Mit Pauken und Trompeten

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Mit Pauken und Trompeten
Seit 20 Jahren geteilt: Zu Besuch im tschecho-slowakischen Grenzland Seite 4
www.pragerzeitung.cz
Nr. 1–2 | Donnerstag, 10. Januar 2013 | 22. Jahrgang
Die Wochenzeitung aus der Mitte Europas
CZK 55 | EUR 2,10 | CHF 3,10
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PULVERTURM
Mobiler Freund
Allein am Heiligen Abend verschickten die Tschechen über 68
Millionen SMS. Das meldete eine
Nachrichtenagentur, die sich
auf Angaben der tschechischen
Mobilfunkanbieter bezog. Eine
erschreckende Zahl. Denn übermäßiger Gebrauch von Handys
führte schon im letzten Jahr
dazu, dass viele überschuldet
sind. Jeder Tscheche stand bei
den Betreibern im Schnitt mit
fast 4.500 Kronen in der Kreide,
das waren über 180 Euro.
Andererseits ist dies aber auch
eine verständliche Entwicklung.
Statistisch besitzt praktisch jeder Tscheche ein Handy. Nicht
wenige sogar zwei. Oder drei. Sie
ersetzen ihnen Freunde. Mehr
noch: Sie sind für sie wahre Kumpel. Denn Mobiltelefone sind
auch Menschen, wie englische
Suchtexperten berichten. Die
kleinen Dinger symbolisieren
Kontakte, Freundschaft und Aufmerksamkeit. Ein Leben ohne
Handy macht daher immer mehr
Besitzern pure Angst. Schon bei
kurzer Trennung leiden viele unter Stress. Fast jeder nutzt einmal pro Stunde sein Handy. Und
vier von fünf Befragten gaben
an, dass sie sich äußerst unwohl
fühlen, wenn ihr Mobiltelefon
längere Zeit nicht in Reichweite
ist. Deshalb lassen es auch 84
Prozent niemals aus den Augen.
Verwunderlich nur, dass die
Tschechische Post trot zdem
nach wie vor jährlich eine halbe
Milliarde Briefe befördert. Anscheinend haben vor allem ältere
Tschechen noch nicht entschlüsselt, was die kleinen Buchstaben neben den Ziffern auf ihren
Handy-Tasten bedeuten. Diesbezüglich hatte ich auch meinen
Nachbarn in Verdacht, als ich ihn
gestern vor seinem Briefkasten
traf. Doch er gab mir eine andere
Begründung: Er hält der Post die
Treue, weil er seinen Briefträger
einfach sympathischer findet
als sein Mobiltelefon. Der Postmann beginnt an vielen Tagen
sogar von sich aus ein Gespräch.
Das hat sein Handy bisher noch
nie gemacht. (khan)
Redaktion und Verlag, Prager Zeitung, Jeseniova 51,
130 00 Praha 3, Tel./Fax: +420 222 250 125
Abonnement: [email protected],
weitere Angaben im Impressum Seite 2
Kamera läuft, Ton an – und Action: Staatspräsident Václav Klaus hob sich in seiner Neujahrsrede „das Beste“ für den Schluss auf.
Foto: čtk
Mit Pauken und Trompeten
Klaus erlässt umstrittene Amnestie – Senatoren planen Verfassungsbeschwerde
VON FR A NZISK A NEUDERT
Auch auf seine letzten Tage als
Präsident gelingt es Václav Klaus,
das Land in Aufruhr zu versetzen. Noch keinen Tag währte das
neue Jahr, da sorgte das Staatsoberhaupt am Ende seiner Neujahrsansprache für reichlich Unmut. Anlässlich des 20-jährigen
Bestehens der Tschechischen
Republik erließ Klaus eine umfangreiche Teilamnestie, die er
lapidar im letzten Passus seiner
Rede ankündigte: „Sehr geehrte
Mitbürger, heute ist es genau 20
Jahre her, da die unabhängige
Tschechische Republik auf der
Weltkarte erschien. Erlauben Sie
mir vor dem Ende meiner Rede
anlässlich dieses Jubiläums eine
Teilamnestie zu verkünden, die
am 2. Januar in Kraft treten soll.“
Genaueres blieb vorerst unklar
und war nur über die Internetseiten des Präsidialamtes zu er-
fahren. Die Amnestie aber war
beschlossene Sache. Regelrecht
im Alleingang wurde sie von Regierungschef Petr Nečas (ODS)
abgesegnet. Eine Rücksprache
mit dem Kabinett fand nicht statt
– umso bestürzter sind die Regierungsparteien und natürlich
die Opposition. Die Sozialdemokraten (ČSSD) kündigten bereits
einen Misstrauensantrag an. Wie
der ČSSD-Vorsitzende Bohuslav
Sobotka am Donnerstag vor Journalisten bestätigte, lehne seine
Partei die Amnestie grundsätzlich ab und plane daher erneut,
mit einem Misstrauensvotum
den Rücktritt der Regierung zu
erzwingen. Auch Außenminister
und TOP-09-Chef Karel Schwarzenberg, der die Amnestie angesichts der überfüllten Gefängnisse zunächst als notwendige
Maßnahme bezeichnete, zeigt
inzwischen Unverständnis: „Das
hätte nur leichte Fälle betreffen
sollen. Also Fälle, die in den
meisten europäischen Ländern
überhaupt nicht mit Gefängnis
bestraft werden. Es darf nicht
sein, dass hier die größten Skandale der Republik amnestiert
werden.“ Der sozialdemokratische Präsidentschaftskandidat
Jiří Dienstbier (ČSSD) zeigte sich
ironisch und sprach von einem
„stilvollen Abgang“ des Präsidenten, der seinen alten „Freunden aus der Wirtschaft“ die letzte
Ehre erweise.
Im großen Stil
Die Koalitionsparteien TOP 09,
LIDEM und sogar Nečas’ Bürgerdemokraten weigern sich,
für die Folgen der Amnestie zur
Verantwortung gezogen zu werden. Gerade das Ausmaß befeuert Bedenken. „Ich billige eine
Amnestie, jedoch nicht mit einer
solchen Reichweite“, so die ODSAbgeordnete Ivana Weberová.
Schätzungen des Justizministeriums zufolge könnten rund
7.400, also knapp ein Drittel
der derzeit etwa 23.000 Inhaftierten entlassen werden; bisher befinden sich bereits 6.000
Stra f täter w ieder auf freiem
Fuß. Eine Herausforderung für
Ämter und Polizei, die sich nun
mit der Wiedereingliederung
ehemaliger Insassen und potentiellen Rückfällen auseinandersetzen. Gegenüber der Tageszeitung „Mladá fronta Dnes“
verteidigte Klaus die Amnestie
als eine Geste, die Menschen,
die in Konflikt mit dem Gesetz
geraten, jedoch keine Wiederholungstäter sind, eine zweite
Chance gebe.
Wie das Präsidialamt bekanntgab, bezieht sich die Amnestie
vor allem auf Straftäter, die bis
Ende 2012 zu maximal einem
Jahr Haft verurteilt wurden. Außerdem werden ältere Häftlinge
über 75 Jahren amnestiert, die
eine Haftstrafe von höchstens
zehn Jahren verbüßen, sowie
Kriminelle über 70 Jahren, die
zu maximal drei Jahren Freiheitsentzug verurteilt wurden.
Ebenso au fgehoben werden
Haftstrafen bis zu zwei Jahren,
sofern diese nicht wegen Körperverletzung, Sexualdelikten oder
Straftaten gegen Familien und
Kinder verhängt wurden.
Insgesamt könnten mehr als
32.000 Personen von der präsidialen Verfügung profitieren.
Neben den derzeit Inhaftierten
werden auch Personen, die mit
einer Bewährungsstrafe belegt
wurden oder noch auf ihr Gerichtsurteil warten, zu den Begünstigten. Gerade letztere geben Anlass zu Unbehagen. Juristen befürchten, dass die Drahtzieher großer Finanzskandale zu
den Nutznießern gehören.
Fortsetzung auf Seite 3
Endspurt auf die Burg
Kurz vor der ersten direkten Präsidentschaftswahl spitzt sich die Stimmung zu
E
ines zumindest steht fest:
Tschechien erlebt an diesem
Wochenende die erste direkte
Wahl des Staatsoberhaupts in
seiner Geschichte. Dank einer
Verfassungsklage des wegen Unstimmigkeiten in seinen Unterschriftenlisten disqualifizierten
Kandidaten Tomio Okamura war
selbst der Wahltermin bis Freitag
noch nicht sicher. Die Brünner
Richter haben die erste Klage des
Senators abgelehnt, über eine
zweite ist bereits entschieden
worden. Das Ergebnis jedoch
wird erst am kommenden Freitag verkündet – den Urnengang
am 11. und 12. Januar kann das
Urteil also in keinem Fall mehr
abwenden.
Dem nahenden Termin entspricht auch die hitzige Vor-
wahlstimmung: Die Kampagnen laufen auf Hochtouren, auf
etliche Kandidaten deuten die
Zeigefinger ihrer Kritiker, kein
Tag vergeht ohne Fernsehduell.
Nach der sogenannten „Superdebatte“ aller neun Kandidaten
im öffentlich-rechtlichen Fernsehen ist dann einstweilen Sendepause. Endgültig wird über
die Nachfolge von Václav Klaus
wohl erst zwei Wochen später
entschieden. Sollte keiner der
Anwärter auf das Präsidentena mt eine absolute Mehrheit
erlangen, folgt die Stichwahl
zwischen den beiden stärksten
Kandidaten.
Glaubt ma n den Um f ragewerten, läuft diese auf ein Duell der ehemaligen Regierungschefs hinaus: Der pa r tei lose
Statistiker Jan Fischer gegen
das politische Schwergewicht
Miloš Zeman (SPOZ), den spätestens seit dem umstrittenen
Oppositionsvertrag zwischen
Sozia l- und Bürgerdemok raten eine Hassliebe mit Václav
K laus verbindet. Die meisten
Umfragen sehen Fischer seit
September knapp vor Zeman,
in den verga ngenen Wochen
kon nte der ei n st ige Č S SD Vorsit z ende nach z iehen. I n
der jüngsten Studie der Agent ur „ppm Fact um“ verzeichnet Zeman 0,6 Prozentpunkte
Vorsprung. Bei etwa 10 Prozent
sehen die Meinungsforscher
Außenminister Karel Schwarzenberg (TOP 09) und den Kandidaten der Sozialdemokraten
Jiří Dienstbier.
Politologen warnen vor vorzeitigen Schlüssen. „Ich vertraue
dem Ganzen nicht“, sagt Politologe Miroslav Mareš, „da es sich
um die ersten Direkt wa hlen
handelt, gibt es in den Hochrechnungen eine ganze Reihe
von Unbekannten.“
N ic ht nu r v e r s pr ic ht d a s
Spa n nu ng bis z u m Sch luss.
Václav K laus hat die Direktwa hl a ls Penda nt zu „Tschech ien sucht den Supersta r“
kritisiert. Zumindest das Privatfernsehen scheint ihn beim
Wor t genom men z u haben.
Bei ei ner Debat te z w ischen
den Favoriten ermittelte „T V
Nova“ den Gew inner per Dezibel-Messgerät. A m meisten
Krach machten die Anhänger
von Fischer – später kam her-
aus, dass er einen Teil seiner
Fans bezahlt hatte. Indes wird
der einstige Interimspremier
immer heftiger wegen seiner
kommunistischen Vergangenheit kritisiert.
Miloš Zeman sieht sich derweil
mit einer Klage wegen unklarer
Finanzierung seiner Kampagne
konfrontiert. Seit langem wird
über Kontakte zum russischen
Konzern Lukoil gemunkelt. Nun
klagt ein Rechtsanwalt wegen
6,7 Millionen Kronen auf Zemans Konto – Herkunft unbekannt. (mn/čtk)
W ECHSELKURSE
in Kronen, Stand: 8. Januar 2013
EUR __________ 25,58
CHF __________ 21,15
USD __________ 19,55
GBP __________ 31,40
2 DIE WOCHE
10. Januar 2013 | Prager Zeitung Nr. 1–2
KOMMENTAR
Auf Nimmerwiedersehen!
In seiner letzten Neujahrsrede wettert
Noch-Präsident Klaus gegen Unruhestifter
VON NA NCY WA LDM A NN
Václav Klaus ist ein Mann der „guten alten Werte“. Er las seine
letzte Neujahrsrede von Karteikarten ab, nicht vom Teleprompter. Er trat nicht vorm Weihnachtsbaum in kerzenbeschienener
Wohnzimmerheimeligkeit auf, wie es die Staatsoberhäupter in
Deutschland oder Belgien tun, sondern sachlich und säkular in
der Präsidentenbibliothek. Die saubere äußere Form sollte man
ihm zugute halten. Was Klaus, der Neoliberalist, sagte, erinnerte an die paternalistische Art, wie sie auch kommunistische
Staatsoberhäupter pflegten. Die Kaufhäuser sind voll, begann
der Präsident. Im historischen Maßstab gehe es der Bevölkerung
so gut wie nie zuvor. Es hätte auch lauten können: Wir befinden
uns in einer Gesellschaftsformation, in der die sozio-ökonomischen Widersprüche des dialektischen Materialismus nahezu
aufgehoben sind. Nur einige stifteten Unruhe – „selbsternannte
Retter“ hießen sie bei Klaus – obwohl die meisten dieses System
zu schätzen wüssten. Meinte der Präsident vielleicht die konterrevolutionären Kräfte? Wer diese Querulanten sind, kennen wir
schon aus früheren Reden, aber der Präsident legte es noch einmal
dar: die Bürokratie-Krake der EU, die den Tschechen sinnlose Gesetze aufzwinge, die politische Opposition sowohl im Parlament
als auch außerhalb, die immer so negativ ist und keine Lösungen
anbiete sowie die Medien mit ihren „Katastrophenmeldungen“, die
die Öffentlichkeit teilnahmslos machten. Und zu guter Letzt: der
fehlende Respekt vor ehrlicher Arbeit, der Niedergang der Kultur,
der Sieg der Oberflächlichkeit und die vulgären Attacken, befördert
durch das vierte Übel: das Internet.
All diese Unruhestifter verstand Klaus in seiner Rede abzuspalten wie etwas gesellschaftlich Anorganisches, das mit seinem
Volk zu Füßen der Burg nichts zu tun hat. Das nämlich wolle
arbeiten und Ruhe finden.
Was hat dieser scheidende Präsident eigentlich für ein Verständnis von einer demokratischen Gesellschaft? Klaus sprach nicht zu
den Bürgern einer aufgeklärten Zivilgesellschaft, sondern zu einem
braven, arbeitsamen Fußvolk, das seine Erfolge am Bruttoinlandsprodukt messen darf. Es solle zu den „guten alten Werten“ zurückkehren, das helfe zur Ruhe zu finden. Erbaulich war die Rede des
Burgherrn für niemanden. Über die Themen, die Tschechien im
Jahre 2012 umgetrieben haben – Sozialabbau und der Kampf gegen
die Korruption – hat Klaus geschwiegen. Stattdessen düpierte er
mit einer Amnestie diejenigen, die gerade glaubten, die Korruption
würde jetzt wirklich bekämpft. Belohnt wurden die eigentlichen
Unruhestifter, denn Klaus ließ mit der Amnestie auch zahlreiche
Ermittlungsverfahren wegen millionenschwerer Korruptionsskandale einstellen. Ein missratener Abschied. Tschüs, Václav Klaus!
PRESSESCHAU
Publizierte Meinungen über Regierungskrise,
Amnestie und Präsidentschaftswahl
NACHRICHTEN
Strafanzeige gegen den Premier
Petr Nečas sieht sich seit Montag mit einer Strafanzeige wegen Korruption konfrontiert. Laut Václav Láska, Anwalt bei Transparency
International, soll der Regierungschef Abtrünnigen seiner Bürgerdemokratischen Partei (ODS) Posten in Unternehmen mit Staatsanteilen
zugesichert haben, wenn diese ihr Mandat niederlegen. Anzeige erstattet Láska auch gegen die sogenannten ODS-Rebellen Marek Šnajdr,
Petr Tluchoř und Ivan Fuksa. Diese hatten im November ihre Sitze im
Parlament verlassen, nachdem sie die Regierung über Wochen wegen
ihrer Ablehnung gegenüber der Einführung höherer Mehrwertsteuern
in Schach hielten. Nach Beilegung der Regierungskrise wechselten
Šnajdr und Fuksa in halbstaatliche Unternehmen. Tluchoř sei laut
Medienspekulationen auf einen Posten beim Temelín-Betreiber ČEZ
gehandelt worden. Der frühere Abgeordnete streitet dies ab. Regierungssprecher Michal Schuster bezeichnete die Anschuldigung Láskas
als absurd. (mn/čtk)
Vor Dienstschluss
Am Mittwoch (nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe) tritt Präsident
Václav Klaus seinen wohl letzten offiziellen Deutschland-Besuch an.
In Berlin trifft das Staatsoberhaupt auf seinen Amtskollegen Joachim
Gauck, den Präsidenten des Deutschen Bundestags Norbert Lammert
sowie Bundeskanzlerin Angela Merkel. Dort wollen die Politiker über
die Rolle Deutschlands als Motor der europäischen Integration sprechen. Während Klaus, der als vehementer EU-Kritiker gilt, vor einem
europäischen Superstaat warnt, betont Gauck das gemeinsame Bewusstsein für ein vereintes Europa. Das letzte Mal trafen die beiden
Staatsmänner im Oktober vergangenen Jahres in Prag aufeinander. Bei
seinem ersten Staatsbesuch in Tschechien bekannte sich Gauck für die
Schuld der Deutschen an Krieg und Besetzung. Klaus letzter offizieller
Besuch in Berlin fand im April 2008 statt. (fn/čtk)
LIDEM bleibt in der Regierungskoalition
Die kleinste Koalitionspartei LIDEM hat ihren Verbleib in der bestehenden Regierungskoalition angekündigt. Gemeinsam mit ihren Koalitionspartnern ODS und TOP 09 will sie bis Ende Januar einen neuen Koalitionsvertrag aushandeln. Wie die Parteivorsitzende Karolína Peake
bestätigte, hob die Parteiführung am Dienstag den Beschluss über den
Rücktritt ihrer Minister zum 10. Januar auf. Der geplante Rücktritt war
eine Reaktion auf die Abberufung Peakes als Verteidigungsministerin.
Staatspräsident Václav Klaus hatte Peake am 19. Dezember vergangenen
Jahres nach einer Aufforderung von Premier Petr Nečas als Leiterin
des Verteidigungsressorts abgesetzt. Als Ministerin war sie nur sieben
Tage im Amt, in dem sie den im November zurückgetretenen Alexandr
Vondra (ODS) ersetzte. Bereits einen Tag nach ihrer Ernennung hatte
sie den stellvertretenden Verteidigungsminister Vlastimil Picek und
weitere hochrangige Vertreter des Ministeriums entlassen. (nw/čtk)
Ex-Chef der Obersten Kontrollbehörde klagt
gegen Abgeordnetenkammer
Der ehemalige Präsident der Obersten Kontrollbehörde (NKU)
František Dohnal hat zwei Klagen im Abgeordnetenhaus eingereicht.
Er verlangt die Rückerstattung einer Geldbuße von 50.000 Kronen,
die ihm wegen Behinderung parlamentarischer Kontrolltätigkeit
in den vergangenen Jahren auferlegt wurde. Dohnal hatte sich 2010
geweigert, dem Abgeordnetenhaus seine Buchrechnung als Unterlage für ein Audit im Rechnungshof vorzulegen. Ein Gericht hob
später die Geldstrafe wieder auf. Wegen seiner Weigerung, mit dem
Kontrollausschuss des Abgeordnetenhauses zu kooperieren, wurde
Dohnal im Februar 2012 zu einer 18-monatigen Haftstrafe auf Bewährung verurteilt. Der ehemalige Chef der Behörde beteuert nach
wie vor seine Unschuld. Er ist einer der Fälle, die von der von Klaus
erlassenen Amnestie profitieren könnten. (fn/čtk)
Gesundheitsminister fordert stärkeren
Schutz für Kinder und Jugendliche
Gesundheitsminister Leoš Heger (TOP 09) plant, ab 2014 ein neues
Gesetz zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Alkohol einzuführen. Diesem zufolge soll der Verkauf von Alkohol und Tabak
an Automaten und mobilen Ständen untersagt werden, da dort das
Alter der Käufer nicht hinlänglich kontrolliert werden könne. Ferner
möchte Heger ein Rauchverbot in den Innenräumen von Gaststätten
erwirken, um auch Nichtraucher besser zu schützen. Zusätzlich zum
Rauchverbot soll in Lokalen wenigstens ein nicht-alkoholisches
Getränk angeboten werden, das günstiger ist als das billigste alkoholische Getränk. Auch an öffentlichen Orten, die der Betreuung
von Kindern und Jugendlichen dienen, soll das Rauchen verboten
werden. Restaurantbetreibern, in deren Räumen sich betrunkene
Minderjährige aufhalten, droht künftig Bestrafung. Den Verkauf von
Tabak und Alkohol an Personen unter 18 Jahren möchte Heger mit
einer Geldstrafe von 1 Million Kronen belegen, den an Jugendliche
unter 15 Jahren mit 2 Millionen Kronen. Das modifizierte Gesetz
stellt eine Maßnahme gegen den hohen Konsum von Alkohol und
Tabak im Land dar. Einer Studie zufolge rauchen in Tschechien 42
Prozent der 16-Jährigen, 98 Prozent von ihnen haben Erfahrungen
mit Alkohol und anderen Suchtmitteln. (fn/čtk)
NHL-Lockout beendet – Stars zurück
in Nordamerika
Seit der Nacht auf vergangenen Sonntag kann der NHL-Lockout
als beendet betrachtet werden. In einer 16-stündigen Marathonsitzung einigten sich Verband und Spielergewerkschaft bei den
Hauptstreitpunkten Einnahmeaufteilung, Vertragslaufzeiten und
Gehaltsobergrenze. In Zukunft werden die 3,3 Milliarden US-Dollar,
die die US-amerikanisch-kanadische Liga einnimmt, genau zur
Hälfte aufgeteilt und nicht wie bisher im Verhältnis 57:43 zugunsten
der Spieler. Zudem wurde die maximale Laufzeit bei einem neuen
Vertrag auf sieben Jahre beschränkt. Die Gehaltsobergrenze wird
zumindest noch nächstes Jahr bei insgesamt 64,3 Millionen Dollar pro Klub bleiben – die NHL wollte diese Zahl auf 60 Millionen
drücken. Die Details der Vereinbarung sind noch nicht vollständig
geregelt. Ebenso unklar bleibt, ob die NHL-Stars für die Olympischen Winterspiele in Sotschi 2014 freigestellt werden. Ein Scheitern
der Verhandlungen wird allerdings ausgeschlossen, auch wenn die
Unterschriften noch fehlen. Bereits seit 15. September stand fest,
dass sich der Start der neuen NHL-Saison verschieben würde. Seither haben zahlreiche Profis bei europäischen Vereinen angeheuert
und die Ligen auf dem alten Kontinent aufgewertet. So spielte auch
Tschechiens noch aktive Legende Jaromír Jágr einige Monate bei
seinem Heimatverein Rytíři Kladno. Nun kehren die NHL-Profis
wieder zurück nach Nordamerika, wo die stark verkürzte Saison
Mitte Januar beginnen soll. (sw/čtk)
Nach der Entlassung der stellvertretenden
Regierungschefin Karolína Peake als Verteidigungsministerin
hatte die Partei LIDEM noch mit der Auflösung des Koalitionsvertrags gedroht. Im neuen Jahr erklärt sie sich aber zu Gesprächen mit ODS und TOP 09 über eine weitere Regierungsbeteilig u ng bereit . Die w i r t scha f t sor ient ier te Ta ge sz eit u ng
„Hospodářské noviny“ schreibt über diese Kehrtwende: „Aus
pragmatischer Sicht ist die Entscheidung verständlich“. Der Skandal werde sicher bald vom nächsten abgelöst werden. Der Kommentator ist überzeugt, „die politische Karriere Peakes wird nach
den nächsten Wahlen beendet sein. Für jeden Politiker ist es angenehmer, sein absehbares Ende auf den Bänken der Regierungsreihen und nicht auf denen der Opposition zu verbringen.“
Über die von Präsident Klaus ausgesprochene Amnestie, die auch wegen Korruption angeklagte und verurteilte Gefangene betrifft, urteilt das Wochenmagazin „Respekt“: „Die Öffentlichkeit fürchtet nicht die Freilassung kleiner Fische, sondern das
Ende einer Strafverfolgung derjenigen, die wegen Schiebereien
und Korruptionsfällen hinter Gittern sitzen sollten.“ In einer Zeit,
in der niemand mehr glaubt, dass einflussreiche Personen genauso behandelt werden wie andere, gleicht der Entschluss des
Präsidenten einem Pulverfass und erzürnt die Öffentlichkeit noch
mehr. Die Amnestie stellt sich für Polizei und Staatsanwaltschaft
als Missbilligung ihrer Arbeit dar. Die Aufklärung schwieriger
Fälle ist plötzlich nichts mehr wert. Der Gerechtigkeit ist mit der
Amnestie nicht geholfen, vielmehr wird sie dadurch zerstört.
Die größte Tageszeitung in der Slowakei SME spricht
sich gegen Miloš Zeman als Nachfolger des tschechischen Staatspräsidenten Václav Klaus aus. Falls Zeman, der laut Meinungsumfragen neben Ex-Premier Jan Fischer zu den großen Favoriten der
Wahlen an diesem Wochenende gehört, demnächst auf der Prager
Burg sitzen wird, dann würde er gewiss nahtlos an die Politik des
jetzigen Burgherrn anknüpfen. Das hieße, „Rechtsstaat weiter
schwächen, den Nationalismus stärken und es ablehnen, sich mit
der Vergangenheit auszusöhnen.“ „Dies wäre auch schlecht für
die Slowakei und die politische Kultur in der gesamten Region“,
schlussfolgert der Kommentator der liberalen Zeitung.
Falls er als Präsident tiefere Spuren hinterlassen wollte als sein Vorgänger Václav Havel, dann ist ihm das mit dieser Amnestie bestimmt gelungen.
Karikatur: M. Fojtík
IMPRESSUM: Prager Zeitung, Gründer: Uwe Müller , www.pragerzeitung.cz, Jeseniova 1169/51, 130 00 Praha 3, Tel./Fax: +420 222 250 125, +420 222 210 959, +420 222 252 530, [email protected] | Herausgegeben von der Prago-Media spol. s r.o. vertreten durch die Gesellschafterversammlung. | Vorsitz: Heribert J. A. Wühr | Geschäftsführer: Ulrich Schwingenstein
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SCHWERPUNKT 3
10. Januar 2013 | Prager Zeitung Nr. 1–2
Mit Pauken und Trompeten
Klaus erlässt umstrittene Amnestie – Senatoren planen Verfassungsbeschwerde
Fortsetzung von Seite 1
Der inha lt liche K nackpunkt
des Präsidenten letzten Streichs
bet r if f t den z weiten A r t i kel
der Amnestie. Hierin bescheinigt Klaus die Einstellung aller
Straf verfahren, die seit über
acht Jahren andauern und bisher zu noch keinem gültigen Urteil gekommen sind, sofern sie
nicht mit einer Freiheitsstrafe
von mehr als zehn Jahren belegt
wurden. Darunter fallen nicht
nur zahlreiche Kleinkriminelle
– die etwa wegen der Nichtzahlung von Alimenten verurteilt
wurden – sondern auch zahlreiche suspekte Fälle um Korruption und Geldwäsche. Die Kritik
richtet sich vor allem gegen die
somit praktizierte Verharmlosung von Wirtschaftskriminalität. Viele Fälle könnten der Justiz entrinnen, gerade weil die
Ahndung derartiger Vergehen
einen oftmals langwierigen und
komplizierten Prozess darstellt.
Zudem scheint die Verschleppung nicht selten ein probates
Mittel der Verzögerungstaktik
wohlhabender Angeklagter darzustellen.
Zu den prominenten Fällen
zählt zum Beispiel der wegen
Steuerhinterziehung und Aktienmanipulation zu drei Jahren
Haft verurteilte Unternehmer
Tomáš Pitr. Beg ünstig t werden dürften ebenso der wegen
Kreditbetrugs zu zehn Jahren
Frei heit sent z ug ver u r tei lte
František Chalovský, Vorsitzender des Böhmisch-Mährischen
Fußballverbandes (ČMFS) sowie
die Verantwortlichen im Fall
„H-System“. Die so bezeichnete
Baufirma hatte in den neunziger
Jahren durch Betrug und Gläubigerschädigung mehr als 1.000
Personen um insgesamt etwa
980 Millionen Kronen (rund 35
Millionen Euro) gebracht.
Problematisch ist überdies,
dass die Begnadigung viele Geschädigte um ihr Recht auf Schadenersatz bringt. Sind die Verdächtigen einmal amnestiert,
verlieren die Kläger jeglichen
Anspruch auf einen gerechten
Prozess – für zahlreiche Juristen
ein Verstoß gegen die Menschenrechte. Rund zwanzig Senatoren
haben bereits angekündigt, noch
diese Woche eine Verfassungsklage gegen den zweiten Teil der
Amnestie einreichen zu wollen.
Kritik von allen Seiten
In der Tat befindet sich die Erlassung der Amnestie auf rechtl ich wack l igem Boden. W ie
Vladimíra Dvořáková, Leiterin
des Lehrstuhls für Politikwissenschaft an der Prager Wirtschaftshochschule ( VŠE), erklärt, bedarf eine Amnestie laut
Verfassung der Zustimmung des
Kabinetts. Da Regierungschef
Nečas die Amnestie jedoch gegenzeichnete, ohne sich zuvor
mit diesem zu besprechen, kreist
der Akt in der Nähe einer Verfassungswidrigkeit. „In einem
Rechtsstaat hätte eine Amnestie
mit solchem Ausmaß nicht beschlossen werden dürfen. Natürlich müssen die Mitglieder des
Kabinetts nun reagieren, denn
die Verfassung zeichnet sie verantwortlich für eine Tat, die sie
nicht begangen haben.“
Erste Amnestierte verlassen am 3. Januar die Haftanstalt in Kuřim nahe Brünn.
Finanzminister Miroslav Kalousek (TOP 09) forderte, das Amnestierecht ganz aus der Verfassung zu streichen. Mit ihrer heftigen Kritik an der Massenbegnadigung stehen Regierungsvertreter
nicht allein da. Die Amnestie unterlaufe nicht nur die Rechtsprechung, sondern auch das Rechtsempfinden der Gesellschaft, so
die Vorsitzende des Obersten Gerichtshofs Iva Brožová.
Bei einer Umfrage des Tschechischen Fernsehens äußerten
sich über 80 Prozent der Bürger
gegen den Umfang der Amnestie. Mehr als 80.000 signierten
die Internet-Petition „Nesouhlasíme s Klausovou amnestií“
(„Wir stimmen der Amnestie
von Klaus nicht zu“). In der südmährischen Region Zlín haben
Leiter von Schulen und Gemeindeämtern ostentativ die Porträts
des Staatsoberhauptes von den
Wänden der Klassenzimmer genommen.
Die tatsächlichen Motive des
Präsidenten liegen im Dunkeln.
Warum Klaus gerade jetzt zum
ersten und einzigen Mal von seinem Amnestierecht Gebrauch
macht, bleibt schleierhaft. „Die
Amnestie scheint genau so ge-
Foto: Václav Šalek/čtk
staltet zu sein, dass sie Leuten,
die wegen Korruption und anderer Wirtschaftsverbrechen belangt werden, eine reine Weste
verschafft. Einige Fälle stehen
in direkter Verbindung zu Klaus.
Es ist nicht ausgeschlossen, dass
Klaus ihnen aushilft, um sich für
ein eventuelles Comeback in der
Politik schon jetzt der finanziellen Unterstützung zu versichern“, mutmaßt Politologin
Dvořáková.
Es häufen sich die Vorbehalte,
dass es sich bei einigen der betreffenden Prozesse um Fälle
von Wir tscha f tsk rimina lität
handelt, die sich in jenen Jahren
unkontrollierter Privatisierung
abspielten, als Klaus das Amt des
Ministerpräsidenten innehatte.
Zwar streitet Klaus ab, mit seiner Verfügung spezifische Fälle
im Auge gehabt zu haben, vom
Verdacht des Klientelismus kann
er sich jedoch nicht überzeugend
freisprechen. Er rechtfertigt
seine Amnestie mit Verweis auf
den Europäischen Gerichtshof,
der als angemessene Dauer für
ein Gerichtsverfa hren sechs
Jahre ansieht. Eine Einstellung
von Verfahren, deren Dauer acht
Jahre überschreitet, sei demzufolge weitsichtiger.
