Kennedy schaltet sich in Katanga ein

Transcription

Kennedy schaltet sich in Katanga ein
g, den 18.
ST.VITHER ZEITUNG
Dezember
!- und Erntearbeiten in de
schaft und die Buchführung!
igkeiten verrichtet die Fra'
Die St. V i t h e r Z e i t u n g erscheint d r e i m a l wöchentlich u n d z w a r
± t wie „irgendeine Arbeits
idern als verantwortliche Mit
dienstags, d o n n e r s t a g s u n d samstags m i t den Beilagen „Sport
des Mannes, d. h. mit n
und S p i e l " , „ F r a u u n d F a m i l i e " u n d „ D e r praktische L a n d w i r t "
ibote stehenden Sorgfalt un<
ag. Dazu gehört auch die Ant
die sich fast täglich neu stel
ge, welche Arbeit dringliche]
2r der beiden Aufgabenberei-§Numm«
ialt und Betrieb unter den j .
Verhältnissen den Vorrang hat
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Druck u n d V e r l a g : M . Doepgen-Beretz, St. V i t h , Hauptstraße 58
N r. 2 81 9 3
TELEFON
1 4 3
St. Vith,
Dienstag,
19.
Dezember
und
Malmedyer
Postscheck-Konto
Straße
19 / H a n d e l s r e g i s t e r V e r v i e r s
Nummer
589 95 / E i n z e l n u m m e r
2
29259
Francs
7. Jahrgang
1961
e
ie Bäuerin, die im landwirtJ
n Betrieb nicht praktisch mitJ
. braucht, trägt durch die g J
a betriebswirtschaftlichen, ein-l
der finanziellen Ueberlegun-j
ihrem Mann zusammen die
:tung für einen reibungslosen
es Betriebsgeschehens. In g l
rnehmen wie dem bäuerlichen
etrieb, in dem jeder derarl
anderen angewiesen ist, muH
in der Lage sein, notfalls ihl
im Betrieb zu ersetzen oder!
ten.
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roße V e r a n t w o r t u n g für HausBetrieb u n d d a m i t für
/ie sie der F r a u i m bäuerlichen!
etrieb auferlegt i«t, verlangt]
schaffensfrohe u n d lebensbe-J
Renschen, die sich zur Bewäl-I
iser A u f g a b e n b e r u f e n und sich]
d einer umfassenden Ausbil-I
Lehre, Berufsschule und Fadi-j
esen ihnen gesteilten Aufga-i
ichsen fühlen.
aratur n o t w e n d i g war, fürdil
im meisten den Preis für Erl
Heute ist es anders, m a n fürch-j
meisten die i n Rechnung
rbeitszeit!
Kennedy schaltet sich in Katanga ein
US-Botschafter erhält Sonderauftrag
Tschombe zum Verhandeln bereit
llEOPOLDVILLE.
Der amerikanische
Botschafter
in der kongolesischen
Hauptstadt Leopoldville, Edmund A.
lion, hat die A n w e i s u n g aus Walshington erhalten, sich als persönlicher Verteter von Präsident Kennedy um Frieden zwischen den Vereinten Nationen,
der kongolesischen
Zentralregierung und der separatistischen Katanga-Provinz zu bemühen.
Gleichzeitig w u r d e bekannt, daß sich
Katanga-Präsident
Moise Tschombe
telegrafisch bereit erklärt hat, "schon
in den nächsten Stunden" mit dem
kongolesischen
Ministerpräsidenten
Cyrille Adoula zusammenzutreffen,
wenn sich der Staatspräsident von
|Senegal, Leopold Senghor, als Verlittler einschaltet.
Botschafter Gullion soll unter anderem alles unternehmen, um mit Zustimmung der Uno-Beauftragten Verhandlungen zwischen der Zentral- u.
der Katanga-Regierung .zustandezubringen. Gulliön w i r d dabei eng mit
den Uno-Vertretern Ralph
Bunche
(USA) und Robert Gardiner (Ghana)
zusammenarbeiten, die von Generalsekretär U Thant nach Kongo entsandt worden
sind.
Unterrichtete
Kreise äußerten die Hoffnung, daß
es bald zu einem Treffen zwischen
Tschombe und Adoula und damit zu
einer Beendigung der Katanga-Krise
kommen w e r d e .
An
der Verhandlungsbereitschaft
Tschombes
ist
Präsident Kennedy
nicht unbeteiligt. Kennedy war von
Schweiz, Schweden und Österreich
wünschen Verbindung zur E W G
IKeine Direktanschließung, sondern Abkommen von
(ausschließlich wirtschaftlichem Charakter, um die
Neutralität ihrer Länder nicht zu beeinträchtigen
;en sollte jeder Bauer seine]
a nicht n u r sehr gut pflegen,
sich auch schon b e i Beginn]
l a n i s i e r u n g l a u f e n d m i t allen]
sn D i n g e n sehr eingehend beBRUESSEL. Nach Großbritannien u n d
L, denn dann w i r d es für ihnj
Dänemark haben n u n auch die Schweiz,
w i e r i g sein, selbst die immer,
Schweden u n d Oesterreich den Wunsch
v o r k o m m e n d e n Störungen anj
angemeldet, m i t der Europäischen W i r t Maschinen z u beheben. Er spart
| sctwftsgemeinschaft i n engere V e r b i n h t n u r die Reparaturlöhne, sonig zu kommen. Für die d r e i Länder
h v i e l Zeit, die er sonst für]
I kommt offensichtlich der B e i t r i t t nicht
isport der Maschinen zur nachin Frage, wie i h n Großbritannien u n d
:paraturwerkstätte
aufwenden!
Dänemark anstreben. V o r a l l e m ist Oeter allen Umständen muß der
sterreich mit Rücksicht auf den Staatsl r a u m für die Maschinen gfvertrag nicht i n der Lage, sich dem Geind h e l l sein, d a m i t man auch
;e für die A r b e i t e n nutzen! meinsamen M a r k t . d i r e k t anzuschließen,
da es wie die S o w j e t u n i o n erst kürzlich noch i n E r i n n e r u n g brachte, zur
man auf Höfen h i e r manchmal] lanehaltung seiner Neutralitätsverpflichi Werzeug sucht, w i r d man in | hing gehalten ist.
1 einige nicht geeignete SchlüsDas jetzt v o m M i n i s t e r r a t der E W G
; Zange und einen Hammer | I veröffentlichte K o m m u n i q u e erklärt tati i e r muß also A b h i l f e geschafsächlich, daß das v o m österreichischen
en, wenn man „aui D r a h t " sein
Außenminister, D r . K r e i s k y , an die sechs
[ Gemeinschaftsländer
gerichtete
Schrei-
ben die ,,Anfnahme v o n V e r h a n d l u n g e n
über den Anschluß eines A b k o m m e n s
v o n ausschließlich wirtschaftlichem Char a k t e r verlangt, der Oesterreich die Möglichkeit zur M i t a r b e i t an einem e r w e i terten Europäischen M a r k t bieten s o l l " .
U m Oesterreich i n den künftigen Verhandlungen -nicht zu isolieren, w u r d e
eine ähnliche Formel auch VOT Schweden und der Schweiz an die E W G verwendet.
Die Schweiz gab i n i h r e m Schreiben
der H o f f n u n g Ausdruck, daß eine Lösung gefunden w e r d e n könne, die es
i h r gestatte, ihre Neutralität zu erhalten, ohne die E i n h e i t der Europäischen
Gemeinschaft zu beeinträditigen.
Auch Schweden gab der E r w a r t u n g
Ausdruck, ein A b k o m m e n wer d e Schweden die M i t a r b e i t am W e r k eines i n t e g r i e r t e n Europäischen M a r k t e s gestatten.
Tschombe telegrafisch ersucht w o r den, sich um einen Waffenstillstand in
Katanga zu bemühen. Der amerikanische Präsident
hat den ' A p p e l l
Tschombes inzwischen mit
einem
Vorschlag oeantwortet, der dem Ver- j
nehmen nach die baldige Aufnahme
von Verhandfungen Tschombes. .'mit
der kongolesischen Zentralregieruiig
empfiehlt, um damit die Vorausiefzung für .eine Feuereinstellung, oer ,
Uno-Truppen > in Katanga zu schafren. .
Der Großangriff der Uno-."rupfen j
auf das • Stadtzentrum von ElisacainVille geht weiter. Im Morgengrauen
traten die indischen Gurkha-Veroände in den Vororten zum A n g r i f f an
und erreichten bis neun Uhr vormittags schon eine Linie, die nur
noch wenige hundert Meter
vom
Stadtzentrum der Hauptstadt Kaiangas entfernt ist. In einem Heeresbe- !
rieht der Tschombe-Truppen w u r d e
zwar behauptet, daß der A n g r i f f der
Uno-Truppen abgeschlagen sei, doch
entsprach dies offensichtlich nicht den
Tatsachen. Beide Seiten gruben sich
am Nachmittag in der Gegend des
Königin-ElisabetlvKrankenhauses
ein.
Ein Strom von ungezählten afrikanischen Flüchtlingen ergoß
sich den
Tag über durch die Straßen
der
Hauptstadt, die vom Knattern der
Maschinengewehre und dem Detonier
r e n d e r Werfergranaten widerhallten.
Nach dem Uno-Heeresbericht haben
die Uno-Truppen bisher keine Verluste zu bekragen' gehabte
1
1
Atlantikrat für
Verhandlungen
mit Moskau
PARIS. Der Atlantikrat beendete seine Pariser Tagung. Nach der letzten
Sitzung w u r d e ein Kommunique' veröffentlicht, das folgenden Wortlaut
hat:
Der NATO-Rat billigte die Absicht
der Außenminister der direkt inte-
Der König und die Königin haben sich vor den Leichen der
die bei der Kathastrophe von Chievres
Anschließend
kondolierten
sie den
ressierten Mächte, mit der UdSSR
über Berlin
diplomatische Fühlung
zu nehmen und gab der Hoffnung
Ausdruck, daß es möglich sein werde, auf dem Verhandlungsweg eine
Regelung herbeizuführen.
Der Rat ist sich einig darüber, daß
die NATO-Allianz fest bleiben muß,
wobei die Kraft und die Entschlossenheit mit dem Willen verbunden
werden soll,. Lösungen auf f r i e d l i chem Weg herbeizuführen.
In dem Kommunique w i r d erneut
der Wille der Allianz-Mitglieder aus-
ums Leben
13 Flieger,
kamen verneigt.
—
Angehörigen.
gedrückt, die Freiheit i n , Westberlin
zu schützen,
zu verteidigen und
den Berlinern ein Leben im Wohlstand
und Freiheit zu gewährleisten, i
In enger Zusammenarbeit mit i h ren Bündnisgenossen, h a b e n ' d i e drei
Westmächte (Frankreich, Großbritannien und die USA) zur Aufrechterhaltung ihrer Rechte und Erfüllung ihrer
Verpflichtungen
die
notwendigen
Maßnahmen getroffen. Die Nato-Mitgliedstaaten sind entschlossen, untereinander über diese Frage weitga-^
hende Beratungen weiter zu führen.
WEU-Tagung beendet
Europäische Sicherheit, Berlin-Krise und Beitritt/
Großbritanniens zur EWG
wurden während 5 Tagen geprüft
P A R I S . Die V e r s a m m l u n g der Westeuropäischen U n i o n beendete ihre ordentliche Tagung des Jahres 1961. I m
Frühjahr 1962 w i r d sie v e r m u t l i c h erneut i n Paris zur Durchführung des ersien Tagungs-Abschnittes 1962 zusammentreten.
Wie wir am Samstag be: ' lefen, hat Papst Johannes XXlil. Mgre Suenens zum Erzbischof von Mecheln
Märchenbuch ist
• Die Königin hat
Brüssel und zum Primas von Belgier; ernannt. Dieses Bild stammt aus seinem Arbeitszimmer
lichen Palais zu Mecheln»
—
im Erzbischöf-
I n den fünf Tagen i h r e r jetzigen Pariser Session haben die A b g e o r d n e t e n
der sieben Länder, die der W e s t e u r o päischen Union angehören, die Frage
der europäisdien Sicherheit, die B e r l i n Krise u n d das Problem des Beitritts
Großbritanniens
zum
Gemeinsamen
Markt geprüft. Die Versammlung nahm
außerdem Berichte führender politischer
und militärischer Persönlichkeiten entgegen. U . a. Berichte des N A T O - G e n e r a l sekretärs Stikker, General Norstads, General Speidels, des Regierenden Bür-
germeisters
von
Westberlin,
Willy
Brandt, und des Bundesministers für
gesamtdeutsche Fragen, Ernst Lemmer,
sowie des Vizepräsidenten der Europäischen Wirtschafts-Kommission,
Mansholt.
Die Aussprache über den Beitritt Großbritanniens zur E W G bezeugte die Sorgen der britischen Parlamentarier hinsichtlich der Lage der britischen L a n d wirtschaft und ihre Befürchtungen bezüglich eines Absinkens des Lebensstandards der britischen Landwirte. Die
Diskussionen führten zur Annahme .einer sehr vorsichtigen Entschließung, in
der die britischen Schwierigkeiten anerkannt werden, aber auch betont wird,
bei beiderseitigem guten W i l l e n und
entsprechenden Konzessionen werde es
möglich sein, eine gerechte und tragbare Lösung zu finden.
Nummer
143
Seite
ST.
2
DIE W E L T
M E N S C H E N UNSERER Z E I T
John A. McCone und die C I A
Die Behörde, die John A . McCone
nennt
sich
Zentralamt
für
Nachrichten und A b w e h r i m Nationalen
sie
Sicherheitsrat.
unter
ihrer
Bekannter
Abkürzung
ist
CIA.
Ihre Aufgabe ist es, dem Präsidenten
Nachrichten
Angaben
über
und
die
zuverlässige
Länder
zu
be-
schaffen, die i n der amerikanischen
Außenpolitik eine Rolle spielen. L a n ge Zeit haben
schen
sich die
Präsidenten
amerikani-
gegen
den
Ein-
satz der Spionage und der Spionageabwehr
weil
das
für
die Politik
gegen
ihre
gewehrt)
Auffassung
v o m fair play stand, aber die Z e i ten haben sich geändert.
Beim Kuba-Debakel zeigte es sich, daß
der C I A sich nicht nur mit einer eigentlichen Aufgabe, dem Nachrichtensammeln, befaßt, sondern auch etwas
auf eigene Faust Politik gemacht hatte.
Spätestens zu diesem Zeitpunkt stand
fest, daß die Abwehrorganisation, von
deren einwandfreiem Funktionieren für
die Sicherheit Amerikas so viel abhängt, reorganisiert werden müsse. Präsident Kennedy ging auf die Suche nach
einem Mann, der A l l e n W . Dulles als
Chef des C I A ablösen sollte.
A l l e n Dulles w a r zweifellos ein fähiger M a n n gewesen. E r hatte erkannt,
daß die Spionage von heute nichts mehr
mit dem Vorbild vergangener Zeiten
gemein
hat,
daß
Elektronengehirne,
Fleißarbeiten von Uebersetzern und moderne technische
Hilfsmittel oft viel
wichtiger sind als Agenten. Dulles scheiterte letztlich dennoch a n einer menschlichen Eigenschaft, für die er nichts
konnte: dem Mangel a n „fortune", w a s
mit dem deutschen Wort Glück nur unzureichend übersetzt ist.
Ob John A . McCone mehr davon haben wird, w i r d sich erweisen.
Die Wende kam 1947. Schon damals
war McCone wegen seines Organisationstalents und seiner Leistungsfähigkeit in Washington bekannt. Sein Ruf
war so groß, daß die
demokratische
Trumanregierung ihre Bedenken gegen
den Republikaner zurückstellte und ihm
ein Staatsamt anbot. McCone wurde Berater für Luftwaffenfragen
und
1950
Unterstaatssekretär für die Luftstreitkräfte. In dieser Eigenschaft hatte er
entscheidenden A n t e i l am A u s b a u der
US-Luftwaffe während des Korea-Konfliktes.
Als
Eisenhower
Präsident
wurde,
nahm er sich McCone als — inoffiziellen
- Berater für die Fernlenkwaffen und
Erdsatelliten. In jener Zeit wurde von
dem heutigen C I A - C h e f nur wenig gesprochen. Eingeweihte wußten jedoch,
daß er zum engsten Kreis der Vertrauten Eisenhowers gehörte.
Später dann, 1958, übernahm McCone
wieder ein hohes Amt. Ike trug ihm
den Vorsitz der
Atomenergiekommission an. A l s im Januar 1961 die Regierung Eisenhower abgelöst wurde, stellte McCone entsprechend der politischen
Tradition seines Landes das A m t zur
Verfügung, um dem neuen Präsidenten
Gelegenheit zu geben, einen Mann seiner eigenen W a h l zu nominieren.
Gegen Ende des vergangenen
September ernannte Kennedy McCone zum
Nachfolger von A l l e n Dulles.
Geheimdienst ohne
Z E I T U N G
UND
Romantik
Das steinerne
Copyright
by
Alfred
16. Fortsetzung
Die Niederhofer dankte. E r drückte
den Knaben an sich, der gleich wieder ermutigt und frisch dem Fahrer
bei seiner Tätigkeit zusah. Allmählich
spürte man das Aufpeitschen des Sturmes a n den Fensterscheiben.
„Der schwere Wagen steht gut und
fest gegen den Sturm", lachte der Niederhofer. Sie waren gerade noch rechtzeitig in Sicherheit gekommen.
„Windstärke n e u n ! " scherzte der F a h rer und hielt mit eisernem Griff das
Steuer.
E r erhielt keine Antwort. A l l e vier
Augenpaare starrten durch die Schutzscheibe hinaus i n die rebellische Nacht.
Nach einer Stunde Fahrt sagte der
Beifahrer: Kilometerstein 98!"
Der Fahrer hielt.
„Es kann nicht mehr weit sein nach
Spelch. Das Licht dort oben gehört
schon zur Strohhutfabrik. Unsere Straße geht hier rechts ab."
Der Niederhofer griff in seine Brusttasche und drückte jedem der beiden
wackeren Männer einen Geldschein in
die H a n d . „Ich danke E u c h " , sagte er.
„Und weiter gute F a h r t ! "
Dorf
Becfatold-Verlag
Die unerwartet hohe Belohnung hatte
die beiden ein wenig verwirrt. „ W a s
auch Ihr Geschäft sei, alles Gute!" sagte der Beifahrer und hob den Knaben
hinab in die Arme des Mannes.
DIE
KATASTROPHE
Nun standen sie wieder allein auf
der fremden, dunklen
Straße.
Der
Sturm fuhr ihnen mit Gewalt
vor
die Brust. Der Niederhofer nahm den
Knaben fest an sich. Sein Blick lag
droben auf dem tanzenden Licht; er
suchte
in der
schwarzen
Niederung
nach Lichtern und Merkmalen des Dorfes. Aber es war sonst nichts zu entdecken als dieses einzige Licht in der
Höhe, das nach Angabe der beiden
Fahrer zur Fabrik gehörte.
Sie kamen nur langsam vorwärts. Sie
wußten beide nicht, welchem Schicksal
sie entgegengingen, sie wußten nicht,
unter
welchen Zusammenhängen
sie
mit hineingerissen werden sollen i n
tragische Ereignisse unter fremden Menschen in fremder Landschaft. Sie ahnten
nicht, daß alles anders kommen sollte,
als sie glaubten und annahmen.
Und dann standen sie plötzlich vor
den
19.
Dezember 18fli
Hammer 143
WIR
Ein längliches Geviert von weißen
Kieselsteinen auf braunen Schollen, ein
Kreuz aus Steinsplittern in die lehmige
Erde gedrückt und eine Vase mit künstlichen Blumen - hier liegt ein deutscher
Soldat begraben. E r mag Fallschirmjäger
gewesen sein, einer der „Grünen Teufel
von Monte Cassino", oder Obergefreiter; man könnte das nachschlagen im
Verzeichnis der Gräber, das genau registriert, wessen Gebeine da in italienischem Boden ruhen. Planziffern markieren die Lage jener Grabstätte; es
kann keinen Irrtum geben, wenn der
deutsche Soldatenfriedhof von Cassino
begrünt ist und die Steine mit den
Namensinschriften gesetzt werden.
verborgenen W i n k e l ihres Herzens die
Hoffnung nicht ganz aufgegeben haben,
der als vermißt Gemeldete könne wiederkommen.
E r ruht namenlos unter seinen Kameraden. Angehörige der
identifizierten
Gefallenen können die Lage des gesuchten Grabes aus dem Buch erfahren,
das am Eingang jedes Soldatenfriedhofes zur Einsicht bereit liegt. Dieses
Buch ist ein alphabetisches Dokument
für Tausende von Einzelschicksalen. Namen und Geburtsdaten stehen da nüchtern untereinander und geben dem Vorstellungsvermögen freies Feld. Dieser
Soldat w a r seinem Todesalter nach vielleicht mehrfacher Familienvater; andere
waren noch zu jung, um eine Regierung, Abgeordnete oder Bürgermeister
wählen zu dürfen.
