jahresbericht 2014

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jahresbericht 2014
JAHRESBERICHT 2014
1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2014
INHALTSVERZEICHNIS
NORDOSTCHEMIE im Gespräch
2
Editorial
6
Unser Leitbild
9
Wirtschaft Tarifpolitik
Arbeitsrecht
Kommunikation
Bildung
Umwelt und Energie
Aus der NORDOSTCHEMIE
10
14
20
26
30
38
46
Statistischer Anhang
57
Aus der Verbandsarbeit
58
Verbandsgremien
60
Die NORDOSTCHEMIE
70
Impressum
76
NORDOSTCHEMIE IM GESPRÄCH.
V
ÜBER DEN TAG HINAUS DENKEN.
// Die Tarifauseinandersetzungen
in diesem Jahr waren fordernder
als sonst. Wie bewerten Sie das
Ergebnis?
Tebel: Der Tarifabschluss ist für
die Fläche vereinbart und ist, wie
immer, in der Gesamtbewertung
natürlich ein Kompromiss: nicht
nur zwischen den Verhandlern auf
Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite, sondern auch innerhalb der
jeweiligen Tarifkommissionen. Gemessen am Inflationsniveau ist er,
reallohnbasiert, beträchtlich und
im Grenzbereich dessen, was die
Unternehmen sich leisten können.
Aber letztendlich ist es ein von allen getragenes Ergebnis, das nach
schwieriger Verhandlungsarbeit
zustande kam. Dieses gilt es nun
ja auch der zündende Gedanke
dert hat. 75 Prozent unserer Un-
zu akzeptieren.
gewesen für die lebens­phasen­
ternehmen sind schließlich mit-
orien­tierte Arbeitszeitgestaltung
telständisch organisiert. Da fehlen
// Der Tarifabschluss beinhaltet
unseres LephA-TV: Maßnahmen
häufig die nötigen Ressourcen,
eine Aufstockung des Demogra-
sachorientiert nach Bedürfnissen
um ein solches Vertragswerk zwi-
fiefonds. Auch wieder ein Stück
und Zielgruppen bereitzustellen.
schen Unternehmensleitung und
Zukunftsvorsorge …
2
Betriebsrat so detailliert auszuge-
Tebel: Richtig. Gerade wir in der
// Bislang ist die Umsetzung des
stalten wie in größeren Unterneh-
NORDOSTCHEMIE haben eine be-
LephA-TV in den Betrieben aber
men. Und selbst dort war es nicht
sonders schwierige Entwicklung
sehr unterschiedlich vorangekom-
so einfach.
der Randbedingungen im Bereich
men. Woran liegt das?
Demografie vor uns. Wir müssen
Tebel: Die Grundidee haben wir
Zwischen den Tarifpartnern
diesen Teil mit dem Sozialpartner
zu kompliziert übersetzt. Sie war
herrscht aber unverändert ein gro-
deshalb auch noch weiter konkre-
auch in einer Vielfalt dargestellt,
ßes und gemeinsames Grundver-
tisieren. Aber die Fokussierung
die kleinere Unternehmen in der
ständnis, die Kernidee handhabbar
auf dieses drängende Problem ist
Umsetzung offensichtlich überfor-
weiterzuentwickeln, weil Gestal-
auf der Personalseite haben wir
­inzwischen keine signifikanten Vorteile mehr.
Um nicht missverstanden zu werden, keiner will die NORDOSTCHEMIE als Billiglohnregion. Aber
man darf nicht verkennen: Die
Angleichung der Tarife hat einen
Preis. Wenn die Kostenentwicklung nicht parallel durch entsprechende Produktivitätsfortschritte
aufgefangen wird, führt das dazu,
dass der noch positive Abstand
Dr. Karl Heinz Tebel,
langjähriges Vorstandsmitglied des Verbandes und
Vorsitzender der Geschäftsführung von BASF Schwarzheide,
führt seit Mai 2013 als neuer Vorsitzender
den Arbeitgeberverband Nordostchemie e. V.
weiter dahinschmilzt und dass die
NORDOSTCHEMIE im Wettbewerb
um Aufträge und Investitionen ihre
bislang günstige Position einbüßt.
// Trotz der Härte in der aktuellen
tungsmöglichkeiten darin stecken,
Tebel: Im Verband gibt es Unter-
Verhandlung: Können Sie sich auf
um die demografische Herausfor-
nehmen, die erheblich von der
den Sozialpartner verlassen?
derung besser meistern zu kön-
Krise um die Ukraine und Russland
Tebel: Wir verstehen uns als
nen. Jetzt die Flinte ins Korn zu
betroffen sind. Und in der Folge
Sozial­partner, die Diskussion zwi-
werfen, weil es beim ersten Mal
der aus dem Konflikt erwachsenen
schen uns ist von Fakten, nicht
nicht auf Anhieb reibungslos ge-
gesamtpolitischen Lage sind mehr
ideologisch, geprägt. Wir vertreten
klappt hat, würde bedeuten, eine
oder weniger alle Unternehmen
trotz der Unterschiede in Sachen
sehr große Chance zu vergeben.
betroffen. Aber: Unsere Wettbe-
Verteilung Positionen, die ein Ge-
werbssituation wird zurzeit vor al-
meinsames haben: Die Sicherung
// Andererseits hilft die politische
lem durch die Entwicklung unserer
der Arbeitsplätze und der Wirt-
Großwetterlage der Branche der-
Fixkosten beeinflusst.
schaftskraft der Unternehmen. Der
zeit nicht, den Dreiklang von Wett-
gefundene Tarifkonsens zeigt doch,
bewerbs- und Leistungsfähigkeit
Mit der Tarifangleichung schmilzt
dass beide Seiten über den Tag
sowie Flexibilität in eine Harmonie
bei den Arbeitskosten der Vor-
­hinaus denken und nicht den Kon-
zu bringen …
sprung, den wir hatten. Das heißt,
flikt in den Vordergrund stellen.
3
NORDOSTCHEMIE IM GESPRÄCH.
V
WIR WARTEN NICHT AB.
// Wie beherrschend ist das
Thema hohe Energiekosten noch
in der Branche?
Die Lage hat sich, vorsichtig ausgedrückt, stabilisiert. Im vergangenen August ist das novellierte
Erneuerbare-Energien-Gesetz
(EEG) in Kraft getreten. Das sichert
unserer Industrie für die nächsten Jahre an dieser Flanke stabilere Preise und damit Planungssicherheit. Bis dahin hatten sich die
meisten Unternehmen mit Neu­
investitionen zurückgehalten, ohne
natürlich Ersatz-, Energieeffizienz-
Dr. Dieter Hübl,
Vorsitzender des Vorstandes
des Verbandes der Chemischen Industrie e. V.,
Landesverband Nordost
und Instandhaltungsnotwendigkeiten zu vernachlässigen.
// Das hat sich nun geändert?
Mit dem neuen Gesetz ist zu-
4
nächst einmal gesichert, dass uns
Investitionen zurzeit sehr preiswert
// Andererseits ist negativ, dass
die Kosten für Energie, einer un-
finanziert werden können. Erste
der Wunsch der Industrie nach
serer wichtigsten Rohstoffe, nicht
Hinweise, dass sich diese beiden
steuerlicher Forschungsförderung
er­drücken werden. Zwar wurden
Trends positiv auszahlen werden,
unbeachtet geblieben ist …
nicht alle unsere Wünsche erfüllt.
gibt es schon. Aber warten wir ab.
Ja, das ist enttäuschend. Die aller-
So ist die Freistellung der Eigen-
Generell, das möchte ich betonen,
meisten Länder in Europa haben
stromerzeugung von der EEG-Um-
sind wir nicht gegen erneuerbare
schon ein Modell umgesetzt, das
lage nur befristet. Auch sind die
Energien. Wir wollen aber eine
pauschal und ohne große Projekt-
Maßnahmen zur Kostenbegren-
­sichere Versorgung und eine, die
anträge 10 Prozent Steuernachlass
zung beim Ausbau erneuerbarer
uns im internationalen Wettbewerb
auf Forschungsausgaben gewährt.
Energien absolut unzureichend.
nicht mit Kostennachteilen belas-
Leider ist eine solche Lösung, de-
Dennoch kann die Abwendung
tet. Deshalb werden wir bei diesem
ren Umsetzung die Innovation bei
einer Stromkostenexplosion für
Thema am Ball bleiben.
Chemie und Pharma treiben würde,
die Unternehmen zur Folge haben,
nicht einmal als Aufgabe im Koa­
dass mehr investiert wird. Zumal
litions­vertrag niedergelegt worden.
// Ist Innovation nicht sowieso
vationskraft und Wettbewerbs­
Es ist ja nicht so, dass wir nur for-
eine Stärke der Branche?
fähigkeit weiter stärken.
dern. Der Verband Nordostchemie
Ja natürlich: Chemie und Pharma
arbeitet ganz konkret am Thema:
sind sehr forschungsintensiv,
// Innovation heißt auch Bildung …
Ob das nun Veranstaltungen für
Inno­vation besitzt bei uns einen
Als rohstoffarmes Land sind wir
Lehrerbildung und ‑fortbildung
hohen Stellenwert. Die deut-
vor allem auf ausgezeichnete
angeht, die Kooperation mit Schu-
sche Chemie gibt jährlich um die
Facharbeiter, Ingenieure und Wis-
len in den MINT-Fächern, die
10 Milliarden Euro für Forschung
senschaftler angewiesen. Des-
Initia­tiven „Pro Chemieunterricht“,
aus. Schauen Sie sich einfach all
halb müssen wir ganzheitlich und
„Chemkids“, „ChemChamp“,
die neuen Produkte an, die ­unser
nachhaltig auf das Thema Bildung
generell Aus- und Weiterbildung –
Leben ausmachen. Überall hat
setzen. Und das heißt, wir benöti-
wir tun etwas, warten nicht ab.
­unsere Industrie zumindest einen
gen noch bessere Rahmenbedin-
Anteil an ihnen. Aber mit einem
gungen für das Bildungssystem
// Das gilt auch für
System der Innovationsförderung
in Deutschland – gerade vor dem
den Mittelstand?
lässt sich der Standort Deutsch-
Hintergrund des Fachkräfteman-
Das gilt auch für den Mittelstand!
land aktiv unterstützen, die Inno­
gels und der demografischen Lage.
Jeder Verantwortliche weiß um die
Bedeutung von Bildung und Innovation, jeder Verantwortliche tut
sein Möglichstes. Unser Verbandsgebiet ist ja geprägt von kleinen
und mittelständischen Unternehmen. Um diese zu unterstützen, ist
der VCL-Landesverband Nordostchemie sehr aktiv. Etwa dabei,
diese Unternehmen bei der Aufnahme von Kooperationen mit
Hochschulen und Instituten in Sachen Forschung zu unterstützen.
Wir veranstalten alle zwei Jahre
einen Innovationskongress oder
fördern den Erfahrungsaustausch
untereinander, die Kontaktaufnahme mit der Wissenschaft, den
Austausch von Erfahrungen und
das Knüpfen von Netzwerken.
5
EDITORIAL
V
auf dem Titel unseres Jahresberichts
2014 sehen Sie Batterien im Lade­
zustand.
Sie symbolisieren die großen The­
men des Jahres. Energie – im phy­
sikalischen und im übertragenen
Sinne. Die ladenden Akkus auf dem
Cover stehen auch für Gesund­heit,
Leistungsfähigkeit und Kraft. Die
Leistungsfähigkeit unserer Indus­trie
ist alles: technisch perfekte Anlagen,
innovative Produkte – und fitte Mit­
arbeiterinnen und ­Mitarbeiter.
Das Thema Gesundheit hat uns in
den letzten Jahren zunehmend be­
wegt. Sichtbarstes Zeichen hierfür
ist die Einrichtung unseres Gesund­
heitscenters. Wir freuen uns, dass
dieses Konzept bei Ihnen auf viel
Inter­esse, Sympathie und positive
Resonanz stößt. Unsere Gesund­
heitsseminare und Fortbildungen
sind gut nachgefragt. Wir werden
diesen Ansatz ausbauen und haben
bereits Ideen dazu, die wir mit Fach­
leuten aus dem betrieblichen Ge­
sundheitsmanagement diskutieren.
6
Gesunde Mitarbeiterinnen und Mit­
einer Gewerkschaft auseinanderset­
arbeiter sowie eine leistungs­fähige
zen, die eine emotionale Kampagne
NORDOSTCHEMIE, darum geht es.
mit allgemein formulierten Gerech­
Wir haben 2014 keine Gelegenheit
tigkeits- und Fairness-Argumenten
versäumt, im politischen Umfeld
geführt hat. Wir werden erst in den
auf die Risiken und Nebenwirkun­
nächsten Jahren sehen, ob es uns
gen der Energiewende hinzuwei­
gelungen ist, wieder auf die Ein­
sen. Die von der Politik in der EEG-
haltung bewährter tarifpolitischer
Reform propagierte Kostenbremse
Grundsätze zu pochen.
ist ausgeblieben, die Unwägbar­
keiten sind geblieben: Beim Eigen­
Das Jahr 2014 hat uns Kraft gekos­
strom werden Neuanlagen belastet
tet. Sie regenerieren uns, Ihre Ver­
und der Bestandsschutz für Altanla­
bände durch Ihr Vertrauen, Ihr ehren­
gen gilt zunächst nur bis Ende 2016,
amtliches Engagement und Ihre
also übermorgen. Das reicht nicht.
Unterstützung. Vielen Dank dafür!
Die erneuerbaren Energien müssen
sich endlich im Markt integrieren,
Unsere Türen und Ohren sind offen
das Umverteilen immer neuer Kos­
für Sie, Ihre Rückmeldungen, Anre­
ten schadet. Sie ahnen, dass uns das
gungen und Kritik.
Thema weiter begleiten wird.
Wie die zum Jahresende 2014 mit
einer Diskussion um Drei- und VierTage-Wochen für Ältere begonnene
Tarifrunde geendet hat, wissen Sie
inzwischen, und Sie haben die Aus­
Dr. Paul Kriegelsteiner
einandersetzungen in Ihren Unter­
Hauptgeschäftsführer
nehmen und in den Medien erlebt.
NORDOSTCHEMIE
Für unsere Verhältnisse ging es hef­
tig zur Sache. Wir haben für Sie eine
absolut faktenbasierte, volkswirt­
schaftlich ausgerichtete Argumen­
tation verfolgt und mussten uns mit
7
UNSER LEITBILD
V
// Wer sind wir?
schaft beruht. Für das Vereinbaren
Zu allen genannten Themen fördern
NORDOSTCHEMIE ist die Interes­
von Tarifverträgen und Erarbeiten
wir den Erfahrungsaustausch, unter­
senvertretung der chemischen In­
maßgeschneiderter Lösungen für
stützen die Netzwerkbildung und or­
dustrie sowie verwandter Industrien
unsere Mitgliedsunternehmen haben
ganisieren Informations- und Semi­
und chemienaher Dienstleistungen
wir Experten.
narveranstaltungen. Dazu bedienen
in den ostdeutschen Bundesländern.
wir uns einer aktiven internen und
Wir bringen uns aktiv in die politi­
externen Öffentlichkeitsarbeit mit
NORDOSTCHEMIE, das sind der
sche Willensbildung und gesetzgebe­
hoher Dialogorientierung.
Arbeitgeberverband Nordost­
rischen Vorhaben der sechs Bundes­
chemie e. V., der Verband der Chemi­
länder unseres Verbandsgebietes ein
Wir berücksichtigen die historischen
schen Industrie e. V., Landesverband
und nehmen Einfluss auf die Gestal­
und regionalen Besonderheiten des
Nordost mit seinen Fachverbänden
tung wirtschaftsfreundlicher Rah­
Verbandsgebietes und die überwie­
und der Allgemeine Arbeitgeber­
menbedingungen im Interesse unse­
gend mittelständisch geprägte Un­
verband Nordostchemie e. V.
rer Mitgliedsunternehmen.
ternehmenslandschaft.
Die Interessen unserer Mitglieds­
Die Nachwuchskräftesicherung
// Zur NORDOSTCHEMIE gehören:
unternehmen bilden die Grund­
und -förderung gehören zu unseren
■■ Arbeitgeberverband
lage unseres Handelns. Die Mitar­
wichtigsten Themen für die Zukunft.
Nordostchemie e. V.
beit der Unternehmensvertreter in
Darum unterstützen wir unsere
■■ Verband der Chemischen
den ehren­amtlichen Gremien ist die
Mitgliedsunternehmen bei der beruf­
Industrie e. V.,
­Basis für einen erfolgreichen Dialog
lichen Aus- und Weiterbildung. Wir
Landesverband Nordost
mit unseren Partnern.
setzen uns für die nachhaltige Fach­
■■ Bundesverband der
kräftesicherung der Branche ein und
Pharma­zeutischen Industrie e. V.,
// Was tun wir?
unterstützen Schulen und Univer­
Landesverband Nordost
Wir setzen uns für den Erhalt und
sitäten bei der naturwissenschaft­
■■ Verband der deutschen Lack-
Ausbau der ostdeutschen Chemie­
lichen Bildung und Gestaltung der
und Druckfarbenindustrie e. V.,
standorte ein.
technisch-natur­wissen­schaft­lichen
­Bezirksgruppe Nordost
Studiengänge.
■■ Deutsche Industrievereinigung
Wir beraten und informieren unsere
Biotechnologie,
Mitgliedsunternehmen über ein brei­
// Wie handeln wir?
Landesverband Nordost
tes Spektrum an wirtschafts- und
Wir, die Mitarbeiterinnen und Mit­
■■ Allgemeiner Arbeitgeberverband
sozialpolitischen Themen und b
­ ieten
arbeiter der NORDOSTCHEMIE, en­
Nordostchemie e. V.
Rechtsvertretung in grundsätz­lichen
gagieren uns mit Erfahrung, Konti­
■■ Bildungswerk Nordostchemie e. V.
arbeits- und sozialrechtlichen Fra­
nuität, Kompetenz und Fachwissen
■■ Beratungs- und Qualifizierungs­
gen. Wir stehen für eine innovative
für die Belange unserer Mitglieds­
gesellschaft Nordostchemie
und erfolgreiche Tarifpolitik, die auf
unternehmen. Wir handeln stets un­
BuQ mbH
dem Grundsatz der Sozialpartner­
ternehmensorientiert und langfristig.
9
Gesundes Wachstum braucht starke Wurzeln.
Die Unternehmen der chemischen Industrie
wissen, was sie an ihren Mitarbeitern haben. Sie
gehen auf die vielen Lebenslagen ihrer Fachkräfte
ein und sichern so wertvolles Wissen.
WENIG DYNAMIK, GERINGE ZUWÄCHSE,
V
VIEL UNSICHERHEIT.
SO PRÄSENTIERT SICH DIE CHEMIEKONJUNKTUR IM JAHR 2014.
Die ostdeutsche Chemiekonjunk­
Schuldenkrise entpuppte sich als
Markt, aus den USA wie aus den
tur zeigte 2014 eine mäßige Dyna­
beschwerlicher denn erwartet. Es
arabischen Staaten. Die Nachfrage
mik. Dennoch schlug sie sich nicht
mangelte an Wirtschaftskraft und
konnte damit allerdings nicht Schritt
schlecht in einem schwierigen Um­
Strukturreformen in der EU, insbe­
halten, sodass der Ölpreis ab Jah­
feld. Mit knapp 23 Milliarden Euro
sondere in ihren Kernstaaten I­ talien
resmitte kräftig nach unten purzelte.
­lagen die Umsätze auf Vorjahreshöhe.
und Frankreich. Das schwache Um­
So billig war Öl zuletzt während der
feld blieb nicht ohne Auswirkun­
Krise 2008/2009. Vor allem bedingt
Die deutsche Wirtschaft wuchs 2014
gen auf die Konjunkturlokomotive
durch die Zinsdifferenz zwischen USA
schwächer als zunächst erwartet.
Deutschland. In der Konsequenz kor­
und Europa büßte der Euro an Wert
Nach einem guten Start in das Jahr
rigierten die führenden Wirtschafts­
gegenüber dem Dollar ein. Da der
ging den Auftriebskräften gegen Jah­
forschungsinstitute ihre Prognosen
­Ölpreis in Dollar notiert, verbilligte
resmitte etwas die Puste aus. Das
für das Wachstum des deutschen
sich die Ölrechnung in Euro nicht
hatte vor allem mit dem sich zuspit­
Bruttoinlandsprodukts relativ deut­
ganz so stark wie in Dollar. Anderer­
zenden Konflikt um die ­Ukraine zu
lich nach unten. Weltweit schwappte
seits verschaffte der ­schwache Euro
tun. Aber auch der Weg aus der EU-
ein großes Angebot an Öl auf den
dem deutschen Export in den Dollar­
ERZEUGERPREISE
FÜR DIE CHEMIE

Erzeugerpreis
Chemische Grundstoffe usw.
Erzeugerpreis
Chemie/Pharma
Erzeugerpreis
Pharmazeutische Erzeugnisse
120
115
110
105
100
95
90
Index 2010 = 100
2010
2011
2012
2013
2014
Quelle: Statistisches Bundesamt
11
GESCHÄFTSKLIMA IN DER CHEMISCHEN
INDUSTRIE IN OSTDEUTSCHLAND

Gegenwärtige Geschäftslage
Beurteilung
Geschäftserwartungen
für die nächsten
sechs Monate
Geschäftsklima
Mittelwert aus Lage
und Erwartungen
80
70
60
50
40
30
20
10
0
-10
-20
-30
-40
-50
-60
2010
2011
2012
2013
2014
Quelle: ifo Institut
DIE CHEMISCHE INDUSTRIE IN O
­ STDEUTSCHLAND
IM VERGLEICH ZU GESAMTDEUTSCHLAND

2013
in Mrd. EUR
bzw. Anzahl
2014
Veränderung
gegenüber Vorjahr
in Mrd. EUR
bzw. Anzahl
Veränderung
gegenüber Vorjahr
Sechs ostdeutsche Bundesländer
Umsatz
22,9
4,2 %
22,8
–0,6 %
Inland
10,7
8,0 %
10,6
–1,4 %
Ausland
12,2
1,0 %
12,2
0,2 %
Beschäftigte
54.300
1,0 %
54.900
1,1 %
190,6
2,0 %
190,8
0,1 %
–0,6 %
Deutschland
Umsatz
Inland
76,3
3,1 %
75,8
Ausland
114,3
1,3 %
115,1
0,7 %
Beschäftigte
438.000
0,8 %
444.800
1,6 %
Die Anzahl der Beschäftigten wird für den Monat September dargestellt.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Jahresbericht für Betriebe ab 20 Beschäftigten; Rundungsdiff.