Galt Klaus bisher selbst als Kritiker des präsidialen Privilegs
einer Amnestie, erteilte er nun
zum ersten Mal in seiner Amtszeit sogleich die zweitgrößte
A mnest ie in der Geschichte
Tschechiens. Zu seiner Entlastung verwies er auf die Amnestie
seines Vorgängers Václav Havel,
der 1990 nach seinem Amtsantritt 23.000 Häftlinge amnestierte, rund zwei Drittel der damaligen Gefängnisinsassen. Das
Staatsoberhaupt selbst, dessen
offizielle Amtszeit am 7. März
endet, steht indes über aller Kritik. Auf die Frage, ob er die Ankündigung der Amnestie bereue,
antwortete Klaus gegenüber dem
Nachrichtenserver „novinky.cz“:
„Ich bin überzeugt, dass es die
richtige Entscheidung war. Das
wird sich nach einiger Zeit schon
herausstellen, wenn sich die hitzigen Gemüter wieder abgekühlt
haben.“ Klaus kündigte ferner
an, noch weitere Begnadigungen
auszusprechen.
„Eine Amnestie ist Chance und Last zugleich “
Lenka Ouředničková fordert eine alternative Gestaltung des Strafsystems
Lenka Ouředničková ist stellvertretende Direktorin von RUBIKON Centrum, einer Nichtreg ier u ngsorga n isat ion i m
Bereich Kriminalprävention
und Reintegration ehemaliger
Straffälliger in die Gesellschaft.
Sie begleitet Betroffene bei ihren ersten Schritten in die Freiheit und leistet Hilfestellung bei
alltäglichen Problemen wie Behördengängen und Wohnungssuche. Mit Ouředničková sprach
PZ-Redakteurin Franziska Neudert über die praktischen Implikationen der Amnestie und das
tschechische Strafsystem.
Was bedeutet eine Amnestie in
solch großem Umfang für die Gesellschaft?
Ouředníčková: Die Amnestie
betrifft etwa jeden dritten Häftling. Norma ler weise werden
aus tschechischen Gefängnissen jährlich rund 13.000 Gefangene entlassen. Nun kommt
mit einem Schlag mehr als die
Hälfte dieser Zahl frei. Das bedeutet nicht nur für überfüllte
Gefängnisse eine große Erleichterung, sondern auch für die
Staatskasse. Ein Häftling kostet
den Staat etwa 1.000 Kronen am
Tag. Der monatliche Betrag, der
nun eingespart werden kann,
liegt also bei über 210 Millionen
Kronen. Wieviel davon tatsächlich gespart werden kann, hängt
letztlich von der erfolgreichen
Integration der Amnestierten in
die Gesellschaft ab. Das ist die
Herausforderung, auf die wir
uns nun konzentrieren müssen.
Mit welchen Schwierigkeiten
sehen sich die ehemaligen Häftlinge, aber auch die Organisationen, die sich mit deren Integration beschäftigen, konfrontiert?
Ouředníčková: Die meisten
Entlassenen treffen zunächst
auf ganz grundlegende Probleme. Sie haben keine gesicherte
Arbeit, sind meist hoch verschuldet und wissen nicht, an wen sie
sich wenden sollen. Die Häftlinge
sind ja vor der Amnestie nicht auf
ihre Freiheit vorbereitet worden.
Die schwierigste Aufgabe – soll
der Weg nicht wieder zurück ins
Gefängnis führen – besteht darin,
ihnen wieder zurück ins tägliche
Leben zu helfen. Diese Aufgabe
liegt bei der Gesellschaft. Eine
Amnestie bedeutet aber nicht nur
eine Chance, sondern auch eine
große Last für Organisationen,
die sich mit der Integration von
Straftätern beschäftigen. Hierfür
ist die Zusammenarbeit zwischen
Arbeitsämtern, Bewährungshilfe
und NGO’s grundlegend.
Wie beurteilen Sie das tschechische Strafsystem? Es wird immer
wieder beanstandet, dass zu
schnell Haftstrafen verhängt werden und dadurch die Gefängnisse
überfüllt sind.
Ouředníčková: Dass fast 7.500
Häftlinge von der Amnestie betroffen ist, zeigt schon, dass mit
der Haftstrafe sehr freigiebig
umgegangen wird. Es handelt
sich bei diesen Fällen ja nicht um
Schwerverbrechen. In den vergangenen 20 Jahren gab es durchaus positive Veränderungen:
Zum Beispiel alternative Strafen
und außergerichtliche Verfahren, die sich mit Kriminalfällen
befassen, oder die Einrichtung
einer Bewährungshilfe. Dennoch
wird nach wie vor sehr schnell
zur Haftstrafe gegriffen, auch
wenn es sich bei den Straftaten
um weniger schwere Delikte handelt. Derzeit kommen 230 Häftlinge auf 100.000 Einwohner. Der
europäische Durchschnitt liegt
bei 140. Am Ende bedeutet dies
für die Gesellschaft die kostspieligste Strafe, da sie die Bestraften
aus der Gesellschaft ausgliedert
und damit ihre nachfolgende Integration erschwert.
Gibt es alternative Konzepte?
Ouředníčková: Ziel ist die Suche nach Wegen, die weniger kostenaufwendig, dafür umso effektiver sind. Straftäter sollten nur
ins Gefängnis geschickt werden,
wenn ihre Isolation zum Schutze
der Gesellschaft notwendig ist.
Es sollten mehr Programme
zur Integration Betroffener von
staatlichen und nichtstaatlichen
Organisationen initiiert werden.
Eine Integration in Freiheit ist
wesentlich billiger und effektiver
als nach einem Freiheitsentzug.
Dadurch würde außerdem das
soziale Leben des Straffälligen
nicht gleich ruiniert.
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4 GESELLSCHAFT
10. Januar 2013 | Prager Zeitung Nr. 1–2
Narben im Gebirge
Vor 20 Jahren wurde die Tschechoslowakei in zwei Staaten geteilt – eine Reise an Grenzen im Wandel
VON M A RTIN NEJEZCHLEBA
Das Mobiltelefon meldet keinen
Grenzübertritt. Vom Ende des
verschneiten Wa ldwegs zw ischen Čierne und Hrčava ruft
Petr Staňo grüßende Worte.
Nach einem beherzten Händedruck stellt der Bürgermeister der östlichsten Gemeinde
Tschechiens eine Frage: „Was
halten sie von der internationalen Straßenverbindung in unsere
Nachbargemeinde?“ Staňo redet
Slowakisch und lächelt ironisch.
Wenn er seinen Sohn morgens
in die Schule auf die slowakische Seite fährt, dann muss er
17 Kilometer Serpentinen hinter sich bringen. Das möchte er
ändern. Eine neue, etwa zwei
Kilometer lange Straße soll verbinden, was zusammengehört.
Gemeint sind die Nachbargemeinden Hrčava und Čierne,
die seit nunmehr 20 Jahren in
unterschiedlichen Staaten liegen: In der Tschechischen und
Slowakischen Republik.
Petr Staňos allradbetriebener
Pick-up wühlt sich über vereiste
Feldwege. Ein Klingelton mahnt
unerbittlich zum Anschnallen.
Er bleibt auf einer kahlen Anhöhe stehen, die in braunen
Bü schel n du rch d ie dü n ne
Schneedecke bricht. Der großgewachsene Petr Staňo zeigt
auf einen Häuserhaufen: „Die
Bürger von Hrčava haben sich
1921 mittels Petition vom polnischen Jaworzynka“ – Staňos Zeigefinger bewegt sich unmerklich nach rechts und deutet nun
auf einen benachbarten Hügel
mit Häuschen – „losgesagt und
wurden Teil der Tschechoslowakei.“ Danach zeigt er ins Tal, in
die Slowakei, in der sich mein
Handy noch eine ganze Weile
wähnen wird.
Grenzland sind die geschwungenen Hügel des Beskidengebirges schon lange. Eine Reihe von
Befestigungsanlagen entlang
der sch lesisch-u nga r ischen
Grenze wurde Ende des 16. Jahrhunderts als Schutzwall gegen
die Osmanen errichtet. Staňo
möchte die Schanzen aus dem
Fichtenwald buddeln lassen und
Touristen zugänglich machen.
In den Wirren der Weltkriege
wechselte Hrčava einige Male
die Staatszugehörigkeit. Dann
w u rde den Bauer n von Jaworz y n ka aufget ragen, eine
Schneise durch die Äcker der
sozialistischen Bruderstaaten
Polen und Tschechoslowakei zu
pflügen.
Gruß statt Pass
Bürgermeister Staňo bringt seinen schwarzen Geländewagen
an einer Weggabelung neben
zwei modrigen Buden zum Stehen. „Die frühere Zollstation
zwischen Polen und der Tschechoslowakei steht für den Kommunismus, als hier mit scharfer
Munit ion auf Menschen geschossen wurde“, brummt der
39-Jährige. „Und dann kommt
so ein merkwürdiger November,
der alles lockert und die Leute
in Euphorie versetzt. Nur damit
ein paar Jährchen später eine
noch schlimmere Grenze entsteht.“ Staňo meint die, die 1993
zwischen den einstigen Föderalstaaten Tschechien und der
Slowakei entstand. Eine Grenze,
die nur wenige Meter an seinem
Haus vorbeiführt, und die – wie
er sagt – mitten durch die Familien in seinem Dorf geht.
Warum es zur Teilung der ČSFR
kommen musste, versteht in der
Gren z reg ion kau m jema nd.
Und glaubt man dem 71-jährigen Jindřich Vojkovský, dann
Links Polen, rechts die Slowakei, unten Tschechien: Die Beskiden sind schon seit Jahrhunderten Grenzland, heute treffen dort drei europäische Länder aufeinander.
hat es auch kaum jemanden interessiert. „Die Leute haben es
genommen wie es war“, meint
der Rentner vor seiner Haustür.
Er blickt nervös auf seine Armbanduhr, bald rufen die Glocken
der hölzernen Dorfkirche durch
den Schneeregen zur wöchentlichen Messe.
Nach dem Neujahrsfest vor 20
Jahren hätten zwar Zöllner am
Waldweg nach Čierne patrouilliert, ein freundlicher Gruß habe
aber zum Passieren gereicht. Seit
dem 15. Dezember 1965 – das
weiß Vojkovský wie so vieles auf
Aus heutiger Sicht war auch
das Ende des föderativen Staates vorhersehbar. Nach der politischen Wende stritten sich
die Politiker im Prager Föderalparlament um den Namen
ihres Landes. Im sogenannten
„Gedankenstrichkrieg“ wurde
der Föderalstaat zweimal umbenannt. Der Graben ging auch
durch die Parteienlandschaft
der beiden Teilrepubliken. Die
Föderalisten um Präsident Václav Havel und den Vorsitzenden
der tschechischen Regierung
Petr Pithart versuchten mit Zu-
Ferngespräch nach Tschechien: Bürgermeister Pavol Gomola
den Tag genau – fahre zum Glück
ein Bus in die Eisenhütten im
tschechischen Třinec, der größte
Arbeitgeber in der Region. Seither waren die Bürger nicht mehr
auf die Eisenbahn auf der slowakischen Seite angewiesen.
Die Bewoh ner von Hrčava
sind es gewohnt, Grenzen zu
überwinden. Vojkovský hat sein
Eheglück auf der anderen Seite
der streng bewachten Grenze
zu Polen gefunden. Mit kleinen
Schmuggeleien besserten während des Kommunismus einige
ihren mageren Lohn auf. „Ein
paar haben dafür gesessen, ein
paar sind sogar erschossen worden“, sagt Staňo.
Das Grundstück des Bürgermeisters wird links von einem
polnischen Hügel und rechts von
einem slowakischen Hügel eingerahmt. Festen Schrittes führt
mich der bekennende Tschechoslowake in einen kleinen, weiß
verputzten Stall: „Noch bis vor
kurzem war das ein föderativer
Stall“. Staňo blickt verschmitzt
durch seine randlose Brille. Er
habe sich einen slowakischen
Bock geliehen, der für Nachwuchs bei den tschechischen
Ziegen gesorgt hat. „Nach getaner Arbeit hat der Bock das Interesse verloren“, sagt er und lacht.
geständnissen die slowakischen
Separatisten zu besänftigen.
„Die Slowa ken litten unter
dem Sy nd rom ei ner u nterdrückten Nation“, erklärt der
Tschechoslowakei-Historiker
Jan Rychlík. „Jede Nation, die
in einem Vielvölkerstaat zahlenmäßig, wirtschaftlich und
politisch schwächer vertreten
ist, leidet unter einem solchen
Syndrom.“ Nachdem im Juli 1992
die Slowakei ihre Souveränität
erklärte, trat Havel als letzter
Präsident der ČSFR zurück. Der
Zerfall war nicht mehr aufzuhalten. Im Garten der Brünner Villa
Tugendhat hatten die frisch gewählten Premiers Václav Klaus
und Vladimír Mečiar schon einige Wochen zuvor die Trennung
zum 1. Januar 1993 besiegelt.
Österreich-Ungarns letzter Akt
Bei einem Glas Weißwein in einem griechischen Restaurant
in Prag erinnert sich Pavel Bratinka an ein – wie er sagt – blödes Gefühl. „Am 6. Januar 1993
f log ich als Stellvertreter des
tschechischen Außenministers,
als Repräsentant eines fremden
Staates, in meine Geburtsstadt
Bratislava.“ Der Gründer der
rechtskonservativen Partei ODA
und einstige Abgeordnete im Fö-
deralparlament ist wie so viele
Tschechen betrübt über den Zerfall des gemeinsamen Staates.
Doch er glaubt nicht, dass er zu
verhindern war.
Die in den vorgezogenen Wahlen von 1992 siegreichen slowakischen Parteien hätten sich
zwar nicht klar zur Trennung
bekannt, in ihrem Programm
jedoch forderten sie klare Attribute eines eigenständigen Staates. Ein Zusammenleben wäre
laut Bratinka nur um den Preis
des ständigen Kampfes gegen
den Zerfall möglich gewesen.
„Das war die letzte Phase des
Untergangs von Österreich-Ungarn“, sagt der 66-Jährige, der
heute für europäische Investoren Lobby macht. Er sei froh,
dass die Trennung friedlich und
letzten Endes erfolgreich über
die Bühne ging.
Pavol Gomola ist sich da nicht
so sicher. Der Bürgermeister der
4.000-Seelen-Gemeinde Čierne
auf der slowakischen Seite der
Beskiden blickt etwas verlegen
in seinem schummrigen Büro
umher, wenn er von seinem persönlichen Verhältnis zur Tschechoslowakei redet. „Ich kann das
nicht beschreiben“, sagt er mit
nachdenklicher Stimme, „ich
habe mich immer als Slowake
gefühlt, aber die Tschechoslowakei, das war unseres, darauf
war ich stolz, eine gute Marke.“
Wirtschaftlich folgte auf die
Trennung auch in der Grenzgemeinde der freie Fall. Viele
verloren ihre Arbeit in den Eisenhütten und Kohlegruben in
Mährisch-Schlesien. Große Fabriken, die vorher ihre Generaldirektion an der Moldau hatten,
schlossen. Erst nachdem der
populistische Premier Vladimír
Mečiar abgewählt wurde, kam
Bratislava vom Weg zu einer
repressiven Autokratie ab. Es
folgte eine rasante Aufholjagd.
Beachtliche Wachstumsraten
katapultierten das Land innerhalb weniger Jahre in die NATO,
EU und in die Euro-Zone.
Für Marie, auf deren Wangen
sich in der morgendlichen Kälte
rote Äderchen kringeln, ist das
ein schwacher Trost: „Mein Sohn
ist arbeitslos, vor allem Männer
haben hier keine Chance. Die,
die etwas können, ziehen weg“,
sagt sie, „zusammen wäre es einfacher gewesen“. In der Morgendämmerung hält sie nach ihrem
Bus Ausschau, der sie zur Arbeit
in die Kreisstadt Čadca fährt.
Über die vereisten Gehsteige
schlittern kurz vor sieben Uhr
morgens Pendler zum Bahnhof von Čierne. Trotz etwa 13
Prozent Arbeitslosigkeit ist Slavomír Švancar froh, in der Slowakischen Republik zu leben.
„Endlich können wir uns auf
internationaler Ebene zeigen,
im Sport zum Beispiel“, sagt der
Mittelschullehrer.
Große Pläne
Bürgermeister Gomola will auf
Tourismus setzen – ebenso wie
sein Verwandter Petr Staňo, Bürgermeister der tschechischen
Nachbargemeinde . Im Moment
verschlingen noch dringend nötige Investitionen in die Infrastruktur von Čierne einen Großteil der Fördergelder. Die Hauptstraße etwa muss repariert werden, der grenzüberschreitende
Güterverkehr nach Polen hinterlässt hier riesige Schlaglöcher.
Seit 1996 soll an einer Autobahn
für den Fernverkehr gebaut werden. Fertig sind nur etwa 200
Meter im Norden der Gemeinde.
Eine Betonmischanlage wartet
im Tal auf ihren Einsatz.
Fotos: Martin Nejezchleba
stellte Trachten als Souvenirs.
Die rund 250 Einwohner von
Hrčava sollten sich ihrer Tradition bewusst werden und Profit
daraus schlagen. Das sei das einzige Mittel gegen Abwanderung
und Arbeitslosigkeit. Angesichts
der jährlich 50.000 Besucher, die
hierherkommen, um am Ortsrand in drei verschiedene Staaten zu blicken, klingt das vernünftig.
Noch erntet Staňo vor allem
Skepsis – die Opposition um seinen Vorgänger torpediere seine
Pläne. Irgendwo zwischen dem
Bekenntnis der Einwohner zur
Tschechoslowakei im Jahr 1921
und der Trennung der Föderation
1993, zwischen Abwanderung
und Arbeitslosigkeit, scheint die
regionale Identität auf der Strecke geblieben zu sein. „Hier im
Grenzland hat uns die Trennung
am meisten getroffen“, sagt der
Bürgermeister, „aber wir gestehen uns am wenigsten ein, dass
sie stattgefunden hat.“
Dabei biete die Kultur der Goralen, ein Volksstamm, zu dem
man sich vor allem im polni-
Petr Staňo, ein slowakischer Bürgermeister in Tschechien, zeigt nach Polen.
Ob die Autobahn D3 dem Tourismus zuträglich sein w ird,
bleibt abzuwarten. Wenigstens
kon nte Gomola verh inder n,
dass die Planierraupen die archäologischen Fundstätten der
schlesisch-ungarischen Befestigungsanlagen niederwalzen.
Autobahnbrücken über die Hügel zwischen Čierne und Hrčava
sind geplant. Eine Zufahrtsstraße der D3 soll auch in die Gemeinde von Bürgermeister Staňo
führen. Er fürchtet Transitverkehr und Massentourismus.
Den noch hat Sta ňo g roße
Pläne: eine lokale Biermarke,
eine t rad it ionel le Gast w ir tschaft mit Fleisch aus regionaler, artgerechter Tierhaltung,
ein Museum, im Dorf herge-
schen Jaworzynka bekennt, die
Möglichkeit, an eine Tradition
anzuknüpfen, die die Leute auf
allen Seiten des Dreiländerecks
verbindet – und der gemeinsamen Euroregion ein gewaltiges
Entwicklungspotential. Nicht
nur die drei Obelisken hinter
Staňos Pferdekuppel symbolisieren das Zusammenleben dreier
Nationen. Wie bei fast jedem in
Hrčava schlägt sich das Dreiländereck auch in Staňos Biografie
nieder: Er ist Sohn einer Tschechin und eines Slowaken, sein
Großvater war Pole.
Der kürzeste Weg von Hrčava
zum Bahnhof im tschechischen
Städtchen Návsí führt über Polen. Dort verzeichnet das Handy
den ersten Grenzübertritt.
KULTUR 5
10. Januar 2013 | Prager Zeitung Nr. 1–2
Schauplatz der Identitäten
Das Brünner Deutsche Theater als Ort der kulturellen Vermittlung zwischen den Völkern
Deutsches Stadttheater in Brünn (historische Ansichtskarte von 1903)
VON FRIEDRICH GOEDEK ING
Mit ihrer Untersuchung über
das deutsche Brünner Theater
in der Zwischenkriegszeit von
1918 bis 1938 hat die Theaterw issenschaft lerin Kat harina
Wessely ein bisher kaum bearbeitetes Kapitel der tschechischdeutschen Bühnengeschichte
und des kulturellen Lebens der
deutschen Minderheit in Brünn
aufgeschlagen. Die Quintessenz
ihrer Recherche: Das Theater in
Brünn war für Tschechen und
Deutsche weit mehr als ein Ort
der Kunst und der gehobenen
Unterhaltung.
Anhand zahlreicher Archivmaterialien und Zeitungsberichte
belegt sie, dass sich das Theater
nicht nur zum Mittelpunkt bei
Konflikten entwickelte, sondern
auch bei der Kooperation beider
Volksgruppen eine bedeutende
Rolle spielte. Zudem war es ein
Ort, an dem die Deutschen ihre
kontroversen Vorstellungen über
Ziele und Inhalte einer deutschen Kultur austrugen.
Die Bühne zur Zeit der Ersten
Republik
Das Jahr 1918 bedeutete für die
deutsche und tschechische Kulturszene in Brünn einen tiefen
Einschnitt: In das von den Deutschen 1881 erbaute Stadttheater
zog das tschechische Ensemble ein, das bis dahin mit einer
umgebauten Gasstätte für seine
Aufführungen hatte vorliebnehmen müssen. Für Opernaufführungen konnte das Gebäude
von deutscher Seite nur noch
an zwei Wochentagen genutzt
werden; Operette und Sprechtheater mussten sich mit wesentlich kleineren Spielstätten
begnügen. Wurde das Theater
zur Zeit der Monarchie großzügig subventioniert, war man nun
auf die Spendenbereitschaft der
deutschen Brünner angewiesen. Im Brünner „Tagesboten“
erschienen Aufrufe: „Helft un-
ser deutsches Theater in Brünn
erhalten, unser vornehmstes
kulturelles und völkisches Bollwerk, dessen wir im Sturm der
Zeiten mehr denn je bedürfen.“
Auf den Verlust der Privilegien
reagierten vor allem deutschnationale Kreise mit Empörung. Es
fehlte an Einsicht, dass man nun
die Konsequenzen dafür tragen
musste, die tschechischen Mitbürger in der Zeit der Monarchie
an einer angemessenen Entfaltung ihres Kulturlebens gehindert zu haben. Viele blieben von
der Überlegenheit der deutschen
Kultur überzeugt.
Oper als Bindeglied
In den Anfangsjahren der Republik spielte sich das kulturelle
Leben in Brünn – wie schon in
der Habsburger Zeit – in zwei
voneinander getrennten Gesellschaften ab. Doch dann begann
eine langjährige Phase der Annäherung und Kooperation, vor
allem auf dem Gebiet der Oper.
Die Oper galt Tschechen und
Deutschen als ein hohes nationales Gut. Umso bemerkenswerter ist die Tatsache, dass es
in Brünn gerade hier zu einer intensiven Zusammenarbeit kam.
1922 wurde in der südmährischen Metropole der 100. Geburtstag Gregor Mendels festlich
begangen. Im Stadttheater trat
das tschechische Opernensemble mit dem ersten Akt von Smetanas „Verkaufter Braut“ („Prodaná nevěsta“) auf, während das
deutsche Ensemble eine Szene
aus Wagners „Meistersingern
von Nürnberg“ darbot. Wie Wagner den Deutschen, so galt Smetana den Tschechen als „Nationalheiliger“. Indem beide Volksgruppen gemeinsam auftraten
und dabei jeweils eines ihrer
beliebtesten Kulturgüter vortrugen, demonstrierten sie eindrucksvoll für eine gegenseitige
Anerkennung. Die Prager Presse
kommentierte den Abend: „Die
Aufführung darf als ein verhei-
Foto: Fellner&Helmer
ßungsvoller Fortschritt im friedlichen Zusammenleben beider
Völker bezeichnet werden.“
Zwischen den beiden Opernbü h nen entspa n n sich ei ne
langjährige Kooperation, in deren Verlauf unter Mithilfe der
tschechischen Oper vom deutschen Ensemble die wichtigsten
Werke von Smetana, Janáček
und Dvořák aufgeführt wurden.
Von tschechischer Seite verlieh
man Kostüme und Noten oder
half mit Sängern aus. Des Öfteren wurde ein tschechischer
Regisseur mit der Inszenierung
beauftragt. Als 1925 die „Verkaufte Braut“ von Smetana – für
die Tschechen die tschechische
Oper schlechthin – in der deutschen Oper zur Aufführung kam,
sprach die tschechische Zeitung
„Lidové noviny“ von einem historischen Ereignis, weil nun die
„Chinesische Mauer“ zwischen
den beiden Kulturen gefallen
sei. Mit der Aufführung weiterer
tschechischer Opern zeigte das
deutsche Theater seinen Respekt
vor der tschechischen Kunst und
darüber hinaus seine Loyalität
zur Tschechoslowakischen Republik.
Zwischen Nationalismus
und Kulturdiskurs
Ab der zweiten Hälfte der zwanziger Jahre entwickelte sich das
deutsche Theater zu einem Ort
der Liberalität und der Demokratie. Auf dem Spielplan des
Sprechtheaters standen vor allem zahlreiche Bühnenwerke,
in denen Nationalismus und
M i l it a r i smu s a ngepr a nger t
wurden. In Antikriegsstücken
wurden Menschen verkörpert,
die durch den Krieg physische
und psychische Deformationen
davongetragen hatten; heimgekehrte Soldaten suchten nach
Wegen der Versöhnung mit den
ehemaligen Feinden.
Die pazifistische Einstellung
fand beim Publikum starken Zuspruch. So kam es bei den Ankla-
gen gegen die Sinnlosigkeit und
Unmenschlichkeit des Krieges
zu minutenlangem Beifall auf
offener Bühne.
Während der gesamten Zwischenkriegszeit musste sich der
Theater verein immer w ieder
gegen Angriffe von radikalen
deutschen Nationa listen zur
Weh r set zen. So versta nden
sich die Sudetendeutsche Partei und der Bund der Deutschen
a ls d ie a l lei n igen Ver t reter
des Brünner „Deutschtums“.
Deutsche Studenten randalierten lautstark „im Namen der
deutschvölkischen Jugend“ bei
der Aufführung einer tschechischen Oper gegen die staatsloyale Haltung des Theaters. Nach
Hitlers Machtergreifung 1933
passten sich rechtskonservative
Deutsche immer mehr der nationalsozialistischen Weltanschauung an und forderten vom
Theater, jüdische Regisseure
und Mitglieder des Ensembles
zu entlassen sowie den Spielpla n a n völ k isch-nat iona len
Zielen auszurichten. Bis 1938
gelang es jedoch dem Theaterverein seine demokratisch-liberale Konzeption beizubehalten.
Trotz wachsendem Druck Nazideutschlands wurden Bühnenwerke tschechischer Autoren
ebenso aufgeführt wie Stücke
von in Deutschland verbotenen Autoren. Eines der let zten Stücke, das im deutschen
Theater vor der Besetzung der
Tschechoslowa kei inszeniert
wurde, war Karel Čapeks „Die
wei ße K ra n k heit“ („Bí lá nemoc“), ein Appell des Dichters,
Freiheit und Menschenwürde
gegenüber einer Diktatur zu
verteidigen.
KULTURELLE HÖHEPUNKTE 2013
Trotz teilweise massiver Kürzungen staatlicher Zuschüsse schlägt das
Herz tschechischen Kulturschaffens auch im anstehenden Jahr kräftig und vielfältig. Feste Größen wie der klassische „Prager Frühling“,
die Filmfestspiele in Karlsbad oder das Prager Shakespeare-Festival
sind aus dem Kulturkalender des Landes kaum wegzudenken. Etwas
schwerer tun sich die mittleren und kleineren, nichtkommerziellen
Veranstaltungen und Institutionen – so zum Beispiel bleibt dem
Theaterliebhaber nur zu hoffen, dass auch im Herbst 2013 Ensembles
aus der Schweiz, Österreich und Deutschland die Prager Bühnen
im Rahmen des Theaterfestivals deutscher Sprache bereichern. Die
Prager Zeitung stellt einige Höhepunkte des Kulturjahres vor. (sw)
Klassische Musik/Oper
Opera 2013
Zum elften Mal beglückt das „Festival der Musiktheater“ sein Publikum mit den beliebtesten und besten Opernproduktionen des
Landes. In einer Art „Best-of-Schau“ präsentieren Ensembles aus den
prestigeträchtigsten Häusern aus Böhmen und Mähren ihr Können.
Zwischen dem 3. Januar und dem 3. Februar stehen zahlreiche Gastspiele auf dem Programm der großen Prager Bühnen.
Nähere Informationen unter www.festival-opera.cz oder
www.narodni-divadlo.cz
Prager Frühling
Zwischen dem 12. Mai und dem 2. Juni beehren Hochkaräter der
internationalen Klassikszene die Goldene Stadt. Die Münchner Philharmoniker werden zu Gast sein, so auch das Philharmonische Orchester des Französischen Rundfunks, sein tschechisches Pendant
spielt Smetana und der Schauspielstar John Malkovich interpretiert
mit dem Orchester der Wiener Akademie Michael Sturmingers „Giacomo Variations“.
Mehr Informationen unter www.festival.cz
Smetanas Litomyšl
Das Opernfestival ist nach dem oben aufgelisteten „Prager Frühling“
das zweitälteste Musikfestival des Landes. Als „Open Air“ konzipiert,
bettet es sich wunderbar in die malerische Umgebung des kleinen
Barock-Städtchens ein. Das Zentrum der Veranstaltung befindet sich
in einem nationalen Kulturdenkmal – dem Staatsschloss Litomyšl.
Daten: 13. bis 30. Juni
Mehr Informationen unter www.smetana-litomysl.de
Filmfestivals
Jeden Svět
Die 15. Ausgabe des Dokumentarfilm-Festivals „Eine Welt“ findet
vom 4. bis 13. März in Prag statt. Zahlreiche Beiträge aus allen Herren
Ländern machen diesen Anlass zu einem der spannendsten im Kulturkalender Tschechiens. Sein Ruf ist international und ausgezeichnet.
Mehr Informationen unter www.jedensvet.cz
Internationales Filmfestival Karlsbad
Das renommierte Filmfestival der A-Kategorie ist eines der absoluten
kulturellen wie auch gesellschaftlichen Highlights des Jahres. Stars
und Sternchen geben sich im Kurort die Klinke in die Hand. Und ja:
Herausragende Filmproduktionen sind natürlich auch zu bestaunen.
Daten: 28. Juni bis 6. Juli
Mehr Informationen unter www.kviff.com
Das Filmfest
Das Festival deutschsprachiger Filme wird vom Goethe-Institut,
dem Österreichischen Kulturforum und der Schweizer Botschaft
regelmäßig im Oktober organisiert. Genauer Zeitraum und Beiträge
sind noch nicht bekannt.
Mehr Informationen über das Goethe-Institut in Prag/
www.goethe.de
Theaterfestivals
Katharina Wessely: Theater der
Identität. Das Brünner deutsche
Theater der Zwischenkriegszeit.
Transcript Verlag, Bielefeld 2011,
296 Seiten, 32,80 Euro,
ISBN 978-3-8376-1649-1
Shakespeare-Sommerfestival
Das Open-Air-Festival ist das größte seiner Art in Böhmen und Mähren. In diversen Großstädten spielen einheimische Stars Stücke des
englischen Weltliteraten, leider meist nur auf Tschechisch. Daten:
Juni/Juli – Genaueres noch nicht bekannt.
Informationen unter www.shakespeare.cz
PR-TEXT
Früh übt sich
Mit der English International School Prague lernen Kinder schon ab zwei Jahren Englisch
Unsere Schule unterrichtet Kinder ab zwei Jahren, wobei sehr
kleine Kinder nicht den ganzen Tag am Unterricht teilnehmen
müssen. Wir bieten flexible Unterrichtszeiten, die den Wünschen der Kinder und Eltern entsprechen. Wenn die Kleinen
im Alter von zwei Jahren zu uns kommen, sprechen manche
überhaupt nicht, manche aber schon recht gut Englisch. Die
Lehrer ermutigen sie, auf spielerische Weise zu reden. Verschiedene Spiele und Lernmethoden unterstützen sie dabei.
Unsere Lehrer sind allesamt qualifiziert und verfügen über
jahrelange Erfahrung. Die Klassenzimmer sind ausgestattet mit Spielen und Spielsachen, die die Kinder natürlich
nutzen können. Spaß steht dabei im Vordergrund. Die
Kinder können sich beim Malen, Tonarbeiten und Wasserspielen austoben. Zudem sorgt eine Außenanlage für
Abwechslung.
Der Spielplatz ist sicher und ein großes Piratenschiff bietet den Kleinen hervorragende Klettermöglichkeiten. Auch
können die Kinder mit Rädern und kleinen Autos fahren. Ein
wichtiger Aspekt ist auch das Erlernen von sozialen Fertigkeiten. Denn ist ein Kind nur zu Hause, auch wenn es Geschwister und Freunde zum Spielen hat, wird ihm daheim
nicht der gleiche soziale Mix geboten wie in dieser Schule.
Vor allem für die Kleinen ist es wichtig, Freundschaft zu
schließen und auch Teilen zu lernen, Abwechslung zu haben und andere Menschen zu respektieren.
In der Schule treffen sich viele Kulturen und Nationalitäten. Wir feiern und teilen dies miteinander. Kinder, die nicht
Englisch als Muttersprache haben, werden unterstützt durch
Aufführungen, Modellieren, Bilder und nonverbale Zeichen.
Ein regelmäßiger Ablauf hilft den Kindern, sich sicher zu
fühlen, selbst wenn sie erst zwei Jahre alt sind und noch
zögerlich mit der Sprache umgehen. Schnell lernen sie, die
Anweisungen zu verstehen und diese zu befolgen.