Zum Sterben waren sie alle alt genug, als im Januar 1944 mit den Brükkenköpfen bei Anzio und Nettuno die
Entscheidungsschlacht
um Italien begann. Fast ein halbes Jahr lang tobte
unter dem gewaltigsten Materialeinsatz
der Alliierten der erbitterte Kampf, der
als „Schlacht von C a s s i n o " in die G e schichte des zweiten Weltkrieges eingegangen ist. Als am 4. Juni 1944 die amerikanische 5. Armee in Rom einmarschierte, w a r der von ihr zurückgelegte
Die F r a u , die hier mit ihren Kieselsteinen eine primitive Umrandung schuf
und ihren nicht welkenden Gruß hinterließ, wollte nicht warten, bis andere
für sie gerade dieses Grab bezeichneten. V i e l ist noch zu tun, und viel Zeit
w i r d w i r d noch darüber vergehen. Erst,
wenn sie nicht mehr durch die herbstliche Regenperiode gefährdet werden,
erst im kommenden Frühjahr w i r d frisches Grün die Strenge der terrassenförmig
ansteigenden Mauern
dieses
Friedhofes am Fuße des Monte Cassino
mildern.
Noch liegt das Gräberfeld wie ein auf
Leben harrender Acker, und das w i n zige Geviert, das die unbekannte F r a u
eines unbekannten Soldaten mit ihrem
rührenden Mühen aus dem Totenlager
der Zwanzigtausend heraushob, wirkt
erschütternder noch als der Anblick anderer, • bereits fertiggestellter und gepflegter Soldatenfriedhöfe.
einem Haus. Sie hätten es bald nicht
gesehen, weil es verborgen hinter riesigen Bäumen lag. A b e r kein Licht verriet, daß noch jemand auf war.
Ueber der T ü r baumelte an einer
festen Eisenstange
das
Schild
einer
Schenke.
Weiß Gott, wie lange sie noch durch
die Nacht tappen mußten, ehe sie das
Dorf erreichten. „Wir wollen gleich hierbleiben K i l i " , sagte der
Niederhofer,
und überlegte, an welchem Laden er den
Wirt aus dem Schlafe klopfen sollte . . .
Da geschah etwas, was ihn veranlaßte, seinen Blick zur Höhe zurückzuwerfen: Auf die Hauswand war ein
greller Lichtschein gefallen, durch den
der Schatten eines riesigen Brückengeländers lief. E r sah die Scheinwerfer
eines Kraftwagens aufleuchten, der dort
auf irgendeiner Straße fuhr.
Und gleich darauf erfolgte ein Schlag,
ein
Krach. Eine Stichflamme
zuckte
auf, und ein gellender Schrei einer
menschlichen
Stimme übertönte
das
Heulen des Sturmes. Quirin Anwander
reagierte blitzartig. E r wußte, daß irgend ein schreckliches Unglück geschehen war.
E r trommelte an die Tür des Hauses,
an die Läden des Fensters. E r schrie,
er tobte — bis endlich von drinnen die
Tür aufgerissen wurde.
E r achtete kaum den Mann, der sein
erschrockenes Gesicht aus der halbdunklen Oeffnung streckte.
„Es ist ein Unglück geschehen, jetzt
in diesem Augenblick! Nehmen Sie den
Buben ins H a u s ! " schrie der Niederhofer und schob den entsetzten Kili hin-
Weg mit Kreuzen gepflastert.
Fürchterliche Opfer auf beiden Seilen
hatte das entscheidende Ringen um den
Sieg in Italien gekostet; die Gefallens,
lagen überall da beerdigt, wo sie vom
Tod niedergestreckt worden waren. Heu.
te hat auch der Volksbund Deutsche
Kriegsgräberfürsorge, der erst verhältnismäßig spät hier seine Arbeit auf.
nehmen konnte, die Umbettung g
lenteils beendet. Z w a r werden noch im.
mer da und dort tote deutsche Soldaten gefunden, aber die Hekatomben
sind bereits zur letzten Ruhe eingekehrt.
Der Soldatenfriedhof Pomezia zeigt,
wie es bald auch in Cassino aussehen
wird. Zypressen in gelockerten Rei
Grün über den Gräbern und kein steinerner W a l d von Kreuzen, sondern in
den Boden eingelassene Platten mit den
Namen der Gefallenen.
Die Zeit heilt Wunden, so will es
ein Gemeinplatz. Das wiederaufgebaute
Kloster Monte Cassino ist ein Beweis
aus Stein für das Gegenteil. Durch 142
„Fliegende Festungen" und 112 mittlere
Bomber mit 576 Tonnen Bomben restlos
zerstört, wurde es originaltreu mit der
technischen
Perfektion
des 20. Jahrhunderts kopiert. Aber es wirkt synthetisch wie eine Filmkuljsse und atmet
nicht mehr die Atmosphäre des a
Benediktinerklosters.
Die sowjetische Note an Dänemark
" I n Anbetracht der militärischen Vorbereitungen der
Bundesrepublik und Dänemarks im Ostseegebiet, wird
die Sowjetregierung die notwendigen Gegenmaßnahmen für die Verteidigung der Sicherheit Ihres Landes
und seiner Verbündeten treffen müssen".
j
j
j
i
;
M O S K A U . Die sowjetische Nachrichtenagentur T A S S hat den T e x t der Note
veröffentlicht, die die sowjetische Regierung am Dienstag der dänischen Botschaft überreichen ließ,
I n dieser Note heißt es: „Aufgrund der
militärischen Vorbereitungen der Deutschen Bundesrepublik und Dänemarks
im Ostseeraum wird sich die sowjetische Regierung gezwungen sehen, „Maßnahmen zu ergreifen, um die Sicherheit ihres Landes und ihrer Alliierten
zu sichern."
Die sowjetische Regierung betont, daß
nach der Schaffung des vereinigten dänisch-deutschen Oberkommandos im Ostseeraum angenommen
werden könne,
daß „Dänemark einen neuen gefährlichen Schritt unternommen hat, der die
Eroberungsabsichten der früheren NaziGeneräle und -Admírale ermutigt."
Nach einem Hinweis darauf, daß die
von Dänemark in dieser Angelegenheit
angeführten Argumente
„nicht gültig"
seien, betont die sowjetische Regierung,
daß Dänemark „faktisch das Eindringen
der
westdeutschen Militaristen
nach
Nordeuropa und in den Ostseeraum erleichtert."
„Diese Handlung", so heißt es in der
sowjetischen Note weiter, „trägt dazu
bei, den Ostseeraum i n den Brücken-
ein in den schützenden Gang. „Rufen
Sie um H i l f e ! "
Ehe der Wirt begriff, w a r der Niederhofer schon weggelaufen und eilte
in mächtigen Sprüngen der Höhe zu,
auf der ein auflodernder, unerklärlicher
Feuerschein lag.
Der
Wirt, ein älterer, dickleibiger
Mann, der nur in Hemd und Hose
gekleidet war, machte ein paar unbeholfene
Bewegungen.
E r schob
den
fremden Knaben in die Stube, machte
Licht, rannte dann durchs Haus und
schlug A l a r m .
Während die Leute, die in seinem
Haus schliefen, Männer und Frauen,
aus den Türen kamen und nicht wußten, was da mitten in der Nacht geschehen war hing der Wirt am Telefon und rief die nächsten Rettungsstellen um Hilfe an.
„Ein Autounfall
!Vermutlich
ganz
schwerer A r t ! E s muß Feuer
ausgebrochen sein. „Mehr wußte er nicht
Man mußte es selbst sehen.
Endlich waren die ersten
Wachgerufenen soweit, daß sie das Haus verlassen und den Unglücklichen zu Hilfe
eilen konnten.
Aber sie kamen nicht weit, da erfolgte droben
an der
Unglücksstelle
eine Explosion mit erschütternder Detonation. Wie Feuerzungen stoben die
Flammenzeichen in die Luft und wurden vom Sturm fortgetragen über das
ganze Gelände hin, hinein in die offenen Hütten, in denen das Industriestroh lagerte.
Wenige Minuten später stand schon
die nächste Halle in Flammen.
Sei
S
Zehntausend Kreuze am Monte Cassino
W e r sich unter einem Geheimdienstchef einen verschlossenen Menschen vorstellt, der seine Worte dreimal abwägt, ehe er sie ausspricht, irrt wenigDabei ist schon bittere Erinnerung
stens im Falle McCone's. I m Sommer
an das wahnwitzige Völkermorden ge1958 schrieb die angesehene N e w Y o r k
nug, was man bei der Kriegsgräberfahrt
Times über ihn: „Er ist i n Kreisen der
über Anzio und Nettuno nach Cassino
Wirtschaft als ein äußerst tatkräftiger
gesehen hat.. D a liegen sie, Deutsche,
und energischer Mann bekannt, der aber
Italiener, Amerikaner, Engländer, F r a n nie vergißt, daß er es mit Menschen
zosen, Marokkaner, Polen, zu Tausenzu tun hat."
den auf den Stätten des Todes - eine
Seine Mitarbeiter runden dieses Bild
in die Erde gesunkene Armee. Ueber
weiter ab. Sie sagen, er schätze G e 20 000 deutsche Gefallene des zweiten
Dar Manager
nauigkeit und Pünktlichkeit über alles,
Weltkrieges sind es i n Cassino, 27 395
Geboren wurde John A l e c McCone im [ sei ein unwahrscheinlich zäher und ausdeutsche Gefallene haben in Pomezia
Jahre 1902 = i n S a n Francisco. E r ent- | dauernder Arbeiter, vergesse aber nie,
ihre leizte Ruhestätte gefunden, 3700
freundlich z u sein. Sie meinen aber
stammt einer Familie, die seit GeneraFranzosen in Venafro, 4265 Gefallene
auch, daß er den Hang habe, „alles seltionen i m Maschinenbau tätig war, und
des Commonwealth in Cassino und weiber z u machen."
so w a r es selbstverständlich, daß er
tere 1065 in Anzio, 1111 Polen i n C a s das gleiche Fach studierte wie sein V a Gerade diese Eigenschaft dürfte für
sino, über tausend Italiener in Mignater.
den C I A von Nutzen sein, w e i l dort,
no-Montelungo, 7862 Amerikaner in NetNach der Beendigung des Studiums
wie
entsprechende
Untersuchungen in
tuno (weitere 14 500 wurden in die
trat er i n die Dienste einer der größSenatsausschüssen ergaben, bisher oft
Vereinigten Staaten übergeführt).
ten amerikanischen
Stahlfirmen, und
die linke H a n d nicht wußte, was die j
Zahlen, die man z u schnell liest. Man
1937 beteiligte er sich an einem neurechte tat.
müßte jeden einzelnen Namen niedergegründeten Ingenieurbüro. E i n Jahr
schreiben, um ein Bild zu geben von der
Seit McCone's Amtsantritt hat sich
später heiratete er. Die E h e blieb k i n fürchterlichen Ernte, die der T o d hier,
beim C I A schon etliches geändert. Die
derlos.
südlich von Rom, i m Inferno der V e r über
ganz
Washington
verstreuten
Während des zweiten Weltkrieges leinichtungswaffen hielt. Man müßte, w o l l Dienststellen sind in Lanley am Südufer
tete McCone eine Schiffsbaufirma, die
te man den Krieg als „Fortsetzung der
des Potomac zusammengefaßt worden.
praktisch a m laufenden Band Frachter
Politik mit anderen Mitteln" brandmarOhne daß es i n der Oeffentlichekeit
und
Truppentransporter
produzierte.
ken, dazu noch von allen Angehörigen
bekannt wurde, begann ein großes A u s Nach dem Waffenstillstand übernahm er
berichten können und von ihren Träfegen. Mit Selbstbewußtsein und seinem
selber als Eigentümer eine F i r m a . Bis
nen. U n d man müßte bei jedem der
bewährten
Organisationstalent
ging
zu diesem Zeitpunkt unterscheidet sich
vielen Gräber mit der Aufschrift „UnMcCone an die Reorganisation des A m die Karriere jenes Mannes nur wenig
bekannter Soldat" daran denken, daß
tes, das er i n eine gut funktionierende
von der vieler anderer Industriemanavielleicht noch heute irgendwo eine Frau,
Maschinerie z u verwandeln gedenkt, in
ger, die sich nach oben gearbeitet und
eine Mutter, ein Vater oder inzwischen
der für romantische Träumer kein Platz
Erfolg gehabt haben.
erwachsen gewordene Kinder in einem
ist.
André Mairode
Dienstag,
Bittere Erinnerungen an das Völkermorden
Für Träumer kein Platz
leitet,
V I T H E R
kopf einer Aggression gegen die Sowjetunion und andere friedliebende Länder umzuwandeln. Diese Maßnahmen
der dänischen Regierung verschärfen
die
sowjetisch-dänischen Beziehungen
und gestalten die Lage der Dänemark
benachbarten neutralen Länder schwieriger."
Abschließend erklärt die sowjetische
Regierung, die Tatsache, daß die Insel
Bornholm in die Sphäre des Vereinigten
Oberkommandos eingeschlossen wurde,
stehe im Widerspruch z u den von Dänemark am 6. März 1946 gegebenen
Zusicherungen, denen zufolge die dänische Regierung bereit gewesen wäre,
die Insel durch ihre eigenen Truppen,
ohne jede Teilnahme ausländischer Truppen, zu besetzen und sie völlig seih'
ständig zu verwalten.
Die dänische Regierung hat beschlossen,
die sowjetische Protestnote am
Donnerstag dem Außenpolitischen AMschuß des Parlaments zu unterbreiten.
Der dänische Außenminister Jens Krag
hat gestern dem N A T O - R a t über die
Protestnote berichtet. Krag betonte, daß
das Abkommen mit der BRD vom dänischen Parlament
ratifiziert worden
ist und, daß die sowjetrussische Protestnote nicht ohne Antwort bleiben
werde.
Aus dem erst anfänglichen Notschrei
wurde ein Großalarm. Man mußte verhindern, daß es bei dem Sturm zu einem Lauffeuer kam, das nicht nur die
Fabrik, sondern das ganze Dorf gefährdete.
Die Glocken der Dorfkirche läuteten
Sturm, von allen Seiten tauchten die
Scheinwerfer der Feuerwehren auf, die
aus der Nachbarschaft heranführen. D
Kampf -gegen diese Gefahr lenkte z«'
nächst die Aufmerksamkeit der Le |
von jenem Vorgang ab, der sich wenig
später vor der großen Brücke im Schein
der Feuersbrunst abspielte.
er
B
e
Nur wenige waren dem Wagen 8 '
fogt, der als erster gekommen W
und seinen Weg hinauf zur Höhe !*•
sucht hatte. E r hatte die Aufgabe, »*
des Autounfalles anzunehmen. Ihm e» '
stiegen die Sanitäter, die zusarann»
mit
Polizisten
zu
raschem Handel»
schritten.
Man
sah ein zertrümmertes Au"
und
etwas davon entfernt vier, W
Menschen auf der Erde liegen.
ihnen waren es nur zwei, die weinte«
und
jammerten. Die
anderen
l8
stumm und reglos. Waren sie tot?
Einer nach dem anderen dieser M«"'
sehen wurde in den Wagen g ^ , *
und schweigend und todernst erfüllt
die Sanitäter ihre Pflicht.
Dann fuhren sie weg. Mit | ",_
Sirenengeheul verschafften sie sich *
nen Weg durch die angelaufene
schenmenge hinab zur Straße um w""
in rasender Wettfahrt mit dem Tod
hinzujagen . . .
.
Fortsetzung
l° r
e
Gef
Der W i n t e r bt
fahrer außer eil
voller Fahrtziele
berter Landschaft
mehrten Aerger
größere Gefahr
Den Aerger mit
uns an dieser St
ling, namentlich
licher Inhaber e
ist, wird i h n nod
bekommen. W e n
gens beim A n l i
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sitzer eben in
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dort Hilfe erbitti
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vereiste Straßen
gut, wenn er sii
legt, wieso dies
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Halten kommt, 1
ger dem Zufall
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vvichtsklassen fc
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(USA). - 1. S o n
die Machen (US
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son (Schweden);
6. Cleveland V\
Cleroux (Kanada
land); 9. Joe E n
ger Risher (US
Halbschwer: V
son ( U S A ) . - :
New Y o r k e r W e
(USA); 3. Eddie
Clay ( U S A ) ; 5. I
land); 6. Giulio
derwood (Schott
no ( U S A ) ; 9. *
Gustav Scholz (i
Mittel:
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(USA). - l . Ti
New Y o r k e r We
Fernandez (Kub;
ria); 4. Paul P
Ray Robinson
(USA); 7. Y a m
sein); 8. Joiey G:
Hank ( U S A ) ; 10.
DI
Lierse S K -
La Gantoise — 1
Antwerp F C FC Diest -
Anderlecht
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2
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1 5
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Dezember
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Summer 143
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5
SPORT
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euzen gepflastert.
± e Opfer auf beiden Seiten
ntscheidende Ringen um ( )
ien gekostet; die Gefallen*,!
.11 da beerdigt, wo sie vom
estreckt worden waren. Heuh der Volksbund Deutsche
rfürsorge, der erst verhältpät hier seine Arbeit aufnnte, die Umbettung grüß,
ndet. Z w a r werden nodi imd dort tote deutsche Soldaen, aber die Hekatomben
s zur letzten Ruhe einge-
heilt Wunden, so will es
Lplatz. Das wiederaufgebaute
inte Cassino ist ein Beweis
:ür das Gegenteil. Durch 142
Festungen" und 112 mittlere
t 576 Tonnen Bomben restlos
urde es originaltreu mit der
Perfektion des 20. Jahrspiert. Aber es wirkt syntheeine Filmkuljsse und atmet
die Atmosphäre des alten
irklosters.
i Dänemark
/orbereitungen der
Ostseegebiet, wird
ien Gegenmaßnahme it Ihres Landes
en müssen".
Der Winter bedeutet für den Kraftfahrer außer einer Reihe neuer reizvoller Fahrtziele, wundersam verzauberter Landschaften noch zweierlei: vermehrten Aerger mit seinem Auto und
größere Gefahr für Leib und Leben.
Den Aerger mit dem Auto wollen wir
ins an dieser Stelle sparen. Jeder Neuling, namentlich wenn er nicht glücklicher Inhaber einer geheizten. Garage
ist, wird ihn noch früh genug z u spüren
bekommen. W e n n der Untersatz morgens beim A n l a s s e n nur noch müde
Seufzer von sich gibt, muß der H e r r Besitzer eben in Gottes Namen mal zu
Fuß zur nächsten Werkstatt gehen und
dort Hilfe erbitten.
Zu spät hingegen merkt der Neuling,
der heuer in den ersten Autowinter geht
meist die Gefahr, in die ihn wirklich
vereiste Straßen bringen. E r tut darum
gut, wenn er sich vorher einmal überlegt, wieso diese Jahreszeit eine ganz
besondere Fahrtechnik von ihm verlangt.
Weich und elegant ist die Grundregel der winterlichen Fahrweise. Jeder
schroffe Lenkradeinschlag läßt auf E i s
oder Schnee den Wagen aus der Fahrtrichtung ausbrechen. Wo man dann zum
Halten kommt, bleibt mehr oder weniger dem Zufall überlassen. Nur fein-
Neuesfrer Stand der
Boxranglisren nach NBA
Nach dem
Schwergewichts-Weltmeisterkampf
Patterson-McNeeiy
zeigen
die Weltranglisten der National Boxing
Association (USA) in den obersten G e wichtsklassen folgendes Bild:
• Aggression gegen die Sound andere friedliebende Länwandeln. Diese Maßnahmen
dien Regierung
verschärfen
etisch-dänischen Beziehungen
ten die Lage der Dänemark
en neutralen Länder schwie-
Sdiwer: Weltmeister F l o y d Patterson
(USA). - 1. Sonny Liston ( U S A ) ; 2. E d die Machen ( U S A ) ; 3., Alejandro L a v o rante (Argentinien); 4. Ingemar Johansson (Schweden); 5. Zora Folley ( U S A ) ;
6, Cleveland Williams ( U S A ) ; 7. Bob
Cleroux (Kanada); 8. Henry Cooper (Eng
land); 9. Joe Erskine (England); 10. Roger Risher (USA).
Halbschwer: Weltmeister Harold Johnson (USA). - 1. Archie Moore ( U S A New Yorker Weltmeister); 2. Doug Jones
(USA); 3. Eddie Cotton ( U S A ) ; 4. von
day (USA); 5. Erich Schöppner (Deutsch
land); 6. Giulio Rinaldi (Italien); 7. C a l derwood (Schottland); 8. Willie Pastrano (USA); 9. Mauro Mina (Peru); 10.
Gustav Scholz (Deutschland).
