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GESCHÄFTSBERICHT 1996
ADIDAS-KONZERN
A U S G E W Ä H LT E F I N A N Z D A T E N
( I N T E R N AT I O N A L A C C O U N T I N G S TA N D A R D S )
(in Mio DM)
1996
1995
1994
1993
1992*
Nettoumsatzerlöse
4.709
3.500
3.196
2.544
2.675
Rohergebnis
1.877
1.389
1.141
827
796
Rohergebnis (in % der Nettoumsatzerlöse)
39,8
39,7
35,7
32,5
29,8
Betriebsergebnis
360
243
90
(27)
(152)
Betriebsergebnis (in % der Nettoumsatzerlöse)
7,6
6,9
2,8
(1,1)
(5,7)
Lizenz- und Provisionserträge
97
100
97
85
75
Finanzergebnis
13
47
36
33
58
Gewinn/(Verlust) vor Steuern und Ergebnisanteilen
anderer Gesellschafter
444
296
151
25
(135)
Jahresüberschuß/(-fehlbetrag)
314
245
117
14
(152)
Jahresüberschuß/(-fehlbetrag) (in % der Nettoumsatzerlöse)
Jahresüberschuß/(-fehlbetrag) pro Stammaktie (DM)
Vorräte
Forderungen und sonstige kurzfristige
Vermögensgegenstände
6,7
7,0
3,7
0,6
(5,7)
6,93
5,40
2,59
0,31
(3,35)
1.088
843
687
605
636
818
563
475
424
398
Umlaufvermögen
1.990
1.447
1.200
1.071
1.095
Bilanzsumme
2.456
1.777
1.442
1.293
1.309
555
343
353
285
252
Kurzfristiges Betriebskapital
Kreditaufnahme, netto
340
407
300
349
397
1.506
1.180
1.000
955
1.023
904
577
423
324
283
Nettoumsatzerlöse Sportschuhe
2.171
1.790
1.749
1.360
1.452
Nettoumsatzerlöse Sportbekleidung
2.314
1.528
1.256
1.007
1.051
181
131
132
117
118
Nettoumsatzerlöse Europa
3.111
2.335
2.101
1.860
1.995
Nettoumsatzerlöse Nordamerika
1.026
767
768
490
417
Nettoumsatzerlöse Asien/Pazifik
464
307
243
129
150
Nettoumsatzerlöse Lateinamerika
108
91
85
65
113
– adidas
4.709
3.500
3.196
2.544
2.675
– Lizenznehmer
1.374
1.450
1.466
1.367
1.249
Anzahl der Mitarbeiter (Jahresende)
6.986
5.730
5.087
5.096
6.401
Verbindlichkeiten insgesamt
Eigenkapital
Nettoumsatzerlöse Sportzubehör
Nettoumsatzerlöse der Marke insgesamt
* Der in dieser Aufstellung enthaltene, nach den International Accounting Standards aufgestellte Konzernabschluß 1992 ist ungeprüft.
Die Gesellschaft hat für 1992 einen geprüften Konzernabschluß nach deutschem Handelsrecht aufgestellt.
2
I N H A LT S V E R Z E I C H N I S
Seite
An unsere Aktionäre
4
Präsentation
6
– 100 Jahre Olympische Spiele in Atlanta
6
– adidas in der Sportarena
8
– Feet You Wear
12
– adidas-Bekleidung
16
– Frauen im Sport
18
– Wachstum mit Zukunft
20
– Ziel, Vision, Strategie
24
Mitglieder des Aufsichtsrates und des Vorstandes
28
Bericht des Aufsichtsrates
29
Bericht des Vorstandes
30
Die adidas-Aktie
39
Die Welt von adidas
40
Konzernabschluß
41
3
v AN UNSERE AKTIONÄRE
Was für ein Jahr!
1996 übertraf das Unternehmenswachstum
von adidas alle früheren Rekorde. In der
Akzeptanz bei Verbrauchern und im Handel
wurden neue Maßstäbe gesetzt. Das ist der
Verdienst der adidas-Mitarbeiter auf der ganzen Welt, und wir sind stolz auf ihre Erfolge
im vergangenen Jahr sowie auf ihre unbedingte Bereitschaft, diese Erfolge weiter
auszubauen. Gemeinsam werden wir diese
Dynamik bewahren und damit unserem Ziel
immer näher kommen: die beste Sportmarke
der Welt zu sein.
Sportfans auf der ganzen Welt konnten adidas
im vergangenen Jahr nicht übersehen. Unsere
ständigen Bemühungen, die Marke in der
internationalen Sportszene ins Rampenlicht
zu stellen, haben sich gelohnt. Tausende von
Sportlern in adidas-Produkten traten erfolgreich bei den wichtigsten Sportveranstaltungen der Welt an: Deutschland siegte bei der
Fußball-Europameisterschaft 1996, von Kopf
bis Fuß in adidas, und bei den Olympischen
Spielen in Atlanta gingen über 220 Medaillen
an Athleten, die adidas als ihre Marke für
Schuhe und/oder Bekleidung gewählt hatten. Die Präsenz der Marke im Fußball und in
der Leichtathletik wird sich weiter verstärken,
nachdem adidas Sponsor- und Lizenzverträge für die Fußball-WM „FIFA World Cup
France ’98“ und mit dem Internationalen
Leichtathletikverband (IAAF) unterzeichnet hat.
Mit den Verträgen für die WM ’98 macht
adidas Geschichte, denn erstmals tritt ein
Sportartikelunternehmen als Sponsor einer
Fußball-WM auf. Bei dem voraussichtlich
publikumswirksamsten Sportereignis des Jahrhunderts ist eine hervorragende medienwirksame Präsenz der Marke adidas garantiert.
Damit adidas auch in anderen Sportarten
sichtbar bleibt, wurden junge Nachwuchstalente ausgewählt und unter Vertrag
genommen, wie z.B. Kobe Bryant im Basketball, Anna Kournikova im Tennis und
Alessandro del Piero im Fußball – vielversprechende Sportstars der Zukunft.
Durch die Einführung der Feet You WearSchuhe war das Jahr 1996 auch in der
Geschichte unserer Produkte ein bedeutender Wendepunkt. Der Leitgedanke hinter dem
4
Im neuen Jahr 1997 ist adidas weiterhin für
Feet You Wear-Konzept ist einfach und
den Erfolg auf einem heißumkämpften Markt
überzeugend: aufgrund der Beobachtung,
gut gerüstet. Wir wollen unsere Umsatz- und
daß der Fuß am besten in seinem natürErtragssteigerung aufrechterhalten. Unsere
lichen Zustand funktioniert, konzipierte
Geschäftsaussichten sind gut, der Auftragsadidas einen hochfunktionellen Schuh, der
dem Sportler die biomechanischen Eigenbestand für 1997 ist gegenüber dem gleichen
schaften des Fußes uneingeschränkt erhält.
Zeitraum des Vorjahres erheblich gestiegen –
Die aktuellen Feet You Wear-Produkte in
ein weiterer Beweis für die hervorragende
den Kategorien Tennis, Basketball, HandAkzeptanz unserer Marke und unserer Proball, Outdoor und Training sind ein Erfolg,
dukte beim Handel und beim Verbraucher.
und die Umsatzprognosen für 1997 sagen
eine deutliche Steigerung des Volumens vorMit den diesjährigen Ergebnissen befindet
aus. Die Einführung des Feet You Wearsich adidas wieder da, wo die Marke hinRunning-Schuhs wird sicherlich dazu beitragehört: in der Spitzengruppe, direkt am Puls
gen, daß 1997 ein weiteres Erfolgsjahr wird.
des Sports. Das ist gleichzeitig unsere Tradition und unsere Motivation. Diese Tradition,
Mit Feet You Wear festigt adidas seine starke,
die sich jeden Tag aufs neue bewährt, inspiungebrochene Tradition der technischen
riert Sportler, deren Fans und die VerbrauInnovationen. Diese Tradition wird auch die
cher auf der ganzen Welt. Dies wird auch
treibende Kraft für unsere Weiterentwicklung
durch unser neu kreiertes Unternehmenslogo
auf dem heißumkämpften internationalen
mit den legendären drei Streifen vermittelt.
Markt sein.
Es ist das ultimative Gütesiegel sportlicher
Höchstleistung und wird die Marke adidas
1996 war das erste volle Jahr für adidas
und ihre eigene immer größer werdende
als börsennotierte Aktiengesellschaft. Vom
Fangemeinde bis in das nächste JahrtauErgebnis her war es auch das erfolgreichste
send begleiten – als klares Identitätssymbol
Jahr in der Geschichte des Unternehmens.
der besten Sportmarke der Welt.
Die starke Umsatz- und Ertragsverbesserung
hielt an. Zum dritten Mal in Folge kann
Sport ist unsere Leidenschaft und unsere
adidas Rekordzahlen melden, obwohl erhebZukunft, eine echte universelle Sprache, in
liche Investitionen im Marketing getätigt
der der Wert der Marke adidas sowohl unser
wurden, um das anhaltende Wachstum der
Vermächtnis als auch unser Sprungbrett in
Marke auch in Zukunft zu sichern.
das nächste Jahrhundert darstellt. adidas ist
gewappnet für die Herausforderungen auf
Die Betriebs- und Finanzergebnisse für 1996
dem internationalen Markt. Wir haben ein
können sich sehen lassen. Die Nettoumsatzklares Ziel und eine Vision. Wir haben genau
erlöse stiegen um 35% auf DM 4,7 Milliarden
definierte Strategien sowie ein leistungsfähiund das Ergebnis vor Steuern um 50% auf
ges internationales Management-Team und
DM 444 Millionen, wobei der Gewinn pro
engagierte Mitarbeiter, die diese Strategien
Aktie um 28% auf DM 6,93 stieg. Der Verbejahen und begeistert umsetzen werden
schuldungsgrad des Unternehmens ging
und die sich jeden Tag für die Marke und für
deutlich zurück, da die Finanzbelastungen
unsere Kunden einsetzen. Kurz gesagt, wir
für das Umlaufvermögen durch erhöhtes
haben alles, was wir brauchen – vor allem
Geschäftsvolumen und für den Erwerb neuer
den Willen zu gewinnen.
Tochtergesellschaften aus dem internen
Cash-flow finanziert werden konnten. Die
Finanzwelt hat unsere Leistungen anerkannt; daraus resultierend entwickelte sich
der Kurs unserer Aktie seit dem Börsengang
Robert Louis-Dreyfus
im November ’95 bis zum 31. Dezember
’96 um 44% besser als der DAX.
5
v 1 0 0 J A H R E O LY M P I S C H E S P I E L E I N A T L A N T A :
6
ADIDAS IN HÖCHSTFORM
Man kann sich wohl kaum einen eindrucksvolleren Beweis unseres fortwährenden
Engagements für sportliche Spitzenleistungen vorstellen als die lebendige und weithin
sichtbare Präsenz der Marke mit den drei
Streifen bei den Olympischen Spielen in
Atlanta im Sommer 1996. Diese Spiele
waren auch eine ideale Bühne, auf der
adidas-Olympiasieger den Erfolg unserer
Produkte im wahrsten Sinne des Wortes vor
Augen führen konnten.
Die Herausforderung von Atlanta war einmalig. Einmalig waren auch die Ergebnisse.
33 olympische Delegationen und etwa 6.000
Athleten aus nahezu allen Sportarten trugen
adidas-Schuhe und/oder -Bekleidung. Wo
man auch hinsah, die drei Streifen waren
überall präsent, in allen Stadien und Wettkampfarenen in und um Atlanta während
der gesamten Sommerspiele. Es war ein
Triumph auf der ganzen Linie – für die Produkte und für die Marke adidas.
Ein Triumph für die Produkte: adidas entwickelte erfolgreich eine komplette Kollektion
neuer, technisch anspruchsvoller Sportschuhe speziell für jede Sportart. Bei den
Olympischen Spielen war adidas mit funktionellen Schuhen in fast allen Kategorien
vertreten. Spitzensportler der unterschiedlichsten Sportarten wählten unsere Schuhe,
und wir waren von ihrem Erfolg begeistert.
Außerdem hatten wir in zwei Jahren intensiver Forschung und Tests im Labor und in der
Praxis eine neue Kollektion leistungsfördernder Bekleidung mit innovativen Stoffen und
Schnitten speziell für Atlanta entwickelt.
Ein Triumph für das Markenimage: Die Olympischen Spiele boten adidas die einzigartige
Gelegenheit, dem Image der Marke durch
die starke Präsenz unserer Produkte neuen
Auftrieb zu geben. Die Allgegenwart von
adidas-Schuhen und -Bekleidung verdeutlichte, daß adidas sein Ziel, „die beste Sportmarke der Welt zu sein“, in den Augen der
weltbesten Sportler erreicht. Außerhalb der
olympischen Arena konnten Millionen von
Menschen auf der ganzen Welt einige der bekanntesten und beliebtesten Olympiasieger
in einer großen Werbekampagne sehen,
deren Bilder unsere olympische Tradition
eindrucksvoll bestätigten. Durch die Verbindung olympischer Legenden wie Jesse
Owens, Al Oerter oder Teofilo Stevenson
mit aktuellen olympischen Sportlern wie
dem kanadischen Sprinter Donovan Bailey,
dem kubanischen Boxer Felix Savon oder
dem äthiopischen Langstreckenläufer Haile
Gebrselassie, die alle Gold gewannen, wurde
die Kontinuität der olympischen Tradition
von adidas unterstrichen.
Ein Triumph für adidas: Für adidas und seine
Spitzensportler regnete es förmlich Medaillen. Verglichen mit den anderen Ausrüstern
stellte adidas mit seinen Athleten bei über
220 errungenen Medaillen, darunter über 70
Goldmedaillen, die größte Siegergruppe.
Natürlich sind wir mehr als stolz darauf, zu
sportlichen Glanzleistungen, die olympische
Geschichte schrieben, beigetragen zu
haben, wie Donovan Baileys unvergeßlichem
Weltrekord im 100m-Endlauf der Herren,
Lars Riedels vorletztem Diskuswurf, Felix
Savons brillantem Boxsieg oder Fatuma
Robas überzeugender Dominanz im Marathon der Damen, um nur einige zu nennen.
Um die Erinnerung an diese sportlichen
Höchstleistungen wachzuhalten, haben wir
das Zentrum unserer siegreichen Präsenz
bei den Olympischen Spielen zu einer dauerhaften Einrichtung gemacht. Das adidasHaus in Atlanta, Treffpunkt für Sportler und
Trainer, für Funktionäre der Mannschaften
und der Verbände wie auch für Medien
und Geschäftspartner, wird als regionales
Hauptquartier und als internationaler adidasTreffpunkt weitergeführt.
7
v ADIDAS IN DER SPORTARENA:
8
WO ADIDAS ZU HAUSE IST
1996 hat adidas mehr als je zuvor
gezeigt, daß der Name geradezu ein
Synonym für Sport geworden ist. Neben
den Olympischen Sommerspielen in
Atlanta waren die Marke und ihre Produkte überall in den großen Sportarenen an den vielversprechendsten
Sportlern der Welt zu sehen. Weil adidas
1996 Sportgeschichte geschrieben hat,
lohnt es sich, die vergangenen zwölf
Monate Sport für Sport noch einmal
Revue passieren zu lassen:
Fußball – Bei der Euro ‘96 rüstete adidas
fünf Mannschaften aus und konnte seinen
Namen wieder einmal neben den des
Europameisters stellen, als die deutsche
Mannschaft die begehrte Trophäe nach
einem spannenden Endspiel gegen das
tschechische Team nach Hause trug. Die
neuen Predator- und Traxion-Schuhe und
das auffällige Design der neuen Trikots, die
viele Spieler trugen, verschafften der Marke
einen glanzvollen Auftritt. Der Sieg der
deutschen Nationalmannschaft festigte
weiter die Glaubwürdigkeit von adidas als
der internationalen Spitzenmarke im Fußball.
Das Image von adidas wurde ebenfalls durch
eine großangelegte europaweite Werbekampagne gestärkt, in deren Mittelpunkt populäre adidas-Fußballstars wie Englands Paul
Gascoigne, Italiens Alessandro del Piero,
Frankreichs Marcel Desailly und Deutschlands Matthias Sammer standen.
Im Herbst machten wir Geschichte mit der
Ankündigung, als erstes Sportartikelunternehmen der Welt Offizieller Sponsor einer
Fußball-Weltmeisterschaft, der World Cup
FRANCE ‘98, zu sein. Außerdem erhielten
wir umfassende Rechte als WM-Ausrüster
und Lizenznehmer. adidas wird also nicht
nur als die Weltmeisterschaftsmarke bei dem
allen Prognosen zufolge medienwirksamsten
Sportereignis dieses Jahrhunderts auftreten,
sondern die Verträge erschließen auch ein
9
10
breites Geschäftspotential mit Lizenzprodukten. Die ersten Lizenzprodukte waren
bereits vor Weihnachten 1996 in Frankreich
im Handel erhältlich und werden mit den
Frühjahrs-/Sommerkollektionen 1997 auf allen
großen internationalen Märkten eingeführt.
Leichtathletik – Der langfristige Sponsorund Lizenzvertrag mit dem Internationalen
Leichtathletikverband (IAAF) bietet ebenfalls
neue Geschäftspotentiale. Mehr als nur ein
weiterer Offizieller Sponsor, wird adidas hier
zu einem echten Partner in der weltweiten
Entwicklung der Leichtathletik. Aufgrund
dieses Vertrages werden wir Kollektionen
herausbringen können, die die offiziellen
IAAF-Logos tragen. Die Öffentlichkeit wird
dies als einen weiteren Beweis dafür sehen,
daß Spitzensportler wissen, auf wen sie
setzen können, wenn es um sportliche
Höchstleistungen geht.
Tennis – Auch hier ist adidas am Ball.
Unsere Spitzenspielerin Steffi Graf gewann
alle drei Grand Slam-Turniere, an denen sie
teilnahm. Sie trägt bei ihren Wettkämpfen
Feet You Wear-Schuhe und sorgt durch ihre
Leistungen auf dem Tennisplatz für einen
glanzvollen Auftritt dieser äußerst erfolgreichen Sportschuhinnovation.
Bei den Herren grüßt adidas seinen langjährigen Partner Stefan Edberg, der sich aus
dem aktiven Spiel zurückgezogen hat, und
heißt ihn gleichzeitig als Berater und Experten
in der Produktentwicklung und -erprobung
willkommen. Seine Fans und Verehrer auf
der ganzen Welt haben die Abschiedstournee des „letzten Gentleman des Tennis“
bewundernd verfolgt.
1997 wird ein Jahr der neuen Gesichter und
Talente sein: der zweifache French OpenGewinner Sergi Bruguera und die Nummer 1
der internationalen Rangliste der Juniorinnen,
Anna Kournikova, sind neu bei adidas und
werden uns helfen, eine lange Tradition hervorragender Qualität im Sport fortzusetzen.
Basketball – adidas ist stolz darauf, die „new
kids on the block“ willkommen zu heißen.
NBA-Neuzugänge Kobe Bryant (LA Lakers),
Antoine Walker (Boston Celtics), Jermaine
O’Neal (Portland Trail Blazers) und Randy
Livingston (Houston Rockets) treten in die
Fußstapfen ihrer großen Brüder Detlef
Schrempf (Seattle SuperSonics), John Starks
(New York Knicks) und Joe Dumars (Detroit
Pistons) und tragen bei ihren Spielen stolz
die Feet You Wear-Basketballschuhe. Bryant
und Walker – und ihre Schuhe – sind die
Stars der internationalen Feet You WearWerbekampagne 1997.
Unter der Flagge von adidas nahmen 1996
Mannschaften aus über 40 Ländern an
der zweiten Streetball-Weltmeisterschaft in
Budapest teil. Die Weltmeisterschaft 1997
in Mailand wird die Budapester Veranstaltung
in Größe und Ausstrahlung noch übertreffen.