12
raum einen handfesten Vorteil. Diese
der Druck auf viele Unternehmen,
Effekte verhalfen der deutschen
ihre gesunkenen Rohstoffkosten
Wirtschaft gegen Jahresende zu
rasch an die Kunden weiterzugeben.
neuer Dynamik, sodass am Ende das
Die Kapazitäten in der Ostchemie
deutsche Bruttoinlandsprodukt um
waren im Durchschnitt mit etwas
1,6 Prozent zulegen konnte.
über 80 Prozent gut ausgelastet.
In ganz Deutschland konnte die
In den Betrieben der ostdeut­
­Chemie-Industrie ihre Produktion
schen Chemie-Industrie zählten
2014 um rund eineinhalb Prozent
die Stammbelegschaften im Durch­
steigern. Der Umsatz kletterte um
schnitt fast 55.000 Mitarbeiter und
gut ein Prozent nach oben, wobei die
damit ein Prozent mehr als im Vor­
größere Dynamik aus dem Inland
jahr. Die Hoffnung auf mehr Wachs­
kam. Im Osten legte der Umsatz
tum verbunden mit der Aussicht auf
Das bringt’s: Kräftigung der gesam­
mit rein chemischen Erzeugnissen
ein rückläufiges Angebot an quali­
ten Rumpfstabilität und der Brust­
etwa gleich stark zu wie der mit
fizierten Arbeitskräften bewog viele
muskulatur
Pharma­zeutika. Ein Blick auf den
Unternehmer, an ihrem Personal­
So geht’s:
Außen­han­del zeigt, dass die Ausfuhr
bestand mindestens fest­zuhalten.
■■ Setzen Sie sich mit geradem ­Rücken
chemischer und pharmazeutischer
Übungen am Arbeitsplatz
auf das vordere Drittel Ihres Stuhls.
Erzeugnisse insgesamt um zwei
Mit ihrer Lage sind die Betriebe aus
■■ Heben Sie das linke Bein an und
Prozent zulegen konnte. Leicht
der Ostchemie weitgehend zufrie­
spannen Sie dabei leicht den Bauch
zurückgegangen ist der Export nach
den. Gewachsen ist allerdings die
an, um stabil zu bleiben (keinen runden
Mittel- und Osteuropa, namentlich
Unsicherheit über die weitere Ge­
Rücken machen).
nach Russland und in weitere GUS-
schäftsentwicklung. Das Sonder­
■■ Drücken Sie mit der rechten Hand­
Staaten. Der starke Rubelverfall
konjunkturprogramm Ölpreisverfall
machte deutschen Exporteuren das
hilft kurzfristig, die deutsche Wirt­
Leben zusätzlich schwer.
schaft auf Trab zu bringen. Niemand
weiß indes, wie lange es währt. Wei­
Die Preise für chemische und phar­
tere Risiken für das Wachstum der
mazeutische Erzeugnisse auf Ebene
deutschen Konjunktur sind der dro­
der Hersteller lagen 1,4 Prozent
hende Austritt Griechenlands aus der
niedriger als im Vorjahr. Während sie
Euro­zone und die weiter schwelende
bis zum Sommer stabil blieben, san­
Russland-/Ukraine­krise. Für 2015
ken sie gegen Jahresende. Mit dem
sind die Konjunkturexperten optimis­
stetig fallenden Ölpreis erhöhte sich
tischer und heben ihre Prognosen
fläche gegen die Oberschenkelinnen­
seite des angehobenen Beines.
■■ Halten Sie für einige Atemzüge
die Spannung.
■■ Anschließend langsam lösen und
die Übung mit dem rechten Bein und
dem linken Arm wiederholen.
Hinweis: Becken und Hüfte stabil las­
sen und nicht verdrehen. Die Span­
nung im Rumpf die ganze Zeit aufrecht
halten, dabei normal weiter­atmen.
wieder an. Unter dem Vorbehalt, dass
keines der Risiken zur Tat­sache wird.
13
Für gesunde Arbeits- und Lebensbedingungen in einer
vom Wandel geprägten Welt geht die chemische Industrie
den Weg innovativer Tarifverträge. Mit lebensphasenorien­
tierten Angeboten ermöglicht sie ihren Mitarbeitern gute
Arbeit bei flexiblen Arbeitszeitlösungen.
GRUNDLAGEN FÜR GESUNDE ARBEIT.
V
DIE CHEMIE MACHT IHRE TARIFVERTRÄGE FIT FÜR
KÜNFTIGE HERAUSFORDERUNGEN.
// Tariferhöhung
Gespräche zum Thema „Angleichung
in den Entgeltgruppen E 5 bis E 8
Am 5. Februar 2014 wurde im Rah­
des Entgeltgitters“ geführt. Als Er­
auf Bundes­niveau „im Jahr 2014 ab­
men der Bundestarifverhandlungen
gebnis wurde vereinbart, den letzten
schließend vereinbart“ wird.
zwischen dem Bundesarbeitgeber­
Schritt zur Angleichung des Ent­gelt­
verband Chemie und der IG Berg­
aufbaus Ost und Berlin (Ost) mit dem
Das vereinbarte Ergebnis wird zum
bau, Chemie, Energie (IG BCE) ein
bundesweiten Aufbau der Jahresstu­
1. März 2016 dazu führen, dass das
Tarif­ergebnis auch für die Mitglieds­
fen in den Entgeltgruppen E 5 bis E 8
Entgelt in den Entgeltgruppen E 5
unter­nehmen im Arbeitgeberverband
zum 1. März 2016 zu vollziehen.
bis E 8 ab dem 2. Beschäftigungs­
Nordostchemie e. V. erzielt.
jahr erhöht wird. Dabei wird es durch
Zur Vorgeschichte: Mit der Kün­
die Änderung des Entgeltaufbaus in
Die Entgelte der 45.000 Beschäftig­
digung der Tarifverträge im Früh­
den verschiedenen Entgeltgruppen
ten im Verbandsgebiet des Arbeit­
jahr 2010 hatte die IG BCE die schon
zu einer Erhöhung der Entgelte von
geber­verbandes Nordostchemie
2002 erhobene Forderung nach einer
0,08 Prozent (E 5 nach 3 Jahren) bis
e. V. stiegen nach einem Leermonat
kompletten Tarifangleichung Ost an
zu 3,22 Prozent (E 8 nach 6 Jahren)
(­Berlin (West): Februar 2014; Ost und
das Tarifwerk Berlin (West) bekräf­
kommen. Berechnet auf das tarif­
Berlin (Ost): März 2014) um 3,7 Pro­
tigt. Im Tarifergebnis vom 2. Novem­
liche Gesamtentgelt der Mitglieder
zent bei einer Laufzeit des Tarifver­
ber 2011 war nach sechs zähen Ver­
des Arbeitgeberverbandes Nordost­
trages von 14 Monaten. Arbeit­geber
handlungsrunden vereinbart worden,
chemie e. V. ist von einem Erhöhungs­
und Betriebsrat konnten aus wirt­
dass der Zeitpunkt der noch ausste­
volumen von durchschnittlich
schaftlichen Gründen den Zeitpunkt
henden Angleichung der Relationen
1,273 Prozent auszugehen.
des Inkrafttretens der Tarif­erhö­hung
zwischen dem Anfangs- und Endsatz
um einen Monat nach hinten ver­
schieben; bei Vorliegen von besonde­
ren wirtschaftlichen Schwierigkeiten
des Unternehmens konnte der Arbeit­
geber die Tariferhöhung einseitig um
zwei Monate verschieben. Von der
Möglichkeit der Verschiebung haben
14 Prozent der Mitglieds­unter­neh­men
­Gebrauch gemacht.
// Gitteranpassung
Am 22. September 2014 wurden
zwischen dem Arbeitgeberverband
Nordostchemie e. V. und der IG BCE
die bereits im Rahmen der Tarif­
verhandlungen 2011 vereinbarten
15
// LephA-Konferenz
chemie e. V., Arbeitgebervertretern
Vom 24. bis 25. November 2014
aus den Unternehmen sowie mit Ver­
wurde im Rahmen einer Klausur­
tretern der IG BCE und den Betriebs­
tagung in Potsdam mit Vertretern
räten verschiedener Unter­nehmen
vom Arbeitgeberverband Nordost­
eine ­Bewertung des Tarifvertrages
über lebensphasengerechte Arbeits­
Übungen am Arbeitsplatz
zeitgestaltung (LephA-TV) vorge­
nommen.
Erstmals in der Geschichte der
Sozial­partner­schaft wurde ein Tarif­
werk so intensiv von den Tarifver­
tragsparteien und den betrieb­lichen
Akteuren gemeinsam auf den Prüf­
stand gestellt (siehe hierzu das Inter­
view mit Frau Martina Hinkenjann,
Das bringt’s: Beweglichkeit und Stabi­
HR Senior Business Partner Ibben­
Die Klausurtagung hat die LephA-
büren und Bitterfeld der Akzo
TV-Idee deutlich bestätigt. Die tarif­
­Nobel Industrial Chemicals GmbH,
lichen und betrieblichen Sozialpart­
Seite 17).
ner bekräftigten den Entschluss,
lität der seitlichen Rumpfmuskulatur
den LephA-TV zu entwickeln: durch
So geht’s:
Die Bewertung erfolgte auf den Ebe­
die Erarbeitung einer gemeinsamen
■■ Stellen Sie sich aufrecht und
nen „Die Idee“, „Der Vertrag“ und
Kommunikationsstrategie von Ar­
stabil hin.
„Der Umsetzungsprozess“.
beitgeberverband und IG BCE und
■■ Strecken Sie Ihre Arme über den
Kopf, und führen Sie dann beide Arme
seitlich mit der Aus­atmung in eine
Richtung.
■■ Halten Sie die Dehnung für ­einige
Atemzüge und wechseln Sie dann die
Seite.
Hinweis: Halten Sie den BeckenHüft-Bereich fixiert und weichen Sie
nicht mit der Hüfte seitlich oder nach
vorne aus.
konkreter Handlungsempfehlungen
Mit den Impulsreferaten von ­Peter
und Handlungshilfen für eine unter­
Hausmann, Mitglied des geschäfts­
nehmensindividuelle Umsetzung. Ein
führenden Hauptvorstands der
regelmäßiger kollegialer Austausch
IG BCE, und Dr. Karl Heinz ­Tebel,
von betrieblichen Akteuren soll die
Vorstandsvorsitzender des Arbeit­
Umsetzung fördern. Abschließend
geber­verban­des Nordostchemie e. V.,
wurde vereinbart, im zweiten Quar­
wurde mit einem kurzen Rückblick
tal 2015 ein Treffen einer kleinen
auf den Gang der Verhandlungen der
Arbeits­gruppe zu den Kernthemen
thematische Einstieg in die Klausur­
zu organisieren.
tagung geschaffen. In Arbeitsgrup­
pen wurden anschließend Themen­
felder bestimmt und gewichtet.
16
KONSTRUKTIV, OFFEN, ZIELGERICHTET.
V
LEPHA-TV WIRD GEMEINSAM WEITER ENTWICKELT.
æ NACHGEFRAGT
Im November 2014 hat in Potsdam
verse Ideen übel ankamen. Es ging
ein ungewöhnliches Treffen statt-
zielgerichtet um die Weiterent-
gefunden. Vertreter des Arbeit­
wicklung des LephA-TV, die Atmo-
geber­verbandes Nordostchemie,
sphäre war gut und konstruktiv.
der IG Bergbau, Chemie, Energie
Wir haben im Denken und Gestal-
sowie Betriebsräte und Personal-
ten Schritte nach vorn gemacht.
verantwortliche aus den Betrieben
Und ich als Vertreterin eines mit
arbeiteten gemeinsam an der Wei-
75 Mitarbeitern eher kleinen Werks
terentwicklung des „Tarifvertra­
bin genauso ernst genommen wor-
ges zur lebensphasengerechten
den wie Abgesandte großer Firmen.
Arbeits­zeitgestaltung“. Martina
Hinkenjann, HR Senior Business
// Sind bereits Ideen
Partner Ibbenbüren und Bitterfeld
umgesetzt worden?
der Akzo Nobel Industrial Chemi-
Wir haben Lösungen erarbeitet,
cals GmbH, war dabei.
vereinbart und den Worten folg-
Martina Hinkenjann,
HR Senior Business Partner
Ibbenbüren und Bitterfeld der Akzo Nobel
Industrial Chemicals GmbH
ten dann auch Taten. Zum Beispiel
// Ist Ihnen eine solche Veranstal-
hatten wir festgestellt, dass noch
sen kann ich vor Ort etwa in die
tung schon untergekommen?
mehr am Thema Kommunikation
Betriebsratsarbeit oder bei der
Nein. Ich habe zwar fast 20 Jahre
des LephA-TV gearbeitet werden
­LephA-Umsetzung einbringen.
Berufserfahrung im Bereich
muss. Wenige Wochen später wa-
­Generell: Seit drei Jahren arbeite
­Human Resources in der Chemie –
ren die entsprechende Broschüre
ich in Bitterfeld und bin von der
aber eine solch breite Runde, die
und anderes Infomaterial fertig
­lösungsorientierten Verbands­
so konstruktiv, offen und ziel-
und im Umlauf. Ich schätze diese
arbeit der NORDOSTCHEMIE sehr
gerichtet an der Weiterentwick-
Form der Arbeit sehr.
angetan.
lung eines Tarifthemas arbeitet,
war auch mir neu. Ich hatte hohe
// Hilft diese Veranstaltung Ihnen
Erwar­tungen, die dann noch über-
auch heute noch in der täglichen
troffen worden sind.
Arbeit?
Natürlich, allein schon die posi-
// Was hat Sie so begeistert?
tive Energie der Veranstaltung
Das Denken „out of the box“, ohne
reicht für eine Weile. Die Erkennt-
dass verunglückte oder kontro-
nisse und einiges an neuem Wis-
17
WETTBEWERBSVORTEIL DURCH FLEXIBILITÄT.
V
WIE LEBENSPHASENORIENTIERTE PERSONALPOLITIK
SICH IM DEMOGRAFISCHEN WANDEL AUSZAHLT.
æ NACHGEFRAGT
Die NORDOSTCHEMIE geht mit
// Weshalb betreiben dennoch nur
dem Tarifvertrag zur lebenspha-
wenige Arbeitgeber lebenspha-
sengerechten Arbeitszeitgestal-
senorientierte Personalpolitik?
tung (­LephA-TV) bereits auf die Le-
Eine operativ und strategisch ganz-
bensumstände ihrer Mitarbeiter
heitlich gedachte Personalpolitik ist
ein. Doch noch ist die Bedeutung
anspruchsvoll und geht über admi-
einer solchen Personalstrategie
nistrative Tätigkeiten weit hinaus.
nicht überall angekommen. Dabei
Kleinen Unternehmen mit wenigen
zeigt die Studie „Lebens­phasen­
Beschäftigten, die den Großteil der
orien­tierte Personalpolitik“ des
deutschen Wirtschaft ausmachen,
­Instituts der deutschen Wirtschaft
Köln, wie wichtig dies in Zeiten
des Fachkräftemangels ist. Andrea
Dr. Andrea Hammermann,
Economist im Kompetenzfeld
Arbeitsmarkt und Arbeitswelt des Instituts
der deutschen Wirtschaft Köln
fehlt häufig die Bedarfsanalyse
einer längerfristigen Personalplanung. Dadurch werden Entwicklun-
Hammermann ­erklärt Vorteile und
gen wie eine alternde Belegschaft
Herausforderungen des Konzepts.
nicht frühzeitig erkannt und es drohen Wissensverluste, wenn diese
18
// Warum ist es so wichtig, dass
Ruhestand, mit einem Pflegefall
erfahrenen Fachkräfte den Betrieb
Unternehmen ihre Personalpolitik
in der Familie oder einem berufs-
verlassen. Fachkräfteengpässe in
an den sich wandelnden Lebens-
begleitenden Studium. Eine gute
Verbindung mit einem steigenden
umständen ihrer Mitarbeiter
Personalpolitik stellt einen Wett-
Bedarf der Beschäftigten, Priva-
ausrichten?
bewerbsvorteil für Unternehmen
tes und Berufliches in Einklang zu
Der Vorteil für die Beschäf­tigten
durch motivierte, leistungsfähige
bringen, rücken eine flexible und
liegt auf der Hand: Es geht um
und qualifizierte Mitarbeiter dar.
individuelle Personalpolitik aber
zielgruppenspezifische Maßnah-
Unternehmen im Gesundheitswe-
zunehmend in das Bewusstsein
men, die sich an den im Lebens-
sen oder in technischen Branchen
der Verantwortlichen.
verlauf wandelnden Bedürfnissen
sehen sich heute schon im starken
der Beschäftigten orientieren. Das
Wettbewerb um Fachkräfte. Die
// Wie umfassend muss eine
gilt nicht nur für Eltern, der Haupt-
Auswirkungen des demografischen
­solche Personalpolitik sein?
zielgruppe herkömmlicher be-
Wandels auf den Arbeitsmarkt
Ein Unternehmen ist gut beraten,
trieblicher Familienpolitik, sondern
dürfte in Kürze durch den Austritt
ein Konzept ganzheitlich zu den-
auch für Beschäftigte in anderen
der Baby-Boomer-Generation noch
ken, sonst passt beispielsweise
Lebenssituationen – kurz vor dem
an Brisanz gewinnen.
das Weiterbildungskonzept nicht
zur Laufbahnplanung. Eine gute
Maßnahme richtet sich nach dem
Bedarf und der Akzeptanz der Be-
HANDLUNGSFELDER DER PERSONALARBEIT
So viel Prozent der Unternehmen bieten Maßnahmen in diesen Feldern an.

schäftigten und berücksichtigt die
genutzt intensiv genutzt / für einen Großteil der Mitarbeiter
unternehmerischen Rahmenbedingungen. Es gibt also keinen Maßnahmenkatalog, den man abhaken
müsste. Eine Befragung der Mitarbeiter kann dabei Erstaunliches
zutage fördern, beispielsweise,
dass ältere Beschäftigte sich mehr
Weiterbildung wünschen und Väter
vermehrt kindbedingte Erwerbspausen anstreben.
// Was sind die wichtigsten
­Elemente? Und was wird tat­
sächlich angeboten?
Beschäftigtenbefragungen zeigen,
Qualifizierung
und Training
91,8
52,8
Leistungsmanagement
und Vergütung
90,6
69,0
83,8
Wissensmanagement
46,9
Personalmarketing
und -gewinnung
83,4
43,1
Arbeitsorganisation
und -zeiten
82,3
52,3
80,7
Gesundheitsmanagement
32,1
Karriere- und
Laufbahnplanung
72,3
21,3
Austrittsmanagement
60,1
17,0
0
20
40
60
80
100
Quellen: IW-Analyse „Lebensphasenorientierte Personalpolitik“ 2014, IW-Personalpanel 2013
dass flexible Arbeitszeitmodelle
und Weiterbildungsangebote häu-
die Reduktion der Arbeits­zeit über
werden. Personalbedarfsanalysen
fig oben auf der Wunschliste ste-
die letzten Erwerbsjahre, wichtige
zeigen die Alters- oder Qualifika­
hen. Viele Unternehmen kommen
Instrumente zur Wissenssicherung.
tionsstruktur im Unternehmen,
und Mitarbeiterbefragungen hel-
ihren Beschäftigten bereits mit
Vertrauensarbeitszeit oder Gleit-
// Wie finden Unternehmen her-
fen, die Wünsche der Beschäftigten
zeit entgegen, um die Vereinbarkeit
aus, welche lebensphasenorien-
strukturiert zu erfassen. Unterstüt-
von Familie und Beruf zu erleich-
tierten Maßnahmen sie brauchen?
zung zur Selbstreflexion und Ver-
tern. Maßnahmen zum Austritt-
Zum einen hilft der Blick nach
gleichsmöglichkeiten mit anderen
und Übergangsmanagement finden
außen. Best Practice à la Google
Unternehmen liefert der „Spiegel
sich dagegen in wenigen Unter-
können inspirierende Beispiele
der Personalpolitik“, ein interak-
nehmen, wie das Personal­panel
sein, aber auch nicht mehr. Wichti-
tives Vergleichsangebot des vom
des Instituts der deutschen Wirt-
ger ist der Blick nach innen. ­Dafür
Bundeswirtschaftsministerium ge-
schaft Köln von 2013 zeigt. ­Dabei
müssen zunächst die unterneh­
förderten „Kompetenzzentrums
sind etwa die Nachfolgeplanung
merischen Rahmenbedingungen
Fachkräfte­sicherung“: www.kofa.de/
oder Floating-Arbeitszeit­modelle,
und strategischen Ziele definiert
service/spiegel-der-personalpolitik
19
Ohne Regeln funktioniert kein gesunder Organismus.
Die Chemieunternehmen verpflichten sich deshalb
zur Regeltreue. Damit sind sie für ihre Verhandlungs­
partner ein verlässliches Gegenüber.
GESCHÄRFTES GESUNDHEITSBEWUSSTSEIN.
V
DIE GEFÄHRDUNGSBEURTEILUNG
VON PSYCHISCHEN BELASTUNGEN.
// Mitbestimmung beim
­Gesundheitsschutz
Die Gefährdungsbeurteilung auch
von psychischen Belastungen bei
der Arbeit ist seit Ende 2013 im Ar­
beitsschutzgesetz (ArbSchG) festge­
schrieben und beschäftigte damit in
2014 viele Unternehmen. Die bishe­
rige Herausnahme von Kleinbetrie­
ben, also Betrieben bis maximal zehn
Beschäftigte, aus der Doku­menta­
tions­pflicht wurde gestrichen. Seit­
dem müssen auch diese das Ergeb­
nis der Gefährdungsbeurteilung, die
vom Arbeitgeber festgelegten Maß­
nahmen des Arbeitsschutzes und
das Ergebnis deren Überprüfung
­dokumentieren.
Viele Betriebe tun sich damit jedoch
Dabei ist allerdings zu beachten,
wenn eine gesetzliche Handlungs­
schwer. In der betrieblichen Praxis
dass auch bei der Beauftragung Drit­
pflicht objektiv besteht und wegen
besteht das Problem, wie die Gefähr­
ter das Mitbestimmungsrecht des
Fehlens einer zwingenden Vorgabe
dungsbeurteilung psychischer Be­
Betriebsrates existiert. Nach § 87
betriebliche Regelungen verlangt,
lastungen umgesetzt werden soll.