Fotos: EISP
Für eine Weile dürften sie noch nicht sprechen, aber sie
saugen alles auf und wenn sie beginnen, Englisch zu sprechen, können sie gar nicht mehr aufhören. Alle Mitarbeiter
arbeiten eng mit den Eltern zusammen, um die Umstellung
zu erleichtern. Der Lehrplan richtet sich nach dem Early
Years Foundation Stage (EYFS), der im März 2012 veröffentlicht wurde, und den individuellen Bedürfnissen und
Entwicklungsphasen der Kinder Rechnung trägt.
6 WIRTSCHAFT
10. Januar 2013 | Prager Zeitung Nr. 1–2
Zahl der Woche
Neuanfang auf der Autobahn
650
Sanierungsbeginn der D1 – neue Direktion unter Beobachtung
W
650 Tassen Instantkaffee kaufen die Tschechen durchschnittlich
im Lauf eines Jahres. Gemahlener Kaffee wird bei einer Menge von
250 Tassen deutlich weniger getrunken. Das geht aus einer aktuell
veröffentlichten Studie des Marktforschungsinstituts GfK Czech
hervor, die den Zeitraum zwischen September 2011 und August 2012
untersuchte. Tee wird weniger stark konsumiert: Durchschnittlich
trank jeder Haushalt 500 Tassen im Jahr.
NACHRICHTEN
Höhere Mehrwertsteuer ab 1.1.2013
Seit dem 1. Januar 2013 gilt in Tschechien die erhöhte Mehrwertsteuer. 21 Prozent beträgt nun der normale, 15 Prozent der ermäßigte Mehrwertsteuersatz. Zudem gilt seit dem Jahreswechsel ein
zusätzlicher siebenprozentiger Steuerzuschlag für Besserverdiener,
also Personen mit einem monatlichen Einkommen ab 100.000 Kronen (3.945 Euro). Die Steuererhöhungen sind eine Folge des Ende
Dezember verabschiedeten Reformpaketes der Regierung. Erwartet
werden Mehreinnahmen von 22 Millionen Kronen (5 Milliarden
Euro). (nw/čtk)
Student Agency will Bahnstrecke Prag–Brünn
RegioJet, Eisenbahntochter des tschechischen Busunternehmens
Student Agency, könnte zukünftig allein die Züge auf der wichtigsten
Fernstrecke Prag–Brünn betreiben. So lautet der Vorschlag von Verkehrsminister Zbyňek Stanjura (ODS). Bislang fahren auf der Strecke
nur subventionierte Züge der staatlichen Eisenbahngesellschaft
České Dráhy. Stanjura will die Subventionen in Höhe von 625 Millionen Kronen (ca. 25 Millionen Euro) einsparen und die Strecke konkurrenzlos und ohne Ausschreibung an RegioJet vergeben. (nw/čtk)
E.ON übernimmt Gaswerke Prag
Der deutsche Energiekonzern E.ON bietet 5,4 Milliarden Kronen (216
Millionen Euro) für die Übernahme der Städtischen Gaswerke Prag
(Pražská plynárenská, PPAS). Auf die Summe einigten sich E.ON und
der Prager Magistrat in einer gemeinsamen Sitzung. Sobald E.ON die
Holding verlässt, geht sie wieder in den Besitz der Stadt Prag über. Im
Moment hält die Stadt ein Viertel der Anteile. (nw/čtk)
Neue tschechische Staatsanleihen
Die tschechische Regierung hat die internationale Bankengemeinschaft aufgefordert, Interesse an neuen tschechischen Staatsanleihen zu bekunden. Das gab die Nachrichtenagentur Reuters in
London bekannt. Wann es zu Verkäufen neuer Staatsanleihen kommen wird, ist noch unklar. Zuletzt hatte der tschechische Staat im
vergangenen Oktober Staatsanleihen für 750 Millionen Euro mit
einem Prozentsatz von 3,875 verkauft. Fällig werden sie im Jahr
2022. (nw/čtk)
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er dieses Jahr auf Tschechiens Hauptverkehrsader
D1 unterwegs ist, sollte vor allen Dingen eins mitbringen: viel
Geduld und starke Nerven. Auf
Tschechiens längster und wichtigster, aber auch ältester und gefährlichster Autobahn beginnen
voraussichtlich im April auf insgesamt fünf Streckenabschnitten umfangreiche Reparaturarbeiten. Damit beginnt die erste
Etappe einer langfristigen Komplettsanierung der Autobahn.
Renovierungsbedürftig ist die
D1, deren Anfänge bis in das Jahr
1939 zurückreichen, bereits seit
mehreren Jahren. Beschlossen
wurde die Sanierung aber erst im
Juni 2011 als auf einer der alten
Betonplatten ein großer Riss entstand, der eine zehn Zentimeter
hohe Stufe in der Fahrbahn zur
Folge hatte. Die Reparaturarbeiten mussten mehrfach verschoben werden, da es immer wieder
zu Unregelmäßigkeiten bei der
Auftragsvergabe gekommen ist.
EU-Kontrollen legten
Korruption offen
Der Straßen- und Autobahnbau ist seit Jahren ein Sorgenkind der Politik. Nirgendwo in
Europa kostet der Straßenbau
mehr als in Tschechien. Schuld
daran sind offenkundig manipulierte, überteuerte Großaufträge. Transparency International wies seit langem darauf
AUTOBAHNEN UND SCHNELLSTR ASSEN
Stand: 1.1.2013
in Betrieb
im Bau
Planung
Grafik: ceskedalnice.cz
hin. Die Regierung versprach
Au f k lä r u ng, löste d ies aber
nicht ein. Erst Druck aus Brüssel – die meisten Verkehrsprojekte werden mit Hilfe von EUGeldern finanziert – führte zu
einer strengeren Kontrolle und
daraus resultierenden Veränderungen beim Verkehrswegebau.
Es stellte sich heraus, dass die
staatliche Autobahndirektion
(ŘSD) Aufträge bew usst stückelte, um Vergabewettbewerbe
zu vermeiden. Denn bei einem
geringeren Auftragsvolumen
ist keine öffentliche Ausschreibung mehr notwendig, so dass
die ŘSD bestimmte Unternehmen beauftragen konnte. Darauf hin w urden na hezu a lle
laufenden Vergabeverfa hren
gestoppt und neu ausgeschrie-
ben. Im Mai 2012 kam es zum
Führungswechsel bei der ŘSD,
nachdem der Verdacht aufkam,
die alte Führung habe durch
frag w ürdige Vermietung von
Rastplatzflächen hunderte Millionen Kronen verdient, die über
zypriotische Firmen gewaschen
werden sollten. Gegen den ehemaligen Direktionschef sowie
weitere Spitzenmanager wird
seitdem wegen Bestechlichkeit
und Betrug ermittelt.
Mehr Autobahn mit allen
Mitteln
Für den neuen Autobahndirektionsleiter Dav id Čermá k ist
deshalb die Wiederherstellung
von Transparenz und Glaubwürdigkeit eine der Hauptaufgaben.
Erste Bewährungsprobe ist die
D1-Sanierung. Für jeden der ersten fünf zu rekonstruierenden
Streckenabschnitte haben zwölf
Unternehmen ihre Angebote
eingereicht. Es wird Čermáks
Aufgabe sein, hier für maximale
Transparenz zu sorgen. „Meine
Priorität ist es, für den Verkehrsbau alle verfügbaren europäischen Gelder abzuschöpfen.
Neben dem Prager Autobahnring und der D1-Modernisierung
steht der Bau der D3 in Südböhmen in Mittelpunkt“ erläuterte
Čermák die zentralen Punkte
seiner Agenda.
Seit dem 1. Januar 2013 hat
Tschechien zudem 300 Kilometer Autobahn zusätzlich – ohne
langwierigen Arbeits- und Kostenaufwand, sondern per definitionem.
Das Verkehrsministerium erklärt 300 Kilometer Schnellstraßen zu Autobahnen. Damit soll
„die Verständlichkeit und Übersichtlichkeit des tschechischen
Autoba hnnet zes f ür in- und
ausländische Kraftfahrer erhöht
werden“, teilt das Verkehrsministerium mit. Teil des Plans ist
auch die „Heraufstufung“ von
bestimmten zweispurigen Straßen 1. Klasse zu Schnellstraßen
mit einem Tempolimit von 110
Stundenkilometern. Im Herbst
2013 soll die I/37 zwischen Pardubice und Hradec Králové als
erste Straße diesen neuen Status
erhalten. (id/čtk)
Mietspiegel löst regulierte Mieten ab
Mieter und Vermieter handeln zukünftig den Wohnungspreis selbst aus
S
eit gut einer Woche ist die
Mietpreisbindung endgültig Geschichte. Mit dem Ende
regulierter Mieten in Prag, Mittelböhmen und den meisten
Kreisstädten kommt ein Deregulierungsprozess zum Abschluss,
der 2007 begonnen wurde. Insgesamt sind davon rund 700.000
Wohnungen in ganz Tschechien
betroffen. Anfang 2011 waren
bereits Wohnungen vor allem
in k leineren Städten für den
Wohnungsmarkt freigegeben
worden.
Mietpreisbindung
verfassungswidrig
In den vergangenen 20 Jahren
war die Frage der Mietpreisregulierung eines der zentralen
politischen Streitthemen. Die
Konfliktlinie verlief dabei nicht
nur zwischen linken und rechten Parteien. Innerhalb konservativer Regierungen stritt man
sich über die Frage, wie schnell
dereguliert werden sollte. Im
Jahre 2000 nötigte ein Urteil
des Verfassungs, das die staatliche Regulierung der Mietpreise
grundsätzlich für verfassungswidrig erklärte, die Politik zum
Handeln. A llerdings trat erst
Jahre später ein Gesetz in Kraft,
das eine stufenweise Deregulierung ab 2007 vorsah.
Schwarzmarkt blühte
Experten sind sich weitgehend
ei n ig , da s s d ie re g u l ier ten
Mietpreise zwar teilweise eine
gewünschte soziale Funktion
erfüllten, andererseits jedoch
zu Ungerechtigkeiten und Verwerfungen auf dem tschechischen Wohnungsmarkt geführt
haben. So erhielten beispielsweise alle diejenigen eine günstige Bleibe, die vor 1990 eine
Mietwohnung bezogen – und
zwar unabhängig vom sozialen
Status: Eine Fehlbelegungsabgabe für Gutverdiener gab es
nicht. In der Folge blühte der
Wohnungsschwarzmarkt, auf
dem preiswer te Wohnungen
z u ei nem v iel fach erhöhten
Preis illega l weiter vermietet
w u rden. Gleich zeit ig wa ren
die Wohnungen auf dem freien
Mietmarkt unverhältnismäßig
teuer. Vielerorts bremste die
Regulierung auch die notwend igen Invest it ionen, da den
Hauseigentümern schlicht die
Mittel fehlten.
„Das wichtigste Ergebnis der
Dereg u l ier u ng ist, dass d ie
Mietpreise auf dem freien Markt
deutlich gesunken sind“, sagte
Jiří Pácal, Chef des Immobilienkonzerns Central Europe Holding dem Nachrichtensender
ČT24. Mietervertreter wie Milan
Taraba, Vorsitzender des tschechischen Mietervereins weisen
jedoch darauf hin, dass für einen Großteil der Bevölkerung
die Preise für das Wohnen deutlich gestiegen sind, nämlich für
diejenigen, die in den ehemals
preisgebundenen Wohnungen
leben.
Auch nach dem Ende der Regulierung kann der Vermieter gegenüber einem Altmieter nicht
einfach die Miete erhöhen.
Gericht entscheidet
im Streitfall
Das neue Gesetz sieht stattdessen vor, dass sich beide Parteien
auf einen neuen Mietzins einigen müssen. Gelingt dies nicht,
kann das Gericht auf Antrag
des Vermieters eine ortsübliche
Miete festlegen. Als Maßstab
dient ein vom Ministerium für
Regionalentwicklung erstellter
landesweiter Mietspiegel. Zu
der befürchteten Klageflut ist es
allerdings bisher nicht gekommen. Ein kommensschwache
Mieter können zudem Wohngeld
beantragen, die Mittel dafür
wurden für das Jahr 2013 deutlich erhöht. (id)
PR-TEXT
Vorsicht vor trockenen Augen
Ein neues Medikament kann die Symptome beheben
Die meisten von uns verbringen während ihrer Arbeit
viele Stunden vor dem Computer. Aufgrund der schnellen
Einwicklung des Internets sind Tätigkeiten am Rechner
außerdem zu einem wichtigen Bestandteil der Freizeitbeschäftigung geworden.
Wer konzentriert vor dem Bildschirm sitzt, verringert die
Häufigkeit des Augenzwinkerns. Dadurch fehlt den Augen
Feuchtigkeit, was vor allem durch trockene Luft und klimatisierte Räume noch verstärkt werden kann. Die Folge sind
unangenehmes Brennen, Jucken, Ziehen oder das Gefühl, einen Fremdkörper im Auge zu haben. Diesen mitunter sehr unangenehmen Zustand bezeichnet man als „trockene Augen“.
In diesem Zusammenhang unterscheiden Augenärzte
zwei grundlegende Begriffe:
1) „Syndrom des trockenen Auges“. Dabei handelt es sich
um ernsthafte systemische Erkrankungen. In der Regel wird
das Syndrom des trockenen Auges mit einer allgemeinen
Trockenheit der Schleimhäute (z. B. Sjögren-Syndrom oder
Vitaminmangel) in Verbindung gebracht.
2) Den Terminus „Trockenes Auge“ bringen Augenärzte
vor allem mit dem veränderten Lebensstil in Verbindung.
Wie sieht ein Tränenfilm aus?
Fast jeder hat schon mindestens einmal darunter gelitten.
Derzeit befindet sich etwa ein Viertel der Bevölkerung in
Behandlung.
In vielen Fällen ist eine mangelhafte Tränenproduktion
die Ursache für die Krankheit. Die Augenoberfläche
muss regelmäßig befeuchtet werden, die Tränenflüssigkeit wird mit Hilfe der Augenlider verteilt und bildet einen Tränenfilm. In etwa 80 Prozent aller Fälle
ist die Ursache für trockene Augen eine Störung der
Fettschichten am Tränenfilm. Das Fett verbessert die
Oberflächenspannung. Tritt eine Störung auf, können
die Tränen nicht abtropfen und bleiben an der Augenoberfläche. Dadurch kann die wässrige Schicht, deren
Aufgabe es ist, die Augenoberfläche zu befeuchten,
nicht verdunsten.
Ein Defekt der Lipidschicht am Tränenfilm ruft ein unangenehmes Gefühl hervor. Patienten empfinden einen
Fremdkörper im Auge.
Auf der anderen Seite verschlechtern sich die Symptome
während des Tages, vor allem dann, wenn man lange vor
dem Computer sitzt, sich über einen längeren Zeitraum in
künstlich beleuchteten und klimatisierten Zimmern aufhält.
Auch bei jüngeren Menschen kann die Erkrankung auftre-
ten, besonders bei Personen, die lange vor dem Computer
sitzen oder bei denen die Flüssigkeitszufuhr nicht optimal
gewährleistet ist. Vor allem am Abend leiden die Patienten
unter den Symptomen.
Neue Formel löst Probleme mit der
Fettschicht
Sind die Ursachen bekannt, ist eine lokale Behandlung
notwendig. Dabei werden für einen längeren Zeitraum immer wieder hochwertige Augentropfen (künstliche Tränen)
verabreicht. „Patienten in Tschechien haben zum erstem
Mal die Möglichkeit, eine spezielle Lösung zu verwenden,
die die Probleme mit der Fettschicht behebt. Lange galt
es als unlösbar, eine geeignete Formel für eine Zusammensetzung der Fettsäuren zu finden, die das Medikament auch nach dem Öffnen lange haltbar macht. Nun
gibt es dieses bahnbrechende Produkt. Es heißt Systane
BALANCE, und ich kann es jedem Patienten empfehlen.
Etwas Vergleichbares gibt es in unserem Land nicht“, erklärt Dr. Pavel Němec, Augenarzt an der 1. Ärztefakultät
der Karls-Universität.
WIRTSCHAFT I VERLAGSSEITE 7
10. Januar 2013 | Prager Zeitung Nr. 1–2
„Made in Germany zieht hervorragend“
Interview mit Boris Čuchran, Vorstandsmitglied der LBBW Bank CZ a.s.
Boris Čuchran krempelt seit einem Jahr das Privatkundengeschäft sowie das Private Banking der LBBW Bank um.
Mit der „Prager Zeitung“ sprach er über die Geschichte der
Sparkassen, die Marke Deutsch und die Kernkundschaft
der LBBW CZ.
Beispiel im Hinblick auf ihre unternehmerische Tätigkeit in
der Tschechischen Republik. Wir erledigen rechtliches für
sie, wir sind auf der Suche nach passenden Räumlichkeiten
für ihr Unternehmen zum Mieten oder Kaufen behilflich
usw. Von großem Vorteil ist natürlich die enge Vernetzung
im Rahmen der großen LBBW Finanzgruppe. Der German
Desk bietet auch unseren bestehenden Kunden Unterstützung, die sich entschließen zu expandieren, zum Beispiel
nach Deutschland.
Herr Čuchran, die Banken in Tschechien sind die profitabelsten in Europa, war vor kurzem in den Medien zu erfahren. Warum sind die Banken hier so erfolgreich?
Boris Čuchran: Der Bankensektor ist der Spiegel der
Wirtschaft. Und die ist in Tschechien im allgemeinen stark
und stabil. Es gibt kompetente Fachkräfte, technologische
Entwicklung und starke Bankeneigner, oft aus dem westlichen Ausland.
Wen sprechen Sie als Privatkunden an?
Čuchran: Unsere Kernkundschaft sind besser verdienende Tschechen: Investoren, Rechtsanwälte, Ärzte. Aber
auch viele Nicht-Tschechen, die hier schon länger leben,
Unternehmer, Expat-Manager. Darunter viele Deutsche,
aber auch Menschen aus anderen Ländern. Wir bieten
ihnen den vollen Service. Wir finanzieren ihnen eine Immobilie, ein Investment oder andere Geschäftsvorhaben
und beraten bei Geldanlagen.
Was läuft im tschechischen Bankwesen anders als zum
Beispiel in den Krisenländern Südeuropas?
Čuchran: Das Risk Management wird sehr professionell betrieben und ist auf sehr gutem Niveau, auch nach
europäischen Maßstäben. Im Regelfall haben wir wenig
Probleme mit nicht gedeckten Krediten. Grundsätzlich kann
man sagen, dass die hiesigen Produkte und das Verhalten
der Banker erzkonservativ sind.
Sie haben eine neue Strategie für Privatkunden und das
Private Banking entwickelt. Was ist daran besonders?
Čuchran: Das ist ein sehr spezielles Angebot, das sich
vom Massengeschäft abhebt. Es richtet sich an sogenannte
Affluent-Kunden mit höheren Einkommen, in Tschechien
reden wir von etwa 1300 Euro netto monatlich. Wir bieten
es vor allem in größeren Städten wie Prag und Brünn an.
Ähnlich wie die Firmenkunden werden die Kunden des
Private Banking von einem persönlichen mobilen Manager
bedient. Also die Kunden brauchen nicht extra in die Filiale
kommen. Wobei wir natürlich auch Filialen haben, in jeder
Kreishauptstadt.
Warum sind die Bankgebühren in Tschechien hoch?
Čuchran: Im Europavergleich belegt Tschechien sicher nicht den Spitzenplatz, damit relativiert sich die
Bewertung, ob Bankgebühren in Tschechien hoch sind
oder nicht. In jedem Fall ist der Bankensektor zu hundert
Prozent von kommerziellen Banken besetzt. Es gibt keinen öffentlich-rechtlichen Sektor. Früher hat es auch in
Tschechien Sparkassen gegeben, so wie in Deutschland.
Während sie sich in Deutschland 150 Jahre lang konstant
entwickelten, verschwanden sie mit dem Kommunismus
von der Bildfläche. Und nach 1989 war man öffentlichen
Institutionen gegenüber eher abgeneigt. Deswegen ist
jetzt alles in privater Hand und damit orientiert man sich
noch mehr am Markt.
Was macht der persönliche Manager im Private Banking
der LBBW Bank CZ a.s. anders als ein normaler Bankangestellter?
Čuchran: Er setzt sich mit dem Kunden hin, hört zu und
sucht nach einer individuellen Lösung. Noch sind wir in der
Entwicklungsphase, aber schon jetzt bieten wir spezifische
und komplizierte Immobilien- und Grundstücksprojekte an.
Die Leute sind nicht nur eine Nummer bei uns. Und das
erwartet ein vermögender Kunde auch von einer guten
deutschen Bank.
Die LBBW ist in Deutschland eine öffentlich-rechtliche
Landesbank, hier ist sie eine mittelständische Privatbank.
Welchen Einfluss hat die Funktion der deutschen Mutterbank auf Ihre Bank?
Čuchran: Im täglichen Bankgeschäft spielt das keine
Rolle. Natürlich profitieren wir von der Erfahrung der LBBW,
die in Deutschland eine große Institution ist. In der Unternehmensführung gibt es schon Unterschiede. Denn da ist
die deutsche LBBW ein Bestandteil der Sparkassenfamilie
und gehört zu einem Großteil auch den Sparkassen in
Baden-Württemberg. Die LBBW Bank CZ ist aber von der
Struktur her eine Privatbank mit einem Aufsichtsrat und
dem Vorstand.
Boris Čuchran, Vorstandsmitglied der LBBW Bank CZ
Haben Sie als Privatbank nicht auch geschäftlich mehr
Narrenfreiheit?
Čuchran: Nein, wir müssen genauso vernünftig sein
und Risiken abwenden. Wir müssen sensibel gegenüber
unseren Kunden sein, denn wir sind die Wächter ihres
Geldes. Die Prinzipien sind also die gleichen. Sicherlich,
Sparkassen in Deutschland sind stark in der Gesellschaft
verankert, sie haben sich im Laufe ihrer Geschichte einen
festen Platz im Markt erobert. Der Marktanteil beträgt ca.
50 bis 60 Prozent. Das ist enorm und weltweit einzigartig.
In Tschechien gibt es Sparkassen und Landesbanken im
deutschen Sinne gar nicht.
Worin sieht die LBBW CZ ihre Rolle auf dem Markt in Tschechien?
Čuchran: Über 4000 deutsche Firmen sind hier ansässig,
in dieser Umgebung ist es natürlich, dass wir hier sind. Wir
sind erstaunlicherweise die einzige deutsche Universalbank im Land. Im Firmenbereich sind wir seit 20 Jahren
aktiv und haben eine stabile Kundenstruktur mit überwiegend tschechischen Kunden. Aber auch 220 deutsche
Unternehmen sind dabei. Wir betreuen deutsche Kunden,
die in Tschechien aktiv sind und umgekehrt. Exportfinanzierung ist bei uns ein starker Bereich.
Foto: Tomáš Novák
Sie bieten ein German Desk an. Was verbirgt sich dahinter?
Čuchran: Der German Desk ist eine spezielle Abteilung
ausschließlich für Unternehmenskunden aus deutschsprachigen Ländern, die in Tschechien unternehmerisch tätig
sind oder dies vorhaben. Die Banker sprechen natürlich
fließend Deutsch und Englisch, sie kennen den deutschen
sowie tschechischen Markt und die Geschäftsgewohnheiten vor Ort. Sämtliche Unterlagen stehen dem Kunden
auch in Deutsch zur Verfügung. Als Mehrwert bieten wir
unseren Kunden an, ihnen auch bei den über den Bankensektor hinausragenden Angelegenheiten zu helfen, zum
Zieht das Image „Deutsch ist gleich Qualität“ immer noch?
Čuchran: Ja, wir sind hier die einzige deutsche Universalbank und spielen diese Karte natürlich aus. „Banking
– Made in Germany“ – damit werben wir und die Leute
verstehen gleich, was es heißt: seriös, vertrauenswürdig,
hohe Qualität. Übrigens nicht nur hier, sondern überall
in Mittel- und Osteuropa. Unsere Mitarbeiter sind dafür
ausgebildet, zu erfüllen, was die Marke beinhaltet. Weil
wir eine kleinere Bank sind, haben wir die Zeit, uns jeden
Fall genau anzusehen.
Aber Sie profitieren nicht nur von einem deutschen Image.
Sie sind auch Teil der Deutschen Community in Prag?
Čuchran: Wir pflegen enge Beziehungen mit der
Deutsch-Tschechischen Industrie- und Handelskammer.
Ein Mitglied des Managements der LBBW CZ ist dort im
Vorstand vertreten. Wir sind die Bank der Deutschen Botschaft und wir unterstützen die Deutsche Schule in Prag.
Also, wir profitieren von unserem deutschen hundertprozentigen Aktionär und deswegen liegt uns auch daran, uns
in der Deutschen Community vor Ort einzubringen.
Mit neuem Internetauftritt ins neue Jahr
Die Homepage von GO! Express & Logistics ist schneller und leichter zu bedienen
GO! Express & Logistics startet mit einem neuen Internetauftritt in das neue Jahr. Der verbesserte und
neu gestaltete Internetauftritt GO! Express & Logistics ist schon freigeschaltet. Vor einigen Tagen hatte
die Zentrale des Transportunternehmens die entsprechende Anweisung gegeben. Anders als in den letzten
Jahren, wo nur einige Aktualisierungen durchgeführt
wurden, präsentiert sich die Seite in einem komplett
anderen Design. Die Koordination des Projektes hat die
Direktorin für Business Development, Pavla Eretová,
übernommen.
„Aus verschiedenen Gründen haben wir unseren
Internetauftritt völlig überarbeitet. Der wichtigste ist,
dass unsere Gesellschaft in diesem Jahr einige grundlegende Änderungen durchgeführt hat, die das ‚Medienimage‘ der gesamten Firma betreffen. In der ersten
Phase wurde das Logo verändert, gleich darauf folgte
der Slogan. Statt „Alles geht“ verwenden wir jetzt „Zeit
ist alles“ und logischerweise musste dann eine neue
Webpräsentation folgen. Dabei geht es nicht um kleine
Veränderungen, sondern um ein völlig neues Gesicht
des Auftritts. Nach dem Vorbild der Muttergesellschaft
in Deutschland, die minimalistische und übersichtliche
Seite vorgestellt hat, ist nun auch unsere Homepage
intuitiver als die vorhergehende“, erklärt Eretová.
Zudem habe es Veränderungen in der Farbe und der
Schrift gegeben. Auch gelang es mit Hilfe des neuen
Layouts, mit einer anderen Zuordnung der Links und
neuen Informationen stärker auf die Kundenbedürfnisse einzugehen. Die neuen Seiten seien auch auf
die verschiedenen Typen von Suchmaschinen besser
angepasst. „GO! Tschechien ist außerdem die erste
internationale Länderseite, die eine neue Internetseite
nach deutschem Vorbild hat“, so die Direktorin für Business Development.
Auf der neuen Homepage dominieren das Logo, die
schnell auffindbaren Links und die Kontakte. Grundlegendes grafisches Element sind wechselnde Motive, die das neue Claim von GO! widerspiegeln. Das
Hauptmenü ist in drei Kategorien aufgeteilt: „Produkte“,
„Kunden“ und „Unternehmen“. „Dort finden die Besucher nicht nur unsere Produkte, sondern erfahren alles
über die Firma, einschließlich Profil, Geschichte, Partner und ähnliches.“
Die wohl wichtigste und am häufigsten besuchte Sektion ist der Bereich „Kunden“. Hier stehen den Kunden
Formulare, Frachtbriefe, Informationen über Treibstoffzuschlag und Verpackungsmaterial zur Verfügung, zudem findet man hier Antworten auf die am häufigsten
gestellten Fragen.
Neu reagiert das Unternehmen auch auf die immer
wachsende Bedeutung von Smartphones. Daher fehlen
Applikationen für diese Art von Telefonen nicht. Kunden haben somit stets einen Überblick, wo sich ihre
Sendung befindet.
Besondere Aufmerksamkeit hatte man auch dem
Bereich „Produkt“ gewidmet. „Genauso wie sich die
Bedürfnisse unserer Kunden entwickeln, entwickeln
wir unsere Produktpalette. Nach und nach haben wir
die einzelnen Bereiche vervollständigt. Zurzeit bieten wir vier Produktbereiche, die auf der regionalen
Bestimmung gegründet sind, und decken damit den
überwiegenden Teil der Anforderungen unserer Kunden
ab“, erklärt Eretová.
GO! Express & Logistics bietet auch vier Branchenlösungen: GO! Life Science, GO! Automotive & Industry,
GO! Food Logistics und GO! Commerce. Für den Transport der gekühlten Lebensmittel wurde der Produkt
GO! Food Logistics entworfen. Die Lösung GO! Life
Science orientiert sich auf den Kühltransport der Me-
dizinprodukte und Laborgeräte für Biowissenschaften.
Maschinenbaubetriebe und Produktionsfirmen finden
passende Lösungen im Bereich „Automotive & Industry“. Die Sektion „GO! Commerce“ ist vor allem für
Internetfirmen und Vertriebsgesellschaften bestimmt.
„Alle unseren Produkte wären ohne unsere zusätzlichen Dienstleistungen nicht vollständig. Deshalb
übernehmen wir die Zollabfertigung, regeln die Versicherung, sorgen für eine termingerechte Zustellung
und übernehmen auch das Verpacken von Artikeln“,
so Pavla Eretová.
Gleich von der Homepage haben Kunden auch direkten Zugriff auf den nicht öffentlichen Teil der Internetseite, zum Treueprogramm „Let´s GO!“.
Der neue Internetauftritt wird den Kundenwünschen
Rechnung tragen. Einige ältere Informationen werden in
den neuen Seiten nicht mehr aufgeführt. Dagegen sind
dann die am häufigsten gesuchten Begriffe schneller
zu finden.
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8 GRENZENLOS
10. Januar 2013 | Prager Zeitung Nr. 1–2
„Ein Handschlag in Prag reicht nicht aus“
Bayerns Opposition beklagt Stillstand in den Beziehungen zu Tschechien
VON PETR JER A BEK
Es ist ein miserables Zeugnis,
dass die Opposition der bayerischen Regierung in puncto
P f lege der Bez iehu ngen z u
Tschechien ausstellt. Zwar gelten die beiden Prag-Reisen von
Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) als dessen wichtigste
außenpolitische Tat, dennoch
werfen Bayerns Oppositionsparteien der schwarz-gelben Koalition schwere Versäumnisse im
Umgang mit dem Nachbarland
vor. Insbesondere in der Energiepolitik, beim Ausbau der Infrastruktur und der Förderung
des Tschechisch-Unterrichts sehen SPD, Grüne und Freie Wähler enormen Nachholbedarf.
Gleich nach seinem Amtsantritt 2008 hatte Seehofer in einer
Regierungserklärung angekündigt, „einen neuen Schritt auf
unseren Nachbarn Tschechien“
zugehen zu wollen. Die bayerisch-tschechischen Beziehungen sind durch den Streit über
die Vertreibung der Sudetendeutschen nach dem Zweiten
Weltkrieg belastet. Nach intensiven Vorbereitungen reiste Seehofer im Dezember 2010 offiziell nach Tschechien – als erster
bayerischer Ministerpräsident
überhaupt. Ein zweiter Besuch
folgte knapp ein Jahr später.
SPD-Landeschef Pronold wirft Seehofer Vergessenheit vor. Foto: Arne Müseler
„Große Defizite“
Dennoch beklagt die Opposition
Stillstand in den Beziehungen.
Seehofers Prag-Besuche seien
„überfällig und richtig“ gewesen, sagt Grünen-Landeschef
Dieter Janecek. „Aber uns fehlt
eine richtige strategische Partnerschaft mit Tschechien.“ Der
Vorsitzende der Freien Wähler,
Hubert A iwanger, ma hnt, es
müsse auch über die Besuche
des Regierungschefs hinaus „die
ganz normale grenzüberschreitende Arbeit“ vertieft werden.
Es gebe große Defizite auf dem
Weg zu einer unverkrampften
Zusammenarbeit.
Mit einem Handschlag in Prag
sei es nicht getan, meint auch
Bayerns SPD-Chef Florian Pronold. Er wirft Seehofer vor, die
Entspannungsbemühungen
zu vergessen, sobald er bei den
Heimatvertriebenen spreche.
Das sei keine konsistente Politik. Deutlich mehr tun müsste
die Staatsregierung laut Pronold
beispielsweise dafür, dass auf
bayerischer Seite Tschechisch
gelernt wird: „Dass man Tschechisch in der Region als zweite
Fremdsprache oder als freiwilligen Zusatzunterricht anbietet,
weil das Zukunftsperspektiven
schafft für Arbeitnehmer, Handwerk und Mittelstand.“ Das habe
die Regierung „verschlafen“.
Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) w iderspricht entschieden: Bayern habe Tschechisch als Unterrichtsfach in allen Schularten verankert, betont
er. „Die Freundschaft zu Bayerns tschechischen Nachbarn
wollen wir weiter vertiefen.“ Die
Sprache stehe für ihn dabei im
Mittelpunkt. Europaministerin
Emilia Müller (CSU) verweist
da rau f, da ss beispielsweise
an 70 Prozent der Realschulen
in der Oberpfalz Tschechisch
als Wahlunterricht angeboten
werde. Der Opposition w irft
sie Ahnungslosigkeit vor. „Die
bayerisch-tschechischen Beziehungen entwickeln sich äußerst
dynamisch“, sagt die Ministerin. Seehofers Tschechien-Reisen seien nicht der Anfang der
bilateralen Beziehungen, sondern deren Krönung gewesen.
„Durch die Besuche hat sich
auch auf der höchsten politischen Ebene die Atmosphäre
entspannt.“
„Totale Fehlentwicklung“
Besonders schwerwiegende Defizite sieht die Opposition in der
Infrastruktur. „Ein großes Versäumnis“ der Staatsregierung
ist nach Auffassung von SPDLandeschef Pronold beispielsweise, dass die Bundesstraßen
im Grenzgebiet nicht ausgebaut
würden, obwohl sie unter den
Verkehrsströmen zusammenbrächen: „Der Güter verkehr
nimmt dort exorbitant zu und
die Weichenstellung zum Ausbau ist bis heute nicht erfolgt.“
Dem Grünen-Landesvorsitzenden Janecek ist vor allem die
schlechte Schienenverbindung
nach Prag ein Dorn im Auge:
Beim Bahnstrecken-Ausbau in
Richtung Tschechien sei seit der
deutschen Wiedervereinigung
„nichts passiert“.
Unzufrieden mit der Bahnverbindung ist auch die Koalition,
sieht dabei aber vor allem den
Bund in der Pflicht. Für diesen
gebe es „noch viel zu tun im
Bereich der grenzübergreifenden Infrastruktur“, sagt VizeMinisterpräsident Martin Zeil
(FDP). Bayern und Tschechien
hätten vor wenigen Monaten mit
einem Memorandum ein „klares
gemeinsames politisches Zeichen“ an die Adresse des Bundes gesetzt, „dem Ausbau des
Schienenverkehrs noch mehr
Priorität einzuräumen“. Europaministerin Müller fordert,
der Bund müsse „endlich in die
Gänge kommen“.
Der oberste Repräsentant der
Sudetendeutschen, Bernd Posselt, bezeichnet den Zustand
der Ba hnverbindungen z w ischen Bayern und Tschechien
als völlig inakzeptabel. Es sei
eine totale Fehlentw ick lung,
statt eines Zugs einen „als Intercity angestrichenen Bus hinund herfahren zu lassen“. Die
Kritik der Opposition an den
bayerisch-tschechischen Beziehungen weist er aber entschieden zurück: Sie seien „in großem
Schwung“. Probleme sieht der
CSU-Europaabgeordnete auf
tschechischer Seite: „Da gibt es
ein hohes Maß an Instabilität“,
sagt Posselt und verweist auf
die zahlreichen Rücktritte von
Ministern in Prag. Der Gegenbesuch von Premier Petr Nečas
(ODS) in München sei fertig geplant gewesen, aber im letzten
Moment wegen eines Misstrauensvotums im Parlament abgesagt worden. „Wir hoffen, dass er
in den ersten Wochen des Jahres
nachgeholt wird.“
„Aus Ohnmacht wird Wut“
Fünf Jahre Schengen-Beitritt: Steigende Kriminalität sorgt in Sachsen zunehmend für Unmut
A
ls am 21. Dezember 2007
die Schlagbäume zwischen
Tschechien und Sachsen fielen,
wurde dies nicht nur von Politikern, sondern auch von den ganz
„normalen“ deutschen Bürgern
begrüßt. „Auch wir freuten uns,
dass wir problemlos rüberfahren
konnten, um Zigaretten zu kaufen oder abends mal in Tschechien auszugehen. In vielen Orten wurde dieses Ereignis richtig gefeiert“, erinnert sich Heike
Fritsche aus Hertingswa lde,
einer Gemeinde, die gerade einmal drei Kilometer vom böhmischen Grenzort Dolní Poustevna
(Niedereinsiedel) entfernt liegt.
Den f ünf ten Ja hrestag des
Schengen-Beitritts Tschechiens
und Polens nimmt man in Sachsen allerdings mit gemischten
Gefühlen wahr. Zahlreiche Bürger und Unternehmen verbinden
den Wegfall der Grenzkontrollen
mittlerweile mit einem massiven Anstieg der Kriminalität, für
den sie vor allem Tschechen und
Polen verantwortlich machen.
Mehr Polizeipräsenz und eine
Wiedereinführung der Grenzkontrollen sind Forderungen,
die immer öfter zu hören sind.
Davon wollen die sächsischen
Behörden nichts wissen – zwar
gebe es unleugbare Probleme,
dennoch fällt deren SchengenBilanz nicht ganz so negativ aus.
Fakt ist, dass nach fünf Jahren
offener Grenzen unter den Bürgern keine Feierlaune, sondern
Katerstimmung herrscht. „Allein
seit September wurden hier drei
Kleinlaster und ein paar Autos
geklaut, auch mehrere alte Menschen wurden überfallen und
beraubt. Das ist übel, wirklich
ganz übel“, sagt Heike Fritsche,
deren Familienbetrieb selbst zu
den Opfern der Autodiebe zählt.
Unbekannte haben ihren Kleinlaster vom Hof weggeklaut. „Unser
Betrieb war auf dieses Fahrzeug
angewiesen. Jetzt ist es damit
vorbei“, sagt sie verbittert. Die
Versicherung habe nur ein Drittel
der Summe gezahlt, die für einen
neuen Wagen nötig gewesen wäre.
Für die Diebstähle in Hertingswalde und Umgebung macht die
Sächsin Tschechen verantwortlich, die über unbewachte Wege
ihr Diebesgut über die Grenze
schafften. Und mit dieser Meinung steht sie nicht alleine da.
„Wenn jetzt nichts passiert, dann
wird das alles nicht funktionieren.
Dann wird es immer mehr Hass
geben, und es werden auch tschechische Bürger darunter leiden,
die gar nichts dafür können“, prophezeit Fritsche. Sie selbst hat eine
Petition initiiert, die vom sächsischen Landtag eine Verstärkung
der Polizeipräsenz im Grenzgebiet
fordert. Außerdem sollen grenzüberschreitende Touristenpfade
mit Steinen oder Pfählen blockiert
werden, um den Abtransport geklauter Autos und anderen Diebesgutes zu verhindern. „Man
muss es den Dieben wenigstens
schwer machen; Wege blockieren
und deutlich mehr Polizeipräsenz
zeigen, das kann abschreckend
wirken“, so ihr Rezept zur Eindämmung der Grenzkriminalität.
Intensivere Zusammenarbeit
gefordert
Mancherorts ist man bereits zur
Tat geschritten. Bei Fürstenau
und Müglitz blockieren riesige
Steine die Durchfahrt über die
Grenze. Diese haben die örtlichen Bürgermeister dort hinstellen lassen – sie hatten keine
Lust mehr, auf eine Entscheidung
der Politiker in Dresden zu warten. Mehr Polizeipräsenz ist auch
eine Forderung der regionalen
Handwerkskammern, die die
Situation vor Ort als kritisch einschätzen. „2011 war jedes dritte
Unternehmen Opfer von Kriminalität, man hat das Gefühl,
dass es immer weniger Sicherheit
gibt. Es muss etwas geschehen“,
erklärt der Präsident der Dresdner Ha ndwerkska mmer Jörg
Dittrich. Er beziffert den durch
Diebstahl angerichteten Schaden
im Jahr 2011 auf 1,35 Millionen
Euro. Die Handwerkskammer
Cottbus meldet sogar 1,43 Millionen Euro. „Aus Ohnmacht wird
Wut“, so beschreibt Dittrich die
Stimmung unter den Unternehmern und Gewerbetreibenden
im Grenzgebiet zu Tschechien
und Polen, wo laut sächsischer
Statistik in den vergangenen
zwölf Monaten die Kriminalität
um vier beziehungsweise 15 Prozent gestiegen ist.
Probleme gibt es aber auch in
den großen sächsischen Städten.
So soll sich laut Presseberichten
allein in Dresden die Zahl der
Autodiebstähle seit 2007 vervierfacht haben. Zudem wurde
nur im ersten Halbjahr 2012 ein
zwischenjährlicher Anstieg um
68 Prozent auf über 500 Fälle
verzeichnet. „Wenn jemand in
Dresden ein Auto klaut, dann
ist er damit in 30 Minuten hinter der Grenze. Die Chance, die
Täter dann noch abzufangen, ist
daher gering. Fakt ist, dass der
Anteil polnischer und tschechischer Bürger an der festgestellten
Kriminalität relativ hoch ist“, so
der Sprecher des sächsischen Innenministeriums, Frank Wend.
Hinter den Diebstählen stehen
seinen Angaben zu Folge vorwiegend organisierte Banden,
und zwar nicht nur aus Tschechien und Polen, sondern auch
aus anderen Ländern Osteuropas. Eine Wiedereinführung der
Grenzkontrollen stellt für ihn
jedoch keine Lösung dar: „Gegen
grenzübergreifende Kriminalität
kann man nur grenzübergreifend
vorgehen“, so Wend. Sachsen will
deshalb die Zusammenarbeit
zwischen tschechischen und
deutschen Beamten noch weiter
intensivieren. Insgesamt sieht
Wend nach fünf Jahren Schengen
mehr Positives als Negatives: „Die
Öffnung der Grenze ist für beide
Seiten von Vorteil. Das gilt sowohl für die Wirtschaft als auch
für den Tourismus. Es ist bedauernswert, dass solche großartigen
Projekte von Kriminellen missbraucht werden. Das gibt es aber
auch in anderen europäischen
Regionen. Man muss gemeinsam konsequent dagegen vorgehen, um diese Kriminellen in die
Schranken zu weisen.“ (id/čtk)
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Branchentreffpunkt für E-Learning-Anbieter und Akteure
professioneller Bildung.
Unter dem Motto „Zukunft Lernen.“ präsentieren sich
die unterschiedlichsten Dienstleister und Produktanbieter der E-Learning- und Weiterbildungsbranche.
Der LEARNTEC-Kongress fokussiert zukunftsorientierte Fragestellungen und richtungweisende Entwicklungstrends. Hochqualifizierte Referenten aus
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Dass die LEARNTEC auf die zeitaktuellen und wichtigen Themen der Branche setzt, zeigt die jüngste Auszeichnung des Messekonzepts GAMES@LEARNTEC
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innovativ Computertechnologie, Bildung und Unterhaltung. Die GAMES@LEARNTEC hat sich so zu einer
Marke für moderne Wissensvermittlung entwickelt. An
dieses erfolgreiche Konzept soll auch 2013 angeknüpft
werden.
Die tschechische Vertretung der KMK organisiert
am 30.01.2013 eine Besucherreise zur LEARNTEC.
Bitte wenden Sie sich für nähere Informationen an
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Foto: LEARNTEC
www.learntec.de
„Das Instrument
ist die Verlängerung
meiner Seele“
Maschine gespielt anhört. Und
dafür wird diese tägliche Arbeit
gemacht, die ständige Suche
nach neuen Horizonten. Natürlich ist es sehr spannend, neue
Musik zu lernen, zu lesen und
auszuprobieren, zum Beispiel
das Spielen auf Darmseiten, das
Cello piccolo, Gesangstunden
nehmen, Klavier spielen. Ehrlich
gesagt, das Studieren endet bei
Musikern nie.
Die argentinische Cellistin
Sol Gabetta gastiert an drei
Abenden im Rudolfinum
Die Cellistin Sol Gabetta hat schon als Kind Stücke von Bohuslav
Martinů gespielt. Jetzt füllt sie regelmäßig große Konzertsäle. Vom
16. bis 18. Januar macht Gabetta Station im Prager Rudolfinum.
Dann geht sie mit den Tschechischen Philharmonikern auf Tournee in Spanien, Luxemburg und Deutschland. Mit Klaus Hanisch
spricht sie über die tägliche Arbeit des Musikers, den Vergleich mit
Anne-Sophie Mutter und die Vorteile des Singens. Gabetta spricht
sechs Sprachen, darunter Deutsch mit einem schönen spanischen
Akzent, der zuweilen ins Schwyzerdütsch übergeht.
Sol Gabetta, zuletzt war zu lesen,
dass Sie unglaubliche 200 Konzerte im Jahr spielen würden.
Sieht man bei diesen vielen Terminen etwas von Städten und
Ländern oder immer nur Konzertsäle?
Gabetta: Ich gebe nicht mehr
als 120 bis 130 Konzerte im Jahr,
das ist schon sehr v iel, aber
noch machbar mit Spaß, Kraft
und Überlegenheit. Mehr, denke
ich, ist schon fast unmenschlich.
Trotzdem bleibt leider wenig
Zeit, Städte zu besuchen. Aber
ich organisiere mir immer zwei
zusätzliche Tage in den Städten,
die mich interessieren, meistens
nach dem Konzerttag. Zeit zu
haben zum Beispiel in London,
Paris, Barcelona oder eben auch
in Prag ist immer eine Freude.
Welche Erinnerungen verbinden
Sie mit Prag? Sie haben schon einmal mit der Tschechischen Philharmonie gespielt.
Gabetta: Ja, es ist ein wunderbares Orchester mit einer sehr
großen Tradition! Unser Konzert
war damals in Wiesbaden, aber
die Proben haben zum Glück in
Prag stattgefunden. In diesem
Jahr verbringen wir wieder ein
paar Tage in Prag und darauf
freue ich mich besonders. Prag
hat Kultur, wo man geht, in der
Architektur, der Musik, der Geschichte, überall sieht man die
Tradition. Für mich als Argentinierin ist das auch ein Grund,
warum ich in Europa mein Zuhause gefunden habe. Wo lebt
es sich besser, als auf einem
Kontinent, auf dem so vieles geschehen ist und woher unsere
Musik, Literatur und die meisten
Interpreten kommen? Politische
Schwierigkeiten und Kriege haben hier die Geschichte der Welt
beeinflusst und damit auch die
Geschichte der Musik.
Im Rudolfinum spielen Sie unter
anderem das Cello-Konzert von
Dvořák, op. 104. Sollte man prinzipiell immer Stücke eines Landesmusikers auswählen, der zum
Konzertort passt?
Gabetta: Es ist natürlich immer
interessant für uns als Interpreten, ein Stück zu spielen in dem
Land, in dem das Stück komponiert wurde und in dem der
Komponist gelebt hat, in dem er
die gleiche Straßen entlang spaziert ist und die Luft des Ortes
geatmet hat. Hinzu kommt, dass
das Rudolfinum eine außergewöhnliche Akustik hat, und auch
die Größe des Saales ist perfekt.
Er ist groß, aber nicht übertrieben groß. Er hat den Fokus im
Klang, der Artikulation und der
Sprache. Und damit bekommt
die Musiksprache eine ideale
Plattform, um im besten Licht
gespielt werden zu können.
Der amerikanische Schriftsteller
T.C. Boyle, in seiner Jugend selbst
Musiker, sagte, dass Dvořáks
Cello-Konzert Hörer geradezu
in den Wahnsinn treiben könne.
Empfinden Sie das ähnlich dramatisch?
Gabetta: Das Konzert enthält
eine melancholische Geschichte
Dvořáks im Hauptthema des
z weiten Sat zes: Dvořá k hat
diese Melodie für seine Geliebte
geschrieben. Er hat diese Frau
geliebt, und da fühlt man eine
große Intensität. Die Musik von
Dvořák ist gleichzeitig grandios
und besitzt eines der schönsten
Themen der romantischen Musikgeschichte.
Sie ergänzen Ihr Programm mit
Werken aus dem 20. Jahrhundert,
so auch mit dem Cello-Konzert
von Bohuslav Martinů. Was
schätzen Sie an tschechischen
Komponisten wie Dvořák oder
Martinů?
Gabetta: A ls Kind habe ich
schon viel von Martinů gespielt.
Zunächst kleinere Stücke, und
vor etwa sechs Jahren habe ich
das Cellokonzert entdeckt. Damit werde ich auch in große Säle
gehen, ich finde die Musik kompositorisch sehr gut: Das Cello
ist immer präsent ohne kämpfen
zu müssen, die Orchestrierung
ist perfekt. Gleichzeitig sind immer wieder sehr viele rhythmische Wechsel und interessante
Strukturen zu entdecken. Die
Musik beider Komponisten enthält viele folkloristische Themen, dies macht es wahrscheinlich für den Zuhörer einfacher,
diese Musik zu verstehen. Man
erkennt, was man kennt, und so
fühlen sich viele Menschen in
dieser Musik heimisch. Die Harmoniewechsel sind grandios.
Sie spielen eines der seltenen Violoncellos von Guadagnini. Es
stammt aus dem Jahr 1759. Hat
man da nicht bei jeder Berührung
Angst, dass etwas passieren oder
kaputtgehen könnte?
Sol Gabetta spielt Mitte Januar im Rudolfinum Werke von Penderecki, Dvořák und Schostakowitsch.
Gabetta: So ein Instrument ist
eine Persönlichkeit, ein Charakter. Man muss jeden Tag lernen,
wie man damit umzugehen hat,
genauso w ie mit Menschen.
Angst habe ich nicht, aber ich bin
sehr vorsichtig, wenn ich reise
und mich damit bewege. Das Instrument ist schlussendlich die
Verlängerung meines Körpers
und meiner Seele. Damit kann
ich meine Emotionen durch die
Musik hinaustragen, selbst vibrieren und dadurch wohl auch
leben.
Ist dieses Cello quasi Ihr bester
Freund, weil Sie mit ihm mehr
Zeit verbringen als mit jedem
Menschen?
Gabetta: Freund weiß ich nicht.
Ich habe Freunde, mit denen
die Kommunikation anders ist.
Mein Cello ist ein Lebenspartner, mit dem ich Emotionen, Reisen, Erfolge, Enttäuschungen,
Schwierigkeiten, Freude, warm
und kalt erlebe. Ein Instrument
ist keine Marionette, kein Spielzeug.
Eine Kontrabassistin erklärte
kürzlich, ein Muskel, den man
zum Spielen brauche, schmerze
schon durch den Transport des
Instruments immer, ob in den
Armen oder im Rücken. Ist dies
das Los eines Musikers?
Gabetta: Muskeln schmerzen,
wenn man sie falsch benutzt
oder überanstrengt. Man muss
seine Grenzen kennen und wissen, wie viel Leistung die Muskeln noch haben. Es ist wichtig,
seine Energie von Anfang bis
zum Ende eines Konzertes einzuteilen und aufzusparen. Und
natürlich auch vom Anfang bis
zum Endes eines Lebens.
Muss ein internationaler Star wie
Sie eigentlich anders üben als ein
erst aufstrebender Musiker von 17
oder 18 Jahren?
Foto: Sony Music
Gabetta: Es ist nachgewiesen,
dass das Gehirn in jungen Jahren viel besser speichert und damit auch die Koordination der
Muskelarbeit besser lernt. Alles,
was ich in jungen Jahren über
Stunden gemacht habe, ist heute
noch da. Aber ich muss täglich
„Hygiene“ betreiben, langsam
üben, meine Bewegungen analysieren, alles was automatisch
ist, mechanisch nachprüfen.
Man muss sehr aufpassen, dass
sich die Musik nie wie von einer
SOL GABETTA
Geboren 1981 als Tochter französisch-russischer Eltern in
Cordoba (Argentinien), lebt mittlerweile in der Schweiz. Gewann bereits als Zehnjährige einen Musikwettbewerb in Argentinien und erhielt danach viele Preise, etwa beim Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau oder beim ARD-Wettbewerb in
München. Ihre internationale Karriere begann Gabetta 2004
mit dem renommierten „Crédit Suisse Young Artist Award“, eine
der höchst dotierten Auszeichnungen für junge Musiker. Die
Preisträgerkonzerte mit den Wiener Philharmonikern öffneten
ihr wichtige Türen in die internationale Musikwelt. Im Herbst
2007 wurde die Cellistin mit einem „Echo“-Preis als Instrumentalistin des Jahres ausgezeichnet. Weitere „Echos“ erhielt sie
2009 und 2011 für „beste Konzerteinspielungen“. Sie tritt regelmäßig bei großen Festivals auf, zahlreiche namhafte Orchester
schätzen die regelmäßige Zusammenarbeit mit ihr, so das Royal
Philharmonic Orchestra London oder das Sinfonieorchester
St. Petersburg. Viele ihrer Aufnahmen landeten auf Anhieb in
den deutschen Klassik-Charts. Seit Herbst 2005 hat Sol Gabetta
eine Assistenz-Professur an der Musikhochschule Basel. Eine
große Leidenschaft verbindet sie mit ihren eigenen Projekten
wie dem Solsberg-Festival in ihrer Schweizer Wahlheimat oder
der „Cappella Gabetta“. (khan)
In einem Magazin stand, nach
einem Konzert habe man nicht
mehr gewusst, ob man lieber
Anne-Sophie Mutter oder Sol
Gabetta mit Schuberts a-MollSonate D 821 hören wollte. Hat
Sie dieser persönliche Vergleich
über all die Jahre begleitet, auch
wenn Sie Cello und Mutter Geige
spielen?
Gabetta: Man versucht immer
wieder, junge Künstler mit bekannten Namen der klassischen
Musik zu vergleichen, weil man
glaubt, damit ein Kompliment
zu machen. Und es ist sicher
auch so gemeint. Nur: Alles was
Kopie ist, ist für mich schlechter
als das Original! Wie kann man
Musik messen? Nur durch den
Vergleich oder dadurch, dass
etwas besser oder schlechter,
spannender oder langweiliger,
rosa oder schwarz-weiß ist? Worin besteht unser Interesse, Musiker zu sein? Wenn man Komponist ist, im Schaffen. Wenn
man selber Kadenzen für die
Mozart-, Haydn- und Beethoven-Konzerte komponiert. Und
als Interpret? Wenn man ein
Unikat ist! Wenn man etwas hat,
das noch nie gehört wurde, noch
nicht gesehen wurde und immer
wieder eine eigene Brillanz hat,
eine Persönlichkeit. Das ist das
Wichtigste: etwas Eigenes zu
finden mit der Interpretation
eines Stückes, ohne den Text zu
modellieren.
Trotzdem die Nachfrage: AnneSophie Mutter wurde von Karajan
entscheidend gefördert. Wer war
Ihr Karajan?
Gabetta: Niemand. Ich habe
mich la ngsa m beweg t, aber
immer auf eigenen Füßen. Ich
w usste, ega l w ie schnell, es
werden immer meine eigenen
Schritte sein. Und die werden
mich immer tragen.
Sie sangen mit drei Jahren und
scharten schon im Kindergarten
Gleichaltrige für einen eigenen
Chor um sich. Wird es eines Tages
die Sängerin Sol Gabetta geben?
Gabetta: Das g laube ich
nicht (lacht). Aber ich fa nge
jetzt mit Gesangsstunden an.
Ich weiß, ich habe von Natur
aus eine saubere Stimme. Wie
eine Kinderstimme, die man
trainieren muss, und das interessiert mich jetzt. Aber ich
werde nie eine Opernstimme
haben können. Ich will das, was
mir gegeben wurde, eine reine
schöne Stimme, einfach aus ihrem eigenen Potenzial heraus
entwickeln. Nichts forcieren,
aber ihr eine Chance geben,
das Maximum herauszuholen.
Immer wenn ich singe, fühle
ich mich wie ein freier Mensch
und spüre eine starke Vibration
in mir – und das befreit mich
von meinen täglichen kleinen
Problemen.
10 KULTURPROGR AMM
TIPPS
The Alvaret Ensemble
10. Januar 2013 | Prager Zeitung Nr. 1–2
DONNERSTAG 10.1.
Klassische Musik
Tschechische Philharmonie & Prager Philharmonischer Chor. KenIchiro Kobayashi (Dirigent) Simona
Houda-Šaturová (Sopran), Richard
Samek (Tenor), ; Programm: S.
Saegusa – Requiem für gemischten
Chor und Orchester, L. van Beethoven – Sinfonie Nr. 9 d-Moll; öffentliche Generalprobe; Rudolfinum,
19.30h
Konzerte
Beinahe anderthalb Jahre mussten die Fans des 2011 gegründeten
britisch-niederländischen Kollektivs aus Musikern und Klangkünstlern warten, ehe sie sich einer (bescheidenen) Europatournee ihrer Lieblinge erfreuen können. Ihr Debüt-Doppelalbum
(mit dem Bandnamen als Titel) nahmen die vier Künstler während einer dreitägigen Session in der Berliner Grunewaldkirche auf. Heraus kam ein melancholisch-traumwandlerischer
Improvisations-Sound, der Elemente aus dem Ambient, dem
Easy-Listening und der klassischen Klang-Experimentalkunst
mit Streicherarrangements und Postrock kombiniert. Ein mysteriöser, vibrierender Klangteppich entführt den Zuhörer wie auf
einem fliegenden orientalischen Pendant auf die luftigen Wogen eines durchtriebenen, feenhaften Musik-Kosmos, der einen
nicht mehr so schnell loslässt. Dazu gibt es stellenweise auf friesisch vorgetragene Gedichtfetzen in Titeln mit Namen wie „Ulc“,
„Ond“ oder „Wju“. Eines ist klar: The Alvaret Ensemble stellen
eine Band außerhalb jeglicher massentauglicher Konventionen
dar – Freunde des Experimentellen sollten diesen zauberhaften
Abend im Palác Akropolis auf keinen Fall verpassen.
Palác Akropolis, Montag, 14. Januar, 19.30 Uhr, Eintritt: 299 CZK
Claymore
Emotional Crime, Dextreat, Noncitizen, Mother’s Angels. ElectronicRock, Hard-Rock, Metal; Palác
Akropolis, 19h
Jan Matěj Rak & Franta Vlček. Folk,
Singer-Songwriter; Balbínova poetická hospůdka, 20h
Vladimír Misík ETC & Olin Nejezchleba. Blues, Rock; Malostranská beseda, 20.30h
Franišek Kop Quartet. Modern
Jazz; AghaRTA, 21h
Other Voices. The Doors Tribute;
Vagon Club, 21h
Jonathan Gaudet – Tribute to Robert Johnson. Blues; Blues Sklep,
21h
Jazz Efterrätt. Jazz, Blues, Reduta,
21.30h
Elena Sonenshine & Jocose Jazz.
Modern Vocal Jazz; Jazz Dock, 22h
Party
Ihre Konzerte bestreiten Claymore am liebsten im Schottenrock.
Die sieben Musiker stammen aber aus Tschechien. Was in den
ersten Sekunden nach tiefster Folklore klingt, verwandelt sich
binnen kürzester Zeit in handfesten Celtic-Rock – ab und an tauchen Elemente des Punk auf. Ob eigene Lieder oder Cover-Songs
wie „Whiskey in the jar“ von Thin Lizzy – der Dudelsack ist Claymores höchstes Gut. So entsteht ein rockiger Mix aus irischem
und schottischem Folk. Ihr aktuelles Album gibt es seit Oktober
2012 und nennt sich ebenso wie die Band. Für Liebhaber der keltischen Klänge, die es gern mal ein bisschen schneller haben, ist
das Konzert am kommenden Dienstag genau das Richtige.
VJ Tom Fa. Dance-Party; Klub
Nebe, 20h
Maui Night. Dance-Party mit DJ Pivosh; Aloha Wave Lounge, 21h
DJ Ultramarin/Tru House Company. DJs Radein & Blast; Freestyle,
Funk; Palác Akropolis, 22.30h
Rockotéka. Freier Eintritt; Vagon
Club, 24h
Bühne
Vagon Club, Dienstag, 15. Januar, 21 Uhr; Eintritt: 150 CZK
Krieg mit den Molchen
Mit dem „Krieg mit den Molchen“ setzt sich der Musiker, Komponist und Maler (und Präsidentschaftskandidat) Vladimír Franz
seit gut sieben Jahren intensiv auseinander. In dieser Zeit hat das
Multitalent seine Oper zu dem Stoff von Karel Čapeks Roman geschrieben. Franz möchte vor allem das selbstzerstörerische Wesen des Menschen und die ambivalente und oft schwierige Rolle
der Medien in der modernen Gesellschaft in den Mittelpunkt
seines Werkes stellen. Mittels Elementen aus dem epischen und
postdramatischen Theater fordert der 53-Jährige immer wieder
klassische Seh- und Hörgewohnheiten heraus. Die Premiere
des Stücks findet am 10. Januar in der Staatsoper statt. Danach
wird das Werk regelmäßig auf dem Spielplan der Institution zu
finden sein.
Státní opera Praha, Donnerstag, 10. Januar (Premiere)
und 17. Januar, jeweils 19 Uhr, Eintritt: 400–850 CZK
Der Nussknacker/Die Weihnachtsgeschichte. Ballett von P. I. Tschaikowsky; Národní divadlo, 15 & 19h
The Art of Negative Thinking.
Theaterstück nach Bård Breien;
englische Übertitel; Švandovo divadlo, 19h
Der Krieg mit den Molchen. Oper
von Vladimír Franz, nach einer Romanvorlage von Karel Čapek; Premiere; Státní opera Praha, 19h
FREITAG 11.1.
SAMSTAG 12.1.
SONNTAG 13.1.
Klassische Musik
Konzerte
Klassische Musik
Kalabisovo Trio. O. Lébr (Violine),
L. Polák (Violoncello), M. Sekera
(Klavier); Programm: W. A. Mozart,
V. Kalabis, V. Micka, L. van Beethoven; Atrium na Žižkově, 19.30h
Tschechische Philharmonie & Prager Philharmonischer Chor. KenIchiro Kobayashi (Dirigent) Simona
Houda-Šaturová (Sopran), Richard
Samek (Tenor), ; Programm: S.
Saegusa – Requiem für gemischten
Chor und Orchester, L. van Beethoven – Sinfonie Nr. 9 d-Moll; öffentliche Generalprobe; Rudolfinum,
19.30h
Jeanius, Snow Job, Mother´s Funkers. Rock, Funk; Klub 007 Strahov,
13h
The Bladderstones feat. Ondrěj
Konrád. Electric Blues; Jazz Dock,
19h
Radio Wave: 7. Geburtstags-Party.
Mit Lapalux, Karaoke Tundra;
MeetFactory, 19h
Czech Collegium: Carmina Burana
und jüdische Lieder. Programm:
M. Ravel – Bolero, C. Orff – Carmina–Burana–Tanz, In Trutina, G.
Bizet – Carmen, G. Verdi – Nabucco,
Gershwin, Bernstein, Piazzolla und
jüdische Lieder; Spanische Synagoge, 17.30h
Konzerte
22. Geburtstag Rock Café – Multikulti Happening. Konzerte, Theater, Performances, Poetry Slam u.a.;
Rock Café, 19h
Gospel Limited. Contemporary
Gospel; Jazz Dock, 19h
Violet Eyes & Nihil Novum. Jazz;
Exit Chmelnice, 19h
Bluesberry. Unplugged Blues; Blues
Sklep, 21h
Alkehol. Rock, Punk; Vagon Club, 21h
AghaRTA Gang feat. Štěpán Markovíc. Modern Jazz; AghaRTA, 21h
Lab Big Band KJJ. Swing; Reduta,
21.30h
Osian Roberts Q. Straight-ahead
Jazz; U malého Glena, 21.30h
Justin Lavash and David Landštof.
Blues, Jazz, Folk; Jazz Dock, 22h
Ravenlaw, The Winter Storm &
Miky Wnuci. Power-Metal, Heavy
Metal; Exit Chmelnice, 19.30h
Proximity, Fourth Face, Egotrip.
Metal, Metalcore, Crossover-Hardcore, Nu-Metal; Rock Café, 20h
AghaRTA Gang feat. Štěpán Markovíc. Modern Jazz; AghaRTA, 21h
U2 – Revival desire. Rock; Vagon
Club, 21h
David Murphy Band. Blues; Blues
Sklep, 21h
UMG Jam Session. U malého Glena,
21.30h
Jazz Q. Jazz; Reduta, 21.30h
Seattle Tribute. Rock; Jazz Dock,
22h
Party
Party
Discoballs. Fat and Dread Stereo
DJs; Klub 007 Strahov, 19.30h
Prague Nightmare: Loading a new
era. Crossbreed, Frenchcore, Hardcore; Matrix, 21h
Drumstation. D’n’B, Elektro; Cross
Club, 21h
Creative. Tech-House, Minimal,
Elektro mit DJs Ladida, Subgate,
Wilda u.a.; Chapeau Rouge, 21h
Pop 80’s & 90’s Video Party. DJ Jirka
Neumann; Lucerna Music Bar, 21h
Deep Banging Racket. ElektroDance-Party mit DJs Jan Berdych &
Magors; U Bukanýra, 22h
Shadowbox @ Roxy. DJs 2K, Nitrous,
M4Y4, Panorama, Danoo; Roxy, 22h
80’s & 90’s Party TV Show & Video.
Futurum Music Bar, 22h
Danceteria/No Compromise. Brasil
Funk, House, Broken Beat & live
percussion, Elektro, Minimal; Palác
Akropolis, 22.30h
Videorockotéka. Freier Eintritt; Vagon Club, 24h
ZIMNÍ FESTONDA CUP 2013 –
Korbball Turnier. Mit Afterparty;
Palác Akropolis, 19.30h
VJ Martin Cihlář. Dance-Party;
Club Nebe, 20h
Beat. Tech-House, Elektro mit DJs
Claire Morgan, Schwa u.a.; Chapeau Rouge, 21h
Pop 80’s & 90’s Video Party. DJ Jirka
Neumann; Lucerna Music Bar, 21h
Sexy Beats. House, Elektro, Minimal mit DJs Clubvibe, Fatty M. &
Roman Rai; U Bukanýra, 22h
80’s & 90’s Party TV Show & Video.