Mittel:
Weltmeister Gene
Fullmer
(USA). - l . Terry Downes (EnglandNew Yorker Weltmeister); 2. Florentino
Fernandez (Kuba); 3. Dick Tiger (Nigeria); 4. Paul Pender ( U S A ) ; 5. Sugar
% Robinson ( U S A ) ; 6. H a n k Casey
(USA); 7. Yama Bahama
(Bahama-Inseln); 8. Joiey Giradello ( U S A ) ; 9. Henry
Hank (USA); 10. Holly Mims ( U S A ) .
n erst anfänglichen Notschrei
i Großalarm. Man mußte verlaß es bei dem Sturm zu «"
teuer kam, das nicht nur die
ondern das ganze Dorf ge
e
DIVISION I
Uerse SK -
O C Charleroi
1- 0
••a Gantoise -
U n . St-Gilloise
0-1
Antwerp F C -
Standard C L
2- 0
C Diest - Beerschot A C
0- 0
8C Anderlecht -
3- 2
F
C
S Bruges
-
Eendracht
Waterschei T h . f
St-Trond V V
C Liégeois -
FC
Alost
5-0
Daring C B
1- 2
Brugeois
1-0
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l 8
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a
1
e n
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Fortsetzung
l°W
fühliges Lenken läßt den Wagen sicher
Spur halten und jede Aenderung im
Lenkwiderstand wahrnehmen. Ganz geringfügige Ablenkungen wie Zigarettenanzünden, Niesen oder ähnliches können, wenn man sich nicht darauf einstellt, zu schroffem Lenkeinschlag und
damit zum Schleudern führen. Nur mit
weichem und geringem Pedaldruck wird
auch die Bremse bedient. Ueberhaupt
läßt man bei E i s - und Schneeglätte
lieber den Motor bremsen, der die Fahrt
viel gleichmäßiger verlangsamt.
Aber
Vorsicht beim Zurückschalten! Ebensoviel Behutsamkeit wie beim Bremsen
ist dringend angeraten.
Wie wird das Lenkrad angefaßt? Von
einigen Fahrern wie die Griffholme eines Schubkarrens, während andere lässig tändlend an das Spielen mit einer
Reitpeitsche erinnern. Beides ist schon
im Sommer nicht überzeugend, im W i n ter aber grundfalsch. Man denke sich
das Lenkrad aus feinem Porzellan hergestellt, das sicher angefaßt wird, damit es nicht entgleiten kann. Mit Porzellan tändelt kein vernünftiger Mensch,
und wem würde es schon einfallen, seine ganze Muskelkraft an feinem Porzellan auszulassen?
MS
Zum sechsten Male nach dem Krieg führte
SC Anderlecht
Standard C L
FC Brugeois
FC Liégeois
La Gantoise
Beerschot A C
Antwerp F C
FC Diest
Daring CB
Un. St-Gilloise
CS Bruges
OC Charleroi
End. Alost
St-Trond V V
Waterschei T .
Uerse S K
15 12 1
15 9 3
15 8 4
15 8 5
15 7 4
15 5 3
15 6 5
15 6 6
15 5 5
15 5 7
15 5 8
15 4 7
15 4 9
15 3 8
15 3 8
15 3 10
2
3
3
2
4
7
4
3
5
3
2
4
2
4
4
2
42
31
20
19
21
17
27
19
23
19
27
18
14
22
20
26
13
14
14
13
22
19
26
22
25
20
39
20
28
24
34
35
26
21
10
18
18
17
16
15
15
13
12
12
10
10
10
8
Endkampf
„Przeglad Sportowy"
ermitteln.
In
Den
und
in der
dritten
Endkampf, bestreiten
drei
siegreichen
dem
derzeitigen
Europa
wären
greift
einen
alten
-
Vorschlag
in
Nationalmannschaften.
gegen jeden
der ersten
Vorrunde
kämpft,
stehen
vereinigt
die
die
Die von
Ahstimmungzum
durch.
19
den
argentinisch-italienischen
dann
Mannschaften.
die
besten
halb
lich
auf
wenig Gegenliebe
Allein
Gründen
ist
schon
es
auf
schwer
ge:
finanziellen
durchführbar.
SANTIAGO.
Kommt jetzt wieder ein guter Sportfilm auf den Markt? - Der spanische
Produzent Cesareo Gonzales hat vor
wenigen Tagen mit Alfredo di Stefano
einen Vertrag zu einem Sportfilm abgeschlossen,
der das Leben von di
Sefano darstellen soll. Mindestens die
Hälfte des Films basiert auf der Lebensgeschichte
des
Fußballmillionärs.
Der Erfolg in Spanien und auch- in anderen Ländern scheint bereits gesichert
zu sein. Kein Wunder, die Hauptrolle
wird Alfredo di Setfano selbst spielen.
White Star - Oise Merksem
St-Nicolas S K - C S Verviers
Berchem Sp. - R C Tournai
4-2
4-1
3-0
SERIE A
Waeslandia B. - R C Gand
2-1
Willebroek S V - S V Waregem
2-1
F C Renaix - Kontich F C
1- 0
Boom F C - Wezel Sport
2-0
R CMalines - Lyra
1-0
S V Zottegem - Tub. Borger, ausgefallen
U S Tournai
V V Overpelt
0-1
SK Roulers - F C Eeklo
2-0
SERIE B
DIVISION II PROV. D RESULTAT
Aubel
Welkenraedt
-
Gemmenich
Faymonville
Ovifat -
-
Stavelot
Battice
Pepinster
-
Trois-Ponls
Andrimont
-
abg ebr.
verschiede-
es
scheint,
tee
in
der
dere Chance.
Rund um den Fußball
Organisationskomi-
für
bestätigt,
die
vier
am 18. Januar 1962
nommen
den
daß
hat
Auslo-
Vorrundengruppen
in Santiago
wird. Entgegen
Berichten,
die
wonach
vorge-
anders
lauten-
einige
Mann-
schaften „gesetzt" würden und von vornherein in bestimmten
sollen,
erklärten
Gruppen spielen
maßgebliche
Personen
des Organisationskomitees, daß eine uneingeschränkte Auslosung eine bindende
Regel sei.
Spa
Battice
Aubel
Stavelot
Faymonville
Malmundaria
Ovifat
Trois-Ponts
Raeren
Andrimont
Elsenborn
Sourbrodt
Weismes
Pepinster
Gemmenich
A l l . Welkenraedt
13
13
12
11
10
9
7
4
4
5
4
4
4
15 2
16 2
15 0
16
16
15
16
16
16
16
16
15
16
16
16
14
1
1
2
3
4
4
3
5
3
10
9
9
8
12
13
12
2
2
1
2
2
3
6
7
3
1
3
3
2
1
1
3
51
47
61
53
37
49
13
28
33
23
31
23
18
24
24
17
12
14
20
30
23
24
18
39
45
38
45
37
29
45
63
67
28
28
25
24
22
21
20
15
11
11
11
11
10
5
5
3
1-1
1-4
5-1
0-2
2-3
Sourbrodt
1-1
— Elsenborn
3-1
Raeren
3-2
Emmels
-
Theux
1-4
Lontzen
-
Xhoffraix
6-3
Weywertz
-
St. Vith
2-0
Juslenviile • Recht
Kettenis
-
Baelen
-
4-1
C. Ster
Rocherath
-
Bütgenbach
2-f
ausgefallen
Goé
Weywertz
Juslenviile
Goé
Bütgenbach
San
Theux
Baelen
Emmels
Ster
St. Vith
Xhoffraix
2-0
15 13 0
14 12 1
15 11 4
14 8 3
15 7 5
15 6 . 4
15 7 6
15 7 6
15 6 6
15 8 7
15 5 9
2
1
0
3
3
5
2
2
3
2
1
81
54
47
39
54
45
31
34
38
39
32
de
der
hatte.
34jährige
bis
Exil-Ungar
Ladislav
vergangenen
'Sommer
Kubala, 1950
nach
des
Jah-
fiel
auf
Turin),
ge-
kommen, trat die Nachfolge Luis Miros
an.
Das
UEFA-Jugendturnier
wird
von
13
21
28
22
33
30
24
30
34
34
40
28
25
22
19
17
17
16
16
11
14
11
durchgeführt.
Ein
eher
unrühmlicher Weltrekord
dürfte in den nächsten Tagen in Argentinien aufgestellt werden. E s soll die
höchste je für einen Fußballer bezahlte
Summe für den Transfer des argentinischen Starspielers Jose Francisco Sanfilippo von San Lorenzo de Almagro zu
Boca Juniors aufgewendet werden. Wie
aus zuverlässigen Quellen verlautet, hat
San Lorenzo die Forderung auf 600.000
Dollar hinaufgetrieben.
Sanfilippo ist
seit vier Jahren argentinischer Torschützenkönig.
Rocherath
Lontzen
Recht
Kettenis
14
15
15
15
5 9
4 9
1 14
0 15
0 30 45 10
2 36 39 10
0 7 76 2
0 7 88 0
Res.-Prov. K.
Sourbrodt
Weywertz
ausgefallen
Honsfeld
Wallerode
-
St. Vith
Schönberg
-
Amel
Elsenborn
-
Rocherath
0-15
3-3
1-4
ausgef.
ENGLAND
DIVISION I
Aston Villa - Everton
Burnley - Arsenal
Cardiff City - Blackburn R
Fulham - Birmingham C.
Ipswich T . - Bolton
Leicester C. - Manchester City
Manchester Un. - West Harn
Nottingham Forest - Chelsea
Sheffield Wedn. - West Bromw.
Tottenham H . - Blackpool
Wolverhampton - Sheffield U n .
DIVISION
Von Scherben übersät war — über
eine Strecke von etwa 10 Kilometern
hinweg — eine westenglische Landstraße. Ein Fernfahrer hatte, ohne es
zu bemerken, nach und nach über
3000 Porzellan-Teekannen von seinem Wagen verloren.
Erst als er die Ladung in Liverpool abliefern wollte entdeckte er,
was geschehen war.
Vielversprechend sieht eine halbseitige Zeitungsanzeige aus, in der
die britische Gefängnisbehörde nach
Wärtern sucht. Unter anderem findet
man darin die Ankündigung: "Der
Gefängnisdienst vergrößert sich ständ i g . Viele neue Gefängnisse werden
gebaut, und diese schaffen mehr Stellungen und mehr Beförderungschancen."
Bei Kopenhagen reparierte ein
Mann sein Fahrrad am Straßenrand.
Dabei verwickelte sich sein langer
Vollbart in der Kette. Vergeblich such
te sich der Mann zu befreien — ermußte das Rad unter den Arm nehmen und damit zum nächsten Friseur
wandeln, der ihm ein Stück vom Bart
abschnitt.
Liverpool - , Bristol R.
Plymouth Arg. - Southampton
Preston N . E n d - Luton T .
Rotherham U . - Stoke City
Sunderland - W a l s a l l
2-0
4-0
2-0
1-2
3-0
DEUTSCHLAND
W E S T
Res. PROV. L
Recht -
der Gehaltsabteilung. Jetzt wurden
wieder 19 Buchhalter
eingestellt,
denn das Elektronengehirn hat sich
in den letzten sechs Wochen über
2000mal verrechnet.
gespielt
Spanien
Bukarest, Brasso, Constanze, u. Poloiesti
Fußball-Weltmeisterschaft
Santiago
sung
Das
besitzt
Rumänien vom 19. bis 29. A p r i l 1962 in
DIVISION III PROVINCIALE F
U B S Auvelais - Dar. Louvain
1-2
Uccie Sport - C S Tongres
0-0
L a Louviere - F C Montegnée
2-0
F C Seraing - C S Brainois
4-0
Crossing Mol. - Fléron F C
3-0
Racing CB - A E C Möns
2-1
Jeun. Arlon - Aersdiot Sp. ausgefallen
R C Tirlemont - E S Jambes
2-3
-
der
Keine Gesetzten
In der Hauptrolle:
di Stefano
Weismes
Wie
noch in der ersten Mannschaft
bisher
stoßen.
Ganz abgesehen davon, daß er den ita-
III
erwogen.
ernst-
der polnische Vorschlag kaum eine an-
sind
lienischen Sportverkehr
DIVISION
verantwortli
dien Leichtathletik-Offiziellen nie
Kuhala, . der
in
Wahl
Europapokal-Wettbe-
Alle Versuche, einen Europapokal der
den in Gruppe B.
III —
ein
Leichtathletik überhaupt zu diskutieren,
die
getroffene
Halbstür-mer Omar S i v o r i (Juventus
Neuer Trainer des F C Barcelona wur-
europäischen Länder (Italien, C S R ! ) stün-
DIVISION
wurde
werb in den Kreisen der
die
UdSSR,
Fußball-Zeitschrift
Fußballer
0
Nach
Kräfteverhältnis
dies
Frankreichs
„Europäischen
europäischen Journalisten
UdSSR,
Polen, Frankreich und die Zone.
Bundesrepublik und Polen. Alle übrigen
Malmundaria
1-0
0- 2
1- 0
2- 1
1-2
die
nen Länder erheblich einschränkt. Des-
Finnland und Ungarn, i n der zweiten die Bundesrepublik, Großbritannien und
Schweden
1961
K U R Z und
INTERESSANT
sein und in drei Vorrunden, in denen jeder
Spa -
DIVISION II
^ Namur - F C Herentals
f r i r a i Sp. - F C Turnhout
^arleroi S C - Patro Eisden
eur F C - F C Malinois
Ostende - Beeringen F C
Football"
res"
T
Neun führende europäische Länder sollen danach in der Gruppe A
den
Dezember
der
Der gute Winterfahrer riecht gewissermaßen die Glatteisstellen schon, auch
46 Punkte erhielt und den Sieger des Vorjahres, L u i s Suarez (40 Punkte), auf
wenn sie schwer erkennbar sind. So
den zweiten Platz verwies. Johnny H a y n e s , Kapitän der englischen Nationalist zum Beispiel jeder Wechsel im Fahrmannschaft, rangiert mit 22 Punkten vor dem russischen
National-Torwart
bahnbelag
gefährlich.
Eine
SchwarzL e w Jaschin (21) auf dem dritten Rang.
decke kann völlig eisfrei sein, eine sich
anschließende helle Fahrbahndecke plöz1. Omar Sivori (Juventus Turin) 46 PunkFünfter wurde Ferenc -Puskas vom
lich nicht mehr. Nicht minder verdächtig
te, 2. Luis Suarez (Internazionale Mailünfmaligen Europapokalsieger Real Masind Geländeveränderungen. Jede Straland) 40, 3. Johnny Haynes ( F C F u l | drid, der mit Alfredo di Stefano, Gento
Denkuppe oder -mulde kann ein Wechham) 22, 4. L e w Jaschin (Dynamo Mosseln des „Kleinklimas" verursachen, so | und Santamaria insgesamt vier Spieler
kau) 21, 5. Ferenc Puskas (Real Madrid)
i
auf
die
ersten
zehn
Plätze
brachte.
daß hier unerwartet Glatteisstellen auf16, 6. Alfredo di Stefano (Real Madrid)
i A l s einziger deutscher Spieler befindet
und U w e Seeler (Hamburger S V ) , je
treten können. A u d i Uebergange von
. , ,
. i
.
,
. .
einer Dammstrecke
in einen
Geländeein13, 8. John Charles (Juventus Turin)
„
.
.
sich Uwe Seeier unter aen ersten Zehn.
schnitt oder umgekehrt sind besonders
Allerdings fieldes
' derHamburger
29malige SNational10. Aguas (Benfica Lissabon), Hanappi
Mitteistürmer
V — der
gefährdet. Alte Winterfüchse haben auch
(Rapid Wien), Charlton (Mancheser U n i im Vorjahr hinter Suarez und Puskas
den Baumbestand an der Straße als zu10, 9. Francisco Gento (Real Madrid) 8,
Dritter wurde - auf den sechsten Platz
sätzliche Glatteisgefährdung erkannt. Bei
ted), Santamaria (Real Madrid), Sekula(zusammen mit di Stefano) zurück. Horst
Tauwetter oder Regen tropft es von. den
rek (Roter Stern Belgrad),
Masopust
Szymaniak ,der zu Saisonbeginn zum
Bäumen, abends bilden sich böse Glatt(Dukla Prag) und Grosics (Tanabanya)
A C Catania ausgewanderte deutsche Naeisstellen. Zum gefährlichsten Feind geje 5 Punkte.
tional-Außenläufer, wurde erstmals nach
hört auch der Nebel, der bei Bodenfrost
drei Jahren nicht auf den zehn ersten
heruntersinkt. E r überzieht die FahrPlätzen eingestuft.
bahn mit einer feinen, aber harten E i s Die bisherigen „Fußballer des Jahres"
glasur, die ein normaler P K W - R e i f e n
w a r e n : 1956 Stan Matthews (FC 'Blacknicht aufreißt.
pool), 1957: Alfredo di Stefano (Real
Madrid), 1958:
Raymond Kopa (Real
Dem geübten Fahrer sagt auch die
Madrid), 1959: Alfredo di Stefano (Real
Tageszeit etwas. Nach Sonnenuntergang
Ein Elektronengehirn schaffte sich
Madrid), 1960: Luis Suarez (FC Barcelo
etwa kann die Temperatur in wenigen
für eine halbe M i l l i o n Dollar die
na).
Minuten um 5 bis 10 Grad absinken.
Schulbehörde v o n Los Angeles an.
Damit wird jede nasse Straße zur GlaltDie Abstimmung 1961 brachte folgenGleichzeitig entließ sie 19 Angestellte
eisbahn.
des Ergebnis:
neuer Gestalt auf :den Eropapokal der Leichtathletik
für
19.
Uwe Seeler in der Experten-Rundfrage von
"France Football" m i t di Stefano auf dem 6. Platz
„France
Polen schlägt vor: Neun
führende Länder sollen in der Gruppe A vereinigt sein
Polens Sportzeitung
den
Omar Sivori - Fußballer des Jahres 1961
Alter Vorschlag: Leichtathletik-Europapokal
Fußball-Resultate
-
icken der Dorfkirche läuteten
in allen Seiten tauchten die
fer der Feuerwehren auf, d'
lachbarschaft heranfuhren. Der
igen diese Gefahr lenkte zue Aufmerksamkeit der Leute
a Vorgang ab, der sich wenig
r der großen Brücke im Schein
sbrunst abspielte,
jnige waren dem Wagen geals erster gekommen
in Weg hinauf zur Höhe gete. E r hatte die Aufgabe, s i *
anfalles anzunehmen. Ihm
'
lie Sanitäter, die zusammen
zisten
zu
raschem Handein
UND SPIEL
Gefahren auf den Straßen des Winters
:
3end erklärt die sowjetische
die Tatsache, daß die Insel
in die Sphäre des Vereinigten
andos eingeschlossen wurde,
Widerspruch z u den von Däm 6. März 1946 gegebenen
gen, denen zufolge die däniärung bereit gewesen wäre,
durch ihre eigenen Truppen,
Teilnahme ausländischer Trupesetzen und sie völlig selbverwalten,
ische Regierung hat beschlossowjetische Protestnote am
l dem Außenpolitischen AusParlaments zu unterbreiten,
ische Außenminister Jens Krag
:n dem N A T O - R a t über die
e berichtet. Krag betonte, daß
mmen mit der B R D vom dä'arlament
ratifiziert
worden
daß die sowjetrussische Prolicht ohne Antwort bleiben
Dienstag,
Z E I T U N G
Vorsicht mit Kupplung und Bremse
en
^atenfriedhof Pomezia zeigt
i auch in Cassino aussehen
ässen in gelockerten Reihen,
den Gräbern und kein steiid von Kreuzen, sondern in
eingelassene Platten mit den
Gefallenen.
V I T H E R
1-1
0-2
1-1
0-4
2-1
2-0
1-2
3-0
2-1
5-2
0-1
II
Brighton H . Alb. - Scounthorpe U . 0-3
Bury - Norwich City
2-3
Charlton A t h . - Leeds Utd
3-1
Derby County - Middlesbrough
3-2
Huddersfield T . - Swansea ausgefallen
Leyton Orient - Newcastle U .
2-0
Essen — Dortmund
Duisburger S V - Vikt. Köln
Hamborn 0 7- München Gladbach
Westfalia Herne - Schalke 04
F C Köln - Meidericher S V
Alemannia Aachen - Oberhausen
Muenster — Fortuna Düsseldorf
T S V Marl Huels - Sodingen
1-1
0-3
3-2
3-2
3-0
1-1
4-1
1-2
S Ü D W E S T
T i r a Ludwigshafen Neuendorf
Neunkirchen Ludwigshafener
F . Kaiserslautern - Saar 05 Saarbr.
Worms - V F R Kaiserslautern
F C Saarbrücken - Trier
Pirmasens - Kreuznach
Mainz 05 - Ph. Ludwigshafen
Oppau - Sport Saarbrücken
3- 1
4- 0
4-0
1-0
4- 0
5- 0
1-1
3-1
SUD
F S V Frankfurt - Mannheim
Reutlingen - Schweinfurt 05
Offenbach - Eintr. Frankfurt
Fuerth - Stuttgart
F C Augsburg - Karlsruher S C
1860 München - 1. F CNuerhberg
Waldhof - Seh. Augsburg
Bayern Hof - Bayern München
3-0
6-1
1-0
1- 0
2- 1 i
2-3
0- 1
1- 1
" i l Sotte
LICHT DER VERHEISSUNG
Beim Schein der Kerzen
Ich nehme den Leuchter aus dem Schrank
u n d stecke z w e i schlanke, weiße K e r z e n hinein.
I c h richte die Dolche auf, zünde sie an. E i n e
ganz kleine, blaue F l a m m e k ä m p f t sich frei,
entfaltet sich, leuchtet, leuchtende F l a m m e n . . .
I c h schalte das elektrische L i c h t aus. Die U m gebung tritt zurück. E i n e n kleinen K r e i s erhellen die F l a m m e n . A b e r i n dem K r e i s ist
ein warmes, lebendiges Licht. I c h sitze i n dem
K r e i s , i m w a r m e n , lebendigen L i c h t .