Andere Länder, andere Spiele – adidas
verlängerte seine langjährigen Promotionverträge mit dem Olympischen Komitee
und den Sportverbänden Kubas. Neben prominenten Leichtathleten und Boxern wird
adidas jetzt auch den zur Weltklasse
gehörenden kubanischen Volleyballverband
ausstatten. adidas ist nach wie vor der Partner der russischen Wintersportverbände und
des kroatischen Handballverbands, dessen
Mannschaft siegreich aus Atlanta heimkehrte. Um die Kategorie Trainingsschuhe zu
forcieren, wird adidas auch im American
Football aktiv: Keyshawn Johnson (New
York) und Troy Aikman (Dallas) haben vor
kurzem bei adidas unterschrieben.
Wie man sieht: Immer mehr Spitzensportler
auf der ganzen Welt halten adidas schon
jetzt für die beste Sportmarke der Welt.
11
v FEET YOU WEAR ...
12
EIN RIESENSCHRITT VORWÄRTS
Genialität erfordert oft nicht mehr als eine
einfache Idee. Schwierig ist es, das Genie zu
finden, das eine gute Idee als machbar
erkennt und in die Realität umsetzt.
Adi Dassler, der Gründer von adidas, war ein
solches Genie. Er wußte, wie man den Teufel
im Detail bändigt und eine Idee nach seinen
Vorstellungen verwirklicht.
Adi Dasslers leidenschaftliche Begeisterung
für den Sport war so groß, daß er sein Leben
der Entwicklung des idealen Sportschuhs
widmete. Ein Schuh, der den Fuß in seiner
natürlichen und perfekt abgestimmten Funktionsweise unterstützt und sich ihm anpaßt,
damit Sportler bessere Leistungen erzielen
können – wie zum Beispiel der Copa Mundial,
der Handball Spezial oder der Grand Slam.
Auch das adidas „Torsion“-Design folgt der
natürlichen Bewegung des Fußes, indem es
eine unabhängige Bewegung des Vorfußes
und der Ferse ermöglicht. Das „Torsion“Konzept ist gewissermaßen ein Vorläufer von
Feet You Wear. Feet You Wear, ein Riesenschritt in der Sportschuhtechnologie, wurde
1996 von adidas eingeführt und hat sich
jetzt schon zum Renner entwickelt.
Feet You Wear gründet sich auf eine einfache Beobachtung: in seinem natürlichen
Zustand ist der Fuß das optimale „Schuhwerk“ für den Sportler, denn er bietet in
der Bewegung Halt, Stabilität, Flexibilität,
Dämpfung und Haftung. Der ultimative
Sportschuh ist dem Fuß perfekt angepaßt
und unterstützt die natürlichen Bewegungen
des Fußes, ohne ihn in irgendeiner Form
einzuschränken. Feet You Wear ist unsere
Antwort auf diese Herausforderung. Das
Konzept ist das Produkt unseres ganzheitlichen Verständnisses der Funktionen des
Fußes und der Bedürfnisse der Sportler, das
durch technische Innovationen in ein einzigartiges Design kreativ umgesetzt wurde.
13
14
Feet You Wear ist ein schnörkelloser, rein
leistungsorientierter Schuh, der Sportlern
einen echten Vorsprung gibt, wie wir bei
unseren Tests im Labor und in der Praxis
immer wieder feststellen können. Der Unterschied liegt nicht allein in Paßform und
Komfort, sondern in echter sportlicher
Leistung und Sicherheit. Feet You Wear
demonstriert aufs neue die Richtigkeit der
adidas-Philosophie, daß die Form der Funktion folgt.
Feet You Wear trägt auf zwei komplementären Ebenen zur Leistungssteigerung
bei: auf dem Boden und im Kopf. Das reale
Gefühl, daß die Beine weniger schnell ermüden, wird einen Basketballspieler mehr
Körbe treffen, einen Läufer weiter laufen und
einen Tennisspieler schneller am Ball sein
lassen. Und gleichzeitig wird das Gefühl von
Stabilität und Nähe zum Boden jedem
Sportler mehr Selbstvertrauen geben und
dadurch zu besseren Leistungen verhelfen.
Mehr noch, weil das Feet You Wear-Design
den natürlichen Konturen des Fußes folgt,
anstatt seine Funktion ergänzen zu wollen,
werden Knöchel, Knie und Hüften weniger
stark beansprucht und die Verletzungsgefahr
verringert, die häufig durch unzureichende
Stabilität des Fußes bei Seitwärtsbewegungen im Sport besteht.
Tennis war die erste Sportart, in der Sportler
Feet You Wear nutzen konnten. Der Equipment Integral-Tennisschuh wurde im März
1996 bei der Newsweek Tennis Championship vorgestellt, wo adidas als Sponsor auftrat. Steffi Graf, eine der beständigsten Siegerinnen der Welt, die ihre Tennisausrüstung
nicht ohne guten Grund wechselt, trug den
Equipment Integral noch im gleichen Jahr
beim Gewinn der Lipton Championship und
der U.S. Open.
Auf den erfolgreichen Feet You WearTennisschuh Equipment Integral folgten bald
weitere neue Produkte in anderen Sportkategorien. Im Basketball ist das Feet You
Wear-Konzept durch den Equipment Top Ten
2000 vertreten und verhilft dem 18jährigen
Phänomen der Los Angeles Lakers, Kobe
Bryant, zu neuen Bestleistungen. Der Equipment 40 ist der Feet You Wear-Schuh für
Training, und mit dem Equipment X.T.R. sind
die Vorteile von Feet You Wear im Bereich
Adventure erhältlich. 1997 wird Feet You
Wear auch in der adidas Running-Kollektion
eingeführt.
Wir wünschen uns, daß die Endverbraucher
von diesem Produkt genauso begeistert sind
wie diejenigen, die es entwickelt haben. Wir
gehen davon aus, daß das Produkt für sich
selbst spricht, und werden mit einer gezielten
internationalen Werbekampagne, effektvollen
Marketinginitiativen und verstärkten Promotionaktionen im Einzelhandel sicherstellen,
daß die Verbraucher wissen, warum Begeisterung für dieses Produkt sich wirklich
lohnt. Die Kampagne hat schon viele Sportler animiert, Feet You Wear auszuprobieren,
und wir wissen, daß die wesentlichen Vorteile des Schuhs sie dazu bringen werden,
mit ihnen im Wettkampf anzutreten.
Feet You Wear ist die Quintessenz des
Sportschuhs, eine einzigartige Verschmelzung von Spitzentechnologie mit natürlicher
sportlicher Leistung. Feet You Wear hat
ein Ziel: den Sport und den Sportler voranzubringen – auf bisher unbekanntes Terrain.
Diese Herausforderung hätte auch Adi
Dassler angenommen, denn sie wird adidas
einen Riesenschritt näher an sein selbstgestecktes Ziel bringen.
15
v ADIDAS-BEKLEIDUNG:
16
DIE FORM FOLGT DER FUNKTION
In Anbetracht der Verkaufserfolge, die adidas
1996 bei Schuhen vorzuweisen hat, freuen
wir uns besonders, daß unser Umsatz im
Bekleidungssektor diese Erfolge noch übertroffen hat. Überhaupt war in den vergangenen drei Jahren Bekleidung die am schnellsten wachsende adidas-Produktkategorie.
1996 stieg der Nettoumsatz aus Bekleidung
um 51% gegenüber dem Vorjahr. Diese starke Leistung resultiert aus zwei besonderen
Wettbewerbsvorteilen: der unübertroffenen
Kompetenz im Bereich funktioneller Sportbekleidung und der starken Zugkraft des
adidas-Markennamens.
Diese Verbindung ist kein Zufall. Wir suchen
aktiv nach einem Zusammenspiel dieser beiden Faktoren. Der Erfolg im Bekleidungsbereich erlaubt uns zudem, durch innovative,
hochwertige Textilien unsere führende Position auszubauen und gleichzeitig weiter in
unsere Forschung und Entwicklung zu investieren. Mit einem Wort: Erfolg zieht Erfolg
nach sich.
Oder anders ausgedrückt, Qualität zieht
Erfolg nach sich. Diese Qualität erreichen wir
bei Bekleidung aufgrund einer einfachen,
aber überzeugenden Idee, die von Anfang an
die Basis aller adidas-Produkte war: „Die
Form folgt der Funktion.“ Dieses Leitmotiv
hilft uns dabei, die sich ständig weiterentwickelnden Bedürfnisse der Sportler zu verstehen und zur Grundlage unserer Entwicklungsarbeit zu machen. Unsere Stoffe und
Textilien sind vollendete Produkte für den
Sport und den Sportler, weil sie im Sinne
führender Innovation und technischer Perfektion entworfen werden. Kurz gesagt,
wir bieten leistungsorientierte Qualität und
Design – und das von Anfang an.
Eines der besten Beispiele für diesen Prozeß
war die Herausforderung, internationale Spitzensportler mit Bekleidung für die Olympischen Spiele 1996 in Atlanta auszustatten,
wo Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit die Startbedingungen deutlich erschwerten. Wie
kann Sportbekleidung für Spitzenleistungen
entworfen und produziert werden, die solchen Bedingungen gerecht wird? adidas
nutzte diese Herausforderung als Gelegenheit zur Produktentwicklung. Sportler prüften neue Stoffe, Designs und Details in
der sportlichen Praxis über einen Zeitraum
von 18 Monaten. Die daraus entstandenen
technischen Innovationen waren so überzeugend, daß sie mit den Top-Kollektionen
im Frühjahr/Sommer 1998 auf den Markt
gebracht werden.
Qualität muß natürlich zu marktfähigen Preisen produziert werden. adidas steht hinter
seiner Philosophie, hochwertige Produkte
mit einem optimalen Preis-/Leistungsverhältnis zur Verfügung zu stellen. Um Spitzenqualität zu einem erschwinglichen Preis anbieten zu können, arbeiten wir kontinuierlich
an der Steigerung unserer Effizienz, der
Reduzierung der Vorlaufzeiten und der
Kosten und generell an der Optimierung der
Beschaffung. In diesem Zusammenhang
wurde 1996 der Beschaffungsprozeß bei Bekleidung (60% in Asien, 40% in Europa) konsolidiert und rationalisiert. Hierzu beitragen
wird auch die Eröffnung eines Beschaffungsbüros in Istanbul, um günstigere Einkaufspreise und höhere Margen zu erzielen.
Denn wir wollen, daß sowohl adidas als auch
unsere Kunden auf die drei Streifen stolz sein
können, wo immer sie getragen werden.
17
v F R A U E N I M S P O R T:
18
SPITZENLEISTUNGEN KENNEN KEIN GESCHLECHT
Unsere leidenschaftliche Begeisterung für
den Sport ist umfassend. Deshalb ist es
ein besonderes Anliegen für adidas, aktive
Sportlerinnen zu unterstützen und die
Beteiligung von Frauen am Sport allgemein
zu fördern. Denn der Wunsch, sich mit
Gleichen zu messen, und der Anspruch,
Höchstleistungen zu erbringen, ist keine
Frage des Geschlechts: beide führen zum
Leitgedanken des Sports – dem Willen zu
gewinnen, dem Festhalten an einem Ziel und
der physischen und geistigen Hingabe, die
notwendig sind, um am besten zu sein.
Sportlerinnen wollen sich auf ihre Ausrüstung
zur Leistungssteigerung verlassen können.
Gerade deshalb will adidas der Anbieter sein,
der Frauen konsequent die besten Produkte
für ihre Sportart zur Verfügung stellt.
Die Rekordumsätze, die adidas 1996 erreichte, sind durchaus ein Beweis für die
unter Frauen zunehmend verbreitete Erkenntnis, daß adidas ihre speziellen Anforderungen an ihre Sportausrüstung versteht
und in hochwertige Produkte umsetzt. In
der Tat hat adidas 1996 alle seine Rekorde
für Produkte in der Kategorie Women’s
übertroffen. Die Verkaufszahlen für hochwertige Sportartikel für Frauen, sowohl bei
Schuhen als auch bei Bekleidung, stiegen
erheblich im vergangenen Jahr, weil immer
mehr Frauen in der ganzen Welt adidas als
ihre Marke für Schuhe, Textilien und Hartwaren wählten. Der Umsatz in der Kategorie
Women’s stieg 1996 um 71% im Vergleich
zum Vorjahr.
Warum setzen so viele Frauen auf adidas?
Dieses Gefühl des Vertrauens und der
Sicherheit hat adidas sich mit der Zeit verdient, indem wir hochwertige und innovative
Produkte angeboten haben, die speziell für
Frauen entwickelt wurden. Fitness-Expertinnen zum Beispiel vertrauen darauf, daß
adidas-Bekleidung die erforderlichen Stabilitäts- und Trageeigenschaften gewährleistet.
Bei der Entwicklung unserer Fitness-Kollektion holten wir den Rat international führender Fitness-Trainer ein; aufbauend auf deren
Vorschlägen erarbeiteten wir eine Reihe von
Innovationen. 1997 werden auch Frauen zum
Beispiel im neuen Feet You Wear-FitnessSchuh trainieren können.
Dieses neu gewonnene Vertrauen zwischen
adidas und Frauen ist jedoch mehr als
eine Geschichte von Fakten und Zahlen über
Leistung, Innovation, Qualität und Wert:
gerade Frauen entwickeln eine besondere
Beziehung zur Marke adidas, weil adidas in
erster Linie das Herzstück des Sportsgeistes,
nämlich das Streben nach Authentizität im
Sport, repräsentiert.
Wir haben uns nach Kräften bemüht, diesen
Geist in unserer internationalen adidasWerbekampagne von 1996, die gezielt
Frauen ansprechen sollte, zum Ausdruck zu
bringen. Zu den internationalen Spitzensportlerinnen, die in dieser Kampagne vertreten waren, gehörten zum Beispiel Steffi
Graf, die französische Mittelstreckenläuferin
Patricia Djaté, die amerikanische Fechterin
Sharon Monplaisir und die italienische Turmspringerin Francesca D’Oriano. adidas wird
auch 1997 Frauen im Sport feiern und weitere
Spitzensportlerinnen in unsere erfolgreiche
Kommunikationskampagne einbinden.
Das Engagement von adidas für Frauen im
Sport wird unsere Strategie weiterhin nachhaltig in allen wichtigen Kategorien beeinflussen, u.a. im Workout, Running und Tennis.
Wir werden 1997 auch als Sponsor bei
neuen Veranstaltungen dabei sein, wie
zum Beispiel bei der europäischen Frauenlauf-Serie. Denn wir wollen unser Ziel, die
beste Sportmarke der Welt zu werden, nicht
ohne besondere Anerkennung der Errungenschaften von Frauen im Leistungssport
verwirklichen.
19
v W A C H S T U M M I T Z U K U N F T:
20
1996 ALS RICHTUNGWEISENDES JAHR
Wenn man ein bestimmtes Jahr aus der
jüngeren Geschichte von adidas als Meilenstein bezeichnen wollte, so müßte es das
Jahr 1996 sein. In diesem Jahr fand eine
echte adidas-Renaissance statt, und zwar in
jeder Hinsicht – eine eindrucksvolle Wiederbelebung der Marke in den Augen der Welt,
mit einer Dynamik, die wir erhalten und
sogar beschleunigen wollen. Ob in der internationalen Sportszene oder allgemein in der
internationalen Medienlandschaft, die Marke
adidas war das ganze Jahr überall zu sehen.
Das war kein Zufall. Wir haben der Marke
die entscheidende Dynamik durch eine Reihe
von Veröffentlichungen, Produkteinführungen,
Kampagnen und Veranstaltungen gegeben.
Da waren zum Beispiel der Start von
integrierten Kommunikationskampagnen für
Euro ‘96 und die Olympischen Jahrhundertspiele, die offizielle Ankündigung der Sponsorverträge für die WM ‘98 und die Markteinführung der Feet You Wear-Schuhe, um
nur einige der Aktivitäten zu nennen, die
unser adidas-Jahr auszeichneten. Die umfassenden Erfolge dieser Initiativen schlugen
sich in starkem finanziellen Wachstum nieder:
zweistellige Steigerungen der Nettoumsatzerlöse (+35%) und des Gewinns vor Steuern
(+50%) und ein spürbarer Zuwachs an Motivation und Enthusiasmus in der gesamten
Organisation.
Daß 1996 zu einem solchen Meilenstein
für adidas werden konnte, ist das Ergebnis
vieler Jahre gemeinsamer Anstrengungen.
Eine der großen Aufgaben, die wir erfolgreich bewältigten, war die vollständige Reorganisation des Unternehmens in der ersten
Hälfte der 90er Jahre, gefolgt von einer völlig
neuen Struktur. Die neue Organisation schafft
die Voraussetzung für die Produktivitäts- und
Leistungssteigerung, die zur Verwirklichung
unseres Ziels, die beste Sportmarke der Welt
zu sein, erforderlich ist.
Heute hat adidas seine unternehmerischen
Aktivitäten auf zwei wichtige Funktionsbereiche – Marketing und Beschaffung – und auf
vier Regionen – Europa, Nordamerika,
Asien/Pazifik, Lateinamerika – konzentriert,
wobei die Regionen für Vertrieb, Distribution
und Handelsmarketing zuständig sind. Das
Unternehmenswachstum bedingt ein Mitwachsen der Funktionen Beschaffung und
Marketing – sowohl in Größe wie auch in
Effizienz – sowie den kontinuierlichen Ausbau des internationalen Netzes von Tochtergesellschaften (wie z.B. in Südkorea). Zu
diesem Zweck haben wir auch die Zahl
unserer Mitarbeiter von etwas über 5.700
Ende 1995 auf insgesamt rund 7.000 am
Ende des Jahres 1996 erhöht. Wir rechnen
damit, daß das Unternehmenswachstum ‘97
einen Zuwachs von bis zu 1.000 neuen Mitarbeitern im Laufe des Jahres erforderlich
macht.
Die Mitarbeiter sind es, die hinter unserer
Erfolgsgeschichte stehen. Es sind außergewöhnliche Frauen und Männer. Sie sind
stolz auf ihre Leistungen, und sie sind stolz
darauf, Teil einer echten multikulturellen
Organisation zu sein. Sie sind überall auf der
Welt zu finden, wo wir als Unternehmen tätig
sind, sei es als Vorstandsmitglieder, als
Führungskräfte oder als Mitglieder eines
unserer vielen Teams weltweit. Diese Menschen sind die Zukunft von adidas, und
wir sind dafür verantwortlich, ihr Talent zu
fördern und ihnen überall Chancen zu bieten.
Die Grundlage ist eine solide Aus- und Weiterbildung. Neben den strukturierten, in allen
wichtigen adidas-Zentralen angebotenen
Personalentwicklungs-Programmen gehört
„training on the job“ in einer Art „Mentorsystem“ zu den Selbstverständlichkeiten der
adidas-Arbeitswelt. Auf diese Weise ziehen
erfahrenere Führungskräfte die zukünftigen
Manager des Unternehmens heran. Wir vertreten auch die Ansicht, daß es zur Stärkung
21
22
des multikulturellen Charakters des Unternehmens wichtig ist, unsere Mitarbeiter in
verschiedene Länder und Regionen zu entsenden. Natürlich reicht es nicht aus, die
besten Leute auszuwählen, zu rekrutieren und
auszubilden. Um solche Talente zu halten,
müssen wir neben leistungsgerechten Gehältern und Zusatzleistungen echte berufliche Chancen und ein attraktives Arbeitsumfeld bieten.
Hinter unserem Ziel steht natürlich von
Anfang an die leidenschaftliche Begeisterung
für den Sport. Deshalb ermutigen wir alle
Führungskräfte und Mitarbeiter auf der
ganzen Welt, selbst aktiv Sport zu treiben,
und berücksichtigen dies auch bei Neueinstellungen. Es geht nicht nur um wertvolle
Einblicke in die Branche und direkte Erfahrungen mit unseren eigenen Produkten.
Noch wichtiger ist die Pflege des adidasGeistes in unserem Unternehmen. Sport ist
eine Geisteshaltung, und seine Ausübung
fördert in unseren Mitarbeitern wesentliche
Eigenschaften wie Ausdauer, Zielstrebigkeit
und den Wunsch, Teil einer siegreichen
Mannschaft zu sein.