Futurum Music Bar, 22h
Shake it!. DJs CJ FOX, Kmin, Petta
Glover, Cou-D, Baluu, Raa.o; Roxy,
22h
Cabaret Maňana/Get Fonky. Afro
& tropical Bass, Funk, Breakbeat;
Palác Akropolis, 22.30h
Videorockotéka. Freier Eintritt; Vagon Club, 24h
Bühne
Tosca. Oper von Giacomo Puccini;
Státní opera Praha, 18h
The Boss of it all. Komödie von
Lars von Trier; englische Übertitel;
Švandovo divadlo, 19h
Laterna Magika: Zauberzirkus.
Nová scéna, 20h
Black Box. Schwarzes Theater; Divadlo Image, 20h
Bühne
Der Nussknacker/Die Weihnachtsgeschichte. Ballett von P. I. Tschaikowsky; Národní divadlo, 14 & 18h
Der Freischütz. Oper von C. M. von
Weber; Stavovské divadlo, 19h
La Bohème. Oper von Giacomo
Puccini; Státní opera Praha, 19h
Laterna Magika: Zauberzirkus.
Nová scéna, 20h
The Best of Image. Schwarzes Theater; Divadlo Image, 20h
Konzerte
Armin Reich Bigband. Dixieland,
Swing; Jazz Dock, 17h
Nirvana Unplugged – Revival, Dee
Zebra. Grunge, Rock; Vagon Club,
21h
E Converso. Jazz; Blues Sklep, 21h
Cloud Nine. Modern Jazz; AghaRTA,
21h
UMG Jam Session. U malého Glena,
21.30h
Josef Vejvoda Trio. Jazz; Reduta,
21.30h
Skip Wilkins Quartet. Modern Jazz;
Jazz Dock, 22h
Party
Music Bar. Freier Eintritt; Rock
Café, 17h
VJ Petr Dobeš. Dance-Party; Klub
Nebe, 20h
Faster than Saturday. House, freier
Eintritt; Chapeau Rouge, 21h
Dutty Electro Nite. Elektro mit DJs
Ed Bass & Godzi; Chapeau Rouge,
21h
Prosound System/Sunday Dubwise. Zwei Dancefloors, ReggaeDancehall, Dub, Dubstep, Eintritt
frei; Palác Akropolis, 22.30h
Bühne
Die Zauberflöte. Oper von W. A.
Mozart; Státní opera Praha, 14h
The Best of Swan Lake. Auszüge aus
dem Ballett von P. I. Tschaikowsky;
Divadlo Hybernia, 19.30h
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y Info-E-Mails bei versäumten Lektionen
y Beratungsangebot für korrekte
Aussprache
y Hervorragende Referenzen
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ADRESSEN
MUSEEN, GALERIEN
Galerie Mánes, Prag 1, Masarykovo
nábř. 250, Di.–So. 10–18 Uhr,
www.ncvu.cz
Galerie Rudolfinum, Prag 1, Alšovo
nábř. 12, täglich 10–18 Uhr, Do. 10–20
Uhr, www.galerierudolfinum.cz
Langhans Galerie, Prag 1,
Vodičkova 37, Di.–So. 13–19 Uhr,
www.langhansgalerie.cz
Národní muzeum (Nationalmuseum), Prag 1, Václavské nám. 68,
Mo.–So. 10–18 Uhr, www.nm.cz
GALERIE HLAVNÍHO MĚSTA PRAHY
(GALERIE DER H AUPTSTADT PRAG)
Dům U Zlatého prstenu
(Tschechische Kunst des 20. Jh.),
Prag 1, Týnská 6
Dům U Kamenného zvonu, Prag 1,
Staroměstské nám. 13
Městská knihovna – II. patro
(Stadtbücherei – 2. Stock), Prag 1,
Mariánské nám. 1
Staroměstská radnice – II. patro
(Altstädter Rathaus – 2. Stock), Prag 1,
Staroměstské nám. 1, Di.–So. 10–18
Uhr, www.citygalleryprague.cz
NÁRODNÍ GALERIE (NATIONAL GALERIE)
Jízdárna Pražského hradu
(Reitschule der Prager Burg), Prag 1,
U Prašného mostu 3
Klášter sv. Anežky České
(Sammlung alter Kunst), Prag 1,
U Milosrdných 17
Klášter sv. Jiří (Sammlung alter
Kunst), Prag 1, Jiřské nám. 33
Valdštejnská jízdárna, Prag 1,
Valdštejnská 3
Veletržní palác (Sammlung
moderner Kunst), Prag 7,
Dukelských hrdinů 47, Di.–So.
10–18 Uhr, www.ngprague.cz
SPORT
Generali Arena, Prag 7, Milady
Horákové 98
Malá sportovní hala (Incheba Arena),
Prag 7, U Výstaviště, Tel. 220 103 111
O2 Arena, Prag 9, Českomoravská 17,
an der Metrostation Českomoravská
Stadion Eden (Synot Tip Aréna),
Prag 10, U Slavie 2a, Tram 7, 22, 24
Station Slavia
Tesla Arena, Prag 7, Za elektrárnou 1
KINO
Aero, Prag 3, Biskupcova 31,
www.kinoaero.cz
Atlas, Prag 8, Sokolovská 1,
www.atlascinema.cz
Bio Oko, Prag 7, Fr. Křížka 15,
www.kinooko.cz
Cinema City Flora, Prag 3,
Vinohradská 151, www.cinemacity.cz
Evald, Prag 1, Národní tř. 28,
www.evald.cz
Lucerna, Prag 1, Vodičkova 36,
www.lucerna.cz
Mat, Prag 2, Karlovo nám. 19,
www.mat.cz
PC Letňany, Prag 9, Veselská 663,
ww.palacecinemas.cz
PC Nový Smíchov, Prag 5, Plzeňská 8
PC Park Hostivař, Prag 10, Švehlova 32
PC Slovanský dům, Prag 1,
Na Příkopě 22
Ponrepo, Prag 1, Bartolomějská 11,
www.bio-ponrepo.cz
Světozor, Prag 1, Vodičkova 41,
www.kinosvetozor.cz
THEATER
Divadlo Archa, Prag 1, Na Poříčí 26,
Tel. 221 716 333, www.archatheatre.cz
Divadlo Image, Prag 1, Pařížská 4,
Tel. 222 329 191, www.imagetheatre.cz
Divadlo Kolowrat, Prag 1, Ovocný
trh 6, Tel. 224 901 448,
www.narodni-divadlo.cz
Divadlo na Vinohradech, Prag 2,
nám. Míru 7, Tel. 296 550 111,
www.dnv-praha.cz
Hudební divadlo v Karlíně, Prag 8,
Křižíkova 10, www.hdk.cz
Laterna Magika, Prag 1, Národní tř. 4,
Tel. 224 901 482, www.laterna.cz
Národní divadlo (Nationaltheater),
Prag 1, Národní tř. 2, Tel. 224 901 448,
www.narodni-divadlo.cz
Státní opera (Staatsoper), Prag 2,
Legerova 75, Tel. 296 117 111,
www.narodni-divadlo.cz
Stavovské divadlo (Ständetheater),
Prag 1, Ovocný trh 1, Tel. 224 901 448,
www.narodni-divadlo.cz
Švandovo divadlo na Smíchově,
Prag 5, Štefánikova 57, Tel. 257 318 666,
www.svandovodivadlo.cz
CLUBS, MUSIK
Abaton, Prag 8, Na Košince 8,
www.prostorabaton.cz
AghaRTA Jazz Centrum, Prag 1,
Železná 16, www.agharta.cz
Balbínova poetická hospůdka,
Prag 2, Balbínova 6, www.balbinka.cz
Blues Sklep, Prag 1, Liliová 10,
www.bluessklep.cz
Cross Club, Prag 7, Plynární 23,
www.crossclub.cz
Duplex, Prag 1, Václávské nám. 21,
www.duplex.cz
Exit Chmelnice, Prag 9, Sokolovská 195,
www.exitchmelnice.cz
Futurum Music Club, Prag 5,
Zborovská 7, www.futurum.musicbar.cz
Chapeau Rouge, Prag 1, Jakubská 2,
www.chapeaurouge.cz
Jazz Boat Kotva, Prag 2, Tor 5 unter
der Čechův most, Tel. 731 183 180,
www.jazzboat.cz
Jazz Dock, Prag 5, Janáčkovo nábř. 2,
Tel. 774 058 838, www.jazzdock.cz
Kavárna Na půl cesty, Prag 4, Park
(Höhe Milevská/Pujmanové)
Klub 007 Strahov, Prag 6, Vaníčkova 7,
www.klub007strahov.cz
Klub Lávka, Prag 1, Novotného
lávka 1, www.lavka.cz
Klub Nebe, Prag 1, Václavské nám. 56
Lucerna Music Bar, Prag 1,
Vodičkova 36, www.musicbar.cz
KULTURPROGR AMM 11
10. Januar 2013 | Prager Zeitung Nr. 1–2
MONTAG 14.1.
DIENSTAG 15.1.
Klassische Musik
Klassische Musik
Klassische Musik
Klassische Musik
Czech Collegium: Das Beste von
Gershwin. Programm: L. Bernstein
– West Side Story, G. Gershwin –
Rhapsody in Blue/An American in
Paris, F. Loewe – My Fair Lady, A.
Rubinstein – Melody, L. Anderson –
Plink Plank Plonk, J. Kern – Smoke
Gets In Your Eyes/Ol’ Man River;
Spanische Synagoge, 17.30h
Brünner Philharmonie & Mariusz
Kwiecien. L. Borowicz (Dirigent), M.
Kwiecien (Bariton), S. H. Šaturová
(Sopran); Tickets unter www.nachtigallartists.cz & Ticketpro; Obecní
dům, 19.30h
Czech Collegium: Carmina Burana
und jüdische Lieder. Programm:
M. Ravel – Bolero, C. Orff – Carmina–Burana–Tanz, In Trutina, G.
Bizet – Carmen, G. Verdi – Nabucco,
Gershwin, Bernstein, Piazzolla und
jüdische Lieder; Spanische Synagoge, 17.30h
Miroslava Vlasáková, Ivana
Hrušecká, Roman Wágner. M.
Vlasáková (Violoncello), I. Hrušecká
(Sopran), R. Wágner (Klavier);
Programm: J. S. Bach, H. Eccles, F.
Francoeur, W. A. Mozart, F. Liszt, M.
Ravel; Atrium na Žižkově, 19.30h
Bohemia Trio. Programm: J. Krček
– Trio für Oboe, Fagott & Klavier, A.
Piazzolla – Die vier Jahreszeiten,
Jean Français – Trio für Oboe, Fagott & Klavier, F. Poulenc – Trio für
Oboe, Fagott & Klavier op. 43 (FOK);
Kostel sv. Šimona a Judy, 19.30h
Czech Collegium: Das Beste der
Tschechischen und Internationalen Musik. V. Kozderka (Trompete), N. Chrobáková (Sopran),
Programm: J. S. Bach, W. A. Mozart,
A. Vivaldi, G. Verdi, G. Rossini, B.
Smetana, A. Dvořák, G. Gershwin,
L. Bernstein; Spanische Synagoge,
17.30h
Tschechische Philharmonie & Sol
Gabetta. Krzysztof Urbanski (Dirigent) Sol Gabetta (Violoncello); Programm: K. Penderecki – Elegie für
die Opfer von Hiroshima, A. Dvořák
– Konzert für Violoncello h-Moll, D.
Schostakowitsch – Sinfonie Nr. 5 dMoll; Rudolfinum, 19.30h
Tschechische Philharmonie & Sol
Gabetta. Krzysztof Urbanski (Dirigent) Sol Gabetta (Violoncello); Programm: K. Penderecki – Elegie für
die Opfer von Hiroshima, A. Dvořák
– Konzert für Violoncello h-Moll, D.
Schostakowitsch – Sinfonie Nr. 5 dMoll; Rudolfinum, 19.30h
Konzerte
ČSKH/Wihan Quartett & Pavel
Šporcl, Petr Jiříkovský. P. Šporcl
(Violine), P. Jiříkovský (Klavier);
Programm: M. Ravel – Streicherquartett F-Dur, B. Martinů – Striecherquartett Nr. 2, E. Chausson
– Konzert für Violine, Klavier &
Streicherquartett D-Dur op. 21; Rudolfinum, 19.30h
Konzerte
The Alvaret Ensemble, Hauschka.
Acoustic, Elektro, Experimental;
Palác Akropolis, 19.30h
Jazz Q Martina Kratochvíla. Fusion; AghaRTA, 21h
Jazz in Deed. Jazz-Rock; Blues Sklep, 21h
Iron Made In. Heavy-Hard Rock;
Vagon Club, 21h
Stan the Man Bohemian Blues
Band. Blues; U malého Glena,
21.30h
Otto Hejnic Hispyniola Project.
Jazz; Reduta, 21.30h
Michal Gera Band. Modern Jazz;
Jazz Dock, 22h
Party
Music Bar. Freier Eintritt; Rock
Café, 17h
VJ Petr Dobeš. Video Jukebox; Klub
Nebe, 20h
Students Party Monday. Hiphop,
Glitch mit DJs Tango, Clavig & Denoir; Chapeau Rouge, 21h
Free Mondays. DJs und freier Eintritt!; Roxy, 22h
Chill Out/Style Wars DJ Zbnk. Chill
Out, Freestyle; Palác Akropolis,
22.30h
Bühne
La Wally. Oper von Alfredo Catalani; Národní divadlo, 19h
Cabinet. Schwarzes Theater; Divadlo Image, 20h
Vlastimil Třešnak. Folk; Jazz Dock,
19h
Michal Hrůza. Folk; Roxy, 20h
Bílá nemoc & Friends. Folk, Rock;
Futurum Music Bar, 20h
Jzd, Idiot Princip, LizArt. Rock; Eintritt frei!; Rock Café, 20h
Clymore, Five Leaf Clovers, Curlies.
Folk, Rock, Punk; Vagon Club, 21h
Hot Line. Fusion; AghaRTA, 21h
Alva Gypsy Swing. Jazz; Blues Sklep, 21h
Robert Balzar Trio. Jazz; Reduta,
21.30h
Roman Pokorný and Blues Box
Heroes. Blues, Funk, Crossover; U
malého Glena, 21.30h
Tues Blues: Hanelle Blues Band.
Blues and Original Songs; Jazz
Dock, 22h
Party
VJ Honza Císař. Oldies Night; Club
Nebe, 20h
Urban Killerz. Hiphop mit DJs Fatte
& Zerwox; Chapeau Rouge, 21h
Riddimwise FMP/Urban Beatz.
Zwei Dancefloors, Reggae-Dancehall, Rap, Grime & Urban Beats,
Eintritt frei; Palác Akropolis, 22.30h
Bühne
Nabucco. Oper von Giuseppe Verdi;
Stavovské divadlo, 19h
Schwanensee. Ballett von P. I.
Tschaikowsky; Státní opera Praha,
19h
Afrikania. Schwarzes Theater; Divadlo Image, 20h
MITTWOCH 16.1.
DONNERSTAG 17.1.
Konzerte
Los Quemados. Fusion and
Grooves; Jazz Dock, 19h
Airfare, TBA. Rock; Roxy, 19h
Zuzana Michnová & Marsyas. Folk,
Singer-Songwriter; Palác Akropolis,
19.30h
Undergaters, Fire in the Hall.
Rock’n’Roll, Grunge, Rock; Freier
Eintritt!; Rock Café, 20.30h
Luboš Andršt Group. Jazz, Blues;
AghaRTA, 21h
Už Jsme Doma. Progressive, Alternative, Postrock; Vagon Club, 21h
Moody Rain. Blues; Blues Sklep, 21h
Najponk. Jazz, Piano-Blues; U malého Glena, 21.30h
Charlie Slavík Band. Blues; Reduta,
21.30h
Konzerte
TBA. Rock; Eintritt frei!; Matrix, 19h
Twisted Rod, Maggie’s Marshmallows. Rock’n’Roll, Rockabilly, Garage-Punk; Klub 007 Strahov, 19.30h
Anna Mlinariková Band. Blues,
Jazz; Balbínova poetická hospůdka,
20h
Adam Tvrdý Crossover. Jazz, Blues;
Jazzboat Kotva, 20h
Poletíme. Alternativa, Rock; Malostranská beseda, 20.30h
Topper Harley. Rock, Punk; Cross
Club, 21h
PBK-Blues. Blues-Rock; Blues Sklep,
21h
Luboš Andršt Group. Jazz, Blues;
AghaRTA, 21h
Led Zeppelin Revival. Rock; Vagon
Club, 21h
Prague Connection. Jazz, Blues;
Jazz Klub Ungelt, 21.15h
Kozel Sextett. Jazz; Reduta, 21.30h
Jazz Efterrätt. Funk, Jazz; AghaRTA,
21.30h
HIGHLIGHTS 2013
Eine Auswahl der größten Rock/Pop-Konzerte
Die Goldene Stadt ist und bleibt eine feste Größe im Kalender der
meisten internationalen Top-Acts der Musik-Branche. Kaum ein
Weltstar oder Weltband lässt die Metropole an der Moldau links
liegen. Es folgt ein kurzer Überblick zu den wichtigsten und bedeutendsten Veranstaltungen im Bereich Pop/Rock, die im Jahr
2013 anstehen.
Slash, Lucerna/Großer Saal, 11. Februar, Tickets: 940–1390 CZK
Nach einem Herzinfarkt und einem darauf folgenden Lebenswandel-Wechsel steht der gebürtige Brite nun wieder in voller
Pracht auf der Bühne. In Prag wird er von Myles Kennedy und
den Conspirators begleitet.
Deep Forest, Palác Akropolis, 27. Februar, Tickets: 700 CZK
Die Combo um die französischen Bandleader Eric Mouquet und
Michel Sanchez kombinieren elektronische Klänge mit Gesängen
und Klangfarben aus allen Kontinenten.
The Hurts, Lucerna Music Bar, Ende März, Tickets: 800 CZK
In bester britischer Synthie-Pop-Tradition begeistern Theo
Hutchcraft (Gesang) und Adam Anderson (elektronische Elemente/Gitarre) seit 2009 eine stetig wachsende internationale
Fangemeinde.
Pink, O2-Arena, 10. Mai, Tickets: 1090–1490 CZK
Seit mittlerweile rund zwölf Jahren feiert Alecia Beth Moore alias
Pink große Erfolge rund um den Erdball. Ihre Mischung aus Pop,
peppigem Singer-Songwriter und Rock bedient einen Massengeschmack, der mit pompösen Live-Shows auch visuell befriedigt wird.
Kabát, O2-Arena, 14. Mai, Tickets: 390–590 CZK
Die tschechischen Kultrocker aus Teplice ziehen die heimischen
Fans seit weit über 20 Jahren in ihren Bann und bilden DIE Rockband, die hierzulande problemlos die größten Stadien mehrere
Abende nacheinander füllt.
Mudhoney, Lucerna Music Bar, 29. Mai, Tickets: 450 CZK
Die legendäre Band aus dem Grunge-Mekka Seattle steht für eine
etwas punkigere, härtere und schnellere Genre-Auslegung als
„verwandte“ Größen wie Soundgarden oder Pearl Jam.
Alicia Keys, O2-Arena, 12. Juni, Tickets: 1090–1990 CZK
Fette Beats, sinnliche Klaviereinlagen und eine kräftige Stimme
machen den R’n’B von Keys zu einer einzigartigen Stilmischung,
die Experten genauso wie die jüngere MTV-Generation zu überzeugen weiß.
Kiss, O2-Arena, 14. Juni, Tickets: 1090–1790 CZK
Die geschminkten Herren aus New York feiern dieses Jahr 40 Jahre
Band-Bestehen. Über die Kraft und Energie ihrer Live-Shows
braucht man kaum Worte zu verlieren. Rock it Baby!
Justin Lavash. Blues, Folk; U malého Glena, 21.30h
Muff. Jazz; Jazz Dock, 22h
Party
Balkan Night. Balkan-Beats mit DJs
Jazzbalk, Korjen, MikkiM, MGL;
Cross Club, 20h
Drumbassterds DNB WED.
Drum’n’Bass mit DJs Volume Plus,
Martyyno, Skáčko, Vitt3k, Koobl;
Matrix, 21h
Arcade. Tech-House, Minimal
mit DJs Arc & St. Claire; Chapeau
Rouge, 21h
Industria Night/La vuelta al
mundo. Funk, World, Latin Beats
mit DJs Sen.Off, Santhos & Romario;
Palác Akropolis, 22.30h
Rockotéka. Freier Eintritt; Vagon
Club, 24h
Bühne
Schwanensee. Ballett von P. I.
Tschaikowsky; Státní opera Praha,
19h
Afrikania. Schwarzes Theater; Divadlo Image, 20h
Party
Urban Music Party. Elektro-Beats
mit den DJs Smack, Wich & Freezer;
Lucerna Music Bar, 20h
Flashback – 70s, 80s, 90s – now!!
Dance-Party; Harley’s Bar, 20h
VJ Tom Fa. Dance-Party; Klub
Nebe, 20h
From D’n’B to House. ElektroDance-Party mit DJs 2k & Error; U
Bukanýra, 21h
Boogie. Funk mit DJ Lucas Hulan;
Chapeau Rouge, 21h
Bassasins. Freestyle-Breaks, House
mit DJs Sat & Tintin; Palác Akropolis, 22.30h
Rockotéka. Freier Eintritt; Vagon
Club, 24h
Bühne
Der Krieg mit den Molchen. Oper
von Vladimír Franz, nach einer Romanvorlage von Karel Čapek; Státní
opera Praha, 19h
Studio Clip. Schwarzes Theater;
Divadlo Image, 20h
Eric Clapton, O2-Arena, 19. Juni, Tickets: 1290–2190 CZK
Die Blues- und Rock-Legende wird vom Rolling-Stone-Magazin
auf der Liste der besten Gitarristen aller Zeiten nach Jimmy Hendrix auf Rang 2 geführt – das sagt alles über Claptons Status.
Bon Jovi, Eden Aréna, 24. Juni, Tickets: 1290–2990 CZK
„Because we can“ lautet der Name der aktuellen Tournee von Bon
Jovi. Eine Frage stellt sich dabei: Warum sollten sie denn nicht
können? Wieder werden ihrem Mainstream-Rock-Brunftschrei
Scharen von Fans in die Stadien folgen.
Die Ärzte, Lucerna Music Bar, 27. Juni, Tickets: 500 CZK
Die Kultpunks aus Berlin sind zwar nicht weltberühmt, doch
trotzdem „die beste Band der Welt“ – hingehen und Spaß haben
mit Farin Urlaub, Bela B. und Rod.
Depeche Mode, Eden Aréna, 23. Juli, Tickets: 1190–1990 CZK
Mit über 100 Millionen verkauften Tonträgern gehört Depeche
Mode zu den absoluten „Global Players“ auf dem Musikmarkt.
Und doch schaffen es die drei Engländer um Leadsänger Dave
Gahan, kommerziellen Erfolg mit anhaltendem Kultstatus und
Coolness zu verbinden.
Peter Gabriel, O2-Arena, 10. Oktober, Tickets: 1090–1990 CZK
Der ehemalige Frontsänger von Genesis ergänzt Pop, Rock und New
Wave seit nunmehr 30 Jahren mit unverkennbarer Videokunst und
konzeptionell angelegten Live-Shows – ein Muss für Fans, denn so
oft geht der inzwischen 62-Jährige auch nicht mehr auf Tour. (sw)
Tickets über die Veranstaltungsorte, www.ticketpro.cz,
www.eventim.cz oder www.sazkaticket.cz
ADRESSEN
Matrix, Prag 3, Tachovské nám. 7,
www.matrixklub.cz
Mecca, Prag 7, U průhonu 3,
www.mecca.cz
Meet Factory, Prag 5, Ke Sklárně 15
Palác Akropolis, Prag 3, Kubelíkova 27,
www.palacakropolis.cz
Radost FX, Prag 2, Bělehradská 120,
www.radostfx.cz
Retro Music Hall, Prag 2,
Francouzská 4, www.retropraha.cz
Rock Café, Prag 1, Národní třída 20,
www.rockcafe.cz
Roxy (NoD), Prag 1, Dlouhá 33,
www.roxy.cz
SaSaZu, Prag 7, Bubenské nábř. 13,
www.sasazu.com
Studio 54, Prag 1, Hybernská 38,
www.studio54.cz
Styx – Experimental Garth, Prag 8,
Sokolovská 144, www.clubstyx.cz
U Bukanýra, Prag 1, unter der Brücke
Štefánikův most, www.bukanyr.cz
U malého Glena, Prag 1,
Karmelitská 23, www.malyglen.cz
U staré paní, Prag 1, Michalská 9,
605 285 211, www.jazzstarapani.cz
Vagon Club, Prag 1, Národní třída 25,
Tel. 733 737 301, www.vagon.cz
Wakata, Prag 7, Malířská 14,
Tel. 233 370 518, www.wakata.cz
KONZERTHALLEN
Atrium na Žižkově, Prag 3,
Čajkovského 12
Clam-Gallas-Palais, Prag 1, Husova 20
Gemeindehaus, siehe Obecní dům
Kostel sv. Františka, Prag 1,
Křižovnické nám. 3
Kostel sv. Jiljí, Kaple sv. Zdislavy,
Prag 1, Husova 8
Kostel Panny Marie Sněžné, Prag 1,
Jungmannovo nám. 18
Kostel sv. Šimona a Judy, Prag 1,
Salvátorská 1
Kostel u Salvátora, Prag 1, Salvátorská 1
Rudolfinum, Prag 1, Alšovo nábř. 12,
Tel. 227 059 352
Spiegelkapelle im Klementinum,
Prag 1, Mariánské nám. 5
Obecní dům, Prag 1, nám. Republiky 5,
Tel. 222 002 101, www.obecnidum.cz
Lucerna, Prag 1, Štěpánská 61
GÄRTEN, ZOO
Botanischer Garten (Botanická
zahrada), Prag 7, Nádvorní 134,
Anfahrt: Bus 112 von Nádraží
Holešovice, www.botanicka.cz
Zoo Prag, Prag 7, U Trojského
zámku 120, www.zoopraha.cz
KULTURZENTREN
Goethe-Institut, Prag 1,
Masarykovo nábř. 32, Tel. 221 962 111,
www.goethe.de/prag
Institut Francais, Prag 1, Štěpánská 35,
Tel. 221 401 011, www.ifp.cz
KC Vltavská, Prag 7, Bubenská 1,
Tel. 220 878 455, www.vltavska.cz
Kongresové centrum (Kongresszentrum), Prag 4, 5. května 65
Österreichisches Kulturforum,
Prag 1, Jungmannovo nám. 18,
Tel. 221 181 777, www.oekfprag.at
DEUTSCHSPR ACHING
Brücke/Most-Stiftung, Prag 1,
Na Poříčí 12, Tel. 222 233 530,
www.pragkontakt.de
Deutscher Kindergarten/Deutsche
Schule Prag, Prag 5, Schwarzenberská 1,
Tel. 235 312 776 (Kiga), 235 311 725
(Schule), www.dsp-praha.cz
Deutsch-Tschechisches Café, u.a.
mit deutsch-tschechischem Stammtisch im Restaurant U Švandrlíka,
Prag 2, Mánesova 35, jeden Montag
20 Uhr, www.cnkavarna.cz
Evangelische Gottesdienste: Kostel
u Martina ve zdi, Prag 1, Martinská 8,
So. 10.30 Uhr, Tel. 604 842 356,
www.evprag.cz, [email protected], Ansprechpartner:
Pfarrerin Andrea Pfeifer, Pfarrer
Frank Leßmann-Pfeifer
Katholische Gottesdienste: Kostel
sv. Jana Nepomuckého (St. Johannes
Nepomuk auf dem Felsen), Prag 2,
Vyšehradská 49, So. 11 Uhr,
Tel. 224 322 006, www.kathprag.cz,
[email protected]
Prager Literaturhaus, Prag 2, Ječná 11,
Tel. 222 540 536, www.pragerliteraturhaus.com
K ARTENVORVERK AUF
T ICK ETPRO
www.ticketpro.cz
[email protected]
Prague Tourist Center (PTC),
Rytířská 12, Prag 1, Mo.–So. 9–20 Uhr
Ticketpro Rokoko, Václavské nám.
38, Prag 1, Mo.–So. 9–14 und
14.30–20 Uhr
Ticketpro Lucerna, Štěpánská 61,
Prag 1, täglich 17–20.30 Uhr
B OHEMI ATICK ET
www.bohemiaticket.cz
[email protected]
Infozentrum der Prager Burg,
Tel. 224 372 435
Čedok, Na Příkopě 16, Prag 1,
Mo.–Fr. 9–18 Uhr, Sa. 10–17 Uhr,
So. 10–15 Uhr
T ICK ETSTR E A M
www.ticketstream.cz
[email protected]
Zentrale von Ticketstream,
Koubkova 8, Prag 2, Tel. 224 263 049
Bontonland, Václavské nám. 1, Prag 1
Happy feet record, Ve Smečkách 27,
Prag 1
T ICK ETPORTA L
www.ticketportal.cz
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Zentrale von Ticketportal, Prag 1,
Politických vězňů 15, Tel. 224 091 437,
224 091 439, Mo.–Fr. 8–19 Uhr
Lucerna Music Bar, Vodičkova 36,
Prag 1, Mo.–Fr. 10.30–18.30 Uhr
Pražská informační služba (Prager
Informationsdienst), Rytířská 31,
Prag 1, Mo.–Sa. 10–19 Uhr
12 KINOPROGR AMM
DONNERSTAG, 10.1.
FREITAG, 11.1.
10. Januar 2013 | Prager Zeitung Nr. 1–2
SAMSTAG, 12.1.
SONNTAG, 13.1.
MONTAG, 14.1.
DIENSTAG, 15.1.
MITTWOCH, 16.1.
AERO
Cloud Atlas, 20.30h
Seven Psychopaths, 18h
The Master, 20.15h
Frankenweenie, 23h
Anna Karenina, 17.30h
Seven Psychopaths, 23h
Frankenweenie, 18h
Samsara, 20.30h
Beasts of the Southern Wild,
18h
Les Misérables, 10h
The Master, 20.30h
Baby Bio – Argo, 10h
Les Misérables, 20.30h
Skyfall, 17.30h
The Master, 18h
The Hobbit: An Unexpected
Journey, 20h
Anna Karenina, 15h
Skyfall, 17.30h
The Master, 18h
Cloud Atlas, 20h
Anna Karenina, 15h
Skyfall, 17.30h
The Master, 18h
Cloud Atlas, 20h
Carmen 3D, 17.30h
Seven Psychopaths, 18h
The Life of Pi, 20h
Moonrise Kingdom, 20.30h
Carmen 3D, 17.30h
Seven Psychopaths, 18h
The Life of Pi, 20h
Moonrise Kingdom, 20.30h
Carmen 3D, 17.30h
Seven Psychopaths, 18h
The Life of Pi, 20h
Moonrise Kingdom, 20.30h
Beasts of the Southern Wild,
18.30h
Samsara, 12h
Argo, 18h
The Master, 20.45h
Anna Karenina, 12h
Seven Psychopaths, 18h
The Hobbit: An Unexpected
Journey, 20.30h
Zeitgeist III: Moving Forward,
20.30h
Life of Pi, 10h
La Bohéme, 20.15h (300 CZK)
Seven Psychopaths, 18h
Django Unchained, 23h
Les Misérables, 18h
Les Misérables, 16h
Earth and Ashes*,19h
Osama*, 20.45h
Les Misérables, 16.30 & 19.30h
Les Misérables, 18h
Les Misérables, 18h
Les Misérables, 18h
Carmen 3D, 18h
The Master, 20.30h
Carmen 3D, 18h
The Master, 20.30h
Carmen 3D, 18h
The Master, 20.30h
Cloud Atlas, 17.15h
The Master, 20.30h
Cloud Atlas, 17.15h
The Master, 20.30h
Cloud Atlas, 17.15h
The Master, 20.30h
Transport z ráje, 20h
...a pátý jezdec je strach, 20h
The Darjeeling Limited, 20h
The Hobbit: An Unexpected
Journey, 12.30h
The Master, 13.30h
The Thief of Bagdad*, 16h
The Key*, 16.15h
Where is the Friend’s Home?*,
18.15h
Bashu, the Little Stranger*,
18.30h
The White Balloon*, 20.30h
Grass: A Nation’s Battle for
Life*, 20.45h
The Hobbit: An Unexpected
Journey, 12.30h
The Master, 13.30h
Homework*, 16h
Kollektion iranischer
Animationsfilme*, 16.15h
The Runner*, 18.15h
Where is the Friend’s Home?*,
18.30h
Tinar*, 20.30h
Kollektion iranischer
Kurzfilme (Teil 1)*, 18.30h
The Master, 13 & 20.30h
Cloud Atlas, 15.15h
Seven Psychopaths, 18.30h
Living in Emergency – Stories
of Doctors without Borders,
20.45h
The Master, 13 & 20.30h
Cloud Atlas, 15.15h
Seven Psychopaths, 18.30h
Anna Karenina, 20.45h
The Master, 15.15 & 20.30h
Cloud Atlas, 15.15h
Seven Psychopaths, 18.30h
Anna Karenina, 20.45h
ATL AS
Skyfall, 17.30h
The Master, 18h
The Hobbit: An Unexpected
Journey, 20h
BIO OKO
Frankenweenie, 18h
LUCERNA
Les Misérables, 18h
MAT
Argo, 18h
Skyfall, 20.30h
PONREPO
SVETOZOR
Anna Karenina, 13.15h
The Master, 15.15h
Grass: A Nation’s Battle for
Life*, 18.15h
Kollektion iranischer
Kurzfilme (Teil 1)*, 18.30h
Bashu, the Little Stranger*,
20.30h
Kollektion iranischer
Animationsfilme*, 20.45h
Anna Karenina, 13.15h
The Master, 15.15h
Earth and Ashes*, 18.15h
Kollektion iranischer
Kurzfilme (Teil 2)*, 18.30h
Osama*, 20.30h
Tinar*, 20.45h
* Filme im Rahmen des „Festivals des iranischen Films“ („Festival íránských filmů“), mehr Informationen unter www.iranianfilmfestival.cz
Sämtliche Filme werden in der Originalfassung gezeigt. Die Auswahl beschränkt sich auf englisch- bzw. deutschsprachige Filme und auf solche mit englischen Untertiteln.