Dem Wunder
nahe
W i r zünden wieder K e r z e n an. E i n s a m
brannte das erste L i c h t des Adventskranzes
u n d w a r doch schon tröstliche Verheißung.
Z w e i , drei, vier F l a m m e n erhellten dann die
Dunkelheit, und jede F l a m m e brachte uns dem
W u n d e r der Weihnacht n ä h e r , bis w i r dann
a m Heiligen A b e n d einen ganzen B a u m mit
L i c h t e r n bestecken. „ F r e u e dich, o C h r i s t e n h e i t " singen w i r a m Weihnachtsbaum, w ä h rend sich der Kerzenschein i n den Augen
unserer K i n d e r spiegelt. W i r erleben die
F r e u d e , die i m J a h r e C h r i s t i Geburt „allem
V o l k w i d e r f a h r e n " ist, und deshalb zünden
w i r die Lichter am C h r i s t b a u m an. — D a
ist die K r i p p e unter dem B a u m , die Nachbildung der frommen G r u p p e aus dem Stall
v o n Bethlehem. Die F i g u r e n sind aus dem
gleichen Stoff gefertigt wie die K e r z e n , die
den G l a n z der Weihnacht i n die Flüchtlingsbaracke w i e in die Wohnung bürgerlicher B e haglichkeit tragen. D i e zierlichen Figuren der
heiligen F a m i l i e , der E n g e l , der Hirten und
der D r e i Weisen aus dem Morgenland k o m m e n aus der gleichen Werkstatt wie die K e r zen. Beide bedeuten L e b e n : die K r i p p e das
ü b e r die Zeiten wirkende Leber, Jesu, die
K e r z e n das warme, zuckende Leben, das sich
selbst verzehrt — u m zu leuchten. —• Das
L i c h t der K e r z e n begleitet uns durch J a h r
und L e b e n . E s ist christliches Sinnbild und
Zeichen der Liturgie, das Zeichen des Lichtes
der Welt. D a s J a h r hindurch brennen K e r z e n
auf den A l t ä r e n der christlichen K o n f e s sionen. Die K e r z e n f l a m m e n vor m i r flackern.
E i n L u f t z u g hat sie getroffen. Jede U n r u h e
ü b e r t r ä g t sich auf ihr Licht. J e länger ich die
K e r z e n betrachte, j e mehr ich über sie nachdenke, desto deutlicher empfinde ich ihre
Symbolkraft. Die K e r z e n sind niedriger gebrannt. S i e verzehren sich — wie das L e b e n .
I h r e F l a m m e n züngeln, w e n n ich mich über
sie beuge. F l a m m e birgt G e f s h r — L e b e n birgt
G e f a h r . Die K e r z e n vor m i r brennen wieder
i n ruhigem Gleichmaß. E s muß ein schönes,
ein gutes L e b e n sein, das in solchem Gleichnis •?• verläuft. E s m u ß ein schönes, ein gutes
En.rie sein, das so ist w i e das dieser F l a m m e
die nicht jäh verlöschen, die gemächlich a u s brennen, bis das letzte Wachs verbraucht Ist.
bis die F l a m m e noch einmal spitz zusteigt wiedie Wölbung eines gotischen Domes, bis der
Docht sich neigt und die F l a m m e i n m a gischem, bläulichen Zucken erlischt. Das M y sterium des Todes ~- der T o d der K e r z e n f l a m m e ist Abglanz davon. Deshalb ist es e i s
S y m b o l , bei der Geburt eines Menschen, oei
seiner geistigen Geburt i n der T a u f e , ein
L i c h t zu entzünden, das Lebenslicht. E s brennt
a n den Geburtstagen, i n der K i n d h e i t umgeben von K e r z e n , deren Z a h l den Lebensjahren
entspricht Glücklicher T a g , a n dem sich der
Schein des Lebenslichtes mit dem Schein eines
anderen verbindet. Z u m letzten Mal brennt
das Lebenslicht — wenn es getreulich bewahrt
w u r d e — brennt herunter, erlischt, wie das
L e b e n erloschen ist. Wo K e r z e n brennen, wo
sie nicht dekoratives B e i w e r k , sondern A n laß z u r Besinnlichkeit sind, da ist kein R a u m
f ü r ein böses Wort, f ü r einen bösen Gedanken
D i e segenspendende W i r k u n g des Lichtes ist
alt, sehr alt; vielleicht seit die Menschheit
L i c h t e r nicht u m der Beleuchtung, sondern
u m des Lichtes selbst willen angezündet hat.
geht von den leuchtenden F l a m m e n zwingende
K r a f t aus, die K r a f t des G u t e n , die Z u v e r sicht, d a ß das L i c h t — das L i c h t der Gnade
der Weisheit, des Verstandes und was immer
m a n i n den Symbolgehalt des Lichtes einbeziehen m ö g e — über die Finsternis siegt. U m
böse Geister zu bannen, stellten die Chinesen
brennende Lichter in kleine Schiffchen und
ließen sie den Jangtsekiang hinunterschwimmen. D e r atavistische Gedanke, mit dem Licht
das Böse zu bannen, hat sich bis in unsere
Tage
erhalten.
I n manchem
Bauernhaus
brennt, w e n n ein Gewitter heraufzieht, eine
K e r z e oder ein Wachsstock, das „Wetterwachs".
Die
gleiche Wurzel hat
wohl auch
die
„ S c h w u r k e r z e " der mittelalterlichen Gerichtsverhandlungen;
während die Schwurkerze
brannte,
konnte der Angeklagte
auf die
G e f a h r eines Meineides hin die Richter „nicht
hinters L i c h t führen". Den Segen des Lichtes
empfanden die friesischen Fischer auf einsamer See, wenn ihnen die K e r z e n in den F e n stern den Weg nach Hause wiesen. Weit hinaus
— bis hinter den Stacheldraht — leuchteten
die K e r z e n , die w i r für unsere Kriegsgefangenen brannten. — D e r Gebrauch von K e r zen geht vornehmlich auf die R ö m e r zurück,
die mit Pech oder Wachs getränkte Flachsschnüre, später in Pech getauchte und mit
Wachs überzogene Streifen von Papiergras
oder Binsen benützten. Die ersten K e r z e n u n serer A r t scheinen z u r Zeit der C h r i s t e n v e r folgungen aufgekommen zu sein und fanden
dann i m vierten Jahrhundert Eingang in die
Liturgie. Wachskerzen waren im vierzehnten
Jahrhundert selbst an den Höfen reicher F ü r sten noch sparsam im Gebrauch — um so
m e h r aber in den K i r c h e n . I n der Schloßkirche
zu Wittenberg, an deren T ü r L u t h e r seine 95
Thesen anschlug, wurden in einem J a h r —
es w a r i m sechzehnten Jahrhundert — 35 750
P f u n d K e r z e n verbraucht.
Sterne der
Nacht
Die K e r z e n vor mir sind heruntergebrannt.
Gleich werde ich das elektrische Licht anschalten, und es w i r d grell sein. Doch in dem
grellen Licht, mit dem der Alltag uns umgibt,
werde ich mich freuen auf die Nacht der
tausend K e r z e n , die nach Tagen voller K a m p f
u n d Sorge friedvoll heraufsteigt.
Der Mensch - zum Kriechen geboren?
Bandscheibenschäden durch die vertikale Haltung
Der Mensch ist eine Fehlkonstruktion —
beziehungsweise er hat aus sich eine gemacht
Glauben Sie's nicht? Fragen Sie I h r e B a n d scheiben! Wie leicht stellen sich die heimtückischen Rückenschmerzen ein. Wie schnei
hat man sich erkältet, daß einem das Kreuv
wehtut! Schäden am Bandscheibenapparat ge
hören zum Alltagsleben des zwanzigsten J a h r
hunderts. E s braucht einer nur eine ungewohnt schwere L a s t zu heben: die Schmerze]
sind mitunter teuflisch. Noch heute nennt
man diese Schäden Hexenschuß.
Wie können diese Schmerzen entsteher
wenn man doch nur eine kleine Bewegung
eine Neigung zu weit nach links oder rechts,
eine kleine Drehung macht, ohne daß man
das Gegengewicht herstellt? Wie gesagt, fragen Sie I h r e Bandscheiben! Die Bandscheiben
sind Stoßdämpfer zwischen den einzelnen
Rückenwirbeln. Sie bestehen aus einer K n o r pelschicht.
Diese Knorpelschicht ist normalerweise elastisch. A b e r das läßt i m L a u f der J a h r e nach
Mancher kommt schon mit Bandscheiben zur
Welt, die n u r eine minderwertige Qualität
haben. K e i n Wunder, daß es bereits bei K i n dern Bandscheibenschäden gibt, die sich im
Wachstum mit zunehmender Belastung des
Rückgrats weiter verschlimmern. W e n n dann
die Stoßdämpfer nicht mehr funktionieren,
dann geraten die Rückenwirbel unmittelbar
aufeinander, wobei die dazwischen liegenden
N e r v e n s t r ä n g e gedrückt werden. Dieses D r ü k ken bereitet den furchtbaren Schmerz.
Wissenschaftler wissen m e h r : Viele L e i d e n ,
hauptsächlich aber die Bandscheibenschäden,
sind dem Zustand zu verdanken, daß der
Mensch nicht mehr auf vier, sondern n u r noch
auf z w e i Beinen läuft! Wenn w i r nämlich
immer noch auf vier Beinen herumliefen,
dann w ä r e n die Belastung und die Abnutzung
der Bandscheiben und der Wirbelsäule nicht
so groß. W i r brauchten den Hexenschuß nicht
zu fürchten. D e r Druck der einzelnen R ü k kenwirbel w ü r d e sich ganz einfach verteilen.
Die Wirbelsäule w ä r e aufgehängt und nicht
übereinander gestapelt.
Dur/ch die vertikale Haltung werden aber
auch viele innere Organe aufeinander gedrückt. N u r ein B e i s p i e l : die L u n g e n sind nicht
mehr richtig ventiliert. Die stehende Haltung
des Menschen erinnert an eine ursprünglich
-chön auseinander gezogene Ziehharmonika,
lie man zusammensinken ließ. Der Mensch
st eben nach dem horizontalen P r i n z i p gebaut.
Daraus ergibt sich noch eine wichtige K o n sequenz: Physiologen und F r a u e n ä r z t e sagen,
eigentlich dürfe der Mensch erst mit 16 odei
18 Monaten geboren werden. Jeder Mensch
sei mit neun Monaten eine Frühgeburt. Und
wieder die falsche Haltung: D e r wachsende
E m b r y o übt nach einer gewissen Zeit einen
unerträglichen Druck auf die inneren Organe
der Mutter aus. So ist die frühzeitige Geburt
ein A u s w e g aus der Zwangslage. So kommt
es auch, daß das Neugeborene hilflos ist, wesentlich hilfloser und unentwickelter als kleine
Tiere, die schon i m ersten Augenblick ihrer
Existenz komplizierte Bewegungen auszufüh
ren imstande sind.
A b e r der Mensch w ä r e kleiner, wenn e.
die Bandscheibenschäden - zumindest heut!
schon — nicht abschaffen könnte, wobei er
trotzdem weiterhin n u r seine Beine zum G e hen benutzt. F r ü h e r wollte m a n die Rückenschmerzen mit Korsetten und Miedern abschaffen. D a v o n ist man inzwischen abgekommen. Denn eine solche „ K r ü c k e " macht die
Rückenmuskulatur überflüssig. Sie w i r d noch
weiter abgeschwächt, was sehr ernste und
schwere Folgen mit sich bringt.
M a n versucht heute, die Rückenmuskulatur
zu stärken, die Bandscheiben zu entlasten und
die Wirbelsäule so zu behandeln, daß die N e r venschädigungen geheilt werden können. Man
kennt heute f ü r Bandscheibenschäden eine
Spezialgymnastik, die meist darin besteht,
daß man verschiedene Kriechübungen a u s führt. M a n stellt dem Leidenden die Aufgabe,
unter einem sehr niedrigen Hindernis h i n durchzukriechen. A u f diese Weise ist er gezwungen, den K ö r p e r n a h an den Boden
heranzubringen, das R ü c k g r a t z u k r ü m m e n ,
KINDERSELIGKEIT
unterm Weihnachtsbaum. Viele kleine W ü n sche — und auch einige große — w u r d e n a m
heutigen Tage für Petra erfüllt. Schon Wochen
vorher hat sie sich auf den Heiligen Abend gefreut, nun ist er mit Strahlenglanz gekommen.
hohl zu machen und nach dem Durchkriechen
das Rückgrat zu strecken.
Bei ernsthaften Bandscheibenschäden hilft
Mllerdings die G y m n a s t i k nicht mehr. D a
braucht man in erster L i n i e W ä r m e , R u h e
und ein Heizkissen. D a n n rückt der Wirbel
meist ganz von selbst wieder in die R e i h e
und die Bandscheiben werden erholt. I m W i n ter treten die Bandscheibenschäden s t ä r k e r
auf. Hat man sich erkältet, dann genügt die
kleinste unglückliche Bewegung, u m den berüchtigten Schmerz i m Rücken zu spüren.
Deshalb spielt die Temperatur in unserer
Wohnung eine wichtige Rolle bei der V e r m e i dung von Erkältungen und Verrenkungen des
Rückgrats. Die Bandseheiben reagieren nämlich
sofort auf die Temperatur, die den Menschen
umgibt. Man sollte i m Speisezimmer oder i n
den R ä u m e n , wo man sich am meisten aufhält, 16 bis 18 G r a d Celsius haben, i m B a d e zimmer 22 G r a d , i n der Küche 15 G r a d , i n
den Gängen zwölf bis 13 G r a d und i m S c h l a f zimmer zehn G r a d Celsius, vorausgesetzt, daß
m a n sich i n einem e r w ä r m t e n R a u m entkleidet.
Millionen-Einsätze beim Baccarat
Spielkasinos verzeichnen Hochkonjunktur
Noch nie w u r d e n i n den Spielkasinos der
Còte d'Azur so hohe S u m m e n gesetzt wie i n
diesem Sommer. Die gewagten Einsätze des
großen politischen Hasardeurs i n Moskau
scheinen die Lebewelt von Monaco, Cannes
und Deauville angespornt zu haben, noch
mehr F r a n c s , Dollars und Pfunde i n C h i p s
umzuwechseln und das Glück a m Spieltisch zu
versuchen. Noch hat m a n Zeit — ü b e r m o r gen vielleicht schon gilt das „rien ne va
plus
auch für Kasinos, Luxushotels und
Strandpromenaden.
11
E s wurden sagenhafte G e w i n n e u n d V e r luste bei Roulette und B a c c a r a t verbucht. Der
83jährige Francois André, Frankreichs g r ö ß ter Steuerzahler und Mitbesitzer des Kasinos
Deauville, runzelte die S t i m e , als i h m die
Direktion einen B a n k v e r l u s t von einer halben
Million F r a n c s mitteilte. E i n e n T e i l hatte der
amerikanische Filmmagnat Jack W a r n e r e i n gesteckt. A l s er merkte, daß die Glücksserie
abbrach, spielte er in Cannes weiter. W a r n e r
setzt n u r Chips i m Wert von 5000 und 10 000
Francs, Der größte Einsatz i m B a c c a r a t betrug in Deauville 3,5 Millionen F r a n c s , aber
in Monte C a r l o setzt m a n noch höher. Unter
40 000 fängt der bescheidenste Spieler nicht
an.
Das Wort „bescheiden" ist untertrieben. Die
Leute, welche an den Tischen mit den höchsten Einsätzen sitzen, sind Millionäre, I n d u striemagnaten, Herzöge, G r a f e n oder F i l m stars mit reichen Verehrern. Man sah den
Maharadscha von R a j p i p l a , Baron E l i e de
Rothschild, Soraya, die Maharani von Baroda.
die Desbeckers aus den U S A , den Herzog
von Northumberland,
die Millionäre V a n
Cutsem und Greenall und einen b r a u n h ä u tigen libanesischen Textilkönig. Sein Roulettesystem wurde viel bewundert, weil es absolut nichts gewann. E r setzte immer auf die
27. 28 und 29 und verjeute innerhalb von
zwei Wochen eine Million F r a n c s , denn diedrei Zahlen kamen nur heraus, wenn er nicht
am Spieltisch saß. I n der Ueberzeugung, etwas falsch gemacht zu haben, reiste er ab
In allen Kasinos dauert der Spielbetrieb länger. Wer in Deauville abends anfängt, kommi
am Morgen selten vor 7 U h r ins Bett. I n
Monte C a r l o lebt man noch unsolider. Wäh-
rend früher dem eingefleischten Spieler erst
gegen 11 U h r vormittags das Gähnen a n k a m ,
geht er heute nicht vor 13 U h r ins H o t e l zimmer, u m die Vorhänge zuzuziehen und
sich bis zum A b e n d der Nachtruhe h i n z u geben. F ü r manche lohnt sich's, f ü r manche
nicht. Z u den Rekordverliererinnen gehörte
auch die amerikanische Millionärin Helen
Desbecker. Sie w u r d e i n einer Sekunde 60 000
F r a n c s los, aber nicht a m Spieltisch. B e i m
C h i p - E i n w e c h s e l n verlor sie einen D i a m a n t ohrring, der soviel wert war. Obwohl man
die Spielsäle absuchte, fand sich das w e r t volle Stück nicht wieder.
Z u den sparsamsten Spielern gehörte wie
immer Madame Zagraphos, Witwe des b e kannten griechischen Spielerkönigs. 'Obwohl er
ihr 60 Millionen F r a n c s hinterließ, die er i n
allen Spielkasinos der Welt gewann, setzt sie
nur bescheidene S u m m e n . Mancher möchte es
Seelöwenfleisch
Die Regierung von A l a s k a hat den A b schuß von Seelöwen i n der Beringsee f r e i gegeben. Die T i e r e haben sich so vermehrt,
daß sie z u r Plage f ü r L a c h s - und H e r i n g s fischerei geworden sind. Mit i h r e m G e w i c h t
von nahezu einer Tonne zerreißen sie die
Netze und fressen den F a n g auf. A u f m a n chen Inseln gibt es Seelöwen-Kolonien von
50 bis 80 Stück. D a s tranige Fleisch ist f ü r
den Menschen ungeeignet. E i n e F a b r i k i n
A l a s k a verarbeitet es neuerdings zu F u t t e r konserven für amerikanische Nerzfarmen.
Es gibt vielerlei Weltrekorde zu brechen
Vom Spaghetti-Essen bis zum Rasenmähei
Nicht nur in olympischen Sportarten gibt es
Rekorde zu brechen. A m e r i k a , L a n d der u n begrenzten Möglichkeiten und Rekorde, hält
davon eine Menge bereit, die nur auf das
Uebertrumpfen warten. Viele lassen sich ohne
besondere Anstrengungen angreifen wie zum
Beispiel der Weltrekord in beiden Klassen
des Barttragens. Den längsten Vollbart besaß
ein Texaner, er m a ß 3,45 Meter, während
der Titel des breitesten Schnurrbartes 1935
an einen Inder abgegeben werden mußte, der
ihn beiderseits je 85 Zentimeter ausziehen
konnte. Wer sie schlagen will, braucht nur auf
das Wachsen der B a r t h a a r e zu warten.
E s gibt aber auch Rekorde, die sich nicht
>hne Mühe brechen lassen I m Fahnenstangensitzen sind 202 Tage die längste bisher erreichte Zeit, im Dauerklavierspielen 17 Tage
im Dauertanzen 35 Tage (Frankreich), im
Ping Pong 13 Stunden und zehn Minuten
und im Erbsenschieben mit der Nase 7 S t u n den und 11 Minuten.
Wer Weltrekordmeister im D a u e r r ü c k w ä r t s gehen werden will, muß eine Strecke von
Heilung von Vipernbissen
\
„GiftbeschwöVer" in Madras
I m indischen Staat Madras gibt es „Giftbeschwörer", deren K u n s t in hohem Anseheti
steht. Wird jemand von einer giftigen Vipei
gebissen oder von einem Skorpion gestochen
so kann ihm der Beschwörer auch ohne Serum helfen, jedoch nicht in allen Fällen. Bei
gewissen Giftschlangen versagt seine K r a f t . E r
hockt sich vor den Verletzten, reibt die betreffende Stelle großflächig mit Holzasche ein
und beginnt mit streichenden
Bewegungen,
welche von außen konzentrisch zur B i ß - odei
Stichstelle führen. Dabei singt er halblaute
Beschwörungen und pendelt mit dem Oberkörper hin und her.
i h m nachmachen, aber dazu fehlt es a n
Köpfchen. Zagraphos spielte motheovitisch —
sein Vater, Mathematikprofessor
in A t h e n ,
soll i h n i n ein beinahe unfehlbares S y s t e m
der
Wahrscheinlichkeitschancen
eingeweiht
haben.
