roadrunner - Deutscher Laden Holloman

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roadrunner - Deutscher Laden Holloman
ROADRUNNER
Februar
2015
Zeitung des Fliegerischen Ausbildungszentrums der Luftwaffe, Holloman Air Force Base, New Mexico
Redaktion
Redakteure/Ansprechpartner
in den Gruppen
Chefredakteur
Oberstlt Sven Korthaus
sk
stellv. Chefredakteur
OStFw Frank Schlawin
Tel.: +1 (575) 572-2612
Mail: [email protected]
Redaktion
Frau Sonja Shafer
OStGefr Nico Tennhardt
fs
Ausbildungsgruppe
(AusbGrp)
Hptm Carsten Lippisch
Ausbildungsstaffel
(AusbStff)
HptFw Martin Huber
ses
nt
Satz, Layout
Frau Carolin Piendl
Elektronikstaffel
(EloStff)
HptFw Stefan Hollerbuhl
cp
BWVSt USA/CA:
Herr Kolja Böther
kb
Instandsetzungsstaffel
(InstStff)
StFw Christian Scherz
Titelbild
Die Blues Brothers heizen bei der Sitzung der
KG Holloman ein. Bericht und Fotos ab Seite 18.
Foto: Astrid Burger-Weber.
Foto des Monats
Artikel und Bilder
Fragen und Anregungen
[email protected]
cl
mh
sh
cs
Nachschub- und Transportstaffel
(Nsch/TrspStff)
HptFw Marcel Kuba
mk
Stab
OFw Kevin Grünberg
kg
Technische Gruppe
(TechnGrp)
HptFw Jan Grande
jg
Wartungs- und Waffenstaffel
(Wtg/WaStff)
StFw Gerhard Ziesel
gz
Der Kommandeur FlgAusbZLw trägt die Verantwortung für den Inhalt der Zeitschrift
Roadrunner gegenüber den vorgesetzten Dienststellen. Beiträge von Mitgliedern der
Redaktion und freien Mitarbeitern geben die Ansicht des Verfassers und nicht notwendigerweise die Meinung des BMVg oder der Verbandsführung wieder. Die Redaktion behält
sich vor, die eingereichten Beiträge hinsichtlich Länge, Rechtschreibung, Grammatik und
Richtigkeit zu kontrollieren und zu korrigieren. Alle Rechte sowie Änderungen vorbehalten. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit ausdrücklicher Genehmigung der
Redaktion. Für unverlangt eingesandtes Photo- und Textmaterial übernimmt die
Redaktion keine Haftung.
Der Roadrunner ist im Holloman Board und auf der Seite des Deutschen Ladens zu finden:
www.deutscherladenholloman.de
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ROADRUNNER
für Angehörige von Streitkräften ist es
eine Grundtugend, sich ändernden Lagen
anzupassen. Einer aktualisierten Lagebeurteilung folgen in der Regel verschiedene
Optionen, die nach entsprechender Bewertung verglichen werden und schließlich zu
einer Entscheidung führen. Damit sind dann
häufig personelle, materielle bzw. strukturelle Veränderungen erforderlich. Dies gilt
ganz besonders für moderne Luftstreitkräfte, die durch ihre inhärenten Eigenschaften geradezu prädestiniert sind, sich
auf dynamische Veränderungen schnellstmöglich einzustellen. Daher ist es keine
Überraschung, wenn sich unsere Luftwaffe
auch in diesem Jahr weiter verändern bzw.
anpassen wird.
Seit wenigen Tagen ist es nun amtlich:
Der Eurofighter soll zukünftig nicht in
Holloman stationiert werden. Das bedeutet, dass die EF-Verbände in Deutschland
eine gewisse Anpassung erfahren werden.
Für uns hier im Fliegerischen Ausbildungs­
zentrum der Luftwaffe heißt es erneut, in
die Strukturen zu schauen und entsprechenden Anpassungsbedarf zu identifizieren. Wie bereits in der Januarausgabe
des Roadrunner erwähnt, haben sich die
Dienstpostenbezeichnungen von Oberst
Havenith und mir seit 01.03.2015 verändert.­
Februar 2015
Der Dienstposten von Oberst Havenith ist
wieder als Kommandeur definiert. Neben
der deutlichen Vereinfachung zur bisherigen Bezeichnung ist er damit für den Ausbildungsbetrieb in Holloman allein verantwortlich. Alle Ausbildungseinrichtungen
der Luftwaffe in den USA und zahlreiche
Einzeldienstposten in USA und Kanada sind
nun wieder direkt mir als Leiter des Fliegerischen Ausbildungszentrums der Luftwaffe unterstellt. Gleichzeitig bleibe ich der
Gesamtdienststellenleiter für Sie alle.
In den letzten 17 Monaten als Kommandeur des FlgAusbZLw hatte ich die Gelegenheit, Sie mit meinem monatlichen ­Vorwort
direkt anzusprechen. Diese Aufgabe habe
ich gerne und mit Freude wahrgenommen. Nachdem Oberst Havenith nun wieder der Kommandeur FlgAusbZLw ist, lege
ich diese Verantwortung zurück in seine
Hände. Auch wenn das neue ­FlgAusbZLw
seit 01.10.2013 einen größeren Verantwortungsbereich hat, so ist der Roadrunner
­primär die Verbandszeitung des Anteils
Holloman und dies soll auch so bleiben.
In dieser Ausgabe zeigt der Mittelteil
möglicherweise für viele von Ihnen den
Höhepunkt der fünften Jahreszeit. Zusätzlich gibt es wieder zahlreiche interessante Berichte von verschiedensten Veran­
staltungen und Besuchen. Da ist zum
Beispiel das Redaktionsteam der Bundeswehr zu nennen, das während ­seines
10-tägigen ­Aufenthalts auf der Holloman
AFB viele ­Momentaufnahmen unseres
Dienstalltags erleben durfte. Die ersten
Früchte dieser Arbeit sind bereits in verschiedenen Medien nachzulesen.
An dieser Stelle möchte ich mich bei
allen Hollomänern für Ihre Arbeit, Ihr
Engagement und Ihre vertrauensvolle
­Zusammenarbeit ganz herzlich bedanken.
Ich freue mich auch weiterhin auf unsere
gemeinsamen Aufgaben, denn als neuer
Leiter des FlgAusbZLw bleibe ich Ihnen
auf alle Fälle erhalten.
EDITORIAL
IMPRESSUM
LIEBE LESERINNEN UND LESER, MEINE LIEBEN „HOLLOMÄNER“,
Ihr Heinz-Josef Ferkinghoff
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OBERSTLEUTNANT SVEN KORTHAUS
Personalstabs- und Presseoffizier Stab FlgAusbZLw
Stefan Hoppe
Er wurde zum Hauptfeldwebel befördert.
Liebe Leserinnen und Leser des Roadrunner,
FOTO DES MONATS
Die Roadrunner-Redaktion wünscht
dem Beförderten viel Soldatenglück!
ich muss
zugeben, der
Job
eines
Re d a k t e u r s
bei
einer
­Verbands­zeitschrift wie dem ­Roadrunner
kann beneidenswert sein. Jeden Monat
dürfen wir im Redaktionsteam unterhaltsame, informative und spannende Themen
zusammentragen. Man lernt selbst ständig
dazu. Wenn mir auch die Arbeit in einem
fliegenden Verband nicht neu ist, aber die
Besonderheiten dieses Auslandsstandortes sind es auf jeden Fall. Man sieht und
hört sich in der Holloman-Community um,
stets auf dem Laufenden zu bleiben. Freut
sich über viele wunderbare Betreuungsund Freizeitveranstaltungen. Staunt selbst
über Fakten oder Kuriositäten, auf die man
bei der Recherche stößt – über besondere
Ausbildungsvorhaben, gemeinnützige Projekte, private Ausflugsziele oder spannende
Sport­­veranstaltungen. Insbesondere aber
auch über die faszinierenden Fotos, die
dabei entstehen oder uns vorgelegt werden.
Genau diese Faszination, die wir in der
Redaktion bei der Umsetzung all der Themen im Roadrunner verspüren, möchten
wir unseren Leserinnen und Lesern weitergeben. Und Lust bei ihnen wecken, ihre
persönlichen Geschichten und Erlebnisse
mit uns zu teilen.
Ich möchte mich an dieser Stelle auch
kurz persönlich vorstellen. Als gebürtiger
Nordfriese komme ich nun nach 41 Jahren
vom Meer über die Eifel in die Wüste nach
Alamogordo und werde dabei von meiner
Ehefrau und unserem jüngsten Sohn begleitet. Leider musste unser Ältester wegen sei-
BÄRENSTARK
Beobachtet im Bearizona Wildlife Park. Foto: nt.
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Text: sk
Foto: nt
PERSONALIEN
BEFÖRDERUNGEN
WIR GRATULIEREN
ROADRUNNER
Februar 2015
nes Studiums in Hamburg bleiben. Nach
unserem Hausverkauf wohnen wir – wie
wohl hier die meisten – wieder zur Miete
und fühlen uns bereits richtig wohl. Dies ist
aber vor allem der herzlichen und hilfsbereiten Unterstützung zu verdanken, die wir
hier erleben durften.
Nach über 20 Dienstjahren darf ich
­nunmehr auf viele schöne und abwechslungsreiche Tätigkeiten zurückschauen.
Mehrere Führungsverwendungen als Diszi­
plinarvorgesetzter wechselten sich mit den
fachlichen Verwendungen als Personal­
offizier und Personalstabsoffizier auf Verbandsebene, Personalführer im ehemaligen
­Personalamt der Bundeswehr (PersABw)
oder auch als Dezernatsleiter Zentrale
­Personalführung PersABw ab.
Nach meiner letzten Verwendung als
Referatsleiter III Z 3 (Zentrale Personalführung Offiziere) im Bundesamt für
das ­Personalmanagement der Bundeswehr wuchs der Wunsch, gemeinsam mit
der Familie noch einmal die besondere
­Gelegenheit einer Auslandsverwendung
wahrnehmen zu können.