Abs. 1 Nr. 7 Betriebsverfassungs­
um das vom Gesetz vorgegebene Ziel
Vorschriften oder allgemein aner­
gesetz (BetrVG) hat der Betriebsrat
des Arbeits- und Gesundheitsschut­
kannte Standards für die praktische
bei betrieblichen Regelungen über
zes zu erreichen.
Umsetzung bestehen nicht. Damit
den Gesundheitsschutz mitzube­
steht zunächst lediglich fest, dass
stimmen. Das Mitbestimmungsrecht
Die Beauftragung eines Dritten mit
eine solche Gefährdungsbeurteilung
bezieht sich auf Maßnahmen des
der Durchführung einer Gefähr­
durchzuführen ist, nicht aber, wie
Arbeitgebers zur Verhütung von Ge­
dungsbeurteilung im Sinne des § 5
diese zu erfolgen hat. Hilfe ­bieten
sundheitsschäden, die Rahmenvor­
Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) und
Unternehmen wie das EO-­Institut
schriften konkretisieren. Hierdurch
der Unterweisung der Beschäftigten
(ehemals StatEval). Bitte lesen Sie
soll im Interesse der betroffenen
im Sinne des § 12 Abs. 1 ArbSchG
hierzu auch unser Interview mit
Arbeitnehmer eine möglichst effi­
nach § 13 Abs. 2 ArbSchG ändert
­Nicole Scheibner auf Seite 50.
ziente Umsetzung des gesetzlichen
nichts daran, dass bei der Umset­
Arbeitsschutzes erreicht werden.
zung dieser gesetz­lichen Handlungs­
Das Mitbestimmungsrecht setzt ein,
21
pflichten ein Handlungsspielraum
gesetzlichen Vorschriften“ und ent­
geber zwar eine Vorsorgebescheini­
besteht, bei dessen Ausfüllung der
fällt allenfalls, soweit etwa eine ver­
gung auszustellen hat, aber weitere
Betriebsrat im Interesse der betrof­
bindliche behördliche Anordnung
Angaben, zum Beispiel zum Befund
fenen Arbeitnehmer zu beteiligen ist.
vorliegt, die keinen Handlungsspiel­
oder zu Diagnosen, nicht Bestandteil
raum belässt, so das Bundesarbeits­
der Vorsorgebescheinigung sind. Sie
In mitbestimmungspflichtigen An­
gericht mit Urteil vom 30. September
unterliegen (umfassend) der ärzt­
gelegenheiten kann sich der Arbeit­
2014, Aktenzeichen 1 ABR 106/12.
lichen Schweigepflicht. Dies insbe­
geber Dritten gegenüber grund­
sondere auch bei Untersuchungen,
sätzlich nicht in einer Weise binden,
// Umsetzung der Arbeitsmedizini-
zu denen der Arbeitgeber gesetz­
die die Mitregelungsbefugnis des
schen Vorsorgeverordnung sowie
lich verpflichtet ist. Doch wie ist die
Betriebsrats faktisch ausschließen
Durchführung von Eignungsunter-
Situa­tion, sollte es dem Arbeitgeber
würde. Vielmehr muss der Arbeitge­
suchungen
nicht möglich sein, sich über die Ar­
ber durch eine entsprechende Ver­
Ende 2013 trat die Änderungsver­
beitsfähigkeit seines Arbeitnehmers
tragsgestaltung sicherstellen, dass
ordnung der Arbeitsmedizinischen
zu informieren? Wie sollte er seinen
die ordnungsgemäße Wahrnehmung
Vorsorgeverordnung (ArbMedVV)
gesetzlichen Verpflichtungen nach­
des Mitbestimmungsrechts gewähr­
in Kraft. Für Verwirrung sorgte die
kommen?
leistet ist.
Rege­lung, wonach bei jeder durch­
geführten arbeitsmedizinischen
In der ArbMedVV wird unterschieden
Das Mitbestimmungsrecht des Be­
Vorsorge der Arzt dem betroffe­
zwischen Pflichtvorsorge, Angebots­
triebsrats besteht „im Rahmen der
nen Beschäf­tigten und dem Arbeit­
vorsorge und Wunschvorsorge.
Pflichtvorsorge ist eine arbeits­
medizinische Vorsorge, die der
Arbeit­geber bei bestimmten beson­
ders gefährdenden Tätigkeiten zu
veranlassen hat. Diese Tätigkeiten
sind abschließend im Anhang der
ArbMedVV definiert. Die Teilnahme
des Beschäftigten an der erforder­
lichen Pflichtvorsorge ist Tätigkeits­
voraussetzung, was dazu führt, dass
Beschäftigte faktisch verpflichtet
sind, an einer erforderlichen Pflicht­
vorsorge teilzunehmen, wenn sie die
Tätig­keit (weiter) ausüben möchten.
22
BETRIEBLICHES EINGLIEDERUNGSMANAGEMENT
V
LOHNT SICH FÜR ALLE SEITEN.
WIE EIN GESETZ STATT BÜROKRATIE MEHR GESUNDHEIT SCHAFFT.
æ NACHGEFRAGT
Die 70 Mitarbeiter der Kurz Typofol GmbH in Döbeln sind auf Herstellung, Konfektion und Vertrieb
von Thermotransferfolien konzentriert. Sie werden in fast allen Branchen zum Beispiel für das Drucken von Etiketten verwendet. Zur
großen Verlässlichkeit des Mittelständlers am Markt gehört dank
Dr. Martin Baumgart,
Geschäftsführer,
Kurz Typofol GmbH,
Döbeln
Be­trieb­lichem Eingliederungsmanagement (BEM) eine niedrige
Arbeits­ausfall­quote, berichtet Ge-
beide Themen in einer Hand Syn-
sein in der Belegschaft und eine
schäftsführer Dr. Martin Baumgart.
ergien ermöglichen.
ausgezeichnete Gesundheitslage.
Das beginnt mit dem Tragen wit-
// Wie haben Sie das BEM
// Wie läuft das Verfahren ab?
terungsangemessener Kleidung,
­umgesetzt?
Bei Handlungsbedarf kommt die
geht über den Grippeschutz bis hin
Der Arbeitgeber hat bei der Um-
Information aus dem Personal-
zu den betrieblichen Maßnahmen:
setzung der gesetzlichen Mindest-
büro. Der BEM-Beauftragte spricht
Vermeiden von einseitiger kör-
standards einen weiten Spielraum,
mit dem Mitarbeiter, ergründet, wo
perlicher Belastung oder Fehlhal-
um das für seinen Betrieb pas-
Probleme liegen. In unserer Be-
tungen, Arbeitsplätze werden neu
sende Verfahren zu finden. Wir ha-
triebsvereinbarung ist das so for-
bewertet und/oder ergonomisch
ben uns 2006 für ein formalisiertes
muliert: „Arbeitsfeld, Arbeitsinhalt,
optimiert. Die Arbeitsausfallquote
Verfahren entschieden und das per
Arbeitsumgebung, Vorgesetzten-
ist deutlich unter 5 Prozent gesun-
Betriebsvereinbarung geregelt, um
beziehung und sonstige Fragen
ken. Die Vorteile sind für alle of-
Objektivität und Gerechtigkeit zu
der Arbeitszufriedenheit sind nach
fensichtlich: Die Mitarbeiter haben
gewährleisten. Ausgeführt wird es
Wechselwirkungen zu untersu-
mehr Lebensqualität, im Unter-
extern: Unser Arbeitsschutz wird
chen, die die Arbeitsfähigkeit be-
nehmen halten sich Kapazitäts-
seit geraumer Zeit von einem In-
einflussen.“
minderungen durch Arbeitsunfä-
genieurbüro erledigt. Das große
higkeit in engen Grenzen.
Vertrauensverhältnis zum Dienst-
// Wie zufrieden sind Sie damit?
leister legte das Übertragen der
Nach acht Jahren Praxis haben wir
BEM-Aufgabe an ihn nahe, zumal
ein hohes Gesundheitsbewusst-
23
Angebotsvorsorge ist arbeitsmedizi­
nische Vorsorge, die der Arbeitgeber
bei bestimmten gefährdenden Tätig­
keiten anzubieten hat. Auch diese
Tätigkeiten sind abschließend im An­
hang der ArbMedVV aufgeführt. Für
die Beschäftigten ist die Teilnahme
freiwillig.
Wunschvorsorge ist arbeitsmedizi­
nische Vorsorge, die der Arbeitge­
ber den Beschäftigten nach § 11 des
Arbeitsschutzgesetzes (ArbSchG) zu
ermöglichen hat. Für Wunschvor­
sorge gibt es in der ArbMedVV keine
Auflistung spezifischer Tätigkeiten.
Mit der Neufassung der ArbMedVV
ist bei der Pflichtvorsorge die Wei­
tergabe des Untersuchungsergeb­
Obwohl der Arbeitgeber verpflich­
Für Eignungsuntersuchungen hat
nisses an den Arbeitgeber wegge­
tet ist, für die Untersuchung zu sor­
sich durch die Novellierung der Arb­
fallen. Der Arbeitgeber erhält nun
gen, bekommt er keine Ergebnisse.
MedVV rechtlich nichts geändert. Die
nicht mehr automatisch eine Be­
Gelingt es dem Arzt nicht, den Be­
Regelungen der ArbMedVV greifen
scheinigung, ob gesundheitliche Be­
schäftigten zu einem angeratenen
für Eignungsuntersuchungen nicht.
denken gegen die Ausübung einer
Tätigkeitswechsel zu bewegen, kann
Eignungsuntersuchungen können
bestimmten besonders gefährden­
die weitere Ausübung der bisheri­
im Auftrag des Arbeitgebers vor Ein­
den Tätigkeit, für die die Pflichtvor­
gen Tätigkeit nur auf eigenes Risiko
stellung oder während des laufen­
sorge veranlasst wurde, bestehen
des Beschäftigten erfolgen. Dies
den Beschäftigungsverhältnisses
oder nicht. Dieses Wissen hat dann
gilt umso mehr, da der Arbeitge­
durchgeführt werden. Im Gegensatz
nur noch der Betriebsarzt, der den
ber keine Kenntnis von den Unter­
zur arbeitsmedizinischen Vorsorge,
Beschäftigten im Hinblick auf seine
suchungs­ergeb­nis­sen erhält.
die auf die individuelle Prävention
Tätigkeitsausübung beraten muss.
abzielt, geht es bei Eignungsunter­
Trotzdem ist der Arbeitgeber in der
suchungen um die Person, ihre Kon­
Lage, die Arbeitsfähigkeit seines Mit­
stitution und Tauglichkeit für eine
arbeiters überprüfen zu lassen, aller­
konkrete Tätigkeit.
dings in Grenzen.
24
Daher muss sich die Eignungsun­
Selbstbestimmungsrecht stehen
tersuchung bezüglich ihres Unter­
dem entgegen. Bei einer Nichtteil­
suchungsumfangs auf die Schwer­
nahme trotz Untersuchungspflicht
punkte des Arbeitsfeldes beziehen,
können sich für Arbeitnehmer aller­
aus denen sich die Anforderungen
dings arbeitsrechtliche Konsequen­
an die gesundheitlichen Vorausset­
zen ergeben.
Übungen am Arbeitsplatz
zungen des Beschäftigten ergeben.
Die Eignungsuntersuchung erfolgt
Werden dem Arbeitgeber gesund­
dann auf der Grundlage eines Ver­
heitliche Einschränkungen des
gleichs zwischen dem konkreten
Arbeit­nehmers bekannt, hat er zu
Gesundheitszustand und der kon­
prüfen, ob und gegebenenfalls un­
kreten arbeitsvertraglich geschulde­
ter welchen Voraussetzungen der
ten Tätig­keit. Gelingt der Nachweis
Arbeitnehmer weiter beschäftigt
der gesundheitlichen Eignung nicht,
werden kann. Bei einer dauern­
Das bringt’s: Angenehme Kurz­
kann ein Beschäftigungsverbot die
den Untauglichkeit auf dem bishe­
entspannung, Linderung von Span­
Folge sein.
rigen Arbeitsplatz muss vorrangig
nungskopfschmerzen
die Möglichkeit der Versetzung auf
So geht’s:
Allerdings darf der Arbeitgeber
einen leidens- und vertragsgerech­
■■ Legen Sie Zeige- und Mittelfinger
vom untersuchenden Arzt nur Aus­
ten Arbeitsplatz geprüft werden. Da­
an die Schläfen, die Schultern bleiben
kunft über die allgemeine Eignung
bei schraubt die Rechtsprechung die
dabei tief.
des Bewer­bers oder Beschäftigten
Hürden immer höher. Umorganisa­
■■ Führen Sie mit leichtem Druck
für eine bestimmte Tätigkeit ver­
tion des Arbeitsbereichs durch Neu­
langsam kreisende Bewegungen
langen. Da der untersuchende Arzt
verteilung der Arbeit unter mehre­
durch und atmen Sie dabei tief ein
der Schweigepflicht unterliegt, ist er
ren Arbeitnehmern oder Wegfall von
und aus.
nur berechtigt, sein Untersuchungs­
Teilbereichen – wie der Teilnahme an
ergebnis über die Eignung, jedoch
der Nachtschicht – werden als zu­
keine Diagnosedaten, weiterzugeben.
mutbar angesehen. Der Erhalt eines
Hinweis: Die Druckmassage gegen
Arbeitsplatzes für den gesundheitlich
Kopfschmerzen funktioniert auch über
Immer gilt, dass eine Untersuchung
eingeschränkten Arbeitnehmer steht
den Augenbrauen auf der Stirn oder
und auch Untersuchungsteile nicht
dabei eindeutig im Vordergrund.
an der Nasenwurzel.
■■ Gerne können Sie die Augen dabei
schließen.
erzwungen werden können. Die kör­
perliche Unversehrtheit und das
25
Für eine innovative Branche ist es grundlegend,
auf allen Medienkanälen präsent zu sein. Ein
moderner, sich stetig wandelnder Arbeitgeber und
Industriepartner kann nur eine gesunde Vertrauensbasis schaffen, wenn keine Fragen offen bleiben.
WAS SOLL MAN DENN NOCH SAGEN?
V
GESUNDE KOMMUNIKATION.
Im Betriebsalltag kann die Wert­
Erfolg oder Misserfolg eines Unter­
tungsvoller Arbeitgeber präsentie­
schätzung der Mitarbeiter ein wich­
nehmens bestimmen. So sollte ein
ren. Sie zahlt auf ihr Vertrauens­
tiger Baustein für eine gesunde
jeder sich regelmäßig fragen, wie
konto ein, um im schlimmsten Fall
Unternehmenskultur und einen ge­
sich die eigene Kommunikation auf
nicht unvorbereitet dazustehen. So
ringen Krankenstand sein. An der
das unmittelbare Umfeld auswirkt.
wurde über den gesamten Jahres­
Frage, wie Menschen miteinander
zeitraum kontinuierlich mit den Me­
umgehen, entscheidet sich oft, ob
// Mit Kritik umgehen
dien gesprochen. Ob klassisch über
der Betreffende sich wohlfühlt. Und
Dazu gehört natürlich auch der Um­
eine Presseinformation, im per­
damit auch direkt, ob er bereit ist,
gang mit Kritik. Klar ist: Niemand
sönlichen Gespräch oder bei einem
sich für das Unternehmen, seine
fängt sich gerne einen Rüffel ein.
­Besuch in der Redaktion. Auf diese
Ziele und die Kolleginnen und Kol­
Und um nicht nur auf Krisen jedwe­
Weise konnten im Jahreszeitraum
legen einzusetzen. Seine Motivation
der Art reagieren zu müssen, ist eine
rund 340 Veröffentlichungen allein in
entscheidet letztlich auch darüber,
professionelle Kommunikation un­
Printmedien erreicht werden. Hinzu
inwieweit er bereit ist, seine Arbeits­
erlässlich, denn jeden Tag muss sich
kamen Radiobeiträge und Fernseh­
kraft einzubringen. Die Kommunika­
die Chemie als verlässlicher Partner,
berichte, über die rund 13 Millionen
tion kann also unmittelbar über den
guter Nachbar und als verantwor­
Kontakte möglich waren.
// Gehör finden in der Politik
Eine der Kernaufgaben von NORD­
OSTCHEMIE ist das Beziehungs­
management zu politischen Ent­
scheidern. Als erfolgreiches Mittel
haben sich dabei die Parlamentari­
schen Abende erwiesen. Diese füh­
ren die Verbände im Herbst sowohl
in Magdeburg als auch in Dresden
durch. An beiden Orten sind die Ter­
mine mittlerweile fester Bestand­
teil im Kalender von Repräsentan­
ten aus Politik, Ministerien und der
Wirtschaft. Ergänzt wird das Angebot
noch durch eine regelmäßige Infor­
mationsveranstaltung für Vertrete­
rinnen und Vertreter aus Ministerien
und Landesvertretungen, die jedes
27
Bereits im Frühjahr, genauer gesagt
am 14. Mai 2014, konnten zumin­
Übungen am Arbeitsplatz
dest die interessierten Berliner sich
schon ein Bild über die spannende
Welt der Wirtschaft machen. Denn
auch im vergangenen Jahr organi­
sierte das Netzwerk Industriepolitik
im Rahmen des Masterplans Indus­
trie­stadt Berlin 2020 die „Lange
Nacht der Industrie“. Die organi­
satorische Federführung lag hier
Jahr in Berlin stattfindet. All diese
­wieder in den Händen der Chemie­
Veranstaltungen bereiten den Boden
verbände.
für die weiterhin vertrauensvolle Zu­
sammenarbeit.
Das bringt’s: Dehnung der Brust­
// Deutschlands größte
muskulatur
­Wirtschaftszeitung
So geht’s:
// Gute Nachbarn
Superlative gehören nicht zwingend
Am 20. September 2014 ermöglichte
zum Repertoire eines Kommuni­
dem Rücken auf das vordere Drittel
die Chemie-Branche bundesweit
kators. Geht es aber um die Wirt­
Ihres Stuhls.
wieder einen Blick hinter das Werks­
schaftszeitung AKTIV, so steht eins
■■ Ziehen Sie Ihre Arme weit nach
tor. In ganz Deutschland machten
fest: Mit einer deutschlandweiten
hinten, die Handflächen zeigen dabei
sich an diesem Tag über 300.000 Be­
Auflage von über 900.000 Exempla­
Richtung Decke.
sucher zum traditionellen „Tag der
ren ist sie die Nummer eins. Die Auf­
■■ Die Schulterblätter werden dabei
offenen Tür“ auf. Auch die Mitglieds­
gabe ist es dabei, das Verständnis für
hinten zusammengedrückt.
unternehmen der NORDOSTCHEMIE
wirtschaftliche Zusammenhänge zu
haben sich beteiligt und Nachbarn
erhöhen. Gerade auch in schwierigen
sowie Interessierte zum Staunen ein­
Zeiten ist Kommunikation, die Ver­
Hinweis: Lassen Sie die Schultern
geladen. Die Gäste erlebten inter­
ständnis für wirtschaftliche Zusam­
entspannt, die Ellenbogen aber mög­
essante Führungen und spannende
menhänge schafft, unentbehrlich.
lichst hoch.
Experimente – und einen attraktiven
Die Kommunikation kennt keine Aus­
Arbeitgeber. Die Verbandskommuni­
zeit, um die Arbeitgeberposition am
kation war natürlich mittendrin, im
Markt der Meinungen zu positionie­
sogar komplett mit Themen aus dem
Foyer der Bayer Pharma AG in Berlin
ren. Die NORDOSTCHEMIE beteiligt
Verbandsgebiet. So erhalten rund
gab es einen eige­nen Infostand.
sich deshalb mit einer eigenen Aus­
die Hälfte der Beschäftigten der Mit­
gabe. Speziell für die Ostchemie wird
gliedsunternehmen vierwöchentlich
eine eigene Nachrichtenspalte auf
ihr persönliches Exemplar.
der Seite 1 gestaltet, die letzte Seite
28
■■ Setzen Sie sich aufrecht mit gera­
■■ Halten Sie die Dehnung für einige
Atemzüge.
FÜR GESUNDES LEBEN WERBEN.
V
ÜBERFORDERUNG GEFÄHRDET DAS GEISTIGE UND
KÖRPERLICHE GLEICHGEWICHT.
æ NACHGEFRAGT
Gunnar Bellstedt (44) arbeitete
krankheiten (Stichwort: Burn-
erfolgreich in Europas Industrie
out) vor, die dem Einzelnen wie
als Vertriebs- und Marketingma-
dem Unternehmen schaden.
nager. Marketing ist auch heute
sein Arbeitsfeld, ein Schwerpunkt
// Was hatte es mit dem Seminar
Gesundheit: Wie finden wir zum
bei NORDOSTCHEMIE auf sich?
ausgewogenen Verhältnis von
Firmen geben immer mehr Geld
Arbeit und Freizeit? Der mehr­
für Maßnahmen des Betrieblichen
sprachig arbeitende Berliner hilft
Gesundheitsmanagements (BGM)
als Trainer, Coach und Mentor,
aus. Oft werden diese zu wenig
genutzt, weil die Zielgruppe sie
den individuell passenden Pfad
zu finden. Sein Wissen über Mar-
Gunnar Bellstedt,
Trainer, Coach und Mentor
keting gibt er an Hochschulen in
nicht kennt oder deren Wert nicht
richtig einschätzt. Die HR-Abteilung muss mit für den Betrieb
Berlin und Brandenburg weiter.
passgenauen Mitteln die Leute
// Gesundheitsmarketing klingt
aktivieren. Das „Wie“ habe ich
nach Pharma-Werbung …
­gemeinsam mit HR-Verantwort­
Das kann es bedeuten. Mein
// Wieso muss man das
lichen aus dem Verband trainiert
Thema ist der Mensch im Span-
bewerben?
und erarbeitet. Auf ergebnis­
nungsfeld von Arbeit und Frei-
Damit Konsequenzen klar sind:
orientierte wie lustige Weise.
zeit: wie er beide Bereiche für
Zu viel Arbeit kann stressen, das
sich in Wert setzt, wie er sich in
Leistungsvermögen vermindern,
// Wie haben Sie zum
beiden Lebensfeldern wohlfühlt.
das geistige und körperliche
Thema gefunden?