Die Prozedur dauert ein bis zwei Stunden
Der „Giftbeschwörer" gerät in Schweiß und isl
/.uletzt so erschöpft daß er zusammensinkt
Die heilmagnetischen Bewegungen haben den
Erfolg, daß bei dem Vergifteten zuerst die
Schmerzen nachlassen und die Schwellungen
zurückgehen. Bei Blutvergiftung a m A r m oder
Bein sieht man deutlich, wie der „rote Strich"
über der Ader langsam
zurückgeht und
schließlich verschwindet. Die Beschwörer nehmen für ihre Mühen kein G e l d , weil sie fürchten, daß dann die Götter ihnen die Gabe entziehen. Der Gerettete wird nur angehalten, in
einem Tempel ein Blumenopfer darzubringen.
mehr als 26,2 Kilometer bewältigen, und w e r
gar nach diesem Titel i m Ohrfeigengeben
trachtet, braucht nicht nur eine eiserne Backe,
sondern auch einen gleichstarken Partner. B i s her hat sich noch niemand gefunden, d e r es
den beiden Russen gleich tat. welche sich vor
dem ersten Weltkrieg 29 Stunden und 40 M i nuten ununterbrochen ohrfeigten.
Nicht jeder ist für solche Roheiten z u h a ben, es gibt auch Möglichkeiten, bei denen der
Magen seine S t ä r k e zeigen kann. Wie w ä r e
es mit dem Weltrekord i m Schnapstrinken?
33 doppelstöckige Gläschen sind innerhalb
von 29 Minuten zu leeren, ohne daß m a n
hinterher schwankend auf den Beinen steht.
Wer mehr fürs Essen ist, dem seien einige
Möglichkeiten aufgezeigt Der Weltrekord i m
Spaghetti-Essen steht bei 301 Meter Spaghetti
in 60 Minuten, im K ä s e - E s s e n bei 450 G r a m m
innerhalb von 7 Minuten und 30 S e k u n d e n
und im Apfelessen bei 367 Stück innerhalb
von 13 Stunden Wem der Magen streikt, k a n n
es Ja mit Fasten versuchen D a r i n muß m a n
es allerdings — nur bei Wasser — länger al9
200 Tage aushalten. Der Rekord im H i n u n t e r schlucken lebender Goldfische steht bei 157
Stück, und die längste Schlange, die auf einen
Sitz verdrückt wurde, m a ß 43 Zentimeter.
F ü r Rauchrekordler kommt nur das L a n g samrauchen In Frage Der Weltrekord für Z i garren beläuft sich auf 95 Minuten (die Asche
darf dabei nicht herunterfallen!)und für Pfeife
auf 187 Minuten Leute mit guten Lungen k ö n nen sich auch im Seifenblasen-Blasen v e r suchen Mehr als eine Gallone (3.97 Liter) S e i fenwasser hat noch niemand hintereinander
in die Luft jagen können Wer einen R a s e n mäher und einen Großgrundbesitzer mit genügend Wiesen als F r e u n d besitzt, kann den
Weltrekord im Rasenmähen in Angriff n e h men Die längste Strecke, die ein A m e r i k a n e r
hinter diesem G e r ä t zurücklegte, b e t r ä g t 558
Kilometer.
Man konnte im Examen nie durchfallen
Anekdote von Curt Seibert
Von einem Professor der Zoologie an einer
mitteldeutschen Universität, der vor ungefähr
vierzig J a h r e n examinierte, w i r d folgende gut
erfundene Geschichte erzählt, gut erfunden
deshalb, w e i l man bei diesem Professor i m
E x a m e n nie durchfallen konnte, da immer bekannt war, w a s er fragen w ü r d e .
Damals w a r es noch Sitte, daß jeder zweite
Student sich einen H u n d hielt, und so w a r es
auch nicht weiter auffällig, daß einmal ein
K a n d i d a t zur P r ü f u n g seinen Pudel m i t brachte. A l s der Professor den S a a l betrat, bemerkte er sofort den Pudel. Doch w a r er nicht
etwa aufgebracht darüber, vielmehr s c h m u n zelte er und sagte:
„Das ist j a ausgezeichnet, daß w i r gleich ein
lebendes Wesen vorfinden, an dem w i r unsere
Studien beginnen können. — H e r r K a n d i d a t
Müller, wollen Sie m i r sagen, zu welcher
G a t t u n g von T i e r e n dieses Wesen g e h ö r t ? "
„Zu den Hunden, H e r r Professor!"
„ F a m o s , d a ß Sie das gleich bemerkt haben,
w a s gewiß nicht leicht w a r . — H e r r K a n d i d a t
Meyer, wollen Sie mir nun sagen, zu welcher
G r u p p e von H u n d e n dieses Wesen z u rechnen i s t ? "
„Zu den Pudeln. H e r r Professor!"
„Ausgezeichnet! S i e sind j a selbst in den
schwierigsten Details bewandert. — L e i d e r
muß ich nun erheblich schwere Fragen s t e l len. — H e r r Kandidat L e h m a n n , wollen S i e
mir sagen, was der Pudel jetzt macht?"
„Der Pudel w e d e l t , Herr Professor!"
„Oh, nicht schlecht gesehen! — Herr K a n d i Schulze, wollen Sie m i r sagen, w o m i t
der
Pudel wedelt?"
„ E r wedelt mit dem S c h w a n z . H e r r P r o fessor!"
„Wirklich, I h r e Antworten
kommen
ja
Schlag auf Schlag. — Wollen Sie mir n u n
sagen, H e r r K a n d i d a t Schmidt, weshalb der
Pudel mit dem S c h w a n z wedelt?"
„Der Pudel freut sich, H e r r Professor!"
„ S e h r gut! — U n d nun noch eine Frage a n
Sie alle: Können S i e m i r sagen, w o r ü b e r
sich der Pudel f r e u t ? "
A b e r diesmal schwiegen sie alle.
D e r Professor lächelte.
„Das habe ich m i r gedacht, meine H e r r e n .
I c h w i l l es I h n e n aber sagen: Der Pudel freut
sich, weil S i e alle — das E x a m e n so gut be-.
standen h a b e n ! "
„Ich brauche Geld, viel Geld . . . ! "
Der stille „Manager" / Von Ottfried Graf Finckenstein
Heute früh ging ich wieder einmal hinter
ihm her. E r hatte wie gewöhnlich keinen Hut
auf, und seine graue M ä h n e wurde vom
Wind gezaust. Die rechte Schulter hatte er
hochgezogen, den K o p f ein wenig v o r n ü b e r
geneigt, die F ü ß e einwärts gestellt, so daß
es aussah, als bewege er sich auf Rollen v o r w ä r t s , anders k a n n ich es nicht beschreiben.
E s fehlte n u r noch ganz wenig, daß er die
Grenze zwischen Originalität und Lächerlichkeit überschritten hätte, jene Grenze, hinter
der die Gassenjungen lauern.
EIN SCHONER
ti«$dSERTAG
I M ALTE-4 P A R K
(Aufnahme: Dr. Wolff)
Mein Blick ruhte wie immer mit Wohlgefallen auf dem eigenwilligen G e l e h r t e n ; denn
ich mag beides, Gelehrte wie auch Menschen,
die .sich nicht uniformieren lassen. Aber ich
m u ß es zugeben: diesmal w a r mein W o h l gefallen gemischt mit Hochachtung, oder besser, meine Hochachtung hatte einen neuen
Unterton bekommen, der nicht mehr dem W e i sen, sondern einer ganz diesseitigen Beziehung
galt.
A b e r ich w i l l nicht vorgreifen, sondern den
gestrigen Abend erzählen, wie er abgelaufen
ist. Mein F r e u n d , der Professor, besitzt — w i e
viele Gelehrte —, sozusagen als Ausgleich,
eine sehr diesseitige F r a u , ein w a r m e s , e r d e n -
Mein Begleiter blickte mich voll Bewunderung an
Gewagte Seiltänzerei / Von Richard Burger
Zusammen mit einem kleinen, dicken H e r r n
verließ ich die Abendgesellschaft, deren M i t glieder mir z u m größten T e i l unbekannt w a ren. Wir gingen dem Bahnhof z u , von wo er
mit dem Vorortzug nach Hause fahren wollte.
Nach einigen belanglosen Redensarten sagte
er:
„Was halten Sie eigentlich von W a l d e m a r ? "
Wenn ich n u r wüßte, w e r Waldemar w a r !
Vielleicht der Große mit dem Asketengesicht,
dem markanten Adamsapfel und den ü b e r langen Haaren, der mir gegenüber gesessen
war? Oder der fahlblonde zu meiner R e c h ten, der mit den blauen Kinderaugen, oder
der zu meiner L i n k e n mit der höckrigen
Glatze und der gelblichen Gesichtsfarbe eines
Leberkranken!? E i n e dumme Scheu hielt mich
davon ab, einzugestehen, daß ich mit der
Frage nichts anzufangen wisse, und in einer
Laune, die mich plötzlich a n k a m , sagte ich:
„Waldemar scheint m i r eine durchaus problematische Natur zu sein, übrigens mit e i n i ger Vorsicht zu genießen, ungewöhnlich i n telligent und zugleich in mancher Hinsicht
unglaublich lebensklug, romantisch, manchmal geradezu verworren. Ich glaube auch, daß
er an Minderwertigkeitsgefühlen leidet."
Anstatt mich zurechtzuweisen oder in ein
schallendes Gelächter auszubrechen, sah mich
mein Begleiter verwundert an und sagte:
„Es ist i n höchstem M a ß e erstaunlich, wie
genau Sie i h n analysiert h a b e n ! "
Ich mußte an einen Seiltänzer denken, mit
dem ich einmal auf dem gleichen F l u r gewohnt hatte. Gelegentlich hatte er m i r gestanden, daß er bei dem ersten Schritt, den er
auf dem hohen Seil mache, immer unsicher
und ängstlich sei, daß sich aber dieses Gefühl
sehr bald verliere, und er dann gar nicht mehr
daran denke, daß er bei der geringsten U n bedachtsamkeit abstürzen und sich das Genick
brechen könne. — Ich k a m mir jetzt auch
wie dieser Seiltänzer vor. Die erste Unsicherheit hatte ich bereits überwunden, ich schwebte
fröhlich dahin.
„ J a , eine durchaus problematische Natur",
sagte mein Begleiter, „das ist unbedingt richtig! — K e n n e n Sie ihn schon lange?"
„Nein, erst seit heute A b e n d " , gestand ich
wahrheitsgemäß, „aber er ist j a leicht zu
durchschauen!"
„Sie sind ein glänzender Beobachter. E s
trifft alles zu, w a s Sie über ihn gesagt haben.
Man könnte i h n nicht trefflicher charakterisieren! Wenn man n u r a n sein Verhältnis
mit T h o r a denkt!"
Thora ist für mich kein gewöhnlicher F r a u enname, T h o r a ist für mich der Inbegriff von
Charme, Geist und zärtlicher Hingabe. U n d
mit Thora sollte der Langhaarige oder gar
der Gelbgesichtige Beziehungen unterhalten?
Ich empfand das als eine persönliche B e l e i digung und sagte, munter auf dem hohen
Seil gleitend:
„Es kommt m i r ausgesprochen
lasterhaft
vor, natürlich in strengstem Vertrauen gesagt! Man müßte ihm das H a n d w e r k legen.
E r ist Thoras einfach unwürdig!"
„Da stimme ich I h n e n durchaus bei", sagte
mein Begleiter u n d runzelte sorgenvoll die
Stirrie. „Wehn man bedenkt, daß T h o r a u m
volle fünfzehn J a h r e älter ist als er und so
ein Fettklumpen, an dem ein M a n n mit normalem Geschmack unmöglich G e f a l l e n f i n den k a n n ! "
Also so eine T h o r a gab es auch! — M i r
schwindelte, ich fürchtete bereits, die Balance
auf dem hohen Seil zu verlieren. Ich fühlte
mich verpflichtet, mein herbes U r t e i l über
Waldemar zu revidieren.
„Aber i m G r u n d e genommen", sagte ich,
„hat er doch ein gutes Herz, ist er so das,
w a s man einen netten Burschen nennt, kein
Spielverderber, hilfsbereit und freigebig!"
„Na, na, mit der Freigebigkeit ist es nicht
so weit her bei ihm. Wenn er einem w i r k l i c h
einmal ein paar Mark borgt, dann rennt er
einem j a die Bude ein, bis er den Betrag w i e der zurück hat. — Diesmal haben Sie vorbeigeschossen!"
Sollte ich jetzt doch noch straucheln? Nein,
das durfte nicht s e i n ! Und so sagte ich:
„Trotzdem halte ich ihn nicht für einen
F i l z , er w i l l vielmehr die Menschen zu peinlicher Ordnung erziehen. Meiner Ansicht nach
ist er ein Reformator — so eine A r t Weltverbesserer."
Mein Begleiter dachte einen Augenblick
nach, dann sagte er:
„Da mögen Sie auch wieder recht haben.
E i n e ähnlich lautende Aeußerung hat er m i r
gegenüber nämlich gemacht, als er von m i r
einen kleinen Betrag zurückforderte. — A b e r
so eine Menschenkenntnis, wie Säe sie besitzen, ist m i r noch nie begegnet, sie ist geradezu unheimlich. U n d jetzt, bitte, e r k l ä r e n Sie
m i r noch, handelt es sich da u m eine angeborene Begabung oder k a n n m a n so etwas
erlernen?"
W i r w a r e n an der Bahnsperre angekommen. Sein Z u g stand abfahrtbereit. V o n m e i nem hohen Seil herab sagte ich:
„Es handelt sich nur um den ersten Schritt.
Bei ihm ist man unsicher, aber hat man diese
Scheu erst einmal überwunden, dann schwebt
man auf dem Seil dahin, als sei ein Absturz
unmöglich..."
Da setzte sich sein Z u g langsam in B e w e gung. E r stürzte darauf zu und schwang sich
auf ein Trittbrett, von wo aus er m i r heftig
zuwinkte.
Ich aber ging nach Hause und zerbrach m i r
den Kopf, wer auf der Abendgesellschaft n u n
w i r k l i c h Waldemar gewesen w a r . . .
In letzter Sekunde ein Meisterschuß
Urwalderlebnis / Von Weno v. Novak
Dumpf lastete die brütende, fiebergeschwängerte Hitze auf uns. Die ganze Gegend roch
nach verfaultem, stickigem Abfall, Abfall des
Urwaldmorastes.
Dazwischen mischte sich
manchmal ein betäubender Duft von unzähligen Blüten. Die L u f t w a r erfüllt vom G e schrei des Urweltgetiers, das da kreuchte und
fleuchte.
W i r hatten noch gut sechs Meilen zurückzulegen, um an den von Professor Körner
vorbestimmten Platz zu kommen. Die T r ä g e r ,
dürre, aber zähe Indios, schleppten mit tödlichem Gleichmut die schwere Last. So m a r schierten w i r durch die grüne Hölle, einer
hinter dem anderen. Sagte ich: „Marschier e n ? " — U n s i n n ! Wir schlichen; Schritt für
Schritt mußten w i r den U r w a l d erobern. Die
breiten Macheten hieben in das G e w i r r von
L i a n e n , Sträuchern und sonstigen im Wege
stehenden Pflanzen.
Dabei waren die Sinne aufs äußerste a n gestrengt. I n jeder Sekunde konnte einem
der Todesstoß versetzt, konnte einem auf i r gendeine Weise der G a r a u s gemacht werden.
Während w i r Meter um Meter vordrangen,
begleitet von dem nervenaufpeitschenden G e schrei der Affen, überdachte ich noch einmal
meine Lage. War es nicht Wahnsinn gewesen, sich dieser Expedition anzuschließen?
E i n e r Expedition, wie schon so viele w i s s e n schaftliche, die doch gescheitert w a r e n : Suche
nach einer versunkenen Stadt der M a y a s o d e r
der I n k a s o d e r . . . I m m e r dasselbe! E s w a r
bereits die siebente Expedition, in der ich
nun steckte. Sechsmal war ich, allerdings mit
Malaria, Tropenkoller und einigen nicht ganz
unerheblichen .Verletzungen lebend davonger
kommen. I m m e r wieder hatte ich m i r geschworen: das w a r die letzte E x p e d i t i o n ; aber
immer wieder trieb es mich in diese Hölle
des Dschungels mit seinem geheimnisvollen,
gefährlichen Leben. Ich k a m nicht davon los,
genau wie ein Spieler. Und w a r es nicht ein
Spiel? E i n Spiel mit der G e f a h r ?
Der laute Aufschrei eines T r ä g e r s vor m i r
brachte mich in die Wirklichkeit zurück. E r
w a r in ein verdecktes Sumpfloch geraten.
E h e w i r ihm helfen konnten, w a r er auch
schon in diesem verfluchten Morast v e r s u n k e n ;
nur ein gurgelndes Geräusch blieb übrig.
Dieser Zwischenfall bescherte uns einen
kleinen Aufenthalt. Die übrigen T r ä g e r m u ß ten beruhigt werden. Sie hatten plötzlich
Angst, fürchteten irgendeinen Gott. Geister
schienen hier zu walten. Mit Mühe und Not
gelang es uns. sie zum Weitergehen zu bewegen. K a u m aber hatten w i r uns in B e w e gung gesetzt, als ein schriller Pfiff mich zum
Umsehen zwang. „Was ist denn nun schon
wieder los?" wollte ich schreien; denn meine
Nerven waren ebenfalls zum Zerreißen gespannt, da pfiff eine K u g e l dicht an meinem
O h r vorbei, und gleich darauf sauste ein ein
Meter langes grünes E t w a s neben mir zu
Boden und blieb zuckend auf meinem L e d e r schuh liegen. E s w a r eine der vielen grünen
Giftschlangen, deren Biß jeden in Sekunden
ins N i r w a n a befördert.
Ich konnte dem Professor n u r stumm die
Hand drücken. E r hatte mit einem meisterhaften Schuß der Viper den Kopf zerschmettert, in letzter S e k u n d e ; denn dieser Kopf
w a r nur zwei Zentimeter von meiner Schläfe
entfernt gewesen.
nahes Wesen, das ihm fünf K i n d e r mit schöner
Selbstverständlichkeit geschenkt hatte. K e i n
Wunder, daß es nicht sehr üppig in d e m
Hause des Gelehrten zugeht.
F r a u Margret pflegte das so auszudrücken:
„Mein Alter ist der beste Mann, ich möchte
keinen anderen, aber zwei Dinge könnten bei
ihm anders sein: er sollte weniger Z i g a r r e n
rauchen und etwas mehr v o m
Manager
haben."
„ W a s hat denn das beides miteinander z u
tun?"
„Wenn er keine Zigarren rauchen w ü r d e ,
brauchte ich meine G a r d i n e n nicht so oft z u
waschen, und w e n n er mehr Manager w ä r e . . "
„Was dann?"
„,Ach, d a n n . . . dann möchte ich i h n weniger
gern und brauchte mich nicht so über seine
Zigarren zu ä r g e r n . Ich bin eben eine d u m m e
Frau."
Nein, sie w a r gar keine dumme, sondern
eine sehr reizende F r a u , aber natürlich, e i n
kleiner Stich des Bedauerns s a ß doch in einer
E c k e ihres Herzens, daß ihr M a n n das ä u ß e r liche L e b e n für sie nicht etwas leichter z u
gestalten vermochte. S i e w a r mit ihren f ü n f zig J a h r e n eine stattliche, etwas schwere E x t
scheinung geworden.
A b e r der M a n n hatte I m m e r n u r gesagt:
„Du w i r s t dich noch e i n m a l ü b e r meine Zi«
aovsa sms.'
IM LEBENSKÄHN
HTillft öu im Stuge bas Leben
öuctfjftürmen,
/
TJEferöen öie Wogen entgegen]
lud; türmen;
Jöoäi wenn befonnen öu
Steiift Beine 3atm,
3cii.:t öu ?um lidjern
Kiafen öen ßaljn.
STKLTBB^
garren f r e u e n " und hatte auf seine A r t vor
sich hingelächelt Ueber diese B e m e r k u n g
konnte F r a u Margret sich dann allerdings
wirklich ä r g e r n . . .
D a s w a r J a h r e hindurch so gegangen, bis
gestern Abend. D a hatte F r a u Margret i h r e n
M a n n mit T r ä n e n empfangen. U n d ehe e r
sie hatte fragen können, w a r sie in i h r e r
temperamentvollen Weise herausgeplatzt: „Ich
m u ß es dir doch sagen, ich brauche G e l d ,
Viel G e l d ! "
„Wieviel d e n n ? "
„Viel mehr, als du j e haben w i r s t ! "
„Willst du mir nicht verraten, w o z u ? "
„Du kannst ja doch nichts daran ändern,
V a t e r w i l l den Familienschmuck v e r k a u f e n ,
w e i l er doch die Operation von Mutter b e zahlen m u ß . . . "
„Na u n d . . . "
„ W i e kannst du so roh fragen? D u weißt
doch, daß es das einzige ist, w a s w i r von z u
Hause gerettet haben, und es sollte doch
immer in der F a m i l i e b l e i b e n . . . deshalb
möchte ich den Schmuck für mein L e b e n
gern kaufen. A c h . . . ich bin eine d u m m e
Frau."
Da hatte der Gelehrte in seine Brusttasche
gegriffen und hatte seiner F r a u sein S p a r buch überreicht D a n n war eine vierstellige
Zahl eingetragen. F r a u Margret konnte es
nicht begreifen.