Ich freue mich daher, dass ich seit Januar
2015 neben der Aufgabe des Chefredakteurs
nunmehr auch als Personalstabsoffizier, Leiter Stabsgebiet 1 und Pressestabs­offizier die
Geschicke im Personalmanagement und der
Pressearbeit im FlgAusbZLw steuern darf.
Insbesondere freue ich mich aber auf viele
Begegnungen mit Ihnen, eine ­interessante
Zeit und tolle Events, die wir gemeinsam
als Hollomäner hoffentlich zahlreich erleben dürfen.
Ihr Sven Korthaus
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Sachgebietsleiter für die Bereiche Objektmanagement und Logistik
Text: Josef Reiß
Foto: nt
ZU GAST:
FRAU KIRSTEN GERBERDING
Initiatorin des Gelben Bandes der Verbundenheit
Text & Foto: fs
BESUCH
PERSONALIEN
REGIERUNGSAMTMANN JOSEF REISS
Tausche für die nächsten fünf Jahre
Berlin gegen Alamogordo!
Als meine Frau Karin und ich am 1. Februar kurz nach Mitternacht nach dem Ort
Orogrande die ersten Lichter von Alamogordo und der Holloman Air Force Base
erblickten, war das für uns beide ein vertrautes Gefühl. Ich habe es als Déjà-vu
bezeichnet, meine Frau fühlte es wie eine
Art „Heimkommen“. Warum? Vor genau
zwei Jahren hatten wir Alamogordo mit
dem Ziel Berlin verlassen und an eine
Rückkehr nicht gedacht. Jedenfalls nicht so
schnell.
In meiner neuen Verwendung als Sachgebietsleiter für die Bereiche Objektmanagement und Logistik, welche die Infrastruktur, die Bekleidung, die Verpflegung, das
Liegenschaftsgerät und die Zollangelegenheiten umfassen, habe ich meinen Dienst
bei der Bundeswehrverwaltungsstelle USA
und Kanada, Außenstelle Holloman angetreten und freue mich auf die vor mir liegenden Aufgaben. Als ehemaliger Bezirksverwalter Holloman ist mir das ein oder andere
Gesicht, die Einrichtungen und Gebäude
des Fliegerischen Ausbildungszentrums
der Luftwaffe sowie auch die Deutsche
Schule in Alamogordo und die weiteren
deutschen Dienststellen vor Ort nur allzu
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gut vertraut. Mein persönliches Ziel in den
nächsten fünf Jahren wird sein, als Dienstleister in der Verwaltung für Sie bzw. für
Euch, die anstehenden Aufgaben zu bewältigen und gemeinsam unsere Liegenschaft
zu ­gestalten. Bei einer Verwendung in einer
Ortsdienststelle wie hier, sollte dies ­besser
möglich sein, als in einer Bundesober­
behörde in Deutschland.
Mit unserem West Highland Terrier Ferry
freuen sich meine Frau Karin und ich wieder auf viele deutsche und amerikanische
Bekanntschaften und Freunde hier vor Ort
oder auch auf dem ganzen amerikanischen
Kontinent.
Wer sich für bayerische Musik, Motorrad­
fahren oder für das Golfspielen interessiert
oder Spezialtipps für Hawaii-Reisen haben
möchte oder auch nur mehr über mich
­wissen möchte, darf gerne jederzeit bei mir
im Gebäude 45 vorbeikommen. Natürlich
stehe ich auch gerne für Fragen zur Bundeswehrverwaltung zur Verfügung. Meine
Bürotür steht für Sie/Euch immer offen!
Frau Gerberding bei ihrem Vortrag
Am 17. Februar 2015 begrüßte Oberst
­ einz-Josef Ferkinghoff, Kommandeur des
H
Fliegerischen Ausbildungszentrums der
Luftwaffe, die Initiatorin des Gelben Bandes der Verbundenheit, Frau Kirsten Gerberding, auf der Holloman AFB.
Nach dem obligatorischen Eintrag in das
Gästebuch, erläuterte Oberst Ferkinghoff
dem Gast die Besonderheiten des Standortes
hier im Herzen New Mexicos und vor allem
den Auftrag. Bevor Frau Gerberding bei der
Windshield Tour die ­Liegenschaften des
Fliegerischen kennenlernte, hatte sie Gelegenheit, das Waffensystem ­Tornado von
Spezialisten der Wartungs- und Waffen­
staffel vorgestellt zu bekommen.
Vorausgegangen war ein Vortrag im
Auditorium, bei dem Frau Gerberding interessante Einblicke in ihre Arbeit gewährte
und mit viel Hintergrundinformation aufwartete. So erfuhren die Zuhörer, dass Frau
Gerberding und ihr Mann die Gerberding
Stiftung Courage mit Sitz in Holzminden
gründeten.
Ein Projekt dieser Stiftung, für das Frau
Geberding persönlich zu vielen Standorten
der Bundeswehr reist, ist das Holzmindener Gelbe Band der Verbundenheit. (Wir
berichteten bereits in der Ausgabe Oktober
2014 über die Idee der Initiatorin). Sie hat
bei ihren Reisen stets die gelben Bänder im
Gepäck, welche auch noch bei uns ausgelegt
werden, um sie mit Grüßen und Botschaften
für die Kameraden im Einsatz zu beschriften um damit ein sichtbares Zeichen der
Verbundenheit mit den Soldatinnen, Soldaten und deren Familien zu setzen.
Das Gelbe Band trägt keine politische
Botschaft, sondern ist vielmehr ideell
und emotional motiviert. Mit den Unterschriften und Gedanken auf dem Gelben
Band sagen alle, die sich daran beteiligen:
„Wir denken an Euch! Unsere guten Gedanken begleiten Euren Weg!“
Ihr Josef Reiß,
Regierungsamtmann
ROADRUNNER
Februar 2015
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Commander der 12th Air Force und Air Forces Southern
Text: Lt Christian Franck
Foto: nt
ZU GAST:
OBERFELDARZT DR. MARION WESSELMANN
Sanitätsstabsoffizier Arzt in der Funktion als Betriebsärztin
Text: Hptm Oliver Kraus
Foto: nt
BESUCH
ZU GAST:
LIEUTENANT GENERAL CHRIS NOWLAND
Lt Gen Chris Nowland (li). Im Hangar (re): Col Kiebler, Lt Gen Chris Nowland, Oberst Ferkinghoff, CMSgt Williams, CMSgt Rowe.
Lieutenant General Chris Nowland
besuchte am 4. Februar die Holloman Air
Force Base. Der Drei Sterne General ist
seit dem 22. Dezember 2014 Kommandeur
der 12th Air Force und Air Forces Southern,
die dem Air Combat Command (ACC)
unterstellt sind. Von seinem Dienstsitz, der
Davis-Monthan Air Force Base im Bundesstaat Arizona, kommandiert er über 600
Luftfahrzeuge und 55.000 Soldaten.
Während seines Aufenthaltes auf der
Holloman Air Force Base besuchte er
neben dem 49th Wing auch das Fliegerische
Ausbildungs­zentrum der Luftwaffe, um
sich einen persönlichen Eindruck über den
Auftrag, die Struktur und das Lehrgangsangebot zu machen. Der General der ameri-
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kanischen Luftstreitkräfte wurde dabei vom
Kommandeur des 49th Wing, Colonel Robert
Kiebler begleitet.
Nach der Begrüßung folgte eine
detaillierte Einweisung in Auftrag und
Leistungs­umfang
des
Fliegerischen
Ausbildungs­zentrums der Luftwaffe durch
den Kommandeur des FlgAusbZLw, Oberst
Heinz-Josef Ferking­hoff, bei der er die
außerordentlich gute Zusammenarbeit mit
dem 49th Wing im Team Holloman besonders
hervorhob. Anschließend besichtigte der
hochrangige Gast das Mehrzweckkampf­
flugzeug ­Tornado im Flugzeughangar. Der
­Command Pilot, mit mehr als 3.600 Flugstunden, nahm im Cockpit Platz und ließ
sich den Jet ausgiebig erklären.
ROADRUNNER
Deutschland – Mazar-e Sharif – Deutschland – Holloman Air Force Base – ­Goodyear
– El Paso – Deutschland.
Innerhalb von vier Wochen waren dies
die Stationen der seit 1. Oktober 2014 für
das Fliegerische Ausbildungszentrum Holloman Air Force Base New Mexico zuständigen Betriebsärztin Frau Oberfeldarzt Dr.
Marion Wesselmann. Weiterhin betreut
sie seit letztem Jahr die Auslandsdienst­
stellen Bundeswehrverwaltungsstelle USA/
Kanada in Reston/Virginia, deren Außenstelle in Holloman, die 3. Deutsche Luftwaffenausbildungsstaffel in Goodyear/
Arizona und das Taktische Aus- und Weiterbildungszentrum Flugabwehrraketen der
Luftwaffe USA in Fort Bliss/Texas.
In Deutschland ist unsere neue Betriebs­
ärztin zuständig für die Standorte Hammelburg, Wildflecken und Volkach.
In der Vergangenheit war ein amerikanischer Betriebsarzt der Firma Concentra für
die Untersuchungen unserer Soldaten und
zivilen Ortskräfte zuständig. Dieser Vertrag wurde zum 31. Dezember 2014 gekündigt. Seit 1. Januar 2015 ist Herr Dr. Rubio
von der Firma Central Medical ­Services
(CMS) in Las Cruces für die betriebsmedizinischen Untersuchungen zuständig.
Diese Untersuchungen werden hier vor
Februar 2015
Ort beim FlgAusbZLw durchgeführt. Die
zusätzlichen Aufgaben wie Betriebsbegehungen, Arbeitsplatzanalysen, Unterweisungen, Teilnahme an Arbeitsschutzausschusssitzungen und Fragen aller Art zum
Thema Betriebsmedizin werden nun durch
Frau OFA Dr. Wesselmann wahrgenommen. Dies gab es früher in dieser Form
nicht, obwohl gesetzlich vorgeschrieben.