Um diesen Wunsch zu verwirklichen, fördern
wir sowohl Eigenverantwortlichkeit als auch
Teamwork. Die Verantwortung, seine Arbeit
so gut wie möglich zu machen, trägt jeder
allein. Tatsache ist aber, daß kein Einzelspieler den Sieg in einem Mannschaftssport
davontragen kann. Das entspricht auch
unserem Führungsstil: wir übertragen den
Mitarbeitern volle Verantwortung für ihre
Arbeit, achten darauf, daß unsere Führungskräfte fähig sind, das Beste aus ihren Leuten
herauszuholen, und arbeiten zusammen auf
ein klares, durch Teamwork realisierbares Ziel
hin. Die adidas-Führungsphilosophie, die
dem Prinzip der weitgehenden Delegation
von Verantwortung folgt, schafft Freiräume,
in denen sich so wichtige Eigenschaften wie
Initiative und Kreativität entfalten können.
Solange ihre Ergebnisse stimmen, haben
adidas-Führungskräfte sehr viel Freiheit
in der Leitung ihrer Teams. Ihre Leistung
wird an Umsatzerlösen, Rohergebnis oder
Einkommen vor Steuern gemessen und
an operativen Größen wie Serviceniveau,
Marktanteil oder Lieferzeiten. Die obere
Führungsebene definiert und überprüft diese
Indikatoren, bewertet systematisch die individuelle Leistung anhand dieser Kriterien
und vergütet sie entsprechend.
Mit dem Wachstum des Unternehmens wird
auch die Zahl der Mitarbeiter in adidasTeams weltweit steigen. In einer durch Wettbewerb geprägten Umgebung ist Personalmanagement eine genauso strategische
Führungsaufgabe wie jede andere. Deswegen haben wir eine neue adidas-Arbeitsgruppe gebildet, deren Aufgabe der optimale
Einsatz von adidas-Mitarbeitern auf internationaler Ebene ist. So gewährleisten wir,
daß die international Besten ihres Fachs
rekrutiert, weiter qualifiziert, unterstützt und
langfristig an adidas gebunden werden.
Der kontinuierliche Zufluß neuer Leute aus
der jüngeren Generation, auf den wir für
weitere Erfolgsjahre wie 1996 bauen, wird
für frischen Wind und neue Ideen in
unserem erfahrenen Mitarbeiterstab sorgen
und unseren Sportsgeist lebendig erhalten.
Wie anders könnten wir sicherstellen, daß
das adidas-Jahr 1996 den Grundstein für
den Sprung ins nächste Jahrtausend legt?
23
v Z I E L , V I S I O N , S T R AT E G I E : W I R W I S S E N , WA S W I R E R R E I C H E N
24
WOLLEN; STARTBEREIT FÜR GEMEINSAME AUFGABEN
Für ein Unternehmen wie adidas reicht es
nicht, nur den Status quo zu erhalten. Wir
wissen, daß wir es uns in einer Welt, in der
die Loyalität der Verbraucher täglich auf die
Probe gestellt wird, nicht leisten können stillzustehen, wenn wir auch in Zukunft führend
und erfolgreich sein wollen. Wir werden jeden
Tag aufs neue unsere ganze Kraft dafür einsetzen, die Besten zu sein.
in der Branche in bezug auf Leistung, Qualität, Service, Produktwert, Kommunikation
und Mitarbeiter. Wenn echte Athleten in allen
unseren Hauptkategorien adidas-Produkte
wählen, weil sie überzeugt sind, unsere Produkte helfen ihnen, die Leistung zu steigern,
dann wissen wir, daß wir am Ziel sind. Ein
ehrgeiziges Vorhaben – aber wir haben den
dringenden Wunsch und die Fähigkeiten, es
zu verwirklichen.
Kontinuierliche Entwicklung, ständige Innovation, konsequentes Hinterfragen, sich nur mit
dem Besten zufriedengeben – das sind alles
wichtige Faktoren des Elans, der Kreativität
und des Einfallsreichtums, die zum geschäftlichen Erfolg führen können. Die Verwirklichung des Erfolgs hängt jedoch von der
Fähigkeit der Unternehmensführung ab, diese
Energie auf klare und realistische Aufgaben
zu konzentrieren und das Gefühl für ein
gemeinsames Ziel und für eine richtungweisende Vision zu pflegen. In diesem Sinne
führt adidas seine Organisation und trainiert
seine Teams. Der Erfolg dieser Vorgehensweise in den vergangenen Jahren zeigt sich
in unseren aktuellen Ergebnissen.
Der Weg zur Spitze ist nicht leicht, dessen
sind wir uns bewußt. Wir wissen, daß wir
unser Umsatz- und Ertragswachstum erhalten, unsere Finanzkraft stärken und den
Shareholder Value steigern müssen. Wir
müssen ein sicheres Arbeitsumfeld schaffen,
damit wir die fähigsten Leute anziehen,
motivieren, weiter qualifizieren und als Mitarbeiter erhalten können. Wenn wir jedoch
eine echte Führungsrolle einnehmen und
in der Gesellschaft heute und morgen
akzeptiert sein wollen, müssen wir mehr
bieten als gute Ergebnisse. Als internationales Unternehmen können und wollen wir
unsere Verantwortung nicht ignorieren,
sondern Verständnis für soziale und ökologische Zusammenhänge ebenso fördern
Die Entwicklung von einer produktionsorienwie Respekt für die Rechte des einzelnen
tierten Firma zu einem Unternehmen, in dem
und vor den Gesetzen der Länder, in denen
Marktbedürfnisse der Motor für eine anhalwir als Unternehmen tätig sind.
tende Führungsposition sind, verdankt adidas
einem klaren Ziel für die Marke und einer
Unsere Vision wird über genaue Strategien
Vision, die zeigt, wie dieses Ziel erreicht werdefiniert, die als ausführliche Pläne zur konden soll.
tinuierlichen Marken-, Produkt- und Unternehmensentwicklung auf der ganzen Linie
– Das Ziel ist, die beste Sportmarke der Welt
dienen. Wir haben die strategische Orienzu sein.
tierung wichtiger Aktivitäten wie Produkt– Die Vision ist, die führende Marke der Welt
marketing, Kommunikation, Vertrieb, Distrisowohl für Schuhe als auch für Bekleidung
bution und Beschaffung verfeinert, setzen
in allen unseren Kategorien zu werden.
sie um in den verschiedenen Regionen
– Europa, Asien/Pazifik, Nordamerika und
adidas ist schon weit gekommen, weil das
Lateinamerika – und machen sie schließlich
Ziel und der Weg klar definiert sind. Unsere
zu meßbaren Zielgrößen.
Vision ist der Wegweiser in die Zukunft, und
wir streben gemeinsam danach, unser Ziel
zu erreichen. Die beste Sportmarke zu werden bedeutet besser zu sein als alle anderen
25
26
Im Produktmarketing konzentrieren wir uns
nach wie vor auf innovative leistungsorientierte Schuhe und Bekleidung, mit besonderer Betonung auf Feet You Wear. Im
Schuhbereich bieten wir Produkte für viele
Sportarten an, aber die Kernkategorien sind
Fußball, Running, Basketball, Tennis und
Training, wobei zusätzlich die Bereiche
Women’s und Kids’ gezielt angesprochen
werden. Das Produktmarketing wird von
überdurchschnittlichen Ausgaben für Forschung und Entwicklung profitieren; sie liegen bei 2,5% der Nettoumsatzerlöse aus
Schuhen.
Die Kommunikation wird effektiver werden.
In einem Markt, der zunehmend von der
Inflationsspirale im Bereich der Promotionausgaben gekennzeichnet ist, werden wir
uns auf wichtige Symbole und Aussagen
konzentrieren. Diese Symbole werden im
Zentrum unserer Promotionaktivitäten stehen
und durch eine Kombination von kreativer
Werbung und Public Relations, umfangreichem Merchandising und breiten GrassRoot-Programmen wirksam in die Öffentlichkeit getragen. Im Mittelpunkt unserer Kommunikationsbemühungen wird Feet You Wear
stehen. Dazu kommt die Fußball-WM ‘98
mit unserer Rolle als Sponsor, die im Laufe
der nächsten fünfzehn Monate für weiteren
Auftrieb sorgen wird.
In Vertrieb und Distribution wollen wir maximale Kontrolle über unsere Marke wahren
und dem Handel einen Spitzenservice bieten. Zu diesem Zweck werden wir das Netz
eigener Tochtergesellschaften oder Joint
Ventures weiter ausbauen. In Italien und
Südkorea wurden 1995/96 entsprechende
Verträge unterzeichnet, und wir stehen in
Verhandlungen mit unseren Lizenzpartnern in
Japan. Zur weiteren Verbesserung unseres
Serviceniveaus haben wir gemeinsame Programme mit wichtigen Handelspartnern entwickelt, wie „Shop-in-Shops“, einen elektronischen Datenaustausch (EDI) und „Fit for
Sales“, ein völlig neues Trainingsprogramm
für unsere Handelspartner, das wir erstmals
in Deutschland eingeführt haben.
Die Beschaffung ist das Herzstück unseres
Geschäfts und ein wesentlicher Faktor zur
Reduzierung der F.O.B.-Preise und für die
Optimierung unseres Service für Tochtergesellschaften und Kunden. Zu den Strategien
für 1997 gehören u.a. die Konsolidierung
und der Ausbau der Partnerschaft mit den
Hauptlieferanten im Schuh- und Bekleidungsbereich. Wir werden Vorlaufzeiten
weiter verkürzen, indem wir uns in Asien eine
hochflexible und technisch gut ausgerüstete
Basis für die Schuhproduktion sichern. Ebenso werden wir Bekleidung verstärkt in der
Nähe unserer wichtigen Märkte beschaffen.
Unsere Strategien berücksichtigen regionale
Unterschiede. In Europa wollen wir unsere
führende Position in Deutschland stärken
und unsere Marktanteile in allen anderen
wichtigen Ländern steigern. In Nordamerika
wollen wir unseren Anteil in einigen der
Hauptkategorien, vor allem in Running, weiter ausbauen und unser Basketballgeschäft
entsprechend der Bedeutung dieses Sports
in Amerika und weltweit neu beleben. In
Asien/Pazifik werden wir das Wachstum der
Märkte effektiv nutzen und weitere Joint
Ventures eingehen. So werden wir die Verhandlungen mit bestehenden Geschäftspartnern fortsetzen und zum Abschluß bringen,
wie z.B. in Japan, und wir werden bereits
bestehende Joint Ventures ausbauen und
optimieren. Schließlich wollen wir in Lateinamerika die regionale Organisation durch
Stärkung des Managements in wichtigen
Ländern verbessern und unser Geschäft in
bisher unbeständigen Ländern wie Mexiko,
Brasilien und Argentinien stabilisieren.
Jeder einzelne von uns steht hinter diesen
klar definierten Strategien. In enger Zusammenarbeit mit unseren Handelspartnern setzen wir uns persönlich dafür ein, daß wir die
Besten der Branche werden. Es ist Zeit für
ein klares Statement: wir sind ein Unternehmen mit einem Ziel und einer Marke, die uns
alle verbindet. Es wird der Zeitpunkt kommen, wenn wir unser Ziel nicht aus den
Augen lassen, zu dem wir die beste Sportmarke der Welt sein werden.
27
M I T G L I E D E R D E S A U F S I C H T S R AT E S
UND DES VORSTANDES
Aufsichtsrat
Vorstand
Henri Filho (Vorsitzender)
Paris, Frankreich
Robert Louis-Dreyfus
(Vorsitzender)
Davos, Schweiz
Dr. Hans Friderichs
(Stellv. Vorsitzender)
Mainz
Georg Beer *)
Herzogenaurach
Peter C. Moore
Portland, USA
Gerold Brandt
Gräfelfing
(seit dem 30. Mai 1996)
Michel Perraudin
Nürnberg
David Bromilow
Bangkok, Thailand
Christian Tourres
Lungern, Schweiz
Dominique Eugène
Paris, Frankreich
(bis zum 30. Mai 1996)
Ludwig Günther *)
Markt Bibart
(bis zum 30. April 1996)
Hans-Dieter Hippmann *)
Scheinfeld
Fritz Kammerer *)
Fürth/Bayern
(seit dem 11. Oktober 1996)
Peter Nolan
Los Angeles, USA
Serge Okun
Lungern, Schweiz
Dr. Thomas Russell
Sarasota, USA
Charles Thomas Scott
London, Großbritannien
(seit dem 30. Mai 1996)
Heidi Thaler-Veh *)
Uffenheim
*) Arbeitnehmervertreter
28
Pierre Galbois
Paris, Frankreich
(bis zum 30. April 1996)
B E R I C H T D E S A U F S I C H T S R AT E S
Der Aufsichtsrat wurde im vergan-
Der Aufsichtsrat hat den Jahresab-
Am 30. April 1996 ist Herr Pierre
genen Geschäftsjahr regelmäßig und
schluß, den Lagebericht und den
Galbois aus dem Vorstand ausge-
umfassend durch schriftliche und
Gewinnverwendungsvorschlag des
schieden. Der Aufsichtsrat dankt
mündliche Berichte des Vorstandes
Vorstands geprüft und – da keine
den ausgeschiedenen Mitgliedern
über die Lage der Gesellschaft
Einwände bestanden – dem Er-
von Aufsichtsrat und Vorstand für
sowie über grundsätzliche Fragen
gebnis der Abschlußprüfung zuge-
ihren
der Unternehmenspolitik und Ge-
stimmt.
Wohle der adidas AG.
persönlichen
Einsatz
zum
schäftsvorgänge von größerer Bedeutung informiert. In drei gemein-
Der
vom
Vorstand
aufgestellte
Für die geleistete Arbeit spricht der
samen Sitzungen mit dem Vorstand
Jahresabschluß zum 31. Dezember
Aufsichtsrat dem Vorstand, den Ge-
wurden die Entwicklungsperspekti-
1996 wurde vom Aufsichtsrat gebil-
schäftsleitungen der Konzerngesell-
ven der adidas-Gruppe und die lau-
ligt. Mit dem Lagebericht und ins-
schaften, dem Betriebsrat sowie
fende Geschäftsentwicklung in den
besondere mit dem Ausblick auf
allen Mitarbeitern Dank und Aner-
wesentlichen Konzerngesellschaften
die
kennung aus.
ausführlich behandelt. Neben der
Unternehmens ist der Aufsichtsrat
Wahrnehmung der ihm gesetzlich
einverstanden. Der Jahresabschluß
und satzungsmäßig zukommenden
ist damit festgestellt.
zukünftige
Entwicklung
des
Herzogenaurach, den 6. März 1997
Aufgaben hat der Aufsichtsrat bei
wichtigen Einzelfragen beratend mit-
Dem Gewinnverwendungsvorschlag
gewirkt.
des Vorstands wurde zugestimmt.
Der Aufsichtsrat
Henri Filho
Wie im Vorjahr wurde ein Konzern-
Herr Dominique Eugène hat sein
abschluß nach den Vorschriften des
Mandat mit Beginn der Hauptver-
deutschen Handelsrechts sowie zu-
sammlung am 30. Mai 1996 zur
sätzlich ein Konzernabschluß nach
Verfügung gestellt. An seiner Stelle
International Accounting Standards
und für den im Juni 1995 verstorbe-
aufgestellt.
Abschlußprüfer,
nen Herrn Prof. Dr. Dietrich Köllhofer
KPMG Deutsche Treuhand-Gesell-
wurden in der gleichen Hauptver-
schaft Aktiengesellschaft, Wirtschafts-
sammlung vom 30. Mai 1996 Herr
prüfungsgesellschaft, Frankfurt/Main,
Charles Thomas Scott und Herr
haben
beide
Gerold Brandt in den Aufsichtsrat
sowie
den
Die
Konzernabschlüsse
Jahresabschluß
der
(Vorsitzender)
gewählt.
adidas AG und den mit dem Konzernlagebericht zusammengefaßten
Für Herrn Ludwig Günther, der mit
Lagebericht geprüft und uneinge-
Wirkung vom 30. April 1996 sein
schränkte Bestätigungsvermerke er-
Mandat niedergelegt hat, wurde am
teilt. Die Abschlüsse, der Lage-
11. Oktober 1996 Herr Fritz Kam-
bericht sowie die Prüfungsberichte
merer als Vertreter der Arbeitneh-
der Abschlußprüfer haben dem Auf-
merseite bestellt.
sichtsrat vorgelegen.
29
BERICHT DES VORSTANDES
ÜBERBLICK
m Gross
Rohergebnis
Margin
(% der Netto(%)
umsatzerlöse)
Nettoumsatzerlöse und
Rohergebnis
39,7 39,8
35,7
32,5
3.196
m Net
NettoumSales
(DM
million)
satzerlöse
(Mio. DM)
4.709
Die Verbesserung des Betriebs- und Finanzergebnisses setzte sich
auch im Geschäftsjahr 1996 fort:
3.500
v Der Umsatz wuchs um 35% auf DM 4,7 Mrd.; Hauptantrieb für diesen
2.544
Anstieg war in erster Linie das organische Wachstum in Europa und Nordamerika und, in geringerem Umfang, die Konsolidierung neuer Tochterge1993
1994
1995
1996
sellschaften.
v Das Rohergebnis nahm – aufgrund des starken Mengenwachstums – um
35% auf DM 1,9 Mrd. zu.
Profitabilität
m Verzinsung
Return on
Capital
des eingesetzEmployed
ten
Kapitals1)1)
(%)
(%)
34,1
25,2
m Operating
BetriebsIncome2)
ergebnis
(DM
(Mio.
million)
DM)
8,5
1) Definiert als Betriebsergebnis
dividiert durch (Eigenkapital plus
Anteile anderer Gesellschafter
plus Nettokreditaufnahme)
58
2) Definiert als Betriebsergebnis
plus Lizenz- und
Provisionserträge
1993
35,4
457
v Der Gewinn vor Steuern stieg von DM 296 Mio. in 1995 auf DM 444 Mio.
in 1996; dies entspricht einem 50%igen Zuwachs und einer Verbesserung
der Relation zu den Nettoumsatzerlösen um 90 Basispunkte auf 9,4%.
343
187
v Der Gewinn je Stammaktie erreichte 1996 DM 6,93 und damit eine
Zunahme von 28% bezogen auf das gesamte Geschäftsjahr.
1994
1995
1996
v Die Profitabilität, gemessen als Verzinsung des eingesetzten Kapitals,
wurde von 34,1% (1995) auf 35,4% (1996) gesteigert. Der durch das vergrößerte Geschäftsvolumen erhöhte Kapitaleinsatz wurde durch eine deut-
Fremdkapitalanteil
Fremdm Financial
kapital-1)
Leverage
anteil
(%)1)
(%)
107,7
70,9
liche Verbesserung des Betriebsergebnisses mehr als ausgeglichen.
70,6
37,6
407
349
340
300
v In der Kapitalstruktur verminderte sich der Anteil des Fremdkapitals, da
der Betriebsmittelbedarf des gestiegenen Geschäftsvolumens und der
m Net
NettokreditaufBorrowings
nahme
(DM
(Mio.
million)
DM)
Erwerb von Anteilen an neuen Tochtergesellschaften durch eine vergrößerte Eigenkapitalbasis und erwirtschaftete Eigenmittel mehr als ausgeglichen wurden.
1) Definiert als Nettokreditaufnahme
dividiert durch Eigenkapital
30
1993
1994
1995
1996
ANALYSE DER UMSÄTZE
Die Nettoumsatzerlöse stiegen
1996 um 35%, und zwar von
DM 3,5 Mrd. in 1995 auf DM 4,7
Mrd. Dabei wirkten sich folgende
Sondereffekte auf die Nettoumsatzerlöse aus:
v Konsolidierungseffekte
durch
neue Tochtergesellschaften trugen etwa 7% zum Umsatzzuwachs bei.
v Effekte aus der Umrechnung von
nicht in Deutscher Mark getätigten Umsätzen in Deutsche Mark
erhöhten die Nettoumsatzerlöse
um 3%.