„ W o hast du a l l das G e l d h e r ? "
„Das sind die Zigarren", hatte er lächelnd
dazu gesagt, „die nicht gerauchten
Zigarren. Ich habe nämlich immer nur halb soviel
gekauft, als ich eigentlich wollte, und den
Rest auf die S p a r k a s s e gebracht Gleich nach
der W ä h r u n g s r e f o r m habe ich angefangen."
E s brauchte eine kleine Weile, bis F r a u
Margret sich gefaßt hatte. „Darum sollte ich
mich also über deine Zigarren f r e u e n . . . "
stammelte sie endlich.
„ J a , d a r u m " , und er lächelte sein v e r schmitztes Lächeln.
F r a u Margret legte die A r m e u m den H a l s
ihres Mannes.
„Du bist ja doch ein Manager", sagte sie,
„aber ich dumme F r a u habe dich deshalb
jetzt nicht weniger, sondern auch m e i n U e b l "
Nummer 143
Seite
8 T. V I T H E R
8
Z B I T U N G
Dienstag, den 19. Dexembir
^Börner 143
Seiti
Die Finnen gerieten in Bewegung
Die "gute alte Z e i t " ist vorüber
Industriestädte locken die Menschen an !.
HELSINKI. Ein grundlegender Wandel
in der finnischen
Bevölkerungsstruk-
tur seit Kriegsende zeichnet sich immer deutlicher ab* Er hat Formen angenommen, daß man schon von der
"guten alten Zeit" spricht, wenn man
die Jahre von 1939 meint. Dabei geht
es
heute den
Menschen hier
wirt-
schaftlich besser als damals. Doch die
Gemächlichkeit und Behäbigkeit von
einst
und
sind
dahin.
Industrialisierung
moderne Verkehrsmittel
die Großstädte
haben
zu Riesenmagneten
werden lassen, die Berufsgliederung
hat sich total geändert.
Noch vor 4 0 Jahren gab es nur
drei Millionen Einwohner in Finnland.
Landwirtschaft und Forsten beschäftigten davon z w e i Drittel, während
die Industrie lediglich 15 Prozent aer
Bevölkerung Lohn und Brot g a b . Das
hat sich inzwischen sehr geändert.
Heute zählt Finnland 4,5 Millionen
Einwohner, von denen nur noch ein
Drittel in Landwirtschaft und Forsten
tätig ist. Der Arbeitskraft-Anteil der
Industrie ist auf 38 Prozent geklettert, Transport und andere Gemeinschaftsdienste beschäftigen 16 Prozent.
Diese nackten Zahlen werden verständlich, w e n n man sich das Wachstum der Städte vor Augen
führt.
Während vor 4 0 Jahren die 37 grö-
Automatischer
Steuermann
MOSKAU.
Kaum
noch
Steuerleute
w i r d es inZukunft auf den
Schiffen
der Wolga geben. L. M u r a t i k o w , M i t
arbeiter des Leningrader Forschungsinstitutes
für
Binnenschiffahrt,
wickelte eine
ent-
automatische Vorricn-
tung, die in die Wolgaschlepper eingebaut
werden
dieses
Gerätes
soll.
dem
Schlepper
Das
automatisch
legte
etwa
Vorrichtung
Der
wurde
"Jamal"
1500
führte
Prototyp
bereits
gesteuerte
km
auf
erprobt.
Schiff
zurück.
sogar
Die
selbstän-
d i g Ueberholmanöver aus. Der
Ma-
schinen-Steuermann
eine
Erhöhung
der
bewirkte
Fahrtgeschwindigkeit.
Teurer Aschenbecher
MÜNCHEN. Teuer zu stehen kam dem
26jährigen Kraftfahrer W i l h . Lemgen
aus München ein Aschenbecher, den
er sich in einer Gastwirtschaft heimlich in die Tasche steckte. Die Kellnerin hatte ihn beobachtet und stellte
ihn zur Rede. Lemgen leugnete z u nächst und steigerte dann seine Entrüstung zu einer Wutanfall. Er schmetterte das Korpus delikti der Kellnerin an den Kopf, w o es eine beachtliche Platzwunde' hervorrief. Jurstisch
w u r d e daraus ein räuberischer Diebstahl mit gefährlicher Körperverletz u n g , was ein Münchener Schöffengericht jetzt mit sechs Monaten Gefängnis ahndete. Hinzu kommen
Gerichts- und
Anwaltskosten
sowie
Schmerzensgeldund Behandlungsgeld für das Mädchen. Die Gesamtrechnung macht etwas über 2000 DM
aus.
Wegen Bienenmordes
verurteilt'
TOULOUSE. 146 Bienenvölker vernichtete der französische Landwirt Jean
Cros aus Colombiers-Orb in Südfrankreich mit einer Insektenvertilgungsmit
tel. Für diesen Bienenmord w u r d e
er zu 1000 N F Geldstrafe und einem
Monat Gefängnis verurteilt. Cros behauptet der Imker habe die Bienenstöcke zu nah an seine Grundstükke gesetzt. In erste Instanz hatte
Cros nur 150 NF Geldstrafe bekommen. Er legte Berufung ein — sehr
zu seinem Schaden. Das Berufungsgericht betrachtete seine Tat nicht als
Sachbeschädigung, sondern als eine
"Vernichtung nützlicher Haustiere".
Dem Imker muß Cros
eine
hohe
Schadenersatzsumme zahlen.
ßeren Städte des Landes 434 000 Einwohner hatten, wohnen heute in den
Großstädten über 1,6 Millionen Menschen. Das finnische Volk ist also innerhalb einer Generation in kaum
vorstellbarer Weise in Bewegung geraten. Zur Landflucht gesellte sich eine A b w a n d e r u n g in immer weiter
wachsende Wohnbezirke, wobei die
Landeshauptstadt
den größten Zustrom zu verzeichnen hatte. Man kann
ohne Uebertreibung sagen, daß gegenwärtig zwei Drittel der finnischen
Bevölkerung in "städtischem M i l i e u "
leben. Aus dem Land der grauen Hütten an versteckten Seen ist ein moderner Staat mit Industriestädten und
erstklassigen
Verkehrsverbindungen
geworden.
Gerade durch die hervorragenden
Landstraßen
und die zeitgemäßen
Verkehrsmittel w u r d e das Volk durch
einandergewirbelt. Es ist heute kein
Problem mehr, in kurzer Zeit jeden
Winkel des Landes und aus der ent-
Z u m
ferntesten Waldgegend die Zentren
zu erreichen. Jeder zieht dorthin, w o
er sich bessere Lebensbedingungen
verspricht. Es ist ein Strukturwandel,
der revolutionierend w i r k t . Höheres
Einkommen aber verändert mit der
Zeit auch
die Lebensgewohnheiten
Finnlands Menschen von heute scheinen — trotz aller politischen Belastungen — glücklicher als früher zu
sein. Es werden Interessen wach, die
früher vom Kampf ums Dasein erstickt w u r d e n . Noch nie stand das
kulturelle Leben im Lande auf so hoher Stufe.
Allerdings scheint diese Entwicklung auf Kosten einiger Nationaltugenden zu erfolgen: der Zähigkeit u.
Genügsamkeit. Der höhere Lebensstandard und die damit gepflegtere
Lebenskunst sind ähnlich w i e in anderen Kulturländern erkennbar: Die
junge Generation wächst ihren Eltern über den Kopf.
* ? e U t a & e H %
K4Ì
Des Menschen lebende Werkzeuge
So primitiv auch die Anfänge menschlichen Lebens einmal gewesen sind, so
vollendet hat es der Mensch im Laufe
der Jahrtausende verstanden, sich der
Natur zu bedienen, ihre Schätze, ihre
Pflanzen und Tiere für seine Zwecke
auszunutzen. Einer der entscheidendsten
Fortschritte der Menschheit war es, K u l turpflanzen und Haustiere in Zucht zu
nehmen und durch planvolle Zuchtwahl
immer besser und ergiebiger zu madien.
Schon der Steinzeitmensch vor über
10.000 Jahren züchtete die ersten Hunde.
Sie hatten vermutlich spitzhundähnlichen
Körperbau und stammten wohl von Scha
kalen ab. Später wurden Wolfsabstammungen eingekreuzt und so eine Unzahl
von höchst unterschiedlichen Rassen, von
Schutz-, Spür-, Wach-, Jagd- und Zierhunden geschaffen. Schon weniger wichtiges Werkzeug ist die angeblich „rattenmüde" gewordene Katze, die vor Jahr
tausenden zum ersten Male von ägyptischen Tempelpriestern gezähmt wurde.
„Raketenkrieg" in Oberbayern geht weiter
Fünfjahresplan für das Hagelschießen
Endgültige Ergebnisse nicht vor 1966
MÜNCHEN. Mindestens
noch fünf
gelraketen, als deren Erfinder der
Jahre w i r d der "Raketenkrieg" im
badische Pyrotechniker Karl Müller
bayerischen Oberland weitergeführt • gilt, w u r d e n im Landkreis Rosenw e r d e n . Das erklärte Landwirtschafts
heim schon 1929 unternommen.
minister Hundhammer im Haushalts
O b w o h l Müller bei seinen Expeausschuß des bayerischen Landtages
rimenten schon vor 1917 durch den
Vor 1966 w i r d man nämlich nicht Grafen Zeppelin unterstützt w u r d e ,
wissen können, ob das Hagelschieist ihm doch auf die Dauer der Erßen in den vergangenen
Jahren
f o l g versagt geblieben. Dafür hat
Sinn und Erfolg gehabt hat. O b w o h l
man in den letzten 15 Jahren die
sich bei den Hagelabwehrversuchen
Hagelraketen vor allem in Frankreich
im Inntal vor allem das Warnsystem
Italien und 'der Schweiz zu großer
als unzulänglich erwies, fordert die Vollkommenheit weiterentwickelt. Sie
Landwirtschaft doch mit Nachdruck erreichen dort Steighöhen
bis
zu
die Fortsetzung der
Bemühungen.
1400 Meter.
Die Raketen sollen den schwefelgelWenn der "Raketenkrieg" im oberben Unwetterwolken
im Sommer
Schrecken nehmen. Sie " i m p f e n " die
Wolken mit Silberjodid. Bisher hatte
man für die Impfkur auch Flugzeuge verwandt.
bayerischen
Landkreis
Rosenheim
bisher nicht siegreich beendet werden konnte, so liegt dies vor allem
daran, daß die Organisation des BeBobachtungs- und Meldewesens lükkenhaft blieb. Es kann nur richtig
funktionieren, w e n n es bei seiner
Arbeit Metereologen und den Nachrichtendienst
des Rundfunks
wirkungsvoll
unterstützt
wird.
Der
Sturmwind treibt die Hagelwolken
j im Inntal o f t mit solcher Schneiligj keit heran, daß das Bedienungsper\ sona! der Bodengeneratoren und die
Raketenschützen kaum noch Zeit ha
ben, sich auf ihre Posten zu begeben bevor die Eisschloßen in der
Größe bis zu Taubeneiern
niederprasseln.
Er starb nach dem 15. Glas Kognak
Die Kosten, die vor allem durch
die Raketenstationen entstehen, werden den bayerischen Staat mit jährlich 50 000 DM belasten. Den Rest
von 5000 D M w i l l der Landkreis Rosenheim übernehmen. Man hat ihn
als erstes Versuchsgebiet innerhalb
der weiß-blauen Grenzpfähle gewählt, weil dort alljährlich durch
Hagelschlag Werte von rund 20 M i l lionen DM vernichtet w e r d e n . Früher kannte man als "Anti-Hagelmitt e l " das Wetterschießen mit g e w a l t i gen Böllern. Es ist nicht ausgeschlos
sen, daß die hierdurch hervorgerufenen Schallwellen
neben
einem
günstigen
Wind zur Abdrängung
der unheilschwangeren Wolken beitrugen. Die ersten Versuche mit Ha-
Kellner für tragisch. Wettausgang mitverantwortlich ?
Tod bei 3,5 Promille
ROTTERDAM. M i t einer außergewöhnlichen Frage hat sich ein Gericht in
Rotterdam zu befassen. Ist der bedienende Kellner mitverantwortlich,
w e n n ein Gast auf Grund einer Wette eine übermäßige Menge Alkohol
zu sich nimmt und an den Folgen
stirbt? Der Anklagevertreter
bejaht
die Frage vorbehaltlos. Zwar trägt
der Wettende die Hauptschuld, sagt
er, aber der Kellner hat seine Verantwortung gröblich mißachtet und
verdient eine Gefängnisstrafe von 3
Monaten. Das Urteil
ist allerdings
noch nicht gesprochen.
In einer Rotterdamer Gastwirtschaft
saßen mehrere junge Leute, darunter
Giftspritze gegen „Menschenfresser"
Deutscher Wissenschaftler will Haien
"die Zähne ziehen" - Unterwasser-Versuche
SYDNEY. Unschädlich machen w i l l
ein deutscher Wissenschaftler, der in
Australien lebt, den Menschenfresserhai. Der 40jährige
Martin Theil
hat ein chemisches Mittel gefunden,
das die gefährlichen Unterwasserräuber so harmlos w i e Fliegen werden
lassen soll. Außerdem
soll
diese
Giftspritze ermöglichen, daß
man
Haie künftig auch in Gefangenschaft
halten kann.
Seit 20 Jahren
sammelt Martin
Theil Erfahrungen mit großen und
kleinen Fischen. Er hat lange mit
Hans Hass vor Afrikas und Südamerikas
Küsten
zusammengearbeitet.
M i t seiner neuen Methode w i l l er den
Haien, welche die Badegäste an der
australischen Pazifikküste gefährden,
"die Zähne ziehen". Das ist allerdings nicht ganz wörtlich zu nehmen.
Theil w i l l lediglich sein betäubendes
Mittel "MS-222" ins Wasser spritzen.
Ein halber Kubikzentimeter des Giftes
soll bereits genügen, um einen Hai
schnell und sicher einzuschläfern.
"Es handelt sich um ein pflanzliches Gift, das ich selbst gefunden
habe", erklärte Martin Theil. "Es
w u r d e bereits an Fischen in frischem
Wasser ausprobiert und w i r k t e sofort, als die Tiere damit in Berührung kamen. Wenn man allerdings einem Hai im offenen Meer begegnet", fügte der deutsche Wissenschaftler hinzu, "dann brauche ich
mindestens eine Spritzpistole, die in
der Lage ist, 250 ccm zu versprühen."
Ausgerechnet in der Mündung des
Tweed River in der Nähe des australischen Ferienparadieses an der
Goldküste w i l l Martin Theil sein Mittel in "freier W i l d b a h n " ausprobieren. Jedes Jahr werden hier immer
wieder Menschen das Opfer hungriger Haie. Wenn Theil sich mit seiner
Pistole nicht kräftig genug verteidigen kann, w i l l er den Haien mit MS22 getränkte Walfischbrocken vorwerfen.
Die Fischer an der Küste haben
Theil gewarnt, sich nur mit-der MS222-Pistole und Giftbrocken bewaffnet in die Jagdgründe der gefährlichen Räuber zu w a g e n .
ein
23jähriger Automobilist,
der
schon einige Biere zu sich genommen hatte und bester Stimmung war.
In diesem Zustand wettele er mit
seinen Zechkumpanen, daß er 15 Glas
Kognak zu sich nehmen werde, und
zwar innerhalb einer halben Stunde
.Nach neun Kognaks brach der junge Mann zusammen.
Nachdem er wieder zu sich gekom
men war, wollten ihn seine Fieunde vom weiteren Trinken abhalten.
Aber der schon sinnlos Betrunkene
bestand
eigensinnig
auf
seinem
"Recht". Daraufhin servierte ihm der
52jährige Kellner die sechs restlichen
Schnäpse, die der junge Mann hinunterkippte. Dann fiel er v o m Stuhl
und mußte nach Hause getragen
werden.
Die Freunde legte den Besinnungslosen ins Bett. Als sie aber sahen, daß
er zu ersticken schien, riefen sie den
Arzt. Dieser konnte nur noch den
Tod durch A l k o h o l v e r g i f t u n g feststellen. Eine Blutprobe ergab 3,5 Promille.
Z w a r lebt sie in der Nähe des Uti
sehen und wird von ihm versorgt, aki
mehr als irgendein anderes Haustier ha
sie sich ihre Individualität und eine g
wisse Unabhängigkeit bewahrt.
Rind und Schwein, Schaf und
Kaninchen und Geflügel hat der Menü
zu immer besseren
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Fleisch, Milch, Wolle und Leder eatwil
kelt. Mit dem Rind begann die seltdei
unentbehrliche
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gleich aber auch der Uebergang der ng
madisierenden Völker zum Ad<erbau.Da
Geflügel wurde auf enorm gesteigert
Fruchtbarkeit im Eierlegen und am
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unwahrscheinlich fleißige:
Sammlerin von Honig und Bestäuben]
von Kulturpflanzen hochgetrieben, im
noch wird weitergezüchtet, um der Pra
xis zu helfen.
Diese Tiere sind reine „Rohstoff. Lie
feranten", bis auf das Rind, das
und da noch als Zugkraft
w i r d . Das Pferd, dessen etwa furhsgroBi
Urahnen vor 20 Millionen Jahren
haben schon die jüngeren Pfahlbauer al
Haustier genutzt. .Ursprünglich ist es
gejagt und gegessen worden. Dann <
kam dem Menschen die Idee, seine Ii
Vergleich zur übrigen Tierwelt rei
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der an Bedeutung verliert, in d«r VW
aber noch immer unentbehrlich ist. Maulesel, E s e l , Rentier und Kamel wurden
in ähnlicher W e i s e zu lebendigen Werkzeugen des Menschen, dem sie geduldig
wertvollste Dienste leisteten.
Die kleinen Seidenraupen produzieren für den Menschen die köstliche Seide, Falken wurden zur Jagd abgerichtet
Brieftauben dienten und dienen als Kuriere. U n d selbst unser größtes und
wuchtigstes Landtier, der Elefant, wird
in Indien und A f r i k a als lebendes Werl
zeug des Menschen eingesetzt. Seit Jahrtausenden wurde mit dem Elfenbein leiner großen Stoßzähne viel Geld verdient. Kriegselefanten,
die
schwere:
Panzer des Altertums, brachten bei Heraclea und Asculum König Pyrrhus des
Sieg über die R ö m e r und verbreiteten
jahrzehntelang Angst
und Schrecken.
A b e r schon Aleander d. Gr. benutzte die
Elefanten nur noch als Transportmittel
Lange Zeit sind sie die L k a der antiker.
Landstraßen gewesen und haben dl*
schwersten. Lasten befördert. Dazu ha'
ben sich gezähmte Elefanten von alters
her als brauchbare und leistungskrältijt
Arbeiter erwiesen.
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Holzhöfen und afrikanischen Sägewerken
verrichten die Kolosse im wahrsten Sinne des Wortes Schwerstarbeit, die kein
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in New York der darob baß erstaunläuterte zunächst
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schwere A r b e i t ei
der Karserne vergeblich auf ihn;
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Schließlich mußte er sich vor der Migepient w i r d . W
litärbehörde verantworten, "Ja", sagbaj des Werkes,
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ken, daß Sie mich w i r k l i c h brauchenarbeit die Pfeife:
Da lächelten die Vernehmer. "Sie ha9uliert. "Die Org
ben recht", erklärten sie, "so böse
ist die Weltlage nun auch wied»
nicht." Und sie schickten ihn nach
Hause, denn George ist 80 Jahre a»-
Spanier organisiert Stierkämpfe
in Schweden
Manager Gallardo reist nach Stockholm
Blut soll nicht vergossen werden
VALLADOLID. In Richtung Stockholm
abreisen w i r d demnächst ein spanischer Manager für Stierkämpfe, Jesus
Gallardo aus Valladolid. Mit Genehmigung der Behörden
w i l l er
in
Schweden drei Corridas durchführen
lassen. Das Erstaunlichste dabei ist,
daß die schwedischen Tierschutzvereinigungen bereits ihre Zustimmung
gegeben haben sollen.
Die Kämpfe werden den klassischen Traditionen entsprechen.
Es
w i r d jedoch kein Blut dabei vergossen w e r d e n . Die Picadores benutzen
Lanzen, deren Spitzen Gummibälle
tragen; die Banderillos werden aus
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Stäbchen mit Kautschukenden bestehen, die Degen der Matadore sin"
stumpf. Andererseits sollen auch <"
Stiere ohne scharfen Waffen kämpf«"
Ihre Hörner werden so dick umw*
kelt sein, daß sie den Toreros kein«
ernste Verletzung zufügen könnenSicherheit w i r d groß geschrieben &
diesem Unternehmen.
Wann die Kämpfe stattfinden *
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ist noch nicht bekannt. Es ist ^
w e n i g wahrscheinlich, daß sich 9
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Dezember
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wurde an geschützter Stelle in St. V i t h
eine Mindesttemperatur von - 9 und in
der Nacht zum Montag von - 10 Grad
Celsius gemessen. A n
exponierteren
Stellen unserer Gegend fiel das Thermometer auf - 14 Grad.
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Die feierliche Weihe der Orgel in Born
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iweihung anwesenden Borner und
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euen Orgel. Die große und freundthhelle Borner Kirche ist nun damit
vollendet worden.