Das rührt daher, dass die für unsere Mitarbeiter anzuwendenden deutschen Gesetze
der Betriebsmedizin nicht umgesetzt werden konnten. Somit ist es uns mit vereinten Kräften gelungen, zum ersten Mal in
der Geschichte des FlgAusbZLw Holloman
Air Force Base, eine Betriebs­ärztin aus
Deutschland als Bindeglied unserer Soldaten mit der Firma CMS zu etablieren.
Es ist geplant, dass Frau OFA Dr. Wesselmann zwei Mal im Jahr das ­FlgAusbZLw
besucht, um direkt vor Ort die Angehörigen
zu unterstützen. Natürlich steht sie jederzeit für Fragen aller Art der Betriebsmedizin zur Verfügung, sei es telefonisch oder
per E-Mail. Auf längere Sicht wäre es wünschenswert einen deutschen Betriebsarzt
als Dauerlösung im FlgAusbZLw zu etablieren, wobei die Stellen der Betriebsärzte
in Deutschland rar sind. Wir freuen uns auf
die gute und offene Zusammenarbeit.
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Der erste Alleinflug einer jungen
Crew ohne Begleitung eines Fluglehrers, das sogenannte
Crew Solo, ist ein
ganz
besonderer
Meilenstein in der
noch relativ jungen
fliegerischen Karriere einer Strahlflugzeugbesatzung und wird den meisten noch über
das Ende ihrer fliegerischen Laufbahn hinaus in Erinnerung bleiben. Nicht nur, dass
die junge Besatzung bei diesem Flug vorher Erlerntes selbstständig anwenden muss,
ist es vor allem das erste Mal, dass sie nun
alle Entscheidungen im Flug selber zu treffen hat, ohne sich dabei auf das Wissen
und die Erfahrung eines Fluglehrers berufen zu können. Nach dem Tiefflug in 500
Fuß Höhe, Übungen zur Handlungssicherheit wie Loopings und Rollen im Übungsluftraum sowie dem Erfliegen von Notverfahren, wie z.B. Triebwerks­ausfällen,
erwartet die Solo Crew nach der Landung
ein Empfangskomitee der Ausbildungsstaffel vor dem Gebäude.
Das darauf folgende
Protokoll ist ein immer
wiederkehrendes Ritual,
welches so oder so ähnlich von allen Besatzungen in Holloman
erlebt wurde. Die Solobesatzung meldet sich
beim Staffelkapitän mit
erfolgreich absolviertem
Crewsoloflug und wird
anschließend in einem
extra dafür bereitstehenden Wassertank mit saisonal regulierter Temperatur „getauft“.
Wohl dem, der einen Sommerlehrgang
besuchen kann. Der Staffelkapitän überreicht nun den offiziellen Staffel-Coin und
jeder gratuliert der frisch getauften Besatzung. Mit diesem symbolischen Akt wird
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die junge Besatzung
in die Bruderschaft
der
Tornadoflieger aufgenommen.
Natürlich ist dies
nicht
gleichzeitig
auch das Ende der
Ausbildung,
denn
es folgen noch viele
fordernde Flüge und Simulatorübungen
bis zur abschließenden Graduierung und
längst nicht jeder schafft es, die Ausbildung erfolgreich abzuschließen. Doch egal
was nun folgt, die Tatsache, dass die junge
Besatzung einen Tornado eigenverantwortlich geflogen hat, bleibt bestehen und kann
ihr nie wieder genommen werden. Darauf
dürfen und sollen die Piloten stolz sein.
Nachdem alle Teilnehmer eines Lehrgangs ihren Alleinflug absolviert haben,
wird dieses im Rahmen einer Crewsoloparty am Ende einer Arbeitswoche gebührend gefeiert. Die Gastgeber sind dabei die
Lehrgangsteilnehmer und ihnen steht es
frei, in welchem Rahmen sie dieses Ereignis begehen wollen. Gäste sind dabei gerne
gesehen, solange sie den besonderen Anlass
dieser Veranstaltung zu
würdigen wissen. So ist
es z.B. zu einer festen
Tradition geworden, dass
u.a. die jeweiligen Wartungscrews der Soloflüge
zu diesem Ereignis eingeladen werden. Dieser
Rahmen bietet dann auch
gleichzeitig die perfekte
Bühne, um eine weitere
Tradition in der Militärfliegerei aufleben zu
lassen, die Vergabe von
Spitznamen oder auch
Call Signs genannt.
Spätestens seit dem Film Top Gun von
1986 sind Callsigns in das Bewusstsein der
breiten Öffentlichkeit gerückt und viele wissen, wer Maverick, Goose und Iceman sind.
Doch Call Signs haben eine viel längere
ROADRUNNER
Text: Maj Andreas Jeschek. Foto: OGefr Jane Hannemann & Astrid Burger-Weber.
Geschichte und sind vermutlich seit Anbeginn der Militärfliegerei ein fester Bestandteil der Fliegergemeinschaft. Über ihren
Ursprung gibt es viele Theorien. So gibt es
Belege dafür, dass schon während des ersten Weltkrieges Controller Pilots mit Call
Signs angesprochen haben.
Einen weiteren Beleg gibt es aus der
Zeit des zweiten Weltkrieges, als tausende
allierte junge Bomber- und Escortbesatzungen in den Einsatz geschickt wurden. Viele
von ihnen kehrten schon von Ihrer ersten
Mission nicht mehr zurück. Um diese, für
viele Kameraden traumatischen, Verluste
besser zu verarbeiten, war es für viele oftmals einfacher Spitznamen zu nutzen,
anstatt über die Menschen mit ihren richtigen Namen zu reden. Jagdstaffel­f ührer sprachen zu dieser Zeit per Funk ihre Staffel­
mitglieder oft mit Spitz­namen an, um ihre
Formationen schnell und ­effektiv zu dirigieren. Und letztlich wurden u.a. während
des Vietnamkrieges Call Signs benutzt, um
zum Beispiel abgeschossene Besatzungen
in Verbindung mit der den Staffelmitgliedern bekannten Stimme zu identifizieren.
Und so wie niemand genau belegen
kann, wie und wann Call Signs enstanden
sind, so hat aber jeder ein Stück weit Recht
mit ­seiner Version. Und dann gibt es noch
­diejenigen, die sagen, Piloten haben nur Call
Signs weil es cool ist! Ja, auch diese Wahrheit ist bestimmt nicht ganz von der Hand
zu weisen.
Viel wichtiger aber ist der Fakt, dass Call
Signs, ähnlich wie Spitznamen im Freundes-
kreis oder Sportverein die ­Verbindung zu
einer Gemeinschaft symbolisieren. Sie fördern den Zusammenhalt, das Miteinander
und damit auch die Motivation und Leistungsfähigkeit der jeweiligen Gruppe. In
unserem Fall werden die Call Signs durch die
Anwesenden der Crewsoloparty bestimmt.
Dabei dienen Anspielungen auf Namen,
eine für den Einzelnen typische Verhaltensweise, mehr oder weniger peinliche Verfehlungen, am liebsten aber Vorkommnisse
aus der Fliegerei als Vorlagen. Von letzteren gibt es in der Ausbildungsfliegerei im
Regelfall recht viele.
Diese werden dann in einer hoffentlich unterhaltsamen Geschichte präsentiert
und daraus erfolgt dann ein Call Sign-Vorschlag, welcher auf einer Tafel niedergeschrieben wird. Anschließend bestimmt die
Menge durch lautstarkes Jubeln, welcher
der ­vorgeschlagenen Namen zum Call Sign
werden soll.
Ein Mitspracherecht des jeweiligen
„Delinquenten“ gibt es dabei eher nicht.
Natürlich darf und soll bei der Präsentation
der Geschichten auch ein wenig übertrieben
werden. Ob dieses Call Sign dann bestehen bleibt hängt davon ab, ob das jeweilige
Besatzungsmitglied in der Zukunft nicht
Anlass dazu bietet, in einer erneuten Zeremonie ein anderes Call Sign an ihn zu vergeben.
Warum unsere neuesten Solisten jetzt
SWIM, Halve, Bouncer, Hans und Heinrich
genannt werden dürfen, darf jeder gerne
selbst erfragen..., aber auch bei der Antwort
gilt: es darf übertrieben werden.
ON BASE
CREW SOLO, CALL SIGNS – TRADITIONEN DER MILITÄRFLIEGEREI
Der zeremonielle Akt der Verleihung des Call Signs (li). Hptm Handke darf von nun an Hans gerufen werden (re).
Februar 2015
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Text: Oberst Armin Havenith
Fotos: NORAD and USNORTHCOM Public Affairs
„AUSBILDUNG DER AUSBILDER“ –
Text: Irene Sappler
Foto: nt
BERUFSFÖDERUNGSDIENST
EHRUNG
EHRENKREUZ DER BUNDESWEHR
Oberst Armin Havenith überreicht Colonel Andrew A. Croft die Urkunde (li) und verleiht im anschließend das Ehrenkreuz (mi).
Viele Hollomäner werden sich noch gut
an den früheren Wing Commander des 49th
Wing, Col Andrew Andy Croft, erinnern.
Er war für sein hervorragendes Verhältnis zu uns Deutschen bekannt und insbesondere seine natürliche, freundliche Art
hat diesen jungen Colonel ausgemacht. Was
vielen vielleicht nicht so bewusst war, ist,
dass Col Croft unsere Interessen in den Gremien der US-Air Force nachdrücklich vertreten hat und dadurch viel Positives für
uns erwirken konnte. So wurde im Frühjahr
2014 die Idee geboren, ihn dem Bundesministerium der Verteidigung für die Verleihung des Ehrenkreuzes der Bundeswehr
vorzuschlagen.
Das Billigungsverfahren zog sich ein
wenig hin und im Sommer 2014 wurde
Col Croft zwischenzeitlich nach Colorado
Springs zum North American Aerospace
Defense Command (NORAD) versetzt.
