfuhren auch viel über den neuen Arbeitgeber. Rechts im Bild Personalreferentin Stefanie Münchmeier.
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KnapsackSpiegel 12.2015|01.2016
Chemiepark Knapsack
Respektable Leistung der Mitarbeiter von Clariant
Depalbetrieb seit 4000 TageN unfallfrei
Voller Stolz präsentiert sich das Team des Depal-Betriebes um Betriebsleiter Dr. Thomas
Westerfeld mit einer Leistung, die ihresgleichen sucht.
Die stolze Leistung darf man ruhig auch auf einem Plakat zeigen: Die Mitarbeiter des Depal-Betriebes. Dr. Thomas Westerfeld, (6.v.r.) und Dr. Andree
Henze, (9.v.r.) freuen sich darüber.
S eit 4000 Tagen, das heißt über
15 Jahren, gab es in der Clariant-Anlage zur Herstellung von
halogenfreien Flammschutzmitteln im
Chemiepark Knapsack keinen meldepflichtigen Unfall. Das heißt, die Anlage
ist seit ihrer Inbetriebnahme 2004 unfallfrei. Zum Jubiläum gab es die FirmenUrkunde, die einen besonderen Platz
neben den bisherigen Auszeichnungen
erhielt. „Man kann vor dieser Leistung
nur den Hut ziehen – ein Produktionsbetrieb, der elf Jahre keinen einzigen
meldepflichtigen Unfall hat. Das ist nicht
hoch genug einzustufen. Die viele
Detailarbeit dahinter darf gerade in turbulenten Zeiten nicht vergessen werden.
Ein einfaches, herzliches Dankeschön
an die gesamte Mannschaft“, so Standortleiter Dr. Andree Henze.
Insbesondere die massiven Umbauten 2011 und 2012 zur Verdopplung
der Anlagenkapazität bei gleichzeitigem
Volllastbetrieb waren sehr kritisch. Aktuell wird wieder in ein neues Produkt
investiert, und das wieder parallel zum
normalen Produktionsbetrieb. Westerfeld erklärt, wie sein Team vorgeht, um
Unfälle zu vermeiden: „Das Thema Sicherheit gehört in der Depal-Anlage zum
täglichen Arbeitsleben. Dies zeigen viele
konstruktive Diskussionen zur Gewährleitung eines sicheren Arbeitsablaufs.
Unsere
Sicherheitsverhaltens-Checks
sind dabei eine Kernaktivität, durch die
sowohl die Dialoge über sicheres Arbeiten vertieft als auch die täglichen
Arbeitsabläufe kontinuierlich sicherer
gemacht werden. Unser Ziel ist kein
Unfall, alle sollen gesund wieder nach
Hause kommen. Dass dafür zuletzt etwas Glück notwendig ist, darf man nicht
vergessen. Aber das wollen wir von Tag
zu Tag weniger in Anspruch nehmen.“
KnapsackSpiegel 12.2015|01.2016
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Chemiepark Knapsack
Nicht nur bei der Ausbildung vorn!
Gesundheit top: Azubis bei der InfraServ Knapsack An apple a day … keeps the doctor away. Gesunde Ernährung und ausreichende Bewegung
sind die Säulen einer gesunden Lebensführung. Doch für viele Azubis in Deutschland scheint
die Gesundheit nicht im Vordergrund zu stehen.
D ie Medien berichteten in letzter Zeit vermehrt: Der
deutsche Azubi ist häufig krank. Belegt wird das
durch eine von der AOK in Auftrag gegebene Studie. Die Quote des Krankenstandes reicht demnach je nach
Bundesland von 3,4 bis hin zu 6,3 %. Erfreulich anders als im
Bundesdurchschnitt verhält es sich bei den Auszubildenden
der InfraServ Knapsack. „Wenn ich solche Zahlen in der Zeitung lese, wird für mich unser Erfolg in der Gesundheitsförderung messbar“, sagt Dirk Borkenhagen, Ausbildungsleiter
bei der InfraServ Knapsack. „Im Jahr 2014 lag die Quote in
Sachen Krankenstand bei unseren Azubis gerade mal bei
2,6 %, und das, obwohl die deutliche Mehrzahl unserer
Auszubildenden im technischen Bereich tätig ist und nur ein
geringer Anteil in Büroberufen.“
Wohlbefinden – physisches sowie psychisches – wird
bei der InfraServ Knapsack großgeschrieben, kontinuierliche Angebote wie Seminare und Beratungsmöglichkeiten
unterstützen – nicht nur – die Azubis in ihrem gesundheitsfördernden Verhalten. Wer eine Ausbildung bei der InfraServ
Knapsack beginnt, nimmt automatisch an dem zweitägigen
Seminar „Azubifit“ teil, in dem die Werksärzte praktische Tipps
und nützliche Infos rund um die Gesundheit geben. Themen
wie gesunder Rücken, gesunde Haut, Umgang mit Lärm,
Stressbewältigung, ausgewogene Ernährung und Suchtvermeidung sind Bestandteile des Programms. Und das ist nur
der Anfang: Verkehrssicherheitstraining, Seminare aus dem
Bereich Arbeitsschutz oder Work-Life-Balance, kostenlose
Impfmöglichkeit und externe, anonyme Beratung in persönlichen Anliegen sind beispielsweise weitere Komponenten des
„Gesundheitspakets“ für alle Mitarbeiter. Nicht zuletzt trägt
auch das Speisenangebot des Betriebsrestaurants, in dem zu
günstigen Konditionen leckere Salate und kalorienreduzierte
Kost erhältlich ist, zu einer gesunden Ernährung bei.
Gerne unterstützt die InfraServ Knapsack auch die Teilnahme ihrer Azubis bei sportlichen Wettkämpfen wie AzubiFußballturnieren oder dem AzubiRun. Bei Anfragen dieser Art
wird, in Abstimmung zwischen der Jugend- und Auszubildendenvertretung und Dirk Borkenhagen, ausgelotet, ob und in
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KnapsackSpiegel 12.2015|01.2016
Er macht es den Auszubildenden gerne vor: Dirk Borkenhagen genießt
einen Apfel als Zwischenmahlzeit
welcher Form das Event unterstützt werden kann. Die Unterstützung kann eine Freistellung von der Arbeit, die Übernahme
der Startgebühr und/oder Bereitstellung von Trikots bedeuten.
Sonderkonditionen in mehreren arbeitsnahen Fitnessstudios
bieten einen weiteren Anreiz, den inneren Schweinehund zu
überwinden, der Couch den Rücken zu kehren und aktiv zu
werden.
Die derzeit ca. 70 Azubis im Unternehmen wissen das
Engagement im Bereich Gesundheit zu schätzen. Dirk Borkenhagen berichtet von vielen positiven Rückmeldungen,
die Seminare sind gut besucht und die Krankenstandsquote
belegt die „gesunde“ Einstellung der Auszubildenden. So werden durch ständigen Dialog und viele Angebote gleich zum
Berufseinstieg die Weichen gestellt für ein gesundes, positives
und leistungsstarkes Arbeitsleben.
Chemiepark Knapsack
Chemiepark Knapsack
Big-Band-Sound spiegelt Freude
an der Musik
Die Band „Druckluft 0156“ entstand vor Jahren innerhalb der InfraServ Knapsack. Die Musiker, die auch Eigenkompositionen im Programm haben, wünschen sich noch mehr Auftritte.
Die Bandmitglieder sind: Walter Biermann, Franc Dupont, Dr. Manfred Lysek, Friedhelm Breuer,
Oskar Storch, Wilhelm Trevisany, Dr. Matthias Fischer, Karl Manderscheid, Michael Schmidt, Wilfried
Brüggen, Carlo Ricciardi und Karl-Heinz Hofmeister
J eden Dienstagabend dringen rockige Töne aus dem Gebäude
0156 im Chemiepark Knapsack.