Bereits vergangene Woche waren
lehrere bekannte Orgelspieler
aus
[erviers nach Born g e k o m m e n , um
ich dieses Werk, von dem man in
iachkreisen spricht, zu sehen und es
leibst auszuprobieren. Das Urteil diesr Fachleute fiel einstimmig lobend
sis. Professor Jean van de Cauter,
Jrgelexperre in Floreffe hat mit dielem Entwurf genau das Richtige geyoffen. Das Instrument ist der Kirk angepaßt, es füllt sie, auch in
!en Pianissimopartien, ohne aber jenais überlaut zu klingen. Die gute
Akustik in dieser Kirche mag das
Werk des Planers und Beraters erleichtert haben. M i t ihrer Gesamtpfeifenzahl von 986, den 3 normalen Koppeln und der großen Anzahl
ister bietet sie einem guten Urlisten alle Möglichkeiten einer grölen Orgel. Dies festzustellen hatten
im Sonntag abend die zahlreich erschienenen Gläubigen reichlich Ge«jenheit.-••- ••--•-- —
Unter den Gästen bemerkten w i r
Herrn Bezirkskommissar H. Hoen und
»artin, Bürgermeister B. Theissen u.
mehrere Gemeinderaismitglieder
aus
Mit, Kirchenpräsiaent Jodocy
und
Mitglieder dieses Rates, GendarWieadjudant Luxen,
Forstingenieur
wnu, das
gesamte Gemeindeper* 5 i , das Lehrpersonal und weitere
Peinlichkeiten.
Das Instrument ist das Werk des
klinuen Orgelbauers
Alois
Thonus
«is Malmedy, der auch die schwiege Arbeit des Stimmens sehr gut
Seiest hat.
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begann m i t dem gegesungenen Lied
"O
die Himmel auf", woDechant Breuer =»us St.
die Festansprache hielt. Er erörterte zunächst die langwierige und
schwere Arbeit eines Orgelbaues, der
"onatelang vorher vorbereitet
und
äepiant w i r d . Wenn dann der AufJ des Werkes, der Pfeifen, Kanäle
id des Spieltischs beendet ist, w e r fen in wochenlanger Tag- und Nachtzeit die Pfeifen gestimmt und regiert. "Die Orgel ist aller M u s i k i n -
strumente Königin, w e i l sie alle anderen Instrumente durch ihre Ausdruckfähigkeit und Klangfarbe übert r i f f t . Sie faßt sozusagen- die ganze
tönende Welt zusammen und stellt
sie in den Dienst des Allerhöchsten".
Ihre Hauptaufgabe ist, den gottesdienstlichen Gesang zu begleiten und
zu tragen, zu allen Zeiten des Jahres und zu allen Anlässen. Sie w i r d
allen Gefühlen gerecht: v o m Requiem
bis zum Oster- und Pfingstjubel. Zu
gewissen Zeiten muß sie auch Schwei
gen können, aber am Tage ihrer Einw e i h u n g darf sie ihre ganze selbständige Pracht entfalten. Durch die
Weihe erbittet die Kirche von Gott,
daß die Gläubigen
beim Erklingen
der Orgel ihre Herzen erheben. Der
Tag der Weihe ist ein Tag des Lobes
auf Gottes Größe und Güte,
aber
auch ein Tag des Dankes für alle, die
zu diesem Werke beigetragen haben:
Künstler, Techniker, die Gemeindeverwaltung und die übergeordneten
Behörden. Es ist aber auch ein Tag
der Freude für alle Pfarrangehörigen.
Das "Gaudete" (freuet Euch) aus der
heutigen Messe ist diesem Tage angepaßt. Hochw.
Dechant
Breuer
schloß mit den Worten:
" A u f den
Wogen des Orgelspieles klopft Gottes Gnade an Eure Herzen. Oeffnet
ihm Eure Herzen, tragt hinaus seinen
Geist, den Geist des Friedens, tragt
hinaus seinen Glauben!"
Nach der Zeremonie der Weihe
folgte dann das lang erwartete Orgelkonzert.
Hochw. Pfarrer Meyer
gab hierzu die Erläuterungen. Professor van de Cauter brachte O r g e l m u -
n
zh Stockholm ,
n werden
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Nach der Feier konnten sich alle
bei einer Besichtigung davon überzeugen, daß diese Orgel auch rein
äußerlich sauber und modern ausgearbeitet ist.
Zu einem gemütlichen Beisammensein im Pfarrhause fanden sich dann
die Ehrengäste zusammen.
Hochw.
Pfarrer Meyer richtete Worte des aufrichtigen Dankes an alle, die zum Bau
der Orgel und zum Gelingen der
Weihefeier beigetragen haben.
R E C H T . Vergangenen Donnerstag abend
fand
in Recht
meinderates
eine
unter
Sitzung
dem
des
Ge-
Vorsitz
von
Bürgermeister Theissen statt. Alle Ratsmitglieder waren anwesend. Das Protokoll
führte
Gemeindesekretär
Link.
Nach Genehmigung des Protokolls
der
letzten Sitzung wurden in dreistündiger
Sitzung folgende Punkte
erledigt.
2. Anschaffung
gens.
eines
Gemeindelastwa-
Gemeindesekretär Link hatte eine genaue Aufstellung über die Rentabilität
eines solchen Wagens angefertigt. Der
Rat war sich daraufhin über die A n schaffung eines solchen Wagens einig.
Nach Begutachtung der
eingegangenen
Offerten beschloß der Rat, noch einige
zusätzlichen Auskünfte bei den zwei
in die engere W a h l fallenden Offerenten einzuholen.
1. Schulneubau i n Recht. Vorprojekt.
Beantragung des definitiven Projektes.
3. Kostenvoranschläge der
tung für beide Sektionen.
W i r berichteten über die in den vorhergehenden Sitzungen geführten Debatten bezüglich des Schulneubaues. Der
Technische Provinzialdienst hatte eine
Verkleinerung des Baues vorgeschlagen,
um das zur Verfügung stehende Baugelände rationeller auszunutzen. Der Rat
hatte Architekt R. Linden, St. Vith, zur
Sitzung geladen, um dem Rat alle notwendigen Erläuterungen zu geben. Nach
längeren Besprechungen, in denen auch
die Möglichkeit des Ankaufes einer anderen Bauparzelle erörtert wurde, vertagte der Rat diesen Punkt.
Vorgeschlagen sind folgende Arbeiten:
Recht 99.825 Fr., 87.260 Fr. und 9.945
Fr. Der zweite Vorschlag wurde vertagt, die beiden anderen
genehmigt.
Born: 87.800 F r . und 78.235 F r . - Genehmigt.
4. Antrag des Schöffen Karthäuser betr.
Anbringung einer Stablampe in der
Weiherstraße am Zugangsweg zur K i r che und Austausch einer Lampe auf
der Straße zur Gendarmerie.
jftVlTH. Das angekündigte Buch „Der
J'eis Malmedy - Geschichte eines Eifel«eises von 1865 bis 1920" von K a r l
Pold Kaufmann ist jetzt zur Äusserung gelangt. Jeder, der sich für
Geschichte unserer Gegend interes|'ft oder der Näheres über irgend
uen Zweig
öffentlicher
Betätigung
™«, findet in Kaufmanns Buch reichten
Stoff. V o n einem Fachmann
| dem Verwaltungsegbiet geschrieben
' Kaufmann war von 1899 bis 1907
p t a t des Kreises Malmedy - enthält
™ s Buch eine solche Vielfalt an
»senswerlen Dingen, daß man es ei¡«itlich eine Enzyklopädie nennen müßese
'; Ueber die
verwaltungstechnischen
™« im Gebiete Malmedy-St. V i t h
I *ar, und zwar aus der Optik eines
l ^ e s , der diese Gegenden durch und
' * kannte. Beachtenswert ist auch das
. eitwort des Herausgebers Professor
Heinrich Neu aus Bonn, dem Verzahlreicher Schriften über unsere
e
6. Genehmigung einer Auto-Vermietung
Das Buch ist keine Verherrlichung der
damaligen preußischen Verwaltung. E s
stellt nüchterne Tatsachen dar und belegt sie mit Zahlen. Vor dem Leser
entsteht das Bild einer Zeit, die vielfach vergessen wurde und die nicht
nur den Fachmann, sondern alle Teile
unserer Bevölkerung anspricht.
In unserer, am kommenden Samstag
erscheienden Beilage „Die Feder" bringen wir eine eingehendere Besprechung
über dieses wirklich wertvolle Werk,
das uns durch die Schilderung der Vergangenheit lehrt, die Gegenwart besser
z u verstehen und festzustellen, welch
große Fortschritte seitdem in unserer
Heimat zu verzeichnen sind.
•
Das Buch ist im
Archiv
in Bonn
rung
„Wissenschaftlichen
(Urkunde-Bild-Chronik
für
erschienen
Benelux
GmbH)"
und die Ausliefeerfolgt
Buchhandlung Franz Jousten,
durch
die
Büllingen.
Krippenaussteilung der
KAJ-Jungen
Interesse für
verkauft
die
waren.
Bastelarbeiten, von
Der Antrag
nehmigt.
Berners-Pip
wurde
ge-
7. Uebernahme des Feldhüters des großen Verkehrsweges durch die Gemeinde
Der Rat nimmt ein Schreiben des Wegekommissars zur Kenntnis.
8. Warmwasserboiler
Recht.
Genehmigt.
für die Schule i n
9. Neuvergebung von bisher nicht zugeschlagenen Holzfällerarbeiten.
Die in der letzten Sitzung nicht zugeschlagenen Arbeiten wurden jetzt vom
Rat zum Preise von 90 Fr. pro fm
vergeben.
10. Erneuerung
Schule in Born.
einer
Treppe
in
der
Architekt Linden wurde mit der Aufstellung eines Planes für eine neue
Holztreppe beauftragt.
und
Für
-Mädchen in
Die
Besucher
St.Vith hatte
zeigten
viel
denen am Sonntagabend schon viele
Montagabend haben Beamte des deutschen Konsu-
lais in Lüirich ihren Besuch angesagt. Hier die
gearbeiteten Krippe, die in dem
von
den
Aufnahme einer
XAJ-Mädchen
festlich
originell
ausge-
schmückten Heim ausgestellt ist.
Schöne Adventsfeier
der Maria-Goretti-Schule
S T . V I T H . Bereits eine halbe Stunde vor
Beginn der von der Maria-Gorettischule
St. Vith
veranstalteten
Adventsfeier
am Sonntag nachmittag war der große
Saal Even-Knodt bis auf den letzten
Platz besetzt. E s war wieder so recht
eine Feier im Sinne der Kinder, der
größeren sowohl der kleinen, die sidi
an den Darbietungen ergötzten und
spontan Beifall klatschten. Eine angenehme Neuerung, besonders im Hinblick auf die Tatsache, daß viele Kleinkinder diesen Feiern beiwohnen, ist
die Verlegung auf die Nachmittagsstunden.
Die Leiterin der Schule, F r l . Kreith
konnte
unter
den
Ehrengästen
d^e
hochw. Herren Dechant Breuer, Kaplan
Servais und Pfarrer i . R. Kirch begrüßen.
Das Fest begann mit einer Begrüßung durch die Kinder des 1. Schuljahres. I, dem Musikanten-Märchen stellten
das 4., 5. und 6. Sdiuljahr sehr treffend die Tiere, wie Esel, Gockelhahn
yesc
liali
Sir William E d w a r d Parry
erblickte am 19. Dezember
1790 das Licht der Welt. E r
unternahm vier ergebnisreiche Pplarfahrten, die zur
Entdeckung
unbewohnter
Insel-Gruppen führten.
Genehmigt.
Der Rat nahm mehrere Mitteilungen
zur Kenntnis. Dann wurden weitere 5
Punkte dringlichkeitshalber zur Tagesordnung genommen.
Ein wertvolles Buch
Die
am Wochenende guten Besuch aufzuweisen.
Forstverwal-
5. Verschiedenes und Mitteilungen.
18
i mit Kautschukenden beste> Degen der Matadore sind
Andererseits sollen auch
ine scharfen W a f f e n kämpfe"
ner werden so dick u m w *
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Unternehmen,
die Kämpfe stattfinden ;
teilnehmenden Toreros sin
nicht bekannt. Es ist at>e
vahrscheinlich, daß sich
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mpfen zur Verfügung *
Es folgte dann die Aussetzung des
Allerheiligsten und der Segen. Der
gemischte Kirchenchor unter der Leit u n g von A l b e r t
Veithen
brachte
mehrere mehrstimmige
Lieder und
ein mehrstimmiges Tantum ergo zu
Gehör. Dieser Chor
fand ebenfalls
volle Zustimmung bei den Anwesenden.
Sitzung des Gemeinderates Recht
„Der Kreis Malmedy"
Stierkämpfe
sik aus dem 16. Jahrhundert, die sich
durch strengen Stil, aber auch durch
klare und schöne Harmonie auszeichnet. Ueberrascht waren alle von dem
ausgezeichneten Können des jungen
Borner Organisten
A l b e r t Veithen,
der seinem Studium an der O r g e l schule Aachen alle Ehre machte und
bewies, daß er dieses große Instrument sehr gut beherrscht. Er spielte
Werke von J . S. Bach, Clerambault
und Doebler. Johannes Piette ist als
Dirigent für alle ein Begriff g e w o r den. Daß er auch meisterhaft die Orgel spielen kann zeigte er zunächst
in einer
leichtbeschwingten
Weihnachtskomposition aus dem 18. Jahrhundert und dann in der Aufführung
einiger Werke der modernen Richtung.
Gefahrenquellen
im Haushalt
Frau Müller ist eine sparsame Hausfrau. Und als solche nutzt sie in den
Wintermonaten die heiße Ofenplatte im
Wohnzimmer und erhitzt darauf ihr
Spülwasser und das Wasser für die
Wärmeflaschen. Leider hat Frau Müller
auch ihre Gewohnheiten, schlechte Angewohnheiten sogar, von denen sie sich
nur schwer abbringen läßt. Eine dieser
Gewohnheiten ist zum Beispiel, daß sie
beim Hinaustragen des kodienden W a s sers die Wohnzimmertür immer erst
öffnet, nachdem sie den Topf schon vom
Ofen genommen hat. Mit dem Ellbogen
natürlich! Etwas unbequem so, aber es
geht ganz gut!
Eben will F r a u Müller, den Topf mit
kochendem Wasser in den Händen, wieder mit ihrem linken Ellbogen die Türklinke niederdrücken. In diesem Augenblich öffnet die kleine Hilde von außen
die Wohnzimmertür - mit viel Schwung,
wie es ihre Art ist! Dabei stößt sie die
Tür heftig gegen F r a u Müllers A r m . . .
Vielleicht w i r d Frau Müller in Z u kunft endlich von ihrer Angewohnheit
abgehen und die Türe öffnen, solange
sie den Wassertopf noch nicht in Händen hat!
und Katze dar und auch die Räuberbande wirkte sehr echt. Auch die französischsprechenden Schülerinnen der Mit
telschule erhielten für ihr Wunderspiel
viel Applaus. E i n kleiner Junge aus
dem 1. Schuljahr hielt einen Liedervortrag mit dem T i t e l „Leise rieselt
der Schnee", und zeigte, daß das Talent
nicht erst mit dem Alter kommt. Die
Mittelschule gefiel in einem Verkündigungsspiel zum Advent. I n dem Spiel
/für Advent und Dreikönige „Vom Mohren der die Krippe fand" waren die
Mädchen des 2. und 3. Schuljahres mit
kindlichem E i f e r in ihr- Spiel- vertieft,
w a r wirklich rührend anzusehen w a r .
D e r Mohr und auch die anderen Personen waren wirklich gut dargestellt.
W e r sich mit ähnlichen Veranstaltungen befaßt, weiß, wie schwer es ist,
solche Feiern aufzuziehen. Den Lehrpersonen gebührt daher ein Dank für
ihre Bemühungen.
Kinder
bewohnen ihr Zimmer
Platz und Raum sind kostbar geworden. Immer dichter rücken w i r aufeinander, und aus den wenigen Quadratmetern, die uns zur Verfügung stehen,
muß soviel wie möglich herausgeholt
werden: Wohnzimmer, Schlafzimmer und
auch noch das Kinderzimmer.
Dieses Kinderzimmer ist genauso wichtig wie der Wohnraum oder das ElternSchlafzimmer. Viele Kinder sind unkonzentriert und nervös. Die Aerzte wissen,
daß es oft daran liegt, daß die Kleinen
keinen eigenen Raum haben. Nicht nur
für das Kind ist so ein eigenes Reich
wichtig, sondern auch für Vater und
Mutter. Ohne solch einen Raum w i r d
das stelige Zusammensein von Eltern
und Kind oft zum aufreibenden Z w e i kampf.
Das Zimmer sollte dann aber auch
wirklich ein Kinderzimmer sein: hell
und freundlich tapeziert, am besten mit
einer abwaschbaren Tapete. Vielleicht
streichen Sie eine W a n d mit Tafellack,
damit dort das Kind seine ersten M a l künste versuchen kann. A n die F e n ster gehören strapazierfähige bunte G a r dinen, die nur bis zur Fensterbank reichen, damit die Kinder sie nicht im
übermütigen Spiel herunterreißen können. Vasen, Blumentöpfe und dergleichen gehören fürs erste noch nicht in
den Raum. Steckkontakte ohne Klappe
sind fehl am Platz. E i n Teppich dagegen
darf in keinem Kinderzimmer fehlen.
W i e herrlich ist es für ein Kind, w e n n
es beim Spielen auf einem weichen
Teppich liegen kann. Die Möbel eines
Kinderzimmers müssen mitwachsen, d.h.,
sie sollten auch noch, wenn die Kinder
größer sind, den Anforderungen entsprechen. A u s dem ersten Regal für die
Spielsachen wird später ein praktisches
Bücherregal.
Im entsprechenden Alter kommt eine
abschließbare Kommode für die kleinen
Geheimnisse der Größeren hinzu. W i e
Sie das Kinderzimmer auch einrichten
werden, eines sollten Sie sich immer
vor Augen halten: W a s ein Kind braucht,
steht vor allen Dekorationskünsten und
eigenen Wünschen für diese Raumgestaltung.
Nummer
148 Seite
4
S T., V.I T H E R Z E I T U N G
Jahresbericht des Schöffenkollegiums
an den Gemeinderat von Amel
2. Fortsetzung
B.
u n d Schluß
Holzverkäufe
vom 19. 10. 59: 6.352,90 m3 für 4.669.892
Fr.
vom 18. 1. 60: 128.82 m3 für 85.410 F r .
Oeffentlitfae Arbeiten
A. Beschlossene Arbeiten
1. I n Auftrag gegebene Projekte
Am28. 4. 60: Inauftraggebung des Projektes für den Neubau einer Kinderbewahr- und Volksschule i n der Sektion
Amel.
Beauftragung
des Technischen
Dienstes zur Ausarbeitung eines Projektes für die Erneuerung des Wasserleitungsnetzes der Sektionen IveldingenMontenau-Eibertingen
und Deidenberg
mit Ausdehnung des Hauptrohres nach
Amel. A m 28. 10. 60: Beauftragung des
Technischen Dienstes zur Anpassung des
am 16. 8. 49 durch denselben Dienst
ausgearbeiteten Projektes zur teilweisen
Erneuerung
des
Wasserleitungsnetzes
der Sektion Amel an die augenblicklichen Erfordernisse der Sektion in Bezug
auf die Wasserversorgung.
F ü r diese Projekte kann die Gemeinde
die durch den Staat vorgesehenen Subsidien erhalten.
2. Genehmigte
Projekte
Am 12. 12. 60: Vorlage des abgeänderten Projektes zur teilweisen Erneuerung des Wasserleitungsnetzes der Sekiion A m e l . Dieses abgeänderte Projekt
belief sich auf 1.850.000 F r . Dazu wurden 60 Prozent an Staatssubsidien und
15 Prozent an Provinzialsubsidien beantragt. - Durch ministeriellen Beschluß
vom. 20. 7. 61 sind die Staatssubsiden
in, Höhe von 60 Prozent
genehmigt
worden. Jedoch mußten an dem Projekt vor der öffentlichen Ausschreibung, die inzwischen erfolgte, verschiedene technische
Aenderungen
getrollen
werden.. D a s abgeänderte Projekt
weist somit jetzt einen Kostenautwand
von 2.228.000 F r . aui, wovon die Summe
von 1.472.353 F r . zu 60 Prozent durch
Programm der Sendung
in deutscher Sprache
DIENSTAG:
19.UU bis 19.15
Aktuelles.
Uhr: Nachrichten
19:15 -bis 19.30 Uhr: Bekannte
liebte Orchester.
und
und be-
19.3U bis 19.45 U h r : Frauensendung.
19.45
bis 20.50
Uhr: ü p e m m u s i k .
2U.50 bis 21.UU Uhr: 2.
ten, Wunschkasten, etc.
Abendnachrich-
t
MITTWOCH:
19.UU bis 19.15
Aktuelles.
Uhr: Nachrichten
und
19.15 bis 19.45 U h r : Filmmusik.
19.45
bis 20.00
Uhr:
Landwirtschafts-
sendung.
20.00 bis 20.30 Uhr: Symphonische Musik.