Ein Stück Persien
AKTUELLE FILME
...a pátý jezdec je strach (CSSR 1964) Klassiker der „Neuen Tschechoslowakischen Welle“ der 60er Jahre. Mit Jiří Adamíra, Olga Scheinpflugová/Regie:
Zbyněk Brynych
Anna Karenina (GB 2012) Drama nach dem Roman von Leo Tolstoi. Mit Keira
Knightley, Jude Law/Regie: Joe Wright
Argo (USA 2012) Thriller von Ben Affleck. Mit Ben Affleck, Alan Arkin
Beasts of the Southern Wild (USA 2012) Fantasy-Drama von Benh Zeitlin. Mit
Quvenzhané Wallis, Dwight Henry
Carmen 3D (CZ 2012) Tschechischer Oper-Musical-Film in 3D/Regie: F. A.
Brabec
Cloud Atlas (USA 2012) Science-Fiction-Drama von Tom Tykwer & Andy
Wachowski. Mit Tom Hanks, Halle Berry, Hugh Grant
Django Unchained (USA 2012) Western-Thriller von Kultregisseur Quentin Tarantino. Der Sklave Django wird vom Weißen Kopfgeldjäger Dr. King
Schultz befreit und unter die Fittiche genommen. Alsbald schmiedet er Pläne,
wie er sich an den Peinigern seiner entführten Frau rächen kann. Typischer
Tarantino-Thriller mit viel zynischen Sprüchen, Gewalt und schwarzem
Humor. Mit Leonardo Di Caprio, Jamie Foxx, Samuel L. Jackson, Kerry Washington und Christoph Waltz
Frankenweenie (USA 2012) Animationsfilm von Grusel-Regisseur Tim Burton. Mit den Synchronstimmen von Martin Short, Winona Ryder und Catherine O’Hara
La Bohčme (GB 2012) Oper von Giacomo Puccini, Regie: John Copley, Dauer:
150 Minuten, Mitschnitt aus dem Royal Opera House in London
Les Misérables (GB 2012) Historienmusical nach der Vorlage von Victor Hugos
französischem Literaturklassiker. Mit Hugh Jackman, Anne Hathaway und
Russell Crowe/Regie: Tom Hooper
Living in Emergency – Stories of Doctors without Borders (USA 2008) Dokumentarfilm über die „Ärzte ohne Grenzen“ von Mark Hopkins
Moonrise Kingdom (USA 2012) Komödie von Wes Anderson. Mit Bruce Willis,
Edward Norton, Bill Murray und Frances McDormand
Samsara (USA 2011) Nonverbaler meditativer Film von Ron Fricke
Seven Psychopaths (USA 2012) Drehbuchautor Marty leidet unter Schreibblockade – mit dem Skript zum Film „Seven Psychopaths“ kommt er einfach
nicht voran, bis ihm sein Kumpel Billy auf unkonventionelle Art und Weise
beginnt, auf die Sprünge zu helfen. Eine grandiose Action-Komödie von
„Brügge sehen und sterben“-Regisseur Martin McDonagh. Mit Colin Farrell,
Woody Harrelson, Sam Rockwell, Tom Waits und Christopher Walken
Skyfall (GB/USA 2012) Neuer James-Bond-Film von Sam Mendes. Mit Daniel
Craig, Ralph Fiennes, Javier Bardem und Judi Dench
The Darjeeling Limited (USA 2007) Komödie mit Adrien Brody, Owen Wilson,
Jason Schwartzman/Regie: Wes Anderson
The Hobbit: An Unexpected Journey (USA/NZ 2012) Fantasyfilm von Peter
Jackson. Nach der „Herr der Ringe“-Trilogie setzt der Regisseur aus Neuseeland die Vorgängergeschichte um den Hobbitt Bilbo und dessen Abenteuerreisen in Szene. Nach der Romanvorlage von J. R. R. Tolkien. Mit Martin
Freeman, Ian McKellen
The Life of Pi (USA 2012) Ang Lee verarbeitete den als unverfilmbar geltenden
Stoff von Yann Martels Bestseller „Schiffbruch mit Tiger“ in einem zauberhaften und farbenprächtigen Kleid eines modernen Märchens. Mit Suraj Sharma,
Irrfan Khan und Gérard Depardieu
The Master (USA 2012) Drama mit Philip Seymour Hoffman, Amy Adams und
Joaquin Pheonix/Regie: Paul Thomas Anderson
Transport z ráje (CSSR 1962) Klassiker der „Neuen Tschechoslowakischen
Welle“ der 60er Jahre. Mit Vlastimil Brodský, Ilja Prachař/Regie: Zbyněk
Brynych
Zeitgeist III.: Moving Forward (USA 2011) Umstrittener und heftig debattierter Dokumentarfilm von Peter Joseph, der in seiner Filmreihe die moderne
Gesellschaft in ihrer ökonomischen und soziologischen Ganzheit und dem
Blickwinkel US-amerikanischer Werte kritisch zu erfassen versucht.
Ein junges Filmfestival spiegelt den kulturellen Reichtum des Irans wider
A
uf der Startseite der Homepage des Iranischen Filmfestivals (www.iranianfilmfestival.cz) werden zwei wesentliche Gründe für dessen Existenz
genannt. Der erste besteht in
der beachtlichen Fülle an progressiven iranischen Filmemachern, die in den späten 70ern
und frühen 80ern die vielseitige
cineastische Szene ihrer Heimat
begründeten. Als zweites Argument führen die Festival-Veranstalter die große Filmtradition
in Böhmen und Mähren an. Und
doch steht nun erst die zweite
Ausgabe der Veranstaltung vor
der Tür. Vom 9. bis 13. Januar
bringen neun Spielfilme, acht
Kurzfilme, sechs Animationsstreifen und zwei afghanische
Gastbeiträge ein Stück des fernen Orients auf die Leinwände
der Kinos Světozor und Lucerna.
Fokus Jugend
Zug ute kommt dem z weiten
Jahrgang zweifellos die Tatsache, dass sein Premieren-Vor-
Szene aus „Osama“ von Siddiq Barmak
gänger nachhaltig zu überzeugen wusste. Mit „A Seperation“
stand ein Film als „Flaggschiff“
auf dem Programm, der Publikum wie Kritiker weltweit begeisterte und auch den Oscar
als bester fremdsprachiger Film
gewann – und dies als genuin
iranische Produktion. Dies war
ein passendes Beispiel dafür,
Foto: Frenetic Films
wie durch Kulturvermittlung
Grenzen überwunden werden,
die politische Umstände und
dadurch entstehende Vorurteile
erst errichten. Dass der Iran
nicht einfach nur für islamischen Fundamentalismus und
den Gottesstaat steht, sondern
auch f ür eine facettenreiche
und hochstehende Zivilgesell-
schaft, verdeutlicht das Filmfestival auch in der aktuellen
Ausgabe. Speziell ragt dieses
Jahr der retrospektive Charakter heraus: Stilbildende und gesellschaftspolitisch relevante
Werke wie Abbas Kiarostamis
„W here is the Friends Home“
von 1987 oder „The Runner“ von
Amir Naderi aus dem Jahre 1985
dominieren das Programm. Der
letztgenannte Eröffnungsfilm
erzählt von dem schwierigen
Aufwachsen in den Slums einer
Hafenstadt am Persischen Golf.
Thematisch stehen Geschichten von und mit Kindern und
Jugendlichen im Fokus. So gesehen auch im afghanischen
Dra ma „Osa ma“ von Sidd iq
Barmak. 2003 drehte der Regisseur sein Werk in einem von
Bürgerkrieg und Invasion versehrten Land und schuf dabei
ein Bildnis, das tief unter die
Haut geht. Es ist nicht der einzige Beitrag des Festivals, für
den es lohnt, sich um Karten zu
bemühen. (sw)
KLEINANZEIGEN
FREIZEIT UND ERHOLUNG
Kultur-, Skilanglauf-,
Rad- und Wanderreisen
durch die schönsten
Landschaften im Osten
Mitteleuropas
„Begegnung mit Böhmen“
wurde u.a. 2001 und 2005
mit der „GOLDENEN PALME“
von GEO Saison, mit dem
„Goldenen Herz für Europa
2005“ vom Freundeskreis
dt.-tsch. Verständigung e.V.,
mit dem „Touristikpreis 2004“
von Sonntag Aktuell und
vom Bavaria Bohemia e.V.
als „Brückenbauer 2009“
ausgezeichnet. Infos:
Dr. Erwin Aschenbrenner,
Dechbettener Str. 47b,
D-93049 Regensburg,
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Infos unter Tel. 0049-(0)208-495678
oder [email protected]
PRAG 13
10. Januar 2013 | Prager Zeitung Nr. 1–2
Der sensible Sammler
AUSSTELLUNGEN
Kupferstiche aus der Zeit des Kaisers Rudolf II.
einen patriarchalen Konf likt
zwischen ihm und seinem Bruder Matthias aus. Doch Dank der
Sammelleidenschaft von Rudolf
II. entstand eine der größten
Kunstkammern weltweit. Seine
Kollektion umfasst filigrane Arbeiten aus Elfenbein, Edelstein,
Bernstein, diversen Gefäßen
und Keramiken sowie Bronzefiguren und Münzsammlungen.
Die größte Teil bestand jedoch
aus Gemälden und Graphiken.
Rund 800 hat der Kaiser davon
besessen. Viele der Künstler
arbeiteten an seinem Hof. Bei
der Eroberung Prags um 1648
plünderten die Schweden einen
Großteil der kaiserlichen Sammlung und brachten die Beute
nach Österreich. Heute stellt das
Kunsthistorische Museum Wien
den Schatz in dessen „BruegelSammlung“ aus.
Kaiser Rudolf II. auf einem Stich von Aegidius Sadeler (1604)
VON LINDA LORENZ
Prag, 17. Jahrhundert – ein gewaltiges Stadt-Panorama von
Aegidius Sadeler entführt den
Besucher in die Welt Kaiser Rudolf II.(1552–1612). Anlässlich
des Jahres seines 400. Todestages (20. Januar 2012) stellt die
Nationa lga lerie ausgewä hlte
Dr uckg raphi ken aus dem
Foto: NG
Kunstfundus des Habsburger
Kaisers aus.
Rudolf II. galt als musischer
Melancholiker. Statt das Zepter zu schwingen beschäftigte
er sich lieber mit der Kunst, las
Bücher und unterhielt sich mit
Wissenschaftlern und Astronomen seiner Zeit. Seine politische
Untätigkeit und der Apell zur
Religionsfreiheit lösten alsbald
Natur und Erotik
Die Nat iona lga ler ie hat d ie
immense Fülle der Bilder und
Graphiken gesichtet und nur
aus jenen ausgewählt, die in der
Stadt Prag entstanden sind – so
auch vier Portraits von Rudolf
II.. Anhand dieser kann der Betrachter den Alterungsprozess
des Herrschers nachvollziehen.
Ebenso widmet sich die Schau
Personen aus dem unmittelbaren Umfeld des Kaisers. Darunter befand sich auch Matthias
Wacker von Wackerfels. Jener
war kaiserlicher Ratgeber am
Hofe Rudolf II. und hat im genannten Bruderstreit stets zu
seinem Schutzherrn gehalten.
Sein Porträt hängt ebenso in
den altehrwürdigen Hallen des
Kinsky-Palastes.
Weitere Motive sind von Themen geprägt, die Rudolf II. stark
beschäftigten: Religionen, Natur
und Erotik. Immer wieder taucht
Minerva auf, die römische Göttin
der Weisheit, Wissenschaft und
Klugheit – Ränge, die immerfort
das Leben des Kaisers bestimmten. Zudem hegte der Herrscher
eine tiefe Bewunderung für die
Arbeiten Albrecht Dürers, dessen
exakte Linienführung sich deutlich von den übrigen Werken der
Ausstellung abhebt.
Imposa nt ist Ma r t in Rotas
Werk „Das jüngste Ger icht“
(1576). Es entstand unmittelbar
nach dem Tod des Vaters Maximilian II. und zeigt den Eintritt
ins Reich Gottes. Unten in der
Hölle suhlen sich die Geächteten, oben thront Gott auf einer
Wolke. Bildfüllend tummeln sich
Engel, Propheten, Evangelisten,
Apostel und Figuren aus dem
Alten Testament. In der Mitte
kämpft Erzengel Michael gegen
den Teufel. Obschon dieser Stich
der Epoche des Manierismus zuzuordnen ist, weist das Werk bereits barocke Eigenschaften auf.
So zeichnet es sich durch eine
theatralisch-pathetische und
fantasievolle Darstellung aus.
Auch wenn Rudolphs Herrschaft in steter Kritik des Adels
stand und er als Kaiser nicht viel
unternahm hinterließ er einen
kulturellen Schatz, von dem die
Welt bis heute zehrt.
Rudolf II. Meister und Grafik,
Kinsky-Palast (Hradčanské
náměstí 15, Prag 1), geöffnet:
Di.–Do. 9.30–17 Uhr, Fr. 9.30–16
Uhr, Eintritt 150 CZK (ermäßigt
80 CZK), bis 26. Mai
Aller Anfang ist schwer
Essen
At mosphä re
Preis/Leistung
VON M A RCUS HUNDT
Das gehobene Restaurant „Fluidum“ am Platz Jiřího z Poděbrad
gehört der Vergangenheit an,
seit November rufen an gleicher
Stelle andere zu Tisch – bisher
mit mäßigem Erfolg. Aller Anfang ist bekanntlich schwer.
Wir sind dem Aufruf gefolgt und
saßen bereits zwei Mal „bei(m)
Tisch“ – genau so heißt auch das
neue Lokal: „U stolu“.
Im „neu eröffneten schicken
Restaurant“ – so steht es auf
der Internetseite – er wa r tet
die Gäste „eine reiche Auswahl
ausschließlich tschechischer
Gerichte, gutes Bier und eine
f reund liche Bedienung“. Ob
ma n das Speisea ngebot tatsächlich als rein tschechisch
bezeichnen kann, darüber lässt
sich streiten. Die letztgenannten Versprechen aber wurden bei
unseren Besuchen eingelöst: Die
Kellnerin war ausgesprochen zuvorkommend und das Fassbier
– zur Wahl standen ein leichtes
aus Velké Popovice (Velkopopovický kozel) und das herbe Pilsner Urquell – gab es nicht nur in
guter Qualität, sondern mit 26
beziehungsweise 36 Kronen für
den halben Liter auch zu einem
überraschend günstigen Preis.
Auf der Weinkarte finden sich
offene Rot- und Weißweine aus
dem mä hrischen La ndestei l
sowie ein Grüner Veltliner aus
der Wachau in Niederösterreich
(30 bis 35 Kronen pro Deziliter);
italienische und französische
Weine werden in Flaschen angeboten.
Schluss mit Svíčková
Mit Beginn des neuen Jahres hat
sich bereits zum ersten Mal fast
die komplette Speisekarte geändert. Sie besteht jedoch noch immer aus sechs „großen“ und fünf
„kleinen Gerichten“ sowie den
„Spezialitäten“ des Hauses. War
die neue Karte ein voreiliger Entschluss? Die ausbleibende Kundschaft in den ersten anderthalb
Monaten des Bestehens hat zumindest schwerlich etwas mit
den in dieser Zeit angebotenen
Gerichten zu tun. Denn diese
waren raffiniert zubereitet und
überaus lecker, auch wenn man
bei großem Hunger eine Suppe,
einen Salat oder eine Nachspeise
bestellen sollte, um satt und zufrieden das Lokal zu verlassen.
Nun gibt es unter anderem eine
„in Schnittlauchbutter, Fenchel
und Strauchtomaten gebratene
Forel le mit Blumen koh lpuffern“ für 220 Kronen, ein „Wildschweingulasch mit Hagebutten
und Kartoffelnocken“ oder „gebratene Schweinerippen in Pardubitzer Lebkuchen“ für jeweils
190 Kronen. Unter „tschechische
Gerichte“ versteht man im „U
stolu“ also nicht Vepřo-knedlozelo (Schweinefleisch mit Knödeln und Kraut) im traditionellen Sinne, sondern vielmehr eine
alternative Zubereitung von Althergebrachtem. So ist dann auch
der noch im Dezember angebotene Lendenbraten in Sahnesoße mit Knödeln, hierzulande
unter dem Namen Svíčková na
smetaně geläufig, aus der Speisekarte verschwunden.
Schick sitzt man bei exzellenter Küche „bei Tisch“.
Wir probierten die in saurer
Sa hne gebratene Hä hnchenbrust mit Honig, serviert mit
Bandnudeln und Spinat zu 170
Kronen sowie das gegrillte Rinderfilet mit Ei, grünen Bohnen
und in Entenschmalz gebratene
Bauernkartoffeln zu 330 Kronen.
Beide Gerichte überzeugten, wobei wir ohne Kulajda (eine Pilzsuppe mit pochiertem Ei und
frischem Dill) und den in Cognac geschwenkten Schokoladenwürfeln mit frischen Erdbeeren
nicht satt geworden wären.
Kühles Ambiente
Zw ischen a ll den 08/15-Restaura nts der Hauptstadt hat
d a s „U s t o l u“ s i c h e r e i n e
Chance verdient. So bleibt zu
hoffen, dass sich die Qualität
der Speisen bald herumspricht
und mehr Gäste als bisher das
zweistöckige Nichtraucher-Re-
Plameny mi rosily zrak. In der
Privatgalerie des Kunsthistorikers und -vermittlers Jiří Švestka
werden die Besucher mit den
traumwandlerisch bis düsteren
Werken der Nachwuchskünstler
Kristína Chrasteková und Jan
Vytiska konfrontiert. Der Dualismus „junges Leben – zerfallende
Umwelt“ dominiert Vytiskas Gemälde, während im Videobeitrag
Chrastekovás ästhetisch bezaubernde Aufnahmen mit abstrakter Poesie verknüpft werden. JIRI
SVESTKA GALLERY (Biskupský dvůr
6, Prag 1), geöffnet: Di.–Sa. 11–18
Uhr, bis 26. Januar
Czech Press Photo 2012. Ein
Fenster zur Welt soll sie sein:
die Pressefotografie. Am Wettbewerb um das beste Pressefoto
des Jahres nahmen knapp 300
Fotografen aus Tschechien und
der Slowakei teil; eingeschickt
wurden über 3.700 Bilder. Die
besten von ihnen präsentiert das
Altstädter Rathaus, neben dem
Hauptgewinner natürlich auch
die Preisträger der übrigen acht
Kategorien. A LTSTÄDTER R ATHAUS
(Staroměstské náměstí 1, Prag 1),
geöffnet: täglich 10–18 Uhr, Eintritt: 100 CZK (ermäßigt 60 CZK),
bis 31. Januar
Jan Švankmajer: Möglichkeiten
des Dialogs – Zwischen Film und
freier Schöpfung. Der Prager
Künstler und Filmemacher Jan
Švankmajer gilt als Legende des
internationalen Kinos. Berühmt
wurde der 78-Jährige vor allem
mit surrealistischen Animationen
und Filmen, aber auch anderen
Kunstformen widmete er sich. Die
Ausstellung im „Haus zur Steinernen Glocke“ dokumentiert das
kreative Schaffen Švankmajers;
sie präsentiert Frottagen, Zeichnungen, Filme und Installationen
des Künstlers. DŮM U K AMENNÉHO
ZVONU (Staroměstské náměstí 13,
Prag 1), geöffnet: Di.–So. 10–20
Uhr, Eintritt: 120 CZK (ermäßigt
60 CZK), bis 3. Februar
„Matchbox“. Sie waren die Stars
unter den Spielzeugen – und das
für mehrere Generationen autovernarrter Buben im 20. Jahrhundert: die Matchbox-Autos.
Ob alte Rolls Royces in mattem
Grau oder Rennwagen mit integ r ier tem „ Aufzieh-Mechanismus“, kaum ein männlicher
Zeitgenosse über 30 Jahre kennt
sie nicht. Das Prager Museum für
dekorative Kunst stellt nun eine
einzigartige Sammlung der kleinen Flitzer aus den Serien 1–75
(vorwiegend 50er, 60er und 70er
Jahre) mit über 1.500 Modellen
vor. UMĚLECKOPRŮMYSLOVÉ MUSEUM
V PRAZE (Ul. 17. listopadu 2, Prag 1),
geöffnet: Di. 10–19 Uhr, Mi.–So.
10–18 Uhr, Eintritt: 120 CZK (ermäßigt 70 CZK), bis 1. April
RESTAUR ANTS
Böhmisch mal anders: Das neu eröffnete „U stolu“ in Vinohrady
BÖHMISCH
Jakub Schikaneder (1855–1924).
Er war ein Meister der Atmosphäre – voller Melancholie und
harmonischer Farbigkeit sind
die Bilder des Prager Malers Jakub Schikaneder. Eine umfangreiche Ausstellung seiner Werke
ist derzeit in der Wa ldsteinReithalle auf der Prager Kleinseite zu sehen. Neben seiner Heimatstadt gehörten vor allem das
Meer und weite Landschaften
zu den Motiven, die er naturalistisch abbildete. N ATIONALGALERIE PRAG – WALDSTEIN R EITHALLE
(Valdštejnská 3, Prag 1) geöffnet:
täglich außer montags 10–18 Uhr,
Eintritt: 150 CZK (ermäßigt 70
CZK), bis 13. Januar
Foto: Hundt
staurant aufsuchen. Natürlich
ka n n ma n bemä ngel n, da ss
im Winter mit „frischen Erdbeeren“ geworben und bislang
kein preisg ünstiges Mittagsmenü a ngeboten w i rd. Und
das kühle Ambiente – genauer
die monotone Einrichtung und
die Zeitungstapete, die einem
bald das Gefühl vermittelt, das
Lokal werde gerade renoviert –
lädt nicht unbedingt zum Verweilen ein. Ein Besuch lohnt
sich dennoch; erst recht, wenn
ma n im Stadttei l Vinohrady
unterwegs ist und nach einem
Restaurant sucht, das böhmische Küche ganz anders als gewöhnlich definiert.
U stolu, Lucemburská 1497/6,
Prag 3 (Vinohrady),
Tel. 222 211 702, geöffnet: täglich
11 bis 24 Uhr (Sa./So. ab 12 Uhr),
www.ustolurestaurant.cz
ASI ATISCH
Yakumo Izakaya-Bar mit authentischen fernöstlichen Spezialitäten und Atmosphäre mit typisch japanischer Einrichtung, Bedienung und Gerichten, die weit über Sushi hinausgehen. Frische
Zutaten und kulinarische Abwechslung sind garantiert, höhere
Preisklasse, geöffnet: täglich außer sonntags 11–15 und 17–23 Uhr,
Milady Horákové 19, Prag 7
BÖHMISCH
Baterka Ehemalige Staropramen-Bierstube in nobler Lage, trotzdem sind die Gerichte erschwinglich, große Auswahl an Fisch-,
Fleisch- und Pastagerichten, Salate sowie süße und deftige
Pfannkuchen, böhmische und internationale Küche, geöffnet:
täglich 11–22 Uhr, Bílkova 5, Prag 1
Malostranská beseda Restaurant mit angrenzendem Musik- und
Theaterclub im ehemaligen Rathaus der „Kleinseite“, sehr gutes
Preis-Leistungs-Verhältnis, gut sortiertes Wein- und Spirituosenangebot, große Auswahl an typisch böhmischen Snacks zum
Bier, Salate und tschechische Spezialitäten, geöffnet: täglich
11–23 Uhr, Malostranské náměstí 21, Prag 1
INTERNATIONAL
Příčný řez Tschechisch-slowakische und internationale Küche
sowie ein gutes Angebot an vegetarischen Speisen machen den
„Querschnitt“ in diesem bei jungen Leuten sehr beliebten, rustikalen Restaurant aus. Trotz zentraler Lage moderate Preise,
gemütliche Atmosphäre, geöffnet: Mo.–Fr. 10.30–23 Uhr, Sa.–So.
11.30–23 Uhr, Příčná 3, Prag 1
Kabul Karolina In dem kleinen Gasthaus werden afghanische
Spezialitäten, böhmisches Bier sowie eine große Auswahl an Pizzen und Pasta angeboten. Der Garten des Lokals ist eine Oase der
Ruhe inmitten der Altstadt, geöffnet: täglich 12–23 Uhr, Karolíny
Světlé 14, Prag 1
La Gare Edle Brasserie mit typisch französischen Spezialitäten
wie elsässischem Flammkuchen und diversen Quiches, aber
auch ausgefallenen Fisch- und Fleischgerichten auf höherem
Preisniveau. Auch als Frühstückscafé (8–11 Uhr) zu empfehlen.
Mit angrenzendem Delikatessen-Shop, geöffnet: täglich
8–23 Uhr, V Celnici 3, Prag 1
Wine Food Market Die Filialen des italienischen Feinschmeckerladens mit wechselndem Tagesmenü sind ein Geheimtipp
für Liebhaber der „Dolce Vita“: Höchste Qualität und Frische
sind garantiert, die relativ kleinen Portionen sind trotzdem erschwinglich. Öffnungszeiten: täglich 10–23 Uhr (Ovocný trh 12,
Prag 1), täglich 9–21 Uhr (Strakonická 1, Prag 5), täglich 10–20 Uhr
,Národní obrany 29, Prag 6
CAFÉ
Kafíčko Nichtraucher-Café mit gemütlicher Atmosphäre, große
Kaffee- und Teeauswahl, Desserts wie Apfelstrudel, tschechischer Honigkuchen und schwedisches Quarkgebäck, herzhafte
Bagels und wechselnde Tagesangebote, geöffnet: täglich 10–22 Uhr,
Míšeňská 10, Prag 1
14 PR AG
10. Januar 2013 | Prager Zeitung Nr. 1–2
Strecken und sparen
Stadt will Wenzelsplatz-Buden räumen
Prager Verkehrsbetriebe nehmen kurzfristig
Fahrplanänderungen vor
Vier Händler akzeptieren Kündigungen nicht
E
igent l ich hat te f ü r v iele
Verk au f sk ioske au f dem
Wenzelsplatz am 31. Dezember
2012 bereits die letzte Stunde
geschlagen. Auf diesen Stichtag hin bekamen die meisten
Budenbetreiber die Kündigung.
Vier Händler, die bis Ende vergangenen Jahres ihre Kioske
räumen sollten, haben jedoch
nach wie vor geöffnet. Dagegen will die Stadt jetzt vorgehen, notfalls mit rechtlichen
Mitteln, sagte die Sprecherin
des Prager Magistrats Tereza
Králová. Bis zu 200.000 Kronen
Bußgeld drohen einem Händler,
wenn er den Kiosk nicht räumt.
Der Räumungstermin ist am
Sonntag verstrichen. Oberbürgermeister Bohuslav Svoboda
hatte sich bereits am Dienstag
mit Vertretern von Polizei und
Gewerbeamt über das weitere
Vorgehen beraten. Die Stadt will
die Verkaufsbuden loswerden,
weil der Wenzelsplatz umgestaltet werden soll. Seit Monaten
wird darüber diskutiert, welche
Buden bleiben dürfen und welche nicht. Nach aktuellem Stand
bleiben bis auf Weiteres zwei Imbissstände, ein Fahrkartenverkaufskiosk, drei Kioske mit Zeitungen und Zigaretten sowie ein
Blumenkiosk geöffnet. Das teilt
die Stadtverwaltung auf ihrer
Internetseite mit. Im Laufe des
Jahres sollen im oberen Teil des
Wenzelsplatzes neue gläserne
Kioske in Bootsform aufgestellt
werden. (nw/čtk)
Ein Hauch aus Stahl
Bau der Troja-Brücke schreitet voran
S
Hat bereits ausgedient: die Straßenbahn-Linie mit der Nummer 23
A
b sofort müssen die Passagiere bestimmter Tramund Buslinien mit lä ngeren
Wartezeiten rechnen. Wie die
Prager Verkehrsbetriebe (DPP)
am vergangenen Sonntag bekanntgaben, rechtfertigt eine
ger i ngere Nach f rage i n den
Monaten Januar und Februar
diese Maßnahme. Unter anderem seien weniger Touristen
und vor allem spürbar weniger
Studenten unterwegs, da nun
Semesterferien sind. Von den
Intervall-Streckungen sind auch
die sogenannten „Metropol“oder Hauptlinien betroffen. So
werden die Straßenbahnen mit
den Nummern 3, 9, 11, 17 und
22 werktags zu den Stoßzeiten
nur noch alle fünf bis sechs, an-
statt alle drei bis vier Minuten
verkehren. Auf allen anderen Linien ist zumindest in den Morgenstunden mit Abständen von
zehn bis zwölf Minuten zu rechnen. Mit nur einem Waggon wird
Tram-Nummer 5 am Wochenende durch die Stadt fahren.
Auch zahlreiche Buslinien sind
von der Umstellung betroffen.
Neben der geringeren Nachfrage nennt die DPP auch verfehlte Sparziele als Gründe für
die außergewöhnlichen Änderungen. Die durch die große
Fahrplanumstellung im letzten
Jahr erhofften Aufwandseinsparungen stellten sich kaum bis gar
nicht ein. Seit 1. September 2012
gilt in der Hauptstadt ein radikal
veränderter Fahrplan. Zahlrei-
Foto: Pixelio/Miroslaw
che Linienführungen wurden
umgestaltet, vier Straßenbahnnummern fielen der Umstrukturierung ganz zum Opfer. Chaotische Zustände, wie sie viele
Bewohner der Stadt und Bürgerinitiativen wie „Auto*Mat“
befürchteten, stellten sich zwar
nicht ein. Doch hinterlässt die
„k leine Revolution“ der DPP
vor allem in den Außenbezirken deutlich negative Spuren.
Diese werden durch die aktuellen Maßnahmen zusätzlich
verschärft, da viele der beschnittenen Buslinien Querverbindungen darstellen, die bereits zuvor
stark von den Kürzungen betroffen waren. Die nun eingeführten
Fahrplanänderungen gelten bis
zum 17. Februar. (sw/čtk)
eit Ja hrhunderten prägen
Brücken das Erscheinungsbild Prags. Bis Ende 2013 soll
die Flusssilhouette eine weitere, hochmoderne Va ria nte
erhalten: die sogenannte TrojaBrücke. Innerhalb der nächsten
drei Monate wird der Bau des
Großprojektes mit der Montage von etwa 200 Stahlstangen
fortgesetzt. Die Streben dienen
der Tragstruktur der Hängekonstruktion. Das Gestänge im
Lichtbogen der Brücke ersetzt
die herkömmliche Säulenstruktur. Im Sommer sollen dann die
tragenden Pfeiler entfernt werden, die während der Bauzeit die
Konstruktion stützen.
Die Troja-Brücke ist geplanter
Bestandteil des Prager Innenrings und wird die Stadtteile
Beeindruckender Bau zwischen Troja und Holešovice Foto: Metrostav/V. Hájek
Holešovice und Troja miteinander verbinden. Sie wird über
zwei Spuren sowie einen Randstreifen zu beiden Seiten für
Fußgänger und Fahrradfahrer
verfügen. Die erste Straßenbahn soll noch im Herbst über
die Brücke rauschen; im Verlauf
des kommenden Jahres wird die
Brücke für den Straßenverkehr
geöffnet.