Im ersten Stock proben zwölf Musiker
bekannte Stücke wie Joe Cockers „Unchain my heart“, Santanas „Corazon
Espinado“ oder „Sweet Home Chicago“
von den Blues Brothers und es klingt
richtig professionell. Die Band, die Instrumente, Notenständer und Taschen
passen so gerade in den Raum hinein.
Der Sound der Gruppe, dazu Gesang
von einer, oft auch zwei oder sogar drei
kräftigen Männerstimmen, ist druckvoll.
Das passt: Der Proberaum befindet sich
im Gebäude der alten Druckluftanlage,
und so kam die Band auch zu ihrem Namen: „Druckluft 0156“.
Bereits vor fünf Jahren hat sich die
Gruppe innerhalb der InfraServ Knapsack gegründet. Alles begann damit,
dass sich Systemadministrator Wilfried
Brüggen und IT-Berater Walter Biermann ein Büro teilten und feststellten,
dass sie die Liebe zur Musik verbindet.
Brüggen spielt nicht nur Orgel und Keyboard, sondern komponiert auch eigene
Songs, Biermanns Instrument ist die
(E-)Gitarre. Mit dem ehemaligen Leiter
Ver- und Entsorgung der ISK, Andreas Littmann, entstand die Idee, eine
„Knapsack Big Band“ zu gründen. „Es
gab dann einen Bericht im KnapsackSPIEGEL und einen Aufruf im Infranet“,
erinnert sich Brüggen. Mit Erfolg.
Schon der erste Auftritt beim Tag
der offenen Tür 2011 kam gut an. Seither trat „Druckluft 0156“ bei einigen
Veranstaltungen auf, etwa beim Mitarbeiterfest, bei Geburtstagen, aber auch
bei der Verabschiedung des ehemaligen
ISK-Geschäftsleiters Helmut Weihers
und gerade im Juni bei der Jubilarfeier
der IG BCE. Natürlich wurde auch im
vergangenen Jahr zum Tag der offenen
Tür für tolle Stimmung gesorgt.
Weil die Bandmitglieder zahlreiche
Instrumente spielen – Gitarre, Bass,
Schlagzeug, Saxofon, Trompete, Posaune, Keyboard und wenn es passt, auch
mal Mundharmonika oder Geige –, lässt
sich ein breites Repertoire aus Rock und
Pop abdecken. Dank Komponist Wilfried „Wiwi“ Brüggen werden auch eigene Stücke gespielt, zum Beispiel eins
„op Kölsch“: „Uns Heimat“, oder das
rockige „What’s wrong with you?“. „Wir
machen alle schon lange Musik, seit der
Kindheit oder Jugend“, weiß Bandmitglied Dr. Manfred Lysek. Und das hört
man. Die Stimmung bei der Probe ist
gut, die Freude an der Musik sichtbar.
So verbindet sie die Mitarbeiter der ISK
über die Abteilungsgrenzen, aber inzwischen auch über die des Unternehmens
hinaus. Denn ein Bandmitglied arbeitet
etwa für LyondellBasell, andere Musiker
für synlab Umweltinstitut und ifprocess.
Auch ein Pensionär gehört dazu.
Einen Wunsch hat die Big Band allerdings: „Wir würden gerne noch weitaus häufiger auftreten“, sagen sie. Wer
also im Chemiepark Knapsack nach toller musikalischer Unterhaltung für eine
Veranstaltung sucht, sollte sich den Namen „Druckluft 0156“ merken. Kontakt
zu Bandmitglied Dr. Lysek erhalten Sie
unter Tel. 02233 48-6682.
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Chemiepark Knapsack
Engagierte Mitarbeiter im Chemiepark Knapsack · Engagierte Mitarbeiter im Chemiepark Knapsack ·
„Ich möchte mit meiner Erfahrung
anderen Betroffenen helfen“
Frank Wagner, Schichtmeister im PSM-3-/4-Betrieb bei Bayer CropScience, engagiert sich in
seiner Freizeit für Kinder und Jugendliche, die an der Autoimmunerkrankung Kinderrheuma
leiden. Die Öffentlichkeit weiß noch wenig darüber.
„D
ass es Kinderrheuma gibt,
war uns nicht klar“, erzählt
Frank Wagner. Das änderte
sich vor 15 Jahren: Der damals zweijährige Sohn des Schichtmeisters hatte im
Schwimmbad plötzlich ein dickes Knie.
Gefallen war der Kleine aber nicht. Es
folgten viele ärztliche Untersuchungen,
vermutet wurde sogar Knochenkrebs.
Zum Glück erkannte eine Ärztin der
Uniklinik Köln die typischen Symptome
einer rheumatischen Grunderkrankung
und verwies Familie Wagner an das
St.-Josef-Stift, die Klinik für Kinder- und
Jugendrheumatologie in Sendenhorst.
Dort sitzt auch der Bundesverband Kinderrheuma e. V.
„Kinderrheuma ist nicht mit Erwachsenenrheuma zu vergleichen“, erklärt
der Schichtmeister. Es handelt sich um
eine Autoimmunerkrankung. Die Gelenkentzündung beginnt oft schon bei
Kleinkindern und kann in mehreren Formen auftreten, auch an inneren Organen. In Deutschland gibt es nur 15.000
bis 20.000 Fälle, jährlich kommen etwa
1500 Neuerkrankungen dazu. Die genaue Ursache ist unbekannt. Es gibt
Medikamente, die aber nicht immer wirken – wie bei Wagners Sohn. Mithilfe
des St. Josef-Stifts versuchte es die
Familie sogar mit Off-Label-Arznei, die
nicht für die Rheumatherapie vorgesehen ist. Dennoch hat der heute 18-Jährige 19 betroffene Punkte am Körper.
Aber er habe gelernt, mit den Schmerzen zu leben, berichtet der Vater.
Mit seinen Erfahrungen möchte
Frank Wagner Aufklärungsarbeit leisten
und betroffenen Familien helfen, denn
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KnapsackSpiegel 12.2015|01.2016
Frank Wagner mit Müttern betroffener Kinder auf einem der jährlich stattfindenden Weltkindertage in Köln
nach wie vor ist Kinderrheuma kaum
bekannt. Seit Jahren leitet Wagner den
„Treffpunkt“ für Köln und den RheinErft-Kreis, die regionale Selbsthilfegruppe des Bundesverbandes, mit Andrea
Herrlein. Aus Mitteln des Verbandes
werden etwa zwei Sozialarbeiterinnen
beschäftigt und Broschüren, auch kindgerechte, verteilt. Wichtig ist dem Verband, der seit 25 Jahren besteht, die
ganzheitliche Betreuung der Familien.
So werden Gesprächsforen für die Eltern veranstaltet, während die Kinder
spielen.
Wagner generiert ständig Spenden,
ohne die das große Engagement nicht
möglich wäre. Seit Jahren ist er mit einem Infostand auf dem Weltkindertag in
Köln. Frau, Schwiegermutter und Tochter backen dafür rund 30 Torten. Bei der
Gelegenheit sprach Wagner ein Vertreter
der UCB Pharma GmbH aus Monheim
an und so ergab sich für ihn die Chan-
ce, bei einer Veranstaltung der Firma zu
referieren. Denn ein Anliegen ist, dass
die Pharmaunternehmen kindgerechte
Medikamente entwickeln.
Wagners Arbeitgeber brachte sich
ebenfalls ein: Dr. Udo Schneider, Standortleiter in Knapsack, spendete einen
Kaffeeautomaten für den Infostand, von
der Bayer Cares Foundation kam finanzielle Unterstützung. Zudem steuert
der Gasversorger Praxair oft eine große
Flasche Helium für Ballons bei, die am
Stand an Kinder verteilt werden.