Gesundsein ist dafür sowohl
Gleichgewicht aushebeln. Über-
Als ehemaliger Manager bin ich
Voraus­setzung als auch – lang-
forderung aus eigenem Antrieb
in Sachen Stress selbst ein ge-
fristig – erwünschtes Ergebnis.
ist genauso gefährlich wie auf
branntes Kind. Das habe ich für
Für selbstbestimmtes, gesun-
Weisung des Chefs. Sich beides
mich erkannt und eine Lösung
des und erfülltes Leben zu wer-
bewusst zu machen, Ursachen zu
gefunden. Nun möchte ich andere
ben scheint mir nicht verwerflich.
verstehen und darauf pro-aktiv
unterstützen und begleiten, die
Dies hat inzwischen viel mehr
zu reagieren, beugt physischen
ebenfalls etwas für sich ändern
eine mentale als eine körper-
und psychischen Beschwerden
möchten.
liche Komponente.
wie zum Beispiel Erschöpfungs-
29
Zu einer gesunden Industrie gehört die stetige
Weiterentwicklung. Damit die Chemiemitarbeiter
an der Entwicklung teilhaben, engagieren die
Unternehmen sich für die Ausbildung, aber auch
für das lebenslange Lernen.
NACHWUCHSFÖRDERUNG – VON ANFANG AN.
V
FACHKRÄFTEGEWINNUNG ENTLANG DER GESAMTEN BILDUNGSKETTE.
Von der Kita bis zur Hochschule en­
gagierte sich die NORDOSTCHEMIE
im Jahr 2014 mit etablierten, aber
auch mit neuen Bildungsaktivitäten,
um potenzielle zukünftige Fachkräfte
für die chemische Industrie zu be­
geistern.
// Aktion „Pro Chemieunterricht“
Zu den etablierten Bildungsaktivitä­
ten gehört die seit über zehn Jahren
laufende Initiative „Pro Chemieunter­
richt“. Spenden Mitgliedsunterneh­
men an eine Bildungseinrichtung, so
beteiligt sich die NORDOSTCHEMIE
ebenfalls. Gemeinsam mit 15 Unter­
nehmen wurden allein im Jahr 2014
„Mitmachen, Staunen, Verstehen –
// Schülerwettbewerb „Chemkids“
66.500 Euro gespendet. Bislang
Chemie für jedes Alter“ im Früh­
Der Experimentalwettbewerb
engagier­ten sich rund 70 Unterneh­
jahr in Potsdam die Höhepunkte. Der
„Chemkids“ für Schüler der Klassen­
men, über 250.000 Euro wurden so
Kongress in Potsdam wurde so stark
stufen 4 bis 8 wurde auch im Schul­
bereits in die naturwissenschaftliche
nachgefragt, dass er im November
jahr 2013/2014 wieder sehr gut an­
Bildung investiert. Profitiert haben
2014 sogar noch ein zweites Mal an­
genommen: An den beiden Aufgaben
hiervon mehr als 150 Schulen, Schü­
geboten wurde. Die Veranstaltungen
„Kleber – Kleister – Bärenleim“ und
lerlabore und Kinder­tagesstätten.
beinhalteten Vorträge, eine Exkur­
„Rundi bei den Alten Meistern“ ha­
sion und verschiedene Workshops,
ben insgesamt 4.609 Kinder aus dem
// Lehrerfortbildungen und
in denen die Teilnehmer auf den je­
Verbandsgebiet Nordost geknobelt
­Lehrerkongresse
weiligen Lehrplan zugeschnittene
und die Ergebnisse ihrer Experi­
Im Jahr 2014 wurden 17 verschie­dene
Anregungen für einen experimentell
mente dokumentiert. Die Auszeich­
Fortbildungen für über 700 Chemie­
orien­tierten Chemieunterricht er­
nungsveranstaltungen im Jahr 2014
lehrkräfte aus Nordost angeboten.
hielten. Alle Fortbildungen waren in
wurden dankenswerterweise un­
Neben diversen kleineren Veranstal­
­Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-
terstützt von: Akzo Nobel Functio­
tungen bildeten die Lehrerkongresse
Vorpommern, Sachsen, Sachsen-­
nal Chemicals GmbH, Akzo Nobel
„Es grünt so grün – Nachhaltige
Anhalt und Thüringen anerkannt und
Industrial Chemicals GmbH, Bayer
Chemie und ihre Umsetzung im Un­
für die teilnehmenden Lehrkräfte
Pharma AG, PCK Raffinerie GmbH,
terricht“ im Herbst in Leipzig und
kostenfrei.
Wacker Chemie AG und YARA Ros­
tock Zweigniederlassung der YARA
GmbH & Co. KG.
31
Übungen am Arbeitsplatz
// „ChemChamp –
■■ Motivation zur Teilnahme an Wett­
Chemielehrkraft des Jahres“
bewerben (Chemkids, Jugend forscht
Im Schuljahr 2013/2014 wurde
etc.) und/oder
außer­dem erstmalig der Preis
■■ naturwissenschaftliche Freizeit­
„ChemChamp – Chemielehrkraft
angebote (z. B. Chemie AGs, fächer­
des Jahres“ ausgelobt. Mit der Ver­
übergreifende Projekte)
leihung soll engagierten Chemie­
lehrkräften aus dem Verbandsgebiet
Von einer unabhängigen Jury wurde
Nordost Dank und Anerkennung aus­
der ChemChamp im Frühjahr 2014
gesprochen werden. In erster Linie
ermittelt und Anfang Mai in Cottbus
ist die Auszeichnung dazu bestimmt,
geehrt. Die Jury setzte sich zusam­
die Persönlichkeit des Preisträgers
men aus Sascha Bohn, Bildungs­
zu würdigen, zudem ist sie mit einem
werk der Sächsischen Wirtschaft
Das bringt’s: Mobilisation der
Preisgeld von 2.500 Euro verbunden.
e. V., Prof. Dr. Alfred Flint, Universität
­Wirbelsäule
Das Besondere am ChemChamp:
Rostock, Cedric von der Hellen, Ver­
So geht’s:
Vorschläge können ausschließlich
einigung der Unternehmensverbände
■■ Setzen Sie sich aufrecht mit gera­
durch Mitgliedsunternehmen der
in Berlin und Brandenburg e. V., Uta
dem Rücken auf das vordere Drittel
NORDOSTCHEMIE eingereicht wer­
Rüger, Bildungswerk der Thüringer
Ihres Stuhls. Die Beine bilden dabei
den. Dieses Alleinstellungsmerkmal
Wirtschaft e. V. und Dr. Almut Vogt,
einen 90-Grad-Winkel.
sichert die Nähe zur Industrie und
Hochschule Merseburg. Nach Sich­
■■ Führen Sie den rechten Arm an die
fördert die Zusammenarbeit Schule-
tung aller Unterlagen hat die Jury im
Oberschenkelaußenseite des linken
Wirtschaft. Es konnten Lehrkräfte
ersten Durchgang die Chemielehre­
Beines.
vorgeschlagen werden, deren per­
rin Kerstin Günther von der Ober­
■■ Rotieren Sie den Oberkörper mit
sönliches Engagement beispiels­
schule Nünchritz besonders über­
weise sichtbar wurde durch:
zeugt. Aufgrund der vielen positiven
geradem Rücken nach links.
■■ Die linke Hand umfasst dabei die
Armstütze zur Verstärkung der Deh­
nung.
■■ ein spannendes, experimentell
Schuljahr 2014/2015 nochmals aus­
orientiertes Unterrichtsangebot,
gelobt.
Hinweis: Lassen Sie die Schultern tief
■■ außerschulisches Engagement
und richten sie die Beine stabil und
(Besuch von Schülerlaboren, Museen
// Ausbildung in der Chemie
etc.),
Laut § 9 des Tarifvertrages „Zukunft
■■ Kooperationen mit der Wirtschaft
durch Ausbildung und Berufseinstieg“
(Exkursionen, Praktika etc.),
vom 5. Februar 2014 verpflichten sich
■■ das Einwerben von Fördermitteln
die Chemiearbeitgeber, jeweils 9.200
(Pro Chemieunterricht, FCI etc.),
Ausbildungsplätze im Durchschnitt
gerade nach vorne.
32
Rückmeldungen wird der Preis im
der Ausbildungsjahre 2014, 2015 und
Die Mitgliedsunternehmen des AGV
zuheben ist, dass in den großen und
2016 anzubieten. Dieser Tarifver­
Nordostchemie bildeten damit wei­
mittelgroßen Mitgliedsunternehmen
trag gilt räumlich für die gesamte
terhin auf hohem Niveau aus. Zwar
keine Ausbildungskapazitäten abge­
Bundes­republik Deutschland.
wurde mit 698 angebotenen neuen
baut wurden.
Ausbildungsplätzen die 700er-Ziel­
Die Ausbildungszahlen der Mitglieds­
marke erstmals knapp verfehlt, da­
Nach § 15 des Tarifvertrages „Zu­
unternehmen des AGV Nordost­
für konnte die Anzahl der tatsächlich
kunft durch Ausbildung und Berufs­
chemie lieferten 2014 den folgenden
besetzten Ausbildungsplätze fast auf
einstieg“ wurden 2014 erstmals die
Beitrag im Rahmen dieser bundes­
Vorjahresniveau gehalten werden.
Übernahmezahlen nach einem ein­
weiten Sollvorgabe:
heitlichen Verfahren bundesweit er­
Die Relation besetzter Ausbildungs­
mittelt.
■■ Die angebotenen Ausbildungs­
plätze zu angebotenen Ausbildungs­
plätze gingen von 710 im Jahr 2013
plätzen hat sich 2014 von 92,7 Prozent
Für den Verbandsbereich des Arbeit­
auf 698 im Jahr 2014 zurück.
auf 93,6 Prozent wieder verbessert.
geberverbandes Nordostchemie
■■ Die besetzten Ausbildungsplätze
Dieses ist ein Zeichen dafür, dass
konnte das folgende Ergebnis für
nahmen von 658 im Jahr 2013 auf
eini­ge Unternehmen weniger Ausbil­
2014 festgestellt werden:
653 im Jahr 2014 ab.
dungsplätze angeboten haben, dafür
aber „bedarfsgerecht“. Positiv hervor­
■■ Insgesamt 571 Abschlüsse wurden
erfasst. Davon beendeten 523 Aus­
gebildete (91,6 Prozent) ihre Ausbil­
dung nach dem Berufsbildungsge­
setz (BBiG) und 48 duale Studenten
(8,4 Prozent) schlossen ihr duales
Studium mit der Prüfung ab.
■■ Von den 571 Ausgebildeten wur­
den 473 (82,8 Prozent) übernommen.
■■ 98 Ausgebildete (17,2 Prozent)
sind aus den Unternehmen ausge­
schieden. Davon schieden 62 Ausge­
bildete (10,9 Prozent) aus eigenem
Entschluss aus, weil sie z. B. an an­
derer Stelle einen Arbeitsplatz ge­
funden haben oder weil sie nach der
Ausbildung weiterstudieren. 36 Aus­
gebildete (6,3 Prozent) wurden nicht
von den Unternehmen übernommen.
33
SCHLÜSSEL ZUM ERFOLG IST BERUFSORIENTIERUNG.
V
UNTERNEHMEN KÖNNEN BEI AZUBI-SUCHE
AUF DIE IHK POTSDAM ZÄHLEN.
æ NACHGEFRAGT
// Viele Lehrabbrecher, viele
Ob Roadshow zu den Schulen,
Studenten: Gibt es künftig genug
Azubi-Speed-­Datings, kostenfreie
junge Facharbeiter?
Bewerber-Portale oder Azubi-­
Gemach: Die Hälfte der 30 Pro-
Stipendium – die IHK macht auch
zent Lehrabbrecher nimmt im An-
viele Unterstützungsangebote.
schluss eine neue Lehre auf, und
Wolfgang Spieß,
Leiter der Abteilung Aus- und Weiterbildung
der IHK Potsdam
oft bekommen Gymnasiasten doch
// Was ist mit den
noch einen Studienplatz und sa-
Nicht-Ausbildungsfähigen?
gen die Lehre ab. Das große Ange-
Die Jugend entwickelt heute beim
bot an Lehrstellen zeigt doch, wie
Aufwachsen andere Kompeten-
wichtig unser duales System zur
zen und Fähigkeiten als noch vor
Fachkräftesicherung ist. Und es
20 Jahren. Wer Defizite bei an-
kommen auch Studenten ins duale
sonsten geeigneten Leuten auf Ge-
System zurück. Besser wäre es,
bieten wie Rechnen, Deutsch oder
Jugendliche so zu unterstützen,
Sozialverhalten feststellt, kann
dass sie gleich den richtigen Beruf
mit einem Antrag bei uns spezielle
auswählen.
Förderung erhalten. Vor allem für
Die Zahl der Schulabgänger hat
kleine und mittlere Unternehmen
sich im Osten in den letzten Jah-
// Sie spielen auf
ren halbiert. In Brandenburg ist sie
­Berufsorientierung an?
vom Höchststand 34.000 auf jetzt
Ja, die jungen Leute müssen wis-
// Wie ist die Lage in der Chemie?
17.000 gesunken – 1.400 Lehr-
sen, was auf sie zukommt. Durch
In der Chemie- und Pharmabran-
stellen blieben unbesetzt. Wie Un-
realistische Praktika, Betriebs­
che haben wir viele anerkannte
ternehmen dennoch ihren Fach-
besichtigungen, Informationen
Ausbildungsbetriebe. Das Ausbil-
kräftebedarf stillen können, weiß
über Berufsinhalte. Der Schlüssel
dungsniveau ist hoch, die Bedin-
Wolfgang Spieß, Leiter der Abtei-
zum Erfolg bei der Berufswahl ist
gungen sind sehr gut. Die Industrie
lung Aus- und Weiterbildung der
die Vorbereitung – und das schon
hat im Wettbewerb um die Jugend-
IHK Potsdam.
zeitig in den Schulen. Beispiel-
lichen einen Vorsprung – andere
haft ist etwa praktischer Chemie-
Branchen können sich ein Beispiel
unterricht im Labor, das begeis-
nehmen.
tert Kinder und Jugendliche.
34
ist das interessant.
derem Maße von den Vermark­tungs­
aktivi­täten und den Image-Effekten
der ElVi-Kampagne.
Ob unterwegs auf dem Smartphone,
zu Hause am Laptop oder Tablet:
Dank modernem Responsive-Design
präsentieren sich die Chemie-Mit­
telständler auf der neuen ElVi-Ak­
tions­seite (www.elementare-vielfalt.
de/kmu) jederzeit mit einem attrakti­
ven Unternehmensprofil. Hier finden
Schüler schnell und einfach Informa­
tionen zur Firma und ihren Produk­
ten, zum Ausbildungsangebot sowie
zur Möglichkeit, ein Schülerprakti­
kum zu absolvieren. Ansprechpart­
ner vor Ort erlauben den Jugend­
■■ Wenn man bei der Übernahmebe­
// Aktion: „Starte deine Ausbildung
lichen einen direkten Kontakt zum
trachtung die Ausgebildeten, die aus
im Mittelstand“
Ausbildungsbetrieb ohne Umwege.
eigenem Entschluss ausgeschieden
Mittelständische Unternehmen sind
sind, herausrechnet (571 minus 62),
eine tragende Säule der deutschen
Zusätzlich sind die Unter­neh­mens­
erhält man die Anzahl von 509 Aus­
Wirtschaft. Im Wettbewerb um Nach­
profile mit allen Bereichen der ElVi-
gebildeten, die eigentlich für die
wuchskräfte fällt es ihnen jedoch
Kampagne intelligent vernetzt. So
Übernahme „zur Verfügung stehen“.
meist besonders schwer, offene Aus­
werden beispielsweise die freien
■■ Bei dieser Betrachtungsweise
bildungsplätze mit geeigneten Kan­
Stellen der Ausbildungsbörse direkt
steigt die Übernahmequote auf
didaten zu besetzen.
in das jeweilige Profil integriert und
92,9 Prozent (473 / 509) an.
die Logos der teilnehmenden Be­
■■ Von den 473 Ausgebildeten erhiel­
Mit der neuen Aktion „Starte deine
triebe auf der Startseite der Kampa­
ten 92 (19,5 Prozent) einen unbefris­
Ausbildung im Mittelstand“ bekom­
gnenhomepage sichtbar.
teten und 381 (80,5 Prozent) einen
men kleinere und mittlere Chemie-
befristeten Arbeitsplatz in den Unter­
Betriebe im Rahmen der Ausbil­
Insgesamt zehn mittelständische
nehmen.
dungskampagne „Elementare Viel­
Mitgliedsunternehmen des Arbeit­
falt“ (ElVi) seit Herbst 2014 eine be­
geberverbandes Nordostchemie e. V.
sondere Möglichkeit, sich Schülern
beteiligen sich bisher an ElVi.
ihrer Region attraktiv zu präsentie­
ren. Damit profitieren sie in beson­
35
// Weiterbildung in der Chemie
tenden Gewerbes. Zu diesem Ergeb­
83,8 Prozent). Auch die Intensität
Will ein Unternehmen langfristig er­
nis kommt eine 2014 für das Jahr
der Weiterbildung lag in der Chemie
folgreich sein, braucht es innovative
2013 erstellte Studie des Instituts der
deutlich höher: Während im Verar­
und wettbewerbsfähige Produkte.
deutschen Wirtschaft Köln (IW) im
beitenden Gewerbe pro Mitarbeiter
Hinter jedem Produkt stehen dabei
Auftrag des Bundesarbeitgeberver­
im Schnitt 21,3 Stunden für Weiter­
qualifizierte Beschäftigte, die bereit
bandes Chemie (BAVC).
bildung eingesetzt wurden, waren es
sind, immer wieder Neues zu ler­
in der Chemie-Industrie 2013 rund
nen und sich auf wechselnde Anfor­
Die Fakten im Einzelnen: 91,3 Pro­
29 Stunden pro Mitarbeiter. Auch
derungen einzustellen. Das wissen
zent der Chemie-Firmen haben ihre
wurde in der chemisch-pharmazeu­
auch die Unternehmen der che­
Mitarbeiter im Jahr 2013 weitergebil­
tischen Industrie mehr Geld für die
misch-pharmazeutischen Indus­
det. Im Vergleich zum Durchschnitt
Qualifizierung von Mitarbeitern auf­
trie und investieren deshalb deutlich
des Verarbeitenden Gewerbes ist
gewandt: mit 1.305 Euro je Beschäf­
mehr Geld und Zeit in Weiterbildung
dies ein Vorsprung von 7,5 Prozent­
tigten liegt die Branche damit rund
als der Durchschnitt des Verarbei­
punkten (Verarbeitendes Gewerbe:
140 Euro pro Kopf über dem Durch­
schnitt des Verarbeitenden Gewerbes
insgesamt (1.169 Euro).
Hauptmotive für das Weiterbildungs­
engagement in der Chemie-Branche
sind der Erwerb neuer Kompetenzen,
die Erhöhung der Motivation und Ar­
beitszufriedenheit sowie die langfris­
tige Bindung von Mitarbeitern. Damit
einhergehen sollen aus betriebs­
wirtschaftlicher Sicht auch Verbes­
serungen bei Leistungsfähigkeit und
Effizienz. In acht von zehn ChemieBetrieben dient Weiterbildung zur
Siche­rung der Innovationsfähigkeit.
Die Einführung neuer Technologien
oder die Veränderung von Arbeits­
prozessen geben dabei häufig den
Anstoß für Weiterbildungs- und Qua­
lifizierungsaktivitäten.
36
æ KEIN GENERELLER MANGEL, ABER ENGPÄSSE
Unternehmen der chemischen
Knappheiten beruhen auf einer
disziplinen bereitet die Personal-
Industrie sind bei der Gewinnung
Reihe von Faktoren: abnehmende
rekrutierung für die Forschung
ausreichend qualifizierter Mit-
Zahl von Schulabgängern aufgrund
den Unternehmen jedoch größere
arbeiter in einigen Berufsgrup-
des demografischen Wandels, hö-
Schwierigkeiten, da die Zahl quali-
pen und Qualifikationsstufen mit
here Studierneigung im Vergleich
fizierter Bewerber nicht ausreicht,
Engpässen auf dem Arbeitsmarkt
zu einer beruflichen Ausbildung,
um den Bedarf zu decken (etwa
konfrontiert. Ein genereller Fach-
mangelnde Ausbildungsreife vieler
bei Experten der Elektrochemie,
kräftemangel besteht derzeit nicht.
Schulabgänger, stärkerer Wett­
Grenzflächenchemie, Katalyse,
Eine sachgerechte Darstellung der
bewerb zwischen den Branchen
Toxikologie, Ökotoxikologie). Absol-
Situation erfordert eine sorgfältige
und Unternehmen um die weniger
ventenknappheiten gibt es in vielen
und differenzierte Analyse der
werdenden qualifizierten Bewer-
ingenieurwissenschaftlichen Dis-
jeweiligen Rekrutierungsprobleme.
ber. Von den Knappheiten sind
ziplinen. Die Tatsache, dass zurzeit
kleine und mittlere Unternehmen
praktisch alle Unternehmen der
■■ Im Bereich der Tarif-Beschäftig-
(KMU) stärker betroffen als große
Industrie verstärkt Absolventen von
ten gibt es in erster Linie bei tech-
Unternehmen, hinzu kommen
Ingenieurstudiengängen einstellen,
nischem Fachpersonal Knapphei-
regionale Unterschiede.
verschärft diese Engpässe. Der
Wettbewerb der Unternehmen um
ten. Diese betreffen nicht nur die
Chemieberufe im engeren Sinne
■■ Im akademischen Bereich gibt es
die besten Ingenieurköpfe ist Alltag.
wie etwa Chemikanten oder Phar-
bei der Gewinnung von Naturwis-
KMU, insbesondere in ländlichen
makanten, sondern in Teilen auch
senschaftlern grundsätzlich keine
Regionen, sind wiederum stärker
Elektro- und Metallberufe. Diese
Engpässe. In einzelnen Spezial-
betroffen als große Unternehmen.
An der IW-Weiterbildungsstudie in
chemischen Erzeugnissen“, „Her­
und Seminare als auch informelle
der chemischen Industrie haben sich
stellung von pharmazeutischen Er­
Maßnahmen wie Unterweisungen am
230 Unternehmen der Branche be­
zeugnissen“ sowie „Herstellung von
Arbeitsplatz, Informationsveranstal­
teiligt. Die Ergebnisse sind auf den
Gummi- und Kunststoffwaren“ ge­
tungen oder PC-gestütztes Lernen.
Verbandsbereich NORDOSTCHEMIE
rechnet. Der Erhebung liegt ein um­
Erfasst wurden Weiterbildungsakti­
übertragbar. Zur chemischen Indus­
fassender Weiterbildungsbegriff zu­
vitäten, die ganz oder teilweise vom
trie werden in der Untersuchung die
grunde. Betriebliche Weiterbildung
Unternehmen direkt oder indirekt
Wirtschaftszweige „Herstellung von
umfasst demnach sowohl formelle
finan­ziert wurden.