Die von adidas und seinen Lizenznehmern erzielten Nettoumsatzerlöse erreichten 1996 insgesamt
DM 6,1 Mrd. und erreichten damit
eine Zuwachsrate von 23%. Der
abnehmende Anteil des Umsatzes
durch Lizenznehmer an den Nettoumsatzerlösen unter der Marke
adidas spiegelt die fortgesetzte
Strategie wider, Lizenznehmer in
Ländern mit größenmäßig bedeutendem und potentialreichem Markt
ganz oder mehrheitlich zu erwerben,
um die Qualitätskontrolle über die
Marke abzusichern.
Die mit Sportschuhen erzielten
Nettoumsatzerlöse erreichten 1996
DM 2.171 Mio., gegenüber DM 1.790
Mio. in 1995, und damit eine prozentuale Steigerung von 21%. Die
meisten der wichtigsten Produktgruppen trugen zu der 1996er
Umsatzsteigerung bei, allen voran
die Kategorien Running und Training, die zusammen für mehr als
40% der Gesamtnettoumsatzerlöse
von Schuhen verantwortlich waren.
Die Kategorie Fußball konnte das
1995 erreichte hohe Mengenniveau
für Hochleistungsschuhe halten;
sie trug etwa ein Fünftel zum
gesamten Schuhumsatz bei. Die
Kategorie Basketball gewann ihre
Dynamik zurück, indem hier der
weitere Rückgang des Umsatzes der
„Originals“-Linie mehr als ausgeglichen wurde von den Umsätzen
aus der Einführung der High-Performance-Linie „Feet You Wear“
wie auch von Umsatzsteigerungen
in anderen Produktlinien. Die
„Women’s“-Produktlinien
setzten
1996 ihr starkes Wachstum mit
Raten um 70% fort.
Gewinn je Aktie
1996
6,93
1995
5,40
3,07
2,80
2,65
1,75
1,14 1,27
–0,14 –0,21
Seit der Einführung von „Feet You
Wear“ in der zweiten Jahreshälfte
1996 hat adidas etwa 600.000 Paar
Schuhe, die auf der neuen „Barefoot“-Technologie basieren, verkauft.
Es wird erwartet, daß die innovative
„Feet You Wear“-Produktpalette an
der Spitze des hochwertigen Markensportschuh-Segments positioniert werden kann und damit eine
Ausgangsbasis bietet, von der aus
der Kernbereich der adidas-Sportschuhe gefördert werden kann.
Mit Sportbekleidung wurden wiederum hervorragende Umsatzsteigerungen erzielt. Die Nettoumsatzerlöse wuchsen 1996 um 51%;
damit erreichten sie DM 2.314 Mio.
und vergrößerten ihren Anteil am
Gesamtumsatz der Gesellschaft von
44% in 1995 auf 49% in 1996. Mit
nahezu 70% an den Gesamtumsätzen mit Sportbekleidung blieb das
Segment der Allzweck-Sportbekleidung die größte Produktkategorie.
Das Allzweck-Segment wuchs um
über 45% im Vergleich zu dem bereits hohen 1995er Niveau. Die
Kategorie „Workout“ konnte ihren
Umsatz mehr als verdoppeln, und
auch die Linien „Kids’“ und
„Women’s“ konnten hervorragende
Zuwachsraten erreichen.
Die Umsätze mit Sportzubehör
und Sonstigem erhöhten sich von
DM 182 Mio. auf DM 225 Mio.; das
stellt einen 24%igen Zuwachs dar.
Q1
m Gewinn je
Aktie (gesamtes
Geschäftsjahr)
(DM)
Q2
Q3
Gewinn je
Aktie (nach
Quartalen) (DM)
m 1995 und
m 1996
Q4
Nettoumsatzerlöse
4.709
12
3.500
3.196
2.544
10
8
24
m Nettoumsatzerlöse (Mio. DM)
22
11
22
Rest der Welt (%)
Nordamerika (%)
19
73
66
67
66
1993
1994
1995
1996
Europa (%)
Nettoumsatzerlöse
der Marke insgesamt
6.083
4.662
3.911
31
4.950
23
m Nettoumsatzerlöse der Marke
insgesamt
(Mio. DM)
29
Lizenznehmer (%)
35
65
69
71
77
1993
1994
1995
1996
adidas (%)
31
ANALYSE DER PROFITABILITÄT
Nettoumsatzerlöse
– Sportschuhe
2.171
1.749 1.790
Nettoumm Net
Sales
satzerlöse
Footwear
Sportschuhe
(DM million)
(Mio. DM)
1.360
1993
1994
1995
1996
Nettoumsatzerlöse
– Sportbekleidung
2.314
Nettoumm Net
Sales
satzerlöse
Apparel
Sport(DM million)
bekleidung
(Mio. DM)
1.528
1.256
1.007
1993
m Gross
Rohergebnis
Margin
(% der Netto(%)
umsatzerlöse)
1994
35,7
1.877
1.389
1.141
827
1993
32
1996
Rohergebnis in % der
Nettoumsatzerlöse und
Rohergebnis
39,7 39,8
32,5
m Rohergebnis
Gross Profit
(DM
(Mio.
million)
DM)
1995
1994
1995
1996
Das Rohergebnis stieg von DM
1.389 Mio. in 1995 auf DM 1.877
Mio. in 1996, und zwar hauptsächlich durch Mengenwachstum. In
Prozent der Nettoumsatzerlöse verbesserte sich das Rohergebnis geringfügig von 39,7% in 1995 auf
39,8% in 1996. Die während des
zweiten Halbjahrs 1996 im Vergleich
mit 1995 weniger günstigen Einkaufsbedingungen – in erster Linie
eine Folge der Höherbewertung des
US-Dollar im Verhältnis zur Deutschen Mark – wurden ausgeglichen
durch die strikte Kontrolle der Herstellungskosten und durch eine weitere Verschiebung des Sales-Mix
auf das Geschäft mit Sportbekleidung, das höhere Margen erzielt.
Darüber hinaus führte ein günstigerer Produkt-Mix zu zufriedenstellenden Margen bei Sportschuhen,
indem Segmente mit hohen Margen
wie etwa Running ihren Anteil vergrößerten, während andere umsatzstarke Segmente wie etwa Fußball,
Basketball und Tennis ihre Margen
vergleichsweise auf der Höhe von
1995 hielten.
Da zwei Drittel unserer Einkäufe bei
Lieferanten in US-Dollar getätigt
werden und gleichzeitig die Hauptabsatzregion Europa ist, wird es
zunehmend wichtiger werden, die
Herstellungskosten zu kontrollieren,
um das Rohergebnis in Prozent der
Umsatzerlöse auf einem wettbewerbsfähigen Niveau zu halten, insbesondere zu Zeiten einer Kurssteigerung des Dollar. Daher stellen wir
unserer Beschaffungsorganisation
weiterhin erhebliche Managementund Finanzressourcen zur Verfügung, um die Qualität der Zusammenarbeit mit den Lieferanten stetig
zu verbessern. Außerdem werden
wir die weitere Straffung unserer
Lieferantenbasis konsequent verfolgen und uns auf Kernlieferanten
konzentrieren, um die Komplexität
zu reduzieren und die Effizienz zu
verbessern.
Darüber hinaus kontrollieren wir die
Währungsrisiken durch Absicherungskontrakte, die bis zu 90%
unseres saisonalen Einkaufsvolumens ein Jahr im voraus abdecken.
Neben Terminkontrakten, die hauptsächlich für kürzere Zeiträume abgeschlossen werden, werden wir für
das Management unserer Währungsrisiken weiterhin verschiedene
Formen von Währungsoptionen einsetzen. Der Währungseffekt solcher
Kontrakte, die im Zeitpunkt des
physischen Warengeschäftes wirksam werden, spiegelt sich im Materialeinsatz wider und beeinflußt damit auch das Rohergebnis.
Der Gewinn vor Steuern erhöhte
sich 1996 auf DM 444 Mio. oder
9,4% der Nettoumsatzerlöse, von
DM 296 Mio. oder 8,5% der Nettoumsatzerlöse in 1995. Ausgehend
von einem deutlich höheren Rohergebnis wurde der Gewinn vor Steuern von folgenden Faktoren beeinflußt:
v Die Vertriebs-, Verwaltungsund allgemeinen Aufwendungen (ohne Abschreibungen) beliefen sich 1996 auf DM 1.454
Mio.; das ist eine Zunahme von
32,8% gegenüber 1995. In Prozent der Nettoumsatzerlöse sanken diese Aufwendungen jedoch
um 40 Basispunkte auf 30,9% –
trotz der 1996 deutlich höheren
Promotion- und Werbeausgaben
für sportliche Großereignisse in
1996 (12,3% vom Umsatz gegenüber 11,7% vom Umsatz in
1995). Die nicht auf Promotionund Werbeausgaben entfallenden Vertriebs-, Verwaltungs- und
allgemeinen Aufwendungen sanken als Prozentsatz der Nettoumsatzerlöse um 100 Basispunkte (18,6% vom Umsatz in
1996 gegenüber 19,6% vom
Umsatz in 1995). Mittelfristig wird
die weitere strikte Kontrolle der
betrieblichen Aufwendungen im
Mittelpunkt stehen, ohne daß
dabei die Qualität des Service für
unsere Kunden gefährdet wird.
Beispielsweise wurde entschieden, 1997 die Distribution von
Sportbekleidung in den Vereinigten Staaten UPS Worldwide
Logistics zu übertragen. Im Verlauf der ersten Jahreshälfte 1997
werden wir zudem eine Geschäftsbeziehung mit Caliber
Logistics eingehen, bei der Caliber von unserem Standort in
Spartanburg aus die Distribution
unserer US-amerikanischen Sportschuhprodukte übernehmen wird.
Wir sind sicher, daß sich aus beiden Beziehungen Vorteile sowohl
in bezug auf Kosteneinsparungen als auch in bezug auf die
dem Handel gelieferte Qualität
ergeben werden.
v Die Abschreibungen stiegen von
DM 51 Mio. in 1995 auf DM 62
Mio. in 1996 und spiegelten damit sowohl die höheren Abschreibungen auf das Anlagevermögen
als auch erhöhte Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert wider. Diese enthielten
DM 6 Mio. aus dem Erwerb der
Anteile an den Tochtergesellschaften in Australien/Neuseeland,
Südkorea und Singapur sowie
die auf das gesamte Geschäftsjahr bezogene Auswirkung des
Erwerbs der ausstehenden Minderheitsanteile an der nordamerikanischen Tochtergesellschaft.
v Die Lizenz- und Provisionserträge verringerten sich geringfügig von DM 100 Mio. in 1995
auf DM 97 Mio. in 1996. Darin
spiegelt sich die fortgesetzte Umwandlung von Lizenznehmern/
Distributoren in mehrheitlich oder
vollständig im Eigentum von
adidas stehende Vertriebsgesellschaften wider. Bei Eliminierung
des Sondereffektes der Umwandlung von außenstehenden
Lizenznehmern/Distributoren in
Konzerngesellschaften ergibt sich
ein Anstieg der Lizenzerträge der
übrigen Lizenznehmer/Distributoren um 8%.
Das negative Nettofinanzergebnis
verbesserte sich deutlich von
DM 47 Mio. in 1995 auf DM 13 Mio.
in 1996, da sich erstens die Zinsaufwendungen (netto) aufgrund der
1996 niedrigeren Zinssätze um
DM 4 Mio. reduzierten, wobei die
Nettokreditaufnahme im Durchschnitt 1995 und 1996 auf vergleichbarem Niveau blieb, zweitens
Währungseffekte 1996 zu Kursgewinnen (netto) in Höhe von DM 21
Mio. aus normalen Absicherungstransaktionen führten, während 1995
Kursverluste (netto) von DM 9 Mio.
entstanden waren. Da wir in einer
Vielzahl von Währungen operieren,
weisen wir im allgemeinen bei jeder
Kursveränderung zwischen den
wichtigsten Währungen und der
Deutschen Mark entweder Kursverluste oder Kursgewinne aus. Ein Teil
der Währungseffekte entsteht aus
der Kurssicherung für zukünftige
Geschäfte, deren Ergebnisse im
Finanzergebnis ausgewiesen wurden, indem der Wert der noch ausstehenden Kurssicherungsgeschäfte
zu Marktkursen neu ermittelt wurde.
Nicht realisierte Kursgewinne aus
offenen Absicherungskontrakten, die
in das Nettofinanzergebnis einbezogen wurden, beliefen sich 1996 auf
DM 8 Mio. 1997 werden wir die
Bilanzierung der Absicherungskontrakte ändern. Nicht realisierte Kursgewinne und/oder -verluste aus offenen Absicherungskontrakten werden
dann nicht mehr zu jedem Bilanzstichtag im Nettofinanzergebnis ausgewiesen, sondern bei Fälligkeit der
einzelnen Absicherungstransaktion
im Materialeinsatz verbucht.
Der Jahresüberschuß stieg um
28% auf DM 314 Mio. – trotz deutlich höherer Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie Gewinnergebnisanteile anderer Gesellschafter. Der Jahresüberschuß in Prozent
der Nettoumsatzerlöse verringerte
sich von 7,0% in 1995 auf 6,7% in
1996 infolge der negativen Auswirkung der gegenüber dem vorherigen Geschäftsjahr höheren Steuern
vom Einkommen und vom Ertrag.
Vertriebs-, Verwaltungs- und
allgemeine Aufwendungen
31,9 31,6 31,3
30,9
1.454
1.009
812
31
1.095
Vertriebs-, Verwaltungs- und
allgemeine Aufwendungen
m (% der Nettoumsatzerlöse)1)
m (Mio. DM)
40
37
22
78
69
63
60
1993
1994
1995
1996
Promotion und
Werbung (%)
Betriebliche Aufwendungen1) (%)
1) Ohne Abschreibungen
Gewinn vor Steuern
8,5
4,7
9,4
444
m Gewinn vor
Steuern (% der
Nettoumsatzerlöse)
296
1,0
m Gewinn vor
Steuern (Mio. DM)
151
25
1993
1994
1995
1996
Der Anstieg der Ergebnisanteile
anderer Gesellschafter – von
DM 8 Mio. in 1995 auf DM 23 Mio.
in 1996 – resultiert aus den neuen
Joint Ventures in Italien und Südkorea wie auch aus den höheren
Ergebnissen aus bestehenden Joint
Ventures. Darüber hinaus trugen
Australien und Neuseeland in der
ersten Hälfte des Jahres 1996
erheblich zu den Ergebnisanteilen
anderer Gesellschafter bei, obgleich
beide Tochtergesellschaften ab Juli
1996 erstmals zu 100% konsolidiert
wurden.
33
Jahresüberschuß
7,0
m JahresüberNet Income
schuß (%inder
%
Nettoumsatzof Net Sales
erlöse)
6,7
3,7
314
245
0,6
m JahresüberNet Income
(DM million)
schuß
(Mio. DM)
117
14
1993
1994
1996
1995
Zum 1. Januar 1997 hatte adidas
steuerliche Verlustvorträge in Höhe
von DM 667 Mio. aus Verlusten im
operativen Geschäft, die hauptsächlich in den Jahren vor 1993 entstanden sind. Aufgrund von Beschränkungen, denen DM 265 Mio. dieser
Verlustvorträge unterliegen, beläuft
sich der für steuerliche Zwecke
nutzbare Betrag zum genannten
Stichtag auf DM 402 Mio., von
denen wiederum DM 317 Mio. zeitlich unbegrenzt genutzt werden
können. Der größte Teil dieser Vorträge entfällt mit DM 282 Mio. auf
Deutschland.
REGIONALE ENTWICKLUNG
Europa
Nettoumm Net
Sales
satzerlöse
– Europe
– Europa
(DM
million)
(Mio. DM)
Sportzubehör
und Sonstiges
(%)
Nettoumsatzerlöse
– Europa
3.111
6
2.335
2.101
7
53
8
44
48
Sportbekleidung
(%)
Sportschuhe
(%)
48
45
41
1994
1995
1996
Die Steuern vom Einkommen
und vom Ertrag erhöhten sich
1996 auf DM 107 Mio., gegenüber
DM 43 Mio. in 1995. Der Verbrauch
von steuerlichen Verlustvorträgen
bei den Tochtergesellschaften in
Frankreich und Großbritannien in
1996 und die höheren steuerpflichtigen Gewinne einiger Tochtergesellschaften in Ländern mit höheren
Steuersätzen wie etwa Italien haben
zu einem Anstieg des effektiven
Steuersatzes für den Konzern
geführt (24,1% in 1996 gegenüber
14,5% in 1995). Der steuerpflichtige
Gewinn wurde in Deutschland und,
in geringerem Umfang, in einigen
anderen Ländern durch steuerliche
Verlustvorträge begünstigt.
34
Die allgemeinen Marktverhältnisse
für Sportartikel waren 1996 in den
wichtigen Ländern Europas durch
mäßiges Mengenwachstum gekennzeichnet, wobei einige Märkte,
wie Spanien und Großbritannien,
auszuklammern sind, da sie überdurchschnittliche Zuwächse registrierten. In diesem Gesamtumfeld
moderaten Marktwachstums gelang
es uns, die Nettoumsatzerlöse um
33% auf DM 3.111 Mio. zu steigern
und dadurch in wichtigen europäischen Märkten Marktanteile hinzuzugewinnen. Zu den hauptsächlichen Wachstumsträgern gehörten
die Sportbekleidung (+47%) im
allgemeinen, wodurch die Führungsposition von adidas bei Marken-Sportbekleidung untermauert
wurde, und einzelne Sportkategorien wie Fußball, Running und Training bei Sportschuhen, die um
21% wuchsen.
Zu den erfolgreichsten Ländern mit
zweistelligen Zuwachsraten zählen
Deutschland (+22%), Großbritannien
(+65%), Spanien (+54%), Schweden
(+53%) und Norwegen (+44%). Das
neue Joint-Venture-Unternehmen in
Italien trug ebenfalls erheblich zur
Erhöhung der Nettoumsatzerlöse
bei. Die osteuropäischen Tochtergesellschaften erwirtschafteten wie-
derum gute Ergebnisse; dabei profitierten sie von dem Wettbewerbsvorteil, daß adidas das erste Unternehmen war, das in wichtigen Märkten wie Ungarn, der Tschechischen
Republik, Polen und den ehemaligen GUS-Ländern über komplette
Vertriebsorganisationen verfügte. Wir
beabsichtigen die Gründung einer
100%igen Tochtergesellschaft in der
Slowakischen Republik im Jahre
1997, um die Größe und das Potential dieses Marktes entsprechend für
adidas zu nutzen.
1996 war für uns nicht nur, was
sportliche Großereignisse angeht, ein
wichtiges Jahr (erwähnt sei die Fußball-Europameisterschaft), sondern
auch in bezug auf den Abschluß
neuer Sponsor- und Lizenzverträge
wie z.B. für die Fußball-Weltmeisterschaft in Frankreich 1998 oder hinsichtlich der Erweiterung bestehender Promotionverträge.
Die Einführung von „Feet You Wear“
in Schlüsselmärkten (Deutschland,
Frankreich) in der zweiten Jahreshälfte 1996 fand gute Akzeptanz; es
wurden etwa 200.000 Paar Schuhe
verkauft.
Für unseren fortgesetzten Erfolg auf
dem europäischen Heimatmarkt werden eine gezielte Werbe- und Promotionstrategie in Verbindung mit
einer kontinuierlichen Anpassung der
Vertriebs- und Distributionsstrukturen an die Bedürfnisse des Handels
von entscheidender Bedeutung sein.
Nordamerika
Der nordamerikanische Markt für
Marken-Sportschuhe nahm 1996,
auf Basis der Großhandelspreise,
um etwa 10% zu. Die Nettoumsatzerlöse von adidas in Nordamerika
erhöhten sich um 34% auf DM
1.026 Mio. in 1996, nachdem sie
1995 bei DM 767 Mio. gelegen hatten. Träger dieses Wachstums
waren in erster Linie Sportbekleidung sowie einzelne SportschuhSegmente.