Wagner ist gerne bereit, auch bei
Veranstaltungen im Chemiepark über
Kinderrheuma zu informieren. „Gespräche mit Betroffenen zeigen mir, dass es
immer noch viel Fehlinformation gibt.
Kinderärzte sind etwa nicht darauf geschult, die Symptome zu erkennen“,
weiß der Familienvater.
[email protected]
www.kinderrheuma.com
Chemiepark Knapsack
Die InfraServ Knapsack fördert den Teamgeist – schon von Anfang an
Auf ins Abenteuerland Eifel
Die 22 neuen Auszubildenden fuhren gemeinsam mit dem Ausbildungsleiter der InfraServ
Knapsack Dirk Borkenhagen und dem Mitglied des Betriebsrates, Ivonne Heuser, nach Hellenthal zur Stärkung des Teamgeistes. Marc Wallstab, einer der Auszubildenden, berichtet:
N achdem die ersten drei Wochen der Ausbildung für uns,
die 22 neuen Auszubildenden
der InfraServ Knapsack, vergangen waren, haben wir uns Ende September vor
der Hauptverwaltung getroffen. Von dort
aus starteten wir gemeinsam mit Dirk
Borkenhagen und Ivonne Heuser zu unserer „Abenteuerfahrt“ nach Hellenthal.
Dort angekommen versammelten
wir uns zum ersten Programmpunkt in
unserem Gruppenraum, wo sich unsere
Trainer Sebastian und Heiko vorstellten. In Gruppen sollten wir ein Motto
für das Wochenende auf ein Blatt Papier bringen. Klingt einfach, ist es aber
nicht, wenn das Schreibgerät nur an
Schnüren befestigt ist, welche wir in
der Hand hatten. Danach wurden die
Erwartungen und Befürchtungen, die wir
in Anbetracht des Wochenendes hatten,
aufgeschrieben und vorgestellt. Nach
dem Mittagessen warteten gleich mehrere Herausforderungen auf uns. Unter
anderem bekam jeder ein kurzes Stück
Dachrinne aus Kunststoff. Diese mussten so aneinandergehalten werden, dass
ein Golfball über eine Strecke von rund
100 Metern problemlos in eine Kiste
befördert werden konnte. Beim „Performance Puzzle“ traten zwei Gruppen
gegeneinander an. Es galt so schnell
wie möglich die in einem Kreis liegenden
Buchstaben zu berühren und so sinngemäß „Ausbildung InfraServ Knapsack
26.09.2015“ einzutippen. Unsere letzte
Aktivität an diesem Tag war dann „die
Wippe“. Wir bekamen zehn Minuten
Zeit, um zu besprechen, wie wir alle auf
eine sehr große Wippe rauf- und auf
der anderen Seite wieder runterkommen
Einfinden zum Gruppenfoto! Wenn auch auf dem Foto etwas „wuselig“, so fand der Ablauf des
Wochenendes in geordneten Bahnen statt.
können. Alle diese Übungen wurden
freundlicherweise durch „Spielregeln“ so
ergänzt, dass nur wirklich gute Teamarbeit zum Erfolg führen konnte.
Nach dem Frühstück am zweiten
Tag ging es nach draußen. Dort machten wir unterschiedliche Vertrauensübungen als Vorbereitung für den Klettergarten, in dem wir den restlichen Tag
an unterschiedlich hohen Kletterwänden
verbrachten. Zum Abschluss des erfolgreichen Tages wurde am Abend gegrillt.
Die Jugend- und Auszubildendenvertretung kam noch zu Besuch und wir
verbrachten noch einen schönen langen
Abend mit Stockbrot am Lagerfeuer.
Am dritten und gleichzeitig auch
letzten Tag konnten wir viele Erfahrungen und gewonnenes Vertrauen an zwei
weiteren abschließenden Gruppenaufgaben anwenden. Es endete mit einem
InfraServ-Knapsack-Azubi-MenschenKnäuel-Turm, da wir auf einer möglichst
kleinen Fläche zehn Sekunden ausharren mussten. So rückten wir durch die
Azubifahrt nicht nur sprichwörtlich näher
zusammen.
Zum Abschluss kamen ein letztes
Mal alle im Versammlungsraum zusammen. Die Trainer stellten die Ausstellungswände mit den Befürchtungen und
Erwartungen vom ersten Tag noch einmal auf. Wir bewerteten dann, was sich
davon erfüllt hat und was nicht eingetreten ist. Dabei stellte sich sehr schnell
heraus, dass sich die Erwartungen wie
Zusammenhalt, Respekt und Motivation
auf jeden Fall erfüllt hatten und die Befürchtungen wie Ausgrenzung nicht eingetreten sind. Nach der Verabschiedung
der Trainer traten wir die Rückfahrt an.
Mit vielen schönen Erinnerungen kehrten wir nach Hause zurück. Am liebsten
würden wir im nächsten Jahr noch einmal eine Azubifahrt machen.
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Chemiepark Knapsack
David van Deenen mit Erasmus Plus im Norden Spaniens
Kommunikation mit Händen und FüSSen
Dass er noch an einem Austauschprogramm teilnehmen würde, damit hat David van Deenen
nicht gerechnet. Der Umschüler zum IT-Systemelektroniker hatte im Spätsommer die Möglichkeit, für vier Wochen in einem spanischen Betrieb zu arbeiten.
D iese Gelegenheit hatte sich für
den 28-jährigen Oberstufenschüler sehr spontan ergeben,
weil sich seitens der Berufsschule nur
wenige Unterstufenschüler für diesen
Auslandsaufenthalt beworben hatten.
So blieben van Deenen gerade mal zwei
Tage Zeit, mit der ISK und der Rentenversicherung alle nötigen Entscheidungen zu treffen.
„Ich bin wirklich froh, dass das alles
so geklappt hat und ich von der ISK für die
Zeit freigestellt worden bin“, erzählt David
van Deenen nach seinem Aufenthalt. „Es
war für mich echt interessant zu sehen,
wie die Spanier arbeiten und leben.“
Der Arbeitstag begann im nordspanischen Oviedo, das rund 30 Kilometer
vom Atlantik entfernt liegt, um 8.30
Uhr morgens, am Mittag wurde landestypisch Siesta gehalten, bevor es
von 16 bis 19 Uhr noch mal in den Betrieb ging.
Da der InfraServ-Mitarbeiter von
zu Hause aus den vielschichtigen Betrieb eines mittelständischen Unternehmens kennt, war die Arbeit in dem
kleinen spanischen Laden wenig abwechslungsreich. Van Deenen arbeitete
dort gemeinsam mit einem deutschen
Klassenkameraden, daher teilte der spanische Chef die beiden meist auf: Der
eine blieb im Laden und betreute dort
die Kunden, der andere ging mit einem
weiteren Kollegen in den Außendienst.
„Was mich am meisten erstaunt hat, war
dass in Spanien eigentlich noch alle Betriebe mit Windows XP arbeiten, obwohl
der Service dafür ja schon eingestellt
wurde“, zeigt sich der IT-Mitarbeiter
überrascht. Allgemein ist die Technik
in Spanien längst nicht so weit wie in
Für vier Wochen in Spanien zuhause. David van Deenen (2.v.l.) mit seinen Arbeitskollegen im spanischen Oviedo.