Maßnahmen wie Lehrgänge, Kurse
37
Eine Industrie ist nur so gesund wie die
Umwelt, in der sie agiert. Die chemische
Industrie setzt sich deshalb für den Schutz von
Mensch, Natur und biologischer Vielfalt ein.
REFORM DES ERNEUERBARE-ENERGIEN-GESETZES.
V
DIE SCHLIMMSTEN BEFÜRCHTUNGEN SIND NICHT EINGETRETEN,
ABER EINE DAUERHAFTE LÖSUNG STEHT NOCH AUS.
Die politische Arbeit des Verbandes
tung der energieintensiven Unter­
Kompromiss sieht vor, dass die Ent­
der Chemischen Industrie e. V. war in
nehmen mit der vollen Umlage hätte
lastung der energieintensiven Unter­
der ersten Jahreshälfte 2014 von der
die Wirtschaftlichkeit vieler Produk­
nehmen im Wesentlichen im beste­
Auseinandersetzung um die Reform
tionsprozesse untergraben. Der Lan­
henden Umfang beibehalten werden
des Erneuerbare-Energien-Gesetzes
desverband hat gegenüber Abgeord­
kann. Ein Wermutstropfen ist die
(EEG) geprägt. Die Gemengelage war
neten und Landesregierungen im
Befristung des Bestandsschutzes
kompliziert, hatte doch die EU-Kom­
Verbandsgebiet immer wieder auf die
für Eigenstromanlagen. Außerdem
mission ein Beihilfeverfahren gegen
Dringlichkeit des Problems hinge­
sind die Maßnahmen zur Kostenbe­
die Bundesrepublik eingeleitet. Die
wiesen.
grenzung des Ausbaus erneuerbarer
Kommission sah in der Befreiung
Energien unzureichend.
energieintensiver Unternehmen von
Im Ergebnis sind die ­schlimmsten
der EEG-Umlage eine wettbewerbs­
Befürchtungen nicht eingetreten.
Der Weg zu einer klimaverträglichen,
widrige Beihilfe. Für die chemische
Der von der Bundesregierung mit
sichereren und bezahlbaren Energie­
Industrie ging es um viel. Die Belas­
der EU-Kommission ausgehandelte
versorgung ist also noch weit. In den
neuen Bundesländern kommt als
regionales Spezifikum das Eintreten
für einen bundesweiten Ausgleich
der Netznutzungsentgelte auf Ver­
braucherseite hinzu.
// Neuorganisation und Aktivitäten
des Ausschusses Umwelt / Technik /
Energie (UTE)
Der Ausschuss UTE hat im letzten
Jahr eine Vielzahl von Themen in­
tensiv bearbeitet und diskutiert. So
führten unter anderem die Novelle
der Arbeitsmedizinischen Vorsorge­
verordnung (ArbmedVV) und die
­geplante Einführung der ­Zentralen
Expositionsdatenbank (ZED) zu
einem hohen Informations- und
Klärungsbedarf, der mithilfe exter­
ner Referenten angegangen wurde.
39
­Weiterhin wurden die Mitglieder
Folge versendetes Wasser-Rund­
Ergänzend zu den Nachrichten aus
über Beschlüsse und Diskussionen
schreiben komplettiert das Angebot
den Rundschreiben unseres Landes­
der Frankfurter Gremien informiert.
des Landesverbandes.
verbandes erhalten die Erfahrungs­
Dem Wunsch der Mitglieder ent­
austauschkreis-Mitglieder weitere
sprechend, früher über Gesetzesvor­
Auf europäischer Ebene wurde das
Hinweise zu den Anhörungen in den
haben und ‑initiativen informiert zu
BAT-Merkblatt „Abwasser- und
Bundesländern zu den Bewirtschaf­
werden, wurde ein Gesetzesmonito­
Abgasbehandlung/-management in
tungsplänen und Maßnahmenpro­
ring gestartet und jeweils im Vorfeld
der chemischen Industrie (Reference
grammen zur Umsetzung der Was­
der Sitzungen aktualisiert.
Document on Best Available Tech­
serrahmenrichtlinie (WRRL) sowie
niques in Common Waste Water and
der Hochwasserrahmenrichtlinie.
// Erfahrungsaustauschkreis
Waste Gas Treatment / Management
Laufende Informationen zum Stand
Wasser /Abwasser
Systems in the Chemical Sector
der Bundesverordnung zum Um­
Sowohl auf europäischer, auf natio­
(CWW-BREF))” überarbeitet, welches
gang mit wassergefährdenden Stof­
naler als auch auf Landesebene wird
Auswirkungen auch auf deutsche
fen (AwSV), deren Verabschiedung in
der Schutz des Wassers als Lebens­
Vorschriften haben wird, unter ande­
2015 erwartet wird und die zahlrei­
raum und Grundlage unseres Lebens
rem Anhang 22 der Verordnung über
che Einzelregelungen in den Bun­
zunehmend in den Gesetzen und Ver­
Anforderungen an das Einleiten von
desländern ablösen wird, gehören
ordnungen verankert.
Abwasser in Gewässer.
ebenfalls zum Service des Verbandes.
Daher bietet der Erfahrungsaus­
Die Umsetzung der Verordnung zur
Am 14. Dezember 2014 nutzten die
tauschkreis Wasser /Abwasser den
Regelung des Verfahrens bei Zulas­
Mitglieder des Erfahrungsaustausch­
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
sung und Überwachung industrieller
kreises die Möglichkeit, sich im Büro
sowie den Gewässerbeauftragten
Abwasserbehandlungsanlagen und
unserer Geschäftsstelle in Halle ver­
unserer Mitgliedsunternehmen ein
Gewässerbenutzungen (Industrie­
tieft über Fragen des Vollzuges des
Podium für den Austausch zu Fach­
kläranlagen-Zulassungs- und Über­
Wasserrechts in den Bundesländern
fragen aus dem Themenbereich der
wachungsverordnung – IZÜV), welche
zu verständigen.
Wassergesetzgebung und zum Voll­
am 2. Mai 2013 in Kraft getreten ist,
zug durch die Landesbehörden. Der
wirft für die betroffenen Unterneh­
Interessierte Mitgliedsunternehmen
Kreis trifft sich bei Bedarf in unre­
men, aber auch für die Behörden im
sind herzlich eingeladen, ihre Be­
gelmäßigen Abständen zur Diskus­
Genehmigungsverfahren und in der
auftragten für Gewässerschutz (Was­
sion über aktuelle Themen. Darüber
Überwachung eine Reihe Fragen und
ser, Abwasser) in den Erfahrungs­
hinaus erhalten die Fachleute spe­
Probleme auf. Erst im Herbst 2014
austauschkreis Wasser /Abwasser
zifische Informationen aus laufen­
hat die Ad-hoc-Arbeitsgruppe der
zu entsenden.
den Gesetzgebungsprozessen und
Bund/Länderarbeitsgemeinschaft
bekommen die Möglichkeit, eigene
Immissionsschutz (LAI) die um IZÜV-
Positionen einzubringen. Ein in ­loser
Regelungen ergänzte Arbeitshilfe für
den Vollzug veröffentlicht.
40
festgehalten und damit ebenfalls auf
diese Weise der Öffentlichkeit zu­
gänglich gemacht wird.
Erhebliche Probleme verursachte die
Pflicht zur Erstellung eines Berich­
tes über den Ausgangszustand des
Bodens und Grundwassers (AZB),
wenn in der Anlage relevante gefähr­
liche Stoffe verwendet, erzeugt oder
freigesetzt werden und eine Ver­
schmutzung des Bodens und Grund­
wassers auf dem Anlagengrundstück
möglich ist. Er soll den Zustand des
Bodens und des Grundwassers auf
dem Anlagengrundstück darstellen
// Ein Jahr Umsetzung EU-Industrie­
ten werden gestiegener Zeit- und
und dient als Beweissicherung und
emissionsrichtlinie (IED) im deut-
Personalaufwand und höhere Kos­
Vergleichsmaßstab für die Rückfüh­
schen Recht – Auswirkungen auf die
ten konstatiert. In der Praxis führen
rungspflicht bei Anlagenstilllegung.
chemische Industrie
zahlreiche Unklarheiten zudem zu
Insbesondere die Anforderungen an
Die chemische Industrie in Deutsch­
unterschiedlicher Rechtsauslegung
den AZB und an die Messungen von
land ist mit mehreren Tausend unter
in den Bundesländern und damit zu
Boden und Grundwasser, die stan­
den Anwendungsbereich der Euro­
sehr uneinheitlichem Vollzug.
dardmäßig gefordert sind, sorgen für
päischen Richtlinie 2010/75/EU über
Unklarheiten. Für eine Vielzahl von
Industrieemissionen (IED) fallen­
Erweitert wurden die Pflichten für
in der chemischen Produktion einge­
den Produktionsanlagen, Großfeue­
die systematische und regelmäßige
setzten Produkten gibt es noch keine
rungsanlagen, Abfall­behand­lungs­
Überwachung der Anlagen durch die
Analyseverfahren mit bodenschutz­
anlagen und Industriekläranlagen
Behörden und die Information der Öf­
rechtlicher oder grund­wasser­recht­
von den seit über einem Jahr gelten­
fentlichkeit. Die Zugänglichmachung
licher Relevanz.
den rechtlichen Änderungen über­
der Inspektionsberichte erfolgt in den
proportional betroffen. Sowohl auf
meisten Bundesländern – obwohl
Insbesondere bei Vielstoffanlagen er­
Betreiberseite als auch seitens der
dies nicht vorgeschrieben ist – durch
gibt sich zudem das Problem, dass
vollziehenden Behörden führten die
Einstellung der Inspektionsberichte
bei Antragstellung diese oftmals
weitreichenden Neuerungen zu er­
im Internet. Insbesondere bei festge­
noch nicht im Einzelnen feststehen.
heblichen Unsicherheiten, teilweise
stellten Mängeln ergab sich hier die
Der Betreiber muss demzufolge den
auch zu Verzögerungen in Geneh­
Frage, ob die Beurteilung der Erheb­
migungsverfahren. Auf beiden Sei­
lichkeit des Mangels protokollarisch
41
AZB für eine Vielzahl von Stoffen er­
der Ausführung von Bohrungen auf
eine Betreiberpflicht darstellt, als
stellen, deren Relevanz und Gefähr­
dem Grundstück berichtet. Hier sind
auch zur Relevanz für die Erteilung
lichkeit teilweise noch nicht feststeht
im Einzelfall Risiken einzuschätzen
der Genehmigung. Der AZB dient le­
und für die es teilweise keine recht­
und die Verhältnismäßigkeit zu beur­
diglich der Beweissicherung für den
lich anerkannten Analyseverfahren
teilen. Strittig ist oftmals ebenfalls,
Zustand des Bodens, die Genehmi­
gibt. Es wurde über unterschiedliche
welche Flächen oder Anlagenteile
gungsfähigkeit richtet sich jedoch auf
Auffassungen bei Behörden und Be­
konkret der AZB-Pflicht unterliegen,
Errichtung und Betrieb der Anlage.
treibern hinsichtlich erforderlicher
weil sich relevante gefährliche Stoffe
Bohrungen für die Bodenproben und
auf ihnen auswirken können.
deren mögliche Folgen – insbeson­
42
Neu eingeführt wurde weiterhin die
Verbindlichkeit der „BVT-Schlussfol­
dere bei Anlagen, die unter die Ver­
Im Zusammenhang mit dem beste­
gerungen“ der europäischen Merk­
ordnung über Anlagen zum Umgang
henden Bodenschutzrecht ergeben
blätter zu besten verfügbaren Tech­
mit wassergefährdenden Stoffen fal­
sich aus dem AZB Fragen sowohl
niken (BVT-Merkblätter) bei der
len (VAwS-Anlagen) – sowie die Art
aus der Rückführungspflicht, die
Industrieanlagengenehmigung. Die
BVT-Merkblätter werden auf euro­
bessern, wurde die Arbeit des Erfah­
päischer Ebene turnusmäßig über­
rungsaustauschkreises REACH in­
arbeitet und sind innerhalb von vier
tensiviert. Im November gab es eine
Jahren nach Verabschiedung im
erste Informationsveranstaltung, die
deutschen Recht umzusetzen. Dies
sich insbesondere der GHS-Umstel­
beinhaltet sowohl den Erlass ent­
lung 2015 widmete. Zur Verbesse­
sprechender Rechtsverordnungen,
rung des Informationsflusses zu den
die Überprüfung der Genehmigungs­
Mitgliedern wurde der Rundschrei­
bescheide und deren Aktualisierung,
bendienst „Stoffsicherheit“ initiiert.
Übungen am Arbeitsplatz
als auch ggf. erforderliche techni­
sche Änderungen in den Anlagen.
// Testimonials
Daraus werden sich in der Zukunft
Pascal Mielke, A. Menarini Research
noch erhebliche Probleme und Fra­
& Business Service GmbH, Berlin:
gestellungen hinsichtlich der zeit­
Das bringt’s: Dehnung und
lichen und technischen Machbarkeit
„Der Ausschuss Umwelt / Technik /
­Ent­spannung der seitlichen
und der Verhältnismäßigkeit ergeben.
Energie ist das Netzwerk um den
­Hals­muskulatur
fachlichen Austausch mit Kollegen
So geht’s:
Die in unserem Verbandsgebiet
zu pflegen. Der Ausschuss informiert
■■ Greifen Sie mit der rechten Hand
a­ufgeworfenen Probleme der che­
gezielt über Fragen des Immissions­
über Ihren Kopf, bis die Fingerspitzen
mischen Industrie im Vollzug der
schutzes, Wasser- und Stoffrechts
das Ohr berühren.
Genehmigungsverfahren und der
sowie den Arbeitsschutz.“
■■ Ziehen Sie nun sanft den Kopf nach
rechts, atmen Sie entspannt weiter.
Überwachung von Industrieanlagen
wurden in die Gespräche mit den
Dr. Volker Damrath, Chemiewerk
■■ Um die Dehnung zu verstärken,
Voll­zugs­behörden aufgenommen und
Bad Köstritz GmbH:
können Sie dazu die linke Hand samt
in einem Bundesland ein regelmäßi­
ger Diskussionskreis begonnen.
„Der Ausschuss ist ein Bundeslandübergreifendes Gremium, in dem
Schulter langsam nach unten ziehen.
■■ Die Dehnung für einige Sekunden
halten und dann auf die andere Seite
wechseln.
// Erfahrungsaustausch REACH
auch schwierige Rechts- und Voll­
Die Umsetzung der europäischen
zugsfragen der Mitglieder diskutiert
Hinweis: Reißen Sie nie am Hals.
REACH- und CLP-Verordnung be­
werden mit dem Ziel einer einheit­
Beim Seitenwechseln nicht den Kopf
schäftigt die Mitgliedsunternehmen
licheren regulatorischen Praxis der
im Verbandsgebiet weiterhin. Um
Landesbehörden.“
in den Nacken legen, das belastet die
Halswirbelsäule.
den Informationsaustausch zu ver­
43
PHARMA IM DIENSTE DER GESUNDHEIT.
V
INNOVATIVE ARZNEIMITTEL – GUT FÜR DEN EINZELNEN
UND FÜR DIE GESAMTE VOLKSWIRTSCHAFT.
æ NACHGEFRAGT
Unsere Gesellschaft wird in den
Gesundheitsbewusstseins nicht
kommenden Jahrzehnten nicht
nur älter, sondern gesünder ­älter.
nur älter, sondern sie wird auch
Fakt ist auch: Mit dem ­Alter steigt
schrumpfen. Dies liegt zum einen
das Risiko für gesundheit­liche
am Rückgang der Geburtenrate
Beeinträchtigungen. So weist im
im Zeitablauf. Zum anderen steigt
jungen Erwachsenen­alter nur je-
unsere Lebenserwartung. Diese
der Fünfte chronische Erkrankun-
Tendenz ist vor dem Hintergrund
gen auf, ab dem 65. Lebensjahr
der umlagefinanzierten Sozial-
ist es mehr als jeder Zweite. Auch
versicherungskassen bedenklich:
die Multimorbidität nimmt mit
Kamen im Jahr 2010 auf 100 Er-
dem Alter deutlich zu. Die Bran-
werbstätige 34 Personen, die
chen der Gesundheitswirtschaft
65 Jahre und älter waren, werden
sind folglich besonders gefordert.
Dr. Jasmina Kirchhoff,
Senior Economist in der Forschungsstelle
Pharmastandort Deutschland des Instituts
der deutschen Wirtschaft Köln
es 2060 bereits 63 sein. Fragen
44
bezüglich der Versorgungs­
Die Pharmaindustrie als wichtiges
sicherheit im ländlichen Raum,
Standbein der Gesundheitswirt-
rung der medizinischen Versor-
des Fachkräftemangels oder
schaft ist eine der forschungs-
gung etwa über die Entwicklung
einer alternden Belegschaft
intensivsten Branchen Deutsch-
innovativer Medikamente dazu
­werden uns damit in Zukunft
lands und treibt maßgeblich den
beitragen, die Gesundheit der
­verstärkt beschäftigen.
medizinischen Fortschritt voran –
Bevölkerung bis ins hohe Alter
sie kann damit einen wichtigen
zu erhalten.
// Herausforderung
Beitrag bei der Gestaltung der
demografischer Wandel
demografischen Entwicklung leis-
// Produkte der Pharmaindustrie
Die Grundvoraussetzung für die
ten. In einer gleichsam schrump-
selbst helfen
Bewältigung des demografischen
fenden wie alternden Gesellschaft
Forschende Pharmaunternehmen
Wandels ist die Erhaltung der
verkleinert sich das Arbeitsange-
reagieren bereits heute auf die
Gesund­heit und damit einer ho-
bot. Es wird daher immer wichti-
fortschreitende demografische
hen Lebensqualität bis ins hohe
ger, die Beschäftigungsfähigkeit
Alterung, indem sie als Antwort
Alter. Fakt ist: Wir werden auf-
der Mitarbeiter zu erhalten und zu
auf die Zunahme altersbedingter
grund der verbesserten Lebens-
stärken sowie ältere Beschäftigte
Krankheiten passende Produkte
bedingungen, des medizinischen
in den Unternehmen zu halten.
entwickeln. Krebs, Diabetes und
Fortschritts und des steigenden
Hier kann eine weitere Verbesse-
Herz-Kreislauf-Erkrankungen
nehmen mit dem Alter deutlich
ten besser behandeln, werden
zu können, braucht es innovative
zu – auf diese Anwendungsge-
Arbeitnehmer rascher wieder
Branchen mit hoher Wertschöp-
biete zielte knapp ein Drittel
gesund, kehren früher an ihren
fung. Mit ihren rund 110.000 Be-
der Medikamente mit neuen
Arbeitsplatz zurück und nehmen
schäftigten im Jahr 2013 gehört
Wirkstoffen ab, die 2014 auf den
schneller wieder am gesell-
die Pharmaindustrie zwar zu den
Markt kamen. Ein großer Teil der
schaftlichen Leben teil. Zudem
kleineren industriellen Branchen
laufenden Medikamentenprojekte
können Menschen auch in höhe-
in Deutschland. Aber:
betrifft ebenfalls Krankheits­
rem Alter am Berufsleben teil­
felder, die in einer Gesellschaft
haben und länger ein eigenstän-
■■ Mit 139.000 Euro Bruttowert-
des längeren Lebens entstehen.
diges Leben führen.
schöpfung je Beschäftigten im
Innovative Medikamente erhöhen
Jahr 2012 ist die Pharmaindustrie
die Lebensqualität des einzel-
// Innovation, Wachstum und
eine der produktivsten Branchen
nen Patienten – und auch der
Beschäftigung am Standort D
Deutschlands.
volkswirtschaftlicher Nutzen ist
Um unseren Wohlstand auch bei
■■ Die Pharmabranche war 2013
immens: Lassen sich Krankhei-
sinkendem Arbeitsangebot halten
mit 12.100 Euro Investitionen je
Beschäftigten erneut eine der
am stärksten investierenden
BRUTTOWERTSCHÖPFUNG UND INVESTITIONEN
AUSGEWÄHLTER BRANCHEN (2012)
­Industrien.
Alle Angaben in Euro
■■ Im selben Jahr beliefen sich die

Innovationsausgaben der Pharma­
industrie auf 16,5 Prozent ihres
Bruttowertschöpfung je Beschäftigtem
Umsatzes – in keiner anderen
Investitionen je Beschäftigtem
Pharma
Chemie
Fahrzeugbau
Verarbeitendes Gewerbe
Elektroindustrie
Maschinenbau
Nahrung, Getränke
138.881
11.942
108.287
15.420
96.573
16.535
81.816
9.374
Damit schafft die Erforschung,
Entwicklung und Produktion
inno­vativer Arzneimittel Wachstum, Beschäftigung und Wohlstand am Standort Deutsch-
76.255
9.202
76.028
6.096
8.054
Branche liegt der Anteil höher.
land – und begegnet so den
Herausforderungen des demografischen Wandels.
49.161
Quelle: Statistisches Bundesamt
45
Ein Unternehmensverband ist gesund,
wenn seine Mitglieder es sind. NORDOSTCHEMIE
engagiert sich deshalb langfristig und unternehmensorientiert für ihr Wohlergehen.
GESUNDHEITSCENTER NORDOSTCHEMIE.
V
EIN NETZWERK FÜR ALLE MITGLIEDSUNTERNEHMEN.
// Gesundheit ist das Wichtigste
// Erfahrungsaustauschkreis
verschiedensten Gesundheitsthemen
Seit Anfang des Jahres 2014 küm-
Gesundheit
profitiert. Fachlicher Input kommt
mern wir uns auch um die Gesund-
Der Erfahrungsaustauschkreis hat
zusätzlich über externe Referenten
heit der Mitarbeiter in unserem
rund 60 Mitglieder, er soll zwei-
zu gesundheitsrelevanten Themen.