Bei den Sportschuhen wuchsen
die Nettoumsatzerlöse 1996 um
18% auf DM 582 Mio. gegenüber
DM 495 Mio. in 1995. Diese Steigerung im Sportschuhbereich wurde
vor allem von den Kategorien Running und Training getragen. Insbesondere die Kategorie Running war
sehr erfolgreich (+74% in Landeswährung); dies spiegelt die Stärke
der Produktlinie Running wider wie
auch den Wunsch des nordamerikanischen Gelegenheitskonsumenten nach einer Alternative zum Trainings-Look. Im Hinblick auf das
Umsatzvolumen trat die Kategorie
Basketball an den Platz der bisher
stärksten Kategorie Fußball und
erreichte 1996 in Landeswährung
eine Zuwachsrate von 9%. Um
unsere Präsenz auf dem nordamerikanischen Basketballmarkt weiter
zu erhöhen, haben wir das Management und die Promotionanstrengungen verstärkt, letzteres mit vielversprechenden NBA-Sportlern wie u.a.
Kobe Bryant (Los Angeles Lakers)
und Antoine Walker (Boston Celtics).
„Feet You Wear“-Sportschuhe wurden in Nordamerika im August 1996
in begrenzten Mengen erstmals auf
den Markt gebracht.
Die Nettoumsatzerlöse aus Sportbekleidung wuchsen 1996 um 62%
auf DM 437 Mio., nachdem sie sich
1995 auf DM 269 Mio. belaufen hatten. Darin spiegelt sich, neben der
Vorliebe des nordamerikanischen
Konsumenten für Marken-Sportbekleidung, die gestiegene Popularität
der Marke wider.
Asien/Pazifik
Die allgemein günstigen Marktverhältnisse in der Region Asien/Pazifik
kamen unserer dortigen Entwicklung 1996 zugute. Als Ergebnis der
positiven Entwicklung bei neugegründeten Joint Ventures und
100%igen
Tochtergesellschaften
stiegen die Nettoumsatzerlöse von
DM 307 Mio. in 1995 um 51% auf
DM 464 Mio. in 1996. Unsere
Marktposition wurde in den sich
entwickelnden Märkten wie etwa
Indonesien, Thailand und den Philippinen neu belebt. Größere Tochtergesellschaften wie die in Australien
und Hongkong entwickelten sich
weiterhin gut.
Unsere Expansionsstrategie für die
Region Asien/Pazifik wird am besten
durch die Tatsache veranschaulicht,
daß die Zahl der Tochtergesellschaften, die mehrheitlich im Eigentum
von adidas stehen, von 1994 bis
1996 von fünf auf zwölf angewachsen ist.
1996 übernahmen wir die vollständige Kontrolle über unsere Tochtergesellschaft in Australien, unsere
größte in der Region Asien/Pazifik,
und unsere Tochtergesellschaft in
Neuseeland, indem wir die restlichen Anteile von jeweils 51% von
Pacific Dunlop erwarben. Mit Wirkung zum 1. Oktober 1996 wurden
wir Eigentümer von 51% der Anteile
der Jewoo Trading Co. Ltd., des
Distributors von adidas-Produkten
in Südkorea. Außerdem nahmen
die 100%ige Vertriebsgesellschaft
in Taiwan und das Joint-VentureUnternehmen in Indien Ende 1996
die Geschäftstätigkeit auf.
Besonders umsatzstark waren die
Sportkategorien Training, Fußball und
Running, wobei Sportschuhe einen
Zuwachs von 35% und Sportbekleidung einen von 67% verzeichneten.
Nettoumsatzerlöse
– Nordamerika
1.026
768
767
29
35
71
1994
43
Sportbekleidung
(%)
57
65
1995
Sportschuhe
(%)
1996
Nettoumsatzerlöse
– Übrige Welt
572
19
398
328
m Nettoumsatzerlöse
– Nordamerika1)
(Mio. DM)
23
1) Das Sportzubehör-Geschäft liegt
hauptsächlich bei Lizenznehmern
m Nettoumsatzerlöse –
Übrige Welt
(Mio. DM)
Lateinamerika
(%)
26
81
77
Asien/Pazifik
(%)
74
1994
1995
1996
Die Umsatzentwicklung im wichtigsten Lizenznehmer-Land, Japan,
war weiterhin stark.
Für die Region Asien/Pazifik wird die
weitere Stärkung des Markenimage
und die Integration neuer Unternehmen im Mittelpunkt stehen. Dadurch
werden wir in der Lage sein, kostensenkende Synergieeffekte auszuschöpfen und bei Promotionausgaben, Marketingkontrolle und Einkauf adidas-Standards zu verwirklichen, womit wir an den Wachstumschancen dieser Region in
vollem Umfang partizipieren können.
35
Aktiva
m Assets
Aktiva
(DM
(Mio.
million)
DM)
2.456
12,6
Sonstige Aktiva
und Barmittel (%)
1.777
9,8
9,7
Sachanlagen
(netto) (%)
Forderungen und
sonstige kurzfristige Vermögensgegenstände (%)
11,2
33,3
31,7
47,4
44,3
Vorräte (%)
1995
Passiva
m Liabilities
and
(Mio. DM)
Shareholders’
Equity
Sonstige
Ver(DM million)
bindlichkeiten (%)
Verbindlichkeiten
aus Lieferungen
und Leistungen
(%)
Bankdarlehen
(%)
Eigenkapital einschließlich der
Anteile anderer
Gesellschafter (%)
1996
Passiva
Während der letzten drei Jahre lag
das Hauptaugenmerk in der Region
Lateinamerika darauf, Markenimage
und Produktqualität zu verbessern.
Damit diese Ziele erreicht werden
können, wurden in den wichtigsten
Ländern neue Tochtergesellschaften
und Joint Ventures gegründet, um
den Anteil der von unseren Beschaffungsorganisationen gelieferten Importprodukte zu vergrößern. Dies
hat dazu geführt, daß Importprodukte 1996 etwa 25% des Gesamtumsatzes ausmachten – gegenüber
nur 6% im Jahre 1993.
2.456
20,5
1.777
21,6
21,0
20,1
19,2
25,2
Mittelfristig streben wir an, die Qualität der in der Region von Lizenznehmern hergestellten Produkte zu
verbessern. Aus diesem Grund
haben wir 1996 zusätzliche Ressourcen – personelle wie technologische Unterstützung – zur Verfügung gestellt.
38,7
33,7
1995
BILANZ UND CASH-FLOW
1996
Lateinamerika
Die Nettoumsatzerlöse nahmen 1996
um 19% auf DM 108 Mio. zu. Der
Zuwachs wurde in erster Linie durch
Argentinien, Uruguay und die neue
Tochtergesellschaft in Chile, die
nunmehr auch Peru bedient, erwirtschaftet. Zum Anstieg der Nettoumsatzerlöse trugen des weiteren
Exportumsätze einer 100%igen Tochtergesellschaft in Panama bei, die
durch Exporte in diejenigen lateinamerikanischen Länder erzielt wurden, in denen keine eigene adidas-
36
Organisation vorhanden ist. Große
Märkte in Brasilien und Mexiko blieben stabil. Sportschuhe leisteten in
Lateinamerika erneut den größten
Beitrag zum Umsatzvolumen.
Zum 31. Dezember 1996 machte
das Umlaufvermögen, bestehend
aus Vorräten, Forderungen und sonstigen kurzfristigen Vermögensgegenständen (ohne flüssige Mittel),
78% der Bilanzsumme von adidas
aus. Aufgrund der Saisonalität des
Geschäfts schwankte das kurzfristige Betriebskapital im Verlauf
des Jahres 1996 in einer Bandbreite
von etwa 20% und erreichte seinen
höchsten Betrag am Ende des dritten Quartals.
Im Vergleich zum 31. Dezember
1995 erhöhten sich die Vorräte um
29% auf DM 1.088 Mio. und damit
vergleichsweise langsamer als der
Auftragsbestand. Der Lagerum-
schlag verbesserte sich von 2,76 in
1995 auf 2,93 in 1996. Im Lauf des
Jahres 1996 haben wir zudem ein
Projekt mit einer Software- und
Managementberatung aufgenommen, das das bestehende Prognose- und Abwicklungs-System
ersetzen soll, um so Lieferzeiten und
Vorratsverwaltung zu verbessern.
Die Forderungen und sonstigen
kurzfristigen Vermögensgegenstände beliefen sich am 31. Dezember 1996 auf DM 818 Mio. gegenüber DM 563 Mio. am 31. Dezember 1995 und verzeichneten
damit einen Anstieg um 45%, der
unter dem 51%igen Umsatzwachstum des vierten Quartals liegt.
Das Sachanlagevermögen (netto)
nahm von DM 199 Mio. in 1995 auf
DM 241 Mio. in 1996 zu; hierin spiegeln sich höhere Investitionsaufwendungen wider. Die Nettozugänge
zum Sachanlagevermögen beliefen
sich 1996 auf DM 79 Mio. (DM 13
Mio. davon resultierten aus Zugängen aufgrund der Erstkonsolidierung
von Tochtergesellschaften) gegenüber DM 50 Mio. in 1995. Im Mittelpunkt standen die Verbesserung der
betrieblichen Abläufe durch optimierte EDV-Systeme, der Ausbau
der Produkttest- und Entwicklungsmöglichkeiten im Global Technology
Center in Scheinfeld, die Modernisierung der Lagerhaltung und die
Einrichtung des Atlanta-Hauses für
die Olympischen Sommerspiele
1996, das bereits als Stützpunkt
für Promotionaktivitäten in den Vereinigten Staaten dient.
1996 wurden folgende wichtige
Beteiligungen erworben:
v 51% – und damit die restlichen
Anteile – an den australischen und
neuseeländischen Tochtergesellschaften von Pacific Dunlop mit
Wirkung zum 1. Juli 1996
v 51%-Anteil an Jewoo Trading
Co. Ltd., dem Distributor von
adidas-Sportartikeln in Südkorea,
von der niederländischen Gesellschaft Hagemeyer N.V. mit Wirkung zum 1. Oktober 1996
Der Zuwachs bei den immateriellen und sonstigen langfristigen
Vermögensgegenständen
von
DM 132 Mio. in 1995 auf DM 225
Mio. in 1996 geht in erster Linie
auf den Geschäfts- oder Firmenwert
von DM 83 Mio. aus den beiden
vorgenannten Beteiligungserwerben
zurück.
Die Nettokreditaufnahme im Verhältnis zum Eigenkapital sank
von 71% in 1995 auf 38% in 1996
aufgrund
v eines Rückgangs der Nettokreditaufnahme von DM 407 Mio.
Ende 1995 auf DM 340 Mio.
Ende 1996, der dadurch entstand, daß sich erstens der Mittelzufluß (netto) aus laufender
Geschäftstätigkeit von DM 131
Mio. in 1995 auf DM 201 Mio. in
1996 erhöhte, was mehr als ausreichend war, um den Erwerb
von Anteilen an Tochtergesellschaften/Joint Ventures sowie
die Investitionsaufwendungen für
Sachanlagen zu finanzieren, und
daß zweitens von Jewoo Trading
Co. Ltd. Barmittel übernommen
wurde, die die Bankschulden
überstiegen, sowie
v der durch den weiteren Anstieg
des Jahresüberschusses in 1996
vergrößerten Eigenkapitalbasis.
Die von Jewoo Trading Co. Ltd.
übernommenen Barmittel wurden
zu Laufzeiten von weniger als drei
bis zu mehr als zwölf Monaten
angelegt und werden gemäß ihrer
Fälligkeitsstruktur in der Bilanz ausgewiesen.
Die Fremdfinanzierung hatte am
Geschäftsjahresende 1996 ihren
Schwerpunkt im kurzfristigen Bereich. Die kurzfristigen Darlehen
bestehen aus Bankdarlehen und
diskontierten Kundenwechseln, in
der Regel mit Laufzeiten von weniger als drei Monaten. Am 31. Dezember 1996 waren die Kredite
hauptsächlich in Deutscher Mark
(31,0%), Pfund Sterling (18,3%) und
Französischen Francs (10,1%) aufgenommen. Die langfristigen Bankdarlehen wurden planmäßig von
DM 19 Mio. auf DM 5 Mio. getilgt.
Die per Monatsende gewichteten
Durchschnittszinssätze lagen für
das Geschäftsjahr 1996 zwischen
4,8% und 6,2% bzw. für das
Geschäftsjahr 1995 zwischen 6,5%
und 7,3%.
adidas verfügt über Barkreditlinien
in Höhe von ca. DM 2,1 Mrd. (von
denen am 31. Dezember 1996
DM 128 Mio. für die Ausstellung von
Akkreditiven bereitgestellt waren)
sowie separate Kreditlinien zur
Eröffnung von Akkreditiven in Höhe
von ca. DM 730 Mio., die hauptsächlich zur Unterstützung unserer
Beschaffungsaktivitäten in Asien
verwendet werden. Am 31. Dezember 1996 beliefen sich die ungenutzten Barkreditlinien auf ungefähr
DM 1,5 Mrd.
Cash-flow und Investitionen
201
142
131
114
112
m Mittelabfluß
aus der Investitionstätigkeit
(Mio. DM)
69
46
53
1993
1994
m Mittelzufluß
(netto) aus laufender Geschäftstätigkeit
(Mio. DM)
1995
1996
Um unsere zukünftigen Finanzierungsmöglichkeiten und die jeweiligen Zinssätze abzusichern, haben
wir 1996 offene kurzfristige Kreditzusagen in Höhe von DM 250 Mio.
in verbindlich zugesagte mittelfristige Kreditlinien umgewandelt und
zudem für einen Gesamtbetrag
von DM 100 Mio. Zins-Caps abgeschlossen. Sowohl die Kreditzusage
wie die Caps haben eine Laufzeit
bis zum Jahr 2000, wobei die Caps
eine Absicherung gegen den
Anstieg des Durchschnitts-Kreditzinssatzes über 6,25% bis zu einem
Höchstsatz von 9,75% bieten, errechnet unter Bezugnahme auf
einen Korb von Währungen, der die
Struktur unserer typischen Kreditaufnahmen widerspiegelt.
37
AUSBLICK
Strategische Schwerpunkte
Analyse des Auftragsbestands
adidas ist in einer Branche tätig, die
mittelfristig erhöhtem Wettbewerbsdruck ausgesetzt sein wird. Dieser
Druck ist das Resultat einer Vielzahl von Faktoren, insbesondere
die Folge des rasanten Anstiegs
der Aufwendungen für attraktive
Promotionverträge. Um darauf vorbereitet zu sein, werden wir im Verlauf des Jahres 1997 unsere Unternehmensstruktur neu ausrichten,
damit wir auf die Erfordernisse des
Marktes optimal reagieren können.
Diese neue Struktur wird die Marken- und Promotionaktivitäten der
gesamten Gruppe bündeln, um
maximale Effizienz zu erreichen.
Darüber hinaus werden wir weiter
sämtliche Möglichkeiten zur verbesserten Nutzung betrieblicher Leistungspotentiale entlang der gesamten Wertschöpfungskette prüfen, damit fortfahren, die Übernahme von Lizenznehmern zu unseren eigenen Vertriebsorganisationen
zu betreiben, die Markteinführung
der „Feet You Wear“-Produktlinien
ausweiten und die Führungsposition
im Kundenservice anstreben.
Die bei unseren zwölf größten Tochtergesellschaften am Jahresende
1996 bestehenden Aufträge hatten
einen Umfang von DM 1.964 Mio.
und lagen damit um 46% oder, in
absoluten Zahlen, DM 620 Mio.
höher als am Jahresende 1995. Der
Zuwachs an vorhandenen Aufträgen
beliefe sich ohne die neuen Tochtergesellschaften auf 33% oder
DM 485 Mio. Bei der Ausweitung
des Auftragsvolumens lag Großbritannien an der Spitze, gefolgt
von Nordamerika, Deutschland,
Spanien, Australien und Norwegen,
die alle ein im Vergleich mit 1995
mehr als 25%iges Wachstum des
Auftragsbestands auswiesen. 75%
des Zuwachses an vorliegenden
Aufträgen entfällt auf Sportbekleidung (+53%), der Rest auf Sportschuhe (+17%).
38
DIE ADIDAS-AKTIE
Innerhalb dieser insgesamt positiven
Rahmenbedingungen in 1996 lag die
adidas-Aktie über den für sie einschlägigen Vergleichsindizes. So hatte
beispielsweise die adidas-Aktie am
Jahresende 1996 ihren Wert seit der
Börseneinführung um 75% gesteigert, während der DAX-30, der sich
aus den 30 deutschen Spitzenwerten zusammensetzende Deutsche
Aktienindex, im gleichen Zeitraum
um 31% gestiegen war. Daß es sich
lohnt, in die adidas-Aktie zu investieren, ist in Finanzkreisen kein
Geheimnis. Das wird vielleicht am
deutlichsten an der Breite, in der
Analysten großer Investmentbanken
und Researchinstitute sich adidas
widmen, wie auch an der Anzahl
großer institutioneller Investoren
unter unseren Aktionären.
Auf Basis der Ergebnisse 1996
schlägt adidas der ordentlichen
Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 1996 eine Nettodividende von DM 1,10 pro Aktie vor; dies
entspricht einem Ausschüttungssatz
von 16% des Jahresüberschusses.
Die adidas-Aktie
Relative Entwicklung des Aktienkurses
seit der Börseneinführung
200
190
m adidas
180
170
160
150
140
130
120
m DAX
110
100
17.11.95
01.12.95
15.12.95
29.12.95
12.01.96
26.01.96
09.02.96
23.02.96
08.03.96
22.03.96
04.04.96
19-04.96
03.05.96
17.05.96
31.05.96
14.06.96
28.06.96
12.07.96
26.07.96
09.08.96
23.08.96
06.09.96
20.09.96
04.10.96
18.10.96
01.11.96
15.11.96
29.11.96
13.12.96
30.12.96
1996 gab es ausgezeichnete Ergebnisse auf allen wichtigen europäischen und US-amerikanischen Aktienmärkten. Die nachlassende Angst
vor Inflation zusammen mit der Notwendigkeit, das Wachstum des
Bruttosozialprodukts in Europa und
den Vereinigten Staaten voranzutreiben, veranlaßte die Zentralbanken,
die Zinsen auf einem niedrigen
Niveau zu halten, wodurch ein für
die Aktienmärkte günstiges gesamtwirtschaftliches Umfeld geschaffen
wurde. Besondere Effekte wie
Rekord-Handelsvolumina aus Fusionen und Übernahmen in den Vereinigten Staaten und Europa sowie
fortgesetzten Privatisierungen und
Unternehmensneuorganisationen in
Europa haben in zunehmendem
Maß die Aktienmärkte für die institutionellen Investoren und ihre Kapitalvermögen attraktiv werden lassen.
Durchschnittliches monatliches Handelsvolumen
Alle Börsen (Januar – Dezember 1996)
22,0
18,2
15,7
15,5
11,1
Alle deutschen,
Londoner und
Pariser Börsen
(Mio. Aktien)
15,2
10,9 10,5
8,8
10,3 9,4
8,1
m Londoner und
Pariser Börsen
m Alle deutschen
Börsen (DAX- und
IBIS-Handelsvolumen)
01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12
Kennzahlen pro Aktie
(in DM, außer bei Anzahl der Aktien)
Jahresendkurs
Höchstkurs
Tiefstkurs
Jahresüberschuß
Dividende
Cash-flow1)
Anzahl der Aktien
im Umlauf (Mio.)
1995
75,50
78,50
70,25
5,40
0,25
2,89
1996
133,00
148,00
76,00
6,93
1,10
4,42
45,349
45,349
1) Mittelzufluß (netto) aus laufender Geschäftstätigkeit
39
D I E W E LT V O N A D I D A S
m Tochtergesellschaften /
m Joint Ventures
40
m Lizenznehmer / Distributoren
m Kombination
ADIDAS AG UND TOCHTERGESELLSCHAFTEN
KONZERNABSCHLUSS
( I N T E R N AT I O N A L A C C O U N T I N G S TA N D A R D S )
Der Konzernabschluß der adidas AG nach deutschem Handelsrecht kann bei der Gesellschaft angefordert werden.