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KnapsackSpiegel 12.2015|01.2016
Deutschland. Aber auch der Service ist
ein anderer. Hier wird so lange getüftelt,
bis es wieder klappt, der Preis für den
Kunden steigt dabei kaum an. „Für mich
wirkt das sehr unwirtschaftlich, aber für
die Spanier ist es wichtiger, dass der
Kunde trotz langer Reparaturzeiten noch
einmal wiederkommt. Freundlichkeit –
insbesondere zu Gästen – wird hier besonders groß geschrieben.“ Auch wenn
kaum ein Nordspanier englisch sprach,
versuchte hier jeder stets weiterzuhelfen. So kommunizierte man in der Stadt,
in der sich auch sehr viele Studenten
aus dem Ausland aufhalten, viel mit
Händen und Füßen.
Der Spanienaufenthalt bedeutete
allerdings nicht nur Arbeit. Nachdem
die deutschen Auszubildenden sich am
Anreisetag erst mal in ihren Appartements eingerichtet hatten, ging es am
folgenden Tag mit einer Lehrerin der
Partnerschule zum Sightseeing durch
Oviedo. Die Stadt mit mehr als 200.000
Einwohnern im Fürstentum Asturias hat
einiges an Kultur zu bieten und gilt sogar als sauberste Stadt Europas.
„Auch wenn ich die Arbeit manchmal als etwas eintönig empfunden habe, kann ich die Teilnahme am
Erasmus Plus Programm nur empfehlen. Die Erfahrung, in einem fremden
Land zu arbeiten, ist einfach eine ganz
besondere, die man in seinem Leben
nicht verpassen sollte. Und ein EUZeugnis als Qualifikation gibt es ja noch
obendrauf“, weiß David van Deenen das
Erlebnis abzuschließen.
Chemiepark Knapsack
Schauen Sie mit uns hinter die Kulissen: heute die Post- und Reprostelle
Sie erfüllen fast alle Wünsche
Das Team der Post- und Reprostelle der InfraServ Knapsack ist klein, aber sehr kreativ.
Zwei Frauen und zwei Männer kümmern sich um weit mehr als die tägliche Post.
A n der Tür neben der Pforte im Knapsacker Verwaltungsgebäude ist stetig Betrieb: Die Post wird abgegeben oder geholt, es wird etwas zum Kopieren eingereicht oder ein Plakatentwurf – zum Beispiel der, mit dem für
die neueste Ausgabe des KnapsackSPIEGELs geworben wird.
Etwas soll laminiert, mit Spiralbindung versehen oder gescannt
werden? Eine Broschüre soll gedruckt und für den Versand vorbereitet werden? Kein Problem für die Mitarbeiter der Post- und
Reprostelle.
Mithilfe von mehreren Geräten, wie etwa einem Großflächenkopierer und einer Zwei-Meter-Schneidemaschine, und
von Grafikprogrammen erfüllen Ulla Schönrock, Hubert Oebels,
Wilfried Schun und Marie-Luise Mohr die verschiedensten
Wünsche, nicht nur für Firmen im Chemiepark Knapsack, sondern auch für Unternehmen oder Vereine außerhalb des Chemieparks, etwa den Gartenbauverein Erftstadt-Lechenich.
„Es ist eine vielfältige Arbeit, man hat Kontakt zu vielen
Leuten und muss auch sehr kreativ sein“, berichtet Ulla Schönrock, die seit 16 Jahren in der Abteilung arbeitet, die früher
„Pauserei“ hieß. Es könne schon vorkommen, dass jemand ein
A4-Dokument auf einer langen Papierbahn ausgedruckt haben
möchte oder dass eine große Fotomontage erstellt werden soll.
„Wir machen auch mal ausgefallene Aufträge, das dauert dann
nur etwas“, so Schönrock. Typisch seien 10 bis 20 Aufträge am
Tag. Da wird viel kopiert, etwa Studienmaterial für die Rhein-Erft
Akademie, oder große Projektpläne werden gedruckt. In den
Plotter können drei bis zu drei Meter lange Papierrollen eingespannt werden. „Da ist auch mal Muskelkraft nötig“, sagen die
Mitarbeiter lachend.
Bis Größe A0 können Dokumente gedruckt werden. Neben
All-in-one-Geräten gibt es auch eine Kuvertiermaschine, die
falten, zukleben und eintüten kann. Ein Altertümchen ist die
Blockschneidemaschine von 1978, die aber noch tadellos funktioniert. Heute ist technisch natürlich mehr möglich als früher.
So werden Broschüren schon automatisch gefaltet.
Drei der vier Mitarbeiter sind schon lange dabei, Mohr kam
vor rund einem Jahr dazu. Alle sind Autodidakten, denn gelernt
haben sie andere Berufe, zum Beispiel Mechaniker oder Kauffrau. „Jeder macht alles und kann alles, was hier dazugehört“,
sagt Schönrock.
Gemeinsam kümmert sich das Team um die tägliche Post,
die nach Firmen und in die zahlreichen Fächer sortiert wird.
Sie stemmen vieles im Team: Hubert Öbels, Marie-Luise Mohr, Wilfried
Schun und Ulla Schönrock (v. l.)
Dreimal am Tag wird sie intern verteilt – rund 5300 Poststücke
im Monat – und ebenso oft geht Post nach draußen, monatlich
etwa 4100 Briefe. Zählen und in Listen eintragen gehört ebenfalls dazu. Rechnungen der InfraServ Knapsack werden von
den Mitarbeitern geöffnet, sortiert und gescannt. „Das erleichtert die Arbeit im Haus“, erklärt Schönrock. „In vielen Firmen
darf man in der Poststelle noch keine Briefe öffnen, somit sind
wir hier bei der InfraServ Knapsack sehr fortschrittlich.“
Zwar ist das Team der Post- und Reprostelle klein, aber
ziemlich selbstständig. Und es gilt: „Wenn wir mal nicht weiterwissen, forschen wir so lange nach, bis wir es hinbekommen.“
Wenn auch Sie einmal Ihre Arbeit bzw. Ihr Team
vorstellen wollen, dann melden Sie sich bei der
Redaktion. Wir werden in der Rubrik: „Blick hinter die
Kulissen“ gerne darüber berichten.
KnapsackSpiegel 12.2015|01.2016
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Chemiepark Knapsack
Auszubildende der InfraServ Knapsack geben Schülern erste Einblicke in
ihre Berufe
Ausflug in die Arbeitswelt
Für die Neuntklässler des Max-Ernst-Gymnasiums in Brühl beginnt der Morgen an diesem
Oktobertag nicht mit Mathe oder einem Englischvokabeltest. Sie haben sich entschieden,
im Rahmen einer Berufsfelderkundung die InfraServ Knapsack zu besuchen.
E inen ersten Eindruck des Chemiestandortes bekommen die Schüler auf einer Werksrundfahrt durch den
Chemiepark Knapsack. Ziel der Tour ist die Rhein-Erft
Akademie im Chemieparkteil Hürth, denn heute geht es nicht
um eine reine Betriebsbesichtigung, sondern um das Sammeln erster praxisnaher Erfahrungen. In der Akademie wird die
Gruppe von Auszubildenden der InfraServ Knapsack erwartet.