Da wir mit der Familie Croft während
unserer gemeinsamen Zeit auch ein freundschaftliches Verhältnis aufgebaut hatten,
planten wir bereits im letzten Jahr, diese am
langen Wochenende zum Presidents Day
in Colorado Springs zu besuchen. Anfang
Januar wurden wir informiert, dass die
Bundesministerin der Verteidigung nun
Col Andrew Croft aufgrund seiner Verdienste für die Luftwaffe, das Ehrenkreuz
der Bundeswehr in Silber verliehen hat.
Mir wurde die Ehre zuteil, die Verleihung
durchführen zu dürfen.
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Da dies immerhin die zweithöchste Auszeichnung ist, welche ein „Nicht Angehöriger“ der Bundeswehr erhalten kann, sollte
die Verleihung natürlich in einem würdigen Rahmen geschehen und, wenn möglich,
auch eine Überraschung sein.
Nach Koordination mit dem NORAD
Commander (4-Sterne Admiral) und
dem Rest der Familie Croft, wurde der
17.02.2015 im Rahmen des morgendlichen
Briefings festgesetzt. Die geheimen Vorbereitungen nahmen ihren Lauf und während unseres gemeinsamen Wochenendprogramms war es schön mit anzusehen, wie
ahnungslos Andy war.
Meine Familie und ich verabschiedeten
uns dann am Montag offiziell von Andy und
mit einem Augenzwinkern von den restlichen Crofts. Am Dienstagmorgen wurden wir dann in den Hochsicherheitstrakt
bzw. NORAD War Room eingeschleust.
Kurz bevor dem 4-Sterner gemeldet wurde,
betrat Andy den Raum und sah mich in
„Blau-Lang“ und den Rest beider Familien entsprechend dem Anlass gekleidet. In
Anwesenheit von ca. zehn weiteren Generälen wurde die feierliche Zeremonie durchgeführt. Es war für alle Anwesenden ein
wirklich e­ inzigartiges Ereignis.
Col Andy Croft, aber auch ich und unsere
anwesenden Familien, waren ­sichtlich stolz
und auch ein wenig gerührt. Fazit: „Ein
guter Tag für die deutsch-amerikanischen
Beziehungen“.
ROADRUNNER
v.l.n.r.: hinten: Oberstlt Dr. Weber, Oberst Ferkinghoff, StUffz Schröder, OFw Bellaby, OStGefr Hader, StUffz Klüver,
StUffz Teßmer, StUffz Elsemüller, Oberst Havenith, Hr. Kleine-Bursiek
v.l.n.r.: Hr. Görgens (GBW Münster), Dozentin Fr. Bextermöller, OFw Gläser, StUffz Cava, StUffz Müller, StUffz Barke,
StUffz Dorn, Fr. Siller, Fr. Klinkert, Fr. Kunze, RAR'in Sappler (BfD), Hr. Geißler (BfD)
– eine weitere Stufe auf der Treppe zur
erfolgreichen Wiedereingliederung in das
zivile Arbeitsleben.
Jedes Jahr ermöglicht der Berufsförderungsdienst den auf der Holloman Air Force
Base stationierten Soldatinnen und Soldaten die Teilnahme an dieser qualifizierten
Bildungsmaßnahme.
In der Zeit vom 26. Januar bis zum 10.
Februar nahmen wieder 16 Hollomäner
und einige Gäste diese Gelegenheit wahr
und bereiteten sich intensiv, auch in ihrer
Freizeit, in 100 Stunden auf die Prüfung
zum Erwerb der Ausbilderberechtigung im
erlernten Beruf vor. Die Prüfung wurde vor
dem Prüfungsausschuss der Handwerkskammer Dortmund abgelegt, der dazu extra
aus Deutschland angereist war.
Der Ausbilder in einem Betrieb nimmt
die Schlüsselrolle bei der Umsetzung der
Ausbildungsinhalte ein. Neben fundierten
Fachkenntnissen werden ihm vor allem die
Befähigung zum Beziehungsmanagement
und pädagogisches Geschick abverlangt.
Eine effiziente Ausbildung und Nachwuchsförderung kann in modernen Betrieben nur von qualifizierten Ausbildern
ge­leistet werden.
Februar 2015
In der, vom Standortteam Holloman des
BFD Köln organisierten Abschlussfeier
wies die Leiterin, Frau Regierungsamtsrätin
Iren Sappler, erneut auf die ­Wichtigkeit der
rechtzeitigen Vorbereitung auf das zivil­
berufliche Eingliederungsziel hin und
appellierte an die Anwesenden, aus dem
reichhaltigen Angebot an Bildungsmaßnahmen am Standort Holloman zu schöpfen.
Der Prüfungsausschussvorsitzende Herr
Görgens überreichte anschließend die Prüfungszertifikate und betonte die besonderen
Leistungen und die hohe Fachkompetenz
der Prüflinge.
Mit Stolz erfüllte es die Absolventen,
dass diesem besonderen Anlass auch Oberst
Ferkinghoff und Oberst Havenith sowie
ihre Staffelchefs und Staffelfeldwebel beiwohnten. Oberst Ferkinghoff lobte bei seiner Ansprache neben den Leistungen auch
das besondere Engagement der Teilnehmer.
Von der Nervosität und Anspannung
der vergangenen Wochen war nach einem
gemeinsamen Foto, anschließendem Sekt­
e­mpfang und kleinen Snacks bald nichts
mehr zu spüren. Beim Plaudern in netter
Runde waren die Strapazen der intensiven
Lernphasen fast schon wieder vergessen.
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Text & Fotos: Astrid Burger-Weber
Hollywood in Holloman? Nicht ganz, die
Filmcrew, die zusammen mit dem Staatssekretär bei uns auftauchte und noch weitere zwei Wochen auf der Base und in
­Alamogordo zu sehen war, stellte sich als
Mitglied der Redaktion der ­Bundes­wehr in
Berlin heraus.
Nichtsdestotrotz fühlte der ein oder
andere sich doch ein wenig als sei er unversehens als Komparse oder gar Protagonist
beim Film gelandet. Wenn Kameramann
Timo Weigel und Videoredakteur Robert
Annetzberger zusammen mit der Fotografin
OGefr Jane Hannemann überfallartig angerauscht kamen, aus dem Auto sprangen,
sich und ihre Ausrüstung in Stellung brachten und Text-Redakteurin Ulrike Jenssen
Textblock und Stift zückte, fragte man sich
schon, was passiert hier?
Ganz einfach, die Journalisten erarbeiteten diverse Medienbeiträge über das Fliegerische Ausbildungszentrum der Luftwaffe und den Auslandsstandort Holloman.
Der Schwerpunkt lag auf der fliegerischen
Ausbildung. Wichtig war ihnen, ein umfassendes Bild von der Ausbildung zu zeigen und dazu zählten auch Wartung und
Technik. So geisterte die Filmcrew nicht
nur durch die Gänge der Ausbildungsstaffel, sondern überfiel auch den einen oder
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ROADRUNNER
Februar 2015
ON BASE
HOLLOWOOD – HOLLYWOOD IN HOLLOMAN?
a­ nderen im Shelter und in den Instandsetzungshallen. Eine Triebwerksendoskopie sowie ein Triebwerkstest mit Bergeübung standen ebenso im Drehbuch wie
ein Besuch im Simulator. Load Competion
und Crew Soloflight waren da willkommene
Extras. Aber auch die Frage, wie leben die
deutschen Soldaten und Soldatinnen mit
ihren Familien in den USA, interessierte
sie. In einer Homestory dokumentierten sie
den Familienalltag. So wurde auch noch die
Deutsche Schule Alamogordo zum Drehort.
Es sind viele Aspekte, die diesen Standort definieren, ihn von Inlandsstandorten
unterscheiden und damit das Interesse der
Journalisten geweckt hatten.
Ich hatte die Chance, das Presseteam
einige Tage zu begleiten, den Profis bei der
Arbeit über die Schulter zu schauen und so
einen Einblick in ihre Arbeitsweise gewinnen zu können.
Schon in Deutschland hatte das Team
einen Themenkatalog ­z usammengestellt
und ein Konzept erarbeitet. Nun galt es,
dieses umzusetzen. Videoredakteur Robert
Annetzberger beschreibt die Arbeit vor Ort
als „ein Jagen und Sammeln“. ­Flexibilität
und Improvisation sind da gefragt. Nicht
immer verläuft alles nach Drehplan. Unvorhersehbare Ereignisse, wie Änderungen
15
ON BASE
FORTSETZUNG HOLLOWOOD
im Flugplan, ein Ground Abort und sogar
unser, eigentlich vorhersehbares, Wetter
machen es unmöglich, einen festen Zeitplan einzuhalten. Ein Termin wird verschoben, wir warten, haben Zwangspause.
Jemand hat eine Idee, wir könnten in der
Zwischenzeit doch... oder es kommt die
Information, da passiert gerade das und
das. Schon ist wieder Action angesagt. Das
Team schnappt sich Kamera, Fotoapparate,
Notizblock und Mikrofon, springt ins Auto
und rast zum Tatort.
Den meisten mag das Team als Quartett
aufgefallen sein, jedoch arbeiten sie in zwei
Zweierteams. Sie berichten größtenteils
über die selben Themen, jedoch für unterschiedliche Medien.
Redakteurin Ulrike Jenssen und Foto­
grafin OGefr Jane Hannemann berichten
für die Printmedien. Ihr Augenmerk liegt
auf Themen, die schwer oder gar nicht mit
einer Videokamera einzufangen sind. In
Interviews sammelt Frau Jenssen Informationen, die sie in Artikeln zusammenfasst
und nach Möglichkeit mit Fotos illustriert.
So ist z.B. das Thema Deutsche Schule
­Alamogordo, das Schulsystem, die Stärken
und Herausforderungen nur begrenzt filmisch darzustellen. Ein kurzes Interview
mit einigen Kernaussagen. Das war es für
die Film­kamera. In einem Artikel kann dieses Thema detaillierter erläutert werden.