41
ADIDAS AG UND TOCHTERGESELLSCHAFTEN
KONZERNBILANZ
Erläuterung
(in TDM)
31. Dezember
1996
1995
(17)
83.976
40.835
Vorräte
(4)
1.088.048
843.027
Forderungen und sonstige kurzfristige Vermögensgegenstände
(5)
817.807
562.828
1.989.831
1.446.690
Aktiva
Flüssige Mittel
Umlaufvermögen
Sachanlagevermögen, netto
(6)
241.091
198.632
Immaterielle und sonstige langfristige Vermögensgegenstände
(7)
224.625
132.001
(16)
2.455.547
1.777.323
(8)
465.940
428.875
529.340
358.451
439.120
316.314
1.434.400
1.103.640
4.941
19.144
3.376
2.762
62.818
54.621
45.684
20.570
904.328
576.586
2.455.547
1.777.323
Aktiva
Passiva
Kurzfristige Darlehen und kurzfristiger Anteil an den langfristigen Bankdarlehen
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
(9)
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Langfristige Bankdarlehen
(10)
Latente Steuern
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten
(13)
Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter
Eigenkapital
(11)
Passiva
Siehe beiliegende Erläuterungen zum Konzernabschluß
42
ADIDAS AG UND TOCHTERGESELLSCHAFTEN
KONZERNGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Erläuterung
(in TDM)
1. Januar bis 31. Dezember
1996
1995
1994
4.709.432
3.500.240
3.196.365
Materialeinsatz
2.832.797
2.110.899
2.055.099
Rohergebnis
1.876.635
1.389.341
1.141.266
Vertriebs-, Verwaltungs- und allgemeine Aufwendungen
1.454.298
1.095.096
1.009.158
62.120
51.418
42.164
360.217
242.827
89.944
Nettoumsatzerlöse
(16)
Abschreibungen
(2), (6)
Betriebsergebnis
Lizenz- und Provisionserträge
Finanzergebnis
(14)
Ergebnis vor Steuern
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Jahresüberschuß vor Ergebnisanteilen anderer Gesellschafter
Ergebnisanteile anderer Gesellschafter
Jahresüberschuß
(15)
96.802
100.245
97.063
(12.614)
(46.987)
(36.130)
444.405
296.085
150.877
106.755
42.853
30.612
337.650
253.232
120.265
(23.581)
(8.318)
(2.948)
314.069
244.914
117.317
Siehe beiliegende Erläuterungen zum Konzernabschluß
43
ADIDAS AG UND TOCHTERGESELLSCHAFTEN
KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG
1. Januar bis 31. Dezember
(in TDM)
1996
1995
1994
444.405
296.085
150.877
Abschreibungen
64.474
52.584
43.008
Unrealisierte Währungs(gewinne)/-verluste, netto
(15.895)
1.460
2.997
(9.109)
(9.310)
(7.330)
43.108
47.247
38.130
(320)
(613)
444
Laufende Geschäftstätigkeit:
Ergebnis vor Steuern und vor Ergebnisanteilen anderer Gesellschafter
Anpassungen für:
Zinserträge
Zinsaufwendungen
(Erträge)/Aufwendungen aus dem Abgang von Anlagevermögen
Betriebliches Ergebnis vor Änderungen im Nettoumlaufvermögen
526.663
387.453
228.126
Zunahme der Forderungen und sonstigen kurzfristigen Vermögensgegenstände
(149.129)
(61.592)
(52.310)
Zunahme der Vorräte
(185.997)
(127.373)
(67.573)
Zunahme der Lieferverbindlichkeiten und der
sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten
102.730
20.651
71.101
294.267
219.139
179.344
(48.181)
(46.771)
(38.460)
Mittelzufluß aus betrieblicher Geschäftstätigkeit
Zinszahlungen
Zahlungen für Ertragsteuern
(45.572)
(41.387)
(26.464)
200.514
130.981
114.420
Erwerb von Beteiligungen (im wesentlichen Goodwill)
(81.133)
(105.860)
(20.803)
Erwerb von Anlagevermögen
(73.907)
(58.446)
(39.966)
Einzahlungen aus dem Abgang von Anlagevermögen
10.358
9.791
5.922
(Zunahme)/Abnahme der sonstigen langfristigen Aktiva
(17.861)
3.143
(5.473)
Erwerb von Tochtergesellschaften abzüglich
erworbener flüssiger Mittel (siehe Erläuterung 17)
41.347
0
0
9.109
9.310
7.330
(112.087)
(142.062)
(52.990)
Auszahlungen aus langfristigen Bankdarlehen
(14.837)
(148.156)
(73.525)
Dividende der adidas AG (siehe Erläuterung 11)
(11.338)
0
0
(9.032)
(4.280)
(1.121)
Mittelzufluß aus laufender Geschäftstätigkeit
Investitionstätigkeit:
Erhaltene Zinsen
Mittelabfluß aus der Investitionstätigkeit
Finanzierungstätigkeit:
Dividenden an Minderheitsaktionäre
(Aus-)/Einzahlungen aus kurzfristigen Bankdarlehen, netto
(10.692)
167.261
11.505
(45.899)
14.825
(63.141)
613
(1.588)
(1.676)
Netto-Zunahme/(Abnahme) des Finanzmittelbestandes
43.141
2.156
(3.387)
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode
40.835
38.679
42.066
Finanzmittelbestand am Ende der Periode
83.976
40.835
38.679
Mittelzufluß/(-abfluß) aus der Finanzierungstätigkeit
Wechselkursbedingte Veränderungen des Finanzmittelbestandes
Siehe beiliegende Erläuterungen zum Konzernabschluß
44
ADIDAS AG UND TOCHTERGESELLSCHAFTEN
ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS
adidas AG, eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht, und ihre Tochtergesellschaften entwickeln und vertreiben
unter den Markennamen adidas und erima ein breites Angebot von Sport- und Freizeitartikeln, das Schuhe, Textilien
und Accessoires umfaßt. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Herzogenaurach, Bundesrepublik Deutschland.
1. Grundsätzliches
Die nachfolgenden Konzernabschlüsse der adidas AG und ihrer Tochtergesellschaften (zusammen die „Gesellschaft“ genannt) wurden in Übereinstimmung mit den
vom International Accounting Standards Committee anerkannten allgemeinen Rechnungslegungsgrundsätzen („International Accounting Standards“) erstellt und stehen
im Einklang mit den hier dargestellten wesentlichen Rechnungslegungsgrundsätzen
der Gesellschaft.
2. Zusammenfassung
wesentlicher Rechnungslegungsgrundsätze
Die Konzernabschlüsse wurden in Übereinstimmung mit den nachfolgenden Konsolidierungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt. Gegenüber dem
Vorjahr blieben diese Grundsätze im wesentlichen unverändert.
Konsolidierungsgrundsätze:
In die Konzernabschlüsse wurden die adidas AG und ihre wesentlichen direkten und
indirekten verbundenen Unternehmen einbezogen. Die Beteiligungen der Gesellschaft an anderen Unternehmen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Alle
wesentlichen konzerninternen Transaktionen und Konten wurden in der Konsolidierung eliminiert.
Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Buchwertmethode durch Verrechnung
der Anschaffungskosten mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden anteiligen Eigenkapital zum Erwerbszeitpunkt.
Eine Aufstellung des Anteilsbesitzes der adidas AG ist diesen Erläuterungen als
Anlage I beigefügt.
Geschäfts- oder Firmenwert sowie immaterielle Vermögensgegenstände:
Der Geschäfts- oder Firmenwert sowie die immateriellen Vermögensgegenstände
werden zu Anschaffungskosten, vermindert um kumulierte Abschreibungen, angesetzt. Der sich aus dem Unterschied zwischen den Anschaffungskosten und dem
Zeitwert der erworbenen Vermögensgegenstände und Schulden ergebende
Geschäfts- oder Firmenwert sowie die immateriellen Vermögensgegenstände werden über ihre voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer von bis zu 20 Jahren
abgeschrieben. Die Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert sowie die
anderen immateriellen Vermögensgegenstände von DM 20 Mio., DM 17 Mio. und
DM 11 Mio. für die am 31. Dezember endenden Geschäftsjahre 1996, 1995 und
1994 sind in den Abschreibungen enthalten.
Der Geschäfts- oder Firmenwert beruht hauptsächlich auf den unter Punkt 3 der
Erläuterungen dargestellten Akquisitionen der Gesellschaft in den USA, Australien/Neuseeland und Südkorea.
Forschung und Entwicklung:
Forschungskosten werden zum Zeitpunkt der Entstehung als Aufwand gebucht.
Entwicklungskosten werden ebenfalls zum Zeitpunkt der Entstehung als Aufwand
gebucht und aufgrund der kurzen Lebensdauer der Produkte in der Modebranche
nicht aktiviert. Diese Aufwendungen sind im übrigen für die finanzielle Lage der
Gesellschaft nicht von Bedeutung.
45
Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung der Gesellschaft beliefen sich auf
ca. DM 37,4 Mio. und DM 35,3 Mio. in 1996 bzw. 1995.
Währungsumrechnung:
Die Aktiva und Passiva derjenigen Tochtergesellschaften der Gesellschaft, deren
funktionale Währung nicht die Deutsche Mark ist, werden in Deutsche Mark zum
Bilanzstichtagskurs umgerechnet. Aufwendungen und Erträge werden zu Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Die kumulierten Unterschiedsbeträge aus der
Währungsumrechnung werden mit dem Eigenkapital verrechnet.
Die für die Umrechnung der Jahresabschlüsse der Tochtergesellschaften in Deutsche Mark verwendeten Umrechnungskurse der wichtigsten Währungen stellen sich
wie folgt dar:
JahresendDurchschnittskurse
kurse am
für das Geschäftsjahr
31. Dezember
1996
1995
1994
1996
1995
1,5035
1,4377
1,6218
1,5548
1,4335
29,4103
28,7151
29,2380
29,6380
29,2530
1 GBP
2,3487
2,2787
2,4816
2,6267
2,2135
100 ESP
1,1878
1,1493
1,2112
1,1866
1,1791
1 CHF
1,2183
1,2088
1,1871
1,1500
1,2454
1 USD
100 FRF
Realisierte und unrealisierte Gewinne und Verluste aus Devisentermingeschäften,
Optionen und Zins-Caps werden im Finanzergebnis (Punkt 14 der Erläuterungen)
bzw. unter Wareneinsatz ausgewiesen. Gewinne und Verluste aus Kurssicherungsgeschäften, die kontrahierten Wareneinkäufen zuordenbar sind, werden nicht
berücksichtigt.
Vorräte:
Fertige Erzeugnisse und Waren werden unter Beachtung des Niederstwertprinzips
angesetzt. Die Kosten werden durch eine Standardbewertungsmethode ermittelt,
die in etwa der FIFO- oder der Durchschnittsmethode entspricht. Die Wertberichtigungen werden konzerneinheitlich basierend auf dem Alter bzw. der voraussichtlichen Lagerdauer der einzelnen Artikel ermittelt.
Sachanlagevermögen und Abschreibungen:
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Abschreibungen werden nach der degressiven oder nach der linearen Methode auf Basis einer Nutzungsdauer zwischen 2 und 50 Jahren wie folgt errechnet:
Abschreibungssätze
Gebäude
2% bis 10%
Einbauten
5% bis 20%
Maschinen, maschinelle Anlagen sowie technische
Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung
46
10% bis 50%
Reparatur- und Instandhaltungskosten werden zum Zeitpunkt der Entstehung als
Aufwand gebucht. Wesentliche Erneuerungen und Verbesserungen werden aktiviert.
Berücksichtigung von Umsatzerlösen:
Umsatzerlöse werden zum Zeitpunkt des Gefahrenübergangs gebucht. Umsätze
werden abzüglich Retouren, Skonti und Rabatten ausgewiesen.
Werbe- und Promotionaufwendungen:
Werbeaufwendungen werden zum Zeitpunkt des Entstehens oder der erstmaligen
Durchführung der Werbemaßnahme als Aufwand erfaßt. Promotionaufwendungen
werden in der Periode, in der sie entstehen, oder anteilig über die Dauer des Vertrags als Aufwand ausgewiesen.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag:
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden gemäß den allgemeingültigen
Rechnungslegungsgrundsätzen der Länder, in denen die Gesellschaft tätig ist,
berechnet.
Die Gesellschaft berücksichtigt latente Steuerrückstellungen für Differenzen zwischen
der Rechnungslegung und der Steuerbemessungsgrundlage der Aktiva und Passiva.
Aktive latente Steuern, einschließlich der latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge, werden ausgewiesen, wenn in der Periode ihrer Entstehung hinreichend
sicher angenommen werden kann, daß sie realisiert werden können.
3. Akquisitionen und
Veräußerungen
In 1994 und 1995 erwarb die Gesellschaft den verbleibenden Minderheitenanteil an
der adidas North America, Inc. Der Teil des Kaufpreises, der den proportionalen
Anteil des Nettovermögens überstieg, wurde im Gesamtbetrag von DM 113 Mio. als
Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert.
Die Aktionäre beschlossen auf der Hauptversammlung der Gesellschaft am 26. Juli
1995 die Verschmelzung der adidas International Holding GmbH (aIH), die von der
Sogedim S.A., Belgien, gehalten wurde, mit Wirkung zum 1. Januar 1995, auf die
Gesellschaft. Die von der Gesellschaft übernommenen Nettoverbindlichkeiten von
DM 83 Mio. wurden im Geschäftsjahr 1995 wie eine Dividendenzahlung behandelt
(siehe Punkt 11 der Erläuterungen).
Mit Wirkung zum 1. Juli 1996 wurde die Gesellschaft alleiniger Eigentümer von
adidas Australien und adidas Neuseeland durch den Erwerb der verbleibenden Minderheitenanteile. Der Kaufpreis betrug DM 77 Mio. Der Teil des Kaufpreises, der den
proportionalen Anteil des Nettovermögens überstieg, wurde in Höhe von DM 75
Mio. als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert.
Mit Wirkung zum 1. Oktober 1996 übernahm die Gesellschaft 51% der Anteile ihres
früheren Lizenznehmers und Distributors in Südkorea. Der Teil des Kaufpreises
(USD 16,5 Mio.), der den proportionalen Anteil des Nettovermögens der Jewoo
Trading Co. Ltd. (in Zukunft: adidas Korea) überstieg, wurde in Höhe von DM 8 Mio.
als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert.
Darüber hinaus verstärkte die Gesellschaft in 1996 ihre Präsenz durch neue Tochtergesellschaften in Chile, Indien, Israel, Ägypten, Taiwan, Frankreich und der Ukraine.
47
4. Vorräte
Die Vorräte gliedern sich in folgende Hauptgruppen:
(in TDM)
Fertige Erzeugnisse und Handelswaren
Unfertige Erzeugnisse
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
31. Dez.
1996
31. Dez.
1995
1.071.798
827.423
6.270
3.720
9.980
11.884
1.088.048
843.027
Die Vorräte beinhalten Wertabschläge für die verlustfreie Bewertung von bestimmten
fertigen Erzeugnissen und Handelswaren zur Berücksichtigung von modischen
Risiken und Überbeständen. Diese Wertabschläge betrugen insgesamt ca. DM 141
Mio. bzw. DM 122 Mio. zum 31. Dezember 1996 bzw. 1995.
5. Forderungen und
sonstige kurzfristige
Vermögensgegenstände
Die Forderungen, abzüglich der Wertberichtigungen, und die sonstigen kurzfristigen
Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:
(in TDM)
31. Dez.
1996
31. Dez.
1995
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (brutto)
713.167
523.706
abzüglich: Wertberichtigungen auf Forderungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (netto)
Forderungen gegen nicht konsolidierte
nahestehende Unternehmen
Rechnungsabgrenzungsposten und
sonstige Vermögensgegenstände
Hinterlegte Bankguthaben
62.620
60.073
650.547
463.633
93
4.398
142.990
94.797
24.177
–
817.807
562.828
Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im wesentlichen Steuererstattungsanprüche, debitorische Kreditoren, Wertpapiere und Abgrenzungen vor allem
für Promotionverträge. Die hinterlegten Bankguthaben beziehen sich auf Jewoo
Trading Co. Ltd., Korea (siehe Erläuterung 17).
48
6. Sachanlagevermögen,
netto
Das Sachanlagevermögen setzt sich zusammen aus:
(in TDM)
31. Dez.
1996
31. Dez.
1995
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
228.574
197.604
58.672
45.303
223.050
174.135
510.296
417.042
276.825
238.784
233.471
178.258
Technische Anlagen und Maschinen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
abzüglich: kumulierte Abschreibungen
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
7.620
20.374
241.091
198.632
Die Entwicklung des Sachanlagevermögens wird in Anlage II zu den Erläuterungen
dargestellt. Die Abschreibungen betrugen DM 45 Mio., DM 36 Mio. und DM 32 Mio.
für 1996, 1995 bzw. 1994.
7. Immaterielle und sonstige
langfristige Vermögensgegenstände
Die immateriellen und sonstigen langfristigen Vermögensgegenstände setzen sich
wie folgt zusammen:
(in TDM)
31. Dez.
1996
31. Dez.
1995
Geschäfts- oder Firmenwert (abzüglich kumulierter
Abschreibungen von TDM 34.664 und TDM 17.922
zum 31. Dezember 1996 bzw. 1995)
185.331
115.990
8.838
9.940
194.169
125.930
22.858
–
Finanzanlagen zu Anschaffungskosten
2.580
938
Langfristige Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
5.018
5.133
224.625
132.001
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten (abzüglich
kumulierter Abschreibungen von TDM 25.042 und
TDM 23.599 zum 31. Dezember 1996 bzw. 1995)
Geschäfts- oder Firmenwert und immaterielle
Vermögensgegenstände (netto)
Hinterlegte Bankguthaben
Hinterlegte Bankguthaben mit Fälligkeiten von über 12 Monaten beziehen sich auf
Jewoo Trading Co. Ltd., Korea (siehe Erläuterung 17).
49
8. Kurzfristige Bankdarlehen
Kurzfristige Bankdarlehen bestehen aus Bankdarlehen und diskontierten Handelswechseln, in der Regel mit Fälligkeiten von weniger als 3 Monaten.
Zum 31. Dezember 1996 gab es bedeutende Darlehen in DM (31,0%), in
GBP (18,3%) und in FRF (10,1%).
Die am Monatsende gewichteten Durchschnittszinssätze lagen zwischen 4,8% und
6,2% bzw. 6,5% und 7,3% für die am 31. Dezember 1996 und 1995 endenden Jahre.
Die Gesellschaft hat Barkreditlinien von ca. DM 2,1 Mrd. (wovon zum 31. Dezember
1996 DM 128 Mio. für die Ausstellung von Akkreditiven bereitgestellt waren) und
separate Linien für die Ausstellung von Akkreditiven in Höhe von ca. DM 730 Mio.,
die vor allem zur Unterstützung der Beschaffungsaktivitäten der Gesellschaft in
Asien verwendet werden. Zum 31. Dezember 1996 beliefen sich die ungenutzten
Barkreditlinien auf ca. DM 1,5 Mrd.
DM 33 Mio. werden durch Bareinlagen (DM 20 Mio.) und Grundpfandrechte
(DM 13 Mio.) abgesichert.
Zur Sicherung ihrer Finanzierungsmöglichkeiten hat die Gesellschaft in 1996 kurzfristige Linien in einem Betrag von ca. DM 250 Mio. in verbindlich zugesagte mittelfristige Kreditlinien umgewandelt. Die Kreditlinie, für die eine Bereitstellungsprovision
von 0,09% p.a. zu entrichten ist und für die Höchstspannen für die eventuelle Inanspruchnahme von Darlehen unter dieser Kreditlinie vereinbart wurden, hat eine
ursprüngliche Laufzeit bis zum 31. August 2000, enthält jedoch eine Klausel, die
eine jährliche Verlängerung ermöglicht. Die Gesellschaft kann die Vereinbarung einmal pro Jahr, erstmalig zum 30. September 1997, kündigen.