Mitgliedsunternehmen. Das Gesund-
mal im Jahr tagen. Bisher haben
heitscenter ist eine virtuelle Abtei-
zwei Sitzungen bei den Mitglieds-
// BGM kompakt vor Ort
lung, ein Netzwerk mit externen
unternehmen Dr. Gerhard Mann
Hier steht die konkrete Unterstüt-
Partnern, auf die der Verband und
chem.-pharm. Fabrik GmbH und
zung bei der Entwicklung eines Ge-
seine Mitglieder bei Bedarf zugrei-
­TOTAL Deutschland GmbH mit je-
sundheitskonzeptes für das eigene
fen können. Es soll die Mitglieds-
weils rund 40 gemeldeten Teilneh-
Unternehmen oder dessen Ausbau
unternehmen der Arbeitgeberver-
mern stattgefunden. In den Sitzun-
im Vordergrund. Der Arbeitgeberver-
bände der NORDOSTCHEMIE beim
gen haben die Teilnehmer vor allem
band fördert den Erstberatertag mit
Aufbau eines Betrieblichen Gesund-
von den Best-Practice-Ansätzen
bis zu 1.500 Euro. 14 Unternehmen
heitsmanagements und bei der Im-
­sowie Ideen und Angeboten für die
haben sich vom EO-Institut beraten
plementierung von Maßnahmen der
betrieblichen Gesundheitsförderung
unterstützen. Hauptpartner ist dabei
das EO-Institut (vormals StatEval).
Im ersten Jahr haben wir die Mitgliedsunternehmen mit folgenden
Angeboten unterstützt:
// Professionalisierungsprogramm
„Zertifizierter Gesundheitsmanager“
Vier Seminarmodule mit 44 Teilnehmern wurden bereits in zwei Ausbildungsgängen in Berlin und Halle
abgeschlossen. Der Fokus lag auf
praxis­taug­lichen Ansätzen zur Förderung betrieblicher Gesundheit, die
sowohl in kleineren wie auch in größeren Unternehmen umgesetzt werden können.
BGM-Manager-Kurs in Halle
47
Übungen am Arbeitsplatz
BGM-Manager-Kurs in Berlin
lassen bzw. bereits Vorgespräche
rungsaustauschkreis Gesundheit hat
Das bringt’s: Aktivierung der Muskel-
für eine geplante Zusammenarbeit
sich inzwischen zu einem der mit-
Venenpumpe in den Waden, Mobilisa­
absolviert. Schwerpunktthemen wa-
gliederstärksten Netzwerke unserer
tion des Sprunggelenks
ren hierbei Aufbau eines Betrieb-
Arbeitgeberverbände entwickelt.
So geht’s:
lichen Gesundheitsmanagements
■■ Stellen Sie sich hüftbreit und auf­
(Analysen-Workshop, Evaluation),
// Ausblick 2015
recht hinter Ihren Stuhl und umfassen
psychische Gefährdungsbeurteilung.
In 2015 wird unser Seminarpro-
Sie für die Balance leicht die Stuhl­
Hinzu kommen zwei Pilotprojekte in
gramm um wichtige Spezialthemen
lehne.
Mitgliedsunternehmen zum Thema
wie „Gesundheitsmarketing (wie
■■ Heben und senken Sie ohne Eile
Mitarbeiterberatung (Lebenslagen-
sage ich’s meinen Mitarbeitern)“,
Ihre Fußballen. Bleiben Sie auch beim
Hotline) mit der Firma HumanPro-
„Ergonomie-Coach“ und „Suchtprä-
senken des Fußes in einer Grund­
tect Consulting GmbH.
vention in der Ausbildung“ erweitert.
spannung.
Zudem werden wir eine Veranstal-
Hinweis: Die Fußspitzen zeigen
Die große Resonanz auf die Grün-
tungsreihe mit dem Kompetenzcen-
­parallel nach vorne.
dung unseres Gesundheitscenters
ter Gesundheit der Berufsgenos-
hat alle überrascht. Das erste Pro-
senschaft Rohstoffe und chemische
fessionalisierungsprogramm war
Industrie ins Leben rufen: Regional-
unternehmen weiterhin vielfältige
nach zwei Tagen ausgebucht, wir ha-
konferenzen zu Gesundheitsthemen
Anregungen für die eigene Arbeit im
ben zeitgleich eine zweite Seminar-
in verschiedenen Regionen unseres
Betrieb erhalten und ihr Netzwerk
reihe in Halle organisiert. Der Erfah-
Verbandsgebietes. Über Newsletter
ausbauen können.
und den bewährten Erfahrungs­
austausch­kreis sollen die Mitglieds-
48
æ EIN STANDARD FÜR DAS GESUNDHEITSMANAGEMENT
// Fachgremien im VCI
zogene und qualitative Mindest-
die Spezifikation von Betrieben,
Die Gesunderhaltung der Mitarbei­
standards für ein Betriebliches
Akkreditierungsgesellschaften und
ter bekommt für Unternehmen
Gesundheitsmanagementsystem
Zertifizierungsstellen zur Bewer-
eine immer höhere Bedeutung.
(BGM) anregt und damit grund-
tung einer Organisation heran-
Die Integration des Gesundheits-
legende Voraussetzungen für
gezogen werden. Das ermöglicht
gedankens in bestehende und sich
gesunde Arbeitsbedingungen und
Unternehmen, das betriebseigene
entwickelnde Prozesse, Strukturen
die Gesundheits- und Leistungs-
BGM auf Grundlage der festgeleg-
und Managemententscheidungen
förderung der Mitarbeiter schafft.
ten Anforderungen der DIN SPEC
sowie das Angebot von gesund-
Zudem erlaubt die Form der Spezi­
zertifizieren zu lassen. Die Spezi-
heitsförderlichen Hilfestellungen
fikation die Integration in bereits
fikation ist keine für alle verbind­
und Angeboten können bei der
bestehende Managementsysteme.
liche Norm, sondern stellt ein
Erhaltung und Förderung der Mit-
standardisiertes Managementsys// Was ist die DIN SPEC 91020?
tem dar, nach dem sich Unterneh-
Die DIN SPEC 91020 ist eine Spezi-
men bezüglich ihres Gesundheits-
In den letzten Jahren hat sich ein
fikation, die vom Deutschen Institut
managements freiwillig richten
komplexer Markt mit unterschied-
für Normung herausgegeben wird.
und zertifizieren lassen können.
lichsten Angeboten sowie Ausbil-
Sie beschreibt Anforderungen an
dungen entwickelt. Vielen fällt es
ein Betriebliches Gesundheitsma-
// Ein Standard – alles paletti?
schwer, zu entscheiden, welche
nagementsystem und leistet damit
Die Zertifizierung nach DIN SPEC
die jeweils passende Maßnahme
Hilfestellung bei der Konzeption,
91020 ist ein Weg zu einem nach-
bzw. personelle Unterstützung für
Implementierung und Weiterent-
haltigen Gesundheitssystem im
den gegenwärtigen Bedarf eines
wicklung eines BGM. Ferner kann
eigenen Unternehmen. Jedoch
arbeitergesundheit unterstützen.
Unternehmens ist. Zudem gibt es
fängt mit der Implementierung die
kaum Erhebungen über die Quali-
Arbeit erst richtig an. Die Erfah-
tät der jeweiligen Konzeptionen, da
rung zeigt, dass Gesundheitsma-
die Breite des Angebots durch die
nager einen besonders langen
hohe Nachfrage bestimmt wird.
Atem brauchen: Erste Erfolge
zeigen sich oft erst nach Jahren
// DIN SPEC 91020
und drücken sich nicht immer in
bringt Mindeststandards
einer geringeren Fehlzeitenquote
Hier setzt die DIN SPEC 91020 an,
und geringeren Lohnfortzahlungs-
indem sie inhaltliche, prozessbe-
kosten aus.
49
GEFÄHRDUNGSBAROMETER.
V
INSTRUMENT ZUR BEURTEILUNG PSYCHISCHER BELASTUNGEN.
æ NACHGEFRAGT
schutzmaßnahmen erforder-
Strukturen im Unternehmen ab-
lich sind. Vor diesem Hintergrund
gestimmt werden muss, bieten
wurde 2013 das Arbeits­schutz­
wir Ihrem Unternehmen für jeden
gesetz dahin gehend ergänzt,
Schritt eine passgenaue ­Lösung.
dass psychische Belastungen in
Das Gefährdungsbarometer
den Gefährdungsbeurteilungen zu
­umfasst drei Komponenten, die
berück­sich­tigen sind (§ 5 Abs. 6
je nach Ausgangssituation ein-
ArbSchG).
zeln oder kombiniert zum Einsatz
­kommen können:
Psychische Belastungen bei der
Nicole Scheibner,
Geschäftsführerin des EO-Instituts
(ehemals StatEval GmbH)
Arbeit lassen sich gemäß der
Das Gefährdungsbarometer-­
­Leitlinie der Nationalen Arbeits-
Beobachtungsinterview stellt ein
schutzkonferenz vier Bereichen
Screening-Verfahren zur Ermitt-
zuordnen:
lung von Belastungsschwerpunkten dar. Die Informationen wer-
■■ Arbeitsinhalt / Arbeitsaufgabe
den mittels eines standardisierten
In den letzten Jahren sind in
■■ Arbeitsorganisation
Analyse­bogens im Rahmen von
Deutschland die Fehlzeiten auf-
■■ Soziale Beziehungen
Beobachtungsinterviews direkt am
grund psychischer Belastun-
■■ Arbeitsumgebung
Arbeitsplatz erfasst. Das Beobach-
gen bei der Arbeit und die Früh-
tungsinterview kann durch Vertre-
verrentungen durch psychische
Diese Bereiche werden mit dem
ter der EO-Institut oder durch ge-
Erkrankun­gen stark angestie-
Gefährdungsbarometer unseres
schulte Personen, beispielsweise
gen. Dennoch wurden psychi-
Institutes untersucht. Die Ergeb-
Fachkräfte für Arbeits­sicher­heit
sche Belastungen bislang kaum
nisse werden übersichtlich und
mit entsprechender Schulung,
in den Gefähr­dungs­beurtei­lun­gen
verständlich aufbereitet. Auch bei
durchgeführt werden. Bei Be-
­bewertet. Das Arbeitsschutzge-
der Ableitung von Maßnahmen
darf schulen wir Ihre Fachkräfte
setz verpflichtet jeden Arbeitgeber,
zur Vermeidung von Gesundheits­
für Arbeits­sicher­heit im Umgang
im Rahmen einer Gefährdungs­
gefährdungen unterstützen wir Sie.
mit dem Gefährdungsbarometer-­
beurtei­lung die für die Beschäf-
50
Beobachtungs­interview.
tigten mit ihrer ­Arbeit verbundene
Da das Vorgehen bei der Gefähr-
Gefährdung zu ermitteln und da-
dungsbeurteilung stets auf die
Der Gefährdungsbarometer-
raus abzuleiten, welche Arbeits-
indi­viduellen Gegebenheiten und
Frage­bogen erfasst ­psychische
Gefährdungen anhand einer
analysiert und erste Lösungs-
durch demografischen Wandel und
schriftlichen Befragung. Er ist ein
vorschläge erarbeitet. Die Work-
zunehmenden Fachkräfte­mangel
kompakter Kurzfragebogen, der
shops haben eine Dauer von zwei
ergeben, zu bewältigen.
einen Überblick über psychische
bis vier Stunden. Dies ist abhän-
Belastung am Arbeitsplatz liefert.
gig von der jeweiligen Ausgangs-
Das Professionalisierungspro-
Für den Gefährdungsbarometer-
lage und der Teilnehmerzahl. Die
gramm Betriebliches Gesund-
Fragebogen liegen Referenzwerte
Workshops selbst folgen immer
heitsmanagement leistet einen
vor, die eine eindeutige Interpre-
einem standardisierten Verfah-
Beitrag dazu. Ziel des vier Mo-
tation des vorliegenden Ausma-
ren. Zunächst findet der Workshop
dule umfassenden Profes­siona­
ßes der psychischen Gefährdungen
mit bis zu acht Beschäftigten statt.
lisierungs­pro­gramms ist es, in den
ermöglicht. Die Durchführung ist
Daran schließt sich der Workshop
Mitgliedsunternehmen systema-
zeit- und ressourcensparend und
mit den Führungskräften an. Vor-
tisch Fachkompetenz im Bereich
damit auch für den Einsatz in gro-
teil dieses kombinierten Ansatzes:
des Betrieblichen Gesundheits­
ßen Organisationseinheiten sehr
Die Sichtweisen von Mitarbeitern
managements zu entwickeln und
gut geeignet. Bei Bedarf sind Ver-
und Führungskräften fließen in die
auszubauen. Im Rahmen der Fort-
gleiche zwischen verschiedenen
Gefährdungsbeurteilung ein. Das
bildung werden die Teilnehmenden
Organisationseinheiten möglich.
ermöglicht ein ganzheitliches Bild
befähigt, ein pragmatisches und
Der Gefährdungsbarometer-Frage­
und die Ableitung zielführender
zum Unternehmen passendes indi-
bogen wurde auf Basis von Mit­
Maßnahmen zur Reduk­tion psychi-
viduelles Gesundheitsmanagement
arbeiter­befra­gun­gen an mehreren
scher Belastung.
zu implementieren. Der Fokus liegt
Tausend Beschäftigten in Industrie
auf praxistauglichen Ansätzen zur
und Dienstleistung wissenschaft-
Das Gefährdungsbarometer ist
Förderung betrieblicher Gesund-
lich überprüft und weist eine hohe
­bereits in einer Reihe von Mit-
heit, die sowohl in kleineren als
Testgüte, sowohl Validität als auch
gliedsunternehmen der NORDOST-
auch in größeren Unternehmen
Reliabilität, auf.
CHEMIE als eine Dienstleis-
umgesetzt werden können. Frau
tung des Gesundheitscenters
Nessig war eine von rund 40 Teil-
Mithilfe des Gefährdungs­baro­
NORDOSTCHEMIE erfolgreich zum
nehmern des Programms.
meter-Analyseworkshops werden
Einsatz gekommen.
psychische Belastungen im Rahmen von zwei aufeinander aufbau-
Strategische und nachhaltige Ge-
enden moderierten Workshops
sundheitsförderung und Präven-
mit Beschäftigten und Führungs-
tion zum Erhalt der Gesundheit
kräften ermittelt. Dabei werden
und Arbeitsfähigkeit der Beschäf-
neben dem Vorliegen von psychi-
tigten stellen die Basis dafür dar,
schen Gefährdungen Ursachen
die Herausforderungen, die sich
51
æ GESUNDHEITSFÖRDERUNG BRAUCHT
EINEN GANZHEITLICHEN ANSATZ
// Frau Nessig, Sie haben das
Professionalisierungsprogramm
„Zertifizierter Gesundheitsmanager“ bei der NORDOSTCHEMIE
absolviert, wie kam es dazu?
Die betriebliche Gesundheitsförderung hat in unserem Unternehmen
einen hohen Stellenwert. Bereits
im Jahr 2004 wurde am SolvayStandort in Bernburg der Arbeitskreis „proFIT“ gegründet, dessen
Katharina Nessig,
Personalreferentin in der Solvay
Chemicals GmbH,
Bernburg
Ziel es ist, auf die spezifischen Bedürfnisse aller Mitarbeiter einzugehen und eine ganzheitliche Ge-
Mitarbeiter finanziell, wenn sie un-
schon viele Maßnahmen im Rah-
sundheitsförderung, das heißt eine
sere Schwimmhalle besuchen.
men der Gesundheitsförderung.
Förderung des körperlichen, geis-
Aber das ist noch kein Betrieb­
tigen und sozialen Wohlbefindens
// Wer arbeitet genau in Ihrem
liches Gesundheitsmanagement
durchzuführen.
Arbeitskreis „proFIT“ mit?
(BGM). Im Professionalisierungs-
In unserem Arbeitskreis arbeiten
programm ging es um einen ganz-
Unsere Maßnahmen reichen von
Personen aus Werkleitung, Be-
heitlichen Ansatz. Das beginnt
der Unterstützung unserer be-
triebsrat, Arbeitsmediziner der
damit, klare, spezifische und
triebsinternen Sportteams, über
Abteilung Arbeitssicherheit, Per-
messbare Ziele zu formulieren,
die Organisation verschiedener
sonalabteilung und allen großen
die auch Eingang in die Unterneh-
sportlicher Aktivitäten wie das Fa-
Produktionsbereichen mit. Der Ar-
mensstrategie finden. Weiterhin
miliensportfest oder eine Radtour.
beitskreis trifft sich monatlich und
ist eine genaue Analyse und Be-
Wir haben aber auch Gesundheits-
ist im Unternehmen fest verankert.
standsaufnahme erforderlich, um
Checks, also Blutwertanalysen,
52
die richtigen Handlungsfelder für
Hautkrebsvorsorge und Fußanaly-
// Wenn alles schon so gut läuft,
das eigene Unternehmen zu fin-
sen. Zusätzlich arbeiten wir sehr
warum dann noch die Fortbildung?
den. Blinder Aktionismus – frei
eng mit einem Fitnessstudio zu-
Am Standort Bernburg gab es in
nach dem Motto „Ich mach mal
sammen und unterstützen unsere
den letzten Jahren tatsächlich
einen Gesundheitstag …“ reicht
nicht. In der Umsetzung ist es
verdeutlicht. Frau Dr. Hapkemeyer
schreiben. Es galt, dieses Projekt
wichtig, feste Strukturen im Unter-
und Frau Scheibner haben diesen
bis Februar 2015 umzusetzen und
nehmen zu schaffen und Wege zu
Mix aus Theorie und Praxis sehr
in einer Hausarbeit zu dokumen-
finden, alle Mitarbeiter zu begeis-
gut hinbekommen.
tieren. Auf diese Weise hat unser
tern. Und letztendlich geht es auch
Unternehmen sogar noch einen
darum, die durchgeführten Maß-
// Was hat Ihnen besonders gut
weiteren Vorteil durch die Fortbil-
nahmen auf ihre Wirksamkeit zu
gefallen?
dung. Mein Kollege Timplan und
überprüfen. Ressourcen sind im-
Für mich war besonders wertvoll,
ich haben uns mit dem Projekt
mer knapp, daher müssen sie ziel-
dass wir mit vielen engagierten
„Initiative Gesundheit“ beschäf-
gerichtet dort eingesetzt werden,
Gesundheitsmanagern aus ande-
tigt. Zum Abschluss haben wir uns
wo sie den größten Nutzen brin-
ren Chemieunternehmen diskutie-
noch einmal mit allen in Berlin ge-
gen.
ren konnten. Jeder hat seine eige-
troffen. Jeder hat über sein Projekt
nen Erfahrungen und Sichtweisen
berichtet. Mit einigen Teilnehmern
// Wie ist das in den Seminaren
eingebracht. Durch diesen offenen
werde ich weiterhin im Austausch
umgesetzt worden?
Austausch konnte auch ich viele An-
bleiben. Diese Kontakte sind mir
Auf jeden Fall sehr praxisorien-
regungen und Ideen für die eigene
sehr wichtig.
tiert. In jedem der vier Seminare
Arbeit mit nach Hause nehmen.
// Was wünschen Sie sich vom Ge-
haben wir Hilfsmittel erhalten, die
wir im eigenen Unternehmen gut
// Was kam nach den Seminaren?
sundheitscenter für die Zukunft?
einsetzen können, wie Analyse-
Nach Abschluss der Seminare
Ich wünsche mir weiterhin so gut
Tools und Evaluationsmethoden.
mussten wir unsere Zertifizie-
organisierte und für die eigene Ar-
Auch mit praktischen Übungsauf-
rungsarbeit über ein BGM-Projekt
beit hilfreiche Seminarangebote.
gaben wurde der Unterrichtsstoff
aus dem eigenen Unternehmen
Auch der Erfahrungsaustauschkreis Gesundheit ist eine ausgezeichnete Möglichkeit, von den Erfahrungen anderer zu profitieren
und zu netzwerken. Wir arbeiten
übrigens gerade in einem Pilotprojekt mit dem EO-Institut an der
psychischen Gefährdungsbeurteilung für zwei Bereiche in unserem
Werk zusammen. Mit der Zusammenarbeit sind wir sehr zufrieden.
53
EHRENAMTLICH AKTIV.
V
DANKE EHRENAMT!
æ LIEBE EHRENAMTLER,
rund zwölf Millionen Deutsche
Als Teil der Selbstverwaltung in
Auch die Arbeitsgerichtsbarkeit ist
übernehmen zentrale Aufgaben
der Sozialversicherung gewähr-
in besonderem Maße auf Sie ange-
unserer Gesellschaft – völlig un-
leisten Sie, dass nicht der Staat,
wiesen. Sie tragen als Ehren­amt­
entgeltlich und häufig unter gro-
sondern wir Versicherte und
liche Richterinnen und Richter Ihre
ßem Einsatz der knappen Res-
Arbeit­geber selbst die Sozialver-
Kenntnisse aus der Arbeitswelt,
source Zeit. Sie alle – 120 Vertreter
sicherungsträger steuern. Sie tra-
Ihre Lebens- und Berufserfah-
aus der NORDOSTCHEMIE – gehö-
gen mit dazu bei, dass die soziale
rung in das gerichtliche Verfahren.
ren zu ihnen. Ob als Verwaltungs-
Absicherung in Deutschland auf
Sie sorgen damit für eine bessere,
rat in der AOK, als Mitglied des
einem hohen Niveau zuverlässig
praxisnähere Rechtsprechung und
Widerspruchsausschusses bei der
erfolgen kann. Sie haben ein Auge
stellen ein unbezahlbares Gut her:
Deutschen Rentenversicherung,
darauf, dass Solidarität und Eigen-
Vertrauen der Bürger in die Recht-
als Mitglied des Verwaltungsaus-
verantwortung in der Gesetzlichen
sprechung der Arbeitsgerichte
schusses bei der Arbeitsagentur
Sozial­versiche­rung gelebt werden
bereichern unsere Gesellschaft.
oder als Ehrenamtliche Richter
können und dies mit dem sinnvol-
Ohne Sie geht es nicht.
an Arbeits- und Sozialgerichten
len und sparsamen Einsatz der
­aller Instanzen – überall sorgen
eingezahlten Beiträge erfolgt.
Ich danke Ihnen von Herzen,
Sie dafür, dass unsere Arbeits-und
dass Sie sich Zeit nehmen für
Sozial­ordnung funktioniert.
diese Aufgaben.
Höchste Zeit, Ihnen, auch im Namen unserer Vorstände, einmal
laut und deutlich Dank zu sagen.
Ihr Engagement verdient großen
Respekt und Anerkennung. Ihr
Dr. Paul Kriegelsteiner
ehren­amtliches Engagement ist
Hauptgeschäftsführer
Ausdruck Ihrer Haltung und Ihrer
NORDOSTCHEMIE
Bereitschaft, etwas uneigennützig
für uns alle zu tun, Verantwortung
zu übernehmen.
54
SOZIALE SELBSTVERWALTUNG.