Die angehenden IT-Systemelektroniker, Fachinformatiker
und Industriekauffrauen haben im Vorfeld ein Programm entworfen und stehen nun bereit, dieses selbst umzusetzen. Die
Elektroniker-für-Automatisierungstechnik- und Industriemechaniker-Azubis unterstützen tatkräftig die Herren Groß und
Renner, Ausbilder in der Rhein-Erft Akademie. Einer kurzen
Darstellung des jeweiligen Arbeitsbereichs und Ausbildungs-
Stefan Langecker, angehender Fachinformatiker, erläuterte den Schülern
des Max-Ernst-Gymnasiums die Aufgabenstellung
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KnapsackSpiegel 12.2015|01.2016
ablaufs folgt ein praktischer Teil, in dem die jungen Besucher
selbst Hand anlegen können und Aufgaben lösen sollen. Im
Schulungsraum heißt das, einen Zylinder mit Luftdruck zu
bewegen – zunächst ohne, dann mit Elektronik –, und in der
Ausbildungswerkstatt, aus Kunststoff einen Bilderrahmen zu
fertigen. Im Anschluss folgt ein Besuch des Technikums, in
welchem die Auszubildenden die ihrem Beruf entsprechenden
Tätigkeiten vorstellen. Die beiden Industriekauffrauen lassen
die Schüler ein Handy und einen Kopfhörer vermarkten sowie
ein „Kaufleute-Memory“ spielen. Im Nebenraum warten die
Informationstechniker mit Rechnern „zum Schrauben“ und unterstützen die Schüler dabei, erste kleine Programme am PC
zu schreiben. Der Umgangston ist locker, die Hemmschwelle,
Fragen zu stellen, gering. Schließlich trennen Auszubildende
und Schüler nur wenige Jahre.
Christina Schopp, Industriekauffrau in der Ausbildung,
arbeitet derzeit in der Personalabteilung und kann in diesem Rahmen Ausbildungsleiter Dirk Borkenhagen an diesem
Morgen begleiten. „Das Segment Personal ist eine der acht
Abteilungen, die ich während der Ausbildung kennenlerne.
Dass Berufsorientierung zum Aufgabenspektrum der Personalabteilung gehört, durfte ich vor vielen Jahren selber erleben. Als Schülerin einer Realschule in Hürth lernte ich Herrn
Borkenhagen in der Schule kennen, da er mir Tipps zum Bewerbungsverfahren und Informationen zum Ausbildungsberuf
Industriekauffrau gab.“
Am Ende der Veranstaltung zeigt sich der Ausbildungsleiter zu Recht stolz auf seine Schützlinge und ihr Engagement.
„Wir hatten auch in der Vergangenheit immer Auszubildende
bei Besuchen von Schülergruppen dabei, doch dass unsere
Auszubildenden das Programm erarbeiten und auch selbst
gestalten, ist neu. Heute hat sich das bewährt. Die vielen
Aktionsmomente und nicht zuletzt das selbst hergestellte
,Memory‘-Spiel haben sicher dazu beigetragen, dass viele erlebte Themen in ,Erinnerung‘ bleiben. Mit diesem Modell sind
wir für das Projekt der Landesregierung ‚Kein Abschluss ohne
Anschluss‘, das ab der 8. Klasse eine umfangreiche Berufsund Studienorientierung vorsieht, sehr gut aufgestellt.“
Chemiepark Knapsack
Jahrestreffen der Pensionärsvereinigung
A lle Jahre wieder – es ist eine schöne Tradition und stößt
immer wieder auf sehr große Resonanz bei den ehemaligen Mitarbeitern des Chemiestandortes Knapsack: das
Jahrestreffen der Pensionärsvereinigung. Ende November war
es wieder so weit. Viele Ehemalige kamen im Feierabendhaus
zusammen, um sich von Ralf Müller, Vorsitzender der Geschäftsleitung der InfraServ Knapsack, über die Entwicklung des Chemieparks und der InfraServ Knapsack auf den neuesten Stand
bringen zu lassen. Zuvor fuhr Thomas Kuhlow, Leiter Kommunikation, mit den Pensionären durch den Standort. Viele nutzen
diese Gelegenheit, um sich an ihre aktive Zeit hier in Knapsack zu
erinnern.
Das Wichtigste ist allerdings der Austausch der Pensionäre
untereinander. Das geschieht nach dem „offiziellen“ Teil bei Kaffee und Kuchen. Wer Lust hat, dabei zu sein, kann sich auf www.
chemiepark-knapsack.de/Leben/Pensionärsvereinigung informieren und für ein kostenloses Schnupperjahr anmelden. Die
ehemaligen Kolleginnen und Kollegen freuen sich bestimmt.
Nach der Rundfahrt noch ein Foto fürs Familienalbum. Wer ist wer? Finden Sie es heraus und kommen Sie dazu!
DAK-Gesundheit: Wenn die Psyche streikt
Depressionen, Ängste, Anpassungsstörungen – in Nordrhein-Westfalen sind psychische
Erkrankungen immer häufiger der Grund für
Ausfalltage im Job. Die DAK-Gesundheit hat
die anonymisierten Daten von rund 453.000
erwerbstätigen Versicherten in Nordrhein-Westfalen ausgewertet. Ein zentrales Ergebnis: Die
Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen
haben ein neues Rekordniveau erreicht. Von
2000 bis 2014 hat sich die Anzahl der Fehltage,
die von Seelenleiden verursacht werden, mehr
als verdoppelt. DAK-versicherte Arbeitnehmer in
Nordrhein-Westfalen blieben 2014 an mehr als
1,1 Millionen Tagen der Arbeit fern. Psychische
Erkrankungen rangieren damit auf Platz zwei
der Fehltage-Statistik. Nur mit Rückenschmerzen oder anderen Muskel-Skelett-Erkrankungen
blieben die Versicherten der Kasse noch häufiger
der Arbeit fern. Die Entwicklung ist nach Ansicht
der Kassenexperten auch auf einen offeneren
Umgang seitens der Ärzte und Patienten mit
psychischen Leiden zurückzuführen.
Bildquelle: DAK-Gesundheit/iStock
KnapsackSpiegel 12.2015|01.2016
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Chemiepark Knapsack
Auch diese Art der Zusammenarbeit funktioniert
Integration in Knapsack
Statkraft beauftragt die Lebenshilfe Bildung NRW gGmbH, die Grünanlage des Kraftwerks
Knapsack I zu pflegen. Das Unternehmen ermöglicht Menschen mit Behinderung, am
regulären Arbeitsmarkt teilzunehmen.
Elmar Arendt, links, und Thomas Krumm, Site Manager Knapsack, rechts, mit der neuen Gärtner-Truppe
S eit Herbst diesen Jahres obliegt die Pflege der Grünanlage des Kraftwerks Knapsack I
der Lebenshilfe Bildung NRW gGmbH.
Die Integrationsabteilung der Lebenshilfe Bildung NRW beschäftigt derzeit
im Bereich Garten- und Landschaftsbau
vier Menschen mit Behinderung und
zwei Meister. Sie arbeiten als Tandem,
wie aktuell am Kraftwerk Knapsack I, wo
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KnapsackSpiegel 12.2015|01.2016
sie in der gesamten Anlage das Unkraut
entfernen.
Die Aufgabe der Integrationsabteilung ist es, Menschen mit Behinderung
raus aus den Werkstätten für Menschen
mit Behinderung rein in den regulären Arbeitsmarkt zu bringen. Das ist ein Schritt
hin zu einer selbstverständlichen Teilnahme von Menschen mit Behinderung am
gesamtgesellschaftlichen Leben.
Die Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe ist auf Anregung von Elmar
Arent, Production Manager in Knapsack,
zustande gekommen. Das Angebot der
Lebenshilfe war vergleichbar mit dem
anderer Anbieter im Bereich Garten- und
Landschaftsbau. Der integrative Aspekt
des Auftragnehmers war dann letztendlich ausschlaggebend für die Erteilung
des Auftrags.
Chemiepark Knapsack
Die Redaktion stand auf dem Prüfstand: Wie gut ist die Mitarbeiter-Zeitschrift ?
Leser geben dem KnapsackSPIEGEL eine 1,58
Ausgewogen, glaubwürdig, aktuell, unterhaltsam, gründlich und sympathisch: Das sind die
Adjektive, mit denen die Teilnehmer der Leserumfrage den KnapsackSPIEGEL bewertet haben.