Die Umsetzung der Brückenkonstruktion stellt eine einzigartige Baulösung dar. Wie
ein Sprecher der ausführenden
Baufirma Metrostav berichtet,
beträgt die Spannweite der Bogen nur 20 Meter. Eine durchaus
kühne Konstruktion; normalerweise verfügen Hängebrücken
über eine weitaus größere. Mit
dem Bau der etwa 260 Meter
langen Brücke wurde 2010 begonnen. Die Kosten des an den
Bla n k a-Tu n nel gebu ndenen
Baukomplexes belaufen sich
auf über eine Milliarde Kronen
(rund 40 Millionen Euro). (fn)
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13ter Ball der Österreicher
24. Jänner 2013
Palais Žofín Einlaß ab 20.00 Uhr
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REISE 15
10. Januar 2013 | Prager Zeitung Nr. 1–2
Touristisches Neuland
Das ostslowakische Košice wirbt als Kulturhauptstadt Europas 2013 um Besucher
Stadtpanorama von Südosten aus; rechts die historische Altstadt mit St.-Elisabeth-Dom
„Sechs Tage lang scheint allerdings der Charakter des Platzes ausgesprochen dörfisch, aber dies kann den nicht täuschen, der das Namiestie Legionarov, vormals Ercsébet tér, auch am Mittwoch kennt.
Der, der weiß, wie es am Mittwoch aussieht, darf behaupten, daß diese
Stille nicht der eines Dorfplatzes analog ist, sondern der einer Bühne
am Vormittag: Alles ist vorbereitet, Versatzstücke werden den Raum in
Räume teilen, Kulissen werden endlose Weiten ergeben, und die jetzt
leere Bodenfläche wird von wogender Fülle belebt sein. (…) In schmalen Parallelen stehen die Händler. Im Mittelalter hatte jedes Gewerbe
seine Straße. Hier ist Mittelalter. Jedoch um wieviel Berufszweige mehr
finden auf diesem beschränkten Platz Platz, um wieviel mehr als in
den größten mittelalterlichen Städten, um wieviel spezialisierter sind
wir heute!“
Einen solchen „Mitt woch in
K a schau“, den der r a sende
Repor ter Egon Er w i n K isch
vor knapp hundert Jahren beschrieb, kann man heute in der
mit 240.000 Einwohnern zweitgrößten Stadt der Slowakei, in
Košice, n icht meh r erleben.
Nach dem Zweiten Weltkrieg
und der Machtübernahme der
Kommunisten in der damaligen Tschechoslowakei entwickelte sich die Stadt zu einem
Industriezentrum, die im Krieg
zerstör ten Gebäude w urden
ersetzt durch triste PlattenbauSiedlungen. Lediglich im Stadtzentrum finden sich Zeugnisse
der alten Zeit, die allesamt unter
Denkmalschutz stehen, dominiert von der größten Kirche der
Slowakei und dem Wahrzeichen
von Košice, dem aus dem 15.
Jahrhundert stammenden St.Elisabeth-Dom.
Diese Symbiose aus Alt und
Neu überzeugte schließlich den
Rat der Europäischen Union, der
die ostslowakische Industriestadt gemeinsam mit der französischen Hafenstadt Marseille
zur Kulturhauptstadt Europas
2013 erklärte. Bereits der Schriftsteller Sándor Márai (1900–1989)
stellte fest, „Kaschau war eine
europäische Stadt“, weil in seiner Geburtsstadt Slowaken, Ungarn, Deutsche, Ukrainer, Polen
und Juden miteinander lebten.
Dem „ungarischen Kaf ka“, so
wird Márai oft bezeichnet, da
seine Werke im Sozia lismus
verpönt waren und erst nach der
politischen Wende neu entdeckt
wurden, wird in diesem Jahr in
zahlreichen Veranstaltungen genauso gedacht wie der jüdischen
Geschichte, die vor 1989 weitgehend ausgeblendet worden war.
Košice war und ist noch immer
eine europäische Stadt, obwohl
sie sich unweit der EU-Außengrenze befindet.
Dass sie das als erste Kulturhauptstadt der Slowakei allen
zeigen w ill, beweist das umfang- und abwechslungsreiche
Programm, das die Organisatoren au f d ie Bei ne gestel lt
haben (siehe Kasten). Off iziell eröffnet werden die Feierlichkeiten in der kommenden
Woche. Am 19. Januar fällt der
Startschuss für ein einzigartiges Festival der Musik, Literatur, Kunst, des Theaters und
Films. Das Programm K.A.I.R.
(Košice A r t ist i n Residence,
w w w.ka i r.sk) lädt f ü r meh rmonatige Aufenthalte ein und
entsendet loka le Künst ler zu
Foto: Wikipedia
internat iona len Residen zen.
So soll die Stadt in den europä i s chen Ku n st net z werken
etablier t und eine Platt form
für zeitgenössische Kunst geschaffen werden.
Zu m g rößten den k ma lgeschützten Stadtgebiet der Slowakei gehören neben dem Elisabeth-Dom die Reste der ehemaligen Stadtbefestigung, die Henkers- und Mühlbastei. Das Alte
Rathaus ist ebenso sehenswert
wie das um die Jahrhundertwende errichtete Staatstheater.
Die ungarische Roma-Minderheit betreibt in Košice seit 1992
das weltweit erste professionelle
Roma-T heater ( T heater Romathan). Die Vorführungen finden sowohl auf Romani als auch
auf Ungarisch – jeweils mit slowakischer Übersetzung – statt.
Das Herz der Altstadt ist der
Marktplatz mit schicken Häuserfassaden aus der Barockund Gründerzeit. Am südlichen
Ende der Innenstadt befindet
sich der Kasarne-Kulturpark
(w w w.kasarne.sk), ein zentrales Ent w ick lungsprojekt des
Kulturhauptstadtjahres. In den
im 19. Jahrhundert errichteten
Kasernengebäuden findet ein
v ielfältiges Kulturprogramm
statt, zudem sind dort preiswerte
Arbeitsräume für junge Kunstscha f fende entsta nden. Wer
die alternative Kulturszene der
Stadt kennenlernen will, sollte
die unabhängige Kulturfabrik
Tabačka (www.tabacka.sk) besuchen; sie bildet eine spannende
Abwechslung zu den etablierten
Institutionen. (PZ)
V ER ANSTALTUNGEN IN KOŠICE (AUSWAHL)
19. und 20. Januar
Eröffnungszeremonie
6. März bis 15. April
Febio Fest
(Internationales Filmfestival)
15. Mai
Nacht der Literatur
18. Mai
Nacht der Museen
22.–26. Mai
Festival „Use the C!ty“
(Kunst im öffentlichen Raum)
Juni
Košice Gourmet Festival
Juni
Return Water to the City
26.–30. Juni
Cassovia Folk Fest
Juli
Festival der jüdischen Kultur
5.–9. September
Festival des Mitteleuropäischen
Theaters
4.–6. Oktober
Culture Marathon & White Night
(Marathonlauf mit kulturellem
Begleitprogramm)
24.–27. Oktober
New Dance Days
3., 10. und 17. November Jazz FOR SAle
13. Dezember
Abschlusszeremonie
Weitere Veranstaltungen auf der Internetseite www.kosice2013.sk
Dampfende Schlote und rauchende Köpfe
Košice will den Titel der Kulturhauptstadt für eine Neuorientierung nutzen
K
ošice bekommt in diesem
Jahr die große Chance für
einen Sprung nach vorn. „Das
Projekt Kulturhauptstadt ist für
die Entwicklung unserer Stadt
unglaublich wichtig. Wir hoffen, dass nicht nur Touristen
nach Košice kommen, sondern
auch neue Investoren“, sagt die
stellvertretende Bürgermeisterin Renata Lenártová. „Nur mit
neuen Arbeitsplätzen können
wir die jungen Leute in der Region halten.“ Fördermittel, Steuernachlässe und niedrige Löhne
haben bereits namhafte Investoren wie U.S. Steel, BSH (Bosch
und Siemens Hausgeräte) oder
Panasonic angelockt.
Da ss neben der I ndu st r ie
auch innovativere Wirtschaftszweige entstehen, wünscht sich
Ján Sudzina. Er ist Direktor des
kommunalen Unternehmens,
das sich um die Vorbereitung
des Kulturhauptstadt-Ja hres
kümmerte. „Wir wollen das gesamte Umfeld hier ändern, weg
vom postsozialistischen und
industriellen Zeitalter, hin zur
Kreativ- und Universitätsstadt.“
Sudzina würde am liebsten die
ganze Stadt zu einem Experimentierfeld für Ideen umkrem-
peln – langfristig, und nicht nur
für 2013 – mit der Technischen
Universität als Keimzelle und
neuen Ansätzen wie dem „SpotProjekt“. Es sieht den Umbau von
sechs ungenutzten Wärmeverteilstationen zu Kulturzentren
vor. Die Gebäude stehen vor allem in Plattenbaubezirken am
Stadtrand. Nun soll mit Galerien,
Workshops und Theaterbühnen
frisches Leben in die tristen Gemäuer kommen.
Košice konnte mit 75 Millionen
Euro für die Vorbereitung und
Durchführung des Kulturhauptstadtjahres planen. Das ist ein
halber kommunaler Jahresetat.
Et wa 85 Prozent der Summe
stellte Brüssel bereit, zehn Prozent das slowakische Kulturministerium. Das größte Projekt ist
der Umbau einer alten Kaserne
in Innenstadtnähe zu einem Kulturzentrum. Etwa 25 Millionen
Euro kostet die Renovierung der
alten Baracken. Anschließend
können sich junge Künstler, Designer und Architekten dort zu
Sonderkonditionen einmieten.
Auch an anderen Ecken der
Stadt sind Bauleute angerückt.
Sie putzen unter anderem den
Bahnhof heraus. Ein privater In-
vestor steckt drei Millionen Euro
in die Sanierung des grauen Kastens. Außerdem erneuert Košice
drei große Stadtparks und macht
aus einer maroden Schwimmhalle eine „Art Water Hall“; und
die Hotels müssen sich für die
er warteten Besucher rüsten.
„Wenn wir 2013 eine halbe Million Gäste begrüßen könnten,
wäre das ein riesiger Erfolg für
uns“, sagt Organisationschef
Sudzina.
Dem Sponsorenpool „Koalícia
2013+“ gehören über 30 Unternehmen und Institutionen an.
Die Region profitiert von zahl-
reichen Auslandsinvestoren, die
mit der Idee „Kulturhauptstadt“
etwas anfangen können. RWE, TSystems und das Stahlwerk U.S.
Steel unterstützen das Projekt.
Die Amerikaner beschäftigen in
Košice über 10.000 Menschen. TSystems unterhält ein Softwarezentrum mit bald 3.000 Mitarbeitern. RWE ist am Stromversorger VSE (Východoslovenská
energetika) beteiligt und beschäftigt 1.600 Mitarbeiter in
der Region. Trotzdem war 2012
fast jeder fünfte Erwerbsfähige
im Bezirk Košice ohne Job.
(Gerit Schulze/gtai)
PR-TEXT
WECHSEL UND NEUE LEUTE
PayPal Central & Eastern Europe,
das Unternehmen für Online-Bankwesen, gab Änderungen in der Leitungsstruktur bekannt. Matt Komorowski und Ganna Yevtushenko
sind unter der Leitung des Unternehmensdirektors Damien Perillat
für den Verkauf und die Handelsentwicklung in Mitteleuropa verantwortlich. Die personellen
Änderungen wurden notwendig, da das Unternehmen einen
Gewinnanstieg aus dem internationalen Handel verzeichnen
konnte. Auch die weitere Entwicklung von Dienstleistungen
und die Einführung von PayPal in klassischen Geschäften
machten den Personalwechsel notwendig. Das Team konzentriert sich auf die Region Mittelosteuropa.
Peter Papan ist neuer Niederlassungsleiter bei DACHSER in Budweis. Der Filiale gelang es im letzten Jahr, das Liefervolumen um 21
Prozent zu steigern. Der 41-jährige
Slowake besuchte das Gymnasium
in Budweis. In den Jahren 2000 bis
2008 war er bei Schenker tätig, wo
er unter anderem als Filialleiter in Budweis als ProduktManager und Manager für das Distributionssystems verantwortlich war. 2008 wechselte er als Generaldirektor zu
Gondrand, a.s.. Papan spricht perfekt Englisch, Deutsch
und Russisch.
Anna Gruberová leitet seit Anfang Januar die Division Audi bei
Porsche Česká republika, dem
größten Importeur der deutschen
Premiummarke in Tschechien. Sie
ist die erste Frau, die die Leitung
einer Konzernmarke, die das Unternehmen Porsche Česká republika
importiert, übernommen hat. Vor ihrem Engagement bei
Porsche Česká republika war Gruberová in verschiedenen Positionen bei Porsche Inter Auto CZ (PIA) tätig. Zuletzt arbeitete sie als Import-Leiterin für Porsche sowie
als Direktorin der Abteilung Human Resources, Marketing
und Kommunikation bei PIA. Gruberová absolvierte das
MBA-Programm an der Nottingham Trent University, davor
studierte sie Marketing und Kommunikation auf der London
School of PR. Sie spricht fließend Deutsch und Englisch.
Aon plc (NYSE:AON), der weltweit
führender Dienstleister im Bereich
Risiko-Management, Consulting
und Outsourcing, ernannte Hristo
Borrisov zum neuen Vorstandsmitglied und Generaldirektor für die
Division Aon Risk Solutions (ARS)
Tschechien und Slowakei. In dieser
Funktion löste er Miroslav Matocha ab. Borrisov begann
seine Karriere bei DZI – General Insurance PLC, danach
wechselte er zur Wiener Städtische Group. Zur Aon kam
er im Jahr 2005. 2008 wurde er zum Generaldirektor des
Unternehmens in Bulgarien ernannt. Borrisov absolvierte
die George Washington University in Washington, D.C., die
Wiener Wirtschaftsuniversität und die Ashridge Business
School in Großbritannien.
Miloš Kriššák ist neuer Performance Advertising Stratege bei
der Agentur H1.cz. Vor seinem
Wechsel arbeitete er bei Centrum
Holdings. Seine Hauptaufgabe ist
die Unterstützung der strategischen
Entwicklung von Dienstleistungen
im Bereich des Leistungs-Marketing
(vor allem PPC, Real Time Bidding). Zudem kümmert er
sich um das Qualitätsmanagement von Kampagnen und
um die internen Schulungen der Berater. Der gebürtige
Slowake studierte Philosophie an der Universität in Prešov
und an der Karlsuniversität in Prag.
Möchten Sie in dieser Rubrik Ihre neuen Mitarbeiter
vorstellen? Dann schicken Sie uns ein Kurzporträt
sowie ein Foto von Ihrem neuen Kollegen zu!
Ihr Ansprechpartner ist Herr Petr Hlaváč,
E-Mail: [email protected]
oder Telefon/Fax: +420 222 254 304
16 SPORT
10. Januar 2013 | Prager Zeitung Nr. 1–2
„Aus Tschechien kam ja nie eine Einladung“
Deutscher U20-Torhüter mit tschechischer Ausbildung: Ein Interview mit Patrick Rakovsky
Oje, klappt dieses, ist jenes in
Ordnung – sondern wenn man
auf den Platz mit freiem Kopf
gehen und einfach spielen kann.
Patrick Rakovsk y hat einen
außergewöhnlichen Lebenslauf. Er wurde am 2. Juni 1993
in Deutschland geboren (Olpe/
Sauerland) und zog als Fünfjähriger mit seiner Familie nach
Tschechien, in die Heimat seines
Vaters. Dort spielte er in Schülerund Jugendmannschaften von
drei Prager Traditionsklubs. Seit
Juli 2011 ist Rakovsky Profi beim
1. FC Nürnberg. Der 19-Jährige
gilt als eines der größten Torhüter-Talente Deutschlands.
Torhüter und Linksaußen gelten
im Fußball als eigentümliche
Persönlichkeiten. Bestätigt wird
das durch Namen wie Kahn, Lehmann, Stein oder Schumacher.
Haben Sie bei sich auch schon
„Macken“ entdeckt?
Rakovsky: Ich brauche nicht
für jedes Spiel das gleiche TShirt oder ganz bestimmte Socken. Doch Torhüter sind sicher
Einzelkämpfer. Sie müssen zum
Beispiel den Mut haben, sich bei
einem Eckball gegen mindestens
ein halbes Dutzend Gegner zu
behaupten. Schon deshalb muss
ein Torwart nicht nur abgehärtet
sein, sondern auch ein bisschen
verrückt.
Nicht alltäglich war sicherlich,
dass Sie als Jugendlicher für Dukla, Slavia und gleich zweimal
für Sparta Prag spielten. Wie kam
es dazu und warum wechselten
Sie so oft?
Rakovsky: Mein Vater arbeitete damals in Tschechien und
meldete mich bei Dukla Prag an.
Als Fünfjähriger habe ich mit
Jugendlichen gespielt, die zwei,
drei Jahre älter waren, weil es
meine Jugendklasse überhaupt
nicht gab. Auch bei Sparta habe
ich noch mit Älteren gespielt.
Dann ging ich zu Slavia, aber
nur für ein halbes Jahr, weil es
mit der Schule nicht funktioniert
hat. Ich hatte bis zwei Uhr Unterricht, doch das Training begann
schon um halb drei, das habe ich
nicht geschafft. Daher bin ich
wieder zurück zu Sparta.
Wollten Sie schon immer als Torhüter spielen?
Rakovsky: Ja, ich wollte immer
ins Tor. Ich wollte früher nicht
so viel laufen und mich als Kind
gerne im Schlamm wälzen…
In Prag trainierten Sie drei Jahre
lang privat und auf eigene Kosten mit dem ehemaligen tschechischen Nationaltorhüter und
WM-Teilnehmer von 1982 Zdeněk
Hruška. Was haben Sie von ihm
gelernt?
Rakovsky: Ich hatte oft zwei-,
dreimal in der Woche ein spezielles Torwart-Training mit ihm.
Ich habe ihm viel zu verdanken.
Wenn man mit einem ehemaligen Nationaltorhüter trainiert
und dann noch a llein, lernt
man natürlich mehr. Vor allem
die Grundtechniken habe ich bei
ihm gelernt: Übergreifen, Rauslaufen, Abschläge. Weiterentwickelt habe ich mich dann überall, ob bei Sparta, auf Schalke
oder nun in Nürnberg.
Etwas Besonderes war auch, dass
Sie Ihren ersten Bundesliga-Einsatz im August 2011 ausgerechnet in Dortmund absolvierten,
vor fast 80.000 Zuschauern. Und
kürzlich spielten Sie bei Ihrem ExKlub Schalke vor mehr als 60.000
Zuschauern. Belasten Sie solche
Kulissen mit meist gegnerischen
Fans?
Rakovsky: Dass ich ausgepfiffen wurde, habe ich im Spiel gar
nicht gemerkt. So etwas bemerkt
man nur, wenn ein Ball mal ins
Oft wird auch ein Mangel an
Führungspersönlichkeiten und
„Typen“ in den Mannschaften beklagt. Was fehlt Ihnen noch dazu,
ein „Typ“ zu werden?
Rakovsky: Ich versuche, von
h inten zu coachen – meine
Vierer-Kette und die Mittelfeldspieler. Ich kann natürlich nicht
mehr wie in der Jugend von hinten die Stürmer anschreien. Ich
denke, dass ich dabei auf einem
guten Weg bin, weil es schon
früh von mir gefordert wurde.
Rakovsky spielt seit Sommer 2011 für den Club.
Aus geht oder ein Spielerwechsel
stattfindet, und auch dann nur
am Rande. Natürlich ist es etwas Besonderes, vor solch einer
großen Kulisse zu spielen. Zehn
Jahre lang habe ich Bundesliga
im Fernsehen geschaut und
davon geträumt, mal vor dieser
berühmten Südkurve in Dortmund zu spielen. Vor allem, als
wir noch in Prag lebten.
Sie verfolgten also schon bald
und sehr konkret das Ziel, ProfiFußballer zu werden. Hat Zdeněk
Hruška dazu geraten?
Rakovsky: Mir hat er nichts gesagt. Aber ich denke schon, dass
mein Vater ihn gefragt hat, ob
ich es schaffen kann oder nicht.
Keine Ahnung, was er geantwortet hat. Aber mit sieben oder acht
Jahren kann man schon sagen,
ob einer genug Talent dafür hat,
auch wenn es natürlich keine
100-prozentige Sicherheit gibt.
„Im Spiel merkt
man gar nicht,
dass man
ausgepfiffen wird.“
Bei Ihrem Debüt waren Sie der
drittjüngste Torwart in der Geschichte der Bundesliga. Auch
deshalb rechnet man Sie zur Generation der vielen hoffnungsvollen deutschen Torhüter. Wie nah
dran sind Sie an ter Stegen, Leno,
Baumann und den anderen, die
kaum älter als Sie und in ihren
Klubs schon Stammkeeper sind?
Rakovsky: Je öfter man Bundesliga spielt, desto erfahrener wird
man. Der Abstand zu den anderen ist noch groß, aber mit jedem
Spiel komme ich ihnen näher.
Natürlich guckt man auf sie, am
meisten auf ter Stegen, weil ich
gegen ihn schon mit der Schalker Jugend gespielt habe. Da sagt
man sich schon, der war doch damals gar nicht so weit weg.
Wie lange dürfen und können Sie
sich unter diesem Aspekt mit der
Rolle eines Ersatztorwarts zufriedengeben? In den letzten Wochen vertraten Sie den verletzten
Stammtorhüter Raphael Schäfer
und bekamen viel Lob dafür.
Rakovsky: Natürlich will man
spielen! Ich versuche, meine
Leistung zu bringen und mich
immer weiter zu entwickeln,
speziell bei Flanken und hohen
Bällen in den Strafraum. Dafür bietet Nürnberg ein super
Umfeld. Mannschaft, Trainer-
stab, nirgendwo wäre es derzeit
besser für mich. Ob ich schon
morgen wieder spiele oder erst
in drei Jahren, entscheidet der
Trainer.
Und diese Zeit geben Sie sich? Zumal Nürnberg gerade ihren Vertrag vorzeitig um ein weiteres Jahr
bis 2015 verlängert hat.
Rakovsky: Ich denke, in Zukunft baut man hier auf mich.
Das hat Nürnberg mit der Vertragsverlängerung auch gezeigt.
Sie bezeichnen den tschechischen
Nationaltorwart Petr Čech als Ihr
Vorbild. Warum gerade ihn?
Rakovsky: Čech hat früher auch
für Sparta gespielt, das war sicher
ein Grund dafür. Er schaffte es
dann bis zu einem der besten
Torhüter der Welt, also wollte
ich auch so sein wie er. Seine
Ausstrahlung, seine Abschläge
und Reflexe – man kann sich eigentlich alles von ihm abgucken.
Auch wenn sich mein Stil zuletzt
etwas geändert hat, mehr hin zu
einem mitspielenden Torwart
wie Neuer oder Casillas.
Wenn Čech schon Ihr Vorbild war,
haben Sie dann auch mal überlegt, eines Tages in seine Fußstapfen zu treten und für die tschechische Nationalelf zu spielen, zumal bei der großen Konkurrenz
an starken deutschen Torhütern?
Ra kovsk y (lacht): Da r über
habe ich mir keine Gedanken
gemacht.
Tatsächlich?
Rakovsky: Es kam ja nie etwas
aus Tschechien. Ich wurde immer nur vom DFB eingeladen.
Sie standen für alle deutschen
Nationalteams von der U15 bis
zur U19 im Tor und absolvierten
vor kurzem Ihr erstes Spiel in der
U20-Auswahl. Hat man da nicht
zwangsläufig den Ehrgeiz, auch für
eine A-Nationalelf aufzulaufen?
Rakovsky: Man denkt manchmal daran, dass es geil wäre,
irgendwo Nationaltorhüter zu
sein. Aber mein vorrangiges
Ziel ist, mich in der Bundesliga
zu etablieren. Außerdem habe
ich nur die deutsche Staatsbürgerschaft. Die tschechische
müsste ich erst beantragen. Ich
bin in Deutschland geboren und
habe hier alle U-Mannschaften
du rchgespielt, da her f i ndet
meine fußballerische Karriere
hier statt.
Ihr tschechischer Vereinskollege
Adam Hloušek ist erst 24 Jahre alt
und kuriert gerade seine zweite
schwere Knieverletzung aus.
Foto: 1. FCN
Auch Sie mussten nach nur zwei
Bundesliga-Einsätzen am Finger
operiert werden. Hat man in solchen Momenten Angst, dass plötzlich die ganze Karriere vorbei sein
könnte?
Rakovsky: Ich hatte Glück,
dass ich nur den Finger gebrochen hatte und lediglich zehn
Wochen pausieren musste.
Ihr Ex-Trainer Dieter Hecking
sagte voriges Jahr im Gespräch
mit der „Prager Zeitung“, dass ein
Finger für einen Torhüter immer
ein Problem ist.
Rakovsky (zeigt seinen linken
Zeigefinger): Schwierig dadurch,
dass er ein wenig zersplittert
war. Er ist jetzt ein wenig dick
und ich kann ihn nicht mehr voll
bewegen, aber das hindert mich
nicht. Ein Kreuzbandriss wie bei
Hloušek ist was Schlimmeres,
aber auch da kommt eigentlich
noch kein Gedanke ans Karriereende, weil man sich sagt, das hat
möglicherweise jeder von uns
mal und jeder kommt zurück.
Aber mehr als einen Fingerbruch
hatte ich auch noch nie.
Bauen Sie sich trotzdem ein zweites Standbein neben dem ProfiFußball auf?
Rakovsky: Ich habe nach der
11. Klasse mit der Schule aufgehört, auch weil ich nach Nürnberg gezogen bin. Ich probiere
es jetzt ganz mit dem Fußball.
Sollte ich merken, dass ich keine
Chance habe, Bundesliga-Torwart zu werden, dann würde ich
das Abitur nachholen oder eine
Ausbildung machen. So wäre es
auch, wenn ich eine ernsthafte
Verletzung bekäme oder mit einem Schlag nur noch schlecht
spielen würde. Auch dann muss
es ja irgendwie weitergehen. Das
ist mit meinen Eltern auch so
abgesprochen. Für sie ist das ja
auch eine Belastung. Es gibt so
viele Beispiele von jungen Spielern, die hochkommen und nach
einem Jahr wieder nirgendwo
sind.
Man wirft deutschen Fußballern
derzeit vor, von Vereinen und Umfeld „überversorgt“ zu werden. Ist
der Vorwurf gerechtfertigt, wird
Ihnen auch Unselbständigkeit
antrainiert?
Rakovsky: Man hat doch nur
eine Aufgabe. Und die soll man
gut machen. Ein Koch braucht
auch keine Betten zu machen,
er muss kochen. Wir sollen gut
Fußball spielen, und man macht
alles dafür, dass wir gut Fußball
spielen. Und das kann man am
besten, wenn man keine Sorgen
hat und sich nicht fragen muss:
Und das funktioniert sogar mit
einem „alten Hasen“ wie dem früheren argentinischen Nationalspieler Javier Pinola, der schon
seit 2005 beim 1.FC Nürnberg
verteidigt?
Rakovsk y: Pino hat natürlich gefühlt 500 Spiele mehr als
ich. Aber wenn ich ihm sage,
dass hinter seinem Rücken ein
Gegner wegläuft, freut er sich
genauso wie ich, wenn er mich
darauf hinweist, dass ich ruhiger
machen soll. Auf dem Platz hilft
jeder jedem und jeder nimmt
gerne alles an.
„Wenn andere sich
volllaufen ließen,
habe ich trainiert.“
Sie sind mit 19 Jahren auf dem
besten Weg, ein Star zu werden.
Ist der wachsende Ruhm mehr
Belastung oder Freude?
Rakovsky: Ich versuche selbst,
nicht im Mittelpunkt zu stehen
und verlockt zu werden. Das hilft
mir sehr. Dann habe ich Familie
und Freunde, die mich auf dem
Boden halten. Ebenso Berater
und Trainer. Natürlich habe ich
mich riesig darüber gefreut, dass
mich die Zuschauer in meinen
Bundesliga-Spielen angenommen haben. Und Autogramme
schreibe ich gerne, wenn ich darauf angesprochen werde. Aber ich
kann in Nürnberg noch immer
durch die Fußgängerzone laufen,
ohne erkannt zu werden. Letztlich sehe ich nicht anders aus als
20.000 andere Jugendliche auch.
Um ein Großer zu werden, muss
ein Fußballer auf Disziplin achten: keine langen Disco-Nächte,
keine Hamburger, keinen Alkohol. Beschleicht Sie manchmal
das Gefühl, für dieses Ziel einen
wichtigen Teil Ihrer Jugend zu
opfern?
Rakovsky: Die Disco-Zeit beginnt ungefähr mit 15, damals
war ich im Schalker Internat
und von sieben Uhr morgens bis
abends um neun Uhr mit Schule
und Training unter wegs. Am
Wochenende waren die Spiele.
Daher hatte ich schon in der Jugend keine Lust dazu, abends
weg zu gehen. Ich bin eher ein
ruhiger Typ. Meine Freundin hat
damit auch kein Problem. Es hat
mich nie groß gereizt, deshalb
habe ich auch nichts verpasst.
Im Gegenteil: Wenn andere sich
volllaufen ließen, habe ich trainiert. Das zahlt sich jetzt aus.
Andere müssen täglich arbeiten
gehen, ich darf ein-, zweimal am
Tag trainieren.
Wie sehr trifft Sie Kritik – Ansporn
oder Beleidigung?
Rakovsky: Ich weiß selbst, dass
ich gegen Wolfsburg gut gespielt
habe und gegen Mainz nicht.
Man kommt nicht umhin, Kritik
zu lesen, aber man darf sich davon nicht zu sehr beeinflussen
lassen, positiv wie negativ. Wichtig ist, wie es der Trainer sieht.
Fahren Sie noch ab und zu nach
Tschechien?
Rakovsky: Immer wenn ich
meine Verwandten besuche. Sie
leben im Großraum von Prag.
Das Gespräch führte
Klaus Hanisch in Nürnberg.
ZUR PERSON
Der 1,87 Meter große und 82 Kilogramm schwere Torhüter
spielte nach Stationen bei kleineren deutschen Klubs für Dukla Prag (1999–2000), Sparta Prag (2000–2003, 2004–2007) und
Slavia Prag (2003–2004). Mit der U15 von Sparta wurde Patrick
Rakovsky Tschechischer Meister (2007). Dann wechselte er zum
FC Schalke 04 (2007–2011), wo er im Jahr 2008 Westdeutscher
U15-Meister wurde. Rakovsky hütete in alle deutschen Auswahlmannschaften von der U15 bis zur U20 das Tor und absolvierte
insgesamt 14 Länderspiele. In diesem Jahr zeichnete ihn der
DFB mit der Fritz-Walter-Medaille in Bronze als einen der besten
Nachwuchsspieler in seiner Altersklasse aus. (khan)
AN DEUTSCHL AND GEBUNDEN
Kann Patrick Rakovsky noch für die tschechische A-Nationalelf
spielen, obwohl er bereits in deutschen Nachwuchsmannschaften eingesetzt wurde? Prinzipiell ja, sagt der Weltfußball-Verband FIFA. Nach seinen Statuten ist ein Wechsel der Nationalmannschaft bis zum 21. Geburtstag möglich, wenn ein Spieler
bis dahin nur Freundschaftsspiele für ein Land absolviert hat.
„Ich glaube, ich muss mich vor meinem ersten Pflichtspiel für die
U21 entscheiden“, meinte der 19-jährige Rakovsky im Gespräch
mit der „Prager Zeitung“, „und vielleicht kommt ja irgendwann
noch mal was aus Tschechien.“ Doch die FIFA schränkt ein: Hat
ein Spieler bereits ein „offizielles Junioren-Länderspiel“ für ein
Land bestritten und erst danach die Nationalität eines anderen
Landes erhalten, ist er nicht mehr wechselberechtigt. Solche
offiziellen Spiele sind Länderspiele bei einer WM oder EM, aber
auch Qualifikationsspiele für diese Turniere. Auf Nachfrage der
„Prager Zeitung“ erklärte der Deutsche Fußball-Bund (DFB)
nun, dass „für Rakovsky kein Wechsel mehr zum tschechischen
Fußball-Verband möglich ist, da er zum Zeitpunkt des ersten
offiziellen Wettbewerbsspiels nicht im Besitz der tschechischen
Staatsbürgerschaft gewesen ist.“ Dieses offizielle Spiel war für
Rakovsky eine EM-Qualifikationspartie in der deutschen U19Auswahl. Die einzige Möglichkeit für Rakovsky dennoch zu
wechseln, wäre laut FIFA, dass ihm die deutsche Staatsbürgerschaft entzogen würde. Dann könnte er noch für Tschechien
spielen, sofern er dessen Staatsbürgerschaft besitzt. (khan)
LESERUMFRAGE I VERLAGSSEITE 17
10. Januar 2013 | Prager Zeitung Nr. 1–2
Pro und Contra
Auswertung der Leser-Umfrage 2012
Vor einigen Wochen erschien in der „Prager Zeitung“ eine
Leser-Umfrage, die inzwischen ausgewertet wurde. Die
Ergebnisse sollen nun als Grundlage für künftige Änderungen dienen. Schließlich soll in der Zeitung das stehen,
was sich die meisten Leser (vor allem die Abonnenten)
wünschen und erhoffen.