V
EHRENÄMTER MACHEN DEMOKRATIE IN DER
SOZIALVERSICHERUNG AUS.
tungsrat gewählt. Dieser wiederum
bestimmt den Vorstand. Die Wahlbewerber für die Sozialversicherungswahlen müssen gemäß Sozialgesetzbuch IV bestimmte Voraussetzungen
erfüllen. Zu den Wählbarkeitsvoraussetzungen auf Arbeitgeberseite
zählen die Arbeitgebereigenschaft,
die Volljährigkeit, das Wahlrecht zum
Deutschen Bundestag sowie das
Inne­haben eines Wohnsitzes bzw.
regel­mäßige Tätigkeit im Bezirk des
Versicherungsträgers.
Vertreterversammlungen und Verwaltungsräte beschließen aus ihrer
// Soziale Selbstverwaltung
In der Renten- und Unfallversiche-
Mitte die paritätische Besetzung ver-
Die Sozialwahl, die alle sechs Jahre
rung wählen Versicherte und Arbeit-
schiedener Ausschüsse. Einige die-
stattfindet, ist das Kernstück der De-
geber unmittelbar die Mitglieder der
ser Ausschüsse kümmern sich um
mokratie in der Sozialversicherung –
Vertreterversammlung, die daher
interne Abläufe, wie Grundsatzaus-
mit ihr werden die Parlamente der
auch als das „Parlament“ des Ver-
schuss, Personalausschuss, Finanz-
Sozialversicherung gewählt. Arbeit­
sicherungsträgers bezeichnet wird.
ausschuss, Rechnungsprüfungsaus-
geber und Versicherte stellen in
Die Beitragszahler und Rentner ent-
schuss. Die wichtigsten Ausschüsse
­aller Regel je zur Hälfte die Mitglie-
scheiden über die Zusammenset-
in der sozialen Selbstverwaltung
der der Selbstverwaltungsorgane.
zung der Vertreterversammlung
sind jedoch die Widerspruchsaus-
Der Arbeitgeberverband Nordost-
bei der Deutschen Rentenversiche-
schüsse in der Kranken- und Ren-
chemie hat insgesamt 49 Ehrenäm-
rung Bund. Die Vertreterversamm-
tenversicherung bzw. Renten-
ter in der sozialen Selbstverwaltung
lung wiederum wählt den Vorstand
ausschüsse in der gesetzlichen
bei Kranken-, Unfall- und Renten­
(die „Regierung“ des Sozialversiche-
Unfallversicherung. Diese beschlie-
versicherungen mit Verbands- und
rungsträgers) und die hauptamtliche
ßen in einem rechtlich geregelten
Firmenvertretern besetzt. Die Selbst-
Geschäftsführung.
Verfahren über die Widersprüche
verwaltungsorgane treffen eigen­
der Versicherten gegen Bescheide
verant­wort­lich Entscheidungen für
Bei den Kranken-/Pflegekassen
der Sozialversicherungsträger. Der
den jeweiligen Sozialversicherungs-
dagegen wird als einziges Selbst-
Arbeits­aufwand, den die Mitglieder
träger, beispielsweise zu Organisa-
verwaltungsgremium ein Verwal-
der Widerspruchsausschüsse leis-
tions-, Finanz- und Personalfragen.
ten, ist immens, so hat beispiels-
55
weise jeder Widerspruchsausschuss
Er beschließt die Satzung der Bun-
ber- und einem Arbeitnehmerbeisit-
bei der Deutschen Rentenversiche-
desagentur für Arbeit (BA) und stellt
zer. Sie sollen die in ihrem täglichen
rung Berlin-Brandenburg in ein bis
jährlich den vom Vorstand aufge-
beruflichen und sozialen Umfeld ge-
zwei Sitzungen monatlich im Jahre
stellten Haushaltsplan der BA fest.
wonnenen Erfahrungen, Kenntnisse
2014 durchschnittlich 535 Bescheide
Er genehmigt auch den jährlichen
und Wertungen in die Verhandlun-
erteilt.
Geschäftsbericht, den der Vorstand
gen und die gemeinsame Beratung
der Bundesministerin/dem Bundes-
einbringen und damit die stärker ju-
Als selbstverwaltete Körperschaft
minister für Arbeit und Soziales vor-
ristisch geprägte Sichtweise der Be-
des öffentlichen Rechts führt die
legt. Zu den strategischen Aufgaben
rufsrichter sinnvoll ergänzen.
Bundesagentur für Arbeit ihre Auf-
des Verwaltungsrats gehört auch die
gaben im Rahmen des SGB Drittes
Genehmigung der geschäftspoliti-
Ehrenamtliche Richter sind wie die
Buch – Arbeitsförderung – eigenver-
schen Ziele als Ausgangspunkt des
Berufsrichter nur dem Gesetz unter-
antwortlich durch. Zentrales Organ
Haushaltsplanungsprozesses so-
worfen. Sie haben in der mündlichen
der Selbstverwaltung der Bundes-
wie die laufende Kontrolle der Errei-
Verhandlung und in der Urteilsfin-
agentur für Arbeit (BA) ist der Ver-
chung dieser Ziele.
dung dieselben Rechte und dieselbe
waltungsrat. Darüber hinaus exis-
Verantwortung wie die Berufsrichter.
tiert in jeder Agentur für Arbeit als
Der Verwaltungsausschuss der
Sie unterliegen bei der Rechtsfin-
lokales Selbstverwaltungsorgan
Agentur für Arbeit ist ebenfalls drit-
dung keinen Aufträgen oder Weisun-
ein Verwaltungsausschuss. Auch in
telparitätisch besetzt und überwacht
gen und sind zu absoluter Neu­tra­
diesen Gremien besteht ein pari-
die Geschäftsführung. Er berät sie
lität verpflichtet.
tätisches Besetzungsrecht der So-
bei der Erfüllung ihrer Aufgaben.
zialpartner. Der Arbeitgeberver-
Im Zentrum des Interesses des Auf-
Fast an allen Arbeitsgerichten der
band Nordostchemie hat insgesamt
sichtsgremiums der BA steht darü-
neuen Bundesländer sind auf Arbeit-
20 Verbands-und Firmenvertreter
ber hinaus die Steuerung der aktiven
geberseite Ehrenamtliche Richter
für die Verwaltungsausschüsse der
Arbeitsmarktpolitik und deren Wirk-
der NORDOSTCHEMIE vertreten. So-
Agenturen für Arbeit im Verbandsge-
samkeit und Wirtschaftlichkeit.
gar an Landesarbeitsgerichten und
biet benannt.
am Bundesarbeitsgericht wird durch
// Ehrenamtliche Richter
Chemie-Arbeitgebervertreter Recht
Der Verwaltungsrat überwacht als
Die Mitwirkung Ehrenamtlicher
gesprochen. 52 Geschäftsführer,
Aufsichts- und Legislativorgan die
Richterinnen und Richter an der
Prokuristen, Personaleiter und Ver-
Arbeit des hauptamtlichen Vor-
Rechtsprechung ist ein wesentliches
bandsvertreter aus der ostdeutschen
stands und berät ihn in allen aktu-
Element deutscher Gerichtsbarkeit.
chemischen Industrie engagieren
ellen Fragen des Arbeitsmarktes.
Die Arbeitsgerichte entscheiden in
sich derzeit in der Arbeits­gerichts­
allen Instanzen in der Besetzung mit
barkeit.
Berufsrichtern und Ehrenamtlichen
Richtern, jeweils einem Arbeitge-
56
STATISTISCHER ANHANG
V
MITGLIEDSUNTERNEHMEN
DER NORDOSTCHEMIE
2013
200
168 164
160
2014
171
150
100
66 67
50
0
AGV
VCI
aAGV
Quelle: Nordostchemie
BESCHÄFTIGTE IN DEN MITGLIEDSUNTERNEHMEN
DER NORDOSTCHEMIE
50.000
44.600
2013
2014
44.100
40.000
31.300 31.500
30.000
20.000
9.500 9.600
10.000
0.0000
AGV
VCI
aAGV
Quelle: Nordostchemie
KRANKENSTAND IN DER NORDOSTDEUTSCHEN
CHEMISCHEN INDUSTRIE
2013
gesamt 5,85 Prozent
2014
gesamt 5,70 Prozent
Sep
Nov
8
7
6
5
4
3
Jan
Feb
Mrz
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Okt
Dez
Quelle: Arbeitgeberverbände Nordostchemie
57
Mai
Dialog mit der ost­
deutschen chemischen
Industrie in Berlin
Mai
Lange Nacht der
Industrie in Berlin
AUS DER
VERBANDSARBEIT
2014
Januar
Seminar: Aktuelle
Probleme und Geset­
zesänderungen zum
Sozialversicherungsund Steuerrecht
Januar
Januar / Oktober
Zwei Workshops im
Rahmen des Projekts
SPiCE³ (Energie­
effizienz) in Schkopau
und Magdeburg
Februar
Seminar: Persön­
lichkeitsfaktor
Motive – Was treibt
­Menschen an?
Februar
Februar
Vorstandssitzung des
Allgemeinen Arbeitge­
berverbandes Nordost­
chemie e. V. in Berlin
© Senatsverwaltung für Gesundheit
und Soziales
Februar
Pharmadialog mit dem
Senator für Gesund­
heit und Soziales,
­Mario Czaja, in Berlin
April
Zwei Bezirksgruppen­
März / September
sitzungen des Ver­
Zwei Sitzungen des
bandes der deutschen
Ausschusses Umwelt / Lack- und Druck­
Technik / Energie
farben­industrie
März
Seminar: Erfolgreich
verhandeln mit dem
Betriebsrat in Halle
März / April
Seminare: Arbeitsrecht April
für Führungskräfte I
Sozialer Tag des
und II in Berlin
Arbeitgeberverbandes
Nordostchemie e. V.:
März / April
Arbeitseinsatz in der
Seminar für Azubis:
Kita St. Hildegard in
Business-Knigge –
Berlin-Lichterfelde
­Benimm im Job für
Auszubildende in
April
Berlin und Halle
Mitgliederversamm­
März / Oktober
Sechs Gesprächskreise
für Personalleiter
unserer Mitglieds­
unternehmen
März
März / September /
November
Lehrerkongress
„Mitmachen, Staunen,
Verstehen – Chemie
für jedes Alter“
in Potsdam
Lehrerkongress „Es
grünt so grün – Nach­
haltige Chemie und
ihre Umsetzung im
Unterricht“ in Leipzig
Lehrerkongress
„Mitmachen, Staunen,
Verstehen – Chemie
für jedes Alter“
in Potsdam
März / Oktober
Zwei Sitzungen des
Arbeits­kreises Gefahr­
gut, Logistik, Verkehr
58
März / November
Zwei Sitzungen des
Arbeits­kreises For­
schung und Innovation
lung des Landesver­
bandes Nordost des
Bundesverbandes der
Pharmazeutischen
Industrie e. V. in Berlin
April
Mai
Sechster Innovations­
kongress Chemie
und Biotechnologie
in Leipzig
Mai
Seminar: Umstruk­
turierung – Ein- und
Ausgliederung – Outund Insourcing: Den
Betriebsübergang
arbeits­rechtlich meis­
tern
Mai / Juni / November
Vorstandssitzung des
Arbeitgeberverbandes
Nordostchemie e. V.
und des Landesver­
bandes Nordost des
Verbandes der Chemi­
schen Industrie e. V. in
Cottbus und Merseburg
Mai
April / Mai / September / November
Seminare: Fortbildung
zum Gesundheits­
manager (Module 1,
2 und 3)
April / November
Sechs Gesprächskreise
für Personalreferenten
unserer Mitglieds­
unternehmen
Juni
Außerordentliche
Vorstandssitzung des
Arbeitgeberverbandes
Nordostchemie e. V.
Juni
Seminar: Mit Mitarbei­
tern sicher und effektiv
kommunizieren
Juni
Sitzung des Arbeits­
kreises Steuern, Finan­
zen, Betriebswirtschaft
Juni …
Juli
Seminar: Übertragung
von Unternehmer­
pflichten
Mai / November
Mitgliederversammlung
des Arbeitgeberver­
bandes Nordostchemie
e. V. und des Landes­
verbandes Nordost
des Verbandes der
Chemischen Industrie
e. V. in Cottbus, Sitzung
der Sozialpolitischen
Ausschüsse Ost und
Berlin, der Ausschüsse
Bildung und Berufs­
bildung sowie Umwelt / Technik / Energie
August
Seminar: Arbeitszeit
in Theorie und Praxis
… August
September
Pharmadialog mit dem
Minister für Wissen­
schaft und Wirtschaft,
Hartmut Möllring, und
dem Minister für Arbeit
und Soziales, Norbert
Bischoff, in Magdeburg
Oktober
Parlamentarischer
Abend (gemeinsam
mit dem vfa und der
IG BCE) „Pharma­
standort Berlin“
September
Bundesweiter Tag
der offenen Tür
Oktober
Aktuelle BAGRechtsprechung
September
Oktober
September
Seminar: Tarifverträge
in der chemischen
Industrie – Entgelt / Eingruppierung
Oktober
Seminar für Azubis:
Kommunikations­
training – Telefon,
E-Mails, SMS
Seminar: Tarifverträge
in der chemischen
Industrie – Arbeits­
bedingungen
Oktober / November
Zwei Parlamentarische
Abende des Arbeitge­
berverbandes Nordost­
chemie e. V. und des
Landesverbandes
Nordost des Verbandes
der Chemischen Indus­
trie e. V. in Magdeburg
und Dresden
September
Seminar: Aktuelle
Rechtsprechung
zum BetrVG
September
Seminar: Speed Rea­
ding – schneller lesen,
mehr verstehen und
behalten
November
Forum des Arbeit­
geberverbandes
Nordostchemie e. V.
und des Landesver­
bandes Nordost des
Verbandes der Chemi­
schen Industrie e. V.
in Merseburg, Sitzung
der Sozialpolitischen
Ausschüsse Ost und
Berlin, des Arbeitskrei­
ses Steuern, Finanzen,
Betriebswirtschaft, der
Ausschüsse Bildung
und Berufsbildung,
Öffentlichkeitsarbeit
sowie Umwelt / Technik / Energie
November
November
Seminar: Arbeitneh­
mererfindungsrecht –
unbekanntes Risiko
und unterschätzte
Chance
November
Seminar: Langzeitkon­
ten – effiziente Umset­
zungsmöglichkeiten
Dezember
Chemiedialog mit dem
Minister für Wissen­
schaft und Wirtschaft,
Hartmut Möllring,
in Magdeburg
Dezember
Sitzung des Erfah­
rungsaustauschkreises
Wasser /Abwasser
in Halle
Dezember
BioConValley – Treff
zur „weißen Biotechno­
logie“ in Greifswald
Dezember
2015
Oktober
Seminar: Freiwilligen­
programme – Eine
Alternative zu betriebs­
bedingten Kündigun­
gen?
November / Dezember
Zwei Veranstaltungen
„Pharmazeuten in der
Industrie“ im Institut
November
für Pharmazie an der
Regionalkolloquium
Friedrich-Schiller-Uni­
„Verfahrenstechnik
versität
Jena und im
für eine neuartige
Rohstoffbasis“ gemein­ Institut für Pharmazie
sam mit der DECHEMA an der Ernst-MoritzIm Jahr 2014
Arndt-Universität
in Merseburg
außerdem
Greifswald
14 Lehrerfortbildungs­
veranstaltungen
November
Erfahrungsaustausch
REACH in Berlin
November
Lebensphasen
(LephA)-Konferenz des
Arbeitgeberverbandes
Nordostchemie e. V.
in Kagel
16 symbolische
Scheckübergaben im
Rahmen der Aktion
„Pro Chemieunter­
richt“
Sechs Auszeich­
nungsveranstaltun­
gen im Rahmen des
Schülerwettbewerbs
„Chemkids“ sowie ein
Schülerpraktikum
59
VERBANDSGREMIEN
V
STAND: 31. DEZEMBER 2014
I. Vorstand
Arbeitgeberverband
Thomas Naujoks
Verband der
MDSE Mitteldeutsche Sanierungs-
Chemischen Industrie e. V.
und Entsorgungsgesellschaft mbH,
Landesverband Nordost
Bitterfeld
Nordostchemie e. V.
Vorsitzender
Vorsitzender
Gudrun Lohkamp
Dr. Dieter Hübl
Bayer Pharma AG, Berlin
Bayer Pharma AG, Berlin
Dr. Georg Rheinbay
Stellvertretende Vorsitzende
A. Menarini Research & Business
Gerd Kunkel
Service GmbH, Berlin
Wacker Chemie AG, Nünchritz
Dr. Christian Huberto Schleicher
Schatzmeister
Bayer Bitterfeld GmbH
Klaus Heinrich Kuhlage
Dr. Karl Heinz Tebel
BASF Schwarzheide GmbH
Stellvertretender Vorsitzender
Gerd Kunkel
Wacker Chemie AG, Nünchritz
Klaus Heinrich Kuhlage
Akzo Nobel Functional GmbH, Greiz
Akzo Nobel Functional GmbH, Greiz
Ehrenmitglieder
Wolfgang Heimrod
Schatzmeister
Klaus Heinrich Kuhlage
Vorstandsmitglieder
Dr. Christof Günther
Horst Huß
InfraLeuna GmbH
Dr. Peter Schwarz
Dr. Eduard Heyl
Akzo Nobel Functional GmbH, Greiz
Vorstandsmitglieder
HEYL Chemisch-pharmazeutische
Annett Enderle
Rechnungsprüfer
Pfizer Deutschland GmbH, Berlin
Hans-Joachim Kaatz
Takeda GmbH, Oranienburg
Dr. Christof Günther
InfraLeuna GmbH
Rainer G. Jahn
RGJ-Projekte & Management, Berlin
Karl Ulrich Kolland
Berlin-Chemie AG
Dr. Eduard Heyl
Fabrik GmbH & Co. KG, Berlin
Dr. Thomas Müller
Solvay Chemicals GmbH, Bernburg
HEYL Chemisch-pharmazeutische
Fabrik GmbH & Co. KG, Berlin
Reiner Roghmann
Dow Olefinverbund GmbH, Schkopau
Rainer G. Jahn
RGJ-Projekte & Management, Berlin
Dr. Christian Huberto Schleicher
Bayer Bitterfeld GmbH
60
Dr. Karl Heinz Tebel
Henriette Starke
Deutsche Industrievereinigung
BASF Schwarzheide GmbH
APOGEPHA Arzneimittel GmbH,
Biotechnologie
Dresden
Landesverband Nordost
Vorstandsmitglieder
Vorsitzender
Dr. Hans-Georg Feldmeier
Dr. Michael Wallmeyer
mibe GmbH Arzneimittel, Brehna
nanoPET Pharma GmbH, Berlin
Dr. Michael Wallmeyer
nanoPET Pharma GmbH, Berlin
Alexander Zill
Dresdner Lackfabrik novatic GmbH
& Co. KG
Dr. Eduard Heyl
HEYL Chemisch-pharmazeutische
Allgemeiner Arbeitgeberverband
Fabrik GmbH & Co. KG, Berlin
Nordostchemie e. V.
Dr. Johannes Knollmeyer
Vorsitzender
Rechnungsprüfer
Sanofi-Aventis Deutschland GmbH,
Klaus Holz
Hans-Joachim Kaatz
Berlin
Trevira GmbH, Hattersheim
Felix König
Stellvertretende Vorsitzende
Karl Ulrich Kolland
Dr. Kade Pharmazeutische Fabrik
Dr. Klaus-Peter Kalk
Berlin-Chemie AG
GmbH, Berlin
LEUNA-Harze GmbH
Dr. Jan Lukowczyk
Frank Kilian
Serumwerk Bernburg AG
Serumwerk Bernburg AG
Ehrenmitglied
Dr. Gerwald F. Grahe
Takeda GmbH, Oranienburg
Bundesverband der
Pharmazeutischen Industrie e. V.
Landesverband Nordost
Vorstandsmitglieder
Verband der deutschen Lack-
Jörg Hahn
Vorsitzender
und Druckfarbenindustrie e. V.
optimal media GmbH, Röbel
Klaus Hauptmann
Bezirksgruppe Nordost
medphano Arzneimittel GmbH,
Rüdersdorf
Dr. Jürgen Mader
Vorsitzender
Melexis GmbH, Erfurt
Jochen Zill
Stellvertretende Vorsitzende
Hallesche Lackfabrik novatic GmbH
Rechnungsprüfer
Sebastian Frank Braun
Sylvia Kania
CHEPLAPHARM Arzneimittel GmbH,
DHW Deutsche Hydrierwerke GmbH,
Mesekenhagen
Rodleben
Doris Bawey
PanTrac GmbH, Berlin
61
Ehrenmitglied:
Mandy Lehmann
Sozialpolitischer Ausschuss Berlin
Dr. Helge Fänger
Takeda GmbH, Oranienburg
Vorsitzender
Dr. Georg Rheinbay
Ellen Redlich
Bildungswerk Nordostchemie e. V.
Berlin-Chemie AG
Mitglieder
Der Vorstand tagte 2014 zweimal.
Folgende Themen wurden behandelt:
Berlin-Chemie AG
Stefan Rohde
Dr. Markus Bayer
B. Braun Melsungen AG, Berlin
Dr. Kade Pharmazeutische Fabrik
■■ Aus- und Weiterbildungsaktivitäten
GmbH, Berlin
■■ Finanzen
Patricia Salomon
■■ Qualitätsmanagement
Klosterfrau Berlin GmbH
■■ Personalangelegenheiten
Michael Hartmann
Dr. Gerhard Mann chem.-pharm.
■■ Bachelorstudiengänge
Christoph Weilberg
■■ Zusammenarbeit mit der Shang­
BMB Beiersdorf Manufacturing
hai Petrol Chemical Academy (SPA)
Berlin GmbH
Fabrik GmbH, Berlin
Uwe Hoffmeister
■■ Räumliche Möglichkeiten zur
Takeda Pharma Vertrieb GmbH & Co.
­Erweiterung des bbz Chemie
KG, Berlin
II. Ausschüsse /Arbeitskreise / Vorsitzender
Beiräte
Dr. Gerhard Schauer
Gudrun Lohkamp
Bayer Pharma AG, Berlin
Bayer Pharma AG, Berlin
Vorstandsmitglieder
Arbeitgeberverband
Andreas Redenz
Nordostchemie e. V.