9. Sonstige kurzfristige
Verbindlichkeiten
Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
31. Dez.
1996
31. Dez.
1995
90.790
32.560
864
2.269
Ausstehende Rechnungen
43.294
46.964
Personalkosten, Provisionen und
Zuwendungen an Arbeitnehmer
72.597
63.121
Restrukturierung
16.297
Marketing
54.790*
41.023
Steuern, außer Ertragsteuern
30.735
26.037
Rücksendungen, Rabatte und
Gewährleistungsverpflichtungen
30.238
21.417
382
5.455
(in TDM)
Verbindlichkeiten aus Steuern
Verbindlichkeiten gegenüber nicht konsolidierten
verbundenen Unternehmen
Sonstige Rückstellungen:
Zinsen
Sonstige
Summe sonstige Rückstellungen
19.145
)
99.133
58.323
347.466
281.485
439.120
316.314
*) Umsatzbezogene Rücksendungen und Rabatte wurden unter Rücksendungen, Rabatte und
Gewährleistungsverpflichtungen ausgewiesen; die Vergleichszahlen des Vorjahres wurden
entsprechend umgegliedert.
50
Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten bestehen hauptsächlich aus debitorischen Kreditoren, Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Kaufund anderen Geschäften, für schwebende Rechtsstreitigkeiten sowie Verbindlichkeiten aus dem Kauf von 51% der Anteile an Jewoo Trading Co. Ltd. in Südkorea.
10. Langfristige
Bankdarlehen
Die langfristigen Bankdarlehen setzen sich wie folgt zusammen:
(in TDM)
Ungesicherte Bankdarlehen in Französischen
Francs – fällig in 1998
Gesicherte Bankdarlehen in Britischen Pfund – fällig in 1998
abzüglich: Kurzfristiger Anteil an den
langfristigen Bankdarlehen
31. Dez.
1996
31. Dez.
1995
10.400
15.691
–
13.281
10.400
28.972
5.459
9.828
4.941
19.144
Die Zinssätze auf den überwiegenden Teil dieser Bankdarlehen sind variabel und
abhängig von den Marktzinsen. Der monatliche gewogene durchschnittliche Zinssatz für die Geschäftsjahre 1996 und 1995 schwankte zwischen 5,5% und 7,2%
bzw. 7.6% und 8,0%.
Die Fälligkeiten der langfristigen Bankdarlehen der folgenden fünf Jahre stellen sich
wie folgt dar:
1997
TDM 5.459
1998
TDM 4.941
1999–2001 TDM
–
11. Eigenkapital
Auf der Hauptversammlung am 20. Oktober 1995 haben die Aktionäre der Gesellschaft einer neuen Satzung für die adidas AG zugestimmt. Die Satzungsänderungen
haben zur Folge, daß der Nennbetrag pro Stammaktie von DM 50 auf DM 5 reduziert und das Stammkapital von DM 147.800.000 auf DM 226.746.000 sowie die
Aktien von 2.956.000 auf 45.349.200 Stück erhöht werden. Zusätzlich ermächtigt
die Satzung den Vorstand bis zum 1. September 2000 zur Erhöhung des Stammkapitals, in Abhängigkeit von der Zustimmung des Aufsichtsrates, bis zu einem
Höchstbetrag von:
a.) DM 83.700.000 gegen Bareinlage und einem Bezugsrecht der Altaktionäre;
b.) DM 22.600.000 gegen Bareinlage, wobei das Bezugsrecht der Altaktionäre mit
Zustimmung des Aufsichtsrates ausgeschlossen werden kann; und
c.) DM 7.000.000 gegen Bareinlage oder Sacheinlage für die leitenden Angestellten.
Außerdem wurden Einschränkungen bezüglich der Übertragbarkeit der Aktien der
Gesellschaft aufgehoben. Diese Änderung wurde am 25. Oktober 1995 in das Handelsregister eingetragen.
Der bisherige Mehrheitsaktionär, Sogedim S.A., hält keine Mehrheitsbeteiligung
mehr, ist jedoch weiterhin zu mehr als 25% am Grundkapital der adidas AG beteiligt.
51
Das konsolidierte Eigenkapital der Gesellschaft stellt sich zum 31. Dezember 1996,
1995 und 1994 wie folgt dar:
Thesaurierte
Gewinne
(einschließlich
Ausgleichsposten für die
Währungsumrechnung)1
(in TDM)
Gezeichnetes
Kapital
Kapitalrücklage
Stand am 1. Januar 1994
147.800
93.727
82.962
324.489
Nettoauswirkung auf das Eigenkapital durch Änderungen
im Konsolidierungskreis
–
–
(506)
(506)
Jahresüberschuß
–
–
117.317
117.317
Ausgleichsposten, im wesentlichen für Währungsumrechnung
–
–
(18.268)
(18.268)
Stand am 31. Dezember 1994
Total
147.800
93.727
181.505
423.032
Nettoauswirkung auf das Eigenkapital durch die
Verschmelzung der aIH
–
–
(83.427)
(83.427)
Nettoauswirkung auf das Eigenkapital durch Änderungen
im Konsolidierungskreis
–
–
(451)
(451)
78.946
(78.946)
–
–
Jahresüberschuß
–
–
244.914
244.914
Ausgleichsposten, im wesentlichen für Währungsumrechnung
–
–
(7.482)
(7.482)
226.746
14.781
335.059
576.586
Nettoauswirkung auf das Eigenkapital durch Änderungen
im Konsolidierungskreis
–
–
84
84
Jahresüberschuß
–
–
314.069
314.069
Dividendenzahlung
–
–
(11.338)
(11.338)
Ausgleichsposten, im wesentlichen für Währungsumrechnung
–
–
24.927
24.927
226.746
14.781
662.801
904.328
Kapitalerhöhung
Stand am 31. Dezember 1995
Stand am 31. Dezember 1996
1
Die den Ausgleichsposten für die Währungsumrechnung betreffenden Beträge sind in den thesaurierten Gewinnen enthalten, da es
nicht praktikabel ist, die kumulierten Auswirkungen dieses Ausgleichspostens zu berechnen.
Bei der Hauptversammlung der Gesellschaft am 30. Mai 1996 haben die Aktionäre
der Gesellschaft die Ausschüttung einer Dividende von DM 0,25 pro Aktie beschlossen.
Die Ermittlung der ausschüttungsfähigen Beträge bestimmt sich unter Berücksichtigung des Bilanzgewinns der adidas AG nach dem deutschen Handelsrecht.
52
Der Vorstand wird der Hauptversammlung vorschlagen, den Bilanzgewinn der
adidas AG zum 31. Dezember 1996 wie folgt zu verwenden:
Ausschüttung einer Dividende von DM 1,10 je Stammaktie
TDM 49.884
Vortrag des verbleibenden Bilanzgewinns auf neue Rechnung
TDM 349.459
Bilanzgewinn der adidas AG zum 31. Dezember 1996
TDM 399.343
12. Miet-, Pacht- und
Leasingverträge
Die Gesellschaft mietet, pachtet und least Räumlichkeiten für Büros, Lagerräume
und Einrichtungen. Die wesentlichen Verträge haben Restlaufzeiten zwischen ein
und neun Jahren. Die Gesamtaufwendungen aus diesen Verträgen beliefen sich auf
DM 61 Mio., DM 49 Mio. bzw. DM 53 Mio. für 1996, 1995 und 1994. Die Mindestverpflichtungen für die wichtigsten unkündbaren Verträge belaufen sich für die nächsten fünf Geschäftsjahre von 1997 bis 2001 auf ca. DM 51 Mio., DM 33 Mio.,
DM 23 Mio., DM 14 Mio. und DM 9 Mio. Nach 2001 bestehen Mindestverpflichtungen mit einem Gesamtwert von ungefähr DM 13 Mio.
Des weiteren betreibt die Gesellschaft einen Teil ihrer Geschäfte in angemieteten
Gebäuden in Frankreich. Der entsprechende Leasingvertrag mit einer im Jahre 2004
auslaufenden 15jährigen Laufzeit wird als Finanzierungsleasing angesehen. Der
Wert der als Finanzierungsleasing anzusehenden Einrichtungen, abzüglich kumulierter Abschreibungen, in einem Betrag von ca. DM 5 Mio. und DM 5 Mio. zum
31. Dezember 1996 und 1995, wird unter der Position Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte und Bauten ausgewiesen. Die zukünftigen Mindestzahlungen
für das Finanzierungsleasing bis zum Jahr 2004 belaufen sich zum 31. Dezember
1996 auf ca. DM 3 Mio.
13. Betriebliche
Altersversorgung
Die Gesellschaft unterhält verschiedene Pensionsordnungen, vor allem in Deutschland. Diese Pensionsordnungen schließen im wesentlichen alle deutschen Arbeitnehmer ein. Die sich aus diesen Pensionsordnungen ergebenden Verbindlichkeiten
in Höhe von DM 38 Mio. und DM 27 Mio. zum 31. Dezember 1996 und 1995 werden unter den langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die gemäß diesen Pensionsordnungen unverfallbaren Rentenanwartschaften in Deutschland belaufen sich
auf DM 10 Mio. und DM 9 Mio. zum 31. Dezember 1996 und 1995. Des weiteren
hat die Gesellschaft Darlehen in Höhe von ca. DM 17 Mio. zum 31. Dezember 1996
und 1995 von ihrer Unterstützungskasse in Deutschland aufgenommen. Dieses
Darlehen, das in 1996 mit der zu Beginn des Jahres festgelegten Umlaufrendite von
5,46% und 1995 mit 2% über dem deutschen Diskontsatz verzinst wurde, ist ebenfalls unter den langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Pensionsordnungen
umfassen sowohl mittelbare Verpflichtungen der Gesellschaft aus der betrieblichen
Altersversorgung ihrer Unterstützungskasse als auch unmittelbare Verpflichtungen
aufgrund von Einzelzusagen mit Sonderkonditionen, wie unten beschrieben.
Die Gesellschaft unterstützt und leistet Beiträge an eine Unterstützungseinrichtung
in Deutschland. Die Leistungen an die Arbeitnehmer basieren auf der Dauer der
Betriebszugehörigkeit. Die Pensionsverpflichtungen werden gemäß den deutschen
Gepflogenheiten grundsätzlich laufend finanziert. Die Pensionsrückstellungen der
adidas AG wurden aufgrund versicherungsmathematischer Gutachten nach der
„projected unit credit“-Methode in Übereinstimmung mit den International Accounting Standards ermittelt. Die Berechnung der Verpflichtung aus der betrieblichen
53
Altersversorgung basiert auf einem Diskontierungssatz von 7% und 7,5% in 1996
bzw. 1995, und einer erwarteten Erhöhung der Bezüge zwischen 2,2% und 3% p.a.
Darüber hinaus finanzierte und unterstützte die Gesellschaft eine Pensionsordnung
für bestimmte Arbeitnehmer. Die Beiträge der Gesellschaft zu dem Plan werden
jährlich ermittelt und dem Arbeitnehmer aufgrund der Dauer der Betriebszugehörigkeit und der Höhe seiner Bezüge zugeordnet. Die versicherungsmathematischen
Gutachten der hier beschriebenen Pensionsordnung wurden für jede Berichtsperiode
erstellt. Die versicherungsmathematischen Gutachten datieren vom 25. November
1996 und 12. Dezember 1996.
Außerdem unterstützt und/oder leistet die Gesellschaft Beiträge im Rahmen anderer
Pensionsordnungen im Ausland, die jedoch unwesentlich sind.
Die sich aus den Pensionsordnungen der Gesellschaft ergebenden Pensionsaufwendungen betrugen DM 13 Mio., DM 14 Mio. und DM 8 Mio. jeweils zum
31. Dezember 1996, 1995 und 1994.
14. Finanzierungsinstrumente Die Gesellschaft verwendet derivative Finanzierungsinstrumente um die Anfälligkeit
gegenüber Marktrisiken aus Wechselkurs- und Zinsschwankungen zu reduzieren.
Die Gesellschaft verwendet keine Finanzierungsinstrumente für Handels- oder
Spekulationszwecke.
Behandlung von Fremdwährungsrisiken:
Die Gesellschaft ist aufgrund ihres hohen Beschaffungsanteils durch Lieferungen
aus Fernost mit Fakturierung in USD und des Großteils der Verkäufe in europäischen
Ländern, Währungsrisiken ausgesetzt.
Die Gesellschaft schützt sich gegen zukünftige Währungsrisiken, wenn sie sich diesen ausgesetzt sieht. Bis einschließlich 1996 wurden solche Sicherungsgeschäfte
abgeschlossen, wenn die Gesellschaft ihren Kunden die Preise für eine neue Verkaufssaison mitteilte. Als Reaktion auf die Stärkung des USD vor allem in Bezug auf
die Währungen Kontinentaleuropas und des japanischen Yen während der letzten
Monate, hat die Gesellschaft ihre Hedging-Politik so geändert, daß eine Absicherung für eine Periode von bis zu zwei Jahren möglich ist.
Grundsätzlich erfolgt die Absicherung gegen Währungsrisiken zentral vom Headquarter in Herzogenaurach aus.
Die Gesellschaft verwendet Devisentermingeschäfte, vor allem für kürzere Fälligkeitsperioden, und Währungsoptionen für das Management von Währungsrisiken.
31. Dezember 1996
(Mio DM)
Nenn-
Markt-
beträge
wert
Devisentermingeschäfte
224,0
(0,3)
Währungsoptionen
680,2
10,1
904,2
9,8
Nicht berücksichtigte Gewinne und Verluste aus Devisentermingeschäften sind nicht
von Bedeutung.
54
Management der Zinsrisiken:
Da die Gesellschaft ihre Produkte hauptsächlich von Lieferanten außerhalb des Konzerns beschafft, betrifft der Großteil der Finanzierung Vorräte und Forderungen. Zur
Ausnutzung von niedrigeren kurzfristigen Zinssätzen bei den meisten Währungen
hat die Gesellschaft ihre Kreditinanspruchnahme auf kurze Fälligkeitsperioden konzentriert; dabei hat sie das Risiko zukünftig möglicher Zinssatzsteigerungen durch
den Kauf von Zinscaps für einen Währungskorb reduziert, dessen Struktur die
Währungszusammensetzung ihrer weltweiten Kredite annähernd widerspiegelt.
Diese Kontrakte schützen die Darlehensverbindlichkeiten der Gesellschaft in Höhe
von DM 100 Mio. gegen einen Anstieg des gewichteten Durchschnittszinssatzes
über 6,25%, bis zu einer Grenze von 9,75%. Wenn die Zinssätze über die obere
Zinssatzgrenze steigen, endet der Schutz bei dieser oberen Zinssatzgrenze.
31. Dezember 1996
Nenn-
Markt-
(Mio DM)
beträge
wert
Zinscaps
100,0
0,5
Marktwert der Finanzierungsinstrumente
Der Buchwert der flüssigen Mittel sowie der Verbindlichkeiten entspricht aufgrund
der kurzfristigen Fälligkeiten dieser Instrumente in etwa dem Marktwert. Der Marktwert der Devisentermingeschäfte und Währungsoptionen wurde aufgrund der
Marktbedingungen am Bilanzstichtag ermittelt. Der Marktwert der Zinscaps am
Bilanzstichtag wurde von den Kreditinstituten, mit denen diese Zinscaps vereinbart
wurden, ermittelt.
Kreditrisiko
Die Währungs- und Zinssatzsicherungsgeschäfte der Gesellschaft werden mit
bedeutenden Banken mit hoher Kreditwürdigkeit in der ganzen Welt ausgehandelt
und ihre flüssigen Mittel bei diesen Banken in qualitativ hochwertigen kurzfristigen
Anlageinstrumenten investiert. Diese Investitionen werden im allgemeinen innerhalb
von 6 Monaten fällig, wobei die Gesellschaft in diesem Zusammenhang bisher keine
Verluste erlitten hat.
55
Finanzergebnis
Das Finanzergebnis setzt sich wie folgt zusammen:
31. Dezember
(in TDM)
1996
1995
1994
Zinserträge
9.063
9.216
7.066
Zinsaufwendungen
43.108
47.247
38.130
Zinsergebnis
34.045
38.031
31.064
46
94
264
(21.385)
9.050
5.330
12.614
46.987
36.130
Erträge aus Wertpapieren
Sonstige (netto), im wesentlichen
Währungs(gewinne) bzw. -verluste
Die Operationen der Gesellschaft in einer Vielzahl von Währungen führten im Saldo
zu Kursgewinnen in 1996, einem Jahr, in welchem eine Reihe bedeutender Währungen an Stärke gegenüber der Deutschen Mark zulegten, während die Jahre 1995
und 1994 von einer Schwäche bedeutender Währungen gegenüber der Deutschen
Mark gekennzeichnet waren.
15. Steuern vom Einkommen
und vom Ertrag
56
Die Gesellschaft ermittelt ihre Verbindlichkeiten aus Steuern in Übereinstimmung mit
International Accounting Standards 12. Der Körperschaftsteuersatz betrug 48,375%
(45% und darauf 7,5% Solidaritätszuschlag), 48,375% und 45% zum 31. Dezember
1996, 1995 und 1994. Außerdem betrug der Gewerbesteuersatz 14%. Die Gewerbesteuer ist für Zwecke der Körperschaftsteuerermittlung abzugsfähig. Die effektive
Steuerbelastung der Gesellschaft betrug 24,0%, 14,5% sowie 20,3% zum 31. Dezember 1996, 1995 und 1994. Die Unterschiede zwischen der gesetzlichen und
der tatsächlichen Steuerbelastung resultieren vor allem aus der Besteuerung von
Erträgen mit abweichenden Steuersätzen in Ländern, die nicht der deutschen Steuerhoheit unterliegen und der Berücksichtigung von Verlustvorträgen der adidas AG.
Im Laufe der am 31. Dezember 1996 endenden Berichtsperiode realisierte die
Gesellschaft bisher noch nicht ausgewiesene aktivierte latente Steuern (netto),
hauptsächlich aus Verlustvorträgen in Höhe von ca. DM 114 Mio.
Es wird erwartet, daß der kumulierte Betrag der nicht ausgeschütteten Gewinne der
internationalen Tochtergesellschaften bei den jeweiligen Unternehmen verbleibt.
Ausschüttungen dieser Gewinne zum 31. Dezember 1996 würden zu keiner oder
nur einer geringen Steuerbelastung führen.
Die Gesellschaft verrechnete die steuerliche Auswirkung bestimmter zeitlicher Differenzen zwischen dem Buchwert der Aktiva und der Passiva der Gesellschaft sowie
der damit im Zusammenhang stehenden steuerlichen Bemessungsgrundlagen der
entsprechenden Aktiva und Passiva, wobei die Verlustvorträge zum 31. Dezember
1996 und 1995 entsprechend berücksichtigt wurden (Erläuterung 2).
Die Gesellschaft hatte nicht ausgewiesene latente Steuern aus steuerlichen Verlustvorträgen von ca. DM 284 Mio. und DM 370 Mio. zum 31. Dezember 1996 bzw.
1995. Die Verwendung von ca. DM 118 Mio. solcher latenter Steuern ist – insbesondere in den USA aufgrund eines Eigentümerwechsels von adidas AG in 1993 – stark
begrenzt. Die latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge der adidas AG von ca.
DM 151 Mio. zum 31. Dezember 1996 können unbegrenzt vorgetragen werden.
16. Segmentberichterstattung
Die Gesellschaft ist primär in einem Wirtschaftszweig tätig, nämlich in der Entwicklung, dem Handel mit und dem Vertrieb von Sport- und Freizeitartikeln. Informationen
zu den nach geographischen Gebieten gegliederten Umsatzerlösen werden im folgenden dargestellt. Die Umsatzerlöse werden auf Basis der geographischen Berichterstattungsstruktur der Gesellschaft dargestellt. Die Umsätze zwischen geographischen Regionen wurden zu Anschaffungskosten zuzüglich eines Beschaffungsaufschlags angesetzt. Die interregionalen Aktiva wurden bei der Konsolidierung eliminiert.