D ie Mitarbeiter im Chemiepark
Knapsack lesen die Zeitschrift
vor allen Dingen, weil sie wichtige Info zum Geschehen im Chemiepark bereithält, Entscheidungen und
Vorgänge besser verständlich macht
und ein Zugehörigkeitsgefühl schafft.
Im Vergleich mit früheren Leserumfragen wird deutlich, dass die Nachfrage
zu Online-Medien steigt, die Papierform
aber noch lange nicht ausgedient hat.
Das Gesamtkonzept erhielt von den
Lesern eine Durchschnittsnote von 1,58,
die sich unserer Meinung nach durchaus
sehen lassen kann. Dennoch wissen wir,
dass es durchaus Luft nach oben gibt,
und so versuchen wir, den KnapsackSPIEGEL kontinuierlich zu verbessern.
Damit das klappt, bitten wir Sie auch um
Ihre Mithilfe. Ein besonderes Interesse
besteht, die Kolleginnen und Kollegen
hier im Chemiepark kennenzulernen.
Gerne würden die Leser über das Hobby oder die ehrenamtliche Tätigkeit oder
auch die Aufgabe der Menschen hier
in Knapsack erfahren. Deshalb: Melden
Sie sich bei der Redaktion, wenn Sie
sich und Ihre Aufgabe oder Ihr Hobby
den Kollegen vorstellen möchten. Wir
freuen uns!
Nicht alles aus der „Wunschliste“
lässt sich realisieren, wie beispielsweise
deutlich mehr Fotos aufzunehmen, aber
wir sind dennoch stets bemüht, alle interessanten Themen für Sie aufzuarbeiten,
damit vor allem Sie weiterhin Spaß an
unserem Magazin für den Chemiepark
Knapsack haben.
Den
50-Euro-Gutschein
vom
Florian Faßbender (r.) hat seine Meinung gesagt und dabei gewonnen: Einen Einkaufsgutschein des
Hürth-Parks, überreicht von Thomas Kuhlow, Leiter Kommunikation.
Hürth Park aus dem Gewinnspiel der
Leserumfrage hat Florian Fassbender, Facility Management der InfraServ Knapsack, gewonnen. Herzlichen
Glückwunsch! Allen anderen Teilneh-
mern der Umfrage danken wir für ihre
offene und ehrliche Meinung, damit der
KnapsackSPIEGEL zukünftig ein Produkt bleibt, das Sie gerne lesen.
KnapsackSpiegel 12.2015|01.2016
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Chemiepark Knapsack
Was man nicht alles im KnapsackSPIEGEL gewinnen kann …
Up, up and … aber nicht ganz away …
Ivonne Heuser gewann einen Gutschein für einen Segelflug über die Eifel. Über die Teilnahme am
Rätsel im KnapsackSPIEGEL ist er ihr zugeflogen. An diesem Erlebnis lässt sie uns teilhaben.
S chon auf der Fahrt zum Flugplatz Nörvenich konnten wir die
Segelflieger in der Luft ausmachen. Ich spürte es – das sollte mein
großer Tag werden.
Nach der Anmeldung an der Wache
wurden wir von freundlichen Mitgliedern
der Sportfliegergemeinschaft abgeholt
und zur Start- und Landebahn gebracht.
Wir beobachteten, wie sich die Piloten auf den Start vorbereiteten, die Maschinen abhoben und wieder landeten.
Dann kam mein großer Moment: Mein
Pilot Stefan und ich schnallten uns die
Rettungsfallschirme an. Das Thema Sicherheit wird auch hier großgeschrieben.
Ich bekam genaue Anweisungen, wie
ich mich für den Fall eines Absturzes zu
verhalten hatte.
Und dann hieß es: „Bitte in die DG
505 einsteigen und anschnallen.“
Das ausgelegte 1.500 Meter lange Kunststoffseil wurde unterhalb des
Flugzeugrumpfes am Haken befestigt,
danach wurden der Haken, die Klappen
und die Ruder vom Piloten kontrolliert.
Es erfolgte die Information an die
Startleiterin, dass wir zum Abflug bereit waren. Und schon ging’s los: … es
rumpelte und ruckelte … wir setzten uns
über die Gras-Startbahn in Bewegung.
Mann, oh Mann, nimmt man hier schnell
Fahrt auf. Bereits nach guten 15 Metern
verließen wir den Boden und dann ging’s
nur noch steil nach oben.
In ca. 550 Meter Höhe klinkte sich
das Windenseil aus und das Fahrwerk
wurde eingefahren.
Dann glitten wir über die Felder von
Nörvenich und Blatzheim. Wie ein Vogel
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KnapsackSpiegel 12.2015|01.2016
Kurz vorm Abheben: Ivonne Heuser und Pilot Stefan.
schwebten wir in der Luft, flogen Kurven
und nutzen die Thermik. – Ein tolles Gefühl!
Es gab so viel zu sehen: unter uns
die Felder und Straßen. Dann in der
Ferne den Industriehügel Knapsack, den
Hambacher Tagebau, die Eifler „Bergwelt“. Nach leider viel zu kurzer Dauer
(ich hätte noch Stunden dort oben verbringen können) ging der Flug zu Ende
und wir setzten zur Landung an, bei der
wir ganz schön kräftig durchgerüttelt
wurden. Der Flieger flitzte noch einige
Meter über die Wiese, bis er zum Stehen
kam und wir unsere Kabinenhaube öffnen konnten. dann durchatmen … was
für ein Erlebnis!
Fazit: Wir haben einen tollen und superinteressanten Tag erleben dürfen und
wurden herzlich von den Mitgliedern aufgenommen. Geduldig hat man all unsere
Fragen beantwortet. Jeder Start und
jede Landung war – selbst, wenn man
nur zugeschaut hat – mit Nervenkitzel
verbunden. Und wenn man dann auch
noch selbst mitfliegt … ohne Worte!!!
Es war auf keinen Fall mein letzter
Flug.
Für mich war der Tag bei der
Bundeswehr-Sportfliegergemeinschaft
„Boelke“ mal eine echte Alternative zum
Phantasialand!
Wenn auch Sie einen solchen Flug – Weihnachten bietet sich an – verschenken
wollen: Sie erhalten ihn zum für uns reduzierten Preis von 20 Euro (plus Porto)
bei Torsten Behrendt ([email protected]) oder mobil unter 0175
1160729. Hier erfahren Sie auch, wann der Flugbetrieb im Frühjahr 2016 wieder
losgeht.
Chemiepark Knapsack
Oft gelobt, jedoch nicht jeder kommt damit klar.
Können Gleitsichtbrillen Probleme bereiten?
Eine Gleitsichtbrille vereint mehrere Sehlösungen in einem Brillenglas. Sie korrigiert gleichzeitig Kurzsichtigkeit und Weitsichtigkeit und gewährt dem Träger auch auf alle Distanzen
dazwischen scharfe Sicht.
G leitsichtgläser sind komplex
aufgebaut und deshalb auch
technisch aufwendig in der
Herstellung. Eine Gleitsichtbrille darf keine zu flachen kleinen Gläser haben,
sonst werden die verschiedenen Sehzonen zu klein. Darauf sollte schon bei der
Wahl der Fassung geachtet werden.
Wer kurzsichtig ist und zudem von
Alterssichtigkeit betroffen, für den ist
eine Gleitsichtbrille eine gute Wahl. Eine
Gleitsichtbrille genügt in diesem Fall für
nahezu jede Sehsituation des Alltags.
Alternativ verwendet der Betroffene
abwechselnd zwei verschiedene Sehhilfen – eine Brille für die Fernsicht und
eine Lesebrille. Doch das wird von vielen
Brillenträgern als sehr lästig empfunden.
Grundsätzlich eignen sich Gleitsichtbrillen für alle Fehlsichtigen, die häufig
zwischen verschiedenen Sehabständen
hin- und herwechseln müssen.