TOTAL Deutschland GmbH, Berlin
Beirat
Stefan Rohn
Uwe Knopf
Salzenbrodt GmbH & Co. KG, Berlin
Jens Haselow
PCK Raffinerie GmbH, Schwedt
Rainer G. Jahn
LACUFA GmbH Lacke und Farben,
RGJ Projekte & Management, Berlin
Berlin
Andrea Schneidewind
Dr. Kade Pharmazeutische Fabrik
Dr. Paul Kriegelsteiner
Dr. Heiko Mammen
Arbeitgeberverband
ICL-IP Bitterfeld GmbH
Nordostchemie e. V., Berlin
Dr. Hanns-Cord Walter
Dr. Uwe Poser
Dr. Hartmut Lang
BASF Schwarzheide GmbH
62
GmbH, Berlin
ARKEMA GmbH, Leuna
Klosterfrau Berlin GmbH
Sozialpolitischer Ausschuss Ost
Ingelore Kapust
Ausschuss für Bildung
Vorsitzender
InfraLeuna GmbH
und Berufsbildung
Thomas Naujoks
Der Ausschuss tagte 2014 zweimal.
MDSE Mitteldeutsche Sanierungs-
Oliver Klosterberg
und Entsorgungsgesellschaft mbH,
Wacker Chemie AG, Nünchritz
Bitterfeld
Folgende Themen wurden behandelt:
■■ Tarifvertrag „Zukunft durch Aus­
Kathrin Kretschmer
bildung und Berufseinstieg“
Stellvertretende Vorsitzende
APOGEPHA Arzneimittel GmbH,
■■ Ergebnisse der Umfrage zur Aus­
Sabine Onesciuc
Dresden
bildungs- und Übernahmesituation
Bayer Bitterfeld GmbH
Mitglieder
2014
Markus Lamb
■■ Jobstarter-Projekt „Entwicklung
Laurent Reifen GmbH, Oranienburg
und Zertifizierung von Zusatzqua­
Christian Bartsch
lifikationen für Biologielaboranten
ZSCHIMMER & SCHWARZ
Dr. Hartmut Lang
und Chemielaboranten in Berlin und
MOHSDORF GmbH & Co. KG,
BASF Schwarzheide GmbH
Brandenburg“
Burgstädt
Joachim Bührmann
■■ Initiative „Offensive Bildung“
Ute Marx
■■ Studium im bbz Chemie zusam­
DOMO Caproleuna GmbH
men mit der Hochschule Merseburg
TOTAL Raffinerie Mitteldeutschland
GmbH, Spergau
und der Provadis Hochschule
Ingo Schierhorn
■■ Berufswahlsiegel Sachsen-Anhalt
Solvay Chemicals GmbH, Bernburg
■■ „ChemChamp“-Chemielehrkraft
Kristine Eden
IDT Biologika GmbH, Dessau-Roßlau
des Jahres
Magnus von Stackelberg
Salutas Pharma GmbH, Barleben
Jens Haselow
PCK Raffinerie GmbH, Schwedt
Vorsitzender
Raphael Gründel
Jens Weßelkock
InfraLeuna GmbH
GlaxoSmithKline Biologicals,
Pascal Havy
NL der SmithKline Beecham
Mitglieder
Mineralölverbundleitung GmbH,
Pharma GmbH & Co. KG, Dresden
Dr. Martin Baumgart
Schwedt
KURZ TYPOFOL GmbH, Döbeln
Jens Wilde
Martina Hinkenjann
Linde Engineering Dresden GmbH
Annett Boschitsch
Akzo Nobel Industrial Chemicals
Dr. Gerhard Mann chem.-pharm.
GmbH, Bitterfeld
Fabrik GmbH, Berlin
Hans-Joachim Kaatz
Kristin Dippe
Takeda GmbH, Oranienburg
Wacker Chemie AG, Nünchritz
63
Nancy Herrmann
Claudia Thienenkamp
Ausschuss Umwelt, Technik,
IDT Biologika GmbH, Dessau-Roßlau
Akzo Nobel Service GmbH, Köln
Energie
Wolfgang Hübel
Kathrin Uecker
Sächsische Bildungsgesellschaft für
Klosterfrau Berlin GmbH
Der Ausschuss tagte 2014 viermal.
Umweltschutz und Chemieberufe
Dresden mbH
Folgende Themen wurden behandelt:
■■ Zentrale Expositionsdatenbank
Anne-Marie Viens
■■ Arbeitsmedizinische Vorsorge­
Pfizer Deutschland GmbH, Berlin
untersuchung
Ines Krämer
■■ EEG-Beihilfeverfahren
Bildungswerk Nordostchemie e. V.,
Severin Völkner-Huhn
■■ Fortentwicklung Abwasserabgabe
Berlin
Nuplex Resins GmbH, Bitterfeld
■■ Seveso-III-Richtlinie – Sachstand
Umsetzung in deutsches Recht
Mandy Lehmann
Petra Waldinger
■■ Übersicht aktuelle Gesetzes­
Takeda GmbH, Oranienburg
MANN + HUMMEL GmbH,
vorhaben – EU, Bund, Länder
­Sonneberg
■■ Berichte aus den Fachausschüs­
Werner Lehmann
PCK Raffinerie GmbH, Schwedt
sen (Umweltschutz / Produktsicher­
Holger Zölle
heit) des VCI
SMP Deutschland GmbH, Meerane
■■ Analyse psychischer Belastungen
im Rahmen von Gefährdungsanalysen
Ines Mayer
Dow Olefinverbund GmbH, Schkopau
Verband der
Vorsitzender
Sabine Neumann
Chemischen Industrie e. V.
Jürgen Killmann
BASF Schwarzheide GmbH
Landesverband Nordost
Solvay Chemicals GmbH, Bernburg
Ellen Redlich
Beirat
Stellvertretender Vorsitzender
Berlin-Chemie AG
Klaus Hauptmann
Pascal Mielke
medphano Arzneimittel GmbH,
A. Menarini Research & Business
Rüdersdorf
Service GmbH, Berlin
Uwe Knopf
Mitglieder
Michael Schubert
LACUFA GmbH Lacke und Farben,
Dr. Roland Abel
Bayer Pharma AG, Berlin
Berlin
Dow Olefinverbund GmbH, Schkopau
Jana Spittka
Dr. Heiko Mammen
Dr. Achim Aschmoneit
TOTAL Raffinerie Mitteldeutschland
ICL-IP Bitterfeld GmbH
PCK Raffinerie GmbH, Schwedt
Stefan Rohde
B. Braun Melsungen AG, Berlin
GmbH, Spergau
64
Frank Bange
Joachim Heider
André Protze
Sodawerk Staßfurt GmbH & Co. KG
Linde AG, Berlin
Diessner GmbH & Co. KG, Lack- und
Frank Böttcher
Dr. Manfred Hempel
MSA Technologies and Enterprise
GlaxoSmithKline Biologicals,
Dr. Martin Rathenow
Services GmbH, Berlin
NL der SmithKline Beecham
Dr. Kade Pharmazeutische Fabrik
Pharma GmbH & Co. KG, Dresden
GmbH, Berlin
Lars Herrmann
Toralf Rensch
Hexion Leuna GmbH & Co. KG
IBU-tecadvanced materials AG
Dr. Dirk Hoffmann
Dr. Steffen Schaffarczyk
fit GmbH
ARKEMA GmbH, Leuna
Stefan Kauerauf
Jörn Schladitz
Akzo Nobel Industrial Chemicals
SCHLADITZ milwa GmbH, Prettin
Farbenfabrik, Berlin
Dr. Volker Damrath
Chemiewerk Bad Köstritz GmbH
Dr. Jürgen Dörr
Evonik Industries AG, Rheinfelden
Dr. Ulrich Drechsler
Salzenbrodt GmbH & Co. KG, Berlin
Dr. Jens-Peter Foge
GmbH, Bitterfeld
Taminco Germany GmbH, Leuna
Jürgen K. Seifert
Dr. Thomas Klumpp
Jann-Michael Giebelhausen
Adsor-Tech GmbH
Dr. Daniela Hameister
ICL-IP Bitterfeld GmbH
Bayer Bitterfeld GmbH
Dr. Sandra Straube
Dr. Jörg Lindemann
TRINSEO Deutschland GmbH,
Wacker Chemie AG, Nünchritz
­Merseburg
Dr. Thomas Linz
Birgit Teichmann
Bayer Pharma AG, Berlin
InfraLeuna GmbH
Dr. Konrad Morgenschweis
Dr. Andreas Voigt
BASF Schwarzheide GmbH
Akzo Nobel Functional Chemicals
YARA Rostock, Zweigniederlassung
der YARA GmbH & Co. KG
Christian Gummelt
Schirm GmbH, Schönebeck
Torsten Hannusch
GmbH, Greiz
GIG pharmasite technology GmbH,
Dr. Uwe Müller
Berlin
HAPILA GmbH, Gera
Michael Hartung
Ralf Niebuhr
InfraLeuna GmbH
YARA Rostock, Zweigniederlassung
der YARA GmbH & Co. KG
65
Ausschuss für Öffentlichkeitsarbeit
Birgit Heroldt
Expertenkreis REACH
Der Ausschuss tagte 2014 zweimal.
DENTAL-Kosmetik GmbH & Co. KG,
Mitglieder
Folgende Themen wurden behandelt:
Dresden
Ulrich Auge
Lankwitzer Lackfabrik GmbH
■■ Bundesweite Veranstaltung „Tag
Dr. Ute Hirsch
der offenen Tür“ 2014
UNICEPTA Abels & Partner
Frank Böttcher
■■ Kampagne „Elementare Vielfalt“
Gesellschaft für Marktkommunika­
MSA Technologies and Enterprise
■■ „ChemChamp“-Chemielehrkraft
tion mbH, Bitterfeld
Services GmbH, Berlin
■■ Responsible Care Wettbewerb
Simone Kannapinn
Luc De Raedt
■■ Initiative Pro Chemieunterricht
Bayer Pharma AG, Berlin
DOMO Caproleuna GmbH
Grit Kuchling
Ulrike Dietze
Berlin-Chemie AG
Laborchemie Apolda GmbH
Dr. Hans-Jürgen Limburg
Dr. Jens-Peter Foge
Leuchtstoffwerk Breitungen GmbH
Taminco Germany GmbH, Leuna
Sandra Brückner
Stefan Möslein
Jann-Michael Giebelhausen
Dow Olefinverbund GmbH, Schkopau
TOTAL Raffinerie Mitteldeutschland
Adsor-Tech GmbH, Premnitz
des Jahres
■■ Themen Wirtschaftszeitung AKTIV
Vorsitzender
Arne Petersen
BASF Schwarzheide GmbH
Mitglieder
GmbH, Spergau
Mechthild Claes
B. Braun Melsungen AG, Berlin
Lars Herrmann
Tina Plötz
Hexion Leuna GmbH & Co. KG
Akzo Nobel Industrial Chemicals
Tanja Cyrus
GmbH, Bitterfeld
Bildungswerk Nordostchemie e. V.,
Berlin
Vica Fajnor
Dr. Dirk Hoffmann
Fit GmbH, Zittau
Christian Selck
YARA Rostock, Zweigniederlassung
Yuko Koba-Gläser
der YARA GmbH & Co. KG
advanced materials AG, Weimar
Asta Tehnzen-Heinrich
Angela Kuhrt
Wacker Chemie AG, Nünchritz
FEW Chemicals GmbH, Wolfen
Ute Walther
Dr. Stephan Liebsch
Bayer Bitterfeld GmbH
ZSCHIMMER & SCHWARZ
PCK Raffinerie GmbH, Schwedt
Martin Halliger
InfraLeuna GmbH
MOHSDORF GmbH & Co. KG
66
Harald Lissat
Klaus Wittig
Dr. Jürgen Koch
PCK Raffinerie GmbH, Schwedt
Akzo Nobel Functional Chemicals
Wacker Chemie AG, Nünchritz
GmbH, Greiz
Dr. Raik Meene
Ralf Niebuhr
DHW Deutsche Hydrierwerke GmbH,
Erfahrungsaustauschkreis
YARA Rostock, Zweigniederlassung
Rodleben
Wasser / Abwasser
der YARA GmbH & Co. KG
Vorsitzender
Pascal Mielke
Silvio Rockstroh
Birgit Teichmann
A. Menarini Research & Business
Infra-Zeitz Servicegesellschaft mbH
InfraLeuna GmbH
Service GmbH, Berlin
Mitglieder
Arbeitskreis Forschung
Reinhold Wolfgang
Dr. Roland Abel
und Innovation
CLR Chemisches Laboratorium
Dow Olefinverbund GmbH, Schkopau
Der Ausschuss tagte 2014 zweimal.
Dr. Kurt Richter GmbH, Berlin
Frank Böttcher
In den Ausschusssitzungen stell­
Marlies Rohr
MSA Technologies and Enterprise
ten sich insgesamt fünf innovative
Organica Feinchemie GmbH, Wolfen
Services GmbH, Berlin
Unternehmen vor. Der sechste
Innovationskongress Chemie und
Eckhard Rumler
Arvid Friebe
Biotechnologie wurde vorbereitet
Arevipharma GmbH, Radebeul
Infra-Zeitz Servicegesellschaft mbH
und ausgewertet.
Regina Schmeißer
Gudrun Griebenow
Vorsitzender
Chemiewerk Bad Köstritz GmbH
BASF Schwarzheide GmbH
Dr. Heinz Mustroph
FEW Chemicals GmbH, Wolfen
Dr. Matthias Schmidt
Dr. Daniela Hameister
DOMO Caproleuna GmbH
YARA Rostock, Zweigniederlassung
Mitglieder
der YARA GmbH & Co. KG
Dr. Ralf-Uwe Bauer
Dr. Bodo Schulze
Organica Feinchemie GmbH, Wolfen
Thüringer Institut für Textil- und
Lars Herrmann
Kunststoffforschung e. V.,
Hexion Leuna GmbH & Co. KG
Rudolstadt-Schwarza
TRINSEO Deutschland GmbH,
Andreas Hort
Marek Checinski
­Merseburg
ICL-IP Bitterfeld GmbH
CreativeQuantum GmbH, Berlin
Gabriele Tietz
Jürgen Killmann
Dr. Cornelia Dümischen
Schirm GmbH, Schönebeck
Solvay Chemicals GmbH
Merseburger Spezialchemikalien
Dr. Sandra Straube
67
Dr. Wolfgang Fischer
Joachim Rother
Arbeitskreis Steuern, Finanzen,
Bayer Bitterfeld GmbH
Dresdner Lackfabrik novatic
Betriebswirtschaft
GmbH & Co. KG
Der Ausschuss tagte 2014 einmal.
Dr. Michael Frey
Laborchemie Apolda GmbH
Dr. André Hänsicke
Folgende Themen wurden behandelt:
Dr. Jörg Andreas Schröter
DHW Deutsche Hydrierwerke
■■ 25 Jahre Mauerfall –
GmbH, Rodleben
Der Osten holt kaum noch auf
Berlin-Chemie AG
Dr. Volker Landschütze
■■ Wirtschaftliche Lage der
Dr. Oliver Seidelmann
­Unternehmen
ChiroBlock GmbH, Wolfen
■■ Aktuelle steuerrechtliche
aevotis GmbH, Potsdam
Entwicklungen und Herausforde­
Prof. Dr. Hans-Joachim Selbitz
Dr. Stephan Liebsch
IDT Biologika GmbH,
ZSCHIMMER & SCHWARZ
Dessau-Roßlau
MOHSDORF GmbH & Co KG,
Burgstädt
rungen
Vorsitzender
Dr. Jochen Stribrny
Dr. Alexey Shilkin
BASF Schwarzheide GmbH
BASF Schwarzheide GmbH
Mitglieder
Dr. Uwe Müller
HAPILA GmbH, Gera
Dr. Michael Wallmeyer
Max Brüggen
nanoPET Pharma GmbH, Berlin
Berlin-Chemie AG
MSA Technologies and Enterprise
Ulrich Weitz
Patricia Funke-Zschiedrich
Services GmbH, Berlin
IBU-tec advanced materials AG,
Dow Olefinverbund GmbH,
Weimar
­Schkopau
Institut für Lacke und Farben e. V.,
Torsten Witte
Niels Gürke
Magdeburg
Sodawerk Staßfurt GmbH & Co. KG
IDT Biologika GmbH,
Dr. Thomas Muschter
Dr. Norbert Pietschmann
Dessau-Roßlau
André Protze
Diessner GmbH & Co. KG
Gabriele Heyer
Lack- und Farbenfabrik, Berlin
LACUFA GmbH Lacke und Farben,
Berlin
Dr. Sven Rösler
Leuchtstoffwerk Breitungen GmbH
Maike Holl
Akzo Nobel Industrial Chemicals
GmbH, Bitterfeld
68
Michaela Kohlisch
Arbeitskreis Gefahrgut,
Mario Kästner
Taminco Germany GmbH, Leuna
Logistik, Verkehr
Dresdner Lackfabrik novatic
Der Ausschuss tagte 2014 zweimal.
GmbH & Co. KG
Karl Ulrich Kolland
Folgende Themen wurden behandelt:
A. Menarini Research & Business
Service GmbH, Berlin
Maik Kaltenbach
■■ Infrastrukturinitiative des VCI
Bayer Bitterfeld GmbH
■■ Zugelassener Wirtschafts­
Jenny Krämer
beteiligter
Ralf Kleinschmager
GIG pharmasite technology GmbH,
■■ Gelangensbestätigung
LACUFA GmbH Lacke und Farben,
Berlin
■■ Projekt „HILDE“ – Hinterland­
Köthen
lösungen zur Effizienzsteigerung
Sibylle Plaschnik
zwischen Hamburg und Sachsen
Bayer Bitterfeld GmbH
Jürgen Mattler
BASF Schwarzheide GmbH
Vorsitzender
Marc Riemenschneider
Peter Heinke
Marcel Mehlhorn
B. Braun Melsungen AG, Berlin
Dow Olefinverbund GmbH, Schkopau
ZSCHIMMER & SCHWARZ
MOHSDORF GmbH & Co KG,
Rüdiger Schäfer
Mitglieder
TRINSEO Deutschland GmbH,
Wolfgang Bastian
Merseburg
Salzenbrodt GmbH & Co. KG, Berlin
Burgstädt
Dr. Manfred Menzel
Akzo Nobel Functional GmbH, Greiz
Ralf Schiller
Annett Bornschein
ARKEMA GmbH, Leuna
Laborchemie Apolda GmbH
Andreas Scharf
Wacker Chemie AG, Nünchritz
Jörn Schladitz
Dietmar Duhr
SCHLADITZ milwa GmbH, Prettin
YARA Rostock, Zweigniederlassung
Thomas Schmitz
der YARA GmbH & Co. KG
Atotech Deutschland GmbH, Berlin
Birgit Schmidt
ICL-IP Bitterfeld GmbH
Harry Gnorski
PCK Raffinerie GmbH, Schwedt
Silvia Uhliar
PCK Raffinerie GmbH, Schwedt
Mathias Hübner
Sodawerk Staßfurt GmbH & Co. KG
Sabine Janoske
ICL-IP Bitterfeld GmbH
69
DIE NORDOSTCHEMIE
V
HAUPTGESCHÄFTSSTELLE BERLIN
Geschäftsführung /
Wirtschaft & Statistik /
Tarifpolitik
Wirtschaftspolitik
Recht
Rechtsanwalt Dr. Paul Kriegelsteiner
Diplom-Volkswirt Bernd Wolter
Rechtsanwältin Sigrid Krombholz
Hauptgeschäftsführer
Stellv. Geschäftsführerin;
Allgemeiner Arbeitgeberverband
Nordostchemie e. V.
Wirtschaft & Statistik /
Wirtschaftslage
Recht
Kommunikation
Diplom-Volkswirtin Heidi Greinacher
Rechtsanwalt Ralf Clemens
Diplom-Volkswirt Torsten Kiesner
Stellv. Geschäftsführer;
Arbeitgeberverband
Nordostchemie e. V.
70
Bildungsmanagement
und Bildungspolitik
Technik & Umwelt
Buchhaltung
Dr. Jana Scheunemann
Dr. Peter Sawinski
Mandy Mühle
Fachverbände, Verkehr
und Innovation / Technik & Umwelt
Büroorganisation
Dr. Matthias Hanisch
Yvonne Rühr
71
72
Assistenz
Assistenz
Duale Studentin
Jana Boheim
Rita Jung
Maren Pötschke
Assistenz
Assistenz
Auszubildende
Anke Brötzmann
Kerstin Eckert
Semiramis Savas
GESCHÄFTSSTELLE
DRESDEN
GESCHÄFTSSTELLE
HALLE
Recht
Recht
Recht
Rechtsanwältin Annette Gransow
Rechtsanwältin Doreen Sandhop
Rechtsanwalt Michael Opel
Geschäftsstellenleiterin
Geschäftsstellenleiterin
Assistenz
Technik und Umwelt
Assistenz
Grit Proft
Diplom-Chemikerin Kathrin Sommer
Grit Friede
Assistenz
Assistenz
73
Zur NORDOSTCHEMIE gehören:
■■ Arbeitgeberverband Nordostchemie e. V.
■■ Verband der Chemischen Industrie e. V., Landesverband Nordost
■■ Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e. V., Landesverband Nordost
■■ Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie e. V., Bezirksgruppe Nordost
■■ Deutsche Industrievereinigung Biotechnologie, Landesverband Nordost
■■ Allgemeiner Arbeitgeberverband Nordostchemie e. V.
■■ Bildungswerk Nordostchemie e. V.
■■ Beratungs- und Qualifizierungsgesellschaft Nordostchemie BuQ mbH
Herausgeber:
NORDOSTCHEMIE
Hallerstraße 6
10587 Berlin
www.nordostchemie.de
Telefon: +49 (30) 343816-0
Telefax: +49 (30) 343819-28
E-Mail: [email protected]
Redaktion:
Torsten Kiesner, NORDOSTCHEMIE
Gestaltung:
IW Medien, Köln · Berlin
Druck:
Warlich Druck Meckenheim GmbH, Meckenheim
Fotonachweis:
BASF, Fotolia, DPA-Picture Alliance, IW Medien, Mitgliedsunternehmen der NORDOSTCHEMIE,
NORDOSTCHEMIE, Anne Pressler-Smith, Wiegand Sturm
Auflage:
850 Stück
klimaneutral
natureOffice.com | DE-229-366951
gedruckt
Dieser Jahresbericht ist auf FSC®-zertifiziertem Papier in alkoholreduziertem
Offsetdruck hergestellt. Die verwendeten Skalenfarben sind mineralölfrei.
Die Senkung des Energieverbrauchs und der Emissionen sind wichtige Schritte
zur Verbesserung der Umweltbilanz. Nachhaltigkeit ist unsere Überzeugung.