16
ROADRUNNER
Das Videoteam berichtet ausgiebiger über sogenannte bildstarke Themen, z.B. Wartungsarbeiten am ­T­ornado.
Kameramann Timo Weigel filmt die
­Action-Szenen. Mit der Kamera folgt
er dem Wart bei seiner Arbeit am Flugzeug. Später ­bittet Video­redakteur Robert
Annetzberger den Prota­gonisten in einem
Interview, seine Arbeit zu erklären. In
der Nachbearbeitung der Videoaufzeichnungen kann der Redakteur mit diesem
O-Ton die zuvor aufgenommen Filmsequenzen nachvertonen. So wird ein
kurzweiliger, bildreicher Videobeitrag
zusammengeschnitten.
Nach über 630 Minuten ­Videoaufnahmen
und 10.500 Fotos bedankt sich das Team
der Redaktion der Bundeswehr bei allen
­Hollomänern: „Ihre große Offenheit und
extreme Hilfsbereitschaft hat uns bei unserer Arbeit sehr geholfen. Ein herzliches
Dankeschön an das Team Holloman.“
Auch wir bedanken uns bei den Journalisten und werden nach ihren Artikeln
in den Ausgaben der Bundeswehr aktuell,
im Y
­ -Magazin sowie online auf www.bundeswehr.de und www.bmvg.de Ausschau
­halten. Die Videoclips gibt es dann auf
dem youtube Kanal der Bundeswehr unter­
www.youtube.com/bundeswehr.
Und nächstes Jahr dann Hollywood...
Februar 2015
17
18
ROADRUNNER
Februar 2015
19
Et bliev wie et wor, och noh 15 Johr,
Holloman du bes e Jeföhl
Unter diesem vielversprechenden Motto
startete am 21. Februar 2015 die 15. Karnevalssitzung der Karnevalsgesellschaft Holloman k.e.V.
Rund 300 buntverkleidete und gutgelaunte Jecken fanden den Weg in den festlich rot-weiß geschmückten Saal der Moose
Lodge in Alamogordo. Im Vorfeld ­hatten
die KG-Mitglieder und weitere fleißige
Helfer viel Zeit und Schweiß investiert um
ihren Zuschauern ein unterhaltsames Programm darbieten zu können.
Den Auftakt machte das Tanzmariechen
Michelle Schüren. Mit ihren erst neun Jahren bot sie dem Publikum einen perfekten
und beeindruckenden Einzeltanz. Premiere
auf der Showbühne feierten anschließend
die beiden Tratsch Tanten Schick und
Schäbig. Nach diesem Auftritt in kölscher
Mundart war endgültig das Eis gebrochen
und Moderator Roland Bader führte, in sehr
unterhaltsamer Art und Weise weiter durch
das Programm.
Was man alles mit nur einem Hut machen
kann, zeigte das Trio MoDaHe mit ihrem
20
Text: StFw Eric Schüren. Fotos: fs.
unterhaltsamen Beitrag „Ein Hut für alle
Fälle“. Darauf folgte der zweite Einzeltanz des Abends. Das Mariechen Nicole
­„NeKölsche“ Nowack präsentierte ein brillantes Solo und wurde vom Publikum mit
tosendem Applaus belohnt.
Viel Zeit zum Verschnaufen blieb nicht,
weiter ging es mit einer Gesangsdarbietung
des Duos Schnüss und Schnüsschen. Die
beiden heizten dem Publikum mit ihren
selbst gereimten Liedtexten so richtig ein
und bei den Versen rund um den Alltag
im Fliegerischen wurden die Lachmuskeln
ordentlich strapaziert.
Nach diesen talentierten Sängern, folgte
die durchtrainierte Sport-Ursel, die zusammen mit unserer bezaubernden Cindy aus
Marzahn für die sportliche Betätigung des
­Publikums sorgte.
Mittlerweile hielt es niemanden mehr auf
seinem Platz und die 80er Mädels betraten
die Bühne, um ihre mitreißende Choreographie vorzustellen.
Nachdem die Bühne zu einem großen
Pool umgebaut war, ging es weiter mit dem
Auftritt der Syndrom Schwimmer. Spätestens nach dieser gekonnten ­Aufführung
ROADRUNNER
FREIZEIT
KARNEVALSSITZUNG 2015
war kein Auge mehr trocken und es war an der
Zeit, den Blues Brothers, alias „die Kommandeure“, Einlass zu gewähren. Mit ihrer gelungenen
Darbietung konnten sie an ihren Vorjahres­erfolg
anknüpfen und brachten den Saal noch einmal
mehr zum Kochen.
Das Läuten der Glocken von Rom verzauberte
und bekehrte auch den letzten Nicht-Karnevalisten
und wurde anschließend gefolgt von den exzellenten Tanzdarbietungen der KG-Frauen mit „Bollywood“ und den KG-Männern mit „Evolution
of Dance“. Den Abschlusstanz absolvierten die
B
­ urlesque-Mädels. Bei heißen Rhythmen und
knappen Kostümen boten sie nicht nur dem Auge
eine tolle Show.
Das große Finale bildete die stimmungsvolle
Schlagerparade aller KG-Mitglieder. Nach den
Dankesworten des Moderators, lud Gottlieb Wendehals zur Polonäse Blankenese und der Saal tobte
und man feierte ausgelassen bis weit in die Nacht.
Herzlichen Dank an alle Akteure, Organisatoren und Helfer, die mit ihrem persönlichen Einsatz,
ihrem Engagement und ihrer Begeisterung für die
Sache diesen schönen Abend ermöglicht haben.
In diesem Sinne – dreimal „Holloman Alaaf“,
auf viele weitere fantastische Sitzungen der KG
Holloman k.e.V.
Februar 2015
21
Text: HptFw Steffen Werking-Eckes
Fotos: S1 PrÖA TaktLwG 33 Büchel
Hauptfeldwebel ­Steffen Werking-Eckes bedankt sich für die Unterstützung
In der Januar Ausgabe des Roadrunners 2015 berichteten wir von der Spendenaktion für
den an ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) erkrankten Kameraden Hauptfeldwebel ­Steffen
­Werking-Eckes. In einem persönlichen Brief bedankt er sich bei allen Unterstützern.
Der 6. Juni 2014 hat mein Leben grundlegend verändert. Mit den Worten: „Sie
haben maximal noch drei Jahre zu leben
und es gibt keine Therapie für Ihre Krankheit.“, verließ ich mit meiner schwangeren
Frau das Krankenhaus in Koblenz. Was nun
begann, ist mit einem Gang durch die Hölle
zu vergleichen. Alles schien perfekt: ­Toller
Job, tolle Familie, eigenes Haus und die
Geburt unserer Tochter stand kurz bevor.
Ich liebe und lebe meinen Beruf, doch die
letzten Jahre waren für mich keine leichten
Jahre und ich muss heute anerkennen, dass
ich meinem Körper zu viel zugemutet habe.
In meiner Familie nennen mich einige
schon Doktor, da ich mir extrem viel angeeignet habe, was die Medizin und den Körper allgemein betrifft. Ich möchte die Hintergründe der Krankheitsentstehung verstehen
und damit auch präventiv anderen helfen.
Auch wenn ich einige Dinge wie zum Beispiel Sport nicht mehr machen kann, aber
das Lachen hab ich nicht verlernt.
Jede Minute die man lacht, verlängert
das Leben um eine Stunde.
Meine Frau und ich gingen zwei Monate
durch die Hölle. Unzählige schlaflose Nächte
22
und der Gedanke, bald sterben zu müssen,
waren nun unser ständiger Begleiter. Nach
ungefähr zwei Monaten fassten wir uns ein
Herz, um der Krankheit den Kampf anzusagen. Leben bedeutet neue Wege zu gehen
und über Grenzen hinaus. Ich kämpfe nun
seit einem halben Jahr mit kleinen Erfolgen, aber auch mit Rück­schlägen. Auch der
finanzielle Aspekt spielt in meinem Leben
eine erhebliche Rolle, sei es für spezielle
Medikamente oder Therapien. Es ist sehr
extrem, jeden Morgen die Kraft und die
Geduld aufzubringen, weiter zu kämpfen.
Es mag vielleicht ­paradox ­klingen, aber ich
möchte diese Erfahrung, auch wenn sie noch
so schlimm ist, nicht missen, da sie mich
ver­ändert hat. Es hat mich zu einem besseren Menschen gemacht und mir die Augen
geöffnet, was ­wirklich wichtig ist im Leben.
Wir alle denken, dass wir unverwundbar
sind, doch das sind wir nicht. Das hat uns
auch vor Kurzem der schlimme Unfall in
Albacete wieder vor Augen geführt. Diese
Nachricht hat mich sehr getroffen und ich
wünsche allen, schnell über dieses Trauma
hinweg zu kommen.
Der 13. Januar 2015 war der Tag, an dem
ein Traum für mich in Erfüllung ging. Der
ROADRUNNER
Mitflug im Tornado war grandios und ließ
die Strapazen der letzten sechs Monate
schnell vergessen. Doch was mich mehr
überraschte, war der grandiose „Bahnhof“
beim Einrollen auf das Sheltervorfeld. Ich
ging davon aus, dass mich nur meine ­Familie
empfängt, aber dass so viele ­Menschen,
Kameraden und Freunde da waren, war
das Schönste an diesem wundervollen und
­sonnigen Tag. Nach der Scheckübergabe
gab es für mich und meine Frau kein ­Halten
mehr, da es für uns ein sehr emotionaler
Moment war. Mir fehlen noch heute die
Worte. Wenn es nach mir ginge, würde ich
Februar 2015
ENGAGEMENT
FLIEGEN IST DIE BESTE MEDIZIN!
jeden Monat ein Mal fliegen wollen, das ist
die beste Medizin.
DANKE
Ich möchte allen danken, die mir und
meiner Familie in dieser schweren Zeit zur
Seite stehen und Danke sagen möchte ich
auch für diese großartige Spende. Dieses
würde ich auch für jeden anderen dieses
Geschwaders tun. Der Spirit der 33er lebt!