Doch es gibt Ausnahmen. Für Berufsgruppen, die gerade Linien genau
erkennen und beurteilen müssen, wie
etwa Grafiker, technische Zeichner und
Konstrukteure oder auch manche Handwerker, ist eine Gleitsichtbrille eher un-
geeignet, da es hier beim Sehen
zu Verzerrungen kommen kann,
wenn der Blick von einer Seite zur anderen schwenkt. Wer
Kontaktlinsen trägt, muss nicht
unbedingt auf die Vorteile einer Gleitsicht verzichten. Es
gibt Gleitsichtkontaktlinsen,
die in der Linse ebenfalls
mehrere Sehstärken vereinen.
Der Gleichgewichtssinn des Menschen ist direkt mit dem Sehsinn verbunden. Wenn sich das gewohnte Sehgefühl verändert, kann es zu Irritationen,
etwa auch vorübergehenden Schwindelgefühlen kommen. Das Gehirn braucht
einfach etwas Zeit, bis der neue Seheindruck akzeptiert wird. Wer zum ersten
Mal eine Gleitsichtbrille trägt, muss deshalb mit einer Eingewöhnungszeit rechnen. Viele Neueinsteiger haben anfänglich Probleme mit der gleitenden Sicht,
zum Beispiel beim Treppensteigen,
wenn die Augen nach unten durch den
Bereich des Brillenglases blicken, der eigentlich für scharfes Sehen in der Nähe
konzipiert ist. Darüber hinaus gibt es bei
Gleitsichtbrillen im mittleren Sehbereich eine „Verzeichnung“, in
deren Folge es zu einem Schaukeleffekt
kommt. Dieses Problem entsteht, wenn
der Blick seitlich durch die Übergangszone zwischen zwei Sehbereiche fällt.
Je schmaler die Übergangszone zwischen den Nah- und Fernbereichen,
desto größer werden diese Unschärfen.
Bei der Anpassung von Gleitsichtgläsern fließen verschiedene Berechnungen ein: Augenabstand, Entfernung
des Auges zum Brillenglas, Durchblickpunkt beim Sehen durch das Brillenglas,
Kopfform und Kopfbewegung sowie
Fassungsform und -sitz.
Tipps für das Tragen einer Gleitsichtbrille
l Richten Sie beim Lesen nur den Blick nach unten, neigen Sie nicht den ganzen Kopf.
l Schauen Sie beim Gehen nach vorne, nicht auf den Boden.
l Drehen Sie für seitliche Blicke den ganzen Kopf in die jeweilige Richtung.
l Neigen Sie beim Treppensteigen den Kopf so, dass Sie durch das obere Brillenteil blicken, in dem sich die Fernkorrektur befindet.
Nur dann sehen Sie die Stufen scharf.
l Tragen Sie Ihre Gleitsichtbrille am Anfang am besten rund um die Uhr. Das hilft den Augen, sich an die neue Sehsituation zu gewöhnen.
Quelle: http://www.sehen.de/gleitsichtbrille/
KnapsackSpiegel 12.2015|01.2016
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Chemiepark Knapsack
Dr. Ertl verabschiedet sich von Knapsackern
Bei der letzten Betriebsversammlung hat sich Dr. Josef Ertl als Vinnolit-Geschäftsführer von den Mitarbeitern in Knapsack verabschiedet. Seine Nachfolge tritt Dr. Karl-Martin Schellerer an.
S eit 25 Jahren besteht für Dr. Ertl
eine Beziehung zu Knapsack,
davon ist er 17 Jahre bei Vinnolit tätig gewesen, seit 2001 in der Geschäftsführung. Er wird dem Unternehmen auch weiterhin als Member of the
Advisory Board unterstützend zur Seite
stehen. So war es für ihn eine Selbstverständlichkeit, neben Betriebsrat Heinz
Coltro und Standortleiter Jürgen Eichler
einige wichtige Themen des Betriebs
anzusprechen.
„Ich gehe nicht in den Ruhestand,
weil ich den Kauf durch Westlake Chemical für eine schlechte Idee halte. Der
Grund dafür ist, dass ich 65 Jahre alt
geworden bin. Teil der Westlake-Gruppe
zu werden, ist das Beste, das uns passieren konnte“, sagt Dr. Ertl.
Stellvertretend für die Mitarbeiter der Vinnolit haben Heinz Coltro (Mitte) und Jürgen Eichler (rechts)
Dr. Josef Ertl (links) alles Gute für den Ruhestand gewünscht.
Besucher im Chemiepark
Fachvereinigung Chemieparks im
Chemiepark Knapsack zu Gast
Die Fachvereinigung Chemieparks des Verbandes der
Chemischen Industrie (VCI) traf sich im November auf Einladung von Ralf Müller, Vorsitzender der Geschäftsleitung
der InfraServ Knapsack, im Chemiepark Knapsack. Bevor
die Mitgliederversammlung im Feierabendhaus stattfand,
nahmen zahlreiche Mitglieder der Vereinigung an einer
Rundfahrt durch den Chemiepark Knapsack teil.
Die Fachvereinigung Chemieparks sieht ihre Hauptaufgabe darin, Themen innerhalb des VCI und gegenüber den
Entscheidungsträgern auf den verschiedenen politischen
Ebenen zu platzieren, beispielsweise im Hinblick auf energiepolitische Vorgaben, die im internationalen Standortvergleich einen erheblichen Wettbewerbsnachteil darstellen.
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KnapsackSpiegel 12.2015|01.2016
Ein Magazin kommt um die Welt
Wo lesen Sie den knapsackspiegel?
Der KnapsackSPIEGEL ist reisemüde - Nach sieben Jahren ist Schluss
S ieben Jahre lang haben uns die Leser jeden Monat
mit dem KnapsackSPIEGEL unter dem Arm ein Urlaubsbild zugeschickt. Das heißt 84 Bilder, von denen
jedes Jahr eines als bestes prämiert wurde. In letzter Zeit
jedoch war die Reiselust unserer Mitarbeiterzeitschrift eher
„verhalten“.
Die größte Distanz legte 2009 der KnapsackSPIEGEL mit
dem damaligen Leiter des Ersatzbrennstoffkraftwerkes, Wolfgang Althaus, zurück. Gemütlich spazierte er mit ihm am über
15.400 km entfernten Strand von Rangiroa, einer Insel in der
Südsee.
Mit dem wunderschönen Foto von und mit Christine Ganss,
InfraServ Knapsack, auf dem Oktoberfest in München verabschieden wir uns nun von dieser Rubrik nicht ohne den Hinweis, dass
wir noch einmal Ihre Unterstützung brauchen. In der nächsten
Ausgabe werden wir dann das beste Foto des Jahres 2016 küren.
Wir möchten uns ganz herzlich bei den Einreichern eines
jeden Bildes bedanken – manche waren „Serientäter“, andere kamen nur einmal zum Zug. Auf alle Fälle haben Sie den KnapsackSPIEGEL mit jedem kleinen Bild ein Stück menschlicher gemacht.
Und was folgt auf die Bilderserie? Lassen Sie sich überraschen – der Nachfolger wird Ihnen 2016 vorgestellt.
Pensionärsvereinigung
Die Pensionärsvereinigung:
Die Pensionärsvereinigung des Chemieparks Knapsack hält den Kontakt ihrer Mitglieder zum Chemiepark und den am Standort tätigen
Unternehmen aufrecht. Sie richtet zudem Treffen und Ausflüge aus,
um das regelmäßige Wiedersehen ehemaliger Arbeitskollegen zu
ermöglichen.