Besonders gefreut haben wir uns über die zahlreichen Anmerkungen, Verbesserungsvorschläge und Kritikpunkte. Eine
Auswahl dessen ist unten angeführt. Wichtig war aber auch
zu erfahren, wer die „Prager Zeitung“ liest beziehungsweise
ob und wie sich die Leserschaft in den vergangenen Jahren
verändert hat. Eine ähnliche Erhebung war zum letzten Mal im
Jahr 2008 durchgeführt worden. Seitdem hat sich die Zeitung
sowohl inhaltlich als auch grafisch geändert. Es war also an
der Zeit, diese Umfrage erneut durchzuführen. Manch einer
wird sich fragen, warum einige Ergebnisse nun auf dieser
Seite veröffentlicht sind und nicht ausschließlich für interne
Zwecke verwendet werden. Die Antwort ist einfach: Die Frage,
wer die „Prager Zeitung“ eigentlich liest, stellen sich sehr viele.
Nicht vergessen sollte man jedoch, dass in der Regel
Abonnenten beziehungsweise langjährige Leser die Fragebögen ausgefüllt haben. Deutschsprachige Touristen,
die nach wie vor mit der Zeitungslage „Prag.er.leben“ angesprochen werden sollen, sind Gelegenheitskäufer und
fühlen sich daher kaum mit der Zeitung verbunden. Daher
verwundert es auch nicht, dass viel weniger von ihnen an
der Umfrage teilgenommen haben.
All jenen, die unsere Fragen beantwortet haben, möchte
ich an dieser Stelle nochmals danken. Denn nur mit ihrer Hilfe kann auch in Zukunft jede Woche eine Zeitung
gedruckt werden, die (zumindest von den meisten) gern
gelesen wird. Wer noch nicht an der Leser-Umfrage teilgenommen hat, kann dies jederzeit auf der Internetseite www.
pragerzeitung.cz (unter Aboservice » Umfrage) nachholen.
Ihre Meinung ist uns wichtig! Marcus Hundt, Chefredakteur
Wie oft lesen Sie die PZ?
regelmäßig
gelegentlich
selten
Seit wann lesen Sie die PZ?
seit über 15 Jahren
seit 10 bis 15 Jahren
seit 5 bis 10 Jahren
seit 2 bis 5 Jahren
seit weniger als 2 Jahren
Stärkste Altersgruppe:
Geschlecht:
Männer
Frauen
Welche Themenbereiche wollen Sie stärker vertreten
sehen?
1. deutsch-tschechische Beziehungen 66 %
2. touristische Empfehlungen
56 %
3. Mitteleuropa
50 %
Nutzen Sie die Internetseite www.pragerzeitung.cz?
ja
49 %
nein
51 %
Sind Sie ein Fan der PZ auf Facebook?
ja
21 %
nein
79 %
Abstimmung per Internet:
Abstimmung per Post:
51 %
49 %
Auswahl an Kommentaren
der Umfrage-Teilnehmer
„Als geborener Tscheche, der in Deutschland aufgewachsen ist und lebt, ist Ihre Zeitung eine Bereicherung für mich,
die ihresgleichen sucht. Einmal in der Woche den Stress
des Alltags vergessen und einen Blick in die Heimat werfen!
Einfach toll, machen Sie bitte weiter so! Diese Zeitung ist
eine unverzichtbare Lektüre, die Menschen aus zwei Ländern verbindet. Danke!“ David Bieler (Rohrbach)
„Mit Ihrer Zeitung kann ich gleichsam mit Tschechien mitleben und an seiner Kultur Anteil nehmen!“
Hans Steiner (Wörgl, Österreich)
Allgemeine Daten
Abonnenten:
Druckausgabe
ePaper
Einzelverkauf:
Beliebteste Rubriken der Print-Ausgabe
1. Stadt Prag
2. Politik & Zeitgeschichte (gleiche Stimmenanzahl)
3. Kultur & Prag.er.leben (gleiche Stimmenanzahl)
4. Literatur
5. Grenzenlos & Kommentare
83 %
55 %
28 %
17 %
71 %
22 %
7%
„Die Karikaturen gefallen mir nicht besonders gut. Spannend finde ich jedes Mal die Statistik im Wirtschaftsteil,
jedes Mal zu einem anderen Thema. Die Bebilderung der
Artikel finde ich sehr ansprechend, die Internetseite sehr
übersichtlich.“ (Abonnent aus Deutschland)
„Zur Prager Zeitung kann ich nichts Negatives sagen. Eine
sehr angenehme Lektüre im Daily Business. Überschaubar,
aktuell und informativ.“ Harald Höfner (Prag)
23 %
9%
17 %
27 %
24 %
„Das Kulturprogramm und die Restaurant-Liste sind für
Abonnenten äußerst langweilig, da immer das Gleiche
erscheint; fraglich auch, ob der Leserkreis über Partys
informiert werden will. Interessanter wären kulturell wertvolle bzw. temporäre Ereignisse.“ Beate Henneberg (Prag)
41–55 Jahre
„Leider wird die Zeitung immer dünner und oft auch oberflächlicher. Gleichzeitig ist sie aber unentbehrlich für politische Hintergründe und Zusammenhänge.“
Ilse Stonjek (Osnabrück)
78 %
22 %
Bildungsstand:
Hochschulabschluss
Abitur/Matura
62 %
18 %
Nationalität:
Deutsch
Tschechisch
andere
71 %
15 %
14 %
Möchten Sie mit der PZ Tschechisch lernen?
ja
58 %
nein
42 %
Testen Sie die
„Was mir gelegentlich bei den Kommentaren eher negativ
aufgefallen ist: Die Redundanz zu den entsprechenden
Artikeln, wo die gleichen Pro- und Contra-Argumente mit
sehr ähnlichen Worten wiedergegeben werden. Da der
insgesamt zur Verfügung stehende Platz (in der Print-Ausgabe) ja doch recht begrenzt ist, hätte ich mir den schon
manchmal mit mehr Nachrichten als Kommentaren gefüllt
gewünscht. Jörg Maske (Reutlingen)
„Ich lese nur die erste Hälfte der Zeitung. Der Rest ist
uninteressant und zu touristisch. Die erste Hälfte darf wesentlich umfangreicher sein, vor allem Wirtschaft, Recht,
Politik.“ Hermann Bode (Cheb)
Foto: Hana Gaitzschová
„Bitte listen Sie im Kulturprogramm doch wieder tschechischsprachige Theaterstücke auf, wie Sie es früher auch
gemacht haben.“ Hilmar Beyrodt (Hannover)
„Längerfristige Spielpläne (eventuell Monatsübersicht) wären schön, um den nächsten Prag-Besuch besser planen
zu können.“ Werner Blank (Starnberg)
„Die unregelmäßigen Beilagenhefte in der jetzigen Form
sind überflüssig, da es sich dabei um reine Werbung handelt.“ Peter Korte (Prag)
„Gut finde ich das handliche Format, die ausgewogene Themenauswahl und den stets amüsanten Pulverturm. Negativ
finde ich, dass ausschließlich die tschechischen Ortsnamen verwendet werden, obwohl es meist (ursprünglich)
deutsche Ortsnamen gibt. Ich wünsche mir, dass neben
den tschechischen Orts- und Lanschaftsbezeichnungen
die deutschen Namen verwendet werden (zumindest in
Klammern).“ Hagen Novotny (Griesheim)
„Alles in allem finde ich die PZ sehr gut, dennoch: Manchmal ist weniger mehr. Soll heißen: zu viel Text, zu wenig
Bilder, alles zu dicht. Mehr auflockernde Elemente wären
wünschenswert. Dabei denke ich an Rätsel, Quiz-Fragen,
Fotoserien oder ähnliches. Im Prag.er.leben-Teil könnten
empfehlenswerte Konzerte durchaus früher angekündigt
werden, damit man besser planen kann. Das Kulturprogramm ist zu kleinteilig, auf den Internetseiten aber ein guter Service. Ansonsten: interessante Hintergrundberichte,
spannende und gut geschriebene Reportagen.“
Patrick Timm (Prag)
„Ich wünsche mir noch mehr Berichte und Aktionen aus
der Oberpfalz, unter anderem deutsch-tschechische Veranstaltungen im Grenzgebiet.“ Helmut Schelick (Amberg)
„Die neuen Internetseiten finde ich sehr gut, übersichtlich
und modern.“ Ünver Hornung (Ergoldsbach)
„Da ich im Grenzbereich zu Deutschland (Sachsen) und Polen lebe, vermisse ich unter der Rubrik „Grenzenlos“ diesbezügliche Themen. Zudem habe ich den Eindruck, dass
die Grenzregion zwischen Tschechien und Bayern verstärkt
im Vordergrund steht.“ Andrea Hochman (Tanvald)
„Das inzwischen moderne Auftreten der Prager Zeitung hat
mich bewogen, mein Abo nicht zu kündigen. Das habt ihr
wirklich sehr gut gemacht.“ Andreas Neitzel (Jena)
„Ich würde mich freuen, wenn ein bis zwei Artikel pro Ausgabe sowohl auf Deutsch als auch auf Tschechisch erscheinen würden.“ Christian Strzylecki (Frankfurt)
„Ich bin mir bewusst, dass eine Wochenzeitung nicht immer
top-aktuell sein kann. Dennoch wünsche ich mir, dass die
PZ auf bestimmte politische und wirtschaftliche Tagesthemen der vergangenen Woche ausführlicher einginge
als nur in diesen knappen Meldungen auf Seite 2. Die
Ausstellungstipps, so gern ich sie auch lese, könnten den
Fokus mehr auf zeitgenössische Kunst richten. Was ich
sehr gut finde, sind die Ausflugstipps und der Pulverturm
auf Seite 1. Alles in allem lese ich die Zeitung sehr gerne
und freue mich schon auf den nächsten Donnerstag! Euren
integrativen Blickpunkt und eure politische Unabhängigkeit
finde ich super.“ Timo Sackmann (Prag)
„Ich vermisse die (frühere) Berichterstattung aus den anderen
ostmitteleuropäischen Ländern und würde mich auch über
mehr Artikel aus der tschechischen Provinz freuen. Wenn
Artikel aus anderen tschechischen Zeitungen nachgedruckt
werden, dann sind das zumeist sehr gute. Insgesamt bin ich
mit der PZ sehr zufrieden.“ Gerhard Lammel (Hamburg)
„Ohne Uwe Müllers Verdienste als Geburtshelfer oder gar
als Vater der PZ schmälern zu wollen, finde ich doch, dass
die Zeitung seit dem Wechsel an der Redaktionsspitze ein
anspruchsvolleres Format erhalten hat.“
Manfred Jauß (Itzehoe)
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12/2012; Abgabefrist
Mehrwertsteuer für
12/2012 & IV/2012 sowie
Verbrauchssteuer für
12/2012
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und Kfz-Steuer für 2012
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Richard
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Vendula
Heřman | Hermína
Ema
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Darja
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Julius
Aleš
Vincenc
Anastázie
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Rudolf
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Vojtěch
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Hynek
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Apolena
Mojmír
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Petr
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Matěj
Liliana
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Alexandr
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11.2.
Fälligkeit Verbrauchssteuer
für 12/2012
12.3.
Fälligkeit Verbrauchssteuer
für 01/2013
15.2.
Übermittlung der
Lohnsteuerbescheinigung
2012
15.3.
EinkommensteuerVorauszahlung für I/2013
25.2.
25.3.
Abgabefrist
Mehrwertsteuer und
Verbrauchssteuer für
01/2013
Abgabefrist
Mehrwertsteuer und
Verbrauchssteuer für
02/2013
APRIL
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Heilige Drei Könige
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Kamil
Stela
Kazimír
Miroslav
Tomáš
Gabriela
Františka
Viktorie
Anděla
Řehoř
Růžena
Rút | Matylda
Ida
Elena | Herbert
Vlastimil
Eduard
Josef
Světlana
Radek
Leona
Ivona
Gabriel
Marián
Emanuel
Dita
Soňa
Taťána
Arnošt
Ostersonntag | Kvido
JUNI
Tag der Arbeit
Zikmund
Alexej
Květoslav
Klaudie
Radoslav
Stanislav
Staatsfeiertag
Ctibor
Blažena
Svatava
Pankrác
Servác
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Milan
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Ladislav
Lubomír
Petr & Pavel
Šárka
Abgabe der
Einkommensteuererklärung
für 2012 (sofern nicht von
einem Steuerberater
erstellt); Fristende für
Antrag auf
Dauerfristverlängerung
10.5.
Fälligkeit Verbrauchssteuer
für 03/2013
10.6.
Fälligkeit Verbrauchssteuer
für 04/2013
27.5.
Abgabefrist
Mehrwertsteuer und
Verbrauchssteuer für
04/2013
17.6.
EinkommensteuerVorauszahlung für II/2013
und 1. HJ 2013
9.4.
31.5.
25.6.
Fälligkeit Verbrauchssteuer
für 02/2013
15.4.
Fälligkeit Immobiliensteuer
– gesamte Steuer oder
erste Teilzahlung
Abgabefrist
Mehrwertsteuer und
Verbrauchssteuer für
05/2013
Kfz-Steuer-Vorauszahlung
für I/2013
25.4.
Abgabefrist
Mehrwertsteuer für
03/2013 und I/2013 sowie
Verbrauchssteuer für
03/2013
RECHT & STEUER I VERLAGSSEITE 19
10. Januar 2013 | Prager Zeitung Nr. 1–2
STEUERK ALENDER 2013 |
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10.7.
Jaroslava
Patricie
Radomír
Prokop
Cyril & Metoděj
Mistr Jan Hus
Bohuslava
Nora
Drahoslava
Libuše | Amálie
Olga
Bořek
Markéta
Karolína
Jindřich
Luboš
Martina
Drahomíra
Čeněk
Ilja
Vítězslav
Magdaléna
Libor
Kristýna
Jakub
Anna
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Viktor
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Bořivoj
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Abgabe der
Einkommensteuererklärung
für 2012 (bei gewährtem
Aufschub)
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26. 8.
Fälligkeit Verbrauchssteuer
für 05/2013
15.7.
Kfz-Steuer-Vorauszahlung
für II/2013
25.7.
Abgabefrist
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für 06/2013 und II/2013
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für 08/2013
11.11.
Fälligkeit Verbrauchssteuer
für 09/2013
15.10.
Kfz-Steuer-Vorauszahlung
für III/2013
25.11.
Abgabefrist
Mehrwertsteuer
und Verbrauchssteuer
für 10/2013
Abgabefrist
Mehrwertsteuer
für 09/2013 und III/2013
sowie Verbrauchssteuer
für 09/2013
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Jolana
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Naděžda
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Darina
Berta
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Zlata
Andrea
Jonáš
Staatsfeiertag | Václav
Michal
Jeroným
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Fälligkeit Verbrauchssteuer
für 07/2013
16. 9.
EinkommensteuerVorauszahlung für III/2013
25. 9.
Abgabefrist
Mehrwertsteuer
und Verbrauchssteuer
für 08/2013
NOVEMBER
Igor
Olívie | Oliver
Bohumil
František
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Hanuš
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Štefan | Sára
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Brigita
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Staatsfeiertag
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SEPTEMBER
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Recht und Steuer im Jahr 2012
„ PZ Nr. 4/2012, 26. Januar 2012
„ Magazin Wirtschaft Nr. 2, Juli 2012
Handelsgesetzbuch in neuem Gewand
Bestimmung § 196a als Albtraum einer Transaktion?
Mgr. Lucie Dostálová, Ueltzhöffer Balada advokátní
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Unrealisierte Währungskursgewinne
Oberstes Verwaltungsgericht erteilt
Substanzbesteuerung klare Absage
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„ PZ Nr. 4/2012, 26. Januar 2012
Steuerliche Neuerungen 2012
Die Finanzämter werden strenger kontrollieren,
auch die Zusammenarbeit mit ausländischen
Behörden ist geplant
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„ PZ Nr. 8/2012, 23. Februar 2012
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Staatsfeiertag | Mahulena
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Ambrož | Benjamín
Květoslava
Vratislav | Vratislava
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Radana | Radan
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Heiligabend | Adam & Eva
1. Weihnachtstag
2. Weihnachtstag | Štěpán
Žaneta
Bohumila
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30 David
Di 31 Silvestr
2.12.
Fälligkeit Immobiliensteuer
– zweite Teilzahlung
10.12.
Fälligkeit Verbrauchssteuer
für 10/2013
16.12.
27.12.
Kfz-Steuer-Vorauszahlung
für 10/2013 und 11/2013;
EinkommensteuerVorauszahlung für IV/2013
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Abgabefrist
Mehrwertsteuer
und Verbrauchssteuer
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Prager Zeitung
„ PZ Nr. 30/2012, 26. Juli 2012
Grenzüberschreitende Vollstreckung
Die europäischen Vorschriften sind
gläubigerfreundlich
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„ PZ Nr. 35/2012, 30. August 2012
Neues Schlichtungsverfahren für EU-Marken
Ziel ist es, den Parteien zu ermöglichen,
einen langwierigen und kostspieligen Rechtsstreit
zu vermeiden
Mgr. Radka Červenková, Carsten Albrecht, LL.M.,
Ueltzhöffer Balada advokátní kancelář
Elektronischer Handel und Verbraucherverträge:
Verkaufen Sie online an ausländische
Verbraucher?
Mgr. Dominika Škoda, LL.M., Ueltzhöffer Balada
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„ PZ Nr. 13/2012, 29. März 2012
„ PZ Nr. 37/2012, 13. September 2012
Geschäftsführer und Arbeitnehmer in einer
Person
Gesetzesnovelle schafft Klarheit
für Führungspositionen
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Neue Hoffnung bei insolventem Schuldner
Oberstes Gericht stärkt Rechte von Gläubigern aus
EU-Staaten
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Was ist neu im Jahr 2012?
Kurze Einsicht in praktische Gesetzänderungen 2012
JUDr. Martin Švéda, Rödl & Partner
Die Alternative zum Rechtsstreit
Wird die Mediation im Zivilverfahren die Erwartungen
erfüllen?
Mgr. Jan Mauric, Mauric & Partner, s. r. o., advokátní
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„ Magazin Wirtschaft Nr. 1, April 2012
„ PZ Nr. 39/2012, 27. September 2012
Abgabenbelastung in Tschechien, der Slowakei,
Österreich und Deutschland
Für Einzelunternehmer ist Tschechien vorteilhaft
MMag. Ulrich Paugger, AUDITOR, spol. s r. o.
Zum Institut des Vorvertrags insbesondere
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vor ihrer Entstehung – Teil 1
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Die Tschechische Republik bietet solide
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Die Firmen müssen sich verändern
Jan Šícha, leitender Direktor der Beratungsfirma
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Tschechien hat den EU-weit höchsten Anteil
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Gemeinden im Fichtelgebirge streben an, in Zukunft
energieautark zu werden
Jörg Nürnberger, Ueltzhöffer Balada advokátní
kancelář
„ PZ Nr. 18/2012, 3. Mai 2012
Schikanöse Insolvenzanträge – Ende einer Plage?
Novelle soll vor Missbrauch schützen
Dr.jur. Ernst Giese, Giese & Partner, v. o. s.
„ PZ Nr. 22/2012, 31. Mai 2012
Enttäuschung für Solarinvestoren
Das tschechische Verfassungsgericht bestätigt
die Rechtmäßigkeit der „Solarsteuer“
JUDr. Petr Jakubec, Lars M. Klett, Ueltzhöffer Balada
advokátní kancelář
„ PZ Nr. 22/2012, 31. Mai 2012
Kleine und mittlere Unternehmen sind
von Krediten abhängig
Zusammenbruch im Volumen von Geschäftskrediten
in den USA im Gegensatz zum schnellen Wachstum
in den BRIC-Ländern
Mag. Georg Stöger, AUDITOR, spol. s r. o.
„ PZ Nr. 24/2012, 14. Juni 2012
Alles wird anders – endlich!
Tschechien bekommt nach 20-jähriger Diskussion ein
modernes Zivilrecht
Martin Holler, Giese & Partner, v. o. s.
„ PZ Nr. 26/2012, 28. Juni 2012
Distributionsverträge
JUDr.Ing. Tomáš Korotvička, Ueltzhöffer Balada
advokátní kancelář
„ Magazin Wirtschaft Nr. 3, Oktober 2012
Neues Gesetz über Körperschaften des privaten
Rechts
Ziel ist es, das Gesellschaftsrecht moderner und
liberaler zu gestalten
Boris Brázdil, LTA Melzer Brázdil, s. r. o., advokáti
„ Magazin Wirtschaft Nr. 3, Oktober 2012
Die Problematik der sogenannten internen
Geschäfte und das Risiko ungültiger
Rechtsgeschäfte für dritte Personen
JUDr.Ing. Jiří David, LL.M., Šafra & partneři, s. r. o.,
advokátní kancelář
„ Magazin Wirtschaft Nr. 3, Oktober 2012
Neue Regeln für Investitionsförderung
in Tschechien
Der Industriestandort Tschechien soll dadurch
attraktiver werden
Ing. Ditta Hlaváčková, Ing. Ondřej Antoš, LL.M.,
Proxy, a. s.
„ PZ Nr. 42/2012, 18. Oktober 2012
Kriminalität und Kataster
Gesetzesänderungen zum Schutz von
Immobilieneigentümern
Martin Holler, Giese & Partner, v. o. s.
„ PZ Nr. 43/2012, 25. Oktober 2012
Grundbegriffe des Konzernrechts und Haftung
der satzungsmäßigen Organe
Klare Rechtsordnungen können internationalen
Konzernen bei internen Problemstellungen helfen
Lukáš Blažek, Mauric & Partner, s. r. o., advokátní
kancelář
„ PZ Nr. 43/2012, 25. Oktober 2012
Zum Institut des Vorvertrags insbesondere
bei Eigentumsübertragungen von Wohneinheiten
vor ihrer Entstehung – Teil 2
JUDr. Gabriele Racková, Ueltzhöffer Balada advokátní
kancelář
„ PZ Nr. 48/2012, 29. November 2012
Ehescheidungen in der Europäischen Union – Teil 1
Ehescheidung und elterliche Verantwortung
Mgr. Jan Mauric, Mauric & Partner, s. r. o., advokátní
kancelář
„ PZ Nr. 48/2012, 29. November 2012
Neues Bürgerliches Gesetzbuch: Das Gebäude
als ein Bestandteil des Grundstücks
Mgr. Petr Motyčka, Ueltzhöffer Balada advokátní
kancelář
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Schicken Sie eine E-Mail an Ing. Hana Gaitzschová,
[email protected]. Gegen eine
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den gewünschten Artikel.
20 VERLAGSSEITE
10. Januar 2013 | Prager Zeitung Nr. 1–2
Sponsoren gesucht!
Seit 14 Jahren unterstützen Unternehmen mit der „Prager Zeitung“
den Deutsch-Unterricht an tschechischen Schulen
Von Ústí nad Labem bis Ostrava, von Hradec Králové
bis České Budějovice: Mehr als 50 Grund-, Mittel- und
Hochschulen im ganzen Land haben die „Prager Zeitung“
abonniert und nutzen sie seit vielen Jahren als Lehrmaterial
im Deutsch-Unterricht. Bereits seit 1999 stellt der Verlag
Prago-Media Schulen in Tschechien aktuelle Exemplare
kostenfrei zur Verfügung. Doch damit diese auch an ihr Ziel
– also in die Klassenräume der Deutsch-Lerner – gelangen,
sind wir auf die Unterstützung von Sponsoren angewiesen,
die die Kosten für die Postzustellung übernehmen.
Aktuell beteiligen sich die Unternehmen E.ON Česká
republika, LMAX správa nemovitostí s.r.o., Českomoravská
stavební spořitelna, a.s., Consult Group Int. spol. s r.o,
Deutsche Holzveredelung Schmeing GmbH & Co. KG, die
Deutsch-Tschechische Gesellschaft Hamburg sowie Herr
Eberhard Schlotz an dieser Aktion, die zur Förderung der
deutschen Sprache in der Tschechischen Republik beiträgt.
Foto: APZ
Da das Interesse der tschechischen Schüler am Erlernen
der deutschen Sprache in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesunken ist, lohnt es sich mehr denn je, ihnen
einen Anreiz zu geben, sich mit Deutsch zu beschäftigen.
Und was könnte dafür idealer sein als eine Wochenzeitung,
die sich auf Deutsch mit tschechischen und deutsch-tschechischen Themen beschäftigt?
Ich würde mich freuen, wenn noch mehr Firmen oder
Privatpersonen das Sponsoren-Programm der „Prager
Zeitung“ unterstützen würden. Die Unternehmen finanzieren die Postzustellung, der Verlag stellt die Zeitungen
zur Verfügung.
Umso mehr ist diese Förderung wichtig, da das tschechische Schulwesen kaum über die nötigsten finanziellen
Mittel für eine optimale Unterrichtsgestaltung verfügt. Wir
möchten den Schulen durch die Zusendung von gesponserten Exemplaren der „Prager Zeitung“, die von uns zum
Selbstkostenpreis abgegeben werden, helfen, die Bedingungen für einen modernen Deutsch-Unterricht entscheidend zu verbessern.
Immer wieder fragen Schulen und Universitäten, an denen die deutsche Sprache vermittelt wird, nach einer kostenlosen Zustellung der „Prager Zeitung“. Falls wir keinen
Sponsor für diese Schulen finden, können wir ihnen nur ein
ermäßigtes Abonnement anbieten – in den meisten Fällen
ist aber leider auch dafür kein Geld vorhanden.
Das Sponsoren-Abonnement läuft 44 Wochen (acht Wochen im Sommer entfallen wegen der Ferien) und funktioniert wie folgt: Die Sponsoren melden sich entweder
telefonisch unter der Nummer +420 222 250 125 oder per
E-Mail [email protected] (Anprechpartner: Ing. Hana
Gaitzschová), und wir teilen ihnen dann umgehend die
entsprechende Schule oder Universität mit. Auf Wunsch
stellen wir gern den persönlichen Kontakt her.
Ich bedanke mich bei allen Teilnehmern des SponsorenProgramms und bin zuversichtlich, dass die „Prager Zeitung“ auch in den kommenden Jahren ein fester Bestandteil
des Deutsch-Unterrichts an vielen tschechischen Schulen
sein wird.
Die Wochenz eitung aus der Mitte Europas
Nr. 14 | Donnerstag, 5. April 2012 | 21. Jahrgang
AUS DEM INHALT
CZK 55 | EUR 2,10 | CHF 3,10
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Die Spannung ist raus
GESELLSCHA FT
Regierung plant Reformen im
Wahlrecht
4
Kanzlerin in Prag: Annäherung bei Fiskalpakt und Energiepolitk
KULTUR
Mit Ivan Klíma auf der
Leipziger Buchmesse
5
WIRTSCHAFT
www.moevenpick-prague.com
Bau von Einkaufsparks boomt 6
Grillen
Automobilherstel ler TPCA mit
Gewinneinbußen
7
Terrasse.
PR AG(ER)LEBEN
Ostern in der Hauptstadt
9
Tipps zum Outdoor-Sport in
Prag
14
E.ON Česká republika | České Budějovice, CZ
• Lesnická a dřevařská fakulta Masarykovy Univerzity
v Brně
• Jihočeská univerzita v Českých Budějovicích
• Fakulta managementu VŠE v Jindřichově Hradci
PULVERTUR M
Il Giardino Restaurant
Suche nach Ostern
Mozartova 261/1, Prag 5
Nie zuvor begann die Suche nach
[email protected]
dem Sinn von Ostern so früh wie
in diesem Jahr. Ein wichtiger
Grund war, dass es den Tschechen seit Wochen an die Eier Angela Merkel bei der Podiumsdiskussion
in der Juristischen Fakultität der Prager Karlsuniversität
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eitung
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Foto: ČTK/AP/Petr
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geht. Nachdem deren Preise auf
Josek
heimischen Märkten seit Jahresn strahlend Grün trat Bun- zum Fiskalpakt drängen. Nein,
einigt hatten – mit Ausnahme renz sind oberste Priorität beim
beginn um 100 Prozent gestiedeskanzlerin Angela Merkel wir werden uns nicht gegen eiTschechiens und Großbritanni- Ausbau von Temelín sowie beim
gen waren, hatte das Boulevard- (CDU) am Dienstag vor die Pranen Ausbau der tschechischen ens. Allerdings stimme man
in Bau eines neuen Kraftwerks“,
Das Viersterne-Familienhotel mit
blatt „Blesk“ bereits im März die ger Presse. Ob dies ein Zeichen
Kernkraftwerke aussprechen.
Prag in allen Punkten mit den betonte Nečas.
100-jähriger Tradition – direkt im
Suche nach dem teuersten Ei ihrer Hoffnung auf mehr EuroUnd so war eigentlich schon im Zielen des Haushaltspakts überHerzen der Prager Altstadt seit 1912
Noch eine weitere tschechische
der Republik gestartet. Weshalb Optimismus im Nachbarland
Voraus alles gesagt. Das Mantra ein, man wisse, dass eine FiskalBuchen Sie bei Herrn Kristian Hanslik, den
Befürchtung versuchte Merkel
diesmal nicht Kinder nach den war, verriet sie nicht. Die Ver„Haushaltsdiszip lin, Energie- union in Zukunft unausweichInhaber und Generaldirektor des Hotels.
aus dem Weg zu räumen. Man
ovalen Teilen Ausschau hielten, handlungen mit Premierminispolitik, EU-Binnenmarkt “ do- lich sei – unterzeichnen könne
arbeite an einer beschleunigsondern die Erwachsenen selbst. ter Petr Nečas (ODS) waren von
Hotel Hastal Prague Old Town****
minierte auch die bilateralen man aber nicht, solange die
ten Modernisierung deutscher CZK 55Haštalská
2,10
1077/16,
110 |00CHF
Praha 1 3,10
Zuweilen sogar in Deutschland. Sachlichkeit und Respekt ge| EUR
Verhandlungen. Nečas erinnerte Koalition keinen Konsens über
www.hastal.com
Stromnetze,
um die NegativEier brauchten dort besonders prägt – das konnten beide nicht
an
E-Mail: [email protected]
die
Jubiläen
des
Vertrags
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nationale
Jahrgan
Ratifizierung
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des Effekte schwankender EnergieJuli 2012
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Tel.: +420 222 314 335
oft genug betonen. Für rund fünf gute Nachbarschaft sowie an das
Nr.
Vertrags fände. Das hatte Nečas speisungen durch erneuerbare
Fax: +420 222 314 336
Hloušek, weil sie am vergan- Stunden war Merkel an die Molder Deutsch-Tschech ischen Er- zwar bereits früher angeführt,
Energien auf die tschechischen
genen Wochenende mit ihrem dau geflogen. Auf dem Plan stanklärung, Merkel an den „großen heute schien er es jedoch kaum
Netze zu verhindern. „Wir sind
1. FC Nürnberg ausgerechnet den Gespräche und Mittagessen
Europäer und Weichensteller der aussprechen zu wollen – so leise
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DEM
froh,
AUS
dass
auch
Tschechien
gegen Bayern München nach mit Nečas, ein Treffen mit Václav
nicht
Aussöhnung“, den im Dezember wurde er dabei. „Für uns ist
es auf Abschottung, sondern auf
ihrer Form für die EM suchten. Klaus und eine Diskussion mit
verstorbenen Václav Havel.
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KULTU
wichtiger, dass Tschechien in eine Stärkung des gemeinsamen
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der 0:1-Pleite wurde Hloušek Studenten der Juristischen Faals ePaper
Bezug auf die Haushaltsdiszi- Energiemarktes setzt“, so Merdichte an die
Rilkes Liebesge
jedoch
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plin seine Ziele mit den Euro- kel. Nečas‘ Bestreben, verstärkt
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Das ePaper ermöglicht einen
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Bereits im Vor feld wa r die Dann ging es zur Sache: Im
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schnellen Zugriff auf alle
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Grunde teile man in Prag und Die Türen zum Fiskalpakt stünCHAFT
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Artikel.
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nun:
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in den EU-Län6
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Ob es bei den Gesprächen auf
Stellen nach Tschechi
Griechenland.
1230 CZK (Tschechien),
Glücklicherweise! „Lidové noviny“ schwelgte sie dern. Mit
einem Lächeln auf den politik gab man sich betont to- der Burg
ä hnlich freundlich
49 EUR weltweit (inkl. MwSt).
Mit einem Osterhasen ver- in Erinnerungen an ihre PragLippen erfand Nečas an diesem lerant. Angela Merkel lobte die
GRENZ NAH
zuging, blieb der Öffentlichkeit
wechselten
drei junge Betrüger Aufenthalte als Physikerin zu Mittag
Sind Sie bereits Abonnent
die Bezeichnung „Schat- Transparenz beim Ausbau des verborgen.
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einen
tschechischen DDR-Zeiten. Verschmitzt erin- ten-Unterzeichne
unserer Print-Version?
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Merkel dann aber
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für die Rolle Tschechiens beim a n öf fent liche Diskussionen
REISE
den Juristen der Prager Karlsuni
ins
Ruhrgebiet lockten. Nur, dass Tschechisch und stellte schon
für Ihre Lesertreue bieten
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erläutern. Eine politische Union
n-Roman
erEisenbah
ihnen keine
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wir Ihnen zum Aufschlag
strengere mischen Meilers, die in diesem mit klarer Kompetenzverteil
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Lužná
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sollte, sondern
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von 10 EUR oder 250 CZK
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die ePaper-Version zusätzlich.
Haushalte durch Brüssel ge- sollen. „Sicherheit und TranspaSPORT
nalstaaten, das sei das Ziel. (mn)
ihn
als reichen Onkel aus. Weil
und
zum Kanuer Tipps
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aber
reichlich
16
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das Quartett eine verlängerte
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