Steffen Werking-Eckes
23
Text: StFw Christian Scherz. Foto: fs.
v.l.n.r.: Wesley Geißler, Vladimir Scherz, Justin Kortz
Drei Schüler der Deutschen Schule Alamogordo nutzten die Gelegenheit, vom
02.02. bis 13.02.2015 ihr Praktikum beim
FlgAusbZLw zu absolvieren.
Der Kommandeur, Oberst Heinz-­Josef
Ferkinghoff, begrüßte Wesley Geißler,
Justin Korz und Vladimir Scherz und
wünschte den Jungs ein erfahrungsreiches
und interessantes Praktikum.
Anschließend erhielten die drei eine
Einweisung in die Örtlichkeiten und den
geplanten Ablauf des Praktikums. Bevor
sich die Bundeswehrverwaltung in Holloman vorstellte, lernten die Schüler die Infrastruktur der Holloman Air Force Base
während einer Windshield Tour kennen.
Highlight war hier, die Startphase von vier
Tornados hautnah mitzuerleben. Die richtige Einstimmung auf das Praktikum, so die
einhellige Meinung!
In den folgenden Tagen durchliefen die
Schüler fast alle Fachbereiche der Technischen Gruppe. Die Chefs der technischen
Staffeln ließen es sich nicht nehmen, die
Praktikanten persönlich zu begrüßen und
die einzelnen Fachbereiche ihrer Staffeln
vorstellen zu lassen.
Angefangen mit der Wartungs- und
Waffenstaffel und dem hautnahen Erleben von Startvorbereitungen, Starts und
24
­Landungen sowie den Abläufen bei der Last
Chance, lernten die drei u.a. die Funktionsweise von Lastenschlössern am Lfz kennen.
Ein weiteres Highlight erlebten die Jungs
bei einem Triebwerkstest in der Lärmschutzhalle der ­Instandsetzungsstaffel, um
nur einen Bereich zu nennen.
Nach diesen lehrreichen Tagen bei der
Technischen Gruppe lernten die Schüler das
Tagesgeschäft im Kalibrierlabor des Fliegerischen Ausbildungszentrums und dessen
enormen Zuständigkeitsbereich innerhalb
Amerikas kennen.
Am vorletzten Tag des Praktikums stand
der Besuch der Ausbildungsgruppe auf dem
Programm. Bereits um sieben Uhr begann
der Tag mit der Teilnahme am morgendlichen Briefing der Besatzungen, um im
Folgenden den Arbeitstag eines Piloten im
FlgAusbZLw kennen zu lernen.
Krönender Abschluss des Tages war
dann die Besichtigung des TornadoFlugsimulators verbunden mit der Gelegenheit, selbst einmal einen simulierten, mehr
oder weniger erfolgreichen Anflug auf die
Holloman Air Force Base zu versuchen. Am
Freitag, dem 13. Februar, endete das Praktikum mit einem Abschlussgespräch und
der Aushändigung der Teilnahme­u rkunden
durch Oberstleutnant Carlo Eppler.
ROADRUNNER
„Eine coole Sache war das zwei
wöchige Praktikum im Fliegerischen Ausbildungszentrum
der Luftwaffe in Alamogordo.
Ich bin mit neutralen Gefühlen in dieses Praktikum gegangen, weil mein
Berufswunsch Bankkaufmann schon
fest steht. Ich habe so viele überraschende und positive Eindrücke mitgenommen, dass mein Interesse am
Soldatenberuf hier geweckt wurde.
Die unterschiedlichen Fachbereiche,
die ich durchlaufen habe zeigten mir
ein Bild des Soldatenberufes, was
ich teilweise oder gar nicht kannte,
es ist schon bemerkenswert, was die
Soldaten so alles können müssen
und drauf haben. Insbesondere hat
mich der Flugsimulator sehr beeindruckt, es ist eben etwas anderes,
als mit der Playstation zu spielen.
Aus dem Praktikum nehme ich als
Fazit für mich mit, dass ich sehr
positiv vom Soldatenberuf in der
Technik überrascht worden bin und
mein Interesse angeregt wurde,
die einzelnen Berufszweige näher
und detaillierter kennenzulernen.
Danke für das coole Praktikum.“
Vladimir Scherz
Februar 2015
ON BASE
PRAKTIKUM BEIM FLIEGERISCHEN
„Ich war schon von Beginn an sehr
aufgeregt, was mich denn alles während meines Praktikums erwartet.
Schon nach den ersten drei Tagen
war ich froh, mich für die Base
entschieden zu haben, denn es
war alles sehr interessant und
die Themenbereiche recht vielfältig. Was mir auch sehr gefallen
hat, war, dass wir nicht nur Theorie gemacht haben, sondern auch
etwas Praktisches, wie z.B. eine
Nietplatte anfertigen oder an einer
Tornado-­Turbine rumschrauben.
Alles in allem war ich sehr zufrieden mit meinem Praktikumsplatz,
hatte sehr viel Spaß und kann es
nur w
­ eiterempfehlen, sich für die
­Holloman AFB als Praktikumsplatz
zu ­entscheiden.“ Wesley Geißler
„Allgemein hat mir das Praktikum sehr gut gefallen. Ich hätte
nicht gedacht, dass ich in den zwei
Wochen so viel über die an den
­Tornados der Bundeswehr verwendete Technik erlernen kann,
wie z.B. die Bordkanonen und die
Triebwerke. Interessant war für mich
auch, die Arbeitsatmosphäre bei der
Bundeswehr zu sehen. Ich hatte mir
alles viel strenger und gezwungener
vorgestellt, davon war aber nichts
zu merken. Für mich waren es zwei
hochinteressante Wochen, in denen
ich viel Neues über die Arbeit bei der
Bundeswehr lernen konnte. Vielen
Dank an alle Beteiligten.“ Justin Korz
25
Jeder Soldat der Bundeswehr muss seinen
Auftrag auch unter ungünstigen Gelände-,
Wetter- und sonstigen Umweltbedingungen
erfüllen können. Um dies zu trainieren,
wurde vom 05.02. bis zum 08.02.2015 die
Winterkampfausbildung der Technischen
Gruppe durchgeführt. Diese Ausbildung
ermöglicht ebenfalls den Kompetenzerhalt
der Ski-Touren Führer und Ski-Alpin Ausbilder vor Ort und dient gleichzeitig zur
Einweisung in das Verfahren der Bergung
eines Lfz in unwegsamem Gelände unter
extremen Wetterbedingungen.
Teilnehmer für diese hochalpine Ausbildung waren schnell gefunden und am
­Morgen des 5. Februar wurde mit 38
­Winterkämpfern nach Crested Butte in
­Colorado verlegt.
Nach dem Feststellen der Vollzähligkeit
am Einsatzort konnten die Unterkünfte
bezogen und die Einzelaufträge verteilt
werden. Bei einsetzender Dunkelheit wurde
eine Hochgebirgswanderung mit ausgewählten Teilnehmern im schneebedeckten
und unwegsamen Gelände durchgeführt.
Dabei wurden erste körperliche Leistungsdefizite deutlich, welche es in den folgenden Ausbildungstagen abzustellen galt. Am
nächsten Morgen stand eine Einweisung in
das Skigebiet und die Gewöhnung an die
Gleitsportgeräte auf dem Programm. Bis
zum Ende des Tages gelang es allen Teilnehmern, sich im Übungsgebiet zurechtzufinden und zu bewegen, ohne sich selbst und
andere zu gefährden.
Am zweiten Ausbildungstag wurde die
Schlagzahl deutlich erhöht, was sich auch
in der Zahl der Materialausfälle ­bemerkbar
machte. Mehrere Stöcke, Brillen und Gleit­
sportgeräte mussten ersetzt oder ­gewartet
Vor Ort gefunden: der etwas andere Winterkampf
26
ROADRUNNER
Text & Fotos: HptFw Jan Grande
SPORT
WINTERKAMPFAUSBILDUNG DER TECHNISCHEN GRUPPE 2015
werden. Einige Teilnehmer wurden durch
die ­Ausbilder, im teilweise felsdurchsetzten
Steilgelände, bis an die Belastungsgrenzen
herangeführt.
Um den optimalen Ausbildungserfolg zu
erzielen, wurden von den Ausbildern, je nach
Leistungsstand, Ausbildungsgruppen gebildet und individuell betreut. So konnten alle
Ausbildungsziele letztendlich erreicht und
die Aufstiegsfähigkeiten der Teilnehmer (oft
auch unfreiwillig) verbessert werden.
Ohne schwerwiegende Verletzungen, aber
mit ­vielen neuen Eindrücken und Erfahrungen im Gepäck, wurde die Heimreise angetreten und nach Alamogordo zurückverlegt.
Alle waren sich einig: „Super Ausbildung!
Bis zum nächsten Jahr“.
Sporttermine rund um Holloman
jeden Mittwoch
wöchentliche Skiausbildung
Befehl FlgAusbZLw 85/14
07.03. 2015
Sierra Vista Trail Runs
sierravistatrailrun.wordpress.com
22.03. 2015
Bataan Memorial Death March
bataanmarch.com
29.03. 2015
Coyote Classic El Paso
New Mexico MTB Off Road Series
11.04. 2015
Cedro Peak Ultramarathon
ultrasignup.com
11.04. 2015
Tax Day Triathlon
WSMR
18.04. 2015
Albuquerque Half Marathon
active.com
25.04. 2015
Rio Grande Retro Triathlon
chasing3.com
26.04. 2015
High Altitude Classic Cloudcroft
New Mexico MTB Off Road Series
Februar 2015
27
ANZEIGE
Der Bundeswehrbetreuungsverein Holloman wird künftig, in Zusammenarbeit
mit dem Deutschen Laden Holloman, die Aktion des Monats durchführen.
Diese monatlich ­wechselnden Aktionen bieten jedem
Kunden die Chance, tolle Preise zu gewinnen. Los geht es im März!