So werden Sie Mitglied:
Verbundenheit
KontaKtpflege
tradition
Mitglied werden kann jeder, der bei der Hoechst AG, Werk Knapsack,
bei der Betreibergesellschaft des Chemieparks Knapsack, der InfraServ Knapsack oder einem der Standortunternehmen bzw. deren
Nachfolgeunternehmen gearbeitet hat.
Mitgliedsbeitrag:
Der Mitgliedsbeitrag beträgt 25,- Euro im Jahr. Das Beitrittsjahr
ist betragsfrei, sodass wir Ihnen die Möglichkeit bieten, hineinzuschnuppern. Die Beitrittserklärung finden Sie im Internet unter
www.chemiepark-knapsack.de unter dem Reiter „Leben“.
Ansprechpartner:
Bernd Schiefer, Vorsitzender
Tel.:
+49 22 35 / 68 83 96
Fax:
+49 22 35 / 68 83 97
E-Mail: [email protected]
KnapsackSpiegel 12.2015|01.2016
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Rätsel-Ecke
Schon vor Weihnachten ein Geschenk erhalten …?
… dann machen Sie bei unserem Rätsel mit
Die DAK Gesundheit zeigt sich erneut großzügig und hat uns
mal wieder drei Umhängetaschen mit nützlichem Inhalt überlassen, die wir gerne verlosen wollen. Die Tasche enthält einen
Sturmschirm, einen Thermobecher für unterwegs, einen USBDatenstick sowie einen Lamy-Kugelschreiber. Wenn Sie eine
haben möchten, müssen Sie nur eines tun: die nachfolgenden
Fragen richtig beantworten. Das ist nicht sehr schwierig, wenn
Sie den KnapsackSPIEGEL aufmerksam gelesen haben.
Hier sind die Fragen:
1. Welche Methode hat sich bei den InfraPlus-Tagen bewährt?
4. Wie viel verschiedene Arten von Feuerlöschern findet man
im Schulungscontainer der Werkfeuerwehr?
5. Welche Gesamtnote bekam der KnapsackSPIEGEL von
seinen Lesern?
Senden Sie uns die Antworten entweder per E-Mail an
[email protected] oder als Fax an
02233 48-946376.
2. Für welche Eigenschaften steht „PUMA“?
Unter den Teilnehmern mit den korrekten Antworten verlosen
wir die drei Umhängetaschen.
Einsendeschluss ist Freitag, der 18. Dezember 2015.
3. In welcher nordspanischen Stadt war David van Deenen?
Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen.
Impressum
Ihre Meinung
interessiert uns!
Herausgeber:
Anzeigen:
InfraServ GmbH & Co. Knapsack KG
Kommunikation / InfraServ Knapsack
Haben Sie Fragen oder Anregungen
zum KnapsackSpiegel?
Industriestraße 300, 50354 Hürth
Tel.: 02233 48-6570
Konzept / Gestaltung:
Fax: 02233 48-946570
Bene Kom, Meerbusch, Carolin Wanner,
[email protected]
Kommunikation, InfraServ Knapsack
Dann rufen Sie uns gerne an unter
Tel.: +49 2233 48-6570 oder
Tel.: +49 2233 48-6376
Handelsregister Köln: HRA 18732
Satz / Druck:
Wir freuen uns auf Sie!
UST-IdNr.: DE 812 134 801
Kesseler · Becker · Palm GmbH
www.chemiepark-knapsack.de
Grippekovener Straße 5, 50354 Hürth
Redaktion:
Thomas Kuhlow (verantwortlich),
Günther Geisler
Druckauflage / Erscheinungsweise:
1.600 Exemplare / zweimonatlich, Jahrgang 18
Sofern nicht anders angegeben, ist die
Redaktion der Autor der Artikel
© InfraServ GmbH & Co. Knapsack KG
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Fotos:
Nachdruck und Weiterverbreitung in allen Medien
Bayer CropScience, InfraServ Knapsack,
und Onlinediensten nur mit Genehmigung der
Rhein-Erft Akademie, Statkraft, Pixelio,
Redaktion. Für unverlangt eingesandte Manu-
Privat
skripte und Illustrationen keine Gewähr.
KnapsackSpiegel 12.2015|01.2016
Günther Geisler & Thomas Kuhlow
Leben in Knapsack
Wir gedenken
Termine 2015/2016
Gustav Rattay (90)
Früher: Anorg. Chemikalien
Verstorben am 18.09.2015
Hans-Josef Krings (81)
Früher: Werksabrechnung
Verstorben am 03.11.2015
15.12.
Betriebsversammlung
InfraServ Knapsack
Georg Brunner (80)
Früher: Verkehrsbetriebe
Verstorben am 22.09.2015
Ulrich Roesnik (87)
Früher: Vinylchlorid
Verstorben am 09.11.2015
19.01.
EMSR und VT-Treffen
InfraServ Knapsack
Josef Brück (84)
Früher: PP-Granulierung
Verstorben am 03.10.2015
Bernd Hoffmann (65)
Früher: Anlagenservice
Verstorben am 04.10.2015
Eberhard Müller (82)
Früher: Essigsäure
Verstorben am 19.10.2015
Peter Schmitz (75)
Früher: Zentrale Werkstätten
Verstorben am 23.10.2015
28.01.
Nachbarschaftsdialog
Feierabendhaus Knapsack
Wir gratulieren
zum 25-jährigen Jubiläum
Frank Muntz
LyondellBasell – 09.01.2016
Rainer Voigtländer
LyondellBasell – 09.01.2016
Mark Erdmann
Bayer CropScience – 01.02.2016
30.01.
19. Hürther Ausbildungsbörse
Berufskolleg Goldenberg, Alt-Hürth
19.02.
Symposium Chemstations Europe
GmbH
Feierabendhaus Knapsack
Tagesaktuelle
Infos für CHEMIEPARK-Mitarbeiter AUF:
www.chemiepark-knapsack.de/arbeiten/cpk-intern
CPKplus
Die Redaktion des KnapsackSPIEGELs wünscht
allen Leserinnen und Lesern im Chemiepark Knapsack
ein frohes Weihnachtsfest und ein
gesundes und erfolgreiches neues Jahr.
Wir danken Ihnen für Ihre Lese-Treue und hoffen,
dass wir auch im kommenden Jahr wieder interessante
Themen für Sie bereithalten.
Thomas Kuhlow & Günther Geisler
Neues Format für
neue Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter im
Chemiepark Knapsack:
Die Kommunikation bietet für diesen Personenkreis Rundfahrten
durch den Chemiepark Knapsack
an. Für 2016 gibt es hierzu drei
Termine, zu denen Sie sich anmelden können. Der erste Termin findet
im April 2016 statt. Aus technischen
Gründen ist die Anmeldemaske
derzeit auf CPK-Intern nicht aufrufbar. Wir informieren Sie aber in der
nächsten Ausgabe des KnapsackSPIEGELs bzw. über CPK-Intern.
Reinschauen lohnt sich also – immer!
KnapsackSpiegel 12.2015|01.2016
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Wir wünschen allen Mitarbeitern
des Chemieparks Knapsack
und ihren Angehörigen
ruhige und besinnliche
Weihnachtsfeiertage sowie alles
Gute für das neue Jahr!
Dr. Udo Schneider
Bayer CropScience
Dr. Wolfgang Schick
CABB
Dr. Andree Henze
Clariant
Dirk Böhme
EEW Energy from Waste Saarbrücken
Herbert Neumann
ICL
Ralf Müller
Dr. Clemens Mittelviefhaus
InfraServ Knapsack
Achim Rodekirchen
LyondellBasell
Dr. Kerstin Vorberg
Rhein-Erft Akademie
Thomas Krumm
Statkraft
Lutz Eckardt
synlab Umweltinstitut
Jürgen Eichler
Vinnolit
Frohe Festtage und
alles Gute für
2016