20.30 bis 20.50 U h r :
3. Mittwoch im Monat: Reportage aus
den deutschsprachiger. Gebieten.
20.50 bis 21.00 U h r ; 2. Abendnachrichten,
Wunschkasten, etc.
Dienstag, 19. Dezember 1961
BRÜSSEL 1
12.03 Vertraulich . . .
12.28 Klatsch
aus Paris
13.15 Intime Musik
14.03 Italia-Preis 1961
15.03 Kasinogrogramm
15.40 Maria
Stuart
16.06 Kiankensendung
17.15 Kammerorchester
18.03 Soldatenfunk
18.30 Discographie
20.00 Sinfoniekonzert
21.45 Universelles Französisch
22.15 Freie Zeit
WDR-Mittelwelle
12.00
13.15
14.00
15.00
16.00
27.25
17.45
19.15
20.00
20.15
Hans Bund spielt
Musik am Mittag
Moderne Tanzmusik
Lieder von gestern u. heute
Orchcsterkonzert
Das literarische Porträt
Operettenkonzert
Der Filmspiegel
Ment-Dixie-BaQd
17 und4, heiteres Stegreifspiel
21.00 TanzmUK'lf
21.35 Bericht aus Moskau
den Staat subsidiert w i r d . Bei den
nicht-subsidierten Arbeiten handelt es
sich um Anschlußarbeiten, die auf privatem Besitz liegen. Diese Summe wird
je nach der Länge der erneuerten Privatanschlüsse schwanken, die infolge der
weitläufigen
Feldtränken-Anschlüsse
ziemlich hoch ist. A m 25. 4. 61: Genehmigung des Vorprojektes zur Errichtung
eines neuen Schulkomplexes mit K i n dergarten und Volksschule i n der Sektion A m e l . Kostenaufwand 8.280.768 F r .
60 Prozent
Subsidien sind beantragt
worden.
Am 12. 7. 61: Genehmigung des Projektes des Fluchtlinienplanes eines A b schnittes des großen Verkehrsweges Nr.
1 von der Möderscheider Mühle bis
zur Grenze Faymonville - Durchquerung von Schoppen. Genehmigung
eines Projektes für die Verbesserung
eines Abschnittes des großen Verkehrsweges Nr. 1 von der Möderscheider
Mühle bis zur Grenze Faymonville. K o stenaufwand 5.226.000 F r . Die Staatssubsidien wurden beantragt. - Durch
Schreiben der Provinzialregierung vom
18. 4. 61 ist der Gemeinde mitgeteilt
worden, daß dieses Projekt in dem
3-Jahresplan der subsidierten Arbeiten
für das Jahr 1962 vorgesehen sei. I n
Bezug aui dieses Projekt sind keine
technischen
Beanstandungen
gemacht
worden. - Genehmigung des Projektes
des Fluchtlinienplanes eines Abschnittes
des großen Verkehrsweges Nr. 1 von
Schoppen-Zentrum bis zum Friedhot Genhemigung des Projektes für die Verbesserung eines Abschnittes des großen
Verkehrsweges
Nr. 1 von Schoppen
Zentrum bis zum Friedhol. Kostenaufwand 1.081.650 F r . Die Staatssusidien
wurden beantragt.
3. Z u r Austührung
dierte Arbeiten
Jahresbericht 1960-61 des Bürgermeister- und
Schöffenkollegiums Schönberg an den Gemeinderat
Fortsetzung
Gewöhnlicher Dienst:
Einnahmen:
Ausgaben:
Defizit:
1.393.451 F r .
2.367.958 Fr.
974.507 Fr.
Außergewöhnlicher
Einnahmen:
Ausgaben:
Defizit:
2.760.000 F r .
2.895.685 Fr.
135.685 F r .
Dienst:
Durchlaufender Dienst:
Einnahmen:
1.231.500 F r .
Ausgaben:
1.231.500 Fr.
Kein Ueberschuß.
Die
Anteile aus dem Gemeindefonds
für das Rechnungsjahr 1961 betragen:
1. ) Eigentlicher Gemeindefonds: 419.496
Fr.
2. ) Fonds der Oeffenthchen Unterstützung:
41.460 Fr.
Insgesamt:
460.956 Fr.
Steuerwesen:
Für das Rechnungjahr 1961 werden folgende Zuschlagshundertstel und T a x e n
erhoben:
1. 1.300 Zuschlagshuadertstel zur Grundund
Gebäudesteuer: mutmaßlicher Ertrag 304.200
2. 600 Zusdüagshunderlstel zur Provinzialsteuer auf gewöhnliche F u h r w e r k e :
mutmaßl. Ertrag 19.000
3. 25 Zuschlagshundertstel zur Provin-
5. Ausgeführte
Arbeiten:
Der
Kirchenneubau Deidenberg. Diese
Arbeiten konnten im Laute des Jahres
1961 beendet werden. Nach den bisher
vorliegenden Abrechnungen belieien sich
die Baukosten auf 5.105.685,80 F r . D a von entfallen 4.146.884,80 auf den Bau
selbst, 181.120 Fr. auf die Glocken,
54.000 F r . auf das Läute- und Uhrwerk.
579.052 F r . auf die Innenausstattung
9.76U Fr. auf , die Blumenanlagen und
108.755 F r . auf die Außenanlagen. Sollte
das Resultat sich noch verändern, so
wird dies im kommenaen Janresueiiait
zum Ausdruck kommen.
Instandsetzung des rrieuhöies von Amel.
Diese ArbeuBii Konnten eyeinalib im
Jahre lü6i bteiiae; weiden, u i e ( j t samtkosten benelen sich auf 3 !M.407,77
Fr.
•
- '•'
:
4. Ausgeschriebene Arbeiten:
Am 13. 7. 61 ian'd uie biötlnung der
Angeoole für die Amage einer Vvdiual u h i i e i z L i i g in uer Planicirche zu Amel
statt. Der F a . Uetnier, Weisiues 'ist der
Zuschlag erceür wurden lur einen Preis
von l u i . l ä u Fr. Die A u s m a l u n g der
Aroeiten ist im Gange.
Am
7. 9. ü l l a i i u uie E n i i i u m i g dei .
Anyuuote lur luigeiiue A i u e . l e n i n clti
F i a i i K n u i e ¿11 Amel s t a l l :
Los 1. üru-, Mauer-, üeiun-, Flieseiidrbeiten, usw. zur Anlage emer Wairniiiitheizung. Die F a . P. Niessen aus Deidenberg erhielt den Zuschlag für 231.339
Fr. Die Ausführung der Arbeiten ist
fast vollendet.
Los
3: Anstreicheiarbeiten
usw. F ü r
disees Los bescrnod oer Rat keinen Z u scuiag zu ertenen und eine Neuausschreibung vorzunehmen. Lieber die im
Kapitel A. beschlossenen Arbeiten, wird
das Kollegium je nach
Fertigstellung
derselben in den jeweiligen Jahresberichten sprechen.
West
12.45 Mittagskonzert
14.00 Blasmusik
15.05 Tanzmusik
15.45 Wellenschaukel
18.15 Abendmusik
18.45 Schwedische Bräuche
20.16 Kammermusik
21.00 Zwischenlandung, Hörspiel
22.00 Um den Nußknacker
Mittwoch, 20.Dezember 1961
BRÜSSEL 1
12.03
12.15
12.40
13.15
14.03
15.03
15.40
16.08
10.30
17.15
18.03
18.30
20.00
subsi-
Das Projekt zur teilweisen Erneuerung
der Wasserleitung der Sektion A m e l Das Subsidienversprechen liegt vor und
die Eröflnung der Angebote findet am
19. 12. 61 statt. - Die Lieferung und
Reparatur von Mobilar für die Pfarrkirche von Amel. Das Subsidienversprechen liegt vor und die öiientliche Ausschreibung kann in Kurze erfolgen.
22.00 Bericht aus Amerika
22.15 Lehrjahre der Unpolitischen
23.30 Kammerkonzert
0.10 Internationale Platten
UKW
treigebene
Orch. H . Segers
Musikalische Welt
Orch. H . Segers
Nachmittagukouzert
Entdeckung der Musik
Leichte belg. Musik
Maria Stuart
Leichte Musik
Jugendfunk
Lyrische Seiten
Soldatenfunk
Modern Jazz
Schlagertruhe
20.30
21.15
21.45
22.15
Wegearbeiten.
An solchen Arbeiten wurden 1.460.133
Fr. verausgab!. Diese A u a u e n umiassen die ydsamie L,ciiieui<..e und sind
teils zur Aiuag'ä vuii neuen Wegen, lens
zu Erst- ouei .MacUieeiungen veiw.eiiaet
worden. F ü r uie kpiumenuen Janre wird
besonders daiaui ^c.iu.iei iveiueii, uaß
die einzelnen i\iiu...^.igen iur Vvegearbeiten jedesmal u.e vei.vvenaeten ...a.erialien im hmzcui aui.uuieu, uin somit
den Bencnt m diesem f u n k t auslunriiOtier gestalten zu können. W a s das
Wegenetz der Gemeinde A m e l anbetrifft, so ist von vorgesetzter Stelle
darauf hingewiesen worden, daß die
Bankette und Gräben verschiedener W e ge sehr z u wünschen übrig lassen. Hier
wäre es vielleicht angbracht, dieses Problem einer eingehenden
Prüfung z u
unterziehen. Vielleicht könnte eine A r beitskolonne ausschließlich mit der A u s tührung dieser Arbeiten beauftragt werden.
Concert lmaginaire
Das Lesekabinett
Schallplatten
Zarte Musik
WDR-Mittelwelle
12.00 Hermann Hagesledt
13.15 Musik am Mittag
14.00 Sehnsucht nach dem feinen
Westen
14.15 Nadimittagskonxert
16.00 Das vergessene Lied
16.30 Kinderfunk
17.05 Kulturbriet' aus Madrid
1 .20 Von neuen Büchern
17.45 Die illustrierte ScballplaUe
19.15 Wiener Konzert
20.10 Das Mädel aus der Vor-'
Stadt
22.15 Die Berwahld-Saga
23.25 Das neue Paradies musikftli*
sehe Legende
0.10 Leichte Musik
7
UKW
West
12.45 Musik am Mittag
14.00 Spanische Impressionen
15.05 Orgelmusik
15.45 Bunte Klänge
18.15 Abendkonzert
20.15 Musik zum Advent
21.00 Die totale Weil«
21.30 Sinfonie konzert
23.05 Tanzen - tanzen I
Dienstag, den 19. Dezember M
Ö J
ENDE
F E R N S E H E N
Dienstag, 19. Dezember 1961
Brüssel und Lüttich
18.30 Der Iran
zialsteuer auf Hunde: mutmaßl. Ertrag
2.000 F r .
4. 15 Zuschlagshundertstel auf gewöhnliche F a h r r ä d e r und 23 F r . Zuschlag zur
Provinzialsteuer auf motorisierte Fahrräder: mutmaßl. Ertrag 4.000 F r .
5. 200 F r . pro K W auf Treibkraft (Motore) d. i . 147 F r . pro P S in 360 Arbeitstagen: mutmaßl. Ertrag 10.000 F r .
6. 200 F r . pro Kraft auf das beschäftigte
Personal m u t m a ß l . Ertrag 2.000 F r .
7. Steuer auf Schankstätien ist in K a tegorien eingeteilt: 2.500 F r .
8. Steuer auf Schauspiele, Lustbarkeiten
un dBälle :ist in Kategorien eingeteilt:
6,500 Fr.
9. Steuer auf den Hausierhandel: nach
Klassen 500 Fr.
10. Steuer auf die von der Gemeindeverwaltung a u i g a i A e l l t e n Urkunden und
Bescheinigungen: 4.000 Fr.
11.
Steuer
auf Maskenkarten: 1.000 Fr.
Gesundheitsdienst:
a) Impiungeu gegen die Pocken:
Am 2. 5. 1960 wurden 29 Kinder gegen die Pocken geimpft,
bj Impfungen gegen die Kinderlähmung:
(2. Phase)
bei der 1. Sitzung am 30. 5. 1960:
41
bei der 2. Sitzung am 27. 6. 1960:
41
bei der 3. Sitzung am 16. 12. 1960:
39
c) Aerztliche Schulinspektion:
Diese liegt seit dem Jahre 1959 in
den Händen des H . Dr. Joh. H U P P E R T Z
aus St. Vith.
Eine
gründliche Untersuchung ' der
Schulkinder fand statt:
am 2. 5. 1960 in der Schule z u E I MERSCHEID,
am 30. 5. 1960 in der 1. Klasse der
Schule zu S C H O E N B E R G ,
am 27. 6. 1960 in der 2. Klasse der
Schule z u S C H O E N B E R G .
Der Gesundheitszustand der Schulkinder ist im allgemeinen gut.
A m 3. 11. 1960 war der Provinzialdienst der Röntgenwagen in den hiesigen Gemeindeschulen i n Tätigkeit.
Poiizei und Sicherheitsdienst:
Keine Veränderung im Personal
der letzten Berichterstattung.
Berichte der Kommissionen:
aj Finanzkommission: A u f Vorschlag
der Finanzkommission faßte der G e meinderat folgende Beschlüsse:
24. 4. 1961: Aufnahme einer langfristigen Anleihe in Höhe von 210.000 F r .
zur Bestreitung
eds Gemeindeanteiles
in den Unkosten der Instandsetzungsarbeitcii der Wegestrecke „Eimerscheid.Vit!v.eudori-Holziieim";
24. 4. 1961: Auinanme einer langiristigen Anleihe in Höhe von 138.000 F r .
zur Deckung des Staatsanteiles in denselben Unkosten (Zuschuß auf die Normalarbeiten) Zinsen und Amortisierung
sind rückzahlbar durch den Staat.
24. 4. 1961: Aufnahme einer langfristigen Anleihe in Höhe von 652.000 F r .
zur Finanzierung der Instandsetzungsarbeiten des Kirchplalzes und verschiedener Gemeindewege w i e vorher schon erwähnt.
b) Unterrichtskommission: A u f Vorschlag
dieser Kommission beschloß der G e meinderat die Eröffnung einer Verwahrschulklasse in Schönberg-Zentrum (6. 3.
•1961).
1) Seit der letzten Berichterstattn
versammelte sich der Gemeinderat 9
und das Bürgermeister- und Schöffe
kollegium 19 mal.
2) Gemeindepersonal :keine VerSm
rung.
3) Lehrpersonal:
F r l . COL0NERI
Christa wurde am 31. 7. 1961 als
visorische Kindergärtnerin an der V
wahrschule i n Schernberg-Zentrum
nannt.
4)
Oeffentliche
Unterstützungkomm
sion :keine Veränderung.
5) Kirchenverwaltung: keine Veräjj
rung.
6) Grundbesitz: Gemeinde Schönbei
Wiesen- und Weideland: 5 ha 40
Kirche Schönberg: Waldungen: 17 In
ar.
Acker und W i e s e n : 4 ha 75 ar
7) Landwirtschaft:
Ergebnis der Zählung vom 15. 5. ist
Zeitweilige
Wiesen
zum Abmalt
4 ha 00 ar.
Ständige Wiesen und Weiden: zum A
mähen: 540 ha 45 ar
zum A b w e i d e n : 336 ha 39 ar.
Sommerweizen:
21 ha 60
Winterroggen:
9 ha 52
Sommergerste:
60 ha 36
Hafer:
94 ha üi
Anderes Getreide (Mischung) 0 ha 51
Frühkartoffeln:
0 ha 12
Mittelfrühe Kartoffeln:
9 ha 59
Futtermöhren:
0 ha 75
Weiße Rüben:
8 ha 8J
Tiere:
Füllen oder Stuten unter 1 Jahr
Wallachen unter 1 bis 3 Jahre:
Stuten 3 Jahre und älter:
Wallachen 3 Jahre und älter:
Kälber unter 3 Monate: Mastkälbep
sonstige: männliche:
weibliche:
II
Kälber 3 Monate bis unter 1 Jahr: Mu
tiere: keine
sonstige: männliche 58; weibliche
Jungvieh :1 bis unter 2 Jahre: j>i|
Zuchtstiere 5; andere: 5; Färsen: it
Jungochsen: 3
Rindvieh 2 Jahre und älter: Kühe aa
schließlich zur Milchgewinnung:
F ä r s e n 70; Zugochsen: 7
Schafe 14;
Schweine:
F e r k e l unter 2 Monate:
Junge Schweine: 2 bis unter 4 Montle
136; Schweine: 4 bis unter 6 Moni
16;
Schweine: 6 Monate und all
Zuchteber 1;- Zuchtsauen: trächtig S
nicht trächtig: 5; Mastschweine: 6 M
nate bis unter 1 Jahr: 8; 1 Jahr
älter: 1
Geflügel: Kücken und Junghennen:
Legehennen 1.737; Hähne 769
Bienenzucht: in Strohkörben 1; in Ii
weglichen Waben 9
Schlepper: mit Benzin und Oel Ii •
Diesel und Halbdiesel 41
Mähbinder 21, Melkmaschinen 28
I mjahre 1960 wurden zur Kadan
Abdeckerei nach S T . T R O N D abgei*
51 Kälber, 5 Färsen, 2 Kühe, 14 Sehnt
ne, 1 Schaf und 4 Hunde.
Im Jahre 1960 wurden 212 Schwei
in der Gemeinde für den PrlvaW
brauch geschlachtet.
Aufgestellt z u S C H O E N B E R G , e
September 1961 und vom Gemeinde
in seiner Sitzung vom 13. Novell
1961 gutgeheißen.
22.20 Jerome Bobbins Ballets,AUS
22.35 Tagesschau
Mittwoch, 20.Dezember 1961
NTS:
20.00 Tagesschau und WetW»
Holland. Fernsehen
Brüssel und Lüttich
NTS:
20.00 Tagesschau
20.20 Le dragon de Komodo.Film
20.35-22.30 Call North Side 777
18.30
19.00
19.30
20.00
20.30
20.45
22.00
22.45
20.20
20.30
20.55
21.25
19.00 Das Kino 1920
Flämisches Fernsehen
19.30 Kath.
19.00 Der sozialistische Gedanke
rel. Sendiuis
seit
Verschiedenes:
E i n goldenes Jahrhundert
Jazz für alle
Luft und 'Weltraum
Tagesschau
Kurzfilm
Roman von Stendhal
Lektüre für alle
Tagesschau
20.00 Tagesschau
19.30 Kulturfilm
20.30 Film
20.00 Tagesschau
Deutsches Fernsehen 1
22.00 Der Schöpfet
20.25 Sandmännchen
17.00
22.40 Tagesschau
20.30 Die
Zaubergeige
22.15 Menschen
Deutsches Fernsehen 1
17.00 Kobolde der Rocky Mountains
17.20 Der Clown, der Musik machen
17.45 Volle
voraus
-
Abenteuer
18.40 Hier
Luxemburser Fernsehen
19.02 Kaschmir,
Kulturfilm
19.18 Magazin der Frau
will
Kroft
und Bilder
23.00 Nachrichten
und heute
las
19.25 Alpinisten am Matterhorn
19.54 Tele-Jeu
20.00 Tagesschau
19.15 Wiener Philharmoniker
20.30 Vater ist der Beate
19.25 Auf der Pirsch
21.00 L a 5me Manche
20.00 Tagesschau
21.30 Catch
20.20 Mitteldeutsches Tagebuch
21.50 Das Commonwealth
21.00 Die Marquise von Arcis
22.20-22.35 Tagesschau
17.20
17.35
18.40
19.15
20.00
20.20
21.05
21.50
23.10
Geschichte der Weihnadbtslieedr
Hilfe schreibt man groß
Das Werk der Dominikanerinnen
Hier und heute
Anwalt der Gerechtigkeit
Tagesschau
Das Wetter morgen
Heiteres Beruferaten
Die Heimkehr
Das Fricsay-Fernsehkonzert
Tagesschau
Holland. Femsehen
VARA:
17.00 Sendung für die Kindel
NTS:
17.35-17.45 Der Fernseher
Die St.Vitl
dienstags,
und Spiel",
Nummer 144
Beginn c
LEOPOLDVILLE.
amerikanischen
poldville, Edrr
katangesische
Kitona, an d e r
flusses, eingel
kam auch d e r
Kongoregieruni
Die beiden I
am Mittwoch
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rer Kabinetts, i
gönnen, über
noch nichts be
Adula erkläi
von Leopold vi I
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der kongolesi:
schehe, währe
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NCRV:
Aktuelle Sendung
Neue Schallplatten
E i n Abend b e i . . •
Buntes Programm
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NTS:
22.05 Agony i n France, Hl»
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NCRV:
22.35-22.40 Andacht
Flämisches Fernsehe:
17.00-18.00 Jugendfernsehen
19.00 Lassie
19.30 Für Kraftfahrer
20.00 Tagesschau
20.25 Sandmännchen
20.30 Die Abenteuer de» &r
Mathias.
21.10 Besuch bei Achilles
22.10 Nachrichten
Hai
Luxemburser Ferni
19.02 Küchenfunk
19.18 Magazin der Frau
19.25 Abenteuer unter VW*
19.54 Tele-Jeu
20.00 Tagesschau
20.30 Beliebte Künstler
21.15 Lea Marius de 1'°*
leux, Film
22.35-22.60 Tagesschau.
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