Tornado German Open
Tornado
German2015
Open
Golf Tournament
Golf Tournament 2015
Aktion des
Pennies
in a Jar
Monats
Sunday
26,2015,
2015,9.00
9:00
am,erster
1st tee
@ 10:00
Wann: When:Sonntag,
26.April
April
Uhr,
teetime
off um
10.00 am
Uhr
Where:
Wo:
Desert Lakes Golf Course, Alamogordo
Lakes Golf
Course, Alamogordo
Why: Desert
to deepen
and strengthen
the German-American friendship and
Warum:
to find the 2015 Tornado Open Golf Champions
Zur Vertiefung und Stärkung der deutsch-amerikanischen Freundschaft
18 Hole Round of Callaway System, 2 Person Scramble,
When:System:
Sunday
April
26,
2015,
9:00 am, 1st tee time @ 10:00 am
undthe
Ermittlung
des
teams will
beTornado
drawn Open Golf Champion 2015.
Where:
Lakes
Golf
Course,
Alamogordo
American
and
German
active
Duty personnel,
members,
System:Who:Desert
18 Löcher
nach
dem
Callway
System,
2 PersonenFamily
Scramble,
die Teams
German School. No Handicap required, Clubs needed, only a few
ausgelost.
rental clubs
available at the
golfGerman-American
course. Minimum age is
16.
towerden
deepen
and strengthen
the
friendship
and
to
find
the
2015
Tornado
Open
Golf
Champions
$45 includes
cart and a small
bucketim
of aktiven
golf ballsDienst
to warm
Wer: Fee: Deutsche
und amerikanische
Soldaten
undup.
deren
Familien­
a
ngehörige
sowie
Angehörige
der
Deutschen
Schule.
RSVP:
March
13, 2015
System:
18 Hole
Round
of Callaway System, 2 Person Scramble,
Kein Handicap
erforderlich.
Bitte Golfschläger mitbringen, da es
will be
drawn 575-443-4723
POCthe
: teams
Capt Markus
Siller
or 575-572-2735
Why:
Who:
Kosten:
RSVP:
nur sehr wenige zum Ausleihen
gibt. Mindestalter ist 16 Jahre.
[email protected]
American and German active Duty personnel, Family members,
Jens Lauer
575-491-5801 or 575-572-2755
German
School.
required,
Clubs
only a few
$45Capt
inklusive
CartNo
undHandicap
einem
kleinen
Korb Bälle
zumneeded,
Aufwärmen.
[email protected]
rental clubs available at the golf course. Minimum age is 16.
Pennies in a Jar
13. März 2015
Fee:
$45 includes cart and a small bucket of golf balls to warm up.
Kontakt:
RSVP:
Hptm Markus
Siller
March
13, 2015
POC :
Capt Markus Siller
Hptm Jens Lauer
Capt Jens Lauer
Vom 9. bis zum 13. März steht ein Glasgefäß mit
1-Cent-Münzen neben der Kasse im Deutschen Laden.
Jeder Kunde hat einmalig die Chance, die Anzahl dieser Cent Stücke zu schätzen und einen Tipp abzugeben.
(575) 443-4723 / (575) 572-2735
[email protected]
575-443-4723 or 575-572-2735
[email protected]
(575)
491-5801 / (575) 572-2755
[email protected]
575-491-5801 or 575-572-2755
[email protected]
Die A
­ uflösung erfolgt dann Freitag, den 20. März.
Um 11.00 Uhr lädt der ­Bundeswehrbetreuungsverein zu einem Grillen
vor dem D
­ eutschen Laden ein. Bei Bratwurst und Brötchen wird der Tipp,
der am ­nächsten an der tatsächlichen Menge liegt, mit einem Preis prämiert.
Die Teilnahme von Vorstandsmitgliedern des Bundeswehrbetreuungsvereins und Angestellten des Deutschen Ladens ­Holloman sowie deren Angehörigen ist wie immer ausgeschlossen.
Text: Olt Christian Stellisch. Foto: Kayla Chobotiuk. Grafik: Freepik.com.
28
ROADRUNNER
Februar 2015
29
Warum gibt es hier in Holloman einen
Deutschen Laden?
Der Bundeswehrbetreuungsverein be­­
treibt den Deutschen Laden und hat die
Aufgabe, die in Holloman und Alamogordo
stationierten deutschen Bundeswehrangehörigen und ihre Familien mit sogenannten
Marketenderwaren zu versorgen.
Der Deutsche Laden ist nicht gewinn­
orientiert ausgerichtet.
Was bedeutet Marketender?
Als Marketender bezeichnete man ­f rüher
die Händler und Feldwirte, die den ­Soldaten
im Feld und im Manöver Lebensmittel
und Kleinigkeiten für den persönlichen
Gebrauch verkauften.
Umgangssprachlich sind Marketenderwaren nur Zigaretten, Parfüm und Spirituosen; sogenannte zollfreie (duty free) Waren.
Das darüber hinaus umfangreiche Sortiment an Lebensmitteln, Hygieneartikeln
und anderen Dingen sehen wir als zusätzlichen Service für die Soldaten und deren
Familien an.
Der Deutsche Laden versteht sich explizit
nicht als Konkurrenz für den ortsansässigen
Einzelhandel.
Warum sind nicht immer alle Artikel aus
dem Warensortiment vorrätig?
Der Deutsche Laden ist eben kein Supermarkt mit „Just in Time Verfahren“.
Zum Anbieten eines Produktes dauert
es von der Bestellung bis zur Auslage im
Regal circa zehn Wochen. Das Kaufverhalten für die Zeit nach diesen Wochen vorauszusagen ist schwierig.
Des Weiteren gibt es auch hier limi­
tierende Faktoren, wie z.B. Lagerplatz,
Transportkapazitäten, verfügbare Finanzmittel, Hersteller- und Lieferanten­­fehler und
vor allem das Mindeshaltbarkeits­datum.
Der Kreis schließt sich wieder beim
Kaufverhalten, denn wenn innerhalb von
vier Wochen ein Artikel ausverkauft wurde,
dauert es mindestens sechs weitere Wochen
30
Text: OLt Christian Stellich
Foto: OStGefr Glenn Atienza
bis zur neuen Lieferung. Aus diesem Grund
bitten wir um das Verständnis unserer Kunden, das nicht immer alle Waren vorrätig
sein können.
Kann ich einen von mir gewünschten
Artikel aus Deutschland bestellen, den
ich nicht im Sortiment finde? (Sonder­
bestellung)
Ja, grundsätzlich ist es möglich. Einiges
sollte jedoch beachtet werden.
Lebensmittel-Produkte zum Beispiel
können nur von registrierten Herstellern in
die USA eingeführt werden.
Die deutschen Hersteller müssen sich bei
der amerikanischen FDA (Food and Drug
Administration) anmelden, damit sie ihre
Waren in die USA einführen dürfen.
Des Weiteren verfügen unsere deutschen
Lieferanten nur über ein begrenztes Angebot; das heißt, nicht alle Produkte, die man
aus Deutschland kennt und schätzt, können
bestellt werden.
Warum ist das Wasser im Deutschen
Laden so teuer?
Die Bestellung und der Verkauf des Wassers im Deutschen Laden ist eine Besonderheit, da die Frachtkosten circa dreimal
höher sind als der Warenwert (Wert des
gelieferten Wassers in einem Container).
Dies ist nur bei Wassercontainern der
Fall und daher ist das Wasser im Deutschen
Laden etwas teurer als gewohnt.
Wir, das Team Deutscher Laden
­Holloman, hoffen, dass wir hiermit alle
wichtigen Fragen beantworten konnten.
Natürlich stehen wir Euch bei weiteren
Fragen jederzeit im Deutschen Laden zur
Verfügung.
Euer Team Deutscher Laden Holloman
was
Deutscher Laden Holloman
wo
950 First Street Holloman AFB,
NM 88330
Telefon
+1 (575) 572-2898
offen
Mo – Do
Fr
Info
www.deutscherladenholloman.de
09.00 bis 16.00 Uhr
09.00 bis 13.00 Uhr
BUNDESWEHRBETREUUNGSVEREIN HOLLOMAN
WISSENSWERTES ÜBER DEN
DEUTSCHEN LADEN HOLLOMAN
Warum werden bestimmte deutsche
Artikel nicht im Sortiment angeboten,
wie z.B. BiFi, Überraschungseier oder
auch Messer?
Die beispielhaft angeführten Artikel dürfen wegen diverser amerikanischer Zollbestimmungen nicht in die USA eingeführt
werden.
Da die Bundesrepublik Deutschland für
die USA zu den BSE-gefährdeten Ländern
gehört, ist jegliche Einfuhr von Rindfleischprodukten in die USA verboten. Auch
Überraschungseier verstoßen wegen einer
möglichen Gefährdung für Kinder gegen
die US-Zollbestimmungen.
Wo wird das Warensortiment für den
Deutschen Laden bestellt?
Die Bestellung erfolgt bei deutschen
Exportfirmen, die unter anderem auch
Kreuzfahrtschiffe beliefern.
Ausnahme: Die frischen Wurst- und
Bäckerwaren kommen von amerikanischen
Lieferanten, die sich auf diese deutschen
Produkte spezialisiert haben.
ROADRUNNER
v.l.n.r.: Elfriede Fürgut, Anja Fritzen, Melanie Schröder, Jennifer Braunheim, Gabriele Krips, Tanja Ruffing
Februar 2015
31
Das Aquaponics-Experiment in Alamogordo
Aber was genau verbirgt sich hinter dem
Begriff Aquaponik?
Das Wort setzt sich zusammen aus dem
lateinischen Wort Aqua für Wasser und
dem griechischen Wortstamm pono für
Arbeit. Es handelt sich folglich um ein System, das mit Wasser arbeitet. Ein Teil von
Aquaponik besteht aus einer Aquakultur, in
der Fische in einem Becken gehalten werden. Der andere Teil des Systems ist eine
Hydrokultur, bei der Pflanzen auf Wasser
kultiviert werden. Bekannt ist diese Hydrokultur auch in Deutschland, wo auf braunen
Tonkügelchen Zimmerpflanzen gepflegt
werden.