Europa
Amerika
Lateinamerika
Asien/
Pazifik
Gesamt
3.563.043
1.029.448
109.480
2.205.985
6.907.956
(452.030)
(3.452)
(1.055)
(1.741.987)
(2.198.524)
Umsatzerlöse mit Dritten
3.111.013
1.025.996
108.425
463.998
4.709.432
Summe Aktiva
1.599.750
417.806
84.413
353.578
2.455.547
2.709.113
774.402
98.334
1.555.125
5.136.974
(373.637)
(7.109)
(7.514)
(1.248.474)
(1.636.734)
Umsatzerlöse mit Dritten
2.335.476
767.293
90.820
306.651
3.500.240
Summe Aktiva
1.242.558
325.302
56.569
152.894
1.777.323
2.376.947
771.839
85.176
1.436.626
4.670.588
(276.230)
(4.010)
(324)
(1.193.659)
(1.474.223)
(in TDM)
Geschäftsjahr 1996:
Gesamtumsatzerlöse
abzüglich: Innenumsatzerlöse
Geschäftsjahr 1995:
Gesamtumsatzerlöse
abzüglich: Innenumsatzerlöse
Geschäftsjahr 1994:
Gesamtumsatzerlöse
abzüglich: Innenumsatzerlöse
Umsatzerlöse mit Dritten
Summe Aktiva
2.100.717
767.829
84.852
242.967
3.196.365
930.875
337.445
49.444
124.178
1.441.942
Aufgrund der internen Struktur der Gesellschaft, insbesondere wegen der Zentralisierung bestimmter Aktivitäten und Kostenbelastungen zwischen den einzelnen
Segmenten, sind die Informationen bezüglich der Segmentergebnisse nicht aussagefähig und deshalb nicht enthalten.
57
17. Kapitalflußrechnung
Mit Wirkung vom 1. Oktober 1996 erwarb die Gesellschaft 51% der Anteile an
Jewoo Trading Co. Ltd. in Südkorea. Der Marktwert der erworbenen Vermögensgegenstände und übernommenen Verbindlichkeiten stellt sich wie folgt dar:
(in TDM)
Flüssige Mittel
41.347
Vorräte
14.049
Forderungen und sonstige kurzfristige Vermögensgegenstände
67.774
Sachanlagevermögen
13.186
Immaterielle und sonstige langfristige Vermögensgegenstände
15.005
Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter
(11.510)
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
(78.954)
Kurzfristige Bankdarlehen
(35.177)
Anschaffungskosten
25.720
Abzüglich: Flüssige Mittel der erstmals
konsolidierten Tochtergesellschaften
(41.347)
Abzüglich: Noch nicht entrichteter Kaufpreis
(25.720)
Mittelzufluß durch erstmals konsolidierte Tochtergesellschaften
(41.347)
Flüssige Mittel beinhalten Barmittel und kurzfristige liquide Anlagen, die mit Fälligkeiten von drei Monaten oder weniger erworben wurden.
Der Anstieg der flüssigen Mittel von DM 41 Mio. am Jahresende 1995 auf DM 84 Mio.
zum Jahresende 1996 ist vor allem auf die Einbeziehung der neuen Tochtergesellschaft Jewoo Trading Co. Ltd. (in Zukunft adidas Korea) zurückzuführen, die zum Jahresende DM 30 Mio. an flüssigen Mitteln hielt. Außerdem werden flüssige Mittel der
Jewoo Trading Co. Ltd. mit Fälligkeiten von bis zu 12 Monaten mit einem Betrag von
DM 24 Mio. unter sonstigen Vermögensgegenständen (Erläuterung 5) und mit Fälligkeiten von über 12 Monaten mit einem Betrag von DM 23 Mio. unter sonstigen langfristigen Vermögensgegenständen (Erläuterung 7) ausgewiesen. Insgesamt wurden
DM 50 Mio. von diesen DM 77 Mio. als Sicherheit vor allem für Kreditlinien verpfändet.
18. Haftungsverhältnisse
und sonstige finanzielle
Verpflichtungen
58
Zum 31. Dezember 1996 beträgt das Wechselobligo ca. DM 9 Mio., und die Gesellschaft haftet für Darlehensbürgschaften gegenüber Kreditinstituten in Höhe von ca.
DM 5 Mio.
Die Gesellschaft hat sonstige finanzielle Verpflichtungen im Zusammenhang mit Promotion- und Werbeverträgen sowie aus dem Bestellobligo für Sachanlagen für die
nächsten 5 Geschäftsjahre von 1997 bis 2001 von ungefähr DM 164 Mio., DM 131
Mio., DM 100 Mio., DM 82 Mio. und DM 56 Mio. Die Beträge für zukünftige Zahlungen nach 2001 belaufen sich auf ca. DM 62 Mio. Die Restlaufzeiten der Verträge
betragen bis zu 8 Jahren.
Die Gesellschaft ist gegenwärtig in verschiedene Rechtsstreitigkeiten verwickelt, die
sich aus der normalen Geschäftstätigkeit ergeben. Obwohl es im Bereich des Möglichen liegt, daß einige der Streitigkeiten zuungunsten der Gesellschaft entschieden
werden, ist das Management der Ansicht, daß das Ergebnis der anhängigen
Rechtsstreitigkeiten keine wesentlichen Auswirkungen auf die Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 1996 hat.
19. Verbundene
Unternehmen
Robert Louis-Dreyfus und Christian Tourres, Mitglieder des Vorstands der adidas
AG, haben indirekten Einfluß auf den Fußballclub Olympique de Marseille. Robert
Louis-Dreyfus ist auch Vorsitzender dieses Clubs. Die Gesellschaft hat mit dem
genannten Club Promotionverträge abgeschlossen, die mit anderen Promotionverträgen vergleichbar sind.
20. Ereignisse nach dem
Bilanzstichtag
Die Gesellschaft wird ihre Firmenstruktur in 1997 neu ausrichten. In Zukunft wird
adidas International B.V. für das internationale Lizenzgeschäft mit der Marke adidas
und für internationale Promotionaktivitäten zuständig sein.
Herzogenaurach, den 19. Februar 1997
Der Vorstand der adidas AG
59
BERICHT DER ABSCHLUSSPRÜFER
An den Vorstand und den Aufsichtsrat der
adidas AG
Herzogenaurach, Deutschland
Wir haben die beigefügten Konzernbilanzen der adidas AG und deren Tochtergesellschaften (die Gesellschaft) zum 31. Dezember 1996 und 1995 sowie die dazugehörigen Gewinn- und Verlustrechnungen und die Kapitalflußrechnungen für jedes
der Geschäftsjahre in dem dreijährigen Zeitraum, der zum 31. Dezember 1996
endet, geprüft. Für diese Konzernabschlüsse zeichnet der Vorstand der Gesellschaft
verantwortlich. Unsere Verantwortung besteht darin, auf Basis unserer Prüfung
einen Bestätigungsvermerk zu diesen Konzernabschlüssen zu erteilen.
Unsere Prüfung wurde in Übereinstimmung mit den internationalen Grundsätzen
ordnungsmäßiger Durchführung von Abschlußprüfungen („International Standards
on Auditing“) vorgenommen. Diese Grundsätze erfordern, die Prüfung so zu planen
und durchzuführen, daß wir eine angemessene Gewißheit erlangen, daß der Konzernabschluß nicht mit wesentlichen Fehlern behaftet ist. Eine Prüfung beinhaltet die
stichprobenartige Überprüfung von Unterlagen, die die Grundlage der Zahlen und
Angaben in den Jahresabschlüssen bilden. Zur Prüfung gehört auch eine Beurteilung der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie wesentliche
Bewertungseinschätzungen des Vorstands und eine Beurteilung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses. Wir sind der Auffassung, daß unsere Prüfung eine
angemessene Grundlage für unseren Bestätigungsvermerk darstellt.
Nach unserer Überzeugung vermitteln die oben dargestellten Konzernabschlüsse in
allen wesentlichen Punkten ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der konsolidierten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der adidas AG und ihrer
Tochtergesellschaften zum 31. Dezember 1996 und 1995 sowie die dazugehörigen
Gewinn- und Verlustrechnungen und die Kapitalflußrechnungen für jedes der
Geschäftsjahre in dem dreijährigen Zeitraum, der zum 31. Dezember 1996 endet, in
Übereinstimmung mit den internationalen Rechnungslegungsgrundsätzen („International Accounting Standards“).
Frankfurt am Main, den 19. Februar 1997
KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
60
Dieter Kuhn
Dr. Bert Böttcher
Wirtschaftsprüfer
Wirtschaftsprüfer
Anlage I zu den Erläuterungen
ANTEILSBESITZ DER ADIDAS AG, HERZOGENAURACH
zum 31. Dezember 1996
Eigenkapital
Firma und Sitz der Gesellschaft
Anteil am Kapital gehalten
Währung
TWE
von
in %
DEM
16.466
direkt
100
DEM
50
direkt
100
FRF
311.768
direkt
100
FRF
(13.181)
3
100
FRF
0
3
100
FRF
7.267
3
100
ESP
2.185.771
direkt
100
PTE
557.346
direkt
51
CHF
17.205
direkt
100
CHF
853
direkt
100
CHF
(40)
10
100
FRF
(3.789)
1
100
FRF
(2.201)
direkt
100
ATS
176.202
direkt
95,89
9
4,11
Deutschland
1 erima Sportbekleidungs GmbH,
Reutlingen
2 adidas Versicherungs-Vermittlungs GmbH,
Herzogenaurach
Europa
3 adidas Sarragan France S.a.r.l.,
Landersheim (Frankreich)
4 SOFAG-Sporting S.A.,
Paris (Frankreich)
5 Corse Sports Distribution S.a.r.l.
Ajaccio (Frankreich)
6 adidas Sarragan Sports E.u.r.l.
Pont Sainte Marie (Frankreich)
7 adidas Espana S.A.
Zaragoza (Spanien)
8 adidas Portugal Lda.
Lissabon (Portugal)
9 adidas Sport GmbH
Lindau (Schweiz)
10 Sarragan S.A.
Fribourg (Schweiz)
11 Poytrad Handels AG i. Liqu. 9)
Luzern (Schweiz)
12 erima France S.a.r.l.
Schiltigheim (Frankreich)
13 Le Coq Sportif International S.A.
Schiltigheim (Frankreich)
14 adidas Austria AG
Klagenfurt (Österreich)
15 adidas Benelux B.V.
NLG
26.401
direkt
50
BEF
84.414
15
100
Etten-leur (Niederlande)
16 adidas Belgium N.V.
Zellik (Belgien)
61
zum 31. Dezember 1996
Eigenkapital
Firma und Sitz der Gesellschaft
17 BIG L.A. N.V. *)
Währung
TWE
Anteil am Kapital gehalten
von
in %
16
50
direkt
99
3
1
direkt
85
HUF
19
100
HUF
19
100
HUF
19
100
direkt
100
GBP
23
100
GBP
23
100
GBP
23
100
GBP
23
100
GBP
23
100
direkt
100
IEP
29
100
IEP
29
100
BEF
Houthalen (Belgien)
18 adidas International B.V.
NLG
(13.674)
Amsterdam (Niederlande)
19 adidas Budapest Kft.
1)
HUF
1.314.451
Budapest (Ungarn)
20 Predator Kft. 1)
Budapest (Ungarn)
21 A.T.P. Kft. 1)
Budapest (Ungarn)
22 Questra Kft. 1)
Budapest (Ungarn)
23 adidas (UK) Ltd. 2)
GBP
28.176
Stockport (Großbritannien)
24 adidas (ILKLEY) Ltd. 2)
Stockport (Großbritannien)
25 Larasport (U.K.) Ltd. 2)
Stockport (Großbritannien)
26 Sarragan (U.K.) Ltd. 2)
Stockport (Großbritannien)
27 Trefoil Trading (U.K.) Ltd. 2)
Stockport (Großbritannien)
28 Three Stripes (U.K.) Ltd. 2)
Stockport (Großbritannien)
29 adidas (Ireland) Ltd. 3)
IEP
2.950
Dublin (Irland)
30 Fortstewart Ltd. 3)
Dublin (Irland)
31 Three Stripes Export Ltd. 3)
Dublin (Irland)
32 adidas Norge A/S
NOK
88.177
direkt
100
SEK
35.009
direkt
100
UAH
(8)
direkt
100
Gjovik (Norwegen)
33 adidas Sverige AB 4)
Hägersten (Schweden)
34 adidas Ukraine
Kiew (Ukraine)
62
Anlage I zu den Erläuterungen
zum 31. Dezember 1996
Eigenkapital
Firma und Sitz der Gesellschaft
35 adidas Poland Sp. z. o. o.
Anteil am Kapital gehalten
Währung
TWE
von
in %
PLZ
17.911
direkt
100
CSK
169.915
direkt
100
RUR
18.886.188
direkt
100
GRD
947.964
direkt
50
ITL
18.998.000
direkt
50
USD
2.093
3
100
USD
544
direkt
100
USD
65.302
direkt
100
USD
42
100
USD
43
100
CAD
42
100
USD
42
100
USD
43
100
USD
43
100
Warschau (Polen)
36 adidas CR s.r.o.
Prag (Tschechische Republik)
37 adidas Moscow Ltd.
Moskau (Rußland)
38 adidas Hellas S.A.
Thessaloniki (Griechenland)
39 adidas Italia S.r.l.
Monza (Italien)
40 adidas Middle East SAL
Beirut (Libanon)
41 adidas Israel Ltd.
Tel Aviv (Israel)
Amerika
42 adidas North America Inc. 4)
Portland, Oregon (USA)
43 adidas America Inc. 4)
Spartanburg, South Carolina (USA)
44 adidas Distribution Center Inc. 4)
Lansing, Michigan (USA)
45 adidas (Canada) Ltd. 4)
Toronto (Kanada)
46 Sports Inc. 4)
Portland, Oregon (USA)
47 adidas Retail Outlets Inc. 4)
Portland, Oregon (USA)
48 adidas Sales Inc. 4)
Portland, Oregon (USA)
49 Sarragan Holding Inc. (31. Dezember 1995) 9)
USD
585
direkt
100
USD
46
direkt
100
Princeton, New Jersey (USA)
50 LXZA Inc. 5) 9)
(vormals LCS America Inc.)
Spartanburg, South Carolina (USA)
63
zum 31. Dezember 1996
Eigenkapital
Firma und Sitz der Gesellschaft
51 LXZDO Inc. 5) 9)
Währung
TWE
USD
Anteil am Kapital gehalten
von
in %
50
100
direkt
100
direkt
100
direkt
12,17
9
87,83
(vormals LCS Design Outlets Inc.)
Spartanburg, South Carolina (USA)
Lateinamerika
52 adidas de Mexico S.A. de C.V. 6)
MXP
39.795
Mexico-City (Mexiko)
53 adidas Industrial S.A. de C.V. 6)
MXP
Mexico-City (Mexiko)
54 adidas do Brasil Ltda.
BRL
9.692
Sao Paulo (Brasilien)
55 adidas Latin America S.A.
USD
3.166
direkt
100
UYU
2.478
direkt
100
VEB
459.439
direkt
100
57
100
Panama-City (Panama)
56 3 Stripes S.A. (adidas Uruguay)
Montevideo (Uruguay)
57 adidas Corp. de Venezuela 7)
Caracas (Venezuela)
58 adidas Margarita S.A. 7)
VEB
Porlamar, Marg. (Venezuela)
59 adidas Argentina S.A.
ARS
381
direkt
51
CLP
316.613
direkt
99
2
1
Buenos Aires (Argentinien)
60 adidas Chile Ltda.
Santiago de Chile (Chile)
Afrika
61 adidas (South Africa) (Pty) Ltd.
ZAR
20.838
direkt
100
USD
273
direkt
100
HKD
81.100
direkt
100
USD
35.495
direkt
100
Kapstadt (Südafrika)
62 adidas Egypt Ltd.
Kairo (Ägypten)
Asien
63 adidas Hong Kong Ltd.
(Hongkong)
64 adidas Asia/Pacific Ltd.
(Hongkong)
64
Anlage I zu den Erläuterungen
zum 31. Dezember 1996
Eigenkapital
Firma und Sitz der Gesellschaft
65 adidas China Holding Co. Ltd. 9)
Anteil am Kapital gehalten
Währung
TWE
von
in %
HKD
(179)
direkt
50
SGD
52
direkt
100
MYR
7.778
direkt
60
THB
129.853
direkt
50
TWD
44.418
direkt
100
PHP
78.338
direkt
100
KRW
17.542.000
direkt
51
IDR
4.163.030
(indirekt via
70
(Hongkong)
66 adidas Singapore Pte. Ltd.
(Singapur)
67 adidas Malaysia Sdn. Bdn.
Kuala Lumpur (Malaysia)
68 adidas (Thailand) Co., Ltd.
Bangkok (Thailand)
69 adidas Taiwan Ltd.
Taipei (Taiwan)
70 adidas Philippines Inc.
Manila (Philippinen)
71 Jewoo Trading Co. Ltd.
(künftig adidas Korea Ltd.)
Seoul (Korea)
72 P.T. Trigaris Sportindo
(adidas Indonesia)
P.T. Sinar
Jakarta (Indonesien)
Adi Surya)
73 adidas India Private Ltd. 8)
INR
(25.300)
Neu Delhi (Indien)
74 adidas India Trading Private Ltd.
INR
8)
direkt
99
18
1
73
80
Neu Delhi (Indien)
Australien
75 adidas Australia Pty. Ltd.
AUD
24.937
direkt
100
NZD
1.337
direkt
100
Mulgrave (Australien)
76 adidas New Zealand Pty. Ltd.
Auckland (Neuseeland)
1)
Teilkonzern Ungarn
4)
Teilkonzern USA
7)
Teilkonzern Venezuela
2)
Teilkonzern Großbritannien
5)
Teilkonzern LCS Amerika
8)
Teilkonzern Indien
3)
Teilkonzern Irland
6)
Teilkonzern Mexiko
9)
Fünf wegen Geringfügigkeit nicht in den Konzernabschluß der adidas AG einbezogene Gesellschaften sind mit 9) gekennzeichnet.
*) Es handelt sich um ein neu gegründetes assoziiertes Unternehmen; auf eine Equity-Bewertung wurde wegen Geringfügigkeit verzichtet.
65
ADIDAS AG UND TOCHTERGESELLSCHAFTEN
ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS
(in TDM)
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Effekt
aus Wäh-
Veränderung
Vortrag
rungsum-
Konsolidie-
1. Jan. 1996
rechnung
rungskreis
Zugänge
buchungen
197.604
5.222
14.506
6.263
10.180
Um-
Sachanlagevermögen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
Technische Anlagen und Maschinen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
66
45.303
1.304
53
3.706
8.975
174.135
6.766
3.396
50.222
4.119
20.374
1.538
0
13.716
(24.047)
437.416
14.830
17.955
73.907
(773)
Anlage II zu den Erläuterungen
kumulierte
Abschreibungen
Buchwert
Abschreibungen des
Stand
Stand
Nettowert
Nettowert
Geschäfts-
Abgänge
31. Dez. 1996
31. Dez. 1996
31. Dez. 1996
31. Dez. 1995
jahres
5.201
228.574
93.567
135.007
113.898
6.964
669
58.672
38.563
20.109
8.175
3.457
15.588
223.050
144.695
78.355
56.185
31.219
3.961
7.620
0
7.620
20.374
2.875
25.419
517.916
276.825
241.091
198.632
44.515
67
adidas AG
Adi-Dassler-Straße 2
91074 Herzogenaurach
Deutschland
Postanschrift:
Postfach 1120
91072 Herzogenaurach
Deutschland
Tel:
+49 (9132) 84-0
Fax:
+49 (9132) 84-2241
Investor Relations:
Tel:
+49 (9132) 84-2187
Fax:
+49 (9132) 84-3127
Internetadresse:
http://www.adidas.de
http://www.adidas.com (US)
Konzeption:
Peter C. Moore
Design und Realisation:
Advantage, Frankfurt
Bildnachweis:
Allsport, London
Leagas Delaney, London
Der Umwelt zuliebe –
elementarchlorfrei gebleichtes Papier.
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ist eine Übersetzung des englischen Originals gemäß
International Accounting Standards. Im Falle unterschiedlicher
68
Interpretationen gilt der englische Text.