Mein eigenes Aquaponiksystem hier in
Alamogordo befindet sich in der Garage und
besteht aus zwei 200 Liter Tanks, in denen
in Aquakultur momentan zehn Tilapia
großgezogen werden. Tilapia sind essbare
Süßwasser-Barsche, die ursprünglich aus
Afrika stammen und ca. 30 cm groß werden. Am wohlsten fühlen sie sich bei Temperaturen um die 28 °C. Das Wasser aus den
Text & Fotos: Martin Lettenmeier
Tanks wird statt durch einen Filter, wie beispielweise in einem Aquarium, durch ein
Kiesbett geleitet und damit gereinigt.
Auf diesem Kiesbett wachsen Salate und
Gemüse, da die Pflanzen in der Lage sind,
Stickstoff aus dem Wasser aufzunehmen.
Die Umwandlung der Hinterlassenschaften der Fische in Stickstoff bzw. Nährstoffe
erledigen Bakterien, sodass in diesem System lediglich die Fische gefüttert werden
müssen, damit die Pflanzen wachsen.
Die Vorteile dieses Systems liegen auf
der Hand: Wenn es mal läuft, ist es sehr sehr
pflegeleicht und Fische wie Pflanzen werden extrem naturschonend gehalten. Zudem
gibt es kein Unkraut und der Salat wächst
das ganze Jahr. Im Winter sollte die Anlage
natürlich ökologisch geheizt werden.
Soweit die Theorie! Natürlich gibt es hier
einiges zu beachten und man kann viele Fehler machen. Wer Lust hat das Ganze „live“
zu sehen, kann nach telefonischer Terminabsprache gerne vorbei kommen.
Tel.: (575) 551-6831. Martin Lettenmeier
SOUPKITCHEN ALAMOGORDO
EIN GROSSES DANKESCHÖN
Die Otero Hunger Coalition Alamogordo
hat im Februar 2012 eine weitere Suppenküche für bedürftige Menschen eröffnet. Da
diese Organisation nicht staatlich gefördert
wird und daher auf Spenden angewiesen ist,
haben wir uns entschlossen, sie zu unterstützen. Zwei Mal im Monat kochen wir für
rund 120 bedürftige Menschen. Zubereitet
werden recht einfache, aber schmackhafte
Gerichte. Bezahlt werden die benötigten
Lebensmittel mit Spendengeldern oder aus
unserer eigenen Tasche.
Die letzte Spende in Höhe von 100­­Dollar
haben wir von Karl Peter, Inhaber der Firma
White Sands Woodworks erhalten. Mit diesem Geld sind wieder zwei Mahlzeiten
finanziert und an dieser Stelle nochmals
recht herzlichen Dank dafür!
Und da ich gerade beim Bedanken bin,
ohne die fleißigen Hände von Heike Eppler, Monika Havenith, Stefie Ristow,
Ulrike Reinecke und Vera Marks wäre
unser Engagement nicht möglich gewesen. Vielen Dank an Euch, besonders Vera
Marks, die im letzten Jahr das Kochen in
der ­Soupkitchen übernommen und sich
mit ihren leckeren Gerichten in die Herzen unserer Gäste gekocht hat. Vera und
ihr Mann Frank gehen im Mai zurück nach
Deutschland. Wir vom ­Soupkitchen-Team
wünschen den beiden einen guten Start in
der Heimat.
Wir bedanken uns auch ganz herzlich
beim Bundeswehrbetreuungsverein für dessen Unterstützung.
Aus meiner Erfahrung kann ich sagen,
dass wir Deutsche hier in der amerikanischen Gemeinde sehr freundlich
­aufgenommen werden. Durch das Kochen
in der ­Soupkitchen haben wir meines Erachtens die Gelegenheit, der amerikanischen
Community ein wenig davon zurückzugeben. Die Menschen, die zu uns in die Soupkitchen kommen, genießen eine Stunde bei
gutem Essen in netter Gesellschaft, sie vergessen kurzzeitig ihre Sorgen, haben das
Gefühl, dazu zu gehören.
Zum Schluss eine Bitte:
Wir brauchen in der ­Soupkitchen dringend Unterstützung!
Wer Lust hat zu helfen oder selbst einmal kochen möchte, vielleicht gemeinsam
mit seiner Bowlinggruppe oder seines Bastelkreises oder Geld und/oder Lebensmittel
spenden möchte, kann sich gerne mit mir in
Verbindung setzen.
Petra Weidenbacher
Tel.: (575) 812-9512
Mail: [email protected]
Der wird noch!
32
Text: Petra Weidenbacher
Foto: Till Weidenbacher
ENGAGEMENT
FREIZEIT
REGELMÄSSIG FISCHE FÜTTERN UND
DER SALAT WÄCHST VON SELBST!
ROADRUNNER
Februar 2015
33
2
6
3
7
8
6
7
3
1
2
5
3
9
Johannes Der Täufer Kirche
Heilige Messe
Katholische Gemeinde
15.03., Sonntag
10.30 Uhr
Heilige Messe zum Karfreitag
Katholische Gemeinde
03.04., Freitag
15.00 Uhr, mit anschl. Fischessen
in Fort Bliss, Chapel V, für beide Standorte
MÄR APR
Gottesdienst
Evangelische Gemeinde
22.03., Sonntag
10.00 Uhr
Heilige Messe zum Ostersonntag
Katholische Gemeinde
05.04., Sonntag
10.00 Uhr, mit anschl. Osterfrühstück (Potluck)
in Fort Bliss, Chapel V, für beide Standorte
Heilige Messe mit Erstkommunion
Katholische Gemeinde
19.04., Sonntag
10.30 Uhr, für beide Standorte
Gottesdienst
Evangelische Gemeinde
26.04., Sonntag
10.00 Uhr
4
VERMISCHTES
KIRCHE
NEUES AUS DEN MILITÄRISCHEN KIRCHENGEMEINDEN
8
7
1
9
2
6
8
9
4
9
8
6
3
5
1
7
•
}
11. MÄRZ:
VEREHRE-DEIN-WERKZEUG-TAG
Werkzeuge sind per Definition zunächst vom
FEIERTAGE
Menschen geschaffene oder umgeformte Hilfsbzw. Arbeitsmittel, mit denen auf Gegenstände und
Materialen mechanisch eingewirkt werden kann, um diese bearbeiten oder zu verändern.
Sie sind in der Regel Vorrichtungen, die nach den Basisprinzipien der physikalischen
Kräftelehre und Mechanik wirken. Hierunter fallen alle Arbeitsmittel, die zum Bewegen,
Durch- bzw. Abtrennen, Halten, Umformen oder Verbinden eingesetzt werden.
Insofern ist es auch naheliegend, dass man diesen kuriosen Feiertag am besten begeht,
in dem man sein Werkzeug anwendet oder den 11. März dazu nutzt, sich neues Werkzeug
zu kaufen oder vorhandenes Werkzeug durch die entsprechende Pflege wieder auf Vordermann zu bringen. Und natürlich dürfen auch ein paar Folgen der großartigen TV-Serie Tool
Time bzw. Home Improvement mit dem Heimwerkerkönig Tim Taylor heute nicht fehlen.
{
SPEZIELLE
Quelle: kuriose-feiertage.de
•
{
UNNÜTZES
WISSEN
}
} Das männliche Murmeltier heißt „Bär“, das
weibliche „Katze“ und das Jungtier „Affe“.
} Schildkröten mögen am liebsten die
Farben Rot, Orange und Gelb.
} Übersee liegt in Bayern.
} Elvis Presley bewarb sich bei Präsident Nixon als Drogenfahnder.
Veranstaltungsorte:
34
Evangelisches Gemeindehaus
1311 Galway Drive
links der Kirche
Johannes Der Täufer Kirche
1451 Galway Drive
} Das Parkinsonsche Gesetz besagt, dass sich Arbeit in genau dem Maß ausdehnt,
wie Zeit für ihre Erledigung zur Verfügung steht.
Katholisches Pfarrzentrum
1451 Galway Drive
rechts der Kirche
ROADRUNNER
Februar 2015
35
WAS? WANN? WO?
CIRQUE DU SOLEIL – VAREKAI
wann
Mittwoch, 18 - Sonntag, 22. März, versch. Zeiten
wo
Don Haskins Center
121 Glory Rd, El Paso, TX 79902
wieviel
$28-$95
Info
www.utepspecialevents.com
Tief in einem mystischen Wald, auf dem Gipfel eines
schlafenden Vulkans, existiert eine außergwöhnliche
Welt, eine Welt in der alles möglich ist. Eine Welt namens
Varekai. Der Himmel läßt einen jungen Mann frei und die
Abenteuer von Icarus beginnen.
BUCKCHERRY
wann
Samstag, 28. März, ab 20:00 Uhr
wo
Inn of the Mountain Gods
287 Carrizo Canyon Rd, Mescalero, NM 88340
wieviel
ab $35
Info
www.innofthemountaingods.com
Seit ihrer Neugrüdung 2006 hat die Hard Rock Band
sechs Alben veröffentlicht. Hits, wie Crazy B*tch, Sorry
und Rescue Me brachten der Band Platin-Auszeichnungen in den USA und Kanada. 2013 ist das vorläufig letzte
Album Confession erschien.
NELSON ILLUSIONS
wann
Dienstag, 31. März, ab 19.00 Uhr
wo
Flickinger Center
110 New York, Alamogordo, NM 88310
wieviel
$14, $25, $36
Info
www.flickingercenter.com
Die größte, auf Tournee gehende Zauberschau der USA
kommt nach Alamogordo. Das einzigartige theatralische
Spektakel verbindet Geheimnis, Dramatik, Roman­tik
und Comedy zur einer wunderschönen und atemberaubenden Bühnenmagie.
ROADRUNNER Februar 2015